Nr. 303. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Juferate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 30. Dezember 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. weg auf gerichtlichen Akten, die von uns dem Verfasser zur Verfügung gestellt worden sind, " werden kann. Und die Nordd. Allg. 3tg." jammert: Die Brauereien fügen sich jetzt in die Forderung, die sie am 13. Oktober rundweg ablehnten." Der Eindruck, " " Zur Jahreswende richten wir an alle Freunde und und sie zeigt, wie heute der, welcher von seinem Rechte nicht welchen die Sozialdemokratie hat, kann nach der nicht weg Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Erweite weicht, in Form Rechtens" zu Grunde gerichtet zuleugnenden Kapitulation der Brauereien nur der der Schwäche rung unseres Abonnentenkreises mit aller Nach Schluß von: Zu Tode gehetzt! beabsichtigen wir Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, deren den früher angekündigten Roman, die Berliner März Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die vereinigten Parteien der Reaktion, denen der ereignisse des Jahres 1848 behandelnd, zu veröffentBoden unter den Füßen waukt, jetzt alle ihre Kräfte auf" " Mit dem 1. Januar eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" lichen. Judem wir so bestrebt sind, unsere Leser zufrieden zu stellen, dürfen wir uns auch der Hoffnung hingeben, daß dieser Aufruf an die Freunde und Genossen seinen Zweck nicht verfehlen wird. Berlin, Dezember 1894. Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Der Bierboykoff. " Hause zu sein. Das ist das Ende des Berliner Bierboykotts." Hause zu sein. Das ist das Ende des Berliner Bierboykotts." " 1 des Gegners und der eigenen siegverbürgenden Kraft sein." Die Berliner Brauereibesizer haben somit nach diesem Friedensschluß" aufgehört, Herren in ihrem eigenen , Das politische Jnteresse, die sozialdemokratische Be wegung in Berlin von einer empfindlichen Fessel( es handelt sich um die gesperrten Säle) zu befreien, überwog bei den Brauern die bisher festgehaltenen Gesichtspunkte der persönlichen Wide, Gesammtheit." des wohlverstandenen eignen Nutzens und der Pflicht gegen die geboten; durch ein neues Knebelgesez soll die zahlreichste Partei in Deutschland, mundtod gemacht, und für unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des So urtheilt die Presse, die man als verschämtes Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört Sprachrohr des Unternehmerthums bezeichnen kann. Wir ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, find neugierig, was die den Stumm, Krupp und Konsorten direkt untergebene Preßmeute für ein Wuthgeheul darüber sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand anstimmen wird, daß die Sozialdemokratie so stolz und stark lungen des Reichstages über die sogenannte Um= dem Brauerring gegenüber steht. Wenn die Gegner eine sturz vorlage, die sofort nach den Ferien beginnen, Gefährdung ihrer kapitalistischen Interessen und eine werden von ganz besonderer Wichtigkeit sein. Unter diesen Die überwältigende Majorität, mit welcher die Auf Schädigung des Unternehmerthums in der Art, wie der Umständen ist es doppelt nothwendig, daß die Partei- hebung des Boykotts am Freitag Abend beschlossen worden Boykott beendet wurde, erblicken, so erfüllt uns das mit hoher genossen sich in dem Zentralorgan der Partei über alle Bor- ist, zeigt deutlich, daß die Parteigenossen den sozial- Genugthuung; aber um so befremdlicher muß es erscheinen, daß in tommnisse aufs genaueste unterrichten, und daß sie dafür politischen Werth der Zugeständnisse, zu welchen die den Reihen der Parteigenossen nicht überall volle Befriedigung sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter verber That, der Ausgang des Kampfes ist so ehrenvoll und von Siegestaumel, aber auch nicht von Verkleinerungssucht sorgen, daß der Vorwärts" immer weiter ver- Brauereien gedrängt worden sind, zu würdigen wissen. In über den Ausgang herrscht. Bei ruhiger, objektiver, nicht breitet wird. Je größer die Verbreitung des Zentral- gewinnreich für die Arbeiterschaft, hat die Macht der organi- getrübter Betrachtung der Sache treten die Vortheile, organs, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, firten Arbeiter Berlins so kraftvoll bewiesen, daß es thöricht welche die Arbeiter von dem Zugeständniß der Brauereien und desto größer die Macht der Partei. wäre, sich die berechtigte Freude an dem Erfolge durch den Um- haben, klar und scharf hervor. Wenn man erwägt, daß die Die Redaktion des„ Borwärts" wird bemüht sein, ihre stand, daß nicht alle anfangs gestellten Forderungen durchgesetzt Arbeiter nichts, aber auch garnichts, gegen frühere Ver Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig sind, trüben zu lassen. Wir werden den hohen Werth, den die hältnisse verloren, dagegen wenn auch nicht die Erzu machen! in hartem Kampfe den kartellirten Brauereien abgerungenen füllung aller beim Beginn des Kampfes gestellten FordeBugeständnisse sowohl für die Brauerei- Arbeiter speziell, rungen- doch eine Reihe sehr wichtiger und werthvoller als auch für die Arbeiterklasse im allgemeinen haben, im Bugeständnisse errungen haben, dann war die Aufhebung einzelnen nachweisen. Vorerst aber wollen wir einmal an des Boykotts nicht nur nur ein Gebot der Klugheit, dem Urtheil unserer Gegner die Größe des Erfolges, den sondern auch ein im sozialpolitischen Interesse der Arbeiterder Bierkrieg für die Arbeiter gebracht hat, abmessen. klasse nothwendiger Akt. Um das letztere zu begründen, Die von dem Unternehmerthum inspirirte Bourgeoispresse, bedarf es nur des Hinweises auf die Bestimmungen des so- sowie Blätter, die sich ihrer offiziösen Beziehungen rühmen, Arbeitsnachweises bezüglich der Nichteinstellung von Arbeitentwissen sich vor Zorn über diesen Ausgang des Kampfes nicht zu nehmern und der damit zusammenhängenden Frage des lassen. Trotz der erheiternden Wirkung, welche die Herzens- Schiedsgerichts. Während die Brauer früher es rundweg ergüsse der Geldsackpresse auf uns ausüben, verkennen ablehnten, für die Nichteinstellung von Arbeitern irgend wir nicht, wie blutig ernst der Ingrimm der im Dienste welche Gründe anzugeben, haben sie sich jetzt verpflichtet, der kapitalistischen Interessen für die Arbeiterklasse Kuebel- dem aus Arbeitern und Unternehmern zu gleichen Theilen gejeze verlangenden Presse darüber ist, daß der Bierring zusammengesetzten Schiedsgerichte Rede und Antwort zu vor der Arbeiterschaft Berlins kapituliren mußte. Die Kreuz- stehen und sich dessen Entscheidung zu unterwerfen. Zeitung" bezeichnet die Zugeständnisse des Unternehmerthums Zum ersten Male in Deutschland hat eine so starke als einen sozialdemokratischen Sieg." Die Berliner Unternehmerorganisation, wie die des Brauereigewerbes in Neuesten Nachrichten" sagen: Berlin, die klare und bündige Erklärung in ihrem Arbeitsfür die sozialdemokratische Partei oder für die Gewerkschaftsnachweis niedergelegt, daß die Zugehörigkeit und die Thätigkeit organisation keinen Grund für die Nichtannahme eines Arbeiters bilden dürfe, und zur Ueberwachung und Kontrolle kanische Idee sich bisher nur rom Glauben und von der Hoffnung hatte nähren können. O welche schöne Aufgabe hatten die Leiter des Staates zu erfüllen, wenn sie es verstanden, dem neuen Frankreich Spender von Licht, Gerechtigkeit und Glück zu sein, wenn sie die Organis satoren der zukünftigen brüderlichen Gemeinschaft sein wollten! mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen gegen zum monatlichen Preise von ments zum Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonne3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Nach Beendigung des Romans: Im Exil", der im Laufe des Januar zu Ende gehen wird, bringen wir eine Erzählung aus dem Leben: Zu Tode gehetzt", von Franz Held. Diese Erzählung beruht durchFeuilleton. Am Exil. [ Nachdruck verboten.] 39 worden".." Der Ausgang des Krieges, über den man sich Die Macht der Sozialdemokratie ist entschieden unterschätzt durch feine Schönfärberei hinwegtäuschen sollte, ist ein furchtbarer Beweis für die Stärke unserer Gegner." versenkte er sich in eine Träumerei, die zugleich süß und schmerzlich für ihn war. Er wurde aus diesen Träumereien durch seine Mutter herausgerissen, die ihn anrief: Antworte mir doch! Findest Du Deine Kousine Marceline nicht sehr nett? Und wie aus einem Traume erwachend, antwortete er: Ja, ja, sehr nett. Ich werde ihr Briefmarken für ihre XII. Noman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung Sammlung schicken. von Marie Kunert. René fühlte, wie seine Seele erfüllt war von den Schätzen des Enthusiasmus und der Liebe für diese ideale Herr Dubourg, der ganz enthusiasmirt war, fang Zwei Monate waren wie im Fluge vergangen, seit| Republik. Er liebte sie mit der Leidenschaft eines Mannes, darauf zwei oder drei Opernarien mit einer Stimme, René in sein Heimathland zurückgekehrt war. Der Augen- der für sie gelitten hat, und er beschränkte seinen Ehrgeiz teren Klang an der einer ausgeleierten Drehorgel blick zum Handeln war für ihn gekommen. Bevor er den darauf, ihr seine Intelligenz und seine Energie zu weihen. erinterte. Darauf wurde René, von dem man wußte, daß Kampf ums Dasein auf einem neuen Gebiete aufnahm, Was erstrebte er für sich selbst? Nur wenig. Die Mittel, er dichtete, gebeten, einige Verse zu deklamiren. Er weigerte prüfte er seine Aussichten und seine Mittel zu einem Erfolge. von seiner Arbeit zu leben und sich der Gesellschaft nützlich fich dessen mit einer Hartnäckigkeit, die man schließlich auf Er unternahm das, was er seine Waffenprobe nannte. zu machen. Rechnung seiner Bescheidenheit setzte. Nun mußte Marceline Er war sich bewußt, im Geiste der modernen Welt- Das war zweifellos leicht zu erreichen. Was konnte wieter eine Phantasie aus dem„ Schwarzen Domino" spielen, anschauung zu handeln, indem er mit aller Kraft an der man ihm eigentlich noch vorwerfen? Nichts weiter, als worauf man es, da zehn Uhr vorüber war, für angezeigt Begründung der Volksherrschaft arbeitete. Es schien ihm, daß er die Republik mit glühender Begeisterung erstrebt hielt, sich zu trennen, doch geschah dies nicht, ohne daß Herr man müsse durch Familientradition verblendet oder im hatte, als Frankreich noch zögerte, sie zu erstreben, daß er und Frau Dubourg ihre Gäste eingeladen hätten, sie in Egoismus befangen sein, wie eine Natte im Käse, wenn man in der Vorhut der ungeheuren Armee, die sich jetzt bildete, Ville- d'Avray in ihrem Landhause, das sie sich nächstens die große Bewegung nicht sähe, die alle Völker einer Gesell- seinen Platz ausgefüllt hatte. Doch wie? War das ein einrichten wollten, zu besuchen. schaftsform zudrängte, in der die einzelnen unter gleichen Verbrechen oder eine ehrenhafte That? Er sah jetzt In dem Wagen, der sie mit ihrem Sohne nach Existenzbedingungen frei und glücklich sein werden. Er glaubte Männer zur Macht gelangt, die wie er und neben ihm Hause suhr, fargte Frau Messant nicht mit Lobes schon von einem Ende der Welt bis zum andern das gegen das Kaiserreich gekämpft hatten. Hatten sie nicht erhebungen über die Liebenswürdigkeit des Vetters, der Todtengeläute der alten Vorurtheile erklingen zu hören, förmliche Verträge mit dem Volke geschlossen, nicht geKousine und ihrer Tochter. Sie sah ihren René schon ver- welche die Menschen in zwei Klassen theilten, die von schworen, die Masse ungerechter und schlechter Gesetze zu heirathet, wohl versorgt, reich, für immer von der Noth- Geburt an entweder zum Wüssiggang oder zum Elend, ent- beseitigen? Er erinnerte sich der begeisterten Worte, wendigkeit befreit, in mühseliger Arbeit sein Brot verdienen weder zum Befehlen oder zum Gehorsam bestimmt waren. die sie damals in die Menge schleuderten und zu müssen. Aber René ließ diesen Schwall von Worten Die Republik triumphirte in Frankreich. Sie hatte die sein Jünglingsherz höher schlagen ließen. über sich ergehen, ohne anderes, als mit wenigen, zerstreuten das Recht, die Mehrheit, die Macht auf ihrer Seite. Sie Gewiß waren diese Männer für ihn mehr als bloße WaffenBemerkungen darauf zu antworten. Seine Gedanken weilten vermochte jetzt ihre Versprechungen zu halten, die Prinzipien gefährten, sie waren seine Führer, seine Lehrer in der fern, fern von Paris. Er sah Annette vor sich, ihre lebens- anzuwenden, die ihre Daseinsbedingung waren, die Reformen Revolution. Wie konnte er ahnen, daß sie einen verlorenen pollen, geistsprühenden Züge, ihre in der Sonne auf- durchzuführen, die sie auf ihr siegreiches Banner Sohni ihrer Partei übel aufnehmen würden, der nur leuchtenden; goldenen Haare. Er hörte ihre helle Stimme, geschrieben hatte. Sie sollte nun allmälig fort- begehrte, wieder in Reih und Glied zu treten und ihnen zu aus der ein warmes, jugendfrisches Herz tlang und als er schreitend, aber entschlossen und ausdauernd die Wünsche dem Ziel, das sie sich einst gesteckt hatten, zu folgen? War das, was war, mit dem, was hätte sein können, verglich, der Boltsmassen erfüllen, deren Hingabe an die republi- les denn möglich, daß er in seinem eigenen Lande und mitten die eine dem Standpunkt der Kreuz- Zeitung" verwandte Ansicht, Auch die Konservative Rorresponden 3" vertritt auch sie verdächtigt ebenso gemein. Sie äußert:„ Die Berliner Brauereien haben den Sozialdemokraten eine große Weihnachtsüberraschung bereitet, sie sind vor den Boykottern, die eben noch( etwa um auf die Kurse zu drücken?) ein scharfes Flugblatt gegen den Bierring" verbreitet hatten, zu Kreuze gefrochen". Gerade jetzt, wo es fich für die Sozialdemokraten der Reichshauptstadt fast zur Lebensfrage gestalten mußte, ob Brauereibefizer, die so lange stolze Worte im Munde geführt " Saalsperre" fortgesetzt werden sollte oder nicht, haben die und versichert haben, sie würden niemals" nachgeben, dem Diftum des Herrn Singer sich gebeugt. Die Herren haben das allseitig verurtheilte Beispiel der Dresdener WaldschlößchenBrauerei befolgt, sie haben ihren Arbeitern das Mitbestimmungsrecht bei dem Betriebe ihrer Wasserfärberei" eingeräumt." Einen vollen Sieg der Sozialdemokratie verkündet thränenden Auges eine nationalliberale Rorrespondenz, die von vielen Blättern der nationalliberalen Partei, 10 von den Leipziger Neuesten Nachrichten", den Münchener Neuesten Nachrichten", der Posener 3eitung" 2c. abgedruckt wird. Es heißt da: Der Berliner Bierboykott ist beendigt, die Sozialdemokratie hat wie in Dresden, so jetzt auch in Berlin gefiegt. Wie man sich auch dazu stellen mag, so wäre es nuglos, die Thatsache zu bestreiten, daß der sozialistische Erfolg ein vollständiger ist. Durchgesetzt worden sind sowohl die Wiedereinstellung der 33 Radelsführer, als auch die besondere Berücksichtigung der übrigen entlassenen Brauereiarbeiter bei der Ausstellung der Listen, mit denen der neu zu errichtende Arbeitsnachweis beginnen wird. Von einer Erzwingung der Maifeier hat die siegreiche Partei Abstand genommen. " dieser Bestimmung ein, zu gleichen Theilen aus Arbeits Von mancher Seite wird bemängelt, daß die Forderung| zusammenfallen laffen, falls er ihr nicht zu Willen funktiouirt, gebern und Arbeitnehmern bestehendes Schiedsgericht ein- bezüglich der Arbeitsruhe am 1. Mai nicht aufrecht erhalten und sie eine ihr noch günstigere Einrichtung dieser Juftitution geführt. Diese zum ersten Male erfolgte offizielle An- worden sei. Diese Forderung ist bereits in den Oktober- durchsetzen zu können glaubt. Die Wahrscheinlichkeit dieser erkennung, daß der Arbeiter in der Bethätigung seiner verhandlungen unter Zustimmung aller Vertreter der an lediglich von den Eindrücken ab, mit denen die Sozialdemokratie Eventualität, und damit die Dauer des„ Friedenswerts", hängt gewerkschaftlichen und politischen Klasseninteressen durch den dem Boykott betheiligten Arbeiterschaft als zur Zeit nicht lediglich von den Eindrücken ab, mit denen die Sozialdemokratie aus dem Kampfe hervorgeht. Und dieser Eindruck kann, nach Arbeitgeber nicht behindert und geschädigt werden darf, in Ber- durchführbar fallen gelassen worden. Hier handelt es sich ber nicht wegzuleugnenden Kapitulation der Brauereien vor der bindung mit der Thatsache, daß die Brauer, durch den ihnen um eine Machtfrage, die erst dann im Sinne der Arbeiter Sozialdemokratie, nur der Schwäche des Gegners und der eigenen zugefügten materiellen Schaden gezwungen, sich entschließen durchgeführt werden kann, wenn die Organisation in allen siegverbürgenden Kraft sein. Dieses gesteigerte Kraftgefühl läßt mußten, die verhaßte und mißachtete Arbeiterorganisation Branchen so start ist, daß sie den Widerstand des Unternehmer- denn auch die Wiederaufnahme des Kampjes nach kurzer Ruheals gleichberechtigten Machtfaktor anzuerkennen und mit ihr thums zu brechen im stande ist. Die Beschlüsse der inter- pause und seine Fortsetzung bis zur Erringung des vollständigen zu verhandeln, sind sozialpolitische Erfolge allerersten nationalen Arbeiterkongresse von Paris, Brüssel und Zürich, Sieges- wofern der diesmalige Lauf der Dinge sich wiederholt mit Sicherheit erwarten." Ranges und von weiltragender Bedeutung nicht nur sowie die Resolutionen der Parteitage der deutschen für die Brauerei- Arbeiter, sondern auch für die gesammte Sozialdemokratie von Köln und Frankfurt a./M. weisen schluß" aufgehört, Herren in ihrem eigenen Hause zu sein. Das ist Die Berliner Brauereibesitzer haben nach diesem Friedenss Arbeiterklasse. Die in den statutarischen Bestimmungen des der Arbeiterklasse den Weg. Nichts hindert uns und wird das Ende des Berliner Bierboykotte." Arbeitsnachweises festgelegte Anerkennung der völligen uns hindern, im Sinne unserer Kongreßbeschlüsse den Kampf Gleichberechtigung der Arbeiter, das Recht in gleichem für die Arbeitsruhe am ersten Mai energisch weiterzuführen. Maße wie die Unternehmer an der Verwaltung und der Je stärker die Organisation, desto eher werden wir die Entscheidung bei Streitfällen mitzuwirken, die bindend Arbeitsruhe für den Weltfeiertag des Proletariats er zugesicherte Unparteilichkeit in der Besetzung der kämpfen. Arbeitspläge, das find Errungenschaften, auf die Wenn durch die Bedingungen, unter denen der Boykott die Arbeiter Berlins mit vollem Recht stolz sein aufgehoben ist, vielleicht auch nicht alle Wünsche bekönnen. Wir können nur wünschen, daß die Brauerei- friedigt sind, wenn namentlich unsere Genossen aus dem Arbeiter alles daran sehen, um diese von der gesammten Brauereigewerbe mehr von dem Boykott erhofften, so muß Arbeiterschaft Berlins für das Brauereigewerbe eroberte doch festgestellt werden, daß alles erreicht worden ist, was Position durch eine starke Organisation immer mehr zu zu erreichen möglich war, und daß die Arbeiterschaft Berlins träftigen und in einer den Arbeitern vortheilhaften Weise allen Grund hat, mit ihren Erfolgen zufrieden zu sein. auszunügen. Arbeitsnachweise mit solchen Bestim Auf dem Banner der Sozialdemokratie steht ein neuer mungen werden das Biel sein, nach welchem Sieg verzeichnet ein Sieg, dessen Bedeutung ins andere Gewerkschaften streben, und dieser Erfolg des Klarste Licht durch die Thatsache gestellt wird, daß Bierboykotts wird für alle Zeiten den organisirten die zwei Forderungen der Berliner Arbeiter, die noch vor Arbeitern Berlins, die den Kampf so energisch zwei Monaten von den Ringbrauern kategorisch abgelehnt und opfermuthig geführt und beendet haben, zum Ruhme wurden und deren Ablehnung uns die Fortführung des gereichen. Auch die übrigen Errungenschaften sind alle Kampfes zur Ehrensa che machte, jetzt bedingungslos in sammt von sehr erheblichem Werth für die Arbeiter. Die der für einen ehrlichen Frieden einzig möglichen Form durch am 15. und 16. Mai dieses Jahres entlassenen Arbeiter gesetzt sind. werden zuerst in die Listen des Arbeitsnachweises eingetragen Das Unternehmerthum hat die Macht der in ihrer und haben somit die erste Anwartschaft darauf, eingestellt Ehre angegriffenen Arbeiterschaft gefühlt, neben dem nach zu werden. Bevor nicht der legte Mann von ihnen Millionen zählenden materiellen Schaden, den der Boykott Arbeit gefunden hat, darf kein anderer Arbeiter ab- den Kaffen der Ringbrauereien zugefügt hat, ist vor aller gesehen von den zugelassenen Ausnahmen, auf die jedoch Welt bewiesen, daß die organisirten Arbeiter Berlins start die Brauer vermuthlich in ihrem eigenen Interesse und mächtig genug sind, um der Unternehmerwillkür er wenigstens für die erste Beit verzichten werden in den folgreichen Widerstand zu leisten und daß sie sich nicht zum Vereinsbetrieben angestellt werden. Da die Brauereien Spielball der Laune ihrer Ausbeuter machen lassen. ihre Betriebe unzweifelhaft sofort verstärken werden, ist Neben den sehr wichtigen Zugeständnissen und den dabegründete Aussicht vorhanden, daß einem großen Theil der mit verbundenen Vortheilen hat uns der Boykott den vollen Ausgesperrten in allernächster Zeit Arbeit geschafft wird. moralischen Erfolg gebracht. Und weiter, der trotzige Hochmuth, mit dem die Unternehmer In dem Kampfe hat sich die Geschlossenheit und die die 33 Arbeiter für immer von ihren Betrieben fernhalten Disziplin der Genossen glänzend bewährt. Es hat sich gewoll ten, ist gebrochen. Die 33 Arbeiter, denen die Thore zeigt, daß die Organisation der Arbeiter den Widerstand der Vereinsbrauereien dauernd verschlossen sein sollten, des Unternehmerthums zu bewältigen im stande ist. Um das fie ziehen dank der energischen Durchführung immer nachhaltiger, immer kraftvoller zu fönnen, des Boykotts durch ihre Klassengenoffen doch muß jeder ziel- und klassenbewußte Arbeiter es als seine wieder in die Ringbetriebe ein, nur daß die Namen höchste Aufgabe betrachten, die gewerkschaftliche und politische der Brauereien, in denen sie beschäftigt werden, wechseln. Organisation der Arbeiterklasse unablässig mit allen Kräften Das ist ein Erfolg, den der zielbewußte Kampf der Berliner Arbeiter errungen hat, und der um so werthvoller ist, als er Zeugniß dafür ablegt, daß gegenüber dem entschlossenen Ansturm der Arbeiterklasse die Unternehmerwillfür und Man hat die gefährlichsten aller staatsgefährlichen Be Mißachtung der Arbeiterehre auf die Dauer nicht standhalten kann. Die Bestimmung, wonach bei ArbeiterDie Beendigung des Kampfes ermöglicht binnen kurzem strebungen sich Jahre lang ungehindert ruhig, weiter entwickeln entlassungen, die aus Anlaß der Einstellung der Mälzerei einer großen Anzahl der Gemaßregelten wieder thätig und lassen; man glaubt auch jetzt noch, eine Partei, welche die Absicht der Vernichtung des Staates und der Rechtsordnung offen nothwendig werden, nicht die nach Beendigung des Boykotts helfend einzugreifen in die gemeinsame Arbeit, die auf die als Ziel ihrer Bestrebungen bekennt, nicht anders als mit Mitteln eingestellten Brauer, sondern die in der Zwischenzeit Beseitigung der Ausbeutung des Menschen durch den des gemeinen Rechts bekämpfen zu dürfen. Obwohl die Sozial angenommenen Arbeiter zur Entlassung kommen werden, Menschen gerichtet ist. Wie wir sicher sind, daß die Brauerei- demokratie sich selbst außerhalb dieses Rechtes stellt und nur verbürgt den Gemaßregelten, welche nach achtmonatlicher Arbeiter die Hilfe, welche als ein selbstverständlicher Aus- darauf wartet, bis sie sich stark genug dazu fühlt, um über Staat Arbeitslosigkeit endlich wieder Brot für Weib und Kind druck der Solidarität ihnen zutheil wurde, vergelten werden und bürgerliche Gesellschaft herzufallen und ihnen die Gurgel schaffen können, eine dauernde Thätigkeit. Auch diese Bu- durch unablässige, treue Arbeit im Dienste der proletarischen abzuschneiden, getraut man sich dennoch theoretischer Bedenken ficherung bildet einen erheblichen Vortheil für die Arbeiter, Forderungen, so sind wir auch sicher, daß die noch an den wegen nicht, ihr mittels Ausnahmegesetze direkt zu Leibe zu gehen, obwohl es die