Nr.288 39.Jahrgang Ausgabe Nr. 144 Bezugspreis: Bierteljährl. 150.-, monatl. 50,--. frei ins Haus, voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 50,-, einschl. ZuStellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- it Memelgebiet, sowie Oesterreich u. Luxemburg 84.-M., für das übrige Ausland 102, M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Est. land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1,50 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle foftet 16,- M.- Reflamezeile 80,- M. „ Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwet fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 3, M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 2,50 W., jedes weitere Wort 2, M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 8,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4½ Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Morigplay 15195-97 Expedition Morigplas 11753-54 Mittwoch, den 21. Juni 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Verlag, Expedition und InseratenFernsprecher: Abteilung Morikplan 11753-54 Ministerpräsident Braun für die Umlage. agrarischer Volksausplünderung erkennen müssen, daß die Massen erwachen und ihnen ihr städtischer Anhang zu schwinden droht, dann wird ihnen über Nacht die Einsicht kommen. Denn die Demokratie ist eine gute Einrichtung, man muß sie nur zu gebrauchen wissen. anrufen werden.( Zustimmung bei den Regierungsparteien.) Viele Landwirte habe ich darauf hingewiesen, und sie haben mir Recht gegeben, daß das eine ganz ungesunde Entwicklung ist, Landwirtschaft dann später nicht von der Allgemeinheit verlangen wenn so stürmisch nach den Weltmarktpreisen gestrebt wird, weil die fann, daß diese sie vor den Schwankungen der Weltmarktpreise schützt. Die große, alle anderen Fragen überschattende Bedeutung| desten jene Frauen schuld, die bei den Juniwahlen von 1920 wirte die Allgemeinheit zum Schutze gegen die Weltmarktpreise des Kampfes um die Getreideumlage fommt in topflos den Rechtsparteien zugelaufen sind. der Tatsache zum Ausdruck, daß dieser Kampf gestern nicht Wenn die offenen Vorfämpfer und die heimlichen Helfer nur im Reichstag, sondern auch im preußischen Landtag geführt wurde. Dort war es der Ministerpräsident Genosse Otto Braun, der mit dankenswerter Energie für die gefährdete Borlage der Reichsregierung eintrat. Wenn man an die alten Zeiten zurückdenkt, in denen der preußische Landtag die Domäne des Dreiflaffenrechts und des rücksichtslosesten Agrariertums war, und dann liest, wie scharf der gegenwärtige Chef der Staatsregierung mit eben diesem Agrariertum abgerechnet hat, merkt man doch etwas vom Wandel der Zeit! Weniger fonnte man gestern davon im Reichstag merten. Solange die alte rückständige Wahlkreiseinteilung Man meint, allein dadurch, daß der Landwirt rücksichtslos die In diesem Sinne mögen die Massen jetzt von ihrem Ber- Konjunktur ausnuten darf, fönne man die Produktion steisammlungsrecht Gebrauch machen, wenn es den bürgern. Ich halte auch das für einen Irrtum. Ich stehe auf dem gerlichen Parteien so beliebt, demnächst auch von ihrem Standpunkt, und ich habe ihn als Landwirtschaftsminister mehrfach Wahlrecht! zum Ausdruck gebracht und danach meine ganze Amtsführung eingerichtet, daß wir nachhaltig unsere Lebensmittelnot nur beheben fönnen, wenn es gelingt, die landwirtschaftliche Erzeugung so zu für unsere Bevölkerung brauchen. Aber man ist nicht auf dem richtigen Wege, wenn man einen so hißigen Kampf für die freie Breisbestimmung für ein Biertel der Getreideernte führt. Ich befürchte fogar, wenn das so weitergeht, wenn Sie die Preise nach dem Dollarpreise regulieren, dann wirken diese hohen Konjunkturpreise nicht erzeugungssteigernd, sondern -lähmend ( Sehr richtig! bei den Goz.); denn es liegt in der menschlichen Natur begründet: wenn man bequemer, mit geringerem Risiko hohe Einnahmen erzielen kann, ist man weniger geneigt, ein höheres Risiko bunden ist. Deshalb erwarte ich von diesen hohen Preisen nicht zu übernehmen, wie es mit der intensiveren Wirtschaft überall ver eine größere Erzeugung, sondern befürchte eher das Gegenteil. bestand, die die städtischen Massen um ihr gleiches Bürgerrecht sonstigen Berlauf wir an anderer Stelle berichten, gab In der gestrigen Sitzung des Preußischen Landtags, über deren steigern, daß wir auf dem heimischen Boden das erzeugen, was wir betrog, hatte der Reichstag eine unbestritten agrarische Ma- sonstigen Verlauf wir an anderer Stelle berichten, gab jorität. Heute bilden die Vertreter der Landwirtschaft", Ministerpräsident Genoffe Otto Braun worunter in diesem Fall immer der landwirtschaftliche Besit folgende Erklärung ab: zu verstehen ist, nur eine Minderheit. Trotzdem wurde die Es ist von der Landwirtschaft nicht richtig, wenn ihre Vertreter bürgerliche Mehrheit des Reichstags gestern wie vorgestern ganz einseitig die Umlagefrage als landwirtschaftliche Betriebsnur durch Landwirte vertreten. Wie die Deutschnatio- frage ansehen. Es ist notwendig, die Preisverhältnisse auf dem nalen ihren Roejice, so schickten die Volksparteiler ihren Dusche, die Zentrumsleute ihren Diez- Konstanz, die Demokraten ihren Trieschmann, die Bayern ihren He im vor. Immer wieder besonders vom demokratischen Abgeordneten hörte man die Worte:„ Wir Landwirte", so daß man sich eher in einer Landwirteversammlung als in der all gemeinen Vertretung des Volkes glauben fonnte. Es entstand so das Bild, als ob alle bürgerlichen Parteien ihren Rückzug auf das platte Land antreten und die Verteidigung städtischer Verbraucherinteressen der So zialdemokratie überlaffen wollten. = Lebensmittelmarkt in dem Verhältnis zu betrachten, in dem sie zu der Kaufkraft der großen Maſſen des Volkes ſtehen. Nach der Statistik erhalten die Beamten der Gruppen 1 bis 3 zurzeit das 2815fache usw. fallend, die Gruppe 3 bis 4 der Einzelgehälter nur bis 24fache der Friedenszeit, die Gruppen 4 bis 9 das 18- bis das 11fache und die Gruppe 5( Minister) nur das 7fache der Friedensezüge. Bei den Arbeitern fann man eine 25fache Steigerung im Durchschnitt annehmen. Stellen Sie sich demgegenüber in einem längeren Artikel ausgeführt, daß gerade in der Caprivi Kürzlich erst hat in der Deutschen Tageszeitung" ein Landwirt vor, daß die Lebensmittel, und zwar die allerwichtigsten, heute im 3 eit, als es der Landwirtschaft am schlechtesten ging und die Preise Preise mindestens auf das 60- bis 70fache gestiegen am niedrigsten waren, wir die größte Steigerung der landfind.( Lebhaftes Hört! Hört! links.) Die Kleidung ist im wirtschaftlichen Erzeugung zu verzeichnen hatten, weil die niedrigen Preise auf das 80- bis 100fache gestiegen. Und nun stellen Sie sich Preise die Landwirte zwangen, aus ihrem Boden durch bessere Düneinmal vor, wie eine solche Beamten- oder Arbeiterfamilie leben gung und beffere Saatauswahl mehr herauszuholen als bisher. foll! Dann werden Sie( zur Rechten gewendet) auch nicht zu der Sehr gut!) Wenn Sie die Psyche des Landwirts in Rechnung stellen, Forderung fommen, daß die Arbeiter zwei„ Umlagestunden" billiger bitte ich Sie, diesen Punkt zu berücksichtigen, daß durch schrankenlose arbeiten sollen. Wenn Sie gerecht sein wollen, müssen Sie aner- Preistreiberei zuletzt nicht eine Steigerung, sondern eine Lähmung fennen, daß die große Masse des arbeitenden Boltes, über der landwirtschaftlichen Erzeugung eintreten wird. wucht des verlorenen Krieges am allerschwersten leiden. wollen, von der großen Masse der Bevölkerung haupt alle Lohn- und Gehaltsempfänger, heute unter der Aber Sie mögen als Landwirte die Dinge beurteilen, wie Sie das ist das poli( Bustimmung links.) Noch viel schwerer leiden Kriegs-, Sozial- tische Mome.it, das mir besonders am Herzen liegt I wird eben und Klein rentner, die nicht einmal den allernotwendigsten dieses Vorgehen der landwirtschaftlichen Kreise, besonders der extrem Bedarf deden können. Es handelt sich um die übergroße Mehrheit auftretenden, als eine schrantenlose, rücksichtslose Ausnutzung der der Bevölkerung, die durch dieses außerordentliche Misverhältnis Not unseres Volkes und Vaterlandes beurteilt, und mit Recht wird zwischen Einkommen und Lebensmittelpreisen tatsächlich in die daran erinnert, was auch hier in der Debatte schon zum Ausdruck gebitterste Notlage gekommen ist. Auch in den Kreisen der Intel- tommen ist, daß der leftuellen ist diese Not größer, als es nach außen den Anschein Besitz von Ackerboden auch Pflichten der Allgemeinheit gegenüber bat.( 3ustimmung.) Das muß lezten Endes auch zu ful- einschließt. Das ist nicht nur in der Reichsverfassung zum Ausdruck furellem Schaden führen.( Lebhaftes Sehr richtig! bei den gebracht, sondern einer der prominentesten Führer der LandwirtMehrheitsparteien.) Es zeugt doch wenig von Gemeinschafts- schaft, Freiherr von Wangenheim, hat vor einiger Zeit in dem mehr einen erbitterten Kampf führt, um noch den letzten Rest von sprochen:„ Ich bin der lleberzeugung, daß der Besitz von Ackerland geist, wenn eine gewisse Gruppe von Lebensmittelerzeugern nun- Rapp- Prozeß in Leipzig folgende sehr schönen Worte geBeschränkung in der Preisbestimmung zu beseitigen. Wir müssen gegen das Baterland fittlich verpflichtet. Wer eine Scholle hat, der uns vergegenwärtigen, daß die Landwirtschaft nicht im entferntesten hat sie vom lieben Gott zu Lehen bekommen, um seinen Mitbürgern Maße so leidet, wie die Gruppen, deren Einkommen ich anführte. Brot zu schaffen."( Lebhafte Zustimmung b. d. Dnat.) ( Burufe rechts.) Wer das nicht zugibt, der sieht die Dinge nicht richtig oder er will sie nicht richtig sehen. Vor einiger Zeit hat selbst ein Abgeordneter der Deutschen Volkspartei, Graf StolbergWernigerode, zugegeben: es gibt keinen vernünftigen Menschen im Lande, der nicht zugibt, daß es Bollen die bürgerlichen Parteien in dieser Aufmarschlinie, als landwirtschaftliche Einheitsfront gegen die städtischen Ber: braucher, in den Wahlkampf ziehen? Das ist recht unwahrscheinlich, wäre doch ein solches Berhalten glatter Selbstmord! Es ist darum auch nicht anzunehmen, daß sich die bürgerlichen Barteien ernstlich auf den Wahlkampf einrichten. Käme er Dennoch über sie, so wäre er ihnen eine böse Ueberraschung. Es entsteht nun die Frage, worauf sich der Optimismus der bürgerlichen Parteien gründet: auf ihre eigene Bereitwilligkeit, die Landwirtschaft doch zu jenen wahrlich nicht allzu großen Opfern zu veranlassen, die man ihr zur Vermeidung einer schweren Wirtschaftskatastrophe zumutet, oder aber auf die Hoffnung, die Sozialdemokratie werde um des lieben Friedens willen eine Untauglichmachung der ganzen Vorlage gestotten? Für diesen zweiten Fall ist ihnen zu sagen, daß sie fich auf Enttäuschungen gefaßt machen müssen. Die Sozialdemokratie wird weder die Ablehnung noch die Untauglich machung der Vorlage gestatten, ohne daraus die äußersten verfassungsmäßigen Konsequenzen zu ziehen. Heute morgen beginnt der Ausschuß seine Beratungen, die fich wahrscheinlich länger hinziehen werden, als man vermutet hatte. Von einer zweiten Lesung schon am Freitag ist jetzt nicht mehr die Rede. Der Reichstag, der am 28. Juni in die Sommerferien gehen wollte, wird wahrscheinlich noch bis weit in den Juli hinein tagen. Auf keinen Fall fann er auseinandergehen, bevor die Entscheidung gefallen ist. der Landwirtschaft seit der Kriegszeit gut gegangen Einstweilen hat der Bezirksverband Groß ist.( Sehr richtig! links.) Wenn sie mit objet tip denkenden LandBerlin unserer Partei, in Würdigung der überaus fritischen wirten sprechen, so wird das zugegeben und muß auch zugegeben Sachlage, für den Freitag eine Reihe von MassenperWorum handelt es sich jetzt noch in dem Streit, der ja schließlich fammlungen einberufen. Es ist zu erwarten, daß die politisch die ganze deutsche Deffentlichkeit aufrührt? Lediglich darum, Organisationen im Lande diesem Beispiel folgen werden. Das baß sich die Landwirte nur noch in der willkürlichen Preisfeftfegung Interesse des arbeitenden Berlin für diese Versammlungen für ein Viertel der Rörnerernte, der Getreideernte, eine wird ein Gradmesser dafür sein, in welchem Maße die groß- gemisse Beschränkung im Interesse der Allgemeinheit gefallen laffen städtische Bevölkerung die Bedeutung der zur Entscheidung sollen. Dabei gehen wir alle davon aus, daß auch für dieses Gestehenden Frage erfaßt hat. Es liegt an ihr, durch Massenbesuch dem Reichstag und der Regierung den Ernst der Lage zum Bewußtsein zu bringen, ihnen zu zeigen, daß es einen Punkt gibt, an dem die Geduld des arbeitenden Volkes ein Ende hat. = werden. treide angemessere Preise festgesetzt werden.( Buruf.) Herr Schlange meint, das kann man nicht. Glauben Sie denn, daß nur durch das fortgesezte Hin und Herschwanken des Dollarkurses angemessene Preise festgesetzt werden, wie es jetzt auf dem freien Markt ist? Angemessene Preise sind solche Preise, in denen die Erzeugerkosten und ein angemessener Gewinn enthalten sind, und zwar ein solcher Gewinn, der es dem Landwirt ermöglicht, seinen Betrieb mindestens auf der Höhe zu halten wie jetzt, ihn vielleicht noch intenfiver zu gestalten.( 3urufe rechts.) Ich glaube, darin werden Sie mir folgen fönnen, wenn man den Preis so festsetzt. Das wird auch noch vollkommen ausgeglichen durch die erheblichen Mehreinnahmen Sie stimmen mir zu. Ich stimme darin auch Herrn v. Wangenheim zu. Aber die Beschlüsse des Landbundes, in denen gesagt wird, daß man einen rücksichtslosen Kampf gegen die führen wird, die versuchen, aus der Landwirtschaft billiges Brot herauszuholen, stehen dazu in trasfestem Widerspruch. Das beweist auch jene landwirtschaftliche Organisation, die sogar so weit gegangen ist, Sabotageanweisungen zu geben( Hört! hört! fints), Unbrauchbarmachung der Dreschmaschinen angeordnet hat, wenn versucht werden sollte, durch Dreschkommandos für das hungernde Bolt das genügende Brotgetreide herauszuholen.( Bu rufe b. d. Dnatl.) eine In weitesten Kreisen besteht die Auffassung und das wird durch diese Vorgänge bestärkt, daß man in der Landwirtschaft immer sehr fatt zu effen gehabt hat. Es besteht eben in den zahl reichen Kreisen in den Städten, die heute ihren Kindern nicht einmal das Notwendigste geben können, die Empfindung, daß man auf dem Lande nicht mehr das rechte Verständnis für das Bolt in der Stadt und in den Industriebezirken hat, für die Beamtenschaft, für die Arbeiterschaft.( Sehr richtig! bei den Soz) Es ist deshalb auch ganz falsch und politisch schädlich, wenn hier von Diese Worte richten sich nicht nur an die Arbeiter, dem Lugus in den Städten geredet wird. Es ist politisch falsch: sondern auch an die Angestellten, Beamten, Intel denn das ist das Argument, mit dem man im Auslande verleftuellen sie alle haben ein Interesse daran, zu verhin sucht, eine hohe 3 ahlungsfähigkeit Deutschlands zu begründern, daß ihre Lohn- und Gehaltserhöhungen von einer sprungden. Aber es ist auch wirtschaftlich falsch, denn wo macht sich dieser haften Erhöhung der Brotpreise rettungslos überholt werden. Lurus breit? Vielleicht bei denjenigen, deren Gehalt auf das Sie richten sich vor allem auch an die Frauen, die endlich Elffache des Friedensgehaltes gestiegen oder bei denen, deren Eineinmal zeigen müssen, daß sie zum Bewußtsein ihrer staats- für alle die Produkte, deren Preise an den Weltmarktpreis herange- Es sind doch nur gewisse reise des Volkes, die zahlreichen Austommen auf das 18-20fache des Friedenseinkommens gestiegen ist? bürgerlichen Stellung gelangt sind. Wenn heute die Sozial- tommen sind. demokratie einen schweren Kampf fämpfen muß, nicht um eine länder, die valutastarken Leute, die hier in der Großstadt am allerersten in die Erscheinung treten. Es ist falsch, wenn man diese neue Brotpreisfestsetzung, die unvermeidlich ist, sondern um gegen die Umlage ist nicht gerechtfertigt in der Schärfe und wird anormale Erscheinung als Normalzustand unserer Wirtschaft eine sich toll überschlagende katastrophale Preissteigerung der letzten Endes auch zum Schaden der Landwirtschaft ausschlagen. hinstellt( Sehr wahr! links Burufe bei den Deutschnationalen) Lebensmittel zu verhindern, so tragen daran nicht zum min- Wenn die Mark steigt, dann kommt der Zeitpunkt, wo die Land- und damit die Zahlungsfähigkeit der städtischen Bevölkerung für die Tagesordnung: Der Widerstand der Landwirtschaft Freitag: Maffenversammlungen! srotfrage! will.( Erneute zurufe bei den Deutschnationalen.) Wie wollen wir mehr Verständnis für die Not und die Bedrängnisse des deutschen Volkes im Auslande wecken können, wenn bei uns im Lande selbst bei gewissen Gruppen noch hohen Preise, die von dem Lande verlangt werden, beweisen entschieden werden. Soll das Deutsche Reich wirklich eine derartige| Stellungnahme der Berliner Parteileitung Belastungsprobe bestehen unter der Parole:„ Gegen den Brotwucher?". Ich warne, ein so gefährliches Gebiet zu berühren. In seiner gestrigen außerordentlichen Sigung, die sich Abg. Dusche( D. Vp.): Die landwirtschaftlichen Organisationen, eingehend mit der Getreideumlage beschäftigte, bedie 15 Millionen Einwohner umfassen, wünschen die Abschaffung schloß der Bezirksvorstand einstimmig: nicht das nötige Verständnis für die wahre Not der Getreideumlage. Allerdings haben wir bei der Einführung der Der Bezirksvorstand von Groß- Berlin der SPD. erwartet von unseres Baterlandes besteht! Wie soll die von allen wirklichen 3wangswirtschaft im Kriege nach bestem Glauben gehandelt. Die der Reichstagsfraktion, daß sie in der Frage der Getreideumlage unBaterlandsfreunden ersehnte Einheits front im deutschen Bater- Pflicht der Landwirtschaft, für die Ernährung des Volkes zu sorgen, erschütterlich auf dem bisher eingenommenen Standpunkte beharrt lande gegen die Bedrückung vom Auslande zustande kommen, wenn freien Wirtschaft in unserm Programm und haben bei dem gung der arbeitenden Bevölkerung muß für das kommende Erntesoll man nicht unnötig erschweren. Wir haben das Prinzip der und Konzessionen oder Kompromisse zurückweist. Die Brotversor in dieser Weise rücksichtslos das einseitige Gewinn Steuertompromiß den Abbau der Zwangswirtschaft auch in jahr unter allen Umständen sichergestellt werden, und zwar intereffe einzelner Gruppen für ihre Tätigkeit entscheidend ist. der Landwirtschaft zur Bedingung gemacht. Die landwirtschaft zu erschwinglichen Preisen, wenn wir eine politische Katastrophe ver( Sehr gut! links.) Ich möchte nur das eine sagen und deshalb lichen Organisationen fönnen 3 Millionen Tonnen Brotgebreide zur meiden wollen. Wird aber dem Ansturm der Brotwucherer auch habe ich hauptsächlich das Wort hier genommen: Wir treiben ganz Verfügung stellen. Wir sind dafür, daß die Besitzenden aller Berufe nur im geringsten nachgegeben, so gehen wir Ereignissen entgegen, ernsten Zeiten entgegen, und diejenigen, die da glauben, sie könnten je nach ihrem Vermögen zur Berbilligung des Brotes beitragen die für Reich und Volk verhängnisvoll werden müssen. für das eine Viertel ihrer Getreideernte auf den Konjunktur- müssen. gewinn nicht verzichten, und die nun, weil sie dies glauben, die ganze Boltsmasse in politische Erregung bringen, spielen mit dem Feuer. ( Sehr wahr! links.) Es hat sich noch immer gezeigt, daß Gegen die Umlage spricht, daß die Verbraucher von ihr bei weitem nicht den Nugen gehabt haben, wie man erwartet hat. Abg. Trieschmann( Dem.): Unsere Partei hofft, daß die Parteien sich doch noch zusammenfinden. Es ist seit dem Kriege zuviel Erfassungspolitik getrieben worden und zu wenig produktionsfördernde Politik. Darum ringt die Landwirtschaft nach freier Wirtschaft. Wir Demokraten hätten gewünscht, daß ein anderer Weg als im vorigen Jahre gefunden worden wäre. Wir wünschen möglichsten Schutz der Kleinbauern. Wir hoffen, daß die Umlage, wenn sie nicht zu vermeiden ist. so gestaltet wird, daß sie für die Landwirtschaft erträglich wird. Falls die Mehrheit des Reichstages unsere Forderungen nicht anerkennt, erwarten wir den sofortigen Austritt unserer befragung durch Neuwahlen. Genossen aus der Reichsregierung und unverzügliche BoltsAußerdem bitten wir die Reichstagsfraktion, auch dafür mit aller Energie einzutreten, daß die Fleisch-, Kartoffel- und Zuckerversor gung des arbeitenden Volkes für den kommenden Winter sicherges ftellt wird. Die Aussichten für die Getreideumlage. Besprechungen des Reichsernährungsministers. Die Zentrumsfrattion hat gestern abend, so meldet der hungrige Magen der schlimmste Revolutionär ist. Die Leute, die jetzt politisch denken, wie sie wollen, die mit dieser oder jener Partei bewußt oder unbewußt mitlaufen, sind in dem Moment, wo sie sich nicht mehr satt machen fönnen, eine geschlossene Masse der Hungrigen gegen alle die, von denen sie glauben, daß fie ihnen ein Hindernis sind, einmal fatt zu werden. ( Sehr wahrl links.) Es war ein sehr falsches und ein sehr unschönes Wort, wenn der Herr Abgeordnete Schlange von dem Wahnsinn sprach, der jetzt von der Regierung getrieben würde, da sie versuche, einen Teil der Brotfrucht für die ärmere Bevölkerung sicherzustellen. Abg. Dr. Heim( Bayr. Vp.): Die Vorlage hat ebenso wie die Wenn ich diesen scharfen Ausdruck zurückgeben soll, so muß ich sagen: vorjährige das Ziel einer gewissen Borrats- und einer Preis- die" Dena", nochmals beraten, ohne jedoch einen endgültigen es ist ein Wahnsinn, wenn man sich dem entgegenstellt, und man sicherung. Im vorigen Jahr sagte man den Bauern, die Umlage Beschluß zu faffen. Hier stehen die Dinge noch immer so, daß ein treibt ein gefährliches Spiel. Ich kann jedenfalls erklären, und ich sei nur ein Uebergang und der Anfang des Abbaues der Zwangs- Teil der Fraktion nicht bereit ist, für die Getreideumlage einzu glaube, ich gehe da mit der Reichsregierung wohl konform, daß die treten. Soweit das Zentrum in Frage kommt, handelt es sich über Sta a ts regierung unter allen Umständen gesonnen ist, den Kampf haupt nicht mehr um eine rein ziffernmäßige Mehrheitsfrage. gegen diejenigen aufzunehmen, die ihr eigenes BereicherungsinterEin großer Teil der Zentrumsabgeordneten steht vielmehr auf dem effe über das Allgemeinwohl des Volkes stellen.