Nr.294 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 147 Bezugspreis: Bierteljährl. 150.-, monatl. 50,-90 frei ins Haus, voraus zahlbar. Postbezug: Monatlich 50,-, einschl. Zu ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar it Memel nebtet, sowie Desterreich u. Luxemburg 84.-., für das übrige Ausland 102, M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowatet und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Beit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage„ Giedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adreffe: Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblaff 1,50 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Toftet 16,-.-- Reklamezeile 80,- m. KleineAnzeigen" das fettgedruckte Wort 4,- 2.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 3,- M. Stellengesuche und Schlaf. 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Hoffmann diefer Aufforderung gestern nach fiebenstündiger, teilweise stark erregter Sigung die Anwesenden, die alten Farben Schwarz- Weiß- Rot folgt, bricht auf den letzten Bänken der Rechten großer Lärm um 9 Uhr abends mit der Annahme der Regierungsvorlage hochzuhalten und in ihrem Sinn und Geist die heranwachsende aus. Minutenlang erregte Rufe zwischen rechts und lints. über das Wiesbadener Abkommen und die dazu gehörigen Feier teilgenommen, darunter auch der Kommandeur der Rufe gegen den Redner gerichtet worden. Nachdem Abg. Dr. Helffe Jugend zu erziehen. Angehörige der Reichswehr hatten an der Präsident Löbe erklärt: Es sind jetzt viele unparlamentarische Vereinbarungen. Mißtrauensvoten waren überhaupt nicht ge- teichswehr in Bayern, General von Moehl. Ihren Höhe rich aber selbst Worte gebraucht hat, wie Schamlofigkeit"," Dumme stellt. So erftritt die Regierung einen mühelosen Erfolg. Sie punkt hätten die Kundgebungen in einem Feftzug erreicht, der in Frage", Schämen Sie sich!", war ich nicht in der Lage, die Zwischenverdankt ihn einer linken großen Koalition", die hier vor der Kaserne der Reichswehr auf dem Marsfeld aufgestellt wurde. rufer zur Ordnung zu rufen. Der Präsident ersucht die Abgeordneten, übergehend in Erscheinung trat, dem Zusammenstimmen von U. a. nahmen daran teil Kronprinz Ruprecht und mehrere ihre Bläge einzunehmen, und ruft den Abg. Höllein( Komm.) für Zentrum, Demokraten, Sozialdemokraten und un- Prinzen. An der Ettstraße habe der Kronprinz den Vorbei- einen weiteren Zwischenruf zur Ordnung. abhängigen. marsch abgenommen. Der Schwerpunkt der politischen Entscheidung lag indes und liegt im Boltswirtschaftlichen Ausschuß, der heute vormittag, ohne daß bisher Aussichten auf ein poli tives Ergebnis vorhanden sind, die Beratung der Getreide umlage fortsetzt. Abg. Helfferich( fortfahrend): Eine deutsche Regierung, die ohne Ein Vertreter des Wehrministeriums erwidert: Die Reden des Ermächtigung des Reichstages wesentliche Bestandteile der deutschen Generals Schoch und des Oberst Brieser wurden nicht bei der Ge- Souveränität veräußert, gehört vor den Staatsgerichtshof. denkfeier gehalten, sondern bei einem Festabend am Tage vorher,( Rufe links:„ Das ist die Frucht Ihrer verbrecherischen Kriegspolitik!" an dem weder Wehrfreistommandeur, noch eine Abordnung der werden von der Rechten mit Verwünschungen gegen die ZwischenReichswehr teilgenommen hat. Die Zusammenstellung des Fest- rufer beantwortet. Es gibt wieder einen großen Lärm, der sich erst zuges erfolgte nicht in einer Kaserne der Reichswehr, sondern in nach Minuten legt.) Die Grenzen der deutschen Erfüllungspolitik Die Interpellationsdebatte begann gestern mit einer Rede einer ehemaligen Kaserne, die schon längst an Zivilbehörden abge- find jetzt erreicht und überschritten.( Abg. Stampfer:" Nun machen Helfferichs, der seine Blamage im Auswärtigen Ausschuß geben und nur von solchen bewohnt war. Die dienstliche Teil Sie doch endlich einen positiven Vorschlag!") Den Feinden muß gezugestand, indem er erklärte, er habe die Gewohnheit, aufnahme einer Kompagnie der Reichswehr an der Er zeigt werden, daß es in Deutschland noch Männer gibt.( Beifall dumme Fragen dumme Antworten zu geben. Die innerungsfeier anläßlich der Enthüllung einer Bedenktafel rechts, ironische Hurrarufe links.) für die Gefallenen des früheren banerischen Ersten InfanterieFragen Rathenaus und Stampfers, was sich Helfferich als Er- Regiments in der St. Michaelskirche zu München war vom Reichs- Rhein und am Saargebiet ist ein Bruch des Völkerrechts. Abg. Stöder( Komm.): Die Behandlung der Bevölkerung am gebnis seiner Politik vorstelle, waren vielleicht gar nicht dumm, wehrminister genehmigt worden.( hört! hört! links.) Bei dieser fondern flug. Daß die Antwort Helfferichs dumm war, ist Feier waren auch einige Angehörige des ehemaligen Königshauses, Abg. Sollmann( Soz.): durch dessen Eingeständnis festgestellt, und somit wäre dieser die in Beziehungen zu dem Ersten Infanterieregiment gestanden Fall erledigt. haben, anwesend. Zu monarchischen Kundgebungen ist es nach der Meldung des Behrtreistommandos nicht gekommen. nicht beantwortet worden sei, ob die Reichswehrparade dom Kronprinzen abgenommen wurde. Eine Antwort hierauf wird nicht erteilt. # Die Rede des Abg. Helfferich war eine Brandfackel für die befegten Gebiete. Er hat das Bild des geachteten und mäch tigen deutschen Kaiserreiches vor unsere Seele treten lassen. Num wohl, wir wissen, daß der ganze Jammer, den Herr Helfferich beklagt, die Schuld dieses Kaiserreiches ist. Kaiserliche Diplomaten haben die Außenpolitit geleitet, die zum Kriege führte. Raiserbiche Generäle haben den Krieg geführt, der uns die Niederlage brachte. Raiserliche Minister, vor allem Herr Helfferich selbst, haben die Innenpolitik geleitet, die zum Zusammenbruch führte. Raiserliche Feldherrn haben mit erhobenen Händen um den Waffenstillstand gefleht. Nicht die Republit, sondern das Kaiserreich hat uns ins Elend gebracht.( Lebh. Zustimmung bei den Soz.) Herr Helfferich will das Raiserreich wiederbringen. Wir nehmen den Kampfruf auf. Mit allen unseren Kräften werden wir gegen die Wiederkehr des Kaisertums kämpfen und die Mehrheit des deutschen Bolles wird diese Wiederkehr verhindern.( Lebh. Beifall bei den Soz.) Sie berufen fich jest auf Bismard. Aber dieser Staatsmann ist doch vom Raiserreich in die Wüste geschickt worden, damit der faiserliche Operettenheld ungehindert seine politischen Kunststücke vollführen konnte.( Lebh. Zustimmung bei den Soz.) Bismards dritter Band Der deutschnationale Redner fam dann auf den Fall Oldenburg und erklärte, Mumm reftifizierend, Oldenburg Abg. Unterleitnene( l. Soz.) bemerkt ergänzend, daß die Frage sei ein eingeschriebenes und geschätztes Mitglied der Deutschnationalen Partei. Sein Brief an Loebell fei nur ein Temperamentsausbruch" gewesen; in Wirklichkeit feien die 500 Morgen bestellt worden. Was Oldenburg selbst Der Angeklagte hat das Wort. zugestanden hat, soll jetzt durch faule Ausreden Dritter widerHierauf wird die Beratung über die Sachablieferungsabkommen rufen werden. Wir wiederholen die Frage an und die damit verbundenen Interpellationen fortgefeßt. Herrn v. Loebell, was er amtlich veranlaßt Staatssekretär Dr. Müller, Wiederaufbauministerium: Gegenbat, als ihm Oldenburg unter der englischen Blockade über den geftrigen Ausführungen der Abg. Dr. Reichert und Dauch mitteilte, er bestelle sein Land nicht mehr und viele machten es möchte ich nochmals betonen, daß das Wiesbadener Abkommen dem ebenso. Der Brief selbst wird als ewiges Dokument deutsch- Deutschen Reiche über den Versailler Vertrag und das Londoner Ultimatum hinausgehende Verpflichtungen nicht auferlegt. Die natioaler Junkermoral im Kriege seinen Wert behalten. Herr Helfferich versuchte dann die beiden ihm peinlichen Sachlieferungsabkommen bedeuten vielmehr dem Londoner Ultima tum gegenüber wesentliche Erleichterungen. Bunfte hinter einem Generalangriff auf die Regierung verAbg. Dr. Helfjerich( Dn.): Deutschlands Jammer mußte jeden schwinden zu lassen, indem er seine alten Behauptungen über anfassen, der die Begründung der Interpellationen gehört hat. Ich ihre Politik wiederholte, sie mit treifchender Stimme vor den begreife die besondere Stellung des Außenministers, aber ich habe Staatsgerichtshof zitierte und Enthüllungen über angebliche kein Verständnis für die abgeklärte Art, mit der er die furchtbare ist ein einziger Zornesaufschrei gegen die wahnwikige Politik des Unstimmigkeiten zwischen deutschem Tert und französischer Drangsalierung der deutschen Bevölkerung an Rhein und Saar er Kaiserreichs nach 1890.