Nr.265 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 130 Bezugspreis: Bierteljährl.150,- M., monatl.50, frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 50,-, einschl. 8ustellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u. Memel gebiet, fowie Desterreich u. Lugemburg 84,902, für das übrige Ausland 102, M. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich. Schweden, Schweiz, Tschecho- Glowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile foftet 16,-.- Reklamezeile 80,- M Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weiter Wor: 3, M. 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In diesem Falle werde sich der Bankierausschuß, gen der Reparationskommission sei es zu heftigen Auseinander- trotzdem er sich bemühen werde, die allgemeinen Bedingungen für fegungen gekommen. Es sei eine äußerst tritische Lage ent- die Emiffion einer Anleihe festzustellen, wahrscheinlich von einer ffanden und es könne nicht verheimlicht werden, daß die ernst est en fofortigen praktischen Lösung des Problems fernhalten. Jeden Möglichkeiten in das Auge gefaßt werden müßten. falls werde aber dadurch die Tür für ein späteres Studium der Frage nicht gefchloffen werden Der Berichterstatter glaubt zu wissen, daß innerhalb der Reparationsfommission eine Mehrheit dem Bantierausschuß die größtmögliche Freiheit gewähren will. Es werde betont, daß die Finanzfachverständigen berechtigt jeien, ihr Urteil über die Leiftungsfähigkeit Deutschlands abzugeben, und daß es ein Fehler fein würde, irgend etwas zu verheimlichen, was nach Ansicht der Bankiers die wirkliche Lage fennzeichnet. Die Bankiers fönnten ein Geschäftsproblem nicht geschäftlich behandeln, wenn fie durch politische Erwägungen gefeffelt feien. Der Kampf um die Befreiung des Bankierausschusses von allen hindernden Einflüssen sei so ernst geworden, daß von einer offenen Spaltung und der Beröffentlichung getrennter Berichte die Rede sei. Dies würde jedoch nicht notwendig fein, wenn wirklich eine mehrheit auf seiten des Bantierausschusses stehe. Es jei jedoch damit zu rechnen, daß die Abstimmung in der offiziellen Sigung nicht der inoffiziellen Meinungsäußerung entsprechen werde. Auf die französische Regierung werde der größte Drud ausgeübt, fich dem Standpunkt der anderen anzuschließen. Denn man fei fich klar, daß diese Gelegenheit für eine Regelung und für die Ausgabe einer Anleihe nicht so bald wiederkehren werde, wenn man fie vorübergehen lasse und daß ein miserfolg die jchlimmsten Folgen nach fich ziehen könne. Kampf hinter den Kulissen. Paris, 7. Juni.( EP.) In der gestrigen Sitzung der Reparationskommission fonnte feine Einigung erzielt werden. Dubois erklärte, Frankreich werde einer Herabsetzung der Reparationsschuld nur zustimmen, wenn seine Schuld gegenüber Amerita und England um den gleichen Betrag ermäßigt würde. Die französische Regierung betrachte es aber nicht an der Zeit, jetzt mit Amerifa über die Frage der Kriegsschulden zu verhandeln. Sie könne somit der Forderung auf eine Ermäßigung der deutschen Reparations. schuld nicht zustimmen. Bradbury schlug vor, dem Komitee Morgan zu antworten, daß die Reparationskommission einer Herabfehung der Reparationen zustimmen würde, wenn die alliierten Kriegsschulden um den gleichen Betrag herabgesetzt würden. Dubois widersetzte sich einer solchen Mitteilung an das Komitee Morgan, die von dem italienischen Delegierten unterstützt worden war. Die Reparationsfommission wird in ihrer heutigen Sigung versuchen, eine gewisse einstimmige Antwort an das Komitee Morgan zustande zu bringen. Es besteht aber wenig Hoffnung auf ein Gelingen. In diesem Falle wird jeder Delegierte dem Komitee individuell den Standpunkt seiner Regierung mitteilen. Die gestrige Berfammlung der Reparationskommission war sehr bewegt. Der Dollar steigt. O. L. Rom, 3. Juni. Gott schüße mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden will ich mich selber schützen." Dieses Stoßgebet muß dem Ministerpräsidenten in diesen Tagen des von den Fascisten entfesselten Bürgerfrieges oft auf den Lippen geschwebt haben: wie schüßt sich eine Regierung gegen diese Freunde, die für Ordnung und Besiz, für König und Baterland sengen und brennen, rauben und morden, gegen das Gesetz die brutale Waffengewalt ins Feld führen, die jedes Recht der Arbeiterklasse mit Füßen treten, indem sie sich als Bekämpfer des Privilegs ausgeben? Facta ist die Antwort auf diese Frage schuldig geblieben: er hat sich und das Regierungsprestige einfach preisgegeben, duldet aus lauter Liebe zum Frieden, daß die Handgranate, der Revolver und der Knüppel den sozialen Zwist austragen und findet wohl im stillen, daß es doch eigentlich fein Bürgerkrieg sei, wenn der Unbewaffnete dem Bewaffneten wehrlos preisgegeben ist und die Regierung in wohlwollender Neutralität zufieht, wie der Rauch der brennenden Boltshäuser zum Himmel steigt. Und gegen das Wirken ihrer Freunde hat kein Gott die italienische Regierung schüßen wollen. Was heute in Italien geschieht, spottet jeder Beschreibung und ist überhaupt nur denkbar in einer Periode allgemeiner Berrohung und fittlicher Stumpfheit. Die bürgerliche Presse bringt gewissermaßen das Kunststück fertig, sich selbst ins Geficht zu spuden. Um einen Agrarfonflikt in der Provinz Bologna auszutragen, fonzentrieren die notorisch im Sold der Agrarier stehenden Fascisten Tausende Bewaffneter aus den umgebenden Provinzen in Bologna, die brennend und mordend, im wortwörtlichen Sinne, über die Der Berichterstatter der Times" gibt trotz des allgemeinen Gegend herfallen. Und in demselben Artikel, der die SchandPeffimismus der französischen Presse, welche erklärt, die Arbeit des chronit dieser Invasion enthält, schreibt das Giornale Bantierausschusses fei zu Ende und es fönne nichts mehr getan mer d'Italia":" Die Fascisten vollziehen eine Konzentration den, einer optimistischeren Auffassung Ausdrud. Er glaubt, Angaben ihrer Kräfte in Bologna, von der wir einzig auf Grund des über einen Kompromiß machen zu fönnen, der wahrscheinlich Patriotismus der Führer und der Disziplin der Gefolgschaft dahin gehen wird, daß die Banfiers zwar nicht die Herabsetzung der hoffen, daß sie nicht Ursache gefährlicher Komplikationen deutschen Reparationssumme, aber eine verminderte jährwerde." Und dabei brannte es schon an allen Ecken und Der Dollar wurde um die Mittagsstunde mit 291 Enden. Das sind eben feine gefährlichen Komplikationen", liche Zahlungsverpflichtung für einen Zeitraum von beispielsweise 20 Jahren vorschlagen würden. Die gestundeten gehandelt. Am Effektenmarkt ist das Geschäft ruhig, die folange nur die Gebäude von Sozialisten und von Arbeiter Zahlungen, d. h. die Differenzen zwischen den nach dem vorjährigen Kurse zeigen jedoch eher Steigerungen. Besonders gesucht organisationen in Flammen aufgehen. Schließlich ist ja ein Abkommen geschuldeten Beträgen und dem Betrag, den Deutschland sind Kalimerte und Schiffahrtsattien. Man nimmt an, daß Brand ein physikalischer Prozeß und noch längst teine gefährnach Ansicht der Banfiers zahlen kann, würden in 20 Jahren immer die deutschen Reedereien gegenwärtig infolge des lebliche Komplitation. Und nun gar, wenn mit soviel Patriotisnoch geschuldet werden, und zwar mit Zinseszins. Auf diese Weise haften Reiseverkehrs bedeutende Gewinne in ausmus und Disziplin angesteckt wird! Man arbeitet doch nicht würde die Hauptverpflichtung unangetastet bleiben. Wieviel tatsächländischen Baluten erzielen. lich flüssig gemacht werden könne, sei ungewiß. Da die Bantiers jedoch annehmen, daß Deutschland jährlich 2 Milliarden Goldmark zahlen tann, entweder an die Reparationsfommission oder als Zins und Amortisationen, im Zusammenhang mit einer Paris, 7. Juni.( WTB.) Havas erklärt, die französische jezt auszugebenden 20jährigen Anleihe, so sei es flar, daß die Banfiers eine beträchtliche Emission für möglich halten, Regierung werde sich unverzüglich über die Teilnahme an sofern ihrem Borschlage stattgegeben wird. Alles hänge von der Hal- der Haager Ronferenz aussprechen. Wahrscheinlich würden tung ab, die die französische Regierung und ihre Vertreter in der die Finanz- und Wirtschaftssachverständigen Frankreichs bei einer Reparationsfommiffion heute. einnehmen. Wenn die Franzosen Zusammenkunft vom 15. bis 25. Juni vertreten sein, die nur von diefem mächtigen Drud eines Teiles, und zwar wahrscheinlich der den Alliierten und Neutralen, ohne Rußland, abgehalten werden Mehrheit der Reparationstommiffion und der Bankiers, nicht nach- wird. Frankreich wird niemals an einer laufenden Distuffion mit geben, dann ist nach Ansicht des„ Times"-Berichterstatters die den Russen teilnehmen, wenn es im Verlauf der Vorversammlung schlimmste aller bisherigen Kriser unvermeidlich. In Unterredungen eine nichtbeachtung des Memorandums vom 1. Juni feststellen mit französischen Vertretern hat der Berichterstatter jedoch wenig würde, dessen Beachtung es für den Erfolg neuer Verhandlungen Aussicht auf ein französisches Nachgeben feststellen können. Eine ab- als unerläßlich ansehe. lehnende französische Antwort würde das Ende der Beratungen des Bantierausschusses bedeuten. Frankreichs Haltung im Haag. Der Erzberger- Mord vor Gericht. an mehr so primitiv wie ein gewöhnlicher Mordbrenner von früher. Erst schneidet man die Telephon- und Telegraphendrähte durch, dann werden die Brandgranaten geworfen und wenn es dann brennt, gebietet die fascistische Disziplin mur noch, die Feuerwehr durch Handgranaten fernzuhalten. So geschehen am 31. Mai bei der Inbrandsetzung des Genossenschaftshauses" La Sociale" in Bologna! Das alles hat die Hoffnung des„ Giornale d'Italia" nicht erschüttert, daß Disziplin und Patriotismus gefährliche Komplikationen verhindern werden. Das gute Blatt merkt gar nicht, wie es die Ideen befudelt, mit denen es hausieren geht. Aber dies Blatt der Rechten ist in vorzüglicher GesellDa haben wir in Rom den demokratischen schaft. Messaggero", der im Verein mit der Konkurrenz der Rechten jeden Mord ausgiebig beschnüffelt, in jeder Sensation wühlt, jeden Mist zur sittlichen Erhebung der Leser in seinen Spalten breit streicht. Das Blatt schreibt in seiner Nummer vom 1. Juni unter dem Titel: ein anarchistisches Attentat wörtlich: In Offenburg, 7. Juni.