Nr. 284 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 142 Bezugspreis: Bierteljährl. 150.-M., monatl. 50,-902. frei ins Haus, voraus zahlbar. Post bezug: Monatlich 50,- M., einschl. Zuftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u Memelpebiet, sowie Desterreich u. Lugemburg 84.-M., für das übrige Ausland 102,- M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Eft land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und geit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlia Sonntags- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 16, M.- Reflamezeile 80, Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwet fettge. brudte Worte), jedes weitere Wort 8,- M. Stellengesuche und Schlaf Stellenanzeigen das erste Wort 2,50 M.. jedes weitere Wort 2, M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abon nenten Zeile 8,- M. Anzeigen für die nächste Nummer milffen bis 4½ 2hr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenste. 3 Fernsprecher: Redaktion Morinplas 15195-97 Expedition Morisplas 11753-54 Sonntag, den 18. Juni 1922 Reichstag und Brotpreis. Der Kampf um die Getreideumlage. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag. Ervedition und Inferaten. Abteilung Moritplat 11753-54 Das Parlament der Arbeit. Zum 11. Gewerkschaftskongreß. In höherem Maße als irgendeine Veranstaltung sonst, verdienen die Kongresse der freien Gewerkschaf ten Deutschlands die Bezeichnung als Parlamente der Arbeit. Sie verkörpern nicht nur die organisatorische 3 u= fammenfassung der einzelnen Arbeitskräfte im fapitalistischen Wirtschaftsprozeß; sie stellen auch die planmäßige und zielsichere Aufwärtsbewegung der Arbeiterschaft dar. Auch der 11. Gewerkschaftstongreß, der am kommenden Montag in Leipzig seinen Anfang nehmen soll, wird eine Heerverfolgten, durch übermäßige Arbeitszeit und schlechte Ernährung erschütterten Proletarier von ehedem den selbstbewußten und auf seine Rechte in Gegenwart und Zukunft pochenden Arbeiter von heute gemacht haben. Rund 700 Delegierte sind für diese Tagung angemeldet. Sie vertreten die gewaltige 3ahl von mehr als 71 Millionen Arbeiter, die Deutschnationale und Volksparteiler wollen die Ge- hängigkeit von den freien Getreidepreifen geraten. Ein solches treideumlage zu Fall bringen und damit den Brotpreis Schwanken der Brotgetreidepreise ist mit einer geordneten Boltsauf 40-45 m. treiben. Ein Teil des Zentrums und der wirtschaft völlig unvereinbar. Demokraten will ihnen dabei helfen. Das ist die Lage am Ebenso wie ein stabiler Getreidepreis ist aber auch Tag vor der ersten Lesung der Gesetzesvorlage im Reichstag. ein erträglicher Brofpreis ein unbedingtes Erfordernis Die zweite Lesung soll schon am Freitag vorgenommen für eine geordnete Bolkswirtschaft. Während der Brotpreis bis zum werden, der die dritte alsbald folgen soll. Die Entscheidung Februar 7 m. für das 1900- Gramm- Martenbrot in Deutschland bewird also sehr rasch fallen. Der sonst deutschnationale„ Tag" will erfahren haben, tragen hat, ist er nach diesem Zeitpunkt infolge der notwendigen Der sonst deutschnationale" Tag" will erfahren haben, Erhöhung der Abgabepreise der Reichsgetreideftelle auf ungefähr schau aller der Kräfte darbieten, die aus dem mißachteten, daß der Reichskanzler gestern vormittag in der Besprechung das Doppelte gestiegen. Würden Getreidepreise in Zukunft der Parteiführer mit der Auflösung des Reichstags gedroht habe. Der Schreck über diese Drohung ist dem Blatt zugrunde zu legen sein, wie sie Ende März auf der Berliner Proso in die Glieder gefahren, daß es gar nicht wieder zu er fennen ist. Es beschwört die bürgerlichen Parteien, noch einmen werden könnte. fördert? duftenbörse notierten, so würde der Preis für das Weizenbrot etwa 36 M., für ein dem Martenbrot gleichwertiges Roggenbrot etwa 29 m. mal zu prüfen, ob die Umlage nicht vielleicht doch angenom Das zeigt, daß man bei den Rechtsparteien die Situation zu begreifen beginnt. Ihre Demagogie hat sich bisher von der Inzufriedenheit des städtischen Mittelstandes über die hohen Lebensmittelpreise genährt. Wie, wenn die blinden Nachläufer mit einem mal erkennen würden, wer der Schelm Wirtschaftsleben hinter dem Busch ist, der den Lebensmittelwucher schützt und Gäbe es eine bürgerliche Partei, die geschlossen genug wäre, um den Kampf gegen den Brotwucher der Rechten auf zunehmen, die Gewinnung breiter Wählermassen wäre ihr jetzt sicher. Aber wie sieht es bei den bürgerlichen Koalitionsparteien aus? Nach allem, was man hört, sind sie in dieser brennend wichtigen Frage gespalten. Bei aller Abneigung, uns in ihre inneren Angelegenheiten einzumischen, tönnen wir doch nicht die Bemerkung unterbrüden, daß Parteien, die bei derartigen Entscheidungen von grundfäglicher Tragweite auseinanderfielen, durch ein folches Mißgeschick weder ihre Bündnisfähigkeit, noch ihre Werbekraft erhöhen würden. Die Sozialdemokratische Partei will nicht den Konflikt sondern eine Verständigung auf haltbarer Grundlage. Ueber Schonung der Kleinbesitzer und stärkere Heranziehung der Groß befizer ohne Rücksicht auf die Größe ihrer eigenen Getreideflächen läßt sie gern mit sich reden. Der Gedanke, das billigere Brot den wirklich Bedürftigen zu sichern, fann ihr nur fym pathisch sein, und wenn ein Weg dazu gefunden wird, ist sie bereit, ihn zu betreten. Allerdings darf dieser soziale Gedanke nicht dazu mißbraucht werden, das ganze Verfahren durch bureaufratische Umständlichkeiten wirkungslos zu machen. Bei dem Preis des Umlagegetreides sollen die Landwirte auf ihre Roften fommen, aber der Unterschied zwischen ihm und dem freien Marktpreis muß so groß sein, daß den verbrauchenden Massen eine fühlbare Erleichterung gewährt wird. Das alles läßt sich bei gutem Willen machen, da die Durchführbarkeit des Gesetzes durch die Erfahrungen des letzten Jahres bewiesen ist. Dem Terror einer nur an den eigenen Gewinn denkenden Berufsschicht darf sich aber der Reichstag der Republik nicht beugen. Täte er es, so würde er zweifellos gegen den Willen einer erdrückenden Volksmehrheit handeln und damit hätte er sein Daseinsrecht verwirft. Ein neuer Reichstag müßte an seine Stelle treten, der die Inter essen der breiten Maffen und die Autorität der gesetzgebenden Körperschaft beffer zu wahren verstände als er. Die Sozialdemokratische Partei sucht den Konflikt nicht. Aber die Parteien rechts und links von ihr wissen, daß sie vielleicht sie allein von allen- feinen Grund hat; ihn zu fcheuen. Halten sie sich diese Tatsache vor Augen und bedenken fie, daß die Sozialdemokratische Partei nur ihre Pflicht tut, wenn sie das Brot der Notleidenden vor ungerechter Berteuerung schützt, dann wird auch ein Weg gefunden werden, um das Reich vor den drohenden wirtschaftlichen und politischen Erschütterungen zu bewahren. Aus der Begründung des Gesetzentwurfes entnehmen wir: Bei Entscheidung der Frage, ob im kommenden Wirtschaftsjahr auf die öffentliche Brotversorgung verzichtet werden kann, muß aus gegangen werden von der Entwicklung, welche die deutsche Wirt fchaftslage im allgemeinen und die betragen müssen. Eine solche sprunghafte Erhöhung würde zu einer im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund ihren Zuebenso sprunghaften Erhöhung sämtlicher Lohn- und Gehaltsforde- sammenschluß fanden. Neben dieſem bildet bekanntlich der rungen führen und die Lebenshaltungskosten ebenso unvermittelt AFA- Bund die gewerkschaftliche Spizenorganisation aller auf steigen lassen. Die ohnehin schwer ringende deutsche Volkswirtschaft dem Boden freier Gewerkschaftstätigkeit stehenden kaufmänniwürde vor einer neuen schweren Krise stehen, die das ganze schen, technischen und ähnlichen Angestellten. Die Zuzur Erschütterung bringen fammengehörigkeit beider gewerkschaftlicher Säulen wird auf müßte. Eine staatliche Beeinflussung der Getreidewirtschaft er dem Kongreß unterstrichen durch die offizielle Vertretung des scheint daher erforderlich. Die Erfahrung des letzten Jahres AfA- Bundes durch sieben Delegierte. Auch die ausländischen hat gezeigt, daß nicht unbeträchtliche Teile der Bevölkerung freiwillig Gewerkschaften, die mit dem Allgemeinen Deutschen Gewerkauf das Martenbrot verzichtet haben. Um für die Durchführung schaftsbund in der Amsterdamer Internationale verbunden des Gedankens einer auf die minderbemittelte Bevölkerung be find, werden durch offizielle Bertretungen ihre Solidarität beschränkten Brotversorgung alle Möglichkeiten offen zu halten, ist eine funden. Von ihnen sind bis jetzt Abgesandte angemeldet aus neue Bestimmung in den Entwurf eingefügt worden, wonach der England, Schweden, Belgien, Holland, Desterreich, Ungarn, Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft ermächtigt wird, Bolen, aus Luremburg und der Schweiz. Ferner wird das Internationale Arbeitsamt in Genf, sowie die norwegische und den Kreis der Bersorgungsberechtigten zu beschränten schwedische Gesandtschaft in Berlin sich vertreten lassen. Das Reichswirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium haben ebenso wie der preußische Handelsminister und die sächsischen Ministerien für Arbeit und Wirtschaft die Einladung zum Kongreß angenommen. Eine staatliche Hilfe ist ohne Reichszuschuß, der vom Beginn des neuen Wirtschaftsjahres ab nicht mehr gegeben werden darf, bei einer erträglichen Preisfestsetzung für die allgemeine Brot. versorgung nur dann durchführbar, wenn die Reichsregieung aus dem Inlande genügend goße Mengen zu einem gegenüber dem Marktpreise ermäßigten Preise in die Hand bekommt, um dann aus den Breifen für das Auslands- und Inlandsgetrede einen Mischpreis bilden zu können. Das bisherige Berfahren hat sich bewährt. Die Umlage von 2½ Millionen Tonnen ist bis auf einen verschwindenden Rest abgeliefert worden. Die öffentliche Brotversorgung der Bevölkerung im bisherigen Umfange erfordert insgesamt rund 4% Millionen Tonnen. Da eine Verstärkung der Einfuhr aus dem Auslande bei der Finanzlage des Reiches und mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, einen erträglichen Brotpreis durchzuhalten, unmöglich ist, Ein Blick auf die Entwicklung der deutschen Gewerkschaften zeigt die Bedeutung dieser Organisationen. Bor 30 Jahren zählten die von der Generalfommission, der Vorläuferin des In eingehenden Verhandlungen mit der Landwirtschaft ist ein Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, zusammengefaßWeg gesucht worden, auf dem für die Reichsregierung ohne eine ten Organisationen nur rund 237 000 Mitglieder. Ein Jahröffentliche Erfassung das notwendige Inlandsgetreide zu beschaffen zehnt später, 1902, war die Mitgliederzahl auf 733 000 anwäre. Die Landwirtschaft hat bisher die Berantwortung für die gewachsen und im Jahre 1912, zwei Jahre vor KriegsausBrotversorgung im fommenden Wirtschaftsjahre nicht zu über- bruch, wurden 21 Millionen Gewerkschaftler gezählt. Wähnehmen vermocht. rend des Krieges schmolz die Ziffer zeitweilig start zusammen, so daß im Jahre 1916 nur noch 966 000 gebucht wurden. Dann aber begann wieder der Anstieg, der nach dem Kriegsende sich geradezu überstürzend fortsette. 1919 waren bereits 51 Millionen erreicht und im vorigen Jahre zählte man 7 720 000 Mitglieder. Inzwischen trat auf Grund der Vereinbarungen der Zentralverband der Angestellten mit rund 313 000 Organisierten zum AFA- Bund über. In der Mitgliederbewegung ist also augenblicklich ein Be harrungszust and eingetreten, der nach dem stürmischen Aufschwung seit Kriegsende mehr als verständlich erscheint. Entsprechend der Mitgliederzahl hat sich auch die Finanzkraft der Getreide ein angemessener Preis gewährt werden. Einen zieht sich allerdings auf das Jahr 1920, da es bisher nicht Der Landwirtschaft muß für das auf die Umlage abgelieferte Gewerkschaften entwickelt. Die letzte Zusammenstellung beeinheitlichen Preis für das ganze Erntejahr festzusehen, wie es in möglich war, von den einzelnen Gewerkschaften die Ziffern diesem geschehen war, ist jedoch mit Rücksicht auf die Unsicherheit für 1921 vollzählig zu erhalten. 1920 aber verbuchten die in der fünftigen Entwidlung des Standes der Mart nicht angängig. Arbeitergewerkschaften rund 747 Millionen Mark an EinEs muß vielmehr im Berlaufe des Wirtschaftsjahres eine Nachnahmen und 543 Millionen als Ausgaben. Das bedeutet eine prüfung der Angemessenheit der Preise und ge- fast ungeheuerliche Steigerung gegenüber den doch auch gebenenfalls eine Neufestsetzung erfolgen. immerhin gewaltigen Leistungen der Gewerkschaften vor dem Kriege. Noch vor 10 Jahren, 1912, betrug der Vermögensstand der Gewerkschaften rund 80 Millionen, während er heute auf über 268 Millionen angewachsen ist. muß die Umlage in der gleichen Höhe wie im Vorjahre eingefordert werden. Die Aenderung des bisherigen Gefeßes, daß die Preise im fünf tigen Erntejahre im Benehmen mit einem zu diesem Zwecke besonders bestellten Ausschusse festgesetzt werden sollen, beruht auf dem Bestreben nach der durch die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit getretenen Zusammenfassung der Beratungen. Den gefeßgebenden Körperschaften wird durch die von ihnen zu benennenden Bertreter die Mitwirkung gesichert. Zugleich werden die beiden an der Preisfeftfegung am meisten teiligten Bevölkerungsgruppen, Erzeuger und Verbraucher, mittelbar zur Mitwirkung zugezogen. Die Toten des„ Avare". Entsprechend der Ausdehnung nach außen hat sich auch der Aufgabentreis der Gewerkschaften ständig erweitert und vertieft. Die Erörterungen des Leipziger Kongresses werden das in lebhafter Weise widerspiegeln. Es ist be- zwar damit zu rechnen, daß die Verhandlungen auch dieses un- Rongreffes von den kommunistischen Zellenbauern benußt werden, um die Aufmerksamkeit von der gewaltigen wirtschaftlichen Bedeutung der Gewerkschaften abzulenten und die Gestaltung der Getreidepreise im freien Verkehr politischen Fragen noch mehr in den Vordergrund zu Insbesondere im ablaufenden Wirtschaftsjahr genommen hat. Im drängen. Jedoch zweifeln wir nicht, daß die Mehrheit der Gewerkschaftsvertreter solche Bersuche zum Scheitern bringen Laufe des Erntejahres 1921 hat sich durch den im Spätherbst einfegenden Sturz der Mart die Wirtschaftslage ganz gewaltig mittag wurde der Schiffsrumpf von Mitgliedern des Seeamts be- beiter wirklich nicht erstrebenswert, die politische ZersplitteHamburg, 17. Juni.( Eigener Drahtbericht.) Heute nach- wird. Es ist für die wirtschaftlichen Organisationen der ArDerschlechtert. Der Dollar, der im August 1921 einen Stand sichtigt, um festzustellen, wen die Schuld treffe. Die Zahl der Ver- rung auch auf diesen Kongreß zu übertragen. Nicht als ob von rund 100 m. hatte, ist auf über 300 M. gefunken. Die unglüdten ist noch nicht genau festzustellen, da es nicht möglich politische Fragen auf dem Gewerkschaftstongreß feine Rolle Preise für Auslandsweizen fliegen von 5000 m. auf über ift, an die untersten Schiffsräume heranzukommen. Ein Appell des spielen sollen. Im Gegenteil: der Borstand des Allgemeinen brasilianischen Konfulats hat ergeben, daß verschiedene Leute Deutschen Gewerkschaftsbundes hat in den letzten Jahren Auch die Preise des Inlandsgetreides paßten sich dem Preise der Bejahung fehlen. Auch von den Arbeitern der Vulfanwerft mehr als einmal entscheidend und richtunggebend in die polifür das Auslandsgetreide so gut wie völlig an. werden mehrere vermißt, so daß die Zahl der Toten auf etwa tischen Geschehnisse eingreifen müssen. Der Bericht, den der Bei Freigabe der Getreidewirtschaft würden die Mehl- und die 45 geschätzt wird. Unter den Verletzten befindet sich auch der Kapi- Bundesvorstand dem Kongreß unterbreitet, spricht davon auf Brotpreise, auch so welt sie jetzt infolge der öffentlichen Bersorgung tän, deffen Vernehmung bisher nicht möglich war. 3m allgemeinen mancher Seite. Aber ein anderes ist es, die Macht der organiauf einem bestimmten, mäßigen Stand gehalten werden, in Ab. wird das Unglüd auf Nachlässigkeit der Schiffsleitung zurüdgeführt. jierten Arbeiter gefchloffen in die Wegschale zu werfen, als 18 000 m. ,, Aus dem Haushalt des Raisers". " Die„ völlige Unschuld". ben Kongreß zu einem politischen Diskutiertlub führen. Mitglieder, die sich weigern, solche Notarbeiten zu zwischen Moskauern und Amsterdamern zu machen. Die Bes übernehmen, sollen feinerlei Anspruch auf GewerkDie Tägliche Rundschau" gibt eine Anzeige der Neuen strebungen, auch die deutschen Gewerkschaften zu einem An- schaftsunterstügung aus zentralen oder örtlichen Mitteln er Züricher Zeitung" wieder, wonach in Bern einige Gobelins hängsel der kommunistischen Internationale zu machen, find halten. Außerdem soll die Verweigerung von Notarbeiten mit der Angabe angeboten werden aus dem kaiserlichen zweifellos von vornherein zum Scheitern verurteilt. als grobe Schädigung der gewerkschaftlichen Interessen gelten. Schloß in Berlin mit Garantie". Im Anschluß an die Ein Blick auf die Tagesordnung des Kongresses zeigt schon, Durch eine solche flare Verpflichtung, Notstandsarbeiten aus Mitteilung wird die Frage aufgeworfen, wie diefe Gobelins nach daß die deutsche Gewerkschaftsbewegung andere Sorgen hat, zuführen, hofft man, endlich die Technische Nothilfe auch tat- der Schweiz gekommen sind, und es wird dabei auf die Taten, die als einen Streit um das Heil von Moskau. Der Bericht des fächlich überflüssig zu machen. im Schloffe von der Revolutionsbefagung verübt worden seien, hine Bundesvorstandes wird allerdings Gelegenheit zur Aussprache Die gemeinfame Bertretung der deutschen Arbeitergemert- gewiesen. Der amtliche Breußische Pressedienst erfährt von zue über alle die Dinge geben, die von den Kommunisten in den schaften sieht also eine Reihe von außerordentlich bedeutungs- ftändiger Stelle, daß weder während der Revolutionszeit noch Mittelpunkt des Intereffes gerückt werden sollen. Aber dar- vollen Fragen vor sich, deren sachliche und der Bewegung förder später Gobelins aus dem Berliner Schloffe entwendet worden sind. über hinaus wird der Kongreß die Fragen besprechen, die für liche Lösung im Interesse der Arbeiterklaffe gelegen ist. Wir Auch hat die preußische Regierung feine Berfäufe von Gobelins den Aufbau und Ausbau der deutschen Gewerkschaften Sozialdemokraten, die noch immer es als ihre Aufgabe an- vorgenommen. von grundlegender Bedeutung sind. Das Berhältnis der sehen, den Kampf der Arbeiterfiaffe zu einem bewußten Betriebsräte zu den Gewerkschaften ist einer und einheitlichen zu gestalten", haben das Zutrauen zu dem dieser Punkte. Als das Betriebsrätegeseh beschlossen werden Parlament der Arbeit, daß es sich nicht in fleinlichen Bänkesollte, da führten die Linksradikalen die Arbeiter demonstrie- reien verlieren, sondern der Arbeiterschaft auf neuem Boden rend vor den Reichstag, um die Annahme des Gesetzes zu neue Wege zum alten Ziele zeigen wird. So wünschen wir verhindern. Schon damals sagte der Borwärts", daß die feinen Verhandlungen einen guten Berlauf und vollen Erfolg! felben Parteien, die gegen die Annahme des Gesetzes demonstrieren, später einmal die Arbeiter zur Verteidigung des Gesetzes aufrufen würden. In den wenigen Jahren, die seither verflossen sind, hat sich die Bewertung des Gesetzes schon wesentlich anders gestaltet. 3war entspricht es in seiner heutigen Form auch nicht allen Wünschen, die jozialdemokratische Arbeiter hegten. Aber die dauernde Be schäftigung mit dem Gegenstand hat doch weiteste Arbeiter freise zu der Ueberzeugung geführt, daß die Betriebsräte ein sehr wesentliches Instrument für die Bertretung der Arbeiter interessen im Wirtschaftsprozeß sein fönnen, wenn die ein zelnen Betriebsräte mit Sachkunde und Energie und im engsten Zusammenwirken mit der großen Gewerkschaftsbewegung zu wirken suchen. 11 = In das gleiche Gebiet gehört die Frage der Arbeits gemeinschaften und der Wirtschaftsräte, über die Rudolf Wissell berichten soll. Und der Vortrag des Genoffen Sinsheimer( Frankfurt) über das zufünftige Arbeitsrecht in Deutschland dürfte für die Millionen der Gewerkschaftsmitglieder von nicht geringerem Intereffe fein. Die Steuern der Hohenzollern. Die Nationale Einheitsfront", von der die am 28. Junk offenbar geplanten Rundgebungen ausgehen, veröffentlicht als Antwort auf den Beschluß des Parteiausschusses- ein Schreiben, in dem sie beteuert, daß bei diesen Kundgebungen innerpolitische Angriffe vermieden werden sollten. Der Nebner der Nationalen Einheitsfront", Herr Dr. Kaufmann, würde sich darauf beschränken, die völlige Unschuld Deutschlands am Weltkriege nachzuweisen und die Revision des Versailler Vertrages zu verlangen". 