Nr.238+ 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 119 Bezugspreis: Bierteljährl. 105.-M., monatl. 35,-. frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 35,-, einschl. Bu ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u Memel gebiet, fowie Defterreich u. Luxemburg 69. M., für das übrige Ausland 87, M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Lugemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Sonntags- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblaff 2 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 16, M.- Reklamezeile 80.AleineAnzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwei fettge. druckte Worte), jedes weitere Bori 3, M. 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Die gestrige Reichstagssigung brachte den Beginn der schaftsminister Warmboldt sah es schon als ein für die nächsten| 3wangswirtschaft ab, unsere Warnungen wurden in den Wind geErnährungsdebatte, deren Ergebnis das Bolf mit Jahre erstrebenswertes Ziel an, wenn die deutsche Landwirt schlagen. Was nun? größter Spannung entgegensieht. Diesmal hat die Landwirtschaft den Ernährungsstand des Jahres 1900 einigermaßen; Vor allem verlangen wir, daß die Bestimmungen und Verordschaft den Endkampf um die freie Wirtschaft angesagt. Ein garantieren fann. Damals war insbesondere der Fleisch- nungen solche Form haben, daß fie draußen beachtet werden Antrag der Deutschnationalen und der Deutschen Bolkspartei fonfum noch wesentlich geringer als unmittelbar vor dem müssen. Im Land draußen wird nur beachtet, was in Form von fordert klipp und klar die Beseitigung der Getreideumlage und Kriege. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Landwirte Gefeß und Verordnung erlaffen wird. Gutes Zureden und gute verlangt die Regelung der Brotversorgung auf anderer diefes Ziel erreichen, muß die Nachfrage nach Lebensmitteln Ratschläge nützen feinen Pfifferling. Als die Kartoffelteuerung fam, Grundlage", ohne jedoch praktische Vorschläge zu machen. das Angebot noch lange Zeit übertreffen, müssen die Preise wandten sich die freien Gewerkschaften an Herrn Hermes und erlinfere Genoffen dagegen hatten ihre Stellung zu den mich also weiter steigen. Es ist also ein Unding, die Lebens- fuchten um eine Verordnung zur Preisregulierung. Erzeuger, Konsutigsten Ernährungsproblemen in dem befannten Antrag mittelversorgung dadurch sicherzustellen", daß man auf die menten und Handel sollten gemeinsam vorgehen. Was geschah seit niedergelegt, der auf die Beibehaltung der Umlage für Ge- einzige Karte fünftiger Produktionssteigerungen alles setzt. dem Vorschlag der Gewerkschaften? Acht Wochen vergingen, bis treide unter Erhöhung der Umlagemenge, die Sicherstellung Notwendig ist es, daß dieses Ziel in Uebereinstimmung ge- die Berordnung fam. Das ist die reinfte Schildbürgerei, aber keine der Kartoffelversorgung durch Lieferungsverträge und die bracht wird mit den Interessen der gesamten Volkswirtschaft, Regierungskunst. Wir haben heute Warenmangel genau so wie im Wiedereinführung der Zwangswirtschaft für Zuder abzielt. und dazu gehören nun einmal auch die Verbraucher. Kriege und deshalb ist genau so wie damals der Eingriff zur RegeAngesichts dieser flaren Trennung der Geister hätte man hier aber sind die Agrarier nicht zu sprechen, weil es dann lung der Wirtschaft notwendig. Die öffentliche Wirtschaft war erwarten müssen, daß der Reichsernährungsminister Fehr um den Profit geht. Und es ist von eigenartigem Reiz, zu ein Kind der Kriegsnot und nicht eine Erfindung des Sozialismus. mit feiner ersten Parlamentsrede richtunggebend die Debatte sehen, wie diese Leute, die für sich den Schutz der öffentlichen Wir sind beeinflussen würde. Zum mindesten war eine Erklärung am Bewirtschaftung in Anspruch nehmen, wenn sie Käufer von für die öffentliche Bewirtschaftung, Blaze, wie sich sein Ministerium zu der Frage der Getreide Düngemitteln sind, mit dem Aufgebot brutalster Macht, soweit fie die Not des Tages gebietet. Die Palliativmittelchen der umlage stellen würde. Dem ging der Minister aber mit mit der Drohung des Lieferstreifs gegen jede Beschneidung Agrarier nüßen nichts. Da heißt es, es folle zur Verbilligung der großem Geschic aus dem Wege, indem er sich auf die Mit derjenigen Profite protestieren, die sie aus dem Sturz der Lebensmittel der Minderbemittelten eine Aktion unternommen wer feilung beschränkte, die Verhandlungen über die Neuregelung Mart, also aus der Gnade der französischen Na- den. Die Aktion führt zur Organisation und die Organisation frißt der Brotversorgung ständen vor dem Abschluß. Die Tatsachen tionalisten ziehen. Ist doch bisher die Balutazerrüttung an R often den ganzen Nugen auf. Die Agrarier wehren sich mit jedoch, die er zur Beleuchtung der allgemeinen Ernährungslage in demselben Maße fortgeschritten, wie fich die nationalen anführte, feine Ausführungen über den Stand der Teuerung Gesinnungsbrüder an der Seine einer besseren Einsicht in die Recht hat ihnen die Denkschrift der chriftlichen Gewerkschaften ge Händen und Füßen vor jedem Eingriff in ihr Herrschaftsbereich. Mit Innzeichneten den Stand der Dinge ausreichend für den, der Leiftungsfähigkeit Deutschlands verschlossen. den Willen hat, das Bolt vor Hunger und Elend zu schützen. Der gestrige Reichstag sah die sozialdemokratischen Bar- andere Teile des Wirtschaftslebens, wie Kohle und Eisenwirtschaft, antwortet, daß doch nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch Der Minister fündigte ohnehin eine Erhöhung des Brot- teien einig in der Abwehr der agrarischen Forderungen. Diese preises nach der nächsten Ernte an. Diese ist unvermeidlich, Einigkeit der Abwehr verbürgt leider noch nicht den Erfolg da die Geldentwertung, die in den Preisen sämtlicher Waren Die Entscheidung über die künftige Brotverteuerung liegt bei zum Ausdrud kommt, nicht an den Produktionskosten der den bürgerlichen Koalitionsparteien, deren Landwirtschaft halt macht. Dazu fommt noch der Abbau der Redner gestern noch nicht zum Wort gekommen sind. Wir er Lebensmittelzuschüsse des Reichs, der von der Entente gefordert warten, daß sie der Verantwortung, die die Ernährungsnot wird, also ohnehin eine Maßnahme darstellt, die bis heute des Voltes ihnen aufzwingt, sich nicht entziehen werden. nur immer wieder hinausgeschoben wurde und deshalb früher oder später unvermeidlich eintreten mußte. Alles in allem wird die Ankündigung einer Korrespondenz, daß mit einer Berdoppelung des Brotpreises selbst bei Aufrechterhaltung der Umlage zu rechnen ist, nicht übertrieben sein. Wie aber soll sich erst der Brotpreis gestalten, wenn mit einer etwaigen Beseitigung der Umlage der Weltmarktpreis zum Normalpreis für Getreide und damit auch für Brot wird? Der Reichstag hat gestern vor der Ernährungsdebatte den Gefeßentwurf angenommen, nach dem die Leitung der Reichsbant fortan ausschließlich dem Reichsbankdirektorium zusteht. Der Gesezentwurf über Mieterschuk und Mieteint gungsämter wurde dem Wohnungsausschuß überwiesen. Nach der schon im Abendblatt mitgeteilten Rede des Ernährungsministers Fehr empfahl Angesichts dieser Aussichten war es nur berechtigt, wenn Abg. Thomsen( Dnat.) eine Entschließung der Rechten, wonach der Redner unserer Reichstagsfraktion Gen. Georg Schmidt, die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Brotgetreide Das Reichsernährungsministerium daran erinnerte, daß es in in Form einer öffentlichen Getreideumlage nicht mehr erster Linie dazu geschaffen sei, der Not des Volkes zu Produktion und Sicherstellung der Volksernährung hindere und möglich sei, da sie die notwendige Vermehrung landwirtschaftlicher freuern. Mit der Ankündigung einer Produktionssteige- gefährde. Diese bedenklichen Folgen würden sich bei der Beibehaltung rung in der Landwirtschaft ist es wirklich nicht getan, wenn des Umlageverfahrens auch für dieses Jahr noch stärker geltend das Bolf von dieser Steigerung" in den nächsten, schmersten machen. Auf irgendeine Weise muß diese Sache geregelt mer Jahren nichts mehr als eine weitere Teuerung der wichtigsten den. An der Zuckernot und den hohen Zuckerpreisen sei die LandNahrungsmittel zu spüren bekommt. Schon jetzt ist ja die wirtschaft völlig unschuldig; auf die Preisgestaltung habe Butter dank den Preistreibereien der Molkereien und Auf- fie gar teinen Einfluß. In der Steuerfrage muß mehr Rücksicht fäufer für die breiten Massen ein Lurusartikel geworden. Der genommen werden auf die besonderen Bedürfnisse der Landwirtschaft. Standal am Zuckermarkt, die unerhörte Knappheit und TeueAbg. Schmidt- Köpenick( Soz.): rung der Kartoffeln in den Wintermonaten als Folgen der wenn das Bolf um so schlechter leben muß, je höher die Produktion steigt, Der neue Minister steht an der Spize eines Minifteriums, das einst so viel gerühmten freien Wirtschaft haben ja deutlich ge den Namen trägt Reichsminifterium für Ernährung und Landwirtzeigt, wohin der Kurs treibt, wenn die Fesseln der gebundenen schaft. Das Ministerium wurde gebildet während des Krieges, als Wirtschaft bei den Nahrungsmitteln fallen. Es gehört ein die Not der Massen immer bedenklicher wurde, also dazu, für die trauriger Mut dazu, daß die Agrarier auch angesichts dieser Bolfsernährung etwas zu tun; es hat in erster Linie dem Hunger Erfahrungen nicht vor der Forderung nach hemmungsloser des Volkes zu steuern. Nun hörten wir zur Zeit des ErnährungsBucherfreiheit für das Brotgetreide zurückschrecken. ministers Hermes, die Steigerung der Produktion fönne allein Dabei sind die Aussichten für die fünftige Lebens- den Hunger des Boltes steuern. Wir fürchten, daß diese„ Steigemittelversorgung von innen wie von außen her alles an- rung der Produktion" mehr zu einem Schlagwort als zu einem dere als rosig. Die Saatenstandsberichte stehen unter Schlag gegen den Hunger geworden ist. Die Steigerung der Prodem Einfluß des außerordentlich strengen Winters, der dem duftion in allen Ehren, aber Ackerbau schweren Schaden gebracht hat. Aus der Ernte des Inlandes ist also längst nicht soviel zu erwarten, daß der Hunger des Boltes auch nur annähernd damit gestillt werden fönnte! Dem Einfuhrgetreide aber, das unmittelbar an den was dann? Die Kernfrage iſt: wie ist es möglich, für das Volk er Preisstand der Mark gebunden ist, droht eine neue Verteue- fchwinglich e Nahrungsmittel zu schaffen? Natürlich kennen auch rung durch die Verschlechterung der Mart. Nach wir die Ententeforderungen auf Abbau der Lebensmittelzuschüsse, sie furzer Erholung hat der Dollar an der gestrigen Börse wieder ftellen aber für uns nicht eine bequeme Ausrede dar, sondern einen den Preis von 300 M. überschritten, und es scheint, daß diese Anfporn, auf neuen Wegen neue Hilfe zu schaffen. Der Minister Bewegung anhalten wird, nachdem die Hoffnung auf baldige fagt, er fürchte fich nicht vor der Drohung mit der Demonstration der fichtbare Erfolge der Genueser Konferenz endgültig verflogen Straße. Fürchten aber die verantwortlichen Männer auch nicht den iſt. Wir stehen also vor einer erneuten Leuerungswelle. Die hunger, der aus so vielen Gesichtern der durch die Not auf die Agrarier aber stehen nicht an, diese für ihren privaten Geld- Straße gerufenen Boifsgenossen spricht? Unser Standpunkt, mit der öffentlichen Bewirtschaftung der wichtigsten Bolfsernährungsmittel Sie treiben ein Spiel mit dem Feuer. Wenn ihnen Gen. porsichtig umzugehen und nicht überſtürzten Abbau zu treiben, Schmidt gestern vorhielt, daß die schönste Produktionssteige- wurde durch die Entwicklung der Dinge als richtig erwiesen. Allein, rung nichts nuge, wenn mit ihr zugleich die Preise steigen, fo unsere Erkenntnis konnte das Unheil nicht aufhalten, nachdem find sie untereinander sich aanz darüber flor, daß auch ihr so beutel auszunuzen. die verhängnisvollen 1920er Wahlen zum Reichstag, viel gerühmtes„ Hilfswerk" erst nach Jahren Erfolge die Wahlen der Dummheit unter der Parole:„ Nieder mit der zeitigen kann, die noch dazu von beschränktem Umfang find. Swargswirtschaft, her mit der freien Wirtschaft!" dem Bucher Ihr eigener Fachmann und einstiger preußischer Landwirt- leine Gaffe geöffnet hatten. Der neue Reichstag baute die nicht frei feien, auch der Hausbesitz nicht. Aber das fümmert die Agrarier ja nicht. Im Gegenteil: der Ton ihrer Presse wird von Tag zu Tag frecher und unverschämter. Die Herren pochen auf ihre macht. Sie sagen ganz offen: Die Macht haben wir! Sie drohen mit einem Streit, der genau fo lebensgefährlich ist, wie der der Lokomotivführer, über den sich die Heuchler so fürchterlich entrüsteten. Sie greifen mit beiden Händen nach der Gurgel des Staates". Die Entschließung der Rheinischen Bauernvereine droht den Abgeordneten, wenn sie nicht den Agrarierwünschen nachkommen. Merkwürdig ist es, daß diefelben landwirtschaftlichen Kreise, die über die öffentliche Bewirtschaftung ihre Flüche ausschütten, ge= bei den Düngemitteln gar nichts gegen die öffentliche Bewirtschaftung haben. Das Rätsel ist leicht zu lösen. Wenn die Agrarier als Käufer erscheinen, dann haben sie schon Berständnis für die benten sie dieses Verständnis. Aber die Agrarier sind ja gar öffentliche Bewirtschaftung; den Konsumenten der Lebensmittel vernicht so verständnislos für die Not der Konsumenten, sie haben ja sprochen. Wenn nicht bald irgendwelche Erfolge zugunsten der Konnicht umsonst von dem landwirtschaftlichen Hilfswerk so viel fumenten aus diesem landwirtschaftlichen Hilfswerf herauskommen, dann wird das eintreten, was das Blatt der christlichen Gewerkfchaften„ Der Deutsche" schon angedeutet hat! die Arbeiter werden sagen: Landwirtschaftliches Hilfswerk? Ach, das ist der gleiche Schwindel, der gleiche Bluff, wie ihn fich die Stinnesleute mit jener famosen Kreditaktion der Industrie geleistet haben. Man spricht vom hilfs werf", als ob irgendwer irgendwem etwas schenfe. Dabei muß nach der Verfassung der Boden bebaut und ausgewertet werden. War es nicht der Agrarierführer v. Braun, der Bater des Hilfswerkes und der Vater der Zwangswirtschaft, der den Zwang zur Bebauung des Bodens mit dem Schulzwang in Verbindung brachte? Rationelle und volkswirtschaftlich wertvolle Bebauung des Bodens das geht nicht ganz ohne Zwang. Bu einer Zeit, wo man von einem Entgegenkommen der Agrarier gegenüber ihren notleidenden Bolfsgenossen so wenig merkt, reden sie schon von 3 o11fch ut für ihre Interessen. Es war der Freiherr v. Wangen. heim, der am 26. Januar angedeutet hat, daß die Landwirtschaft fich rechtzeitig -W vor der Konkurrenz des Auslandes sichern müsse. Kaum tommt ein Sad Mehl über die Grenze, damit etwas mehr Brot gebacken werden kann, weil zuviel von dem inländischen Getreide in die Konditoreien wandert, da fareit schon der brave Mann, der an sich selbst zu erst denkt: Bollschutz!( Hört, hört! links.) Ein Pfund Butter foftet heute in Berlin 90 M. Kann vletleicht dieser Preis auch noch mit der Balutaschwankung begründer werden? Und dann der Zuderskandal! Wir verlangen die Wiedereinführung der öffentlichen Bewirtschaftung des Zuckers. Bir wissen uns frei von jeder Voreingenommenheit gegen die Landwirtschaft. Wir verlangen natürlich auch Preisregelung für die Inbustriewaren, 3. B. Textilwaren. Aber wir betonen die Norwendigkeit der Preisregulierung deshalb so sehr, weil es sich hier um das nadte Leben der ärmeren Volksschichten handelt. Bror, Kartoffeln, Fett, Buder muß jeder haben. Wenn die Agrarier ferne andere Ausrede wissen, dann schimpfen sie auf die hohen Löhne. Aber bei den wirtschaftlichen Produktionsfoften betragen die ArbeitsLöhne nur den kleineren Bruchteil. Wenn die Agrarier die Getreide umlage nicht bewältigen können, dann müssen sie eben das fehlende # Getreide auf irgendeine Weise hinzukaufen, sie sind durch die ist, nur weil der Wunsch des Abgeordneten Kriege( Deutsche Bolts- deutlich in der Rede des unabhängigen Stadtv. Reimann zum Auss hohen Gewinne beim Vieh- und Helzverkauf durchaus dazu imftande. partei), der ausdrücklich als Vertreter der Hohenzollern- brud, der nun mühsam Angriffspunkte gegen unsere Partei fu ch t c. Wir verlangen für die Kartoffelbell eferung eine gefegliche Festlegung Interessen in der Deutschen Volkspartei sitt, erfüllt werden und Er behauptete u. a., Krüger hätte in der vorigen Sizung gelegentdes Erfüllungszwanges. Das Justizministerium soll er- die gesamte Auseinandersetzungsfrage einem Senat des Reichs lich der Behandlung der Demonstration vor dem Rathaus gesagt, wägen, ob nicht dieser Zwang auf einer strafrechtlichen Basis gerichts als zivilrechtliche Frage vorgelegt werden soll? die Demonstranten wären besser nach der Rosenthaler und der aufgebaut werden kann. Die Aufhebung der öffentlichen Bewirt: Wie wir hören, hat Bachem seine Entlassung eingereicht, weil der Breiten Straße zu den Kommunisten und Unabhängigen gegangen. schaftung des Zuckers hat unhaltbare Zustände gezeitigt. Der Leiter einer Abteilung des Finanzministeriums, einer der verhär- Er hätte den Demonstranten aber nicht empfohlen, nach der Schels Großhandel terrorisiert den Kleinhandel, indem er nur denjenigen tetsten Reaktionäre, den wir in der Verwaltug haben, unter gänz- lingstraße zu den Deutschnationalen zu gehen. Wie das StenoKleinhändlern Zucker liefert. Die andere Waren beziehen. Wenn licher Mißachtung aller Vorarbeiten einen Entwurf in diesem Sinne gramm der Rede des Genossen Krüger ausweist, ist gerade das die Regierung die Einfuhr von Auslan dszuder freigibt, so wird in eingereicht hat. Gegenteil richtig. Er hat in erster Linie davon geDeutschland nur noch Auslandszucker" zu Phantasiepreisen zu Es steht zu fürchten, daß über die gesamten Runstwerte, sprochen, daß die Demonstranten nach der Schellingstraße, dcm laufen sein. Die Behauptung, daß die drei Prozent der Zucker- die die Hohenzollern beanspruchen, auch soweit sie aus Staats: Siz des deutsch nationalen Stadtverordneten und General fabriken, die nicht dem Privatzuckersindikat angeschlossen sind, mitteln angeschafft find, jetzt noch einmal als über Privat- jefretärs Rube, der vorher gesprochen hatte, hätten hingehen müssen, schuld an der Höhe des Zuckerpreises feien, ist falsch und bloße Aus- eigentum verhandelt werden soll. Sollte das deutsche Volk um dessen Freunde zu beeinflussen. Erst in zweiter Linie hat er rede. Die Agrarier versuchen durch hetzende Artikel die landwirt wirklich vor die Tatsache gestellt werden, daß die Staats- ihnen dann auch empfohlen, nach der Rosenthaler und Breiten schaftlichen Arbeiter von ihren Leidensgenossen, den gewerblichen, zu theater schließen müssen, weil die Hohenzollern Milliarden Straße zu gehen. Deutlicher als in diesem Fall ist wohl noch nic trennen; sie werben damit fein Glück haben. Wir verlangen als Ersatz fordern, daß unsere Museen eines Teils ihrer mals zutage getreten, in welch frivoler Weise von den Kommunisten von der Regierung endlich einen Gesetzentwuf über die gesetzliche fünstlerischen Schätze zugunsten der flüchtigen Kaiserfamilie beraubt und den Unabhängigen immer wieder der Streit mit uns vom Zaun Regelung des Getreideumlageverfahrens.( Lebhafter Beifall bei den werden? Wir haben das Vertrauen zur sozialdemokratischen Land- gebrochen wird, weil sie eben nur durch eine Bekämpfung Sozialdemokraten.) tagsfraktion, daß sie hier rechtzeitig ein energisches Beto ein- unserer Partei ihre Existenz finden können. Alles legen wird, und wir wissen, daß Genosse Braun solche Sachen das trotz ihres täglichen Geschreis nach der Einheitsfront. niemals gestatten wird. Aber die Oeffentlichkeit verlangt Auf ihnen dann aber in entsprechender Weise geantwortet, dann heulen fiten wird. Aber sie auf wie die geprügelten Hunde. Eitel Klägerich. Abg. Blum( 3.) fordert erleichterte Einfuhr von Phosphorsäure und Bermehrung der Stidstofferzeugung zur Förderung der Dünger versorgung. Abg. Dr. Hertz( U. Soz.) vermißt eine Stellungnahme des Minifters gegenüber manchen agrarischen Drohungen. Die Agrarter führen aus Eigennuk einen latenten Bürgerfrierg gegen die notleidenden Städter. Wir verlangen Erhöhung der Getreideumlage auf 4% Tonnen und entsprechende Umgestaltung augunsten einer gerechteren Erfaffung der einzelnen Landwirte, für die Kartoffetversorgung den Abschluß von Lieferungsverträgen in Höhe von 5 Millionen Tonnen. Politik und Geschäft Plärung! Aus Potsdam wird uns gemeldet: über die Zeugenvernehmung seiner Frau im ChefcheidungsEr- Prinz Eitel Friedrich hat nun gegen alle Zeitungen, die prozeß Plettenberg unwahre Tatsachen behauptet haben, eine Be. leidigungstage angestrengt. Der Prozeß findet in allernächster Zeit beim Amtsgericht Potsdam statt. Die Verhandlung der Privatflage in Potsdam ist deswegen zulässig, weil infolge des fliegenden Gerichtsstandes der Presse eine Klage nicht allein am Erscheinungsort, sondern auch im Berbreitungsgebiet der Zeitung erhoben werden fann. Ein Beispiel für die„ Einheitsfront". Unsere Parteigenossen sollten daraus jedenfalls lernen, daß es nicht Freude am Streit ist, wenn wir erforderlichenfalls gegen die Unabhängigen und Kommunisten einmal scharf Stellung nehmen, widerspruchslos über die Partei ergehen lassen können. daß wir auch nicht alle Unverschämtheiten und verlogenen Angriffe Sie verhöhnen den Hungerstreik! Die Auslandsdelegation der Partei der Sozialisten- Revolutionäre teilt mit: Die am 16. mai verhafteten angeklagten SozialrevoluConäre stehen bekanntlich im Hungerftreit, fie fordern, daß man sie miteinander in Verkehr freien lasse und ihnen die inflageschrit rechtzeitig mitteile. Dazu erklärte die Anklagebehörde, daß die Unflageschrift 48 Stunden vor der Hauptverhandlung dem Gericht mi fgeteilt werde; zynisch wird hinzugefügt, die Angeflagten mögen der jolierung wurde abgeschlagen. hungern bis sie vor Gericht stehen. Das Berlangen nach Unfhebung ㄓ find vom Ernährungsministerium leider oft verquickt worden. Die oversten Ernährunasbehörden haben in der leichtfertigsten Weise gearbeitet. Ihre Denkschrift ist ein Dokument ihrer eigenen Schande. Die Kriegsgesellschaften haben im Kriege und nach dem Krieg einen Gewinn von 1,7 Milliarden erzielt, die Freigabe der Wirtschaft aber brachte für das Reich einen Verlust von 5,5 Milliarden. Eine tolle Wirtschaft! Wenn der Reichsernährungsminister beim Kampf um Kartoffeln und Brot etwas für die Not der Massen tun will, Gelegenheit zu Taten hat er. Einzig und allein nach nerstag hielt der Genosse Franz Krüger für unsere Fraktion die In der Stadtverordnetenversammlung am Donseinen Taten werden wir ihn beurteilen. Abg. Dobrich( D. Br.) erklärt, die Ursache der Teuerung liege Etatsrede, die natürlich ohne Behandlung von Einzelheiten eine Darin der außenpolitischen Lage. Die Erfüllungspolitik habe legung unseres grundfäßlichen Standpunktes zu den großen Fragen Die Rote Fahne" zweifcit in ihrer gestrigen Morgennummer die Geldentwertung herbeigeführt.