( BD3.) Poincaré gegen Morgan. Der mit Spannung erwartete Prozeß gegen den KapitänleutDie Polizei( von Bologna) hat mitgeteilt, daß in der vorigen Baris, 7. mai.( ED.) Wie die„ Chicago Tribune" miffei, nant a. D. v. Killinger, der beschuldigt wird, die mutmaßlichen Nacht gegen 2 Uhr eine Bombe in der Via Farini zur Explosion Mörder des Reichstagsabgeordneten Erzberger, die Studenten gebracht wurde. Die diesbezüglichen Erhebungen haben der Polizei fiek Poincaré gestern der Reparationsfomiffion durch Dubois Schulz und Tillessen, unterstützt zu haben, nahm heute unter die Ueberzeugung beigebracht, daß die anarchistische Gruppe mitteilen, daß Frankreich tei Ermäßigung des on- großem Andrang im Schwurgerichtssaale des alten Ritter von Bologna Borteil ziehen will aus dem Moment, den die Stadt doner Zahlungsplanes men werde. Dieser Beschluß hauses seinen Anfang. Den Vorsiz führt Landgerichtsrat Groffelwird, wie das genannte Blatt schreibt, dazu führen, die in dem Plane finger. Die Anflage wird durch den Staatsanwalt Burger vertreten. Durchmacht, um irgendeinen verbrecherischen Anschlag auszuführen. Morgens angenommene Summe mindestens um die Hälfte zu er- Der Ageflagte v. Killinger wird von dem Rechtsanwalt Dr. Krieg- Inzwischen sind im Laufe des Vormittags aus der Provinz der mäßigen und dann eine Reihe von internationalen Reparationsan- Offenburg verteidigt. Die Auslosung der Geschworenen nahm ge- Polizei Nachrichten über ernste Zwischenfälle zugegangen. leihen auszugeben. Er verurteilt wahrscheinlich ebenfalls den Plan, raume Zeit in Anspruch. Eine Anzahl Geschworener wurden sowohl Castenase haben inspäter Nachtstunde die Fascisten eine einzige Anleihe von 500-1000 Millionen Goldmark für die von dem Vertreter der Antlage als auch vom Verteidiger abgelehnt. die Lokale des Konsumvereins und das Volkshaus Nach der Bildung der Geschworenenbant gelangte der umfangreiche mit Benzin und Petroleum begossen und angenächsten Reparationszahlungen aufzubringen. Der gefirige Sturz Eröffnungsbeschluß zur Verlesung. steckt. In Budrie haben 400 Fascisten versucht, in die Lokale der des Markfurses habe gezeigt, was Europa von den Beratungen der Im Laufe der Vormittagsverhandlung gab Killinger eine aus- Genossenschaft und in die Wohnungen von Sozialisten zu dringen. Reparationstommission erwarte. führliche Schilderung feines Lebenslaufes, wobei er betonte, daß er Das Eingreifen der Polizei hat den Versuch vereitelt. Immerhin Paris, 7. Juni.( WIB.) Zu der heute zu erwartenden Ant. mit Schulz und Tillefsen, die er in München kennen gelernt habe, haben die Fascisten das Lokal der Parteisektion erreicht, das abseits teinen freundschaftlichen Verkehr gepflogen habe. Zu liegt und es mit Brandgranaten angezündet. Auf dem wort der Reparationskommission auf die vom internationalen An- den Verhandlungen find 37 Beugen geladen, darunter Frau Erzleiheausschuß gestellten Fragen schreibt der" Petit Parisien", der berger, der Reichstagsabgeordnete Diez und der Bruder des Markt ist auch der Kiosk des kommunistischen Zeitungsverkäufers Bantausschuß werde, falls die Kommission antworte, daß die flüchtigen Tillefsen, Kapitänleutnant a, D. Karl Lillessen. Als verbrannt worden. Ziffer der deutschen Schuld, nämlich 132 Milliarden Goldmart, nicht Beweisstüde liegen dem Gericht vor die Schädeldede Erzendgültig sei, fich zweifelsohne berechtigt halten, in seinem Bericht bergers, die 2 Schüffe aufweist, die durch schoffene Joppe quszusprechen, wie hoch der Betrag der deutschen Schuld und der des Toten, Patronen, Kugeln, die man aus dem Körper des Toten zu ihrer Flüssigmachung erforderlichen Anleihen sein soll. Er werde entfernt hatte, Brieffchaften, Urfunden usw. In seiner Belehrung alsdann eine ebenso prattische wie vollkommene es sich um einen Broze mit politischem Einschlag handele, an die Geschworenen machte der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß In S. Agata Bolognese ist die sozialistische GenossenLösung vorschlagen. Diese Lösung werde auf eine Minderung daß aber die Verhandlung selbst eine reine Verstandes: schaft vollständig durch einen von den Fascisten herbeigeführten der Ferderungen der Alliierten beruhen. Es sei aber wahrscheinlangelegenheit sein müsse, die mit politischer Ueberzeugung Brand vernichtet worden. In Caselle di Crevalcere find einige licher, daß die Reparationskommission den Anleiheausschuß er nichts zu tun habe. Wohnungen bekannter Sozialisten mit Petroleum und Damit ist das ,, anarchistische Attentat" erledigt; es folgt ein anderer Titel, der wieder paßt wie die Fauft aufs Auge: Die Telegraphenverbindungen wieder hergestellt". Da heißt es weiter: Deutlicher fann die Freude über das Attentat, der Benzin begoffen und angestedt worden. Das Boltshaus ist ver- gute Namen des Landes, die Menschenwürde des Boltes zum wüstet worden. In Seste Imolese ist eine Bombe geworfen worden, Teufel. Aber es geht weiter, die feile und feige Söldnerarbeit, Aerger über sein Mißlingen wohl nicht zum Ausdrud gebracht wer durch die ein Haus verbrannte. fie geht weiter und drängt entweder zur Katastrophe oder zu den. Mit Genugtuung fönnen wir fonstatieren, daß auch die gesamte Dann kommt die Freude über die wieder hergestellten etwas, was schlimmer ist als jede Katastrophe: zur Anpassung anständige bürgerliche Presse von diesen deutschnationalen VerkomTelegraphenverbindungen, die, im Verein mit dem anarchisti- an Zustände, die vielleicht den Maulpatrioten gefallen mögen, menheiten energisch abrückt. So schreibt die Germania" zu dem schen Attentat" den Titel liefern müssen für 7 Brände, die die aber Hand legen an die Grundlagen der nationalen Ge- in unserer heutigen Morgenausgabe wiedergegebenen Erguß der die Fascisten angelegt haben. Und der Tert geht spaltenlang fittung. Was sich heute in Bologna vollzieht, zertrampelt Deutschen Tageszeitung": weiter; man denkt an das Wort von Alphons Karr: Je mehr nationale Werte als die Niederlage bei Karfreit seinerzeit vernichten konnte. mehr es wechselt, um so mehr bleibt's das gleiche". Das heißt doch Räubermoral auf das politische Ge. biet übertragen. Nach der Deutschen Tagesztg." haben also Politiker nicht deutschnationaler Richtung die Pflicht, sich tot fprißen zu lassen, während Berteidigungsversuche als Totschlag gelten. Tiefer fann parteipolitische Berwilde= rung wahrlich nicht sinten. Unbesorgt! Die Deutsche Tageszeitung" wird schon den Beweis erbringen, daß es auch noch tiefer geht. Die Blausäureküche. In furzen Worten geht es in diesem Kampf, der mit soviel Patriotismus und Petroleum, soviel Disziplin und Brandgranaten ausgefochten wird, um die Existenz der Die deutschnationale Mörderhilfe. Landarbeiterorganisation in der Romagna und Die deutschnationale Bresse entrüstet sich, daß man sie und der unteren Bo- Ebene. Diese Organisation hat dem Grundbesitz Tarifverträge abgezwungen, das Recht auf gewerkschaft- ihre Partei für das Attentat auf Scheidemann verantwortlich lichen Arbeitsnachweis, hat in zwanzigjährigem Ringen einen macht. Dabei ist festzustellen, daß nicht nur deutschnationale Zustand geschaffen, in dem die Arbeit als eine fast eben-| Blätter, wie die" Deutsche Tageszeitung", den Mordbuben An dieser Stelle wurde schon zum Ausdruck gebracht, daß die bürtige Macht dem Grundbesitz gegenüberstand. Und heute moralisch jeden Vorschub leisten, sondern daß von deutschwill man diese Macht brechen, der Fascismus will Arbeitslose nationalen Parteistellen den Mördern auch materielle intellektuellen Urheber des Attentats auf Scheidemann in den der Provinz Ferrara nach Bologna bringen, um die dortigen Hilfe gewährt wird. Unter den zweifellos echten Dokumenten, Fälscher und Verleumderwerfstätten zu suchen sind, Organisationen zu lähmen. Das Nittische Blatt„ Il Paese" die der Jäger Runge der Redaktion des Vorwärts" feiner die fyftematisch gegen die Ehre und das Ansehen republikanischer berichtet, daß die Grundbesitzer von Ferrara die heutige Ar- zeit vorlegte, befand sich auch ein Schreiben des deutschnatio- Staatsmänner heßen. Zu dem Schlimmsten, was gegen Genossen beitslosigkeit bewußt heraufbeschworen haben, indem sie das nalen Privatsekretärs Dr. Gustav Schiffer, Schöneberg, Scheidemann an Verleumbung vorgebracht wurde, gehörte eine grüne Korn mähen und als Viehfutter verwenden ließen, um Am Part 18, vom 23. Mai 1922, das an Runges Adreffe ge- Broschüre„ Der Rattenkönig", die schwere Anflagen der Korruption aus der Arbeitslosigkeit den Landarbeitergewerkschaften den richtet war und in seinen hier in Betracht kommenden Abfäßen enthielt und wegen ihres verleumderischen Inhalts beschlagnahmt wurde. In einem Prozeß, der heute vormittag vor dem SchöffenStrid zu drehen. Und wenn heute die Fascisten wie