höchste Zeit dazu ist. In dieser Zag weil in Ausführung dieser Bestimmung die Gemaßregelten Wunden des Boykotts blutenden Genossen, die noch zeit- haftigkeit und diesem Mangel an Energie erblicken weite Kreije des 15. und 16. Mai, soweit sie bis zum nächsten Frühjahr weise arbeitslos bleiben, von den Arbeitern Berlins die schwerste Gefährdung des Friedens für die Zukunft." in Arbeit sind, nichts von den alljährlich aus Anlaß der nicht verlassen werden. Alle für einen, einer für alle!" Die freikonservative, Post" sagt über den Ausgang des Beendigung der Mälzereiperiode eintretenden Entlassungen ist auch hier unser Losungswort. So werden wir Boykotts folgendes: zu fürchten haben. Daß die ausgesperrten Brauer und einig, nach wie vor, in die Kämpfe des neuen Jahres gehen. Der Boykott hat zwar nicht mit einem vollen Erfolge, aber Böttcher an den Wahlen zum Kuratorium des Arbeits- Das Andrängen der Bourgeoisparteien, die ihre politische auch nicht mit einer gänzlichen Niederlage geendet, und wenn nachweises betheiligt werden, ist das vollste Anerkenntniß Macht mißbrauchend Knebelgesche gegen die Sozialdemo- auch das Friedensbedürfniß nach einem so langen und schweren, der Thatsache, daß die Entlassungen im Mai zu Unrecht kratie schaffen wollen, um ihre eigenen Interessen besser für beide Theile mit erheblichen Opfern verbundenen Kampfe erfolgt sind, und sichert den ausgesperrten Arbeitern die vertreten zu können, wird uns entschlossen und kampf- iezt groß ist und die Ruhe für einige Zeit sichern wird, so ge= Möglichkeit, ihren Einfluß auf die Zusammensetzung des bereit finden. Dazu ist die Mitarbeit aller noth- währt der Ausgang keineswegs die Bürgschaft, daß nicht in Kuratoriums zur Geltung zu bringen. Die Wieder wendig. Deshalb kein Zögern und kein Schwanken. Der Boykotts in einem Gewerbszweige den Arbeitnehmern die Herr naher Zeit ein weiterer Versuch gemacht wird, im Wege des Herstellung der vor dem 15. Mai in den Vereinsbetrieben Bierkrieg liegt hinter uns. Vorwärts zu neuem Kampf! gelten den Arbeitszeit und Arbeitslöhne beseitigt die in einigen Vereins betrieben eingetretenen Aenderungen und schafft in diefer Beziehung einen Zustand, den die Brauerei- Arbeiter selbst als zur Zeit befriedigend betrachten. unter den Seinen weniger Sympathie fand, als er in der Fremde getroffen hatte? zu fördern und zu vervollkommnen. Nur Macht giebt Recht. Mehr noch wie bisher muß für die Organisation gearbeitet werden, damit die jetzt erkämpften Zugeständnisse des Unternehmerthums für die Arbeiter voll ausgenutzt und alle Früchte dieses Sieges auch geerntet werden. " Hoch die Sozialdemokratie! Die Kriegskosten des Bierboykotts sind leider groß, und auch" hier muß man zugeben, daß die Sozialdemokratie selber den geringeren Theil davon zu tragen gehabt hat. Die Verluste der Brauereien und der Saalbesitzer werden nach Millionen zu beziffern sein. Das ist aber noch nicht alles. Die ringfreien Brauereien haben infolge der Unterstügung durch die Sozialdemokratie erstarten können, und ihre Konkurrenz, die früher mit Recht gering geschätzt werden konnte, wird auf dem Brauerei markte bleiben." schädliche Schönfärberei hinwegtäuschen sollte, ist ein furchtbarer Der Ausgang des Krieges, über den man sich durch keine Beweis für die Stärke unserer Gegner. Es ist klar, daß solchem Feinde mit ein paar Strafparagraphen nicht beizukommen ist. Wiederum hat es sich gezeigt, daß die Sozialdemokratie im Be fiße einer Agitationskraft ist, der die bürgerliche Widerstands fähigkeit nicht genügend gewachsen ist." " " schaft über die Betriebe zu verschaffen und die Arbeitgeber daraus, zu verdrängen. Insofern hätte die Fortführung des Rampfes bis zum vollen Erfolge der Brauereien in höherem Maße im allge meinen Interesse gelegen, als der jetzt erzielte Abschluß, und der Streit als Panacee angepriesenen Selbsthilfe. Die Frage gesetzlichen Schubes gegen Boytott wirft sich damit von selbst auf." Was die Presse zur Aufhebung Ausgang spricht nicht eben für die Wirksamkeit der auch in dieſem des Boykotts sagt. Im Leitartikel finden die Leser unsere eigene prinzipielle Ansicht über den eben geschlossenen Frieden im Berliner Bierfrieg.-Wie sich unsere Gegner die Sache zurechtlegen, daß mögen die nachfolgenden Stimmen aus der gegnerischen Presse eigen. Die National 3eitung" ist ebenfalls der Meinung, Der blaue Himmel seines Optimismus wurde doch wie alle fonservativen und nationalliberalen Zeitungen, daß die zuweilen von einigen Wolken des Zweifels verdunkelt. Wenn Sozialdemokratie gefiegt hat, und sie nüßt diese Ansichten dazu aus, Zwangsmaßregeln gegen unsere Partei zu verlangen. Sie er sich in der Fremde von einer Fata Morgana hätte schreibt: narren lassen! Wenn er hier wiederholt auf gleich Die Kreuz- Zeitung" meint erstens, daß die Brauereien Der Eindruck ist unabweisbar, daß der Ausgang nicht der giltige oder feindselige Menschen stoßen sollte! Er erinnerte unterlegen feien und zweitens, bei der„ Kreuz- Zeitung" ſelbſt- jenigen Bedeutung entspricht, welche der Kampf durch die Einfich, wie Maître Allyn ihn empfangen hatte. Auch schien verständlich, daß die Juden daran schuld seien. Sie schreibt: ihm seit seiner Rückkehr das republikanische Frankreich nicht demokratischen Sieg; denn, wenn die Brauereien diese Bugeständ- Organisation der wirthschaftlichen Vergewaltigung und UnterUnseres Erachtens bedeutet das Abkommen einen sozial- mischung der sozialdemokratischen Partei in den Lohuftreit eines Gewerbes erlangt hatte. Diese Einmischung, und zwar unter mehr so, wie er es in der Ferne sich gedacht hatte. Wo nisse machen wollten, hätten die Arbeiter" sicher schon vor einem brückung als des hauptsächlichen Kampfmittels, war ein Unter war die aus der Niederlage neu erstandene Nation, von halben Jahre Frieden geschlossen." der die offiziösen Zeitungen und die öffiziellen Reden so Was aber die politische Seite betrifft, so darf Referentnehmen, dessen unbedingte und vollständige Zurückweisung allein gern sprachen? Ihm schien es nicht, als ob die Sitten nicht verschweigen, daß er sowohl im freifinnigen wie befriedigen, allein als eine gewiffe Gewähr gegen die Wieder. besser, die Geister ernster, der Ton der politischen Dis im sozialdemokratischen Lager verschiedentlich die Aeuße- bolung des Versuchs gelten fonnte." " Diese Zurückweisung ist nicht erfolgt. Den 33 Rädels. kussionen würdiger, der Kontrast zwischen Luxus und Elend rung hörte, jetzt sei ein solcher Bierkrieg unangebracht. führern, um deren Ausschließung oder Zulassung der Kampf weniger grell geworden wären. Er glaubte selbst zu be- angesichts der Umsturzvorlage gegenüber dem immer" frecheren" sich zulegt fonzentrirt hatte, wird mit einigen, nicht viel be merken, daß die Unverschämtheit des Kapitals, die Aus- uftreten der„ Agrarier" müßten alle Freiheitsfreunde zusammen deutenden Modifikationen der Wiederzulassung diese gewährt; halten und dürften sich nicht gegenseitig schwächen. Es hat den schweifung, der Haß zwischen Bourgeois und Arbeitern mit Anschein, als ob speziell von jüdischer Seite die Kuliffen auch die anderen seinerzeit entlassenen Arbeiter können mit der noch zynischerer Brutalität zu tage trat. Es ist eine geschoben seien, um den Friedensschluß zu ermöglichen. Das fie betreffenden Vereinbarung zufrieden sein; und was uns besonders bedenklich erscheint Hinterlassenschaft des Kaiserreichs, sagte er sich, um sich Judenthum bildet die Brücke zwifchen Freifinn und Sozialnachweises nöthigt die Arbeitgeber unter Umständen, sich vor zu trösten. Das wird sich ändern. An uns ist es, die demokratie, es hat in beiden Lagern seine Vertreter und wünscht einem„ Kuratorium" über die Gründe zu rechtfertigen, aus Seelen und Geister gesunden zu machen, sie empor zu heben. es zu einem scharfen Kampfe zwischen diesen beiden Parteien, denen fie bestimmte Arbeiter nicht anstellen wollen. Was wäre sonst die Republik werth, wenn sie nicht eine die sich nach jüdischer Versicherung„ allein vom Antisemitismus ein derartiges Zugeständniß selbst in einem gewöhnlichen Lohn. ehrlichere, menschlichere, gerechtere Regierungsform ist, als freigehalten haben", nicht kommen zu lassen. Wenn einmal die streite nicht über die Grenze hinausgehen würde, deren GinGeheimgeschichte des" Berliner Bierfriedens" veröffentlicht wird, baltung nothwendig ist, wenn der Unternehmer noch Herr in die übrigen? Troß alledem entschlossen, weiter zu hoffen, begann er dürfte es ein Leichtes sein, diese Ansicht dokumentarisch zu seinem Hause bleiben soll, tann sehr bezweifelt werden; als eine belegen." verschiedene nothwendige Gänge zu machen. Er stellte sich Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" ist von der sozialdemokratischen Partei in einem privaten Streite, demi Sekretär der Akademie für Moralwissenschaft und der Ansicht, daß die Brauereien unterlegen seien und unsere der sie gar nichts anging, erlangte Konzession ist es sicherlich ein sehr gefährlicher Präzedenzfall." Politik geziemend vor. Er wurde von einem tleinen, weiß- Partei gefiegt habe. Sie schreibt: Jeht erhebt sich für jeden Beobachter, der den Blick nicht Wir stehen also vor der Thatsache, daß die Brauereien sich der Wirklichkeit der Dinge gewaltsam verschließt, vielmehr die haarigen und äußerst beweglichen alten Herrn, der das grinsende Antlitz eines liebenswürdigen Schimpansen besaß, in eine Bedingung gefügt haben, die noch vor zwei Monaten Frage: welche Aussichten haben schwächere wirthschaftliche Kreise sehr fühl aufgenommen. René dankte ihm dafür, daß er von ihnen als unannehmbar bezeichnet ist. Die Gegenleistung Frage: welche Aussichten haben schwächere wirthschaftliche Streife sehr fühl aufgenommen. René dankte ihm dafür, daß er besteht in der Aufhebung des Boykotts bis spätestens zum 1. Ja Kampffonds von Millionen aufwenden konnte, in dem Kampfe ihm die Rückkehr in das Vaterland ermöglicht hatte. Bei besteht in der Aufhebung des Boykotts bis spätestens zum 1. Ja- gegenüber einem Parteiboykott, wenn ein Gewerbe, das einen nuar 1895. Wohlgemertt, nicht etwa in dem Verzicht auf die feinen Worten zeigten die Augen des Akademikers eine ver- sonstigen, weitergehenden Forderungen der Sozialdemokratie, gegen den Boykott nicht gestegt hat?" wunderte Neugier, die sich nach und nach in Wohlwollen insbesondere die Freigebung der Maifeier. Diese Forderungen verwandelten. fann die Gegenpartei in jedem ihr geeignet erscheinenden Augenblick wieder aufnehmen; sie kann auch den Arbeitsnachweis" ( Fortsetzung folgt.) " das Statut des ArbeitsDas Berliner Fremdenblatt" schreibt: „ Es kann demnach kaum daran gezweifelt werden, daß die Arbeiter in die ihnen so weit entgegengestreckte Hand einschlagen Der Papst und der Zwist im ultramontanen Lager Belgiens. Aus Rom wird telegraphirt: werden, denn es ist ein ehrlicher und keinen der beiden Theile Die Infamie unehelicher Kinder, kraft welcher entehrender Friede( haben doch die Brauereien ihren prinzipiellen dieselben vom Eintritt in ehrbare Rorporationen aus Standpunkt festhalten können), der jetzt angebahnt worden ist. geschlossen waren, ist ein verschollenes Rechtsinstitut. Der Papft hat bezüglich der sozialen Frage in Belgien eine Dürfen sich doch die Arbeiter auch nicht verhehlen, daß die Wir- Troydem werden in den jezt veröffentlichten neuen Auf- wichtige Entscheidung getroffen. Die katholischen Industriellen fung des Mahnwortes: Arbeiter, Parteigenossen, trinkt fein boykottirtes Bier!" sich bereits wesentlich abgeschwächt hat. Und nahmebestimmungen für die militärärztlichen Bildungs- und Arbeitgeber Belgiens haben über die Lage der Industrie steht doch ferner in der Saalsperre den Brauereien und Gaft anstalten vom 22. Juni 1894( Bentralblatt für die und über die Arbeiterfrage ein Memorandum an die belgischen Bischöfe gerichtet. In demselben bemängeln sie die wirthschaftwirthen ein Kampfmittel zu Gebote, deffen Wirkungen sich gerade Unterrichtsverwaltung S. 689) uneheliche Kinder von der lichen Grundsäße der christlich- demokratischen Liga. Das betreffende in der gegenwärtigen politischen Situation im schärfsten Maße Aufnahme ausgeschlossen, indem von jedem Eintretenden belgische Episkopat sandte diese Denkschrift mit einem Begleitfühlbar zu machen beginnen." der Nachweis der Abstammung aus einer gesetz schreiben nach Rom und fündigte eine Kritik der Theorien der Die nationalliberalen Berliner Neuesten Nachlichen Ehe" verlangt wird(§ 2 II). Ein Ser- industriellen Bereine an. Der Papst hat nunmehr in seiner richten" sind über die stattgehabte Einigung äußerst empört. artiges Verlangen ist nach Allgemeinem Land Antwort die Tendenz der christlich- demokratischen Liga vollkommen recht( Theil II, Titel II,§ 662) unzulässig. Abgesehen von gebilligt." Dieses Eintreten des Papstes für die Wassersuppens Erb- und Familien- Angelegenheiten genießen die unehelich Geborenen mit den ehelich Geborenen gleiche Rechte" und Sozialpolitit treibenden Ultramontanen gegen die jeder lönnen nöthigenfalls eine behördliche Bescheinigung über sozialpolitischen Maßregel abgeneigten ultramontanen Rediese ihre Gleichberechtigung verlangen(§ 663). gierungspartei soll wohl zu einer Einigung der streitenden Man sieht, daß wir in Preußen am Ende des 19. Jahr- Brüder führen, die die sozialpolitische Entwickelung Belgiens hunderts zu immer reaktionäreren Verwaltungsmaßnahmen kaum fördern wird. gelangen. Sie äußern: " Die Beilegung des Berliner Bierboykott und mehr noch Die Beilegung des Berliner Bierboykott und mehr noch die Form, in welcher sie sich vollzogen, wird vielen unserer Leser eine Ueberraschung gewesen, den meisten wird sie als eine Nieder lage des Vereins der Berliner Brauereien erschienen sein. Und das ist sie in der That, ein Vorgang, der um so bedauerlicher ist angesichts der Umsturzvorlage und des bestehenden festen Willens, die Vorlage in dem Sinne zu verbessern, daß der Tyrannei, welche die Sozialdemokratie mit dem Boykottwefen ausübt, mittels geseglicher Vorschriften streng entgegengetreten werden foll. Jezt hat der Verein der Berliner Brauereien in einer Weise die Waffen gestreckt, welche auf fünftige fozialdemokratische Versuche dieser Art, und vom 1. Mai trennen uns nur vier Monate, äußerst ermunternd wirken muß." org Polizei Anarchistisches. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" von heute morgen findet sich folgende Notiz: Der Krenzzeitungsmann gewordene Jesuiten ögling Graf Hoensbroech veröffentlicht in der Kreuzzeitung" eine herzzerreißende Jeremiade über die ReichsDer russische Anarchist Baron Ungern- Sternberg, tagstriumphe der Sozialdemokratie. Was der Mann will, welcher aus dem St. Petersburger Gefängniß entflohen weil die Sozialdemokratie sie zwingen wollte, Arbeiter zu behalten, bie er mit seiner tonfusen Prosa gefüllt hat, werden die Gendarm verfleidet. " Die vereinigten Brauereien haben den Kampf aufgenommen, haben wir nicht errathen können, aber in den vier Spalten, war, wurde an der deutschen Grenze verhaftet und ing Gefängniß zurückgebracht. Sternberg war als welche am 1.Mai auf sozialdemokratisches Geheiß die Arbeiteingestellt hatten. Jegt erkennen die Brauereien, daß eine derartige politische Jesuiten den bündigsten Beweis dafür finden, daß es ein Nun, als Gendarm hatte er wohl seine richtige Thätigkeit in Zukunft, fein Grund sein solle, einen Arbeiter ab- sehr gutes Geschäft für sie war, den Herrn Grafen los zu Uniform. In ehrliches Deutsch übersetzt, heißt die Notiz zulohnen". Damit hat die Sozialdemokratie thatsächlich erreicht, verden. Wir gönnen ihn der Kreuzzeitung". der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" der inters was sie wollte." Im Kampfe, ob Hammer oder Ambos, haben die Brauereien Die Kreuz- Zeitung" flunkert in Nr. 606 vom nationale Lockspiel, der sich„ Baron Ungernfich mit der Rolle des Ambos begnügt und die des Hammers der 29. d. M. ihren Lesern vor, daß unser Genoffe Singer mit Sternberg" nannte, sitzt in Rußland blos zum Scheine Sozialdemokratie überlassen. Auf die Folgen werden sie nicht seiner Verleumdungsklage gegen die Kreuz- Beitung" noch gefangen, er fann frei herumspazieren, wie das bei einem lange zu warten brauchen. immer nicht Ernst gemacht habe". Dem gegenüber stellen so braven Vertheidiger der„ Religion, Sitte und Ordnung" In einem anderen Artikel meint dasselbe Blatt: wir nach Einsicht in die Akten fest, daß Singer am nur recht und billig ist. Der Ausgang des Bierkrieges hat für jeden, der flar fiebt, 27. November d. J. seinen Rechtsbeistand mit der Andeutlich bewiesen, wie schlecht es mit der Widerstandstraft der strengung der Berleumdungsklage gegen den verantwort bürgerlichen Kreise bestellt ist, wo materielle Interessen ins Spiel lichen Redakteur der Kreuz- Zeitung" Freiherrn v. Hammer tommen. Diesen Vertrag hat die Profitwuth geschaffen, die blind ihr Ziel verfolgt, ohne des Schadens zu achten, den Ord- stein beauftragt hat, und daß die Klage, wie die gerichtliche nung und Gefeßmäßigkeit, den alle idealen Mächte des öffent Empfangsbescheinigung nachweist, am 21. d. M. dem lichen Lebens erleiden. Es ist oft schon auf den Zusammenhang hiesigen Amtsgericht übergeben worden ist. Vielleicht ist der börsenwirthschaftlichen Interessen mit der Umsturzbewegung die Kreuz- Zeitung" wahrheitsliebend genug, um ihren hingedeutet worden, hier scheint er als greifbares Moment eine Lesern diese. Thatsache mitzutheilen. verhängnißvolle Rolle gespielt zu haben, dem nüchternen Berstande ist sonst ein solcher Friedensschluß" nicht verständlich." Die brutale Nationalisirungspolitik der Magharen Nach einer Richtung fann vielleicht noch aus der unerfreu- wird ungeschwächt fortbetrieben. Heute meldet man aus lichen Weihnachtsbotschaft ein heilsamer Gewinn erwachsen, näm- Temeswar( Südungarn) das folgende: lich in bezug auf die Auffassung weiter Gesellschaftskreise hin- In einem Prozeß gegen das rumänische Blatt„ Dreptatea" wenn " " Die Amnestie der russischen Verschwörer in Bulgarien scheint bevorzustehen. Aus Sofia wird hierüber telegraphisch gemeldet: Die Bekanntgabe des Berichtes der Kommission in der Amnestiefrage steht unmittelbar bevor. Der Korrespondent der Frankf. 3tg." vernimmt aus authentischer Quelle, daß alle Emigranten, im ganzen 60 Personen, darunter auch Zantow, beguadigt werden sollen. Die Fuchsmühler Attacke vor Gericht. wat die München, 28. Dezember. sichtlich der Behandlung der sozialdemokratischen Prätensionen. fällten die Geschworenen das Verdikt auf schuldig wegen AufDer Sieg des Terrorismus der Berliner Führerschaft der Sozial- reizung gegen das ungarische Volk und die ungarischen Behörden. Die Vorgänge, die fich am 80. Ottober d. 3. in dem Dorfe demokratie muß doch alle Freunde der Ordnung zu der Ueber- Der Gerichtshof verurtheilte darauf den Redatteur Branisce zu Fuchsmühl bei Tirschenreuth in der Oberpfalz ereignet haben, ge zeugung bringen, daß solchen Gegnern auf dem Boden des zwei Jahren Staatsgefängniß, und 1300 Gulden Geldstrafe langen heute vor dem Schöffengericht des föniglichen Amtsgerichts gemeinen Rechts nicht beizukommen ist. eventuell zu weiteren 130 Tagen Gefängniß. München I zur Verhandlung. Aus diesem Anlaß brängt heute Ein besseres und überzeugenderes Argument für die Nothschon in früher Morgenstunde ein sehr zahlreiches Publikum nach Zu Jaurès Ausschluß aus der franzöfifchen dem im 2. Stock des Polizeigebäudes gelegenen Schöffengerichts wendigkeit wirksamer Erweiterung und Ausgestaltung der Etrafgewalt des Staates gegenüber der Unterdrückung der wirthschaft- Kammer wird uns aus Paris unterm 27. Dezember faale. Der fleine Saal ist infolge beffen Kopf an Kopf gefüllt. lichen Freiheit durch die sozialdemokratische Partei fann es nicht geschrieben: Die zahlreich erschienenen Vertreter der Presse werden am geben, als den Ausgleich" im Berliner Bierfriege." Wenn die Regierung und deren Satelliten, die Vertreter des Ende des Saales hinter das Publikum placirt, die Berichts Während so die ganze rechtsstehende Presse zugiebt, daß die Panamistenthums, es darauf abgesehen hätten, sich beim Wolfe erstattung ist infolge dessen ungemein schwierig. Angeklagt find, und zwar unter der Anschuldigung, durch Sozialdemokratie aus diesem Kampfe zum mindesten sehr ehren- immer verhaßter, immer verächtlicher zu machen, so tönnten fie voll hervorgeht, sind die freisinnigen Zeitungen anderer Meinung, sich auch nicht widerlicher geberden, auch nicht anders handeln, Beunruhigung des Publikums groben Unfug verübt zu haben: als wie sie dies in der Montagssigung gethan, wo sie Genossen 1. der Redakteur des„ Neuen Münchener Tageblattes", Johann oder sie thun doch wenigstens so; sie suchen es so darzustellen, Jaurès, nachdem sie vorerst wie eine losgekoppelte Meute auf Nepomut Franta; 2." der Redakteur der„ Neuen Freien Volks als ob die Sozialdemokratie in dem Kampf unterlägen wäre. ihn eingedrungen, für 15 Sigungen von der Kammer ausgeschlossen zeitung", Alois Schwab; 3. der Redakteur des„ Freien Landes" Die Sozialdemokratie hat darauf verzichten müssen, irgend baben. Ein Ausschluß vom Hause der Abgeordneten ist die boten", Georg Rost; 4. der Redakteur des Ratschtathel", eine ihrer Forderungen durchzusehen, und das Verlangen, daß schärfste Strafe, mit der ein Mitglied der Kammer belegt werden Scheiber; 5. der Redakteur des Oberländer Bofen", Morgen der 1. Mai ein Ruhetag sein müsse, ist überhaupt nicht bei den kann, und sie wurde Genossen Jaurès zudiktirt, weil er, gereizt fſtern, und 6. der Redakteur der Münchener Post", Eduard Friedensverhandlungen aufgestellt worden." von der Partei der Satten, provozirt vom Ministerpräsidenten Schmid. Diese haben theils in ernsthaften Artikeln, theils mittels So steht es in Wahrheit mit der Bedeutung dieses FriedensSo steht es in Wahrheit mit der Bedeutung dieses Friedens- Dupuy und beschimpft vom Arbeitsminister Barthou, von ibnen Bersen, theils in Bildern die Fuchsmühler Vorgänge behandelt schlusses. Die Arbeitgeber stehen heute einiger und fräftiger fagte, daß fie, ihre politische Macht und ihren sozialen Einfluß bedroht und sollen dadurch eine Beunruhigung des Publifums hervor da als zuvor. Die Sozialdemokratie aber hat erst verkündet, fühlend, den Patriotismus gegen die sozialistische Bewegung aus gerufen haben. zuspielen suchen. Warum ist aber auch Jaurès Sozialist ge Den Vorsitz des Schöffengerichts führt Amtsrichter Schlicht, man einzelne Brauereien in Verruf thue, so werde der worden und bekämpft als solcher Lug und Trug, anstatt in das die Anklage vertritt der Amtsanwalt, Polizei- Assessor Freiherr Ring sicher gesprengt. Sie hat dann den Verruf gleichwohl auf Horr des Panamistenthums zu stoßen? Und ist der Patriotismus v. Pölnis, die Vertheidigung für sämmtliche Angeklagte führt alle Brauereien des Vereins ausgedehnt und gehofft, sie durch der Herren etwa mehr als Lug und Trug? Wenn Patriotismus Rechtsanwalt Bernstein( München). Als Zeugen sind geladen: Schädigung an ihrem Vermögen mürbe zu machen. Sie hat fein Wort sein soll, das alle Schandthaten der herrschen Klassen seitens der Amtsanwaltschaft der Premierlieutenant Mayr vom endlich erklärt, an eine Versumpfung des Kampjes sei nicht zu deckt, dann sind diejenigen, die ihr Alles daransezen, um ihr 6. bayerischen Infanterie- Regiment zu Amberg;( dieser war der denken, und sollte er noch Jahre lang geführt werden. Der Baterland von all und jedem Joche zu befreien um als Gleiche Befehlshaber der 50 Mann des erwähnten Regiments, die am Ring ist nicht gesprengt worden, die Brauereileiter sind nicht unter Gleichen auf freiem Boden wandeln zu können, die 30. Oftober behufs Ruheftiftung nach Fuchsmühl geschickt mürbe geworden, und der Boykott ist längst versumpft, war von glühendsten Patrioten. So in seiner ursprünglichen Bedeutung wurden), von der Vertheidigung sind fechzehn Zeugen, zumeist einem großen Theil der Arbeiterschaft längst nicht beachtet, was von den Patrioten von 1798 aufgefaßt, die die Devise der Fuchsmühler Bauern, die an dem Kampfe mit dem Militär auch die sozialdemokratische Parteileitung dagegen fagen mochte. Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, nicht wie unsere theilgenommen haben und dabei auch verwundet worden sind, Dieser Kampf follte eine Kraftprobe fein. Er ist es gewesen, heutigen Patrioten für eine leere Phrase nahmen, verlangt der geladen. und bei dieser Probe ist die Sozialdemokratie unterlegen. Hoffent Patriotismus die Emanzipation der Arbeiterklasse, d. i. die Auf- Der Amtsanwalt beantragt, gleich nach Eröffnung der Sihung, lich wird diese Lehre beherzigt werden." hebung der Lohnstlaverei und mit ihr die Beseitigung jeder die Anklagen zu verbinden. Der Vertheidiger, R.-A. Bernstein, Als der traurigste Geselle aber erweist sich wieder Herr Klassenherrschaft. In diesem Sinne sind denn auch die Sozialisten, erhebt gegen das Schöffengericht den Einwand der UnzuständigEugen Richter. Er schreibt in seiner Freisinnigen weit entfernt Antipatrioten zu sein, die einzigen wahren Patrioten. teit. durch „ Wenn Anwendung des Unfugs Beitung": Wie aber die Bourgeoisie zur höheren Ehre der Plusmacherei paragraphen" fo etwa bemerkt der Vertheidiger auf Der Schwerpunkt der vorstehenden Vereinbarung fällt in alles fälscht, fälscht sie auch den Patriotismus, der ihr nichts als Aeußerungen der Preffe dem Richter gestattet wird, die Preffe Nr. 3 und betrifft die 38 Arbeiter, deren Wiederannahme von ein Mittel zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft und Nieder- da, wo das eigentliche Breßgefeß teine Strafe androht, wegen feiten der Brauereien im Oktober unbedingt abgelehnt war. Nach haltung des nach seiner Emanzipation ringenden Proletariats ist Unfugs zu verurtheilen und als Unfug alles zu betrachten, was der gegenwärtigen Vereinbarung gelten auch für diese 33 Arbeiter und den sie immer um desto mehr hervorfehrt, je mehr ihr die er nach seiner persönlichen Meinung für strafwürdig hält, die Bestimmungen des Arbeitsnachweises. Die Bestimmungen des sozialistische Bewegung über den Kopf zu wachsen droht. Und dann macht man aus dem Unfugsparagraphen einfach ein Arbeitsnachweises aber gewähren den Brauereien allen in den was sie am meisten fürchtet, ist, daß sich diese Bewegung auf das zweites Preßgefeß. Ein fo allgemein gefaßtes Gesetz ist immer Arbeitsnachweis Eingetragenen gegenüber das Recht der freien Heer verpflanzt. Was soll aus ihr werden, wenn auch dieses nach zwei Richtungen bedenklich. ährend das deutliche Gesetz Auswahl. Nur wegen Zugehörigkeit und Thätigkeit für eine ge- vom Eozialismus ergriffen wird? Schon der Gedante ist ihr so dem Richter vorschreibt, wann er eingreifen darf, erlaubt ihm wertschaftliche oder politische Organisation fann feine Ablehnung schrecklich, daß sie jeden erwürgen möchte, der nur irgend ein das undeutliche, nach seinem Belieben nicht nur Strafe, sondern erfolgen. Darnach find die Brauereien berechtigt, auch nach der Wort ausspricht, das die Armee den Sozialisten näher zu bringen auch Straflosigkeit zu beschließen. Für die bayerischen Jour neuen Bereinbarung die 33 Arbeiter im einzelnen zurückzuweisen, vermöchte. Anders läßt sich auch nicht die Wuth erflären, mit naliften ist es aber von ganz besonderer Wichtigkeit, daß der vorausgesetzt, daß sie für die Zurückweifung irgend einen andern der die Bourgeoisvertreter Jaurès anfielen. Was hatte er denn Unfugsparagraph nicht da angewendet werde, wo gar keine Grund als die politische Zugehörigkeit und Thätigkeit für eine im großen und ganzen gefagt? Wenn es irgend ein schwer zu Strasbestimmungen oder solche, die auf Verbrechen oder VerGewerkschaft oder politische Organisation" geltend machen ahndendes Verbrechen giebt, so ist es jenes infame Verbrechen, gehen sich beziehen, anwendbar sind, da Verbrechen und dessen Kapitän Dreyfus für schuldig befunden wurde. Und doch Bergehen mittels der Presse in Bayern vor das Schwur Das heißt mit anderen Worten: Die Brauereien sollen den wurde er nur zur Deportation verurtheilt, während einfache gericht gehören. Im vorliegenden Falle ist es um so ersten sich darbietenden Vorwand benüßen, um die Friedens- Soldaten, wenn sie sich etwa in einem Momente der Verirrung, nothwendiger, die Angeklagten nicht ihrem ordentlichen bedingungen zu brechen. Das ist der Rath Eugen Richter's. der Verzweiflung oder im Jähzorn gegen einen ihrer Oberen ver- Richter, das heißt dem Schwurgericht, zu entziehen, als Pfui Teufel! greifen oder ihm das erste beste, was sie in der Hand haben, an in dem vorliegenden Falle das Schwurgericht die Schuld den Kopf werfen, ohne Gnade und Barmherzigkeit erfchoffen frage verneinen würde. Es sind hier Aeußerungen inkriminirt, werden. Jaurès hatte nun auf diesen Kontrast hingewiesen, der, die sich als schwere Beleidigungen, Aufreizungen gegen die wie hier nebenbei bemerkt sei, gleich nach Bekanntwerden des im Staatsgewalt und Beschimpfung von Religionseinrichtungen Prozeß Dreyfus gesprochenen Urtheils allgemein hervorgehoben qualifiziren. Diese Aeußerungen find entweder auf grund des wurde und dabei in seinem Namen wie in dem der sozialistischen deutschen Strafgesetzbuches strafbar oder nicht. Ist letteres der Die Umstürzler an der Arbeit. Das allgemeine Wahlrecht ist, seit es besteht, der Stein des Anstoßes für Gruppe beantragt, daß die Artikel 221, 222 und 228 des Militär- Fall, dann fann man die Aeußerungen auch nicht unter den großen Wahlrecht ist, seit es besteht, der Stein des Anstoßes für Strafgesetzbuches, die Handlungen, wie die oben erwähnten, mit Hut des Unfugsparagraphen zwängen. Wenn ich sage: die Tödtung alle unsere Rückwärtsler. An ihm bohren und arbeiten sie dem Zode bestrafen, modifizirt bezw. die Todesstrafe ausgeschlossen der Fuchsmühler war ein Mord, so liegt eine Beleidigung im herum, versuchend, es zu zertrümmern, oder wenigstens für werde. Damit scheint er aber das patriotische Gefühl der Sinne der§§ 185, 186 und vielleicht auch des§ 187 des Strafsich unschädlich zu machen. Jetzt schlägt der sattsam be- Panamistenschüßer und Schüßlinge gar zu arg verlegt zu haben. gesetzbuches vor. Ist dies nicht der Fall, so kann man die fannte Graf Pfeil Burgast wieder einmal zum so und so Nicht nur, daß er von ihnen jeden Augenblick unterbrochen Aeußerung auch nicht auf grund des Unfugsparagraphen bestrafen. vielten Male die Deffentlichkeit der Abstimmung vor. Zum wurde und es zeitweilig so schien, als befände man sich in einer Ebenso verhält es sich mit der Religionsbeschimpfung und der so und so vielten Male bedeuten wir der Reaktionssippe, Menagerie zur Beit der Abfütterung, hatte Herr Dupuy, um Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten. Die Angeklagten lehnen die daß das allgemeine Wahlrecht kein allgemeines Wahlrecht ihr patriotisches Gefühl noch mehr anzustacheln, den Inter- mildere Beurtheilung auf grund des Unfugsparagraphen ab. nationalismus der sozialistischen Gruppe betont, in deren Namen, Entweder haben sie sich der hier angezogenen Strafthaten schuldig mehr ist, wenn die Abstimmung aufhört, geheim zu sein.-wie er sagte, Herr Jaurès, unter dem Vorwande, die Kleinen zu gemacht oder nicht. Die Angeklagten erheben schon deshalb den Die Sonntagsruhe wird weiter durchlöchert. Die vertheidigen, die Hierarchie und Disziplin der Armee angegriffen Einwand der Unzuständigkeit, weil der Unfugsparagraph jeden Nordd. Allg. 3tg." weiß nämlich zu berichten: habe. Diesem Internationalismus sette nun Jaurès die kosmo- Schuldbeweis abschneidet. Amtsanwalt Dr. Frbr. v. Pölnis widerspricht dem Antrage. Die Regierungspräsidenten sind, wie von verschiedenen Seiten politische Bande der halbverkrachten Südbahngesellschaft entgegen, Nach längerer Replik und Duplit zwischen Amtsanwalt und gemeldet wird, ermächtigt worden, für Sonntag, 30. Dezember, welcher die Regierung in der vorhergegangenen Sigung ihren Die Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe Schuß angedeihen ließ. Da rief Barthou:" Sie wissen, daß Sie Bertheidiger verkündet der Präsident nach längerer Berathung dahin einzuschränken, daß der Handel mit Papier und Neujahrs- lügen!" Und weil Jaurès darauf antwortete:" Die Lüge ist bei des Gerichtshofs: das Schöffengericht hat sich für zuständig erfarten in offenen Verkaufsstellen für die Dauer von zehn Stunden denjenigen, die, in ihrer politischen Macht und ihrem sozialen flärt, einmal weil die Angeklagten zu der heutigen Verhandlung unter Ausschluß der für den Hauptgottesdienst bestimmten Zeit Einfluß sich bedroht fühlend, Patriotismus zu spielen versuchen," rechtmäßig geladen sind und die Anklage auf grund des§ 860, und spätestens bis sieben Uhr freigegeben wird. Aus mehreren wurde er für 15 Sigungen von der Kammer ausgeschloffen! al. 11 des Strafgesetzbuches erhoben worden ist; ferner bestimmt Bezirken liegen bereits Nachrichten darüber vor, daß von dieser und solcher Weise glauben die Herren über den Sozialismus bas bayerische Einführungsgeseß, daß für Uebertretungen jeder Herr zu werden!... Art das Schöffengericht zuständig ist; und andererseits werden Ermächtigung Gebrauch gemacht worden ist. tönnen." Politische Leberlicht. = Berlin, den 29. Dezember. " von Die Angeklagten ihrem ordentlichen Richter nicht entgehen, da Euch auf, auseinanderzugehen und die Aerte und Sägen nieder- Jaufnahme Abstand zu nehmen. Die Sache fei bereits derartig das Schöffengericht, wenn es auf grund der Beweisaufnahme zu zulegen, das Militär wäre sonst genöthigt, gegen Euch von der geklärt, daß man sagen könne: das Vorgehen des Militärs sei der Ansicht gelangt, daß ein Vergehen mittels der Presse vorliegt, Waffe Gebrauch zu machen." Die Leute blieben jedoch ruhig stehen berechtigt gewesen. immer noch feine Unzuständigkeit und Verweisung an das und riefen uns zu:„ Kommt doch her, Ihr dürft uns nichts thun, Nach einer kurzen Pause nimmt der Vertreter der Amts Schwurgericht beschließen kann. wir sind holzberechtigt." Ich wartete zwei Minuten, die ich genau anwaltschaft, Assessor Dr. Freiherr v. Pölnih, das Wort: Nach Es wird in die Verhandlung eingetreten. Inkriminirt ist nach der Uhr fonstatirte. Alsdann ließ ich nochmals trommeln, den Ergebnissen der Beweisaufnahme bin ich genöthigt, die An1. ein Bild des Neuen Münchener Tageblatts", das einen Trupp worauf der Bezirksamtmann die Aufforderung, die Werkzeuge flage in vollem Umfange aufrecht zu erhalten. Die Beweis Soldaten darstellt, der auf Kommando des Premierlieutenants niederzulegen und den Wald zu verlassen, wiederholte. Dieser aufnahme hat ergeben, daß die Fuchsmühler Bauern sich derartig Mayr wehrlofe Greise hinterrücs mit gefälltem Bajonett angreift; Aufforderung tamen etwa 5 bis 10 Personen nach, so daß uns strafbarer Handlungen schuldig gemacht haben, daß das Zuhilfe 2. ein Artikel desselben Blattes, die Fuchsmühler Vorgänge betr., noch etwa 120 Personen gegenüberstanden; unter diesen befanden sich rufen der bewaffneten Macht geboten war. Wir haben gehört, und zwar die Bemerkung: Die Vorgänge in Fuchsmühl bilden etwa 30 Frauen. Letztere schimpften ganz besonders auf uns. daß nach Erscheinen der bewaffneten Macht die Menge dreimal einen dauernden Schandfleck in der bayerischen Geschichte"; 3. ein. Nach ferneren zwei Minuten ließ ich zum dritten Male trommeln. durch Trommelwirbel und Rufen des Bezirksamtmanns auf Artikel des Neuen Münchener Tageblatts", in dem es heißt Darauf rief der Bezirksamtmann:" Nun fordere ich Euch zum gefordert wurde, die Aerte und Sägen niederzulegen und den Wald Man hatte bisher den Köhlerglauben, daß in unserm Lande noch dritten Male auf, Eure Werkzeuge niederzulegen und den Wald zu verlassen. Dieser Aufforderung ist nicht Folge geleistet worden, Gerechtigkeit und Humanität herrscht, welcher Aberglaube!" 4. Ein zu verlassen, sonst muß das Militär sofort von der Waffe Ge- die Aufforderungen sind im Gegentheil mit höhnischen Zurufen Bild desselben Blattes mit der Unterschrift:„ Wehrlofe Greise zu brauch machen." Darauf verschwanden wiederum 5-6 Mann. unter dem Schwingen der Alerte beantwortet worden. Selbstvers morden, galt bisher als Schand, heut' ist es anders geworden Die anderen erhoben jedoch ihre Aerte und riefen: Kommt nur ständlich hat die Presse das Recht, öffentliche Vorgänge zu kritisiren, in unserm Land." In der Münchener Post" find inkriminirt her, Ihr dürft uns nichts thun, wir haben ein Recht, hier zu es ist jedoch dabei stets erforderlich, daß die Grenzen des Anstandes Artifel, die die Fuchsmühler Vorgänge als Schmach bezeichnen. bleiben." Jch bemerke, daß ich viele Leute mit Militär- innegehalten werden. Die Angeklagten haben dies aber nicht gethan, In einem Artikel heißt es: Was hat die konservativen Fuchs- müßen fah, die ich für Reservisten hielt. Auch schien es mir, sondern in Mergerniß erregender Weise die Vorgänge besprochen. mühler Bauern aufgereizt? Es waren nicht Sozialdemokraten oder als ob unter den alten Leuten es viele gab, die früher Sol- Es ist von„ Mord" gesprochen worden. Die Verhandlung hat ergeben, Bauernbündler, sondern unsere bezahlten Behörden. Frage: Wer daten waren, mithin die Bedeutung der Aufforderung fannten. daß von einem Mord feine Rede sein kann. Ein Mord ist nur hat wehrlose Leute niedergestochen? Antwort: Es waren bayerische Ich kommandirte nun:" Stillgestanden, Patrontaschen auf." Es vorhanden, wenn die Tödtung eine unberechtigte ist. In dem Soldaten, unfere Landestinder, deren Erhaltung den Staat dem ist das eigentlich kein reglementmäßiges Kommando. Jch that vorliegenden Falle ist jedoch der Nachweis geführt worden, daß finanziellen Bankrott zuführt."- Ferner ist ein Bild inkriminirt, dies aber, um den Leuten Zeit zu geben, sich doch noch zu ent- die Soldaten aus Nothwehr gehandelt haben. Die nach in dem in einer Ministersigung ein Gespenst hereinreitet, infolge fernen und ihnen zu zeigen, daß die Soldaten die Gewehre laden. Fuchsmühl entsandten Mannschaften haben lediglich ihre Pflicht welcher Erscheinung die Minister aus Furcht davonlaufen. Ferner Gehört müssen das alle Leute im Walde haben, denn wenn gethan, die Angeklagten hatten mithin fein Recht, die Vorgänge ift ein Artikel inkriminirt, überschrieben:„ Das Fuchsmühler 50 Mann laden, so macht das einen furchtbaren Spektakel. Ich einer derartigen Kritik zu unterziehen. Ich beantrage gegen Glaubensbekenntniß", das mit mit folgenden" Worten beginnt: überlegte, ob ich einen Scheinangriff machen sollte, allein, abranta 255 M. event. 57 Tage Haft; gegen Schmid beIch glaube an den Freiherrn von Zoller, den unum gesehen, daß dies die Instruktion verbietet, so lag doch die antrage ich 241 M. event. 56 Tage Haft; gegen Schwab be= schränkten Gebieter des Fuchsmühler Waldes", sowie ein Gefahr vor, daß dadurch Todte und Verwundete auf beiden Seiten antrage ich 80 M. event. 16 Tage Haft; gegen Scheiber Gedicht, das die Fuchsmühler Vorgänge behandelt. In der entstehen könnten. Ich konnte die Verantwortung dafür nicht beantrage ich zweimal 50 M. event. je 10 Zage Haft; gegen N. Fr. B.- 3tg." ist ein Artikel inkriminirt, welcher folgender- übernehmen, und zwar um so weniger, da auch meine Leute Rost 30 M. event. 6 Tage Haft; gegen Morgenstern 50 M. maßen lautet: Worin besteht ein Unterschied zwischen einem aufgeregt waren. Ich konnte auch über die Köpfe event. 10 Tage Haft. Kalb und den Fuchsmühler Bauern?" Antwort: Das Kalb der Aufständischen nicht schießen lassen, da unsere Geschosse Vertheidiger: Im Namen aller Angeklagten erkläre wird zunächst von vorn abgestochen und alsdann ausgezogen, die 4000 Meter weit gehen und dadurch die Gefahr vorlag, ich zunächst, daß dieselben durch den Gerichtsbeschluß, wonach Fuchsmühler Bauern werden zunächst ausgezogen und alsdann unbetheiligte Leute in Fuchsmühl oder Wiesau zu treffen. Ich jede weitere Beweisaufnahme abgeschnitten worden ist, ihr Verausschwärmen hinterrücs abgestochen." Ferner wird in demselben Blatt ein Bild ließ daher meine Leute und hatte ihnen theidigungsrecht in der empfindlichsten Weise beschränkt erachten. infriminirt, auf welchem ein Todtengrüber in Fuchsmühl ein Grab vorher den Befehl gegeben: nur die Leute mit dem Gewehr Durch Ablehnung weiterer Zeugenvernehmung ist den Angeklagten herrichtet, neben dem ein Fremder steht. Unter dem Bilde ist zu Gebrauch zu machen, wenn sie persönlich angegriffen würden. zwei Leute erstochen, drei Leute schwer und 14 leicht verwundet herauszuftucken" und der Stichwaffe nur dann der Beweis abgeschnitten worden, daß notorisch ohne jede Ursache lesen: Fremder: Für wen wird das Grab hergerichtet?" Todten gräber: Hier soll der Glaube begraben werden, daß in Bayern Ich gab das Kommando:" Rechts, langsam vorgehen." Daß worden sind." Unter den letzteren befinden sich auch einige Marsch, Marsch, Hurrah" Frauen. Noch niemals ist in einem Gerichtssaale so leichtsinnig noch Recht und Gerechtigkeit herrscht." Aehnlichen Inhalt haben ich, wie behauptet worden, die anderen inkriminirten Artikel, Gedichte, das Fuchsmühler tommandirt, ist unwahr. Das vorschriftsmäßige Infanterietempo über zwei Menschenleben hinweggegangen worden, wie im vor Glaubenbekenntniß betreffend u. f. w. ift 1 zu 100. Ich ließ aber nur 1 zu 114 vorgehen. Ich liegenden Falle. Jedenfalls sind arge Fehler geschehen. Es entDie Angeklagten bemerken auf Befragen des Präsidenten: bemerke, daß ich außerdem 12 Mann als Patrouille tommandirte, sieht doch zunächst die Frage: war es nothwendig, daß der BeSie bestreiten, Beunruhigungen hervorgerufen zu haben, sie haben um das neugierige Publikum fern zu halten. Die Soldaten zirksamtmann Militär requirirte? Auf grund des Gesetzes= lediglich die Vorgänge tritifirt und dafür vielfache Anerkennungs-[ ch oben nun mit Hilfe des Bajonetts die Leute aus paragraphen mag er jazdazu berechtigt gewesen sein. Allein die nettes Schieben! Red.) Meiner staatlichen Behörden haben doch in erster Reihe die Pflicht, das schreiben erhalten, eine Beunruhigung, tönne mithin nicht ver- bem 2Balde hinaus. bezpajonetts ursacht worden sein. Meinung nach fönnen bei diesem Hinaus stucken" höchstens einige Wohl der Staatsbürger im Ange zu haben und sich nicht blos auf Krahwunden, aber feineswegs ernsthafte Verlegungen entstehen. trodene Gesetzesparagraphen zu stüßen. Allein ich bin der Inzwischen wird der Zuhörerraum und auch der Innenraum Auf der linken Flanke sah ich einen Mann, der gestochen war, Meinung: wenn einmal Militär für erforderlich gehalten würde, des Saales derartig überfüllt, daß es den Berichterstattern unmöglich auf der Erde liegen. Ein Soldat rief mir zu:„ Hr. Premierlieutenant, dann hätte gleich so viel Militär geholt werden müssen, daß die ist, zu schreiben. Der Präsident vertagt die Sigung und läßt der Mann hat mich mit seiner Art bedroht und auch nach mir Leute sich durch den bloßen Anblick hätten veranlaßt gesehen, den sechs Gendarmen herbeirufen. Diese räumen den Saal und es werden nun nur diejenigen Personen in den Saal gelassen, die geschlagen." Nachdem der Wald geräumt war, sammelten sich sehr Wald zu verlassen. 50 Mann waren aber zum Leben zu wenig, bald etwa 200-250 Personen, darunter auch viele Weiber, die zum Sterben zu viel.( Heiterkeit im Zuhörerraum.) Jedenfalls Einlaßkarten haben. Auf Antrag des Vertheidigers werden die inkriminirten Artikel das Militär beschimpiten. Ich sagte meinen Leuten, sie sollten lag feinerlei Veranlassung vor, die Fliehenden mit gefälltem Auf Antrag des Vertheidigers werden die inkriminirten Artikel Beschimpfungen nicht beachten. Ich ließ nun meine Leute nicht Bajonett zu verfolgen. Zweifellos ist den vollständig korrekten in extenso und einige andere Preßstimmen verlesen. Auf An in Fuchsmühl, sondern in einem benachbarten Dorfe einquartieren Anordnungen des Hrn. Premierlieutenants Mayr feine Folge getrag des Amtsanwalts werden auch einige Artikel aus der Augsb. und ließ das Fuchsmühler Schloß durch Posten befeßen, da die geben worden, denn eine Nothwehr ist in keiner Weise vorhanden Abendzeitung" verlesen, in denen die inkriminirten Schilderungen Drohung ausgestoßen war, das Schloß werde in Brand gefeßt gewefen. Selbst wenn ein Mann die Art geschwungen hat, so als sensationslüftern geschildert werden. Es gebe eben eine gewiffe werden. Wie mir gemeldet wurde, sind auch des Nachts gegen find die Soldaten noch nicht in der Nothwehr gewesen. Aber Presse, die ohne Skandal nicht leben tönne. Präs.: Es fragt fich nun, ob die Beweisaufnahme noch weiter ausgedehnt werden 12 Uhr etwa 30 Personen bis auf zehn Schritt ans Schloß daß sich niemand zur Wehre gesetzt hat, sondern daß die Leute, herangerückt, die jedoch durch Abgabe von sogenannten Schreck wie ein Zeuge befundet hat, in wilder Flucht den Wald versoll. Von Amtswegen ist der Premierlieutenant Mayr aus Amberg schüssen, d. h. durch Schüsse in die Luft, auseinandergejagt lassen haben, beweisen doch die Thatsachen, daß alle Verlegungen als Beuge geladen worden. Der Herr Vertheidiger hat dem Geschüssen, in den Rücken erfolgt sind, während von den Soldaten tein richt angezeigt, daß er 18 Zeugen geladen hat. Amtsanwalt: Jdh Am folgenden Mittag traf Herr Regierungsrath Frhr. v. An einziger auch nur im geringsten eine Verlegung davon beantrage, die Vernehmung aller geladenen Zeugen abzulehnen. drian in Fuchsmühl ein und fragte mich, wie es fomme, daß getragen hat. Jedenfalls waren das Vorgänge, die in Es handelt sich nicht darum, ob die Vorgänge falsch oder wahr unerhört sind und nicht find, sondern lediglich darum: Ist es zulässig, in dieser zwei Fuchsmühler erstochen worden feien. Ich ließ sofort die einem zivilisirten Staate fenfationellen Weise Vorfälle zu schildern, Die eine Be Truppen antreten und forderte diejenigen Soldaten, welche die Leute die Angeklagten, sondern die Borkommniffe haben in allen Be erstochen haben, auf, sich freiwillig zu melden. Ich sagte den völkerungsfreisen eine ungeheure Erregung hervorgerufen. Die unruhigung weiter Voltskreise hervorrufen? Vertheidiger Lenten: es fann niemandem von Euch etwas geschehen, die Ver- Angeklagten hatten das volle Recht, hieran Kritik zu üben, eine Rechtsanwalt Bernstein: Der Herr Vertreter der An antwortung für alle Vorkommnisse trage ich. Darauf traten so- Beunruhigung des Publikums ist dadurch in keiner Weise getlage hat gemeint: es handle sich nicht darum, ob die Fuchsmühler Vorgänge in den inkriminirten Artikeln wahr fort zwei Soldaten freiwillig vor und erklärten, die Bauern in schehen. Ich vermisse auch noch den Nachweis, welche Beoder falsch geschildert worden seien, sondern nur um die ab- der Nothwehr erstochen zu haben, da sie von diesen mit den völkerungsfreise, durch die inkriminirten Artikel beunruhigt worden ftrafte Frage: Ist durch die inkriminirten Artifel grober Unfug Alerten bedroht worden seien. Wenn sie nicht zur Stichwaffe feien. Ich beantrage die Freisprechung der Angeklagten. gegriffen hätten, dann wären sie zweifellos todtgeschlagen worden. Die Angeklagten erflären sich ebenfalls für nichtschuldig. perübt worden? Allein fein Richter kann, ohne in die Alle Soldaten versicherten, daß durch ihr Verschulden niemand Der Angeklagte Schmid bemerkt: Die Fuchsmühler Vorgänge Materie einzugehen, betreffs der Schuldfrage, noch weniger verlegt worden sei, sie hätten die Leute nur mit dem Bajonett haben bewiesen, daß ganz andere Elemente als die aber betreffs des Strafmaßes eine Entscheidung treffen. Gs han aus dem Walde hinausgeschoben, aber nicht ge: Sozialdemokraten die heutige Staats- und delt sich doch bei Beurtheilung der Sache darum: Was ist in FuchsGesellschaftsordnung untergraben. Nicht blos mühl geschehen?" Bisher sind die Berichte hierüber sehr wider Amtsanwalt: Es wird behauptet, es sei aufgefordert die Münchener Post", sondern alle staatserhaltenden Blätter sprechend gewesen, die Angeklagten sind der Meinung, daß die Erregung nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland über die worden, daß 50 Freiwillige hervortreten, die nach Fuchsinühl gehen haben an den Vorgängen zu Fuchsmühl die schärfste Kritik wollten; infolge dessen seien die rauflustigsten hervorgetreten. geübt. Fuchsmühler Vorgänge eine derartige war, daß sie nur dieser Erregung 8euge: Das ist vollständig erlogen. Die 50 Mann wurden Der Gerichtshof zieht sich alsdann gegen 8 Uhr Abends zur und zwar in der mildesten Form, Ausdruck gegeben haben. Es fommandirt, allein es fand eine Auslese aus verschiedenen Kom: Berathung zurück. wurden über die Fuchsmühler Vorgänge derartige Aeußerungen paguien statt, da man einmal vermeiden wollte, Leute, die aus Nach sehr langer Berathung des Gerichtshofs verkündet der von vielen anständigen Leuten laut, daß mit Rücksicht auf die der Fuchsmühler Gegend waren, hinzuschicken, und da man auch Präsident, Amtsrichter Dr. Schlicht folgendes Urtheil: Der Bestimmungen des Strafgesetzbuches dieselben von keiner die gewandtesten nach Fuchsmühl schicken wollte. Zeitung wieder gegeben werden fonnten. Wenn die infriminirten Artikel auf ihre Strafbarkeit geprüft werden heidiger: Hr. Premierlieutenant! Notorisch ist eine An- mit 50 M., event. 