Tr. 229 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 113 1 Bezugspreis: Bierteljährl 105.-, monati. 35,-2 fret ins Haus, voraus zahlbar. Bostbezug: Monatlich 35,-, einschl. Su ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar u Memel gebiet, fowie Defterreich u. Luremburg 69.- 20, für das übrige Ausland 87 M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Esth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Slowalgi und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialbemofrat Berlin Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt Groß- Berlin 70 Pf. auswärts 80 Pfennig Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareilleze toftet 16,- M.- Reflamezeile 80,- 501. Aleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 4, M.( zulässig amei fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 3, M. 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Genua, 16. mai, 1 Uhr mittags.( Sonderbericht des Sozial- Jpiele Berichterstatter deutscher, amerikanischer und eng- Der Vertrag zwischen Deutschland und Polen über die demokratischen Parlamentsdienstes".) In der heutigen Sihung der lischer Zeitungen bei; auf der Eröffnungssigung waren verschiedene Teilung Oberschlesiens ist gestern in Genf unterzeichnet worden. politifchen Unterkommiffion verlangte Ischiffcherin nach einer ausländische diplomatische Bertreter erschienen. Er umfaßt 606 Artikel. Die Verhandlungen nahmen drei längeren Rede mehrere Erläuterungen zu der schon von den Als Ergebnis der zwei ersten Eizungstage wurden die Gefeßent fommens wird erst möglich sein, wenn es im Wortlaut vorMonate in Anspruch. Eine ausführliche Würdigung des AbAlliierten an die ruffische Delegation gesandten Antwort. Clond würfe über das Eigentumsrecht und die StaatsanwaltGeorge gab diese Erläuterungen, worauf die Ruffen eine schaft durch das Plenum des Zentralegekutivkomitees angeliegt. Soweit man bisher unterrichtet ist, waren besondere 24ftündige Bedentzeit sich erbaten. Die Sigung der poli- nommen und einer Kommission zur endgültigen Abfassung über- Schwierigkeiten in der Liquidationsfrage, in der Frage des fischen Unterkommiffion, die 2½ Stunden dauerte, wird deshalb am geben. Der Gefeßentwurf über die Anwaltskammer ist verlesen nalen Schiedsorganisation zu überwinden. Minderheitenschutzes und bei der Regelung der internatioDer Gedante, worden und wird heute beraten. Anäßlich der Eröffnungsfizung Streitfragen von Staat zu Staat generell auf dem Wege di des Allruffischen Zentralegekutivkomitees schreiben die sowjetamt refter Schiedsgerichtsbarkeit zu lösen, ist neuartig. Lloyd Georges Weltfriedensider. lichen Mostauer Ifweftija" in ihrem Leitartikel: Was die Hier wird eine Braris, die sich im Wirtschaftsleben gut be London, 16. Mai.( TU.) Lloyd George hat dem Bertreter Genueser Konferenz auch bringen möge, unsere Wirtschaft muß währt hat, auf das völkerrechtliche Gebiet übertragen. der Yorkshirer„ Evening News" in Genua folgende Botschaft aus eigenen Kräften wiederaufgebaut werden. Die Erledigung der einigermaßen gutem Willen auf beiden Seiten fann dieser übergeben:„ Wir haben eine neue Phase in der westlichen vorgelegten Gesegentwürfe durch das Plenum wird die fefte Grund- Brauch viel dazu beitragen, Gegensäglichkeiten zu mildern. Zivilisation erreicht. Es hat Religionsfriege gegeben, lage für die Entwicklung der neuen Wirtschafts: Der Minderheitenschutz mußte besser ausgebaut werdynastische Kriege und solche zur Sicherung reicherer Bor- perhältnisse, für die Entfaltung der Produktionsfräfte und den als in den abgetretenen Gebieten von Bosen und räte an Rohmaterialien, die neue Phase ist die wirtschaftliche Ver- den Wiederaufbau des Landes schaffen; auch die Heranziehung der Bommerellen. Es scheint, daß Deutschland auf diesem Gebiet flochtenheit Europas und der ganzen Welt. Keine moderne Nation fremden Staaten und des Privatkapitals würde dadurch erleichtert für Oberschlesien gewisse Garantien erhalten hat und daß sich fann aus fich selbst bestehen. Der Friedens paft ist grund- werden. Die Herabsehung der Roten Armee werde diese Garantien vor allem auf das Koalitionsrecht der Artegend für den wirtschaftlichen Wiederaufbau, die Grenzen wer- ausschließlich vom günstigen Ausgange der Genueser Konferenz ab- beiter beziehen. Allerdings wird sehr viel davon abhängen, ben dann offene Handelstore merden und nicht nationale hängen, der jedoch zweifelhaft sei. wie der Minderheitenschuh tatsächlich gehandhabt wird. Hindernisse. Friede ist das erste Erfordernis." Privateigentum und Erbrecht. Die Bearbeitung der Zwangsanleihe. Ueber die erste Sigung der Tagung berichtet Intel im einWie die ,, Telegraphen- Union" mitzuteilen weiß, soll beap- zelnen: Auf der Tagung berichtete der Boltsfonumiffar für Juftizfichtigt sein, die zwangsanleihe nach neuen Gesichtspunkten wesen, Rurify, über den Gesezentwurf über die grundlegen durchzuführen. Bisher follten Vermögen bis zu der Höhe von den Eigentumsregte, die von der Sowjetrepublif anerkannt, 250 000 m. von der Zwangsanleihe nerschont bleiben. Nach durch ihre Geseze geschüßt und ihre Gerichte verteidigt werden. Der dem neuen Entwurf sollen bereits 100 000 m. die Gefeßentwurf geht von dem Grundprinzip aus, daß nur der Staat dem neuen Entwurf sollen bereits 100 000 m. die Grenze für die Steuerfreiheit bedeuten. 3weitens follte die Recht auf Grund und Boden hat und für Privatpersonen nur bas Grenze der Höchstbelastung mit 10 Broz. erst bei 20 Millionen echt auf den Besitz nicht monopolisierten Eigentums anerkannt Grenze der Höchstbelastung mit 10 Broz. erst bei 20 Millionen werden kann. Land, auf dem Bauten ausgeführt sind, können nur erreicht werden, nach dem neuen Entwurf bereits bei einer auf eine festgesetzte Frist gepachtet werden. Eigentümer Million Mart. Die Tel.- Union" fürchtet daß bei den derImmobilien haben Das Recht, ihre Immobilien zeitig angenommenen Steuersägen die Reichsregierung mehr zu verpachten. Auch das Recht auf den Besitz von Moals eine Goldmilliarde einnehmen könne. Das wäre an sich bilien in Industrie- und Handelsbetrieben, Werkzeugen, Produkfein Nachteil. Es braucht aber gar nicht befürchtet zu werden. tionsmitteln und Fertigfabrikaten wird bestätigt. Auf dem Gebiet Die Markierung von Angst hat ja auch nur den 3med, vorzu- des Erbrechts soll der Kreis der Personen, die ein Erbrecht haben, beugen, damit das„ Opfer" nicht zu selbstverständlich erscheint, genau bestimmt werden. Es find progressive Steuern auf die Erbobwohl es das in Wirklichkeit doch ist. Das Reparationsproblem. Angebliche Vorschläge Deutschlands. Paris, 16. Mai.( EP.) Der„ Petit Parifien" schreibt, daß der Paris, 16. Mai.( EP.) Der„ Petit Parifien" schreibt, daß der allgemeine Eindrud, der sich aus der gestrigen Unterredung von Dr. Hermes mit Mitgliedern der Reparationsfommiffion er gebe, fein ungünstiger zu sein scheine. Hermes habe erflärt, daß er der Reparationsfommiffion wichtige Borschläge unterbreiten werde. Nach ihrer Ueberreichung würden sich offiziöse Unterredun gen daraus entwideln. Die Reparationsfommission wird sich aber erst versammeln, um Dr. Hermes offiziell anzuhören, wenn ein befriedigendes Abkommen erreicht sein wird. Die„ Chicago Tribune" glaubt zu wissen, daß Dr. Hermes den Alliierfen folgende Borschläge machen wird: aufzunehmen. bont Bei In der Frage der Liquidationen wurde seinerzeit von der deutschen Kommission die Nachricht verbreitet, daß der deutsche Standpunkt voll und ganz durchgedrungen sei. Wir fönnen uns dieser Meinung nicht anschließen. Nach den bisherigen Beröffentlichungen wird das Liquidationsrecht der Polen lediglich für die Uebergangszeit also für einen Zeitraum von 15 Jahren ausgelegt. Danach jetzt es mit noller Schärfe ein. Nach einigen amtlichen Meldungen, die allerdings der zweifelsfreien Klarheit entbehren, hat die polnische Regierung auch während der Uebergangszeit gewiffe Rechte, die recht unbequem werden können. Betroffen von der Enteignung werden nicht nur die Urprodukte fördernden und ver arbeitenden Industrien, sondern alle Betriebe, die mehr als 600 Arbeiter beschäftigen. Betroffen wird ferner der Grundbesig, der mehr Land auf sich vereinigt, als die polnische Agrargesetzgebung, die wahrscheinlich auf diesen Fall zugeschnitten wurde und die in Galizien und der Provinz Auffassung nicht zu Polen gehören) taum restlos zur Anwen Wilna( Gebiete, die allerdings nách völferrechtlicher dung gelangen wird, erlaubt. Hier tommt Eigentum unter Der zweite Teil des vorgelegten Gefehentwurfs bezieht sich auf den Hammer, von dem selbst Polen nicht behaupten kann, daß das Obligationsrecht. Es wird gefeßlich das Recht feftgelegt, es je anders als deutsch war. Nur Gewalt kann diese Brträge, Käufe und Verkäufe abzuschließen