ein feind- folgendermaßen lautet: liches Söldnerheer in Bologna tampieren, so tun sie das im gericht stattfand( Sflarz gegen Rammer) wurde nun durch zeugenDienste der Reaktion und des Grundbesizes. Heute ist eidliche Aussagen der Beweis erbracht, daß der Verfasser der Betroleum teuer und Patriotismus nicht billig- wenigstens Broschüre fein anderer ist als der Redakteur Kammer von Man wundert sich nun jener Patriotismus, der sengt und brennt-; wenn sich ein der Täglichen Rundschau". Ueberfall über eine ganze Provinz mit soviel Disziplin und nicht mehr, daß gerade die Lägl. Rundschau" über die Notwehr. soviel Handgranaten vollziehen kann, so tann man sich schon des Genossen Scheidemann so empört ist! darauf verlassen, daß dabei jemand zahlt, der auf seine Rechnung fommt. Eine Massenverschiebung von 10 000 Bewaff neten in einem Umkreis von über 100 Kilometern loftet heute Millionen. Sie sollen aber auch Millionen einbringen. Das Erstaunliche an der Sache, was ihr eine so große Bedeutung für das ganze Land verleiht, liegt in dem Berhalten der Regierung, die die Anwendung der Gemalt von seiten organisierter Gruppen duldet. In den Jahren 1918 und 1919, als sich vereinzelte Fälle von Gewalt unter unseren Bolschemisten ereigneten- es war immer sehr viel mehr Geschrei als Wolle, da haben die Rechtsparteien den Staat als Hanswurst und Bopanz bezeichnet, weil er nicht gewaltfam eingriff, und dabei war die Fabrikbefehung damals ein reines Gesellschaftsspiel im Vergleich zur heutigen Fascistenbewegung. Giolitti ließ die Bewegung sich austoben, was fast ganz ohne Blutvergießen und Sachbeschädigung abging. Heute aber, wo man unter reaktionärem Banner jedes Recht mit Füßen tritt, schließt sich die Bourgeoisie zu einer einzigen reaktionären Masse zusammen, von den Nationalisten bis zu den sogenannten Demokraten, und erwartet von der Regierung nichts als Neutralität. Man sagt ganz offen: Früher waren die Gewerkschaften oben auf, jezt sind wir es cben, und vergißt ganz und gar, daß sich der Aufstieg der Landarbeiter im Rahmen der Legalität vollzogen hat und die Bernichtung der Organisation gewaltsam erfolgt, gegen alles Recht, gegen alles Gefeß. Der heutige Zustand steht noch unter dem des Bürgerkrieges; die Arbeiter sind entwaffnet, die Fascisten nicht. Und ob die Zentralregierung zehnmal dies nicht will, es bleibt doch die Tatsache, daß die Fascisten fast überall die Polizei auf ihrer Seite haben. Es handelt sich um eine Gegenrevolution, der feine Revclution vorausgegangen ist. In ihren Formen ist sie gleich zeitig lächerlich und furchtbar. Die Fascisten fällen öffentlich Todesurteile; so ist der Abg. Gen. Mingrino von dem Florentiner Fascio zum Tode verurteilt worden. Lächerlich ist, daß sich der Fascismus gegen die ihm nicht dienstbare Staatsgewalt fehrt und gleichzeitig der herrfchenden Klasse Botengänge tut. Lächerlich ist der große Klimbim und die großen Worte; furchtbar die Not, die diese Brätorianer des Grundbesizes unter dem Landvolk säen. Immer sagt man sich, immer wieder fühlt man, so kann es nicht weiter gehen, dabei geht das Ansehen des Staates, deri Krokodilstränen. Bon Herbert. Ihren Brief vom 22. cr. habe ich erhalten und hoffe, daß ich bis Donnerstag günstigen Bescheid habe. Sollte dies nicht der Fall fein, so wäre tatsächlich meine Kunst zu Ende, denn ich habe getan, was ich tun konnte und mich jetzt zuletzt nochmals mit einem sehr energifchen Brief an ein Mitglied des Vorstandes der Deutschnationalen Volkspartei gewandt. = Des weiteren empfiehlt es sich vielleicht, daß Sie gelegentlich vor Beginn der Sigungen in den Reichstag gehen und dort Herrn Geheimrat Schulz Bromberg oder Herrn Major Henning verlangen. Die Partei muß für Sie sorgen, doch lassen Sie uns hoffen, daß wir bis Donnerstag eine Antwort haben. Mit bestem Gruß Ihr Gustav Schiffer. Die Selbstverständlichkeit, mit der Herr Schiffer annimmt, daß die Deutschnationale Partei den an der Ermordung Rosa Luremburgs beteiligten Jäger Runge unterstützen werde( die Partei muß für Sie sorgen"), legt den Schluß außerordent lich nahe, daß solche Unterstüßung in der Deutschnationalen Partei das übliche ist, daß schon mancher Mörder und Attentäter auf linksstehende Personen sich mit Erfolg an die Deutschnationale Partei um materielle Unterstützung gewandt hat. Man amüsiert sich weiter. " Das Totschweigesystem. Kautsky und die Freiheit". Die Freiheit" sieht sich jetzt genötigt, die vier Thesen abzudruden, auf die wir um dem Vorwand des Raummangels" zu begegnen die Ausführungen Kautstys reduziert hatten. Von diesen vier Thesen beanstandet sie nur die Formulierung der ersten. Die drei anderen, die sie stillschweigend als richtig wiedergegeben anerkennt, lauten befanntlich: Das Leipziger Aktionsprogramm ist für die USP. nur noch ein toter Buchstabe. Das Fortbestehen der USP. ist kein Nuzen, sondern ein Schaden. Der fommunistische Einschlag in der USP. ist das Hindernis der Einigung. Dagegen findet die Freiheit" nichts zu bemerken. Darf man hier den Grundsatz anwenden:„ Wer schweigt, stimmt offenbar zu"? " Die deutschnationale Presse fährt fort, ihren moralischen Tief stand zu dokumentieren. Die Deutsche Tageszeitung", nach ihrem gestrigen Erguß etwas furzatmig geworden, wizelt darüber, daß die Polizei umfangreiche Nachforschungen nach einem jungen Mann Unzufrieden ist die Freiheit" nur mit der Formulierung enftelle, der„ Scheidemann aus einem einen Gummiballon des ersten Gages:„ Die Gründung der USP. ist auf fom mit verdünnter Blausäure besprigte". Für sie scheint dies munistische Einflüsse zurückzuführen." Sie fagt, wir trotz aller Aufklärungen über den Ernst der Sache noch immer ein unterstellten Rautsky, diesen Satz geschrieben zu haben. Unfere sehr spaß haftes Ereignis zu sein, denn das Attentat wird bei Leser kennen, zum Unterschied von jenen der Freiheit", die ihr schon zu einem„ Attentat"( in Gänsefüßchen). Das gleiche leistet wörtlichen Aeußerungen Kautskys zu diesem Punkt ganz genau. sich die Kreuz- Zeitung", die obendrein mit schmerzlichem Wenn die Freiheit" behauptet, wir unterstellten" Kautsty Bedauern entdeckt, daß fie fich den Coup der Deutschen Tagesztg." etwas, warum druckt sie nicht zum Beweis dafür ,. Kautskys und der Lägl. Rundschau" hat entgehen lassen, das eigentliche Ver- Ausführungen daneben ab, warum ersucht sie ihn nicht, sich brechen in der Notwehr Scheidemanns zu sehen. Die Kreuz- selber zu dieser Frage zu erklären? Warum läßt sich die FreiBeitung" müßte nicht das Blatt der Ohm und Götsche sein, wenn sie heit" erst von uns zwingen, ihren Lesern tröpfchenweise mitnicht schleunigst das Versäumte nachholte. Ihre gemütvollen Aus- zuteilen, was in ihrer eigenen Partei vorgeht? führungen schließt sie mit den Worten: Die Freiheit" meint, auch Kautsky müsse zu der UeberAnscheinend sind demnach sozialdemokratische Partei- zeugung tommen, daß wir feine Neigung hätten, seine Einihäuptlinge glückliche Besizer eines Waffenscheins. Ein solcher gungsbestrebungen fachlich zu unterstützen. Wie wir wissen, fcheint also zu den Borrechten des sozialistischen ist Rautsky und der ganze rechte Parteiflügel längst der UeberKlassenstaats zu gehören. Im übrigen sonnt sich der Raffeler Oberbürgermeister im Ruhme des Märtyrers. Auch läßt beugung, daß die Einigungsbestrebungen feinen Schritt vorer fich interviewen, beglückwünscht vom Reichspräsidenten und wärts fommen fönnen, folange nicht mit dem Tot von dem eilfertigen Rathenau, ben also anscheinend besondere Befchweigefystem in der USP. gebrochen wird. Indem wir ziehungen mit dem Hochverräter vom 9. November verknüpfen. Dieses Totschweigesystem bekämpfen, leisten wir den EinigungsHerr Scheidemann wird also wieder zur großen politischen Num- bestrebungen jede Unterstützung, die unter den gegebenen Ummer. Glück muß der Mensch haben! ständen überhaupt möglich ist. " erfährt nun, daß die genannte Firma ihr Rheingold" eintelleri Die Stimme vom Himmel. Die Kopenhagener haben in diesen wie edle alte Weine. Bugleich liegt darin, dank des(!) steigenden Tagen das neueste Wunder der Technik fennen gelernt, das einer Qualitätswertes dieser Marke, für den Weinkundigen der Vorteil ihrer Landsleute, Peter L. Jensen, erfunden hat. Es heißt Magnaeiner guten Anlage. Um gleichhervorragende Lagerwerte mie aus vor"( Große Stimme) und ist ein Lautverstärker von solcher Kraft, ben Jahrgängen 1911, 1915 und 1917, zu schaffen, erwarben wir daß mit seiner Hilfe Worte, die von einem Balton im vierten Stocks Wenn irgend jemand in deutschen Gauen den Spruch aus dem bedeutende Mengen erlesener Kreizenzen aus den großen werf eines Hauses mit natürlicher Stimme gesprochen wurden, wie " Faust":" Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen", beherzigt, Weinjahren 1920 und 1921. Damit ist die Rohstoffrage für Söhn- Hammerschläge über den darunter liegenden weiten Rathauspla so ist es gewiß UIIstein, Berlin SW. 68. Was tann man in lein Rheingold" glänzend gelöst und unseren Gönnern auf Jahre schallten. Der Erfinder führte selbst seine Schöpfung vor, die dem feiner Berliner 3llustrierten" nicht alles bewundern: Ger- hinaus die Möglichkeit geboten, sich hochwertige Reserven zu sichern." äußeren Ansehen nach von verblüffender Einfachheit zu sein scheint. hart Hauptmanns goethisch- priesterliche Rundheit; ein umgepurzeltes Neben der Rohstoffrage ist auch die Annoncenfrage glänzend Jensen rief in feinen Apparat ohne besonderen Stimmaufwand ein Rennpferd, das mit allen vieren in der Luft herumrudert, den