Nr. 208 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 104 -Bezugspreis: Bierteljährl.105.- M, monatl.35,-M. frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 35.-M., einschl. Zuftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, sowie Defterreich u. Luxemburg 69.-M., für das übrige Ausland 87,- M. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esth land, Finnland, Frankreich Holland, Lettland. Suremburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tichecho- Glowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Ronpareillezeile toftet 16,-.- Reklamezeile 80.--. Kleine Anzeigen" bas fettgedrudte Wort 4, M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 8, M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 2,50 9., jebes weitere Wort 2, M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 8,- M. Anzeigen fie bie nach fte Summer müffen bis 4½ 2hr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin GW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Miorisplak 15195-97 Expedition Morinvlas 11753-54 Donnerstag, den 4. Mai 1922 Vollsitzung der Genua- Konferenz. Reparationsbesprechungen bei Lloyd George? L • Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag. Expedition und Inseraten. Abteilung Wloriyplas 11753-54 Die Not der Sozialrentner. Bon Fr. Krieg. erhöht werden können, daß das Gesamtjahreseinfommen des Empfängers einer Invaliden- oder Altersrente oder eines Witwerrente den Betrag von 3300 m., einer Baisenrente den Ruhegeldes den Betrag von 4800 M., einer Bitwen- oder Witwerrente den Betrag von 3300 M., einer Baisenrente den Betrag von 2000 m. erreicht. Das Gesetz über Notstandsmaßnahmen zur Unterstützung Don Rentenempfängern der Invaliden- und der AngestelltenGenua, 3. Mai.( Sonderbericht des Sozialdemokratischen Tragweite alle Erwartungen übertrifft.. Seit zwei Jahren sei der versicherung, verabschiedet vom Reichstag am 18. November Barlamentsdienstes.) Nach dem endlosen Krach der letzten Weltmarkt in einer beflagenswerten Weise gefährdet. Der Um 1921, gültig vom 1. Oftober 1921, bestimmt, daß die GemeinBochen folgte heute die zweite Bollfigung ohne große fang des Belthandels fei auf ein Drittel, wenn nicht gar den verpflichtet sind, bedürftigen" Rentnern aus der Begebenheiten und Zwischenfälle. Alles fand sich friedlich, auf die Hälfte feiner Größe der letzten Borfriegsjahre zufammen Invalidenversicherung auf Antrag Unterstützung zu gewähren. als habe immer das beste Einverständnis geherrscht, ein. Neben geschrumpft. Dieser Rückgang des internationalen Handels ift das Die Unterstüßung ist in solcher Höhe zu bemessen, daß das Lloyd George, de Facta und Schanzer sah man auf dem Plaz bedenklichste Zeichen einer dauernden Verminderung der Gesamtjahreseintommen des Empfängers einer InvalidenBarthous den französischen Botschafter in Rom Barrère. Für Kauftraft, die in großen Teilen der Welt eine verhängnisvolle oder Altersrente den Betrag von 3000 m., einer WitwenDeutschland nahm Reichskanzler Dr. Wirth, Reichsaußen- Arbeitslosigkeit, deren Opfer auf zehn Millionen ohne die Familien- oder Witwerrente den Betrag von 2000 m., einer Baisenminister Dr. Rathenau und Reichswirtschaftsminister Ge- mitglieder geschäßt werden, mit sich gebracht hat. Zu den Gründen, rente den Betrag von 1200 m. erreicht. Diefelben Beträge die zu dieser Situation geführt haben, find vor allem die riesigen sind auch zu zahlen an Rentenempfänger aus der Angestelltennosse Robert Schmidt an der Sigung teil. Die zweite Bollsizung hatte die Aufgabe, die Arbeiten aften zu zählen, die sich aus den Verpflichtungen und aus den versicherung; an Bitwen jedoch nur, wenn sie invalide im der Finanz- und Transportkommission zu be- Folgen des Krieges ergeben. Diese Lasten haben wirtsch ftliche Sinne der Invalidenversicherung(§ 1258 Abs. 2 RAD.) sind. stätigen, also ein Benfum zu erledigen, dem nach der An- Schwierigkeiten verursacht, die sich durch gewisse wirtschaftspolitische Für Kinder unter 15 Jahren, die feine Rente beziehen, erhöht nahme der Resolutionen in den Ausschüssen keine besondere Meßnahmen der Nachkriegspolitik noch verschlimmert haben. Die fich der Betrag um je 500 m., für das 4. und jedes weitere Bedeutung beizumessen ist. Nach parlamentarischem Brauch Sachverständigen sagen, die Berpflichtungen eines Landes zugunsten Rind um je 600 m. Außer Ansatz bei Berechnung des fam man dieser Aufgabe nach durch Reden, in denen man des Auslandes müssen durch den 1 msag von Waren geregelt Gesamtjahreseinkommens bleibt das Arbeitseinfomeigentlich ohne Zwed nochmals Theorien aufstellte, die sicherlich werden können. Nach unserer Berechnung, die fich von der Wirklich- men der Rentner bis zum Jahresbetrage von 2000 m., eigentlich ohne Zweck nochmals Theorien aufstellte, die sicherlich fell sicher nicht weit entfernt, müßte der Gesamtbetrag der Welt- Bezüge aus öffentlichen Kaffen, privaten Bennicht so bald zur Praxis werden und die um so weniger Wert ausfuhr verdoppelt werden, wenn die Zinsen und eine fleine 2morfi- fionsfaffen find nur anzurechnen, soweit fie 600 m. im Jahre hatten, als der erste Teil der Sigung ohne eine rechte faficnsrate der Kriegsschulden aufgebracht werden sollen. Nun ist übersteigen. Einkommen aus Familienunterstüßung, soweit Anteilnahme verlief. Sowohl der einleitenden Rede des italie aber der Weltmarkt bedeutend zurückgegangen. Die riesigen Lasten, sie über die gefeßliche Unterhaltsfrist oder vertraglich übernischen Ministerpräsidenten de Facta wie den Ausführungen unter denen die europäischen Staaten seufzen, führen zu einer ftän nommene Berpflichtung hinausgeht, ist nicht auf das des englischen Finanzsachverständigen Evans muß man trok bigen Terminderung der Rauftraft in allen Ländern. Die Schuldner Gesamijahreseinkommen anzurechnen. ihrer Birkungslosigkeit die Absicht nachrühmen, ein Weiter länder find im schärfften Berkaufszwang, aber die Rotverläufe geben Die Aenderung des Gefeßes durch Reichstagsbeschluß am arbeiten der Konferenz zu ermöglichen. Evans schien befon dieser Ländern feine Rauftraft zur Befriedigung ihrer eigenen 31. März 1922, gültig ab 1. April 1922, erhöhte die Beträge ders bestrebt, die Finanzleitfäße, die die Herstellung der Gold Bedürfnisse. Denn sie müssen einen großen Teil der so erworbenen aus Arbeitseinkommen, die bei der Berechnung des Gesamtparität, Bermeidung der Banknoten- Inflation, Balanzierung Devisen ihren Gläubigern übergeben. Trog intensiver Arbeit nimmt jahreseinkommens außer Ansah bleiben, auf 4000 m. des Budgets durch Steuern und als erstes Hilfsmittel Anleihen der Wert ihres Gelbes ab, ihre Rauftraft sinft, und der Welt für den Rentenempfänger, auf 1200 m. bei Bezügen aus fordern, in ihrer allgemeinen und dauernden Tragweite her: martt fchrumpft mit der Abnahme der Kauftraft weiter öffentlichen oder Bensionsfaffen. Ferner brachte der Reichsvorzuheben. Aeußerst sympathisch wurde der Appell zusammen. Um ihre Märkte zu schützen, wenden sich die Gläubi- tagsbeschluß vom 31. März einen Zusatz als§ 2a, der beSchanzers, die Grundlage eines Tangen, dauernden Frie gerländer gegen den Import ihrer Schuldner durch Einfuhrverbote stimmt, daß die Unterstützungsfähe, soweit besondere dens zu schaffen, aufgenommen. Die nachfolgende Rede des und hohe Zölle. Folglich sind die Schuldner, die sich trotz alledem Umstände es erfordern, bis zu einem solchen Betrage französischen Delegierten Picard, die zu drei Vierteln aus Zahlungsmittel verschaffer müffen, in verschärfter Notlage. Das Borbehalten bestand, konnte nicht den Eindruck erwecken, daß zwingt sie noch weiter, den Gegenwert ihrer Berfäufe im Auslande mian, auch auf französischer Seite bereit sei, die Grundlage zu zu drücken, um nur überhaupt Devisen zu erhalten. Das führt zu einem dauernden Frieden schaffen zu helfen. Erst als der einer neuen Baisse des Wechselkurses der Schuldner, zu neuer Schweizer Schultheß zu Worte tam und eine Note an Arbeitslosigkeit bei den Gläubigern, zu neuen Berschärfungen schlug, die später von Rathenau verstärkt wurde, gewann das des internationalen Wirtschaftsfampfes. Es verwandelt sich die Laft Wenn die Bestimmung des§ 2a auch feine Muß vorerste europäische Parlament die notwendige Aufmerksamkeit. der internationalen Verschuldung in eine Verschärfung der Krife. schrift ist, so darf man wohl die besonderen Umstände", nach Schultheß bezeichnet als wesentliches Grundübel aller euro Das wird nicht aufhören, solange die Bölfer Europas einer Gruppe welchen die Unterstügungsfäße zu dieser Höhe bemeffen wer päischen Schwierigkeiten die internationale Ber von Männern gleichen, die, gewaltsam in einem engen Raum einge den fönnen, als Regel für die Großstadt wie Berlin gelten chuldung. Ihm folgt Tschitscherin, aufmerksam be- schlossen, sich gegenseitig an die Gurgel faffen, anstatt gemeinsam lassen. Für Berlin ist es deshalb nicht unbillig zu verlangen, lauscht, flar sprechend, jedes einzelne Bort abwägend! Er ihre Befreiung zu erzwingen. daß der§ 2a als Mußvorschrift zu gelten hat. Es fönnte also betont, daß Rußland nach seiner vierjährigen Abwesenheit von All das ist in der Theorie flar erkannt, aber es fehlte bis. ein Rentenempfänger, der 4000 m. Arbeitseinfom= allen europäischen Konferenzen nicht recht mitarbeiten fönne. her bie Bragis. Die Wiederherstellung der Wechselkurse ist die men hat und 1200 m. aus öffentlichen Kaffen Seine Ausführungen gipfeln in der Feststellung, daß eine erste Bedingung zur Beseitigung dieser Krise. Die Wiederherstellung oder Pensionskassen der genannten Art bezieht, nebenbei eine finanzielle Gesundung Europas nicht möglich ist, solange die der Handelsmärkte muß zu gleicher Zeit erfolgen. Jeder Stärtere Unterstützung aus der sozialen Rentnerfürsorge von 4800 m. Rüstungen nicht eingestellt und abgebaut werden. muß dem Schwachen zu Hilfe tommen. Die Stabilität ihrer Wechsel erhalten. Das effettive Einkommen betrüge bann 10 000 m. Als Rathenau dann in einer ursprünglich nicht vorge turse ist die Bedingung der Wiederherstellung ihrer Kaufkraft und Es scheint nun Braris in Berlin zu sein, daß den Invalidensehenen Rede die Auffassungen der Reichsregierung über die die Wiederherstellung des Weltmarktes, die unentbehrliche Boraus rentenempfängern, die fein Arbeitseinkommen haben, die aber gegenwärtigen Zustände in Europa furz zusammenfaßte, fegung eines Fortschritts der Wirtschaft, Technik und damit einschließ. Wohlfahrtsunterstügung erhielten, diese entzogen wird, nachherrschte Stille. lich der gesamten Zivilisation. Es ist also dringend nötig, die Mittel dem sie aus der Sozialrentnerfürsorge unterstügt wurden. Insgesamt beurteilt, muß man die Rede Rathenaus als finanzieller und wirtschaftlicher Art eng miteinander zu fombinieren, und pielfach wird es so sein, daß der Betrag, der ihnen entgeschickt bezeichnen. Vorsichtig verstand er es, durch seine fie so schnell wie möglich nugbar zu machen und zu verwirklichen. 80gen wird, größer ist, als der Betrag, den sie aus der SozialAusführungen das Reparationsproblem anzuschneiden, ohne Wir geben die Hoffnung nicht auf, daß die Vertreter der großen rentenfürsorge erhalten. Das kann nicht im Sinne des Füreinen Protest der von Baris beauftragten Horcher hervorzu- Nationen gegenüber den unerquidlichen Tatsachen des wirtschaft. forgegefeßes liegen, denn das wäre keine Fürsorge, fondern rufen. Während Lloyd George auf die Uebersetzung aller lichen und sozialen Lebens den Willen zu einer energischen und das Gegenteil. Gefeßt, ein verheirateter Invalidenempfänger, selbst ohne Arbeitseinkommen, erhielt vorher vorhergegangenen Reden feinen Wert legte, auf die des schleur igen Zusammenarbeit finden werden. neben seiner Invalidenrente von rund 83 m. noch eine WohlFranzosen Picard sogar ausdrücklich verzichtete, bat er, die Wirth und Rathenau bei Lloyd George. fahrtsunterſtükung von 185 M., der Höchstsak für Berlin. Ausführungen Rathenaus fofort englisch zu übersehen. Englische Journalisten äußern, daß sich Lloyd Parlamentsdienstes.") Reichskanzler Dr. Wirth und Reichsaußen- 15 M. Er hat dann ein Einkommen von etwas Genua, 3. mai.( Sonderbericht des Sozialdemokratischen Für die 185 M. Bohlfahrtsunterstüßung tauscht er 170 m. aus der Sozialrentenfürsorge ein, also ein Minus von George über die Rede des deutschen Außenministers aner miniffer Dr. Rathena u find für Donnerstag vormittag von dem mehr als 250 m. im Monat. Was soll er damit beanter- Parlamentsdienstes.") tennend ausgesprochen hat. Dem Schluß der Sigung tommt nur rein formale Bebens englischen Ministerpräsidenten zu einer Besprechung ginnen, gar, menn er noch eine arbeitsunfähige Frau hat? tung zu. Der Vorsitzende erstattete Bericht über die Arbeiten innere Lage Deutschlands im Zusammenhang mit der fließenden Beträge nur angerechnet werden, soweit fie den um eine Aussprache zuder Transportkommission. Er machte mehrfach starken Ein deutschen Außenpolitit. Man geht nicht fehl in der Annahme, daß Betrag von 1200 m. im Jahr oder 100 m. im Monat überbrud, als er an die Kriegsleiden Belgiens erinnert. Wirth und Rathenau in diefer Besprechung auch das Repara- steigen, und wenn das geschieht, dann fann dem RentenIlm 121 Uhr wird die Sigung geschlossen, nachdem die Rejo- tionsproblem anschneiden werden. lutionen der einzelnen Kommiffionen unter gewissen Borbehalten einzelner Länder angenommen waren. Bisher ist eine offizielle Entscheidung des Bariler Kabinetts- empfänger von feiner bisher bezogenen WohlfahrtsunterBisher ist eine offizielle Entscheidung des Pariser Kabinetis- ftüßung nichts gefürzt werden, denn anrechnungsfähig zum rafs über die Annahme oder Ablehnung des zweiten Tells des me- Gesamteinkommen find in diesem Falle nur rund 83 M. Damit hat ein Teil der Konferenzarbeiten ihren formellen morandums über das ruffische Problem in Genua nicht eingetroffen. Invalidenrente, 170 m. aus der Sozialrentenfürsorge und Abschluß gefunden. Es wäre verfehltes Beginnen, hieraus Es verlautet nur gerüchtweise, daß Poincaré sowie die mehr- 85 m. Wohlfahrtsunterstützung, zusammen 338 M. im Monat nach dem bisherigen Verlauf der Tagung Schlußfolgerungen zahl der Minister der Ansicht sind, daß man Belgien, das oder 4056 m. im Jahr. Damit ist die Summe von 4800 M., zu ziehen. Im übrigen fehlt uns vorläufig noch jede Garantie, bekanntlich das Memorandum nicht unterschrieben hat, nicht im die durch die Sozialrentenfürsorge erreicht werden kann, nod) daß die jest endgültig verabschiedeten Resolutionen auch von Stiche Inffen fann. ellen Staaten in Zukunft als Basis der Beschlüsse über Finanz- Die italienische Delegation hielt heute eine Besprechung über die 4056+1200 5256 M. Jedenfalls feine Summe, pon der lange nicht erreicht, und das effektive Einkommen betrüge reip. Transportfragen gelten werden. Wir hegen vorerst nur Frage des Burgfriedens ab. So fehr man auch einen dau- man leben kann, noch viel weniger, wenn zwei Bersonen den einen Wunsch, daß sich die schönen Hoffnungen, die in der ernden Frieden wünscht, steht man doch der Frage im Hinblid auf davon leben sollen. Es ist wohl zu erwarten, daß der Magiheutigen Sigung vereinzelt ausgesprochen wurden, zum Segen die gefamte Situation äußerst peffimistisch gegenüber. ftrat Anweisungen gibt, daß wegen der Sozialrentenfürsorge Europas bald bewahrheiten mögen. Heute abend fand in dem Quartier der deutschen Delegation ein die Wohlfahrtsunterstützung nicht gefürzt oder entzogen wird, Bantett zu Ehren des italienischen Ministerpräsidenten Facta flatt. folange das im Gefeß vorgesehene Gesamtjahreseinkommen, unter Beachtung der nicht anrechnungsfähigen Beträge, nicht Die Rede Rathenaus. Genua, 3. Mai.( Sonderbericht des Sozialdemokratischen Am Freitag werden voraussichtlich 10 bis 15 deutsche überschritten wird. Parlamentsdienstes".) Rathenau führte in feiner Rede aus: Delegierte und außerdem der größere Teil der Sach. Biel schlechter noch als den Invalidenrentenempfängern Die Arbeiten der Kommiffionen haben zur Lösung der ernsten ner ständigen aus Genua nach Berlin zurüdfehren. geht es den ermerbsunfähigen Personen, die finanziellen und wirtschaftlichen Fragen Formeln gefunden, deren Donnerstag abend reist schon Staatssekretär Schröder aus Genua ab. feine Invaliden- oder sonstige Rente beziehen, und in der Hauptsache ftützu August . � �. oder ganz auf st ü tz u n g angewiesen sind. 1921 die W o h lf a h r i su n t e r» Als Höchstsätze galten bis für eine einzelne Person.. 7l) M. „ kinderlose Ehepaare.. 100, , jedes uncrwachsenc Kind 20„ inonallich. Zusatz Unterstützung konnte innerhalb 4 Mo- naten einmal bis zu 25 M. an laufend unterstützte Personen gezahlt werden, und einmalige Unterstützung an andere Personen bis zu 75 M. Diese Sätze wurden durch Beschluß des Magistrats vom 24. August 1921 verdoppelt. Es entsprach das einem Antrag der 19. Bczirkstommission des 17. Verwaltungsbezirks vom 10. Dezember 1920. bis auf die Zusatzunterstützungen, die in höherem Maße und allmonat- lich verlangt wurden. Nach dem Beschluß des Magistrats vom 24. August 1921 galten nun folgende H ö ch st s S tz e, die bis auf den heutigen Tag gleich geblieben sind: für einzelne Personen bis zu... 140 M. „ kinderlose Ehepaare bis zu.. 200. „ jedes unerwachsene Kind bis zu 40„ Zusatzlinterstützung an laufend unterstützte Personen inner- balb 3 Monaten einmal bis zu 50 M. einmalig, Unterstützung an andere Personen bis zu 150 M. Die Sätze waren! zu deni Zeitpunkt des Beschlusses und des Inkrafttretens s schon längst unzulänglich: sie entsprachen immer weniger den ollernotwendigsten Bedürfnissen, als die unerhörte Teuerung einsetzte und andauernd zunahm. Was soll eine Einzelperson mit 140 M. oder oin Ehepaar mit 200 M. monatlich heute beginnen? Wenn man Hungerrationen von tag- lich Pfund Kartoffeln und Pfund Brot plw Person annimmt, dann erfordert dies allein bei d'en heutigen Preisen eine monatliche Ausgabe von 120 bis 130 M. für eine Person. Da bleiben noch 10 bis 20 M. für alle anderen Bedürfnisse und evtl. auch noch für Miete übrig. Handelt es sich um ein Ehepaar, so reicht die Unterstützung nicht für Brot und Kartoffeln in dem vor- stehend ougeiührten Ausmaße. Setzt man noä) hinzu, daß der Zentner Briketts heute ab Loger 57,45 M. kostet, ein Kubik» meter Gas 3,50 M und wahrscheinlich bald 4,50 M, dann kann man sich ausmalen, wo Berstündnis für Hunger und Elend vorhanden Ist, wie solche Menschen heute leben, noch leben können, die in der Hauptsache oder allein auf die Unter- stützung angewiesen sind. Auch die geringe Zusatzuntcr- stützung kann da nicht helfen. j Am 26. November 1921 hat die 19. Bezirkskommisston des i 17. �Verwaltungsbezirks durch das Wohlfahrtsamt! Lichtenberg Antrag an den Magistrat Berlin eingereicht| auf Erhöhung der H ö ch st u n t e r st ii tz u n g s s ä tz e! um 50 Praz., der Zu satzunter st ützung um; 100 P r o z.! Die Teuerung war damals noch nicht so schlimm wie heute. Bemerkt wurde jedoch in dem Antrag, daß, wenn die Erhöhung nicht in kürzester Zeit erfolgt, erheblich höhere Sätze notwendig sind. Zu Jahresschluß kam dann die einmalige Beihilfe von 100 M. pro erwachsene Person, 50 M. für da? Kind. Nach den Verhältnissen war dies röllig ungenügend. Die Versammlung der Bezirksvorsteher des 17. Verwaltungsbezirks am 2. Februar 1922 beschloß dann einstimmig einen beschleunigten Antrag an den Magi- strat Berlin aus Verdoppelung der Höchstsätze und Verdrei- fachung der Zusatzuntersriitzung. Jetzt ist fast ein Vierteljahr darüber vergangen, man hat noch nichts gehört. Auch die Stadtverordnetenversammlung vom 27. April hatte noch nichts davon auf ihrer Tagesordnung. Die Pflegegelder für Waisenkinder sind außer durch Beschluß des Magistrats vom 24. August 1921 schon wieder mit Wir- kung ab 1. November 1921 erhöht. Auch sie sind unzureichend, besonders für die älteren Jabresklaslcn. wo sie bis zu 108 M. monatlich heruntergehen. Weit schlimmer aber steht es um die erwerbslosen Unterstützungsempfänger. Stadtväter und Magistrat! Nun ist es Zeit, daß schnell und ausgiebig geholfen wird. Kommunistische Zwecklügen. Die Vorfälle am Berliner Rathause geben den Kommu- nisten wieder einmal willkommenen Anlaß, hre K u n st in Zwecklügen zu betätigen. Die„Rote Fahne" hat die Meldung in die Welt gesetzt, daß 2Tote und25Schwer- verletzte bei dem Zusammenstoß auf der Strecke geblieben wären. Das war im Morgenblatt, und man konnte die falsche Meldung immer noch mit übertriebenen Gerüchten entschuldigen. Im Abendblatt aber, nachdem bereits ganz klar und einwandsfrei feststeht, daß kein Toter zu beklagen und daß die Mehrzahl der Verletzungen ver- hältnismäßig leichter Natur sind, sieht sich die„Rote Fahne" nicht etwa zum Widerruf veranlaßt, sie überschlägt sich vielmehr in neuen Schimpfereien gegen die Polizei und den Polizeipräsidenten.