Nr. 196 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 97 Bezugspreis: Bierteljährl. 90,-, monatl. 30,-. fret ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 30,-, einschl. Zuftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, fowie Defterreich u. Luxemburg 61.-M., für das übrige Ausland 82, M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland. Luxemburg, Desterreich. Echweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt Groß- Berlin 50 Pf. auswärts 60 Pfennig Anzeigenpreis: Die einspaltige Ronpareillezetle toftet 12,-902 Aleine Anzeigen" bas fettgedruckte Wort 3,- M.( zu läffig zwei fettgedruckte Borte), jebes weitere Wort 2,- M Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erfit Wort 2,-, tebes weitere Wort 1,50 M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte Familien- Anzeigen für Abonnenten 8eile 6,- 2 Die Breife verstehen fich einschließlich Teuerungszuschlag. Anzeigen für die nächste Summer miiffen bis 4 Uhr nachmittags in Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden. ftraße 3, abgegeben werben. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Morinplan 15195-97 Expedition Morisplay 11753-54 Mittwoch, den 26. April 1922 Lloyd Georges Friedenspakt. von Washington. Vorverhandlungen zwischen England und Frankreich. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Expedition und Inseraten. Abteilung Morisplat 11753-54 Bekenntnisschule und Verfassung. Bon Simon Rabenstein. Es ist zweifelsfreier Rechtsgrundsaß, daß eine unzweideutige Gesetzesbestimmung nach ihrem Wortlaut auszulegen ist. Hat der Gesetzgeber etwas anderes geschrieben, als er im Sinne hatte, so entscheidet der Buchstabe des Gesezes, ungeachtet des abweichenden gesehgeberischen Willens. Ist aber der Wortlaut nicht völlig zweifelsfrei, so muß der Wille des Gesetzgebers, d. h. der Personen, die für das Zustandetommen des Gesetzes entscheidend gewesen sind, erforscht werden. Dieser ist dann maßgebend. Auch darüber herrscht in der Rechtsauslegung feine Meinungsverschiedenheit. Nurt ist an sich der Wortlaut des Art. 146 der Reichsverfassung, der von der Volksschule handelt, klar und deutlich. Es heißt da: Das öffentliche Schulwesen ist organisch auszugestalten. Auf Paris, 26. April.( TB.) Ueber den Stand der Berhand. Als Hauptmächte werden England, Frankreich, Belgien, lungen, die feit gestern vormittag in Genua über den Abschluß Italien und Japan aufgezählt. Ein erweiterter Oberster Rat cines allgemeinen europäischen Pattes geführt wer- würde also für Entscheidungen, die mit dem Versailler Verden, wird dem„ Petit Parifien" aus Genua berichtet, die Sfizze einer trag zusammenhängen, nicht mehr zuständig sein. Konvention habe der englische Juftitiar. Hurst gestern vormittag| Davon abgesehen, würde ein europäischer Friedensbund. dem französischen Justitiar Fromageot übermittelt. Danach in dem eine bestimmte Mächtegruppe, wie es die Pariser handelt es sich um eine Uebertragung des Bierervertrags Bresse andeutet, für sich das Recht in Anspruch nimmt, gegebenenfalls Sonderaktionen zu ergreifen, ein Wider Der Text beginnt mit ter Erflärung, daß es wünschenswert sei, spruch in sich sein. In enger Verbindung mit dem Friedensden Frieden zu verstärken und die Entwaffnung zu erleichtern. In part steht die Erweiterung des Völkerbundes, zwei Artikeln wird bestimmt, daß die unterzeichnenden Nationen sich in den auch Deutschland und Rußland aufgenommen werden Derpflichten, sich nicht anzugreifen, und daß im Falle einer müßten, um das geplante Friedensinstrument wirksam wer= Berlegung des Abkommens die Nationen sich gegenseitig ins Be- ben an laffen. Besteht aber neben Bölkerbund und Friebens einer für alle gemeinsamen Grundschule baut fic) bas nehmen sehen, um den Frieden wiederherzustellen. Das Dokument paft eine Instanz, die man als ein erweitertes Diret mittlere und höhere Schulwesen auf. Für diesen Aufbau ist die enthält teinerlei Santtionen in feiner jebigen Form, es torium zur Beherrschung der Welt bezeichnen Mannigfaltigkeit der Lebensberufe, für die Aufnahme eines Kindes scheine vielmehr durch seine ungenauigkeit diejenigen zu ermutigen, fönnte, wo bleibt dann das Prinzip der Gleichberechtigung, in eine bestimmte Schule sind seine Anlage und Neigung, nicht die tie eine Revision der Verträge wünschten. Der Entwurf sei in dem das allein die Garantie für einen gewaltlosen Frieden in eine bestimmte Schule sind seine Anlage und Neigung, nicht die Gedanken an die öffentliche Meinung Ameritas aufgestellt, die sich Europas zu geben vermag? Es ist erstaunlich, wie diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellung oder das Religionsbe nur schlecht Rechenschaft von den Bedrohungen ablegen fönne, die Probleme angesichts der Vertreter ganz Europas unter Aus- fenntnis seiner Eltern maßgebend. auf gewissen europäischen Staaten lasteten. Man fönne deshalb schaltung nicht nur der ehemaligen Gegner, sondern auch der ohne Demagogie in den Entwurf nicht das Wort Entwaffnung ein. Neutralen ganz nach den alten allzu wohlbekannten Reführen, höchstens fönne man die Herabsehung der Rüstungen als zepten behandelt werden. Ob daraus jene neue Aera ents betrieb, auch im Sinne des Abs. 1, nicht beeinträchtigt wird. Der springen fann, die die Befriedung Europas heraufführen foll? Gegensätze. wünschenswert bezeichnen. Es sei ferner wesentlich, daß die Ronvention nicht der voIIfommenen Aufrechterhaltung der Friedensver träge und ter Anwendung der internationalen Berpflichtungen 9 Uhr aus Genua abgesandten Reuter- Meldung heißt es: Ju der durch Condon, 28. April.( WEB.) In einer gestern abend um entgegenlaufe. Die bedeutenbfte Abänderung sei die, die sich auf die britischen und die französischen Juristen aufgenommenen Prüfung die Stationen beziehe, die frei sein müßten, unter sich Grup des von Lloyd George Barthou überreichten Entwurfes für den gepen zu biben, im Falle das Abkommen verlegt werde. Diese Festseßung werde den Abschluß eines beschränkteren Battes unter ben Staaten ber fleinen Entente nicht verhindern oder eines Battes, welcher mit Sanftionen versehen sei, unter der kleinen Entente, Polen, Frankreich, Belgien und zweifelsohne auch Italien. Hier erscheine alsó der Gedante eines alliierten Blods. lich Frankreich sei. fionen. planten Burgfriedenspatt müffe erwähnt werden, daß man auf Schwierigteiten ftoße, insbesondere da gleichzeitig andere Fragen berührt würden. Rußland klagt Polen an. Innerhalb der Gemeinden find indes auf Antrag von Erziehungsberechtigten Volksschulen ihres Bekenntnisses oder ihrer soweit hierdurch ein geordneter SchulBille der Erziehungsberechtigten ist möglichst zu berücksichtigen. Das Nähere bestimmt die Landesgesetzgebung nach den Grundfäßen eines Reichsgesetzes. möglich. Denn eine für alle" gemeinsame Grundschule scheint Auf den ersten Blid scheint hier im Absatz 1 fein 3weifel jede Teilung, nicht nur nach gesellschaftlichen, sondern auch nach Bekenntnisrücksichten auszuschließen. Tatsächlich liegt aber die Sache verwickelter, wie auch aus dem Abſay 2 hervorgeht. Im Berfassungsausschuß bedeutete die Annahme des Absages in der vorliegenden Fassung schon eine bedeutende AbSchwächung des ihr zugrunde liegenden Entwurfs. Dieser ist der demokratisch- sozialdemokratische Antrag Dr. Seyfert- WeißFrau Pfülf( Nr. 98), in dem es in Zeile 5 heißt( sonst über= einstimmend mit Art. 146, Abs. 1):" Auf einer für alle Klassen allgemeinen Boltsschule) baut sich das mittlere und und Bekenntnisse gemeinsamen Grundschule( der höhere Schulwesen auf... Der Berichterstatter glaubt deshalb, daß kein allgemeiner Paft Genua, 26. April.