Nr. 283 39.Jahrgang Ausgabe Nr. 139 Bezugspreis: Bierteljährl. 150.-M., monatl. 50,-. frei ins Haus, voraus zahlbar. Bostbezug: Monatlich 50,-, einschl. 8u ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u Memelgebiet, sowie Desterreich u. Luremburg 84,-20, für das übrige Ausland 102, M. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luremburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und geit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblaff 1 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle Toftet 16, M.- Reflamezeile 80.-. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 3, M. 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Zum Teil wird die Vermutung ausgesprochen, Lloyd Reisefommentare ab, der amtlichen Stellen Frankreichs nicht George werde mit Poincaré über die Schwierigkeiten fern zu stehen scheint. sprechen, die einem englisch- französischen Batt entgegenstehen, Das Garantiefomitee trifft heute abend in Ber: andere Blätter wollen wissen, daß vor allem die russische Frage behandelt werden soll, nach einer dritten Version steht die Relin ein. In informierten Kreisen erwartet man, daß zunächst parationsfrage im Vordergrund des Interesses. Es ist über die Finanztontrolle und die Kapitalflucht beachtenswert, wenn Petit Parifien" in diesem Zusammen Beratungen geführt werden. Vor allem soll man aber behange schreibt, nicht nur die Reparationsfrage, sondern auch absichtigen, die Ausführung des Zwangsanleihegesetzes für die die Sanktionsfrage dürfe Frankreich und England in allernächste Zeit zu erwirken. Ueber eine Anleihe wird zuZukunft nicht mehr trennen, wenn, wie es scheine, die fran nächst offiziell nicht verhandelt werden. zöfifche Regierung gegebenenfalls andere 3wangsmaßnahmen ins Auge fassen sollte als die Besetzung des Ruhrgebiets. Auch das Journal" behandelt die Frage in diesem Sinne. Es heißt da u. a.: " Es ist bald Zeit, mit unseren Alliierten der deutschen Regierung ohne Umschweife die Frage zu stellen: was wollen Sie bezahlen? Wenn Deutschland start ist und guten Willen hat, so wird es seinen großen Industriellen die nötigen Opfer auferlegen. Im Jahre 1921 haben Briand und Loucheur sehr ernsthaft einen Plan zur Ausbeutung der Ruhr zu unserem Nußen besprochen. Die Männer, die mit der technischen Leitung der Angelegenheit betraut werden sollten, waren schon ernannt worden. Man bestätigt, daß Poincaré die eventuelle Wiederaufnahme dieses Projettes mit Hilfe der gleichen Sachverständigen ins Auge gefaßt habe. Es würde sich jezt aber nicht darum handeln, die Hand auf die deutschen Kohlenwerte zu legen, sondern eine Abgabe auf jede geförderte Tonne in Anwendung zu bringen. Deutschland würde die nötige Tonnage für seine Bedürfnisse belassen werden. Es ist wahrscheinlich, daß diese Reichstagsauflösung? Am Montag beginnt im Reichstag der Kampfum die Getreideumlage, der in den nächsten vierzehn Tagen parlamentarisch entschieden werden wird. Im Reichsrat ist die Regierungsvorlage, wie schon gemeldet, mit großer Mehrheit gegen die Stimmen verschiedener preußischer Provinzialvertreter und Württembergs, das eine zu schwere Belastung seiner fleinen Landwirte befürchtet, angenommen worden. Unübersichtlich sind die Verhältnisse im Reichstag. Hier sind nicht nur die ausgesprochenen Vertreter des Agrarier tums Gegner der Vorlage, sondern es ist dem großagrarischen Terror auch gelungen, bürgerliche Abgeordnete, die von städtischen Verbrauchern gewählt sind, unter seine Botmäßigkeit zu schen Verbrauchern gewählt sind, unter seine Botmäßigkeit zu bringen. Zu ihnen gefellen sich jene Theoretiker der freien Wirtschaft, denen ihr Prinzip über dem Wunsch steht, die Möglichkeit der Boltsernährung aufrechtzuerhalten. Obwohl zweifellos die erdrückende Mehrheit des Volkes erträgliche Getreidepreise will, könnte unter Umständen im Reichstag eine Mehrheit in Erscheinung treten, deren Absicht dem Volkswillen entgegengesetzt ist. In diesem Fall wäre nach demokratischen Grundsätzen die Notwendigkeit von Neuwahlen gegeben. Bei diesen Neuwahlen würde das Bolt zu entscheiden haben, ob sich der Brotpreis allmählich der allgemeinen Breissteigerung anschließen oder ob er mit einem Sprung auf das 3 weieinhalb fache bis Dreifache des gegenwärtigen Preises für Markenbrot steigen soll. Es ist möglich, daß es im Reichstag zu einer Verständiung fommt, obwohl die Schwierigkeiten nicht gering find. Collte aber die Verständigung scheitern, sollte die Umlage fallen oder so gestaltet werden, daß sie zum bloßen Schaugericht wird, ann würde unsere Partei plötzlich vor die Notwendigkeit rascher Entscheidungen und durchgreifenden Handelns gestellt sein. Es würde ihr dann die Aufgabe zufallen, bei Neuwahlen, fast ganz auf sich allein gestellt, die Lebensinteressen der nicht grarischen Verbraucher nicht nur der Arbeiter, sondern uch der Beamten, Angestellten und des ganzen Mittelstandes zur Geltung zu bringen. Reparationsinterpellationen. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Gyvedition und Jnieraten. Abteilung Morisplat 11753-54 Ankläger Frossard. Nach einem ausführlichen Sigungsbericht der RotenFahne" über die neue Tagung der erweiterten Erekutive der Dritten Internationale hat der Borfizende inomjem gleich in der ersten Sigung vom 7. Juni die Teilnahme des Präfidiums der Dritten Internationale an dem Prozeß gegen die Sozialrevolutionäre beantragt, und zwar soll Liefe Teilnahme darin bestehen, daß einige politische Sachverständige" damit beauftragt werden, die Rolle der bürgerlichen Staaten und der Menschemiki während der Intervention darzulegen. Für diese letzte Tätigkeit sind in Aussicht genommen: der Tscheche Schmeral, der Engländer Bell, der Bulgare Jorda now und die Franzosen Sadoul und Frossard. Nach einem weiteren Prozeßbericht der Roten Fahne" vom 15. Juni ist auch Frossard bereits als Zeuge über die Stellungnahme der französischen Regierung zu der russischen Februarrevolution vernommen worden. Das gibt uns Anlaß, die Person dieses Mannes, der die Funktion eines Generalfefretärs der Kommunistischen Partei Frankreichs bekleidet, etwas näher zu beleuchten. Paris, 17. Juni.( MTV.) Der sozialistische Abgeordnete Léon Blum hat eine Interpellation eingereicht über die Art und Weise, Frossard, der selbst während des Krieges feineswegs auf wie die französische Regierung des Reparationsproblem dem linken Flügel seiner Partei stand, stand noch im Jahre auffaßt und wie fie nunmehr den Vertrag von Versailles 1920 den kommunistischen Ideen sehr fühl gegenüber. Er und den Londoner Zahlungsplan anzuwenden gedente. gehörte, im Gegensatz zu Loriot, Louraine, Rappoport und Auch der rechtssozialistische Abgeordnete Vincent Auriol anderen, die ein Romitee für den Anschluß an die Dritte wünscht Auskunft über die Maßnahmen, die die Regierung zur Internationale" gebildet hatten, dem ,, Komitee für den WiederWiederherstellung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage Frant aufbau der Internationale" qn, das sich später für den Anreichs zu treffen gedente, damit das Reparationsproblem in prafschluß an die Wiener Arbeitsgemeinschaft entscheiden sollte. tischer und endgültiger Weise einer Lösung entgegen. Bei der ersten großen Kraftprobe zwischen den beiden Rich tungen auf dem Straßburger Parteitag im Januar 1920 geführt werde. wandte sich Frossard mit aller Schärfe gegen die antimilitaristischen Tendenzen der Anhänger Moskaus und er vertrat gegenüber einem jungen Wortführer der radifalen Richtung, Raymond Lefèvre, mit aller Energie den Er rief Grundsaz der Landesverteidigung. damals mit schönem Pathos aus: Die Gerüchte über Vanderveldes Ermordung. Das Zentral organ der belgischen sozialistischen Partei, Peuple", bementiert die Nachricht, daß Vandervelde in Moskau ermordet worden sei. In Paris liegt, obwohl die Gerüchte von der Ermordung Bander peldes immer stärker geworden sind, an unterrichteten Etellen bisher feinerlei Bestätigung der Meldung vor. gleichen Anlaß. Die Neuwahl findet spätestens am sechzigsten Tage nach der Auflösung statt." Da die Wahl an einem Sonntag vorzunehmen ist, ist der lezte mögliche Termin der letzte Sonntag vor dem sechzigsten Tag. Käme es noch im Lauf des Juni zur Auflösung, so müßten die Wahlen spätestens in der zweiten Augusthälfte vorgenommen werden. Verdoppelung des Brotpreises! ,, An jenem Tage, an dem die Mehrheit der Partei sich über die Waterlandsidee die Ansichten zu eigen machen würde, die hier vom linten Flügel entwickelt worden sind, dann können Sie versichert sein, ich an der Spize daß es viele Genossen geben würde nicht abwarten würden, um die Partei zu verlaffen, daß man sie ausschließt!" bie Einige Zeit nachdem er dieses eindeutige fozialpatriotische" Glaubensbekenntnis abgelegt hatte, fuhr Frossard zusammen mit Cachin nach Moskau, um über den Anschluß seiner Partei an die Dritte Internationale zu