„Weg mit den monarchistischen Mord b üben!"„Bodenlose Unverschämt- fyeit der Mörder!"„Offensive der reaktionären Mord- b u b e n in der Schupo"— so geht es fort ins Endlose! Woraus es bei diesen wüsten Uebertreibungen ankommt, das zeigt ein Aufruf der KPD., der zu Versammlungen einladet mit diesen anmutigen Sätzen: „Die städtischen Arbeiter können mit ihren Hungerlöhnen nicht a u s t o mm e n. Sie demonstrieren vor dem Rathaus des sozialistischen Magistrat» für ihre gerechten Forderungen — ober die reaktionären Schupooffiziere des fozialdemokrati- schen Polizeipräsidenten Richter treiben mit blanken Bajonetten die Arbeiter auseinander..." Zweck der ganzen Uebung ist, Schafe in den kommunisti- scheu Stall zu treiben. Es ist selbstverständlich, daß die„Rote Fahne" in einer letzten Anwandlung von Scham ihren Lesern| verschweigt, daß die Erfüllung der gerechten Forderun- gen der städtischen Arbeiter von den kommunistischen und unabhängigen Stadtverordneten gemeinsam mit den Deuts 6) nationalen verschleppt wor- den ist, weil sich diese drei Parteien weigerten, die Deckung?- vorlagen des Magistrats zu bewilligen, desselben Mo- gistrats, in dem neben mehreren Unabhängigen doch auch Kommunisten, besoldete und unbesoldete, mit- wirken. Der besonders Zorn der Kommunisten gikt dem Polizei- Präsidenten, Genosien Richter. Er wird als ein vollkom- mener„Spielball in den Händen der Offiziere" hingestellt. als ein zweiter N o s k e bezeichnet, gegen ihn ist keine Verdächtigung dumm genug, um nicht angewandt zu wer- den. In einer Notiz, die„Die Ursachen des Blutbades" über schrieben ist, kann man diese Bosheit lesen: Am Fenster des Rathauses im 1. Stock stand der Polizeipräsident Richter. Er beobachtete, wie die Polizisten die Bajonette auf» pflanzten und wie die berittenen Schupoleut« auf die Arbeiter mit blanken Säbeln einHieben. Er machte nicht den gering st cn Versuch, das beginnend« Gemetzel aufzuhalten... Nur wenige der an der Demonstration beteiligten und ohnehin aufgeregten Arbeiter werden aus eigenem wissen, wie falsch diese Behauptung ist. Die„Rote Fahne" aber muß das wissen, denn schon im Morgenblatt der„Freiheit" war zu lesen: Nach einer Vereinbarung zwischen dem Pollzelpräsidenlen und den Gewerkschaftsvertretern wurde die Schupo dann zurückgezogen. Di« Demonstranten zogen wieder vor das Rathaus Diese Mitteilung der„Freiheit" wird von der Rechts- presse zu Angriffen auf den Polizeipräsidenten benutzt, um ihm„mangelndes Verantwortlichkcitsgefühl für den Staats- gedanken", d. h. im Stile her Reaktionäre„Schlappheit gegen- übe? den Arbeitern" vorzuwerfen. Die Kommunisten aber drehen den Tatbestand um, um denselben sozialdemokra- tischen Polizeipräsidenten als einen Helfershelfer von„Ar- beitermördsrn" hinzustellen. Trotz aller Erregung der Ar- bcitcr, die aus den Vorfällen zu erklären ist, darf man doch annehmen, daß sie auf die allzu plumpen Zweck- lügen der„Roten Fahne" und ihrer engeren Gesinnungs- genossen nicht hineinfallen werden. Agrarier örohen mit Lieferstreik. Kürzlich bestritt der Brandenburgische Landbund, daß die Agrarier gegen das Umlageverfahren mit dem Licfer- streik vorgehen wollten. Ihre pommerschen Freunde sind ehrlicher. Eine Kreisvertretertagung des Pommerschen Land- bundez faßte nämlich soeben eine Entschließung, in der es heißt: „Jeder Versuch, der Landwirtschaft erneut ein« Umlage aufzu- zwingen, wird den erbittert st en Widder st and des geeinigten Berufsstand« s hervorrufen. Die Bauernschaft hat Mittel an der Hand, um die in der Umlage anzusehende Sonderbesteuerung der Landwirtschaft sowohl in ihrer Vorbereitung wie auch in ihrer Durchführung hinfällig zu machen und wird von ihnen rücksichlslas Gebrauch machen, auch wenn die Regierung versuchen sollte, in die Landwirtschaft Zersplitterung zu tragen." Das ist doch wenigstens deutlich. Lügenhaft ist nur die alte Fabel von der„Sonderbesteuerung der Landwirtschaft", die sich schon jetzt vor Gewinnen nicht retten kann und oben- drein noch Weltmarktpreise für ihr ganzes Getreide in Anspruch nimmt. Es ist ein gefährliches Spiel, das die Londbündler treiben. Aber es muß für alle Fälle festgehalten werden, daß sie es waren, die das Volk mit der Hungerblockade bc- drohen, wenn es sich nicht ihren Wünschen gefügig zeigt! Die schwankenüen Sannerträger. Nachdem die Parole der„Einheitsfront" zur neuesten kommu- nistischen Modesache geworden ist, hat sich ein ergötzlicher Streit zwischen„Freiheit" und„Rote Fahne" darüber entsponnen, wer der Vater dieses Gedankens gewesen sei. Die„Freiheit", in deren neuer Redaktion— wie Prager sagte jetzt lauter, gewährte Parteikämpfer" mit teils kommunistischer, teils SPD.-Vergangenhcit sitzen, glaubt nachweisen zu müssen, daß die USPD. die„Führerin und Bannerträgerin" der Idee von der Einheitsfront wäre. Diesen Nachweis bezeichnet die ebenso einheits- frontbeflissene„Rote Fahne" als„Selbstbeweihräuche- r u n g" und behauptet, die USPD. sei er st durch das Drän- gen der Kommunisten gezwungen worden,„sich langsam von der SPD. loslösen, unter deren verderblichem Einfluß sie seit Halle vollkommen gestanden" hätte. „Noch heute," sagt die„Rote Fahne" weiter,„schwankt die USPD. von einem Extrem in das andere... Wir... erinnern uns, wenn wir die schwankende USPD. vor uns sehen, die sich ein- bildet, der wahre Führer des Proletariats zur Einigung zu sein, an den berühmten Mann, der aus dem Wirtshaus kam und der alle anderen Leute für besoffen hielt, sich selbst aber für den Allein- nüchternen!" Die„Freiheit" kennt natürlich ihre Pappenheimer. Noch in der gestrigen Morgenausgabe schrieb sie: Man sieht also auch hier wieder, daß die Kommunisten ... in der Zermürbung der Sampskrast der Arbeiterschaft ihre höchste Ausgabe erblicken. Die Kommunisten besorgen durch ihr Bergehen lediglich die Geschäfte des Unternehmertum». Es ist wirklich rührend, mit welcher Liebe sich dieselben Leute behandeln, die fortwährend nach der.Einheitsfront des Prole- tariats" rufen, und dabei durch ihre rüden gegenseitigen Beschimpfun- gen lediglich den sozialistischen Arbeitern jede gemeinsame A r b e it für ein gemeinsames Ziel verekeln. Diese Art des Kampfes hat bereits, wie jede Wahl bewiesen hat, Zehntausende der USP.-Wähler und der Kommunisten ins Lager der Jndiffe- r e n t e n getrieben. Die anderen aber, und das sind die einsichtige- ren, helfen die Einheitsfront in den Reihen der alten Sozialdcmo- kratie bilden. Herme» demeokiert. DaZ Reichöfinanzministerium erklärt bis Meldung des„Daily Herald", die Reise Dr. Hermes' von Genua nach Berlin gelte eigentlich der Förderung der Entstaatlichung der ReichSeisenbahn. als glatt erfunden, ebenso wie die Meldung über eine Konferenz darüber mit StinneS, Krupp, Henschel und Linkc-Hofsnrann. Masken. Konzertumschau von Kurt Singer. Trotz Absterben, der Saison soll heute noch nicht von dem be- schämenden Manko an wirtlich neuschaffendcm An- und Auftrieb, an originalen Werten gesprochen werden. Es mutz sich wohl sehr viel Asche auf dem Boden ansainmcl», bis ein Phöbus die Lust de» Ausharrens verliert und in Wolkenhöhen stürmt. Wir hoben Matador« von gestern, Mittelgut von heute, Andeuter des Morgen. Die Matodare verschlingt Amerika. Mit kühlem Lächeln werden in Deutschland ein paar Abschiedsworte hingelegt. Drüben blinkt das Gold Run, das ist menschlich. Diese Stars aber sollten aufhören, von ihrer Kulturpropaganda zu sprechen. Manche„erobern" sogar alle paar Monate Deutschland für Amerika. Schön. Musikalische Raten sind besser als diplomatische. Aber dos Klappern mit Gold gehört nicht gerade zum Handwerk der Idealisten. Nehmt ruhig die Taschen voll großer Eetdrollen, aber den Mund nicht voll großer Worte. Damit verlieren wir nicht noch einmal gern Krieg, Sympathien, Frieden und Zeit.— Zu den Andeutern des Morgen will K r c n e k gehören. Sein Opus ö wurde in Nürnberg unter dem Schutze der futuristischen Fahne wie ein Geniestück gefeiert. Die tapfere Lambinan- Bereinigung».acht den an dieser Stelle gehegte» Wunsch nach einer Aufführung de» Quartetts wahr, und siehe da: ein sehr matter Er- folg. ein Krampf, keine Bcsreiur.a. ein mühseliges Durchwaten durch nicht manifestierte Einsälle, kein Zupacken, ein Schwimmen in Farb- absiusungen, kein Farbebekennen. Da» alle» ist sehr gekonnt, sehr gut eingeleitet, hier und da von pikantem Eigenwuchs, dem Ganzen fehlt ober Gliederung, Bau, Grundsubstanz, das Bezwingende eines nach so neuen Klangs. Kurz gesagt: zu sehr überlegt und gemacht, zu Ichwach inspiriert. Hinter der Maske noch kein Gesicht. Den Kol»er Männergesongverein, vorbildlich in seiner Massendisziplin, strahlend in der rheinischen Schönheit seiner Tenöro. macht wirtliche Propaganda für Heimat und Reich. Der politischen Bedeutung ihres Kommen» nach der Zentrale entsprach der künstkrtsche Erfolg. In wunderschönen, malerisch-bunten Kostümen tritt setzt der ukrainische Chor des prachtvoll überschäumenden Zuchtmeisters Alexander K o sch y tz wieder auf. Er ist nicht mit dem Berliner Anhängsel des Prost' Turula zu verwechseln. In Koschytz's National- chor dominieren die abgrundtiefen Bässe an Klangkraft, während rhythmisch und an Ausdrucknuance die ganze kleine Schar ein einzige», feinst gestimmte» Instrument darstellt. Man glaubt fest- stellen zu können, dah diese Leute um so besser sprechen und phanta- st-ren, je weniger ihre Stimmen kulturell ausgebildet find. Die membrauhorten Sopran« sind ungewöhnlich. Dennoch: eine Ab- wechslung, eine Segnung in unserem Konzert-Einerlei, diese Mcn- scheu ohne Maske, ohne Kostümierung ihrer naturreinen Seele singen, jubeln, tekettieren, leben zu sehen. Im Berliner V o l t z ch o r ist die Matthäus-Passion, das Feiertagswerk der Chorliteratur, zum Zugstück geworden. Zum Glück schadet die Wiederholung nichts dem Ernst und der Schlicht- heil, der Kraft»ud der Ausgealichenheit der Leistung. Sie ist durch starke Kürzungen um viele Schönheit gebracht, ballt aber das Drama energisch zusammen. Leider hält Zander nichts von kritisch m Betrachtungen: sonst könnte man über Striche des Werks disputieren. Der Dirigent Michael Taube interessiert durch den«chwimg und das Temperament seiner Führung, die gern einmal über alte Tempi hinwegrast. Der Dirigent Albert H u f e l d bleibt auch bc- scheidenen Ansprüchen so gut wie alles schuldig. Sein Klavierspiel ist eindrucksvoll, nochfühlcud in der Begleiti-ng von Luise G l o g e r, die, gut beraten, Brahmsche Lieder geschmackooll vorträgt. Doch sitzt ein Teil des Seprans I och ängstlich im Gaumen statt in der Maske. Thornberg hatte beim Mendclssohn-Konzert einen ganz schlechten Zloend: unsauber, ungraziö» und(im Andante) gar zu gefühlvoll. Bertram hat das Berhallene und Empfindsame, den schwebenden Ton für ein Ehopin-Spiel. Auch dem L-Moll Konzert, das gar keines ist, bekommt sein Anschlag gut, doch tonnte die Poesie noch poetischer klingen. Lopez M i n d r e a u aus Peru ist«in kühler, objektiver, geradliniger Pianist, er meißelt die Figuren, färbt sie nicht. Alles trägt guter Aelchmack. Die Griffsicherhsit dürfte noch eindeutiger werden. Sein« eigene Toccata und Fuge ist bedeutungs- los, geschickte Nacharbeit, und Scharwenlas Variationen sind völlig abgeblaßt, Handwerk, nicht hohe Kunst. Es gibt viele freundliche Masken und wenig eigene Gesichter. Die Koßbachschlachl bei Leuttien. Z-l den sehr seltsamen Bor- gäng?n, die.jme wir bereits mitteilten, sich vor kurzem auf dem Jüterboger Schietzplan abgespielt haben, weiß Stefan Grotzmauns „Tagebuch" noch folgende interessante Einzelheiter. zu berichten: Auf dem Iüterboger Artillerieschießplatz stand vorige Woche eine Kirche mit Friedhof. Ringsherum sieben Häuschen, zwei Leiter- wagen, ein Brunnen und viel Schutt. Das Ganze hieß„L eu t h e n", wor im Auftrage der Cserepy-Filmgesellschaft gebaut und wird in Kürze als..F r i e d e r i c u s Rex, III. Teil", in Berlin zu sehen sein.— Unter Arzen von Cserepys Leitung wurde erbittert um das Dorf gekämpft. Oesterreicher verteidigten es. von sechs Holzkanonen brav unterstützt, preußische Kavallerie unter Granach-Ziethen versuchte den Ort im Handstreich zu nehmen, die Kirche wechselte einig« Male den Pesitzer. Jeder Tag brachte neue Zerstörmrg: die letzte Aufnahme zeigte Sprengung der Kirche und Brand des Dorfes, die Trümmer wurden von preußischen Truppen besetzt. An Komparscrte war nicht gespart. Merkwürdig gute soldatische Haltung hatten die Truppen. Sie schliefen im alten Lager Jüterbog, erhielten voll« Verpflegung und 3S M. pro Tag und marschierten stets geschlossen zum Aufnahmeort. Alle Angriffe und Verteidigungsphasen wurden mehrere Male ge- übt, bevor sie vor die Linse kamen. Klappten auch sehr gut. wie überhaupt der militärische Beirat der Cserepy-Filmgesellschast sein Handwerk gut verstehen muß. Di« Soldaten waren nicht unge- sprachig. Soweit sie nicht dem russischen Flüchtlingslager Wün»- darf entstammten, waren sie alle Gutsarbeiter. Sie feien— so erzählten sie— auf verschiedene Güter verteilt, be- säßen Waffen und stünden unter dem Kommando von Offizieren, die als Gutsinspettoren fungier- t e n. Und auf ihrer Stammrolle stand: Freieorps Roßbach. Jawohl, in dem Bestreben, nur Echtes zu bringen, hat sich die Cserexy-Filmgesellschoft— sicherlich nicht ohne Selbstüberwindung, da ihr, wie oft genug beteuert wurde, politische Absichten ganz ferne liegen— dazu verstanden, an die fünfhundert Roßbacher zu enga- gieren. Herr o. Roßbach hatte sich selbst bemüht und seine Truppe eingedrillt. Nur zu Filmzwecken und nicht etwa aus irgendwelchen militärischen oder sonstigen Gründen. Eine Art Operettenwaffen- Übung. Und weil im Frieden bei solchen Gelegenheiten reichlich Alkohol floß, sind auch die Roßbachosfiziere nicht vom Althergebrach- ten abgekommen und haben im Ofsizierskasino des alten Iüterboger Lagers wacker gezecht. Herr v. Cserepy spendet« den Sekt dazu. Natürlich nur deutschen: Hindenburgesf-grün. In Jüterbog weiß jedes kleine Kind von dieser Roßbachschlocht bei Leuthen; nur die Reichswehr stellen konnten das nicht ahnen, weil die Soldaten ihre Marken nicht am Hals« trugen. Das war aber auch das einzige, was zur Wahrung ihres Geheimnisses geschah. Sonst waren sie bei Gott recht offenherzig. Verfassungstreuen Revublilancrn sei übrigens zur Beruhigung mit- geteilt, daß das Freikorps Roßbach von Amts wegen aufgelöst ist und daher eigentlich nicht existiert. Eine Insel, die 1500 Milliarden werk ist. Ein Mittel, um aus ollen FinanZchwierigkeiten herauszukommen und die drückenden Steuern herabsetzen zu können, empfiehlt der Forschungsreisende H. de Ver« Stacpoole der englischen Regierung in einem Londoner Blatt.„Das einzige Gute," schreibt er,„das England von dem Krieg bekommen hat, ist die Insel Nauru im westlichen Stillen Ozean. Nauru hat SOO Millionen Tonnen phosphorsauren Kalk, der der best« Dünger in der ganzen Welt ist. Die Insel gehörte Deutschland vor dem Kriege und ist uns vom Völkerbund zuertcilt worden. Hier ist ein Gebirge von Reichtum, ein Schatz, wichtiger als ein Berg von Gold, weil dieser Dünger nie an W«rt verlieren kann, sondern au» Mangel an solch kestbaren Düngemitteln immer wertvoller wird. Wenn«in inter. nationales Syndikat Nauru zu vollem Preise kaufen würde, dann müßte es nicht weniger als 1500 Millionen Pfund bezahlen. Wenn die Vereinigten Staaten uns dies« Insel auch nur um die Hälfte des Preises abnehmen, so wäre das das großartigste Geschäft, das unsere Regierung je machen könnte und die Rettung für Eng. land.