(!) Dazu kommne die paffive der kommunalen Politit sein mußte. Er wandte sich scharf gegen die Zahlen an, die der preußische Ministerpräsident und der Reichs. Handelsbilanz. Ohne grundlegende Aenderung der innerpolitischen die bürgerlichen Barteien und speziell die Deutschnationalen, bekämpfte justizminister über die bisher vorgeschlagenen Gnadenerweije Berhältnisse sei eine Besserung nicht möglich. ihre Bestrebungen auf Berpachtung städtischer Betriebe, ihre Stel- und die noch in Strafhaft gehaltenen politischen Berurteilten ge Nachdem die Abgg. Diernreiter( Bayer. Bp.) und Balungnahme gegen die Arbeiter usw. Die Kommunisten hat er macht hat. Als Unterlage dient ihr das Schreiben eines in der meier( Bayer. Bauernbund) gesprochen hatten, verlangt og. in seiner Rede überhaupt nicht erwähnt und die Una b- Strafanstalt Lichtenburg befindlichen Gefangenen, der die Zahl der Hendemann( Komm.) die Sozialisierung der Landwirtschaft. Das Haus hat sich inzwischen völlig geleert. Bor zwei Deutsch hängige Partei nur einmal, indem er darauf hinwies, daß politischen Gefangenen auf über 2000 schätzt! nationalen und zwei Kommunisten schließt Heydemann mit dem die Freiheit" in ihrem Bericht über die Rede des Kämmerers Schlußgedröhn:„ Heraus, kämpft für die Befreiung des Prole gerade die beiden Punkte gestrichen habe, in denen er positive Arbeit tariats!"( Abg. Höllein: Bravo!) Montag 11 Uhr: Einzel- in der Stadtverwaltung forderte und sich darüber beklagte, daß die besprechung. Form des Kampfes in der Stadtverordnetenversammlung den Kredit der Stadt Berlin schwer schädige. Krüger fragte, ob durch dieses Berschweigen die Freiheit" Leser abgehalten werden sollten, über die banten zu machen. Bolitik der unabhängigen Stadtverordnetenfraftion sich ihre GeNeue Hohenzollern- Schiebung? Der Sozialdemokratische Barlamentsdienst richtet an die preuBische Regierung, insbesondere an den volksparteilichen Finanzminister v. Richter folgende Fragen:" Ist es wahr, daß der preußische Finanzminister v. Richter die gesamte Grundlage der Auseinandersetzung mit der Krone neuerdings ganz eigenmächtig umgestürzt hat? Es war in der Landesversammlung als staatsrechtlich unanfechtbar anerkannt worden, daß bie Rtronrente feinen privaten Anspruch bedeutet, sondern daß sie eine reine Staatsangelegenheit sei. In diesem Sinne hat auch das preußische Finanzministerium, im Einklang mit den bedeutendsten Juristen, entschieden, und es war die Ruhmestat des Ministeriums Lüdemann, daß es in heißen Rämpfen diesen Standpunkt durchsetzte. 3ft es nun wahr, daß der Ministerialdirektor Bache m, dem Lüdemann diese ganze Frage in seinem Ministerium anvertraut hatte, von seinem Minister in unerhörter Weise brüstiert worden Die Krachtigall. Bon Tobias Pemberlein. Interessant ist nun das Berhalten der KPD. und USP. und Kommunisten Schwent war zu drei Bierteln eine wüfte Hege gegen der Freiheit" über die Rede des Genossen Krüger. Die Rede des unjere Partei. Daß die Rote Fahne" meiter behauptet, Krüger habe sich der Aufgabe unterzogen, die Koalition im Berliner Magiffrat nach rechts bis zu den Deutschnationalen zu erweitern, wundert uns nicht. Etwas anderes ist es jedoch mit der Freiheit". Diese befommt es fertig, wider besseres Wissen zu schreiben, Krüger habe feine Rede mit Angriffen auf die USB. gefpidt, unter Schonung der Bürgerlichen! Es scheint den Unabhängigen und der Freiheit" recht unangenehm gewesen zu sein, daß Genosse Krüger sie nicht angegriffen hat, so daß sie nicht, wie es bei ihnen üblich ist, ihre Stellungnahme zum Etat lediglich auf eine Schimpfe rei gegen uns beschränken tonnten. Diese Verlegenheit tam auch Wie wenig geeignet seine Angaben sind, Unterlagen für Aile griffe gegen die Regierung zu bilden, geht schon daraus hervor, dag, wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, bereits am 20. März b. 3. die Gesamtzahl der politischen Gefangenen auf nur 721 ermittelt worden ist. Diese Zahl hat sich infolge der seit 1. Aprit erfolgenden Gnadenaktion bereits um mehrere hundert vers ringert. Eine genaue Feststellung der seinerzeit schätzungsweise auf etwa 200 angenommenen Zahl der noch in Haft Gehaltenen ist bereits im Gange. Im ganzen find 2151 Gnadenerweise ergangen, ten Straferlaß lauten. feit dem 1. April 481, die überwiegend auf sofortigen beding d Prozeß Killinger. Offenburg, 20. Mai.( WTB.) Die Verhandlung gegen den wegen Beihilfe zum Mord an Erzberger angeklagten Kapilän. leutnant a. D. Manfred von Killinger ist auf den 7. Juni festgefeßt. In den letzten Tagen ist noch die Frage geprüft worden, ob der Prozeß vor dem Schwurgericht oder vor der Straftammer verhandelt werden sollte. Wenn er vor der Straffammer verhandelt worden wäre, hätte die Anflage, wie die Offenburger Beitung" meldet, nur auf Begünstigung lauten können. Den Borsiz im Prozeß führt Landgerichtsdirektor Grosselfinger. Immerhin ein Laut, der bei Nachtigallen verhältnismäßig felten| sein. Ihre Reise hierher ist ein erneutes Zeichen dafür, wie eng ift. Doch gab sie sich mit dieser Leistung noch nicht zufrieden. - pfütt pfütt pfütt pfütt..." 3itt sitt gitt gitt gitt gitt zitt...!!!" Genau wie die Sirene eines weiland preußischen Militärautos. Onkel Eduard war gestorben. Er hatte sich geärgert und Das Gezwitscher. schien sie eben so sehr aufzuregen wie uns, denn darüber war ihm eine Ader geplakt, oder es war ihm eine Aber sie wadelte am ganzen Leibe. geplagt und er hatte sich darüber geärgert ich weiß nicht mehr genau. Jedenfalls war er tot. Ich hatte ihn seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen, und damals verschmähte ich seine Nähe, weil er nach Häringen roch. Zum Begräbnis fuhr ich nicht; denn erstens hatte ich fein Geld, und zweitens doch der erste Grund reicht schon vollkommen aus. Eine Woche später erhielt ich folgenden Brief: Liber Tobias nun unser alfeitich schmerzhaff bedauerner Ongl Heim gegangen! Wurdest nur du Bermist! von der ganzen verwantscheff Der Ongl hat nun hinter laffen und wir haben teilung genommen auch an dich getacht das niemand zufurz Kommt haftu ½ Duzend Kragen la gummi und die nacktikal ein tunstmerg!! hochachtungsvol euer holt es nicht ab wir schigen euch!" Otto Man muß meine Verwandtschaft tennen, um zu wissen, wie wohltuend Dito von ihr absticht. Er ist ein redlicher Mann und hatte ficher wie ein Löwe für meinen Anteil an der Beute gekämpft. Sein Brief löste begreifliche Spannung bei uns aus, natürlich wegen der Nachtigall. Meine Frau träumte von ihr. Jeden Abend, wenn ich nach Hause fam, war meine erste Frage, ob die Nachtigall schon eingetroffen sei. Zuerst aber famen die Gummitragen. Sie waren gelb wie Zitronen und von einer Weite, daß ich sie bequem um den Bauch legen und zufnöpfen konnte. Der gute Ontel Eduard mußte auf seine alten Tage einen Kropf gehabt haben, so groß wie ein Dudelsack. Wir beratschlagten lange, was mit ihnen anzufangen sei. Schließlich tam mir der Gedante, fie in den Ofen zu stecken und anzuzünden. Der Ofen flog auseinander und auf der Straße sammelten sich die Leute an, weil eine haushohe Stichflamme minutenlang aus der Effe herausschoß, was einen herrlichen Anblick bot. Am nächsten Tag aber fuhr der Wagen eines Spediteurs am Hause vor und auf ihm stand die Stifte mit der Nachtigall. Zwei riefige Männer brachten sie mit Aechzen und Stöhnen in die Bohnung. Wir waren natürlich sehr erstaunt und gingen fofort ans Auspacen. Die Nachtigall war aus Gußeifen und wog mit Ständer einen anderthalben Zentner. Muß ein tomischer Kerl gewesen sein, mein Onkel Eduard. Das Bieh war mit Delfarbe bunt angestrichen. Einfach und geschmacklos. Ferner gehört zu ihm ein Drehling von der Größe cines Leterkastenschwengels. Diesen Drehling seßten wir an einer bestimmten Stelle unterhalb der gußeisernen Schwanzfeder an und aogen den Bogel auf, was ein monotones fnarrendes Geräusch mit sich brachte. Dann sahen wir die Nachtigall in ängstlicher Erwartung on, aber es geschah vorerst nichts. Nachher entdeckten wir, daß der Kopf ein Gelent besaß und drückten den Kopf herunter. riefelte. Jetzt erst bemerkten wir, daß der Kalt von der Dede herunter.... ühü ühü ühü ühü ühü..." Deutschland und Desterreich verbunden sind. Eine lange gemeinsame Geschichte, Gemeinsamteit in Freud und Leid, Sprache und Kultur, und dankbar freuen wollen. Wenn wir aus den schweren haben Bande geknüpft, die unlöslich sind und deren wir uns stets Möten dieser Zeit den Weg zu einer lichteren 3funft fuchen, so gilt es mehr denn je, den ureigen sten Besiz unserer Bölter, die Kultur, zu wahren und zu pflegen. Und gerade das Lied, das deutsche Lied, der musikalische Ausdruck unserer Muttersprache, spricht ja zu uns mit allem, was unserem Voltstum eigen ist an Gemüt und Innigkeit, an Kraft und Wucht, an ernsten und heiteren Klängen. Die Wiener Herzen finden und verstanden werden. Und wenn sie uns erzählen von ihrer Not daheim, von den Sorgen dieser Tage, so wollen wir ihnen sagen, daß wir nicht nur herzlichen Anteil nehmen, sondern daß wir weiter helfen wollen, soweit mir nur fönnnen. Die beiden Brudervölker, die ihre neue staatliche Entwicklung in schwerster Zeit und unter so widrigen Berhältnissen haben beginnen müssen, werden immer in treuer Freundschaft zu einander stehen." ( in diesem Augenblid stürzte sich unser braver Rater Murr mit einem Sänger, die so zu uns sprechen, werden schnell den Weg zu unseren verzweifelten Saß durch das Fenster auf die Straße) bääääääääää!!!". " 1 4 Finale. Schluß. Aus. Zu Ende. Da flingelte das Telephon Es war der Kaufmann, der auf der anderen Straßenseite wohnt. Bravo!" sagte er und hängte wieder an. Dann klingelte die Flurtür. Draußen stand der Hauswirt und fragte, was bei uns los fei. Wir führten ihn stolz in das Zimmer und zeigten ihm unfere Nachti- Das drahtlose Telephon als Waffe gegen die Verbrecher. Die gall. Er fagte streng:" Das ist keine Nachtigall, sondern eine Londoner Polizei trägt sich mit der Absicht, drahtlose Telephon Krachtigall!" apparate in den Hauptrevieren einzurichten und die Detellive mit Als er gegangen war, meinte ich zu meiner Frau: Wer nichts Empfangsapparaten auszurüften, um bei wichtigen Fällen in wird, wird Wirt. Er hat fein fünstlerisches Berständnis." Durch die Nachtigall wurden wir berühmt. ständiger Berbindung mit den Beamten zu bleiben. Amerita ist in Am Sonntag dieser Hinsicht bereits vorausgegangen, und in Chicago hat man leitet werden und ein Kommande der Reichswehr leitete die Ab- Taschenapparat für drahtlose Telephonie ausgerüstet, bei dem die stellten wir sie auf den Balton. Die Straßenbahnen mußten umge- schon im vorigen Jahre alle diensthabenden Polizisten mit einem perrungsmaßnahmen. Unsere Straße wurde zu einem beliebten Antennen im Futter des Rodes verborgen sind. Zu gleicher Zeit Ausflugsort der städtischen Bevölkerung. In der gesamten Aus- wurde eine Anzahl leichter Kraftwagen mit drahtlosen Telephondie illustrierten Blätter brachten Abbildungen auf der ersten Seite. find, und diese Wagen haben sich bei der Berfolgung von Automobil. landspresse erschienen ausführliche Beschreibungen meiner Nachtigall, apparaten ausgerüstet, die mit bewaffneten Schuhleuten benannt Die Oberammergauer veranlaßten eine Interpellation im Reichs räubern außerordentlich bewährt. Die erste Einrichtung eines draft. tage, was zu einer Neuauflage des Kulturkampfes führte. Die Anti- lofen Telephonverfehrs im Dienste der Polizei erfolgte in Paris, und Nachtigallier veranstalteten eine Demonstration, wonach vom Stadt Dort gibt es auch schon zwei Polizeifraftwagen, bie mit solchen Appaparlament die Schaffung einer Bannmeile um meine Wohnung beraten versehen sind und in der raschen Berfolgung von Apachen schloffen wurde. Um wieder geordnete Zustände in unserem Lande zu ermög- innert zu werden, daß die erste Verwendung der drahtlosen TeleBorzügliches leisteten. Bei dieser Gelegenheit verdient daran erlichen, habe ich vor drei Tagen die Strachtigall an ein amerikanisches graphie im Dienste der Kriminalistit in dem berühmten Fall des Konsortium verkauft, das den Namen„ Canadian Nightingale Trust" Mörders Dr. Grippen stattfand. Dieser wurde im Juli 1910 cuf führt. Ich erhielt dafür 390 000 Pfund Sterling. Eduard, sowie eines Sanatoriums für diejenigen Voltsgenossen, Kapitän Grippen erkannte und seine Berhaftung veranlaßte. Nach Abzug der Kosten eines Mausoleums für meinen Ontel einer drahtlosen Mitteilung entdeckt, nach deren Beschreibung der dem Dampfer Montrose, auf dem er zu flüchten suchte, auf Grund welchen meine Nachtigall das Nervenkostüm zerrüttete, bleiben mir noch 350 000 Pfund, welche ich zu einem großen Teile für wohltätige Ein„ Eindeder- Ballon"? Der Franzose Maurice Armende be3wede auszuwerfen gebente. schäftigt sich zurzeit mit der Erprobung einer dehnbaren Flugzeug. Geldbedürftige bitte ich, sich schriftlich an mich zu wenden. Dis- hülle, die er Lufthaut" nennt. Wenn die Versuche das halten, tretion Ehrensache, Zwischenhändler verbeten. Im Innern der Nachtigall setzte ein unheilschwangeres Grollen ein. Dann prallten wir enisegt zurück, der Bogel warf nämlich den Reichspräsidenten Ebert: Kopf wieder in den Nacken und brüllte: Gruß des Reichspräsidenten an die Wiener Sänger. Die Fest Berlin erschienen ist, wird eingeleitet durch folgende Worte des schrift, die zum Besuch des Wiener Männergesangvereins in Bääääääää!!!" Die Wiener Sänger, die unsere Reichshauptstadt besuchen wollen, fönnen eines freudigen und herzlichen Empfanges gewiß was sie versprechen, so gedenkt der Erfinder, einen Eindeder mit einem aus Lufthaut" gebildeten und einen Hohlraum enthaltenden Flügel zu bauen, der mit einem Gas wie Helium oder Currenium gefüllt werden soll. Auf diese Weise hofft Armende, Luft" in einer Maschine zu verbinden. den Typ Schwerer als die Luft" mit dem des„ Leichter ais die " abends 8 Uhr, im großen Höijaal der Treptow Sternwarte mit Der Einstein- Film" wird Montag, den 22. und Freitag, den 26., begleitendem Vortrage vorgeführt Dampfer„ Carl Zegien". Der Reichspräsident bei der Marine. Ein eigener Bericht meldet uns aus Wilhelmhaven: " 1 " Sonnabend vormittag traf der Reichspräsident in Begleitung des Reichswehrministers Geßler und des Chefs der Marineleitung, Admiral Behnke, sowie des Ministerialdirektors Meißner hier ein, um eine Besichtigung der neuen Reichsmarine vor zunehmen. Der Reichspräfident wurde durch ein Minensuchboot zu dem wieder in Dienst gestellten Minenschiff Braunschweig" gebracht und unternahm auf der Braunschweig" eine Fahrt in die Sademündung. An Bord der Braunschweig" erstattete der Chef der Marinestation der Nordsee, Bizeadmiral Zenker, Meldung. Nachdem der Reichspräsident die Braunschweig" verlassen hatte und sich auf dem Minensuchboot wieder in den Hafen zurückgab, Gleichzeitig besichtigten unter Führung von Hugo Stinnes der preußische Ministerpräsident Braun, Oberpräsident Noste sowie eine große Zahl von Mitgliedern der Zentralarbeitsgemeinschaft die Hafen und Werftanlagen von Wilhelmshaven. Mittags fand dann im Beisein des Reichspräsidenten auf der Marinewerft der Stapellauf des Dampfers Carl Cegien" statt, der hier für die Aktiengesellschaft Hugo Stinnes für Seeschifffahrt und leberseehandel gebaut worden war. Geheimrat Büchner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Reichsverbandes der deutschen Industrie, hielt die Taufrade. Unter anderem wies er darauf Lin, daß der Name des Schiffes eine Erinnerung an die große Not Deutschlands sei, sowie ein Denkmal dafür, daß, als das deutsche Volk führerlos und in Verzweiflung vor dem Abgrund des Chaos stand, Bertreter der Gewerkschaften und der Industrie sich für den Gedanten eingesezt haben, daß nur die Gemeinschaftsarbeit aller werftätigen Kräfte das deutsche Bolf vor dem drohenden Untergang bewahren könnten. Bücher feierte dann die Persönlichkeit Carl Legiens, indem er darauf hinwies, daß Legien in der Masse wurzelnd, wie selfen einer, Poincaré beharrt auf Sonderaktionen. gemeinsame Ewirkung auf die Führung der Staatsgeschäfte zur Folge haben müßten. Es ist vielleicht nicht uninteressant, daß die erste gegenseitige Fühlungnahme zwischen dem verstorbenen Paris, 20. Mai.( WTB.) Der Abg. Klok, Finanzminister im Otto Hue und unabhängig davon Herrn Dr. August Müller Ministerium Clemenceau und einer der Unterhändler bei den einerseits und mir andererseits stattfand, eine Fühlungnahme, die Friedensverhandlungen in Paris, hat den Ministerpräsidenten später zu Aussprachen in etwas größerem Kreise führte. brieflich auf die Erklärungen, die Chamberlain im Unterhause als das staatliche Gebäude bis in die Grundfesten erschüttert war, einem Schreiben, in dem er u. a. sagt, daß die französische ReAls im Herbst 1918 der Krieg den unglücklichen Ausgang nahm, abgegeben hat, aufmerksam gemacht. Poincaré antwortete mit als die Demobilmachung, deren Schwierigkeiten damals nur wenige gierung niemals auf irgendwelche Rechte, die sie aus dem in ihrer vollen Tragweite übersahen, Deutschland in ein Chaos zu Friedensvertrage herleitet, verzichtet hat. Es hat sicher keinen stürzen drohte, damals iſt Augenblick in der Absicht der englischen Regierung gelegen, von uns Carl Legien einer der Lebensretter Deutschlands einen derartigen Verzicht zu verlangen, ebenso wenig, wie es der geworden. Er gab den Ausschlag, daß die Zentral- Arbeitsgemein- franzöfifchen Regierung möglich gewesen wäre, ihn auszusprechen. fchaft paritätisch durchgeführt werden konnte, er erklärte auf dieser Es ist wahr, daß im April 1920 nach der Besetzung von Frant Grundlage der damaligen Regierung mit Dr. Rathenau und mir. in die Sanb nehmen würden, wenn nicht wenigstens die schlimm- zwischen den Kabinetten von Paris und London stattgefunden hat.. daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Demobilmachung selbst furt und anderen deutschen Städten ein Meinungsaustausch ften partikularistischen Hindernisse vor der gemein- Die französische und die englische Regierung haben gemeinsam das famen Lebensgefahr zurücktreten würden. hervorragende Interesse anerkannt, das in der Einigkeit zwischen ben Alliierten und der Gemeinsamkeit der Handlungen bei interalliierten Fragen, vor allem bei der Ausführung des Versailler Friedensvertrages liegt. In jener Zeit handelte es sich um eine Maßnahme, die Frankreich im allgemeinen( 1) Interesse auf Grund des Bölkerbundrechtes(?) allein durchgeführt hat und die nicht ausdrücklich im Vertrage vorgesehen war. Wenn aber die Reparationsfommiffion am 31. Mai eine beabsichtigte Berfehlung Deutschlands feststellt und wenn gemäß§ 17 Anhang 2 zum Abschnitt 8 des Verfailler Bertrages die interessierte Regierung damit befaßt würde, fönnte sie allein aus dem Wortlaut des§ 18 das Recht herleiten, die entsprechenden notwendigen Santtionen zu ergreifen. Die Regierung hat die Absicht, sich mit ihren Alliierten ins Einvernehmen zu setzen, und sie wird alles tun, was von ihr abhängt, um ihre Mitwirkung bei einer Handlung zu erzielen, die die Haltung Deutschlands notwendig machen könnte. Das war eine Großtat an weiser Selbstbeschränkung im Dienst des gemeinsamen Vaterlandes. Da drobte die Gefahr des völligen Chaos, die Gefahr, daß das dichtbevölkerte und blockierte Deutschland in dieselben bolschewistischen Zustände geriet wie Rußland, Zustände, die einen noch ungleich entfehlicheren Ausgang neh men mußten wie in dem Agrarland Rußland. Damals ftellte Carl Legien das Vaterland und fein Bolf über die Machtpolifit der Parteien. Ihm und einigen wenigen tatkräftigen Führern unseres Boltes somie der jugendlichen deutschen Intelligenz, bie in den nachfolgenden Rampfzeiten das Heil des neugeforderten Baterlandes über ihre eige nen politischen Wünsche legte, verdanten wir an erster Stelle, daß wir heute ein zwar verstümmeltes und niedergeworfenes, aber doch noch in seinen Hauptteilen zusammenhängendes Reich und Volk Reichspräsident Ebert bilden. antwortete wie folgt: Den Entschluß, das eben vom Stapel gelaufene Schiff Carl Legien zu taufen, habe ich lebhaft begrüßt. Legien war einer der bedeutendsten deutschen Arbeiterführer. Dabei hat er niemals den Zusammenhang der Arbeiterbewegung mit dem Seben der gesamten Nation aus dem Auge verloren. An tatkräftiger Pflichttreue gegen fein Bateríand hat er sich von niemand übertreffen laffen. Den Gedanken, daß die Gewerkschaften sich nicht in der es trotzdem verstanden habe, die deutsche Arbeiterbewegung nach Lohnfrage erschöpfen, dürfen, hat er schon in ihrer Enteigenem Willen zu formen; die freien Gewerkschaften in Deutsch stehungszeit lebhaft vertreten. Mit der ihm eigenen Energie und land verdankten ihre von aller Welt anerkannte straffe Dr3ähigkeit war er in der Arbeiterschaft stets bemüht, die Erkenntnis ganisation und ihren mächtigen Aufbau in erster Linie Legien. zu vertiefen, daß die Gewerkschaften neben ihren sozialen Aufgaben Weil Legien als Organisator der Gewerkschaften und dank seiner kulturelle wirtschafts- und staatspolitsche Pflichten im Dienste der zahlreichen internationalen Beziehungen beffer als irgendein anderer Boltsgemeinschaft zu erfüllen haben. Allerdings galt ihm die Anwußte, daß die deutsche Arbeiterschaft mit ihrem persönlichen Lose erkennung der Gleichberechtigung der Arbeiter und ihrer Organisauntrennbar mit dem Lose des gesamten deutschen Volkes verbunden tionen dabei als erstes Prinzip. In der Bertretung der Arbeiterinteressen auf dem Verhandlungsweg zwischen Arbeiter und Arbeitwäre, unterzeichnete er den Bart, der die Zentralarbeitsgemeinschaft geberorganisationen fah er den ersten Schritt zu diesem Ziel. Deshalb der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer war er schon in der Jugendzeit der Gewerkschaften begründete. Zum Schluß führte Geheimrat Bücher aus, das neue Schiff Legien" solle allezeit ein Symbol dafür sein, daß in Deutschland Arbeitgeber und Arbeitnehmer trotz aller Kämpfe gewillt seien, dem Wiederaufbau der Boltswirtschaft und der Wiederherstellung des deutschen Namens zu dienen. in der er u. a. ausführte: Carl Dann wurde das neue Schiff den Fluten übergeben. fames Frühstück statt. Dabei hielt Hugo Stinnes eine Rede, Im Anschluß an den Taufakt fand im Parkhaus ein gemeinEs wäre eine häßliche Unaufrichtigkeit, wollte ich hier behaupten, vielen Grundauffaffungen durch aus verſiebener Auffaffung geweſen. Werdegang und Lebenserfahrungen mußten verschiedene Auffassungen mit sich bringen. Ich habe aber faum einen zweiten Mann tennen. gelernt, der mit größerer Objektivität einen anderen Standpunkt hören und ihn würdigen fonnte, wenn er ihn auch nicht teilte, der ein zwar scharfer, ja rüd fichtsboser Berfechter feiner Ideen war, aber in einer auch für den Gegner erträge lichen Art. Im Jahre 1916 wurden meinerseits Beziehungen zwischen leiten den Persönlichkeiten der Gewerkschaften und der Industrie hergestellt in der Erkenntnis, daß die gemeinsam gebrachten unerhörten Kriegs. opfer naturgemäß auch eine stärkere " Bom Rhein wird fortgesetzt über den Antransport franzöfifcher Truppen berichtet. Eine belgische Reiterbrigade übt auf bem elsässischen Uebungsplatz Elsenborn. * Genua, 20. Mai.