verhandeln. Das war gerade zur Zeit des erfolgreichen russischen Vormarsches auf Warschau, als die Wellen der kommunistischen Propaganda Zur weiteren Begründung des Getreideumlagegefeges in Mittel- und Westeuropa am höchsten schlugen. Die bolscheerklärte Staatssekretär Heinrici den Pressevertretern heute mittag wistische Strömung, die noch in Straßburg in Minderheit ge= . a.: Die Brotgetreideernte auf dem jezigen Gebiet des Deutschen blieben war, drohte die Mehrheit zu erlangen. Da stellten Reiches betrug im Jahre 1921 9,47 Millionen Tonnen, im Jahre 1913 die Moskauer unter heftigsten persönlichen Anklagen gegen dagegen 13,1 Millionen Tonnen. Im Durchschnitt also 12,1 Millionen Frossard und Cachin ihre berühmten 21 Punkte auf, die Tonnen, dabei war jedoch auch 1913 ein Einfuhrüberschuß u. a. bejagten, daß nur solche Kommunisten, die vor Ende von annähernd einer Million Tonnen vorhanden. Auf den Kopf der des Kongresses sich für diese Bedingungen öffentlich eingesetzt Bevölkerung dieses Gebietes gerechnet, tamen ohne Saatgut in den Jahren 1913/14 250 Kilogramm, davon 237 aus der inländischen Ernte, dagegen in den Jahren 1921/22 einschließlich der Einfuhr auf den Kopf 141 Kilogramm, wovon 126 durch die Inlandernte gedeckt wurden. hätten, Funktionen in den fünftigen geeinigten fommunistischen Barteien würden befleiden dürfen. Da bangte es Frossard um feine Funktion als Generalsekretär der Partei und Cachin um feinen Posten als Chefredakteur der ,, Humanité" und fie sandten gemeinsam ein Telegramm an das Pariser Sozialistenblatt, in dem sie ihre Belehrung zum Kommunismus feierlich verkündeten! Seitdem wird Frossard, von dem allgemein bekannt ist, daß er auch nach seiner Rückkehr aus Moskau sich sehr kritisch über den Boljchemismus äußerte, nur noch mit Berachtung von allen französischen Sozialisten angesehen. Er gilt drüben als der typische Renegat, der seine Ueberzeugung aus persönlichen Interessen heraus verleugnet hat. Und dieses glühende Berfechter der Vaterlandsidee tritt heute als BeIa stungszeuge gegen die Sozialrevolutionäre auf und wagt es im Chor mit den Bolschewiti Bandervelde und die übrigen Führer der zweiten Internationale als„, Sozialpatrioten" und Sozialverräter" zu beschimpfen! Bei den Berhandlungen in der letzten Zeit hat sich die Landwirtschaft bereit erklärt, etwa zwei Millionen Tonnen inlänbischen Getreides zur Verfügung zu stellen, aber zum freien Marktpreis. Die Regierung ist darauf nicht eingegangen, weil fie die erforderliche Organisation erst schaffen mußte und weil das weitere Angebot der Landwirtschaft, bei Nichteinhaltung diefer Liefe rung das Umlageverfahren in Kraft zu sehen, auch keine Aussicht biete. Dazu kommt die Preisstellung im freien Verkehr, die dazu führen würde, daß jeder geforderte Preis auch gezahlt Musterbeispiel fommunistischer Gesinnungslosigkeit, dieser werden müßte. Die Regierung ist überzeugt, daß dieser Preis zeitweise über den Weltmarktpreis hinausgehen würde. Infolge der bekannten Forderung der Entente stehen Verbilligungsgelber für ausländisches Getreide nicht mehr zur Ver fügung, aljo muß auch Inlandsgetreide unter dem freien Inlandpreis aufgebracht werden, sonst würde die Versorgung der Be- Sein jetziges Auftreten setzt dieser Reihe von schmählichen vöfferung zu erträglichen Breifen nicht möglich sein. Dieses Opfer Taten die Krone auf. Die Bermutung liegt nahe, daß er mit für das Allgemeinwohl muß die Landwirtschaft schon bringen. Um diesem traurigen Liebesdienst wiederum nur die eigene Haut ihr jedoch weitere Opfer zu ersparen, sei die Nachprüfung des Ge- retten wollte. Denn in den Augen der berufenen Wortführer treidepreises im Laufe des Wirtschaftsjahres vorgesehen. Außerdem des französischen Kommunismus ist Frossard niemals ein mirtsoll bei der Preisgestaltung liberaler vorgegangen und auch Rücksicht licher Kommunist gewesen. Seine Opposition gegen die genommen werden auf die Lage, unter der die Landwirtschaft im Einheitsfront"-Befehle des Erekutivfomitees und seine langnächsten Jahre zu produzieren hat. In der Preisfestlegung soll der jährige Mitarbeiterschaft am Journal de Peuple", dem Landwirtschaft so weit entgegengekommen werden, als das Allgemein- Blatte des foeben ausgestoßenen Henri Fabre, mit dem er persönlich eng befreundet ist, machte ihn in den Augen der intereffe nur gestattet. Reinen" überreif für eine Absetzung von seinem Generalfekretärposten. Nun dürfte er sich als Belastungszeuge geger die angeklagten Sozialrevolutionäre eine Gnadenfris glücklich erkauft haben. Bon dem Berantwortungsgefühl eines Teils der bürgerlichen Barteien dürfen wir erwarten, daß sie vor Schritten zurückschrecken werden, deren Folgen unabsehbar sind. Sie wissen auch, daß es für die Sozialdemokratische Partei Mit absoluter Sicherheit ist mit einer sehr wesentlichen Erhöhung einen Bunkt gibt, hinter den sie nicht zurückweicht. So wün- des Preises für das Marienbrot, die nicht weit entfernt von der schenswert auch eine Berständigung auf haltbarer Grundlage Berdoppelung des jezigen Preises sein wird, im neuen Wirtschaftsist, so wenig fann unter allen Umständen mit ihr gerechnet jahr zu rechnen. Wie bereits bekannt, sollen im neuen Wirtschaftsmerden. Es gilt also, bereit zu sein! jahr die Bemittelten Brotfarten nicht mehr erhalten. Die Abgren- Seine Aussage, über die die Rote Fahne" ausführlich Artikel 25 der Reichsverfassung besagt:„ Der Reichspräji- zung nach dieser Richtung wird vom Finanz- und Ernährungs- berichtet, brachte übrigens absolut nichts Neues zur Sprache pent kann den Reichstag auslösen, jedoch nur einmal aus dem ministerium mit Zustimmung des Reichsrates festgesezt werden. Ein Satz aber, den das Berliner Organ im Fettdruck heran Um die ruffifche Armee zum Vormarsch zu veranlassen, wurde der französische sozialistische Munitionsminister Albert Thomas nad) Rußland geschickt. fteter Unsicherheit hinein. ftreicht, verdient jedoch ganz besonders hervorgehoben zu haben sie daran sehr wohl getan, weil sie eben in ihrer Mehr- 1 Bekommt man diese Wahrheiten nun etwa zu hören, wo werden. Frossard sagte nämlich u. a. aus: heit sehr wohl wissen, daß eine rein sozialistische Re- Nationalisten und Monarchisten in öffentlichen Bersammgierung zunächst bei den gegebenen Mehrheitsverhältnissen unmög- lungen gegen die„ Kriegsschuldlüge" fämpfen? O nein, dort lich ist.. wird aus dem Mangel der bewußten Absicht einfach die völlige Tatsächlich treibt die USP. ebenso wie die SPD. Koalitions- blütenweiße Unschuld der alten deutschen Regierung gepolitif. Der Unterschied der beiden Parteien ist nur der, daß die folgert. Daß es zwischen dem Vorsaz und der Unschuld noch Roalitionspolitik der einen stabil. ist, die der anderen nur la bil, das weite Gebiet der Fahrlässigteit gibt und daß im das heißt, jeden Moment zum Umfallen geneigt. So tragen fie in Falle der deutschen Regierung die äußerste, gröbste, die Politik der Sicherung, die sie mit Recht betreiben, ein Moment bereits in den Eventualdolus übergehende Fahrlässigkeit vorliegt, davon wird in der Regel nicht Angesichts der bisherigen Haltung der Freiheit" hat nur nichts gesagt, sondern es wird im Gegenteil diese allerKautsky allerdings wenig Hoffnung, sie selbst und die führen- unpassendfte Gelegenheit zur Berherrlichung des alten Systems den Kreise der USP. zu überzeugen. Er rechnet auf diejenigen und feines unfähigen Lenters benutt. An dieser Heuchelei Kreise, die der Einigung zwar geneigt, aber vereinzelt und können wir uns nicht mitschuldig machen. verschüchtert sind, und die er sammeln möchte. Er fündigt beiläufig das Erscheinen eines neuen Buches über„ Die proletarische Revolution und ihr Programm" an, dessen Aufnahme ihm zeigen foll, ob er mit seinem Eintreten für die Einigung in der USB. noch Boden finden kann. mals!" # Genau in dieser Aufmachung ist dies in der Roten Sahne" zu lesen. Und der Durchschnittsleser dieses Blattes wird dabei zornerfüllt ausrufen:„ Und mit solchen Leuten jollten wir etwas Gemeinsames haben? Pfui Teufel! NieBerzeihung! Ist A. Thomas damals allein nach Rußland gefahren? Hatte sich nicht ein anderer französischer Sozialist damals nach Rußland begeben, genau zu dem selben 3wede? War dieser andere Sozialist nicht Marcel Cachin, der jetzt als der Führer der französischen Kommunisten von den Lesern der Roten Fahne" bejubelt wird, wenn er auf einer internationalen Rundgebung in Berlin auftritt, wie zuletzt im Januar d. J. im Sportpalast? Ohren zeugen versichern übrigens, daß Cachin damals noch viel rabiater für die Fortsetzung des Krieges in Rußland auftrat als Thomas und daß namentlich seine Rede in Reval vor den Matrosen der russischen Flotte das Höchste deffen darstellte, was auf dem Gebiete dieser Ententepropaganda jemals geleistet wurde. Warum tritt nicht auch Marcel Cachin als ,, politischer Sachverständiger" im Prozeß gegen die Sozialrevolutionäre