— Selbst wenn die Schätzung des englischen Forschungsreisen» den ein wenig zu hoch greifen sollte, so scheint es doch keinem Zweifel zu unterliegen, daß dieses kleine, einst zum. deutschen Schutzgebiet der Marschallinseln gehörige Koralleneiland ungeheure Werte birgt. Und es drängt sich die Frage auf, weshalb wohl unsere schneidige wilhelminisch« Kolenialoerwattung von diesen Hchätzcn keinen oder nur einen ganz geringfügigen Gebrauch gemocht hat. Wir bezogen vor dem Kriege unsere Phosphate zum größten Teil aus Amerika und ließen den eigenen Besitz ungenutzt, der jetzt, wo er in englische Hände übergegangen ist, plötzlich einen Wert von ungefähr 1500 Milliarden Mark repräsentiert! „Ter Fremde in Berlin-' heißt eine neue Dochenzeitschrift. dl« ei» „uhrer für die Fremden, ein Ehronist aller Berliner Sreiznisie sein will. (Verlag„Der Fremde", Wilmersdoif.) Die erste Nummer enthält vielerlei nützliche Hiiiweye und Lldrefsen, inSbesonderc über Sesaiidtichaiten, äoh« sulaic, die Sehenswürdigkeiten usw. Einsährung d-S Esperanto an den japanische» Schulen. Das sapaniseftt Parlament beauftragte OOS Unrerriiblamiiiisiernim, sich mit der Frage der Vlnjührung des Esperanto in den össuttlichen Schulen Japans fa befassen, Verhanülungen über üie Seamtengehälter. Der Sozialdemokratische Porlamentsdienst berichtet: Halbamtlich verbreitete Mitteilungen über die Derbandlungen mit den Spitzenorgonisationen geeignet,«in einseitiges Bild in der Ocsfenilichkeit hervorzurufen. Wohl ist richtig, daß zwischen dem letzten Angebot der Regierung und den am 2Z. Avril von den Gewerkschaften erhobenen Forderungen nur noch«in Diffe- renzbeirag von tausend Mark für den einzelnen Beamten vorhanden ist, sosern die sogenannte Kopfzulagc berücksichtigt wird. Die Regierung beruft sich daraus, daß die Zugeständnisse aus Grund der stattgesundenen Verhandlungen 46 Milliarden betragen, während bereits am 1. April für den gleichen Zweck 80 Milliarden bewilligt worden feien. Die Regierung berechnet weiter den vorhandenen Differenzbetrag von 1l>l)l> Mark in seiner finanziellen Gesamlwirkung auf Milliarden und meint, angesichts der gegen- wärtigen Lage des Reiches müssen daraus unerträgliche Folge- Wirkungen entstehen. Die gleiche Behountung haben ober die R e- gierungsvertreter bei allen bisherigenLohn- und Gehaltsbewegungen abgegeben, zuletzt bei den Dcrhand- lungen im März. Und als dann die 5)oushaltskosten sich andauernd erhöhten, fanden sich-die Gewerkschaftsvertreter am 22. März im Finanzministerium ein, um weitere Derbesierungen der kurz vorher obgeschfossenen Vereinbarungen durchzuführen. Die Regierung ver- hielt sich ablehnend mit dem Hinweis daß die Lage des Reiches eine weitere Belastung nicht vertrage. Aber wenige Ta-e daraus, am 29. März, sah sich der Reichstag veranlaßt, die den Gewerkschaften konzedierte Summe von 32 Milliarden um weiter« 18 Milliarden zu erhöhen. Angesichts dieser Tatsache kann die Regierung nicht im Ernst verlangen, daß die Gewerkschaften ihr Glauben schenken, wenn sie jetzt behauptet, daß 4 Milliarden für Besoldungszwecke nicht mehr aufzubringen feien. interessant ist übrigens auch die Feststellung, daß bei allen Der- Handlungen bisher die Gewerkschaften ersucht wurden, mit Rücksicht auf die außenpolitische Lage ja keine Zahlen in derOesfentlichkeit zu nennen. Die Regierungsvertreter selbst operieren dauernd in der Oefsentliibk-.it mit den vielen Milliarden, die angeblich nicht aufzubringen sind. Der Zweck der Hebung ist klar erkennbar. Die an den Verhandlungen beteiligten höheren Reichs- und Lönderbeomten arbeiten bewußt darauf hin, ihre eigenen Bezüge möglichst hoch festzusetzen, ohne aus dos noch immer nicht erreichte Existenzminimum der unteren Be. a m t e n genügend Rücksicht zu nehmen. Das zeigte sich bei der lebten Verhandlung mit aller Deutlichkeit, und darum leisteten sie bei der geforderten Erhöhung des Kopfzuschlages den h e f t i g st c n W i d e r» stand. Die tausend Mark wären von der Regierung glatt b e- willigt worden, wenn sich die Gewerkschaftsvertreter damit ein- verstanden erklärt hätten, den höheren Beamten vielleicht das Zehnfache in Form einer größeren Steigerung des prozentualen Teuerungszuschlages zu geben. Betont werden muß auch, daß der Besoldungsausschuß des preußischen Landtages die Forderungen der Gewerkschaften einstimmig bewilligt und damit für gerecht anerkannt hat. Wenn in der halbamtlichen Mitteilung zum Ausdruck gebracht wird, daß durch das Verhalten der Gewerkschaften«ine Der- z ö g e r u n g in der Auszahlung eintreten könnte, so ist darauf hin- zuweisen, daß, gleichviel ob eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften zustande kommt oder nicht, zunächst der Beschluß des Reichs- t a g e s abgewartet werden muß, ehe die Auszahlung erfolgen kann. Das Volksbegehren abgelehnt. vresdea, 3. Mai.(WTB.) Die Staatskanzlei teilt amtlich mit. Der von den Organisationen der Deutschnationalen Dolkspartei und der Deutschen Dolkspartei gestellte Antrag, ein Dolkebegeh- ren auf Auflösung des Landtags zuzulassen, wurde vom Gesamtininisterium in der gestrigen Sitzung zurückgewiesen. Dos Gesetz schreibt vor, daß ein solcher Antrag entweder von 1090 Stimmberechtigten unterschrieben oder aber glaubhaft gemacht werden muß, daß der Antrag von mehr als 20 000 stimmberechtigten Mitgliedern der Organisationen unterstützt wird. Beiden Vor- aussetzungen haben die Antragsteller nicht genügt. Die bloße Versicherung, daß der Antrag von mehr als 20 000 stimmberechtigten Mitgliedern unterstützt wird, macht dies im Sinne des Gesetzes noch nicht genügend glaubhaft, zumal nicht einmal die Mitgliederzahlen der Organisationen mitgeteilt wurden. Auch Parteitage, die den Mitgliedern Gelegenheit gegeben hätten, zu dem Antrage Stellung zu nehmen, fanden nicht statt. Bei der Bedeutung des Dolksbe- gehrens, besonders da es sich um den ersten Fall handelt, muß das Gesetz bei strenger Auslegung«ingehalten werden. „Leuchtmarkeu" bei Röntgenaufnahmen. Die Durchleuchtung, ohne die die Verwendung der Röntgenstrahlen für die Medizin nur ein Spiel des Zufalls ist, hatte bisher noch zwei technische Mängel. Die ungestörte Wahrnehmung der Erscheinungen des Schirmbildes sowie die Deutung dieser Eindrücke wurde durch die Dunkelheit und den Lärm, die im Räume herrschen, erheblich beeinträchtigt. Der Lärm läßt sich vermeiden durch die Benutzung fast lautlos laufender Apparate oder durch Anbringung des lärmenden Apparate- teils im Nebenraum. Die lästige Dunkelheit wird aber nun durch eine Verbesserung vermieden, über die Prof. Holztnecht und Dr. Iahoda in der.Münchener Medizinischen Wochenschrift' berichten. Alle Handwerkszeuge sowie alle zu beachtenden und zu vermeiden- den Gegenstände werden mit Leuchtfarbblättchen beklebt. Diese.Leuchtmarken' bestehen aus einer neuen Phosphoressenzfarbe, die sehr viel kräftiger nachleuchtet als alle früher bekannten Leucht- forden, und man ist dadurch im Dunkeln so gut orientiert wie im hellen Raum, kann also einerseits das Schirmbild gut sehen, für das Dunkelheit notwendig ist, und andererseits auch olle wichtigen Gegen- stände genau erkennen. Die Rachkblindheit der Grubenarbeiter. Vor einigen Tagen hat eine englische Regierungskommission einen Bericht über die Unter- suchung der Ursachen von Nachtblindheit und Nystagmus, das beißt unwillkürliches Zucken des Augapfels, bei Grubenarbeitern veröffentlicht. Sie kommt zu dem Schluß, daß die Ursache dieser Erscheinungen, auf die viele Unfälle in den Bergwerken zurückzu- sichren sind, in der unvollkommenen Beleuchtung der Haustellen unter Tage zu suchen ist. Auch bei den niederländischen Staats- gruben in Limburg sollen binnen kurzem Untersuchungen Hinsicht- lich der Nachtblindheit der Minenarbeiter vorgenommen werden, da hier die Vermutung besteht, daß die Krankheit noch mehr Unfälle verursacht als der Nystagmus. Eine neue Erfindung für die Fcrrbeuindustrie. Nach englischen Zeitungsmeldungen wurde in dem Laboratorium des britischen Farbenfabritverbandes eine Erfindung von außerordentlicher Be- deutüng gemacht, durch die die Färbung eines Stoffes in zwei Farben mit ein und demselben Farbenbad«rmög. licht wird. Der neu entdeckte Farbstoff T o n a m i a n eigne sich, so heißt es, besonders für Färbung aller Arten von Seiden st offen, während ein anderer Farbstoff, der sog. Primuline. der vor 35 Ichren erfunden wurde, sich in erster Linie zum Färben von Baumwollstoffen eigne. Wenn man diese beiden Farben zusammenschütte, dann könne man Baumwollstoffen, die Seiden» fäden enthalten, in einem Farbbad beide Farben verleihen. - Harmonika> Konzerte geben zwei nordische Künstler, Hermann (Sellin und Ernst B o r g st r ö m, heute und am Sonntag im Beethoven. saaf. In Deutschland hat man bisher kaum Gelegenheit gehabt, Meister diese! Instruments zu hören. Konzentration im Verlagswesen. Nachdem der alte Verlag von F. A. Pertbez-Goiha bereit» vor einiger Zeit mit der Deutschen Verlag!» anstatt in Siuttgart verewigt worden war. ist nunmehr auch der Berliner Verlag von Schuster u. Loeftler in die Deutsche V«lüg§anltalt übergegangen. Mit der stirma Schuster u. Loefsler erlischt»tn bedeutender Berliner Verlag, der sich groze Verdienste besonder! um die musilwifsenschaslliche Literatur erwarben hat. 24 Madiger proieststreik An die Gemeindearbeiter Vcrfino erläßt das Lohnkartell der Gemeindebetriebe folgenden Aufruf: Die Obleutckouscrcnz der Gemeindebetriebe hat im Einvernehmen mit dem Tarifkortell. dem Zcntralverband der Lngestelllen und dem Ausschuß der Berliner Gewerkschastskommission einmütig beschlossen, zum Protest gegen da» gewaltsame Vorgehen der Schuhpolizei am 2. Jtlci vor dem Berliner Rathause in einen 2 4 st n n- digen Proteststreik einzutreten. Der Streik beginnt am Morgen de» 4. Mai bei Arbeitsbeginn und endet am S. Mai morgens zur gleichen Zeit. Tie H�rsammlung der Obleute. Am Mittwoch vormittag traten die Obleute der städti- schen Arbeiter zusammen,»m zu den Vorkommnissen beim Rathaus Stellung zu nehmen. Nach einer Ehrung der verletzten Demonstranten wurde zunächst gegen die Zulassung der Vertreter des Zentralverbandes der Angestellten Schmidt und Krüger protestiert, wegen deren Haltung beim letzten Streik(!), doch wurde sie dann zugestanden. Die Mitteilungen, daß die Straßenbahner von zwei Bahnhöfen in passive Resistenz getreten sind, beantwortete P o l e n s k e durch die Erklärung, daß Einzslaktionen verfehlt seien. Mit 100 gegen 96 Stimmen wurde beschlossen, daß die Arbeit wieder aufzunehmen ist. Die Zentrale Rummelsburg erklärte, daß sie trotzdem in passiver Resistenz verharre. Es stellten sich hier- auf zwei Mitglieder vor, wovon der eine, Gensch, einen Stich in das Gesäß erhalten hatte, und der ander«, Rockstroh, am Oberschenkel verwundet worden war. P o l e n s k e berichtet hierauf, daß er dem Polizeipräsidenten versichert habe, die Ordner der Demonstration würden für die nötige Ordnung sorgen. Doch als die Demonstranten zum Rathaus kamen, war es bereits abgesperrt, so daß die Masie der Demonstranten sich staute. Die Schupo drängte die Demonstranten von den freien Plätzen auf den Fahrdamm, wodurch der Verkehr gestört wurde. Die Absperrung sei aus Verlangen des Oberbürgermeisters B ö ß, des Stadtverordnetenvorstehers E a s p a r i und des Stadtrats Wege erfolgt. Bei der Maifeier habe man gesehen, daß ungleich größere Demonstrationen glatt verlaufen, wenn die Polizei fort- bleibt. Die Absperrung des Ratlzauses sei überflüssig gewesen, da bei den Demonstranten keineswegs die Absicht bestand, dos Rat- haus zu betreten. Sie schuf unnütze Verbitterung und führte zu den bedauerlichen Vorgängen, an denen die Schupo durch ihr Ver- halten die Schuld trägt. Wie bei ollen derartigen Gelegenheiten hatten sich natürlich auch hier zweifelhafte Elemente mit eingefunden, die jedoch von den Demonstranten selber im Zaum gehalten worden wären. Den Demonstranten wurde bekanntgegeben, daß in 10 Minuten das Resultat der Verhandlungen mit dem Aeltestenausschuß der Stadtverordnetenversammlung bekanntgegeben werde. Sie warteten, doch inzwischen ging die Schupo mit der blanken Waffe gegen sie vor. Dieser Provokation müsse die Organi- Einigung im Hankgewerbe. Die gestern im Reichsarbeitsministerium fortgesetzten Nachver- Handlungen über den Schiedsspruch vom 9. April haben zu einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern des Bank- g-werbes geführt. Der Reichsverband der Bankleitun- gen hat in der Frage der Arbeitszeit insofern nachgegeben. als die im Schiedsspruch ursprünglich vorgesehen« V e r p s l i ch- lung der Bankangestellten zur Leistung von Ueber stunden fallen gelassen worden ist und in dieser Frage die bis- herige tarifliche Regelung bestehen bleibt. In f i n a n- z i e l l e r Hinsicht hat die gestrige Vereinbarung zwar nicht olle Forderungen der Arbeitnehmer erfüllt, die für den Monat Mai die Auszahlung von Wirtschastsbeihilsen verlangt hatten. Immerhin bringt sie eine Verbesserung der im Schiedsspruch für April vorgc- sehenen Gehaltssätze um insgesamt 20 Proz. für die Monate April und Mai mit der Maßgabe, daß 10 Proz. bis zum 15. Mai in Ver- bindung mit der fälligen Abschlußgratifikation für das Jahr 1921, die restlichen 10 Proz. bis End« Mai ausgezahlt werden müssen. Bis spätestens 10. Juni müssen ferner die neuen VerHand- lungen über die Iunibezüge beginnen. Der Allgemeine Verband der Bankangestellten hat!« ursprünglich die Auszahlung der 20prozentigen Aufbesserung der Bezüge bis Mitte Mai verlangt, was jedoch von Arbeitgeberseite mit der Begründung abgelehnt wurde, daß die Bankangestellten endlich wieder einmal in einen regelrechten Turnus von Gehalts- Zahlungen gebracht werden müßten. Er hat diese Neuregelung der Tarife nur deshalb angenommen, weil die finanziellen Bestim- mungen bereits am-30. Mai ablaufen. Zwischen dem Allgemeinen Verband und dem Reichsverband der Bankange- stellten, der sich von ersterem vor einiger Zeit abgesondert Hot, schweben Verhandlungen, die voraussichtlich gelegentlich der Feier des 10jährigen Bestehens des Allgemeinen Verbandes im August zu einer Wiedervereinigung der beiden Organisationen führen dürften. Eine Abstimmung über die gestern getroffene Vereinbarung er» übrigt sich, nachdem beide Parteien durch ihre bevollmächtigten Ver- treter die Annahme der Neuregelung offiziell erklärt haben. Damit ist der Friede im deutschen Bankgewerbe bis auf weiteres wieder hergestellt. Das Memorandum für Rußland. Das Memorandum der Alliierten an Rußland siegt nunmehr im Wortlaut vor. Es ist nach Inhalt und Form noch wesentlich schärfer, als man annehmen konnte. Rußland soll sich nicht nur ver- pflichten, sich jeder Umsturzpropaganda in den anderen Staaten zu enthalten, es soll auch bei der Wiederherstellung des Friedens in Kleinasien mitwirken und sich den Kriegführenden gegen- über neutral verhalten. Es soll sämtliche Schulden und öffentlichen Verpflichtungen Rußlands, ganz gleich von welcher jeweiligen Regie. rung oder Institution sie ausgehe, anerkennen. Die Gläubigermächte verzichten für den Augenblick lediglich auf Amortisation und Zinsen- dienst der Kriegsschulden. Die Alliierten ihrerseits erkennen die Verantwortlichkeit für gegenrevolutionäre Schäden der Sowjetregierung nicht an. Alle sinanzielleu Forderungen anderer Regierungen der Sowjetregierung gegenüber oder der Sow- jelregierung gegenüber den anderen Regierungen werden unter Vor- behalt aller Einzelobkommen. die abgeschlossen sei» könnten, auf- geschoben, bi» die Kriegsschulden frag« gelöst ist. Der Zinsendienst und die Zahlung der Verpflichtungen den Vertretern von Titeln und Obligationen gegenüber, die von der Sowjet- regierung oder ihrer Borgänger preisgeben oder garantiert werden, wird wieder aufgenommen. Im Zweifelssall entscheidet ein Schieds- gericht. Diese Bestimmung findet auf die Gesamtheit der ausländischen Vertreter ohne Unterschied der Nationalität Anwendung. Hinsschtsich des Privateigentums anerkennt die russische Regierung ihre Verpflichtung,„alle auslän- bischen Interessen an Derliisten oder Schäden, bewirkt durch die Tat- fache der Konfiszierung oder den Sequesters von Eigentum zurückzugeben, wieder herzustellen oder, im Falle da» nicht geschieht, zu e n t s ch ä d i g« n. Im Falle, wo der vor. herige Besitzer nicht in den Besitz derselben Recht: gesetzt werden kann, die er vorher besaß, wird die Russisch« Sowjetregienmg et»» der städttschen Arbeiter. sation mit den schärfsten Kampfmitteln entgegentreten. Polenske macht den Vorschlag, zunächst eine Abordnung zum Polizeipräsidenten zu schicken und Rechenschaft über dos Verhalten der Schupo zu fordern. Diesem Vorschlag wurde nach kurzer Debatte zugestimmt und dieser dahin erweitert, daß sich gleichzeitig eine Abordnung zur Berliner Gewerkschastskommission begeben solle. Schmidt vom ZdA. berichtete, daß bei der Demonstration ein Mann sich in auffälliger Weise bemerkbar machte. Bei näherem Zusehen habe man in ihm einen Spitzel erkannt, den die KPD. ausgeschlossen hat. Derartige Elemente konnten verschiedentlich entfernt werden. Nach weiterer Diskussion einigte man sich dahin, erst dann Beschlüsse zu fassen, nachdem die Abordnungen zurück- gekommen sind und berichtet haben, worauf die Versammlung um 12 Uhr vertagt wurde. Nach zweistündiger Pause konnte Polenske von der Unter- redung mit dem Polizeipräsidenten Bericht geben. Man habe Aus- kunft gefordert über das Posizeiaufgebot, Beschwerde geführt über das Vorgehen der Urheber der Attacke gegen die Demonstranten und entsprechende Mahnahmen gegen sie verlangt. Polizeipräsident Richter habe sein Bedauern über des Vorgefallene ausgesprochen, das keineswegs in den Rahmen der mit den Gewerkschaften ver- einborten Richtlinien für Demonstrationen passe. In letzter Zeit seien Veränderungen unter den Beamten vorgenommen worden und die Qualifikation der neuen Herren zu solchen Aufgaben sei noch nicht festgestellt worden. Er selber ist vom Spillelmarkt ans mir einem Zuge mitmarschiert und hat beob- achtet, daß die Demonstration einwandfrei vor sich ging. Als er ober nach dem Rathaus kam, habe er angesichts des großen Auf- gebots an Beamten gleich befürchtet, daß es zu Differenzen kommen könne. Er hat auch keine Anweisung zu dem Polizeiaufgebot gegeben. Die Untersuchung über das Vorgehen sei im Gange und die Schuldigen würden zur Rechenschaft gezogen. S a b a t h erklärte, daß sowohl der Polizeipräsident wie der Oberregierungsrat Weiß das Verlangen, vor dem Rathaus ein« Bannmeile zu ziehen, abgelehnt und zuqesagt haben, daß keine Polizei zugezogen werde. Die Arbeiterschaft Hot«in Recht zur De- monstrotion. Der gestrige Schlag sei gegen die gesamte Arbeiter- schaft geführt. Wir müssen Garantien dafür bekommen, daß Der- ortiges nicht wieder vorkommt. Nach weiterer Aussprache wurde beschlossen, in einen 24stündigeu Prokeslstreik einzutreten! Sabath erklärte namens der Berliner Gewerkschafts- kommission, daß sie diesen Proteststreik billige und ihm sympathisch gegenüberstehe. Lagodzinski teilte mit, daß der Streik am Donnerstag früh beginnt und Freitag früh endet. Rolstandsarbeiien werden verrichtet. Die Wasserröhren bleiben unker Druck und die Volksküchen bleiben in Betrieb. Ersatzleistung bieten müssen. Wo die russische Sowjetregie. rung das Eigentum selbst nicht zurückgeben kann, wird sie nicht das Recht haben, es später anderen Konzessionären zu übertragen. Wenn die Russische Sowjetregierung später die Absicht hat, zu einem solchen Uebertrag zu schreiten, wird den vorherigen Besitzern ein Vorzugsrecht eingeräumt werden müssen. Der Ausdruck„vorheriger oder alter Besitzer' schließt die- jenigen russischen Handels- und Industrie- gesellschaften ein, die am Zeitpunkt der Nationalisierung von ausländischen Staatsangehörigen kontrolliert fgeleitet) wurden, oder in welchen am gleichen Zeitpunkt die Genannten verhältnismäßig wichtige Interessen(Aktien oder Obligationen) innehatten, und dies in dem Falle, wo die Mehrheit der ausländischen Interessenten es verlangt. Dieser Ausdruck umfaßt gleichfalls die Ausländer, die ein Recht auf ein Eigentum haben, das nominell einem russi� schen Untertanen zusteht. Bezüglich des Rechtes der Ausländer in Sowjetrußland heißt es: Es werpen Maßnahmen ergriffen werden von der russi� schen Eowjetregierung, um den ausländischen Unter- t a n e n zu ermöglichen, ihre Forderungen gegen Privat- Personen in Rußland geltend zu machen. Wenn die Zah- lung dieser Summen durch das Vorgehen oder die Vernachlässigung der russischen Sowjetregierung unmöglich gemacht werden sollt«, wird die Zahlungsverpflichtung dieser Regierung obliegen. Es werden für jedes Land gemischte Schied»« g e r! ch t s h ö f«errichtet werden, um bezüglich der Ersutzleistungen zu entscheiden, die in Erfüllung der gegenwärtigen Arttkel zu ge- währen sind. Für die möglich st schleunige Wiederinbetrieb- s e tz u n g der Unternehmungen, welchs es auch sein mögen, die ausländischen Untertanen vor den Ereignissen des Jahres 1917 ge- hörten, und für die Errichtung neuer Unternehmungen, die von großer Hilfe für die schnelle Wiederherstellung Ruhlands sind, ver« pflichtet sich die russisch« Sowjetregierung, alle die Maßnahmen zu ergreifen, um den unverzüglichen Schutz der Per- sonen, des Eigentums und der Arbeit der ausländischen Untertanen zu sichern. Zu diesem Zweck wird die Verwal- tung des Rechts in Rußland in Gemäßheit der Be- stimmungen des Artikels VI II de« Berichts der Sachverständigen von London organisiret werden, und die Aufenthaltsbedingungen der ausländischen Untertanen, und die Bedingungen für deren Handel in Ruhland werden nach Maßgabe der in den Artikeln 9 bis 17 genannten Berichte festgesetzt werden. Weiter soll sich die russische Regierung verpflichten, der r u- manischen Regierung die in Moskau von derselben depo- nierten Werte zurückzugeben. Wie es heißt, wird die russische Delegatloo da» Memorandum ablehnen. Frankreich gegen Sos Memoranüum. Paris. 