Nr. 222 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 111 Bezugspreis: Bierteljährl. 105-, monatl. 35,-0. frei ins Saus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 35,- M, einschl Ru stellungsgebuhr. Unter Kreuzband jiir Deutschland, Danzig, Saar- u Memel gebiet, fowie Defterreich u. Luremburg 69.-M., für das übrige Ausland 87, M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Esth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Echweiz. Tschecho- Glowatet und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Reit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile loftet 16,-.- Reflamezeile 80.-M. ,, Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4. M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 3, M. 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Die Vorfälle der letztverfloffenen Tage, besonders Memorandum der Entente ist gestern endlich nach tagelangen Rohstoffen zurückgeben und dadurch zur Erleichterung der durch anläßlich der Forderung der Rückgabe der nationalisierten BesitzBesprechungen, Vermittlungen und Redaktionen überreicht den Weitkrieg, die Intervention und die Blockade entstandenen Krise, tümer an ihre früheren Eigentümer zeigen auf das deutlichste, daß worden. Man sagt, daß sich die Führer der deutschen und der Arbeitslosigkeit und Troftlosigkeit beitragen würde. hier zu der rein materiellen italienischen Delegation um das Zustandekommen dieser Gemäß der Einladung von Cannes ist die russische Delegation Antwort verdient gemacht haben. Man vermutet, daß sie nach Genua mit einer ganzen Reihe von Plänen und Borschlägen betr. wird. Der Kampf, der in Genua um das russische Problem ausge eine politische Frage aufgepfropft nicht ohne Fühlungnahme mit den Führern der englischen Delegation zustande gekommen ist. Inwieweit sich nachträg die Kredite und Anleihen fochten wird, geht weiter und geht höher hinaus. liche Einflüsse aus Mostau bemerkbar machen, ist nicht ohne weiteres ersichtlich. Die Weitschweifigkeit, die Ausfälle und Seitenhiebe auf das kapitalistische System sind russische Eigen heiten, die in diesem Fall nicht unbedingt aus Moskau zu stammen brauchen. Sie fallen für die Erörterung auch nicht besonders ins Gewicht. Wesentlich für die politische Seite des Problems ist lediglich die Frage, was in der Antwort an politischen Vorschlägen geboten wird. Ein flares Ja oder Nein ist aus der Note nicht herauszulesen. Sie schlägt feine Türen zu, zeigt aber auch teinen Weg zu einer baldigen Regelung. Wer also, wie Herr Barthou, sich von vornherein auf den Standpunkt gestellt hut, daß Diskussionen über das Memorandum nicht zulässig sind, wird schwerlich einen Ausweg aus der Situation finden. Wer aber, wie Lloyd George und die italienischen Delegierten, ge rade diesen Ausweg gesucht hat, den kann die russische Antwort nicht ganz unbefriedigt lassen. In der Note wird vorgeschlagen, für die Erörterung der russischen Frage eine neue Konferenz anzuberaumen, deren Ort und Zeit vorher zu bestimmen sind und an der die Konferenzteilnehmer auf gleichem Fuß teilnehmen. Das ist ein Gedanke, der vor einigen Tagen bereits einmal auftauchte. Damals machte man Lloyd George für die Vaterschaft verant wortlich. Es wäre also möglich, daß dieser Vorschlag nicht ganz ohne Wissen des englischen Minister präsidenten in das Dokument hineingeraten ist. Auf der anderen Seite allerdings kann man sich nicht verhehlen, daß es einem Schiffbruch der Konferenz von Genua ähnlich sehen würde, wenn er in dieser Form Tatsache werden sollte. Die Konferenz würde auseinandergehen, ohne ihre wesentlichsten Aufgaben erfüllt zu haben. Allerdings darf man nicht vergessen, daß zu diesen wefent lichen Aufgaben auch eine Lösung der Reparations frage gehört. Lloyd George hat auch dieses Problem mit Kühnheit und Geschicklichkeit in die Tagesordnung geworfen. Seine Zauberkünfte scheiterten an der Hartnädigkeit Boin carés, der es mit einer fast zum Lächeln herausfordernden Aengstlichkeit vermied, seinem Kollegen Barthou nach Genua zu folgen. Ganz ohne Nuzen scheint aber die Initiative Lloyd Georges doch nicht geblieben zu sein. Die Fäden, die man in Genua nicht aufnehmen fonnte, werden augenblicklich in Baris gesponnen, und wenn man sich nicht fatalistisch an den Namen Genua flammert, liegt zu einem übermäßigen Pessimismus fein Grund vor. Genua, 11. Mai.( WTB.- Sonderbericht). Die Antwort der russischen Delegation auf das Memorandum vom 2. Mai hat folgenden Wortlaut: Bevor die russische Delegation an eine nähere Prüfung der Bestimmungen des von einer Mächtegruppe unterzeichneten und in der Anlage zu einem Schreiben des Herrn Borsitzenden der politischen Unterkommission Schanzer am 2. Mai überreichten Memorandums herangeht, sieht sich die russische Delegation zu ihrem großen Bedauern zu der Feststellung genötigt, daß dieses Memorandum, ohne die erwartete gerechte Lösung des ruffischen Problems zu bringen, in gewissen Punkten gegenüber dem in der Villa Alberti geschlossenen Abkommen vom 20. April und sogar gegenüber dem Londoner Memorandum einen Rückschrift bedeutet. gekommen, welche Rußland nötig hat und für welche es reale Ga. Nach diesen allgemeinen Betrachtungen geht die Note zu rantien bietet, sowie mit einer Aufzählung der bereits in der der Prüfung des Memorandums im einzelnen über. Das Doruffifchen Gesetzgebung verwirklichten rechtlichen Garantien, fument, das 15 Schreibmaschinenseiten umfaßt, enthält vieie welche Angehörigen fremder Staaten, die Rußland ihre technische Abschweifungen und Polemiten. Wir lassen es mit einigen Kenntnis und ihre Kapitalien zu bringen wünschen, die Achtung Streichungen an dieser Stelle folgen. ihres Eigentums, ihrer Rechte und der Erträgnisse ihrer Unterneh mungen sichern sollen. Endlich hatte die russische Delegation die Absicht, eine Reihe von industriellen, landwirtschaftlichen, Bergwerks und anderen Konzessionen, die sie den Ausländern gewähren wollte, zu unterbreiten. Aber bis zum heutigen Tage ist diese wichtigste Seite des russischen und des weltwirtschaftlichen Problems noch nicht einmal berührt worden. Die Bemühungen der russischen Delegierten, diese Frage vor den Sachverständigen Ausschuß für die Prüfung der russischen Fragen zu bringen, find auf unbesieg baren Widerstand gestoßen. Der Sachverständigenausschuß hat als grundlegende Bedingung gestellt, Prüfung der Einleitung des Memorandums. dern auf die Kriegsjahre gefolgt ist, sucht in der Niederlage des Der politische und soziale Rüdschritt, der in den meisten Län sowjetistischen Rußlands, welches die follektivistischen Tendenzen der Gesellschaftsorganisation darstellt, den vollkommenen Triumpf des tapitalistischen Individualismus. Die Sowjetdelegation hat sich ständig geweigert und weigert sich noch immer, in die schwebenden Verhandlungen eine politische Tendenz irgendwelcher Art hineinzutragen. Sie fann aber nicht umhin, festzustellen, daß dieser Bersuch, in Genua tem Programm einer Partei oder eines sozialen Systems zum Siege zu verhelfen, dem Buchstaben wie dem Geiste der ersten Canner Entschließung zuwiderläuft. Wenn die Arbeiten der Konferenz gefährdet sind, so wird die ganze Verantwortung dafür auf diejenigen Mächte nach Einigungsträuben, die Interessen gewisser sozialer Gruppen fallen, die, indem sie sich allein gegen tas allgemeine Verlangen über das gemeinsame Interesse Europas steiken. die Bezahlung der Staatsschulden und der privaten Ansprüche anzuerkennen. Diese Methode mußte den wichtigsten Teil der Konferenzarbeiten zur Fruchtlosigkeit verurteilen. Anstatt mit der Prüfung derjenigen Seite des russischen Problems zu beginnen, welche am wenigsten Diskussion hervorrufen würde, hat der Sachvers ständigenausschuß ebenso wie das Memorandum vom 2. Mai diejenigen Fragen in den Vordergrund gerückt, welche durch ihre poli- Briefe macht die russische Delegation bedeutsame Zutische und juristische Bielgestaltigkeit die lebhaftesten Meinungsver- ge ft ändnisse, indem sie allerdings gleichzeitig die Frage der schiedenheiten hervorrufen mußte. In ihrem am 20. April an Herrn Lloyd George gerichteten Infolge dieses Grundfehlers sind die allgemein interessierenden leihen aufrollt. In der ersten Sigung des Sachverständigender russischen Regierung zu gewährenden Kredite und AnProbleme der Zukunft den Interessen der Bergan ausschusses hat die russische Delegation letzteren um eine ins Eingenheit untergeordnet, Interessen, die nur gewisse Gruppen eine gehende Prüfung dieser Frage ersucht. Wie oben von Ausländern berühren. Die Bersicherung, daß die Anerkennung bemerkt, hat jedoch der Sachverständigenausschuß diesen Borschlag der Schulden der früheren russischen Regierung und der Privat- zurückgewiesen. Diese Frage, welche für Rußland von so bedeutenansprüche die unumgängliche Bedingung für die Mitarbeit des aus dem Interesse ist, findet auch in dem Memorandum vom 2. Mui ländischen Kapitals bei der Wiederherstellung des Kredites des neuen teine Beantwortung. Anstatt der Kredite für die russische RegieRußlands sei, steht im Widerspruch mit der Tatsache, daß manche rung zählt die Einleitung des Memorandums diejenigen Kredite ausländischen Rapitalisten Rußland schon vor Regelung der auf, welche die verschiedenen Regierungen denjenigen ihrer StaatsSchuldenfrage ihre Mitarbeit gewährt haben. angehörigen zuzugestehen bereit sind, die mit Rußland Handel Micht diese oder jene Lösung dieser Frage ist imftande, die treiben möchten. Diese Frage, so interessant sie auch für die priKapitalien nach Rußland fließen zu laffen, sondern vielmehr Sicher- paten Kaufleute der übrigen Länder sein mag, hat indessen nichts heiten, welche die ruffische. Regierung für die Zukunft bieten kann, mit der Frage zu tun, wie sie pon der russischen Delesowie die internationale Konsolidierung dieser Regierung, die aus gation aufgeworfen wurde. Uebrigens tönnen eben diese Brivatihrer de jure- Anerkennung sich ergeben wird. Der Verdacht, den man auf die Haltung der russischen Regierung Umfange nugbar machen, wenn man nicht der russischen kaufleute und Industriellen diese Kredite nicht in dem erwünschten gegenüber den zukünftigen Gläubigern von Rußland zu werfen sucht, Regierung die erforderlichen Mittel zur Wiederbelebung der weil diese Regierung nicht mit geschlossenen Augen die drückenden produktiven Kräfte des Landes sichert eine unerläßliche BeBorschläge anzunehmen bereit ist, hat durchaus interessierte Motive. dingung für die Handelsbeziehungen von einiger Intensität zwischen Die Nichtanerkennung der von dem durch das Volk ver- Rußland und den übrigen Staaten. Wenn es der russischen Regieabscheuten früheren Regime aufgenommenen Schulden und Zahlungs- rung an finanziellen Hilfsmitteln oder an Krediten gebricht, um verpflichtungen fann in feiner Weise die Haltung des aus der Industrie und Aerbau wieder zu beleben, um seine Transportmittel Revolution hervorgegangenen sowjetistischen Rußlands denen wieder instandzusetzen und um unter Beseitigung der Ausgabe der gegenüber präjudizieren, die mit ihren Kapitalien und ihren mehr und mehr entwerteten Papierrubel eine stabile, Austausch technischen Kenntnissen bei seiner Wiederherstellung hilfreiche Hand ermöglichende Währung zu schaffen, so wird ein intensiver Ausleisten würden. Im Gegenteil beweist die Tatsache, daß die russische tausch mit dem Auslande den größten Schwierigkeiten begegnen. Delegation in der Frage der Schuldenregelung die Intereffen des Uebrigens fönnen die auf das Wiedererstehen Rußlands abzielenden russischen Volkes und die wirtschaftlichen Möglichkeiten Rußlands Maßnahmen auf das ernsthafteste im Auge hat, daß die Delegation nur Verpflichtungen einzugehen willens ist, von denen fie ficher ist, daß Rußland fie auch halten kann. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß mehr als ein unter Gleichzeitig bildet der Inhalt des Memorandums vom 2. Mai eine den auf der Konferenz vertretenen Staaten in früheren Zeiten deutliche Abweichung der der Genueser Konferenz durch die Schulden und Zahlungsverpflichtungen, die von ihm aufgenommen Entscheidung von Cannes vorgezeichneten Richtlinien. bzw. eingegangen worden waren, nicht anerkannt und daß mehr Als die einladenden Staaten Rußland gleichzeitig mit den an- als ein Staat Besigtümer ausländischer Staatsangehöriger oder auch deren Staaten auf die jetzige Konferenz beriefen, motivierten sie diese seiner eigenen Landeskinder beschlagnahmt und sequestriert hat, ohne Einladung mit der Notwendigkeit, dem europäischen System seine daß fie deswegen Gegenstand des jetzt dem sowjetistischen Rußland heute gelähmte Lebenskraft zurückzugeben". Das Mittel zur Er- ggenüber zur Anwendung gebrachten Ostratismus gewesen reichung dieses Zieles sollte der wirtschaftliche Wieder wären. aufbau Mittel- und Osteuropas" sein. Nach allgemeiner Die Harträdigteit, mit der besonders gewiffe Mächte Rußland Ansicht war gerade Rußland derjenige Staat, dessen wirtschaft von dem internationalen wirtschaftlichen und politischen Leben auslicher Wiederaufbau für Europa und die ganze Welt am wichtigsten zuschließen und ihm die Gleichheit der Behandlung vorzuenthalten war. Schon in dem ersten Memorandum der russischen Delegation, versuchen, ist durch die Nichtbefriedigung gewisser Forderungen das die Antwort auf das Londoner Memorandum bildete, wurde die finanzieller Natur nur schwer zu erklären. Wenn man überlegt, wie Aufmerksamkeit der Konferenz auf die Tatsache gelenkt, daß das teuer diese Haltung der Welt, den Staaten, welche damit den Anfang Problem des Wiederaufbaus Rußlands allen Erörterungen in der gemacht haben, und Rußland, welches feit bald fünf Jahren ihre Konferenz zugrunde gelegt werden müßte. Die russische Delegation unheilvollen Folgen zu tragen hat, zu stehen gekommen ist, so ist es erklärte sich ihrerseits bereit, gemeinsam mit den anderen schwer zu glauben, daß hier nur die Interessen der Befiher von Mächten dieses Grundprobelm zu erwägen, welches der Welt- Anleiheftüden oder ehemaliger Eigentümer nationalisierter Güter nur von der Regierung felber nach einem vorher festgelegten Plan in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Die russische Delegation hat die Absicht, der Konferenz diesen von den kompetenten Männern der Wissenschaft und der Industrie ausgearbeiteten Plan vorzulegen. Prüfung der Klausel la. Berbot umstürzlerischer Propaganda. Die russische Delegation stellt nicht ohne ein gewisses Erstaunen folgenden auffälligen Kontrast fest, nämlich daß in dem Memorandum vom 2. Mai der Kernfrage vom Wiedererstehen Rußlands nur allgemeine und feinerlei präzise Vorschläge in sich schließende Erwägungen gewidmet sind, während sich die Frage der Regulierung der Staatsschulden und der privaten Forderungen in der Form eines Kontrastes präsentiert, in dem man auch die albergeringfügigsten Einzelheiten vorauszusehen sich bemüht hat. russische Delegation ist nicht weniger überrascht, in diesem finanziellen Kontrakt und an der Spize desselben Klauseln zu sehen, die bisher in den Verhandlungen der russischen Delegation niemals eine Rolle gespielt hatten. Indem das Memorandum der Canner Bedingun gen, die einen politischen Charakter tragen und übrigens von der ruffischen Regierung afzeptiert worden waren, eine einzige Bedingung, nämlich die fünfte, betr. der umstürzlerischen Propa Die ganba, hervorhebt, erteift es ihr gleichzeitig eine neue Bebeu 1 mie alle großen Boltsbewegungen wird als Force majeures des, wie es mill, seine Eigentumsformen, fein wirtschaftliches tung und macht aus ihr eine einseitige Verpflichtung für Rußland. angesehen und gibt somit denjenigen, die dadurch gelitten haben, System und seine Regierung zu organisieren. Aber derselbe Legt Und doch hat die russische Regierung mehr als einmal bewiesen, daß keinen Anspruch auf Entschädigung.