Nr. 247 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 124 Bezugspreis: Bierteljährl. 105.-M., monatl. 35,-. frei ins Haus, voraus zahlbar. Boſtbezug: Monatlich 35,- M., einschl. 8ustellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u Memel gebiet, sowie Defterreich u. Luxemburg 69,- M., fiir das übrige Ausland 87,- M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Esth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Glowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1,50 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 16,-M.- Reklamezeile 80.-M. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwei fettgebruckte Worte), jedes weitere Wort 3, M. 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Sie hat zu bringen, so stände heute Hermes" links" von Wirth, und bereits die Zustimmung des gesamten englischen Kabinetts gefunden auf ihn, den sie bisher als ihren Vertrauensmann im Ra- und soll entworfen worden sein auf der Rückfahrt Lloyd Georges binett betrachtete, würde die Rechtsopposition ihre Pfeile und von Genua über Paris nach London. Daß Lloyd George alles zu Schleudern richten. tun gedachte, um die Reparationsfrage zu einer friedlichen Lösung Ueber die Vorgänge der letzten Tage, namentlich des gestrigen, die sämtlich vertraulich" waren, hat sich eine Flut von Nachrichten in die Presse ergossen. Die Pariser Anleiheverhandlungen, die Vorgänge im Reichskabinett, die Beratungen im Auswärtigen Ausschuß, all das wird nun auf einmal bloẞgelegt und durchgehechelt. Ob diese Methode, die auswärtigen Angelegenheiten zu behandeln, die richtige iſt, Das ist, wie man sieht, ein ganz hübsches Kunterbunt, an zu führen, war dem Reichskanzler in Genua von dem englischen follte reiflich überlegt werden. Allen Respekt vor patriotischem dem jeder, dem es nur darauf ankommt, daß es drüber und Ministerpräsidenten in aller Offenheit mehrfach versichert Eifer, der durch rücksichtsloses Enthüllen das Volk vor Schaden drunter geht, seine helle Freude haben kann. Durch ihr worden. Desgleichen wurde Dr. Wirth erklärt, daß Lloyd George bewahren will aber mit solchen edlen Gefühlen hat der System der Indiskretionen und durch das vorzeitige Hinein- feine Rückkehr nach London benutzen werde, um während eines Wettlauf der Indiskretionen, der sich jetzt in der zerren der Pariser Verhandlungen in den Auswärtigen Aus- furzen Aufenthaltes in Paris die Notwendigkeit einer Anleihe für Presse austobt, nicht das geringste zu tun. Sensationslust und schuß hat die Opposition zweifellos einen Erfolg errungen, Deutschland flarzulegen. Was Hermes also mit nach Hause ge= Intrige sind es, die ihre Orgien feiern, unbekümmert darum, nämlich den, die notwendige Verständigung im bracht hat, wurde in Wirklichkeit in Genua vorbereitet und ist ob damit irgendeiner ehrlichen Sache gedient wird oder nicht. Kabinett zu erschweren. Die Rechtsbolschewisten ver- infolgedessen in erster Linie ein Erfolg des Reichskanzlers Wirth. In Paris ist der Entwurf eines Abkommens folgen im Grunde die gleiche Taftit wie die Linksbolschewisten, Die Frage bleibt nur, ob die vorläufige Bradbury- Formel, die an zustande gekommen, worin die Regierung für die Regelung fie predigen die nationale Einheitsfront" wie diese die" pro- und für sich erträglich ist, nicht noch milder ausgefallen wäre, des deutschen Reichshaushalts gewisse Verpflichtungen über- letarische", beide in der gleichen Absicht, einen möglichst großen wenn Hermes frühzeitig von den Ergebnissen der Besprechungen Kuddelmuddel zustande zu bringen. Der sachliche Zweck, ein zwischen Lloyd George und Wirth in Genua unterrichtet rornimmt unter der Voraussehung, daß ihr dann eine größere für Deutschland verhältnismäßig günstiges Abkommen zu er- den wäre, oder, falls das der Fall war, Hermes sich mehr nach Anleihe unter erträglichen Bedingungen gewährt wird. Richdem gerichtet hätte, was ihm vom Reichskanzler als Richtlinien tiger gesagt, handelt es sich nur um einen Teil eines noch zielen, gerät dabei vollständig unter die Räder. Das Parifer Abkommen ist vorläufig ein ungebautes mit auf den Weg gegeben worden war. zu schließenden Abkommens, da über die Anleihe überhaupt Haus. Erst wenn man weiß, wie es mit der Anleihe steht, noch nicht verhandelt worden ist. Das Wesentliche dieses Teil- wird ein fachliches Urteil darüber möglich sein. Jezt durch abkommens besteht darin, daß sich die deutsche Regierung unter Geschrei und Enthüllungen die ruhige Entwicklung stören, ist wärtigen Ausschuß: Der Reichsfinanzminister gab eine ausführliche WTB. berichtet über die Darlegungen Dr. Hermes' im Ausder schon genannten, aber noch näher zu bestimmenden Bor- ein Verbrechen am deutschen Volke. Würden die Verhand- Darstellung seiner Pariser Berhandlungen, die fich als Fühlungaussetzung hat, Schuld auf den Stand vom 31. März d. I. eintreten zu lassen ungen zu einem ungünstigen Ergebnis führen, so hätte die nahme mit den einzelnen Mitgliedern der Reparationsfommiffion und Ueberschreitungen durch Bermehrung der Reichseinnahmen, innere Anleihen und neue Steuern zu decken. Zwischen dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Reichsfinanzminister Dr. Hermes, der dieses unfertige Stüd eines werdenden Abkommens aus Paris mitbringt, sind Meinungsdifferenzen entstanden. Der Reichskanzler befürchtet, daß ein unvorhergesehener weiterer Sturz der Mark im Reichshaushalt ein Loch aufreißen könnte, das zu groß wäre, um im Sinne des Abkommens gestopft werden zu können. Man versucht daher einen Zusaz anzubringen, den man als eine ata strophenflaufe I" bezeichnen könnte und der für den angedeuteten außerordentlichen Fall eine weitere Ausgabe von Banknoten gestattet. In diesem Sinne erging ein Telegramm an den in Paris weilenden, die Verhandlungen weiterführenden Staatssekre tär a. D. Dr. Bergmann, auf das man im Laufe des heutigen Tages eine Antwort erwartet. Bis dahin ist der fachliche Meinungskampf zwischen Hermes und Wirth zum Stehen gekommen. Ist die Antwort günstig, so werden die Meinungsverschiedenheiten als erledigt gelten dürfen, fällt sie negativ aus, so wird das Kabinett sich erneut mit der Frage zu beschäftigen haben, ob auf dem bisherigen Weg zu einem Abkommen weiter geschritten werden kann oder nicht. * darstellen und darauf hinzielten, ein tatsächliches Bild der schlechten Ueber Einzelheiten fann man natürlich streiten. Aber daß Finanzlage Deutschlands zu geben. In der anschließenden Debatte Deutschland ein Interesse daran hat, eine Anleihe zu erhalten, präzisierte der Reichsfinanzminister den Charakter seiner Darund daß man, um sie zu bekommen, auch gewisse Verpflich- legungen nochmals dahin, daß die in Paris gepflogenen Verhand tungen übernehmen muß, liegt auf der Hand. Das Pariser lungen die Grundlage für die am 31. Mai fällige Entscheidung in Abkommen fann natürlich auch wieder nichts anderes sein als der Reparationsfrage und für die beginnenden Anleiheverhandlunein Provisorium, ein Zwischenglied einer Entwicklung, vielleicht auch nur ein Versuch, ein im ganzen auf diese Weise gen in Paris bilden sollen. nicht lösbares Problem zu lösen. Aber der Weg, der zur Re- sprechungen des Reichsfinanzministers hervorgegangen sind, bilden Weiter meldet Wolff: Die Vorschläge, die aus den Pariser Bevision des Londoner Finanzultimatums und zum internationalen Schuldenausgleich führt, fann für alle Bölter, ganz be- Reichskabinett. Es ist daher durchaus falsch, von gefaßten Entgegenwärtig noch Gegenstand von Verhandlungen im fonders für uns, nur ein schwieriger und dornenreicher sein. scheidungen oder eingetretenen Krisen zu sprechen. Endgültige EntSeit jenem Londoner Ultimatum, das uns namens der ganzen scheidung des Kabinetts wird zweifellos in kürzester Frist erEntente mit schärfsten militärischen Sanktionen bedrohte, ist folgen, da die Reichsregierung schon am Montag mit ihren Erdoch immerhin eine nicht unwesentliche Erleichterung der Lage flärungen zur politischen Gesamtlage vor das Plenum des Reichs. eingetreten. Der Reichskanzler Dr. Wirth und das jetzt im Amte befindliche Reichskabinett haben die Politik, die zu dieser Die Führer der Koalitonsparteien des Reichstags wurden Befferung führte, gegen eine sfrupellose Opposition mit Mut gestern nachmittags vom Reichskanzler über die Situation infor und Geschic vertreten. Darum wird sich der Einfluß unserer miert. Um 5 Uhr trat das Kabinett wieder zu einer Sigung zu Partei dahin geltend machen, daß sachliche Meinungsver- fammen, in welcher der Finanzminister seinen Bericht über seine schiedenheiten fachlich bereinigt werden und daß unter der bisherigen Regierung die bisherige Politit Berhandlungen in Paris fortsette. Es ergab sich, so behauptet TU., weitergeführt wird. Würde sich dieser Einfluß nicht als start daß die Mehrheit des Kabinetts bis auf den Reichskanzler deni genug erweisen, so wäre das für das deutsche Volk und seine Verfahren des Ministers Hermes zustimmte. arbeitenden Massen ein Unglück. Die gestrigen Verhandlungen. tages treten wird. Die Deutsche Volkspartei will warten. In ihrer gestrigen Fraktionssitzung hat die Deutsche Volkspartei, wie die Tl. erfährt, in später Abendstunde beschlossen, den zwischen Deutschland und Bolen abgeschlossenen Vertrag über Oberschlesien abzulehnen. Bezüglich der Konferenz von Genua und der jüngsten Reparationsverhandlungen in Paris ist die Deutsche Volkspartei zu dem Ergebnis gelangt, die Beschlußfassung über diese beiden Punkte so lange auszusehen, bis das Ergebnis der Beratungen des Auswärtigen Ausschusses dazu vorliegt. Die Steuern der Hohenzollern. In der Presse ist bereits die Meinung aufgetaucht, daß der in Paris unternommene Schritt keine Aussicht auf Erfolg habe. Wir wollen uns darüber jeder Prophezeiung enthalten Um 8 Uhr abends trat die Sozialdemokratische und uns auf die Bemerkung beschränken, daß die Art, wie die Reichstagsfraktion zusammen, um sich mit der poliAngelegenheit in der Presse behandelt wird, eben nicht geeignet tischen Situation zu beschäftigen. ist, den Verhandlungsgegner zu Zugeständnissen zu bringen. Gestern um 10 Uhr vormittags trat nun der Auswärtige Ausschuß des Reichstages zusammen, dessen Verhandlungen Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst schreibt: nach der Verfassung geheim sind. Nichtsdestoweniger wird die Die fachlichen Differenzen innerhalb der Reichsregierung, die Presse mit Mitteilungen über sie überschwemmt. Aus diesen bereits beigelegt schienen, sind durch die Berichterstattung des Reichsgeht hervor, daß der Bizekanzler Genosse Gustav Bauer er- finanzminifters Hermes wieder neu hervorgetreten. Das flärte, das Kabinett sei hinsichtlich der Pariser Verhandlungen Reichskabinett widmete der Lösung im Laufe des Freitags ununternoch nicht zu einer einheitlichen Stellungnahme gelangt, er brochene Besprechungen, ohne daß die notwendige Uebereinstimbitte daher, die Beratung bis auf den folgenden Tag zu ver- mung bisher erzielt wurde. Die Verhandlungen, die Hermes in Paris In einigen Blättern ist die Frage aufgeworfen worden, schieben. Dem widersprach mit großer Heftigkeit Selffe führte, bezogen fich hauptsächlich auf die Fragen der Steuern, der weshalb die Hohenzollern noch nicht zur Steuerzahlung heranrich; die Deutsche und die Bayerische Volkspartei sowie die Kapitalverschiebung und der Finanzkontrolle. Ueber die letzten beiden gezogen worden seien, Wie hierzu von zuständiger Stelle mitUnabhängigen traten ihm bei. Nach langer Geschäftsord- Fragen ist weder eine endgültige noch vorläufige Vereinbarung er- geteilt wird, hat eine Gesamtveranlagung des Hohenzollernnungsdebatte wurde mit 11 gegen 10 Stimmen( der Sozial- zielt worden, während man in bezug auf die Steuerfrage zu vermögens stattgefunden; gegen diese Veranlagung ist jedoch demokraten, der Demokraten und des Zentrums) beschlossen, den vorläufigen Abmachungen gelangte. Sie verpflichten Berufung eingelegt worden, sowohl vom ehemaligen KönigsReichskanzler, den Reichsfinanzminister und den Reichsmini- unter der Borausseßung, daß eine Anleihe zustande haus als auch von den Veranlagungsbehörden. Infolgedessen ster des Aeußern zu einer neuen Sigung um 6 Uhr abends zu kommt, eventuell zu neuen Steuern. Hierin liegt der Hauptgrund sind die Steuern vorläufig gestundet worden. Aus dem Einladen und von ihnen einen Bericht über das bisherige Ergeb- der Meinungsverschiedenheiten im Reichsfabinett. Der Kanzler kommen des Schatullvermögens sind die Steuern bis zum nis der Pariser Verhandlungen zu fordern. glaubt seine in Genua eingeleitete Aktion zur Milderung der Repa- 1. April 1920 gezahlt worden. Im übrigen fann der Fiskus Sodann wurden die Berichte von Ho esch, Gothein rationslaften durch die weiter unten näher bezeichnete Formel durch durch die Stundung der Steuern nicht geschädigt werden, da und Schiffer über das oberschlesische Abkommen entgegen- treuzt, während die übrigen Rabinettsmitglieder darin den ein- er infolge der Beschlagnahme die ganze Vermögensmasse in genommen. Um 6 Uhr hielt dann Dr. Hermes seinen Bor- zigen Ausweg zur Ueberwindung des 31. Mai erblicken. Zur Händen hat. trag über Paris, den er durch Antworten auf zahlreiche An- Beilegung der Meinungsverschiedenheiten ist inzwischen ein Berfragen der Oppofitionsparteien ergänzte. Heute vormittag mittlungsvorschlag gemacht worden, der dahin geht, die 10 Uhr soll die Debatte über Oberschlesien begonnen werden, vorläufigen Vereinbarungen, also die Figierung der schwebenden und später will man sich wieder mit den Pariser Verhandlun- Schuld vom 31. März und Deckung aller diese Schuld überschreitengen beschäftigen, wenn die Antwort auf die Rückfrage, die den Ausgaben durch neue innere Anleihen und bei sechsmonatlicher nach Baris gerichtet worden ist, eingelaufen sein wird. Ueberschreitung durch neue Steuern, bestehen zu lassen, aber in diese Der Reichstanzler hat sich in der gestrigen Be- Abmachungen eine Klausel einzufügen, die für den Fall bedeutenratung des Auswärtigen Ausschuffes zurückgehalten. Trotzdem der Berschlechterungen der Mark besondere Ausnahmen vorsieht. behauptet die deutschnationale Presse höhnisch, er habe sich Die vorläufigen Abmachungen sind insbesondere der vermitteln ,, aufs nationale Pferd" gesetzt. Wäre das richtig, so hätte den Tätigkeit des englischen Mitgliedes der