Nr.230 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 115 Bezugspreis: Bierteljährl 105.-, monatl. 35, frei ins Haus. voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 35,-, einschl. Su ftellungsgebühr. Unter Kreuzband fir Deutschland, Danzig, Caar u Memelgebiet, sowie Defterreich u. Lugemburg 69,-, fir das übrige Ausland 87,- M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Lugemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Boll und Zeit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Giedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1,50 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareilleze toftet 16,-M.- Nellamezeile 80,-. Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 4, M.( zuläffig zwei fetigedruckte Borte), jedes weitere Wort 3, M. 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Gerade die heutige Während die amerikanische Regierung glaubt, daß diese Bedingungen Sigung der politischen Unterkommiffion zeigte das besonders; rungen aufammenzutreten, die sie zur gemeinsamen Untervernünftig und einleuchtend sind, ist sie bereit, mit anderen Regiedenn ohne dieses Bedürfnis hätte sich Tschitscherin manche fuchung über die Zustände in Rußland und zur Verbesserung der seiner Fragen gespart, die den Abschlußatt hinauszögern. Lage einladen. Die amerikanische Regierung ist bereit, jeben BorJedermann in Genua weiß, daß Rußland das vorgeschlagene schlag der Sachverständigenkonferenz von Genua und jeder folgen System anfangs getrennter und später gemeinsamer Rom- den Konferenz entgegenzunehmen. Ich muß gestehen, daß die missionsberatungen annehmen wird. Bevor das aber amerikanische Regierung den jezigen Vorschlag der einladenden offiziell ausgesprochen werden soll, muß eben noch Theater Mächte als scheinbar die Antwort auf die rufffische Denkschrift vom gespielt werden politisches Theater, das auf die 11. Mai darstellend betrachtet, der es an endgültiger Klarheit Maffen wirten soll, sicherlich aber seinen 3wed ver- fehlt, welche die Mitwirkung der Regierung der Bereinigten fehlen wird. Staaten bei den vorgeschlagenen Plänen möglich machen würde. gez. Hughes. Der Grundcharakter der Kommiffionsfigung war äußerst friedlich; ein unwesentlicher Abänderungswunsch Tschitscherins zu den Vorschlägen fand Annahme. Im übrigen beantwor teten Lloyd George und Schanzer die von Tschitscherin gestellten Fragen. U. a. wurde auch die Frage der Anerken nung gestreift, die den Regierungen nach Abschluß der Kom missionsberatungen zur Entscheidung überlassen werden soll. Die Frage Tschitscherins, warum der Haag als Sigungsort bestimmt worden ist, wurde dahin beantwortet, daß man be reit sei, auch über andere Vorschläge zu beraten. Ob die Mächte burch Mehrheitsbeschluß an die Ergebnisse der Kommissions beratungen gebunden sind, soll durch den einzuseßenden Ausschuß geprüft werden. Ein Burgfriedenspaft, welcher Art sei dahingestellt, soll in Genua nicht unterzeichnet werden. Ueber die Dauer des Pattes fann nach den Aeußerungen Lloyd Georges noch eine Diskussion stattfinden. Bei Erörte rung der Baftfrage gab es einen kleinen russisch- japanischen Zwischenfall. Tschitscherin erbat zum Schluß der Gigung eine Bedentzeit von 24 Stunden. Völkerbund, geh du voran! Genua, 16. Mai, 10 Uhr abends.( Soz. Parlaments dienst.) In der heutigen Sigung der einladenden Mächte wurde zunächst die oft galizische und litauische Grenzfrage besprochen. Lloyd George mahnte zu schneller Regelung, da die Frage sonst eine Gefahr für alle Zukunft bedeute, andererseits mur ein vorläufiger Friedenspaft in Genua geschlossen werde. Die Angelegenheit wurde dann ur bringenden Erledigung dem Bölkerbund überwiesen. zur Minderheitenfrage, die von Bulgarien und Ungarn angeschnitten worden war, wurde eine schriftliche Eingabe an den Völkerbund empfohlen. Der ungarische Wunsch, einen Hafen am Mittelländischen Meer zu besigen, foll von den zuständigen Signatarmächten" geprüft werden. Die Be fämpfung der Epidemien wird gleichfalls dem Bölferbund überwiesen; ein Schreiben an alle Regierungen soll bie Bitte vorbringen, nach Möglichkeit finanziell wie praktisch den Wölferbund in der Bekämpfung der Epidemien zu unterstützen. als Ausführungsinstanz eventueller Beschlüsse, die in dieser Hinsicht gefaßt werden, wurde das Rote Kreuz empfohlen. Hermes' Pariser Besprechungen. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenste. 3 Fernsprecher: Berlag, Expedition und Juleraten. Abteilung Morigplatz 11753-54 Der sinkende Sowjetstern. Am Schluß eines langatmigen Artikels Karl Radets in der„ Roten Fahne", in dem die russische Antwortnote propagandistisch ausgeschlachtet wird als ein Kampf um den Sozialismus", finden sich die Worte: um den Sozialismus", finden sich die Worte: „ Die Idee des Kommunismus hat im industriellen Westeuropa tiefere Wurzeln als im halbagrarischen Rußland. Und wenn auch der große Baum des europäischen Kommunismus mehr Zeit gebraucht, um start und mächtig zu werden, so wächst er unauf. haltsam." Diese Gegenüberstellung des europäischen und des russischen Kommunismus ist an sich schon wert, verzeichnet zu werden, weil damit wohl zum ersten Male aus dem Munde eines berufenen Vorfämpfers des Sowjetgedankens das Geständnis entschlüpft ist, daß der Bolschemismus fein europäisches, fondern ein halb oder ganzasiatisches Erzeugnis ist. Wir nehmen diese Bestätigung einer von uns bereits vor vier Jahren gemachten Feststellung gern zur Kennt nis. tieferen Wurzeln", die die Idee des Kommunismus im induWie steht es aber mit den Behauptungen Radeks über die striellen Westeuropa gefaßt haben soll, als im Mutterlande des Kommunismus, dem halbagrarischen Rußland; wie steht triellen Westeuropa gefaßt haben soll, als im Mutterlande es mit seinem„ unaufhaltsamen Wachsen" in Europa? ie liegen insbesondere die Dinge in den zwei typischen IndustrieTändern Westeuropas, in England und in Belgien? Dort eritiert der Kommunismus überhaupt nicht, von fleinen, so unbedeutenden Grüppchen abgesehen, um die sich fast niemand kümmert. Die einzige westeuropäische Kommunistenpartei, die bisher etwas zu sagen hatte, war die franzöfifche. Es war den Moskauer Spaltungsaposteln zu Weihnachten 1920 auf dem Kongreß von Tours gelungen, eine Zweidrittelmehrheit für die kommunistische Internationale zu erringen. Heute, nach faum anderthalb Jahren, liegt selbst dieses schönste Kron= iu met" der Dritten Internationale, wie der Delegierte des Moskauer Erefutivkomitees, Bordiga, die KP. Frankreichs noch auf dem letzten Marseiller Parteitag nannte, in Trümmern! Die einzelnen von der russischen Delegation gestellten Fragen sind ganz interessant, aber hätte man sie nicht ebenso in Zwischenhandlungen ohne Zeitverlust erledigen fönnen, mußte zu ihrer Erörterung ausgerechnet der große Sizungsapparat und alles Drum und Dran aufgeboten werden? In Wirklichkeit ist das Ergebnis des heutigen Tages eine neue Paris, 16. Mai.( EE.) Reichsminister Dr. Hermes berichtete Die ganze fommunistische Bewegung, wie bekanntlich das Berzögerung des Abschlußattes, der mancher Delegation heute abend den Bariser Korrespondenten der deutschen Presse über politische Leben in Frankreich überhaupt, geht von der Haupteine schöne Stange foftet und manchen Vorwurf hervorruft; die Besuche, die er bei den Mitgliedern der Reparationskommission stadt und ihren Vororten aus. Im Seine- Departement bedenn jeder einzelne, ob Delegierter oder Journalist oder sonst gemacht hat, sowie über den Beginn der fachlichen Berhandlungen herrschten die Extremisten von Anfang an einer feit 130 etwas, wartet nur auf das endgültige Ende! Warum am Montag nachmittag mit dem Bräsidenten Dubois. Bei dieser Jahren bestehenden Tradition entsprechend- das Feld. Sie eigentlich 24 Stunden Bedentzeit? Die Tatsache, daß von Gelegenheit hat Dr. Hermes deutsche Gegenvorschläge und Anträge behielten nach der Spaltung das stärkste Propagandainstrunachmittags bis abends im Genuefer Quartier der russischen zu der Note der Reparationsfommiffion vom 21. April übergeben, ment, die" Humanité", in Händen und zählten damals über Delegation niemand mit Ausnahme einiger Steno- die hauptsächlich die Gestaltung des Reichshaushalts und die Zwangs- 21 000 eingeschriebene Mitglieder, was an fich für eine Biertypiftinnen anwesend war, erweckt nicht den Eindruck, daß anleihe betreffen. Darüber wurden allgemeine Erörterungen ge- millionen- Beltstadt wenig, für französische Organisationsdiese Bedenkzeit so bringend notwendig war. Darüber, daß Die Ronferenz tot i ft, bleibt auch Tschitscherin mit uns einer Pflogen. In den nächsten Tagen werden weitere Einzelbesprechungen Meinung. Dementsprechend follte man nun doch endlich mit Bertretern der Reparationsfommission geführt werden. handeln! Eine endgültige Entscheidung über das Programm und den Tag der letzten Plenarsizung wurde nicht getroffen, da erst die endgültige Antwort der Russen abgewartet werden soll. Man war sich aber einig darüber, daß die Schlußsigung bald stattfinden soll. Mit der Beerdigung der Konferenz fann mit ziemlicher Bestimmtheit für Sonnabend gerechnet Wie die Reparationstommiffion mitteilt, hat die deutsche Regierung gestern bei der von dem Garantieausschuß bestimmten Bank ungefähr 50 millionen Goldmart gezahlt. Unverantwortlich. X begriffe immerhin recht ansehnlich ist. Und jetzt? Nach den eigenen Angaben des Bezirkssekretariats des Seine- Berbandes auf dem in der vorigen Woche abgehaltenen Bezirtstag zählt die kommunistische Partei in der riesigen Industriestadt Paris nur noch fnapp über 8000 eingeschriebene Mitglieder. Ueber die Ursachen dieses schnellen Zusammenbruches gibt der Jahresbericht des Bezirkssekretärs des kommunistischen Seine- Verbandes, eines bekannten und rührigen LiteFrankfurt a. M., 16. mai.( MTB.) Aus dem bejetten raten namens Georges Bioch, bemerkenswerte Aufschlüffe. Gebiet wird berichtet: Am 20. Januar 1919 wurde der Arbeiter Aus diesem umfangreichen Dokument, das zugleich ein 2 b Wagner in Bobenheim a. Rh. durch einen franzöfifchen Be- schiebsschreiben des freiwillig ausscheibenden meil total Nordamerikas Antwort. fatzungsfoldaten, den Kanonier Auclair vom Artillerie- Regiment 86, entmutigten und angeefelten Bezirkssekretärs sein sollte, entGenua, 16. mai, 10 Uhr abends.( Sozialdemokratischer getötet. Die Witwe felte an die franzöfifche Befahungsbehörde nehmen wir manche lehrreiche, burch ihre Aufrichtigkeit symeinen Antrag auf Entschädigung, da der Ermordete der einzige pathisch anmutende Stelle: Barlamentsdienst.) Die Antwort der amerikanischen Regierung Ernährer feiner Familie war. Drei Jahre lang erhielt wegen der Teilnahme an den Kom missionssigungen, die heute der politischen Kommiffion die Frau feinen Bescheid. Jetzt endlich wird ihr aus dem von Schanzer verlesen wurde, wird hier dahin ge- franzöfifchen Kriegsminifterium mitgeteilt, daß ihr Antrag auf Entdeutet, daß Amerika nicht leicht zu einer Teilnahme zu be- fchädigung als unbegründet abgelehnt worden fel, da wegen sein wird, sich immerhin aber in seiner Erwiderung eine Verantwortung des franzöfifchen Staates nicht in Frage kommt. einen Weg für die Zukunft offen läßt. werden. Genua, 16. Mai.( E. P.) Botschafter Child hat dem Präfidenten der Konferenz eine Note des Staatssekretärs Hughes übergeben, die sagt: Die amerikanische Regierung hat die auf Grund der Beschlüsse der einladenden Mächte am Sonntag erfolgte Einladung des Bräsi denten der Konferenz von Genua nach dem Haag aufmerksam er Die Washingtoner Regierung wünscht lebhaft, in jeber proftischen Beise zur Prüfung der Bedürfniffe Bedürfnisse Singlands beizutragen. Sie will nochmals Freund Die deutsch- russischen Konsularbeziehungen. Nach der Dena wird Sowjetrußland in Hamburg ein Ronfulat errichten, während ein deutsches Generalfonfulat nach Petersburg kommt. Für den Bosten des Generalfonfuls in Petersburg ist Graf Reßler in Aussicht genommen. Das Konsulat in Moskau wird wahrscheinlich der bereits in Moskau befindliche Konsul Graap übernehmen. Ihm zur Seite wird der Attachee en del stehen, ber mit Graf Reßler am 25. Mai nach Mostau reift. „ Bon allen Tatsachen, aus benen th bie Lehren zu ziehen persuchen will, ist die wichtigste: ber beachtenswerte Rüdfuchen will, ist die wichtigste: ber beachtenswerte Rudgang des Mitglteberstandes... Was besonders die kommunistische Bartet betrifft, so müssen auch als ein Faktor ihrer zahlenmäßigen Berringerung die Hoffnungen vielfach mystische r Natur in Betracht gezogen werden, die man in eine sehr nahe Repolution feßte... Da niemand die Revolution in seiner Tasche trägt, wie es einst der ehrwürdige Jules Guesde gesagt hat, da man sie den Ungeduldigen nicht gleich überreichte, wie ein Sultan das Taschentuch seiner Lieblingsfrau zuwirft, haben diese sich für den einfacheren Weg entschieden: nämlich den, jede Aktion abzulehnen und nach Hause zu gehen... Das aber ist nur die Fortsetzung jener alltäglichen und ewigen Geschichte des braven Keris, der sich einbildet, er habe das Antlitz der Welt dadurch verändert, daß er einer Partei beitrat, der sich aber zurückzieht, sobald er festgestellt schaft des amerikanischen Bolles für das russische bie tiefgefühlten Unterdrückung deutscher Schulen in Polen. bat, daß er nicht durch diesen Beitritt die Revolution entfeffelt hat." und die Teilnahme Nordamerikas ant allen Persuchen 16. zu Doch geht Pioch über diese allgemeinen Gründe des Rückzum wirtschaftlichen Wiederaufbau Rußlands und zur Rückkehr des Abgeordneten im polnischen Sejm wegen der deutschen Privatschule ganges hinaus und enthüllt noch seine besonderen UrWohlstandes und der Leistungsfähigkeit seiner Hilfsquellen ausdrücken. Die amerikanische Regierung hat schon einen offensichtlichen in Glefin erfahren wir, daß die private Volksschule in Glefin ge Bewels thres felbstlosen Wunsches zur Wiederherstellung Roßlands schlossen und dem Lehrer untersagt worden ist, weiter zu gegeben. Die Regierung der Vereinigten Staaten mird feine fich unterrichten. Die Deutschen erhielten bei Strafandrohung ihr bietende Gelegenheit verpaffen, um ein nüßliches Werk zugunsten den Ortspolizeibefehl, ihre Kinder in die polnische Schule zu Rußlands zu leisten. Die Regierung glaubt jedoch, daß sie sich schicken. nicht erfolgreich an der Zusammenkunft im Haag beteiligen tönne, wenn diese Konferenz unter einem anderen Namen eine In Danzig ist ein Motorsegler mit 10 000 Kilo Sprengstoff Fortfehung der Konferenz von Genua bedeuten sollte, da diese den gleichen Schwierigkeiten begegnen würde, wenn die in der für Polen eingetroffen, die mitten im Danziger Hafengebiet gelöscht ruffischen Antwort ausgedrückte Haltung unverändert bleibt. Die werden, obgleich die Möglichkeit einer Entlöschung an der polnischen endgültige und unvermeidliche Frage wird stets die Wiederherstellung Rüste ohne weiteres gegeben ist. Bolens ausländischer Kriegshafen. ,, Man hat die Beobachtung gemacht, daß im Allgemeinen das intellektuelle Niveau unserer Partei gefunten ist; und das war feine üble Nachrede. Aber wer trägt die Schuld daran?... Man muß leider gestehen, daß manche um so intoleranter, absolutistisch, zu ben anderen erbarmungslos sind( hoffentlich sind sie es auch zu fich felbst), als fie fich als bie reineren Rommunisten bezeichnen. Je mehr sie die kommunistische Orthodoxie verfeinerten, desto mehr trugen sie zur Verarmung ihrer Abteilungen, ihrer Partei bei... Möge ein jeder von uns sich die Ueberzeugung beibringen, daß, welches Reinheitserzeugnis er sich auch selbst erteilen mág, er fets etnen„ Reineren finden wird, als er, der ihm wird„ ret- gesprochen! Danach scheint die kommunistische Partei in Franknigen" wollen.. Und je mehr die Partei von Unzulänglich- reich, dieses schönste kronjuwel der Moskauer Interteiten„ gereinigt" wurde, die nichts anderes sind, als die Schwächen nationale, wirklich ein noch größeres Affentheater zu sein, des Menschengeschlechts, desto mehr läuft man Gefahr, fie zu einer als die KP. Deutschlands. Das will nicht wenig sagen. Sefte zusammenschrumpfen zu lassen, sodann zu dem Gefolge Aber, nicht wahr?: der Kommunismus hat ,, tiefere Bureines Führers mit Pfaffen und Unteroffizierszeln" im industriellen Westeuropa gefaßt, als selbst in Rußland und sein ,, Wachstum" ist ,, unaufhaltsam". Radek jagt es, und allüren und schließlich zu einer bloßen Clique." Nachdem er mit feiner Ironie die Folgen dieses Reini- es gibt unter den Lesern der„ Roten Fahne" brave Kerle, die gungsfimmels gekennzeichnet hat, der übrigens eine inter- es glauben.. nationale Erscheinung bei allen extremen Parteien ist, stellt Pioch feit, daß die immer größer werdende Zahl der konflifte in unserem Bezirksverband die vorstehenden Bemerkungen in jämmerlicher Weise unterstreicht." Sodann fährt er fort: " Aus der Parolenschmiede.. Der Moskauer Hungerstreik. Die Auslandsdelegation der Linken Sozialrevolutionäre( Inter nationalisten) schreibt: Der Hungerstreit der Linken Sozialrevolutionäre, die sich in. Mostau in Haft befinden, dauerte am 16. Mai noch. Im Moskauer Gefängnis sind jegt 42 Linte S.