3. Mai.(WTB.) Kurz nach 3 Uhr verbreitete die Agence Hpoa» folgend« offizielle Mitteilung: Der Mini st errat ist um ZI* Uhr nachmittag» im Ministerium für Auswärtige Ange- legenheiten zusammengetreten. Im Namen sämtlicher Mitglieder dankte Ministerpräsident P o i» c a r« Darthou für das Talent und die Autorität, die er in Genua entfaltet Hab«, um hie Arbeiten der Konferenz zu erleichtern und gleichzeittg die französischen Interessen zu verteidigen. Der Kobinettsrat nahm von den aus Genua und Brüssel«ingetroffenen Nachrichten Kenntnis. Nach Prüfung der Meldungen hat die Regierung einstimmig.beschlossen, daß Frank r« ich sich nicht von Belgien trennen würde. Barthou wird Freitag vormittag»ach Genua zurückreisen. Riesenaussperrung in England. London. 3. Mal.(WTB.) Die Blätter melden, haß heut- die Aussperrung der MIkglteder der 47 Maschinen- arbeiterverbände außerhalb de» Vereinigten Maschinen- arbriterbunde» beginnt und daß damit die Zahl der Erwerbs- lösen um S00 000 Manu vermehrt wird. ver freie Durchgangsverkehr mit Ostpreußen durch polnisches und Danziger Gebiet ist jetzt durch«u«ta«'ch der Ratifikation»- Urkunden zu dem betr. Staatsvertrag rechtlich gesichert. II Gewerkschaftsbewegung Die Gewerkschaftsschädlinge. Ein Nachwort zum Textilarbeiterkampf in Südbayern. find. Die Arbeitgeber ersuchten um Bertagung, da sie nicht recht- gungen nicht fehren, insbesondere fich meigern, die Schulffunden ber zeitig solche Arbeitgeber heranziehen tönnten. Dem Vertagungs. Fortbildungsschule zu bezahlen. Eine Firma zahlt den Lehrlingen antrage wurde stattgegeben. Das Schiedsgericht tritt nunmehr am für Feiertage nur Stundenlohn und für Ueberstunden nur TageFreitag zusammen. In der Zwischenzeit haben unverbindliche Ver- lohn. Vielfach wird von den Lehrlingen verlangt, sich eigenes Werfhandlungen zwischen den Parteien stattgefunden mit dem Ergebnis, zeug zu halten, wofür die Kosten für die Eltern unerschwinglich daß die bereits abgeschlossenen Tarife die Verhandlungsbasis des find. Den Beschwerden wird der Vorstand nachgehen und sie, soweit Der Kampf in der südbayerischen Textilindustrie um die Er. Schiedsgerichts bilden. Sollten noch Differenzpunkte verbleiben, die es irgend möglich ist, schnellstens erledigen. haltung der 46- Stunden- Woche hat mit einem vollen nicht der Kompetenz des Schiedsgerichts unterliegen, so sind sie von In seinem Schlußwort ermahnte der Borsitzende die jungen Grfolg für die Arbeiterschaft geendet. Der Vorbehalt, der im Inter- einem Sonderschlichtungsausschuß zu regeln. Damit ist ein Tarif, Kameraden, ihren ganzen Stolz darin zu erblicken, der Organisation effe einer Einigung vom Sozialministerium gemacht wurde, die ber das prinzipielle Ziel des Kampfes bildete, abgeschlossen. Die die Treue zu bewahren. Arbeitszeitfrage durch den Sozialausschuß der Reichsarbeitsgemein- Streifenden beschlossen einmütig die Arbeitsaufnahme. fchaft für die Textilindustrie zu regeln, ist praktisch bedeutungslos, da sich hier beide Gruppen in dieser Frage scharf gegenüberstehen. Das Augsburger Kommunistenblatt hatte nach der üblichen Me. thode schon während des Kampfes fortgesetzt die Taftit des Textilarbeiterverbandes heruntergerissen, um zwischen den Mitgliedern und ihren Führern im Kampfe Mißtrauen zu fäen. Die kommuniftischen Strategen suchten unqusgesetzt den Textilarbeitern einzu reben, daß ihre Bewegung mit der der Metallarbeiter verbunden werden müsse. Weil dieser Parole die Leitung der Organisation nicht folgte, wurde sie dafür des„ Berrats" an der Textilarbeiterschaft bezichtigt. Der Ausgang des Kampfes paßte den Kommunisten erst recht nicht in den Kram. Die Aufforderungen an die Textilarbeiter am 23. und 24. April, die Arbeit wieder aufzunehmen, müßten die Kommunisten zur Quertreiberei schlimmster Art aus. Sie beriefen Bersammlungen der Arbeiter ein, um die Arbeiter aufzufordern, sich dem„ Berrat der Führer" entgegenzustellen und die Fortführung des Kampfes" zu fordern. Die Kommunisten richteten besondere Streitbureaus ein. Das kommunistische Treiben hatte leider den zweifelhaften Erfolg, daß die Arbeiter zum größten Teil nicht den Weisungen ihrer Organisationsleitung, sondern der Parole der Kommunisten folgten, deren Organ in Augsburg am 26. April an der Spike triumphierend verkünden fonnte: Der Berrat der Gewerkschaftsbureaukraten des Textilarbeiter. verbandes abgewehrt." An anderer Stelle schreibt es:" Lerfilarbeiter Bayerns! Eure Verbandsführer haben sich jetzt in ihrer ganzen Jämmerlichkeit gezeigt. Folgt ihrem verräterischen Rufe nicht, sondern wehrt Euch einmütig gegen die Wiederaufnahme der Arbeit, folange bis es einwandfrei feststeht, daß der Kampf zu Euren Gunsten und zugunsten der gesamten bayerischen Arbeiterschaft abgeschloffen ist." Der Wortführer der Kommunisten war der im Jahre 1919 befonders berühmt" gewordene Abgeordnete Wendelin Thomas. Wenn dieser Held von dem Unternehmer dafür bezahlt wäre, die Einigung zu hintertreiben, die Kämpfenden mürbe zu machen, bis fie fich der Verlängerung der Arbeitszeit auf 48 Stunden nicht mehr erwehren konnten, dann konnte er unmöglich beffer und eifriger operieren. wieder auf. Schließlich sah selbst ein Teil der kommunistischen Gewertschaftsmitglieder die Sinnlosigkeit des fommunistischen Treibens ein, das zur schwersten Schädigung der Arbeiterschaft führen mußte. Am vorigen Donnerstag nahm die Arbeiterschaft die Arbeit geschlossen In der Zerreißung der Gewerkschaften erblicken die fommuni. stischen Agitatoren ihre vornehmste Aufgabe. Durch ihre unausgefeßte Quertreiberei besorgen fie prompt die Geschäfte des Unter nehmertums. Wer da glaubt, daß mit einer folchen Bar tei, wie die Rommunisten, die Einheitsfront des BroIetariats hergefteilt werden tann, der befindet sich in einem gründlichen Irrtum. Organisation der Beamten. Der ADGB. und der Afa- Bund haben an ihre Drtsausschüsse und Ortskartelle die Mitteilung gerichtet, daß die Beamten organifierenden freigemerffchaftlichen Berbände zu einer Beamtenzentrale aufammengeschlossen sind. Es tommen dabei folgende Organisationen in Frage: Von ADGB.: Deutscher Eisenbahnerverband, Deutscher Transportarbeiterverband, Gemeindes und Staatsarbeiterverband, Verband deutscher Berufsfeuerwehrmänner, Denticher Musiterverband; dom Afa- Bund: Bund der technischen Angestellten und Beamten, Deutscher Wertmeisterverband, Zentralverband der Angestellten. Die zentrale Zusammenarbeit dieier Verbände soll nunmehr auch örtlich geidehen, wozu den Ortsausschüssen des DGB. und den Ortskartellen des Afa- Bundes empfohlen wird, die örtlichen Gruppen der vorgenannten Verbände zu gemeinsamer örtlicher Arbeit im Sinne der Sagungen der Beamtenzentrale zusammen gufaiien. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es nicht aufgabe der Beamtenzentrale ist. die etwa vorhandenen Beziehungen zu Ortsfartellen oder Verbänden des Deutschen Beamtensundes zu lösen. Der Beamtenzentrale foll jedoch über das Berhältnis zu dem DBB. und seinen einzelnen Verbänden eingehend Bericht erstattet und sie über alle Vorgänge auf dem laufenden geHalten werden. " 9 Zum Streit in der Blumen- und Federnbranche. Zum Berliner Metalltarif für Angestellte. Die Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Branche fiehen seit dent Das Reichsarbeitsministerium hatte am 26. April die am An- 1. Mai wegen Lohnforderungen im Streif. Wir fordern die kaufgestelltentarif der Metallindustrie beteiligten Spitzenorganisationen männischen Angestellten auf, teinerlei Streitarbeit zu berzu einer Besprechung eingeladen, um eine Klärung der Streitfrage, richten. Es sind nur die Arbeiten zu leisten, welche bisher von den die bisher der Aufnahme der Verhandlungen über den Neuabschluß faufmännischen Angestellten verrichtet wurden. lebt ftrengste eines Manteltarifes hindernd im Wege stand, herbeizuführen. Solidarität, fallt den Streifenden nicht in den Rüden! Schwierigkeiten waren dadurch entstanden, daß der bisher Zentralverband der Angestellten. Seftion Puz und Mode. am Tarifvertrag beteiligt gewesene GA. für die Zufunft als Gesamtverband deutscher Angestelltengewerkschaften" ( Gedag) unter Einbeziehung seiner technischen Unterorganisationen Lohnsätze für das Schwer- und Leichtfuhrgewerbe. ( Berband deutscher Techniker, Deutscher Wertmeisterbund und Bund In einer am 2. Mai nach den Andreas- festsälen für die angefteilter Chemiker und Ingenieure) Vertragskontrahent sein wollte. Schwer und Leichtfuhrwertstutscher Groß- Berlins einberufenen Der Af Bund hatte diese Erweiterung des Vertragskontra- Branchenversammlung berichtete Sydow über die mit den Arbeithentenfreises auf Arbeitnehmerseite mit der Begründung abgelehnt, gebern gepflogene Lohnverhandlung, nach der Zulagen von 70 bis daß die Mitgliederzahlen in den aufgeführten technischen Organi 144 M. pro Woche für den Monat Mai gewährt werden. fationen des Gedag so gering seien, daß sie nicht als pertrags: daß das Angebot der Arbeitgeber als Ausgleich für die bestehende Eine sehr lebhaft geführte Diskussion bradite zum Ausdrud, fähig angesprochen werden könnten. Der Verband Berliner Metallindustrieller beschränkte sich darauf, in einer Erklärung festzu- Teuerung zu gering zu erachten wäre. andererseits stimmte man legen, daß er mit allen in Betracht kommenden Spizenorgani- diesem neuen Lohnablommen gegen eine starke Minorität dennoch fationen den Tarif abschließen wolle, mobei es ihm gleichgültig sei, 3u, mit Rücksicht auf die bevorstehenden schweren Kämpfe, so daß welche Unterorganisationen der einzelnen Spizenverbände dabei er- dasselbe vom 1. bis zum 31. Mai Geltung hat. faßt würden. In der eingangs erwähnten Besprechung erflärte der Vertreter des Herrn Reichsarbeitsministers, daß von einer Entscheidung durch das Reichsarbeitsministerium Abstand genommen werden müsse, weil es sich um eine Streitigteit zwischen den 2n gestelltenorganisationen handele, so daß lediglich eine Vermittlungsaktion des Reichsarbeitsministeriums in Betracht Königsbant, Große Frankfurter Str. 117. Bericht der Tariffommission. fäme. Jedenfalls sei mit der Möglichkeit zu rechnen, daß das jammlung Freitag 6 Uhr im Gewerkschaftshaus, Gaal 3, Engelufer 24/25. Tages. Reichsarbeitsministerium eine Entscheidung, wie vom AFA- Bund be- ordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. Pflicht eines jeden dienstantragt, ablehnen würde. Der Af- Bund versuchte eine Einigung, freien Kollegen ist, pünktlich zu der Versammlung zu erscheinen. doch stellte sich dabei heraus, daß die Bedingungen, die der Branchenversammlungen. Solzbetriebe: Freitag, den 19. Mai, 7 Uhr, bet Gedag an eine Einigung fnüpfte, für den fa- Bund un- wilhelm Schulz, Berlin, Elisabethstr. 30. Brauereien: Freitag, den 19. Mai, annehmbar waren. Der Gedag will außer seinen Vertretern 5 Uhr, bei Sauls, Elisabethstr. 30. Elektrizität: Freitag, den 19. Mai, 7 Uhr, in bei den eigentlichen Tarifverhandlungen auch die etwa notwendig 5 Uhr, im Lokal von Aug. Beier, Berlin- Lichtenberg, Hauptstr. 90. Die werdenden Unterkommissionen, so auch die Mantelfommission für Ortsverwaltung. Technifer und Werkmeister mit Bertretern einer technischen Unterorganisation beschicken. Einen so weitgehenden Einfluß können die Vertreter der technischen Verbände des AfA- Bundes dem Gedag unmöglich einräumen. Den 19 000 im AfA- Bund organisierten Wertmeistern und Technikern stehen im allergünstigsten Falle einige menige Hundert im Gedag Organisierter gegenüber. Einem solchen Verhältnis muß nach Auf faffung des Afa- Bundes Rechnung getragen werden, da es einfach unmöglich wäre, den Vertretern des AfA- Bundes, die sich auf eine fo große Zahl von Mitgliedern stügen können, nur den gleichen Einfluß auf die Gestaltung des Tarifinhaltes zuzubilligen wie der verschwindenden Minderheit der im Gedag organisierten Technifer und Werkmeister. Die einzelnen Organisationen des AfA- Bundes merden zunächst in getrennten Funktionärversammlungen zum Teil noch in dieser Woche zu der durch diese Borgänge geschaffenen Situation Stellung nehmen und ihre weiteren Maßnahmen von dem Willen ihrer Mitgliedschaften abhängig machen. Neue Löhne für die Zimmerer. Eine Zahlstellenversammlung in den Musikerfälen nahm Stellung zu dem Angebot der Arbeitgeber, das bei den letzten Lohn verhandlungen am 25. April gemacht wurde. Der Lohn für Zim merei, Maurer usw. betrug bis zum 30. April 21 M. pro Stunde, Gefordert wurden 30 M. Die Arbeitgeber machten nach mehrstündigem Berhandeln ein legtes Angebot von 26 m. pro Stunde für Gelernte und von 25 M. für, Ungelernte ab 1. Mai. Nach leb= hafter Aussprache wurde um nicht erst das Bezirkslohnamt anzurufen, zu dem die Arbeitnehmer jedes Vertrauen verloren haben, das Angebot der Arbeitgeber gegen eine starke Minder1. mai für Zimmerer, Maurer usw. 26 M. und für Bauhilfsarbeiter heit angenommen. Demnach beträgt der Stundenlohn ab 25 m. Eine zugunsten Sowjetrußlands vorgelegte Resolution wurde einstimmig angenommen. war zum 26. April einberufen und über Erwarten gut besucht. Die erste Lehrlingsversammlung der Zahlstelle Der Borsigende Repschläger begrüßte die jungen Kameraden, Der Landarbeiterstreif in Deutsch- Krone beigelegt. worauf der Leiter Preuß die Versammelten ermahnte, an allen Beranstaltungen der Arbeiterorganisationen ohne Unterschied der Den Bemühungen der verschiedenen Regierungsstellen ist es ges Bartei teilzunehmen, um ihr. Wiffen zu bereichern. In verständlicher Tungen, die angebahnten Verhandlungen zu einem gewissen Abschluß Weise schilderte dann Großmann das Entstehen und Werden zu bringen. Am Dienstag sollte ein vom Reichsarbeitsministerium der Zimmererbewegung bis zur Gegenwart. Berschiedene Lehreinberufenes Schiedsgericht tagen. Als Arbeitgeberbertreter sollten linge trugen hierauf ihre Beschwerden vor. Dabei stellte sich heraus, awei Arbeitgeber fungieren, die nicht Besizer bestreifter Betriebe daß viele Meister sich an die festgelegten Lohn- und ArbeitsbedinDie neuen Lohnfäße sind im Gewerkschaftshaus Aufgang B Bimmer 3 gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches erhältlich. Glaser. Donnerstag 7 Uhr außerordentliche Mitgliederversammlung in der Bentralverband der Maschinisten und Seizer. Allgemeine Funktionärverder Neuen Philharmonie, Köpenider Str. 96/97. Chemie: Freitag, den 19. Mai, Bezirksversammlungen. Neukölln: Mittwoch, den 24. Mai, 7 Uhr, bei Raffun, Ertstr. 8. Wedding: Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, Liesenstr. 12. Schönhauser Borstadt: Mittwoch, den 24. Mai, 7 Uhr, bei Schönrod, Danziger Str. 93. Bernau: Freitag, den 26. Dai, 7 Uhr, im Gewertschaftshaus, Inhaber Grunewald, Chauffeestraße. Oranienburg: Sonnabend, ben 27. Mat, 6½ Uhr, bei Büschel, Restaurant zum großen Kurfürft", Königsallee, Ede Kurfürstenstraße. Spandau: Sonnabend, ben 27. Mai, 7 Uhr, bei Windt, Bichelsdorfer Str. 5. Steglig: abend, den 27. Mai, 7 Uhr, bet Stippekohl, Schönlinder Str. 5. Teltow: Sonnabend, den 27. Mai, 8 Uhr, bei Protter, Lichterfelde.Oft, Bismardplat. Moabit: Sonnabend, ben 27. Mat, 7 Uhr, bei Karl Görig, Levegowftr. 19b. Lichtenberg: Sonnabend, ben 20. Mai, 7 Uhr, bei Wörliger, Gürtelstr. 38. Schöneberg: Sonnabend, ben 20. Mai, 7 Uhr. bei Ropante, Eisenacher Str. 63. Geſundbrunnen: Mittwoch, den 17. Mai, 75 Uhr, bei Dohling, Brunnenstr. 79. Charlottenburg: Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, bei Werner, Wallstr. 96. Deutscher Transportarbeiterverband. Tegtilbranche, Handelshilfsarbeiter und arbeiterinnen: Freitag 6 Uhr in den Rentral- Festfalen, Alte Jakobftr. 32, Gruppe C, Mineralöle und fefte: Donnerstag 714 Uhr int Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Saal 3, Gruppenvollversammlung. BeBranchenversammlung. richt über die Lohnverhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß und Beschlußfassung. Gonnabend, den 27. Mai, 7 Uhr, bei Clement, Dippelstr. 7. Röpenid: Sonn Deutscher Wertmeisterverband, Bezirksverein Weißensee. Freitag 7½ Uhr Monatsversammlung und Vortrag über Valutafragen. Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelbe; für An. eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. 5., Berlin, Drud: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin. Einbenstr. 3. Sierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Extra- Angebot for Lebensmittel Leipzigerstr. Frisches Fleisch Alexanderpl. Kalbsrücken..... Kalbskeulen Pfund 2000 22° Pfund Schweineschinkent 3200 Schweinerücken.... Pfund 34°° Schmorfleisch ohne Knochen 4000 Hammelrücken gefroren 24° 0 ... Pfund Pfund oh. Knochen 00 00 Prima Rindfleisch gefroren Pid 360° Schweinenieren gefroren Pfund 1200 für Grosse Pfd. 234 345 Tafelreis Spese Kartoffeln P. 20 Weizenmehl Rhabarber..... Pfund Frischer Spinat Sprotten.... Pfd. Pfund ... Pfund ..Pfund ... Pfund 875 950 460 Backobst 1250 1250 Kaffee- Ersatz- Mische 1500 10% Bohnen ... Pfund Leber- u. Blutwurst 1400 Frische Eier in Dosen, ausgewogen, Pfd. Pfd. ... Stück Stück 345 Pfund Geir. Kaninchen P. 1150 Pilaumenmus 7 gesüst 750 Edamer Käse Plan 34°° Til.- Margarine P 2950 Pfund Pfd. HERMANN TIETZ ol Kreuzfüchse 500 M. Baugenoffenschaft „ Bürgerwalde" i. Mart E. 6. m. b. 5. Berlin Einladung zur Generalversammlung am Donnerstag, den 11. Mai 1922, abends 6 Uhr, in der Aula der 87. Ge meindeschule, Tilsiter Str. 4. Tagesordnung: 1. Berlefung des Protokolls vom 28. No. Dember 1921. 2. Bericht des Borstandes und Aufsichtsrates. 3. Bekanntgabe und Genehmigung ber Bilanz sowie Gewinn- und Berlust rechnung für 1921 und Beschlußfaffung itber die Gewinnverteilung. 4. Entlastung des Borstandes. 5 Sagungsänderungen. 6. Neuwahl für Aufsichtsratsmitglieder. 7. Arbeitsgemeinschaft. 8. Berschiedenes. Die Bilanz nebst Gewinn- und Ber lufirechnung für 1921 liegt bis zum 11. Mai unserem Geschäftszimmer, Elfasser Straße 1, aus und wird in den nächsten Tagen im Vorwärts" veröffentlicht. in Nach§ 23 unserer Statuten find nur bie eingefchriebenen Mitglieder, nicht aber deren Ehefrauen ftimmberechtigt. Die Genoffen werden gebeten, bie Mitglieds. bücher zur Legitimation mitzubringen. Bevollmächtigte Bertreter haben eine schrist liche Vollmacht am Borstandstisch abzu geben. Jn Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir die Genoffen um zahlreiches und pünktliches Erscheinen und zeichnen 115/3 mit genossenschaftlichem Gruß Baugenossenschaft Bürgerwalbe i. Mart, E. G. m b. S., Berlin N 24, Elfaffer Str. I II. 2. Wahl. 28. Braune. Alaska, Blau-, Zobel-, Silber-, Weißfüchse, Luchse, Wölfe, enorm billig! Damen Pelzmäntel 3500, Sportpelze 1500, Gehpeize 2000 M. Ferner Cutaways, Paletots, Schlüpfer jetzt 950 M. an.