Reparationskommission, Soweit die amtliche Darstellung. Aus ihr geht hervor, daß die Hohenzollern gegen ihre Veranlagung reklamiert haben, darauf sind sie von der Steuerpflicht einstweilen frei= gestellt worden. So angenehm dieser Berufungserfolg für Wilhelm von Doorn ist, wir können dennoch niemand raten, zu glauben, daß seine Berufung gegen die Steuerveranlagung den gleichen Erfolg haben würde. Bei sämtlichen deutschen Steuerzahlern, mit Ausnahme des Hohenzollern, gilt ja das Gesetz. Dies besagt, daß im Reklamationsfalle die fälligen 13ahlungen nicht aufgehoben werden. Die Hohenzollern genießen den Borzug, Steuerbeträge,| Veränderung der Berhältnisse, eine Anpassung, deren Zulässigkeit| tages auf paritätischer Grundlage forderten, wurden abgelehnt bie z. B. 1919 fällig waren, mit Geld von sagen wir einmal auch die Kontrollkommission in ihrer Note vom 23. März 1922 und der Vorschlag des Vorstandes angenommen, wonach ein optimistisch 1922 zahlen zu dürfen. grundsätzlich anerkannt hat. In dem Schreiben ist dargelegt, daß die Drittel der Vorstandsmitglieder Stadtverordnete fein sollen. Die vorgesehenen Umorganisationen Zeit verlangen und mit Rücksicht Bahl der Vorstandsmitglieder wurde von 16 auf 24 Personen erhöht. Am Sonnabend beginnt die Aussprache über den Entwurf der auf das Personal und auf die Aufrechterhaltung eines geregelten Städteordnung. Polizeidienstes nur allmählich abgeschlossen werden können. Die Wir müssen verlangen, daß die Hohenzollern sofort zur einstweiligen Steuerzahlung vorbehaltlich endgültiger Berrechmung herangezogen werden. Offiziös wird weiter gesagt, daß die Schatulle, Wilhelms ersten Ausführungsanordnungen find gemäß den Forderungen der Erhöhung der Krankenversicherungsgrenze. Privatvermögen, bis 1. April 1920 ihre Steuern gezahlt habe. Kommission in der Note vom 23. März fristgemäß, d. h. bis zum Diese Mitteilung bedarf dringend der Ergänzung. Wir 25. Mai, erlassen worden. möchten zum Beispiel Antwort darauf haben, ob die Privatsshatulle die 3 230 000 m., die 1920 für den Verkauf faiserlicher Privatjachten erzielt wurden und nach Doorn gingen, versteuert worden sind. Hat sich die Steuerbehörde auch schon einmal um jene Kisten gekümmert, die seit Jahren bei einer hiesigen Bank stehen, die neben Briefschaften auch vielerlei Wertgegenstände, goldene Schmucksachen, Diamanten usw. enthalten? Vorsicht! Der Reichsrat erklärte sich in seiner öffentlichen Sizung vom Freitag abend mit den Reichstagsbeschlüssen zum Gesehentwurf über die Autonomie der Reichsbank und zur Verlängerung der Geltungsdauer der Pachtschuhordnung einverstanden. Weiterhin Wie man auch über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit des wurden verschiedene Alenderungen zum Krankenversiche Und sind die Riefensummen, die aus dem hohenzollernschen Rapallo- Bertrags urteilen mag und es ist bekannt, daß die Aus- rungsgese beschlossen. Den Krankenkassen wurde gestattet, die Grundlöhne abermals erheblich zu erhöhen, wobei das Selbstversogenannten Haus vermögen nach Holland überwiesen wur- fichten darüber in allen Parteien, mit Ausnahme der KPD., die waltungsrecht der Kassen auch noch insoweit verstärkt wurde, als den das sind allein rund 25 Millionen Mark in Effekten natürlich geschlossen und begeistert für den deutsch- russischen Vertrag ihnen die Möglichkeit gelassen wird, durch Sagungsänderungen noch und barem Geld bisher schon versteuert? Man beachte da- eintritt, auseinandergehen, so dürfte doch über einen Punkt ab über den gesetztlich festgelegten Höfibetrag hinauszugehen, falls er bei, daß bei leberweisung dieser Summen noch 8 Millionen folute Einmütigkeit herrschen: nämlich daß es dringend geboten ist, nicht zureicht. Die Grenze für die Versicherungspflicht wurde von Mart gleich einer Million holländischer Gulden waren! die dadurch hervorgerufene heifle Lage Deutschlands nicht durch 40 000 auf 60 000 m. erhöht. Weitergehende Vorschläge fanden in Sind des weiteren die Edelmetalle, die nach Doorn aus- vermeidbare Fehler zu erschweren. Aus diesem Grunde stellt sich den Ausschüssen keine Mehrheit. Die Meldefrist wurde auf 14 Tage erweitert. Wochenhilfe und Fürsorge sollen nunmehr je geführt wurden, versteuert worden? Es handelt sich um die Frage der bevorstehenden Ernennung eines deutschen Botniedrig geschätzt 800 Kilogramm Silber. schafters in Mostau als eine politische Aktion dar, der man in einem besonderen Gesek geregelt werden. Der einmalige Beitrag für die Entbindungskosten wurde von 100 auf 250 Mark erhöht, ganz besonders im Auslande große Beachtung schenken wird. das Stillgeld durchweg auf 6 M.. Bei der Wochenfürsorge wurde die Nun wird russischerseits eine Persönlichkeit vorgeschoben, die bisherige Einkommensgrenze zwar nicht erhöht, wohl aber die uns unter diesem Gesichtspunkte ganz besonders bedenklich er- Kinderzuschläge bis auf 1500., um besonders finderreiche scheint. Es handelt sich um einen Diplomaten des kaiserlichen Re- Familien zu begünstigen. Nächste Sigung: Donnerstag, 1. Juni: Es ist auf Grund der Beschlagnahmeverordnungen die gimes, der in militärisch- diplomatischer Eigenschaft bereits am Beratung über die Etatbeschlüsse des Reichstages. Pflicht des preußischen Finanzministeriums, für ordnungsge- Barenhof akkreditiert gewesen ist und dort die besondere Gunst des mäße Steuerzahlung des von ihr zwangsverwalteten Hohen- 3aren Nikolaus genoß. Der Betreffende ist zweifellos ein auszollernvermögens zu sorgen. gezeichneter Kenner Rußlands, er ist neuerdings unter besonderer Wie steht es überdies mit der Steuerzahlung der hohen- Protektion der Sowjetregierung längere Zeit hindurch unter einem zollernschen Nebenlinien, die heute zu einem guten Teil schon Pseudonym in Rußland gewesen und würde zweifellos im Falle London, 26. Mai. Auf einem Frühstück im Hotel Cecils zu der Zwangsverwaltung entrückt sind? Und wie steht es mit feiner Ernennung sachliche und persönliche Kenntnisse mitbringen, Ehren Lloyd Georges hielt der Premierminister vor ungefähr der Steuerzahlung der sogenannten Hofkammer, die den die wir keineswegs herabzusetzen beabsichtigen. In der jetzigen 300 seiner Anhänger im Ober- und Unterhaus eine Rede, in der er Grundbesitz verwaltet, den die Hohenzollern für sich bean- Situation darf dieser Gesichtspunkt allein leider nicht den Ausschlag erklärte, er behaupte feineswegs, daß das Wert von Genua voll spruchen, obwohl er ihnen im wesentlichen gar nicht gehört? geben. Auch die Versicherung, daß der adlige deutsche„ Towaritsch" endet sei. Es habe begonnen, und einmal begonnen, werde es in Moskau besonders genehm" wäre, darf nicht über den zu Ende geführt. Europa sei so überzeugt von der Notwendigkeit des Friedens, daß der Geist, der durch die Erörterungen in Genua ge= Getreideumlage und Minderbemittelte. sonstigen außenpolitischen Widerhall seiner etwaigen Ernennung wedt wurde, den Wagen des Friedens schließlich durch das Biel Infolge der Erklärung des Reichsministers für Ernährung und hinwegtäuschen. Wir leiden schon genug unter der maßlosen lügen führen werde. Man könne nicht erwarten, daß innerhalb von sechs Landwirtschaft in der Reichstagssigung vom 22. Mai 1922, monach haften Heße der Northcliffe- Bresse gegen die angeblichen deutsch. Wochen die Schwierigkeiten Europas überwunden, alle Vorurteile erwogen wird, Brotkarten nur den Minderbemittel- russischen Revanchepläne, als daß wir diesem Berleumdungsfeldzug beseitigt und der Argwohn niedergeschlagen werde. Wenn man jes doch ausharre, so werde sich manches ändern. ten" unter Boraussetzung eines Antrages zu gewähren, hat der noch Nährstoff zuzuführen brauchen. Deutsche Städte tag auf die schon früher von ihm geltend ge machten Gegengründe erneut hingewiesen. Das Verlangen eines Antrages würde nur die verschwindend wenigen offenfundig Reichen ausscheiden, während die Riesenmasse aller anderen Fälle einzeln und fortlaufend daraufhin geprüft werden müßte, ob der Antragsteller als bemittelt oder unbemittelt anzusehen ist und für welche Personen er jeweils zu sorgen hat. geben. Wenn aber die Gemeinden Die Finanzämter sind mit ihren Beranlagungen befanntlich selbst nicht auf dem laufenden und können den Gemeinden, die sonst gar feine Unterlagen haben, unmöglich massenhafte Auskünfte nur für den Zweck, höchstens etwa 10 Proz. der Bevölkerung vom Umlagebrot auszuschließen! eigene Beranlagungsbureaus einrichten müßten, so würde dies zu einem Neuanschwellen der Beamten- und Angestelltenzahl in den Rathäusern und einer unendlichen Schreiberei ohne entsprechenden Ruzen führen. Daß der Kandidat Lenins und Trozkys für den deutschen Botschafterposten in Berlin identisch ist mit dem Kandidaten des Miesbacher Anzeigers" für die Reichspräsidentenwahl, fei nur nebenbei als Kuriosum erwähnt. " Städtetag und Städteordnung. Englands Kampf für Weltfrieden. Neue Nede Lloyd Georges. Der in Genua begonnene Kampf müsse bis zu Ende weiter gehen. Das sei eine Aufgabe, bei der das britische Reich die führende Rolle übernommen habe. Lloyd George fuhr fort: Großbritannien hat im größten aller Rämpfe, den die Welt gesehen hat, 9 500 000 Mann mobilisiert. Haben wir kein Recht, etwas darüber zu sagen, wie der Friede in der Weft errichtet werden soll?( Beifall.) 5 bis 6 Millionen dieser Menschen gingen nach Frankreich. Die Dominions sandten Goslar a. H., 26. Mai.( Eigerer Drahtbericht.) In der tausend 1600 000 Mann in den Kampf. Haben sie fein Recht, zu erklären, jährigen Stadt Goslar begannen heute die Beratungen des welcher Friede in der Welt hergestellt werden soll? Indien 9. Preußischen Städtetages. Der Leiter der Verhandlungen, Oberbürgermeister Böß- Berlin, banfte der Stadt für die herzliche Versammlung von 33 großen und kleinen Nationen zu entfenden fandte 1679 000 Mann. Hat es tein Recht, feine Bertreter auf die Aufnahme und bedauerte, daß infolge der Abtrennung vom Reiche und zu sagen: Indien findet sich nur mit dem Burgfrieden eine große Zahl deutscher Städte nicht an den Beratungen teilnehmen ab? Die britischen Verluste im Kriege betrugen 3 266 000 Mann. fönnen. Zu den Referaten über den Entwurf der Städteordnung Das sind unsere Berlufte. Dies ist unser Recht, dies ist unsere wurde einstimmig beschlossen: Pflicht, dies ist es, was uns zwingt. Daher gingen wir nach Die Verzögerung des neuen Landessteuergesetzes und des dazu Genua, und daher sind meine Freunde und ich der Ansicht, daß wir gehörigen preußischen Ausführungsgefezes beunruhigt die recht tun, wenn wir zu allen diesen Millionen sprechen, die ge preußischen Städte sehr, weil die Ungewißheit über die Höhe der kämpft haben und für alle die Millionen, die gefallen sind und die Gemeindeanteile an den Reichssteuern eine solide, sichere Finanzpolitik der Städte unmöglich macht. Der Preußische Städte zu Krüppeln wurden, um ihnen zu sagen, daß in der Welt Friebe tag fordert unverzügliche Bekanntgabe der neuen Gejegent- herrschen müsse. Großbritannien, das seine Macht für den Kampf würfe, damit eine frühzeitige Stellungnahme der Städte herbeige- einfegte, wird nunmehr seine gesamte große Macht einfezen, um den Frieden der Welt zu schaffen und Wohlwollen unter führt werden kann. Ueber den Entwurf der Städteordnung referierte zunächst den Menschen herzustellen. Laßt uns zusammenstehen, so lange wir Unter großem BeiBürgermeister Dr. Goerdeler Königsberg, der den Grundge- gemeinsame Gefahren zu überwinden haben. Am 25. Mai find die von den deutschen Staatsregierungen danken des Referentenentwurfs teilt. Die Abänderungsvorschläge fall schloß Lloyd George: Großbritannien ist nicht außer Gefahr, die Welt ist nicht außer Gefahr, aufgestellten Pläne über die fünftige Organisation der Ordnungs- find nur redaktioneller Natur. Der zweite Redner, Stadtv. S ch u hpolizei der Kontrollkommission übersandt worden. Nur macher Köln sprach sich ebenfalls für die dem Entwurf zugrunde die Menschheit ist nicht außer Gefahr.. Es bestehen Gefahren in der Thüringen war mit Rüdsicht auf die sich vollziehende liegenden Auffassungen aus, wünschte aber einen verständlicheren und Ferne, es gibt Gefahren näher an unserer Rüfte. Es gibt Gefahren einfacheren Sahbau. auf unsern Inseln, und wie in den letzten Jahren, so wollen wir staatsrechtliche Umbildung noch nicht in der Lage gewesen, Der neue Sagungsentwurf des Städtebundes wurde genehmigt. auch jetzt den Geist des Zusammenwirtens zeigen, bis die letzte Gefeinen Plan fertigzustellen. Den Bestimmungen ist durchweg Anträge der sozialdemokratischen Fraktion, die eine Er- fahr vorbei ist und Großbritannien der Welt gegenübertreten und der Zustand von 1913 zugrunde gelegt unter Anpaffung an die höhung der Size der Stadtverordneten im Borstande des Städte ihr bis zu Ende durchhelfen kann. Das ganze Verfahren ist, zumal nachdem die Gemeinden mit der Beranlagung und zum großen Teil auch mit der Erhebung der Einkommensteuer nichts mehr zu tun haben, ein glattes ver waltungstechnisches Unding. Der Polizeiabbau. junge Männer zu jeder Tages- und Nachtzeit vor dem republikanischen Kastanienblüten und Handgranaten. Reichswehrministerium Bosten stehen: die Ehrenbezeugung! Dichter der„ Maffe Mensch", des einzigen neueren Dramas, das auch Von Kole Rott. In der Königin- Augufta- Straße, dicht am Kanal, stehen herrliche alte Rastanienbäume. Die blühen jetzt. Ihre Kronen haben auf dem leuchtenden Grün der Blätter feierliche Kerzen entzündet. Unter ihnen, tief beschattet, das leise fließende Wasser. Die gegenüberliegende Straßenseite liegt in der prallen Sonne. Kastanien. Die Steinplatten strahlen schon am Vormittag unerträgliche Hige aus. Wer dort aus einer Tür tritt, hastet schnell in den Schatten der Nur zwei Männer find dazu verdammt, jederzeit dort auszuharren. Sie stehen vor den beiden Portalen eines palastartigen Gebäudes. Dieses Gebäude ist das Reichswehrministerium der deutschen Republik. Die Männer sind Wachposten. Sie tragen auf den Kopf den schweren Stahlhelm, auf der Schulter das Gewehr, am Gurt Seitengewehr und Patronentaschen. Außerdem zwei Handgranaten! " Toller auf dem kommunistischen Inder. Ernst Toller, der Nun, wir wissen ja, die Reichswehr hat die Aufgabe, die ,, Tra- in Arbeiterkreisen weithin zündete, ist den Kommunisten nicht farbdition" des alten Heeres zu bewahren(-und ja nicht etwa die neue echt genug. Er predigt ihnen nicht genug: Es muß