und Waren- und Bant werden, genießen gerichtlichen Schuß. Die Annullierung ab- land ebensogut anrufen fann wie Polen. Aber gerade Bolen abschlüsse zu machen. Alle Verträge, die durch das Gesetz erlaubt force majeure( höhere Gewalt) betrachtet wird, Sowjetrußabschlüsse zu machen. Alle Verträge, die durch das Gefeß erlaubt Rechte antasten. Eine Gewalt, die, wenn sie nun einmal als gefchloffener Berträge ist nur auf gerichtlichem Wege möglich, vor allen Dingen dann, wenn die Durchführung der Berträge die Intereffen des Staates schädigen würde. masse vorgesehen. Rednern gegen einzelne Punkte des Gefeßentwurfs. Der Entwurf Im Anschluß an das Referat Kurstys sprachen eine Anzahl von wurde aber als Grundlage für das neue Gesetz angenommen und einer Sonderfommission zur Ausarbeitung überwiesen. laufen. hat in Bosen und Bommerellen einen Teil des Gutsbesiges mit der rechtlichen Begründung enteignet, daß es sich um Land handele, das seinerzeit widerrechtlich polnischen Eigentümern Kluft bestehen, die sich unseres Erachtens nicht überbrücken läßt. von preußischer Hand enteignet worden sei. Hier bleibt eine Auch der Hinweis darauf, daß es sich in Genf lediglich darum handelte, ein leidliches Provisorium für die fünfzehnBrofuratur übergegangen, den Krylento begründete. Die bie feinerzeitige Entscheidung des Bölterbundes Hierauf wurde zur Beratung des Gefeßentwurfes über die jährige Uebergangszeit zu treffen, ist nicht stichhaltig. Dem steht 1. Unstatt 60 Milliarden neue Steuern zu erheben, verpflichtet 1. im Namen des Staates darüber zu wachen, daß die gesetzlichen Rechte der Deutschen in dem abzutretenden Teil Oberschleftens Profuratur, führte Krylento aus, habe zwei Funktionen zu erfüllen: entgegen, die für die privaten Eigentums- und sonstigen fich Deutschland, eine innere Anleihe für den gleichen Betrag Bestimmungen von allen Institutionen, Wirtschaftsorganisationen ausdrückliche Sicherungen zu schaffen wünschte. Benn bei 2. Was die äußere Anleihe anbelangt, erklärt Dr. Hermes, ein gerichtliches Verfahren einzuleiten. Der Staatsanwaltschaft soll verwiesen wurde, so lag darin ein Widerspruch, den aufzuklären und Privatpersonen eingehalten werden; 2. bei Gesetzesverlegungen dieser Gelegenheit trotzdem auf den Bersailler Vertrag daß diese Frage das Romitee Morgan angehe. 3. Deutschland verpflichtet sich, alles mögliche aufzuwenden, um das Recht eingeräumt werden, Protest gegen Berordnungen der Re- Sache der Genfer Verhandlungen war. Die Regelung die Kapitalflucht ins Ausland zu verhindern. Be gierungsbehörden einzulegen, die den bestehenden Gefeßen zuwider der Liquidationsfrage tannalfoteineswegs befriedigen. stimmte Maßnahmen dazu sollen in einigen Tagen der Reparations= Schließlich wurde noch der Gefeßentwurf über die Advoka= tommission unterbreitet werden. Das Abkommen ist unterzeichnet. Eine nachträgliche Kritik 4. Die deutsche Regierung wird vor dem 31. Mai die nötigen 1920 bei den Gerichten die Arbeitspflicht der früheren Advokaten Standpunkt zusammenfassen. Im übrigen legt das Abkommen, 4. Die deutsche Regierung wird vor dem 31. Mai bie nötigen tur behandelt. Brandenbugstin erinnerte daran, daß Ende wird wenig fruchten. Sie sollte lediglich noch einmal unseren gefeßlichen Maßnahmen ergreifen, um die Autonomie der eingeführt wurde. Unter dem neuen Wirtschaftskurs ließe sich diese wie jedes Rompromiß, beiden Seiten Opfer auf, wie groß die Reichsbant zu sichern. 5. Deutschland wird die wirtschaftliche und finan. Arbeitspflicht der Verteidiger nicht mehr aufrechterhalten. Aus Opfer auf der einen oder anderen Seite sind, hängt von zielle Statistit so weit cis möglich in der Form und dem diesem Grunde müsse die Institution der Verteidiger den Verhandlungsgegnern ab. Sich in eine Erbitteneu geschaffen werden. Das Kollegium der Berteidiger wird gleichen Umfange wie vor dem Kriege wieder aufnehmen. 6. In der Frage der Finanzfontrolle erhebt Dr. Hermes von den Sektionen des Volkskommissariats für Justiz zusammengestellt ung hineinsteigern, wäre töricht. Jetzt gilt es vorwärts zu schauen und aufzubauen. Obezschlesien ist ein Einwände, weniger im Namen der deutschen Regierung als- des- und von den Gouvernementsegetutivkomitees bestätigt. Diese haben gemischtsprachliches Gebiet. Wie seine Wirtschaft, bildet auch halb, weil die Regierung die öffentliche Meinung in Deutschland nur das Recht der Ablehnung. Neben gelehrten Juristen sollen in seine deutsch- polnische Bevölkerung in viel höhe das Kollegium auch Personen aufgenommen werden fönnen, die über rem Grade eine Einheit, als es die Nationalistengarde auf Der Matin" schreibt, daß Dr. Hermes die Finanzkontrolle eine gewiffe Bragis im Gerichtsverfahren verfügen und nach beiden Seiten wahr haben will. Wenn etwas not tut, so ist es weisen können, daß sie eine gewisse Zeit im Dienste der Sowjetjuftiz 3 usammenarbeit. Wir glauben, diese Zusammennur mit gewiffen Abänderungen annehmen werde. gestanden haben. arbeit, der heute leider noch sehr viele Boraussetzungen fehlen, wird um so eher vonstatten gehen, je eher sich die Interalliierte Kommission mit ihrem politischen Anhang, ihrer offiziellen und inoffiziellen Soldateska zurückzieht. Die Grenzen sind geDie etwas günstigeren Aussichten für das Zustandekom zogen. Der Bertrag ist unterzeichnet. Die rechtlichen Fragen 12. Mai eröffnet worden. Auf der Tagesordnung steht eine Reihe men einer Reparationsanleihe riefen am heutigen Devisen sind geklärt. Nun laffe man die deutsche und die polnische grundlegender Gesetzentwürfe auf dem Gebiete der Wirtschaft und markte starte Abgabeneigung hervor. Um die Mittagsstunde Ordnungspolizei nach dem Rechten sehen. Sie wird einen des Juftizwesens; außerdem der Bericht über die Genua war der Dollar bereits bis auf 28012 zurückgegangen. Am Augiasstall zu reinigen haben. Das Bandeminwesen wird Konferenz, die Frage der einheitlichen Naturalsteuer, tie Effektenmarkte will sich noch nicht die rechte Belebung ein- mit eisernem Besen auszurotten sein. Für Selbstschus Fragen des Bodenfredits und einer inneren Getreideanleihe. Bom stellen. Das Publikum, insbesondere aus der 3rovinz, hält mit ist nicht länger Blazin Oberschlesien. Hier muß Bolkskommissariat für Bildungswesen ist dem Plenum ein Gesez- feinen Spefulationsaufträgen noch stark zurück. Man ist der mit fester Hand zugegriffen werden. Auf beiden Seiten. Das entwurf über das Autorenrecht für literarische, musikalische und Meinung, daß die ganze Stügungsaktion der Banten sehr bald ist zunächst einmal Boraussetzung für eine Befriedung der wiffenschaftliche Werfe porgelegt worden, Der Tagung wohnen ihr Ende finden wird, Verhältnisse, fürchtet. Gesetzesarbeit in Rußland. Mostau, 16. Mai.( DE.) Die Tagung des Plenums des Allruffischen 3entralegefutiptomitees ift am # Dollar: 280. Hand in Hand damit wird eine großzügige Siedlungs- durch das tatkräftige Eingreifen der bürgerlichen Barpolitif gehen müssen, der wir bisher noch nicht die gebührende teien, insonderheit der Deutschen Volkspartei wäh Aufmerksamkeit gezollt haben. Polen ist dieser Hinsicht in rend ihrer Beteiligung an der Reichsregierung im Jahre 1920, ist die einem bedeutend schnelleren Tempo vorwärts gegangen. Eine 3wangswirtschaft immer weiter abgebaut worden. Auch die derartige Politik braucht die beiderseitigen guten Beziehungen letzte Entwicklung hat bemerkenswerte Erfolge auf diesem durchaus nicht zu unterbinden, die sich vor allem in einer Gebiete gebracht." Wiederaufnahme des Handelsverkehrs dokumentieren müßten. Die bisherige deutsche Sperrpolitik hat lediglich bewirkt, daß der Handel über das Danziger Loch nach Bolen floß. In dieser Frage wird also möglichst bald Abhilfe geschaffen werden müssen. Und dann: Kulturpolitik und feine Nationalchauvinistenpolitik. Hier werden wir die Hebel ansetzen müssen. Hier werden wir zu zeigen haben, daß es auch ohne Hakenkreuz und militaristisches Geschnetze, ohne jenes Brimborium unsachlicher mud unzeitgemäßer Großfpurigkeit geht. Ein Volk, das seiner selbst bewußt ist und das sich selbst zu steuern gelernt hat, kann auf Mittel verzichten, die nur von ernster und friedlicher Arbeit ablenken. Die„ parteilofen" Arbeiterkomitees. Der neue KPD.