( WTB.) Der Hauptteil der deutschen Delegation unter Führung des Reichskanzlers Dr. Wirth und des Außenministers Dr. Rathenau hat heute vormittag 9 Uhr 30 Min. im Sonderzug die Rückreise angetreten. Zur Verabschiedung hatten sich eingefunden: Ministerpräsident Facta, Außenminister Schanzer, der Bertreter des Bürgermeisters von Genua, der deutsche Botschafter in Rom Frhr. v. Neurath und zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie. Die Herren und Damen der Delegation waren mit Blumen reich beschenkt worden. Das Bublifum bereitete der deutschen Delegation freundliche Rundgebungen und rief:„ Es lebe Deutschland!" In Mailand werden die Delegierten am Bahnhof von der deutschen Rolonie begrüßt werben. Die französische Delegation fährt am heutigen Vormittag nach Baris zurüd. Die Russen bleiben voraussichtlich noch einen oder zwei Tage hier. Moskaus Rechtskurs. Der russische Gelehrte Nikolaus Ustrialom schreibt in der Efonom. Shifn" u. G.: eifrigster Berfechter der Tarifgemeinschaften. Bon der Tarifgemeinschaft führte die Entwicklung geraden Beges Für die Schaffung dieser Arbeitsgemeinschaft hat Legien mit seinen englische Delegation nach London zurückfährt, ist vormittags Paris, 20. Mai.( EB.) Der Zug, der Lloyd George und die zur Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeber- und Arbeiterorganisationen. Freunden in Deutschlands schwerster Zeit und gemeinsam mit Füh 10,35 Uhr in Baris angekommen und um 11 Uhr wieder wetterrern der Arbeitgeberorganisationen feine ganze Straft eingefekt. In bens die wichtigste Aufgabe. Legien fah in den Draanisationen Empfang statt. Lloyd George empfing mehrere amerikanische und jener schicfalsschwersten Zeit war die Erhaltung unseres Wirtschafts- gefahren. Botschafter Hardinge stieg in den Wagen der Delegation. Der Zug fuhr um Baris herum. Es fand keinerlei offizieller der Arbeitgeber und Arbeiter die Träger unserer Volkswirtschaft. Die Zusammenfassung dieser gewaltigen Organisationen zu gemein- englische Journalisten, weigerte sich aber, französische Journa Die Abendblätter weisen auf das Myste= famer Arbeit war ihm zur Rettung unseres Wirtschaftslebens un- liſten zu empfangen. erläßlich. Es war nicht leicht in der damaligen Zeit, in der Gegente rium diefer Durchreise durch Paris hin. fäße und Leidenschaften fich bis zur Sicdehige fteigerten, diesen Gedanken mit Erfolg zu vertreten. Wenn gleichwohl die damalige Reichsregierung, der Rat der Boltsbeauftragten, bereits am 15. November 1918 die erste Sundaebung dieser Arbeitsgemeinschaft in amtlicher Form und in ihrem und die Leitungen der Reichs-, Landes- und Gemeindebetriebe auf munisten vor einem Jahre von der fommunistischen Lehre los und Namen feierlich publizieren, sich rückhaltlos auf ihren Boden stellen Um an der Spike Rußlands zu bleiben, jagten sich die Komfordern fonnte, bas gleiche zu tun, so gebührt Carl Legien daran akzeptierten den Staatskapitalismus. In der Zukunft werdas Hauptverdienst. den sie noch meit größere Ronzeffionen in der inneren und Der Wiederaufbau unseres Vaterlandes ist in der Hauptfache äußeren Bolitik machen müssen. Der Kurs des Räteschiffes steuert wirtschaftlicher Natur. Schon deshalb mußte den schaffenden Kräften mit ganzer Kraft in das historische Fahrwasser des russischen unferes Wirtschaftslebens größerer Einfluß auf unser ftaatliches Staatsschiffes. Der Staats tapitalismus in Rußland liegt in Leben eingeräumt werden. Mit Recht ist in der Reichsverfassung seinen letzten Zügen. Wir haben genügend Bertrauen zu ber Großreinemachen als nationale Aufgabe. Da aus der unfehl zum Ausdrud gebracht worden, daß nüchternen Realpolitit Lenins, um zu behaupten, daß er schon längst baren amerikanischen Statistit hervorgeht, daß 90 Proz. aller FeuerArbeiter und Unternehmer gleichberechtigt aus der Unhaltbarkeit des Staatskapitalismus seine Folge schäden in New York in den Rellerwohnungen entstehen, in denen Müll und Abfall Feuer fangen, von den durch solche Misstinde und in Gemeinschaft berufen sind, an unserer gesamten wirtschaft- rungen gezogen hat. In politischen Kreisen Moskaus glaubt man, daß der Artikel hervorgerufenen Krankheitsfällen ganz zu schweigen, so hat man be- lichen Entwicklung mitzuwirken, ein Grundgedanke, der in der Schafschlossen, eine Nationale Großreinemachemo che" zu fung des Reichswirtschaftsrats seine Auswirkung gefunden hat. Ustrjalows von Lenin veranlaßt worden ist, da er eine Verperanstalten, und hat alle Gesellschaftsschichten aufgefordert, in die Meines Erachtens unterliegt es teinem Zweifel, daß sich die Arbeits- teidigung der foeben der Obersten Zentralegefutive unterbreiteten Reinemacharmee" einzutreten. In New York haben sich die gemeinschaft der Organisationen der Arbeitgeber und Arbeiter in Vorlage der Räteregierung über das private Eigentumsrecht darfommunalen Behörden, die Polizei, die Feuerwehr und das große unserem wirtschaftlichen und staatlichen Leben bewährt hat. Diese stellt, das von der Arbeiteroppofition" und den„ ,, linken KomPfadfinderkorps zu gemeinschaftlicher Arbeit zusammengeschlossen, Arbeitsgemeinschaft zu pflegen und zu feftigen, muß unsere gemein- munisten" heftig befämpft wird. Die Vorlage wurde nach langen um die Metropole zur reinlichsten Stadt der Welt zu machen. So fame Aufgabe sein. Debatten einer besonderen Kommission überwiesen. So grüße ich namens des Reichs Carl Legien", das jüngste hat auch der Bürgermeister von Missouri eine Rede über die reinigende Frühlingsmoge" gehalten, die jetzt wie ein gewaltiger Schiff unserer wiedererstehenden Handelsflotte. Sowjetrepublik Jakutsk. Möge es seinen Namen tragen als Symbol der ZusamBesen über die ganze Fläche der amerikanischen Staaten von Küste zu Küste, vom Fels zum Meer streichen" solle. Der Bürgermeister menfassung aller schaffenden Kräfte unferes Wirtschaftslebens von New York vertritt die Auffassung, daß diese Reinemachewoche zum Wiederaufbau unferes Vaterlandes, als Symbol unerschütterdie Selbstachtung in jedem Gemeinwesen heben und das Ge- licher Pflichttreue und Schaffensfreude im Dienste der Volksgemeinfühl für Reinlichkeit, Ordnung und Schönheit anregen werde. Die schaft. Organisation, die sich zu dem schönen 3wed gebildet hat, führt als Emblem ein Rathaus, von dem eine Flagge weht, die mit allen möglichen Sorten Besen und Pinseln verziert ist. Für die Zentralarbeitsgemeinschaft sprach noch Reichstagsabgeordneter Wieber( chriftliche Gewerkschaften), der ebenfalls das Lebenswert Legiens würdigte und für die Zusammenarbeit der Arbeitnehmer und Arbeitgeber eintrat. Wiebers Rede endete mit einem Hoch auf das Wohl des deutschen Volkes. Der Reichspräsident verließ am Nachmittag Wilhelmshaven und begab sich nach Oldenburg zu einer Besprechung mit der dortigen Die Besatzungslasten. Geiffer, die nichts lernen. Der fürzlich verstorbene Leiter der Revue Mondiale", Jean Finot, war ein intimer Freund des befannten englischen Journalisten Stead, des Gründers des spiritistischen Bureaus Julia, das dem Zwed dienen sollte, zwischen dem Jenseits und dem Diesseits eine Berständigungsstelle zu schaffen. Regierung. Aber wenn Finot auch häufig an den Sizungen teilnahm, so war er doch weit entfernt, alles, was er sah und hörte, auf Treu und Glauben hinzunehmen. Stead hatte ihm versprochen, sein Geist folle fich ihm sofort offenbaren, wenn er zuerst sterben sollte. Nach dem In Roblenz tagte gestern unter dem Vorsitz des Reichs. Tode Steads richtete das Bureau Julia an Finot die dringende fommiffars Fürft abfeldt und in Anwesenheit des Staatsjetre Bitte, sich sofort nach London zu begeben, da Steads Geist den tärs für die besetzten rheinischen Gebiete Dr. Brugger sowie der Wunsch ausgesprochen habe, sich mit Finot auszusprechen, um ihn von Bertreter fämtlicher von der Befahung betroffenen Länder nud Verfeinem Steptizismus zu heilen. Finot lehnte aber die Einladung waltungsbehörden des besetzten Gebietes in den Diensträumen des mit den Worten ab:„ Wenn Stead, um mich zu sehen, die Reise aus Reichskommissariats in Koblenz der parlamentarische Be: dem Jenseits nach London unternommen hat, so fann es ihm un rat. Er gab einen Ueberblick über die politische Lage des befetzten möglich etwas ausmachen, auch noch nach Paris zu fommen." Dabei Gebietes. Nach ihm erstattete der Bertreter Dr. Dilthey den blieb es. Ein andermal hatte Finot an einer spiritistischen Sigung, Tätigkeitsbericht des Reichskommissariats. Geheimrat Dr. Clausen in der der Geist Felig Faures, des Präsidenten der französischen Res sprach über ausländische Einflüsse im rheinischen Wirt publik, zitiert wurde, teilgenommen. Nachdem er, der stets ein schaftsgebiet. In der Aussprache wurden Wünsche, Beschwerden und politischer Gegner Faures gewesen war, einige Antworten des an- lagen vorgebracht, insbesondere gegen die starke Inanspruc) geblichen Geistes gehört hatte, erklärte er ärgerlich:" Schickt ihn nahme von Ader- und Weideland durch die Besatzungsbitte wieder dahin zurück, woher er gekommen ist. Er ist noch nicht truppen zu Uebungsplähen, auch gegen die sich immer st är fer delange genug im Jenseits, um sich zu vernünftigeren Anschauungen merkbar machende Einschränkung der Rede-, Bereins- und Bresse befehrt zu haben. In 20 Jahren kann ich mich ja wieder mit ihm freiheit durch die Rheinlandkommission, durch die eine Mist im mung gegen die Besatzungstruppen und Besakungsbehörden erzeugt unterhalten." Damit verließ er das Zimmer. werde, die zu unerfreulichen Folgen führen fönne. Auch megen der Ein neuer Komet. Die Heidelberger Sternwarte Wohnungsnot und der Herstellung von Wohnungen zur Minderung teilt mit, daß nach einer Meldung des Astronomen Engellerup ein der schweren Besayunaslasten wurden Wünsche vorgebracht. Troß der neuer Romet entdeckt wurde, der sich in den Zwillingen be- Bereitstellung einer Ueberzahl meist Ie er stehender Abteile für die findet und nordwärts bereits nach dem Sternbilde des Krebses Befagungstruppen auf der Eisenbahn werden die dem dichtweitermandert. Der Komet soll zurzeit noch recht schwach sein. gedrängten deutschen Bublifum verbliebenen Abteile auch noch benutzt. Der Reichstommissar versicherte, daß er sich aller Wünsche Im deutschen Opernhaus eröffnet am Dienstag Sigismondo und Beschwerden mit aller Entschiedenheit annehmen werde. Saleschi von der Mailänder Scala fein Gafiipiel als Stigoletto und setzt es am Donnerstag als Scarpia in Tosca" fort. Am Sonnabend be ginnt das Gastspiel Tino Pattieras als Don José in Carmen", = Laut Verordnung des Präsidiums des Allrussischen zentralen Erefutiofomitees ist eine autonome Jatutsfer sozialistische Somjeterpublit als föderativer Teil der russischen Sowjetrepublik mit dem administrativen Zentrum in der Stadt Jakutsk gebildet worden. Diese neue Republik umfaßt das Gouvernement Jakutsk( Sibirien) und größere Teile der Gouvernements Irkutsk und Jeniseist somie Inseln des Nördlichen Eismeeres. Außer den Kommissariaten für den Außenhandel und Auswärtiges, die in unmittelbarer Moskauer Berwaltung, werden die übrigen Kommissariate von der autonqmen Jakutsker Republik felbft verwaltet. Die Mandschurei hat sich unabhängig erflärt. Der japanische Außenminifter erflärt schon die Neutralität gegenüber den chinesischen Mirren, die zum großen Teil der Auflehnung gegen Die japanische Invasion entspringen; vielleicht soll diese. Neutralitätserflärung dem typischen Verzweiflungssprung orientalischer unterdrückter Bölker in den Sowjetismus vorbeugen. Kriegsschulddebatte in Sicht. 3wei Große Anfragen im Reichstag, von den Deutschmonarchisten und von der Deutschen Volkspartei, fragen die Reichsregierung nach ihrer Stellungnahme zum Münchener Fechenbach- Urteil. 99 Das Russenattentat in der Philharmonie". In der befannten Angelegenheit des Russenmordes in der" Philharmonie" ist jetzt, nach Meldung einer Gerichtsforrespondenz, die von hem linter= fuchungsrichter beim Landgericht 1, Landgerichtsrat Dr. Böhmert, geführte, ziemlich umfangreiche Boruntersuchung geschlossen worden. Der Erste Staatsanwalt Dr. Burchard bereitet die Anflage vor, die wahrscheinlich noch Ende nächsten Monats das Schwurgericht des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Weigert beschäftigen wird. In der Verhandlung treten die Rechtsanwälte Dr. Sad und Grünspach als Berteidiger der beiden Angeklagten auf, während sich mehrere verlekte Führer der russischen Kadettenpartei als Nebenfläger angeschlossen haben, deren Interessen die Rechtsanwälte Wolfgang Heine und Haas- karisruhe vertreten werden. Bewaffnete Sinnfeiner haben lauf Reutermeldung in der zur Mehrheit englischgesinnten Proving in Ulster innerhalb der legten 24 Stunden eine Rette von Bränden gelegt, sprengten Häufer in die Luft, zerstörten Eisenbahnstrecken und durchschnitten Tefc Die Saarparlaments" wahlen sind auf den 25. Juni angesetzt. Igraphen- und Telephonleitungen. Gewerkschaftsbewegung bebeutend höheren Satz festzulegen. Die tombinierte Bersammlung des Zentralverbandes der Steinarbeiter am 17. Mai richtete eine Die Streiklage im Versicherungsgewerbe. Die Lage im Versicherungsgewerbe verschärft sich täglich. entsprechende Entschließung an den Zentralvorstand, beim DGB. Neuerdings haben die Versicherungsangestellten auch in Söln. fofort den Antrag einzubringen, einen höheren fortlaufenGegen Beitragserhöhung für Beitragserhöhung. Stettin und Düsseldorf zu dem Mittel der Arbeits. den Saz als Extrasteuer festzulegen. Diese Anregung findet sicher Bekanntlich gaben die fommunistischen Getvertschaftsstrategen, niederlegung greifen müssen, um den Widerstand der Arbeitsden Beifall aller Gewerkschaften. vorab Herr Schumacher, gegenüber den infolge der Geld geber gegen eine angemessene Gehaltsregelung auf örtlicher GrundSPD.- Metallarbeiter 1. Bezirk Weißensee. Bersammlung am entwertung notwendigen Anforderungen der Gewertschaften lage zu brechen. Es liegen Anzeichen dafür vor, daß in Hamauf Erhöhung der Beiträge die Parole aus, feiner Beitrags- burg, wo der Streit nun schon über fünf Wochen währt Montag, 7% Uhr, im Lofal von Leonhardt, Pistoriusstr. 16: Neuerhöhung zuzustimmen. Nicht etwa deshalb, weil sie gegen die Widerstandskraft der Unternehmer zu erlahmen beginnt. Die wahl der Bezirksleitung und Bezirksfragen. die ziffernmäßige Erhöhung der Beiträge irgendwelche fa hamburger Versicherungsangestellten find einmütig entschlossen, die die ziffernmäßige Erhöhung der Beiträge irgendwelche fa Arbeit nicht wieder aufzunehmen, bevor ihre berechtigten Forde- lungen mit dem Arbeitgeberverband haben zu einer Revision der Handelsarbeiter der Engros- Konfektion! Itchen Einwände geltend machen konnten, sondern lediglich dess halb, um der noch nicht von Kommunist en gebildeten Ge- rungen erfüllt find. Mailöhne geführt. Das neue Lohnabkommen für Mai und Juni wertschaftsbureaukratie" Schwierigkeiten zu machen. Wo es sich ist im Bureau, Zimmer 31, erhältlich. aber um die Finanzierung ihrer eigenen politischen und ges Deutscher Transportarbeiterverband, Sektion I. " Lohnstreitigkeiten in der Chirurgie- Mechanik. · Die Lohnverhandwerfichaftlichen Sonderorganisationen handelt, da können die Herr- Die Arbeitgebergruppe der Chirurgie- Mechani! Groß Berlin schaften auch für Beitragserhöhung auftreten und sie ihren Anlehnt es ab, den faufmännischen Angestellten für Mai ftellen nimmt größeren Umfang an. Nachdem im Zusammenhang Die Streifbewegung auf den Hamburger Güterabfertigungshängern mundgerecht machen. Für die politische Organisation der Teuerungszulagen zu zahlen. Es find für April mit der von der Eisenbahnverwaltung verfügten Einführung der KBD. fordert jetzt deren Zentralausschuß eine Erhöhung der Bei- Gehaltssäge vereinbart worden, welche nunmehr auch für geteilten Arbeitszeit auf den Bahnmeistereien Bergedorf, Blankenese träge von vier Mart wöchentlich und die Berliner Bezirks Mai bzw. noch länger ausreichen sollen. Das höchste Tarif- und Pinneberg jämtliche Arbeiter in den Streit getreten bzw. entleitung fordert die Erhöhung um eine weitere Mark, also gehalt für einen qualifizierten 38 Jahre alten lassen worden sind, beschloß eine Versammlung der Arbeiterschaft fünf Mart wöchentlich mehr.„ Bewilligt den Gewerkschafts- Angestellten beträgt nach dem Aprilabkommen 5085 M. der Dienststellen der Güterabfertigung Hamburg- Hannover, Hambureaufraten" leinen Pfennig Beitragserhöhung, uns aber Die Arbeitgeber vergaßen bisher bei keiner ihrer vielen Listen- burg- Eilgut und Hamburg- B. die Arbeit solange zu verweigern, fünf Marf wöchentlich Erhöhung!" bis die entlassenen Arbeiter der übrigen Bahnmeistereien wieder eingestellt sind. „ Troß der Teuerung. Wegen der Teuerung. Immer noch werden Zigaretten geraucht, immer noch wird Bier getrunken. Und wir wünschen nur, daß die Arbeiter sich mehr gönnen fönnen an Erholung und Zerstreuung... Aber von den Sommunisten müssen wir verlangen, daß sie nun mal auf eine 3igarette und ein Glas Bier berzichten, um ihre Mitgliedschaft und ihr Zeitungsabonnement aufrecht zu er halten." Seftiererfanatismus befähigt zu großen Dpfern. Dennoch fagt man sich in der Zentrale":" Je geringer die Gewerkschaftsbeiträge, um so weniger können die Gewerkschaften leisten, um so mehr können die Kommunisten die Gewerkschaften und ihre Presse kriti fieren und um so höher können die kommunistischen Parteibeiträge bemessen werden." eichsfammlung ,, Brüder in Not" für die hungernden Rußlanddeutschen Rie und für deutsche Auslandflüchtlinge Banktonto: Preußische Staatsbant, Berlin W 56 Postichedtonto: Berlin Nw 7, Nr. 656 00 preiserhöhungen auf die ungeheure Steigerung der Löhne und Gehälter hinzuweisen. Ein Vergleich der heutigen Warenverkaufspreise mit obengenanntem Höchstgehalt dürfte Käufern und Verbrauchern chirurgischer Instrumente und Artifel zum Nachdenken Anlaß geben. Der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin wird sich mit der Angelegenheit beschäftigen. Eisenbahner- Reichsgewerkschaft und DEV. Aus dem Verhalten der Kommunisten gegen Erhöhung der Gewerkschaftsbeiträge und für Erhöhung der Beiträge an ihre Partei dürfen wir nicht nur Schlüsse ziehen für die Art der„ Gewerkschaftsfreundschaft" der Kommunisten, Die B. S.