auch mal Revolution find", wie Ludwig Scharf sang, als die Unentwegten von wollen wir doch aus Menschenfreundlichkeit lieber ganz zum Alten Deutschen Literatur in der Roten Fahne" zu ſehr Dichter, d. h. ver Tradition einer republikanischen Volkswehr zu schaffen). Aber dann heute noch Bettfcheißer waren. Toller ist den Diktatoren der deutzurück. Denn nur der Helm im Wachdienst ist Tradition, daß er schwommener Gefühlsmensch, weil er nicht morgens, mittags und aus Stahl sein muß, ist republikanische Zutat, ebenso wie die abends den Moskauer Generalmarsch trommelt. Und so wird er Handgranaten, ohne die ein Reichswehrposten nicht auskommt. denn ex cathedra perdonnert. Die Inderkommission der„ Roten Rastanienblüten und Handgranaten! Der Widerfinn unserer Fahne" gibt ihrer Brandmarkung folgende Begründung mit:„ Die Beit und die verfluchte Trägheit unserer Herzen zeigt sich in diesen Dramen von Ernst Toller sind bei allen kapitalistischen Bühnen Symbolen der Fruchtbarkeit und der Zerstörung. Was hat Krieg, sehr beliebt. Jeder Theaterdirektor kann sich durch sie den Ruf eines fortschrittlichen und vorurteilsfreien Mannes erwerben, ohne Niederlage und Revolution genügt? Die deutsche Republit macht daß es etwas foftet. Im Gegenteil jedes Stüd ist bisher ein nach wie vor aus Menschen„ Posten" und aus Kastanienholz die Stile guter Rassenerfolg, denn das Bublifum liebt derartige fentimenvon Handgranaten. Und wir dulden es! Gebt den Kindern Wildgemüse. Was der Bauer nicht kennt, das ist er nicht. Der Städter macht es nicht besser. Wenn in der Stadt relativ mehr Gemüse gegessen wird als auf dem Londe, so wird doch lange nicht genügend Löwenzahn, Brennessel, Lauch, Vogelmiere, Schafgarbe, Rapünzchen, Sauerampfer, Gänsefingerhut, Melde u. a. tale Rührszenen um so mehr, da um den Verfasser noch der Nimbus des angeblichen Kommunistenführers" in der Münchener Räterepublit schwebt. Mit den Kommunisten hat im wesentlichen etwas zu tur gehabt, und auch der Teil der Münnun Toller allerdings weder vor, noch in oder nach der Räterepublik chener Arbeiterschaft, der ihm seinerzeit vertraute, wird inzwischen pazifistische Demokraten." Ich size auf der Bank, die dem also ,, bewachten" Gebäude gegen dem Wildgemüse Beachtung geschenkt. Darunter werden verstanden: gelernt haben. Seine Stücke sind die Leib- und Magengerichte für übersteht, und während aus den Wipfeln leise die weißen Blütenblätter auf den Boden sinken, denke ich über diese traurige Maskerade nach. Wozu in aller Welt stehen die beiden Soldaten da? Wen oder was bewachen sie? Sie bewachen nichts. Eine Menge Menschen gehen durch das Portal, der Posten würdigt sie feines Blickes. Es ist offenbar nicht feines Amtes, unter den Besuchern Musterung zu halten, das tut der Türhüter. 11 Der Marktpreis für Spinat läßt sich mit der schmalen Börse der meisten Mütter schwer in Einflang bringen. Gemüse aber muß sein, besonders im Frühjahr kann es als eine Art Stoffwechseltur gar nicht entbehrt werden. Warum verschmähen, was in der Natur als Untraut in unerschöpflichen Schäßen nach Verbrauch ruft? Bei der Umwertung aller Werte wird die kommunistische Klerifei ja wohl bei Toller nicht stehenbleiben. Wer ist der Nächste, der erfommunifiert wird? Mars in Erdnähe. Der Planet Mars, unser interessanter Nachbar, tommt in diesem Jahre am 18. Juni der Erde auf 68 Millionen Kilometer nahe. Das ist eigentlich nichts Besonderes, denn solche Früher fonnte man sich faum ein Gericht denken ohne einen Annäherungen fommen alle zwei Jahre vor. Aber diesmal haben Es ist auch nichts davon bekannt, das irgendein Aufruhr in Busah von Pflanzenblättern. Heute ist es eben noch Beterfilie, aber die englischen Astronomen in Greenwich, in Australien und auf Neudaß auch diese gelangt nur in homöopathischen Dosen an die Gerichte. feeland usw. angekündigt, daß sie die günstige Gelegenheit zu besonBerlin droht, dem man mit Handgranaten begegnen müßte. Nachts Alle Wildgemüse müssen in ganz jungem Suftande gesammelt deren Forschungen auf dem Mars benutzen wollen. Bekanntlich ist mag es vielleicht angebracht sein, Wache zu halten, aber was sollte werden. Ihre Zubereitung ist die gleiche wie die des Spinats. man über die vielbesprochenen Marsfanäle noch lange nicht einig, man dort stehlen? Löwenzahn wird als Salat gegessen. Unsere Westfrontfämpfer wer- und wir haben die merkwürdige Tatsache zu verzeichnen, daß gerade Nein, daß mitten in Berlin Männer in voller Kriegsbemalung den ihn fennen gelernt haben in jener Zeit der großen Not. die allerbesten Fernrohre, z. B. die auf der Lick- Sternwarte, versich selbst zur Last und allen vernünftigen Menschen zum Verdruß Wenn das eine oder das andere Wildgemüse zu herb oder zu kräftig fagten, wenn man sie auf die Marstanäle einstellte. Es gab deshalb Bosten stehen" müssen, ist eine empörende Unsinnigfeit! schmeckt, mischt man mehrere Kräuter und erzielt dadurch einen Astronomen, die das ganze Kanalsystem des Mars als bloße PhanMan ist immer versucht, den armen Kerlen zu sagen:„ Geht zu die Mahlzeit dem Gaumen vertrauter. Bouillonfartoffeln mit jungen romantischen Marsbewohnern nicht viel Neues erfahren, denn diese milderen Geschmack Mehlschwizen, Zwiebeln oder Sardellen machen tafie ansahen. Jedenfalls werden wir auch diesmal von den Eurem hohen Chef, dem Reichswehrminister, und bittet ihn, er soll Brennesseln zusammengefocht ist eine herrliche Mahlzeit, die den Theorie scheint nun wohl endgültig aufgegeben zu sein. Die MarsEuch eine vernünftigere und vor allem menschenwürdigere Beschäfti- Kindern sehr gut mundet. fanäle ficht man nicht mehr als Werke übermenschlich intelligenter gung geben. Denn das Postenstehen ist nichts als die militärische Ohne Nährsalzzufuhr fehlt dem Körper das Wertvollste. Im Ingenieure an, sondern als tektonische Sprünge des verödeten Bla Art, dem lieben Gott die Zeit zu stehlen. Und wenn's gar nichts zu Gemüse ist das erforderliche Nährsalz enthalten. Gemüse gibt der neten. Uebrigens, wenn bei der diesmaligen Jagd auf den Mars tun gibt, dann nehmt Urlaub und setzt Euch mit Eurer Geliebten auf Kost den nötigen Gehalt an Flüssigkeit, wodurch die gerade bei Kin- nicht viel herauskommen sollte, macht es nichts aus. In zwei Jahren, die Bank unter die Kastanien. Das hat tausendmal mehr Sinn als..." dern oft ins Stoden geratene Verdauung wieder in Ordnung tommt. am 2. August 1924, ist eine neue Gelegenheit, und da kommt er sogar Drüben bei den Handgranatenträgern geht etwas vor. Sie Damit geht die Blutreinigung Hand in Hand, die Kinder fühlen sich auf 55 Millionen Kilometer heran in greifbare Nähe“. nehmen vorschriftsmäßig Stellung. Das Gewehr, das bisher fast wohler und erleichtert. Gemüse gibt das angenehme Gefühl der magerecht auf der Schulter lag, wird angezogen. Zwei Bildsäulen Sättigung, an Fleisch fönnen sich heute die wenigsten satt essen, und drehen wie am Schnürchen die schwitzenden Gesichter dem Offizier die Kartoffeln erfahren durch Gemüsebeigabe die notwendige Streckung. zu, der vorbeigeht, die Augen folgen ihm, die Köpfe schnellen zurüd Die Zeit der Ernte ist das Frühjahr, weil die zarten Blätter am und die Gewehre sinken wieder hintenüber. gehaltvollsten sind und am besten schmecken. Gebt den Kindern Wildgemüse. Lydia Pechland. Das ist der einzige Zweck, daß zwei normal begabte gefunde Die Roßbacher beim Film. Beim Fridericus- Rex- Film haben, wie die B. erfahren, 40 frühere Angehörige des aufgelöften Freicorps Roßbach als Statiften mitgewirkt, aber weder als verbotene Organisation noch mit eigenen Waffen. Der auch von uns gebrachte Alarmruf wäre danach nicht angebracht gewesen. Aber das Miß trauen bleibt trotzdem eine republikanische Tugend. Harding an Wiedfeld. New York, 26. Mai. Dem deuischen Botschafter Wiedfeld erwiderte Präsident Harding auf seine Ansprache: Ich begrüße glückwünscht. Ihre Erklärung, daß Ihre Bemühungen darauf gerichtet sein wer= den, die wirtschaftlichen und geistigen Beziehungen, die solange zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Volke bestanden, zu pflegen und zu kräftigen. Ich werde sehr glücklich sein, mit Ihnen zur Erreichung dieses Zieles zusammenzuarbeiten in dem Bewußt sein, daß das gemeinsame Interesse der beiden Na tionen am besten durch gegenseitiges Verstehen gefördert wird. Ich bitte Sie, dem Oberhaupte des Deutschen Reiches meine ausgezeichnete Wertschätzung und meine herzlichen guten Wünsche für das Wohl der Republif zu übermitteln. Poincaré und der Krieg. Minister Hirtsiefer: hebung der Sigung miteinander. Hennessy nähert sich dem Minister- für Baustoffe und die Wiedereinführung der Zwangswirtschaft, um präsidenten und will ihm Aufklärung geben. Dieser wehrt aber vernünftige Preise zu sichern.( Sehr wahr!) Die sozialen Bauenergisch ab. Poincaré wird von zahlreichen Abgeordneten be- betriebe und Bauhütten müssen gefördert werden. Sind die Wohnungsfürsorgestellen tatsächlich durch Verordnung angewiesen Nach der Unterbrechung spricht Abg. Albert Favre von der worden, diese Betriebe nicht zu bevorzugen"? Wenn ja, dann republikanisch- demokratischen Linfen. Wer meint, daß Lloyd George muß diese Verordnung schleunigst aufgehoben werden. Diese Benicht die mittlere Linie der englischen öffentlichen Meinung zum triebe arbeiten wesentlich billiger als die Unternehmer, die vielfach seinem Amte zurückträte, würde sein Nachfolger jedenfalls gezwungen Wir sind der Regierung dankbar dafür, daß sie den Mietern durch Ausdruck bringe, täusche das französische Volk. Wenn er heute von durch Bildung von Offerten- Koalitionen hohe Gewinne erstreben. sein, seine Politik mit größerer Energie weiterzubetreiben. die Wohnungszwangswirtschaft Milliarden erspart hat. Aber der Ich glaube nicht an den Erfolg einer internationalen Anleihe, die Verfall der Häuser usw. zeigt, daß dabei bisher Maßnahmen fehlen, Die Rechte vermindern wird, die der Versailler Vertrag Frankreich um diesen wertvollen Teil des Volksvermögens zu schützen.( Sehr gibt. Es wäre besser, eine ernste Finanzkontrolle in Deutschland wahr!) Solche Maßnahmen sind durchaus im Rahmen der aufzurichten. Der Redner wirft Poincaré vor, daß er den Wunsch 3 wangswirtschaft möglich.( Lebh. Beifall b. d. Soz.) ausgesprochen habe, die Genueser Konferenz möge scheitern. Abg. Dallmer( Dnatl.) klagt über die Not der Hausbesizer. Poincaré widerspricht. Der Redner wird von der Rechten häufig unterbrochen, so daß der Präsident eingreifen muß. Der Mieterschutz ist nicht aus einer Art Revolutions3solierung in einer feindseligen Atmosphäre Frankreich dürfe sich nicht in eine Operation einlassen, die er als ein Gebot der Not. Ohne ihn würden Hunderttausende, namentpsychose heraus entstanden, um die Hausbesizer zu quälen. Er war ein schreckliches Abenteuer ansehe. Er' will kein Heer von lich finderreiche Familien, überhaupt keine Wohnung finden und 750 000 Mann, weil es ein Instrument der Abenteuer und des die Mieten wären unerträglich hoch. Nur die 3mangswirtStaatsstreiches in der Hand der Regierung fei. Hierauf entschaft im Wohnungswesen ermöglicht die Wohnungsbauabgabe. steht großer Lärm; nur mit Mühe kann der Präsident dem Würden sich die Mieten der Baluta anpassen, so könnten sehr viele Abgeordneten wieder Gehör verschaffen. Favre befürchtet, daß die Mieter die Wohnungsbauabgabe überhaupt nicht aufbringen.( Sehr Bejehung des Ruhrgebietes sehr teuer zu stehen wahr! links.) Daß eingewanderte Ostjuden am Kurfürstendamm fommen werden. Ein Abgeordneter ruft dazwischen: So spricht ein ehe- 10-3immer- Wohnungen innehaben, wird wohl nur in Ausnahmemaliger Minister Clemenceaus! Der elsässische Abg. Oberfirch ruft: fällen vorkommen. Der Mieterschutz ist kein Idealzustand, aber in Die Besetzung wäre ein Druckmittel auf den guten Willen der Gegenwart und auch in absehbarer Zeit können wir ohne ihn Deutschlands. Favre fährt fort: Wenn wir auf den guten Willen nicht auskommen. Deutschlands zählen, werden wir niemals bezahlt, aber es ist vorteilhafter für Frankreich, fofort eine geringere Anzahl von Milliarden Berlin! einzufaffieren, als in vielen Jahren eine größere Summe. Briand und Loucheur hätten mit ihrer Politit recht gehabt. Schließlich spricht der Abg. Favre noch von der internatonalen Anleihe, was Poincaré zu der Erklärung veranlaßt, er habe die tiefe Ueberzeugung, daß es nicht genüge, an den guten Willen Deutschlands zu appellieren. Man müsse Deutschland zeigen, daß, wenn es ihn nicht beweise, man die Mittel befize, es dazu zu zwingen. Der Abg. Favre bleibt dabei, daß Poincarés Rede von Bar- le- Duc mit der Erklärung nicht übereinstimme, die Millerand im Mai 1920 über die Mobilisierung der deutschen Schuld abgegeben habe. Poincaré hält dem Abgeordneten vor, daß er die Rede nicht verstanden habe. Favre aber bleibt dabei, daß seit zwei Jahren Paris, 26. Mai.( EE.) Die Kammer beschäftigte sich heute weiter mit den Interpellationen über die auswärtige Politit. Als erster sprach der royalistische Abg. Léon Daudet außerordentlich heftig gegen Deutschland; der deutsch- russische Vertrag zeige, por welcher Gefahr Frankreich vielleicht in allernächster Zukunft stehen werde. Die Allianz wäre nicht abgeschlossen worden, wenn seit dem Waffenstillstand in Frankreich fraftvollere Regierungen am Ruder gewesen wären, entschlossen den Versailler Vertrag durch zuführen. In den Anschlägen in Oberschlesien sehe ein Teil der deutschen Presse nur den Anfang eines Revanchetrieges. Deutschland müsse ja in dem Revanchegedanken ermutigt werden, weil Frankreich ihm gegenüber schwach fei. Am 31. Mai müsse Deutschlands empfindlichste Stelle getroffen werden Laurent, der Botschafter Frankreichs in Berlin, sei seiner Aufgabe nicht gewachsen, und es sei ein Unglück für Frankreich, von einem folchen Manne in Berlin vertreten zu werden. Daudet richtete dann heftige Angriffe gegen Briand und dessen Politik und verlangt von Poincaré, dem Treiben verleumderischer Presseorgane ein Ende zu machen. Es mögen die Personen und Zeitungen, die Berleumdungen ausstreuen, aus der Welt geschafft werden. Poincaré unterbricht mit den Worten: Wenn gegen mich Drohungen gerichtet werden, so verachte ich diese. Reizt man aber die Soldaten zum Ungehorsam auf und das Gefeß gestattet es mir, einzuschreiten, dann tue ich dies sofort, wie Sie es auch sogleich erfahren sollen. nicht die Politik Frankreichs, sondern die des nationalen Blocks das Wort habe Foch, er aber erkläre, das Wort habe der Minister für die Hebung der Geburtenziffer.