neuen gelöst, denn diese Illustrierte Anzeigenfeite" dürfte die Kleinigkeit zweimaliges Hallo", das donnerähnlich über den Platz tönte. Die Bapst in seinem schon von Raffael und Velasquez gemalten roten von 20- bis 25 000 Mart einbringen. Was glaubst du wohl, ift der Kopenhagener, die feine Ahnung von dem Zusammenhang hatten, Samtstuhl, ein paar Engländer mit nackten Knien, als sei es eine Firma Ullstein wichtiger: die Zeichen unserer Mittelstandsarmut sammelten sich im Nu auf dem Rathausplay, der in wenigen Minuten Schuhplattlertruppe fie wollen ein bißchen auf den Himalaya oder die Sicherung der Reserven für den Weinkeller und damit von einer Menschenmenge angefüllt war. Nun wurden dem erfragelnden dicken Hindenburg von hinten und das storchbeinige bie der Reserven für die Geschäftsführung? Deutschland verstaunten Publikum sozusagen vom Himmel herab die neuesten Be englische Kronprinzlein von der Seite, Humor" zwischen allerhandelendet. Bugleich liegt darin, dank des steigenden Qualitäts- gebenheiten des In- und Auslandes verkündet. Jedes Wort war Reklame und dann gegen Ende drei Seiten lang 3 eichen wertes dieser Marke, der Vorteil einer guten Anlage.... überdeutlich zu verstehen, und als gar ein Opernfänger beliebte unferer Armut, fleine Beobachtungen im Bor. Lieder ertönen ließ, wollte der Jubel der begeisterten Menge fein übergehen", schöne wahre Beobachtungen, rührende BeobachEnde nehmen. Seinen Höhepunkt aber erreichte er, als man eine leine Wederuhr an das Sprachrohr stellte und ihr Tic- Tack mit Getöße über den Platz flang. Maanavor" soll der amerikanischen Luftflotte bereits große Dienste geleistet haben. Sie hat den Fliegern die Möglichkeit gegeben, vom Lärm der Motore ungestört Gespräche miteinander zu führen. Die große Stimme" ist in Amerika bereits populär und hat in Versammlungen von 100 000 Menschen gefprochen. Herzen, wenn er im Bilde die Erschreckende Bermehrung der " " Neue Mars- Untersuchungen. Im August 1924 wird der Planet tungen. Wer zweifelt noch an Ullſteins, S. 68, fozial fühlendem Mars in die größte Erdnähe kommen, die er seit 50 Jahren erreicht Bettler" sieht, die Parade vor der„ Verkaufsstelle für minder- hat. Für die europäischen Observatorien werden die Beobachtungswertiges Fleisch", den fliegenden Wäsche und Schuhhandel,„ burch bedingungen allerdings sehr ungünstig sein; man muß eine Gegend den viele Berarmte ihren Lebensunterhalt zu fristen hoffen"; ein üblich des Aequators aufsuchen, um den Mars hoch am Himmel zu fehen. Ein reicher amerikanischer Freund der Astronomie, Mac besonders findiger Schmod hat einen aufgeplakten Stiefel und eine Afee, hat nun, wie der„ Ten.ps" berichtet, den Beschluß gefaßt, die ausgefranste Manschette in der Straßenbahn festgehalten, die Frage der Marsfanäle bei dieser Geleger.heit nach Möglichkeit zu übrigens nicht dem Proletariat angehören denn das genießt ja flären. Er begibt sich im Jahre 1924 nach Charanal in Chile, wo die Phantasielöhne! sondern dem Mittelstande", also vermutlich er den Planeten im Zenit beobachten kann, und er läßt zu diesem Mai täglich je Bolt Liter Wasser verbraucht wird, später noch einer Erzellenz oder einem pensionierten Gardetavallerieoffizier. Um dich dein Elend nicht allzu schwer fühlen zu lassen, leidender 3wed ein neues senkrechtes Teleskop an Ort und Stelle bauen. Statt Reitgenosse, wird dir gezeigt, daß selbst in den„ Hotels ersten Ranges" die„ Lichtarmut typisch" ist, denn anstatt vier oder fünf Birnen brennt nur eine einzige an jedem Beleuchtungskörper. Be herzige es: Auch die Gäste des Kaiserhof und von Abion haben teil an der Berelendung Deutschlands! 97 eines Spiegels von großem Durchmesser, der schwer oder unmöglich genau auszuführen wäre, ist bei diesem Teleskop eine Fläche von folches Instrument fann nur für Sterne gebraucht werden, die im Quecksilber verwendet, die in eine schnelle Rotation verfekt wird. Ein Benit vorübergehen. Mac Afees Beobachtungen fönnen vielleicht Was soll ich euch das Herz noch unnötig schwer machen durch für manche den Beweis einer hochentwickelten Kultur der Marsdie Lösung des Problems der doppelten Marsfanäle bringen, die Broben aus dem erschütternden Begleittert! Bon dem begüterten bewohner bedeuten, für andere nur eine einfache optische Täuschung Elend, das im Vorderhaus darbi, von den Antiquitätengeschäften, diesen Särgen unseres früheren Befihes" und dem alten invaliden infolge der Unvollkommenheit unserer Instrumente darstellen. Rentner, der von seinem lehten Berser lebt!"" Wir fämpfen, o ja, Belaien als Flugverkehrszentrum. Belgien entwideit sich schnell wir verdoppeln, wir verdreifachen unsere Anstrengung. Aber das als ein Mittelpunkt des Flugverkehrs für das westliche Europa, BerErgebnis davon ist doch nur Verminderung, Reduzierung ach, schiedene neue Linien nach Norden, Osten und Süden werden in nennen wir es doch nur gut deutsch: fortschreitende Berarmung." Brüssel zusammentreffen, mie ja auch zahlreiche europäische ExpreßNun möchte ich einmal den sehen, dem dabei das Lachen nicht züge die Stadt berühren. Dieselben Umstände, die Belgien zu einem vergeht! Aber ein freundlicher Zufall hat es gefügt, daß auf der Eisenbahnmittelpunkt gemacht haben, wirken auch bei der Einrich gegenüberstehenden Seite ein Ravalier mit einer blonden und nur tung des Flugverkehrs mit. Das Land ist flach und es bieten sich andeutungsweise befleibeten jungen Dame anstößt, an einem Tische nur wenig Hindernisse, so daß es für der Flugverkehr sich außer fühend, auf dem diesmal alle Beleuchtungsförper funktionieren, und ordentlich eignet. Die Flugzeugführer haben in den Kanälen, die das fast breimal so groß und fett mie Beichen unserer Armut" gegen- Land durchkreuzen, ausgezeichnete Wegweiser, und wenn die Mas über steht unter diefem freundlichen Bild: schine versagt, fönnen sie überall niedergehen. Autogaragen find zahlreich über das Land verstreut, so daß das Flugzeug repariert merden kann oder, falls dies nicht möglich ist. die Baffagiere ohne Beitverlust weiter zu befördern find. Brüssel ist auch der Treffpunkt der internationalen Flugbehörden geworden. Söhnlein Rheingold und der Weinfeller", und jeder, der es bisher noch nicht gewußt hat, mit Einschluß der Stiefel- und Manschettenbesitzer aus der Straßenbahn( 1. oben) und des invaliden Rentners, der sich von seinem Perserteppich ernährt, Das Wafferbedürfnis der Bienen ist so groß, daß im Anfang mehr. Die Bienen brauchen es bei der Ernährung der Brut und gehen zugrunde, wenn sie es nicht haben. Deshalb suchen sich in Scharen die Wassertonen und Brunnen in den Nachbargärten auf, halten pflegen. Gegen diesen Naturbrang läßt sich nichts tun. Destroßdem die Imfer neben ihren Ständen besondere Tränken zu unterhalb sollten aber die Besizer der Wasserstellen auch den Besuch der holen, ebenso wenig mie Honigfammlerinnen stechen, wenn sie nicht Bienen ertragen. Er ist ja ganz ungefährlich, da Bienen, die Wasser berührt werden. Aukerdem roird jeder Naturfreund, der die Bedeutung der Bienen für die Befruchtung der Blüten fennt, an dem Bienenbefuch seine Freude haben. Um zu verhüten, daß Bienen in den offenen Gefäßen ertrinken, deckt man einen Deckel darüber oder einen in das Waffer hineinhängenden Sack. Zur Not genügen einige Schwimmhölzer, die den Bienen als Rettungsboote dienen. Bienen totzuschlagen ist eine törichte Grausamkeit und ein Verlust für unsere Volkswirtschaft. " brober, eine finnische Männer corbereinigung. treffen diefer Lage in Sängerbesuch aus Finnland. Die 28iborgs Sänger Berlin ein, um am 9. und 10. in der Hochschule für Mufit Stonzerte zu geben. Eine neue irische nationale Akademie wurde am 18. mai gegründet. Dail Eireann hat einen jährlichen Zuschuß zugesichert, um hie fademie zu befähigen, ihr wichtiges Wert ungehindert fortzufeßen. Die Akademie soll in ihrem Hauptzwed die Ergebnisse irischer Untersuchungen und Forschungen, sowohl auf literarischem wie auf wissenschaftlichem Gebiet fördern und verbreiten. Deutschen- Kundgebung im Rheinland. Eine Rede des Ministerpräsidenten Braun. Die Sonderbündler, die sich eine Loslösung des Rheinlandes von Deutschland zum Ziel gesetzt haben, treiben im Rheinland noch immer ihr Unwesen. Besonders in der letzten Zeit sind sie wieder eifrig bemüht, Stimmung für ihre gute" Sache zu machen. Sie erreichen damit das Gegenteil ihrer Bestrebungen. In allen Teilen der Rheinprovinz finden Berfammlungen der Rheinländer statt, in denen der Gedanke an eine Loslösung mit aller Schärfe zurückgewiesen wird. In einer dieser Versammlungen, die in Honnef a. Rh. einberufen war, hielt der preußische Ministerpräsident Braun eine Ansprache. Er erklärte: Die falsche Träne.. " ... und Betrieben, in denen Backwaren gewerbsmäßig hergestellt wer den, soweit die sonstigen geseglichen Voraussetzungen erfüllt sind, ein Lehrling gehalten werden. Ein zweiter Lehrling darf dann gehalten werden, wenn entweder der erste Lehrling das zweite ehrjahr vollendet hat oder einer der in der Verordnung aufge Ahrten besonders dringenden Ausnahmefälle verliegt. In Betrieben, die ständig mindestens 10 Gesellen beschäftigen, dürfen 3 wei Lehr. linge gehalten werden, ein dritter Lehrling dann, wenn einer der beiden anderen Lehrlinge das zweite Lehrjahr vollendet hat. Gefährliche Landsleute. Ein Södnerheer wie das unsrige sollte eigentlich etwas Landsfnechtseliges an sich haben, 3. B. frisches Draufgängertum und offene Gradheit.... Die bayerischen Truppen, die wir augenblicklich in der Rathenower Straße beherbergen, lassen, wie wiederholt mitgeteilt, solche Züge vermissen. Sie benehmen sich eher wie unreife Jungfer lein, die mit ihren Empfindungen noch nicht ganz im reinen find. Sie sammeln nämlich Aussprüche berühmter Männer. Und legen sie dem vorüberwandelnden Publiko in Form von Steinchenbeeten vor den Kasernen zur gefälligen Beachtung vor.