- Korrespondenz berichtete und die Tll. gibt es weiter, fondern außerdem auch hinsichtlich der Opferfreudigkeit daß zwischen der Reichsgewerkschaft der Eisenbahner und dem Deutfür die eigene Sache, die sich nicht in der Beitragsleistung fchen Eisenbahnerverband Berhandlungen im Gange find zur Vererichöpft, sondern sich auch in der Mitarbeit, im erschmelzung beider Organisationen. Der Absicht begegnen in fammlungsbefuc, im Halten des Parteiorgans und beiden Lagern erhebliche Schwierigkeiten, da die Reichsgewerkschaft im Kampfe um die Verfechtung unserer Ueberzeugung zutage treten fich fürzlich mit der aus fommunistischen, fyndikalistischen und uniomuß. Wollen wir nicht den ehemaligen Weltrevolutionären" und nistischen Elementen bestehenden Gewerkschaft deutscher Reichsbahnheutigen Weltkongreßlern das Feld überlassen, müssen wir fozialarbeiter und-handwerker verbunden habe. Eine Einheitsorganidemokratische Gewerkschaftler mehr als bisher aus uns heraus- fation der Unterbeamten und Arbeiter wäre jedenfalls wünschenswert. gehen und dürfen uns troß dem Efel vor dem ganzen verlogenen tommunistischen Treiben nicht scheuen, ihm gehörig entgegenzutreten. Lohnbewegung im Engros- Fleischergewerbe. Am 12. Mai hat der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin folgenden Schiedsspruch ab 1. Mai gefällt: Wochenlohn für Gesellen über 20 Jahre 1080 M., unter 20 Jahren 850 m., 1 Jahr nach der Lehre 630 M.; Kutscher 900 m., Aushilfen für den ganzen Tag 250 M., für einen halben Tag 175 M. Ein Streit der jaarländischen Banfangestellten, an dem 90 Proz. der Angestellten beteiligt sind, ist gestern morgen aus. den in Nr. 229 des Vorwärts", Dienstag- Abendausgabe, geschilderten Ursachen ausgebrochen. Fast sämtliche Banten find zur Stillegung gezwungen. Vielleicht bequemen sich ihre Inhaber nunmehr zum Abschluß eines Larifvertrages mit anständigen Gehältern. Lohnerhebung in Belgien. Entsprechend einem Verlangen der Leitung des belgischen Fabrikantenverbandes hat die Gewerkschaftstommission fürzlich beschlossen, eine umfassende Lohnerhebung im ganzen Lande mit Hilfe der angeschlossenen Gewerkschaften zu veranstalten. Funktionäre des Fabritarbeiterverbandes. Montag 6/2 Uhr, in den Königs. bant- Feftfälen, Große Frankfurter Straße 117, Bersammlung sämtlicher Funktionäre ( Bertrauensleute, Betriebsräte usw.) Bericht von der legten Beiratsfizung. Zutritt haben nur Funktionäre des Fabritarbeiterverbandes unter Vorzeigung der Funktionärtarte und des Mitgliedsbuches. Deutscher Transportarbeiterverband. Branche 7, Graphisches Gewerbe: Montag 6 Uhr bei Prasser, Michaelfirch. Ecke Wusterhaufener Straße, wichtige Bertrauensmännerfißung aller Gruppen. Branche 7 H, Zeitungsgewerbe: Mon. tag 28 Uhr bei Fenfara, Melchiorfit. 15, wichtige Vertrauensmänfterversamm. futfcher: Dienstag 7 Uhr im Lotal Englischer Hof, Alexanderstr. 27c, Bersamm. lung. Bericht der Lohntommiffion. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. lung. Die den Unternehmern zu stellenden Forderungen.. Gruppe Fourage. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Bezirk Kreuzberg: Montag für den 1. Bezirk ist nicht morgen, sondern erst am Montag, den 6 Uhr bei Gliefing, Wassertorstr. 62, Bezirksversammlung. Die Bersammlung 29. Mai, um 7 Uhr, Am Königsgraben 2 1. 18. Bezirk: Montag 6 Uhr int Realgymnasium, Weißensee, Wöldpromenade, Bezirksversammlung. Lohn und Manteltarif. Gewerkschaftsangelegenheiten. Die Bezirksleitung. Zigarettenindustrie. Deffentliche Bersammlung aller faufmännischen Ange ftellten Dienstag 7 Uhr in der Neuen Philharmonie, Röpenider Str. 96/97 ( Ruhmesfaal). Wie sieht unser neuer Tarifvertrag aus? Stellungnahme und Beschlußfassung. Das Erscheinen aller in dieser Branche beschäftigten Angestellten ist unbedingt notwendig! Bentralverband der Angestellten. Wilhelm- Str. 31. Referent Aufhäuser: ,, Bon London bis Rom". Afa- Mitgliederversammlung. Dienstag 7 Uhr in den Mufiterfälen, Raiser. Berantw. für den redakt. Teil: Franz Alühs. Berlin- Lichterfelbe; für An. eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag 6. m. b. 5., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenſtr. 3. Jogal Hierzu 3 Beilagen. hervorragend bewährt bei: Grippe Serenschuß Nervenfchmerzen. Gicht Rheuma Ischias An alle Bauarbeiter im Hoch- und Betonban. Das jetzige Lohnabkommen läuft am 31. Mai ab. Neue Lohnverhandlungen mit dem Verband der Baugeschäfte sind in der Woche vom 22. bis 27. Mai. Vom Verband der Baugeschäfte wurde uns Dieser Schiedsspruch wurde von den Arbeitgebern ein in letzter Zeit wiederholt gemeldet, daß auf mehreren Baustellen ftimmig abgelehnt. Das Groß- Schlächtergewerbe habe zurzeit bei organisierten Firmen- tarifmidrige Forderungen wirtschaftlich schwer zu kämpfen und könne eine Belastung durch gestellt und wo diese nicht bewilligt wurden, Arbeitseinstellungen er- neue Lohnerhöhung nicht tragen.. Bei den Verhandlungen wurde folgten. In Nr. 20 des ,, Sentralblattes für das Deutsche Baugewerbe" gesagt, daß die Gesellen schon bedeutend höhere Löhne erhalten als wird vom Verband der Baugeschäfte im besonderen auf die gegen- in anderen Berufen, was ebenfalls nicht allgemein zutrifft. Die wärtigen Zustände auf den Arbeitsstellen hingewiesen und die Mit- Groß- Schlächtermeister sagen, daß sie nichts verdienen. Man muß glieder des genannten Berbandes merden aufgefordert, alle Tarif- fich aber fragen: Wie ist es möglich, daß die Fleischermeister, die nach berlegungen zu melden. II. a. enthält das Rundschreiben Nr. 4 die Aufhebung der Zwangswirtschaft 10 Schweine zu einem Preise von Bemerkung: Es muß gelingen, beweisträftige Angaben zu be- 30 000 m. getauft haben, heute 20 faufen können, die 130 000 m. fommen, mit denen wir etwas anfangen können." Der Vereins- fosten, also den vier- bis viereinhalbfachen Betrag zweimal zugleich o gal tillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. In allen porstand nimmt Gelegenheit, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, zahlen können. Da es auf Kredit nichts zu kaufen gibt, muß man Apotheken erhältlich. daß Arbeitseinstellungen, die während der Geltungs- fich schon fragen: Wo fommt das Geld her? Geht man durch die Ausführl. Broschüre gratis und franko. Fabrik Pharmacia, München 27. westlichen Vororte Halensee, Grunewald usw. und fragt, 90 von 100 Fällen hören, daß es ein notleidender Fleischer. wem die Billen gehören oder wer da bauen läßt, fann man in meister ist, aber der Lohn für die Arbeiter fann nicht gezahlt werden, von wegen der schweren wirtschaftlichen Bedrängnis". " dauer des regelmäßigen Lohnabkommens vorgenommen werden, tarifwidrig sind und vom Bauarbeiterverband unter teinen Umständen unterstützt werden. Im übrigen sind die Bauhilfsarbeiter bei derartigen Arbeitseinstellungen in der Regel die Leidtragenden. Die Mitglieder des Deutschen Bauarbeiterverbandes müssen sich darüber flar sein, daß, abgesehen von allen übrigen Begleiterscheinungen, der Verhandlungsfommission durch eigenmächtiges Borgehen ihre Aufgabe sehr erschwert wird. Der V..cinsvorstand. Zur Unterstützung der Metallarbeiter in Süddeutschland erachten die Berliner Steinarbeiter einen Ertrabeitrag von fünf Mart als zu gering, ba 5 M. bei der heutigen Geldentwertung nichts bedeuten. Es müsse unverzüglich beschlossen werden, einen AWertheim Leipziger Straße( Versand- Abteilung) Königstraße Rosenthaler Straße DamenMoritzplatz Best. 64,3% Acid acet. salic., 0406% Chinin. 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Koch& Seeland b. H. Gertraudtenstraße 20-21. D Bei Kopfschmerz Erhältlich n Apotheken. R ifrovanillenkfurt/ MS. bevorzugt Migräna. Zahnschmerz Rheuma Besondere Abtellung für Chem.- Pharm. Laborat Otto& Co., Frankfurt a. M. S. 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Ürteil hat die Straffammer durch gehäffige Säße die politische fallen dort die haushohen Sandberge auf den breiten vorgelagerten schäftsordnungsdebatte. Abg. Dr. Meyer( Komm.) wirft Ehre des Dr. Roebisch zu vernichten versucht. Als Dr. Koebisch Strand und auf ihren Höhen rauscht alter, fagenumwobener Wald. ben Sozialdemokraten vor, für die Beschränkung der Redezeit bei sich hiergegen erfolgreich beschwerte, hat die Kammer in einem Die Perle des Samlandstrandes ist zweifellos der malerische, teilder allgemeinen Besprechung auf 1½ Stunden gestimmt zu haben; zweiten Urteil hierfür Rache genommen. Hier trifft sie nämlich die weise auf den Höhen am Meere, teilweise in einem von den Sanddieselben Leute, die in der Angelegenheit der Sozialrevolutionäre gerichtliche Feststellung, daß Dr. Koebisch als Arzt eine Oberschwester bergen umgebenen Teile liegende Badeort Rauschen. Er dehnt das Maul nicht weit genug aufreißen tönnten, wollten verhindern, vergewaltigt" habe. Dabei nimmt das Gericht selber als sich in ansehnlicher Breite am Ufer und verliert sich landeinwärts im daß über die deutschen politischen Gefangenen ausreichend ge- Tatbestand nur an, daß Dr. Koebisch bei einer ärztlichen Walde. sprochen werden kann. Es wird auf Antrag Limbert( S03.) be- Untersuchung, der sich etwas sträubenden alten Jungfer Die Küste von Rauschen bis Brüsterort weist viele, zuschlossen, die Redezeit auf 2 Stunden festzusehen, weil eine sozial- zum Zwecke der Untersuchung weilen tief ins Land einschneidende, wilde, seltsam geformte Schluchdemokratische und eine unabhängige Große Anfrage mit zur habe. Dies ist nach Ansicht des Gerichts eine Vergewaltigung. der friedlich die Strahlen der Sonne oder des Mondes widergibt. das Hemd hochgehoben ten auf. Nicht immer liegt die See unschuldig da wie ein Spiegel, Besprechung stehe; die sozialdemokratische fordert Maßnahmen( Schallende Heiterfeit.) Mit Hilfe dieses Urteils fuchen jetzt die Bom Sturm gepeitscht donnern die Wogen gegen die Küste, untergegen Staatsanwälte, namentlich in den Provinzen Sachsen| Deutschnationalen den Dr. Koebisch wirtschaftlich zu ver waschen sie. Die des Haltes beraubten oberen Schichten der Sandund Hannover, wegen Anklageerhebung wegen Landfriedensbruch nichten und ihm die Patienten abzutreiben. Der Redner fagt: berge stürzen auf den Strand und die Wellen spülen sie alsbald gegen Teilnehmer an Kundgebungen zum Schuße der Repu Im Gegensatz zu meiner sonstigen Gepflogenheit, tann ich diesen hinweg. Der Regen des Herbstes ist ein treuer Helfer des Meeres blit im Zusammenhang mit der Ermordung Erzbergers. Die Richtern den guten Glauben nicht zugestehen. Richter, die in dieser bei diesem Zerstörungswert. Schlanke Tannen und Kiefern ragen unabhängige Anfrage richtet sich gegen ein Urteil des Landgerichts Weise ihre Macht mißbrauchen, um sich an einem politischen Gegner auf abgestürzten Erbschollen empor wie die Masten gesunkener Magdeburg wider 16 Neuhaldenslebener Arbeiter, die gelegentlich zu rächen, sind in meinen Augen feine Richter, fondern Schurten, Schiffe, zahlreiche nackte Wurzeln zeugen von dem Bernichtungseiner Demonstration aus Anlaß der Ermordung Erzbergers schwarz- die zu Unrecht den Richtertalar tragen.( Der Präsident ruft den willen der Natur. Bald auf den Höhen, bald am Strande wandernd, weißrote Fahnen verbrannt haben; fie fordert Maßnahmen, um der Redner zur Ordnung.) Sehr seltsam ist auch der Fall des Amts- durch dunkle Schluchten und Engpässe hindurch, gelangt man zu dem art harte Urteile, die sich direkt gegen die Arbeiter und indirekt gegen gerichtsrats Gauß in Leobschüß, der den Vorsiz des Pachteinigungs- herrlichen Park von Warniten, der die Schöpfung eines Oberdie Republik richten, in Zukunft unmöglich zu machen. amtes führt. Da feine soziale Rechtsprechung den Großgrund försters Gebauer ist. Zwei Schluchten, die Fuchsschlucht im Often Justizminister Am Zehnhoff hält die Einleitungsrede. Eine besigern nicht past, erhält Gauß eines Tages von seinem und die Wolfsschlucht im Westen grenzen ihn ein. Zwischen alten Klaffenjustiz gibt es für ihn natürlich nicht. Er will nicht alles ver vorgefeßten Landgerichtspräsidenten die Aufforderung, den Vorsitz Buchen, deren Blätter im Sonnenlicht sanftes Grün ausstrahlen, treten, was in seinem Reiche geschieht, aber wenn die Richter fich im Pachteinigungsamt niederzulegen. Richterliche Unabhängigkeit, ziehen sich wohlgepflegte Wege dahin. Im Parke liegt eine Benoch nicht in den Geist der neuen Zeit einpassen könnten, dürfe wie diese Herren sie auffassen! Das Justizministerium erklärt gräbnisstätte, die von einem vom Blitz gefällten Baume überragt man nicht vergessen, welche Rolle Erziehung und Tradition hier zwar mit uns zahlreiche Urteile für beklagenswert, aber es tut wird; ein wahrhaft ergreifendes Grabmal der Natur. Zahlreiche spielen. Trotz aller politischen Meinungsfreiheit müsse man aller nichts gegen fie. Daran ist auch großenteils die Treppen und gewundene Wege führen in die größte und schönste dings von den Justizbeamten verlangen, daß nichts geschehe, was Personalpolifit des Justizminifteriums Schlucht der Nordküfte, die Wolfsschlucht hinab, in deren Tiefe ein. dem Ansehen des republikanischen Staates Abbruch tue. fleiner Bach fließt, an dessen Mündung gewaltige vom Meere umNatürlich dürfe man auch nicht Einzelfälle verallgemeinern. Im schuld. Demokratische Richter verschwinden in Grundbuchämtern brandete Findlingsblöde liegen. Nach dem Durchschreiten von einzelnen ließen sich dann der Minister wie einzelne seiner Beamten und dergleichen, deutschnationale fommen in Straflammern. Das Groß- Ruhren erreicht man alsbald Brüsterort, das früher über die Fragen der Justizreform und des Strafvollzugs Richterbund stüßen, dessen Gründung zu begrüßen ist. Bor heute ferne Schiffe vor dem gefährlichen, weit ins Meer hineinragenJustizministerium sollte sich auf den republitanischen der Mittelpunkt der Bernsteinfischerei war und dessen Leuchttürme aus, der von der Staatsanwaltschaft losgelöst werden soll. allem sollte auch das Ministerium von seinem Begnadigungs- den Riff warnt. Hier biegt die Nordküste fast im rechten Winkel recht da den weitesten Gebrauch machen, wo mit zweierlei Maß nach Süden um und der Blick umspannt einen weiten Meeresbogen. gemessen worden ist. Das trifft namentlich auf die Vorgänge zu, Es ist ein romantisches Stückchen Erde, das man nicht vergessen kann, Im Gegensatz zu früheren Etatsdebatten streiten wir nicht mehr die sich im Anschluß an die Ermordung Erzbergers abspielten. Wenn wenn man sich seine Schönheiten erwandert hat. darüber, ob politische Fehlurteile vorkommen das geben jetzt es in Bielefeld vorgekommen ist, daß Arbeiter, die wegen Störung selbst die Herren der Rechten zu-, sondern darüber, ob es viel eines Kriegervereinsfestes angeklagt waren, fid, for ein afte neuer Tarif in Kraft getreten, der Fahrpreise und Frachtfäße nach per wenig sind. Da ist es freilich ein sophistischer Trick, all die schworenengericht verantworten sollten, deſſen Mitglieder zur Hälfte Amrum, Helgoland, Muntmarsch, Westerland( Sylt) Bälle als Maßstab mitheranzuziehen, bei denen der Sache nach felbft Kriegervereinler waren und dessen Gerichtsvorsitzender Reserve- und Wyt( Föhr) enthält. Eine Reihe von Tarifbestimmungen hat gar feine Gelegenheit zu politischen Fehlurteilen vorliegt. offizier des Regiments ist, dessen Feier gestört wurde, so kann man besondere Aenderungen gegen die bisherigen Tarife gleicher Art erUnsere Richter find gewiß materiell unbestechlich, aber dieses Lob fich nicht wundern, wenn bei den Angeklagten der Eindrud ent- fahren, von denen als die wichtigsten folgende genannt seien: Die wird start eingeschränft, wenn sie sich um so leichter durch reat steht: nicht objektive Richter, sondern ihre politischen Gegner im übrigen innerdeutschen Eisenbahnverkehr gewährten Fahrpreistionäre politische Gesinnung von der Bahn des Rechts urteilten sie ab. Dieser Zusband muß beseitigt werden. Solange ermäßigungen werden mit Ausnahme der Zeit-, Schüler- und ablenken lassen. Dies können wir durch massenhafte Beispiele be- ein Teil der Bevölkerung immer nur Objekt der Recht Arbeiterkarten und mit Ausnahme der Fahrpreisermäßigung zuweisen. Da die beschränkte Redezeit hierzu nicht ausreicht, lege ich sprechung ist, tann das Mißtrauen gegen die Justiz nicht schwin- gunsten der Jugendpflege auch auf den Schiffsstreden gedie im Hauptausschuß von uns vorgetragenen Fälle als Druck den. Deshalb fordern wir Justizreform und Demokratifierung der währt, so daß auch bei Fahrpreisermäßigungen nunmehr eine fchrift„ Bilanz der Rechtsprechung" auf den Tisch des Hauses Rechtspflege. Ohne Bertrauen zur Rechtspflege vermag der Staat durchgehende Abfertigung der Reifenden bis zum Reiseziel gewährt nieder. Der Redner geht in Kürze eine Anzahl der wichtigsten Fälle nicht zu bestehen.( Lebhafter Beifall lints.) durch. Wenn der Vorwurf der Käuflichkeit und Schiebung gegen Minister Severing an dem Berleumder, dem deutsch völkischen Schriftsteller Klein- Rhoden, mit 200 m. Geldstrafe geahndet wird, wenn ein Breslauer Gericht die Schmähungen eines anderen deutschnationalen Verleumders gegen Severing als feststehendes politisches Urteil über Severing" bezeichnet und den Beleidiger freispricht, so hat bei diesen Urteilen sicher die Abg. Kuffner( Soz.): Der Vertreter des Justizministers gibt einige vom Borredner aufgezählte Fälle zu, andere fennt er nicht, und den Reft versucht er zu entschuldigen. Ein anderer Regierungsvertreter bestätigte, daß im Fall Röbisch ein Werturteil über den demofratischen Arzt gefällt worden sei, aber ein politisches Urteil zu fällen, habe dem Gericht ferngelegen. Auf diese Erwiderung schallte höhnisches Gelächter als die einzig richtige Antwort von links herüber. Für den Seebäderverkehr nach den nordfriesischen Inseln ist ein werden kann. Stadt Worms übergegangen. In den Räumen der Stadtschule wurde durch die Michelstadt( Odenwald). Das Kurhaus Michelstadt ist in den Besitz der Pfingsten jeden Jahres eine von tünstlerischen Gefichtspuntten geleitete BeStadtverwaltung eine Jugendherberge eingerichtet. leuchtung des uralten Rathauses statt. Auskunft in allen Verkehrsfragen erBon jest ab findet an teilt die Bürgermeisterei. Prospette unentgeltlich. find in vollem Gange. Die meisten Häuser sind bereits geöffnet und Taben zum Ostseebad Travemünde. Die Borbereitungen zur Eröffnung der Kurzeit Besuch ein. Am 22. Juni beginnt die Travemünder Woche, die am 29. Juni mit einer Wettfahrt Travemünde- Warnemünde endigen wird. Am 30. Juni 1. und 2. Juli finden zum ersten Male seit Kriegsausbruch wieder Pferderennen statt. Darauf folgt das Tennisturnier und gegen Mitte August das mai und Juni wählen, weil gravemünde, bann nog nie bou hit tonate sucht, follte dazu die jedem Gast bequeme Unterkunft gewähne ban Animofität gegen den sozialistischen Minister mitgesprochen. Der Antisemit 2ebius, der wegen Aufforderung zum Mord an fünf Pazifisten 1000 m. Geldstrafe bekommen hat, so daß er von neuem zum Mord auffordert. Redner bez borbehaltlos auf den Boden der neuen Staatsform stellen, und ihre gaunushöhen gegen rauhe Winde geschüßte weltbekannte seil- und Erholungs hat dieses Urteil treffenderweise als eine Ermutigung aufgefaßt, Tendenz: das Ausspuden am Judenfriedhof ist straflos, ebenso die Aufforderung„ Judenblut muß fließen". Aber die Aufforderung eines jüdischen Kaufmannes an einen Hakenkreuzjüngling, sein Hakenkreuz abzulegen, wird von der Breslauer Straffammer als gemeingefährliche Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit" bezeichnet, die„ nicht energisch genug" bestraft werden könnte. Weiter behandelt der Redner eine Anzahl unterschiedlicher Urteile wegen Bernichtung der roten und der schwarzweißrofen Flagge. Auffallend ist, daß bei Vernichtung der schwarzweißroten Fahne durch sozialistische Arbeiter immer Landfriedensbruch vor liegen soll, bei Bernichtung der roten Fahne durch Nationalisten immer nur Sachbeschädigung und dergl. leichte Delikte, obmohl z. B. in Borkum die Vernichtung der roten Fahne durch den Ueberfall eines bewaffneten Trupps antisemitischer Rowdies Abg. Goebel( 3entr.) sucht die Richter als Menschen, die mehr oder weniger ein Produkt ihrer Erziehung und Umgebung sind, zu entschuldigen. Von den Richtern müsse verlangt werden, daß sie sich Kritiker dürften nicht einzelne Fälle verallgemeinern. Abg. mann( Dnat. Bp.) fordert, daß sich der Minister sofort dazu äußert, Rede Kuttners habe keinen Eindrud gemacht, da unter hundert wenn ihm unterstellte Richter als Schurken bezeichnet werden. Die tausend Urteilen schon leicht Fehlsprüche vorhanden sein fönnen. Gegen die Behauptung des Redners, daß bei der Besehung der höheren Stellen in der Justizverwaltung nach der politischen Besinnung gefragt werde, protestiert der Justizminister Abg. Eichhoff( D. Bp.) fordert die Justizverwaltung auf, die vielen falschen Pressemeldungen über Gerichtsverhandlungen energischer und rascher zu berichtigen.( Wie gern und wie eifrig würde die Justizverwaltung das tun, wenn es etwas zu berichtigen gäbe! Red.) fofort. Zum Schluß bringen die Kommunisten einen Initiativantrag auf eine friedliche fozialdemokratische Demonstration erfolgte. Aus- auf Erlaß eines Amneſtiegesezes ein. Präsident Leinert erklärt dazu, daß aus geschäftsordnungsmäßigen Gründen dieser Antrag nicht mit dem Justizetat verbunden werden kann. Um 46 Uhr wird die Weiterberatung auf Montag 11 Uhr vertagt. führlich behandelt der Redner den Kampf der Straffammer in Dels Bad Nauheim. Das im schönen Hessenlande, gelegene, von bemaldeten erfreulicherweise unsere Landsleute in besonders großer Bahl vertreten sind. ersten Antömmlinge find. Die Bade- und Kuranlagen find in vollem Betrieb. Ihnen folgen die Skandinavier, Schweizer und Holländer, die alljährlich die wird der bisherige Nachtdampferdienst in Tagesdampfer umgewandelt. Die Säfen Tiffingen einerseits und Folte stone andererseits werben anspruchen, wovon auf offene Gee 3 Stunden entfallen. Die bisher feftſtehenden Fahrzeiten sind: Berlin( Friedrichſtrage) ab 10.42 the bisher feftſtehen. Neuerung im Verkehr nach und von London über Blissingen. Ab 1. Juni beibehalten. Die Ueberfahrt mit dem Dampfer wird nur zirka 5 Stunden beburg, Krefeld, Goch usw., an Vlissingen 2.15 Uhr nachmittags, an London ( Bittoria St.) zirka 10 Uhr abends. In umgekehrter Richtung verfäßt man London( Biktoria St.) zirka 8 Uhr vormittags, ab Bliffingen 4.55 Uhr nachmittags. Ankunft Berlin 8.18 vormittags. Das Bureau der Bliffinger Route und können alle weiteren Auskünfte sowie die erforderlichen Fahrkarten, Bett( Brasch& Rothenstein) befindet sich in Berlin NW. 8, Unter den Linden 71, tarten und Rabinenpläge durch dasselbe bezogen werden. Bad Salzuflen( Lippe) ist eine Stadt von rund 7000 Einwohnern und liegt 75 Meter über dem Meere an der Salze, unweit ihrer Mündung in die Bega, einem Nebenfluß der Werre. Ausläufer des lippischen Hügellandes ( Bierenberg 256 Meter, Obernberg 248 Meter) mit prächtigen, saub- und Tannenwaldungen umrahmen, ſchülgend von Rotben, ausgedehnten das Bad, während im Südwesten das breite, wiesenreiche Werrebal hinleitet am Teutoburger Walde. Die Bahnfahrt dauert von Berlin und Hamburg 8, Don Röln 42, von Bremen 4, von Hannover und Dortmund 2 Stunden. Zurzeit find als Kurmittel 4 Solequellen und 1 Thermalsolefprudel vorhanden. Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1. Sportanzug aus Waschstoff für Knaben und junge Herren Größe Größe 7-12 Nfsrael GEGR. 1815 BERLIN CKÖNIGSTR. 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Die notwendigsten Lebensmittel verschlingen fast das gesamte Einkommen« Ii*) Das Thema, das wir am vorigen Sonntag an dieser Stelle zum erstenmal angeschnitten haben, hat außerordentliche Beachtung ge- funden. Das Material, das uns weiter zur Verfügung steht, läßt zunächst erkennen, daß jeder— ganz wenige Ausnahmen zuge- standen—, der sich durch redliche Hand- oder Kopfarbeit im Solds eines Unternehmers, des Staates oder der Gemeinde ernähren muß, bei äußerste? Sparsamkeit kaum mehr erschwingen kann, als zur Bestreitung der notwendigsten Lebensmittel für sich und seine Familie erforderlich ist. Alle Anschaffungen und Ergänzungen an Kleidung, Wohnungsstücken usw. müssen sozusagen erhungert werden. Ueberall tritt dort die gesunkene Kaufkraft des Geldes als ein furchtbarer Faktor auf, den auch sonst gedankenlose Besserwisser berücksichtigen sollten, bevor sie die Ursache der großen Teuerung in den„hohen" Löhnen sehen. Der Haushalt eines Unterbeamten. Von einem Vosthilssschafsner, der das dritte Jahr im Reichs- dienst steht und der eine Frau und ein Kind zu versorgen hat, er- halten wir zu unserem Thema folgende Aufschlüsse. Seine Ein- nahmen setzen sich im Monat zusammen aus: Gebalt...... WirtschaftSzuicblag.. Teuerungszuschlag.. Kinderzulage für ein Frauenzulage.... Wirtschaftsbeihilfe Kind 1062,50 M. 266,66, 1016,66, 250,—, 208,83„ 326,70, Zusammen: 3150,85 Tit. Dieser Einnahme steht folgende Ausgabe gegenüber: Mittagessen pro Tag 15,— M.— 18 Brote....i 15,20,= 10 Pfd. Margarine„ 35,—,= 4. Wurst... 30—.= 4„ Käse..„ 32,—„— Sonstige Ausgab f.Nahrungemitt Zusammen sür Nahrung 2371,60 M, im Monat Ferner für Miete . Gas Kohlen 1350,— M. im Monat 273.60... 350,—„„, 120,-... 1-iz_ ISO'- I I .... 65,— M. pr. Monat ... 65,„« m .... 60,—.... (Ts handelt sich um einen Postboten,) , Stieielreparaluren*) Abzüge für Steuern..... ,, Krankenkasse... r, Kleiderlasse... 200,— M. pr. Monat 198,—... 10,—„00 25,-„.. 653— M. Also Gesamtausgaben 3024,60 21t. Der Rest von 106 M. reicht natürlich bei weitem nicht für die übrigen Bedürfnisse aus. Die Leute müssen durch Nebenarbeiten versuchen, sich Einnahmen zu verschnfse», da sie sonst völlig außer- stände sind, andere Anschaffungen zu machen. Es ist noch ein Glücks- umstand, daß größere Ausgaben für Fahrgeld sortfallen, da der Mann seine Dienststelle zu Fuß erreichen kann, sonst, wäre das Ge- halt schon hei diesen äußerst bescheidenen Ausgaben längst ver- braucht und dt? Leute hätten„über ihre Verhältnisse" gelebt. Man beachte, dab bei der Aufrechnung kein Pfennig für den Ersah von Kleidern, Wäsche usw. enthalten ist. Ein Lehrerhaushalt. Ein Lehrer, zu dessen Familie außer der Frau zwei schul- Pflichtige Zungen gehören, macht über seine wirtschaftliche Lage folzcLdc Single»: Ich erhalt« mein Gehalt vierteljährlich. Da die Teuerung von Monat zu Monat, ja von Woche zu Woche steigt, entspricht die ausgezahlte Summe niemals auch nur annähernd dem Stande der Preise, Die Folge davon ist, daß wir am Ende eines Vierteljahrs fast immer dem Nichts gegenüberstehen, und daß ich, falls keine Zulage bewilligt wird, gezwungen bin, das Pfandhaus *) Siehe„Vorwärts" Nr. 226, in Anspruch zu nehmen. Ein Lehrer in dieser Stellung hatte früher immerhin ein gesichertes Einkommen, er war nach dieser Richtung von größeren Sorgen befreit. Heute ist es durch die Umwertung aller materiellen Werte anders geworden. Meine Söhne besuchen cine höhere Lehranstalt. Sie lernen sehr gut. Ich möchte sie studieren lassen. Dieser Plan wird nur unter sehr großen Opfern durchgeführt werden können, wenn uns nicht die Not zwingt, überhaupt davon Abstand zu nehmen. Ich hatte im letzten Vierteljahr ein Einkommen von 11 700 M und erhielt dann noch 3600 M. Zulage, insgesamt 15 300 2lt. Von diesem Betrage sind Steuern allerdings schon ab- gerechnet. Ich gehöre also noch zu den besonders„hoch" bezahlten Arbeitern. Nehmen wir das Vierteljahr zu 90 Tagen an, dann er- gibt sich folgende Rechnung: Mittagessen........ pro Tag 70 M.--- 6300 M. Brot..........., 22,= 1980. Fett..........,. 22, 1980, Sonstige Ausgaben für Nahrung.. 20„— 1800„ Zusammen sür Nahrung 12060 M. Ferner für Miete pro Vierteljahr .Gas . Schulgeld,. 850 M. 800, --- 250. 1400 M, Zusammen 13460 2N. Der Rest von etwa 1800 M.(in einem Vierteljahr) geht für Beiträge verschiedenster Art, Reparaturen und andere unvorher- gesehenen Ausgaben, für Kohle, Seife, Soda, Hefte, Bücher, Blei- stifte usw. restlos auf. Wie ein TNiiiagessen für vier Personen zu 70 IN. ansfiehk, geht aus folgender Zusammenstellung hervor: 1 Pfund Linsen..... 18 Mark 1, Wurst...... 46, 2, Karloffel»..., 6„ Zil!ammen 70 Mark Es ist ganz selbstverständlich, daß auch hier die Frau sämtliche Reparaturen an Kleidern und Wüsche selbst ausführen muß. Ganz besonders muh aber immer wieder betont werden, daß es sich hier um keinen krassen Fall der Rot handelt. Man ersieht aber daraus, in welcher furchtbaren Lage sich jene befinden müssen, deren Ein- kommen weit hinter dem hier angeführten bleibt. Auch auf solche Fälle werden wir hier noch zurückkommen. Der Zoo im Zrühjahr. Jetzt, da der Frühling endlich mit Ernst einsetzt, beginnen auch die Wanderungen nach unserem altbcliebten Zoologischen Garten wieder zuzunehmen. Die meisten Besucher lenken ihre Schritte bald zur„Menschenaffenstation" im Neuen Affenhause, wo sich leider nur ein großer Schimpanse erhalten hat. Die große Empfindlichkeit sol- cher Tiere gegen unser Klima führt meist schnell zu ihrem Eingehen, und wohl nur die berühmte Missi hat sich über fünf Jahre in hiesiger Gefangenschaft bewährt, Im übrigen können wir mit dem Bestände unseres Zoo an Bier- hänpern zufrieden sein. Im alten Affenhause fletscht der große Drill aus Afrika grimmig die Zähne, während seine kleineren Verwandten das Publikum ergötzen. Auch Fasanerie und Vogelhäuser sind reich bevölkert. Im großen Raubtierhause haben wir unsere Freude an der majestätischen Erscheinung des großen Königstigers und am gesun- den Heranwachsen der jungen Löwen und müssen uns für den Aus- fall an gefleckten Katzenarten mit Wölfen, Schakalen und Hyänen trösten. Heranwachsende Jugend schauen wir auch in den Rinder- gehegen am jungen Jak, der im September vorigen Jahres im Gar- ten das Licht der Welt erblickt hat. Neben Zebus, Kaffernbüffel und podolischen Rindern betrachten wir mit gewisser Wehmut den Ver- treter zweier dem Untergange geweihten Gattungen, Bison und Wi- sent. Der Bison, der eigentliche Büffel der amerikanischen Prärie und wohlbekannt aus den alten Indianergeschichten, ist bei den rasen- den Verfolgungen durch ausbeutende Jäger fett Menschenaltern im Aussterben begriffen, so daß auch die in neuerer Zeit getroffenen Maßregeln zu seiner Schonung nicht mehr viel nützen. Und voll- ends der Wisent, den man früher fälschlicherweise für den längst ausgestorbenen Auerochsen hielt, wird, zumal seit der Weltkrieg sein letztes Heim in der Heide von Bjalowic vernichtet hat, in absehbarer Zeit von der Erde verschwunden sein. Reich an Bewohnern ist das Antilopenhaus. Neben dem un> heimlichen Gnu und anderen Antilopen treffen wir hier auch Kamels sowie Ziegen und Schafe aus Kamerun, die eine traurige Erinnerung an die verlorenen Kolonien wachrufen. Serbische Ziegen ohne Hör- ncr mit langem Wollhaar zeigen sich bei den Stallungen der Dro- medare und Lamas. Im Bärenzwinger bewegen sich das stattliche Eisbärenweibchen und vier braune Gesellen. Aus dem kleinen Haufe in seiner Nähe, dem Heim der marderartigen Raubtiere, des Land- schnabeltieres und anderer klarer, aber seltener Geschöpfe, ertönt gegenwärtig das muntere Kläffen junger Terrier, irischer und rauh- haariger. Die stattlichen Gebäude auf der entgegengesetzten Seile üben noch immer besondere Anziehungskraft. Im Flußpferdehaus« bewegt sich der alte verwittwete halbblinde Nilbewohner im Wasser und zeigt emportauchend den staunenden Besuchern seine unförmige Gestalt. Sein kleinerer, jetzt aber auch erheblich gewachsener Ver- wandter, das Zwergflußpferd, fühlt sich im Elefantenhause wohl, wo neben den großen Dickhäutern just auch Hissarzebus, darunter ein jüngst geborenes, weilen. Wenn wir auch oft empfinden, daß der Welkrieg unserem Tierbestande manche schwere Wunde geschlagen hat, so dürfen wir dennoch auf das, was uns erhalten und oft durch dankenswerte Schenkungen vermehrt worden ist, stolz sein, namentlich im Hinblick auf das traurige Schicksal zoologischer Gärten in anderen Städten. Von Herzen wollen wir wünschen, daß der Besuch ein reger bleibt und von schönem Frühlingswetter begünstigt wird. Neue Kohlenpreise. Nach langwierigen Verbandlungen mit den Kohlenhändler» perbänden hat der Magistrat Berlin, um einem drohenden TranS- vortarbeiter streik beim Kohlenhandel vorzu- b�e u g e n, beschlossen, den bisherigen Handelsunkostensatz u'm 2,25 Mark pro Zentner zu erhöhen, jedocki mit der Einschränkung, daß der Kohlenhandel den Schiedsspruch über die Lohntariferhöhung, dessen Auswirkung in den 2,25 M. voll abgegolten ist, annimmt. Die Klein Verkaufspreise für Briketts und Koks betragen demnach mit Wirkung vom 22. Mai: ab L a g e r frei Keller Für Küchen- und Ofenbrand Briketts......... 60,90 M. 61.90 M. je Ztr. GaSkolS......... 102,65, 103,65,,„ bei fuhrenweiser Lieferung Briketts......... 61,85,,, Gasloks......... 102,65,., Westfälischer Schmelzlols... 112,95,,„ Lichtenberger Schmelzkoks und Berliner Kammerofenkoks.. 112.55,,. Ober- n. Niederschles. Schmelzkoks 115,15,„. Sächsischer Hüttenkols.... 113,75.,» Herichtsverhanölung im Theater. „Lauf doch nicht immer nackt herum." Gerichtsverhandlungen werden in letzter Zeit scheinbar immer interessanter. Beim Reigen-Prozeß hatte das Gericht Gelegenheit zum Theaterbesuch, ein anderes Mal übte sich ein Staatsanwalt im Werfen von Wassergläsern und nun hat wieder eine Gerichtsver- Handlung in einem Theater stattgefunden. Natürlich handelt es sich auch diesmal um eines jener Stücke, in dem allzu Menschliches behandelt wird. Der augenblicklich auf dem Spielplan des„In- timen Theaters" in der Bülowstraße stehende, aus dem Französischen übersetzte Einakter„Lauf doch nicht immer nackt herum" bildete den Gegenstand einer eigenartigen Gerichtsverhandlung, die sich in dem Theater selbst abgespielt hatte. Die Leitung des„Intimen Theaters" hatte gegen den Inhaber mehrerer größerer Berliner Kinobühnen die Klag« auf Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen eingeleitet, denen sich der Bc- klagte dadurch zu entziehen suchte, daß er behauptete, das Stück „Lauf doch nicht immer nackt herum" fei für eine Borstellung in seinen Theatern nicht geeignet, da es Anstoß in sittlicher Beziehung errege. Zwecks Nachprüfung dieser Behauptung beschloß die 7. Zivilkammer des Landgerichts I in Gestalt eines Lokal- termins im Theater selbst sich das Stück anzusehen. In der darauf im Gerichtssaal fortgesetzten Verhandlung machte der Ver- treter des Beklagten geltend, daß die Aufführung im„Intimen Der Ruf durchs Ansier. 1-2f Roman von Paul Frank. „Wollen Sie, bitte, bestellen, daß sie sich beeilen möge." antwortete er, während er ablegte.„Ich habe wenig Zeit, weil ich um eine Stunde früher als gewöhnlich im Theater fein muß." Das Mädchen verschwand in einem schmalen Gang,� der durch eine Samtportiere verschlossen war. Albert Reuß öffnete eine Tür rechter Hand und trat in das Zimmer ein. Er nahm in einem roten Lederfautcuil Platz und blieb in Betrachtung der grau auf blaßblauem Seidengrund gestickten Kraniche versunken, die den um den Ofen sich schmiegenden dreiteiligen Paravent verzierten. Nachdem er einige Minuten allein ge- blieben war, vernahm er hinter der Tür, durch die er ein- getreten war, leises Pantoffelklappern, das ihn aushorchen und in gesteigerter Erwartung verharren ließ. Ein unbehagliches Gefühl, über das er sich vorerst keine Rechenschaft zu geben wußte, bcschlich ihn inmitten dieser Puppenstube, in deren Umfriedung er dach so oft schon geweilt, in die er jedoch an diesem Nachmittag, wie er in deutlicher Gewißheit erkannte, weniger gehörte, denn irgendein anderesmal, deren wie von Kinderhand für Kinderfreude geschaffene Stühlchen und Tisch- chen vor seinem rücksichtslos spöttelnden, unsentimentalen Blick nickst standzuhalten vermochten, lächerlich, seiner selbst un- würdig erschienen, so daß er einer raschen Anwandlung folgen wollte und zu fliehen beschloß. Eine innere Stimme sagte ihm, daß er heute zum letztenmal in diesem Raum weile, in den er iimstig nicht mehr zurückkehren würde. Da er sich erhoben hatte, trat eine in einen blaßgrünen Bademantel gehüllte weibliche Gestalt ins Zimmer. „Philinc.. rief er, augenblicklich gefaßt,„und in solchem Kostüm..." „Wenn du einen glatt aus dem Wasser holst..., schmollle sie und lehnte sich an ihn, was er, ohne dergleichen zu tun, geschehen ließ. Er küßte sie.„Du riechst so angenehm nach dem Bad," sagte er. erfreut über die Artigkeit, die ihm rechtzeitig eingefallen war. Sie nahm ihm gegenüber Platz, so daß er den Umriß ihres in zierlichen Maßen gehaltenen Körpers, das rosa Seidentuch, mit dem sie das Kopfhaar um- wickelt halte, sowie die unterhalb des ausemanderfallenden Mantels in Nacktheit sichtbaren wohlgeformten Beine be- trachten konnte. „Ich Hab dich schon vor einer Stunde erwartet," sagte sie.„Da du nicht gekommen bist, habe ich mir' mit dem Bad Zeit gelassen." „Das war eine vortreffliche Idee von dir, mein Kind," sagte er. Er spähte im Zimmer umher, blickte forschend zum Ofenschirm hinüber, um hinter diesem oder in einem anderen Winkel einen zitternden Liebhaber zu entdecken, den er aus Philinens Armen gescheucht und dessen programmwidrige An- Wesenheit ihm den willkommenen Anlaß geboten hätte, im nächsten Augenblick sich von hier zu entfernen. Da von all dem nichts sich ereignete und er einzusehen begann, daß sein Betragen auffällig erscheinen mußte, da er jedoch aus der Leere, die ihn erfüllte, beim besten Willen nicht imstande war, auch nur ein Wort hervorzuholen, dem es hätte gelingen können, eine Verbindung herzustellen, neigte er sich vor, er- griff entschlossen ihre Hand und suchte sie zu sich herüber- zuziehen. „Du läufft ja doch gleich ins Theater.. schmollte sie widerstrebend. Er ließ sie erschreckt, ein arges Mißverständnis befürch- tend, wieder los.„Du mußt vernünftig sein," sagte er. „Ich will aber nicht. Bei dir mag ich nicht vernünftig sein. Wenn ich mich erinnere..." „Nicht doch, Kind... laß die Erinnerungen..." Cr empfand ein immer deutlicher werdendes Unbehagen. Da geschah, was er, in Gedanken an einem anderen Ott weilend, nicht verhindern konnte, daß sie, unvermittelt, einem plötzlichen Entschluß folgend, aufsprang, ihre Arme, die weiß und rund waren, um seinen Hals schlang, auf die Zehen- spitzen sich stellte, weil sie seinen Mund mit ihren Lippen an- ders nicht erreicht hätte, und daß sie, des vorn ziemlich weit cuscinanderklaffendcn Bademantels nicht achtend, ihn, der un- beweglich vor ihr stand, herzhaft küßte. Er vcrbartte eine Weile, gab ihr den Kuß, nicht mehr als eine höflicbe Aufmerksamkeit, zurück und sagte donn ge- messen, ohne daß seine Stimme im geringsten erzitterte oder auch nur die leiseste Bewegung verraten hätte: „Jetzt ist es genug, mein Kind." Sie gab ihm. übellaunig, verstimmt über seine Einsilbig- keit, frei.„In den letzten Wochen ist die neue Rolle Vorwand und Ausrede gewesen," klagte sie „Weiß Gott, daß ich mich noch immer nicht davon frei- zumachen weiß..." »Trotzdem die Premiere schon vorüber ist? Du hast doch früher immer erklärt, wie stolz du darauf bist, daß du mit dem ersten Schtttt, den du aus der Garderobe tust, dein Me- tier hinter dir zu lassen vermagst..." „Richtig. Das war einmal... Aber es ist nun ganz plötzlich, über Nacht gleichsam, anders geworden. Ich kann nicht glauben, daß ich ohne zwingenden Grund mich so ver- ändert habe." Sie stand nahe bei ihm, sah ihn mit teilnahmsvollem, zu- gleich verständnislosem Blick an, streichelte seine Wange und sagte:„Das bildest du dir bestimmt nur ein... Ihr Künstler habt ja alle eure Faxen... Nervös bist du ein bißchen, abgespannt... das ist alles... Ich bin auch nervös... besonders nachts... Da kommen dann die schweren Träume. Wie oft weine ich im Schlaf, schluchze laut auf... Und wenn ich erwache, ist mein Polster naß von Tränen..." „Armes, unglückliches Kind," sagte er völlig ungerühtt, ohne eine Spur von Gefühl oder Teilnahme in der Stimme, und sah nach seiner Taschenuhr.„Und nun lebe wohl..." setzte er hinzu. Philine versetzte Reuß, da sie ihre wachsende Verstimmung über sein Betragen nicht mehr zu verbergen vermochte, einen leichten Schlag ans den Unterarm. „Bei Gott, es steht nicht dafür, daß man sich mit einem berühmten Mann kompromittiert." „Adieu, Philine..." „Da hat man von den unbekannten jungen Leuten, von den Niemanden, die allerdings eine Reihe anderer Vorzüge besitzen, viel mehr. Bei denen kann man wenigstens selber Launen haben." „Was mir da einfällt..." sagte er.„Du mußt so liebens- würdig sein, mir ein Bild zu geben..." „Welches Bild?" „Die Aufnahme als„Marquis von Keith": ich benötige es für Riga... Zu Reklamezwccken und für die illustrierten Zeitungen. Du bekommst das Bild natürlich wieder und außerdem noch eine Aufnahme in meiner neuen Rolle..." „So viel Glück auf einmal... Sie holte das Porttät aus dem Silberrahmen, der auf dem Sekretär beim Fenster stand. Er rollte es sachte zu- sammen, umspannte den dünnen Karton mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand, legte den rechten Arm um den Nacken des Mädchens und küßte es auf die Stirn. (Fortsetzung folgt.) Theater auf einem bedeutend höheren künstlerischen Niveau stehe, als die in den Theatern seines Mandanten veranstalteten, zu denen sich der Kläger verpflichtet hatte. Für den Kläger wies Rechtsanwalt Dr. Gabiner darauf hin, daß das Stück allerdings eine äußerst heifle Situation zeige, die aber infolge ihrer überaus humoristischen Wirkung feinesfalls als unfittlich anzusprechen sei, wie auch der allabendliche Beifall und die Lachsalven beweisen. Das Gericht beschloß, noch weitere Sachverständige über den Kunstwert des Stückes zu hören und vertrat dabei die Meinung, daß ein Stüd, in welchem das rein Humoristische, zum Lachen 3wingende, die seguellen Momente in den Hintergrund dränge, eigentlich nicht geeignet sei, Anstoß zu erregen. Kinderhilfe der Berliner Arbeiterschaft. Bon der foeben begründeten Berliner Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde" geht uns folgender, von den Gen. G. Gabath, Minna Todenhagen und Hedwig Roeber unterzeichneter Aufruf zu: Die Berliner Gewertschaftsfommission und die Wohlfahrtsausschüsse der sozialistischen Parteien haben sich zu einer Für die Kinderspiele und Wanderungen aber brauchen wir freiwillige Hilfskräfte, Spiel- und Wanderleiter, sowie Helfer und Helferinnen. Wir fordern alle Genossen und Genoffinnen, die an diesem gemeinsamen Wert mithelfen wollen, auf, sich zu melden und ihre Adresse bei ihren zuständigen Organisationen anzugeben. Jede Mitarbeit ist willkommen. Besonders rechnen wir auf die Mitwirtung unserer Frauen, unserer Lehrerschaft und unserer Sport- und Jugendpereine. Vor allem aber brauchen wir, um unsere Aufgabe durchführen zu können, Groß- Berliner Parteinachrichten. geld zum Bertrieb zur Verfügung hat. Wie wir hören, ist die USP. nicht gesonnen, diesen Vorgang ohne weiteres hinzunehmen, zumal der Radikalismus dieses Stadtverordneten auch dadurch stark verwässert ist, daß er an dem Ulanen tag" teilgenommen hat, der ebenfalls in der schroffsten Form als militärische gilt bie Erhaltung unserer Wälder, he zu schüßen vor wilder Spekulation und Rundgebung von seinem eigenen Organ abgelehnt wurde. Jm Dienste der Volksgesundheit. Arbeitet, Parteigenoffen und-genoffinnen! Auf Proteftversammlung nach Hermsdorf heute nachmittag 3 Uhr. Es Profitfucht. Wenn Ihr nicht Eure Erholungsstätten, bie Tummelpläge Euzer Kinder, der Jugend ihr Wanderziel nehmen lassen wollt, heraus zum Maffenprotest. Alle Naturfreunde werden aufgefordert, sich an der Demonstration zu beteiligen. Deffentliche Elfernversammlungen: Eine Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtstrant. 2. Kreis Siergarten. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Schulaula Bremer Str. 15/17, heiten veranstaltet gemeinsam mit dem Deutschen Hygiene- Museum eine Wanderausstellung im Bergnügungspalast Groß- Berlin, HafenSPD. Montag, 22. Mai, abends 6 Uhr SPD. im Berliner Rathaus, Stadtverordnetenfihungsjaal ( Eingang Königstraße) Versammlung aller in den Steuerausschüssen bei den Finanzämtern ehrenamtlich tätigen Genossen. Tagesordnung:„ können wir die bisherige Steuereinschätzung der Landwirte weiter mitverantworten?* Referent: Genosse Lehmann- Buckow. Die Stadt- und Bezirksverordneten sowie die Mitglieder des Bezirksvorstandes find zu dieser Versammlung eingeladen. Bezirkssekretariat. für die Schulen Bremer Straße( Barade), Wiclefstraße( Silfsschule). Neuwahl der Elternbeiräte. " 4. Kreis Prenzlauer Berg. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Schulaula Schönfließer Straße 7. Referent Genosse Kreuziger.-7 Uhr Greifenhagener Str. 20. 7 Uhr Genefelderstr. 