-R. ein fleiner Teil aller Genossen, die in bolschewistischen Gefängriffen in Haft gehalten werden. Diese 42 Genossen haben insgesamt während der Diktaturperiode der Kommunisten 87 Jahre 9 Monaten abgesessen und insgesamt mehr als 880 Tage gehungert! Die Mehrzahl ist nicht nur nicht vor ein Gericht gestellt, sondern überhaupt nicht verhört werden! Sie fordern jeßt, daß man sie freigibt oder ins Ausland läßt. Ohne die Hilfe der europäischen Genossen werden die 42 Hungernden sterben, denn sie haben beschlossen, entweder frei zu sein oder zu sterben fie fönnen nicht mehr im Gefängnis bleiben! Wir sind sicher, daß die Genossen, die als Bertreter des erro päischen Broletariats nach Rußland gehen, die Forderung des Broletariats der ganzen Welt nach Freilassung der Sozialisten der Mosfaner Regierung übermitteln werden. Für die Auslandsdelegation der Partei der Linten Soziol revolutionäre( Internationalisten): Alexander Schreider. sprochen, der in der Form„ parteilofer ArbeiterfomiWir haben bereits den neuesten kommunistischen Schwindel betees" auftritt. Der in der Roten Fahne" veröffentlichte ausführ „ Das Uebel, es liegt vor allem im folgenden: allzu viele Genossen liche Bericht über die Tagung des tommunistischen Zentralausschusses vergessen, daß der Kommanismus damit anfangen sollte, womit er gibt für jeden, der sehen will, zu erkennen, daß die neue Parole enden wird, mit dem Vertrauen und der Brüderlichkeit... Arbeiterfomitees" lediglich aus agitatorischen GrünEs ist unerhört, daß Führer, die zwanzig Jahre ihres Lebens dem den hinausgeschleudert wird. Man ist sich vollkommen klar darDienst des Sozialismus gewidmet haben, der etwas sadistischen Bos- über, daß diese Arbeiterfomitees nur Sand in die Augen für heif anderer Genossen wie Raubtierfressen hingeworfen werden... die Arbeiter sein soll, ebenso wie die Parole der Einheitsfront. Solche Sitten haben dem Bestand der Partei viel geschadet. Sicher Eine Reihe von Mitgliedern des Zentralausschusses hat sich denn find diejenigen, die diese Sitten eingeführt haben, die ersten gewefen, auch gegen die Arbeiterfomitees ausgesprochen, allerdings nicht, um der Partei den Rücken zu fehren. Agents provocateurs" hätten um das Spiel zu vereiteln, sondern weil die Redner darin eine Der Prozeß gegen die verhafteten Sozialrevolutionäre wird nicht anders gehandelt und, vor allem, keinen besseren Erfolg erzielt." Gefahr für die KPD. selbst erblickten. Stoeder 3. B. Anfang Juni beginnen. Das Bolkskommissariat verspricht den SoWohlgemerkt ist es die Beschimpfung ergrauter Partei- sieht in der Einheitsfronttaftit die„ Gefahr, daß die Arbeiter sich zialrevolutionären, die als Verteidiger Einreiseerlaubnis erhielten, führer innerhalb der kommunistischen Partei, pazififtischen Illusionen hingeben". Arbeiterfomitees hält er für daß sie in ihrer Tätigkeit als Verteidiger in feiner Weise be gegen die sich Bioch so entrüstet werdet. Ob er die Schimpf- überflüssig, denn:„ Wo wir start sind, haben wir die Betriebstäte einträchtigt werden würden. Mit Rücksicht darauf aber, daß orgien seiner Parteifreunde gegen die bewährtesten und ältesten für uns; wo wir schwach sind, werden Komitees gebildet, in denen die Sozialrevolutionäre Partei den bewaffneten Kampf gegen die Arbeiterführer in der sozialistischen Partei und in der wir ohne Einfluß sind". Böttcher behauptet sogar, daß der Räteregierung zum Programm habe, würden für die Zeit des Amsterdamer CGT. billigt, ist nicht klar ersichtlich. Aber Kampf gegen die SPD.- und USP.- Führer durch die Aufenthaltes der Verteidiger besondere Maßnahmen zur auch das ist eine internationale Erscheinung des Kommunis- Einheitsfront taktisch gelitten" habe. Schönlant erklärt, daß die Berhütung einer Propaganda getroffen werden. mus besonders in Deutschland, daß sich jeder grüne Arbeiterfomitees den vielen anderen Bestrebungen verwandt sind, Scholem herausnimmt, die Veteranen des proletarischen die so glänzend ins Wasser fielen. Wo wir schwach sind, Kampfes als„ Verräter" zu schmähen( und sodann nach Ein- find diese Dinge Spielerei; wo wir start sind, sind sie überflüssig. deß am 23. Mai in Moskau beginnt, reifen am Mittwoch früh von Bioch, der noch am Schluß seines Berichtes u. a. gefordert Barteilose Komitees würden nur die politischen Tendens Berlin nach Moskau ab. Bon der Zweiten Internationale befindet heitsfront" zu rufen!). " zen(!!) der deutschen Arbeiterschaft stärken". Staatsanwalt Radek. Die Berteidiger der ruffischen Sozialrevolutionäre, deren Brozu schaffen, denn die Gefahr besteht, daß fie die Form von Arbeits- beauftragt. Soll das etwa die Rache der Moskauer Somjet Ein anderer Redner hält es für verfehlt, jetzt Arbeiterkomitees fich Genoffe Vandervelde darunter. Wie wir erfahren, ist Karl Radek mit der Funktion des Anklagevertreters gemeinschaften annehmen. Es muß vom Zentralausschuß die Frage gelöst werden, wie wir während der Periode der Einheitsfront die gewaltigen dafür sein, daß Radek auf der Berliner SozialistenSPD und Usp. bekämpfen. Wir müssen es offen und flar fonferenz die Entfendung von Verteidigern und die Richtverhängung aussprechen, daß wir von der Einheitsfront Revolutionierung der von Todesstrafen für die Angeflagten zugefagt hat? Arbeitermassen erwarten. Der Trennungspunkt bei der Einheitsfront liegt da, wo SPD. und USB. nicht mit uns zum revolutionären Kampf zu bringen find". hatte, daß sich der kommunistische Wortschatz in Zukunft sowohl von dem Kasernenjargon, wie auch von dem Regle ment der Dominitanertlöster abwende, hat natürlich den Zorn aller„ Unteroffiziere und Pfaffen" der Pariser Partei auf sich geladen, die in einer gemeinsamen gezeichneten ebenso langen Erklärung die Ablehnung dieses nach Form und Inhalt unannehmbaren Berichtes" beantragen, ber ein polemi iches Dokument mit philosophischen und literari schen Anmaßungen"(!) darstelle, das von Anklagen wimmelt, die um so perfider, als sie unflar gehalten sind". Aber Ernst Meyer gibt als Referent der Sache erst die richIn dieser Antwort werden nicht weniger als fieben vertige Deutung. Er glaubt, daß die Arbeiterkomitees den Kommu schiedene Feldzüge enthüllt, die in den eigenen Reihen der Kommunistenpartei gegen Moskau geführt werden, da,, 1. Feldzug für das Recht, innerhalb einer fommunistischen Bartei antikommunistisch zu denken. runter: nisten gute Dienste leisten würden. Allerdings müßten sie das Hauptgewicht auf die Gewerkschaften und auf die Betriebe legen. Wo diese Anhaltspunkte vorhanden seien, wären die Arbeiter tomitees überflüssig! Er spricht also ganz flar aus, daß diese neueste Erfindung lediglich dort Platz greifen foll, wo die Kommunisten sonst einflußlos sind. Um so aufmerksamer werden unsere Genossen dieser Parole gegenübertreten und fommu5. Feldzug gegen die Idee einer Roten Armee, gegen ben angeb- nistische Wünsche nach Schaffung solcher Arbeiterkomitees als das lichen reten Militarismus, unter Berufung auf einen abstrakten Bazi fennzeichnen müffen, was sie sind, nämlich als neuesten Verfuch zum Bauernfang. 2. Feldzug für die Wiederherstellung der früheren impotenten Einigung... fismus. Der se ch st e Feldzug richte sich gegen die von Moskau angeordnete Parole der Einheitsfront", denn um den Wirrwarr zu vollenden sind es gerade die Anhänger von Pioch, die von Einheitsfront mit den Rechtssozialisten" Longuet und Renaudel nichts wissen wollen, während ausgerechnet die ganz Reinen und Radikalen für die Verwirklichung dieser Parole eintreten, weil sie eben von Moskau stammt und der fiebente Feldzug gebe sogar so weit, die Dritte Internationaje als ein diplomatisches Instrument im Dienste einer Sowjetregierung mit verändertem Kurs" zu enthüllen. Der Prozeß Boldrini. Anarchisten, die das furchtbare Bombenattentat im Diana- Theater Mailand, 16. Mai.( DA.) Der Mailänder Prozeß gegen die verübt haben und in den der von Deutschland ausgelieferte Boldrini als einer der Haupttäter vermidelt ist, erreichte feinen Höhepunkt bei den Zeugenvernehmungen. Unter den Zeugen befanden sich viele der schwerverlegten Opfer des Attentats, die so fürchterlich zugerichtet waren, daß die Angeklagten offenbar diesen Anblick nicht ertrugen und den Bersihenden ersuchten, während des Zeugenverhörs aus dem Saale geführt zu werden. Unter den Opfern befand sich 3. B. eine Dame, die dem Orchester angehört hatte und der durch die Bombenexplosion eine Hand weggerissen wurde, so daß sie nun be schäftigungslos in brüdendem Elend lebt. Ferner erschienen Hervorgehoben werden muß noch, daß der Metallarbeiter Bal- zwei Schwestern, denen die Beine zum Teil weggerissen worden. cher die von anderen Kommunisten aufgestellte Behauptung beftritt, waren, endlich ein junges Mädchen, das infolge der Explosion ein daß eine Massenflucht aus den Gewerkschaften stattfinde. Walcher Auge verfor. Das Bublifum verlangte, daß man die Angeklagten flagte auch über die Gefahr, die aus der zerstörenden Arbeit der wieder in den Saal führe, damit fie fehen tönnten, was sie anunion drohe.„ Die Union hat Sellen in der Kommunistischen gerichtet hatten. Der Vorsitzende gab jedoch diesem Berlangen feine Partei, aber die Partei hatteine Zellen in der Union. Wie Folge. Erst nach der Zeugenvernehmung wurden die Angeklagten, kommunisten find verpflichtet, überall, auch in der Union, fommu- mieder in den Berhandlungsjaal gebracht, wo der Prozeß feinen niffische Fraffionen zu bilden." Fortgang nahm. Das heißt also: Wir reden von der Einheitsfront, meinen aber die Zellenbildung! Und die sozialdemokratischen Arbeiter sollen das glauben. Einstein Mitglied des Bölkerbundes. Der Böller bundrat ernannte die Mitglieder des neu gebildeten a wolf gliedrigen Ausschusses zum Studium der inter Brofeffor Einstein, Berlin. Troß dieser scharfen Entgegnung hat der am 4. Mai abgehaltene Bezirkstag des Kommunistischen Seineverbandes den Bericht von Bioch mit etwa Dreiviertelmehrheit Zum deutschen Geschäftsträger in Kowno ift Legationsrat Die nationalen geistigen Busammenarbeit, darunter gebilligt und seinem Verfasser das Vertrauen aus- hausen ernannt worden. Der Siegeszug des Kinos. Von Friedr. Kleeis. 15,01 m. ohne die Luftbarkeitssteuern. In den Kleinstädten war der Hier fand man das eingerichtete Depot. Die Reise verlief unter Höchstpreis durchschnittlich 3,86 in den Großstädten 9,50 M. In- großen Anstrengungen, da man fein Jagdglück hatte. Lange Zeit zwischen, also seit Anfang 1921, find die Eintrittspreise erheblich ge- hindurch mußte die Expedition von Hafen und trepierten Hun fliegen. Ausnahmslos jede Stadt erhebt Lustbarkeitssteuern, natür- den leben. Die Mitglieder famen jedoch im Winterquartier von Kaum ein Vierteljahrhundert kennen wir das„ lebende Bilb". lich auch von den Lichtspieltheatern. Die Einnahmen aus dieser Kap Robertson wieder zu Kräften. Im Laufe des Winters besuchte Die Anfänge der optischen Darstellungen von Serienbildern reichen Steuer betragen für die 403 Städte rund 115 Millionen Mark oder Koch Upernivit, von wo aus er seinen Bericht abfandte. Auf seiner zwar schon bis ins Jahr 1829( Platenau) und 1834( Strampfer) für jede Stadt im Durchschnitt 290 000 m. Auf den einzelzurück, eine Fortbildung brachte aber erst der Schnellseher" von An- nen Einwohner entfallen durchschnittlich rund schütz( 1890) und das„ Kinetoskop" von Edison( 1895). Der erste 6 M. Steuererträgniffe aus dem Kino. Man sieht, wie brauchbare Kinematograph" wurde jedoch von Lumière in Lyon im auch die privaten Lichtspielhäuser zu einer Einnahmequelle für die Jahre 1896 tonstruiert. Gemeinden geworden sind. Reise fand er auch die Unterkunft, die ihm Mylius- Erichsen und Gabrielsen im Jahre 1907 am nördlichsten Bunft ihrer Fahrt ein gerichtet hatten. Den dort wiedergelegten Bericht des Forschers hat Koch sonderbarerweise bisher nicht an die dafür in Betracht fommenden Stellen weitergegeben. Die Expedition hat eine Menge Zuerst wurde die Erfindung unter den verschiedensten Namen, Um das Kino mehr der Belehrung zu widmen, ist man dazu seltener Mineralien gesammelt, die in den Depots längs wie" Biograph" usw. in wissenschaftlichen Zirkeln gezeigt, dann errichten. In 104 Städten geschah das durch die Stadt- oder Schulübergegangen, besondere Schülervorstellungen einzu der Küste zum Abhrien bereifliegen. schien sie auf den Jahrmärkten und Schüßenfeften. Gleichzeitig verwaltung. Von diesen richteten 22 den Besuch durch schen Orientgesellschaft sprach fürzlich Dr. Andrae über Die Farbe in der Baukunft des alten Orients. In der Deufwurden auch schüchterne Versuche unternommen, ständige Kinematographen- Theater" einzurichten. Die Unternehmen glüdten, die Schulkinder völlig unentgeltlich ein. Jedenfalls altorientalische Schmelzfarbenmalereien. dank der mannigfachen technischen Vorzüge, die nun einmal diese ein recht zweckmäßiges und nachahmenswertes Vorgehen. In der ihnen überwiegt der Schmud von Bänden und anderen Bauteilen, Art:„ Theater" befizen. Die Einrichtungen find verhältnismäßig ein- Hauptfache waren daran Mittelstädte im Umfange von 20 000 bis und Berlin hat unter allen Städten der Welt bei weitem die fach, die Szenerien, die mit allerlei Kunstgriffen aufgenommen und 50 000 Einwohner beteiligt. Von den privaten Kinobefizern wurden reichsten Schäze antifer Reste dieser Kunst. Dr. Andrae wies darauf an die Leinwand, welche die Welt bedeutet", geworfen werden in 188 Städten Schülervorstellungen eingerichtet. Die durchschnitt hin, wie sehr die Stellung der Orientalen zur Farbe von der der fönnen, abwechselungsreichst. Heute ist das Kino einer der mächlichen Eintritspreise betrugen noch nicht eine Mart. Größtenteils Griechen( und man kann sagen, von der der ganzen neuen Zeit seit tigsten Faktoren unseres Kulturlebens. Es dient der wissenschaft- unterstanden auch die Spielpläne in den privaten Schülervorstellun- der griechisch- römischen Baukunst) abwich. Den Griechen ist die lichen Forschung, der Belehrung und in der Hauptsache der Unter- gen der Kontrolle der Schulverwaltungen. Eine Stadt hat eine Farbe Mittel zur Steigerung der von ihnen zunächst gesuchten ständige städtische Jugendbühne eingerichtet, von der Form, dem Orientalen ist fie Selbstz med. Sie schreit nicht, Bis jetzt hatten wir noch teine genaue Statistit über die Kinos. natürlich keine Luftbarkeitssteuer erhoben wird. haltung. Unter Ihre Zahl wurde nur nach Schäßungen angegeben. Die amtlichen Man hat viel von den nachteiligen moralischen Wirkungen der wie sie es heute oft tut; ist aber start, befonders auf dem HinterErhebungen erstreckten sich eben fast nur auf Vorgänge, die be- Kinos auf ihre Besucher, namentlich die jugendlichen, gesprochen. Es Sonne. Unter Nebukadnezar II. von Babylon wurde schon im hördlich organisiert sind. Andere Dinge kennt der Beamte nicht. Bibt sicher viele Filme, bei denen eine Berechtigung dieser Vorwürfe 6. Jahrhundert der später nicht mehr übertroffene Höhepunkt der Jetzt hat der deutsche Städtetag eine private Umfrage über die Licht- nicht bestritten werden kann. Sie überbieten sich in unmöglichen farbigen Schmelzkunst erreicht. Man verwandte Schwarz, Weiß, spieltheater in deutschen Städten von 5000 und mehr Einwohnern nach dem Stande des Beginns des Jahres 1921 vorgenommen. Die Problem besteht darin, die Vorführungen fesselnd, gleichzeitig aber Es ist möglich, daß das uns vorilegende Grün aus Rot durch DryErhebung ist noch mangelhaft, denn sie umfaßt nur 403 Städte. In auch taftvoll, natürlich und erzieherisch zu machen. Einiges ist nad dation entstanden ist. Go tönnen die jekt grünen Mähnen ber Wirklichkeit haben wir bereits rund 550 Gemeinden mit mehr als dieser Richtung schon durch die öffentliche Kritik erreicht worden. Löwen, die grünen Hufe und Loden der Stiere und Drachen, auch 10 000 Einwohners. Die 403 Städte befaßen 1672 Lichtspiel- Bieles ist aber gleichwohl noch zu beffern. Das Kino einzelne Ornamentteile, rot gewesen sein. Die Farben bleiben die theater, so daß durchschnitlich auf rund 13 000 Einwohner ein Kino muß noch weit mehr in den Dienst der Volksbildung gestellt werden. gleichen bis in die moslemitische Zeit. Sehr bemerkenswert ist die entfiel. Für alle Gemeinden des Reiches wird man die Zahl der Auffindung der Brennöfen für die Ziegel. Sie fönnen in jedem Kinos etwa auf das Doppelte schäßen fönnen; die auf ein Kino entBrande nur etwa 20 Stüd Ziegel gefaßt haben, find also Klein fallende Einwohnerzahl wird sich vielleicht auf 15 000 erhöhen. Dazu Der erste Bericht der Grönland- Jubiläumsexpedition. Bon der betriebe. In ihnen wurden auch die Bekleidungen der etwa 50 Meter kommen noch die wandernden Kinos und gelegentlichen Vor- im Sommer 1920 unter Führung Lauge Kochs aufgebrochenen hohen Wände des Thronjaales Nebukadnezars gebrannt. Die Steine führungen. In 257, also der Mehrzahl der von der Statistik er dänischen Jubiläumsexpedition nach Grönland hatte man bisher wurden zunächst aufgemauert, dann wurde das Ornament aufgefaßten Städte bestehen 2 bis 5 Kinos. München gibt 18 an, nicht viel gehört. Jetzt ist einer der Teilnehmer mit Rochs erstem zeichnet, die Steine erhielten Versagmarken und wurden dann erft Berlin 198, Hamburg fehlt leider in der Statistit. Die 1672 Kinos Bericht nach Dänemark zurückgekehrt. Danach ist es Roch gelungen, gebrannt und überglast. Wo nebeneinander mehrere Farben auf haben 636 303 Sig- und Stehpläge, so daß durchschnittlich auf sich die grönländische Reifetechnik, die bisher nur von Knud Ras- einem Stein eingeschmolzen werden mußten, sind sie durch schwache 1000 Einwohner 29 Pläge entfallen. Von der Gesamtzahl der müssen und Beary in vollem Maße beherrscht wurde, zu eigen zu Stege getrennt. Kinos wurden betrieben 1417 durch physische Personen, 246 durch machen. Am 18. März 1921 brach er von seinem Winterquartier, Die Ausführungen Dr. Andraes sind, wie die„ Bauwelt" be Gesellschaften und Vereine und nur 9 durch die Städte selbst. Es ist Rap Robertson im Inglefield- Golf, mit 20 Schlitten auf, die mit dem tont, auch praktisch für uns von besonderer Bedeutung, da für heuschon sehr viel von der Kommunalisierung der Lichtspieltheater ge- Borwärtskommen der Expedition allmählich wieder zurückgesandt tige Bauaufgaben die flassizistische Formenwelt vielfach nicht mehr sprochen worden; wie die Ziffer zeigt, ist sie noch nicht weit vor- wurden. Lauge Koch folgte der Küste nördlich, dann östlich und paßt und unsere Architektur daher um so mehr der Farbe bedarf. geschritten. erreichte am 21. Mai Kap Bridgeman, den nördlichsten Bunft Dazu fommt, daß in der modernen Großstadt sehr viel sonst vorIm Jahre 1901 hatten nur erst drei Städte ein ständiges Kine- Grönlands. Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle Hilfsschlitten treffliche Baustoffe, natürliche Steine wie gebrannte Ziegel, durch matographentheater". In den Jahren 1901 bis 1914 famen noch zurückgesandt und nur zwei Schlitten mit 18 Hunden führten die Staub und Schmuh bald unerträglich werden. Der Buz aber ist 362 Städte dazu; der Rest in der späteren Zeit. Etwa ein Expedition vorwärts. Bon Independencefjord aus betrat inan das feineswegs ohne Mangel, wenn er auch vielfach, besonders in den Drittel der Gesamtzahl der Kinos ist erst nach Inlandseis und ging auf diefem bis zum Osbornefjord weiter, dann neueren Sorten, praktisch und fünstlerisch vortrefflich zu verwenden Kriegsbeginn( i. August 1914) eröffnet worden. Die längs des Eisrandes zum Betermannfjord und Humboldtgletscher, ist. Der glasierte Ziegel aber hat alle Eigenschaften, die nen ver Eintrittspreise waren mindestens im Durchschnitt 1,73 M., höchstens uogefähr denselben Weg, den Knud Rasmussen 1917 benußt hatte. Langen möchte. Der Bankrott des freien Handels. Ein Landbündler über die Zuckernot. Auf das deutsche Bolt als ganzes angewandt, sind diese Be- so entpolitifieren, wie ber Reichsverband es sich vorstelle. Im hauptungen natürlich irrig, wie jeder Bergleich der Löhne mit den übrigen würde das Projekt des Reichsverbandes Lebenshaltungskosten schlagend beweist. Wenn aber Blissingen der wieder den Landpartikularismus In der Nachtausgabe des ,, Tag" müht sich der Preffeleiter Meinung ist, daß die Industrie den größten Teil der Ge- in die Reichseifenbahn hineintragen. des Landbundes, Dr. Kaufhold, ab, über die Zuckernot winne nur verstede, anstatt sie zu Reparationszwecken her. Gewerkschaftssekretär Roth hält es durchaus für möglich, daß etwas zu schreiben, was mit seinem landbündlerischen Pro- zugeben, so wird er schon wissen, weshalb er das sagt. Er bestätigt in einer privaten Eisenbahngesellschaft alle Fattoren reibungslos gramm vereinbar ist und gleichwohl den Klagen der städtischen damit nur die vielen offenbaren Widersprüche mancher Bilanzen miteinander arbeiten können. Berbraucher entgegenkommt. Das ist sicher keine leichte Auf- und ferner die andere Tatsache, daß in Generalversammlungen von diefer bei seinen Verhandlungen in London die deutschen Eisenbahnen Dr. Merter erhob gegen Stinnes den Vorwurf, daß gabe. Denn der Zuckerwucher hat die unangenehme Eigen Aktiengesellschaften auf die Frage über die Höhe des tatsächlichen dieser bei seinen Verhandlungen in London die deutschen Eisenbahnen schaft, daß er vor der deutschnationalen Gesinnung nicht halt Reingewinnes oft genug aus steuerlichen Gründen" die Ant die Lohnpolitik der Verwaltung. Ein Bahnarbeiter habe heute dos habe verpfänden wollen. Ministerialrat Dr. Roser verteidigte macht und den monarchistisch gesonnenen städtischen Verwort verweigert wird. Diese Dinge weiß das Ausland auch 35fache seines Friedenseinkommens, ein Handwerker etwa das braucher genau so trifft wie den sozialistischen Arbeiter. So ohne den Geldmann Blissingen. Und wenn sie oft auch überschäßt 20fache. Die Verwaltung sei bestrebt, die qualifizierten Arbeiter muß denn Dr. Kaufhold seine Ausführungen mit folgendem werden im Vergleich zu der unsinnigen Höhe der Reparations- entsprechend ihren Leistungen zu bezahlen, stoße dabei aber auf den geständnisschweren Seufzer beginnen: forderungen, so beweisen sie doch die vaterlandslose Ge- Widerstand der Gewerkschaften, die immer ängstlich bemüht sein, Die gegenwärtigen Zustände auf dem Zudermarkte scheinen sinnung des Kapitals, das seinen Besitz der Steuer entzieht feine Spanne zwischen den verschiedenen Böhnen eintreten zu laufen. denjenigen Recht zu geben, die der Ansicht sind, daß in der damit die ohnehin bedrängten Massen noch mehr bluten können. Dem Reichsverkehrsminister wird der bisherige Verlauf der gegenwärtigen Zeit ohne eine straffe 3wangswirtschaft Neues sagt also Vlissingen nicht. Aber er bestätigt als Aussprache in einer Vorlage unterbreitet werden. " 1 mit entsprechender staatlicher Erfassung der Lebensmittel Fachmann die Schande, die der Grusser- Prozeß enthüllte, und eine zmedentſprechende Ernährung der Bevölkerung nicht erreicht er beſtätigt noch manches von den Gerüchten, die im Auslande über Reaktionäres von der Reichspost werden fann. Trotz einer für die menschliche Ernährung vollfommen ausreichenden inländischen Ernte ist überall Mangel an 3uder und eine ganz ungeheuerliche Verfeuerung des Zuders eingetreten. Wer die Kaufholdschen Ausführungen weiterliest, der tommt aber zu dem Ergebnis, daß die jetzigen Berhältnisse den Anhängern der Zwangswirtschaft nicht nur recht zu geben scheinen, sondern ihnen tatsächlich recht geben. Auch nach Kaufholds Zahlenangaben hat der Zuckeranbau wie die Zuderernte im legten Wirtschaftsjahr zugenommen, wozu noch ein erhöhter Zudergehalt der Rüben infolge der heißen Bitterung fommt. Trotzdem der katastrophale Mangel und die Teuerung. Woran liegt das? Kaufhold nennt genau die Gründe, die auch von uns genannt worden sind: Hamsterei, Berschiebung ins Ausland und übermäßige Belieferung der Bonbons- und Likörfabri fen alles Folgeerscheinungen des freien Handels! Schwere Anklagen erhebt Kaufhold gegen die Preispolitit der Zuderwirtschaftsstelle, die bekanntlich das privatfapitalistische Unternehmersyndikat der Zuckerfabriken darstellt. Ausdrücklich betont Kaufhold, es tönne gar feine Rede davon sein, daß etwa die Außenseiter im ganzen etwa nur zwei Prozent aller Rohzuderfabrifen an der Verteuerung des Zuckers schuld sind, und er Jedenfalls ist die Sjerauffegung auf 1000 m. für den Zentner mit den im Herbst gezahlten Rübenpreifen feinesfalls zu vereinbaren, und die deutsche Landwirtschaft muß es ablehnen, an dieser Suderverteuerung irgendwie beteiligt zu sein. stellt feft: Aber welche Schlüsse zieht nun unser Landbündler aus feinen vernichtenden Feststellungen? Er gibt der Zuckerwirt schaftsstelle den freundlichen Rat, in der Preisbemessung ,, Maß und Zief" zu halten. Ebensogut tann, Herr Kaufhold feiner Raze raten, das Mausen zu lassen. Das ist eben das Wesen privatfapitalistischer Einrichtungen, daß Maß und Ziel ihrer Breispolitik nur durch die äußerste Grenze der Profitmöglichfeit gesetzt wird. Da Herr Kaufhold feinen anderen Ausweg meiß als diesen nuglofen Rat an die Kapitalisten, so bestätigen seine Ausführungen das vollkommene Bersagen der freien Wirtschaft. die deutsche Kapitalflucht umlaufen. Dafür ist er schon wert, von dem Agrarierorgan beschimpft zu werden, daß er Fabeln und Unsinn ausstreue", und weil er darauf hin„ wahnwißige Pläne" zur steuerlichen Heranziehung der Industrie aufbaue. Wir kennen diese Pläne nicht. Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, daß in Frankreich sich eine Strömung bemertbar macht, die die Auffassung vertritt, man solle die unerschwinglichen Reparationen durch ein einmaliges großes Opfer des Befizzes ablösen. Das allein würde zur Pflicht machen, bei dem Urteil über die Leistungsfähigkeit der Industrie und Landwirtschaft etwas vorfichtiger zu sein und nicht Fachleute zu beschimpfen, die anderer Meinung sind als rücksichtslose Großverdiener und Rapitalverschieber. Die aufgelöste Strafkammer. Der Landgerichtspräsident von Breslau übersendet uns folgende Zuschrift: Unter Bezugnahme auf den in Ihrer Zeitung am 6. Mai 1922 gebrachten Artikel„ Die Breslauer Straffammer aufgelöst", gestatte ich mir, Ihnen folgendes mitzuteilen: Im Reichstag antwortete gestern die Regierung auf eine Anfrage der Kommunisten wegen Verschiebung von 60 000 Tonnen Zeitungsdrudpapier auf einem Lloyddampfer, der Dampfer Minden", der in Frage fomme, habe lediglich 325 Tonnen Papier aus Schweden an Bord. " In der fortgesetzten Beratung des Reichs posthaushalts begrüßt über eine Dezentralisierung der Verwaltung und empfiehlt völlige Abg. Leicht( Bayr. Bp.) die Erwägungen der Postverwaltung Sonntagsruhe im Postbetrieb, wie bisher in Bayern. Das große Postdefizit ist zurückzuführen auch auf die hohe Zahl des Personals. Die Gebührenerhöhung bringt einen Rüdgang des Verkehrs. Minister Giesberts bemerkt, daß sich namentlich auf dem Lambe eine starke Strömung gegen die Aufhebung des Sonntagsdienstes bemerkbar mache, da der Bauer am Sonntag seine Zeitung lesen wolle, wozu er in der Woche feine Zeit hat. Staatssekretär Trende stellt fest, daß die Verwaltung sich nach Möglichkeit bemüht, höhere Beamte durch mittlere und untere zu ersetzen. Die Beschwerden über die Beamten, die vom unteren zum mittleren Dienst versetzt werden, würden nach lleberwindung einer gewiffen Uebergangszeit überflüssig werden. Abg. Seppel( Soz.): Die III. Straffammer, welche das freisprechende Urteil gegen den Hauptschriftleiter der Schlesischen Tagespost", Paul Goitsch, Der Betrieb muß Hauptsache und die Verwaltungsarbeiten gefällt hat, ist nicht aufgelöst worden. Dagegen ist mit Bir- Nebensache werden. Im Gegensatz dazu haben sich die Verwaltungsfung vom 1. Mai 1922 eine umfassende Umgestaltung des bis- behörden übermäßig in den Vordergrund geschoben. Den früheren herigen Geschäftsverteilungsplanes eingetreten. Diese Umgestaltung Postassistenten, jezigen Sekretären und den geprüften Postschaffnern mar schon vor längerer Zeit vorgesehen und durch einen bzw. Oberpostschaffnern muß unter allen Umständen geholfen werden. Wechsel in der Zahl und Person der Richter des Landgerichts ver- Es ist unverständlich, daß man in der Postverwaltung auf der einen anlaßt. Sie bezog sich sowohl auf den Umfang der Geschäfte wie Seite 12 000 Beamte zuviel hat, während man auf der anderen Seite 13 000 meibliche Beamte neu anstellt. Hinter einem Mann, die Besetzung der Kammern und betraf außer der III. Straffammer der tatsächlich arbeitet, stehen in der Regel vier bis fünf Aufauch die meisten anderen Eirafkammern und eine Reihe von fichtsbeamte, die unbedingt zur produktiven Arbeit herangeSiviltammern. zogen werden müssen. Der Minister hat gesagt, bei der heutigen Diese Umgestaltung ist nicht von dem dafür gar nicht zustän- Bohnungsnot sei es schwer, überzählige Beamte nach anderen Aemdigen Landgerichtspräsidenten, sondern in völlig gefeßmäßiger tern zu verfeßen. Wenn es sich um politische Maßregelungen Weise durch die nach dem Gerichtsverfassungsgesetz dafür zuständigen handelt, wird merkwürdigerweise diese Rücksicht nicht genommen. Organe nämlich das aus dem Präsidenten, den Direktoren und Ohne Strupeln versezt man mißliebige Beamte und trennt sie jahredem ältesten Richter sich zusammensetzende Rollegium, dem lang von ihrer Familie. Der Rebner bespricht technische EinzelPräsidium und, soweit es sich um den Borsiz in den Kammern hanheiten über Berwendung und teilweise Umschichtung des Personals, delt, durch das aus dem Präsidenten und den sämtlichen Land- sowie kleinliche Schifanen einiger Oberpostdirektionen bei der gerichtsdirektoren bestehende richterliche Kollegium getroffen Prüfung von Militäranwärtern und die Entlassungen der StellenEr fordert Wegfall der zweiten Prüfung für bie ZivilDie Steuerflucht des Besizes. Wir müssen nach dieser Darstellung das Lob wieder anwärter und Uebergangsbestimmungen für die Personalreform für die männlichen und weiblichen Beamten der Gruppen II bis V. zurücknehmen, das wir ein seltener Fall der Die weiblichen Beamten, die jetzt in den Postschecämtern siten, Die Deutsche Tageszeitung" bringt einen Artikel, in preußischen Justizverwaltung des Herrn Am 3ehnhoff müssen wieder in die Fernsprechämter kommen. Der Boftschalterdem fte fich mit einem Herrn van Bliffingen, dem jahrelangen penden zu können glaubten. Im Hauptausschuß des Preußi- betrieb hat an Schnelligkeit nachgelassen, weil durch das viele Papier Bertreter des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikates in Holland chen Landtages hat der Bertreter des Justizminifteriums geld viel Zeit verloren geht. Für die Militäranwärterprüfung ver und Aufsichtsratsmitglied der Phönig A.-G. für Bergbau und Hütten- feine Mißbilligung über die verschiedenen Urteile in den langen wir Fortfallen der schriftlichen Arbeit. Die Militäranwärter betrieb, also einer der größten Montanunternehmungen, beschäftigt. Sepering- Prozessen ausgesprochen, namentlich auch über das müssen in die Besoldungsgruppe VI übergeführt werden. Beamte, Dieser Blissingen, der in Holland sitzt und dem manches deutsche Urteil der III. Breslauer Straffammer in Sachen Goitsch, die vier Wochen aus dem Dienst waren, wäre diese Zeit auf ihre Geld durch die Finger gegangen sein müßte, hat nämlich die Rühn- die einen gehäffigen deutschnationalen Angriff gegen Severing Dienstzeit anzurechnen. Die Dienstleistungstarte ist vollheit beseffen zu behaupten, daß die deutsche Industrie lei, als ein in politischen Kreifen feststehendes Urteil" über ftändig überflüssig. Die Beförderung einiger Mittelbeamter zu Boftstungsfähiger fei, wie sie glauben machen wolle, daß jeder- Severing bezeichnet hat. Eine solche Erklärung ist aber zwed räten ist anzuerkennen; leider hat der Minister gegen die Proteste Tagtäglich mann feine Devisen im Schräntchen" habe und daß los, wenn feinerlei fachliche Konsequenz aus ihr ge- oberer Boftbeamten nicht kräftige Worte gefunden. Deutschland immer reicher werde. zogen wird. Und das ist das bedauerliche an der preußischen gehen Meldungen von Justizverwaltung: sie beklagt die vorkommenden Fehlsprüche, tut aber nichts, um eine positive Besserung herbeizuführen. worden. anwärter. LOTF Drangfalierungen und Schifanierung... aus allen Teilen Deutschlands zu. Die Sittlichkeitsschnüffelei mu endlich ausgerottet werden. Wenn es z. B. Beamte gibt, die ihre Vorgesetzten veranlassen, Berfügungen über Kleidungsstüde und Blusenausschnitte zu erlaffen, so fennzeichnet das ben Geist diefer Postverwaltung. Besonders in den Oberpostdirektionen ist die Antisemiteret zu Hause. Ein Jude ist trog bester Zeugnisse nicht zum Bostrat befördert worden, weil er Jude ist. Wann wird wagen, offenfundig die Republit, die Reichsregierung und den Reichspräsidenten in der unflätigsten Weise zu beleidigen? Wir wünschen, daß mehr als bisher friegsbeschädigten Bostbeamten dieselben Diensterleichterungen gewährt werden, wie solchen Eisenbahnbeamten und daß die oberschlesischen Postbeamten, die ihre alte Stellung aufgeben mußten, gut untergebracht werden.. Die Stinnefierung der Reichsbahn. Sigung des Eisenbahn- Organisationsausschusses. Im Reichsverkehrsministerium trat am gestrigen Dienstag nach mittag unter dem Vorfiz des Staatssekretärs Rumbier der Eisen- der Reichspostminister gegen Beamte endlich einschreiten, die es bahnorganisationsausschu zusammen, um zu der Dentschrift des Reichsverbandes der deutschen Industrie Stellung zu nehmen. Staatssekretär Teude: Die Klagen über Benachteiligung non Beamten aus politischen Gründen sind meist ungerechtfertigt. Wir halten es. für unsere selbstverständliche Pflicht, das Personal völlig unparteiiich zu behandeln. Gegen Zuwiderhandlungen werden wir rüdsichtslos einschreiten. Als erster Berichterstatter wandte sich Ministeriotrat Tedlen burg gegen die in der Dentschrift geübte Kritik an der Organisation und der Leistung der Reichsbahnen. Der mit Recht beanstandete Rüdgang der Lotomotivleistungen fönne der Verwaltung nicht zum Vorwurf gemacht werden, da die Tatsache, daß die Rugleistung nicht in dem richtigen Verhältnis zu den Achstilometern stehe, andere als verwaltungstechnische Ursachen habe. Der um 8 bis 10 Pro3. höhere Kohlenverbrauch sei einmal auf die schweren Lotomotiven, dann aber vor allem auf die schlechtere Qualität des Heizmaterials zurückzuführen. Auch die in der Dentschrift enthaltene Behauptung, daß die Leistung des Personals sich nicht genü- bei der Telegraphie haben riesigen Umfang angenommen. Deshalb gend gesteigert habe, sei hinfällig, da im allgemeinen die Leistungen heraufgegangen Shaw über das heufige Straffystem. Bernard Shaw hat die Borreden zu zwei Büchern geschrieben, die sich beide mit dem englifchen Gefängniswesen befassen. Einige Stellen aus diesen Vorreben mögen die ebenso eigenartige wie paradoge Auffassung des Dichters und Sozialreformers erfennen lassen. Dos öffentliche Gewissen, schreibt Shaw, würde viel lebendiger sein, wenn die Gefängnisstrafe abgefchafft wäre und wenn wir zum Galgen, zum Schandpfahi und zur Auspeitschung zurüctehrten. Gegen diefe Rüdfehr spricht nicht, daß solche Bestrafungen etwa grausamer find als Gefängnis; fie find weniger grausam und weit weniger dauernd fchädlich. Es wäre viel besser für den Gefangenen, wenn er in der Deffentlichkeit leiden würde: denn unter der Menge der Gaffer würde sich doch auch vielleicht ein Bictor Hugo oder Dickens befinden, die dann ihre beschwörende Stimme erheben könnten, um das Gewissen der Gaffer wachzurütteln. Der Gefangene hat feine solche Gelegen heit. Er beneidet die unglücklichen Tiere im 300, die täglich von Taufenden