( Keine Lombardwaren), Leihhaus Moritzplatz 58a( Größtes Spezialhaus dieser Art) Nr. 20$ 39, �ahrgaag Heilage öes Vorwärts donnerstag, Sen 4. Mai 1922 Durch Groß'Serlin. Das Laudgebiet des Nordostens.— Der 18. Bezirk Weistensee. v.*) »Wer die Reichshauptstadt über die Stelle des ehemaligen Känigstores nach Nordosten zu verläßt, und alsbald ländliche Stille oder dörfliche Ruhe zu finden hofil, irrt sich. Unaufhörlich geht der Wogenoerkehr auf und nieder. Zu gewisser Zeit, und namentlich nach Schluß der Werkstätten sind die Fußwege von Menschen über- sät. Man pilgert weiter, um das Ende dieses Treibens festzustellen. Und da zeigt sich denn den Blicken von übersichtlicher Ferne das ,.?orf" Weißsnsee mit feinem chausermeer und vielen Einwohnern." So schrieb vor etwa IS Jahren der Weißenseer Ehromst Alexander l�iortz und so ist es eigentlich auch bis auf den heutigen Tag ge- blieben, nur daß der Verkehr noch stärker ist als damals. Der Wagenocrkehr ist Durchgangsverkehr zu dem Weißenseer Industrie- viertel. Weißensee ist auch kein selbständiges Dorf mehr, sondern bildet mit den ehemals selbständigen Gemeinden chohenschön- Hausen, Malchow, Wartenberg und Fallenbcrg nebst den drei Gutsbezirken gleichen Namens den 18. Berliner Ver- waltungsbezirk und ist zugleich Sitz der Bezirksverwaltung. Der Bezirk hat außer Zehlendorf die geringste Einwohnerzahl aller Groß-Berliner Bezirke. Davon entfielen allein auf Weißens« rund 47 000. »Munizipalviertel". Betritt man die ehemals selbständige Gemeinde Weißensee, so gelangt man sogleich zum Antonplatz, von dem man die Gablerstraße entlangblickend aus einer sanften Anhöhe die imposante 1902 in märkischer tyotik mit Granitquadernunterbau errichtete evangelische Vcihanlenklrche erblickt, die, da sie in der Achse mehrerer sich bei- ihr kreuzender Straßen liegt, das Ortsbi'.d beherrscht. Einige Schritte. weiter gelangt man zu der nur von der Gemeinde mit Wohnhäusern i in einheitlichem Stil bebauten Tassostraßc und damit in den Bereich; eines kommunalen Unternehmens, das in Groß-Berlin einzig ist. Der Bezirk hat von �der Gemeinde 56 eigene bebaute Grundstücke und 22 Häuser übernommen, an denen er den Nießbrauch hat. Hinter der Tosso-, jenseits der Charlottenburger und Pistoriusstraße, aber gelangt man in das eigentliche kommunale, unter diesem Namen weit bekannt gewordene Weißenseer Munizipolviertel, dessen große Bedeutung darin besteht, daß der Architekt und ehemalige Gemeinde- baumeister Bühring die Möglichkeit gehabt Hot, eine Anzahl wichtiger kommunaler Gebäude aus einheitlichem Bauwillen in Stil und Gruppierung so hinzustellen, daß man daraus das Werden eines neuen im besten Sinne modernen Gemeinwesens spürt. So hat Bübring den Weißenseern außer einer ganzen Reihe von Wohn- böiilern folgende Bauten erstellt: Gemeindeturn- und Fcslholle mit vollkommener Bübne, Fcchtsaol, einem kleinen Bad, Kegelbahnen und Restaurant. Zur Rechten das schöne Ledigenheim mit Platz für 60 Insassen. Daran schließt sich an der Woelckpromenade eine fjöusergrvppe und leitet den Blick zu der den Hintergrund ab- schließenden langgestreckten Oberrealschule. In der Mitte aller dieser Gebäude liegt der hübsche Schwanenteich. Im Rücken des Beschauers befindet sich das interessant gestaltete üanalisationswcrk mit Isla- schinenhaus, dessen Schornstein der Architekt in höchst geschickter Weise zu verbergen verstanden hat. Alle Gebäude hat Bühring in dem viele Jahre verpönten niederdeutschen Backslein ausgeführt. Ferner ist da das gleichfalls von Bübring erbaute weißenseer Säug- linoskronkenhaus mit Poliklinik, Beratungsstelle und mit Aus- budungsanstall für Schwestern, das Plag für etwa 70 Säuglinge hat. Das Heim hat 33 eigene Kühe, eigene Diehwirtschaft und ist mit 200 Morgen Land ausgcstatet. Unmittelbar in seiner Nähe, aber auch in der Nähe einer noch reinen Natur, soll ein großer Volks- und Iugendspiel- und Sportplatz nebst einer Rodelbahn erstehen. Selbst an ein Freibad an einem bis heute heimlich im Wald ver- borgenen, kaum bekannten See wird gedacht. Außerdem besitzt Weißens« in dem Auguste-victoria-Ärankenhaus, das ehemals dem Vaterländischen Frauenverein gehörte, ein eigenes Krankenhaus. Unweit des Säuglingskrankenhauses liegt die neue Siedlung, die«ine Anzahl schlichter und solide gebauter Häuser aufweist, während sich in Hohenschönhausen gleichfalls eine Siedlung mit HolzlNothhäusern des Wohnungsverbandes befindet, deren Unzulänglichkeit für unser rauhes kaltes Klima sich leider erwiesen hat. Siehe auch Nr. 133. 145, 157 und 169 des„Vorwärts". Weit bester haben sich sieben Kriegs-Lazarektbarackcn erwiesen, von denen man sechs umgebaut und damit 24 Notwohnungen geschaffen hat. Im Norden liegt das Industrieviertel mit den bekannten May- Filmwerken. 3m Umkreis öes Weißensees. Verfolgt man die genannte Wolck-Promenade, so kommt man an zwei neuen Verwaltungs- und Wohnhäusern vorbei zu dem eigentlichen Juwel des Ortes, nach dem er auch den Namen hat, dem Weißensee. Einstmals war der See mit einem hohen Zaun ver- sehen und dem Publikum verschlossen. Die Gemeinde erwarb den See für 3 Millionen Mark mit den angrenzenden Geländen und legte sofort rings um ihn eine öffentliche Promenade mit Parkanlagen an, die heute zu den schönsten im Nordosten Berlins gehören. Das ehemalige Schloß Weißensee, einstmals als Sternecker in der Gc- schichte des fröhlichen Berlin berühmt und in der Berliner Arbeiter- Prunk am Grabe verschmäht. Jeder Tote hat einen ganz schlichten Stein und jeder Besucher legt statt eines Kranzes oder einer Blume einen Kieselstein auf den Hügel. Hier also auf diesem kleinen abge- legenen Friedhof ist eine der seltenen Stätten, an denen sich die lärmdurchtosie Gegenwart der Wellstadt mit einer viele tausend Jahre zurückliegenden Vergangenheit wahrnehmbor berühren. Nie- mand wird diese Totenstätte ohne ernstes Sinnen verlassen. » Wer diese„Ecke" Groß-Bcrlins nicht kennt, der wird überrascht gewesen sein, soviel kommunale Eigenart zu sehen. Es lohnt sich wirklich, eine Fahrt an den Weißensee und an den Oberense« in Hohenschönhausen zu unternehmen. Steht man hier draußen und richtet den Blick gen Westen, so sieht man in der Ferne die letzten, Häuserfronten Berlins vernebctn. Aber von ihnen nach hier draußen' gehen bereits Dutzende von Straßen über das Papier. Liegt doch z. B. das Säuglingskrankcnhaus heute schon an der Kniprodestraßc, die eines Tages von ihrem llrsprungsort am Friedrichshain bis noch Weißensee durchgeführt werden wird. VjCh.' �==-' M _=4 � ix schuft bekannt durch die Sommerfeste des V. Wahlbezirks, ist während des Krieges abgebrannt, soll aber wieder erstehen, und zwar als Mittelpunkt eines riesigen Bolkserholungs- und Vergnügungsparkes etwa im Stil des Kopenhagener Tivoli. Die Gemeinde verfügt auch über eine neue und moderne Seebade- und Schwimmanstalt, die jetzt verpachtet ist. Der Pächter muß täglich 70, während der ganzen Saison 12 000 Bäder an unbemittelte Kinder abgeben. Eine Anzahl breiter und schöner Straßen, die teilweise noch der Anlage harren — übrigens gibt es in Weißens« keine Straße, die ohne Bäume wäre—, leiten nach Hohenschönhausen mit dem Oranke- und Oberen- see hinüber. Auch diese beiden Seen sind Naturschäicheiten. Zln den Oberense« liegt ein reizvoller Gemeindepark, dessen 300 ver- schieden« ausländische Elehölz- und Pflanzenarten auch sehr gut zu Lehrzwecken für die Schuljugend benutzt werden können. Das eigentliche Dorf Hohenschönhausen mutet noch ganz dörflich an, und wenn man hindurch ist, merkt man, daß die Großstadt hier wirklich ein Ende hat. Gen Norden und Nordosten breitet sich weites Land aus, das aber zum Teil als Berliner Nieselfelder in der Malchower, Wartenberger und Falkenberger Gemarkung natürlich in Groß. Berlin einbezogen werden mußte. Das Sesonöere. Schließlich aber weist Weißens« noch vier Besonderheiten auf, die bemerkenswert find. Die erste ist der alle vierzehn Tage auf einem riesigen etwa 44 000 Quadratmeter großen Platz stattfindende Pserdemarkt, zu dem durchschnittlich 2000 Pferds auf- getrieben und 500 Wagen zum Verkauf geboten werden. Die zweite ist die große Anzahl„Landbrolbäckereien", die Berlin mit einem wohlschmeckenden Brot versehen. Um diese Betriebe mit Mehl zu beliefern, muß der Bezirk bei Hohenschönhausen ein Mehllager von unausgesetzt 9000 Sack gleich 18 000 Zentner gleich 1 800 000 Pfund Mehl unterholten. Die dritte Eigenart ist der machtige 1880 ange- legte und 133 Morgen große Friedhof der Berliner jüdischen Ge- meinde. Außerdem gibt es noch einen kleinen Friedhos der streng orthodoxen jüdischen Gemeinde Adas Tisroel, die allen Pomp und Cht Hotelöirektoc als Schleichhänölec. Der Staatsanwalt beantragt 1 Million Mar? Geldstrafe. Gegen den Direktor des„Hotels Exzelslor, E ls ch» n e r, der Geschäftsführer der G. m. b. H. ist, sowie gegen sechs kauf- männifche Angestellte und Einkäufer des Hoiels hatte die Straf» kammer des Landgerichts i in zweitägiger Sitzung eine Anklage wegen Schleichhandels zu verhandeln. Es handelt sich um ! Vorgänge aus dem Jahre 1919 und 1920. Das Exzelsior- Hotel ist hekanntlich eines der größten Hotels, es umfaßt i 650 Betten und ed sind Hundertc von Angestellten dort beschäftigt. Die Anklage wirft den Angeklagten vor, daß sie in der schweren Er- nährungsnot jener Zeit, unbekümmert um die Bedrängnis des Volkes, in großen'. Umfange Schleichhandels waren, Milch, Zucker. Mehl, Fleisch usw. aufgekauft hoben, um die Bedürfnisse der Hotelgäste noch deren Wünschen befriedigen zu könne», was von den Angeklaglcn bestritten wurde. Der Sraars- anwalt beantragt« gegen E l s ch n e r, der der eigentliche Besitzer des Hotels und des größten Teils der Anteile sei. eine Geldstrafe in Höhe von 1 Million Mark, gegen die Angeklogien A h r e n e. Schrödel und Ahlburg je 20 000 M., gegen die Zlngeklagten Stein und Reetz je 5000 M., gegen den Mitangeklagten Hüb- ner Freisprechung.— Das Urteil lautet gegen Eljchner cuif ins- gesamt 60 000 M., gegen die übrigen Angeklagten je nach dem Maße ihrer Beteiligung auf Geldstrafen von 6000 M. bzw. 4000 M. bzn». 1500 M. Der Angeklagle H ü b n e r wurde freigesprochen. Schuwerfäumnis als Notwehrakt. Eine Verurteilung der alten Tchullefebüchcr. Bor dem Landgericht I Berlin(Strafkammer 7 unter Land- gerickstsdirektor Voigt) mußte der Präparator L ö h r sich wegen Schul Versäumnis seines Sohnes verantworten, den er im Herbst 1921 einige Zeit dem Unterricht ferngehalten hatte, um ihn kirchlicher und monarchistischer Bccinslussung zu entziehen. Der damals dreizehnjährige Knabe, der als schwachbegabies Kind die Hilfsschule in der Plantagcnstrage be- suchte, nahm nicht am Religionsunterricht teil, aber aus manchem konnte der Vater schließen, daß die Lehrerin Rocdsch auch in an- deren Lehrstunden religiöse Stoffe behandelte. Dieselbe Lehrerin wählte im Deutschunterricht ans dem vor der Revolutiop cinge» führten und noch jetzt gebrauchten Lesebuch verschiedene von monar» chistischem Geist erfüllt« Stücke, ließ sie von den Kindern lesen und benutzte zu einer grammatischen Ucbungsarbeit ausgerechnet die i n Hohenzollern Verherrlichung schwelgende Schil- � derung einer Parade. In einer aufsatzähnlichen Uebung des Knaben fand der Bater den 1921 doch wohl nicht mehr zeitgemäßen Unsinn„Sachsen ist ein Königrei ch", den er aus den Ein- fluß der monarchistisch gesinnten Lehrerin zurückführte. Löhr mel» dete brieflich dem Rektor, daß er seinen Sohn ejnem solchen Unter- richt entziehen werde, behielt ihn dann tatsächlich zu Hause und bekam darauf einen Strafbesehl von 15 M., den das von ihm um Entscheidung ersuchte Schöffengericht Bsrlin-Mitt« sogar in 100 M. Geld strafe umwandelte, lieber die von ihm singe- legte Berufung hatte jetzt das Landgericht zu entscheiden. Die im 60. Lebensjahre stehende Lehrerin Raedsch gab in ihrer Zeugenaussage zu, daß sie im Deutschunterricht Stücks über die Mächt des Gebetes, über das Mausoleum, 4i] Die Mach! der Lüge. Roman von Johann Bojer. Hätte er es doch von vornherein zugegeben, wenigstens ihr gegenüber! Aber jetzt?— Ihr Bater hatte recht.— Ihr Vater! — Das alles kam wie eine fürchterliche Finsternis über sie. Plötzlich stand sie auf und ging schnell weiter. Sie mußte iwch, ehe es dunkel wurde, zu deu Kindern kommen. Wenn es dunkel war, wagte sie mcht. alleine draußen zu sein. — Der hübsche Wagen fuhr durch die Norbyer Allee. Die beiden Töchter saßen auf dem Rücksitz, deu Eltern gegenüber, und Einar vorne auf dem Bock beim Kutscher. Einar war ganz unerwartet nach Hause gekommen. Denn an dem Abend, als er zur Buvikalm herübergerudert war, hatte er eine große Enltäuschug erlebt. Am selben Tage war die Tochter des Doktors wieder nach Hause gereift. Seitdem war Einar das Gebirge unerträglich. Auf den Spaziergängen in den Bergen half es nun nichts mehr, zur Buvikalm hinüberzusehen und die Schande, vor der er hier- her geflohen war,— die sah er jetzt überall. Aber die Sehn- sucht nach diesem jungen Weibe wurde darum nur größer denn je. Und so packte er alles zusammen und zog wieder hinunter. Er nnißte sie wiedersehen, mußte Gewißheit haben, ob sie ihn gern habe. Aber als er wieder zu Haufe war, kam eine wunderbare Ruhe über ihn. Das gute Gewissen aller anderen zu Hause steckte ihn an, und er mußte sich darüber freuen, daß alle Widerwärtigkeiten, die seine Eltern durchgemacht hatten, jetzt mit diesem Fest wieder gut gemacht wurden. Jetzt mußte er endlich auch mit seinem häßlichen Mißtrauen aufhören. So sitzt er jetzt auf dem Bock und schaut auf die vielen Wagen, die zum flaggengeschmückten Gemeindehaus hinrollten. Ob sie wohl heute abend auch dort ist? Marit Rorby sah schön aus, wie sie in ihrem hellen Stroh- Hut und seidenen Kleid im Wagen saß und sich etwas zu ihrem Mann neigte. Aber Knut war durchaus nicht so vergnügt. Denn je sicherer und sicherer er sich in seinem guten Recht fühlte, um so gleichgültiger war Ihm auch die Meinung der Gemeinde geworden. Das fehlte nur noch, daß die Leute nun all den Aufwand machten, weil sie ihn bedauerten. Da hätte er schon Lust, sie über ihren Irrtum aufzuklären. Ihm fehlte weiter nichts. Wenn aber doch ein seines Lächeln um seine Mundwinkel lag. je mehr Wagen sie vor dem Festhause vorfahren sahen,— dann war das, weil er an Mads Herluffen dachte. Kam er heute? Oder saß er zu Hause und maulte— dann hätte er ihn wohl sehen wollen. Während sie auf den Hof des Gemeindehauses einbogen. sah Einar des Doktors Gig zurückfahren. In dem war nur für zweie Platz. Für den Doktor und seine Frau. Sie war also nicht mitgekommen. Auf diesen Abend hatte er Tag und Räch so gespannt ge- wartet darum war seine Enttäuschung jetzt so groß, daß er einen Augenblick jede Lust verlor, hineinzugehen, lind etwas erwachte in ihm und rüttelte ihn und sagte:„Was willst du jetzt tun, Einar?" Auf der Vortreppe zwischen zwei Fahnen standen der Amtmann und Frau Thora von Lidarende, um die Ehrengäste zu empfangen. Und langsam folgte Einar die Treppe hinauf. Aber Laura, die heute zum erstenmal ein hcllseidcnes Kleid anhatte, errötete plötzlich, denn sie bemerkte im Flur einen bartlosen, jungen Mann, der sie wieder ansah. Das war der Sohn des Amtmannes, der gerade Forstkandidat geworden war.—„Bekomm' ich den zu Tisch?" dachte sie und ihr Herz klopfte. — Die einzige Bewohnerin des Gemeindehauses war die Hebamme, die ein paar Zimmer in dem einen Flügel batte. Und hier wirtschaftete jetzt die Pastorin mit einer Schar- Mädchen, um das Essen fertigzumachen. Die Pastorin war wütend und verzweifelt, weil das Bahnhofshotel, von dem das Essen kam, vergessen batte, die Sauce zum Braten mitzuschicken. Und jetzt kam ein Mädchen und erzählte, daß Rorbys schon gekommen seien, und daß man anfange, sich zu Tisch zu setzen. „Wer hat sie gebeten sich hinzusetzen?" fauchte die Pastorin.„Ein nettes Festkomitee!"— Und sie eilte zum Telephon und klingelte wie verrückt:„Hallo! Ist nun endlich die Sauce unterwegs?" 25. Beim Eintreten in den Saal merkte Rorby sofort, daß Her- luffen nicht da war Aber alle Beamten waren gekommen, und kaum zeigte er sich, da eilten sie von allen Seiten, ihn zu begrüßen. Es war ein großer, lustiger Saal. Die sinkende Sonne fiel durch die hohen Fenster, die zum See gingen, und bildeta so drei breite Lichtstreifen auf dem Boden, so daß die festlich gekleidete Menge sich bald im Dunkeln, bald im Hellen befand. Das Gespräch war in vollem Gange, und von draußen klang das Peitschenknallen, es fuhren immer neue Wagen vor und rollten leer wieder zurück. Die befrackten Hofbesitzer hielten sich vorsichtig an den Wänden entlang und schielten zu dem langen, blumenge» schmückten Tisch, und zwischen ihnen spazierte der Besitzer des Sägewerkes umher mit seinem dicken Bauch, auf dem die goldene Kette baumelte. Er lachte lärmend, und sein rotes Gesicht leuchtete. Denn als er gehört hatte, daß man Gefahr lief, hier nur Fruchtwein zu bekommen, hatte er vorm Weg- fahren von zu Hause noch tüchtig vorgesorgt.„Meine Damen und Herren," sagte er und fuchtelte mit der Hand,—„ich vermisse hier noch die richtige Feststimmung!" Der dicke Amtsrichter mit dem silberweißen Haar und Bart nahm Rorby unterm Arm und zeigte ihm die Wände. Die waren mit Fahnen und Laubgirlandcn geschmückt, und hier und da hatte man— in Ermangelung von Wappen— altes schönes Hausgerät hingehängt. Da waren bemalte und geschnitzte Zäume, Kumte, Kellen und bauchige Bierkrüge, mit goldenen Blumen bemalt. Frau Thora von Lidarende hatte die ersten Anfänge eines Gemeindemuseums gestiftet. „Sehen Sie doch." sagte der Slmtsrichter mit einem ge- mütlichen Lachen.„Ist das nicht schön?" Das Laub ist die norwegische Ratur, die Fahnen die Freiheit, und nordische Kultur— alles andere! Das paßt doch hübsch zusammen." „Ja, das ist recht hübsch," sagte Rorby und gäbute leicht. Plötzlich fühlte Rorby, wie ihm jemand ant Rockschöße zupfte, und als er sich umdrehte, standen zwei alte Bekonnte hinter ihm und lächelten ihn vorsichtig an, es waren zwei Hof- befitzer oben aus dem Gebirge, die während des Schwurgerichts Geschworene gewesen waren. „Rein, seid ihr so weit hergekommen!" sagte Rorby und schüttelte ihnen die Hände. Sie erzählten, Wangen stecke wohl wieder hinter einem neuen Zeitungsartikel, in dem die Geschworenen beschuldigt würden, parteilich zu sein. Und als sie dies gelesen hätten, seien sie so böse geworden, daß... daß sie die Zähne zu» sammengebisfen hätten und hergercist wären zum Fest. Und nun wurde Rorby zu Tisch geführt. (Fortsetzung folgt.) • über Rönigin Luise, über das Königliche Schloß, über die Parade auf dem Tempelhofer Feld lesen ließ. Die Wahl des lettgenannten Stüdes nannte sie selber eine Unvorsich tigkeit, wobei sie angab, daß Vorsicht gegenüber religiösen und politischen Stücken von der Schulbehörde empfohlen worden sei. Sie behauptete aber, daß gerade dieses Stück sich zu der Uebungsarbeit besonders eignete." Den von Löhr befürchteten Eindruck auf die Kinder wollte sie nicht glauben, da ja das meiste an diesen Schwachbefähigten wirtungslos vorübergehe. Daß sie zu den Rindern noch von einem Königreich" Eachsen gesprochen habe, bestritt fie. Aber Löhr stellte fest, daß sie das Königreich" auch bei ber Korrektur nicht bemängelt hatte. Zeuge Rettor Härtel regte sich sehr darüber auf, daß die Schule nicht von der Behörde geschützt worden sei. Nicht Löhr sei durch die Schule, fondern die Schule sei durch Löhr verlegt worden, meinte er. Lebensmittelpreise des Tages. Rathausnachspiel im Landtag. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flan Fische knapp, Geschäft ziemlich rege. Obst und Gemüse schwach, Geschäft still. Der Landtag ehrte gestern bei seinem Wiederzusammentreten das Andenken des verstorbenen Abg. Hue( Soz.) durch ErAm Mittwoch galten in der Zentralmarkthalle folgende Klein- beben von den Sigen. In seinem Nachruf teilte Präsident Leinert handelspreise: mit, daß der Verstorbene seit 1913 dem ehemaligen AbgeordnetenRindfleisch 30-35 M., ohne Knochen 35-42 M. Schweinefleisch 38-44 M. Hammelfleisch 26-44 M. Kalbfleisch 25-41 M. Schelleisch bause und darauf der Verfassunggebenden Landesversammlung an8-12 M. Seelachs 8-9 M. Dorsch 7 M. In Eis: Schleie 24-26,50 M. gehört hat. Seine Nachfolgerin im Mandat ist Frau Anna Leg Hechte 21-26 M. Aale 40-45 M. Lebende Barsche 20-21 M. Karpfen Dortmund( Scz.). 30-35 M. Bleie 18-21 M. Naturbutter. 57-64 M. Margarine 29 bis Gegen den Vorschlag des Präsidenten, die auf der Tagesordnung 38 M. Schweineschmalz 45-48 M. Eier 3,50-4 M. Erbsen 9-11 M. ftehende erste Beratung des Gesezes betr. den Haushalt für die Weiße Bohnen 10 M. Linsen 15-16 M. Graupen 10-10,50 M. Hafer Schuhpolizei erst in Verbindung mit dem Haushalt des Ministegrütze 9 M. Reis 12-13 M. Wirsingkohl 8-9,50 M. Weißkohl 8-10 M. riums des Innern zu beraten, erhebt Blumenkohl 15-25 M. der Kopf. Rotkohl 10-15 M. das Pfund. Spinat 6-8 M. Zwiebeln 8-10 M. EBäpfel 10-16 M. Apfelsinen 3,50-9 M. das Stück. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Berteidiger und Staatsanwalt hatten mehrere Schulmänner als Sachverständige geladen. Stadtschulrat Nydahl äußerte fich, das von dem Unterrichtsministerium der monarchischen Zeit genehmigte Lesebuch enthalte viele Stücke, die wegen ihrer Stoffe und auch schon wegen der literarisch wertlosen Darstellung zu verwerfen feien. In der Auswahl solcher Stücke fonnte Löhr eine Berlegung des die Empfindungen Andersdentender schügenden§ 148 der Reichsverfassung Nächste Sigung des Bezirksvorstandes Sonnabend, den 6. Mai, sehen, so daß er bei Erfolglosigkeit seines Einspruches berechtigt abends 6 Uhr, im Sekretariat, Lindenstr. 3. geoefen wäre, sein Kind dem Unterricht fern zu halten. Kreis- Die Kassierer der 9., 39., 84., 98., 107., 121, 123a., 128, 129., Schulrat Gottwald bestritt das; die Schule müsse als noch 130. und 139. Abteilung werden hierdurch nochmals aufgefordert, chriftliche Simultanfchule" religiöse Stoffe behandeln und auch die die alten Beitragsmarten für Frauen à 30 Pf. fowie die JugendHohenzollern will er im Unterricht nicht missen. Prof. Paul marten sofort abzurechnen. Diese Marken haben schon seit dem Destreich vermißte bei der Lehrerin die feinfühlige Rücksicht 1. Januar d. 3. feine Gültigkeit mehr. nahme auf Andersdenkende. Der Vater habe die Absicht einer nach § 148 der Reichsverfassung unzulässigen Beeinflussung annehmen fönnen und dann mußte er es sogar für seine Pflicht halten, das Kind diesem Einfluß zu entziehen. Studienrat Dr. Kawerau sah Verlegung des§ 148 als objektiv erwiesen an. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Victor Fränft, forderte Freisprechung des Angeklagten und betonte die grundsägliche Wichtigkeit der Entscheidung des Gerichts. Die Reichsverfassung sei Gefeß, das jeder beachten müsse. Wenn die Lehrerin entgegen§ 148 die Empfindungen Andersdentender verlegte, so durfte trok allgemeiner Schulpflicht der Bater zur Abwendung weiterer Gefahr sofort sein Kind dem unterricht fern halten. Kein Mensch sei so dumm, zu fordern, daß im Unterricht überhaupt nicht von einem Hohenzollern oder Don Luther gesprochen wird, aber auf das Wie kommt es all. Der Staatsanwalt beantragte, die Berufung zu verwerfen. Das Gericht entschied, Löhr sei wegen Schulversäumnis seines Sohnes zu bestrafen; es fezte aber die Strafe auf 15 M. herab. Ohne weiteres müsse man zugeben, daß es nicht zulässig sei, Stücke wie die Parade noch im Unterricht zu benutzen. Doc § 148 sei dadurch nicht verlegt, aber auch wenn das geschehen wäre, hätte Löhr erst nach erfolglosem Ausgang einer Beschwerde„ die meiteren Konsequenzen ziehen" dürfen. Aus der Begründung dieses Urteils ging leider nicht deutlich hervor, ob nach Ansicht des Gerichts die Konsequenzen" die sein sollen, daß wenigstens bei Erfolglosigkeit einer Beschwerde der Bater sein Notwehrrecht gebrauchen und sein Kind der tirchlichen und monarchistischen Beeinflussung entziehen darf. Ein Beteran der Sozialdemokratischen Partei, Genosse Bruno Scholz, ist im 76. Lebensjahre nach zwölfjährigem Leiden ge= storben. Scholz hat der Partei und der Stuhlarbeiter( ber) Bewegung Pionierdienste geleistet, die vielen heute nicht mehr befannt sein dürften. Er ist 1866 in den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein eingetreten. Seine Mitgliedsfarte ist abgebildet Bernsteins Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung". Im Jahre 1873 führte er den ersten großen Stuhlarbeiterstreit( Handweber) als Bevollmächtigter fiegreich in vierteljähriger Dauer zum Ziel. Vor der Reichstagswahl 1874 unternahm Bruno Scholz als erster von Hohenschönhausen aus die Arbeit im Niederbarnimer Wahlkreis. Mit ein paar gewonnenen Freunden durchstreifte er die Bauerndörfer, verteilte aus eigenen Mitteln gedruckte Flugblätter und hielt Bersammlungen ab. Als 1878 das Sozialistengesetz fam, war es wieder Bruno Soiz, der im Niederbarnimer Kreise die Bertrauens männer organisierte. Seine Einäscherung findet am Donnerstag, den 4. Mai, abends 6 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Kiefholzstraße, statt. 6. Kreis Kreuzberg. Donnerstag, den 4. Mai, 7 Uhr, bei Reim, Urban. straße 29, erweiterte Kreisvorstandsfigung. 2. Kreis Tiergarten. Freitag, den 5. Bai, 7 Uhr, Kreisvorstandstigung im bekannten Lokale. Füz Benennung der Elternbeiratskandidaten jeder Schule ist zu sorgen. 3. Areis Webbing. Bildungstommission! Freitag, den 5. Mai, 7% Uhr, Sigung bei Schade, Kösliner Str. 9, Abrechnung der Maifeier. tarten. Jede Abteilung muß zertreten sein. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Freitag, den 5. Mai, 8% Uhr, Sigung bes engeren Kreisvorstandes mit bem Bildungsausschuß und den Ab. teilungstaffiezeru bei W. Burg, Prenzlauer Allee 189. Abrechnung von der Maifeier. Heute, Donnerstag, den 4. Mai: Elternbeiratswahlen. 36. Abt. 7½ Uhr Funktionärstzung bei Behrendt, Liebigstr. 24. Tagesordnung: 44. 48. Abt. 7 Uhr, Baufiger Plaz 9, Zusammenkunft der Elternbeiräte und Kandidaten der Schulen innerhalb dieser Abteilungen. Sungsozialisten. Gruppe Süden: 7½ Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Fortfegung der Aussprache über Religion und Sozialismus". Gruppe Friedrichshain: Teilnahme an der Veranstaltung der Gruppe Gilden. Gruppe Neukölln: 7½ Uhr im Jugendheim Nogatstr. 53, Distuffionsabend über die Generalversammlung. Gruppe Köpenid: 7 Uhr bei Müller, Alter Markt. Tagesordnung: 1. ,, Demokratische Rulturideale." Referent Walter Silberschmidt- Uhlenhorst. 2." Freie Aussprache. 3. Festlegung der Gigungstage. Da der Vortrag auch für die Mitglieder des Bit dungsausschusses von Interesse ist, find ältere Genossen herzlich willkommen. Morgen, Freitag, den 5. Mai: 14. Kreis Neukölln- Brig. 7 Uhe öffentliche Elternversammlung in Aliems Festfälen( großer Saal), Hasenheide 13. Thema: Die bevorstehen. ben Elternbeiratswahlen". Referent Stadtrat Löwenstein. bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. 15. Abt. 7 Uhr bringende Sigung fämtlicher Funktionäre, Elternbeiräte usw. 33. abt. 7 Uhr bei Lojad, Beymeftr. 8, Konferens sämtlicher Funtsionäre. 37. Abt. Uhr Funktionärtonferenz bei Pfeiffer, Sausburgstr. 2. Die Listen 40. t. 7 Uhr bei Keufner, Sagelberger Str. 20a, Elternverfammlung Schöneberg. 77. Abt. 7½ Uhr in der Comenius- Schule, Frankenstr. 10, Sigung Eltern iräte und Kandidaten zur Elternbeiratswahl müssen auch erscheinen. der Elternbeiräte müffen eingereicht werden. Thema: Die Elternbeiratswahlen". Referent Lehrer Roch. fämtlicher Funktionäre. 78. Abt. 7 Uhr Borstandssigung bei händel Borbergstr. 11. Ebenda um 8 Uhr erweiterte Borstandsfihung. Die noch ausstehenden Fragebogen müssen spätestens in dieser Gigung abgeliefert werden. 1 79. Abt. Pünktlich 7% Uhr erweiterte Borstandssigung bei Rofe nau, Sohenfriedberg, Ede Rolonnenstraße. Die Funktionäre müssen au 82. Abt. Steglig. 7 Uhr Sigung des neugewählten Bildungsausschusses bei der 92. Abt. Rentölln. 7½½ Uhr bei Wolff, Raiser- Friedrich, Ecke Roseggerstraße, diefer Sigung nach den Vorstandswahlen erscheinen. Genoffin Schmeißer, Paulsenstr. 23, 1 Tr. Sigung des Abteilungsvorstandes und sämtlicher Funktionäre. Abrechnung der Maimarten und der Parteiprogramme. 108. Abt. Röpenid. 7% Uhr Vorstandssigung bei Müller, Alter Markt. Lichtenberg. 114. Abt. 7½ Uhr Funktionärkung bei Schwarzer, Gabriel- Mag. Straße 17. 115. Abt. 7% Uhr bei Albrecht, Gürtelstr. 17, Gigung der Abteilungsleitung, der Partei- und Betriebsfunktionäre. Abrechnung der 136. Abt. Reinidendorf- ft. Maizeitungen, Stellungnahme zur Neuwahl eines Abteilungsleiters. 8 Uhr Funktionärsizung. Stellungnahme zur Generalversammlung. Jungsozialisten. Gruppe Briz: 7 Uhr im Jugendheim Chauffeestz. 48, Bieber abend. Mitglieder der Arbeiterjugend find besonders eingeladen. Eine außerordentliche Sigung des Brandenburgischen Städtefages findet am Sonntag, 7. mai, 1 Uhr nachmittags im Char= lottenburger Rathaus statt. Troß der Kürze der Seit merden die sozialistischen Magistratsmitglieder und Stadtverordneten erfucht, für recht reichliche Beschickung dieser Tagung zu sorgen, da eine Entschließung über den Regierungsentwurf zur neuen preußischen Städteordnung gefaßt werden soll. Eine Borbesprechung der Vertreter findet Sonntag vormittags 51. 10% Uhr im Charlottenburger Rethause statt. Am Haupteingang wird die nähere Bezeichnung des Versommlungsraumes erfolgen. Die Wählerliften für die Gemeindeschulen in Brig liegen noch bis zum 13. Mai aus, und zwar wochentags von 5-7 Uhr, Sonntags bon 11-1 Uhr. Alle Eltern( Vater und Mutter), die Kinder in die Schule schicken, müssen sich davon überzeugen, daß fie in der Wählerliste stehen. Ein Kindermantel und ein Schlüffel find am 1. Mai in der Neuen Welt gefunden worden. Die Sachen sind nachmittags von 4-6 Uhr im Sekretariat Neukölln, Jägerstr. 66, abzuholen. Ueber ansteckende Krankheiten im frühen Kindesalter wird Bribatdozent Dr. Orgler am Freitag, den 5. Mai d. S., abends 7, Uhr, in der Aula der Realschule, Boddinftraße, im Rahmen der vom städtischen Gefundheitsamt Neuföün veranstalteten Borträge sprechen. Der Besuch ist unentgeltlich. Bezirksbildungsausschus Groß- Berlin. Heute nachmittag 5%, Uhr Sigung des engeren Bildungsausschusses im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Tr., Bimmer 8. Die Anwesenheit aller Mitglieder ist dringend erforderlich. Sonntag, den 14. Mai, nachmittags 4 Uhr, in der Aula des Friedrich- Realgymnasiums, Mittenwalder Str. 37, findet( abends 7, Ubr) im selben Raum eine Filmvorführung statt. Die Delegierten erhalten eine Eintrittstarte bei Abgabe ibres Mandats. Für Seilnehmer, die nicht zur Stonferenz belegiert sind, werden Eintrittskarten zum Preise von 4 M. ausgegeben. Frauenveranstaltung: t. Charlottenburg. 8 Uhr bei Noffius, Friedrich- Karl- Flat 5. Thema: Die Schule, wie sie ist und wie sie fein fol. Referentin Lehrerin Sabotta. Gäste willkommen. # Sozialdemokratischer Männerchor Friedrichshain". Der nächste Uebungs. abend findet nicht am Freitag dieser Woche, sondern erst am Montag, den 8. Mai, im Andreas- Kafino, Andreasstr. 3, statt. Jugendveranstaltungen. 5. Mai, abends 8 Uhr, im Jugendheim Linbenste. 3, statt. Alle Abteilungen Cine Besprechung der Debner zum Maijngendtag findet am Freitag, ben müssen Orbuer entsenden. 1 Mitgliederversammlungen am Donnerstag, den 4. Mai: ligstr. 6, Bortrag: Stellung der Arbeiterjugend zur Kirche und Religion". Baumschulenweg: Jugendheim Ernststr. 16. Bankwig: Jugendheim Send Rorben: Jugendheim Gemeindeschule Putbuser Str. 3/5. Neukölln- Norb: Jugendheim Münchener Str. 52. Stralauer Biertel: Jugendheim Gemeinde schule Naglerstr. 3. Schönhanser Vorstadt I: Jugendheim Gemeindeschule Süben: Jugendheim Gemeindeschule Stallschreiberstr. 54. Sonnenburger Str. 20. Steglig- Friebenan: Jugendheim Offenbacher Str. 5a. Biertel: Jugendheim Gemeindeschule Glogauer Str. 12/16. Reichenberger Konferenz aller Groß- Berliner Bildungsausschüsse. Im Anschluß daran Vorträge, Vereine und Versammlungen. Todessturz aus dem achtzehnten Stockwert eines Wolfentrahers. In New York hat sich ein schrecklicher Unglücksfall ereignet. Die Mutter des in England und Amerika sehr bekannten Bianisten Bercy Crainger stürzte aus dem 18. Stockwerf des Gebäudes der Aeolian Hall, während sie bei Freunden zu Besuch weilte. Die Un glückliche blieb vollständig zerschmettert auf der Straße liegen. Aufhebung der Kasernierung der Prostitution in Frankfurt. Beranlaßt durch die neue Auffassung über das Wesen der Brostitution hat das Polizeipräsidium die öffentlichen Häuser in Frankfurt am Main geschlossen. Die Insassen, 60 an der Zahl, hatten in der Stadt Unterkunft gefunden. B SOPAGANDA BEAUN 27 Vereinigung für Schul- und Erziehungsfragen Berlin- Treptow. Donners. tag, 8 Uhr, spricht in der Aula des Realgymnasiums, Neue Krugallee 7, Serr Rettor Ostar Seinig über Dramatisches Gestalten in der Arbeitsschule" unter Mitwirkung einer Boltsschultlaffe. Berband Bolksgesundheit. Donnerstag, den 4. mai, 18 Uhr, in der Oberrealschule, Rieberwallstr. 12, Bortrag des Genossen Dr. Leo Alauber: Goziali. fierung des Gesundheitswesens". Gäste willkommen. Eintritt frei. von 8-10% Uhr im Restaurant Sum alten Astanier", Anhaltstr. 11. Berliner Mandolinen- und Zauten- Orchester. Uebungsabend: Donnerstag Stenographenverein Stolze- Schrey zu Berlin. Sentralbezirt: Freitag 7 Uhr, C., Riederwallstr. 12, Friedrich- Werdersche Oberrealschule. Gäste willkommen. Deutsche, Friedensgefellschaft, Ortsgruppe Berlin. Freitag 7 Uhr im Bürgersaal des Rathauses, Königstraße, Bortrag von Dr. Magnus Hirschfeld über Mensch und Menschheit". Disfuffion. Außerordentliche Bersammlung Freitag, den 5. Mai, 7 Uhr. Thema: ,, Wichtige Ortsgruppe Berlin- Weft ber B.-D. für Kindergärtnerinnen und Sortnerinnen. Ausbildungsfragen". 7% Uhr, in Brauns Gesellschaftshaus am Bahnhof Treptow. Referent Dr. Gögel; Mieterverband Treptow. Deffentliche Bersammlung am Freitag, den 5. Mai, ,, Rechte und Pflichten bes Mieters aus dem neuen Reichsmietengefeg." Die Abg. Katz( Komm.) Einspruch und beantragt, eine Große Anfrage über die Vorgänge vor dem Berliner Rathaus am Dienstagabend zu beraten. Die Schußpolizei sei gegen eine ruhig demonstrierende Menge ohne jeden Anlaß mit blanker Waffe vorgegangen. Nur dem entschlossenen Eingreifen linksradikaler Stadtverordneter sei es zu verdanken, daß es nicht zu einem Blutbade tam. Schuldigen müßten zur Rechenschaft gezogen werden, Polizeipräsident Richter eine andere Beschäftigung erhalten.( Der Präsident macht den Redner mehrfach darauf aufmerksam, daß er zur Gefchäftsordnung" nicht auf die Vorgänge selbst eingehen darf.) Kaz fährt fort, er habe selbst gesehen, daß die Offiziere den Befehl zum Losschlagen gegeben haben, ohne daß die Demonstranten den geringften Anlaß gegeben hätten. Mis kah von dem Blutpolizei. hund Severing" spricht, erhält er einen Ordnungsruf. Präfident Ceinert teilt mit, daß Minister Severing sich bereit erklärt hat, die Große Anfrage am Donnerstag zu beantworten. Abg. Celd( U. Soz.) fritisiert das Eingreifen der Schußpolizei und beantragt, die Große Anfrage als legten Gegenstand auf die Tagesordnung zu sehen.( Als Präsident Leinert den Redner hindert, zur Geschäftsordnung" auf die Sache einzugehen, rufen ihm die Kommunisten zu: Schüßer der Bluthunde!) Abg. Leidig( D. Bp.) bittet, es bei dem Beschlusse des Aeltestenrates zu belassen. Die Polizei habe sich must er haft verhallen. ( Lärm b. d. Komm.) Abg. Schulh- Neukölln( Komm.): Die Erledigung wird nur aufgeschoben, um die Deffentlichkeit mit Lügen bearbeiten zu fönnen. Bewußte Schiebung! Die Polizeischurken müssen schleunigst entfernt werden. Präsident Leinert weist den Borwurf der Schiebung zurüd. ( Abg. Scholem( Komm.) ruft: Moralische Schiebung! Allgemeines Gelächter.) gefragt wird, wann er die Große Anfrage beantworten kann. Der Abg. Limberk( Soz.): Es ist selbstverständlich, daß der Minister einfachste Anstand hätte gefordert, sich mit seiner Antwort zu begnügen. Aber dazu sind Sie( zu d. Komm.) nicht fähig.( Lärm b. d. Komm.) Rußland fönnte glücklich sein, wenn seine Regierung so verfahren würde wie unsere. Nach meiteren Schimpfereien der Abg. Schulz und Kaz ( Romm.), verteidigt Abg. Haas( Soz.) den Präsidenten Leinert gegen die Vorwürfe der Kommunisten und wirft dem Abg. Kaz vor, über die Aeltestenratssigung eine völlig falsche Darstellung gegeben zu haben; Sie( zu den Komm.) suchen fortgesetzt jemand hinter der Hede, weil Sie selbst dahintergesteckt haben. Hierauf wird der Haushalt der Schutzpolizei gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kommunisten von der Tagesordnung abgefekt.( Pfuirufe der Kommunisten.) nicht behandelt werden.( Lärm bei den Komm., Abg. Scholem( Komm.): Infolge Widerspruchs der Rechten kann die KPD.- Anfrage heute Das ist der Widerspruch der Mörder! Lachen bei der Mehrheit.) die Anwendung der§§ 7 und 25 des Kreis- und ProvinzialabgabenIn der Beratung eines Antrages Dominicus( Dem) über gefeges fagt Abg. Müller- Hameln( Soz.): Die Novelle über das Kreis- und Provinzialabgabengesek bedeutet ein großes Unrecht, und ein deutschnationaler Antrag will es noch verewigen. Wir werden gegen den Antrag stimmen, der nur die Steuerfreiheit der Grundbesiger von den Kreisjetzt die ganzen Steuerlasten zu tragen. Das Bestreben der Städte, und Provinzialabgaben bezweckt Die nicht freisfreien Städte haben aus den Kreisen auszutreten, ist daher leicht begreiflich. Durch diese Strömungen wird der gesamte Kreissteuerplan über den Haufen geworfen. Das Gesetz wird unter Ablehnung deutschnationaler Abände rungsanträge angenommen. Es folgt ein Gefeßentwurf, der bié Kirchengemeinden verpflichten soll, die vollen Erträge des Pfarrvermögens und etwaige Ueberschüsse des Kirchenvermögens für Pfarr besoldungszwecke zu verwenden. Das Gesetz wird nach furzer Debatte angenommen. Bei dem Entwurf über die vorläufige Regelung des Kirchenregiments in der evangelisch- reformierten Kirche der Provinz Hannover forderi Abg. Kleinspehn( u. Soz.) Eingreifen des Staates gegen die firchlichen Reaktionäre, die nur ihre Herrschaft befestigen wollen. Donnerstag 12 Uhr: Wahlprüfungsgerichte, Kommunistische Große Anfrage, Kleine Vorlagen, Abstimmungen zum Gestüt und Domänenetat, Bergetat. Schluß 47 Uhr. dies soll den Asthmaleidenden in Berlin morgen bewiesen werden. Asthma sofort gelindert! Morgen, während des ganzen Tages, werden kostenlose Proben des berühmten Dr. Schiffmann'schen Asthmador in der Viktoria- Apotheke, Friedrichstraße 19, verabfolgt werden. Dr. Schiffmann wünscht, daß jeder Asthmatiker in Berlin sich persönlich eine Probe holt Als er nach dem Grund gefragt wurde, warum er sein Heilmittel in dieser Weise abgibt, sagte er:„ Die Patienten stehen selbstverständlich einem Asthma- Heilmittel skeptisch gegenüber, und wenn Sie in Betracht ziehen, daß sie bei zahllosen Mitteln keinen oder nur geringen Erfolg gehabt haben, so können Sie diese Leute nicht dafür tadeln" Er fügt weiter hinzu: Es kommt meist nicht auf die Heftigkeit der Krisis noch auf die Hartnäckigkeit der Fälle an Asthmador" bewirkt regelmäßig sofortige Linderung, vielfach schon im Zeitraum von 10 bis 15 Minuten." Er weiß, wie sehr sein Mittel Tausenden von Asthmatikern schon genützt hat, er wendet sich an alle diejenigen, welche noch keine Gelegenheit hatten, das Mittel zu versuchen und sich von dessen Vorzüglichkeit zu überzeugen. Er ist der Ansicht, daß eine positive Probe, die er allen anbietet, das überzeugendste und tatsächlich das einzige Mittel ist, das Miẞtrauen Tausender von Asthmatikern zu überwinden.