( Lebh. Beifall links.) Standpunkt, daß es nicht möglich ist, daß die Regierungsparteien mit den Unabhängigen allein die Regierungsvorlage annehmen. Man müsse eine Unterstützung durch die Deutsche Volkspartei herbei. führen, um auf die Bauern auch mit der nötigen Autorität einwirken zu können. Man hofft deshalb in parlamentarischen Kreisen, baß vor allen Dingen die städtischen Abgeordneten der DBP., wie z. B. die Abgeordneten Dr. Becker, Gildemeister, Kahl, Temples, Frau v. Oheimb, v. Raumer, usw. sich bereit erklären werden, für die Vorlage zu stimmen. Das Getreidegesetz im Reichstag. Im Reichstag erklärte gestern die Regierung, die Interpellation Hergt( Dnat.) über" planmäßige Sicherung der Lebenshaltung der minderbemittelten Bevölkerung" innerhalb der geschäftsordnungsmäigen Frist beantworten zu wollen. wirtschaft. Bei einer Uebergangsmaßnahme konnte man sich im vorigen Jahre mit dem rohen Maßstab der Verteilung abfinden, jeßt aber, bei einer dauernden Einrichtung, nicht mehr. Daß die Bauern Sabotage treiben, ist nicht wahr. Ich zweifle nicht daran, daß es uns gelingen wird, eine gemeinschaftliche Linie auf Grund der Gerechtigkeit zu finden. Der Preis für Brotgetreide müßte festgesetzt werden nach den Gestehungskosten. Es wird aber nach politischen Rücksichten festgesetzt. Wenn der Landwirt nicht erbittert werden soll, muß er wenigstens soviel haben, daß er die Wirtschaft fortsezen kann. Was ist nicht über den Segen der freien Wirtschaft prophezeit worden: Die Preise sollten zurückgehen, aber das ist prophezeit worden: doch nicht wahr!( Sehr richtig! links.) Berteilen wir doch Licht und Schatten gerecht.( 3wischenruf rechts: Baluta!) Gemiß, darin find wir einig, der letzte Grund ist unsere Baluta. Das Umlegegefes von 1921, das nur ein Notbehelf war, darf nicht wiederkehren. Heute haben wir dauernde Warenknappheit, der freie Handel kann uns gar nicht billig versorgen. Die Zahl derer, die sich mit dem Handel beschäftigen, wächst lawinenartig. Nächstens wird nur noch gehandelt und nicht mehr gearbeitet. Der Zwischenhandel wirkt kolossal Das Notwendigste ist eine Verkehrsregelung durch Kontrollstellen, die den Weg verfolgen, den jeder einzelne Waggon Lebensmittel nimmt. So wie jetzt verteuernd. der Ueberhandel fich auswächst, fann es nicht weitergehen. Der Lugus an gewissen Stellen spottet jeder Beschreibung. Die Kanaillen, die man an gewissen Orten beobachtet, verdienen keine Schonung. Die Stunde ist so ernst, daß es für jeden ernsten Menschen nur eins geben sollte: den Willen zum Helfen.( Beifall.) Hierauf wird die erste Beratung des Gejegentwurfes über Regelung des Verkehrs mit Getreide aus der Ernte 1922 fortgesetzt. Abg. Dietz( 3.): Da Rechts und Links übereinstimmen, daß die Brotversorgung der minderbemittelten Bevölkerung gesichert werden muß, so muß auch eine Einigung zur Erreichung dieses Bieles möglich sein. Bei der Durchführung der Umlage sind die schwersten Mißgriffe vorgekommen, besonders in der Unterverteilung. Im vorigen Herbst war in Hamburg überseeischer Weizen verhältnis mäßig billig zu haben. Ich weiß nicht, warum diese Gelegenheit zur Schaffung einer Referre nicht benutzt worden ist. Die Landwirt schaft ist gern bereit, an der Sicherung der Brotversorgung und an einer Brotverbilligung für die Minderbemittelten mitzuwirken, was sie aber entschieden ablehnt, ist die Sonderbelastung. Die Landwirtschaft verlangt, daß nur die wirklich Bedürftigen billigeres Brot erhalten. Es wird zu erwägen sein, ob man die Berbilligung nicht von einem Antrage des Konsumenten abhängig macht und ob die Arbeiterschaft zur Verbilligung beitragen fann, indem sie in der Woche eine oder mehrere Ueberstunden leistet und auf den Ueberstundenzuschlag zugunsten der BrotverAbg. Heidemann( Romm.): Die Landwirte haben niemals so billigung verzichtet ferner ob nicht für die Ablieferung eine glänzende Geschäfte gemacht wie heute. Die Agrarier sind dabei, die Erleichterung der Belieferung mit Kunstdünger gegeben werden fann Gegenrevolution zu organisieren und die arbeitenden Maffen auspreis und Runſtbüngerpreis. Das Reich fönnte auf die umfaßtämmlings v. Graefe find offenbar schon so verjudet, daß sie gegen und ob nicht eine Relation geschaffen werden kann zwischen Umlage zuhungern. Die Deutschnationalen unter der Führung des Judensteuer für Getreide, Brot und Mehl verzichten. Endlich ist den wuchernden Getreidehandel nichts zu unternehmen wagen. ernsthaft zu erwägen, ob eine Berbilligung nicht auch dadurch herAbg. v. Graefe( Dnat.) bezeichnet die Behauptung, er sei ein beigeführt werden kann, daß ein Zuschlag auf markenfreies Brot Judenstämmling, als orientalische Phantasie und erbietet sich, dem eingeführt würde. Hauptfache aber bleibt Förderung der landwirt Abg. Heidemann seinen Stammbaum durch 32 Ahnen lückenlos fchaftlichen Produktion. Meine politischen Freunde behalten sich die vorzulegen, um nachzuweisen, daß kein jüdisches Blut in seinen Stellungnahme zu dem Entwurf sowohl wie zu all diesen Einzel- Adern fei.( Heiterkeit.) fragen vor. Nur das eine erkläre ich im voraus: daß eine Abwälzung der ganzen Last auf die Landwirtschaft allein für uns nicht in Frage kommt. Die Leidenschaft ist bereits so weit gebiehen, daß man mit revolutionären Maßnahmen droht. Entschließungen fagen rundheraus: Wenn ihr nicht so wollt wie wir, so werden wir euch als Abgeordnete den Stuhl vor die Tür setzen. Diese Frage der Verantwortlichkeit darf nicht nach Mandatsrücksichten Gustav Rickelt 60 Jahre alt. Die Getreidevorlage wird hierauf dem Volkswirtschaftlichen Ausschuß überwiesen. Die Novelle zum Gefeß über die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften wird in allen drei Lesungen angenommen. Der Schußpolizeigesezentwurf geht an den Hauptausschuß. Um 6½ Uhr vertagt sich das Haus auf Mittwoch 2 Uhr( Sachlieferungsabkommen und Interpellationen). Rickelt! Die DBP. selber hat sich noch nicht in einer Fraktionssizung mit der Getreideumlage beschäftigt, im allgemeinen beginnt man nun doch zu glauben, daß, obwohl zurzeit noch keine Mehrheit zu übersehen ist, doch die Parteien die Verantwortung für eine Reichstaas auflösung scheu en merden und daß im legten Augenblic sich eine Mehrheit für die Getreideumlage finden wird. Christlich- Nationale und Brotpreis. Die christlich- nationalen Arbeitervertreter im Reichswirtschaftsrat haben zur Getreideumlage gestern eine Erklärung zusammengezimmert, die nicht nur die Notwendigkeit des billigen Brotes, sondern auch die Ungerechtigkeit der Umlage betont. Sie erhoffen und ersehnen eine Eiragssteigerung des landwirtschaftlich genugten Bodens und wünschen, daß, wenn die Umlage d'och kommt, dann die Preisbemessung unter billiger Berücksichtigung der Gestehungskosten und der laufenden Preisgestaltung für die wichtigsten landwirtschaftlichen Betriebsmittel" erfolge. Nächstens wollen die Verfaffer jener Entschließung sich als politische Schlangenmenschen auf den Jahrmärkten produzieren. Rosner macht alles, fommt ins Haus. nächst erscheinenden Erinnerungen des ehemaligen Kaisers von dem Nach einer Mitteilung der„ Chicago Tribune" werden die demSchriftsteller Karl Rosner herausgegeben werden, der bekannt. lich auch die Erinnerungen des Kronprinzen bearbeitet und ediert hat. Rosner ist entschieben ein talentvoller Schriftsteller, besonders nach der Dollar- Seite hin. Aber auf eins find wir gespannt: Wird der Rosner des Wilhelm Rosner des Wilhelm junior dem Alten versetzt hat?! senior dem Sohn die Fußtritte heimzahlen, die der Gegen Horthy demonstrierte die Opposition durch Fernbleiben von der Eröffnung des ungarischen Parlaments. fein oder Vertreter gemeinnütziger Unternehmungen, möchten überall| Rote Kreuzblütler gedeiht in allen Ländern der Welt und an dem mühselig gefügten Tarifwerk ändern und schachern. Die ist sehr nühlich. Hauptsächlich dient er zum Lindern der Schmerzen Schauspieler selbst verkennen häufig, was ihr Interesse ist. So be- und Heilen von Wunden. Die Völker find deshalb übereingekommen, Der Präsident der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger, gehen die Freunde Rickelts den Jubiläumstag ihres Führers zwar ihn auch im Falle von Kriegen möglichst schonend zu behandeln. Gustav Ridelt, wird am 21. Juni 60 Jahre alt. Er steht seit mit Freude und Mut, aber auch mit Sorgen. Doch wir wünschen feit als die Kamelis, die ein paar Tage lang in der Wüste ohne Der Blaue Kreuzblütler braucht noch weniger Feuchtig Jahrzehnten im Vordergrund des öffentlichen Lebens: als Kämpfer nur eins: Noch lange, lange Jahre Seite an Seite mit Gustav Wasser leben kann. Er hat besonders starte Abneigung gegen alle für künstlerische Freiheit, als Organisator der Bühnenfünstler, die Getränke, die Altohol enthalten. Manchmal ist aber diese Abneisich schwer und eifrig gegen die Geschäftigkeit ihrer Arbeitgeber, der gung nur Heuchelei. Gewiß, Blaue Kreuzblütler sind nach außen Theaterdirektoren, wehren müssen. Für diesen doppelten Kampf Eine Akademie für Philosophen. Eine Akademie für Philo- hin Abstinenzler, nehmen aber heimlich umso mehr Flüssigkeit zu hat Rickelt von Anfang an die doppelte Begabung mitgebracht. fophen, wie sie manchem in Erinnerung an die altgriechische Atade. fich! Der Weiße- Kreuzblütler führt ein sehr fittenstrenges Leben Der junge Mann, der ursprünglich ein Kaufmann werden sollte, mie als Traum vorgeschwebt haben mag, ist auf dem Burgberg und müßte das Symbol der Unschuld und Reinheit sein. Die Lilie schlug sich früh zu ben Schauspielern. Und da er ein ernster und bei Erlangen verwirklicht worden. Des verstorbenen Er- perdient diese Auszeichnung nicht. Obwohl sie weder arbeitet noch heiterer Charakterspieler von beträchtlichem Talent war, zog er die langer Profeffor Rosentha's Haus und Garten ist von einem In- spinnt, ist sie doch prächtiger gekleidet als Salomo in seiner Herr Aufmerksamkeit Otto Brahms' auf sich. Er spielte den Polonius, etwa 15 Gelehrte ausgebaut und aufs beste ausgestattet worden. baren Toileten bezahlen läßt!- Der Haus treuzblütler ist dustriellen angekauft und zu einem Lehr- und Wohngebäude für lichkeit. Gewiß hat fie reiche Liebhaber, von denen sie sich die kost er spielte im Hauptmannschen„ Biberpeiz" und im Ibsenschen Weitere Häuser für Studentenwohnungen, Bibliotheken, Lehrsäle weiblichen Geschlechts und hat zwei Beine, ein häßliches Aeußeres Beltsfeind". Man rühmte feinem Spiel Gediegenheit und Intelli- find in Aussicht genommen. Die Gelehrten, die an der Akademie und eine spige Bunge. Mancher denkt, wenn er die 7. Bitte betet, genz nach. Am Schiller- Theater, das Löwenfeld künstlerisch und ihre Lehrtätigkeit ausüben, sollen hier umsonst wohnen. Auch für an sein Hauskreuz. Dabei darf aber diese Pflanze nicht ohne dod) volkstümlich leitete, und am Berliner Residenz- Theater, dem die die Studenten deutscher Herkunft soll Freiquartier beschafft werden. weiteres als Untraut angesehen werden. Sie ist für solche Menschen verschlagene Unternehmerlust Lautenburgs vorstand, war Rickett Die Einweihung des Hauses, das der deutschen Rant- Gesell- ein Heiltraut, denen ein derartiges Kreuz auferlegt wird, um sie Regiffeur. schaft zur Verwaltung überlassen ist, fand dieser Lage unter zu beffern! Echon 1885 interessierte er sich für die sozialen und wirtschaft- starter Beteiligung von Philosophen aus der ganzen Welt statt. Und zwar ein sehr lästiges! Er fritt in allen Größen auf, hat ver Ganz entschieden aber ist der Hakenkreuzblütler ein Unkraut. lichen Fragen am Theater. Erst leitete er in der fleinen Stadt die Profeffor Hans Baihinger hielt die Eröffnungsrede, in der er schiedene Farben und gedeihet an allen möglichen und unmöglichen Kleinarbeit des genossenschaftlichen Sekretärs und Kassierers. Als auf die völkerbindenden übernationalen Kulturmerte hinwies und Orten. Man findet ihn z. B. an Müzen, in Knopflöchern, als besonders die Philosophie als eine gemeinsame Angelegenheit aller Kleidermuster, auf Büchern, an Damenblusen, an Häusern und er nach Berlin fam, fuchte er bald Fühlung mit den Organisatoren Bölker hinstellte. Die Kant- Gesellschaft hat immer in diesem völfer Abortwänden. Mit dieser Pflanze, die in gefährlichen Zeiten bem der großen gewerkschaftlichen Berbände. Er durfte sich einen Freund verbindenden Sinne gewirkt und in gleichem Sinne soll auch die Abortwänden. Mit dieser Pflanze, die in gefährlichen Zeiten„ dem Legiens nennen. Er setzte alles daran, um die deutschen Bühnen- neue Stiftung ihre Straft betätigen. Ein Professor aus Indien, der fleinen Veilchen gleich im Verborgenen blüht". beschäftigt sich die fünftler zu der Idee zu belehren, daß sie fünstlerische Selbständigkeit über Spinoza arbeitet, hat sich der Stiftung bereits angeschlossen, Th. Fritsch und Artur Dinter, sowie der Gärtner naturwissenschaftliche Zeitschrift„ Der Hammer." Die Naturforscher nur erlangen würden, wenn sie sich wirtschaftliche Unabhängigkeit und ein chinesischer Gelehrter wird in diesem Hause über Hegel Rnüppel- Runge, der auch vorzügliche Gummibäume zieht, erstritten. Dieses Werk der Aufklärung ließ sich nicht sehr bequem arbeiten. Alle Gegenfäße, die die Völker zerreißen, sollen in diesem pflegen die Hakenkreuzblütler sehr liebevoll und finden für das Undurchführen. Der Schauspieler und Sänger war in politischen und den Wissenschaften gewidmeten Hause schweigen. Politik in jedem fraut auch bereitwillige Abnehmer. Das häßliche Unkraut verfozialen Dingen durchschnittlich eir Romantiker und ein Kind. Wir Sinne soll ihm ferngehalten werden. find doch keine Maurer", war das Schlagwort, mit dem sie sich gegen philosophischen Gedankens in der Welt neue Bahnen erschließen Die Eröffnung dieser Stiftung, die dem Wirken des deutschen schwindet erst dann, wenn die alle geworden sind, die nicht alle den Rickettschen Gewerffchaftsgeift wehrten. Die Ehrgeizigften suchten wird, dient der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" be Das Ende eines faiferlichen Panoplifum- Kiffches. Wir lesen die Sonne der alten Hoftheater. Die Bescheidenen schmachteten in zeichnenderweise als Angriffsgelegenheit auf die Kant- Gesellschaft und in den Münchener Neuesten Nachrichten": Im Zeitalter und im mannigfacher Hörigkeit. Das Gesetz schügte ihre Arbeitsverträge ihre Tendenzen. Das überindustrielle und übernationale Blatt Beichen der Siegesallee im Berliner Tiergarten ist seinerzeit auch wenig. Rickelt rief immer wieder nach Schauspielerschutzgesetzen. wirft der Kant- Gesellschaft vor, daß sie Kants geistiges Erbe ver- bas Sterbezimmer Friedrichs des Großen im Schloß Er verfaßte ein Buch, in dem er das garze Elend der Schauspieler fälsche. Rants Philosophie sei eine Rundgebung des preußisch- Sanssouci verschönert" worden, und zwar durch eine Marmorentlarvte. Parlamentarier und Kunstfreunde wurden auf die wich- germanischen Geistes, in den sich kein Chinese oder Inder jemals gruppe, die ihn in seinen lekten Lebenstagen darstellt, fizend im tige Kulturfrage aufmerksam, die hier zu lösen war. hineinfühlen könne. Vielleicht wäre es ihr lieber gewesen, wenn Lehnstuhl, den Blick in der Richtung der Terrassen, und so ununter Noch ehe der Novemberumschwung tam, verbürdete sich die man die Lichterfelder Kadettenanstalt hierher verlegt hätte, um den brochen in Marmor sterbend. Der stil- und geschmackwidrige Gin Genossenschaft mit dem AfQ- Bunde. Und heute hat sich die Einsicht Gedanken über den„ ewigen Frieden" hätte man dann in einen das Gefühl. Bisher konnte nicht erreicht werden, daß der preußisch- germanischen Geist in Reinzucht zu kultivieren. Rants griff der wilhelminischen Kunst in die friderizianische Epoche vetlezt in die Notwendigkeit und Nüglichkeit der gewerkschaftlichen Organi- Kriegstatechismus verwandeln müssen. dieser Stelle wenigstens unmögliche Marmorblod entfernt und sation für die deutschen Bühnenfünstler durchgesetzt. Rickelt, der seit das Sterbezimmer in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt 1914 als Nachfolger des imposanten Hermann Nissen Präsident der wird. Wie wir erfahren, soll das jetzt endlich geschehen. Deutschen Bühnengenossenschaft wurde, hat hier, zusammen mit seinen Es ist erfreulich, daß ein so gut deutschnationales Blatt fich jetzt gleichgesinnten Unterleitern tüchtige Arbeit geleistet. auch zu Standpunkten bekennt, für die in der gerühmten guten Es ist immerhin eine Errungenschaft der Revolution und der Republit, alten Zeit" nur in sozialdemokratischen Blättern Boden war. er nach werden! Fr. M. an Kreuzblütler. Das Thema der Prüfungsarbeit in Pflanzen funde lautete:„ Die Kreuzblütler." Karichen Miesnid schrieb darüber folgendes: Aber der Sechzigjährige darf gerade heute nicht ausruhen. Die dient tapferen Kriegern als Schmud. Sie wächst teils am linken Die Eiserne Kreuzblüte sieht schwarz und weiß aus und Zeitnöte brachten die Reaktion auch für das deutsche Theaterleben. Rodaufschlag, teils etwas tiefer. Letztere Art ist, wenn sich ihr daß der faiferliche Kunstfitsch jetzt auch außerhalb der sozialistischen Die Bühnenleiter als Arbeitgeber, mögen sie nun Privatunternehmer Träger in verlobtem Zustande befindet, ein Blusenmörder. Der Presse beim wahren Namen genannt wird. Die Reparationsabkommen im Reichstag. Große Interpellationsdebatte. ober 208 Stunden im Monat überschreifen, bleibt vor. behalten. Wahlsieg im Burgenland. 5. Diese Richtlinien gelten für die Beamten, Angestellten Wien, 20. Juni.