( Folgen historische Bergleiche.) der Klausel steht im Widerspruch mit seiner Einleitung. Die Soudie wahre umstürzlerische Propaganda von gewissen Nach bar= veränität des russischen Staates wird das Spiel des 3u= ländern, die sogar zu den Unterzeichnern des Memorandums Die Bedingungen von Cannes. falls. Gie fann durch die Entschließungen eines gemischten Der gehören, durch die Organisation und Aussendung bewaffneter Banden Somit ist also in rechtlicher Beziehung Rußland in feiner Schiedsgerichtshofes schachmatt gesetzt werden. betrieben worden ist. Weise gebunden, Schulden der Vergangenheit zu zahlen, Schiedsgerichtshof setzt sich zusammen aus vier fremden und einen Indem das Memorandum besagter Canner Bedingung abermals Güter zurückzuerstatten oder die vormaligen Eigentümer zu ent- Russen, welche letzten Endes entscheiden, ob die Interessen der eine erweiternde Auslegung gibt, verlangt es von Rußland, auf schädigen, ebensowenig dazu, Entschädigungen für andere von frem- Ausländer wieder hergestellt, zurückgegeben oder entschädigt werden feinem Hoheitsgebiet jeden Versuch zur Unterstützung re- den Staatsangehörigen durch die Gesetzgebung, welche Rußland sich sollen. volutionärer Bewegungen in anderen Ländern zu unterdrücken" in Ausübung seiner Sorveränität gegeben hat, oder durch die revo- Hierzu muß die russische Delegation bemerken, daß bei der Wenn aber das Memorandum mit dieser Formel lutionären Ereignisse erlittenen Schäden zu zahlen. Dennoch hat Prüfung von derartigen Streitfragen die einzelnen Meinungsdie Tätigkeit der politischen Parteien oder der Arbeiterorganisationen Rußland aus verföhnlicher Gesinnung und, um zu einem Einver. verschiedenheiten in verhängnisvoller Weise dazu führen werden, zu untersagen beabsichtigt, kann die russische Delegation dieses Berbot nehmen mit allen Mächten zu gelangen, das in der driften Bedin- die eine gegen die andere von zwei Eigentumsformen zu stellen, nicht dulden, es sei denn, daß die staatliche Möglichkeit mit den gung von Cannes enthaltene Prinzip unter dem Vorbehalt der deren Widerstreit heute zum ersten Male in der Geschichte einen Unter diesen e Landesgesetzen in Widerspruch steht. Mit Berselben Klaufel verlangt Gegenseitigkeit angenommen. Uebrigens ist die Gegenseitigkeit, d. h. realen und praktischen Charafter annimmt. das Memorandum von Rußland,„ es solle sich jeder Handlung ent- die Berpflichtung für jede Regierung Ersatz für die Schäden zu dingungen fann es sich nicht um einen unparteiischen obersten Gehalten, die den politischen oder territorialen leisten, die durch ihre Taten oder Unterlassungen verursacht worden richtshof handeln, und nach dem Sinne der Klausel VII würde die Status quo in anderen Staaten stören könnte". Die russische sind, bestätigt worden in der offiziellen Interpretation, Rolle des obersten Schiedsrichters in verhängnisvoller Weise durch Delegation erachtet diesen Vorschlag für einen verschleierten die der dritten Bedingung von Cannes gegeben worden ist, und wo die andere interessierte Partei gespielt werden, was Versuch, Rußland dazu zu bringen, die mit andern Staaten von bereits in dem ersten russischen Memorandum die Rede war. unfehlbar zum Eingreifen der Fremden in die inneren Angelegenabgeschlossenen Verträge anzuerkennen. Indessen ist dies eine po. Unter Ausschluß der Kriegsschulden, die einen heiten Rußlands führen würde, und dem gleich fäme in der Praxis, litische Frage, welche Rußland im gegebenen Augenblid mit ganz besonderen Ursprung haben und die durch die Tatsache, daß die im Anfange der Klausel VII anerkannte Unverleglichkeit der in den in Frage kommenden Mächten zu besprechen bereit ist. Rußland die Beteiligung am Kriege aufgegeben, an der Teilung Rußland bestehenden Eingentumsform zu unterdrücken. Eine weitere politische Frage, die künstlich in das Memorandum feiner Gewinne nicht teilgenommen hat und somit seine Kosten hineingebracht worden ist, ist diejenige der Beziehungen zwischen nicht übernehmen konnte, erloschen waren, hat die russische DeleRumänien und Rußland, die in Klausel XIII behandelt ist. gation sich bereiterklärt, der 3ahlung der öffent Da diese Frage zu dem Gesamtkomplex der zwischen Rußland und lichen Schulden zuzustimmen unter der Bedingung, daß die Rumänien strittigen politischen, territorialen und sonstigen Fragen Rußland durch die Intervention und durch die Blockade gehört, kann sie nicht getrennt behandelt werden. zugefügten Schäden anerkannt würden.( Folgen juristische und historische Auseinandersetzungen.) B. Wiederherstellung des Friedens in Kleinafien. Aber die russische Delegation spricht insbesondere ihre Ueber. raschung darüber aus, daß im Memorandum die Frage des Frie dens in Kleinasien aufgeworfen wird. Sie ist dadurch um so mehr überrascht, als die Türkei, obgleich Rußland vorgeschlagen hatte, sie möchte zu der Konferenz in Genua eingeladen werden, von der Teilnahme ausgeschlossen wurde. Gerade die Anwesenheit der Türkei auf der Konferenz würde besonders zur Wieder herstellung des Friedens in Kleinafien beigetragen haben. Rußland würde seinerseits im Hinblick auf seine engeren freundschaftlichen Be ziehungen zur Türkei zur Erreichung des erstrebten Zieles bei getragen haben. Was die Forderung des Memorandums vom 2. Mai betrifft, daß Rußland in dem auf türkischem Gebiete geführten Kriege ftrifte Neutralität beachten solle, so kann es sich nur um die Neutralität handeln, die das internationale Recht und die internationalen Berträge von allen Mächten fordern. Finanzielle Klauseln. Es heißt dann weiter: Aber in dem Wunsche, eine praftifche Einigung zu erzielen, ist die russische Delegation in Berfolg der Unterredungen, die in Villa Alberty statgefunden haben, auf den Weg der weitestgehenden Konstruktionen eingetreten und hat nich bereit erklärt bedingungsweise auf ihre Gegenforderungen zu verzichten und die Verpflichtung der vergangenen Regierungen anzuerkennen, im Austausch für eine Reihe von Konzeffionen der Mächte, deren wichtigste die Zur- Berfügung- Stellung realer Kredite bis zum Betrage einer im voraus festzusetzenden Summe an Rußland ist. Unglücklicherweise ist diese Verpflichtung der Mächte nicht eingehalten worden. Das Memorandum fagt nichts von den endgültigen Krediten, die die Signatare bereit waren, der ruf fischen Regierung zu gewähren, und die Krebite, die sie versprechen ihren Untertanen zu gewähren, um in Rußland Handel zu treiben, haben nur fakultativen Charakter. Im übrigen spricht die russische Delegation der Klausel VII jeden praktischen Charakter ab. Ihre Anwesenheit in dem Memorandum vom 2. Mai fann sich nur erklären aus dem Verlangen, gewiffen Klassengefühlen und Parteigefühlen Beungtuung zu geben, und in feiner Weise aus dem Resultat einer entsprechenden Kennt nis der Sachlage in Rußland.( Werden die Folgen der Klausel VII des weiteren ausgeführt.) 3 Weiter heißt es: Die russische Regierung hat ihrerseits, um den ehemaligen Eigentümern der nationalisierten Güter die Möglichkeit zu geben, ihre technischen Kenntnisse und ihre Rapitalien bei der wirtschaftlichen Wiederaufrichtung Rußlands zu ihrem eigenen Vorteil zu verwenden, denselben ein Vorzugs recht zuerkannt in allen den Fällen, wo ihre ehemaligen Befiztümer in Konzession gegeben werden sollen, sei es unter der Form der Bacht oder der Form einer gemischten Gesellschaft, gebildet vem Staat und dem ausländischen Kapital, sei es unter jeder anderen Form, die die Teilnahme des Auslandes vorsieht.( Folgt ein Ausfall auf das Memorandum, der sich hauptsächlich gegen Frankreich richtet.) Die russische Delegation fann fich nicht enthalten, ihrer Ueberraschung Ausdruck zu geben, daß Mächte wie Frankreich, welche am meisten Kleininhaber russischer Anleihen zählen, sich am hartnädigsten in der Frage der Rückerstattung des Eigentums gezeigt haben und in dieser Weise die Interessen der Kleininhaber den. jenigen einiger Gruppen, welche diese Zurückerstattung des Eigentums fordern, unterordnen. Schlußfolgerungen und Vorschläge. In gleicher Weise läßt das Memorandum die Frage der Kriegsschulden vollkommen offen, deren Annullierung eine der Bedingungen für den Verzicht Rußlands auf seine GegenBezüglich der anderen Klausein des Memorandums muß die forderungen war. Das Memorandum stellt im Gegensatz zu dem Die russische Regierung hat ihre Vertreter auf die Konferenz russische Delegation die Bemerkung machen, daß die Gesamtheit der Memorandum von London das Moratorium und die Anullierung von Genua geschickt in der Hoffnung, hier mit den anderen Staaten Forderungen, die darin dargelegt werden, auf die durch die russi- der Zinsen der Borkriegsschulden in gleicher Weise zur Diskussion, zu einer Einigung zu gelangen, welche, ohne an das als Folgen sche Revolution hervorgerufenen Veränderungen zurück- indem es die endgültige Entscheidung dieser Frage der 3ust an der Revolution und der siegreich zurüdgewiesenen Interventionen zuführen ist.( Folgt eine längere Auseinandersetzung über die natur. digteit eines Schiedsgerichts überweist, anstatt in dem aufgestellte soziale und politische Regime zu rühren, nicht zu einer rechtlichen Folgen, die sich aus gewaltsamen politischen Umwälzungen Vertrage selbst festzulegen. In gleicher Weise erkennen die Unter- Erschwerung, sondern zu einer Erleichterung der wirtschaftlichen ergeben. Als historische Beispiele werden die französische Revolution zeichner des Memorandums an, indem fie fich von ihren Berpflich- und finanziellen Lage Rußlands führen und gleichzeitig den Weg und die Loslösung der Vereinigten Staaten von England und Spa tungen loslöfen, daß die Gegenpartei gleichfalls ihrer Verpflich zu einer Berbesserung der wirtschaftlichen Lage Europas freimachen nien angeführt.) Es heißt dann weiter: tung entbunden ist. Auf diese Weise sind die mühevollen Be- würde. Aber dieses Ziel setzte voraus, daß die fremden Mächte, fprechungen, die zum Uebereinkommen von Villa Alberty ge- welche die bewaffnete Intervention in Rußland organisiert haben, führt haben, zunichte gemacht worden. Die russische Delegation barauf verzichten würden, zu Rußland im Tone eines will nicht diejenigen Mächte ausfindig machen, auf die dafür die Siegers gegenüber einem Besiegten zu sprechen Rußland Verantwortung fällt, aber auf jeden Fall ist es nicht Ruß ist nicht besiegt worden! Die einzige Tonart, welche zu einem geI and. Die Besprechungen sind noch schwieriger gemacht worden| meinsamen Abkommen führen könnte, wäre diejenige, die unter durch die Hartnäckigkeit gewiffer Staaten, durch den Artifel VII Mächten, die miteinander auf dem Fuße der GeichVerpflichtungen, die im Gegensatz zu seinem sozialen System und berechtigung verhandeln, üblich ist. dem Artikel I der Resolution von Cannes stehen, aufzuerlegen. Entsprechend diesen Berufungsstellen fann Rußland nicht verpflichtet sein, irgendwie eine Verantwortlichkeit gegenüber den auswärtigen Mächten und ihren Staatsangehörigen bezüglich der Annullierung der öffentlichen Schuden und der Nationalisierung des Privateigentums zu übernehmen. Eine andere Rechtsfrage: Ist die russische Regierung verant. wortlich für die Gütern, Rechten und Interessen fremder Staatsangehöriger infolge des Bürgerfrieges zugefügten Schäden, soweit diese nicht durch handlungen der Regierung selbst ( Annullierung der Soulden und Nationalisierung des Eigentums) zugefügt worden sind? Auch hier spricht wieder die juristische Doktrin durchaus zugunsten der russischen Regierung. Die Revolution ebenfo Das liest sich so schön! Von Frizz Müller, Chemniz. Ich lernte sie ganz zufällig kennen. Ihr Heim war äußerst geschmackvoll ausstaffiert. Sie fleidete sich nach der neuesten Mode, ohne jedoch durch Uebertreibungen aufzufallen. Sie spielte gut Klavier und hatte eine schöne Stimme. Ueber bildende Künfte plauderte es sich trefflich mit ihr. Sie hatte viel gelesen, auch mancherlei über Sozialismus und Kommunismus. Die privaten Interessen. der Gifte außerordentlich gesteigert feit dem 21oholverbot, das dem Volte die Möglichkeit erschwert, diefes beichter als Morphin zu erhalten ist Schon vor dem Kriege wurde Anregungsmittel" zu bekommen. Seit dem Jahre 1912 ist in Amerika der Gebrauch des Heroins in ständiger Zunahme, das die Zahl der an Arzneimittel und Bifte gewöhnten Personen in den Vereinigten Staaten auf 175 000 geschäßt. Jedenfalls ist diese immer zunehmende Gewöhnung an Arzneimittel in der neuen Welt eine Gefahr für die Volksgesundheit und ein Gegenstand ernster Sorge für die Hygieniker. Rußland bleibt, um zu einer Einigung zu gelangen, bereit, den fremden Mächten ernsthafte Konzessionen zu machen, aber durchaus nur unter der Bedingung, daß diesen Konzessionen Die Klausel VII beginnt mit einer schönen Einleitung, die gleichwertige Konzessionen des anderen Teiles Rußland das Souveränitätsrecht zuerkennt, im Innern feines Lan- zugunsten des russischen Volkes entsprechen. Das russische Volk der Mensch von heute sei entartet und verdorben. Das neue Ge- einspritzung. In den Vereinigten Staaten hat sich der Gebrauch schlecht müsse auf Gewürze und Süßigkeiten, auf alles Kochen, Braten usw. verzichten lernen und mit rohen Rüben, getrockneten Durst stillen. Da sagte ich:„ Auch das haben Sie unterstrichen! ft Früchten, Nußkernen und flarem Quellwasser seinen Hunger und auch das Ihre Meinung? Leben Sie denn so?" Da sah sie mich erst groß an. Dann lachte sie hell auf und rief:" Da müßte ich doch verrückt sein!" Als ich sie verwundert anguckte, fuhr sie fort: Troß dem aber habe ich solche Schriften gern. Dieses radikale Zeug wird doch wohl kaum ein Mensch beherzigen. Es liest sich aber so schön!" Als sie meine Parteizugehörigfeit erfuhr, brachte sie ein Heft Da empfahl ich mich und kam nie wieder mit ihr zusammen. Boltstundliches Wandern. Der Frühling ruft Jugend und herbei und sagte:„ Das müssen Sie einmal lesen. Der Verfasser ist Dafür aber nach einigen Wochen ganz zufällig mit ihrem Freund, Alter wieder zum Wandern auf, und fröhliche Scharen durchziehen ein guter Freund von mir. Er hat mir dieses Exemplar zugeeignet dem Berfasser der Broschüre. Er war mit ausgesuchter Eleganz ge- fuftur, und nicht förperliche Erstarfung, nicht das eigeng Bergnügen die Wälder und Auen. Aber zum Wandern gehört auch Wanderund mit einer handschriftlichen Widmung versehen!"- 3ch blätterte fleidet. Seine Wohnung wies allen Komfort" auf. Er hielt ver- dürfen der alleinige 3wed unserer Spaziergänge fein. Besonders ein wenig in der Broschüre. Der Stil mar glänzend. Geistreich schiedene Sportblätter und wußte im Handelsteil der Tageszeitungen die Jugend muß aus dem Wandern auch geistige Werte gewinnen, mochte der Verfasser ganz entschieden sein. Irgendwelche Beziehungen trefflich Bescheid. Ich legte teinen Wert darauf, noch weiter mit und vor allem muß sie alles, was deutsche Art und deutsches Boltszum Leben, wie es in Wirklichkeit ist, schien er aber nicht zu haben. ihm befannt zu werden, denn ich hatte die Empfindung gewonnen, tum heißt, tiefer erkennen und inniger mit ihm verwachsen. Auf Ich hielt ihn für einen radikalen Schwärmer. daß derartige Broschüren nicht nur schön zu lesen sind, sondern daß dieses Ziel des Wanderns weist Karl Wagenfeld in einem Aufsatz sie sich auch gut schreiben lassen! hin, den er in den Heimatblättern der Roten Erde" veröffentlicht. Die Schule hat früher der Jugend in dieser Hinsicht nur wenig mitgegeben. Heimat- und Volkskunde waren im alten Lehrplan stiefmütterlich bedacht, und so zogen die Schüler und die herangewachsenen meistens blind durch unsere Landschaft, die doch dem fchärfer blickenden Auge so viel von uralter Ueberlieferung und giftung besonders ausgesetzt waren, giftfest" machten, indem sie, mit geschichtlicher Entwicklung verrät. Wer achtet wohl auf den Bau kleinen Dosen anfangend, Gifte zu fich nahmen und sich gegen ihre und die Einrichtung der Bauernhäuser, auf die Reste alter BeWirkung mehr und mehr abhärteten. Die Gewöhnung an Gifte feſtigungen, lauscht den mannigfachen Klängen der Mundarten, alle Art ist ein vielbeachteter Bergang, über den neuerdings von forscht nach Sitte und Brauch, nach Tracht und Schmuck der einDirson genaue Versuche angestellt worden sind. Wie Flury in den zelnen Gegenden? Hoffentlich gibt die neue Schule ein befferes Naturwissenschaften" auf Grund dieser Ergebnisse mitteilt, find die Rüstzeug mit auf den Weg, damit unsere Jugend nicht mehr„ tappt Erscheinungen von Schwindelgefühl, Bittern, Uebelfeit, Blutarmut wie die fremden daheim im eigenen Baterhaus". Auch die Jugendund Gedächtnisschwäche, die oft bei starten 3igaretten Dereine sollten durch Vorträge und Lesestoff solche Kenntnisse der= rauchern auftreten, auf chronische Kohlenoxydvergiftung mitteln; Jugendherbergen sollten voltsfundliche Bücher darbieten Ein paar Seiten, weiter war angestrichen: In der neuen Epoche, täglich raucht, finden sich etwa 5 Broz. dieses Giftes. Je sensibler zurückzuführen. Im Blut eines Mannes, der zwanzig 3igaretten und den Sinn für diese Dinge weden. Alkohol und Nachkommenschaft. Daß 2ttohol eine Bermehrung deren Kommen nur verzögert, nicht aber verhindert werden kann, das Nervensystem bei den Angehörigen eines Boltes ist, desto per der männlichen Nachkommenschaft nach sich zieht, ist die überhat nur der Mann mit der schwieligen Faust Daseinsberechtigung breiteter ist der Mißbrauch solcher Reizmittel, wie Tabat, Opium, raschende Tatsache, die aus Bersuchen bei der Alkoholisierung männ und die Frau, deren Hände zerarbeitet sind, und der die Haare in Rofain, Alfohol usw. Als einen Anhaltspunkt, um die Empfindlich licher Mäuse hervorgeht. Wie Miehe in der Naturwissenschaftnatürlicher Wildheit um's braungebrannte Geficht flattern." Dabei feit der verschiedenen Nationen in dieser Hinsicht festzustellen, fann lichen Wochenschrift berichtet, hat Agnes Bluhm im Dahlemer mußte ich unwillkürlich ihre wohlgepflegten Fingerchen mustern und man die Statistik der Frauen betrachten, die bei normalen Geburten Raiser- Wilhelm- Institut für experimentelle Biologie Männchen der mit dem Auge die zarte, sammetweiche Haut ihres Gefichts abfühlen. mit 70 Broz. an erster Stelle, dann folgt Großbritannien mit 50 Bro malen Geschlechtsverhältnisse hervorgebracht. Der Alkohol wurde Die Bereinigten Staaten stehen da weißen Maus alkoholifiert und dadurch eine Verschiebung der norNachdem ich auch das kunstvoll frisierte Haar betrachtet hatte, blätterte zent; in Spanien und Rußland dagegen find es nur 5 Proz. Man den Tieren unter die Rückenhaut gefprigt. Die Injektion hatte einen ich weiter und fand dort ein„ Sehr richtig!" und ein doppelt unter fann daher annehmen, daß der Gebrauch solcher Gifte in den Ber- schweren Rausch zur Folne. Es wurden nun die Würfe verfchiede. strichenes Bravo!", wo der Verfasser aufforderte sich so paradiesisch" einigten Staaten am stärksten ist. Nach der ärztlichen Statistik tommen ner Kategorien von Mäufen beobachtet, und zwar solche von nor als nur möglich zu fleiden und sich höchstens zum Schutz gegen starte in New York in zehn Monaten etwa 8000 Fälle zur Beobachtung, malen Vätern, die vorher niemals alkoholifiert worden waren, von Kälte und gegen dorniges Gestrüpp einige primitive Hüllen anzu- die eine Gewöhnung an Gifte aufweisen. Verhältnismäßig leicht ge- Alkoholikern und von Abstinenten, d. h. von Mäufen, die zuerst legen. Die Urheberin dieser Randbemerkungen aber trug seidene wöhnt sich der Raucher an die Aufnahme des ihm so lieben„ braunen Alkohol erhielten, dann aber eine Zeit lang ohne Alkohol gehalten Strümpfe, Hausschuhe von allerzarteftem Leber und allerhand Klei: schädlich, als andere Methoden der Ruführung. Eine Opiumpfeife weißen Mäusen so dar, daß auf 100 Weibchen 79,36 Männchen Giftes". Beim Genuß von Opium ist das Rauchen viel weniger waren. Das natürliche Geschlechtsverhältnis stellte sich bei den dungsstücke, die mir durchaus nicht wie„ primitive Hüllen" vortamen! enthält durchschnittlich 3 Milligramm Morphin; davon wird aber der fommen. Bei den Würfen aber, die von altoholischen Vätern In der Mitte der Broschüre zog der Berfasser mit seinem Spott größere Teil beim Rauchen zerstört. Auf diese Weise wird also viei stammten, ergab sich ein gewaltiger Ueberschuß der männlichen Ge über die Art unserer Ernährungsweise zu Felde. Er führte u. a. aus, weniger Morphin dem Körper zugeführt als durch die Morphium- burten, nämlich 122,14 Männchen auf 100 Weibchen. Die Würfe ,, Bas sagen Sie zu dem, was Ihr Freund in dieser Schrift ausgeführt hat?" fragte ich meine Gastgeberin. Ohne Zögern antwortete sie:„ Bon dem, was in dem Heft steht, unterstreiche ich jedes Wort!" Sie hate auch mancherlei unterstrichen! 