3ur Steuerangelegenheit der Hohenzollern erklärt das Reichsfinanzministerium, daß diese Angelegenheit fortdauernd überwacht werde. Bor der endgültigen Auseinander- Hierzu genügen zwei Bemerfungen: Die Versicherung, fehung zwischen dem heutigen Staat und der Familie Hohen- daß alle innerpolitischen Angriffe vermieden werden sollten, zollern ist eine endgültige Steuerneranlagung nicht mög- ist uns bei ähnlichen Anlässen sehr oft gegeben worden, nach lich. Infolge der Beschlagnahme des Hohenzollernschen Ver her fam es aber ganz anders, das nationalistische Radaumögens durch Preußen ist es dem Reich als Steuergläubiger publikum gebärdete sich ohne jede Rücksicht auf die sonst Bes nicht möglich, das ganze Vermögen jetzt zu erfassen. Was teiligten ganz wie unter sich. Wenn ferner Herr Dr. Kaufdie Rückstellung der 10 Millionen Mark aus dem Gewinn mann die„ völlige Unschuld" Deutschlands beweisen soll, so für 1920 betrifft, so interessiert die Bildung einer Rücklage, ist das eben die in unserer gestrigen Nachmittagsausgabe ges die ein Steuerpflichtiger aus wirtschaftlichen Gründen vor- fennzeichnete se u che lei, an der sich die Sozialdemokratie nimmt, die Finanzbehörden nur insoweit, als Steuerfreiheit nicht beteiligt. Ohne historische Unwahrhaftigkeit läßt sich nicht der Rücklage beantragt oder ihre Rückstellung verschwiegen die„ völlige Unschuld" einer Regierung behaupten, der selbst werden sollte. Ueber die Steuerpflicht der Rücklage entscheidet ein polfsparteiliches Organ zum Vorwurf macht, sie das Finanzamt unter Mitwirkung des Steuerausschusses. Im habe so töricht und fahrlässig gehandelt, daß die Gegenseite gar übrigen hat das Reichsfinanzministerium bereits im Oftober nicht anders fonnte, als böse Absicht hinter alledem zu vere und November v. 3. das preußische Finanzministerium als muten. Die Sozialdemokratie fann wohl gegen die Geschichte Mitten in die Praris der Organisationstätigkeit hinein Aufsichtsbehörde der Oberrechnungsfammer auf diese Sache legende der Alleinschuld Deutschlands am Weltkriege aber führt die Besprechung über die Organisations- hingewiesen. Unter Berücksichtigung der Angaben eintreten, aber fie fann nicht an die Stelle dieser Legende die formen und Methoden der Gewerkschafts- des Vorwärts" wird die Beranlagung genau überwacht. ebenso unwahrhaftige Behauptung einer„ völligen Unschuld' Brewegung. Bei großen Bewegungen hat es sich seit Wie wir dazu noch hören, arbeitet die preußische Finanz- sehen. langem als erschwerend erwiesen, daß in den einzelnen Indu- perwaltung an der Zusammenstellung einer eingehenden Bei dieser Gelegenheit jei nebenbei auch folgendes be ſtrien verschiedene Berufsorganisationen nebeneinander Denkschrift über die ganze Hohenzollernsche Vermögens- und merkt: Die Boss. Big.", das Drgan für aparte Demokratie, wirften, ohne sich rechtzeitig ganz miteinander verständigt zu Steuerfrage für den Landtag. das sich jezt tapfer an der Scheidemann- Heze beteiligt, faßt, haben. Wenn z. B. in der Metallindustrie nicht nur Metall- Zur obigen Erklärung sei heute nur bemerkt, daß das wieder in rührender Uebereinstimmung mit der Rechtspresse, arbeiter, sondern auch Holzarbeiter, Maschinisten, ungelernte| Reichsfinanzminifterium einem unentschuldbaren Irrtum den Beschluß des Parteiausschusses über GegenfundArbeiter, Kutscher usw. gemeinsam Kämpfe führen müffen, unterlegen ist, wenn es behauptet, das infolge der Be gebungen am 28. Juni so auf, als sei von Partei wegen muß eine solche Verständigung unbedingt vorhergegangen schlagnahme des Hohenzollernschen Vermögens durch beabsichtigt, die Kundgebungen der anderen Seite gewaltsein. Auch das Bestreben, eine Vereinheitlichung der Dr Breußen" es dem Reiche nicht möglich wäre, das ganze fam zu stören. Gegen eine solche Mißbeutung fann gar ganisation auf dem Boden der betreffenden Industrie herbei- Bermögen zu erfassen. Durch die Beschlagnahme und die nicht scharf genug Einspruch erhoben werden. Die Sozialzuführen, hat deswegen neue Anhänger gewonnen. Ueber später dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen ist das demokratische Partei verwehrt es feinem, seine Meinung zum diese praktischen Fragen der Neugestaltung wird der Kongreß preußische Finanzministerium ja gerade für die ordnungs. Ausdrud zu bringen, fie erlaubt sich nur, für sich selber das in fachkundiger Aussprache Klärung zu schaffen haben. mäßige Erfüllung der Steuerpflicht der Hohenzollern vergleiche Recht in Anspruch zu nehmen. Die Veranstaltung von Von sehr hoher Bedeutung für die allgemeine Arbeiter antwortlich. Das Reichsfinanzministerium braucht nur Rundgebungen verschiedener Richtung am gleichen Tage bewegung wird auch die Stellungnahme der Gewerkschaften an den Zwangsverwalter des beschlagnahmten Hohenzollern- braucht unter zivilisierten Menschen nicht in eine Rauferei zu den sogenannten Notstandsarbeiten fein, eine schen Vermögens, also an das preußische Finanzministerium, auszuarten und disziplinierten Sozialdemokraten liegt nichts Nothilfe" zwangsläufig erfordert wird. Der Bundesvorstand Erledigung besagter Steuerangelegenheiten fofort zu sorgen. zu suchen. Stellungnahme, die durch die Angriffe auf die Technische die strikte Aufforderung zu richten, für die ordnungsgemäße ferner als die Absicht, eine solche Form der Auseinandersetzung unterbreitet dem Kongreß Regeln", in denen er die ge- Jene Bemerkung des Reichsfinanzministeriums läßt den Eine Anfrage über Kapitän Loewenfeld. Bon unabhängigen meinnötigen Betriebe zu definieren sucht und er Schluß zu, daß die Steuerangelegenheit gegen die noch be abgeordneten ist im Reichstag eine Anfrage eingegangen, welche flärt, daß über Streits in solchen Betrieben eschlüsse erst stehende Beschlagnahme ausgespielt werden sollen. die Berufung des Kapitäns zur See von Loewenfeld zum Romman dann gefaßt merden dürfen, wenn zuvor der Bundesvorstand Das würde eine unglaubliche Parteilichkeit und eine Ein- banten des Kleinen Kreuzers Berlin" betrifft. In der Anfrage des ADGB. oder der Vorstand des AFA- Bundes davon benach- mischung des Reichsfinanzministers in Angelegenheiten be- wird behauptet, v. Loewenfeld habe sich mehrmals Soldatenmi richtigt und ihnen eine angemessene Frist zur Vermittlung ge- deuten, die ihn gar nichts angehen. handlungen schuldig gemacht, in den Rapp- Tagen habe er mit feiner laffen worden ist. In den Sagungen oder in fahungsmäßigen Wir erwarten eine fofortige offizielle Klarstellung über Marinebrigade in Schlesien ein wahres Banditenleben geführt und Vorschriften sollen die Mitglieder der Gewerkschaften verden wahren Sinn der von uns fritisierten Behauptung des eine Anzahl Menschen in bestialischer, feiger Weise ermordet. pflichtet werden, die vom Verbandsvorstand bezeichneten Reichsfinanzministeriums. Wir sind auch mit der einfachen oder im Einzelfalle angeordneten Notarbeiten auszu Feststellung zufrieden, daß man sich geirrt habe. A Wie ich in den Himmel fuhr und wieder hinausflog! Bon Tobias Bemberlein. % Im„ Borwärts"-Gebäude ist ein sogenannter Paternoster". Fahrstuhl, vor dem ich auf das nachdrücklichste jeden warne, der ihn in Zukunft besteigen will. Diefer Fahrstuhl hat es nämlich, menn man sich so ausdrücken darf, mächtig hinter den Ohren. Fahrstühle sind im allgemeinen eine prächtige Angelegenheit, dafür sind sie um so gefährlicher, wenn fie fich emanzipieren. Ranu," meinte ich verduht, inwiefernrohr?" Er runzelte die Stirn. Bie Du heißt, will id missen!" Gott sei dant ein Berliner! Ich überreichte meine Visitenkarte. Tobias Pemberlein Literatur Romme ins Haus Rötschenbroda Berlin „ Sofo," meinte er, bet sinde. Denn sehnse man blos zu, daß det hier feena jewahr wird, Ihre Azeuchnisse sind hier schon mehrfach unanjenehm uffjefall Das fonnte gut werden. Jehn Se man zuerst uff de Kanzlei und melden Se sich, sonst friejen Se teen Mannah. Ueba Pfingsten is det Büro jeschlossen, also dalli, Hofianna!" Der deutsche Gesandte in Wien, Dr. Pfeiffer, ist zurzeit in Berlin. Die Republik für die Republik. Ignaz Wrobel gibt in der Weltbühne" beachtenswerte Anregungen zum Thema der Republi tanisierung Deutschlands: Die Republit ist noch nicht hinter die allereinfachsten Grundsätze der menschlichen Psychologie gelommen. Daß fie nicht immer fo fann, wie wir gern möchten: das scheint bei ihrer Zusammenfegung fein Wunder. Aber daß sie die allereinfachsten Erforder niene ihres Selbsterhaltungstriebes außer acht läßt das ist freilich eins. Sie wird täglich und stündlich beschimpft und befpien, ver höhnt und mißachtet. Heute sind kino und Barieté, Generalanzeiger und Feste aller Art die Hochburgen reaktionärer Propaganda und Politit. Und die Republit? Schweigt. Die Republik vergißt, daß das Leben der Menschen aus dem Alltag schöpft, und daß die meisten Ideen burch fleine, fast taum wahrnehmbare Sinneseindrüde fuggeriert werden. Ein Wih im richtigen Moment, eine Fahne an der richtigen Stelle, ein Film in der richtigen Stadt- das ist alles viel wichtiger als Parlaments. reden, die fein Mensch liest. Bei dieser Gelegenheit tomme ich zugleich dazu, erklären zu fönnen, marum mein Följeton„ Der Pfingstochte vor vierzehn Tagen nicht erschienen ist. Mit diesem Bruchstück der deutschen Literatur in der Brufttasche schwang ich mich am Pfingstfonnabend ver. trauensselig in den besagten Paternoster. Während des Anstieges in die Gefilde der Intelligenz hatte ich Muße, über das Seelenleben eines Fahrstuhls nachzudenken. Ich denke verhältnismäßig felten, dann aber laut, und so mag der rundreisende hölzerne Hausgenosse gehört haben, wie ich in meinem wie befannt sehr melodischen Dialekte murmelte: Wenn ich ee Fahrfchouhl wäre, eegal ruff und rimber- nich in die Diedel Raum war diefer wohlgebaute Sah meinen finnlichen Lippen entflohen, da hub der Paternoster 3 überall Anzeichen einer großen Erregung bemerkte. Kleine pußige Hebel hier, und nicht in langweiligen Etatsschriften oder Broruppein an und -und Hosiannal" grüßte ich und schlenderte über den beinahe Nollen. borfplaß. Zum Bureau zu wandeln, hatte ich teine Lust, Mannah ist nicht mein Fall, schließlich mußte es doch auch im Himmel so etwas wie ein Aschinger geben. Ich fand aber feins, sondern fam auf eine Wiese, wo siebenhundert Engel standen und so taten, als ob fie sängen, sangen aber nicht, taten bloß so. Schließlich bekam ich heraus, daß sie gähnten. Wie ich überhaupt schon gemerkt hatte: im langweilig zu. Himmel geht es anständig, aber höchſt fange faufen, als ich Gerade wollte ich dem quafi Mollendorfplatz Engel riefen schmetternd die Mittagsblätter aus. Ueberall bildeten fich debattierende Gruppen. Als es mir endlich gelang, eines der Beitungsblätter, die„ Gottespoft" zu erwischen, erschrat ich heftig. Da stand in fetten Lettern: Pemberlein ante portas! Die himmlischen Heerscharen marschbereit! Was nun? Das fonnte gut werden! Die Zeitung enthielt einen gemeinen Hegartifel gegen mich: ich fiele schon auf Erden allen Menschen auf das Generve, man solle zuerst die weiblichen Engel in Eicherheit bringen, ich ziehe alles an den Haaren herbei und durch den Rafao, nichts sei mir heilig außer einigen Schüttelreimen und was der finnlosen Berdächtigungen noch mehr waren. Bom Erzberger- Mord über die Kronprinzen- Memoiren bis zum Attentat auf Scheidemann ist teine Gelegenheit ausgewertet worden. Da waren tausend Dinge, die dazu hätten dienen tön. nen, der republikanischen Sache durch die Dummheit und die Schlechtigkeit ihrer Gegner zu nüßen. Nichts. Aber hier ift der schüren mit abstraftem Inhalt, hier und nicht in Publikationen, die die Leute bis zur Bewußtlosigkeit langweilen. langweiligen Zahlenreihen auch nichts. Wer auf andere Leute Mit pathetischen Maßlosigkeiten ist da nichts getan- und mit wirken will, der muß erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen Was tut eigentlich die Republik für die Republik? reden. Leder aus dem Meer. Bei der ungeheuren Teuerung des Beders, die sich in unseren Schuhpreisen ausdrückt, ist es eine tröst. liche Mitteilung, daß die Ledervorräte der Welt einen bedeutenden Zuwachs erhalten werden, und zwar aus den Tiefen des Ozeans. Für uns freilich dürfte diese Verarbeitung der Häute großer Fische und anderer Meeresbewohner zunächst nur wenig Bedeutung haben. In den Ländern aber, die den lederspendenden Ozeanen näher liegen, soll sich bereits eine Verbilligung der Schuhe und Lederwaren durch diese neue Zufuhr bemerkbar machen. Erst seit drei Jahren hat man dieses Jagdgebiet der Meerestiefen eingehender burchforscht, und es wurde eine Summe von 200 000 Dollar für Bersuche ausgegeben, bis die Methode ausgebildet war, durch die die Häute der großen Ei mei! Ich rannte los wie Geetiere in Leder verwandelt werden fönnen. Es ist jetzt möglich, ( Jetzt wird es wieber heißen, Bemberlein übertreibe, ausge. schlossen, tut er nie!! Baulchen ist Zeuge!) und es frachte gewaltig, der Bater nofter rasselte durch das Dach und stieg wie eine Würstchenreihe geradenwegs in den blauen Himmel hinein! Ein Bild für die Götter refp. für Bolt und Zeit"! Und Pembers lein mit dem Pfingstföljeton im zweiten Kasten. Immer tiefer der= schwand der Boben der realen Tatsachen unter mir. Geistesgegen wärtig, ein margistischer Harry Biel, wartete ich das Ende dieses aller Schwerkraft spottenben Treibens ab. Zuerst passierten wir eine Wolke, auf der ein Ulstein- Korrespondent stand und mich aus fragen wollte ich wintte ab. Die Konkurrenz foll felber fliegen! Dann wurde die Luft dünner, für einen Menschen, der zum Teil darauf angewiesen ist, von der Luft zu leben, eine peinliche Sache. Der Paternoster ftöhnte, schien also schon zu begreifen, daß er das Ein Gedanke durchbligte mein Hirn: ich seße eine blaue Brille Opfer feiner ausschweifender Phantasie geworden war. Fünfhundert auf und nenne mich Lindström( diese Idee ist nicht von mir, sondern Meter höher fam ein Sipomann auf einer Himmelszicge angeritten, von Ludendorff, aber sie ist auch gut)! Doch der Mensch denkt... und schrie:„ Mehr in den Mittelgang hineintreten!" Borbei. Die „ Det is er jaaaa!" Erde trudelte unter mir wie ein Berliner Pfannkuchen durchs All. Blöglich bemerkte ich über mir ein Loch im Himmel, ungefähr so groß Der Mann mit dem Kochgeschirr! wie der geistige Horizont eines preußischen Unteroffiziers. Stinnes nach den Weltmarktpreisen Auf der halbe Himmel hinterher. aus der Haut eines 500 Pfund wiegenden Haifisches 10 Quadratfuß diefes Loch hielt mein Paternoster zu.( Ein Fahrstuhl ist also gar Schon sah ich in der Ferne meinen guten, braven Paternoster Beder zu gewinnen; außerdem liefert auch der Magen Rohmaterial, nicht fe dumm, wie er aussieht!) Als wir durch das Loch mit Mühe Jupp war ich im Kasten. Höchste Beit. Einem fulpsäugigen das zu einem weichen und zugleich feften, dem Glacéleder ähnlichen durchgeschlüpft waren, hielt der Baternoster an." Gott sei schlank!" Landpfarrer, der mir am dichtesten auf den Nähten war, fchrie ich Leder verarbeitet werden kann. Der Roche hat eine Haut, die gefaate ich und stieg aus. Ich stand auf einem Blaze, der eine geba segte sich mein Baternosterchen in Schwung, die Nollendorfplatz Sägefisch ist ein Tier, das große Ledermengen liefern fann. Der zu: Bu- rrrüdireten!!" Er brüllte nur noch) oi Deifel!" gerbt ebenfalls einen ganz beträchtlichen Umfang hat, und auch der miffe Aehnlichkeit mit dem Rollendorfplatz aufwies. Allenthalben tummelten sich Leute, die durch lange Haare und Reformfleider imitation verschwand. Kazenhai, der verhältnismäßig flein ist, ist daher auch nicht so ausWo tommst Du denn her? Du riechst doch so nach Diele!" giebig für die Ledergewinnurg wie der große Haifisch; aber seine auffielen. Haben fie Dich Haut ist das Gerben fehr mohl mert. Aus der Haut der Delphine Schließlich fam einer, der hatte ein Kochgeschirr auf dem Haupte fragte meine Frau. Ich war im Himmel. und fang: denn nicht rausgeschmissen?" Natürlich fann Leder von 10 bis 20 Quadratfuß bei jedem Lier gefertigt wer Natürlich!!! den. Die Haut dieser Tiere besitzt zudem eine harte Oberschicht und Raholani puni fani meff!" Monarchisten ohne Monarchen. auf den gerichtlichen Freispruch reaktionärer Mörder, Helfersheffer. Konflikt im Moskauer Prozeß. Für die Kriegsbeschädigten. Nieberlegung der Verteidigung. Waffenfchieber, Butschisten usw. die sicherste Gewinnchance Die Allbentschen gegen den Erkronprinzen. in Deutschland biete, hat die Rechtspresse wütend gegen diese Be Mit tränendem Auge nehmen die„ Alldeutschen Blätter" merfung protestiert. Hier haben wir eine neue Bestätigung unserer Mostau funkt den folgenden sowjetamtlichen Bericht: Abschied von der Dynastie Hohenzollern. Von dem Alten Behauptung. Der Tatbestand eines nächtlichen Einbruchbiebstahls Die in der gestrigen Abendsigung im Prozeß gegen die Sozialhatten sie sowieso nie viel gehalten und erklären auch jetzt: fann nicht klarer liegen als im Liegnizer Falle. Trogdem eröffnet resoutionäre verlesene Erklärung, in der Bandervelde, Rosenfeld, Mir erkannten in dem entseglichen Geschehen die Folgen der ein aus Berufsrichtern bestehendes Landgericht nicht einmal das Liebknecht und Waters die Verteidigung niederlegen, begründet diesen Regierungsweise des legten Kaisers, also die Wir- Strafverfahren deswegen. Wegen des Bergehens gegen das Ent- Schritt folgendermaßen: Erstens feien, im Widerspruch zum Berfungen persönlichen Bersagens. waffnungsgefeß erfolgt Freispruch. liner Abkommen, vier Berteidiger vom Gericht nicht zugelassen und Nun aber hat sie auch der Junge enttäuscht, der Ertron- Gibt es einen einzigen Menschen in Deutschland, der glaubt, der Verteidigung Sonderffenographen nicht bewilligt worden; 3iveiprinz Wilhelm, auf den die Alldeutschen einst soviel Hoff- daß das Resultat das gleiche gewesen wäre, wenn die Täter tens beabsigtige das Gericht, Bedingungen zu stellen, die eine weitere nungen" gesetzt hatten. Das„ Kronprinzenbuch" geht den feine reaktionären Offiziere, sondern Tintsgerichtete Ar- Zulaffung der ausländischen Verteidiger fraglich machen; drittens Alldeutschen durchaus wider den Strich, einmal, weil sich der better gewesen wären?! hätten die Anfläger Krylento und Lunartsharfti das Berliner Ab. Erfronprinz als Mitarbeiter einen Bolts fremden in fommen als für das Gericht nicht bindend erflärt und viertens habe Gestalt des Juden Carl Rosner aussucht", sodann weil der Bertreter der Kommunistischen Internationale auf der Berin dem Buch der Saz steht, es fomme nicht darauf an, ob einer liner Konferenz, Bucharin, das Berliner Abkommen überhaupt für Chrift oder Jude, sondern ob er ein guter Deutscher sei. Der Reichstagsausschuß für Kriegsbeschädigungültig erflärt. Als Antwort hierauf hat das Oberste Tribunal Dazu seufzen die„ Alldeutschen Blätter": tenfragen beendete gestern die erste Lesung des Gefeßentwurfes eine Erklärung formuliert, in der gesagt wird, daß das Berliner über die Teuerungsmaßnahmen für Militärenwärter. Ein Antrag Abkommen, als ein rein polififches, den Gang der gerichtlichen Verfieht folgende Säge für den Teuerungszuschuß vor: handlung in feiner Weise beeinflussen fonnte. 3m einzelnen erklärt das Tribunal, das Gericht habe die vier vorgeschlagenen ruffifchen 500 m. menscheriflischen Berteidiger nicht zugelassen, weil sie nicht das Bertrauen des Gerichts genöffen( und weil sie als Russen gleich verfiehen was gespielt wird. Red.); zweitens gehöre die Entscheidung über die in Berlin übernommenen politischen Verpflichtungen nicht zur Zuständigkeit des Tribunals, sondern lediglich zu derjenigen der Sowjetregierung; endlich habe über die Zulassung von Sonderftenographen für die Verteidigung nicht das Tribunal, fondern der Kommandant des Gerichtsgebäudes(!) zu entscheiden gehabt. Die Verteidigung suche anscheinend nach einem Vorwand, 800 um die Berhandlungen zu verlaffen. Es ist schmerzlich, auf diese Art erfahren zu müssen, daß der gewesene Thronerbe, der sich einft zu völlischer Anschauung bekannte, fich zu einer Auffassung zurüdentwidelt hat, die den einfachften Erkenntnissen der Rassenlehre widerspricht. Schließlich beklagen die Alldeutschen noch, daß der Kronprinz ein Bekenntnis zur liberal- parlamentari. chen Staatsform, also einer für Deutschland unmöglichen Staatsform" ablege. Das könne nur Verwirrung stiften. So stehen denn die Monarchisten ohne Monarchen da und hoffen nur am Schluß des Artikels auf den lieben Gott, daß er ihnen bald wieder einen richtigen" Hohenzollern bescheren möge. Wenn er es nun aber nicht tut? für einen Schwerbeschädigten bei einer Minderung der Erwerbsfäbigkeit um 50 bis 80 Broz. monatlich bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mehr als 80 Proz. für einen Schwerbeschädigten, der nur auf die Rente angewiesen und nachweislich einen Erwerb nicht ausüben fann. für eine Wuwe. • 750 " " 1000 " 500 700 250 " B 17 800 500 " " für eine nur auf Rente angewiesene und nachweislich erwerbeunjabige Witwe für eine baterlofe Baife für eine elternloie Waise für einen Elternteil für ein Elternpaar außerdem erhält der Schwerbeschädigte, wenn er für Kinder zu forgen hat, neben dem Teuerungszuschuß für jedes Kind 200 m Diefer Antrag wurde vom Ausschuß einstimmig ange. nommen. Ferner wurde als Teuerungszuschuß und für Empfänger eines Uebergangsgeldes, einer Witwenbeihilfe und eines Hausgeldes der Betrag von 320 auf 450 Mart erhöht. Reaktionärer Diebstahl ist straffrei! Bor etwa einem Jahr berichtete der„ Borwärts" über einen mysteriösen Waffendiebstahl in Liegnig, der sich folgendermaßen zutrug: In der Nacht zum 29. Juni 1921 erschienen ungefähr 30 Berfonen mit Laftautos ver dem Ehrenfriedhof in Liegni, erbrachen die Tore und wollten die vier auf dem Friedhof aufgestellten Geschüße fortschaffen. Die Geschüße waren neuester Konstruktion aus Die Teuerungszulage für das Sterbegeld wurde auf 200 Broz, dem Jahre 1918. Der Friedhofswärter benachrichtigte die Schuh und für die Pflegezulage sowie für den Führerhund der Blinden auf polizei, welche als Anführer der Bande den bekannten Orgesch. 