„ Asthmador" ist in den meisten Apotheken erhältlich, doch fürchtet Dr. Schiffmann, daß viele Personen noch nicht davon gehört haben, und um diese zu erreichen, macht er dieses weitgehende Angebot. Bestandteile: 34,90 Prozent Kaliumnitrat, 51,10 Prozent Fol. Datura Arborea, 14 Prozent Symplocarpus Foetidus. Jeder, der außerhalb Berlins wohnt, erhält ebenfalls eine Gratis- Probe, wenn er einfach seinen Namen und genaue Adresse( weiter nichts) auf einer Postkarte innerhalb der nächsten vier Tage an Dr. R. Schiffmann's Depot, Postfach T., Berlin SW 48 einsendet. Arztlich empfohlen Millionenfach bewährt Putz die Schuh mit Glyzoran beseitigt schnell, sicher und schmerzlos Hühneraugen Hornhaut Schwielenu Warzen Ja Apotheken u Drogerien erhältlich. Die Not der Krankenkassen. Zu den Ausführungen des Geschäftsführers des Groß- Berliner Aerztebundes Sanitätsrat Dr. Sternberg in Nr. 201 des„ Bormärts" fendet uns der Geschäftsführer des Verbandes der Krankentassen Berlins Karl Schulz folgende Erklärung: Wirtschaft = Aus der Partei. " " 50 Jahre Budapester Volksstimme". Zement für den Bau von kleinwohnungen. Schon im April 1848 gab der Volksschullehrer Michael ,, Der Beirat für Zementwirtschaft hat seine Zustimmung zu Tancfics eine madjartsche Arbeiterzeitung heraus, die aber bald An den Anfang meiner Entgegnung will und muß ich die Tat 3ementbedarf für die bezuschußten Kleinwohnungs im Jahre 1869 endete mit einem Jahr Gefängnis und 500 Gulden dem Vorschlag des Reichswirtschaftsministeriums gegeben, den von der Reaktion unterdrückt wurde. Ein neuer Versuch Tancfies' sache stellen, daß Herr Sternberg verschweigt, daß er bei Veröffent- bauten bevorzugt sicherzustellen. Ueber das Verfahren Geldstrafe, was das Blatt nicht aushielt. 1870 gab der Buchdrucker lichung meines Artikels und demgemäß bei Abfassung seiner Entgeg für die Belieferung werden noch nähere Anordnungen ergehen. Bittor Külföldi die Allgemeine Arbeiterzeitung" heraus, die nung als Unterhändler der Berliner Aerzteorganisation dem Ber- Für den Bereich der Süddeutschen Zementverkaufsstelle Heidel- aber nur 17 Nummern erlebte. 1871 erschien kurze Zeit die von band der Krankenkassen das Anfinnen gestellt hat, die von fast allen berg ist bereits seit einiger Zeit ein bestimmter Teil der Monats- Siegmund Boliger geleitete Brüderlichkeit". Die nach dem Fall Aerzten und Krankenkassenfachleuten sowie-mitgliedern als sehr hoch erzeugung für den Kleiwohnungsbau abgezweigt. Soweit die Be- der Pariser Kommune neu einsetzende Reaktion vernichtete aud) empfundene 100prozentige Steigerung des Mitgliederpauschals auf lieferung durch die Verkaufsstellen des Norddeutschen Zementver- in Ungarn die Anfänge der Bewegung, Polizer wanderte in den 100 m. für das zweite Quartal 1922 nochmals um erheb foll, ist für alle bezuschußten Wohnungsbauten, für die eine klagten endete mit der Freisprechung aller. Als erstes Blatt einer bandes bzw. des Rheinisch- Westfälischen Zementverbandes erfolgen Rerfer, aber der Hochverratsprozeß gegen ihn und die Mitangeliche Säge zu erhöhen. Herr Sternberg schlug den Kranken- bevorzugte Belieferung zunächst in der Zeit vom 15. Mai bis Genossenschaft von Parteigenossen erschien 1873 die Arbeitertassen vor, nicht 100 m. als Grundpauschal anzunehmen, sondern 15. Juni erwünscht ist, eine Bedarfsanmeldung bei der Wochen- Chronit" und seit damals ist das deutsche Parteiorgan in 120 M. und darauf noch die jeweiligen Inderzuschläge zu zahlen. Landesbehörde oder einer anderen geeigneten Organisation( Woh Budapest ununterbrochen erschienen, seit 1891 als Arbeiterpreffe", Es sollen also die Krankenkassen an Stelle der jährlich zu zahlenden nungsfürsorgegesellschaften usw.) so zeitig einzureichen, daß die Be- die von September 1892 bis August 1893 unser Daniel Stüd 150 Millionen noch weitere erhebliche Millionen hinzuzahlen, es darfszusammenstellungen der einzelnen Bezirke( für die Zeit vom I en redigierte und seit 1894 als„ Boltsftimme", die am 1. Mai 1895 tönnten bei weiterer Steigerung des Inder auf Grund des von den 15. Mai bis 15. Juni) bis zum 11. Mai im Reichswirtschaftsministe- Tageblatt wurde. Aber die Aufdeckung der Praktiken eines Merzten geforderten Grundpauschals diese mehr zu zahlenden rium vorgelegt werden können. Anzumelden find auch diejenigen Apothekers, der Wunderheilmittel vertrieb, leider aber zu den AktioSummen etwa 70 Millionen ausmachen, so daß die Versicherten also Mengen, welche bereits bei den Bementverkaufsstellen durch Händler nären der Druckerei des Blattes gehörte, führte zu einem Boykott nach Ansicht der Aerzte allein an Arzthonorar für Versicherte pro Anmeldungen von der gesamten Erzeugung für den bezuschußten halten konnte. Dazu tamen Parteiwirren, die aber wieder überbzw. unmittelbar bestellt sind. Wie nun Zement auf Grund der aller Druckereien gegen das Blatt, das sich als Tageblatt nicht Jahr 220 Millionen aufzubringen hätten. Kleinwohnungsbau zugeteilt werden kann, wird erst nach Aufhören wunden wurden. Bon Oftober 1911 bis zur Rätediktatur unfeligen des Bementarbeiterausstandes beurteilt werden können. Angedenkens dreimal wöchentlich, dann wieder als Tageblatt und Die bereits jezt bei den Berkaufsstellen des Norddeutschen seit 1. März 1920 tommt die Volksstimme" jeht als Wochenblatt Bementverbandes bzw. des Rheinisch- Westfälischen Zementverbandes heraus. Wir wünschen ihr baldigen neuen Aufstieg. vorliegenden Anträge auf Zementbelieferung von bezuschußten Kleinwohnungsbauten werden aus dem gesamten unerledigten Auftragsbestand ausgesondert und von vornherein bis zur endgültigen Rege lung nach Möglichkeit im gewiffen Verhältnis bevorzugt beliefert. Es ist deshalb zweckmäßig, der Regierung, den Aufsichtsbehörden und dem kommenden Schiedsgericht nochmals furz zu sagen, was nötig ist: Die Krankenkassen sind bei den jetzigen Verhältnissen: Erfassung der zu versichernden Grundgehälter, Höhe der prozentualen Beitragsfeftfezung und unter Beibehaltung der freien Arztwahl kaum mehr in der Lage, die für das Versichertenpauschal aufzuwendenden Summen zu zahlen, sie sind überhaupt nicht in der Lage, die im Interesse der Bolksgesundheit so eminent wichtige Familien= versicherung einzuführen. Es tann nicht bestritten werden, daß nach den Forderungen der Aerzte für die Familienver sicherung dasselbe zu zahlen wäre, wie für das Versichertenpauschal, daß die Krankenkassen also im Jahre mindestens 440 bis 450 Millionen aufbringen müßten, um die Aerzteforderungen zu befriedigen. Rechnet man diese gewaltige Summe auf den einzelnen der 1½ Millionen Versicherten um, dann ergibt dies schon für jeden Versicherten, ob verheiratet oder nicht, eine Jahresleistung von 300 Mart. Nimmt man an, daß nur die Hälfte der Versicherten als Haushaltungsvorstände in Frage kommen, sollten diese Haushaltungsvorstände allein die Kosten für eigene und für Familienversicherung aufbringen, dann ergäbe sich für sie eine Jahresleistung von insgesamt 450 M. oder für jeden Arbeitstag von 1,50 M. Beachtet muß werden, daß dies reines Arzt honorar sein soll; die Gesamtzahlungen der Mitglieder müßten um das 6% fache höher sein und müssen sich für die oberen Beitragsstufen noch weiter prozentual erhöhen, in umgekehrtem Verhältnis, wie die mittleren und unteren Stufen unter dem Durchschnitt bleiben. Die 50- PfennigRechnung des Herrn Sternberg hat also ein gewaltiges Loch! Bei 100 m. Jahrespauschal beträgt die von den Kaffen an die Merzte zu zahlende Summe je nach der Zusammensetzung des Mit gliederbestandes heute schon 11 bis 18 Proz. der Gesamteinnahmen. Bei der enormen Steigerung für Kurtosten, Arzneien und Heilmittel, die bei einzelnen Arten ins Schwindelhafte gehen, stehen nachweisbar eine Anzahl Krantentassen vor der Kalamität, daß sie nicht nur ihre Reserven restlos aufge. braucht haben, also Wertpapiere mit enormen Verlusten verkaufen mußten, daß sie auch von Pontius zu Pilatus laufen, um Geld geliehen zu erhalten. Beim Verband der Krankenkassen liegen Gesuche um Stundung erheblicher Zahlungen in Menge vor, die Krantenhäuser flagen darüber, daß ihnen die längst fälligen Kur- und Berpflegungstoften seit Monaten nicht bezahlt worden sind, die Apo2 thefer jammern und petitionieren an den Wohlfahrtsminister, daß er ihnen dazu verhelfe, daß die Krankenkassen die längst fälligen Arzneirechnungen schneller bezahlen die Regierung sieht alledem taten fos zu. Ein hoher Regierungsbeamter, der als unparteiischer Borfizender des Aerzteschiedsgerichts bestellt war, glaubt seine Pflicht getan zu haben, wenn er den Krantenkaffen eine hundertprozentige Erhöhung des Arzthonorars aufgebrummt hat, das Oberverfiche rungsamt verweigert den Krankenkassen die Genehmigung für eingereichte Sagungsänderungen, die Arbeitgeber drohen mit einem Sturm auf die gesamte Krankenversicherung, wenn ihnen wiederum höhere Bahlungen abverlangt werden und dann behauptet Herr Dr. Sternberg: Die Krantentassen bringen eben nicht genügend Gelber auf, sonst müßten sie die Forderungen der Aerzte erfüllen tönnen. Geschäftliche Mitteilungen. 500- Mart- Noten. Wie das Reichsbankdirektorium dem Verbande sächsischer Industrieller mitteilt, ist die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 500 m. vorbereitet und voraussichtlich noch im Sommer zu erwarten. Die vermehrte Ausgabe von 1000- Mart- Noten war zwar auch angestrebt, doch ist die Leistungsfähigkeit der Reichsdruckerei an ihrer Grenze angelangt. Angesichts der Unmöglichkeit, dem Berkehr Tausender- Noten in genügender Menge zur Verfügung zu stellen, ist die Schaffung von höheren Noten unabwendbar. Auch hier sind die Vorbereitungen soweit vorgeschritten, daß deren Ausgabe zum Herbst d. J. in Aussicht steht. Bergwerksgesellschaft Hibernia. Ueber den Abschluß dieses Unternehmens, dessen Aktien sich in den Händen des preußischen Staates befinden, meldet der amtliche Preußische Pressedienst: In der am 25. April 1922 in Berlin abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wurde der vorgelegte Abschluß für 1921 festgestellt. Es wurde beschlossen, der Generalversammlung vorzuschlagen, von dem abzüglich aller laufenden und außergewöhnlichen Betriebsausgaben fowie der Anleihezinsen verbleibenden Bruttogewinn 11 581 201,15 Mart zu Abschreibungen und 450 000 m. gleich 4 Proz. als Gewinnanteil auf die Vorzugsaktien und 12 000 000 m. gleich 20 Broz. als Gewinnanteil auf die Stammattien zu verwenden. Der Zentralvorstand des Internationalen Genossenschaftsbundes hielt am 10. und 11. April in Mailand eine Sigung ab, an der für Deutschland Heinrich Kaufmann teilnahm. Sekretär Man ( England) erstattete den Kassenbericht für 1921 und legte das Budget für 1922 vor. Beide sieben unter dem nachteiligen Einflusse der Balutadifferenzen. Die Rußland- Delegation erstattete Bericht. Ausschusse. Die Sammlung für Rußland und Georgien foll fortDer Centrosojus" erhielt beratende Stimme im Leitenden gesetzt werden. Zur Konferenz in Genua wurde eine längere Entfchließung gefaßt, in der Hinzuziehung der Genossenschaften ver langt und bezüglich des Wiederaufbaues bestimmte Vorschläge gemacht werden. Die Propaganda, insbesondere soweit die Mitwirkung der Frauen in Betracht kommt, soll gefördert werden. Der internationale Güteraustausch wurde in einer Sigung der Großeinkaufsgesellschaften besprochen. Errichtung einer Art Grportabteilung in jedem Lande wurde als wünschenswert be zeichnet. Die Errichtung einer internationalen Großeinkaufsgesell fchaft wird von einem Ausschusse geprüft. Rußlands Außenhandel geht vorwärts. Die ruffische Einfuhr ist im März gegenüber den Vormonaten start gestiegen und betrug 623 000), was einen Reford feit Wiederbeginn des ruffischen 15 664.000 Bud( im Februar 8 566 000, Januar 5 464 000, März 1921 Außenhandels darstellt. Die russische Ausfuhr betrug im März d. J. 453 744 Bud( im Februar 205 156, im März 1921 298 173 Bud). Ruffische Verkehrstarije. Die Sowjetregierung hat die Eisenbahntarife ab 1. Mai auf das Einmiflionenfa che derjenigen Säge erhöht, die für den Personenverkehr im Juni 1917 und für ben Güterverkehr bis zum 1. Januar 1921 gegolten haben. Bis zum 15. April 6. J. betrugen die Tarife das Zweihunderttausendfache und vom 15. April an das Bierhunderttausendfache dieser Sätze. Das deutsch- italienische Wirtschaftsabkommen, das am 1. Sepzum 1. März 1923 automatisch verlängert. Die Teltower Kreisschiffahrt veranstaltet täglich Fahrten zur Baumblitte nach tember 1921 in Kraft getreten ist, wurde auf weitere 9 Monate bis Berder. Sport. Rennen zu Grunewald am Mittwoch, den 3. Mat. 1. Renne It. 1+. Aventin( D. Schmidt), 1+. Elleband( Altmann). 3. Geifer( G. Janet). Tot.: 29: 10( Aventin), 26: 10( Effehand), Blaz: 17, 16, 14:10. Ferner liefen: Bindar, Alamund, Bannstein, Lehndorff. 2. Rennen. 1. Barde( Ebert), 2. Brålat( Kosina), 3. Namajos( 3118). Toto: 17:10, Blat: 14, 26, 63:10. Ferner liefen: Mime, Heilfünstler, Traumdeuter, Dioscur, Carolus, Csardasfürstin, Stichprobe, Biwia. 3. Rennen. 1. Lonja( D. Schmidt), 2. Abazzia( Zimmermann), 3. Minnie( Polaar). Tot.: 31: 10, las: 12, 16, 14: 10. lesen: Immergrün, Rebe, Norderney, Penholder. Ferner 4. Rennen. 1. Falter( Staudinger), 2. Flüchtling( Behr), 3. Sarnot ( Kaiser), 4. Correggio( H. Schmidt). Tot.: 91: 10, Blog: 32, 35, 53: 10. Ferner liefen: Liebebiener, Armenier, Ulan II, Athene, Rib, Augur. 5. Rennen. 1. Schaumschläger( Tarras), 2. Hörselberg( Wurft). 3. Bießbach( B. Janet), 4. Belgrade( Gorsler). Xot.: 14:10, Blag 11, 14, 19:10. Ferner liesen: Ritter Blaubart, Hammerfest, Formosa. banera( Korb). 4. Golderlag( Bleuler). Tot.: 26: 10, Blat 15, 16, 51:10. Jerner liefen: Qegeret, Maggie, Ravenna, Mrs. Bunch, Kleingeld. 7. Rennen. 1. Feldherr II( Bleuler), 2. Horst( Korb), 3. Anemone ( Staifer), 4. Aladar( Staudinger). Tot.: 182: 10, Blag 55, 25, 33: 10. erner liefen: Rend Bonto, Erbschleicher, Einhart, Barcival, Abendsturm, 6. Rennen. 1. Alarid( Rastenberger), 2. Lieberich( Altmann), 3. Ha Gibet. Wetter bis Freitag mittag. Anfangs vielfach heiter und in den Mittagsstunden mild, dann wieder zunehmende Bewöllung und im Westen an den meisten Orten leichte Regenfälle. Sehen Sie sich das große Mai- Programm bei„ Jieita" an! Sie stannen und lachen! Gegen rauhe aufgesprungene Haut CREME MOUSON vollkommenstes Haulpflegemittel Forderney Dos Nordree- Paradier Seewege über Bremen Bremerhaven oder Hamburg Cuxhaven u. Helgoland Direkte Schnellzuge- und Dampferverbindung Norddeich- Norderney Auskunft und Führer durch die Bade- V Billige Preise für hochwertige Frühjahrskleidung aus Homespin, Fischans gutem Schlüpfer und Raglans at und Diagonal 100000 Sport- Anzüge Manchester, one und mit Futter 135000 Knaben- Anzüge in all. Fassous ut. Preislagen V. M. 200 an stoffen.... .M. 1600, 1400, 1200 aus prima Stoffen in Schlüpfer und Raglans bester Verarbeitung .M. 3000, 2000, 2400, 2220, 2rbeitung 180000 Paletots aus marengo Cheviot M. 8000, 2000, 2400, 140000 Sport- Paletots sehr gutem Covercoat, ganz aus ... 1650, 1500 mit Satinella gefüttert, M 8000, 2600, 2400, 1900 Paletots Biedermeierform, aus farbigen Stoffen ..M. 2000, 2500, 2200 Rockpaletots und ohne Samikragen von..... M. 180000 200000 aus erstklassigem Covercoat, mit 350000 Jackett- Anzüge Mustera M. 1650, 1400, 1200 95000 180000 guten farbig, Stoffen in vielen in den neuest. Must. u. Farbenstell. Jackett- Anzüge M. 2500, 2400, 2200, 2000, 1900 Jackett- Anzüges erstklassigen Stoffen und in prima Verarbeitung, Ersatz für 240000 ... M. 3300, 2000, 2700, 2800 Maß. ... M. 1500 ..M. 1800, 1500, 1350 von von an an Homespun und karierten Stoffen 120000 Sport- Anzüge mit Breecheshose, aus Lodenstoffen, Bozener Mäntel oder aus primo 750 Bozener Mäntel für Damen, aus Strichloden 55000 Hosen gestreift, außergewöhnlich billig 18000 Hosen 275⁰⁰ Hosen 400⁰⁰ Breechesform, aus gutem Manchester 30000 Sporthosen Sommer- Loden- Joppen Ruder- Jacketts M. 250, 225, 200 aus gestreiftem Satin und Kammgarn M. 375, 825, 800 aus prima Stoffen, für Cutaways M. 750, 650, 600, 550, 475 M. 675, 350 von.... 45000 aus gutem blauen Cheviot 85000 M. 1000 blauem Cheviot und Kamm- 52500 Knaben- Anzüge garu in nur gut. Qualität, von M. Burschen- Anzüge aus farbig. Wollstoffen von M. 32000 Burschen- Anzüge in Jackett- und Sportform, aus nur guten von guten farbigen Stoffen von M. 56000 Jünglings- Anzüge jeder Art und Qualität, aus 90000 an Jünglings- Anzüge aus blauem Cheviot von M. 85000 Knaben- Pyjacks aus gutem blauen Cheviot und 67000 Tuchstoff von....... Knaben- und Burschen- Pelerinen aus Strichloden von.... an M. 20000 an Strohhüte, Sporthemden, Rucksäcke, Oberhemden, Krawatten in großer Auswahl, sehr preiswert! Außergewöhnlich| Wochentagsanzüge aus sehr haltbaren Stoffen M. 800 5000 preiswert! In der Morgenstunde billiger Verkauf von Trikotagen und anderen Sachen Mantel aus sehr haltbaren Stoffen. M.00 40000 BAER SOHN Berlin nur Chausseestrasse 29-30 Der Versand nach ausserhalb erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Aufträge Sie sparen an Schuhen, wenn Sie Edelschuhputz Nigrin verwenden. Generalvertretung und Lager: Berlin S 42, Lufsen- Ufer 40. Central- Th. 6pernhaus Volksbühne U.: Turandot Arlecchine Theater a. Bülowpl. Mädels v. Davos 7: Die Ratten Deutsch Opernhaus 72 Uhr Schauspielhaus Lessing- Th. 7. Die Bohème Armand Carrel 72 Uhr 7½ Uhr: Komische Oper 7% Dir.: James Klein 78 Der Sensationserfolg Berlins! Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tgl. 73/4 Der neue Schlager! Der Neffe aus Afrika 11- Ankauf Königstor Metal Neue Königst.87 Russ.- Deutsch.- Th. Vorher vollständig neuer Teil zahlt Tagespreise f. a. a. Singspiel Letzt.Rose Messing, Kupfer, Der Meister D.blaue Vogel vom Montmartre 3 Bilder a. d. Liebesleb Offenbachs unt. Verwend. Offenbachscher Musiken. In den Hauptrollen: Dr. Waldemar Staegemann Margit Schy, Else Müller, BalzerLichtenstein, Herbert Kiepert, Fritz Steidl, Erich Bartels, Hans Werder Vorverkauf ununterbrochen Friedrid- Wilhelmst. The Theater des Ostens IRTEN 8 Madame Sans- Gene Casanovas Sohn( Rose- Theater), Deutsch. Theat. Freitag 7: Faust Intimes Theater 734 Sonnab. b. Mtg. 7: 8: U. Bubi will nicht! U. Brot und Arbeit Cyrano von Mad. Sans Gêne Die Peitsche und..? 72: Bergerac von Bergerac • Deut. Künstler- Th. 72 Uhr: Freit Kammerspiele 7: Der Meister Kollege Crampton Freit. 