( Beifall.) für die hebung der Geburtenziffer.( Beifall.) Daudet fährt fort: Herr Ministerpräsident, Sie hatten Unrecht, sagen zu lassen, daß Sie den Krieg erklärt hätten.( Poin- betrieben werde. Vor einigen Tagen habe eine Zeitung geschrieben, caré antwortet: Wer dies fagt, der soll es hier auf der Tribüne rechtfertigen. Biele Abgeordnete erheben sich und flatschen Boin caré Beifall.) Daudet beschuldigt den Abg. Jean Hennessy, im " Deuvre" geschrieben zu haben, daß Poincaré einer der Urheber des Krieges Die Fortsegung der Debatte wird auf nächsten Dienstag vertagt. Der Kammerpräsident teilt mit, daß gegen zwei Abgeordnete der Antrag auf Genehmigung zur Strafverfolgung eingegangen sei. Es handle sich um die kommunistischen Abgg. Marcel Cachin und Baillant- Couturier, die Soldaten zum Ungehorsam aufgefordert haben sollen. Der Reichstagshaushalt. Abg. Münchmeyer( DBp.) ist über die Rede des Ministers sehr verschnupft und droht national und patriotis), daß der Hausbesiz über fremdet würde, wenn man den Herren Hausbesizern das Leben zu schwer mache. Abg. Bod( US03.) ist über die Rede des Ministers sehr erfreut und begründet eine Reihe von Anträgen, darunter den, zur Milderung der Wohnungsnot im mitteldeutschen Industriegebiet nicht 500 Millionen Mart, wie die Bürgerlichen wollen, sondern 600 Millionen Mark zu bewilligen, ferner 100 Millionen Mark für besondere Züschüsse an gemeinnützige Baugenossenschaften auszuwerfen. Abg. Kilian( Komm.) fordert scharfe Kontrolle der Verteilung der für Wohnungszwecke vom Staate ausgeworfenen Gelder zur Unterdrückung jeder Vetternwirtschaft. Abg. Dominicus( Dem.) redet einerseits, andererseits; der Wirtschaftsparteiler Ladendorf hält eine extreme Hausagrarierrede. In der weiteren Debatte betont Die dem Abg. Meyer( Soz.) gegenüber, daß die Wohnungsbauabgabe Staatssekretär Scheidt deshalb nicht den zu erhebenden Gemeinden verbleiben könne, meil sonst auf dem Lande überhaupt nichts geschehen könne. Tarifpolitik der Eisenbahnen müsse insbesondere den Siedlungen in der Umgegend der Großstädte mehr entgegentommen. Er tritt nachdrücklich verschiedenen Behauptungen Ladendorfs entgegen, so z. B. der, daß 98 Proz. aller freiwerdenden Wohnungen verschoben würden. Dem Reichsrat liege ein Gesetz vor, das den Häuserantauf durch Ausländer eindämmen solle; ein Verbot Ausländern allein gegenüber verhindere der Friedensvertrag. wirtschaft im Wohnungswesen zu Mord und Totschlag in Abg. Leid( USoz.) betont, daß eine Aufhebung der ZwangsBerlin führen würde infolge des Ansteigens der Mietpreise. Jugendwohlfahrt Zum Abschnitt sei. Poincaré verteidigt sich mit den Worten: Hennessy führte eine andere Sprache, als er im Kriege im Elysée erschien. ( Ungeheurer Lörm. Abg. Hennessy ruft dazwischen: In einem Artikel, betitelt„ Poincaré und der Krieg", sagte ich, daß der Mann, der im Kriege das höchste Amt im Staate bekleidete, durch die Tatsache, daß während seiner Amtszeit Krieg geführt wurde, charafIm Reichstag hielt gestern Präsident Löbe dem plöglich verterisiert sei.) Poincaré ruft in höchster Erregung: Herr Hennessy hat ausdrücklich geschrieben, daß in den Tagen, wo die storbenen Abgeordneten Naden( 3.) einen warmen Nachruf. Nationalversammlung mich ins Elysée sandte, mein Vorgänger, Herr Die deutschnationale Interpellation über die Nollet- Forderungen Fallières, erklärt habe, Poincaré bedeute den Krieg. Dieser wegen der Schutzpolizei wird innerhalb der geschäftsordnungsSotz ist ebenso beleidigend für Fallières wie für mich. Er ist durch- mäßigen Frist beantwortet werden. Das Gesetz betr. Berlänge aus lügenhaft.( Stürmischer Beifall.) Hennessy will hierzu rung der Geltungsdauer der Pachtschutordnung wird in allen führte Abg. Frau Röhl( Soz.) aus: Gerade auf diesem Gebiete fann Stellung nehmen, wird aber durch Lärm daran gehindert. drei Lesungen angenommen. Beim Haushalt des Reichs- mit vorbeugenden Maßnahmen nicht früh genug begonnen werden. Daudet fährt fort und greift Hennessy weiter heftig an. Die tages werden Anträge auf Erhebung einer angemessenen Reichliche Mittel hier sind im besten Sinne produktiv angelegt. Die äußerste Linte protestiert und wendet sich zu den Sozial- Radikalen, Miete für die Vergebung von Reichstagsräumen Arbeiter- Turn- und Sportvereine fordern die Errichtung eines denen Hennessy angehört, mit der Frage, ob sie denn keine Republi- an Körperschaften, die mit dem Barlament in feinem Zusammen- fein wollen, ferner, daß die Organisationen der Arbeiter hinter den Landesbeirates für Jugendpflege, in dem auch fie vertreten feine Rede beenden und fordert Poincaré nochmals auf, am 31. Mai beamten als Angestellte oder Arbeiter zugebracht haben, als Dienst- Ausschüsse nicht lediglich aus Paftoren und Lehrern zufaner feien, um solche Angriffe zu dulden. Daudet kann endlich hang stehen, ferner die Anrechnung der Zeit, die die Reichstags- lein wollen, ferner, daß die Organisationen der Arbeiter hinter den bürgerlichen nicht zurückgesezt werden, und daß die Jugendpflegeunnachgiebig zu bleiben. Wenn nötig, müsse Frankreich gegen zeit, angenommen, ebenso eine volksparteiliche Entschließung, wonach fammengesetzt werden. Von den Turnwarten wird überflüssigerweise Deutschland allein vorgehen. Dann wird das Wort dem Abg. die Reichsregierung Mittel zur Verfügung stellen soll, um den immer noch auf Grund einer Verordnung aus dem Jahre 1838 ein Antré Falsières, dem Sohn des früheren Präsidenten der Reichstagsangestellten bei ihrer Ueberführung in das Beamtenver- Berechtigungsschein verlangt. Republik, erteilt, der die persönliche Feststellung macht, daß die feinem hältnis einen Ausgleich in Höhe ihres etwaigen Einnahmeausfalles ist lange Zeit sehr ungerecht behandelt worden.( Sehr richtig!) Der Die Arbeiterturnbewegung Bater zugeschriebenen Worte derart verleumderisch seien, daß zu geben. Der Gefeßentwurf betr. die Feststellung des Reichshaus- neue Staat sollte sie tatkräftig unterstützen. Nötig ist vor allem eine fie nicht einmal ein Dementi verdienten. Fallières habe haltsplanes für 1922 wird angenommen, ebenso das Gefeß über völlige Verjüngung des Erziehungspersonals. Für Kinder- und die Ausprägung von Mütterheime müssen größere Mittel ausgeworfen werden. 1 Million Mark für die Prostituiertenfürsorge ist lächerlich wenig. Die Frauen aller Parteien sind sich darin einig, daß die Reglementierung der Brostitution aufgehoben werden muß. Die offizielle SittenDie Frauenreferate müssen vermehrt werden. Hinein gehören in fie politit muß grundsäglich revidiert werden.( Sehr wahr!) Frauen aus dem Volte. Die Zentrale muß dafür sorgen, daß fegt im Lande die Stellen nicht einseitig und parteiegoistisch besetzt werden. Die ländliche Wohlfahrtspflege ist kaum über die ersten Anfäße hinausgekommen. Auf die Ausführung der Kinderschutzgesetze muß genau geachtet werden. Die Säße der Erwerbs= lofenfürsorge müssen der Teuerung entsprechend erhöht werden; der besonderen Teuerung im besetzten Gebiet muß durch Besatzungszulagen Rechnung getragen werden. Der Parteiegoismus muß in den Wohlfahrtsfragen hinter dem Allgemeininteresse zurücktreten. ( Lebhafter Beifall b. d. Soz.) niemals geäußert, daß Poincaré der Krieg sei. Der Präsident schlägt vor, die Sigung auf eine Stunde zu unterbrechen. Poincaré und André Fallières sprechen nach AufErfahmünzen im Rennbetrage von 1, 2, 3 und 5 Mart, ebenso der Gesezentwurf über die Besteuerung der Reichsbeamten, schließlich der Gesetzentwurf höhung von Preisen bei der Lieferung von elettrischer Arbeit, Gas zur Abänderung der Verordnung über die schiedsgerichtliche Erund Leitungswasser. Sonnabend 1 Uhr: Gesezentwurf über Berbindung von Wartegeldempfängern. Abstimmung über zurückgestellte Anträge. Dritte Beratung des Reichsetats. Schluß% 6 Uhr. Zwangsmietwirtschaft bleibt. lagen.-Schluß 5 Uhr 15 Min. Sonnabend, 10 Uhr: Weiterberatung, vorher kleine BorDie amerikanische Auswanderung übersteigt die Einwanderung? Ueberraschende Ziffern zeigt die Aus- und Einwanderungsstatistik Der Vereinigten Staaten während der ersten vier Monate des laufenden Jahres. Danach hat die Auswanderung aus der Union während der genannten Zeit fast das Doppelte der Einwanderung betragen. Die Zahl der Passagiere dritter Klasse, die antamen, belief sich nur auf 28 122 gegen 48 870 Abreisende. Während der entsprechenden Periode des letzten Jahres waren die Ziffern 166 088 für die Ankommenden und 82 238 für die Abfahrenden. Troß der amerikanischen Einwanderungsgefeße, die sich zweifellos in dieser Entwicklung geltend machen, dürfen aus den gegebenen Der Landtag hat gestern das Gefeß betreffend die Ziffern jedoch keine zu weitgehenden Schlüsse gezogen werden. Es weitere Versorgung des Gebiets an der mittler en handelt sich nämlich nicht nur um dauernde Auswanderung, der und unteren Wefer mit elettrischem Strom in dritter Prozentsatz der Skandinavier und Deutschen, die nur für den Lesung angenommen. Dem Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft Sommer nach ihrer Heimat zurückkehren, hat einen wesentlichen follen ehrenamtlich mindestens 3 Landtagsabgeordnete angehören. Anteil an den hohen Auswanderungsziffern. Der erste Anspach- Prozeß. Gegen den gegenwärtig in UnterAngenommen wurde der sozialdemokratische Antrag, wo iuchungshaft sigenden Fälscher Anspach wird in den kommenden Im tiefsten Indien. Trotz aller europäischen Kultur, die die nach die im Versorgungsgebiet des neuen Werkes gelegenen, auf Wochen der erste Prozeß verhandelt werden. Allerdings haben sich Engländer nach Indien gebracht haben, und trotz der revolutionären rein fommunaler Grundlage betriebenen Elektrizitätswerke nicht in diesem Falle die Berliner Gerichte nicht mit der„ politischen Bewegung, die in dem Lande gärt, ist das wirkliche Indien doch zur Stromabnahme vom Großkraftwerk gezwungen werden Tätigkeit" Anspachs zu beschäftigen, sondern mit Pfandschein. noch ein„ dunkler Erdteil", zu dem nichts vom europäischen Leben dürfen, wenn sie nachweislich billiger den Strom abgeben. In fälschungen. Anspach ist angeklagt, Pfandfcheine gefälscht zu und Treiben dringt. Ein Missionar, der im tiefsten Innern von der Kohlenversorgung sollen solche Werke nicht schlechter gestellt sein haben, die er dann durch Freunde oder Agenten weiterverkauft Indien vor Dorf zu Dorf zieht, erzählt von den Anschauungen der als das Großkraftwerk. Im September soll die Regierung dem haben soll. Der große Prozeß gegen Anspach dürfte voraussichtlich Bewohner. Millionen und Millionen von Indern leben, arbeiten, Landtag einen schriftlichen Bericht über die Ausführung des Ge- erst nach den Gerichtsferien zur Berhandlung kommen, da bei dem plaudern, spielen, heiraten und sterben in diesen vielen Dörfern des leges vorlegen. In der zweiten Beratung des Volts wohl- Umfang des Anklagematerials die Voruntersuchung sich durch mehrere inneren Indiens, ohne jemals eine Zeitung zu sehen, ohne eine Vorfahrtshaushaltes wünscht beim Abschnitt Monate erstreden wird. Die Verteidigung des Angeschuldigten hat stellung zu haben vom Meer, ven Schiffen, von Großstädten usw. Juftigrat Viktor Fränfl- Berlin übernommen. " Ein fernes Geflüster von der Welt draußen dringt langsam in diese Dörfer", schreibt der Missionar.„ Ich bin beständig gefragt worden, Abg. Bergmann( 3.) mindeſtens Verdoppelung der Wohnungsbauob die„ bleichgesichtigen" Menschen noch im Kriege leben. Letzte abgabe; er stimmt dem sozialdemokratischen Antrag zu, zur Be Woche war ich in einem Dorf, in dem man noch nie einen Engländer fämpfung der Wohnungsnot außer den allgemeinen Mitteln noch vor mir gesehen hatte, und ich saß mit gekreuzten Beinen auf einer 1 Milliarde zur Verfügung zu stellen. Matte von Baimblättern und wurde gefragt: Woher ich komme?", " Wieviel ich bezahlt erhalte?", Wieviel Reisfelder mein Vater " Wohnungs- und Siedlungswesen Abg. Meyer- Solingen( Soz.): Die schlesische Justizede. Wir lefen in der„ S. K." In Beuthen D.-S. wurde vor einigen Wochen ein Richter, 50 Jahre alt, unbestraft und seit 25 Jahren im Staatsdienst, mit einer bisziplinarischen Rüge bestraft, weil er zu einem Termin 20 Minuten zu spät gekommen war. Der Bestrafte war zufällig nicht deutschnational. In Beuthen D.-S. wurde vor einigen Wochen ein Richter, obgleich er zweimal in der Trinter heilanstalt war, zum andgerichtsdirektor befördert. Der Beförerte war zufällig deutschnational. Vorläufig feine Zuderzölle. Das Reichsernährungsministerium dementiert die Nachricht, die Zuckerfabriken hätten verlangt, daß auf den einzuführenden Zucker Zölle gelegt befigt und wieviel meine Ontel?". Schließlich fragte einer: Sast Die unerträgliche Wohnungsnot verlangt schnelle AbhilfemaßDu von einem gehört, den sie den großen König Ghandi nennen? nahmen. Im vorigen Jahre erforderte der Bau einer mittleren Weißt Du etwas von ihm?" So wenig war von dem berühmten ohnung 80 000 bis 100 000 m., jetzt 350 000 bis 400 000 m. Führer der indischen Revolutionäre bisher an diesen abgelegenen( Hört, hört!) Aus öffentlichen Mitteln werden für jede solche Wohnung nur etwa 50 000 m. beigesteuert. Die Hoffnungen für eine Ort gedrungen. starfe Belebung des Baumarktes in den Jahren 1922 und 1923 Der italienische Meistertenor Bernardo de Muro wird bei werden sich kaum erfüllen. Die Baukostenüberteuerungsmehrausfeinem ersten Auftreten in Deutschland in der Staatsoper den Manrico" gaben werden heute in der Hauptsache aus der Wohnungsbau- werden. im Troubadour und den, Radames" in Aida fingen. Der Borverkauf abgabe gedeckt. Die Gemeinden mit hohem Wohnungsbedarf Die Scargebietswahlen. Auf der Tagung sämtlicher Vorstände beginnt Sonntag.. werden deshalb hohe Abgaben aufbringen müssen, während solche der einzelnen Streise hat die Zentrumspartei des Saargebiets ein Der Bund proletarischer Freidenker Deutschlands hält vom 25. mit geringerem Bedarf weniger brauchen. Die Gemeinden wün- stimmig die Beteiligung an den Wahlen zum Landesrat bebis 28. Mai seinen 6. Verbandstag im Staffeler Gewerkschaftshaus ab. Der fchen, daß die innerhalb der Gemeinde aufgebrachten Beträge dieser schlossen. Eine französisch- protestantische Kirche für das SaargeVerband wurde 1908 gegründet und sollte den Befreiungskampf der Arbeiter Gemeinde auch ganz zufallen. Es ist unerträglich, wenn z. B. die biet ist gebildet worden.