Ar. 216 39.Jahrgang Ausgabe Afr. 108 Bezugspreis: BierteljährL105.-, monati.35,- Dt. frei ins Haus, voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 35,-, einschl. Zu ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, fowie Defterreich u. Luxemburg 69.-M., für das übrige Ausland 87,- Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esth land, Finnland, Frankreich Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Glowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialbemotrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Ronpareillezrile toftet 16,-.- Reklamezeile 80.-. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zuläffig zwei jettgedruckte Borte), jebes weitere Wort 3, M. 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Das der Sowjetregierung zu leihende Geld müßte auf jeden Fall dem russischen Wiederaufbau dienen. Auf diese Weise hoffe man, den Wünschen der Sowjets entgegenzukommen, erwarte aber von ihnen gleichzeitig die Annahme des Memorandums. Dieser Vorschlag unterliegt gegenwärtig einer Prüfung durch die alliierten Sachverständigen. Neue Schwenkung Lloyd Georges? Die grundlegende Veränderung der Weltlage durch die Pariser Angst vor einem fünftigen friegerisch starten und die Konferenz von Genua und der Bruch Englands mit feindlich gesinnten Deutschland in der geschichtlichen Erfahrung Frankreich sind Dinge, die sich vielleicht noch verschleiern, aber ihre Stüße findet. Der französische Osten wie der deutsche nicht mehr aus der Welt schaffen lassen. Selbst ein notdürftig Westen gleichen einem narbenbedeckten Leib: von Heidelberg gezimmertes Kompromiß, an das heute nur wenige glauben, und Mainz bis St. Quentin und Rheims, überall hat die GePonnte an der Tatsache nichts ändern, daß die Einigkeit schichte Beweise dafür hinterlassen, welcher Wahnsinn es ist, der Entente nicht mehr besteht und daß die auseinander wenn zwei Nachbarvölker in dauerndem, nur von einstweiligen strebenden Kräfte in ihr über die zusammenhaltenden mit jedem Friedensschlüssen unterbrochenem Kriegszustand leben! Tage mehr die Oberhand gewinnen. Die Tendenz zum Aus- Nicht darin besteht Frankreichs Verbrechen, daß es gegen einanderfallen war schon während des Krieges vorhanden und die Wiederkehr solcher Ereignisse Schuß sucht, sondern darin, hat die Kraft der Verbündeten gegen Deutschland gelähmt; daß es dazu die untauglichsten Mittel wählt. Es suchte seinen fie verstärkte sich während der Friedensverhandlungen und ge- Schuß in einer großen gegen Deutschland gerichte Genua, 8. Mai.( WIB.- Spezialbericht.) Lloyd George wann von da ab immer mehr an Kraft. Das Londoner Finanz- ten Roalition: England, Belgien, Italien, Jugoslavien, erschien heute nachmittag um 6 Uhr in einem Saale der Universität diftat, jetzt genau vor einem Jahr, war die letzte gelungene die Vereinigten Staaten, Bolen, Rumänien, die Tschecho- vor einer Versammlung englischer und amerikanischer PresseKraftprobe einer mühsam hergestellten Einigkeit. Seitdem slowakei, Gott und die Welt sollten für ewige Zeit zusammen vertreter unt beantwortete im Berlauf etwa einer Stunde cine haben sich in allen Weltfragen, der türkischen, der russischen, stehen, um Frankreich zu schützen. Drei Jahre haben genügt, größere Reihe von Fragen, die an ihn gerichtet wurden. In den der deutschen, steigende Divergenzen ergeben, und so reiften um diesen Traum in nichts zerstieben zu lassen. die Dinge mit großer Schnelligkeit zum Bruch. Das andere Mittel- Deutschlands Entwaffersten Antworten führte er ungefähr folgendes aus: Genuas Ende bedeutet den Beginn eines neuen Abschnittes nung, Franfreichs Ueberbemaffnung ist ge- Die russische Antwort werde vielleicht morgen abend, unserer Zeitgeschichte, der äußerst verworren und gefahr eignet, etwas länger vorzuhalten; aber fein vernünftiger wahrscheinlich aber erst Mittwoch vormittag, erfolgen. Auf die drohend erscheint. Die alten Konstellationen verschwinden, Mensch kann sich von ihm ewige Wirkungen versprechen. Es Frage, ob die Antwort Ja oder Nein lauten müsse, so wie neue haben sich noch nicht gebildet. Noch ist ganz ungewiß, ist nun einmal eine Tatsache, daß es in Europa ungefähr es Barthou gefordert habe, erwiderte Lloyd George, alles hänge wer bei Frankreich bleibt, wenn England es verläßt; doppelt soviel Deutsche als Franzosen gibt, und so müßte ge- von dem Cherafter der ruffischen Antwort ab. Wenn sie die Hoffdenn daß England sich nicht von Europa zurückziehen fann, wissermaßen jeder Franzose je zwei Deutsche am Kragen halten, nung biete, hier in Genua eine Lösung zu finden, werde man um den ganzen Einfluß auf die mittleren und östlichen Gebiete um fich für alle Zeit das llebergewicht der Gewalt zu sichern. sicher mit den Verhandlungen fortfahren. Bei seinen Besprechungen unferes Weltteils Frankreich zu überlassen, ist augenscheinlich. Das geht aber auf die Dauer nicht, sintemal man seine Hände mit Tschitscherin und Kraffin habe es sich darum gehandelt, daß In Brüssel, Prag, Warschau und anderorts wird die englische gelegentlich auch zu etwas anderem braucht. Diplomatie aus der bisherigen Passivität heraustreten und nicht mehr Ententepolitit, sondern englische Politik treiben. Welcher Art diese Politik sein und welcher Erfolg ihr beschieden fein wird, läßt sich nicht voraussagen, aber die Logik der Entwicklung spricht dafür, daß sie darauf gerichtet sein wird, der französischen Uebermacht ein wirksames Gegengewicht entgegenzusetzen. das Memorandum, welches von mancher Seite als flar und Nein, in weltgeschichtlicher Perspektive gesehen gibt es deutlich erachtet würde, von den Russen in vielen Bunften unflar fein Mittel, Frankreich zu schüßen, als das eine: die friege- gefunden wurde. Außenminister Schanzer habe der Besprechu rische Gesinnung, den Völkerhaß hüben und drüben bis an die heute vormittag beigewohnt. Wurzel auszurotten. An dieser Möglichkeit ist Frankreich bisAuf die Frage, ob man bereit sein würde, den Russen her blind vorübergegangen; es weiß nichts von dem neuen von Regierung zu Regierung eine Anleihe Deutschland, nichts von seiner tief friedlichen Gesinnung. zu gewähren, erwiderte Llont George mit einer Berneinung. Die deutsche Revolution? Komödie! Die deutsche Republik? Die internationalen Rorporationen genügten für diefen 3wed vollMaskerade! Die deutsche Friedensliebe?- Heuchelei! So ständig. Bei dieser Ungewißheit der Weltlage ist es begreiflich, daß viele Leute wie hypnotisiert auf das deutsch hat Frankreich alle Deutschen, die im Kampf für eine friedliche, Auf eine Anfrage bezüglich der in London über seine Be russische Abkommen blicken. Mehr im übrigen Europa national gerechte Demokratie Europas seine Bundessprechung mit Barthou veröffentlichten Berichte erklärte als in Deutschland, stellenweise aber auch hier tauchen wilde genossen sein fonnten, zurüdgestoßen; noch während des Lloyd George, dic Beljauptung der„ Times", er habe Barthou unter Phantasien auf, die, an geschichtliche Erinnerungen anknüpfend, Krieges hatte es in Deutschland Freunde, jetzt besitzt es keinen anderem erklärt, die Entente sei zu Ende, wäre eine abso. Deutschland und Rußland schon vereint gegen Frankreich mar einzigen mehr! lut tolle Erfindung. Kein Wort in dieser Erzählung sei schieren sehen. Unter solchen Umständen ist es geradezu ein Was hier gesagt ist gilt für das offizielle Frankreich der wahr. Er, Lloyd George, habe nur gesagt, er habe nichts gegen Glück zu nennen, daß an sich unbegründete- Aengste um Poincaré und Clemenceau, nicht für das franzöfifche die Beröffentlichung des Protokolls der Besprechung turch die franinnerpolitische Rüdwirtungen und flare Einsicht in die ge- arbeitende Bolk. Bei ihm ruht heute so schwach sie zösische Regierung. gebenen militärischen Stärteverhältnisse jede Propaganda für auch im Augenblick erscheinen mag. Europas Hoffnung. Auf die Anfrage, welchen Standpunkt er bezüglich der Idee, die den deutsch- russischen Phantasiekrieg im Reim erstiden. 3war Ein neuer Zeitabschnitt beginnt; in ihm wird Europas ferneres Signatarmächte des Bersailler Bertrages zu einer gemein. bilden Deutsche und Russen, wie Lloyd George fürzlich be- Geschick durch Frankreichs Politik bestimmt werden. Die samen Beratung zusammenzubringen, einnehme, erwiderte merkte, zwei Drittel der Bevölkerung von Europa, aber die Welt hat ihren Haß gegen Deutschland begraben, Frankreich der englische Premierminister, er habe niemal seine Idee aufMöglichkeit, ihnen eine friegsbrauchbare Organisation zu ist der letzte, der an ihm festhält. Gleichsam als ob es Deutsch gegeben, und er hoffe, daß es noch zu dieser gemeinsamen Beratung geben, besteht nicht. Man fennt in Deutschland die eigene land fagen wollte, daß es auf Berständigung mit allen tommen würde. militärische Ohnmacht und hat zu der Roten Armee, trotz der Völkern der Welt hoffen dürfe, fich aber Frankreich gegenüber wilhelminischen Baradereden Troykis, wenig Vertrauen. solcher Hoffnung für alle Zeit entschlagen müsse! Ein italienischer Vermittlungsversuch. Genua, 8. Mai.( E. P.) Schanzer ist heute vormittag um Bezüglich des Burgfriedens pattes fagte er, dieser Baft hänge durchaus von einer befriedigenden Regelung mit den Russen rafter beurteilt werden. Wenn diese Antwort zeige, daß man auf russischer Seite den aufrichtigen Wunsch nach einer Berständigung habe, dann werde auch diese Lösung möglich sein. Er, Lloyd George, werde so lange in Genua bleiben, Auf als die Möglichkeit bestehe, zu einer Einigung zu gelangen. die Frage, ob er glaube, daß Frankreich sich von der Konferenz zurüdziehen würde, erwiderte Lloyd George mit Rein. Frankreich werde wie bisher mit den anderen Nationen gemeinsam handeln, wenn die ruffische Antwort befriedigender Natur sei. Auf die Frage, ob heute die Lage besser sei als gestern, erwiderte Lloyd George, er könne darauf nichts erwidern, bevor er die russische Antmort gesehen habe. Bei ihrem Besuche hätte die Ruffen nur Fragen gestellt, aber nichts über den Charakter ihrer Antwort verlauten lassen. Hierauf wurde Lloyd George über die Angelegenheit des Ar= Er er: Dennoch ist die offizielle französische Lehre, daß nur Das ist nicht Politit, sondern Wahnsinn, um so hellerer ab. Er wiederholte, die russische Antwort müsse nach ihrem Cha Frankreichs militärisches Uebergewicht den Frieden Europas Wahnsinn, als Deutschland die endgültige Beraufrechterhalten könne, grundfalsch. Die Kriegsgefahr föhnung und Verständigung mit Frankreich ist nicht unmittelbar drohend, aber sie ist in diesem chaotischen wünscht und herbeisehnt und die überwiegende Mehr Europa, das der Frieden von Bersailles zurückgelaffen hat, vor- heit des deutschen Boltes zweifellos bereit ist, für die Erreichung handen, und sie wird wachsen, wenn nicht eine neue Form dieses Ziels große Opfer zu bringen. Denn es gibt nur für das friedliche Zusammenleben der Völker gefunden wird. einen„ Böllerbund", der die reale Macht hat, den Frieden Es genügt eben nicht, daß man den Frieden will auch der Europas dauernd zu sichern: das ist der englisch deutsch beste Wille könnte im späteren Verlauf der Ereignisse über- französische. Das neue Deutschland will nicht mit Eng: rannt werden sondern es ist notwendig, die zweckdienlichen land oder gar mit Rußland gegen Frankreich, sondern will Mittel zu wählen, um ihn zu erhalten und dauernd zu sichern. mit England und Frankreich gemeinsam einen dauern Die militaristische Lehre, daß der Frieden durch das den Friedenszustand schaffen. Von der weiteren Entwick Schwert gesichert werden müsse, ist uns in Deutschland nicht lung der Dinge in Frankreich hängt es ab, ob dieser Plan, unbekannt. Sie hat aber bisher nie länger gegolten als bis Europa vor dem Untergang zu retten, gelingt. zum nächsten Krieg, den sie mit Naturnotwendigkeit hervorbringt. Einen Gegner mit Gewalt niederhalten, das kann zehn, dreißig, hundert Jahre lang gelingen, eines Tages steht er aber doch wieder auf. Ja, in der Lehre, man müsse einen Gegner so festhalten, daß er nie wieder losschlagen könne, 11 Uhr zu Cloyd George gebeten worden, wo später auch titels 7 im Memorandum an Rußland befragt. liegt geradezu die Aufforderung an ihn, loszuschlagen, Tschitscherin einfraf, der vorher mit Dr. Wirth und Rathe- widerte, man müsse fich deutlich vor Augen halten, daß es zwei wenn er einmal für einen Augenblick die Arme frei bekommt. na u unterhandelt hatte. Die Unterhandlungen in der Villa Alberti Punkte in der Canner Resolution gebe, die beide ihren besonderen Und welche Sicherung gäbe es gegen solche Augenblice? dauerfen noch um 12 Uhr mittags fort und drehten sich um eine Aus- Charakter hätten. Der erste erkenne das absolute Recht Rußlands Wir sprechen nicht von heute oder übermorgen, nicht von gleichsformel mit den Russen über den Privatbesih, die den an, das Regierungsfyftem und das Eigentumsystem so zu wählen, der Zeit in einigen Jahren, auch später wird es noch Men- Franzosen und Belgiern den Beitritt zum Memorandum ermöglichen wie es ihnen gut scheine. schen geben, die zu fostbar sind, als daß der Gedante, auch foll. Tschitscherin wurde flargemacht, daß die Räteregierung ihre Artikel 3 der Resolution besage, daß die Russen alle beschlagfie könnten wieder hingeopfert werden, erträglich wäre. Auch kreditforderungen zurückschrauben müsse, wenn sie nahmten Güter in Rußland ihren Eigentümern zurückgeben ein siegreicher Krieg würde nur einer kleinen Minderheit die konferenz nicht zum Scheitern bringen wolle. Der Urheber der oder dafür eine Entschädigung leisten müßten. Ruhm und Gewinn bringen, die ungeheure Masse der arbei- neuen Berföhnnugsausgleichsformel zur Auswirkung neuer krijen Auf eine Frage bezüglich der d'e jure Anerkennung tenden Menschen würde nach ihm nur noch tiefer ins Elend ist Schanzer, dessen Verständigungsversuche alle Aussicht auf Erfolg der Sowjetregierung verwies Lloyd George auf den Wortlaut der sinken. Wahrscheinlich bedeutete er das Ende der europäischen haben dürfen. Die Antwort der Ruffen auf dieses Memorandum Resolution con Cannes und seine Erklärung im englischen UnterKultur. wird von der Konferenzleifung nicht vor Dienstag oder Mittwoch hause. Damit ist die ungeheure weltgeschichtliche Berantwortung erwartet. Um eine schreffe Form und einen unverföhnlichen Inhalt Zu Artikel 7 führte Lloyd George noch aus: Artifei 7 ist durch festgestellt, die hente auf dem französischen Volke zu vermeiden, verhandelt Cloyd George jeght täglich mit Ischitscherin. hrei Juristen verfaßt morden, einen Franzosen und einen Engländer, ruht. Frankreich treibt heute eine Politik, die ein Verbrechen Das von Schanzer ausgearbeitete Kompromiß besteht in dem die bereits bei dem Bersailler Vertrag gemeinsam gearbeitet haben, an Frankreich selber ist. Wir verfennen keinen Augenblid, daß Borjólag, einen Teil des kapitals des internationalen Kon- und einen Belgier, der nicht nur Jurist, sondern auch Bantier und Der Proteff Frankreichs Geschäftsmann ist. Diese drei Personen haben einen Tegt redigiert, Rüden der Alliierten gehandelt. Wir haben uns an dem Protestj französische Delegation in Genua verbleibt. Es bleiben also zmei Möglichkeiten: Entweder neue Verhandlungen der der von den Engländern und Franzosen und allen anderen Ber- ter Mächte beteiligt und find geblieben. Barthou sagte weiter: Die Frage der Kriegsschulden Alliierten, einschließlich Frankreichs und Belgiens, mit Rußland, oder tretern der Mächte angenommen wurde, mit Ausnahme des Vertreters Belgiens, der protestiert hat. Frankreich hat den Artikel mit wurde gemäß den Canner Beschlüssen und die der Vorfriegsschul- Frankreich und Belgien lassen England und Italien Son einer Abänderung, die von Barthou vorgeschlagen worden war und den im Geiste der Versöhnung geregelt. Lloyd George unterstützte der verträge abschließen, verbleiben aber in Genua. Kommen in ber der Wortlaut der Canner Resolution zitiert wird, an hierbei die franzöfifch- japanische Auffassung in loyalster Weise. Ich aber Sonderverträge zustande, dann fann das sehr wohl auf genommen. Nach dieser Annahme ist Barthou abgereist. habe die Entscheidung der Sachverständigen in der Kriegs- Kosten Deutschlands geschehen. Die deutsche Regierung, die schuldenfrage angenommen unter der Bedingung, daß auch der bisher alles getan hat, um den Verhandlungsteilnehmern eine BerSachverständigenbericht bezüglich des Privateigentums anständigung zu erleichtern, wird gut tun, sich bald Rückendeckung zu ist gekommen, nachdem Barthou von Genua abgefahren war. Ar genommen würde. Hier fam es zu dem belgischen Zwischenfall. verschaffen. Es könnte sonst der Fall sein, daß wir am 31. Mai tifel 7 ist in dieser Fassung selbst von den belgischen Belgien war der Ansicht, daß der von den Sachverständigen aus eine Quittung für unsere Gutmütigkeit erhalten. Sachverständigen als ein vollständiger Schuß der Privat gearbeitete Tert die Interessen Belgiens nicht genügend berüd. Um 11 Uhr abends wurden die englischen Journalisten nochredyte angesehen worden. Der Artikel 7 ist durchaus nicht, wie be- sichtige. Ich beantragte eine Aenderung des Sachverständigen mals dringend in das Quartier der englischen Delegation gebeten. hauptet wird, englischer Redaktion, sondern von den drei Sachverberichtes, weil er den Beschlüssen von Cannes nicht genau entsprach. Es wird angenommen, daß eine neue Situation eingetreten iff. ständigen verfaßt worden. Das sei die wirkliche Geschichte des Ar- Die Aenderung wurte bewilligt, aber Belgien fand sie ungenügend Ministerrat mit Millerand. tikels 7. Lloyd George fuhr fort, man hätte ihm gesagt. Barthou und verlangte die Zurückverweisung des betreffenden Artikels an Paris, 8. Mai.