gelangweilter Besucher beschaut werden, von Leuten, die niemals daran denken, einen Tiger durch Einzelhaft in einen Quäter zu verwandeln, und die sich sehr darüber aufregen würden, wenn das wildeste Raubtier das leiden müßte, was der zahmaste Gefangene erduldet. Der Gefangene hat leinen solchen Schutz. Es ist sehr schmer, dem Normalbürger flarzumachen, daß der Verbrecher schwer bestraft wird. Richter, Beamte und Staatssekretäre geben sich demfelben Wahn hin, und man wird ihnen die Wahrheit über die Graufamfeit der Gefängnisse nur deutlich machen fönnen, wenn jeder seien. Gegenüber dem letzten Friedensjahr sei in Breußen- Hessen Richter, Beamte und Staatssekretär Infognito sechs Monate Buchthaus erhält, damit er wenigstens weiß, was er tut, wenn er andere dazu verurteilt. Es ist der größte Irrtum, anzunehmen, daß jeder, der bestohlen wird, zur Polizei läuft. Das tun im Gegenteil nur sehr dumme oder sehr zornige Menschen; meistens verliert man viel meniger, wenn man den Dieb laufen läßt, als wenn man, ihn verfolgt. Ein Mann stahl mir 500 Pfund durch einen Trid. Man riet mir, mich an die Polizei zu wenden. Ich aber sagte:„ Was hat das für einen Zwed? Man bestraft für diese Art von Verbrechen Leute grausam seit mehr als einem Jahrhundert, und doch ist das Ergebnis, daß man mir 500 Pfund stieht. Ich kann diese 500 fund burd) nübliche Arbeit in derselben Zeit verdienen, die ich brauchen würde, um den Mann gerichtlich zu verfolgen, und das wäre schlechter und unnüklicher. So wünsche ich ihm denn viel Bergnügen bei seiner Beute und stelle ihm anheim, mich wieder zu beschwindeln, wenn er fann. So fehen wir, daß von den drei Hauptzweden unseres Gefängnissystems, der Rache, Abschreckung, und Besserung, nur der erfte und abscheulichste 3wed erreicht wird. Kein gewöhnlicher Berdie lautesten Rufer im Streit brecher wird mir beistimmen, daß Bestrafunia ein Irrtum und eine gewesen, als die Eisenbahnverwaltung die Herauffezung der Fracht Sünde ist, und wenn ich diefe Lehre den Infaffen eines Gefängnisses preise verlangte. Ministerialrat Tecklenburg schloß seine Ausführunpredigen follte, würde ich ebenso für verrückt erklärt werden, wie gen mit der Erklärung, daß die Dentschrift des Reichsverbandes wenn ich diese Anschauung in einem Gespräch mit einem Polizei- an der Oberfläche bleibe und von Boreingenommenheit inspettor äußern wollte." bikliert sei. Staatssekretär Bredow: Die Drahtdiebstähle mußte eine besondere Linienschußorganisation eingerichtet werden. Das deutsche Fernsprechwesen fann einem Bergleich mit dem Auslande wohl standhalten. Nur Amerika übertrifft uns durch die riesige Ausnußung seiner Technik. Von einer tiefgehenden Verftimmung über die Gesprächszählung ist mir nichts befannt. Befchwerden über falsche Zählungen sind nur in Einzelfällen vorge fommen. Die Beschwerden über zu langsame Telegrammbestellung erklären sich häufig aus falscher Angabe der Adressen.( Wir wissens anders! Red. d. Vorw.) im Dezember 1921 eine Arbeitsleistung von 61,8 Proz. festgestellt worden. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Dentschrift abfichtlich viel ungünstige Zahlen ohne genaue Nachprüfung der wahren Sachlage zusammengestellt habe. Die Dentschrift stelle fest, daß die Eisenbahn ein überflüssiges Personal in Stärte von rund 300 000 Köpfen habe. Nach seinen, des Redners, Berechnungen betrage die Zahl der überflüssigen Arbeitskräfte nur Angenommen wird ein Antrag auf Umwandlung einzelner rund 70.000 Personen. Der Vorwurf, daß die Eisenbahn abgewirtschaftet fei, fönne nicht gelten, vielmehr habe die Bahn seit der Ber- Stellen der Gruppe VI in Gruppe VII. Die sozialistische Entschliereichlichung bewiesen, daß fie genügend innere Kraft befize, um fi fchaftentiaffenen Beamtinnen wird dem Rechtsausschuß überBung auf Wiedereinstellung der wegen unehelicher Mutterselbst zu erhalten. Es fei nicht gerechtfertigt, der Eisenbahn den Borwurf zu machen, daß fie im Güterverkehr hemmend wirfe. Auf wiesen. Eine weitere unabhängige Entschließung, Bilder und Büsten jede Achse tomme heute gegenüber den Borfriegsjahren ein längerer des früheren Kaisers aus den Diensträumen zu entfernen und Schienenweg und eine größere Belastung. Wohl sei es richtig, daß auf allen Bordruden das Wort„ faiserlich zu streichen, wird mit die bisherige Tarifpolitik der Eisenbahn sich nicht der Geldentwertung den Stimmen der Linken und einiger Demokraten angenommen angepaßt habe, aber gerade die Kreise, die heute nach der AnReichsdruderei paffung der Tarife riefen, seien Der zweite Referent, Landtagsabgeordneter Riedel, wandte Professor Max Chop, der Serausgeber der Signale für die fich gegen den zweiten Teil der Denkschrift, die die Umwandlung des mufifaliice Belt mird heute 60 Sahre alt. Er fit einer ber Betriebes betrifft. Allein die Tatsache, daß im Frieden die Eisenmeistgelesenen populären Murifchriftsteller. Seine Einfängen una bahn gute Gewinne abgeworfen habe, beweise, daß der Staatsbetrieb Infen Wagnerischer Werte find in Tausenden von Exemplaren in der Belt werbreitet. Auch ale schaffender Muffer it er, ein Schüler Lists, mit durchaus nicht so faul sei, wie man ihn heute hinzustellen versuche. Alabier und Drebeltermerten erfolgreich durchgedrungen. Als scharfsinniger Auch die Umwandlung des Staatsbetriebes in eine Privatgesel ritifer ist ec Raffig 1faft merde her Betrieb, der 1 Million Bedienstete umfafie, nicht Bei der teilt Minister Giesberts mit, daß der Betrieb erweitert worden ist, weil vermehrte Aufträge der Reichsbehörden erfolgt seien. Zur Haushalt des Reichsarbeitsministeriums fordert der Hauptausschuß u. a. einen Gefeßentwurf, der die Leistun gen der Reichswochenhilfe und Wochenfürsorge in Einklang mit der Teuerung bringt, sowie eine Denfschrift über die Hilfsmaßnahmen zugunsten der Kleinrentner. Abg. Hoch( S03.) berichtet über die Ausschußverhandlungen. Die Beratung wird abgebrochen. Bizepräsident Dr. Bell teil: das Ableben des Abg. Jaub( Bayr. Bp.) mit und widmet dem Berstorbenen einen warmen Nachruf. Nächste Sitzung: Mittwoch 11 Uhr: Etat des Arbeitsministeriums. Gewerkschaftsbewegung gierung. Der Volkswirtschaft werden tiefe Wunden geschlagen, die Zementnot wächst ins unerträgliche, wichtige Bauten aller Art tommen zum Stillstand, die Zementwarenindustrie kommt zum Erliegen, alles schreit nach 3ement und die Regierung COURWAY 14. Verbandstag der Buchbinder. Caffel, 15. Mai. Der Verbandstag wurde im Haderbräu" eröffnet. Anwesend Verschärfung des Kampfes um den Achtstundentag. rührt und regt sich nicht. Dadurch werden die Unternehmer in find 140 Delegierte, die über 9'2000 Mitglieder vertreten. Die Aussperrung in der Frankfurter Metall. ihrem Widerstand bestärkt, der Kampf verlängert und die Zementnot Außerdem wohnen der Tagung zahlreiche Gäste bei. Die Stadtndustrie soll heute beginnen. 5000 Metallarbeiter werden vergrößert. Die Bundesratsverordnung von 1916 gibt der Regie- verwaltung Cassel ist durch Stadtrat Weber vertreten. Den ADGB. lediglich deshalb ausgesperrt,„ um auf diese Weise die Ueberein- rung die Handhabe, um einzugreifen, aber sie benutzt sie nicht. Ob- vertritt Peter Graßmann- Berlin, den Ortsausschuß Caſſel des wohl die Zementnot eine volkswirtschaftliche Frage erster Ordnung ADGB. Braunersreuther und Schröder- Cassel. Bon stimmung der Frankfurter Metallgewaltigen mit dem Vorgehen der ist, fügt sich die Regierung den Launen der Unternehmer und über befreundeten Organisationen sind ebenfalls eine Anzahl Gäste deleüddeutschen Metallindustrie zum Ausdruck zu bringen." wird in läßt die Lösung des Konfliktes den Kräften der streitenden Par- giert: Seiß von den Buchdruckern, Haß von den Lithographen, solch stupelloser Weise mit Arbeiter und Familienegistenzen Schind teien. Will die Regierung nicht das Ddium eines Sach- ornfe von den graphischen Hilfsarbeitern und Pritschom luder getrieben, dann muß die Gesamtheit der deutschen Arbeit- malters der Profitinteressen auf sich nehmen, dann hat sie die vom Graphischen Bund. Die Bruderorganisation der Tschecho= nehmerschaft auch ihre Uebereinstimmung mit den Berfechtern des Pflicht einzugreifen, denn es stehen nicht nur Arbeiterintereffen, Glow at ei hat ebenfalls zwei Gäste gesandt. Die übrigen ausAchtstundentages in Süddeutschland in gehöriger Weise zum Ausdruck sondern in der Hauptfache gewichtige volkswirtschaftliche Interessen ländischen Bruderorganisationen haben brieflich ihre Glüdwünsche bringen. Mit lumpigen fünf und drei Mark ist's da nicht mehr getan. Zu übersandt. Zu Borsitzenden wurden bestimmt: BrüdnerBerlin und Rornader Hannover, zu Schriftführern: Emilie nächst aber müssen diese sofort gezahlt und dann etwas tiefer in die Wöllner Berlin, Polkehn- Berlin und 3ierold AnnaBrieftaiche gegriffen werden. Nur der Hunger fönnte die süddeutschen berg. Metallarbeiter niederzwingen. Dann wäre es unsere Schuld, Verbandsvorsitzender Hau eisen gab mündliche Erläuterungen wenn es soweit fäme. Welcher organisierte Arbeiter und Anzu dem gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht. Er hob besonders gestellte, welche Arbeiterin wollte sich diesem Selbstvorwurf aus hervor, daß die Berichtszeit eine fegen? Noch ist es Zeit, zur Erhaltung des Achtstundentages in Süddeutschland und damit in unserer gesamten Republik durch verhältnismäßig geringe Opfer beizutragen. An uns in Norddeutsch land darf es nicht fehlen, auf uns tommt es an! Transportarbeiter und Genossenschaften. betriebe machen. Ueber die Entwicklung der 6 auf dem Spiele. R eichssammlung ,, Brüder in Not" für die hungernden Rußlanddeutschen und für deutsche Auslandflüchtlinge Banttonto: Preußische Staatsbant, Berlin W56 Postschecktonto: Berlin NW 7, Nr. 656 00 Bundestag der Techniker. " 6 W ununterbrochene Kette von Cohnbewegungen " Aussprache über den Geschäftsbericht erklärte Gäbel Berlin für die Fraktion der KPD., er und seine nicht verstanden hätte. Die maßgebenden Kreise müßten heute beFreunde seien der Auffassung, daß der Verbandsvorstand die Zeit fennen: entweder mit dem Proletariat oder gegen das Proletariat. Bäbel fritisiert vor allem die Haltung der Verbandszeitung und des Verbandsausschusses, der sich zum Handlanger des Verbandsvorstandes gemacht habe. Die einstündige fommunistische Agita tionsrede klang darin aus, der Buchbinderverbandstag müffe die Fanfare sein, die antündige, was die deutsche Arbeiterschaft in der kommenden Krise zu tun habe. war, deren Ergebnisse entsprechend den Verhältnissen einigermaßen befriedigend seien. Der Verbandstag müsse Vorkehrungen treffen, um die kommende Krise zu überwinden. Der Vorstand betreibe teine Illufions-, sondern praktische Politit. Die Gewerkschaften müßten mehr denn je Politik treiben, dazu sei es aber auch notDer Bund der technischen Angestellten und Beamten, die frei- wendig, geschulte Kräfte zu stellen. Auf die politischen Streitig Eine Reichskonferenz der in Genossenschaftsbetrieben beschäf gewerkschaftliche Einheitsorganisation aller Techniker, hält am 22., feiten innerhalb des Verbandes übergehend meinte Haueisen, daß tigten Mitglieder des Transportarbeiterverbandes wurde am 10. und 28. und 24. Mai d. J. seinen dritten ordentlichen Bundestag in diese der Organisation sehr viel zu schaffen gemacht haben, daß aber 11. Mai unter Beteiligung von 68 Delegierten abgehalten. Ueber Berlin ab. Auf der Tagesordnung steht außer den Wahlen und neuerdings eine Besserung zu fonstatieren sei. Die Frage des Zudie Aufgaben der Betriebsräte in den Genossenschaf der Beratung der Anträge aus den Ortsverwaltungen der Geschäfts- sammenschlusses zu dem Graphischen Industriever ten referierte Riedel. Er wandte sich gegen das Gutachten bericht über das Jahr 1921, Fragen der Bundesverfassung und ein band" werde durch die diesjährigen Tagungen der einzelnen grades bayerischen Sozialministeriums, wonach Ge- Referat von Dr. Pfirrmann über das Thema„ Die Techphischen Organisationen nennenswerte Fortschritte machen. Den noffenschaften teine Unternehmungen mit wirtschaftlichen Zwecken niter im neuen Arbeitsrecht". Kassenbericht gab Lender- Berlin. feien und deshalb nicht unter das Betriebsrätegese fielen. Wäh Der Bund ist als eine der rührigsten Angestelltenorganisationen Redakteur Michaelis erstattete den Pressebericht. Er rend sich dieses Gutachten auf Produktiogenossenschaften beschränke, bekannt, der insbesondere überall, wo Techniferfragen zur Verband- sei stets beftrebt gewefen, die Grundsäße der Einheit der Gewerfreklamiere die Konsumgenossenschaftliche Rundschau" diese Aus- lung kommen, die Führung in der Hand hat. Das zeigt auch der Schaften hochzuhalten. Die Erörterung beruflicher und gewerkschaftnahmestellung auch für die Konsumgenossenschaften. Redner erblickt vorliegende 78 Seiten starke Jahresbericht über das Geschäfts- licher Fragen müsse in den Vordergrund geschoben werden. Drin hier eine Schädigung des Rätegedankens. In der Debatte flagten jahr 1921. Der Bund war im Vorjahre am Abschluß von 142 gend notwendig sei, daß die„ Buchbinderzeitung" in der Folge fast alle Redner über Behinderung der Betriebsräte durch die Geneuen Tarifverträgen und 350 tariflichen Gehats- wieder achttägig erscheine, dann würden auch viele Beschwerden nossenschaftsleitungen. Im Schlußwort drückte der Referent ſeine neuregelungen beteiligt. Bei der Neuregelung der Besoldung der wegfallen. Genugtuung darüber aus, daß alle Redner bewiesen hätten, daß fie technischen Angestellten und Beamten der Behörden stellte der Bund In der darauf einsetzenden den tieferen Sinn des Gesetzes begriffen hätten und nicht nur die die führenden Unterhändler. Eine umfassende Tätigkeit wurde Rechte für die Arbeiter in Anspruch nehmen, sondern auch die des weiteren insbesondere auf foaialpolitischem Gebiet wie Pflichten, die das Gefeß ihnen auferlegt, erfüllen wollten. Auf im technischen Schul- und Bildungswesen entfaltet. dieser Basis müßten Genossenschaften und Belegschaften sich treffen Für die gewerkschaftliche Aufklärung der Techniferund gemeinsam mit den Gewertschaften zum Besten schaft hat der Bund durch sein Organ, die Deutsche Techniferder gesamten Bewegung aus den Genossenschaften wirkliche Muster- 3eitung", die heute in sieben verschiedenen Fachausgaben erscheint, sowie durch ein umfassendes Schriftenmaterial gewirkt. Den größten Wert hat aber der Bund stets auf den Ausbau feiner Unterstügungseinrichtungen gelegt. Er zablt heute die Frage des Reichsmanteltarifs bei weitem höchsten Stellenlofen, Solidaritäts- und Hinterbliebenen referierte impel, Mitglied des Tarifamts. Er fonstatierte, daß unterstützungen. Es wurden für Unterstüßungszwecke im Jahre 1921 die Belegschaft mancher Genossenschaft früher Gegnerin des Reichs 1 032 665,42 M. ausgegeben. Insgesamt hat der Bund seit seiner manteltarifs gewesen sei. Besonders die Berliner Kollegen feien Gründung 4 007 545,96 m. an Unterstützungen gezahlt. Ende des Müller Leipzig führte als Fraktionsredner der USP. ihre eigenen Wege gegangen, die zu einer starken Entfremdung führten, Jahres hatte der Bund über 95000 Mitglieder, er ist das aus, daß die Opposition sich aus den Verhältniffen der Kriegspolitit meil von Berlin aus die Strömung ging, die Gewerkschaftsaufgaben mit die bei weitem größte und leistungsfähigste Organisation herausgebildet habe. Er kritisiert vor allem die Arbeitgebergemeindurch die Betriebsräte zu erledigen. Heute habe sich das Verhältnis der Techniker. schaften. Die vielen Forderungen des Gemertschaftsbundes ständen bedeutend gebessert. Die Genossenschaften hätten in der Frage des nur immer auf dem Papier, für ihre Berwirklichung werde nichts Reichsmanteltarifs noch weit mehr hin- und hergeschwankt. In geschehen. Das Verbandsorgan sei troden wie eine Sandwüste und der Diskussion entschuldigten die Bertreter verschiedener Belegschaften würde seiner hohen Aufgabe, der Erziehung und Aufklärung der ihre Abneigung mit dem Hinweis auf ihre befferen Berhältnisse. Der innerhalb unserer Organisation beweist, daß der Berrat an der führungen Die Arbeitsgemeinschaft der Kommunisten und Unabhängigen Mitgliedschaft nicht gerecht. Im übrigen unterstreiche er die AusLeipziger Bertreter betonte, daß sie zwar auch mit den Berliner des kommunistischen Fraktionsredners. Betriebsräten gemeinsam gearbeitet hätten, doch seien sie im Gegen Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale von den Unabhängigen Bruds Breslau spricht satz zu Berlin nicht soweit gegangen, die Organisation auszuschalten. endgültig ausgeführt ist! für die Fraktion der SPD., Gin Berliner Delegierter betonte, daß sie auch heute noch bessere Darum: Wählt folche Kollegen als Delegierte zur Verbands- die die Mehrheit des Verbandstages bildet. Er verwies darauf, daß Arbeitsbedingungen hätten, als der Entwurf des Reichsmanteltarifs generalversammlung, die treu zur Amsterdamer Gewerkschafts- die vielen Hoffnungen und Wünsche leider an den gegenwärtigen vorsehe. Da jedoch vorgesehen ist, daß bessere Berhältnisse bestehen internationale stehen. Als solche empfehlen wir: Berhältnissen scheiterten, daß man aber bei objektiver Prüfung da bleiben müßten, erflärten sich die Berliner auf die Frage des 1. Adermann, Bruno; 2. Albrecht, Rudolf; 3. Ebel, Mar; für nicht den Verbandsvorstand verantwortlich machen tönne. Die gewerkschaftlichen Vorsitzenden des Tarifamts, Genossen Dreher, 6. Fränkel, Albert; 10. Goether, Alfred; 11. Gröning. Adolf: Berelendung der Arbeiterklasse habe doch ihre Ursache in dem verob sie bereit feien, den Reichsmanteltarif anzuerfennen, im Interesse 