- Der Hauptführer der frantophilen auf das fulturelle Leben ausdehnen. Mit dieser Gründung wurde ein Stadt Berlin 200 Millionen Mart aufbringen soll, aber nur 65 Mil- Richtung des faarländischen Zentrums, Gebeimer Justizrat Muth, scharfer Trennungsstich zwischen bürgerlichen und proletarischen Freidenfern lionen Mark zurückerhält. Die Wohnungsbauabgabe muß von den ist im Alter von 77 Jahren an den Folgen eines Automilunfalls gezogen. Die Organisation umfaßt mehr als 350 Vereine mit über Mietern direkt erhoben werden. Für besondere Notlagen muß dem gestorben. Alle großen Freidenferbewegungen Deutschlands, die Staate ein besonderer Fonds zur Verfügung stehen. Der Baustoffauf sozialistischem Boden stehen, wollen sich zu einer Einheitsorganisation wucher, die Verteuerung, vielfach um das Hundertfache, ist ungeheuerlich. Auch Don Carlos" im tschechischen Staatstheater. Auf Wunsch des Bräsidenten der Republit gelangt am Montag im Staatstheater in Prag Schillers Don Carlos, in tschechischer Uebersegung erstmalig zur Aufführung. Besonders für den Kleinwohnungsbau muß das Holz wesentlich Die Aufführung eines modernen deutschen Dichters wird folgen. billiger geliefert werden. Notwendig ist ein Ausfuhrverbot 50 000 Mitgliedern. zusammenschließen. " der Staat nimmt wucherliche Holzpreise. mittags ruhig. Die Straßenbahnen verkehren nicht Die Zeitungen In Rom war es nach offiziöser Darstellung Donnerstag nach find nicht erschienen. Einer der bei den Zwischenfällen Verwundeten ist gestorben. Der Straßenbahnverkehr konnte durch 400 nationalistische Straßenbahner auf den Hauptlinien wieder hergestellt werden. " tierten Anwürfe fehlt es den Gewerkschaftsfunktionären an Zeit| 2 M. wöchentlich für Männer und 50 Pf. für Frauen wird finanziell Gewerkschaftsbewegung und der Arbeiterpresse an Raum. Da allgemein bekannt ist, daß wie organisatorisch die Partei so kräftigen, daß sie allen Anforde Gescheiterte Verhandlungen im Buchdruckgewerbe. Der am 26. Mai zusammengetretene Tarifausschuß der deutschen Buchdrucker hat nach einer kaum zweistündigen Tagung die Verhandlungen als ergebnislos abgebrochen. Die Gehilfenschaft sollte sich damit einverstanden erklären, daß die jetzt gezahlten Löhne auch noch für Juni Geltung behalten. Diese Damit Zumutung wurde in bündigster Form zurückgewiesen. waren die Verhandlungen zunächst gescheitert. Die Organisationsvertreter sind darauf zusammengetreten, um über die jetzt entstandene Lage und die nächsten Schritte zu beraten. Beamtenausschußwahlen bei der Reichspoft. verbleiben. Die bestehende Opposition war nun plötzlich für Wahlbeteiligung zu haben. Anscheinend war übersehen, daß entgegen allen Zusagen das Amtsblatt" Mr. 15 nicht aufgehoben ist. Der §. 54" besagt aber: Die bisher ergangenen Bestimmungen über BilSung und Aufgaben der Beamtenausschüsse treten nach erfolgter Wahl außer Kraft. Damit wären auch tie anscheinend günstigen Aenderungen des" Postnachrichtenblattes" Nr. 41 von vornherein außer Kraft gesetzt. die kommunistischen Blätter auf die 21 Bedingungen eingeschworen rungen gewachsen sein wird. Das Bildungswesen wird auf sind, wozu Verschweigung der Wahrheit d. t. Beneuer Grundlage nach den von der Generalversammlung beschlossenen hauptung des Gegenteils gehört, wäre dies auch ein Leitsätzen organisiert werden, so daß im Herbst mit der Arbeit bemüßiges Beginnen. Wenn wir in diesem Falle einem Vertreter gonnen werden kann. An Stelle des aus der Partei ausgeschiedenen des Metallarbeiterverbandes zu einer Zeit, wo der Verband in zur USP. übergetretenen Bußmann wurde Genosse Kaisen= schwersten Kämpfen stand, Gelegenheit gaben, sich gegen eine Ver- Bremen als zweiter Bezirksvorsitzender gewählt. leumdung zu wenden, die sich weniger gegen seine Person als gegen die Kampfestaktik der Gewerkschaften überhaupt richtete, so war das eine Ausnahme von der Regel, auf einzelne Berichte der Roten Fahne" nicht zugehen. Diesen Vorbehalt müssen wir machen, da uns sonst vor all den Erwiderungen auf die Angriffe von jener Seite nur der Papierforb retten könnte. Wirtschaft Straßensammlungen der Altershilfe. Gebt reichlich! schaftlichen Versicherungsaktiengesellschaft mit dem Sitz in Hamburg Wir fordern die Konsumenten auf, sofort die bestreiften Betriebe zu meiden und nur dort einzukaufen, wo die Forderungen bewilligt find. Alle Arbeitgeber haben die Möglichkeit, bei uns Blakate in Empfang zu nehmen, welche jeden Betrieb fenntlich machen, wo die Forderungen bewilligt sind. Die„ Bolfsfürsorge" im Jahre 1921. Der Vorstand der Volksfürsorge", der gewerkschaftlich- genoffenunterbreitet der am 10. Juni in Hamburg stattfindenden Generalversammlung einen Bericht über das Geschäftsjahr 1921, dem wir entnehmen: Aus den Reihen des Verkehrsbundes wird uns geschrieben: Am 28. und 29. Mai sollen bei der Reichspostverwaltung die NeuStreit im Kolonialwaren- und Feinkosthandel. wahlen zu den Beamtenausschüssen stattfinden. Die Befugnisse und Pflichten derselben werden durch das„ Amtsblatt" Nr. 15 vom Bom ZdA. wird uns geschrieben: Am 24. Mai fand in den Es gingen im Jahre 1921 insgesamt 215 044 Anträge ein, und 24. April 1922 geregelt, welches eine Erneuerung des Amtsblattes" Prachtsälen Alt- Berlin, Blumenstr. 10, eine öffentliche Versammlung zwar 206 111 für die Volksversicherung, 8933 für die Lebensversiche Nr. 35 vom Jahre 1920 bedeutet und seinerzeit von der gesamten der Angestellten dieser Branche statt. Andrée vom Zentralverband rung. Mit den aus dem Vorjahr übernommenen 6372 Volksversiche Postbeamtenschaft mit schärfstem Protest abgelehnt wurde. Auch der Angestellten gab einen Bericht von der Antwort der Arbeitgeber- rungsanträgen waren im Berichtsjahr demnach 221 416 Ver diesmal wurde von der Berliner Bostbeamtenschaft eine Beteiligung verbände. Die Angestellten beschlossen nach längerer Diskussion, am ficherungsanträge zu erledigen. Von den 215 044 im Bean der Neuwahl zu den Beamtenausschüssen abgelehnt und Wahl- Freitag früh in den Streif zu treten. Trotzdem die richtsjahr eingegangenen Anträgen entfielen auf die Volksversicheenthaltung beschlossen. Der Beamtenbeirat vom RPM. ver- Arbeitgeber die Möglichkeit hatten, es zu einer Verständigung rung, Kapitalversicherung 204 872 mit einer Versicherungssumme von suchte mit den fatenscheinigsten Gründen eine Neuwahl zu emp- tommen zu lassen, hat man diese brüst zurückgewiesen. Gleichzeitig 370 525 620 M., auf die Sparversicherung 1214 und auf die Risikofehlen, fand aber in Berlin feine Gegenliebe; es wurde ihm viel- lehnt man die Teilung des Feinkosthandels von der Kolonialwaren- versicherung 25 mit einer Versicherungssumme von 47 829,70 m. mehr das schärffte Mißtrauen ausgesprochen. Durch das branche rundweg ab, trotzdem früher die Arbeitgeber vor dem Von den eingegangenen 8933 Lebensversicherungsanträgen entfielen Bostnachrichtenblatt" Nr. 41 sind dann einige Paragraphen ge- Schlichtungsausschuß selbst erklärt haben, daß die Arbeitgeber der auf den Tarif mit ärztlicher Untersuchung 6640 mit einer Versiche ändert und soll es somit im übrigen bei den bisherigen Befugnissen Feinkostbranche bedeutend höhere Verdienstspannen haben. Aller- rungsfumme von 63 131 000 m., auf den Tarif ohne ärzliche Unterdings waren damals beide Gruppen gespalten, heute liegen sie sich fuchung 2293 mit einer solchen von 18 845 500 m. Abgeschlossen wurden von den 221 416 zu erledigenden wieder in den Armen. Die Narren und die Schlauen, wie man sich Anträgen bei der Volksversicherung 204 103 Kapitalversicherungen früher so schön in Zeitungsartikeln bezeichnet hatte. mit 364 968 764 M. Versicherungssumme, 1220 Sparversicherungen und 24 Risikoversicherungen mit 44 951 M. Versicherungssumme, bei der Lebensversicherung mit ärztlicher Untersuchung 5851 Versiche rungen mit 55 812 500 m. Versicherungssumme, ohne ärztliche Untersuchung 2220 Versicherungen mit 18 015 500 m. Versicherungssumme, insgesamt 205 347 Volksversicherungen mit 365 013 715 m. Versiche rungssumme und 8071 Lebensversicherungen mit 73 828 000 m. VerGerüchtweise verlautet, daß sogar freigewerkschaftliche Listen Die von Euch noch geduldeten Führer..." sicherungssumme. Abgelehnt oder zurückgezogen wurden in der ( Deutscher Verkehrsbund") aufgestellt sind. Demgegenüber muß Auf dem 1. Betriebsrätekongreß des ADGB. und der AFA- Volksversicherung 596 Anträge mit 1319 576,10 m. Versicherungsfestgestellt werden, daß der Deutsche Berkehrsbund in der Versicherungssumme, 6340 Volksversicherungen Reichskonferenz der Postbeamten vom 6. und 7. Mai d. J. strikte Gewerkschaften in Berlin lenkte Heinrich Brandler durch eine summe, in der Lebensversicherung 346 Anträge mit 3119 500 m. Wahlenthaltung beschlossen hat und diesen Beschluß fommunistische Programmrede, in der er den Kaiserschnitt für die aufrechterhält. Es erscheint notwendig, zu betonen, daß im Inter- Geburt der sozialistischen aus dem Schoße der kapitalistischen Gesell- 14 838 617 M. und 516 Lebensversicherungen mit 5 029 000 M. Veresse der gesamten Postbeamten das Amtsblatt" Mr. 15 ver- fchaft empfahl, die Aufmerksamkeit eines ausländischen, recht unver- ficherungssumme auf das Geschäftsjahr 1922 übernommen wurden. Ende 1921 betrug der Versicherungsbestand 1. Wolfs= schwinden muß. Unter Hinzuziehung der Vertreter der wirt- fchämt auftretenden Gastes auf sich. Als ihm dann ohne Bermitt- versicherung 750 746 Kavitalversicherungen mit einer Versicheschaftlichen Organisationen ist dann nach dem Pofträteerlaß des lung eines Wohnungsamts eine zwangsläufige Wohnung angewiesen rungssumme von 743 886 817 m., 97 793 Spar versicherungen Verkehrsministeriums erneut der Frage näher zu treten. Die worden war, schüttelte der gute Heinrich den Staub von den Füßen, mit einer Versicherungssumme von 7 791 154 m. und 1989 Risikoschnellste Verabschiedung des Beamtenrätegesetzes muß außerdem siedelte nach Moskau über und wurde hier Gehilfe von 20- versicherungen mit einer Versicherungssumme von 425 059 m. gefordert werden. Eine Wahl zu den Beamtenaus- fomsfy im sogenannten Vollzugsbureau der sogenannten Roten 2. Lebensversicherung 5478 Versicherungen mit ärztlicher schüssen nach dem Amtsblatt" Nr. 15 ist unter allen Um Gewerkschaftsinternationale. Von hier aus fucht Brandler weiter Untersuchung mit einer Versicherungssumme von 52 438 000 m. und hin in das Leben des Kapitalismus wie des Sozialismus mit feinen 1893 Versicherungen ohne ärztliche Untersuchung mit einer Versicheständen zu verhindern. Darum, Postbeamte, am 28. und 29. Mai 1922 Stimmenthal- Werkzeugen einzugreifen, fie beide zu vernichten, damit das Leben rungsfumme von 15 416 500 m., insgesamt 857 899 Versicherungen des bolschewistischen Wechselbalgs künstlich gefördert und verlängert mit einer Versicherungssumme von 819 957 530 m. fung!" werden soll. Unser guter Brandler geht aufs Ganze. Jetzt wendet er sich in einem Erlaß an die Bergarbeiter, Transportarbeiter, Seeleute und Eisenbahner der Welt, beschränkt sich aber, da die Welt so weit ist, auf diese Berufsgruppen insbesondere in England, Frankreich, Belgien und schließlich auch in Deutschland. Mit deutscher Einschränkung der Kofszufeilung für Hütten. Infolge der er Reparationsfohle, mit Kohlen aus dem Saargebiet, aus Frankreich höhten Anforderungen an Koks für die Reparationslieferungen hat und Belgien sei der englische Bergarbeiterstreit gebrochen worden. der Reichskohlenkommissar das für den Selbstbedarf der HüttenJetzt werde mit Hilfe dieser Kohle der Bergarbeiterstreit in Amerifa zechen freigegebene Rofskontingent um 10 Prozent eingeschränkt. gebrochen. Die Internationale Föderation der Bergarbeiter und Das bedeutet eine Minderung der Leistungsfähigkeit für die EisenTransportarbeiter tue nichts, laffe die Streitbrecherkohlen nach industrie, die ohnehin die Nachfrage kaum decken kann und noch für Amerifa gehen, um die Niederlage der amerikanischen Bergarbeiter Monate mit Aufträgen versehen ist. Buzulaffen. " 1 = „ Da die von Euch noch geduldeten Führer nichts tun, um dieses neue Unglück abzuwenden, rufen wir Euch auf, entweder diese Führer zu zwingen, den Kampf international zu organisieren, oder ohne die Führer sofort die Förderung und Verschiffung von Streitbrecherkohle nach Amerifa zu verhindern." während mit Während sich die Volksversicherungssumme im Jahre 1920 um 287 252 968 m. steigerte, ist im Berichtsjahr ein Zuwachs von 387 305 598 m. zu verzeichnen. Eigenartige Protefte. Um die scharf ansteigenden Preise für Nochmals die Abwürgung des Stettiner Kampfes. Genosse Tost vom Deutschen Metallarbeiterverband schreibt uns: " Auf meine Erklärung in der Freiheit" und im Vorwärts vom 18. Mai, Morgenausgabe, tritt die„ Rote Fahne" in Nr. 243 sucht, diesen Rückzug durch neue Lügen zu decken. In Nr. 227 der Roten Fahne" wird behauptet, daß ich in der Versammlung den Streit abgewürgt hätte durch die Drohung, der Borstand merde feine Streifgelder zahlen. In Nr. 234 wird behauptet, daß ich in der Bersammlung zwischen Arbeitern und Unternehmern erklärt habe, der Hauptvorstand wird seine Hand zurückziehen". Dem gegenüber muß ich feststellen: Weder in Gegenwart der Arbeitgeber, noch an anderer Stelle ist eine solche Aeußerung von mir gebraucht Mehl anzuhalten, das im Inland bereits teurer war als im Aus worden. Neben Drems, hogta und Kuhn, welche die" Rote land, hat die Reichsregierung die Einfuhr von Mehl freigegeben. Fahne" als Zeugen anführt, werden alle Arbeitervertreter das beDaraufhin ist die Süddeutsche Mühlenvereinigung bei der Bayes rischen Regierung, der Verein deutscher Handelsmüller bei dem stätigen müssen. Richtig ist, daß, nachdem die Arbeitgeber die acht Wir müssen es den Internationalen Föderationen der Trans- Reichstag und der Reichsregierung mit Protesten angerüdt. Gegen Bunkte fallen ließen, die Arbeitervertreter sich zur Beratung zurüdzogen. Die kommunistischen Vertreter erklärten bei dieser Aus- portarbeiter und der Bergarbeiter überlassen, diese Vorwürfe zurück- die Einfuhr von Mehl wird Einspruch erhoben, weil dieses- teurer Doch fönnten wir ihnen nur empfehlen, Heinrich sei als das inländische. Die Begründung ist merkwürdig. Denn sprache, nicht gegen die Arbeitsaufnahme sprechen zu wollen. Aus- zuweisen. drücklich frug ich die kommunistischen Kollegen besonders, ob sie noch Brandler mit der Leitung der von ihm empfohlenen Attion zu beträfe sie zu, so würden ja den Müllern noch Preiserhöhungen und größere Profite winfen. Dann aber wäre ihr Einspruch ganz und andere Borschläge machen könnten. Das wurde verneint. Bei diesen trauen. Er würde sofort die russische Flotte mobilisieren. gar unbegreiflich. Nein, es ist schon so, daß die Mehlpreise durch Beratungen habe ich erklärt: Beschließt die Belegschaft, Kohlenarbeiter und Kutscher! In Sachen des Schiedsspruches die Auslandseinfuhr in Schach gehalten werden, und das ist für die nachdem sie die acht Punkte nicht zu unterschreiben braucht, weiter die Arbeitsaufnahme zu verweis gegen den Verband Berliner Kohlengroßhändler haben Verhand- Kreise, die die freie Wirtschaft nur gebrauchen können, solange sie gern, so ist meine Mission vorläufig erledigt. 