fr.204/ 5 39.Jahrg. Ausgabe B Nr. 101 Bezugspreis: Biesteri.105.- St., maneti.35,-8. frei ins Saus, Beraus zahlbar. Bestbezug: Monatlich 85.- St., einfchl. 8ufrettungsgebühr. Unter Arenzband für Deutschland, Danzig, Saar- 11. temel gebiet, fowie Defterreich u. Luxemburg 60.- 2, e das übrige Ausland 87,92 kbestellungen nehmen en Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich Holland, Bettland. Luxemburg Defterreich. Schweden, Schweiz, Lichecho- Slowakei 1 und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und geit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wschentäglich zweimal, Gonx tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt Groß- Berlin 50 Pt. auswärts 60 Pfennig Angrigenpreis: Die einfpaltige Manxareillezetle Toftet 16.- 9.- Melanegeile 80-9 Kleinenzeigen" das fettgedrudte Wort 4.( aufiffig swel fettge druckte Morte), jedes weitere Wort 8,-. Stellengesxe und Schlaiftellenanzeigen das erfte Bart 2,50 20., jedes wettere stl 2-1. Worte über 15 Bucheben gählen für zwei Werte. Familien- nzeigen für Wtonnenten Belle&,-. Anzeigen fr bie e Munter müffen bis 4%, he nachmittags in: Hauptgeschäft, Berlin SW 68, LindenPraße 3, abgegeben werben. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 ihr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Morinplas 15195-97 Expedition Morisplat 11753-54 Dienstag, den 2. Mai 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Erbedition und Inferaten. Abteilung Morisplas 11753-54 Der Festtag der Arbeit. Massenaufgebote im Luftgarten. Fast eine halbe Million Teilnehmer. Jedermann weiß, daß dieser riefenhafte Wirtschaftsförper| stundentages auf und traten für die Herstellung der proletarischen Als erste Abteilung eröffnete des graphische Gewerbe den AbGroß- Berlin an die vier Millionen Menschen umfaßt, aber Einheitsfront ein. marfch durch die Brunnenstraße; städtische Arbeiter und Angestellte bennod) fann man sich von der Zahl im allgemeinen eine Das Wetter hielt fich mit Mühe aufrecht. Der erledigte April des Bezirks Webbing folgten. Das Gras der aufmarschierten schlechte Borstellung machen. Gestern aber, am 1. Mai, betam schien fich nicht so ohne weiteres als abgetan zu betrachten. Der Organisationen fegte sich erst später in Bewegung. Am Rosenman doch einen ungefähren Begriff von der Tatsache, daß Himmel blieb grau, und man war froh, daß er den Beginn derthaler Tor und Weinbergsweg schlossen sich Meinere Hunderttausende auf den Beinen waren, um ihren Feier durch einen zu früh einsehenden Regen nicht unmöglich machte. Gruppen den marschierenden Zügen an. In allen Straßen, Willen zum Ausdrud zu bringen. Um die achte Morgenstunde 3mmerhin fielen 20 Minuten nach 11 Uhr die ersten Regentropfen, Scharen außer Reis und Glied dem Luftgorien zu. Die die von den Zügen berührt wurden, ferebten unabjehbare mochte man in den Außenbezirken hinkommen wo man mollte, urd nach einer weiteren Biertelstunde hatte es sich wieder in sonn meisten dieser Teilnehmer hatten ihre Bruft mit einer leuch überall begannen die Ansammlungen der Teilnehmer. lleber- tagsgewohnter Weise eingeregnet. Aber die Feier war beendet. tend roten Rosette geschmidt. Mm Hadeschen Martt all formierten fich die Züge. Ueberall erhoben sich über die Einige der Rebner mußten ihre Morte fürger gestalten, als es por waren um 10 Uhr alle Straßen schon gedrängt voll. Um diese Zeit Köpfe der Menschen die Fahnen, rote und schwarz- rot- goldene, gefehen war, und der Rückmarsch vollzog sich in größerer Elle. Gin marschierte ein langer Bug der Schmiede Groß- Berlins und zeigten, vom Winde gestrafft, ihre farbigen Symbole: Die Dach von Regenschirmen hielt aber noch fast eine Stunde hindurch mit Dofler Musif über ben Marktplag; ihm folgten, gleichfals mit Einheit des Weltproletariats und das Borhandensein einer ben Platz befeßt. Das ganze vormittägliche Berlin ftand völlig Mufit, die Arbeiter der MEG. und die D.- Benoffen Niederschöndeutschen Republit, von der erst vor wenigen Tagen ein unter dem Eindruck der Feier, da die Abmarschstraßen noch bis ins ein erfreuliches Zeichen dürfte die außerordentlich starke Teilhaufens mit prächtigen, im frischen Minde flatternden Fahnen. bürgerlicher Demokrat gesagt hatte, daß sie im Grunde nur den späten Nachmittag hinein nie gesehenen Berfehr aufwiesen. nahme der Jugend zu begrüßen fein. von den Arbeitern als den eigentlichen Republikanern geschützt Die Ritführung zierlicher An der Seite der Jugend. Bogenfränze, deren Ende je von einem Rinde gehalten wurder, werde. Marti an fonnte der Anmarsch nur noch in ganz langjamem Tempo drückte den Zügen ein freundliches Gepräge auf. Bom Sadeschen ausgeführt werden, und die Berlangsamung nahm zu, je mehr fich die Züge dem Luftgarten näherten. Jm Lustgarten. Aus dem Süden und Offen. Die Schloßseite am Luftgarten wurde für die Jugendorganisationen reserviert gehalten. Bald zeigte es sich, daß dieser Blah nicht imftande war, die immer mehr in Massen heranrüdende Der Luftgarten hatte feinen großen Tag, man möchte jagen, Jugend zu faffen. Außerordentlich stort war bie Beteiligung der feinen allergrößten; Schloßplay und Platz vor dem Denkmal des Schuljugend. Bon der Mutter mit einer roten Stelle geschmückt, alten Wilhelm, diese drei Stätten, die an der Geschichte so oft tätigen stellten sie sich schon sehr zeitig ein. Bald rückten auch die sozia Die drei sozialistischen Barteien Neuköllns und das graphische Anteil genommen, auf denen fich fo ziemlich alles abspielte, was wie:„ Der Jugend- bie Subunit" Wachet auf, ber Menfd ift frei", Straße und Kaifer- Friedrich- Straße. Um 9 Uhr waren die Straßen liftischen Jugendorganisationen mit ihren Bannern heran. Inschriften Gewerbe nahmen Aufstellung em Hermannplay. Seriner für das Reich bestimmend werden sollte, fie wurden fast gesprengt tonnte man lejen. Eine Lafel trug die Aufschrift: 23ir werden nach Berlin zu schwarz von Menschen. Immer neue Scheren zogen Bon der Belle der Massen, die ununterbrochen jeden Fußbreit Erde uns nie den Achtstundentaa rauben laffen! Die Behrerin Genoffin herbei, jo daß der Straßenbahnverfehr über eine Stunde steckie. überflutete. Bei weitem reichte der mächtige Raum nicht aus. Die Bed, ber Bastor Genoffe Bleier, sowie der Genoffe Schneiber um 9 1hr jetzte sich der unübersehbare Jug in Bewegung. Gebäude des Schlosses, des Doms und des Museums standen wie hielten Ansprachen und würdigten die Bedeutung des wahren Brole. Sieben Mujittapellen waren im Zuge, unzählige Fahnen, Bellenbrecher inmitten dieses bewegten teeres. Es brandete hoch farierfeiertages. Reicher Beifall lohnte ihren Ausführungen. Die Banner und Blafate wurden getragen. Zwei reichgefchrüdie ean ihren Mauern; Freitreppen, die untersten Fensterpodeste, jebe erften Regentropfen fielen. Aber ble Jugend hielt bis zuletzt fapfer Saule, jeder Bintel, nahmen die Menschen auf. Ueberall hin aus, während ihr" Demonstrationszug fich zusammensetzte. brängten sich und schoben sich vorwärts nur schwer erkennbar in ber Menge der Gleichgeftimmten unaufhaltsame Züge. So feft und is unbeweglich diese Massen zunächst schienen, so waren fie doch beim näheren Hinsehen in sichtbarem Fluß. Es freifte und wogte durcheinander und die Bellengipfel der roten Fahnen darüber her brängten zu bestimmten Buntten. " Der Aufmarsch der Züge. 17 gen, mit Kindern voll befeht, gaben dem Zuge ein weigevelles Gepräge. Die Arbeiterjugend war start vertreten. Einer Riefenfchlange gleich ging der Menschenstrom nach dem Südosten, wo der 6. Kreis unferer Organisation die Spise übernommen hatte. Es Teilnehmer im Suge marschierten. Drei Biertelkunden ift nicht zu viel behauptet, wenn man fagt, das annäherub 30 000 dauerte der Vorbeimarsh. Das arbeitende Bolt des füblichen und öftlichen Berlins war aufmarschiert. Ohne jegliche Störung, in mustergültiger Ordnung traf der Zug um 11 Uhr im Luftgarten ein. Die Feier in den Außenbezirkens. 23 Gin trafen in unabsehbaren Reihen die Züge ein, an der Spize Mufit Gegen 10 Uhr bereits begann der Zuftrom und von 10 Uhr ab fapellen. Schilder mit Aufschriften mannigfacher Art gingen mit den Zügen und brachten die Wünsche der Träger zum Ausdrud: Nieder mit dem Bertrag von Versailles" las man wiederholt. Und weiter: as war tas für ein est des roten und schwarzrotgoldenen Bir fordern den Melttongreß der Arbeiter!", ir forTuches! Wie schlugen die in ihren Farbtönen viel tausendartig ge- bern die Einheitsfront des Proletariats!",„ Die 3 ud to ftimmten zu einem einzigen großen Bilde zusammen. Bie zudte häuser den Schiebern, die Freiheit den Kämpfern der Rees darüber von Spizen, Bändern, Bannern, Inschriften und den polution!"," Wir lassen an dem Achtstundentag nicht rüttein!", In einer Reihe der entfernter liegenden Außenbezirke veran Standarten der Gewerkschaften. Die Seide war spärlich gefät in Schule!" Die Jungen in Wanderfluft, furzjadig und mit nadten unter zahlreicher Beteiligung und in befter Stimmung verliefen. Stimmt am 28. Mai gegen die Schulreaktionäre für die weltliche staltete die Arbeiterschaft besondere Rundgebungen, die ebenfalls diesem Fahnenmeer, die schlichte Baumwolle erfüllte ihren 3wed Rnien, Kopf und hats frei dem fühlen Maienwind preisgegeben. So verfammelten sich im 15. Berwaltungsbezirk die Ortsebenis, wenn auch das von den Schilderern der Wehrmacht so be- Die Mädels in bunten frohen Kleiern, in leichten Schuhen und mit liebte Rnattern der feitenen Fahnen" nicht zu der Symphonie ge- vor Lebensluft blizenden Klugen. Klampfen und Mandolinen waren gruppen eller drei fozialistischen Parteien an verschiedenen Stellen, hörte, die gestern hier gespielt wurde. Und faum ein lautes Mort, mit ihnen, Fahnen, Fähnchen und Wimpel. Junges, unbefümmertes um gemeinsam nach Niederschöne weide zum Bersammlungsdas aus dem Echwall der Menge lauter vernehmbar gewesen wäre, Leben, der schönen Freiheit dieses einzigen Tages ganz hingegeben. plab vor dem Restaurant Kyffhäuser au marschieren. m alles in vollkommenster Ordnung, ohne polizeiliche Mithilfe in einer Refpeftwidrig, wie die Jugend nun einmal ist, fletterte sie den erzenen Hauptbahnhof in Niederschönemeide vereinigten sich die einzelnen Disziplin aus sich selbst heraus, die in der Tat mit das Bewunde Bildern der verfloffenen Herrlichkeiten auf die Pferde, tanzte ihnen Büge au einem aus über 10 000 Berfonen bestehenden Zuge. rungswürdigste war. Bo der Blah nicht mehr ausreichte und die noch weiter aufwärts auf den erlauchten erzenen Röpfen herum, daß Sprecher vom Gewerkschaftskartell war Genosse 3ista. rungswürdigste war. Bo der Blah nicht mehr ausreichte und die fie in ihrer Hohlheit nur so dröhnten, und schwenkten aus ber fuftigen Waffenhor, bestehend aus den Gesangvereinen Baumschulen. Menge fast sichtbar an den Treppen unt Säulen hinaufschlug, wo Höhe die roten und die schwarzrotgoldenen Fahnen zu den riefigen meg, Ober- und Niederschöneweide, Johannisthal, Adlershof und irgendein Unterbau einen etwas sicheren Plas bot, hatten sich die Maffen herab. Die Räume vor dem Alten Museum, dem Dom, t- Glienice feltete die Feier unter dem Chormeister St obrmofer Fahnen gruppiert. Ueber der Freitreppe des Museums lag ein der Granitschale und dem Denkmal füllten sich rasch, wobei Kranz von Bannern aller Farben. Das stolze Roß des dritten wieder die grünen Rafendreiede um das Dentmal, wiewohl sie für mit dem Liebe Sturm" und Lord Foleson" ein. Genosse Zista Wilhelm war mit feinem Bronzereiter von einer folchen Fülle berartige Demonstrationen außerordentlich hinderlich find, auf das faßte in einer halbstündigen Rede alles, was für den 1. Mai gesagt Meiner beweglicher Gestalten überschüttet, daß es schien, als feien aufmerkſamste respektiert und geschont wurden, in diesem einen werden muß, zusammen, um mit einem begeisterten Hoch auf die fie mit den fleinen roten Fahnen geradewegs vom Himmel gefallen Zug doch auch ein schöner Beweis für die Selbstdisziplin diefer Maffen. Internationale zu enden. Der Massenchor sang die Internationale. und unterwegs hängen geblieben. Die ungeahnte Ueberfüllung des Die zuletzt furz vor 11 Uhr anrückenden Züge hatten ihre liebe Not, Dann formierte sich der Zug, um wieder unter Borantritt einer um unterzufommen; fie famen nur äußerst langsam und schrittweise Musikkapelle, ebenso am Schluß nach Oberschöne weide zu deBlakes hatte zur Folge, daß der Aufmarsch sich bedeutend lang vorwärts und mußten sich mit den äußersten Blätzen begnügen, da monstrieren. In den Betrieben hatte sich fast tein Arbeiter eingefamer entwickelte, als ursprünglich vorgesehen war. Aus diesem die Innenräume des Plages geftopft voll waren. Da sich aber die funden, jedoch sah man verstohlen hinter den Fenstern einige AngeGrunte wurde an vielen Stellen der festgesetzte Beginn der Feier Züge auch noch rings um das Schloß über die Schloßfreiheit bis zum ftellte und Beamte. Do die sich nicht geschämt haben? Die Demonum einige Zeit überschritten, da immer neue und neue Züge heran Schloßplag formierten, so gelang es