- Schwindel. Die Deutsche Volkspartei ist stolz auf ihre Erfolge im Rampf gegen die Zwangswirtschaft. Das kann sie auch sein. Wenn die Zuckerdividenden steigen und Kartoffeln im freien Handel zu Lurusartikeln werden, dann fließen aus Industriekreisen die Beiträge häufiger, und man kann sich bei den Landwirten gegen den deutschnationalen Ansturm besser halten. Aber was mögen die deutschvolksparteilichen Wähler zu diesem tatkräftigen Eingreifen" sagen, die als er braucher" die ganze Sinnlosigkeit der freien Wirtschaft an der Berschlechterung ihrer Lebenshaltung spüren? Wir werden diese Leute bei passender Gelegenheit zu fragen wissen. Etappenheld Knüppel- Kunze. Vor dem Schöffengericht in Alt- Moabit stand heute wieder einmal der Prozeß des Herrn Richard Kunze gegen den Redaftur des Berliner Tageblattes", Erich Dombrowski, an. Ueber die Ergebnisse der Zentralausschußsikung der KPD. Herr Kunze, der bekanntlich diesen Prozeß zur Rettung feiner Ehre haben wir bereits berichtet. Aus dem ausführlichen Bericht der angestrengt hat, bewirkte auch diesmai, wie schon des öfteren, daß Roten Fahne" geht hervor, daß Ernst Meyer als Referent der Prozeß der Bertagung verfiel, ehe es zur Bemeisaufdie Bildung der von uns bereits charakterisierten Arbeiter- nahme fam. Offenbar scheint Herrn Runze sehr wenig daran zu fomitees" ausdrücklich gefordert hat. Sie sollen aus Arbeitern liegen, daß die Zeugen vernommen werden, die über sein Etappen. aller drei Parteien und aus Parteilojen be- leben in Gardelegen Genaues aussagen fönnen. Dies ist allerdings stehen. Also Sozialdemokraten, Unabhängige, Kommunisten begreiflich, wenn man aus dem Vortrage des Rechtsanwalts Dr. und Gelbe, wobei angesichts der natürlichen Neigung der Gel- Grünspach, des Vertreters des Angeklagten, ersieht, daß diese Zeugen ben zu den Kommunisten und der stets wackeligen Haltung der auszusagen bereit sind, über eine Etappentätigkeit des Herrn Unabhängigen den Kommunisten die Führung gesichert und die Runze in schwerer und großer Zeit, die sich einzige ernstzunehmende Arbeiterpartei, die Sozialdemokratie, zu einem bedeutungslosen Anhängsel degradiert wird. Wir wiederholen: Aufklärung tut not, damit kein sozialdemokratischer Arbeiter auf diesen frechen Schwindel hineinfällt. Der Zentralausschuß der KPD. billigte außerdem noch ausdrücklich die Knebelung aller Volksrechte in Rußland, indem er in einer Resolution erklärte: wesentlich auf Hamstern, Gulleben und Saufen erfiredte. Als Rechtsanwalt Grünspach den Ausdruck Saufen gebrauchte, verbat sich Herr Kunze diesen Ausdruck in erregten Worten. Aber Rechtsanwalt Grünspach erwiderte, daß er in diesem Falle bei dem sonst ungewöhnlichen Ausdrud bestehen bleiben müsse und legte zum Beweis dessen, daß nicht von einem Trinken, sondern von einem Saufen des Herrn Runze geredet werden müsse, eine Photographie vor, die allgemeine Sensation erregte. Auf dieser Photographie er Infolge der langsamen Entwicklung der Weltrevolution ist die blickt man den Etappenhelden Kunze in voller Uniform mit mehreren Sowjetregierung genötigt, der Weltbourgeoisie Zugeständnisse zu Kumpanen bei einem Gaufgelage, das durch zahllose geleerte Flaschen machen. Deshalb ist fie gezwungen, in fchärfster Weise deutlich versinnbildlicht ist. Herr Kunze befindet sich in offenbar bejeden Bersuch zurüdzuweisen, politische Bewereits fehr gehobener Stimmung, denn er hat einen seiner großen gungsfreiheit zu gewähren für das Kleinbürger= tum und für die Bourgeoisie, die sich zu organisieren beSchaftfiiefel ausgezogen, auf den Tasch gestellt und als Trintgefäß benutzt. ginnt. Also, weil man der Weltbourgeoisie Zugeständnisse machen muß, darum müssen die Arbeiter Rußlands, denn um sie und nicht um Kleinbürger und Bourgeois handelt es sich in erster Reihe, weiter aller Bürgerrechte beraubt bleiben. Unter diesen Umständen muß man den Geschmack der Reichstagsabgeordneten Eichhorn und Berthel et bewundern, die als Ueberbleibsel der zur USP. übergegangenen KAG. ihren Wiedereintritt in die KPD. angemeldet haben. Die Schuldigen. auch seinen Zügen merkt man deutlich die Wein- und Bierseligkeit an. So hielt Herr Kunze durch, als die große Mehrzahl des deutschen Volkes bittere Not litt! Außer den schon befannten Dingen, im besonderen, daß Herr Kunze seine Etappentätigkeit zum Hamstern meidlich ausgenugt hat, trat Rechtsanwalt Grünspach auch Beweis an, für die Bezie. hungen Kunzes zu Herrn Stinnes und zwar im besonderen dafür, daß Herr Kunze von Stinnes, den er öffentlich als Kapitalisten bekämpft, 180 000 mark erhalten hat und daß Herr Kunze weiter den bereits veröffentlichten Bettelbrief an Stinnes, den er verleugnet, und von dem er nichts gewußt haben will, selber und höchst persönlich in die Maschine diffiert hat. Da Herr Kunz noch weitere Zeugen verlangte, verfiel die Berhandlung der Vertagung. Der Reiter des Deutschtums und Held on Gardelegen aber verließ in ziemlich begossenem Zustand den Saal, während einige Jünglinge seines Gefolges ihre But über Neutie Blamage ihres Führers in fautem Geschimpfe auf den Korridoren des Gerichtsgebäudes austobten. Die Deutsche Volkspartei bekennt, daß sie die Wucherpreise verursachte. Der offizielle Prefsedienst der Deutschen Bolkspartei ist uns Sozialdemokraten auf die Schliche gekommen. Man dente: Die von uns im Vorwärts" kürzlich vorgeschlagene Neuregelung der Pachtschußordnung ist nichts meiter als eine heimliche Vorbereitung der Sozialisierung der Landwirtschaft. Aber die Deutsche Boltspartei ist auf dem Posten: " ,, Bekannt ist der Sozialisierungsplan des ,, Borwärts" vom NoDember 1918, in dem es hieß, daß fünf Jahre Vorbereitungszeit nötig wäre. Dabei dachte man wohl an die seelische und wirtschaftliche Zermürbungswirkung der 3 mangswirtschaft. Die Sozialdemokraten haben sich augenscheinlich dabei verrechnet, denn Der Prinz. Bon Hans Bauer. Es gilt heute nicht mehr, die Behauptung von der Unzulänglich feit der früher über Deutschland herrschenden Kafte durch Sammlung von Indizienmaterial zu erweisen. Wir stehen nach dem Urteilsspruch: Raiser und Könige, Fürsten und Prinzen find erledigt. Was über sie zu sagen war, ist lange gesagt, was gegen sie zu tun war, ist im November 1918 getan worden. Banz gelegentlich indessen finden wir hier und dort vertrümelt noch ein Charakteristikum, das wert ist, genauer angeschaut zu merden, wenn man es als Köstlichkeit betrachtet, die einen guten Wiz erfekt. Da erfuhr man also vor einigen Tagen durch die Hochschulblätter der Deutschen Zeitung", daß die Deutsche Corps- 3eitung" in ihrer Nummer 11 den Artikel eines Friedrich Wilhelm, Brinz zur Lippe, von der Verbindung Saxonia- Göttingen veröffentlicht hatte. Darin fand sich der Satz: „ Wir Korpsstudenten müssen auf diesem Gebiete vorangehen. Denn es darf ohne Ueberhebung, sondern lediglich in demütigem Pflichtgefühl gegen Bolt und Vaterland aus ernster Erkenntnis der uns durch Gottes weiser Weltordnung zugewiesenen Aufgaben gesagt werden: In unseren Reihen findet sich die Jugend zusammen, die vor allen anderen zur geistigen Führung unseres Volkes berufen ist, die das Rückgrat des politischen Lebens bilden sollen." Abberufung des französischen Gesandten in München. Wie der Bayerische Kurier" zu melden weiß, steht die Abberufung des französischen Gesandten in München, Dard, bevor. Nach Informafionen des genannten Blattes werde er einen längeren Urlaub erhalten, aus dem er nicht mehr an die Stätte seiner bisherigen Wirksamkeit zurückkehren solle. es feinen, wie könnte es die einem Prinzen zugewiesenen Aufgaben gehen! Gott ist weise, wäre er nicht meise, wie hätte er einen Brinzen zur geistigen Führung berufen können! Es gibt eine Welt ordnung; gäbe es sie nicht, wie wiese ein weiser Gott einem Brinzen eine Aufgabe zu! Gotteslästerung? Nicht doch: Lästerung eines Gotteslästerers, dem Gottes Existenzberechtigung ebenso parallel mit seinem Eintreten für die Rorps studenten läuft, wie uns die Existenzberechtigung der Fürsten nur dann wahrscheinlich wird, wenn sie den Vorwurf für eine Operette bilden. | Hans Delbrück gegen Ludendorff. Im Verlag für Politik und Wirtschaft erscheint dieser Tage die zehnte Auflage des bekannten und vielbesprochenen Buches von Prof. Hans Delbrüd Ludendorffs Selbstporträt". Sie ist durch ausführliche Anmerkungen, die sich gegen Wolfgang Försters Gegenschrift richten, und durch ein nachwort erweitert, in dem es heißt: Wenn Ludendorff nach seinem Zusammenbruch geschwiegen hätte, so würde man gewiß sehr geneigt sein, ihn mit aller Schonung zu behandeln. Man würde es auch noch tun können, wenn er sich die neben ihm tätigen Persönlichkeiten äußerte. Die Selbstver mit einem Mindestmaß von Selbsterkenntnis und Verständnis für herrlichung aber, mit der er auftritt, und die Ungerechtigkeit, mit der er, um sich zu reinigen, andere beschuldigt, ist schlechthin unerträglich. Er fälscht mit seinen Büchern nicht nur das historische Urteil, sondern bietet sich auch offenbar dem deutschen Bolte von neuem als Führer an. Hierzu zu schweigen, war mir unmöglich. Es scheint, daß Delbrück Ludendorff überschätzt. Dessen Ehrgeiz beschränkt sich neuerdings darauf, in der NorthcliffePresse für englische Pfunde die deutsche Republik beschimpfen zu dürfen. Ein Mann, der so handelt, kann sich kaum von neuem als Führer anbieten