3u- lungen vor dem Oberpräsidenten, als Demobilmachungskommissar, noch höhere Profite erhoffen, freilich unangenehm. nächst müsse ich dem Vorstand Bericht erstatten und dessen Ent- stattgefunden, wobei die Arbeitgeber den Schiedsspruch scheidung abwarten." Kein Wort von Hand zurüd- anerkannt haben. Die Nachzahlung der Löhne soll am 27., ziehen" oder Berweigerung der Streifgelder. Durch Telegramm, bzw. spätestens am 29. Mai erfolgt fein. Eilbrief an den Vorstand ist der Beweis da, daß ich alles getan habe, den Kollegen die Streifunterstützung zu sichern. Besonders schwer soll ich nunmehr belastet sein durch folgende protofollarische Erklärung: Soweit die Punkte 1 bis 8 mit den Grundsägen der Arbeitsordnung, des Tarifvertrages und des Betriebsrätegefezes in Einflang stehen, wird die Arbeitervertretung dafür sorgen, daß nach ihnen verfahren wird." Entweder kennt der„ Berichterstatter" der Roten Fahne" die acht Punkte nicht, oder er will bewußt die Deffentlichkeit belügen, menn er schreibt, er( Toft) war auch bereit, die Unternehmerforderungen zu schlucken"; sonst müßte er wissen, daß einzelne Punkte mit der Arbeitsordnung, dem Tarifvertrag und dem Betriebsrätegesetz im Einklang stehen. Soweit diese acht Punkte jedoch über diese Grundlage des bisherigen Arbeitsverhältniffes hinausgehen, haben wir sie abgelehnt. Dies besagt die Erklärung, und wird jeder Betriebsrat auch auf dem Bulkan" in Zukunft danach verfahren fönnen. Die geistige Beschaffenheit des Berichterstatters" der Roten Fahne" mag damit genügend gekennzeichnet sein. " " " Damit kann diese Angelegenheit für mich erledigt sein, außer es sei denn, daß der Berichterstatter" der„ Roten Fahne" den Mut befizt, mit seinem Namen für seine Behauptungen einzutreten." Toft. Anmerkung der Redaktion: Um auf alle Verdrehungen der fom munistischen Preffe einzugehen, auf alle von fanatischem Haß gegen die nichtkommunistische Gewerkschaftsbureaukratie" im allgemeinen und die einzelnen Gewerkschaftsführer im besonderen difDeutscher Transportarbeiterverband. Von der Technifertagung ist in unserem Bericht in Nr. 244 der Tag zu streichen, wonach nur vier bis fünf Beitragsstufen eingeführt werden sollen. In Nr. 245 ist unter den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern irrtümlich Wasch now anstatt Gramm genannt worden. etwa 40 000 Arbeiter umfaßte, ist beendet. Die Verhandlungen Der Kampf in der fächsisch- thüringischen Weberei- Industrie, der ergaben, daß es für Mai bei den Vorschlägen der Unternehmer bleibt, für Juni dagegen eine Lohnerhöhung zuge= standen wurde. Aus der Partei. In der Generalversammlung des Bezirks Hamburg- Nordwest am Mittwoch, den 24., und Donnerstag, den 25. Mai, in Hamburg erstattete Bezirkssekretär Genosse Bogel Bericht. Es ist ein fleiner Mitglieder zu wachs zu verzeichnen. Die Haupttätigkeit galt der inneren Feftigung unserer Organisation: Am 1. April 1921 zählte der Bezirk Hamburg- Nordwest 77 246 männliche und 19 794 weibliche, zusammen 97 040 Mitglieder. Am 31. März 1922 wurden 77 971 männliche und 20 013 weibliche, zusammen 97 984 Mitglieder, mithin 944 mehr geführt. Die Zahl der Ortsvereine ist von 149 auf 151 gestiegen. Die Bezirkskasse schließt mit einer Einnahme und Ausgabe von 916 113,13 m. ab. Die einstimmig beschlossene und mit dem 1. Juli d. I. in Kraft tretende Beitragserhöhung auf Der russisch- italienische Handelsvertrag enthält als Erweiterung des bisher bestehenden Provisoriums Schiffahrtsprivilegien im Schwarzen Meer und Konzessionen in Südrußland für Italien. Berantw. für den redakt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An zeigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Bern, Lindenstr. 3. Hierzu 1 Beilage. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! SCHUTZMARKED SEIFE Das Achteckstück für den Waschtisch SUNLICHT SEIFE ist unentbehrlich für Wäsche und Bad SUNLICH SUNLICHT ( SCHUTZMARKE SEIFE GARANTIRT UNVERFÄLSCHT FREI VON SCHADLICHEN BESTANDTEILEN Das Doppelstück für das Waschfest Str. 247 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Sonntägliche Wanderziele. Durch die Bütenheide. Die Bütenheide liegt etwas abseits vom Wege, sie wird deshalb seltener aufgesucht. Um fie zu erreichen, fahren wir mit dem Nauener Vorortzug bis Fintenkrug. Vom Bahnhof wandern wir über Forsthaus Finkenkrug zum Alten Fintenfrug, ein Wirtshaus, das 1777 gegründet wurde. Schöne alte Kastanien stehen hier, die zur Zeit der Blüte diesem Ausflugsziel einen besonderen Reiz verleihen. Der Alte Finkenkrug liegt am Rande des Brieselang, der eins der schönsten Laubwaldgebiete in der Umgebung Berlins ist. Der Brieselang weist zahlreiche fumpfige Stellen auf, Deshalb ist hier die Mückenplage besonders groß. Auch manche feltene Pflanze und manches seltene Injekt kommen hier vor, wes halb der Brieselang von Botanikern und Insektensammlern gern aufgesucht wird. Zahlreiche schöne Geftellwege durchziehen den Wald. Wir wandern zunächst auf der Chaussee am Rande von Wald und Luch bis zum Gestell L. oder M. Diesem folgen wir bis zum Quergestell n oder o. An der Kreuzung der Gestellwege biegen wir rechts ab und kommen wieder zur Chaussee, die den Brieselang nordöstlich umzieht. Bald haben wir die Siedlung Brieselang er= reicht. Hier überschreiten wir den Großen Graben, der zur Entwässerung des Havelluchs angelegt wurde. Er ist 70 Kilometer lang und führt von der Havel, die er bei Niederneuendorf verläßt, durch das Luch zum Hohennauener See bei Rathenow, der wieder mit der Havel in Verbindung steht. Jenseits des Großen Grabens beginnt die Bütenheide. Auf den sandigen Erhebungen rechts und links am Talrande sind bie Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung gefunden worden. Wir haben hier eine jener Stätten, auf der schon vor Jahrtausenden Menschen wohnten. Früher war das Havelluch, in dem Brieselang und Bütenheide liegen, eine unwirtliche und öde Gegend, die von Weiden-, Erlen- und Birfengebüschen bedeckt war. Die aus dem Moor emporsteigenden Hügel, fogenannte Horste, bildeten inselartige Erhebungen. Da sie bei Ueberschwemmungen vom Wasser verschont blieben, waren sie die einzigen Pläge im Luch, die besiedelt werden fonnten. Von der Brücke über den Großen Graben wandern wir geradeaus weiter auf dem Wege nach Verwenih. Nach 25 Minuten fommen wir zu einer gewaltigen Eiche rechts vom Wege. Kurz hinter der Eiche biegen wir rechts ab und kommen beim Waldrande auf die Chaussee nach Baufin. Dieser folgen wir nach links; jen feits der Wiesenniederung geht rechts ein Fußsteig ab, der uns zur Kirche des Dorfes bringt. Auf der Chaussee, die durch den nördlichen Teil von Pausin führt, verlassen wir das Dorf nach Südost. Bald sind wir wieder im Walde. Nach etwa 1 Stunde zweigt rechts ein Weg ab, auf dem wir wieder zum Großen Graben gelangen, den wir bei Forsthaus Damsbrück überschreiten. Jenseits des Bruch geländes, am Anfang des Nadelwaldes, wenden wir uns rechts ab von der Chaussee. Rechts von den Falkenhagener Bergen vorüber gelangen wir zur Siedlung Faltenhain. Von hier wandern mir wieder zum Bahnhof Fintenkrug, dem Ausgangspunkt des Ausflugs. Zeitdauer etwa 7 Stunden. Zum Pichelswerder. Unmittelbar vor den Toren Spandaus liegt der Pichelswerder, ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner. Die Döberizer Heerstraße überquert ihn auf hohem Damme. Sobald wir diesen verlassen haben, tauchen wir unter in der ursprünglichen Urwüchsigkeit der Umgebung. Uralte, riesige Eichen mit knorrigen, sparrigen Aesten find in den Kiefernwald eingesprengt und bringen Abwechslung linein. An den Ufern haben sich Erlen und Weiden angesiedelt. In Der Schlucht, die von der Heerstraße linfs hinabführt, liegt ein großer Findlingsblock. Er hat einen Umfang von nahezu 3 Metern und ist ziemlich 1 Meter hoch. Seine Oberfläche weist zahlreiche Löcher ron verschiedenem Durchmesser und größerer oder geringerer Tiefe auf. Früher glaubte man, daß der Block ein Opferstein sei. In Wirklichkeit find die Löcher jedoch Berwitterungserscheinungen. den; der Damm der Heerstraße führt jeht über den nördlichen Teil der Insel. Sonft hat sich hier jedoch in den letzten Jahrzehnten wenig geändert. Der Pichelswerder ist ein Gebiet, das nicht nur landschaftliche Schönheiten befigt, sondern das uns auch Anregungen zu Beobachtungen im Naturgeschehen gibt. Wir wandern auf der Heerstraße entweder nach Bahnhof Bichelsberge und Charlottenburg oder nach Spandau. Zeitdauer 3 bis 4 Stunden. Wie wird das Sonntagswetter? NW N. 14 gimm NO SWS SO Sturm Regen und Veränderlich Schön Wind Gewitter 30320 20זוי 30 20 10 10 0 0 10 10 Sonnabend, den 27. Mai 1922 Ein Tausendkünstler. Es gibt sicher in der Welt noch mancherlei zu erfinden und es gibt sicher auch Menschen genug, die das Zeug zum Erfinden haben, die still und unverdrossen arbeiten, um einer Idee zum Siege zu verhelfen. Es gibt aber auch solche, die schmetterlingsgleich von einem Gedanken zum andern wechseln und schließlich Schiffbruch erleiden. So wird von einem Techniker Edmund Wiesenberg be richtet, der sich seit seinem 17. Jahre mit der Lösung zahlreicher Probleme beschäftigt. In dickbändigen Ausarbeitungen befaßte er sich mit allen möglichen Erfinderaufgaben, deren Lösung er als ,, eminent" bewertete. Er hat sie leider alle noch nicht zu Ende geführt. Er behauptet, die Herstellung von God und Edelsteinen, ferner einen Flugapparat, eine Eisenbahnbremse erfunden zu haben. Er hat Auffäße über eine„ neue Weltsprache", eine neue Religion", eine neue Bibel" verfaßt und Betrachtungen über„ Das Leben durch Gedankenkraft auf 100 Jahre zu verlängern" und Weisungen niedergeschrieben, Den Nordpol per Ballon zu er= reichen." Zuletzt wandte er sich der Farbenphotographie zu und versuchte sein Verfahren an 1000- Mart- Scheinen, die ihm so gut gelangen, daß ein Bekannter von ihm drei Photos glatt in den Verkehr bringen fonnte, bis er beim Versuch, einen vierten Schein unterzubringen, doch gefaßt wurde. Wegen dieser Sache hatte er sich nun vor den Geschworenen des Landgerichts I zu verantworten. Der Verteidiger stellte unter Beweis, daß der Angeklagte nur aus„ wissenschaftlichem Interesse" gehandelt habe. Für die weitere Verhandlung der Einzelheiten, die fein allgemeines Interesse bieten, wurde die Deffentlichkeit ausgeschlossen. " Bei den Elternbeiratswahlen zu beachten! Der von den drei Linksparteien eingefeßte gemeinsame Nach einem überall trockenen und größtenteils heiteren 2ftionsausschuß für die Elternbeiratswahlen Wochenanfang sind seit Mittwoch in allen Gegenden Deutschlands Gewitter vorgekommen, die jedoch den meisten Orten sehr geringe richtet an die in den Wahlvorständen als Vorsteher, Schriftführer oder überhaupt keine Niederschläge gebracht haben. Allein in oder Beisiger tätigen Genossen die Mahnung, auf Befolgung der Rheinprovinz fanden vorgestern stärkere Regenfälle statt; der Vorschriften der Wahlordnung zu achten. Aus der auch die Hitze hat bisher sehr wenig nachgelassen. In den Mittagsstunden wurden gestern. besonders im mittleren Nord- Wahlordnung wurden im Vorwärts" bereits am 22. April( Nr. 190) deutschland, noch vielfach 30 Grad Celsius überschritten. längere Abschnitte mitgeteilt, die das Wahlrecht, den Wahltermin, Gegenwärtig wird der größere Teil Südwest- und Mitteleuropas die Wählerversammlung, die Kandidatenlistenaufstellung usw. bevon zwei Hochdruckgebieten eingenommen, während vom Atlantischen Ozean nach dem Nordmeer ein umfangreiches Tief gelangt trafen. Die folgenden Vorschriften betreffen die Wahlhandlung selber: Der Tisch, an dem der Wahlvorstand Blaz nimmt, ist so aufzuist, dessen südlicher Teil voraussichtlich nach der Nordsee und südlichen Ostsee vorgetrieben wird. Bei seinem Vorüber- stellen, daß er von allen Seiten zugänglich ist. gange dürften auch in der Umgebung Berlins etwas Der Wahlvorsteher eröffnet die Wahlhandlung, indem er stärkere Gewitter und Regenfälle eintreten. die Beifißer und Schriftführer durch Handschlag an Eidesstatt verWinde sich unter Zunahme nach Westen drehen und pflichtet, die Wahlordnung gewissenhaft zu beachten. Wahlordnung eine bedeutendere Abkühlung herbeiführen. Da aber wahrscheinlich bald darauf das südwestliche auf dem Tisch auslegen. Ber Beginn der Wahlhandlung die Urne so haben wir schon etwa öffnen, den innerer. Teil zeigen, dann verschließen und vor Hoch nachrücken wird. von Sonnabend nachmittag an allmähliche Wieder- Schluß der Wahlhandlung nicht wieder öffnen. 3u teiner Zeit abnahme der Bewölkung und für Sonntag großen- der Wahlhandlung dürfen weniger als drei Mitglieder des Wahlvor= teils heiteres, ziemlich warmes, aber nicht mehr standes gegenwärtig sein. Wahlvorsteher und Schriftführer dürfen schwüles Wetter zu erwarten. SPD. Allgemeine Funktionärversammlung fich während der Wahl nicht gleichzeitig entfernen. Wahlvor= steher und Beisiger haben darauf zu achten, daß jeder Wähler den Stimmzettel ur.beobachtet in den Umschlag steckt. Der Wähler geht mit seinem Umschlag, der den Wahlzettel ent= hält, an den Vorstandstisch, nennt seinen Namen und seine Wohnung und zeigt seinen Ausweis vor. Der Schriftführer hält den Namen in der Wählerliste fest. Der Wähler übergibt der Ums schlag dem Wahlvorsteher, der ihn in die Urne wirft. Stimm zettel zurückweisen, die nicht im vorschriftsmäßigen Wahlumschlag stecken oder deren Umschlag ein Kennzeichen trägt. Der Schrift führer vermerkt die Abstimmung durch ein Kreuz hinter dem Namen. Bei der Auszählung nach erfolgter Wahl führt der Schriftführer eine Stimmliste und zählt dabei laut die Stimmen. Bon einem Beisitzer wird eine Gegenliste geführt. Die Bei= fizer vertreten den Schriftführer, einer von ihnen führt beim Auszählen die Gegenlifte. Wahlzeit 10-6 Uhr. Der Wahlvorstand hat darauf zu achten, daß nach der festgesezten Wahlzeit nur noch die Wähler zur Abgabe der Stimmzettel zugelassen werden, Hat die bis zu dieser Zeit schon im Wohlraum anwesend waren. der letzte Wähler seine Stimme abgegeben, so schließt der Wahlvorsteher die Wahlhandlung. Nach Schluß der Abstimmung werden die Umschläge aus der Ürne genommen und zunächst ungeöffnet ge= zählt. Bergleich mit dem Abstimmungsvermerk. Wenn nicht Der Bezirksvorstand. mit amtlichen Wahlumschlägen gewählt wird, müssen die Stimmzettel am Montag, den 29. Mai, abends 6 Uhr, in den Germania Sälen, Chauffeeftr. 