( BTB.) Echo de Paris" melbet, am Dienstag habe gestern erklärt, er habe vor Schluß der Sigung der Unter- die Sachverständigen. Barthou fuhr fort, er habe Belgien ent. tommiffion feinen Bor be halt ausgesprochen. Wenn Barthou schieben unterstüt. Borbehalt Wenn Barthou schieden unterstützt. Die Sachverständigen hätten einen werde im Beisein Millerands ein außerordentlich wichtiger Millerand sei bei allen sagt, daß er eine solche Erklärung abgegeben habe, so fönne er nur Vorschlag gemacht, aber eine Einigung sei nicht zu erministerrat im Elysée stattfinden. erridern, daß er es nicht gehört habe. Wenn aber Barthou zielen gewesen. Dennoch habe er sich der Ueberreichung des Entscheidungen, die während seiner Reise in Afrika getroffen wor versichere, er hätte diesen Borbehalt gemacht, dann habe er es auch Memorandums an die Russen nicht widersetzt, sondern nur seinen den seien, in ständiger telegraphischer Verbindung mit Poincaré ge getan, Borbehalt ausgesprochen. Seine Reise nach Paris habe blieben. Er wünsche auch am Tage seiner Ankunft tie Mitglieder Frage: Ob Llond Gorge glaube, daß, im Falle die Antwort mit dem Zwischenfall nichts zu tun gehabt. Frankreich habe Bel- der Regierung um sich zu versammeln. Man habe in Paris die der Ruffen nicht befriedigend sei, die Franzosen abreifen gien unterstüßt, weil es sich um eine grundfäßliche Frage handelte. fefte Ueberzeugung, daß die franzöfifch- britische Freundschaft heil Frankreich glaube, daß die von Belgien vorgeschlagene Fassung den aus den Zwischenfällen von Genna hervorgehen werde. Antwort: Mein. Wir haben bereits niele Schwierigkeiten Canner Beschlüssen besser entspreche. Niemals habe es fich darum besiegt, größere als die gegenwärtigen, und wir werden noch weitere gehandelt, England Belgien vorzuziehen, oder umgekehrt. Er sei Schwierigkeiten befigen. Darum find wir ja nadh Genua gekommen. ein aufrichtiger Freund beider Länder. Wenn es ein Abkommen mit den Ruffen gibt, werden alle anderen Fragen fich von selbst lösen. Natürlich wird noch immer große Arbeit für die Sachverändigen übrig bleiben. mürben. In einem Bericht des Genueser Bertreters des Journal", der von Havas weiter verbreitet wird, heißt es, Blond George habe gestern schon den Eindruck gemacht, als sei er zurüdge= Nach einem Hinmeis auf die Waffenbrüterschaft aus treten. Man erzähle fogar, daß er sich mit der Abficht trage, dem Kriege schloß Barthou, auch zwischen Freunden fönne es demnächst in die Ferien zu gehen, und daß er das Angebot eines Meinungsverschiedenheiten geben, aber dies sei fein Grund, nicht Verlegers angenommen habe, der ihm 80 000 Pfund Ster weiter zu verhandeln und nicht weiter zusammenzugehen. Wenn ling für seine Memoiren geboten habe. Das Werf führe, die Russen ablehnend antworteten, so würden sie nicht die wie der Berichterstatter ironisch und unter Hinweis auf die augenfranzösisch- belgische Auffassung, sondern die der ganzen Unterfom- blidiche Lage in Genua bemerkt, den Titel„ Die tragischen Stunmission ablehnen. Die Russen müßten mit Ja oder den". ein antworten. Es sei Zeit, zum Ende zu kommen. Frage: Kann vor der Abreise Barthous nach Paris davon die Rede gewesen sein, die Frage der interalliierten Schulden auf zuwerfen? Antwort: Nein, er sei stets der Ansicht gewesen, daß die Frage der Reparationen erst an dem Lage gelöst werden könne, an dem die Frage der Kriegs- und internationalen Schulden gelöst Genua, 8. Mai.( WIB.)" Stefani meldet: Ministerpräsident Die Gerichtsreform im Haushaltsausschuß. sei. England sei nicht die einzige Gläubigernation. Im gegenwärFacta, der gestern vormittag wieder in Genua eintraf, wurde In der am Montag im Haushaltsausschuß des Breu figen Augenblid fönne man diese Frage afo nicht lösen. Frage: Welches sei der Gegenstand der Besprechung am Bahnhof von Außenminister Schanzer empfangen, der ihm Bischen Lindtages fortgefesten Aussprache über den Justizeinen furzen Bericht über die Lage und ihre Schwierigkeiten sowie haushalt sprach sich der Abg. Dr. Berndt( Dem.) für eine mit Reichskanzler Wirth und Rathenau gewesen? Antwort: Es habe sich um eine allgemeine Besprechung über die von ihm zum Zwecke eines versöhnlichen Ausgleiches er. Trennung des Strafvollzuges von der Generalstaatsanwaltschaft Der Strafvollzug dürfe nur in die Hände von praktisch ausgehandelt, in der die gesamte Lage, also die Deutschlands, griffene Initiative erstattete. Schanzer teilte Facta mit, er habe aus. Rußlands und der Konferenz zur Sprache fam. Er ersuche, mit dem Führer der franzöfifchen Delegation Barthou die Erklärung gebildeten Strafanstaltsbeamten gelegt werden. Er verlangte die. gendlichen Gefangenen von den anderen. allen Delegationsführern in direkten Meinungsaustausch zu treten. abgegeben, daß, wie auch immer der Ausgang der gegenwärtigen Beseitigung des Hilfsbeamtenwesens und Trennung der juFrage: Ob es richtig sei, daß Lloyd George gegenüber Berhandlungen fein werde, die guten Beziehungen zwischen Frank- meiter, daß jeder Strafanstalt möglichst ein landwirtschaftlicher Bereich und Italien unverändert bleiben würden. Der Ministerpräsi- trieb angegliedert werde, damit sich die Anstalten selbst erhalten Barthou erklärt habe, dent nahm diese Mitteilungen zur Kenntnis und gab seiner Be- tönnten. Abg. Liebknecht( Soz.) sprach sich gleichfalls hierfriedigung tarüber Ausdrud. für aus und wandte sich gegen die Zeitungsverbote. Abg. Dr. Waentig( Soz.) wünschte, daß auch Profefforen der Boltswirtschaftslehre zu den juristischen Prüfungen hinzugezogen werden. Abg. Bubert( S03.) forderte u. a. ein Landgericht für Wilhelmshaven. die Entente siehe an einem Wendepunkt. Antwort: Ich habe niemals eimas Derartiges gesagt, aber ich möchte Ihnen sagen, daß Genua wohl der Wendepunft der Angelegenheiten Europas fein wird. Auf die Frage: Wenn die Ruffen Kein sagen follten, würde das das Ende der Konferenz bedeuten und die Engländer und Fran3ofen in Uebereinstimmung bringen, erwiderte Lloyd George: Ja, das würde alle Welt einigen und die Konferenz beenden. Ein Rückzugsgefecht? Genua, 8. Mai.( MTB.) Stefani veröffentlicht noch folgende Einzelheiten über die Erflärung, die Barthou gestern englischen und amerkanischen Breffevertretern gab. Barthou gab eine Weber sicht über das Verhalten der franzöfifchen Delegation und sagte: Er wünschte In der Abstimmung wurden die kommunistischen Anträge zum Strafvollzug abgelehnt. Angenommen wurde der fozialdemofrafische Antrag auf Besoldung der Referendare, während ein weiter gehender demotraischer Antrag abgelehnt wurde, daß die Entschädigung auch dann nicht zurüdgezahlt zu werden braucht, wenn der Empfänger später aus dem Staatsdienst ausscheidet. Für die Abschen Parteien. Sie blieben in der Minderheit. Angenommen fchaffung der Todesstrafe fimmfen nur die Bertreter der fozialistiwurde der Antrag auf Schaffung besonderer Strafbestimmungen gegen terroristische Geheimorganisationen. Angenommen wurde weiter ein demokratischer Antrag, die mittleren Suftisbeamten in erhöhtem Maße zu richterlichen Geschäften heranzuziehen. Die Verhandlungen des Tages. Genua, 8. Mai.( Sonderbericht des Sozialdemokratischen Bar. lamentsdienstes.) Im Laufe des heutigen Tages haben die ruffische und die deutsche Delegation fast ununterbrochen in Fühlung gestanden. Auch mit Lloyd George verhandelten Tschitscherin und Litvinoff. Der englische Ministerpräsident nahm außerdem abends noch einmal Gelegenheit, der english amerikanischen Bresse Erklärungen abzugeben, die den Ruffen die Antwort er. leichtern wird und die Auffassungen Barthous als übertrieben bezeichnen. Lloyd George und die Mehrheit der Alierten wünschen feine Antwort mit Ja oder Nein. Sie wollen in der Antwort nur den guten Willen Rußlands sehen, zu einer VerIch tann versichern, daß wir drei Wochen allen guten ständigung beizutragen. Millen bewiesen haben. Frankreich hätte die Teilnahme an den Lloyd George ist nach seinen optimistischen Aeußerungen der Besprechungen mit den Russen ablehnen fönnen von dem Augen-| Bresse gegenüber der Hoffnung, daß die Franzosen bei einer ver blick an, wo die Russen in allen Kommissionen auf dem Fuße der ständigen Antwort der Russen Genua nicht verlassen werden. Die weltwirtschaftlichen Wiederaufbaues ist eine Wochenschrift„ Der Gleichheit vertreten waren. Dennoch sind die Franzosen mit Frage bleibt also: Was nennt Herr Barthou als Beauf Wiederaufbau" gegründet worden. Jedes Heft erscheint in den Russen zusammengekommen und haben dadurch ihre Loyalität tragter Poincarés Derständig"? Es hat sich in den fünf Sprachen. Herausgeber ist der bekannte Wirtschaftspolitiker und Aufrichtigkeit bewiesen. Als später der deutsch russische letzten Tagen offen gezeigt, daß das, was Lloyd George und Gen. Parvus. Unter den Mitarbeitern find die Fachleute aller Barteten vertreten. Das erste Heft, das sich mit der Konvertierung der Bertrag fam, hätte Frankreich den besten Anlaß zum Bruch Schanzer als annehmbar betrachten, für die Franzosen eine Pro- deutschen Reparationsschuld, mit der Stabilisierung der Marf und gehabt, aber es machte feinen Gebrauch davon, obwoh Lloyd vatation bedeutet. Aber trotzdem ist anzunehmen, daß auch bei einer mit der Krise der Ernährung des deutschen Boltes befaßt, ist den George erflärte, Deutschland und Rußland hätten hinter dem Antwort, über deren Beurteilung die Alliierten nicht einig sind, die in Genua versammelten Delegierten zugeleitet worden. Bon Eugen Kirchpfennig. # Eine neue Zeitschrift für Wiederaufbau. Zur Förderung des verspricht das liebevoll gepflegte Gebiet unferer Bühnenkunft, deren] Ein gefährdetes Naturdenkmal. Ein unmittelbar por den Toren fzenische Wirkung befannter flaffischer Stücke durch finnvolle An- der Reichshauptstadt liegendes Naturdenkmal, mie es nicht zum Die Deutsche Gewerbeschau 1922 in München wendung natürlichen und fünftlichen Lichtes gefteigert wird. Die zweitenmal in ter Mart Brandenburg vorhanden ist, steht in Ge. 2295 Quadratmeter große Halle IV gehört dem Reich der Spitzen, fahr, unwiederbringlich vernichtet zu werden. Man beabsichtigt bie Büttberge bei Wilhelmshagen abzuholzen und zu parzellieren. Da den textilen Handarbeiten; die Halle V und VI( 4575 Quadrat- durch würde nicht nur den erholungsuchenden Großstädtern ein Innerhalb der 1908 in Eisenbeton errichteten Ausstellungszmed meter) den Möbeln und der Raumausstattung mit ihrem mannigfchönes Fledchen Erde genommen, zu dem sie während der Feierbauten an der Nordseite des herrlichen Bartes auf der Theresien- faltigen Material an Teppichen, Bodenbelägen, an profaner Glas- ffunden hinauspilgern, auch ein einzigartiges Dentmal aus der erd höhe ist seit Monaten mit Bienenfleiß und dem Aufgebot heroor- malerei, dem ganzen Interieur bis zu den Musikinstrumenten geschichtlichen Vergangenheit unserer Heimat ginge verloren. Die ragender künstlerischer Kräfte die schier endlose Reihe der Räume aller Art. Püttberge gehören einem Binnendünenzug an, ter entstanden ist, für die Aufnahme einer Schau umgestaltet und gegliedert worden, Schließlich sei noch erwähnt die Waggonhalle mit ihrer Aus- als das Inlandeis der Eiszeit den märkischen Boden verlassen hatte. die durch ihre Mannigfaltigkeit und das Bestreben, nur das Ge- ftellung des Reichsverkehrsministeriums, der Ausstellung von Sie sind die höchste Düne der Mart und erheben sich 29 Meter über diegene deutschen gewerblichen Könnens den Besuchern zu bieten, Straßenbahnwagen und ähnlichen Fahrzeugen. Im Raum einer ihre Umgebung. Dieses Naturdenkmal foll uns geraubt merden! Da gilt es zu zeigen, deß das Volk ein Recht hat, und jetzt mehr übrraschen wird. Am 13. Mai, am Cröffnungstage, wird mit den impropisierten Kirche findet der Besucher die kirchliche Kunft, auf denn je, auf die Erhaltung teffen, was noch an Naturdenkmälern ersten Gästen jene fultivierte Seelenstimmung in den Hallen er einem Fledchen freier Erde daneben die Friedhofskunft und draußen vorhanden ist. Unsere Bolfsvertreter und auch wir selbst müssen machen, die beim beschaulichen Betrachten finnvoll erledigter Arbeit im Südpark die Berücksichtigung unferes Siedlungsproblems durch bei jeder geeigneten Gelegenheit darauf hinwirken, daß dieser Raub eines ganzen Boltes geweckt wird. Die Einheit von Form und Aufstellung von zehn Häusern in verschiedenen Bautypen, darunter vereitelt wird. 3wed, nach den stärksten Vorbildern im Handwerklichen und Kunst- ein großes Bremer Landhaus. Die Brandenburgia" hatte am vergangenen Sonnabend zu gewerblichen strahlt auf, denn die Gewerbeschau wird nicht ein Er- Das Reich und die bayerische Regierung haben dem großzügigen einer Rundgebung für die Erhaltung der Büttberge eingeladen, die zeugnissammelsurium, sondern eine Auslese vom Besten, was Ausstellungsunternehmen weitgehende Unterstützung angedeihen unter der Beteiligung ter in großen Scharen herbeigeeilten Heimat. deutsche Arbeit heute hervorbringt, sie wird inmitten unseres un- lassen, ein Beweis, welch tiefe wirtschaftliche und fulturelle Bedeu- freunde auf den gefährdeten Bergen stattfand. Männer der Wissen. fruchtbaren Wortozeans für einen ganzen Sommer das Eindring tung der Deutschen Gewerbeschau in der bayerischen Hauptstadt beiliche das Schöpferischen sein. Mit diesem Beispiel verbindet die gemessen wird. Ausstellung die Heffnung, troh unseres beschränkten Rohstoffange= bots, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nicht nur auf ihrer jetzigen Höhe zu halten, sondern sie zu steigern. stand als eine dringende Notwendigkeit hin, sowohl um der Volis bei- chaft wiesen auf die Erhaltung der Büttberge in ihrem jezigen Bu gefundheit wie auch um der Wissenschaft willen. Gesangs. und andere Borträge, tem Rahmen der Rundgebung angepaßt, schloffen sich an. Damit ist das erste Glied in der Kette des Kampfes zur Humanität. Der junge Buchhalter warf fid) morgens in bessere Erhaltung dieses Naturdenkmals geschmiedet worden. Dieser Wettbewerb tritt uns auf dem riesigen Areal der Ge- Kluft. 3og im Bureau nicht das Arbeitsjadett an. Als der Chef Neues vom ruffischen Buch- und Schriftwesen. Die neue Wirtwerbeschau in Kolossalhallen wie in farbig fein abgestimmten oder knapp da war, ließ er sich durch die Sekretärin bei ihm melden. Er schaftspolitit Sowjet- Rußlands, die dem Privatfapital wieder finnvoll stilisierten Räumen im bunten Kranz deutscher Gewerbe fam mit dem Gehalt nicht mehr aus. Herr Direktor lassen bitten!" größere Freiheiten gibt, hat auch das Buchgewerbe günstig beeingegenüber. Die Halle I mit ihren 6500 Quadratmetern Fläche, in Die Sekretärin klinkte die Tür zum Allerheiligsten auf. Er durfte flußt. In furzer Zeit sind 26 neue Privatverlage entstanden. Wie der voraussichtlich der Reichspräsident die Ausstellung eröffnen wird, gleich Blak nehmen. Trug sein Anliegen vor. Hatte geschworen, wir ter in Berlin erscheinenden russischen Zeitschrift„ Das neue neue russische Buch" entnehmen, gibt es in Berlin jetzt allein umfaßt in weitem Bogen die edlen Erzeugnisse aus Porzellan und unverlegen, unnachgiebig, ununterwürfig zu sein. Die besten Vorfäße flogen auf. Diefes verfluchte Privatfontor! 70 Zeitschriften und Zeitungen in russischer Sprache( in Frankreich 5, Majolika, die Töpferwaren und das Steinzeug, die Drechslerei wie Der Klubsessel, worin er unbeholfen tauerte. Die vielen Klingel in den Bereinigten Staaten 12, in China 11, in Argentinien 2). die Holz- und Beinschnigerei, aber auch das Märchengerant der fnöpfe auf dem Tisch; das Marmorschreibzeug, der schwere bronzene In Berlin, dem geistigen Mittelpunkt der Emigranten, hat sich auch Kinderbilderbücher und die bunten Wunder des Spielzeugs, die Löscher, der Federhalter zwischen grünen Glasperlen im Kriftall ein Haus der Künstler" gebildet, entsprechend Gorfis Petersburger Bachszieherei und Lebzelterei, wie die altheimliche Schöpferfreude röhrchen, die dunkle Stofftapete, der Kronleuchter alles, alles Gründung. Von hier aus soll die Gesellschaft für den Buchhande beutscher Faßmaler. Dort finden wir auch die bewundernswerten verwirrte ihn. Wenn es noch neutraler Boden wäre, wo der Chef mit Rußland" dem Einkauf von Büchern für Rußland dienen. Leistungen unserer Reproduktionstechnik, deutscher Graphit, die be gleichfalls nicht zuhause ist. Er. fühlte sich mitten in Feindesland, Das Manuftript eines bisher unveröffentlichten Stüdes von rühmten Reproduktionen der Reichsbruderei, baneben die illuftrier. umgeben von Gegnern: Telephon, Bultlampe, Standuhr, Bilder Dostojewstis Roman Die Dämonen" ist in einer fürzrühmten Reproduktionen der Reichsdruckerei, daneben die illustrier aller Feinde, Feinde, Feinde. Der Chef ihr oberster Kriegsherr. fich geöffneten Kaffette gefunden worden. Das Stüd, tas bie ten Köstlichkeiten unserer besten Berleger. Diese Halle zeigt ferner Er der Gefangene. Der Klubfeffel hatte ihn beim Wickel. Nach Beichte Stawrogins enthält, war bisher aus angeblich moralischen die uns noch verbliebenen Materialmöglichkeiten im Buchbinder- einem Sah nahm schon der Direktor das Wort, entwaffnete ihn Rüdsichten auch in Rußland ungedrudt geblieben. Jest soll es in gemerbe und führt uns gar hinein in die heute für uns fast alle vollends. Uebertragung in der großen Piperschen Gesamtausgabe der Werke gorisch gewordene Gold- und Silberschmiedekunst. Als ich so jung war wie Sie, sah ich nicht so aus. Wir müssen Dostojewstis erscheinen. Nach Zusicherung der russischen Regierung Die Halle II( 3000 Quadratmeter), in apartem Rot gehalten, uns doch alle einrichten. Wo temmen wir sonst hin?" Das waren wird darin auch der ganze übrige, jetzt zugängliche Rachlaß des birgt den Eisen- und Bronzeguß, die Edelmetall- und Juwelen- ungefähr die Hiebe. Der junge Buchhalter war ganz eingenommen Dichters deutsch erscheinen, gleichzeitig mit der Originalausgabe des industrie, unsere Legierungen, alle Arten von Metallbeleuchtungs- von der Umgebung. Das häusliche Elend trat zurüd. Er schwieg russischen Staatsver.ages. förpern, die Feinmechanit, Optif, die Uhrenindustrie, elektrotechnische gestern nicht schaffen können. Sie ist did belegt; auch gar nicht alt. verlegen. Der Direktor wickelte eine Schrippe aus:" Ich hab' fie Apparate, Herde, Defen. Die Halle III ist auf ihrer 3200 Qua- Nehmen Sie sie hin, damit Sie mal was Gutes haben!" dratmeter umfoffenden Fläche der Moda mit lebendigen Modellen, Er nahm sie hin und machte eine untertänige Berbeugung. aber auch der Photographie gewidmet. Köstliche Ueberraschungen| B. M. Ausgestaltung des Dresdener Hygiene- Museums. Der Reichsminister des Innern Dr. Köster in Begleitung des Ministerialdirektors Dr. Brecht traf zusammen mit dem fächsischen Gesandten Dr. Gradnauer und dem württembergischen Gesandten Neuwahlen in Braunschweig? Wilhelm II. Verteidigung. Anklagen gegen Ludendorff- Bauer. fostaldemokratischen Demonftrationszug die rote Fahne entrisien und sie vernichteten, tamen ebenfalls, nachdem ter Staatsanwalt zuerst gegen den Träger der roten Fahne hatte einschreiten wollen, mit Geldstrafen bis zu 300 m. davon. Der Tag" beginnt, Aufzeichnungen des militärischen Beraters Wilhelm II., des Oberstleutnants Niemann, zu Wenn man sich vergegenwärtigt, mie mit Iäppis geringveröffentlichen, die das legte Ringen im Herbst 1918 zum fügigen Strafen deutschnationlae Heldenjünglinge belegt