Nr.29239.Jahrgang Ausgabe A nr. 146 Bezugspreis: Bierteljährl. 150.-M., monatl. 50, frei ins Haus, voraus zahlbar. Bost bezug: Monatlich 50,- M., einschl. Bu ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- u Memel gebiet, sowie Desterreich u. Luremburg' 84.-M., für das übrige Ausland 102, 9. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1,50 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareilfezeile foftet 16, M.- Reflamezeile 80,- 2. „ Kleinenzeigen" das fettgedruckte Wort 4- M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jebes weitere Wort 3, M. 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Wir sind der der gestrigen Reichstagssizung zu einer scharfen Entladung. iede unterbrüdung, so ganz besonders auch die, die am Ueberzeugung, daß nur der Fortschritt jener Weltgefinnung der GeGenosse Friedrich Stampfer, der als erster in der fort- Rhein und Saar verübt wird, auf das schärfste berechtigkeit imftande sein wird, das schamlos gebeugte Recht an Rhein Genosse Friedrich Stampfer, der als erster in der fortgesetzten Debatte zu Worte tam, setzte sich mit den Herrschaften tämpft.( Sehr richtig! bei den Soz.) Meine Partei hat feine und Saar wiederherzustellen.( Sehr richtig! bei den Soz.) In diesem gesetzten Debatte zu Worte fam, setzte sich mit den Herrschaften Gelegenheit vorübergehen lassen, ohne unter Ausnutzung ihrer inter- Sinne billigen meine Freunde die Erklärung, die gestern von der von rechts und ganz rechts in einer Weise auseinander, die nationalen Beziehungen das Ausland über jene Zustände aufzu- Reichsregierung abgegeben worden ist. diesen, nach ihrem äußeren Verhalten zu schließen, nicht ganz klären, deren unhaltbarkeit von den französischen Sozialisten und den angenehm gewesen zu sein scheint. Nach der Schlacht, die von englischen Arbeiterparteilern und darüber hinaus von weiten Kreisen ber einen Seite mit Argumenten, von der anderen mit einem Trommelfeuer wüster Zwischenrufe geführt wurde, stellte der demokratische Abgeordnete Goth ein, das Schicksal wägend in gerechten Händen", fest, daß die Deutschnationalen- wie einst Ludendorff- die Nerven verloren hätten. Aus den nicht immer parlamentarischen Zurufen der Rechten war öfters das Wort„ Wahlrede" zu vernehmen. Wir möchten diese Kritik nicht für unbedingt vernichtend halten, zumal es das gute Recht eines Abgeordneten ist, einen Appell an das Bolt, den er für wahrscheinlich hält, mit einigem Nachdruck zu unterstützen. Im übrigen waren es besonders zwei Dinge, die auf der Rechten erhebliche Aufregung hervorriefen. Genosse Stampfer wies auf gewisse Bestrebungen im Rheinland hin, die darauf gerichtet sind, gegen eine neue Getreideumlage die Hilfe der Besaßungsbehörden in Anspruch zu nehmen. Im Zusammenhang damit tam er auf einen Brief des Landbündlers Oldenburg Januschau aus der Kriegszeit zu sprechen, in dem dieser dem Minister des Innern v. Loebell mitteilte, er bestelle aus Aerger über die vielen Berordnungen 500 Morgen überhaupt nicht mehr und viele andere machten es eben 10. Die Photographie dieses Kriegsbriefs eines deutschen Batrioten finden unsere Leser anbei. Ein Exemplar dieser Photographie wurde vom Redner auf den Tisch des Hauses Berlin den 12.4.15. Lobſte ſpelling Fruz. Im Bezuff, nach f Posten jüückzugehen, der Schwein mit den Guten him. Halling nach Polen auf meine danke ich Gott. Fl be zu sein. – niedergelegt; es war der Gegenſtand größter Aufmerksamkeit f. 7 dem Bunde jetzt thalsichtig gab zu heftigen zwischen Abgeordneten verschiedener Parteien Anlaß. Das zweite, was die Rechte so sehr in Harnisch brachte, war eine Feststellung Stampfers aus dem Auswärtigen Ausschuß. Dort war Helfferich von Rathenau darauf aufmerksam gemacht worden, daß die von ihm befürwortete Ablehnung der vorliegenden Verträge das erneute Infrafttreten des Londoner Diftats zur Folge haben würde. Helfferich ertlärte, er auch das Londoner Diktat ab und antwortete. ündkreislich und den Köglich nifflel die Unsicherhend de fab. De fchließlich auf die wiederholte Frage, was denn dann meiter de Leſteningen zu geßigt. Den merden sollte, mit dem klassischen das weitere sich dann eben entwickeln". Das ganze Haus, mit Ausnahme der Rechten, brach in Gelächter aus, und die Erflärung unseres Redners, in dieser kläglichen Verlegenheitsausrede habe sich die ganze Gedankenlosigkeit und Gewissenlosigkeit des deutschnationalen Führers dokumentiert, fand bis Sache and den Kertosseln ist jetzt eingede Schweinfūlen maßen vernünftig, der für ſiltonne. infaulen und der Hälftelten dem Lande ist sehr Erlitſung auf dem Lande über die Bänke der Sozialdemokraten hinaus lebhafte zu- der stimmung. Dagegen war bei der Stampfers, die einzutreten, bei den Bürgerlichen keinerlei Begeisterung zu be= starten unterstrichen. Sozialdemotratie fei jederzeit bereit, in den Wahlkampf merten, während die Sozialdemokraten gerade dieſe Worte Heute nachmittaga geht die Debatte weiter. Als erſter hat der Angeklagte das Wort: Helfferich! In der gestrigen Sigung des Reichstags erhielt vor Eintritt in eller. M Meine Freunde und ich find nicht dag geneigt, die Gefahr der Loslösung der Rheinlande als übertrieben groß zu betrachten. Wir halten es aber dennoch für notwendig, sorgfältig allen Anzeichen nachzugehen, die sich von dem Bestehen einer solchen Gefahr bemerkbar machen. Nach zuverläffigen Nachrichten, die mir zugegangen find, gibt es Leute in den Rheinlanden, die eine gewisse Neigung zeigen, fich hinter die hohe Kommiffion zu stecken, für den Fall, daß die Entscheidung des Deutschen Reichstages in bezug auf die Getreideumlage anders ausfallen follte, als sie es selber wünschen. Diefer Gefahr muß ins Auge- gefehen werden. Man darf die Tatsache nicht außer acht lassen, daß der Rheinische Bauernverein eine öffentliche Rundgebung erlassen hat des Inhalts, die Landwirte würden dem neuen Gesez jeden Widerstand leisten, um seine Durchführung zu verhindern.( hört, hört! lints.) Wenn so etwas in einem Lande geschieht, das unter fremder Befagung steht und in dem fremde Behörden einen gemissen, leider nicht unbeträchtlichen Einfluß haben, muß man die Augen offen halten. Ich will durchaus nicht annehmen, daß die Mehrzahl der rheinischen Landwirte geneigt wäre, solchen verbrecherischen Lodungen zu folgen. Leider beweisen aber die Tatsachen, daß es Schurken gibt. Schurken gibt es in jedem Berufsstande, die in Wahrung ihrer egoistischen Berufsinteressen vor direktem Landesperrat nicht zurückschrecken.( Sehr richtig! bei den Soz.) Ein Dofument, das Ihnen beweist, daß meine Behauptung nicht auf dem Sand gebaut ist, habe ich hier. Halten Sie es für möglich, daß ein Ihnen allen, besonders Ihnen da drüben( nach rechts) sehr wohl be= tannter Mann am 12. April 1915 unter dem furchtbarsten Druck der englischen Blockade an einen preußischen Minister einen Brief geschrieben hat, dessen Hauptstelle ich mir zu verlesen erlaube. Liebste Erzellenz Fritz! Jm Begriff, nach Polen auf meinen Posten zurückzukehren, danke ich Goff, die Schererei mit den Gütern und der Zivilverwaltung los zu sein. Es ist auf dem Lande jetzt tatsächlich unerträglich mit den täglich wechselnden Verordnungen. Ich bestelle 500 Morgen überhaupt nicht, und so machen es viele( hört, hört! bei den Sozialbemofraten. Zuruf: Dolch stoß! Abg. Stampfer: Das ist der Dochstoß, gewiß), weil die Unsicherheit der Ernte und der Bestimmungen zu groß ist. Die Sache mit den Kartoffeln ist jetzt einigermaßen vernünftig, von den Schweinen wird die Hälfte in der Pöfeltonne verfaulen. Die Erbitterung auf dem Lande ist sehr groß und wird sich nach dem Kriege entladen. Dazu kommt, daß das Bertrauen zu der Obersten Heeresleitung in allen Kreisen immer mehr schwinds. Daß das Vertrauen zu der obersten Zivilleitung längst fehlt, weißt Du. Nun aber Schwamm drüber. wen war dieser Brief Herrn Minister Herrn v. Loebell. veranlaßt hat. Vielleicht kann man an anderer Stelle danach fragen. Unterschrieben ist dieser Brief von Ihrem Freund Adenberg, Herr Mumm.( Abg. Mumm ist nicht deutschnational! Lebhafte Zurufe links: Wels:„ Das war der Dolch stoß!") Guß ad und sich nach dem Kage af Innern, Serm 5.& oebe 11. 3) weiß leider nicht, was er darauf landen. Dazu kommt, daß der Nabein der obersten Kingsleting Kousen immer mehr schwindet. Daß deß Vertrauen zu der Obergte Liet. Liling list. schlt, müßt die. – Nun aber Schwenn in die Tagesordnung Abg. Crifpien( U. Soz.) das Wort zur Ge schäftsordnung: Meine Fraktion hat einen Antrag eingebracht, die Regierung aufzufordern, dem Reichstag schleunigst den Plan einer allgemeinen Finanzreform nach bestimmten Leitfäßen vorzulegen. Ich möchte namens meiner Fraktion beantragen, diefem dibe. Antrag die Dringlichkeit zuzuerkennen. Wir sind damit einverstanden, daß der Antrag der Steuerfommiffion überwiesen wird. Widerspruch wird nicht erhoben; der Antrag wird der Steuerfommiffion überwiesen. In der Besprechung der außenpolitischen Interpellationen nimmt als erster das Wort Abg. Stampfer( Soz.) Die Debatte, die am Mittwoch einigermaßen zusammenhanglos an uns vorüberrauschte, hat verschiedene Stoffgebiete berührt, ganz deutlich in zwei Gruppen gliedern lassen. Drei der gestellten Interpellationen betrafen die besonderen Leiden unserer Volksgenoffen an Saar und Rhein; zwei andere beschäftigten sich mit den allgemeinen Leiden finanzwirtschaftlicher Art, die der verlorene Krieg über unser ganzes Volk verhängt hat. Ich darf mich hier darauf Anknote beichst die mir sehr heute nach ſerben. Gost befohlen Der Herr ist nicht deutschnational? Ich danke für die Aufflärung. Herr v. Oldenburg, den ich hier einen Landesver= räter nenne, war der engere Rollege jenes Herrn Röside, der vor einigen Tagen hier für Sie gesprochen hat. ( Sehr richtig! links.) Herr v. Oldenburg ist der Mann, der einmai vor Jahren an derselben Stelle stand, an der ich hier stehe, und den berühmten Sah sagte:„ Jehn Soldaten, vom Kaiser geschickt, müßten genügen, um diesen Reichstag auseinander zu jagen."( Zuruf von den Deutschnationalen: Haben Sie das gehört?) Jawohl, ich hab es gehört. Und warten Sie weiter ab. Dieser Herr v. Oldenburg ist derselbe Herr, den Sie dieser Tage in den illustrierten Zeitungen sehen fonnten, geschmückt mit der alten Uniform, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, das er waytscheinlich dafür bekommen hat( Sehr wahr! links), wie er treuherzig und bieder dem Feldmarschall v. Hindenburg die Hand schüttelt. Ich frage Sie, welchen Wert diese alte Uniform noch haben tann, wenn folche Männer fie tragen dürfen. Ich frage Sie, welchen Wert das Eiserne Kreuz 1. Klasse noch haben tann, wenn solche Leute es tragen dürfen, die solche Briefe wie diesen schreiben. Das frage ich Sie( nach rechts), und ich bitte Sie, in der Debatte Darauf die Antwort zu erteilen. Ich darf also, zum Zusammenhang meiner Ausführungen zurückkehrend, sagen: Schurken/ gibt es in jedem Stand. Und weil es solche Schurfen gibt, warne ich die rheinischen Landwirte, ihren Einflüsterungen zu folgen. Ich vertraue darauf, daß Gegen den Brotwucher! Maffen- Versammlungen abends 7 Uhr. Niemand darf fehlen H Oldenburg die rheinischen Landwirte niemals in der Bertretung ihrer Berufsinteressen soweit gehen werden, daß sie wie jener v. Oldenburg bis zum tatsächlichen Landesverrat schreiten werden. wohl alle, als wir Herrn Reichert auftauchen sahen, gefragt: Warum denn nicht Herr Helfferich? Werf beteiligen durften, während Sie( nach rechts) Ihre demagogi-| rechts, das im Rheinland und im Saargebiet dem deutschen Boffe schen Späße rissen( 3urufe links und rechts, Unruhe), das erfüllt uns und der deutschen Wirtschaft angetan wird. Wir werden für die mit tiefer Genugtuung. Wir haben das Wiesbadener Abkommen Ratifizierung des Abkommens stimmen. Die Par im Gegensatz zu den Herren Deutschnationalen begrüßt, weil wir Abg. ten Hompel( 3.) stimmt dem Sachlieferungsabkommen zu, ein Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich lieber sehen, als betont aber, daß damit das Reparationsproblem noch nicht gelöst sei. irgendein anderes Abkommen, das zwischen zwei Völkern der Welt Abg. Dr. Breitscheid( U. Soz.): Weder mit Gewalt noch durch geschlossen wird. Für uns ist Bolfsabstimmung kann heute das Rheinland von Deutschland los gerissen werden. Wir erheben schärfsten Einspruch gegen Vergewaltigungen im Saargebiet. Den Abkommen das französisch- deutsche Problem das Zentralproblem der ganzen Welt die Abg. Dauch( D. Bp.): Wir protestieren gegen die Behandlung des Reichstages beim Wiesbadener Abkommen. Im Rahmen des Unmöglichen führen die Abkommen nicht vorwärts, fie verzögern nur die Katastrophe um ein geringes. Deshalb lehnen wir die Verträge ab. Hierauf Bertagung.- Weiterberatung Freitag 2 Uhr. Kampf um die Zwangsanleihe. Bevor wir am Mittwoch jene Erklärungen rheinländischer Vertreter hörten, die uns alle tief ans Herz griffen, mußten wir die tänzelnde selbstgefällige, rosige Beredsamkeit des Herrn Dr. Reichert( dtschn.) über uns ergehen lassen, der sich mit dem Reparationsproblem und den uns hier besonders beschäftigenden Verträgen mit ciner vollkommenen sachlichen Ahnungslosig= feit auseinandergesetzt hat.( Sehr wahr! links.) Wir haben uns( Sehr gut! b. d. Soz.), und wenn es nicht in Ewigkeit so weitergehen stimmen wir zu im Intereſſe einer Verständigung. Bon größter soll, daß sich die Europäer in Intervallen von 30 bis 40 Jahren Wichtigkeit ist das Verhalten der Regierung zu den neueren Plänen, gegenseitig die Hälfe abschneiden, dann muß endlich einmal irgendwie die fich gegen die 3wangsanleihe richten. Unsere ganze Stellung Allerdings, was Herr Helfferich über diese Dinge zu reden hat, der alte Streit zwischen Frankreich und Deutschland zu Ende gebracht zur Außenpolitik der Regierung ist aufs engste verknüpft mit der haben wir schon 42- oder 76mal gehört, und es würde nichts scha werden. Und darum begrüßen wir jedes Abkommen, das zwischen Finanzpolitit der Regierung. Es ist nicht Steuerdrückebergerei, den, wenn wir es auch ein 77. Mal hören würden. Aber vielleicht Deutschland und Frankreich getroffen wird. Wir haben dieses Ab- wenn die Arbeiterschaft verlangt, daß die neuen Steuerlaften jetzt kann ich das Rätsel lösen, warum Herr Helfferich sich einstweilen fonimen begrüßt, weil es Geldleistungen durch Sachin erster Linie den tragfähigeren Schultern aufgelegt noch im Busch verborgen gehalten hat.( Burufe von den Deutsch- leistungen ersetzt, wir haben es begrüßt, weil es vor allem den werden. Die Bergarbeiter unter Tage haben die Friedensleistung nationalen: Er steht auf der Rednerliste! Warten Sie nur ab!) Aufbau der zerstörten Gebiete vorsieht. Wir haben das schon wieder erreicht. Aber sie wandern größtenteils in andere BeIch höre, er wird später zu Wort fommen, und ich freue mich außer- Wiesbadener Abkommen begrüßt, weil wir in ihm den ersten Schritt rufe ab, weil sie dort bessere Löhne erhalten. Die Produktionsordentlich, daß Herr Helfferich, den ich zu meinem Bedauern nicht sehen auf dem Wege, der über das Gutachten der Londoner Banken fähigkeit der deutschen Arbeiter wird am besten dadurch gestärkt, auf seinem Blaze sehe, Gelegenheit haben wird, auf meine Frage zum Gutachten des Morgan- Komitees geführt hat. Das Wiesbadener daß man ihnen ein ausreichendes Quantum Lebensmittel liefert, zu erwidern, die seine Freunde ihm gewiß bereitwillig mitteilen wer- blommen hat dann manche Veränderung erfahren: durch das und daß man ihre Freude an der Arbeit erhöht.( Beifall bei den den. Ich will auf gewisse Vorgänge in der vereinigten Sitzung Bemelmans- Abkommen, durch das Gillet- Abkommen, durch die Note Soz.) Wir verlangen Antwort auf die Frage, ob man moralische des 7. Ausschusses und des 9. Ausschusses zu sprechen kommen, die der Reparationsfommission vom 21. März. Wir halten nicht alle Eroberungen davon erwartet, daß der Kapp- Offizier Löwenfeld zum ja auch Herr Reichert hier schon angezogen hat. Wir sprachen in diese Aenderungen für erfreulich. Wir nehmen die Schiffstommandanten gemacht wird, wenn die Regimentsfeiern, rie dieser Sigung über die uns auch jetzt beschäftigenden Verträge, und Verträge an, weil sie in der Richtung der von uns für richtig ge- in Wirklichkeit Appelle für die Monarchisten sind, von der ReichsHerr Reichsminister Dr. Rathenau erlaubte sich, Herrn Helfferich haltenen Politik liegen, und wir nehmen sie auch unter dem Gesichts- wehr unterstützt werden. Diese Vorgänge find Gefahren für die darauf aufmerksam zu machen, welche Folgen die von ihm ge- punkte an, daß fie doch alle vorübergehende Erscheinungen sind, start Republik, und die schlimmste Gefahr für die Republik ist der Reichs wehrminister Geßler.( Lebh. Zustimmung bei den U. Eoz.) wünschte Ablehnung ber Berträge haben würde. Herr Helfferich dem Wandel der Zeit unterworfen.( Lebh. Bust. b. d. Soz.) ergriff das Wort und sprach, wie Sie sich denken können, sehr Das Londoner Finanzdiftat ist faktisch erledigt und nach ihm Wir glauben an die Möglichkeit einer deutsch- französischen Berzungengelent, wie wir es ja stets an ihm gewöhnt sind. Als er kommt das Finanzdikkat von New York, das die Dinge ganz ständigung und verlangen von der Regierung, daß fie eine Atmosphäre schafft, in der diese Verständigung gedeihen kann.( Beifall aber durch Zuruf immer wieder genötigt wurde, auf die Frage des anders gestalten wird. bei den U. So3.) Ministers Dr. Rathenau, wie es denn mit dem Londoner Ich muß mich in diesem Zusammenhang noch einmal furz an Finanzdiktat stünde, einzugehen, fagte er: Ja, meine den Redner der Deutschnationalen wenden. Hat Herr Reichert, als Herren, dabei würden wir auch nicht stehen bleier unsere einstigen Kriegsgegner als Feinde bezeichnete, etwa fagen ben." Als ich ihm dann zurief:„ Und dann?", da drehte fich wollen, daß derjenige, der von diesen Feinden Geld nimmt, LandesHerr Helfferich mir zu und sagte nichts weiter als die historischen verrat begeht? Hat er sagen wollen, daß sich gewisse Leute für ihre Worte, die ich im stenographischen Protokoll des Reichstages für Schriften bezahlen lassen? Dann möge er sich mit dem ehemaligen ewige Zeit festhalten und darum wörtlich wiederholen will: Kaiser, dem ehemaligen Kronprinzen und mit Herrn Erich Ludendorff auseinandersezen. Weiß Herr Reichert, der gestern hier so lächelnd, so tänzelnd, so rosig von unseren Feinden" Sprach, weiß denn der Herr, was das ist: ein Feind"? Hat er im Drahtverhau gegen den Feind Poften geftanden, wie wir anderen? endigung der Generalaussprache am Donnerstag die Einzelberatung Der Steuerausschuß bes Reichstages begann nach Be ( 3urufe von den Deutschnationalen: Sie?) Jawohl, das habe ich ber Vorlage über die 3 mangsanleihe. 