3. B. in der Einleitung fol- Giftfeffigkeit des Rauchers. Bekanntlich gewöhnt sich der Mensch genden Saz:„ Alles, was die kapitalistische Epoche an sogenannten an alles, auch an die Gifte, und aus dem Zeitalter der Giftmorde Kulturgütern hervorgebracht hat, und alles, an dem sich die An- wird erzählt, daß sich die Großen der Erde, die der Gefahr der Vergehörigen der sogenannten besseren Kreise ergößen, und womit sie bildlich wie wörtlich ihre Wohnräume anfüllen, ist morsch und muß zugrunde gehen; je cher, um so besser!" Das las ich. Dann jah ich auf den kostbaren Flügel, auf dem ich ihr vorhin den langfamen Sah aus Brahms' gewaltiger F- Moll- Sonate vorgespielt hatte, auf das Eisbärenfell vor dem Liegefofa, auf die Mappe mit allerhand gediegenen Kunstblättern und auf verschiedenes andere, womit„ die Angehörigen der besseren Kreise. " Verständigung zwischen Vatikan und Kreml. merben. Zu bedauern seien die Ausführungen des Regierungsrats das Urteil, mürbe kein Abkommen annehmen fönnen, in welchem nicht die Kon- mit ihnen haben. Im gegenwärtigen Augenblick prüfen die an- 1es an Zeit gefehlt, die einzelnen Bestimmungen genügend durchzuzeffionen durch wirkliche Vorteile aufgehoben würden. deren Delegationen, jede für sich, die Antwort. arbeiten. Man müsse aber annehmen, daß in der Garantie des KoaEin anderer durch die Schwierigkeiten der Situation nahe Hierauf wird die Unterkommission der ersten Kom- litionsrechts auch die Garantie des Streifrechts für die Begefegier Ausweg märe eine gegenseitige Annullierung mision zusammenberufen werden. Auf jeden Fall bildet das rus amten liege; denn das Streifrecht gehöre mit zum Koalitionsrecht. der aus der Vergangenheit zwilden Rußland und den anderen fische Dokument die Grundlage für eine Antwort durch die Unter- Die Regierung müsse es als ihre ernsteste Pflicht ansehen, hier endlich Klarheit zu schaffen. Jedenfalls hätten die Angeschuldigten in Mächten entspringenden Ansprüche und Gegenansprüche. Aber auch fommiffion, unt diese Antwort wird erfolgen. gutem Glauben gehandelt und müßten daher freigesprochen in diesem Falle ist die russische Regierung noch entschlossen, die Interessen der Kleinbefizer zu achten. Frize, der von einer gewinnbringenden Tätigkeit" der AngeschuldigFalls aber die Mächte sich doch noch mit der Lösung der zwischen Genua, 11. Mai.( WEB.- Sonderbericht.) Nach einer Mel- ten bei der Reichsgewerkschaft gesprochen habe. In diesem Ausdruc ihnen und Ruhland anhängigen finanziellen Streitpunkte beschäfti- dung der„ Tribuna" foll in Santa Margherita eine Verständigung liege doch eine starke Verkennung der Tätigkeit eines Gewerkschaftsgen wollen, fo fönnte, da diese Frage ein gründliches Studium zwischen dem Vertreter des Vatikans Monsignore Piccardo und angestellten. Nach längerer Beratung verkündete der Vorsitzende der Art und der Ausdehnung der an Rußland gerichteten Ansprüche Tschitscherin erfolgt fein, und zwar auf folgender Grundlage: Die und eine gerechtere Erwägung der Rußland zu gewährenden ver- Ruffen nehmen die beiden ersten Punkte der päpstlichen das gegen alle drei Angeschuldigten auf Dienstentlaffung fügbaren Kredite erfordert, diese Aufgabe einem von der Konferenz Denkschrift, die fich auf die religiöse und Gewissensfreiheit und auf lautet. Bon der Gewährung einer Teilpension wird abgesehen, ernannten gemischten Sachverständigenausschuß übertragen werden, den Schutz der fatholischen Minderheiten in Rußland bezieht, an. Da teine Gründe für eine milde Beurteilung der Handlungsweise der deffen Urbeiten zu einer Zeit und an einem Orte beginnen würden, Dagegen haben sie den driffen Punft abgelehnt, der Beschuldigten vorhanden seien und außerdem die Aussicht bestehe, welcher durch gemeinsames Abkommen zu bestimmen wäre. im Namen des Bafifans erklärt, daß auf diesen Punkt Berzicht der Begründung ist sehr anfechtbar. Sie erinnert an die Urteile, die die Rückgabe der Kirchengüter vorfah. Monsignore Piccardo hat daß die drei Angeschuldigten in der Reichsgewerkschaft der deutschen Eisenbahnbeamten einen ausreichenden Unterhalt finden.( Diese Art geleistet würde. gegen sozialistische Redakteure Gefängnis statt Geldstrafe verhängten, weil die Geldstrafe nicht von ihnen getragen wurde. Red. d. ,, B.".) Zur Begründung des Urteils führte der Borsigende aus: Die Frage, ob die Angeschuldigten bei der Ausübung ihrer Tat Beamte gewesen seien, wird bejaht. Ein Streifrecht für die Beamten müsse die Kammer verneinen. Die Freiheit der politischen Gesinnung der Beamten enthalte noch nicht das Streifrecht. Nach dem Grlaß der Regierung, der das Streifrecht verneinte, fonnte für die Angeschuldigten der gute Glaube nicht mehr bestehen. Die russische Delegation stellt feft, daß das große Hindernis, welches den Fortgang der Konferenz bisher gehemmt hat, auf dem Umstande beruht, daß die oben ausgesprochene Idee der Gegenfeitigteit noch immer nicht von allen Mächten hinreichend geteilt wirb. Die russische Delegation fann jedoch nicht umhin, zu betonen, daß die Besprechungen, welche stattgefunden haben, einer engeren Annäherung zwischen Sowjetrußland und den fremben Mächten den Weg geöffnet haben. Die russische Delegation gibt daher der Ansicht Ausdruck, daß bei der Lösung der zwischen ihr und den fremden Mächten anhängenden finanziellen Schwierigkeiten hervorgetretenen Meinungsverschieden heiten nicht hindern dürfen, daß die anderen, alle Länder intereffierenden Probleme zu allererst für den wirtschaftlichen Wiederauf. bau Europas und Rußlands und die Festigung des Friedens in Genua gelöst werden können und müssen. Rußland ist auf die Konferenz mit perföhnlichen Absichten gekommen und gibt sich auch weiter der Hoffnung hin, daß sein Streben in dieser Hinsicht von Erfolg gefrönt sein wird. Sir Eduard Grigg über die Antwort. Genua, 11. Mai.( WTB.- Spezialbericht.) Heute abend äußerte fich der Privatsekretär Mond Georges, Sir Edward Grigg, englischen Journalisten gegenüber bezüglich der russischen Antwort note wie folgt: Es ist noch zu früh, um ein endgültiges Urteil abzugeben. Im gegenwärtigen Augenblick hält die Delegation des britischen Reiches unter Teilnahme der Vertreter der Dominions eine Sigung ab und prüft das Dokument. Im ersten Teil der Antmortnote findet man eine ziemlich lebhafte Polemis, mie fie den russischen Gewohnheiten entspricht und die Verhandlungen beinahe unmöglich macht. Einige Feiten des Dofuments find ebensoviel wert, wie die Papierrubel der russischen Revolution. Die eigentlich e Antwort findet man erst beim Weiterlesen an der Stelle, wo die Russen darauf hinmeisen, daß sie sehr schwere Verpflichtungen übernehmen Jollen, ohne dafür etwas anderes zu erhalten, als ungewisse Kreditversprechungen. Die Russen wollen, bevor sie annehmen, wissen, welches die Höhe der Leistungen ist, die sie übernehmen sollen und welches die wirklichen Kredite sind, die sie erhalten sollen. Es gibt aber in der Antwort eine Stelle, die fehr befriedigend ist, nämlich die, wo Rußland seinen Wunsch nach Frieden fund. tut und sich bereit erflärt, Teilhaber eines Weltfriedens pattes zu werden. Alles, was ich gesagt habe, ist nur der erste Eindrud. Ein abschließendes Urteil zu fällen ist erst nach genauer Prüfung möglich. Uebrigens muß in Betracht gezogen werden, daß davon nicht die Rede sein kann, daß die Antwort ja oder nein" lauten mußte. So etwas ist bei den Verhandlungen, mie wir sie führen, unmöglich. Auf die Anfrage eines Journalisten erwiderte Sir Edward Grigg: Wir kennen die fran zöfifche Auffaffung nicht. Wir werden wahrscheinlich erst morgen vormittag, vielleicht aber auch noch heute abend, Besprechungen bon abstinenten Bätern zeigten eine deutliche Tendenz zur Rückkehr Das Urteil im Dokumentenprozeß. Drei Angeklagte freigesprochen, einer zu Geldstrafe " verurteilt. München, 11. Mai.( WTB.) In dem Beleidigungsprozeß des früheren Privatfekretärs Eisners, Felig Fechenbach, gegen ben Herausgeber der Süddeutschen Monatshefte", Professor Co B mann, den Schriftleiter der Münchener Neuesten Nachrichten", Emanuel Müller, den Schriftleiter des„ Bayerischen Kurier", Oft er huber und den Schriftleiter des„ Bayerischen Vaterland", Dr. Adelmaier wurden durch Urteil des Schöffengerichts im Amtsgericht München die ersten drei Beklagten von der Anklage Adelmaier, bei dem das Gericht die Absicht einer Beleidigung als eines Bergehens der üblen Nachrede freigesprochen, während Dr. erwiesen erachtet, zu einer Geldstrafe von 500 m. bzw. 10 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Der Privattläger Fechenbach hat die Roften des Verfahrens gegen die Angeklagten Coßmann, Müller und Osterhuber zu tragen, während Dr. Adelmaier die Kosten des Berfahrens gegen sich zu übernehmen hat. Das Urteil gegen Dr. Abelmaier fann der Privatkläger auf Rosten des Beklagten im Bayerischen Baterland" veröffentlichen. In der Urteils begründung wird hervorgehoben, daß tie Beröffentlichungen Eisners als eine Fäschung im wahren Sinne des Wortes zu betrachten seien, was sich auch aus den Aussagen der verschiedenen Sachverständigen ergebe. Den Beklagten sei die Wahrnehmung berechtigter Interessen zugebilligt insofern, als das Friedensdiktat von Versailles jeden Deutschen treffe. Jeder Deutsche habe deshalb das Recht, nach Maßgabe seiner Fähigkeiten zu versuchen, auf eine Aenderung des Vertrages hinzuwirken. Dazu gehöre die Entfräftung von unrichtigen Veröffentlichungen, die mit als Grundlage des Schuldspruches von unseren Gegnern verwandt wurden. Müllers und Osterhubers seien sachlich gehalten gewesen und es Die Aeußerungen Professor Dr. Coßmanns, gehe aus ihnen die Absicht einer Beleidigung nicht hervor, während bei Dr. Adelmaier der Fall anders liege. „ Dokumente" des Ententefälschers. Zu der bereits gemeldeten Festnahme des politischen Hochstaplers und Dokumentenfälschers Erich Anspach durch weitere Aussagen wir an anderer Stelle berichten, werden die Abteilung Ib des Berliner Polizeipräsidiums, über dessen uns verschiedene Proben der raffinierten Fälscherkunst AnSpachs mitgeteilt, aus denen wir den Tert eines Sigungsprotokolls des kabinettsrats vom 24. März 1922" entnehmen. Der Kopf des Schreibens enthält den Vermerk:„ Reichstanzlei J.-Nr. G. 213 c. 22". Das Schreiben beginnt mit folgenden Worten: „ Anwesend: Reidyspräsident Ebert Reichskanzler Dr. Wirth Reichsminister Bauer Reichsminister Dr. Rathenau Reichsminister Hermes Reichsminister Schmidt Reichsarbeitsminister Dr. Brauns Staatssekretär Fischer Protokollführer: Ministerialrat Dr. Staudinger." wiedergegeben, die die einzelnen Sigungsteilnehmer gehalten In dem Sigungsprotokoll werden sodann die Reden haben sollen, und zwar handelt es sich um eine Besprechung Dem Reichs= der„ damals neuesten Entente- Note". fanzler Dr. Wirth werden u. a. folgende Worte in den Auflösung des fächsischen Landtags abgelehnt und gelegt: Kein Rücktritt der Regierung. Der Antrag ter beiden Rechtsparteien des fächsischen LandDonnerstag nach äußerst lebhafter Debatte mit 48 sozialistischen tages, der die Auflösung des Landtages fordert, wurde am Sfimmen gegen 47 Stimmen der Bürgerlichen abgelehnt. Auf die Anfrage der Demokratischen Bartei, ob die Regierung gewillt fei, eine Umbildung der Regierung in die Wege zu feiten, erklärte diese durch den Ministerpräsidenten Buck, die Regierung habe keinen Anlaß, aus der am 5. April 1922 erfolgten Ablehnung des Justizetats durch den Landtag die Folgerung zu ziehen, zurückzutreten, da die Stellungnahme des Landtages zum Staatshaushaltsplan erst nach Erledigung der Beratung sämtlicher Etatsfapitel aus der Abstimmung über das Finanzgefeg ersichtlich sei. Bis zu diesem Zeitpunkt sei die Regierung nach Artikel 44 der Berfassung ermächtigt, die Verwaltung fortzuführen. ,, Unter dem Schein des Entgegenkommens wird die Gesamtheit der feindlichen Forderungen immer noch auf der Höhe des Unerfüllbaren gehalten, um von Deutschland den Druck brohender Rein solchen Möglichkeiten der Gewaltpolitik ein Ausflußventil für preffalien nicht zu nehmen und um insbesondere in Frankreich stets innerpolitische Krisen zur Verfügung zu haben." Reichsfinanzminister Dr. Hermes verbreitet sich in längeren Ausführungen über die Belastung des deutschen Etats durch die Ausgaben für die Beamten. Hierbei spricht er u. a. davon, daß seit Ausbruch des Krieges die Zahl der Reichs- und Landesbeamten eine Steigerung von 49 Proz." erfahren habe. Nach Dr. Hermes ergreift Reichspräsident Ebert das Wort und wendet sich gegen eine Aufbringung neuer Steuern. Reichsarbeitsminister Dr. Brauns wendet sich gegen ,, die diktatorische Tonart der Note" und erflärt es für zweckmäßig, Bon Reichs minister Dr. Rathenau werden folgende zum natürlichen Geschlechtsverhältnis. Durch die Zuführung von Das Disziplinarverfahren gegrn Menne durch eine scheinbare Nachgiebigkeit zunächst Zeit zu gewinnen". Alkohol ist also eine sehr viel größere Zahl von männlichen Geburten hervorgerufen worden. alle Vorkehrungen für einen Streiffell Der Urteil auf Dienstentlaffung gegen Menne, Thieme und Tiblik Worte wiedergegeben:„ Entgegen Dr. Brauns bin ich der Ansicht, Die geschützte Maus. Die Fürsorge der englischen Tierschutz- Genoffen vor der Reichsdisziplinarkammer( vgl. gestriges Abendblatt) schläge bis an die Grenzen des Möglichen, d. h. m. E. Prüfung der Ueber den weiteren Verlauf des Verfahrens gegen Menne und daß wir die Forderungen zwar ablehnen müssen, aber unsere Bereitwilligkeit zu positiver Mitarbeit erklären müssen und Gegenvorvereine erstreckt sich auch auf die Mäuse. Der Generaldirektor einer meldet uns ein eigener Bericht aus Erfurt: großen Fabrik für elektrische Sabel in Warrington ist in diesen Tagen zu 5 Pfund Sterling Strafe und 2 Pfund Sterling Kosten bekannten Borgängen vor dem Streif. Menne bestreitet entschieden, werden kann". Regierungsrat Frige begründet die Anlage mit den schon Frage, ob die Zwangsanleihe um etwa 30 Milliarden gesteigert verurteilt worden, weil er erwiesenermaßen eine von ihm gefangen geheime Zusammenfünfte abgehalten zu haben, diese seien gesell- Nach einer weiteren Rede des Reichsfanzlers Dr. Wirth heißt gehaltene Maus hatte den Hungertod sterben laffen. Die Mäuse schaftlicher Art gewesen und haben persönliche Gründe gehabt. Es es in dem Protokoll: der Londoner Kanäle find geschworene Feinde des Jfolierungs- fei natürlich über Gewerkschaftsfragen gesprochen worden. materials der Kabelleitungen. Die Londoner Firma hatte deshalb Hauptvorstand habe beschlossen, Bersuche gemacht, die Rabel mit Guttapercha, dem verschiedene chemische Substanzen zugefeßt maren, zu imprägnieren. Brobe auf das Erempel zu machen, hatte man eine Maus drei Tage lang im Käfig hungern lassen und dabei festgestellt, daß fie am vierten Tage trepierte, obwohl man ihr eine Menge von dem präparierten Gummi in den Käfig gegeben hatte. Von diesem wollte die Maus nichts wissen, und damit war erwiesen, daß das Präparat als Schutzmittel gegen die Angriffe der Mäufe tauglich Der Londoner Tierschutzverein hielt aber dieses Verfahren für eine arge Tierquälerei und strengte gegen die Firma einen Prozeß an. Da der in Betracht kommende Baragraph nur ganz allgemein von„ Grausamkeit gegen gefangene Tiere" spricht, so war er auch auf Mäuse anzuwenden, und die Firma mußte nach dem Buchstaben des Gesetzes verurteilt werden. war. Reichspräsident Ebert schließt die Sizung mit der Feststellung der Einmütigkeit in der Ablehung der unerfüllbaren Forderungen Der Mote." Am Ende des Protokolls befindet sich ein Stempel Reichs. ministerium, Geheimfanglei" und der Bermert:„ beglaubigt, gezeichnet Dr. Staudinger, Ministerialrat". Das angebliche Sigungsprotofoll stellt von Anfang bis zu Ende eine Fälschung dar, wie Anspach selbst zugegeben hat. Nach der Vernehmung eines Zeugen ist dieses Protokoll von Anspach der hiesigen polnischen Gesandtschaft überbracht worden und nach zwei Tagen von dem genannten 3eugen bei einem der Polizei mit Namen bekannten Legationssekretär abgeholt worden. zu treffen, die Anweisungen sind allerdings geheim gehalten worden. Die Reichsgewerkschaft wäre gezwungen morden, durch Drud von außen vorzugehen und zum letzten Mittel zu greifen, der Druck tam aus der Provinz. Schon bei dem Streit der Eisen. bahner mußten die Kollegen der Reichsgewerkschaft zurückgehalten werden. Das Existenzminimum sei bei 75 Broz. der Beamten nicht erreicht worden. Thieme weist auf die Ursache des Streits hin. Wenn man schon von einem Bertrag sprechen könne, so ist der Bertrag seitens der Regierung nicht eingehalten worden. Man fann auch nicht den Unterschied eines Streifs feststellen mit der Berechn= gung, ob er von der Regierung befohlen wird ober nicht. Er wies zu seiner Berteidigung auf den Kapp Butsch hin, bei dem die Regierung die Eisenbahner zum Generalstreit aufgefordert Aerztliche Beratung auf hoher See durch Funkjpruch. Die neugierige Post. Wie hat. Die Rechtsanwälte Bahn und Sonnefeld beantragten, die aus New Dort gemeldet wird, fönnen hinfort Schiffe in See freie bie Sache