wurden, Gegenstand haben. Das erste Kapitel, das im Juli spielt, die fid) an den Farben der Republit vergriffen, dann, wirft zeigt Ludendorff noch in der Rolle des Weltbezwingers, wenn das Magdeburger Strafmaß geradezu als eine Provokation der auch schon in start nervöser Unruhe". Niemann fommt als Leidenschaften. Man fann juristisch fragen, ob sich die Arbeiter Verbindungsoffizier zwischen Kaiser und OHL. zu ihm, um bewußt sein mußten, einen Landfriedensbruch zu begehen, wenn eine an Englands Adresse gerichtete Friedensoffensive zu emp- felbst der Erste Staatsanwalt der Meinung war, daß ein solcher fehlen. Denn vom Feind seien bei gegenwärtiger Kriegslage nicht vorlag. Aber man muß auch politisch fragen, welche Ab. Friedensvorschläge nicht zu erwarten, ohne deutsche Zufichten die Richter der Republif" befolgen, menn fie solche ungeständnisie gehe es nicht. Ludendorff weigert sich strift, geheuerlichen Urteile gegen Republikaner fällen, die ihren irgendwelche Zugeständnisse bezüglich der Seerüstung zuzu Unmut an den provozierenden deutschnationalen Mörderfahnen auslaffen; er fordert ein Baltikum unter deutschem Einfluß, ein gelaffen haben. Und weiter: Was wird getan werden, um das aufenges Verhältnis zu Finnland, Sicherungen gegen Polen und reizende Urteil von Magdeburg ungeschehen zu machen und seine spricht von Fortseßung des Angriffs auf Amiens. Wiederholung an anderen Orten zu verhindern? Die Unabhängigen in Braunschweig befinden sich in einer seltsamen Lage. Trogdem schon bei der letzten Landtagswahl im Januar die Bestechungsaffäre Derter überall befannt war, trotzdem sie selbst Sepp Derter genötigt hatten, noch vor der Wahl seinen Ministerposten ab zugeben, stellten sie diesen zweifelhaften Mitmenschen wieder als unabhängigen Kandidaten auf und führten mit ihm gemeinsam den Wahlkampf. Jezt haben sie die Folgen davon zu tragen. Nicht nur, daß die Berfehlungen Derters weiter hin zu einem willkommenen Agitationsobiekt der reaktionären Parteien wurden, die Unabhängigen müssen es erleben, daß fie noch vor dem Zusammentritt des Landtages den eben neugewählten unabhängigen Derter aus der Partei ausschließen mußten, daß dieser selbe Derter daraufhin seine ehemaligen Ministerkollegen in der bürgerlichen Breffe der Korruption bezichtigt und sie im Unter fuchungsausschuß des Landtages an den Pranger stellt. Nicht gemig damit: bei der Abstimmung für das Vertrauensvotum für die sozialistische Regierung hilft Derter dann die Regierung stürzen! Eine neue sozialistische Regierung zu bilden ist unter den gegebenen Umständen unmöglich. Denn in jedem Falle wäre fie von dem Wohlwollen Derters abhängig, der sich frampfhaft an fein Mandat flammert. Es bliebe die Möglichkeit, eine andere Koalition zu finden, und zwar eine solche, die außer den Sozialdemokraten und den Unabhängigen auch die letzten Bochen. Bauer äußerte die Ansicht, daß General 2uben Unser Gespräch streifte zunächst die militärischen Ereignisse der Demokraten umschließt, wobei allerdings fraglich bleibt, dorff überarbeitet sei. Es wären Anzeichen einer derartigen ob die sechs Demokraten des Landtages darauf eingehen wür Nervenüberreizung zutage getreten, daß man sich ernstlich mit der den. Wenn das nicht der Fall ist, so wäre noch die Möglich- Frage einer längeren Ausspannung und eines Ersatzes befaffen Feit, eine Regierungstoalition aus Sozialdemokraten, Demo- müßte. Seiner Ueberzeugung nach hätte sich die militärische Lage fraten und den Abgeordneten der Deutschen Boltspartei, also für uns so ungünftig gestaltet, daß ein Friedensschluß nicht mehr hindie große Koalition" zu schaffen. ausgeschoben werden dürfe. # Die Unabhängigen sehen jetzt ein, daß sie sich mit Derter vollkommen in die Reffein gesezt haben. Deshalb fuchen sie jetzt nach einem Ausweg, um die Aufmerksamkeit von ihrer eigenen Schuld abzulenten. Sie haben nunmehr in einer Sigung der leitenden Körperschaften der Partei, an der auch ein Mitglied der Zentralleitung teilnahm, einen Beschluß gefaßt, in dem sie die Auflösung des Land tages fordern, um sich von Derter zu befreien. Sie appellieren deshalb an unsere Parteigenossen, damit diese ihren Wunsch nach Auflösung unterstüßen. Wenn dieser Wunsch nicht er füllt wird, glauben sie einen willkommenen Grund zu haben, der Sozialdemokratie die Schuld für den Sturz der sozialistifchen Regierung zuschieben zu können. Das ist jedoch ein sehr durchfichtiges Spiel. Eine Boltsverjammlung, die Freitag, den 5. Mai, in Herford Niemann tommt tags darauf zu Oberst Bauer, dem fpäteren Kapp- Offizier, damals Mann des ,, unbegrenzten Ber trauens" für Ludendorff. Niemann beschuldigt Bauer, sich zu den Vorgängen bei der Sedanfeier am 4. September und zu der in unzulässiger Weise militärisch in die Politik eingemischt und Strafverfolgung der Gewerkschaftler Stellung nahm, war von etwa Einwirkung auf die Besetzung der höchsten Reichsämter an- 2000 Personen besucht. Nach einem Referat des Genossen Schrec gestrebt zu haben. Dieser Bauer entpuppt sich nun im gege- wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: benen Augenblid als entschiedener Gegner Luden dorffs: Also, während Ludendorff nichts von Zugeständnissen, sondern nur von Eroberungen wissen will, hält der„ Mann des unbegrenzten Bertrauens" den Krieg für verloren und den Chef für reif zur Absendung in eine Nervenheilanstalt. Je weiter die Enthüllungen fortschreiten, wobei immer einer dem anderen die Schuld zuschiebt, desto wunderlicher nimmt sich die Geschichte von dem" Dolchstoß in den Rücken des siegreichen Heeres" aus. In Wirklichkeit fann man sich nur wundern, daß bei solchen Zuständen in den höchsten Regionen die Sache überhaupt so lange gehalten hat. Ludendorffs englische Pfunde. ,, Die am 5. Mai 1922 in Herford tagende, von 2000 Perfonent besuchte Boltsversammlung bringt nach den Darlegungen des Reichsund Vorgänge, die mit den Ereignissen bei der„ Sebanfeier" am tagsabgeordneten Schred unter fachlicher Würdigung aller Ursachen 4. September 1921 in Zusammenhang stehen, zum Ausdrud, daß die einseitige Verfolgung der Gewerkschaftler und die Art und Weise des Verfahrens gegen diese erneut beweist, wie die Republikaner fich. Gefahren und Strafen aussehen, während den Monarchisten für ihre Treibereien oft genug der Schutz der republikanischen Behörden usw. zuteil wird. Mit allem Nachdruck verlangt daher die Bersammlung endlich die Einführung eines Rechtszustandes, der eine Klaffenjuftiz unmöglich macht." Die neue Umlage im Hauptasuschuß. Reicheminifter Prof. Fehr über die Aufgaben feines Amtes Im Hauptausschuß des Reichstages gab bei Gelegenheit der Etatsberatung feines Ministeriums der neue Reichsminister für Er. nährung und Landwirtschaft, Professor Fehr, eine zusammenhängende Darstellung seiner Aufgaben. In erster Linie müßten die zur Ernährung der Bevölkerung notwendigen Nahrungsmittel be schafft werden. Die Berhandlungen seien bereits auf dem wichtigsten In der Zeit der Martentwertung hat auch Herr Luden Gebiete, dem mit Brot, soweit gediehen, daß fie in Kürze zum Abdorff das Mittel gefunden, seinen deutschen Stolz aller Welt schluß kommen würden. Auch die Versorgung in der llebergangsEs ist ganz klar, daß die, milde ausgedrückt, Unzu aufzuzeigen. Er ist unter die Schriftsteller gegangen, die ihre zeit sei sichergestellt. Die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft müsse Iänglich feiten, die unter den unabhängigen Ministern Arbeit an die valuta starten Länder verlaufen. Er, der beträchtlich gestärkt werden und in diesem Sinne werde er das segefich breit gemacht hatten, im Lande von den reaktionären einst in amtlicher Stellung zu den gefährlichsten Eng- nannte Hilfswerk der Landwirtschaft mit allen Mitteln unter Barteien systematisch ausgebeutet und verallgemeinert mer land hassern gehörte, veröffentlicht jetzt in einem Lon- ftügen. Durch Zusammenfassung der in erster Linie von den Länden. Die Aussicht auf eine wesentliche Verstärkung der sozia doner Sonntagsblatt, dem Sunday Pictorial", der zur Dern zu leistenden Arbeiten erhofft der Minister eine bedeutende listischen Linten ist also durchaus nicht groß, viel eher ist da- Northcliffe- Breffe gehört, einen Artikel über die innere Lage Förderung des wichtigen deutschen Wirtschaftszweiges. Ihren eigent mit zu rechnen, daß unter dem Anfturm der aufge- Deutschlands. Selbstverständlich, daß der Kriegsverlierer die lichen Wert erhalte die Landwirtschaft erst dadurch, daß sie ihre Bropeitschten Leidenschaften die sozialistische Stimmen- Schuld an der gegenwärtigen Not in erster Linie dufte der Bevölkerung zu erträglichen Preisen zur Verfügung stellt. zahl und damit ihr Einfluß im Landtage zurückgehen würde. der Sozialdemokratie zuschreibt. Auch die Demofraten Gerade die Unabhängigen haben von dieser Neuwahl alles und das Zentrum erklärt Ludendorff für vorwiegend interandere als einen Geminn zu erwarten. Hatten sie doch schon national". Die Merkmale der deutschen Demokratie, sagt dieser im Vergleich zur Reichstagswahl 1920 bei der Januarmahl ehrenwerte Mitbürger, seien Rorruption und Be 1922 einen Stimmenverlust von 34 777 zu buchen, während die Sozialdemokratie einen Gewinn von rund 22 000 verzeichnen fonnte. Auch der Glaubensstärkste unter den Unabhängigen wird faum annehmen können, daß seiner Partei nach der Derter- und Junte- Blamage ein riesenhafter Zuwachs blühen könnte. Ohne den Entscheidungen unserer Parteigenossen in Braunschweig vorgreifen zu wollen, müssen wir doch heute fchon aussprechen, daß die Neuwahl- Parole der Unabhängigen nichts anderes darstellt als eine Verlegenheitsattion, von der sie selbst hoffen mögen, daß ihr fein Erfolg be schieden sei. it e chung. Das Londoner Blatt fündigt weiter an, daß ein ameiter 2rtitel Ludendorffs am nächsten Sonntag er fcheinen werde. Einem Vertreter des Blattes hat Erich Ludendorf außerdem in persönlicher Unterredung erklärt, daß Deutschland 1918 nicht gezwungen gewesen sei, den Waffenstillst and anzunehmen. Ein neuer Glanzakt der Justiz. # In der Diskussion wies Abg. Frau Wurm( U. Soz.) auf die u ngeheure Steigerung der Lebensmittelpreise und auf die Drohung des Reichslandbundes mit dem Steuer- und Lieferftrcit hin, gegen den das Reichsernährungsministerium noch kein Wort ge funden habe. Genosse Schmidt- Köpenick führte die ungeheure Breis. fteigerung darauf zurüd, daß nicht genug dafür gesorgt wurde, die nötigen Getreidemengen rechtzeitig aufzubringen. Das Mini bi sterium solle in erster Linie eine Reichsstelle für Ernährung sein, und nur, soweit diese Frage mit den Intereffen der Landwirtschaft zufammenhänge, habe es auch deren Belange zu vertreten. Abg. Herz ( U. Soz.) hielt mit dem Abbau der Zwangswirtschaft die Aufgabe des Ministeriums für erledigt, Nachdem Minister Fehr noch die bedeutsame Mitteilung gemacht hatte, daß die landwirtschaftliche Produktion unter Berücksichtigung der abgetretenen Gebiete Hoch und Käppler aus. den Borkriegsstand erreichen Sehen wir in diesem Zusammenhange ganz davon ab, daß gerade Ludendorff es war, der in immer bringen. beren Telegrammen den Abschluß des Waffenstill standes innerhalb 24 Stunden forderte, und daß es deshalb eine besondere Unverfrorenheit bedeutet, wenn der Mann mit der blauen Brille jetzt den Engländern etwas anderes vorzumachen sucht. Es bleibt noch genug übrig, Dr. Hildenbrand am Sonnabend zu Verhandlungen mit dem wenn wir die Tatsache unterstreichen, daß der deutsche werde, und Staatssekretär Henrici einige Zahlen über die Konserven sächsischen Ministerpräsidenten Bud in Dresden ein. Die Berhand- General Ludendorff, obwohl er sich nicht scheut, von der ausfuhr bekanntgemacht hatte, fekte eine lebhafte Debatte über das fungen galten u. a. dem Gedanken, das in der ganzen Welt als vor: deutschen Republif eine sehr anständige Pension ausfuhr bekanntgemacht hatte, fekte eine lebhafte Debatte über das bildlich gerühmte Dresdener Hygiene Museum zu er einzusteden, es dennoch fertig bringt, in einer englischen Umlageberfahren ein. Von unserer Seite sprachen sich die Genossen halten und als Anstalt für Boltsgefundheitspflege Beitung für englische Pfunde sein deutsches Bater zugleich ni hlicher und wirtschaftlicher zu gestalten. Das Museum land zu beschimpfen! gegen den Abbau des Umlageverfahrens midmet sich der Aufklärung über die Bolksfeuchen und die hygienifchen Maßnahmn zu ihrer Berhütung. Die dazu nötigen Instrumente, Die Deutschnationalen und Deutschen Bolts. Tafeln usw. werden nach pädagogischen und wissenschaftlichen Erfahrungen hergestellt und an das In- und Ausland abgegeben, fo 52 Jahre Gefängnis für demonstrierende Republikaner. parteiler ließen natürlich alle Minen springen, um diá daß hier ein Teil der Kosten gedeckt wird. Republikanische Richter haben dieser Tage in Magdeburg ein Umlage zu beseitigen. Herr Schiele erflärie wieder einmal, Cifzt- Anekdoten. Eine Fülle von bisher unbekannten Geschich. Urteil gefällt, das durchaus geeignet ist, das Mißtrauen gegen die der Minifter habe gesagt, die vorjährige Umlage folle die letzte sei: i. ten und Aussprüchen von Liszt finden sich in der bei der Deutschen deutsche Justiz in weitesten Kreisen zu verstärken. Sie hatten über Auch der Demokrat Böhme sah sich veranlaßt, die Landwirtschaft daBerlagsanstalt in Stuttgart erschienenen Autobiographie des Grafen eine Anzahl fozia: demokratischer Arbeiter Recht zu gegen in Schuß zu nehmen, daß ausgerechnet immer ihr die Lasten Geza Zichy. So jogte Liszt von einem Musiker, der sich nicht sprechen, die des Bandfriedensbruches" angeklagt waren. auferlegt(?) werden. Im Zentrum machten sich zwei gerade einwandfrei benommen hatte:„ Das ist der größte Lump in In Hundisburg, einem Dorfe im Streife Neuhaldensleben, Richtungen bemertbar. Der Abg. Schlad wollte die alte Europa, aber ein lieber Kerl." Die Freude am Ballett charakteri wo der bekannte Agrarier v. Nathusius thront, fand am 31. Auguft Umlage nicht wieder aufleben lassen, forderte aber Sicherstellung fierte er einmal mit den Worten:„ Es ist immer ein hübscher Anblid, 1921 wie überall in Deutschland eine Demonstration für die des notwendigen Getreides zu angemessenen Preisen. Sein Partei. menn eine ſchöne Frau in einem Kleid vor uns erscheint, das oben Republik gegen die deutschnationalen Schädlinge statt. Anlaß freund Blum dagegen redete von großer unzufriedenheit und Auf zu spät anfängt und unten zu früh aufhört." zu einer Geigenspielerin, die mit ihrer Kindlichkeit fofettierte, meinte er:„ Liebes diefer Demonstration war der Erzberger Mord, der das regung, die sich im ganzen Lande gegen die Getreideumlage richte, Fräulein, Sie haben heute Abend ganz gut Bioline gespielt, warum Treiben der Deutschnationalen so plößlich in grelle Beleuchtung ge- und konnte sich auch nicht vertneifen, troß der im Stenogramm vor wollen Sie schlecht die Naive spielen?" Finem spanischen Klavier. stellt hatte. Der Borstand der Sozialdemokratischen Partei Deutsch liegenden Erklärungen des Ministers Hermes aus dem vorigen spieler gab er den Rat:„ Lernen, lernen, junger Mann, das Klavier lands hatte zu allgemeinen Kundgebungen aufgerufen. Und die Jahre zu behaupten, der Minister habe gesagt, in diesem Jahre wür ist fein Stier und Sie find fein Pianist." Als Zichy Liszt einmal Bucht dieser Demonstrationen hatte Freund und Feind in Er den die Umlagen nicht wiederkehren. Nach dem Abg. Blum hat die fragte, ob er denn feine Memoiren schreiben werde, erhielt er die staunen gefeßt. Auch in Hundisburg war man diesem Rufe gefolgt Landwirtschaft volles Verständnis für die Not der Verbraucher, und bezeichnende Antwort:" Es ist hart genug, das Leben auszuleben, und die Erbitterung der Arbeiter war um so begreiflicher, als wenige man dürfe ihr angesichts der hohen Steuerlaften nicht noch eine Ge mozu soll man den Jammer noch aufschreiben? Es fähe doch nur Wochen vorher aus Anlaß der Beerdigung der ehemaligen Kaiferin treidefonderfteuer(!) auferlegen. Für eine angemessene aus wie das Inventar einer Folterkammer." nicht nur das Schloß des Herrn v. Nathufius, sondern auch zahlreiche Brotreserve zu sorgen, sei die Aufgabe des Reiches.- Dienstag wird An einem Tage zweimal von London nach Paris hin und zurüd. Bauerngehöfte demonstratio die deutschnationale die Debatte fortgesetzt werden. Einen Relord der Flugleistung hat der englische Flieger Captain Parteiflagge gezeigt hatten. Im Berlauf der Rundgebung Herne aufgestellt, indem er an einem einzigen Tage zmenal von am 31. Auguft hatten nun einige Arbeiter aus den betreffenden London nach Paris und wieder zurüd flog. Er brach von den Häusern die Flagge gefordert und sie verbrannt. Londoner Flugplatz Croydon 5 Minuten vor 7 Uhr morgens auf, flog in 123 Minuten nach Paris, machte dort eine halbe Stunde Station und flog dann nach Croydon zurüd, wo er 6 Minuten vor 12 Uhr anlangte. Darauf aß er zu Mittag und bestieg um% 1 Uhr schon wieder seine Maschine, mit der er zwei Minuten vor 3 Uhr in Paris anlangte. Er hielt sich nur 22 Minuten auf und war 5 Minuten vor% 46 Uhr wieder in Croydon angelangt. In einer Flugzeit von 8 Stunden 52 Minuten legte er 1000 englische Meilen zurüd. mibmet. Wegen dieses Borkommnisses wurde Anzeige wegen Land friedensbruch erstattet. Der Erste Staatsanwalt am Land gericht Magdeburg lehnte es aus rechtlichen Gürnden ab, An ffage zu erheben. Auf Beschwerde aber entschied das Land. gericht, daß Unflage zu erheben und danach das Verfahren zu er öffnen fei. Jetzt hat die Magdeburger Straffammer nicht weni ger als 5% Jahre Gefängnis gegen die Anhänger der. Re publit verhängt, die in berechtigter Erregung über die deutschnatio nalen Provokationen sich an der monarchistischen Parteifahne vers Freispruch im Fluchtprozeß Boldt. Hamburg, 8. Mai.