6. Dienstag, den 23. Mai, 7 Uhr, in folgenden Schulaulen: Schönhauser Allee 166a, Raftanienallee 81/82 und Lyzeum, Greifs. walder Str. 25. Tagesordnung: Worum geht es bei den Elternbeirats. wahlen?" 5. Kreis Friedrichshain. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Schulaula Tiffiter Str. 4/5. 7 Uhr Schulaula Naglerstr. 4. Dienstag, den 23. Mai, 7 Uhr, Schulaula Petersburger Str. 4. Jede Schule muß vertreten fein, da Materialausgabe. Die Obleute der Elternbeiräte werden ersucht, Wahlmaterial vom Genossen Schuckert, Rüdersdorfer Str. 3, am Montag abzuholen. 6. Kreis Kreuzberg. Montag, den 22. Mai, 7% Uhr, Schulaula Reichenberaer Straße 44/45. Thema: Unser Kampf gegen die Schulreaktion". Referent Lehrer Schröter.- 7 Uhr Aula der Gemeindeschule Dieffenbachstr. 50/51. Dienstag, den 23. Mai, 7% Uhr, Schulaula Röpenicker Str. 2. Thema: Die Schule, wie sie ist und wie sie sein soll". Referent Genosse Wonwod. 7. Kreis Charlottenburg. Dienstag, ben 23. Mai, 7% Uhr, im Rathaus( Gigungsfaal), Konferenz der Wahlvorstandsmitglieder der brei fozialistischen Par teien. Einführung in die praktische Handhabung der Wahlordnung für die Elternbeiratswahlen." Referent Genosse Karl Dally. 8. Kreis Spandau. Dienstag, den 23. Mai, 8 Uhr, Rest. S. Müller, Adamstraße. Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen für Schule und Haus". Referent Stadtverordneter Riedger. Siemensstebt: Dienstag, den 23. Mai, 8 Uhr, Rest. Heidekrug( Inhaber Marfandt), Ronnendammallee. Thema: Unser Kampf gegen die Schulreaktion". Referent Dr. Deiters. 11. Kreis Schöneberg- Friebenen. Montag, den 22. Mai, 7½ Uhr, bei Rosenau, Rolonnen, Ede Hohenfriedbergstraße, Sigung der sozialdemokratischen und tommunistischen Elternbeiratstandidaten. Ausgabe der Flugblätter und Stimmzettel. Alle Schulen müssen vertreten sein. Dienstag, den 23. Mai, 7½ Uhr, Aula ber Hohenzollern- Schule, Belziger Str. 48/52. Thema: Die Schule, wie sie ist und wie sie fein foll". Referent Heinrich Bahlte, M. d. L. wichtige Ausschußßigung der vereinigten Elternbeiräte welche Randidatenlisten eingereicht haben. Montag, den 22. Mai, 1. Mädchenmittelschule, Donaustraße. Referent Stadtrat 2öwenstein. Alle Eltern der Schule sind eingeladen. Montag, den 22. Mai, 7% Uhr, 15. und 16. Gemeindeschule bei Grieger, Leffingstr. 9. Alle Eltern und Elternbeirats17. Kreis Lichtenberg. Dienstag, den 23. Mai, 7% Uhr, Schulaula Parkaue. tandidaten müssen erscheinen. Thema: Unsere Schule". 33. Abt. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Schulaula Naglerstr. 3. Thema: Auf zum Kampf gegen die Schulreaktion". Genossinnen, Genossen und Er ziehungsberechtigte der Schulen 220, 255, 281, 227 und Stralau erscheint voll zählig. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde zusammengeschloffen. Sie will sich der Arbeitertinder annehmen, Beranstaltungen aller Art für sie treffen, Kindergärten und Horte einrichten und die öffentlichen Wohlfahrtseinrichtungen stärker als bisher für die Arbeiterkinder nußbar machen. Die nächste Aufgabe aber soll sein, in den bevorstehenden Sommermonaten Spielnachmittage und Sonntagswanderungen für die Kinder zu organisieren, sowie Ferienausflüge zu veranstalten. Als weitergehendes Biel schwebt uns ferner vor die Errichtung eines Landheims, das, in schöner Waldumgebung gelegen, erholungsbedürftigen Kindern für das ganze Jahr geöffnet ist. Dabei rechnen wir auf die Mitwirtung der gesamten heide 13/15. Bei der Eröffnung begrüßte v. 3 umbusch- München Arbeiterschaft und aller auf dem Gebiet der Kinderwohlfahrt die Versammelten. Dann sprach Staatssekretär Scheidt, der den bereits tätigen Arbeiter- und Jugendorganisationen, Beranstaltern Dankesworte zollte und ausführte, daß es traurig fet, 14. Kreis Rentölln. Montag, den 22. Mai, 7 Uht, in eitäte mit allen Genoffen, deren Arbeit in die unsere eingegliedert werden soll. Ebenso ge denten wir dort, wo die Gemeinde bereits Gutes für die Kinder daß die Anste cungsziffer bei den Ehefrauen und der leistet, diese Bestrebungen nach Kräften zu unterstützen. weiblichen Jugend zunimmt. Es muß mit dem Irr glauben aufgeräumt werden, der die Geschlechtskrankheit für eine leichte Krankheit hält. Daher erfüllt diese Ausstellung ihren 3wed, wenn sie zur Warnung und Belehrung dient. Die Ausstellung gibt einen Ueberblid über die Anatomie und zeigt an Wachsmodellen, durch Bilder usw. die durch die Krankheit hervorgerufenen Veränderungen. Als Neuheit sieht man vorzüglich gearbeitete durchsichtige Bräparate. Auch wird man auf recht anschauliche Art und Weise mit der Wassermannschen Blutuntersuchung, der Salvarfanbehandlung usw. befannt gemacht. Desgleichen sind die Bir rufen daher die Berliner Arbeiterschaft, wie Hauptquelle der Geschlechtskrankheiten, wird auch eingehend auf ihre Versuche an Tieren äußerst interessant. Die Prostitution, die überhaupt alle Kinderfreunde zu freiwilligen Spen- äußeren und inneren Ursachen untersucht. Zu den äußeren Ur- Reinidendorf- Oft. Dienstag, den 23. Mat, T½ Uhr, Aula des Realgymno, den auf für die von uns eingeleitete Kinderhilfe der Berliner fachen gehören u. a. Geldnot, Stellenlosigkeit, geringes Einkommen. Arbeiterschaft. Wir rufen Euch zu: Gebt gern und reichlich! Helft Daher findet man sie wiederholt in den untersten Bollsschichten, wo dazu beitragen, unseren Arbeiterfindern wenigstens elende Wohnungsverhältnisse und wirtschaftliche Not an der Lageseinen bescheidenen Teil jenes fonnigen Rinder- ordnung sind. Als innere Urfa chen kommen hinzu, daß die 2. Krets Tiergarten. Montag, den 28. Meat, 7 Uhr, engere Kreisvorstandsfizung landes zu erhalten, das ihnen die Not der Zeit und das Prostituierten sehr oft von Alkoholikern und aus Verbrecherfamillen mit den Abteilungsleitern im befannten totale. Leben der Großstadt streitig macht. Die Geschäftsstelle der Berliner stammen. Bahlentabellen legen ein Zeugnis von dem furchtbaren Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde lautet: Berliner Gewerk- Schicksal der Prostituierten ab. Große Bildplakate fordern schaftskommission( Sabath), Berlin SD. 16, Engelufer 24/25." auf zur Gesunderhaltung des Körpers und zum Wandern und zur Wir schließen uns diesem Aufruf an und richten an unsere Be Betreibung von Sport und Spiel im Freien. zieher, Freunde und Leser die Bitte, Geldspenden unter der Auffchrift Für die Kinderhilfe der Berliner Arbeiterschaft" unter dem Namen Aler Bagels, Bezirksverband Berlin SPD., auf das Ronto Nr. 487 43 beim Boftfchecamt Berlin NW. 7 einzuzahlen. Es muß unser Ehrgeiz fein, recht schnell namhafte Beträge der Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde für ihre idealen Aufgaben zur Berfügung zu stellen. Ueber die eingegangenen Beiträge wird im " Borwärts" laufend quittiert werden. " ausreichende Geldmittel. 42. Abt. Dienstag, den 28. Mai, T½ Uhr, Schulaule Bergmannſtr. 60. Thema: Tempelhof. Dienstag, den 23. Mai, 7½ Uhr, Realymnasium Raiſerin- Auguſta ,, Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen". Referent Rettor Bose. Straße. Thema: Unser Kampf gegen die Schulreaktion". Referent Dr. Karsen. Baumschulenweg. Montag, den 22. Mai, 7½ Uhr( 2. und 8. Gemeindeschule) Aula des Lygeums Baumschulenstraße. Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen". Referent Heinrich Bahlte, M. d. 2. Berner Straße. Freitag, den 26. Mai, 7% Uhr, Aula der 8. Gemeindeschule, Bankower Allee. Thema: Unsere Stellungnahme zu den Elternbeirats. wahlen". aula Pant, Ecke Wiesenstraße. 3. Areis Wedding. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Kreiskonferenz in der Schul4. Kreis Prenzlauer Berg. Dienstag, den 23. Mat, 7 Uhr, Kreisvorstandssigung 6. Reis Arensberg. Dienstag, ben 23. Wiai, pünktlich 7½ Uhr, Kreisbildungsmit den Abteilungsleitungen bei Meißner, Schivelbeiner Str. 34. fonferenz bei Reim, Urbanstr. 29. 13. reis Tempelhof. Montag, den 22. Mat, 7 Uhr, Kreisvertreterversammlung in Mariendorf in der Aula des Lyzeums am Bahnhof. Thema: Internatio nale Wirtschafts- und Arbeiterfragen in Genf". Referent Regierungsrat Joachim. heimer Str. 12, Rreisvertreter- Generalversammlung. Verbesserter Berkehr nach dem Norden. Auf die unter der Spizmarte Ein Rotsch rei" in der Nr. 221 vom 11. d. Mts. erschienene Notiz teilt das Verkehrsamt des Magistrats mit, daß beabsichtigt ist, demnächst die Linie W mit der neuen Nummern 10. Kreis Köpenid. Montag, den 22. Mat, 7% Uhr, im Lokal Schulze, Müggel. bezeichnung„ 44" von der Schönhauser Allee bis 17. Kreis Sichtenberg. Montag, den 22. Mai, 7 Uhr, Kreisgeneralversammlung in der Aula der Schule Markifte. 11. Die Mitglieder des Kreisvorstandes eine Bankow, Lindenpromenade, zu verlängern. Später soll die Stunde vorher. Parteigenossen, sendet Eure Kinder im Alter von 7 bis Linie bis Pantow, Rir che durchgeführt werden. 14 Jahren zu den Veranstaltungen unserer Kindergruppe. Jeden Sonntag. von 4-6 Uhr auf dem Spielplatz Normannenstraße. Treffpunkt 4 Uhr am Stadtpark, Partaue, Lichtenberg. Brotfartenstichwort. In der Woche von 22. bis 28. Mai darf Brot und Mehl nur auf die Brotfarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort Schöneberg" tragen. Brot und Mehl auf die Karte mit dem Stichwort„ Schöneberg" darf erst von Montag, den 22. Mai ab abgegeben und entnommen werden. 17. 24. 27. Morgen, Montag, den 22. mai: t. 7 Uhr Sigung der Bezirksführer, Betriebsvertrauensleute und Obleute der Schulen 6. st. uhr außerordentliche Funktionärftigung bei Schäz, Zelterfir. 2. Die Betriebsvertrauensleute, Elternbeiräte und Randidaten sind mit einzuladen. bt. Eltern, deren Kinder das Luifenftädtische Gymnasium, Gleimstraße 49, besuchen und sich als Kandidaten für eine fozialistische Liste zur Verfügung ftellen wollen, werten bringend gebeten, umgehend ihre Adresse an F. Geelbinder, N. 58, Rhinower Str. 4, zu senden. tionäre, Betriebsvertrauensleute und Elternbeiratskandidaten. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Heute nachmittag 3 Uhr im neuen Bottstheater, Covenider Str. 68, Anna Boleyn, 6 Szenen von Emil Bernhard.- Festtonzerte. Die Ausgabe der Zeichnungs. liften ist erfolgt. Liften liegen aus bei allen Abteilungs- und Bildungs- 40. Abt. 7% Uhr bei Keufner, Sagelberger Str. 20a, Sigung fämtlicher Funkausichuffes, Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Tr. ausschußmitgliedern der Streise und im Bureau des Bezirksbildungs- 42. t. fuhr bei Höhlfe, Bergmannstr. 69. Berlosung von Kunstlattern. Biebung am 1. Juli er. Tose a 3 M. bei allen übtellungs- Charlottenburg. 57. 15. 2. Gruppe; 7½ Uhr Funktionärihung behörige und Bildungsausschußmitgliedern der Kreise und im Bureau des Bezirks. bildungsausschusses. Die noch fehlenden Fragebogen sind sofort ein zureichen. 75. 58. bei Stein, Passauer Str. 35, wichtige Besprechung der Kandidaten und parteigenössischen Eltern, deren Kinder bie 7. und 8. Gemeindeschule besuchen. 85. Abt. Tempelhof. Die Borstandssigung findet mit Rüdsicht auf die Kreisvertreterversammlung erst Dienstag, den 23. Mai, pünktlich 7 Uhr, bei Hansen, Borussia-, Ede Neue Straße statt. 125. bt. Weißenfee. Die angefekte Abteilungsvorstandsfizung fällt aus. 138. Abt. Hermsdorf. 8 Uhr erweiterte Funktionärftigung. „ Reichsapfel und Reichszepter." Eine unverschämte Provokation der Reichswehr. Wir haben erst fürzlich darauf hingewiesen, daß die in der Rathenower Straße iegende Reichswehr die Deffentlichfeit dadurch provoziert, daß sie Blumenbeete mit schwarzweißroten Steinen belegte. Jezt wird uns erneut mitgeteilt, daß sie diese Provokation weiter fortsetzt. Die Blumenbeete werden mit den früheren kaiserlichen und königlichen Wappen, dem Reichsapfel und Reichszepter ausge ſtattet. Um die Provokation bis zur Siede hiße zu steigern, verunziert man die Blumenbeete mit Totentöpfen und der Inschrift Sedan" und Mars la Tour". Vielleicht bemüht sich der Reichswehrminister endlich um diese Angelegenheit. Auch der Reichstag sollte sich mit diesen Treibereien gewiffenloser Monarchisten beschäftigen. Die Reichswehr fann nur Großer Waldbrand an der deutsch- dänischen Grenze. Die Republikaner gebrauchen. Ueberzeugte Monarchisten sollten so viel Fröslooor- Lannon", unmittelbar an der deutsch- dänischen Ronfequenz befizen, jede Besoldung von der ihnen so verhaßten Re- tet worden. Mit Hilfe von 150 deutschen Soldaten geGrenze, find durch einen gewaltigen Brand vernich publit abzulehnen und ihren Dienst zu verlassen. lang es, einen kleinen Teil des Waldes zu retten und das Feuer 8. bt. 7% Uhr in der Baugewerbeschule, Kurfürstenstraße 147. Referent zu löschen. Der Schaden ist sehr bedeutend, weil hauptsächlich junge 15. Abt. 7% Uhr bei Obiglo, Stralfunder Str. 11. Thema:„ Wirtschaftsfragen". Anpflanzungen den Flammen zum Opfer, fiegen. Von Flensburg Ein Einbruch unter Anwendung betäubender aus war das Brandunglück durch eine gewaltige Rauch 23. Abt. 7 Uhr bei Taube, Munerftr. 62a. Thema: Achtstundentag und Gase scheint das neueste zu sein, was die Herren Einbrecher als fäule in nordwestlicher Richtung bemerkbar. 24. und 25. Abt. 7 Uhr Oberrealschule Basteurstraße( Sörfaal für Naturkunde). neueste technische Errungenschaft in Anwendung bringen. Begen Schiffsunglüd im Frischen Haff. Bei Baggerarbeiten im 27. unb 30. Abt. 7½ Uhr Schulaula Greifenhagener Str. 59/60. Thema:„ PsychoThema: Warum muß sich die Frau mit Politit befaffen?" Referent Bauer. schmeren Diebstahls waren der Schloffer Ewald Klammer, der Frischen Haff fenterte ein Schleppdampfer. Führer logie des Kindes". Referentin Frau Dr. Foth. Kutscher Friz Schneider, dessen Ehefrau Anna Schneider und Heizer retteten sich. Der Maschinist wurde im Wasser vermut- 28. Abt. 7%, Uhr Schulaula Schönhauser Allee 166a. Thema:„ 8wei Frauenund der Schankwirt Georg Berger aus Charlottenburg ange- lich von einer Schiffsschraube erfaßt und wird vermißt. 29. abt. 7 Uhr Schule Genefelberstr. 6. Thema:" Frauenfragen im Reichsflagt. Wie die Beweisaufnahme ergab, waren die Angeklagten Ein Matrose, der im Schiffsraum eingeschlossen war, tage". Referentin Minna Todenhagen. mit Ausnahme des Berger, der die Sache nur ausbaldowert" hatte, wurde durch Sauerstoffgebläse aus dem Schiffskörper befreit. Er 33. Abt. 7% Uhr Schulaula Sohenlohestraße. Thema: Frauenfragen im in der Nacht zum 16. Juni v. 3. in die Wohnung der Schankwirtin starb turz darauf. Reichstage". Referentin Abg. Tefch, M. b. R. Roste in der Kaiser- Friedrich- Straße zu Charlottenburg eingedrungen und hatten dort Billard bälle, 3igaretten, Wäsche, 17 Operngläser und Lebensmittel gestohlen, Die Bestohlene, die mit ihrem Bruder in einem Zimmer schlief, Einbruch mit Gas. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 21. mai, Frauenveranstaltungen: Dr. Hersfeld. Referent Genosse Heinrich. Frauenarbeit". Referent Genosse Wuschid. geftalten". Referent Dr. Schütte. " 35. Abt. 7 Uhr bei Hellriegel, Rigaer Str. 54. Thema: Rechtskunde für den Haushalt". Referent Genosse Felgentreu. 42. Abt. 7% Uhr bei Höhlte, Bergmannstr. 69. Thema: Warum muß sich die Frau für Politie intereffieren?" Referent Genoffe Begener. 43. Ubt. 7% Uhr bei Wolf, Gräfestr. 26. Thema: Wirtschaftsfragen". Referen tin Abg. Gertrud Hanna, M. b. 2. Jugendpflege". Referentin Frl. Dr. Nad. hatte von dem Diebstahl nichts wahrgenommen, da die Diebe dur findet auf dem Spielplag der Metallarbeiterjugend ein Uebungsspielen aller 44. und 45. Abt. 7½ Uhr im Reichenberger Sef, Reichenberger Str. 147. Thema: die angebohrte Tür ein Gemisch von Aetherdämpfen in Spiel- und Sportleiter statt. Anfang vormittags 8 Uhr. Fahrgelegenheit das Schlafzimmer geleitet hatten, durch das die Schlafenden be- Baumschulenwes. Uebersehen zum Spreeschloß, halbrechts 500 meter nahe beim 47. Abt. 7½ Uhr bei Kuhnert, Mustauer Sir. 12. Thema:... Die Bedeutung täubt wurden. Vor Gericht baten die R.- 2. Dr. Sad, Ruderklub Vorwärts. Wir bitten die Spiel- und Sportleiter, bestimmt und Schmulewitz und Ball um milde Strafe bzw. Freisprechung, pünktlich zu erscheinen. da die Angeklagten sich feinerzeit in bitterfter Not befunden hätten. Das Gericht bewahrte die Angeklagten durch Zubilligung mildernder Umstände zwar vor dem Buchthaus, ertannte aber mit Rücksicht auf ihr höchst raffiniertes verbrecherisches Borgehen gegen Klammer auf 3 Jahre, gegen Schneider auf 2 Jahre und gegen die Ehefrau Schneider auf 1½ Jahre GeMorgen, Montag, den 22. Mai: Baumschulenweg: Jugendheim Ernststr. 16, Vortrag: Wert des Wanderns". Karlshorst: Jugendheim in der 30. Volksschule, Auguste- Bittoria- Str. 43, Bor trag: ,, Sumor in der Literatur". Steglit- Friebenan: Jugendheim Offenbacher Straße 5a, Vortrag: ,, Erste Hilfe bei Unglüdsfällen". fängnis. Der Angetlagte Berger wurde freigesprochen. Lebensmittelpreise der Woche. Geschäft ist Geschäft. Zufuhr: Fleisch reichlich, Geschäft ziemlich rege. Fische ausreichend, Geschäft rege. Obst und Gemüse reichlicher, Geschäft flott. der Elternbeiratswahlen". Referent Genosse Lehrer Adrian. 52. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Bade, Raiserin- Augusta- Allee 52. Thema: Runstgeschichte". Referent Rarl Kruse. 82. Abt. Steglig. Die Arbeitsgemeinschaft der Frauen muß wegen Berhinderung der Referentin vorläufig ausfallen. Reutölln. 89. und 90. Abt. 8 Uhr Anabenmittelschule Donaustraße 120, ptr. Thema: Die Frau in der Rechtspflege". Referent Genoffe Badhaus. Gäste willkommen. 92. Abt. 7% Uhr bei Ruppelt, Raiser- Friedrich- Str. 172. Thema: Die Arbeit der Frau im Parlament und ihre Bedeutung für die Frauen". Referentin Frau Ryned, M. b. M. 93. Abt. 7% Uhr bei Räuter, Raiser- Friedrich- Str. 143. Thema: Mein Aufenthalt in England bei den Quäfern". Referentin Martha Steinis. 94. Abt. 7% Uhr hei Taubel, Weisestr. 28. Thema: Sngiene der Frau". Referentin Genoffin Hebamme Dauß. 95. Abt. 7 Uhr bei Grieger, Bessingstr. 9. Thema: Die Elternbeiratswahlen". Referent Genosse Wittbrodt. Die Funktionäre ber Abteilung sind dazu eingeladen. Uebermorgen, Dienstag, den 23. mai: 33. bt. 7 Uhr bei Murrer, Capriviste. 8, Gigung fämtlicher Funktionäre und der Elternbeiratskandidaten. Charlottenburg. 51. Abt. 7% Uhr bei Stoffius, Friedrich- Karl- Plat 5, Funt tionärversammlung. 55. Abt. 7 Uhr Abteilungsversammlung bei Jatob, Bismardstr. 38. Thema: Die Gemeinschaftsschule". Referentin Genoffin Diekmann. Bekanntlich hat das von der Stadt Potsdam mit Bildern der früheren Garderegimenter herausgegebene Notgeld sehr viel Aufsehen und mindestens ebenso viel Anstoß erregt. Viele Zeitungen In der Woche vom 14. bis 20. Mai galten in der Zentralmarktfanden rügende Urteile darüber, unter anderen übte auch die halle folgende Kleinhandelspreise: " Freiheit" eine scharfe Kritik. Nun ist aber die merkwürdige Rindfleisch 35-40 M., ohne Knochen 40-45 M. Schweinefleisch Tatsache festzustellen, daß sich um den Vertrieb dieses reaktionären 38-50 M. Hammelfleisch 38-44 M. Kalbfleisch 30-45 M. Leber 44 M. Liesen 50 M. Eisbein 26 M. Notgeldes gerade ein Potsdamer unabhängiger Stadt. Geräucherter Schinken 66-70 M. und Schellfisch 9-12 M. verordneter namens Schumacher, der obendrein noch im 5-12 M. Speck 52-58 M. Kabeljau 8-10 M. Flundern In Eis: Schleio 25-35 M. " Freien Volkswillen" öfters zu Worte zu kommen weiß ,, besonders Plötzen 10-15 M. Lebende Barsche 20 M. Hechte 25 M. Aale 35-45 M. 19. Karpfen 25-35 M. Bleie verdient macht. Diefer Stadtverordnete hat, wie gestern in einer 20-25 M. Aale 44-50 M. Zander 35-40 M. Eier 3,80-4 M. Natur- 91. Sigung zur Sprache gekommen ist, mit der Stadt Botsdam einen butter 66-70 M. Margarine 35-42 M. Schweineschmalz 42-44 M. Vertrag über den Vertrieb bes Notgeldes in der Wildschwein 40-50 M. Wilde Kaninchen 48-53 M. das Stück. Puten Weise abgeschlossen, daß er die für sechs verschiedene 50- Pfg.- Scheine Tauben 44-50 M. Backobst: Aprikosen 60 M., Aepfel 48 M., Birneu 35-40 M. Hühner 38-50 M. Gänse 65-70 M. Enten 50-55 M. zu zahlenden 3 m. auf 10 M. der Stadt erhöht und es ihm an- 45 M., Pflaumen 21-24 M., Gemischtes 18-38 M. Kartoffeln 26 bis heimgegeben ist, zu einem beliebigen Preis die Werte abzustoßen, 28 M. 10 Pfund. Kohlrabi 30-60 M. die Mandel. die infolge der Nachricht über das Berbot des Potsdamer Not- Gurken 20-35 M. das Stück. Morcheln 20-25 M. Mohrrüben 7-10 M. Spargel 10-15 M. geldes ganz erheblich gestiegen sind. Man spricht davon, daß er EBäpfel 12-16 M. Apfelsinen 3,50-6 M. das Stück. Zitronen 1,80 bis in über 100000 hinausgehenden Beträgen Not- 12,50 M. das Stück. Frauenveranstaltungen: bt. 7 Uhr im Ledigenheim, Schönstadtstr. 1. Thema:„ Gesundheitsbt. Neukölln. 7 Uhr bei Müller, Reuterstr. 11. Thema: ,, Die Teuerung lehre". Referent Genosse Miethte. und ihre Ursachen". Referent Genoffe Mag Groger. Geschäftliche Mitteilungen. 