wollen, denn das muß er doch selber merken, daß er sich durch ein solches Verhalten sogar bei seinen bisherigen Anhängern unmöglich macht. Zur Arbeitszeit der Eisenbahner. Verhandlungen verzögert. Im Reichsverkehrsministerium sollten heute die Verhandlungen über das Arbeitszeitgefeß im Eisenbahnbetrieb wieder aufgenommen werden. Da aber weder die Hirsch- Dunderschen noch die chriftlichen Organisationen der Eisenbahner Vertreter entfandt hatten und auch vom Beamtenbund nur ein Vertreter anwesend war, wurden die Berhandlungen vertagt. Man nimmt an, daß sie im Laufe der nächsten Woche wieder aufgenommen werden. Die Ruffen dementieren Gevering. Die Presseabteilung der russischen Sowjetvertretung teilt ber Dena mit: Das Pressebureau bei der Vertretung der Sowjetrepublit in Deutschland ist ermächtigt, die von dem preußischen Innenminister Severing in der Sizung des Preußischen Landtags am 4. Mai 1922 abgegebene Erklärung, daß die Maßnahmen zum persönlichen Schuh der Mitglieder der Sowjetdelegation während ihres Aufenthaltes in worden seien, in kategorischer Form zu dementieren. Severings daBerlin angeblich auf deren besonderen Wunsch" vorgenommen hingehende Erklärung lautete: Im Hotel Esplanade und im Kaiserhof erfolgte die Sicherung auf besonderen Wunsch der dort untergebrachten Delegierten Tschitscherin, Litwinoff und Joffe durch vier bzw. sechs vor den in Frage fommenden Zimmertüren postierte Beamte. Auf besonderen Wunsch von Tschitscherin und von Litwinoff wurden diese Herren auf ihren Ausgängen und Ausfahrten ständig von zwei Beamten begleitet."( Siehe Preußischer Landtag, 132. Gigang am 4. Mai 1922, Seite 9408-9.) Weder Tschitscherin noch andere Mitglieder der russischen De legation haben je eine solche Bitte an die deutsche Behörde gerichtet. Die Sicherungsmaßnahmen erfolgten längere Zeit vor Eintreffen der Sowjetdelegation und ausschließlich auf Initiative der deutschen Behörden selbst, wie auch aus derselben Rede Severings deutlich hervorgeht." Wir wollen dem Genossen Severing nicht vorgreifen. Deswegen sei nur daran erinnert, daß es die Rote Fahne" war, die in einer Anfrage an Severing" Auskunft haben wollte, welche Schußvorkehrungen für die durchreifenden Sowjetvertreter getroffen worden seien. Ueberdies hat die Sowjetdelegation bei ihrer Weiterreise dem Minister für die umfassenden glüdlichen Maßnahmen" ihren Dant ausgesprochen. Merkwürdige Leute, diese Sowjetrevolutionäre. Sie lassen fich tagelang bis vor die Hotelzimmertür von Beamten der Abteilung Ia bewachen, sie bedanken sich danach für diese„ glücklichen Maßnahmen" und dann- dementieren fie. Ob außerhalb des Abonnentenkreises der Roten Fahne" viele Leute das logisch finden und glauben? Nachrichten von den Gelehrten durch drei Führer, die den gefährlichen Aufstieg zum Gipfel des Pic du Midi gewagt hatten, um eingegangene Briefe und Proviant hinaufzubringen, denn angesichts des langen Abgeschnittenseins muß man die Forscher in regelmäßigen Abständen mit Nahrungsmitteln versorgen. Da die Wetterverhälnisse es noch immer nicht gestatten, die gestörte telephonische Leitung in Ordnung zu bringen, werden sich die vier Herren mit dem Gedanken abfinden müssen, noch für längere Zeit den Verkehr mit der Außenwelt entbehren zu müssen. Die Bazillen der Bazillen. Der französische Forscher d'Herelle will eine wichtige Entdeckung gemacht haben: auch die Bazillen sollen ihre Bazillen haben! Er behauptet, bei einem ruhrkranten Menschen komme neben dem Ruhrbazillus stets ein anderes, noch Der Marburger Trichter". Der fagenhafte Nürnberger Trichter, piel fleineres Lebewesen vor, das den Ruhrbazillus zu vernichten der dann empfohlen wird, wenn das geistige Wachstum eines Men- imftande fei, er spricht geradezu von einem Parasit der Ruhrfchen feine bemerkenswerten Fortschritte macht, hat jetzt einen wirt- batterien. Diefer bakterienfressende( bakteriophage) Keim dringe in lichen Konkurrenten erhalten. Der Kommunallandtag des Regie- den Ruhrbazillus ein, vermehre sich in ihm und bringe ihn zum rungsbezirks Raffel hat beschlossen, durch Bereitstellung größerer Berfall; seine jungen Keime gingen dann in neue Ruhrbazillen, verMarburg zu unterstützen, damit dessen Arbeit der Bevölkerung von bazillen, d. h. eben bis zur Genesung des Kranken. Die Genesung be. Mittel das Psychologische Inftitut der Hessischen Landesuniversität nichteten auch diese bis zum schließlichen Verschwinden aller RuhrKurhessen nutzbar gemacht werden fann. Der Direktor dieses In- ruht also nach d'Herelle darauf, daß der Ruhrbazillus im Darm von stituts, Prof. Iaensch, und sein Mitarbeiter Dr. Riefel nahmen dem bakteriophagen Gift aufgefressen wird. Nach d'Herelle ist es nun dieser Lage an den Kaffeler Schulen Untersuchungen an schwach möglich, das bakteriophage Birus darzustellen und dem Kranken einzu befähigten Kindern vor. Prof. Jaensch geht davon aus, daß ein verleiben, falls es einmal gar nicht oder nicht in genügender Menge großer Teil der schwachbefähigten Schulkinder an einer typischen in deffen Darm vorhanden sein sollte. D'Herelle will die bakteriounterfunktion der Schilddrüse leidet, wodurch der geistige Fort- phagen Reime nicht nur für Ruhr, sondern für viele andere Infekschritt stark vermindert wird. Es wurde nun in Gemeinschaft von lionstrankheiten, Typhus und Paratyphus, Menschenpest, VogelRaffeler Pädagogen und Aerzten versucht, den Intelligenzgrad dieser typhus, Rinderblutvergiftung u. a. mehr, dargestellt haben. Der. Friedrich Wilhelm: Männefen! Geschenkt! Geschenkt! Wir wollen schwachbefähigten Schüler durch tägliche Zufuhr von Schilddrüsen- batteriophage Keim ist so flein, daß er von einem Tonfilter nicht feine Haare spalten und nicht kleinlich sein. Wenn einer einmal einen präparaten, die in Form fleiner Tabletten gegeben wurden, zu zurückgehalten wird; es ist ein Ultramikrobium, tas über die Größe Schiefen Ausdruck gebraucht und einmal ein Komma irgendwo weg- heben. Nachdem diese Behandlungsmethode ein Jahr lang durch eines Eiweißmolefüs nicht hinausgeht. Der Kosmos" berichtet läßt, wo es eigentlich stehen müßte, so fann er dennoch sogar ein geführt wurde, zeigten sich bedeutende Intelligenzfortschritte. So eingehend über die neue Entdeckung, doch betont er mit Recht, daß guter Schriftsteller sein. So etwas unterläuft in der Eile einmal. gelang es, eine Vollfretine von der Größe eines dreijährigen Rin- erst eine Nachprüfung abzumarten bleibt, bevor man etwa besondere Wer aber in so wenig Zeilen so viel Tolpatschigkeiten wie Sie be- des, die nicht sprechen und laufen konnte, innerhalb eines Jahres Hoffnungen in bezug auf die Bekämpfung anstecender Krankheiten geht, ist bestimmt fein geistiger Mensch.„ Ohne Ueberhebung, son- durch diese Behandlung dahin zu bringen, daß sie nunmehr läuft, daran knüpft. gut spricht, an Stelle ihrer schwarzen verfaulten Milchzähne ein dern lediglich..." ist Unsinn.„ Ohne Ueberhebung und ledig neues fräftiges Gebiß erhalten hat, 35 Zentimeter gewachsen ist und lich..." muß es heißen. Dann hätten Sie zu schreiben gehabt: im Alter von 18 Jahren in die Mädchenschule am Ball in Staffel Durch Gottes weise( und nicht weiser) Weltordnung";„ Die aufgenommen worden ist. Ein weiterer Ausbau dieser Versuche Jugend die vor allen anderen": das ist auch falsch. Die eröffnet ungeahnte Perspektiven. " " Jugend, die vor jeder anderen..." hätte zu stehen gehabt. Ganz Zwei Monate von der Weit abgeschnitten. Auf dem Gipfel des ungrammatisch ist ferner der nach dem letzten Komma beginnende zu einer Höhe von 2885 Meter aufsteigenden schroffen Bergtegels Schlußteil des letzten Sages. Das" die" soll sich offenbar auf Jugend" beziehen, bezieht sich aber auf" Führung". Aber auch wenn es sich auf Jugend" bezöge, müßte es zuletzt foll" und nicht sollen" heißen. Das ist indessen noch das Geringste. Viel schöner als Ihr Tertianerstil ist Ihre Logif, und ich stehe nicht an, Ihnen zu bekennen, daß ich, seit ich Sie las, zuweilen das vor mich hinjage: Der uns durch Gottes weifer Weltordnung zugewiesenen Aufgaben...! Duzendemale vor mich hinsage!, und dann konstruiere ich, bis es mir grün und bleu por den Augen wird: Es gibt einen Gott, gäbe Bic du Midi in den Pyrenäen befindet sich ein astronomischen Stu dien dienendes Observatorium, in dem jegt die dort arbeitenden beiden Astronomen und ihre Assistenten acht Wochen lang von dem Verkehr mit der Außenwelt vollständig abgeschnitten waren. Während des Winters und des Frühlings ist nämlich das Observatorium infolge der Wetterverhältnisse und der Lawinen, die fortgefeht vom Gipfel niedergehen und die Zugangswege sperren, monatelang isoliert. Die oben befindlichen Astronomen sind dann darauf angewiesen; fich mit der nächstgelegenen Stadt Bagnères- de- Bigorre auf telephonischem