schließlich doch noch allen, Unter- ftration hat sicher für die beteiligten Orte einen gewaltigen Eindruck nahten. Von der Freitreppe des Domes herüber übertönten die funft und Stand zu erhalten. Der Eindruck dieser MassenansammRiange eines großen Orchesters die unzähligen fleinen Rapellen, die lung, die wohl faft eine halbe Million vereinigt hinterlaffen. fast jedem der Züge vorausschritten. Einige Tafte der Marseillaise haben erft ein vollständiger, renn man Dont erhöhten Standpunkt aus auf bas Gewimmel fiegen auf, warfen ihre scharfen Rhythmen wie fieberndes Bligen Im 19. Berwaltungsbezirt hatten sich die Genoffen von Buchherabfah. Und auch dem Fernstehenden mußte zum min- holz, Blantenburg und Karow an der Kirche in Buchholz vereinigt. in die Menge. Selbst die, die eingeflemmt auf der entgegenge besten eine Ahnung von der Macht der Gedanken fommen, die im unter Borantritt einer Mufiftapelle, der zunächst die zahlreich vom fehten Seite an der Puppenbrücke standen, wurten lebendig, man stande find, solche Massen auf die Beine zu bringen. Schon auf bem Schulunterricht befreiten Rinder folgten, bewegte sich der Zug, der hörte ein paar Tafte mitfingen, dann wurde es still, als die Worte Sinmarsch erregten die Züge das größte Aufsehen. Beim Klang der sich auf seinem Wege ständig vergrößerte, zuerst durch die Hauptdes nächsten Rebners herüberflangen. Auch diese Morte flatterten Musik und Gefänge flogen die Fenster auf und die Menschen stürzten straße von Buchholz, marschierte dann durch die Stolonie Blan durch die Luft, mit dem Gehör von jedem erfaßt, wie sie vorüber. von ihrer Beschäftigung an Fenster und Türen, um die Vorüber- tenburg und ereichte schließlich in mehrstündigem Marsch Karow, eillen. Dann flangen die Hochrufe und wurden beantwortet von marschierenden zu schauen und vielfach mit frohen Worten zu be- um dort an dem Gebenfftein für die im Weltfrieg Gefallenen der bieser und jener Gruppe, wo der Redner noch nicht begonnen hatte. grüßen. In der gleichen durch selbstverständliche schlichte Selbst- Toten im Sinne der sozialistischen Arbeiterschaft zu gedenken. Die Sta einleitenden musikalischen Vorträgen des Deutschen Mu- disziplin gewährleisteten Ruhe und Ordnung, wie sie gefommen, schlichte Feier wurde durd) Gesangsvorträge des Buchholzer Armarschierten bann die Massenzüge wieder ab, und bie roten und beitergesangvereins eingeleitet und geschlossen. Genoffe bus fiterverbandes, der 200 feiner titglieder zu einem Orchester vere schwarzrotgoldenen Fahnen zogen über den Köpfen der Marschieren- geißelte das Treiben unserer Chausinisten, die die Esten als„ leuch einigt hatte, fündeten Fanfarenstöße den Beginn der Reden an. ben dahin wie stolze Segel giüdhafter Schiffe, die ihren Rurs ficher tendes Borbild" für fünftigen Böltermorb hinstellen. Trok des Bon etwa 25 Stellen aus wurden Ansprachen gehalten. Für unsere und unbeirrt einem Ziel zufteuern, das fie ebenso gewiß erreichen strömenden Regens zog der Bug in bewundern smerter Ordnung Bertei sprachen u. a. die Genossen Lüdemann, Kuttner, werden wie der Seemann das seine. nach Blantenburg zurück, wo benn im Gasthause son Kluge bie Bes Biener, Bolenste, Brolat und ehschold. Für die deutung des Tages gewürdigt wurde. Damn löfte fich der zug auf, Unabhängigen Crifpien, Dittmann, Rünstler und Dr. der überall in diesen noch völlig dörflichen Charakter tragenden OrtStoles. Bon tommunistischen Rednern feien Hedert, Im Norden bildete die Gustav Meyer Allee am Sum fchaften Berlins das größte Aufsehen erregt hatte. Hinter den Gefchte und Stedt genannt. its Bertreter des Internationalen boldthain einen günftigen Sammelplag für die nach vielen Tausen Fenstern der Schulhäuser drängten fich bie nicht vom Schulunterricht Gewertschaftsbunbes sprach Dude geeft imfterdam. Die Rebner 8 1hr rüdten fleinere Gruppen heran, un hier Aufstellung zu, zwingen. Bieffach empfingen den Bug jubelnde Surufe von Frauen, den zählenden Teilnehmer an der Demonftration. Schon bald nach befreiten Rinder. Es war unmöglich, fie zur Aufmerksamkeit zu miejen nach einem gemeinsamen Programm auf die Bedeutung des nehmen, und gegen 9 Uhr stand bereits eine unabsehbare Biaffe, die die Sorge um die Ihren daheimzubleiben zwang. Aber auch 1. Mai hin, forderten zum Rampf gegen die Bedrohung des Acht in Abteilungen formiert, aum Abmarsch bereit. mißtrauische Gefichter sah man, denen die Maifeier fichtlich Groll 0 mochte, wurde Der Zug aus dem Norden. Eine Totengebenffeler in Karow. verursachte. Es war ein gutes Zeichen, daß trotz bes unfreundlichen| gestört verlaufen, die Beranstaltungen unserer Partet waren über für Recht und Freiheit. An ihr waren alle bret sozialista Metters allenthalben die gehobenste Stimmung herrschte. aus gut besucht. schen Parteien und die freien Gemertschaften beteiligt, Hamburg, 2. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Die Demonstration bie eine Einheitsfront im Kampfe gegen die weitere Bersilavung der Hamburger Arbeiterschaft zur Feier des 1. Mai übertraf durch eine Regierungskommission des Völkerbundes bilden. 3* die Erzberger- Demonstration im vorigen Jahre durch die geschlossene Massenversammlungen, die vormittags in Saarbrüden, Teilnahme von SPD., USPD. und Gewerkschaften noch um ein Be- euntirchen und Saarlouis stattfanden, wurde eine Ent trächtliches. Es sind über 250 000 Arbeiter beteiligt gewesen. Die schließung angenommen, in der erneut ein freimütiges Befenntnis Rommunisten veranstalteten zum Gaudium des Bürgertums eine zum Sozialismus abgelegt und ein wirklicher Bölkerfrieden gefordert Dann heißt es weiter: 3ur herbeiführung erträglicher Sonderaktion, die im Bergleich zu der Massendemonstration der so wird. zialistischen Arbeiter nur eine ganz jämmerliche Beteiligung aufmies. politischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Berhältnisse im Saar. 3n Wandsbek und Altona waren die Maifeiern ebenfalls gebiet fordert die Arbeiterschaft die umgehende Schaffung einer gemeinsame der SBD., der Unabhängigen und der Gemertschaften. Boltsvertretung und die baldige Durchführung der in der Eingabe In Altona sprach Reichsminister Genosse Röster. Ein Gag aus der freien Gewertschaften an die Regierungskommission dom feiner Rede ist wert, gehört zu werden: Die Regierung ist das, was 17. März 1922 vorgetragenen Wirtschafts-, fozial- und fulturpolitiIhr daraus macht!" schen Forderungen." Auf den Saargruben herrschte Arbeitsruhe. Auch in den Hütten, Metall- und sonstigen industriellen Betrieben blieben die freien Gewerkschafter der Arbeit fern. In Cöpenick fand sich die Arbeiterschaft um 10 Uhr vor dem Stadttheater ein. Der große Wilhelmsplay war bicht gedrängt voll, und men schäßie die Zahl der Teilnehmer auf 3000 bis 4000. Gerosse Reimann vom Fabritarbeiterverband hielt die Festrebe, in der er besonders den Einigungsgedanken betonte. In Now awes hatte unsere Bartei zu einer Kundgebung vormittags um 10 Uhr noch dem Deutschen Wirtshaus gerufen. Cine gut besuchte Bersammlung lauschte den fesselnden Worten der Genoffin Juchac. 16. und RBD. demonstrierten gemeinsam auf dem Friedrich- Rirch- Blah, mo Subeil sprach. Nachmittags versammelten sich affe brei Barteien zu einem gemeinsamen De monstrationsauge nach dem Bart, der trotz des unaufhörlichen Regens eine bisher nie gefannte Teilnahme aufmies. Uebereifrige Schapo. Der Irrtum" des Universitätsrektors. Dresden, 2. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Der diesjährigen In Feltenberg hatten sich die Genossen aus Grünau, Maifeier gibt zweierlei eine besondere Bedeutung. Es war das Schmidwig und Bohnsdorf versammelt. Sie marschierten unter Gefang nach Bohnsdorf, wo Genosse äußler auf erftemal, daß der Weltfeiertag als gefeglicher Feiertag begangen dem Marktplak bie Festrebe hielt. Der Berlauf auch dieser Kund- wurde, und nach der verhängnisvollen Spaltung der Arbeiterschaft Ceip ig, 1. Mai.( BIB.) Nach Beendigung der zur Feier des gebung wird allen Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben. während des Krieges ist es wiederum das erste mal, daß die brei 1. Mai in 13 Gülen abgehaltenen Bersammlungen zog die Menge sezialistischen Parteien gemeinsam demonstrierten. Dazu fam das Bewußtsein, daß dieser kaum errungene Feiertag von den Geg die auf der Universität aufgezogene schwarzrotgoldene Fahne durch heute vormittag zum Auguftusplag. Bevor sie wieder abzog, wurde nern durch das Boltsbegehren schon wieder bedroht wird. Die die Universitätsfahne ersetzt. Darin schien ein Teil der Demon Bährend die Demonstration in Luftgarten, der Aufmarsch und staatlichen und städtischen Gebäude hatten Flaggenschmud angelegt. ftranten eine Brovokation zu sehen. Einige Burschen( so drückt sich der Abmarsch der Parteien und Gewerkschaften fich in vollster Ruhe In den ersten Mittagsstunden zogen die feiernden Arbeiter aus den MTB. aus!) kletterten auf das Dach der Universität und warfen die vollzog, wäre es am Halleschen Tore faft zu Zusammenstößen Borstädten in geschloffenen Zügen den Städten zu, um sich zu ge- Fahne in Fetzen unter die Menge. Als einer der Burschen mit blugekommen, deren Folgen unabsehbar gewesen wären. Ein Genoffe meinsamen Feiern zu versammeln. Der Aufmarsch dauerte eine tendem Kopfe erschien und erklärte, er sei verprügelt worden, stürmte teilt uns dazu folgendes mit: Ein großer Demonstrationszug, aus Stunde. Bon allen Seiten rückten die Züge fingend, von Mufit die Menge in den Hof der Universität, fand aber die Bantel alle KBD., USBD. und SPD. von Schöneberg- Friedenau bestehend, kapellen geführt und flatternden Fahnen überweht, heran. Der Alt von einem Aufgebot von Schuhleuten gesperrt. Die Menge forverte paffierte um 41 Uhr, aus der Lindenstraße tommend, das Hallesche markt füllte sich bis auf den letzten Platz. Von Mauer zu Mauer nun den Abzug der Polizei. Dieser gelang es jedoch, die Menge Ter. Die Schups, die zu Fuß und zu Pferde zahlreich vertreten ein einziges, lüdenlofes meer von Menschen, über ihnen ein Wald zurückzudrängen, und nach dreistündiger Belagerung war die Unimar, sah dem Vorbeimarsch abwartend zu. Der größte Teil des roter Fahnen. Bon rot umfleideten Tribünen sprachen die Ber- versität wieder frei. Suges war schon vorbei, da ritten ohne jeden Grund einige Berittene treter der sozialistischen Parteien. An die Feier auf dem Altmartt in den Bug hinein, und zwar in eine Kinderschar der SPD. Schloß sich ein Demonstrationszug, der wohl der gewaltigste war, den Es ist dem Eingreifen der Drbner zu danken, daß dieser Zwischenfall, Dresden je gesehen hat. der begreiflicherweise berechtigte Empörung unter den Hunderten Stunde. In der Umgebung Dresdens waren die Maifeiern der in Sein Vorbeimarsch dauerte genau 1% graphen- Union". Sie schreibt: hervorrief, ohne ernstere Felgen blieb. Schließlich gelang es den Dresden entsprechend. Zwischenfälle haben sich nicht ereignet. Ordnern, die vollständig die Situation beherrschten, die aufgeregte Schups zu beruhigen. Es wäre in der Tat wünschenswert, wenn ftaltete fich zu einer machtoollen Rundgebung ber organisierten är Frankfurt a. M., 2. Mai.( Eigener Bericht.) Die Maifeier gefich einige der aufgeregten Beamten der Schutzpolizei in Zukunft beiterschaft. Unter Führung des Gewerkschaftskartells und des Afagegenüber Demonstrationen die Reserve auferlegen würden, die Bundes einigten sich die brei Arbeiterparteien zu einer gemeinsamen heute schon die Mehrzahl ihrer Kameraden befolgen. Demonstration. Morgens 10 Uhr fand auf dem Opernplatz eine riefige Bersammlung flatt, bei der Rebner der drei verschiedenen Barteien zu den Maffen sprachen. Bon hier aus bildete sich ein geBorbeimarsch weit über eine Stunde währte. An der Demonstra fratischen Arbeiterschaft verlief ohne Zwischenfälle. In der großen waltiger Demonstrationszug durch die Hauptstraßen der Stadt, dessen Wien, 1. Mai.( WLB.) Die heutige Maifeier der sozialdemstion nahmen ungefähr 80 bis 100 000 Feiernde teil. Die Arbeitsruhe mar in Frankfurt a. M. fast allgemein durchgeführt. Bersammlung vor dem Rathause wurde eine Entschließung Auch die städtischen Betriebe und Berwaltungen feierten zum größten Teil, obwohl die bürgerliche Mehrheit der Stadtverordnetenversamm fung einen Antrag der fozialdemokratischen Fraktion auf Arbeitsruhe abgelehnt hatte. Die Feiern im Reiche. Medlenburg- Schwerin, 1. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Im ganzen Lande war fonntägliches Gepräge, meil der 1. Mai in Med lenburg gefeßlicher Feiertag ist. Die Beteiligung an den Aufzügen war allenthalben tros strömenden Regens fehr groß. Wesentlich weniger universitätsoffiziös berichtet die„ TeleNach einer Erklärung des Rettors der Universität ist der Swischenfall auf einen Irrtum zurückzuführen. Der Reftor hatte den solle. Als er bemerkte, daß die schwarzrotgoldene Fahne aufam Tage vorher angeordnet, daß die Universitätsfahne gehißt wergezogen worden war, ließ er die Universitätsfahne hiſſen. Die Des Studenten diesen Fahnenwechsel vorgenommen hätten. monstranten hatten irrtümlicherweise angenommen, daß Maifeiern im Ausland. angenommen, in der die Treue zur Republit ausgesprochen und die Erhaltung der politischen und der wirtschaftlichen Errungenschaften der Arbeitertlaffe als Hauptaufgabe des Proletariats bezeichnet wird. Auch die getrennt davon abgehaltene Maifeier der Rommunistischen Bartei verlief ohne Störung. Nach den bisherigen Meldungen ist auch in den Ländern die Ruhe nirgends gestört worden. Bern, 1. Mai.