2mee 8, hat am Rottbufer Damm 78 und in der Franfutter Die Firma Klatt& Peris, Rommanditgesellschaft, 8entrale Schönhaufer fleibung eigener Fabrikation zu billigen Preisen direkt an den Verbraucher ver Allee 7 Detailgeschäfte eingerichtet, wo sie Herrenkonfektion und Berufsbe tauft. Siehe heutiges Inserat. Wirtschaft Die Gestaltung der Bezirkswirtschaftsräte. mit der Unternehmerseite herbeizuführen. Alle Einrichtungen der| ringere Zahl von Arbeitstagen zurückzuführen ist. Fiel doch auch Rammern, an denen die Arbeiterschaft ein Interesse hat, müssen einer bie arbeitstägliche Förderung von 333 862 auf 326 637 Tonnen. gemeinsamen Verwaltung unterstellt werden. Ein ständiger In der Generalversammlung des Bergbauvereins und des Zechengemeinsamer Ausschuß hat für ein reibungsloses Bufammen verbandes, auf der wie üblich an den sozialen Einrichtungen die arbeiten der beiden Kammern zu sorgen. bekannte Unternehmerkritik geübt wurde, kam u. a. zum Ausdruck, werden Ein solcher Aufbau hat gegenüber der Einheitstammer daß die Treuhandstelle für Bergmannswohnungen in den Der tommende Gewerkschaftstongreß im Juni d. J. wird sich den Nachteil der größeren Schwerfälligkeit der Organisationen; es beiden Jahren ihrer Tätigkeit 14 385 Wohnungen in Angriff ge= 1. a. mit der Frage der Betriebsräte zu beschäftigen haben. Sprechen aber auch einige Gesichtspunkte dafür. Die Kammern be- nommen und davon 5766 fertiggestellt habe. Das ist im Hinblick auf treiben heute auch zahlreiche Angelegenheiten, an denen die Arbeiter- den Wohnungsmangel im Ruhrgebiet ein wenig erfreuliches ErDabei dürfte wieder zum Bewußtsein tommen, daß der Artikel 165 schaft weniger interessiert ist, wie z. B. eine ausgedehnte Sach- gebnis, es erklärt sich aber u. a. daraus, daß in der Zeit der fortder Reichsverfassung in wesentlichen Teilen noch immer drei Jahre verständigentätigkeit gegenüber den Gerichten, Auskünfte an die gefeßten Rohlenpreissteigerungen die für den gemeinwirtschaftlichen faft nach seiner Annahme der Ausführung harrt. Schon die Auf- Berufsangehörigen in Zoll- und Verkehrsfragen usw. Die Arbeiter Wohnungsbau bereitgestellten Mittel nicht entsprechend erhöht nahme dieses Artikels in die Verfassung bedeutete eine unter den schaft tönnte dann ihrerseits verlangen, daß den Arbeiterkammern wurden. schwersten Kämpfen abgerungene Konzession an die Arbeiterschaft. eine Reihe von sozialen Verwaltungsaufgaben zu eigener Erledigung Ein neues gemischtwirtschaftliches Kraftversorgungsunternehmen. Es handelte sich in dem Kampf um nichts weniger, als um die überwiefen werden. Die Kreisausschüsse der niederschlesischen Kreise Sagan, Sprottau Gleichberechtigung der Arbeiter in der Wirtschaft. Nicht aber wäre und darauf muß ausdrücklich hingewiesen und Frenstadt haben beschlossen, mit der ElektrizitätsUm diese Mitwirkung durchzuführen, wurden der Arbeiterschaft der Arbeiterschaft gedient, wenn heute etwa nur Arbeiter- Lieferungs- Gesellschaft in Berlin eine gemischtwirtschaftBetriebs, Bezirks- und Bezirkswirtschaftsräte, ein Reichsarbeiter. lammern für die Arbeiter und Angestellten aller Wirtschaftsklassen liche Attiengesellschaft mit einem Grundkapital von zunächst und ein Reichswirtschaftsrat zugesichert. Das Betriebsrätegesetz ist und ohne Berbindung mit den Unternehmerfammern ins 25 Millionen Marf ins Leben zu rufen, die die bestehenden Elektriinzwischen wenn auch nicht in befriedigender Form- ins Leben Leben gerufen würden eine Forderung der Sozialdemokratischen zitätsanlagen der Kreise übernehmen und ausgestalten soll, Hierbei getreten. Der Reichswirtschaftsrat arbeitet wenigstens in vor. Partei vor dem Kriege. Die Verhältnisse haben sich seit damals tommt auch der Ausbau der Wasserkraft am Bober in Betracht. läufiger" Gestalt. Die Bezirkswirtschaftsräte aber wesentlich geändert und die Tatsache, daß die Unternehmerschaft, die Verbandsbildung im Edelmetallgroßhandel. Mit der Absicht, fehlen! Dabei ist bekannt, daß der Verfassungsausschuß des vor dem Kriege die erbittertſte Gegnerin dieses Planes war, ihn den gesamten seit der Balutazerrüttung und seit der Verarmung Reichswirtschaftsrates sich seit 1% Jahren bemüht, einen Vor- heute als best en Ausweg begrüßen würde, sollte die Arbeiterschaft vieler Befizer von Schmuckstücken sehr schwunghaft gewordenen schlag für ihre Gestaltung auszuarbeiten. Wo liegen nun die Schwie Handel in Edelmetallen zusammenzufassen, hat sich ein Verein rigkeiten? Nicht in der Form. Die schönste formelle Gleichberechti am deutschen Edelmetallgroßhandel beteiligter gung der Arbeiterschaft nüßt nichts, wenn nicht gleichzeitig eine Firmen Organisation so ausgestaltet wird, daß sie dem Arbeitnehmerver Ein neues Gebiet für Baumwollerzeugung. Bisher ist. Baumtreter die Möglichkeit gibt, bei allen entscheidenden Fragen wirksam wolle außer von dem Hauptproduktionsland, den Vereinigten Staaten, mitzuarbeiten. Die einzelnen Berufszweige haben längst ihre Be in größerem Maßstab nur in Aegypten und Indien erzeugt worden. rufsvertretungen geschaffen, die gestützt auf die gefeßliche Beitrags- bedenklich machen. Gewiß ist es auch heute noch wünschenswert, Erst in der lezten Zeit machte England Bestrebungen, in einigen pflicht, auf die ihnen gefeßlich übertragenen Befugnisse eine umfang- daß die Arbeiterschaft öffentlich- rechtliche Organe zur Wahrung ihrer seiner afrikanischen Kolonien, Nigeria, Zanzibar usw. die Baumwollreiche Tätigkeit entfalten. Bei diesen Berufsvertretungen, d. h. den sozialen Interessen erhält, aber andererseits sind heute die Gemert- produktion zu fördern. Infolge der Wirtschaftskrise ist die BaumHandelskammern, Landwirtschaftskammern und Handwerkstammern, schaften so mächtig, daß sie diese Aufgaben auch weiterhin allein wollproduktion sehr eingeschränkt worden. Da aber die letzte Ernte wird auch in Zukunft das Schwergewicht der Wirtschafts- übernehmen können. Dagegen fehlt es vollkommen an einer ständigen schlecht ausgefallen ist und die Konjunktur für Textilwaren sich be organisation im räumlich begrenzten Bezirk Mitwirkung der Arbeitnehmerschaft auf wirtschaftspolitischem Ge- deutend gehoben hat, ist ein erneutes Interesse für die Baumwollliegen. Die Bedeutung dieser Kammern wird in der Arbeiter biet. Dazu ist es aber erforderlich, auch die Kammer der Arbeiter produktion vorhanden. In erster Linie tommt hierfür Brasilien schaft noch vielfach unterschätzt. Die Haupttätigkeit der Handels- und Angestellten nach drei großen Berufszweigen zu trennen und in Betracht, das für diesen Produktionszweig ganz besonders gefammern z. B. liegt in ihrer Gutachtertätigkeit. Alle wirtschafts- fie räumlich und fachlich in die engste Verbindung mit der Unter- eignet ist. Die diesjährige Baumwollernte in Brasilien erreichte und sozialpolitischen Gefeßentwürfe werden in ihnen ausführlich nehmerfammer zu bringen. zwar noch nicht einmal eine Million Ballen( gegen 8-10 Millionen beraten, und in Gutachten an die Regierungen und die gesetzgebenden Wenn dieser Unterbau damit geschaffen ist, wird es verhältnis. in den Vereinigten Staaten). Es ist jedoch festgestellt worden, daß Körperschaften kommt die Meinung der Unternehmerschaft aus Handel mäßig leicht sein, für die Bezirkswirtschaftsräte und für Brasilien für die Baumwollproduktion ein größeres und besseres und Industrie geschlossen zur Geltung. Das ist von besonderer den endgültigen Reichswirtschaftsrat eine Form zu finden, die den Gebiet befigt, als selbst die Vereinigten Staaten. Sobald also die Bedeutung in den Ländern. Es ist doch ein offenes Geheimnis, Interessen der Arbeiterschaft gerecht wird. Die Bezirkswirtschafts- internationale Kapitalbewegung in größerem Maßstab einsetzen daß die Stellungnahme der Mitglieder des Reichsrates zu Gesetzes räte mögen unter den augenblicklichen rein kapitalistischen Verhält wird, wird die Baumwollproduktion in Brasilien an Interesse gevorlagen wirtschaftspolitischer Natur häufig auch in Ländern mit niffen manchem vielleicht überflüssig erscheinen, und es ist sicher, fozialistischen Regierungsmitgliedern stärker von den Handels- daß, folange die freie Wirtschaft besteht, ihre Aufgaben nur begrenzt tammern als von den Ministern beeinflußt wird. fein fönnen. Sie haben sich aber in einer Reihe von Gebieten beBegreiflicherweise widersehen sich die Unternehmer auf das reits freiwillig herausgebildet durch Zusammenschluß verschiedener heftigste der Mitbestimmung der Arbeiter und Angestellten. Dieser Rammern und freier wirtschaftlicher Organisationen. In diesen Widerstand muß gebrochen werden. Der nächſtliegende Weg dafür Organisationen werden Angelegenheiten behandelt, die alle Wirtwürde sein, in Zukunft die Kammern zur Hälfte aus Unternehmern, fchaftszweige gleichmäßig angehen und für die Produktion des frag zur Hälfte aus Arbeitern und Angestellten der beteiligten Wirt fchaftszweige zufammenzusehen. Es ist sehr fraglich, ob eine solche Regelung für alle drei Berufskammern gleichmäßig in diesem Reichstag eine Mehrheit findet. Wie dem auch sei, fönnen die Arbeiter auf eine Mitwirkung in den Kammern unter feinen Umständen der zichten, denn ihren Forderungen steht der flare Wortlaut des Artifels 165 Absatz 1 der Reichsverfassung zur Seite, der verlangt, daß ihnen gefeßlich im gleichen Umfange wie den Unternehmern Der endgültige Reichswirtschaftsrat im Gegenfah Berteilung der Produkte kontrollieren soll. Im Interesse der 11die Möglichkeit gegeben wird, in allen wirtschafts- und fozial zum„ vorläufigen" wird dann nur noch zum Teil unmittelbar produzenten ist bereits ähnliches vollzogen worden. In Kapolitischen Angelegenheiten ihrem Standpunkt Geltung zu ver- aus den Spizenorganisationen beschickt werden, und es wird daneben nada wird voraussichtlich ein landwirtschaftliches Amt ins Leben schaffen. Auch Berwaltungsaufgaben, wie das Lehrlings oder das möglich werden, die verschiedenen Landesteile in stärterem Maße gerufen werden, das Minimalpreise für den Verkauf landFachschulwesen dürfen wenn sie schon vom Staat den Wirtschafts- als bisher zur Bertretung heranzuziehen. Die einheitliche wirtschaftlicher Produkte bestimmen und die Verkäufe kontrollieren freifen zu eigener Erledigung überlassen werden feinesfalls in Regelung des späteren Reichswirtschaftsrates wird heute allerdings foll. Dieselben Kreise, welche gegen die Einmischung des Staates in Zukunft allein in den Händen der Unternehmer bleiben. Don Unternehmerseite auf das ernsteste gefährdet. Die bisherigen bas Wirtschaftsleben fortwährend Proteft erheben, fordern dieselbe, Das wäre auch in der Form möglich, daß neben die bestehen Unternehmerfammern versuchen, ihre Spizenverbände, die bisher wenn nur auf diesem Wege Preiserhöhungen erzielt werden können. ben Unternehmerkammern besondere Kammern für Arbeiter und nur als private Berbände bestanden haben, wie Landwirtschaftsrat, Wirkungen der Ausfuhrsperre gegen Polen. Die polnischen Angestellte treten, die gemeinsam mit der zugehörigen Unternehmer- Industrie und Handelstag, Handwerfer- und Gewerbefammertag, Industrietreise haben, wie die Dena hört, ein neues Projekt aus. fammer die amtliche Berufsvertretung für den Berufszweig zu Bersönlichkeiten des öffentlichen Rechtes ouszugestalten und damit gearbeitet, um bein Bau von Eisenbahnen nicht durch die beutsche bilden. Diese Form ist aber nur unter bestimmten Vorauslegungen für die fünftige Regelung des Artikels 165 vollendete Tatsachen zu Ausfuhrsperre behindert zu sein. In Chrzanow wird zurund unter gewiffen Sicherungen anwendbar. Unternehmer- fchaffen und finden sogar bei einigen Stellen der Reichsregierung geit eine große otomotiofabrit errichtet, bie mit Hilfe der und Arbeitnehmerlammern wären dann, sei es im ganzen, fei es und selbst bei manchen Landesregierungen Gehör. österreichschen Industrie einen großen Teil des Bedarfs ber polHaussammlungen der Altershilfe men mit Dem Giß in Berlin gegründet. Arbeiterkammern um Gutachten zu wenden haben. Jede der beiden winnen. Staatlich organisierte Verwertung der Agrarprodukte in überfeeischen Ländern. Die Agrarprodukte der überseeischen Länder erlitten während der Wirtschaftskrise bedeutende Preisrückgänge, die oft Verluste für die Kleinproduzenten bedeuteten. Obwohl nun diese Preise infolge der neuerlichen Entleerung des Marktes im allgemeinen im Steigen begriffen sind, berichtet man aus verschiedenen Ländern. lichen Gebietes von Bedeutung sind( Bodenkulturfragen, Verkehrs- daß die Staaten die Verwertung der Agrarprodukte selbst betreiben fragen, Elektrizitätsversorgung usw.). Solchen freiwilligen Bu- oder kontrollieren wollen, damit die Produzenten höhere Preise er sammenschlüssen wäre durch ein Gefeh über Bezirkswirtschaftsräte Bielen. So hat die ägyptische Regierung die Absicht, einen eine feste Grundlage zu geben. Voraussetzung dafür aber muß sein, großen Teil der Baumwollernte aufzutaufen, ein Vorgehen, daß fich folche Bezirkswirtschaftsräte nicht wie zurzeit als reine das sie während des Krieges bereits geübt hat. Aus Neuseeland Unternehmerorganisationen bilden, sondern daß zunächst die Berufs- wird mitgeteilt, daß der Staat die Erzeuger von Milchprodutten vertretungen paritätisch ausgebaut werden. in ein Zwangsfartell zusammenfassen wird, das die Preise und die durch Ausschüsse, miteinander zu verbinden. Durch Gefeh wäre Mit dem Artikel 165 der Reichsverfassung find solche gesetzlich nischen Bahn an Lokomotiven beden soll. Die staatlichen Eifenferner festzulegen, daß die Behörden sich an Unternehmer und anerkannten einseitigen Unternehmerkörperschaften absolut unverein- bahnwerkstätten sind betriebstechnisch in der Zwischenzeit so aus Kammern muß das Recht haben, die Angelegenheit zu gemein- bar. Sollen fie verhindert werden, so müssen die Arbeiten für den deutsche Hilfe in Polen ausgeführt werden können. Angesichts dieser famer Beratung zu bringen. Ferner müßte die Unternehmer- Artikel 165 rafch, entschiedener und nach einheitlichen GesichtsPammer durch Gesek gehalten sein, Gutachten und Anträge, die sie punkten durchgeführt werden. aus eigener Initiative an die Behörden richtet, der Arbeitnehmerfammer vor ihrer Absendung vorzulegen. Auch in diesem Falle Bom Ruhrbergbau. Der Monat April brachte im Ruhrbergbau müßte die Arbeitnehmerkammer die Möglichkeit behalten, entweder gegenüber dem März einen Rüdgang der Förderung von von sich aus Stellung zu nehmen oder eine gemeinsame Beratung| 9 014 278 auf 7 512 646 Tonnen, der nur zu einem Teil auf die geTatsache häufen sich beim Reichswirtschaftsministerium bie Stiagen der Privatndustrie über die noch immer bestehende Ausfuhrsperre nach Bolen. Es werden in ben Kreisen der Privatindustrie die heftigsten Anflagen gegen bas Auswärtige Amt laut, das aus reht politischen Gründen ohne Rücksicht auf die Intereffen der deutschen Wirtschaft an der Ausfuhrsperre gegen Polen festhält. Rudolub Berbos BERLIN C2/ BREITESTRASSE/ BRUDERSTRASSE Kinder- Wasch- Kleidung Knaben- Kleidung Schlupf- Anzug aus bastfarbigem Rips mit 175.blau. Matrosenkragen, Gr. 2 Jede weitere Größe( bis 8) M. 15.- mehr. Kieler- Anzug aus bestem, blau- weiß gestreift. 210.Kadett, mit blau. Garnitur, Gr. 2 Jede weitere Größe( bis 12) M. 15.- mehr. Sport- Anzug aus vorzüglichem Schilfleinen, 385.mit Breecheshose, Größe 8, M. Jede weitere Größe( bis 43) M. 15.- mehr. Sport- Blusen aus gutem, gestreiftem Waschstoff, 78.hell und mittelfarbig, Größe 2, M. Jede weitere Größe( bis 12) M. 5.- mehr. aus dunkelblauem, vorzüglichem 65.Sport- Hosen Satindrell, mit Gurt, Größe 2, M. Jede weitere Größe( bis 12) M. 5.- mehr. Schultertücher( Plaids) M. 183.50 202.- 282.- bis 1017.Rucksäcke in verschiedenen Größen, vorzügl. Verarbeitung Wollene Überjäckchen( Blusenschoner) v. 176.- an gestrickte Damen- Jumper in geschmackvoll. 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Und es gibt gelbe, stechende Lichter auf den klatschenden Wellen, daß die Gret geblendet die Augen schließen muß. Dann wird am Kanal der Tag wach. Bergleute gehen zur Frühschicht, alle die blecherne Kaffeekanne an einem Riemen über die Schulter gehängt. Es ist, als schleppten sie darin eingeschlossen die ganze bergschwere Last ihrer Alltagssorgen mit sich herum, so einer, ein junger flaumbärtiger, steckt sich gegen den Wind gewendet Aber das sind nicht die schwarzen Wasser, das ist die zähnefletschende Meute, die sie hetzt und die ihr ihre Schande in die Ohren brüllt: Dirne! Bastard! Dirne! Dirne! Und es ist ihr Kind, das sie an sich preßt und das sie vor der gierigen Meute retten muß und das sie hoch dem Lichte entgegenreckt, das über ihr flutet. Und die Hände, die danach greifen, sind die von Engeln, die es jubelnd zu Wolkenfernen emportragen. D, die wundersüße Musik Und das Licht- das Licht Als man gegen Mittag die tote Gret Wiesenkamp aus den schwarzen Wassern zog, lag auf ihren wachsbleichen Zügen ein Hauch seligen Friedens und um den leicht geöffneten starren Mund spielte es wie lächelndes Mutterglüd. gebückt und in fich gekauert schreiten sie. Haftend und stumm. Nur Beamte u. Angestellte der Reichs-, Staats- u. Gemeindebehörden cine Zigarette an. Pfeift dann ein feces Tanzlied vor sich hin und Dienstag, den 23. Mai, abends 7 Uhr, in den„ Sophien- Sälen", Sophienstraße 17/18( großer Saal): schlendert den anderen nach. Sonderbar, denkt die blonde Gret. Manche wandern wie der Sonntag, 21. Mai 1922 Bierter Verhandlungstag. Die Erörterungen über den Reichstarif werden recht lebhaft geführt. Schon gleich der erste Redner, Schwenniger Stuttgart, rollte den Streit der Meinungen auf. In der Aussprache ver= wischen sich die weltanschaulichen Gegensäge vollkommen, alle Redner sind sich über die schwachen Punkte des neuen Vertrages vollkommen einig. Dazu gehören die Nachholung der Regenstunden, die den Achtstundentag gefährden, die wenig befriedigende Reglung der Ferienfrage, die nur wenigen Kameraden Ferien bringe; auch die Betriebsrätevertretung findet viele Gegner, ebenso wirbelt die Lehrlingsfrage viel Staub auf. Einige Redner wollen den Tarifvertrag deshalb grundsätzlich abgelehnt wissen. Auch die Regelung des§ 616 im Tarifvertrag lasse allzusehr Unternehmergeist atmen. Viele Redner fordern Wiederherstellung des alten Tarifs in den strittigen Punkten, während andere überhaupt selbständig vorgehen wollen. Es sei für die Zimmerer viel vorteilhafter, menn sie, ganz unabhängig vom Reichstarif der Bauarbeiter, ihre eigenen Wege gehen. Ege traf • han besten die Meinung der Mehrheit, als er fagte:„ wir find feine Vertragsfanatifer, aber wir wollen unseren Vertretern doch freie Hand lassen". Im übrigen legte er sehr sachlich die schwachen Punkte des Vertrages klar. In seinem Schlußwort geht Ece Hamburg auf die Aussprache wir haben ja in den Orten Bewegungsfreiheit. Der Vertrag läßt jedem Ortsverein eine Freiheit, über die wir uns freuen sollten. Jeder Tarifvertrag ist # Lenzwind durchs Leben hin, forgios und lachend. Und Sonne und Große öffentliche Versammlung näher ein. Wir fürchten uns vor der Ablehnung des Tarifes nicht, Tagesordnung: Blumen sind auf ihrem Weg. Viele aber sind arme Schattenfinder mit heißen, ewig hungrigen Seelen, die sich nicht nur am 1. Die Ursachen der Teuerung und die Beamten. Ref.: Landtagsabg. Wunsche freuen können. Die harren immer auf die strahlende Neu- Ernst Heilmann und Legationsrat Dr. Zechlin.- 2. Freie Aussprache. sonne, die einmal kommen soll. Aber wenn dann eines Tages das Es wird gebeten, die Frauen mitzubringen. Schicksal in einer Geberlaune ihnen die Erfüllung in den Schoß wirft, sind ihre Seelen müd und mißtrauisch geworden vom langen Harren, daß sie die fiehend ausgebreiteten Hände ängstlich verfchließen. Und während das Glüd golden vorüberzieht, zerbrechen sie stumm an ihrer unerfüllten Sehnsucht. Die bionde Gret Wiesenkamp war immer nach dem Glüd hungrig gewesen. Aber die graue Priesterin Armut gräbt ihr Evangelium mit grausamem Finger in das zuckende Fleisch ihrer Gläubiger ein. Und wer dieses Glaubenszeichen trägt, dem wird so schwer, an das Glück zu glauben. Bis einmal doch das trozzige Sichsträuben tommt gegen das lähmende Entsagen- und Verzichtenmüssen. Dann, wenn das heiße Glücksbegehren zu übermächtig wird und das seit Generationen ein gedämmte Blut jäh nach Erfüllung schreit nach Erleben und Menschsein. Da hatte die kleine, stille Näherin den rauhen Mantel des Entsagens von sich geworfen und ihre blaße, zitternde Seele dem Leben geöffnet, weit meit O Fasching! So lodend, so bunt, so voll Glanz und Lichterflirren. Und so wunderbar süß der Sang des lachenden Lebens und fo unfagbar töftlich, sich auf seinen rotroten Wogen zu wiegen. Leben du du Das zitterte noch lang und beseeligend in dem monotonen Einerlei des Alltags nach, daß das Glaubenszeichen der Priesterin Armut gar nicht mehr so schmerzhaft brannte. Und nur ganz langsam war das Erwachen gekommen. Aber auf einmal ganz jäh. Da, als sie wußte, daß sie Mutter werden sollte. Und wußte, daß das für sie Sterben hieß. O, die blonde Gret Wiesentamp stirbt nicht gern. stirbt gern, besonders wenn er jung ist. Sterben ist so und ist das Letzte- das Ende. Niemand bitter Aber bitterer ist die Schmach, der kaltherzige Hohn, die wie efler, giftiger Geifer die tief erschauernde Seele treffen, und mit denen verzüchtete Moral das Heiligste besudelt, das Allmutter Erde ihren Kindern schenkte. O, die entseßliche Angst vor dieser grausamen Moral, die ihren armen Opfern nimmer Ruhe gönnt! Denn die wird sie hetzen wie die Meute ein waidwundes Tier- tief hinein in die qualvolle Einfamkeit ihres sonnenlos erblühenden Weibstums. Und wird in der Stunde tiefster Menschheitsoffenbarung lauernd an ihrem Lager hocken, daß sie ihrem wehrlosen Kinde das Zeichen der Ausgestoßenen auf die reine, unschuldige Stirn einfrazzen fann das blutrot flammende Mal der Schande: Bastard!! Tief erschauert die junge Gret vor dem unausgesprochenen Klang dieses entsetzlichen Wortes, und ein Schluchzen weh und tränen Ios stößt sie in den Nacken wie eine robe, brutale Faust. Und dann fühlt sie, daß sie den Mut finden wird, mit dem Opfertode ihrem Kinde die Schande zu ersparen. -V 22. Verbandstag der Zimmerer. Dritter Verhandlungstag. ein kompromiß für eine kurze Spanne Zeit. Ecke bekennt sich als Freund der Larifverträge, doch das Verhalten der Unternehmer verwehre es, hier über diesen Vertrag alles zu sagen, was dazu zu sagen wäre. Sie müssen zu uns volles Vertrauen haben, wir werden schon das Interesse der Organisation an die Spize stellen." Die folgende Resolution wird hierauf gegen 22 Stimmen angenommen Der 22. Verbandstag ist grundsätzlich mit dem Abschluß eines Reichstarifvertrages einverstanden. Er hat von dem Ergebnis der letzten zentralen Verhandlungen zur Erneuerung eines Reichstarifvertrages Kenntnis genommen, sieht aber von einer Beschlußfassung darüber ab, da eine solche durch das Verhalten anderer Vertragsparteien gegenstandslos geworden ist. gründet der Hauptfaffierer Römer- Hamburg eingehend die vom Zur Neuregelung des Beitrags- und Unterstützungswesens be. Zentralporstand gemachten Vorschläge. Ein Stundenlohn wird als Beitrag erhoben. Wer 10 M. Wochenbeitrag für die Hauptkasse leistet, foll im ersten Jahre 20, nach 5 Jahren 30 und über 10 Jahre 40 M. Streifunterstügung pro Tag erhalten; bei einem Beitrage von 12,50 m. jedoch 25 m., 37,50 M. bzm. 50 M. Bei Arbeitslosig= 60 Wochen 6 M., nach 164 Wochen 9 M. und nach 268 Wochen 12 M. feit ist die Staffelung ähnlich bei einem 10- M.