auf? Er scheint uns für diese Aufgabe ganz besonders geeignet zu sein.... Koalitionspolitik der USP. Kautsky über die Einigung. Karl Kautsky setzt die im„ Sozialist" begonnene Er örterung über die Einigungsfrage jegt in der Freiheit" fort. Diese hatte ihn aufgefordert, seine Meinung darüber zu äußern, wie er sich die Möglichkeit der Einigung ohne Rapitulation zwischen zwei Parteien vor stelle, von denen die eine in der Regierung mit bürgerlichen Parteien, die andere aber außerhalb der Regierung fich in Opposition befinde. Kauts? y antwortet auf diese Fragen sehr ausführlich. Er weist der Freiheit" nach, daß ihre Gegenüberstellung gar nicht den Kern treffe: Hier liegt in der Tat eine Schwierigkeit vor. Aber man darf ihre Größe nicht überteiben. Sie wäre wohl faum überwindlich, wenn tatsächlich die eine Partei in der Regierung und die andere in entfchiedener Opposition wäre, mit der Abficht, die Regierung zu Stürzen. Aber so liegen doch die Dinge nicht. Die USP. strebt nicht danadh, die Regierung zu stürzen, in der die SPD. drinnen fitzt. Sie hat sie bisher in allen entscheidenden Fragen gestüzt. Eine Gruppe der Unabhängigen, fagt Kautsky weiter, volle die Einigungserörterungen verschieben, bis die gegen wärtige Regierungsfoalition zerfallen und die Sozialdemofratische Partei wieder in Opposition sei: nicht sehr rühmlich er Natur. Man würde dann einen VorDiese Art des Hinausschiebens der Einigung wäre allerdings gang, dessen Eintreten eine Lebensfrage für das deutsche Proletariat ift, abhängig machen von einem Zufall. An dem Charakter der SPD. würde sich durch ihren gelegentlichen Austritt aus der Realition nichts ändern. Sie würde der Koalitionspolitik da durch nicht grundsäglich abschwören. Man mürde also die Einigung von einer reinen Aeußerlichkeit abhängig machen, die nur für sehr oberflächliche Gemüter von Bedeutung sein kann. Man würde dadurch überdies die Einigung von einem Er eignis abhängig machen, dessen Eintreten wir nicht einmal wünschen dürfen. Denn welches wäre die Alternative einer Koalitionsregierung? Doch nicht eine rein sozialistische Regierung? Bäre eine folche bei den augenblicklichen Machtverhältnissen möglich, dann hätten allerdings die Rechtssozialisten die Pflicht, sofort aus der Koalition herauszugehen. Dann hätten sich aber auch die Unabhängigen schwer am Sozialismus verfündigt dadurch, daß sie bisher jede Gelegenheit verfäumt hatten, die ftoalitionsregierung zu stürzen. In Wirklichkeit Dom Reiseverkehr. Vom nationalistischen Rummelplah. Vor kurzem ist von dem Potsdamer Gericht der Kapitän des Sterndampfers Kaiser Wilhelm zu Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er seinen Dampfer in einen anderen hineingerannt und den Tod von mehreren Menschen verursacht hatte. Der Mann hat den Zusammenstoß auch nicht gewollt", Die Freiheit" begleitet die Darlegungen Rautskys mit aber das Gericht hat seine grobe Fahrlässigkeit mit Recht als fehr oberflächlichen Bemerkungen. Dittmann, der sich, seit er strafbar angesehen. Wie mit dem Dampfer, so verhält es sich Chefredakteur der Freiheit" geworden ist, als unbestrittener auch mit dem ehemaligen Kaiser Wilheim und seinem System. Dittator der USB. fühlt, unterſtellt in besonders vornehmer Diese Männer sind schuldig, durch gröbste Fahrlässigkeit diesen Beise, Kautsko habe den ganzen Artikel nur geschrieben, um Busammenstoß herbeigeführt zu haben, der nicht zehn, sondern - Reflame für sein neues Buch zu machen! Er versichert zwei Millionen Deutschen das Leben tostete, und diese Schuld war, das Proletariat habe in seinem Emanzipationskampfe wäscht auch keine mangelnde„ Absicht" von ihnen ab. Eine Erneben der revolutionären auch eine fonservative Auf- örterung der Kriegsschuldfrage, die dies verschweigt, ist nichts gabe zu erfüllen", nämlich die Erhaltung der Demokratie. Die als Heuchelei. USP. erfülle diese tonservative Aufgabe, indem sie die Regierung, in der sich Sozialdemokraten befinden, stüze. Aber die Sozialdemokratie, die durch ihre Beteiligung an der Regierung dem gleichen Zwecke dient, ist durch die Koalition, an die Neaktion gefeffeit". Und außerdem sind, nach der Frei- Bereine am 1. Juli unter dem Deckmantel einer Sonnenwendfeier In Prenzlau veranstalten die sogenannten vaterländischen heit", die anderen Parteien der Koalition, Zentrum und De einen großen nationalistischen Rummel, der vollkommen unpolitisch motraten, nur Repräsentanten der katholischen und sein soll. Beweis: Festredner ist ein Herr Jürgen v. Rammin, jüdisch- liberalen Kreiſe"! Die Freiheit" macht also ihre„ labile" Roalitionspolitit der gewöhnlich als Konkurrent Rnüppelfunzes in den Bersammlun gen der extremsten deutschoölfischen Antisemiten grundfäßlich weiter. Trogdem angeblich die Regierung der wirft. Bei einer so unpolitischen" Feier darf natürlich die ReichsReaktion dient, wird die Freiheit" mit der USP. fie unter wirft. Bei einer so unpolitischen" Feier darf natürlich die Reichsunterwehr nicht fehlen. Sie stellt eine Musitta pelle, die erira ft üben, um eine„ fonservative Aufgabe" zu erfüllen. Sie auf mehrere Tage nach Brenzlau beurlaubt wird, obwohl es in wird aber die Einigung deshalb weiter bekämpfen, Brenzlau Zivilmufifer genug gibt. Die Arbeiter werden eine Geweil die Sozialdemokratie in dieser von ihr unterstühlen Regierung ist. Da müssen die unabhängigen Leser nachgerade eine außerordentliche Hochachtung vor der zielflaren Konjequenz der neuen Freiheit"-Redaktion bekommen! Der Kern der Heuchelei. Die Nationalliberale Korrespondenz" stimmt ein großes Jammergeschrei an, weil die Sozialdemokratische Partei den für den 28. Juni inszenierten Rummel gegen die Schuldlüge" nicht mitmacht. Sie tlagt über das deutsche Erbübel, die lineinigkeit und Zerrissenheit", gegen das sie sicher erfolgreich antümpft, wenn sie die Resolution des Parteiausschusses ein Fälscherkunst st üd" nennt. Warum wir die Berenstal zielle Organ der Deutschen Volkspartei besser wissen als wir. tungen nicht mitmachen können, das sollte eigentlich das offiDenn es dürfte ihm doch nicht unbekannt sein, daß ein an= deres Organ der Deutschen Boltspartei, die Beit", am Tage nach dem Urteil im Münchener Dokumentenprozeß folgendes geschrieben hat: # Es sind auf deutscher Scite im Juni 1914 außerordentlich schwere Fehler gemacht worden, so schwere Fehler, daß man es dem Auslande nicht veroenten tann, wenn es fie nicht einfach als Fehler gelten lassen will, sondern nach versteckten Abfichten fucht. Gin italienischer Diplomat sagte jüngst: 3hr Unglü ist es, daß Shre Leute im Juni 1914 jo dumm waren, daß man es im Auslande nicht für möglich hält." Wir sind in den Krieg nach Bülows und Tirpig' Worten hineingetortelt" und haben dann, als die Annahme Bethmanns, daß der Strieg sich lokalisieren lasse und daß England den Frieden halten werde, als irrig erwies, Fehler auf Fehler begangen, wie ein schlechter Schwimmer, der plötzlich feinen Boden mehr unter den Füßen fühlt, verzweifelnd mit den Armen um sich schlägt und das Verkehrlefie tuf. Die ,, unpolitische" Sonnenwendfeier. gendemonstration veranstalten. Die Pfadfinder" von Gleschendorf. Es ist bekannt, daß die Baltikumhorden nach ihrer formalen Auflösung sich unter Führung ihrer monarchistischen Offiziere als fogenannte Arbeitsgemeinschaften auf dem platten Lande niedergelaffen haben. Dabei sind sie in militärischen Formationen verblieben und veranstalten militärische lebungen. Unser Gewährsmann hatte Gelegenheit, am 1. Pfingstfeiertag abends in Gleschendorf in Holstein eine Abteilung dieser Organisation 3u beobachten. Beran marschierte wie nicht anders möglich nüppelmufit aus Trommlern und Pfeifern zufammengefeht, dahinter, an der rechten Seite und hinten, wurde der 3ug militärisch geleitet von Offizieren in den allen Uniformen mit 23 eidemann- Gleschendorf erklärte auf Anfrage nach dem Zwed Gardeligen, Achselstücken und was so drum und bran hängt. Der deutschnationale Großgrundbesitzer und Getreidehändler dieses militärischen Aufzuges, daß es sich nicht etwa um Selbstschutz, fondern um Pfadfinder" handelt, die allerdings auf den Gütern untergebracht seien. Er meinte weiter, daß ihm das Herz höher schlage, wenn er diese Leute und ihre Formationen sehe und daß er sowohl, wie diese Formationen nur auf den Augenblic warten, in dem der Befehl gegeben wird, gegen alle was augenblidlich herricht, vorzugehen und es zu beseitigen. Man fönne in der dortigen Gegend diesen Augenblid faum abmarter " Hindenburg verteilt Orden. Von der Hindenburg- Reise nach Ostpreußen berichtet die Königsberger Allgemeine Zeitung", daß Hindenburg bei einer„ internen Raffectafel", die der Verein der ehemaligen 147er feinem Ehrenvorligenden Hindenburg gab ,,, mehreren Kameraden, die sich um das Kriegervereinswesen besonders verdient gemacht haben", die ihnen vom Kyffhäuserbund verliehenen Auszeichnungen verteilte. Der