( Sehr richtig!) Bismard prophezeite: Ich llebersetzung deutscher Noten zum besten gab. Damit forderte örtert hat. Nicht Mißtrauen nur empfindet die Saarbevölkerung, fürchte, die nächste Generation wird auszutosten haben, was jetzt an er den rechten Flügelmann der Regierung, Herrn fondern Erbitterung und Empörung, Haß und Wut. Die Bevölke- Fehlern begangen wird." Nun, wir sind diese Generation und foften Hermes, zu einer kurzen Antwort heraus, die die völlige rung an Rhein und Saar fühlt sich im wahrsten Sinne verraten die Fehler des Kaiserreichs aus.( Sehr richtig! bei den Soz.) Herr und verkauft.( Rufe bei den Goz.: Bon Ihnen, das sind die Dr. Helfferich redet von Empörung, Erbitterung, Haß und Wut in Nichtigkeit der Helfferichschen Sensation dartat. Früchte Ihrer Politit! Dem deutschnationalen Redner antwortete namens der loser Gefelle!") Clemencau hat damals Lloyd George gegenüber fommen, wissen sie, daß mit haß und But teine AußenMinutenlange Zurufe von links: Scham- den besetzten Gebieten. Soweit die sozialistischen Massen in Betracht Bevölkerung der belegten Gebiete, um die es die lügnerische Behauptung aufgestellt, daß im Saargebiet 150 000 politit gemacht werden kann. Die deutschnationalen Reden brinsich in der Debette ja hauptsächlich handeln sollte, unser Ge- Franzosen wohnen, während in Wirklichkeit dort kaum 100 Fran- gen unreife Köpfe im befeßten Gebiete in Gefahr, sich zu noise Sollmann Köln fachlich, gefühlsecht und über- 3ofen lebten. Helfferich sucht dann im einzelnen nachzuweisen, daß Dummheiten hinreißen zu lassen. Wir fühlen uns nicht verraten zeugend in einer vortrefflichen Rede. Man sah da ganz deut- im Gegensatz zu der Darstellung des Staatssekretärs Dr. Müller die und verkauft, sondern wissen, daß die Regierung der Republik ihr lich den Unterschied zwischen einem Mann, der eine Ueber- Sachlieferungsabkommen eine Mehrbelastung Deutschlands bedeuten. Bestes für die besetzten Gebiete tut. Wenn Herr Dr. Helfferich uns zeugung hat und für sie fämpft, und einem anderen, der sie Durch diese Abkommen wird der deutsche Erport in die Hand der einen Dienst erweisen will, so soll er in Zukunft nicht mehr für die nur vortäuscht und der darum, bei allen seinen rednerischen Schuld!") Wir lehnen deshalb die Sachlieferungsabkommen ab. Falle eines beutschen Sieges bereit gewefen, dasselbe Unglüd ( Rufe links: Durch Ihre Rheinlande sprechen. Er hat kein Recht dazu. Denn er wäre im Geschicklichkeiten, immer nur ein Klopffechter bleiben kann. ( Abg. Stampfer: Was dann?") Ich habe Ihnen schon im Aus- über andere Länder zu verhängen.( Lebh. Zustimmung bei Die Debatte tam nach mancherlei Auf und Ab schließlich schuß geantwortet, daß dann der Artikel 8 des Londoner Ultimatums den S03.) In allen rheinischen Zeitungen ist immer wieder gegen die auf den U- Boot- Krieg. Helfferich sprach noch einmal. in Straft tritt.( Abg. Stampfer: Im Ausschuß haben Sie anders Behauptung Einspruch erhoben worden, vor allem aber in den sozialum auseinanderzusehen, warum er zuerst den U- Boot- Krieg geantwortet!" Ich pflege auf dumme Fragen dumme Antworten demokratischen, daß im Saargebiet 150 000 Franzosen wohnen. Nicht bekämpft und später flein beigegeben habe. Seine Darstellung zu geben.( Stürmische Zwischenrufe links.- Allgemeines Lachen 100 Franzosen wohnten bei Abschluß des Waffenstillstandes dort. mag im ganzen zutreffen. Heute aber steht Herr Helfferich als in der Mitte des Hauses bis zum Zentrum.) Herr Stampfer hat Herr Helfferich verhöhnt die Reichsregierung, weil sie nur die HoffFührer an der Spize jener Unverständigen, die Deutschland in meinen Parteifreund von Oldenburg in dessen Abwesenheit den U- Boot- Krieg und damit ins sichere Unglück hineingehetzt einen Schurken und Landesverräter genannt. Ich möchte ihm nicht nung auf den Bölferbund habe. den U- Boot- Krieg und damit ins sichere Unglück hineingehest raten, ihm das ins Geficht zu sagen.( Heiterkeit.) Der temperamenthaben und treibt mit ihnen eine neue Heze zum Verderben volle Herr v. Oldenburg hat sich in diesem Privatbrief an einen des Volkes. Ein Talent, doch fein Charakter. Freund lediglich zu einer unbedachten Aeußerung des Un Doch dies alles war ja nur Zwischenspiel. Dieser muts hinreißen lassen. Mein Freund Röfide wird bestätigen, daß Reichstag, der sich gestern noch seines Lebens freute, er die 500 Morgen doch bebaut hat. egistiert vielleicht in ein paar Tagen garnicht mehr. Die bürgerlichen Koalitionsparteien versagen der Regierungsvorlage über die Getreideumlage ihre Unterstügung, hat bisher die von der Regierung erhofften Früchte nicht gebracht. Mit der deutschen Note vom 9. Mai hat sich die Regierung im bleiben sie dabei, dann werden wir demnächst in die Wahl- Gegensatz zu der von ihr selbst ertrahierten Entschließung des ReichsUnd die Folge? Noch heute ist Düsseldorf und Duisburg franzöfifch und belgisch besetzt. Noch heute leiben wir unter den Santbewegung eintreten, zu der die gestrigen Massenverfamm- tags gegen die Finanzkontrolle gestellt. Gott sei Dant sind die fionen. Dieser Berjuch einer Katastrophenpolitif hat dem Reiche lungen in Groß- Berlin einen über alle Erwartungen glänzen- Bariser Anleiheverhandlungen gescheitert; denn die von unserer ficher bisher 60 bis 80 milliarden gekostet.( Lebh. Zustimmung.) den Auftakt geboten haben. Regierung erstrebte furzfristige Anleihe hätte Deutschland Klarheit muß geschaffen werden! Wir sind nicht gewillt, feine Erleichterung, sondern nur eine Erschwerung unserer Wir sind nicht dumm genug, solche Fehler zu wiederholen. Bezeich wir würden bald vielleicht gar nicht mehr imstande sein, auf Lage gebracht. Wir müssen verlangen, daß die Regierung sich jetzt nend für die politische Moral der Deutschnationalen ist, daß sie den fie noch lange zu warten! von den der Reparationsfommission gegenüber eingegangenen wahn- landesverräterischen Brief Oldenburgs, dieses„ einfinnigen Berpflichtungen als befreit betrachtet. Die Regierung geschriebene und geschäßte Mitglied" der Deutschnationalen Partei, hat den Reichstag über ihre Haltung bei den Pariser Repara- als eine temperamentvolle Entgleisung entschuldigen. Hätte ein Der Reichtag erledigte gestern zunächst fleine Anfragen. tionsverhandlungen irregeführt. Sie hat im wesentlichen alles sozialistischer Arbeiter so etwas geschrieben, würde HelffeAbg. Unterleitner( U. G03.) führt in einer Anfrage Be- das zugestanden, was die Reparationsfommission in ihrer Note ver- richt nach dem Zuchthaus gerufen haben.( Lebh. Zustimmung schwerde darüber, daß ani Pfingstfonntag in München bei der langt und was der Reichskanzler in seiner Rede selbst als unannehm- links.) Herr Helfferich ist darüber hinweggeglitten, daß Oldenburg Regimentsfeier der General Schoch ein Heer gefordert habe, bar bezeichnet hatte. nicht nur von sich gesprochen hat, sondern daß er ausdrücklich erklärte, bas nach dem fittlichen Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht auf- Ein Zwischenruf des Abg. Adolf Hoffmann( U. Soz.) daß viele Landwirte seiner junterlichen Fasson ihre Felder nicht begebaut wird und bei dem es auch wieder ein Infanterieregi- wird von Dr. Helfferich mit der Aufforderung beantwortet, doch auf stellen.