3m Steuerkompromiß getan!( Buruf rechts: Bei der Etappe in Galizien?) Nein, am ist die Höhe der Anleihe auf eine Goldmilliarde festgesetzt worden, Isonzo habe ich das getan!( Unruhe und Zurufe bei den Soz.: Un- d. h. die Anleihe sell sich auf eine Summe erstrecken, die dem Wert verschämtes Korps!) Hat Herr Reichert jemals aus eigenem Erleben einer Milliarde Goldmart gleichkommt. Nach dem heutigen Balutadie unfäglichen Scheußlichkeiten, das tiefe Grauen tennen gelernt, ftand fämen etwa 72 bis 75 Milliarden Papiermart in Betracht. das sich bei aller männlichen Tapferfeit mit jenem Begriff ewig und Die Regierungsvorlage spricht von 60 Milliarden Papiermark. Die immer verbinden muß? Wir, die wir das erlebt haben, Millionen bürgerlichen Bartelen haben nun das offensichtliche Bestreben, den und aber Millionen, wir wollen nie wider Bolt als Bolt, Feind Anleihebetrag zu figieren und möglichst niedrig zu halten. Nach gegen Feind siehen!( Lebh. Beifall bei den Soz.) Unsere Feinde dem zunächst ein Antrag der Deutschnationalen abgelehnt worden find alle diejenigen, die den großen Gedanken der Völkerfreiheit und war, der an Stelle der Zwangsanleihe eine freiwillige Anleihe des Völkerfriedens mit lügnerischen Phrasen, mit wüster Berhekung, setzen will, wurde auf Antrag des Boltsparteilers mit Knüppeln, Revolvern, Blausäuresprigen zu Leibe gehen. Wir Dr. Beder Hessen beschloffen, im§ 1 des Gefeßes die Höhe der hassen den Geist des Poincarismus, wir haffen den Geift des natio- Anleihe auf 60 milliarden festzulegen. Ein Antrag der nalen Blocks, und darum hassen und bekämpfen wir auch den Geist, Sozialdemokraten, 75 Milliarden festzulegen, wurde gegen die Stimmen der Linken abgelehnt. Unsere Bertreter im Ausschuß der gewiffe Kreise hier erfüllt.( Lebh. Zustimmung bei den S03.) Was uns die nächsten Tage bringen werden, wissen wir nicht. verfäumten nicht, den bürgerlichen Parteien den Ernst der Stunde Konflikte der inneren Bolitik fündigen sich an, die schwer lösbar er- flar zu machen. Sie wiejen ausdrücklich darauf hin, daß in der scheinen. Man spricht von einem Appell an das Volt. Das Frattion Einmütigkeit darüber herriche, daß die Zwangsanleihe nicht durchlöchert und ausgehöhlt werden darf. Der ungeheuren eine will ich Ihnen sagen: Belastung des arbeitenden Boltes müsse ein sichtbares Opfer des Besiges gegenübergestellt werden. Nicht nur die Zwangsanleihe, sondern auch die Getreideumlage und die Zustände der Reichswehr hatten eine Situation geschaffen, die berücksichtigt werden müsse. Die Unabhängigen traten den Ausführungen unserer Bertreter bei. Auch der Reichsfinanzminister Hermes beträftigte verschiedentlich die Aeußerungen der sozialdemokratischen Sprecher, Bei der Beratung des§ 4, der die Berzinsung der Anleihe nach Ablauf der dreijährigen zinslosen Frist regelt, verhielten sich die bürgerlichen Parteien ähnlich. Die Regierungsvorlage sieht bis 1930 einen Binsfuß von 2½ Broz, vor; der Reichsrat hat 4 Proz. in Vorschlag gebracht. Die Sozialdemokratie und die Unabhängigen traten für den Regierungsentwurf ein, dagegen stimmten die bürgerlichen Abgeordneten einschließlich der des Zentrums und der Demokraten für eine 4prozentige Berzinsung. Abg. Curtius von der Deutschen Volkspartei erlaubte sich den Spaß, daß auch eine 4prozentige Berzinsung immerhin noch ein ganz erhebliches Opfer des Besizes" bedeute. „ Ja, das andere wird sich dann eben entwidein." ( Lebhafte Rufe: Hört, hört! und Lachen links. Gegenrufe von den Deutschnationalen.) Als ich jene Worte vernahm, war es mir, als ob ich den Geist des alten Regimes durch den Saal wandern sehe. Das ist der alte Geist der tönenden Phrase( Schr richtig! lints), der rasselnden Geste, hinter der nichts, gar nichts steht, fein Wille zur Tat, tein Blan, feine staatsmännische Ueberlegung, tein politischer Gedank.( Lebhafte Bustimmung fints.) Das ist jener Geist des alten Regimes, der zum Panthersprung von Agadir" geführt hat, das ist jener Geist, der dem Kaiser die Hand geführt hat, als er in die serbischen Dokumente im Schidfalsfommer 1914 schrieb: In den Sandschaf einmarschieren, dann ist der Rlamaut fertig." Ja, meine Herren( nach rechts), Gie und Ihre Größen verstehen nie etwas anderes, als den Klamaut fertig zu machen.( Sehr wahr! links.) Wie man dann herauskommen soll, das überlassen Sie den anderen.( Sehr richtig! links.)( nach rechts) Sie lachen darüber! Kennen Sie denn nicht die Urteile Ihrer eigenen Größen über diese Dinge? Wissen Sie denn nicht, daß Herr n. Tirpig fagte, daß wir in den Krieg hinein. geschlittert" find?( Suruf b. d. Deutschynail.: Das war Lloyd George!) Gewiß. Lloyd George hat es auch gefagt. Wir sind hineingeschlittert durch den Geist des alten Regimes, durch den Geist der frivolen Fahrlässigkeit, durch den Geist der großen Redensarten und der rasselnden Geste, hinter denen nichts steht. Ich frage Heren Helfferich, in was wir denn jeht hineinschlittern follen? Wenn er mir feine flare Antwort darauf geben kann, dann werden wir alle feststellen müssen, daß bie negative Kritif, die er übt, und die nicht fähig ist, irgendwelche positiven Ratschläge zu geben, nichts anderes ist, Herr Helfferich, als eine ganz gewissenlose Demagogie. Wie lagen denn die Dinge in der Wirklichkeit? Als Erbschaft der einzigen bürgerlichen Regierung, die die deutsche Republik bisher erlebt hat, war uns das Londoner Diktat zurückgeblieben. Seitdem ift ein Jahr und ein Monat vergangen, und ich glaube, wir dürfen heute hier erklären: Kein objektiv denkender Mensch kann der gegen märtigen Regierung das Zeugnis verweigern, daß ihre Politit im ganzen gefchickt und glücklich gewesen ist, daß sie das deutsche Bolt vor schweren Gefahren behütet und ihm manche Erleichterungen gebracht hat.( Sehr wahr! b. d. Soz.) Daß wir uns an diesem Kommt es zum Kampf, der ausgefochten werden soll nicht mit den brutalen Mitteln der Gewalt, sondern mit geistigen Waffen auf dem freien Felde der Demofralie, dann werden wir mit brennender Kampfesluft in diesen Kampf hineingehen. Das ganze denkende und arbeitende Deutschland wollen wir dann aufrufen gegen Sie, jeine Verderber! Millionen und aber Millionen find bereit, uns zu folgen, wenn der Ruf erschallt: Bolfwehr dich!( Lebh. Beifall b. d. Soz. Lärm b. d. Dnat.) Abg. Golhein( Dem.): Der deutschnationale Redner Dr. Reichert, der den Auftakt zu dieser Aussprache gab, hat die Würde wenig gewahrt. Nach dreißigjähriger vorwurfsfreier parlamentarischer Bergangenheit habe ich wohl das Recht, ein solches Auftreten eines jungen Barlamentariers zu verurteilen. Wir halten die Sachliefe rungsabkommen feineswegs für ideal, aber man muß anerkennen, daß sie einen Fortschritt bedeuten. Abg. Emminger( Bayer. Bp.) betont die Einigkeit des ganzen deutschen Boltes mit der Regierung in der Berurteilung des UnVon der Halbbildung zur Volksbildung. Ma bemoratifsen Gemeinschaftsgefühls und sozialer Berantwort schränkt. Es kommt auch zunächst keineswegs darauf an, daß jeder Von Dr. Theodor Geiger. Auch fragt es sich, ob überhaupt abgesehen von einem hohen ist in allen sozialen Schichten auf eine Auslese von Menschen be lichkeit einem Pädagogen wesentliches an Ausbildung für diese einzelne sich in so tiefem Sinne mit den Kulturwerten vertraut Art der Lehrtätigkeit vermittelt werden kann. Denn es ist teine macht, so sehr dies natürlich als Ideal gewünscht werden muß; Wenn es richtig ist, daß die Schule dem Leben zu dienen hat, bestimmte, in ein Echema zu fassende, als Rezept zu formulierende nächste, weil zunächst einzig erfüllbare Aufgabe ist es, die Möglichso bedarf das demokratische Staatswesen, das den Ehrgeiz hat, wirf Methode, welche der Arbeitsgemeinschaft zugrundeliegt. Ihr Wesen felt dazu den ernsthaft Strebenden aller Schichten zu bieten. lich ein solches zu sein, anderer Schuleinrichtungen als der Obrig- besteht ja gerade darin, daß sie nicht die Individualität der Schüler Weitere Kreise wird diese neue Kulturbewegung im Bolke ziehen feitsstaat. In diesem tommt es nur darauf an, die Angehörigen im Stofflichen des Unterrichts auf eine uniforme Einheit, ein un- durch das Beispiel und Vorbild eben dieser vorerst Wenigen. einer bevorzugten Klasse zu der Fähigkeit heranzubi: den, andere persönliches Gleichmaß( oder Mittelmaß) vereinigt, sondern darin, Es kann darum der Wert einer auf diese hohen Kulturziele einzu beherrschen, während im Hinblick auf die Bildung der Be- daß fie die Individualität völlig unangetastet läßt, ja, zu noch gestellten Einrichtung, wie es z. B. in Berlin die Volkshochschule herrschten aur das eine Interesse besteht: daß sie beruflich tüchtig deutlicherer Prägung hinanführt, indem sie neue Erkenntniswerte Groß- Berlin ist, nicht geschmälert werden durch den Hinweis, daß und willig seien, ihre Tüchtigkeit in den Dienst der sie beherrschen dem persönlichen Stempel unterwirft. Die Methode ist demnach andere Einrichtungen mit anderen Zielen mehr Zuspruch finden. den Schicht zu stellen. Bildung im eigentlich fulturellen Sinne ist nur zu einem Teil bestimmbar durch den Lehrstoff, in noch größerem Ebenso wenig fann es für die Beurteilung solcher Bestrebungen ein Lurus, den die Oberschicht sich leisten kann, der sich aber bei den Maße aber durch die Individualität der Hörerschaft. Ailes Schema entscheidend sein, ob der Beurteiler die demokratische Staatsform Unterschichten nur unter Gefahr der Auflehnung gegen das Klaffen- würde hier vernichtend wirken. Einzige allgemein sehbare Norm verficht oder ablehnt. Das einzig stichhaltige Argument gegen die für diese Art der Lehre ist: Einstellung auf Problematik und For Demokratie ist die Behauptung, die Menschen seien nicht für fie Anders der wahrhaft demokratische Staat; er bedarf einer Be- fchung. reif. Da wir die demokratische Staatsform aber haben, so muß völkerung, in der jedes einzelne Individuum, feinen Kräften und Dazu bedürfen wir allerdings einer Auslese von Lehrern, die auch ihr Gegner wenn er nämlich ehrlich ist jede Einrichtung Anlagen gemäß, fich als mitverantwortlich für das Ganze fühlt nicht durch irgendein Examen getroffen werden kann, das ja stets begrüßen und unterstützen, welche geeignet ist, der demokratischen und am Gedeihen des Ganzen aktiv mitarbeitet; nicht nur als wirt nur bestimmte Kenntnisse als vorhanden festzustellen geeignet wäre. Idee brauchbare Gefäße, verantwortliche Träger heranzubilden. schaftliche Zelle in den engen Grenzen des Berufs, sondern darüber Für diese Auslese müssen andere Gesichtspunkte maßgebend sein: Wer sich ernsthaften und aussichtsreichen Bestrebungen dieser Art hinaus als politisch denkendes und handelndes Glied der Gesamtheit wer Laien in Geist und Wesen wissenschaftlicher Forschung und wegen ihres demokratischen Geistes widersetzt, begeht eine bewußte Darum braucht der demokratische Staat mit zwingender Notwendige Problematit einführen will, muß auf dem Gebiet feines Faches felbft Unehrlichkeit, handelt zum Schaden nicht nur der demokratischen feit neben den Berufs- und Fachschulen eine Hochschule, deren Auf- irgendwie Forscher sein. Das heißt nicht, daß er ein Entdecker Berfassung, sondern feines nun einmal demokratisch verfaßten gabe es ist, die bildungsfähigen und nach Kultur strebenden Ele neuer großer Ergebnisse fein muß, wohl aber, daß er selbst in seine Boltes überhaupt. mente aller Schichten unmittelbar an die Kulturmerte heranzu Wissenschaft tiefer eingedrungen ist, als durch das Erlernen ihrer führen, welche die Grundlage unseres Kulturlebens bilden. Diese Ergebnisse; diese muß er wohl beherrschen, muß aber darüber hinsozialpädagogische Funktion kommt der modernen Volkshoch aus selbständiger Geift genug fein, um im Felde der fachlichen For schung seinen eigenen Standpuntt einzunehmen und fachliche Erfenntnisse in ihren großen philosophischen Zusammenhängen zu begreifen. joch verbreiten könnte. schule zu. B Neue Nachrichten von Rasmussen. Der dänische Forscher Knud Rasmussen hat von seiner Fahrt nach dem nordöstlichen Amerika, der sogenannten fünften Thule- Expedition", ein Lebenszeichen von Als die für sie gegebene Form der Lehre betrachtet die Boltsfich gegeben. Es ist ein Bericht, der vom September des Vorjahres, hochschule folgerichtig die Arbeitsgemeinschaft, welche als die Reisenden auf der Dänischen Insel" in Lyon- Sund ihr ihrerseits ihrem tiefsten Wesen nach eine demokratische Methode ift. Diese wissenschaftliche Forderung ist aber nur die eine not. Standquartier aufschlugen, bis zum 15. Januar dieses Jahres reicht. Durch allzu vielen Gebrauch und Mißbrauch hat das Wort„ Arbeits- mendige Voraussetzung der Lehrbefähigung. Unter benen, welche Aus dem Bericht geht hervor, daß die Gesellschaft ohne Unglücksfälle gemeinschaft" in letzter Beit allerdings einiges von feinem guten fie erfüllen, haben wir erst die eigentliche Auswahl der geeigneten überwintert hat. In verschiedenen Abteilungen haben die MitKlang eingebüßt; das fa in aber nicht ben Wert dessen mindern, offs hochschullehrer zu treffen; und zwar nach dem Maßstabe glieder ununterbrochen Refognofsierungsfahrten gemacht, deren Erwas sich mit Recht Arbeitsgemeinschaft" nennt. Sie stellt nicht Schülern einen Lehrer gegenüber, sondern ver- Bublikum der Volkshochschule zu finden, der allein es ihnen ermög- Lyon- Sunds, der Goors- Bai, des Hurd- Kanals und der Repulse- Bai ihrer pädagogischen Eignung, ihrer Fähigkeit, den Kontakt mit dem gebnisse dahin zusammenzufassen sind, daß in den Gegenden des einigt strebende Menschen unter einem Führer. Sie will nicht pro- licht, Laien jene unbedingt notwendige Einstellung auf die Proble- zahlreiche Spuren früherer Estimoansiedlungen angrammäßig ein bestimmtes Maß von Kenntnissen und Wissen ver matit und die weltanschaulichen Zusammenhänge der fachwissen getroffen worden sind. Der Teilnehmer der Expedition Th. Mathimitteln, sondern fie versucht, Menschen zu ernstem und selbständigem schaftlichen Gedankenfomplere zu werfen. Deaten in allen Zweigen der Wissenschaften und Künste anzuregen, anzuleiten. Dabei tritt naturgemäß bas Stoffliche in den Hinter: 3u glauben, man fönne in dieser Art nicht mit Laien und nicht ohne diehen zu können, daß die Funde zwei Kulturschichten erschließen grund, während der geistige Kern, das fulturell Wesentliche im einen großen wissenschaftlichen Tatsachenapparat arbeiten. Gehen werden. Eine ältere rührt der Tradition der jett lebenden Eskimos Barbergrunde steht: Die Problematit und der Kampf mit ihr. Be wir, wie hier, vor allem in die Tiefe statt in die Breite, so fann zufolge von einer verschwundenen größeren Raffe her, cbachtete Tatsachen werden untersucht, analysiert, gedeutet, gewertet; ohne Sweifel durch einen geiftig hochstehenden Lehrer die wiffen die fefte Winterhäuser aus Balfifchtnochen und Grastorf gehabt hat. jeder hat etwas zur Lösung der Fragen beizutragen und ber befte fchaftliche Fragestellung und der Forschergeist auch unter Berzicht Die Häufer find immer hoch gelegen, an Stellen, die man bei den Führer ist berjenige, welcher selbst am wenigsten zu erläutern auf ausgedehnte Detailkenntnisse an einer verhältnismäßig fleinen leßigen Wasserverhältnisse niemals gewählt hätte. Sie müssen aus und zu lehren nötig hat: er versteht es am besten, den denkenden Bahl zunächst einfacher Probleme enthüllt werden, wenn diese nur einer Beit stammen, da der Wasserstand des Meeres bedeutend höher war. mit äußerster Sorgfalt bis ins Legte gemeinsamer Klärung unterEs ist nicht unmöglich, daß die primitiven Eskimos auf der Laien zu eigenen Erkenntnissen zu führen und ihn zur Formulie- worfen werden. Diese Arbeitsweise ist gerade das Gegenteil der Southampton- Insel die letzten Abkömmlinge dieser alten Bevölke rung dieser Erkenntnisse anzuleiten. och find es nur wenige Menschen, die befähigt sind, einer zur Halbbildung führenden Populär- Wissenschaft und wird darum rung sind. Die jüngere Kulturschicht wird durch die jetzt lebenden solchen Arbeitsgemeinschaft tüchtige Führer zu sein; begreiflicher auch nie den Dünkel der Halbbildung züchten, sondern Achtung vorteilt, verstrich der ganze Herbst, ohne daß es die Eisverhältnisse der meife, ta die lebende Generation von Pädagogen taum irgendwie ernster, verantwortungsvoller Geistes- und Forscherarbeit meden. Expedition ermöglicht hätten, mit Menschen in Verbindung zu Aivilik- Udlelit- Estimos vertreten. Wie der Bericht weiter mitauf solche Aufgaben vorbereitet wurde und jeder darum aus Eige- Allerdings wäre es vermessen zu glauben, daß eine solchen tommen. Am 23. November unternahm Rasmussen mit seinem Benem zu schöpfen, mühsam Erfahrungen zu sammeln hat, um all- Methoden huidigende Bildungseinrichtung Maffenzulauf haben wird. gleiter Freuchen eine Reise nach der Repulse- Bat, um in Verbindung mählich der ihm hier gestellten Aufgaben sich gewachsen zu zeigen. Die Fähigkeit zu selbständiger verantwortungsvoller Gedankenarbeit mit der dortigen Station der Hudson- Bai- Kompagnie zu kommen. Die Getreidevorlage. Besprechung in der Unterkommission. Die Verhandlungen über den Getreidepreis gestalteten sich schwierig. Eine Verständigung auf gefunder Grundlage war nid) t zu erreichen, obwohl beabsichtigt ist, die Festsetzung des Umlagepreises im Wirtschaftsjahr dreimal unter eingehender Prüfung der Berhält nisse vorzunehmen. Ueber die Höhe der Umlage fonnte ebenfalls feine Einigung herbeigeführt werden. Darüber soll morgen im Ausschuß entschieden werden. Die Beschlüsse der 2. Internationale. zum Abdruck: politische Lage griffen werden. Aus diesen Gründen fordert die Konferenz die Wiener Interbekanntlich drei Resolutionen einstimmig angenommen, heit der sozialistischen Arbeiterinternationale und die Schwäche der Die Londoner Konferenz der 3weiten Internationale hat[ Die Konferenz betlagt den Zustand der Zerrissenüber die wir bereits furz berichteten, die wir aber nunmehr in Arbeiterklasse, die daraus entstanden ist, besonders zu einem Zeitder Lage sind, im Wortlaut zu veröffentlichen. Wir bringen punft, in dem das tatastrophale Bersagen des Kapitalismus auf dem nachstedend die Resolution über die politischen ebenso wie auf dem wirtschaftlichen Gebiete in der ganzen Welt ebenso fatastrophal fühlbar wird. Die Konferenz erneuert Uebergabe der zweiten Zone. hier die Bekundung ihres Willens zu handeln, um jenen Spaltungen Beuthen, 22. Juni.