( EP.) Tschitscherin richtete an den polnischen ohne den hier gefennzeichneten tontinentalen Batt abgeschlossen Minister des Aeußern Stirmunt folgenden Brief: werde und daß dieser letztere nicht ohne den französisch= Herr Minister! Zu der Note, die einige der Delegationen, die britifen Batt möglich sei. Damit glaubt er eine friebliche an der Konferenz von Genua teilnehmen, am 18. April dem BräAllianz in Europa schaffen zu können, deren Hauptstütze natür- fidenten der deutschen Delegation zukommen ließen und die in der Presse vom 19. April veröffentlicht wurde, und ferner Der Berichterstatter des Matin" in Genua fieht die Dinge etwas zu der Antwort derfelben Delegationen auf die deutsche anders. Er glaubt, daß tie Bemühungen des tschechischen Minister Note vom 22. April gestatte ich mir, Ihre Aufmerksamkeit auf Die entscheidenden Worte, die die Gemeinsamkeit für alle präsidenten Benesch, der über diesen Baft verhandle, dahin gehen, folgendes zu richten: Indem ich vollkommen die Frage beiseite laffe, Bekenntniffe aussprechen, wurden auf Verlangen der Zendaß durch den Bertrag der Angriff sowie auch die Propaganda und ob die Erwägungen begründet sind, welche die Unterzeichner der trumsvertreter im Ausschuß gestrichen. Danach lag in dem die Einmischung in die inneren Berhältnisse der Nachbarstaaten ver- ersten Note bazu brachten, Deutschland einzuladen, sich fünftig der Ausdrud für alle nur noch die Gemeinschaft der Klassen, hindert werden sollen. Selbst der Gedante, Rußland und Teilnahme an der Erörterung der russischen Fragen auf der Ron- nicht mehr die der Bekenntnisse. Hinsichtlich der lezDeutschland zum Anschluß an diesen Bertrag aufzufordern, ferenz zu enthalten, so glaube ich, daß meine Erwägungen wohl bazu teren wies vielmehr die Ausschußfassung zweiter Lesung in werde von Benesch erwogen. Deutschland werde dabei als Be- führen können, sich ebenfalls der Erörterung russischer Fragen zu dem neu zugefügten Abfah 2 die Entscheidung über zulässigbingung stellen, daß Frankreich sich aller militärischen Sanffionen enthalten, da der zwischen Polen und Rußland in Riga am 8. März feit und Maß bekenntnismäßiger Gliederung der Gesetzgebung zur Ausführung des Vertrags enthalte. Dagegen erhielte Frant- 1921 abgeschlossene Bertrag alle Fragen löft, welche diese Staaten 8. Im Plenum wurden in zweiter Lesung auf Grund des reich für die Ausführung der Berträge die restlose Unterstützung intereffieren, und zwar in einer viel endgültigeren Form als der Schultompromiffes vom 14. Juli diese Entscheidung sogar allEuropas und die Möglichkeit ausgedehntester wirtschaftlicher Sant- Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Rußland. Gleich- gemein dem Willen der Erziehungsberechtigten der einzelnen zeitig fann ich mich nicht enthalten zu bemerken, in welcher Weise Gemeinden überlassen. Näheres", also nicht mehr das Ob, es mir befremdlich von einem Staate erscheint, der ohne Bor- fondern nur noch das Bie, die Ausführung im einzelnen, sollte Aus den Veröffentlichungen der Pariser Presse geht her behalt die Sowjetregierung de jure anerkannte und der mit mir ein baldigst zu erlassendes Reichsgesetz bestimmen. vor, daß Lloyd George den. Entwurf feines europäischen einen Bertrag abgeschlossen hat, einen Schritt zu unternehmen, der Bis dahin finden wir ein wachsendes Entgegenkommen Friedenspaktes dem Washingtoner Biermächteabkommen über Den Stillen Ozean nachgebildet hat. Im übrigen laffen die Rußlands des Rechts entheben sollte, Berträge mit anderen Staaten gegen die Forderung der Bekenntnisschule. Erst in der Meldungen nicht ganz flar erkennen, wie der tatsächliche abzuschließen. Meine Regierung sieht in diesem Schritt Bolens britten Lesung jetzt die entgegengesetzte Bewegung ein, Meldungen nicht ganz flar erkennen, wie der tatsächliche einen Angriff auf die Souveränitätsrechte Ruß- die denn auch die endgültige Entscheidung brachte. Hier erInhalt des Bertragsentwurfs aussieht und was erst nach lands und infolgedessen eine grobe Berlegung des Frie- folgte eine Aenderung, die, äußerlich unscheinbar, in ihrer träglich auf Wunsch Frankreichs in den Vertrag aufgebensvertrages von Riga, der einerseits zwischen Rußland Tragweite doch bedeutungsvoll ist. Da der innere Zusammennommen worden ist oder aufgenommen werden soll. So ist nommen worden ist oder aufgenommen werden soll. So ist es auffällig wenn Petit Parisien" davon spricht, der euro- und ber Ufraine und andererseits zwischen Bolen und Rußland ab- hang nicht öffentlich bekannt ist, sei er nachfolgend dargestellt. päische Batt werde ein englisch französisches geschlossen wurde, und der im polnischen Landtag am Die entscheidende Berhandlung wurde damals in einem Sonderbündnis und daneben ein Sonderbündnis zwischen 13. April 1921 ratifiziert wurde. Ferner besteht eine Ber- Galeriezimmer des Weimarer Theaters zwischen den Herren den Staaten der Kleinen Entente unter Frant- legung des Abkommens von Riga vom 30. März 1922, das zwischen Groeber und Dr. Mausbach( ich glaube, auch Dr. Rheinreichs Führung nicht ausschließen. Damit wäre das Rußland und Polen und Estland und Lettland abgeschlossen wurde, länder) vom Zentrum, vom Genoffen Heinrich Schulz und politische Uebergewicht Frankreichs in Europa garantiert. und wobei Polen sich u. a. verpflichtete, nicht nur auf der Kon- mir von unserer Fraktion geführt. In der nicht leichten VerSollte Lloyd George selbst zu diesem Opfer bereit sein, um ferenz von Genua seine Handlungen mit denen Rußlands in Ueber- handlung erklärte ich nun den Herren vom Zentrum, unter nicht mit völl leeren Händen nach England zurückzukehren? einstimmung zu bringen, sondern auch mit allen Kräften dahin zu Hinweis auf die Unmöglichkeit, gegen die Stimmung unserer Man weiß, daß Poincaré vor der Konferenz von Genua mit wirken, daß Rußland von den Staaten, die die Sowjetregierung Genossen im Lande die Fassung zweiter Lesung aufrechtzuder ihm eigenen Hartnäckigkeit das Bündnis mit England bisher nicht anerkannten, de jure anerkannt werde. Durch die Um- erhalten, ausdrücklich: von der Sicherung der politischen Verhältnisse im Osten ab- ftände, unter denen die Antwort auf die deutsche Note von einzelnen Sie haben bisher immer betont, daß der Ausdruck, für hängig gemacht hat. Damals allerdings war Lloyd George Staaten freditiert wurde, unter denen Polen weder der Großen alle" im ersten Absatz nicht die Bekenntnisse meinen dürfe. zu einem derartigen Zugeständnis nicht bereit. noch der Kleinen Entente angehört, Polen, das mit Rußland durch Jetzt aber müssen wir im Gegensatz dazu, wenn überhaupt " In diesem Zusammenhang ist es nicht ohne Intereffe, normale gegenseitige Beziehungen verbunden ist, wird ein der etwas zustandekommen soll, die Anerkennung fordern, daß wenn ein polnisches Blatt behauptet, Poincaré habe an zu- artiger Präzeden z fall geschaffen, den jede dritte macht zum diefer Sinn dennoch, wenn auch nicht als zwingender ständiger Stelle beantragt, die mitglieberzahl des Anlaß nehmen fönnte, um Berträge zwischen zwei mäch- Grundsatz, so doch als Regel dem Ausdrud beigelegt wird. Obersten Rates zu vermehren und Polen sowie die ten zu annullieren. Wenn man diesen Bräzedenzfall weiter und die Herren vom Zentrum haben nach hartem Kampfe Rleine Entente zu den Beratungen und Beschlußfaffungen verfolgt, fo hätte Rußland das unbedingte Recht, Berträge oder Teile( der auch nachher noch in ihrer Frattion, mie auch, aus entdiefes Gremiums zuzulassen. Das würde in etwa mit den von Berträgen nicht anzuerkennen, die zwischen Polen und anderen gegengesezten Gründen, in der unseren stattgefunden hat), Meldungen der Pariser Presse in Einklang zu bringen sein. Mächten abgeschloffen würden. Die Regierung Rußlands ist nicht aber klar und unzweideutig dieses Zugeständnis gemacht. Weniger allerdings mit dem Versailler Bergeneigt, auf diesem Wege vorwärtszuschreiten und erklärt fate Des zum Zeichen wurde im Absatz 2, der die Bekenntnistrag, an den sich Frankreich doch im übrigen so ängstlich gorisch, daß sie auf teinen Fall gestatten könne, daß die von ihr schule zuläßt, das Wort„ indes" eingeschoben, zum Zeichen, anflammert. Aus dem Versailler Dokument geht unzwei- abgeschlossenen Verträge irgendwie davon abhängig sind, ob Dritte daß darin die Durchbrechung der im Abs. 1 aufgestellten deutig hervor, daß als Oberster Rat die Regierungen der fie anerkennen oder nicht. In Erwartung Ihrer Antwort bitte ich Regel der für alle Bekenntnisse gemeinsamen Boltsschule unter alliierten und assoziierten Hauptmächte anzusehen sind. Sie, die Bersicherung meiner Hochachtung entgegenzunehmen, bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden sollte, Weiter wurde in einer gemeinsam mit den Vertretern der demokrati-| die auf den schönen Namen ,, Heilo" hört. Diese richtet ein| die uns den untrüglichen Beweis liefern, daß Herr Kunze es richtig schen Fraktion abgehaltenen Besprechung in der Uebergangs- Ersuchen um Unterstützung an Hugo Stinnes in anfängt, die Arbeiter zu gewinnen. bestimmung des Art. 174 dem zu erlaffenden Reichsschulgesetz Mühlheim und es kommt zunächst folgende Antwort: die besondere Berücksichtigung der Gebiete ohne bekenntnismäßig gegliederte Schule vorgeschrieben. Herr Groeber fann den dargestellten Vorgang leider nicht mehr bezeugen, aber die anderen Herren werden ihn gewiß nicht bestreiten. Deutlich genug spricht auch die Erklärung, die im Namen der Regierung wie der drei an dem neuen Abkommen beteiligten Fraktionen Genosse Schulz in der dritten Lesung des Plenums am 31. Juli abgab. Es heißt da: Die Regierung hat sich mit den antragstellenden Parteien über den Sinn der eingebrachten Anträge verständigt. Ich bin beauftragt worden, sowohl von den Antragstellern als von der Regierung dazu folgendes zu erklären: In Art. 143 wird in Abs. 1 verlangt, daß das öffentliche Schulwesen organisch auszugestalten ist. Das soll auf der Grundlage einer für alle Kinder gemeinsamen Grundschule geschehen.... Dadurch wird die für alle", also auch für alle Bekenntniffe gemeinsame Schule als die Regel aufgestellt. In dieser Auslegung sind sich die drei antragstellenden Parteien und die Regierung einig....