Diblit abzutrennen, weil sie grundsäßlich anders liege. Politische Gesinnungsschnüffelei und Streikbekämpfung. ärztliche Ratschläge von einer Reihe Funkstellen an der Ost- und Denn während Menne und Thieme zugeständen, bei dem Streit he: Westküste der Vereinigten Staaten beziehen. Die darum nach vorragend beteiligt zu sein, streite Diblit seine Führerschaft ab. Nach graphenbeamte mit Wissen und unter Billigung der Verwaltung Wir hören, daß jest männliche und weibliche Post- und Tele fuchenden Funksprüche müssen vom Schiffsführer unterzeichnet jein längerer Beratung lehnte der Disziplinarhof diesen Antrag ab. mit der Frage behelligt werden, nach welcher Richtung sie politisch und ein kurzes Krankheitsbild geben. Die Ratschläge werden von Es begannen sodann die Plädoyers der Anwälte. Rechtsanwalt und gewerkschaftlich orientiert seien. Auf diesen Auskünften werden bestimmten Krankenhäusern in einer dem Laien verständlichen Weise Bahn führte aus, daß die angeschuldigten Beamten der Meinung zurückgegeben. Der Dienst ist frei und im allgemeinen nur für sein konnten, nicht mehr im Beamtenverhältnis zu stehen, dann sogenannte„ Streifftundenpläne" aufgebaut, die für die antiSchiffe ohne eigenen Arzt bestimmt. nachdem sie vom Reichsverkehrsministerium zur Reichsgewertschaft streitficheren Teile des Personals vorgesehen werden. Darüber hinbeurlaubt waren. Nach den seinerzeit vom Minister Groener gegebe- aus fuchen einzelne Postdienststellen innige Beziehungen zur Technen Richtlinien sei ihre Tätigkeit disziplinarrechtlich nicht strafbar. nischen Nothilfe. Das geht so meit, daß jezt schon hakenkreuzRechtsanwalt Sonnefeld vertrat den Standpunkt, daß den Beam geschmückte dunkle Jünglinge als Vertrauensmänner" bestimmter ten das Recht zustehe, sich zu wehren, wenn 75 Broz. unter dem Eri Bostämter sich unangenehm öffentlich bemerkbar machen. In der stenzminimum stehen. Das letzte Mittel im Rampf aber sei natür- gleichen Richtung liegt es wohl auch, wenn die Schupo gleich 60 lich der Streit. Rechtsanwalt Bahn beantragt noch, den Reichs. Mann start ins Fernamt einrüdt, um sich als Technische Nothilfe tanzier Wirth zu laden, um festzustellen, daß der Verkehrsminister ausbilden zu lassen. Groener fich über Wirths Standpunft hinweggesezt habe. Die Rechtsanwälte Sonnefeld und Dr. Sinzheimer lehnen für sich diesen Standpunkt ab. Rechtsanwalt Dr. Singheimer führte folDer neue Münchener Generalmusikdirektor. Sum Nachfolger gendes aus: Es handelt sich um eine prinzipielle Frage, bei der es Bruno Balters in der Leitung der Münchener Staatsover wurde Sans ein Kompromiß nicht gibt. Die Angeklagten hätten im Prinzip das Snappertsbufch, bisher in Deffeu tätig, ernannt. Der junge bisher gleiche getan, was feinerzeit die Drgesch getan habe: sie hätten sich wenig bekannt gewordene Kapellmeister eroberte München im Sturme. gegen eine Verfügung gewandt, die nach ihrer Ansicht gegen die Brockhaus wieder in Rußland. Der Verlag Brodhaus, der vor Grundrechte der Berfassung verstieß. Leider set dem Kriege eine rege Tätigkeit in Rußland entfaltete und u. a. eine große russische Enzyklopädie herausgab, hat laut sweftija" seinen Betrieb in der Begriff des Koalitionsrechts Rupland mit der Herausgabe der Zeitschrift Pädagogischer Gedanke nicht far genug definiert, was zurückzuführen sei auf die erregten wieder aufgenommen. Zeiten, in denen die Reichsverfassung zustande fam. Dadurch habe Zum 60. Geburtstag Artur Schnitters wird das Resibeng Theater am Sonnabend eine Ausführung des Schauspiels Das weite Land" veranstalten. Ernst Gohn.Wiener hält einen Vortrag über Der Dten und mir" mit Lichtbildern am 13., abends 7, 11hr, Georgenstraße 30/ 31.1 Dr. Max Deri hält im Monistenbunde einen fünfabendlichen Vortragszyflus mit Lichtbildern über das Thema: Verstehen und Werten bon Kunstwerfen". Beginn Freitag, den 12. Mai, 7%, Uhr, im Realgymnafium, Hohenstaufenstr. 47/48. " die geschilderten Bestrebungen unsauber, ja in gefährlichem Ausmaße vergiftend, den Dienst der Post zerstörend, wirken müssen. Auf solche Art wird die Postverwaltung zu einem wahren Sammelbecken aller Gesinnungsriecher und Schnüffler. Damit muß der Gesamtbetrieb von innen heraus zersetzt werden Das können sich die dabei betroffenen Beamten nicht gefallen lassen, und sie werden es auch nicht tun. Aber auch die Allgemeinheit kann verlangen, daß diejenigen, die auf dem Wege find, großes Unheil in einem wichtigen Staatsbetriebe anzurichten, energisch zurückgepfiffen werden. Soweit unser Gewährsmann. Wir sind der Auffassung, daß Gewerkschaftsbewegung Aus dem Jahresbericht für 1921. harmlofen Zellenbauer den damit Bedrohten zu unterstellen. Die Schlichtungsausschusses nicht zeitgemäß, auch die arbeitgeber. Arrangeure der Demonstration reiben sich die Hände und höhnen, seits gemachten Zugeständnisse erscheinen zum Teil nicht als ausdaß Paeplow, mit ihm die weitaus überwiegende Zahl der Ver- reichend. Da die Verhandlungen sich seit Anfang April ergebnislos Sattler-, Tapezierer- und Portefeuiller- Verband. bandstagsdelegierten, sich nicht mehr sicher fühlt und vor den hingezogen haben, erscheint der Streit an sich verständ eigenen Berufskollegen und Klaſſengenossen ausreißt". lich, immerhin wäre es angebracht gewesen, wenn die ArbeitWir müssen schon gestehen: so wenig Verständnis wir dafür nehmer vorher den Schlichtungsausschuß angerufen hätten. Die Breissteigerungen und Geldentwertung machen Lohnbewegungen haben, daß sich deutsche Klaffengenossen" gegen Bezahlung aus Sachlage gebot auf alle Fälle ein Eingreifen des Schlichtungsauszum Dauerzustand. So galt es auch für den Verband in erster dem hungernden Rußland in den Dienst der russischen schusses. Nachdem in der Verhandlung die Arbeitnehmer den Antrag Welteroberer" gegen ihre deutschen Klassengenossen einspannen 2nie, die Löhne den veränderten Verhältnissen anzupassen. Der Berband umfaßt die aroße Gruppe der Lederwaren industrie lassen, ebensowenig Verständnis haben wir für die illegalen Me- auf Fällung eines Schiedsspruches gestellt hatten, lag ein Anlaß, mit ungefähr 20 000 Beschäftigten, darunter 5500 weib- thoden" wie sie im vorigen Sommer im Berliner Gewerkschaftshaus wegen Abwesenheit der Arbeitgeber zu vertagen, nicht vor, zumal liche. Für die Arbeiter wurde eine Lohnausbesserung von 70 und jetzt gegen den Bauarbeiterverbandstag in Leipzig praktiziert die Arbeitgeber es abgelehnt hatten, überhaupt zu bis 80 Proz. für die Hilfsarbeiter von 85 bis 90 Broz., für wurden, wie für die„ Schlauheit" und" List" mit der der Welt perhandeln, andererseits die Verhältnisse der Branche durch die schrift iche Aeußerung der Arbeitgeber und den mündlichen Vordie Arbeiterinnen von 95 bis 110 Proz., für die Lehr- tongreß" propagiert wird, um die Bewegung" in Fluß zu bringen trag der Arbeitnehmer als geklärt erschienen." Iinge eine solche von 100 Proz. in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember erzielt. " Die zweitgrößte Gruppe find die Tapezierer mit sirta Haus- u. Straßensammlungen " der Altershilfe am 14. und 28. mai. 12 000 Beschäftigten. In dieser Gruppe besteht nur für Baden ein Landestarif, sonst nur örtliche Tarife. An Lohnerhöhungen wurden im Durchschnitt etwa 100 Proz. erzielt, boch sind die unteren Lohnstufen nicht entsprechend nachgebracht worden, Verbindlichkeitserklärung in Gesamtstreitigkeiten. mas bei den Reichstarifen viel mehr der Fall ist. Ein soziales Moment, das sehr zugunsten zentraler Tarife spricht. Die Die für das Wirtschaftsleben außerordentlich bedeutungsqualifizierten Arbeiter erhalten im allgemeinen weit höhere Löhne volle, bisher strittige Frage, ob der Demobilmachungs als die örülichen Mindestlöhne, wie denn überhaupt die Nach- tommiiiar berechtigt ist, Schiedssprüche in Gesamt frage nach tüchtigen, erstklassigen Arbeits- itreitigteiten für verbindlich zu erflä: en, ist auch vom fräften fehr lebhaft war und ist. Reichsgericht durch Urteil vom 6. Januar 1922 in einem Prozeß Die nächste größte Gruppe ist die Fahrzeugindustrie des Zentralverbandes der Steinarbeiter Deutschlands gegen die Vers ( Auto- und Wagenbau), in welcher 3000-4000 Arbeiter, darunter einigung der Haristeinindustriellen in der Oberlausis bejaht 500 weibliche beschäftigt sind. Auch hier wurden Lohnerhöhungen worden. Das Urteil ist in der soeben erschienenen Nummer 8 con 90 bis 100 Broz. erzielt, ebenso in der Treibriemen des Reichsarbeitsblatts abgedruckt. industrie, die zirka 2500 Arbeiter, inklusive 200 weibliche, umfaßt. In der Gruppe Handwerksbetriebe( Sattlereien) find zirfa 3000 Arbeiter beschäftigt. Die Lohnerhöhungen betragen 70-80 Proz. Bei einer Gesam zahl von 38 208 Mitglieder im Jahresdurchschnitt waren 1921 an Streits und Aussperrungen 3664 beteiligt, darunter 359 weibliche. Die Zahl der Streiftage beträgt 500 012. Die Summe des entgangenen Arbeitsverdienstes betrug 3 238 019 M. Streifunterstützung aus der Hauptkasse wurde gezahlt: 490 241,71 M., aus der Lokalfasse 165 594,65 m. Der Verband erzielte im Jahre 1921 insgesamt eine Einnahme von 4 702 196,92 m., die Gesamtausgabe betrug 2747 032 58 m. 71,80 m. pro Kopf, davon entfallen für Streifs 21,83 m. auf den Kopf des Mitgliedes, für Reisende, Krante, Arbeitslose 10,86 M., für Agitation 4,40 m Im allgemeinen war die Steigerung der Untoften im Bergleich zum Vorjahre nicht erheblich, der Verband hat äußerst sparsam gewirtschaftet. Das ist mit zurückzuführen auf die günstige Wirtschaftslage für diese Berufe, die sich auch darin ausdrückt, daß im Jahre 1920 für Arbeitslose, Krante pro Kopf und Mitglied 25,70 m. aufgewendet wurden, im Jahre 1921 aber nur 10,86 M Troß der gewaltigen Steigerung der Druckkosten stieg das Konto für Zeitung, Redaktion und Drucksachen pro Kopf und Mitglied nur um 1.03 m. Der Berband hatte am 31. Dezember 1921 ein Gesamtvermögen von 5 773 000 M., davon waren 1071 138,43 M. Lokalkassenbestände. Der Mitgliederbestand betrug am 1. Januar 1921 38 153, am 31. Dezember 1921 40 548, mithin 2395 mehr. Zur Beilegung des Konflikts im Ruhrbergbau. Bochum, 11. Mai,( Eigener Drahtbericht.) Die Delegierten konferenz des Effener Bergarbeiterverbandes trat heute in Bochum zufammen, um zu den Vermittlungsvorschlägen der Regierung Stellung zu nehmen. Die Konferenz spiegelte in deutlicher Weise die durch fortgesetzte Drangsalierungen der Betriebsräte in den Belegschaften aufgespeicherte Erregung wider. Die durch die Kurzsichtigkeit der Unternehmer heraufbeschworenen Gefahren fönnen gar nicht ernst genug genommen werden. Wenn es diesmal noch gelungen ist, die allgemeine Arbeitseinstellung zu verhindern, so geschah es lediglich im Hinblick auf den Umstand, daß in wenigen Tagen Schiedsgerichtsverhandlungen über den Reichsmanteltarif und besonders über Richtlinien zum Betriebsrätegefeß ftattfinden. Mit 203 gegen 119 Stimmen wurde folgende Ent fchließung angenommen: „ Die heutige Revierfonferenz stimmt dem Vorschlag der Regierungsvertreter zu. Die im Streit befindlichen Kameraden nehmen möglichst sofort, jedoch spätestens bis zum 13. Mai die Arbeit wieder auf. Nach Erledigung der Schiedsgerichtsverhandlungen über den Rahmentarif und die Richtlinien zum Betriebsrätegesetz wird eine Revierkonferenz zu dem Ergebnis Stellung nehmen." Im Streifgebiet finden heute abend Belegschaftsversammlungen statt, denen diese Entschließung unterbreitet wird. Die harmlosen Verbandstagssprenger. In der Roten Fahne" wird den Lesern erzählt, daß bei der Demonstration der Kommunisten gegen den Bauarbeiter= Verbandstag in Leipzig nicht die geringste Gewalttätigkeit seitens der Demonstranten vorgekommen ist". Es ist bei dieser Berichterstattung nicht ausgeschlossen, daß das Blatt demnächst von Gewalttätigteiten der Delegierten gegen die harmlofen Demonstranten berichtet, die weiter nichts getan haben als die Türen gesprengt, die Berhandlungen gestört und die Delegierten ein menig belästigt haben. Die Geister, die unausgesetzt gegen die Bureaukratie" der Gewerkschaftsleitungen hetzen und schüren, fonstatieren dann ungeheure Erbitterung" gegen diese Bureautratie" und freuen sich im stillen über ihr Werk. Die Uebungen ,, mit allen Mitteln der Niedertracht und Demagogie" suchen die " " Berliner Metallarbeiter und Gewerkschaftskongres. 3 Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiter verbandes hat uns das Wahlergebnis ihrer Delegiertenwahlen zum 11. Gewerkschaftstongreß übermittelt. Es wurden 24973 Stim men abgegeben, wovon 1933 ungültig, mithin 23 040 gültige Stimmen. Die höchste Zahl des Kandidaten der KPD. beträgt 14 178 Stimmen, die Höchstzahl des Kandidaten der USPD. 8830 Stimmen. men. Die Parteien sollen sich über die Annahme oder Ablehnung innerhalb drei Tagen äußern. Die Arbeitnehmer haben bereits die Annahme erflärt; an der Arbeitgeberseite liegt es nun, sich zu erklären und dann zum Ausdruck zu bringen, ob sie den Frieden wollen oder Fortführung des Kampfes. Die Stimmung unter den Streifenden ist vorzüglich und die Haltung derselben, welche zum größten Teil das erstemal in einem solchen Kampfe stehen, geradezu bewunderungswürdig. Wir machen nochmals alle Arbeiter und Arbeiterinnen darauf aufmerksam, daß sie den Streifenden nicht etwa in den Rücken fallen. lebt Solidarität! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abbrud gebeten. Differenzen in der Zigaretten- Industrie. Die in der Zigarettenindustrie Groß- Berlins beschäftigten Ar beiter und Arbeiterinnen befaßten sich gestern abend mit dem Ergebnis der Lohnverhandlungen. Seftionsleiter Benthe berichtete, daß die Arbeitgeber die insbesondere geforderte Herabsetzung der Altersgrenze für jugendliche Arbeiterinnen von 18 auf 17 und von 20 auf 18 Jahre abgelehnt haben. Ihr Angebot war: für Arbeiterinnen bis 18 Jahre 300 bis 400 m., für solche über 18 Jahre 400, 450, 500 und 550 M., im Maschinen- und Tabaffaal mit 25 m. Zulage, wenn an der Maschine beschäftigt. Die Zupferinnen mit ihrer angenehmeren" Arbeit sollen diese Zulage nicht haben. tie Arbeitgeber bereit, alle Gruppenlöhne der Arbeiter um 50 m., Da dieses Angebot als undiskutabel erklärt wurde, zeigten sich die der Arbeiterinnen um 25 M. zu erhöhen und den Zuschlag im Maschinen- und Tabaksaal ohne Ausnahme zu bezahlen. Einstimmig wurde beschlossen, daß die von der Organisation geforderten Löhne für April gelten sollen, während für Mai eine Erhöhung um mindestens 100 m. wöchentlich erfolgen müsse. Diesen Beschlüssen folgend, soll weiter verhandelt werden. Die böhmischen Glasarbeiter mußten ihre monatelang geführte Lohnbewegung mit dem Abschlusse eines Kollektivvertrages beenden, mit dem sie eine Lohnfürzung von 10 Broz. in Kauf nehmen mußten, gegen die sie sich gewehrt hatten. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Etuis, Karton- und Rar tonnagenbrandje. Freitag 4% Uhr im Lotal ,, Königsbant", Große Frankfurter Straße 117, Brandenversammlung. Bericht von den Chemnizer Berhandlungen. Die für die Wellpappbranche für Freitag angefeßte Branchenversammlung fällt Die Branchenleitung. Die Wahl der kommunistischen Kandidaten als Folge der uneinigkeit der gemeinsam auf dem gewerkschaftlichen Boden der Amsterdamer Richtung stehenden SPD.- und USPD.Metallarbeiter bei diesen Wahlen haben wir gestern früh bereits erörtert. Nachdem nun das vollständige Wahlergebnis vorliegt, muß es auch hinsicht ch der Wahlbeteiligung noch kurz besprochen werden. In 84 2ofalen hatte die Ortsverwaltung ihren Mitgliedern Gelegenheit gegeben, am Montag zur Wahl zu gehen. Angestellte des Kolonialwaren- und Feinkost- Kleinhandels! Nicht ganz 25000 Mitglieder haben ihrer Wahlpflicht genügt, Die Arbeitgeber haben unsere gerechten Forderungen gestern abalso etwa der fünfte Teil der Mitglieder, während ungefähr gelehnt. Wir fordern uniere Kolleginnen und Kollegen auf, 100000 Gemertfchaftsmitglieder der Wahl ferniofort in den Betrieben die Abstimmung für oder geblieben sind. Die Zahl der EPD.- Metallarbeiter und die gegen den Streit vorzunehmen. Wir bitten, die Resulder mit ihnen sympathisierenden Verbaandsmitglieder fönnen wir tate der Abstimmung iofort ichriftlich oder persönlich nach unserem ziemlich hoch einschäßer und damit die Zahl derer, die absichtlich Verbandsbureau, Belle- Alliance- Str. 7/10, gimmer 16, zu übermitteln. der Wahlferngeblieben sind, weil sie die Parole der SPD. Zentralverband der Angestellten. Graftion befolgten. Dennoch bleibt a's Ergebnis, daß die Zahl der Nichtwähler, der Gleichgültigen, weit größer ist, als die Anhänger aller drei Richtungen zusammengenom Zugegeben, daß auch in der Vorkriegszeit die Wahlbetei i gung niema's vollzählig war. Doch da es damals nur eine Rich tung, wenngleich Mehrheit und oppofitionelle Minderheit gab, spielte das für den Wahlausfall felbft feine Rolle. Beachten wir, daß heute das Wohlrecht zu den öffentlichen Wahlen errungen ist, daß auch die weiblichen Gewerkschaftsmitglieder das Wahlrecht haben, dann gibt dieser Wahlausfall auch in politischer Beziehung zu denken. Freigemerffchaftlich Organisierte, nicht Unorganifierte und Gelbe hatten hier zu wählen; trok der Wahlagitation der USPD. und der KPD. wählte der übergroße Teil nicht mit. Wo blieben die Kommunisten bei solchen Wahlen, wenn es ge ingt, die Wahlbeteiligung auch nur auf 70 bis 80 Bro3. zu bringen? Beachten wir meiter. daß diese nichtwähler" auch zu feiner Versammlung gehen, sondern auch da den Rommunisten das Feld überlassen. Darin liegt für unser ganzes gewerkschaftliches und politisches Leben, für die proletarische Bewegung, Achtung, Kistenmacher! Gemeinsame Bersammlung aller Riftenmacher Moneine ungeheure Gefahr. Führen unsere wirtschaftlichen Ber- tag 6 Uhr im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25. Unsere Lohn bewegung. Beschlußfassung. Alle Berliner Ristenmacher werden ersucht, an hältnisse in Verbindung mit dem Parteistreit dazu, das Heer der dieser Versammlung teilzunehmen, da wichtige Beschlüsse zu fassen sind. Indifferenten immer mehr zu vergrößern, dann Die Branchenleitung. sind die Fo gen unsdywer auszumalen. Die Gewerkschaften insbefordere haben alle Ursache, durch intensive Aufklärungsarbeit dieser Gefahr nach Kräften zu steuern. In diesem Punfte müssen sich alle Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: auf dem Boden der Amsterdamer Gewerkschafts- Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin. Lindenstr. 