Kyffhäuserbund ist niemand anders als die ZentralBarbara Remp als Carmen. Als ob sie an cinem Abschieds-„ Die Ballerina des Königs" muß im Lessingtheater abend zeigen wollte, welcher fonzentrierten Straft fie fähig ist, wieder tänzeln, da„ Die Fuchsjagd" die erwartete Sommerbeute schenfte uns die Stealsoper cine Carmen- Aufführung, die uns mit nicht eintrug. In diesem Balletteusen. und Königsstück topft der In Bayern üben die Oberammergauer Passionsspiele bereits Schillings, mit den Sorgen, Möten und Gebrechen seiner Mitglieder Große Friedrich einmal feinem Kammerdiener auf die Hinterseite, ihre Wirkung. Scharen von Ausländern, deren Valuta eine Ber- für lange versöhnte. Der Gluthauch dieser Borstellung war fo hierauf souplert er mit der schönfüßigen Barberina, während er gnügungsreise nach Deutschland ohne nennenswerte Belastung des intensiv, daß er berechtigte Kritif mancher Details versengte, und befiehit, daß man im Mantel und Draen zum Kriegführen gegen Budgets ermöglicht, sind auf dem Wege, und die Pforten der Hotels auch die gefanglichen Ungleichheiten der Hauptdarsteller fonnte fich Defterreich bringt. Er schnupft, er tupft die Leute als alter Friz stehen weit offen, die Gäste würdig zu empfangen, deren wohlgefüllte wohl fein Hörer dieser fanctischen Hingabe, diesem Leben ge- mit dem Krücstod en er fellert els junger Friz und alter Friz Brieftaschen ein gutes Geschäft versprechen. Freilich, alle jene, die Schönheiten für die letzten beiden Afte versparte, cine Aufführung, wenig, daß er fie auf dem Krümperwagen als Kriegsbagage ver wordenen Spiel entziehen. Es war eine Aufführung, die ihre auf der Flöte. Er läßt sich von der Tänzerin ablüffen, es fehlt an dem Geschäfte nicht profitieren können, sondern unter der enormen des glanzvollsten Aufstiegs, eine der besten, die mir je gehört. frachtet. Die renetianische Mama Barberinas wärmt sich am BerBreissteigerung infolge der Fremdenüberflutung zu leiden haben, Einen Teil der Verantwortung trägt Biech, dem das heiß freifende liner Ofen das beirächtliche Gesäß. Das Fräulein tätschelt den sehen der Invesion mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Es Blut diefer romanifchen Bartitur in Kopf und Händen höchste Kraft Hofrat, der ihr Gatte wirb usw. usw. fällt einigermaßen schwer, ihnen in gefchidten öffentlichen Erklärun- und Begeisterungsfähigkeit zutrieb. Mit ihm in einem Atem schuf Es ist Weitgeschichte, von Rudolf Presber und Leo Walter gen plaufibel zu machen, daß die Uebertauerung der Lebensmittel Barbara Kemp eine Carmen, die uns zittern macht. Welch ein Stein in Halbweltgeschichte verdreht. Es gefällt immer, und außerund der Zimmer cuch ohne die Fremden gekommen wäre und das Weib! Das ist Weib und Leben wirklich ineinander verkettet, das dem wird immer das moralische und patriotische Lichtlein mit aus den zu erwartenden Milliardengeschäften ein jeder Nutzen ziehe. ist Sinnlichkeit, die, dem Dämon Weib eingeboren, Menschen durch Seitenflimmern gegen Welsch und Britisch aufgefekt. Es wird Denen, die faum mit ihren Familien notdürftig leben tönnen, einander peitscht, aufeinander hekt. Wes sie singt, halb Cantilene, fogar vergnüglich, da Fräulein Leonore Dröscher für die unab. wird wohl eine Reise nach Oberammergau nicht gut möglich werden. ihre Begehrlichkeit zielt, ta ist ihr der Sieg gewiß. In freiem, grüßt sei Fräulein Dröscher. Man weiß nicht, ob fie viel Talent hals Schrei und gesprochenes Wort, ist Trunkenheit, und wohin fömmliche Leopoldine Ronstantin aus Potsdam geholt wurde. GeDie Zeiten sind leider vorüber, wo man mit einigen hundert Mar? mehr ägyptischen als spanischen Tanz, reißt sie grell die Szene an befiht. Sie befiht ficher viel Zierlichkeit, fie ririt ihre 3ehen bei eine Vergnügungstour machen konnte, sogar ins Ausland. Mit sich, wirft sich fatenhaft unter die Menschen, spielt mit Liebe und nahe so hoch wie ihr anmutiges Zirpen. Cin hübsches Sternlein, Behmut denfen wir heute an jene glüdlichen Jahre, wo noch feine Geele, und verblutet am Manne, wie sie an ihm ein Leben lang das cin Salentomen- Star werden fann. Sie belebt die Berliner unübersteiglichen Balutamanern und Baßschwierigkeiten dem an- gewesen war. Ohne Hemmung raft die Stimme, explodiert der die nette Betstamerin. Kann fie auch mehr als Theater geborenen Steijcdrange des Deutschen Schranken fetten. Der Welt- Mensch, das Tier in ihr. Der Schlußati: ein faszinierendes Stück spielen? Es flang aus der spizigen Stimme in manchen Sekunden frieg hatte diesem glücklichen Zustande ein jähes Ende bereitet. Man erotischer Reitgeschichte. Mag immer diefer Sepran, dem die ganze Seele. Herr Grünberg verwechselt als junger Friedrich einen hatte en anderes zu denten els an Reisen. Nun aber macht sich das Rolle zu tief liegt, brüchig fain: ein solch zuckendes, schonungsics Preußen mit einem Rersen, den König mit dem Krüdstod trifft er Bedürfnis nach scelischer Entspannung und förperlicher Erholung fich frei blutendes Menschendalein, grell und fraß und ohne 3ier der besser. M. H. von den üblen Nachwirkungen des Krieges wieder geltend. Die böse preisen fönnen. Sie riß auch den Don José Hutts mit, der leider bei Erdarbeiten im Schloßpart entdeckt. Der berühmt- berüchtigte Grazie wird man auf deutschen Bühnen nicht oft grüßen und Casanovas Grab murde in der deutsch- böhmischen Stadt Dug Valuta hat den Reisestrom, der sonst in das Ausland flutete, ange oft mit Preßtönen und Detonationen zu fämpfen hat, im Schlußaft Liebesabenteurer, der uns in seinen Memoiren ein farbiges Bild staut und die Inlandsfremdenorte so überfüllt, daß die Preise in aber ein Heros menschlichen, männlichen Leidens, erhebender Kraft des 18. Jahrhunderts hinterlassen hat, war in feinen alten Tagen denselben für die breiten Massen, ganz abgesehen von den enorm wurde. Scheidl im Glanz feiner schönen Stimme blicb blah als Bibliothekar des Grafen Waldstein in Dug, wo er einfam uni gestiegenen Eisenbahnkosten, unerschwinglich geworden sind. Keines- Escamillo, mehr lang als groß. Ein Ueberschuß an spanischem wegs aber für die Ronjunkturspekulanten. Und deren haben wir, Temperament fehlt ihm. Die maaherr( Micaela) züchtig, lieblich, halbvergessen starb. Der Grabstein trägt nur die Inschrift: Casanova 1799". während ganze Boltsklassen verelerden, nicht zu wenige. Der Krieg in Singelaune. Urd so auch die anderen Soliften( Badoc, Henke, mit seinen Heeresaufträgen und Preistreibercien und die Nach: aber bildeten die Chöre, die mir in solcher Gestuftheit, folcher Söhe der Gefahr". Knepel, Gufalemicz). Des fünstlerische Relief der Neueinstudierung friegszeit mit ihrer fünftlich geschaffenen Warenknappheit haben auf Intimität, solcher Reinheit und persönlicher Farbe überhaupt noch Geige". gewisse Boltstreise einen wahren Gelbregen niedergehen lassen. Wo- nicht gehört haben. Noch ein paar solcher Renovierungen hin mit dem leicht verdienten Gelde? Es genüot diefen Barajiten die Berliner Staatsoper marschiert wieder voran. und Dies unser Urania- Vorträge. Connt.: Die Insel Rügen Mont.. nicht mehr, in den Zugushotels und Schlemmerstätten der Großstadt liebster Sommerwunsch.. Riefengebirge." Dienst.: Der fleine Mud. Mittw.: K. S. ihren Reichtum zu zeigen. Sie wollen auf Reisen, in Kurorten und Carl Blasel, cinft der populärste Komiter Biens, ist im 91. Le Sonnab.:„ Einsteinfilm." Bom els zum Meer." Donn.: Schwabenland." Freit., Bädern ihr Sybaritenleben weiterführen. Nichts ist ihnen zu teuer. bensjahre in Wien gestorben. Er wurde 1863 in der österreichiSie haben's ja. Da kann ein Mensch mit normalem Einkommen schen Proving entdeckt. fam dann noch Wien, wo er jahrzehntelang band der deutschen Volksbühnenvereine, an defien Spike die Berliner Der britte Voltebühnentag. zum dritten Male beruit der Ver nicht mehr mit. Sie wollen Abwechslung, Sensation, eine Verände in den Bossen und Operetten die beliebtesten Rollen spielte. Er Volfsbühne stebt, einen Vertretertag ein. Er findet vom 23. bis 25. Juni rung des Schauplatzes ihrer so überaus nüzlichen Tätigkeit. schuf in der damals flassischen Operette vor allem in Offenbachs in Bielefeld statt. In einer öffentlichen Kundgebung werden der Werken Diefe Art von Luxusreisenden verleidet allen Erholungsreisenden ion". Der Wiener fand in ihm sein eigenes gemütlich- fröhliches Frankfurt a. M. und Dr. Paul Bourlein Köln über das Thema die inpisch wienerische Bertörperung der Juftigen Ber- preußische Innenminister Rail Severing, Dr. Starf Gebberdi. ben rechten Reisegenus. weil sie die traurigen wirtschaftlichen Gegen- Wesen gesteigert wieder und vergütterte ihn. Bis vor einigen Jah- Bolt und Stunfi" sprechen. Außerdem sicht die Tagesordnung einen Be fäß aufdringlich auf Schritt und Tritt zum Bewußtsein bringen. ren ist Biasel immer noch zur Bühne zurüdacfehrt, nachdem er bühnenbewegung, einen Vortrag von Universitätsprofessor Dr. Lewin richt des Generalsekretärs Dr. Neftrieple über den Stand der BoltsUnter den schwierigen Verhältnissen, mit denen der größte Teil des wiederholt als Theaterdirektor Schiffbruch gelitten. deutschen Boltes zu kämpfen hat, sehen die meisten der beginnenden einer der letzten Zeugen und der beste Dersteller des alten luftigen für das Stunftschaffen" und einen Vortrag des Privatdozenten Dr. Stepe. Mit ihm ist Schüding Breslau über: Die Bedeutung der Bublifumsorganisation Reisezeit ohne Hoffnung entgegen. A. N. Wien in seiner Glanzzeit dahingegangen. Halle über den Spielplan der Voltsbühnen" vor. N H Erstaufführungen der Woche. Donnerstag: Schauspielhaus,„ Die Sonntag: Neues Boltstheater,„ Die erste B " D organisation der Kriegervereine. Daß eine private OrganisaHon fich anmaßt, Auszeichnungen auszugeben und durch Hindenburg verteilen zu lassen, ist ein Eingriff in die staatlichen Hoheitsrechte, der u. E. nicht zu dulden ist. Durch die Verfassung ist das Ordenswesen abgeschafft, und unverbesserliche Untertanengemüter, denen das Leben ohne Klempnerladen auf der Brust nicht lebenswert erscheint, mögen auf einen Kotillon- Ball gehen. Reichswehr- Geist. Aus Jüterbog wird uns geschrieben: Was man sich in der Reichswehr von nationalistischer Seite leistet, dafür lieferte das Fest der 9. Batterie des Art.