110. Tagesordnung: Die Mitte des Pichelswerders bildet eine Hochfläche, deren Ränder 10 bis 20 Meter steil zu einer schmalen Strandzone abfallen. Die politische Bedeutung der Genueser Konferenz. Diese ist in den Zeiten hohen Wasserstandes zum größten Teil überReferent: Reichswirtschaftsminister Robert Schmidt. schwemmt. An den Rändern der Hochfläche sind von den herabfießenden Regen- und Schmelzwassern zahlreiche Schluchten ausgeZu diefer wichtigen Bersammlung werden alle Parteifunktionäre, maschen worden, die sich von Jahr zu Jahr weiter in das obere SPD.- Betriebsvertrauensleute, Angestellten- und BeamtenwerbeLand einfressen. Am unteren Ende dieser Auswaschungs- oder ausschüsse eingeladen. Mitgliedsbuch und Funffionärausweis find Erosionsschluchten ist der Sand aufgehäuft worden und bildet mit- am Saaleingang vorzuzeigen. Ohne Legitimation ist der Zutriff unter ansehnliche Aufschüttungsfegel. Die alte Holzbrücke, die früher nicht gestattet. die Verbindung mit dem Festlande herstellte, ist abgebrochen worDer Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. -gessen habe, die Dr. Jordan mir verschrieben hat. Schlimm-| genehme Stunden verplaudern kann. Ich will morgen vorstenfalls laffe ich mir, wenn ich nach der Vorstellung keine mittag beim Bühnenportier nach der für mich bestimmten AntBesserung verspüre, vom Theaterarzt ein Mittel verschreiben. wort fragen. Schreiben Sie auf das Kuvert bloß: Adele... Er ging daran, was er für den Abend benötigte, in eine fleine, Heute abend bin ich natürlich im Theater. Hals- und Bein16] krokodillederne Handtasche zu packen, machte hierauf Toilette bruch! Obwohl man das einem so berühmten Mann gar nicht und verließ sodann das Zimmer, nachdem er den Koffer forg- zu wünschen braucht. Auf Wiedersehen! Morgen hole ich mir Eine wehe Bangigkeit erfüllte Reuß, da er erkannte, daß fältig versperrt hatte. In der Halle übergab der Portier ihm Bescheid! Ob Sie mich überhaupt erkennen werden? Adele." cine in rasendem Lauf eine Hügelstraße herabstürzende Figur, einen Brief, den er erst öffnete, nachdem er einen der livrierten Der Schauspieler, dessen Lippen ein Lächeln umspielte, der die zerfetzten Kleider um den Leib flatterten, sein eigenes Boys herbeigerufen und angewiesen hatte, die Handtasche aus ließ den Brief sinken, nachdem er mehrmals sinnend den unterGeficht trug, das allerdings, fürchterlich entstellt, eher einem feinem Zimmer zu holen und ins Theater zu befördern. Er schriebenen Namen betrachtet hatte, den überdies ein kokett Leichnam als einem Lebenden zugehörig erscheinen mußte. Schärfte dem Jungen ein, was er zu tun, daß er das ihm an- gezogenes Schleifchen zierte. Adele... Adele... murmelte Albert Reuß stöhnte auf in unerträglicher Bein, da er gewahr vertraute Gut in der für Herrn Albert Reuß bestimmten er; was ist das für ein dummes Frauenzimmer, das sich einwurde, daß die sein jämmerliches Ebenbild verfolgende Garderobe abzugeben habe, die er sich im Theater natürlich bildet, daß ich es, dem Vornamen nach, ohne daß irgendein Menge mit Stöcken, Knüppeln und Spießen auf dieses einhieb bezeichnen lassen müsse. weiterer Anhaltspunkt gegeben wäre, erkennen oder mich und stieß, bis endlich das gehegte Gespenst, dem eine KirchDa er endlich Hunger verspürte, betrat er den Tea- Room, seiner erinnern fönnte... Wie lange ist es her, daß ich in hofmauer überdies den Weg versperrte und dem damit die einen freundlichen, in Creme und Silber gehaltenen Saal, in Dresden gewesen bin...? Wenn sie wenigstens ein ErMöglichkeit fernerer Flucht genommen war, mit einem träf- dem auf einem um drei Stufen erhöhten Bodium auf weichen fennungszeichen angeführt, auf irgendein möglicherweise kräf= tigen Sprung fich emporschleuderte, schwebend seiner zer- Teppichen im Halbkreis kleine Tischchen Aufstellung gefunden tiger lebendiges Erinnerungsbild hingewiesen hätte... Wahrriffenen Bettlertleider sich entledigte, die davonflattern ließ hatten, während irgendwo in einer verborgenen Nische ein scheinlich jedoch hat es derlei nicht gegeben... und endlich, nachdem es unwahrscheinlich lang in den Lüften Quartett eine diskrete, sanft durch den Raum summende Musik fich erhalten hatte was der auf seinem Lager hingestreckte erekutierte, die der Schauspieler, trotzdem die Migräne ihn Schauspieler besonders qualvoll empfand, da er ebensolange noch nicht verlassen hatte, leidlich angenehm empfand. zu stürzen glaubte, wieder auf der Erde landete, während Albert Reuß nahm unweit des Eingangs Blaz, bestellte zugleich die Menge mit entsegt aufgeriffenen Mäulern und Tee, Butter, Schinken, Cafes und Toasts, prüfte flüchtig seine Augen zurückwich und auseinanderstob, da sie ein Totengerippe Umgebung und öffnete endlich das Kuvert, das den Brief um erkannte, über dessen Haupt eine Rabenschar zu kreisen begann. Schloß, den der Portier ihm vorhin übergeben hatte. Er fannte Albert Reuß verließ mit einem Sprung das Bett, wollte die Schrift nicht und las: Ein Boŋ überreichte ihm, nachdem er sich vorher an den auf das Fenster zustürzen, um das helle Tageslicht wieder ,, Teurer Meister und lieber Freund! Seit Jahren werden einzulassen, tam jedoch nicht dazu, weil er wie betrunken tau- Sie uns versprochen, und nun endlich haben Sie Wort ge- Kellner gewendet hatte, eine Visitenkarte, die der Schauspieler melte, so daß er sich an der Tischkante festhalten mußte und halten und sind gekommen. Da ich Sie in unserer Stadt weiß, mißtrauisch und übellaunig in Empfang nahm. Er las: erst nach einer kurzen Pause die restlichen Schritte zurückzu- will ich die erste sein, die Sie hier begrüßt und willkommen Hendrik van Hulst," blieb einen Augenblick lang in Nachlegen vermochte. Nachdem es im Raum hell geworden war, heißt. Wir sind alte Bekannte, und da ich eine Frau bin, denken verfunken, da er eines Bekannten dieses Namens offenpreßte er die Stirn an die Fensterscheibe, empfand das als wage ich es gar nicht, Sie zu erinnern, wie alt unsere Be- bar sich nicht zu erinnern vermochte, worauf alsbald, ehe er angenehme Erleichterung und wurde von einem Gefühl der fanntschaft eigentlich ist. Ich lebe hier schon seit länger als dem Bon noch Bescheid gegeben hatte, ein fleiner, beleibter Dankbarkeit erfüllt. Da er des Trugbildes gedachte, das ihn zehn Jahren, bin verheiratet, weshalb es auch gar feinen Herr mit rafiertem Schauspielergesicht und sanft geröteten vorhin genarrt, fröstelte ihn leicht. Zugleich versuchte er des 3wed hätte, wenn ich Ihnen meinen Namen nennen würde, Wangen seinem Tisch nähergetreten war und sich verbindlich Kinderspottes, der hinter ihm lag, lächelnd zu gedenken und den Sie ja doch nicht kennen. Aber meines Vornamens werden lächelnd verneigt hatte. vielleicht entsinnen: ich war für Sie einmal fich seiner Ueberlegenheit, die ihn nun lange genug gemieden Sie sich ,, Sie erkennen mich wohl nicht mehr," sagte er, während hatte, wieder zu versichern. Adele... Erinnern Sie sich? Das war in Dresden... Jezt jenes Lächeln förmlich strahlend über das Massiv seines Antmüssen Sie doch wissen, vor wieviel Jahren ich Adele- Ihre lizes sich breitete. ,, Mein Spielpartner aus Ostende!" rief der Schauspieler Adele gewesen bin... Ein Wiedersehen wäre zu schön! Sie bleiben, wie wir erfahren haben, eine ganze Woche in Riga. überrascht. Welcher Zufall!" ( Fortsetzung folgt.) Da werden Sie doch so viel Zeit finden, daß man ein paar anUnfinn..." fagte er laut vor sich hin. Ich lasse mich von meinen Nerven nicht unterfriegen." Er plätscherte eine Meile im falten Wasser und abfolvierte hierauf einige Turnübungen. Schade, dachte er hierauf, daß ich die Pulver vervor den Schauspieler hinstellte, worauf er mit der weißbehandDer Kellner erschien mit einem silbernen Tablett, das er Schuhten Rechten den Deckel von der dampfenden filbernen Teefanne hob, die Tasse vollgoß, hierauf Wasser nachschüttete, sich verneigte und schließlich verschwand. Das Quartett spielte die " Souvenir de Nice", die sich bei Albert Reuß besonderer Be" Souvenir de Nice", die sich bei Albert Reuß besonderer Beliebtheit erfreute. gleich groß und weiß sein. Die vom sozialistischen Wahlausschuß 5. ausgegebenen Stimmzettel haben das amtlich vorgeschriebene Format. Die Stimmzettel müssen eine der Kandidatenlisten genau bezeichnen. Rein Kandidat darf gleichzeitig auf zwei Listen stehen. Stimmzettel ungültig, wenn sie nicht auf eine der öffentlich bekanntgemachten Kandidatenlisten lauten. Ebenso abgeänderte Stimmzettel! Wahlergebnis sofort nach beendigter Wahl in öffentlicher Sitzung feststellen und in geeigneter Weise veröffentlichen. Die Ergebnisse der Wahl in jeder Schule find sofort an den Wahlausschuß jedes Verwaltungsbezirks zu melden. Diese haben sofort die Resultate an den Zentralausschuß( Breite Straße 8/9, Telephon Zentrum 15 230) weiterzugeben. 6. 9. * Steglig- Friedenau. Weißenfee. WanKreis. Friedrichshain. Zentralwahlbureau: 2. Wittschuhs, Petersburger Treffpunkt 6 Uhr Meganderplay, Berolina.- Steglig II. Banberung, dura Straße 5. Tel.: Aler. 2243. Unregelmäßigkeiten bei der Wahl find sofort die Müggelberge. Treffpunkt 27 Uhr Bahnhof Südende.. zu melden; fehlendes Material ist dort abzuholen. Nach beendeter Wahl Halbtageswanderung. Treffpunkt 7 Uhr Breitenbachplag. ist das Ergebnis dem Bureau fofort mitzuteilen. Die Mitteilung derung. Treffpunkt 6 Uhr Antonplay. muß enthalten: 1. Bahl der Wahlberechtigten. 2. Abgegebene Stimmen. 3. Gültige Stimmen. 4. Ungültige Stimmen. 5. Auf unsere Liste wieviel? Gegnerische Liste wieviel? 6. Etwaige Wahlproteſte. Kreis. Kreuzberg. Die Obleute der Abteilungen werden ersucht, die Wahlresultate der einzelnen Schulen telephonisch an Höhle, Bergmannstr. 69, zu übermitteln. Außerdem gibt jede Abteilung oder jeder Schulkreis die Resultate an die Zentrale, Breite Str. 8-9. Kreis. Wilmersdorf. Cs werden dringend Wahlhelfer verlangt im 8entralwahlbureau Kulfa, Lauenburger Str. 21. Dienstag, den 30. Mai, nachm. 5 Uhr, im Friedrich- Wilhelm- Gymnasium, Kochstr. 13: Um 12 Preßfohlen, die ein Koblenzua verloren und ein in Anßerord. wichtige Konferenz aller SPD.- Funktionäre großer Not befindlicher Rangierer aufgeleien hatte, gab es vor dem Schöffengericht Berlin- Schöneberg einen Prozeß. Infolge der bei den Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden scharfen Kritik, die der Verteidiger an der Anklage übte, sah das Gericht von einer Gefängnisstrafe ab und erfannte Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der Presse. Referent: auf eine Geldstrafe von 30 Mart. Die Gerichts- und Chefredakteur Friedrich Stampfer, M. d. R. 2. Freie Anwaltskosten betragen jedoch etwa das 500 face des Aussprache. Wertes der 12 Prepfohlen. Es ist in diesem Falle wirk lich berechtigt zu fragen, ob ein solcher Aufwand nötig war, bei menschlicher Beurteilung der Angelegenheit hätte sich zweifellos der ganze Prozeß erübrigt. Mit den Erwerbslosen- Krawallen am 21. November v. J., bei denen zahlreiche Geschäfte in der Rosenstraße und Königstraße nach Einschlagen der Schaufensterscheiben schwer geschädigt worden waren, hatte sich das Schwurgericht des Landgerichts I zu beschäftigen. Unter der Anklage des schweren Landfriedensbruch s als Mädelsführer standen der Arbeiter Baul Ratowski und der Arbeiter Karl Frömming, die sich nach einer Versamm Tung der Erwerbslosen an der Plünderung von Geschäften in der Königstraße beteiligt batten. Das Gericht verurteilte beide zu je einem Jahr sechs Monaten Gefängnis unter Anrechnung von sechs Monaten Untersuchungshaft. Die Einäicherungen follen feurer werden. Der Magistrat hat beschlossen, die Gebühren für Einäscherungen bei den drei Krematorien der Stadt Berlin von 250 auf 500 Mart bei Verwendung eines Holzfarges und von 350 auf 600 Mart bei Verwendung eines Metallfarges zu erhöhen. Der Stadtverordnetenversammlung ist eine entsprechende Borlage zugegangen. In der Erfind erausstellung Potsdamer Str. 9( Nähe des Potsdamer Blakes) zahlen Gewerkschaftsmitglieder balbe Gin trittspreise. Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai geöffnet. Der Wiener Männergejangverein traf gestern mittag von Berlin fommend in Dresden ein. Nach überaus herzlicher Begrüßung auf dem Hauptbahnhof durch Vertreter der Sängerbünde wurden die Wiener Gäfte in bereitstehenden Wagen nach dem Rathaus ge= leitet, wo sie von Vertretern der städtischen Körperschaften willkommen geheißen wurdens Groß- Berliner Parteinachrichten. Deffentliche Elternverfammlungen am 27. mai: Charlottenburg. 7% Uhr in der Aula ber 31. und 32. Gemeindeschule, Oranien ftraße 13-15a. Thema: Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen". Rcf. Genosse Kreuziger. Freunde unserer Bewegung fönnen zu dieser Konferenz Der Bezirkswerbeausschuß. mitgebracht werden, melden. Das Sekretariat Jägerstr. 66 ist am Tage der 14. Kreis. Neukölln- Brig. Wahl von 9 Uhr ab geöffnet als Bentrale der SPD. Alle Genossen, die noch nicht zur Wahlhilfe eingeteilt sind, wollen sich im Sekretariat beizeiten Die einzelnen. Schulen fönnen unter Neukölln 9510 Wahlhelfer anfordern. 7. Schule: Mahlower Str. 29-30. 11. Schule: Jonasstr. 16. 12. Schule: Thomasstr. 20-21. 27. Schule: Mariendorfer Weg. 28. Schule: Mariendorfer Weg. 29. Schule: Boddinftr. 52. 35. Schule: Richardstr. 47. 36. Schule: Richardstr. 47. 9. * Kreis. Wilmersdorf. Sonnabend, den 27. Mai, 7½ Uhr engere Kreisvorstandssigung bei Kollath, Heidelberger Plaz 1. Alle Vorstandsmitglieder müssen erscheinen. 