( Hört, hört!) Herr Dr. Rösicke, der uns als Entlastungs. Reparationskommission gegeben. Die Erfüllungspolifif = Ja, was wollen Sie denn fun? Wenn wir Ihrer Politit folgten, wären die ganzen Gebiete links vom Rhein längst für die deutsche Republit verloren.( Lebh. Zustimmung links und in der Mitte. 3urufe bei den Deutschnationalen: Und Beweise?) Jawohl, die liegen vor. Das bürgerliche Rabinett Simons- Fehrenbach hat einmal den Bersuch zum Widerstand gemacht. Das war damals, als Herr Simons von Ihnen jubelnd am Potsdamer Bahnhof begrüßt wurde. zeuge für Oldenburg vorgefchlagen wird, wotrb von uns wegen Be- 15randenburgifchen Hohenzollern noch mit Goldp Wir werden rozdem jedes Mittel zur Sanierung fangenheit abgelehnt. Was jagen aber die Deutschnationalen zu dem Hinweis Oldenburgs, daß in allen Kreisen, also auch in den deutschnationalen, schon 1915 das Vertrauen zu der Obersten Heeresleitung und zur obersten Zivilleilung immer mehr geschwunden war?( Hört, hört!) In dieser obersten Zivilleitung aber jaß damals als Bizetanzler Herr Dr. Helfferich!( Große Heiterfeit.) getaufte Vasallen Frankreichs. Bekanntlich haben sich unserer Finanzen auf feine Möglichkeiten prüfen und, wenn möglich, die Hohenzollern diese Vorliebe für ausländische Währung bis auf durchführen. Der Abg. Helfferich hat behauptet, daß die deutsche diesen Tag erhalten.( Heiterkeit.) Sie ziehen jetzt aber den Dollar Regierung weitergehende Zugeständnisse gemacht hat, als sie der der französischen Valuta vor. Dr. Breitscheid hat den französischen Text der Note erkennen läßt. Er stüßt sich dabei auf die englischen Militarismus doch etwas zu günstig gemalt. Ich kann beim besten und franzöfifchen Uebersehungen und behauptet, daß die deutsche Willen keinen Unterschied zwischen der Politik Poincarés und der Uebersetzung Irrtümer enthalte. Jeder, der mit Ueberdes Generals Foch entdecken Uebrigens ist ein siegender General fegungen in fremden Sprachen zu tun hat, weiß, daß es unmöglich immer eine politische Macht. In Deutschland sind sogar geschlagene, ist, eine vollkommene Uebereinstimmung bei Uebersetzungen herbeibesiegte und entflohene Generale eine Macht.( Heitere Zustimmung.)| zuführen. Abg. Helfferich hat im einzelnen zur Frage der FinanzDer Redner verliest dann amtliches franzöfifches Material zum kontrolle den schweren Vorwurf erhoben, daß über diese Frage im Oldenburg hat also schon damals kein Vertrauen zu den Leistungen Beweise, daß die französische Politit ihre Rhein. Auswärtigen Ausschuß unvollkommen und irreführend be Dr. Helfferichs gehabt. Darin sind wir ganz einer Meinung.( Erziele nicht aufgegeben habe. Die sozialistische Inter- richtet wurde. Ich muß mich nachdrücklichst gegen eine solche Beneute Seiterkeit.) Ein Vergleich des Tuns eines Oldenburg mit dem nationale habe wiederholt gegen diese Politit für die Aufhebung der hauptung verwahren. Wir haben Streit eines Munitionsarbeiters, den das Kriegsbrot und die Mar- militärischen Sanktionen und der militärischen Offupation sich einmelade zur Verzweiflung gebracht haben, ist unzulässig. Wer so gesetzt. Wenn das Blatt des Herrn Stinnes, die Deutsche Allgedrei ausdrückliche Vorbehalte mit irdischen Gütern gesegnet und vom Kaisertum hoch erhoben war, meine Beitung", diese Arbeit der Internationale verhöhnt, so möge gemacht: kein Antasten der Souveränität Deutschlands, feine wie ein preußischer Junker, hatte doppelte Pflicht, für das Herr Stinnes doch erst einmal zeigen, was feine Geschäftsinter Störung unserer geregelten Verwaltung und keine Verletzung der Baterland zu arbeiten.( Lebhafte Zustimmung.) Sehen wir an Ol- nationale auf diesem Gebiet geleistet hat.( Lebhafte Zustimmung.) Steuerhoheit! Die Verhandlungen mit dem Garantiefomitee haben denburg, wer die Front im Innern erdolcht hat, so gibt es andere Alle die drohenden deutschnationalen Reden, die Regimentsfeiern, bisher einen durchaus ruhigen und geregelten Berlauf genommen. deutschnationale Zeugnisse, die beweisen, daß auch die Heeres- die Feldmarschallparaden, das ganze Aufgebot der nationalistischen Wir werden fortfahren auf dem Wege einer ruhigen und positiven front von failerlichen Offizieren zermürbt worden Blechmusif, sind eine Unterstützung der französischen Chauvinisten, Politit, die Interessen Deutschlands zu schüßen und zu wahren. ist. Ich weiß, daß 60 000 Offiziere in deutschen Massengräbern liegen und ihre Behauptung, daß sie den Rhein als eine Abwehr gegen Abg. Dr. Beder( DBP.) erhebt gegen die Auslegung der Aeuße und ziehe auch vor diesen Opfern den Hut. Tatsache aber bleibt, daß einen deutschen Rachekrieg brauchen. Redner häuft eine Summe rungen des Reichskanzlers über die Finanzkontrolle die schwersten viele kaiserliche Offiziere ungeheure Schuld auf sich geladen haben. von Material über die Verhältnisse in den besetzten Gebieten an der Bedenken. Wir erwarten, daß der Finanzminister den Mut zum Der Redner verliest unter großer Aufmerksamkeit des Hauses und Saar auf und erklärt: Ueber dies Kapitel gehört nicht, wie Herr Rücktritt haben wird, wenn seine Erwartungen sich nicht erfüllen andauernden Burufen der Deutschnationalen aus Akten des Helfferich fagt, die Ueberschrift„ Demokratie und Gelbstbestimmungs- follten. Die Unstimmigkeiten zwischen dem deutschen und franzö Kriegsministeriums Stellen aus Frontbriefen vor, die schon recht der Völker", sondern Imperialistische Berstlavung geschlagenerischen Tert sind so start, daß man sie eigentlich nicht mehr mit am 12. Februar 1916 der Deutschnationale Handlungsgehilfen- Bölfer im Namen nationalistischen Aberwizes". Der aber ist nicht lebersehungsfehlern bezeichnen kann. Im übrigen verband an das Krigsministerium gerichtet hat. Deutschnationale nur in Frankreich zu finden. scheint uns die Sache aber genügend dahin aufgeklärt, daß die Gesinnungsfreunde Helfferichs schreiben schon damals, daß das Verdeutsche Regierung uns noch einmal ausdrücklich feststellt, daß für halten vieler Offiziere die Front zermürbe. Nicht die taiserlichen ihr Verhalten und ihre Verpflichtungen allein der deutsche Offiziere, sondern die früheren paterlandslosen Ge= Tert maßgebend ist. In der bisherigen Diskussion ist die erfellen, fo fchreibt ein Deutschnationaler, feien bie größten forderliche Würde nicht immer gewahrt worden. Die Rede des Idealisten.( Lebhaftes hört, hört!) Ein anderer Deutschnatio2bg. Stampfer biente nicht dazu, uns zusammenzuführen: es war. naler erklärt: ,, Sier fängt der Mensch erst beim Offizier an."( Lebeine Wahlversammlungsrede.( Burufe lints: Reichert, haftes Sehr richtig! links.) Und wieder ein anderer Deutschnationaler elfferich!) ruft damals schon: Wir haben keine Führer!" Unter diesem Mangel Die Dentschrift der Anleihekommiffion leiden die Kaiserlichen auch heute noch.( Lebhafte Zustimmung.) In scheint mir doch eine völlige Umwälzung auch in den Auffassungen diesen deutschnationalen Feldbriefen wird schon im Jahre 1916 die des Auslandes und des Inlandes und auch in der Regierung zu Revolution als eine unausbleibliche Folge diefer Zustände hingestellt. bedeuten. Ich stehe unter dem Eindruck, daß damit eine Grundlage ( Lebhafte Bewegung.) In allem, was Herr Dr. Helfferich über die geschaffen ist, auf der sich weite Kreise dieses Hauses vereinigen Ausbeutung des deutschen Volkes durch die Besagung gesagt hat, fönnen. stimme ich ihm bei. Wir nehmen diesen Notschrei auf. Ich verwahre mich aber dagegen, daß Herr Helfferich uns vorwirft, wir schienen mehr Respekt vor französischen Bajonetten als vor der Not des Baterlandes zu haben. Die rheinischen Arbeiter, vor allem die Sozialisten, haben oft genug gezeigt, daß sie teine Furcht vor dem franzöfifchen Militarismus haben, wenn es ailt, deutsches Land der Republik zu erhalten.