- Reg. in Jüterbog am 10. d. M. ein Beispiel: In dem Fest prolog werden die Zustände in der Republit gegeißelt, und zwar mit den Worten:„ Wir sind vom Teufel besessen" Den Herrn spielt jeder freche Wicht und wir sind seine Knechte". ( Wie gefällt Ihnen das, Herr Geßler?) Der Schluß lautet: Ich aber weiß: Es kommt der Tag, der wird empor dich rütteln, Da steigst du auf aus dem Eartophag, da wird der Ekel dich schütteln. Da wird erwachen der stürmende Groll und den züngelnden Drachen vernichten; Da wirst du, göttlichen Zornes voll, gewaltige Taten verrichten. Da lasse der Himmel den frevelnden Wahn mit rächendem Maße dich Und was der Feind ihm angetan, das sei ihm nicht vergessen. messen! Ein aus Berlin verschriebener Offizier( in Zivil) hielt die Festrede im nationalistischen Hezton. Er sprach vom„ rote n" Sünden wall in Berlin mit der Zufriedenheit, daß Berlin nicht Deutschland fei. Auf die Festrede folgte das Lied: Deutschland über alles. An der Feier nahm der Batterieführer mit den übrigen Offizieren der Batterie teil. Der General Waechter war als Gast anwesend. Keine Ministerkrise in Thüringen. Weimar, 17. Juni. Das Presseamt Thüringen teilt mit: Eine Reihe von Tageszeitungen haben die Meldung eines in Weimar neu eingerichteten Nachrichtenbureaus wiedergegeben, der zufolge in Thüringen eine Ministertrise bestehen und der Minister des Innern Hermann sich wegen angeblicher Unstimmigkeiten im Thüringischen Staatsministerium mit Rücktrittsabfichten tragen soll. An dieser Nachricht ist kein wahres Wort. Bei den Urhebern der Meldung dürfte der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen sein. Kloth als Angeklagter. Am Donnerstag, den 29. Juni, gelangt vor der vierten Straffammer des Landgerichts II die Beleidigungstage des unabhängigen Reichstagsabgeordneten Dr. Breitscheid gegen den jetzigen Generalsekretär der Deutschen Volkspartei, Emil Kloth, zur Berhandlung. Kloth hatte Dr. Breitscheid Baterlandsverrat und Bestechlichkeit vorgewerfen, was die Erhebung der öffentlichen Anflage gegen ihn zur Folge hatte. Breitscheid ist als Nebenfläger zugelassen. Die Reform der Berliner Verwaltung. Ein Sonderzug nur für Ausländer. der Kriegsbeschädigten- Abteile hat die meisten der wirklichen Kriegsbeschädigten von den für sie vorbehaltenen Abteilen ferngehalten, Ein Musterbeispiel sozialistischer Mißwirtschaft". und jetzt, wo die Abteile meist leer gefahren werden, geht die EisenIn der gestrigen Sitzung des Etatsausschusses der Stadtver- bahnverwaltung mit dem Gedanken um, die Abteile wieder in den öffentlichen Verkehr einzubeziehen. Der crdnetenversammlung machte der Syndikus Genosse Lange höchst Gedanke hierbei scheint der zu sein: Die Abteile werden nicht benutzt, interessante Ausführungen über die in die Wege geleitete Reform also ist kein Bedürfnis dafür vorhanden! Anstatt also den Kriegsdes Verwaltungsapparates von Groß- Berlin. J: 1 über- beschädigten die Benutzung der Abteile zu erleichtern und sie nicht aus freimütiger und gerade darum überzeugender Weise kritisierte mehr von dem berühmten amtlichen Ausweis abhängig zu machen. der Magistratsvertreter unter Zustimmung des Kämmerers wie der wird die an sich lobenswerte Einrichtung furzerhand eingezogen. Stadtverordneten den bisher üblichen Ueberfluß an Beamten und Hilfskräften und den schleppenden bureaukratischen Geschäftsgang der städtischen Berwaltung. Den bürgerlichen Stadiverordneten, die dieser Kritik zustimmten, wird es teine unbei dem Mitteleuropäischen Reisebureau( amtliche Stelle) 4 Billetts Aus Leserkreisen wird uns geschrieben: Ich habe am 13. b. M. getrübte Freude gewesen sein, als der Syndikus feststellte, daß die nach Binz mit Blazkarten verlangt. Das amtliche Reilebureau neue sozialistische Stadtverwaltung Zustände angetroffen habe, die hat mir darauf Karten ausgehändigt für den Bug 9 Uhr 30 Minuten sich von denen des Jahres 1870 nicht wesentlich unterschieden hätten vormittags ab Stettiner Bahnhof. Auf Grund dieser Billetts habe und daß nun der jegige Magistrat die bestehende Mißwirtschaft, das ich mich für den 15. d. M. nachmittags in Binz angemeldet. Wie ich Erbstück des alten Berlins, zu befeitigen habe. gestern früh mit meiner Familie, bestehend aus vier Personen und Augenblicklich prüfen Oberrevisoren die einzelnen Amtsstellen zwei Kindern, an der Sperre des Stettiner Bahnhofs auf Grund auf den unbedingt notwendigen Beamtenapparat und haben bereits meiner Billetts um 9 Uhr Einlaß zu dem Zuge verlange, befomme jegt außerordentliche Abstriche gemacht. So hat es sich ich die Antwort, daß für Reisende an die Ostsee dieser Zug gebeispielsweise herausgestellt, daß in Berlin- Mitte die Angelegen- perrt wäre. Bem Eisenbahn- Amtmann des Stettiner Bahnhofs heiten von 794 Erwerbslosen durch nicht weniger als murde dazu folgendes erklärt:„ Seit dem 15. Juni verkehrt 8 Uhr Beamte bearbeitet werden auf 5 Erwerbslose femmt 35 Minuten ein Zug, der für die deutschen Reisenden nach den oder daß das Bezirksamt Wilmersdorf in seiner Ostseebädern bestimmt ist wie ich ihm darauf vorhielt, daß ich auf Steuerverwaltung den alten Beamtenbestand beibehalten hat, als Grund meiner Blakkarten und meiner Billetts Anrecht zur Mitreise ob es keine neue Einheitsgemeinde gäbe. Der Syndifus faßte feine für den Zug 9 Uhr 30 Minuten hätte, erklärte er mir, daß der Zug Meinung dahin zusammen, daß es zu wenig Personal in feiner nach Schweden ginge und in der Hauptsache nur für Ausländer bestimmt sei." einzigen Amtsstelle in Berlin gäbe, dies behaupteten nur die beteiligten Bureauvorsteher, die leider noch auf dem alten Standpunkt ständen, daß ihre Arbeit um so wertvoller sei, je mehr Perfonal ihnen unterstände, statt im Gegenteil ihren Ehrgeiz darin zu fehen, mit möglichst wenig Personen, möglichst viel Arbeit zu leisten. Insbesondere habe Berlin einen Ueberfluß an Hilfskräften aus der Kriegszeit, während es an ausgebildeten und erfahrenen Beamten noch hier und da fehle. Es sei eine regelrechte Ueberstundenmißwirtschaft 168 ein Beamter 17 eingeriffen, die den Etat ganz außerordentlich belaste. Die Steuerverwaltung besitzt allein 300 besondere Pofitionen" für Ueberstunden. Von den Bezirken sind eine recht..freigebig in der Anforderung neuer Beamtenellen gewesen, insbesondere hat Charlottenburg die neuen Stellen mit fast 10 Millionen ohne die im Finanzintereffe notwendige Kritik in den Etat eingestellt, aber auch Treptow und Lichtenberg fallen beispielsweise durch starte Neuforderungen auf. Der Etatsausschuß ft rich auf Grund dieser Ausführungen und der zustimmenden Aeußerungen namentlich der Linksparteien von dem 58- Millionen- Bosten für Hilfskräfte und Ueberstunden nicht weniger als 30 Millionen, von den neuen Stellen für die Bezirke, die mit 76 Millionen eingesetzt waren, aber nur 50 millionen. Rechnet man hierzu die 100 Millionen, die der Magistrat bereits felbft im Nach trag des Etats für die Verwaltungsreform in Ansah gebracht hatte, so ergibt sich die immerhin beachtliche Summe von ins gesamt 180 Millionen. Es ist unverständlich, wie die Eisenbahn ais öffentliches Berfehrsinstitut ihren eigenen Landsleuten die Mitfahrt zu einem Zuge Derbieten kann, damit die Ausländer bequemer fohren können. Gefälschte englische Pfundnoten. Um 600 000 m. wurde ein Kaufmann Baußte von der Spandauer Brücke 10 beim Goldhandel mit einem Engländer betrogen. Baußte hat die Erlaubnis, mit Gold zu handeln. Kürzlich lernte er im Kaiser- Café in der Friedrichstraße einen unbetannten fennen, der sich als Mittelsmann eines Engländers ausgab, der jede Menge Goldes zu jedem Preise antause. Baukle, der zwei Goldbarren besaß, war vorsichtig und wollte zunächst fein englisches Geld nehmen. Als der inzwischen erschienene Engländer erklärte, daß er nur Pfundnoten befize, nahm Bauzte doch einige als Anzahlung mit der Vereinbarung, daß das Gold am nächsten Tage geliefert werden würde. Baukle ging dann mit den Noten zur Bank und erhielt sie hier auch anstandslos umgemechielt. Am nächsten Tage wurde das Geschäft endgültig abgeschlossen. 