13. Hermann, Reinhold; 15. Huf, Gustav; 17. Klein, Wilhelm; lorenen Krieg und dem Friedensdiftat von Versailles. Der Berder Belegschaften fleinerer Genossenschaften mit dem Reichs 19. Kurz, Georg; 20. Langrod, Hugo; 23. Lenz, Richard; 24. Lütge, bandsvorstand habe in der Lohnpolitik alles getan, was getan wer manteltarif einverstanden. Mit 23 gegen 21 Stimmen Robert; 25. Luge, Richard; 27. Maraun, Ernst; 28. Massini, Albert; den konnte. Die Klagen über die Verbandszeitung feien auf den bei 24 Stimmenthaltungen beschloß die Konferenz, einen Ber. 31. Baezold, Arthur; 32. Petsch, Martin; 33. Pietsch, Adalbert; Raummangel zurückzuführen. Bei der Bemessung der Beiträge treter aus dem Beruf in das Tarifamt zu wählen. Mit 36. Raah, Hermann; 37. Reich, Adolf; 41. Schiefner, Paul; und dem Ausbau der Unterstüßungseinrichtungen habe der Beirat 35 gegen 20 Stimmen wurde dann Maschke Berlin für diesen 42. Schleffler, Hermann; 44. Schmidt, F. F. Emil; 46. Schneider, seine Vollmacht leider nicht voll ausgenutzt, sonst hätten die FinanzBoften erforen, während sein Gegenkandidat, Knappe Hamburg, Ernst; 48. Schönefelder, Baul; 50. Schulze, Alfred; 52. Stern, verhältnisse des Verbandes weit beffere sein können. Bruds be als Stellvertreter gilt. Theodor; 60. Milfe Karl. Richard; 53. Strophff, Edmund; 54. Stübinger, Georg; 58. Vogt, dauert im Interesse der Notwendigkeit der gewerkschaftlichen Einheitsfront, daß der Richtungsstreit innerhalb des Verbandes immer noch nicht abgeschlossen sei. Wenn die Kollegen der SPD. einen Aktionsausschuß gebildet hätten, so seien fie nur dem Beispiel der anderen politischen Fakultäten gefolgt. Trogdem dürfe der Verbandstag nicht zu einem tombinierten Parteitag werden. Im Intereffe der Gesamtkollegenschaft müßte prattische gewertschaft. liche Arbeit auf der Casseler Tagung geleistet werden. Die Opposition habe aber fein Recht, sich damit zu brüsten, daß fie den Arbeiterfchädling Kloth Buchdrucker und Schriftgießer! Bertrauensleute und Betriebsräte! Klärt Nachdem noch Himpel und Dreher die wilden Streits in den Genossenschaftsbetrieben in Wiesbaden und Düsseldorf scharf misbilligt hatten und darauf verwiesen, melchen Schaden durch berartige Bewegungen die Gesamtbewegung erleiden fönnte, fchloß unsere Kollegen auf über die Bedeutung der Dreher mit einem furzen Rückblick auf den durchaus fatichen und Delegiertenmahl! würdigen Berlauf der Berhandlungen mit einigen Dantesworten die Der Affionsausschuß der auf dem Boden der praffischen GewerkKonferenz. Die Bewegung in der Zementindustrie. Hierzu wird uns geschrieben: In Rheinland- Westfalen und in Süddeutschland schaftsarbeit stehenden Buchdrucker und Schriftgießer. 3. A.: R. Hermann. Forderungen städtischer Elektrizitätsarbeiter. ist mit Ausnahme von Hessen und dem Zementwerf in Heidelberg, Eine Betriebsversammlung der Belegschaft der Bentrale Obereine Einigung erfolgt. In den Industriegruppen Holstein, spree der städtischen Elektrizitätswerte am 15. Mai faßte eine Unterelbe, Hannover, Brandenburg, Pommern Entschließung, wonach sie sich durch die immer noch zunehmende und Obersch: esien steht die Arbeiterschaft nunmehr in der Steigerung der Lebenshaltung und der dadurch wachsenden Not der vierten Woche im Kampf. Die Unternehmer weigern sich städtischen Arbeiterschaft beranlaßt fiebt, von dem Magistrat eine noch immer, mit den Organisationen in Verhandlungen zu treten, einmalige Entschuldungssumme in Höhe von 1000 m. obwohl nicht die geringste Ursache dazu vorliegt. Denn für den Monat Mai zu fordern. Sollte wider Erwarten alle Löhne und Lohnwerte zahlen sie nicht aus ihrer Tasche, der Magistrat unsere Wünsche nicht berücksichtigen, so sehen wir uns sondern sie werden von der Regierung in jeder erforderlichen Höhe gezwungen, erneut und in verschärfter Weise die Deffentlichkeit andurch den Zementpreis be wiiigt. Die Unternehmer tragen zurufen." also nicht das geringste Rififo. Sie zahlen die Löhne aus, stellen sie in Rechnung, die Regierung bewilligt den erforderlichen Zement- Der Bädergesellenstreit in Halle a. d. S. wurde gestern verfehentpreis und die 3ementverbraucher bezahlen ihn. Die lich durch WTB. aus Leipzig gemeldet. Der Streit ist inzwischen Hartnäckigkeit der Unternehmer fann also nur auf prinzipieller beendet, da der Magiftrat der Brotpreiserhöhung zustimmte. Machtsimpelei beruhen. Der Arbeiter soll nur soviel Brot und Ueber Einigungsverhandlungen in der bayerischen Metallindustrie Recht haben, daß er sich immer seiner Abhängigkeit bewußt ist; berichtet die E. aus München, daß die seit mehreren Tagen im deshalb wollen die Unternehmer auch nur betriebsweise Sozialminifterium geführten Verhandlungen zur Beilegung des verhanden, damit sie die Arbeiterschaft immer in der Bucht- Metallarbeiterstreits noch nicht abgeschlossen werden konnten. In rute haben. der Hauptfache war der Manteltarif Gegenstand der Beratung. Unverständlich ist aber das passive Berhalten der Re- Sier scheint es zu einer Einigung au fommen." SUNLICHT SUNLICHT SUNLICHT " = Vittor beseitigt habe. Gerade die heutige Oppofition fei es gewesen, die ben früheren„ raditalen" Sloth an die führende Stelle gebracht und im Sattel gehalten habe. Verschiedene Delegierte bringen zumeist örtliche Beschwerden Dor. Besonders wurde darauf hingewiesen, daß die Opposi tion feine poftiven Vorschläge zur Besserung gemachi habe und daß mit der Kritik und Negierung der Kollegenschaft auch nicht gedient sei. Sehr energisch und temperamentvoll setzte sich Luise Krzymin- Berlin für die Gleichberechtigung der weiblichen Mitglieder ein. Besonders die Opposition führe da immer das große Wort, versage aber in der Praris jedoch voll fommen. Die zirka 63 000 weiblichen Mitglieder gegenüber den 25 000 männlichen Mitgliedern seien durch nur 12 weibliche Delegierte vertreten. Bezüglich der tariflichen Regelung der eimarbeit habe der Vorstand alles getan, was in feiner Kräften stand. Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts.Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 1 Betlage. 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Hospital und die Irrenanstalt untergebracht, die insgesamt mehr als 3000 Pfleglinge und über 200 Angestellte und Arbeiter be" Französisch- Buchholz" hieß, weil hier eine Ansiedlung der fran herbergen. Außerdem liegen im Bezirk noch sieben Heilanstalten Zahlreiche Gärtnereien und von fleinen der verschiedensten Art. Das Bezirksamt unterhält eine öffentliche Unmerklich fast fließen die Grenzen zwischen tem alten Berlin zösischen Refugiés lag. Zahlreiche Gärtnereien und von kleinen der verschiedensten Art. Leuten bearbeitetes Pachtland tennzeichnen den Ort, und wie ein Lungen- und Säuglingsfürsorge. In Pantom ist ein Schularz: und Pankow, dem größten Ort des 19. Bezirks, zusammen. Nur Gruß der alten an die neue Zeit mutet die Windmühle an, in derem hauptamtlich angestellt, während in den übrigen Orten Aerzte nebenaufmerksame Beobachter mußten, wenn sie die Grenze überschritten Hintergrunde einige neuzeitliche Mietstafernen sich wie große amtlich an den Schulen tätig fint. Die Schulzahnpflege ist in Borund den Kreis Niederbarnim auf Pantower Gebiet betreten hatten. Steinfästen vom Himmel abheben. Zwischen Buchholz und Blan- bereitung. Das Volksbibliothekswefen kann troz der AufmerkſamIn Pantow hat das Bezirksamt des 19. Bezirks feinen Hauptfiß. fenburg liegen die Kleingärten der Stadt Berlin, die von fleißigen feit, die ihm nach der Revolution zugewendet wurde, nicht befrieHier laufen alle Fäden aus den großstädtischen ehemaligen Nieder- Männern und Frauen in ihrer Freizeit mustergültig bewirtschaftet digen, da hier in früheren Jahren von den bürgerlichen Gemeindebarnimer Gemeinden des Bezirks zusammen. Zu diesen gehören: werden. Ueberhaupt kann die Bernauer Strede als die klassische vertretern zu viel versäumt wurde. Niederschönhausen, Rosenthal, östlich der Liebenwalder Stätte der Koloniegründungen bezeichnet werden. Von BlankenBahn, Blankenfelbe, Heinersdorf, Buchholz, burg bis Bernau durchfährt man eine große Zahl von neuen AnBlantenburg, Karom und Buch. Im Zentrum des Bezirks. Bantow hat eine schnelle Entwicklung durchlaufen. In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch ein richtiges Dorf, hatte es 1905 bereits faft 29 000 Einwohner, 10 Jahre später schon 58 000. Erst der Weltkrieg hat diese schnelle Entwicklung zum Stillstand gebracht. Troß dieses raschen Wachstums hat Pankow manches bewahrt, was an vergangene Zeiten gemahnt. Wer von der Schönhauser Allee tomment die in den letzten Jahren zum breiten Boulevard ausgestaltete Berliner Straße durchwandert, den grüßen alsbald nach dem Durchschreiten der Ueberführungen der Bernauer Bahn alte Kaftanien. An der Kreuzung der Berliner und Breiten Straße ragt die alte Kirche mit ihren beiden Spiztürmen empor, die von allerlei Strauchwert und von Kastanien umgeben ist, tie im Mai rötlich blühen. Auch der Marktplaß, die ehemalige Dorfs cue, zeigt noch viel von seinem früheren Charakter. Abgesehen von einigen hochragenden Mietstafernen, erinnern gerade hier die schmucklosen Landhäuser mit den weiten Parts an jene 3eit, da Pantom noch als Sommerfrische der vielgeplagten Großstädter geschäßt wurde. Mitten in einem solcher Parts liegt das Finanzamt Norb und dahinter in einem fleinen Gebäute das Jugendheim der SPD. mit seinen freundlichen Räumen. Am Westende des Martt plages liegt das schöne Rathaus, das schon lange nicht mehr für die Berwaltung ausreicht. Eine ganze Reihe von Privatwohnumfiedlungen, die an Umfang und Einwohnerzahl die ehemaligen gen wurde schon in früheren Jahren für die Berwaltung in Anspruch genommen. Wenn man die Breite Straße oftwärts durch ftreift, hat man rechter Hand wieder herrliche Parks, und in einem von diesen steht das Haus des berühmten Professors Mendel, der eine Reihe von Sanatorien hier ins Leben gerufen hatte. Mendel hielt bekanntlich alle Menschen folange für nicht/ normal", bis er den Beweis des Gegenteils erfannt hatte. Dann fällt vor allem, durch den auf den Bürgersteig vorspringenden Zaun schon von meitem erkenntlich, das idyllische Häuschen des„ Schokoladen- Hilde brand" auf. Linter Hand liegt der Amalienpart", ein feiner, von gefchmadvoll gebauten Häusern umgebener Schmudplay. An der Nordbahn. Dörfer weit überflügelt haben. Das gilt auch für Blankenburg, Karow und Buch, dem östlichsten Teile des Bezirks. Alle diese Orte haben einen schnellen Aufstieg genommen, während Heiners. dorf, der südlichste Ort, noch ziemlich verlassen daliegt. Die großen Parks. Nach dem 9. November hat eine früher hier unbekannte soziale Tätigkeit eingesetzt, die die Bolksbildung durch Veranstaltung von Bolkskunstabenten, Unterhaltung der Volfsbühne Norden, deren fünstlerische Leistungen sich große Anerkennung errungen haben, sowie durch Einrichtung einer Bolkshochschule ufm. zu fördern fucht, der aber durch den ewigen Geldmangel leider nur allzu enge Ziele gesteckt find. Zum Schluß möge noch erwähnt werden, daß in einigen Orten des Bezirks meder Wasserleitung noch elektrisches Licht vorhanden ist. Hier gilt es in Zukunft noch manche Arbeit zu leisten. # Junges Gemüse. Ein Besuch in der Markthalle am Alexanderplatz zeigt, daß die Zufuhr in Gemüse zwar noch immer sehr schmad) ist, daß man sich aber große Mühe gibt, wenigstens etwas heran. zuschaffen. Seit Wochen Icutet die Börsennotiz immer wieder: Zufuhr in Gemüse schwach, Geschäft still. So ist es denn gar nicht verwunderlich, wenn die Hausfrau, die zur Zentralmarkthalle geht, um Kohl zu kaufen, teinen erhält. Weißkohl, Rotkohl und Wirsingfohl sind augenblicklich feltene Gäste hier. Als Ersaz dafür marschiert der junge Spargel auf, das Pfund bis zu 25 M. Blumen= tohl der Kopf bis zu 25 M., die grüne Gurfe etwa 30 bis 40 Mr. und schließlich der Salat, von dem ein fleines Köpfchen 6 bis 10 Wt. toftet. Der einzige Artikel, der im Preise heruntergegangen, ist der Rharbarber. Immerhin fostet auch hier das Bund 8 bts 10 M. Bei den Fischen schwanken die Marktverhältnisse dauernd. Die Zufuhr ist hier gerade so, daß wenigstens immer die Verkaufstische verdeckt sind. Grüne Heringe flettern im Preise luftig weiter in die Höhe, und was der grüne Hering fann, versuchen der Aal, Zander, Barsch und die Bleie ebenfalls. Und es Der altberühmte Schloßpart von Niederschönhausen zieht all- gelingt. Fleisch und Wurststände sind überfüllt. Schin. Seine von der munteren fen, Sped und Würste sind in Maffen zu haben. Die Fettjährlich Tausende von Besuchern an. mitten dieses Barts ist während des Krieges eine Laubenkolonie hier die Kaufluft nicht besonders erheblich. Nur einzelne Engros Bante durchflossenen Anlagen erscheinen etwas verwildert. In stände( Margarine, Talg usw.) proßen mit ihrem Inhalt, doch ift entstanden, die hart an die Strauchwiese, das bekannte Gartenlokal, grenzt, das ebenso wie ter Bantgraf", das Heim der uffigen stände find dicht umlagert. In den fleinen Winkeln der großen Während die Teile Pantoms, die nach dem früheren Berlin Ritter von der Banke, tie alljährlich einen festen Blah berennen", alle haben die kleinen" Händler ihren Stand aufgeschlagen. Hier zu liegen, ganz großstädtischen Charakter angenommen haben, haben das Ziel zahlreicher Ausflügler war. Das alte Schloß der Gattin her flüchtet sich alles, was gezwungen ist, einige Groschen zu sparen. die Teile, die an Niederschönhausen grenzen, ihre mehr dorfähn- des Alten Friz, der sicher fein vorbildlicher Ehemann war, follte einSteigende Butter- und Milchpreise. liche Gestalt bewahrt. Niederschönhausen selbst, das an der Gabe mal zum Bolkshaus umgestaltet werden. Der Umbau wäre einem lung der Nordbahn und Bernauer Bahn liegt, hat tro mancher Die durch den Krieg ruinierten Finanzen der Stadt gestatten augen fichen Stellen ebenso wie ein Teil des Handels zu der Ueberzeugung Neubau gleichgekommen und hätte ungeheuere Kosten verursacht. In den letzten Tagen hat eine derart sprunghafte Steigerung der Preise für Milchprodukte eingesetzt, daß die zuständigen amtbewahrt und wird seiner Lage megen als einer der gefündesten blicklich feine Ausgabe, die Hunderttausende verschlingt. An ter lichen Stellen ebenso wie ein Teil des Handels zu der Ueberzeugung Wohnbezirke des neuen Berlin bezeichnet. Die ehemalige Siemens- Schönholzer Heide, durch die Bante getrennt, liegt der wohlge- gekommen sind, daß unbedingt Schritte getan werden müssen, um bahn fährt über Niederschönhausen nach Rosenthal, deffen Kirche, pflegte Bürgerpart, der einst einem Herrn Killisch von Horn gehörte ein weiteres Hinaufschnellen der Preise zu verhindern. Der Reichsum die fich die spitzgiebligen Dorfhäuser gruppieren, den Ort tenn- und der sich seit langem schon im Besiz der Gemeinde Bantom ernährungsminister hat die Vertreter der Landwirtschaft. zeichnet. Hier erreic man den Anschluß an die Reinidendorf- befindet. Im Brosepark in Niederschönhausen, der an der Kaiser- des Handels und der Preisprüfungsstellen zum nächsten Freitag zw Liesenwalter Eisenbahn, der sogenannten" Heidekraufbahn", die allee, hinter der Niederschönhausener Kirche liegt, soll noch in diesem örtert werden soll. Die Breise für Butter haben auf den AufJahre ein Freilichttheater für 2000 Personen errichtet werden. teilweise die Grenze zwischen dem 19. und dem 20. Verwaltungs- Die Anlage wird aber nur ½ des schönen alten Barts einnehmen. tionen in Hamburg und Berlin in den letzten Tagen eine selbst für bezirk bildet und die durch Rosenthaler Gebiet hindurchgeht. Wäh rend man für Rosenthal, und vor allem feine Ortsteile Nordend Der Plan ist im Bezirksamt ausgearbeitet worden und man fann heutige Verhältnisse ungewöhnliche Steigerung erfahren. Im Kleinund Wilhelmsruh gute Entwicklungsmöglichkeiten annimmt, scheint sich mit gutem Recht einen vollen Erfolg des Theaterunternehmens handel ist der Butterpreis, der am Sonnabend noch 72-74 mr. be= der nördlichste Ort dieses Bezirks, Blankenfelde, noch lange fein versprechen, da der Norden bis vor kurzem nach dieser Richtung trug, auf 84 bis 86 Mart heraufgesetzt worden, und es hat Dornröschendasein weiterführen zu sollen. Der Ort liegt mitten in recht stiefmütterlich behandelt wurde. Schließlich möge noch des den Anschein, als ob auch diese Preise noch feinen Abschluß nach den flädtischen Riefelfeldern, die ihm in früheren Zeiten jede Wachs mit prächtigem Baumwuchs bestandenen Schloßparts von Buch Er- oben hin bilden sollen. Die Butterknappheit wird gegenwärtig da= wähnung getan werden, in dem früher der Sommerwohnfiß des mit begründet, daß infolge des falten Wetters der Weidegang des tumsmöglichkeit nahmen. Oberbürgermeisters von Berlin lag. Bon den bisher genannten Biehes um fast drei Wochen verzögert sei und daß die vorhandenen Parts des Bezirks ist er sicher der schönste. Futtermittel nicht mehr ausreichend seien, um die Milchproduktion auf der erforderlichen Höhe zu erhalten. Der Eingang an Frischmilch ist in Groß- Berlin in den letzten Tagen auf 380 000 Liter pro Tag herabgegangen, so daß nicht einmal das für die Sicherftellung der Kinder- und Krankenmilch notwendige Quantum pon 450 000 Litern erreicht wird An der Bernauer Bahn. Ein anderer Zweig der ehemaligen Siemensbahn( Linie 116) führt nach Buchholz, einem langgestreckten Straßendorf, das früher 8] *) Siehe auch Nr. 133, 145, 157, 169 und 208 des Vorwärts". Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. ,, lm so besser. Es wird Ihnen am Ende nicht allzu schwer fallen, sich für ein paar Minuten zur Aufrichtigkeit zu be fennen. War das der erste Anfall, der Sie gestern< bend heimgesucht hat?" Des Schauspielers Miene verfinste.te sich. „ Ehrlich sein, lieber Reuß, ermahnte der Arzt.