“ 66 Und ganz übereinstimmend erklärte Abg. Groeber, in Abweisung seines Fraktionskollegen Hofmann, der ,, im Namen der Lehrer und Lehrerinnen, die Mitglieder der Zen= trumsfraktion sind", den Kampf für die Erhaltung und Eroberung der Bekenntnisschule verkündet hatte: „ Die Mitglieder der Zentrumsfraktion, welche tie Berhandlungen mit den anderen Barteien in der Frage der Schulkompromiß sache geführt haben, sind mit den Vertretern der anderen Parteien dahin übereingekommen, daß der Herr Abgeordnete und Unterstaatssekretär Schulz eine Erklärung über die Bedeutung der einzelnen Vorschläge in der Nationalversammlung vortragen folle, über deren Inhalt eine vollständige Uebereinstimmung zwischen den drei Parteien bestanden hat.... 44 Seine Fraktion habe es daher für unnötig gehalten, hierzu zu reden. Er tue es nur zur Abwehr Hofmanns, der nicht von der Fraktion beauftragt worden sei. „ Heilo", Lesergemeinde des ,, Deutschen Wochenblatts", 3. Hd. des Herrn Armin Irmisch, Berlin- Steglitz, Körnerstr. 42. Ihr gefälliges Schreiben vom 28. Auguft habe ich dankend er halten und mit Interesse gelesen. Ich habe dasselbe an die in Betracht kommende Berliner Abteilung weitergegeben. Sie werden von dort aus nähere Nachricht erhalten. Hochachtungsvoll Hugo Stinnes, Sefretariat. gez. Kremp. Nach einiger Zeit fommt dann von der Berliner Abteilung Hugo Stinnes ein Antwortschreiben, das von Ka pitän leutnant a. D. Humann, dem besonderen Vertrauensmann des Herrn Stinnes, verfaßt und unterzeichnet ist. Es lautet: Hugo Stinnes. Abteilung: N. Berlin. B.-Nr. Kr./Hp. Berlin, den 6. Sept. 1920. SW. 48, Wilhelmstr. 30/31. Amt Nollendorf 4783-88. 420. Sehr geehrter Herr Irmisch! Ihr Schreiben vom 28. Auguft an Herrn Hugo Stinnes sing mir zur fachlichen Erledigung zu. Ich habe mit Interesse von vielen Puntien mit Ihnen übereinstimme, halte ich mich jedoch für Ihren Ausführungen Kenntnis genommen. Gerade weil ich in verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, daß die von Ihnen gewählte ampfesweise doch nicht zweckmäßig ist. Ihrer Propaganda find Ihren Gegnern allmählich schon zu befannt gemorden und haben Gegenmittel erzeugt, deren Kraft augenblicklich stärker ist. Es gilt meiner Ueberzeugung nach neue breitung zu sorgen. Rampfmittel zu finden und für deren weiteste Ver= Die Mittel Eine Unterstützung Ihrer Bestrebungen glaube ich daher erst Sampf zum Ziele führen wird. dann in Aussicht stellen zu dürfen, wenn ich überzeugt bin, daß Ihr Mit vorzüglicher Hochachtung. Es kommt ab und zu vor, daß der Gesetzgeber, um eine Frage zu flären, eine sogenannte authentische Interpretation, d. h. eine bindende Auslegung des Gesetzeswortlauts gibt. Hier haben wir den jeltenen Fall, daß eine solche Auslegung dem Ihr sehr ergebener gez. Sumann. Geseze gleich von Anfang mit auf den Weg gegeben worden ist. Sie bestätigt den Sinn des Wortlauts, dessen Werden Dingen mit dem Radauantisemitismus Kunzes übereinDiefer Herr Humann, der nach seinem Brief in so manchen hier dargestellt worden ist. Wortlaut wie Entstehung des stimmt", war vor dem Kapp- Putsch Vertreter des Gesetzes laffen danach keinen Zweifel, daß die Regel Reichsmarineamtes in der Pressekonferenz, was ihn nicht hinschule der Verfassung die nach sozialen Klassen wie nach derte, während der Kapp- Tage auch im Namen der Bekenntnissen gemeinsame Schule, daß jede andere Rapp Regierung tätig zu sein. Jetzt ist er Vertrauens eine Abweichung von der Regel ist. Danach ist der mann des deutschen Bolts parteilers Stinnes, und hat Beschluß des Ausschusses für das Schulgesez, es ehrlich verdient, daß ihm auf sein Schreiben von Heilo" der dieser gemeinsamen Schule die Bekennt diese Antwort wurde. nis und die Weltanschauungsschule gleich= stellen will, verfassungswidrig. Knüppel- Kunze und Stinnes. Runze läßt bei Stinnes um Geld betteln. Aeußerst interessante Zusammenhänge deckt das Ber liner Tageblatt" auf, indem es einen Briefwechsel zwischen den Mannen Knüppel- Kunzes und Herrn Stinnes bzw. seiner Berliner Vertretung zum Abdrud bringt. Berlin W. 30, Moßstraße 68. Herrn Hugo Stinnes, Abteilung N., Berlin. Sehr geehrter Herr! B. Nr. Kr./Hp. Herr Irmisch hat mir Ihr geehrtes Schreiben vom 6. September übergeben, da ich jetzt hauptsächlich die Geschäfte der Lesergemeinde Deutsches Wochenblatt" führe. Aus Ihren Zeilen ersehe ich, daß Sie über unsere Bestrebungen noch nicht ganz im Bilde find. Es handelt sich um nichts Geringeres, als um die Trennung unserer gutgesinnten Arbeiterschaft von ihren jüdischen Führern. Nach unserer und vieler anderer Deutschen innersten Ueberzeugung find alle anffrengungen nuklos und alle Gelder weggeworfen, wenn es nicht gelingt, eine größere Zahl der Arbeiterschaft auf den richtigen Weg Herr Richard Kunze, der Führer der sogenannten Deutschsozialen Partei", ist nach seiner Angabe der rabiateste Kämpfer gegen den jüdischen Kapitalismus und leistet sich an demagogischer Berdrehung der Tatsachen das Menschen zurückzuführen. möglichste. Seine Tätigkeit als antisemitischer Propagandist Wenn es einen gibt, der diese Aufgabe richtig erkannt hat, und foftet indeſſen eine Menge Geld, ohne daß sich genügend Gläu- zu ihrer Lösung befähigt ist, so ist es nach unserer Ueberzeugung bige finden, die diese Mittel aus eigener Tasche aufbringen. Herr Richard Kunze. Allein der Umstand, daß die sozialdemokratische Deshalb läßt Kunze einen Bettelbrief an den größten und jüdische Presse gerade ihn mit allen zu Gebote stehenden Machtlebenden Kapitalisten Deutschlands, an Hugo Stinnes, nom mitteln bekämpft, beweist deutlich genug, wie sehr gerade feine Tätig. Stapel gehen. Allerdings unterzeichnet er nicht selbst. Sein feit gefürchtet wird. Außerdem liegen aber bereits eine Menge Deutsches Wochenblatt" hat vielmehr eine Lesergemeinde", Schreiben und mündliche Zustimmungen aus Arbeiterkreisen vor, Pflege der Handwerkskultur. 2. Diesen Meistern muß man Aufträge vermitteln. Vor allem ist es. nötig, eine Reihe hochwertiger Stücke handwerklicher, Arbeit zu einer Ausstellung zu vereinigen, die in Deutschland, aber möglicher meise auch im Ausland gezeigt wird. 3. Um schnell zuzugreifen, muß man gegebenenfalls begabten Schülern, aber auch jungen Künstlern durch eine Unterstützung die Möglichkeit geben, ein Handwerk zu ergreifen, ebenso wie man nötigenfalls einem Meister, dessen Können und Wissen mit ihm aufhören würde, durch Aufträge und Unterstützung die Möglichkeit geben muß, Lehrlinge auszubilden. Wir bedauern immer nur, daß er so wenig Berständnis für seine Ziele bei denjenigen findet, die imftande wären, durch Aufbringung finanzieller Mittel feine Arbeit außerordentlich zu fördern. und einen schnelleren Erfolg zu verbürgen. Es läßt sich nicht alles, was über diesen wichtigen Gegenstand gesagt werden müßte, schriftlich darlegen. Vielleicht könnte ich einmal mündlich mit Ihnen darüber sprechen. Herrn Kunze selbst möchte ich allerdings zu dieser Unterredung nicht hinzuziehen, wie ich ihm auch von diesem Schreiben feine Mitteilung gemacht habe, denn ich weiß, daß er außerordentlich Wert darauf legt, nach außen hin völlig unabhängig dazustehen, damit ihm niemals der Borwurf geinacht werden kann, daß er andere, als Arbeiterinteressen vertritt. Mit vorzüglicher Hochachtung gez. ittsto d. Ob die Unterredung zwischen Wittstock und Humann zustandegekommen, weiß das Tageblatt" noch nicht zu berichten. Ebensowenig, ob die verlangten Gelder zur antisemitischen ,, Sammlung gutgesinnter Arbeiter" von Herrn Stinnes fchon bewilligt sind. Diese Einzelheiten. sind aber auch gering an Bedeutung gegenüber der Tatsache, daß Herr Stinnes die Bettelbriefe der Runze- Gemeinde ,, mit Intereffe" liest und durch seine Vertretung Arbeitern und kleinen Beamten, die wirklich bisher auf den erhebliche Uebereinstimmung mit Kunze feststellen läßt. Den antisemitischen Kunze- Leim gekrochen, wird es immerhin von fchen Kapitalismus mit Stinnes Kapital zu bes einigem Interesse sein, zu wissen, daß Herr Kunze den jüdi tämpfen sucht und dabei nach außen völlig unab noch etwas fritischer ansehen als das bisher schon der Fall war. hängig dastehen" möchte. Man wird ihn also in Zukunft = Die Freiheit" einmal täglich. im Tage, als Morgenblatt, erscheinen wird. Nach ihren Angaben wäre das täglich zweimalige Erscheinen