400 englische Baugle übergab die Barren, erhielt noch Pfund und zahlte 12 000 Mart heraus. Die Pfundnoten brachte er zum Verkauf auf die Bant. Zu feiner Ueberaschung erhielt er aber hier die Nachricht, die Noten seien auf der Börfe als falsch angehalten worden. Der Engländer und sein Schlepper sind mit ihrer Beute verschwunden. Zur Widerlegung von Gerüchten, die vielfach umlaufen, sei noch Eine Dienstwohnung für den Oberbürgermeister. Die Andarauf hingewiesen, daß in der neuen Stadtverwaltung Berlin regung, dem Oberbürgermeister eine Dienstwohnung zur Verfügung Die Zwangsanleihe vor dem Reichstag. jedweder Beamte und Angestellte seinen„ Marschallstab" im Tor zu stellen, ist im Etatausschuß von neuem aufgegriffen worden. Er Torregua, In der heutigen Reichstagssitzung wurde an Stelle des verstor nifter" trägt. Die frühere" Bewertung" ist allerdings abgeschafft, hat heute in erster Lesung den Beschluß gefaßt, im Schloß benen Abg. Naden( 3.) der Abg. Schwarz( 3.) zum Schrift fie hatte ja zu einer Brotektionswirtschaft und Liebe. Monbijou eine Dienstwohnung für den Oberbürgermeister zu führer gewählt. Der Gesetzentwurf über die Entschädigung der Dienerei übelſter Art und zu großen ungerechtigkeiten geführt. mieten An ihre Stelle ist ein geregelter Ausbildungsgang Schöffer, Geschworenen und Vertrauenspersonen wurde in zweiter durch das„ Berwaltungsseminar" der Stadt getreten, der durch und dritter Lesung angenommen. Das Wiesbadener Abfom- Prüfungen abgeschlossen wird. Die Schulbildung ist für diesen Ausmen und das Bemelmans Abkommen wurden ohne Ausbildungsgang in feiner Weise mehr maßgebend, die gehobenen sprache dem Auswärtigen Ausschuß und dem Ausschuß zur Ausfüh- Stellen innerhalb der Verwaltung stehen dem Boksschüler rung des Friedensvertrages überwiesen. genau so wie dem Assessor offen. 13 Das Haus trat dann in die Beratung der 3 wangsanleihe, des Gesezentwurfs zur Aenderung der Einkommensteuer und der Anträge der Rechtsparteien auf Menderung der Erbschaftssteuer ein. Als erster Redner protestierte der Kommunist Söllein gegen die Steuerpolitif der Regierung und machte unserer Partei den Vorwurf, daß sie den Reichswirtschaftsminister Genossen Schmidt in bezug auf seine Forderung nach der Erfassung der Sachwerte im Stich gelassen habc. worden. Oberschlesiens Schicksalstage. Die Mittel zur Ein Berliner bei Greifswald ermordet. 3m Berliner Aquarium ist ein grüner Leguan zusammen mit seinem schwarzen mittelamerikanischen Verwandten im Waldterrarium Nr. 11 des zweiten Stockwerfs zu sehen. Dieser fast meterlange, sehr lanaschwänzige, prächtig grüne, mit dunklen Querstreifen gemusterte Brasilianer hat an den Kopfseiten eigenartige, perlmutterweiß glänzende Flecken und einen hohen Stechligen Rückenlamm. Leider ist es schwer, diese anscheinend an bestimmte Blätter ange= paßte Baumeidechse, deren Fier in ihrer Heimat ols Speise geschätzt werden, in der Gefangenschaft lange am Leben zu erhalten. Zur Förderung des Wohnungsbaues. Die Märkische Heimstätten Gesellschaft m. b. an der die Stadt Berlin sowie die Provinz Brandenburg und der Staat Preußen als Hauptgesellschafter beteiligt sind, hat im Baujahr 1921 innerhalb des Gebietes von Berlin 10 BauvorDas Schiffsunglück im Hamburger Hafen. haben mit 387 Wohnungen finanziert. Sie will weitere Die Zahl der Toten noch unbekannt. 118 Gereftete. Bauvorhaben, die finanziell als günstig zu bezeichnen sind, durch Die Zahl der Geretteten, des umgeschlagenen brasilianischen Geldhergabe fördern, aber sie bedarf dazu einer Stärkung Dampfers Avare" beträgt 118 Mann. Achtzehn Leute, die be ihrer mittel. Die Stadt Berfin ist an der Märkischen Heim- wußtios waren, sind wieder ins Leben zurückgerufen worden. Bei stätte.- Gesellschaft beteiligt als Rechtsnachfolgerin des früheren Raffowih, 17 Juni.( WTB.) Der Einzug der polnischen Wohnungsverbandes Groß- Berlin mit 3 500 000 m. und als Rechts- den Rettungsarbeiten ereigneten sich einige schwere UnTruppen in Rattowitz ist auf Dienstag, den 20. Juni, festgesetzt nachfolgerin von elf früher felbständigen und jetzt zu Berlin ge- fälle. So wurde einem Werftarbeiter bei der Bedienung einer Während der hörenden Gemeinden mit 234 000 m., im ganzen also mit einer Sauerstoffflasche der rechte Arm abgeschlagen. Wie die„ Ostdeutsche Morgenpost" meldet, traf gestern früh vom Stammeinlage von 3 734 000 m. Auch Provinz und Staat sind mit Schweißarbeiten geriet ein Teil des Schiffsrumpfes in Brand, den Regierungspräsidenten in Oppein ein Telegramm ein, nach dem die je 3 500 00 27. beteiligt. Infolge der fortschreitenden Geldent- die Feuerwehr aber ersticken konnte. Man fand eine farbige Stewar hiesige Bolizeifofort aufzulösen fei. Daraufhin wurde die einlagen verdoppelt werden. Der Magistrat will diesem Wunsch Ausrüstungsfirmen, die auf dem Schiffe arbeiteten, vermint. wertung muß aber die Gesellschaft jetzt fordern, daß die Stamm- deß tot auf. Vorläufig werden elf Arbeiter von Hamburger blaue Bolizei nach und nach von den Straßen zurückgezogen und Rechnung tragen und hat daher befchloffen, die Stammein. Der Kapitän des Dampfers wurde bewußtlos ins Krankenhaus cbenso wie die Kriminalpolizei entwaffnet. Die amtlichen Ausweise lage Berlins von rund 3% millionen auf 6 Milli. gebracht. wurden ihnen abgenommen. Die nicht in polnische Dienste über- onen zu erhöhen. Voraussetzung ist, daß Provinz und Staat Bon maßgebender Seite wird das Unglück wie folgt geschildert: tretenden Beamten werden morgen abgelohnt und haben bis Sonn- ihre Einlagen gleichfalls entsprechend erhöhen. abend Mitternach das Abstimmungsgebiet zu ver. Einlagenerhöhung wären aus dem Ertrag der Wohnungsbauabgabe Gegen 11% Uhr fenterte der Dampfer„ Avare" von der Bultanwerft. Der Magistrat ersucht die Stadtverordnetenver- Das Schiff ist der ehemalige Norddeutsche Lloyddampfer Sierra Sallassen und sich dem Breslauer Polizeipräsidium zur Verfügung zu nehmen. vado und gehörte dem Lloyd Brasileiro. Das Schiff hatte eine Größe von 8220 Bruttoregistertonnen. Es kam am 7. Juni auf das Dock 3 der Bulfanmerft, um einen neuen Bodenanstrich zu erhalten. Ferner sollten einige fleinere Reparaturen vorgenommen werden. Gestern wurde das Schiff wieder ausgedockt. Die Persönlichkeit noch unbekannt. Eine dunkle und noch ganz unaufgeklärte Mordtat in der Es verholte mit Hilfe von vier Schleppern rückwärts aus dem Dock und zeigte dabei Schlagfeite nach Backbord. Beim Verholen Greifswalder Gegend beschäftigt die Berliner Kriminal- des Schiffes in das Fahrwasser, als die Schlepper nach der Steuerpolizei, weil der Ermordete wahrscheinlich ein noch unbekannter bordseite herüberzogen, legte sich das Schiff nach der Berliner ist. Es handelt sich um einen Mann, der auf dem Wege anderen Geite über, wobei schon die offenstehenden Bullvon Ranzin nach Wolfratshof tot und schon start verwest augen Wasser übernahmen. Nach kürzerem Wiederaufrichten erWien, 17. Juni.( WTB.) Die für gestern angekündigten aufgefunden wurde. Er hat einen Schuß in das Genit erhalten, folgte eine neue Krängung nach Steuerbord, und nunmehr fam fozialdemokratischen Demonstrationsversamm und der Schädel ist ihm zertrümmert worden. Wertsachen das Schiff zum Kentern. Beim Ein- und Ausdocken, forie lungen sind bei massenhaftem Besuch ohne Zwischenfall wurden bei der Leiche nicht gefunden, sie sind wahrheinlich geraubt beim Berholen eines Schiffes trägt nach den Dockbeſtimmungen des verlaufen. Die vielfach zum Ausdruck gekommene erregte Stimmung worden. Der unbekannte Tote stand im mittleren Lebensalter, war Hamburger Dodtarifes die Docwerft feinerlei Verantwortung für wurde durch die Redner beschwichtigt, die zur Besonnenheit mahnten 1.65 Meter groß und kräftig, hatte graues Haar und dunkelblonden die Stabilität des Schiffes und für sonstige mit dem Schiff getroffene und der Arbeiterschaft empfahlen, eine zu wartende Stellung leberrod, braune wollige Hofe und Wefte, schwarze Lebergamaschen, für richtige Füllung der Ballasttonks Sorge zu tragen, damit das Bart und trug einen graugrünen meichen Filzhut, einen kurzen Maßnahmen. Es ist lediglich Sa che des Schiffsführers, einzunehmen. Sollten die jüngsten zur Sanierung der Wirtschafts- ein rotgestreiftes Hemd mit weißem Stehumlegetragen, Dauer: Schiff jederzeit genügende Etabilität hat. Diese Sorgfalt ist hier frise angekündigten Maßnahmen feinen Erfolg zeiligen und die verwäsche und ein doppelseitiges