„ Wir haben Arzt. ,, Wir uns doch verpflichtet, voreinander nicht Verstecken zu spielen! Wir wollen, wie ich schon einmal sagte, das lebel an der Burzel faffen... Ber sagt Ihnen denn, daß es ein llebel, eine Krankheit ist?" erwiderte mißmutig der Schauspieler. rum. ,, Es. fönnte allmählich eine Krankheit werden... DaSoziale Einrichtungen. 17 " Der 19. Bezirk befigt fein einziges öffentliches Bad. Das ehemalige kreistrantenhaus in der Galenusstraße in Pantow, unweit Stelle. Doktor Jordan schob die Brille auf die Stirn und be-| Schauspieler, indem er sich erhob. Aber da die Konfultation trachtete eingehend die Kopfhaut, nachdem er vorher behutsam doch eigentlich schon vorüber ist, haben Sie am Ende nichts die Haare auseinandergebogen hatte. dagegen, wenn ich mich nebenan im Badezimmer antleide. Wir fönnen uns durch die offene Tür trefflich unterhalten, und ich will auf diesem Wege alle Ihre Vorschriften und Anordnungen entgegennehmen!" Mit diesen Worten verließ er das 3immer. " Noch druckempfindlich?" fragte er. „ Ein wenig..." # Sehr interessant, auf jeden Fall. sagte er, schob die Brille herab und gab Albert Reuß frei. der fich in seinem Stuhl wieder zurechtsette. Und was die Anfälle anlangt.. Sie bringen sie doch nicht damit in Zusammenhang...?" Wollen Sie mir die Art der Beklommenheit nicht näher, " Im Baderaum wurde das Geräusch des in die Waschschüssel niederplätschernden Wassers vernehmbar. Sie verordnen mir Ruhe!" rief der Schauspieler. Wie stellen Sie fid) dem gestrigen Riesenerfolg?" genauer schildern? Erinnern Sie sich vielleicht irgendeines be- das eigentlich vor? Soll ich heute abend etwa absagen? Nach fonders charakteristischen Symptoms?" " Das einzige, dessen ich mich zu besinnen weiß, ist das leberwiegen der roten Farbe. Ich size förmlich in einem Flammenmeer... und ganz plößlich versinke ich darin... Aber das mag wohl ein Zufall und nur meine ganz subjektive Empfindung sein?" " Das ist ein Irrtum, lieber Reuß. Was Sie mir da erzählen, ist sogar geradezu typisch..." „ Typisch- wofür?" An der ganzen Geschichte sind nur die lebertreibungen meiner Frau schuld... Ein bißchen Schwindel weiter" Borerst beantworten Sie mir noch einige Fragen, nicht nichts... Das kann am Ende jedem von uns passieren. Ihnen wahr? Haben Sie in letzter Zeit, in den Tagen, nachdem Sie gerade so gut wie mir. Uebrigens hatte ich in der Garderobe, die Kopfverlegung erlitten, an sich einen Zustand erhöhter fnapp nach Beendigung der gestrigen Borstellung, ein ähnlich Reizbarkeit feststellen können? Oder einen dumpfen Drud im peinliches Gefühl der Benommenheit..." Kopf?" " Am gleichen Abend?" Für mich Beweis genug, daß das Ganze nur auf die diesmal ungewöhnlich anstrengende Probenarbeit, auf das intensive Studium, das ich an die Rolle gewendet habe, zurück zuführen ist." Sie werden trotzdem neben der Ihrigen auch meine Auffaffung gelten lassen müssen..." ,, Und die besagt...?" Nicht ganz dasselbe. Borher haben Sie feinen weiteren Anfall erlitten...?" " Mein." " Bestimmt nicht?" Bloß einen leichten Unfall, der indessen so glimpflich abgelaufen ist, daß ich seiner weber Ihnen noch meiner Frau gegenüber Erwähnung getan habe." Was für ein Unfall ist das gewesen?" Beides. Ich habe allerdings dafür die enervierende Arbeit im Theater verantwortlich gemacht." „ Eine Auffassung, zu der Sie sich bereits einmal betannt haben, die ich jedoch beim besten Willen nicht teilen kann!" ,, Was wäre demnach Ihre Ansicht, lieber Dottor?" " Daß Sie die Angelegenheit diesmal nicht auf die leichte Achsel nehmen und sie nicht unterschätzen dürfen." Was soll das heißen?" " Daß Ihr Zustand ernst, jedoch besserungsfähig ist, wenn Sie mich nicht im Stich lassen!" ,, Da würde ich doch zugleich mich selbst im Stich lassen!" Wir müssen es por allem verhindern, daß die Attacke wiederkehrt. Sollte dieser Fall dennoch eintreten... 44 Bestimmt nicht, Doktor... Ich habe heute, troß der nicht gerade ideal verbrachten Nacht, ein viel zufriedeneres Gefühl..." Immerhin brauchen Sie Ruhe, lieber Reuß, und zwar „ Sie haben leicht reden, verehrter Freund," sagte der Eine niederstürzende Eisenstange hat mich mit ihrem Ende hier am Kopfe gestreift..." Der Schauspieler neigte sehr viel Ruhe fogar!" das Haupt und bezeichnete dem Arzt zugleich die getroffene an ,, Es fällt mir nicht ein, ein derartig radikales Verlangen Sie zu stellen." " Das ist liebenswürdig von Ihnen." Sagen Sie Ihr Gastspiel in Riga ab." Im Badezimmer waren die Geräusche mit einemmal verstummt. Gleich darauf stand der Schauspieler in der Tür. Ausgeschlossen," sagte er. " Sie versprachen doch, zu gehorchen." ,, Sie fordern Unmögliches, Doftor." ,, Und Sie muten sich Widernatürliches zu." " Reine Uebertreibungen! Die Reise wird mir gut tun." Das muß ich, in Kenntnis Ihrer Verfassung, besser be= urteilen fönnen." ,, Ausspannen tut immer wohl!" " Sie gehen neuen Strapazen entgegen! Ihr Vorhaben ist unverantwortlich!" Ich kehre verjüngt, gefräftigt heim. Ich werde andere Menschen, andere Gesichter sehen. Eine unbekannte Stadt... Denken Sie mur, Doktor, ich bin noch nie in Riga gewesen, ich kenne Rußland überhaupt nicht!" " Ich auch nicht." Aber jekt fahre ich hin! In wenigen Tagen schon!" " Reisen Sie nicht, Reuß! Hören Sie auf mich, der ich es gut mit Ihnen meine!" " Fällt mir nicht ein! Nehmen Sie mir's nicht übel, Doktor! Aber wenn es nach Ihnen ginge, müßte ich mich in eine mit Batte ausgepolsterte Schachtel legen! Ich bin doch fein Midelfind, Doktor Jordan!" ,, Eben darum!" " Bollen Sie etwa damit sagen, daß meine siebenundvierzig Jahre etwas zu bedeuten haben?" ( Fortsetzung folgt.) waren. Der letzte Akt der Storkow"-Tragödie. " 1 Wirtschaft et Tmittelte den Angeklagten als Täter und Fahr brad, als man ihm den Mord auf den Kopf 3ufagte, zusammen und legte weinend ein offenes Geständnis ab. In der gestrigen Berhandlung widerrief Fahr das Geständnis insoweit, daß er nicht Der Sach mehr ein Mord, sondern nur einen Totschlag zugab. verständige, Gerichtsarzt Dr. Bürger, befundete, daß irgendwelche Unter Bauernlegen" ist der Ausfauf von Bauernstellen durch 3 weifel an der zurechnungsfähigkeit des Angeklagten den Großgrundbefiß zu verstehen. Nach Beseitigung der Bauernnicht beständen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete nachschußgefeße Elternbeiratswahlen. Wichtig für alle Funktionäre und Wahlarbeiter. Besiedlung gelegter Bauernstellen. " Die Landlieferungsverbände sollen vorzugsweise solche Teile der großen Güter, und zwar in fachgemäßer Abgrenzung und mit den dazu gehörigen Gebäuden erwerben, die früher selbständige Bauerngüter oder Landstellen waren und in den letzten 30 Jahren vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes von Eigentümern der großen Güter aufgetauft worden find." Der gestrige Nachmittag brachte das Verhör der Fahrgäste der Stortow". Kapitän Genfpiel, als Passagier der Storfow", hat feine Nebel auf dem Wannsee wahrgenommen. Dieser Zeuge befundet, daß ein Mann der Besatzung auf die im Waffer kämpfenden Personen eingeschlagen habe. Auch die anderen Gäste bestreiten, daß Nebel geherrscht habe. Man habe im Gegenteil bei dem zu sammenstoß noch die Lichter von Cladom deutlich sehen können. Ein dem Antrage des Rechtsanwalts Grothusen nur auf versuchten Tot- chuzgesetze Friedrichs des Großen fezte, besonders in den Provinzen Zeuge Meißner befundet, daß der Kapitän der Storfom" fich schlag. Fahr wurde infolgedessen zu 4 Jahren 4 Monaten Gefängnis, östlich der Elbe, ein förmlicher Ausrottungsprozeß gegen die Bauern sehr rigoros gegen die fämpfenden Menschen be- unter Anrechnung von 4 Monaten Untersuchungshaft verurteilt. ein, der bis in die heutige Zeit fortdauert, obwohl das Reichs= nommen habe. Auch wird das Fehlen von Rettungs- Berücksichtigt wurde dabei, daß er die Tat aus Not begangen hat und siedlungsgeseß das Bauernlegen für nicht billigenswert erklärt. ringen bemängelt. Beile waren ebenfalls nicht vorhanden. unbestraft war. In§ 16 des Reichssiedlungsgesezes wird bestimmt: Kriminalkommissar Herrmann, Herrmann, der die ersten Bernehmungen feinerzeit geleitet hatte, fagt aus, daß der Angeklagte und auch Der Steuerman n Goldmann angetrunten Die Ausführungen der Sachverständigen, die rein technischen Inhalts waren, nehmen einen breiten Umfang ein. Baumeister Landsberg gibt sein Gutachten dahin ab, daß der Angeklagte fich jedenfalls in der Gegend geirrt habe, so daß er ein Schiff von Schon vor dem Infrafttreten des Reichsfiedlungsgefezes erließ der Cladower Seite nicht mehr vermuten konnte. Der Staatsanwalt der Preußische Landwirtschaftsminister an die probeantragte sodann wegen fahrlässiger Tötung infolge vinzialen Siedlungsgesellschaften eine Verordnung, in der gesagt wird: Außerachtlassung feiner im Beruf erforderlichen notwen „ Die Errichtung von Bauten ist augenblicklich und voraussichtDigen Sorgfalt in Tateinheit mit fahrlässiger Versenkung eines lich noch für längere Zeit mit außerordentlichen Schwierigkeiten Schiffes drei Jahre sechs Monate Gefängnis und die verbunden. Dadurch wird die gerade jegt dringend notwendige fofortige Verhaftung. Zur Begründung führte der Etaats- 2. Für die Kandidaten- Ciffe( beim Wahlvorstand der Schule bis anwalt aus: Im Interesse der Tausende, die nicht in der Lage felen, fpätestens 18. Mai einzureichen) dürfen nur die vom Aft.- Ausschuß Schaffung neuer landwirtschaftlicher Ansiedlungen behindert und Sommerreifen zu machen, sondern ihre Erholung auf märkischen Ge- herausgegebenen Formulare mit dem Einheitstopf benutzt werden. großenteils unmöglich gemacht. Es muß daher nach Wegen gesucht wäffern fuchen müssen, sei es unbedingt notwendig, für ihre Sicher 3. Flugblattverteilung erfolgt auf Grund der Wählerlisten vom merden, wie das Bedürfnis nach Ansiedlerstellen, das sich in einer überaus großen Nachfrage seitens der Ansiedlungslustigen äußert, heit durch eine eremplarische Sühne derartig gro- 22. 5. ab in den Häusern. ber Fahrlässigkeiten, wie sie dem Angeklagten zur Last 4. Stimmzettel werden nur am Wahltage vor dem Wahllofa! auf andere Weise befriedigt werden kann. In vielen Gegenden sind zahlreiche Landstüde im Besige von gelegt find, zu sorgen und ihn und alle verantwortlichen Bersonen verteilt. mit der Strenge des Gesetzes auf ihre Pflicht zu ver- 5. Alle Beschwerden über Wahlvorkommniffe usw. an Att.- Aus- größeren Grundeigentümern, die von ehemals selbständigen Bauern und sonstigen Landstellen herrühren und noch mit den schuß der SPD.- UspD.- apD.- Elternbeiräte, Breite Str. 8/9( Tel. früheren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden befeßt find. Es muß er meisen. 3ente. 15230/39 Bureau Schent). 6. Für die Einladungen zu den Wahlversammlungen müffen strebt werden, diese großenteils unbenügten Gebäude die Bezirke felbst durch einfache Platafierungen oder Handzettel mit dem erforderlichen Lande dem Kleinbesig wieder zuzuführen und für die Ansiedlung nuẞbar zu machen. Sorge fragen. Ich glaube annehmen zu dürfen, daß sich die betreffenden Groß 7. Für Anzeige jeder Wahlverfammlung in den drei Arbeiter- grundbesizer bei der Notlage, in der sich der Staat bei seinen Maßblättern ift rechtzeitig Sorge zu fragen. nahmen zur Förderung der inneren Rolonisation gegenwärtig be Aktionsausschuß der SPD.- USPD.- und KPD.- findet, der Einsicht nicht verschließen werden, daß sie zu ihrem Teile Elternbeiräte Groß- Berlins. Das Urteil lautete auf 2 Jahre Gefängnis. Strafaus fegung wurde in Anbetracht der Schwere der Tat abgelehnt. Das Schiff„ Storfom" ist jetzt wieder repariert und wird unter dem Namen„ Köpenid" fahren. Die lockenden Geschmeide. Mastierte Einbrecher bei Frau Geheimrat Schwabach. Der räuberische Ueberfall auf Frau Geheimrat Schwabach in der Billa in der Hidebrandstraße stand gestern zur Verhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichts I unter Borsiz des Landgerichtsdirektors Dr. Weigert an. Die auf schweren Raub lautende Anklage richtet sich gegen 5 Personen: den Kaufmann Heinz RiedIer, den Kellner Oskar Hennig, dessen Bruder Kellner Aloisius Hennig, den Kaufmann Robert Burghardt und den Wert zeugmacher Wilhelm Büttner. Der Angeklagte Büttner ist nicht zur Stelle, er ist flüchtig geworden. Die erften drei Angeklagten find als Haupttäter angesehen, der letzte Angeklagte ist wegen Hehlerei angeflagt. 1. Kandidaten- Vorschlagsliften, Flugbläffer, Stimmzeffel werden nur gegen Ausweis an den Wahlausschuß des Bezirks ausgegeben durch die den E.B.- Obleuten und polififchen Leitern bekannten Stellen. nötigenfalls Anfrage Breite Str. 8/9( Tel. Zentr. 15230/39 Bureau Schenk). = dazu beitragen müssen, die bestehenden Schwierigkeiten zu beheben. Würde sich der Staat in diefer Erwartung getäuscht sehen und, ohne daß ausreichende Gründe zu erkennen find, auf eine Bereitwilligfeit der Besitzer nicht rechnen fönnen, so würde nichts übrig bleiben, als von den 3 wangsmitteln der Reichsverordnung Gebraud) zu machen, sobald sie verabschiedet ist." In einer neuerlichen Verordnung fommt der Minister auf die Angelegenheit zurüd und erklärt mörtlich: ,, Das Ergebnis ist unbefriedigend gewesen." Nun mehr ist eine Erflärung darüber angeordnet worden, wieviel ehemals felbständige Landstellen in den letzten 30 Jahren in das Eigentum des Großgrundbefizes übergegangen find." Ewald Vogt, 1. Vors. des Bund der Siedler e. V. Sommertarife für kali. Die Tatsache, daß in einzelnen Jahres zeiten der Wagenpart der Eisenbahnen nur unzulänglich ausgenutzt wird, während im Herbst und Winter sich der Verkehr staut, hat Anlaß zu der Forderung nach Einführung von Sondertarifen für Güter in der verkehrsstillen Zeit gegeben. Nach Beratung mit Bertretern der Industrie hat nun das Reichsverkehrsministerium für Rali Sommertarife gewährt. Für andere Waren fommen sie nicht in Frage, weil es an Borräten im allgemeinen fehlt. Das Reich erteilt besondere Ermäßigungen für Kali auch deshalb, weil die Kaliindustrie ihre Preise für den Sommer herabgesetzt hat. Gelten sonst nur um 20 Broz. ermäßigte Tarife, so wird die Ermäßigung während der Monate Mai bis Juli auf 30 Broz. erhöht, während der Monate September bis November sowie Januar auf 15 Broz. vermindert, so daß sich im ganzen für die Reichstasse ein Ausgleich ergibt. Die Arbeit des Bezirksbildungsausschusses. Rüdblid auf 1921/22 und Ausblick auf 1922/23. In der Konferenz der Groß- Berliner Bildungsausschüsse, die am Sonntag nachmittag in der Aula des Friedrich- Realgymnafiums stattfand, von den Kreis- und Bezirksbildungsleitern zahlreich besucht war und vom Genossen Weimann eröffnet und geleitet wurde, erstattete der Genoffe Albert horlig vom Bezirksbildungsaus schuß den Jahresbericht, der in dem Gesamtüberblick in ideeller mie Alle diese Maßnahmen haben es nicht verhindern können, daß Riedler war eine Zeitlang Diener im Hause Schwabach. Nach materieller Hinsicht ein recht zufriedenstellendes Ergebnis aufweist, das Bauernlegen bis auf den heutigen Tag fortbe= trieben wird. Ein ausdrückliches Verbot des Auskaufs von feiner Entlassung ist er von dem Gedanken beherrscht worden, einen obwohl die Ergebnisse in den einzelnen Bezirken und Kreisen natürEinbruch in der Billa Echwabach auszuführen. Er hatte schon am lich ganz verschieden sind. Die 5 Festtonzerte, die auch für Landstellen durch den Großgrundbesih besteht nicht. Ein solches Silvesterabend 1920 sich in die Villa eingeschlichen und war bis in 1922/23 wieder stattfinden sollen, waren allerdings, trotz des Besuchs Berbot ist aber eine dringende Notwendigkeit. Erst wenn der Fortdas Damenzimmer gefommen, als er plöglich durch das Erscheinen von 1796 Personen im Durchschnitt, nicht genügend besucht ,. um das der Dame gestört wurde. Es gelang ihm, sich unter dem Risiko der Wiederholung gefahrlos durchführen zu können. Die bestand der vorhandenen Landstellen gesichert ist, hat die Besiedlung Schreibtisch zu verstecken, wo er un bemerkt zwei Stu n- Barteimitglieder müssen diese höchst künstlerischen Berder gelegten Bauernstellen einen Sinn. den lang ausharrte, bis Frau Geheimrat Echwabach sich anstaltungen, die nach dem Urteil von Fachleuten in Berlin entfernte. Er war dann froh, daß er ohne entdedt zu werden einzig dastehen und dem Bildungsstreben unserer Partei zum wieder aus der Billa herauskommen fonnte. Riedler gab aber den höchsten Ruhm gereichen, weit mehr besuchen. Die Neue Bolts= Blan zu dem Raubzug nicht auf, sondern gewann die beiden bühne wird infolge vieler Beschwerden aus Mitgliederkreisen in Brüder Hennig als Teilnehmer. Am 2. März 1921 spät abends Zukunft nicht mehr benutzt werden. Da aber die Voltsbühne eine wurde der Plan ausgeführt. Riedler und Oskar Hennig stiegen Inanspruchnahme des Theaters am Bülowplay von der Benutzung durch ein offenes Fenster ein, begaben sich in die Küche, aßen dort der Neuen Volksbühne in der Köpenider Straße abhängig machte. erst ein Butterbrot, segten sich schwarze Masken auf und drangen so fam eine neue Vereinbarung mit der Boltsbühne nicht zustande. sodann über die Hintertreppe in das Schlafgemach ter Frau Schwa- Wohl aber werden 6 Borstellungen im Schiller Thea Außerdem sind mit der Direktion des bach ein, wo sie der zu Tode erschreckten Frau Fesseln anlegten und ter zur Verfügung stehen. einen Knebel in den Mund steckten. Dann nahmen sie der Gefeifel- sehr schönen Theaters am 300 28 Sonntags- Nach ten den Tresorschlüssel ab, entnahmen dem Tresor alle außerordent- mittagsvorstellungen abgeschlossen worden, und zwar lich fostbaren Geschmeide, Steine, Berlen und sonstige Kostbarkeiten, Anatol, Glaube und Heimat( Schnißler), Lediger Hof, Einsame Menpadten sie in eine Aktentasche und entfamen auf demselben Wege fchen, Hedda Gabler, Rosmersholm, Gyges, Jüdin von Toledo, Iphiwie fie gekommen waren. genie und ein Stück von Nestroy. Großen Anklang haben wieder In der Beweisaufnahme bestritten die Angeklagten Alois die Kun sta bende gefunden, von denen 108 gegen 92 im VorHennig und Burghardt jede Schuld und jede Betätigung, jahre veranstaltet wurden, und zwar 23 literarische, 29 musikalische, die als Hehlerei und Begünstigung aufgefaßt werden könne. 