( BTB.) Die Feier des 1. Mai nahm in der ganzen Schweiz einen ruhigen Berlauf. In allen Städten fanden Umzüge statt, ohne daß es zu irgendwelchen 3wischenfällen ge tommen wäre. Bie in Berlin, so litt auch im ganzen Reiche die Maifeier der Arbeiterschaft unter den ungünstigen Witterungsverhältnissen. Fast aus allen Gegenden wird strömender Regen gemeldet. Dennoch war nach den bisher vorliegenden Meldungen die Beteiligung der Arbeiterschaft größer als je. Ueberall demonstrierten die sozia listischen Barteien gemeinsam, unb überall verliefen die Feiern ernst und würbig. In Köln, wo nur die USB. und die SPD. gemeinsam bemonftrierten, waren mehrere Zehntausende versammelt, zu denen auf dem Neumertt u. a. der holländische Genosse Boogd sprach. Die Remmunisten brachten zu ihrer Nachmittagsdemonstration etwa 2500 Bersonen auf. In Mainz waren weit über 50 000 Bersonen auf dam Halleplay versammelt, wo Reichstagsobgeordneter Genosse München, 2. mai.( Eigener, Drahtbericht.) Die Maifeier der Dr. David referierte. In Bremen protestierten 40-50 000 r brei Arbeiterparteien fand in einem bis jetzt noch nicht better gegen den Raub des 1. Mai als gefelichen Feiertag, ben, mie erreichten Umfang auf der Theresienwiese in München staft. bereits gemeldet, sec einigen Tagen unter Bruch der Berfassung die Nürnberg, 1. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Obgleich feine Arhürgerliche Mehrheit beging. In Essen waren etwa 80 000 Arbeitsruhe von den drei Arbeiterparteien proflamiert war, so war die Rom, 2. Mai.( BTB.) Der 1. Mai ist in Rom ruhig sere beiter erschienen, um für die Ideale des Proletariats zu demonstrieren. Bormittagsdemonstration so gewaltig wie noch nie zuvor, laufen. Die Geschäfte waren geschlossen. Dreischten und Sa Breslau waren 120 000 Demonftranten unterwegs. In Jena, mas aber nur zum Teil auf den Metallarbeiterstreit zurückzuführen Autos verkehrten nicht. In der Provinz ist der Tag ebenfalls überme die Teilnehmerzahl ebenfalls alle Erwartungen übertraf, batten fich war. 3wei gewaltige Miesenflächen mußten für die übergroße Zahl all ruhig verlaufen. einige Stubenten ben Big" relaubt, aus ihrem Klubhause ein Blatat von Männern und Frauen in Anspruch genommen werden. herauszuhängen, auf dem zu lesen war Bir fordern Freibier und den Stein, wo die Bleistiftfabrit von Faber liegt, übertraf die Teil Raffer. Die Solge boson war, bag bie Studenten von einem Teilnahme alle Erwartungen. In Erlangen war der Besuch außer Ber Demonstranten eine gehörige Tracht Brügel binnehmen mußten. sibentlich zahlreich. Der riesenhafte Bug betam eine besondere BräFürth in Bagera referierte Genosse Hermann Müller- Berlin gung dadurch, daß die Arbeiterfamilien ihre Kinder in besonderen ix emmer riefigen Bersammlung der Maifeiernden. In Frant großen Gruppen feftlich gefleidet mitziehen ließen. urt a. D. beteiligten fid) 15.000 Berfonen an der gemeinsamen Maifeier ber USB. und D. de Beranstaltungen waren über EV Raffel, 2. Mai( eigener Drahtbericht.) An der gemeinsamen Demonstrasten aller sozialistischen Parteien auf dem Friedrichsplak Seteiligten fich 25 000 Berfonen. Straßenbahner feierten den 1. Mai burch Arbeitsrube, aber einige gelbe Straßenbahner wollten mit interfügung der Direttien einige Linten verfehren lassen. Dieser Berfus führte zu großen Anfammlungen, so daß die Schutzpolizei eingriff. Es verfehrtex dann einige Linien, aber jeder Bagen mit 30 Mann Schuhpolizei befeht, ohne sonstige Fahrgäste. An einigen Stellen der Stadt tam es zu Reibereien. Conft ist der 1. Mai imWenn Europa fich nicht besinnt. sen nähten Tagen erisheint im Berlag für ** liti!**> Birtigait, Bertin W 85, ein besonders atrosentes e atuelles Bush unter dem Titel Rusland *** te el mit Betträgen von Fritjof Nansen, Gerbert******* bagim orfi.( reis 18 9.) Sad in ber Lage, bas nachfolgende Stad aus der Vaage Gorts is beste gat seräffentlichen: In London, 2. mai.( Intel) 2m 1. Mai fand hier eine asien bemonstration statt, die nicht nur von der Labour Barin, jondern auch von der Kommunistischen Bartei einberufen worden war. Die Beteiligung war außerordentlich groß. Bon jämtlichen Rebnern wurde eine Resolution zur Berlesung gebracht, die zur Berteidigung der errungenen Freiheiten, zur Aufnahme der Be ziehungen mit Sowjetrußland aufruft nub die japanische Regierung auffordert, ihre Interventionspolitit gegen Rußland ein zustellen. Gleiwig, 2. Mai.( TU.) Trog des Berbots der Interalliierten Rommission, öffentliche Rundgebungen zu veranstalten, fanden in allen Städten Oberschlesiens gestern in den Vormittagsstunden große Umzüge mit Mufit, roten Fahnen und Blafaten mit Inschriften wie: Rampf der Teuerung" und" Proletarier aller Länder, vereinigt Cuch! usw. statt. Die Befagungstruppen verhielten sich vollständig pafft und hatten Anweisung erhalten, nur bei ernsteren 3mifchen fällen einzugreifen. Aus teinem Drte Oberschlesiens jedoch wurden wifchenfälle gemeldet, überall find die Feiern reibungslos ver. laufen. Saarbrüden, 1. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Die Feier des 1. Mai im Saargebiet gestaltete fich zu einer großen Demonstration Auch deffen bin ich eingebent, baß die Europäer nur eine Minberheit in der Bevölkerung des Erdballs bilden. Dies alles zwingt mich zu der Annahme, daß wie es seiner zeit bei dem Untergange Roms der Fall war, auch Europas Ende gleichzeitig durch einen von außen ansehenden Drud fremdstämmiger Massen und durch eine aus innerer Anarchie speicherten Mengen an Habgier, Neid, Böswilligkeit und Rache geborenen Explosion herbeigeführt werden wird. Bahrscheinlich werden sich auch über diese Gedanken diejenigen luftig machen, denen das Bort von der Sintflut, die nach uns fommen möge, zum Wahlspruch geworden ist. Doch wäre es wohl angebrachter, wenn man sie zum Gegenstande ernster Betrachtung machen wollte. Dtir scheint, es ließe sich darunter doch einiges fin den, das wert wäre, von Ernst- und Ehrlichgesinnten beachtet zu Friskisf Nanfen, Jean Rennes, Riti und die anderen Ritter ber Secast and has Gewiffens, die als Bertreter eines bald aus gestorbenen Europäertypus geiten fömmen, haben viel Besorgniser regembes, viel Beifes zur Sprache gebracht und haben auch das buke Lebenschass mit einer Fülle rahlender Worte durchleuchtet. werden. Mit Worten über die Notwendigkeit, die Nächstenliebe aufzuermeden ober auch die seriorengegangenen, vernünftigen fachlichen Bezie hungen der europäischen Staatengebilde queinander wiederherzuStellen. Jesos jast bemerkbar fab die Anzeichen dafür, daß diese Bemühungen shefi gefinnter unb humaner Männer ein Mitleidsgefühl ausgelöst hätten mit den Millionen im Hunger verfommenden ruffischen Bauern, mit dem Millionenvolf eines Tolftoi, eines Dostojewffi, mit jenen Clenden, die zu Menschenfressern werden. Paris, 1. Mat.( Agence Hgpas.) Die Statt Paris bot heute, am 1. mai, Feiertagseinbrud. Die öffentlichen Berlehrseinrichtungen, Untergrundbahnen, Autobuffe und Straßenbahnen, verfehrten wie gewöhnlich. Die sozialistischen und syndikalistischen Tageszeitungen, die feine eigene Druderei befizen, sind nicht erfchienen. Außer der Festnahme einiger Agitatoren, die revolu tionäre Schriften verteilten, ist kein Zwischenfall zu verzeichnen. In der Provinz scheinen die Umzüge sehr ruhig verlaufen zu sein. Ein Brief der Gräfin Hahfeld über Caffalles Tod. Bon ber Gräfin Hagfelb, der Freundin Ferdinand Bassalles, teilt die ,, Autographen- Rundschau" einen interessanten Brief mit, den sie anläglich des Todes Lassalles an Schlingmann in Berlin geschrieben hat. Er ift som 12. September 1864 datiert, also drei Wochen nach dem unglücklichen Duellausgang geschrieben und lautet im Auszug: fraft der aufge- Lieber Hermann Echlingmann, meinen Schmerz zu begreifen, das vermag niemand. Mit ihm ist alles, Bergangenheit wie Gegenwart und Zukunft für mich verfunten. Die Mühen und Aufopferungen meines Lebens waren mit ihm und für ihn, der 3wed derselben in ihm verförpert, feine Größe mein Ruhm und Rechtfertigung, und in dem Augenblick, wo er die Früchte seiner Anstrengung in der hand hielt, der Sieg über Berleumdungen und Feinde anbrach, wird wie ich für ihn forgte, und Freund und Stüge. Wie nur ich ihn er mir auf fo gräßliche Weise entrissen. Er war mir zugleich Kind, nach allen Seiten tannte, seine geheimsten Gedanken tannte, son mir hatte er nie ein Mißverstehen zu befürchten, ebenso hat mich niemand ganz gefannt als er. Ich stehe nun ganz allein an feinem Grabe, der mir so oft versprochen hatte, mir die Augen zuzudrüden. Wenn ich selbst fähig wäre einen Augenblid, mich zu trösten über den Tod des Freundes, was tann mir die Leere, die er mir hinterläßt, ersehen, mo finde ich die Gleichartigkeit der Ideen, der Zwede, das Verständnis aller Gedanten selbst, des Geschmacks, die uns dieselben Beschäftigungen möglich und gleich angenehm machten? Für mich fann der Schmerz nur täglich trestloser merden. Mein Tagewerk ist nur noch, jeinen Nachruhm durch Beröffentlichungen zu heben, Rache gegen seine Mörder. Die Feierlichkeiten in Frankfurt unh Mainz waren so großartig, wie ich nie etwas gejchen Es geht das Gerücht, daß eben megen dieser Großartigkeit der Demonstratio werden soll, sofort mit ihm direkt nach Berlin abzufahren, um die nen und der großen Erbitterung. Die fich zeigt, ich in Röin genötigt enorme Demonstration, die sich in Deutschland sorbereitet, zu rereiteln; in diesem Fall, an den ich zwar nicht glaube, fännie ich schon Dienstag morgen oder abend in Berlin fein oder Mittwoch morgen spätestens.. Ich telegraphiere dies auch noch. Sorgen Sie für feierlichen Empfang mit Mufit und Gefang am Bahnhof und Zug zur Begleitung nach dem israelitischen Beichenhause... Mas bie Totenfeier anbetrifft, fo glaube ich, baß eine Feier in einem großen Saale mehr den Charakter der Deffentlichkeit trägt und deber sorzuziehen; es würden eben natürlich dort zu halten sein. as bie Feier in Laffalles Wohnung anbetrifft, so ist fie mehr eine Freundesfeier, wen auch noch so groß..." E. Th. 2. Hoffmann. Die Gesellschaft für Theater geschichte lud zur Gedächtnisfeier für Hoffmann ein, der hundert Jahre tot ist. In demselben Theater, das mit großem technischen Geschid den Romantiter dem grellen Bühnenbild einverleibt, gerät die universale Begabung des Dichters, Kritifers, Malers, Mufiters nun in philologische Fauft. Zum Glüd ift Mag Herrmann nicht nur Bhilologe; sein Bortrag über Hoffmanns theatralische Sendung ist ein psychologisch feiner, fünstlerischer Versuch, den Gegensatz von Romantik und Theater an dem Beispiel Hoffmann zu klären und zu Und auch dafür, daß nüchterne und wahrhafte Beweise über die erhellen. Der Gedante des Gesamtkunstwerts war's, das den in Berderblichkeit der Ausplünderung Deutschlands der hartnädigen Ar- allen Künften bewanderten Hoffmann, den Brentano einmal einen beit Einhalt gebieten fönnten, die auf die wirtschaftliche Zerstörung der Epifer, auch einmal ganz vorurteilslojem Blick in der Reihe der Gautler genannt hat, für das Theater gemann. Bielleicht wird er, dieses Landes hinzielt, auch dafür sind teine Anzeichen vorhanden. großen Theatermänner stehen, die eine Revolution der Bühne, der Nach dem verruchten Kriege von 1914 bis 1918 habe ich den Schauspielkunst, des Theater- Ethos erstrebten und erregten: Tied, Glauben an Europas Genius verloren. Mir scheint es, daß sein Immermann, Laube, Brahm. Ihn als Vorläufer des idealen GeHerz verblendet, abgeftumpft ist und sein Hien verwesend sich in famtkunstwerts hinzustellen, als dessen bisher größten Vollender wir grünen Schaum verwandelt und alles das mit seinem Gift besprigt, den Romantiter Richard Wagner ertennen, bleibt gefährlich, was früher für human, für Menschenpflicht gegolten hat. folange uns nicht mehr Musit, stärkere Musit zu Ohren tommt als die Undine". Dieses Meermädchen plätschert in Sonmogen, die Und dabei ist Europa dach der Mittelpunkt der schöpferischen alle schon in Mozaris Opern Bedeutung hatten. Enttäuscht ist, wer Energie der ganzen Welt; wie von der Sonne gingen von Europa aus dem Gesamtwert Hoffmanns eine sturrile, sputhafte, dämonische Strahlen aus, die die gesamte Welt mit dem Feuer seines furcht Musit erwartet, enttäuscht, wer eigene, bodenständige Noten, losen Dentens und mit den Wohltaten seiner Wissenschaft und Kunst, Harmonien, Einfälle fucht. So gut, so ganz im Banne und mit dem mit den gewaltigen Errungenschaften seiner. wunderschaffenden Tech- Gedächtnis Mozartscher Mufit schrieben auch die kleineren Nachnik beschenken. folger des göttlichsten