Bruchband. Bei der Leiche fand man offenbar non der Schiffsbefaßung, die aus Ausländern besteht, außer sprochenen Auslandskredite nicht kommen, dann müsse auf dem einen Fahrschein der Berliner Straßenbahn, der Anschluß an Deutschland bestanden werden. In allen Ber- nach den Ermittlungen der Kriminalpolizei am 16. Januar d. I. acht gelassen worden. Die Werftfeuermehr und zwei Züge Hamfammlungen wurden Entschließungen angenommen, in denen die um 8 Uhr 50 Minuten auf der Linie Ring 3 zwischen dem Lühow um den letzten Mann aus dem Schiff zu bergen. Ob und wieviel Regierung aufgefordert wird, der Geldentwertung schleunigst ent- pak und der Razbachstraße ausgegeben worden ist, und den Prospekt Tote das Unglüd gefordert het, steht bis zur eines Berliner Heilmagnetiseurs, der seine Bettel in der Nähe des Stunde noch nicht fest. Auch die Zahl der Verletzten wird schieden entgegenzutreten. Stettiner Bahnhofes verteilen zu lassen pflegt und sie dort besonders Anfangs dieses Jahres viel hat verteilen lassen. Wer zur Feststellung erst im Laufe des Abends mit einiger Sicherheit festzustellen sein. des Ermordeten, der wohl irgendwo in Berlin vermißt werden muß und vielleicht zu einer Beforaung aufs Land aefahren ist, beitragen fann, wird erfucht, sich bei Kriminalsekretär Stoll im Zimmer 102 des Polizeipräsidiums zu melden. zu stellen, von wo aus ein Teil nach Abzug der interalliierten Truppen fammlung um Zustimmung. nach Deutsch- Oberschlesien zurückkehren wird. Boraussichtlicher Polizeipräsident für Rattowih ist Dr. Mildner. Bolnische Polizeibeamte find zum großen Teil bereits eingetroffen, so daß von morgen früh ab die Stadt Kalfowitz der polnischen Polizei unterficht. Die Wiener Demonstrationen. Die irischen Wahlen. Dublin, 17. Juni.( EP.) Die Beteiligung an den geftri gen Wahlen ist sehr zahlreich, es wurden feine Zwischenfälle gemeldet. Bis jetzt ist nur das Ergebnis der Wahlen an der Universität Dublin bekannt, die das Recht hat, 4 Kandidaten zu wählen. Es find 2 Bertragsanhänger, 1 Republikaner und 1 Unabhängiger gewählt worden. 973 Wähler des Universitätswahlfreifes haben sich zugunsten, 670 gegen den Vertrag von Downing Street ausgesprochen. Die leeren Kriegsbeschädigten- Abteile. Ein franzöfifcher Nationalheld gestorben. Die französischen Blätter bringen die Todesnachricht des tapferen Mannes Charles Coghe, der im November 1914 im Augenblick, als die deutschen Armeen die Schelde überschreiten wollten, bei Nieuport die Schleusen geöffnet und so durch die Ueberschwemmung der Gegend zwischen Nieuport und Dirmuiden den deutschen Armeen den Groß- Berliner Parteinachrichten. Masking, Kindergruppe ber 14., 15., 16. Abteilung nach Hermsdorf. Gammelstelle Bor längerer Zeit hat die Reichsbahnverwaltung allgemein in eg nach Calais abgeschnitten hat. den Eisenbahnabteilen die Unterbringung der Kriegsbeschädigten in besonderen Abteilen zur leichteren Beförderung angeordnet. Der Tert der irischen Verfassung wurde heute morgen veröffent. Daraufhin wurden in den Fern- und später auch in allen Stadt, Ring- und Vorortzügen für die Kriegsbeschädigten besondere Abteile licht. Die„ Irish Times", die früher unionistisch war, unterstützt vorbehalten, die zwar in der ersten Beit sehr rege benutzt wurden, den Vertrag von Downing Street. Sie erklärt, der Verfassungs- deren Benukung jezt aber erheblich nachgelassen hat, weil entwurf sei eine ausgezeichnete Scharte der Freiheit. Die Reichsbahnverwaltung die Benutzung von der Mitführung eines Andere irische Blätter kommentieren den Verfassungsentwurf eben- besonderen„ amtlichen" Ausweises abhängig macht. Diese gänzlich e. falls in günstiger Weise. verfehlten Bestimmungen der Eisenbahnverwaltung zur Benuzung Restaurant Schultheiß. Inhaber Junghans, in der Nähe vom Ganatorium. Abfahrt Bahnhof Gesundbrunnen: 7.26, 8.26. 9.26 Uhr. Zu diesen dret Zügen werben die Mitfahrenden am Bahnhof erwartet. Kreis, Kreuzberg. Abteilungsleiter. Materialabholung bei Wolff, Gräfeſtr. 26. Jungfozialisten, Gruppe 7. Fahrt findet nicht statt. Gewerkschaftsbewegung Die städtischen Tarifverhandlungen. zeit nur noch um 20 Prez. überſtieg. Nur bei den niedrigst bezahlten Gruppen haben manche Arbeiter noch einen Lohn, der 150 Proz. höher ist als vor dem Kriege. Der ungewogene Durchschnitt der Standardlöhne in den wichtigsten Orten war für einige Berufe wie folgt: Berufe Baugewerbe: Maurer Maler Hilfsarbeiter Maschinenbau: Dreher Eisengießer. Modellmacher Hilfsarbeiter Schiffbau: Schiffszimmerer Schiffstischler Nieter Hilfsarbeiter Wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, herrscht unter den Arbeitern der städtischen Betriebe große Erregung über das Verhalten des, Magistrats in der Frage der Lohnregelung für Juni. Bekanntlich hatte das Lohnkartell der städtischen Arbeitnehmer ursprünglich einen Stundenzuschlag von 7 m. verlangt, auf Wunsch des Magistrats diese Forderung jedoch später auf 5,50 m. herabgefeßt. In weiteren Verhandlungen, in denen der Wunsch nach gütlicher Berständigung ohne Anrufung des Schlichtungsausschusses laut wurde, wurde schließlich für Juni ein Lohnzuschlag von 2,50 M. vereinbart. Seit diesen zu Beginn diefes Monats geführten Besprechungen zwischen den Vertretern der städtischen Arbeiter und dem Magistrat hat dieser wiederholt Sizungen abgehalten, ohne zu den getroffenen Vereinbarungen über die Lohnregelung Stellung zu nehmen. Angeblich soll der Magistrat beabsichtigen, mit der neuen Tarifregelung so lange zu warten, bis die augenblicklich in Gang befindlichen Verhandlungen über die Tarife der Reichs- und Staatsarbeiter zum Abschluß gekommen sind. Dieses Verhalten hat bei den am Tarif beteiligten Arbeitnehmerorganisationen große Buchindustrie: Erregung hervorgerufen, und am fommenden Montag wird sich das Lohnfartell mit der neuen Saclage zu befaffen haben. Die Gärung unter den städtischen Arbeitern wird noch verstärkt durch die Ver= zögerung, die auch in den Berhandlungen über den Manteltarif Möbeltischlerei: eingetreten ist und die das rechtzeitige Einbringen von Ausführungsbestimmungen zum Manteltarif, der zum 1. Juli in Kraft treten soll, in Frage stellt. Die gereizte Stimmung bei den Belegschaften einzelner städtischer Betriebe ist ja auch in der scharf gehaltenen Ent- Bäckerei schließung zum Ausdruck gekommen. Wir wollen hoffen, daß es Schuhindustrie: dem Lohnkartell gelingen wird. zu einem befriedigenden Abschluß zu gelangen. Drohender Streit im Malergewerbe. Der Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw.( Ortsvermastung Berlin) hielt am Freitag abend eine Versammlung im Gewerkschaftshaus ab, die den großen Eaal des Hauses bis auf den legten Plage füllte. Ein erheblicher Teil der Anwesenden mußte sich mit einem Stehplatz begnügen. Gauleiter Ja to beit berichtete über den Verlauf der Verhandlingen mit den Arbeitgebern, die vor dem Tarifamt im Arbeitsministerium zentral geführt wurden. Von der Kollegenschaft wurde ein Zuschlag von 30 Proz. auf die bestehenden Löhne gefordert. Die Vertreter der Arbeitgeber lehnten das ab. Von den unparteiischen Borsigenden wurden 10 Proz. in Vorschlag gebracht. Hierauf einzugehen wurde von den Vertretern der Arbeiter abgelehnt. Schließlich erklärten die Arbeitgeber sich bereit, bis 14 Proz. für Berlin zu bewilligen, was einer Zulage von 3,50 M. auf den bestehenden Stundenlohn von 24,50 m gleichkommen würde, also einer Erhöhung des Stundenlohns auf 28 M. Auch dieses Angebot wurde von den Vertretern der Arbeiter abgelehnt, weil damit kein Ausgleich gegenüber den ungeheueren Zeuerungsverhältnissen geschaffen werde. 41 40 7831 1810 4600 Wochenlöhne 6039 28. 2. 1922 sh. p. 77 10 56 11 4. 8. 1914 31. 12. 1920 sh. p. sh. p. 40 100 10 86 9 36 26 99 3 84 11 87 B 68 5 38 89 73 6 41 8 92 10 76 3 42 94 22 70 . 91 101 9 87 22 10 70 Handfetzer Buchbinder usw. 35 35. 11 93 86 39 102 1 83 38 101 1 83 101 11 83 30 83 3 73 85 0 68 0 64 0 Kunsttischler Tapezierer Polierer Gelernte Arbeiter Land- u. WasserTransportwesen: 37 37 811 9163 25 7 4.6-6.8 Pferdeführer( 1 Pferd) Hafenarbeiter( je Tag) Seeleute( je Mon.) Strl. 5. 0-5.10 93 3024 48 68 2 15-17.6 14. 10.0 75 1 76 71 56 75 1161 17 9763 60 1 12-14.6 12.0.0 erreichen ist nur möglich, wenn die Arbeiter durch Aneignung der nötigen Kenntnisse dazu befähigt werden. Dazu gehört, daß man lernt und alle Möglichkeiten ausnüßt, die Wirtschaftsfrage zu stu dieren und zu erfassen, auch in Verhandlungen mit dem Unternehmertum. Die alten Verhältnisse sind nicht mit einem Schlage abzuändern; das fann nur allmählich geschehen im steten geistigen Kampfe mit den Unternehmern. Lehnen Sie also die Anträge ab, tie den Arbeitern die Möglichkeit nehmen wollen, sich ökonomisch zu bilden und ihre geistigen Kräfte mit denen der Unternehmer zu messen. 