15 Revolutionsfeiern, 1 Maifeier, 21 Führungen durch den BotaniDer Angeklagte Ostar Hennig hat, wie die Beweisaufnahme ergab, schen Garten, 3 Führungen durch Alt- Berlin, 12 Lichtbilderabende bei der Ausübung der Tat noch eine„ tröst ende" Ansprache in der Urania, 3 Abende in der Sternwarie und 1 Abend: Berlin Vorträge, Vereine und Versammlungen. Deutscher Verkehrsbund, Abt. Boft., Telegraphen- und Fernsprechpersonal. an die hilflos taliegende Frau Geheimrat Schwabach gerichtet. Bor von 100 Jahren. Die Bildungsschule hat leider in dem verdem Weggehen der Verbrecher ist der Frau Schwabach noch der gangenen Jahre den in sie gefegten Erwartungen nicht entsprochen. Branche Boft- und Telegraphenbeamten: Donnerstag 7 Uhr in den GermaniaBeamtenrätegefes. Referent Reichstagsabgeordneter Bender. Bollzähliges Er. Knebel im Mund etwas gelockert worden und Hennig fagte ihr, Es waren 1040 Hörer in 30 Arbeitskursen vereinigt, davon bedauer- len, Chauſſeeftr. 110, öffentliche Bersammlung. Beamtenausschußwahlen und fie folle nur ruhig sein, denn in einer Stunde würde ja das Dienstlicherweise nur 114 Frauen. Im nächsten Winter werden die scheinen aller Beamten erforderlich. Funktionärversammlung der Konfitürenbranche des Zentralverbandes der Opern Bildungsstätten dezentralisiert werden. personal sie werken und so lange würde sie es wohl noch aushalten. werden 1922/23 folgende gegeben werden: Hofkonzert, Lustige Brinzentrieren Donnerstag 7 Uhr in der Viktoria- Schule( Aula), 51. Die Zeugin Frau Schwabach schildert die Vorgänge in der fritischen Weiber, Evangelium, Berkaufte Braut, Entführung aus dem Nacht, sie hat sich nach Weggang der beiden Verbrecher nur mit Gerail, Zigeunerbaron, Orpheus. Da aber an Opernbarten nur die Mühe ihrer Fesseln entledigen können. Weiteren Schaden an ihrer Gesundheit hat die Beugin infolge diefes.lleberfalls nicht erlitten. halbe Anzahl der Schauspielkarten zur Verfügung stehen, so werden auf zwei Schauspielfarten eine Opernfarte ausgegeben werden. Mit Das Gericht verurteilte den Angeklagten Riedler wegen schweren einem Appell an die örtlichen Bildungsausschüsse, mit aller Kraft Raubes und verbotenen Waffentragens zu 4 Jahren 3 Monaten und aller Hingabe im Interesse der Sache zu arbeiten, schloß Genosse Zuchthaus unter Anrechnung von 6 Monaten Untersuchungshaft Horlik seine mit reichem Beifall aufgenommenen Ausführungen, an und zu 5 Jahren Ehrverlust, den Oskar Hennig wegen schweren die sich eine Aussprache schoß, in der einzelne Kreis- und AbteilungsRaubes unter Zusammenziehung mit einer anderen Strafe zu leiter ihre Freuden und Erfolge, aber hier und da auch ihre Leiden 5 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 8 Jahren Ehrverluft unter zum Ausdruck brachten. Die Kaffenprüfer hatten die Kaffe in OrdUnrechnung von 6 Monaten Untersuchungshaft, den Alois Hennig nung befunden und die Versammlung erteilte Entlastung. Infolge zu einem Jahr Gefängnis, wovon vier Monate verbüßt angerechnet, der vorgeschrittenen Zeit fonnte Genosse Weimann leider den noch den Angeklagten Burghardt zu 6 Monaten Gefängnis, die als ver- beabsichtigten Vortrag über die Stellung des Zentralbildungsausbüßt gelten schuffes zum Film nicht mehr halten. Den Abschluß des Abends bildete eine Borführung des stimmungsvollen schwedischen Films „ Herrn Arnes Schah", dem der von Professor Chajes in Gemeins Ein friminalpsychologisches Rätsel. schaft mit der Genoffin Gertrud David hergestellte Lehrfilm Wegen Raubmordes und vorsätzlicher Brand- Unfallverhütung in gewerblichen Betrieben" vorausging. Da hier für die Deffentlichkeit zugelassen war, war die große Aula überfüllt stiftung hatte gestern das Schwurgericht des Landgerichts II unter von einem aufmerksamen und dankbaren Publikum. Vorsitz des Landgerichtsrats Dr. Löffler gegen den 32jährigen Gemüsehändler Josef Fahr aus Neukölln zu verhandeln. Die von Staatsanwalt Dr. Gerechter vertretene Anklage wirft dem bis= her unbescholtenen Angeklagten vor, am 22. September v. 3. die Ehefrau des Kartoffelhändlers Grothe, Emma G., geb. Bark, ermordet und beraubt, und um die Spuren der Tat zu verwischen, die Wohnung vorfählich in Brand gesteckt zu haben. Vom Spieler zum Raubmörder. Lebensmittelpreise des Tages. Berband ber Sattler, Tapezierer und Bortefeuiller. Branche Geschirr und Militärfattler: Donnerstag 3 Uhr Bersammlung im" Alexandriner", Meganbrinenftr. 37a. Bericht über die Verhandlung mit der Sattlerinnung. Jeder Betrieb muß vertreten sein, auch die Kollegen der wasserdichten Branchen. Die Branchenleitung. Robelltischler. Branchenverfammlung aller Fabrik und Modelltischler Die BranchenBollversammlung ber fommunalen Betriebsräte am Donnerstag 6 Uhr in Donnerstag 7 Uhr in der Schulaula Beinmeiſterfir. 16/17. scheinen. Jeder Betrieb den Andreas eftfälen, Andreasftr. 21. Bericht bez reuteroperaber br Reorganisation der en muß betiteten fein. Ohne bie von uns ausgestellten Ausweise fein Zutritt zur Versammlung. Der gefchäftsführende Ausschuß. ſundheitsindustrie Freitag 7½ Uhr im Restaurant Brandenburg, Strakauer Deutscher Werkmeifterverband. Bersammlung aller Werkmeister der GeStraße 3. Sport. Das Rennen zu Ruhleben erfreute sich bei dem prachtvollen Frühlingswetter eines ausgezeichneten Besuches. Der Sport bot feine fonderlich erregenden Momente. Rennen an Nahleben am Dienstag, den 16. Mai. 1. Rennen. 1. Stangerod( Steger), 2. Handjest( Rückert), 3. Marita Mariechen H., Ypsilanti, Jason fr., Friedensware, Feliz III, Eduard I, (. Lautenberger). Tot.: 22:10, Blaz: 14, 18, 41: 10. Werner liefen: Juglans, 2. Rennen. 1. Diomedes( Lichtenfeld), 2. Fribourg M.( Heublein), 3. Boby( Rogowsti). Sot: 199: 10, Blas: 40, 59, 45:10. Ferner liefen: Baul B., Rätchen I, Fauft II, Filmdiva, Madensen, Trautenschön, Verdun, Meininger, Biene III, Bingen jr., Handftreich, Marison. 3. Rennen. 1. Lagune( Großmann), Künstler( J. Mills), 3. Crocus ( Hans Schleusener). Tot.: 18:10, Blag: 17, 32, 43: 10. Ferner liefen: Aktionär( disqu.), Kip Kufer, ur, Bilhelmina, Cybina, Cucdfilber I, i nale I, Matador I, Hartenfels. Elternbeiratswahlen! Eltern, deren Rinder das Sophien- Lhzeum, iozialistischen 2 ifte für den Elternbeirat ihre Abreffen nebst ErBeinmeisterstraße, besuchen, werden gebeten, zweds Aufstellung einer Härung, ob fie für eine Standidatur für den Elternbeirat in Frage kommen, an Herrn A. Meyer, Berlin C. 2, Kaiser- Wilhelm- Str. 12, einzusenden. Gesellschaft für Sexualreform. Freitag, den 19. Mai, 8 Uhr, im Der aus Württemberg gebürtige Angeflagte stellt insofern ein Institut für Sexualwissenschaft, NW. 40, In den Belten 10, Eingang Beetfriminalpsychologises Rätsel dar, weil es einfach un- hobenstraße, Bortrag. Frau Dr. Marie Richter spricht über: Für und verständlich erscheint, wie ein völlig unbescholtener Mensch, dem von wider die Bielfinderzeugung der Hochwertigen". allen Seiten das beste Zeugnis ausgestellt wird, es fertig bringen fonnte, Spielschulden wegen einen wohlvorbereiteten und faltblütig ausgeführten Mord an der Ehefrau eines Bekannten zu begehen, um sich in den Besitz von Geld zu setzen. Wie der Angeklagte, der von Rechtsanwalt Grothus en verteidigt wird, in seiner geftrigen Bernehmung angab, fei er in einem Sparverein zu den Glücksspielen Mauscheln" und Schlesische Lotterie" verleitet worden und habe ständig verloren, so daß er Am Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinschließlich etwa 12000 Mart Spielschulden hatte. Als die handelspraise: Gläubiger auf Zahlung drängten, sei er nach und nach auf den Ge- Rindfleisch 34-40 M., ohne Knochen 40-46 M. Schweinefleisch danken gekommen, einen der Mitspieler, den Kartoffelhändler Grothe, 40-51 M. Kalbfleisch 30-47 M. Hammelfleisch 40-41 M. Schellfisch 7. Rennen. 1. Abt. 1. Baron Viktor( Eberl), 2. Amon( Balthier), an den er auch viel Geld verloren hatte, und von dem er wußte, daß 10-13 M. Scelachs 9-11 M. Dorsch 7-7,50 M. Rotzungen 12-16 M. 3. Dardanella( Elias). Tot.: 23:10, Blag: 17, 33, 42: 10. Ferner liefen: er ftets über größere Geldmittel verfügte, zu berauben. Er suchte In Eis: Schleie 25-30 M. Hechte 20-21 M. Aale 36-44 M. Karpfen Handschlag, Biene III, Weddigen, Bollur, Erich I, Flieger, Neuzeit, Schlips, die Frau in ihrer Wohnung auf und erschlug sie hinterrücks. Nach 24-25 M. Lebende Barsche 21 M. Karpfen 30-35 M. Blele 21-24 M. Sigurb. 7. Renne n. 2. Abt. 1. Kenie( Höhne), Favorita L.( Schmidt). dem er auf dem Küchenrahmen liegende 25 M. an sich genommen Naturbutter 64-70 M. Margarine 31-43 M. Schweineschmalz 40-45 M. Weiße Bohnen 9-10 M. Linsen 3. Allertony( ople). Tot: 20:10, Blat: 13, 18, 18:10. Ferner liefen: hatte, durchwühlte er alle Räften und Schränke, ohne weiteres Geld Eier 3,50-4 M. Erbsen 8-18,50 M. 15,50-18 M. Graupen 10 M. Gerstengrütze 9,50-10 M. Elernuudeln Crlaucht, Berit K., Bechnelle, Zeddy Meg, Direktor, Aliomfi I, Gradišta, zu finden. Schließlich begoß er Betten und Möbel mit Petroleum 20 M. Reis 11-13 M. Weizenmehl 10,50-12 M. Roggenmehl 9 M. Nil, Dr. Chelsea. und zündete fie an, um dadurch die Spuren der Tat zu verwischen. Kartoffeln 28-29 M. Kohlrüben 4,50 M. Mohrrüben 7-8 M. Spinat 8. ennen. 1. Simpel( eig), Frundsberg( Großmann), 3. Sola Der Brand wurde jedoch bald entdeckt und gelöscht, so daß der Mord 8-12 M. Salat 5-8 M. Spargel 15-25 M. Grüne Gurken 20-30 M. Stiver( 3. Mis). Tot.: 129: 10, lag: 28, 14, 20: 10. festgestellt werden tonnte.- Kriminalfommissar Trettin erKriminalkommissar Trettin er: 1 das Stück. Zitronen 1,50 M. das Stück, Aurel, Ostermagda, Huschaboll, Fridolin III. Teufelsbart " 4. Renne 11. 1. Kuja Dillon( Preußler), 2. Albatros( Ringius), 3. Long Carl( Grube). Tot.: 15:10. pl. 12, 16:10. Ferner liefen: Angriff, Durchbruch, Barde. reichlicher, Geschäft ruhig. Obst und Gemüse schwach, Geschäft. Freundt). Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft rege. Fische etwas 5. Rennen. 1. Araber( Hedert), 2., Brocade( Doelemann), 3. Belt Tot.: 78:10, Blas: 16, 13, 28: 10. Ferner liefen: Gerard A., Fafner Boodline, Libanon, Cleo Kufer, Monarchist. 6. Rennen. 1. Heideroje B.( Lichtenfeld), 2. Apfelblüte( Strauß), 3. Alpenfer( Rogowski). Lot.: 48:10, Blag: 12, 12, 14:10. Ferner diefen: Jdealist K., Frankfurter, Gulyas, Afelei B., Jalus I, Hartstein, eidemann, Lindra. lebhafter. Ferner liefen: Auslieferung und Landtag. Erster internationaler Baugildentag. Leipzig, den 14. Mai. Groß- Berliner Parteinachrichten. 11.Kreis Schöneberg- Friedenan. Mittwoch, den 17. Mai, 7% Uhr, öffentliche Elternoersammlung in der Aule der Uhland- Schule, KolonnenStraße 22/23. Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen für Schule und Saus". Referent Rettor Bose. 5. Kreis Friedrichshain. Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, öffentliche Elternversammlung in der Schule Petersburger Str. 4. Thema: Die Bebentung bez Elternbeiratswahlen". Lantwig. Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, öffentliche Elternver. fammlung bei Lehmann, Raisez- Wilhelm- Straße. Thema: Der Kampf um die Zukunftsschule". Referent Dr. Karsen. Im Landtag begründete gestern Abg. Dr. Meyer- Ostpreußen ( Komm.) den Antrag, der die Auslieferung des Italieners Boldrini Im Anschluß an den Verbandstag des Deutschen Bauarbeiterals eine Verlegung des Asylrechts und des deutsch- italienischen Aus- verbandes fand am 14. Mai im Volkshaus in Leipzig ein interlieferungsvertrages bezeichnet, sich gegen eine Auslieferung der nationaler Baugildentag statt, an dein Vertreter des Italiener Ghezzi und Bachi wendet und die Regierung zu miß- Berbandes sozialer Baubetriebe, des Verbandes der italienischen billigen vorschlägt. Der Redner führt aus: Während die Konter- Bauproduktivgenossenschaften, der österreichischen, deutsch- tschechischen, revolution in Deutschland gastfreundlich aufgenommen wird, werden holländischen und schwedischen sozialen Baubetriebe, ferner Ber= Revolutionäre der Henkerjuftiz ausgeliefert. Wenn Gewaltafte der treter des französischen Technikerverbandes, des franzöfifchen BauFascisten gegen die revolutionäre Arbeiterschaft als politische Ver- arbeiterverbandes, sowie der deutschen, österreichischen, italienischen, gehen und nicht als gemeine Verbrechen angesehen werden, dann belgischen, holländischen und ungarischen Bauarbeiterverbände teilmuß dasselbe auch für die Abwehraftionen gelten. Der Aus- nahmen. Der Reichsarbeitsminister hatte Herrn Ministerialrat Dr. 3. Kreis Webbing. Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, bei Kerfin, Vankstr. 60, Tieferungsantrag ist erst nach Ablauf der vertragsmäßigen Frist Krüger, das Preußische Wohlfahrtsministerium Herrn Regieeingegangen. Die deutsche und preußische Regierung lügen, wenn fie behaupten, daß sie zur Auslieferung gezwungen waren.( Rüge des Präsidenten.) Auch die Ghezzi und Bachi vorgeworfenen HandIungen entspringen politischen Motiven. Auch das Vorgehen gegen Radet muß auf das schärfste gemißbilligt werden. Rabet hat nicht fein Wort gebrochen und Propaganda getrieben. Es ist bezeichnend, daß Arbeitermörder in der Schupo unterkommen. Und Träger dieses schamlosen Systems find Rechtssozialisten! Das Haus beschließt Besprechung. Abg. Dr. Negenborn( Dnat. Bp.) billigt die Auslieferung Bol. brinis. Deutschland dürfe nicht zum Asyl von anarchistischen Attentätern werden.( Lärm b. d. Komm.) Abg. Heilmann( S03.): POSTABONNENTEN welche auch im nächsten Monat Wert auf eine regelmäßige Zustellung des Vorwärts" legen und eine Unterbrechung in der Zustellung vermeiden möchten, müssen die Erneuerung des Postbezuges in den Tagen vom 15. bis 20.d.M. bei dem zuständigen Postamt vornehmen Vorwärts- Verlag G. m.b.H waren 23 ausländische und über 20 deutsche Vertreter anwesend. Bertreter der englischen Baugilden und der englischen Bauarbeitergewerkschaften waren am Erscheinen verhindert. Zusammenkunft der Obleute sämtlicher Schulen. Material abholen. Schule muß vertreten sein. Jede 4. Kreis Prenzlauer Berg. Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, Sigung sämtlicher weiblicher Funktionäre bei Burg, Prenzlauer Allee 189. 9. Kreis Wilmersdorf. Donnerstag, ben 18. Mai, 7% Uhr, Kreisdelegiertenpersammlung im Restaurant ,, Stadtpart", Kaiferalce 51/52. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Kreisoorstandes. 2. Aussprache über ein Sommervergnügen. 3. Berschiedenes. 14. Kreis Renfölln- Bris. Donnerstag, den 18. Mai, 7½ Uhr, Frauenkonferens in der Borwärts"-Expebition, Neckarstr. 2. 15. Kreis. Donnerstag, den 18. Mai, 7 Uhr, Kreisvertreterversammlung im Restaurant Zum Einsiedler" am Bahnhof Niederschöneweide- Johannisthal. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht der Bezirksverordnetenfraktion. 3. Neuwahl des Gesamtporstandes. 4. Verschiedenes. Heute, Mittwoch, den 17. mai: 70. Abt. Wilmersdorf. 8 Uhr Sigung fömtlicher Vorstandsmitglieder und Rreisbelegierten bei Schramm, Hohenzollerndamm 2. 108. Abt. Röpenid. 7% Uhr in der Aula der Dorotheen- Schule, Funktionär tonferenz. Einteilung der Wahlarbeiten für die Elternbeiratswahlen. Jungsozialisten. Gruppe Tempelhof Meriendorf: Pünktlich 7½ Uhr im Lokal Morgen, Donnerstag, den 18. Mai: Wir bedauern, daß das Deutsche Reich durch vor vielen rungsrat Dr. Behrendt zu der Tagung entsandt. Insgesamt Jahren abgeschlossene Auslieferungsverträge zu solchen Auslieferungen gezwungen ist, ohne daß vorher in einem ordentlichen Gerichtsverfahren durch kontradiktorische Verhandlung die angebliche Straftat und ihr Charakter festgestellt werden. Meine Freunde haben deshalb bei der diesjährigen Beratung des Justiz wesens im Hauptausschuß den Antrag gestellt, das Ministerium zu ersuchen, bei der Reichsregierung darauf hinzuwirken, daß die Frage Der Auslieferung von Ausländern neu geregelt wird und daß die bestehenden Auslieferungsverträge dem neuen Rechtszustande alsbald angepaßt werden. Dieser Antrag ist vom Ausschuß angenommen worden und wird auch vom Hause angenommen werden. Er wird dann hoffentlich raschestens ausgeführt. Dann werden auch die Klagen über unberechtigte Auslieferungen verschwinden. Zu den einzelnen Fällen fönnen wir mangels näherer Kenntnis der Sachlage nicht Stellung nehmen, zumal das Reich in erster Linie zuständig ist.( Lärm b. d. Komm. Abg. Leid( U. Soz.) schließt sich der kommunistischen Kritik an, lehnt aber Terrorafte als politische Kampfmittel ab. baugewerblichen Sozialisierung in den einzelnen Ländern zu ge- 14. Die Lagung hatte den Zweck, Klarheit über den Stand der winnen, die Erfahrungen auszutauschen und einen internationalen Zusammenschluß der auf gemeinwirtschaftlicher 53. Grundlage tätigen Baubetriebe anzubahnen. Zuruf: Ist das alles?) Minister des Innern. Severing: Radzuweit, Werder, Ede Kunigundenstraße, Diskussionsabend. Gruppe Brig: 7 Uhr im Jugendheim Chauffeestr. 