235 Proz. erhoben. Das neue Gesetz sell mit dem 1. August in führer Hauptmann a. D. von Nickisch Rosenegt und Haupt- raft treten. Die Durchführung foll den Hauptfürsorgestellen und mann a. D. Liebe festnahm. Ein Geschüß war schon fortgeschafft Fürsorgestellen überlassen bleiben. Das Spruchverfahren bleibt be worden, wurde aber am anderen Lage im Forst von Vorberheide stehen, aber für Entscheidungen der Fürsorgestellen wird die Bevon unseren Genoffen entdeckt und zurückgebracht. Daß dieser Ge- schwerde an die Hauptfürsorgestellen eingeführt. schüßdiebstahl im Einverständnis mit Offizieren der Schußz polizei vor fich ging, beweist folgende Tatsache: Der verhaftete Die Kosten der deutschen Delegation in Genun $ von Nickisch- Rosenegt nahm dem Schupobeamten den Hörer aus der Hand und sagte zum Oberleutnant Scholz von der Schußpolizei: mehr. Uebertriebene Gerüchte. Gleich nach Beendigung der Konferenz von Sexua wurde in Na, was ist denn los, Ihre Beamten treten mir ja hindernd in Deutschland die Frage laut, welche Summe die deutsche Delegation den Weg, ein Geschütz ist schon weg, die drei bekommen wir nicht in Genua verbraucht habe. Es wurden ungeheuerliche Beträge geDarauf wurden von Nickisch und Liebe von den Schups- nannt und in der Bevölkerung weiter tolportiert, so daß sich die beamten freigelassen. Nachdem die„ Liegnitzer Boltszeitung wiederholt öffentlich Regierung gezwungen fah, offiziell zu erklären, daß die Ausgaben anfragte, wie weit die gerichtliche Untersuchung gegen die Geschütz. für Genua nach der Zusammenstellung durch die zuständigen Refforts spizbuben gediehen sei, fand die ganze Angelegenheit jezt einen fofort bekanntgegeben würden. Damit hat sich aber die beutsch nationale Fraktion des Reichstags nicht zufriedengegeben, songeradezu aufreizenden Abschluß. Das Landgericht hatte die Er. öffnung des Verfahrens wegen Diebstahls abgelehnt, weil ben as hat die Entsendung der deutschen Delegation nach Genua gebern sie hat nunmehr eine Kleine Anfrage eingebracht, welche lautet: beiden Offizieren das Bewußtsein rechtswidriger Zueignung gefehlt habe! Die ehemaligen Stüßen von Thron und Altar, die Haupt- oftet? Die Regierung wird diese Anfrage, sobald die Berechnung Die ehemaligen Stützen von Thron und Altar, die Hauptleute von Nidisch- Rosenegt und Liebe, haben nach der Ansicht des der Kosten der deutschen Delegation für Genua fertiggestellt ist, be Landgerichts nicht gewußt, daß nächtliches Fortschaffen fremden Eigentums Diebstahl ist. Jeder dumme Junge weiß das, aber die ehemaligen Offiziere Wilhelms des Davongelaufenen wissen es an geblich nicht! Es wurde ein Verfahren wegen Bergehens gegen die Entwaffnungsvorschriften eröffnet. Das Schöffengericht erkannte auf Freisprechung, weil die Verordnung vom 7. August 1920 außer Kraft getreten ist. Als wir beim Freispruch Killingers schrieben, daß eine Wette eine weichere Unterschicht, so daß die beiden Schichten zu schweren Schuhen und zu Handschuhen in der Art von schwedischem Leder verarbeitet werden können. Leder von vorzüglicher Qualität fann auch aus der Haut und dem Magen des Walfifches und verschiedener anderer Fische gemacht merden. Aus der Haut eines einzigen Walfisches wurden in einer amerikanischen Fabrit 200 Baar schwere Stiefel, ein Dußend leichter Schuhe, mehrere Meter Gürtel und eine große Anzahl Schuhbänder hergestellt. Der Mondgucker. Aus der Straße flutendem Gewimmel Ragt ein Riefenperspektiv Schief Gegen den gestirnten Abendhimmel. Harmlos hängt der Mond mit heiterm Grinfen In dem dunkeln Blau. Doch der Mensch, der ja bekanntlich schlau, Zieht ihn nieder mit geschliffnen Linsen. Wenn Du durch die Meffingröhre gudft, Hast Du ihn ganz dichte vor Dir stehen, Und Du meinst, es fönne leicht geschehen, Daß Du ihm in feine Krater ſpudst. Hochgefühle schafft Dir solch Bewußtsein. Und dafür nur einen Quart Eine lump'ge Mart!!! Zu bezahlen, muß Dir eine Luft sein. Zeitgenosse, sei gescheit! Baubre nicht, wenn Dich die Sorgen bruden, In den Mond zu guden Denn was bleibt Dir sonst in dieser Zeit? Peter Michel antworten. Wir veröffentlichten in Nr. 275 bes Borwärts" die Aussagen der angeflagten Sozialrevolutionäre Timofejem und Goz. Die Auslagen hatten nach einem Bericht des„ Sozialrevolutionären Zeitungsdienstes" ein wesentlich anderes Aussehen. Es erflärte Timofejew: Die Partei der Sozialrevolutionäre stüßt sich auf die mehr. heit des russischen Boltes, wie das durch die freien Wahlen zur Allgemeinen Konstituierenden Bersammlung bewiesen wird, wo die meisten Abgeordneten Sozialrevolutionäre waren; sie stand stets und steht auch eben auf dem Boden der ErrungenEinberufung der Altrussischen Konstituierenden Versammlung ist. Nie fchaften der Februarrevolution, deren Grundlage die ist fie von Lofungen abgewichen, die ihr Programm bilden, und wird sich auch niemals von ihnen losfager, wie es vor furzem die augenblicklich herrschende Partei, ausschließlich, um die Macht in ihren Händen zu behalten, getan hat. Ja, wir haben einen bewaffneten Rampf ge führt; dann aber fämpften wir und werden weiterfämpfen mit jenen Mitteln, die auf der 8. Parteifonferenz festgelegt wurden: hier wurde befchloffen, den bewaffneten Rampf aus rein ftaatlichen Rücksichten einzustellen, um einerseits die Kräfte des Bürgerkrieg mehr noch als durch einen äußeren Krieg zerstört Volkes und die wirtschaftlichen Werte zu erhalten, die durch den werden, und andererseits, um die Gefahr zu vermeiden, durch einen Kampf die reaffionären pläne gewiffer militärischer Führer zu för dern, die sehr beslissen waren, unseren Einfluß auf die Volksmassen auszunuzen. Die gegen uns erhobenen Anklagen, daß wir in Beziehun müffen an die zeitweilige Regierung gerichtet werden, die gen zu ausländischen Mächten gestanden und von ihnen im Jahre 1917 militärische und finanzielle Hilfe erhalten hätten, vom ganzen ruffischen Boite anerkannt war und zu welcher Mitglieder unserer Partei als Regierungsmitglieder gehörten. Diese Ne gierung nahm die Einhaltung der mit den Berbündeten abgeBernünftiger wäre es, wenn die Reichsregierung einmal zu fchloffenen Berträge und Verpflichtungen wahr, und die zur Me fammenftellte, was die verderbliche Kriegspolitik der Deutschnationalen gierung gehörenden Mitglieder unserer Partei hielten den Schutz uns an Land, Gut, Blut und Geld gekostet hat. In Ergänzung dazu der Ehre des russischen Boltes und der Lebensinteressen Rußlands follte die Regierung gleich mit ausrechnen, was ber jetzt beab- für ihre heiligste Pflicht. Sie hielten die fernere Teilnahme Rußlands am Weltkriege für notwendig, weil fie, ausfichtigte Staubzug der schwarzweißroten Agrarier gegen die Brotvergehend von der sozialistischen Griebensibee, holiten, bei den zubraucher diesen fosten fönnte. fünftigen Friedensverhandlungen annehmbare Bedingungen für Rußland zu erreichen. Der im Jahre 1918 abgeschloffene Friede von Brest 2itowst rief ein weiteres 3usammen. der Sowjetregierung unterſtükt wurde. Unsere Berührung mit den gehen mit den Alliierten hervor, melches notwendig wurde zur Rettung Rußlands ver dem deutschen Imperialismus, der von Morgan- Konferenz in London? Kreisen verlautet, daß Morgan mit Lloyd George und Poincaré eine Condon, 17. Junt.( Dena.) In Londoner parlamentarischen gemeinsame Aussprache haben wertz. Frankreich gegen Reparationskommission, Paris, 17. Juni.( EE.) Das Minifterium für die befreiten Gebiete veröffentlich folgende Note: Alliierten dauerte bis zur deutschen Revolution. Als der Kronstädter Aufstand ausbrach, an welchem die Sozialrevolutionäre teilgenommen haben, haben wir ihn bewillkommt. Die von den Kommunisten geleitele Sowjetregierung hat seit dem Staatsftreich vom Oftober alle Maßregeln ergriffen, um unseren offenen und legalen politischen Stampf gegen sie zu lähmen, bat unfere Genoffen, die von der Bevölkerung in verschiedene öffentliche tommnhaftet. Da die Kommunisten, die sich auch zu den Sozialisten rechnen, sich so zu uns verhielten und solche Kampfmittel gegen uns anwandten, blieb uns nur eines übrig in den Rampf mit ihnen einzutreten zur Rettung der Revolution, in deren Namen zu handeln sie vorgeben." Die am 27. Februar und 2. Juni namens der Reparationstommiffion durch Bemelmans mit der deutschen Regierung gefchloffenen Abmachungen werden in Frankreich nicht anwend- nale und ftaatliche Behörden gewählt waren, vertrieben und verbar fein, felbst wenn der Reichstag fie ratifiziert haben wird. Die franzöfifchen Staatsangehörigen werden das Wiesbadener Abkom men sowie die Abmachungen vom 15. März und 3. Juni 1922 zu ihrer Dispofition haben. Auf Grund der Abmachungen fönnen die französischen Geschädigten sich mit den deutschen Lieferanten dirett ins Benehmen feßen, sobald das französische Barlament und der Reichstag diese Abmachungen ratifiziert haben werden. Die fran zösische Regierung wird übrigens weiterhin alle Anstrengungen machen, um die Naturalleistungen zur Entfaltung zu bringen, bie bis zu dieser Ratifitation nur nach dem im Versailler Bertrag vorgesehenen Berfahren erlangt werden fönnen, ein Berfahren, deffen Ausgangspunkt für die Geschädigten eine der Präfeftur ihres Departements zu übergebende Forderung sein muß. Entfaltung der Sachleistungen durch Treiberei gegen ein zu ihrer Förderung von der sonst doch heiligen Reparationskommiffion geschlossenes Abkommen die glänzende Isolierung Frankreichs marschiert im Geschwindschritt des nationalen Egerzierreglements. Sieg der Vernunft in Jrland. Condon, 17. Juni.( TU.) Die Ergebnisse der Wahlen für das irische Parlament zeigen einen starten Sieg der gemäßigten Partei von Collins über die Anhänger de Valeras. Th. Bell, der bekannte Zierbiologe, begebt heute feinen 60. Gesich burtstag. Die von ihm zuerst aufgeftelie Theorie der Augen- unb Nafentiere, bie anfangs start angefeinbet wurde, ist heute faft allgemein an erfannt. Bell( mit bürgerlichem Namen Leopold Baule war ursprüng lich Jurist, dann llaffischer Philologe und wandte sich erst spät der Boologie zu. Bon seinen Schriften, die meistens zahlreiche Auflagen erlebten, find Polyphem ein Gorilla"," Das rechnende Pferd", Tterfabeln und Micfen der Tierwelt am bekanntesten geworden. Wenn de Valera und seine Leute Demokraten sind, müssen sie dem Boltsentscheid fügen und die Waffen niederlegen. In Oberschlesien soll Recht herrschen. Der deutsche und der polnische Bevollmächtigte in Oppeln, die auch über eine 2 m nestie nach Befignahme der beiden Landesteile verhandeln, erlassen gemeinsam einen Aufruf gegen alle Gemalttätig Deutsches Opernhaus. Der Tenor Carl Jorn it bon seinem feiten. Es heißt da auch: Diese Gewalttätigkeiten erscheinen um Gaftspiel aus Amerila zurüdgekehrt. Er wurde von der Intendang bes so mehr verwerflich und zwedlos, als bei de Regierungen die Absicht Deutschen Opernhauses für ein dreimaliges Auftreten verpflichtet. An seinem ersten Gastabend am 25. fingt er den Lohengrin. Im folgt am haben, sobald sie die Berwaltung der ihnen zugesprochenen Gebiete 28. der Don José in" Carmen" und am 1. Suli der Walter Stolzing in übernehmen, den Berjagten die Rüdfehr zu ermöglichen und den Meisterfinger von Nürnberg". dafür zu sorgen, daß sie in ihrem Wohnfig bleiben tönnen. Theatervorstellungen im Neuen Palais? Der Intendant bes Potsdamer Schauspielbaules, Kurt Behlemann, be fchäftigt fich mit dem Plan, im Theater in Neuen Balais bie Ballerina des Königs zu geben. Die Daupolizei ftellt der Verwieflichung des Be dantens einige Schwierigkeiten infofern entgegen, als fie auf dem eisernen Borhang befiebt, der in dem ehemals föniglichen Theater fehlt. Ter Stuttgarter Rembrandt- Diebstahl aufgeklärt. Das unlängt in Stuttgart gestohlene Rembrandt- Gemälde Apostel Baulus in Gefängnis ift, wie Londoner Beitungen melben, nach on bon gebracht worden. Das Bild wurde Londoner Kunsthändlern zum Rauf angeboten. In Kreuzburg ist Sonnabend früh die Abstimmungspolizei aufgelöst worden. Montag verlassen bie in Kreuzburg liegenden 670 Staliener bie Stadt. Um 10 Uhr vormittags findet der Flaggen wechsel statt und damit übernimmt Preußen wieder die Regierungs gemalt in diesem Kreise. Der polnische Sejm hat den Gefeßentwurf über die Ausdehnung der( provisorischen) Verfassung der Republik Polen auf das Polen augeteilte oberschlesische Gebiet angenommen. Auf die an Boz gerichtete Frage des Borsitzenden, ob er etwas zur Anklageschrift hinzuzufügen habe, erklärte Goz: glieder in die Zeitweilige Regierung entfandt hatte, war ich verAls Mitglied des Zentralfomitees der Partei, die ihre Mitpflichtet, diese zu unterstüßen, und war stets mit den Beschläffen der Regierung vertraut: ich nehme daher die ganze Berantwortung Ausweg gab es für das Zentralfomitee nicht, um so mehr, als unsere für die bewaffnete Aktion im Oftober 1917 auf mich. Einen anderen politischen Gegner während des Oftoberkampfes gegen uns den fo Boltsmaffen die Lofung gaben: Frieden um jeden Breis." Was die gegen mich als Mitglied des Zentralfomitees erhobenen Anflagen betrifft, als hätte ich einzelne Attionen gewiffer Mitglieder der Partei, welche Attentate gegen das Leben der Führer unserer politischen Gegner vollführten, ge= billigt, so meise ich diese Antiage als unbegründet und tatfächlicher Unterlagen entbehrend, zurück: fie sind ausschließlich auf jenen unbegründeten Aussagen aufgebaut, welche non ehemaligen Mitgliedern unserer Partei bei ihrem Uebergang in die Kommu nistische Partei gemacht wurden. Solche 2fffionen fiehen im schärfsten Widerspruch zu den Beschlüssen des Zentralfomitees, Nach dem Staatsstreich vom Oktober hielten wir es für unsere Pflicht gegenüber dem Baterlande, den Kampf mit jenen Usurpatoren aufzunehmen, die die schmählichen Bedingungen des Friedens non Breft- Litomst unterschrieben hatten und zu weiteren Zugeständnissen bereit waren, die zur Berselawung des russischen Volkes führten, das soeben erst die Fesseln des zaristischen Jochs abgestreift hatte. Tschernoff als Ankläger. Während der Inszenierung des Mostauer Prozesses wieders holte das in Berlin erschienene russische Blatt Nowy Mir" gegen den Führer der Partei der Sozialrevolutionäre Tschernoff die Beschuldigungen, die den Gegenstand des Moskauer Prozesses bilden. Tschernoff verklagte den Redakteur des bolschewistischen Blattes wegen Berleumdung. Die bevorstehende Gerichtsverhandlung wird wahrscheinlich viel dazu beitragen, darüber aufzuklären, welcher Methoden und Mittel die Presse der russischen Sowjetregierung im Auslande fich bedient. Als Zeugen find eine ganze Reihe hervorragender Politiker vorgesehen worden. Gewerkschaftsbewegung Der Landarbeiterverband 1921. heute bejaht werden. Der Deutsche Landarbeiterverband wurde im Jahre 1909 gegründet. Es ist bekannt, daß der große Aufschwung in der Mitgliederzahl erst nach dem Umsturz einsetzte. In wenigen Monaten fand ein großer Zustrom von Mitgliedern zu diesem Verbande statt und war man allgemein gespannt, ob diese Massen in einer so jungen Organisation zufammenhalten. Dies kann erfreulicherweise Am Schlusse des 4. Bierteljahres 1920 betrug die Gesamtmitgliederzahl 680 174, darunter 170 043 weibliche. Am Schluffe des 4. Bierteljahres 1921 betrug die Gesamtmitgliederzahl 626 160, darunter 149 311 weibliche Mitglieder. Im Jahresdurchschnitt ergibt fich eine Gesamtmitgliederzahl von 636 414. ohl ist ein Rüdgang an Mitgliedern zu verzeichnen. Jedoch ist dabei zu beachten, daß die Mitgliederzahl nach der Beitragsleistung errechnet ist, wäh rend man in früheren Jahren mehr auf Schätzungen angewiesen war. Je mehr sich der Verband innerlich festigt, ist es auch möglich, die Berwaltungsarbeiten in ruhigen Bahnen zu vollziehen. Bes achtenswert ist, daß über 190 000 Neuaufnahmen im Jahre 1921 erfolgten. Es ist dies einerseits ein Beweis für die Zugkraft, die die Droonisation ausübt, andererseits aber auch ein Zeichen, daß der Migerwechsel noch erheblich ist. Auch bezüglich der Höhe der Beiträge ist noch vieles nachzuholen. Der Landarbeiterverband krankt daran, daß eigentlich schon feit seiner Gründung die Beiträge zu niedrig waren und hält es schwer, bei der Landarbeiterschaft die Beitragsleistung der Geldentwertung anzupassen. Jedoch sind auch auf diesem Gebiete im laufenden Jahre erhebliche Fortschritte erzielt worden. Die Gesamt einnahmen betragen 39 832 000 m., darunter 38 Millionen Mart an Beitragseinnahmen. Die Lohn- und Tarifbewegungen nahmen den größten Teil der Verbandstätigkeit in Anspruch. Tarife in der Land- und Forstwirtschaft sind bei den verschiedenerlei Entlohnungsformen, bar, Naturallohn, Landgewährung usw., nicht so einfach abzuschließen, wie es in der Industrie und dem Gewerbe der Fall ist. Bei dieser Gelegenheit mag ein allgemein verbreiteter Irrtum berichtigt werden. Es wird in der Deffentlichkeit, veranlaßt durch Notizen in der agrarischen Presse, immer behauptet, daß die Landarbeiter fast alle ein erhebliches Deputat als Lohn erhalten. Leider besteht heute darüber feine zuverlässige Statistit. Die Höhe des Deputats( Naturallohn an Getreide, Kartoffeln) ist in den einzelnen Gebieten Deutschlands grundverschieden. Deputatgewährung gibt es eigentlich nur in den Gebieten des landwirtschaftlichen Großbetriebes und das ist das nordöstliche Deutschland. Nach der Berufszählung Don 1907 gab es in der Landwirtschaft nur rund 900 000 landwirt schaftliche Arbeiter, Deputatisten, Inftleute oder wie diese Bezeich nungen sonst lauten. Nur in dieser Berufsgruppe sind die eigent lichen Deputanten zu finden. Es gab ferner 2 Millionen nicht ständige Arbeiter und 1½ Millionen Knechte und Mägde. Die Knechte und Mägde, hauptsächlich in den kleinen und mittleren Bauernbetrieben, haben tein Deputat, sondern erhalten die sogenannte freie Station, wie es auch heute noch beim Hauspersonal und in einzelnen Bewerben üblich ist. Unter den 2 Millionen nicht stän digen Arbeitskräften sind die sogenannten Freiarbeiter zu verstehen, die in der Landwirtschaft arbeiten, zum Teil nur zu bestimmten Zeiten. Darunter find wenig Deputanten enthalten. Daß die 148 Tarife, die in der Landwirtschaft abgeschlossen wurden und für 802 Kreise und sonstige Verwaltungsbezirfe gültig find, nur unter großen Schwierigkeiten getätigt werden konnten, mird am besten dadurch bewiesen, daß in der Landwirtschaft im Jahre 1921 640 Lohnbewegungen stattfanden, darunter 75 Bewegungen, wobei zum Streit gegriffen werden mußte. In der Forstwirtschaft wurden abgeschlossen 98 Tarifverträge. Darunter sind die Landestarife für die in den Staatswaldungen beschäftigten Arbeiter ganz besonders in Preußen, Bayern usw. Dor wiegend. In der Forstwirtschaft wurden 205 Lohnbewegungen geführt, darunter waren vier Streifs. Für die Weinbergarbeiter wurden 17 Tarifverträge im Jahre 1921 abgeschloffen. Lohnbewegungen im Weinbau fanden statt 28, darunter 4 Streits. Für die Schweizer( Ruhmelter) wurden abgeschlossen 13 Tarif verträge und 24 Lohnbewegungen wurden geführt. Bei den Torfarbeitern gelang es uns, 11 Tarifverträge abzuschließen und waren 22 Lohnbewegungen erforderlich, wobei auch 4 Streits stattfanden. Für die verschiedenerlei Arbeitergruppen, die in der Band- und Forstwirtschaft beschäftigt sind, wurden 37 Lohnbewegungen durch geführt, darunter 2 Streifs. Dabei fam es zu 9 Tarifabschlüssen. 550M Leipziger Straße: 325M Bus Refer Barffeffung wh Jeber Repellen Wunen, baß e fund mehr the größeren Betriebe, ws Seffere ne gezahlt Jüngste Gewerkschaft im Rahmen der freien Gewerkschaften, der werden. Deutsche Landarbeiterverband, heute innerlich gefestigt dasteht zum In einem Artikel der Berliner Schuhmacher- Zeitung" vom Nuzen seiner Mitglieder und der gesamten Landarbeiterschaft und 1. Juni 1922 Nr. 11 wettert derselbe Herr Obermeister gegen die zum Trug jener Kreise unter den landwirtschaftlichen Unternehmern, hohen Löhne" der Friedrichstädtischen Maßschuhmacher und spricht denen die freigewerkschaftliche Bewegung der Landarbeiter ein Dorn dem Zentralverband der Schuhmacher das Recht ab, für Groß- Berlin einen Maßschuhmachertarif abzuschließen. Wir fragen einmal im Auge ist. Herrn E., ob die Maßschuhmacher als Kulis für 12 M. pro Stunde arbeiten sollen. Gegen diese Haltung erheben wir den schärfsten Wir sind ent= Um die Erfassung sämtlicher in die Aufsichtsräte delegierten Proteft und sagen dem Herrn E. den Kampf an. Betriebsräte zu ermöglichen, damit sie eingehend mit ihren Aufgaben schloffen, wenn nötig auch zu kämpfen für die Erhaltung des Tarifes der Maßschuhmacher Groß- Berlins. vertraut gemacht werden können, fordern wir umgehend die ZuWir machen unsere Kollegen darauf aufmerksam, daß die neuen sendung der Adreffen der gewählten und der in Aussicht genommenen Tarife im Berbandsbureau, Engelufer 24 part. rechts, zu haben BR.- Aufsichtsratsmitglieder unter Beantwortung folgender Fragen: find. 1. Industriegruppe, Betriebsräte! 2. genaue Adresse des Betriebes, 3. Adresse der Kollegen, 4. Name der Organisation, welcher die einzelnen Rollegen angehören. Wir fordern dringend die gesamten Betriebsräte und die Belegschaften auf, dafür Sorge zu tragen, daß uns bis spätestens Sonnabend, den 24. Juni, diese Mitteilungen zugehen. Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale f. d. Wirtschaftsbezirk Groß- Berlin, Engefufer 24/25, 2. Hof, L. Gescheiterte Tarifverhandlungen. Verband der Schuhmacher Deutschlands, Berlin SO. 16, Engelufer 24/25. Tarifabkommen im Möbelhandel. Für die Angestellten des Möbelhandels sind durch den Zentralverband der Angestellten neue Gehaltsvereinbarungen für die Monate Mai bis Jult getroffen worden. Die einzelnen Säße find im Ortsbureau des Zentralverbandes der Angestellten, Belle- Alliance- Straße 7/10, gegen Erstattung der Unkosten zu beziehen. Deutscher Transportarbeiterverband. Sektion 5, Industriearbeiter: Montag abend 7 Uhr in den Germania- Sälen, Chausseestr. 110, allgemeine Geltionsmitgliederversammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zum Berbandstag und Aufstellung von Delegiertentandidaten hierfür. Berbandsbücher find am Saaleingang vorzuzeigen. Wer über 8 Wochen mit seinen Beiträgen im Rüdftande i et teen fina Bertrauensleute, Betriebsräte bes Tegtilgroßhandels. Montag nachmittag Uhr in der Schulaula Neue Friedrichstraße, Hinter der Garnisonkirche, Vertrauensmännerversammlung. Zentralverband der Schuhmacher. Montag abend 6 Uhr BranchenversammTung der Stepperinnen der Hausschuhindustrie und Heimstepperinnen in der Röpenider Str. 127a. Seeleute- Aussperrung in Marseille. Im Hafen von Marseille, wo die Matrosen drei zur Abfahrt bereite Schiffe bontottierten, ist Nach zweimaligen Verhandlungen zwischen den Organisationen feitens der Reeder eine Aussperrung erfolgt. der Angestellten und Wertmeister der Holzindu- seitens der Reeder eine Aussperrung erfolgt. strie und den Arbeitgebern sind diese über ihr erstes Angebot von 13% Proz. hinausgegangen, indem sie den Angestellten und Werkmeistern auf die Aprilgehälter für den Monat Mai einen Zuschlag von 20 Proz. und für den Monat Junt einen solchen von 30 Broz. vorschlugen. An der Hand der gezahlten Tarifgehälter mußte dieses Angebot als vollständig ungenügend a b gelehnt werden. Die Arbeitgeber glaubten weitere Zugeständnisse nicht machen zu fönnen und brachen die Verhandlungen ab. Die Angestellten und Werkmeister der Holzindustrie sollten sich darüber klar sein, daß gerade ihre Arbeitgeber die Tarifverhandlungen mehr als jede andere Arbeitgebergruppe als eine Machtfrage betrachten und hier rücksichtslos versuchen, trotz der drückenden wirtschaftlichen Notlage ihre Angestellten und Bertmeister weiterer Berelendung preiszugeben. Angestellte und Werkmeister der Holzindustrie, sorgt dafür, daß die Zusammenfassung der Betriebsbelegschaften restlos und voll zählig erfolgt und diese geschlossen den freien gewerkschaftlichen AfAOrganisationen( Zentralverband der Angestellten, Deutschen Wertmeisterverband, Bund der technischen Angestellten und Beamten) zugeführt werden, denn der bevorstehende Kampf nötigt uns, den Arbeitgebern als geschlossenes Ganzes gegenüber zu treten. Zentralverband der Angestellten. Ortsgruppe Groß- Berlin. Elend und Hungerlöhne im Schuhmacher- Handwerk. Die Lage in den kleinen Schuhreparaturwerfstätten ist wohl die traurigste der vielen Handwerke. Besteht doch hier auf diesem Gebiet seit Januar d. I. ein tarifloses Verhältnis. Die letzten Berhandlungen mit den Schuhmacherinnungen Groß- Berlins, welche Ende März gepflogen wurden, scheiterten durch die Hartnäckigkeit der Arbeitgeber, die gegenüber dem geforderten damaligen Mindeststundenlohn von 15 M. nur 12 M. bewilligten, indem sie vorgaben, mehr fönnen die armen selbständigen Schuhmacher nicht zahlen, da fie noch nicht einmal soviel verdienen! Seit jener Zeit sind drei Monate bereits vergangen, und eine ungeheure Verteuerung aller zur Lebenshaltung gehörenden Bedarfsartitel ist eingetreten. Dies scheint bei den Innungsmeistern nicht bemerkt worden zu sein, da noch immer derfelbe Hungerlohn von 12 M. pro Stunde als hinreichend erachtet wird! Wir fragen hiermit in aller Deffentlichkeit den Herrn Obermeister Ederlein, ob er selbst als gelernter Handwerfer nur 12 M. pro Stunde verdient? Wahrscheinlich nicht, aber ein Schuhmachergehilfe soll seine Knochen zu Markte tragen für sage und schreibe 12 M.! Einst war ja Herr Ederlein auch Gehilfe, sogar Anarchist; da trat er anders auf als heute. Jeder Lohn war ihm zu erbärmlich. Heute hat er sich durchgerungen bis zur Deutschnationalen Boltspartei. Wir rufen unsere Kollegen auf, bet ihren Arbeitgebern den von uns herausgegebenen neuen Tarif mit einem Mindestlohn von 20 M. in Reparatur und 21,50 m. in mechanischen Werkstätten zu verlangen. Bei Nichtbezahlung dieser geringen Löhne verlangen wir von unseren Kollegen: heraus aus den Kleinbetrieben, Ballschuhmacher. Nachm. 