10 Tagen Haft, Schmid wegen zweier Fälle follen, dann ist es erforderlich, festzustellen: Was ist in zahl Leute schwer verletzt worden, es ist doch infolge dessen mit je 20 m., event. je 2 Tagen Haft, Schwab mit 15 M., event. Fuchsmühl geschehen? Um diese Frage wird der Gerichtshof möglich, daß die Soldaten, Ihrer Instruktion zuwider, nicht blos 8 Tagen Haft, Echeiber mit 20 M., event. 4 Tagen Haft, Rost Fuchsmühl geschehen Um diese Frage wird der Gerichtshof nicht herumfönnen. Ich weiß wohl, das Schöffengericht hat laut die Leute hinausgeftuckt, sondern auch mit dem Bajonett gestochen mit 30 M. event. 6 Tagen Haft, Morgenstern mit 12 M. event. § 44 der Strafprozeßordnung das Recht, die Beweisaufnahme baben? Benge: Ich konnte allerdings nicht alles sehen, ich 2 Tagen Haft zu verurtheilen ist. Der Gerichtshof hat den Einzu beschränken, die Angeklagten, aber auch die öffentliche Mei- habe aber die Ueberzeugung, daß mir die Soldaten wahrheits- wand der Unzuständigkeit abgelehnt und auch troß eingehender nung würden es als eine Beschränkung der Bertheidigung be- gemäß berichtet haben. Vertheidiger: Sind Sie überzeugt, Prüfung feinen Anlaß gefunden, die Sache vor ein anderes Getrachten, wenn der Wahrheitsbeweis abgeschnitten würde. Un daß die Aufforderungen des Bezirksamtmanns von allen Leuten richt zu verweisen. Der Gerichtshof muß den Vorwurf der der wahrheitsgemäßen Feststellung der Fuchsmühler Vorgänge gehört worden sind?-3euge: Das möchte ich doch be- Pflichtverletzung aufs entschiedenste zurückweisen. Der Gerichtshof haupten. Vertheidiger: War das Regiment verpflichtet, hat die Beweisaufnahme insoweit zugelassen, als er dieselbe zur hat doch die Anklage ein ebensolches Interesse wie die Angeklagten. auf Aufforderung des Bezirksamtmannes Wall ein Kommando Aufklärung der vorliegenden Angelegenheit für nothwendig er Der Gerichtshof beschließt, lediglich den Premierlieutenant Mayr nach Fuchsmühl zu entfenden? Beuge: Die Militärbehörde achtete, der Gerichtshof hat es aber vermieden, die gesammten zu vernehmen. Die Anklage ist nur erhoben worden wegen groben Fuchsmühler Vorgänge hier zu erörtern oder gar was von der Unfugs. Zur Beurtheilung derselben ist es nicht erforderlich, die muß auf Auffordern der Zivilbehörde sofort Hilfe schicken. Der Gerichtshof beschließt alsdann, doch noch einige Zeugen Bertheid zung beabsichtigt zu sein schien, zu prüfen, ob das Voreinzelnen Borgänge fennen zu lernen, es ist nur zu entscheiden, ob die inkriminirten Artikel und Bilder an sich geeignet waren, au vernehmen. Der zunächst vernommene Zeuge ist der Pfarrer gehen der Regierung politisch flug war. Die Beweisaufnahme Beunruhigungen hervorzurufen. Es wird hierauf Premier- erstl. Dieser bekundet, daß die erstochenen Leute, Stock und Bauer hat ergeben, daß die Regierung formell berechtigt war, Militär fchwerhörig waren. Der erstochene Stock fei der Vater des nach Fuchsmühl zu entfenden, es hat mithin niemand ein lieutenant Mayr in den Saal gerufen. E3 Bürgermeisters zu Fuchsmühl gewesen. Der Vertheidiger hält Recht, der Regierung daraus einen Vorwurf zu machen. Premierlieutenant Mayr bekundet: Am 29. Oktober Abends dem Beugen vor, daß er in einer Zuschrist an die Münchener, fann feinem Zweifel unterliegen, daß auch durch die Preſſe erhielt ich den Befehl, mit 50 Mann nach dem Fuchsmühler Neuesten Nachrichten den Bericht des Obersten Hoffmann zu grober Unfug verübt werden kann. Ein solcher ist vorhanden, Walde auszurücken, da daselbst ein Aufstand ausgebrochen sei. lmberg als zum größten Theile unrichtig bezeichnet habe. So fobald das Publikum im allgemeinen durch beunruhigende NachA13 am folgenden Morgen die 50 Mann, zu denen vier Unter- mberg sei es unwahr, daß die Erstochenen oder Verwundeten sich zur richten belästigt wird. Die Verhandlung ist gegen 912 Uhr offiziere und ein Spielmann gehörten, antraten, hielt ich an die Wehr gesetzt haben, daß mit Steinen oder Aerten geworfen Abends beendet. felben zunächst eine Ansprache. Ich sagte den Leuten:„ Es ist " Es wohl noch niemals einer Truppe eine schwierigere Aufgabe zutheil wurde, daß ein Angriff, auf das Fuchsmühler Schloß unternommen worden sei u. f. w. Der Zeuge bemerkt: Er habe wurden. stochen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) geworden als uns. Es handelt sich höchstwahrscheinlich uni sonst die Zuschrift auf Auffordern eines Journalisten verfaßt, er habe Der Amtsanwalt Pölniz hat, wie nachträglich telegraphirt friedliebende Bürger, die sich durch Verweigerung des Rechtholzes dies alles von glaubwürdigen Leuten gehört, aus eigener wird, gegen die theilweise Freisprechung der Rezu unüberlegten Handlungen haben hinreißen lassen, und es ist Wissenschaft vermöge er aber nichts zu sagen. Auf dakteure Franta, Schmid, Schwab und Scheiber Berufung zu vermuthen, daß sich unter den Aufständischen viele Be Befragen des Angeklagten Schmid giebt der Zeuge zu: eingelegt. fannte von Euch befinden. Auch werden sich wohl unter Er habe dem Abgeordneten Lehner gesagt, die Presse habe den Aufständischen Weiber, Kinder und Greise befinden. die Vorgänge noch nicht fraß genug geschildert. Der Wir haben den Auftrag, die Ruhe und Ordnung herzustellen folgende Zeuge ist der Bauer Fichtner. Dieser bekundet: ich fordere Euch aber auf, Weiber, Greise und Kinder auf Er sei, gestützt auf sein vermeintliches Recht, im Walde gewesen, alle Fälle zu schonen, von der Schuß- oder Stichwaffe nur im er habe aber der Aufforderung, sich zu entfernen, gleich allen äußersten Falle, wenn ihr persönlich angegriffen werdet, Gebrauch anderen Bauern, sofort Folge geleistet. Er sei eilight davon- München, 29. Dezember. Wie verlautet find 150 Personen zu machen und Wehrlose und Fliehende nicht anzugreifen." Ich schloß meine Ansprache:„ Ich hoffe, wir werden aus Fuchs gelaufen, ohne sich auch nur im geringsten zur Wehr zu ſehen aus Fuchsmühl und Umgebung vor die Strafkammer des Landund habe troßdem 17 Stiche in den Rücken erhalten, so daß er gerichts in Weiden geladen. Die Verhandlung findet wahr. mühl zurückkehren, ohne einen Tropfen Blut vergoffen zu haben." heute noch frank sei. Die Soldaten haben die Menge noch ver- scheinlich Ende Januar statt. Er Wir marschirten alsdann nach Fuchsmühl ab und saben in dem Wien, 29. Dezember. Der Arbeiterführer Schumeier wurde dortigen Walde etwa 150 Leute, darunter etwa 20 Frauen, auch folgt, als sie schon aus dem Walde heraus war. einige Greise, die fast alle mit Sägen und Werten bewaffnet fei troß der Warnung des Bezirksamtmanns in den Wald ge- wegen Beleidigung des Parlaments und wegen Breßvergehen3 zu gangen, um Solz zu fällen, auf die Gefahr hin, eingesperrt zu fechs Wochen Arrest verurtheilt. Infolge Andranges der Arwaren. Der Bezirksamtmann Wall, den ich zunächst sprach: werden; die Noth zwang ihn dazu. Er sei aber Soldat gebeiter zur Verhandlung mußte die Justizwache aufgeboten werden. fagte mir, er glaube kaum, daß die Leute ohne Gewalt, auf wesen und habe die Bedeutung der militärischen Aufforderung ( Depeschen- Bureau Herold.) bloße Aufforderung sich entfernen würden. Ich persönlich hatte und habe noch heute die Ueberzeugung, daß, wenn die gekannt und derselben auch sofort Folge geleistet. Der Vertheidiger beantragt, noch diejenigen Zeugen zu Toulouse, 29. Dezember. Jufolge der durch den BankPfarrer von Wiesau und Fuchsmühl die Menge ermahnt standal nothwendig gewordenen Entlassungsgesuche zahlreicher hätten, den Wald JU räumen, dieselbe Folge geleifter vernehmen, die über die Erfiechung näheres berichten tönnen. Der Amtsanwalt widerspricht der weiteren Beweis- Vertreter des Stadtraths von Toulouse wurden auf den 13. Januar hätte. Ich befahl nun dem Spielmann zu trommeln. A13dann rief der Bezirksamtmann in den Wald:" Ich fordere aufnahme und der Gerichtshof beschließt, von einer weiteren Beweis- I Neuwahlen für 36 Stadträthe angesetzt. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) in Perlin. Turd und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 303. Lokales. Sonntag, den 30. Dezember 1894. 11. Jahrg. feine Furcht zu hegen braucht, daß die Freiheit ehrenhafter 1 Für einen im Beruf ermordeten Beamten muß also der Menschen mit Gefängniß- und Zuchthausstrafen zu fnebeln ver- Bettelsack geschwungen werden. Es empfiehlt sich ein Bergleich Die juristische Sprechstunde findet Mittwoch von 7 bis sucht wird. Aber scheiden auch die tapferen Kriegerinnen, so dieses Falles mit der Hunderttausendmark- Dotation, die dem 8 Uhr abends statt. treten schon wieder stammverwandte Männer auf den Plan. Von Reichskanzler Fürsten Hohenlohe zugewendet werden sollte. den Dinkas, einem sudanefischen Volksstamm, find einige Ten Parteigenossen des sechsten Wahlkreises, welche vierzig Mitglieder in Berlin eingerückt. Sie zeigen Auf die Gebrüder Erpel, die bekanntlich dringend verDon den Parteispeditionen vom 1. Januar ab ihre Zeitungen be- in Castan's Panoptikum ihre Heimathlichen Sitten dächtig sind, den Tod des Gemeindedieners Ziegler verursacht ziehen, diene zur Kenntniß, daß sie noch vor Neujahr die Ab- und Künste. Es ist ein schlanker Menschenstamm von zu haben, ist am Freitag von einer Reihe Kriminalbeamter und meldung bei ihrem bisherigen Spediteur zu besorgen haben. Der gerade nicht kräftigem, aber geschmeidigem Körperbau und wohl- Gendarmen vergeblich in der Umgegend von Rüdersdorf gefahndet Vertrauensmann. gewandt wissen diese Gäste Wehr und Waffen zu benußen. Mit worden. Von der Saalsperre. In bürgerlichen Blättern lefen wir: Schild und Speer führen sie ihre Fechtübungen auf, soweit sie Der Sturm, welcher in der vorlegten Nacht herrschte, hat in In der Bierboykottfrage hatten bekanntlich auch die Berliner männlichen Geschlechts und erwachsen sind; und in der Fecht den Bartanlagen schlimm gehaust. Die Telephonanlagen scheinen funft mit der scheinen offenen Hand fie Gastwirthe Stellung genommen, indem sie die Partei der bereits, durch den Wind arg mitgenommen worden zu sein, denn mit den wie zwei junge Erdenbürger zeigten, in zartester Brauereibesitzer ergriffen und die Säle Berlins zur Abhaltung Jugend unterrichtet zu sein. Aber nicht nur ihre Art, Leib und meisten Vororten war heute früh eine telephonische Verbindung von Arbeiterversammlungen für die Zeit des Verrufs sperrten. Leben, und Hab und Gut zu sichern und zu mehren, demonstriren gar nicht, bezw. nur auf Umwegen zu erlangen. In den am Die Saalkommission hat nun gestern auch beschlossen, die SaalSperre aufzuheben, falls die für gestern Abend einberufenen sie dem Publifum. Es offenbart sich den erstaunten Blicken der Waffer gelegenen Vororten warfen die Schiffer doppelte Anfer 16 fozialdemokratischen Versammlungen die Aufhebung des Berliner auch die Weise, in der sie gesellschaftliches und Familien- und begaben sich ans Land. Boykotts beschließen sollten." glück treiben. Sind ihre Rundgefänge auch nicht von besonderem Zwei Kinder erstickt. Von einem harten Schlage sind die Wohllant, so entbehren sie doch nicht einer gewissen Harmonie, die Pferde- Eisenbahn- Kutscher Hilliges'schen Eheleute betroffen worden: selbst nicht gestört wird, wenn der zärtliche Gatte Muttern den sie haben ihre beiden Kinder durch den Erstickungstod verloren. Festfladen frisch von der Pfanne wegstibist, wie bei der Vor Der Sachverhalt ist folgender: Die Familie bestand außer den führung am Sonnabend geschehen. Die Dintas männlichen und Eltern aus der am 14. Oftober 1890 geborenen Tochter Else weiblichen Geschlechts werden unzweifelhaft eine große An- und dem am 27. November 1892 geborenen Knaben Bruno. ziehungskraft auf das schaulustige Publikum ausüben. Wie gewöhnlich, brachte Frau Hilliges am Freitag Nachmittag gegen 6 Uhr ihrem Mann den Kaffee nach der Kastanien- Allee und mußte die Kinder in der Wohnung allein zurücklassen. Bevor sie sich entfernte und die im dritten Stock des Hauses belegenen Räume verschloß, traf fie Vielfache Anfragen, die aus Anlaß der Aufhebung des Boykotts bezüglich etwaiger Benutzung der den Arbeitern gesperrten Säle an uns gerichtet worden sind, beantworten wir dahin, daß nach unserer Ansicht die Aufhebung des Bontotts mit der Saalsperre nicht das geringste zu thun hat. Die sozial demokratische Partei hat die Saalsperre nicht verhängt, also braucht sie diefelbe auch nicht aufzuheben. Wenn die Saal- Verpachtete Eisbahnen. Durch die Zeitungen geht die besitzer ihre Säle den Arbeitern wieder gnädigst öffnen wollen, Notiz, daß der Eisbahnbetrieb auf der! Dahme und dem Langenso ist das zwar sehr menschenfreundlich, aber wenn die Herren See für die Wintersaison verpachtet ist, daß also die Fläche, denken, daß die Arbeiter die ihnen von den Saalinhabern angethanen Drangfalirungen so leicht vergessen werden, so dürfte steht, im Winter nur gegen eine Abgabe belaufen werden kann. dies doch ein schwerer Frrthum sein. Man spricht heut zutage immer soviel davon, daß es die Auf- vor Unglück zu behüten und besonders von der Petroleumlampe Die Cache liegt sehr einfach. Die Arbeiter werden die gabe des Staates sei, für eine gesündere Erzichung der Jugend fernzuhalten. Die Lampe wurde auf den in der Küche stehenden jenigen Säle für ihre Versammlungen und Festlichkeiten benutzen, zu sorgen, aber wo sich derartige Prinzipien praktisch Tisch soweit hinaufgeschoben, daß sie für die Kinder unerreichbar handelt man die ihnen passen. Und von den Sälen, die überhaupt für passend bewähren sollen, strift dagegen. Wie war; die Stühle wurden von der besorgten Mutter nach dem verhält man erachtet werden, wird nur in denjenigen verkehrt werden, anders sich da z. B. in der Korridor getragen; die Streichhölzer wurden an einen sicheren soviel Nicht deren Jnhaber die Bedingungen der Arbeiter erfüllen. Diese geschmähten Schweiz. Ort gebracht. Trotzdem ist das furchtbarste Unglück nicht abzunur, daß es dort niemand Bedingungen bestehen bekanntermaßen in der unentgeltlichen einfällt, Dinge zu verpachten, welche der Allgemeinheit wenden gewesen. Die Kinder haben auf einem bisher unerfind= Sergate der Säle für politische und Gewerkschafts- Versamm gehören, sondern man sorgt auf den zugefrorenen Seen auf lichen Wege die Lampe erreicht, umgeworfen und zertrümmet. lungen, sowie der Verpflichtung, bei Festlichkeiten das Bedienungs- meilenlangen Strecken für gefegte Bahnen, die dann jedermann Das dem Behälter entfließende Petroleum gerieth in Brand, und und Musikerpersonal aus den Arbeitsnachweisen der betreffenden zur freien Benuhung zur Verfügung stehen. Aber bei uns im Nu standen auch die Dielen des Fußbodens und der Tisch selbst Drganisationen zu entnehmen. müssen selbst die Kinder ihren Obolus entrichten, wenn sie Schlitt in hellen Flammen. Die Kinder wußten sich in ihrer Hilflosigkeit schuh laufen wollen, oder einem so gesunden Vergnügen fern nicht zu rathen und wurden von dem sich schnell entwickelnden bleiben, wenn ihnen das Geld hierzu fehlt. Qualm überwältigt, so daß sie zu Boden stürzten. Freilich dauerte es nicht lange, bis Hausbewohner den Qualm und das Gegen die Hungernden und Eleuden. Vor einiger Zeit helle Feuer bemerkten. Anstatt aber die Eingangsthür zur hatte der Hausbesitzer Verein der Königstadt eine Petition an das Wohnung einzuschlagen und die gefährdeten Kinder zu retten, Polizeipräsidium gerichtet, in welcher Abhilfe gegen angebliche war man topflos genug, den Bruder des Vaters von dem Belästigungen gefordert wurde, denen die Passanten in dieser Pferde- Eisenbahn- Depot herbeizurufen, damit er, der bei der Gegend seitens der Besucher der Wärmeballen ausgefeßt sein Familie wohnt, die Thür öffnen sollte. Als dies geschehen war, sollten. Die Polizeibehörde hat diese Petition als berechtigt hatte sich die Qualmentwickelung so verdichtet, daß ein Einanerkannt und dahin beantwortet, daß durch eine Vermehrung dringen mit großer Gefahr verbunden war. In diesem der Straßenbeamten in der Neuen Königstraße den gerügten Bu Augenblick kehrte die Mutter nach faum halbstündiger ständen ein Ende gemacht werden wird. Abwesenheit zurück, fand die Wohnung von zusammen gelaufenen Menschen umlagert, die Kinder aber noch im Innern. Auch die Feuerwehr war nicht zu Hilfe gerufen, obgleich sie eine Wache in der Pappel- Allee hat. Als man endlich in die Küche eindrang und die auf dem Fußboden liegenden Kinder herausholte, war es zu spät: beide waren an Erstickung bereits gestorben und konnten trotz aller Bemühungen Die nun benachnicht in das Leben zurückgerufen werden. Der Oberinspektor Jüngel in Plögensee fordert zur Unterstüßung der Familie des in so pflichttreuem Kampfe mit richtigte Polizei belegte die beiden Leichen mit Beschlag und ließ Verbrechern erstochenen Nachtwächters Ziegler auf. Sie nach dem Schauhause bringen, wo sie bis zur Freigabe durch Biegler hinterläßt eine Frau mit vier Kindern in zum theil noch die Staatsanwaltschaft nach Feststellung des Thatbestandes Schulpflichtigem oder lehrpflichtigem Alter in denkbar be- verbleiben. drängtester Lage. Bei dem färglichen Tagelohn waren Er- Zur Wucheraffaire. Die„ Staatsbürger- Zeitung" meldet: sparnisse unmöglich, und die Familie hat keine Ansprüche auf Wie gegen den flüchtig gewordenen Wucherer Pariser aus Krakau Pension. Die Frau ist leidend und die Noth jetzt schon groß. ist nun auch gegen den des Wuchers angeschuldigten Naschelsky Zur Annahme selbst der kleinsten Gabe ist Herr Oberinspektor ein Haftbefehl erlassen und auf Beschluß der IV. Straftammer Jüngel, Plößensee bei Berlin, gern bereit. sein im Deutschen Reich befindliches Vermögen mit Beschlag belegt deren Befahrung im Sommer jedermann gratis zur Verfügung Pappel- Allee 105 alle nur möglichen Vorsichtsmaßnahmen, um die Kleinen Moderne Vampyre. Folgenden Engagementsbrief hat dem„ Konf." zufolge ein hiesiges Weißwaaren- Geschäft seinen angestellten Gehilfinnen zur Unterschrift vorgelegt:„ Wir engagiren Fräulein.... mit Gehalt pro Monat 10 Mart" auf ein Jahr. Die Tage, an denen Fräulein 3. nicht im Geschäft ist, werden vom Gehalt abgezogen. Geschieht das Fehlen vor oder nach einem Sonn- oder Feiertage, so werden der Sonn- resp. die Feiertage mit vom Gehalt abgezogen! Häufiges Zuspätkommen und öfteres Fehlen sind Gründe zur Entlassung. Mit Vorstehendem erkläre ich mich einverstanden..." Gegen Ordnungsstüten, die derart die Arbeitskraft junger Mädchen schamlos auswuchern, sind Leute vom Schlage der Treuherz und Pariser noch Ehrenmänner zu nennen. " Aegir, der bislang nur von unseren Byzantinern und Tingeltangelfängern verehrte Herr der Fluthen, hat nunmehr auch den Wiann gefunden, der ihn einem größeren Publikum mundgerecht machen will. Aus dem Inferatentheil hiesiger Blätter ist zu ersehen, daß ein Schnapsgeschäft den Heidengott in Sprit gesetzt hat und ihn für vier Mark die Literflasche offerirt. Hoffentlich ist Aegir wenigstens in diesem Zustande genießbar. Die Dinka. Mit fremden Gästen ist Berlin in der legten Beit ganz besonders reich gesegnet worden. Sieben Monate haben sich die Dahomeh- Damen trot Leist und Konsorten im Passage Panoptikum gehalten, und erst als das Monftrum der Umstursvorlage herangerückt kam, dachten fie daran, sich ihrer Heimath zuzuwenden, 100 B Sonntagsplauderet. man Was haben denn die Armen gethan, die nicht hatten, wo sie ihr Haupt hinlegen sollten, und in der Wärmehalle ein ärmliches Obdach suchen mußten? Die eleude Lage des niederen Beamtenthums in Preußen wird wiederum durch einen Appell an die Wohlthätigfeit beleuchtet, der sich in hiesigen Blättern vorfindet. doch der Inbegriff dessen, was in heutigen Zeitläufen Kämpfer waren zur Abwehr gezwungen; sie waren in der Kraft und Gewalt heißt, und vor diesem Zauberzeichen Defensive, sie haben den Ansturm zurückgeschlagen; sie haben wand sich die Geschäftspresse im Staube. Allein vor dem sich behauptet und sie haben für die ferne re Zukunft die Wenn es morgen zur Jahreswende in den Häusern der entschlossenen Willen von tausenden lebender Menschen Ueberzeugung neu gewonnen und befestigt, daß die MachtBegüterten an ein eifriges Schoppenstechen geht, wenn der verblich die Herrlichkeit der braunen Wunderscheine. Es mittel der gegenwärtig herrschenden Welt überwunden Sylvester Karpfen mit feurigem Rothwein und süßem war fein geringes Unterfangen, dieser Berliner Bier werden können durch jenen ideellen Geist, der sich in geChampagner begossen wird, da sind die Gemüther( derer, boykott. Tief schneidet die Bierfrage in all unsere schlossenem Massen- Vorgehen, in festgekitteter Einheitlichkeit die im Besitze ich glücklich fühlen, von eitel Lustbarkeit Lebensgewohnheiten ein. Beim Glase Bier suchen wir äußert. erfüllt. Sie jubeln, sie berauschen sich und fallen sich zum Erholung, beim Glase Bier halten wir gern 3wieDiese Ueberzeugung ist ein werthvoller Gewinn, ein Schluß in sentimentalischer Rührseligkeit in die Arme, wenn sprache mit Kameraden und Freunden. In den acht Kampfes freundlicher Leitstern in verdüsterter Gegenwart. Wie's erst der heiße Punsch um die mitternächtige Stunde seine monaten galt es, mancher Lieblingsgewohnheit entsagen; ringsum in Europa zur Neujahrswende aussieht, das fordert Wirkung gethan hat. Die stolzesten Glückwünsche drängen sich und dazu kam der Ansturm des Großbesizes. Es lag in wahrlich nicht zu Jubelgesängen auf; und das Proletariat, auf die Lippen und die alkoholbegeisterten Sinne schwärmen dieser Entschlossenheit, in der Kraft der Entsagung auf einer der verläßlichste Hort aller Bewegung nach vorwärts hin, in seliger Vergessenheit. Kein Gedanke soll an die Ver- Seite, wie in dem fortwährenden Kampf gegen die mannig- wird gegen die rebellisch gewordene Sickwärtserei so manchen gänglichkeit mahnen, man ist entzückt über die Herrlichkeit faltigen Praktiken des Großkapitals gewiß fein gering- harten Strauß auszufechten haben. Noch klammert sich der Welt, alle düsteren Betrachtungen, zu denen die Gegen- werthiges ideelles Moment. Das haben die Röfice und Crispi, der Freiheitswürger, an das Amt und die königliche wart so überreichen Anlaß gewährt, will man weit von Genossen wohl verspürt. Sie haben, als sie die Fehde herauf Huld. Sentimental- romantische Gemüther, die den Mann, fich halten, man lebt der flüchtigen Stunde, ohne Be- beschworen hatten, mit lachendem Uebermuth des armseligen der von Cavalotti's, des heißblütigen Republikaners, Geißelfinnung, im halben Taumel. Proletarierhaufens gedacht. Sie thaten wenigstens, als schiene bieben getroffen wurde, nicht mehr zu vertheidigen wagen, Wir sind die Sieger im Lebenskampfe, und wir es ihnen ein Kinderspiel, das Lebenslicht des Boykotts winseln um Mitleid für den armen Greis, den ,, das