( TU.) Die Flucht des Oberleutnants zur See Boldt aus dem lintersuchungsgefängnis am 17. November 1921 beschäftigte heute die Straffammer des hiesigen Landgerichts. Drei Gefängnisbeamte, 2 Gefängniswachtmeister und ein Bureau. Flucht ermöglicht zu haben. Sie wurden freigesprochen und gehilfe waren beschuldigt, Boldt aus Fahrlässigkeit bie die Erstattung der ihnen erwachsenden notwendigen Auslagen der Staatstaffe auferlegt. Die Ausstellung der Akademie der Künfte, Barlier Blak 4, wird Ein neues Ruhmesblatt unserer glorreichen Just is! Bermuts am Mittwoch, mittags 12 Ubr. mit einer Ansprache des Präsidenten ag girffen haben. Unter den Berurteilten befindet sich auch der allge lich hat das Gericht„ vaterländische" Fahrlässigkeit angenommen. Liebermann eröffnet. Die Ausstellung bringt Werte der Malerei und Blaftit mein geachtete Amtsvorsteher Jung, der, wie die übrigen Ber Nach dem Herzen vieler Herrschaften, die sich heute noch Richter aus allen Lageri. Ein Saal ist dem Gedächtnis Reinhold Repfius geurteilten, Sozialdemokrat ist und sich in dem Demonstrationszuge benennen dürfen, sind es jene Leipziger Reichsgerichtsräte, die den Bon Mittwoch 2 Uhr ab ist die Ausstellung allgemein zugängig funden hatte. Der Erste Staatsanwalt, der die Erhebung der An U- Boot- Helden" Boldt verurteilt haben, die eine Gefängnisftrafe und weiterhin täglich von 10-5 Uhr. Ein Sperlingsalbino. B. v. Garbons berichtet in den„ Mitteilungen flage abgelehnt hatte, vertrat sie jest felbst vor der über die Bogelwelt" von einem weißen Sperling, den er in Barbensburg Straffammer und stellte Anträge auf Strafen, die im Einzelfalle erbeutete. Bis auf einige rofaangehauchte Federn auf dem Unterrüden, auf über ein Jahr hinausgingen. an Schenkeln und Bauch, war das Gefieber bes Jungvogels von einer matellofen Reinheit. Rote Augen fennzeichnen den Bogel als Albino, auch der ftrohgelbe Schnabel und die bläulich weißen Läufe und geben weisen auf den Albinismus bin. verdienen. Der Gefehentwurf über die Zwangsanleihe ist nunmehr dem Nationalisten, die vor dem Görlizer Parteiblattlokal die roten Reichsrat zugegangen. Die Regierung wünscht, daß die BeraFahnen zerstörten, erhielten Geldstrafen von 100 bis 150 2. Anti- tungen innerhalb von 8 Tagen erledigt werden, damit bereichstag semitische Badegäste und Reichswehrsoldaten, die in Borkum einem noch vor dem 31. Mai sich mit der Borloge beschäftigen tann. Gewerkschaftsbewegung 8. Verbandstag der Fleißher. In der Zeit vom 7.- 11. Mai tagt in Halberstadt der Zentralverband der Fleischer. Wenn es nach dem Willen der Mitglieder in dieser Organisation gegangen wäre, dann wäre wohl längst der Nahrungsmittel- Industrieverband gegründet, für den die Fleischer in ihrer großen Mehrheit gestimmt haben. In der Berichtszeit stieg die Mitgliederzahl des Verbandes von 18 775 auf 24 338. Tarifperträge und Nachträge wurden für 23 413 Beschäftigte abgeschlossen. Lohnbewegungen waren 1921: ohne Arbeitseinstellungen in 561 Fällen in 164 Orten und 20 509 Betrieben mit zusammen 43 919 Beschäftigten, darunter 3885 weibliche. Die Verbandsmitglieder hatten unter dem Wechsel zwischen freier und Zwangswirtschaft sehr zu leiden. Interessant ist folgende Stelle des Geschäftsberichts:„ Der Hauptvorstand machte den Behörden klar, daß es eine ungerechtigkeit sei, nur ganz einseitig die Fleischermeister in den Produktionsprozeß einzuschalten, während die Gefellen von einer furchtbaren Arbeitslosigkeit heimgesucht würden. Die Berdienstspanne würde gewissenhaft nachgeprüft, ob fie auch zur Eristenz des Fleischermeisters ausreichend sei. Einige hundert Fleischkarten mußten genügen, um die Eristenz des Meisters sicherzustellen. So wurden Zehntausende von Fleischermeistern von der Allgemeinheit durchgeschleppt für eine Arbeitstätigkeit, die sich vielfach nur auf 2 Arbeitstage in der Woche erstredie. Um die Gehilfen dagegen fümmerten sich weder die Behörden: noch die Fleischermeister." Ausführlich läßt sich der Bericht über neue Wege in der Fleischversorgung" aus, ferner über„ Neugestaltung der Arbeits methoden" und die Lehrlingsfrage". Der Raffen bestand des Berbandes beträgt nahezu eine Million; enorme Ausgaben für Streifs und Bewegungen aller Art find zu verzeichnen. Auch für Unterstützungen mußte die Zentraltaffe tief in die Bestände eingreifen. Die Tagesordnung des Verbandstages umfaßt 9 Punkte, darunter die Lehrlingsfrage", Schlichtungsordnung, Arbeitslosenpersicherung, Arbeitszeitgesez und Torifpolitit. Von den 103 Anträgen find erwähnenswert die, die vom Vorstand verlangen, er möge die Verschmelzung wieder anregen. handlungen zwischen den vier Bergarbeiterorganisationen und bte Fabrit oder ins Bergwerf zu gehen. Doch anstatt dem Zechenverband angesetzt. Bon der gewerkschaftlichen Disziplin in dieser Richtung der Abwanderung entgegenzumirfen, will man der Belegschaften wird erwartet, daß sie ohne Zustimmung der Ber- durch gesetzliche 3wangsmaßnahmen die Abwanderung bandsleitung feinerlei weitere Arbeitseinstellungen vornehmen, son- verhindern, damit die Behandlung und Bezahlung anstatt verbessert dern das Ergebnis der angesetzten Verhandlungen abwarten. Eine noch mehr verschlechtert werden kann. Der Appetit fommt für Donnerstag durch besondere Einladungen einberufene Reviers auch hier beim Essen, mit dem Profit wächst die Gier nach größeren konferenz des Bergarbeiterverbandes wird die dann notwendigen Profiten. Beschlüsse fassen. Betriebsrätewahlen bei der Reichsbahn. Der Landwirtschaftsminister fonnte den über die Not der Landwirtschaft durch die anspruchsvollen Landarbeiter flagenden Abgeordneten nur erwidern, daß auch den Landarbeitern die Freizügigteit gewährleistet ist und ein gesetzlicher Zwang zur Fesselung der Landarbeiter an unzulängliche Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht geschaffen werden fann. Uebrigens ständen einer tarten Abwanderung landwirtschaftlicher Arbeiter in die Industrie schon die Wohnungsverhältnisse in den Städten Die deutschen Reichseisenbahnen stehen, als einheitlicher Betrieb betrachtet, nicht nur in ihrer Größe, sondern auch wegen ihrer organischen Geschlossenheit einzig da in der Welt. Sie bilden einen einheitlichen Wirtschaftsbetrieb von gewaltigstem Umfang und unendlicher Bielseitigkeit, und ihre über das garze Land, von Grenze zu Grenze gedehnten Schienenstränge erscheinen wie ein überzeugendes entgegen. Abbild der inneren Berflechtung aller Wirtschaft. Durch das Betriebs- Geht's nicht mehr mit der Hungerpeitsche, dann wird den Herrrätegesetz ist es nur möglich geworden, dem Verwaltungsaufbau Schaften am Ende nichts weiter übrig bleiben, als durch eine bedieses großen Organismus ein neues Glied einzufügen, das den friedigende tarifliche Regelung der Lohn- und Gedanken, daß die Eisenbahnen der Gesamtheit gehören und Arbeitsbedingungen sich die Tätigkeit der Landarbeiter zu zu dienen haben, ideell und praktisch zum Ausdruck bringt: Das ständig auf Kosten der Steuerzahler den Arbeitgebern in der LandDie Technische Nothilfe fann schließlich nicht ftufenweise aufgebaute Rätefyftem, wirtschaft zu billigen Arbeitskräften verhelfen. vom Betriebsrat ansteigend über den Bezirksbetriebsrat zum HauptLohn- und Tarifkampf im Bäckergewerbe. betriebsrat. In diesem System von Betriebsräten liegt der Keim und Antrieb zur Umwandlung des fiskalisch- egoistischen, mit Wie uns berichtet wird, haben die Verhandlungen im Bäckerden Interessen des Kapitals mehr oder weniger verkoppelten Ver- gewerbe über den Lohntarif wie den Manteltarif von vornherein waltungssystems in eine von wahrhaft gemeinnützigen Intereffen aus ein jähes Ende genommen. Die Arbeitgeber unterbreiteten der Argehende und bewußt auf die Sozialisierung der Berbeiterschaft einen Tarifentwurf, der entgegen den bisherigen Bereintehrswirtschaft hinsteuernde Wirtschaftsführung. barungen die Verkäufeirnnen, die Hausdiener und Brotfahrer von der Tarifgemeinschaft ausschließt und nur die ordnungsmäßig" getertnen Bäcker tariflich erfassen will. Das„ Teile und herrsche", ihr Die Neuwahlen der Betriebsräte der Reichsbahnen, die morgen Mittwoch im ganzen Reiche erfolgen, find daher eine Aftion von großer Bedeutung. Der freigewerkschaftliche Deutsche Eisenbahnerverband, der bisher über die Mehrheit der Mandate verfügte, steht hier in einem Kampfe, der das Interesse der gesamten Arbeiterflaffe berührt. Die Betriebsräte des DEB. find während der Dauer ihrer Tätigkeit der fiskalischen Engherziafeit wie der. tapitalistischen Ausbeutungsfucht stets in gleicher Weise entregengetreten. Durch ihr zielbewuktes Auftreten sind sie in furzer Zeit zu einer bei Freund und Feind angesehenen Macht geworden. In allen Fragen der Wirtschaftsführung wie der Arbeitsbedingungen erwiesen fie sich als geschickte und tatkräftige. Vertreter der Arbeiterschaft. Am Sonntag begannen die Verhandlungen mit den üblichen Begrüßungen, wovon die des Stadtrats Falt namens der Stadt Halberstadt erwähnt sei, meiter aber die Ansprache von Reis- scheinungen aus neuester Zeit gefennzeichnet. Die christliche Budapest, die eine flammende Anklage gegen die Kommunisten in Ungarn bildete. Den Kommunisten sei es zu verdanken, daß jetzt in Ungarn alles verloren sei. Sie wollten alles besser machen, beute stehen sie mit den weißen Garden gegen uns. Auf ihr Ronto feien 5000 Tote und 26 000 in ben Kerfern Schmachtende zu lezen." Baht euch nicht umgarnen", fo fagte Reis, wir wären tausendfach froh, hätten mir statt eines Bela Khun einen Scheidemann oder Noste gehabt." Die Ausführungen wurden überaus beifällig aufgenommen. arbeiter angenommen. Der Charakter der Gegner des DEV. wird durch zwei Er Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner hat sich in der Frage der Reform der Eisenbahnerwirtschaft festgelegt auf die sogenannte gemischtwirtschaftliche Unternehmungsform. Ein Vorschlag, der von den christlichen Gewerkschaften zu diesem 3wede schon vor einiger Zeit formuliert worden ist, deckt sich im Brinzip völlig mit dem neuen„ Gutachten" des Reichsverbandes der deutschen Industrie. Wie dieses Gutachten, so würde auch jener Plan der Christen zum Siege des nach dem Besik der Eisenbahnen greifenden Großfapitals über das Gemeininteresse führen. M Der Allgemeine Eisenbahnerverband aber, welcher der Hierauf wurde eine Sympathieerflärung für die füddeutschen Metall- Hirsch Dunderschen Richtung angehört, hat sich im Kampfe um die Forderungen der Arbeiterklasse von jeher als ein Musterbeispiel der Unzunerläffiat eit erwiesen. Neuerdings geht es um den Achtstundentag. Für die Eisenbahner ist diese Frage unmitetlbar zur Debatte gestellt worden durch das in Vorbereitung befindliche Eisenbahn- Arbeits eitgesetz. Die Differenzen im Dortmunder Revier. Ein drohender Bergarbeiterstreif. In den letzten Monaten find die Unternehmer des Ruhrreviers in äußerst scharfer Form gegen die Betriebsräte vorgegangen Herr Ertelen z nun, das geistige Haupt der Richtung, zu der sich und haben bei jeder Gelegenheit Betriebsräte und Funktionäre der Gewerkschaften entlassen. Be der AEV. zählt, hat jüngst erst in Zeitungsartikeln eine große reits in der letzten Sigung des Reichstohlenrates wurde von den Nachgiebigkeit in diesem Punkte befundet, um es gelinde aus einer unbedeutenden Arbeitnehmervertretern in der Diskussion darauf hingewiesen, daß es zudrücken. Die vom Niendorfschen„ Kartell" zum Haupts fich die Gewerkschaftsführer in Zukunft sehr überlegen würden, bei Splitterorganisation von ca. 4-5000 Mitgliedern drohendem Streit zu bremsen, wenn die Unternehmer ihren betriebs und Hauptschlichtungsausschuß eingereichten Vorschlagslisten Willen rücksichtslos durchsetzen, ohne sich mit den Ge- wurden im legten Moment zurückgezogen und Stimmmenthaltung proflamiert. werfschaften über Recht und Unrecht zu unterhalten. Die Er Die neueste Errungenschaft stellt unstreitig die auf Befehl der& B D.- Gewerkschaftszentrale eingereichte„ Liste der revo lutionären Betriebsräte" dar. Wir erwarten, daß die Eisenbahner den Moskauer Einheitsheuchlern die richtige Antwort geben und die ihnen zugemutete Zerfplitterung der Kräfte, die einzig und allein den Harmonievereinen Nugen bringt, glatt ablehnen. Die Berbände, die bei den Betriebsrätewahlen als die Gegner des DER. auftreten, sind in den Fragen der Wirtschafts politik wie der Arbeitsbedingungen gleicher maßen verdächtig. Darum fommt bei diesen Wahlen alles auf die Stärkung des Einflusses des Deutschen EisenbahnerVerbandes in den Betriebsräten an. Für den Hauptbetriebsrat beginnt die Cifte des DEB. bitterung ist in Arbeiterkreisen des Ruhr reviers so groß, dah jetzt einige Differenzen im Dortmunder Revier dazu geführt haben, daß über 20 000 2rbeiter auf 10 Anlagen in den Ausstand getreten sind. Hier hat, wie im Jahre 1905, der Direktor der Stinnes- 3eche„ Glück auf" Tiefbau bei Dortmund, durch unverantwortliche Aeußerungen, wie: die Maifeier sei eine Komödie und die Beamten, die sich an dieser Feier beteiligt hätten, seien reif für eine ärztliche Untersuchung, Del ins Feuer ge goffen. Die Bergarbeiterschaft die seit Monaten infolge des rigorosen Vorgehens der Bergräte außerordentlich er= bittert ist, glaubt, daß sie auch bei den amtlichen Schlichtungsftellen feine Unterstützung gefunden hat, weil sich die Vertreter der Bergbehörden, genau wie früher, auf die Seite der Unternehmer stellen, daß nur ein großer allgemeiner Streit den Terror der Unternehmer brechen fönnte. Sie mit dem Namen des Genossen Johann Hatje, für den Hauptverlangen, daß die gesetzgebende Körperschaft eine Erweiterung des schlichtungsausschuß, der gleichzeitig neu gewählt wird, mit Betriebsrätegesetzes vornehme, und zwar den Betriebsräten mit Hermann Hage. Die Stimmzettel tragen das Kennwort: bestimmenden Einfluß bei Einstellungen und Ent- Deutscher Eisenbahner- Verband. Die gesamte Arbeiter und Angelassungen von Arbeitern und Beamten sowie bei Beförderung stelltenschaft, sowie vor allem die auf dem Boden der modernen einräumen müsse. Ob der alte Bergarbeiterverband den Zeitpunkt Arbeiterbewegung stehenden Beamten haben in Gemeinschaft mit für einen großen Kampf für gefommen hält und sich hinter diese Be- unseren Eisenbahnern am 10. Mai alles daran zu sehen, daß der megung stellt, ist im Augenblick noch nicht entschieden. Die im Deutsche Eisen bahner Berband den vollen Sieg alten Bergarbeiterverband organisierten Arbeiter sowie erringt. die ebenfalls den Streit fordernden Anhänger der BergarbeiterUnion bilden die große Mehrzahl der gesamten Belegschaften. Fraglich ist nur, wie sich der Christliche Gemertverein ver- Den Agrariern erscheint offenbar die neue Ordnung der Dinge halten wird, dessen Führer fich in den letzten Monaten schon ver unerträglich, daß die Landarbeiter sich gewerkschafts schiedentlich auf die Seite der Unternehmer gestellt haben. I ich organisierten und sich nicht mehr wie früher knechten Daß dieser Entscheidungskampf im Bergbau über die und entrechten lassen. Die durch das provokatorische Verhalten der Frage, ob die Unternehmer ihre alte Billtürherrschaft wieder auf- Landbünde heraufbeschworenen Streits, die Bildung gelber Drrichten dürfen oder ob die gemeinschaftliche Wirtschaft im Bergbau ganisationen zeigen nur allzu deutlich die Absicht der Herrweiterentwickelt wird, fommen muß, ist jedem Einsichtigen flar. Davon, wie die Entscheidung des alten Bergarbeiterverbandes fällt, d. h. ob er versuchen wird, diese Einzelstreifs, die sich noch heute am 8. Mai gegenüber der Vorwoche ausgedehnt haben, lokal zu erledigen oder ob er, wie gewünscht, sich hinter die Bewegung stellen wird, um sie geschlossen zu Ende zu führen, hängt es ab, ob wir nicht schon in den nächsten Tagen im Ruhrrevier einen großen Bergarbeiterstreit erleben. Die Agrarier gegen die Landarbeiter. ich aften, die trop gewaltiger Profite bei niedrigften Steuerlasten die Lebenshaltung der ihre Gewinne mehrenden Arbeiter auf das tiefste Niveau herabdrücken möchten. Nicht genug damit, daß sie die Mitwirkung der Technischen Nothilfe gegen das von ihnen in den Streif getriebene Landproletariat erreicht haben, suchen sie jezt die Freizügigkeit der Landarbeiter aufzuheben. Im Preußischen Landtage behaupteten die Abgeordneten Streefe, Boes u. a., daß seit BeDer Sozialdemokratische Parlamentsdienst berichtet hierzu, daß endigung des Winters eine erschredende Abwanderung der Vorstand des Bergarbeiterverbandes in Berbin von landwirtschaftlichen Arbeitern in die Indung mit den Bezirksleitern des Ruhrreviers sich gestern mit dustrie und die Braunkohlenwerte zu bemerken sei. Ist das Latder Angelegenheit beschäftigt und folgenden Beschluß gefaßt hat: sache, dann läge es. nahe, daß die Herrschaften vor allem einmal Die Arbeitseinstellungen in den Bezirken Dortmund den Ursachen nach gingen. Es liegt flar auf der Hand, daß und Eichlingshofen werden, soweit fie der Organisationsleitung bis bei anständiger Behandlung und Bezahlung der her gemeldet sind, von der Organisation anerkannt. Für 2andarbeiter, die sich die Landwirtschaft heute ohne AnstrenAusspielen einer Gruppe gegen die andere, scheint die Arbeitgeber bei ihrem Vorschlage geleitet zu haben. Nicht allein das, auch den Gelernten will man in dem neuen Tarif nach Arbeitgebermuster nichts bieten. Fast alle Bestimmungen des seit drei Jahren bestehenden Tarifvertrags sollen wesentlich verschlechtert werden. Zur Motivierung foll in der Sigung der Tariftommiffion ein Meister frant und frei erklärt haben: Ja, meine Herren, damals, vor drei ehren, waren andere Zeiten." Sie wittern Morgenluft, die Herren m Backtrog, und sehnen sich offenbar nach dem Zustand der voririegszeitlichen Machtverhältnisse zurück. Die Herren, die recht freundlich sein können, wenn die Arbeiter als Kunden zu ihnen tommen, dürfen ja nicht etwa glauben, daß die organisierte Arbeiterschaft in einem den Bädern aufgezwungenen Abwehrkampfe als müßiger Zuschauer beiseite stehe. Wie berichtet, sollen die Bäckermeister die Erhöhung der Löhne mit der Begründung abgelehnt haben, daß sie es nicht verantworten fönnten, daß das Brot dabei unmäßig verteuert werden müßte. Die Bäckermeister als der Schuhwall der Bevölkerung gegen Brotverteuerung. Wenn das keine Satire ist, gibt es feine mehr. Die Bäckergesellen werden den anderen Arbeitnehmergruppen in den Bäckereien die Solidarität wie bisher wahren. Den Arbeitgebern dürfte es dann nicht leicht werden, ihre Absichten durchzuführen. Am Mittwoch wird in einer Versammlung in den Germaniasälen die Arbeiterschaft zu dem Angebot der Arbeitgeber Stellung nehmen, weshalb alle Mitglieder vollzählich erscheinen und ihren Willen befunden müssen, damit die Verbandsleitung wie auch die Berhandlungskommission dementsprechend handeln kann. Mailöhne im Berliner Einzelhandel. Die Handelshilfsarbeiter und arbeiterinnen vom Deutschen Transportarbeiterverband haben dem Lohnabkommen für Mai u gestimmt. Auf die Löhne der erwachsenen männlichen ledigen und verheirateten Arbeiter erfolgt ein wöchentlicher Zuschlag von 115 M., für Berheiratete mit Kindern von 110 M.. für Arbeiterinnen von 105 M. und für Jugendliche von 30 bis 90 m. Das Angebot der Arbeitgeber wurde als zu niedrig angeieben: es soll daher versucht werden, für Juni entsprechend höhere Löhne zu vereinbaren. Die gedrudten Tarifverträge sind im Transportarbeiterverband, Bimmer 31, unter Vorlegung des Mitgliedsbuches zum Preiſe von 1,50 M. erhältlich. SPD.