4% Uhr bei Boefer, Beberstr. 17, Bersammlung. Achtung, Schoßschuhmacher! Abends 7-8 Uhr wird das Material zur Flugblattverbreitung für den Bezirk Westen( Schöneberg, Wilmersdorf, Charlottenburg und Steglis) in den bekannten Bezirkslokalen ausgegeben. Schäftemacher. Dienstag abend 6 Uhr, Köpenider Str. 127a, Bersammlung. AfA- Vertrauensmänner der chemischen Industrie. Dienstag abend 8 Uhr im Pilaster- Gaal der Neuen Philharmonie, GO. 36, Köpenider Str. 96/97, AFA- Bund, Ortskartell Groß- Berlin. Sigung. Zentralverband der Zimmerer. Achtung, Bertrauensmänner, Betriebsräte! Am Mittwoch abend 7 uhr findet im Gewerkschaftshaus, Gaal 5, eine Jugendbzw. Lehrlingsversammlung statt. Wir ersuchen Euch bringend, alle Simmerer. lehrlinge darauf aufmerksam zu machen und anzuhalten, daß fie diese Ber. sammlung recht rege besuchen. Zentralverband der Angestellten. Freitag abend 7% Uhr in den Mufiter Sälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31, außerordentliche Delegiertenversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von der Tagung des Verbandsbeirates. 2. Die Ge staltung der Beiträge und die Beschlüsse des Beirates. Chemie: Mittwoch abend 7 Uhr in den Musiker- Sälen, Raiser- Wilhelm- Str. 31, Mitglieder. versammlung. Der Borstand. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Sichterfelde; für An. zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 3 Beilagen. DUNLOP Gummibereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! A.Wertheim Leipziger Straße( Versand- Abteilung) Königstraße Rosenthaler Straße Moritzplatz Damen- Kleider u. Mäntel Voilekleid marine mit well gestickt, sehr hübsche Machart( wie Bild) Vollvoilekleid m. Rüschengarnitur und farbiger Stepperel( wie Bild) 325M Voilekleid mit aparter, relcher 550M Frotté- Mantelkleid 595M mehrere Parben, mit Perlmutterknöpfen Vollvoilekleid reich mit Einsäben garniert, aparte Form 775M Handstickerei aus gutem Vollvolle, weiß und farbig. 990M Reise- Mantela. Donegal- 698M stoff( wie Bild) Staub- Mantel Imprägniert. Ripsstoff, 795M Raglan- Ärmel, offen u. geschl. zu tragen Mantel aus Donegalstoff, lose Form, mit Raglan- Ärmel Blusen u. 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Beilage des Vorwärtsong, Verdienstausfall der Volksrichter In der gestrigen Reichstagsfizung, über die wir schon im Abendblatt berichtet haber, sprach zu dem Gesetz auf Erhöhung der Entschädigung für die Schöffen und Geschworenen Abg. Feldmann( Soz.): Die Schöffen und Geschworenen erhalten zwar eine Aufwandsentschädigung, es fehlt jedoch die Entschädigung für den Lohn ausfall. Den Arbeitern, Handmerfern usw. wurde dadurch die Möglichkeit genommen, an der Rechtsprechung teilzunehmen. Erfreulich ist, daß der Regierungsentwurf dem Gedanken einer Erfegung des Lohnausfalles nähertritt. Ein Mangel des Entwurfs ist aber, daß er den Arbeit nehmern nicht die Garantie gibt, daß ihr Verlust voll ersetzt wird. Im Rechtsausschuß ist er freulicherweise mit Unterstüßung aller Parteien unser Antrag an= genommen worden, wonach der entgangene Verdienst voll entschädigt werden muß, soweit er nicht über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Leider wird für die Mitglieder der Steueraus: schüsse dieser Berdienstausfall nicht zurückerstattet, so daß die arbeitenden Schichten von der Mitarbeit in den Steuerausschüssen ausgeschlossen werden. Wir fordern, daß das Finanzministerium die Entschädigung für die Mitglieder der Steuerausschüsse in gleicher Weise festsegt, wie für Schöffen und Geschworene. Der Gesezentwurf wird angenommen. Das Gesetz über die 3 wangsanleihe und die Gefehentwürfe der USB., D. Bp. und Dnat. zu den Einkommens- und Erbschaftssteuern wurden nach der Rede Hölleins( Komm.) dem Steuerausschuß überwiesen. In der fortgesetzten Beratung über die Schlichtungsordnung Montag, 3 Uhr: Getreideumlage. Schluß 3 Uhr. Preußische Polizeidebatte. Der Landtag hat gestern zunächst auf Antrag fast aller Barteien( mit Ausnahme der Unabhängigen und Kommunisten) einen Gefeßzentwurf über die nächsten Wahlen zu den Zahnärzte und Apothekerkammern angenommen. In der fortgesetzten Beratung des Etats des Innern gedenkt Abg. Dominicus( Dem.) vor den sich erhebenden Abgeordneten zunächst der Abtrennung Polnisch- Oberschlesiens, aus welchem Anlaß bie Flaggen auf dem Landtag halbmast wehen. Der Redner nennt dann die neue Landgemeindeordnung ein Kulturwerk ersten Ranges und fordert, daß für die Schußpolizei ein Versorgungsgefeß geschaffen wird, damit das Ausscheiden der Beamten aufhöre. Gegen über den Verbänden der Schupobeamten müsse absolute Neutralität gewahrt werden. Bei der Auswahl der politischen Beamten stärke jeder Mißgriff die Position der Reaktion. Ueber die Vorfälle bei der Reise Hindenburgs müßte Klarheit geschaffen werden. Zum Reichswehrminister habe er das Bertrauen, daß er im Reichstage Aufklärung geben werde über die Rolle, die die Reichswehr dabei gespielt hat. Hindenburg- Befuches find 15 Minensuchboote aus Pillau nach Königsberg gekommen, was 200 000 m. gekostet hat.( Bei weiteren Ausführungen des Redners über Hindenburg und seine militärischen Leistungen bricht die Rechte immer wieder in Entrüstungsrufe aus, die zeitweilig so start sind, daß sie den Redner am Weitersprechen hindern. Es tommt zwischen Abgeord neten der Rechten, die fortgesetzt ,, Ra us!" rufen, und Abgeordneten der Linken zu erregten Auseinandersehungen.) Zum Schluß fordert der Redner die preußische Regierung auf, auf das Reich dahin einzuwirken, daß mit dem Skandal in der Reichswehr endlich Schluß gemacht wird.( Lebh. Beifall links.) Abg. Dr. Heß( 3.) fordert, daß mit der Zurücksetzung bestimmter Konfeffionen bei Besetzung von Staatsämtern aufgehört wird. Herr v. d. Osten hat zur Einigkeit aufgerufen, aber in der Nadelstich wird und in den Hezartikeln der Rechtspresse ist von diesem politit, die heute noch gegen republikanische Beamte geführt Willen zur Einigkeit nichts zu spüren. 18. Juni 1 Sonntag, 18. Juni 192 Zum ersten Punkt der Tagesordnung erstattete Genosse Lesche den Bericht des Vorstandes. Vor einem Jahre hat die Generalversammlung die Aufnahme der Großlebens- Versicherung beschlossen, die dann auch am 1. Juli 1921 erfolgt ist. Wenn auch die ersten Monate einen größeren Antragseingang nicht erwarten ließen, so fönne man doch mit dem Resultat zufrieden sein. Es gingen 8933 Anträge mit einer Versicherungssumme von 81 976 500 m. ein. Die durchschnittlich auf einen Antrag entfallende Summe beträgt nicht ganz 10 000 Mart. Es ist aber vor kurzem für die Volksversicherung die höchst e Versicherungssumme auf 10 000 m. erhöht und dementsprechend für große Lebensversicherungen die mindest summe auf 10 000 m. festgefeßt worden. Die Bolksversicherung hat weiter gute Fortschritte gemacht. Der Antragseingang ist zwar gegen das Vorjahr etwas zurückgegangen doch ist die Versicherungssumme wesentlich gestiegen. rungssumme eingebracht. Des immer noch fallenden Geldwertes An Anträgen wurden 206 111 mit 370,5 Millionen Mark Versiche= wegen muß weiter darauf hingearbeitet werden, die Bersicherungssummen zu erhöhen. Der Vorstand wird unausgesezt bemüht bleiben, dieses Ziel, so weit nur immer möglich, zu erreichen. Der zahlenmäßige Bericht, der gedruckt vorlag, ergibt einen befriedigenden Abschluß. Das Vermögen der Volksfürsorge ist 1921 von 24 Millionen Mart auf 49,5 Millionen Mark gewachsen und betrug am 30. April d. J. 63,2 Millionen Mark. Abg. Cüdice( Dnat.) erklärt, daß seine Fraktion der Regierung selbstverständlich keine Schwierigkeiten machen wolle. Severing habe sich gestern wieder als Parteiminister benommen, als er sich auf den Boden der Kriegsschädlinge stellte. Abg. Mehenthin( D. Bp.) sagt, daß die Stagerrat- Feier in Breslau durchaus fachlich und würdig verlaufen sei. Das einzig scharfe, aber zutreffende Wort habe er gesprochen, als er von den Matrosen, die überhaupt feine Matrofen waren, als von Schweine- Der Prämieneingang erreichte insgesamt 47 447 036 M., während hunden gesprochen habe, die alles susammengestohlen im Vorjahre 26 639 705 m. vereinnahmt werden konnten. Der hätten.( Großer Lärm links.) Bei den Verhandlungen mit der Rein überschuß beträgt 2888795 m.( 1920: 1606 074 m.) Entente über die Berringerung der Schutzpolizei muß die Severing- und ermöglicht auch in diesem Jahre eine Rückvergütung von 5 Proz Linie aufrechterhalten bleiben. Die Aussichten für das laufende Jahr lassen sich noch nicht übersehen, doch ist eine sehr starke Unkostenbelastung durch die noch fortdauernde und stärker werdende Geldentwertung zu erwarten. Zu hoffen ist zwar, daß die dauernd zunehmende Erhöhung der Ver wird, so daß, wenn nicht ganz unvorhergesehene Ausgaben notwendig ſicherungssummen den kommenden Abschluß günstig beeinflussen wird, so daß, wenn nicht ganz unvorhergesehene Ausgaben notwendig werden, auch in diesem Jahre auf ein zufriedenstellendes Ergebnis verflossenen Jahre Vorstand und Aufsichtsrat im besten Einver Bu rechnen fein dürfte. Für den Aufsichtsrat berichtete Genosse Bauer, daß auch im nehmen gearbeitet hätten. Wenn die Volksfürsorge so große Fort. schritte machen konnte, so nur durch die Unterstügung der Funktionäre im Lande, für deren Tätigkeit an dieser Stelle der beste Dank auszusprechen sei. Minister des Innern Severing: Bei weiteren Verhandlungen mit der Entente über die Schutzlehnt Abg. Malzahn( Komm.) den Gefeßentwurf als eine Provopolizei werden wir uns nicht von dem Standpunkt abbringen lassen, fation der Arbeiterschaft ab. Die Schlichtungsordnung sei die wert- daß auf gefchloffene Formationen der Polizei nicht verzichtet werden vollste Beute, die die Unternehmer jemals auf Kosten der Arbeiter- fann, folange die Kriegspsychose nicht ausgeheilt ist. Die schaft gemacht hätten, und zwinge diese zur höchsten Alarmbereit- militärischen Uebungen der Schußpolizei find allmählich fortgefallen schaft. Im Kampfe um ihre Existenz werde sich die Arbeiterschaft Solange wir nicht über beffere Finanzen verfügen und die Bezüge und werden nur noch gelegentlich in wenigen Orten abgehalten. aber durch dieses Gesetz nicht hindern lassen. der Schußpoliziften aufbessern können, werden wir ihre Abwanderung in die Industrie nicht aufhalten können. Gegen eine ganze Reihe alter Beamten, die es gewagt haben, die Arbeiten ihrer Chefs zu sabotieren, werden wir demnächst einschreiten.( hört, hört!) Alle politischen Barteien bitte ich dringend, in den schweren Wochen und Monaten, die uns bevorstehen, nach besten Kräften dafür zu forgen, daß die Polizei möglichst wenig einzuschreiten braucht. Wir leisten der Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit den schlechtesten Dienst, wenn wir Demonstrationen irgendeiner Parteirichtung durch Begendemonstrationen zu stören versuchen. Kundgebungen, die eine offensichtliche Bekämpfung der Republik zum Biele haben, werden wir schon von Amts wegen in Schach halten. Ich denke nicht daran, die Organisationen und Verbände der Schußpolizei auszuschalten, aber wenn die Disziplin nicht völlig gelodert werden soll, dann darf es nicht so weit fommen, daß auch die örtlichen Stellen der Verbände sich in diesen Fragen ein Mitbestimmungsrecht anmaßen. In den nächsten Tagen werde ich bereits ein Verbot an die Schuhmannschaft erlassen, sich dem Verband nationalgesinnter Soldaten anzuschließen, aus dessen Proflamation hervorgeht, daß er bemüht ist, die Berfassung zu einem ihm genehmen Zeitpunkt zu stürzen. Die von den nationalistischen Kreisen empfohlenen Rezepte für die Ausweisung von Russen und Ungarn fönnen wir nicht gebrauchen. An die Beleidigungen und Berdrehungen der Rechtspresse gewöhnt man sich allmählich. Soweit Beamte meines Ministeriums durch Indis= fretionen der Presse oder Parteien Material liefern, werde ich sie gebührend zur Rechenschaft ziehen. Meine Ansicht darüber, wer die Verantwortung für das wirtschaftliche und politische Elend der heutigen Zeit trägt, wurde nach dem 9. November 1918 von der " Täglichen Rundschau" vollends geteilt, weil ich aber heute noch dieser Meinung bin ,, möchte man mich als Parteiminister verschreien. Wir sind nicht der Meinung, daß eine Hindenburg- Reise oder deutschnationale Demonstrationen die Republik gefährden fönnen. Aber wir sind verpflichtet, eventuell unter Zuhilfenahme der Polizei für Ruhe und Ordnung zu sorgen und das Leben und die Gesundheit der Staatsbürger zu schützen.( Lebhafter Beifall.) Nach Ausführungen der Abgg. Mertins( U. Soz.) über die Hindenburg- Reise und Berndt( Dem.) gegen eine Erweiterung der Rechte des Staatsrats, werden die Berhandlungen auf Montag verlagt. Abg. Limbert( Soz.): Die Demokratifierung der Staatsverwaltung gestaltet sich außer ordentlich schwierig. Wären die sozialistischen Parteien nach der Revolution einig gewesen, dann wären wir über die formale Demotratie hinausgekommen. Wenn die Koalitionspolitit fruchtbar sein soll, dann müssen die unverschämten Angriffe einzelner Koalitionsparteien gegen die anderen aufhören. Das Versorgungsgesetz für die Schußpolizei muß bald verabschiedet werden; ihren Organisationen muß in höherem Maße Entgegenkommen gezeigt werden. Außerordentlich notwendig ist, daß der deutschnationalen Propaganda innerhalb der Schuhpolizei nachgegangen wird. Der Regierungspräsident in Düsseldorf hat auf Grund 1ügenhafter Berichte eines Regierungsrats eine scharfe Berfügung gegen die Ost ju den erlassen. Die Mehrzahl der Ostjuden ist gewerblich oder als Arbeiter tätig und sie nügen unserer Wirtschaft. Der Einbürgerung oftjüdischer Arbeiter follte man nicht so viele Schwierigkeiten machen. Die Technische Nothilfe betrachten wir als ein notwendiges Uebel und wünschen, daß sie nicht weiter ausgebaut wird; es muß zu einer Verständigung mit Den Bericht für die Revisionstommission des Aufsichtsrates gab Hofmann. Mehrere Revisionen der Bücher, Kassen- und Wert bestände haben im letzten Geschäftsjahre stattgefunden; irgendwelche Ausstellungen waren nicht zu machen. Zu diesem Punkt der Tagesordnung ist eine schriftliche Anfrage von Krings- Essen eingegangen: Was ist von der Volksfürsorge für die Aufnahme der Feuerversicherung bis jetzt getan worden? Bauer beantwortete die Frage dahin, daß die Volksfürsorge selbst in dieser Angelegenheit nichts unternehmen kann; es ist vielmehr Sache der Zentralen der Gewerkschaften und Genossenschaften( die Träger der Boltsfürsorge), sich über die weitere Ausgestaltung und Ausdehnung der Gesellschaft zu verständigen. Verhandlungen haben. übrigens schon stattgefunden. doch ist es zu einer endgültigen Entscheidung noch nicht gekommen. Hierauf wurde die Bilanz als richtig anerkannt und Borstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat, den Ueberschuß von 2 888 795,26 m. gemäß den Bestimmungen des§ 36 des Gesellschaftsvertrags wie folgt zuzuweisen: 1. Dem gesetzlichen Refervefonds fünf vom Hundert 2. Dem Organisationsfonds 3. Dem Kriegsrefervefonds fünf vom Hundert 4. Dem Fonds für besondere Reserven 5. Den Aktionären an Zinsen für das voll eingezahlte Aftienfapital 6. Der Gewinnreserve der Bersicherten fünf vom Hundert der 42 844 277,28 m. betragenden Jahresprämien der mit Gewinnbeteiligung Versicherten einschließlich 11 915,51 M. verrechneter, aber nicht gutgeschriebener Gewinnanteile 144 439,76 m. 100 000,-" 144 439,76 144 439,76 150 000, 12 2 130 298,35" Der Rest von 75 177,63 M. ist auf neue Rechnung vorzutragen, wird angenommen. Bäst lein wurde wieder zum Revisor bestimmt. Die fagungsgemäß in diesem Jahre ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Paul Hoffmann, Hermann Kube, Andreas Mirus und Alexander Schlicke werden wiedergewählt. An den Gewerkschaften kommen. Die niedrige rechts boliche: 9.Generalversammlung der Volksfürsorge Stelle des ausscheidenden Erfagmannes Gifler wird Georg wistische Heye gegen die Linksparteien trägt die Schuld daran, daß es zu Attentaten tommt wie jüngst gegen Scheidemann. Man darf sich nicht wundern, wenn die Bevölkerung einmal die Geduld verliert und Gegendemonstrationen veranstaltet. Die Schweinerei in der Reichswehr darf fich der Reichswehrminister nicht mehr gefallen lassen. Im Hinblid auf die außenpolitischen Wirkungen solcher Provokationen ist Abstellung bringend notwendig. Ueber Rönigsberg muß im Reichstag ein sehr ernftes Wort geredet werden. Anläßlich des 5800 Kinder Schnürstiefel ........ Grösse 18-22 schwarz echt Chevrean, sehr bequeme und sehr rationelle Form. Aussergewöhn lich preiswert 08. 7500 Kinder- Turnschuhe grau und schwarz Segeltuch, mit prima Chromledersohlen. Besonders praktisch u. preiswert. Grösse 31-35 85,00, Grösse 27-30 Am 10. Juni fand im Sizungssaal der Verlagsgesellschaft deut- Zu Punkt 7 berichtet Lesche, daß von den zuständigen Be fammlung für Bolksfürsorge statt. Vor Eintritt in die Tages. werden soll, einige Aenderungen des Geſellſchaftsvertrages gefordert Konsumvereine m. b. 5. in Hamburg die 9. Generalver- hörden, wenn die Volksfürsorge weiter als gemeinnüßig anerkannt ordnung widmete der Vorsitzende Genosse Bauer dem ver- werden. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich bereit erklärt, diese storbenen Mitbegründer der Gesellschaft Carl Legien und Aenderungen vorzunehmen, und bitten um die Zustimmung der dem ebenfalls verstorbenen Leiter des literarischen Bureaus Linus Aktionäre, was auch ohne Aussprache geschieht. Anträge nach§ 28, Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages waren nicht Scheibe herzliche Dantesworte für ihre Mitarbeit. Besonders sei die Boltsfürsorge Legien für seine rege Tätigkeit bei der Gründung eingegangen. Damit war die Tagesordnung erledigt und erfolgte Schluß der Generalversammlung. K. R. zu großem Dank verpflichtet und Billig gut Segeltuch- Schnürschuhe 72.00 mit angegossener Gummisohle, für Sport u. andere Zwecke geeignet, in Braun, Schwarz, Grau u, Weiß, Selt, Gelegenheit, spottbillig. Gr. 44-47 138,00, 36-43113,00, 29-35 88,00,20-28 Kinder. 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Ohne längere Begründung werden zwei Anträge angenommen, die vom Gewerkschaftstongreß fchärfere Maßnahmen gegen die allgemeine Teuerung und gegen den Wucher" verlangen, ferner, die Einsetzung einer Rommiffion weds Erledigung der Borarbeiten zum engeren Zufammenschluß der bestehenden Berbände". Angenommen wurde ein Antrag, der den Hauptvorstand beauftragt, ein Regulativ für die zu schaffende Pensionskasse für die Angestellten des Verbandes aus zuarbeiten und dem Berbandsbeirat zur endgültigen Beschlußfaffung vorzulegen" mit dem Zusaß, daß nach Annahme durch den Berbandsbeirat die Pensionstasse sofort einzurichten ist". Dazu wurde ein Antrag Wünschen ähnlichen Inhalts angenommen, der auch die ehrenamtlich tätigen Kollegen einschließt und daß zu dieser Unterstützungsfaffe, wie es in diesem Antrag heißt, die Bersicherten entsprechende Beiträge leisten. Angenommen wird ferner ein Antrag, daß die Wahlen zum Verbandstag usw. auch in den Betrie= ben erfolgen tönnen, ferner daß die Esperanto- Sprache zu propagieren ist. Ein Antrag auf Abschaffung ber Nacht, Sonnund Feiertagsarbeit in der Mühlenindustrie wurde dem Hauptvorstand zur Berücksichtigung überwiesen. Es folgt Buntt 9 der Tagesordnung: Wahl des Borstandes und des Berbandsausschusvorsitzenden. Gegen 3 Stimmen, für Bezüglich Beiträge und Unterstügung hat die Kommission folgendes vorgeschlagen: Bis 400 m. Wocheneintommen 4 M. Bei trag, für je weitere 100 m. Wocheneinkommen 2 M. Beitrag mehr, von 1800 M. Wocheneinkommen ab soll von je 75 m. weiterem Einfommen 2 M. Beitrag mehr erhoben werden. fcheidenden Generalversammlung nur die Unterverbände und die liche Hilfeleistung für die Invaliden und deren Angehörigen Bertreter der den Unterverbänden nicht angeschlossenen Rassen Aufhebung der Drittelungsgruppe bei Unfallrenten Stimmrecht haben sollten. festlegung und Berechnung der Unfallrente nach dem wirklichen Nach einer lebhaften Distuffion wurde von den Arbeitnehmer- Jahresverdienst. Beseitigung des§ 1522 RBD. In bezug auf die pertretern einstimmig beschlossen, die Drittelung abzulehnen und eine Rr antenversicherung fordern wir vor allen Dingen die Be paritätische Zusammenseßung von Vorstand und Aus feitigung der Begrenzung des Grundlohnes und der Versicherungsschuß zu beantragen. pflicht. Am ersten Verhandlungstage des Betriebskrankenkassenverbandes Balfer- Elberfeld sprach dann noch über das Verhältnis des Vera wurde sodann auch bei der Frage der Neuregelung der Sagungen bandes zu den Gewertschaften. Er forderte, daß alle Mitvon dem Kollegen Müller- Berlin ein entsprechender Antrag gestellt. glieder, foweit sie noch beruflich tätig feien, fich auch gewert Die einer ausgedehnten Disussion folgende Abstimmung nach schaftlich organisieren, da sie nur dadurch ihre Interessen einem Wahlmodus, bei dem der Vorsitzende schon allein in feiner gegenüber den Unternehmern vertreten könnten, und diese auch stets Berson mehr Stimmen vereinigte, als stimmberechtigte Arbeit- fich um den Ausbau der Sozialversicherung bemüht hätten. Auf der anderen Seite aber müßten die Arbeitsinvaliden sich zum Selbstschuh zusammenschließen, den der Zentralverband darstelle. Die Gewerkschaften aller Richtungen hätten die Pflicht, die Organi fation materiell und moralisch zu unterstützen, sowie in allen wirt. fchaftlichen und politischen Körperschaften, auf die sie Einfluß hätten, ihre Bestrebungen zu fördern und ihren Funktionären entsprechende Anweisung zu geben. Eine dementsprechende Resolution fand nach ausgiebiger Debatte einstimmige Annahme. POSTABONNENTEN welche auch im nächsten Monat Wert auf eine regelmäßige Zustellung des Vorwärts" legen und eine Unterbrechung in der Zustellung vermeiden möchten, müssen die Erneuerung des Postbezuges in den Tagen vom 15. bis 20. d.M. bei dem zuständigen Postamt vornehmen Vorwärts- Verlag G. m.b.H. welche Baumann Leipzig erklärt, daß sie deshalb gegen die nehmer anwesend waren, endete bei der großen Majorität der ArWiederwahl des alten Borstandes find, weil er Anhänger der Arbeitgeber im Verein mit den Geschäftsführern mit einer glatten beitsgemeinschaft ist, wurden gewählt: Badert als 1. Borsigender, Niederstimmung der Versicherten. Hierauf gab Kollege Käppler als 2. Borfizenber, Wittorf als Raffierer, Krieg Müller für die Berficherten eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: als Rebatteur, Tröger als Sekretär. „ Die in Kassel versammelten Arbeitnehmer der Betriebskrankenfaffen erklären, daß sie in dem ehrlichen Bestreben, gemeinsam mit den Arbeitgebern des Verbandes die Interessen der Betriebskrankentassen wahrzunehmen und am Ausbau der Sozialversicherung mitzuwirken, an der Tagung teilgenommen haben. Nachdem von den Arbeitgebern erklärt wird, nur die Drittelung fonzedieren zu können, müssen die Versichertenvertreter darin ein Mißtrauen gegen fie erblicken und annehmen, daß ihnen der ehrliche Wille zur weiterentwicklung der Sozialversicherung abgesprochen wird. In den Betriebstrantentassen haben die Versicherten zwei Drittel Stimmrecht, ihre Tätigkeit hat sich dort voll bewährt. Die Forderung nach Barität im Berbandsvorstand und ausschuß ist in jeder Beziehung gerechtfertigt. Da die Arbeitgeber es an der notwendigen Einsicht haben fehlen lassen, lehnen die Versichertenver treter die Drittelung ab und erklären, daß fie fich nicht an der Wahl des Borstandes und des Ausschusses beteiligen werden. Die Arbeitnehmer in den Betriebskrankenkassen werden demgemäß ihre Stellung einnehmen und die notwendigen Konsequenzen ziehen." An Unterstützung soll gezahlt werden: In Krankheitsfällen täg lich 1 des Wochenbeitrages, bei Arbeitslosigkeit täglich einen vollen Wochenbeitrag. An Streitunterstützung für das streifende Mitglied täglich das 4½fache des Wochenbeitrages, für die Frau das 0,5fache, für jedes Kind unter 15 Jahren das 0,3fache; für Mitglieder mit 13 bis 52 Wochen Mitgliedschaft und Beitragsleistung% des vor ftehenden Betrages. Die Diskussion über diese Vorschläge ist sehr ausgedehnt. Berschiedene Redner haben gegen die Lohnspanne von einer zur nächsten Beitragsstufe, die sie für zu gering halten, Bedenken. Andere halten die Vorschläge für durchführbar und wünschen ihre Annahme im Intereffe einer gefunden Finanzwirtschaft. Die Diskussion ist noch nicht beendet. 