( D, diese Eitelkeit!) Da iest es sich denn z. B. so schön:„ Deutsch sein, heißt treu Räuberischen Landsleuten, die sich ihm hilfsbereit" zur sein." An einer anderen Stelle: Fromm, bieder, treu und start" Berfügung stellten, ist ein 78 Jahre alter aus Czenstochau gebürtiger oder so ähnlich. Und man sieht die guten Etcinchenfäer vor Rüh- London in Berlin aufhielt, in die Hände gefallen. Unterwegs ge Schneidermeister Wilhelm Brat, der sich auf der Heimreise von tung ordentlich schnupfen bei ihrer empfindsamen Tätigkeit, fellten sich zu dem Greise zwei Männer, die sich für Landsleute Kommt man aber weiter hinauf nach der Turmstraße zu, dann ausgaben und ihm bereitwilligst onboten, in Berlin ein Unter löst sich die Spruchreihe in Wappenbilder und Embleme auf. Als tommen zu finden. Die beiden geleiteten den alten Mann durch. Da sind: Schwarzer Adlerorden, Münchener Kindl, Zähringer Löwe, mehrere Straßen und endlich in ein Haus hinein, wo sie über ihn wenn ihn das scmissig hingelegie Rabenvieh herfielen und ihn ausplünderten. Der wehrlose alte Mann hwäbischer Greif etwa darstellen sollte... ein Wappen mit Aschingerfarbenfelder- büßte feine Barschaft aus 60 englischen Pfunden und teilung, der verflossene Reichsadler mit schwarzweißrotem Wappen- 5000 m. in deutschem Gelde ein. Ferner wurde ihm ein Ring ge stohlen, der 30 englische Pfund wert ist. Die Räuber entfamen schild und Zepter und Reichsapfel in den Klauen. Dann( von und werden jetzt von der Kriminalpolizei gesucht. Beide sprachen wegen der Unparteilichkeit) die neudeutsche Flagge des Reichswehr- englisch, deutsch und hebräisch. Der eine ist etwa 42 bis 44 Jahre ministers, ein Wappenschild mit bauweiß und eine in den preußi- alt und 1,68 Meter groß, hat ein rotes, frisches Gesicht mit eins fchen Farben. Den Schluß dieser langen Sinnbildreihe aber macht gedrückter Nase, breite Hände und Füße und trug einen blauen ges ein wacker eisern Kreuz mit dem bekannten W in der Mitten, jedoch wendeten Jackettanzug. Der andere ist etwa 35 bis 36 Jahre alt, ohne Ordnungszahl, wie wir der Gerechtigkeit wegen einschalten. etwas kleiner, hat dunkelblondes Haar, einen kleinen Bart, eine hohe und dieses eiserne Kreuz trägt eine sonderbare Inschrift. Eine In Stirn und vollständige Zähne. fchrift, die ein Rätsel aufgibt und zugleich Lösung ist für einiges Widerspruchsvolle: Lösung für den Wissenden. Ahnung für den und offene Grabheit! Nur fein Beleg für das hübsche: Deutsch liebevoll Grübelnden, nur tein Beweis für frisches Draufgängertum fein, heißt treu sein"... Sondern eher, nun, sagen wir es zart, ein unfreundlicher Aft gegen die heutige Verfassung. Denn also lautet jene Inschrift:„ Verblichen, aber unvergessen." Zur Berliner Hundesteuerfrage teilt der Berliner TierschutzFamilie gehalten wird, so soll dieser ganz gleich, welcher Raffe er Verein mit, daß eine neue Bewegung gegen die jeßige Deutung des Wortes Lurushund" eingesezt hat. Wenn nur ein und in einer die Haltung eines Hundes oder jedenfalls eines Wachhundes auch angehört stets nach dem niedrigsten Satz besteuert werden, damit minderbemittelten Leuten möglich ist. Für alle Fälle soll der Be. griff Luxushund" so abgestellt werden, daß die erhöhte Steuer tatsächlich nur den Lurus( Renemmierhunde usw.) trifft. Das Rheinland ist Geisel in der Hand der Sieger. Was die Kanonen und die Senegalneger nicht vermocht haben, das soll die französische sogenannte Kulturpropaganda" erreichen, die vornehmlich mit dem Argument der höheren Baluta arbeitet. Die separatistischen Kreise, die dem Franten unterlegen sind, arbeiten in erster Reihe mit der Forderung der Loslösung des Rheinlandes von Preußen, wobei sie sich geschickt den Umstand zu nuge machen, daß das alte Preußen die Mentalität der rheinischen Bevölkerung nicht immer recht verstanden und richtig gewürdigt hat. Dabei wird auch gefliffentlich verschwiegen, daß das Rheinland als größte und wertooliste Provinz im preußischen Staatsgefüge auf wirtschaftlichem wie auf fulturellem Gebiet einen gewaltigen Aufschwung zu verzeichnen hatte. Das neue demokratische Preußen hat bereits auf den verschiedensten, insbesondere auf den kulturellen Gebieten wie der Ausbau der Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn imd die Gründung der Hochschule Köln beweisen, volles Berständnis für die Eigenarten und Bedürfnisse des Rheinlandes gezeigt. Nicht die Blüte des Rheinlandes und das Wohl der Rheinländer Auge, sondern sie sind bewußt der unbewußt Werkzeuge der haben die zumeist im Solde Frankreichs stehenden Separatisten im Kreise Frankreichs, die eine Zerreißung und damit völlige Bertrümmerung Deutschlands anstreben. Das Rheinland aus dem preußischen Staatsganzen reißen, heißt: es auch vom Reiche trennen und zum Spielball französischer Interessen und Machtpolitif machen. Ob das etwas mit dem von Sträuchern umstellten verfossenen Die mißlichen Verhältnisse Deutschlands, die hohen Steuern, die zur Ernährung des Boltes erforderliche Getreideumlage und anderes zepterschwingenden, schwarzweißrot- beschilderten Reichsadler zu tun mehr werden von den Separatisten gegen Preußen und das Reich hat oder mit einer färschtlichen Seligkeit, mag der Himmel wissen. Von den Söhnen beffohlen. Eine überraschende Aufklärung ins Feld geführt, bisher glücklicherweise mit geringem Erfolg. Denn haben Diebstähle gefunden, die der Post zur Last gelegt wurs wer fein Vaterland in der Not wegen der Getreideumlage verrät und Der Streit um die Fortführung der AEG.- Schnellbahn. wiederholt bei der Oberpoftdirektion Erfakoniräge, weil an sie geden. Eine Witwe Schildberger vom Grünen Weg stelite wer wegen der recht imaginären Aussicht auf Steuererleichterung fein Deutschfum verleugnet, war nie ein Deutscher, hat nie wahrhaft Die Klage des Magistrats gegen die AEG. bzw. deren Tochter- richtete Patete bei der Deffnung nicht die Waren enthielten, die sich deutsch gefühlt und gedacht. Das Rheinland und die Rheinländer gesellschaft wegen Fortführung des Baues der Schnellbahn Neu- darin befinden sollten, sondern lediglich Zeitungspapier. Die Nachhaben aber stets deutsch gefühlt und gedacht und werden daher wie fölln- Gesundbrunnen beschäftigte die städtische Verforschungen der Postverwaltung nach dem Berbleib der Ware blieben in früheren guten Tagen auch in den schlimmen Zeiten, die wir jetzt tehrsdeputation eingehend. Das Kammergericht hat die erfolglos. Unter den Angestellten der Post befand sich der Dieb nicht. durchleben und die uns noch bevorstehen, in alter deutscher Treue zu Klage des Magistrats fostenpflichtig abgewiesen mit einer daß die beiden Söhne Georg und Werner der Empfängerin die Die Kriminalpoststelle ging nun der Sache weiter nach und ermittelte, Breußen und dem Reiche stehen. Wenn dieser Geiſt wach und rege ausführlichen Begründung, daß man unter den veränderten Ber- Batete angenommen, heimlich geöffnet, geleert und dann bleibt, dann dürfen wir um eine beffere Zukunft nicht besorgt sein. Minister Braun wurde bei seinen Ausführungen mehrfach hältnissen der Unternehmerin nicht zumuten fönne, in ein wenig wieder mit Zeitungspapier gefüllt und von neuem verschloffen hatten. von Beifalls- und Zustimmungsäußerungen unterbrochen. Als aussichtsreiches Unternehmen usw. weitere sehr schwer zu beschaffende Beide find geständig. er die Tribüne verließ, grüßte ihn einstimmiger Beifall. Geldmittel zu investieren. Die Verkehrsdeputation hat beschlossen, Begen zwei Stimmen wurde eine Entschließung an- mit Rücksicht auf den klaren Wortlaut des Vertrages und der Wich genommen, in der die Zugehörigkeit der Rheinlande zu tigkeit diefer Schnellbahn gegen das abweisende Urteil des KammerDeutschland und Preußen betont wird. gerichts Revision beim Reichsgericht zu beantragen. Der Magistrat soll ersucht werden, auch dies letzte Mittel zu versuchen, um die Gesellschaft zur Erfüllung der eingegangenen vertraglichen Berpflichtungen zu veranlassen. Die Landesratswahl im Saargebiet. Saarbrüden, 7. Juni.