( WTB.) In Leobfchütz wurde heute der ganzen Welt auf den vollständigen Banterott der Methoden darstellen und die von der Masse des Proletariats nicht be1. Die Konferenz fenft die Aufmerksamkeit der Arbeiterklasse ein Ende zu bereiten, die feineswegs das Ergebnis irgendeiner Meinungsverschiedenheit über die Fragen des Prinzips oder der vormittag auf dem Haufe des Kreiskontrolleurs die deutsche kapitaliſtiſchen und imperialistischen Politif, die nicht allein ben Methoden darstellen und die von der Masse des Proletariats nicht beFlagge gehißt, nachdem die Fahnen der Alliierten gesenkt waren. Krieg entfesselt hat, sondern außerdem sich unfähig erweist, den Die Besatzungstruppen marschierten darauf aus Leobfchütz ab. Frieben wiederherzustellen. Indem sie eine tapitalistische und nationale Arbeitsgemeinschaft auf, mit der Zweiten Internationale Morgen werden die Räumungsmaßnahmen in der zweiten imperialistische Politik betreiben, werden die Nationen gegenein zusammenzuwirken an der Einberufung eines allgemeinen Zone beendet sein. Ein deutsches Reichswehrreiterregiment zieht um 11 Uhr in Leobschüß ein. Morgen beginnen dann die Räu- ander aufgebracht. Wie man es in Genua und anderorts beobujammenzuwirken an der Einberufung eines allgemeinen um 11 Uhr in Leobschüß ein. Morgen beginnen dann die Räu- achten fonnte, selbst wenn die kapitalistischen Regierungen den Kongreffes der Jozialistischen Arbeiterparteien mungsarbeiten in der dritten Zone. In dieser Zone liegen Rosen Frieden wünschten, würden sie durch ihr eigenes Wesen daran ge- für den 1. Oftober. berg, die Teile von Lublinis, Tarnowiß, Beuthen hindert werden, ihn wiederherzustellen, so daß die Welt in die Lage Land und Gleiwiz Land, die sich östlich von der neuen Grenze befinden, alfo in polnischen Besik übergehen. Am Sonn- zurückfinkt, in der sie sich im Jahre 1914 befand. 2. Begünstigt durch diese verworrene internationale Lage, die abend rückt die deutsche und polnische Polizei in diese Zone ein. Am von den politischen und wirtschaftlichen Rivalitäten beherrscht wird, 25. Juni ist. Flaggenwechsel und Abmarsch der Befaßungstruppen. hat die Reattion in allen Ländern eine zunehmende Tätigkeit Am 26. ziehen deutsche Truppen in Rosenberg ein. Der 25. Juni und Kraft wieder entfaltet, die aufs schwerste die Existenz der Arist gleichzeitig der erste Tag der Räumungsmaßnahmen in der beiterschaft gefährdet. vierten Zone. In dieser Zone liegen Kosel, Pleß, sowie der polnisch Industrieländern verwirklicht wurde, ist bedroht, und überall neigt Der Achtstundentag, der in allen vereinigt werden. werdende Teil von Hindenburg. ders, des Präsidenten der gemischten Kommission, statt. In Beuthen wurde Professor Raederbeed, der Präsident der Schiedsgerichtskommission, eingeführt. gemeinschaft dieser Einladung feine Folge leisten Sie beschließt aber, daß, falls die Wiener Arbeits. rufen wird. Der Hauptzwed dieses Kongresses wird sein, die Frage tönnte, die 3weite Internationale diefen Kongreß selbst einbezu erörtern, wie die Internationale wieder aufgebaut werden könne, damit die sozialistischen Arbeiterparteien für eine Aktion des wirtschaftlichen und politischen Wiederaufbaues Die Konferenz sendet ihre brüderlichen Grüße der In Kattowitz fand heute die feierliche Einführung Calon. man dazu, immer häufigere Abweichungen davon zu dulden, obwohl Amsterdamer Gemertschaftsinternationale und über Arbeits: Widerstand gegen die fragen zu ratifizieren, die dem Genfer Internationalen Arbeitsami tommunistischen Spaltungsversuche. Sie bebauert, baß die als Aktionsbasis dienen sollen. Es erfolgen ohn her segungen, die in feinem Verhältnis zu den elementarsten mehren hat, die von innen heraus gegen fie wirten Gewertschaftsbewegung sich gegen Feinde zu Lebensbedürfnissen stehen. Die finanziellen und persönlichen und die zu dem fapitalistischen Feind hinzumilitärischen Lasten werden aufrecht erhalten und gehen in rommen. Sie verpflichtet sich, die Kund gebung gegen den einzelnen Ländern über die Geld und Kräfteverschleuderung der Krieg und gegen die zum Krieg treibende Bolitik zu unterstützen, Borfriegszeit hinaus. Die Budgets sind in fast allen Ländern im die von der Amsterdamer Internationale einberufen wird, und sie Defizit und die befizenden Klassen bemühen sich, das Gleichgewicht appelliert an die ihr angeschlossenen Parteien, den Erfolg dieser wiederherzustellen, indem sie den größten Teil der Laften auf die Rundgebungen zu sichern. Sie verpflichtet sich außerdem, mit der Schultern der Arbeiter abwälzen. Die sozialen Reformen Amsterdamer Internationale an jeder gewerkschaftlichen oder und Boltsbildungsmaßnahmn werben eingestellt oder politischen Aktion mitzuwirken, die notwendig sein sollte, um die durchkreuzt unter Sparsamkeitsvorwänden. Arbeiterklasse gegen die Anschläge des Kapitalismus zu schützen, um der gegenwärtigen wirtschaftlichen Not ein Ende zu machen und um Europa auf der Grundlage des ungehemmten Austausches der Produktionserzeugnisse und des Friedens zwischen den Bölkern wiederBombenattentate ohne Ende! Hamburg, 22. Juni.( WTB.) Gegen die Bücheret des frei deutschen Hauses wurden heute mittag vier Sprengtörper geworfen. Der Schaden beschränkt sich auf die Bertrümmerung einer Fensterscheibe. Wie erst jetzt bekannt wird, soll vor etwa zwei Bochen ein ährlicher Anschlag gegen die Bücherei verübt worden sein. Das Hohenzollernvermögen. Im Preußischen Landtag haben die Genossen Lüdemann und Bimbers einen Antrag eingebracht, der mit der Frage der Hohen. zollernabfindung in engem Zusammenhang steht. Der Antrag ersucht das Staatsministerium, dem Landtag baldmöglichst in einer DentUnd während sich das Elend und die Entblößung immer größerer Menschenmassen von Tag zu Tag verschlimmern, neigt die Arbeitslosigkeit bazu, eine dauernd offene Wunde in allen Industrieländern zu werden. Die 5 ungersnot bebroht einzelne, Dezimiert andere Länder in der fürchterlichsten Art, unterstützt dabet Cholera, Storbut. Europa fieht sich in seinen eigentlichen Lebensfräften unterminiert und die Arbeiter find die ersten und unschuldigen Opfer der Ohnmacht und der Selbst. fucht der fapitalistischen Regierungen. aufzubauen. schrift genaue Mitteilungen zu machen über das Ergebnis der Don Plagen, die man für längst verschwunden hielt, Fledtyphus, Moskauer Prozeß ausführlich Stellung genommen. von dem Staatsministerium durchgeführten Nachprüfung der Eigentumsverhältnisse am Hohenzollernvermögen, im be. sonderen über Entstehung, Wert und Erträgniffe des streitigen Wer mögens, über die an Mitglieder des Hohenzollernhauses gelangten Vermögenswerte und Zahlungen sowie über die dem Staate aus dem jeßigen Zustande erwachsenen Verwaltungstoften. Was ist des Deutschen Baterland? Dem Barlamentsjournalisten des Tag", Herrn 3. Zimmermann, hat es ber fozialdemokratische Fraktionsredner vom Donnerstag start angetan, denn Herr Zimmer man bemerkt mit grimmiger Geste gegen ihn:„ Er schleuderte wüste Anwürfe gegen ten Kaiser, ben Kronprinzen, gegen Ludendorff, furz. gegen das eigene Baterland." Also Raiser, Kronprinz und Ludendorff bilden zusammen das deutsche Baterland. Wir erlauben uns nur eine bescheidene Anfrage: Ais riffen, Ludendorff aber blaubebrillt nach Schweden entfloh, wo am 9. November 1918 Kaiser und Kronprinz nach Holland aus war da des Deutschen Vaterland?! Es wurde schließlich in einer dritten Resolution zu dem Die schändliche Prozeßführung, die niederträchtigen Angriffe der bolschewistischen Regierungspreise auf die aus ländischen Berteidiger, die Einschüchterungsversuche der offi3. Aus diesen Gründen richtet die Konferenz einen Appell an ziellen Regierungsvertreter in dem Prozeß gegen den Gerichtsdie nationale und internationale Solidarität der Arbeiter, denn die hof, um ihn zu Tode surteilen zu veranlassen usw. wurZwietracht, die gegenwärtig das Proletariat zerreißt, ist die Ursache den dmin gebrandmarkt. Der Moskauer Prozeß wird darin feierlich als eine Berlegung des Rechtsgefühls feiner Schwäche. Die Konferenz erklärt sich unzweibeutig für die Demo- des eftproletariats und als eine Aufforde fratie, die politische Freiheit, die Koalitions. und rung an die reattionären Regierungen, ähn Pressefreiheit und proflamiert daher die Notwendigkeit einer lich zu handeln, gekennzeichnet. demokratischen Einheitsfront der Proletarier, um einerseits gegenüber ihren Feinden von rechts die Freiheit zu verteidigen gegen Bersuche monarchistischer Restauration gegenüber ihren Gegnern von lints den Uebergriffen der Dit in den neuen Republiken Zentraleuropas, und um sich andererseits tatur entgegenzustellen. Wenn Hindenburg reijf. Am Donnerstag traf Generalfeld- 4. Die Konferenz brandmarkt den Wettbewerb der internatio. marschall Hindenburg in Potsdam ein. Er reiste in einem Salon- nalen Trusts, die sich der politischen und militärischen Macht der wagen, in dem sich zwei Eisenbahnbeamte befanden. Großmächte bedienen, um sich die natürlichen Reichtümer anzueignen, Auf dem Bahnsteige wurde er von zwei höheren Eifen wie das Petroleum und andere Rohstoffe, wobei sie die elemenbahnbeamten empfangen. Er selbst war in Generalsuniform. Es wäre wichtig, zu erfahren, wer diese eisenbahnamtlichen Be- tarsten Rechte der kleinen Nationen und der nichtorganisierten Bölfer gleitungs- und Empfangsfeierlichkeiten veranlaßt hat. mit Füßen treten. Die Konferenz fordert die internationale Berteilung der Rohstoffe und der notwendigen Lebensmittel Der 4. Dezember war ein großer Tag; die Reisenden sahen zum erstenmal wieder Menschen. Sie stießen auf dem Eife auf eine ganze Karawane von Männern, Frauen und Kindern, die in phantastische Trachten gekleidet waren und wie lebende Illustrationen zu den grönländischen Märchen wirkten. Man hatte, so schreibt Rasmussen, plötzlich den Eindruck, sich in einem anderen Zeitalter zu befinden. In dem Augenblic, da sie mich freundlich und lächelnd in einer Sprache anredeten, die ich als die eigene erkannte, begriff ich, daß sich uns da plöglich ein neues, gewaltiges Land mit neuen Menschen und neuen Aufgaben erschlösse, und ich bedauerte nur, nicht schon vor 10 Jahren hierhergekommen zu sein." unter der Kontrolle des Bölferbundes. Was die Reparationen und die Befehung Deutschlands anlangt, macht sich die Konferenz die Beschlüsse der Frankfurter Fünfländerkonferenz zu eigen. Keine Todesstrafe im Moskauea Prozeß? Mostau, 22. Juni.( WTB.) Die Räteregierung macht nicht hinrichten zu laffen, gehalten werden wird. Das Ziel des bekannt, daß das in Berlin gegebene Bersprechen, die angeklagten Sozialrevolutionäre auch im Falle ihrer Berurteilung großen Prozesses gegen die mit Frankreich perbündete Regierung Kerenski sei nicht die Hinrichtung der Sozialrevolutionäre, sondern der ganzen Welt die Verbrechen der führenden Politiker Frankreichs und ihrer russischen Bundesgenoffen zu offenbaren und sie vor dem Gericht zu brandmarken. In reisen des Justizkommissariats verlautet, daß bei der nicht mehr zweifelhaften Berurteilung der sozialrevolutionären Terroristen ihre Strafe in lebenslängliche Verbannung ins Ausland umgewandelt werden wird. Anmerk. d. Red.: Wir geben die Nachricht mit Vorbehalt wieder. Sind das die Früchte? berfung gemacht. daß die 3 weite Internationale vollständig unter- französischem Einfluß steht. Wir können W., dessen Ausführungen auch sonst von feiner Sachfenntnis getrübt sind, verraten, daß der größte Teil der französischen Sozialisten der Internationale 21 angehört und daß die Franzosen in der Zweiten Internationale am schwächsten vertreten sind. Daher der überwiegend französische Einfluß. W. hat Humor genug, um seine Ausführungen selbst mit einem ironischen:„ Sind das die Früchte?" zu überschreiben, was wahrscheinlich sowohl ihm selbst, als seinem väterlichen Freunde gelten soll. 5. Die Konferenz erflärt ferner, daß der Militarismus niemals In der„ DA3." macht ein gewisser W. unter Lenschs Frieden und Sicherheit wird gewährleisten können. Sei appelliert väterlicher Obhut die ersten Gehversuche auf dem Gebiet der vielmehr an alle ihr angeschloffenen Parteien, eine Politit der Ab- internationalen Arbeiterpolitit.. hat die erschröckliche Entrüstung gemeinsam mit der Errichtung eines Völkerbundes zu verfolgen, in dem es keinen Blaß geben wird für Militärherrschaft, der demokratisch in seiner Organisation und in seiner Verfassung sein wird und aus dem keine Nation ausgeschlossen werden darf. Spanisches Kulturbild. Der König von Spanien ist in Be6. Die Konferenz ruft ferner auf zu einer internationalen 3u gleitung des Ministers des Innern nach dem Gebiet von Las urbes fammenfassung der verschiebenen nationalen in der Broving Estramadura abgereift, auf deffen furchtbare Zustän be attionen durch die Preffe, durch öffentliche Rundgebungen und jüngst im spanischen Barlament hingewiesen wurde. Es handelt sich bei diesem Gebiet um eine weltverlassene Einöde von 450 Quadrat in den einzelnen Parlamenten. Das Proletariat, das stets das meilen, teils Gebirge, teils Ebene, in der rund 8000 Menschen Selbstbestimmungsrecht der Völker verteidigt hat, muß sich jetzt beleben. Es gibt bier nicht eine Straße, nicht einen ist, nicht einen mühen, die internationale Brüderlichkeit und Zusammenarbeit zu Apotheker. Die Hurdanes wohnen in elenden Erbhütten mit dem verwirklichen. Vieh zusammen in einem Raum. Fenster, Betten oder sonstige Die Konferenz gibt dem Sekretariat der Zweiten Internationale Möbel fennen sie nicht. Sie leben abgeschnitten von der übrigen den Auftrag, in Berbindung mit den sozialistischen Parteien in Welt. Krankheiten und Blutsverwandteneben haben sie fürchterlich den einzelnen Ländern zu treten, damit diese Resolution zur Ausfühdegeneriert, so daß sie wissenschaftlich ein interessantes Beobachtungs, rung gelange urd dem nächsten Internationalen Rongreß als objekt sind. Während im ganzen übrigen Spanien die Sterblichkeit Grundlage diene. nur 22 vom Tausend beträgt, hat die Sterblichfeitsrate im Gebiet von Las Hurdes 92 vom Tausend erreicht. Es soll jezt von Staats wegen eine großzügige Sanierungs- und Kolonisationsaktion eingeleitet werden. Es wurde ferner eine Resolution über die Frage der Internationalen Einheitsfront des Proletariats besonderen Bazillen, die das Schlechtwerben der Zähne hervorrufen gresses angenommen: Feldmarschall Wilson ermordet. Condon, 22. Juni. Der Feldmarschall Sir Henry Wilson wurde heute nachmittag auf seinem Landsih bei Dondon von zwei Männern erschossen. Ueber den Ueberfall teilte Chamberlain im Unterhause mit, daß zwei bewaffnete Männer in das Londoner Wohnhaus des Generals Der Bazillus des Zahnwehes. Die Feststellung der beiden, und die Einberufung eines Internationalen Konfalls erschossen. Beide Täter find verhaftet. Die Mitteilung Kon- einbrachen und ihn erfchoffen. Drei Polizisten wurden ebenund damit die eigentlichen Urheber des Zahnwehes sind, ist jetzt drei Die Ronferenz bedauert lebhaft, daß trotz der aufrichtigen Be. tief im Unterhaufe Bestürzung hervor und es beschloß, fich zum englischen Aerzten gelungen. Die Batterien erzeugen Säuren, die mühungen der zweiten Internationale die einheitliche Aktion des Zeichen der Trauer zu vertagen. bas Emaille der Zähne angreifen. Der Vorgang wurde auf die internationalen Proletariats sogar für bestimmte 3wede nicht permittag in Irland ermordet(?) worden. Der Marschall war Condon, 22. Juni.( EP.) Feldmarschall, Wilson ist heute nachWeise studiert, daß. Zähne mit den Säuren in Verbindung gebracht wirklicht werden konnte. Nach Anhörung des Berichtes ihrer nach Hause zurückgekehrt und im Begriff, die Haustür von innen zu wurden, die burd) die verschiedenen in der Wundhöhle gefundenen Bertreter in der Neunerkommiffion billigt sie deren Verhalten. schließen, als vier Schüsse schnell nacheinander auf ihn abgegeben Batterien verursacht werden. Die meisten biefer Batterien fonnten Sie stellt weiter feft, daß das fortgefeßte Wirken der Dritten in Säuren, die stark genug waren, um die Zähne anzugreifen, nicht leben. Aber schließlich wurden zwei Batterienarten festgestellt, die Internationale nach der Berliner Konferenz im April, die die inter biese Fähigkeit besaßen. Die Batterien, die man also als die Ur nationale Gemertschaftsbewegung spaltet und ihre An. fache ber Zahnfäule annehmen darf, erhielten die Namen Bacillus griffe auf die sozialistische Internationale weiterführt, den acidophilus odontolyticus Tnpus I und II. fchlechten Glauben beweift, der sie befeelte, als sie die Der Prophet mit der Revolverschnauze und dem Causebart. In Einheitsfront" vorschlug. Sie stellt fest, daß die bei der Führung Nr. 282 hat Artur Bidler bas Treiben des„ Eröfers" Häußer und der politischen Brozeffe in mosta u angewandten Me. feines Adjutanten Start ein wenig unter die Lupe genommen. thoden eine et latante Berlegung der auf den internationalen Darauf antwortet jetzt der Messias- Gehilfe Start mit einem Briefe. Berliner Konferenzen vom April und Mai eingegangenen Berpflich- in Ulster aufhält, wohin er von der ulsterischen Regierung gerufen der nach albernen Beschimpfungen der Sozialdemokratie mit den tungen darstellen, und daß die Zurücknahme des vorbehaltlos abge schönen Worten schließt: Richt beginne Ich mit Revolvern zu gebenen Bersprechens der Dritten Internationale, die Dokumente fchießen, sondern mir genügt, wie Sie sehen, Meine Revolver bezüglich Georgiens einem Ausschuß zu unterbreiten, den Be schnauze, um mir die Läufe von meinem Pro phetenbärtchen zu blafen.' Ein stimmungsvolles weis dafür liefert, daß die ruffische Regierung nicht beabsichtigt, auf ihre Politik des militaristischen Imperialismus zu verzichten. Motiv für ein modernes Heiligenbild. Die Kammerspiele des Deutschen Theaters werden am 3. Jult Naub der Sabinerinnen eröffnet. Hugo Thimig vom Biener Burgtheater spielt die Rolle des Striese. mit " teinen Versuchen mehr teilnehmen kann, mit der Dritten Die Konferenz beschließt, daß fie unter diesen Umständen an Infernationale zu internationalen Beschlüssen zu gelangen. wurden. Reiner der Schüsse traf ihn. Als das Feuern aufgehört hatte, öffnete der Marschall die Tür, um seinen Angreifern entgegen. hatte, öffnete der Marschall die Tür, um seinen Angreifern entgegen. zutreten. In diesem Augenblid wurde ein fünfter Schuß auf ihn zutreten. In diesem Augenblick wurde ein fünfter Schuß auf ihn abgegeben, der ihn tödlich traf. Der Marschall brach zusammen. Drei Bolizisten, die herbeigeeilt waren, wurden im Rampfe mit den An greifern verlegt. Es verlautet, daß die Angreifer Irländer sind. Die Stabt, in der der Mord begangen wurde, ist noch nicht be. tannt.