Wege zu verständigen. Vor zwei Monaten aber erlitt der Apparat eine Beschädigung, und erst vor zwei Tagen erhielt man die ersten Der neue Zeitungsstempel. Bis vor etwa 16 Jahren trugen alle öfter reichischen Zeitungen, die mindestens viermal im Monat erschienen, den . t. Zeitungsstempel. Ilm diefer sehr fühlbaren Sonderbesteuerung zit entgehen, erschienen man he sozialistischen Wochenblätter zweimal im Monat unter anderem Namen, sp z. B. Freiheit und„ Die Freiheit". Schließlich glüdte, nicht zum wenigsten dant dem Genossen Austerlig, die Sprengung dieser Heffel einer nichtkapitalistischen Presse. Heute führt das Berliner „ Achtubiblatt" den Zeitungsstempel freiwillig wieder ein; zwar nicht zu gunsten der Reichs, sondern der eigenen Staffe, und man sieht darauf nicht ein Wappentier, sondern Vergnügungs- und Schnapsinserate. Die Salzburger Festspiele finden im August unter der Leitung von Richard Strauß, Franz Schall und Mar Reinhardt statt. Vorgesehen find vier Mozart- Opern sowie die Uraufführung des Salzburger großen welttheaters" von Hugo v. Hofmannsthal. " Russische Preise und Gehälter. Ab 10. Mai fostet ein Eremplar einer Petersburger Zeitung 100 000 Nubel Nach einer Verordnung des Rates der Volkskommissare ist das Minimum des monat. lichen Arbeitseintommens ber staatlichen Arbeiter und Angestellten auf 15 400 000 Rubel festgelegt worden. Die Münchener Flaggenhehe. München, 16. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Der nationalistische Rummel nahm in München auch gestern seinen Fortgang. Ein rausgudt, " „ Rein deutschnational". ausgabe der beschlagnahmten Laternen verlang habe. Dieses lehnte Baurat Heß entschieden ab. Trotzdem hat Baurat Sievers eine Besichtigung der Lampen gestattet. Es stellt Wer sie vorgenommen hat, bedarf noch der Aufklärung. bare Veränderung in den letzten vier Tagen geschehen ist. sich heraus, daß mit den Laternen eine etwas sonder Generalversammlung des Vereins Arbeiterjugend. PP Der kleinste Berstand" und die größte Schnauze". besonderes Verdienst ist dabei zweifellos der„ Augsburger Abend- November 1918 eingetretenen Unschwung und ihr giftiger Haß gegen Die ohnmächtige Wut rechtsstehender Parteien über den im zeitung" zumessen, die gestern früh wieder schrieb:„ Unter Herrn die republikanische Regierung äußern sich in Formen, deren Widerv. Kahr wäre das Aufziehen einer schwarzrotgoldenen Fahne wärtigkeit manchmal in ungewollte Komit umschlägt. Diese Wirunmöglich gewesen. Im Namen der Tausende von Bayern, die fung kann man in Berlin in der Potsdamer Straße vor dem nichts mit der Berliner schwarzrotgoldenen Fahne zu tun haben Laden eines Juweliers beobachten, der in seinem Schaufenster straße in Anwesenheit von 106 Delegierten die ordentliche GeneralAm Sonntag fand im Sophiengymnasium in der Weinmeister wollen, fordern wir entschieden und rasch die Entfernung durch ausgestellte Karikaturen und beigefügte Erläuterungen eine versammlung des Vereins Arbeiterjugend Groß- Berlin statt. Gediefer Fahne." Der Bürgermeister von München, Genosse wüste Agitation gegen die Regierung treibt. nosse Rob. Breuer sprach zu dem Thema: Jugend und Republik. Schmid, der von der Polizeidirettion am Montag mittag von der Daß der Mann nach rechts hinüber gehört, darüber belehrt er Eine Entschließung, die vom Reichstag und von der Regierung Zerstörung der Fahne am Hauptbahnhof nicht verständigt wurde, die Borübergehenden schon durch ein weithin leuchtendes Laden fordert, daß die in der Reichsverfassung gegebenen Versprechungen, obwohl die Flagge Eigentum der Stadt München ist, ließ sich von der schild. Auf einem großen Plakat, das über dem Schaufenster an- lich erfüllt werden, und die weiterhin die Arbeiterjugend auffordert, wonach Jugendliche nicht mehr ausgebeutet werden dürfen, end= ,, Augsburger Abendzeitung" nicht einschüchtern und ordnete den Erfah gebracht ist, empfiehlt er sein Geschäft als„ rein deutschnatio fich zur demokratischen und sozialen Republit zu der verbrannten Flagge durch eine andere an. Nun wurde in einer nale Eintaufszentrale für Brillanten, Gold, bekennen, wurde einstimmig angenommen. Genosse Walter Mitgliederversammlung der Deutschnationalen neuerdings für Sie Silber, Platin". Im Schaufenster sieht man eine Bapptafel, Rüdiger gab den Geschäftsbericht, aus dem hervorging, daß gewaltsame Entfernung der Reichsflagge Stimmung gemacht. Ein auf der er warnt: Amerikanern, Franzosen, Engländern, ebenso sämtliche Veranstaltungen einen regen Besuch aufmiesen. Auch ist Vortrag Rudolf Steines wurde ganz fyftematisch gesprengt; Italienern, ist hiermit das Betreten meiner Verkaufsräume eine ständige Zunahme von Mitgliedern zu verzeichnen. Als ein die üblichen Schlägereien, Stinkbomben und Gummiknüppel fehlten strengstens verboten. J. Richter, Juwelier." Bei einer Statuette, erfreuliches Zeichen fann es betrachtet werden, daß die weiblichen nicht. Als die Polizei den Saal geräumt hatte, formierten sich die die anscheinend einen Narren darstellt, liegt ein Zettel mit der Auf- Mitglieder mehr denn je auf dem Posten sind. Es Demonstranten auf der Straße zu einem Zuge und marschierten zum schrift:„ Aus Genua zurück. Wer zahlt's?" Als„ Bilderrätsel" be- geht vorwärts! In der nun folgenden lebhaften Aussprache wurte Bahnhofsplatz. Die an Stelle der verbrannten schwarzrotgoldenen zeichnet der„ rein deutschnationale" Juwelier eine Gruppe, bestehend jahre werden monatlich 3 m. und über 17 Jahre 5 M. erhoben. eine Beitragserhöhung beschlossen. Bis zum 17. LebensFahne gehißte neue Flagge war für die Nacht aus bestimmten Grün- aus einem Hundekopf, der aus einer Porzellanschale her- Ein Antrag,§ 9 der Satzungen zu ändern und§ 14 ganz zu den abgenommen worden. Die Demonstranten sangen das deutsche und einem King mit einem Katzentopf, ftreichen, wurde abgelehnt. Angenommen wurde der Antrag, Flaggenlied und machten sonst noch einigen Radau, ohne in ihrer vor dem ein Zettel mit dem Mort ,, Genua" be wonach jede Abteilung verpflichtet ist, ein Exemplar vom Führer" Demonstration von der Polizei irgendwie beläftigt zu werden. Ber- festigt ist. Ein anderer Zettel gibt mit folgenden Worten die auf Kosten der Abteilungsfasse zu beziehen. Dem Antrag, die haftungen wurden nicht vorgenommen. Lösung:„ Die Hütte ist vor den Hund, Genua ist for de Kaz." Die Altersgrenze bis zu 20 Jahren festzusehen, wurde Eigenart dieser Ausdrucksweise gehört, nehmen wir an, mit zu dem nach furzer Aussprache zugestimmt. Als Delegierten zur fomBit". Dagegen soll es gewiß fein Wig sein, sondern voller Ernst, Rüdiger, Arno Echolz und Hermann Timm gewählt. Erst menden Reichskonferenz wurden die Genossen Werner Die Abkehr vom Nationalen Blod. wenn der einer kleinen Büfte beigefügte Zettel erläuternd sagt:" Die in Paris, 16. Mai.( Intel.) Das Ergebnis der Generalratswahlen Spyng Europa, wartend auf den Zusammenbruch Deutschlands. Das später Nachmittagsstunde wurde die Generalversammlung geschlossen. ist ein bemerkenswertes Symptom für die Abkehr der französi- Gesicht eines bekannten Deutschenfressers." Jawohl," Spyng" steht schen Volksmassen von der Politit Poincarés und des deutlich auf dem Zettel, nicht Sphing", wie eigensinnige Gelehrte bloc national, dessen Bedeutung noch dadurch erhöht wird, daß die Statuette, die eine Judenfarikatur darstellt und durch einen Zettel fagen. Den reinen Deutschen" befundet der Juwelier mit einer Bahlen zeitlich mit dem„ Triumph" der französischen Politik in erläutert wird:„ Der Zukunftspräsident spricht über den Militäretat. Genua zusammenfielen. Die Presse des Nationalen Blocks sucht natürlich die Bedeutung der Wahlergebnisse, die übrigens durch die man beachte die militärische Haltung." Im Schaufenster sind allerStichwahlen noch eine korrektur zugunsten der lei Orden ausgelegt. Neben einem hohen" Orden fragt ein Zettel, Linksparteien erfahren dürften, herabzusehen. Sie bemüht ob ein sozialdemokratischer Abgeordneter solche Orden aufzuweisen sich, den Nachweis dafür zu erbringen, daß die Wahlen feinerlei habe. Der stärkste Trumpf" aber ist folgender Zettel: Veränderungen in der Politik des Landes herbeiführen können. Immerhin fann fie ihre Verärgerung über das Wahlresultat nicht verhehlen und sie beklagt sich über die„ zügellose Propaganda" der radifalen Parteien. Im Gegensatz dazu kommentiert die Linkspresse das Wahlresultat mit größter Genugtuung. Frankreich hat einen Rud nach links gemacht," schreibt Ere Nouvelle". Das Journal du Peuple" erklärt, bei jeder neuen Wahl lasse sich ein immer breiterer Bug gegen den bloc national erfennen. Humanité" weist auf die große Anzahl von Stimmen hin, welche die Meuterer vom Schwarzen Meer erhalten haben. Dies sei die Antwort des französischen Boltes auf die jüngste„ Amnestie" Poincarés. Das