( Stürm. Zustimmung fints u. i. d. Mitte.) Seit gestern ging ein großes Geraune durch das Haus, daß Herr Helfferich heute in der Reparationsfrage einen Dolchstoß gegen die Reichsregie rung führen werde. Ich habe weder einen Dolch blinken sehen, noch Helfferichsche Geistesfunten.( Heitere Zustimmung.). Helfferichs Rede war doch nehmt alles nur in allem inhaltlos.( Ruftimmung.) Er will die Reichsregierung aufpeitfchen, nicht zuzulassen, daß die Reparationstommission in das deutsche Finanzwesen eingreift. Er will, daß sie feine Berpflichtungen übernimmt für neue Steuern, er will Angriff auf der ganzen Linie. Wenn wir ihn dann aber fragen, was er denn nach dem Zusammenstoß fun will, dann weiß er nicht einmal eine dumme Antwort zu geben. Er schweigt, weil er feinen Blan und fein Ziel hat.( Lebhafte Zustimmung.) Oder er fagt:„ Das Weitere wird sich entwickeln." Ich bante für diesen politischen Darwinismus.( Heiterfeit.) Diefes Schweigen ist die Banterotterklärung der deutschnationalen Außenpolitit, es ist die Bankerotterklärung des deutschnationalen Führers.( Lebhafte Zustimmung.) Dann wagt Herr Helfferich, fich hinzustellen und zu erklären, es werde nicht eher besser werden, bis wieder Männer in der deutschen Regierung find. ( Seiterfeit.) Ich antwortete ihm: Wer so der entscheidenden Frage ausweicht, der eigentlichen Schidfalsfrage für das deutsche Bolt, der ist kein Mann und fein Bolitiker. Er ist ein einziges großes Fragezeichen.( Lebhafter Beifall.) Herr Helfferich sagt, die Erfüllungspolitit ift die sichere Katastrophe. Und was ist feine Politit? Die fofortige Katastrophe! Dr. Moldenhauer von der Deutschen Volkspartei ist in feiner Begründungsrede für die Rheinland- Interpellation bis in das 17. Jahrhundert zurückgegangen, um Frankreichs Rheinpolitik nach zuweisen. Das war unvorsichtig, denn in jener Zeit waren die E. Th. A. Hoffmann. ( Gestorben am 25. Juni 1922.) Ben Otto Ernst Heffe. Auf dem Friedhofe an der Belle- Alliance- Straße liegt das Grab des Kammergerichtsrats Hoffmann. Der Gedenkstein, den Freunde errichteten, fagt, daß dieser Kammergerichtsrat ausgezeichnet im Amt, als Dichter, Tonkünstler und Maler" gewesen sei. Der Gerichtsrat, der ein paar Konflitte mit dem Reaktionsapparat hatte, interessiert heute, nachdem er hundert Jahre tot ist, nicht mehr. Der Maler Hoffmann ward von den Zeitgenossen überschäßt. Der Tonfünstler Hoffmann wich dem stärkeren Weber, der mit feinem natürlicheren Freischük" die allzu fymbolische" Undine" besiegte, und beschränkte fich schließlich darauf, Theoretisches über die Musit zu fagen. Dies ist unsterblich. Und unsterblich ist auch der Dichter Hoffmann. Hundert Jahre hat er seinen Tod überlebt. Er wird niemals veralten. Mancherlei wird pon seinem Werte gewiß noch abfallen. Denn diefer Dichter war immer auch Schriftsteller, der nach der Nachfrage des Lesepöbels seine Produktion mit einrichtete. Diese Erzählungen für Taschenbücher und harmlos verblödete Wochenschriften, mit dem Hintern gefchrieben, wie Hoffmann fich selbst darüber äußerte, und um Beid in die Kasse zu bringen, sollte man aus dem Gesamtwerte hinauswerfen, damit das, was wirkliche Dichtung ist, Niederschlag seines Lebenstampfes um einen Sinn der Welt, in schönerer Reinheit strahle. Die vielgeschmähte Erfüllungspolitik hat wenigstens den einen Erfolg, das Reich vor der Zertrümmerung bewahrt zu haben. Die bedrohten deutschen Gebiete im Westen erwarten, daß in der deutschen Republit Gefühle politischer Bernunft im Regimente bleiben werden. Das allein ist der Weg zur Rettung des Reiches und des Voltes; das allein gibt die Zuversicht auf die Rettung der bes fegten Länder am Rhein für die großdeutsche Republik.( Lebhafter Beifall bei den S08.) Abg. Korell( Dem.): Es ist tief bedauerlich, daß die tiefernsten Sorgen, die uns heute beschäftigen, manchem Redner Veranlassung gegeben haben, hier als Schauspieler aufzutreten. Die Rede des Abgeordneten Helfferich rechtfertigt das hier gefällte Urteil, er sei der größte Propofateur des Reichstags,( Beifall links.) Ein Mann, dessen Kriegspolitik fo furchtbare Folgen für unser Vaterland gehabt hat, täte besser, jetzt schweigend zur Seite zu stehen.( Beifall links. Abg. Dr. Helfferich: Das mache ich, wie ich will!) wir im befeßten Gebiet brauchen von Dr. Helfferich feine Anfeuerung zum Mut. Er sollte lieber auf die Vorsitzenden der deutschnationalen und der deutschvölkischen Ortsgruppen einwirken, daß sie, die in den Versammlungen den Mund so voll nehmen, auch den franzöfifchen Kriegsgerichten etwas mehr Mut zeigen als bisher.( Hört, hört!) Reichsfinanzminister Dr. Hermes: " # Abg. Dr. Helfferich( Dnat.) findet es auffällig, daß der Reichstangler nicht mit seiner Person für seine Politik eintritt. Es ist mir angler nicht mit seiner Person für seine Politik eintritt. Es ist mir beutsche Tert bei den Noten maßgebend ist. Meine Bergangenheit ein Felsstein vom Herzen gefallen, als festgestellt wurde, daß der vertrete ich vor meinem Gewissen und meinem Herrgott. Ich habe gearbeitet Tag und Nacht für das Wohl unseres deutschen Boltes. Der Abg. Erzberger hat seinerzeit eine viel ungeheuerlichere Kriegsentschädigung gefordert. Bor bem U- Boot- Krieg habe ich im Oftober 1916 geradezu flehentlich gewarnt. Ich habe den Reichskanzler damals angefleht, zu warten, bis ein formeller Beschluß vorliege. Als der Reichstanzler dies ablehnte, habe ich Auftrag gegeben, meine Ent Iaffung einzureichen.( hört, hört!) Erst nachdem ich drei Tage später die unerhörten Forderungen der Entente vernahm, habe ich das Gesuch zurückgezogen und bin auf die Borstellungen der FachLeute, wie Capelle usw., schließlich für den U- Boot- Krieg eingetreten. Nun werfen Sie den Stein auf mich.( Lebhafter Bei foll rechts.) Abg. Crifpien( U. Soz.) nennt alle diejenigen gemeine Berleumder und Ehrabschneider, die behaupten, daß die unabhängigen Sozia liften für die Entente arbeiten. Abg. Dr. Spahn( 3.) verteidigt die Haltung der Reichstagsmehrheit bezüglich der Eröffnung des uneingeschränkten U- BootKrieges, Damit schließt die politische Aussprache. Dr. Helfferich hat die Noten der Reichsregierung die verhäng. nisvollsten Schriftstücke in der deutschen Geschichte genannt. Will man ein objettines Urteil über unsere legte Note fällen, so fann man das nur im Gesamtzusammenhange mit dem Reparations. problem tun. Seit dem Londoner Ultimatum ist eine Ent [ pannung eingetreten, welche notwendig war, wenn wir unser Bolt am Leben erhalten wollten. Dieses Ziel wäre mit den Methoden Dr. Helfferichs nicht erreicht worden. Nur dadurch, daß die Regierung unausgefeßt bemüht war, das Urteil des Auslandes gerechter zu gestalten, war dies möglich. In der Richtung dieser politischen Auffassung haben sich auch die Bariser Berhane Iungen bewegt, nachdem die Verhandlungen der Finanzkom mission in Genua vorausgegangen waren. Nicht zuletzt durch die deutsche Mitarbeit war es möglich, in dieser Finanzkonferenz Beitfäge zur Anerkennung zu bringen, die für unsere deutsche Lage von erfläct, er rate mir nicht, das, was ich über Oldenburg gejagt habe, Persönlich bemerkt Abg. Stampfer( Soz.): Helfferich hat hier besonderem Wert waren. Auch in den Verhandlungen und Bediejem ins Geficht zu wiederholen. Ich habe das Verhalten, deffen iprechungen mit einzelnen Mitgliedern der Reparationskommission Oldenburg sich selber bezichtigt hat, als Schurterei und Canhaben wir diesen Standpunkt zur Anerkennung gebracht. Die Mit desverrat bezeichnet. Wenn er will, fage ich ihm das auch ins glieder der Reparationstommission haben ihm Rechnung getragen. Go gelang es, den Gebanten der Anleihe in den Barijer Gesicht. Mit Drohungen werden sie uns nicht imponieren. Besprechungen in den Vordergrund zu rücken. Wir haben die An- Feudale Raufboldmanieren machen wir nicht mit, wir lassen uns leihe in einer Form verfolgt, daß deren letzter Sinn und Wirkung durch sie auch nicht einschüchtern.