- Metallarbeiter! Stollegen und Kolleginnen! Die leßten Borkommnisse in der Berliner Verwaltungsstelle lehren uns, wie notwendig es ist, daß alle unsere Mitglieder, ob als Funktionäre oder als einfache Witglieder, alle Veranstaltungen der Organisation, Konferenzen oder Versammlungen vollzählich besuchen, um mit zu fämpfen für die Freiheit und die Einigkeit der Arbeiterklasse. Der Fraktionsvorstand. Erfolg der SPD.- Metallarbeiter. Breslau, 8. Mai. Bei der gestrigen Delegiertenwahl des Metallarbeiterberbandes zum Gewerkschaftstongreß erhielt die sozialdemokratische Liste Wiersich 1113 Stimmen, die fommunistische Liste nur 263. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Alühs. Berlin- Lichterfelde; für An. Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin. Lindenstr. 3. zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Hierzu 1 Beilage. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! Mittwoch, den 10. Mai, sind vom Reichsarbeitsministerium Bergung leisten kann, es feinem Landarbeiter einfällt, in LOTTO: O weh! Sauerstoffraß in meiner Wäsche durch selbsttätige Waschmittel. Ich nehme jetzt nur noch Seifenpulver Schneekönig Stein der Weisen Das Original aller Nagelpoliersteine Stück M. 12,50. Ueberall zu haben. KOPP& JOSEPH BERLIN W 50 Potsdamer Straße 122. Bandwurm o verloren nach 1 Stunde durch Reichel's Bandwurmmittel. 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Es ist ferner beschlossen worden, die Leihgebühr für die Emp. fangsscheine in den städtischen Büchereien von 10.Pf. auf 20 Pf. zu et höhen, vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindebehörden. Kurz vor dem Kriege beschloß das Berliner Stadtparlament, bie umfangreiche Stadtbibliothek in einem eigenen Heim, das auf dem Grundstück des nun längst verschwundenen Inselspeichers er richtet werden sollte, unterzubringen. Das Grundstüd wurde da mals enteignet und mit den Erben ein Prozeß geführt, der nun nach zehnjähriger Dauer durch einen Vergleich beendet werden soll. Au die Aufregung, die Verhandlungen, die Baupläne waren umsonst: der Krieg verhinderte die Verwirklichung auch dieses schönen Planes. Der auf 2 Millionen vollwertige Goldmart veranschlagte Bau ist nicht ausgeführt worden. Nach dem Kriege wollte man die Stadt bibliothek, die heute nicht weniger als 220 000 Bände umfaßt, im Herrenhaus unterbringen. Der preußische Staat gab das Gebäude jedoch nicht her. Endlich wurden der Bücherei für sie geeignete Räume im Berliner Marstall angewiesen. Am 15. September 1920 begann der Umzug, nach 6% Monaten, am 1. März, war das überaus schwierige Bert so weit gefördert, daß der Betrieb wieder eröffnet werden konnte. Die Darmstädter Bank will nunmehr ihre Kapitalsmacht dazu benutzen, gerade diese Räume für ihre Zwede herrichten zu lassen. Das Ungeheuerliche eines neuen fast sieben monatigen Umzuges wird jedem Freund der Bolfsbildung nach einem Gang durch die Bibliothek flar werden und hoffentlich werden die Stadtverordneten für die Belaffung in den Räumen des Marstalls eintreten. In der Bücherausgabe. Dienstag, den 9. Mai 1922 Der Hundegalopp. Die Hunderennen im Stadion zu Berlin- Lichtenberg werden bekanntlich ohne Totobetrieb abgehalten und finden doch von Mal zu Mal einen zunehmenden Besuch. Das ist ein Beweis echter Begeisterung, der den wirklichen Sportfreund erfreut. Nur rein gedie eher an eine Aethiopierin erinnert, stellt die Dumont dar. Im zogene Hunde werden zu den Rennen zugelassen. Lesesaal, der in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends Die benutzt werden kann, stehen etwa 6000 Bände zur Benuhung zur Ausschreibungen berücksichtigten folgende Rassen: Schäferhunde, Am Sonntag lagen für 8 Rennen 91 Meldungen vor. Verfügung, die aus besonderen Gründen den Lesern nicht zur Mit- Dobermänner, alle Polizeihundrassen, Greyhounds, Forterrier und nahme ausgehändigt werden. Er ist ständig starf benugt, was fein Wunder ist, da, abgesehen von der Reichhaltigkeit des Lesestoffes, rauhharige Pinscher. An Preisen wurden 4800 m. und 3 Ehrendie ganze Ausstattung und die von außen hereinflutende Helligkeit preise verausgabt. Es geht alies, bei Uebernahme der Gepflogenden Aufenthalt außerordentlich angenehm machen. Das Bücher- heiten von den Pferderennen, streng sachgemäß zu. Auch ist stets magazin im 2. Stod enthält die 35 000 Bände der Görlitz- Libed ein Tierarzt anwesend, der gegebenenfalls die Hunde untersucht, ob Stiftung, die die deutsche Literatur vom 15. bis 19. Jahrhundert ihnen Reizmittel eingeflößt find. Wird ein solches bei einem Tier umfassen, ferner preußisch- brandenburgische und Berliner Geschichte, festgestellt, so ist es ohne weiteres vom Rennen ausgeschlossen. sowie eine große Anzahl literarischer und kritischer Zeitschriften des 18. Jahrhunderts. Der Wert dieses Teils der Stadtbibliothek be- Das Publikum hat bereits seine erforenen Lieblinge. So den läuft sich heute auf etliche Millionen Mart. In einem Arbeitsraum Dobermann Lord Meyer- Jünkerath, der einfach für eine Kanone find die Bände der Freundschen Bibliothek untergebracht, die alle gilt. Der Hund weiß sehr wohl, um was es sich handelt. Er fizzt, mit Ausnahme der zahlreichen Kochbücher und Menüs, die die selbst Obacht gebend, wie angewurzelt am Start, um beim Senten Statsbibliothek verwahrt, hier Unterkunft gefunden haben. Ferner der Flagge wie ein Pfeil davonzufliegen. Die Dobermänner erfallen hier die stattlichen von Ostar Cohn überwiesenen Kataloge freuen sich immer noch großer Beliebtheit. Den ersten zog der des Britischen Museums auf. Das Hauptbüchermagazin liegt im Nachtwächter Dobermann in Apolda. Dieser Mann, beruflich auf 1. Stod. Dort werden auch die von den Volksbibliotheken Berlins einen guten, zuverlässigen Hund angewiesen, wollte einen ganz befür ihre Leser bestellten Bücher expediert. Sonderabteilungen. sonderen Hund für sich ziehen. Er freuzte und freuzte und bekam schließlich ein Exemplar, das man nach seinem Züchter Dobermann brachte durch gute Zucht die Rasse hoch; er hielt in Apolda Hundenannte. Ein geschäftstüchtiger Mann:( zwar nicht der Nachtwächter) märkte ab und die Dobermänner machten ihren Weg. Die Hundesieger befommen in ihren nächsten Rennen Distanzzulagen. Und zwar gibt's für jede gewonnenen 100 Mart 2 Meter. Einige Hunde tragen sehr funftvoll gestickte Renndeden. Man sieht oft alle möglichen Farben und die buntesten Zusammenstellungen, doch sind vom renntechnischen Standpunkt aus zwei sich gut voneinander abhebende Farben zu empfehlen, weil die dem Blick des Zuschauers immer flar bleiben. Sabotage der Schulgeldstaffelung. über Frauenfragen enthalten und vom Verein für Frauenwohl Auf dem Korridor fallen zunächst Schränke auf, die 3000 Bände überwiesen wurden. Hier oben liegen dicht nebeneinander das Friedländer- Zimmer, das Zimmer von Dr. Emil Jakobfohn und das wildenbruch- Zimmer, das mit Möbeln und Gemälden aus dem Nachlaß diefes Dichters ausgestattet ist. Friedländer, der ein Freund Singers war, hat der Bibliothet vornehmlich revolutionäre Literatur überwiesen. In feiner Sammlung find sehr wertvolle Bände, die oppofitionelle Zeitungen enthalten, u. a. die Mostsche Der Zugang zur Stadtbibliothet liegt in der Breiten Straße." Freiheit"," Die Reform"," Die Wage", die" Demokratische Zeitung" Im zweiten Stockwerf liegt die Bücherausgabe, der prächtige Lese- und die non Guido Weiß redigierte Bufünft". Ferner find in faal, das Zimmer des Direktors sowie ein Arbeitszimmer für den einem Schrank sieben Mappen mit Blataten aus den Märztagen Ralligraphen, der die Nachträge für die 16 gedruckten Katalogbände pen 1848 aufbewahrt. In diesem Raum hat auch die Basneriche handschriftlich anfertigt, da die Drudlegung heute unerschwinglich fozieliffifche Bibliothek Unterkunft gefunden. Sie enthält Bände, teuer fommen würde. Die Nachträge stehen den Lesern zur Ein die von Marx, Singer und Lassalle und der Gräfin Hazfeld u. a. ficht zur Verfügung. Ferner ist hier ein Teil des Büchermagazins gezeichnet sind. Die Jakobfohnsche Bibliothet enthält u. a. 2000 untergebracht. Die Benutzung der Bibliothet steht allen Berlinern, von diesem Dichter, der unter dem Namen Müller von der Havel Nachdem die leidige Frage der Schulgeldstaffelung an den Ber die das 16. Lebensjahr erreicht haben, frei. Es genügt, um eine schrieb, gesammelte Bände über deutsche Sprichwörter- Literatur. liner höheren Schulen nun fast ein Jahr lang verschleppt Lefetarte zu erhalten, die Borlegung von zwei Legitimationen und lebrigens war Jakobsohn ein Freund von Seidel und Trojan. Im worden ist, hatte der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung die Zahlung einer Leihgebühr von 5 M. für das Bierteljahr. Bücher- Wildenbruch- Zimmer fällt u. a. eine Radierung auf, die von dem empfohlen, ihren Beschluß für das abgelaufene Jahr zurüd zettel, die als Quittung für die entliehenen Bücher abgegeben mer- Enkel Schillers, Ludwig v. Gleichen- Rußwurm, herrührt; ferner eine 3unehmen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte daraufhin den, sind zum Preise von 1 m. für 10 Stück erhältlich. Die Leih- lebensvolle Statuette Wielands, die von Dorndorf gefertigt wurde. einen Ausschuß zur Prüfung dieser Frage eingesetzt, dessen Arbeiten zeit beträgt einen Monat. Der Ausgaberaum ist gefällig ausge die bürgerlichen Parteien in geschlossener Front gestern in einer Der Raum gestattet nicht, all die Kostbarkeiten der Bibliothek geradezu skandalösen Weise fabotiert haben. Obgleich stattet. Eine Anzahl Tische stehen zum Nachschlagen in den Katalogen und zum Schreiben zur Verfügung. Dieser, wie auch die im einzelnen zu erwähnen. Aber aus den schon bisher beschriebe. Gen. Lohmann sowohl wie der Vorsitzende, Gen. Borchardt, übrigen Räume find hell und freundlich. Die ganze Etage war nen erkennt man, welch ungeheure Arbeitsleistung in der Bücherei eindringlich darauf hinwieser daß die Eltern doch nun endlich eine früher ein einziger durchgehender Raum, der zur Unterbringung bereinigt ist. Der Plan, diese foftbaren Räume der Darmstädter Entscheidung über ihre Zahlungsverpflichtung verlangen müßten, der zahlreichen Hoftutschen usw. diente, die mittels Fahrstuhl em Bank zu überlassen, geht darauf zurüd, daß die Stadt sich vers daß die einzelnen Bezirke ganz verschiedene Maßnahmen porgehoben wurden. Durch Einfügung von Rabizwänden wurde pflichtet hat, diesem Institut ein Haus zu beschaffen. Es tamen träfen, daß in Alt- Berlin und einigen Außenbezirken trotz der entder Raum in der glücklichsten Weise unterteilt. Die Darmstädter u. a. die Kommandantur, die Singakademie, sowie die Bauakademie gegenstehenden Beschlüsse der Gemeindekörperschaften mit Pfän Bant beabsichtigt, diese mit großen Kosten durchgeführten baulichen in Frage, jedoch wurden diese Baulichkeiten von der Bank als zu Schule vorgegangen würde. drückten die Bürgerlichen einen dungsandrohungen und Verweisung DON der Benderungen wieder befeitinen zu laffen, falls ihr die Räume zur Das Direktorzimmer, der ein- ungeeignet bezeichnet. Die Stadt hat die Marstallräume auf zehn Bertagungsantrag" durch, der fachlich auf eine vollkommene SaboVerfügung gestellt werden Пten. zige gefchloffene Raum, der früher schon hier vorhanden war und Jahre gepachtet. Die Bant war bereit, die gesamten Verlegungs- tage hinausläuft. Die betroffenen Eltern werden nun hoffentlich irgendwelchen profanen Zwecken diente, grenzt dicht an die Aus- fosten für die Bibliothek, sowie auch die Kosten für den erneuten einsehen, was sie von dem sozialen Verständnis dieser Parteien, von leihe. Alles spricht hier von fleißiger Arbeit. Bücher, Registratur. Umbau dieser Räume zu tragen, für die Bibliothek wollte sie einen ihren Beteuerungen und Krr.fodilstränen bei der Schulgelderhöhung farten und-bücher bedecken den großen Tisch in der Mitte des Zeil ihrer Räume ihres Hauses am Schinkelplag, die zu halten haben. Die Bürgerlichen wollen eben den unwillfomgünstig gelegenen Arbeitsraumes. Von den von der Bibiliothet außerordentlich ungünstig liegen, überlassen. Sicherlich befindet menen Zuzug aus den Kreisen der Minderbemittelten gefammelten Handschriften war gerade ein Blatt zu sehen, das von sich die Stadt stets in Geldverlegenheit. Aber diese darf nicht dazu Preis verhindern. Sie werden aber um eine flare Stellungund der Arbeiterschaft zu den höheren Schulen um jeden unferem alten Bebel stammte, durch das er einen Freund ersuchte, führen, dem Bolle wichtige Kulturinstitute zu entziehen, um großnahme, die sie aus durchsichtigen Gründen im Ausschuß hinter ihm 5 Taler, die er ihm geliehen, schleunigst zurückzugeben, da er fapitalistischen Unternehmungen eine Gefälligkeit zu erweisen. in großer Geldverlegenheit sei. Der Lesesaal. Nach dem Verlassen der Bücherausgabe passiert man die Garderobe, die jedem unentgeltlich zur Verfügung steht, und gelangt sodann in den herrlichen Lesesaal, der mit Gemälden geschmückt ist, die unter anderem Messel und Birchow darstellen. Ferner hat hier eine Büste Dr. Freunds Aufstellung gefunden, der der Bibliothet 10 000 Bände allgemeinen Inhalts überwiesen hat. Eine Büste, 1] Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. 1. An unsere Abonnenten der Bahnstrecke Karlshorft- Ertner. Das Ausbleiben der letzten Sonntagsausgabe ist darauf zurückzuführen, daß die gesamten Zeitungen der genannten Bahnstrecke von zwei Radfahrern bei der Anlieferung am Schlesischen Bahnhof ge stohlen worden sind. Wir haben die Nachlieferung gestern abend erfolgen lassen und bitten unsere Abonnenten wegen der NichtliefeIrung um Nachficht. Der Inspizient, dem der Zwider lange schon von der höckerigen, schmalwandigen Nase gefallen war, fommandierte inzwischen: Auf! Nieder!", während er mit aufgeregt flatternden Armen den Taft gab. Der Arbeiter am Vorhangseil zerrte aus Leibeskräften, troch jedesmal, sein volles Körpergewicht wirksam werden lassend, zur tiefen Kniebeuge zu sammen. " trieben haben, nicht herumfommen. Denn die sozialistischen Parteien haben sofort nach der Sabotage der bürgerlichen Mehrheit im Ausschuß folgenden Dringlichkeitsantrag eingebracht: Nachdem der für die Beratung der Schulgeldstaffelung ein. gesetzte Ausschuß die Beratung vertagt hat, ersucht die Stadtverordnetenversammlung den Magiftrat, die Schulgeldregelung für 1921 unverzüglich im Sinne der gegebenen 3ufagen Dorzunehmen." machte kehrt und schritt dem Ausgang zu, zwischen den Bühnen. arbeitern durch, die, eifrig mit dem Abräumen beschäftigt, beifeite gingen, um ihn vorüberzulassen. Plötzlich hielt er im Schreiten inne, prallte förmlich, als sei er rechtzeitig noch eines argen Hindernisses ansichtig geworden, zurück, während er den Blick zum Schnürboden emporschickte und mit den Fingern seiner rechten Hand sacht den eigenen Scheitel berührte. Ihm mar, als vermittle der leichte Druck deutlich antwortende Schmerzempfindung. Er schloß die Augen und befann sich des Tages, der nun wohl schon mehr als eine Woche zurücklag, an dem ihm während der Probe des Stückes, dessen Erstaufführung ihm heute zu einem ungewöhnlichen Triumph verholfen hatte, als er eben diese Stelle ahnungslos und tief in den Geist der Rolle versunken passierte, das äußerste Ende der den aus der Höhe blizzschnell niedersegelnden Prospekt beschwerenden Eisenstange am Hinterkopf muchtig getroffen, so daß er taumelte und auf ein Haar das Bewußtsein verloren hätte. Damals mußte die Probe vorerst unterbrochen, dann abgesagt werden; die Besorgnis, die ihn und die Augenzeugen des Unfalls beschlich, der ihn betroffen und der verhängnisvoll hätte merden fönnen, erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Wenige Stunden später, als das Erschrecken ihm nicht mehr die Glieder fesselte oder doch beschwerte, fühlte er sich, von der unter leichtem Fingerdruck schmerzenden Scheitelstelle abgesehen, leidlich wohl. bührlichkeit solcher Alleinherrschaft erkennend, nur ungern von der Szene sich scheuchen lassen; die älteren, minder ehrgeizig gewordenen, unter Bitternissen und Enttäuschungen ergrauten Darsteller waren indessen froh, endlich den Ankleideraum erreichen zu können, da es an diesem Abend später geworden Beifall raffelte, rauschte, prasselte, mächtig einsehend, in war als üblich. Albert Reuß verneigte sich, ließ sein Antlig fraftvoller Steigerung anschwellend, durch das Haus; Schreien, förmlich verfinfen, so daß das Bublifum einzig feiner Haar Rufen schrillte von den oberen Rängen herab, follerte, zahl- tracht ansichtig wurde, und verharrte unbeweglich in dieser lofen, feinen Sturzbächen gleich, in die Tiefe nieder; in den Stellung so lange, bis der Borhang niedergefallen war, worauf Logen hatten die Insassen sich von den Sigen erhoben, stan er, mit dem Blick die Blumen streifend, die man vor ihn hin den, weit über die Brüstung vorgeneigt, und applaudierten gestreut und die allmählich einen mäßig hohen Wall um ihn mit vorgestreckten Armen, während man in den vorderen gebildet hatten, alsbald aufzutauchen, sich aufzurichten begann, Parkettreihen die jugendlichen Enthusiasten sah, die zwischen während seine Gestalt zugleich sich straffte. Solange die Kur die gegen ihre sonstige Gewohnheit verharrenden Habitués tine geschlossen blieb, stand er aufrecht da und starrte ins fich gedrängt hatten und in nimmermüdem Berserfern die Leere; kaum flatterte der Vorhang jedoch erneut nach oben, längst geröteten Handflächen gegeneinander schlugen, die flappte er wieder zur tiefen Verbeugung zusammen. Es war Hoch!" und„ Heil!" und„ Hurra!" und damit im Zusammen- befannt, daß er dem Bublifum, das er, wie jeder Schauspieler, hang feinen Namen brüllten, freischten, quieften. Kleine liebte und zugleich verachtete, niemals nach dem Vorhangfallen Mädchen, deren erhitzte, feuchtschimmernde Gesichter aus hellen sein Gesicht zeigte. Kleidern blühten, schleuderten in nie erlahmendem Schwung Blumensträuße, langstielige Rosen und Beilchenbuketts gegen die Rampe. Die besonnenen Theaterbesucher hatten sich unterdessen angeschickt, das Haus zu verlassen; der oder jener blieb stehen, ehe er, um den Garderobenraum zu betreten, die Saaltür hinter sich zufallen ließ, sah noch einmal topfschüttelnd sich um, betrachtete verwundert die schier außer Rand und Band geratene, feffellos begeisterte Jugend; manch eine Dame, die, Endlich