Blatt erklärt die Wahlen für einen Sieg der Kommunisten. Populaire" schreibt, es zeige fich, daß die Herrschaft des bloc national bereits erschüttert sei. Der Wahlfieg der Linten wäre noch größer geworden, wenn nicht die Kommu nisten in Kreisen, wo sie von vornherein feine Erfolgaussichten hatten, besondere Kandidatenlisten aufgestellt hätten. " Amerika und Palästina. Wirtschaft Die ruffischen Petroleumfonzeffionen. Im Hinblick auf den Kampf um die russischen Petroleumfongeffionen find folgende Mitteilungen über den Stand der ruffischen zeffionen find folgende Mitteilungen über den Stand der russischen Petroleumindustrie von Interesse: Im Jahre 1918 entfiel von der gesamten Erdölgewinnung der Belt ungefähr ein Zwölftel auf Rußland, im Jahre 1921 hatte fich dieser Anteil ungefähr auf ein Fünfundzwanzigstel verringert. Für die allerneueste Beit liegen nur sehr unzuverlässige Ziffern vor. Ein ungefähres Bild von der Leistungsfähigkeit und der tatsächlichen Leistung der ruffischen Erdölgebiete in der Bor- und Nachkriegszeit gibt nachfolgende Tabelle: " Die Preisrätfel: Belcher Präsident und Reichskanzler samt Außenminister der europäischen Republiken hat den fleinsten Berstand? Welcher fozialdemokratische Bürgermeister und Abgeordnete hatte vor dem Krieg die größte Schnauze und jetzt gar feine? Erscheint mit einer großen Ueberraschung am Montag wieder. Monarchie auf dem Steffiner Bahnhof. Man schreibt uns: Ich bahner" aushängt, und daß die höheren Beamten dort noch die alten hatte Gelegenheit zu beobachten, daß im Dienst gebäude des Stettiner Bahnhofs noch immer Der Dank des Kaisers an die EisenHoheitszeichen auf dem Achselstüd( Wappen mit Krone) tragen. Kann die Republik nicht dafür sorgen, daß hier, wie bei der Boſt, Bandel geschaffen wird oder handeln die Herren Oberbeamten gegen die Weisungen ihrer vorgesezten Behörde? Die Nichtbestätigung von zwölf fozialistischen Rettoren in Berlin hält die Berliner Arbeiterschaft fortgesetzt in Erregung. Sie empfindet diese Maßnahme einer rückständigen Schulbureaufratie als eine Provokation, als einen Schlag in das Gesicht des Proletariats der größten Kommune Deutschlands, deren gewählte Bertretungen man als unmündig zu behandeln sich erkühnt. Die ArbeitsBerlins hat sich in ihrer legten Sizung mit dieser Angelegenheit gemeinschaft fozialdemokratischer Lehrer Groß beschäftigt und sich dem folgenden in Hamburg gefaßten Beschluß angeschlossen: Der zweite sozialdemokratische Lehrertag erhebt Ro- härfsten Brotest gegen das Vorgehen einzelner, Schulbehörben, Lehrer, die keiner staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft nellen Schulen zu befördern. Er erwartet von der sozialdemokra angehören, nicht zu Leitern, Reftoren und Direktoren an fonfessiotischen Reichstagsfraktion und den sozialdemokratischen Vertretern in den Parlamenten der einzelnen Länder, diesem Borgehen der Behörden errsthafte Aufmerksamkeit zu schenken." J. Richter. Emil Schölzke. Ritter hoher und höchfter und allerhöchster Orden und Auszeichnungen. Das Biderwärtige wird hier, wie gesagt, zum ungewollt mischen. Aber das vor dem Schaufenster vermeilende Publikum genießt anscheinend doch kein ganz ungetrübtes Bergnügen, wenn es fieht, wie ha ß in dieser Weise sich austo bt. Wir und mit uns wahrscheinlich viele haben mehr die Empfindung des Mitleids mit einem Beitgenossen, den offenbar der Haß trant gemacht hat. Eine Posträuberbande. Bund entschiedener Schulreformer. Heute abend 84, Uhr Bersammlung im Werner- Siemens- Realgymnafium, Hohenstaufenstraße 47/48. Bortrag Hoffmann- Gwinner:„ Die vorgeburtliche Erziehung des Kindes." Sedermann ist willkommen. Der Frauenarzt Dr. Stein. Berlin, Kaiserallee 20, bittet uns mitzuteilen, daß er und seine Frau mit dem im Mordprozeß Neiger genannten Frauenarzt Dr. Stein, bezw. Frau Dr. Stein, nicht identisch sind. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Trocken und überwiegend heiter bei mäßigen füdwestlichen Winden und weiterer Erwärmung. Die Frau als Staatsbürgerin. Die gestrige Bezirksfrauenkonferenz. Gie Als Avis Fälscher wurde von der Kriminalpostdienststelle ein Bostschaffner Wilhelm Hennig aus der Markusstraße entlarpt. Seine Verhaftung deckte das diebische Treiben einer ganzen Bande auf. Hennig fälschte schon vor drei Jahren Mashington, 16. Mai.( EP.) Die amerikanische Regierung hat Benachrichtigungsschreiben über poftlagernde Güter. Hierbei und Ein neuer Sieg des Schachmeisters Capablanca. Der bekannte gestern das englisch- ameritanische Ablommen über namentlich beim Abholen der Sachen half ihm damals ein Otto L. Schachmeister Capablanca hat gestern eine große Schachpartie gegen das Mandat von Balästina veröffentlicht. Nach diesem Abtom- Nach dessen Tode gewann er einen Rutscher Heinrich Töpfer aus die 40 besten Pariser Spieler gespielt. Hiervon hat er men verpflichten sich die beiden Länder, den Vertrag über das Man- der Fliederstraße, der das Komplott noch durch einen Mar Neu- 38 gewonnen, eine verloren und eine aufgegeben. dat von Palästina auszuarbeiten. Dieser Vertrag soll eine Bestim- feld aus der Lohgerberstraße und einen Richard Lippert aus mung enthalten, wonach die amerikanischen Bürger in Pa- Strausberger Straße ergänzte. Auch Frau Glaß mußte einmal der Strausberger Straße und den Schankwirt Glaß aus der lästina die gleichen Rechte besitzen sollen, wie die englischen, auf Verlangen der Bande ein Avis mit einem falschen obwohl Amerika dem Völkerbund nicht angehöre. Die amerikanischen Namen unterschreiben. Der Leiter der Bande unterschlug alle Staatsangehörigen werden außerdem das Recht haben, die Streit paar Tage eine Benachrichtigung und ließ fie abwechselnd von diesem fragen von einem zur Mehrzahl aus Engländern zusammen- und jenem unterschreiben, um nicht durch die gleiche Handschrift gesetzten Gerichtshof beurteilen zu lassen. England wird die nötigen Berdacht zu erregen. Abnehmer für die Güter war der Schankwirt Zusicherungen für die wirtschaftliche Gleichstellung der Glaz. Es waren besonders Lebensmittel aller Art, nament- Im überfüllten Jugendheim sprach die Genossin Ryned, Engländer und der Amerikaner in Palästina geben. Die Rechte, die lich wertvollere, einmal zwei Zentner Mehl, ein anderes Mal ganze M. d. R., über Frauenfragen im Reichstag". die Amerikaner in Balästina befizen, werden von den Engländern ninchen, 30, einmal fogar 50 Gänse ufm. Ein großer Teil wurde Die Parlamentarierinnen fönnten sich nicht ausschließ= Körbe mit Obst oder Kartoffeln, dann wieder 20 geschlachtete Ka- führte aus, daß mehr Interesse für die Parlamentstätigkeit nötig fei. in vollem Umfange anerkannt. stets gleich zur Versorgung der Schankwirtschaft von Glaß benutzt. ich mit Frauenfragen beschäftigen, zumal es bei tieferem Dort ging es dann immer hoch her. Was Glaß nicht umsehen Studium reine Frauenfragen nicht gäbe, sondern nur Menschheitsfonnte, wurde anderweitig verkauft. Die ganze Bande wurde jetzt von der Kriminalpoftdienststelle hinter Schloß und Riegel gebracht. fragen. Artikel 109 der Verfassung sagt, Männer und Frauen haben grundsätzlich diefelben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. Der Untergang der„ Storkow". Wen die Frauen noch nicht pollberechtigte Staats. bürgerinnen sint, so ist das ihre eigene Schuld. Der Erfolg. Nachrichtenbetrieb im Gerichtssaal. des Frauenwahlrechtes tommt ausgerechnet den Parteien zugute, Um 9 Uhr vormittags murde heute die Verhandlung gegen den die stets Gegner des Frauenwahlrechts waren. Gerade das Prohandlung machte der Anklagevertreter Erster Staatsanwalt Gerlach zwischen sozialistischen und bürgerlichen Frauen große Differenzen Schiffsführer Nichelmann fortgesetzt. Gleich vor Eintritt in die Ver- blem der unehelichen Mutterschaft hat gezeigt, daß bekannt, daß am Sonnabend ein Herr aus dem Zuhörerraum bestehen. Wird von der unehelichen Mutterschaft der Reichsbeamtin Adolf Schloetig, der als Zeuge und Sachverständiger geladen um das Recht der Frau gefämpft. Die Abgeordneten der ununterbrochen 3ettel an den Betriebsleiter der Sterngesellschaft gesprochen, so wird nicht nur um das Recht der Beamtin, sondern ist, abgegeben hat, der die Bettel dann an den Verteidiger Justizrat Bolkspartei möchten gerne als Wohltäter der unehelichen Mütter Dstar Hamburger weitergegeben hat. Schloetig vortreten und dieser bekundet, daß der betreffende Herr wendig, unterstützen. Die Bürgerlichen erklären, daß es einer verDer Borsigende läßt auftreten. Sie wollen die armen gefallenen Mädchen, wenn notder Direktor Kinz von der Sterngesellschaft gewesen sei. Schloc. heirateten Beamtin nicht möglich ist, voll und ganz ihre Bficht zu tig erklärt, daß die Zettel harmlosen Inhaltes gewesen seien. Dann fun. Die Frauen fehlten zudem viel wegen Krankheit. Auch