( Eigener Drahtbericht). Das Eintrefen der Heute um 2 Uhr nachmittag beginnt im Reichstag die Be- und Arbeiter aller Behörden und Dienststellen der Reichsver- Candarbeiter und Kleinhäusler im Burgenland, die noch unter dem ratung der Reparationsabkommen( Wiesbaden, Beme lwaltung. wirtschaftlichen, nicht aber mehr unter dem politischen Druck der mans, Giliet), die mit der Debatte über fünf vorliegende der Besoldungs- und Lohnerhöhungen mit den vorstehenden Richt pathien anderer Volksfreise für die Partei der Republik und der Mit Recht haben die Organisationen gegen eine Berquidung ungarischen Großgrundbefizer stehen, hat im Verein mit den SymInterpellationen verbunden wird. Eine deutschnationale linien protestiert. Die Regierung mußte einsehen, daß sie mit der Interpellation, die vom 11. November vorigen Jahres datiert geplanten Taftit sich nicht ohne weiteres durchsetzen konnte und Gegnerschaft gegen Horthy die Wahlen zu einem schönen Erfolg der ist, beschwert sich über die Ratifizierung des Wiesbadener schlug infolgedessen Paralle verhandlungen vor. Ob diese. Sonder Sozialdemokratie gestaltet: der Landtag des jüngsten deutschöfterAbkommens ohne Befragung des Reichstags. Eine Ben- beratungen, die fich auf die Richtlinien und getrennt auf die Bereichischen Bundeslandes besteht aus 13 Sozialdemokraten trumsinterpellation vom 14. Dezember v. J. beschäftigt sich mit soldungs- bzw. Lohnerhöhungen beziehen sollen, zustande kommen,( 59 000 Stimmen), 10 Chriftlichsozialen( 48 000 Stimmen), 6 Bauernden rechtswidrigen 3 uständen im Saargebiet. Eine erscheint noch sehr fraglich. parteilern und 4 Großdeutschen. Die Mandate zum Nationalrat volksparteiliche Interpellation fordert Auskunft über eine anin Wien find dementsprechend verteilt. Während jeder Pfarrhof feit geblich drohende zwangsweise Autonomisierung der Reichs= jeher ein fleritales Parteibureau war, ist die Sozialdemokratie lande. Eine Interpellation der Unabhängigen vom 31. Mai Der Untersuchungsausschuß des Reichstages gegen den Minister eigentlich erst seit der Angliederung des Landes an Deutschösterreich verlangt Auskunft über die finanzwirtschaftlichen Hermes hielt am Dienstag eine Sigung ab, in der neben Zeugen vorgedrungen. Alle Heke gegen das„ boljchewistische Wien und Folgen der mit der Reparationsfommission geführten Ver- auch Sachverständige vernommen wurden. In der Beweisaufnahme die„ rote Armee" der Wehrmacht hat den Gegnern der Partei nichts handlungen. Schließlich beschäftigt sich eine Zentrumsinter- wurde als erster Beuge Regierungsrat Diehl vernommen. geholfen. pellation mit der Ententeforderung nach erstörung gerechtfertigt gehalten habe, da neben Budermangel auch ZuckerüberBeuge betonte, daß er die Sonderzuweisung an Zucker nicht für einiger Eisenbahnen im besetzten Gebiet. fluß vorhanden gewesen sei und Zuckerschiebungen dem Ministerium bekannt waren. Auf Befragen von Dr. Herk bestätigte der Zeuge, daß er nach dem 9. März 1922, wo ihn Hermes amtlich über feinen Eindruck über die Zuckerzuteilung vernommen habe, erklärt hat, daß er die darüber aufgenommene protokollarische Erklärung Ueber die Reparationsabfommen wird Abg. Dern burg für den Auswärtigen Ausschuß Bericht erstatten. Dann folgen die Redner der interpellierenden Fraktionen. Reichsfanzler Dr. Wirth und Minister Rathenau werden im Berlauf der Debatte, deren Dauer auf zwei bis drei Tage berechnet wird, das Wort ergreifen. Der Aelteftenausschuß beschloß, daß nach der Parlamentsfahrt nach Oberammergau auch im Juli noch weiter getagt werden soll, um vor allem die Getreideumlage, die Zwangs anleihe und das Erbschaftssteuergesetz zu erledigen. Verkleinerung der Reichstagswahlkreise. Die Reichsregierung wird dem Reichstage eine Novelle zum Reichswahlgesetz vorlegen. Diese Novelle sieht die Verkleinerung mehrerer Riesenwahlkreise, darunter u. a. Westfalen, Kassel, Bayern, außerdem die Neueinteilung Groß- Berlins und die Anpassung der sächsischen Wahlkreisgrenzen an die Kreishauptmannschaften vor. Auch eine Reihe technischer Verbesserungen werden in der Novelle vorgeschlagen. Bei der Beratung der Novelle im Reichstag soll den Parteien Gelegenheit gegeben werden, ihre Stellungnahme zu der Wahlkreiseinteilung eingehend zu präzisieren. Am Dienstag nach mittag beschäftigten sich bereits die Parteiführer mit der Novelle. Hermes' Weinlieferungen. nicht mehr aufrecht erhalten fönne. Der Das nichtkommunistische Rußland. Eine Erklärung Tschitscherins. Die Berliner Vertretung der Sowjetregierung bittet uns um Aufnahme einer Erklärung Tschitscherins, die sich auf dessen in der gestrigen Beit" veröffentlichte UnterDer nächste Zeuge, Geheimrat Jaffé, war Referent für die besetzten redung mit dem Abg. v. Rheinbaben bezieht. Da wir dieses Gebiete. Er erflärt, die Zuweisung sei aus politischen Gründen not- Interview in unserer gestrigen Abendausgabe erwähnt und wendig gewesen und von ihm befürwortet worden. dazu kurz Stellung genommen haben, wollen wir auch dieser halten die geschenkweise Abgabe von Weinen für üblich, vermögen Es folgt dann die Vernehmung der Wein- Sachverständigen. Sie Berichtigung Raum geben, obwohl wir über die Wichtighalten die geschenkweise Abgabe von Weinen für üblich, vermögen aber nicht einen einzigen Fall anzugeben, in dem sie in derartigen feit der meisten bemängelten ungenauigkeiten anderer Mei-Mengen( etwa 600 Flaschen) vorgenommen worden ist. Die Frage nung sind als der russische Volkskommissar: Die Unterredung des Frhrn. v. Rheinbaben mit mir, die in der Produktionskosten lasse sich sehr schwer beantworten. Für die guten Sorten, die Hermes erhalten habe, seien aber auch die Ge- der Beit" vom 20. Juni veröffentlicht worden ist, ist mir leider ftehungskosten zwei bis drei Mal so hoch wie bei gewöhnlichen vor der Veröffentlichung nicht vorgelegt worden. Es sind infolgeWeinen. Im Jahre 1920 und 1921, der Zeit der Abgabe der Weine deffen in deren Wortlaut wichtige ungenauigkeiten voran Hermes zum Preise von 3 M., habe der Handelswert dieser gekommen. Ich habe nicht gesagt, ich habe keinerlei Beziehungen Weine 60 bis 70 m. betragen. Bei der Vernehmung des Sachver- zu der Dritten Internationale; ich habe gesagt, ich habe keinerlei ständigen Dr. Pohle, dem Generalsekretär des Berbandes zur Beziehungen zu der Leitung der Dritten Internationale. Als Bekämpfung des Bestechungswesens, gibt es einen Zusammenstoß Mitglied der Kommunistischen Bartei bin ich dadurch auch Mitglied mit dem Abg. Dr. Rießer( D. pt.), weil diefer den Sachver der Dritten Internationale, der diese Partei angehört. Ich habe ständigen ständig unterbricht. Der Borsigende legt aber den durch die Aussage des Sachverständigen verständlichen Zwischenfall geschicht gesagt, daß nur zwei Mitglieder der russischen Regierung der Leitung bei. Dr. Bohle erflärt: Die im Geschäftsverkehr üblichen Reklame- der Dritten Internationale angehören, Lenin und Tropki; die anderen methoden dürfen nicht Formen annehmen, durch die auch Gegen- Mitglieder der Regierung sind aber auch Mitglieder der Kommustände zu Zuwendungen benutzt werden, die einen Verkaufs- nistischen Partei, die der Dritten Internationale angehört. Die mert darstellen. Wenn Direktor Fauft, der Lieferant der Weine, Leitung der Dritten Internationale ist mit der Sowjetregierung. Vorschläge zur Beamtenarbeitszeit. auch an den Verhandlungen über die Zuckerzuweifung mitbeteiligt nicht verbunden, und diese zwei Körperschaften haben grundverIm Reichsfinanzministerium begannen am Dienstag vormittag gewesen ist, dann geht diese" Reklamemethode" über das zulässige fchiedene Arbeitsfelder und Arbeitsmethoden. die Berhandlungen über die Neuregelung der Gehalts. bzw. Lohn Maß weit hinaus. Man muß bei Geschenken unterscheiden, an wen Dies ist es, was ich sagte. Die Sowjetregierung mischt sich nämlich verhältnisse der Beamten, Angestellten und Arbeiter. Die Regie- fie gehen, und bei Beamten prüfen, ob man fie nicht in einen nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder und steht in Faust's" Reklamemethode" ist rungsvertreter legten den Gewerkschafter Richtlinien vor, nach Pflichtentonflitt bringt. feiner Beziehung zu der Tätigkeit der Dritten Internationale. denen neue Besoldungs- und Lohnerhöhungen von Maßnahmen eine große Gefahr für unsere Beamtenschaft. abhängig gemacht werden sollen, die eine wirtschaftlichere Gestal. Im Falle Hermes mußte die Geschenfzuweisung den Beamten die Tätigkeit der Partei und die Arbeit und die Arbeit der Regierung sind grundverschiedene Gebiete, und mit tung des Dienstbetriebes bei den Behörden ermöglichen. Wie der( Hermes) in einen Gewissenskonflikt bringen, weil er auch internationalen Parteibeziehungen hat- die Regierung keinen Zuche Sozialdemokratische Parlamentsdienst" erfährt, haben die Richt über die Buderzuweisung zu entscheiden hatte. linien folgenden Wortlaut: Propaganda" von Fauft habe deutlich abgezielt auf den Minister fammenhang. Hermes. Ich habe auch nicht gesagt, wir hätten niemals daran gedacht, Abg. Hertz ftellt die folgenden Daten fest: Herbst 1919 Bu- das fommunistische System durchzuführen, ich habe gesagt, wir haben weisung von 50 000 m. an den Winzerverband, April 1920 erster niemals daran gedacht, das fommunistische System unter den Weinbezug, Dezember 1920 Zuckerzuweisung, Februar 1921 zweiter jetzigen Berhältnissen durchzuführen. Weinbezug, und folgert aus diesen Daten den inneren zuIch sagte nicht, daß wir eine mittlere Ernte erwarten; ich sagte, sammenhang zwischen der Geschenkannahme und der Zuckerzuweisung. Nachdem noch Geheimrat Jungel als früherer Leiter daß eine gute Ernte vorauszusehen ist. der Reichszuckerftelle erklärt hat, daß er sich gegen folche„ Ciebesgaben" ffets gewandt habe, beschließt der Ausschuß eine nichtöffentliche Gigung, in der Direttor Faust die in der vorigen Sizung abgelehnte Frage vorgelegt wird, an welche beamtete Persönlichkeiten der Winzerverband sonst noch Weinsendungen hat gehen lassen. Der Zeuge erklärt, daß es für ihn eine„ Qual" fet, darüber auszusagen, äußert aber schließlich, daß tein Minister und fein Staatsfetretär fomie fein Beamter des Ernährungsministeriums billige Weinsendungen erhalten habe. " 1. Unbeschadet der für die Beamten bestehenden Berpflichtung, ihre volle Arbeitskraft in den Dienst des Reiches zu stellen, beträgt bie regelmäßige Dauer der wirklichen Arbeitsleistung im Durchschnitt 48 Stunden in der Woche oder 208 Stunden im Monat. 2. Arbeitsunterbrechungen, während deren die Dienst- oder Arbeitsstelle verlassen werden darf( Baufen), gelten nicht als Arbeitszeit. Die Pausen find regelmäßig im voraus zeitlich festzulegen. 3. Arbeitsunterbrechungen, während deren ein Bediensteter ohne wirkliche Arbeitsleistung auf der Dienst- oder Arbeitsstelle anwesend zu sein hat, um nach Bedarf Arbeit zu leisten, werden in der Regel mit höchstens der Hälfte ihrer Dauer auf die Arbeitszeit angerechnet, wenn sie im einzelnen die Zeit von fünf Minuten überschreiten. Soweit Arbeitsunterbrechungen der in Abs. 1 bezeichneten Art nicht im voraus festgesetzt werden können, ist der Durch schnittswert ihrer Dauer zu ermitteln und in der Regel mit höchstens der Hälfte ihrer Dauer auf die Arbeitszeit anzurechnen. 4. Die Frage der Festsetzung einer Höchst grenze für Dienstzeiten, die im Durchschnitt 48 Stunden in der Woche Die Probeehe. Bon einem merkwürdigen Brauch bei den favarischen Eingeborenen berichtet ein Arzt. Nach dessen Angaben wird durch die Verlobung insofern eine Brobeehe geschlossen, als die Braut nach erfolgter Verlobung fofort aus dem Elternhauſe in das sogenannte„ Brauthaus" übersiedelt, wo alle Bräute der Gemeinde bis zur Hochzeit ihre Wohnung finden. Dort darf fie der Bräutigam besuchen und fich längere Zeit allein bei ihr auf halten, um seine zukünftige Frau kennenzulernen. Nach kurzer Zeit wird innerhalb des Brauthauses auf einige Wochen ein gemein fchaftliches Leben gegründet; wenn sich dieses bewährt und Braut und Bräutigam solange gut auskommen, dann erst wird zur offiziellen Eheschließung geschritten. Diese Sitte der Probeehe foll sich so bewährt haben, daß die Javaner feine unglücklichen Ehen oder gar Ehescheidungen aufzuweisen haben. " Landtag und Getreidepreis. Die Im Preußischen Landtag füllten gestern die ersten paar Stunden der Sizung KPD.- Reden gegen die monarchistischen SchupoOffiziere und gegen den Staatskommissar Weismann aus. In der Ernährungsdebatte, die zum Haushalt des Staatsministeriums und des Ministerpräsidenten geführt wurde, sprach zunächst treideumlage fällt in diesen Tagen drüben im Reichstage. Mögen fich Abg. Peters- Hochdonn( Soz.): Die Entscheidung über die Gedie bürgerlichen Parteien darüber fíar sein, daß eine freie Wirtschaft in Getreide jetzt für das Volt, insbesondere seine minderbemittelten Schichten nicht zu ertragen wäre. Sie würde uns der Katastrophe entgegentreiben, wobei die Wellen auch über den Köpfen der Agrarier, allen Machtmitteln des Staates zum Troß, zusammenschlagen wür den, denn gegen Hunger und Verzweiflung ist jede Staatsgewalt machtlos. Der Redner bezieht sich auf die Klarlegung des sozialdemokratischen Standpunktes durch den Reichstagsabg. Kräßig( Soz.). Vor den Drohungen des Reichs- Landbundes und seiner Unterorganisationen darf die Reichsregierung nicht zurückweichen; feine Richtlinien find verbrecherisch.( Sehr wahr!) Fordern sie doch offen zum WiederDer Erkaiser hat bekanntlich seine Memoiren für 250000 stande gegen die Umlage auf. Sollte es in der Frage: Dollar 80 Millionen Mart nach Amerifa verkauft. Det Jeschäft is richtig. Er schrieb ein Buch:" Ich war es nicht!", Der befertierte Hohenzollern, Wofür der Mann in harten Dollern Ein Biertelmillijönchen kricht. Ein Krieg, sofern man's günstig trefft, Das zeigt dies Beispiel uns in Doorn, Der bleibt, auch wenn er ihn verlor'n, Für manchen immer ein Geschäft. Er tauscht die Dollars ein in Gulben Und trägt mit Gott die schwere Schuld Und überläßt in föniglicher Huld Dem Volt die Schulden. Peter Michel. Auswucherung des Volkes oder nicht zum Rampfe tommen, den wir nicht wünschen, dem wir aber auch nicht ausweichen, werden wir die breiten Massen des Voltes hinter uns haben. Lebh. Beifall b. d. Soz.) Abg. Kloft( 3tr.) warnte die agrarischen Krisenschürer, ihr gefährliches Spiel fortzufeßen. Hierauf lies Abg. Schlange( Dnat. Vp.) eine Kriegserklärung gegen die Konsumenten vom Stapel und malte das Gespenst des Ruins an die Wand, wenn es bei der Umlage bleibe. Abg. Schiftan( D. Bp.) sagte gemäßigter Aehnliches, lehnte aber die legten Konsequenzen der agrarischen Politit, wie Lieferstreit usw., ab, die Landwirte würben ihre Versprechungen halten und dadurch eine Zwangsumlage unnötig machen. Ministerpräsident Braun: Der Wechsel im Staatsfommissariat für Boltsernährung brauchte nach der Verfassung dem Landtage nicht zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Ernennung berührt die Zuständigkeit des Landwirt Die Festvorstellung für die Nickelt- Stiftung findet am Donners- schaftsministers gar nicht. Gegen die Landräte in Pommern, die tag, 11 Uhr nachts, im Deutschen Theater statt. Gegeben wird der Biber- nach Angabe des Abg. Schlange( Dnat. Bp.) auf harmlose Leute pela", größtenteils in der ersten Besetzung. Ernst Tollers Maschinenstürmer" ein Drama aus der Ludditen Bewegung in England, gelangt im Großen Schauspielhause am 30. b. M. zur Uraufführung. Carl Clewing wurde für das Sommergastspiel im Schauspielhaus („ Die beiden Nachtigallen") für die Tenorpartie engagiert. Das neue Schloßmuseum in Dresden. Die feit 1918 unzugäng lichen Innenräume des Schlosses sind jetzt wieder dem Publikum geöffnet worden, und zwar so, daß die Besucher sich frei bewegen fönnen. Prof. Sahnel, der Leiter des historischen Museums, hat im Auftrage der Regierung die Ordnung und Neuaufstellung der Einrichtung durchgeführt. Streifende Lichtspieltheater. In München steht die Schließung der Lichtspieltheater zum 1. Juli bebor. Als Ursache diefer Betriebsschließung geben die Unternehmer die hohe städtische Lustbarkeitssteuer an. Das metrische Maß in Rußland. Auf Grund des Dekrets des Rates der Volfskommissare ist die Einführung des metrischen Maßsystems endgültig bis zum 1. Januar 1927 hinausgeschoben worden. Bis dahin joll es in ganz Rußland allmählich eingeführt werden. Ich sagte auch nicht, daß Lenin an schweren Depressionen leidet; ich sagte, daß er infolge von Schlaflosigkeit eine Beitlang deprimiert gewesen ist." Wir wünschen im Interesse des russischen Bolfes und der gesamten Weltwirtschaft, daß sich die Prophezeiung Tschitscherins über den Ertrag der kommenden Ernte bewahr heitet. Wir wünschen ferner aus rein menschlichen Gründen, daß sich der Zustand Lenins weiter bessere. Wir glauben aber nicht, daß die tatsächlichen oder vermeintlichen Unrichtigkeiten in der Wiedergabe der Unterredung mit Tschitscherin in bezug auf diese beiden Punkte eine Berichtigung lohnten. Was die Ergänzung anlangt, wonach die Sowjetregierung nur unter den jezigen Umständen" niemals daran gedacht hätte, das kommunistische System durchzuführen, so gestatten wir uns auf eine amtliche Broschüre hinzuweisen, die in Genua von der Sowjetdelegation verbreitet wurde und in der es heißt: ,, Es wäre falfch, zu glauben, daß die vollständige Berstaatlichung des Wirtschaftsapparates, so wie sie in den ersten drei Jahren der Sowjetherrschaft allmählich vollzogen wurde, nach einem im poraus entworfenen Plan geschah. Im Gegenteil war die Verstaatlichung des Handels und der Industrie... weniger ein sozialistisches Experiment", als eine Kette von politischen und militärischen Maßnahmen, die sich nach und nach unter dem Drud gebieterischer Verhältnisse ereigneten und die im Grunde genommen nur die Erhaltung der Revolution und des Staates bezweckten. Damit hatte die Sowjetdelegation vor den versammelten europäischen Regierungen gerade das zugegeben, was Tschitscherin jetzt durch diese Berichtigung" abzuschwächen bemüht ist. Und nun zu der Erklärung, wonach Somjetregierung und Dritte Internationale zwei ganz getrennte Dinge sind. Diese Behauptung ist nicht neu, und sie wird bei denjenigen, die sie wieder einmal zu lesen bekommen, dasselbe ironische Lächeln hervorrufen, wie bei Tschitscherin, als er sie niederschrieb. Machen wir uns doch gegenseitig nichts vor! Die ganze Dritte Internationale ist eine Filiale und ein Werkzeug der Moskauer macht haber. Oder will die Sowjetregierung auch das bestreiten? Dann mag sie uns einmal erflären, von wem die Dritte Internationale die Gelder bezieht, die sie für die kommunistische Propaganda in Rußland und vor allem im Ausland ausgibt. Erst wenn uns Tschitscherin den Nachweis erbracht haben wird, daß diese Gelder nicht von der Sowjetregierung stammen, erst dann werden wir ähnliche Berichtigungen" ernst nehmen können. " Lösung der polnischen Krise. geschossen haben sollen, kann ich erst etwas unternehmen, wenn disziplinarisch zu bestrafende Bergehen festgestellt sind. Ich bin als Ministerpräsident nicht der Borgesetzte der Ressortminister. Für Warschau, 19. Juni.( DE.) Da die für und wider Pilsudski Angelegenheiten ihres Ressorts find sie selbständig und nicht dem Ministerpräsidenten, sondern dem Parlament verantwortlich. Die stehenden Kräfte im polnischen Sejm sich einigermaßen die Wage Angriffe des Abg. Schlange gegen den Oberpräsidenten von Bommern halten, so ist es unerwartet schnell zu dem Versuch einer Komfind unberechtigt. Als erster Beamter der Provinz ist er nicht Re- promißlösung gekommen. Zunächst hatte sich ein neuer Block der präsentant irgendeiner Berufsgruppe, sondern Repräsentant der Rechten und des rechten Zentrums gebildet, der die Belvedere. preußischen Staatsregierung. Solange er dort feine Tätigkeit im Barteien mit geringer Mehrheit überstimmte und dem Staatschef Einklang mit den politischen Richtlinien der Staatsregierung hält, das Recht der alleinigen Initiative bei der Berufung der Regierung liegt keine Veranlassung zu Aenderungen vor.