11. Betriebskrankenkassentag. Nach Abgabe dieser von den Arbeitnehmern mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Erklärung verließen sie die Tagung. Sie werden nun sofort ihrerseits zusammentreten, um einen festeren 3u= Die Arbeitgeber lehnen die Gleichberechtigung der sammenschluß herbeizuführen und zu beraten, welche Schritte Arbeitnehmer ab! nach der brüsten Ablehnung der Arbeitgeber unternommen werden follen. Die Forderungen der Invaliden. Am 14. Juni trat in der Stadthalle in Raffel der Verband zur Wahrung der Interessen der deutschen Betriebstranten. faffen( Sig Essen) zu seiner 11. ordentlichen Hauptversammlung zusammen. Bis zum Kriege war diese Organisation vollkommen ein Instrument der Arbeitgeber, die Versicherten fonnten lediglich als 1. Berbandstag der Invaliden- und Waisenorganisation. Gäste an den Tagungen, Borstands- und Ausschußsigungen teil- In Braunschweig tagte der erste Verbandstag des Zen. nehmen. Erst nach dem politischen Umschwung versuchten die Artralverbandes der Invaliden und Witwen Deutschbeitnehmer in dieser Organisation ihre Rechte geltend zu machen, so lands. Der Berband, der um die Mitte des Jahres 1920 gegründet zum erstenmal auf der vorjährigen Heidelberger Tagung, allerdings wurde, bezwedt in der Hauptsache die Verbesserung der Invaliden-, chne Erfolg. Hinterbliebenen und Unfallfürsorge sowie die Schaffung von ErDie diesmal an der Raffeler Tagung teilnehmenden 115 2rmerbsmöglichkeiten für die Arbeitsinvaliden. Troß ihres turzen beitnehmervertreter hatten sich bereits am Bortage der Bestehens zählt die Organisation heute schon ungefähr 120 000 mitRonferenz zu einer wichtigen Besprechung zusammengefunden, in glieder. Im Geschäftsbericht stellte der Hauptvorfigende Lüneburgwelcher Rollege Müller- Berlin Bericht über die Arbeit der im Vor- Berlin fest, daß das Verhältnis zum Reichsarbeitsministe. jahre in Heidelberg von den Versicherten eingesetzten Kommission rium fein besonders gutes war. Es erkennt die Organisation noch eine festere Organisation besteht bisher leider nicht zu erstatten. nicht als Vertretung der Invaliden an. Redakteur Subfe- Berlin Die Geschäftsführung lag in den Händen dieser Kommission, die sprach über die Bresse. Seit November 1920 gibt der Verband durch Hinzuwahl der Kollegen Lüd- Spandau und Thormann- Kaffel monatlich die Deutsche Invaliden Zeitung" heraus, deren erste Nummer in 40 000 Exemplaren erschien. Heute hat sie eine Auflage von 120 000. erweitert wurde. . Im Verlauf der Tagung fand eine Resolution an das Arbeitsministerium Annahme, in der der Verbandstag zur Durchführung der Neugestaltung der in Frage kommenden gefeßlichen Bestim mungen folgendes fordert: Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 18. Juni: Ein Boltsfeft veranstaltet der 17. Areis in Friebrichsfelde, Binbenpark. füllen. Eintrittskarten a 1,50 M. find am Cingang zu haben. Alle Jugend Gefang, Rezitationen, Spiele und Boltstänze werden das Programm aus. lidhen, eltern und Freunde der Jugend werben hierzu eingeladen. Zum gemeinsamen Abmarsch treffen sich alle Teilnehmer der Arbeiterjugend 3 hr auf. Sein were gone Cine Zusammenkunft der Orbner und Vorfikenben jeber Abteilung zur Be sprechung für die Sonnenwendfeier findet am Montag, ben 19. Juni, abends 7 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 3, 2. Sof, 3£ r. lints, statt. Bir bitten Abteilung muß vertreten sein. Auf der Konferenz findet die Ausgabe ber alle Abteilungsvorsigenden, ihre Ordner darauf aufmerksam zu machen. Jede Fadeln, à 8 M., ftatt. Gleichzeitig werden die Kunstpoftfarten für die Sonnenwendfeier an die Abteilungen abgegeben. Der Bezirksvorstand. Morgen, Montag, den 19. Juni: aliederversammlung. Karlshort: Jugendheim Gemeindeschule Augufte- Bittoria- Str. 43, Mit. Webbing: Jugendheim Gemeindeschule Trift, Ede Müllerstraße, Bortrag:„ Erste Hilfe bei Unglücksfällen". Geschäftliche Mitteilungen. wieder og burf in erstklassiger Qualität auf den Markt bringt. Durch Die Meierei C. Bolle A.-G. teilt mit, daß fie feit einigen Tagen den Krieg und seine Folgen gezwungen, bat die Bevölkerung lange Zeit diefes Präparat vermissen müssen, welches sich einer allgemeinen Beliebtbeit erfreute. Der Genuß von Joghurt fann Kranken und Gesunden nur empfohlen werden. Wetter bis Montag mittag. Warm, zeitweise heiter, jedoch über wiegend bewölft mit leichten Regenfällen, stellenweise Gewitter. Mäßige nordwestliche Binde. Kaufe Deinen Trauring direkt in der Fabrik H. 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Ausgestaltung der ArbeiterschußgefezTeil der Unterverbände noch reaktionärer war, als der Hauptvor- gebung, Rontrolleure aus den Reihen der Arbeiter und Angestand. So protestierten die Unterverbände Leipzig und unterelbe stellten, möglichst aus den Reihen der Schwerverletzten. ganz entschieden gegen eine Zulassung der Versicherten. Der Aus- 2. Durchgreifende Heilbehandlung und Gewährung Schuß bequemte fich dann endlich doch zu einem kleinen Zugeständnis von Heilmitteln, desgleichen die Lieferung aller notwendigsten Hilfs und beschloß, die Berwaltung so zu gestalten, daß die Arbeit mittel zur Arbeitsbefähigung, Arbeitserleichterung und Milderung og al stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. In allen nehmervertreter ein Drittel der Stimmen, ein törperlicher Schäden. Apotheken erhältlich. Best. 64,8% Acid. acet. salic., 0406% Chinin, weiteres Drittel die Arbeitgeber und das legte Drittel die Geschäfts- 3. Ausreichende Leistungen bei Arbeitsunfähigteit, 12,6%, Lithium, ad 100 Amylum. führer haben sollten. Hierbei ist nun zu berücksichtigen, daß die Feftfehung der Rentenleistung bei Krantheit, Arbeitslofigteit, Ausführl. Broschüre gratis und franko. Fabrik Pharmacia, München 27. Geschäftsführer ganz unter dem Einfluß der Ar- Invalidität und Kriegsbeschädigung. Bei Aufwerfung der Be. beitgeber stehen, so daß in Wirklichkeit einem Drittel der Ar- dürftigkeitsfrage find die Existenzen so zu setzen, daß die beitnehmerstimmen zwei Drittel Arbeitgeberstimmen gegenüberstehen Bedürftigkeit behoben wird. Gesicherte Existenzen für die inter( Abstimmungen im Berlauf der Verhandlungen haben das tatsächlich bliebenen. Einführung des Grundsages der Berufsinvalidität, bewiesen). Dieses Ergebnis befriedigte selbstverständlich in keiner Beseitigung des Begriffs invalide Witwe". Gewährung der Stoffe Nfsrael GEGR. 1815 BERLIN C KÖNIGSTR.* SPANDAUERSTR. *# Damenkleidung 79.Bluse aus bedruckt. 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Als Schutzmaßregeln kommen mäßige, eben ausreichende Nahrungsaufnahme, mäßige Muskelarbeit, leichte Kleidung, häufige kalte Waschungen und Bäder, ausreichende Flüfstgkeitsaufnahme. am besten in Form von ungesüßtem kalten Tee, Vermeidung von Alkohol und enganliegender warmer Kleidung in Frage: die Wohnungen müssen wiederholt feucht aufgewischt wer- den: bei Wanderunzen ist ein Marschieren in dichter Kolonne zu vermeiden: der Kopf darf nicht direkt der Sonnenbestrahlung aus gesetzt werden, er ist durch eine leichte Bedeckung zu schützen. Jede Uebertreibung von Sportausübung wirkt schädlich: ein zu intensives Sonnenbad ruft schwere chauterkrankungen, ja manchmal auch schwere ß Gesundheitsschädigungen hervor. Die Gefahren des Großstaötstaubes. So wenig häuf'g jn der freien Luft, selbst in den Großstadt- straßen Jnfektionskeim« nachgewiesen werden können, so groß ist die Ueberlragung von Krankheitskeimen in geschlossenen Räumen, in denen viele Menschen gemeinsam arbeiten oder wohnen müssen. Zü geschlossenen Räumen sind auch Treppenhäuser, Korridore, ringsum geschlossene Höfe, Straßenbahn- und Eisenbahnwagen, Omnibusse und Hochbahnen zu rechnem Die Ucbertragung von Krankheitsstoffen er- folgt bei Influenza durch Niesen und Husten, bei Schwindsucht, Masern, Keuchhusten, Diphtherie, Genickstarre usw. in Tröpfchenform. Besonders gesöhrlich ist der Auswurf der Tuberkulösen, der, leicht eintrocknend, dem Luststoub beigemengt, starke ansteckende Keime enthält: deshalb muß jede Wohnung täglich einmal, im Sommer zweimal feucht ausgewischt werden: das Aussegen muß im Sommer unterbleiben; der Staubschmutz muß feucht ausgenommen werden: das Schlafzimmer soll sonnig sein: Schlafzimmer nach Norden sind zu vermeiden: die Sonne ist der beste keimtöler. Wohnräume sind mehrmals am Tage zu lüften: 1. um Wärme und Wasserdampf ab- zuführen, 2. um den verbrauchten Sauerstoff zu ersetzen, 3. übel- riechende gasige Verunreinigungen der Wohalust zu entfernen, 4. Staub und Infektionskeime zu beseitigen. Die Lüftung geschieht im Sommer am besten morgens, nachmittags und abends: das Schlafen bei offenem Fenster ist von bestem Einsluß auf den Körper. TrZnkwaster und Nahrungsmittel. Im Sommer soll Wasser nie getrunken werden, wenn der Körper erhitzt ist: man soll langsam und in kleinen Zügen trinken. Das Wasser, das nicht ans der städtischen Wasserleitung stammt, sondern aus Brunnen, Flüssen, Teichen usw., ist' gesundheitsschädlich, soweit nicht eine bakteriologische Wasseruntersuchung das Gegenteil bewiesen hat: es darf nur genossen werden, wenn es 10 Minuten lang gründ- lich gekocht hat oder durch ein Filter, z. B. Berkefild-Filter, durchgegangen ist. Es wird am besten als Tee getrunken. Ungekochtes Wasser kann schwere varmkatarrhe hervorrufen, ist oft bei Epidemien die Ursache von Ruhr, Typhus, Cholera.— Im Sommer sind be- sonders Fleisch, Fisch, Wild dem Berderbensein ausgesetzt. Durch verdorbenes Fleisch, das sich durch unansehnliches Aussehen und schlechten Geruch auszeichnet, können schwere Aleischvergistimgen,- die zu wochenlangcm Kranksein, ja nicht selten zum Tode führen, hervorgerufen werden: dasselbe gilt von Wurstwaren. Ebenso wer- den Fische durch Erreger schnell in der Hitze zersetzt und Ursache der messt tödlich verlaufenden Fiichvecgislungen: deshalb im Sommer nur lebende Fluhfische oder auf Eis lagernde Seefische kaufen. Nie Ware nehmen, die schlecht aussieht oder die riecht. Milch vergärt leicht, besonders vor Gewitter: Sommermilch muß sofort abgekocht und dann kühl aufbewahrt werden. Verdorbene Milch ruft schwere Ko- liken, bei Säuglingen schwere Darnikaterrhe, oft den Tod hervor. Obst soll nie ungewaschen oder unreif gegessen werden. Unreifes Obst, das ungekocht genossen wird, ist giftig und macht krank. Es ist ost die Ursache der Ruhr, des Typhus, der Cholera. Belehret Eure Kinder und Euch selbst. Am belömmlichsten ist eingemachtes, ein- gekochtes Obst. Ungekochtes Obst, Aepfel. Birnen, vorher schälen. Gcmüie soll reichlich genossen werden: es ist die beste Sommerkost. Dasmkatarrhe. Krankheiten dieser Art gehören zu den häufigsten im Sommer. Ihre Ursachen: Trinken von nicht einwandfreiem Wasser, Genuß von verdorbenen Nahrungsmitteln, Bestehen von Epidemien, sind bereits kurz besprochen. Neben dem gewöhnlichen Darmkatarrh sind häusig 1. Die Ruhr, erkennbar an blutigen» blutigschleimigen Stühlen, sehr infektiös. 2. Typhus, Durchfall oder Verstopfung, Fieber, erbsbreiartige Stühle, Lungenerscheiulingen. 3. Cholera, dauernder Stuhldrang, starke Entwässerung des Körpers, Fieber, reiswasierartige Stühle. Bei jedem Darmkalarrh sollte ein Arzk zn Rate gezogen werden. Darmtranke müssen ihre Mitmenschen schonen: also das Klosett sauber halten und desinfizieren, Hände häufig und gründlich waschen und die Aftergegend reinigen. Daneben kann es sich um Fleisch- oder Fischvergiftungen(para- typhus) handeln, herrührend von verdorbenen Lebensmitteln: eben- falls schwere fieberhaste, das Leben gefährdende Ertrankungen: es erkranken in solchen Fällen immer eine Menge Menschen, die bei demselben Händler gekauft haben, auf einmal gleichzeitig. Sofort zum Arzt l Säuglingskrankheiten. Am meisten durch die Wärme sind die Säuglinge gefährdet Sie sind einmal viel leichter als die Erwachsenen dem Hitzschlag mit töd- tichem Ausgange, zum anderen den Magendarmerkrantungen aus- gesetzt. Der Hitzschlag der Säuglinge ist viel häufiger, als allgemein angenommen wird: er wird durch schlechte Lagerung in dichten Feder- betten, zu warme, enganliegende Kleidung und schlecht gelüstete und überhitzte Räume gefördert. Kleine Kinder gehören bei warmem Wetter— außer in den Mittagsstunden— in die frische Luft. Die Wohnräume sind wie oben besprochen zu behandeln. Fast 50 Broz. der Säuglinge sterben durch ZNogendarmkatarrhe-, dabei sind es wiederum die künstlich genährten, die am meisten gefährdet sind. Die beste und zweckmäßigste Ernährung des Säuglings ist die Mutter- brüst. Das Kind muß gegen Mücken, Fliegen und Flöhe geschützt werden. Bei scdem akuten oder chronischen Mazcndarmkatorrh und bei Fettdiarrhoe der Säuglinge gebe man zum Kinderarzt: jeder Magendarmkatarrh der Säuglinge ist eine gefährliche Säuglings- «rkr'ankung. » In Sommerlauben, Fabriken ohne Kanalisationsanschluß, in Kolonistenkolonien ist auf Desinfektion von Stuhl und Urin be- sonders zu achten. Die Abfallgruben müsien mit Lysol oder Kalk- milch gründlichst Übergossen werden: bei Darmkatarrhen mehrmals täglich: Fliegen können bei Darmkrankheiten gefährliche Krankheit?- Übertrager werden: sie verschleppen kleinste Kotteilchen mit den Cr- regern auf Lebensmittel: diese kommen in den Darm eines anderen Menschen und rufen neue Infektionen hervor; also Kot, Urin des- infizieren, Fliegen töten. Dr. Georg Loewenstein. Staötbibliothek und Marstall. In der letzten Zeit ist wiederholt von der geplanten Ver- Pachtung oder den Verkauf des Marstallgebäudes an die D o rm- st ä d t e r Bank die Rede gewesen. Insbesondere schien eine würdige und zweckentsprechende Unterbringung unserer Stadt- b i b l i o t h e k dadurch erneut tn Frage gestellt. Der Magistrat nahm deshalb bei den Et-rtsbsratungen gestern Gelegenheit, durch Stadtrat Wege eine Erklärung über die bisher geführten Ver- Handlungen abzugeben. Danach erscheinen die geäußerten Bedenken nicht mehr gerechtfertigt. Die Darmstädter Bank wird der Stadt- bibliothck ihre bisherigen Räume im Direktionsgebäude zur Ver- fügung stellen und a l l e K o st e n für den nach den Plänen des Stadtbaurates Auszuführenden Umbau und Umzug tragen. Hier- durch würden der Stadtbibliothek bessere und würdigere Räume als bisher gewährt werden, und es würden namentlich die Unzuträglichkeiten der mangelhaften Beheizung des Marstalls künftig vermieden. Die Mietung des Marstalls belastet die Stadt durch die erforderüchen Instandhaltungs- und Erneuerungsarbeiten bereits jetzt ganz außerordentlich. Der in Aussicht genommene Ver- trag mit der Darmstädter Bank wäre finanziell sehr günstig, die Bank würde alle Kosten für die Unterbringung auch des Fuhrparks wie des Anschaffungsamts übernehmen, die Umbauten für das letztere mit 3 Millionen Mark tragen und die Kosten für die Miete und Heizung während dreier Jahre über- nehmen. Sie würde der Stadt außerdem eine Abfindungs» summe von etlichen Millionen zahlen. Da die Pachtung des Mar- stallgebäudes sowieso nur ein Provisorium darstellt— der Vertrag mit dem Staat läuft noch auf 8 Jahre—, so ist dieser Plan, eine endgültige Regelung unter finanziell günstigen Bedingungen schon jetzt zu treffen, mindestens erwägenswert. Eine definitive Stellung- nähme wird erst möglich fein, wenn der fertige Vertragsentwurf der Stadtverordnetenversammlung vorliegt. Wilhelms goldene§e!dflasthe. Festnahme eines millionenreichen Rachkriegsgewinnlers. Ein Nachkriegsgewinnler, der auch als Kommandant des Stet- tiner Bahnhofs eine unrühmliche Rolle spielte, ist unter dem drin- genden Verdacht der Beteiligung an einer großen Kupserschiebung verhaftet worden. Ein 41 Jahre alter Kaufmann Max Fröhlich aus der Regensburger Straße 13 brachte es in der Revolutionszeit zum Kommandanten des hiesigen Stettiner Bahnhofes. Plötzlich wurde er unter dem Verdacht der Verschiebung von Heeresgut und des Plündern? abgesetzt und festge- nommen. Er wurde beschuldigt, Züge mit Lebensmitteln nach anderen Orten abgeleitet und die Ladungen dort zugunsten seiner eigenen Tasche verkauft zu haben. Die Ermittelungen führten zu dem Ergebnis, daß der ungetreue Kommandant vor das Stand- gericht kam und standrechtlich erschossen werden sollte. Auf Veran- lassung seines Verteidigers wurde er aber auf seinen Geisteszustand untersucht und für geisteskrank erklärt.' So kam es nicht zur Voll- ftreckung der Todesstrafe. Vor einiger Zeit nun sollte sich der ehe- malige Bahnhofskommandant wegen einer großen Kupfer- schieb ung in Elberfeld, zusammen mit seiner Sekretärin Charlotte Kohn aus Charlottenburg und dem Architekten Alfred Will aus Schöneberg, verantworten. Eine große Menge Kupfer sollte als ausländisches verkauft u>erden. während festgestellt wurde, daß es inländisches war. Wilk und Fräulein Kohn wurden auch ver- urteilt, aber auf freiem Fuße belassen, Fröhlich dagegen wurde frei- gesprochen, weil die Frachtbriefe, die ihn belastet hatten, aus den Gerichtsakten verschwunden waren, und es wurde festgestellt, daß die belastenden Frachtbriefe in der Wohnung Fröh- lichs verbrannt worden sind. Als aber die Kriminalbeamten die Wohnung durchsuchten, machten sie einen anderen interessanten Fund. Fröhlich besaß die Feldflasche des Kaisers, deren Trinkbecher und Stöpsel aus Gold find. Der Stöpsel ist mit Edelsteinen besetzt und trägt das IV mit der Krone. Die Feldflasch« lag noch in ihrem Somtetui. Es be- steht der dringende Verdacht, daß Fröhlich auch noch andere Sachen aus dem Besitz des Kaisers und aus dem Palais des Kronprinzen in der Revolutionszeit an sich gebracht hat. Sein Vermögen wird jetzt auf 40 vis 5 0 Millionen Mark geschätzt. Er hatte bei 10 verschiedenen Banken Depots und war an verschiedenen Jndustrnwerken beteiligt. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten noch einen merkwürdigen Zei- tungsausschnitt, ein Inserat, in dem die Angehörigen den Tod Fröhlichs mitteilten. Was domit bezweckt war, bedarf noch der Aufklärung. Fröhlich, Wilk und Fräulein Kohn wurden verhaftet und nach Elberfeld gebracht.