( Beifall bei den Soz.) darin bestehen muß, die Wiederherstellung eines gefunden wirtschaftlichen Lebens Europas zu ermöglichen. Im Falle des Zustandekommens dieser Anleihe haben wir uns verpflichtet, gewisse Maßnahmen zur Eindämmung der schwebenden Schuld durchzuführen. Da die Anleihe nicht zu stande gekommen ist, sind diese Boraussetzungen noch nicht erfüllt, die Dichtung sind, auch die späteren, die er schrieb, als er wieder eine Beamtenstelle in Berlin erhalten hatte, Der Biograph Hoffmanns, Walter Harich, hat nachgewiesen, daß die„ Eligiere des Teufels", die„ Automate", der Goldene Topf" und die KreisIeriana" immer irgendwie Fortsegungen dieses Romans um Julia" find. Die Art Hoffmanns, die Erlebnisse ber eigenen Seele zu ge ftaiten, find jedem bekannt. Man hat ihn den Meister der" phantaftischen" Erzählung genannt. Auch dies ist ein Literaturgeschichten fchlagwort, das ber, der die Lebens- und Leidensgefchichte diefes Menschen fennt, ungern gebraucht. In seiner Phantastit stedt tausendmal mehr Wirklichkeit, Wirklichkeit seiner von gewaltigen Erschütterungen durchbebten Seele als in ganzen Haufen von„ realiftischen" Werken. Sein Wert entpuppt sich dem, der sich ersthaft mit Hoffmann beschäftigt und die Einheit der Einzelwerke zu erfassen fähig ist, als die Autobiographie feiner seelischen Entwicklung. Manches Buch steht seinem Zentrum näher, manches ferner; manches ist objektiver, manches subjektiver in der Verwendung der eigenen Leiden und Freuden. Aber immer sind sie Niederschläge seiner Erlebnisse und formen diese in einer Mischung von Wirklichkeit und Wunsch, die einzigartig ist und die die Machtreter und Nachbeter nur äußerlich fopieren können, da sie andern Wesens find( oder überhaupt kein Wesen haben). Der Ein weiblicher Vizepräsident der Bühnengenossenschaft. Berwaltungsrat und die aus fämtlichen Bezirken Deutschlands her Der Name Hoffmans ist mit der Weinstube Lutter und Wegner beigerufenen Obmänner der Genossenschaft Deutscher aufs innigste verknüpft. Die Legende hat sich seiner und feines Bühnen angehöriger haben zum Stellvertretenden BräSauffumpanen Devrients bemächtigt. Doch Hoffmann ist nicht mit fibenten einstimmig Frau Grete Im gewählt. Es ist das einer solchen fröhlich- phantastischen Legende abzutun Er war durch erftemal in der einundfünfzigjährigen Geschichte der Bühnen aus nicht nur ein um sich selbst nicht wissender Phantasiewildling. genossenschaft, daß eine Frau mit biefem höchsten Bertrauensomte Seine Heimat ist ja Ostpreußen. Und wenn er auch mehr Hamann belehnt wird. Erst seit vierzehn Jahren haben die weiblichen Mit verwandt ist als Kant, so hat er doch, wie alle Ostpreußen, einen lieder der Genossenschaft Sitz und Stimme in der Delegiertenvertüchtigen Klumpen Geist und einen starken Schuß Intellekt im fammlung. Dieser Tatsache wurde jetzt Rechnung getragen, indem gärenden Blut. Nur weil er diesen Zwang zum Geistigen in fich man neben den beiden gleichberechtigten Präsidenten zum dritten hatte, fiegte in ihm, dem Bielbegabten, bie Wortkunft über die Mufit räsidenten eine Frau erwählte. Frau Ilm wirkt feit langem als und die Malerei. Er bedurfte der Sprache, um bie Nuancen seiner Mitglied des Schiedsgerichts für das Wohl ihrer Kollegen und Kolfeelischen Erlebnisse aussagen zu können. leginnen. Der Ermächtigungsgefehentwurf, der der Regierung die notwendige Bollmacht zum Abschluß der Abkommen erteilt, wird darauf gegen die Stimmen der Rechten und der Kommunisten angenommen. Das Haus vertagt sich um 94 Uhr. Sonnabend 12 Uhr: Teuerungsinterpellationen, Arbeitsnachweis. gefeß, Arbeitszeit im Steinkohlenbergbau, Pachtschutzordnung. von 20 Kilometer Länge entstehen soll. Die in ihm aufgespeicherten Wassermassen, 416 Millionen Rubikmeter, follen 30 000 Heftar in der Ebene von Oristano bewässern und durch in den Damm eingebaute Turbinen einen großen Teil der Insel mit elektrischer Kraft versorgen, von der man jährlich 50 millionen Kilowatt zu gewinnen hofft. - Wie Milch entsteht in fünf Atten. In den Vereinigten Staaten ist jeßt ein treuzzeug für reine Milch" im Gange; es wird nämlich überall auf die Gefahren hingewiefen, die die Bazillen in nicht fterilisierter Milch für die Gesundheit haben, und man bedient sich zu dieser Bropaganda auch des Kinos. Dabei geht man fehr gründ lich vor und läßt z. B. einen Film rollen, der zeigt, wie die Milch entsteht. Ein Wigbold hat nun einen tomischen Filmtert erfonnen, in dem er die allzu ausführliche Behandlung selbstverständlicher Dinge parodiert und damit letzten Endes gewisse Mängel bes Kulturfilms" überhaupt trifft. Sören wir die Entwicklung feines dealfilms": Wie Milch entsteht in fünf Atten. Im ersten Aft wird das Gras gefät, das die notwendige Grundlage für jede Milcherzeugung bietet. Im zweiten Aft wohnen wir der Geburt des Ralbes bei, das als Kuh die Milch geben soll. In großartigen Aufnahmen sehen wir dann das Gras wachsen und wachsen, bis es eine wunderschöne Wiese ist, sehen zugleich das Kalb machfen und wachsen, bis es sich uns als prächtige Kuh darstellt. Im dritten Aft, auf dem Höhepunkt der Handlung, wohnen wir dann dem entmüssen. Der vierte Aft bringt ein neues Element in die spannende scheidenden Schauspiel bei, wie die Kuh das Gras frißt, wobei natürlich belehrende Terte uns die Wichtigkeit dieses Borganges flarmachen Handlung. Ein in Grün gebettetes Bauernhäuschen enthüllt uns allmählich ein ländliches Idyll. Gehegt und bemacht von seinen Eltern wächst ein fleiner Junge heran, der den sehnlichsten Wunsch hegt, ein„ Schweizer" zu werden. Wir begleiten den hoffnungsvollen Jüngling auf seiner Laufbahn, bis er schließlich auf dem Gutshofe Dienste nimmt, auf dem sich die Kuh befindet, die im zweiten Aft geboren wurde, und wo das Gras wächst, das im ersten Aft gesät wurde. Und dann erleben wir im fünften Aft schließlich das große Ereignis, daß der Schweizer die Kuh melft, und das Resultat wird uns nun in einer Flasche vorgeführt, auf der in großen Buchstaben, bamit es auch jeder begreift, das Wort„ Mich" zu lesen ist. Die Die Königsberger Kindheit war bitter. Er litt, wie alle freieren Die Tirfo- Talsperre. Wenn Sardinien heute eines der wirt- Die Preußische Staatsbibliothet veranstaltet zum hun bertsten und selbständigeren Naturen leiben, benor fie aus dem Familienfäfig schaftlich am wenigsten entwickelten Gebiete Italiens ist, jo liegt das Todestage E. Th.. Hoffmanns aus ihren reichen Beständen ausbrechen. Frau und Freund helfen die Schranken der bürgerlichen hauptsächlich mit daran, daß sich dort die Regenfälle auf eine furze eine Ausstellung, die außer zahlreichen Briesen, Bildern, Zeich Mentalität zu durchbrechen. Die Leidenschaft des Blutes stürzt Winterzeit zusammendrängen; in dieser Zeit schwellen die Flüsse zu mungen und Erstbruden Hoffmanns deffen gesamten musikalischen Nachlaß, fich auf eine verheiratete Frau. Die Enge der Wirklichkeit wird so perheerenden Wildströmen an, in der heißen Jahreszeit liegen fie der seit längerer Zeit im Befit der Staatsbibliothek ist, umfaßt. schon vom Studenten, den die Familie nicht aus Königsberg hin- fast trocken. Während die Gebirgstäler au wafferarm für lohnenden Ausstellung wird am 25., nachmittags 5 Uhr, mit einer Führung eröffnet ausläßt, mit Qual erlebt. Schließlich wird die Freiheit erkämpft. Bodenanbau sind, sind die wenigen Ebenen der Insel, von den und 14 Tage dem Publikum zugänglich bleiben. Als eine Festgabe zu Als Jurist geht's in die Welt. Das Schicksal des