(?) Man erinnert daran, daß Wilson sich seit einigen Wochen worden ist, um die Ruhe wiederherzustellen. Er hatte sich dabei den Haß der fübirischen Republikaner zugezogen. Die Nachricht hat großes Aufsehen hervorgerufen, als sie heute nachmittag im Unter hause befannigegeben wurde. Lloyd George, der gerade auf eine Anfrage antworten wollte, war so erschüttert, daß er zu sprechen Unterhauses auszudrücken. Er erklärte, daß Wilson einer der unfähig war. Asquith ergriff das Wort, um das Bedauern des größten Feldherren der Welt gewesen sei. . in Here Gewerkschaftsbewegung Kommunistenschwindel. Die„ Rote Fahne" ist schwer im Druck. Alle ihre Parolen zu großen Aktionen" sind echolos verhallt. Der Schwindel zieht nicht mehr. Zu diesen Reinfällen gesellen sich noch eine Reihe anderer recht unangenehmer Unfälle; z. B. der Unfall mit ihrem formalen" Parteigenossen Karl Emonts, der den von Sowjetgeldern Subventionierten im Vorwärts" einige einfache, aber deshalb um so unangenehmere Wahrheiten gesagt hat. Auch wir haben im Vorbeigehen Gelegenheit genommen, den merkwürdigen Arbeiterrettern einige Pillen zum schlucken zu geben, die offenbar bitter schmecken. Das Sowjetblatt druckst und schneidet Gesichter, daß man fast Mitleid bekommen könnte. Ueber die Umbiegung des einfachsten, offenkundigen Sinnes der Rede unseres Genoffen eipart hat das Bolschemistenblatt noch nichts zu sagen gemußt. Ueber den aufgedeckten Schwindel mit dem angeblichen Buchthausgeseh" alias Schlichtungsordnung, sucht das Blatt fich gleichfalls herumzudrücken. Wir haben u. a. hier festgestellt, daß es die Kommunisten in Norwegen waren, die dort die Mehrheit im Gewerkschaftsbund haben, die für das Gesetz über das 3wangsschiedsverfahren und für einen Burgfrie= Soweit sie Arbeitnehmer bleiben tönnen, haben sie die selbst-| Entgegenkommen des VBMJ. ergebnislos verlaufen. Wir haben verständliche Pflicht, Mitglied ihrer Gewerkschaft zu sein. fofort das Reichsarbeitsministerium angerufen; vor demselben Sie alle bedürfen gegenüber dem Arbeitgebertum noch mehr als die werden voraussichtlich am 26. Juni Verhandlungen stattfinden. Gefunden des träftigsten Schutzes der Gewerkschaften, aber zur VerAfA- Bund, Ortskartell Groß- Berlin. tretung ihrer Ansprüche an die Allgemeinheit, die allein die Schadloshaltung der Opfer der Arbeit übernehmen muß, zur Organisie= rung ihrer Selbsthilfe auf allen Gebieten bedürfen sie des besonderen Zusammenschlusses, den der Zentralverband der Invaliden und Witwen Deutschlands darstellt. Der Verbandstag erwartet, daß die Gewerkschaften aller Richtungen diese Selbsthilfebestrebungen einer Masse von Unglücklichen und körperlich Leidenden, die allein in Deutschland nach Millionen zählt, wie bisher nach Kräften unterstützen Um in diesem Sinne arbeiten zu können, beauftragt der erste Verbandstag die Verbandsleitung, an die Spitzengewerkschaften aller Richtungen heranzutreten und möglichst mit deren Hilfe Richtlinien Protestversammlungen Achtung, Telegraphen- Union! Wir warnen alle faufmännischen Angestellten, bei der Telegraphen Union Stellung anzunehmen, da die dort beschäftigten Angestellten durch das Verhalten der Direktion voraussichtlich gezwungen sein werden, in den nächsten Tagen in den Streit zu treten. ergangenen Schiedsspruch anzunehmen und versucht Neueinstellungen Die Direktion weigert sich, jeden vor dem Schlichtungsausschuß vorzunehmen. Der Betrieb ist für organisierte Angestellte einstweilen gesperrt. Zentralverband der Angestellten, Ortsverwaltung Groß- Berlin. Forderungen der Graveure und Ziseleure. In einer gut besuchten Versammlung der Graveure und Ziseleure am Mittwoch im Alexandriner wurde von Witte und Lohse über die am 16. und 17. Juni in Berlin stattgehabte Berufstonferenz, zu der aus verschiedenen Teilen des Reiches Delegierte erschienen waren, über die Lohnverhandlung mit den Arbeitgebern berichtet. den mit den Unternehmern eingetreten sind, nachdem sie heute Freitag, den 23. Juni, abends 7 Forderung eines Zuschlages von 7 M. auf die Stundenlöhne zu durch ihre Zerstörungsarbeit die Gemertschaften aftionsunfähig gemacht haben. Wir haben weiter festgestellt, daß die sozialdemo= fratischen Abgeordneten der Aufforderung des kommunistisch perseuchten Gewerkschaftsbundes nur widerwillig nachgefommen sind und ausdrücklich erklärten, daß sie ohne diesen moralischen 3wang gegen das Gesetz stimmen würden. Alle diese Tatsachen kann das Sowjetblatt natürlich nicht gut megschwindeln. Sie deutet sie nur um. Wer diese roten Jesuiten nicht fennt, wird nie erraten, wie. Weil wir hier die Doppelzüngigkeit der Kommunist en festgestellt haben und aufdeckten, daß die Kommunisten, wo sie die Mehrheit haben, den Ar= beitszwang dekretieren, wie in Rußland, oder für das 3 wangsschiedsverfahren und den Burgfrieden eintreten, wie in Norwegen, das sei, behauptet das armselige Blatt, ein Beweis, daß der Borwärts" für die Schlichtungsordnung in ihrer jezigen Gestalt eintritt! Wir sind gespannt, ob die ,, Rote Fahne" imftande ist, diesen Schwindel noch zu überschwindeln. Die städtischen Juni- Löhne beschlossen. Der Magistrat beriet Donnerstag in außerordentlicher Magiftratssigung über die Bewilligung der im Anschluß an die Berhandlungen mit dem Lohnkartell zu erhöhenden Juni Löhne. Die Crörterung der Deckungsfrage führte zu einer Besprechung der finanziellen Lage der Stadt überhaupt, besonders im Hinblick darauf, daß die neue Gewerbesteuerordnung von der Aufsichtsbehörde bisher nicht genehmigt ist, die Erträge, selbst bei bald eintreffender Genehmigung, wegen der noch vorzunehmenden Veranlagung und Ausschreibung erst im Winter flüssig werden. Der Magistrat be schloß die Erhöhung nach dem Vorschlage des Tarifausschuffes. Die Frage der besonderen Regelung der Handwerker 18hne wurde zurückgestellt. Borschüsse sollen bis zu neunzig Prozeit der in Frage kommenden Summen gezahlt werden. Es werden nunmehr erhalten in Angleichung an die Löhne des Reichs nach vollendetem 24. Lebensjahr: ungelernte Arbeiter 20,95 m., angelernte Arbeiter 21,55 m., gelernte Arbeiter 22,60 M. die Stunde. Arbeitskräfte unter 24 Jahren erhalten 40-90 Proz. die Sätze. Juli- Gehälter der Beamten am 24. Juni. in folgenden Lokalen Brauerei Böhow, Prenzlauer Berg( Garten). Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Krieger- Vereinshaus, Chauffeestr. 94. Schultheiß- Ausschank, Fidicinstr. 2/3. Neukölln, Schultheiß;( Wintergarten), Hasenheide 30/38. Schöneberg, Uhlandschule, Kolonnenstr. 23/24. Charlottenburg, Sophie- Charlotten- Schule, Scharrenstraße 23/24. Lichtenberg, Reform- Realgymnasium, Barkane. Steglit, Lyzeum, Rothenburgstr. 1. Tempelhof, Gymnasium, Kaiserstraße in Mariendorf. Tagesordnung: „ Soll das Brot 60 Mark kosten?" Bei der Verhandlung mit den Arbeitgebern wurde letteren die gewähren unterbreitet; für die weiblichen Arbeitskräfte 70 Broz. dieser Zulage. Die Arbeitgeber lehnten diese Forderung ab und waren nach stundenlangen scharfen Auseinandersetzungen nur bereit, auf alle bestehenden Stundenlöhne 3 M. zu bewilligen. Die Verhandlungen wurden deshalb abgebrochen. Nach einer kurzen Aussprache wurde bei der folgenden Abstimmung das Angebot einstimmig abgelehnt. Lohse gab die nunmehr einzuleitenden Schritte bekannt und schlug die Annahme einer Entschließung vor, die es begrüßt, daß die Tariffommission dem ungenügenden Angebot nicht zugestimmt bat. Die Versammlung erblickt darin den ersten Schritt zur Antanung örtlicher Lohnregelung und erwartet, daß auf diesem Wege nicht wieder Kehrt gemacht wird. Soweit nach dem bisherigen Reichstarif entlohnt wird, fordert die Versammlung ab 26. Juni d. J. eine weitere Stundenzulage von 4 M. auf die bebestehenden Löhne. Diese Resolution wurde gegen eine Stimme angenommen. Eisenbahneinigungsämter in England. Referenten: Abgeordnete Klara Bohm- Schuch, Richard Fischer, Hartleib- Hannover, Kurt Heinig, Hünlich, Jäcker- der Eisenbahndirektoren und den Bertretern der EisenbahngewerkIAAB. Nach längeren Berhandlungen zwischen dem Ausschuß Düsseldorf, Käppler, Krüger- Merseburg, Erich Kuttner, schaften ist ein allgemeiner Plan zur Einführung des EinigungsWaigand- Bremen. wesens in den Eisenbahnen entworfen worden, der sich an die Whitley- Ausschüsse anlehnt. Er sieht Lokalausschüsse, Bezirks. Arbeiter, Angestellte, Beamte, Handwerker, Kriegs- gruppenausschüsse und Zentralausschüsse vor. und Invalidenrentner, erscheint in Massen! aufzustellen, die es ermöglichen, die bisherigen gewerkschaftlichen Erfahrungen nicht nur für die gesunde Erhaltung der Unbeschädigten zu verwenden, sondern sie auch in den Dienst der Opfer der Arbeit zu stellen. Die Delegierten des Verbandstages des Zentralverbandes der Invaliden und Witwen Deutschlands. 3. A.: Die Verbandsleitung: gez.: Matthes, Mylau. Nitsche, Bremen. Streit im Buttergroßhandel. Bom Deutschen Transportarbeiter Verband wird uns gefchrieben: Jim Beamtenausschuß des Reichstages wurde heute mitgeteilt, Die Kutscher, Chauffeure, Lagerarbeiter und Arbeiterinnen bedaß die Regierung für die Auszahlung der Beamten- Bezüge für finden sich seit Donnerstag früh bei einer Anzahl Firmen des Juli am 24. Juni Sorge getragen und daß die preußische Buttergroßhandels im Streit. Der Lohn betrug bis 15. Mai d. J. Regierung dieselbe Anordnung getroffen hat. Die Reichsregierung für Kutscher, Chauffeure 750 Mt., für Lagerarbeiter 745 M. und nimmit an, daß auch die übrigen Länder folgen werden. Der für Arbeiterinnen 500 Mt. pro Woche. Vom 16. Mai ab verlangten die Arbeitnehmer einen Lohn für Kutscher usw. 1000 mt., für Meltestenausschuß hat sich mit der Frage beschäftigt, daß der Be- Lagerarbeiter 995 Mt. und für Arbeiterinnen 700 mt. pro Woche. amtenausschuß während der Sommerferien bei etwa notwendig Bei einer am 26. Mai stattgefundenen Verhandlung mit den Arbeit werdenden Teuerungsmaßnahmenden Reichstag vertreten folle gebern, erflärten diefe, daß sie für Mai feine Zulage gewähren Der Aeltestenausschuß ist der Auffassung, daß dies Sache des fönnten und dieser Lohn von 750 Mt. auch für Monat Juni leberto a chungsausschusses sei. Nach Beratungen von gelten solle. Diese Zumutung lehnten die Arbeitnehmer ab und Petitionen vertagt sich der Ausschußz. riefen den Schlichtungsausschuß aur Entscheidung an. Die Arbeitsinvaliden und die Gewerkschaften. Auf dem 1. Verbandstag in Braunschweig des Zentralverbandes der Invaliden und Witwen Deutschlands wurde von dem Stadtverordneten Balfer- Elberfeld ein Referat über„ Die Gewerkschaften und wir" gehalten, worin klar und deutlich die Stellungnahme des Zentralverbandes der Invaliden gegenüber den Gewerkschaften zum Ausdruck gebracht wurde. Nachstehende Resolution, welche einftimmig angenommen wurde, gibt ein flares Bild über das Verhältnis der Arbeitsinvaliden zu den Gewerkschaften. Die Gewerkschaften und Arbeitsinvaliden. Der vom 11. bis 15. Juni 1922 in Braunschweig tagende erste Verbandstag der Arbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands hält rückhaltlos an der bisherigen Haltung der Verbandsleitung gegenüber den Gewerkschaften fest. Diese beruht auf der Anerkennung der Pflicht aller Arbeitnehmer, ihrer zuständigen Gewerkschaft anzugehören, weil sie nur auf diesem Wege ihre Beziehungen zum Arbeitgeber regeln fönnen. Der Schlichtungsausschus fällte am 19. Juni einen Schiedsspruch dahingehend, daß vom 16. Mai bis 15. Juni 850 M., 845 M. und 560 M. und vom 16. Juni bis 15. Juli 935 M., 930 M. und 620 M. zu zahlen sind. Lokalausschüsse fönnen in jeder Eisenbahnstation oder bei den Depots errichtet werden. Sie bestehen aus höchstens vier gewählten Vertretern des Personals und vier Bertretern der bewirkenden Eisenbahngesellschaften. Diese Ausschüsse gelten dann als treffenden Eisenbahngesellschaft oder der für diesen Zweck zusammendie anerkannten Bindeglieder zwischen dem Personal und den örtlichen Beamten der Gesellschaft. Sie sollen dem Personal ein größeres Interesse an seinen Arbeitsbedingungen ermöglichen, Bor. fchläge für die Regelung der Arbeitszeit unterbreiten, Fragen des Arbeiterschuhes, der Unterkunft, des Urlaubs, der Bekanntmachung erlaffener Borschriften usw. behandeln, desgleichen Vorschläge in bezug auf die Verbesserung des Betriebes machen, mit dem Ziele, die Sicherheit des Verkehrs zu erhöhen und die Schadenersatzansprüche zu vermindern. Bei Nichtübereinstimmung fann der betr. Fall den höheren Ausschüssen durch jeden der beiden Teile vor gelegt werden. Gruppenausschüsse. Diese werden eingesetzt, wo mehrere Eisenbahnen zusammenwirfen, um die örtliche Durchführung der Landestarifverträge zu gewährleisten, Vorschläge für die Verbefferung und Regelung des Betriebes zu machen, wie auch sich mit anderen Fragen zu beschäftigen, welche die Gesellschaften und ihre Angestellten gemeinsam angehen, z. B. mit dem Ziele, den Umiah zu erhöhen. Desgleichen sollen sie sich mit Fragen der größeren Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit, des Wohlbefindens des Personals und der allgemeinen Einstellungsgrundfäße beschäftigen. Die Eisenbahn- oder Landesausschüsse fönnen je einer für jede Eisenbahngesellschaft ad hoc eingefegt werden. Sie bestehen aus nicht mehr als 10 Bertretern jeder Seite. Ihnen fönnen nur Fragen vorgelegt werden, welche ihnen von den unteren Ausschüssen überwiesen wurden. Wenn auch sie nicht zu einer Verständigung gelangen fönnen, wird die strittige Frage automatisch dem Zentral lohnamt zur endgültigen Entscheidung überwiesen. Jugendveranstaltungen. Heute, Freitag, den 23. Juni: Angesichts dessen, daß die Arbeiterschaft dieser Betriebe bis jetzt von einem Lohn von 750 M. und darunter alle Bedürfnisse des täglichen Lebens bestreiten sollte, und im Hinblick auf die enormen Teuerungsverhältnisse und die vermutlich weitere Steige rung der Preise der wichtigsten Lebensmittel und Bedarfsartikel lehnte eine am Dienstag stattgefundene Versammlung der Arbeit- Charlottenburg: Jugendheim Rosinenstr. 4, Bortrag: ,, Auguft Beber nehmer den Schiedsspruch a b. Durch Urabstimmung in den Be- Moabit: Jugendheim Gemeindeschule Waldenserstr. 21, Distufftonsabend: trieben wurde der Streit beschlossen, da die Arbeitgeber jede weitere Bortrag: Religion und Sozialismus. Jugend und Gewerkschaften". Neukölln- Süd: Jugendheim Rogatstr. 53, Petersburger Biertel: Jugendheim Erhöhung des Lohnes über den Schiedsspruch rundweg ablehnten. Gemeindeschule Petersburger Str. 4, Diskussionsabend: Wie sieht es in Wir bitten die Arbeiterschaft um strengste Solidarität d. 5. sich unseren Jugendgewerkschaften aus?" bor Annahme von Arbeitsangeboten vorher zu vergewissern, ob der Berantm. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelbe; für AnBetrieb zu den bestreiften Betrieben gehört. Verhandlungen in der Metallindustrie. Am Mittwoch abend fand eine Funktionärversammlung derjenigen Metallarbeiter statt, die in den Berliner Betrieben des VerMann starte Versammlung beschloß, in Verhandlungen mit den bandes der Berliner Metallindustriellen beschäftigt find. Die 3000 BBMI. zu treten. Durch die Annahme dieser Verhandlungsmög Die Gewertschaften haben für die Erhaltung der Gesundheit lichkeit wird den Arbeitern in den Betrieben die zehnprozentige und die entsprechend beruflichen Verhältnisse, die von den einzelnen Lohnerhöhung für die Zeit vom 5. bis 26. Juni noch gezahlt, ab Verbänden gefördert werden, sich die größten Verdienste erworben. 26. Juni bürften dann neue Lohnfäße in Kraft treten. Sobald aber ganze oder teilweise Invalidität vorhanden ist oder eintritt, fallen die bisherigen beruflichen Unterschiede und Sonderinteressen. Aus diesem Grunde ist ein besonderer Zusam menschluß der Invaliden und ihrer Hinterbliebenen erforderlich. Suche zur Selbstverwertung Edelsteine IL. Edelmetalle zu höchst. Preisen G.Schliephacke Juwelier Friedrichstraße 210 Ede Kochstr. nferate im Vorwärts fichern Erfolg! Chasalla fertig nach Anatomisch richtig! Alter Weinbrand Angestellte der Berliner Metallindustrie! Die am 21. Juni mit dem VBMJ. geführten Verhandlungen bezüglich Festsetzung der Juni- Gehälter sind durch das zu geringe zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenftr. 8. Sierzu 1 Beilage und ,, Jugend- Vorwärts". 