11 In der Diskussion vertritt Ernst Hamburg die Auffassung, daß wir zusammen mit den Angestellten, die auf unserem Boden stehen, die Wirtschaft schon jetzt übernehmen könnten. Lernen fann man in Verhandlungen mit den Unternehmern, man fann aber auch ver= lernen. Die Konsumgenossenschaften sind auch allein von den Arbeitern aufgebaut. Er fordert Austritt aus der Arbeits. gemeinschaft. Nitsche Königsberg stimmt dem Referenten zu. Baumann- Leipzig macht Ausstellungen an der Auffassung des Referenten und lehnt sie, wenn auch bedingt, ab. Supper Bielefeld stimmt dem Referenten voll zu, bedauert nur, daß die Bezirkswirtschaftsräte noch nicht geschaffen sind. Liez Trier stimmt dem Referenten zu, desgleichen Gronau Insterburg, 3 eitler München, Wittich Frankfurt a. M. Leßterer verlangt besonders immer mehr Schulung der Betriebsräte, um zu dem Ziele zu kommen, das wir anstreben. = = = Im Schlußwort sagt Wissell, daß es nicht von großem Ber trauen zu sich selbst spricht, wenn man befürchtet, bei Verhandlungen mit Unternehmern den Klassenkampfgedanken zu verlieren. Wenn man nicht ins Wasser geht, kann man auch nicht schwimmen lernen. Wir dienen unserer Sache, wenn wir den Weg, den wir beschritten, weiter gehen. Ein größeres Wissen wird den Arbeitern vermittelt in den Institutionen, die vorhanden sind und die sie deshalb benützen müssen. Der Weg, der von den Genossen der linken Seite vorge schlagen wird, führt nicht zum Segen der Allgemeinheit. Die zu dieser Frage vorliegenden Anträge auf Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft werden gegen wenige Stimmen abgelehnt, dagegen wird einstimmig angenommen der Antrag: „ Einsetzung für die 10 Forderungen des ADGB." Den Verhandlurgstag beschließt der Bericht des Brauerei direktors Richter über die Gesellschaftsbrauerei Augsburg. Der Vorsitzende des Verbandes der Lebens- und Genußmittelarbeiter in Desterreich, Huppert, verabschiedete sich, da er wegen der kritischen Verhältnisse in Desterreich nach Haufe muß. Er hofft, daß die deutschen Arbeiter nicht den Leidensweg der österreichischen gehen müssen und daß wir uns bald zusammenfinden. Theater der Woche. Bom 18. bis 25. Juni. Diese Zahlen, die urs vom Internationalen Arbeitsamt übermittelt werden, zeigen, wie mit dem Rückgang der Wareninderziffern, der anfongs 1921 einsetzte, ein Rückgang der Löhne eingetreten ist. Da aber durch die gleichzeitige Martentwertung Deutschland auf die Welthandelspreise drückte, geht das Bestreben der englischen Unternehmer dahin, die Arbeitslöhne denen der deutschen Arbeiter anzupassen, d. h. sie unter den Friedensstand hinabzudrücken. Daß sich die englischen Arbeiter dagegen mehren, ist nur zu begreiflich. Nimmt man nach der vorliegenden Statistik den Durchschnittslohn der englischen Arbeiter am 1. März mit 75 Shilling die Woche an und seht man den Shilling gleich 60 Bapiermark, dann betrug der durchschnittliche Arbeitslohn in England 4500 Mark die Woche. Haben wir also die Weltmarktpreise erreicht, dann fann Bollsbühne: 18., 20., 22., 24. Der Verschwender. 19., 21., 23. Der Traum man daraus ersehen, wie sehr weit wir noch von den Weltmark!- ein Leben. Opernhaus: 18. und 24. Carmen. 19. Turandot, Arlecchino. 20. Cavalleria rusticana. Jesephs- Legende. 21. Ritter Blaubart. 22. Gchat. löhnen entfernt sind und was man von dem Geschrei über die hohen gräber. 23. Mona Lisa. 25. Tristand und Ifolde. 26. Notre Dame. Schau Löhne halten kann. Allerdings hat sich seit März die rückläufige fpielhaus: 18., 21., 24. und 25. Napoleon. 19., 23. und 26. Peer Gynt.. Die anschließende Aussprache ergab das volle Einverständnis Bewegung der Löhne in England fortgesetzt, während in Deutschland 20. Nathan der Weise. 22. Die Söhe des Gefühles. Der Diener zweier Deutsches Theater: Potash u. Perlmutter. Rammerspiele: der Bersammlung mit der Ablehnung. Alle Redner waren darin dank den Gewerkschaften die Löhne der Preiswelle gefolgt sind. Serren. Leffing- Theater: Die Ballerina des einig, daß nun nur noch der Streik eine Entscheidung bringen Doch besteht noch heute ein weiter Abstand zwischen den Beltmarkt Batermord. 19. bis 26. Geo Königs. Theater in der Königgräger Straße: Die wunderlichen Geschichten Deutsches Opernhaus: 18. Oberon. 19. Freikönne. Nur darüber traten Meinungsverschiedenheiten hervor, ob löhnen und den Löhnen der deutschen Arbeiter, den diese mit Ein- des Kapellmeisters Kreisler. Großes der Streik sofort beginnen oder den Arbeitgebern erst noch ein ulti- schränkungen und Entbehrungen, die Arbeiter der hochvalutarischen schütz. 20. Fidelio. 21. Figaros Sechzeit. 22. Don Juan. 23. Der fliegenbe Schiller- Theater: Charleys Tante. Holländer. 24. Tannhäuser. matum unterbreitet werden und dann in einer neuen Versammlung Länder aber mit Arbeitslosigkeit bezahlen müssen. Echauspielhaus: Die versunkene Glode. Reues Volls- Theater: 18., 20., Die über diesen beschlossen werden solle. Wie Böger mitteilte, ist 22. Schuster Aiolos. 19.. 21., 23. Heuchler. 24. Die erste Geige. Tribüne: Der Tyrann. Die Unschuldige. Varieté. Deutsches Künstler. der Vorstand von einer Bersammlung der Vertrauensmänner und Glaser. Montag, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus Mitgliederverfammlung. Theater: Die erste Nacht. Komödienhaus: Gretchen. Berliner Theater: Betriebsräte beauftragt worden, in diesem Sinne zu handeln. Tagesordnung: Bericht der Verwaltung, Reichsmietengeset, Bericht der Tarif- Madame Flirt. Trianon- Theater: Moral. Residenz- Theater: Eine Frau Romische Zentral- Theater: Die Mädels von Davos. Schließlich nahm die Versammlung gegen eine Stimme den tommission. Es ist Pflicht jedes Kollegen, zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. ohne Bedeutung. Oper: Der Weister vom Montmartre. Lustspielhous: Der Werwolf. Antrag an, daß am Dienstag um 12 Uhr mittags in der Brauerei Metropol- Theater: Die Bajadere. Reues Operetten- Theater: Der Bulkan. Thalia- Theater: Die Herren von und zu. Theater am Rollendorfplay: Kleines Theater des Westens: Bis früh um fiinfe. Theater: Ballett Celly de Rheidt. Wallner- Theater: Die beiden Nachtigallen. -Walhalla- Theater: Das Gasthaus zur Liebe. Rose- Theater: Berlin, Wien, .? Besuch im Ronstantinopel. Intimes Theater: Die Peitsche und Bett. Sauf doch nicht immer nact herum. Neues Theater am Zoo: Scampolo. Theater am Kurfürstendamm: Der schwarze Pierrot. Nachmittagsvorstellungen: Volfsbühne: 18. Der Traum ein Echiller- Theater: Leben. Deutsches Opernhaus: 18. Der 8igeunerharon. 18. Charlens Tante. Großes Schauspielhaus: 18. Die versunter Glode. Neues Volls- Theater: 18. Heuchler. Theater am Rollendorfpiag. 18. Die Wallner- Theater: Pfarrhauskomödie. 24. Ronservatorium des Westens. Carmen. Neues Theater am Zoo: Maria Stuart. Friedrichshain eine Versammlung zur endgültigen Beschlußfaffung 21. Verbandstag der Brauer und Müller. Beliebie Leute. über den Streit stattfinden soll. Die Löhne in England. Berfolgt man die Entwicklung der Löhne während des Krieges und der zwei Nachkriegsjahre in Großbritannien sowie die Weltinderziffern, dann bekommt man erst den richtigen Maßstab für die Lohnkämpfe in England. Bon 1914 bis 1920 waren die Löhne in verschiedenen Berufen durchschnittlich um 120 bis 130 Proz. gestiegen, in einigen Fällen um 200 Broz., in Ausnahmefällen fogar um 300 Proz. Seit Januar 1921 hat ein ständiger Lohnabba u eingefeßt, so daß in einigen Fällen, z. B. im Falle der Bergarbeiter einzelner Reviere, die Lohnhöhe im Februar 1922 die der VorkriegsQualitätswaren Anzüge v. 1250 260000 Schlüpfer v. 9500 240000 Hosen von 32500 675⁰⁰ Gummi Mäntel v, 77500 bis 180000 leibhaus Wilmersdorferstr.127 Ecke Schillerstr. 1. Etage B.MINX EL Versuchen Sie wie 1000 sparsame Käufer, enorm billig zu kaufen: Sie werden mein treuer Kunde. Billige Abteilung Anzüge 32500 Hemden 7800 Mäntel 14500 U.- Hosen 3800 Hosen Westen 7800 Socken 9500 800 Röcke 8500 Dresden, den 15. Juni 1922. Bierter Berhandlungstag. Der frühere Wirtschaftsminister Rudolf Wissell hält an Stelle des verhinderten Referenten A. Cohen das Referat über Wirtschaftsräte. Er geht davon aus, daß die Gewerkschaften seit ihrem Bestehen das Mitbestimmungsrecht im Produktions- und Wirtschaftsleben gefordert haben. Die gegenwärtige Wirtschaftsordnung ist nicht auf die Deckung des Bedarfs, sondern auf das Profitmachen zugeschnitten. Verantw. für den redakt. Teil: Franz Klitgs. Berlin- Lichterfelde; für An. Die Arbeiterschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Wirtschaftsforde- eigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Borwärts- Verlag G. m. b. H., Berlin. Drud: rung im Interesse der Allgemeinheit umzuändern. Dieses Ziel zu Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin. Lindenstr. 3. Hohen Gewinn bringt heute alles, was durch ,, KLEINE ANZEIGEN" im ,, Vorwärts" zum Verkauf angeboten wird Ausbau der Wees A Dampfer- Extra- Fahrten Neu- Köln Zornows 3dyll ab Waisenbrücke am Waffer Sed. Mittwoch Jed. 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