( DA.) Um ihre Isolierung zu vermeiden, hat die jaarländische Sozialdemokratische Partei ihre Stellungnahme zur Beteiligung an der Landes= ratswahl nunmehr einer Revision unterzogen und sich im Sinne einer Beteiligung schlüffig gemacht. Damit haben nun alle Barteien des Saargebiets, bis auf die Deutschnationalen, den Gedanken der Wahlabstinenz aufgegeben. Ein Ausschluß aus der KPD. Die„ Rote Fahne" verkündet einen Beschluß der Zentrale der KPD. auf Ausschluß des kommunistischen Führers im Saarrevier, mar a 18, Saarbrüden, aus der Kommunistischen Partei. Der Beschluß wird damit begründet, daß auf Grund des vorliegenden Materials und des eigenen Geständnisses feststehe, daß Walk größere Geldbeträge von der Saarregierung an genommen hat, um die Politik der KPD. in dem von der Saarregierung gewünschten Sinne zu beeinflussen. Bielleicht ist die„ Note Fahne" jetzt etwas vorsichtiger mit der Behauptung, daß es die Führer der SPD. feien, die sich an die Bourgecifie verfauft" hätten. Was ist„ Vergnügen"? Ausführungsbestimmungen für die Bersteuerung. Zu den neuesten Erwerbungen des Zoologischen Gartens ges hören 3 wei Steinböde, Männchen und Weibchen. Der Steinbod( capra ibex) ist im Alpengebirge heimisch, dort aber, zumal ihm die Alpenjäger eifrig nachstellen, sehr selten geworden und wird durch gefeßlichen Schutz vor dem Aussterben behütet. Unser Zoologischer Garten hat in letzter Zeit nur Nachkommen aus Kreuzung mit an deren Ziegenarten, namentlich der Schraubenziege. Jetzt sind die beiden echten Exemplare aus Wien beschafft worden und haben ihre Behausung bei den Gemsenfelsen an der Südseite des Gartens, un weit der Vogel- und Affenhäuser. Beides find schöne fräftige Tiere mit bräunlich- gelbem Fell und schmalem Längsstreifen, auch zeigt das Männchen ein stattliches Gehörn. den in Epinal sechs deutsche Monteure verhaftet, die beschuldigt Sechs deutsche Monteure in Frankreich verhaftet. Gestern wur werden, gleichzeitig mit dem Material für den Bau von Holzhäusern eine Menge Waren aus Deutschland eingeschmuggelt zu haben, vor allem Jagdgewehre, Zündhölzer und Zigaretten. Die neue Vergnügungssteuerordnung der Stadt Berlin ist so umfangreich und verwidelt geworden, daß wie bei den Reichs- und Landesgefeßen für die ausführende Beamtenschaft noch besondere Ausführungsvorschriften des Magistrats notwendig geworden find. Zu den Bergnügungen, die nach dem Willen der Stadtverord netenversammlung und der Aufsichtsbehörde nicht besteuert werden sollen, gehören Dampferfahrten, Luftrundfahrten und Vermieten von Ruderbooten. Bon Ausstellungen sind nur die Der Tod in den Bergen. Eine aus drei Personen bestehende entgeltlichen, Erwerbszweden dienenden Ausstellungen steuerpflichtig. führerlofe Touristengruppe aus Sitten( Schweiz) verunNach einer Mitteilung des Reichsschahminifters begründet aber die glückte zwischen dem Täschhorn und dem Dom. Die drei Touristen Erhebung von Eintrittsgeld allein noch nicht die Annahme, daß Er- gerieten ins Rutfchen; einer fand sofort den Tod, die beiden werbszwede verfolgt werden. Warenausstellungen, mit anderen wurden schwer verletzt. Einer von ihnen ist inzwischen denen ausschließlich wirtschaftliche 3wede ver gestorben. folgt werden und zu denen nur der begrenzte Kreis der Fach- Riefenexplosion in der Ufcaine. Eine Abteilung der Aufbeteiligten Eintritt hat, fallen gleichfalls nicht unter den Begriff der ständischen hat in der Nähe von Winnica bas größte vergnügungssteuerpflichtigen Veranstaltungen Die städtische Finanz- Munitionslager in der Ukraine in die Luft gefpngt und Steuerbeputation hat hierzu beschlossen, daß bis auf weiteres Sierbei sind 37 Soldaten und 9 Kommiffäre getötet alle Fälle von Ausstellungen dieser Art ihr zur Beurteilung und worden. 8 Millionen Gewehrgeschoffe, 22 000 Artilleriegeschoffe, fo Entscheidung vorzulegen sind. wie ein großer Vorrat von Handgranaten ist hierbei in die Luft Beranstaltungen, die ausschließlich erbauenden, belehrenden oder geflogen. Neben dem Pulverlager stand ein Lebensmittellager des miffenfchaftlichen Zweden dienen( z. B. Vorträge) gelten nicht als 1. Sowjetforps. Dieses ist ebenfalls dem Feuer zum Opfer gefallen. steuerpflichtige Bergnügungen, sondern sind steuerfrei. Wilhelms Sehnsucht nach Pfunden. Dazu ge- Die brei Urheber des Attentats wurden festgenommen, und zwar der hören auch Beranstaltungen, die lediglich politischen, gewerf Bole Johann Suchowski sowie die beiden trainer Iwan Minorya Berunglückte Anbiederung an die Northcliffe- Bresse. Wie die Dena erfährt, erscheinen in nächster Zeit im Verlage Bereine für Jugendpflege und Lei besübungen sind und Emil Canecki. Alle drei wurden auf der Stelle erschossen. von F. A. Köhler die Erinnerungen des ehemaligen deutschen Kaisers. nicht als solche mit ihren sämtlichen Beranstaltungen steuerfrei, sondern die Steuerfreiheit fann von ihnen nur von Fall zu Fall ,, Siedlung und Kleingarten", unsere illustrierte Beilage, Der Berlag hat die Erinnerungen zum Borabdruck der engli- und nur insoweit in Anspruch genommen werden, als die einzeine liegt der heutigen Postauflage bei. schen Presse angeboten. Die Times" haben wegen der Veranstaltung ausschließlich der Jugendpflege oder Leibesübung damit verbundenen hohen Honorarforderung den Vorabdruck ab- dient. Veranstaltungen ,, die daneben irgendwelchen anderen Zwed gelehnt. haben, müssen daher auch von diesen Vereinen versteuert merden. Die Times" gehört bekanntlich zum Northcliff Konzern, Dazu gehört z. B. die Veranstaltung eines Ronzerts, deffen Er fie ist eins der Blätter, das auch jetzt noch in der gehäffigsten Beise trag zur Beschaffung von Spiel- und Sportgerät verwendet wird Die Anerkennung ge= 2. Areis, Tiergarten. Elternbeiräte und Ersatpersonen der sozialistischen Parteien, abends 8 Uhr, wichtige Zusammenkunft in ben Arminiushallen, oberer Gaal, gegen Deutschland wühlt und heht Es ist bezeichnend, wie die oder die Vorführung eines Sportfilms. meinnügiger Theater: und Konzertveransta I= Bremer Straße. Sozialistische Lehrer sind hierzu eingeladen. Männer des alten Systems sich gerade zu dieser deutschfeindlichen tungen, die steuerlich bevorzugt werden, liegt für ständige linter- 7. Areis, Charlottenburg. 7 Uhr, engere Kreisvorstandssigung in 8. 1. Bresse, die allerdings finanziell sehr gut ausgerüstet ist, hin- nehmungen dem Unterrichtsminister, für vorübergehende Veran- 70. gezogen fühlen. Ludendorff Mitarbeiter des Sunday Picturial", staltungen dem beim Oberpräsidium in Charlottenburg gebildeten Wilhelm Mitarbeiter der„ Times". Nur daß der Versuch an Ausschuß ob, der mit der Beurteilung fünstlerisch hochstehender Ber- 2. übergroßer Pfundsehnsucht gescheitert ist. Während des Krieges hat anstaltungen betraut ist. Die Begriffe der Kunstpflege und Volks diese Gesellschaft geschrien: Gott strafe England!" Jetzt denken sie bildung follen nach einem Erlaß des Reichsfinanzministers hierbei 108. nicht zu eng gefaßt werden. frei nach Goethe: Ein teutscher Mann mag feinen Briten leiden, Doch seine Pfunde nimmt er gern! Landratsbeleidigung einst und jetzt. Wirtschaftskoalition Neukölln- Treptow. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, Mittwoch, den 7. Juni: st. Schöneberg. 7 Uhr, Frauenabend bei Groß, Gedanstraße 17. Im Juli und Auaust fallen die Frauenabende ants. At enn ich im 1 hr bei Wolff, Kaiser- Friedrich- Straße, Eche Roseggerftr. Gigung des Abteilungsvorstandes, um 8 Uhr Sigung sämtlicher Funktionäre ebenda. Erscheinen Pflicht. und der Bezirksführer. bt. Röpenid. 8 Uhr, bei Miller, Alter Markt, Gigung der Zeitungsfommiffion Sport. Der Wirtschaftsbetrieb der früher selbständigen Gemeinde Die Abendrennen in Treptow waren sehr gut besucht. Der Eriralt Treptow hatte bis zum 15. Juli 1921 einen Fehlbetrag von sieben des erillaffigen Sports dagegen war ein recht magerer. Die Hauptrennen Millionen Mart. Da die neue Bezirksverwaltung die Uebernahme verunglückten. Im Internationalen Fliegertreffen stürzte Rütt gleich Dieses Berlustes auf den Etat für 1922 ablehnte, mußte die Trep- im ersten Rauf, wodurch er auch für die beiden anderen Läufe startunfähig In Mecklenburg ist jetzt ein außerordentlich intereffenter Prozeß tower Wirtschaftsstelle abgebaut oder ganz stillgelegt werden. In wurde. 2orens gewann nun alle drei Läufe fampilos vor dem Han zu Ende gegangen, nachdem er durch Rückverweisungen und Re- den Verhandlungen hierüber fam es nur zu zwei praktischen Bornoveraner Schümann und dem Amerikaner Chandler. In den beiden schlägen. Die Konsumgenossenschaft in Lichtenberg Dauerrennen stellte der Frankfurter Wet i den Sieger. Das Friz- Theile visionen insgesamt sieben Instanzen durchlaufen hatte. Der deutsch bot für Uebernahme mit allem Zubehör rund 200 000 m., wollte Erinnerungsrennen gewann er nach bravouröser Verteidigung der Spike nationale Landbunbfefretär Gollata hatte im Jahre 1920, als die aber 9 von den 14 Berkaufsstellen schließen und nur das brauchbare bor Lewanow. Im Robl- Memorial über 50 stilometer übernahm Weig Wahl eines Landdrostes( Landrats) für das Amt Stargard angefeßt Bersonal behalten, während die nach der Revolution mit 50 000 m. ebenfalls die Führung. Lemanows Füyrungsmaschine erlitt gleich am An jang des Rennens einen Defeft, und hinter dem Ersagmotor fand sich war, den Genossen Beder- Bartmannshagen, der dann zum Land- städtischem Gelde gegründete Neuköllner Großhandelsgesellschaft unter Rewanom nicht zurecht. Die beiden anderen Teilnehmer, der Holländer brost gewählt wurde, durch Belchimpfung seines verstorbenen Waters der Zusage der Beibehaltung aller 14 Verkaufsstellen 250 000 m. Vermeer und der Schweizer Begmann, fonnten Beiß nie gefährlich werden. Ergebnisse: Internationales Fliegertreffen, Gesamt schwer beleidigt. Das Fozit des Prozesses ist, daß Gollata zu 300 m. bot. In der letzten Bezirksversammlung des Bezirts 15 in Treptom lassement der drei Läufe: 1. Lorenz, 2. Schürmann, 3. Chandler; Nütt Seltsirase und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt wurde. 25 Kilometer: 1. Weiß 21 Min. 42 Set., 2. Lewanow 270, 3. Begmann Bei dieser Gelegenheit fällt uns ein, daß Genosse Becker selber gestürzt und aufgegeben.