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Trotz aller fest, daß Stadtrat Benecke dem Magistrat von Anfang an davon Gründlichkeit, mit der in einer langen Reihe Ausschußfizungen der Mitteilung gemacht und auch an der Abstimmung im Magistrat nicht Die Unterschlagungen in der Eisenbahnhauptwerkstätte vom Magistrat vorgelegte Entwurf geprüft worden ist, hat man an- teilgenommen hat. Der Ausschußantrag, für den schließlich trotz scheinend in der Vollversammlung noch sehr eingehende Dabeiten zu großer Bedenken auch Stadtverordneter Wildegans( Sez.) sich Zu der in der gestrigen Morgenausgabe veröffentlichten Nacherwarten. Es war bedeutsam, daß sogle bei der Personalbesol aussprach, will den Ankauf nur genehmigt wissen, wenn die Besitzerin richt über Unterschleife in der Eisenbahn- Hauptwerkstätte Tempel. bung, die mit an der Spitze der Erörterungen stand, die Notwendig. Die Wertzuwachssteuer zahlt. Auch hier wurde die Abstimmung hof teilt die Eisenbahndirettion Berlin folgendes mit: ausgesetzt. waltungsapparates der neuen Einheitsgemeinde fich mit den Kapiteln Jugendamt und Wohlfahrtsamt; Darauf fehrte man zur Etatsberatung zurück und beschäftigte betont wurde. Beim Ernährungswesen brachte der sozialdemokra im Vordergrunde der Erörterung standen die Wanderherber tische Redner die Frage der Brot- und Kartoffelversorgen und die Geschlechtstrantenfürsorge. Die Beratung gung zur Sprache und veranlaßte den Magiftraisdezernenten zu bauerte nach 10 Uhr fort. einer Aussprache darüber, was der Magistrat zu ihrer Sicherung für den nächsten Winter tun will. feit der Vereinfachung und Verbilligung des Ver= Den Auftakt bildete ein heftiger Borstoß des Stadis. Dr. Beyl ( U. Soz.) gegen den Magistrat, der die Erhöhung des Bibliotheksordnung. Also, ich hatte mal wieder die Leihfrist überschritten und sollte, Gtraßenbahntarifes auf 4 M. heute in Kraft gefegt habe, als ich das entlichene Buch zurückbrachte, eine Buße von 1,50 Mart ohne den Versammlungsbeschluß zu beachten, wonach die Ermäß für meine Bummelei„ erlegen". Doch machte mir der Beamte, mich gung des Fahrpreises für Lehrlinge und Schüler gleichzeitig mit der durch seine Brille anlächelnd, gleichzeitig die Eröffnung, daß ich ja Erhöhung des Tarifs in Kraft treten sollte. Damit sei die Würde Verlängerung der Leihfrist für das Buch um weitere drei Wochen und Hoheit der Versammlung gröblich getränkt, der Magistrat babe beantragen fönne; alsdann würde ich keine Strafe zu zahlen gegen Treu und Glauben gehandelt. Stadtbaurat Adler und brauchen. Ich überlegte einen Augenblick. Das Buch hatte ich Kämmerer Karding suchten den Angriff schlecht und recht abzu- ausgelesen; es lag mir also nichts daran, es wieder mit nach Hause wehren; die beschlossene Ermäßigung werde bis 1. Juli durch zu schleppen, um dann vielleicht abermals, vergeßlich wie ich bin, geführt werden, bedürfe aber einiger Vorbereitung. Dann wandte sich die Bersammlung der Beratung des Stadthaushalt bie Frist zu überschreiten. Andererseits: 1,50 Mart. Dafür konnte man sich schon beinahe eine genießbare Zigarette faufen. Ich über legte und bat um Fristverlängerung. Lächelnd machte der freundliche Beamte die nötigen Eintragungen und gab mir alsdann das Buch zurüd. planes für 1922, und zwar zunächst der Zentralverwaltung Ich drehte es ein paarmal in der Hand herum und sagte, das Buch zurückreichend, mit möglichst unschuldiger Miene: Darf ich nunmehr, nach Bewilligung der Fristverlängerung, das Buch viel leicht zurückgeben?" Verblüfft sah mich der Beamte über seine Brille hinweg an. Gleich darauf aber hatte er meinen räntevollen Plan durchschaut, schob das Buch zurück und erwiderte in ernst verweisendem Lon: Nein, das geht nicht. Das würde gegen den Sinn der Ausleihebestimmungen verstoßen. Entweder Sie behalten das Buch noch eine Weile, oder Sie geben es jetzt zurüd, müßten dann aber die 1,50 Mart Strafgeld erlegen." 4 und hier wieder den Gehältern der Magistratsmitglie der und der Personalbesoldung zu. Eine abschließende Berichterstattung ist nicht möglich, da alle wichtigeren Abstimmun gen bis zur nächsten Sigung ausgefeht wurden. In der Erörterung dieser ersten Kapital spielte die vom Ausschuß dem Oberbürgermeister zugebilligte Dienst mohnung( die übrigens nicht im Schlosse Monbijou untergebracht werden soll) eine Rolle; Kommunisten und U. S03. lehnten sie ab, während Merten( Dem.) fich mit großer Lebhaftigkeit zu ihren Gunsten verwandte. Bei der Perfonalbesoldung hat, wie Genoffe Dr. Lohmann hervorhob, der Etatsausschuß den festen Willen, Sparsamkeit zu dokumentieren, in die Tat umgesett; es sind an den Ausgaben für Hilfskräfte und Ueberstunden 30, an dem Personaletat in den Bezir fen 50, am Bureau- und Anstaltspersonal für das Jugendamt 15 Ich war ein wenig beschämt, erlaubte mir aber doch die Frage, Millionen abgelegt, womit der Grundgedante, daß die Einheitsge- ob die Bibliotheksordnung Angaben darüber enthalte, welches Minmeinde zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung den bestmaß eine solche Weile" besitzen müsse. Ich hätte nicht so Beg ebnen soll, gleichsam programmatisch zum Ausdrud tommt. fragen fellen. Der Beamte war von Haus aus zweifellos ein guter Weiter hat der Ausschuß auf Antrag der Sozialdemokraten be- Mensch( ich verstehe mich auf Augen) und geriet nun offenbar in schlossen, den Magistrat zu ersuchen, bei allen Gehaltserhöhungen tiefere innere Erregung, weil er mich für einen durch und durch der städtischen Beamten den Altpensionären, Witmen usw. grundsätzlich jedesmal eine entsprechende Bausch alsumme aus. Mit nervöser Haft und firschrotem zuzahlen. Die U. Soz. empfahlen, die Anforderung von 76 Millio- Ropf fingerte er zwischen den Seiten der vor ihm liegenden Leihnen für neue Beamtenstellen bis zur Borlegung des Berichts des ordnung herum und stieß dann, während blaue Blige aus seinen Magistrats über das Ergebnis der Revision des Personaletats und Brillengläsern schossen, in rauhen, abgerissenen Lauten hervor:„ Die der Berteilung der Stellen zurückzustellen, evtl. dem Magiftrat an- Bibliotheksordnung enthält zwar, soweit mir bekannt, feine ausds beimzugeben, in einem Nachtragsetat Beamtenstellen nachzufordern. drücklichen Bestimmungen über diese Frage Die Resolution betr. die Altpensionäre wurde an dem Geist- jawohl, aus dem Geist doch ergibt sich aus Bei den Ausgaben für die Ernährungsdeputation dem Herrn Direktor selbst zu sprechen wünschen übrigens, wenn Sie mit richtete Dr. Lohmann an den Magistrat das Ersuchen, rechtzeitig mittag zwischen 5 und 6 hier er ist heute nach er wird aber nur bestätigen, daß Schritte zu tun, um die Versorgung der Bevölferung mit Kartoffeln und Brok wie gesagt, es kommt hier ausschließlich auf den Geist der Bezu noch erschwinglichen Preisen sicherzustellen und bei der Reichs erlegen oder das Buch vorläufig wieder mitnehmen-" stimmungen an, und danach müssen Sie entweder die 1,50 Mart regierung auf die Sicherung einer ausreichenden GetreideumIage zu bringen. Stadtrat Richter stellte fest, daß auch er eine Getreideumlage für nötig hält und daß somit der in diesem Punkte vom„ Vorwärts" angedeutete Zweifel unbegründet sei. Auch um die Beschaffung einer Kartoffelreserve werde der Magistrat bemüht sein. Zwischendurch beriet die Versamlung die Magistratsvor lage, wonach das genommen. Schulgrundstück Cüfficher Straße 4 für 3 Millionen Mart angetauft werden soll. In der Aussprache ergab sich, daß Stadtrat Benede insofern mit dem hier von der Stadt geplanten Ankauf in Verbindung steht, als die Besizerin eine 188 Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. Tudolin ließ nicht locker. Nun.." fragte er. Der Student seufzte tief. Nach einiger Zeit sahen wir uns täglich," sagte er. Wo sind Sie mit Fräulein Diest zusammengekommen?" ,, An verschiedenen Orten." Ich muß Sie zum letztenmal auffordern, präzisere Antworten zu geben, da ich weder Zeit noch Luft habe, mich auf Umwegen von Ihnen spazieren führen zu lassen." " Zuerst haben wir einander auf der Straße gesehen und gesprochen; später sind wir in einer Konditorei zufammengetroffen, im Laden der Frau Katharina Martinowska, in der Nähe des Nikolaigymnasiums." Und noch später?" " Wir haben gemeinsam Theater, Konzertfäle, auch Kaffeehäuser besucht." Wann ist Fräulein Diest zum erstenmal in Ihrer Wohnung gewesen?" Garbislander fah, wie das weiße, fast grüne Geficht des Studenten Dmochowski fich plötzlich verfärbte, wie eine Blutwelle ihm in die Wangen schoß, die bis unter die Haarwurzeln emporstieg und ihm die Stirn überflutete, während aus seinen Augen wahre Blize schossen. Sein Atem feuchte und seine Fäuste waren geballt. ,, Bei mir?" fragte er tonlos. " In Ihrer Wohnung, meine ich," fügte Tudolin, hämisch lächelnd, hinzu. „ Niemals!" schrie, Stanislaus Dmochowski. Niemals!" Erika Diest war meine Braut und galt mir heilig!" Er ließ fich, nach solchem Ausbruch erschöpft, bebend vor innerer Erregung, wieder auf seinen Stuhl fallen. " Sie geben demnach vor, daß Fräulein Diest Sie niemals besucht hat?" „ Niemals! Ich schwöre es!" " Man weiß, was von solchen Schwüren zu halten ist. Aber Sie nennen das Mädchen nun schon einige Male Ihre Braut. Ist Fräulein Diest mit solchem Titel einverstanden gewesen?" „ Es war unsere Absicht zu heiraten verdorbenen Charakter hielt. Ich hatte es inzwischen schon an mich genommen und schlich hinaus, voll Reue, den freundlichen Mann so schwer gereizt zu haben. Der Rest der Käsestulle, an der er bei meinem Kommen gerade gegessen hatte, würde ihm nun gewiß nicht mehr schmecken. Draußen erst fiel mir ein, daß er mir doch eigentlich gar nicht gefagt hatte, welches denn nun der Geist der Bibliotheksordnung sei. Ich machte noch ein paar Besorgungen, und als ich nach etwa einer Stunde wieder an der Bibliothek vorbeikam, trat ich nochmals ein. Inzwischen hatte ein weibliches Wesen die Abfertigung des Publifums übernommen. Ich überreichte ihr mein Buch, sie nahm es, " Ihre Absicht, wollten Sie sagen?" s trifft zu, daß bei der genannten Werkstätte Unterschlagungen in wertvollen Materialien wie Kupfer, Kunstleder usm. in erheblichem Umfange verübt worden sind, die sich nach den bisherigen Ermittlungen auf mehrere Hundertausend Mark belaufen. Neun Eisenbahnbedienstete, von denen sieben bereits verhaftet wurden, find als Beteiligte festgestellt. Die Untersuchung wird mit größter Beschleunigung weitergeführt. Bon anderer Seite wird zu der Angelegenheit noch folgendes Jahren ein Magazinverwalter Niegel bestellt, der die Aufgabe gemeldet: Als Vorsteher der Magazinverwaltung war vor etwa drei hatte, die für den Bedarf der Werkstattbetriebe erforderlichen Werk stoffe von dem Hauptlager anzufordern und sie dann nach dem Bedarf der einzelnen Unterabteilungen zu verteilen. N. hat nun durch die Fälschung der Bücher, der Anforderungen sich in den Besiz größerer Mengen von Wertstoffen aller Art zu sehen gewußt und hat dann die überschießenden Mengen aus dem Bereich der Werkstatt abtransportieren lassen. Hierbei handelt es sich um grö Bere und kleinere Mengen, die feit dem Jahre 1920 nach und nach fonnte das Fehlen fleinerer Mengen von Werkstoffen der Werkstattder Eisenbahnverwaltung gestohlen worden sind. Selbstverständlich leitung zunächst nicht auffallen, bis schließlich jetzt die Vornahme einer eingehenden Bücherrevision durch die Ueberwachungsabteilung der Eisenbahndirektion Berlin das Fehlen größerer mengen von Materialien aller Art erbrachte. Auch der als Hehler bea teiligte Polizeibeamte Krüger, der als Außenbeamter des 101. Polizeireviers beteiligt war, hat nach hartnäckigem Leugnen ein umfassendes Geständnis abgelegt und seine Beteiligung an den Diebstählen in zwei Fällen zugegeben. Alte Sünden. Die Krankenhausnöte der Stadt Berlin. Bei der weiteren Beratung des Krankenhausetats im Berliner Haushaltsausschuß mußten sowohl der Magistratsvertreter wie die Redner der Linken wiederholt auf die sträflichen Versäumnisse der alten Berliner Verwaltung hinweisen. In ganz Alt- Berlin gibt es außer dem Virchow- Krankenhause ein einziges, das auch nur einigermaßen den modernen Anforde rungen entspräche. Die frühere„ bürgerliche" Medizinalverwaltung und den bürgerlichen" Magistrat trifft der Vorwurf, daß die Krankenhäuser jahrzehntelang nicht dem jeweiligen Stande ber ärztlichen Wissenschaft entsprechend umgebaut und ausgebaut worden sind, obgleich die Stadt damals Geld hierfür hätte flüssig machen tönnen. So bestehen z. B. was viel zu wenig bekannt ist in Moabit noch die Baraden des Jahres 1871 als einzige Unterbrin gungsmöglichkeit für die Kranken, während man für das Personal und die Schwestern allerdings Paläste aufgebaut hat. Kranke müssen hier bisweilen 1% Stunde auf die Befriedigung von Bedürnissen warien, weil die Einrichtungen so gänzlich unzureichend sind. Seit über einem Jahrzehnt ist die alte Verwaltung nicht über„ Erwägungen“ und„ Baupläne" hinausgekommen. Der Umbau ist jetzt in die Wege geleitet, und der Etatsausschuß be. willigte zwei Raten von je 10 Millionen für den Weiterbau. In den übrigen Krankenhäusern fehlt es namentlich an Wäsche. Im Durchschnitt ist nicht einmal mehr eine vollständige Garnitur für jedes Bett vorhanden. Auch hier soll nun Abhilfe geschaffen werden. Der Stadttämmerer machte bei dieser Gelegenheit sehe ernste Ausführungen über den augenblicklichen Stand der städtischen Finanzen. Durch die jetzige allgemeine Teuerung sei die Finanzlage der Stadt so been gt geworden, daß der Magistrat sich un werden müsse, an welchen Stellen er von der Ermächtigung der mittelbar nach Abschluß der Etatsberatungen darüber schlüssig Stadtverordnetenversammlung zur Ausgabe städtischer Gelder feinen Eltern ihr ein trübseliges Leben ohne freundlichen Ausblick An Ihrer Seite das Glück? An der Seite eines Nies " Sie haben das Mädchen geschickt zu überreden ver- mands, eines Habenichts...?" standen." „ Es war unser beider Wunsch und Wille; Erifa war feft zu vergewissern schienen entschlossen, meine Frau zu werden." ,, Es ist ihr freier Wille gewesen, ihre unbeeinflußte Entschließung. Sie hat es mir immer wieder gesagt, daß sie nie und nimmer den Wünschen ihres Vaters sich fügen würde.* " Herr Diest war demnach nicht einverstanden und anderer Ansicht als seine Tochter?" Allerdings." " Sind Sie Herrn Diest als Schwiegersohn am Ende nicht ganz willkommen gewesen?" Richtig; ein Umstand, der jedoch Erikas Neigung nicht im geringsten zu ändern vermochte. Sie hat sich widerseßlich gegen Vater und Mutter gezeigt, und Sie haben das Mädchen in dieser Hinsicht bestärkt. Sie haben auch ferner nicht geruht und den Geist des Aufruhrs in der Brust des Mädchens geweckt und stets von neuem angefacht... nicht wahr?" Ich habe Erita Diest lieb gehabt..." ,, Sie haben das Mädchen verführt und vom rechten Weg abgebracht. Sie haben den Ungehorsam in ihr stärker sein lassen als die guten Instinkte." Nein, nein und tausenmal nein! Erita ist von mir in feiner Stunde unseres Beisammenseins beeinflußt worden.. denn sie ist freiwillig bei mir geblieben..." " Von Ihren raffinierten Betörungskünften verlockt...!" Garbislander hatte von all dem fein einziges Wort verstanden; trotzdem betrachtete er poll wirklichen Interesses das Antlig des Studenten und verfolgte den unaufhörlich wechselnden Ausdruck in seinen Zügen, in denen namenlose Qual und grenzenlose Empörung sich eingenistet hatten, die miteinander rangen, die sich den Piazz streitig machten. Nun saß der Haß, der tödliche Haß, ihm deutlich um die Augen, und der Blick, den er dem Präfekten zuwarf, bemühte sich gar nicht, sich zu verstellen. Dieser wurde von seiner Ruhe noch immer nicht verlaffen; ihm schien vielmehr darum zu tun, den Studenten durch allerlei Fragestellung zu reizen, um ihn in den Affekt hinauf zusteigern und ihn auf solche Art dazu zu bringen, sich zu verraten. " Ich habe Erita Diest nicht betört; sie hat eingesehen, daß ihr an meiner Seite das Glück winkt, während die Pläne ihrer „ Erifas Sinn ist nicht auf das Materielle gerichtet gewesen." " Dafür der Ihre um so mehr, nicht wahr?" " „ Wir haben einander lieb gehabt; sonst nichts. An etwas anderes hat keiner von uns gedacht." ,, Das ist zumindest sehr unvernünftig gewesen; denn wenn man letzten Endes zu heiraten, einen gemeinsamen Hausstand zu gründen gedenkt " Das wäre einzig und allein meine Sorge gewesen. Ich hatte auch schon einen brauchbaren Plan, unser beider Lebensunterhalt zu bestreiten, da ich in die Redaktion eines bedeuten den polnischen Blattes getreten wäre..." " Wo sie staatsgefährliche und regierungsfeindliche, aufrührerische Artikel geschrieben hätten, nicht wahr? Ob Sie am Ende nicht auch mit der Mitgift gerechnet haben, die der alte Diest wohl fürs erste verweigert hätte, mit der er jedoch, wie Sie wohl annehmen mußten, allmählich herausgerückt wäre, da er sein Kind doch nicht in Not und Elend lassen fonnte?" " Ich habe keinen Augenblick daran gedacht, durch Erika in den Besiz irgendwelcher Vorteile, geschweige denn in den von Geldmitteln zu gelangen. Herr Diest selbst muß bestätigen, daß ich in einer Unterredung, die ich mit ihm hatte, betont habe, daß ich die arme, nicht die reiche Erika zur Frau haben wolle." ,, Soviel mir bekannt ist, hat diese Eröffnung zuerst nicht den geringsten Eindruck auf Herrn Diest gemacht " Bugegeben." " Herr Diest wollte von Ihnen nichts wissen?" „ Er hat Erifa den meiteren Berfehr mit mir untersagt." Was ist die Folge davon gewesen?" „ Es hat sich nichts zwischen uns geändert." " Sie haben Ihre Verführungskünfte weiter spielen lassen?" Ich kann nur wiederholen, was ich schon einmal gesagt habe, daß Erika, die mich geliebt, wie ich sie geliebt habe, frei willig mit mir, bei mir geblieben ist." " Was mir auffällt, ist, daß Sie von Ihrer Braut stets im Berfeftum sprechen! Ich habe Erika geliebt Erifa hat mich geliebt... Sie sprechen von ihr demnach wie von einer Toten..." ( Fortsetzung folgt.) Wirtschaft Drohende Kohlennot. Gebrauch machen" werde. Der Etatsausschuß hat auch seinerseits 1 Lehrgänge in der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt. Das be- 1 an denjenigen Stellen zu sparen versucht, wo noch Ersparnisse ohne friedigende Ergebnis des in der Ständigen Ausstellung für Arbeiter schwere Schädigung der Allgemeinheit möglich find. So hat er wohlfahrt in Charlottenburg( Frauenhoferstr. 