__ Neue Briefmarken in Sicht. Mit der Einführung der neuen Portosätze, die bekanntlich am 1. Juli stattfindet, wird auch gleichzeitig die Einführung einiger neuer Markensorten angekündigt, doch sollen nach Möglich- keit erst die vorhandenen Markensorten aufgebraucht werden, be- sonders solcher Postwertzeichen mit niedrigen Nennwerten, die durch die Erhöhung eigentlich entbehrlich werden. Hinsichtlich der B e- sörderung der am 30. Juni aufgegebenen Post- fachen ist folgendes bestimmt worden: Sämtliche in der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli eingelieferten Postsendungen unterliegen, so» Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frank. Zwischen Nacht und Morgen war frischer Schnee ge- fallen, der auf den Anlagen und Gebäuden lastete, der dw Architekturen kraß veränderte und alle Linien zerbrach, ver- schob und sie ihrer ursprünglichen Grazie beraubte. Klaus Garbislander erfaßte das Zeitungsblatt, das der letzte Fahrgast vermutlich im Coup6 hatte liegen lassen: er hielt ein Exemplar der„Düna-Zeitung" von: vergangenen Tag in der Hand, das derart zusammengefaltet war, als ob man es aus der Rocktasche genommen und hierauf zwischen Polsterung und Rückwand des Wagens gesteckt hätte. Der junge Schriftsteller begann mechanisch die einzelnen Rubriken durchzusehen. Plötzlich wurde sein Blick durch eine Reihe schwarzer Buchstaben gefesselt, die, im Zusammenhang be- trachtet, folgende Zeile ergaben: „Das Verschwinden Albert Reu ß'." In begreiflicher Spannung las er den„Originalbericht", den ein ehrgeiziger Reporter selbständig-fchwungvoll ausge- stattet hatte, in dem er vom bleichen Entsetzen sprach, das in der stets kunstfreudigen Stadt über die Tatsache herrschte, daß gerade Riga, wo man. wie gesagt, die Musen über alles zu schätzen wisse, welche Tatsache in den Annalen der Theater- geschichte nachzulesen sei, daß gerade Riga der Schauplatz solcher qehimnisvollen Angelegenheit werden mußte, die die gesamte zivilisierte Menschheit, die in Verehrung fiir Reuß übereinstimmt, mit Entsetzen ersulle. Anschließend erschien die schmuckloser abgefaßte Darstellung der das Verschwinden Albert Reuß' begleitenden Erscheinungen und Tatsachen. Garbislander vertiefte sich in den Beri-yt. um über alle Einzelheiten und Detailsragen vollständige Klarheit zu ge- Winnen: er forschte, lesend, nach möglichen Widersprüchen, Unterstellungen und Trugschlüssen durchackerte Spalte um Spalte. Zeile um Zeile nach der Möglichkeit eines Ausgangs- Punktes ein�r neuen Kombination, unb schüttelte, da ihm solches nicht gelingen wollte, unzufrieden den Kopf... Vielleicht finden sich doch noch neue Anhaltspunkte, die ge- eignet wären, das Dunkel, das über dem Verschwinden Albert Reuß' liegt, aufzuhellen. Die eingehenden und mit gewohnter Gründlichkeit und Genauigkeit gefühlten Untersuchungen unseres bewährten Polizeiapparates ergeben, daß der Schau- fpieler vermutlich doch einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. hieß es in der Zeitung... Dafür scheint vor allem der Umstand zu sprechen, daß die Brieftasche verschwunden ist. Die Aussage des Anklekders Bobrow stellt ferner unzweifel- hast fest, daß Reuß bereits vollständig kostümiert und ge- schminkt war. Garbislander erinnerte sich plötzlich, ganz außerhalb jedes Zusammenhangs, des Tages, der kaum länger als eine Woche zurücklag, an dem er, ahnungslos, erschreckt, durch Dr. Jordan von der Erkrankung Albert Reuß' erfahren hatte, deren Namen er kaum jemals hatte nennen hören und die der Arzt als „Dämmerzustand" bezeichnet hatte. Der junge Schriftsteller verbiß sich nun in dieses Wort, das er immer wiederholte und vor sich hinsprach: er versuchte es, sich den Zustand des erkrankten Künstlers zu vergegenwärtigen, wie ihn der Arzt damals geschildert hatte, und er war gleichzeitig bestrebt, ob- wohl er die Sinnlosigkeit solchen Vorhabens wohl erkannte, zwischen der damaligen und der gegenwärtigen Situation Fäden zu spinnen, eine Brücke zu schlagen, eine Verwandt- schaft. einen Zusammenhang herzustellen, bloß aus dem Grund, weil über beide Ufer, zwischen denen die erregte Phantasie des jungen Schriftstellers ruhelos pendelte, der Schleier des Ge- heimnisies gebreitet war... Garbislander ließ das Zeitungsblatt sinken und sah auf die Straße hinaus. Das Gefährt war genötigt, eine Weile anzubalten, da ein mit Bierfässern schwer belodener Wagen den Weg verstellt hatte. Da er nach der Ursache des unlieb- i samen Aufenthalts forschte, vernahm er vorerst Schreien, > Schimpfen, Peitschenknallen. Sie hielten gerade vor einer Anschlagsäule, und wie für i den Fensterausschnitt des Automobils berechnet, sah er zwischen anderen buntumkränzten Plakaten einen einfachen weißen Zettel kleben, auf dem schwarze Lettern tn streng korrekter, von keiner Slrabeske gestörter Anordnung beisammensti.iiden und in dem er unschwer eine amtliche Kunomachung erkannte. Da das Hindernis noch immer nicht beseitigt war und er sich auf einen weiteren Aufenthalt gefaßt machen mußte, verließ er den Wagen, trat nahe an die Säule heran und stand plötzlich vor dem Bildnis Albert Reuß', das die ungefähre Mitte des Plakats einnahm, und das den Schauspieler sv face zeigte, den Kopf hoch aufgeworfen, mit energisch gestrafften Zügen. blitzenden Augen, aber auch mit den deutlichen Schatten der Melancholie um den Mund. Darunter stand: Kundmachung. Am 9. März verschwand auf rätselhafte Weise der Wiener Schauspieler Albert Reuß aus der Garderobe des Deutschen Theaters. Die Nachforschungen haben bisher noch keinerlei Licht in die geheimnisvollen Motive dieses Vorfalls bringen können. Albert Rcnß wurde am 9. März um 7 Uhr abends zum letztenmal im Bühnenraum des Deutschen Theaters ge- sehen. Die Z?tgaer Polizeikommandantur setzt einen Preis van 1000 Rubel für denjenigen aus, dessen Angaben zur Aujsin- dung des Vermißten führen. Diesbezügliche Mitteilungen sind an die Polizeikommandantur, Abteilung IV, zu richten. Personalbeschreibung. Albert Reuß, Schauspieler, 47 Jahre alt, groß, schlang blondes Haar, das er gewöhnlich seitlich gescheitelt trägt: sieht jünger aus, als er ist, Augen braun, Rase gerade. Besondere Kennzeichen: eine Schmißnarbe, die von der rechten Mund- seite über das Kinn gezogen ist. Polizeikommadantur der Stadt Riga. Das Plakat war zweisprachig verfaßt: neben dem deut- schen Text war die russische Uebersetzung. Als"Earbislander zum Wagen zurückgekehrt war, stand dieser, da die Bahn mittlerweile frei geworden war, zur Ab- fahrt bereit. Der junge Schriftsteller wies den Chauffeur an, fortan ein besseres Tempo zu fahren, nahm nochmals die Zei- tung zur Hand und überzeugte sich durch abermaliges Lesen des betreffenden Absatzes, daß der Schauspieler, als er zuletzt gesehen worden, kostümiert und geschminkt gewesen war. Ganz unverständlich, dachte er, daß in der polizeilichen Kundmachung dieses gewiß berücksichtigenswerten Unfftandes mit keiner Silbe Erwähnung getan war, da das vervielfältigte Bildnis Reuß im gewöhnlichen Straßenanzug zeigte, während es doch zur Zustandebringung des Vermißten, zugleich zur Information des Publikums, dessen Hilfe man doch im Wege der Affiche in Anspruch zu nehmen gedachte, unerläßlich not- wendig gewesen wäre, zumindest eine Beschreibung des Kostüms und der Maske des Schauspielers zu geben. Deutlich stand jener absonderliche Rock vor dem Auge des jungen Schriftstellers, den Reuß sich für die Rolle des Wehrwols batte anfertigen lassen: die ein wenig altväterisch anmutend? Redingote mit den weiten, fliegenden Schößen, die die Herren- welt in den vierziger Jahren des vorigen Jabrhunderts ge- tragen hatte. Garbislander war über diesen offenbaren Miß- griff der Behörde, der geeignet war, eine Irreführung des Publikums hervorzurufen, und der natürlich einen Erfolg der Maßnahme von vornherein ausschloß, in arge Erregung ge- raten, so daß er am liebste» aus dem Wagen gesprungen wäre, der, auf den belebten Straßen zumal, genötigt war, das Tempo stets wieder zu verlangsamen, zumeist gar im Schritt zu fahren, so daß er, ungeduldig geworden, am liebsten selbst zur Präfektur gelaufen wäre, um dort den Verhängnis- � vollen Irrtum richtigzustellen. Es war erwiesen, daß Reuß in der Maske des Melchior Krafst, als Helden der Wehrwolf- Tragödie, verschwunden war. daß es demnach nicht anging, ihn dem Publikum als simplen Bürger vorzustellen, den das Bild zeigte, als hätte er eben einen Kognak getrunken und eine bekömmliche Zigarre geraucht.(Forts, folgt.) fern fie nach 12 Uhr nachts aufgeliefert werden, bereits den neuen Bortosäzen. Zur Erleichterung der Kontrolle follen die Haus. brieffästen der Postämter und die Briefkästen der Bahnposten um 12 hr nachts geleert werden, sofern für die außergewöhnliche Leerung Bersonal zur Verfügung steht. Sendungen aus diesen Hausbrief- und Bahnposttäften, die nicht um 12 Uhr nachts außergewöhnlich geleert worden sind, werden bei der ersten Leerung nicht als unzureichend freigemacht( d. h. also richtig freigemacht! b. Red.) behandelt, menn sie noch nach den bisher gel tenden Portofägen freigemacht sind. Sechs schwere Jungen. Mißglückter Befreiungsversuch bei der Gerichtsverhandlung. Eine aus sechs Köpfen bestehende gefährliche Bande, die in der Umgegend des Schlesischen Bahnhofs ihr Unwesen trieb, ist gestern burch Urteil des Schwurgerichts Berlin I auf längere Zeit unschädlich gemacht worden. Die auf Raub bzw. Hehlerei lautende Anlage richtete sich gegen den Schlächter Friz S3ymalla, den Arbeiter Bruno Chodorowski, den Kutscher Friedrich Konieczy, den Arbeiter Christian Heerwig, den Arbeiter Josef Ressel und den Kaufmann Mag Loefstedt. Lebensmittelpreise der Woche. Der amerikanische Film, aus Konkurrenzgründen von einem Tell der inländischen Filmindustrie heftig befehdet, wird, wie es scheint, zum ftändigen Programmbestandteil der deutschen Kinotheater. Es ist natürlich unrecht, ihn zu schelten, weil er nicht so ist, wie der deutsche Film, ebenso twie es unrecht wäre, ihn auf Kosten inländischer Filme über den grünen Atlee zu loben. Er ist eben amerikanisch, tommt den dortigen Ansprüchen auf bewegte Unterhaltung in ungefünftelter Weise entgegen und ist vielleicht Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft nur mäßig. Fische etwas knapp, Geschäft flau. Obst und Gemüse ausreichend, Geschäft flott. In der Woche vom 11. bis 17. Juni galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 50-60 M., ohne Knochen 60-65 M. Schweinefleisch aus diesem Grunde szenisch und technisch fauberer gearbeitet, als der 60-75 M. Kalbfleisch 50-65 M. Hammelfleisch 60-65 M. Geräucherter große Durchschnitt der deutschen Filme. Das zeigte sich wieder bei dem Amerikaner- Film" Berbotene Frucht", den das Marmorhaus Schinken 105-115 M. und Speck 75-80 M. Schellfisch 9-12 M. Seelachs 9-10 M Kabeljau 9-12 M. Hellbutten 28 M.. In Eis: Schlaie zur Aufführung brachte. Handlung etwas hintertreppenhaft( es wird allerdings bei uns noch hintertreppenhafter produziert), ein flein wenig 18-25 M. Hechte 25-28 M. Aale 45 M. Plötzen 13 M. Zander Tränenduselei mit Kitschgemad, dazwischen viele starke Stellen, die 85-40 M. Lebende Barsche 30-35 M. Hechte 50 M. Aale 60 M. den Charakter des Ganzen so bestimmen, daß man mit Interesse zusieht. Durchweg gut die Darstellung in einem Zusammenspiel, wie man es hier leider nur selten zu sehen bekommt. Diese Schauspieler sind neu und echt in feber gesellschaftlichen Charakteristik. Und dabei handelt es sich sicher noch nicht Schleie 30-32 M. Eier 5,20-5,50 M. Naturbutter 64-70 M. Margarine 88-45 M. Schweineschmalz 50 M. Kaffee 120-160 M. Kartoffeln, alte 21-22 M.; neue, ausländische 80-85 M. 10 Pfund. Kohlrabi 20-22 M die Mandel. Spinat 5-6 M. Schoten 5,50-8,50 M. Spargel 4-15 M Grüne Gurken 20-30 M. das Stück. Zwiebeln 10-12 M. Kirschen 9-14 M. Erdbeeren 22-30 M. Apfelsinen 2,50-4 M. das Stück. Backobst: Aprikosen 60 M., Aepfel 60 M., Birnen 16-42 M., Pflaumen 22-27 M., Gemischtes 24-40 M. Reh, Rücken 40-45 M. und Keule 35-40 M.' Wildschwein 35-55 M. Puten 40-45 M. Hühner 56-60 M. Gänse 60-62 M. Enten 54-55 M. von 1250 m. für ein 3wanzigmartstück, 625 m. für ein Zehnmartftück. Der Ankauf von Reichsfilbermünzen durch die Reichsbank und Post erfolgt vom 19. Juni bis auf weiteres zum 25fachen Betrage des Nennwertes. 10 Der Angeflagte Szymalla war der Anführer einer Bande, die in der Gegend des Schlesischen Bahnhofs ihre Opfer suchte, und zwar unter Reisenden, Arbeiter und Landleute, die dort mit den Zügen antamen bzw. in den Wartesälen auf den Abgang eines Buges warteten. An diese machten sich unbekannt gebliebene Dirnen 22. Juni, nachm. 5%, Uhr, Sigung des e r toeiterten Bildungsausschusses Bezirksbildungsausschuß Groß Berlin. Am Donnerstag, den heran und verschleppten fie. In der Dunkelheit des Bahnüberganges im Sigungssaal des Bezirksverstandes, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Tr. Die wurden die Opfer dann von den plöglich auftauchenden Anwesenheit aller Mitglieder ist dringend erforderlich. Feitfonzerte. Die Berbrechern überfallen, zu Boden geschlagen und Ausgabe der Zeichnungsliften ist erfolgt. Listen liegen aus bei allen Abihrer Wertsachen und ihres Geldes beraubt. Die teilungs- und Bildungsausschußmitgliedern der Kreise und im Bureau des Berbrecher sollen auch nicht davor zurüdgeschreckt sein, auf vorüber- Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3. 2. Hof, 22r., Bimmer 8. Ver fahrende Autos zu springen und zu verfuchen, die Infaffen zu belojung von Kunstblättern. Siehung am 1. Juli er. Lose a 3 M. rauben. Es standen jetzt drei solcher nächtlicher Raubüberfälle zur Bureau des Bezirksbildungsausschusses. Die noch fehlenden Fragebogen bei allen Abteilungs- und Bildungsausschußmitgliedern der Kreise und im Berhandlung. Die Raubzüge brachten den Teilnehmern fo große find fofort einzureichen. Beute, daß sie häufig Autofahrten in die verschiedenen Stadtteile unternehmen fonnten, um sich zu amüsieren. Zu der zweitägigen Berhandlung hatten sich im Zuhörerraum viele Freunde und Freundinnen der Angeklagten ein Stelldichein gegeben. Es war verpfiffen morden, daß diese Korona beabsichtigte, den Angeflagten zur Flucht zu verhelfen und dem Szymalla, der der Schrecken des Schlesischen Bahnhofs" genannt wird, Gelegenheit zu geben, feine Rolle als Räuberhauptmann" noch weiter zu spielen, und es schien die Absicht zu herrschen, bei Verfündung des Strafantrages Berwirrung zu stiften, um den Angeklagten auf diese Weise die Flucht zu ermöglichen. Tatsächlich war auch die genügende An= zahl von Hüten für die angetlagten schon vorsorglich mitgeberacht worden. Man hatte aber auf den Streich verzichten müssen, da vier Schußpolizeibeamte zur Ueberwachung in den Saal tommandiert worden waren, die jede Ueberrumpefung unmöglich machten. Der Unmut der befreundeten Sippe machte sich bei der Berfündung des Urteils laut bemerkbar. Es wurden verurteilt: Szymalla zu 7 Jahren Buchthaus, Chodorowiti zu 6 Jahren Suchthaus, Romieczy und Heerwig zu je 3 Jahren Gefängnis, Resfel zu 5 Jahren 3uthaus und Loefstedi zu 2 Jahren Gefängnis wegen Hehlerei. Grundstückskäufe der Reichsbank. Die Reichsbant hat etwa 60 Grundstüde an der alten 2eipsiger, Adler, Kur, Kreuz-, Breiten Straße, Oberwasserstraße und Neumannsgaffe erworben, um diefe alten Häuser abreißen und an deren Stelle Neubauten errichten zu laffen. Nauleshof, ein uralter Durchgang, würde dann verschwinden. in fast allen diesen uralten Gebäuden sich neben Läden und Gewerbebetrieben eine Menge fleiner ohnungen befinden, deren Insassen nicht eher ziehen können, als bis ihnen eine andere passende Wohnung zugewiefen wird. Eine zweite zutage tretende Schwierig. keit besteht in dem ſtellenweise Ihlechten Baugrund. Ein zeine Gebäude, wie z. B. die Eckhäuser an der Oberwasser- und alten Leipziger Straße, ferner das neuere Gebäude des Hospiz zum Zentrum in der Adlerstraße und andere haben ganz bedenkliche Risse infolge Gentungen der Fundamente aufzuweisen. Die Sentungen haben in der letzten Zeit nachgelaffen, tönnen sich aber in einem trockenen Sommer oder bei weiterer Senfung des Grundwassers, bzw. Entziehung des Grundwaffers infolge von Untergrundbauten, Turmhausbauten usw. wieder unliebfam bemerkbar machen. Die Mehrzahl der angetauften Grundstücke sind sehr billig, einige unter dem Baustellenwert erworben worden. Für die Altpensionäre. um ein nadh amerikanischem Geschmad vollendetes Machwert von Qualität. Der vorher laufende vorzügliche zweiteilige Deulip- Film Rettung aus dem Gise", der die Hülfserpedition des deutschen Linienschiffes Hannover" ou Rettung deutscher Handelschiffe nach dem zugefrorenen Stigaischen Meer. busen schildert, ist hier vor einiger Zeit bereits besprochen worden. K ein Die Urania scheint entgegen ihrer bisherigen Gewohnheit jeht auch zum reinen Filmprogramm übergeben zu wollen( wofür u. G. teine be sondere Notwendigkeit vorzuliegen scheint).„ Der kleine Muck", Märchenfilm, frei nach Hauff bearbeitet, den fie zeigte, ist allerdings ein ausgezeichnetes Musterbeispiel eines Films, der die besonderen, nur der Stinetechnik zugänglichen phantastischen Möglichkeiten aufs beste ausnutt. Dieser alt und jung entzüdende Stitt ins romantische Land gibt zu dem spannenden Abenteuer des fleinen Kerls, der von einem großen Schauschafts- und Innenbilder. pieler gespielt wird, in einem originellen Rahmen schöne Land. Traumbait gleitet das bunte orientalische Wiärchenleben vorüber, aber wenn zum Schluß die rastenden Reiter, die sich das Märchen erzählen, wieder aufbrechen, hat es doch nachdenkliche Wirtungen hinterlassen. Sit nicht das wirkliche Leben auch ein Traum? Der Film, der von der Kulturabteilung der Usa aufgenommen ist und zum Programm der Film- Unterrichtsorganisation des Dr. Behfuß gehört, liit in d. der Vorführung leider unter mancherlei Störungen. Groß- Berliner Parteinachrichten. Sommerfest aufmerksam. Außerdem findet Montag, den 19. Juni, 7% Uhr, in der Aula der Schule Marttstr. 10/11 die Frauenversammlung statt. Vortrag der Genoffin Elfriede Ryned und Rezitationen. Secis Weboing. Wentag, den 19. Juni, 7 Uhr Kreisvertreterverfammlung in der Schulaula Pant-, Ede Wiesenstraße. Thema: Reform des Stanf rechts und des Strafvollzuges". Referent Reichsjustisminister Prof. Dr. Rabbruch. Ferner Montag, den 19. Juni, 7 Uhr, Bildunastom miffionsfigung in der Schule Pant, Ede Biesenstraße. Im Wintergarten tummelt fich hoh hochsommerlicher Schwüle eine tüchtige und leiſtungsträftige Artistenschar. Was aber die Theilen 17. Kreis Lichtenberg. Wir machen nochmals auf das heute stattfindende truppe am Doppel- Schleuderbrett, was die Fellers auf dem Drabt an waghalsigen und doch eleganten Neuigkeiten und die Chandons an männlich schönen Straftleistungen herausstellen, nötigt unbedingt Respekt ab. Der Tanz ist vertreten durch die Stockholmer Primaballerina 8a za 3. Christiansen, die über eine gepflegte Kunst und einen edel geformten Leib berfügt, durch die choreographisch nicht ganz ausgeglichenen Tanzgrotesten der Befchwister Biolanty und die expressionistischen Stepfänzer Burns und White. Die Standinavier Borgström und 6. Bellin spielen mit brillanter Technik Handharmonika, nehmen sich aber felber offenbar ein menig zu ernst. Mary BIan! hat einen herrlichen Ropf wie ein Badfisch und abjolblert ihre Fangspiele doch wie ein After. Der halsbrecherische Luftballanceatt der Floretty atmet spielende Leich tigkeit. Schimpanse Conful II balanziert nicht nur sehr geschickt auf seinen Beinen, sondern auch höchst amüsant auf der Grenze zwischen Mensch und Tier. Brotfartenstichwort. In der Woche vom 19. bis 25. Juni dari Brot und Mehl nur auf die Bratlarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichtvert, sthafen Besthafen" tragen. Ein neuer Riesendampfer. Unfall beim Stapellauf. 9. Kreis Kreuzberg. Die Obleute der elternbeiräte werden ersucht, Montag, den 19. Juni, zwischen 6 und 7 Uhr wichtiges Material von Bluhm, Plan ufer 75/76, abzuholen. Jede Abteilung muß unbedingt einen Berfreter entfenden. Desgleichen die höheren Schulen. Wahlergebnisse mitbringen. 6. Kreis. Montag, den 19. Juni, 7 Uhr, erweiterte Kreisvorstandsfißung bei Neim, Urbanstr. 29.. Mittwoch, den 21. Juni, 7 Uhr, Kreisvertreter verfammlung bei Rabe, Fichteste. 29. Kreis Wilmersdorf. Montag, den 19. Juni, pünktlich 8 Uhr, Sigung des erweiterten Bildungsausschusses bei Kollath, Heidelberger. Blag 1. 12. Kreis. Montag, den 19. Juni, 8 Uhr, Bersammlung der Zeitungsagitations ausschüsse sowie des Vorstandes und der Funktionäre im Vokal Thiel, Albrechtstr. 81. Referent Reibetang. Wichtige Tagesordnung. 16. Rreis Röpenie. Montag, den 19. Juni, Uhr, in der Aula der DorotheenChule, Freiheit, Bersammlung fämtlicher in 16. Kreis gewählten und aufgeftelten fog. Olternbeiräte. Wichtige Tagesscbuung. Erscheinen Pflicht. 20. Areis Heinidendorf. Montag, den 15. Juni, 7 Uhr, KreisvertreterverfammTung in ber Aula ber 5. Gemeinbeschule, Reinickendorf- Weft, Augufte. Bittoria- Allee 37, und nicht in Bittenant. 3. 2. Streis Siergarten. Dienstag, den 20. Juni, 7 Uhr, im Ronferenszimmer Der Schule Balbenferstr. 20, Sigung der Elternbeiräte und Erfagmitglieder. Tagesordnung: Neuwahl des Kreisvorstandes und unsere nächsten Aufgaben. Kreis Webbing. Dienstag, den 20. Juni, 7 Uhr, in der Schulaula Pent straße 47, Bersammlung sämtlicher Elternbeiräte und deren Erfagleute. Tagesordnung: Die Aufgaben der Elternbeiräte". Alle sozialistischen Lehrer find hierzu eingeladen. Wie aus Danzig gemeldet wird, ist der geftrige Stapellauf des neuen Riesendampfers Columbus" des Norddeutschen Lloyd auf der Schichauwerft nicht glatt vonstatten gegangen. Das Schiff blieb auf der Gleitbahn steden. Im Laufe des Nachmittags hat man versucht, den„ Columbus" mit Schleppdampfern 4. Kreis Prenzlauer Berg. Dienstag, ben 20. Juni, 7½ Uhr, bei W. Burg. Ioszuziehen. Bisher waren diese Versuche aber ohne Erfolg begleitet gewesen. 5. e. Prenzlauer Allee 189, Cigung der geitungstommiffionsmitglieder. Jede Abteilung muß zwei Genossen entfenben. Kreis Friedrichshain. Dienstag, den 20. Juni, 7 Uhr, in Schmidts Gesell. fchaftshaus, Fruchtftr. 58a, Kreisvertretertonferenz. Tagesordnung: 1. Bor trag des Genassen Siniid), M. d. R., über Das Reichsmietengefeg". 2. Distusfion. 3. Stedungnahme zur Beitragserhöhung. 4. Berschiedenes. Kreisvorstandes. e 42, Gibung des Sireisporita Juni, 1½ Uhr, in Sempelhof, Dorfreis Neuksin Brig. Dienstag, den 20. Junt, 7 Uhr, erweiterte Kreisvor standssigung im befannten Lotal. Jede Abteilung muß vertreten fein. 14. Kreis. Mittwoch, den 21. Juni, 7½ Uhr, Bersammlung aller SPD. Elternbeiräte, auch an den höheren Schulen, bei gillmer, Nogatstr. 56, Ede Kirchhofstraße. Vortrag des Studienrates Genoffen C. Marquardt: Die tulturellen Aufgaben der Elternbeiräte". Borstandswahl. SPD.- Lehrer und Lehrerinnen find freundlichst eingeladen. Streis Kreuzberg. Sonntag, den 2. Juli, in ber früheren Bodbrauerei, Fidicinstr. 2/3, Sommerfest. Im Interesse der Sache wird um rege Beteiligung gebeten. Morgen, Montag, den 19. Juni: 22. und 23. bt. Rindergruppe! Die Kinder unserer Gensffen treffen fid. aum gemeinsamen Spiel nachmittags 5 Uhr und Freitags nachmittag um 6 Uhr im Schillerpark( Terrassen). Helferinnen der Abteilung treffen fich ebenda. Günberg. 77. Abt. 75 Uhr Borftandsfihung bei mittowski, Martin- Luther. Der Columbus" wird mit 32 000 Br.- Reg.