schien es, als ob der Applaus in den vorderen dem Arm ihres Begleiters verbunden, unschlüssig im Mittel- Reihen dünner, schwächer werden wollte, während das von gang gestanden hatte, riß sich von ihrem Beschützer unvermittelt der Galerie niederdröhnende Jubeln unvermindert fräftig er los, lief, von der erneut anstürmenden Boge des Enthusias flang, da junge Kehlen am Wert und dafür verantwortlich mus mitgerissen, nach vorn und vermehrte damit die Zahl waren. Gleichwohl fommandierte der Inspizient rücksichtsberer, die dem verehrten Künstler die Ovation bereiteten. los entschlossen, während er mit dem Rockärmel die Schweiß Albert Reuß, dessen Linte einen Lorbeerkranz hielt, von tropfen von der Stirn sich wischte: ,, Den Eisernen!" Worauf dem zwei breite, rotfeidene Schleifen niederwehten, stand auf der Arbeiter, in Ausführung folcher Weisung, während der Bühne und verneigte sich, während er mit der rechten draußen die Beifallsgeräusche sozusagen im legten Parorys Hand, die er in oft geübter, edler Rundung erhoben hatte, auf mus zu beängstigender Heftigkeit anschwollen, auf einen Knopf die Leere neben sich verwies: als ob er gesonnen wäre, Ehren, drückte, wodurch ein dumpfes, fnatterndes Rollen vernehmbar ,, Wirklich?" fragte der Schauspieler und ließ die Hand mit Beifallsgeräusche und sichtbare, duftende Zeichen ergebener wurde, das alsbald die Kundgebungen ferner und ferner hör- energischem Schlag auf die Schulter des fleinen weißhaarigen Erfolgschaft, wen auch nur zum Teil, auf jene zu übertragen, bar werden ließ, sie endlich vollständig erstickte. Ein harter Mannes fallen. War es gut? Dein Urteil ist mir sehr wertvon denen er genau roußte, daß sie sich nicht mehr neben ihm Schlag wurde laut: als ob ein Hammer von stattlichen Dimen- voll, mein lieber Ludwig! Keiner, der mich so genau fennt befanden, sondern sich, widerwillig zwar, jedoch, wie sich's fionen auf den dazugehörigen Amboß fiele; womit das Zeichen wie du!" Mit diesen Worten betrat er, nachdem der Ange= gebührte, hinter die Kuliffe zurückgezogen hatten. Die Mit gegeben war, daß der Eiserne" unten angelangt war. Albert sprochene vorher die Tür geöffnet hatte, den Ankleideraum, mirkenden hatten ihn verlaffen, wohl wissend, daß all die Be- Reuß stand noch immer stramm, das Antlik geradeaus gerichtet, in dem eine Anzahl befracter Herren, Arm in Arm nebengeisterung um feinetwillen mur explodierte und verströmte. da und wartete, unbegreiflich geduldig, ob der Vorhang nicht einanderstehend, ihn anscheinend erwartete. Der eine oder der andere hatte, die Ungerechtigkeit, die unge- doch noch einmal sich erheben würde. Er atmete tief auf, -Ein blaujackiger Arbeiter öffnete die Eisentür, die, schnial, niedrig und rotlackiert, in die weiße Wand, geschnitten war. Durch die entstandene Deffnung betrat Albert Reuß die Wendeltreppe, die zur Garderobe aufwärts führte. Langsam emportletternd, empfand der Schauspieler die Kühle, die im Treppenhaus herrschte, überaus angenehm. Auf der Plattform empfing ihn sein getreues Faftotum mit ausgebreiteten Armen, von denen er nicht wußte, ob sie ihm behilflich sein oder ihn stürmisch umfassen wollten. Herr von Reuß," rief der Diener, so wie heut', war's noch nie! Völlig niederknien möcht man!" ( Fortsetzung folgt.) Wie stehts mit dem Zucker? 15. 16. bt. 7 Uhr Schulaula Bernauer Str. 29--90. Thema: Die letter Boo bt. 7 Uhr bei Krüger, Suffitenftr. 34. Thema: Die legten politischen gänge in Berlin und im Landtag". Ref. Abg. Bahlfe, M. d. 2. Ereignisfe". Ref. Abg. Friedr. Bartels, M. d. 2. bt. Die Mitgliederversammlung findet erft Donnerstag, ben 11. Mai patt 18. bt. 7 Uhr bei Hochheimer, Pantstr. 82. Thema:„ Die legten politischen abt. 7 Uhr in der Gr. Schule, 2. Eingang Gotenburger Straße. Ereignisfe". Ref. Fris Seinrich. bt. 7½ Uhr bei Polster, Schwedensiz. 14-15. Thema:„ Die Bedeutung ber Gewerkschaften". Ref. Gen. Hänlein. t. 7 Uhr Schulaula Blantagenstr. 15-17. Thema: Das Reichsmietengefeg". Ref. Stadtrat Hermann. ber Konferenz der drei Crefutiven". Ref. Frig Schlegel. bt. 7 Uhr pünktlich Schulaula Mullerstr. 48. Thema: Die weltliche Schule". Ref. Paftor Frande. 17 Der Kleiderzerschneider, über dessen Auftreten wir vor einiger Ein Mahnwort des Magistrats an den Ernährungskommiffar. genommen. Sein Feld find jetzt die überfüllten Wagen der Straßen, Zeit berichteten, hat seine verbrecherische Tätigkeit von neuem auf Die völlig unergründliche Zuckerknappheit der letzten Monate Stadt- und Hochbahn und der verschiedenen Autoomnibuslinien. Der 17. hat den Berliner Magistrat veranlaßt, an den preußischen Staats- Verbrecher geht offenbar so zu Werke, daß er, auf einer Bank im tommissar für Boltsernährung nachstehendes Schreiben zu richten: Wagen fizend, mit der einen Hand den Saum des Kleidungsstüdes 18. " Die Versorgung der Reichshauptstadt mit Zucker hat sich seit einer vor ihm stehenden Dame hebt und mit der anderen eine sehr 20. längerem fehr erheblich verschlechtert. Dem weitaus scharfe Schere in Bewegung setzt. Das Merkwürdige in größten Teil der Bevölkerung ist es schon eine Reihe von Wochen dieser neuen Tätigkeit ist, daß er große runde Stüde herhindurch kaum noch möglich, auch nur die für den Haushalt unbe- ausschneidet, die er dann an sich nimmt. Auf die Ergreifung 22. dingt erforderlichen Mengen sich zu beschaffen. Ebenso laufen vom des gemeingefährlichen Menschen ist jetzt eine Belohnung von 10 000 Kleinhandel fortgesetzt Klagen über mangelhafte Be. Mart ausgesetzt. lieferung mit 3uder durch den Großhandel ein. Im Bezirksamt Steufölln find die dortigen Apothekenbefizer vorstellig geworden und haben dringend die Belieferung mit Zucker gefordert, ba fie An unsere Abonnenten und Genossen! außerstande wären, solchen im freien Handel zu erlangen. Aehnliche Slagerufe erfchallen von allen Seiten. Nach Ansicht der leitenden Aerzte der Säuglings- und Kleinkinderfürsorgestellen und auch nach Auffassung der städtischen Deputation für das Gefundheitswesen ist bei längerer Dauer des jezigen Zustandes mit dem Auftreten ernster Gesundheitsstörungen, besonders bei jungen Flaschenkindern, zu rechnen. Die Zuckerwirtschaftsstelle hat auf unser Drängen nunmehr für den Monat Mai ein Quantum Zuder in Aussicht gestellt, das es ermöglichen soll, wenigstens für die Kinder im ersten Lebensjahre eine auf Milchfarten auszugebende Menge von zwei Pfund Zucker je Kopf sicherzustellen. Diese Maßnahme allein fann aber feinesfalls ausreichen. Wir bitten, mit allem Nach brud dafür besorgt sein zu wollen, daß balbigft eine menigstens annähernd ausreichende Versorgung mit 3uder mieder erreicht wird." Der Wiener Männergesangverein in Berlin. Nach den Kölner Sängern werden uns jetzt die Wiener besuchen. Am 21. Mai nachmittags trifft die Abordnung des Wiener Männergefangvereins, die 235 Perionen umfaffen wird, auf dem Anhalter Bahnhof ein und wird bort von den ver einigten estausschüssen des Berliner Sängerbundes und des Defter reichisch- Deutschen Volksbundes, an deren Epige Reichstagspräsident 2öbe steht, empfangen werden. Die Feftordnung für den fünf tägigen Aufenthalt der Wiener ist bereits bestimmt. Den Höhe punkt der fünstlerischen Darbietungen wird ein Stonzert in der Bhilharmonie( 22. Mai, 8 Uhr abends) bilden. Daneben wird das 21. 23. bt. 7 Uhr Schulaula Lütticher Str. 47-48. Thema:„ Die Bedeutung 24. Abt. 7% Uhr Schulauia Chriftburger Str. 14. Thema: Die Gebantengänge der proletarischen Jugend". Ref. Pfarrer Dehn. 25. Abt. 7% Uhr Werneuchener Schloß, Berneudjener Str. 1. Thema: ,, Die Ronferenz von Genua". Ref. Dr. Kowch. 26. bt. 7 Uhr bei Wichmann, Weißenburger Str. 1. Thema: Gemein27. abt. 7% Uhr Schulaula Sonnenburger Str. 20. Thema: Die wirtschaft schaftsschule und Elternbeiratswahlen". Ref. Erwin Marquardt. liche Bedeutung Genuas". Ref. Gen. Gebhardt. Arbeiterschaft". Ref. Dr. Löwenstein. 28. Die Filialen und Ausgabestellen des„ Borwärts", die im Jahre 1919 der Zeitungs- Zentrale vertraglich unterstellt wurden, haben wir nach Vereinbarung mit der Z. Z. jetzt wieder übernommen. Die Bestellung des Vorwärts" erfolgt direkt durch uns. Beschwerden 29. über unpünffliche Zustellung des Vorwärts" find wie bisher an die Ausgabestellen zu richten. Bei Nichtberücksichtigung der Beschwerde durch die Ausgabeftelle ersuchen wir, den Vorwärts"-Berlag, Lindenstr. 3, zu benachrichtigen. bt. 7 Uhr Schulaula Schönhaufer Allee 166a. Thema:„ Genua und die 6. 7 Uhr Schulaula Senefelderstr. 6. Thema:„ Das Reichsmieten. gefet". Ref. Gen. Felgentre. 30. Abt. 7½ Uhr Schulaula Bappel- Alee 40-41. Thema:„ Kulturfragen und 32. abt. 74 Uhr im Andreasfasino, Andreasstr. 3. Thema:„ Das Reichsmieten. Sozialdemokratie". Ref. Richard Weimann. gefeg". Ref. Gen. Winter. Elternbeiratswahlen. Wahl der Arcis t. 7½ Uhr Schulaula Hohenloheftr. 10. Thema:„ Das Görliger Pro. Delegierten. Gesangsvorträge des Männerchors Friedrichshain. gramm". Ref. Eduard Bernstein, M. b. R. 33. 34. Wir bitten unsere Abonnenten und Genossen, nachdem wir die Bestellung wieder selbst übernommen haben, uns nach Kräften zu unterstützen, insbesondere durch Werbung neuer Abonnenten für den Borwärts zur Stärtung der politischen Stellung unserer Partei. Bei einer wachfenden Abonnentenzahl dürfte auch die 3u- 37. stellung des Borwärts" eine zufriedenstellendere werden, weil fie 38. lohnender für die Botenfrauen wird. Vorwärts- Verlag G. m. b. H. bt. 7 Uhr Schulaula Litauer Str. 18. Thema: Berufsberatung und Lehr. ftellenvermittlung durch das Berufsamt der Stadt Berlin". Ref. Margat bt. 7% Uhr Schulaula Hausburgftr. 20. Wahl der Kreisbelegierten. Riffo und Sachtleben. bt. 7 Uhr Veters Nachf., Große Frankfurter Str. 41-42. Thema: ,, Die neue Schule". Ref. Liesbeth Riedger. 39. bt. 7 Uhr in den Räumen der Juristischen Sprechstunde, Sindenstr. 3. 40. t. 7 Uhr Biltoriasäle, Belle Alliance- Str. 22. Thema: Boltswirt. fchaft". Ref. Louis Brunner, M. b. R. 41. bt. 7 Uhr Bahlabend in ben bekannten Gruppenlofalen. 42. 6t. 7 Uhr Blücherfäle, Blicherstr. 61. Thema: Das Wirtschaftsabkom. men mit Rußland". Ref. Dr. Giriemer. Dr. Bechlin. 43. 44. 45. t. 7½ Uhr bei Rabe, Fichteftr. 29. Thema:„ Außenpolitit. Referent: bt. 7 Uhr im Heinen Saale bes Buifen- Theaters, Reidenberger Str. 34. bt. 7 Uhr Schulaula Reichenberger, Ede Forster Straße. Thema:„ Die Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen für die Arbeiterschaft". Ref. Rettor Böse. wirtschaftliche Lage". 46. Abt. 7½ Uhr bei Peister, Cuornstr. 11. Thema:„ Die Bedeutung der 48. Abt. 7 Uhr bei Gliefing, Baffertorstr. 68. Thema:„ Die wirtschaftliche Be47. abt. 7 Uhr Schulaula Brangelfir. 128. Shema: ,, Bauernkriege". Referent: beutung des Sozialismus". Ref. Rurt Riegmann. Elternbeiratswahlen". Ref. Lehrer Marsfe. Dr. Schittte. 49. bt. Schwerhörigengruppe. 7 Uhr Taubstummenfbule Martusftr. 40, Sof lints 2 Treppen. Thema: Kultur und Sozialismus". Ref. Frau Dr. Wegscheider- Biegler, M. d. 2. Zum Leichenfund im Teltow- Kanal erfahren toir, daß der Tote als ein 22 Jabre alter Bolizeiunterwachtmeister ber Kraftwagenstaffel, Abteilung Friedrichshain. Otto Kernte, feftgestellt ist. Was den jungen Mann in den Tod getrieben hat, wird noch unterfucht. Wie sein Vater befundet, war er ein guter Schwimmer. Ohne Zweifel hat er deshalb feine Taschen mit Sand beschwert und sich die Hände gefeffelt, um sicher den Tod zu finden. Stonzert im 300( 24. Mai, 4 Uhr nachmittags) ebenso wie das der Magistrat den bisherigen stellvertretenden Beiter Profeffor Ernst Zum Direktor der Kunstgewerbeschule in Charlottenburg wählte Freilonzert im Qustgarten( 25. mai, 11, Uhr vormittags) starte Anziehungskraft ausüben. Eine feierliche Begrüßung durch nedenberg, zum Direttor der I. Handwerkerschule den die Reichs- und Staatsbehörden im Reichstag( 21. Mai, abends), Lehrer und Leiter der Kurse für Feinmechanit Mag Fölmer. ein Empfang beim Reichspräsidenten( 22. Mai) und bei der Berliner Die Scala wartet in ihrem Maiprogramm mit verschiedenartigsten Dingen Stadtverwaltung( 24. Mai), ferner eine geftaufführung( Fleder- auf. Neben dem trefflichen ruffifchen Tänzerpaar Birnitoff und Bir Charlottenburg. 51. Abt. 7½ Uhr zahlabende in folgenden Lokalen: Schellmaus") in der Staatsoper( 23. Mai, 6 Uhr abends) und schließlich nitowna, die einem bübia inszenierten Stetic Der Slave" tempe ein Kommers( 23. Mai) und ein Festball, der sich an das Konzert Borelli Brothers erwähnt werden, die allerlei Wagebaltgleiten mit ramentvolle Bewegtheit verleihen, muß der vorzügliche Ballanceatt der im 300( 24. Mai) anschließen soll, werden der Anwefenheit der großer Nervenbeberrichung vor Augen führen. Die brei Beras finb Wiener die offizielle und gesellschaftliche Umrahmung geben. wirklich graziose Tanger auf dem Drahtseil. Als technisches Experiment ist bas drahtlos lentbare Schiff des Kapitans efterbolb, bessen ganze Apparation auch sonst drahtlos getätigt wird, von Intereffe. Bute Bonyund Hundedreffuren gibt Freb Steffin in einem Dreffuralt. Berry ardime, ein Cellovirtuose, spielt in einer etwas schmalzigen Techni! allerlei Populares, inie es bas Bublifum so liebt: ficher tann er mebr als er zeigte. Mit ihren Vortragsfünftlern" bat die Scala dagegen entschieden Beh. Ein Bertreter diefer Gattung leistete wieder das Menschenmöglichſte, felbit bie bümmiten Beschmadlosigkeiten zu übertrumpfen. Seine war wirklich die Allerdümmste. Siegelring und Adelswappen. Es zieht noch immer. " Wie man die Todesstrafe abschafft. zum Tode Verurteilten, die vorgestern stattfinden sollte, aufgeschoben, In Berida( Spanien) wurde die inritung von zwei weil die 8immerleute sich weigerten, einen Bodest aufzustellen, auf dem der Scharfrichter feinen Apparat an bringen fonnte. Die Stadtverwaltung weigerte fic, die nötigen Materialien zum Bau zu stellen. Groß- Berliner Parteinachrichten. bach, Königin- Elisabeth- Str. 6, Ref. Dr. Israel; Roffius, Friedrich- Karl Blag 5, Ref. Gen. Reinknecht; Holtmann, Sophie- Charlotte Str. 78, Ref. Robert Reller. 52. Abt. 7 ihr Lofal Deebelom, Gömmering, Ede Nordhaufener Straße, Ref. Dr. Löwenthal, Thema: Schlichtungswesen und Arbeitsgerichte". 53. Abt. 7 Uhr bei Rapf, Ufnauftr. 6, Thema: Der Reichsschuigefehentwurf", Ref. Hedwig Wachenheim. 54. bt. 7% Whe im Botal Rum Birnbaum", Galvaniftr. 13, Thema: Die politische Lage". Ref. Alimaier; Anträge und Wahl der Kreisdelegierten zur Generalver fammlung. 55. t. 7 Uhr Zahlabende: 8. unb 9. Gruppe bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21; 10. Gruppe bei Bohne, Schloßfir. 45. 36. Abt. 7% Uhr bei Janed, Pestalozziftt. 34, Thema: Berwaltungsreform", Ref. Baul Sirsch. 57. t. 7% Uhr bei Arndt, Rantstr. 51, Thema: Die tom. menden Elternbeiratswahlen", Ref. Gen. Raschte. 58. Abt. 7 Uhr bei Stein, Baffauer Str. 85, Thema: Woran frantt Europa?", Ref. Dr. Adolf Braun, M. b. R. Spandau. 59. abt. 7% Uhi Türkisches Zelt, Moltke-, Ede Bismardstraße, Thema: Die legten politischen Ereignisse, Ref. Minna Tobenhagen. 60. bt. 8 Uhr bei Rönig, Pichelsdorfer Str. 38, Thema: Die lesten politischen Ereigniffe", Ref. Gen. Sügner. 61. bt. 8 Uhr im Jägerhaus. chen, Lynarstr. 2, Thema: Genua und die Arbeiterschaft, Ref. Dr. Herring. Bilmersbori. 69. Abt. 7% Uhr bei Umfang, Giefeler, Ede Begenerſtraße, 67. Abt. Grunewald. 8 Uhr Reftaurant 2indened, Subertusbaberstr. 8. Thema: Die städtische Arbeiterfrage". Ref. Galle. Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen", Ref. Dr. Kawerau. 70. bt. 8 Uhr bei Bieper, Solsteinischestr. 60, Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen", Ref. Lehrer Schröter. 71. 6. 7 Uhr hei Rohr, Raiferallee 51-52, Thema: Der Eisenbahnerstreit und die Beamten", Ref. Gen. Zwörnir. 72. bt. 7% Uhr bei Sauler, Auguftaftr. 19, Thema: Politische Tagesfragen", Ref. Abg. Dr. Baier, M. d. 2. Milde, Nollendorfftr. 16; 2. Bezirk bei Folger, Ruffhäuferstr. 16, Nef. Gen. Road; 3. Beairt bei Wittkowski, Martin- Luther- Str. 83, Ref. Joachim über Genfer Eindrücke"; 4. Bezirk bei Will, Martin- Luther- Str. 69, Ref. Gen. Stetter, Thema: Die Tarifentwicklung der Reichs, Staats, unb Gemeindebetriebe". 78. Abt. 7 Uhr Schulaula Feurigftr. 57, Thema: Die Stadt Berlin und ihre Arbeiter", Ref. Buchholz. 79. st. 7 Uhr hei Schellhase, Cheruster, Ede Leuthenstraße, Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen", Ref. Dr. Ofttowski; bei Groß, Sedanstr. 17, Thema: Die politische Lage", Ref. Gen. Thouß. Bor einiger Zeit erregte in den Berliner Theatern und besseren Rinos eine stets sehr würdevoll auftretende ältere Dame einiges Aufsehen, die stets auf den besten Plägen faß und sehr freigebig mit Trintgeldern war. Sie trug stets ein etwas altmodisches Seidenkleid, auf dem sich ein großes filbernes Kreuz effektvoll abhob. Das ganze Auftreten der Dame und ein bider golbener Siegelring mit Abelswappen, den sie auf dem linfen Zeigefinger trug, ließ das Gerücht auffommen, daß sie eine fehr reiche ungarische Gräfin fei, die nach der Revolution aus Ungarn geflogen sei. Da sie die Anrede Frau Gräfin" mit huldvollem Ropfniden sich gefallen ließ, nahm das Gerücht festere Gestalt an, und bald war die ungarische Gräfin" eine befannte Persönlichkeit. In einer Verhandlung, die die Straffammer des Landgerichts I meister Soetbeer von Glogau ist in der Nacht zum Sonntag Selbstmord des Oberbürgermeisters von Glogau Oberbürger. Göneberg. 77. bt. 8 Uhr Sahlabende in folgenden Lofalen: 1. Bezirk bei beschäftigte, mußte die Frau Gräfin" jedoch Farbe bekennen und freiwillig aus dem Leben geschieden. Er war nach fünfzehnjähriger entpuppte fich als die 59jährige Wirtschafterin Berwaltungstätigkeit in der Zeit nach dem Kriege schweren AnJosefine Farkas, die schon vor zwei Jahrzehnten in der Rolle griffen ausgefeßt, die er nicht mehr ertragen zu fönnen glaubte. einer och staplerin mehrmals die Gerichte beschäftigt hatte. Die jest wegen Kreditschwindels in mehreren Fällen angeklagte, mehrfach vorbestrafte F. lebte lange Jahre mit der 80jährigen schmachsinnigen Frau Engelhardt zusammen und benugte ihre freie Zeit, um die große Dame zu spielen. Das dazu nötige Gelo beschaffte fie fich durch Darlehnsschwindeleien, bei denen fie ihre auf Abzahlung entnommene Möbeleinrichtung mehrmals verpfändete. Auf diese Weise wurde u. a. ein Oberstleutnant von Trestom, der übrigens vor Gericht als Eidesverweigerer aus religiösen Gründen auftrat und erst nach Androhung Don Zwangsmaßnahmen den Zeugeneid leistete, um 12600 Mar betrogen, ein Kinofontrolleur Baber um 5200 Mart usw. Bei den Borspiegelungen, unter denen die Angeklagte das Geld zu erlangen verstand, spielte u. a. eine angebliche Hypothet von 300 000 7. Marf und ein in der Schweiz von den Franzosen festgehaltener Reffe eine Rolle. Da die Angeklagte die betrügerische Absicht be. ftreitet und durch Rechtsanwalt Dr. Harry Pincus und Referendar 7. 