11/12) veranstalteten gestern 15 Millionen bei den Bureaukräften und dem Anstalts: Lehrgangs für Hilfsbeamte der Gewerbeaufsicht, an dem 33 Beamte personal des Jugendamts gestrichen, weil der Personal aus den verschiedenen deutschen Ländern teilnahmen, veranlaßt das bedarf und der Bureauapparat hier nach dem vorliegen Reichsarbeitsministerium, weitere gemeinsame Lehrgänge den Material und den Nachprüfungen des Magistrats erheblich einzurichten. Für den Herbst ist zunächst, Anregungen aus den be- Nach den Erfahrungen der letzten Jahre hätte es im Intereffe über das unbedingt notwendige Maß hinausging. teiligten Kreisen folgend, ein Lehrgang für die Hilfsbeamtin der deutschen Wirtschaft gelegen, die diesjährigen Sommer. Es sei bei dieser Gelegenheit betont, daß die Befürchtungen des nen der Gewerbeaufsicht in Aussicht genommen. Neben monate.zur Ausfüllung der Kohlenvorräte bei den Zentralverbandes der Angestellten( vergl. die gestrige Abendausgabe den gesetzlichen Bestimmungen für die Gewerbeaufsicht, den Maß- Verbrauchern, insbesondere bei der Industrie, den Verkehrsdes„ Borwärts") nicht zutreffend sind. Der Etatsausschuß hat nahmen für den Schutz der Arbeiter gegen die Gefahren gesundheit- anstalten und den Gaswerken auszunuzen. Die Eisenbahn ist nicht einseitig an.Zarifangestellten gespart, sondern im wesentlichen licher Art und den Grundzügen der Volkswirtschaft sollen die Be vorläufig durch den regen Verkehr auf den Wasserstraßen an neuen Beamtenstellen in den Bezirken und an Ueber- ftimmungen für den Schuß der Frauen-, Kinder- und Hausarbeit in etwas entlastet und hätte verhältnismäßig leicht größere Kohlenstundengeldern für Beamte. Es dürfte bekannt sein, daß in besonderen Vorträgen behandelt werden. Die Borträge werden durch transporte ausüfhren fönnen, zu deren Erledigung im Herbst und allen Parteien darüber Einigkeit herrscht," in Zukunft bei allen Führungen durch die Ständige Ausstellung, die bei dem letzten Lehr- Winter aller Voraussicht nach das nötige rollende Material fehlen merbenden Betrieben feinen Beamten mehr, sondern lediglich gang als besonders lehrreich anerkannt wurde, sowie durch Besuche wird. Tariffräfte einzustellen. Die sozialdemokratische Fraktion hat industrieller Anlagen und geeignete Filmvorführungen ergänzt Rohlenversorgung ist natürlich eine rechtzeitige Stei Die Voraussetzung einer derartigen planmäßigen diesen Standpunkt jedenfalls von jeher vertreten und wird auch werden. gerung der Kohlenförderung. Bei allem Berständnis weiterhin dafür sorgen, daß jedem der beiden Teile, den Beamten Borschüsse für Ruhegehaltsempfänger. Damit auch die Ruhe- für die schwierige Lage der Bergarbeiter, die gerade dort schwerste wie den Angestellten, sein Recht wird. standsbeamten usw., soweit möglich, schnell in den Genuß der ihnen förperliche Arbeit leisten und mit ihren Familien leben müssen, wo vom 1. April und 1. Mai 1922 an zustehenden Erhöhung ihrer Ver- die Teuerung am größten ist, kann man sich doch der Tatsache nicht forgungsgebührnisse treten, sind die Zahlstellen der Eisenbahn- verschließen, daß schon sehr foftbare 3eit nugios ver verwaltung, wie man uns schreibt, angewiesen, den Ruhe- strichen ist. Wir stehen dicht vor der Ernte und haben schon in gehaltsempfängern, Wartegeldempfängern und Hinterbliebenen fofort wenigen Wochen mit einer verstärkten Inanspruchnahme des Wageneinmalige Borschüsse auf diese Erhöhung zu zahlen. Ausges parts der Reichsbahn zu rechnen. Der Wasserstand der deutschen nommen sind die Empfänger, denen die Versorgungsgebührnisse nur Flüsse hat sich in den letzten Tagen beträchtlich gesenkt, so daß die cuf bestimmte Zeit oder nur nach den Sagungen ehemaliger Privat Schiffahrt in verschiedenen Bandesteilen großen Schwierigkeiten bebahnpensionskassen bewilligt worden sind. Die Gebührnisse dieser gegnet. Gelingt es nicht in letzter Stunde, die Kohlenproduktion zu Empfänger werden indes vorzugsweise umgerechnet werden, sobald heben und die Borräte bei den Verbrauchern zu vergrößern, so stehen die allgemeinen Anweisungen ergangen find. wir im fommenden Winter vor der Gefahr von BerkehrsEhemalige Neuköllner Kriegsgefangene, die zurzeit arbeitsstörungen und Einschränkungen des Beschäfti los find, fönnen sich zur Empfangnahme von Liebesgaben gungsgrades der Industrie infolge Kohlenmangels. Was ( Bigarren, Zigaretten) unter Vorlegung der Erwerbslosen- Stempel das in einer Zeit start fortschreitender Geldentwertung und steigenfarte sowie ihrer Militärpapiere im Rathause. 1 Tr., Zimmer 176 der Teuerung für die Arbeiterbevölkerung bedeutet, bedarf teiner frühere Kriegsgefangenen- Heimkehrstelle- melden. meiteren Ausführung. „ Knaders" Sterben. Ein mysteriöser Todesfall in der Verbrecherwelt. Der unaufgeflärte Tod eines Geldschrankein brechers beschäftigt seit längerer Zeit die Kriminalpolizei. Ein ihr bekannter Berliner Knacker" Luke, der sich meist in Stettin bei seiner Geliebten aufhielt, war seit dem 31. Oktober v. 3. verschwunden. Er hatte spät abends die Wohnung verlassen, angeblich um fich Zigaretten zu holen, und war nicht zurückgekehrt. Am 25. April d. 3. fand man ihn als Leiche in der Dder treibend wieder. Aus den Papieren, die man bei ihm fand, stellte man die Persönlichkeit des Loten fest. Man vermutete nun, daß er von anderen Berbrechern zur Verdunkelung irgendeiner Tat beseitigt worden sei, und die Stettiner und Berliner Kriminal polizei beschäftigten sich mit der Aufklärung. Es wurde festgestellt, daß ein Rudolf Wichert, ein Mitglied der Weddingbolonne, Lute. am 21. Oftober v. J. von seiner Wohnung abgeholt hatten, wie man permutete, zu irgendeinen Einbruch. Wichert aber war ver. schwunden und auch in Berlin nicht zu finden, bis ihn Beamte der Streife B. I. gestern in einer Berliner Schantwirtschaft ermittelten und festnahmen. Er gibt zu, mit einem anderen, den er dem Namen nach nicht kennen will, Lufe abgeholt zu haben, be streitet aber, ihm etwas angetan zu haben. Wie er sagt, hatte Luke in Stettin einen Geldschranfeinbruch bei der Schlesi fifchen Dampfertompagnie ausgefundschaftet. Alle drei machten sich in jener Nacht heran, ihn auszuführen. Zunächst mußten sie wieder umfehren, weil die Wache sie verscheuchte. Jetzt besuchten sie mehrere Lokale und um zwei Uhr nachts machten sie sich bann angetrunken wieder auf den Weg. Diesmal gelang es ihnen auch, einzubringen. Während Lufe draußen am Bollwert, auf dem mehrere Fässer standen, aufpaßte, bemühten sich die beiden anderen im Kontor zwei Geldschränke aufzubrechen. Als der Morgen anbrach mußten sie ohne Beute abziehen. Luke, der zwischen den Fässern und der Quaimauer auf einem nur 4 Meter breiten Raum gestanden hatte, war jegt verschwunden. Wichert behauptet, baß er in der Trunfenheit ins Wasser gefallen sei. Sar Umbenennung der Straßen. Der amtliche Breußische Pressedienst erfährt vom Berliner Polizeipräsidium folgendes: Die von einigen Blättern gebrachte Mitteilung, der Antrag der Neuköllner Bezirksversammlung uf Umbenenung der Kaiser- Friedrich- Straße in Bebel Allee" fel von dem Polizeipräsidenten abgelehnt worden, trifft in dieser Germ richt zu. Ueber die Um- und Neubenennung von Straßen und Blägen Groß- Berlins, wie sie die notwendige Folge der Bil dung des neuen Stadtbezirks Berlin und der dadurch veranlaßten Bermehrung der Doppelbenennungen geworden ist, soll vielmehr nach einem um faffenben einheitlichen Plan und gleichzeitig 9to für alle in Betracht kommenden Straßen und Plätze entschieden werden. Zu diesem Zwecke wird der Magistrat dem Polizeipräsidenten an der Hand eines alle Um- und Reubenennungen enthaltenden Verzeichnisses Borschläge machen. Vor der Entscheidung über diese Borschläge den Anträgen einzelner Bezirksvertretun gen auf Umbenennung bestimmter Straßen zu entsprechen, erscheint hiernach natürlich nicht angezeigt. Kirschenzeit und Straßennnfälle. Die Zeit der Kirschenreise ist da und mit ihr eine alte, unausrottbar scheinende unfitte der Berliner, die heute, angesichts der Tausende von Kriegsbeschädigten, die in den Berliner Straßen zu gehen gezwungen sind, zu einer ernsten Gefahr, vor allen Dingen für die Beinbeschädigten, geworden ist. Troz des diesjährigen verhältnismäßig hohen Kirschenpreises merden, wie man sich täglich überzeugen fann, die Früchte gekauft und sofort auf der Straße verzehrt. Leider fümmert sich niemand der Genießenden darum, wo die Rückstände bleiben. Daher bittet die Wirtschaftliche Vereinigung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen darum, im Interesse der Kriegsbeschädigten, von denen schon mancher durch Obstrefte in den Straßen unglücklich zu Fall gekommen ist, von dieser Unfitte zu lassen und die Obst.r este zu sammeln, damit fie nicht die Ursache von Unfällen für Beinbeschädigte und-Amputierte werden. Teuerungszuschüsse für Kriegsopfer. Nach einem neuerdings ergangenen Erlasse des Reichsarbeits. ministers fönnen Kriegsbeschädigte, die eine Rente von weniger als 50 Pro3. beziehen( Leichtbeschädigte) und er werbsfähige Witwen auf Antrag, der bei der örtlichen Fürsorgestelle für Kriegsbejdjddigte und Kriegerhinterbliebene zu stellen ist. vom 1. Juli 1922 ab ebenfalls Teuerungszuschüsse erhalten, wenn sie trog eifrigen eigenen Bemühens und troß der Mitwirkung der Für forgestelle eine regelmäßige Erwerbstätigkeit nicht haben aufnehmen Das Stadfbad Friedrichshain, An der Schillingsbrüde, ist für Kinder unter 14 Jahren an den Sonnabenden nur noch von 12 bis 8 Uhr nachmittags geöffnet. Groß- Berliner Parteinachrichten. 13. Kreis Tempelhof. Freitag, den 23. Juni, 6 Uhr, findet in Mariendorf in der Aula des Lygeums am Bahnhof Mariendorf eine Kreisvertreterver. fammlung fiatt. Tagesordnung: Die Beitragsfrage. Charlottenburg- Spandau. Jeden Sonnabend von 57 Uhr findet in Char Die Hauptursache des Rüdgangs der Rohlen. Produktion ist in der ständigen Verminderung der ohnehin nicht ausreichenden Zahl der Arbeitsfräfte im Bergbau zu suchen. Im Ruhrrevier waren Ende Februar dieses Jahres noch feier, die am Sonntag, den 25. Juni, in Pichelsberge stattfindet, über ihre Zahl auf 545 640 vermindert. Demgemäß ist die arbeitstägliche Genosse Pfarrer Bleier( pricht anläßlich einer Sonnen men b561 158 Arbeiter beschäftigt, bis Ende Mai dieses Jahres hatte sich Beltionnentende". Die Beranstaltung geht von der Vereinigung der Freunde von Religion und Völkerfrieden aus. Die Abfahrt nach Pichels- Förderung von Monat zu Monat geringer geworden. Sie betrug berge erfolgt 9.42 vom Bahnhof Charlottenburg aus. Proviant ist mitzu- im März dieses Jahres noch 332 862 Tonnen, im April dieses Jahres bringen. 326 637 Tonnen und im Mai dieses Jahres nur noch 310 844 Tonnen. Gleichzeitig hat sich aus den befannten Gründen auch die Kohlenzufuhr aus Oberschlefien verringert. Die Last der Kohlennot trägt in erster Linie die deutsche Arbeiterben ölferung. Die Gefahren liegen nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiete. Der Garantieausschuß besteht bekanntlich darauf, daß die in den letzten Monaten entstandenen Rückstände in der ZwangsKohlen und Kokslieferung an die Entente in vollem Umfange nachgeliefert werden müssen. Aus diesem Grunde hat der Reichs- Kohlenfommissar mit sofortiger Wirkung eine weitere Beschränkung des Hüttenzechenkontingents um 10 Vroz. angeordnet. Den Gegnern der Erfüllunaspolitik wäre es durchaus nicht unanDen Kohlenlieferungen an die Entente vor erneute Schwierigkeiten genehm, wenn die jetzige Regierung durch meitere Stockungen in gestellt würde. Die Bedeutung der Ueberschichtenfrage im Bergbau geht also meit über di Intereffen der Zechenbesizer und Bergarbeiter hinaus, fie erstreckt sich auf den Beschäftigungsgrad und Arbeitsmarkt der gesamten Industrie und nicht zuletzt auch auf das Gebiet der inneren und äußeren Politif. Das sollte man in den zuständigen Kreisen nicht außer acht lassen. lottenburg, Rosinenstr. 3, die juristische Sprechstunde statt. Morgen, Sonnabend, den 24. Juni: fchinsti, Arumme Str. einst, un te. 4. ruppe: 7½ Uhr Funktionärsigung bei RappAbt. 123a, Kreis Nord- Süb. 8 Uhr im Restaurant Sanssouci Bortrag der 131. Abt. Niederschönhausen. 8 Uhr bei Bentert, Uhlandstr. 41, Funktionär. Genoffin Hedwig Wachenheim über das Reichsschulgesch". 141. Abt. Rofenthal. 7 Uhr wichtige Funktionärtonferenz bei Mitbrodt, Walderfee, Ede Kronprinzenstraße. tonferenz. 13. Abt. Sonntag, den 23. Junt, Serrenpartie nach Neuenhagen- Strausberg. 83. bt. 2interfelbe. Gonntag, ben 25. Juni, 12 Uhr, Bromenadenkonzert in den Parkanlagen am Teltowkanal zum Besten der Kinderferienspiele unter Mitwirkung des Frauen und Mädchenchors sowie des Männerchors Einig teit", des Gefangvereins Liederhain Frohsinn" und der Lichterfelder Bläservereinigung. Allgemeine Beteiligung sowie das Mitbringen von Gästen und Kindern ist Pflicht. 86. Abt. Mariendorf. Der SPD.- Gängerchor Mariendorf veranstaltet am Sonn tag, ben 25. Juni, einen Familienausflug nach Heiligensee a. d. Havel. Treffpunkt frith 6 Uhr Chauffee, Ede Eifenacher Straße. Parteigenossen mit Familien willkommen. Für Nachaugler Treffpunkt Rest. Schweizerhof in Heiligensee. Treffpunkt früh 6.15 Uhr Bahnhof Buttligstraße. Sport. " Der Brotwucher ist das Ziel der Agrarier und ihrer Helfershelfer. Propagandadienste leistet ihnen dabei ihre Presse. Vor den Reichstagsum den Kampfpotal standen auf dem Rafen des Stadions die Süd- und Segnungen" des freien Handels vorgegaukelt, der Ueberfluß Fußball Süd gegen Norddeutschland 1: 10. Im Ausscheidungspiel wahlen von 1920 hat sie der verbrauchenden Bevölkerung Norddeutschen im barten Kampf gegenüber Beide Mannschaften stellten sich in Das Spiel war von Anfang an auf beiden Seiten flar und stelbewußt. Die aus verdanken wir dem freien Handel die jetzige Teuerung. Trotzderfelben Aufstellung, in der fie am Dienstag fiegreich waren, dem Schiedsrichter. und billige Nahrungsmittel bringen würde. In Wirklichkeit bem Norden konnten oft vor das Tor der Süddeutschen tragen und schufen gefäbrliche Situationen, die aber harmlos austiefen, da die Hamburger von einem schweren dem versucht dieselbe bürgerliche Presse von neuem, der BeSchußstech verfolgt waren. Flüffig lief das Spiel hin und her, bis die Süddeutschen völkerung Sand in die Augen zu streuen über die Folgen, die vermöge ihres engeren Zusammenhanges. etwas das Uebergewicht erhielten und fura vor Halbzeit aus einem Gewühle vor dem norddeutschen Tor in die Maschen fenden fonnten. Jäger hatte feine Mannschaft scharf in ber Sand und leitete eine Beseitigung der letzten Reste der Zwangswirtschaft das Spiel im Felde. Er leistete felbft Borzügliches und mar Meister im Tausche. Die zeitigen muß. Indem sie das erneute Umlageverfahren beSüddeutschen hielten sich nach Halbzeit mehr in der Hälfte der Nordmannschaft, die bas zaiche Tempo, das die Nürnberger anschlugen, nicht ganz durchhalten konnten. Kämpft, tritt die Mehrheit der bürgerlichen Blätter für den unDer Sturm der Norddeutschen war vor dem Nez der Gegner überaus gefährlich. beschränkten Brotwucher ein und sucht den städtischen VerDie Berteidigung war auf beiden Seiten von großer Schußsicherheit und rettete mit den Torwächtern manchen gefährlichen Augenblick. brauchern noch vorzureden, daß dieser Brotwucher ihr Heil sein würde. Fußball Westdeutschland- Berlin 2: 0. Berlin war auch biesmal wieder gegen Westdeutschland im Nachteil. Lafch im Spiel, ohne Angriffsfreudigkeit, ohne Zusammenhang fchoffen sie planlos den Gegnern den Ball auf die Füße. Die Gäste aus dem Westen waren flint, hatten blid, ben die Berliner verpaßten, vorzüglich ausnußte. Der Mittelstürmer Binder eine gute Sintermannschaft und einen gut eingespielten Sturm, der jeden Augenlief mit dem Ball durch die Gäuferreihen der Berliner bis vor die Berteidigung und gab zum Halbrechten Bücke eine Vorlage, die er annahm und mit einem un haltbaren Schuß das Leder in die Maschen sandte. Kurz nach dem folgenden Anstoß brachte Berlin bas Spiel in die Berteidigung der Weftdeutschen, die aber dem Sturm ben Ball abnahmen und den eigenen Säufern übergab. Einen langen Schuß zu Linte vermochte er drei Minuten nach dem ersten Tor wieder zu ver wandeln. Nach Salbzeit zerfielen die Berliner noch mehr, die sich auf ihren Torwert Schwedler und die Berteidigung verließen. Das überhebliche Spiel gegen bir Balten wurde von den besseren Westdeutschen gehörig in die Schranken zurück braucher sich wieder vor den Karren des großagrarischen gewiesen. * Süd- und Westdeutschland im Stadion statt. Beide Mannschaften find als Gieger Am heutigen Freitag findet das Endspiel um den Kampfpokal" zwischen die legten Gegner, die nach dem bisher Gezeigten vorzüglichen Sport versprechen. Das Nachspiel um die deutsche Meisterschart zwischen Hamburg H S. V. unb bem A. F. C. Nürnberg findet am 9. Juni in München- Gladbach statt. Rennen zu Nuhleben am Donnerstag, den 22. Juni. 1. Renne it. Für die Beibehaltung des Umlageverfahrens kämpft allein mit Entschiedenheit die sozialdemokra tische Presse. Der Kampf um billiges Brot kann daher nur erfolgreich geführt werden, wenn die sozialdemokratische Presse in die Hände aller Verbraucher, aller Arbeiter, Handwerker, Angestellten, Beamten usw. gelangt. Nur so kann verhindert werden, daß ein Teil der VerWucherinteresses spannen läßt. Wer die Verbilligung des Brotes haben will, der handelt im eigensten Interesse, wenn er für weiteste Verbreitung der sozialdemokratischen Presse sorgt und fönnen und wenn sie neben der Rente fein Einkommen( aus Arbeit,( Steinagel). Zot.: 18:10, L: 18, 16, 19: 10. Ferner liefen: Abler, neue Abonnenten für den Vorwärts" wirbt. Es erhalten monatlich a) wenn das sonstige Einkommen( ohne die Kapitalzinsen, Bensionen usw.) haben, das die jeweiligen Höchstsäße Salus I, Mocuna. Kronprinz I, Long Ernest, Gulyas, Gertrud Bingen, der Erwerbslosenunterſtüßung um mehr als die Hälfte übersteigt. Zukunft, Rorbfon 1, Ranibalgo II( Baade), 2. Diomedes( Lichtenfeld). Hauptgeschäftssteile des" Borwärts", Berlin SW. 68, LindenNordson I, Nanette I. Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die 2. Rennen. 1. 3. Ottomar( Herm. Schleusener). Zot.: 118: 10, L: 25, 17, 15:10. Bersorgungsgebührnisse) die jeweiligen Höchftfäße der Erwerbslosen her liefen: Fauit II, Blora Singen, Bingen fr., Sandstreich, Amorette, straße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins unterstügung nicht übersteigt: Leichtbeschädigte 360 M. und außer Rafael, Billy I, Favorita 2., Biene II, Gibelbert, Wilhelmina, Feuerball, ist der Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) Berner dem, wenn sie für Kinder zu sorgen haben, für jedes Kind einen Duasco( als 2. disqu., 80 Broz, der Blatwetten zurüd). Buschuß von 120 m., erwerbsfähige Witwen 320., b) wenn das Sonstige Einkommen( ohne die Versorgungsgebührniffe) die jeweiligen Höchstsäße der Erwerbslosenunterstüßung um nicht mehr als die Hälfte übersteigt: Leichtbeschädigte 180 m. und außerdem, wenn fie für Kinder zu sorgen haben, für jedes Kind einen Zuschuß von 60 m., erwerbsfähige Witwen 160 M. Die Teuerungszuschüsse tön nen auch Empfängern eines Uebergansgeldes und Empfängerinnen einer Witwenbeihilfe gewährt werden; sie werden durch die zu ständige Fürforgeftelle gezahlt. * 3. Rennen. 