3. internationale stehenden überzeugten GemertHierzu 1 Beilage. [ chaftsmitglieder einig sein, wie sie auch im übrigen das Einigende weit stärter betonen und das wirklich oder vermeintlich Trennende für ihre Parteiversammlungen zurückstellen müssen. Schiedsspruch in der Blumen- und Federnindustrie. Der Schlichtungsausschuß für die Bekleidungsindustrie hat von Amts wegen die Parteien zu einem Termin geladen, um den Streitfall zu beheben. Während die Arbeitnehmerseite erschien, glänzte die Arbeitgeberseite durch Abwesenheit; statt dessen lag ein längerer Schriftfaz vor, in welchem die Arbeitgeber ihr Berhalten zu rechtfertigen suchten. Trotz der Abwesenheit der Arbeitgeber verhandelte der Schlichtungsaus schuß, nachdem die Arbeitnehmer entsprechende Anträge gestellt hatten. Nach längerer Beratung fällte der Schlichtungsausschuß einstimmig einen Spruch unter Anführung folgender Gründe: ,, Die bisherigen Lohnsäge der Branche sind nach Ansicht des aus. Deutscher Werkmeisterverband. Fachgruppe Metallindustrie. Für sämtliche Betriebs-, Bertrauensleute fowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie Bersammlung heute Freitag 6 Uhr in der Neuen Philharmonie, Köpenider Straße 96-97. Wietalltarif. Verband der Gemeinde- und Statsarbeiter, Filiale Groß- Berlin. Branche Bart, Friedhof und Siedlung. Freitag, den 12. Mai, 6½ Uhr abends, Dele giertenversammlung bei Boeter, Weberstr. 17. Tagesordnung:„ Bericht vom Krankenausschuß und Menteltarif, betr. Reitverträge". 13. Mai, nad mittags 2% Uhr, im Arbeitslosensaal, Rungestr. 30, Bersammlung Denischer Holzarbeiterverband, Berwaltungsstelle Berlin. Gonnabend, den ber Modell- und Fabrittischler aus den Privatbetrieben. Tagesordnung: ,, Bericht über unsere Lohnverhandlungen". ( Giche auch den Anzeigenteil.) anflavinBastillen ( gef. gefchüßt) jur Desinfektion der Mund- und Rachenhöhle besonders bei Grippe, sal entzündung, Berschleimung Erhältlich in den Apotheken u. Drogerien Preiswertes Angebot zu Pfingsten!! Herren- Stiefel, Rindbox, gedoppelt 410 ,, Chevreaux und Rind-| He ren- Anzüge, prima Qualität, moderne Stoffe 8500.- 8050.- Damen- Mäntel, Covercoat.. chevreaux 480,- 95.- 695.890-875. 345.- Herren- Schlüpfer 845,- 285,- Herren- Hosen, gestreift. 525. 475. 385.- Herren- und Kinder- Mützen. 98.- Knaben- Wasch- Anzüge, je nach Größe 2938.- 1950.- 1050.• 3.60.- 1250.- Damen- Mäntel, Tuch.. nur 285.- Damen- Blusen, Mousselin, gestr. 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Verkaufsstelle: Wilmersdorf. Gieselerstr. 1.7 Nr. 222 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Berlins Haushaltplan 1922. Po izeidebatte mit dem üblichen Krakeel. Die Stadtverordnetenversammlung fann jetzt endlich an die Prüfung des ihr wieder mit reichlicher Verspätung vorgelegten Haushaltplanes für 1922 herangehen. Gestern führte ihn der Kämmerer Karding mit einer Rede ein, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Der nue Haushaltplan ist aufgebaut auf der Erwartung, daß die Ge= meinden fünftig einen größeren Anteil an der Reichseinkommensteuer erhalten. Geschieht das nicht, so muß die Stadt Berlin ihre Ausgaben noch sehr viel weiter einschränken, als dieser Haushaltplan es bereits getan hat. Der Kämmerer wandte sich aber scharf gegen die Uebertreibungen, die von den rechtsstehenden Parteien( z. B. kürzlich wieder von Pfarrer Rode in einem deutschnationalen Blatt) über die finanzielle Lage Berlins verbreitet worden sind. Die Fraktionen werden sich erst in der nächsten Sizung äußern. Nachher folgte eine mehrstündige Streiterei um den Protest streit der Gemeindearbeiter und das Vorgehen der Polizei gegen sie. Redner der Kommunisten, Unab hängigen und Deutschnationalen sprachen( oder vielmehr: schrien) zur Begründung der von ihnen eingebrachten Anträge, und ab wechselnd sorgte die Rechte oder die äußerste Linke für den begleitenden Radau. Unser Genosse Franz Krüger stellte fest, daß gerade die Deutschnationalen, Unabhängigen und Kommunisten durch Verschleppung der Lohnangelegenheit die bedauerlichen Vorkommnisse verschuldet haben. # werden. Freitag, den 12. Mai 1922 liefern fonnte, geradezu gesagt, er folle etwas erfinden". So erzählte, er auch von einem Auftrag, den Verbleib der sieben deutschen weitfragenden Geschütze zu ermitteln. Als er darauf erklärt habe, die könne er doch ni mehr ermitteln, weil sie ja gesprengt seien, habe man ihm gesag dann solle er menigstens die Konstruktionspläne beschaffen dung finden. Die Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Anleihen Dazu habe er sich außerstande erklärt. Ueber die Stellenbe führt der Kämmerer auch auf den Eindruck zurück, den die Berichte fezung des Reichs heeres dagegen fonnte er aus eigener über die unglücklichen Formen" der Verhandlungen Bhantasie sehr wohl die erwünschten Mitteilungen machen, ebenso im Berliner Stadtparlament fortgefeht in der Provinz über die Geheimvereinigung von ehemaligen Hecresfliegern und den maltung wird auch ferner seitens der Verwaltung alles aufgeboten nach Mainz berichtete. Auch einen geheimen Eisenbahnhervorrufen. Für die weitere Vereinfachung der allgemeinen Ver- Ring deutscher Flieger, über die er nach verschiedenen Aeußerungen Mobilmachungsplan für den Fall eines neuen Krieges fonnte Um 28 Uhr trat sodann die Bersammlung in die Erörterung er liefern. Um das Bild seiner Persönlichkeit zu vervollständigen, der Anträge ein, die sich mit den sei noch mitgeteilt, das Anspach der 12. Kompagnie des InfanterieBorgängen am 2. Mai vor dem Rathause Regiments 164 im Feldzug angehört hat und bei diesem Truppenteil befassen. Der Vorsteher Caspari teilte mit, daß Oberbürger- perwundet wurde. Im Oftober 1918 ist er defcrtiert. Für die weimeiſter Böß durch eine Vorstandssitzung des Deutschen Städtetages, teren Ermittlungen ist die Mitteilung wichtig, daß der Fälscher unter Bürgermeister Ritter durch Teilnahme an einer Reichsratssitzung den Namen Paul Kerbach, Dr. Erich Kerbach, Frank Walter zeitweilig verhindert sei. Nach Schumacher( Komm.), der sich Heuer und Dr. Erich Burghardt aufgetreten ist. Unter diesen in Angriffen gegen den Vorwärts", gegen den Polizeipräsidenten Namen hat er verschiedentlich politische Agitationen getrieben. Eine Richter, gegen die Schupo, gegen den Heineschen Schießerlaß er- Beitlang war er Mitglied des Spartakusbundes. Es ging, sprach in der Form sehr viel gewählter, in der Sache vielleicht schwebte auch schon einmal ein Prozeß gegen ihn, aus dem er jedoch noch schärfer Dr. Moses von den 1. Soz. Kube als Vertreter durch die Revolution befreit wurde. Einmal sollte er verhaftet wer= der Deutschnationalen forderte den Magistrat auf, für den Schuz den, als er unter falfchem Namen auf einer Bank in der Beh. der Arbeitswilligen zu sorgen und die Urheber und Teilnehmer renstraße arbeitete. Hier hatte er aber einen Wink befommen, des Streiks zu maßregeln. In der Aussprache beschränkte sich das so daß er sich der Festnahme entziehen fonnte. Später wurde dann 3entrum auf eine formulierte Prinzipienerklärung, die sich mit der sein Aufenthalt in Stegliz ermittelt. Als Beamte der Abteilung la im Landtage von Prof. Faßbender deckt. Dove( Dem.) billigte ihn dort überraschten, versuchte er zu entfliehen, indem er über einen durchaus die zur Sicherung von Ruhe und Ordnung getroffenen Bretterzaun fletterte. Er blieb jedoch mit dem Hosenboden am Zaun Maßnahmen, bedauerte aber das Ausbleiben jeglicher Erklärung hängen und wurde ergriffen. Trondem gelang es ihm, seine Frei vom Magistratstisch und lehnte schließlich auch den Antrag der heit wiederzugewinnen, um seine Fälschungen fortzusetzen. Rechten ab, da die Szene nicht zum Tribunal werden" dürfe. Ge= nosse Krüger, der nach 10 Uhr zum Wort fam, stellte fest, daß In der heutigen, kurz nach 5 Uhr begonnenen Sigung wurde zu es vor allem darauf ankomme, die Wiederholung nächst die Vorlage betreffend die Neuordnung des Kranten folcher Zusammenstöße zu verhindern, und in dieser pflegeausbildungswefens und die Umbildung der städti Hinsicht seien zwischen dem Bolizeipräsidenten und den Gewerkschafschen Schwesternschaft in eine Krantenpfleo organisation an den all- ten Richtlinien und Grundsäge vereinbart worden, die jede Bürggemeinen Krantenanstalten der Stadt Berlin weiterverhandelt. Das schaft für die Erfüllung dieser Erwartung böten. Nicht gegen den bei gelang es den Vertretern der Pinten, entgegen dem Ausschuß- Magiftrat hätte die städtische Arbeiterschaft demonstriert. Die Romantrag, den ursprünglichen Magistratsvorschlag zur munisten hätten mit äußerster Kraftanstrengung die Vorgänge des Annahme zu bringen, die mit 96 gegen 95 Stimmen erfolgte. 2. Mai agitatorisch gegen die Sozialdemokratie auszuschlachten verDanach wird die Krankenpflegeschule neben 200 Schülerinnen 100 sucht, und dabei habe die Schüler zu der jetzt ministeriell vorgeschriebenen zweijährigen Aus„ Rofe Fahne" mit Toten und Verwundeten nicht gespart. Fildung aufnehmen; es ist damit dem Bestreben der Bürgerlichen, Die Sozialdemokratie sei der Ueberzeugung, daß die Agitation der dem weiblichen Geschlecht sein bisheriges Monopol auf diesem Ge- Kommunisten gerade den Bestrebungen auf Sozialisierung der biete nahezu in vollem Umfange zu erholten, ein Riegel vorgeschoben. Ichlimmsten Abbruch zu tun geeignet fei und jedenfalls zur Entsprechend den Anträgen Heimann- Went wurde auch die monat- Beruhigung der Erregung in der Arbeiterschaft nicht beitrage. Die liche Barentschädigung von 150 auf 250 M. heraufgesetzt. Die sozialdemokratische Fraktion lehne daber sämtliche An frampshaften Versuche der Rechten, dieses Ergebnis wieder zunichte träge ab mit Ausnahme des kommunistischen Antrages, der verzu machen, scheiterten; ein Antras v. Eynern auf Vornahme einer langt, daß die Technische Nothilfe nicht zu einer Streifbrecherorga dirtten Lesung fiel mit 96 gegen 96 Stimmen. Die Partei stehe hier mit ihrer Auffassung durchaus auf dem gleichen Boden. 1 Nachdem hierauf ein Dringlichkeitsantrag aller Fraktionen auf Eingruppierung der Turnlehrerinnen an Lyzeen nach staatlichen Grundsägen und auf Nachzahlung der Differenzen ab 1. April 1920 angenommen war, brachte der Kämmerer Dr. Karding in einer einstündigen Rede den Stadthaushalt für 1922 ein. Aus dem Vortrage, der gemäß einem Antrag Heimann( Soz.) im Hinblick auf das wertvolle in seinem Inhalt gebotene Material alsbald aedruckt und den einzelnen Stadtverordneten rechtzeitig zugänglich gemacht werden soll, können hier nur einige wenige Hauptdaten wiedergegeben werden. Die nisation ausgebaut werde. Ein Antrag auf Bertagung der weiteren Beratung wurde abgelehnt. Bei Schluß des Berichtes dauerte die Sigung fort. Die Fälscheraffäre Anspach. Neue Feststellungen und Zeugenaussagen. Das Material, das sich gegen den Meisterfälscher Anspach und gegen seine bisher persönlich noch nicht genannten Abnehmer und Gefamfausgabe beträgt 11% Milliarden Auftraggeber häuft, wird immer umfangreicher und vermicelter. gegen 6 im Vorjahre; die Ausgabe ist gegen 1919 auf das Achtfache. Ein absonderlicher geistiger Defekt des gefährlichen jungen Mannes der Anteil Berlins an der Reichseinkommensteuer aber nur auf das scheint sich auch in der Tatsache zu äußern, daß er nach seiner Fest Dreifache gestiegen. Die Einnahmequellen der Wohnungsnahme äußerte: nicht für Geld für die Entente gearbeitet zu haben, Turus steuer und der Haus angestellten steuer sind vom sondern nur um seinen Machtfigel zu befriedigen". Wiederholt soll Reichsrat bzw. von der Aufsichtsbehörde entwertet er sich gerühmt haben, daß er der eigentliche Leiter der worden. Die Gewerbesteuer wird für 1922 start angespannt, die deutschen Außenpolitit" sei. Mit Freude und Befriedigung Grundsteuer verdoppelt. Die Schaffung von Groß- Berlin hat wertvolle Berbesserungen der Wirtschaftlich habe es ihn jedesmal erfüllt, wenn er die Wirkung einer Fälschung feit zuwege gebracht; auch in den städtischen Werken hat die in diplomatischen Berhandlungen und Noten gesehen habe und jedesWirtschaftlichkeit zugenommen, die Zahl der nichtständign Ange- mal habe ihn diese Wirkung zu einer neuen Fälschung angeftacheit. stellten und der Arbeiter ist um 7500 vermindert; bei den Beamten Seiner Behauptung, daß er sich für seine Fälschungen nicht habe ift eine Steigerung der Leistung durch die Einführung bezahlen lassen, stehen Aeußerungen zu anderen Berfonen gegenüber, des Achtstundentages erreicht worden. Der Gesamtverlust die auf das Gegenteil schließen lassen. So befunden Leute, daß er aus der Kriegswirtschaft beläuft sich auf 1300 Millionen. Das Wirt- ihnen gefagt, er hoffe mit Polen in Gefchäftsverbindung schaftssrstem, das zuletzt bei der Nord- Süd- Bahn durchgeführt wurde, zu kommen. Ob die Ententestellen wirklich alles für echt" gehalten foll auch bei der Fleischgroßmarkthalle, bei den städti haben, steht dahin. Bekannten gegenüber hat sich Anspach dahin ges fchen Häfen und eventuell bei der Straßenbahn Anwen- äußert: Man habe ihm in einzelnen Fällen, penn er fein Material 4] Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. Was hat der gnädige Herr nur gehabt?" fragte das Fattotum in besorgtem Ton.„ Daß der gnädige Herr gefchlafen haben, fann man wohl nicht annehmen, weil die Augen doch offen gewesen sind..." Natürlich sind meine Augen offen gewesen..." fagte der Schauspieler langsam, wie erwachend. ,, Aber ich rufe doch schon eine langmächtige Zeit, ohne eine Antwort zu bekommen! Ich bin ordentlich froh, daß der gnädige Herr sich wieder gerührt hat... So einen Scherz dürfen der gnädige Herr aber nicht mehr machen... Bei dem Bericht im gestrigen Abendblatt über den Fälscher Anspach ist uns ein Irrtum unterlaufen. Die Mitteilungen entstammen nicht der dort genannten Korrespondenz, sondern der Bolizeiforrespondenz Berliner Neuigkeiten". " Unentwegt„ Königlich"! Wie ein Sohn auf die Republit muß es wirken, wenn man immer wieder in Aushängen und Anschlänen mancher Behörden noch den Gebrauch der Bezeichnungen König. lich" oder„ Raiserlich" findet. Ob die Austifqung nur aus Unachtsamkeit bisher verbummelt worden oder aus Dickfelligkeit absichtlich unterlassen worden ist, läkt sich in der Regel ſchwer entscheiden. Aus den Mitteilungen, die uns über solchen Unfug noch bis in die allerletzte Beit immer wieder zugegangen find. können wir nur gelegentlich eine fleine Auswahl wiedergeben. Heute wollen wir einige von noch föniglichen" Behörden unterzeichnete Bekannimachungen niedriger hängen, die man in Berlin auf offener Straße fehen fann. In der Invalidenstraße stehen vor und hinter ihrer leberführung über die Lehrter Bahn ein paar Tafeln, auf denen die Königliche" Eisenbahndirektion sagt, daß die Brüde nicht mit Lasten über 10 000 Kilogramm befahren werden darf. Nicht meit davon, am Ufer des dort vom Humboldthafen ausgehenden Schiffahrtsfanals nach Spandau, wird Unbefugten das Betreten des Geländes der Hamburger Bahn verboten durch eine Tafel, die von dem Königlichen" Betriebsamt III unterzeichnet ist. Am entgegengesetzten Ende Berlins, in der Stralauer Allee, find an dem Gemäuer der Rin bahnüberführung ein paar Tafeln angebracht, auf denen der Königliche" PolizeiPräsident anordnet, Schritt zu fahren. Alle diese noch aus der föniglichen Zeit überkommenen Tafeln in der Invalidenstraße, am Schiffahrtsfanal und an der Stralauer Allee sind bemolt, so bak eine Austilaung des Wortes„ Königlich" ohne viel Mühe und Soften mit etlichen Binselstrichen zu besorgen wäre. Wir müssen uns wundern, daß noch nicht aus der Bevölkerung jemand versucht hat, den Behörden die geringe Mühe abzunehmen und eigenmächtig den ungehörigen Zufaß zu beseitigen. Freilich wollen wir das feinem raten, denn empfindliche Behörden könnten so etwas als Sachbeschädigung übelnehmen, die vom Gericht rücksichtslos bestraft wird. Das hätte noch gefehlt! Bei dieser Gelegenheit möchten wir anfragen, ob nicht auch am Gebäude des Amtsgerichts Neutölln das sandsteinerne Königlich" ausgetilgt werden soll. In vielen Zuschriften an uns ist das immer wieder gefordert worden, meist mit dem Hinweis, daß gerade in einem Ort wie Neukölln das Königlich" als Provokation wirten muß. Oder ist inzwischen doch endlich die Austilgung erfolgt? Auch die Taub stummenan. st alt in Neukölln hätte längst die an ihrer Front prangende Bezeichnung Königlich" abtun fönnen. " Flämmchen, die jedoch seltener hervorbrachen und schließlich heit, die hartnäckig hinter seiner Stirn sich eingenistet hatte. gänzlich erstarben, worüber der Schauspieler eine aus- Der Türhüter begrüßte ihn ehrerbietig, überreichte ihm einen gesprochene Befriedigung empfand. Brief, den der Schauspieler, ohne einen Blick auf den Umschlag zu werfen, in die äußere Manteltasche schob, und öffnete die Tür, vor der die jugendlichen Schwärmer Aufstellung genom men hatten, die entschlossen waren, die Feier, die der eiserne Vorhang unerbittlich abgeschnitten hatte, der Winterfälte zum Troy, im Freien fortzusehen, und die, als sie seiner erfreut anfichtig geworden waren, in einen Schwall von Hochrufen ausbrachen, die er, eine Weile auf dem Treppenabsatz vorerst geduldig verharrend, hierauf lächelnd abzuwehren versuchte, was ihm jedoch nicht gelang. Er mußte die ursprünglich gefaßte Absicht aufgeben, das Abfluten des Getümmels abzutwarten, und so stieg er endlich, mutig