Sängers, Eberl, Wölfl, Süßmayer. Ouvertüre, Der 2. deutsche Kongres für alkoholfreie Ingenberziehung rien, Duette der Undine": selbst formal weichen fie in nichts som flaffischen Muster ab, der Romantifer Hoffmann betrügt sich fast im Reichstage in der Himmelfahrtswoche. Eine große Reihe von Borin ber Musit selber. An der Melodit, an der Zartheit des Gesanges für die Gegenwart, insbesondere für die Erziehung behandeln. trägen und anderen Veranstaltungen wird das Problem ber Allsholjage Ich bin fein Politiker, i bin einfach ein Ruffe, der sich der Be- und es den gelegentlichen dramatischen Atzenten fann man nur Senting Europas für Rusland und für die ganze Welt vollkommen seine Freude haben. Doch mit einem Gesamtkunstwert hat das nichts 6. mai in ber Galerie Ferdinand Möller, Botsdamer Str. 134 e. einen Heber eue Kunst in Frankreich wird Baul Westheim an bewußt ift, sowohl der Bedeutung von Europas riesenhaftem Ge zu tun. Eine mittlere Mufitbegabung und ein ganz originaler, Bortrag halten. Der Bortrag ist das Ergebnis einer Studienreise nach kirs, has alle die großen und schöpferischen been bes Humanismus genialischer Dichtersmann. Gertrud Steinweg, Friz Dütt- Baris. Charakteristische Berte werden im Lichtbild vorgeführt. und des Sozialismus geschaffen hat, der ungeheuren Kraft diefes fauberer Leitung bemühten sich um diese eingängige Mufit. Auf die Architetturabteilung an der Biener fademie feinen Berliner Bittungsfreis bernd, das alademische Orchester unter Arthur oilfs Peter Behrens wire tres be Annahme des Rufes als Reffer dr Gehirns, die sich in seiner wundertätigen wissenschaftlichen Arbeit ge ganze Oper müssen wir warten. Vor der Mujit las Gregori nicht ganz aufgeben. Behrens hat den Biene: Ruf unter der Boraus äußert hat, als auch der Bedeutung von Europas unermüdlichen virtuos die amüsantesten Rapitel aus den seltsamen Leiden jegung angenommen, daß er sein Atelier und Bureau in Neubabelsberg Händen, welche die Bunder der Techniß zustande gebracht haben. eines Theaterdirettors". Surt Singer, behält. Jegt aber glaube ich- hat Europa feine moralische Autori tät als Schöpferin von Kulturwerten verloren. " Pöbel mit öem E. K. I. 5t er Standesdünkel des Karpsstudententum?. Zwischen der chochschulbellage der„Deutschen Zeitung" und einem Korpsstudenten namens Friedrich Wilhelm, der seinem Namen beifügt„Prinz zu Lippe Saxonia Göttin- gen XXX" ist«in« ergötzliche Fehde ausgebrochen, die aller- band Perspektiven auf den korxsstudentischen Dünkel er- öffnet. Die stramm deutschvölkische, aber nicht unbedingt korpsstudentische„Deutsch« Zeitung" hatte bemängelt, daß die „Deutsche Korpszeitung für die Korpsstudenten als ganz selbstverständlich das Recht der Führerschaft über Studenten und Volk in Anspruch nimmt. Darauf antwortet de? Exprinz zu Lippe indigniert, ob die„Deutsche Zeitung" denn nicht Be- scheid wisse„über den standesmäßigen Unterschied der Rekrutierungskreise der verschiedenen studentischen Der- bände"? Der biedere Burschenschafter oder Landsmannschafter in der„Deutschen Zeitung", der den Korps ihr Vorrecht be- streiten will, kommt dem hohen Herrn zu Lippe vor„wie das Dienstmädchen, das durchaus Hausangestellte genannt sein will". Und der gestrenge Herr Korpsstudent schließt seine Philivvika mit den Worten: Derartige Notizen im Geiste«on„Freiheit, Gleich- heit, Brüderlichkeit" stnd jedenfalls nicht dazu angetan, das zerstörte GleichgewichtderStände wiederherzustellen, worin nationale Organe ihr« vornehmste Aufgabe erblicken sollten. Die„Deutsche Zeitung" antwortet auf diese Strafpredigt lakonisch mit einem Zitat aus Nr. 11 der„Deutschen Korps- zeitung", das folgendermaßen lautet: .. Als selbstverständlich wird man ansehen, daß ein Korps- student tapfer vor dem Feind ist— ich möchke aber«och lange nicht jeden, der da» S. L. I. ftL fich erworben hat. unter Korpsstudenten fchm." Die Nationalisten werfen uns Sozialdemokraten gern vor, daß wir den Auszeichnungen des alten Regimes nicht die genügende Ehrfurcht«ntgegenbrinsen. Hier offenbart sich ihr eigener Respekt. Ein Student mag noch so heldenhaft an der Front gefochten haben, von dem Korpier wird er höhnisch über die Achsel angesehen, weil vielleicht sein Vater ein Laden- geschäst betreibt oder nur ein mittlerer Beamter ist. Und an diesem Wesen— bildet man sich ein— werbe einmal das deutsch« Volk, ja die ganze Welt genesen! Der Sandbund unter Kuratel der AdelSgenofsenschaft. Durch die„Mecklenburgische Bolkszeitunz" wird ei««igentüm- liche» AbhängizteitsverhälMi» de» Mecklenburgischen Landbundes »on der Ldelsgensssenschaft bekannt. Die Wahl de« Land- bundvorsitzenden n. Brandenstein ist auf Machenschaften der Ldelsgenossenschast zurückzuführen, namentlich auf eine Adels- Versammlung in Schwerin, die in Stern» Horel über die Ge- schicke de» Landbunde» bestimmte. Dieser Borgang hat eine vppo- sition in bürgerlichen Kreisen de, Landbundes ausgelöst. Und durch diese Opposition erfährt man folgende»: Die chauptgeschäftsstclle der Adelsgenossenschaft in Berlin hat an den Hauptmann». Blessen, dem Geschäftsführer der Mecklenburgischen Adelsgenossenschaft,»er einiger Zeit«ine schriftliche Anweisung des Inhalts ergehen lassen, Herr». Wesse» möge darauf achten, daß der verflossene Orgesch- fährer, Admiral». Zachmann, nicht zu sehr mit Bürgerlichen verkehre. damit,„wenn die Ordnung wiederhergestellt ist", der Admiral nicht zu sehr durch Berkehr mit Bürgerlichen kompromittiert sei. Das deutsche Bürgertum aber kämpft mit Wonne für die Wieder- Herstellung der„Ordnung", d. h. der Borrechte dieses Adels, der ihm Fußtritt auf Fußtritt»ersetzt. Da» Lied»o« deutschen Hund« erwacht zu neuem Lebe«! Militaristischer Großunfua. Unter dieser Ueberschrift berichteten wir»or einigen Tagen, daß am(5. Mai in Potsdam ein Artillerie-Großverein gegründet '-rden soll. Den äußeren Rohmen dazu hat ein Artillerietag, einer i ner„Appells" oder wie sonst dies« überflüssigen monarchistischen �ropagandatage heißen, herzugeben. Der k. Mai ist überdies„zu- ' Mg" der Geburtstag des»ormaligen Kronprinzen. Die Beran- 'toltung«eist noch andere Merkwürdigkeiten auf. Unsere Annahm«, daß auch der Kapo-Bauer zu den Festrufern gehöre, ist, wie -ns orn amtlicher Seite mitgeteilt wird, ein Irrtum. Es handelt stch um einen Polizeihauptmann, den früheren Oberst Bauer. ,Lu- fällig" ist es ejner, der, wie an anderer Stelle unsere» Blatte, gemel- det wird, eben erst die Sonderwech« für den Cäeilienhof gestellt hat und deshalb zur Berontwortung gezogen«erden soll. Demnach scheinen die Beransialter des Vrtilleristen-Großtoges so eine gewisse Gewähr für schwarzweißrot« Gesinnung zu bieten. Der„Großtag" soll, wie verlautet, sich noch auf Sonntag, den 7. Mai, erstrecken. Potsdam ist Sonntags gerade auch für die Arbeiterbevölkerung wegen seiner landschaftlich schönen Umgebung Ausgangspunkt und Ziel»ieler Ausflüge und Wanderunge». Di? müssen deswegen den zuständigen Stellen dringend raten, dafür zu sorgen, daß der„Großtag" nicht in einen provozierenden mili- taristischen öffentlichen Unfug ausartet. Hoffentlich läßt stch die grüne Polizei nicht durch die Beteiligung ihres»on der»orgesetzte» Dienststelle zart gerüffelten Hauptmanns nicht vom Pfade der Unpar- teilichkeit abdrängen._ Ein allaemeiner Volkstrauertag! Leipzig. 80. April.(TU.) Wie im Verlauf des Bundestages deutscher Kriegsgräberfürsarge mitgeteilt wurde, stnd die Vorbereitungen betr. den allgemeinen Bolkstrauer- wg so weit gediehen, daß«in« Anzahl pelitischer Körperschaften sich '»reit erklärt haben, die Durchführung des Prltstrauertages im Sinn« des Volksbund?» zu unterstützen. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund und der Reichsbund deutscher Kriegsbeschädigter stehen der Angelegenheit ablehnend gegenüber, insbesondere deshalb,«eil die Be- 'ürchtung besteht, daß der Tag zu nationalistischen Feiern benutzt 'erben könnte. Diese Bedenken wurden als unbegründet bezeichnet. „ktänigltche Schutzpolliei?" In einigen Zeitungen wurde der Befehl der Hundertschaft 2 Potsdam»om 22. April veröffentlicht, wonach sich der Wachthabende der Wache Cecilienhof«or Dienst- beginn beim Pförtner erkundigen sollte, welche„Mitglieder de» Königlichen Hause« im Lchlosie anwesend" seien. Wie der amtliche „Preußische Pressedienst" mitteilt, ist aus Anlaß>einer größeren Familienfeier im Schloß Cecilienhof jener Befehl tatsächlich vom Hundertschaftssührrr erlassen worden. Wegen diese» nach keiner Richtung hin zu verteidigenden, au» eigenem Antriebe und völlig e i g e nm ä ch t ig erlassenen Befehl» wird der Hundertschaftsführer zur Berontwortung gezogen werden. Die sogenannte Wache Cecilienhos besteht seit Ende ISIS zum Schutze jener sehr«rit räumlich bebauten, polizeilich daher wenig übersichtlichen Gegend, die durch lebhaften Publikum- und Fremdenverkehr ausgezeichnet ist. .Scheidemann will van Kassel weg." Unter dieser Ueberschrist wird wieder einmal die Rochricht verbreitet, Gencsse Schcidcmann babe sich um einen Pürgermeistcrp�sten bewerben. Alle diese Roch. richten sind arober Schwindel. Genosse Schndeirann hat sich, weil er in K-f'-l Oberbüroenueist-r i't,"irgend, beworben, er h«t«wch jeda» Aitzedo« abgelehnt. vol!« tÖP« ZSS. K- Einigung ösr Alliierten. Genua, 1. Mai.(Sonderbericht des Sozialdemokratischen Parlamentsdienstes. Nach langwierigen Veratungen, bei denen es scharfe Auseinandersetzungen gab, haben sich die Alliierten heute auf der Vasis des Canner Programms, soweit es Rußland betrifft, geeinigt. Der zweite Teil des an die Russen zu richtenden Memorandums umfaßt sechs Punkte, von denen sich die ersten fünf mit der Frage der Kriegs-und Bortriegsfchulden, der letzte mit de» Privateigentum beschäftigen. Es wird die Rück- erstattung der Borkriegsschulden sowie die Rückgabe oder Entschädigung des Privateigentums verlangt. Auf die Kriegs- schulden verzichten die Alliierten unter der Boraussetzung, daß auch Rußland auf alle Ansprüche, die durch Denikin, Koltschak us.« verursacht wurden, verzichtet. Außerdem wird in dem Memorandum für Rumänien die R ü ck g a b e der in Moskau noch befindlichen rumänischen Golddepots gefor- dert. Am Diensteg vormittag soll eine Redaktionskommission den endgültigen Text formulieren, der dann nachmittags von den alliierten Mächten verabschiedet wird. Belgien ver- blieb während der heutigen Besprechung auf seinem bekannten Standpunkt, ohne Berücksichtigung zu finden. Zur eigentlid)en Regelung der Frage des Privat- eigentums in Rußland, die am Sonnabend und Montag den Hautftreitpunkt bei den Beratungen bildete, soll eine juristische Kommission eingesetzt werden, deren Bor- sitzender,«in Amerikaner, von dem höchsten ameri» kanischen Gerichtshof bestimmt wird. Weiter gehört dieser Kommission ein russischer Regierungsvertreter und eine Per- son an, die alle Ansprüche ehemaliger ausländischer Besitzer vertritt. Die Kommission ist befugt, über«in M o r a t o- rium für die Zinsen, desgleichen über die Möglichkeit der Rückgabe sozialisierter Betriede, zu bestimmen. Mit dieser Formulierung sind die Alliierten der russischen Forderung nach einem Moratorium, wenigstens vorläufig, ausgewichen, ohne ein solcbes endgültig zu verwerfen. Ueber die Anerkennung der russischen Regierung wird übrigens kein Wort verloren. Die Entschädigungsfrage selbst soll ihre Erledigung durch Schiedsgerichtshöfe erfahren, die von jeder einzelnen interessierten Macht eingesetzt werden, deren Borsitzender aber von deni Borsitzenden der juristischen Kommission bestimmt «erden soll. Das französische Verlangen, provisorische Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, bis Rußland Beweise seines guten Willens zur Durchführung der von ihm eingegangenen Berpflichtungen gezeigt hat, wurde auf englischen Wunsch fallen gelassen. Der ganze zweite Teil der Bedingungen bedeutet zweifel» los ein Erfolg Barthous. Der französische Delega- tionsführer kann also jetzt mit etwas mehr innerlicher Ruh« die Reis« nach Poris antreten, als es ihm am Sonnabend mög- lich gewesen wäre. Die Abreise erfolgt voraussichtlich bereits am Dienstag vormittag. Die für Mittwoch 10l4 Uhr morgens angesetzte Vollsitzung soll hierdurch keine ver- zögerung erfahren. Auf der Tagesordung der ersten voll- sitzung steht zunächst der Bericht der Finanzkommission, später der Transportkommissisn._ «knglanö za einem GonServertrag bereit! Genua, ZV. April.(MTL.) Aach dein„Corriere della Sera" soll bei Erörterung de» Menioremdmn» betreffend Rußland Lloyd George betont haben. Engtand sei fest enlschloßse», unter allen Av stünden am Mederaufban Rußland» teilzunehmen, wen« die Konserenz von Genua nicht zu einem allgemeinen Abkommen mit Rußland führe, sei e» klar, daß mehr als ein Staat, darunter auch Großbritannien, sich berechtigl sühlea würde, Sonderverlräg« mit Rußland abzu'chkleßen. London, 1. Mai.