- Tons und etwa 40 000 Tonnen afserverdrängung fünftig das größte Schiff her deutschen Handelsflotte sein. Der Dampfer hat eine Länge von 236,3 Meter, eine Breite von 25,5 Meter und einen 14. Tiefgang von 10,4 Meter. Bon der Größe des Schiffes gibt folgender Vergleich einen Begriff: Rönnte man auf das Straßburger Münster die Berliner Siegesfäule und daneben den Dampfer, Columbus", der Länge nach aufgerichtet, steilen, so würden noch etwa 25 Meter fehlen, um die Länge des Columbus" zu erreichen. Der Dampfer erhält Passagiereinrichtungen für 428 Reifende erster, 356 Reifende zweiter und 1132 Reisende dritter Klasse, die sämtlich in Rammern untergebracht werden. Der gesamte Innenbau des Schiffes ist in allen Klassen auf größte Behaglichkeit sowie Bequemlichkeit und Bornehmheit abgestimmt. Auf die Ausrüstung des Dampfers mit allen erdenklichen Sicherheitsvorrichtungen ist allergrößter Mert gelegt. In gleichem Maße ist auf sanitärem und In der gestrigen Sitzung des Etatsausschusses brachte der Ver- hygienischem Gebiete alles geschehen, was nur im Interesse der treter der sozialdemokratischen Frattion die Net der Reisenden und Besatzung geschehen fann. Die Fortbewegung des Ruhegehaltsempfänger und der Witwen städtischer Be Schiffes erfolgt durch zwei dreifache Expansionsmaschinen mit 3u amten und Arbeiter zur Sprache, die in den Besiz ihrer Bezüge fammen 30 000 ind. Pferdekräften, die dem Dampfer eine mittlere immer erst dann gelangen, wenn die Teuerung bereits längst Seegeschwindigkeit von 20 Knoten verleihen sollen. Der Dampfer darüber hinweggeschritten ist. Er betonte, daß den Columbus" wird nach seiner Fertigstellung im Laufe des nächsten 23. abt. 7½ Uhr bei Taube, Müllerstr. 62a. Thenta:„ Gefundheitspflege". Altpensionären nicht so sehr an einer auf Heller und Pfennig ftim Jahres in die Linie Bremen- New York des Norddeutschen 33. Abt. 7% Uhr in der Schulaula Sohenlohefte. 16, Bortrag des Genoffer menden Berechnung der Bezüge gelegen fei als an einer rechtlonb eingestellt werden. zeitigen Auszahlung. Die sozialdemokratische Fraktion beantragte deshalb, den Magistrat zu ersuchen, bei jeder Gehalts erhöhung der Beamten grundsäglich sofort eine Pauschalfumme an die Altpensionäre und Witwen auszuzahlen, die den später zu berechnenden Bezügen annähernd entspricht. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen, und der Magistrat sagte die Berücksichtigung des Wunsches zu. Damit dürfte eine der berechtigtsten Klagen der Altpensionäre in der Stadt Berlin endlich verftummen. " Filmschau. Die Fortschritte des Lehrfilms. Die Bedeutung des Films als Lehrmittel ist mehr und mehr erkannt und besonders in Amerika verwertet werden, wo ichen die meisten Schulen ihr Rinse besigen. Bei uns ist man noch nicht so weit; aber das Interesse am Lehrfilm und seine Verbreitung bat außerordentliche Fortschritte gemacht, wie wir einem Aufsatz des Letters der Bildstelle am Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, Prof. Felig Lampe, entnehmen, der in dem dritten Jahrgang des Jahrbuchs" dieses Instituts erschienen ist. Der Film, der laufende Bildstreifen", erhöht nicht nur die Anschaulich. feit des Unterrichts und verbreitet wissenschaftliche Forschungen, technische Befühlsleben, Intellett und Willen der Schüler ausübt, ist von jeder Erfindungen, fünstlerische Ideen, sondern der Eindruck, den der Film auf anderen Art der Mitteilung vollkommen unterschieden. Ganz irrig ist der Vorwurf der Oberflächlichkeit und Ungründlichkeit, den man dem Filmsehen gemacht hat; vielmehr wird gerade dadurch die Erziehung zum raschen, ficheren, fritischen Schauen gefördert. Noch ist unsere Jugend und weit allgemeiner unser Bolt zu energischer Wirklichkeitsbeobachtung wenig er80gen. Filmsehen lernen ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Erziehung zur Stellungnahme zur Wirklichkeit." 21 Straße 88. 79. Abt. Pünktlich Gdjellhase, Leuthenstraße, Sigung des Bergnügungsausschusses und der Helfer. Jeder 124, bt. Mahisborf. 8 Uhr Borstandsfigung bei Anders, Bahnhofstraße. Bezirk muß vertreten fein. Frauenveranstaltungen: Referent Dr. Rorach. Kurt Wegener. 40. n. 41. bt. 7% Uhr bei Reufner, Hagelberger Str. 20a. Thema: Die foziale Stellung der Frau im Orient". Referentin Erna Büsing. 48. Abt. 7 Uhr im Graphischen Bereinshaus, Alegandrinenstr. 44. Thema: Uneheliche Mutterschaft". Referentix Frau Meichtagsabgeordnete Schröder. Uebermorgen, Dienstag, den 20. Juni: 79. 132. 14. bt. Schöneberg. Sigung des Abteilungsverstandes und der Bezirksführer pünktlich 8 Uhr bei Groß, Sedanstr. 17. Alle Borstandsmitglieder müssen erscheinen. bt. Blankenburg. 7% Uhr Elternverfammlung in der Gemeindeschule Triftstraße. Thema: Ceruelle pädagogit". Referentin Elfriede Schäfer. Frauenveranstaltungen: Abt. 7½ Uhr bet Ginwald, Butbufer Str. 24, Seiterer Frauenabend. Charlottenburg. 51. Abt. 1½ ihr bei Schellbach, Königin Elisabeth- Str. 6. Bortrag der Genessen Martha Steiniz: Religion und Sozialismus". 2. Unser Ausflug. Gäste miflommen. 55. st. Frauenabend bei Bohne, Schloßstr. 45. Thema: Wohnungsfragen". Referent Genosse Döblerer. Jungfostaliften. Arbeitsausfchußßigung Dienstag 6 Uhr im Borwärts".e. bäude, nicht Montag. Aus der Partei. Das Programm der Deutschen Kampfspiele, bie heute ihren Anfang nehmen, sieht 9% Uhr im Stadion Hoden und 11 Uhr Rugby vor. Um 2 Uhr beginnt im Stadion das Kridet- Werbespiel des Verbandes Brandenburgischer Ballspielpereine, um 5 Uhr, wie bereits angefündigt, das Entscheidungsspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft. Bon 5 bis 8 Uhr finden auf dem Platz des Berliner Hockey- Clubs in Dahlem Hoden Spiele statt. In derselben Zeit liegt der Beginn der Golf- Wettspiele auf dem Platz des Golfklubs Berlin an der Spandauer Chaussee. Am Montag, den 19. Juni, im Stadion 9.30 und 11 Uhr: Hockey, um 10 Uhr vormittags: Vorstandssitzung des D. F. B., 4 Uhr nach Die Entwidlung drängt heute unwiderstehlich zum Lehrfilm hin, und mittags: Spiele zweier Fußball- Jugendmannschaften( Vorführung). fie wird auch die großen Schwierigleiten überwinden, die sich noch durch 6 Uhr: Fußball- Borrundenspiel zwischen dem Baltischen Rasen- und die Gleichgültigkeit und Feindschaft gewisser Kreise, durch die kostspieligfeit Wintersport- Verband und dem B. B. B. 5-7 Uhr: Dahlem, Blaz entgegenstellen. Lampe betont, daß die Lehrerschaft dem Film als Lebr des Berliner Hockey- Clubs, Hoden- Wettspiele. 2.30 Uhr nach mittel lange spröde gegenübergeftanden hat, daß aber jebt immer meur Die Parleborganisation Frankfurt a. d. der beschlos mittags: Grünau, Kampfspiel- Ruder Regatta auf Lehrer fich für diese neue Unterrichtsmethode einsetzen. Es läst sich ganz gestern ein fi immis, ben Bezirksvorstand der Provinz Brandenim allgemeinen erkennen, daß die Zahl der Lehrfilmvorführungen vor dem Langen See. Beginn der Tennis- Wettkämpfe auf dem Plaz Schülern in raschem Wachstum ist und daß das Beständnis für den Lauf- burg zu beauftragen, das Ausschlußverfahren gegen Genossen Dr. des Berliner Lawn- Tennis- Turnier- Clubs im Grunewald. Die Eisenbahn hat Sonderzüge zur Verfügung gestellt. Außer zu schaffen, in den legten zwei Jahren fich ganz erheblich vertieft und verbilbstreifen als Lehrmittel, ebenso für die Notwendigkeit, Abjatorganisationen Lensch einzuleiten. Eine Mitgliederversammlung des Ortsvereins Nawawes ordentlich start an der Bewältigung des Verkehrs wird die Hochbreitert hat. In allen Teilen Deutschlands find Organisationen entstanden, lehnte den Ausschlußantrag ab, nachdem Gensise Lensch seinen bahn beteiligt sein, die gleichfalls große Vorbereitungen getroffen die fich die Pflege des Lehrfilms zur Aufgabe machen. So gibt es bereits Standpunkt begründet hatte. hat. An den beiden Hauptfonntagen, dem 18. und 25. Juni und zahlreiche Lichtbild- Berleihstellen, Schullinsgemeinschaften, Berbände und außerdem an den meisten Nachmittagen, werden die Züge vom Alexanderplatz über Wilhelmplatz bis zum Stadion durchgeführt. In den Hauptverkehrszeitet werden in der Stunde 18 3üge gefahren werden. . Kommunisten und Unabhängige veranstalteten gestern im Luft garten die angefündigte Rundgebung der Arbeitersportler gegen die heute im Stadion beginnenden Deutschen Kampfspiele. Bon verschiedenen Stellen aus wurden Ansprachen gehalten. Nach den bisher vorliegenden Meldungen verlief die Demonftration ohne Zwischenfälle. Der Bannfreis war in der üblichen Weise gesichert. Der Anlauf von Gold für das Reich durch die Reichsbant und Boft erfolgt in der Woche vom 19. Juni bis 25. Juni zum Preise Lensch Ausschluß beantragt. Die Mehrheit der Bersammlung stellte sich mit dem Genossen Bereinigungen für den Lehrfilm, Lehrfilmgesellschaften usw. Die ideale Bor Lensch auf den Standpunkt, daß es nur im Interesse der Bartel Dris- oder Wanderbetrieb. Das ist aber bisher nur in wenigen Fällen führungsart ist natürlich das zu diesem Zweck eingerichtete Schultino mit liegen könne, wenn hervorragende Barteigenossen solche Machtmöglich, und man muß sich vielfach mit Improvisationen behelfen. Auch die pofitionen in die Hand betämen, wie die von Lensch angetretene Erzeugung des Lehrfilms stellt besonders hehe und schwere Aufgaben, die Stellung zweifellos fei. Es sei für die gesamte Arbeiterbewegung nur langlam gelöst werden können. Ein Lehrfilm rentiert sich nicht rasch nur von Vorteil, die Leitung dieses( besonders außenpolitisch) Generationen sehen das gleiche Kaufbildwert als neu für sich mit demselben wissen. Auf rein agitatorische Bedürfnisse der Partei dürfe in solchen wie ein Spielfilm; dafür hat er eine andere Lebensdauer. Nachwachsende nicht unbedeutenden Mattes in den Händen des Genossen Lensch zu Ertrag und Genuß vie voraufgegangene. Aber andererseits muß die Lehrer Fällen nicht Rücksicht genommen werden. Die fünftige Gestaltung aft Bagemut und Unternehmungsfreudigkeit dem Lehrfilmwefen gegen des Inhalis des vom Genossen Zensch geleiteten Blattes werde der über bezeugen, die hohen methodischen Werte, die daraus gezogen werden Parteigenssenschaft Gelegenheit geben, die Ungelegenheit so zu betönnen, auch wirklich zum Leben erwecken und soll nicht in bloßer Ablehnung trachten, wie es den Bartelintereffen dienlich fet. des Fehlerhaften, sondern in seiner Beseitigung durch Besseres ihre Aufgabe erfennen. Die Bildstelle am Bentralinstitut für Erziehung und Unterricht Wir sehen der bainit angefündigten Entwicklung der„ D. A. 3." in ihrer Arbeit zu unterstüßen, und ist andererseits bestrebt, der Lehrerschaft gegen, wir verzichten gern auf solche für das Ansehen der Partei in Berlin sucht zugleich die Lehrfilmindustrie durch Beratung und Prüfung zum Blatt für sozialdemokratische Propaganda sehr steptisch ent bei der Benuzung der Bildstreifen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. bedentliche Hoffnungen und Versprechungen. Wirtschaft Eine Mahnung der Reparationskommission wegen der deutschen Betriebe. 102 Betonbaugeschäfte und 108 Tiefbaugeschäfte, insgesamt also auf Die österreichische Staatsfilmstelle in Berlin. In Anbetracht 14 552 hauptbaugewerbliche Betriebe. Einschließlich der süddeutschen der Bedeutung des Berliner Filmmarftes sal sich die österreichische und der nicht organisierten hauptbaugewerblichen Betriebe haben staatliche Filmhaupastelle veranlaßt, in Berlin eine eigene Berwir zurzeit in Deutschland mindestens 20 000 bauhauptgewerbliche taufsorgenisation in Form der Desterreichischen Staatsfilm- Bertriebsgesellschaft m. 6. S. ins Leben zu rufen. Der GesellKohlenpflichtlieferungen. Die Reparationsfommission hat, wie die Diefen mindestens 20 000 privatapitalistischen Baubetrieben schaft wurde die ausschließliche Verwertung der Eigenproduktion Dena erfährt, die deutsche Regierung darauf aufmerksam gemacht, stehen heute einschließlich der von den christlichen Gewerkschaften der österreichischen staatlichen Filmhauptstelle für Deutschland und daß die deutschen Kohlenlieferungen in letzter Zeit start im Rüd- geschaffenen Genossenschaften etwa 250 soziale Baubetriebe gegen die übrigen Staatsgebiete übertragen. stand gegenüber den Pflichtlieferungen geblieben find, insonderheit über. Mehr als 20 000 auf der einen Seite und 250 auf der anderen Seite. Wenn man den Aufwand von Kraft und Verleumdung überblidt, mit dem das Privattapital die sozialen Baubetriebe belämpft, dann kann man ermessen, welche Summe von Profit und Gewinn die sozialen Baubetriebe durch ihre Treuhänderfchaft nicht auftommen lassen. Aus dieser Gegenüberstellung spricht bie ungeheure moralische lieberlegenheit der Minderheit über die Mehrheit. Je zahlreicher die sozialen Baubetriebe in den Konkurrenztampf eingeschaltet werden, um so schärfer wird die Profitkontrolle sein, die werden die Ersparnisse werden, die die Allgemeinheit aus dem find die Junilieferungen start hinter den Pflichtlieferungen zurüdgeblieben. Das Garantiekomitee hat den Auftrag erhalten, mit der Reichsregierung auch diese Frage in Berlin in persönlicher Fühlung nahme zu besprechen. Durch den Sturz der Mark ist die Einfuhr ausländischer Rohle der Industrie fast unmöglich geworden. Der Kohlenpreis im Inlande ist jetzt so hoch, daß selbst die Privatleute zur Einschränkung ihres Kohlenverbrauchs gezwungen find. Auch dieses Steigen der Rohlenpreise ist auf den Mangel an Rohlenvorräten im Inlande fie gegenüber den privaten Baubetrieben ausüben, und um so größer zurückzuführen. Alle diese Umstände werden bei der Festsekung des nächsten Kohlenlieferungsprogramms berücksichtigt werden Ronkurrenzfampf zieht. müssen. Eine Handelskammer für die östliche Grenzmart. Wie die PPN. hören, ist vor furzem eine Erweiterung des Bezirkes der Handelsfammer für die Grenzmart Bosen- Westpreußen vorgenommen worden. Der deutsch verbliebene Tet des Kreises Fraustadt ist aus dem Bezirk der Handelskammer zu Sagan ausgeschieden und in den Bezirk der Handelskammer der Grenzmart, die in Schneidemühl ihren Gig hat, einbezogen worden. Die Mitgliederzahl der Handelskammer für die Grenzmart Posen- Westpreußen hat sich da20 000 privatfapitalistische- 250 joziale Baubetriebe. In der Nr. 19 der Zeitschrift Das Baugewerbe" vom 11. Mai 1922 gibt der Deutsche Arbeitgeberbund für das Baugewerbe bekannt, daß feine Organisation im Januar 1922 16 601 Betriebe umfaßt. In dieser Ziffer find die füddeutschen und die nicht organisierten Betriebe nicht enthalten. Rechnen wir von den gesamten 16 601 Betrieben die baunebengewerblichen Betriebe ab, die im Arbeitgeber bund organisiert sind, dann kommen wir auf 0923 Baugeschäfte mit gemischten Betrieben, 4959 Maurergeschäfte, 2460 Bimmereigeschäfte, durch auf 23 erhöht. BERLIN C2 Breitestrasse Alle Welt raucht LANDE ZIGARETTEN ähne 15 u. 20 M. mit Friedenskautschuk 3 Jahre schriftl. Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen v. 30 Mk. an. Spez.: Zähne ohne Gaumen. Keine Luxuspreise ahn- Praxis Hatvani, Danziger Straße 1. Rudolph Hertzog Für die Reise: Weiche Damen- Lodenhüte grün meliert... Stück M. 215.- 234.- 270.Moderner weicher Damen- Filzhut in feinen Farben.. Stück M. 34250 370.Kappenartiger Hut aus kariertem Gummistoff für Damen...... Stück M. 207, ... M. 210.- bis 1018.Ganz besonders große Auswahl in Lederhüten für Damen, moderne Formen und Farben Tücher( Plaids) in vielen Farbenstellungen. Plaiddecken in verschiedenen Stärken... 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Mitteilungen, Butritt haben nur die Mitglieder der Generalversammlung gegen Borzeigung des Delegierten und Mitgliedsausweises. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht! 135/1 Die Ortsverwaltung. Ortstrantentaffe Danksagung. für das Maurergewerbe Allen Freunden und Bekannten sowie Kolleginnen und Rollegen, die mir durch den Tod meines lieben Mannes, unferes guten Baters, Schwieger vaters und Großvaters Beweise herzlicher Teilnahme durch Kranz- und Blumenipendek erwiesen haben, fage ich im Namen aller Sinterbliebenen herzlichen Dant. 1443b Frau Clara Knoop geb. Engert und Kinder. Deutscher Metallarbeiter- Verband 31 Berlin C 25, Hankestr. 4. Die vom Ausschuß der Kaffe am 21. März 1922 beschlossenen beiden Abänderungen aur Gagung( 14. und 15.) find unterm 16. Juni 1922 vom Oberversicherungsamt Berlin genehmigt worden. Kinder- Kittelkleidchen oder- Spielhosen aus verschied. Waschstoffen, 45 cm lang Jede weitere Grösse 4,00 mehr 6800 Dirndlkleider 45 bis 70cm lang, 9400 moderne Form 45 cm lang Jede weitere Grösse 6,00 mehr Waschkleider 75 b. 105 cm 12500 verschiedene Ausführung, 75 cm lang Jede weitere Grösse 10,00 mehr Kieler Waschanzüge für 3 bis 14 Jahre, aus blau- weiss ge streiftem Kadettstoff, für zirka 3Jabre Jede weitere Grösse 20,00 mehr Kieler Waschblusen 22500 für 3 bis 14 Jahre, aus blau- weiss ge- 13500 streiftem Kadettstoff, für zirka 3 Jahre Jede weitere Grösse 12,00 mehr Burschenanzüge waschbar, 21000 für 9 b. 14 Jabre, aus gezwirnt. Baumwollstoffen, Joppenform, f.zirka 9Jahre Jede weitere Grösse 15,00 mehr Mengenabgabe vorbehalten Kinder- Taschentücher 375 weisser Grund, mit bunter Kante 95 Hermann Kinder- Wäsche aus festem Mädchen- Hemden Stoffit Stickereigarnierung, für das Alter von 1 bis 13 Jahren... 39510500 Beinkleider für Mädchen, Knieform, mit Stickereivolant, für das Alter von 1 bis 13 Jahren... 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Danach find gemäß§ 47 die Beiträge von Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/ 85.6 auf 6% Sundertstel des im§ 18 feftGeschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr gefegten Grundlohnes mit Wirkung vom Telephon: Umt Rerben 833, 834, 835, 836. 26. Juni 1922 an erhöht worden. Sie be tragen fitr je eine Ralenderwoche: a) bei Achtung! Memorider. Achtung! Arbeitstagen: in Stufe A 0,96 M in Stufe I 2,34 M., in Stufe II 4,68 m., in Die Bertranensmänner- Konferenz Findet nicht Montag, ondern Donners- Stufe III 7,02 t, in Stufe IV 9,36 M., tag, den 22. Juni 1022, im Gewert- in Stufe V 11,70 9., in Stufe VI 14,04 m., fchaftshaus fott. in Stufe VII 16,38., in Stufe VIII 18,72 t., in Stufe IX 21,06 M., in Stufe X Dienstag, 20. Juni, nahm. 41, 1hr 23,40.; b) bei 7 Arbeitstagen: in Stufe A im Lotal von Svaber, Alte Schön- 1,12 M., in Stufe I 2,73 M., in Stufe II haufer Straße 23 5,48., in Gtufe III 8,19 M., in Stufe IV Brauchentownd Rons- Sigung 10,92 9 in Stufe V 13,65 M., in Stufe VI der Zigaretten- aschinenführer 16,38 M., in Stufe VII 19,11 m., in Stufe VIII 21,84 M., in Stufe IX 24,57 M. in und Betriebshandwerker. 1441b Um 6 Uhr Bestraneusmänner- Stufe X 27,30 Dt. Druaftüde der Sagungsänderungen Konferenz der Branche im selben Lokal. find ab 21. Juni 1922 im Kaffenlotale erDer Vorstand A. Vogel, Borsitzender. Mittwoch, 21. Juni, nachm. 4, Uhr, hältlich. im Alegandriner, Alexandrinenfte. 37 a: Branchenversammlung der Graveure und Ziseleure. Tageserbaung: 1. Berichterstattung von der Berufstonferenz und Reichstarif verhandlung at 11. und 13. Juni 1922. 2. Branchenangelegenheit. 8. Berschiebenes. Das Erscheinen eines jeden Kollegen ift unbedingte it. Ohne Mitgebsbuch kein Zutritt! Mittwoch, 21. Juni, abends 6 Uhr, im Lotal von Wagner, Rottbuser Str. 19 Gruppenleitungs- Sihung der Hauptgruppe IV, Unter gruppen 8, 9, 10, 11, 12 und 13. Sebe Untergruppe muß vertreten sein. Mittwoch, 21. Junt, abends 61%, Ahe in der Schulanta, Weinmeifterne.16-17 Branchenversammlung fämtlich. Elettromonteure, Rabel monteure, Bitableitermonteure und Helfer Groß- Berlins. Tagesordnung: 1. Neuwahl der Branchenleitung und Branchentommission. 2. Sonstige Branchenangelegenheiten. Zutritt haben nur Rollegen, die fich burch ihr Mitgliedsbuch als Branchenangehörige ausweijen tönnen. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. 12120/ R. Freund, Schriftfilhrer Ständiges Lager v.üb. 150 Standuhren ial.Solz- u. Stilart. von M. 4500.- an. Christlige Garantie 14 Karat Gold- Armband- Uhren jorie Herren- Uhren, Geld. Trauringe. Jawelen, Silberkisten nach Gewicht. Alpaka- Bestecke Alte Juwelen, Gold- u. 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Ein gleiches Kreditbedürfnis herrscht bei un-| lassungen einzuziehen. Durch Verhandlungen, welche mit der polnischen Re anserer Bank. Bei einer Scheinblüte von Industrie und Handel zählt es zu zähligen Handels- und Industriefirmen, die ihr Kapital nicht wie Aktiengesell- gierung über den Verbleib deutscher Bankniederlassungen in dem Polen zuden traurigsten unserer Wirtschaftsgeschichte. Durch fortschreitende Geld- schaften mit Hilfe der Börse vergrößern können. Durch die bevorstehende gesprochenen Teil von Oberschlesien stattgefunden haben, ist die Fortführung entwertung aufgeblähte Umsatz- und Ertragsziffern täuschen Reichtum vor. Zwangsanleihe wird der Geldbedarf noch sehr vermehrt werden. Eine Milde- der Filiale Kattowitz ermöglicht worden. Wir hoffen, dadurch unseren wo in Wirklichkeit rasch zunehmende Verarmung herrscht. Dem augenfälligen rung der Anspannung ist möglich, wenn im Warenverkehr dem Buch- und oberschlesischen Freunden die Möglichkeit eröffnet zu haben, ihre Beziehungen Luxus einer kleinen Schicht neuer Reichen und des großen Strems ven Aus- Wechselkredit des Lieferanten an den Abnehmer wieder der gleiche Umfang zu uns in alter Weise fortzusetzen. Die Zweigstellen in Königshütte und ländern, der Deutschland überflutet, steht, dem oberflächlichen Beobachter wie vor dem Kriege gegeben wird. Die industriellen Syndikate und Kartelle Rybnik haben wir dem Oberschlesischen Bankverein A.