Weib", werden es bleiben! Wir sind zur Herrschaft geboren, wir auszublasen; wie warfen sie sich bei Beginn des Kampfes Adam's ewiges Uuheil, angeblich ins Leid gestürzt hätte. find die Kraft, wir sind der Adel, will's noch in die Brust und riefen aus: Nachgiebigkeit von Donna Lina, die theure Gattin, die vielberufene, hätte ihn verleiden?" Das ist der Grundakford, der aus unserer Seite, das wäre eine verbrecherische Schwäche! ins Unglück gebracht. Donna Lina mit ihren kostspieligen dem Becherklingen, aus vergnügtem Toastiren, aus dem Wir verlangen völlige Unterwerfung des Proletariats! Passionen, ihren Spizenröcken und Pelzmänteln; und Geplauder und Gelächter in der Neujahrsnacht ertönt. Und wie wurden sie in dem Siegergehaben von den Saal staatsmännisches Repräsentiren" verschlingt heidenmäßig Man kostet die Wollust aus ohne Bedenken; man übertreibt besitzern unterstützt, die das Schlagwort aufbrachten:„ Wir viel Geld; Donna Lina, eine neue Eva, die Verführerin! die Größe des eigenen Wachtbewußtseins; man tigelt sich wollen absolute Herren sein im eigenen Hause." Und nun Und Crispi kann doch als freier Advokat das Dreifache und seine eigene Eitelkeit; man wiegt sich in süße haben sie sich dennoch vor der harten Nothwendigkeit von dem erwerben, was ihm das Staatsamt einträgt, wie Träumereien; und nichts scheut man so sehr, als Umschau gebeugt und das Proletariat hat einen Frieden in Ehren er selbst behauptet. Der edle Crispi, der sich also dem zu halten über die Welt, wie sie wirklich ist. Was ist dem erzwungen! Um fich sich und die Seinen zu trösten, Staatswohl opfert und der unselige Gatte, der in GattenGrandseigneur Hohenlohe, was dem handfesten Herrn von um die frohe Sylvesterlaune nicht 311 verjagen, schwäche und Gattenliebe von der Banca Romana Köller die Handvoll Unzufriedener in deutschen Landen? stimmt manch einer in der gegnerischen Presse hente Trinkgelder annahm 11111 des lieben Hausfriedens, Ein paar lumpige Millionen sozialdemokratischer Stimmen eine Siegeshymne Dazu gehört führwahr eine um seiner Donna Lina und seines Töchterchens willen, das and Köpfe, was will das im Ernste besagen? Man zieht die eherne Stirn. Erst schrie man: die soziali emokratischen einen Principe" vermählt wird und natürlich eine staudesBügel straff und leicht wird man mit den Rebellern" Boykottgelüfte müssen mit eisernem Besen weggefegt gemäße Aussteuer erhalten muß. Wer sollte da nicht Mitfertig. Was sollen Bedenken und Strupel? Rasch fertig werden; wenn ein so kapitalkräftiger Großbetrieb, wie das leid haben mit dem verfolgten Gatten und Vater? ist die Jugend mit dem Wort und so junge Minister Braugewerbe, sich den Boykott ungestraft gefallen ließe, Zum absolutistischen Crispi, zu Casimir, dem Energischen Exzellenzen wie Hohenlohe und Köller werden um einer was sollte dann aus der kapitalistischen Welt werden? und Sozialistentödter in Paris gesellen sich die Camarillaoder der anderen Enttäuschung willen doch nicht gleich die Und da man den proletarischen Geguer nicht in den Sand Bestrebungen am Wiener Hofe, die über Ungarn Wirrnisse gehobene Siegeszuversicht verlieren. Die tückische Sozial zu strecken vermochte, auch nach achtmonatlichem Ringen und Unsegen zu bringen drohen. Dieser Camarilla, diesen demokratie muß in die Pfanne gehauen werden, das wird nicht, da der Glaube an die Allmacht und heilige österreichischen Eulenburgern, war Ungarns freiere, in für die Herkulesse tonservativer Weltanschauung kein allzu Autorität der Million zu schanden wurde, und das Revolutionen erftrittene Berfassung von jeher verhaßt wie großes Kunst- und Meisterstück sein! ist das Entscheidende und die gewichtigste Lehre vom ver- der Tod. Die muffige, reaktionäre Luftströmung, die uns all. Wie die Hochgefürsteten, so dachten auch die kleineren flossenen Kampfe, da gönnt man sich das wohlfeile Bergnügen, durch Europa zieht, hat die Camarilla mit neuen Kräften Gernegroßen. Auch Held Rösicke und seine Knappen waren vom exfochtenen Siege zu schwärmen. Träumereien einer erfüllt. Das liberalisirende Ministerium Wekerle ist vom einst mit wildem Ingrimm in die Schlacht wider den Sylvesternacht, die vor dem hellblinkenden Tageslicht zer- König von Ungarn brüskirt worden und gefallen, und mit proletarischen Haufen gezogen. Nicht Gummiparagraphen rinnen und keinerlei kritische Beleuchtung vertragen. Manche ihm ist schroff brüskirt, was noch freiheitlich in Ungarn und nicht staatsanwaltliche Rächer waren ihr Wehr und kühnere Hoffnung der proletarischen Kämpfer ist freilich empfindet. Ueberall suchen die Gewaltherren heut das RüstWaffen. Mit braunen Tausendmarkscheinen in der großen nicht in Erfüllung gegangen, mancher Wunsch ist vorerst zeug schneidiger Gewalt hervor; ein eisernes Ringen ledernen Brieftasche waren sie zu Felde gezogen. Das ist noch nicht berücksichtigt worden; allein die proletarischen beginnt. Alpha. worden, nachdem er sich der strafrechtlichen Verantwortung durch| stehenden Petroleumlampe umwarfen. Infolge des dabei ent- 1 Versammlung brachten die etwa 1500 Personen Hochrufe auf die die Flucht entzogen hat. Pariser soll sich übrigens gegenwärtig standenen Qualmes erstickten beide Kinder, ehe die Haus- Sozialdemokratie und das allgemeine Wahlrecht aus. In Gruppen in Berlin infognito" aufhalten, mehrere Personen, die ihn bewohner in die verschlossene Wohnung eindringen konnten. von je etwa 100 Personen zogen dann die Arbeiter ihren Befennen, behaupten, ihn in einer Droschte in der Nähe des Spittel- Außerdem fanden im Laufe des Tages noch fünf tleine zirken zu. marktes gesehen zu haben." Brände statt. Der Fernsprechverkehr zwischen Berlin, Posen, Gnesen, Bromberg, Thorn, Danzig, Elbing einerseits und Insterburg, Tilsit, Memel andererseits wird am 1. Januar eröffnet werden. Die Gebühr für ein einfaches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt 1 M. Gerichts- Beitung. Eine Konferenz der sozialdemokratischen Kreis Organisation von Reichenberg( Böhmen) fand am 9. Dezember in Reichenberg statt. Vertreten waren 28 Orte. Bezüglich der Parteipresse wurde konstatirt, daß die Ein Kulturbild. Zu sechs Monaten Gefängniß Abonnentenzahl des" Freigeist" seit dem wöchentlichen Erscheinen wurde gestern von der 2. Straffammer am Landgericht II der sehr zurückgegangen sei, so daß die Existenz des Blattes in Frage Arbeiter Karl Haat aus Alt- Landsberg verurtheilt, weil er in gestellt ſei. Beschlossen wurde, im ersten Quartal 1895 keinerlei total betrunkenem Zustande sich des sogenannten Vergehens der Nenderung vorzunehmen, dann aber eventuell eine Kreiskonferenz Majestätsbeleidigung schuldig gemacht hatte. einzuberufen. Ge Im Berliner Aquarium sind im Laufe des zu Ende gehenden Jahres Angehörige verschiedener Thiergruppen, Vögel und Reptilien sowohl wie Amphibien, Fische und niedere Thiere, zur Fortpflanzung und Vermehrung geschritten. Unter diesen Der Schauspieler Franz Ludwig, der Sohn des hiesigen Fällen nimmt jedoch, da er einzig dasteht und von wissenschaft: Hofschauspielers Maximilian Ludwig, ist, wie wir furz in einer Polizeiliches, Gerichtliches 2c. licher Bedeutung ist, ein mit den Rochen gehabter Erfolg das uns aus Köln zugegangenen Privatdepesche meldeten, von der- Gleiches Recht für alle. Zwei Genossen in größte Intereffe in Anspruch. Die merkwürdig geformten, vier- dortigen Straftammer auf grund der Gutachten der Professoren behoe sollten sich gegen den Staat vergangen haben und wurden sipfeligen über fingerlangen Gier des in Schiller's" Taucher" Mendel- Berlin und Pelmann- Bonn freigesprochen worden. aus der Untersuchungshaft nach Altona transportirt. Sie verewigten abenteuerlich gestalteten ftachlichten Rochens" sind Franz Ludwig hatte, wie den Lesern noch erinnerlich sein wird, wurden auf dem Wege dahin wie gefährliche und ges wohl jede.n Besucher des Aquariums bekannt, da fast ständig der im vergangenen Sommer, ohne jeden ersichtlichen äußeren meine Verbrecher aneinander gefchloffen. Un gleichen hornschalige Gebilde, durch Fischer auf dem Meere mit Grund, nächtlicherweile bei einem Kölner Goldwaaren- willkürlich, so bemerkt hierzu die Schleswig Holst. Wolfsztg.", erbeutet, in einem der kleineren oberen Seewasserbecken auf- händler eingebrochen. Die That, der eine eingehende Lektüre fällt uns da wieder eine Begebenheit ein, welche vor etlichen gehängt sind. Nun aber hatte ein mehrere Fuß langes Weibchen von Paul Lindau's" Der Andere" vorangegangen war, Jahren hierorts sich zutrug. Ein pensionirter hiesiger Polizeiin dem den Rochen angewiesenen geräumigen Bassin selbst eine ist also, wie nach dem Sachverständigen- Gutachten und der beamter, Namens Hübner, hatte wegen Wilddieberei neun Monate Anzahl Gier abgelegt, welche sorglich aufbewahrt wurden. Aus Freisprechung wohl nicht mehr bezweifelt werden kann, von dem Gefängniß zudiktirt bekommen. Jedoch war derselbe wohl in den dreien derselben sind dann nach vielwöchentlicher Entwickelung jungen Ludwig, der bald darauf auch in einer Anstalt unter Augen den gestrengen Staatsanwalts nicht fluchtverdächtig und muntere Junge geschlüpft. gebracht wurde, in einem Geisteszustande begangen worden, der so wurde er denn auf freiem Fuße belassen. Als nun der Gefangenentransporteur anfam, um den pp. Hübner nach Glückstadt Eine nette Bescheerung hat nachträglich die große Ber- die strafrechtliche Verantwortlichkeit ausschließt. zu bringen, war der Vogel ausgeflogen und hatte sich jenseits liner Pferdebahn ihren Abonnenten bereitet. Bei der Ausgabe Eine gestürzte Ordnungsfäule. Der Stiftungspfleger des Ozeans ein neues Nest gebaut. Eine Kritik dieser Ander Zeitkarten für den Monat Januar werden den Abonnenten überten in Geislingen( Würit.), der weit und breit als gelegenheit tönnen wir wohl getrost jedem rechtlich denkenden zugleich die neuen Bedingungen" vom 1. Januar 1895 überreicht, Sozialistenfresser bekannt war( die Geislinger Metallwaaren Menschen überlassen. So wird's gemacht im Staate der die denn doch alles übersteigen, was in Berlin auf dem Gebiete Fabrik ist ein Hirsch- Duncker'sches Bollwerk gegen die Sozialrechtigkeit. der Verkehrs- Erleichterung" bisher dagewesen ist. Das ganze demokratie), wurde von dem Schwurgericht in Ulm wegen Gine Staatsrettung wurde am ersten Weihnacht große Neh der Berliner Pferdebahn- Linien soll etwa 135 Strecken Unterschlagung von Kirchen- und Armengeldern zu Feiertage in Obertoyau( Hessen) vorgenommen. Dortselbst erhalten, feine erheblich länger als eine Zehnpfennig- Tour, für 5 Jahren Zuchthaus, sowie 6 Jahren Ehrverlust und Tragung fand nämlich eine öffentliche Porzellanarbeiter- Bersammlung statt, welche Monatsfarten unter geradezu chikanösen Bedingungen zum fämmtlicher Kosten verurtheilt. in welcher Genosse Stücklen über die Umsturzvorlage sprechen Preise von 8,50 Mark ausgegeben werden. Diese wenigen Ueber den strafbaren Eigennut hat das Reichsgericht, sollte. Kaum hatte die Wirthin dies in Erfahrung gebracht, als Strecken sollen diejenigen sein, für welche erfahrungsgemäß eine weiter Straffenat, eine interessante Entscheidung gefällt. Ein fie dem Einberufer auch schon mittheilte, daß sie, falls Stüdlen größere Anzahl von Interessenten vorhanden ist; nach Ermessen Miether war polizeilich aufgefordert worden, seine Wohnung, die spreche, ihren Saal verweigern müsse. Wahrscheinlich haben der Gesellschaft sollen in einzelnen Fällen auch Monats zur Benutzung von Menschen nicht geeignet sei, zu räumen, und einige Lokalgrößen" von Oberfotau ihren Einfluß geltend ge farten für Streckenverbindungen ertheilt werden; nach welcher er war mit allen seinen Sachen gezogen und hatte für den macht und die Wirthin eingeschüchtert. Preisberechnung wird nicht gesagt. Die Empörung über ganzen Monat die Miethe nicht bezahlt. Er wurde deshalb des Sie Gebühren der Pferdebahn- Verwaltung dürfte voraussichtlich strafbaren Eigennutes angeklagt und von der siebenten Strafe eine allgemeine fein, und wenn die Direktion glaubt, diesen fammer am Landgericht 1 auch zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt, Sturm beschwichtigen zu können, indem sie einzelnen Personen, da er nicht berechtigt gewesen sei, eine Entschädigungsforderung die sie für einflußreich genug hält, billige Zeitkarten für ge- in Abzug zu bringen. Hiergegen legte Rechtsanwalt Dr. Coß- Die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachwünschte Strecken überläßt, so wird sie sicher irren. Diese neuen mann Revision ein. Das Reichsgericht hob das erste Urtheil meises, welche seitens der Düsseldorfer Arbeiter beim Bedingungen heißen nichts mehr und nichts weniger, wie Beauf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück. Es fomme Magistrat beantragt worden war, ist von diesem abgelehnt. seitigung des Abonnements. nicht darauf an, ob thatsächlich der Angeklagte berechtigt gewesen Gegen die Bergschloßbrauerei in Duisburg war Plöglich verstorben ist der Direktor des Börsen- Handels- fei, eine Forderung an den Wirth zu stellen, sondern es hätte feinerzeit feitens der Arbeiter ein Boykott verhängt worden. Vereins am Schinkel- Platz 1-2, Geckel. Der 31jährige Mann festgestellt werden müssen, daß er sich der Rechtswidrigkeit seines Vier Personen waren wegen ihrer Mitwirkung dabei unter Anhatte am Donnerstag noch eine Gesellschaft mitgemacht und wurde Handelns bewußt gewesen. War er der Ansicht, daß er den klage gestellt; sie sollten Erpressungsversuche begangen haben. am nächsten Morgen um 7 Uhr in seinem Bette todt aufgefunden. Miethsabzug machen dürfe, konnte er nicht verurtheilt werden. Den Betheiligten ging nun dieser Tage die Mittheilung zu, daß Wie es heißt, hat sich S. erschossen. Anderweitig verlautet, daß Das Landgericht hat nun, dieser Rechtsauffassung folgend, auf der Staatsanwalt die von ihm eingelegte Revision gegen das am er einer Herzlähmung erlegen sei. Freisprechung erkannt. 31. Juli auf Freisprechung sämmtlicher Angeklagten lautende Urtheil des Landgerichts zurückgezogen habe. Des allgemeinen Interesses halber laffen wir hier die Hauptpunkte der Urtheils begründung, wogegen sich auch die Revision des Staatsanwalts Der Parteitag der hessischen Sozialdemokraten richtete, folgen:" Bum Thatbestand der Erpressung gehört die Abfand am 26. und 27. Dezember in Cassel statt; er war von sicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögens35 Telegirten aus 22 Orten beschickt. Den größten Theil der vortheil" zu verschaffen. Diese Absicht konnte indessen bei den Verhandlungen füllten die Debatten über die Presse aus. Der Handlungen nicht festgestellt werden, da den Handelnden das Sie suchten bei Antrag, neben dem Volksblatt für Hessen", welches täglich er- Bewußtsein der Rechtswidrigkeit fehlte. scheint, noch ein Wochenblatt herauszugeben, wird abgelehnt. Im ihrem Auftreten gegen die Bergschlößchen- Brauerei die Wieder entlassenen Brauer unter den von diesen übrigen werden die Genossen darauf hingewiesen, auch für die annahme der Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung zu agitiren. Ferner wird be- gewünschten Bedingungen durchzusehen. Ihr Ziel war also der schlossen, die Agitationstommiffion zu beauftragen, wenn eine Abschluß eines Vertrages, in welchem auf der einen Seite die Auflösung des Reichstages nicht erfolgt:„ Du Mutter, was läuft Arbeitskraft der Arbeitnehmer, auf der anderen Seite die GeDon Lohn, Unterkunft, Naturalien in bes der Gendarm so" zu verbreiten. Ferner wird die Agitations- währung stimmter Beschaffenheit stehen sollte. Db das Ver tommission angewiesen, mit den einzelnen Vertrauensleuten fortwährend in Fühlung zu bleiben und die mündliche Agitation unausgefeht zu betreiben. Selbstmorde. Am Heiligabend wurde in Groß- Lichterfelde auf einer Baustelle unmittelbar an der Straße die Leiche eines Mannes aufgefunden und von der Polizei nach der Halle des Friedhofes gebracht. Wie jetzt ermittelt worden ist, handelt es sich um einen Mann, der früher bessere Tage gesehen hat, sich eine zeitlang als Kellner ernährte, nach und nach aber bis zur gänzlichen Mittellosigkeit herunterkam. Seine Angehörigen hatten sich von ihm zurückgezogen, und um diesen anscheinend das Weihnachtsfest zu verleiden, hatte er sich von Berlin nach GroßLichterfelde begeben, wo sie wohnen, und sich dort an einem Drte das Leben genommen, wo er alsbald gefunden werden mußte. Wegen schlechten Geschäftsganges tödtete sich am Donnerstag Abend der Wirth des Viktoriaparkes in der Kreuzbergstraße durch einen Sturz aus dem Fenster. Parteinachrichten. * * Soziale Uebersicht. feitigen Werthen thatsächlich entsprach, mag dahingestellt hältniß von Leistung und Gegenleistung den beiders bleiben; der beanspruchte Lohn und Freitrunk war jedenfalls früher gegen dieselbe Arbeitsleistung gewährt worden. Soviel muß aber für erwiesen angenommen werden, daß in den Augen der Arbeitnehmer und namentlich hier der Angeklagten die er strebte Entschädigung eine angemessene Gegenleistung für ihre Arbeitskraft darstellte. Weil sie aber dieser Meinung waren, so mußte ihnen das Bewußtsein der Erstrebung eines rechtswidrigen Vermögensvortheils fehlen. § 253 Str.-G.-B. ausgeschlossen und ein Eingehen auf weitere Hiermit war die Anwendung des rechtliche Bedenken, namentlich auf§ 152 Gew.- Ordnung unnöthig." Der Staatsanwalt hat sich also diesem Urtheil gegenüber eines besseren besonnen. Entschuldbarer Diebstahl. In Mülhausen gelangte Beim Spiel erstochen. Wie berichtet wird, hat sich gestern Vormittag der zwölfjährige Sohn des bekannten hiesigen, in der Fasanenstraße wohnenden Architekten G., anscheinend beim Spiel erstochen. Der Knabe war mit seiner jüngeren Schwester nach Parteipreffe. Die„ Reuß. Volfstribüne" soll die kommen dem Bahnhof Zoologischer Garten zu spazieren gegangen; in der den Sonntage in größerer Auflage hergestellt und in Massen Nähe der Station hatte er sein Taschenmesser hervorgeholt und verbreitet werden. der Schwester lachend zugerufen, er werde sich erstechen. Thatsächlich stieß er auch mit der linken Hand das Messer gegen Das Komitee, welches fürzlich in einer Chemniter seine Brust, leider mit solcher Kraft, daß er Anzug und Hemd Parteiversammlung gewählt wurde, soll nicht, wie wir irrthümlich durchfuhr und unglücklicherweise das Herz traf. Während er mitgetheilt hatten, bei Wahlen und ähnlichen Gelegenheiten die das Messer aus der Wunde riß, zusammenklappte und in die Arbeiten für die Partei selbständig in die Hand nehmen, sondern Tasche steckte, machte er seine Schwester darauf aufmerksam, daß es soll vielmehr die Gründung eines Vereins vor er sich verwundet habe. Die Kinder suchten das Blut aufzubereiten, der die angedeuteten Arbeiten zu übernehmen hätte. halten, aber schon nach wenigen Minuten brach der Knabe mit den Worten:„ Evelinchen, mir wird so schlecht!" zusammen, Täglich mehren sich die Stimmen, welche die Aktion der und bald war er eine Leiche. Gin alsbald erschienener Arzt Regierung gegen den„ Umsturz" für verfehlt erklären. Auch die kürzlich vor dem Schöffengericht ein Fall zur Verhandlung, der konnte nur den Tod konstatiren. Man brachte dem Vater feinen Konservative Monatsschrift" äußert sich jetzt in diesem Sinne; ein grelles Schlaglicht auf unsere sozialen Berhältnisse wirft. todten Liebling auf einer Tragbahre nach seinem Hause. Die Fabritarbeiterin Marie B. hier erhielt in einer Fabrik sie sagt:„ Die Tendenz, nicht mit der Reform, sondern mit den Eine Falschmünzerbande von fünf Personen, an deren Polizeigesetzen zu beginnen, ist leider noch sehr verbreitet, für vierzehn Tage 18,60 M. Lohn, wovon sie 12,80 M. Kostgeld Spitze der wegen Münzverbrechens bestrafte Schlosser Lorenz stand, und doch liegt in diesem Wunsch ein Mißgriff beschlossen, Bedürfnisse bleiben. Damit mußte sie auch die Kosten eines Wochenzahlen muß, sodaß ihr noch ganze 80 Pf. für ihre sonstigen ift festgenommen worden. der einsichtslos und aussichtslos genug ist, um eine öffent: liche Gefahr zu bilden. Die Vertreter dieser Tendenzen gehen bettes bestreiten. In ihrer Noth ließ sie sich verleiten, der ganze Wesen der sozialdemokratischen Partei." von der landläufigen irrigen Grundanschauung aus über das Fabrik Stoffe im Werthe von 16-18 M. zu stehlen, und führte zu ihrer Entschuldigung weiter an, daß sie feine Arbeit erhalten habe, bei der viel zu verdienen sei, weil sie dem Direktor nicht, wie andere Arbeiterinnen, zu Willen gewesen sei. Das Gericht sprach sie unter diesen Umständen frei, da bei diesem Lohne, der die Arbeiterin auf unſittlichen Nebenerwerb anweise, unverschul deter Nothstand vorliege." Falsche Fünfzigpfennigstücke sind mehrfach in Berlin angehalten worden. Es wird vermuthet, daß sie aus der Nähe von Hamburg herstammen. " " Vermißt wird die 123/4 Jahre alte Tochter Auguste des in Der Boykott unserer Münchener Parteigenossen über der Osdorferstraße zu Groß- Lichterfelde wohnenden Drehorgel- die Kindlbrauerei" scheint seine Wirkung nicht zu verspielers Antrowit. Das Mädchen ist seit dem 15. d. M. aus dem fehlen. Alle staatserhaltenden" Elemente hat sie aufgefordert, Elternhause verschwunden. ihr im Kampfe gegen den Umfturs" beizustehen. Nun hat sich bereits die offizielle„ Gemeindezeitung" auf die Seite der be brängten Brauerei gestellt. In ihrer Nr. 108 vom 24. d. M. ist nämlich ein großes Inserat enthalten, in welchem die 14 Ausschankstellen der Brauerei bestens empfohlen werden. Ob es wohl hilft? Wegen Brandstiftung ist der Schankwirth und Bigarren händler Friedrich Lindemann, Lübeckerstr. 8, verhaftet worden. Witterungsübersicht vom 29. Dezember 1894. Stationen. Swinemünde. Hamburg Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 740 SSW 738 Berlin 744 SA Wiesbaden.. 750 SW München 757 SSW Wien 761 28 Haparanda 781 SSW 748 G Cort. Aberdeen Paris 756 NW 781 WNW 19 • 754 SSM Petersburg 9 Windstärke 02963685498( Stala 1-12) Wetter Temperatur Sun 2 Schnee 1 bedeckt Schnee bedeckt halb bedeckt woltenlos Schnee 2 50.= 40 R.) ( Ranton St. Gallen) auf vollständig genossenschaftliche Basis ge De Betrieb der Forstwirthschaft soll in Wartau stellt werden. Bis jetzt wurde den Bürgern der Holzbedarf im Walde angezeichnet und jeder mochte selbst zusehen, wie er feinen Theil nach Hause brachte. Fürberhin wird das jährlich zu schlagende Holz gemeinsam gefällt, auf Lagerplätze gebracht, dort aufgearbeitet und an Rollen versteigert. Die Wahlrechtsbewegung in Desterreich kommt dant der unermüdlichen Agitation unserer Parteigenossen nicht mehr Ein christlich- soziales Arbeitersekretariat haben die zum Schweigen. Wieder haben in den letzten Tagen mehrere Konservativen in Basel gegründet, um der Sozialdemokratie große Volksversammlungen in Wien stattgefunden, die sich mit den Boden abzugraben. Die organisatorische Grundlage diefes diesem Thema beschäftigten. Der bekannte Abg. Pernerstorfer Arbeitersekretariats bildet eine christlich- soziale Vereinigung, schloß in einer imposanten Versammlung seine Rede mit folgen welche aus zwei Sektionen besteht, wovon die eine die Befißen den Worten:„ Wir wünschen, daß aus den bürgerlichen Klassen den, die andere die Arbeiter als Mitglieder umfaßt. Das 1 die Furcht vor der sozialen Entwicklung verschwinde; auch in Bindeglied bildet der beiden Sektionen angehörige ArbeiterDeutschland hat man das Bemühen, durch die Umsturzvorlage sekretär Pfarrer Benz. In den bürgerlichen Kreisen erblickt man eine neue Konfliktszeit herauf zu beschwören. Deutsch- in diesen neuen Schöpfungen zum theil eine Versicherung für land steht am Vorabend großer Ereignisse, die eher eintreten werden, das Gedeihen des Kapitalismus, zum theil eine Vorschule des als es mancher glauben mag; von diesen Ereignissen dürften auch Sozialismus. Letterer Ansicht sind auch unsere Basler Genossen, andere Länder und Staaten nicht unberührt bleiben." Es sprach welche mit freundlichen Augen die Bemühungen der Konfers noch Arbeiter Bauer, welcher die Arbeiterschaft vor unüber- vativen ansehen. legten Schritten warnte. Diejenigen, welche die Revolution unter der Arbeiterschaft propagiren wollen, sind furzsichtig und die Feinde derselben. Mit Hengabel- Revolutionen fommt man nicht weiter und gräbt nur an seinem eigenen Untergange.