( Sehr wahr!) Darauf sprach der Ministerpräsident über die Getreideumlage; absprach. Daraufhin verzichtete der Staatschef überhaupt darauf, feinerseits einen Kandidaten für den Posten des Premierministers diese Ausführungen stehen an anderer Stelle des Blattes. zu benennen und überlies dies dem zu diesem Zwed neugebildeten Nach dem Ministerpräsidenten sprach Landwirtschaftsminister Dr. Wendorff, ohne Wesentliches zu Hauptausschuß des Sejms. Dieser defignierte nun auf Antrag Nach einer Rede des Abg. Jürgenjen( U.Soz.) vertagte das Stulftis mit 299 gegen 98 Stimmen Pr3atowski zum MinisterHaus die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr. Schluß 5 Uhr. präsidenten. sagen. Gewerkschaftsbewegung Was Moskau alles erfordert. Der felige Sigl fagte von den Zentrümlern: Sie fügen wie die Teufel und schwindeln wie gedruckt." Was würde er erst gesagt haben, wenn er unsere sogenannten Kommunisten gekannt hätte! Liest man das von Moskau geistig" und materiell ausgehaltene Berliner Blatt, dann fragt man sich manchmal, ob die Leute, die nach den Vorschriften von Moskau zu schreiben haben, ihre Lejer für komplette Idioten halten. In der Abendausgabe vom Dienstag verwendet die Berliner Ausgabe der„ Prawda" beinahe eine Spalte, um die Rede des Genossen Leipart in Ergänzung des Berichts des Bundesvorstandes zu kritisieren". Wenn man so sagen kann. In geistige Unkosten stürzen sich die Bolschewisten nicht. Aber es tommt sehr hübsch. Das Russenblatt zitiert nach unserem Bericht einige Säße Leiparts, und zwar u. a. folgenden: ,, Darum gibt es für die Arbeiterschaft fein anderes Mittel, als aus der tatsächlichen Not und nicht aus Ueber mut heraus immer neue Lohnforderungen zu stellen." ( Bon dem Kommunistenblatt in Sperrbrud hervorgehoben.) An diese Feststellung Leiparts gegenüber den Behauptungen der Reaktion, knüpft das zitierte Blatt folgenden Kommentar: Jeder Arbeiter wird sich mit Erstaunen fragen, wer denn je aus Uebermut heraus gestreift hat Aber diese reformistischen Bureaufraten gehen so völlig in der Gedankenwelt der Arbeitsgemeinschaften auf, daß sie sich der Argumente der Unternehmer zu eigen machen und dabei nicht einmal wissen, wie weit sie sich vom Klassenkampf des Proletariats entfernt haben." Diese fauftdice Umdeutung einer so völlig Maren Burudweisung der reaktionären Angriffe übersteigt an Unverfrorenheit alles, was mir von den Bolschemisten bisher erlebt haben. Was man den bedauernswerten Lesern dieses Schundblattes zumutet, geht wirklich auf teine Kuhhaut. Der Rest der Kritit" ist von ähnlichem Kaliber. Betriebsräte! Monat Sumt ble Lohnfäße zu regen, was auch geschehen ist. Für 30 Prozent auf ble bestehenden Löhne abgelehnt und nur eine Zus Juli wurden weitere 150 M. für Männer und 115 M. für Frauen lage von 3,50 M. geboten, so daß der Stundenlohn von 24,50 m. zugestanden. fich auf 28. stellen würde. Das wurde von den Vertretern der In einer überaus start besuchten Versammlung in den Zentral- Arbeiter abgelehnt. In einer Malerversammlung, die am 16. d. M. Festfälen berichtete vom Deutschen Transportarbeiterverband P. Lie- stattfand, wurde ein Antrag angenommen, eine zweite Versammbenow. In der Diskussion, die sehr eingehend und auch sachlich lung nach der Brauerei Friedrichshain einzuberufen, um hier die war, wurde vielfach moniert, daß die neu vereinbarten Lohnfäße Entscheidung der ganzen Kollegenschaft herbeizuführen. immer noch nicht den Zeitverhältnissen genügend Rechnung tragen; Nachdem Böher die Sachlage eingehend dargelegt hatte, dies um so weniger, da für die hergestellten Waren ganz erheb- wurde zur Aussprache geschritten, in der sich alle Redner entschieden iche Aufschläge gemacht worden sind. In der darauf stattgehabten für Eintritt in den Streit, und zwar für den allgemeinen Streif Abstimmung wurde die neue Vereinbarung alsdann mit großer im ganzen Malergewerbe erklärten. Die Abstimmung mittels bandsbureau, Engelufer 24/25, 3immer 38, gegen Vorzeigung des Stimmen, davon für den Streit 1700, gegen den Streit 130. Un. Majorität angenommen. Gedruckte Exemplare sind im Ver- Stimmzettels ergab folgendes Resultat: Abgegeben wurden 1842 Mitgliedbuches zu haben. gültig waren 3, unbeschrieben 9 Stimmzettel. Der Streit ist also gegen einige Stimmen beschlossen worden. Wünsche der Schuhpolizei. In einer Versammlung der Bezirksgruppe Groß- Berlin des Preußischen Bolizeibeamtenverbandes, die am Dienstagabend in der Bockbrauerei stattfand, sprach Generalsekretär Dr. Frante über die Neuordnung der preußischen Polizeien nach der Note vom 25. Mai 1922. Steinarbeiter! Der Streif der Steinmeße( Baubranche) ist am 20. Juni mit Erfolg beendet. Die Arbeit wird am 21. Juni geschlossen wieder aufgenommen und beträgt von da ab der Stundenlohn für Steinmege 36 M., für Hilfsarbeiter bei einer Beschäftigungsdauer im Beruf bis zu 6 Monaten 26 M., über 6 Monate 31 M. Die Streilleitung. Die Ortsverwaltung. Der Vortragende wies darauf hin, daß diefe Note des Feindbundes einen Ministerialerlaß zur Folge hatte, nach dem der Aufbau unserer Polizeiorganisationen auf den 1913 bestandenen zurüdgeführt werden soll. Damit werde eine Wandlung vollzogen, die Handelshiffsarbeiter im Einzelhandel. Rechtsverbindlicher der Auffassung des Reichsverbandes der Polizeibeamten wesentlich Tarifvertrag. Der am 31. März vereinbarte Lohntarif für die näher tomme. Aber der preußische Erlaß enthalte eine Lücke gegen Monate März- April ist vom Reichsarbeitsministerium für allgemein über Aenderungen, die man in anderen deutschen Staaten vor- verbindlich erklärt. Die Verbindlichkeit beginnt mit Wirkung vom gesehen habe, in denen die öffentlich- rechtliche und wirtschaftliche 1. März 1922. Sicherstellung der Polizeibeamten vorgesehen ist. Dem Ausschuß des Reichsrats haben wir unsere Auffassung dargelegt und ich habe band, Zimmer 31, unter Vorzeigung des Mitgliedsbuches zum Preise Die Tarifverträge sind im Deutschen Transportarbeiter- Ber dabei bemerken können, daß nunmehr der Bayerische Landesver- von 50 Pf. erhältlich. band sich unserer Reichsorganisation und damit unserem Programm angeschlossen hat.( Lebhafter Beifall). Auch von dem preußischen Mährisch- Ostrau beabsichtigen Ueberschichten hier Entlaffungen dort. Nach Berichten aus Entwurf ist zu fordern, daß die Polizeibeamten in das Berufs- schwierigen Absatzes die Entlassung der Hälfte der Ardie Kohlengruben infolge beamtentum eingegliedert werden. Dann wird auch bei den Polizeibeamten endlich das Gefühl der Ruhe und Sicherheit eintreten. Grubenleute. Auch der Rest der Belegschaft soll nur noch zwei beiter deses Reviers. Es handelt sich um mindestens 20 000 ( Lebhafter Beifall). Tage in der Woche fördern, wenn sich die Regierung nicht zu einer Ermäßigung der Kohlensteuer entschließt. Krone sind die tschechischen Kohlenreviere nicht mehr konkurrenzInfolge der Marfentwertung und des Steigens der tschechischen Hierauf sprach Oberwachtmeister Dehn über die Forderungen für die Neuordnung der Besoldung im Jahre 1923. Der Redner erflärt unter Hinweis auf die Preise aller notwendigen LebensUm die Erfassung fämtlicher in die Aufsichtsräte delegierten Be Besoldung auszufommen. bedürfnisse, daß es den Polizeibeamten unmöglich sei, mit ihrer iriebsräte zu ermöglichen, damit sie eingehend mit ihren Aufgaben Oberwachtmeister Klenz sprach alsdann über die Heiratsvertraut gemacht werden können, fordern wir umgehend die Zuordnung für die Schuhpolizei, bezw. den Befehl des Kommandeurs fendung der Adressen der gewählten und der in Aussicht genom- Kaupisch. Wirtschaftliche Gründe und auch die Schwangerschaft menen BR.- Aufsichtsratsmitglieder unter Beantwortung folgender der Braut sollen als triftige Gründe für die Befürwortung eines Heiratsgesuchs nicht anerkannt werden. Nun solle allen Beamten, die dem Einzeldienst zugeführt werden, die Erlaubnis erteilt merden. Wir haben den Antrag gestellt, daß den Beamten freigestellt werden möge, in der Kaserne wohnen zu bleiben, die Wohnung aber als Brinatwohnung zu betrachten. Das dürfte wesentlich zur Lösung der Heiratsfrage beitragen. Fragen: 1. Industriegruppe, 2. genaue Adresse des Betriebes, 3. Adresse der Kollegen, 4. Name der Organisation, welcher die einzelnen Kollegen angehören. Wir fordern dringend die gesamten Betriebsräte und die Belegschaften auf, dafür Sorge zu tragen, daß uns bis spätestens Sonnabend, den 24. Juni, diese Mitteilungen zugehen. Freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezirk Groß- Berlin, Engelufer 24/25, 2. Hof, I. Versammlung der Glaser. fähig. Italienischer Metallarbeiterstreif. Ein nach Mailand einberufener Kongreß des italienischen Metallarbeiterverbandes hat mit 47 000 gegen 37 000 den Streif der Metallarbeiter in ganz Italien beschlossen. Die Absicht der Kommunisten, den Generalstrekk auf alle Arbeiterkategorien auszudehnen, drang jedoch nicht durch. Der Streit soll, falls es nicht vorher noch zu einer Einigung fommt, am 1. Juli beginnen. . lung Mittwoch 5 Uhr in den Brachtfälen Alt- Berlin, Blumenstr. 10, Bericht Zentralverband der Angestellten. Zigaretten- Industrie. Mitgliederversamm über die Berhandlungen für Juni. Gäste fönnen eingeführt werden. Gewerkschaftskommiffion, Unterfommission Steglig. Donnerstag abend 1/8 Uhr im Gymnafium, Stegliz, Heeseftraße: Gewerkschaftsversammlung der Unterkommiffion Steglis. Tagesordnung: Das neue Arbeitsrecht. Referent Genosse Burge follegen haben Zutritt. Folgende Resolution wurde nach der Aussprache einstimmig angenommen:„ Die Umorganisation der Polizei beseitigt den seitherigen Zustand der Kasernierung und damit die Notwendigkeit einer Be- meister. Ale Funktionäre sowie Betriebsräte müssen erscheinen. Gewerkschaftsschränkung der Heiratserlaubnis. Die heute in der Bockbrauerei versammelten Schuhpolizeibeamten fordern daher die Aufhebung der Heiratssperre und Erteilung der Heiratserlaubnis nach Ablauf des 5. Dienstjahres bezw. mit Erreichung des 25. Lebensjahres. Sie hoffen, daß das Ministerium sich dieser berechtigten Forderung nicht verschließen, sondern nunmehr auch den Schuhpolizeibeamten in dieser Beziehung die Rechte der übrigen Staatsbeamten verleihen wird." Streit der Jalousiearbeiter. AfA- Funktionäre der Metall- Industrie. Donnerstag abend 8 Uhr Germaniasäle, Chauffeestr. 110, Bersammlung. Apollo- Saal der Neuen Philharmonie, Köpenider Str. 96-97, Versammlung. ASA- Mitglieder der Gesundheitsindustrie. Donnerstag abend 8 Uhr im Deutscher Transportarbeiterverband. Branche 3b, Gruppe Alt- Metall. Donnerstag abend 6 Uhr bei Fenfara, Melchiorstr. 15, Gruppenversammlung. Bericht von den Verhandlungen. Cattler, Tapezierer- und Portefeuiller- Berband, Ortsverwaltung Berlin. Am Sonnabend, den 24. Juni, findet von mittags 12 Uhr bis abends 6 Uhr in folgenden acht Lokalen die von der Generalversammlung vom 15. Juni be schlossene Urabstimmung über Festsetzung der Lokalzuschläge statt, und zwar sollen diese ab 3. Juli betragen: für die 6. Klasse 1 M., 5. Klasse 2 M., 4. Klasse 3 M., 3. Klasse 4 M., 2. Klasse 5 M. und 1. Klasse 6 M. Für Neukölln: für Berlinn.; Dahms, Schlegelitr. 9;, für Berlin GO.: Bieberstein, Adalbert. Schmidt, Münchener Str. 23; für Berlin D.: Krumbach, Warschauer Str. 61; ftraße 59; für Berlin SW.: Rathmann, Wilhelmstr. 118; für Berlin S.: alude, Ritterstr. 32; für Charlottenburg: Jakob, Bismardstr. 38; für Schöne feinen Beiträgen im Rückstand ist, hat lein Stimmrecht. berg: Storbed, Albertstr. 11, Ede Ebersstraße. Wer 8 Wochen und länger mit Arbeitslose und Streikende haben ihre beiden Kontrolltarten als Legitimation mitzubringen.n Verbandsbücher und Kontrolitarten werden im Abstimmungslotal abgestempelt. die ihren Verpflichtungen in der Beitragszahlung oder Legitimation nicht nach Die Abstimmungsleiter find angewiesen, jeden Kollegen oder jede Kollegin, tommen, von der Wahl auszuschließen. Die Fortsetzung der am 15. Juni ver. tagten Generalversammlung findet am Donnerstag, den 29. Juni, abends 7 Uhr, Die Glaser hielten gestern abend im Gewerkschaftshaus ihre Mitgliederversammlung ab. Dem Bericht der Verwaltung, den Burfürst gab, ist zu entnehmen, daß die Gewerkschaftskommiffion mit Zustimmung der drei fozialistischen Parteien eine Filmbühne gegründet hat. Das Eintrittsgeld beträgt 5 M. Ferner wurde gegründet eine Arbeitsgemeinschaft Der Kinder- Die Arbeitnehmer in der Jalousiebranche, welche dem Deutfreunde, um den proletarischen Rindern ohne Entgelt Erholung schen Holzarbeiterverband angeschlossen sind, befinden sich seit Monund Spiel zu schaffen. Die Gewerkschaftskommission hat 10 000 m. tag im Streit. Die Ursache des Streits liegt in dem ablehnenden zur Verfügung gestellt. Die übrigen Gelder sollen durch Sammel- Verhalten der Arbeitgeber, die die tariflichen Löhne des Holzgewerlisten in den Gewerkschaften und Borteien aufgebracht werden. bes nicht anerkennen wollen, wozu fie durch einen Schiedsspruch Ueber das Reichsmietengesetz referierte Burfürst. Der Bericht im Schlichtungsausschuß Groß- Berlin verpflichtet worden sind. Da von der Tariffommission über das neue Lohnabkommen eine geschlossene Organisation für den Arbeitgeberkreis nicht besteht, murde von Burfürst gegeben. Die Forderung von 35 m. pro mußte betriesweise vorgegangen werden. So fam es, daß Stunde wurde von den Unternehmern abgelehnt. Es wurden nach eine größere Anzahl Arbeitgeber den gefällten Schiedsspruch ohne langwierigen Verhandlungen 20 m. zugestanden. Die Verhand- weiteres anerkannte, wogegen die Firmen H. Freese, Niederlungen wegen der Hilfsarbeiter wurden rund abgelehnt, da nicht schönhausen, Blankenburger Straße 37, 2. Salewski, Schöne- findet bei Sorader, Alte Schönhauser Str. 24, eine Gigung des Kartellvor Kartell der 8igaretten- Industrie. Am Montag, den 26. Juni, 4% Uhr, der Glaser, sondern der Transportarbeiterverband zuständig fei. berg, Mühlenstr. 8, A. Wohlfahrt, Steglitz, Bergstr. 92, Re- standes mit Beirat statt. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu einem neuen Als aber der Transportarbeiterverband Verhandlungen nachsuchte, genstein, Neukölln, Hermannstr. 158, Samson, Charlotten- ohnabkommen. 2. Wahl des Kartellvorstzenden. ging ihm der Bescheid zu, daß die Arbeitgeber Verhandlungen ab- burg, Dantelmannstr. 37, A. Laußte, Schmidtstr. 3, es ablehnten, lehnen Jetzt soll vor dem Schlichtungsausschuß verhandelt werden. Die Versammlung stimmte den Vorschlägen der Verhandlungsdiesen Schiedsspruch zu erfüllen. Commission zu mit der Maßgabe, daß die von der Bertrauens männerfonferenz aufgestellten neuen Forderungen auf 35 M. fofort eingereicht werden. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß die Streifunterstützung erhöht, die Arbeitslosen- und Krankenunterstützung wie bisher bestehen bleibt. " P Zum Schluß forderte der Bersizende die Kollegen auf, die Arbeiterpreffe zu lesen. Dabei machte sein kommunistisches Herz einige verzweifelte Sprünge, als er auf den„ Borwärts zu sprechen fam. Daß der Vorwärts" ausgezeichnet redigiert wird, gab er unumwunden zu, aber wenn schon Arbeiter den„ Borwärts" lesen, dann sollten sie besonders die Parlaments- und Stadtverordnetenberichte recht sorgfältig, nicht oberflächlich, sondern gut zwischen den Zeilen lesen.( Auch die filometerlangen Reden der Kommunisten. Die Red. des Vorwärts.) " Die Juni und Juli- Löhne für Kellerarbeiter. Für die in den Weingroßhandlungen sowie Likörbetrieben be schäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen, Kutscher und Kraftwagenführer, welche im Deutschen Transportarbeiterverband organisiert sind, wurden mit Rücksicht auf die Verhältnisse neue Lohnforderungen gestellt. Verlangt wurde zu den Mai- Löhnen ein Zuschlag von 400 Mark für männliche und 300 M. pro Woche für weibliche Arbeiter. Die Berhandlungen mit dem Arbeitgeberverband für die GetränkeIndustrie gestalteten sich diesmal schwieriger, weil diese nur ganz geringe Zuschläge angeboten haben. Da die Zuschläge nicht befrietigten, wurde nach gegenseitiger Bereinbarung vom Arbeitgeber verband der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin zur Entscheidung angerufen. Am 16. d. M. fanden dort Verhandlungen statt und wurden im Durchschnitt 235 M. pro Woche für Männer und 180 M. für Frauen zugestanden. Gleichzeitig wurde angeregt, auch für den ausschusses nimmt die Firma A. Wohlfahrt u. Co., Steglig, Eine sonderbare Stellung zu der Entscheidung des SchlichtungsBergstraße 92, ein. Diese lehnt den Spruch deswegen ab, weil die Beisiger der Kammer angeblich aus der Möbelindustrie stammen, rechnet, mit denen sich die Branche nicht auf die gleiche Stufe welche nach Angabe des obigen Herrn mit Ronjuntturgewinnen stellen könne. Außerdem polemisiert der Herr gegen den Schrift führer des Verbandes, welcher an den Verhandlungen teilnahm. geschlossen sind, Festlegungen in feinen Sagungen hat, daß er keine Weiter wird gesagt, daß der Verband. dem die Fabrikanten anBerechtigung habe, Abmachungen mit den Arbeitnehmern zu treffen. Aus dieser Bekanntmachung ist zu entnehmen, wes Geistes Kind diese Organisation ist. Die Streifenden werden dazu beitragen, daß diese vorsintflutlichen Statuten beseitigt werden. Die sich im Ausstand befindlichen Jalousiearbeiter warnen daher vor irgendwelchen Arbeitsangeboten bei obigen Firmen, und erwarten vollste Solidarität der übrigen in Betracht kommenden Arbeiterschaft. Sämtliche Arbeitnehmer, welche unter den neuen Tarifbedingungen in Arbeit stehen, erhalten eine Arbeitsberechtigungsfarte, die mit dem Organisationsstempel und dem Namenszug der Streitleitung versehen ist. Die Arbeitnehmer, welche sich nicht im Besitz einer solchen Karte befinden, sind Streitbrecher. Streikbeschluß der Maler. Jm großen Saal der Brauerei Friedrichshain waren am Dienstag mittag die Maler Groß- Berlins so zahlreich versammelt, daß der weite Raum kaum Plaz genug bot, die Anwesenden alle aufzunehmen. Es handelte sich darum, über den Streit endgültig Befchluß zu fassen. Wie wir bereits im„ Borwärts" berichten fonn= ten, haben die Arbeitgeber die Forderung eines Zuschlags von bei Bocker, Weberstr. 17, statt. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An. Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Hierzu 1 Bellage. CONT Für jeden Schuh nur Continental- Absätze und Sohlen. Sie sind geschmeidiger und sparsamer als Leder, machen den Gang leicht und schonen die Nerven. Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher Ontinental Absätze und Schlen So gut wie Continental- Relfen! SUNLICHT SEIFE SUNLICHT SEIFE isteine billige Seife, denn sie macht nur ein leichtes und kurzes Verreiben notwendig, um eine Menge Schaum zu liefern, der allen Schmutz leicht entfernt. Nr. 288 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Straßenbahnfahrpreis 4 Mark! Große Mehrheit für die Erhöhung des Straßenbahntarifes. Mittwoch, den 21. Juni 1922' geftattet, die zeitliche Beschränkung der Fürsorge allgemein duch zuführen. Zwar verlangt die Verordnung nicht ausdrücklich, daß, der Erwerbslose, der die Fürsorge wieder in Anspruch nimmt, in der Zwischenzeit ständig gearbeitet bat. Die Fürsorgestellen sollen aber, wo sie die Unterstügung wieder gewähren, forgiam prüfen, ob und wie lange der Erwerbslose in den 26 unterstügunge freien Wochen Arbeit geleistet hat. Hat er nicht oder nur Deutschnationale und Kommunisten gingen in der gestrigen Die Abstimmung über die Vorlage wegen mit Unterbrechungen gearbeitet, so muß die Fürsorgestelle die Stadtverordnetensizung wieder Arm in Arm. Vereint Gründe feststellen, aus denen dies geschehen ist. Ein Erwerbsloser, Feftfehung eines einheitlichen Fremdenschulgeldes, der bei der Lage des Arbeitsmarktes, wie sie seit dem Herbst fämpften sie gegen die Erhöhung des Straßenbahn- wobei sich Genosse Dr. Lohmann gegen den Ausschußvorschlag besteht, in dem größeren Teil der 26 Wochen nicht gearbeitet hat, tarifes, und zu ihnen hielt als Dritter im Bunde das Grüppchen auf Verdoppelung dieses erhöhten Fremdenschulgeldes für die Kinder wird in der Regel nicht die Arbeitsfähigkeit oder die Arbeitsder Wirtschaftspartei. Wie der Straßenbahnbetrieb bei der fort- nicht naturalisierter Eltern aussprach, wurde ausgesetzt. Eine weit- willigkeit besigen, die gegeben sein muß, damit die Erwerbslosenschreitenden Ausgabenfteigerung ohne entsprechende Einnahme- schichtige Aussprache fnüpfte sich noch in später Stunde an die zum fürsorge wieder für ihn eintreten fann. Ihm wird also in der vermehrung noch aufrecht erhalten werden soll, darum machten sich Teil schon monatelang zurückliegenden Anträge der Wirtschaftspartei Regel die Unterstügung zu versagen sein. die Unentwegten" feine Sorge. Demagogische Absichten zur Wohnungs- und Mietpreisfrage. An der Erörte= beherrschten die äußerste Rechte ebenso wie die äußerste rung beteiligten sich u. a. Dörr( Komm.), Wildegans( Soz.), Linke. Zwischen ihnen und gegen sie stand diesmal eine„ Koa- Radtke( U. Soz.), Fedler( Dnat.) und Stadtrat Wuzfy; anlition" aus der Deutschen Volkspartei, den Demokraten, dem Zen nachdrücklich dahin zu wirken, daß der übergroße Zuzug genommen wurden die Ausschußanträge, den Magistrat zu ersuchen, frum, den Sozialdemokraten und den Unabhängigen. Die Ein- nach Berlin mit allen Mitteln eingedämmt und die sichtigen, die es nicht zum völligen 3usammenbruch Siedlungstätigteit, nicht durch zu scharfe Ereiner für die Bevölkerung der Vier- Millionen höhung der Vororttarife erdrosselt wird, außerdem Gemeinde Berlin unentbehrlichen Berkehrs ein Antrag der D. Bp., der gegenüber dem Mißbrauch der Erterrieinrichtung tommen lassen wollen, hatten die torialität zugunsten von Ausländern durch das Auswärtige Amt bei Mehrheit. der Wohnungsbeschaffung auf die Innehaltung der gesetzlichen Borschriften drängt. Schluß nach 210 Uhr. In der gestrigen außerordentlichen Sitzung richtete der Vorsteher Dr. Caspari vor Eintritt in die Tagesordnung namens der Reichshauptstadt Worte des Abschieds an die Oberschlesier, die jetzt durch den Machtspruch der Entente vom Mutterlande abgetrennt worden sind. Mit den Bürgerlichen hörten auch die Sozialdemo= fraten die Ansprache des Vorstehers stehend an; ihr folgte lebhafter Beifall der Bürgerlichen. Die Komm sten dagegen, die schon die Worte des Vorstehers mit lärmenden Unterbrechungen begleitet hatten, hielten nachher für angezeigt, durch Dr. Rosenberg einen Brotest gegen den vom Vorsteher angeblich unter Mißbrauch der Geschäftsordnung inszenierten nationalistischen Rummel" einzu legen. Sonntagsruhe im Vorort. Ein geheimnisvoller Aktendiebstahl. Die Hintermänner bleiben im Dunkeln. Laie auch niemals weiß, wie es zugeht, wurde man in einem An die scheinbar unerflärlichen Zauberkunststüde, bei denen der Prozeß erinnert, der gestern unter Vorsitz des Amtsgerichtsrats Dr. Neumann das Schöffengericht Berlin- Mitte beschäftigte und in dem es sich um das eigentümliche Verschwinden von Personal- und Borstrafenatten handelte. Wegen Beihilfe zum Bergehen gegen den § 133 EtGB.( Entwendung aus amtlichem Gewahrsam) war der 27jährige Kaufmann Gerhard Senger angeflagt. Wie noch erinnerlich sein dürfte, erregte es seinerzeit größtes noch, draußen im Vorort ein Heim zu erwischen. Und dann tamenwald Franz schwebenden Strafperfahren wegen Kurz bevor die große Wohnungsnot einsetzte, gelang es uns Aufsehen, daß im Januar d. J. in bem gegen den Kaufmann die Freunde und Bekannten und Verwandten und sahen und Sittlichkeitsverbrechens plöglich die Akten ver fritisierten und immer wieder hieß es: Nein, diese Ruhe, diese Stille, Staatsanwalt, überbrachte ihm seine eigenen Akten mit dem Beschwunden waren. Franz selbst erschien dann bei dem dieser Friede! Wie gut Sie es haben. Hm! So fern der Groß- merken, daß sie ihm von dem jetzigen Angeklagten Senger zum stadt und doch so nah. Kaufe angeboten worden seien. Die gestrige Verhandlung begann Zunächst also hatten wir übersehen, daß sich in drei Minuten mit einem charakteristischen Zwischenfall. Auf die Frage des BorDie Erhöhung des Straßenbahntarifs von 3 auf Entfernung ein Tanzlokal befand. Sonntags und oft auch Sonn- fizenden, ob er vorbestraft set, verneinte Senger dies. Staats4 M. ist nach ausgedehnter Erörterung nunmehr befchloffen abends geht es da laut und lustig zu. Die Jugend kreischt und anwaltschaftsrat Dr. Rombrecht gab hierauf folgende Erklärung worden. In der Ausschußberatung war es gelungen, über die Vorzu verhelfen: Die Ermäßigung des Tarifs für Kinder unter die Wette. Am Sonntag vormittag findet sich bereits ein mufi- geklagten bei dem Polizeipräsidium und auch die lage hinaus einigen weiteren sozialen Vergünstigungen zum Erfolg schreit und jauchzt und johlt die ganze Nacht mit der Trompete um ab: In dieser Sache sind die merkwürdigsten Dinge passiert. Es hat sich herausgestellt, daß die Personal atten des An14 Jahren auf 2 M. soll auch wirtschaftlich Unselbständigen( Lehr- falisch begabter junger Mann ein, der mindestens drei Stunden lang eigentlichen Gerichtsaften verschwunden waren. lingen und Schülern) innerhalb vier Wochen gewährt werden, auf seiner Mundharmonika den ganzen deutschen Volksliederschatz führte der Anklagevertreter weiter aus, in sämtlichen Gefängnissen Er habe nun, so für den Binnenverkehr der Vorortbahnen, für die der 3- M.- fast ohne Atem zu holen herunterbläst. Wahrlich ein Kunststück. An nachgeforscht und auch hier festgestellt, daß die BorstrafTarif bestehen bleiben soll, wird der Magistrat um Ermäßigung schönen warmen Abenden kommt derselbe junge Mann zu einem aften verschwunden sind. Dagegen habe sich zufällig in dieses Fahrpreises auch für Einzelfahrscheine ersucht, und schließlich etwas entfernter liegenden Lokal und spielt dasselbe Programm, nur den Akten des Paul Senger, der ebenfalls vorbe. soll der Ausschuß sofort die Anträge auf in anderer Reihenfolge. Es ist, mit einem Wort, einzigartig. Noch straft ist, ein Brief des Angeklagten gefunden, den dieser aus Ermäßigung der Fahrpreise für Kriegsbeschädigte etwas weiter entfernt geht die Bahn vorbei. Alle Stunde fahren erst gab Genger zu, wegen Diebstahls mit 14 Jahren Gefängnis Angesichts dieses Beweisstücks prüfen und noch im Juni dem Plenum berichten. Aus der heutigen wohl an die 15 Züge, macht von morgens 5 Uhr bis nachts 1 Uhr vorbestraft zu sein und ließ auf die ernstlichen Ermahnungen des Berhandlung ergab sich, daß entgegen ihrer bisherigen Stellung 300 Büge, am Sonntag 100 Proz. Zuschlag. Es kommt aber Borsigenden durch seine Verteidiger erklären, daß er ein offenes nahme sowohl die Deutsche Volkspartei und die Demokraten als auch die Unabhängigen diesmal ihr Votum für die verbesserten Magistrats- darauf an, wie der Wind steht. Manchmal hört man nur ein Geständnis ablegen wolle. Er erklärte darauf, daß er von zwei vorschläge abgaben, so daß ihre Annahme mit großer Mehrheit ge- gleichmäßiges dumpfes Summen und Rummeln, manchmal aber elegant gefleideten Männern im Café Rumpelmeyer fichert war. Auf dem Standpunkt unbedingter Ab- auch das Aufsetzen jeden Rades auf jeden Schienenkopf. Dazu dann am Kurfürstendamm angesprochen worden sei, daß in der lehnung verharrten die Deutfchnationalen, die an Sonntagen das herrliche Knallen der Schießprügel der emfigen Sache Franz viel Geld zu verdienen sei, wenn Kommunisten und die Wirtschaftsparteiler. Für Schüßenbrüder, das Schmettern der Tanztrompete und das liebens- es gelänge, die Aften zu beschaffen. Er habe den Justizobersekretär die U. Soz. ist nach der Darlegung ihres Vertreters Reuter die würdige Gebrüll der tanzluftigen Jugend. Härtel bei der Staatsanwaltschaft in der Rolle des Bruders einer grundsätzliche Erwägung ausschlaggebend gewesen, daß die Eram nächsten Tage im Café Tiergarten in der Turmstraße die Atten Aften find. Dies hatte er den Hintermännern mitgeteilt, die ihm Zeugin in Sachen Franz aufgesucht und dabei erfahren, wo die zeigten und sie ihm im Café Rante aushändigten, wohin er Franz bestellt hatte. Wer diese beiden Hintermänner sind, wollte der Angeklagte trotz aller gütlichen Einwirkungen des Amtsrichters Dr. Neumann nicht sagen. Der Zeuge Franz befundet unter Eid, daß er nur zum Echein auf die Sache eingegangen sei. R.-A. Müller- Stromener, bei dem sich die beiden unbedaß er die Namen der beiden Täter verschweigt, im übrigen aber fannten Hintermänner seinerzeit gemeldet hatten, macht von der ihm zustehenden beruflichen Schweigepflicht nur insofern Gebrauch, als Zeuge unter Eid erklärt, daß die beiden Täter weder Beamte der Staatsanwaltschaft oder des Ges richts feien, noch daß bei der Tat überhaupt ein Beamter irgendeine Rolle spiele. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Rombrecht beantragte eine Gefängnis. ftrafe von einem Jahr und drei Monaten, fünf Jahre Ehrverlust und Die Wiederaufnahme der Erwerbslosenfürsorge ist nach einem fofortige Verhaftung, während der Verteidiger darauf hinwies, daß neueren Bescheid des Reichsarbeitsministers zulässig, sofern Senger, der sich in Not befunden habe, nur mehr der Verführte sei. nach Ablauf von weiteren 26 Wochen die allgemeinen Vor Das Gericht erkannte auf ein Jahr Gefängnis und drei ausießungen der Fürsorge vorliegen. Diese Bestimmung Jahre Ehrverlust. Der Angeklagte wurde sofort wieder vergewinnt jetzt erhöhte Bedeutung, feit die Lage des Arbeitsmarktes| haftet. von der Sie wohl schon gehört haben werden? Es wird Sie| fähig war, einen Gedanken richtig bis ans Ende zu verfolgen. als Schriftsteller möglicherweise interessieren, dem Berhör bei Riga erschien ihm ein wüstes, zweckloses Erlebnis, die scheinbar zuwohnen. Es sind da manchmal psychologische Feinheiten im durch nichts aufzuscheuchende Apathie der Polizei, der seine Spiel, wie in Romanen Sie fönnen, wenn Sie gerade Herzensangst um das Verschwinden Albert Reuß' nichts anBeit haben, während des Verhörs hier bleiben Es wird deres war als ein papierener Aft, schüchterte den ohnehin nicht nicht viel länger als eine halbe Stunde dauern." allzu Stürmischen ein und benahm ihm jedwede Aktivität. Herr" Präfeft," erwiderte der junge Schriftsteller. Ich kann und nieder schreitende Frau Hedwig vor sich, deren leerer Blick jedoch nicht umhin, Ihnen zu versichern, daß ich einer den Fall stets von neuem die Zeitung durchforschte. Eine entsetzliche Reuß betreffenden Bernehmung begreiflicherweise mit weit Leere, die ihn bedrückte und die in diesem Augenblic trasfer größerem Interesse beiwohnen würde fühlbar wurde denn irgend einmal vorher, und die Phantasie nicht mehr auszufüllen vermochte, warb um Erlebnisse, und sein verlorener Blick tauchte ins Dunkle, in der stetigen, trügerischen durchstöberte alle Berborgenheiten der ihm geläufigen KriHoffnung befangen, Albert Reuß' habhaft zu werden. Er minalliteratur, befann sich etlicher Verbrechen, über die er im Verlauf der letzten Jahre in den Zeitungen gelesen, und die mit dem Schicksal vermißter Personen, wenn auch nur entfernt, im Zusammenhang standen, um endlich in einem Chaos der Ratlosigkeit zu enden, aus dem er feinen Weg des Entkommens und der Erlösung sah. haltung der kommunalen Betriebe in den Händen der Stadt zu den alle diese Ohrenschmäuse und außerdem noch das unausgesetzte Das Allerschönste aber war am letzten Sonntag. Da hatte man fundamentalsten Intereffen der von ihnen vertretenen Volksschichten Rattern und Tattern und Rasen und Donnern der Autos auf der gehört, während die Vertreter fapitalistischer Profitinteressen lediglich Barauf ausgehen, dem sozialistischen Magistrat seine Machtpositionen Avus. War das fein! Wenn dann aber endlich so gegen 2 Uhr aus der Hand zu schlagen. Genosse H. Kunze übte an der Art, morgens der schöne wilde Rummel zu Ende ist, dann beginnt es wie die Verwaltung ihr Material hinsichtlich der Betriebsergebnisse auch schon in den Bäumen zu piepen und zu zirpen, und nicht lange, bei den verschiedentlichen Tariferhöhungsanträgen verwertet habe, so schmettert das vollbesezte Bogelorchester der aufgehenden Sonne Kritik und hob außerdem hervor, daß man von einem sozialistischen sein Morgenlied entgegen. Betriebe doch eigentlich überhaupt nicht reden könne, wenn Leute an der Spike stehen, die dafür überhaupt kein Interesse haben. Dem Antrage der 1. Soz., die Ermäßigungen für Lehrlinge und Schüler mit dem erhöhten Tarif zugleich in Kraft treten zu lassen, trat er bei. Diefer Antrag fand eine Mehrheit, ebenso ein Antrag Merten( Dem.), Heimann( Soz.), die Nachprüfung der Linienführun und die Vorberatung der etwaigen Einführung eines Staffeltarifs der Verkehrsdeputation zu übertragen. Mit diesen Abänderungen nahm die Versammlung die Ausschußanträge in namentlicher Abstimmung mit 105 gegen 60 Stimmen an. Zur Frage des Berliner Selbstschutes äußerte sich nur noch der Kommunist Leupold, der sich in den heftigsten Ausfällen gegen den jetzt als Bertriebsgesellschaft für ländliche Produkte und Bedarfsartitel" verkleideten Berliner Selbstschutz" erging. 36] 11 Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. Der Präfekt, der geneigt schien, die geballte Faust schwer auf den Tisch fallen zu lassen, befann sich im letzten Augenblick und strich mit flachen Fingern unhörbar über die Schreibmappe; hierauf hob er das Sprachrohr des Haustelephons ab und sagte:„ Kommiffär Herter soll freundlichst sofort herübertommen treten. Aber man fann doch nicht verhindern, daran zu denken, wie man Natürlich find's die kriegs- und revolutionsbeschädigten Nerven! vor 20 Jahren, als man sich verheiratete, in dem Seitenflügel der Nebenstraße der Frankfurter Allee Wochen- und Sonntags mehr Ruhe hatte als hier draußen im Vorort. Der Wiederbeginn der Erwerbslosenfürsorge. " Ich nehme Ihr freundliches Anerbieten dankbar an, " Das will ich Ihnen gern glauben, mein junger Freund Garbislander begann, unaufgefordert, mit dem Zitieren des Zeitungsberichtes, der die Einvernahme des Garderobiers aber so weit sind wir leider noch nicht, da wir auch nicht das enthielt; inzwischen hatte Kommiffär Herter das Zimmer be- eine Zigarette? Jedenfalls fehren wir nach Beendigung des leiseste Verdachtsmoment gefunden haben... Rauchen Sie Der Präfekt mußte zur Ueberzeugung gelangt sein, daß Verhörs gleich wieder zum Fall Reuß zurück." Hierauf nahm die Rigaer Polizei vor einer Blamage stehe, da der Ton, den er das Sprachrohr des Haustelephons zur Hand und sagte: er seinem Untergebenen gegenüber anschlug, nicht gerade ver-" Der Student Dmochowski soll erscheinen." Der Kommiffär bindlich genannt werden konnte. Sie scheinen da einen Herter, der bis dahin unschlüssig, eines möglichen weiteren fatalen Schnitzer sich geleistet zu haben..." herrschte er den Auftrags gewärtig, dagestanden hatte, verließ das Zimmer, da Kommissär an, und leider mußten wir erst von privater Seite ihm seine Ueberflüssigkeit endlich klar geworden war. In der aufmerksam gemacht werden, daß die Personalbeschreibung des schen zusammengestoßen, dem die Bartstoppeln blauschwarz um vermißten Schauspielers Reuß unrichtig und unzutreffend ist. Kinn und Wangen starrten, und dem zwei Bolizisten nachWir müssen doch"- er hatte die Sache bereits vollständig durchschaut und sich zu eigen gemacht zumindest mit der folgten. Dichtes, schwarzes, leicht gelocktes Haar schuf mit der Wahrscheinlichkeit rechnen, daß Reuß, der kurz vor seinem frankhaften Fahlheit dieses Antlitzes feltsame Kontraste. In Untertauchen in Kostüm und Maske gesehen wurde, auch in den Augen glühte es. Der Student Dmochowski betrat das dieser Tracht verschwunden ist. Kommissär Herter, dessen Züge zusehends zerknirschter und verzweifelter wurden, erwiderte zaghaft, daß die Annahme des Bolizeipräfekten durchaus überzeugend sei; anschließend faselte er einiges von Ueberbürðung und versicherte im übrigen, daß er unverzüglich alles Nötige veranlassen wolle und in die Wege zu leiten gedenke, daß man vor allem sofort die Reporter fommen lassen müffe und ob es weiter nicht möglich wäre, jene Photographie, das betreffende Rollenbild zu beschaffen...? Eine Frage, die Garbislander verneinen mußte, da Albert Reuß in der Rolle des Werwolfs sich noch nicht hatte photographieren laffen. Zimmer. 14. Garbislander war nicht in der Lage, die höfliche Aufforderung des Präfekten abzulehnen, dem Berhör des Studenten Nikolaus Dmochowski beizuwohnen, trotzdem er es doch lieber getan hätte, da ihm die Einladung nichts weniger als gelegen fam, und die Summe aller dieser auf ihn einstürmenden Tatfachen, deren Tempo er vor allem nicht gewachsen war, ihn verwirrte und bedrückte, da sie ihn überdies von der Angelegenheit seines Freundes Reuß, die seine eigne geworden war und ihn allein interessierte, immer weiter entfernen mußte. Nun schob sich überflüssigerweise diese ihm höchst gleichgültige Der Präfekt sah nach der Uhr und sagte dann rasch:„ Sie Affäre dazwischen und rief eine neue Verzögerung hervor, die veranlassen demnach das nötige, Herr Kommissär," und zu als im höchsten Grade unliebsam bezeichnet werden mußte. dem jungen Schriftsteller gewendet setzte er hinzu:„ Ich habe Ihm war unbehaglich zumute, und in seinem Kopfe freiste jetzt nämlich eine wichtige Bernehmung in der Affäre Diest, allerlei im wilden Wirbel, so daß er beim besten Willen nicht! Er sah die weinende, in ihrem Hotelzimmer ruhelos auf Welche Gründe haben mich veranlaßt, die weite Reise zu unterWeshalb bin ich überhaupt hergekommen? seufzte er. nehmen, die bis zur Stunde völlig zwecklos gewesen ist? Im gleichen Augenblick wurde ihm die Ueberzeugung, daß er damit nichts als seine Pflicht und Schuldigkeit getan, daß er dem verlorenen Freund zu Hilfe geeilt war, dem er allerdings, mie er sich eingestehen mußte, nicht durch eigene Schuld zwar, noch nicht den geringsten Dienst erweisen konnte. Ohne irgendeinen vorgefaßten Blan hatte er die Fahrt unternommen; daß ihm jedoch ein derart vollkommenes Fiasko beschieden sein würde, hatte er sich selbst nicht träumen lassen. Ich darf keineswegs weiter untätig bleiben, dachte er. Ich darf ebensowenig dulden, daß die Affäre minder wichtig genommen wird, als sie es verdient, ich muß mich dem Präfekten vielmehr entdecken und ihn auf die Dringlichkeit des Falles aufmerksam machen, der keine Verschleppung mehr verträgt, da sonst die Spur, die kaum gefundene, für alle Zeiten ver sinkt und verwischt wird. In diesem Augenblic trat der Student Dmochowski ins Zimmer, dessen Erscheinung den Blick des jungen Schriftstellers in den Bann schlug. ( Fortseßung folgt.) Was man besitzt, muß man festhalten". bie Molkereibefizer wie bisher verpflichtet find, die Karten zu dem vom Ernährungsamt vorgeschriebenen Preise zu beliefern. Der Kartenmilchpreis beträgt zur Zeit 6 M. und der Freimilchpreis 10 M. je Liter. " 1918 wurde aus einem Eisenbahnwagen der 2. Garbes division, der von Brüssel nach Deutschland gehen sollte und u. a. Auch ein Beitrag zur kommunistischen Praxis. auch mit dem Eigentum deutscher Flüchtlinge beladen war, eine GeIn der letzten Sigung der Bezirksversammlung des Berwalmäldesammlung geraubt. Diese Sammlung enthielt u. a. das tungsbezirks Friedrichshain fam es bei den Kommunister. zu einer Porträt eines spanischen Infanten von Belasquez, 2 Werke von ergözlichen Selbstentlarvung. Es lag ein Antrag der KPD. vor, Aenderung der auszuzahlenden Unfallentschädigungen. Rubens,„ Die Entführung der Dejanira" und ein Porträt feiner 30 000 Mart, aus Borbehaltsmitteln zur Instandsegung und AusUnfallrenten über einen Monatsbetrag von 50 M. und weniger Frau, ein Männerkopf von van Dyk, ein Paolo Veronese" von schmückung des Jugendheims in der Ebertyftraße zu bewilligen, der werden vom 1. Juli ab in vierteljährlichen Beträgen im voraus Adrian Brouwer und 24 andere Gemälde alter Meister. Auf die aber gegen die Stimmen der KPD. abgelehnt wurde. Das Jugend gezahlt. Alle auszuzahlenden Beträge werden auf volle Marf auf Wiedererlangung der Gemälde, deren Gesamtwert mit mindestens ant ist nämlich gegen eine Miete von 1320 Mark jährlich an die gerundet. Die Rentenquittungen haben daher stets auf volle Mart- 10 Millionen Mart angegeben ist, wird eine Belohnung von KPD. vermietet. Mieter ist der kommunistische Stadtrat Ostrowski. Die Aufforderung, den Mietvertrag auf das und weniger handelt, sind die Beträge mit 3 zu vervielfältigen und beträge zu lauten. Sofern es sich um Monatsrenten von 50 Mr. 1 Million Mark ausgesetzt. Bezirksamt übergeher zu lassen und das Jugendheim als erst dann auf volle Mart aufzurunden. Ueber den so errechneten Bezirksjugendheim allen Jugendorganisationen Bierteljahrsbetrag ist nur eine Quittung auszustellen. zur Verfügung zu stellen, beantwortete der Kommunist Ostrowski mit dem schönen Wort: Was man besigt, " Post- Abonnenten herrichte im Wagmanngebiet ein schwerer Schneesturm. Zwei TouZouriffenfatastrophe im Wahmanngebiet. Am legten Sonntag risten sind tot, eine Partie von drei Bergsteigern wird vermißt. Man befürchtet, daß sie im Schneesturm umgekommen ist. 14. Groß- Berliner Parteinachrichten. Kreis. Prenzlaner Berg. Donnerstag, den 22. Juni, 7 Uhr, Bersammlung der Elternbeiräte in der Schulaula Senefelderstr. 