11. Kreis. Schöneberg- Friedenau. Sonntag, den 28. Mai, früh 11 Uhr, Besuch des Botanischen Gartens. Treffpunkt 11 Uhr am Eingang Unter den Eichen 10. Bahlreiche Beteiligung wird erwartet. Heute, Sonnabend, den 27. Mai: 71. bt. Wilmersdorf. 7½ Uhr zusammenkunft sämtlicher Funktionäre und Elternbeiräte der 7. Gemeindeschule bei Jonas, Durlacher, Ecke Bruchsaler Straße. Berger. Morgen, Sonntag, den 28. Mai: 6. Abt. Die Genossen treffen sich zur Wahlhilfe um 8 Uhr bei Dobrohlaw. 4. Abt. Sentralwahllokal: Dietrich, Marsiliusstr. 23. 11. Abt. 8½ Uhr pünktliches Erscheinen aller Genofsinnen zur Wahlhilfe bei 12. Abt. Die Wahlhelfer finden sich 9 Uhr bei Schmidt, Wicleffstr. 17, ein. 22. Abt. Die Genossen treffen sich zur Wahlhilfe um 9 Uhr bei Radzay, Brüsseler Str. 43. 33. Abt. Die Genossen und Genofsinnen treffen sich zur Wahrhilfe bei Juschfat, Goßlerstr. 1, früh 9 Uhr. 41. unb 42. bt. Die Wahlhelfer der 28., 217., 60., 236., 133. und 149. Gemeindeschule finden sich früh 8½ Uhr zur Einteilung in der Wahlzentrale Bergmann, Ede Baerwaldstraße ein. 39. und 48. Abt. Die Genojſinnen und Genossen treffen sich zur Wahlhilfe Gruppe Blumberg. Nachmittags 3 Uhr in Krummensee, Lokal Birtholz, Grup penkonferenz. Tagesordnung: Der Entwurf der Landgemeindeordnung". Ref. Gen. Kreuer. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen zahlreiches Erscheinen Pflicht. vormittags 9 Uhr bei Rohts, Brandenburgstr. 22. Jungfezialisten. Gruppen Friedrichshain und Treptow. Frühlingsfeier bei Niederlehme. Fahrt bis Wildau. Abfahrt Görliger Bahnhof morgens 7,20 und 7,30 Uhr. Nachzügler 8,20 Uhr. Führung bis 9 Uhr spätestens Bahnhof Wildau. Jugendveranstaltungen. Zum Jugendtag Bankwig. 8 Uhr Aula des Realgymnasiums Raulbachstraße. Thema: Eltern- muß das Fahrgeld für die Sinfahrt im Betrage von 22,50 m. bis Mittwoch, recht und Elternpflicht an der Schule". Ref. Prof. Destreich. Beißenfee. 8 Uhr Aula des Realgymnasiums, Woeldpromenade. Thema: ben 31. Mai 1922, bezahlt werden. Der Kampf um die Schule und die Bedeutung der Elternbeiratswahlen". Ref. Pfarrer Bleier und Dr. Witte. Treffpunkte und Wahllotale zur Elternbeiratswahl: Die Genofen werden ersucht, sich zahlreich an der Wahlhilfe zu beteiligen. 1. Areis. Mitte. Zentralwahllokal: Schulz, Elifabethstr. 30. Tel.: Kgft. 1976. Gruppe a: Lokal Schnucki, Linienstr. 194. Gchulen: 1, 45, 80, 63, 146, 180, 179 und 26. Gruppe b: Lokal: Lohann, Neue Jakobstr. 26. Schulen: 2, 29, 62, 123 und 130. Gruppe c: Wahllokal: Dietrich, Marfiliusstr. 23. Schulen: 1( für Gehschwache), Hilfsschulen 5, 9, 11, 24, 69 und 84. Gruppe d: bei Dobroblam, Swinemünder Str. 11. Schulen: 11. Hilfsschule, 13, 25, 36, 67, 89, 96, 103, 120, 124, 153 und 154. Heute, Sonnabend, den 27. Mai: Eine Konferenz aller Abteilungskassierer findet heute abend im Jugendheim, Lindenstraße 3, statt. Von 6 Uhr ab Ausgabe der Marken, Mitteilungsblätter und Zeitungen für den Monat Juni. Alle Abteilungstaffierer müssen auf der Konferenz vertreten sein. Morgen, Sonntag, den 28. mai: 11. und 12. Areis. Treffpunkt zur Rundgebung für die weltliche Schule ist in Steglig am Düppelplag um 10 Uhr. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Bereinigung für Schul- und Erziehungsfragen Berlin- Treptow. Sonn abend 8 Uhr spricht im Zeichensaal der 6. Treptower Gemeindeschule, Wildenbruchstraße 53, Herr Lngeallehrer P. Knospe über: ,, Schaffende Arbeit im Erdfundeunterricht". Berliner Hausfrauenverein( Lina Morgenstern) veranstaltet Montag 6 Uhr in der Schule Lichtenberg, Pfarrstr. 8-9, eine Vorführung von Hefegebäd, hergestellt in der Billisentgrude. Eintritt frei. Geschäftliche Mitteilungen. Eine Schachtel Raiser- Borag gibt dem Bad die Weichheit des Regenwassers. Saifer- Borag macht das härteste Wasser weich. Der echte Kaiser- Borag wird nur in roten Kartons ausgegeben. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. Die Schuhfabrit Conrad Tad u. Cie., A.-G., macht ein günstiges Angebot in Schuhwaren. Den Lesern sei die Beachtung des Inserats in der hrutigen Rummer empfohlen. Sport. Auf der Autostraße im Grunewald veranstaltet die Aerofilm- efellschaft am Sonntag, den 28. Mai d. J., in der Zeit von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 3 Uhr im Anschluß an aktuelle Filmaufnahmen von Szenen aus Automobil- und Motorradrennen, in denen scharfe Kämpfe zur Darstellung gelangen, einen Automobil- Blumenkorfo. Besonders berborzubeben ist der Wettkampf zwischen einem Rumpler- Flugzeug und einem Rennwagen. Bogkampf. Am 31. Mai findet im Sportpalast die Begegnung des deutschen Mittelgewichtsmeisters Kurt Prenzel mit dem Engländer Shoking Smith Davies statt. Ursprünglich sollte der Deutsche im Ringen dem Fran zosen Leonard gegenüberstehen, aber nachdem Wiegert den Franzosen bei dem letzten Kampje in der dritten Runde durch Kinnbaden fnod out schlug, mußte man sich nach einem neuen Gegner umsehen. Davies ist erste eng lische Klasse und hat bedeutende Siege zu verzeichnen, so gegen Dusby Smith durch Knock out. Dem Belgier, Debos hielt er 20 Runden stand und tämpfte unentschieden. lleber Brenzel braucht man nichts weiter zu sagen, als daß er hoffnungsvoll in den Kampf zieht. Fußball. Nach dem Kriege sehen wir am 30. Mai zum erstenmal wieder eine englische Mannschaft, und zwar den schottischen Meister Celtic". Sie wird gegen eine Berliner tombinierte Elf antreten, die sich aus Šlamia" Niederlagen einsteden Preußen und Norden- Nordwest zusammensetzt. Die Engländer haben in Prag bei Spielen gegen Sparta" und müssen, so daß man gespannt auf das Berliner Resultat im Stadion sein wird. " Die Radrennbahn Treptow veranstaltet am Sonntag ein Dauerrennen über 100 Stilometer, das„ Memento". Als Teilnehmer der langen Reise werden Lewanow, Saldow, Weiß und der Schweizer Wegmann an den Start gehen. Außerdem fommt noch ein Dauerrennen für die B- klaffe zur Entscheidung. Hier starten Neinas, Przyrembel, Schönborn und Schrefeld. Gut bejezte Fliegerrennen vervollständigen das Programm, Die Rennen beginnen nm 3, Uhr. Arbeitersport. Das Anbaden der Freien Schwimmer Neukölln findet am Sonntag, den 28., nachmittags 3 Uhr, im neuen Sommerbad am Briger Osthafen statt. Der Verein ladet Freunde dazu ein. Das Berliner Arbeiter- Sortfest findet am Sonntag, den 11. Juni, im Stadion Grunewald statt. Arbeiterturner, Radfahrer, Leicht und Schwer athleten, Fußballspieler, Schwimmer, Wanderer und Schachspieler werden zeigen, wie der Proletarier es anfangen muß, um fich trot ber täglichen Fron auf der Höhe seiner Kräfte zu erhalten. Briefkasten der Redaktion. Dr. 18. Benn Sie die Reparaturpflicht übernommen haben und Ihr Mietvertrag nach dem 17. Dezember 1919 neu gefchloffen oder verlängert wor den ist und die Aufrechnung von Gegenforderungen ausschließt, so fönnen Sie im Falle der Weigerung des Hauswirtes die Reparaturen selbst var nehmen lassen und beim Mieteinigungsamt den Antrag stellen, die von Ihnen verauslagten Roften als Teil der Miete anzurechnen. Z. 104. BerFriebrichshagen. Wanderung nach Rönigswusterhausen. Treffpunkt 46 Uhr mutlich meinen Sie die Erholungsheim Betriebsgesellschaft( nur für Beamte Bahnhof. Landsberger Viertel. Wanderung durch den Grunewald. Treff der Stadt Berlin) oder die Deutsche Erholungsheim- Gesellschaft( für Erholungs. Neukölln- Noro. bedürftige überhaupt). Beide werden geleitet von Direktor Kleinau( Bureau: punkt 17 Uhr Landsberger, Ecke Petersburger Straße. Wanderung. Treffpunkt 5 Uhr Hermannplag. Nordosten. Wanderung.| Berlin, Poststr. 10). WEINBRAND Landauer Macholl HEILBRONN LIKÖRE Vertreter: Karl Kast, Potsdam, Bismarckstr. 3, Fernsprecher: Amt Potsdam Nr. 366 Wilhelm Wetzel, Berlin- Wilmersdorf, Mecklenburgische Str. 20, Fernsprecher: Amt Pfalzburg Nr. 3400 Der richtige Weg zur Sparsamkeit sind meine billigen Pfingst- Angebote! Herrenartikel Wirkwaren Ersatz für Sportkragen bester Pikee, 3fach 1825 Herren- Makohemden porös 8800 Sportgürtel la Rindleder, 3 cm breit 4500 Herrenhüte Form Oberhemd Prima Trikot. mit Pikee- 21500 Oberhemd i modern. Perkleinsatz, 22500 Damenwäsche Waschstoffe Damenhemden mit 10 cm breiter 7850 Voile schwarz- weiß gepunkt.... Meter 1950 6250 Damenbeinkleid dazu passend.. Untertaille 4950 Hemdhosen Ein- und Ansakerei, 19500 Batist Untertaille garniert. mit Valenciennes In Strohgeflecht, moderns 8250 falteneinsatz Klappmansch. u. Kragen. 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Helfer Pickel, Hautunreinigkeiten, Gesichtsröte usw., werden schmerzl., unmerkbar f. Tagesordnung: 1. Bedeutung und d. Umgeb., abgeschält durch echte Vater- Philipp- Schälkur, danach kommt Rechtswirksamkeit der Verbindlichkeits armutige junge zarte Haut zum Vorschein. Laboratorium Dresden- erklärung des Tarifes vom 4. Mai 1921. Zschachwitz 146, in Berlin erhältlich bei Elefanten- Apotheke, Leipziger Straße. Referent: Kollege J. Anaat. 2. Diskussion. Theater, Lichtspiele usw. Opernhaus Volksbühne Komische Schatzgräber Theater a. Bülowpl. Masse Mensch 7 Oper 734 Der Meister 6 Uhr Schauspielhaus Lessing- Th. vom Montmartre Napoleon Heute bis Mtg. 7/2 Offenbachs Liebesleb. Madame Sans- Gene 74, Uhr Deutsch. Theat. Des Esels 712: Schatten Stg. 2: Was Ihr wollt 712: Des Ese's Schatten Deut. Künstler- Th. Theater des Ostens Allabendl. 712: ( Rose- Theater) Man wissen Brot und Arbeit U.: ... U.: Central- Theater Kammerspiele Mädels v. Davos 8: Einen Jux will Deutsch Opernhaus Stg. 21: Die Büchse 7 Uhr: Carmen 8: er sich machen der Pandora Einen Jux will Friedrich- Wilhelmst. Th. er sich machen 8 Uhr: Prinz von Homburg Gr.Schauspielh. Intimes Theater ( Karlstraße) 72: Die versun8: Die Peitsche und? Lauf doch nicht immer nackt herum Klein. Schauspielh. 72: Die versun, Uhr: Der keukene Glocke Stg. 2: Judith kene Glocke des ,, Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. sche Lebemann Lustspielhaus Uhr: Der Werwolf Metropol- Theater 1.d. Königgrätzer/ Uhr: Bajadere UA Spielplan vom 25. 5. bis 1. 6. 22 Näheres siehe Anschlagsäulen UFA- PALAST AM ZOO Dr. Mabuse, der Spieler, II. TAUENTZIEN- P Br. Mabuse, der Spieler, Str. tägl. 8 Uhr Neues Operett.- Th. KURFÜRSTEND. 8 Uhr: Lady Chic Neues Th. am Zoo Komödienhaus 8 Uhr: Scampolo 8 U.:,,Gretchen" Neues Volkstheater Gläßner, Roberts. 7U Anna Boleyn Berliner Th. Schiller- Th. Charl. 730: Madame Frt 8 U.: Pr. Friedrich von Homburg Residenz- Th. Thalia- Theater Täglich 8 Uhr: Eine Frau ohne Bedeutung Arnold Korff Adele Sandrock 7: Die Herren von und zu... Th. a. Nollendorfpl. 312: 360 Frauen U.: Verlichte Leute Theater d. Westens 8: Elga von Gerhart Hauptmann Trianon- Th. Theater in d.Kommandant. Str. Täglich 48 Uhr: 8 Uhr: Gelbstern MORAL Wallner- Theater von Ludwig Thoma 7½ U.: Die beiden Burg, Limburg, Nachtigallen Junkermann, Walhalla- Theater Falken- 8 Uhr: Das Gast stein, Mamelok haus zur Liebe Schroth, Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tgl. 73/4 Der neue Schlager! HINTRTEN Der Heffe aus Afrika Varieté- Spielplan Vorher vollständig neuer Teil 8. a. Singspiel Letzt.Rose Rauchen gestaltet! Volkstüml. Preise! Stg. 3: Tante Bella Der Mann ohne Namen. L MOZARTSAAL Zirkus des Lebens NOLLEND..PL.4 Die Intriguen der Madame de la Pommeraye KAMMER- LICHT Fridericus Rex I. n. II. Teil FRIEDRICHSTR SCHÖNEBERG HAUPTSTR. 49 Der Raub der Dollarprinzessin ALEXANDERPL WEINBERGSW. Die vom Zirkus HASENHEIDE 28 Das Welb des Pharao >> Te Erscheinen aller notwendig. Achtung! Betriebsräte. Achtung! Montag, den 29. mai, abends 7 Uhr, im Verbandshaus, Linienftraße 83/85 ( Sigungsfaal): SCALA Versammlung Tägl 8 Uhr Internationales der Hauptgruppe 1. Untergruppe 1-2. Metallhaiten n. Metallwalzwerte, Eisengießerei. Tagesordnung: 1. Aufgaben der Betriebsräte. Referent: Kollege F. Janke. Varieté Gruppenaangelegenheiten. Wahl der Sonnt.3,30 zu halb Preis.d.voileProg. 3/48 u. pers. Regie v. Delegierten zur Generalversammlung der Betriebsräte. 3. Berschiedenes. Erscheinen aller notwendig. Folies Caprice Achtung! Bauauschläger. Achtung! Dir. Ant Herrnfeld Montag, den 29. Mai, abends 7 Uhr, , Nachtdienst im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25 ( Saal 5): Versammlung v. A. u. D Herrnfeld ,, Mandelbaums Hochzeitsreise" aller im Bauanfchlägerberuf Großv. A. u. D. Herrnfeld Berlins beschäftigten Kollegen. Reichshallen- Th. Tagesordnung: 1. Die schlechte Allabendl. 712 Uhr: wirtschaftliche Lage des Anschlägerberufs, Stettiner 2 Welche Folgerungen sind zu ziehen? 3. Verschiedenes. Sänger Bonhoff In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung sind sämtliche im Beruf beschäftigten Kollegen verpflichtet, zu erfcheinen. Brett 119/11 Anf.71U Circus Busch Schluß 30.Mai. Morgen letzter Sonntag! 2X3+ 7 Uhr In beiden Vorstellungen Das lastige Manegeschaust Ueber'n großen Teich Wunderaffen Wild- West Möbel GelegenheitsPosten in SchlafSpeiseHerrenZimmern Küchen Auf Wunsch Zahlungsziel Die Ortsverwaltung. Sonnabend 10 Uhr Eröffnung Stoffe Qualitätsware für Herren- und Damenbekleidung Heute Vorzugspreise zwecks Einführung Detail 6skar Fränkel Detail DresdenerStr. 69, EckeAlteJakobstr. Willst du preiswert Hosen kaufen, mußt zu Möbel- Frese Hosen- Anders BERLIN N 54 Weinbergsweg 1 laufen. A. Anders, Beusselstr. 25 Ein wirklich günstiges Angebot! Heute und Montag, den 29. 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Diese erhöhte Tabaksteuer ist nicht nötig, der Verbraucher braucht nicht mehr belastet zu werden, wenn der Finanzminister unserer Eingabe an den 35 er Steuerausschuß stattgibt, in der wir eine Abschaffung des gänzlich ungerechtfertigten Schutzzolles beantragt haben. Deutscher Metallarbeiterverband( Verw. Berlin) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Herm. Dammschneider Hochstr. 21, am 23. Mai geftorben ist Die Einäscherung findet am Montag, den 29. Mai, vorm 82 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Henrics Oldenkott senior& Comp., Rees, Fabrikanten der rein überseeischen Qualitätsmarken Kiepenkerl und Madastra. Jahres- und Liquidationsbilanz 1921-1922 mit selbsttätiger Anlegevorrichtung Heidelberger Attiva Rotary affen- Rondo zu kaufen gesucht Offerten unter 0.41 an die Hauptexp. d.„ Vorwärts. Radium Pastilien hergestellt a. der Heidelberger radioactiven Thermalquelle unter Aufsicht Ferner starb am 22. 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