(WTB.) Der Sonderberichterstatter der „Sundoy Times" in Genua schreibt, die nächsten Tag« müßten die Ge« u es er Konferenz entweder töten oder heilen. Der deutsch- russische Bertrag könne eine Gefahr nur bilden, wenn Genu« fehl- schlage, ver Bertrog müsse in ein allgemeine« Abkommen zwischen Rußland und Westeuropa«ufgenommen«erden. P v i n e« r e sträube stch mit Hände» und Füßen gegen die Behandlung der R e- parotionsfrag« in»enu«. Diese Arage müsse jedoch in Angriff genomme«»erde«, da sonst dein wirtlicher Fortschritt bei dem Wiederaufbau erzielt«erden könne. Poincar« schwinge den Friedensnertrag>.» Anblick de» untergehenden Eurapa» ebens« in der Hand wie Rer« die Fiedel, nl« Rom unterging. Poincar««erde vielleicht de» Sertrag beHall n, wie Rero seine Fiedel behielt. Ein Sertrag ahne Friede» sei ebensa wie eine Fiedel ohne Bagen. Zm ,O b s e r» e r" führt Garoin au», e« sei unerträglich, daß sich Paincarä in die Senueser Konferenz einmisch«, ohne ihr anzugehören. Dar Barmarsch der Franzosen in da» Ruhr- gebiet ohne»arherige Beratung mit den Alliierten würde ein« Serletzung de» Bersailler Bertrage« bedeuten. Kein einzige» Land außer Frankreich, weder ein alliierte» noch ein neu- trale» Land, billige da» Ultimatum von Bar-le-Duc. Di« Genuese? Konferenz«erde entweder der Beginn eine» neuen Europa sein oder das Ende der Entente zwischen Großbritannien und Frankreich. Lloyd George habe auf Genua seine ganze Zukunft gesetzt. Der' Premierminister gestehe ein, daß e» der schwierigste Kampf seine» ganzen Lebens sei. Europa und die Welt müßten klar wissen, was Poincar- beabsichtige. Die Politik Großbritanniens «erde unwiderruflich bestimmt«erden. Beabsichtige Poincar- nach dem 81. Mai in da» Ruhrgebiet einzudringen? Bevor dieser Zweifel geklärt sei,«erde niemand den Franzosen die wieder- hergestellten Grenzen von 1ZVS auf der Grundlage eines Defensiv- vertrage» garantieren, wie ihn die britische Regierung in Eanne» abzuschließen wünschte. Entweder müsse da» Ultimatum von Bar- le-Duc widerkufen werden, wa, den pollkischen Abgang Polncari» bedeuten würde,«der die Enlenke müsse enden und die Reparation»' frage müsse»an Grund«ms erirkerl werden. ?n einem späteren„Die endgültige Krifis" überschrieben«« Leitartikel schreibt Garoin im„Observer", Lloyd George werde fich nicht schlagen lassen. Der Premierminister«erde eine Ried er- lag« nicht dulden. Paincar« klammere ssch an die Formel der alliierten Borherrschast: die» bedeute Frankreichs Bor- Herrschaft, die fich aus da» einzige in Europa vorhandene große Heer gründe. Darüber herrsche kein Zweifel. Garoin bezweifelt noch seinen Erfahrungen, ob e» irgendeine wirkliche Aussicht für eine gründlich« politische Rergcstaltung Europa» und die allge- mttne Wtederhcrstcll'.mg de» Hanchr?» und Erwerbs in der Welt geben werde, bevor die englisch« Wählerschaft gezwungen«erde, dke Entente aufzugeben. Wickham Sttch richtet der„Time s" aus Genua, die An- hönzrr Lloyd George» seien jetzt weniger zuoerfichtlich mit Bezug n mit öen Ruften. auf den Erfolg der Konferenz, als fi« es bisher gewesen seien. E» «erlautet, daß Lloyd Georg« erklärt habe, er hoff« immer noch, daß die B o l s ch e w i st e n die ihnen vorgelegten Vorschläge an- nehmen würden. Fall» sie jedoch ablehnen sollten, so würden sich die britischen Delegierten zurückziehen. Die britische Regierung würde kein«eitere» Interesse an der russischen Frage haben. E» würde dann zwecklos sein, mit den Erörterungen über den Burgfriedenspokt fartzujahren. Rußland und das Memorandum. Genua, 1. Mai.(EP.) Der tschechoslowakische Ministerpräsi- dent B e n e s ch hatte heute vormittag eine lang« Besprechung mit T s ch i t s ch e r i n. Dieser soll jhm mitgeteilt haben, die Röte- regierung«erde die Bedingungen der in Porbereitung befindlichen Denkschrift der Alliierten kaum als Grundlage für ein Ber- ständigungsabkommen annehmen können. Soweit ihm diele Be- dingungen bekannt seien, erschienen sie ihm unannehmbar. Gleich- zeitig vernimmt man aus anderer Quelle, daß die Rätedelegation tatsächlich beabsichtige, die Bedingunzen der Alliierten abzulehnen und mit den einzelnen Staaten getrennt Sandervertrüge ab- zuschließen, die die Anerkennung cl e jure der bolschewistischen Regierung zur Voraussetzung haben müßten. petroleumabkommen mit Rußland. Pari», 2. Mai.(EP.) Zwischen der russische» Abord- » u n g in Genua und deutschen, holländischen, englischen und dänischen Petroleumgesellschaften ist gestern, wie das„Oeuvre" meldet, ein endgültiges Abkommen unterzeichnet worden, wonach die Sowjeiregierung den genannten Gesellschaften da» M a n o p» l über die Produktion und den Ankauf des russischen Raphtas überträgt, und zwar sowohl in Rußland als auch im Aus- lande. Die Petrolnimgebiete»on Baku und von Grozny«erden in Pacht gegeben. Dies« Abmachungen haben die Unzufrieden. heit- der Amerikaner in Genua erregt, die fich namentlich darüber beklagen, daß für die Standard Oil Company keinerlei Aus- ficht bestehe, von den Bolschennsten Konzessionen zu erhalten. Der Papst für Völkerversöhnun� GtMpnthische ftntwort Llotzd Gcvrg:?-. Rom, 1. Mai.(TU.) Der Papst richtete an den Kardinal Gasparri folgendes Schreiben:„Rom, 8C April. Herr Kardinal! Zn der dringenden Hoffnung, die Welt endlich des wahren Fria, den» teilhaftig zu sehen, verfolgen wir die Konferenz von Genua, auf die wir den Segen Gottes herabzefleht haben, mit herzlichster und fast ängstlicher Fürsarge. Wir können, Herr Kardinal, nicht umhin, unsere innige Befriedigung darüber auszugiben, daß dank dem allgemeinen guten Willen die Schwierigkeiten, die sich onfänz- lich einem gedeihlichen Abschluß de? Konferenz entgegenstellten, zu schwinden scheinen. Niemand wird zweifeln, daß der Erfolg einer Versammlung, die die Vertreter fast aller Kulirrnationen in sich vereinigt, für die christliche Gesinnung ein Ereignis»o» hoher Be- deutung wäre. Die Bölker, die durch den Krieg und dessen überaus traurige Folgen so schweres Letd ertragen mußten, erwarten mit Recht, daß durch die Beschlüsse der Konferenz di« Gefahr neuer Krieg«»ach Möglichkeit beschworen und das Wirtschaftsleben Europa» endlich wieder hergestellt«erde. Lndem die Konferenz diese« edlen Ziel« die Wege bahnt, wird sie sich ein unoergängliche« Berdienst an der Wohlfahrt der Menschheit er- »erben, denn sie kündigt ihr in Wahrheit den Anbruch einer neuen Zeit an, in der, um mit der Heilige» Schrift zu sprechen, Gerechtiz- keit und Friede« fich miteinander vereinigen werden dadurch, daß Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sich in moralischer Einheit wieder zusammenfinden. Di« Rückkehr zu normalen der Lernunst ent- sprechenden Lerhöltnisien wird Siegern und Besiegten zum Segen gereichen, ganz besonders aber de« unglückllchen Völkern d» Osten, Europa», die durch den Krieg, Bürgerkrieg, Hunger, Seuchen und religiöse Berfolgungen niedergeworfen find, während sie doch nach dem Reichtum ihrer Bodenschätze und ihrer eigenen geistigen Anlage« den leidenden Völkern Europas Zuspruch und werktätigste Hilf« bringen könnten. INöge an diese armen VSlker, obgleich sie durch unglücklich« Fügung von unserer klrchstchen Gemeinschaft getrennt find, ber Ausbrntf unsere» tiefsten Mtgefühl» zugleich«ll jene« unserer brennen ddrn Hoffnung Gelangen, sie«!«- dor«it«»» in Liebe und Frieden»ereini zu sehen. Sollten unsere heißen Gebet« unerfüllt bleiben, s» wagen wir es nicht auszudenken, welche furchtbar« Rot über Europa kommen mühte. Di« ch r i st. liche Gesinnung würde ganz zuschande» gehen, denn«« könnte fich in Europa nur noch dos Wort des Heiligen Thomas erfülle« und der umfichgreifenden Lerzweistung Tür und Tor geöffnet«erden. Wir beschwören darum all«, die e» betreffen kann, die Heilkraft de» christlichen Geiste,«atten»u lassen, um nebe« dem Heil der anderen Ratianen auch das Glück und da» Heil der eigenen zu begründen. Wir richten daher an all« Christen au, der liefe de« Herzens di« Mahnung, ihr Gebet zu Gott zu erheben, auf daß er in seiner unermüdlichen Güte den Geist der- jenigon erleuchten möge, von deren Entschlüssen da» hohe Gut ab- hängt, noch dem Kirche zum Segen der Menschheit strebt, zum wahren Frieden, nicht bloß der Waffen, sondern auch der Geister in Ehristo. Eine offizielle Erklärung Lloyd Gearges besagt: Der Premierminister ist sehr erfreut über den Brief des Papstes und bewundert seine» Inhalt. Der Papst spricht mit vollster Kennt- nis über di« Zustände, die in Osteuropa herrschen. Der Premier- minister glaubt, daß eine so klar« und bestimmte Kundgebung des Heiligen Stuhles zugunsten des Friedens mit Rußland eine große Ermuligung für all« christlichen Mächte Europas bildet. Das Schreiben des Papstes zeigt, daß die katholische Kirche auch unter ihrem neuen Oberhaupt jene internatioale Politik der Bersöhnung fortzusetzen gedenkt, die sie. unter seinem Borgänger geführt hat. Es wäre sehr zu wünschen daß auch die evangelische Kirche an diesem Vorbild lernen möchte, wie wenig sich die Ethik des Christentums mit einem engstirnigen nationalistfch« Geist verträgt, von der vorneh- men Denkort, die aus dem Schreiben des Papstes spricht, wir' di« ganze Welt, bis weit über di« katholischen Kreise hin*' mit tiefer Genugtuung Kenntnis nehmen. Hbttster Rat in San Rems! London, 1. Mai(EP.) Roch einer Meldung au» Genua wird die Versammlung des Obersten Rate»«ahrschelnlich I» allernächster Zeit i» San Rem« stattfinden. Man erklärte, daß aus dieser Persemmlunz auch die Frage der Grenzen im Osten Eurvpa» zur Behandlung ke««en«e«d«, auf welche Frage Lloyd Georg« b> seiner Aussprach« Mit amevikanischen und englischen Aouimaliste" anspielte. Gewerkschaftsbewegung Augenblie fehen wieber zerschlagen. Dex Anlaß bezu hat ber Schiedsspruch in ber Landschaftsgärtnerei. Deutinationale Handlungsgehilfenverband gegeben. 3x Sn einer start besuchten Bersammlung der Saxbschaftseinzelnen Orten des Reiches ist der Streit grundsäglich beschlaffen. Hamburg steht feit 10 Tagen im Streit. Die dortige Lage ift en utat über den Stand der Lohnbewegung. Die Tariftomgärtner aw Gonntag in Haverlands Festfälen berichtete Die heutigen Demonftrationen in Berlin. außerordentlich befriedigend. An anderen Orten wird der eg ber miffion hatte den Arbeitgebern folgende Forderungen unterbreitet: Die Nabfischen Arbeiter und Angestellten ziehen heute abend Anrufung des Schlichtungsausschusses beschritten werden. In eine Für Gärtner im ersten Jahre der Berufstätigkeit 23., nach einem or bes Statbaus. Die Arbeiter fordern die Suftimmung zu seinen Fällen haben sich die Schlichtungsausschiffe für Sabre 24 Mt. Stundenlohn. Für Arbeiter einen Stundenlohn ven ben Schiebsspruch und pretestieren deshalb gegen die Berbindung unzuständig erklärt, z. B. in Aachen, Mannheim, Stuttgart 22 M. und für Frauen von 14 M. Für Obergärtner mindestens den bar Abstimmung über den Schiedsspruch mit der Abstimmung und anderen. In anderen Drien wiederum find bereits annehmbare bisherigen Zuschlag. Ein höherer solle der Bereinbarung unterliegen. über bie Dedungsvorlage des Magistrats. Sollte die beutige Stadt- Schiedssprüche gefällt worden, so in Dresden. 40 der größten Bere verordnetenverfaminlung wiederum nicht zur Erledigung, vielmehr liner Betriebe haben sich für Anrufung des Schlichtungsaus fommission eingeladen hate, führte zu feiner Berständigung. Die Eine Berhandlung mit den Arbeitgebern, zu der die LohnUnnahnte des Schiedsspruches fommen, werden die Funktionäre schusses entschieden. Die bei ber Bittoria" befchäftigten Lohntommission follte Zahlenmaterial bafür beibringen, daß mirties morgen abend bezu Stellung nehmen. Heute vormitag 11 Uhr be allegen haben nach Betanntwerden bes untereine Steigerung der notwendigen Lebensbedürfnisse um mindestens annen fiberdies bie Berhandlungen über den Antrag des Staats- eh merangebots felbst auf das Schlichtungsver: 10 Broz. stattgefunden habe. Dann wolle man weiterverhandeln. Es unb Gemeindearbeiterverbandes auf Berbindlich feitser fabren verzichtet. Die Arbeitgeber wünschten eine gend flärung des Schiedsspruches. Sollte der Schiedsspruch tra le Regelung ber April und Maigehälter, ohne zunächst die reise für die notwendigsten Lebensbedürfnisse um mindestens ist hierauf von der Kommission der Beweis erbracht worden, daß die van bex USB.- unb RBD.- Stabtverordneten mit Hilfe der Deutsch Märzgehälter endgültig festgelegt zu haben. Schmidt sprach über 33 Bros. feit der legten Lohnbewegung gestiegen find. Su einer nationalen wiederum abgelehnt werden, besteht immerhin noch die die Zukunft der Bersicherungsangestellten. Seine Husführungen weiteren Berhandlung ist es aber nicht gefommen. Es wurde ber Aussicht auf seine Erflärung als allgemein verbindlich, zumal sach waren ein aufrüttelnder Appell on die Lauen. Die Einheitsfront Hehe Differenzen gesischen Magistrat ut ben städtischen Arbeitern werbe nicht in den Organisationsleitungen, sondern in den Betrieben nach bem ber Stundenlohn für Gärtner im ersten Jahr 20,50 t. unb Schlichtungsausschuß angerufen und dieser hat einen Spruch gefällt, in biefer Beziehung nicht beftehen. hergestellt. Die deutigen Berficherungsgesellschaf: nadh einjähriger Tätigkeit 21 M., für Obergärtner und Anlagenleiter Bezüglich der Demonstration der Angestellten läßt der ten sind durch den hunger ihrer Angestellten gres 22 t, für Arbeiter 19,50 M. und für Frauen 12 Mt. betragen soll. Registrat bie Nachricht verbreiten, daß es nicht an ihm liegt, geworden.