friderizianischen winterlichen Ueberschwemmungen her verfumpft, Brutstätten der E. To. A. Hoffmanns, das Tiedsche Sägerlied, fatfimilieren laffen; Exem bem Gebenktag hat die Staatsbibliothet eine unbekannte Komposition Staates wird auch sein Schicksal. Er wird brotlos und springt in Malaria. Gelänge es also, den schädlichen Wasserüberfluk der einen plare find in der Ausstellung erhältlich. Auch das Märlische WuBolen vom Regierungsratstisch hinter das Dirigentenpult. In Jahreszeit aufzuspeichern, um ihn während des Restes des Jahres eum veranstaltet eine fleine Ausstellung zum Gedächtnis E. Th. l. HoffBamberg, wohin er verfchlagen wurde, gipfelt sein Leben. In den günstig zu verwerten, so wäre fast allen diesen Uebeln mit einem manns. Jahren 1808 bis 1813 ist er hier Theatermusikdirektor. Aber gerade Schlage ein Ende bereitet und der Weg frei zu einer neuen Blüte in diefen Jahren der fapellmeisterlichen Betätigung entscheidet er Sardiniens, das im Altertum eine der Kornkammern Italiens mar. tommenden Spieljahr sechs Sinfoniekonzerte im Deutschen OpernDas Orchester des Deutschen Opernhauses veranstaltet im fich zur Wortkunst Cin Mädchen, das bald einen wenig erfreulichen In dieser Erkenntnis ist man jeht dabei, an einer geeigneten Stelle haus. Sie finden am 8. Ottober, 5, November, 3. Dezember 1929 und Kommerzmenschen heiratet, Julia mit Namen, wird seine Muse. des Tales des Hauptfluffes der Insel, des Tirso, einen mächtigen 7. Januar, 4. Februar, 4. März 1928, vormittags 11 Uhr statt. Der Bor Aus der Not seiner Liebe zu dieser Frau fließen fast alle Werke,| Damm von 70 Meter Höhe zu errichten, hinter dem ein Staufee, verkauf beginnt am 1. September. Leipzigs Arbeiter gegen die Reaktion. Deutschland und Oesterreich. Saal des Haupiausschusses im Reichstag. Bom Desterreichischen Deutschen Volksbund eingeladen, zahlreiche Politiker, Wirtschaftler, Breffeleute. Der Vorsitzende, Reichstagspräsident 25 be, kommt zu Beginn auf die Ententenote gegen Cöbes Anschlußreden zu sprechen. Unter einmütigem Beifall protestiert er abermals gegen Darauf nimmt der Gast aus Wien, Abg. Gen. Dr. Ellenbogen, Kampf dem Brotwucher! Massenbesuch in unseren gestrigen Versammlungen. In der Landsberger Allee. Im Böhmischen Brauhaus in der Landsberger Atlee sprach vor Leipzig. 23. Juni.( Eigener Drahtbericht.) Heute nachmittag demonstrierte das Leipziger Proletariat auf dem Auguftaplah gegen die Reaktion. Efta 20 000-25 000 Arbeiterinnen und Arbeiter hatten sich mit zahlreichen roten Jahnen eingefunden und unter ihnen befanden sich die Delegierten des Gewertfchaftstongresses, die geschlossen zur Demonftration marDer Hochsommer ist im allgemeinen den groß angelegten Bolts danach handeln.( Lebhafte Zustimmung.) Der Redner zeigte bann fchiert waren. Es jprachen u. a. die Genossen Bry und Silber- versammlung nicht günstig. Nun hat aber seit den Tagen in Genua in Ausführungen über die 3wangsanleihe, daß auch hier die Ihmidt, ferner für die USP. Simon und Toni Sender, außerdem ein unausgefeßtes und unaufhaltsames Steigen besonders der Lebens- Bürgerlichen, die Industriellen ebenso wie die Agrarier, sich von den sprachen verschiedene Kommunisten. Die Redner forderten unter dem Beifall der Massen zur Wachsamteit gegenüber den Trägern mittelpreise und da wieder recht eigentlich der Fleischpreise ein- Lasten möglichst drücken möchten. Er schloß mit der Mahnung: Wer der Reaktion und zum Kampje gegen den Brotwucher auf. Die gesetzt, daß sich der konsumierenden Bevölkerung eine außerordenta will, daß die bürgerliche Klasse zur Tragung der Lasten gebührend Demonstration verlief ohne Zwischenfall und eindrucksvoll. lich lebhafte Unruhe bemächtigt hat, die sich noch durch die letzten herangezogen wird, wer will, daß die Agrarier das Volk nicht auswuchern dürfen, der unterstüße die Sozialdemokratie, wenn Barlamentsverhandlungen und den dabei zutage tretenden rücksichts- an die Wählerschaft appelliert werden muß.( Stürmi lofen Egoismus der bürgerlichen Barteien und des Großagrariertums scher Beifall.) mit sehr großer Mehrheit wurde beschlossen, auf fortgefest gesteigert hat. Und so sah man denn am gestrigen Abend Diskussion zu verzichten. Die Resolution wurde mit überin den zehn gleichmäßig über die ganze Stadt verteilten großen Ber- wältigender Mehrheit gegen ganz wenige Stimmen angesammlungslokalen sich jene Bilder entfalten, die so außerordentlich nemmen. Genosse Littauer schloß die Versammlung mit einem bezeichnend sind als Ausdrud einer im Volt vorhandenen geradezu Hoch auf die völkerbefreiende Sozialdemokratie. ungeheuren Gärung, über deren Auswirkung sich die. bürgerlichen Parteien offenbar gar nicht klar sind. Die Beamten- und An. die Zerreißung des Gelbbestimmungsrechts, die auf die Dauer nicht gestelltenschaft hatte zahlreiche Bertreter entsandt. Ebenso sah einem Kopf an Kopf gefüllten Gaal die Genoffin Bohm Schuch. gegen den Volkswillen aufkommen werde.. Er, Löbe, werde ich man viele Frauen, während die Jugendlichen nicht so sehr in Die Rednerin ging noch einmal furz auf die letzten Reichstagsver jedenfalls in seiner privaten Betätigung für den Anschlußgedanken die Erscheinung traten. Durch allerlei ungünstige Umstände geschah handlungen ein und fennzeichnete mit scharfen Worten das rüdsichtsnicht hindern lassen. es, daß sich hier und da der Beginn der Versammlungen etwas ver lose Gebaren der Deutschnationalen und der Deutschen Boltspartei zögerte, aber die Massen bewahrten fast durchgängig musterhafte und die schwankende im Grunde umfallbereite Haltung von Zentrum Ordnung. Der wahre Grund sollte sich in den Versammlungen selber und Demokratie, von denen das Zentrum einen schwachen Versuch das Wort zu einer feiner überaus flaren, überlegten und bei aller bald zeigen, denn die Parteimitglieder der SPD. und sonstigen mache, dem arbeitenden Teil seiner Wählerschaft gerecht zu werden. äußeren Ruhe von innerer Begeisterung beseelten Rede. Leider Freunde und Anhänger unserer Partei hatten sich in solchen Massen Einen ganz scheinheiligen Vorschlag haben die Deutschnationalen geverhindert der Andrang innerdeutschen Stoffes eine ausführliche eingefunden, daß die natürlich nicht fehlenden kommunistischen Kra- macht, die eine Brotsteuer erheben wollen, die an ihrer eigenen llnmöglichkeit scheitern müsse. Es war ein wirklich einzigartiger und Wiedergabe. fehler binnen furzem zum Schweigen gebracht wurden. Ein fleines ganz großer Augenblick, als die Rednerin sich als Frau an die anEllenbogen spricht zunächst von der bei jeder Erschütterung unscheinbares Beispiel zeigte übrigens auch äußerlich, wie sehr die wesende Männerwelt wandte und sie fragte, ob sie denn bereits die wirtschaftlicher oder habsburgmagyarischer Art vorhandenen Mög- Massen unter der Not der Zeit leiden. Auf Tischen mit zehn bis unerhörten Leiden des Krieges vergessen hätten. Die natiolichkeit bes elementaren Anschlusses, durch Boltsgewalt ohne Völkerbund. Er bespricht dann dan bekannten Vorschlag Otto zwölf Zuhörern standen höchstens 3 bis 4 Glas Bier, auf manchen nalistischen Parteien wollen einen neuen Krieg. Aber, so rief die Bauers: die Marffernwährung. Wenn er auch vorgar feines, während man sich früher für ein paar Pfennige das ein- Rednerin aus, wir normalen Frauen machen teinen läufig feine Aktualität durch die Gründung der Rotenbant verstige Boltsgetränk leisten fonnte. DieseTatsache widerlegt schlagend die Krieg mehr mit. Genoffin Bohm- Schuch, oft unterbrochen von loren hat, so gilt es doch, ihn vorzubereiten für die Zeit, wo es immer wieder vorgebrachte Lüge der bürgerlichen Bresse von dem dem Beifall der Zuhörer, schloß mit der Aufforderung, auf alle Fälle mieder so weit sein fann. Die Notenbank verdankt ihre Entstehung Wohlleben, dem sich die arbeitenden Klaffen hingeben können. Bet gewappnet zu sein, um über furz oder lang in den Wahlkampf einübrigens einem sozialdemokratischen Antrag auf Erfassung der den Reden selber tam es nicht selten zu Zwischenfällen, die teilweise nisten verrieten eine geradezu findlich anmutende politische Aufzutreten. Schließlich noch folgende Ausführungen eines Kommu Balutamassen der Banten. Besonders interessant für uns geradezu erschütternd waren. Als z. B. die Genoffin Bohm- Schuch fassung. war Ellenbogens Nebenbemerkung, daß die durch ihre Einig über ein Gespräch berichtete, das sie von zwei kleinen Arbeiter. feit und Geschlossenheit ungemein starte österreichische Sozialdemokratie aus anderen Gründen als gewisse reichs- jungen angehört hatte, in denen sich die Knaben ihr Leid flagten, Das Kriegervereinshaus in der Chausseestraße mar bis auf deutsche sozialistische Parteien sich weigert, an der Regierung teil- weil fie oft hungrig ins Bett müßten, brachen den letzten Blaz gefüllt. Die Kommunist en verteilten zunehmen.