8: Das Paket- Freit 7: Z. 1. Male Man kann nie wissen boot Tenacity Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) 7: Judith Freit 7: Judith des ,, Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. i. d. Königgrätzer Str. tägl. 8 Uhr. Sbd. bis Mont. 7: Man kann nie wissen APOLLO 8 U. Theater 8U Dir. Jam. Klein Allabendlich Die große Ausstatt.- Operette Ton Paul Lincke Klein. Schauspielh. 8 Varieté- Spielplan Uhr: Der keu- Circus Rauchen gestattet! Lustspielhaus BUSch Uhr Werwolf sche Lebemann Metropol- Theater 7.20 Uhr: Bajadere Circus- Teil: 7% U Man.- Schaust: 8 Sonnt, auch 3 Uhr Der lustige Neues Operett.- Th. Manege- Schlager 8 Uhr: Lady Chic Neues Th. am Zoo 8 Uhr: Tanzabend Zahrah Alexiewa Neues Volkstheater 71 Schuster Aiolos Schiller- Th. Charl. 8 Ueber'n großen Teich Wunderaffen Mexikan. Szenv verlängert Reichshallen Th. Allabendl. 72 Uhru. Sonnf. nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Anfang 8% Uhr Vorstellung allabend!.! Metallbetten Volkstüml. Preise! Stg. 3: Tante Bella Blei, Zink ete. Rennen zu Karlshorst Theater a.Kottb. Tor Bezirksverb.Berlin Deutscher Metallarbeiter- Verband Allabdl.7% Sonntags nachm.3U. Elite- Säng. a. SPD. 13. Abt.( 2. Kreis). Nachruf. Unser Genoffe Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836, Wer ein Johann Manygel metallorüder und polierer. Mädel lieb gewann, Chanson, Fred. Joachim. Natascha", Lied, gesungen von Gustav Rieß. Meine Lene", Tanzscherz, Max Horst. Isabell von der Damenkappell", masik. Szene, Franz Fantber. Er is nach mir verrückt", Vortrag, Bobby Donnerstag, 4. Mai, nachm. 3 Uhr Walden Schorsch Rusell Stahlmatrahen Kinderbetten dir. an Brio Katal. 30 A fr. Eisenmöbelfab. Suh1,( Th.) 7. K Bilanz am 31. Dezember 1921. Aktiva. Raffa- Ronto Utenfilien- Ronto Maschinen- u. Wertzeug- Ronto. Passive. 2. 1750, die sächsische Type. ,, Fantasie im Ratsweinkeller" Wiederspiel von Max Horst. „ Der Schipper" 907. 2871,10 Antell- Ronto 6552,67 Refervefonds- Konto. 1011,20 Eine komische ErinnerungsHilfsreservefonds- Rt. 3 885,50 Angelegenheit von Max Horst. 12 343,50 Darlehen- Ronto 365 414,85 1850, Ronto- Rorrent- Ronto 15 749,60 Ronto- Rorrent- Konto 150 106,06 Rückstellungs- Konto. 8741,73 Rautionen- Ronto Zurück Salzwedeler St. 6 ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung ift bereits erfolgt. Hente Donnerstag, 4. Mai, nachm, 4% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25: Außerordentliche Die Abt. Beits. Bertrauensmänner- Konferenz. Bezirksverb.Berlin SPD. 109. Abteilung Friedrichshagen. Die Einäscherung Januar verum unferes am 28. glückten trenen Genossen Willi Wach findet am Frei Waren- Konto. 226 871,12 Gewinn- u. Berluft- St. 4 041,57 Prof. A. Pinkus.ben 5. mat, Ga. 400 594,45 Ga. 400 594,45 Die Mitgliederzah! betrug am 31. Dezember 1921: 7. schluß 7 Mitglieder mit einer Haftsumme von M. 1750,-. geſchieben: 1, eingetreten: 1, mithin verbleiben am Jahres Saftfumme und Geschäftsanteile haben sich nicht deränndert, Möbelfabrik Zukunft Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. B. Andreas. Th. Losse. Nasenröte, Sommersprossen 105/1 Pickel, Hautunreinig keit.Gesichtsröte etc. werden schmerzlos, unmerkbar für d. Um. Hachm. gebung, abgeschält durch echte Vater Philipp Schälkur, halbe Pr. danach kommt anmutige junge zarte Haut zum Vorschein, à 12 M. vom Laboratorium Dresden- Zschachwitz 146, erhältDönh. lich in der Elefantenapotheke, Leipziger Straße, und in den Brettl. Drogerien Bastianstr. 2, Fehmarnstraße 3, Reinickendorfer Anf. 7/ 2U. Straße 119. Charlottenstraße 76, Pankow, Prinzstraße 6. Seit 30 Jahren als stärkstes Radikalmittel berühmt! werd.restlos vertilgt durch Reichels Wanzen fluid. Echt nur mit Marke * Der Hochtourist Wanzen Tod.Teufel Thalia- Theater 72: von und zu. in Originalpackungen zu Mark 10.-, 17.50, 25.- und 37.50 in Drogerien erhältlich. Komödienhaus Venus: Die Herren Otto Reichel, Berlin SO, Eisenbahnstr. 4. Fernspr. Moritzpl. 4751-53 8U.:,,Gretchen" auf Residenz- Th. Gläßner, Roberts. Tägl. 7 Uhr: Eine Frau ohne Bedeutung IreneTriesch, Korff, Bertens. Sandrock Trianon- Th. Täglich 7 Uhr: Moral von Ludwig Thoma Burg, Limburg Junkermann.Albers Falkenst., Mamelok. Etablissement Café Erden In den Bauptrollen: Grete Sellin Martin Kettner Fritz Spira Erna Alberti Else Reval 30- Damen- Ballett Varieté- Sensationen Vervrk. ununterb SCALA Tägi 8 Uhr Internat. Th. a. Nollendorfpl. 32: Postillion v. Lonjamean 73/4 Verliebte Leute U.: Theater d. Westens 71% U.: Zarewitsch Alexej Theater In d.Kommandant. Str. Gelbstern 8 Uhr: Wallner- Theater 7% U.: Die beiden Nachtigallen Walhalla- Theater 7 U.: Gasthaus zur Liebe Folies Caprice 3/48 u. pers. Regie v. Dir. Ant. Herrnfeld .Nachtdienst v. A. u. D. Herrnfeld Mandelbaums Zielka Varieté Hochzeitsreise Friedrichstr. 59-60 Ecke Leipziger Str. Großes Mai- Programm Anni Kliemchen Henry Lorenzen Rema Jung Kurt Roda Hedda Herrnfeld Martin Löwe Irene Schachmeister Fettino Alice Basener Fatima Ballett EgonMolkow mit Erna Gagelke NachmittagsVorstellungen v. A. u. D. Herrnfeld Für Gold- SilberBrillanten etc. zahlt die höchsten Tagespreise Juwelen EinkaufsGesellschaft Berlin Antwerpen Beuthstraße 12 ( Spittelmarkt) Noch Achtung! preiswert Achtung! Oberhemden, Leinenwäsche, Sportwäsche, Einsetz- und Normalhemden, Strumpf- und Wollwaren, moderne Krawatten Spez.: Dauerwäsche J. Altberg, Filiale: Berlin, Oranienstraße 199 Neukölln, Bergstraße 155 . wäsche- Spezialgeschäft. RET Geschäftsgründung 1889 DISK Teilzahlung Kunden in allen Hunderttausende Städten Die photographische Kamera schafft dauernde Erinnerungen an frohe Feste und macht schöne Wandertage durch Selbstaufnahmen unvergesslich, doch was kostet heute ein Photographischer Apparat? Die Antwort gibt unsere Schaufensterausstellung, die solide, brauchbare Apparate zu sehr vorteilhaften Preisen zeigt. Unser System, welches die Zahlung auf zwölf Monate verteilt, erleichtert die Anschaffung. Auf Teilzahlung zu Ladenpreisen Unsere Artikel: Photo- Apparate u.-Bedarfsartikel, Theater-, Reisegläser, Reißzeuge, sämtliche Musik- Instrumente, Mandolinen, Gitarren, Geigen, Zithern etc., Sprechmaschinen und -Platten, Gold-, Silberwaren, Brillanten, Taschenuhren, Armbanduhren, Standuhren, Regulatoren, Wecker, Alfenide-, Nickelwaren, Kristall-, Porzellan-, Tafel-, Kaffeeservice, Lederwaren, Koffer, Schirme, Parfümerien, Haarschmuck, Rasierartikel, Spitzen, Pfeifen, elektrische Tisch- und Standlampen, Rauch-, Klub- u.Teetische, Schreibzeuge, vornehme Geschenke JONASS& CO. Belle- Alliance- Str. 7-10 Kaufgesuche 149* Fahrradankauf, Linienstr. 10. Chaiselongues, Umbausofas, Auflagematragen, Patentmatragen. Walter, Bezirksverb.Berlin SPD. 82. Abteilung Steglitz. Unser Genoffe Louis Clement Steglig, Schildhornstraße 98, ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt am Don nerstag, den 4. Mai.nachmittags 31 Uhr, auf dem Stegliger Friedh. Um rege Be teiligung ersucht Der Vorstand. 6 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Sein Andenken wollen die Genossen durch eine zahlreich. Beteiligung ehren. Der Vorstand. Asthma HustenJeder Betrieb muß eine Bez tretung entfenden. Die Meister- und Vorarbetter. Ber fammlung fällt aus. Meghaniter, Opfifer und Uhrmacher, Eicher und Eicherinnen. Freitag, den 5. Mai, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25 ( großer Saal): Vollversammlung der Gesamtbranche Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Bierbücher über: Das einheit liche Arbeitsrecht und die arbeitsrechtlichen Gefeße". 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. Die Gruppen der Schreibmaschinen, Stempelbetriebe, Feinmechanit, Nähmaschinen, Laden- und Fabrikoptit, Laden- und Fabrituhrmacher find be sonders eingeladen. Www Mitgliedsbuch, mit einem der obigen Berufe versehen, legitimiert. Die Deisverwaltung. anfallen und Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin- Lichterfelde starker Verschleimung findet wirks. Hilfe d. Reichels echte Asthmatrepten, berühmt d. Ihre Wirkung. 30 Jährige glänzende Erfolge. M.20Otto Relehel, Bla. 48$ 0, Eisenbahnstr.4 Deutscher Metallarbeiterverband, Verw. Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, ber Schlosser Paul John teutolin, RogatStraße 41 am 30. v. M. geftorben ist. Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 6 Mai, nachmittags 2 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Riefholzstraße, statt. Ferner starb unferkollege, der Schloffer Wilhelm Gratzke Egerzierstraße 19, am 28. v. M Die Einäscherung findet am Montag, ben 8. Mai, nachm. 1 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Am 27. April verstarb plöglich durch einen Unglüdsfall unser Automitfahrer Karl Falkenthal Wir verlieren in dem auf fo tragische Weise Dahingeschiedenen einen tilchtigen, fleißigen Arbeiter, der insbefondere feiner nie versagenden Arbeitswilligkeit wegen verstand, sich das Bertrauen seiner Vorgesezten zu erwerben. Wir werd.feiner ftets ehrend gebenken! Die Direktion der Hartwig Kantorowicz Act.- Ges. Berlin. Die Beerdigung findet Freitag, den 5. Mai, nachmittags 3%, Uhr, von der Leichenhalle Blante Hölle( Siedelung Lindenhof) aus ftatt in Berlin- Lichterfelde Renderung des Mahngebührentarifs. 850 der Sagung. Die Mahngebühren betragen: bis 50,00 9. 1.00 R, 200.00 2,00 über 50,00 R 200,00 500,00 3,00 " 500,00 19 " " 募 " 1 " M .3,00 1000,00 4,00 und für jede weiteren angefangenen 1000 m. mehr Diese Aenderung tritt mit dem Tage der Genehmigung durch das Bersicherungsamt der Stadt Berlin in Kraft. Berlin- Lichterfelbe, den 19. April 1922. Der Borstand. Der Borsigende: Gustav Tillack. Der Schriftführer: Fritz Haneberg. Auf Grund des§ 28 der Reichsver ficherungsordnung wird ber im§ 50 der Gagung enthaltene Mahngebührentarif genehmigt. Berlin, den 27. April 1922 Bersicherungsamt der Stadt Berlin. Hauptstelle. Dr. Meyer. ( L. S.) 1736 Berf. A. R. 22 Kunstspielpianos u. Flügel VIRTUOLA Fußbetrieb Elektrisch beides vereinigt ermöglichen gleichzeitig Wiedergabe der Musikstücke nach Auffassung des Künstlers und Selbstnuancierung Leipziger Str. 119 Romhildt A.-G., bis 120, 1. Stock Drum prüfe, wer sich ewig bindet! D. R. G. M. C TO Als Selbsthersteller liefere ich in Qualität und Preisen einzig dastehende Trauringe 1 Ring, Dukatengold, von 250,- an 1 Ring, 585 gestempelt, von 200, 1 Ring, 333 gestempelt, von 100,- an Garantieschein für gesetzlichen Goldin halt. Ausführlicher Katalog nach auswärts geg. Rückporta. H. Wiese, Juwelier Artilleriestraße 30 und Passauer Straße 12 5 Min. v. Bahnh. Friedrichstr. 1 Min. v. Wittenb.- Pl, Nähe Zoo Telephon: Norden 1030. Telephon: Steinplatz 11803. Handelsgerichtlich eingetragene Firma. Bertrauensvolle Auskunft, Unterfuchung, diskret, langjährige Erfah. rung, gewissenhafte Behandlung, Damen. Frau Boldan, freisärztlich geprüft, Fruchtstraße 35, vorn III lints( direkt Schlesischer Bahnhof). Arbeitsmarkt Stellenangebote 1262b 165 1 Tüchtiger Maschinen- Tischler zur Aufstellung mehrerer Holzbear beitungsmaschinen nach owno ( Litauen) gesucht. Angebote erbittet Arel Andersen, Hotel Reichstrone, am Bahnhof Friedrichstraße.[ 1264b ftellen ein Kreissägenschneider sucht Riftenfabrit Schlosserlehrlinge u. Klempnerlehrlinge Rostizstraße 20. Bauschioffer stellt sofort ein H. Alemme, Otto Lubih Kunst- u. Bauschlofferei * Friedenau, Schntargendorferstraße 32. Maurerbursche. Berlin, Nürnberger Zentralbureau: Neue Königftraße 85 und Bergmann Eifenmöbel- Fabrit 12636 Melbungen 9-6 Uhr. Gonnabends 9-1 Uh Tel.: Agit. 2564 11. 2565 135/6 Fabriken: Rene Königstraße 10 und 72 Leibhaus Spiegel, Chausseestraße 7, Bettwäsche billig! Bedeutende Preis- Metallbetten 250.-, Chaiselongues Verkäufe verkauft spottbillig erfttlasfige Anzüge, ermäßigung! Nur diese Woche. Dec. 275.-, Patentmatragen, Bolsterauf Schlüpfer, Ragenjaden, Sportpelge, bettbezige 128., Riffen 36.- Bett- lagen, Rinderdrahtbett. Meide, August Anzüge, Sommerpaletots. Sommer- Gehpelze, Füchse aller Art. Keine Lom- laten 92. an. Angeftaubte Bezüge straße 32a, Quergebäude. fchlüpfer, Covercoats, Cutaways, Geh- bardware. weib unter Preis! Prima Ueberschlag. rodanzüge, Gummimäntel, Sofen, jezt Bettwäsche billight! Diese Woche große Wäschestoffe, Damaste, Dimiti, EngrosTaken 395.- Parabetiffen, Büchen, fünfzig Prozent billiger. Friedens Preisermäßigung! Riefenauswahl in stoffe. Reine Lombardware. Leihhaus Bezügen 135., Riffen 38. Bettlaken preife. Für Aussteuer Sonderrabatt. Rosenthalertor, Linienftr. 203/4, Ede 96.-an. Brima Ueberschlaglaten 425. Bettwäschefabrit Dresdenerstraße dreiRofenthalerstraße. Paradetiffen, Wäschestoffe, Inletts, Di unddreißig( Nähe Prinzenstraße). GeSie sparen Geld! Benn Sie im Leih- miti, Damaft, bunte Bezugstoffe, Sand- öffnet bis 7. haus Humboldt, Gerichtstr. 23, gegen- Hicher, nur prima Qualitäten. Fabrit Auf Teilzahlung. Moderne Herren- Stargarder Straße achtzehn. über der Städtischen Badeanstalt, An- preise! Streng reelle Bedienung. Wäsche- garderobe in vornehmster Ausführung, allge, Ulster, Schlüpfer, sofen, Pelz- fabrik Stumpe u. Jäger, Landsberger- bequeme, diskrete Teilzahlung. Ge- Maschinenschrauben, Muttern auft waren taufen. Spottbillige Preise. ftraße achtundachtzig. Größtes Bett brüder Feniger, Oranienburgerstr. 58, Albrecht Reinickendorferstraße 10. Reine Lombardware. Seitenflügel( Nähe Oranienburger Schmirgelleinen, Spiralbohrer, FeiNirgends beffer taufen Gie erft- Billige Bettwäsche! Diese Woche 5 Broz. Tor). Geschäftszeit 9-7. Hausnummer Ten fauft Lindner, Röpenickerstr. 98. Maffige Herrenmoden, wie Anzüge, Rabatt. Bettbezige 134.-, Riffen 42. genau beachten. Silberschmelze Chriftionat, Röpenider. Baletots, Schlüpfer, Cutaways, Cover Bettlaken 82.- an. Handtücher, Tisch. Bettwäsche, noch 8eit, billig einzu- ftraße 20a( gegenüber Manteuffelstraße), traße 20, Polier. coats, Streifhosen usw. in unübertreff- tücher, Wäschestoffe, alle Aussteuerartifel faufen. Bettbezüge, Riffen, Laten, tauft Bahngebisse, Platinabfälle, Arbeitsburschen, jüngeren, verlangt. ficher Auswahl und Schönheit au ton- weit unter Preis. Streng reelles An- Handtücher, Damenhemben, Beinkleider, Schmuckfachen, Glühstrumpfasche, Qued. Rurstraße 23 11. furrenzlos billigen. Breisen. Sämtliche gebot. Massenauswahl. Bettwäschefabrik Teppiche, Gardinen, Tischdecken, Di- filber, sämtliche Metalle. Baren find Erfes me Maßverarbei- Buttkamerstr. 1, Ede Wilhelmste. Alte, wandecken, Läuferstoffe, Brücken, Bethöchstzahlend, Fahrradankanf, Reine bestrenommierte Spezialfabrik. Geöffnet ten. fung. Fahrgeld- Bergütung. Reine Lombardware. Nur Gefchinerftraße 78. Combarbware. Leihhaus Brunnen. 29 bis 7. legenheitstäufe im Wäschehof, Leihhaus itraße 5, dirett Rosenthalector.* Schallplatten- Umtausch. Teilzahlung. Herrenanzüge, Miorigplag 58a. Leihhaus Friedrichstraße 2( Sallesches Cutaways, Ulster, Schlüpfer, moderne Bettwäsche billiger. An 4 Ultimotagen Sange, Bergmannstraße 15. Zor) verkauft[ pottbillig Anzüge, Maßarbeit, bequeme, distrete Raten- findet der Verkauf von Bettwäsche zu Tischlermaschinen gesucht. Schlüpfer, Baletots. Belzwaren- Ge- zahlung, reichhaltiges Lager, stets Ein- ganz bedeutend herabgefeßten Preisen Pantstraße 39. Tegenheitskäufe: Sportpelze, Gehpelze, gang Don Reuheiten. Leiser Gott- tatt. Deckbetten 165.-, Riffen 40.-, Ragenjacken, Füchse aller Art. Reine lieb, Rollendorfftr. 22a, 2. Eage, Nähe Laten 65. an usw. Hemdentuche, InNollendorfplatz. Geöffnet 9-7. Tetts, Handtücher staunend billig. RieTapeten, Wachstuche, Linoleum, Dauer- Staunenerregend! Wunderbare Neu- fige Auswahl. Zentral- Bettwäschefabrit, mäsche verkauft Szillat, Koloniestraße 9. heiten in Kreuz-, Alaska-, 8obel- und Charlottenburg, Berlinerstraße 99, zwiRiesenauswahl aller schen Wilhelm- und Luifenplag; Friede Achtung! Neu eröffnet! Monatsgar- Silberfüchsen! derobenhaus, Brunnenstr. 4, 1. Etage, Belzarten zu fabelhaft billigen Som- nau, Rheinstraße 39, an der Raiserallee. direkt am Rosenthaler Plak. Große Aus.merpreisen! Reine Bersagwaren. SpeMöbel Regierungs- Baumeister a. D., Berlin, wahl in Herrenanzügen, Schlüpfern, sial- Belzverkauf im Leihhaus! Bar Neanderstr. 3. Maschinenbau, Elettro Covercoats, Gummi- und Gabardine schauerstraße 7. Hochbau. Schlafzimmer mit 150 breitem Spie- technit, Abenblehrgänge, nänteln zu immer noch alten Breisen. Garbinentäufer! Noch größeren Bor- gelschrant, Spiegelwaschkommode, mit Tageslehrgänge. Ferner Berleih von wenig getragenen, rat in Rünstlergardinen, Stores, Bett- Stahl und Aufleger, 17 500, Speisezimfeils auf Seide gearbeiteten Fradbeden zu meinen billigen Preisen. mer 8500, 13 800, Anrichterüchen 4800, Emoting, fowie Cutamananzügen. Bitte, Charlottenburg, Wilmersdorfer Sofas, Gofaumbaue, Kleiderschränke. Verschiedenes Ravalier- Garderobe, wenig getragen itraße 66A, I. Triumph", Lombardware. Auf Bertikows, Bettstellen 1500, enorme Rilo 142* Näherinnen file Gardinen und Rissen Git- fofort gesucht. Meloungen in unserer * Personal- Verwaltung, III. Stock, in der Beit von 10-12 Uhr vormittags und 5-7 Uhr nachmittags. Raufhaus des Westens, G. mn. b. H., Berlin 28.50, Hirsch, Tauenzienstraße 21/24. 50.12656 92/ 9* Damenrad, Herrenrad kauft Orthmann, Schreinerstraße 37. 92/8 Unterricht Technische Privatschule Dr. Berner, # Maschinenarbeiter für Holzbearbeitungsfabrit mit elettr. Antrieb stellt sofort ein ZZ otenfrauen u. Männer werden zu den neuen, sehr start erhöhten Löhnen eingestellt Aderftr. 174( Roppen- Lübecker Straße 11 Martusstraße 36 Müllerstraße 34 a Bärwaldstraße 42 Petersburger Blag 4 Boghagener Str 62 Brinzenftraße 31 Greifenhagenerfte 22 Stegliger Straße 37 Actien- Gesellschaft f. Bauausführungen la Werkplak Spandau- Hatenfelde Bastianstraße 7 am Teufelsfeetanal Werkmeister 3mmanueltirchfir. 24 Battſtraße 9 Ind Laufiger Blas 14/15 Wilhelmshav. Str 48 Borsigwalde, Räuschstraße 10 Zuschneider Eidenberg, Bartenbergstraße 1 und uru, billig. Monate Garderoben- Sibirischer Kreuzfachs, felten fchön, Auswahl. Möbelhaus Ramerling, Rafta- Altbewährte, belannic Stelle für Neukölln, Nedarir. 2 1 Siegfriedftr. 28/20 Elfafferstraße 41.575, prachtvoller Gilberfuchs 750, außer- nien- Allee 56( Ede Weinbergsweg). 12596 Rechtsberatung, Prozeßführung. Rechis( mögl. unverheiratet) für Ledermöbelfabrit niederfajöneweide, Brüdenftr. 10 weites Haus von Friedrichstraße. Blaue bem Gilberwolf, Blaufuchs, 8obeifuchs Ruhebetten, gute Stoffe und solide beistand Seng, Große Frankfurter in Westfalen sum fofortigen Eintritt Niederschönhaufen, Trestowitraße 27 Firmenschilder. She Flereingang. billig verkäuflich. Goldmann, Alegan- Arbeit. Wolter, Neukölln, Böhmische- ftraße 96, 8weigbureau Tresdowite. 26, gesucht Offerten mit Gehaltsansprüchen Schöneberg, Belziger Straße 27 Hallecitoode 4 cineniz, M. de Sommenbontenir. Aosbe d Gde Brenzlauer Silles 2216 unter N.40 an Expedition bes Borwärts". Tempelbol, Raijer Bilhelm- Straße 28 haus