- ri- Theile. Erinnerungsrennen, 1690, 4. Bermeer 2210 Meter zurüd. Robl Memorial, 50 Rilo einmal vor zwölf Jahren durch seinen Kampf, den er gegen den meter: 1. Meik 46 Min. 2% Sef., 2. Wegmann 490, 3. Bermeer 6340, fonservativen Landrat des Kreises Grimmen, einen Herrn 4. Lewanow 6680 Meter zurüd. Malfahren, 5 Runden: 1. Hoffmann, v. Malzahn, führte, vor die Gerichte gebracht wurde. Troß einer 2. Stolz, 8. Hensch, 4. Backebusch. Brämienfahren, 15 Runden: für Beder sehr günstigen Beweisaufnahme fah das Gericht den 1. Schulz, 2. Linjener, 8. Padebusch, 4. Neinas. Bahrheitsbeweis für die Beschuldigungen Beckers nicht als geglückt an. Beder aber erhielt ein Jahr Gefängnis. So ändern sich die Zeiten und die Anschauungen der Gerichte über Landratsbeleidigung. murde bedauert, daß keine allgemeine Ausschreibung stattgefunden habe. Man hätte dann früher mehr herausholen fönnen, zumal die heutige Rentabilität der 14 Verkaufsstellen er. wiesen sei. Die Mehrheit beschloß, den Treptower Wirtschaftsbetrieb der Reuköllner Großhandelsgesellschaft anzugliedern. Wetter für morgen. Die Behrlinge im Bad- und Konditorgewerbe. Der preußische Handelsminister hat unter Aufhebung seiner früheren Erlasse über die Regelung der Lehrlingshaltung in Bäderetund Konditoreibetrieben eine neue umfangreiche Verordnung erBerlin und Imgegend. Ein wenig fübier, zeitweise heiter, jedoch laffen. Danach darf im Bäckerei-, Konditorei und Pfefferküchler- überwiegend bewölft, bei mäßigen nordwestlichen Winden. Keine erheblichen gewerbe, in Brotfabriken, Ketsfabriken und allen sonstigen Anstalten Niederschläge. Gewerkschaftsbewegung Polnischer Gewerkschaftskongreß. Ja, Bauer... Brauerei- und Mühlenarbeiter. 21. Verbandstag. Die Abgeordneten Lang, Gerauer, Lufas, Herbert( Franken), Diernreiter, Merd und Emminger von der Bayerischen Volkspartei richten an die Reichsregierung eine Anfrage, was diese zu tun ge= Der Vorstand des Brauerei- und Mühlenarbeiterverbandes hat dente, um der„ wilden Konkurrenz nichtlandwirtschaftlicher Betriebs- aus Anlaß des am 11. Juni und folgende Tage in Dresden stattBom 25. bis 27. mai fand in Kratau der zweite Kongreß der unternehmen auf landwirtschaftliche Arbeitskräfte während der findenden 21. ordentlichn Verbandstages seinen Rechenschaftsbericht flassenbewußten Gewerkschaften Polens statt. Bahlreiche ausländische Erntezeit Einhalt zu gebieten." Es handelt sich um die Aus für die Jahre 1919 bis 1921 den Delegierten unterbreitet. Delegierte waren erschienen, darunter Graßmann als Vertreter führung von Not standsarbeiten an der mittleren Jiar und Zu noch feiner Zeit fanden die Lohnbewegungen in so schneller des ADGB. Aus dem Tätigkeitsbericht, den der Vorsitzende Genosse dem Walchenseeprojekt, für die von den Unternehmern Ar- Aufeinanderfolge statt wie während der drei Berichtsjahre. Aber 3u! amify gab, entnehmen wir, daß die Zahl der Gewerkschafts- beiter gesucht werden, und zwar werden landwirtschaftliche auch noch nie stiegen die Lebensunterhaltungskosten, nicht zuletzt mitglieder, die dem Gewerkschaftsbund angeschlossen sind, seit dem Arbeiter bevorzugt. Die Unternehmer bieten für diese schwere infolge des üppig ins Kraut geschossenen Wuchers, so enorm wie letzten Kongreß von 250 000 auf eine halbe Million gestiegen ist. und gesundheitsschädliche Arbeit einen Stundenlohn von 20 M., gerade während dieser Zeit. Auch der Achtstundentag mußte mehrleber den Tätigkeitsbericht entspann sich eine sehr lebhafte Debatte, was gewiß nicht als außerordentlich hoher Lohn bezeichnet werden fach erst erfämpft werden. Auf Schwierigkeiten stieß seine Durchan welcher sich die Kommunisten und die Anhänger der PPS. sehr tann. Trotzdem berlassen nach Angabe des Herrn Lang und Ge- führung insbesondere dort, wo mit den gewerblichen Betrieben noch start beteiligten. nossen die landwirtschaftlichen Knechte und Arbeiter massenhaft| landwirtschaftliche Betriebe verbunden sind. Abgewehrt Ueber die politische und wirtschaftliche Lage referierte der ihre bisherige Beschäftigung", um bei den erwähnten Arbeiten Be- werden mußte auch der Versuch, die verkürzte Arbeitszeit des SonnGenoffe mapinsti und schilderte die schwierige Lage, in welcher fchäftigung zu nehmen. Die landwirtschaftlichen Betriebsunter abends wieder einzuholen durch Verlängerung der Arbeitszeit an fich die Arbeiterklasse gegenwärtig befindet. Um die Organisationen nehmer stehen diesen Vorgängen schutz- und wehrlos gegenüber", den übrigen fünf Wochentagen. Weiter wandte sich der Verband schlagfertig zu erhalten, ist es auch notwendig, daß die strammste jammern die Lang und Genossen. Die Jdee, daß sie ja auch ent- gegen die Bemessung der Löhne nach Dienstalter und nach LebensDisziplin geübt wird. Zur Frage der Organisation referierte der sprechende Löhne zahlen fönnten und dadurch die Massenflucht der alter; desgleichen gegen den sogenannten Soziallohn sowie gegen Delegierte vom Bund Genosse Ehrlich, welcher die Notwendigkeit Arbeiter verhindern würden, kommt diefen Leuten nicht. Für sich die zu hohen Lohnspannen der Gelernten und Ungelernten; der der proletarischen Einheitsfront besonders betonte. Ueber die Frage freie Wirtschaft und Wuchergewinne, für die Arbeiter Elendslöhne Kampf des Verbandes galt der Durchführung des Grundſages: der Einheitsfront entspann sich eine sehr lebhafte Débatte, an welcher und Zwangsarbeit. sich die Kommunisten und die Anhänger der PPS. meistens beteiligten. Beide Richtungen machten sich gegenseitig Vorwürfe, wo sie den ehrlichen Willen zur Einheitsfront in Zweifel zogen. Den Communisten wurde der Vorwurf gemacht, daß sie das Wort Einheitsfront stets im Munde führen, in Wirklichkeit streben sie danach, die Gewerkschaften zu zersplittern und dann der Moskauer Internationale anzugliedern. Gegen den Militarismus und gegen den Krieg wurde eine Resolution angenommen, worin betont wird, daß der Militarismus der größte Feind des arbeitenden Volfes ist. Der Kongreß protestiert auf das entschiedenste gegen die fortwährenden Rüstungen, verlangt den weitestgehenden Abbau der stehenden Heere, Waffen- und Munitionserzeugung bis zur endgültigen Beseitigung des Militarismus. Im übrigen erklärt sich der Kongres solidarisch mit dem gefaßten Beschluß, des in Rom stattgefundenen internationalen Gemerffchaftstongresses in Fragen des Militarismus und den Kriegsrorbereitungen. Unter freien Anträgen wurde ein Antrag angenommen, in welchem der Kongreß gegen die Unterdrückung der Minderheitsnationen Protest einlegt. Alle Staatsbürger dieses Staates müssen ohne Unterschied von Nation oder Konfession die gleichen Rechte genießen. Rrrevolutionäre Unionisten nnd Gelbe. Von der Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiter verbandes erhalten wir eine längere Zuschrift, die sich mit der Person eines gewissen Weyer, Vertreter der angeblich revolutionären 2irbeiter- Union, befaßt. Besagter Weyer war vor dem Kriege in der Gewerkschaftsbewegung in feiner Beise tätig, verstand es aber, burch seine radikalen Redensarten sich nachher zum Geschäftsführer des Metallarbeiterverbandes in Halle aufzuschwingen. Die Tätigkeit des Weyer in Halle ist allen denen noch in Erinnerung, die selbst darunter leiden mußten. Sei es durch die Spaltung der Organisation durch Weyer, sei es durch die Rechte, die viele der Kollegen verloren haben. Dieser Ueberradikale hat nun, nach der Darstellung des Kollegen Schmidt, in einer Obleutekonferenz der städtischen Arbeiter, zu der sich Weyer Eintritt zu verschaffen mußte, bei einer Verhandlung im Reichsarbeitsministerium am 29. April eine höchst eigenartige Stellung eingenommen. Der Magistrat der Stadt Berlin hatte in zweimaliger Verhandlung mit dem Reichsarbeitsminister erklärt, daß er es ablehne, mit den Gelben oder den Unionisten sich an einen Tisch zu setzen, um über bie Anstellungsbedingungen der Magistratsangestellten zu verhandeln. Die anwesenden Gewerkschaftsvertreter schlossen sich dieser Auffassung an. Der Ueberradifale Weyer gab jedoch die Erklärung ab, daß er bereit sei, gemeinsam mit den gelben Organisatio nen zu verhandeln! Aus allen diesen Handlungen müssen die Arbeiter endlich einmal die Lehre ziehen, diesen sogenannten revolutionären Führern nicht nur nach dem Munde zu sehen, sondern auch nach den Händen, was fie verderben zum Schaden der Arbeiterschaft. Aufruf! Bugunsten der Hinterbliebenen der im KappButsch erfossenen 15 Thaler Gewertidafts genoisen richtet der Ortsausschuß des ADGB. in Nuhla an bie arbeitende Bevölkerung Deutschlands die Bitte: 1. Soweit noch Gelder für die Opfer der Marburger Studenten bestimmt und Sammellisten ausstehen, Gelder und Listen einzusenden; 2. Neue Beiträge zu sammeln und sie an die Adresse des Vorfigenden des Drtsausschusses des ADGB., Friz Bischoff, Ruhla, Altensteiner Str. 4, einzusenden. Uebt Solidarität! Gebt für die tleidenden Hinterbliebenen! Für Gold- Silber u.Silber- 1 Brillanten etc. zahlt die höchsten Tagespreise Juwelen EinkaufsGesellschaft Hopenfeld& Co. Antwerpen Berlin Beuthstraße 12 ( Spittelmarkt) Kautabak- Niederlage G. A. Hanewacker, Nordhausen Grimm& Triepel, Nordhausen Fischer& Herwig, Hann. Münden M. Hansen jr., Hadersleben Joseph Doms, Ratibor C 2, Poststraße 1 Max Ziegenhals, Tel: Zentium: 291 Verkauf nur an Händler N Kinderwagen Bettfedern Korbmöbel Metall- Bettstellen Fürst, Neukölln, Hermann Str. 38 Edke Mahlower Straße. Fabr. f. Ruhebett., Auflegematratz. u. Feldbettstellen. Fabrikpreise. Lieferung in Neukölln und angrenzende Gegend frei Haus. Brillanten Platin-, Gold-, SilberSachen, Uhren und Ketten kaufe zu höchsten Auslandskursen. Eig.Werkstätt. Ank.m.Rückkaufsrecht. Juwelier&.Podiwin Alte Schönhauser Str. 25 an der Münzstraße. Unternehmerterror. Der Zentralverband der Fleischer schreibt uns: In der Stallschreiberstr. 