6. Thema: Das feguelle Problem in Kreis. Breuzberg. Donnerstag, den 22. Juni, 7 Uhr, Sigung der Zeitungsfommission bei Reim, Urbanstr. 29. Jede Abteilung hat mehrere Bertreter zu entfenden und das Straßenverzeichnis mitzubringen. Seeis. Wilmersdorf. Donnerstag, den 22. Juni, 7% Uhr, Areisdelegierten. versammlung im Bittoriagarten, Wilhelmsaue 114-115. Referat des Gen. Friedrich Schlegel: Die politische Lage". Der Borstand ist eine halbe Stunde vorher dort. Kreis. Donnerstag, den 22. Juni, in der Borwärtsspedition, Redarstr. 2, Sigung der weiblichen Funktionäre. Jede Abteilung muß vertreten sein. 19. Kreis. Donnerstag, den 22. Juni, 7 Uhr, bei Meyer, Türkisches Belt, Breite Str. 14, Kreisdelegiertenversammlung. 11. Kreis. Die Abteilungsleiter haben aur Kreisvorstandsfkung am 23. Suni die Listen für die Elternbeiratswahlen abzurechnen. Heute, Mittwoch, den 21. Juni: 31. Abt. Das Vergnügungsskomitee fomie alle Genoffen, welde am Ausflug nach Buch am Sonntag, den 25. Juni, mitwirken, treffen sich 7% Uhr bei Baumann, Stolpische Str. 25. das muß man festhalten." Die sehr lebhafte 3uftim- Der Luftmord in der Prenzlauer Straße ist feiner Aufklärung mung der bürgerlichen Fraktion bewies dem Kommu- noch nicht näher gekommen. Der unter dem dringenden Verdacht nisten Ostrowski, daß sie mit diesem neuen kommunistischer. Pro- der Täterschaft verhaftete Straftwagenführer Kost ist gestern von grammpunkt durchaus einverstanden war. Aus den Verhandlungen der Kriminalpolizei eingehend verhört worden. Er hat nachge- 4. der mit 35 Punkten bedachten Tagesordnung ist noch das Folgende wiesen, daß er zur Zeit des Verbrechens auf der Ziegelei bemerkenswert: Ein Dringlichkeitsantrag der USP. fordert, den in Wildenberg gearbeitet hat, ist also nicht der Mörder. Wegen 6. Speiseküchen der Armerspeisung fofort Kardes früheren sadistischen Berbrechens an einem zehnjährigen Mädtoffeln zur Verfügung zu stellen sowie für bessere Kost hen bleibt er in Haft. Er überfiel am 7. Febinar in Abwesenheit in den Armenküchen zu sorgen. Die Aussprache über diesen seiner Frau das Mädchen auf dem Treppenflur in der Swine- 3. Antrag ergab die beklagenswerte Tatsache, daß die Armen- münder Straße, schleppte sie in feine Wohnung und hängte das geküchen seit November feine Kartoffeln erhalten hatten quälte Kind mit einem Gummischlauch auf. Zum Glüd riß der und daß zur Bereitung vcn etwa 250 Liter Essen ungefähr Schlauch und so tam das Kind mit dem Leben davon. 3½ Pfund Fleisch zur Verfügung stehen. Einstimmig angenommen wurde ferner ein Antrag der Deputation für Jugendwohlfahrt, 50000 M. aus Vorbehaltsmitteln zur Einrichtung und zum Ausbau von Räumen für die Schulspeisung zu be= willigen. Der Bezirk Friedrichshain besigt ein Weltpanorama, das erfreulicherweise lebhaft besucht und auch von den Schulen als geographisches Hilfsmittel sehr geschätzt wird. Die Versammlung beschließt, aus Vorbehaltsmitteln der Bezirksversammlung 18,000 m. zum Anfauf eines zweiten Weltpanoramas zu bewilligen, da das eine bestehende den Anforderungen nicht mehr genügt. Im Bezirk Friedrichshain häufen sich die Klagen über die völlig unzulänglichen Verkehrsverhältnisse, insbesondere bildet Strala u mit einem halbstündigen Verkehr vom Aleranderplak ein meltabgeschiedenes Idyll. Die Verhandlungen eines Ausschusses mit dem Magistrat haben leider noch zu feinem Ergebnis geführt. Die Nichtbestätigung der von der Bezirksschuldeputation gewählten 13 Reftoren beschäftigte die Bezirksversammlung in einem Antrage der USP., der das Bezirksamt auffordert, alle Schritte zu unternehmen, um die Bestätigung der gewählten Rektoren zu erreichen und für den Fall der Nichtbestätigung durch das Provinzialfchulfollenium die Reftoren wiederzuwählen. Das Bezirksamt macht Mitteilung, daß beim Minifterium Brotest erhoben ift. Schließlich enthifften die bürgerlichen Bezirksverordneten ihr reaftionäres Herz. Während der Debatte über einen Antrag der KBD., die Beseitigung von Bildern der Hohenzollern und ihrer Selfershelfer aus den Schulen des Bezirks Friedrichshain endgültig durchzuführen, verläßt die bürgerliche Frattion den Saal. Der Mord in der Mulackstraße. Die Schwurgerichtsverhandlung gegen die vier Angeklagten, deren Raubüberfalle der Althändler Ziegler zum Opfer gefallen ist, zeigte im weiteren Berlauf, daß es sich bei den Angeklagten um sehr gefährliche Verbrecher handelt. Kursch und Otto Rafutsfy hatten den alten Ziegler schon am 6. Dezember erheblich bestohlen und die Beute in Gestalt von 75 Dollar und 9000 Mt. bald in Hamburg und Berlin verjubelt. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin planten sie den Ueberfall auf Ziegler und gewannen für ihren Plan die beiden Mitangeflagten. In der Nacht zum 24. De zember brachten sie ihren grausamen Plan zur Ausführung. Der alte Mann wurde im Schlaf überfallen, gefesselt und gewürgt. Während das Opfer regungs- und bewegungslos dalag, gingen die Angeklagten an die Durchsuchung des Kellers. Sie fanden zwei Brieftaschen mit 2500 mt. Inhalt, raubten dann noch verschiedene Wäsche- und Kleidungsstüde und nahmen einen Karton D₁ amit die regelmäßige Zustellung des „ Vorwärts" im nächsten Monat feine unliebsame Unterbrechung erleidet, bitten wir unsere Post- Abonnenten, das Abonnement für den kommenden Monat bei dem zuständigen Postamt sofort zu bestellen. Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Diebstahl von zwölf kostbaren Teppichen. Wie erst jetzt bekannt geworden, haben Einbrecher in der Nacht vom 15. zum 16. Juni d. I. aus dem Schloß zu Charlottenburg zwölf foftbare Teppiche gestohlen. Unter den gestohlenen Teppichen befinden sich besonders große Stüde, unter anderen ein Brüsseler, 8,30 x 7,27 Meter groß, ein Täbris, 8,80 x 4,) Meter groß, ein Delhi und drei fleinere Perserteppiche sowie sechs wertvolle Borleger. Die Diebe sind von der Partseite aus über einen Balton gestiegen, haben die Fenster eingedrückt und sind auf diese Weise in das Schloß eingedrungen. Eine Belohnung von 50 000 m. ist für die Ermittlung und Wiederherbeischaffung der Teppiche ausgefeßt. Nachrichten, die auf Wunsch streng vertraulich behandelt werden, nimmt Kriminalfommissar Legt meyer im Polizeipräsidium Berlin, Anruf 521 und 435, entgegen. 71. Abt. Wilmersdorf. 8 Uhr bei E. Rohr, Stadtpark, Kaiser- Alee 51-52, Vortrag des Genossen Winter. Thema: ,, Das Reichsmietengeset". Die Genossen der anderen Abteilungen des Kreises nebst eingeführten Gästen find eingeladen. 92. Abt. Neukölln. 7 Uhr bei Wolff ,, Raiser- Friedrich, Ede Rofeggerstraße. Sigung des Abteilungsvorstandes und fämtlicher Funktionäre. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen Pflicht. Morgen, Donnerstag, den 22. Juni: 53. bt. Charlottenburg. 7% Uhr Abteilungsversammlung im Sofal Gehrte, Reuchlinstr. 1. Jungsozialisten. Gruppe Tempelhof- Mariendorf. Pünktlich 7 Uhr Unterhal tungsabend im Lotal Rabzuweit, Tempelhof, Werder, Ede Runigunden. straße. Junge Parteimitglieder und Gäste sind herzlich willkommen. Gruppe Brig. 7 Uhr im Jugendheim, Chauffeeftr. 48, Liederabend. Lieder. bücher mitbringen. Gruppe Schöneberg- Friedenan. 7 Uhr bei Groß, Gebanstr. 17, Vortragsabend: Das tommunistische Manifeft". Referentin: Gertrud Henseleit. 7. Abt. Der verregnete Sonntagsausflug nach Behnih finbet nun am Sonn. tag, den 25. Juni, statt. Treffpunkt 49 Uhr Stettiner Borortbahnhof. Abfahrt 9,20 Uhr. 17. Abt. Sämtliche Bezirksführer müssen bis zum 26. Juni bei Raffierer abgerechnet haben. Jugendveranstaltungen. Heute, Mittwoch, den 21. Juni: spesie.Adlershof. Jugendheim Köpenid, Restaurant Ruhwalb, Berliner Straße, Bortrag: Die deutschen Jugendbewegungen". Friedrichsfelbe. Jugendheim Berliner Str. 44, Vortrag: Die Entstehung der Erde" Raulsdorf. Jugendheim Gemeindeschule Adolfftr. 25, Bortrag: Der Weltverkehr und feine Mittel". Raulsdorf Süd. Jugendheim Moltkestr. 1, Vortrag: Die Honigbiene und ihre Zucht". Lichtenberg. Jugendheim hof. Jugendheim Lokal von Flintel, Bessemerstraße, Bortrag: Jugend heim Gemeindeschule Walderfeestraße, Distussionsabend: Unser Herbstfest". Prenzlauer Vorstadt. Jugendheim Gemeindeschule Danziger Str. 23, Dis fuffionsabend: ,, Klaffentampf und Pazifismus". Schöneberg III. gindenhof. Jugendheim Lokal von Flintel, Bessemer Straße, Bortrag: Jugendfchuß und Jugendrecht". Köpenider Biertel. Jugendheim Gemeinde chule Wrangelstr. 128, Vortrag: Wilhelm Buschs Leben und Werke". Trep. tow. Jugendheim Elfenstr. 3, Bortrag: Das Zusammenleben der Burschen und Mädchen in der Arbeiterjugend". Westen. Jugendheim Kantinenraum der Baugewerkschule Kurfürstenste. 141, Vortrag: Seguelle Sygiene". mit 7 Uhren mit. Darauf verließen sie den Keller und überließen hente haft en beren Borfpiegelungen ein und erzählt im Vorträge, Vereine und Versammlungen. -Berlin sein Unwesen. Ein junger Mann in feldgrauer Uniform Gin räuberischer Schwindler treibt seit einiger Zeit in Großohne Seitengewehr, der sich für einen Fliegerunteroffizier Flögel ausgibt, sucht Tanz- und Klavierlehrer auf, meldet seinen Obersten um Tanzunterricht und sich selbst zum Klavierunterricht an, oder führt sich unter anderen Laufe Kartoffeln und andere Lebensmittel bekommen hätte, von denen er der Unterhaltung, daß der Gutsbesizer sei, billig abgeben könne. Die vertrauensseligen Leute geben ihm das Dienstmädchen oder sonst jemanden mit, um die Waren holen zu ab oder raubt es ihnen mit Gewalt und verschwindet mit der Beute. laffen. Unterwegs schwindelt er den Begleiterinnen das Kaufgeld So überfiel und beraubte er erst gestern wieder ein Dienstmädchen auf der Treppe eines Hauses, in das er es hineingebracht hatte. den Alten erbarmungslos feinem Schicksal. Er ist an Erstickung gestorben.- Nach der Tat begaben sich die Angeklagten nach einer polnischen Kneipe am Schlesischen Bahnhof und teilten dort die Beute. Ueber die Einzelheiten bei der verbrecherischen Tat und die Tätigkeit des einzelnen bei Ausführung derselben, namentlich darüber, wer den Ueberfallenen gefesselt und ihm den Knebel in den Mund gepreßt, fam es im Termin zu Widersprüchen der Angeklagten untereinander. Der Gemäßheit des Spruches der Geschworenen Der gefährliche Gauner hat so Beträge von 1000 m. und mehr erbeantragte der Staatsanwalt gegen Kursch und Karutsin beutet. lebenslängliche Buchthausstrafe, gegen Erbst 10 Jahre 1 Monat Buchthaus, gegen Karczinsti 10 Jahre 5 Monate Zuchthaus. Das Gericht verurteilte Kursch und Karutsky zu je 15 Jahre, Erb ft und Karczinski zu je 10 Jahre 1 Monat 3uchthaus und alle Angeklagten zu 10 Jahren Ehrverlust. Lichtreklame wieder gestattet. Vorsicht bei Steuerzahlungen. Es ist vereinzelt vorgekommen, daß unbefugte Personen außerhalb der Kassenräume der Finanztassen 3ahlungen von Steuerpflichtigen in Empfang genommen haben. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß menn Zahlungen von Steuerpflichtigen cußerhalb der Kassenräume geleistet werden, die Beträge wirksam nur an Personen gezahlt fonderen Auftrag des Finanzamts und durch Ausweiskarte werden dürfen, die sich im einzelnen Falle durch einen bemit Lichtbild als zum Empfang berechtigt ausweisen. Die Bundesratsverordnung vom 11. Dezember 1916 über die Ersparnis von Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln wird in Kürze aufgehoben werden. Damit treten die reichsrecht lichen Bestimmungen über die Lichtreklame außer Kraft, die Zu- Beratungsstelle für Auswanderer. Die Polizeireviere find anständigkeit der Länder auf diesem Gebiete wird wiederhergestellt. gewiesen worden, Inländer, die einen Baß zur AuswandeDie Länder werden ihrerseits Anordnungen erlaffen, um Aus- rung beantragen, vor Erteilung der Paßbescheinigung zwecks Be wüchsen der Lichtreflame oder im sonstigen Beleuchtungs- lehrung und Beratung über die Verhältnisse des weien entgegenzutreten. Den beteiligten Streifen wird 3iellandes an das Reichswanderungsamt, Luisenstr. 31a, zu empfohlen, aus diesem Grunde fostspielige Neuanlagen zu vermeiden, verweisen. Das Reichswanderungsamt stellt ihnen eine Bescheinida deren Ausnutung etwaigen späteren Verboten der Länder zu- gung über die Beratung aus. Diese Bescheinigung ist der Paßvor widerlaufen oder solche nach sich ziehen könnte. bescheinigung beizufügen. Wandergewerbefcheine für Ausländer. Nach einem Erlaß des Einen Appell gegen die Berliner Waldschlächterei preußischen Finanzministers haben sich Ausländer, die die deutschen richtet Hermann Jansen, der bekannte Städtebauer, in der Märkte besuchen, durch einen Wandergewerbeschein oder durch die soeben erschienenen Nr. 26 der Stommunalen Bragis" an Anmeldung des stehenden Gewerbes im Deutschen Reiche oder durch die Deffentlichkeit.„ Gewissenlofer", heißt es dort, find niemals einen Baß des Heimatsstaates auszuweisen. Beim Fehlen dieser wertvolle Wälder vernichtet worden, als in den legten Monaten Legitimationen werden sie nicht zum Markthandel zugelassen, und es rund um Berlin herum. Allein im Nordwesten der Stadt wurden kommt unter Umständen die Ausweisung als lästige Ausländer in innerhalb furzer Zeit über 1100 Morgen prächtigen Hochwaldes wie Frage. in grimmiger Kriegszeit dem Erdboden gleich gemacht und selbst diefer noch metertief aufgewühlt in einer Ausdehnung, die den Bie Ostland", Zeitschrift des Deutschen Ostbundes, mitteilt, hat die Berlängerung der Frist für Flüchtlings- Schadenersatzansprüche. Berliner Tiergarten, die größte Erholungsfläche in der Stadt. Reichsregierung die am 30. d. M. zu Ende gehende Frist für noch übertrifft." Jansen erwähnt den vom Preußischen Schadensersatzansprüche auf Grund des BerdrängungsLandtag bereits am 30. November vorigen Jahres dem schädengefeßes bis zum 31. Dezember d. 3. verlängert. Ausschuß für Landwirtschaft überwiesenen Gefeßentwurf. Die vorgeschriebenen Bordrucke sind für die oftmärkischen Flüchtlinge betreffend Erhaltung des Baumbeflandes und Erhaltung und durch die Ortsgruppen des deutschen Ostbundes erhältlich. Schaffung von Uferwegen im Interesse der Volksgesundheit. Der Ausschuß bringt diesem außerordentlich wichtigen Gesetz scheinbar geringes Intereffe entgegen, denn er ist wiederholt von der Tages weitere zehn 2eichen, eine weibliche und neun männliche, geAus dem Dampfer„ Avare" wurden bis Dienstag vormittag ordnung abgesetzt worden. Wo find die Abgeordneten der Stadt Berlis, die auf beschleunigte Verabschiedung des Gesetzes drängen?" borgen. Bibei davon wurden durch Taucher aus dem Schiffsinnern fragt Janien. Janien fordert schließlich, daß„ veraltete, unsoziale, gehoben, die übrigen durch offene Luten herausgetrieben und längsdabei höchst unwirtschaftliche Bebauungspläne zwangsmeife feits aufgenommen. Die Toten gehören der brasilianischen Be einer Umirbeitung unterzogen, dem heutigen Stande der Wissenfagung an. Heute sollen die unteren Räume des Schiffes nach sebait angepakt und daß von berufener Seite generelle Freiflächen- Opfern durchforscht werden. pläne aufgestellt werden. Es bleibt bei Kartenmilch. Der Kolumbus noch auf dem Trockenen. Auch die gestrigen Ber suche, den Riesendampfer Kolumbus mit Hilfe von Schleppern und hydraulischen Pressen freizubekommen, sind wiederum mißglückt. Wie Das Nachrichtenamt des Magistrats teilt mit: Bon einer bisher ragen nur die Schrauben des Dampfers ins Wasser, während richtenste wird die Meldung verbreitet, die sich mit dem der Dampfer selbst noch auf der Gleitbahn feftfizt. Es scheint nichts Fortfall der an die Molfeteibefizer gezahlten 1- M- Prämie für die anderes übrig zu bleiben, als die Schlitten neu aufzumontieren. A- und B- Starten infolge der Erschöpfung der vom Reich be- Gemäldediebstahl im Millionenwert in Frankfurt a. M. Der milligten Zuschüsse befaßt und die Befürchtung ausspricht, daß Diebstahl einer großen Anzahl hervorragender Gemälde, der bei die Molkereibesiẞer sich nun weigern werden, Karten anzunehmen Ausbruch der Revolution im November 1918 ausgeführt wurde, wird und nur noch die Milch zum Freimilchpreise verkaufen. Das Er erst jetzt durch eine Bekanntmachung des Polizeipräsidiums Frant nährungsamt der Stadt Berlin stellt hierzu ausdrücklich fest, daß furt a. M. der Deffentlichkeit miigeteilt: Am 8. und 9. November Arbeiter Samariter- Bund. Am Donnerstag, den 22. Suni, abends 7 Uhr, findet in Tegel, Berliner Str. 84, bei Lehnhardt, eine öffentliche Bersammlung zweds Gründung einer Arbeiter- Samaritertolonne statt. Referent Gen. Rich ter- Spandau über 8wed und Ziele bes Arbeiter- Samariter- Bundes. Rege Be teiligung aller Genossen und Interessenten dringend erwünscht. Sport. Fußball Norddeutschland gegen Mitteldeutschland 3: 0( 2: 0). Jm Stadion standen sich in der Vorrunde um den Fußballpokal Norddeutsch land und Mitteldeutschland gegenüber. Das Spiel war in beaug auf Kombination und Technik auf feiten ber Norddeutschen vollendet. In feinem Zu 3: 0( 2: 0) belohnt. Die Vorlagen Jägers fonnten selbst nicht an der guten sammenspiel gaben sie ihr bestes Rönnen und wurden mit einem Resultat von Berteidigung der Mitteldeutschen zerschellen. Ein Elfmeter wurde desgleichen von Jäger in einem flach plazierten Schuß ins Neg gesandt. Das dritte Tor versuchten zu brüden, mußte ihr Sturm an der vollendeten Form ber storag wurde so hart eingeschickt, daß der vorzügliche Torwächter der Mitteldeutschen fich die Hand verlegte und ausscheiden mußte. So fehr auch die Mitteldeutschen deutschen zusammenbrechen. Das Spiel war erquidlicher als das am Sonntag um die Meisterschaft. Süddeutschland gegen Südostbentschlanb 2: 0. Die Süddeutschen fachen erfreulich von ihren Freunden am Sonntag ab. Faires Spiel, elegante Ballbehandlung, vorzügliches Paffefpiel und große Schnelligkeit zeichneten sie aus. Die Südosten waren besgleichen ständig am Ball, fanden aber das zufammen. spiel nicht und mußten deshalb viele Torgelegenheiten vorüberlassen. Der Süddeutsche Mittelstürmer Geiberer im Verein mit dem Rechtsaußer Altvater zeigten den Gegnern, wie man auf sich eingespielt, das Feld beherrschen tann. Im Spielverlauf brach Seiberer durch und jagte unhaltbar das Leber in die Pfähle. Kurz danach mußte der rechte Berteidiger der Südostdeutschen bei der Abwehr den Ball ins eigene Tor lenten. Ein Ehrentor war den Gegnern der Süddeutschen, obgleich sie es bei ihrem fleißigen Spiel verdient hätten, nicht vergönnt. Rugby. Sportflub Frankfurt a.. von 1880 gegen Sportklub Charlottenburg 11: 3. Halbzeit 5: 0. Sodey. Berttner Sportklub Charlottenburg gegen Sportklub Preußen, Ratibor 17: 0. Halbzeit 7: 0. Rennen zu Strausberg am Dienstag, den 20. Junt. 1. Rennen. 1. Reichsgräfin( Edler), 2. Baylan II( B. Schneider), Sololores( Lin. Staudinger). Tot.: 58:10, PL: 30, 28:10. Ferner liefen: Flugschrift, Tarntappe, Schwanenritter. 3. Salgir( gef.), Domiducus( ausgebr.), Cymbal, Blißlicht. 2. Rennen. 1. Rotbart( P. Lewidi), 2. Barbar( Edler), 3. Attade ( Theilen). Tot.: 23:10, BL: 18, 15, 16:10. Ferner liefen: Angriff, ( Stys). Tot.: 27:10. 8 Hefen. 3. Rennen. 1. Walhall( Leimfohl), 2. Corona( Heder), 3. Glamit 4. Renne 11. 1. Brise( Sardel), 2. Jodler( Dorff), 8. Merseburg ( Lange). Tot.: 20:10, Bl.: 13, 13, 24:10. Feiner lesen: Gudrun, Csardas Fürstin, Larbin, Distel II. 5. Rennen. 1. Perseus( Heidemann), 2. Tivoli( B. Lewidi) 3. Galli poli II( Stubnfe). Tot.: 16:10. 3 liefen. Top Twig( Theilen). Tot.: 18:10, I.: 12, 15, 16:10. Ferner liefen, 6. Rennent. 