geworden, Stufe um Stufe herab, der ihn umdrängenden halbwüchfigen Jungen und Mädchen nicht achtend, lüftete mit einer langfamen, runden Gefte den Hut, nickte, freundlich lächelnd, mit dem Kopf und rief: Geht doch nach Hause, Kinder!", schob einen Bengel, der ihm, frecher und minder respektvoll als die anderen, den Weg vertrat, energisch beiseite und gewann schließlich die Fahrstraße, die er eilig überschritt. Von der anderen Seite verfolgte ihn das allmählich verhallende Rufen. Da bog er in eine schmale, finstere Seitengasse ein und kam sich ge= borgen vor. Albert Reuß fühlte, allein geblieben, den unangenehmen Drud gegen die Schläfen in erhöhtem Maße; ihm war, als size ihm um die Stirn ein eiserner Reif. Ringförmig freiste die Beklemmung um seinen Kopf, dem er troß mehrmaligen Schüttelns keine Erleichterung zu verschaffen vermochte. Er empfand gleichzeitig eine Mattigkeit, eine Niedergeschlagenheit, eine feltfame Schwere in Händen und Füßen. Er hatte die Augen geschlossen und stellte fest, als er die Lider nach einer Albert Reuß nahm sich zusammen, half mit den auf die Beile öffnete, daß Ludwig ihn ebenfalls verlassen hatte. Er beiden Lehnen gestützten Armen nach und erhob sich. Es ging drehte sich mit seinem Fauteuil, dessen Bauart solches ge- leidlich gut. stattete, herum, streckte beide Beine weit aus und ließ den Wie lange mag der Scherz wohl gedauert haben?" Blick auf die gegenüberliegende Wand fallen, an der auf einem fragte er. Hafen neben dem Lorbeerkranz das Kostüm hing, das er heute" Nur ein paar Minuten," antwortete der Diener. Aber abend zum erstenmal getragen und das er eben abgelegt hatte. mir war's lange genug. Mich so zu erschrecken!" Seine Farbe, die er erit nach langem Zögern ausgewählt Der Schauspieler stand leidlich stramm und schloß, um hatte und die ihm vornehm und geschmackvoll erschienen war, ficherer auf den Beinen zu stehen, die Hacken. Das war fein tat ihm, ohne daß er sich über die Veränderung Rechenschaft Scherz, mein lieber Ludwig, dachte er... Aber ich weiß nämzu geben wußte, weh, stach ihm, unvermittelt grellrot gewor- lich felbst nicht, was es gewesen ist... Ich werde doch nicht den, ins Auge. Auch wuchs die Fläche, ebenfalls rot ent- frant werden wollen? Unsinn! Das darf nicht kommen, ge- Er befann sich der Worte, die er zuletzt zu Ludwig geflammt, plötzlich ins Mahlose. Ihm war, als hätten die Kranz- rade jetzt, wo das Gastspiel vor der Tür steht... Er schüttelte sprochen hatte, deren 3wed vor allem war, sich selbst Beruhi schleifen sich über die ganze Wand verbreitet und schließlich den peinlichen Gedanken eilig ab und befann sich der lang- gung zu verschaffen; er wiederholte sie mehrmals und fand, den Raum erfüllt. Aus dem Spiegel, den er mit einem scheuen wierigen, mühevollen Proben, die er nun überstanden, die daß der Sinn des Sages unbedingt schlagfräftig und einleuch Blick nur streifte, ftachen strahlende Blige ihm entgegen. Ein mit der Premiere, die glücklich hinter ihm lag, ihr Ende ge- tend genannt werden mußte. Die anstrengende Rolle ist die Schwindelgefühl überfam ihn, da um ihn her eine Legion von funden hatten. gesuchte Erklärung für das, was mir vor einer Stunde zuSternen zu tanzen schien, deren strahlende Helligkeit das Meer Rein Wunder, nach der anstrengenden Rolle..." men gestoßen ist, dachte er. Ich habe, wenn ich mich der abgelaufevon Burpur überglänzte, das ihn zu verschlingen drohte. Ein dete er sich an Ludwig, der ihm beim Anlegen des Pelz- nen drei Wochen erinnere, einfach Raubbau mit mir selbst Kältegefühl überrieselte seinen Rücken, das durchaus nicht zu mantels behilflich war. Die frische Luft wird mir hoffentlich getrieben, mir zugemutet, was über meine Kräfte geben dem Flammenmeer passen wollte, das ihn ungestüm verdrängte gut tun.. mußte. Wenn ich außerdem noch den kleinen Unfall in Rech und ersengte, ind zugleich mar ihm, nis cerfiere er jeden Halt Bestimmt ganz bestimmt. Wünscht der gnädige nung stelle, der mich betroffen, find die Voraussetzungen in unter den Füßen, als veriinfe er ins Vodentose. Er faß reglos Herr vielleicht, daß ich ihn begleite?" ihrer Bollständigkeit und Richtigkeit wohlerfannt. Ich werde da, hörte nichts, fah nichts. Fern von seinem Ohr war eine Mas fällt dir ein? Wegen des leichten Unwohlseins vor in Zukunft vorsichtiger sein und mir ein bequemeres Tempo leife Stimme bemüht, fich verständlich zu machen. Er richtete hin? Das vergeffen mir alle beide! Auf Wiedersehen, mein angewöhnen müssen. Außerdem will ich morgen gleich um den leeren Blid ins Antlig seines alten Dieners, dessen Züge Sohn!" Er brannte, in alter Gewohnheit, obwohl das Raus eine entsprechende Verlängerung meines Sommerurlaubs an ihm eben noch fremd gewesen waren, die er aber alsbald, chen im Hause ftreng verboten war, die allabendliche Bigarre fuchen. Hedwig, die ohnehin zur Uebertreibung neigt, fage nachdem er sie eine Weile ernsthaft betrachtet hatte, voll freudian, rückte den Hut aus der Stirn und verließ seine Garderobe. ich natürlich von der ganzen harmlosen Geschichte nichts, da es ger Genugtuung erfannte. Aus den Kranzschleifen, aus der Alls er den Schneckengang der Treppe abwärts stieg, fühlte er doch keinen weiteren 3wed hätte, fie unnötig in Angst zu verKontur des Kostümroces zuten hier und dort noch blaßrote fich erträglich unbehelligt, abgesehen von jener leichten Dumpf- feßen... ( Forts. folgt.) Das Geheimnis der Numerierung. Die Straßenbahn ist bekanntlich in der letzten Zeit zu einer gründlichen Umnumerierung der meisten Linien geschritten, die fich als sehr notwendig erwies. Da der größte Teil des straßenbahn fahrenden Publikums über das Schema, nach dem diese Ümnumerierungen erfolgt sind, nicht unterrichtet ist, so dürften die nachfolgenden Angaben hierüber einige Aufklärung schaffen. % d Unvorhergesehene Einnahmen. Der Wohnungskontrolleur Schreiber des Bezirkswohnungsamtes 17( Lichtenberg) fand bor einiger Zeit nach einer örtlichen Recherche im Revier 17b I/ ReuLichtenberg 100 Mart in seiner Attentasche, die ihm von einem der Wohnungssuchenden unbemerkt zugesteckt sein müssen. Der Wohnungsfontrolleur hat den Betrag ordnungsmäßig seiner Dienststelle übergeben, die ihn auf Titel„ Invorhergesehene Gin nahmen" eingenommen hat. Die Budapester Leichenbörse. Wirtschaft Jahresbilanz der Sozialen Baubetriebe. Innerhalb der Bauwirtschaft, die seit jeher der Tummelplaz fapitalistischer Brofitgier gewesen ist und die in der Not der Nachfriegszeit ein besonders geeignetes Objekt der Ausbeutung durch das Deutsche Friedensgesellschaft, Ortsgruppe Berlin. Bazififtische Feier Privattapital schien, hat sich eine gemeinwirtschaftliche Zelle gebildet. Bei der Zusammenfassung sämtlicher Straßenbahnen Groß ſtunde. Vorlesungen des Herrn Hugo Schwantje aus bazifiſtiſcher Literatur Es find dies die sozialen Baubetriebe, die, unter Ausschaltung des Berlins zu dem Einheitsunternehmen, das jetzt den Namen, Berbon Victor Hugo, Maupassant und anderen ausländischen Schriftstellern. privaten Unternehmertums, nur auf genossenschaftlicher Grundlage liner Straßenbahn" führt, hatten die einzelnen Bahnen ver Theater des Oftens( Rose- Theater). Für das Bolt ist nur edelste arbeiten und über deren vom kapitalistischen Unternehmertum starf schiedenartige Linienbezeichnungen. So wurden bei Stunit gut genug, deshalb follte man nicht ein Stüd wie Brot und der Großen Berliner Straßenbahn die einzelnen Linien arbeit, das sich noch obendrein soziales Boltsitud nennt, auf bie bekämpften Tätigkeit wir wiederholt berichtet haben. Jetzt legen mit arabischen Nummern bezeichnet, bei der früheren West Bühne bringen. Auch die Tendenz des Stüdes fann nicht darüber hin- diese Betriebe ihre in der Verbandszeitschrift Soziale Bauwirtlichen Berliner Vorortbahn mit Buchstaben von A- M, täuschen, das es sich um einen gefährlichen Kitsch handelt. Ganz abgeleben schaft" zusammengestellte Bilanz der Tätigkeit des legten bei der vormaligen Berlin Charlottenburger Straßen davon, daß volitische Brobleme ungeheuer schwer zu gestalten find, ist ficher Jahres vor. Obwohl infolge ihres noch turzen Bestehens Rudolf Schwarz- Reiflingen nicht der Mann, der die Begriffe der Boits. bahn mit Buchstaben von N- 3; bei der Südlichen Berlinerströmungen in feite Formen zu gießen vormag. Saft und fraitlos fließt mancherlei Organisationsschwierigkeiten bestanden, die durch die Vorortbahn sowie bei den ehemaligen Berliner Oft eine Handlung bahin, die auch von einem geschickten Dichter nicht gestaltet wirtschaftliche Unsicherheit der letzten Zeit noch erhöht wurden, find bahnen maren römische Liniennummern in Berwendung werden konnte, weil die Idee( ein Arbeiter mirb von einem Unternehmer usto. Es erschien notwendig, zwecks Bereinheitlichung und Berein beichuldigt, Geid gestohlen zu haben), doch ein wenig zu viel Unsinn auf die Ergebnisse ihrer von hohem Verantwortungsgefühl gegen die Gemeinschaft getragenen Arbeit bereits außerordentlich erfreulich. fachung in der Bezeichnung allgemein nur die arabische einanderhäuft. Linienbezeichnung zu verwenden, und zwar wurde hierbei, Noch ist der Teil der Bauwirtschaft, die sich in den sozialen Bauum auch bis zu einem bestimmten Grade die Fahrtrichtung der einbetrieben zusammenbrängt, erst ein fleiner Bruchteil des gesamten geinen Linien zu kennzeichnen, nach einem ganz bestimmten System verfahren. So werden beispielsweise alle Linien, die von Cine ungewöhnliche Angelegenheit beschäftigt zurzeit die Buba Gewerbes: erft 2 bis 3 Prog. der freigewerkschaftlich organisterten Moabit ausgehen, mit Sehnerzahlen bezeichnet, 3. B. die Linien 11, pester Polizei. Sie stellte fest, daß ein ich wunghafter Beiden Bauarbeiter, 1,4 Proz. ber Zimmerer, 1 Broz. ber Dachdecker sind in 12, 13( die vor furzem die Nummernbezeichnung 6 hatte), 15, 17, bandel ieit einiger Zeit getrieben wurde, der zur Bildung einer ihnen tätig, alles in allem am 1. April d. 3. 12 611 Arbeiter der 18 und 19. Die Linien, die vom Webbing und von Tegel fommen, förmlichen Reichenbörse führte, auf der ganze und zerfiüdeite verschiebenen am Baugewerbe beteiligten Berufsgruppen, bazu 681 haben die Linienbezeichnung ab 20. Weiter nach Osten zu folgen Zeichen an in- und ausländische Universitäten zu Studienzweden technische und kaufmännische Angestellte. Trotz des geringen UmDie Linien ab 30, bann die 40er und die 50er Nummern. Bon berfauft wurden. Die Erhebungen ergaben, daß mehrere Diener fangs der Bewegung ist ihr Wirkungsgrad groß. Nicht nur die Zahl Weißensee aus kommen die Linien 60, 61, 62 usw. Linien, die gleiche des Budapester Anatomischen Innituts den größten Teil der jo der im legten Jahr hereingenommenen Aufträge mit rund Führung haben, sich gegenseitig ergänzen aber andere Endpunkte genannten Spitalsleichen unterschlagen und an die Budapester 470 Millionen Mart, also etwa 1 Broz. des gesamten Baumarktes haben, erhalten die betreffenden 100er Ergänzungsnummern. So optische Firma Reichert geliefert hatten, die für eine Beiche verkehren beispielsweise in gegenseitiger Ergänzung die Linien 62 2000-4000 tonen zahlte, um sie für 70000-80000 und 2 Broz. ber mit öffentlichen Mitteln gespeisten Bauten, ist trotz und 162, 69 und 169( bis por furzem 71), 68 und 168 ufm. Die tonen nach Desterreich, Deutschland und Standinavien weiter der Geldentwertung recht stattlich. Für 270 Millionen Mart Aufeinzelnen Ringe werden mit ben Nummern 1-10 bezeichnet, fo 3. 23. zu verlaufen. Es sind in diefer Affäre bisher 17 Verfonen verträge waren am 1. April d. 3. in Arbeit. Wichtiger aber noch als die Linie 1 Stadtring, 2 Außenring, 3 Großer Ring, 4 Ostwestring, baftet worden. Die Beschuldigten werben sich wegen Leichenraubes, diese Zahlen ist die Tatsache, baß die sozialen Baubetriebe, die in 5 Gerichtsring. 6( neue Bezeichnung für den Ring 1) usw. Diefe Leichensbändung und wegen Amtsunter ichlagung au verantworten rund 60 Bauhütten und 140 Genossenschaften organisiert sind, in einheitliche Gestaltung der Linienbezeichnung in Berlin, die zum Teil baben. Unter den Verhafteten befinden sich fechs Diener des Ana ständiger Storkurrenz mit ben fapitalistischen Unternehmern stehen bereits durchgeführt ist, führt natürlich im Anfange zu einer gewissen tomischen Instituts und ein Präparator, der feit längerer Beit mit und mit ihren Angeboten dem Bucher im Bauwesen energisch Erschwerung; sobeid sie sich aber eingebürgert hat, bedeutet sie eine Steletten von unbelannten Selbst mördern Sandel zuseßen. Daß sie hier bahnbrechend wirken, geht aus folgenden wesentliche Vereinfachung und Erleichterung für trieb. Tatsachen hervor. die Fahrgäste. Mit Ende dieses Monats wird die Umnume- Reffung aus Seenof. Die Rettungsstation Mem el- Süder. rierung vorläufig abgefchloffen werden; evtl. noch erforder- pige der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger liche Umbenennungen sollen erst später erfolgen. telegraphiert: Am 10. ai von dem Motorseeleichter Guldborg, Kapitän Bruhn, gestrandet auf der Südermole, mit Stückgut von Steinberg nach Memel bestimmt, fünf Personen durch Raketenapparat der Station gerettet. Der Mordprozeß Neißer. Einblicke in das dunkelfte Berlin. In der Nachmittagsverhandlung gegen die des Mordes an dem Teppichhändler Neißer angeflagten drei Personen Basfarge, Selzer und Frau Spanier, gab der Sachverständige, Gerichtsarzt Geh. Med.- Rat. Dr. Hoffmann, fein Gutachten über den Geisteszustand der Frau Spanier und des Angeklagten Passarge ab. Frau Spanier sei eine schwer nervöse, neurasthenisch- hysterische Perfon, auf die der§ 51 nicht Anwendung finde. Passarge sei erblich belastet, als Sohn eines. Trinters selbst starfer Trinter gewesen, habe als Matrose gewisse Krankheiten durchgemacht und sei ein in gewiffem Sinne nervenfchwacher Mensch, auf den ebenfalls ber§ 51 nicht Anwendung finde. Rechtsanwalt Dr. Fren ftellte darauf den Antrag, die Bor. ftrafatten eines gewissen Gustav Raminstŋ beizuziehen, ber unter Fieberphantasien in der Pension Schwerdt verstorben sei. Diefer habe furz vor seinem Tode fortwährend gerufen:„ Blut, Blut, nehmt den Hund weg!" Nach Ansicht der Berteidigung stehe diefer Kaminsky in dem dringenden Berdacht, der eigentliche Mörder des Reißer zu sein. Im An5. 7. Groß- Berliner Parteinachrichten. 109. Abt. Friedrichehagen. Freitag, ben 12. Mai, 7½ Uhr, iu bez Aula bes Gymnasiums Schuifirage, große öffentlice Elternversammlung. Tagesordnung: 1. Die Bebeutung ber Elternbeiratswahlen für Shule und Sans". Ref. Dr. Löwenstein. 2. Bericht über die Tätig. teit des bisherigen Elternbeirats". Sief. Robbe. 3. Freie Aussprache. Sreis. Fricbrichshain. Connabend, ben 13. Mai, 7 Uhr, Schulaula Rigaer Straße 82, Bollversammlung der sozialistischen Elternbeiräte, Kandidaten, Lehrer und aller Parteifunktionäre. Bichtige Tagesordnung. Material: ausgabe. Areis. Charlottenburg. Freitag, ben 12. Mai, michtige Besprechung für die parteigenössischen Eltern der 15. Gemeindeschule bei Eggert, Wallstraße. Aufstellung ber Ranbibatenliste für die Elternbeiratswahlen.- Die Obleute ber 9., 10., 18., 80., 83. und 34. Gemeinbeschule werben ersucht, am Sonntag, ben 14. Mai, in ber Reit von 10 bis 1 hr vormittags im Rathaus, Gaal 1, bem Wahlausfchuß eine Abschrift ihrer Randidatenliste aussuhänbigen ober Bericht zu erstatten. Heute, Freitag, den 12. Mai: schluß an die Verlesung der Protokolle über die Geständnisse des 27. Angeklagten fam es zu längeren Auseinandersegungen zrolschen dem Borsitzenden bzw. dem Staatsanwalt und den Verteidigern, die den Inhalt der Protokolle als fünftlich konstruiert und innerlich unlogisch Jungsozialisten. Gruppe Spandan. 74 Uhr bet Ranber, Rafferte.it bezeichneten. Diese Erörterungen nehmen einen breiten Raum in der Beweisaufnahme ein. bt. 7% Ube Edulaula Connenburger Str. 20, of rechts parterre, bringende Bufammenfunft fämtlicher Beşirfsführer, Elternbeiräte und ber par teigenössischen Eltern, beten Rinber die Schulen 269 und 274, Sonnenburger Straße 20, und 249 und 261, Greifenhagener Str. 58-59, besuchen. glieberzufammenkunft. Röpenid. 7% Uhr bei Müller, Alter Markt, Bor trag über: ,, Partei und Jungfozialisten". Ref. Robert Reller. Morgen, Sonnabend, den 13. mai: ( Babeanstaltskantine). 414 Striminalkommissar Trettin befundete als Zeuge folgendes: Die Ermittlungen der Polizei feien in diesem Falle außerordentlich 44, 45., 46., 47. unb 101..bt. Abteilungsleiter, Raffierer, Bildungsausschus. schwierig gewesen, weil sich die ganze Sache in einem echten mitglieder. 7½ Uhr wichtige Sigung bei Glaefer, Rottbufer Ufer 30-40 Verbrecher milieu abspielte. Die meisten der hier in Frage 79. Abt. Echöneberg. Vorstandssitung bei Settlig, Sedanstraße. fommenden Persönlichkeiten feien Stammgäfte in dem berüchtigten Nachtlokal von Dannenberg in der Körnerstr. 11 und in dem noch schlimmeren Bensionat von Schwerdt in demselben Hause gewefen. Diefes„ Benfionat" fei das Schlimmste, was es auf dem Jugendveranstaltungen. " " Heute, Freitag, den 12. Mai: Storboften. Brig. Jugenbheim Chauffeefir. 48, Disfuffionsabend: Was in Distuffton. Charlottenburg. Jugendheim Refinenstr. 4, Vortrag: Wie foll man wan bern?". Moabit. Jugenbheim Gemeindefdule Waldenferstr. 21, Diskussions beim Stogaifit. 58, Bortrag: Der 1. Mai in der Dichtung". abend: Die Grundlagen ber Gewerkschaftsbeweging". Reukölln- Süd Jugend. Jugendheim Gemeindeschule Heinersdorfer Str. 18, Bortrag: Darwinismus". Retersburger Blertel. Jugendheim Gemeinbeschule Petersburger Straße, Bor trag: Die Gefahren der Tuberkulofe Treptow. Sugendheim fenfte. 3, Vortrag: Jugend und Partei". Weißensee. Jugendheim Lebigenheim Woeld. promenade, Lefeabend: Es ningt im Sturm ein altes Sted". Alle Beiger Sugenborganisationen entfenben Bertreter in die am Sonnabend, ben 20. Mai, abends 7 Uhr, im Jugendheim, Chauffeeſtr. 