6. TUhr Mitgliederversammlung im Lofal Röhlers Festfäle, TiedDr. Braun umfangreiche Entlastungsbeweise antreten läßt, find zu 35. abt 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Schulze, Samariterſtr. 38. Thema: der Berhandlung über 20 Zeugen geladen. Nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt 4 Jahre Ge114. fängnis. Das Gericht erfannte auf 1 Jahr 3 Monate Ge 140 fängnis unter Anrechnung von 10 Monaten Untersuchungshaft und 3 Jahre Ehrverlust. Röpenid. Mittwoch, ben 10. Mai, abenbs 7 Uhr, große öffentliche Bolts. verfammlung im großen Gaale bes Stabttheaters. Thema: Genua und seine Bedeutung für bie beutsche Arbeiterschaft". Ref. Abg. Ruttner, M. b. 8. 1. Kreis. Mitte. Dienstag, den 9. Mai, 7 Uhr, Sigung des Areisvorstandes mit den Abteilungsleitungen im Restaurant Bürgerheim", Alte Schön hauser Str. 23-24. Rreis. Charlottenburg. Dienstag, den 9. Mai, 7% Uhr, Saal 2 des Rathauses, Funktionärinnentonferens. Ref. Lehrer Brieger. Heute, Dienstag, den 9. Mai: Straße 24. Thema: Genua und die Arbeiterschaft". Ref. Rurt Riegmann. Schulfragen". Ref. Behrer Schröter. " bt. Lichtenberg. 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Riendder, roffe Abt. Wittenan. 7 Uhr Elternverfammlung der drei fosialistischen Bar ner Straße 14. Thema: Das Reichsmietengefeg. Ref. Gen. Winter. teien in der Gemeinbeschule Rofenthaler Straße. Thema:„ Die Bebeutung ber Elternbeiratswahlen". Ref. Dr. Rarfen. Jungsozialisten. Gruppe Pankow. 7% Uhr im Jugendheim, Breite Str. 32, Bortrag über: Partei und Jungiosialisten". Ref. Robert Reller. Morgen, Mittwoch, den 10. mai: Mitgliederversammlungen in Groß- Berlin: wahlen. " Elternbeirats. Der Attenraub bei dem früheren russischen Oberst von Freyberg brachte im Berlaufe des Verhörs der Angeklagten über den Tatbestand nichts Neues. Auch über die Motive des Raubes der Bapiere und die Auftraggeber des Braun fonnte eine weitere Aufflärung nicht erlangt werden. Braun selbst blieb dabei, daß er zur 1. bt. 7 Uhr Schulaula Auguftftr. 68. Thema: Genua und die ArbeiterLat von einer rechts orientierten Persönlich feit Haffe". Ref. Abg. Bildemann, M. d. 2. angestiftet worden sei, verweigert aber wiederum die 3. bt. 8 Uhr, Gaal 5 bes Gewerkschaftshauses, Engelufer 23. Thema: Eltern. Nennung ihres Namens. beiratswahlen Rirchenaustritt und tonfeffionelle Schufen". Referent Tatsächlich habe es sich darum Dr. Karjen. gehandelt, festzustellen, daß Oberst Freytag verfappter politischer 4. bt. 7 Uht bei Schwarz, Blankenfelbestr. 10. Thema: Agent sei und gegen Deutschland intrigiere. Den Mitangeflagten 5. bt. 7 Uhr im Bürgerheim", Alte Schönhauser Str. 23-24. Thema: tung der Elternbeiratswahlen". Ref. Oberlehrerin Dietmann. Die Bedeu hat er den Glauben beigebracht, daß sie im Interesse der Rom- ,, Genua und die Sozialdemokratie". Ref. Kreuziger. munistischen Partei handelten, wenn sie sich an der Tat beteiligten..bt. 7% Uhr Schulaula Ruppiner Str. 48. Thema: Genua und die AzDie Angeklagten bestritten, daß bei der Affäre einer von ihnen Waffen bei sich geführt habe. beiterschaft" Ref. Robert Breuer. Nach der Bekundung der Zeugin 8. bt. 7 Uhr im Rationalhof, Bülowstt. 37. Thema: Schulprobleme". Frau v. Frenberg find die Papiere von den Angeklagten, deren einer s. Abt. 7 Uhr im Artushof", Berleberger Str. 26. Thema: Der Aufbau bes Stef. Rnief. eine Erkennungsmarte als Polizeibeamter und ftellenvermittlung durch bas Bereufsamt der Stadt Berlin". Ref. Margot einen gestempelten Ausweis des Staatstommifjars 11. 6t. 7½ Uhr bei Berger, Levekomftr. 21. Thema: Lebensmittelteuerung Weismann vorgezeigt habe, gewaltsam weggenommen; sie habe 12. abt. 7½ Uhr bei Schmidt, Wicleffitt. 17. Thema: Die Bedeutung der und Bollsgesundheit". Ref. Dr. Räthe Frankenthal. Elternbeiratswahlen. auch Revolver bei ihnen gesehen. Im weiteren Berlaufe der Be weisaufnahme wurde vom Rechtsanwalt Dr. Großmann noch Gewerkschaftsbewegung". Nef. Adolf Muschid. mals die Erörterung der Frage angeregt, in welchem Rufe Oberst Don Frenberg bezüglich seiner politischen Tätigkeit geftanden habe.Der Staatsanwalt hält diese Erörterung für überflüssig, da die Anklage gar nicht behaupte, daß die Angeklagten, die aus gewiffen idealen Motiven gehandelt haben wollten, aus Eigennug gehandelt haben. R.-A. Dr. Weinberg meint, daß dann die Anklage megen Raubes eigentlich fallen müsse und nur eine Anflage wegen Amtsanmaßung übrig bleiben dürfte. Die Beweisaufnahme wird Dienstag fortgesetzt. 13. bt. 7% Uhr in den Arminius eftfälen, Bremer Str. 73( oberer Saal). 14. abt. 7' Uhr Schulaula Demminer Git. 27. Thema: Die Aufgaben des Thema: Genua und die Gozialdemokratie". Ref. Abg. Steintopf, M. b. R. Böllerbundes". Ref. Rurt Begenet.. Lebensmittelpreise des Tages. knapp, Geschäft lebhaft. Obst und Gemüse schwach, Geschäft flott. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft ziemlich rege. Fische Am Montag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: 18-24 M. Aale 35-42 M. Zander 26-32 M. Lebende Barsche 20 82. bt. Steglig. 8 Uhr Sahlabend in den bekannten Botalen. 84. Abt. Lantwiz. 8 Uhr bei Lehmann, Raiser- Wilhelm- Straße, Thema: Die legten politischen Ereignisfe". Ref. Arthur Säußler. 85. Abt. Tempelhet. 7% Uhr Gemeindefchule Werber, Ede Friebrich- WilhelmStraße. Thema: 3ft die weltliche Schule religionslos?" Ref. Pfarrer Bleier. 86. Abt. Mariendorf. 7% Uhr im Zeichenfaal der Schulbarade Rönigstraße, Allgemeiner Bahlabend. 88. Abt. Sichtenrabe. 7 Uhr Reichen faal ber Schule Roonftraße. Rentölln. 89. bt. Sahlabend in den bekannten totalen. Tagesordnung: 91. bt. Stellungnahme su ben bevorstehenden Elternbeiratswahlen". 7½ Uhr Bezirksversammlungen in folgenden Solalen: Besirle 20/21 bei Glamert, Bismanstr. 20; Bezirke 37/42 bei Bernbt, Reuterstr. 80; Bezirk 38 bei Ramin, Mainger Str. 12; Bezirke 89/40 bei Süderte, Rarlsgartenfir. 12; Bezirk 41 bei Mäuseler, Münchener Str. 23; Bezirk 48 bei Pieper, Boddin ftraße 4; Bezitt 49 bei Dombrowski, Mainzer Str. 24; Bezirk 50 bei Pfieffer, Mahlower Str. 11. 98. Abt. 7 Uhr Bezirksversammlungen: 56. und 57. Begirt bei Ruppelt, Raifer- Friedrich- Str. 172, Thema: Schlich tungsordnung", Ref. Erwin Barth. 95. bt. 7 Uhr Bablabende in fol. genden Lotalen: Bezirke 47, 53, 54, 60 bei rlt, Leffing, Ede Siethenstraße; Bezirke 61, 62 71 bei Lempe, Leffingstraße, Ede Brins- Sandjernstraße; Bc. airte 68, 69, 70, 74, 75 bei Gohlte, Hermannstr. 199. 97. t. 7 Uhr Bahlabende in folgenden Zotalen: 79. und 89. Bezirk bei Ruzli, Beineftr. 1, Thema: Das Görliger Programm", Ref. Gerstenberger; 90., 91., 92. und 104. Begirt bei Rottle, Barthestr. 14, Thema: Genua und die Arbeiter. 101. abt. Ereptom. 14 Uhr Cingelzahlabenbe in ben betannten fetalen. fchaft", Ref. Senffert: 105. und 106. Begirt bei Rerlich, Siegfriebstr. 46. 102. Abt. Banmfhulenweg. 7½ Uhr bei Saß, Baumschulenste. 72. Thema: Jahresbericht und Neuwahlen". 103. bt. Oberschöneweibe. 8 Uhr im Reichensaal der Rottmener- Schule, Cin gang Frischenstraße. Ref. Littte über: 2. Teil und Schluß des Görliger Brogramms". 104. Abt. Rieberschönewelde. Die Mitgliederversammlung findet erst Donners 105. Abt. Eblershof. 7½ Uhr im Reichensaal ber Schule Radidefir. 11. Thema: tag statt. ,, Genua und die Arbeiterschaft". Ref. Boywod. 109. Abt. Friebrichshagen. 7% Uhr bei Scholz, Friebrichftr. 81. Thema:„ Gegenwartsaufgaben unserer Schulpolitit". Ref. Dr. Lohmann. 113. Abt. Schmödwig. 8 Uhr Sahlabend bei Baronsti, Berliner Str. 19. Bichtenberg. 115. Abt. 7% Uhr Bahlabend in folgenden Lotalen: 1. und 2. Gruppe bei Stöber, Jungftr. 29; 3. Gruppe bei Roda, Kronprinzenstr. 7; 4. Gruppe bei Albrecht, Gürtelftr. 17. 116. abt. 7 Uhr im Zeichenfael der Knaben. mittelschule, Marktstr. 10, Thema: Deutschland und Genua", Ref. Marie Juchacz, M. b. R. 118. bt. 7 Uhr Gruppenverfammlungen: Kuste, Frenenstr. 14; 8eglat, Wilhelmstr. 67; Hirsch, Bürgerheimstr. 92; Surisch, Siegfriebftr. 2; michtige Tagesordnung, Neuwahl der Gruppenleitungen, Bieberbücher mitbringen. 119. Abt. 7% Uhr im Gefangfaal bes Cäcilien Enzeums, Rathausstraße, Thema: Das Göriiger Programm", Ref. Daniel Börkel. 121. Abt. Karlshorst. 8 Uhr bei Suth, Tresdowallee 66. Thema: Die Bedett tung der Elternbeiratswahlen". Ref. Lehrer Greinert. Die Borstandsmit glieber treffen sich dort um 6% Uhr. 11 122. bt. Piestori. 8 Uhr bei Borath, Marzahner Str. 51. Thema:„ Die Ent123. abt. Raulsborf. 7% Uhr im Reichenfaal ber Schule Abolfstraße. Thema: midlung der Lebewesen". Ref. Gen. Sonnenburg. 127. abt. Sohenschönhausen. 7½ Uhr bei Waller, Berliner Str. 97. Sahbabenb Rommunalpoliti?". Ref. Gen. Räming. und Fortfegung der Generalversammlung. Bantow. 4. Gruppe( Flora- und Mühlenstraße), 5. Gruppe( Breibe und Bark. ftraße), 6. Gruppe( Damerom. und Menbelstraße mit Siebfung) gemeinfamer Bahlabend um 7 Uhr im Jugendheim, Breite Str. 32( Eingang hinter dem Finanzamt). Ref. Mühimann. 131. st. Rieberschönhausen. 7 Uhr bei Alindt, Raiser Wilhelm- Str., Ede Bismardstraße. Thema: Die legten Borgänge im Berliner Magiftrat. Ref. Muller- Hannover, M. b. 2. 136. Abt. Reinidendorf.Oft. 7 Uhr Jugendhalle Geebad, Resibensste. 49, ordentliche Generalversammlung, Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Reu 138. 6. Sermsborf. 8 Uhr Botal Böttcher, Waldsee, Ede Berliner Str., aufer wahl des Borstandes, 3. Elternbeiratswahlen, 4. Berschiebenes. ordentlich wichtige Tagesordnung. Die Genoffen, die fchulpflichtige Kin ber haben, werben gebeten, au erscheinen. bt. Segel. 7% he bei Schade. Berliner Ett. 18. Thema: Die legien politifchen Ereignisse Ref. Cen. Mietbie. Ein großer Dachstuhlbrand beschäftigte am Sonntag die Berliner Rindfleisch 24-43 M., ohne Knochen 42-46 M. Kalbfleisch 30 Feuerwehr ftundenlang in der Mustauer Straße 48. Bon bis 44 M. Hammelfleisch 36-41 M. Geräucherter Schinken 68-70 M. bret Seiten gemeldet, rückte die Feuerwehr fofort in großer Stärte und Spock 52-59 M. Schellfisch 9-13 M. Seelachs 11-12 M. Dorsch aus. Brandinspektor Maeder ließ unverzüglich von mehreren Seiten 7-7,50 M. Rotzungen 10-15 M. In Eis: Schleie 25-34 M. Hechte 139. mit vier Schlauchleitungen über die Treppen, mechanischen Leitern bis 21 M. Karpfen 28-36 M. Blele 17-22 M. Naturbutter 56-62 M 140. bt. Borsigwalbe. 7% Uhr bei Sender, Räusche, Ede Ernststraße. Thema: und vom Nachbargrundstüd von Motorfprigen angreifen. Es gelang michtige Teile des Wohnhauses zu schüßen. Der Dachstuhl fonnte nicht mehr gerettet werden. Die Entstehungsurfache ist noch duntel. Der Schaden soll erheblich sein und trifft Vermieter wie Mieter jehr hart. Margarine 30-39 M. Schweineschmalz 40-45 M. Kartoffeln 30 M. 10 Pfund. Kohlrüben 3,50-4 M. Eier 3,50 3,75 M. 141. Mohrrüben 8 M. Grüne Gurken 20-34 M. das Stück. Rote Rüben 6 bis Spinat 5-7 M. 7 M. Sellerie 7-8 M. Zwiebeln 11-12 M. Zitronen 1,50 M. Apfelsinen 5-8 M. das Stück. Die Tenten politischen Ereigniffe. Ref. Gen. Schäubert. bt. Stofenthal. 7 Uhr bei Milbrodt, Balbersee-, de Rronprinzen ftrage, Bortrag. Wetter bis Mittwoch mittag: Rübler, zeitweise heifer, im Norde often leichte Stegenfälle, fouft meist troden, bei mägigen öftlichen Winden. Eine Bodenrentenabgabe. diefelbe Ackerfläche gegen einen Bachtpreis, der 7 Proz. aus macht. Den Aufschlag von 2 Proz. begründet er mit seinen für dieses Grundstück zu machenden Aufwendungen und einem Pleinen Verdienst für Mühemaltungen sowie für darauf fteigen. Wirtschaft Materialteuerung und Zeitungsnot. Die Druckpapierpreise sind im Monat Mai auf das Acht. Bon Otto Albrecht, Mitglied d: vorl. RWR. Die Reichsregierung hat den parlamentarischen Körper- ruhende Lasten. Hier würden also nur die 2 Broz. gemäß schaften einen Entwurf unterbreitet, der eine Verlängerung der gestiegenen Aufwendungen und Lasten zu erhöhen fein, zigfache ihres Borkriegspreises gestiegen, wozu noch der jetzt ablaufenden Pachtschutzordnung auf weitere zwei die anderen 5 Broz. nicht, weil die Hypothekenzinsen ja nicht durch die Tariferhöhungen eine weitere Berteuerung tritt. DemJahre mit einigen Abänderungsvorschlägen bezweckt. Was nach den zwei Jahren geschehen foll, ist offen gelaſſen. Wer Bächters fich allerdings auch die 5 Proz. im Berhältnis gegenüber konnte beispielsweise unser Blatt seinen Bezugspreis nach den zwei Jahren geschehen soll, ist offen gelassen. Wer gestiegen sind. Andererseits haben im Einkommen des durch die Tariferhöhungen eine weitere Berteuerung tritt. Demaber bie lediglich auf den 32jachen Friedenspreis erhöhen, und aber die Bachtschuhfrage nicht als eine rein häusliche Ange- der Geldentwertung( es ist hier jedesmal an die Inlands- ben übrigen Blättern geht es ebenso, da mit steigenden Bezugs. der legenheit bee baran unmittelbar Beteiligten, also der land- kaufkraft der deutschen Mart gedacht) vervielfacht; denn den übrigen Blättern geht es ebenso, da mit ſteigenden Bezugslandwirtschaftliche Produktionsfosten und Absahpreise sind auf die allgemeine Bolkswirtschaft einstellt, der fann das heute der Geldentwertung entsprechend miteinander min ficht auf eine wirtschaftliche Erholung der Bresse mehr und mehr Notgesez nur als Vorläufer für dauernde Ge bestens ausgeglichen, die letzteren geben sogar noch Ueber- fchwindet. Gleichzeitig sind auch die übrigen Materialpreise weiter fegesbestimmungen ansehen und behandeln. Das Bachtschutnotgesetz besteht aus zwei Teilen. Der Schuß. Niemand bestreitet das mehr im Ernste. Bei Neu- gestiegen, ebenso wie die allgemeine Teuerung zu der Erhöhung der erfte Teil enthält soziale Schutzbestimmungen, der zweite solche bruck, daß die Bächter gern und willig das dreißig und gehemmt, auf der anderen Seite von den steigenden Geſtehungsverpachtungen fommt das dadurch handgreiflich zum Aus- Arbeitslöhne zwingt. Auf der einen Seite in ihrer Preispolitik wirtschaftlicher Art. Der soziale Bachisch us bezieht Bierzigfache der fich nur auf Kleinpachtungen, und zwar bisher auf Friedenspacht bieten und fosten betroffsen, befindet sich die Presse in einer brüdenden Notlandwirtschaftliche Grundstücke bis zur Größe von 2,5 hektar leisten. Es ist deswegen verständlich, wenn heute von den lage, und die Zahl der Proteste, tie Hilferufe an die Regierung ( 10 preußische Morgen); er soll nach der Vorlage auf Grund- Berpächtern ganz allgemein gefordert wird, alle mehren sich. Inzwischen geht ein immer größerer Teil bisher älteren achten ftüde bis zu 10 Hektar( 40 Morgen) ausgedehnt werden. müßten genau so hoch felbständiger Zeitungsunternehmungen zugrunde oder muß sein Erscheinen auf menige Wochentage beschränken. So ergibt sich, daß Den Gegenstand des sozialen Bachtschutzes bildet das Kündigungsrecht. Die Bachteinigungsämter sollen Der Streit zwischen Pächtern und Berpächtern über die gerade in der Uebergangszeit, die an die deutsche Presse die höchsten unter Ausschluß des Rechtsweges bestimmen fönnen einmal Bachthöhe ist nichts anderes, als ein Streit um den gegen Anforderungen stellt, ihr politischer, noch mehr aber ihr wirtschaftdaz Kündigungen unwirksam werden und daß gekündigte feitigen Anteil an der Bodenrente. Früher stand die Boden- licher wirtungsgrad eingeengt wird. Berträge bis zur Dauer von zwei Jahren fortzusehen sind; rente schlechtweg dem Eigentümer zu. Heute soll der Eigen gewiesen werden, die sich daraus ergeben, daß die Bresse gerade Es kann daher nicht eindringlich genug auf die Gefahren hin. ferner, daß ohne Kündigung ablaufende Verträge bis zur tümer davon nur denjenigen Anteil erhalten, den jeder antümer davon nur denjenigen Anteil erhalten, den jeder anDauer von zwei Jahren verlängert werden; endlich, daß Ver- bere Rentner von seinem Vorfriegskapitalvermögen erhält; jest, in einer Zeit rasender Leuerung, gänzlich ohne Schutz träge vor Ablauf der vereinbarten Zeit aufgehoben werden. Die übrigen Teile follen grundsätzlich dem Bächter als Bewirt dasteht. Selbstverständlich müßte eine Senfung der GestehungsHinzugefügt soll hier endlich nach der neuen Borlage werden, schafter verbleiben. Das muß Kampf auslösen. Für alle fosten der Zeitungen beim Rohstoff beginnen. Nun sind zum daß ein mit einem neuen Bächter abgeschlossener Bachtvertrag, Reuverpachtungen ist dieser Kampf schon zugunsten des 1. Mai wieder die 3ellstoffpreise erhöht worden und zwar dessen Erfüllung von einer Entscheidung nach obigen Grund- alten Rechts entschieden. Und die Altpachtungen fallen pon 1250 auf 1420 m. Auf diefem gestiegenen Rohstoffpreis baut sägen oder von einem vor dem Pachteinigungsamt abge- demselben alten Recht je länger um so mehr zum Opfer. Mit fich der neue Preis für Druckpapier auf. Num erklärte ein Vertreter fchloffenen Bergleiche betroffen wird, mit rüdwirkender Kraft Dauererfolg läßt sich dagegen wirklich nicht ankämpfen, denn des Reichswirtschaftsministeriums, daß eine Senkung des aufgehoben wird. Dieser ausgesprochene Kündigungsschutz das Schwergewicht des alten Rechts ist zu groß, und die 3ellstoffpreises durch Breisnachlaß der Fabrikanten durch wird jedoch sehr erheblich wieder eingeschränkt durch die Widerstände des„ llebergangsrechts" sind hier zu flein und zu aus vereinbar mit ihrer Kalkulation sei und farVorschrift: schwach. Sie werden um so schwächer, wenn man ihnen die derte daraufhin die Fabrikanten auf, in eine Nachprüfung ihrer " Die Einigungsämter dürfen Bestimmungen der genannten anderen Zustände unserer Wolkswirtschaft gegenüberstellt. Ralfulation einzutreten. Das was am 28. April. Inzwischen ist Art nur treffen, wenn sich das Verhalten eines Beteiligten entweder Denn diese anderen Zustände sind in dem Punkte, daß die die neuerliche Berteuerung des Drudpapierpreises bereits erfolgt. als wucherische Ausbeutung der Notlage, des Leichtfinns oder der Rente heute zu neunundzwanzig Dreißigsteln dem Bewirt Ein Teil der Zeitungen antwortet darauf schon jetzt mit der ErUnerfahrenheit oder unter Berücksichtigung der veränderten wirt- fchafter und nicht dem Eigentümer zufließt, eben anhöhung ihrer Bezugspreise, der andere wird früher oder später schaftlichen Verhältnisse offenbar als eine schwere Unbilligkeit dar- bers. Im Wohnungswesen sind sie so, daß die den folgen müssen. Es erscheint dringend erforderlich, daß die Regie. ftellt oder wenn es