1. Zenie( öbne). 2. Guy Baron( Händlmeier), 3. Hartenfels( Frömming). Tot.: 392: 10. BI.: 69, 26, 33: 10. Ferner liefen: Flieger, Arche, Topinambur, Pique( disqu.). Schlips, Fibel, Fremdling, Mariechen H. Allertong, Cybina, Dr. Preßbourg, Cladium, Harald I, Clara I Dod, h. 3. Fafner 3.( Hans Saleufener). 4. Rennen. 1. Prinz Udbell( Ringius), 2. Carl Eugen( Strauß), Tot. 20:10, L: 13, 17, 20:10. Ferner liefen: Jeffries fr., Hochstapler, Bella Damson, Blaumeise, Florentiner. 5. Rennen. 1. Bärbel( Großmann), 2. Glüdsmädel( Neuenfeld), 3. Ciärchen M.( Wiesener). Tot.: 12:10, BL: 11, 12: 10. Ferner lief: Bring Studud. Der Magiftrat beabsichtigt, aus Anlaß der bevorstehenden 6. Rennen. 1. Beta Girl( Großmann), 2. Gerard A.( F. Schmidt), 40 Proz. Erhöhung des Ausgleichzuschusses den Ruhegeld. 8. Brachtmädel( Ringius). Tot.: 52:10, BL: 17, 14, 20:10. Ferner empfängern und Hinterbliebenen städtischer Beliefen: Belt, Drausgänger, Bufal, Gudrun II, Monarchist( disqu.), amten und Angestellten einen Borschuß zu gewähren, der tuja Dillon. beschleunigt festgefeßt und ausgezahlt werden soll. Erhöhung des Waffer- und Elektrizitätspreises. Der Magiftrat hat beschlossen, den Wasserpreis auf 3,50 M., den Preis bes elettrischen Lichtes auf 10 W. zu erhöhen. Es ist dabei über die Vorschläge der Werksdeputation hinausgegangen, um die feitdem neu hinzugetretenen Erhöhungen der Sohlenkosten und Frachten zu berücksichtigen. Der Stadtverordneten- Bersammlung werden sofort Dringlichkeitsvorlagen unterbreitet werden. 7. Rennen. 1. Angriff( Steinmagel), 2. Albatros( Ringius) 3. Manfreb( Nenenfeld). Zot.: 142: 10, B.: 81 ,, 20, 14:10. Ferner liesen: Matador I, Balfisch. Jupiter III, Weddigen. Stufertrud, Albanier, Maitäfer I, Dünaburg, Erboring, Barde, Dr. Chelsea. Anton, Brefusa. 8. Rennen 1. Abt. 1. Mofant( Schuller), 2. Findling( Fischer), 3. Bechneite( Ringius). Tot.: 156: 10, BL. 36, 61, 28: 10. Ferner liefen: Bilantriefe, Teddy Meg, Carino, Imperator, Miß Gregor, Eduard I, Pollur, Libelle V, Siegmund Silver. Wetter bis Sonnabend mittag. Ziemlich warm, nur zeitweise heiter, geringe Regenfälle, vielfach Gewitter, mäßige westliche Winde. Ich abonniere den Borwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der 14 tägig erscheinenden illustrierten Betlage Siedlung und Kleingarten" in Groß- Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name Wohnung: Dorn bei -Straße Nr.. Hof Quergeb.- Seitenfl.- Tr. links- rechts Braun für den Einheitsstaat. 11. Deutscher Gewerkschaftskongreß. Leipzig, 22. Juni.( Eigener Drahtbericht.) es genügt nicht, Rechte zu fordern, wir müssen auch diese Im weiteren Verlauf seiner Rede führte Ministerpräsident Braun in der gestrigen Landtagssigung aus: An dem gefunden, wahrhaft deutschen Sinn der rheinischen Bevölkerung werden alle Bestrebungen auf Loslösung diefer wertvollen Brovinz aus unserem Staatsgefüge scheitern. Diese Erkenntnis ist wertvoll, befonders in( Metallarbeiter) über die Gedanken des Wissenschaftlers und Ethikers an der Entwidlung mitzuarbeiten. Der lange und In der Debatte über das Referat Sinzheimers spricht Enderle Rechte erfüllen fönnen und den Mut und die Energie haben, diesen Tagen, wo sich der schmerzliche Att in dem großen Drama Oberschlesien vollzieht. Hunderttausende deutscher und stellt ihnen die Politik der Kommunisten gegenüber. zähe Wirtschaftskampf wird nur dann von Erfolg sein, wenn wir Boltsgenossen werden durch den Gewaltspruch von Genf durch die Umbreit begründet die Resolution des Bundesvorstandes und Wirtschaftsführer gewinnen und heranbilden. Wenn die endgültige Grenzziehung von Deutschland losgerissen. Ich wieder- des Bundesausschusses. Die Entschließung der Kommunisten ent- Träger des Klassenkampfgedankens fich hermetisch abschließen und hele nur, was ich am 10. November in meiner Regierungserklärung halte keinen Hauch von Kommunismus, sondern sei bereiten sie diesen nur eine Freude. Sehr oft ist diese Weigerung fich weigern, mit den Unternehmern an einem Tisch zu sizen, dann gesagt habe:" Der Machtspruch des Siegers fann wohl geographische elender Dilettantismus auf dem Gebiete des Arbeitsrechts. Die Gebilde zerreißen und neue Grenzsteine setzen, die geistige Aussprache, an der sich je ein Vertreter der Bäcker und Mufiter be- Unternehmern geistig gewachsen zu sein.( Widerspruch bei den Unauch der Ausbruch eines Mangels an Vertrauen, den und fulturelle Gemeinschaft eines Boltes aber fann er nicht zerreißen.( Lebhafte Zustimmung.) Diese Gemeinschaft teiligten, wird nach kurzer Dauer durch einen Schlußantrag bendet. abhängigen.) Gerade diejenigen, die fein Vertrauen in ihre eigene mit den jetzt unter polnische Herrschaft gelangten oberschlesischen Sinzheimer betont in seinem Schlußwort, seine Forderung nach Kraft haben, hätten alle Beranlassung, Leute heranzubilden, die sich Landsleuten zu wahren und zu pflegen, wird unsere einer einheitlichen Arbeitsbehörde bedeute nicht, daß die Ver- von den Unternehmern nicht an der Nase herumführen lassen.( Lebvornehmste Aufgabe sein.( Beifall.) Den Oberschlesiern waltung und Rechtsprechung in einer Person, wohl aber in einer hafter Beifall.) Nicht einzelne, sondern die ganze Arbeitercber, die jetzt wieder unter die deutsche und preußische Staatshoheit Behörde zusammengefaßt werden. Die Arbeitsbehörde folle die flaffe muß befähigt werden, den Klaffentampf zu führen. Die großen zurückkehren, entbiete ich von dieser Stelle ous meinen herzlichster lebendige Arbeitsgemeinschaft aller jener sein, die in der Arbeits- Probleme unferes Wirtschaftslebens können Gruß, mit dem ich aber die ernste Mahnung verbinde, in den verwaltung und Arbeitsrechtsprechung tätig sind. Das Mißtrauen ächsten Wochen und darüber hinaus falt Blut zu bewahren! gegen die Justiz und die Antipathie gegen den Blan, fie in die erledigt werden. Notwendig ist dazu die Mitarbeit aller, die im nicht auf dem Wege der Gesetzgebung allein Arbeitsrechtsprechung einzubeziehen, fei nicht unberechtigt. Es sei wirtschaftsleben stehen. Weil der Krieg die Möglichkeiten zur Ber ein Glück, daß das deutsche Voit sich in seiner Leidenschaft für die wirklichung unserer Ziele zum großen Teil vernichtet hat, haben wir Gerechtigkeit gegen jedes Unrecht auflehne. Wenn es anders wäre, ganz besonders die Pflicht, am Wiederaufbau mitzuarbeiten. würde es untergehen. Die Rechtsprechung erinnert den Redner daran, daß sie ihre Aufgaben nicht erfüllen kann, wenn fie nicht das Vertrauen des Volkes genießt. Die Auswüchse der Justiz könne man aber bannen, wenn man sie einglieder in das pulsierende Leben der fozialen Rechtsprechung. Dort fäme fie eher mit dem Bolte zufammen und lerne dort deffen Rechtsempfinden fennen. Den Komunisten erwidert Dr. Singheimer, daß man mit Macht allein feine Bofitit treiben könne. ( Beifall.) Bir dürfen uns durch agitatorische und hegerische Reden eines Korfanty oder sonstiger polnischer Agitatoren nicht hinreißen laffen. Die Grundlagen zu einem erträglichen Verhältnis zwischen den neuen Grenznachbarn sind in den abgeschlossenen Verträgen Der schnelle Erfah der Aufstandsschäden gefchaffen. ist auch der preußischen Regierung sehr erwünscht. Wir haben uns angelegen fein faffen, nach dieser Richtung auf die Reichsregierung einzuwirken. Soviel mir bekanntgeworden ist, befindet sich ein ent sprechendes Gefeh in Vorbereitung. Eine vorläufige Hife ist bereits geleistet worden; die Regierung ist auch bereit, Borschüsse zu leisten. Es kommt alles darauf an, daß das zerrissene und in den letzten Jahren schwer geplagte und geprüfte Oberschlesien end. lich zur völligen Ruhe fommt.( Beifall.) Die Bevölkerung wird am ehesten zur Ruhe kommen, wenn die Agitation, in Oberschlesien ein neues Staatsgebilde zu schaffen, sich weniger heftig in den Vordergrund drängt. Selbstverständlich kön nen die Oberschlefier innerhalb zwei Monaten nach Uebergang der Staatshoheit auf Preußen darüber abstimmen, wie sie ihr staatliches Leben gestalten wollen. Ich glaube aber, daß die Oberschle. fier einsehen werden, daß es in wirtschaftlichem und kulturellem Interesse des deutsch verbleibenden Teil Oberschlesiens liegt, Das ist Ludendorfferet. füllung der Verfassungsbestimmungen. In den verschiedensten BeIn bezug auf die Wirtschaftsräte fordert Redner die Erratungskörperschaften sind die verfassungsmäßigen Rechte der Urbeiter nicht gewahrt worden. Die Gewerkschaften dürfen teine Körperfchaft anerkennen, in der nicht der Grundsatz der parteilichen Gleichs berechtigung verwirklicht wurde. Die Arbeiter haben in dieser Beziehung schon allzuviel Geduld geübt. Die Forderung der gleichberechtigten Mitwirkung in den Kammern ist nur zu gerechtfertigt. Die Unternehmer treten jetzt für Arbeiterkammern ein, weil Wenn man die Macht hat, so fährt der Redner fort, muß man auch geht der Kampf um die Teilnahme der Arbeiter an der sie dann in ihren Kammern ungestörter arbeiten können. Heute wiffen, was man damit anfangen will. Unser Unglück war, daß Wirtschaftspolitit. Der Artikel 165 der Reichsverfassung wir auf die Machtergreifung geistig nicht vorbereitet bedeutet eine eroberte Stellung, die ausgebaut werden muß. Die waren, als am 9. November die rate Fahne hoch ging. Auf dem Wirtschaft ist nicht mehr Sache eines einzelnen, sondern Sache der Weg zur Macht liegt daher jede Bildung und Kulturarbeit. Ein Allgemeinheit. Grundfah foll sein, daß alle Wirtschaftsfragen feiner Beitrag zu der Frage, was fangen wir mit unserer Macht einer Industriegruppe in gemeinsamen Beratungen zwischen Arbeitan" ist auch die Ueberlegung über das Arbeitsrecht. Leider gab gebern und Arbeitnehmern geregelt werden. Nur über die pariuns der Kommunismus teine Zeit zum Nachdenken und keine Anta tätischen Kammern, aus denen auch die paritätischen Wirtschaftsräte wort auf die Frage, was wir tun sollen, wenn wir die Macht haben. hervorgehen müssen, führe der Weg zum Reichswirtschaftsrat. Wir Bollen wir den ungeheuren Apparat der kapitalistischen Gesellschaft müssen in die Hand bekommen, dann müssen wir immer daran denken, daß Macht allein uns dazu nicht in die Lage versetzt. eindringen in alle Madtpofitionen T Macht und Geist gehören zufammen! Das Schicksal der deutschen Arbeiterschaft fordert, daß Sie das nicht gangen werden kann.( Lebhafter Beifall.) außer acht lassen.( Stürmischer Beifall.) Darauf tritt der Kongreß in die Mittagspause ein. Nachmittagsfihung. des Unternehmertums, und darum die Forderung nach voller Gleichberechtigung. Das ist eine notwendige Zwischenstufe, die nicht überAls Korreferent erhält Simon( Schuhmacher) das Wort. Er fagt: Der Wortlaut der Reichsverfassung ist nicht ausschlaggebend, sondern die wirtschaftlichen Machtverhältnisse. Se mehr wir uns vom November 1918 entfernen, desto mehr werden die Errungenschaften der Revolution abgebaut, desto mehr gewinnt ein Bestandteil des großen preußischen Staates zu bleiben und daß das Bestreben, an der gefährdeten Grenze einen neuen Staat zu schaffen, nicht nur zum Schaden Preußens, und des Reiches, sondern am nachhaltigsten zum Schaden Oberschlesiens und seiner Wirtschaft wird.( Sehr wahr!) Berechtigte Wünsche der Oberschlesier follen befriedigt werden, insbesondere auch durch das Gesez über die Provinzialautonomie, das demnächst dem Hause vorgelegt werden wird. Die idealste Lösung sehe ich in der Verwirklichung des deutschen Einheitsstaates. Wie die Dinge aber heute liegen, wäre es der allergrößte Fehler, das größte Staatsgefüge jetzt zerschlagen zu wollen, um zu einer Einheit des Reiches zu fommen.( Sehr richtig!) Bisher ist es im wesentlichen gelungen, eine geschlossenes Auftreten der preußischen Stimmen im Reichsrat herbeizuführen. Neuerdings ist Ein Zufazantrag zur Entschließung des Bundesvorstandes und aber in einer politisch nicht ganz unwichtigen, wirtschaftlich fogar Ausschusses, in dem gefordert wird, daß mit allen gewerkschaftlichen der Kapitalismus an Einfluß. Die Gleichberechtigung, die den sehr bedeutenden Frage ein Auseinanderfallen der Mitteln die Durchführung der Schlichtungsordnung verweigert Arbeitern gegeben wurde, ist nur formal. Ein Beispiel dafür ist preußischen Stimmer im Reichsrat zutage getreten.( Beb werden muß, wird in namentlicher Abstimmung abgelehnt. die Vorlage der neuen Schlichtungsordnung, die den lebhaften Beihaftes Hört! Hört!) Dadurch, daß man die selbständige Provinzial. Die Resolution des Bundesausschusses mit der Aenderung, daß vertretung für den Reichsrat geschaffen hat, hat man den Einfluß Heberarbeit nur in besonderen Ausnahmefällen zu Preußens im Reichsrat noch mehr geschwächt, als es ohnehin schon durch die Reichsverfassung geschwächt worden war.( Lebhaftes lässig sein soll und daß an den Beschlüssen des Kongresses von Rom Sehr richtig!) Es fann jekt dahin kommen, daß auch in wichtigen in bezug auf das Arbeitsrecht und den Achtstundentag festgehal. Fragen die preußischen Stimmen dadurch, daß sie sich ten wird, wird angenommen. Desgleichen werden zwei Anträge aufheben, volkommen ausgeschaltet werden.( Lebh. der Eisenbahner angenommen, die Geltung des Grundsages fein Hört! hört!) Roalitionsrecht ohne Streifre ch t" auch für die Beamten des Reiches anzuerkennen. Dann spricht der Kongreß den Textilarbeitern, die bereit stehen, den Anschlag der Unternehmer auf die 46- StundenWoche abzuwehren, seine Sympathien aus. fall der Rechtsparteien gefunden hat. Die Arbeitsgemeinschaften stehen auf dem Boden des Ausgleichs der Interessengegenfäße. Sobald es gilt, je etwas im Interesse der Arbeiter zu tun, vertagen die Arbeitsgemeinschaften. Wissell sprach auch sehr viel von der Gleichberechtigung in den Wirtschaftsräten, die in der paritätischen Susammenfegung und darin zum Ausdrud kommen, daß die Räte Gutachten abgeben fönnen. Das ist ein Irrtum. Die Unternehmer haben nicht die gleiche Zahl unserer Vertreter gegenüber, sondern Hirsch- Dunckersche, Neutrale und Verbraucher. Die Verbraucher vertreten aber zumeist Unternehmerinteressen. Ein paritätifches Gutachten ist bald ein schlechtes Kompromiß. In reinen Arbeiter- und Unternehmerkammern tönnen wir unsere Gutachten so abgeben, wie wir es wollen. Dann Das führt nicht zu einer Bereinheitlichung des Reiches, sondern sicherlich zu einer noch viel größeren Zerrissenheit und Un flarheit als bisher.( 3uftimmung.) Ich werde mich weiterhin für ein geschloffenes Auftreten der preußischen Stimmen im Reichsrat Alsdann ergreift Genosse Wissell das Wort zu seinem Referat bemühen und hoffe, daß sich die Provinzialvertreter den großen über Arbeitsgemeinschaften und Wirtschaftsräte. Wissell führt u. a. Staatsnotwendigkeiten unterordnen werden. aus: Wir stehen erst am Anfang der wirtschaftlichen Neuordnung. Es ist bisher gelungen, die vier Koalitionsparteien, die nach Wir schaffen jetzt die erste Etappe auf einem Wege, von dem haben unsere Vertreter im Reichstag einen günftigeren Stand. Schon ihrer Beltanschauung und ihrer politischen und wirtschaftlichen wir noch nicht wiffen, ob er im Sozialismus mündet. Unser Ziel hue hat in Köln reine Arbeiterkammern verlangt. Die Gründe, die Einstellung ganz verschieden sind, doch zu einem gedeihlichen 3u ist, einen Wirtschaftszustand zu schaffen, in dem keine Arbeits- er damals dafür ins Feld führte, find auch heute noch ausschlagsammenarbeiten zusammenzuhalten. Daß vole Gleichbe= rechtigung aller Roalitionsparteien, insbesonder raft gekauft, tein Sohn gezahlt und fein Profit gebend. Bei Berhandlungen mit den Unternehmern hat der auf dem Gebiete der Personalpolitik bestehen muß, unterliegt feinem gemacht wird. Der Arbeiter muß Herr seiner Arbeitsarbeitervertreter die Macht hinter sich, die ihm seine Organi3weifel. Naturgemäß sind die linksstehenden Parteien heute raft, Herr des Arbeitsprozesses und Herr des fation verleiht. In der Arbeitsgemeinschaft fommt aber nicht weniger in der Verwaltung durch Beamte vertreten, als die der Arbeitsergebnisses sein. Neben den alten Aufgaben der diese Macht, sondern die Ueberlegenheit des Kapitals zum Ausdruck. Rechten. Die Deutsche Boltspartei steht, was die Zahl Gewerkschaften sind neue erstanden. Sie erfordern von uns Wir finden nicht nur eine starte Vermehrung, sondern auch eine der Beamten und auch die Zahl der Anwärter anlangt, zweife:= unerhörte Festigung des Kapitals. Wie glaubt man in der Arbeitslos besser da, als die mehr linksstehenden Parteien, die unter Erfahrungen, die wir nicht besitzen, gemeinschaft die Sozialisierung herbeizuführen? Di: Arbeitsgemeindem jüheren System nicht nur von der Besetzung der Stellen, son- weil wir vor dem Kriege nicht über sozialpolitische Aufgaben hinaus schaft als eine Borstufe des Sozialismus zu bezeichnen, ist absurd. dern auch von der Karriere ferngehalten wurden.( Sehr richtig! gegangen sind. Die Not der Zeit hat die Erkenntis gebracht, daß Eine ganze Reihe von Organisationen sind nicht in der Arbeitsb. d. Soz.) Ich habe oft den Eindruck, daß eine gewisse politi. der Wiederaufbau die Kräfte der Arbeiterschaft nicht entbehren kann. gemeinschaft vertreten. Diese sind daher nur ein Torso. Unsere fiche Mimikry in der Weise Platz gegriffen hat, daß deutsch- Das hat den Arbeiter zum gleichberechtigten Subjekt der Gewerkschaftsmitglieder sind noch nicht alle Sozialisten. Sie können nationale Beamte die volksparteiliche Schußfärbung Wirtschaft hinaufgehoben. annehmen, um sich in ihrer Stellung zu halten oder in leitende bei der Politik der Arbeitsgemeinschaften zu dem Glauben kommen, Stellungen zu kommen.( Seiterfeit.) Das liegt nicht im Intereffe Argumente geltend gemacht, die Gegen die Arbeitsgemeinschaften werden heute dieselben die Harmonie nach Hirsch- Dunder sei das Mittel, ihre wirtschaftliche der Deutschen Volkspartei und dient auch nicht der Koalition. Ich man vor zwanzig Jahren Befreiung zu erlangen.