weiter nur möglich gewesen, Die Freiheit" teilt mit, daß sie ab 1. Mai nur noch einmal wenn der bisherige Abonnementspreis von 35 auf 45 bis 50 m. erhöht worden wäre. Der Berlag zieht es unter diesen Umständen vor, das Blatt bei unverändertem Abonnementspreis nur noch einmal im Tage erscheinen zu lassen. scheinung damit zu trösten, daß sie sagt, auch beim„ VorDie Freiheit" fucht ihre Leser über diese rüd läufige Er. wärts" werde der Gedanke pentiliert, der jetzt bei ihr Ausführung finde. Dazu möchten wir bemerken: Bei der geradezu unerträglich schweren Lage, in der sich die gefamie Bresse befindet, sind natürlich in unserem Streis alle Möglichkeiten einer Erleichterung erörtert worden, so auch gelegentlich die des nur einmaligen Erscheinens. Ernsthafte Absichten in dieser Richtung haben aber bisher niemals bestanden, und wir hoffen zuversichtlich, daß es dabei bleiben wird. Berlin wird morgens, mittags, nachmittags und abends von bürgerlichen Presseerzeugnissen überschwemmt. Allein die äußerste Rechte verfügt über sieben Blätter, die täglich zweimal erscheinen, bazu gesellen sich zwei volksparteiliche, drei demokratische Organe und zwei Zentrumsblätter. Es wäre eine offenkundige Niederlage, wenn die Arbeiterpresse am Nachmittag der bürgerlichen Presse das Feld ganz allein überlassen wollte. Die USP. wird ab 1. Mai die einzige Partei sein, die in Berlin nur noch über ein einmal täglich erscheinendes Organ verfügen wird. und ob diefes einmal täglich erscheinende Organ auf die Dauer lebensfähig sein wird, steht dahin. Denn bisher hat sich weder seine geschäftliche Leitung bewährt, noch ist es unter seiner neuen Redaktion aktueller und intereffanter geworden. Man fann in diesem Fall also wirklich nicht sagen, daß ein leuchtendes Vorbild gegeben sei, eher fönnte es heißen:„ Die Spuren schreden!" den täglich zweimal erscheinenden Borwärts" mit allen Von unseren Lesern und Parteigenossen erwarten wir, daß sie Kräften unterstüßen werden. " Dollar 282 bis 276. h. befizer, die sich energisch wehren, dergleichen Filme in ihr Brogramm aufzunehmen. Es besteht keine Ursache, an dieser Tatsache zu zweifeln, denn was mir in Berlin an ethnographisch wertvollen Reisefilms zu sehen bekommen, ist leider sehr spärlich. Schomburgf Bom Reichskunstwart Dr. Redslob*). führt durch Togs und Liberia. Er zeigt das Land in seiner pittoresten Einförmigkeit und vor allem die Menschen, die es lebendig. Die alten deutschen Städte haben in jahrhundertelanger Schumachen und von seinen Schägen zehren. Wir werden durch eine lung ein Handwerk herausgebildet, das in einzigartiger Weise stattliche Anzahl Eingeborenertörfer geführt, sehen die Menschen in Traditionen zu hüten und neue Anregungen organisch zu verarbeiten töftlicher Nacktheit fast im Spiel jene Berrichtungen ausführen, die verstand. Dies Handwert hat während der letzten Jahrzehnte schwer gerungen. Es mußte sich mit der Industrie auseinandersetzen. Eine wir als ernsthafte Arbeit zum Lebensunterhalt bezeichnen. All diese Zeitlang wurde das durch Unterbietung versucht, eine Zeitlang durch gesamte Material behandelnde Handbücher, die das Verständnis daß die Herren darin den Bogel abschießen. Wir erleben dann 4. Um der Bewegung Nachdrud zu geben, braucht man das schwarzen Herren und Damen tanzen unheimlich viel und es scheint, Bermengung, dann kam ein Gesundungsprozeß: es wurde ein für den Wert handwerklicher Arbeit mit Hilfe von bildlicher Dar- Jagden durch Urwälder, dichte Dschungelgebiete und Steppen, wohnen organischer Ausgleich geschaffen zwischen der materialgerecht ge- ftellung und leichtverständlicher tertlicher Erläuterung geben. staltenden Arbeit des Handwerks und der typisierenden Tendenz dem Transport der erlegten und gefangenen Tiere bei und werfent 5. In Zusammenhang mit der Vorbereitung der Ausstellung Blicke in das Lagerleben. Der Beifall, den der Film fand, müßte der Industrie. Immer mehr strebt also heute das deutsche Handwerk und der Bücher ist eine Sammlung von Photographien und zeichne eigentlich ein Beweis dafür sein, daß die Kinotheaterbefizer das Bernach der Ausgestaltung des hochwertigen Einzelstückes, während die rischen Darstellungen anzulegen, welche Werkstätten und Vorbilder liner Publikum höchst ungerecht bevormunden und zum mindesten Industrie die Erfahrungen und die Vorarbeit des Handwerfs be- festhalten. nugt, um zu einfachen Normen zu kommen. Dieser Ausgleich falsch einschätzen. 3mischen Meisterarbeit und Massenfabritation perschiedene Schritte eingeleitet worden. Zur Erreichung dieses Zieles find während der letzten Monate Der wichtigste davon ist Reichsgesetzliche Regelung des privaten Unterrichtswesens. Der ist für die Volkswirtschaft von größter Bedeutung: die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft für Hand- Deutsche Gewerbeschulverband hat die Frage der reichsgeschlichen denn die Industrie braucht die Anregung gediegener und geschulter wertstultur, die anschließend an einen Vortrag des Reichs- Regelung des gesamten privaten Unterrichtswesens auf die TagesHöchstleistungen. funstwarts im Januar 1922 von Hannover aus gegründet wurde. ordnung der zu Pfingsten stattfindenden Deutschen Gewerbeschul Es besteht daher ein großes fulturelles Interesse, die Er- Diese Arbeitsgemeinschaft will die Anerkennung der kulturellen Be- tagung gesetzt. Staatssekretär Schulz vom Reichsministerium des fahrungswerte handwerklichen und technischen Könnens zu erhalten, deutung wertvoller Handwerksarbeit durchsetzen, fie will zugleich Innern hat nämlich fürzlich den Verbandsvertretern erklärt, daß ein die gerade Deutschland so vielseitig ausgebildet hat. Der Krieg und einen Fonds zusammenbringen, um die in verstehendem Mahnruf solches Gesez vorerst noch nicht in Arbeit sei, daß man aber einer die jahrelange Unterbrechung geordneter Arbeitsweise hat diesem dargelegten Ziele tatkräftig in Angriff zu nehmen. entsprechenden Anregung folgen werde. Nach der Verfassung ist die Erbbesitz an handwerklichem Können außerordentlich geschadet. KostErgänzt wird diese Arbeitsgemeinschaft durch einen Bund 3ur schon einige Grundsche. Nun hat in einer Weimarer Besprechung bare Erfahrungswerte fonnten von der alten Generation den Jün- Erhaltung wertvoller Handwerkstechniken, der ein Ausschuß von Vertretern der verschiedenen Interessenkreise, der reichsgefeßliche Regelung möglich; diese enthält auch in Artikel 147 geren nicht organisch weitergegeben werden. Heute ruht die letzte besonders mit einzelnen Ortsgruppen arbeiten mill. traditionell entwickelte Kenntnis wertvoller Handwerkstechniken und Führung soll hier Dresden übernehmen. Die Gründung der Bertagte, sich auf Richtlinien geeinigt. Man war der Ansicht, daß eine Die örtliche in Gegenwart von Mitgliedern staatlicher und städtischer Behörden Handwerksgeheimnisse in den Händen sechzigjähriger Meister. Wohl liner Ortsgruppe darf nach bisher gepflogenen vorbereiten- einheitliche gesetzliche Regelung nötig fei, und daß sie sich auf alle ist in der jungen Generation ein starter Wille der Hinwendung den Verhandlungen als gesichert gelten. au hochwertiger Handwerksleistung zu erkennen, aber es fehlt an Fürsorge, Verständnis und Aufträgen, um diesen Willen zur Erhaltung des Handwerts und feines Nachwuchses entscheidend zu Schauspielhaus übergesiedelt, wo fie fid) gestern zum ersten Hebbels Judith" ist aus dem Deutschen Theater ins Große festigen. Troß aller Vorteile, die die leichte Verkaufsmöglichkeit, mehr blieben. Nur in der Titelrolle hat ein Wechsel stattgefunden: an Male zeigte. Besehung und Inszenierung sind fast unperändert geallerdings der deutschen Industrie als dem Handwerf, während der Stelle der Straub erschien Mea Steuermann, die die manniglegten Monate brachte, sind weite Kreise Deutschlands erlahmt und fachen Hemmnisse dieser fürchterlichsten aller Bühnen ehrlich zu übereingeschüchtert. Jede Stimme, die dem deutschen Handwerker sagt, minden bemüht war, aber im ganzen doch in lauter und greller daß er seinen mühevollen Kampf nicht aufgeben soll, jede Stimme, Monotonie ertrant. Die Szene war schön und wirkungsvoll, wenn die dem handwerklich begabten jungen Menschen den Wert einer sie das Riefenpodium füllte. Bei den fleineren Bildern, die nur die gediegenen Lehre flarmacht, ist daher von entscheidender Bedeutung. Mitte der Bühne erleuchtet zeigen, während links und rechts geAus diesem Grunde ist es nötig, daß eine Aktion zur Erhaltung spenstisches Dunkel gähnt, fam feine Stimmung auf. Bom Geift mertvoller Handwertstechniken in Deutschland planmäßig einsetzt. und Stil Hebbelscher Lichtung fann eine fast ausschließlich auf optische Folgende Aufgaben sind zu erfüllen: Wirkungen eingestellte