( Beifall.) Die Versammlung wurde mit Hochrufen auf das Wahlrecht ge schlossen. -8 -7 -7 bedeckt -7 heiter 4 woltig 1 Regen 5 Gewerkschaftliches. Wetter- Prognose für Sonntag, 30. Dezember 1894. Aufruf an die Maurer Deutschlands! Ein wenig fälteres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Gemäß dem Beschlusse des achten Kongresses der Maurer Wetter mit geringen Niederschlägen und frischen nordwestlichen Deutschlands in Gotha 1891, wonach dem General- Bevollmäch Winden. Berliner Wetterbureau. In einer anderen Versammlung sprach der tigten der Maurer Deutschlands die Befugniß zuertheilt wurde, Polizeibericht. Am 28. d. M. morgens wurde ein Mann Genosse Reumann. Die Wahlreform sei nicht um einen nach Erforderniß den nächsten Kongreß einzuberufen, berufe ich in seiner Wohnung in der Moltkestraße erschossen vorgefunden. Schritt vorwärts gekommen. Man habe den Kampf sowohl nunmehr, nachdem die Vericauensstellung eines General- Bevoll Vor dem Hause Königstr. 55 fiel abends ein Arbeiter beim durch Argumente von der Straße als auch in ruhiger Weise geführt mächtigten nach dem Tode Dammanns an mich übergegangen ist, Abspringen vom Hinterraum eines in der Fahrt befindlichen und werde auch später durch stetige Beunruhigung auf die herrschen- den Neunten Kongreß der Maurer Deutschlands Pferdebahnwagens hin und erlitt bedeutende Verlegungen an der den Klassen zu drücken versuchen. In der nächsten Session werde die nach Halberstadt ins„ Odeum", für die Tage 16., 17. Stirn. In einem Hause in der Pappel- Allee entstand abends Arbeiterschaft wieder aufbegehren und es versuchen, ob die Argumente und 18. April 1895. Die Tagesordnung erlaube ich mir, vor Feuer, wahrscheinlich dadurch, daß die in der Wohnung un- von der Straße nicht doch nach vorwärts führen. Das Parlament behältlich etwaiger dem Kongreß zu überlaffender Aenderungen, beaufsichtigt zurückgelassenen beiden Kinder im Alter von vier werde daran erinnert werden, daß es nicht angehe, immer wieder wie folgt festzusetzen: 1. Bericht des Generalbevollmächtigten. und zwei Jahren beim Spielen ben Küchentisch mit der darauf das alte Spiel der Verschleppung zu treiben. Nach Schluß der 2. Agitation. 8. Streifs. 4. Unfallversicherungsgesetz und Unfall Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayfer, verhütung. 5. Gesetzliche Sicherstellung des Arbeitslohnes für| 518 511 Arbeitstage versäumt. Die Dauer der Streiks betrug in Wilhelmshöhe". Arbetter- Gefangverein der Enterbten, Gwinemünders Bauhandwerker. 6. Wahl eines Generalbevollmächtigten der 100 Fällen unter einer Woche, in 55 Fällen zwischen einer Woche blüthe, Gisenbahnstr. 20 bei Siegemund. ftraße 49.- Soffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39. To n Maurer Deutschlands, resp. einer Kommission. Alle die Be- und einem Monate, in 17 Fällen mehr als einen Monat. Als Wrangelfir. 84 bet Redanz. Gefangverein 2iberte, schickung des Kongresses und dessen Thätigkeit betreffenden Ver- Ergebniß der Streits erscheint in 33 Fällen die gänzliche Be- bet ab. Neumann. Männerchor Sangeslust II, Basewalterstr. 3, Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, handlungen der Kollegen dürfen nirgends in Versammlungen der willigung der Forderungen der Streifenden, in 55 Fällen Suffitenstraße Glyfium". Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant Verbands Rahlstellen oder eines Fachvereins, sondern nur in theilweise Bewilligung der Forderungen, während in den Beinor, rete gelb blume", Abmiralftr, as bei Zugauer. eigens zu diesem Zwecke einzuberufenden öffentlichen Maurer die Forderungen nicht bewilligt wurden und damit der Streit feden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. versammlungen vorgenommen werden. Nur in solchen öffent resultatlos verlief. lichen Versammlungen sind die Kongreßdelegirten zu wählen, und zwar als Vertreter der Maurerschaft des betreffenden Ortes, niemals aber als Vertreter irgend eines Vereins. Wo die Maurer an einem Orte die Mittel zur Entfendung eines Delein anderen, in der Nähe befindlichen Orten in Verbindung setzen. Joh. Staningt, Hamburg, Generalbevollmächtigter der Maurer Deutschlands. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Helgoland II", Bangeftr. 65 bei Tempel. Vergnügungstlub Ostend, Bergnügungsverein Seerose, bet tester.- Monta Bergnügungsverein Glück st ern 2, Fennstr. 2, böhmens, welche am 9. Dezember in Neufatti tagte, beschloß, krautfraße 6 bet Oudolf von 6-6 Uhr. Die Organisationskonferenz der Bergarbeiter Weft- richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein stattfinden de Bergarbeiterkongreß zu Ostern 1895 in 23 i en Der Buchdruckerstreik in Sofia dauert fort. Zuzug ist streng fern zu halten. .Skilm Versammlungen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Montag, Solftetner mit Gästen in den Dranten- Hallen, Drantenstr. 61.( Stehe heutige den 31. Dezember( Sylvester), Sylvester- Busammenkunft der Schleswig Annonce.) Arbeiter Bildungsschule. Montag Abends 8-10% Uhr: Nord ökonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemaritr. 14: National Herren, jeder Zeit aufgenommen - Montag: Pfeifentub elfen fest, Andreasstraße 26 bet Wilte. Vergnügungsverein Felsen fest, Nirdorf, Sermannstraße 21 bet Spezialitätenverein Normannia, Frankfurterstr. 133 bei Golds. Hornburg. Kartentlub Lustige Brüder, Krautstraße 48 bei Rattte. Mundharmonikaverein Borwärts, Bellealliancestr. 74 bei Kitzing. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. MännerAbtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Gemeindeschul- Turnhalle Stephanjir. 3( Moabit). Privat- Theatergesellschaft PrivatSatur" Abends 49 Uhr, Sigung bei Specht, Martgrafenftr. 83. Theatergesellschaft Immer Lustig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Ruhl teit" jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schleſtſcheſtraße 38. Andree, Chorinerstr. 63: Sigung mit Damen. Rauchklub Brüderlich" Vermischtes. In Silverlake( Oregon) war am Weihnachts- Heiligabend explodirte und den Saal in Brand steckte; 41 Personen sind ver eine große Anzahl Personen festlich versammelt, als eine Lampe brannt und 16 verletzt worden. 19 Streifs in Desterreich. Das österreichische Handelsministerium hat soeben eine Zusammenstellung der im vorigen Jahre in Desterreich stattgehabten Streifs veröffentlicht. Außer dem Bergbau umfaßt dieselbe sämmtliche Gewerbe. Die Gesammtzahl der Streits stellte sich im Jahre 1898 auf 172 gegen 104 im Jahre 1892 und 101 im Jahre 1891. Es ist dem nach eine wesentliche Ausdehnung der Streikbewegung zu beobachten gewesen. Die Streifs vertheilen sich auf 1207 Unternehmungen, und an den Arbeitseinstellungen nahmen 28 120 Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, Arbeiter theil. Die Zahl der streikenden Arbeiter hat sich seit dem im Laufe des Semesters, eintreten. Jahre 1892 verdoppelt. Mehr als die Hälfte der Streiks, näm- unterricht in Gefeßestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Montag, Abends' 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: lich 92, waren in Niederösterreich zu beobachten; auf Böhmen Deutsch. Oft- Schule, Martusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. entfallen 35, auf Mähren 26 Ausstände. In Oberösterreich, ad. Neumann, Pasewalterftr. 3. Alle Menderungen im Vereinsfalender Arbeiter Hängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Kärnthen, Krain, dem Küstenlande, in der Bukowina und in sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49 Dalmatien sind keine Arbeitseinstellungen vorgekommen. Die Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. große Mehrzahl der Streits betraf Differenzen ger den Arbels. 6, bet Ehrenberg. John. In 38 Fällen begehrten die Arbeiter eine Lohnerhöhung, Wiederhall, Köpenickerstr' 191 bei Foge. Butun ft I, Stegliz, Ahorn Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftshaus. in 20 Fällen wollten sie eine Lohnherabsehung verhindern, in straße 15a, Schelhose's Gambrinus. Bruderherz, Strautstr. 6, bei Rudolf. 63 Fällen eine Lohnerhöhung zugleich mit einer Verminderung Allee& bei Karl Schulz.-& ieder zweig, Waidmannsluft Berlinerstraße Arbeiter Gesangverein Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen 8 Uhr abends statt. der Arbeitszeit erzielen. Aber auch die Forderungen nach Ent- bet Berbe. Siedesfreiheit II, Strausberg, Wrietenerstraße bei laffung mißliebiger Angestellter oder auf Verhinderung der Aus: 2oot, Bürgergarten. Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser per schließung von Arbeitern spielten eine bedeutende Rolle. Jm Allee 46 bei Höhne. Rosalia, Lebuferstraße 5, bei A. Nemiz. ganzen wurden von den streifenden Arbeitern im vorigen Jahre verein a cht auf II, Woltersdorf bei Ertner, Restaurant Gillmann, Syrene, Schönhauser Allee 28 bet elle. Arbeiter GesangFür den Inhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 30. Dezbr. Freie Volksbühne( Lessing. Theater.) 2. Abtheilung, Nachmittags 2½ Uhr: Der Traum ein Leben. ( National Theater.) 5. Ab theilung, Nachmittags 22 Uhr: Siebertafel ber Malet, Ammenfraße Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. Sonntag: O, diese Berliner! 717 assage.Panopticum Schlußsteinlegung im Reichstage mit Benutzung des Original Thrones. Große Posse mit Gefang und Tanz 63 wilde Weiber aus in 6 Bildern von Julius Freund. Musit von Julius Einödshofer. 1/28 Anfang 28 Uhr. Morgen: 0, diese Berliner! Hildegard Scholl. Vorher: Eren Adolph Ernst- Theater schulden. Opernhaus. Carmen. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Montag: Was ihr wollt. Deutsches Theater. tomben. Die Kata Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor Dahomey. Castan's Panoptikum. 眠 藥 Noch nie dagewesen! Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Die Dinka. 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. vom Prince of Wales- Theater in London Weihnachts- Ausstellung Zum 6. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach Montag: Dieselbe Vorstellung. dem engliſchen„ A Gaiety Girl" von Leffing- Theater. Ghismonda. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Der Kompagnon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Unter präfett. Vorher: Villa Vielliebchen. Montag: Diefelbe Vorstellung. Schiller Theater. Krieg im Frieden. Montag: Das heyß Eisen. Der 98fahrend Schüler im Paradies. Der Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Infolge des großen AnBerliner Aquarium. v. 2 Tr. Briefhaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Ball) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet Mittwoch von 7 bis G. Ct. Schleußig. Deutscher Arbeiterverein„ Germania". Adr. J. Winiger, San Paulo, Brasilien. M. N. Sie müssen den Sachverhalt genauer darlegen. 2. M. 100. Ihre Frage ist unverständlich. Kaufmann's Variété. Königstraße, Colonnaden. Täglich: Nur Spezialitäten I. Ranges. Elite-Programm. 16 Glanz- Nummern Montag: Sylvester- Vorstellung. Sylvester- Ball. Im Grunewald. Avis. Den geschäßten Vereinen steht unser Theater Saal zu Matineen und Vorstellungen zur Verfügung. Unter den Linden 68a- Ecke der Ortskrankenkasse der Klempner. Schadowstr. -Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 25 Pf. 25 Pf. Reichhaltige Ausstellung von Am Sonntag, den 6: Januar t. J., Vormittags 10 Uhr, findet bei Ehrenberg, Annenstr. 16, eine außerordentliche drangs bleibt die kaffe von Vor- Land- und Seethieren, wie" Affen, Generalversammlung mittags 10 hr ununterbrochen Riesenschlangen, Krokodile, Haigeöffnet. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. und Tintenfische etc. Circus Renz Carlstrasse. [ 292M der Vertreteter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unserer Rasse mit der Tagesordnung: Be sprechung handlung der Rassenmitglieder" statt. Ferner machen wir die Mitglieder der Kaffe darauf aufmerksam, daß vom über die ärztliche BebandSonntag, den 30. Dezember: Dottor mit der großen Najen. Undine, die Fürstin der Wellen. 2 große Vorstellungen. Der Bauer im Fegefeuer. Zum Schluß: Die Burgruine. Großes Ausstattungsstück mit Gesang Neues Theater. Der fleine Mann. in 4 Aften und einem Vorspiel von Montag: Dieselbe Borstellung. Theater Unter denginden. Boccaccio. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. loschen des Glücks. Montag: Geschlossen. Die Gas Nachmittags 4 Uhr Wollheim. Neu bearbeitet von Dr. Ed. mit besonders gewähltem Programm. Jacobschn. Mufit von G. Michaelis.( Ermäßigte Preise, siehe Plakate.) Die lustigen Heidelberger. Regie: Max Samst. Rassenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Abonnementsbillets, täglich giltig, Abends 72 Uhr: Central- Theater. D! diese Berliner, find zu haben in den Bablſtellen bereTjo Ni En. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Montag: Diefelbe Vorstellung. Alexanderplat Theater. Ein Modell. Vorher: Die Wucherer von Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Undine, die Fürstin der Wellen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstelling. Paradie Theater. SpezialitätenBorstellung. Freien Voltsbühne. " Sanssouci Kottbuserßraße 4a. Sonntag, 30. Dezember: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank).. Anf. 7 Uhr Entree 50 Pfg. Dienstag, den 1. Januar: Schiller- Theater. Große Neujahrs- Fest- Soiree ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 80. Dezember, Nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und Uhr: 111 Sanssouci. der Liebe Wellen. Abends 8 Nr: Die 30 000 Dollar- Uhr, Krieg im Frieden. Dichter Abende im Bürgersaale mit dem des Rathhauses, Abends hr: Oberammergauer Festspiele Fabel- und Märchen- Abend. Montag, den 31. Dezember, Abends Bugstück b. Weltausstellung in Chicago. 8 Uhr: Das heys Eiſen. Der Laselbst mit 6 ersten Preisen getrönt. fahrend Schüler im Paradies. Ausgestellt in der Passage". Der Doktor mit der großen Hafen. Der Bauer im Fegefener. Fastnachtsspiele von Hans Sachs. Zum Schluß: Die Burgrnine. Von Karl Garo. Entree 25 Pf. Walhalla [ 249M „ Volks Theater" ( früh. Parodie- Theater) Oranienstr. 52. ( Beim Jahreswechsel in Peking). E. Schlafft. f. Hrn. zu verm. b. Ww. Jahn, Langestr. 91, v. 3 Tr. 19496 Frdl. Schlafft.( 6 M.) zu verm. bei Trumpfe, Mariannenplatz 5, H. r. 2 Tr. Staligerstr. 115, v. 4 Tr., bei Koppe ist eine frol. Schlafft. zu verm. 1951b Frdl. Zimmer, sep. Eing., für 1 bis 2 Hrn. fofort od. später Marfusstr. 6, 1952b Seitenfl. 2 Tr. Freundt. Schlafstelle find. Genoff. bei Rosel, Höchstestr. 29, v. 1 Tr. 19585 Frdl. Schlafft. f. Hrn., sep., 6 M., Langeftr. 3, v. 4 Tr. b. Hirius. 1954b Möbl. Schlafft. f. 1 Hrn., 7 M., bei Hentmann, Blumenstr. 53, v. 2 Tr. r. Frbl. möbl. Schlafstelle bei Frau Müller, Manteuffelftr. 61, vorn 3£ r. Möbl. Schlafstelle zu verm. f. Herren b. Voigt, Schmidstr. 8, H. I. 1 Tr.[ 1940b Frol. Schlafft. Schmidstr. 14, H. 2 Tr. Wolter. 19396 Saub. möbl. Schlafst., sep. Eing., für Genoss. Adalbertstr. 88, v. 4 Tr. b. Brandt. Möbl. Zimmer, ein auch zwei Herren ( 7,50), Reichenbergerstr. 144, v. 3 Tr. r. Eine frdl. Schlafft. für einen Herrn Waldemarstr. 16, v.4 Tr. bei König.[ 1933 Schlafft. f. Herren, Balkonz., sep. Eing., Manteuffelstr. 69, v. 3 Tr. Schumann. Schlafft. nach vorn, 7 M., Wallstr. 31, 1931b Aerzteverzeichnis keine Giltigkeit 8 Tr. Pfeiffer, mehr hat und ein neues in Kraft tritt, welches im Kaffenlokal, Neu Köln a. 26. Frol. Schlafft. f. ein. S.( fep. Eing.) bei Nr. 17, in Empfang genommen werden Meyer, Prinzessinnenſtr. 7, v. 4 Tr. fann. 1964b Der Vorstand. Roh- Tabak Neue Musikeinlagen, Poa ma liefert zu foliden Preisen ( großes Bonnyspringen). Max Flatauer, In beiden Vorstellungen: Auftreten sämmtl. Kunstspezialitäten, 498L Landsbergerstr. 72. Damen und Herren, Vorführen und Reiten bestdressirter Freiheits-, Springs u. Schulpferde. Auftreten sämmtlicher Clowns und des beliebten August Mr. Lavater Lee. Morgen, Montag, den 31. Dezember ( Sylvester), abends 712 Uhr: Gala- Vorstellung: Tjo Ni En. Dienstag, den 1. Januar 1895( Neujahrsfest): Bwei große Feft- Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr und abends 71/2 Uhr. Fr. Renz, Rommissionsrath. Nur noch kurze Zeit! Circus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Heute, Sonntag: 2 gr. Vorstellungen. Aniang 4 u. 18 Uhr. Zu der Nachm. Vorst. auf allen Pläßen ein Kind frei. Montag: Gr. Sylveſter- Feſtvorſtellg. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Sonntag, den 6. Januar 1895, Abends 6 Uhr: Betten, Kleiderspind 35-45 M., Wäschespind 37, Bettstellen u. Matratzen 27 W. Pantstr. 29 bei Stephan. 19176 Schlittschuhe, 20 Pf. au, Rottbuserstr. 13 Mittenwalderstr. 40 Stube, Küche, Korridor u. 1 Küche sof., auch 3. 1. 4. 95. Wohnungen, Zwei möbl. Schlafft. H. od. D. z. 1. Jan. verm. Schmidstr. 9, Hof 4 Tr. r.[ 1930b Frdl. Schlafit., sep. Eing., fof. od. zum 1. Jan. zu verm. Grünauerstr. 25, Dieter. Frol. Schlafft. f. 1 auch 2 Herren verm. Gen. Sommerfeld, Holzmarktstr. 44, Hof 1½ Tr. 1928b Möbl. Schlafstelle bei Wwe. Gesch, Adalbertstr. 84. 1929b Saub. Schlafft., sep. Ging., Rottbusers straße 2, H. r. 3 Tr. bei Pawlat. 309M Einfach möbl. 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Rühl. 1915b Möbl. Zimmer zu verm. b. Wuchhauer, Staligerstr. 127, Hof 1 Tr. r. 1924b Tr., Hoffmann. Frl. Schlafft. 2 H. Alte Jakobftr. 89, Alte Jakob 1916b Schlafft. f. H., 6 M., Fürbringerstr. 5, 2 Tr., Böse. 1926b Möbl. Schlafstelle f. H., Manteuffel straße 92 v. II I. [ 19795 Möbl. Schlafft. f. S., 7 M., Mans teuffelstr. 61 v. III, Bönigt.[ 1980b Schlafst. f. H. fogl. o. 3. 1. J. m. u. o. Klavier, Reichenbergerstr. 52 H. IV r. Bessere Schlafstelle, Simonstr. 6 Hof I. Dienstag, den 1. Januar. Nachm. Dienstag, den 1. Januar 1895, Botal- n. Juftrumental- Konzert Roblantstr. 12, 2 r. Br. 6 W. 19476 1 Schlafst., KI. Martusstr. 27 II, Löwe. 3 Uhr: Pring Friedrich von Homburg. Abends 8 Uhr: Krieg im die Schneiderin vom Morigplay. Frieden. Anfang 7/2 Uhr. [ 19676 mit nachfolgendem Familien- Kränzchen. Schlafft. b. Bethke, Dresdenerstr. 99, 1. Seitenfl. 2 r. 19486 Anft. j. Manu f. Schlafft., Manteuffelftraße 90 IV r. 1976b Achtung! 6. Wahlkreis! Zwei Selma Stoy Adalbertus Sperlich Verlobte. Berlin, Weihnachten 94.[ 19636 Arbeiter- Bildungsschule 30. Abends Uhr, große öffentl. Bolts- Versammlungen Beutral- Kranken- u. Sterbefase im Kolberger Salon, Kolberger Straße Nr. 23: am Sonntag, den 30. Dezember, Vormittags 10 Uhr. 1. Jm Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. 2. Jn Reichert's Festsälen, Müllerstr. 7. Tages Ordnung: 1. Der Bierboykott. 2. Diskussion. 3. Die Zeitungsfrage. 4. Verschiedenes. Die Vertrauensperson. 2845 der Zimmerer. = Versammlung. " 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Die Bedeutung der Feste." Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 2. Diskussion. Nachher: Geselliges Beisammensein mit Tanz, arrangirt von das Mitglied, der Zimmerer 295/1 den Schülern. Damen und Herren als Gäste stets willkommen. Mitglieder Albert Karkuschky, werden aufgenommen. Wörtherstr. 42 wohubaft, am 25. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. d. M., Nachm. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. 3 uhr, von der Zeichenhafte des GeorgenSonntag, den 30. Dezember, Abends 62 Uhr, Ethische Gesellschaft. 56/1 firchhofes in der Landsberger Allee Sonntag, den 30. Dezember, Abends 6½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: aus statt. Um rege Betheiligung bittet Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen prakt. Arzt Dr. Weyl über:" Das Diphtherie Heilserum". 2. Diskussion. Entree 10 Pf. 1960b Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Achtung! Rixdorf. Achtung! Sonntag, 30. Dezember, Nachm. 2 Uhr, in Wiersing's Salon, Knesebeckstraße 77: Der Vorstand. Bez. II. Danksagung. Für die Beweise inniger Theilnahme Ursachen der Bleichsucht". und Kranzspenden am Begräbnißtage Gäfte, Damen 114| 11 Vortrag des Herrn Dr. G. Heymann über:" Die gesellschaftlichen Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz. meines unvergeßlichen Mannes sage und Herren, haben Zutritt. allen Freunden und Kollegen meinen tiefgefühlten Dank. Die trauernde Wittwe. Minna Herrmann. 1959b Kranzbinderei und Blumen- Handlung voll Berlin Große öffentl. Volksversammlung. J. Meyer, wienerstr. 1 258/2 Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion über den Bierboykott. Steglitz. Die Vertrauensperson. ( nur dort). Guirlanden à Mtr. von 15 f. an. Telephon: Amt IV, 9482. SO., Achtung! Die am 25. Dezember polizeilich verbotene Matinée findet am 1. Januar, Mittags 12 Uhr, statt. Die Billets behalten ihre volle Giltigkeit. Gesangverein Gerstenähre. Das Comité. Keller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Dienstag, den 1. Januar 1895: Grosse Matinée veranstaltet vom Gesangverein Gerstenähre( Brauer) unter Mitwirkung der Gesangvereine: Norddeutsche Schleife, Freiheitsklänge I, Stralauer Liedertafel, Frohsinn I, Liedertafel der Maler, Kreuzberg, Deutsche Liedertafel und Sängerkette( Mitgl. d. A.-S.-B.), Adhtung! Friedenau. Wienerbad, wienerit. 17. fowie von Witgliedern der„ Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmuſiker". Dienstag, den 1. Januar, Nachmittags 11/2 hr: Große öffentliche Volksversammlung im Kurhaus zu Friedenau. Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstags. Abgeordneten Fritz Wannenbäder 50 u. 30 Pf. Dampf- Raftenbäder 1 Mark. Medizinische Bäder aller Art. Krankenkassen- Mitgliedern bestens empfohlen. Zubeil über: Wie stellen sich die Arbeiter von Steglitz und Friedenau zur Freie Vereinigung der BureauAufhebung des Bierboykotts? 2. Diskussion. 3. Ergänzung resp. Neuwahl der Lokalkommission. 4. Verschiedenes. 25813 Der Einberufer. Angestellten Berlins und Umg. Montag, den 31. Dezember, im Lokale des Gründel, Brunnenstr. 188: Gesangsleitung: Herr Exiner. Fest- Vortrag, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten P. Singer. Eröffnung 11 Uhr. Einlaßtarte 20 Pi. Anfang 12 Uhr. Der gesammte Ueberschuß ist für die ausgesperrten Brauerci arbeiter bestimmt. Das Comité. Wachstuchreste, Gummitischdecken, auch 129/14 LINOLEUM- RESTE, fehlerhafte, sehr billig. Grüner Weg 102. Glühwein- Extrakt ganz vorzüglich, à Literflasche 1,30 M. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Sylveffer Frier Grog- Extrakt, Punsch- Extrakt ( Verwaltungsstelle Berlin- Moabit). Dienstag, den 1. Jaunar, Nachmittags 5 1hr, im Lokale des Herrn Lauge, Stromstraße Nr. 28: Mitglieder- Versammlung mit geselligem Beifammensein. 1796 Tages Ordnung: 1. Wortrag über:„ Lohnarbeit und Kapital" 2. Konzert, Gedichtvorträge und Tanz. Um gefl. Erscheinen aller Kollegen und deren Angehörigen ersucht Die Verwaltung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Montag, den 31. Dezember( Sylvester): Großes Sylvester- Vergnügen Vorträge Verloosung Tanz im großen Saal der Oranien- Hallen", Oranienstraße 59. Einlaß- Karten à 30 Pf. find bei W. Hinz, Dresdenerstr. 48, 3 Tr., fowie in den Restaurants Sass, Markgrafenstr. 102, Voss, Holzmarktstr. 61, Lenz, Alte Jakobstr. 69 und ,, Oranien- Hallen" au haben. Landsleute, sowie Gäste find willkommen. 19666 Der Vorstand. Anfang 82 Uhr. Kommandantenstr. 20, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Montag, den 31. Dezember 1894: Grohe Sylvester- Feier bestehend in BC Konzert, Ball, Vorträgen u. Ueberraschungen veranstaltet vom Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Freunde und Genossen sind hierzu freundlichst eingeladen. Billets sind bei Freygang, Schüßenstr. 18/19, sowie bei den Mitgliedern zu haben. Das Comité. 