1. Balaleika( Stutulies), 2. Schnudi II( Stränglein), Stochod, Sigurd( gef.), Presto, Galien d'Or( gef.), Robert( gef.), Jnia, 1. Jessy( Kosina), 2. Glüdstaube( Bolgar). 3. Maggie ( Braun). Tol.: 56:10, L.: 13, 13, 13:10. Ferner liefen: Pogblig, Herbststurm, Garderobe, Hartenstein. Saafels( gef.). 7. Stenne n. Briefkasten der Redaktion. Jeder für den Brief Briefliche Austunft wird nicht erteilt. taften bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer sei. Cilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, 1. Hof part. links. vor. Schriftftüde und Berträge sind mitzubringen. 3. R. 33. Barmer Crfagfrankenkasse, Berlin, Defauer Str. 36. R. R. 88. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter näherer Bezeichnung des unsp. den es sich in Ihrem Falle handelt. Bruno Fiedler, Neukölln, Kaiser- Friedrich- Str. 198. W. 16. Vorsitzender der Preßtommission des ,, Borwärts" ist der Genoffe mäßigen, westlichen Winden. Wetter bis Donnerstag mittag. Etwas warmer, meist troden bei Wirtschaft 11. Deutscher Gewerkschaftskongreß. Die Abschlüffe der Großbanken für 1921. Nunmehr liegen die Geschäftsabschlüsse der deutschen Groß Leipzig, 20. Juni.( Eigener Drahtbericht des„ Borw.".) anderer in der Frage des Achtstundentages oder des Beamtenstreifbanken für das Jahr 1921 vor. War schon das Studium und die Die Hauptschlacht ist geschlagen. Genosse Brey, der Haupt- rechts. Aber wir sagen, mit der Lebensstellung und der Pension Kritik der Großbankbilanzen in Friedenszeiten eine sehr schwierige vorsitzende des Fabritarbeiterverbandes, ging mit der Illusions- eines Beamten ist nicht zu vereinbaren das Bestreben, die KonSache, so ist sie unter dem Einflusse der Inflation noch mehr er politik Walchers und der Geschäftspolitit Dißmanns scharf ins Ge- junttur zur Erhöhung der Gehälter auszunuzen. schwert worden. Die Bilanzen machen mit ihren Milliardenziffern Wenn die Kommunisten in ihren fortgesezten Hezzereien die auf den ersten Blick einen sinn verwirrenden Eindruck. richt. Für die Gewerkschaftspolitik sei die Frage entscheidend, was Brandfackel schwingen, so müßten die Reaktionäre ja mit Was soll sich z. B. der gewöhnliche Sterbliche vorstellen, wenn er unter den gegebenen Verhältnissen möglich ist. Diese Verhältnisse Eichenlaub und Schwertern geschmüdt werden, wenn sie diese Gihört, daß im vergangenen Jahre die Gesamtumsätze der Deutsch en schilderte Breŋ mit aller Deutlichkeit. tuation nicht für ihre Zwecke ausnügen würden!( Stürmischer ant die Grenze von 2 Billionen Papiermart weit über- Als Brey die Frage aufwarf, wo denn 1914 die Arbeiter waren, Beifall.) Als in den Aufständen der Kommunisten ihre Diktatur schritten haben? Bei der nächstgrößten Bank, der Diskonto Gedie heute zu uns gelommen sind, antwortete der Kongreß durch gegen die Sozialdemokratie ins Werk gesetzt wurde, hatte nur die fellschaft, brachte das abgelaufene Jahr einen Umfag von nahezu spontanen stürmischen Beifall. Auch heute noch besteht das Reaktion den Nugen davon, und ihre heutige Frechheit ist lediglich 1,5 Billionen Mart gegen 840 Milliarden Mark im Borjahre. Diese einige geschlossene Kampfheer erst in der dialektischen Spefu- die Folge jener Politik der Kommunisten. astronomischen Ziffern verlieren erheblich an volkswirtschaftlicher Belation. Als Bren zeigte, wie ter allrussische Kongreß die In bezug auf = deutung, wenn man bedenkt, daß sie zum allergrößten Teile durch die gerade im Jahre 1921 ins Ungemessene gestiegene Börsen fpefulation zustande gekommen sind. Die Banten haben trot aller Warnungen sich in den Strudel der Spielwut, die im Jahre 1921 fehr weite Kreise des deutschen Voltes erfaßt hatte, hineinreißen laffen, sie haben dabei zwar selbst märchenhafte Gewinne erzielt, aber die enge Fühlung mit handel und Gewerbe, sowie die Herrschaft über den Geldmarkt zu einem großen Teil verloren. Die Geifter, die man rief, wird man heute nur fehr schwer wieder los. Die größte deutsche Bank zählt heute in allen ihren Filialen und Depositenfassen etwa 780 000 Kunden. In einer Zeit, wo das Publikum, das einstmals den Banken große Depofitenbeträge zuführte, dazu übergeht, stärkste Kreditansprüche zu tellen, mag dieser riesige Kundenfreis eher als unbequemer Ballast empfunden werden. In der Mehrzahl der Fälle sind aus Gläubigern Schuldner geworden. Die Bewegungsfreiheit der mit großem Filialne arbeitenden Institute ist beträchtlich eingeengt. Das wird sich im laufenden Jahre in dem Maße immer unangenehmer bemerkbar machen, wie Handel und Gewerbe zur Bewältigung ihrer Umsätze der Unterstützung der ihnen nahestehenden Banken mehr und mehr bedürfen. Diese gewaltige Vergrößerung des Kundenfreises ist nicht zuletzt die Ursache einer start anwachsenden Belastung der Banken mit Steuerausfünften und ähnlichen nicht immer erquicklichen Arbeiten. Benn die Direktoren heute klagen, daß ihnen zu viele un produktive Arbeiten aufgebürdet werden, so trägt daran nicht zuletzt die einseitige Bevorzugung de Effektengeschäftes die Schuld. Aus demselben Grunde ist auch das Heer der Bantangestellten beträchtlich vergrößert worden, z. B. bei der Deutschen Bank von 17 808 auf 21 137 Personen. Hierbei hat man natürlich auf mangelhaft vorgebildete Kräfte aus allen möglichen Branchen zurüdgreifen müsien. Wenn deshalb verfchiedene Institute sich darüber beklagen, daß die Leistungsfähigkeit der Bantangestellten sich erheblich verringert habe, so kann sich das nur auf diese Neulinge beziehen. Die wirklich fachmännisch vor gebildeten Bankangestellten haben im vergangenen Jahr eine ganz ungeheure Arbeit bewältigt, um der ins Ungemessene gestiegenen Umfäße Herr zu werden. In den Geschäftsberichten der Banten wird besonders nachdrüd. lich auf die Steigerung der Verwaltungsuntosten hingewiesen, diese erhöhten sich 3. B. bei der Deutschen Bant von 412,5 auf 744,97 Millionen Mart, bei der Disconto- Gesellschaft von 198,6 auf 391.2 Millionen Mark, bei der Dresdner Bant von 238,4 auf 497,4 Millionen Mart, bei der Commerz- und Brivatbant von 133,1 auf 319,1 millionen Mart, bei der Darmstädter Bant von 177,4 auf 411.2 Millionen Mark und bei der Nationalbank für Deutschland non 52,2 auf 155,9 Millionen Mart. Diese Ziffern besagen an sich nicht viel, da aus ihnen nicht zu ersehen ist, in welchem Ausmaße die Gehälter der eigentlichen Angestellten gestiegen sind. Als Berwaltungsuntoften sind bekanntlich auch die Gehälter und häufig sogar die Gratifikationen der Direttoren und andere Ausgaben mitverbucht worden. In Zukunft wird es die Aufgabe der Angestelltenvertreter im Aufsichtsrate sein, auf eine größere Detaillierung der Bilanz in Dieser Richtung zu bringen. Ueberhaupt wäre es heute mehr denn je erforderlich, die einzelnen Bilanzposten bis in alle Einzelheiten aufzulösen. So wie die Abschlüsse jetzt veröffentlicht werden, ermöglichen sie durchaus keinen Einblick in das Geschäftsgebaren der Banten. Es seien troßdem die auf Millionen abgerundeten Gewinnziffern der einzelnen Institute hier zusammengestellt, um dem Leser wenigstens eine oberflächliche Orientieung zu ermöglichen. Bruttogewinn Meingewinn in Millionen Mart Frage des Streifrechtes abgetan habe, forderte die Linte Quellendie Arbeitsgemeinschaften angabe. Sie glaubte, Bren damit in Verlegenheit zu bringen, der erinnert Brey Dißmann an den Eisenwirtschaftsverband und seine nun mit stürmischem Gelächter die„ Russische Korrespondenz" als Außenhandelsstelle, wo die unabhängigen ArbeitsgemeinQuelle genau bezeichnete. schaftsgegner des Metallarbeiterverbandes mit den schlimmsten Scharfmachern Hand in Hand arbeiten. Brey fragt, ob man etwa decken wolle. Auch in der Frage des Beamtenstreifrechts und der diese Sünden mit dem Mantel der Größe der Organisation verTechnischen Nothilfe sind die Ansichten geteilt. In Sachsen haben sich unabhängige Minister für die Technische Nothilfe eingefeßt und sie gegen den Streit der Beamten eingesetzt. Die Sozialdemokratischen Monatshefte" mit ihren Ansichten über den Achtstundentag seien nicht die Bibel der Partei. Auch in der SPD. fönne man nicht jedem verbieten, dummes Zeug zu schreiben. Bei der heutigen 3 er splitterung der Arbeiter fei es kein Wunder, wenn die Reaktion ihr Haupt erhebe. Die vom Bunde vertretene Politik sei die einzig mögliche. In der Nachmittagsfizung wurde eine gute Stunde mit der Prüfung eines belanglofen Mandats vertrödelt. Zur Wohnungsfrage wurde eine Resolution für Gemeinwirtschaft angenommen, die die Schaffung einer Zentralftelle für Wohnungswesen bei der Bun desleitung vorfieht. Darauf begann die weitere Diskussion, die hauptsächlich von den Kommunisten benutzt wurde und mit der der zweite Verhandlungstag endete. W Leipzig, 20. Juni.( Eigener Drahtbericht.) Der Redner der fozialdemokratischen Fraktion, Genoffe Bren Hannover( Fabrit arbeiter) erkennt an, daß der Bundesausschuß nicht vollkommen ist und fragt: Was war unter den gegebenen Verhältnissen zu erreichen? Wie es ein Verbrechen ist, einen Seefahrer bei Sturm und Wetter mit falschen Karten hinauszuschicken, so ist es auch ein Verbrechen, menn man mit falschen Mitteln das Proletariat in den Kampf schickt. Den verschiedenen Richtungen wird es kein Bundesvorstand rechtmachen. Zur Verwirklichung des Sozialismus ist die Erfüllung verschiedener Boraussetzungen notwendig, aber in der heu tigen Wirtschaftslage ist sie nicht möglich. Für die Durchführung der zehn Bunkte find die Boraussetzungen außerordentlich ungünstig. Im ganzen Lande wurde der Bundesvorstand bekämpft, als Verräter verschrien, weil er den Kampf für diese Buntte nicht aufnahm. Bei solch einem Kampf würde es aber imter den heutigen Kraftverhält niffen bis zum Weißbluten fommen und die Arbeiterschaft hätte dann den Kampf im Interesse des Unternehmertums geführt, das die Arbeitsbedingungen diftieren würde. Der Sozia lismus ist das Ziel des Klaffentampfes. Zur Erreichung diefes Bieles ist eine feste organisatorische und geistige Einheit notwen dig. Von den 13 Millionen Gewerkschaftlern, die es in Deutschland gibt, stehen aber noch lange nicht alle im ADGB. Und von den 8 Millionen Mitgliedern der freien Gewerkschaften waren einige Millionen nach 1914 nicht auf die Beine zu bringen, wenn es galt, einen Kampf zu führen, und wagten es nicht einmal, sich zur Organis fation zu bekennen. Das Klassentampfheer ist heute noch nicht vermehrt!( Lebhaftes Sehr richtig!) Bum Schluß stellt Bren fest, daß der Bundesvorstand für seine Tätigkeit nicht die Rügen verdiene, die ihm aus politischen Gründen erteilt würden. Seine Politik sei die für ihn und die Arbeiterschaft allein mögliche.( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Nachmittagsfihung. gegengenommen und entgegen ihrer Beanstandung das Mandat des Zunächst wird der Bericht der Mandatsprüfungskommission entVerbandes der Bäcker für gültig erklärt. Anwesend sind: 690 Des legierte, die 7 574 825 Mitglieder vertreten. Sämtliche Mandate werden genehmigt. In der fortgefeßten Debatte über den Geschäftsbericht spricht Gertrud Faber( Metallarbeiterin) über Berücksichtigung der Frauenfrage; Bae plow( Bauarbeiter) begründet folgende Entschließung zur Wohnungsfrage. „ Der elfte Kongreß des ADGB. begrüßt und billigt es, daß der Bundesvorstand nachdrücklich Einfluß genommen hat auf die Lösung der Wohnungsfrage und auf eine gemeinschaftliche Regelung der Bauffoffverteilung und Baustoffbeschaffung. Er begrüßt und billigt es fernerhin, daß einige Gewerkschaften aus eigenem Antrieb Einfluß auf eine gemeinwirtschaftliche Regelung der Produktion genominen und die Errichtung gemeinwirtschaftlicher Betriebe gefordert haben. Der elfte Kongreß des ADGB. beauftragt den Bundesvorftand: 1. Die von ihm geleitete gemeinwirtschaftliche Regelung des Wohnungswesens und der Baustoffbeschaffung weiter zu betreiben und die Reichsregierung sowie die Parlamente der Länder und Gemeinden darauf hinzuweisen, daß die Gesellschaften diesen Kampf gegen Wohnungsnot und Wohnungswucher auf breitefter Grundlage aufnehmen müffen und wirklich durchgreifende Maßnahmen zur Beseitigung der ständig wachsenden Misstände ergriffen werden. 2. Die wirtschaftliche und finanzielle Macht der organisierten Arbeiterschaft in den Dienst der Gemeinwirtschaft zu ftellen und im Bundesbureau eine 3entralftelle zu fchaffen, deren Aufgabe es fein soll, die Ueberführung der privatkapitalistischen Wirtschaft in die Gemeinwirtschaft planmäßig zu fördern und alle Bestrebungen innerhalb der gewerkschaftlichen Arbeit, die auf dieses Ziel gestellt find, zusammenzufaffen." Die Schlichtungsordnung ist noch von feinem Gewerk fchaftler befürwortet worden. Ein unbeschränktes Streifrecht gibt es Im weiteren Verlauf der Diskuffion famen insbesondere Vernicht einmal in dem fommunistischen Ideal Sowjetrußland; dort ist das Streifrecht nicht nur in den Staatsbetrieben aufgehoben, auch treter der Linksparteien zur Sprache. Ko tur vom Deutschen in den Brivatbetrieben darf von ihm fein Gebrauch gemacht wer Eisenbahnerverband tritt nachdrücklichyst für das Koalitionsrecht der den. Kein deutscher Gewerkschaftler hat je eine solche Beschränkung Beamten ein. Um 6 Uhr wird ein Antrag auf Schluß der De= des Streifrechts. Die einer Aufhebung aleich kommt, gefordert.' batte angenommen und die Verhandlungen auf den 21., früh Ebensowenig teilt die Sozialdemokratie die Anfichten Kaliskis und 9 Uhr vertagt. wagen. 2 368 2148 2532 2 268 Auslandsablieferung 593 384 672 428 Nach den monatlichen Meldungen der Zeitungsdruckpapier.| dauernden Bemühungen, die Verbindung zwischen den Landesindustrie sind im Jahre 1921 erzeugt worden: 34 821,5 Doppelwagen organisationen herzustellen. Die Bemühungen hatten noch nicht Beitungsdruckpapier. Die Ausfuhr hat betragen 6298,2 Doppel- überall Erfolg; insbesondere haben sich die Organisationen in Amerita und Australien, mit denen aber forrespondiert wird, noch Für die ersten 4 Monate 1922 ergeben sich folgende Zahlen: nicht angeschlossen. Sehr unerfreulich find die organisatorischen BerInlands. hältnisse in der Tschechoslowakei und in Bulgarien, wo es mehrere Erzeugung rivalisierende Verbände gibt, die zum Teil nach Moskau orientiert ablieferung Jahr und Monat Wagen je 10 000 Kilogramm find. In neuerer Zeit haben diese Verbände, insbesondere aber auch der Allrussische Holzarbeiterverband, ihre Aufnahme in der Internationalen Union nachgesucht. Es handle sich offenbar um einen von Moskau organisierten Borstoß. Man könne aber die Moskauer Zellen in der Internationalen Union nicht brauchen, deshalb dürfe erwartet werden, daß der Kongreß diefen Zuzug ablehne. Die Verhandlungen begannen am dritten Tage mit Ausein andersetzungen zwischen den Bertretern der beiden bulgarischen Berseine Aufnahme in die Internationale Union verzichtet. Die Diffe. renzen in der Tschechoslowakei, wo drei Organisationen bestehen, eine deutsche, die der Internationale angeschlossen ist, und zwei tschechische, von denen die eine mit Moskau sympathisiert, will das Erekutivkomitee in einer besonderen Besprechung mit den Vertretern diefer Organisationen zu schlichten versuchen. 1920 1921 Deutiche Bank 713 1 159 185 1920 1921 292 Discontogesellschaft. 404 679 160 228 Commerz und Privatbank 210 453 67 99 Dresdner Vank 423 885 144 207 Darmstädter Bank 264 578 58,5 90 1922 Januar. Februar. März April. 2.961 • 2483 3 240 2785 Nationalban! 112 267 47 79 74 150 17 84 78 152 37 62 Mitteldeutsche Kreditbank. Berliner Handelsgesellschaft. Der Bedarf der deutschen Tageszeitungen wird auf monat lich etwa 2000 agen geschäßt. ㄓ Demnach sind von der Industrie dem Inlande erheblich grobände, von denen sich der eine für Moskau erklärt und damit auf Wie die Diplomatie der alten Schule die Kunst der Rede benutzte, Bere Mengen Zeitungsdrudpapier zugeführt worden, als dem um Gedanken zu verbergen, so tient dem modernen Bilanzfriseur die Bedarf entspricht. Wenn trotzdem am Ende des Jahres 1921 Biffer dazu, die intimeren Geschäftsvorgänge neugieri- und zu Beginn des Jahres 1922 an einzelnen Stellen eine außer gen Bliden zu entziehen. Man weiß 3. B., daß im vergangenen Jahre ordentliche Knappheit an Zeitungsdruckpapier in die Erscheinung der Zusammenbruch der Pfälzischen Bant, der die trat, fo mag der Grund darin liegen, daß wegen der zu erwarten Folge mikalüdter Devisenspekulationen war, auch manchem Berliner den Preissteigerungen erhebliche Borräte angesammelt worden sind. Großbankdirektor schwere Sorgen bereitet hat und daß von erster Amtliche Feststellungen hierüber stehen nicht zur Verfügung. Banffeite eingegriffen" werden mußte, um das Prestige der Bank- In den letzten Monaten sind Klagen von Zeitungsverlegern über melt zu retten. Aus den jetzt vorliegenden Abschlußziffern der das unzureichende Belieferung mit Papier nicht mehr laut geworben. mals so hilfsbereiten Berliner Großbant ist nichts zu entnehmen. Die Antwort des Reichswirtschaftsministers trifft nicht den Rern In den Generalversammlungen und Geschäftberichten wird der Sache. Rechtlich fehlt es im Augenblic nicht an Zeitungsdrud Immer wieder darauf hingewiesen, daß die Dividende nur in papier. Wenn einzelne Zeitungsunternehmungen sich genötigt Bapiermart ausgezahlt werde und daß die Aktionäre deshalb fahen, im Hinblick auf die unausgesetzten Preissteigerungen Vor- allein der Bauarbeiter- Internationale anzugehören. Die Kassen. heute unendlich viel schlechter gestellt feien als in der Borkriegszeit. räte zu schaffen, so ist daran schuld eben die Preispolitit der Wollte man die Gehälter der Banfangestellten in Goldmart umrechnen, so würde man noch zu ganz anderen Ergebnissen kommen. Produzen'ten. Hier hätte der Hebel einzusetzen, um die Klagen Den Aktionären der meisten Banken sind im vergangenen Jahre über die Versorgung mit Zeitungspapier zum Verstummen zu neben der Dividende noch recht wertvolle Bezugsrechte zuge- bringen. Die Regierung hat sich bisher auf durchaus unzulängfallen, die man doch auch nicht übersehen darf. Außerdem hat sich liche Schritte beschränkt, die auch deshalb von so geringer Wirkung der in Aktien enthaltene Substanzwert durch reichliche Dofie waren, weil sie zu spät tamen, um die Teuerung aufzuhalten und rung der offenen und stillen Reserven und durch ganz die Not der Presse zu lindern. bedeutende Abschreibungen auf Einrichtungen und Bantgebäude sowie durch besondere Rüdstellungen für weitere Neubauten ganz wesentlich erhöht. Die Bezüge der Aufsichtsräte. Die Tantiemen der Aufsichtsräte bei den Aktiengesellschaften sind im letzten Jahre ganz erheblich gemachfen. Dazu wird die Tantiemefteuer bei den meisten Gefellschaften von diesen getragen, so daß das Einkommen der Aufsichtsräte faft fteuerfrei bleibt im Gegenfah zu Gehältern und Löhnen. Die Bezüge des Aufsichtsrats für 1921 betragen zum Beispiel bei einigen Großbanten: Deutsche Bank 6 021 505 M., Commerzbant 5852 000 M., Dresdner Bant 5 787 000 m.. Discontogesellschaft 5 189 189 M., Mitteldeutsche Kreditbank 932 926 m. Mangel an Zeitungsdruckpapier? Aus dem Geschäftsbericht des Setretärs, erstattet von Wouden berg Amsterdam, ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl der angeschlossenen Organisationen, die 1919 759 850 betrug, auf 856 163 angewachsen ist, obwohl der französische Bau- und Holzarbeiterverband, der damals 115 000 Mitglieder zählte, sein Ber hältnis zur Internationalen Union der Holzarbeiter gelöst hat, um müssen neu geregelt werden. Aus den Mitteilungen über die Lage in den einzelnen Ländern ist bemerkenswert, daß eine merkliche Annäherung des amerikanischen Verbandes stattgefunden hat. Die beabsichtigte Entsendung von Vertretern zu diesem Kongreß fonnte allerdings nicht ausgeführt werden, aber die Amerikaner haben eine Einladung zur Entsendung von Vertretern zwecks Studiums der Verhältnisse in Europa angenommen. Beim Punkt Statutenberatung wurden einige Aenderungen des jegt geltenden Regulativs der Internationalen Union vom Eretutiobomitee vorgeschlagen und vom Kongreß bestätigt. Nach Erledigung der Statutenberatung hielt der Sefretär des JGB. Fimmen- Amsterdam ein instruktives Referat über die allgemeine Wirtschaftslage und die gewerkschaftliche Organisation. Wegen der vorgeschrittenen Zeit wurde auf eine Diskussion verzichtet. Als Beitrag für die Internationale Union wurde bestimmt, daß grundsäglich jede Organisation jährlich für je 1000 Mitglieder 15 Gulden holländischer Währung abzuführen hat. Für die Länder mit starker Beldentwertung soll jedoch das Exekutivkomitee eine befondere Regelung treffen. Für Deutschland und Desterreich wurde Dementsprechend der Jahresbeitrag auf 20 Wochenbeiträge pro 1000 Mitglieder bemessen. Das bisherige Eretutiotomitee wurde wiedergewählt. Internationaler Holzarbeiterkongreß. Bom 12. bis 15, Juni fand in Wien der Kongreß der Inter. nationalen Union der Holzarbeiter statt. 