Inszenierung natürlich nur ein Zerrbild J. S. Der Afrikafilm eines deutschen Forschungsreisender Hans Schomburgt wurde gestern geledenen Gästen in den Wittels bachlichtspielen am Bayerischen Plaz vorgeführt. In einem 1. Man muß eine lebersicht über hervorragende einzelne bieten. Meister und bestimmte örtliche Traditionen aufstellen, die wertvolle und feltene Handwerkstechniken noch beherrschen. privaten Schulen, nicht nur auf die gewerblichen, erftreden müffe. Die jeßige Regelung in Preußen fönnte in vielen Punkten folgt und leider noch nicht einheitlich für die verschiedenen Fachschulvorbildlich sein, aber sie ist bisher nur auf dem Verordnungswege erzweige. vom 29. April an Armin Schweizer die Titelrolle spielen. Neues Volkstheater. In den Aufführungen Schufter Aiolos" wird Bildt wurde für die nächste Spielzeit als Oberspielleiter und Darsteller Paul verpflichtet. spielzeit beginnt unter der Direktion Neft am 1. Juli. Als erstes Stüd geVolsbühne, Theater am Bülowplak. Die diesjährige Sommer langt: Robert und Bertram" mit Julius Sachs und Hans Baßmann in den Titelrollen zur Aufführung. Regie: Hans Felig. Der Nachlaß der Marie Bashkirtseff. Marie Bashkirtseff, die junge Malerin, die mehr als durch ihre Bilder durch die originelle Früh reife des aus ihrem Nachlaß veröffentlichten Tagebuches berühmt geworden Berleger- Zeitung" mitgeteilt wird, ist ihre Mutter in Nizza gestorben, und ift, soll noch einmal die literarische Welt beschäftigen. Wie in der Deutschen es fand sich in ihrem Nachlaß noch ein großer Staften mit unveröffent *) Aus der foeben erschienenen Nummer der Mitteilungen erläuternden Borirag beklagte sich Schomburgt selbst bitter über das lichten Schriften der Tochter, die ihr bereits 1884 im Tode vorausging. lablehnende Verhalten der deutschen Rinotheater- Diese Arbeiten sollen nun demnächst veröffentlicht werden. des Reichsfunstwarts", Sozialdemokraten, denkt an den 1. Mai! vor der Uebergabe Gberschlesiens. I Sie Skandalszenen im Staötparlament. Oppeln. 26. April.(BJIB.) Die„Oppelner Morgenzeilung vei�breiiet folgenden Ausruf der Znteralliierien Som- Mission ou die Bewohner Oberschlesiens, welcher von General Oe Rond, General Marinis als Berireier Italiens und General hcnnekcr als Vertreter Englands unterzeichnet ist: Die Uebergabe der oberschlesischen Gebietsteile an Deutschland bzw. Polen in Ausführung des Friedensvertrages von Versailles ist nur noch eine Frage von Tagen. Ansang Mai sollen die Vertreler der deutschen und der polnischen Regierung von der Interalliierten Regierungskommlssion noch Oppeln berusen werden, um die Uebergabe der össenllichcn Verwaltung an die deutschen bzw. polnischen Behörden vorzubereiten. Dieser ungewöhnliche Zustand rechtfertigt ungewöhnliche Masznahmcn. Keinem Friedensstörer soll Gelegenheit gegeben werden, den össentlichen Frieden zu gefährden. Alle friedliebenden Menschen dieses Landes müssen es sich vorbehalllos und im engen Einvernehmen mit den anderen angelegen sein lassen, alle Ungeduld im Zaume zu halten, unüberlegten Handlungen vorzubeugen und überall und bei jeder Gelegenheit die Sprache der vernunft zu führen. Möge also die Bevölkerung Oberschlesiens Selbstbeherrschung üben, möge sie ihre Ruhe und Würde bewahren, um der Interalliierten Kommission zu ermöglichen, in Ruhe und Frieden ihre Machtbesugnisse auf Deutschland bzw. polen zu übertragen. Die preußische Justiz. Weitere Anklagen im Hauptausschuh des Landtags. Bei der heutigen Fortberatung des Justizetats im Hauptaus- schuß des Preußischen Landtages führte Genosse Dr. Siegfried Nosenfeld das Sündenregister der Justiz weiter. Er charakteri- sierte namentlich dieostelbischeRechtsprechungbei Streitigkeiten zwischen Gutsbesitzern und Landarbeitern. Das Amtsgericht in S ta r g a r d erNärt die Entlassung eines Arbeiters, der Betriebs- rat ist. für gerechtfertigt, weil er dem Gutsbesitzer vorgc-worfen Hot, er behandele seine Leute wie ein Stück Vieh. Der Wohrheits- beweis für diese Behauptung wird als unerheblich abgelehnt. In einem anderen Falle erklärt ein Prenzlauer Gericht die sofortige Entlassung eines Landarbeiters und feine hinausietzung aus der Wohnung damit für begründet, daß der bereits Gekündigte den Gruß des.Arbeitgebers nicht erwidert habe, denn die Gruß- Verweigerung fei ein« Achtungsverletzung gegen den..Dienstherrn". (Leben wir noch in der Zeit der Leibeigenschaft?) Dos gleiche Ge- richt weist die Klage eines anderen Arbeiters wegen seiner sofortigen Entlastung zurück, weil er den Arbeitgeber geschlagen habe.� Der Kläger wendet ein, daß der Arbeitgeber ihn zuerst geschlagen und er daher in Notwehr gehandelt habe. Das Gericht erklärt diesen Einwand für unerheblich. Selbst wenn er zuerst geschlagen worden sei. habe der Arbeiter sich nicht wehren dürsev. Während dem ländlicben Arbeiter aus der geringsten Verletzung des Salontones ein Strick gedreht wird, bleiben schwere Beleidigungen. die Gutsbesitzer gegen Funktionäre des Landavbeiterverbondes aus- - stcßen, straftlos. So z. B. die Aeußerung eines Gutsbesitzers: „Wenn der A r b e i t e r f e t r e t ä r ihn in feiner Wohnung be- suchen wolle, so solle er erst ein ärztliches Attest mitbringen. daß er— s e u ch en fr ei sei!" Der Justizminister antwortete nur mit der Bitte, daß man ihm solche Fälle vorher mitteilen möchte. Dem Deutschnationalen Lüdecke waren auch diese Fälle an Zahl zu gering, obwohl die Deutsch- nationalen selber an dem Beschluß, die Redezeit zu beschränken, mil- gewirkt und dadurch die Borbringung des vorhandenen weiteren Materials unmöglich gemacht haben. Der Abgeordnete Lichten- stein(U. Soz.) entrollte dann noch ein erschütterndes Bild der deutschnationalen oberschlesischen Justiz, namentlich bei den Strafkammern Gleiwitz und Beuthen. Im Rathaus„wird's schöner mit jedem Tag". Der Auftritt in der gestrigen Stadtverordnetcnsitzung, den unser Bericht im heutigen Morgenblatt schiderte, bedeutet einen neuen Rekord. Daß der Un- abhängige Dr. K o e l i tz den Oberbürgermeister einen„Lümmel" schimpfte, sucht die„F r e i h e i t" zu entschuldigen. Sie berichtet, der Oberbürgermeister habe die ganze Fraktion der Un- abhängigen beschimpft, indem er diese, mit der Faust aus den Tisch schlagend, als„verantwortungslose Gesellen" be- zeichnete. Darauf habe Dr. Koelitz ihm zugerufen:„Und Sie sind ein unverschämter Lümmel!" Oberbürgermeister Böß hat gestern gar nicht das Wort genommen, es soll sich also wohl um«inen Zwischenruf oder um eine am Magistratstisch gefallene Bemerkung handeln. chierzu schreibt die„B o s s i s ch e Z t g.":„Nach einer Erklärung, die Dr. Weist und Dr. Koelitz unserem Berichterstatter machten, soll Oberbürgermeister Böß zu einem Magistratstollegen den Ausdruck „verantwortungslose Gesellen" gebraucht haben, was von einigen Unabhängigen gehört wurde. Diese gaben die Bemerkung weiter und darauf soll dann der Sturm losgebrochen fein." Hiernach wird Dr. Koelitz für sich geltend machen, daß er in gutem Glauben ge- handelt hat. Auch der Oberbürgermeister selber ist nach Schluß der gestrigen Sitzung vom Berichterstatter der„Bossischen Ztg." befragt worden. Er be st ritt ganz entschieden, einen Ausdruck wie„verantwortungslose Gesellen" gebraucht oder etwas Aehnliches gesagt zu hoben. Stadtkämmerer Karding bestätigte, daß ein solcher Ausdruck vom Oberbürgermeister nicht gefallen sei. Gegenüber dem Stadtverordneten Genossen Dr. L o h m a n n hat der Oberbürgermeister gleichfalls noch am gestrigen Abend in einer Unterredung erklärt, den Ausdruck„verantwor- tungslose Gesellen" nicht gebraucht zu haben. Er habe nur wiederholt versichert, daß der Kümmerer recht habe. Die Sewerkschastsinternationale. Rom. 26. April.