282/7 Admiralstraße 18e, Märkischer Hof, Admiralstraße 18e. Montag, den 31. Dezember 1894: Sylvefter- Feier unter Mitwirkung hervorragender Spezialitäten. Konzert von Berufsmusifern ausgeführt. Billets( Herren inkl. Tanz 50 Pf., Damen 30 Pf.) sind zu haben in den mit Plakaten belegten Geschäften, sowie bei den Herren Fr. Schultz, Urbanitraße 35, III; Näcke, Barnimftr. 11 Hof II; Ad. Hopp, Granfeeerstr. 5 Zaddach, S. Kurstr. 5, und bei den übrigen Mitgliedern. 1882b Anfang 8hr. B Empfehle mein Restaurant als angenehmen Familienaufenthalt. 2 große Vereinszimmer, 50-80 Perfonen, Winter- Kegelbahn noch einige Tage frei. Restaurant Seiffert, 18562* 121. Oranien str. 121. J. A.: Oswald Grauer. Schmiedel's Festfäle Alte Jakobftr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 7052* Wiv. E. Schmiedel. Neu eröffnet. Louis Keller's Festsäle, 29, Koppenstrasse 29. Grosser Festsaal 3000 Pers. Oberer Festsaal 600 300 " à Literflasche 1,60 m. Rum à Literflasche 1,10, 1,60, 2,10 Mark. 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Hand weisen, wenn ihr unter verhältnißmäßig günstigen Aus- wie er fortan beste hen soll, erklärt diese Abmachungen für abs fichten ein Friedensschluß offerirt wird.( Ruf: Wollen wir gefatert, und behauptet, er hätte nie den Muth besessen, mit nicht!) Nun, bis zum Santt- Nimmerleinstag kann der Bierkrieg solchem Vorschlage vor die Berliner Arbeiterschaft zu auch nicht weiter gehen!( Beifall.) treten. Brauer Lang erklärt, trotzdem den Muth Nachdem wir bereits gestern eine furze Uebersicht über den Verlauf der 16 Versammlungen gegeben haben, laffen wir nun mehr einen ausführlichen Bericht folgen: Der Redner geht nunmehr auf die Führung des Kampfes zu haben, das haben, das Gegentheil von den soeben gehörten Die Versammlung im 1. Wahlkreis, die in Röllig's Lokal felber ein; die Lasten und schweren Opfer der Genoffen, Behauptungen zu vertreten, und schließt sich im wesentlichen den tagte, war von ungefähr 300 Personen besucht. Besonders zahl die Kampfweise der Gegenpartei und die haarsträubenden Lügen Ausführungen des Referenten an. Wegner hält die Art und reich hatten sich die Brauerei Arbeiter an der Versammlung be- und Berleumdungen von jener Seite; als verbürgte Nachricht galt Weise, wie die gegenwärtige Situation herbeigerührt worden theiligt. Der Referent, Genosse Faber, gab in seinem Referat eine es schon, daß Singer Tirektor des Münchener Brauhauses werden ist, für eine Ueberrumpelung, die der Arbeiterschaft das Messer eingehende Schilderung über den Verlauf des Kampfes und follte.( Große Heiterkeit.) Das, fährt der Redner fort, haben an die Kehle setze. besprach sodann die Bedingungen, unter welchen die Aufhebung wir alles gesund überstanden, heute wird die Arbeiterschaft als In seinem Schlußwort tritt der Referent mit aller Ents des Boykotts erfolgen soll. Redner plaidirt für die Annahme vertragschließende Macht anerkannt, eine Ctellung, auf welche schiedenheit den Verdächtigungen und Unterschiebungen entgegen, des Antrags auf Beendigung des Boykotts, da die Arbeiter unter die Arbeiterschaft stolz sein kann. die gegenüber Personen erhoben wurden, die das Vertrauen der den obwaltenden Umständen immerhin einen ehrenvollen Frieden Versuche zur Beilegung des Konfliktes wurden wiederholt Berliner Arbeiterschaft an ihre verantwortungsvolle Stelle geeingehen. In der Versammlung äußerte sich eine starke Oppo- angestellt; die ergebnißlose Verhandlung vor dem Gewerbegericht rufen hat. Im Namen aller Unterzeichner protestire er ganz fition gegen die Ausführungen des Referenten, die denn auch troß und das Zwischenspiel der Saalbesitzer bedarf feiner Auffrischung. energisch dagegen, daß ihnen Vorwürfe zu machen seien. Ihnen aller Gegenargumente von der anderen Seite die Majorität in Unsere Reihen blieben fest; gleichfalls die Stellung des Gegners. steht vielmehr das nachweisliche Recht zu, im Namen der der Versammlung behielt und die Annahme des Antrages In der Erkenntniß, daß die Partei immer zur Beilegung des Berliner Arbeiterschaft Beschlüsse zu fassen. Was erreicht worden verhinderte. Krieges bereit war, mußte auch diesmal die Hand zum Frieden ist, sei das einzig möglich Erreichbare zwischen zwei gleich Wohl gegen 1200 Personen hatten sich in den Armin- geboten werden.( Heftiger Widerspruch und lebhafter Beifall.) starken Parteien. Die Versammlung möge nun die Aufhebung hallen, Kommandantenstraße, eingefunden, um das Referat Wenn wir ernsthaft den Frieden wollen, müssen des Boykotts beschließen.( Langanhaltender Beifall.) Hiernach des Genossen Fischer über den Bierboykott zu hören. Der wir sogar, falls die Bedingungen annehmbar sind, den wurde mit großer Majorität dem Friedensschlusse zugestimmt. ungeheure Andrang machte das Hinausschaffen der Zische und Kampf beendigen.( Erneuter Beifall.) Nun kommt das Kapitel, Die Verſainmlung in dem Lokale von Bolzmann, Lichtens Etühle nöthig. Hunderte von Ginlaßsuchenden mußten zurückgewiesen ob wir auf das Abkommen, das durch die Presse zur Kenntniß bergerstraße, erfreute sich gleichfalls eines recht zahlreichen Bewerden. Nachdem der Referent kurz die Entwickelung des Bier der Betheiligten gekommen ist, eingehen können. Prüfen wir als suches. Nach dem Referat des Genossen Robert Schmidt frieges gestreift, ging er unter anfänglichem Widerspruche eines ernsthafte Männer diese Vorschläge. Was waren die Forderungen polemifiren mehrere Redner gegen die Ausführungen des ReTheils der Versammlung des Näheren auf die vorliegenden der Brauerei- Arbeiter? Bunächst Einstellung der Gemaßregelten ferenten und die Annahme der Resolution. Besonders bemängelt Friedensbedingungen ein. Die früheren Verhandlungen mit dem auf ihre alten Posten. Diese Forderung wurde, als der Boykott man das Aufgeben der Forderung in betreff des ersten Mai. Gegner hätten zu feinem ehrenvollen Frieden führen können; erft 41/2 Monate bestand, schon fallen gelassen, selbstredend fann jetzt Auch mit dem Arbeitsnachweis waren die meisten Redner nun aber sei der Moment gekommen, daß auch die Arbeiterschaft erst recht nicht mehr davon die Rede sein. Daß aber jene Forderung, nicht einverstanden. Stark bezweifelt wurde, daß die die Hand zum Friedensschlusse bieten tönne. die bei der Verhandlung auf dem Gewerbegericht noch für undistu Ringbrauereien die im Statut enthaltenen Bestimmungen befolgen Die gesammte Bierringpreffe lamentire über die offene Nieder- tabel qalt, nunmehr glatt zugestanden wird, ist jedenfalls eine werden. Andererseits seien die Bestimmungen selbst derart, daß Tage der Brauereien; die vorliegenden Friedensbedingungen könne anzuerkennende Errungenschaft.- Die Ausgesperrten bei dem hohen Prozentsaz, der den Brauereien zugestanden ist, man unter den obwaltenden Verhältnissen annehmen. Redner ersucht werden bei der Einstellung in erster Linie in Frage kommen. mit Umgehung des Arbeitsnachweises Arbeiter einzustellen, von deshalb um die Zustimmung der Versammlung. Die darauf folgende Wer da den Fortschritt leugnet, will nicht sehen.( Zustimmung einer Bedeutung oder Werth des Arbeitsnachweises garnicht Distusfion gestaltete sich zu einer äußerst lebhaften. Buchbinder und Widerspruch an einzelnen Stellen.) Mit Bezug auf die gesprochen werden kann. Die Bestimmung, daß den Frei hält die Brauereien noch nicht für befiegt, am aller- Bwischenrufer bemerkt der Redner, daß man sehr mit Un- Brauereibesitzern zu gestatten ist, unter den Arbeits wenigsten sei ein ehrlicher Friede zu verzeichnen, indem das auf recht das jetzige( im Borwärts" bekannt gegebene) Statut suchenden eine Auswahl zu treffen, erfuhr gleichfall dem Papier Zugestandene für ihn nicht gelte. Derselben Meinung des Arbeitsnachweises als absolut werthlos hinftelle: heftige Angriffe. Vom Referenten und einigen anderen Rednern ist der nächste Redner Rosenthal, welcher sämmtliche Para Demgegenüber müsse er an die Art der Agitation für den Zentral- wurde dem entgegen gehalten, daß allerdings die Arbeiter nicht graphen des vorliegenden Arbeitsnachweis- Statuts der Brauer Arbeitsnachweis im Jahre 1890 erinnern, wo die Statutenvorlage einen vollständigen Sieg errungen haben. Für diesen für unannehmbar hält. Mehrere Brauerei- Arbeiter betritteln in Bestimmungen enthielt, die jedenfalls heute noch weit heftigeren Ausgang ist nur allein die Arbeiterschaft selbst verantwortlich, Tängeren Ausführungen den errichteten Arbeitsnachweis, dessen Widerspruch erregen müßten. Redner zitirt daraus einige Para da sich gezeigt habe, daß trotz der schweren Nachtheile, die wir Statut voller Kautschukparagraphen und Hinterthüren für die graphen. Im§ 7 z. B. werde bestimmt, daß eine Lösung des dem Gegner zugefügt, eine vollständige Niederlage desselben Brauereidirektoren wimmele. In welchen Punkten die Ar- Arbeitsverhältnisses eintreten könne, wenn Thatsachen vorliegen, nicht zu erreichen war. Wäre dies der Fall, dann beiterschaft einen Sieg zu verzeichnen habe, fei ihnen nicht die ein gedeihliches Zusammenwirten" zwischen Arbeitern und konnten wir andere Bedingungen ezwingen. Zweifelt man ersichtlich. Beide Redner ersuchen deshalb, den Boykott Arbeitgebern unmöglich machen. Den Vorsitz für den Arbeitsnachweis aber an der Innehaltung des Abkommens seitens der Brauereien, aufrecht zu erhalten. Silbersamidi richtet an die wollte man sans façon einem Arbeitgeber überlassen und dann ist jede Verhandlung unmöglich, da ja von diesem GesichtsAnwesenden das Ersuchen, sich zu vergegenwärtigen, ob dergleichen mehr.( Hört, hört!) Der Vortragende kritisirt die punkte aus die Sache betrachtet, selbst die besten Bedingungen nicht ein Weiterführen des Boykotts unter den obwaltenden Verhält$$ 10, 13 und 20 dieser Statutenvorlage, die jedenfalls noch uns zu einer Beendigung des Kampfes führen tönnen. Die Forderung niffen für die Arbeiterschaft von Nutzen sei. Dafür, daß die günstigere Bestimmungen für die Arbeiter enthalte als das des ersten Mai mußte fallen gelassen werden, weil es un Brauereidirektoren ihr gegebenes Wort halten werden, forge ihr jetzige neue Statut.( Lebhafte Zustimmung.) Wo ist, so fragte möglich war, so wie die Dinge liegen, dieses VerGeschäftssinn, ihnen daran liegen müßte, die verlorene Sympathie der Redner die in erheblicher Anzahl vertretenen Brauereiarbeiter, langen durchzusetzen. Im übrigen hat die Partei nach dem der Arbeiter wieder zu gewinnen. Die nächstfolgenden Redner ein Gewerbe, in dessen von der Unternehmerschaft anerkanntem Kölner Parteitagsbeschluß keineswegs die Durchführung der Schall und Krasemann plädiren im Sinne des Referenten. Arbeitsnachweis die Bestimmung enthalten ist, daß niemand wegen Arbeitsruhe übernommen, sondern dies jenen Gewerkschaften übers Nach einem zündenden Schlußwort des Genossen Fischer ge- feiner Zugehörigkeit und Thätigkeit zu einer Organisation gemaß- lassen, die stark genug zu sein glauben, der Durchführung einer langte die Resolution mit allen gegen ungefähr 30-40 Stimmen regelt werden darf. Wenn man erwidere, die Unternehmer im Brau- solchen Forderung die Anerkennung verschaffen zu tönnen. Die zur Annahme. Die Tellersammlung wurde zu Gunsten der Aus- gewerbe halten nicht Wort, so sei es doch jedenfalls in konsequent ge- Anwesenden neigten denn auch mit ihrer Ansicht mehr der gesperrten fortgesetzt. wesen, überhaupt Verhandlungen anzubahnen.( Sehr richtig.) Es Auffassung des Referenten zu und erfolgte die Annahme des Ans Die Versammlung bei Deigmüller war von liege auf der Hand, daß vielleicht manche der ringfreien Brauereien, trages gegen etwa 30 Stimmen. ca. 500 Personen besucht. Genosse Vogtherr referirte in ein- der von diefen abhängigen Geschäftsteuten und Saalbesitzer, die ledig Ju Moabit war der Bittoria- Salon", Perlebergerstr. 13, gehender Weise über die Gründe, die die Aufhebung des Boykotts lich aus Geschäftsrücksichten die Partei beim Boykott unterstützten, bald nach Eröffnung derartig überfüllt, daß Tische und Stühle möglich machen. Nicht nur, daß die Arbeiterschaft einen ehren- für ihre Interessen Stimmung zu machen versuchten; das könne hinaus befördert und die Eingänge gesperrt werden mußten. vollen Frieden schließen kann, hat dieselbe doch einen Achtungs- und dürfe jedoch die organisirte Arbeiterschaft nicht an ihren Be- Nachdem der Referent Otto Mäther die Ursachen und den erfolg errungen, der dem Unternehmerthum die Lust rauben schlüssen hindern. Hier fomme nur die Frage in betracht: Sind Fisherigen Verlauf des Kampfes besprochen und dabei auch dera wird, in nächster Zeit der Arbeiterschaft wieder so provokatorisch die Arbeiterinteressen bei dem am 24. Dezember geschlossenen wiederholten, aber fehlgeschlagenen Einigungsversuche ges gegenüberzutreten. Zum Schluß ermahnte der Redner, aus dem Abkommen gewahrt und er( Redner) und die bekannten dacht hatte, unterzog er die sieben Punkte, welche dem für den Frieden mit Verlauf des Boykotis die Lehre für die zukünftigen Rämpfe zu Parteigenossen bejahen sie ohne Ausnahme, dann liege kein nunmehr die Bedingungen ziehen, damit Fehler vermieden und die guten Lehren Grund vor den Frieden, zu dem uns nicht die Ermüdung Verein der Brauereien bilden, einer kritischen Beleuchtung verwandt werden. Dem Referat folgte eine längere, lebhafte zwingt, wenn's sein muß, fämpfen wir weiter noch hinauszu- und fand, daß sie angesichts Nebenumstände Debatte, in welcher die Genossen Dastig und hoch sich schieben. Ein Mehr von Vortheilen würden wir in Zukunft schwerlich immerhin noch einen Achtung gebietenden Erfolg bedeuten. Am den Ausführungen des Referenten anschließen. Dagegen sprachen erreichen. Ueberzeugen kann man sich über die Lage der Dinge, Schluß seines etwa einstündigen Referats durch Zurufe auf die Tieze und Frau Milaugti, weil noch nicht genügend so betont der Redner, bei der bürgerlichen Presse, die zum großen Saalfrage" und den 1. Mai gelenkt, erklärte Stedner, daß die erreicht sei und nur durch weiteres Ausharren ein vollständiger Theil Klagelieder über das Fiasto der Brauereien anstimmt. erstere Frage weiter bestehe. Bezüglich der Freigabe des 1. Mai Sieg errungen werden kann. Pötzsch machte darauf auf- Es ist wohl schmerzlich für die Böttcher und Brauer, daß ein richtete der Referent am Schlusse seiner trefflichen Ausführungen merksam, daß die Saalfrage von der Aufhebung des Boykotts wesentlicher Theil ihrer Wünsche unbefriedigt bleibt, aber jetzt an die Versammelten einen energischen Appell zum Anschluß getrennt zu behandeln sei und einer besonderen Beschlußfassung muß vor allem der Verstand zu Rathe gezogen werden und der an die Gewerkschafts- und politische Organisation.( Beifall.) In der bedarf. Die Aufhebung des Boykotts wurde mit allen gegen gebietet die Annahme des Abkommens schon mit Rücksicht auf die Diskussion nahm zunächst Molkereibefizer Jakisch das Wort, der, 20 Stimmen beschlossen. Konstellation am politischen Himmel.( Stürmischer Beifall.) wie er erklärte, in die Versammlung mit dem Vorsatz gekommen Der große Saal im Keller'schen Etablissement war Die Parteipresse, soweit sie sich zu dieser Frage geäußert, sei, gegen die Aufhebung des Boykotts zu opponiren, nach den gegen 7 Uhr bereits gefüllt. Unter allgemeiner Spannung der begrüßt diesen Schritt mit großer Freude. Die Parteigenossen Ausführungen des Referenten jedoch diesem nunmehr zustimmen Anwesenden ergriff der Abgeordnete Auer das Wort. Der im Lande haben die bestimmte Erwartung, daß der Boykott müsse. Steinmetz Sch mit war ganz empört über die Zu Weihnachtsmorgen, so äußerte der Redner, brachte der übergroßen heute durch den Willen der Berliner Arbeiter beendet wird. Die muthung, unter solchen nichtigen" Bedingungen Frieden zu Mehrzahl der Berliner Bevölkerung eine freudige Ueberraschung: Ehre der Partei bleibt gewahrt, damit schloß der Redner seine schließen, desgleichen Tapezier Freiwald, der sich über den die nahe Aussicht der Beendigung des mehr als sieben Monate Ausführungen, die Interessen der Partei sind gesichert und ihr Vorwärts" wunderte, daß dieser den Arbeitsnachweis der währenden Bierfrieges. Ueberrascht wurden auch eine Reihe Ansehen ist gewachsen, wenn in diesem Sinne beschlossen wird. Brauer als etwas so Vorzügliches hinstelle, während er sonst solche von Interessenten zweierlei Art; solche, die eine Beendigung des Der mit anhaltendem Beifall aufgenommenen Rede folgte Arbeitsnachweise, die sich nicht voll und ganz in den Händen der Boykotts wünschen, und andere, denen an dem Ende der für eine Debatte, in welcher vornehmlich die Vertreter der Arbeiterorganisation befinden, bekämpfe. Gastwirth Hermer fie recht einträglichen Fehde nichts gelegen ist. Allen Brauereiarbeiter mit ihren abweichenden Ansichten zur Geltung schmidt hält die Bedingungen der Brauereien nur für eine diesen Interessen gegenüber steht das höhere Interesse der tamen. Nach ihrer Meinung muß man von den Brauereien noch Mausefalle, während Gastwirth Rempfer dem Genossen Partei und von diesem Standpunkt aus haben die bedeutende Zusicherungen erhalten, ehe daran gedacht werden Mäther das Kompliment machte, Herr Stösicke hätte fein Bolts Versammlungen ihr Votum in der Boykott fann, den Boytott aufzuheben; es wurde eine diesbezügliche besseres Referat für Aufhebung des Boykotts halten tönnen, frage abzugeben.( Sehr richtig! Unruhe.) Daß dieser Gegenresolution eingebracht. Mehrere Redner fefundirten wie er es gethan habe. Der Ausschluß der Saalbesitzer bei Kampf von der Arbeiterschaft nicht gesucht, nicht provozirt anderseits dem Referenten, der sich in seinem Schlußwort Formulirung der Friedensbedingungen sei seitens der Brauereien iit, haben wir dugendmal nachgewiesen. Das quälende noch kurz mit den in der Diskussion vorgebrachten Ein- eine Schurkerei, der Friedensschluß selbst der Partei un Gefühl, daß die Herren von der Brauindustrie ihren autokratischen wänden beschäftigte und die von einer Seite geäußerte würdig.( Vereinzelter Beifall.) Gegen den Antrag sprachen Gelüsten nicht freien Spielraum gewähren konnten, trieb sie zu Ansicht, als bestände neben dem offiziellen Abkommen noch irgend noch Schreiber und Jde, für denselben Salomon, sammen. Man begann den Tanz mit der Berliner organisirten welche Verpflichtung, energisch zurückwies. Die Abstimmung Faber( Former), Agenroth und Lachmann( SteinArbeiterschaft in der Absicht, die tlaffenbewußte Berliner Arbeiter zeigte eine große Majorität für die Aufhebung des Boykotts. mez.) Nach einem fernigen Schlußwort Näther's, masse zu einer Art Kadavergehorsam à la Stumm und Kühnemann Das Bersammlungslokal bei Nieft in der Weberstraße worin die gegentheiligen Ansichten in trefflichster zu gewöhnen. Das mußte die Energie dieser Angegriffenen auf war bereits lange vor 8 Uhr polizeilich abgesperrt, Hunderte Weise widerlegte, verwahrte der Vorsitzende Pfarr unter lebstacheln; wir vertheidigten in letter Linie ja nur unsere mußten vor demselben wieder umkehren. Dicht gedrängt, Kopf haftem Beifall der Versammlung die 91 Unterzeichner des AnPosition! an Kopf füllten wohl 1800 Männer und Frauen den trages energisch gegen den Vorwurf der Verrätherei, worauf die Großartig ist dieser Krieg geführt mit Opfermuth und Ge- geräumigen Saal. Genosse Pfannkuch hielt ein treff Abstimmung über den Antrag erfolgte, der, wie schon mitgetheilt, schick und beispiellos steht er da in der Geschichte der deutschen liches Referat über das zur Berhandlung stehende Thema. mit etwa 3/4 Majorität Annahme fand. Arbeiterbewegung- doch wie bei allen Kämpfen war auch hierbei Redner erörtert sodann die fünf bekannten Positionen Swinemünder Gesellschaftshaus. Hier war offenbar das Endziel der Friede. Nicht der Kampf um des Kampfes um welche der Kampf geführt wurde. In der Dis- auch infolge des Umstandes, daß die für den Kolberger Salon willen, und nicht ein Friede um jeden Preis konnte der Wunsch tussion verlangt Gröppler, daß der Arbeitsnachweis geplante Versammlung wegen verspäteter Anmeldung nicht stattsein, sondern die Herbeiführung einer Situation, wo ein an- ausschließlich in den Händen der Arbeiterschaft liegen solle. finden konnte der Andrang ein ungeheurer. Schon um 8 Uhr nehmbarer Friede geboten wurde. Wohl kaum jemand Redner nennt das jüngste Verhalten der Boykottkommission war das Lokal polizeilich gesperrt, so daß Hunderte keinen Einlaß tonnte beim Beginn des Boykotts die Meinung hegen, daß der einen Eingriff in die Rechte der Arbeiterschaft und fragt unter mehr fanden. Aus dem Versammlungssaal waren sämmtliche Rampf sich so ausdehnen würde. Es tauchten verschiedentlich Zustimmung aus der Versammlung, weshalb der Kampf Tische und Stühle entfernt und die Menge stand Kopf an Kopf; Gerüchte auf, daß der Zusammenbruch des Ringes in naher nicht so weiter geführt werden fönne, wie bisher. selbst die Logen waren besetzt. Weit über 1000 Personen mochten Aussicht stehe alles war falsch; selbst heute wird noch von Für eventuelle Reichstags- Auflösung find genügend Säle anwesend sein. Das Referat hatte Georg Wagner übereiner Seite die haltlose Ansicht vertreten, daß am Schluß des zu Bersammlungen vorhanden, die Arbeiterschaft habe die nommen, dessen Ausführungen ebenso oft von Mißfalls. Jahres die Geschichte endlich zum Klappen kommen wird. Man ausgesperrten Brauerei- Arbeiter bis jetzt auch noch nicht hungern wie von Beifallsbezeugungen unterbrochen wird den leitenden Personen jedoch darin recht geben müssen, lassen, und seien die Mittel wirklich erschöpft, müsse die Partei Opposition wurde zeitweilig so stark, daß der Redner wenn sie auf diese Fata Morgana fein Gewicht legen.( Beifall schon us Solidaritätsgefühl die Gelder herausgeben, die auf sich genöthigt sah, an das demokratische Gefühl der Widerund Widerspruch.) Es ist leicht erklärlich, daß bei einer längeren Staa liegen.( Unruhe.) Der Bierboykott hat sich so ein- sprechenden zu appelliren. Namentlich erregte es den Umvillen Dauer einer solchen Maßregel auch die Gegner sich daran ge- gebürgert, daß er gar feiner Agitation mehr bedarf.( Unruhe, derselben, daß die Boykottkommission an der Forderung der wöhnten. Je länger der Boykott anhielt, und je mehr die Rufe: Maurer und Bauhandwerker" wollen Boykottbier Wiedereinstellung der gemaßregelten Brauereiarbeiter in ihre weniger fapitalfräftigen Brauereien in die finanzielle Abhängig- trinken"). Er fordere zur Ablehnung des Friedensschlusses auf. früheren Arbeitsstätten und der Freigabe des Maitages nicht festLeit der großen geriethen, desto aussichtsloser mußte die Hoffnung( Große Unruhe und Beifall.) Abramowski erklärt, nicht zu gehalten. Dennoch bewies aber der dem Redner zuin Schluß ges auf eine Sprengung des Ringes erscheinen.( Zwischenrufe: Zweifel- wissen, ob man verrathen oder verkauft sei. Mit den Friedens spendete Beifall, daß das Gros der Versammlung die Aufhebung hajt.) Die Hinggrößen beherrschen jetzt das Feld. Bei diesen bedingungen seien den Ausgesperrten alle Rechte genommen, des Boykotts wünsche und in die zum Frieden dargebotene Hand Gegnern war der springende Punkt anfangs natürlich der: niemals feien sie vollständig wehrlos. Müller bemerkt, man sei durchaus einschlagen wolle. Die Diskussion, welche 14 Redner auf die nachgeben. So wenig wie die Arbeiterschaft nun daran denkt, schimpf- nicht tampfesmüde, den lezten Blutspfennig habe man hin- Tribüne führte und die Versammlung oft zu stürmischen Gefühlsliche Bedingungen anzunehmen, so wenig darf sie es von der gegeben und nun solch ein Sieg; er tadelt den Arbeitsnachweis, ausbrüchen hinriß, wurde zumeist von der Opposition geführt, . " er aller wurden. Die " 1 den die wahren Gründe angeben würden. Genosse Ledebour bemerkte jedoch hierauf, daß die Erinnerung der Brauereibefizer an die Einbußen des nassen Sommers" wohl die beste Garantie für die forrette Ausführung der Vertragsbedingungen bieten werde. Die Genoffen Schubert, Kleinschmidt und Köster richteten einige fräftige Ermahnungen an die Versammlung, Boykott sich als Lehre dienen zu lassen, welcher am besten bewiesen hat, wie ungeheuer viel noch in betreff der Organisation zu thun ist. Hierauf ließ Genosse Meiling über den Antrag, den Boykott aufzuheben, abstimmen.. Der Antrag wurde mit überwältigender Majorität angenommen. 