( Die grundsägliche Beigerung, mit bürgerlichen Bar- anwesende Frauen in Tränen aus. Ein eisgrauer Mann quälte vor der Tür Flugblätter, in denen natürlich die Sozialdemokraten teien zusammen zu regieren, fennt die Zentralpartei der Internatio- fich mühsam an einem Stock durch die Menge auf das Podium, aufs ärgfte beschimpft wurden. Der Referent Genoffe Weigandtnale 2% nicht! Red.) Gegen die von der christlich- sozialen Re- ftellte sich als Vertreter der Sozialrentner, Unfallrentner, Geburts Bremen schilderte die schwierigen Verhältnisse der Bevölkerung gierung vorgeschlagene 3 mangshypothet auf allen Realbesitz früppel usw. vor, und erschütterte die Herzen der Anwesenden und die Notwendigkeit der Gesamtheit ein Eriftengminimum zu rebellieren die christlich- sozialen Agrarier. Das in St. Germain durch die Mitteilung, daß die Sozialrentner Mann und Frau sichern. Jenen Kreifen aber, die die Notlage des Volkes auszu monatlich mit 250 M. auskommen sollen. beuten versuchen, muß der Einfluß auf das Bolt genommen werden. Scharfe Abrechnung hielt der Redner mit den Kommunisten, die of jeder Verantwortung bar handeln und schuld daran sind, daß legenheiten wahrnehmen, um sich zu bilden. Ein guter Betriebsrat die Reaktion so frech wurde. Die jungen Genossen müssen alle Gea ist mehr wert, als ein geschulter Redner. Bei der Frage des In der Chauffeestraße. um die lebenswichtigsten Organe gebrachte Deutschösterreich bedarf einer nur in Jahrzehnten herbeizuführenden Steigerung feiner In den Vorträgen unserer Redner selbst tam noch zum Aus. Agrarproduktion, um sich selbst ernähren zu können. Dazu noch brud einmal das ganze ungeheure Elend, unter dem unser Bole den Ausbau der Wasserträfte und der unglaublich zerriffenen In zurzeit und im Grunde genommen einzig und allein durch den maßdustrie, und dann fann Desterreich lebensfähig sein. Es ist noch zu losen Egoismus der Kapitalisten zu leiben hat. Der Bedeutung retten, wenn ber entschlossene Bille dazu vorhanden ist. Zunächst des Augenblics wurden sich die Massen überhaupt erst bewußt, als Brotpreises handelt es sich um die Entscheidung zwi. follte sich Deutschland am Gründungskapital der Notenbank beteiligen nicht nur Ententeländer. Deutschlands Unternehmungs- die Rebner barauf hinwiefen, daß jetzt nicht allein die Frage zur schen der großen masse ber Berbraucher und der geist sollte auch die Deutschösterreich fehlende Industrie( Weberei, Diskussion stehe, ob der Brotpreis im freien Berkehr bis zu 60 m. Pleinen Menge der Erzeuger. Der Drud von rechts Glas, Borzellan) dort erstehen lassen. Wir wollen nicht pon den erhöht werden dürfe, sondern ob es das Bolt dulden dürfe, daß wird den Widerstand von links stärken. Nachdem der Redner Fremden folonisiert, mir wollen von den Brüdern ans Herz ge- durch den zu erwartenden Hunger an den Grundfesten der unter fautem Beifall geendet hatte, trat ein Kommunist auf. Schloffen werden! Republik gerüttelt werden solle. Den Rechtsparteien, Er beklagte sich fefort über Bergewaltigung, als die Versammelten In die sehr warm aufgenommenen Ausführungen schloß sich Deutschnationale und Deutsche Bellspartei, feien alle mittel recht, lichem Wortfchwall erklärte er, daß er aus den Kerkern der Ebertfeiner Rede nicht zustimmten. Mit Schauspielergefte und unglaubeine lebhafte Aussprache. um die Republik zu stürzen und wieder zu einer Monarchie zu Republic" täme. Dabei sah er rosig und überernährt aus und Uns tommen. Die Mehrheiten in den Versammlungen gingen begeistert wiffende konnten der Meinung sein, der Kugelrunde fäme aus para mit den Rednern mit. Oft wurden die Rebner durch rauschende diesischen Gefilden. Bon unseren Genossen wurden ihm die gebühBeifallsfalven unterbrochen. Die Kommunisten, die den Ehrgeiz renden Antworten auteil. hatten, in Zwischenrufen den dummen August zu markieren, wurden faft ausnahmslos von der Versammlung selber zum Schweigen gebracht. Im Verlauf des Abends zeigte sich immer flarer und deutlicher, daß die Massen bereits vollkommen auf die zu erwartenden Neuwahlen eingestellt sind und nur des Winkes harren, um in den Wahlkampf zu geben. Hermes- Akten des Reichstages. " In der Hafenhelde. 3m Südwesten der Stadt. In Tempelhof- Mariendorf. Die Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichstags behandelte den Untrag des Reichsministers des Innern, die Atten des Falles Hermes dem Generalstaatsanwalt beim Landgericht I auszu Im Schultheiß- Ausschant Fidicinstraße sprach fiefern. Der Ausschußberichterstatter, Abg. Brodauf( Dem.), Genosse Richard Fischer. Er wurde oft von startem erklärte, daß nach feiner Auffassung der Reichstag nicht verpflichtet Beifall unterbrochen, insbesondere schlug die Empörung über das sei, dem Gericht die Aften auszuliefern, da er feine Behörde" sei. Berhalten der Junker bei der Mitteilung von Einzelheiten hohe Abg. Warmuth( Dnat. Bp.) trat für Auslieferung der Aften ein. Wellen. Der fast einstimmige Beschluß der Versammlung, die Rede Abg. Levi( l. So3.) führte aus, daß der Reichstag feine Behörde Die in allen Versammlungen einstimmig angenommene Refo. zeit während der Diskussion auf 10 Minuten zu beschränken. sei und infolgedessen feinen Anspruch auf Geltendmachung des§ 96 Iution hat folgenden Wortlaut: wurde von dem Kommunisten Heidemann angegriffen, der aber der Strafprozeßordnung habe, der den Behörden die Ver Die Versammlung erwartet von der Reichstagsfraffion, daß fie nichts Sachliches gegen die Ausführungen des Genoenen Fischer vor weigerung von Aften ermögliche. Der genannte Paragraph mit aller Energie dafür eintritt, daß die Getreide- bringen konnte, sondern es sich gefallen lassen mußte, daß die Bolitic könne auf den Reichstag feine Anwendung finden, auch fönne die umlage nicht abgebaut wird und die Broinersorgung zu der Kommunisten von dem Referenten im Schlußwort trefflich Immunität, die die einzelnen Abgeordneten genießen, feinesfalls einem erträglichen Preise für das Bolt gelichert bleibt. Die Ber- charakterisiert wurde. Auch die übrigen Redner wurden von Fischer auf den Reichstag in seiner Gesamtheit angewendet werden. Auch fammlung wünscht, daß die Reichstagsfraffion vor feiner ihr zur völligen Zufriedenheit der Versammlung beantwortet. das Gutachten der Kommiffion zur Reform der Strafprozeßordnung aufgezwungenen Konfequenz zurückschredi. Die Ver- Resolution wurde mit großer Majorität angenommen. erklärt, daß die Aushändigung von Aften nicht in das Belieben fammlung wird im Kampje einmütig hinter den sozialdemokratischen des Vorsitzenden des Parlaments gestellt werden könnte. Im Inter- Vertretern im Reichstag siehen. esse der geordneten Prozeßführung sei es durchaus notwendig, daß Die fehr gut besuchte Versammlung nahm auch hier einen erdie Aften ausgeliefert würden, sofern nicht