56 befindet sich die Darmhandlung und Saitlings- Spezialgeschäft von Faltenthal u. Lange. Mit äußerst groß aufgezogener Reklame setzt dieselbe ihre Produkte an die Fleischermeister und Wurstfabrikanten Berlins ab, deren Abnehmer wieder die Bevölkerung Berlins ist. Unter dem 3. Juni 1922 ging der Organisation folgendes Schreiben von dieser Firma zu. Hiermi fündigen wir den mit Ihnen vereinbarten Tarifvertrag, da wir mit Damit unserem Bersonal einen Haustarif abgeschlossen haben." nicht genug, ist gleichzeitig durch irgendwelche Einwirkungen auf die beschäftigten Arbeitnehmer erreicht worden, daß diese durch Unter schrift befunden mußten, sie erklärten hiermit ihren Austritt aus ber Organisation. Also soweit geht die Unternehmerwillfür schon. Nicht allein die Arbeiterschaft durch niedrige Löhne wieder zu zwingen, sondern auch deren Stüße und Halt, die Gewerkschaffen zu zertrümmern. Es werden daher Betriebsräte größerer Betriebe aufgefordert, Festftellungen zu machen, wo Produkte der Firma Falkenthal u. Lange abgesetzt werden. Die Organisation wird meitere Maßnahmen befanntgeben. Streik- Ende der Engros- Schlächtergesellen. Der mit ziemlicher Schärfe geführte Kampf der Engrosschlächtergefellen ist am Sonnabend durch Verständigungsverhandlungen zu Ende geführt worden. Die Löhne betragen demnach ab 15. Mai pro Woche 1080 M., 850 M. und 630 M. für Gesellen, 900 M. für Rutscher. Ab 1. Juni 1150 m., 920 m., 700 m. für Gesellen und 970 M. für Kutscher. Aushilfen erhalten für den ganzen Tag 275 M. und für den halben Tag 180 m. Die Arbeit wurde noch am Sonnabend zum Teil wieder aufgenommen. Maßregelungen sollen nicht stattfinden. Bezahlung erfolgt von der Aufnahme der Arbeit an. Zentralverband der Fleischer. Die Holzarbeiter im Rheinland und in Westfalen sind an zahlreichen Orten, so auch in Essen, Dortmund, Duisburg, Hamborn, Bielefeld, Elberfeld in Treilstreits getreten. Sie fordern eine Lohnzulage von 5 M. Ein Einigungsvorschlag des Reichs- und Staatskommissars, den Holzarbeitern ab 14. Juni eine Lohnzulage bon 2,50 M., ab 19. Juni eine weitere Zulage von 1,50 M. zu bewilligen, wurde von den vereinigten Arbeitgeberverbänden des Holzgewerbes angenommen, während die Arbeitnehmer ihn ablehnten. Die Arbeitgeberverbände haben beschlossen, am Donnerstag alle Holzarbeiter im Rheinlande und in Westfalen auszusperren. Eine Ausstellung für Metallschleiferei und Galvanotechnik veranstaltet vom 3. bis 8. Juni in Berlin, Alexandrinenstr. 37a, der Verband der Metallschleifereien und Galvanisieranstalten. Auf der Fachausstellung werden Musterarbeiten des Handwerks und die zu dessen Ausübung erforderlichen Maschinen, Geräte und Bedarfs artifel gezeigt, um auf diese Weise dem Publikum einen Einblid in dieses Handwert zu verschaffen. Metallarbeiterstreit in der Combardei. Der Metallarbeiterstreit in der Lombardei, der bereits sechs Wochen dauert, wächst sich immer mehr zu einem allgemeinen Streit der Metallindustriearbeiter aus. Die Versuche der Kommunisten, den Streit auch auf andere Industrien auszudehnen, blieben erfolglos. Streits in Polen. Die Arbeiter aller großen Warschauer Lederfabriken stehen bereits seit mehr als einer Woche im Streit. Auch in anderen Industrien haben neue Lohnbewegungen zu Streits geführt. Es streifen in Danzig die Arbeiter der Tabaffabriken, in Lemberg die Buchbinder und in Jalystock die Tischler. Reißend los werden Sie alles überflüssige Hausund Wirtschaftsinventar durch eine Kleine Anzeige im„ Vorwärts" Für gleiche Arbeit gleichen Lohn. Dem ist die wesentliche Erhöhung auch der Frauenlöhne zu danken. In einer Reihe von Fällen wandte der Verband sich auch gegen die Einführung von Stundenlöhnen, sodann gegen Regelung der Löhne durch örtlich eingerichtete Lohnämter und gegen die gleitende Lohnffala, weil er nach der besonderen Einstellung der Unternehmer des Berufs diese Sonderregelungen alle als nicht im Interesse der Masse der Berufsarbeiter liegend ansieht. Statistisch führt der Vorstand 5585 Angriffsbewegungen mit 253 354 Beteiligten und erheblichen Lohnaufbesserungen an, die allerdings, fb führt er aus, infolge der katastrophalen Wirkung des Bersailler Friedensdiftats und des herrschenden Wuchers feiner Verbesserung der Lebenshaltung gleichkommen. Abwehrbewegungen, die sich notwendig machten zur Rückgängigmachung von Entfungen, Arbeitszeitverlängerungen, Lohnverkürzungen, Verweigering der Bezahlung von Nacht- und Sonntagsarbeit u. dgl. find 508 statistisch erfaßt; Streits und Aussperrungen 446 mit zusammen 12 614 Beteiligten und einem Kostenpunkt von 1934 361 M. Das Tarifwefen des Verbandes dringt in die entferntesten Winkel. Am 1. Januar 1922 arbeiteten 4073 Betriebe mit 76 082 Personen nach Tarifen; neben ihnen laufen besondere Abmachungen über die Lohnfäge, mit neuerdings infolge der rasch fortschreitenden Geldentwertung faum länger als vier Wochen Laufzeit. Der Verband weist mit seiner durchschnittlichen Mitgliederzahl von 65 119 im Jahre 1919, 73 257 in 1920, 76 359 in 1921 ein gefundes Wachstum auf. Besonders guten Eingang fand er in der Nachkriegszeit unter den Mühlenarbeitern, deren er jetzt etwa 25 000 als Mitglieder zählt. Die Agitation im besetzten Gebiet litt start unter der den Gewerkschaftsbeamten lange Zeit verfagten Einreisemöglichkeit. Mit 80 752 Mitglieder, worunter 5840 weibliche, schloß das Jahr 1921 ab Das Verbandsvermögen an diesem Jahresschluß betrug 5 339 570 Mart. Die Auflage der Verbandszeitung, die am Anfang 1919 auf 41 000 stand, beträgt gegenwärtig etwa 92 000. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An. zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 8. Mows ist" Poroth Wer soll Pororth Jain Mutter Ernaoussene Genesende Kinder- und Krankennahrung-? 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Petersburger Plak 4 Norboften: Immanueltirchstr. 24. Moabit: Wilhelmshavener Str. 48. Prinzen Webbing: Müllerstr. 34a, Ede Utrechter Straße. Rosenthaler und Dranierburger Borstadt: Wattstr. 9. Gesundbrunnen: Bastianstr. 7. Schönhauser Borstadt: Greifenhagener Str. 22. Adlershof, Alt- Glienice: Frl. Walter. Adlershof. noffenfchaftsstr. 6, parterre. Mahlsdorf: Emt! Rauf. Semfeftr. 25. Mariendorf: Auauit etp Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Berliner Str. 143. Neuenhagen. Wenate. Riegelstr. 71. Neukölln I: Neckarstr. 2. Neutöun II: Siegfriedftr. 28/29. Neukölln- Briz: Mittag, Brig, Chauffeeftr. 82. Riederschöneweide: Schindler, Fennstr. 23. Rowawes: Rari Rrobaberg Etienbahnftr. 10. Eagersdorf: Gönberr. Landsberger Str. 10. Ertner: Albert Rernide Friedrichstr. 21. Fichtenau: Rraeßte, Bismarckstr. 1. Faltenberg: Salzmann, Faltenberg, Gartenstadtstr. 10. Friedenau: Rheinstr. 27, Ede Rönnebergstraße. Frebersdorf- Petersbagen: Uffen waiter. Betershagen. Friedrichshagen: Soffmann, Friedrichshagen. Kurze Straße L Grünau: Franz Riein Friedrichstr. 10. Salensee, Grunewald: Salenfee, Johann- Sigismund- Str. 13. Oranienburg: Sei nr. 2o enhardt, Stralfunder Str. Henninsdorf: Emmuiat. Rathenauftr. 7. Sohenneuendorf: Giegeris, Bismarckstraße. Johannisthal. Alwin Gammtich Bismardstr. 8. Ge- Karlshorst: Otto, Heiligenbergstr. 10. Raulsdorf: Biebig, Finsterberger Str. 14. Baumschulenweg: Frau Röpte, Riefholaftr. 180, Laben. Rönigswusterhausen: E. Meyer, Potsdamer Str. 9. Bernau, Röntgental, Repernid. Schönbrüd, Karow und Buch: Röpenid, Sirschgarten: Schlag. Rieger Str. 6( Laden). Seinrich Brofe Bernau Mühlenítr. 5. Biesbort: Danneberg Viktoriaftr. 11. Behusdorf: Sorlemann, Genossenschaftshaus Paradies. Buchholz, Blankenburg: Wagner. Blankenburg, Burgwall Straße( 3. Charlottenburg 1: Sefenheimer Gtr. 1. Charlottenburg 11: Sauroggener Str. 11. Charlottenburg III: Raiserdamm 101. Charlottenburg IV: Regensburger Straße 10. Lichtenberg I: Lichtenberg, Wartenbergstr. 1. Lichtenberg II, Rummelsburg, Strales: Lichtenberg, Bor hagener Str. 62. Lichtenbera 1. Friedrichsfelde: Frankfurter Allee 185. Laden. Lichtenrade: Franz Wichura, Raiser- Friedrich- Str. 9. Restaurant. Lichterfelbe- Oft, Lantwig: S. Benae!. Lantwis, Raifer Wilhelm- Str. B. Lichterfelbe- Welt: Berndt, Stegliger Str. 19. Oberschöneweibe: Robert Baul Mathildenftr. 5. Bankow: Nikmann Mühlenftr. 70. Potsdam: Kirste, Spandauer Str. 8. Nahnsdorf: eichert, Forststr. 7. Reinidendorf- Oft Schönbola: Albert Bable Proving Straße 56( Laden). Reinidendorf- Rofenthal: W. Buro. Prinz- Heinrich- Str. 34 Samargendorf: Nehab. Breite Str. 4. Schöneberg: Belziger Str. 27. Tegel, Borsigwalde, Reinickendorf- West, Tegelort, Joer fefde, Conradshöhe, Wittenau, Waidmannsluft, Herms. dorf, Hohenueuendorf, Bittenwerder: Paul Atenast, Borsigwalde, Räuschftr. 10. Teltow: 5 äsel, Ritterstr. 29. Tempelhof: Raifer- Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler, Sohenzollerntorfo 5. Trebbin: Göring, Bahnhofstr. 62. Treptow: Weiß. Riefholzftr. 18b. 6. Weißensee: Greunte, Berliner Allee 54. Gillmann, Carmen- Sylva- Straße 57. Wildan- Hoherlehme: Rud. Lettsw. Wilhelmshagen, Heßenwinkel: Schulze, Wilhelmshagen, Wilhelmstr. 31. Wilmersdorf: Solsteinische Str. 19, Tübinger Str. 2a. Wittenau: Wilh. 8immermann, Rosenthaler Str. 46. Woltersdorf: Gurbaum, Eichendamm 22. Rehlen Rehlendorf, Schlachteniee Nikolasice: Weaner dorf. Teltower Str. 3. Senzia, Mittenwalde, Schenkendorf, Niederlehme, Rene Beuthen, Miersdorf: A. Behling, Bahnhofstr. 2. Mühle, Zernsdorf, Cablow: Friedewald. Senzig. 3offen: Witt. Bahnhofstr. 25. Chauffeestr. 54. Giemensstadt: Friese, Vödidericia 10. Steglig: Zeitungs- Kiost, Düppelstr. 41. Svandau: Lindenufer 34. Staaten: Bältel. Eichenwinkel 16, sübende: 8ubwig, Salsteftr. 86. Sämtliche Literatur fowie alle mißenfchaftlichen Berke werden geliefert. Sonntags fnb bie Geschäftsstellen gefchlofen