33 Stimmen waren dagegen. Sodann wurde vom Vorsitzenden die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie, in das die Versammlung begeistert einstimmte, geschlossen. die sich selbst dazu verstieg, vom Kuhhandel" auferringen?( Zwischenruf: Ja.) Darauf fei nicht mit| Arbeiterpartei jederzeit bereit, den Rampf wieder aufzunehmen. reden und den Genossen Singer des Verraths der Partei zu be- einem" Ja", sondern mit Nein" zu antworten. Jegt fei Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Bersamm zichtigen, in Rousequenz dessen ein Redner die Verwerfung der der Moment da, wo man sich bei ruhiger Ueberlegung fagen lung geschlossen. Parteiresolution und die Annahme der Resolution, die den muß, es wäre Thorheit, den Boykott weiter zu führen; seine Die Versammlung in Schöneberg war von gegen 400 Per Boykott aufrecht erhalten wollte, bis sämmtliche 5 Forderungen Weiterführung wäre auch seine Bersumpfung. fonen besucht. Der Referent, Genoffe Ledebour, legte in von den Brauereien bewilligt seien, empfahl. Die Befürworter( Zwischenrufe: Lieber versumpfen.) Wo seien denn die Mittel seinen trefflichen Ausführungen flar, wie der Kampf gewirkt ha, der Parteiresolution konnten sich auch nicht verhehlen, daß der Redner wendet sich an Richter dem Boykott zu einem welche großen Verluste die Ringbrauereien erlitten haben, und Sieg kein vollständiger sei, erkannten aber die Unmöglichkeit, ihn anderen, erfolgreicheren Ausgange zu verhelfen, wo die Kräfte, wie dadurch die Brauereivertreter gezwungen wurden, Frieden unter den gegenwärtigen ungünstigen wirthschaftlichen Verhälf die kraftvolle Organisation der Brauereien zu zerfchmettern? mit der Arbeiterschaft zu machen. Hierauf erläuterte der nissen, wie der politischen Lage, welche alle Streitkräfte der In den Kreisen der betroffenen Brauerei Arbeiter sei eine Referent die Bedingungen, welche zwischen den Brauereivertretern Partei bald in die politische Arena rufen könne, durch Fortsetzung Stimmung vorhanden, als habe man garnichts erreicht. Es und den Vertretern der Arbeiterschaft vereinbart worden sind. des Boylotts zu einem vollständigen machen zu können. werde von Heuchelei, u. f. w. gesprochen und immer Der Punkt, an dem die Verhandlungen im September scheiterten, Sei der Sieg auch kein ganzer, so solle doch der auf die im Mai imm Mai gestellten Forderungen der Brauerei habe nunmehr feine Erledigung gefunden, und den Friede unter für die Arbeiterschaft höchft ehrenvollen Umständen Arbeiter verwiesen, deren Durchführung zu fördern Berliner 33 Arbeitern, die für immer ausgesperrt sein sollten, steht jetzt geschlossen werden. Die wichtigste Forderung, die, daß den Boykottversammlungen in Refolutionen versprachen. Die erfte der Arbeitsnachweis ebenfalls zur Verfügung. Zum Schluß legte Brauerei Arbeitern die Freiheit der Organisation gewahrt werden derselben, Wiedereinstellung der gemaßregelten Arbeiter in ihre Redner klar, der Haupterfolg bei uns bestehe darin, daß der solle, sei vom Brauerringe anerkannt, desgleichen die faum alten Posten, habe doch nur Aussicht auf Erfüllung beim Beginn Angriff, den die Brauereibefizer durch Massenentlassungen im weniger bedeutende Forderung, daß die Ausgesperrten von Ring des Kampfes für den Fall gehabt, daß der Kampf bald zu Ende Mai auf die gesammte Berliner Arbeiterschaft machten, brauereien weiter eingestellt werden sollen. Zemgegenüber wurde gehe. Wie ständen denn jeßt die Dinge mit den Ringbrauereien? abgeschlagen wurde. Unsere Gegner würden die Lehre nicht vergessen. von der Oppofition geltend gemacht, daß die für die Arbeits- Die Betriebe seien infolge des Boykotts verkleinert worden, die Und dieser Erfolg würde uns auch für die Kämpfe zu ſtatten vermittelung getroffenen Bestimmungen so viele Hinterthüren Nachfrage nach Arbeitern sei geringer; also schon um dieser kommen, die uns in nächster Zeit bevorstehen. Aus diesen den Brauereibesitzern offen ließen, daß es ihnen leicht werden momentan festen Verhältnisse willen wäre die genannte Gründen empfahl Genosse Ledebour die Aufhebung des Boykotts. dürfte, sich ihrer Bufage au entziehen und die Ans- Forderung jetzt undurchführbar, ganz abgesehen von anderen In der Diskussion sprach zunächst ein Brauer dagegen, weil er gesperrten beschäftigungslos zu laffen. Auch Gile, Umständen. Auf ein Hinauswerfen der Streifbrecher würden aus seinen Erfahrungen mit den Brauereien wiffe, daß die Ver mit ber man jetzt den Friedensschluß herbeizuführen zum Beispiel die Ringbrauer, und von ihrem Klassenstandpunkt treter derselben bei Entlassung von mißliebigen Arbeitern nicht fucht, erregte Bedenken und man fnchte nachzuweisen, daß die aus mit Recht, nicht eingehen; es aber zu erkämpfen, fehle der Nichtorganisirten doch bevorzugt werden könnten. Diese Ueber- Arbeiterschaft die Macht, deshalb ja der Vergleich. Die Brauerei zeugung war so start, daß ein Brauerei- Arbeiter dem Referenten arbeiter sollten daraus die Lehre ziehen, kräftig für die Stärkung erklärte, sich nur unter der Bedingung mit der Aufhebung des ihrer Organisation zu wirken, damit die Streitbrecher verBoycotts einverstanden erklären zu können, daß er seine Familie schwänden. Was nun die Frage der Lohnentschädigung für die bis zu seiner Unterbringung erhalte. Der überzeugenden Dar- Zeit der Aussperrung betreffe, so könne doch wohl nie stellung des Referenten gelang es jedoch, bei dem Groß der Ver- mand glauben, daß die Brauer nach achtmonatlichem fammlung alle geäußerten Bedenken zu beseitigen und die ge- Kampf darauf eingehen würden, eingehen würden, nachdem sie Millionen inachten Einwürfe zu widerlegen. Wenn Käser glaube, daß das verloren hätten. Sie würden doch höchst wahrscheinlich Gingehen auf die beiderseitig gestellten Bedingungen ein Zu das Geld, was zu zahlen wäre, lieber als Fonds für die Fort Treuzefriechen" vor Herrn Nösicke bedeute und er die Annahme sehung des Kampfes verwerthen. Die Frage des 1. Mai sei der Resolution seiner Brüder" empfehle, glaube er( Redner), nur eine Machtfrage, welche sich zur Zeit nicht durchführen lasse. daß Genoffe Singer mindestens ebensoviel Vertrauen verdiene, Die Feier des 1. Mai sei eine von den Forderungen, die immer wie die Brüder" des Genossen Käser, die sich zum Theil aus wieder aufgestellt und noch manche Niederlage im Gefolge haben Leuten zusammenzusegun scheinen, die an der Fortsetzung des werde. Taß sich die Böttcher zu ihrer Durchführung start genug Die Versammlung in Adlershof war von den ParteiBoykotts ein persönliches Interesse hätten. Uebrigens wider fühlten, sei ihnen hoch anzurechnen, ohne daß aber zugegeben genossen und Arbeitern von Adlershof, Köpenick, Johannis Spreche es den Parteibeschlüssen, für die Brauereiarbeiter werden dürfe, daß nach ihrer Niederlage die ganze Kraft thal, Glienicke und Baumschulenweg, sehr stark besucht( zirfa allein die Freigabe des Maitages zu fordern. Gine für die der Partei und Arbeiterschaft Berlins dieser For 900 Personen). Genosse Millarg legte in großen Zügen die Arbeiter günstigere Arbeitsvermittelung, als die vereinbarte, tönne derung willen lahm Tahm gelegt werde. Ganz offen Gründe dar, die dazu geführt haben, der Arbeiterschaft zu taum geschaffen werden. Daß den Bestimmungen gemäß gehandelt fönne übrigens ausgesprochen werden, warum hauptsächlich empfehlen, den Boykott aufzuheben. Die Versamme werde, garantire schon die Aufmerksamkeit, welche die Arbeiter die 90 Antragsteller die Aufhebung des Bierkriegs empfehlen. lung müsse nach eigenem Ermessen prüfen, wie die schaft der Sache fortgesetzt widmen werde. Möchten die Diefer Hauptgrund sei einfach die jetzige Situation in Verhältnisse lägen und dementsprechend ihr Votum Brauerei Arbeiter die ihnen gemachten Zugeständnisse zunächst Deutschland, die derartig sei, daß nicht wegen einer Lokalfrage, abgeben. Reicher Beifall wurde dem Referenten bei für die Stärkung ihrer Organisation benugen, dann werden wir auch mit der Wichtigkeit des Boykotté, die ganze agitatorisch Beendigung des Referats zu theil. Die Diskussion wollte nicht nicht allein diesen Sieg erlangt haben, sondern das ganze Unter- politische Thätigkeit in Berlin lahm liegen dürfe. Der drohenden recht in Fluß kommen, nur sechs Redner sprachen, von denen nehmerthum wird erkennen müssen, daß die Arbeiterschaft eine Reaktion gegenüber müsse die Berliner Arbeiterschaft ihre Kräfte feiner gegen die Aufbebung des Boykotts sich erklärte, nur Macht ist, mit der es rechnen muß. Für heut empfehle ich frei haben für die Vertretung und Wahrung der Rechte der einige Unabhängige und Anarchisten plädirten für die die Annahme der Parterresolution, welche mit den Arbeiterschaft Deutschlands. Er, Redner, denke, die Böttcher Aufrechterhaltung der Forderung der Arbeitsruhe Friedensworten schließt: Der Boykott ist aufgehoben! und Brauer seien nebenbei auch Sozialdemokraten, die ihre ersten Mai. Die Saalfrage wurde gestreift und ben Die Abstimmung, welche, von der Opposition angezweifelt, Parteipflicht veranlassen müsse, die Berliner Arbeiterschaft nicht Saalbesizern, die sich jetzt melden, anheimgegeben, die wiederholt werden mußte, ergab eine Majorität von etwa 5/6 für von der Agitation zurückzuhalten. Sodann ging Redner auf die Arbeitskräfte der Kellner und Musiker nur von Arbeitsdie Resolution. Nach einem Referat des Genossen Dietrich Frage ein, ob benn die Bedingungen so wenig werth- nachweisen der zuständigen Gewerkschaften zu entnehmen. wurde dann noch beschlossen, die Parteiliteratur in eigene Hegie voll seien, wie vornehmlich die Brauerei Arbeiter be- Die Resolution wurde, nachdem der Referent in seinem Schluß au nehmen, und zum Spediteur Gaßmann, wie zu Revisoren haupteten. Redner verneinte die Frage, indem er den worte die verschiedenen Irrthümer aufgeklärt, gegen wei Jabnte, Strauß und Marzillier gewählt. Unter brausenden auf grund dieser Bedingungen zustande gekommenen Vergleich Stimmen angenommen. Mit einem stürmischen Hoch auf die Hochrufen auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie als einen für die Arbeiterschaft sehr ehrenvollen bezeichnete. moderne Arbeiterbewegung wurde die imposante Bersammlung ging die Versammlung auseinander. Ein wirkliches Interesse an der Fortführung des Boykotts hätten geschlossen. jeht nur noch die, welche damit Geschäfte machen wollten. Gleich nach 10 Uhr mußte Genosse Singer wegen der Polizeiſtunde schließen, was er mit einer Aufforderung that, den Boykott aufzuheben.( Beifall und Widerspruch.) Am Sonntag wird weiter. verhandelt. " In der Charlottenburger Bersammlung referirte Riesel Der Antrag auf Aufhebung des Boykotts wurde nicht ange nommen. Einen ausführlichen Bericht über die Versammlung werden wir in einer der nächsten Nummern nachtragen. Vermischtes. am Rigdorf. Die Volksversammlung, welche im Wirsing'schen Das Ende des Millionen- Jäger. Vor einigen Tagen ist Lokal tagte, war überaus stark besucht; die Tische mußten aus In Rummelsburg war der Bobwinkel'sche Saal bis auf nach der Frankfurter Zeitung" im Gefängniß zu Breungesheim dem großen Saal entfernt werden. Da der Referent, Genosse den letzten Platz gefüllt. Genosse Augustin gab eine Darstellung der bekannte Millionendefraudant Rudolf Jäger Singer, durch eine wichtige Abstimmung in der Stadt von dem bisherigen Verlauf des Bierboykotts, und empfahl den an der Kehlkopfschwindsucht gestorben, nachdem er noch nicht verordneten- Versammlung am rechtzeitigen Erscheinen verhindert Anwesenden die Annahme des Antrages der Boykottkommission, ganz den vierten Theil seiner Strafzeit verbüßt hatte. Am war, wurde nach Eröffnung der Versammlung sofort in die Debatte In der darauf folgenden lebhaften Debatte wandten sich die 4. August 1892 wurde er von der Frankfurter Straffammer nach eingetreten. Genosse Meier wandte sich gegen die Aufhebung des Anarchisten Klau und Berger gegen die Aufhebung des Boykotts. viertägiger Verhandlung wegen Unterschlagung von 1700 000 m. Boykotts, welche er schon deshalb nicht wünscht, weil in den Friedens- Der Friedensschluß mit den Kingbrauereien sei in dieser Form zum Nachtheile des Bankhauses M. A. v. Rothschild und Söhne bedingungen nicht die Freigabe des 1. Mai enthalten sei.( Sehr für die Arbeiter ein ehrloser, weil ihnen die Feier des ersten und wegen Vernichtung der ihn betreffenden Geschäftsbücher zu richtig.) Der 1. Mai müsse gefordert werden.( Bravo.) Genosse Mai nicht ausdrücklich zugestanden werde. Die Paragraphen des 10 Jahren Gefängniß verurtheilt. Obgleich nur zu leichtem Bent vertrat die Meinung, daß für die Aufhebung des Arbeitsnachweises feien so fautschuckartig, daß sie von den Schreibdienst verwendet, fräntelte er doch von Anfang an und Boykotts nichts, dagegen alles spreche.( Vereinzelte Bu Brauereien als Waffe gegen die Arbeiter benutzt werden würden. war seit längerer Zeit schon nicht mehr arbeitsfähig. stimmung.) Reine der zu Beginn des Bierkriegs gestellten Wenn Singer hinter dem Rücken der Arbeiterschaft derartige Die Hochfahrt des ,, Phönix" vom 4. Dezember wird Forderungen sei erfüllt worden, und darum die Aufhebung des Abmachungen mit gerrn Rösicke getroffen hätte, so wolle er die in der Geschichte der Aeronautik und Meteorologie einen Boykotts unthunlich. Der gebotene Arbeitsnachweis tönne auch Arbeiter über den Löffel barbieren. dauernden Ehrenplatz einnehmen. Herr Berson, Assistent am nicht begeistern, in ihm steckten verschiedene Schlingen.- Mehrere Genossen, namentlich Augustin und Ritter traten Gralti meinte, Singer habe im Mai gesagt, der Kampf den Ausführungen dieser Redner energisch entgegen. Sie betonten, meteorologischen Institut, der an sämmtlichen Fahrten des " Humboldt" und" Phönix" mit Ausnahme der ersten theilmüsse durchgeführt werden bis zum Weißbluten. Wo daß es auch ihnen angenehm wäre, wenn die Arbeiter in diesem sei denn jetzt das Weißbluten. Errungen sei gar nichts. Genosse Pust: Auf mich macht der Antrag den Eindruck, als wäre es aber im Interesse der Arbeiterschaft, diesen für sie Nähe von Kiel ihr Ende erreichte, bis zu einer Höhe von 9150 tündigen Fahrt, welche in Staßfurt begann und in unmittelbarer Errungen sei gar nichte. Rampfe mehr erreicht hätten, angesichts der gegenwärtigen Lage genommen hat, ist bekanntlich an jenem Tage auf einer fünfs wollten Parteivertreter probiren, ob die Masse der Arbeiter durchaus ehrenhaften Frieden anzunehmen. Singer sowohl, wie Meter vorgedrungen. Um diese Kühnheit in ihrem vollen Um Stimmviel ist. Schneider: Er müsse sagen, daß für die die andern Genoffen der Boykottkommission seien durchaus befugt, fange zu würdigen, weist die Naturwissenschaftliche Wochen Ausgesperrten nichts aus dem vorgeschlagenen Frieden heraus im Namen der Arbeiter mit den Brauereivertretern zu unterhandeln, schrift" darauf hin, daß erstens Herr Berson die Fahrt tommt. Reine einzige der fünf Forderungen vom Mai im übrigen seien die Vereinbarungen zwischen Singer, Rösicke schrift" darauf hin, daß erstens Herr Berson die Fahrt fei aufrecht erhalten worden. Etwa 370 Arbeiter von den und Freund noch nicht bindend für die Arbeiter, da es doch ganz allein unternommen hat, und ferner, daß die Lust in Ringbrauereien tönnten nach dem Nachweis. Sache der Versammlungen sei, den vorliegenden Antrag auf Auf- jenen Regionen so dünn wird, daß die Luftschiffer meist schon ftatut ohne Berücksichtigung des Nachweises eingestellt hebung des Boykotts anzunehmen oder abzulehnen. Nachdem bei 8000 meter das Bewußtsein verlieren. Ueberschritten ist werden. Das sei ungefähr der Abgang und Zugang eines Jahres. Genosse Augustin in seinem Schlußwort den Genossen Singer diese Babl bisher nur in vereinzelten Ausnahmefällen, da ein solches Wagniß einer großen Lebensgefahr gleichkommt, bei Es höre sich schön an, daß die Zugehörigkeit zu und die Thätig gegen die Berunglimpfungen der anarchistischen Redner energisch welchem 3. 8. Sivel und Crocé- Spinellt am 15. April 1875 teit in gewerkschaftlichen und politischen Organisationen fein vertheidigt hatte, wurde der Bierboykott einstimmig für auf in einer Höhe von wahrscheinlich 8600 Meter ihr Leben ein Grund zur Zurückweisung wie zur Entlassung fein gehoben erklärt. sollten; aber was nühe es, wenn Die Ringbrauer Die Genossen von Friedrichsberg waren in Schneider's büßten. Auf der Fahrt vom 4. Dezember dürfte überhaupt teinen Arbeiter vom Nachweis brauchten. Die Brauerei Gesellschaftshaus, Proskauerstraße, außerordentlich zahlreich ver- die höchste Höhe erreicht sein, denn die Angabe Glaischer's, daß er in Begleitung des Luftschiffers Corwell auf Arbeiterkommission sei bei der Berathung der Friedensbedingungen sammelt. Auch von den Verliner Genossen, die in den schon seiner berühmten Fahrt vom 3. September 1862 11 272 Meter übergangen und vor vollzogene Thatsachen gestellt worden. Die überfüllten Sälen feinen Einlaß finden konnten, fanden sich noch Brauerei Arbeiter follten gehangen werden, ihr Geschrei dagegen eine große Anzahl ein, so daß ca. 6-700 Personen den Saal erreicht habe, dürfte auf einem Fehler der nachträglichen Bere nung beruhen; Blaischer hatte das Bewußtsein verloren nuße nichts, überhaupt nichts in den Berliner Versammlungen, füllten; viele mußten stehen. Genosse Friz Hansen in denen ein Fischer oder Auer rede. Richter schließt gab in feinem Referat zunächst eine Darstellung der Be- und lonnte die erreichte Höhe nur aus den Aufzeichnungen der sich dem Vorrebner an. Statt daß die Brauereibefizer zur deutung des Bierboykotts, denselben unter Bezugnahme Registrirapparate berechnen, thatsächlich dürfte er die Höhe von Benutzung des Nachweiſes der Arbeiterschaft veranlaßt würden, auf statistische Berechnungen als einen der bedeutendsten wirth dagegen sind über jedem Zweifel erhaben, da der fühne Luftsolle die Arbeiterschaft gezwungen werden, von den Kingbrauern schaftlichen Kämpfe der Berliner Arbeiterschaft bezeichnend. einen Nachweis anzunehmen. Bon feiten der letzteren sei es allerdings mußten die übertriebenen Erwartungen, welche bei schiffer das Glück hatte, das Bewußtsein auch nicht einen Moment Heuchelei, sich zu verpflichten, zum Frühjahr feinen der einzustellenden Beginn des Boykotts vielfach gehegt wurden, fallen gelassen zu verlieren trotz der furchtbaren Kälte(-47,6 Gr.!) und des sehr geringen Luftdruckes( 231 Millimeter!), während er bei seiner Ausgesperrten zu entlassen; hätten doch jetzt die Herren genug werden, da sie, wie z. B. die Forderung der Lohnentschädigung, ersten Hochfahrt auf 8000 Meter am 11. Mai d. J. troß der EinArbeiter, so daß sie gar feine Ausgesperrten bis zum Frühjahr, nicht mehr durchführbar 3500 der ron an Nachdem nunmehr Die 9000 Meter taum überschritten haben. Die Angaben Berson's bis zum Ablauf der Mälzungsperiode, einzuftellen brauchten. Ringbrauereien ihre bei den ersten Verhandlungen fundathmung von Sauerstoff ebenfalls ohnmächtig geworden war. Er Natürlich könne dann auch fein Ausgesperrter zum Frühjahr gegebene hartnädige Weigerung der Wiedereinstellung der meinte fogar, er hätte mit Leichtigkeit noch ca. 1000 Meter höher aus einer Ringbrauerei entlassen werden. Redner befürchtet, 33 Arbeiter fallen gelassen haben, und auch das Statut des steigen können, wenn er mehr Ballast bei sich gehabt hätte. Von daß es infolge der obwaltenden Umstände den Ringbrauern Arbeitsnachweiſes für die Arbeiter relativ günftige Bedingungen Folgende für die Allgemeinheit interessant sein: Herr Berson hat gelingen werde, das Kuratorium des Arbeitsnachweises auf enthält, ist es an der Zeit, den geboteren, für die Arbeiterschaft die Höhe von 6000 Meter bisher fünfmal überflogen, und zwar 2 Jahre in ihre Hände zu spielen. Werde der Friede, meint ehrenvollen Frieden anzunehmen. er schließlich, auf grund der veröffentlichten Bedingungen In der Diskussion wurde von verschiedenen Rednern betont, in fünf verschiedenen Monaten, im März, Mai, September, afzeptirt, dann habe die Arbeiterschaft 8 Monate umsonst ge- daß man in erster Linie für die Maifeier der Brauereiarbeiter Oktober und Dezember. Dabei fand er in dieser Höhe jedes Mal fast genau die gleiche Temperatur(-24 bis-27 r.), tämpft, und dieser Friede wäre eine Schmach.( Lebhaftes einzutreten hätte, dies wäre die Hauptforderung, und ehe dieselbe so daß es scheint, als ob die Strahlung der Erdoberfläche Bravo.) Genosse Singer: Er nehme es den Genossen, vor nicht den Ringbrauereien bewilligt sei, dürse an und der Temperaturwechsel der Jahreszeiten sich in dieser nehmlich den ausgesperrten, nicht übel, daß sie nicht in allen eine Beendigung des Boykotts nicht gedacht werden. Höhe schon nicht bemerkbar machten. Das gilt für die Bunkten mit den Friedensbedingungen einverstanden seien; wäre Im Anschluß diese Ausführungen wurde von Gees doch ganz gegen die menschliche Natur, wenn die Genossen, noffen Frante eine Resolution eingereicht, die ftritte Fort- Höhe von 8000 Metern, welche Herr Berson bisher zweimal erreicht hat, und wo er das erste( 11. Mai)-36% Grad, bie da monatelang gekämpft, monatelang sich Entbehrungen aufführung des Boykotts forderte. Nachdem mehrere Redner gegen das zweite Mal( 4. Dezember)- 38 Grab beobachtet hat. Diese erlegt haben, sich mit einem Male dafür begeistern würden, diese Resolution gesprochen und Genosse Hansen in längeren niedrige Temperaturen beweisen auch gleichzeitig, daß die Abeinen, wenn auch ehrenvollen, Bergleich zu schließen. Toch Ausführungen flar gelegt hatte, daß es nicht Sache der Partei lesungen älterer Luftfahrten, welche taum jemals Káltegrade unter müsse er im Interesse der Solidarität dafür eintreten, daß sein fönne, für eine einzelne Gewerkschaft eine Forderung zu er- lesungen älterer Luftfahrten, welche taum jemals Kältegrade unter 10 bis 15 Grad ergaben, dermaßen durch die Sonnenstrahlen nicht den Interessen einer Gewerkschaft ein maßgebender fämpfen, die von allen anderen Arbeiterorganisationen gleich beeinflußt wurden, daß sie absolut unbrauchbar sind. Dieser Einfluß auf die Gesammtheit eingeräumt werde. Von einer falls erstrebt wird, gelangte der Antrag auf Aufhebung des durch die Strahlung hervorgerufene Uebelstand ist jetzt beseitigt, Schmach zu reden, sei ganz unangebracht. Möge der Vorredner Boykotts mit allen gegen ca. 15 Stimmen zur Annahme. In da auf den Fahrten des„ Phönix" stets Asmann'sche Aspirationssich doch einmal die gegnerischen Zeitungen und mehr als seinem Schlußwort nahm der Referent noch Gelegenheit, auf Thermometer verwandt werden, welche infolge steter Buführung 20 Parteiblätter aus dem Steiche ansehen, die nach dem Bekannt die gegenwärtige politische Lage hinzuweisen. Neue gewaltige frischer Luftströme immer die wahre Lufttemperatur angeben. werden jener angefochtenen Bedingungen erschienen. Erstere Stämpfe stehen der deutschen Arbeiterklasse bevor, es gelte, gegen sprächen von einem Siege der Sozialdemokratie, die letzteren neue schmachvolle Bedrückungen und Knebelungen, die man der auch andere Umstände haben mitgewirkt, um die leßte unvergeß gratulirten den Berliner Genoffen zu diesem Abschluß. Sozialdemokratie zugedacht hat, zu protestiren und hierzu wäre liche Hochfahrt des„ Phönix" zu einer ungemein ergebnisreichen Die, nicht mit dem Gefühl, sondern mit dem Versian de es nöthig, alle Kräfte zusammenzuhalten. Sollten die Ring- su machen. zu entscheidende Frage sei: Ist es möglich, mehr brauereien ihre Verpflichtungen nicht inne halten, so ist die Große Berliner Schneider- Akademie. 69L* Berlin C., Rothes Schloss nur No. 1. Größte und besuchteste Fachschule; alleiniger Unterricht nach der unübertreffbaren und allgemein als beste anerkannten Methode Kuhn. 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