( Lebhaftes Sehr richtig!) toenn die Gehalts- und Tarifvertragsangelegenheiten der Angestell- Eine Resolution, die sich gegen zentrale, für örtliche Rege Hauptnorstand als Material überwiesen. Eine in der Diskussion ver langte öffentliche Bersammlung wird im Mai einberufen werden. ten nach unentschieden find. Er will jedoch die getrennte unb Iung der Lohnfragen ausspricht, wurde angenommen und dem weitere Löhne follen ab 2. Rai bis auf weiteres gelten. Ist eine unterschiedliche Regelung ber Arbeiterföhne und Angestelltengehälter mie der arbeitsrechtlichen Fragen für Angestellte und Arbeiter, wah renb bie Angestellten eine gemeinsame Regelung fordern. Die Bantangeffetiten tommen heute nachmittag im Bust: garten zusammen, um für die Durchführung ihrer Forderungen hinsichtlich der Abänderung des Schiebsspruches vom 9. April zu de monstrieren. Die Banfleitungen wollen die Angestellten verpflichten, gegen die Leistung der gefehlich zulässigen Leberstunden nicht zu agitieren. Die Betriebsebleute fämtlicher Berliner Großbantex werben, außer Marg und Emonts, sprechen. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium gehen mergen weiter. Zur Lage der Bersicherungsangestellten. Eine Bersammlung der in der Ortsgruppe Berlin des Zentral verbandes der Angestellten organisierten Versicherungsangestellten in den Stammersälen" beschäftigte fich am Freitag mit der Lage im Bersicherungsgewerbe. Eingangs wurde ein furzer Bericht über den Stand der Lohnbemegung im Reiche gegeben. Die Einheitsfront der Angestelltenverbände, von deren Herstellung sich ein erheblicher Teil der Mitglieder großes versprochen hatte, ist vielleicht in diesem Gewinn- Auszug ber 19. Breuß- Subd.( 245. Preuß.) Klaffen- Lotterie 18. Ziehungstag. 8. State. 20. April 1922. Quebe geangene Rammer find shei gleich hohe Gemiune gefallen, un smar le eiter anf bie Cafe gleicher Hummer in ben belben Abteilungen 1 and H Chur Gewähr. Nachdruck verboten. Zu der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen: 2 mm 30000 M 243618 2 zu 0000 M 66289 22 E 5000 7163 81069 103850 119983 121673 123686 202237 209621 2143 4 242832 290798 106 am 3000 M 8062 11311 16847 17709 19355 19945 20113 23287 24530 30541 81088 60128 65208 81388 84433 89860 89908 959 5 105011 113215 219743 20625 85070 185360 13834L 140248 142006 142.97 145535 156031 188 07 160574 167415 179978 192401 192571 200096 201024 203825 211841 230004 2414TB 248748 247780 247791 254646 268366 270315 272426 278802 281410 284314 297343 7168 34329 362 En 1000883 1988 4763 5002 6872 7032 8773 9009 12350 13038 178 6 19717# 0898 22236 23567 25148 27863 29839 81612 32239 88046 87891 38173 38679 39620 40,00 40579 48841 44417 48733 48848 51876 6 925 03837 64668 85870 66784 B 010 88038 69205 80416 2177 62 65 63388 65045 66499 69945 75130 75507 76253 7 242 7Y944 78487 78613 1927 8: 208 8.808 89443 89791 92725 92791 94878 98482 02088 102168 1 3180 104698 110776 112988 113621 1185 2 118682 116987 17:29 117782 1198 1 121386 121418 121611 122038 128162 124809 127110 27380 128690 131303 131397 182485 1338 8 133668 134768 135073 144042 4: 188 46853 147849 150848 157888 159234 159672 100002 153261 164341 65880 171818 171860 17:45 173824 174413 178148 1793 8 179659 18138 81889 182674 83680 184535 183468 190580 19: 166 04753 195965 196097 107431 15 巻き$ 8826 200293 201808 2028 0 203019 203221 20798 208003 296466 2002 7 21: 028 212384 216633 218313 218768 225505 220670 2 1010 232716 223832 225088 328: 45 228 01 34581 236936 287278 23: 008 240888 242441 248015 250618 253842 254932 355159 256478 258009 269130 26257# 473382 274587 27500 260827 283602 283712 284766 285026 287-70 290681 81:64 285217 297030 297867 298011 299669 In der Nachmittagsgi- hung wurben wine fiber 490 Mart gezogena 2 z 16000 M 68009 4 zu 0080 M 132098 25-987 Se za 5000 M 4526 47898 3184 08882 100184 118277 119473 140933 152080 55880 188587 2286 6 270725 245279 2906 8 116 28 3000 4484 8833 17892 28041 23084 286916 27975$ 8702 40843 42190 43738 44284 6481 62602 64930 877 2 78446 73960 74242 79247 79 20 8 506 8T086 85482 06387 944 8 100183 10:08 108683 10T049 118817 123. 2 130269 147584 149533 151007 154418 15 951 189826 161748 169887 179000 101 48 192963 206728 218400 318561 219781 221690 220170 220 04 248728 2.0147 268264 37$ 36 279092 288488 289832 601008089 8128 4846 5667 7002 7112$ 205 10220 10814 12800 16:00 175.6 18031 2 409 21971 22228$ 2497 32825 24477$ 1589 2136 334.8 60 4 38148 38518 46010 41102 43268 44021 41998 47276 51100 63048 64308 84322 65090$ 120 68726 60858 63784 45428 65838 6:30 67968 T2481 72771 76718 78000 80941$ 3301 84065 88226 88376 86912 0938 98319 69585 100783 10107: 182020 105188 188 6. 109244 19810 110957 11 113 114184 114378 118607 117644 118318 1190 2 119582 119 14 12$ 15457 227402 133820 1 5784 18 662 138062 141826 14.84Y 144 14 145303 150098 1541-5 164987 158689 1.0009 101452 16 929 165599 16 143 17:02 1718 0 175184 1 8083 1774 177901 198403 180828 18.853 4308 104290 196448 197963 197971 19 946 10-888 20.09 20.488 202500 04704-0.8. 20.402 203948 203058 204942 207880 308420 208868 209111 210336 2.1461 212195 212798 217200 217-27 218806 210248 2.02-3 223182 2: 5021 2 E501 29276 2.97 9 230440 232184 28 463 236748 237867 289390 248350 248761 242106 242650 242798 243136 248302 248777 246943 248471 262160 52889 250867 269008 25$ 100 288976 2827-1 287331 267671 270985 271830 274822 274-77 278678 282746 285348 266506 207206 248204 289660 30 883 298169 291226 393164 283481 296629 297189 te in Beus vorstehenden Gewinn- Andsne nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne Rxb aus den 2iften zu erleben, dis bet een Raatlichen Lotterie- Ginnehmern sur unentgeligen Ein Rest außliegen. Diese Steigerung der Leuerung zu verzeichnen, so find auf Antrag Annahme oder Ablehnung sollen sich die Parteien bis zum 2. Mai Berhandlungen über Aenderung der Lohnfäße zu führen. Ueber erflären. Zur Lohnbewegung in der Engroßschlächterei. Die Aussprache über Annahme oder Ablehnung des SchiedsSpruches gestaltete fich au einer sehr regen. Schließlich wurde ber Der Interessenverband der Engrosschlächtervereine Berlins e. B. Schiedsspruch mit überwiegender Mehrheit angenommen, dazu aber mendet sich in ber Allgemeinen Fleischer- Beitung gegen die in beschlossen, den Arbeitgebern sofort schriftlich mitzuteilen, daß die str. 197 des Borwäris" veröffentlichte Buschrift aus Gefellenfreifen. Annahme des Spruches unter der Borauslegung erfolgt sei, er werde Der Interessenverband bedauert, daß dieser aufreigenbe Artifel in auch von den Arbeitgebern bis spätestens 2. tai, nachmittags 5 Uhr, bie Breffe gelangt ift". Er habe niemals behauptet, daß die hohen anerkannt. Für den Fall der Ablehnung behalte sich die Organi Gleischpreise hauptsächlich durch die hohen Löhne der Gefellen ihre fation eine andere Stellungnahme ser. In einer Bersammlung foll Erklärung finden. Die Meisterpresse hat aber diese Behauptung gebann am gleichen Tage über weitere Schritte befchloffen werden. müßte. Da er den Schiedsspruch nicht anerkannt habe, sei er auch bracht, wogegen sich der Interessenverband in diesem Falle mehren an die darin vorgesehenen Berhandlungstermine nicht gebunden gewesen. Aus dem Bericht geht weiter hervor, daß inzwischen die Die Lobndifferenzen in 2aneafbire find nach mehr Berhandlungen aufgenommen sind und am nächsten Montag fort- öchigen Berhandlungen durch eine Uebereinkunft zwischen Arbeits gelegt werden sollen. Die Gesellen fordern Wochenlöhne von 1400 m., gebern und Arbeitnehmern beigelegt worden. Das neue Abkommen wenn unter 20 Jahren 1200., im 1. Jahre nach der Lehrzeit gilt für bie Dauer von zwölf Monaten. Rach einer Meldung des 1000 m., für Rutscher 1350 M., für Aushelfer 400 mt. für einen Ronfettionar" ist bieran besonders beachtlich, daß die angenommenen ganzen und 250 M. für einen halben Lag. Bohniäge von Seiten der Arbeiterimaft borgeichlagen wurden. Die friedliche Beilegung des für die Lage der englischen Baumtysinduftrie höchft bedeutsamen Lognlampjes verbient auch in Deutje land gebührende Beachtung. Gewinn- Auszug Einigung in der englischen Textilindustrie. 19. Preußübb.( 245. Breuk.) Klaffen- Lotterie fungsanzeige am Sonntag ist versehentlich die Bezeichnung SD.16. Ziehungsleg. 5. Staffe. 1. Mai 1932, Auf jede gezogene Rummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, une givet je einer auf die Cofe gleicher Nummer in ben beiden 21btellungen I und II Ohne Gewähr. Nashermt verboten. In der Bormittagsziehung wurden Gewinne über 490 Mart gezogen: 2 za 40000 M 2 1507 2 zu 10000 M 20006 18 x 5000 M 8806 26815 42031 74569 175617 254227 266909 280542 397557 130 za 3000 M 8714 9360 10917 18357 13731 15827 23381 246 7 44279 82485 60973 71677 74307 81831 86735 92838 103470 105237 110668 118822 13914 118911 123: 41 127728 129205 131971 132: 51 141777 146.77 164988 172749 182504 19 435 193 23 194597 194505 1954 16 195703 207 21 208157 209664 21 681 218383 219357 219547 221409 222969 2 4519 236557 240698 24062 2 248 54 282255 264675 268845 278863 2/9671 281241 284421 202032 293283 293262 393704 206854 293137 3.82 1800 M 2889 68 8 6488 72 8054 8560 110 6 11500 16050 18534 17.95 17922 19.84 19876 20895 28271 29714 30058 3.810 81033 32421 33809 34 45 37820 88818 08988 41051 44840 45363 49889 521 56884 67890# 8178 60882 04345 68-70 68712 69876 70258 72374 73588 7:08 75 54 76541 77192 77497 7 688 79091 8030: 807 8 81 87 83657 84 53 4736 88 47 85 60 85482 5973 88493 88.97 89141 89 42 9038 952 9 98147 10.717 1049 5 107716 1096 18975 1 8118 116645 117040 173416 126078 1 0508 132020 138818 183163 135819 1: 8173 168338 142 58 14303 146384 147485 14778 150808 159 164.08 18 800 158808 160259 160405 160568 18.838 185185 185708 167810 167784 180141 168342 100028 170183 178049 76841 178-74 178683 9788 1-8734 107129 206216 2075: 5 208322 218320 218867 321427 234260 3.5271 226885 2.6478 2 808 228508 32862) 23( 297 238805 231843 282448 284793 236348 283845 228838 243.77 242751 243888 244284 248837 247318 248536 248859 248900 233268 264830 268232 250879 288011 206302 286827 268423 270841 276962 279129 281097 288887 285884 288981 286068 201713 203552 204500 204633 295931 297560 290786 3 der Rathbagsziehung wurbar Gewinne ber 430 ext gezoge 4 zu 10000 M 119028 136744 80 mm 5000 M 14048 18761 31212 83040 89834 60748 82855 78982 189177 125646 203208 2179 64976 68 63 270444 120 za 3000 M 10311 13526 30902 80807 82958 44475 48404 64188 5: 959 61521 82148 8 818 793 5 16280 78333 74302 81253 81462 88518 99784 100518 04228 111710 113387 118304 121818 130 60 158051 164873 160734 105.00 1 9.98 180432 177563 178869 179020 18YT11 198498 193879 207229 211540# 121T9 212091 232028 263190 886 36 248188 267564 261889 26 117 262252 287931 269912 272838 200701 284087 207282 288208 209798 284645 20 000 N 09 1201 8071 8740 6822 8052 11176 16 06 16718 17326 216 4 28707 37812$ 1892 84 92 80616 36800 38245 38802 30.79 3654 42048 4 141 48500 43872 46404 48421 48.00 50186 61761 51834 6.880 56156 68418 58.83 87502 90810( 1970 04430 05458 67608 67671 8484 80084 TO 47 72004 730 8 76711 76703 79601 79631 81034 83422 88 33 8.363 30.78 9.28 03/28 92350 04 24 08803 98717 101007 103016 103 88 10.588 107301 1: 0224 111289 111348 113806 1909 110491 116736 118003 120651 23721 136770 127954 128443 138785 128217 129682 181.70 1266 1 136598 188738 18 988 130805 139406 14.808 143807 145748 160169 164327 185940 288824 168064 180400 162748 108308 108718 199005 170208 170658 171008 178804 170042 177121 177808 177880 178182 178801 188863 184019 186716 187589 180184 180089 192092 203400 282665 202768 205131 209-48 208979 201207 200105 210888 214769 214620 16730 210857 318320 210 44 222085 22 007 243101 236841 22808 32940: 332283 235580 2 6786 23 091 28900 240216 342683 246110 249220 330158 25178T 262500 265919 28900259087 260096 201978 253706 205-84 267.01 267788 268146 272266 73110 2 3681 2787 8 381879 288034 285708 287288 288782 258878 293.60 20.709 294440 205.87 296650 200688 266580 267428 Die in dem vorstehenden Gewinn- Ausing nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den 2iften an erieben, die bei ben staatlichen Lotterie- Einnehmern aut unentgeltlichen Einfebt ausliegen. Berband der Staats- und Gemeinbearbeiter! In der Bersamm Frattion am Kopfe fortgeblieben, so beß die Aufführung des Berbnadstitils den Anschein erweden fonnte, als handle es sich um eine vom Borftenbe der tüliale einberufene Bersammlung. ie fich jebach aus dem Inhalt wie aus ber Unterschrift ergibt, ift bies nicht der Fall. Es handelt sich vielmehr um eine von der SBD.. Graftion einberufene Bersammlung, bie morgen abend 7 Uhe in den Andreas- eFestfälen, Andreasftr. 