43, Bortrag der Genofin Studienrätin Frl. Gebhardt. Thema: önnen wir dem Sozialistenkinde eine geistige Seimat schaffen?" Gäste willkommen. t. 7% Uhr bei Gilwald, Butbuser Str. 24. Thema:„ Che Frauenveranstaltungen: Sozialismus". Referent Kurt Riesmann. Necht st. Charlottenburg. 8 Uhr bei Lug, Ufnauftr. 1. Thema:„ Die soziale Stellung der Frau im Orient". Referentin Erna Büsing. Elternbeiratswahlen an den mittleren und höheren Schulen. Eltern, die Dieffenbachstr. 57. Nach Begrüßungsansprachen der Regierungsvertreter wurden Don den Vertretern der einzelnen Länder Berichte erstattet, aus als Kandidaten für die freiheitliche Liste aufgestellt fein wollen, werden gedenen sich ergab, daß bei den Kopf- und Handarbeitern aller ver- beten, Adresse, Beruf und Schule mitzuteilen an Richard Schuly, Berlin G. 59, tretenen Länder der ernste Wille vorhanden ist, die Bauwirthaft der privatkapitalistischen Ausbeutung zu entziehen und sie Am weitesten sind in dieser Beziehung die Bauarbeiter Deutschdie Tätigkeit der dem Verband sozialer Baubetriebe angeschlossenen lands und Italiens vorgeschritten. Dr. Wagner berichtete über deutschen Betriebe im legten Geschäftsjahr. Die Gewerkschaften selbst haben die Sozialisierung in die Hand genommen und fich damit zu Trägern der sozialen Bauwirtschaft gemacht. Quaglino Italien konnte über langjährige Erfahrungen auf gemeinwirtſchaftliche Grundlagen zu stellen. Theater, Lichtspiele usw. # Opernhaus Tiefland 7% Uhr 7% Uhr Volksbühne Theater a. Bülowpl. 7: 734 Dir.: James Klein 73% Die Ratten Momische Oper Lessing- Th. Heute u. morg. 7: Madame Sans- Gêne Sonnab. b. Mtg. 71: 7 Uhr zum 1. Male: Mad. Sans Gêne Des Esels Trotz Nichtwahrung der Frist mußte die Auslieferung erfolgen. ( Lärm b. d. Komm.) Als politische Delikte sind nur solche anzusehen, der italienischen Bauproduktivgenossenschaften berichten. Es gibt in Schauspielhaus die sich gegen den Bestand des Staates, das Staatsoberhaupt und Italien zurzeit etwa 300 solcher Genossenschaften, die rund Napoleon gegen politische Rechte der Staatsbürger richten. Sie find auch 40 000 Arbeiter beschäftigen und die in 15 Bezirksverdann anzunehmen, wenn in einzelnen Ländern der Tatbestand des bänden und in einem Zentralverband zusammengeschlossen sind. Die Deutsch. Theat. Freitag 7: Faust politischen Deliftes noch anders abgegrenzt ist. Ein gemeines Delift, das in Verbindung mit einem politischen steht, fann nicht des- Genossenschaften haben seit Beendigung des Krieges für etwa eine halb gleichfalls als ein politisches angesehen werden.( Lärm b. d. Privatunternehmertum fast ganz ausgeschaltet. Die günstige EntMilliarde Lire Arbeiten ausgeführt. In einzelnen Gebieten ist das Schatten Deut. Künstler- Th. Komm.) Die Bewilligung der Auslieferung ist durch die Reichswicklung der Bewegung wurde durch das italienische Genoffen- chattersels regierung ausgesprochen worden, und zwar schaftsgesetz von 1904 gefördert, nach dem die Genossenschaften bei Meil man der Ansicht war, daß das Auswärtige Amt das Material nossenschaften stehen in großem Umfange öffentliche Kredite zur 8: Einen Jux will 7 Mädels v. Davosi allen öffentlichen Arbeiten bevorzugt werden müssen. Den Ge Hammerspiele werde zurückgehen lassen, hat auch der die Angelegenheit bearbei- Verfügung. Das eigentliche Stammkapital wird jedoch von den Ge- er sich machen tende Beamte dem Verteidiger Boldrinis zugesagt, er werde nossenschaftsmitgliedern und den Gewerkschaften selbst aufgebracht. Dll er sich machen Deutsch Opernhaus vor der Auslieferung noch einmal gehört werden. Diese Zusage Jedes Mitglied des italienischen Bauarbeiterverbandes hat jährlich fonnte nicht gehalten werden, da die Sache nicht an Preußen zurüd- 50 Lire Sozialisierungsbeitrag zu zahlen. Infolge des Gr.Schauspielh. gegeben wurde. gegen den Willen der preußischen Regierung. Donn, 8: Einen Jux ( Karlstraße) Donn. 7: Judith Die wunderlich. mie Dr. Meyer behauptet hat, ihre Hauptaufgabe darin, ausländische sellschaft, die in mehreren Orten Filialen hat, arbeitet zurzeit mit Kapellmeisters Heiterkeit.) des Kreisler im Th. Allabendl. 72: an Ma kann nie U.: wissen Central- Theater Der Sensationserfolg Berlins! Der Meister v.Montmartre! In den Hauptrollen: Dr. Waldemar Staegemann, Margit Suchy. Balzer- Lichtenstein, Else Müller, Herbert Kiper, Fritz Steidl. Vorverkauf ununterbrochen!!! UD. Rheingold Trianon- Th. Circus Friedrich- Wilhelmst. The 8 Uhr: Minna von Barnheln Intimes Theater Täglich 8 Uhr: Ge Moral Busch 8: Die Peitsche und? Lauf doch nicht von Ludwig Thoma Burg, Limburg immer nackt herum Junkermann. Albers Klein. Schauspielh. Falkenst, Mamelok sche Lebemann Folies Caprice Lustspielhaus V. 48 u pers. Regie v. Uhr: Bajadere Mandelbarnfeld Gläßner, Roberts. Neues Operett.- Th Täglich 8 Uhr: Uhr: Lady Chic Hochzeitsreise" v. A. u. D. Herrnfeld Neues Th. am Zoo Casino- Theater Uhr: Scampolo Der neue schlager 8 Neues Volkstheater Der Neffe aus Afrika In Zukunft sollen alle Preußen angehenden Heberangebots an Arbeitskräften sind die italienischen GenossenAuslieferungsfachen beim preußischen Innenministerium verschaften im Begriff, auch Arbeiten im Ausland, insbesondere in: Judith bleiben. Die Auslieferungsunterlagen für die beiden anderen Nordfrankreich und auf dem Baltan, zu übernehmen. Staliener liegen beim Polizeipräsidenten in Berlin, resp. beim Re- In Desterreich hat nach dem Bericht von. Meißnergierungspräsidenten in Arnsberg. Die Staatsregierung ist noch Wien der österreichische Bauarbeiterverband im vorigen Jahre eine nicht in der Lage, zu entscheiden. Die preußische Polizei sieht nicht, Baugesellschaft auf gemeinnüßiger Grundlage geschaffen. Die Ge- Geschiciste Revolutionäre festzunehmen, um sich die ausgefekten Belohnun einem Kapital von 50 Millionen Kronen. 5 Proz. der Einnahmen ji. d. Königgrätzer Uhr: Der keu gen zu verdienen, während sie monarchistische Mörder ungeschoren des österreichischen Bauarbeiterverbandes werden laffe. Im Falle der Dato- Mörder habe ich den Berliner Polizei- Förderung der Sozialisierung verwandt. Der deutsch- tiche zur weiteren str., tägl. 8 Uhr Uhr: Der Werwolf Dir. Ant. Herrnfeld beamten und allen Beamten der preußischen Polizei die chische Bauarbeiterverband hat nach dem Bericht Hauf Komödienhans Metropol- Theater Nachtdienst Unnahme der Belohnung untersagt. manns ebenfalls eine gemeinnützige Baugesellschaft gegründet, die ( Komm. Zuruf: Darüber waren sie sehr ärgerlich! ein Stammkapital von 2 Millionen tschechische Kronen und mehrere U.:,,Gretchen" Unmittelbar nach dem Miljukow- Attentat ist in Berlin ein Kongreß Filialen hat. Das Ackerbauministerium hat ihr die Errichtung von russischer Monarchisten aufgehoben worden. Ein Anhaltspunkt, Sägewerken mit der Begründung verboten, daß bereits genügend" Berliner Th. daß er mit dem Attentat in Berbindung stand, war aber nicht vor- Sägewerke vorhanden seien. Auch in Holland hat man die 730: Madame Flirt handen. Die Polizei stellt sich auf den Boden der absoluten Rechts- Sozialisierung des Baugewerbes in Angriff genommen; es gibt bort Residenz- Th. gleichheit.( Abg. Dr. Meyer erhält für den Zuruf: euchelei!" bereits 36 Produttingenossenschaften, davon 14 oder 15 in Amster einen Ordnungsruf.) Wenn Sie( zu den Komm.) das Asylrecht dam. Außerdem gibt es Gebilde, die den englischen Baugilden ähnPreußens für ausländische Vertreter Ihrer Ideen in Anspruch ich find. Auf einem im Juni stattfindenden Kongreß der Gewerf Eine Frau nehmen, dann fann ich es auch den Anhängern anderer politischer schaften und der Genossenschaften soll versucht werden, die sozialiRichtungen nicht verweigern. Nicht allein Monarchisten ist die fierten Betriebe einheitlich auf nationaler Grundlage zu organi ohne Bedeutung fieren. In Schweden sind die Borarbeiten für die Inangriff- IreneTriesch, Korff, Thalia- Theater Aufenthaltsgenehmigung erteilt worden, sondern auch Kommunisten. Die Vertreter der anderen politischen Richtungen haben nahme der Sozialisierung gleichfalls getroffen. Zwei kleine Betriebe Bertens, Sandrock 7: Die Herren fich politisch viel zurückhaltender benommen als gerade Ihren bereits gegründet. Der schwedische Bauarbeiterverband hat auch Theater des Ostens Th. a. Nollendoripi dort mit anderen Gewerkschaften die Sache in die Hand genommen. Freunde.( Lärm b. d. Komm.) Weniger positive Ergebnisse hat man bis jetzt mit der SozialiAbg. Scholem( Romm.) wirft den Sozialdemokraten vor, daß fie fich zu Helfershelfern der Auslieferungspraxis machen, wie die fierung in Frankreich und Belgien gehabt. Ueber den Ent- Brot und Arbeit schamlose Schreibweise des„ Borwärts" und die ausweichende Er- wurf einer Sagung ist man dabei bis jetzt nicht hinausgekommen. flärung Heilmanns beweise. Der Hauptverantwortliche sei der Ebenso hat man in Belgien und Ungarn noch nichts Bofitives SCALA Reichsjustiznoste Radbruch. Aber auch die Handlungsweise der erreicht. In beiden Ländern arbeitet man aber ebenfalls auf die preußischen Regierung sei gemein( Ordnungsruf!), denn Seve- Sozialisierung hin. ring sei der Polizeiminister der Reaktion.( Lachen b. d. Soz.) Rußland habe deshalb ein allgemeines Asylrecht( ausdrücklich ge währt es die Sowjetverfassung! Red.), weil es nicht fonterrevolutionäre Umtriebe dulden kann.( Lachen b. d. Mehrheit.) Hierauf wird der kommunistische Antrag gegen Kommunisten und Unabhängige abgelehnt und der weiter beraten. Haushalt der Bergverwaltung Abg. Seidel( D. Bp.): Biele Betriebsräte lassen sich von agita torischen Gesichtspunkten leiten und tragen den politischen Kampf in die Betriebe. Von Reparationsgewinnen des Herrn Stinnes fann nicht die Rede sein. Abq. Offer( U. Soz.): Trotz der Rohlennot werden immer noch große Kohlenmengen ins Ausland verschoben. Herrn Stinnes, der fich selbst auf 7 Milliarden einschätzt, muß das Geschäft abgenommen werden. Wir beantragen, 50 Millionen Mart für die Bergbauinvaliden auszuwerfen. Die Liga zum Schuhe gegen Uebergriffe der Betriebsräte foll nur dazu dienen, die berechtigte und notwendige Kritit ganz zu unterbinden Mittwoch 11 Uhr: Erhöhung der Ausgleichszuschläge zu den Beamtengehältern; Haushalte der Bergbauverwaltung und des Ministeriums für Volkswohlfahrt. Schluß 6 Uhr. Gedentet der notleidenden Alten! Gebt reichlich! REINER WEINBRAND IN FRIEDENSQUALITÄT MARKE: Nach Erstattung der Berichte fand eine Aussprache über die Möglichkeit eines internationalen Zusammenschlusses, des gegen feitigen Schutzes und der gegenseitigen Hilfe statt. Dr. Wagner regte die Errichtung einer 3entralstelle zur Erforschung Betriebsführung im Bauwirtschaftlicher gewerbe an, deren Tätigkeit darauf gerichtet sein soll, die Be triebe in den Stand zu sehen, der Allgemeinheit unter möglichster Schonung menschlicher Arbeitskraft größere Wirtschaftserträgniffe zu liefern. Es wurde beschlossen, die Geschäftsführung des Verbandes sozialer Baubetriebe zu beauftragen, die Vorarbeiten für einen internationalen Zusammenschluß zu erledigen und den Or ganisationen der einzelnen Länder darüber zu berichten. Im Herbst dieses Jahres foll dann ein neuer Baugildentag die nötigen Beschlüsse faffen. Jugendveranstaltungen. Heute, Mittwoch, den 17. mai: Friedrichsfelbe: Jugendheim Berliner Str. 44, Bortrag: Der Lehrling im Mittelalter" Friedrichshagen: Jugendheim Scharnweberstr. 105, Vortrag: ,, Gemeinschaftserziehung". Groß- Lichterfelde: Jugendheim Albrechtstr. 14a, Bortrag: Esperanto". Raulsdorf- Siid: Jugendheim Restaurant Sanssouci, Moltkestr. 1, Bortrag: ,, Die deutschen Gewerkschaften". Lichtenberg: Jugendheim Barfaue 10, Vortrag: Werden und Bergehen der Welten". Mahlsdorf: Jugendheim Gemeindeschule Walderfeestraße, Bortrag: Karl Marg". Brenz lauer Borstadt: Jugendheim Gemeindeschule Danziger Str. 23, Lefeabend: Die Geächteten" von Bloß. Röpenider Biertel: Jugendheim Gemeindesajule Wrangelfir. 128, Diskussionsabend: Arbeiterjugend und Gewerkschaften" Tempelhof: Jugendheim Rinderhort Germaniastr. 6/7, Bortrag: ,, Die Entstehung der Erde". 7 U. Anna Roleyn Verber vollständig neuer Tail Schiller- Th. Charl.a. a. Singspiel Letzt.Rose Volkstüml. Preise! 8 igl. 7. Sonnt. auch 3 0. Ein Naturwunder China, der Kletterkund. Wunderaffen Die lustige Managesthau Ueber'n großen Teich Theater a. Koitb.Tor Meritzpl. 16 877 Allabdl.7% EliteSänger U. a. ,, Fantasiei. Ratswainkeller" ,, Der Schipper" Der Hochtourist Stg. 3: Tame Betta Reichshallen.Th. von und zu... 3 U.: Gespenster ( Rose- Theater) 73/ Tägl. 8 Uhr Internat. Varieté Goldstück Verliebte Lente Theater d. Westens Morgen Elga 8 Uhr: Theater in d.Kommandant. Str. 8 Uhr Gelbstern 7U.: Die beiden Wallner- Theater Walhalla Theater 7 U.: Das GastBehrenstr. 54 8 Uhr: Internationales VarieteProgramm Stettiner Sänger ,, Piepers Diele" 2 Dont off Brett Anf.7% U. nferate im Varieté- Spielplan Borwärts baus zur Liebe ichern Erfolg! Rauchen gestattet! Drum prüfe, wer sich ewig bindet! D. R. G. M. 0 Als Selbsthersteller liefere ich in Qualität und Preisen einzig dastehende Trauringe 1 Ring, Dukalengold, von 250,- an 1 Ring, 585 gestempelt, von 200, an an 1 Ring, 333 gestempelt, von 100, Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt. Ausführlicher Katalog nach auswärts geg. Rüd perto. H. Wiese, Juwelier Artilleriestraße 30 und Passauer Straße 12 5 Min. v. Bahnh. Friedrichstr. Telephon: Norden 1030. Jac. Stück Nacht. A.-G., Zweigniederlassung Berlin 0 34, Romintener Str. 45. Telephon: Königstadt 593. 1 Min. v. Wittenb.- P!., Nähe Zoo Telephon: Steinplatz 11803. Handelsgerichtlich eingetragene Firma. 3.STUCK- NCHF.A.G. WEINBRENNEREIEN HANAU M. Deutscher Metallarbeiterverband( Verw. Berlin) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Kollege, der Schlosser Rostocker Reinhold Engler Straße 21 am 14. Mai gestorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 18. Mal, nadimittogs 12 Uhr, vomi Krantenhaus Moabit ans nach d. Neuen Johannesfriedhof in Plögensee statt. Am 13. Mai starb der Arbeiter Karl Rossow ignizer Straße 23 Die Beerdigung findet Donnerstag, ben 18 Rai, nachm./ Uhr, von der Zeichenhalle des Et Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Am 15. Mai starb der Gilberarbeiter Rud. Brückner Reichenberger Straße 149 Die Einascherung findet am Freitas, den 19. Mat, abends 6 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Ehre ihrem Radenken! Rege Beteiligung erwartet 118/19 Die Ortsverwaltung. Innungskrankenkasse der Jaweliere, Gold- u. Silberschmiede( Zwangsinnung) zu Berlin, Am Montag, den 15. Mai 1922, frith 14 Uhr, entschlief sanft nach rzem, schwerem Leiden unser GeIchäftsführer, Herr Rudolf Brückner im 70. Lebensjahre. Bir verlieren in dem Entschlafenen einen treuen Beamten, der sich während seiner 18jährigen Tätig eit in der Rasse das volle Bertrauen des Vorstandes er= worben hatte. Pflichttreue und unermüdlicher Arbeitseirer zeichneten den Entschlafenen aus. 135/10 Ehre feinem Andenken! Der Vorstand und die Angestellten. May Roft, Borf. Hugo Herg, Schriftf. Die Einäicherung findet am Freitag, den 19. Mai 1922, abends 6%, Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. Aerztl.geleit., mod.einger. Heilanst. f. ambul. Behdig. Montag früh 134 Uhr entschlief sanft nach lang. fchwer. Leiben mein innigftgeliebter Mann, unfer herzensg. Bater, Schwiegerv., Bruder, Schwager u.Onkel Rudolf Brückner in 70. Lebensjahre. In tiefer Trauer Bw. Emilie Brückner, gb.Stilwert. Einäsch. Freit., 19., 7. Strem. Gerichtstr. SPD. 47. Abteilung Am 15. Mai verit, uns. langjähriger Genoffe Rudolf Brückner SPD. Megkölln. Fugenlose Kaufe Gebisse Deutscher Metallarbeiter- Verband Unreines Blut auch zerbrochene, zahle f. rauringe Zahn 35-500 Dukat.- Gold, 900 gest. J von 200.-M. au, 333-585 gest. Auswahl. in großer Namen u. Etuis umsonst. Ringe gleich mitzunehmen. Knopfzähne weniger. Platin-, GoldSilber- Bruch höchste Tegespreise 97. bt. 101. Bez Trauringfabrik G. Alb. Thal, Herrmann Den Mitgliedern Aur Nachricht, daß am Freitag, den 12 Mai, abends 8Uhr, unfere fangJährige Parteigenoffin 5/1 Ge Selma Lobe Reichenb.Str.149 Ebre seinem Andenken! Einäscherung: Freitag, 6% Uhr, Kremator. richtstraße 37. Rege Beteilig. erwartet Die Abt. Leitg. Emser Straße 41 5/8 im Alt v.45Jahren Bezirksverb. SPD. 95. Abilg. Bez. 63. Am 13. Mai verstarb unser Gen. Otto Werner Ebre seinem Andenken! Beerdigung am Mittwoch nachm. 4 Uhr, auf dem Neuen Thomas tirchhof. Her mannstraße.[ 52 Rege Beteili gung erwartet Der Abt.- Borst. 10 000 Mk. f. 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Die Cinäfcherung findet am 18.Mai, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, statt. Blei, Kupfer, Platin usw. 1* str. 17, Itefert Stoffe f. Damen u. Herren tauft 3. Engrospreise su Fabritpreis. Gr. Auswahl i. d. modernsten Farben für Anzug u. Baletots Scharnow, Lange, Str.35 am Schlesischen Bahnhof Kleingärtner Siedler u. Pächter erhalten in allen vorkommenden Rechtsfragen zuverlässige Auskunft durch den Kommentar von DR. ED. DAVID Die Siedlungsgesetzgebung einschließlich Heimstättengesetz, Kleingarten- und Pachtschutzordnung PREIS: geh. 15 Mk., geb. 20 Mk. Buchhandig. Vorwärts Berlin SW 68, Lindenstr. 2 Goldene Uhranhängertette mit württembergisch. Dutaten verloren. Gegen 4000 Mr. Belohnung in b. Hauptexpedition des Vorwärts" abzugeben. Pelz Hans asuco Leipziger Str. 58 Zahlungserleichterung iteffer Videl, auch die hart nädigsten Sautunretnigteiten beseitigt die feit 30 Jahren ficher bewährte BaftaGera. 9.20.- Rugeh. Geire M 10,- OtoReichel, Berlin 43, SO, Eisen bahnstr. 4. 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