( Lebhafter Beifall bei den Unabhängigen.) bitte daher die Volkspartei, darauf ein machfames Auge zu haben. gegen die Tarifverträge. ins Feld führte. Der tiefere Sinn Nach einer energischen Zurückweifung der Berichterstattung der Die Koalition ist feine Gesinnungsgemeinschaft, sondern lediglich der Wirtschaftsgemeinschaft ist, die Arbeiter afs Gleich Leipziger Bolkszeitung" durch die Kongreßleitung werden die Bereine Arbeitsgemeinschaft, die aus der Not des Bater- berechtigte an der Wirtschaftsgestaltung zu beteiligen. Aber handlungen auf Freitag vormittags 8 Uhr vertagt. landes geboren ist. In ehrlicher Arbeitsgemeinschaft wird es gelingen, an dem Wiederaufbau unseres schwer daniederliegenden Vaterlandes zu arbeiten. handelt worden ist, um diesen Selbstschutz zum Kampfe gegen die beeinflussen. Das Jahr 1919 wurde unter dem Einfluß der wirtAbg. Schulz- Neukölln( Romm.) verlangt Beseitigung der preu- Regierung zu veranlassen. Den Hamburger Wünschen wollen wir schaftlichen und politischen Verhältnisse für den Verband das Rekordjahr Bischen Bertretungen in München und Dresden. so weit entgegenkommen, als es sich um den Ausbau des Hafens des Mitgliederausschwungs. Von 10616 stieg die Mitgliederzahl auf Abg. Dr. Schwering( 3.) gibt eine Erklärung feiner Fraktion und um die Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit handelt. ab, in der Stellung genommen wird gegen das uns aufgezwungene 20 255. Insbesondere die Arbeiterinnen strömten dem Verbande zu, Bekenntnis der Alleinschuld, das das Fundament des Versailler behauptet wird, daß Deutschland den Krieg gewollt habe. Den mehr als zu Anfang des Jahres. In der Huipusbranche, aus der Abg. Heilmann( Soz.): Wir bekämpfen die Schuldlüge, wenn und Ende 1919 waren 18 354 Hutarbeiterinnen organisiert, 6384 Friedensvertrages bilbe. Abg. Rippel( Dnat.): Die Worte von der Regierung sind er caré hatte Kriegsziele, beror etwas über Deutschlands Kriegs- 30 bis 40 M. noch zu Anfang des Jahres 1919 feine Seltenheit. Gegnern war die Kriegsschuld" nur Mittel zum Zwed. Poin- der stärkste Zustrom erfolgte, waren aber auch Monatslöhne von freulich. Ein starkes unversehrtes Preußen ist der alleinige Hort für schuld verlautete. Zweifellos hat Eisner schwere Fehler begangen, Nun fette natürlich eine Aera der Lohn- und zugleich Tarifpolitik Ruhe und Ordnung und das alleinige Rückgrat des deutschen Boltes. aber er hat es in ehrlichem Glauben getan. Die Gegner werden dem ein, die dann die Grundlage für eine durch Kämpfe in den letzten Abg. Dr. Preuß( Dem.): Das preußische Problem fäßt sich nicht Fechenbach- Urteil wenig Wert beilegen. Die Revolution mußte Jahren erzielte weitere Hebung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse lösen, folange die fremde Belazung im Rheinlande steht. So lange fommen infolge der Tätigkeit eines unfähigen Monarchen. Wir abgaben. Das Jahr 1920 brachte für den Verband eine neue Zudie Außengrenzen des Reiches bedroht sind, so lange ist unsere mollen einen möglichst einmütigen Beschluß herbeiführen, wir bean- nahme von 2951 Mitgliedern. Aus der Sprunghaftigkeit war eine Politik auf ein einheitliches Reichsganze zu richten. Ministerpräsident Braun: Es ist behauptet worden, Kleine Anfragen deshalb, in dem deutschnationalen Antrage zu sagen, daß Ministerpräsident Braun: Es ist behauptet worden, Kleine An- Deutschland den Krieg nicht allein und absichtlich" ver- wiederum um 4202. Unter den am Schluß dieses Jahres vor1921 stieg die Mitgliederzahl fragen sind von der Regierung erst sehr spät und ungenügend be- schuldet habe.( Beifall links.) antwortet, wenn sie aus Kreisen außerhalb der Koalition herrühren. vorhandenen 27 408 Mitgliedern befanden sich 8753 männliche, 12 655 weibliche. Es werden in dieser Beziehung absolut teine Parteiunterschiede ge- auf Freitag 11 Uhr vertagt. Schluß nach ¼6 Uhr. Nach Ausführungen weiterer Redner wird die Weiterberatung macht. Mit der nachträglichen Verleihung des Eisernen Kreuzes muß Schluß gemacht werden. Deutscher Hutarbeiterverband. Zur 13. Generalversammlung. größere Stabilität geworden. Die vielen Lohnbewegungen des Verbandes waren fast in allen Fällen gleichbedeutend mit Zarifverhandlungen. Keine Branche des Tarife ist mehr ohne zentralen Tarif. Die Verhältnisse Es muß da bei dem ergangenen Erfaß verbleiben. Wenn gefagt der legten Zeit bringen es aber mit sich, daß manche Tarifabmachungen, fanm daß sie zustande famen, wieder gekündigt werden wurde, eine wahrhaft demokratisch orientierte Regierung dürfe nicht mit Beamten und Angestelltenorganisationen müffen, um neue Lohnforderungen zu erheben. Gegen die zentralen Lohnabmachungen besteht in manchen Branchen oder Orten verhandeln, so scheint es uns gerade dem demokratischen Gedanken Jm Breslauer Gewerkschaftshaufe tagt am 26. Juni und fol eine Gegenströmung, dazu wird die Generalversammlung Stellung zu entsprechen, wenn die Regierung bei der Borbereitung der Gesetze gende Tage die 13. ordentliche Generalversammlung des Deutschen nehmen. mit den großen Organisationen in Fühlung tritt; was den landwirt- utarbeiterverbandes. Er wird sich besonders mit der VerDer Hauptkaffenbestand des Verbandes betrug Ende 1921 schaftlichen und Hausbesikerverbänden recht ist, ist den Beamten- fchmelzungsfrage befaffen. Qulegt hat eine Urabstimmung im De- 1 886 450 M. gegen 605 881 M. am Jabresanfang und 198 073 M. und Arbeiterorganisationen billig. Ein Gegenfaz zwischen meiner gember 1920 mit 6654 gegen 4628 Stimmen die Verschmelzung mit zu Anfang 1919. So günstig dieser Kaffengang erscheinen mag Mahnung an die Oberschlesier und dem Verhalten zu den Selbst dem Bekleidungsarbeiterverband abgelehnt. er ist zu bewerten mit Rüdsicht auf den Tiefstand der Mart. Daschugvereinen besteht nicht. Kürzlich hat ein früherer Kom- Der Hutarbeiterverband stärkte sich seit seiner legten General- nach wird der Verbandstag auch die Bemessung der Beiträge zu bemunist öffentlich erklärt, daß im Auftrage der Kommunistischen versammlung sehr wesentlich und vermochte so auch die 2ohn urteilen haben. Wir werden über die Verhandlungen am Schluß Bartei mit zwei der schärfften Organisationen des Selbstschutzes ver- lverhältnisse im Beruf viel mehr als früher aul zusammenfassend berichten. Sozialistische Kulturarbeiten. en Theater der Urania und im Hörfaal der Treptow- Sternwarte, baran arbeiten, daß wir bei allen Veranſtaltungen ein ebenfo hohes In wenigen Wochen beginnt der Bezirksbildungsausschuß GroßBerlin feine Arbeiten für das neue Geschäftsjahr 1922/23. Um allen Barteigenossen ein Bild von der Tätigkeit der Kulturstelle der Ber. liner Parteiorganisation au zeigen, geben wir einem Sachkundigen das Wort. Der bedeutendste Erfolg unserer Arbeiten liegt darin, daß es uns gelungen ist, nach und nach eine Gemeinschaft in unseren Reihen heranzubilden, die ernst mit wahrhaft innerer Freude an unseren Veranstaltungen teilnimmt, die in der Kunst seelische Erhebung und Steigerung ihrer Kraft findet, um so gestärkt in der wissenschaftlichen Denfarbeit nach Klarheit und Erkenntnis zu suchen. So waren wir mit gutem Erfolge bestrebt, rüftig mitzuarbeiten an der Berbreitung theoretischer Aufklärung, um unsere Genossen in den Stand zu sehen, in der verwirrenden Mannigfaltigkeit der Aufgaben, die zurzeit Lösung von den Arbeitern erheischen, fich zweckmäßig zu orientieren. Wir werden die große Verantwortung, mit der uns die Zeit belastet, nur tragen fönnen, wenn wir unablässig an uns selbst arbeiten. Die Gegenwart und Zukunft fordert von uns höchstes Können und Verstehen. Beides ist nur zu erreichen durch ernstes, tief schürfendes Arbeiten, wer es anders meint, irrt, ist ein Demagoge oder Heuchler, ein radikaler Phrasendrescher, aber kein Revolutionär. „ Der Zigeunerbaron." Das Hoffonzert." Der Evangelimann." Die Entführung aus dem Serail." Die verkaufte Braut." Orpheus in der Unterwelt." Don Juan." vorwärts Kassenpatient und Privatpatient. Der Hauptvorstand deutscher Ortskrantenfassen, Dresden, schreibt dem Sozialdemokratischen Parlamentsdienst": tann. Nicht mehr die Qualität der ärztlichen Leistung ist ausschlaggebend für die Bemessung des Honorars, sondern die Menge der Berrichtungen, die der Arzt macht. Jeder Arzt hat also ein Interesse daran, möglichst viel Patienten zu bekommen, sich aber mit feinem allzu lange aufzuhalten. Gedankenlose Verschreibungen von Arzneien und oft ganz wertloser Stärkungsmittel muß die Mängel der Behandlung ausgleichen. Die Folgen sind Einbuße an gesundheitlicher Volkskraft, steigendes Mißtrauen gegen die Aerzte belehrende Einzelvorträge. 20 Bichtbildervorträge im wiffenfchaft Wir wollen wieder afle gemeinsam mit unserer ganzen Kraft lichen Borträge mit Führungen durch den Botanischen Garten usw. Niveau erreichen, wie im Vorjahr. Tief durchdrungen von der Eine sorgfältig ausgewählte Bibliothet von über 5000 Ueberzeugung, daß Kultur nicht Friede, Ruhe und Stillstand ist, Bänden, welche Werke aus all den in der Schule behandelten Wissens- sondern immerwährender Kampf. Das Herrlichste im Leben ist der gebieten umfaßt, steht den Mitgliedern der Schule und der Partei Kampf der Geister. Indem wir alle vereint einem großen Ziele gegen eine mäßige Gebühr zur Verfügung. zustreben, schaffen wir am Bau einer neuen Gemeinschaft, und jeder Die musikalischen Veranstaltungen des verfloffenen Kamerad und Genosse, der mit selbstloser Hingabe für die Gesamtheit Jahres waren sehr erfolgreich. Wir gaben 29 Kammermusikabende wirkt und schafft, der erringt Persönlichkeit und höchstes Glück. intimerer Art. Jede solcher Veranstaltungen eröffneten wir durch Hinan einleitende Worte und auch die einzelnen Teile des Programms hinan! wurden durch mündliche Erläuterungen miteinander verbunden. Auch im jezigen Geschäftsjahr werden wir auf diesem Wege vorwärtsschreiten, um unseren Anhängern immer mehr und mehr das Verständnis für so hochwertige musikalische Darbietungen zu er öffnen, wie es unsere Festkonzerte in der Berliner Phil Die Klagen über die schlechte ärztliche Bersorgung der Krankenharmonie find. Wir haben diesmal wieder erste Dirigenten und fassen wollen nicht wieder verstummen. Auch von den Aerzten wird Solisten verpflichtet. Darunter Gustav Brecher, Dr. Kurt Singer, zugegeben, daß die Behandlung der Kassenpatienten nicht so ist wie Professor Karl Thiel, Dr. Jofl, Professor Walter Fischer und Pro- sie sein sollte. Die Gründe dafür sind klar. Die Kassen sind gesetzlich fessor Karl Klingler, Frau Hopf, Konzertmeister Lambinon u. a. verpflichtet, durch Verträge mit den Aerzten die ärztliche Hilfe für Außerdem wirten mit das Philharmonische und das Blüthner- ihre Mitglieder sicherzustellen. Die Honorarzahlung ist von den Orchester, die Madrigal- Bereinigung und der Berliner Aerzte- Chor. So sind alle Voraussetzungen erfüllt, um diese Konzerte zu wahrhaft Patienten auf die Kaffe übergegangen. Diese Tatsache hat im Verein festlichen Erlebnissen für alle Teilnehmer zu gestalten. Hinzu kommen mit der Ueberfüllung des ärztlichen Berufes zu BerDas ist der tiefe Sinn der Revolution, daß sie uns inneres 7 Gonntagsnachmittagsvorstellungen im Deut. hältnissen geführt, die man getroft als ueberarztung" bezeichnen Erlebnis geworden sein muß, aus dem die Kraft entspringt, Staatschen Opernhaus. Es werden aufgeführt: und Wirtschaft umzuformen nach dem Bilde des Sozialismus. Jeder und jede von uns müssen den hohen Wert der Erziehungsarbeit erPennen und begreifen, daß der Emanzipationsfampf der Arbeiterklasse neben dem wirtschaftlichen und politischen Ringen auch ein ebenso energisches, geistiges Kämpfen sein muß. Dieser Gedanke leuchtete schon an der Wiege der deutschen Arbeiterbewegung auf. Was da mals schwach zu leuchten begann, hat sich heute zu einer mächtigen, Wärme und Leben spendenden Glut entfacht. Die Geschichte der modernen Arbeiterbewegung, das immer tiefer eindringende Ver- Der Pflege der Literatur werden wir in diesem Jahre und schließlich Berschwendung von Rassenmitteln, die besser angelegt ftändnis für den Sozialismus in die Massen legen in glänzender wieder besondere Aufmerksamkeit schenken. Für eine Reihe von werden fönnten. Die Krantenversicherung, die einzige Weise Zeugnis dafür ab. Dieser Optimismus kann auch nicht gevier Wortfunftabenden( Boltsdichtung aus alter Beit trübt werden durch einzelne häßliche Erscheinungen der Gegenwart. helden und Märchenträumen Meisterwerte erzählender Runst- Das beweisen die Berichte der Kaffen aus dem letzten Jahre. Aus Bon Sagen Hilfe des Arbeiters im Krankheitsfalle, ist in schwerer Not Rüdschauend das Ganze im Zusammenhang betrachtet, offenbart fich Soziale Dichtung) haben wir Herrn Dr. Erich Drach von der Ber: dürren Zahlen ergibt sich, daß die Rücklagen bei den meisten Rassen uns ein glänzender Aufstieg, und diese Tendenz der Entwicklung liner Universität gewonnen. Sie sollen zeigen, daß Dichtung nicht in unseren Reihen gibt uns die Kraft, weiterzubauen an einer Zu- ursprünglich das Werf eines einzelnen ist, sondern daß ihr lebendiger aufgezehrt sind, daß die Kaffen Darlehen aufnehmen mußten, kunft, die schöner sein wird als die Gegenwart. Mit welchen Mitteln Quell in der freien Schöpfung des ganzen Boltes sprudelt. In der zu deren Deckungen die Leistungen herabgesetzt und die Beiträge erwir uns an der Erziehungsarbeit in diesem Sinne im Berichtsjahr Spinnstube, auf der Jagd und der Wanderschaft in fröhlichen Feier- höht wurden. Wichtige gesundheitsfördernde Maßnahmen mußten beteiligt haben, sei furz geschildert. abendstunden. Die Burschen und Mädchen, die Jungen und die unterbleiben. Hier gibt es auch nach Auffassung vieler Aerzte nur In der" Sozialistischen Bildungsschule veran Alten mit ihren Liedern, Erzählungen und Schnurren von Liebe eine Rettung. Der Kassenpatient muß zu dem Arzt in das gleiche ftalteten wir 8 Arbeitsgemeinschaften und 22 Bortragsreihen, in und Leid, Freude und Schmerz, Heldentaten und Geiftersput, aus all Berhältnis wie ein Privatpatient fommen. Die Kassenmitwelchen die wichtigsten Gebiete der Gesellschaftswissenschaften be- dem, was das Volk erfonnen und fabulierte, formten die Dichter glieder müssen durch ihre Vertreter im Ausschuß und Vorstand selbst handelt wurden. Die Statistik weist 1114 Teilnehmer aus, im Steine für ihren fünstlerischen Bau. Immer schöpft die echte Dich bestimmen können, ob die Kasse Verträge mit Aerzten und Apothekern Berhältnis zur Zahl der Mitglieder unserer Partei in Berlin eine tung Kraft und Leben aus den Freuden und Leiden des Bolkes geringe Beteiligurg. Hier spielen die verschiedensten Umstände ihrer Zeit. schließen soll oder ob es dem Kranten überlassen bleibt, den Arzt eine Rolle. Die beflagenswerten Ernährungs- und Wohn- Wie in längst vergangenen Tagen, so in der Gegenwart, wenn als Privatpatient aufzusuchen und sich die Kosten für die Krankenverhältnisse lähmen die geistige Energie und stören die Besinnlichkeit. Pflege einschließlich Arznei nach dem Verhältnis der geleisteten BeiDie Schar der nach des Tages Arbeit geistig Ringenden, die im träge von der Kaffe erstatten zu lassen. Greift diese Regelung Platz, Verhältnis zur Gesamtheit immer nicht sehr groß war, wird nicht dann werden die Klagen über die schlechte ärztliche Behandlung von zusammengeführt an einer Stätte geistiger Arbeit, sondern Werbeselbst aufhören, dann wird es auch möglich sein, wieder Kassenmittel fchriften und Rufer der verschiedensten Schulen locken sie und schaffen Trennung, wo Zusammenführen, materiell und ideell, von höchstem für andere dringende Zwecke freizustellen, z. B. für eine Erhöhung Nuzen wäre. Wer objektiv diese Dinge betrachtet, fann nur zu dem Durch insgesamt 34 Sonntagsnachmittagspor- des jetzt durchaus unzureichenden Krankengeldes und für die dringend Ergebnis kommen, an Stelle der Bielgestaltigkeit mit allen Kräften stellungen, 6 im„ Schiller- Theater" und 28 im Neuen Theater notwendige allgemeine Einführung der Familientranten= eine Einheit anzuftreben. Eine Volkshochschule, in der für die am 300" werden wir unsere literarischen Unternehmungen abpflege. Anhänger aller politischen Richtungen und Weltanschauungen schließen. Noch in diesem Jahre führen wir auf: Raum vorhanden ist, in der alle ohne Unterschied Träger des bisher Errungenen und Schöpfer neuer höherer Kulturwerte sein können. Der Stoffplan unserer Schule enthält für das nächst e Jahr 36 Vorlesungen, 10 Arbeitsgemeinschaften und 26 Vortragsreihen. Daneben veranstalten wir noch, wie im verflossenen Jahre, die Arbeiterdichter Barthel, Bröger, Engelte und Behold, wenn Arno Holz, Toller und andere durch ihre Werke zu uns fprechen, der brausende Sang der Städte, der Rhythmus der Räder und Riemen, das tiefe Sehnen nach Freiheit und Glanz erfüllt uns singend und flingend und bringt uns Freude und Erhebung. Göz von Berlichingen" von Goethe, Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann, Rosmersholm" von Ibsen, Gnges und fein Ring" von Hebbel, Anatol", 4 Einafter, von Schnitzler. XI. Warum gerade Maffary Delft? Die am nachhaltigften überzeugende Antwort gibt sie felbft. Deshalb fordern wir immer wieder zu einem Verfuch auf. Maffary Delft, edel wie der Name. KON ZINON Verkäufe Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Arbeiter- Wanderverein Berlin. Tour am 24. Juni: Gonnenwendfeier. AB fahrt 3.57, 6.27 Uhr Görl. Bhf. nach Töpchin. Der Berein der Naturfreunde von Baumwerder veranstaltet am tommen ben Gonnabend, den 24. Juni, im Restaurant Blumeshof in Saatwinkel( Tegeler See) seine Besprechung abends 9 Uhr. Bettwäsche billig! Bettbezüge 126.-, 195, 275.-, Riffen 34. Bettlaken 86. Stellenangebote 96/16 an. Prima Ueberschlaglaken Hilfsmonteur für Lichtleitungen sucht Sibirischer Kreuzfuchs, selten schön, 375.-. Federdichte Inletts, prima 575, prachtvoller Silberfuchs 750, außer Wäscheftoffe, Dimiti, Damast, Hand- F. Buzke, Brandenburgstraße 75.[ 14565 dem Gilberwolf, Blaufuchs, 8obelfuchs tücher enorm billig. Angestaubte Reise- Dreher- und Formerlehrlinge verlangt billig verkäuflich. Goldmann, Alegan- muster unter Preis. 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