64, abgehalten wird, und zu der alle auf dem Boden der einheitlichen Arbeit innerhalb der Organisation stehenden Kollegen eingeladen find. men. Die Aussperrung der Bauarbeiter im theinifdh- westfälischen Induftriebezirk hat in den letzten Tagen weiter an Umfang zugenom. Es sind weit über 25 000 Bauarbeiter außer Arbeit gefekt. Mit Rücksicht auf die empfindlichen Schädigungen, welche die AusSperrung bei längerer Dauer dem Wohnungs- und Siedlungsbau im Besten zufügt, hat das Reicherbeitsministerium be. floffen, Einigungsverhandlungen zwischen den ftreitenden Barteles einzuleiten. Der Minister hat für heute nach Berlin eine Ronferenz ber erireter der Arbeitgeber im Baugewerbe unb ber ausgesperrten Bauarbeiter gweds Aufhebung der Sperre unb Regelung der Bohnverhältnisse einberufen. Deutscher Wertmeister Brband. Solzinduftris. heute 7 Ube im fefferberg", Schönhauser Adet 176. titglteberversammlung Bunb ber tenischen Angestellten und Beamten. Betsverwaltung Chav lottenburg II. Die nächste Mitglieberperfammlung it stargen abend he im Reftaurant labemische Bierhadex", Charisttenburg, Geiderte. 24. Rejerat bes Kollegen Schnelberatus. CALMON -REIFEN QUALITÄT KEINE REKLAME! M. SCHULMEISTER MSchulmeister KOTTBUSER TOR Kn K Herrenanzüge v.1375-3500 M. 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Beilage des Vorwärts Oft hört man von Reisenden abfällige Bemerkungen über die on einzelnen Stationen wahrgenommenen, als scheinbar betriebs. unfähig abgestellten Lokomotiven. Wie verhält es sich damit? Die auf den Gleifen der Reichsbahn abgestellten betriebsunfähigen Lokomotiven find entweder ausgemusterte Lokomotiven oder Beutelokomotiven. Ausgemusterte Lokomotiven stehen noch in größerer Zahl auf ben Gleifen, weil im laufenden Rechnungsjahr sehr umfangreiche Ausmusterungen von Lokomotiven( annähernd 1700) vorgenommen find, um die Ausmusterungsrückstände aus der Kriegszeit nachzu holen. Diese Lokomotiven werten in bestimmten Zeitabschnitten burch die Eisenbahnbireftionen im Wege der öffentlichen Ausschrei bung verfauft. Ueber die Beutelokomotiven( noch rund 800 Etüd) fonnte lange Zeit nicht verfügt werden, weil eine endgültige Klärung über das Eigentum an ihnen nicht erreicht werben fonnte. Nach langen Berhandlungen ist es erft jegt gelungen, eine Einigung zu erzielen dahin gehend, daß 450 Stück an die Entente zurüdgegeben werden. Diese müssen zuvor ausgebeffert werden, was in Brivatwerten geschieht. Die restlichen 350 Beutelokomotiven befint en fich in einem so schlechten Zustande, daß eine Wiederherstellung aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage fommen tann. Schwacher Borsriverkehr. Dienstag, den 2. Mai 1922 feinen Beg frenzenden Brisataute nur dadurch vermeiden, daß er genoffen unb Borwärtsfefer, welche in den genannten drei Orten Segelort, 38rsfelde, Monrebehöhe. Wir machen unsere Bartet fein Fahrzeug auf eine Schuhinjel lentte. Er überfuhr auf Semmerwohnung ziehen, darauf aufmertjem, daß mir in der bei ein junges madden, das gerade die Infel betreten hatte. Zage find, ihnen den Berwärts" durch die Botenfrau zustellen an Der Autoführer, den bei der Eachlage teine Schuld trifft, wenn taffen. er auch haftpflichtig ist, war zunächst ganz faffungslos, brachte dans lassen. Bestellungen nimmt Genoffe Lerch, Tegelert, Moliteftr. 83, aber zufammen mit Zeugen des Unfalles die bewußtlose Berun- entgegen. glidte nach bem nächsten Krantenhaus. Der schuldige Führer des anderen Autos hatte ohne Aufenthalt die rasende Fahrt fortgefekt. Das foll feine Bestechung sein? 3u einer auffehen erregenden Freisprechung tam das Schöffengericht Berlin- Schöneberg in einer Straffache wegen verfuchter este chung, die sich gegen den Geschäftsführer eines unter dem harmlosen Namen Bereinigung ber Sportfreunde" existierenden Spielklubs, den Raufmann Eduard Fittichauer richtete. Sport. Eröffnungsrennen im Grunewald. rung zu leiben. Nicht nur bezüglich des Befuche fondern auch nach der Die Rennen im Grunewald hatten sehr unter der Ungunit ber. Bute, sportlichen Seite bin machte sich das bemerkbar. Das Geläuf bildete eine burchdringliche Schlammnasse, burch die die Pferde nur sehr schwer vers wärts famen. 5. enne it. 1. b. Bachmahr und A. s. Kuenheims illebert( v. Bachmat), 2. Letevinchen( b. b. Rede). Eats: 48:10. Ferner: Salunke( Ref) 6. ennen. 1.. b. Tepper- Lastis Funtsbruch( Gichbar), 2. Cycifion ( Bismark), S. Don Binisu( Teichmann). Soto: 69:10. 21. 28, 15: 10. Ferner: Birel( 4.), Radom, Teufelsusle. 7. Renne. 1. 23. 23 albens Drbensritter( Rarbel), 2. entafec ( Bismart), 3. Herzog( Burst). Sets: 42:10. L. 17, 19, 21:10 Ferner: Major( 4.), Noriela, Brauert, Corona, Rappellspf( gei.), Snek, Barma II, Lange( gef.). 1. Rennen. 1.§. 6ohmanns Raubgräfin( Schnelber), 2. Fasinger ( Thief), 3. Geheimtin( Boromsti). Eato: 138: 10. I. 28, 19, 24:10. Der genannte Spielflub hatt, um bequemer tagen bzw. nächti- Berner: Sato( ausgebr.). Me: feburg( gei.), Menila( ausgebr.), Balmette gen zu fönnen, die Beinstube von Busch in der Barbarossastraße( ausgebr.), Saarjels( gel.). fäuflich erworben, und die Ronzessionsinhaberin, ein Fräulein( v. Berchem), 8. Seni( v. Belger). Toto: 66:10. 1. 29, 19:10. Ferner: 2. Stennen. 1. 28. it. C. Graafs Capitalift( b. b. Stede), 2. Pierreife Busch, hatte von tem Polizeipräsidium Schöneberg merkwürdiger- 3ft gemacht( 4.), Berseus, Roderich. weise eine Bescheinigung erhalten, daß sie nicht an die Poli- 3. e 12 e 1. 1. E. Bundzus' Calberg( Rarbel), 2. Teifi( Thalede). eift unde gebunden sei. Diese Bescheinigung war, ba ber 3. Rofenfels( 6. Sela). Lets: 31:10. 1. 15, 16:10. Ferner: Flandern Verdacht einer Fälschung aufgetaudt war, eines Rechts von einem( 4.), Bregeftan. der Nacht zum 1. Dezember v. 3. zwei andere Schupobeamte in dem Mörser, Diplomatie( 4). Oberwachtmeister der Schupo beschlagnahmt worden. Ms in 8. Taltfest( bolps). Lote: 28:10. L 17, 84: 10. Gerner:@leftets( gef.), 4. Sennen. 1. 3. Kühns Tüchtig( s. Belger), 2. Marwal( Rutulies), Botal erschienen, faben sie gerade noch, wie Karten und Spiel. geräte hinter bas leavier geworfen wurden. Die Beamten, die son den engetrunkenen Spielern angeufft wurden, Der Ausflugserkehr war am Sonntag infolge des außerorbent verlangten bie fofortise Räumung des Lotals, da ihnen bie sorgefich ungünstigen Wetters sehr schwach, so daß auf zahlreichen Strecken legte Quittung über die beschlagnahmte polizeiliche Bescheinigung nicht nur die von der Eisenbahn eingelegten er ftártungs- nicht genügte. Während sich die Spieler zum Fortgehen rüsteten, süge, sondern auch die für den Andverkehr in den Abendstunden nahm der Angeflagte Fittichauer die beiben Beamten beiseite und vorgesehenen 8üge nicht gefabren zu werden brauchten. Auch wollte jebem einen hundertmartschein aufteden, nachbem der Bedarf en Sonntagsrudfabrtarten war nur gering. fie bie Einladung zu einer Flasche Wein und guten Zigarre abgeDie meisten Ausflügler waren Laubentolonisten, die in den frühen feint hatten. Gegenüber dem auf 500 M. Geldstrafe lautenden Bormittagstunden, mit Gerätschaften aller Art beladen, auf ihre Antrage bes Amtsanwalts machte Rechtsanwalt Dr. Th. Ahrends Barzelle fuhren, um die Frühjahrsbestellung vornehmen zu können. geltend, baß schon aus rechtlichen Gründen eine Freisprechung erMan kann sich an dem Umfange des Verkehrs vom vergangenen folgen müsse, da die 100 m. angeboten worden seien, nachdem die Sonntag einen Begriff machen, wie notwendig bei weiteren Tarif Beamten längst ihre Amishandlung vorgenommen hatten. erhöhungen im Borortverkehr die Wiedereinführung der Fahr Gericht ertannte auf Freisprechung des Angeklagten, da nicht preisermäßigung für Caubentolonisten werden wird, um die Bewirtschaftung dieser einen unb feinsten Land- festgestellt sei, daß bie Bergabe bes Gelbes erfolgt jei, um die Beamparzellen weiterhin zu ermöglichen, in vor allem den Familien bes beamten verließen topfschüttelnd den Saal und äußerten: enn ten zu einer Pflichtverlegung zu veranlaffen. Die beiden Schupo Mittelstandes und der Arbeiter die Möglichkeit zum Anbau und zur etwas Derartiges feine Bestechung ist, dann fönnen wir von jetzt Gewinnung von Feld- und Gartenfrüchten zu gewähren, ohne die ab ja auch das Gefb nehmen, das uns angeboten wird!" die Erhaltung der Familien faft zur Unmöglichkeit wird. fcheinlich ist den Beamten das Geld aus reiner Liebe zur Bolizei angeboten worden! Nächtlicher Lokaltermin in der Uhlandstraße. Die unsicheren Zengenaussagen. Die antirepublikanische Poft. " Das WahrDer Weltmeisterschaftsboger Dempfen wurde am Sonnabend bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof Zoologischer Garten von 2000 Bersonen empfangen. Zahlreiche Photographen und Kins operateure nahmen die Szene auf. Es gibt immer noch genug Leute, die wahre Rultur" zu schägen wiffen. . Groß- Berliner Parteinachrichten. Mittwoch, den 8. Mai: . 7%, he wichtige Funktionärversammlung bei X. Coel, Bicheriſe. Se fouders alle Eltrenbeirate milffen erscheinenL 2. st. Stealty. She Sigung des Erweiterten Abellangsparktantes. Begiels filhrer miten die noch fehlenben elternlisten und Karthotel arten mitbringen. 89. bt. Stariendsef. 8 Uhr bei Niendorff, Chauffeeftraße, Go Streliger Straße, Engere Borstandssung mit den Begirisfitheers. 107. S. lt- Glienice. 7% Uhr Frauen- Beseabend bai Klingenberg, Grünauer 117. Abt. Sitenberg. 7 Uhr Verftandsfihung im Seichenfael bes Bestalozzi Straße 29. Lyzeums, Prinz- Albert- Ste. 44. Ale Fuxftisnäce minen erfcheinen. Ebenba 8 Uhr Frauenversammlung; Bertrag der Geneffin Beis. Borwärts". Leserinnen und erwerbstätige Frauen sind eingelaben. Donnerstag, den 4. Mai: aula Senetelberstr. 6. Bersammlung der Arbeitsgemeinschaft fosialdemokr. Elternbeiräte. Tagesordnung: Die neuer Wahlen der Elternbeirate". Wile Wahlausschliffe der einzelnen Schulen, Citernbeirate, Randidaten, intereffierte Barteigenossen und sozialistische Lehrer fine eingeladen. Jebe Schule muß vertreten fein. Wirtschaft Der Türtenmord in der Uhlandstraße veranlaßte Borwärts" von dem Berliner Boft zeitungsamt noch in Bor vierzehn Tagen meldeten wir, daß die Haupterpedition des in der vergangenen Nacht einen Sofaltermin. Der armenische ben letzten Wochen mehrfach Sendungen erhalten hatte, die mit der Student Berberian, dessen Büge fich die Witwe Satir Siegelmarte Raiserliches Postzeitungsamt in Berlin" zugeflebt Bens genau eingeprägt haben will, als er ihr scharf unter den waren, ohne daß man das Wort„ Raiserliches" durchstrichen hatte. Hut fah, wurde von mehreren Kriminalbeamten aus dem Unter- Daraufhin schrieb das Bostzeitungsamt dem Borwärts"-Berlag, der 4. Areis. Brenzlauer Berg. Abende 7 Uhr Elternbeiratswahlen in der Schulfuchungsgefängnis vorgeführt. Bei der Drisbesichtigung fuchte man vorhandene Bestand älterer Siegelmarten folle aus Ersparnis die Borgänge so weit wie möglich zu refonstruieren. Die Macht war gründen aufgebraucht werden, selbstverständlich müsse dabei das Bort allerdings far, während es in der Mordnacht regnete. Frau Raiserliches" durchstrichen werden, doch tönne es sich nur um ein Ghafir Ben blieb dabei, daß Berberian derjenige fei, der Einzelversehen handeln. Daß die Durchstreichung nur aus Ber ihr in der Mordnacht unter den Hut gesehen habe. Die anderen fehen unterblieb, ist möglich, aber nicht um ein einzelnes, sondern 3eugen waren ungemis, fie fonnten etwas Bestimmtes nicht um ein mehrere male miederholtes Bersehen handelte es fagen. Berberian wurde nach Beendigung des Termins wieder fich dann. nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht. Anderweitige Beugen Tatsache zu entschuldigen, daß man im April 1922, im vierten Schwieriger dürfte es ber Boftverwaltung werden, die vernehmungen, die in der Zwischenzeit von der Abteilung 1A noch Jahre der Republit, sogar noch in einem zur Entwertung der vorgenommen wurden, haben feils belastendes, teils entlastendes Briefmarte aufgedrückten Stempel einen Hinweis auf Material zutage gefärbert. Die Nachprüfungen bes 1tbibie ehemals monarchische Staatsform finden fann. Gine aus beweises, ben Berberian angetreten hat, haben ergeben, Georgenthal( Thüringen) nach Berlin- Friedenau gefandte baß er zur Zeit der Tat nicht gut am Tatort gewefen fein tann. Druckfache zeigt noch einen entwertungsstempel mit dem Zufas Die Untersuchung wird jeht vom Untersuchungsrichter Dr. Amex bezgt. Gotha". Dah Gotha feinen Herzog mehr hat, tönnte weitergeführt. Nachrichten zur Aufklärung nimmt nach wie vor nachgerade auch die Bost wissen. Mir find neugierig, ob man ben Kriminalfommiffar eigel im Bolizeipräsidium entgegen. ix Berfuch machen wird, auch diesen Fall mit einem„ Bersehen" zu entSprahlehrer in Leipzig follte angeblich die Polizei auf die schuldigen. beiden in Leipzig verhafteten armenischen Studenten aufmerksam gemacht haben. Das trifft nicht zu. Der Sprachlehrer und die Studenten wurden durch die Polizei ermittelt und er teilte erst dann bei Jeiner Bernehmung der Bolizei mit, daß die beiden nach Berlin gefahren feien. Der nächtliche Lotaltermin fedte