-G. in Kattowitz überweniger bemerkbar, eine tief bedauerliche Verschlechterung der Lebenshaltung sollten diesem Gesichtspunkte zu rechter Zeit ihre Aufmerksamkeit schenken. lassen, zu dem wir in guten Beziehungen stehen. weiter Kreise der Bevölkerung, insbesondere des Mittelstandes gegenüber. Auf das Ausland wirkte der Rückgang der Reichsmark in mannigfacher Der Umsatz unserer Bank im Jahre 1921 belief sich auf 2125 Milliarden Weise. Die internationale Spekulation in deutscher Währung erfuhr neuen Mark gegen 1281 Milliarden Mark im Vorjahre. Nach dem Dollar- Durch- Anreiz, und die Guthaben des Auslandes in Deutschland nahmen stark zu. schnittskurse in 1921 berechnet, entspricht dieser Umsatz rund 85 Milliarden Zugleich setzte vermehrter Begehr nach deutschen Waren ein, die für den Goldmark; im Jahre 1913, also ver Aufnahme der Bergisch- Märkischen Bank, Ausländer bei der Entwertung der Reichsmark unverhältnismäßig billig zu des Schlesischen Bankvereins, der Norddeutschen Creditanstalt, der Hannover- erstehen waren. Andererseits war man bestrebt, früher zu höheren Kursen schen Bank, der Privatbank zu Gotha und der Braunschweiger Privatbank erworbene Markguthaben in Hausbesitz oder in deutschen Wertpapieren ansetzten wir schon 129 Milliarden Goldmark um. zulegen. Die uns anvertrauten fremden Gelder betrugen am Jahresende insgesamt M. 38,617,424,000 entsprechend 881,676,000 Goldmark. Ende 1913 beliefen sie sich auf 1,580,045,000 Goldmark. Den Bedürfnissen unserer Wirtschaft stellten wir am Schlusse des Berichtsjahres M. 9,701,784,000 Kredite zur Verfügung, in Wirklichkeit nur 221,502,000 Goldmark gegenüber M. 855,229,000, die wir Ende 1913 an unsere Schuldner ausgeliehen hatten. Die Dividende, die wir für 1921 mit 24 Proz. auf ein Aktienkapital von M. 400,000,000 in Vorschlag bringen, bedeutet, zum zegenwärtigen Goldkrrse( 165) gerechnet, 1,477,000 Goldmark. Im Jahre 1913 schütteten wir auf das damalige Kapital von nur M. 200,000,000 bei 12% Proz. Dividende 25,000,000 Goldmark aus. Aehnlich liegen die Verhältnisse überall in Handel und Industrie. Wie die geringen Erträgnisse des Erwerbslebens auf Konsumfähigkeit, Steuerkraft und Erfüllung schwerer Reparationsleistungen wirken müssen, ist klar. Die darauf zu leistenden Zinsen und Dividenden werden unsere Zahlungsbilanz dauernd belasten. Das fällt aber für uns um so schwerer ins Gewicht, als nur durch eine günstigere Gestaltung der Zahlungsbilanz der wertzerstörenden Inflation Einhalt geboten, unsere Währung stabilisiert und das unsere Volkswirtschaft zersetzende Mißtrauen allmählich beseitigt werden kann. Auslandsanleihen in dem gegenwärtig erhältlichen Ausmaße können lediglich für kurze Zeit helfen, wenn nicht die unserer Volkswirtschaft und dem Einzelnen aufgebürdeten Lasten in Uebereinstimmung mit der Leistungsfähigkeit gebracht werden. Der Versailler Friedensvertrag, auch das Londoner Ultimatum tragen der Notwendigkeit dieses Gleichgewichts keine Rechnung. In diesem Zusammenhange müssen wir der unerhörten Forderung des Londoner Ultimatums Erwähnung tun, daß für eine im August 1921 fällig gewordene Zahlung von 1 Milliarde Goldmark wir in Gemeinschaft mit drei anderen Banken die Bürgschaft übernehmen sollten. Schweren Herzens und mit der Erklärung, daß eine Wiederholung ausgeschlossen sei, haben wir uns unter dem Druck der gesetzten kurzen Frist im vaterländischen Interesse entschließen müssen, ohne die Generalversammlung befragen zu können, dem Ansinnen stattzugeben. Da das Reich die Zahlung rechtzeitig geleistet hat, ist die von uns übernommene Garantie gegenstandslos geworden. Anlaß zu Die Schwankungen der Devisenkurse haben mehrfach Anlaß zu spekulativen Ausschreitungen gegeben. Bei der Pfälzischen Bank, zu der die uns befreundete Rheinische Creditbank Beziehungen unterhielt, ging ein stellvertretender Direktor der Münchener Filiale bei ungenügender In Staat und Wirtschaft wurden bel tatsächlich viel geringeren Umsätzen und gesunkener Produktion mehr Beamte und Arbeiter als vor dem Kriege benötigt. Dadurch ist die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland im Laufe des Jahres von 410 000 auf 165 000 Köpfe zurückgegangen, wogegen vom Auslande zunehmende Arbeitslosigkeit gemeldet wurde. Eines der deutlichsten Beispiele für das Mißverhältnis zwischen der Arbeitsleistung und der Zahl der beschäftigten Arbeiter bietet der rheinisch- westfälische Kohlenbergbau, in dem die Belegschaft im Jahre 1921 um rund 46 Proz. größer war als im Jahre 1913, obwohl 21,7 Proz. weniger gefördert wurden. Tief eingreifend wirkt dabei auch die unter Verkennung wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit erzwungene Herab- Aufsicht seiner Lokaldirektion für die Bank Engagements ein, die nicht nur setzung der Arbeitszeit. Nicht die Zahl der Arbeitenden, sondern das Er- zu völlizem Verlust des Vermögens der Bank führten, sondern auch den gebnis der Arbeit ist für die Wirtschaftslage entscheidend. Die deutsche Aus- Gläubigern schwerste Verluste zebracht hätten. Unter unserer Beihilfe hat fuhr betrug im Jahre 1921 nur etwa ein Drittel des Vorkriegswertes. Dabei die Rheinische Creditbank die Pfälzische Bank im Wege der Fusion derart kann die Einfuhr nicht entsprechend vermindert werden, weil wir für die übernommen, daß die Gläubiger volle Befriedigung und die Aktionäre noch Volksernährung noch zu sehr auf Bezüge aus dem Ausland angewiesen sind. eine kleine Entschädigung in Aktien der Rheinischen Creditbank erhielten. Die Ertragsfähigkeit der bestellten Fläche bleibt infolge des während des Wenn unsere Mitwirkung auch erhebliche Opfer für uns im Gefolge hatte, so Krieges getriebenen Raubbaues und seiner Nachwirkungen im Vergleich zu erfüllt uns doch das Gefühl der Befriedigung, dadurch vom deutschen Wirtderjenigen der letzten Friedensjahre noch immer zurück. Es wurden in Deutsch- schaftsleben eine schwere Erschütterung mit unübersehbaren Folgen abgeland geerntet: wendet zu haben. Durch Uebernahme eines erheblichen Teiles der von der Rheinischen Creditbank ausgegebenen neuen Aktien haben wir unsere Beziehungen zu diesem ersten badischen Bankinstitut für die Dauer gestärkt. Die rechtsrheinischen, besonders bayerischen Niederlassungen der Pfälzischen Bank haben wir übernommen und unseren in Frankfurt a. M. und Bayern bestehenden Filialen angegliedert. Winter- Weizen Sommer- Weizen Winter- Roggen Sommer- Roggen Gerste Hafer Kartoffeln Klee Doppelzentner auf den Hektar 20.6 gegen 24,1 in 1913 18,6 24,0 " 99 16,0 19,4 " 10.8 13,5 " 17,1 22.0 " 19 15,8 22,0 " 98,8 157,1 " " 35,7 56,3 " Das Londoner Abkommen vom Mai 1921 mußte in seiner Auswirkung eine so geschwächte Volkswirtschaft verheerend treffen. Es ergab sich, daß neben der Notwendigkeit der Devisenbeschaffung für Rohstoffe und Lebensmittel die aufgezwungene Zahlung von einer Milliarde Goldmark in der vorgeschriebenen Frist nur dadurch geleistet werden konnte, daß mehr als ein Viertel der Summe durch Kreditnahme im Auslande beschafft wurde. Leider nur auf sehr kurze Frist. Der Abdeckung dieses Kredits, mangels genügenden Exporterlöses in der Hauptsache durch Verkauf von Reichsmark im Ausland, ist die rapide Entwertung unserer Währung in der kurzen Zeit vom August bis gegen Ende November zuzuschreiben. Das Konto ,, Dauernde Beteiligungen" hat sich durch den zu Anfang des Berichtsjahres durchgeführten Tausch von Aktien der Württembergischen Vereinsbank und der Hildesheimer Bank gegen Aktien unserer Bank und durch die bei fast sämtlichen Instituten stattgehabten Kapitalserhöhungen von M. 76,717,00 auf M. 159,836,000 erhöht. Die ausgewiesenen Einnahmen stellen die auf unsere Anteile entfallenden Erträgnisse für das Jahr 1920 dar. Die höheren Gewinnresultate des Jahres 1921 sämtlicher Banken und Bankfirmen, an denen wir beteiligt sind, kommen dem Gewinnergebnis des laufenden Jahres zugute.. Die Deutsche Ueberseeische Bank hat auch im Jahre 1921 befriedigend gearbeitet und konnte ihre Dividende auf 40 Proz. erhöhen. an Die Deutsche Bank hat gegenwärtig Niederlassungen 156 Plätzen. Die Eröffnung der Filiale Duisburg und der Zweigstelle in Eisenach ist im neuen Geschäftsjahre erfolgt, die der Filiale in Halle a. d. Saale steht unmittelbar bevor; außerdem ist die Errichtung einer Filiale in Würzburg in Vorbereitung. Das dauernde Sinken der Mark schuf im Inlande ein fieberhaftes Begehren nach Sachgütern und übertrug dieses auch auf den Börsenverkehr in Industrieaktien. Es brach eine Spielwut aus, die sich bis zur Siedehitze steigerte und den Börsenvorstand zwang, schließlich nur noch an zwei Tagen der Woche Unsere Niederlassungen haben sich im allgemeinen zur vollen Kursnotierungen vornehmen zu lassen. Auch so konnten Banken, Bankiers Zufriedenheit weiter entwickelt. Sowohl die ihnen anvertrauten Gelder als und Makler in den Zwischentagen die angehäufte Arbeit nicht restlos bewål- auch die in Anspruch genommenen Kredite erfuhren eine namhafte Erhöhung, tigen. Sie mußten gegen die Ueberschüttung mit Aufträgen zu Abwehrmaß- ebense die Effektenumsätze. Die Filiale Sofia konnte ihren Betrieb im Beregeln schreiten. In den ersten Dezembertagen trat infolge vorübergehender richtsjahr wieder voll aufnehmen. Die Eröffnung der Filiale Amsterdam Höherbewertung der Mark ein heftiger Rückschlag an der Börse ein, der unter erfolgte im Juli 1921. Beide Niederlassungen haben gute Fortschritte zu verdem Einflusse der sich ständig verschlechternden Reichsfinanzen und begin- zeichnen. Die Filiale Amsterdam vermittelt unseren Kunden in weitgehendem nender Kreditschwierigkeiten bis heute nicht überwunden worden ist. Maße diejenigen Finanzierungen, für die vor dem Krieg unsere Niederlassungen Verschärft wurde das Haussetreiben durch unerfreuliche Aufkäufe von in Brüssel und London zur Verfügung standen. Die Zunahme der seitens der Aktienmajoritäten in Industriewerten zu dem Zweck, sie Konkurrenzgesell- Kundschaft bei Dritten benutzten Kredite ist eine Folge von erhöhter Geschaften zum Erwerb anzubieten. Einzelne Stellen machten aus solchen Geschäftstätigkeit dieser Auslandsfilialen für die Zwecke der Einfuhr von Rohschäften geradezu einen Hauptberuf. Es sind dadurch große Interessenver- stoffen. schiebungen vorgekommen, und es bleibt abzuwarten, ob sie in Zukunft sich industriell und finanziell, bewähren werden. Bei der Liquidation unserer Londoner Filiale wirken wir im Verfolg einer mit den zuständigen englischen Behörden getroffenen Vereinbarung seit einigen Monaten selbst mit, wodurch die Abwicklung wesentlich erleichtert wird und zahlreiche Schwierigkeiten und Verzögerungen für unsere Kunden ausgeschaltet werden. Die Zahl der Angestellten der Bank hat gegenüber dem Stand von 1920 eine wesentliche Erhöhung erfahren und belief sich Ende 1921 auf 21 137 gegen 17 808 im Vorjahre. Die Einkommenssätze des Reichstarifvertrages vom 1. April 1922 sind gegenüber den Sätzen vom 1. Januar 1921 um nicht weniger als 187 Proz. gesteigert worden. Die starke Vermehrung der Beamtenzahl gegen das vorige Jahr ist nicht nur durch das Anwachsen des Geschäftes, sondern zu einem erheblichen Teil durch die unproduktiven Arbeiten bedingt worden, die den Banken fast durchgehend ohne Entschädigung aus fiskalischen Rücksichten auferlegt worden sind. Die Belastung wird um so drückender empfunden, als. die geforderten Anzeigen, Nachweise und Auskünfte sich wenigstens bis weit in das Berichtsjahr hinein zum großen Teil als unnütz erwiesen, weil das bei den Behörden angesammelte Material einen Umfang annahm, daß es dort überhaupt nicht mehr ordnungsmäßig verarbeitet werden konnte. Abgesehen von der starken Erhöhung der persönlichen Unkosten, die durch die Einstellung neuer Arbeitskräfte verursacht wird, ist als besonders unerfreuliche Folge die Raumnot zu bezeichnen, der völlig Herr zu werden trotz Erwerbs von Grundstücken, Hinzumietens neuer Räume und Aufstockung bestehender Gebäude bisher nicht gelungen ist. Die Zahl der bei der Deutschen Bank geführten Kundenrechnungen ist von 738 869 auf 780 402 am Ende des Berichtsjahres gestiegen. Nach einer Statistik der Berliner Zulassungsstelle wurden im Jahre 1921. Effekten zur Notiz an der Berliner Börse auf Grund von 502 Prospekten zugelassen. An diesen Prospekten war die Deutsche Bank mit 34 Proz. durch Unterschrift und mit 25 Proz. der Gesamtzahl an führender Stelle beteiligt. Unsere Konsortial- Rechnung enthielt am Jahresschlusse Beteiligungen an festverzinslichen Werten an Aktien von Banken, sowie Eisenbahnen und anderen Transport- Unternehmungen an Grundstücks- Geschäften an industriellen und verschiedenen anderen Unternehmungen im Buchwerte von M. 5,273,979.40 9 99 18,530,212.13 738,956,19 35,010,368.34 M. 59,553,516.06 Die Deutsche Petroleum Aktien- Gesellschaft hat im letzten Jahre ihre Interessen in Deutschland ausgedehnt und am Ausbau ihrer Unternehmungen gearbeitet. Bei der für Deutschland durch den Friedensvertrag geschaffenen Lage war es der Gesellschaft aber nicht möglich, die Verfügung über ein großes, der Steaua Romana gleichwertiges ausländisches Produktionsunternehmen Zu erlangen und eine andere zweckentsprechende Verwendung für ihre Barmittel zu finden. Um diese Mittel der heimischen Volkswirtschaft zuzuführen, haben am 18. Mai d. J die Generalversammlungen der Deutschen Bank und der Deutschen Petroleum- Aktien- Gesellschaft die fusionsweise Uebernahme der letzteren durch unser Institut beschlossen. Die Deutsche Petroleum- Aktien- Gesellschaft hat vor der Fusion ihre industriellen Werte und Beteiligungen an die von ihr im Dezember 1921 mit einem Grundkapital von 50 Millionen Mark errichtete Deutsche Bergbau- Aktiengesellschaft übertragen, welche die neue Petroleumbank unseres Konzerns werden soll. Diese hat neuerdings ihr Kapital auf 150 Millionen Mark erhöht und wird ihre Geschäfte fortan unter dem Namen ,, Deutsche Petroleum- Aktien- Gesellschaft" betreiben, nachdem das Firmenrecht durch die Fusion in unsere Verfügung übergegangen ist. Zum Zwecke der Durchführung der Fusion hat die Deutsche Bank Ihr Grundkapital von 400 auf 800 Millionen Mark erhöht. Im Zusammenhang hiermit wird den alten Aktionären der Deutschen Bank ein Bezugsrecht eingeräumt. Ueber die Durchführung der Transaktion im einzelnen werden wir im nächsten Jahre berichten. Zu dem Reingewinn des Berichtsjahres von tritt der Vortrag aus 1920 mit •. 99 M. 278,151,679,75 13,955,870 zusammen M. 292,107,549.75 Wir beantragen, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: 1. Ueberweisung an die freie Rücklage 2. Ueberweisung an den Dr. Georg v. SiemensFonds. 3. Sonderabschreibung auf Bankgebäude zur Herabminderung des Buchwertes auf den bisherigen Stand von M. 40,000,000.4. Rückstellung für in Ausführung begriffene Bauten 5. 24% Dividende auf M. 400,000,000.6. satzungsgemäßer Gewinnanteil des Aufsichtsrats 7. Vortrag auf neue Rechnung' M. 100,000,000, " 30,000,000." " 15,665,000.30,000,000, 96,000,000.45 " 99 6,021,505 37 14.421,044.38 zusammen M. 292 107,549.75 sich das eigene Vermögen der Bank( Kapital und bilanzmäßige RückWenn die Generalversammlung die vorstehenden Anträge genehmigt, erhöht die im neuen Jahr vorgenommene Fusion mit der Deutschen Petroleum- Aktienlagen) zum 31. Dezember 1921 auf M. 950,000,000. Diese Ziffer erfährt durch Gesellschaft eine fernere erhebliche Vermehrung, und zwar auf weit über zwei Milliarden Mark. Berlin, im Juni 1922. Solange die Börse bei der Jagd des Publikums nach Aktienwerten und bei der herrschenden Geldflüssigkeit fast unbegrenzt aufnahmefähig war, hatten es die Unternehmungen leicht, sich neues Betriebskapital, wie es das Sinken der Kaufkraft unserer Währung erforderlich machte, durch Aktien- und Obliga- Da die Entwicklung der Verhältnisse in den an Polen gefallenen Tellen tionenausgabe zu beschaffen. Während das Geldbedürfnis noch lange nicht von Posen und Westpreußen eine gedeihliche Fortführung der Geschäfte Der Vorstand der Deutschen Bank gestillt ist, sind dieser Kapitalbeschaffung durch die veränderte Marktlage unserer Fillalen in Posen, Bromberg, Hohensalza und Thorn A. Blinzig E. Heinemann P. M. Herrmann P. Mankiewitz C. Michalowsky nunmehr engere Grenzen gezogen. Es muß daher in steigendem Maße Kredit aussichtslos gemacht hat, haben wir uns entschlossen, die genannten NiederNeue große reissteigerungen siehen bevor 0. Schlitter G. Schröter Dr. E. G. v. Stauß 0. Wassermann Königstr. 22-26. " etzt noch günstige Kaufgelegenheit! Leopold Gadiel geizi 1 Treppe enorm billig Hochelegante Reise- u. Hochsommer- Kleidung enorm an zu haben schöne Weiße Flauschmäntel 1875.- 2275.- MODELL- MÄNTEL so schön wie selten Blendend Strick- Kleider viele Fesche Donegal- Mäntel on 775.- Hochelegante Tuch- Capes. von 2475.- an Seiden-. 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Neue Beweise: Heute vormittag 3411 Uhr, als der Magazinverwalter und einige Leute mit dem Füllen von Glasballons mit Schwefelsäure aus einem Kesselwagen an dem Gleisstumpf beim Materialienmagazin beschäftigt waren, wurde ein Teil von ca. 50 Ballons durch Funkenflug von unserer Schmalspurlokomotive in Brand gesetzt. Es hatte die die Ballons schützende Holzwolle Feuer gefangen. Das Feuer breitete sich schnell aus und im Nu stand ein größerer Teil in Flammen. Der Oberfeuerwehrmann Mahlitz mit einigen Leuten hat den Brand mit vier Minimax- Apparaten abgelöscht. Messingwerk( Brdbg.), den 15. 5. 1922. gez. Försterling, Hirsch, Kupfer- und Messingwerk. Berlin W 8( R. 8) Menschenleben in Gefahr. Am 22. 2. 1922, nachmittags, geriet beim Anzünden eines Spiritusbrenners infolge Explosion das Innere eines Laboratoriums in Brand. Der Inhalt des Brenners ergoß sich über den Techniker; Tisch, Stuhl, Wand und Boden waren mit Spiritus getränkt, so daß ein starker Rauch entstand. Durch die Explosion wurde eine Wand hinausgedrückt. Der Techniker brannte am ganzen Körper und tlüchtete sich in den Gang, wo Herr Dr. Bosch den Minimax in Aktion treten ließ. Zuerst wurde der brennende Techniker gelöscht und dann derArbeitsraum.DerMinimax verrichtete dieArbeit in wenigenSekunden. Wangen( Allgäu), 20. 4. 1922. gez. Dr. med. dent. F. Bosch, prakt. Zahnarzt, MINIMAX Unter den Linden 2 EMRA 22 6pernhaus Volksbühne Carmen Theater a. Bülowpi. 6 Uhr Schauspielhaus 2 U.: Der Traum ein Leben D.Verschwender Napoleon Lessing- Th. 72 Uhr Sommerspielzeit. Allabendl. 72 Uhr: Deutsch. Theat. Die Ballerina d. Königs 7: Potasch und Perlmutter Mont. 7% Potasch Deut. Künstler- Th. u. Perlmutter Sommerspielzeit Allabendl. 8: Kammerspiele Die erste Nacht" 84: Vatermord „ Die Montg. geschlossen Mus. v. Hugo Hirsch Max Adalbert Gr.Schauspielh. Lily Flohr ( Karlstraße) 22 U.: Die versunkene Glocke 7: Die versunkene Glocke Mtg. 7: Die versunkene Glocke des ,, Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. 1. d. Königgrätzer Str. tägl. 8 Uhr Komödienhaus 8U.:,,Gretchen" Gläßner, Roberts. Trianon- Th. Täglich 48 Uhr: Moral Junkermann, Schroth Senntag 18. Juni UFA- PALAST AM ZOO Nur noch 5 Tage Dienstag 19. 20. 21. Montag Juni Juni Mittwoch Donnerstag 22. Juni Juni Der UCO- FILM der Decla- Bioscop DR. M MABUSE DER SPIELER ZWEITER TEIL von Norbert Jacques Beginn der Manuskript Thea v. Harbon Regie: FRITZ LANG Vorstellungen 5 Uhr Theater des Ostens ( Rose- Theater) Auf d. Gartenb. 5 Ú.: Berlin- Wien- Konstantinopel Burg, Limburg, SCALA Residenz- Th. Tag 8 Uhr Täglich 8 Uhr: Eine Frau ohne Bedeutung Arnold Korff Adele Sandrock Komische Berliner Th. 73 Oper 734 7.45: Madame Flirt Central- Theater Der Meister vom Montmartre 8 Mädels v. Davos Offenbachs Liebesleb. U.: Deutsch Opernhaus 7: Oberon Berliner PraterIntimes Theater Theater Täglich: 8: Die Peltsche und? Kastanienallee 7-9. Lauf doch nicht mmer nackt herum Lustspielhaus 8 Uhr: Der Werwolf Metropol- Theater 7% Uhr: Bajadere Neues Operett.- Th. Gastspiel der Rotter- Bühnen 8 Uhr: Vulkan Neues Th. am Zoo 8 Uhr: Scampolo Neues Volkstheater 7112 U.: Die Prinzessin v. Nil Operette in 3 Akten sowie Spezialitäten Beginn 5 Uhr. 每份 Spielplan vom 16. bis 22. Juni 22 Näheres Schuster Aiolos Anschlagsäulen Schiller- Th. Charl. 3 U.: Charleys Tante UFA- PALAST AM ZOO 8U Charleys Tante Dr. Mabuse, Thalia- Theater 72: Die Herren von und zu Th. a. Nollendorfpl. 4U: Die Pfarrhauskemödie. 7% U.: der Spieler, II. TAUENTZIEN- P. Der Schauspleier der Herzogin Verliebte Leute KURFÜRSTEND Theater d. Westens U. Der Mann ohne Namen bis Mont. V. Teil Bis früh um fünfeb Dienst. VI. Teil Wallner- Theater KAMMER- LICHT 3 Uhr: Carmen 7% U.: Die beiden Nachtigallen Walhalla- Theater 8 Uhr: Das Gasthaus zur Liobe Reichshallen- Th. Allabendl. 7 Uhr: Stettiner Sänger Fridericus Rex I. u. II. Teil NOLLEND- PL. 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RUSSISCHE KORRESPONDENZ Nr. 4/5 Aus dem Inhalt: N. LENIN: Der XI. Kongreß der Komm. Partei Rußlands/ G. TSCHITSCHERIN: Rede in der Eröffnungssitzung der Konferenz in Genua/ Memorandum der Russischen Delegation an die Konferenz in Genua/ G. SINOWJEW: Die Bedeutung des XI. Kongresses der KPR./ N. LENIN: Die äußere und innere Lage/ Resolutionen und Beschlüsse des XI. Kongresses der KPR. L. TROTZKI: Das fünfte Jahr der Roten Armee ein Lehrjahr/ Die Rote Armee in den vier Revolutionsjahren W. SMIRNOW: Die Rote Armee und ihre Aufgaben S. WARIN: Die Lehren des Bürgerkrieges G. SOKOLNIKOW: Die neue Wirtschaftspolitik/ L. TROTZKI: An die Verleumder Sowjetrußlands/ N. LENIN: Zur Lage L. TROTZKI: Georgien/ I. WARDIN: Die Menschewiki in der russischen Revolution/ J. GURSKI: Die Rechnung Georgiens/ L. SOSNOWSKI: Wie die Engländer in Turkestan den Grundstock für Zivilisation, Gesetzlichkeit und Demokratie legten/ Die Tätigkelt" der Sozialrevolutionäre/ LYDIA KONOPLEWA Offener Brief an Viktor Tschernow/ M. TOMSKI: Die Aufgaben der Gewerkschaften/ FRANZ JUNG: Den Vorhang weg!/ MARCEL FOURRIER: Das Petroleum von Baku und die Spekulation auf Rußland 168 Seiten Preis Mk. 45.Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt vom VERLAG CARL HOYM NACHF. LOUIS CAHNBLEY, HAMBURG 8 Möbel- Frese Billigste Bezugsquelle für Schlaf-, Speise-, HerrenZimmer Küchen Auf Wunsch Zahlungsziel Weinbergsweg 1 :: Rosenthaler Platz:: Geschlechtsleiden thre Erkennung und Heilung ohne zu sprigen. Aräuferfuren und ihre Wirkung, Ohne Berufsstörung! Nachwl. viele Erfolge. Ausführl. Brosch. versendet portofrel gegen Einsendung von 7 W Dr. 2. G. Rauelfer, med. Verlag, Hannover, Odeonftraße 3. 39850 Spandau Brelte Straße 22, I. 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Dezember 1921. 193 8 201 2 8 11 190 902. 59 265,78 21 600, Die Geschäftsguthaben sämtlicher Mitglieder betrugen am 31. Dezember 1921 Dieselben permehrten fich im Geschäftsjahre 1921 um Die Haftfumme, für welche alle Genossen zusammen am Schluffe des 3. 1921 aufzutommen haben, beträgt 76 000, 37 400, Diefelbe vermehrte sich im Geschäftsjahr 1921 um 39 Berlin, den 10. März 1922. Hoffnung", Berliner Schneiderei- Genoffenschaft Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Borstand: Wilh. Rauth, E. Becker, Mag Schmitt, H. Stobbe, R. Spiegelberg. 105/16 Für den Aufsichtsrat: H. Fähnrich. Bilanz per 31. Dezember 1921. Aktiva Kassa- Konto Debitoren Materialien M. Passiva M. 8 905,35 Ant.-Kt.( Haftsumme) 3500, Reserveionds- Konto 21 000, Reingewinn. . 28 703, 21 607, 58 615,35 34 115,35 58 615,35 Die Genossenschaft besteht aus 7 Genossen.Kein Ab u Zugang Möbel- Beiz-, Polier- und Lackier- Anstalt ,, Antik" Der Vorstand. e. G. m. b. H 105/17 Herm. Philbert, Rud. 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