(Intel.) Die gestrige Bormittagssitzung wurde mit der Diskussion über den Vorschlag des Bureaus betreffs einer Einigung des Gewerkschaftsbundes mit dem internatio- n a l e n Arbeiterinncnbnnd eröffnet. Gegen diesen Vorschlag erhob sich besonders von selten der deutschen Vertreter Opposition, well diese von einer solchen Bereinigung eine Spaltung des Gewerkschafts- bundes in weibliche und männliche Mitglieder befürchteten. Der englische Delegierte Shaw unterstützte die Ausführungen der deut- schen Delegierten, während Chevenard- Frankreich für den Vor- schlag des Bureaus eintrat. Es wurde dann ein Kompromißvorschlag des Borsitzenden Thomas eingereicht, der verlangte, daß man sich über das Leben des Arbeiterinnenbundes erst genügend Kenntnis verschossen möge und daß bis dahin von einer Bereinigung zwischen den beiden Organisationen Abstand genommen werden solle. Es wurde auf die Notwendigkeit, der Frauenbewegung die größte Aufmerksamkeit zu schenken, hingewiesen, da die ganze Arbeiterbewegung sonst schwer darunter leiden würde, wenn die Frauen abseits ständen. Der Vor- schlag des Bureaus zu einer Einigung zwischen dem Internationalen Arbeiterinnenbunde und dem Gcwerkschaftsbunde soll dessen nächster Konferenz abermals vorgelegt werden. Bis dahin soll sich der Ge- werkschaftsbund darauf beschränken, dem Arbeiterinnenbunde gegen- über eine wohlwollende Haltung einzunehmen. Diesen Erörterungen schloß sich die Diskussion über das Referat Fimmens an. Besonders lebhaft wurde besten Vor- schlag diskutiert, daß sür den Fall eines Krieges alle dem Bunde au- geschlossenen verbände in den Generalstreik treten sollen. S ch ü r ch- Schweiz forderte eine Urabstimmung in allen Metallarbeiter- verbänden, die sich für den Kriegsfall zur Proklamation des General- streiks verpflichten sollen. D i ß m a n n- Deutschland forderte in dieser Frage ein engeres Zusammengehen mit Moskau, indem er darauf hinwies, daß in der Frage der Bekämpfung des Militarismus und des Krieges ein Zusammengehen mit Moskau not- wendig und möglich sei. William- England erklärt, daß die in der Eröffnungssitzung der Konferenz von Genua russtscherseits vorge- ' brachte Erklärung, daß Rußland a b r ü st e n wolle und eine allge- meine Abrüstung vorschlage, die bedeutendste Tatsache der Konfe- renz gewesen sei. Den Beschluß der Sitzung bildeten die Verhandlungen über die Verteilung der Mandate der verschiedenen Länder im Bureau. Gegen den Dorschlag des Bureaus, Deutschland, Oesterreich und der Schweiz zusammen nur ein Mandat zu geben, protestierten die' deutschen Vertreter mit der Begründung, daß Deutschland ollein 8 Millionen organisierter Arbeiter aufzuweisen habe. Es wurde beschlossen, Deutschland ein Mandat und Oesterreich und der Schweiz zusammen ein Mandat zu geben. Der gemütskranke keil. Zviederverhafiung aus dem Sanatorium heraus. Die Erprestungsaffäre des Herausgebers der„Deutschen Roch- richten", Artur Keil, die schon wiederholt die Ocffentlichkeit be- schäftigte, ist in ein neues Stadium getreten. Keil wurde, wie be- richtet, kürzlich wegen Erpressung in zwei Fällen, die getrennt von- einander verhandelt wurden, zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Wegen der bevorstehenden Niederkunft seiner Frau wurde er bald darauf gegen eine Bürgschaft von 46 600 M. aus der Untersuchung?- hast entlassen. Inzwischen waren aber bei der Staatsanwaltschaft weitere Anzeigen eingegangen, nach denen Keil in der üblichen Art der Rcvolverjournalisten noch eine ganze Reihe von Erpressungen begangen hat. Der„Herr Chefredakteur' ging in allen Fällen aus die gleiche Weise- vor. Er setzt« zahlungsfähige Personen davon in Kenntnis, daß er im Besitz von Materiol gegen sie sei und lud sie zu einer Besprechung in seine Redaktion ein. In der Unterredung ließ Keil dann durchblicken, daß er gegen Erhatz irex„Unkosten" bereit sei, den Artikel nicht erscheinen zu lassen. Merkwürdigerweise entsprach die Höhe der„Unkosten" stets der Vermögenslage der An- gegriffenen. Sehr hoch war sie in einem Falle einer bekannten Opernsängerin, die anonym den Bürstenabzug eines schon gesetzten Artikels zugeschickt bekam, in der Keil von der hohen Warte seiner Sittenstrenge sich über dos Privatleben der Künstlerin moralisch entrüstete. Billiger weg kamen einige Lebe- männer, die Prioatvorstellungen des Lala-Bach-Balletts besucht hatten und deren Namen Keil in seiner Zeitung zu nennen drohte, wenn sie ihm nicht ein Darlehen zur Papierbeschafsung für sein Blatt zahlten. Auf Grund dieser und anderer ähnlicher Fälle er- ließ die Staatsanwaltschaft einen neuen Haftbefehl gegen Keil. Dieser hatte Wind davon bekommen und begab sich in ein bekanntes Sanatorium für Gemütskranke in Eharlottenburg. Der Leiter dieser Heilanstalt, in der der Aufenthalt täglich 366 Mk. kostet, stellte seinem Schützling ein Attest aus, daß er„schwer nervenleidend" und hastunfähig sei, ließ es aber zu, daß der Pflegling Rachtcafk-s, die Boxkämpfe und ähnliche Bergnügungs- stätten besuchte. Die Kriminalpolizei zeigte sür diese Art der Nerven- behandlung kein Aerständnis und v erHaft. ete Keil, als ihm wiederum ein Ausgang bewilligt worden war. Diesmal zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch in seiner Wohnung. Nunmehr wird sich ein Gerichtsarzt mit dem seltsamen Nervenleidenden und der noch seltsameren Heilmethode des Privatgutachters beschäftigen. Unauf- geklärt ist noch, aus welchen Quellen dem Erpresser neuerdings die Geldmittel geflossen sind, aus denen er den mehrwöchigen Aufent- halt in dem Sanatorium und die Bürgschaft bestritten hat. Es wäre wünschenswert, wenn sich Personen, die hierüber Auskunft geben können, bei der Kriminalpolizei melden würden. Eine weitere Ausdehnung hat die Angelegenheit dadurch er- fahren, daß auch der Schriftsteller Wilhelm Heydrich wegen Erpressungen verhaftet wurde. Er war von Keil für ein klägliches Gehalt als Redakteur angestellt worden, wofür er nicht nur die Berpflichtung hatte, die Zeitung zu redigieren, sondern auch einen in der von Keil neben den„Neuesten Nachrichten" heraus- gegebenen Sportzeitung«inen fortlaufend erscheinenden Roman „Der Turkönig" zu schreiben, unter dem der Name Artur Keil als Verfasser prangte. Sonntagsrückfahrkarten. Am Sonnabend, den 2S. April, treten die neuen Fahr- preise für Sonntagsrückfahrkarten in Kraft. Bei der Preisfestsetzung fiir den Bereich des Berliner Borortverkehrs sind die ermäßigten Sätze des Tarifs für diesen Berkehr be- rechnet, woraus sich die teilweise geringen Unterschiede der Preise 3. und 4. Klasse erklären. Die vom Stettiner Bahnhof ab gültigen Sonntagsrückfahrkarten werden auch von der Fahrkartenausgabe Ge- sundbrunnen unk die vom Görlitzer Bahnhof ab gültigen auch von der Fahrkartenausgabe Nieder-Schöneweide-Johannisthal ausge- geben. Diese Kart-n gelten zu Fahrten an allen Sonntagen und Festtagen. Diese Sonntagsrückfahrkarten berechtigen zur Fahrt mit allen fahrplanmäßigen Personenzügen mit entsprechenden Wagen- klassen, soweit nicht durch besonderen Schalteraushang einzelne Züge ausgeschlossen sind, sowie zur Benutzung von Stadt, und Vorort- zügen. Bis auf weiteres werden diese Karten schon am Tage vor dem Geltungstage ausgegeben und berechtigen an diesem Tage nachmittags zur Hinfahrt in dem nachstehend angegebenen Umfange:' in der Richtung Kremmen von 1 Uhr ab, Fürstenberg, Chorin und Frcienwalde von 4 Uhr ab, Werneuchen von 4 Uhr ab, Dahmsdorf-Müncheberg von 2 Uhr ab, Lübbenau von 6 Uhr ab und nach Scharmützelsee von 3 Uhr ab. Fahrtunterbrechung ist auf der Hin- und Rückfahrt je einmal gestattet: auch kann die Rückreise von einer Zwischcnstaticn oder, soweit dies auf den Karten vermerkt ist, von einer Station einer anderen Strecke angetreten werden. Der Uebergang in die 2. Klasse ist nicht zulässig. Die Rückfahrt muß aus der Zielstation spätestens um Mitternacht, von Unterwcgsstationen spätestens mit dem Zuge angetreten werden, der die Zielstation um Mitternacht verläßt. Kinder vom voll- endeten 4. bis 16. Jahre genießen die übliche Fahrpreisermäßigung. Untergrundbahnhof Hallcfches Tor. Zum Bau der Rordsüdbahn wird uns geschrieben: Nach der nunmehr erfolgten Fertigstellung des größten Teiles des Unter» wertes am Hallefchen Tor gehen jetzt auch die Arbeiten an dem neben diesem Werke liegenden Untergrundbahn hos ihrer Vollendung entgegen. Die Eigenart der Verhä misse dieser Bau- stelle brachte es mit sich, daß zunächst die schmierigen Arbeiten an der Unterfahrung des Landwehrtanols und des lieft- liehen Torgebäudes sowie die auf der Ostseite des Belle-Alliance- Platzes liegende Maschinenhalle für dos Unterwerk serliggestellt n er- den mußten, weil alle diese Bauten bedeutend tiefer in der Erde liegen als die Sohle des Untergrundbahnhofes, der nunmehr auch seiner Vollendung entgegengeht. Die verhältnismäßig tiefe Lage des Bahnhofs unter der Straßendecke gestattet die Schaffung eines Bahnhofes unter der Erde, der allen Anforde- rungen des Verkehrs gewachsen ist. Vom Bahnsteig aus gelang! der Reisende über zwei breite Treppen an jedem Bahnsteizend« zii- nächst in die Schalterhalle. Die eine dieser Schalterhallen liegt in der Mitte des breiten Oucrganges am Südend« der Friedrichstraße und erhält seine Beleuchtung am Tage durch ein breites Oberlicht. Von dieser Schalterhalle, an der jetzt gearbeitet wird, führen zwei Treppen aus die Mittelpromenade des Belle-Alliance-Platzes. Die zweite Schalterhalle liegt zwischen den Fundamenten der beiden Torgebäude: von ihr führen zwei Treppen seitlich nach der rechten und linken Kolonode des Halleschen Tores, während ein unter- irdischer Gang direkt in das Treppenhaus der Hochbahn führen wird und einen Umsteigeverkehr zwischen Hoch- und Untergrundbahn ohne Bahnsteigsperre ermöglicht. Mit diesem neue» Untergrundbahnhof gewinnt das Hallesche Tor als Verkehrs- Zentrum des Südwestens erheblich an Bedeutung. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch vor Juni beendet fein, so daß sich an sie der Innenausbau unmittelbar anschließen kann. _ i_ Ein Mufikeropfertag. Ein Opfertag der Musiker zur Beschaffung von Mitteln für eine fach- und fachgemäße Heranbildung des Musikcrnachwuchses soll in Berlin veranstaltet werden. Es gilt der Umgestaltung des Musiklehrwesens überhaupt. An Stelle der bisherigen Aus- bildung in Musikgewcrbcbetriebcn soll die schulgemäße Ausbildung treten. Die jungen Leute, welche sich der Musik widmen wollen, sollen dieses Ziel ohne gleichzeitige Besorgung jedweder häuslichen Arbeit für ihren Lehrherrn und ohne andauernd gewerbliche Nacht- arbeit erreichen können Die hierzu nötigen Geldmittel will die Musikerschaft selbst aufbringen� Durch ganz Deutschland geht die Parole:„Die Kunst für die Kunst. Ein Opfertag der Musiker für den Musikernochwuchs," Auch die Berliner Musikerschaft hat sich diese Parole zu eigen gemocht. Sie tritt für den Musikertag mit folgenden Veranstaltungen auf den Plan: I. Sonnabend, den 29. April, vor- mittags Uhr, in der Stoatsoper Sonderkonzert der Staats- kapelle unter Leitung von Wilhelm Furtwär.gler. 2. Am gleichen Tage, abeyds UZe Uhr, ein Nachtfest unter Mitwirkung der nam- l, öftesten Künstler und Künstlerinnen im Kinopalast Alhambra am Kursürstendamm. 3. Sonntag, den 36. April, vormittags 11�> Uhr, im Ufa-Palast am Zoo Matinee des Ufa-Sinfonie-Orchestsrs unter Mitwirkung hervorragender Solisten. Dirigent: Hermann Scherchen. Weiter findet am Dienstag, den 2. Mai, in sämtlichen Gaststätten Groß-Berlins der Opfertag der Ensemblemustker statt. Auch hier sollen in allen Fällen besondere künstlerische Leistungen geboten werden. In Aussicht steht schließlich noch ein Sonderkonzert des Deutschen Opernhaus-Orchesters. An die Arbeitereltcrn Neuköllns! Von den Bereinigten Elternbeiräten der weit- lichen Schulen Neukölln» kommt folgende Mahnung: „Gegen den Schul streik der deutschnationalen Christen ist Streikbruch Ehrenpflicht. Schickt Eure Kinder in die bestreikten Schulen, denn alle Lehrpersonen stehen zu Diensten. Für unbe- hinderten Zutritt der Kinder ist Sorge getragen. Wer mit dem Treiben der„Christen" nicht einverstanden ist, melde sein Kind so- fort um in eine weltliche Schule." Erwcrbslosenunterstützung auch an Dänen. Der Reichsarbeitsminister hat neuerdings bestimmt, daß d ä n i- sehen Staatsangehörigen, die in Deutschland erwerbslos werden, die Enverbslissenfürsorge gewährt werden kann, wenn sie seit dem 1. Juli 1919 im Deutschen Reich wohnen und im übrigen die Bor- aussetzunzzen für die Gewährung der Erwerbslosenunterstützung ge- geben sind, Dänemark läßt erwerbslosen deutschen Reichsangehöri- gen die gleiche Fürsorge angedeilien. Dagegen sind lettländische Staatsangehörige in Deutschland mangels Gegenseitigkeit von der Erwerbsloscitfürsorge ausgeschlossen, Fiir Schwerhörige und Eriaubte. In der 1. Universitäts-Ohren-. Hals- und Nasenklinik, Luisenstraße 12, beginnen neue Kurs« im Absehen der Sprache und zur Sprocherhaltung für Schwerhörige und Eriaubte unter fachärztlicher Leitung. Hierbei werden tzum ersten Male die mit Beihilf« des Reichsarbeitsministeriums durch die Kulturabteilung der Ufa hergestellten Sprachausnahmen vorge- führt und fiir die Uebungen verwertet, Meldungen(auch von gehör- geschädigten Kriegsteilnehmern) werden Eingang 3 bei Professor Dr. Flatau Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 12—1 Uhr entgegengenommen. Im Bersiner Aquarium sind jetzt zwei noch nie hier gezeigte Schmuckhornfrösche aus dem nördlichen ArgentiniM, die zu den auffallendsten und buntesten Froscharten, die es gibt, gehören, in zwei kleinen Sumpfterrarien(Nr. 12 und Nr. 13) gegenüber der Zierfischabteilung ausgestellt. Sie sind nahe Verwandte der viel größeren gewöhnlichen brasilianischen Hornfrösche, von denen dos Aquarium zpzei Stück nun schon acht Jahre lang in dem großen, mit Pandanus bepflanzten Terrarium Nr, 25 besitzt, wo sie meist in dem Torfboden eingewühlt sind, daß nur die Schnauze heraussieht. Diese mächtigen Tiere leben namentlich von Mäusen und Fröschen. Stellenvermittlung des Bundes der Ausländsdeutschen. Der Bund der Auslandsdeutschen, E. V.. Berlin C. 2, Klosterstraße 75, hat den zentralen Sitz seiner Stellenvermittlung von Leipzig nach Berlin verlegt. Es wird daher gebeten, in Zukunft alle Ge- suche und Angebote von Stellen an die Abteilung Stellenvermittlung des Bundes zu leiten.„Es wird besonders darauf aufmerksam ge- macht, daß die Ausländsdeutschen wegen ihrer Sprach- und hervor- ragenden kaufmännischen Kenntnisse sich ganz besonders fiir Stellen im In- und Ausland« eignen." Interessenten erhalten jederzeit Auskunft._ Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ziemlich kühl und veränderlich, über- wiegend bewöltt, mit wiederholten Regcnfällen und frischen südwestlichen Winden. Eine Kirche durch Blitzschlag zersiött. In Morsbach(Rhein- Provinz) wurde gestern bei einem schweren Gewitter die altchr- würdige katholische Kirche durch einen Blitzschlag v o l l st ä n d i g z e r st ö r t. Der angerichtete Schaden wird auf über eine Million Mark geschätzt. Gewerkschaftsbewegung Politische Zustände und Gewerkschaftliche Praxis. bund und den im Deutschen Landarbeiterverband organisierten Schiedsspruch für die Brauereiarbeiter Berlins. Gewinn- Auszug ber 19. Preuß- Südb.( 245. Preuß.) Klassen- Lotterie 11. 8iehungstag. 25. April 1922. 5. Rlaffe. Auf jede gezogene Nummer find awei gleich hohe Gewinne gefallen, und gwar je einer auf die Cofe gleicher Nummer in ben belben Abteilungen I und II Ohne Gewähr. Rachbrnd verboten. Jn ber Bormittagsziehung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen: 2 za 300000 M 878 4 4 zu 10000 M 120573 185342 12 zu 60 0 M 1339 111971 166348 189209 213518 240915 116 zu 300 M 298 7:47 016 15546 17989 18692 22753 38326 45368 74836 7 747 8-9 8 87196 0393 91504 96770 97909 100816 105496 114052 145950 147490 147 17 152962 153000 174 99 175177 184441 184560 184960 186912 1 8975 210277 212114 213665 221995 239306 243195 243728 244843 252470 255949 264358 267175 267838 268538 270949 288404 382 zu 1000 M 746 414T 8304 6968 8634 8726 9395 11488 12110 Der Landarbeiterstreik im Lande Stargard. Am 24. April teilte das Reichsarbeitsministerium dem Deutschen Landarbeiterverband telegraphisch mit, daß es bereit sei, Eint gungsverhandlungen zwischen dem Mecklenburger Land. Ueber ,, Gegenfäße der Staatswirtschaft und der Weltwirtschaft streitenden Landarbeitern anzubahnen, und zu diesem Zwed auf ach dem Kriege und die gewerkschaftliche Praxis" sprach der öster- Dennerstagnachmittag 1 Uhr in Neustrelit im Schloß eine Berhandeichische Bundeskanzler a. D. Dr. Renner Wien am Dienstag lung an.beraumt habe. Der Deutsche Landarbeiterverband in einer Versammlung der Berliner Gewerkschaftsbelegierten im hat dem Ministerium mitgeteilt, daß er bereit fei, sich an der BerGewerkschaftshaus. Genosse Renner bedauerte, daß durch den Krieg handlung zu beteiligen. Es wird von dem Vorstand des Mediencine Erschwerung des Verkehrs der österreichischen mit den deutschen burger Landbundes, der sich anscheinend an das ReichsarbeitsGenossen eingetreten ist. Die geistige Gemeinschaft werde aber trog minifterium gewandt hat, abhängen, ob in dieser Verhandlung eir. der Grenzpfähle aufrechterhalten bleiben. Die Nachkriegszeit hat Tarifabfluß zustande femmt, der die Beendigung des Streits uns ganz eigenartige Zustände gebracht, Gegenfäße, wie wir sie herbeiführen könnte. früher nicht gefannt haben. Der Krieg brachte einen Riß in die Weltwirtschaft; sie wurde unterbunden. Vor dem Kriege war jeder Staat ein Glied in der Weltwirtschaft, mit der alle verflochten waren. Die Berliner Brauereiarbeiter, deren Wochenlöhne im März 118063 124538 1.9985 130027 132778 137222 137322 1 9352 144844 145287 Und nach dem Friedensschluß gaben wir uns allgemein der Hoff d. 3. 