wieder eine ganze Menge Leute an. In der Boraussicht dessen war auch eine größere Anzahl sex Beamten der Schußpolizei und der Abteilung 1A aufgeboten. Seine eigene Frau erwürgt. Mordiaten am Sonntag. Lehrlinge mit höherer Schulbildung. einem neueren Erlaß mitteilt, die Tatsache festgestellt werden, daß Seit einiger Zeit tann, wie der preußische Handelsminister in Schüler und Schülerinnen höherer Lehranstalten, und zwar solche, die mindestens die Obersetunbareife oder die Reife des Lyzeums erworben haben, fich in größerer 3ahl als bisher dem Handwert zuwenden. Die rife der ruffischen Industrie. Die sowjetamtliche Etonomitschestaja Shifn" beleuchtet in des Bavenhungers im ganzen Lande zum Teil aus einer Heber einer Artiteireihe bie russische Industrietrise, bie fra produktion zu erklären sei, ba die Industrieerzeugnisse dem Ber. braucher nicht zugeführt werden fönnten. Snfolge der Zerrüttung des Transportwesens sei der Abjas meist auf die allernächste Um gegend des Brobuftionszentrums beschränkt, die häufig nicht weiter als 10 Werft reicht. So fönne die Rauftraft der Bevölkerung nicht orts, der Stohstoffmangel in der Labaf, Reber- und anderen Bran hinzu: Der bauernbe Mangel an Seizmitteln fast aller Es tamen noch andere Ursachen der Krise ausgenugt werden. chen, schließlich die allgemeine Finanznot, der Geldmangel, die un geheuere Steigerung der Löhne, die sich besonders im Drudergewerbe und in der Textil- und Elektrizitätsindustrie bemerkbar machen. Das Betriebskapital der staatlichen Trusts sei von Ana Der Handelsminister empfiehlt nun, die Handwerkskammern fang an viel zu gering gemefen, sie wären daher gezwungen gewesen, burch die Aufsichtsbehörden zu veranlassen, auf diesem Wege nach ihre Rohstoffbestände in Umlauf zu fehen. Eine ungeheure Erbrüdlichst weiter fortzufchreiten. Der Eintritt von Lehrlingen mit höhung der Preise für Rohstoffe fei die Folge gewefen und jest fei Der 36 Jahre alte Schloffer Mag Liebscher aus der Dolziger höherer Schulbilbung ins Handwert fann burch planmäßige ihre Beschaffung auf dem Inlandsmartt für die Trufts unmöglic Straße 11 hat am Sonntag früh, wahrscheinlich in einem Anfall Boner bearbeit an den höheren Schulen gefördert werden, die geworden: es fehle an Blei, Zinn, Draht u. dal. Der Anfauf im Geiftestrantheit, feine eigene Frau im Bette erwürgt. von den Handrserkskammern, Landesberufsämtern und Provinzial- Auslande sei jedoch durch den Bureaukratismus und die mangelnde Liebscher erschien gegen 6% Uhr früh auf dem Bolizeirevier, und schulkollegien gemeinschaftlich durchzuführen wäre. Eine grundsäg. Geschmeidigkeit des Außenhandelskommiffariats" unmöglich gemachte dort selbst die Anzeige. Er führte dabei aber so wirre lige und allgemeine Abfürzung der Lehrzeit solcher Lehr- macht worden. linge, die die höhere Schule besucht haben, tann aus schwerwiegenben Die eingetretene Rrife mache fich bereits spürbar: bas Druders Nebensarten, daß sich Beamte sofort zur Nachprüfung feiner Gründen nicht in Frage tommen, dagegen empfiehlt der Handels- gewerbe habe als erstes banterott gemacht und schränke feine Angaben fogleich nach seiner im vierten Stod bes Quergebäudes be- minister, von der im§ 150a ber Reichsgewerbeordnung gegebenen Brobuftion auf das äußerste ein; ebenso der füblime Stahls Tegenen Wohnung begaben. Hier fanden fie die Chefrau Johanna Befugnis, wonach die Handwerkskammern berechtigt find, Lehrlinge trust", eine Reihe von Petersburger Erufts und a Biebscher, die zwei Jahre jünger als ihr Ehemann war, tot im von der Innehaltung der festgefeßten Lehrzeit zu entbinden, in ein briten; fo perde 3. B. der Betersburger Labattrust Bette liegen. Fingerabbrüde am Halse zeigten, daß der Mann ihr zeinen Fällen Gebrauch machen. Die organisierte Arbeiterschaft fämtliche Betriebe schließen müffen, wenn er nicht größere often die Rehle zugebrüdt hatte. Nachdem ein Arzt den Tob der hat großes Interesse daran, sich diefer Behrlinge aanz besonders Labat für die Ausfuhr ins Ausland zugewiefen erhalte. Der AufFrau einwandfrei festgestellt hatte, wurde die Leiche beschlagnahmt anzunehmen und zu verfuchen, fie zu Mittämpfern für ihre schwung, der sich Ende 1921 und noch Anfang 1922 in der russischen und zur Obduktion nach dem Schauhaufe gebracht. Der Mann großen Ziele zu gewinnen. Industrie zu zeigen begann, brohe semit in ber nächsten Zeit fich in wurde in Haft behalten. einen allgemeinen 3usammenbruch zu verwandeln. Durch 15 Mefferstiche tödlich verlegt wurde der 21 Jahre alte Arbeiter Paul Giofe aus der Dunderfir. 79. Als er sich mit feinem jüngeren Bruder Emil auf dem Nachhausewege befand, trafen fie vor dem Hause Dunderstr. 90 zwei Männer, von denen der eine vergeblich versuchte, die Haustür aufzuschließen. Die Unbetannien, die angetrunten waren, fragten barauf die Gebrüder Glofe, ob ihr Hausschlüssel vielleicht zu der Tür paffen mürbe. Baul Slote nahm dann auch seinen Schlüssel und versuchte, ebenfalls vergebens, die Tür zu öffnen. Einer der unbekannten Männer sagte barauf, er werde einfach die Scheiben einschlagen. Baul Glofe antwortete darauf, das werde er wohl sein laffen. Go fam es zu einem ortwechsel, und als einer der Unbefannten zu Baul Slote fagte, er fei ein dummer Junge, gab dieser ihm eine Ohrfeige. Als er dann seines Weges geben wollte, zog ber andere Mann ein langes Meffer, fief ihm nach und verlegte ihm nicht weniger als 15 Messerstiche, bis er blutüberströmt zusammenbrach. Der jüngere Bruder war davongelaufen, um Hilfe zu holen. Als er mit dieser zurückkehrte, waren beide Männer verschwunden. Es wurde festgestellt, daß in dem betreffenden Hause feiner der beiden Männer wohnt. Bisher ist auch noch feine Spur von ihnen gefunden worben. Der Messerstecher ist ein Mann Witte der zwanziger Jahre mit dunklem Haar und gestuften Schnurrbart. Er frug eine Deckel müße. Mitteilungen zur Aufklärung der schweren Bluttat nimmt Kriminalfommiffar Quees im Berliner Polizeipräsidium entgegen. Angaben werden streng vertraulich behandelt. und eine Das Auffpringen auf einen fahrenden Zug hat abermals den ob eines Menschen herbeigeführt. In ber vergangenen Nacht gegen 11 Uhr verfuchte der 47 Jahre alte Sariograph Max Oberschleftens macht eine erhebliche Umgruppierung der oberschleftDie Umgruppierung der oberschlesischen Industrie. Die Leilung Bendler aus der Rheinsberger Straße 44 auf dem Ringbahnhof schen Industrie notwendig. Jetzt wurde unter der Firma BergEreptom auf einen bereits in der Fahrt befindlichen Bollringzug bauEisenhütten ttiengesellschaft aufzuspringen, der sich in der Richtung Gesundbrunnen bewegie. Attiengesellschaft mit einem Sapital vex 60 000 000. gegründet, Dabei fam er zu Fall und geriet zwischen zwei agen bes das von der Oberschlesischen Eisenbahn- Bedarfs= uges. Obgleich man sofort die Netbremse zog, rollten doch die Aftien Gesellschaft, Gleimis, übernommen worden ist. Die Räder der nächsten Wegen über den Berunglüdien hinweg und letztere Gesellschaft beabsichtigt, den bei ber Teilung Oberschleftens trennten ihm ben rechten Ober- und den linfen Unterschentel vom in das polnische Gebiet fallenden Teil ihrer Werte auf die neu ge Rörper. Als ein schleunigft herbeigerufener Arzt erschien, war der gründete Gesellschaft zu überführen. Teb schon eingetreten. Cine Intereffengemeinschaft in dor Borzelfmindaffrie. Die alten Eheleute Hugo und Mathilde Reglin aus Stargard Borzellanfabriken Rahla unb 5. Schomburg u. Söhne ver Einen tragischen Unfall erfitten gestern nacht die 65 bzw. 70 Jahre in der Herstellung von Borzellan für die Elektroindustrie führenden in Pommern. Sie wurden bei ihrem Schwiegerjohn L. in Char- abredeten einen Interessengemeinschaftsvertrag, der noch der Ge lottenburg, wo sie zu Besuch weilten, durch Gas vergiftet nehmigung der Generalversammlung bederf. Dieser sieht ein enges noch bei dem Mann von Erfolg, die Frau mar bereits tot. Attienaustausch, durch Zusammenfassung der Borstände zu einem und befimmungslos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche waren nur zusammengehen der beiden Betriebe vor, das burch gegenseitigen Während man die Beiche der Frau nach dem Schauhaufe fchaffte, Gesamtverstand und durch Austausch der Aufsichtsräte gewährleistet wurde ber Mann einem Rrantenhause übergeben. werden foll. Die beiden Gesellschaften erhöhen ihr Rapital, erfiere Ein Boot des Rudervereins Freiheit" fuhr auf einer Nacht von 20 auf 35 millionen Mart, lettere von 8 auf 25 Millionen fahrt in der Dunkelheit gegen einen feiler der Char- Mart. Die Schomburg 2.-G. plant ben Bau einer Geschirrfabrik lettenburger Brüde in Spandau. Das Boot wurde und schließt sich bei der Abfagorganisation der Kahla 2-0. ex. Maijer, fonnten jedoch sämtlich gerettet werden. pöllig gertrümmert und die fünf Infassen stürzten ins Jinsfußherabsehung in der Zichechoslowatel. Durch die Besse rung feiner Baluta ist die Tschechoslowakei in die meltabsazkrise his eingerissen worden. Dadurch ist auch der Geldmarkt wieber flüssiger geworden. Der Bautausschuß des tschechischen Finanzministeriums, Am Raijerdamm in der Nähe des Bahnhofes 2Bigleben tonnie Berlin und Umgegens. Ein wenig wärmer, bielfe better, aber der vorläufia die noch bestehende Staatsnotenbank vertritt, beschlos ein Autoführer den Zusammenftoß mit einem in rajender Fahrtusch veränderlich mit etwas Regen und mäßigen füdlichen Binden. daher, den Banfsinsjus von 5% auf 5 Bros. herabzusetzen. Auf der Schuhinsel überfahren. Wetter für morgen. Achtung! Achtung! Verband der Graph. Hilfsarbeiter and-Arbeiterinnen Deutschlands Ortsverwaltung Berlin Bekanntmachung über das Ergebnis der Wahl für die Bertreter der Arbeitgeber und Ber ficherten im Ausschuß der Allgemeinen Dristrantenlaffe Berlin- Norden Berlin. zu 13. Summ, Guftes, Arbeiter, 31. Miederschönhausex, Raiser WilhelmStraße 20. Jn Arbeit bei: Bezirksamt Bankow. 14. Nachdem auf die Bekanntmachung pom 8. März 1922 nur eine Bar 15. Mittwoch, den 3. Mai. nadjen. 5 gr, flagstifte eingereicht worden ist, gelten die bort vorgeschlagenen Bewerber wählt. Es find dies: Junttionirversammlung ohne weitere Balhandlung als ge( Betriebsräte, Bertrauensleufe und Deudereitasfierer) 16. A. Aus dem Kreise der Arbeitgeber: Schemmel, Theodor, Buchdruckerei benger, Bin. Reinidendorf- Oit, 17. in den Krminhallen, Rommandantenftr.39 1. Belzähliges und pünktliches Erscheinen erwartet 25/ 5* Der Ortsvorstand. gez. Dits Cloth. 2. Verband o.Gemeinde- u.Staatsarbeiter.. Filiale Groß- Berlin. Mittwoch, den 3. Mai, nachm. 5 Uhr. Marfste. 1. Balzer, Friedrich, Direktor der Deutschen Baffen und Munitions 18. fabriken, Bin.- Wittenau, Hauptfizage 59. Ser Bergmann- Elektrizitätswerte, Bin.Seinidendorf, Brienzer Str. 3. Siadex, Gerhard, Direkter im Sigungsfast d. Gesamtbetriebs- 4. Gericke, Arnold, Lehngutsbesiger, eats, Breite Str. 11: Sizung der Erweiterten Berwaltung. Bollzähliges und pünktliches Erscheinen ser Delegierten ist unbedingt notwendig Die Ortsverwaltung. Russ.- Denisch.- Th. Metall ankaufsstelle Osten 19. Bin. Bittenau, Sauptstr. 38. 5. Ruers, Friedrich, Fabritbesiger, 20. BIR.- Tegel, Egelistvage. 6. Brunn, Alfons, Direktor der Jachmann- Werte, Bin. Bittenau, Span- 21. bauer Str. 50. 7. Simm, Seinrich, Fabritbefizer, Bln. Reinidendorf- West, Beltener Str. 1. 8. Matschke, Baul, Bureauvorsteher beim Bezirksamt 20, BIH.- Bittenau, Oranienburger Str. 102. 22. 9. Jordan, Adolf, Betriebsleiter bei 25. dent Rabelwerk Wilhelminenhof, Bin.- Oberschöneweide, Tabbert Grüner Wey 80 10. zahl Tagespraise for D.blaue Vogel Kupfer, Messing Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Anfang S, Uhr Vorstellung allabend!.! Blei, Zink etc. 11. ftraße 6/7. Radge, Rudolf, Befiher bes Dampf fägewerks Rummelsburg, smil helmstrand. 24. Deutsch, Bilheim, Bootsbaumeister, 25. Stralan, Tunnelftr. 38. 12. Rogheim, leg, Direktor ber gini raffinerie, BIR. Oberschöneweide, 26. Tabbertstr. 18. 13. B Gange, Rudolf, Kaufmann, In. Friedrichsfelde, Berliner Str. 25. 14. Hermann, Bilhelm, Malermeister, 27. Karlshorst, Raifer- Wilhelm- Str. 18. PUTOP Biser, Rarl, Bimmerer, Bin.- Niederschönhausen, Eichenstr. 26. In Arbeit bei: Bezirksamt Bantow. Stumpf, Paul, Schlosser, Bin.- 3shannisthal, Friedrichfir. 31. Arbeit bei: Polizei- Hauptdepot Karlshorst. www iicher, idi, Klempner, Berlin D. 34, Gubener Str. 22. 3n Ar beit bei: Polizei- Hauptdepot Saris. horst.. Singpeter, Mag, Suchhalter, Berlin N. 39, Neue Sachstr. 3. In Ar heit bei: Polizei- Hauptdepot RarlsSterger, Emil, Schloffer, Sin.- Reiharst. Зн nidendorf- Ost, Bilfeftr. 34. Arbeit bei: Polizeihauptdepot Karlshorst. Beute, Otts, Shneidemüller, Six.Oberschöneweibe, Westendftr. 5. Jn Arbeit bei: H. Stadge. Sibuigty, Baul, Gürtler- Monteur, Berlin R. 20, Rolonieftr. 37. Arbeit bei: R. Frister A.-G., OberIchöneweide. JM Ober, Mar, Metalbrüder, Berlin GO. 86, Grünauer Str. 54. JR Arbeit bei: R. Frister A.-G., Ober fchöneweibe. Schmidt, Sarl, Arbeiter, Charlotten burg, Sybelfir. 17. 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