- Beitrag nach täglich Zuschuß zur Erwerbslosenunterstügung. Diese Borschläge, die auch für die Kranken-, Reise- und Sterbeunterstüßung entsprechende Anwendung finden, stellten hohe Forderungen an die Hauptkasse, die nur erfüllt werden könnten, wenn mindestens 80 Prozent der Einnahmen an die Zentrale abgeführt werden. Ein Abbau mehr tommt der Punkt der Unterstüßung sei jeßt unmöglich; der Klassenkampfcharakter werde nicht dadurch beeinträchtigt. Gegen weitergehende Anträge wendet sich Römer entschieden. Er verlangt zum Schluß nicht weniger wie neun grundsägliche Entscheidungen; dann soll eine Rommission weiter beraten. In der Erhöhung der Beiträge waren sich fast alle Redner einig, dagegen war die Abführung der Prozente an die Haupttasse ein umstrittener Punkt. Kräftig wurde das Ver langen nach Erhöhung der Streifunterstützung unterstrichen bei der Krankenunterstützung wurden Wünsche laut, sie mit den Erwerbslosen gleichzustellen. Natürlich lagen auch Anträge vor, die Unterstügur.gen überhaupt einzustellen, nur die Streifunterstützung beizubehalten. Die Anträge des Verbandsvorstandes werden jedenfalls eine große Mehrheit finden. Einige Redner gingen weit über die Vorschläge hinaus, fie mollen mehr als einen Stundenlohn an Beitrag leisten, um höhere Leistungen zu erzielen. Grundsätzlich wird gegen drei Stimmen beschlossen, einen Stundenlohn als Wochenbeitrag zu erheben. Es wird dann eine Kommiffion von 17 Delegierten gewählt, die über die hundert Anträge beraten soll. Ueber Falls sich weitere Verhandlungen ergeben sollten, sind die Ber bandsförperschaften ermächtigt, daran teilzunehmen und den Abschluß eines für unseren Verband annehmbaren Reichstarifvertrages zu vollziehen." Die Anträge werden dem Zentralvorstand überwiesen. NunSozialisierung und Baugewerkschaftsbund = zur Verhandlung. Referent ist Schönfelder Hamburg. Die Form der Gewerkschaften hat sich organisch entwickelt, jeder Beruf hat seine besonderen Eigenheiten, die Kampfmittel, die Berhältnige sind überall verschieden. Wir dürfen die einzelnen Glieder nicht fesseln, sie müssen Freiheit haben nur die Interessen anderer Gruppen sind eine Grenze, die wir respektieren. Die Berufsverbände sind die natürlichen Ergebnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse. Wir können im Berufsverband viel besser die Schulung, Erziehung übernehmen, die Organisationstreue ist größer. Schönfelder bespricht nun die Vorarbeiten zum Baugewerkschaftsbund. Was anfangs gewollt war, fommt nicht zustande. Man vergißt, daß die Gewerkschaftsmitglieder nicht bloß Ziffern sind, sondern Menschen mit Fleisch und Blut, die erst den Geist in das Gebilde bringen. Gegen natürliche Zusammengehörigkeit wehren wir uns nicht, nur soll man nichts fünstlich konstruieren. Wir haben noch keine Berwischung der Berufsgrenzen, das Baugewerbe ist streng handwerksmäßig gegliedert, auch durch den Betonbau hat fich nichts aeändert. Auch gegen Vermischung der Verschmelzung aus Sozialisierungsgründen wehrt sich den Reichstarifvertrag des Baugewerbes Redner. Was dafür gesagt, was gegen den Kapitalismus gesagt referiert Ecke- Hamburg. Er schildert zunächst die Schwierigkeiten, wird, ist richtig, es ist aber nichts neues, manche haben nur das die von den Unternehmern bereitet worden sind. Schon während erst jetzt entdeckt. Die Gewerkschaften haben aber nicht die Aufgabe, des letzten Jahres ist nach und nach der Begriff der Handlungsfreiheit Träger der Produktion zu werden, wir haben nur reine Arbeitfür jeden der Bertragskontrahenten, unter bestimmten Verhältnissen nehmerinteressen zu fördern. Der Gildensozialismus wird freilich nur, von der Organisation erkämpft worden. Jeder Tarif- in Deutschland feinen Boden finden. Wir müssen den gesamten vertrag enthält die Summe von Kraft, die wir aufbringen können, Kapitalismus beseitigen, das geht weit über nur gewerkschaftliche er enthält auch das Interesse der Deffentlichkeit, soweit sie an der Mittel hinaus. Lohnfämpfe und Sozialisierung heißt Gestaltung intereffiert ist. Redner schildert den Gang der Verhand- das Problem. Die Finanzen dafür sind neben den Leistungen für lungen, die schon vorige Woche beim Bericht über den Verbandstag die Gewerkschaften aufzubringen. der Bauarbeiter erörtert wurden, und geht auf einige besonders für die Zimmerer günstigere Bedingungen ein. Die Lohnverhandlungen werden nicht einfacher, jede Gruppe hat ihren eigenen Tarifvertrag aber auch beim heutigen Stand Die Bauarbeiter haben den Tarif abgelehnt, die Arbeitgeber des Organisationsverhältnisses ist Zusammenarbeit auf diesem Ge Langsam, ganz langsam geht sie den schmalen Leinpfad entlang. haben zu dem Bertrag am Sonntag feine abschließende Stellung ge- biet möglich. Wir empfehlen, den Anschluß abzulehnen.( Beifall.) | nommen. Wir brauchen auch feine Entscheidung zu fällen, wir Zur Sozialisierung sagte der Referent, daß leider noch Mertt nicht, wie um sie her allmächtig der Alltag laut geworden ist. treten dann eben in eine tariflose Zeit. Wir brauchen diese Zeit nicht der soziale Mensch fehle, die innere Einstellung ufm. Seine AusUnd merkt nicht die neugierigen Blicke der zur Schule eilenden zu scheuen.( Lebhafte Zustimmung.) Wir müssen nur den Orführungen hat Redner in einer eingehenden Entschließung zusammen. Buben und Mädel, die ihr aus fragenden, frühreifen Kinderaugen ganisationsgebanten hochhaiten. Aussprechen wollen gefaßt, wonach unter allen Vorbehalten der Verbandstag die Be. wir, daß wir dem erent. Abschluß eines annehmbaren Tarifvertrages teiligung des Verbandes an der Gründung des musternd ins qualdurchbebte Antlik starren. Verbandes sozialer Baubetriebe billigt und den Zennicht entgegenstehen. Redner unterbreitet dem Verbandstag eine dementsprechende tralvorstand ermächtigt, auch weiterhin Mittel hierzu bereitzustellen, Resolution, die eine Beschlußfassung ablehnt, da sie durch die anderen soweit dadurch der Verband in der Erfüllung feiner Hauptaufgaben Bertragsparteien überflüssig geworden ist.( Beifall.) nicht behindert wird. Die Errichtung ungenügend gesicherter Betriebe sei zu vermeiden, um die baugewerblichen Arbeiter vor Schaden zu bewahren. Dem Referat folgt eine eingehende Aussprache. Sieht nur auf einmal wie in jähem Erwachen das irgend wo dicht vor ihr ein paar Kinder schreiend zusammenlaufen und über einem braunen Haarschopf gurgelnd die schwarzen Wasser des Kanals zusammenschlagen. Und dann ist plötzlich graue, schmuzige Finsternis um sie... und ein Rauschen, Gurgeln und Quirlen. meldungen. 3 Punkte Bum Reichstarif" liegen 60 Anträge vor und 36 Wortunserer Leistungsfähigkeit! 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Der Beitrag in der Lehrlingsklasse sollte 2 M. und die Bei- standes lediglich darauf beschränkte, die Kollegen und die Verbandsträge in den vorgesehenen vier Klassen 6, 10, 14 und 18 m. betragen. tasse vor unnötigen und nuklofen Opfern zu bewahren. Er ließ sich Diese Vorlage fand wiederum nicht die Zustimmung der Mehrheit deshalb auch den Der Delegierten. Es kam zu einer lebhaften und ausgedehnten Debatte. 3mhof Berlin plädierte nochmals für die Annahme der Vorschläge der Siebener- Kommission. Ein großer Teil der Delegierten betonte, daß das vom Verbandstag beschlossene Prinzip der Beitragsleistung nach dem jeweiligen Stundenlohn auch gerecht durch geführt werden müßte. Das tomme in der Vorlage der ElferPommission nicht zum Ausbrud. Unter der nur Vierklass nteilung und den vorgesehenen Beitragsfähen müßten besonders die Kolleginnen und die Heimarbeiter leiden und die größten Opfer bringen, während bie gut verdienenden Kollegen den Vorteil dabei hätten, weil sie nicht ihren wirklichn Stundenlohn als Beitrag zahlen müßten. Verbandsvorsitzender Haueisen- Berlin betonte, daß man festhalten müßte an dem prinzipiellen Beschluß des Verbandstages: ein Stundenlohn als Wochenbeitrag, die daraus entstehenden Konfequenzen aber auch tragen müßte. Die technische Durchführung der Sechs- Klassen- Staffelung fei nicht so schwer, als sie hingestellt werde. Canz besonders sei dabei zu berücksichtigen, daß zumeist nicht alle Klaffen für die einzelnen Orte in Betracht kämen. Der Verbandstag beschloß prinzipiell eine Fünf- Klaffen- Staffelung mit Angleichung der Beitragsfähe an den jeweiligen Stundenlohn, darauf aufbauend die Unterſtüßungseinrichtungen. Die Elferfommission wurde durch einige meitere Delegierte ergänzt und soll nunmehr auf Grund dieses Beschlusses dem Verbandstag neue Vorschläge unterbreiten. Die Anträge auf Abbau der Kranken- und Umzugsunterstügungen wurden abgelehnt. = Beschlossen wurde, die Gemertschaftliche Frauen= zeitung" den weiblichen Verbandsfunktionären fostenlos zu lie. fern. Ein Antrag, die Zuchthausarbeiten, ganz gleich welcher Art find nach den reichstariflichen Löhnen zu zahlen, der Verdienst fließt in die Staatstaffe, wurde dem Vorstand überwiesen, pamit er in Gemeinschaft mit dem ADGB. die entsprechenden Schritte unter rimmt. Die verschiedenen 2in.träge und Wünsche betreffs der u gendlichenfrage" wurden einer besonderen Kommission über nesen. die dem Verbandstege gangoace Bege vorschlagen soll. In der nichtöffentlichen Nachmittagsligung hiel: 28ie Wienice Berlin ein instruttives Referat über Tarif- und Lohnbewegungen. Datah stand die Berichtszeit im Reichen des Ausbaus und der Weiterentwicklung der Reichstarife. Die finanziellen Ergebnisse aller Lohnbewegungen genügen aber bei weitem noch nicht, um auch nur annähernd einen Ausgleich für die Steigerung der Lebensunterhaltungskosten zu bringen. Hieran anschließend präzisierten die einzelnen Fraktionsredner thre Stellung zu dieser Frage. Dann setzte die allgemeine Debatte tarüber ein. Verbandstag der Steinarbeiter. " Ausbau des beruflichen Schlichtungswesens besonders angelegen sein. Die staatlichen Schlichtungsausschüsse, so betont er, hätten zwar äußerst segensreich für die Arbeiterschaft gewirkt, doch habe ihre Autorität den Unternehmern gegenüber durch das Erstartender Reaktion so sehr abgenommen, daß das Vertrauen der Arbeiter in diese staatlichen Schlichtungsausschüsse zum Teil verloren gegangen sei. 27 RiebesspieI" zeigte den so früh verstorbenen Waldemar Psilander als den mit föstlicher Leichtigkeit und überzeugendem Ausdrud agierenden Darsteller, als den man ihm fchäßte. Das Wunder dieser Vorstellung ist der Usa Stulturiilm Schönheit am Meeres grund", der mit liebevoll versenkten Augen der Wissenschaft in die reine, ungemein graziöse und formenzarte Welt der Tiefsee blidt. PseudoTollarp gefin in 12. seu et tende fim de sa ziemlich Nach einer Dollarprinzessin" im us. Surfürstendamm. übermütigen Exposition versandet die Geschichte von der spleenigen ameris kanischen Multimillionärin, die durchaus geraubt werden will und eine wahre Frauenraubepidemie anrichtet im Humorlosen. Dem Autor und Regisseur Franz Seis ging in seinem münchenerischen Dollarika, das die Heimat dieses Films ist, der Faden aus. Die Darstellung bietet feineriet beglückende Abwechslung. Ueber den Chaplin Film Chaplin als Sträfling lacht man sich, so sehr wir doch schon mit dieser starren Gebärde des Grotesten vertraut sind, wieder von aller aufgezwungenen Luftigkeit gesund. p- s. Razan nennt sich ein merikanischer Film, den die Cäsarfilm- Gesellschaft der Bresse vorführen ließ. Er spielt in der Schueewelt Alasfas unter den Das Schlichtungswesen ist leider noch nicht von den Unter- Belzjägern, ihren treuen Gehilfen: den Hunden und ihren Feinden: den nehmern aller Berufsgruppen der Steinindustrie anerkannt, doch ist Wölfen. Jack London hat mit unerhörter Naturfrische dieses Land, diese es zentral festgelegt in Reichstarifen für Granitwerke und Schleife- Menschen und Tiere für die Literatur erobert( unfere älteren Leser werden reien sowie für Pflasterstein- und Schotterwerke. Auch zur erstrebten sich auf seine Hundegeschichten Der Ruf der Natur" besinnen). Ein Abgemeinsamen Regelung des Lehrlingswesens fonnten glanz davon liegt auch auf diesem Film, der neben den herrlichen Landfich die Unternehmer in sozialer Kurzsichtigkeit noch nicht entschließen, schaftsbildern die übliche aufregende Mord- und Rachegeschichte bietet. Ein obwohl die Gefahr besteht, daß ihnen ohne die Mitarbeit des Ver- Wolfshund, Kazan, ist der Zeuge und Spurweiser des Mordes und ihm bandes die Quelle des beruflichen Nachwuchses bald ganz und gar fällt fchließlich der Bollzug der Nache zu. Dann kehrt er in die Wildnis zurüď von zu den Menschen und ihren niederen Leidenschaften. Die versiegt. Von Bedeutung für den Beruf war auch die Durchfeßung Bilder aus dem Tierleben sind das Interessanteste an diesem Film; freilich, einer allgemeinen gültigen Arbeitsordnung sowie die Her- die Stämpfe mit den Wölfen machen feinen vollen Natureindrud. Die ausgabe von Richtlinien für die Einstellung von Arbeitern gemäß Menschen sind sentimental oder in der überlebten Schwarz- Weiß- Technit den Vorschriften des Betriebsrätegesezes. Aus der Arbeitsgemein( Verbrecher oder Engel) gehalten. Die Photographie ist meisterlich, das schaft der Steine und Erden ist der Verband ausgeschieden, dennoch Halbdunkel der Innenaufnahmen oder auch das durchleuchtete Schnee hat er gemeinsam mit den Unternehmern gearbeitet, wo gemeinsame gestöber geben stimmungsvolle Eindrücke. Interessen auf dem Spiele standen. So z. B. erfolgte eine gemeinfame Eingabe aller Unternehmer- und Arbeiterverbände der Steinindustrie gegen die erhöhte Umsatzsteuer( ugussteuer) an Reichstag und Reichswirtschaftsrat. Der Vorstand ermittelte für den Schluß des Jahres 1921 51 414 unter tariflichen Bedingungen arbeitende Berufstätige und nur noch 1922 ohne Tarif. Die durch schnittliche Lohnsteigerung betrug damals, für alle Branchen durcheinander verrechnet, das 18,7fache des am 1. Juli 1914 bestehenden Durchschnittslohnes. Teilweise ist es gelungen, die Löhne im gleichen Verhältnis wie andere an der Spike marschierende hinter denen anderer Berufe erheblich zurück. Die aus den ZahlOrganisationen zu steigern. In vielen Orten stehen jedoch die Löhne stellen gemeldeten Arbeitslofenziffern blieben in engen Grenzen, 30 bis 40 Proz. der Arbeitslosen entfielen zu allen Zeiten auf Berlin. Die Geschäftslage der gesamten Steinindustrie war im allgemeinen gut. statistik ist Nach der vom Vorstand geführten Kranten und Sterbebei den Sandsteinarbeitern, groß. wie immer die Zahl der Lungentranten fielen Lungenerkrankungen zum Opfer. Und groß ist auch die Zahl 60 Proz. der Sandsteinmetzen der Unfälle im Beruf. Filmschau. Die Filme der Woche. Man fommt uns jetzt ziemlich oft amerikanisch im Film. Mit einem Der Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands beginnt am 22. mai feine Generalversammlung in Leipzig. Auf der echten und einem bausgemachten Pseudoamerikanismus. Dem echten beTagesordnung stehen: Geschäftsberichte, Lohnbewegungen und Teue- gegnete man im us. Tauenpienpalast, wo der Metro- Picturesrungszulagen, Tarif- und Schlichtungswesen, Beitrags- und Unterstügungswesen, Stellungnahme zum Baugewerksbund, Neuwahl des Borstandes, sowie die Lage der Natursteinindustrie und die Steinarbeiterberufsgefahren. Der Verband zählte Ende 1921 46909 Mitglieder in 493 Zahlstellen. Sein AusbreiFilm Im Reiche des weißen Glefanten" rollte. Es ist herzlich wenig zu dieser wenig erregenden Geschichte von Rassenstolz und Standesdunkel zu sagen, in deren Verlauf ein fleines Hindumädchen, aus dem Harem des Raja befreit, nach allerlei Abenteuern europäisch legitim in der englischen Homaristokratie landet. Die Handlung läßt fühl, das Bildbaste bietet faum einmal mehr als durchschnittlichen Reiz. In der Rolle des Hindumädchens Afole zeigt Viola Dana bewußte Wildheit und allzu be mußte Naivität. Ein alter, von feinstem Humor umflossener Nordisk Film Tader Morgenstunde M. * Herren- Hemden festes Gewebe 3700 Herren- Hemden angeruht, für 7200 den Winter M. Herren- Unterhosen festes Ge- 1600 webe.. M. 19.00 * Herren- Unterhosen messel M. 4500 Herren- Unterhosen Vigogne 5900 Herren- Unterhosen, Mako, 2 fädig, sehr 7200 haltbar, in allen Grössen........... M. Herren- Socken M. 21.00, 19.50 450 Stutzen wolle.......... M. 22.00 1900 mit 1750 Gummiband, weiß mit bunter Kante.. M. mit kl, Fehlern M. Hosenträger Lederteil., M. 19.50 Herren- Taschentücher 1100 * Strickbinder in schönen Mustern 1250 Sportkragen 350 Sporthemden mit Klappmanschett. weichem Kragen 18500 aus vorzüglichem Sportstoff..... Mk. Herren- Filzhüte geschmackvolle Farben....... .M. 79.00, 65.00 Herren- Strohhüte mod. 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Bertrauensmänner aller dem der Metall- und Revolverdreher fo- Reichsmantelvertrag unterstehenden Betriebe. wie-dreherinnen. Tagesordnung: 1. Bortrag: Arbeitszeitgefe 2. Dig „ Schlichtungs- und Referent: Rollege F. Sante. tuffion. 3. Branchenangelegenheiten und Berschiedenes. Butritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches mit Nachweis der Branchenzugehörigkeit. Sehmann& Bu Dr. Fritz M. Meyer Achtung! Nähmaschinenbranche. tofzer, Berlin praktiziert wieder. Dienstag, den 23. mai, nachm. 5 he im Verbandshaus, Linienstraße. 83/85 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines innigftgeliebten Mannes, unferes herzensguten Baters, sagen wir allen unseren herzlichsten Dant. allen Berlin, den 20. Mai 1922. 13496 Ww. Emilie Brückner und Kinder. Versammlungen der Betriebsräte in d. Metallindustrie ( Arbeiter- und Angestelltenräte). Hauptgruppe IV. fämtlicher ( Arbeitslosenfaal): Konferenz Vertrauensleute Betriebsräte. und mann, Schirmer- Blauer& Co, Ling& Ec Die Firmen: Gutmann, Her hardt, Frister& Roßmann, Ginger& Co., Wollenberg, Böttcher, Sanger, Großmann, Dyrtopp& Co., Rittershausen, Müller und Bittauer sind besonders eingeladen. Dienstag, 23. mai, abends 6%, Uhr, in der Gemeindeschule, Gipsstr. 23 n Zimmer 6: Mittwoch, den 24. Mai, nachmittags 4 Uhr, in der Schulaula am Roppenplas Gruppenversammlung Tagesordnung: der Werkzeugschleifer. Gruppen1 Welche Aufgaben haben die Betriebs- Tagesordnung: 1. räte? Referent Stoll. 3 ante. 2. Dis- angelegenheiten. 2. Verbandsangelegen fuffion. 3. Gruppenangelegenheiten und heiten. 3. Verschiedenes. Wahl der Delegierten zur Generalver- Erscheinen aller Schleifer notwendig. fammlung der Betriebsräte. Hauptgruppe III. Dienstag, den 23. mai, abends 7 Uhr, in der Schulaula Weinmeifterstr. 16/17: Mittwoch, den 24. mai, abends 7 Uhr, Branchenversammlung in der Schulaula am Roppenplag. Tagesordnung: der Hilfsarbeiter. 1. Arbeitszeitgefeß und Schlichtungs- Tagesordnung: 1. Unsere Birt ordnung. Referent Kollege Jante. 2. Gruppenangelegenheiten und Wahl der Delegierten zur Generalversammlung der Betriebsräte, Hauptgruppe VII. Untergruppe 21, 22, 23. Suf: u.Wagenschmiede, Heizungs-, fchaftslage. Kündigung des Tarifabtommens. 2. Branchenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Bollzähliges und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Dienstag, den 23. mai, abends 7 Uhr, in Boekers Festfälen, Weberstr. 17: fanit. Anlagen, Wasserleitungs. Versammlung anlagen, Klempnereten, Gaß messer, Ornamentenfabriken Mittwoch, den 24. mai, abends 7 Uhr, in der Schule am Roppenplag. Tagesordnung: 1. Reuwahl der Gruppenleitung. aller in den Wagen- u. Saroseriefabriten beschäft. und organisierten Metallarbeiter. 1. Aufstellung ber Randidaten zur Reichstonferenz am 11. Juni 1922. 2. Berschiedenes. Tagesordnung: Mitgliedsbuch legitimiert, ohne 2. Bahl der Delegierten zur Generalver- diefes fein 8utritt! sammlung der Betriebsräte. 3. Gruppenangelegenheiten. Sauptgruppe V. Die Kollegen werden ersucht, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Dienstag, 23. Mai, nachm. 4%, he, Mittwoch, den 24. mai, nachmittags im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25 4 Uhr, und Hauptgruppe II mittder Schulaula Steinstr. 31/34. ( Saal 1): Groß- Berlins. woch, den 24. Mal, abends 7 Uhr, in Branchenversammlung Tagesordnung in belden Bersammlungen: der Metalldrücker und Polierer Bortrag und Delegiertenwahl zur Generalversammlung der Betriebsräte. Tagesordnung: Die Betriebsräte, die einer anderen 2 Branchenangelegenheiten. 3. Ber freien Gewerkschaft angehören, sind hierzu schiedenes. miteingeladen. 1. Bericht.| Die freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale des im Gewertschaftshaus, Engelufer 24/25: Wirtschaftsbezirkes Groß- Berlin. Tagesordnung: Unsere Lohnbewegung. 8utritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches und des Funktionärausweises.[ 40/8] Die Ortsverwaltung. DER NEUE ROMAN Untergang EIN LEBENSFRAGMENT VOD A. M. DE JONG Danchigle Übertragung aus dem Holline GEORG GARTNER Dieses Buch erinnert in seiner packenden aufwühlenden Realistik an die Kunst Zolas. Es zwingt zum Lesen in einem Zuge und hinterläßt stärkste Eindrücke Preis 25,- Mk. fchön gebunden Buchhandlung Vorwärts, Berlin' Lindenstraße 2 Trauringe Engros- Lager Kein Laden Dukaten- Gold( 900 gest.) 333-585 gest. Jede Größe am Lager. Garantiesehein für gesetzl. Goldgehalt. Nicht die Reklame, der Name bürgt får Qual. u. Preiswürdigkeit Spezialhaus fugenloser Trauringe Erich Fuhrmann NW 87, Gotzkowskystraße 13 Handelsgerichtlich eingetragene Firma. 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