43 Delegierte vertraten 28 Organisationen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland. Dänemark, England, Holland, Italien, Norwegen, Desterreich, Polen, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Von den beiden französischen Organisationen hat die nach Moskau orientierte ihre Bertretung, dem Schweizer Delegierten, die andere die ihrige den Belgiern übertragen. Als Gäste waren Vertreter von Holzarbeiterorganisationen in Rußland, Bulgarien und der Tschecho flowakei erschienen, die die Aufnahme in der Internationalen Union In einer Reichtagsanfrage wurde gesagt, daß die deutsche Er- nachsuchen, ferner Fimmen vom Internationalen Gewerkschaftszeugung von Zeitungsdruckpapier im Jahre 1921 530 000 Tonnen bund und de Roode vom Internationalen Arbeitsamt in Genf. ( also 53 000 Doppelwagen je 10 000 Kilogramm), der Inlands- Außerdem waren vertreten österreichische Gewerkschaftskommission, verbrauch 300 000 Tonnen und demgemäß der Produktionsfozialdemokratischer Parteivorstand, Klub der sozialdemokratischen überschuß 230 000 Tonnen betragen habe. Im laufenden Jahre Reichstagsabgeordneten und die sozialdemokratischen Gemeinderäte sei die Erzeugung noch gewachsen, der inländische Verbrauch infolge von Wien. Tarnow( Deutschland) und Motwiczta( Defter- Der Vertrauensmann. In 4. Auflage ist dieses vortreffliche der Not der Presse noch gesunken, und die Ausfuhr sei zurückreich) leiteten die Verhandlungen. Der Puntt Mandatsprüfung Büchlein des Genossen Robert Danneberg im Verlag der Wiener gegangen. Es wurde aus diesen Angaben der Schluß gezogen, daß und Aufnahme neuer Berbände" führte zu einer großen Debatte, in Boltsbuchhandlung, Wien VI, Gumpendorferstraße 18, erschienen. das Zeitungsdrudpapier künstlich von der Industrie zurück der die Frage Amsterdam oder mosta u zur Entscheidung Benn es auch von österreichischen Verhältnissen ausgeht, so wird es gehalten werde, und die Reichsregierung wurde um Aufklärung stand, über deren Resultat wir bereits einen telephonischen Bericht doch auch reichsdeutschen Parteigenoffen zur Ausbildung als Vere gebeten. veröffentlicht haben. trauensmänner, Bildungsfunktionäre, Schriftführer, GemeindeWoudenberg, der Sekretär der Internationalen Union, vertreter und selbst als Redner der Arbeiterbewegung sehr nüzlich leitete die Debatte ein mit einem Bericht über seine feit 1919 ans jein tönnen, Der Reichswirtschaftsminister hat die folgende Antwort erteilt; Aus der Partei. SCHUHPUT Servus Terpentinware Servus" merke sich ein jeder, putzt die Schuh- erhält das Leder. Chem. Werke Lubszynski& Co A.-G. Berlin- Lichtenberg Volksbühne Theater a. Theater, Lichtspiele usw. r a Blowpl 6pernhaus Ritter Blaubart 7 Uhr Deutsch. Theat, Potasch und Perlmutter Uhr: Der Traum ein Leben Lessing- Th. Sommerspielzeit. Donn. 72: Potasch Allabendl. 7 Uhr: u. Perlmutter Die Ballerina d. Königs Schauspielhaus Kammerspiele Deut. Künstler- Th. 8 U.: Napoleon 72 Uhr Central- Theater Geschlossen. Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) 72: Die versunkene Glocke Mädels v. Davos Donn. 71/2: Die verDeutsch. Opernh. Abends 72 Uhr: Figaros Hochzeit Intimes Theater sunkene Glocke des , Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. 1. d. Königgrätzer 8: Die Peitsche und? Str. tägl. 8 Uhr Lauf doch nicht immer nackt herum Komödienhaus Lustspielhaus 8 Uhr: Der Werwolf U. ,, Gretchen" Gläßner, Roberts. 99 Sommerspielzeit Allabendl. 8: Die erste Nacht" Mus. v. Hugo Hirsch Max Adalbert Lily Flohr Theater des Ostens ( Rose- Theater) Auf d. Gartenb 5 U. Berlin- Wien- Konstantinopel SCALA Tägi 8 Uhr Internat. Metropol- Theater Berliner Th. Varieté 72 Uhr: Die Bajadere Neues Operett.- Th. Gastspiel der Rotter- Bühnen 8 Uhr: Vulkan Neues Th. am Zoo 8 Uhr: Scampolo Neues Volkstheater Heuchler Schiller- Theater Charlottenburg 8U: Charleys Tante Thalia- Theater 72: Die Herren von und zu. Th. a. Nollendorfpl. 73 Uhr: Verliebte Leute Theater d. Westens Bis früh um fünfe Wallner- Theater 72 U.: Die beiden Nachtigallen Walhalla- Theater 8 Uhr: Das Gast haus zur Liebe 7.45: Madame Flirt Alhambra- Park am Moritzplatz früher Buggenhagen Mpl. 12564 Heute, Mittwoch, Tag der, Vorwärts"-Leser 99 Freier Eintritt für zwei Personen gegen Vorzeigung dieses Inserats. Das große Varieté- Programm ( Bei schlechtem Wetter im Saal) Sonnabend, den 24. Juni 1922: 30 jähriges Bühnenjubiläum des bekannten Berliner Komikers Werner Goldmann Festvorstellung unter Mitwirkung erster Kabarett- Varietékräfte. Komische Residenz- Th. Berliner Prater- 10 000 Mk. 7 Oper 74 Der Meister vom Montmartre Offenbachs Liebesleb. Trianon- Th. Täglich 48 Uhr: Moral Burg, Limburg, Junkermann, Schroth WINTERTEN Varieté- Spielplan Rauchen gestattet! Täglich 8 Uhr: Eine Fran ohne Bedeutung Arnold Korff Adele Sandrock Theater Kastanienallee 7-9. Morgen Donnerstag Großer Volkstag u. a. f. Borwärtsstreb. und Drei Erfinder Millionen Auftl. Anreg., g. BerDie Prinzessin v. Nil Dienstm. biet. Bosch. Theater a. Kottb.Tor Operette in 3 Akten Beginn 5 Uhr. Moritzpl. 16 077 Allabdl.71 Ein neuer Gelst. grat. b. F. Erdmann& Co. Berlin, Königgrätzer Str. 71. Kriegsbeschädigt u. Hinterbliebene alte u. neue Heeresangehörige u. Elite Kaufe Gebisse Zinn Behörd, brauchen Sänger auch zerbrochene, zahle f. Was sich d. Wald Zahn 35-500 Zahn 35-500 erzählt" und ..Der Säugling" Reichshallen- Th. Allabendl 72 Uhr Knopfzähne weniger. Gold-, Silber- Bruch den Quecksilber Kommentar Quecksilber usw. Blel, Kupfer, Platin zum Reichsversor1* gungsgesetz, von Lauft z. Engrospreife Hermann Müller, gigen Gesetze und am Schlesischen Bahnhof Verordnungen zuBruch Lange Straße 90, Laden. verlässigerläuter höchste Tegespreise Gold- Scharnow, Lange Str. 35 der alle einschlä Platin-, Stettiner SilberSänger Preis 15 Mk. Denhoff Herrmannorwärts Berlin W. Lindenstr.2 Wilhelmstr. 39 Brett! Ant. 71/2 U nahe Leipziger Straße. D THOMPSON'S Buchhdl. Vorwärts fichern Erfolg! Preußische Staatslotterie Deutscher Metallarbeiter- Verband Fast Jedes zweite Los gewinnt 6x1 Million 6X 6x12 Million 6x300000 2x 250000 6x 200000 zus. 337 000 Gewinne und 4 Prämien von über 319 Millionen Ziehung d. 1. Klasse 27. u. 28. Juni Amtlich. 14 1/2 Lose Lospr. M. 15.60 31.20 62.40 124.80 Porto und Liste M. 1.75 extra. Schwarz Staatlicher Berlin NO 43 LotterieEinnehmer Neue Königstr. 86 Postscheckkonto Berlin 31 150. Lose auch zu haben bei Schwarz Amtl. Mittels Berlin SO 16 person Keanderstrasse 38. Telegramm- Adresse: Glücksgett Bérlin. Verlangen Sie beim Einkauf Dr.Thompson's Seifenpulver Achten Sie dabei auf die Schutzmarke Schwan Überall erhältlich Tüchtige KonfektionsArbeiterinnen melden sich sofort auf eine Kleine Anzeige im ,, Vorwärts SCHUTZ- MARKE SEIFENPULVER SCHUTZ- MARKE Kriegsanleihe wird zu 84% nur gegen Legitimation in Zahlung genommen. Preise steigen! Größte Eile geboten! Sommerpreise für Pelz-, Plüsch- und Flauschmäntel Wer noch billig kaufen will, komme sofort! Pelzmäntel la Ausführung 7500.-, 11 500.-, 15 800.-, 18 700.la Ulster 975.-, 1350.-, 1800. Sealplüschmäntel sehr billig Soweit noch Vorrat! Alpakamäntel Herren- Gummimäntel Kostüme. Kunstseidene Jumper 750.... 525.- Imprägnierte Seidenmäntel 1350.- Damen- Gummimäntel 990.- 1350.1250.- Reinwollene Strickjacken.... 725..... 520.- Reinwollene Jumper...... 195.Westmann 1. Geschäft: Berlin W 8, Mohrenstraße 37a 2. Geschäft: Berlin NO 18, Gr. Frankfurter Str. 115 D. R. G. M. Allen voran beim Einkauf von Brillanten Platin Gold- u. Silber- Bruch Uhren, Zahngebissen, Ketten, Münzen die renommierte Firma Juweller H. Wiese Artilleriestraße 30 5 Min. v. Bahnhof Friedrichstr. u. Passauer Str. 12 ( Ecke Augsburger Straße) 1 Min. v.Wittenbergpl- Bnt. Zoo unmittelbar Nähe Kadewe handelsger. eingetr.Firma Telephon Norden 1030. Steinplatz 11803. Eigene Schmelze Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Mittwoch, den 21. Juni, nachm. 5 Uhe im Arieger- Bereinshaus, Chauffee ftraße 94 Versammlung aller Funktionäre aus den Be trieben, welche dem Verband Berliner Metall- Judustrieller ans geschlossen sind und Mitglied einer Metallfartell gehörenden zum Organisation sind. Tagesordnung: Endgültige Stellung nahme zum Juni- Lohnabkommen. Sutritt haben nur Kolleginnen und Kollegen, welche sich durch ih Mitglieds. buch und der mit dem Stempel V.B.M.J. versehenen Funktionärtarte ausweisen tönnen. Die Mitglieder des Metallfartells treffen fich eine Stunde früher im selben Lokal Das Metalltartell. Achtung! Weißmetall. Achtung! Mittwoch, den 21. Juni, nachmittags 42 Uhr, im Restaurant Märkischer Hof Admiralstr. 18 c Versammlung aller Kollegen und Kolleginnen aus den Betrieben der Weißmetall- Industrie, deren In haber nicht Mitglieder des BB MJ. jind. Tagesordnung: 1. Bericht von der Lohnverhandlung. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. Erscheinen ist Pflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. N Achtung! Arbeitslose. Achtung! Heute, Mittwoch, mittags 12 2hr, im Verbandshaus, Cinienste. 83-85 ( Sigungsfaal) Wahlkörper- Versammlung Donnerstag, 22. Juni, abends 7 Ahr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11 Branchenversammlung der Bauschloffer und der Betriebe für gelochte Bledhje. Tagesordnung: 1. Bericht der Tarif tommiffion. Stellungnahme und Abstimmung. 2. Branchenangelegenheiten. Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Donnerstag, 22. Juni, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25, Saal 5 Branchenversammlung der Bauanschläger. Tagesordnung: 1. Bericht über die Berhandlung vor dem Schlichtungs ausschuß. 2. Berbands- und Branchen angelegenhetten. 3. Verschiedenes. Jeder Kollege ist im eigenen Interesse verpflichtet zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Donnerstag, 22. Juni, abends 7 Uhr, im Lokal von Boweleit, Jostyste. Z Funktionärkonferenz der Auto- Reparaturbetriebe. Freitag, 23. Juni, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engetufer 25 ( großer Saal) Vollversammlung der Mechanifer, Optifer, Uhrmacher, Eicher und Eicherinnen. Tagesordnung: Bortrag der Frau Landtagsabgeordneten ChristmannBarmen über: Die wirtschaftliche Lage. Zu dieser Versammlung laben wir alle Kollegen und Kolleginnen der mecha120/16 nischen Betriebe ein. Die Ortsverwaltung. Verkäufe Bettwäsche allerbilligst. Durch rechtzeitigen günstigen Wareneinkauf jezt billiger Berkauf. Deckbettbezüge von Geschäftsverkäufe Motor und Fahrrad- ReparaturwerkSibirischer Kreuzfuchs, felten fchön, 135. Rissen 38. Saten 84.3n- tatt verkauft. Erfragen Reinickendorfer575, prachtvoller Gilberfuchs 750, außer letts 295. Wäschestoffe 35.- Sand- straße 93, Sof parterre, von 9-7. dem Gilberwolf, Blaufuchs, Zobelfuchs tücher 22.50, Ueberschlaglaten, Paradebillig verkäuflich. Goldmann, Alegan- tiffen, herrliche Stickereibezüge, Dimiti, brinenstr. 44 II, Ede Kommandantenstr. Damast, befte Qualitäten. Rätselhafi ant. Möbel Pianos, preiswerte Gelegenheiten, Rehdes, Brunnenstr. 160. Stugflügel 16 800.-, Pianos 9600.-, Hartonium 6800.-, Rabenstein, Münaftr. 10. Kaufgesuche Tüchtigen Schloffer auf Scherengitter fuchen fofort Sickermann u. Heise, Uhlandstraße 142. bis 9 Uhr vormittags. Ein Vorarbeiter Arbeiter- Annahme 8 erfahren in d. Herstellg. v. Messingstangen 168/ 3* ein Presseführer Maschinen Knopflocharbeiterin fitr Herren- Wäsche erhält Beschäftigung. für die hydraulische Metallpresse Meldungen von 9-12 Uhr. A. Wert- gesucht. Schriftl. Angeb. sind zu richten an heim, Morigplag. Metallwerke Kretzer& Busse, Mamfells auf Mäntel verlangt Mari Niederschöneweide, Brückenstraße 27 milianstraße 49, Laden( Pankow). 96/13 Beitungsfrau für größere Tour ge14486 Fuhrherren billig. Riesenauswahl. Reelle fach- Gelegenheitskäufe in Speisezimmern, Kreuzfüchse, Alaskafüchse, sämtliche männische Bedienung. Aussteuer Son- Schlafzimmern, Herrenzimmern, Küchen, Gektforte, Weinforte, gebraucht, tauft Belzarten, spottbillige Sommerpreise. Derrabatt. Aelteste Spezial- Bettwäsche Nußbaummöbeln, Gofas, Ruhebetten, jedes Quantum Brand, Linienftr. 201a, Reine Lombardware. Leihhaus Rosen- fabrit, Gräfestraße neununddreißig Schreibtischen. Besuch lohnend. Möbel- Laden( Rosenthaler Tor). thalertor, Linienstraße 203/4, Ecke( Hafenheide), Brunnenstraße 10( Rosen- haus Kamerling, Rasanien- Allee 56 Schmiegelleinen kauft Hirsch, Ruppi- fucht. Neumann, Grlinstr. 21. Rosenthalerstraße. * thalerplag). ( Ecke Weinbergsweg). 14356* nerstraße 37. 96/12 Weingartens Pfandleihe, Prinzen- Bettwäsche billig! Bettbezüge 126.-, Chaiselongues, Umbausofas, Auflage- Wäsche, Möbel, Nachlässe, tauft Laß, straße 83, verkauft billig erfitlassige Mo- 195., 275., Riffen 34., Bettlaken matragen, Batentmatragen 450.- an. Aleganderstr. 8a. natsgarderobe, Gehrockanzug, Jackett- 86. Prima Ueberschlaglaken Walter, Stargarderstraße, achtzehn. Fahrradankauf, höchftzahlend, Git Cutawayanzug, anzug, Federdichte Inletts, Covercoats, 375.-. prima Metallbetten 300.-, Chaiselongues fchinerstraße 78. Baletot, Schlüpfer, Hose. 96/11 Wäschestoffe, Dimiti, Damast, Hand- 325.- Patentmatragen, Polsterauf1498* Fahrradankauf, Linienftr. 19. tücher enorm billig. Angestaubte Reise- lagen, Rinderdrahtbett. Meide, Auguft Leihhaus Friedrichstraße 2( Hallesches muster unter Preis. Aussteuern Sonder- straße 32a, Quergebäuded Prismengläser tauft Laß, AlexanderTor) verkauft spottbillig Anzüge, rabatt. Bettwäschefabrit, DresdenerSchlüpfer, Paletots. Belzwaren- Ge- ftraße dreiunddreißig( Nähe Prinzenstr.). Vertiko 500.-, Umbaue, Sofas, Büfett 600.Kleiderschrank legenheitstäufe: Sportpelze, Gehpelze.) Razenjacken, Füchse aller Art. Reine Bettwäsche billig, direkt aus Fabrit. 1300.-, Trumeaus, Schreibtische 900.-, im Laden), tauft 8ahngebisse, platin* Garnitur, Oberbett mit Riffen, 195.- Waschtoiletten 350. Flurgarderoben, abfälle, Goldfachen, Silberfachen. Queck 290.- 350.- Bettbezüge ohne Naht Speisezimmer, Schlafzimmer, Küchen filber, sämtliche Metalle. Nirgends beffer taufen Sie erft- 290.- Bettlaken 96., Inletts 290.-, 500.-, Standuhren, Nachttische, große flassige Anzüge, Paletots, Schlüpfer, Steffel 25., Handtücher 19.50, Wäsche Auswahl in Einzelstücken, Bettstellen. Cutaways, Covercoats, Streifhofen usw. stoffe, Tischtücher, bunte Bezüge zu Stand Betten verkauft Gottlieb, Rüge. in unübertrefflicher Auswahl, tontur rücksichtslos ermäßigten Preisen. Ueber- ner Straße 13, Bahnhof Gesundbrunnen. renglos billig. Sämtliche Waren sind schlaglaken, garnierte Rissen enorm Versand auch nach außerhalb. Liefe- Seinrich Maurers Privat- ZuschneideErsatz für Maßverarbeitung. Große billig. Ronkurrenzlose Massenauswahl. rung frei Haus. Lombardware. Gelegenheit. Straße 8a. für Tag- and Machtfuhren im Zeitungsbetrieb sofort gesucht. Meldungen von 9-5 Uhr. Metallschmelze, Neanderſtraße 35( nur Vorwärts- Verlag G. m. b.H. muster. Einrichtungen, farbige Küchen in fel Verschiedenes 10 Berlin, Lindenstr. 3 verlangen 142/ 12* Wir suchen zum 1 Juli bezw. sofort einen durchaus zuverlässigen Chauffeur tellenangebote beste Beachtung finden im Vorwärts Züchtige AutomatenGinrichter für Offenbacher Automat bei gutem Verdienst gesucht. Erdmann& Groß, Ritterstr 11. für Damenhüte sucht 168/ 4* otenfrauen Boten und Männer Automaten- Einrichter Heimarbeiterinnen Unterricht Buttig Offenbacher, für Wert Steglis Paschka& Ornstein G. m. b. H., Beuthstr. 4. schule Alexanderplaz( Eingang Rönigs- Ludwig Sudicatis G.m.b.H. Belzwaren Gelegenheitstäufe. Reine Streng reelles Angebot. Berliner Bett- Möbel, Bar- oder Teilzahlung. graben). Tages, Abendkurse. Herren-, Boghagener Straße 76/78. Lombardware. Leihaus Brunnenstr. 5, wäschefabriken, Buttkamerstraße 1( Ede Kleinste An- und Abzahlung. Kosten Damenschneiderei, Buzturse, Schnitt direkt Rosenthalertor. * Wilhelmstraße), Chausseestraße achtund lose Lagerung. Landwehr, Müller- zeichnen. Zuschneiden, Nähturse. Schnittachtzig( Haltestelle Liesenstraße). Größte straße 7( Weddingplag). Leihhaus Spiegel, Chauffeestraße 7. Spezialfabriken mit Detailvertauf. Ge verkauft spottbillig, erstklassige Anzüge, öffnet 29 bis 7. Teilzahlung. Einzelne Möbel, ganze Schlüpfer, Razenjacken, Sportpelze, Gehpelze, Füchse aller Art. Keine Lom- Bettwäsche billiger! Trotz der großen tener Auswahl, bequemste 8ahlweise. bardware. * Preissteigerung auf allen Gebieten verkauft Möbel- Cohn, Große FrankBand, schuldenfrei, gibt für Erdarbeit. biete ich noch zu alten Breifen an: furterstraße 58( 5 Minuten vom alegan Charlottenburg. ,, Potsdamer Vorortver Anzüge, Sommerpaletots, Sommer Dedbetten 160,-, Riffen 35,-, Baten derplag), im Norden: Badstraße 47/48. febr", Postamt 9. schlüpfer, Covercoats, Cutaways, Geh- 82,-, Sembentuche 38, rodanzüge, Gummimäntel, Hosen, iegt auswahl in Handtüchern, Tischtüchern, Chaiselongues. Enorm große Einzelmöbel. Komplette 8immer. Bertrauensvolle Auskunft, Arzt zur fünfzig Prozent billiger. Friedens Büchen, Frottierwäsche, Bar- fowie Stelle. Hebamme Opig, Neue Rönig ftoffe. Reine Lombardware. Leihhaus Central- Bettwäschefabrit Charlottenburg, Marfiliusstraße acht( Aleganderplay). Nessel usw. Teilzahlung. Spottbillig. Wenger, ftraße 57( Alexanderplag). Rosenthalertor, Linienstr. 203/4, Ede Berlinerstr. 99( Wilhelm- Luifenplay), Rofenthalerstraße. Friedenau, Rheinstr. 39( Kaiser- Allee). und eleganter Ausführung, finden Sie Schlafzimmer jeder Größe, einfacher Jackett- Anzüge, Paletots, wenig geRat, Gardinen, Madras, noch in reicher Auswahl zu soliden Breibrauchte, auch neue elegante, verkauft Stores, Bett- und Diwandecken. An- fen in der Schlafzimmer- Spezialfabrik billigst Schneidermeister Fürstenzelt, sige, Schlüpfer, größte Auswahl, be- Sans Hentel, Burgstraße 27, BureauBerlin, Rosenthalerstr. 10. queme An- und Abzahlung, Elfaffer- haus Börse. Rostenlose Lagerung. ftraße 44 I, nahe Oranienburgertor.* Damenmäntel 175.-, vorjährige TuchMusikinstrumente mäntel, Prachtneuheiten, Alpatamäntel, Fertige Betten, Oberbett, Unterbett, Sommertostüme 265. Kallweit, Char- Kopftissen kaufen Sie enorm billig. Reine Bandonion billig. lottenburg, Bismardstraße 59 II, Lombardware. Leihhaus, Morigplag 58a. Istraße 17( gewerblich). Kredit Küchen. 1447b Arbeitsmarkt Stellenangebote Jüngerer Kontorbote, auch Mädchen, möglichst gelernter Echloffer, welcher in unserem Betriebe auch Nebenarbeiten übernimmt. Angebote, möglichst mit Lichtbild und Zeugnisabschriften, an Rohr- u.Seilpostanlagen G.m.b.R. ( Mig& Genest) Berlin Schöneberg, Geneststraße 5 Metallschleifer wird zum fofortigen Eintritt gesucht. ile Telephontelle verlangen Balentin, vorm. H. Rosenthal, Röhren .142/ 11* werden zu den neuen, sehr start erhöhten Löhnen eingestellt Ackerftr. 174( Roppen-| Martusstraße 36 plag) Bärwaldstraße 42 Baftianstraße 7 Millerstraße 34 a Petersburger Blag7. Brinzenstraße 31 Borhagener Str 62 Stegliger Straße 34 Greifenhagenerfir 22 Wattstraße 9 Jmmanuelfirchstr. 24 Wilhelmshavener Laufiger Vlag 14/15 Straße 48 Borfigwalde, Räuschstraße 10 Lichtenberg, Wartenbergstraße 1 Neukölln, Nedarftr. 2 u. Stegirtebftr. 28/29 Niederschöneweide, Fennstr. 23 Dörfer, Kraut und Eisen, G. m. b S., Berlin Ludwig Sudicatis G.m.b. Heinickendorf- Oft, Provinzftr. 56. Großbeerenstr. 71. Boghagener Straße 76/78. Schöneberg. Belziger Straße 27 Tempelhof, Raijer- Wilhelm- Straße 31