zur Folge hätte, daß der andere Teil in eine Nominalbetrag aus der Goldwährungszeit über- rung die ihr vom Parlament und von den Berufsorganisationen wirtschaftliche Notlage gerät." steigende Gebäuderente den Kassen der öffentlichen Hand zu- vorgeschlagenen Maßnahmen beschleunigt zum Gesez Hier wäre es sicherlich angebracht, einfach die neueren geleitet wird; die öffentliche Hand aber bezuschußt und för- werden läßt. Echon seit Jahr und Tag dauert die Zeitungsnot an, Grundfäße des Mieferfchutzes zu übernehmen und dert damit den Wohnungsneubau, das heißt, sie bewirkt einen ohne daß bisher Durchgreifendes geschehen wäre. Umfomehr ist es notwendig, daß jetzt rasch gehandelt wird. Bis heute ist von einer zu sagen:" Dem Berpächter steht ein Kündigungsrecht nicht Teil des Wiederaufbaues unferer Gesamtvolkswirtschaft. zu; er fann eine Aufhebung des Vertrages nur unter Die Bächter, ob Groß oder Kleinpächter, werden sich das Gesetzesvoriage dieser Art nicht nichts befannigeworden, obwohl selbst Beibringung wichtiger Gründe vor dem Eini- mit abfinden müssen, daß sie in ganz furzer Zeit diese Bo- tapitalistische Unternehmer die Beseitigung der jezigen gungsamt flägerisch geltend machen." Zu ergänzen wäre eine fition des Bachtschutzes vollständig verlieren müssen, weil 3ügelosen Wirtschaft in der Herstellung der folche Bestimmung noch durch das Recht der 3 wangs- niemand und feine Kraft fie ihnen auf die Dauer schüßen 3eitungsmaterialien eindringlich gefordert haben. pachtung im Sinne des Reichssiedlungsgesetzes. Schon jetzt tann. Aber die Bolksgesamtheit mird durch haben sich derart weitgehende Bestimmungen zum Schuße des den sich hier abspielenden Kampf darauf aufmerksam gemacht, unter wachsender Finanznot leidet, haben sich die englischen Finanzen Englands Steuerherabjehung. Während Deutschland noch immer Kleinpächters als notwendig herausgestellt. Besonders wird daß während viele andere, besonders die Geldkapital- und die von den Kriegsfolgen sehr schnell erholt. Der britische Schaktanzler fie derjenige fordern müssen, der die Kleinsiedlungsgrund- Wohngebäuderenten auf den alten Nominalbetrag gefürzt gedanken des Reichssiedlungsgeseges als richtig anerkennt. bleiben( heute ein Dreißigstel), die wirtschaftliche BoDer wirtschaftliche Bachtschutz bezieht sich denrente mindestens dreißig Dreißigstel her auf Grundstücke jeder Größe. Hiernach fönnen die Bacht gibt. Und es wird darum Aufgabe der Bolts per einigungsämter, ebenfalls unter Ausschluß des Rechtsweges, tretung in den Parlamenten sein, daraus ihre bestimmen, daß Leistungen, die unter den veränderten wirt Schlußfolgerungen zu ziehen. Diese können kaum anders schaftlichen Verhältnissen nicht oder nicht mehr gerechtfertigt lauten als: Es muß ein Bodenrentenabgaben- Ge- an. Seit dem 31. Dezember aber hat sie regelmäßig abgenommen. find, anderweit festgesetzt werden. Es handelt sich dabei in se geschaffen werden, durch das diese Bodendente den ein- Unter den Hauptgläubigern stehen an erster Stelle die Vereinigten der Hauptsache um eine Anpassung des Bacht- zelnen Privateigentümern entzogen wird, um Staaten mit 943 Mill. Pfd. Noch bezeichnender als die Abnahme preises an die veränderten Geldverhält damit den allgemeinen Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft der äußeren Schuld ist die Verringerung der schwebenden nisse. Da in der Praxis die Einigungsämter regelmäßig, wirksam zu unterstützen. Da die Pächter die Bodenrente ja Schuld. Diefe belief sich am 31. März 1921 auf 1875 Mill, Pfd. um nicht zu sagen ftets, einer Bachtpreiserhöhung als der sowieso nicht dauernd für sich sichern tönnen, so sollten sie und ermäßigte sich auf 1295 Mill. Pfd. Für das neue SteuerBilligkeit entsprechend zugestimmt haben, und da diese Er- als erste für ein solches Abgabegesetz mit eintreten, das eine Programm brachte der Minister zunächst eine Herableßung der höhung stets ein Mehrfaches der Borkriegspacht ausmacht natürliche Parallele zu dem schon bestehenden Gebäuderenten fall von 32,5 mill. Pfd. verursacht. Ferner sollen die Boftgebühren Einkommensteuer in Vorschlag, die dem Staate einen Aus( heute oft das 10-, 20- und noch mehrfache), so ist in Bächter- abgabegefeß( genannt ,, Gefeß, betreffend eine Abgabe zur För für Postkarten und Drucksachen sowie die Fernsprechgebühren herfreisen das Pachtschutzgesetz als„ Berpächterschutzgeset" in derung des Wohnungsneubaues") bilden würde und dessen abgesetzt werden, was die Staatseinnahmen um 16,5 mill. Bfd. Berruf gekommen. wirtschaftlich segensreiche Wirkungen gerade sie sehr bald und verkürzen würde. Ferner soll die Abgabe auf Tee reduziert werden, angenehm empfinden würden. möglicherweise auch die Abgabe auf Raffee, Schokolade und Katao. Horne hielt eine große Rebe über den englischen Staatshaushalt und die geplante Steuerreform. Die Staatseinnahmen beliefen fich auf 1125 Mill. Pfd., die Ausgaben dagegen auf 1079 Mill. Pfd. Die Staatstaffe hat somit einen Ueberschuß von rund 45 MIT. Bfd. zu verzeichnen, der dem Schuldendienst überwiesen werden wird. Die Nationalschuld belief sich am 31. März 1921 auf 7574 Mill. Bid. Sie stieg in der Zwischenzeit auf 7598 Mill. Pfd. Ausfälle in Höhe von 42 Mill. Pfd. zu Laften der Staatstaffe ernommen. Alles in allem laffen die geplanten Steuerermäßigungen warten, von denen der größte Teil durch Einsparung direkter Steuern dem Besitz Erleichterungen schafft, während die Berbrauchsabgaben nur unwesentlich ermäßigt werden. Ueber die Anpassung an die veränderten Geldverhältnisse besteht natürlich großer Streit. Schlechtweg eine Verviel Der soziale Bachtschutz jedoch ist zu einem Rechtszu- Sier wird mit einem Einnahmeausfall von 5,5 mill. Pfd. gerechnet. fachung entsprechend der Geldentwertung soll nach dem Willen ft and zu entwickeln, der, wie oben furz angedeutet, mit Endlich ist noch eine Ermäßigung der Zuckersteuer in Aussicht gedes Gesetzgebers nicht stattfinden. Für die Regel sollen dabei dem Mieterschutz Gleichstellung heischt und nur die gestiegenen Aufwendungen und Lasten des Verpäch dauernd festzulegen ist( vielleicht im Reichssiedlungsgefet). Es ters in Betracht gezogen werden, dagegen nicht die scheint geboten, das auf nur zwei Jahre zu verlängernde Not eigentliche Bodenrente. Letzteres deswegen nicht, gesetz nach Möglichkeit auf diese Gesichtspunkte einzustellen. meil auch alle anderen Renten- und Zinseinkommen aus Der Pachtschutz ist eben eine öffentliche Angelegen Bermögen, die aus der Goldwährungszeit herrühren, bisher heit des Gesamtvoltes und seiner Wirtschaft. feine Erhöhung erfahren haben. Eine Begründung, der man sich im wesentlichen rückhaltlos anschließen kann. Man vergegenwärtige fich bloß dieses eine Beispiel: Jemand hat in der Vorfriegszeit eine größere Ackerfläche zum Preise von 100 000 m. gekauft. Der Verkäufer ließ darauf die ganze Kauffumme als Hypothef stehen und erhält auf diese nach wie vor 5 Proz. Zinsen. Der neue Eigentümer verpachtete Briefkasten der Gemeinschaft der Zufriedenen * ( Lohmann Kneiferträger und solche, die es werden wollen). Vorträge, Vereine und Versammlungen. Elternbund für weltliche Schule. Steglig. Dienstag 7 Uhr findet im fammlung ftatt. Genosse Arische wird einen Bericht über den Freibenter Jugendveranstaltungen. Heute, Dienstag, den 9. Mai: Gefundbrunnen. Jugendheim Gemeindeschule Gotenburger Str. 2, Bortrag: Auguft Bebel". Nieberschöneweide. Jugendheim Oberschöneweide, Laufenerftr. 2, Lefenbend: Peter Rosegger". Reinidendorf- Weft. Jugendheim Boltshaus Scharnweberstraße, Distuffionsabend: Der Maijugendtag". Rosenthal. Jugendheim Walderfeestraße, bei Milbrodt, Vortrag: Die Bedeu. Südwest. Jugendheim Lindenstr. 3, 2. Sof, 3 Treppen, Lefeabend: Der zerbrochene Krug" von Kleist. Treptow. Jugendheim Elfenftraße 3, Mitgliederversammlung. Rlaffenaimmer des Gymnasiums in Steglis, Seefeſtraße, eine Mitgliederver- tung des 1. Mai". tongres geben. Gäste willkommen. B. 3. in W. fchreibt: Bin überzeugt, daß mein mann- Siz bewirkt. Leicht wie ein Schmetterling, I beträgt zehntausend Mark bar..., das bedeutet Bohmann- Kneifer nach zehn Jahren noch genau so dabei fest wie angegoffen." Der Lohmann- Steg ist auch heute noch eine schöne Sommerreise bzw. eine fest figt und dabei stabil ist wie heute nach vier- feit Jahren patentiert. Rein anderer Kneifer hat ihn. beträchtliche Weihnachtsprämie! jähriger ständiger Benußung." All die bekannten H. 2. in S.: Ja, warum? Warum find viele R. 2. in P.: Modell 1922: Unsichtbar" haben Unbequemlichkeiten: Zeit und Geld verfahren, unwir die neue Verbesserung des Lohmann- Kneifers Menschen so gleichgültig gegen ihre unerjeßlichen endliche Reparaturen bezahlen, braucht man beim Bohmann- Kneifer also nicht in Rechnung zu sehen. genannt. Zwei Abbildungen des randlosen wie des Augen? Wir unserseits fönnen nicht mehr tun. modern gerandeten Bohmann- Kneifers 1922 finden Sie als von Zeit zu Zeit die Tatsachen über den Frau Wanda A. in B. schreibt: ganz nach auf Seite 2 des Profpeftes über unser großes Preis- Lohmann- Kneifer zu veröffentlichen und jedem G. R. in M.: Sie werden angenehm überrascht Wunsch. Der Johmann- Kneifer fist sehr gut, fieht ausschreiben ,, 25 000 art bar für Lohmann. Gläsertragenden kostenlose Vorführung ohne jede sein: Troß aller seiner patentierten Vorzüge kostet fein aus und drückt nicht." In der Lat: Gut sehen Kneiferträger". Verlangen fie ihn möglichst sofort Verbindlichkeit anzubieten in unserm optischen der Lohmann- Kneifer nicht mehr als andere und gut aussehen: das waren die idealen kostenlos, ehe die Auflage vergriffen ist, in unserer Spezial- Institut, Potsdamer Straße 134a. Würden Alemmer aus gleich hochwertigen Rohstoffen und Forderungen, die der Erfinder fich gestellt hatte. 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Ertner: Albert Rrnide Friebrichftr. 21. Fichtenau: Rraaßte, Bismardftr. 1. gentrum: Aderstr. 174, am Roppenplag. Beften: Stegliger Str. 37, Ede Magdeburger Straße. Süben: Bärwaldstr. 42, an der Gneisenaustraße. Bringen Straße 31, Sof rechts parterre. Often: Markusstr. 36. Petersburger Blog 4. Südoften: Laufizer Blag 14/15. Norboften: Immanueltirchstr. 24. Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Lübecker Str. 11. Webbing: Millerstr. 34a, Ede Utrechter Straße. Rosenthaler und Oranienburger Borstadt: Wattste. 2. Gesundbrunnen: Bastianstr, Schönhauser Borstadt: Greifenhagener Str. 22. Marienborf: Auguft Beip. Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Berliner Str. 143. Menenhagen: Wenate. Siegelstr. 7L Neukölln II: Siegfriedstr. 28/29. Faltenberg: Salzmann, Fallenberg, Gartenstadtstr. 10. Neukölln I: Nedarstr. 2. Friedenau: Rheinstr. 27, Ede Rönnebergstraße. rebersborf- Petershagen: Uffenwailer Betershagen. Neukölln- Brig: Mittag, Brig, Chauffeeftr. 82. Friebrichshagen: Soffmann, Friedrichshagen, Kurze Niederschöneweide: Sarirampt, Bridenstr. 10 II. Straße L Grünan: Frana Rlein Friedrichstr. 10. Rowawes: Rarl Rrohnbera. Cifenbahnfte. 10. Salenfee, Grunewald: Salenfee, Johann- Sigismund- Str. 18. Oberschöne weide: Robert Paul Mathildenfte. 5. Oranienburg: Seine. Loenhardt, Stralsunder Str. Senniasborf: Emmuiat Rathenauftr. Hohenneuendorf: Stegerts, Bismardstraße. Sohannisthal. Alwin Gammtid Karlshort: Otto, Seiligenbergstr. 10. Bismarditr. 8. ablershot, Alt- Glienice: Frl. Balter. Adlershof. Ge- Raulsborf: Stebig, Finsterberger Str. 14. noffenfchaftsfir. 6. parterre. Rönigswufterhansen: E. Meyer. Botsdamer Str. 9. Baumschulenweg: Frau Röpfe, Riefholzftr. 180, Laden. Räpenid, Sirsagarten: diaa. Rieger Str. 6( Laben). Bernau, Röntgental, Repernid. Schönbrid, Rarom und Buch: Bichtenberg 1: Lichtenberg, Wartenbergstr. 1. Seinrich Brofe Bernau. Mühlenftr. 5. Sichtenberg 11, Rummelsburg, Stzalry: Lichtenberg, Bor Biesborf: W. Dannebera Bittoriaftr. 11 hagener Str. 62, Bohnsborf: Sorlemann, Genoffenfchaftshaus Paradies. Lichtenberg III. Friedrichsfelbe: Frankfurter Allee 185. Baden. Buchholz, Blautenburg: Safnte. Buchholz. Bahnhofftt. 24. Lichtenrade: Franz Bidhura, Raifer- Friedrich- Str. 9. Charlottenburg I: Sefenheimer Str. 1. Charlottenburg 11: Tauroggener Str. 11. Charlottenburg III: Raiserdamm 101. Charlottenburg IV: Regensburger Straße 10. Bagersbort: Sönbizz. Sandsberger Str. 1. Restaurant. Lichterfelbe- Oft, Lantwik: S. Benzel. Sanfmit. Raifer. Wilhelm- Str. 8. Sichterfelbe- West: Berndt, Stegltzer Gtr. 19, Wahlsborts& mil Reaid. Remleste. Banlow: Rikmann Mühlenftr. 70. Botsdam: Rirste, Spandauer Str. 8. Rahnsborf: Teichert, Forststr. 7. Steinidendorf- Oft, Schönhola: Albert Bable. Broving ftrake 56( Laden). Reinickendorf- Rofenthal: B. Buro. Brinz- Seinrich- Str. 34. Schmargendorf: Rehab, Breite Str. 4. Schöneberg: Belziger Str. 27. Teget, Borsigwalde, Reinickendorf- West, Tegelort, Joer. felbe, Conradshöhe, Wittenau, Waidmannsluft, Herms. borf, Hohenncuendorf, Birkenwerder: Paul Rienaft, Borsigwalde, Räuschstr. 10. Teltow: Säfel, Ritterstr. 29. Tempelhof: Kaifer- Wilhelm- Str. 18. Tempelhof: Randler, Sohenzollerntorso 5. Trebbin: Göring, Bahnhofstr. 62. 6. Treptow: Weiß, Riefholaftr. 18b. Weißensee: Greunte, Berliner Allee 54. Gillmann, Carmen- Sylva- Straße 5. Wilban- Hohenlehme: Rub. Bettow. Wilhelmshagen, Hessenwinkel: Schulze, Wilhelmshagen. Wilmersdorf: Solsteinische Str. 19, Tübinger Str. 2a. Wilhelmstr. 31. Bittenan: Wilh. 8 immermann. Rofenthaler Str. 48. Woltersborf: Schurba u m. Cichendamm 22. Reblenbort. Schlachtenice Ritolasiee: We aner, Rehlen. dorf. Teltower Str. 8. Senzig, Mittenwalde, Schenkendorf, Rieberlehme, Rene Beuthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhofftt. 2. wühle, Bernsdorf, Cablow: Friebewald, Genzig, Soffen: itt, Bahnhofftr. 25. Chauffeeftr. 54. Stemenskabt: Wienke, Brunnenstr. 20. Steglig: Beitungs- Riost, Dippelftt. 41. Svandau: Lindenufer 34. Staaten: BöItel, Efchenwinkel 16. lebenbes& ubmis, Saisteft. B6. Sämtliche Literatur fomie alle willenfchaftlichen Berke merben geliefert. Sonntags Bab bie cichäftsfielen geldlofen. Theater, Lichtspiele usw. Komische Oper 6pernhaus Volksbühne Madame Butterfly Theater a. Bülowpl. 72 Uhr 7%: Die Ratten Schauspielhaus Lessing- Th. Napoleon Heute bis Donn.7% 7 Uhr Madame Sans- Gêne Deutsch. Theat. Freitag 7: Faust 713: Cyrano von Bergerac Sonnab. u. Stg. 72 Mad. Sans Gêne Mittw. 7: Cyrano Montag 7: Faust von Bergerac Kammerspiele Dent. Künstler- Th 7 Uhr: Zum 1. Male: Allabend!. 72: Einen Jux will er Man kann nie sich machen wissen Mittw. 7: Einen Residenz- Th. Jux will er sich machen Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) 7: Judith Tägi. 7 Uhr: Eine Frau chne Bedeutung Mittw. 7: Judith Irene Triesch, Korff, Bertens, Sandrock Berliner Th. Trianon- Th. 7.30: Madame Flirt Die wanderlich. 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Heuchler Schiller- Th. Charl. 8 Wunder- Affen Mexikaner Szeny Die iustige Manoges chau Weber'n großen Teich Luftsensation Wild- West WINDORTEN Uhr: Der Hochtourist Varieté- Spielplan Thalia- Theater 7: Die Herren Rauchen gestattet! von und zu... Th. a. Nollendorfpl. U. Verliebte Leute Philharmonie Theater d. Westens Beethov.- Zyklus TU.: Zarewitsch Alexej d. Philharm. Orch. Dir Prof. Rich. Hagel Theater in d.Kommandant. Str. 7. Ab. Septett; 7.Sint. Anf.8U. Eintr.10 M 8 Gelbstern Uhr: Wallner- Theater 7U.: Die beiden SCALA Nachtigallen Walhalla- Theater 7 U.: Gasthaus Täg! 8 Uhr zur Liebe Theater des Ostens Internat. Rose- Theater) Varieté 134 U.: Brot und Arbeit! 734 Dir.: James Klein 78 Der Sensationserfolg Berlins! Der Meister v.Montmartre! In den Hauptrollen: Dr. Waldemar Staegemann, Margit Sucky, Balzer- Lichtenstein, Else Müller, Herbert Kiper, Fritz Steidi. Vorverkauf ununterbrochen!!! Russ.- Deutsch.- Th. 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Balletts Elite- Säng Friedenan, Rheinstr. 14 0. a. ,, Fantasie i. Ratsweinkeller" ..Der Schipper" Fridericus Rex I. Teil Heute Dienstag nachm. 2%, Uhr 8 Rennen:: Preise 214 000 Mark Allgemeine Ortsfrankentafe Berlin- Wilmersdorf. der Zigaretten- Maschinenführer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Arbeiter Schöneberg, Albert Kania Stubenrauchstr. 11 am 3 b. M. gestorben ist. Die Einäscherung findet am Mittwoch. ben 10. Mai, nachm. 3/2 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Ferner starh am 5. b. Mts. unser Rollege, der Metallarbeiter Reiniden Die Bertrauensleute treffen fich Ignaz Radetzky bride 6 um 6 Uhr im selben Lokal Donnerstag, 11. mai, abends 7 2hr, in Graumanns Festfalen( Jnh. Sener), Naunynfte. 27: Versammlung famflich. In den Spritguß- Betrieben beschäftigt. Kolleginnen u. Kollegen. Tagesordnung: 1. Was müssen wir tun, um unsere Lohn- und Arbeitsbedingungen fo zu gestalten, wie es notwendig ist. 2 Verbands- und Branchenangelegenheiten. Bertrauensleute und Betriebsräte treffen fich um 6 Uhr im selben Lokal. Bahlreiches und pinktliches Erscheinen ift unbedingt notwendig. Donnerstag, 11. Mai, abends 7 2hr, in der Schulaula, Koppenplag 12: Die Einäscherung findet am Freitag, den 12. d. W., nadm. 3%, Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege. der Bestoßer August Schirrmacher Cöpenic, Alier Martt 4am 3 Mai gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 119. Abt. Lichtenberg. DenMitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Ernst Siecke Bertrauensmänner- Konferenz Möllendorfftr. 43 der Eisendreher, Revolverdreher a.- dreherinnen, sowie Rundschleifer. Tagesordnung: 1. Jahresbericht Neuwahl der Kommiffion. Die Bertreter der Arbeitgeber und Berficherten im Ausschuß werden hiermit und Diskussion. 2 Stellungnahme zur gemäß§ 80 Abs. 1 der Sagung zu einer ordentlichen Ausschußßißung Auto- Reparatur- Betriebe. bei Boweleit, Jostyftr. 7: am Donnerstag, den 18. Mai 1922, abends 8 Uhr, nad) bem Restaurant Donnerstag, 11 mai, abends 7 2hr, Auguftahof, Berlin- Wilmersdorf, Anguftaftr. 1, ergebenft eingeladen. Tagesordnung: 99 Alexand- Pl.- Pass. 1. Borlegung des Rechnungsabschlusses für Fridericus Rex. D. R. G. M. II. Teil Allen voran beim Einkauf von Brillanten- Platin Gold- u. Silber- Brach Uhren, Zahngebissen, Ketten, Münzen die renommierte Firma Juwelier H. Wiese Artilleriestraße 30 5 Min. v. Bahnhof Friedrichstr u. Passauer Str. 12 ( Ecke Augsburger Straße) 1 Min. v.Wittenbergpl- Bhf.Zoo unmittelbar Nähe Kadewe handelsger. eingetr.Firma Telephon Norden 1030. Steinplatz 11803. Elgene Schmelze Jedes Wort 3.00 M. 2 fettgedruckte Worte). 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