700-710 m. betrugen, haben Ende März d. J. den Arbeit nung hin, daß die Belebung der Weltwirtschaft nun wieder folgen gebern neue Forderungen unterbreitet. Hauptsächlich wurder. gewerde. Über das Gegenteil ist eingetreten, die 3errissenheit forbert: ochenlöhne von 1000-1010 m. für Arbeiter, gleich ist immer größer geworden. Wenn sich heute die Bölker in Genua hohe Lohnzulage für Frauen und Jugendliche, Erhöhung der Pro- 17158 18570 21294 22652 22879 23307 3383 24256 25178 26600 6033 bex Ropf zerbrechen, so liegt dem das Bedürfnis zugrunde, die pifionen für das Tourenfahrpersonal, Aufbefferung der Bezüge aus Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen. Heute wird unterschieden zwischen Schuldner- und Gläu$ 616 des BGB., Erhöhung des Montagegeldes. In der Berhandbigerstaaten. Zu den Hauptschuldnerstaaten zählen Defter die Erhöhung der Provisionen, der Bezüge aus§ 616 BGB. und des 78038 80404 828 8 84603 86192 8698 lung der beiderseitigen Lohnkommissionen lehnten die Arbeitgeber reich und Deutschland. Bei uns war aber nichts zu holen, Montagegeldes grundsätzlich ab, erklärten sich aber bereit, die Löhne ulle Säde waren leer und damit wir nur weiter wirtschaften tonn- der männlichen Arbeiter um 100 m. je Woche zu erhöhen. Die Arten, mußte Amerifa 48 Millionen Dollar hergeben. Anders in beitnehmervertreter lehnten diese Zugeständnisse ab. Die Arbeit Deutschland, dem eine ungeheure Schuldenlaft aufgebürdet wurde, geber riefen daraufhin den Schlichtungsausschuß an. Am 15. April 206427 208458 208503 211818 213 39 214822 218718 219283 219931 220537 obgleich englische Staatsmänner erklärten, daß Deutschland diese fällte der Schlichtungsausschuß folgenden Schiedsspruch: Ab Last nicht tragen fönnte. 6. April follen die Löhne betragen: Für Gelernte 875 M., FahrInzwischen hat sich gezeigt, daß bie Sache nicht shne völlige personal 870 m., Ungelernte 365 m. je oche; Frauen und JugendZerstörung der Weltwirtschaft durchzuführen ist. Man mußte bie Baluta auftaufen, um in God zahlen zu fönnen und die art liche erhalten eine Zulage von 120 m. zu ihren bisherigen Löhnen; mußte infolgedessen finden. Immer schroffer traten die Gegenfäße abkommen soll auf unbestimmte Zeit gelten mit 14 tägiger RündiErhöhung der Provisionen für das Fahrpersonal. Das Lohn in der Weltwirtschaft hervor. Hier ueberarbeit, dort Argungsfrist. Am 17. April d. 3. beschäftigte fich eine Funktionärverbeitslosigkeit. England hat an Arbeitslosenunterstüßung fammlung mit diesem Schiedsspruch. Allgemein wurden die Säge mehr leisten müssen, als es an Kriegsentschädigungen erhalten fönnte. als zu niedrig bezeichnet. Als erfreulichstes Moment wurde der Teil Die Arbeiterfasse eines jeden Landes hat eine besondere Art des des Schiedsspruches anerkannt, der die tarifliche dreimonatige, mit Rampfes zu führen. Hier um beffere Löhne, dort zur Abwehr von eineinhalbmonatlicher Kündigungszeit verbundene Lauffrist des LohnLohnherabsehungen. Das eine, valutaschwache, Land fann billiger abkommens in ein. Lohnablommen auf unbestimmte Zeit 169312 172 77 174.09 177419 178561 184088 1925.7 19.660 194643 196391 vertaufen, weil es niedrigere Löhne zahlt, das andere, valutastarfe, mit 14 tägiger Kündigungsfrist umwandelte. Diefer Umstand gab der sucht sich durch Absperrungen gegen die Einfuhr zu schüßen. So Funktionärversammlung Veranlassung, dem Schiedsspruch zuzuhaben wir durch den Krieg mehr Staaten, mehr 3ollinien erhalten. Statt Ausdehnung des freien Berkehrs, von Tag zu Tag Lohnabkommen sofort wieder aufzufündigen. In einer darauf stimmen. Die Organisationsleitungen wurden beauftragt, das mehr Einschränkungen. folgenden Verhandlung mit den Arbeitgebern gelang eine EiniDie neuen Löhne, Provisionen und sonstigen Bezüge werben a b gung über die durch der Schiedsspruch offen gelassenen Punkte. 6. April gewährt und fommen am Freitag zur Auszahlung. Rebner schilderte hierauf die Maßnahmen, welche von der fozialdemokratischen Regierung zur Zeit ihres Wirtens zum Schuhe der Arbeiterschaft ergriffen worden sind, um den Zusammenbruch zu verhüten. Es wurden soziale Geseze und Berordnungen geschaffen, die die Arbeiter gegen die Willkür der Unternehmer schützen. Ferner wurden, um die Lohnfämpfe möglichst zu vermeiden, pon den Gewerkschaften feste Grundlöhne aufgestellt, während der bemegliche Teil des Lohnes nach einer gleitenden Lohn stala zu zahlen ist. Dadurch haben die Löhne mit dem Wechsel Der Krone Schritt gehalten. Das Enstem ist so erklärte der Vor tragende allerdings mit der Zeit etwas tompliziert geworden und ein Scherzwort fagt deshalb: die eine Hälfte der Beamtenschaft redhne aus, wieviel der Lohn für die andere Hälfte betrage. Hätten mir nicht die Sozialdemokratische Partei, die Gewertschaften und die Genossenschaften gehabt, so Die Konzentration in der Großindustrie behandelt der Kursus der Betriebsräteschule am Donnerstag um 6 Uhr in Zimmer 117 ber städtischen höheren Fachschule für Textil- und Bekleidungsgewerbe, Warschauer Blaz 6/8. Am Donnerstag wird mit der Besprechung der Konzentrationsbestrebungen der Chemischen Industrie, bet Stinnes- und AEG.- Zusammenschlüsse begonnen. Es fönnen daher auch neue Teilnehmer, die sich an diesem Kursus bisher nicht beteiligten, mit Erfolg dem Unterricht beiwohnen. würde der Zusammenbruch und die Auflösung Desterreichs zweifel- Vorträge. Vereine und Versammlungen. los erfolgt fein. Durch Schulung und Aufklärung der Maffen werde endlich doch der Sozialismus zum Siege gelangen. Der Bortrag wurde von der Versammlung beifällig aufgenommen. Der amtliche Stenographieunterricht( System Stolze) im Preußischen Landtage( früherem Abgeordnetenhause) beginnt am Dienstag, den 25. April, abends 7 Uhr. Er fest gute Schulbildung voraus und ist namentlich für Schüler höherer Lehranstalten bestimmt. 27063 29541 8268 340 6 35994 38021 86381 37410 39237 46423 48978 47173 47486 47841 44 12 53544 54045 8 522 5666) 57967 58203 9914 F0049 61655 64986 65854 67263 68827 88338 69152 71762 72 76 75435 87102 94461 95076 95322 97584 101793 1028-2 103481 103620 104076 107324 110086 111765 112839 118869 119847 124: 49 125105 125.65 12 522 125657 126428 128: 01 130: 39 138215 140428 141891 143120 144421 146911 147289 149599 151117 151505 1518 5 152804 156888 157464 158277 158639 159686 160137 161036 162824 165696 168004 168219 174286 174581 177290 180818 1: 0688 81530 18: 642 86286 186401 187046 188322 189166 19 093 192441 1999 6 203012 204180 205349 221838 22: 006 224810 224889 225968 226818 226910 2 0012 30113 232284 233 45 234466 235591 236439 36633 237175 238629 240734 243666 243853 244846 245428 247690 290 250353 253172 253219 253710 254284 256253 257.53 257096 258871 260844 2610 2 261999 263842 265854 266575 27 562 277 08 277661,27 241 280107 28 212 288374 285949 2800.7 288152 286779 288328 290818 2908.9 2958 6 295947 298867 299622 Jn der Nachmittagsziehung wurben Gewinne über 490 tart gezege: 2 E 15000 M 121580 2 E 10000 M 1580: 7 18 zu 6000 M 62372 88514 93838 100459 180778 139450 234422 298683 114 zu 3000 M 19427 38701 40055 44228 44579 45512 46490 47883 63724 63851 829 8 86129 88610 89484 91618 111426 118820 123681 125682 127687 129.07 131184 132673 140974 142126 14-117 150-88 153845 168518 196699 197972 20 929 211800 2185 0 220750 22 854 285393 25.297 25.162 2640.4 265595 267182 268037 269208 27 118 280910 286500 358 zu 1000 M 5618 8120 8.35 11138 14448 15.68 17878 19121 19455 20888 21487 22645 27976 28504 29194 31640 37240 38266 40176 40721 40732 42030 45858 46562 49297 49.26 50919 51403 53908 55:74 56863 58072 68150 61091 62612 62872€ 7363 67901 69665 71156 71323 72101 14063 75966 77507 77813 79141 80907 84 83 84902 86569 88932 89918 91824 92792 95570 96789 57790 102807 108452 106244 106474 108 98 11093 114413 115042 115184 119875 121452 122193 122464 123228 126169 128016 130568 131496 1. 1645 13 934 132793 141860 144110 146235 147254 149402 162938 153 29 155115 157104 158355 189865 162379 162517 16468 165.48 166055 167373 167577 167963 169508 169981 173417 178729 17.545 1778 176.2 180012 181397 18.736 181935 182185 188083 191619 194255 196 07 1957 7 196360 196901 197512 198636 199715 204965 205193 20.080 208969 2089 3 21021 210349 210668 212756 214786 217785 218692 2.9.08 210444 221135 224440 2 65 0 230671 234320 235276 236169 24: 220 244256 246 46 247661 250399 250877 2 1994 253453 255039 256308 255326 25634L 257376.69165 260267 26 937 264040 266140 266564 208266 268483 26-759 268868 270518 272-51 274506 276203 270580 277702 2832.1 287201 290800 2018.2 292360 98513 20 652 298023 299484 Die in dem vorstehenden Gewinn- Husang nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Biften au ersehen, die bei den staatlichen Lotterie- Einnehmern zur unentgeltlichen Einficht ausliegen. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An. eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin. Lindenstr. 3. Wieder eine Reihe billiger Angebote. Echt Lackkappe ganz kurze, allerliebste Passon 198 50 Leinen- Spangenschuhe sowie Leinenstiefel beides für Damen, mit Ledersohlen und hohem Absatz schwarz Leder, moSpangenschuhe derne Form, hoher Absatz Lack- Spangenschuhe 198, 289, 39darunter auch Schnürschuhe, beides mod., schieke Form., z. T. m. klein. 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