das stellt der Anlagevertreter die Frage an den Betriebsinspektor, wer ist eine nicht stichhaltige Berallgemeinerung von Einzel bie Hauptbelastungszeugen, die beiden Fährmänner bei der Gesell- fällen. Im übrigen muß betont werden, daß die Frauen am schaft eingestellt hätte. Der Inspektor erklärt, daß er die Zeugen Telephon den schwersten Dienst haben. Sodann sprach die Rednerin eingestellt habe, er wollte damit aber feine Beeinflussung der Zeu- noch eingehend über die Stellungnahme zu der Rechts gen bezweckt haben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Prozeß pflege und von dem Kampf, den die Frauen führen mußten, noch einige Ueberraschungen bringen fann, denn das Potsdamer um zum Amt der Schöffen und Geschworenen zugelassen zu werden. Gericht leuchtet sehr tief in diese noch sehr dunkle Sache Auch muß man die Ehefcheidung erleichtern. Bei un er heute zu Ende geführt wird, doch noch nicht das Ende sein werde. Menschen, die nicht mehr zueinander passen, müffen, gerade im hinein. Man hat das Gefühl, daß der jetzige Prozeß, auch wenn güdlichen Chen leiden die Kinder am meisten. Ehrliche, aufrechte er von seiner Direktion irgendwelche Direttiven über seine trennen zu können. Nachdem die Vortragende noch über das Der Inspektor wird darüber auf das eingehendste vernommen, ob Interesse der Moral und der Erziehung, das Recht haben, sich fchieden. Dieser Zeuge hat den Angeklagten eine Stunde nach dem Frauen auf, in ihren fleinen Zirkeln praktisch zu arbeiten. Unglück gesprochen und teine Trunkenheit an ihm wahrgenommen. Allerdings war der Steuermann Goldmann nicht ganz nüchtern hagen, Schmitz und Scholz als Delegierte für den Parteitag Anschließend an das Referat wurden die Genofsinnen Toden. in Vorschlag gebracht. Ferner wurden vorgeschlagen für den Der Angeflagte mußte zugeben, daß er im gefährlichen engeren Vorstand die Genossin Wachenheim( 3. Vorsitzende), Bojenfeld stets die Führung dem Steuermann Goldmann über als Vertreterinnen der Frauen in den Vorstand Hoppe, Ryned, als deren Stellvertreterinnen Bohm= tragen habe, da er sich als der Jüngere nicht zugemutet habe, durch Scheibenhuber, das Bojenfeld zu fahren. Bei der Rettungsaktion habe auch Gold- Schuch, Scholz, Weiß, für den Bezirksausschuß für Arbeiter. mann gesteuert, er selbst will sich an der Rettung beteiligt haben. wohlfahrt Schmig, Weide, Todenhagen, Wachenheim, wieder kommt es zu einem Zwischenfall bei der Besichtigung der Kliging, Spiedt, Stod und die Genossen Schuldt und Schiffsflanten. Der Staatsanwalt hat festgestellt, daß hin Biestert. Die Wahlen unterliegen der Bestätigung durch den ter feinem Rüden die beschlagnahmten Schiffslaternen, die Bezirtstag. beim Potsdamer Wasserbauamt eingestellt weren, im Auftrage der Sterngesellschaft vom Inspektor Schloetig drei Tage vor dem Termin wa chenheim über„ Sozialpolitik und Wohlfahrts Zum Schluß nahm die Tagung ein Referat der Genoffin besichtigt worden sind. Die Besichtigung hat der Potsdamer Wasserpflege" entgegen, in dem sie die Beziehungen der sozialpolitischen baurat Siepers unbegreiflicherweise, ohne die Staatsanwaltschaft Gesetzgebung zur praktischen Wohlfahrtspflege behandelte. zu benachrichtigen, gestattet. Der Besichtigung hat Kapitän inter, der von der Sterngesellschaft als Gutachter geladen ist, beigewohnt. Die schwerwiegenden Beweisstücke sind mir nichts dir nichts im Magazin des Wasserbauamtes gezeigt worden. Bei der Berneh mung des Sachverständigen, Wasserbaurates e, ergibt sich, daß 9. die Sterngesellschaft von ihm drei Tage von dem Termin die Her. Naphthagewinnung Bakut Grosnyi Emba .. • Forgana • Stuban- u. Schwarzmeergebiet 1913 467 800 000 Bud 73 000 000 1919 220 300 000 37 700 000 W 1 300 000 6 000 000 N 1 300 000 2 600 000 " 8 300 000 4800 000 Zusammen 268 900 000 554 200 000 Bud gewesen. Es wird also großer Arbeitsleistung bedürfen, um die stark Es wird also großer Arbeitsleistung bedürfen, um die start heruntergewirtschaftete Industrie wieder leistungsfähig zu machen. Für den Wiederaufbau der russischen Petroleumindustrie fehlen an Ort und Stelle fast alle materialien und vor allem die Aussagen erhalten hätte. Schloetig verneint dies ganz ent- Jugendwohlfahrtsgelet gesprochen hatte, forderte sie die nötigen Arbeitsfräfte. Es müssen erst große Mengen Bohrgeräte, Kupferleitungen, Gasrohre, elektrotechnische Armaturen usw. herangebracht und viele Tausende technischer Angestellter und Arbeiter im Naphthabezirke angesiedelt werden. Für die Arbeitskräfte fehlt es vorläufig an Wohnräumen und Nahrungs= mitteln. Es handelt sich also um einen Wiederaufbau von Grund aus. Die russischen Delegierten in Genua verweisen bei ihren Erklärungen auf die großen vorhandenen Bestände an Ma schinen und Werkzeugen. Diese befinden sich aber nach privaten Meldungen in einem sehr traurigen Zustande und bedürfen ebenfalls einer gründlichen Ueberholung und Ergänzung. Das Kapital alleir. ist gegenüber dieser vollständigen Berrüttung der ruffifchen Betroleumindustrie machtlos, wenn es nicht gelingt, in fürzester Zeit einige Tousend tüchtiger Spezialarbeiter für den Wiederaufbau zu gewinnen. Grupp in der Ukraine. Der Berliner Korrespondent des Daily Expreß" mill in der Lage sein, Aufklärungen über die Unterhand lungen zwischen der Sowjetregierung und der Firma Krupp geben zu können. Danach habe die Firma Krupp in der Nähe von Chartow eine Konzession von 50 000 Acres für 24 Jahre befommen. 20 Proz. des Ertrages seien der Sowjetregierung abzutreten, Groß- Berliner Parteinachrichten. Kreis, Wilmersdorf. Donnerstag, den 18., 7 Uhr, Kreisbelegiertenverfammbung im Stadtpart, Raiferallee 51/52. Tagesordnung: Neuwahl des Kreisvorstandes Aussprache über ein Sommervergnügen, Berschiedenes. Gewerkschaftsbewegung Die Berliner Ortsverwaltung der Metallarbeiter. Die bereits dreimal vertagte Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiterverbandes murde am Montag abend in den " Sophiensälen" mit der Diskussion über den Jahres= bericht fortgesetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Il rich die Erklärung ab, daß die Ortsverwaltung feine Stellung zu den Brotesten gegen die Wahlen zum Gewerkschaftsfongreß genommen, sondern das Material dem Hauptvorstand zur Entscheidung überwiesen habe. Erster Diskussionsredner war Jensch, der den Absatz über die Jugendfonferenzen im Jahresbericht abfällig fritifierte und sich weiter gegen die Haltung der Ortsverwaltung und des ADGE. im Kampfe der süddeutschen Metallarbeiter aussprach. Schon noch 14 Tagen hätte der DGB. eintreten und erflären müssen: bis hierher und nicht weiter! Es sei auch eine andere Ortsverwaltung zur Führung solcher großen Machtkämpfe erforder lich. Entweder Moskau oder Amsterdam, anders gehe es nicht. Fischer sprach sich besonders abfällig darüber aus, daß in dem Jahresbericht auf nicht weniger als viereinhalb Seiten gegen die Kommunist en polemisiert werde. der Kommunisten: Müller, Rönig, Rosenthal und Schwenfe fielen aus. Da von den Kommunisten Brotest er hoben wurde, stimmte die Bersammlung einem Antrag zu, nach dem über die beiden Kandidaten für das Amt des ersten Bevoll mächtigten in einer nächsten Bersammlung noch weiter diskutiert werden soll. Lohndifferenzen im Kartoffelgroßhandel. des Saargebietes abzuschließen. Bu dem gleichzeitig versproche nen Larifvertrag ist es bis heute noch nicht gefommen. Seit zwei Jahren denken die Banten nicht mehr daran, ihre An gestellten auf Grund eines Tarifvertrages, geschweige denn ent sprechend der Teuerung zu entlohnen, trotzdem an Pflichtgefühl und Arbeitsfreudigkeit der Angestellten gewaltige Anforderungen gestellt wurden und die Banten dadurch einen großen Aufschwung erlebten. Die Gehälter im Bankgewerbe betragen für qualifizierte Die Kutscher und Schipper in den Kartoffelgroßhandlungen find Kräfte 3000-5000 m. pro Monat, während in Industrie und Handel seit Anfang Mai in einer Lohnbewegung. Der Lohn betrug bis dafür gleiche Kräfte und Leistungen Mindesttarifgehälter von 5000 bis hin 650 M. die Woche. Im Hinblick auf die enormen Leuerungsver- 10 000 M., entsprechend der ungeheuren Teuerung im hältnisse forderten die Arbeiter für Mai einen Wochenlohn von Saargebiet, gezahlt werden. Die Röhlingsche Bant 1000 M. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern hierüber führten in Saarbrüden bezahlt nicht nur die schlechtesten Gehälter, sie zu feinem Resultat. Zunächst wollten die Arbeitgeber 750 m. ist auch die erste Firma im Saargebiet, die den Achtstundentag mißbewilligen; die Arbeiter wollten es unbedingt zu einer Einigung achtet und ihren Angestellten 8% Stunden tägliche, bzw. 49% Stun tommen lassen und ermäßigten ihre Forderung unter Berücksichti- den wöchentliche Arbeitszeit diftiert, scheinbar als Antwort auf den gung der von den Arbeitgebern vorgetragenen Gründe auf 900 M. aus der Not heraus geborenen neuerlichen engen Zusammenschluß Aber auch diese Forderung lehnten die Arbeitgeber rundweg ab und der Angestellten. wollten im höchftfalle 800 m. bewilligen, während die Arbeiter Obwohl im Reichstarif für das Bantgewerbe, für schließlich bis auf 850 m. zurüdgingen, ohne dadurch eine das Saargebiet besondere 3uschläge vorgesehen sind, denten die Einigung zu erzielen. Eine Bersammlung der Arbeitgeber lehnte auch diese Forderung ab und erflärte jede weitere hiesigen Niederlagen der im Reiche am Tarif beteiligten Banken nicht Berhandlung für zwecklos. Der Transportarbeiterverband machte daran, diese Zuschläge in der für das Saargebiet erforderlichen Höhe nun den Arbeitgebern den Vorschlag, den Schlichtungsaus zu zahlen. Der neuerliche Antrag der Angestellten auf Abschluß eines ich u B entscheiden zu lassen. Auch das lehnten die Arbeitgeber rundweg ab. Die Unternehmer wollen also feine Eini- Tarifvertrages wurde von der örtlichen Bantenvereinigung, gung, sondern den Kampf und müssen demzufolge die Berantwor- der auch sämtliche beutschen Banten angeschlossen sind, abge. lehnt, mit dem Bemerken, daß der Angestelltenorganisation antung für die Folgen tragen. heimgegeben wird, sich mit den einzelnen Banten zu ver ständigen, was praktisch undurchführbar und auch nicht im Sinne der Richtlinien der deutschen Zentral- Arbeitsgemeinschaft liegt. Die Angestellten sind somit gezwungen, auf dem Wege der Selbsthilfe sich die notwendigen Eriftenzmittel zu erfämpfen, weil ein amtlicher Schlichtungsausschuß für den vorliegenden Fall, sowie sons ftige Instanzen, die im Reiche eingreifen würden, nicht bestehen. Sollte es in letzter Stunde nicht doch noch gelingen, durch Bermittlung einer unparteiischen oder durch das Eingreifen einer behördlichen Stelle diesen Streit beizulegen, so ist zu befürchten, daß es morgen früh in den Kartoffelgroßhandelsbetrieben zum Streit fommt. Für eine so schwere törperliche Arbeit, mie fie die Kartoffeltutscher und-arbeiter zu leisten haben, ist ein Wochenlohn von 850 M. angebracht. Daß die Großhändler diesen Lohn zahlen können, unterliegt feinem Zweifel. Bebauerlicherweise wird dieser durch den Friedensvertrag von Bersailles hervorgerufene rechtlose Zustand der Abeitnehmer im Saargebiet von einem Teil der Banten, besonders der D.- Banten, ausgenügt. Fri. Gladusch: Die Ortsverwaltung habe stets überlegt und fachlich gehandelt, um die Interessen der Metallarbeiterschaft zu wahren. Mit der Aufklärung", wie sie von den KPD.- Kollegen betrieben wird, fonn es nicht so weiter gehen. Man fann doch im Ernste nicht alle als Berräter" der Arbeiterfache erklären, die nicht auf fommunistischem Boden stehen. Eine derartige Agitation ist leider auch in die Frauenbewegung hineingetragen morden und hat in diefer feine gute Wirkung ausgelöst. Benn ihr( zu den Kommunisten gewendet) einmal dazu berufen werden folltet, die Metallarbeiter zu führen, dann Gnade euch, denn eure eigenen Anhänger würden euch dann ebenso behandeln, wie ihr heute alle behandelt, die nicht zu euch schwören wollen."( Lebhafte Buftimmung und Widerspruch.) nad tam auf die Frage der Jugendausbildung zurück und erklärte, daß diese der Maifeier und Commerz- und Privatbank. Jugend nicht lediglich suggeriert werden dürfe. Wenn ein taum Man schreibt uns:„ Am 12. Mai wurden bei der Commerz 14 Jahre alter Jüngling sich als Redner hinstelle, um alle Nicht- und Privat- Bant Aftiengesellschaft diejenigen Angestellten, die an Bund der technischen Angestellten und Beamten. Wir machen unsere Funk tommunisten und den DGB. als Verräter" zu erklären, so mache der Maifeier teilgenommen hatten, von Herrn Direktor Mötionäre nochmals auf die heute abend 72 Uhr stattfindende AFA- Funktionärverdas doch einen sonderbaren Eindrud. Die süddeutschen Kol bius permarnt und ihnen im Wiederholungsfalle tie frist fammlung der Metallinduftrie in den Musiker- Feltfälen, Kaiser- Wilhelm- Straße 31, legen wollen Munition, Geldmittel, in ihrem Kampf, lose Entlassung angedroht. Die Herren von der Bank Architekten, Hoch- und Tiefbau, im großen Gaal bes Nordischen Sofes, Invaliden. aufmertfam. Mittwoch 7 Uhr Mitgliederversammlung der Fachgruppe nicht„ Erweiterung" des Kampfes. Ihnen die nötigen bireftion haben nichts zugelernt und nichts vergessen. Es ist un straße 126. mittel zu beschaffen, das ist die beste Solidaritätsbezeu- möglich, daß, solange dieser Direktor in der Personaldiret. gung. Sie haben uns mie aus einem Munde erklärt: Wir tion eine leitende Stellung einnimmt, der Arbeitsfriede gewahrt fönnen die Welt erobern, wenn die übrigen deutschen Kollegen wird. Man muß immer wieder daran erinnern, daß es tiefer Herr fo viel an Solidarität aufbringen, als für uns in diesem großen war, der am Morgen des Rapp Putsches die beiden Rampfe nötig ist." geschäftsführenden Betriebsratsmitglieder mit den Worten empfing: Nun meine Herren, wollen Sie abdanten?" Der Herr Dresden, 16. Mai.( Eig. Drahtber.) In der GeneralversammBersonaldirektor hat die monarchistische Demonstration am Be- lung des Sozialdemokratischen Vereins Dresden- Land wurde gräbnistage der Kaiserin durch Aushängen der schwarzweißroten dargelegt, daß sich der Mitglieder best and trok der mißlichen Fahne und durch Beurlaubung einer großen Zahl von Angestellten wirtschaftlichen Verhältnisse um 300 auf 12 477 erhöht hat. unterstügt. Man vergesse auch nicht, daß durch ihn der Antrag auf unter den Neueintritten befinden sich 111 Frauen. Troß der Absetzung zweier Betriebsratsmitglieder wegen der großen Era fortgefegten Beitragserhöhung ist im Bezirt Ost Sachsen, der berger Demonstration peranlaßt wurde. Nur wenn neun Streise umfaßt, im legten laufenden Jahr eine Zunahme überzeugte Anhänger der Republif dem Rufe ihrer politischen Bar von 3500 Mitgliedern zu verzeichnen. Ein Antrag, der teien und Gewerkschaften folgen, dann entdeckt dieser Herr, daß die sich gegen die Bestrebungen, den Acht stundentag zu durchCommerzbanfleitung politisch neutral" ist, und droht mit brechen, wendet, wurde einstimmig angenommen. Der ParteiHinauswurf." beitrag wurde für die männlichen Mitglieder auf 2 Mt. pro Woche erhöht, für weibliche Mitglieder auf 50 Pfg. belassen. Nach vieler Mühe gelang es im Jahre 1919, nachdem die ersten Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für AnFührer der Angestellten als Opfer der Bewegung ihre Auszeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: weisung erleiden mußten, ein Notablommen mit den Banken Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer n. Co., Berlin, Lindenstr. 3. " 3ista mies in einer fast einstündigen Schlußrede die gegen die Ortsverwaltung und den ADGB. erhobenen Borwürfe zurück. Es sei eine gewaltige Aufgabe, allen Wünschen von 153 000 it gliedern gerecht zu werden. Die Leitung habe alles getan, was in ihrer Kraft lag, um für die Kollegenschaft eine Verbesserung ber Existenzbedingungen zu schaffen. Was unsere Vorgänger geschaffen haben, ist von uns weitergeführt und vervollständigt wor: den, soweit es unter den gegebenen wirtschaftlichen und politischen Berhältnissen möglich war.( Lebhafter Beifall.) Bei der nun folgenden Wahl des ersten Bevollmäch tigten wurden 3ista und Walcher( KPD.) vorgeschlagen. Beide erhielten die zur Unterstüßung notwendige Stimmenzahl ( 190 Don 778 Delegierten), so daß eine Urwahl erforderlich ist. Der bisherige Rassierer Schmidt wurde wiedergewählt. Der von den Kommunisten vorgeschlagene Gabriel fand nicht die erforberliche Unterstügung. In die Verwaltung wurden ferner 3ippel, Röhler, Greil und Schneider gewählt. Die Kandidaten Die deutschen Banken im Saargebiet. Aus der Partei. W.Bernhard Nadhi, Berlin Nacht. 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( Schöneberg- Friedenau) Arthur Schuldt, Friz Senz, Borsigender. Schriftführer. 165/9 Spezial- Arzt Dr.Scotti 1. Haut.u. Geschlechtsleid. Syphilis-, Salvarsan- Kur ohne Quecksilb. Veralt Harnleid., Schwäche. Glänz.Erfolg. 9-1. 4-8 ResteHaus A. M. Steinhardt 18 Cottbuser Damm 18 Kinderwagen Bettfedern Korbmöbel Sommer- Meubeiten! Schöne Reste in Frotté, Voile, GaMetall- Bettstellen Restehandl Fürst, Haarpuder Neukölln, Hermann Goltzstr. 2 a.d.Granewaldstraße Herren- a.Damenstoffe, Str. 38 Seiden, Samt, Ede Mahlower sämtliche Futterartikel Straße. bedeutend unter Preis Reste für Herren- Fabrikpreise. Lieferung in Neukölln bardine, Tuch usw. Fabr. f. Rubebett., Auflegematratz. u. Feldbettstellen. Anzüge, Schlüpfer und angrenzende Gegend frel Haus. la Qualitäten. Staunend billig! Geltungspapier Paffage- Bad gebündelt.kg4,50 Haus Wein lumpen flaschen Sohe Breije Weser Blutuntersuchung. 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