48, stattfindenden Jugendvertreter verfammlung. Sport. Breis ber fünf Trümpfe nennt bie Olympiababn ein Stundenrennen, bas am Sonntag von Bauer, emanom, Salbo, Thomas und wittig bestritten wird. Die gleichen Fahrer treffen sich außerdem in einem 20- stilometer- Rennen. Zu den Fliegerrennen um den Groken Maienbreis find u. a.: Stabe, Ditermeler, Jenssen, Schwab und die Gebrüder Tiet verpflichtet. Gin Sechser- Rasenrabballspiel vervoll ständigt das Programm. Die Rennen beginnen um 3%, Uhr. 2. Rennen. Die dem Verband angeschlossenen Bauhütten und Genoffenschaften arbeiteten mit einem Stamm- bzw. Genossenschaftstapital von rund 26 millionen Mart, woran öffentliche Organe und Siedlungsgesellschaften mit 9, tie beruffachlichen Organe, also der Verband selbst, die Bauhütten- Betriebsverbände und die Gewerkschaften, mit 7,3 Millionen Mark beteiligt sind. Der Auftragsbestand betrug, wie schon erwähnt, 470 Millionen Mart, und zwar waren die Aufträge weit überwiegend für gemeinnüßige Organe ausgeführt, wie es in den Eagungen vorgesehen ist. Die fozialen Baubetriebe haben zur Bewältigung ihrer Aufgaben erheb liche Kredite aufnehmen müssen, von denen der Bericht insgesamt 35 Millionen nennt. Ein Teil davon ist dem Stammkapital zuzurechnen. Angefammelte Reserven haben die Bauhütten nur 950 000 M., die Genossenschaften, die älter sind als jene, 4,5 Millionen Mart. Trotz der hohen Summen der vorhandenen Mittel ist der Ueberschuß relatio gering. Er betrug im letzten Ge schäftsjahr 1420 000 m. bei den Bauhütten, 3 Millionen Marf bei den Genossenschaften. Der Bericht bemerkt dazu: " Diese Ueberschüsse in der Gesamthöhe von rund 4 Millionen Mart find in Anbetracht des Umfages des Jahres 1921 als außerordentlich gering zu betrachten. Sie werben noch nicht einmal 1 Broz. des Umfages betragen. Die sozialen Baubetriebe haben mit ihrer Gewinnpolitik den Beweis erbracht, daß sie im Interesse der Allgemeinheit in stärkerem Grade auf Gewinnüberschüsse perzichtet haben, als im Interesse der Stärkung der inneren Betriebskraft der Betriebe zu verantworten ist." Das Betriebskapital ist am Ende des Geschäftsjahres auf rund 45 millionen Mart angewachsen. Von den Betrieben der Baustoffindustrie befinden sich in den Händen des Bauhütten- Betriebsvers bandes brei 3iegeleien, bie 100 Fabritarbeiter beschäftigen, und im Besitz des Verbandes sozialer Baubetriebe drei Schlackensteinfabriken mit 60 Arbeitern. Man kann der Bewegung für ihre meitere Entwicklung nicht nur vollen Erfolg, sondern auch lebhafte Unterstügung ber beteiligten Behörden wünschen. Im Anschluß an die Tagung des Deutschen Bauarbeiterverbandes in Leipzig findet am Sonntag eine 3ujam mentunft von Bertretern deutscher und ausländischer sozialer Baubetriebe statt. Busagen dazu liegen bereits aus England, Frankreich, Holland, Italien, Desterreich und Schweden vor. Es handelt sich um eine Aussprache über die in den verschiedenen Ländern gemachten Erfahrungen sowie über eine internationale Bereinigung der sozialen Baubetriebe zur gegenseitigen Unterstügung in ihren lebenswichtigen Fragen. Es hat sich nämlich überall gezeigt, wie unbequem die sozialen Baubetriebe dem Bauunternehmertum geworden find, weil sie preisfentend wirken, ihnen also die Geschäfte verderben, und es wird deshalb mit allen Kräften versucht, den sozialen Baubetrieben das Leben schwer zu machen. Da gegen erkennen die Bauherren und auch die Behörden gerade wegen der preisfentenden Wirkung den Wert der sozialen Baubetriebe erfreulicherweise immer mehr an. Gebiete der Absteige quartiere gebe. Dort feien häufig des Nachts Leute von den Freunden" der Straßenmädchen, die dort abstiegen, ausgeplündert worden. Bon diesem berüchtigten Pensionat ausgehend, wurde bald eine Spur gefunden, die auf Basfarge hinwies. Es wurde festgestellt, daß dieser morgens gegen 8 Uhr unter dem„ Bülow- Bogen" von dem Mord erzählt hatte, che die Tat überhaupt entdeckt war. In den Bernehmungen des Basfarge, die sich allerdings einmal bis in die späte Macht aus gedehnt hatten, bestritt Basfarge zunächst alles. Erft als er, Zeuge, ihm plötzlich die inzwischen ermittelten Belastungsmomente vorhielt, sei Basfarge unruhig geworden und habe dann plöhlich gefragt: Herr Kommissar, fann ich Sie mal alleine sprechen?" Basfarge habe dann angefangen, unter Benutzung der Bezeichnungen" und" einen Parallelfall zu dem Reißerschen Fall zu erzählen und am Schlusse gefragt, was den Tätern passieren fönne. Als er, Zeuge, ihm antwortete, den Kopf fönne es nicht tosten, habe BasLandwirtschaftliche- Entwässerung als Rofflandsarbeit. Im Nofarge erlärt, er wolle die Wahrheit sagen, er fei dabei ge Dember 1921 wurden dem britischen Landwirtschaftsministerium mesen und habe unten Schmiere gestanden". Sie 650 000 Pfund Sterling für landwirtschaftliche Entwässerungshätten aber nicht die Absicht gehabt, Neißer zu ermorden, sondern arbeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung gefie hätten bei Reißer auf die Scheck tour" gehen wollen, d. h. stellt. Ueber die Erfolge dieser Art Motstandsarbeiten berichtet das ihn mit einem falschen Scheck reinlegen. Nach weiterem Hin und Internationale Arbeitsamt: In zahlreichen Bezirken bestehen schon Her habe Basfarge zugegeben, mit Selzer und der Frau Spanier in besondere Entwässerungsämter, die folche Arbeiten in bie Rennen zu Karlshorst am Donnerstag, den 11. Mai. der Wohnung gewesen zu sein. Es sei hier zwischen Selzer und Wege leiten und zu diesem Zwede Rostenvorschüsse vom Minifterium Neißer wegen des Schecks zu Streitigkeiten gekommen, in dessen( Moja). Tot.: 49:10, Blat: 14, 18, 20:10. Ferner liefen: Egel, Eva, innerhalb sechs Monaten nach Fertigstellung der Arbeiten zurückzu1. Rennen. 1. Frauer!( Borowsky), 2. Vignau( Ulbrich), 3. Tip erhalten. Sie sind allerdings gehalten, ein Biertel der Gesamtkosten Berlauf Selzer mit N. in ein Handgemenge geriet und ihn am Flandern( gef.), Baglan II. Halse packte. Plöglich sei n. tot umgefallen. Borsigen. 1. Lallo( B. Letoidi). 2. Mörfer( Borsler), 8. Quer zahlen. In anderen Bezirfen werden solche Arbeiten vom landwirtder: War Basfarge bei diesem Geständnis nüchtern? Beuge Tret treiber( Edler). Tot: 24: 10, Blag: 14, 13, 15:10. Ferner liefen: Gelb fchaftlichen Ausschuß der betreffenden Grafschaft eingeleitet, wenn tin: Jawohl, vollständig nüchtern. Dieses Geständnis, das berr, Offensive, Merseburg, Ahasver, Halili, Wardar, Geheimtip, Provinzler, die an der Entwässerung interessierten Landeigentümer damit einübrigens nicht in jener Nachtvernehmung erfolgte, machte auch mich, Gligard. verstanden sind. Bon diesen müssen auch Zusicherungen vorliegen, da es die kleinsten Einzelheiten schilderte, den Eindruck vollständigster bund( Stufulles), Tot.: 38: 10, Blay: 20, 16: 10. Ferner liefen: Trom- diese Rückzahlung auf einen Zeitraum von zwei Jahren verteilt 1. Caffian( Bismath, 2. Herzog( Wurft), 3. Baffen ein Drittel der Kosten solcher Arbeiten zu übernehmen, doch kann Wahrheit. Was nun die jetzt von Passarge behauptete angebliche Kneiperei bei der Bernehmung 4. Rennen. 1. Tüdttg( o. Telzer). 2. Romberg( b. Stoffer). 8. Sieg werben. Es sind während dieser Zeit für den schuldigen Betrag anbetrifft, so ist dazu folgendes zu bemerken. Die Bernehmungen(. tarbel). Tot.: 39:10. Bl. 15, 14, 17:10. Ferner liefen: Bern- 5 Prozent Berzugszinsen zu zahlen. Die Arbeiten sind zu den orts. fanden in einem Zimmer im Beisein von etwa 30 Personen statt. Stein, Bonnowar, Capitalist( agbr.). Don Binion( agbr.), Györöt, fam als üblichen Löhnen für landwirtschaftliche Arbeiter auszuführen, mit. Ebenso wie Passarge erklärt hatte, er sei Altoholiter und sei ohne 2. ein, wurde wegen Auslassen einer Wendeflagge bisqualifiziert. Ausnahme der Vorarbeiter und gelernten Handwerker. Ueber den 5. Rennen. 1. Duhr Spike( b. Westernhagen). 2. Coriolan II Fortgang der Arbeiten ist an das Ministerium zu berichten, das einen Schnaps und eine 3igarette nicht fähig fich aufrechtzuerhalten,( b. Dörnberg). 3. Algebra( Rtm. Krüger). Tot.: 57:10, Blas: 19, 19, Don Zeit zu Zeit Besichtigungen vornimmt. Bis zum 17. Dezember hätten verschiedene der Zeugen erklärt, daß sie es ohne etwas 21. 18:10. Ferner liefen: Charleys Couf., Tib( agbr.), Reichard, Artansas, Top Ewig. 1921 hatte das Ministerium schon in 62 Fällen seine Zustimmung 6. Rennen. 1. Colberg( W. Kardel). 2. Rosenfels( B. Dybr). gepfercht in dem Zimmer zu fizen. Als Basfarge um einen Schnaps 3. Napi( Stutulies). Zot.: 18:10, Blag 12, 15:10. Ferner lief: Stappeltopi. 84 folchen Arbeiten gegeben. Davon waren 49 Anträge von den bat, habe er unter Hinweis auf gewiffe Borwürfe, die ihm schon( Starbol). Tot.: 104: 10, Blag: 86, 85, 27:10. Ferner liefen: Seebrügge. Schüssen einzelner Grafschaften gestellt worden. 7. Rennen. 1. Narr( Mate). 2. Tambour( Wegener). 3. Brise Entwässerungsämtern und 13 von den landwirtschaftlichen Aus. Die Gesamtkosten einmal in einer anderen Schwurgerichtssache gemacht worden feien, stazenjammer, Jodler, Strymon, gef, Gjardas- Fürstin, Sirene, Bitol für die genehmigten Arbeiten beliefen sich auf 118 415 Pfund Ster bies abgelehnt und gesagt, erst müsse das Geständnis zu Brotokoll ling. Wie das Amtsblatt des Landwirtschaftsminifteriums mitteilt, gegeben werden, dann könne er einen Schnaps erhalten. Es sei hat sich die Entwäfferungsarbeit als ein nüßliches Mittel erwiesen, völlig unwahr, daß Passarge das Geständnis für fleine und verstreute Gruppen von Arbeits. unter dem Einfluß des Alkohols abgelegt habe. lofen in ländlichen Bezirken ohne viel Zeitverluft und mit ge ringen Kosten Beschäftigung zu beschaffen. Es wird deshalb auch darauf gesehen, das möglichst Handarbeit verwendet werde. Die Aufsichtsbeamten des Minifteriums berichten, daß die nötigen Ar beitslosen für diese Arbeiten ohne Schwierigkeit gefunden wurden, und zwar folche, für welche die Arbeiten auch gedacht waren, wie auch, daß diefelben die Arbeit bereitwilligst aufnahmen, obwohl sie an dieselbe meist nicht gewöhnt waren. Die Verhandlung wurde in später Nachmittagsstunde abgebrochen und auf heute vertagt. Eine Mart in den städtischen Bädern. Der Magistrat bat am 10. Mai beichlossen, die Eintrittspreise für die Benugung der städtischen Fluß- und Freibadeanstalten auf 1 M. für Erwachsene unb air 50 f. für Kinder zu erhöhen. 8. Rennen. peter II, Ortan. Arbeitersport. Turn- und Sportverein Fichte Berlin. Sonntag, ben 14. tat, Straßen. propaganbalauf Rund um den Friedrichshain. Start Elbinger Straße: nach mittags 8 Uhr Riel auf ber Spielwiefe. Wir machen die Berliner Arbeiter fchaft auf diese Beranstaltung aufmertfam, bitten um Unterstügung. Wetter bis Sonnabend mittag: Rabt und geitweise heiter, etwas aufflavend, jedoch überwiegend bevôlit, im Stuitengebiete zahlreiche, im Binnenlande nur vereinzelte, meist geringe Stegenfälle bei frischen westlichen bis nordwestlichen Winden. Die Aufgaben der Eisenbahnverwaltung. In der gestrigen Sihung des Reichstags wurde auf Antrag Reichsverkehrsminister Groener erklärt, daß die Berwaltung beMüller- Franken die erste Beratung des Gesezentwurfs über die müht ist, das Personal auf das notwendige Maß zu Arbeitszeit in den Steinfohlenbergwerfen von der Tagesordnung vermindern, daß das Gutachten des Reichsverbandes der In abgefegt. Das Haus fährt in der Beratung des Haushalts des dustrie den Personalbestand aber zu niedrig einschätzt. Reichsverfehrsministeriums fort. Dabei bezeichnet Abg. Quaah( D. Bp.) die Unterlagen, die die Regierung zur Prü Die Kohlenversorgung fung des Etats gab, als außerordentlich dürftig. Reichsverkehrsminister Groener: # Wenn der Geschäftsbericht für das Jahr 1920 noch nicht fertig geftellt werden fonnte, so lag das an den Kriegsverhältnissen. Der Minister ging dann auf die verschiedenen Wünsche, die der Vorredner im Hauptausschuß geäußert hatte, ein und wies an Hand eines umfangreichen Zahlenmaterials nach, daß die Verkehrsnuz leistungen die Bortriegsleistungen im wesentlichen erreicht haben. Der technische Apparat der Reichseisenbahnen ist leider nicht in der Lage, die Schwierigkeiten der Wagengestellung zu beheben. Bertehrsstockungen, mie fie in Hamburg, im Ruhrgebiet und in Sachsen eintraten, sind nur bei gemeinsamem Borgehen zu beseitigen. Leiber aber stehen Industrie und Han del der Eisenbahnverwaltung gewissermaßen als Feinde gegen über. Das Jahr 1920 bedeutet für die Eisenbahn das Ende der Länderverwaltung. Das Defizit des Jahres 1920 ist uns von den Ländern fibergeben worden, so daß eine Balancierung des Etats nicht möglich war. Das Defizit betrug 15,6 Milliarden, und kaum war es auf 5 Milliarden herabgemindert, da kam die Valuta welle und ließ es wieder auf 10,8 Milliarden ansteigen. Das nächste Jahr wird nicht unerheblich günstiger abschließen. Aus einer ganzen Reihe von Gründen tönnen wir der Balutabe wegung nicht allzu sehr nachhinten. Ihr voraus zu laufen, halte ich für nicht richtig. Ich fann nur wünschen, daß die Tariffchraube = " gegen tl: tommuriffischen Umtriebe gebilligt werden und den Mitgliedern, die tommus nistischen Bauarbeitervereinen angehören, bis zum 1. August 1922 der Wiedereintritt in den Verband unter Mitgliedschaft ermöglicht, wird mit übergroßer An echnung ihrer früheren Mehrheit angenommen. Ein Antrag, den Wiedereintre. tenden auch die Mitgliedschaft in den kommunistischen Vereinen anzurechnen, wurde abgelehnt. Hierauf wurde der Antrag, die Tätigkeit des Berbandsvorstandes, der Schriftleitung des Grund. sei eine seiner ernstesten Sorgen, und es solle alles geschehen, um steins" und des Verbandsausschusses gutzuheißen und ihnen Ent. fie sicherzustellen. Die Schwierigkeiten der Wagengestellung seien i aftung zu erteilen, behoben. Auch der letzte Wagen fönne gestellt werden, und wenn es nötig sei, darüber hinaus noch täglich 3000 andere. Jezt mit allen gegen etwa 8 Stimmen angenommen. fomme alles darauf an, die Rohlenproduktion zu Dann wurde die Aussprache über die Gründung des Baugewerksfördern; denn diese Zeit sei die beste, um die Vorräte abtrans- bundes fortgeführt. Die Retner traten alle für die Gründung ein. portieren und der Industrie zuführen zu können. Die Haldenbe- Nur Vogt Hannover hielt den Industrieverband schon im jetzigen stände seien seit dem 1. April auch schon wesentlich herabgegangen. Bauarbeiterverband für perwirklicht, dem sich die übrigen bauge Die Reparaturen der Lokomotiven machen gute Fortschritte. Es werblichen Verbände einfach anschließen fönnten. Die Schaffung sind bereits 65 000 Tonnen Kupfer wieder eingebaut worden. selbständiger Fachverbände innerhalb des Bundes halte er nicht für Wenn die restlichen 35 000 noch eingebaut sind und auch die er- nüglich. Andere Redner, unter ihnen 3ten- Hamburg, bedauerten, forderlichen Kessel repariert sind, dann fann man davon sprechen, daß sich bis jetzt nur wenige Organisationen zur Mitbegründung daß hinsichtlich der Lokomotiven die Schäden des Krieges beseitigt tes Baugewerksbundes bereiterklärten. Keiner Stuttgart find. Wir hoffen, daß wir bis zum 1. April nächsten Jahres diese( Stuffateur) erklärte, daß sich die Stuffateure im BauArbeit erledigt haben werden. Der neue Reichseifenbahn- arbeiterverband sehr wohl fühlten und daß sie sich feinesrat wird am 1. Juli zur Frage der Tarifpolitit seine Beratungen wegs nach ihrem früheren Fachverband zurücksehnten. Mehrere aufnehmen. Alle Wünsche auf Niedrighaltung der Per- Redner begrüßten es lebhaft, daß der Verbandsvorstand ein besonfonentarife werden wohlwollend geprüft werden. Zum deres Jugendblatt als Beilage zum Grundstein" geschaffen hat. Schluß erklärt der Minister, er sei zwar ein Freund des gemifchtwirtschaftlichen Betriebes, aber es fei doch reiflich zu überlegen, Kurz vor 5 Uhr wurde der Verbandstag von einer unter inwieweit er auf die Reichseisenbahn Anwendung finden kann: fommunistischer Leitung stehenden Menge gestört. Die Demondenn hier handle es sich um ein zeitlich unbegrenztes und räumlich ſtranten sprengten einige Galerie und Saaltüren und stürzten fehr ausgedehntes Unternehmen. unter lautem Lärm in den Saal, so daß der Vorsitzende die Sizung schließen mußte. Die Eindringlinge befeßten die Galerie und die Abg. Aufhäuser( U. Soz.) fagt, der Kampf um die Eisenbahn Bühne sowie die Gänge im Saas. Im Saal fam es zu tätlichen nicht immer wieder durch Erhöhung der Kohlen- und Eifenpreise, spiegele deutlich die er startte Macht des Privattapita. Angriffen gegen einzelne Delegierte. Berwünschungen gegen Border Gehälter und Löhne in Bewegung gesetzt wird. Den tech- lismus wider, und die Erklärung des Ministers sei nicht danach standsmitglieder und gegen die Leitung des Verbant stages wurden nischen Fortschritt wollen wir nach Kräften fördern und den Stohlen angetan, die Bestrebungen zurückzudrängen, die Eisenbahn in faut. Man verlangte, daß der Borsitzende spreche. In dem Lärm verbrauch verringern. Wir sind bemüht, die Werkstätten zu moder. Privatbesig zu überführen. Der Redner geht dann sehr ausführlich ergriff ein fommunistischer Delegierter das Wort, der zur BeLeider ist das Personal auf die Denkschrift des Reichsverbandes der Industrie ein, die er sinnung mahnte. Nach furzer Zeit erschien der Leiter der Demonnen Unternehmungen zu machen. noch nicht richtig verteilt, was allerdings mit der Woh als ein ganz demagogisches Machwerk bezeichnet. Wir sind für ftration, Fris Hedert, im Saal und hielt eine längere Rede, nungsfrage zusammenhängt. Wir sind jetzt dabei, den Entwurf jede Reform, die auf eine Entbureaukratisierung des Berkehrs in der er Angriffe gegen einzelne Vorstandsmitgliet er und andere eines Eisenbahnfinanzgesetzes auszuarbeiten, der meine Zustimmung wefens abzielt, wir sind aber ebenso gegen eine Priva Personen erhob. Er fand ten lärmenden Beifall der Demonstran findet. Bei der Berringerung des Berfonals können leider die Tech- tisierung der Reichseisenbahn. Ganz besonders haben Ent- ten. Es wurde verlangt, daß der Verbandstag die Wiederaufnahme Die lassungen dem Reichsverkehrswesen geschadet. Die Folge davon ist, der ausgeschlossenen Stommunisten in den Verband beschließe. nifer nicht in dem gewünschten Maße berücksichtigt werden. Aufgaben des Mitteleuropäischen Reisebureaus fann die Reichs daß eine wahre Flucht von qualifizierten Arbeitern Hedert sebst erklärte, für sich und einige andere auf die Mitgliedzentrale ebensowenig übernehmen wie die Geschäfte der Mitropa. aus den Eisenbahnwerkstätten festzustellen ist, daß Ueberstunden schaft zu verzichten. Von den Teilnehmern des Berbandstages antDie Berhandlungen über Dienst und Ruhezeit werden hoffentlich gemacht und daß Aufträge an Privatunternehmungen gegeben wortete auf Fragen Hederts das Borstandsmitglied Ellinger werden müssen, wodurch man der Privatwirtschaft ungeheure Ge- und der Bezirksleiter Hüttmann. Kurz vor 7 Uhr forderte bald zum Abschluß fommen. Der Minister fam dann auf den letzten Eisenbahnerstreit zu winne zukommen läßt. Von Vorteilen kann also doch keine Rede Heckert die Demonftranten zum Auseinandergehen auf. Diese sein. Die Verhandlungen mit den Spizenorganisationen über das zeigten aber dazu feine Luft, zogen schließlich aber unter dem Ge= Arbeitszeitgefeß find gescheitert an der Auslegung der fang der Internationale ab. Ein streifender Beamter bricht seinen Eid und verlegt die über Dienstbereitschaft durch den Verkehrsminister, der im Grunde nichts anderes als die Aufhebung des Achtstundent ages will. einberufenen öffentlichen Versammlung, in der Heckert sprach, zu Bereits am Abend zuvor war in einer von den Kommunisten nommenen Pflichten. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Re Dazu kommt die willkürliche örtliche Auslegung. Wir halten un aktiven Angriffen aufgefordert worden. Kommagierungserlaffe fann nicht behauptet werden, ein Beamter habe sich bedingt am Achtſtundentag fest und sind gegen tarifliche Ab- nistische Delegierte des Verbandstages waren an der Auf im guten Glauben befunden, das Streifrecht zu befizen. Bei der machungen über seine Auslegung. Entgegen den Bersprechungen forderung zum Eingreifen und an der Organisation Durchführung der Disziplinarmaßnahmen sind für des Reichskanzlers wird doch den streifenden Eisenbahnern gegen des Ueberfalles beteiligt. Die große Mehrzahl der an das Reichsverkehrsministerium die Richtlinien maßgebend gewesen, über Rachepolitif getrieben. Unser damaliges Mißtrauen war die das kabinett aufgestellt hat. Die Richtlinien find sogar noch durchaus berechtigt. Die Industrie hat ihre Lehren daraus ge jungen Burschen, von denen ein großer Teil der kommunistischen an dem Sturm auf den Verbandstag beteiligten Menge bestand aus gemildert worden. Der Begriff der Urheberschaft zogen und tritt reaktionärer als je auf. Die Beamten haben das wurde dahin ausgelegt, daß Urheberschaft nicht vorliegt, wenn ein Streifrecht als Bestandteil des Koalitionsrechts gemäß der Ner- Jugend angehörte, auch Frauen und junge Mädchen waren darunter. Beamter die Streifparole nur weitergeleitet und zu ihrer Befol- faffung. Ob die streifenden Beamten wieder eingestellt werden Die Zahl der an dem Ueberfall beteiligten Bauarbeiter war nach gung aufgefordert hat. Die Einleitung von Disziplinarmaßnahmen, oder nicht, ist eine Machtfrage. Der Reichstanzler hat feierlich zu Angabe der Leipziger Gewerkschaft verhältnismäßig gering. die Durchführung der Kündigungsverfahren, find ebenso wie die gesagt, daß Massenmaßregelungen nicht stattfinden sollen. Diese Kurz nach der Demonstration traten Borstand und Beirat des Boruntersuchungen in den förmlichen Disziplinarverfahren zusage ist nicht gehalten worden. In Zukunft werden die Gewert Berbandes zu einer Besprechung zusammen. Es wurde die Frage großen Teil abgeschlossen. Den Disziplinartammern sind bisher 105 Fälle überwiesen worden. In 40 bis 50 Fällen ist die Ent- schaften den Zusagen und Richtlinien der Regierung bezüglich des erörtert, ob man es auf neue Störungen ankommen lassen oder der Streifabbruchs gegenüber vorsichtiger sein. Standalos ist es, daß Berbandstag in einem anderen Orte fortsetzen wolle. Beschlossen scheidung wegen Ueberweisung noch nicht gefällt. Es werden also der Berkehrsminister Gewerkschaften protegiert, die nach dem Streit wurde, dem Berbandstage zu empfehlen, den Berbandstag in im ganzen Reiche die Disziplinarkammern in etwa 150 Fällen zu gegen die streifenden Gewerkschaften gegründet worden sind. Der Altenburg fortzuführen. entscheiden haben, und im ganzen sind 168 Kündigungen minister hat sogar die neue Gemertschaft deutscher ausgesprochen, was bei ber Gesamtzahl von weit über 100 000 am Streit beteiligten Beamten ein geringer Prozentsaz ist. Efwa Reichseifenbahnbeamten" aufgefordert, ihm die Fälle anaus Anlaß des Streifs verfügte vorläufige Zurückstellungen von der zugeben, die milder beurteilt werden fönnten.( hört, hört! Zuruf: Bulaffung zur Prüfung oder von der Anstellung und Beförderung Schuft!) Die Beamtenräte müffen zur Nachprüfung der Maffen. find aufgehoben worden. Der Streit wird von uns als etwas Bet- maßregelungen hinzugezogen werden.( Lebhafter Beifall bei der Linken.) gangenes angefehen, um das Vertrauen der Beamtenschaft wieder herzuffellen. sprechen und betonte mit Nachdruck, daß die Beamten ein Streifrecht nicht befihen. Abg. Wieland( Dem.) fordert, daß die Unterschiede in der Arbeitszeit, die zwischen Nord- und Süddeutschland bestehen, durch Die Eisenbahn bedürfe das Arbeitszeitgesetz beseitigt werden. einer grundlegenden Neuorganisation. Der gemischt- wirtschaftliche Betrieb wäre die geeignete Form. 4. Verbandstag der Bauarbeiter. Die Sprengung des Verbandstages durch Kommunisten. Leipzig, 10. Mai. In der Abstimmung über die zum Borstandsbericht gestellten Anträge wurde beschlossen, für die Russenhilfe 500 000 Mart an den ADGB. zu überweisen. Nach Ablehnung eines fommunistischen Bertagungsantrags, mobei zunächst ein sehr langwieriger Namensaufruf droht, ber aber unnötig wird, da sich der Saal inzwischen gefüllt hat( Heiterfeit), sprechen noch nach 7 Uhr die Abag. Dauer( Bayr. Bp.) und Barb ( Romm.). Freitag, 1 Uhr: Einzelberatung des Haushalts der Reichsverkehrsverwaltung. ein Abgehen von ber bisherigen grundsäßlichen Einstellung des Borstandes und Verbandes etwa im Sinne der Weltrevolution" babsichtigt sei, erftreden fich feine übrigen Ausführungen auf die eingehende Darlegung der für den Bund vorgesehenen beruflichen Gliederung, Gliederung der Beitragsleistung usw. 8. Verbandstag der Fleischer. Schluß der Berhandlungen. Die Aussprache über den nächsten Gewerkschaftstongreß gipfelte darin, daß die Vertreter, die zu Worte tamen, ausnahmslos dem Referenten insoweit zustimmten, als die haltung des ADG B. in der Sachwerterfassung scharf angegriffen wurde. in der Auffaffung, sie fanden sich wieder im Kampf für die ArbeitsBei der Schlichtungsordnung gingen die Redner auseinander in der Auffaffung, fie fanden sich wieder im Kampf für die Arbeitslofenfürsorge( an Stelle der Versicherung). Ferner wurde ein J scharfer Kurs in der sozialen Gesetzgebung Derlangt. Badert vom ADGB. versuchte mit eindringlichen Worten einen Begriff zu geben davon, wie alle Handlungen des Bundes doch nur ausgehen können von dem, was zu erreichen ist. Er sagte, daß die 10 Punkte ein Programm darstellen sollten feineswegs war man überzeugt, dies nun im Handumdrehen auch erreichen zu können. Von der Technischen Nothilfe" rückte der In der Diskussion über die Gagung zur Schaffung eines Berbandstag weit ab. Die Abstimmung über einen Antrag, der Baugewertsbundes sprachen die beiden Bertreter des fich gegen die Betriebsrätezeitung" wandte, ergab seine Ablehnung. Glaser sowie des Töpferverbandes die freudige Be- Andere Anträge wurden nicht gestellt. Zu Delegierten nach Leipzig leber sämtliche Anträge, die sich mit der Schreibweise reitschaft ihrer Organisationen zur Beteiligung an der Gründung wurden Bergmann- Hamburg und Kraufe Berlin bestimmt. des„ Grundstein" beschäftigen, ging der Berbant stag mit sehr des Bundes aus( über eine differierende Auffassung zwischen Töp- Bängere Zeit brauchte die Statutenberatung, sie ist für die Deffentgroßer Mehrheit zur Tagesordnung über, lediglich den fern und Bauarbeitern über die Mitarbeit in den Arbeitsgemein- lichkeit ohne Intereffe. Nur die Streifunterstüßung wurde ganz Anirag, mehr wirtschaftliche Artitel zu bringen, über- fchaften hofft man zu einer Berständigung zu fommen), mogegen wesentlich erhöht, besonders davon wieder die Kinderzulagen. wies er zur Berücksichtigung. Er bestätigte mit übergroßer Ma- die beiden Bertreter des Steinarbeiterverbandes und Die Beiträge jorität den Neutralitätsbeschluß des Karlsruher Ver des Bundes der Technischindustriellen Angestellten betragen bis zu einem Wochenlohn von 300 m. 4 M., bis 420 m. bandstags und stimmte der dama's gefaßten Resolution in allen sich zum bisher abweichenden Standpunkt ihrer Organi- 6 M., bis 540 m. 8 m. ufw. Den Verwaltungsstellen sollen je Bunften erneut zu. fationen äußerten. Für die Steinarbeiter wird der in 14 Tagen nach ihrer Größe 10-20 Broz. verbleiben. Die LohnbewegungsDer Antrag, die Amtsführung von Borstand, Rebat- stattfindende er bantstag die Frage entscheiden. Falle die fristen bzw. ihre Meldung beim Hauptvorstand wurden bedeutend tion und Berbandsausschuß zu billigen, wurte bis zur Gr- Entscheidung ablehnend aus, fo möge der Bauarbeiterverband von ermäßigt. Die Wahlen ergaben, da Krause eine Wiederwahl ledigung weiterer Puntte der Tagesordnung zurückgestellt, des 3wang und energisch ablehnte, folgendes: Hensel Berlin, 1. Vorsitzender, gleichen die Abstimmung über die im gestrigen Bericht mitgeteilten Heraufbeschwörung von Grenzfreitigkeiten Weil Frankfurt a. M., Redakteur, Tiedier Berlin, Kassierer. Beschlüsse der Beschwerbefommission über die vom Borstand vor burch die Ausdehnung des Organisationsgebiets auf die Industrie Der Ausschuß bleibt in Hamburg, die Breßkommission wurde Paplow hielt der Steine absehen und das Zusammenkommen der beiden Berbände abgelehnt, ebenso einen Beirat zu wählen. genommenen Ausschlüsse aus dem Verband. Der nächste den einleitenden Vortrag zum zweiten Bunft der Tagesordnung: Der weiteren freien Entwidlung überlassen. Für den Bund der Verbandstag foll 1925 ftattfinden. „ Aenderung der Sahung zur Schaffung eines Baugewertsbundes". Technischindustriellen Angestellten hat eine Reichstonferenz, an der auch Bäplom teilgenommen, beschlossen, das auch vom Bund Er führte aus, über ten Baugewerksbund sei seit Jahr und Tag durchaus als notwendig erkannte und freudig begrüßte Zusammen soviel geredet und geschrieben worden, daß auf längere Begründung gehen von Hand und Kopfarbeitern im Baugewerbe vorläufig verzichtet werben könne, warum der Berbantsvorstand immer burch ein Kartellverhältnis sicherzustellen, jedoch noch erneut den Auftrag bekommen habe, für den Baugewerksbund zu nicht bis zur völligen Verschmelzung zu gehen. Borläufig habe die wirken und nun einen Sagungsentwurf vorgelegt hat. Auch ein Techniferorganisation noch Aufgaben so besonderer Art zu erfüllen, mit der Behandlung der Frage betrauter Ausschuß des baß es nicht angehe, durch das Herausnehmen der Bautechniker ADGB. hat den baugemertlichen Verbänden die Gus der Technikerbewegung deren Geschlossenheit zu zerreißen, Mitarbeit zur Gründung des Baugewertsbundes empfohlen. ebensowenig wie sie vorläufig noch ihre Selbständigkeit aufgeben. Berhandlungen, auch solche aus ten letzten Tagen, mit ben in fönne. Deshalb möge man zum praktischen Zusammenarbeiten vorFrage kommenden Organisationen haben zum Teil nicht zur Zu- läufig auf den schnellen stimmung geführt, zum anderen Teil aber schon seit längerem Er. folg gehabt. Der Vorstand habe sich deshalb zur Borlegung eines ihm geeignet erfcheinenden Sagungsentwurfs entschloffen. Danach soll der Deutsche Baugewerksbund im Rahmen des ADGB. die gewertschaftliche Organisation werden für alle in der Industrie Be schäftigten( Arbeiter und Arbeiterinnen, Wertmeister, Jugendliche und Lehrlinge) soweit nicht durch tie Berufsliste des ADGB. oder burch besondere Kartellverträge bie Buständigkeit anderer Organi fationen für bestimmte Arbeitergruppen festgestellt wird. Als hier nur in großen Bügen angedeutete programmatische Aufgaben stellt sich der Bund: hinsteuern. Abschluß eines Kartellverhältnisses Briefkasten der Redaktion. mann die Reichsangehörigkeit verloren haben bürfte. Alt- Genoffe D. 74. Die Bermögenssteuer feßt erit mit bem Jahre 1923 ein. Sie find nicht steuerpflichtig. ben früheren Borsigenden des Bundes. Julia 70. Die Rlage ist beim Landgericht I Berlin einzureichen, da Ihr M. R. 77. 1. Handwerkskammer in Stettin. 2. Wenden Sie sich zunächst au Weinbrand, Liköre Landauer & Macholl T Heilbronn al. Gegr. 1861 Bor Beginn der Nachmittagssigung war der Leitung des Berbandstages befanntgeworden, daß die Kommunisten die organisierte Störung des Verbandstages planten und ihre Anhänger zum„ aftiven Eingreifen" aufgefordert hätten. Die Lokalkommiffion hatte beshalb die Schießung der Galerien angeordnet. Böschen. Solingen beschwerte sich gegen die Schließung. Silberschmidt erklärte unter Zustimmung des Berbandstages, man habe feine Ursache, den Kommunisten die Berwirklichung ihrer Störungsab Bergesellschaftung des gesamten Bau- und Wohnungswesens, fichten zu erleichtern. Wer an den Beratungen des Verbandstages Vertreter: Karl Kast, Potsdam, Bismarckstr. 3. Fernsprecher: Amt Potsdam ein fachliches Intereffe habe, fönne ohne weiteres an ihm teil- Nr. 366 Wilhelm Wetzel, Berlin- Wilmersdorf, Mecklenburgische Straße 20, Fernsprecher: Amt Pfalzburg Nr. 3400. Beseitigung des Wohnungsmuchers, Erzeugung nehmen. Auf Antrag der Beschwerdetommission wurden und Berteilung der Baustoffe fowie Herstellung alle Anträge auf Rückerstattung der Streitunterstügung an die für Herren- u.Damen- Bekleidung aller Bauwerte nach Bedarfs. und gemein Lotalfassen sowie einige andere Anträge mit großer Mehrheit abbeste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterwelse wirtschaftlichen Grundsägen. gelehnt. Die vorgelegte Entschließung, wonach die Maßnahmen Koch& Seeland A Nachdem Paplow betont, daß mit dem Programm nicht etwa des Berbandsvorstandes Stoffe Gertraudtenstraße 20-21. G. m. b. H. Theater, Lichtspiele usw. ceg Central- Theater 1 U.: U.: Mädels v. Davos 8 Deutsch Opernhaus Das Hofkonzert Volksbühne Friedrich- Wilhelmst. Th. Schatzgräber Theater a. Bülowpl 8 Uhr: Minna von 6pernhaus 62 Uhr Die Ratten 712: Barnhelm Intimes Theater 3. Die Peitsche und? nackt herum Schauspielhaus Lessing- Th.Lauf doch nicht König Richard III. Uhr: Faust Klein. Schauspielh. 71% Uhr Sonnab. u Stg. 7 Uhr: Der keu Deutsch. Theat. Mad. Sans- Gêne 712: Cyrano von Bergerac Sbd. 72: Cyrano von Bergerac Kammerspiele Montag 7: Faust sche Lebemann Lustspielhaus Uhr: Der Werwolf Dent. Künstler- Th. Metropol- Theater Allabendl. 712: an kann nie 7%, Uhr: Bajadere Mar wissen Neues Operett.- Th 8: Einen Jux will Trianon- Th.8 Uhr: Lady Chic er sich machen Sonnab. 8: Einen Täglich 72 Uhr: Jux will er sich machen Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) Judith Sbd. 7: Judith 72: des ,, Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. 1. d. Königgrätzer Str. tägl. 8 Uhr Moral Neues Th. am Zoo 8 Scampolo Komische Oper 73/4 Dir.: James Klein 7814 Der Sensationserfolg Berlins! Der Meister v.Montmartre! In den Hauptrollen: Dr. Waldemar Staegemann, Margit Suchy, Balzer- Lichtenstein, Else Müller, Herbert Kiper, Fritz Steidl. Vorverkauf ununterbrochen!!! Neues Volkstheater Russ.- Deutsch.- Th. Heuchler 712 U von Ludwig Thoma Burg, Limburg Junkermann.Albers Schiller- Th Charl. Falkenst, Mamelok Theater des Ostens ( Rose- Theater) 7314 U.: Brot und Arbeit 8 Uhr Der Hochtourist Thalia- Theater Circus Busch gt. 4. sonnt. auch 3 U in Naturwunder! China, D.blaue Vogel der Kletterhund Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 71: Die Herren Anfang 8 von und zu... Th. a. Nollendorfpl 73/4 Uhr Vorstellung allabendl. U: Mexikaner Szeny Wunderaften Die lustige Manegeschau Ueber'n großen Teich Mont. 15. 5. EhrenAbend Szany, die große Verliebte Lente Herausforderung Folies Caprice Theater d. Westens Reichshallen.Th. 48 u pers. Regie v. 7 U. Zarewitsch Allabenal 72 Uhr. Alexej Dir. Ant Herrnfeld Komödienhaus Nachtdienst Theater in d. Kommandant. Str. SU.:,,Gretchen". A. u. D Herrnfeld Uhr Gelbstern Gläßner, Roberts. Berliner Th. ,, Mandelbaums Wallner- Theater Hochzei sreise" 71, U. Die beiden v. A. u. D. Herrnfeld Nachtigallen Walhalla- Theater 7.30: Madame Flirt Casino- Theater U.: Das GastLothringer Str. 37. Tgl. 734 Residenz- Th. 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Berlin) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Drücker Georg Jochmann Straßmannstr.24. am9 Mai aeftorben ift. Die Beerdigung findet Gonnabend, den 13 Mai, nachm. 3 Uhr, von der Le chenhalle des Gemeindefriedhofes in Lantwig aus statt. Am 8. Mai starb der Rollege, Former Schönhauser Adolf Rittlerce 125 Die Einäscherung findet am Montag, ben 15. Mai. nachm 6 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt Au 10. Mai starb der Rollege, Arbeiter Reinickendorf. Karl Altsohn Bantower Allee 3 Die Einäscherung findet am Dienstag, den 16. Mai, abends 7 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Ferner starb am 9. Mai unser Rollege, der Isolierer Karl Wildeganz Straße 35 Die Einäicherung findet am Dienstag den 16. Mai, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt Ehre ihrem Andenken! Rene Beteiligung erwartet 118 14 Die Ortsverwaltuna. SPD. 128. Abt. Pankow Am 9. Mai vers Schieb plögl unfer Mitglied 1810b Fritz Herrmann Ehre seinem Andenken! 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