eine Gefährdung der freulichen Berlauf. Obwohl die Kommunisten durch FlugStaatsintereffen damit verbunden sei. Abg. Dr. Bell( 3tr.) schloß Lange vor Beginn ist der Saal überfüllt und immer blattverteilung vor dem Versammlungslokal versucht hatten, fich im wesentlichen den Ausführungen des Abg. Levi an und erflärt, neue Maffen strömen herbei. Wenn die bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratle Stimmung zu machen, erreichten sie in nach seiner Meinung bestände im allgemeinen das Interesse, im die Stimmung gesehen und gehört, speziell die flammende Rede der Diskussion sehr wenig. Sum allgemeinen Erstaunen der Bera Falle Hermes durch Auslieferung der Akten die Frage soweit als eines früheren Sentrumswählers, dann fähen sie: der Seiger fammlung prebigte der kommunistische Distuffionsredner Grundsätze, möglich zu flären. Man folle nicht den Anschein erwecken, als ob steht auf Sturm. Bon rauschendem Beifall oft die aus dem Görliher Programm der Sozialdemokratie entnommen der Reichstag in irgendeiner Weise in dieser Frage Partei ergreifen unterbrochen, fprach Reichstagsabgeordneter Genosse Jäder waren. Er mußte sich unter stürmischer Heiterkeit der Bersammlung Düffeldarf in großen Zügen und überzeugender Weise gegen die Brot sagen lassen, daß er nur versehentlich Kommunist" fei. Die Ansicht des Ausschusses wird, wie die" Dena" hört, als wucherer. Bollen sie die Fehde haben, das arbeitende Bolt ist auch die übrigen Anhänger feiner Meinung schienen das eingesehen Gutachten dem Aeltestenausschuß überwiesen werden, der die Ent bereit. Wir bleiben fest. Ein ungeheurer Tumult entsteht, als zu haben, denn bei der Abstimmung über die Resolution, die der So scheidung über die Akten trifft. ein Kommunist auf die Einheitsfront des Proletariata" zu zialdemokratie die volle Unterstützung auficherte, ergab sich reft tole sprechen tommt. Diese heuchlerische Sippe! In dem Augenblid, wo Einmütigteit. So nahm die Berlammlung trag ber nicht ganz Die Attentäter von Hamburg. die Maffen gegen den Brotwucher fämpfen, verbreitet man ein Flug bescheidenen tommunistischen Beeinflussungsversuche einen erfreuHamburg, 23. Juni.( Eigener Drahtbericht.) Es ist der Ham- blatt, das unsere Partei als die Bratwucherer bezeichnet. Hatte lichen Verlauf. Sie wird sich sicher in der Bevölkerung weiter ausburger Polizei nunmehr gelungen, den Urheber der Spreng die Genoffin Bartels in wirkungsvoller Rede die kommunistischen wirken und dort Verständnis für die sozialdemokratische Arbeit förperattentate zu verhaften, ble in den letzten Wochen Sprecher schachmatt gefeht, so wurden fie durch Genoffen eit schaffen. mann und den Referenten im Schlußwort geradezu geftäupt. Einige Hamburg immer wieder in Unruhe versetzten. Es handelt sich um einen 20jährigen Bolontär namens Schrader, der geständig fommunistische Raufbolde, die als Stoßtrupps die Versammlung ift. Man fand bei ihm mehrere Pfund Schwarzpulver, Patronen, tören wollten, tamen nur bis an den Saaleingang, wo sie sanft abBünder und Sprengtapfeln. Schrader stand in Verbindung mit geschoben wurden. Als bei Abstimmung über die Resolution einer Anzahl gleichaltriger Beute, bie für die Ausführung der bis- fich Tausende von Händen erhoben, da blitzten die Augen auf wie herigen Anschläge in Frage fommen und deshalb gleichfalls fest- zum Schwur: Reichstagsfraktion bleibe feft! genommen wurden. Zum Teil haben diese schon eingestanden, an den Anschlägen, die sich gegen das Revolutionsdenkmal fand eine sehr stark besuchte Bersammlung im Garten der Braue das Haus der Hamburger Bolkszeitung", die kommunistische Buchhandlung usw. richteten, teilgenommen zu haben. wolle. Revision im Killinger- Prozeß. Die Offenburger Staatsanwalt. schaft hat gegen das freisprechende Urteil in dem Prozeß gegen den Rapitänleutnant a. D von Killinger Berufung eingelegt. Auf dem Prenzlauer Berg Ja Lichtenberg. Die glänzend besuchte Versammlung in der Barfaue, in der Reichstagsabgeordneter Runze- Stettin sprach, spendete den Ausführungen des Referenten wiederholt lebhaften Beifall. Sachliche Ermiderungen wurden in der Diskussion durch die vertretenen Kommunisten nicht zutage gefördert. Die Versammlung nahm die Nesolution gegen drei Stimmen an. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die SPD. wurde die Versammlung geschlossen. rei Bößow statt. Etwa 3000 Personen faßen unter dem Auch in Charlottenburg und Schöneberg waren die Versammdichten Laubdach der Bäume und hielten auch dem Regen stand. lungen dichtgedrängt voll. In Schöneberg fand Genosse Kuttner Reichstagsabgeordneter Genosse Hartleib Hannover schilderte die die richtigen Worte, während in Charlottenburg Genosse Krügerwirtschaftliche Not des deutschen Boltes, die der Krieg hinterlassen Merseburg das Treiben der Agrarier ins richtige Licht fetzte. Die hat. Alle Lohn- und Gehaltserhöhungen find immer wieder durch Diskussionen fanden ihren Widerhall in den Schlußworten der die fortschreitende Leuerung weit überholt worden. Ursachen der Redner. Aufhebung der Beschlagnahme des Kappschen Vermögens. Das Teuerung sind die durch unsere Schadenersatzverpflichtungen verur Steglih. In der dichtbesetzten Aula des Engeums I sprach GeReichsgericht hat nach Antrag des Oberreichsanwalts beschlossen, daß fachte Geldentwertung und die Ausnuzung der Warenknappheit durch nosse Kontani, der u, a. auch die Aararler der bürgerlichen Redie Beschlagnahme des Bermögens Rapps aufgehoben wird, nachdem 23 u cher.( 3uftimmung.) Man wirft der Regierung vor, daß fie gierungsparteien scharf fritisierte. Im Schlußwort fertigte er einen er verstorben ist. gegen die Barafiten und Blutlauger nicht scharf genug vorgeht. Das Deutschsozialen" ab, der unserer Bartei u. a. Feigheit angedichtet Die deutsche Heringsfischerei flügelegt. Aus Curhaven mird deutsche Volt hat die jetzige Regierung den Wahlen non 1920 hatte. Kommunistische Zwischenrufer wurden so treffend abgeführt. gemeldet: Sämtliche Kapitäne, Steuerleute der Heringsfischer im zu danten.( Lebhafte Zustimmung.) Genosse Hartleib beleuchtete baß die Resolution schließlich einstimmig angenommen wurde. Ünterelbe-, Unterweser- und ostfriesischen Gebiet sind von den Reedern die Folgen des Abbaues der Zwangswirtschaft, der die Preise rapid entlassen worden, nachdem sie einen Schiedsspruch des Reichsarbeits- hat in die Höhe schnellen lassen. Er ging dann näher ein auf den Der Preußische Staatsrat stimmte am Freitag dem Gesetz zu, ministeriums abgelehnt hatten. Da auch die übrigen Mannschaften Kampf um den legten Rest der Zwangswirtschaft, wonach ab 1. Juni der Ausgleichszuschlag zu allen Be entlassen werden, wird die gesamte deutsche Heringsfischerei still um die Getreideumlage, gegen die von den Agrariern wütend amtengehältern gleichmäßig auf 105 Bros. festgesetzt wird. liegen. Sturm gelaufen wird. Keine Regierung würde den heutigen Brot: Das Gefeß, monach hotels, Pensionen ufm. an die Gemeinden eine preis festhalten fönnen. Aber gegen die Steigerung, die dem deutschen Steuer non 15 Broz. bei einem täglichen Entgelt von 10 bis 75 m. Bolt von den Agrariern zugedacht ist, sei schärfste Abwehr zu entrichten haben, die entsprechend den höheren Entgelten progeboten. Unter feinen Umständen fönne zugegeben werden, daß grefsiv bis zu 40 Proz. steigt, wobei Ausländer das Fünffache des noch weniger als 2 Millionen Tonnen Umlagegetreide bereitgestellt Steuerbetrages zu zahlen haben, welcher Saz auf das Zehnfache wird. Soll der Kampf gegen die Volfsauswucherung erhöht werden fann, wird in der Form angenommen, daß 20 m. erfolgreicher geführt werden, so muß aus diesen Zuständen das fteuerfrei bleiben, die Entgelte von 20 bis 50 m. mit 10 Proz. bedeutsche Bolt eine Lehre ziehen und bei tommenden Wahlen steuert werden und daß die Progression geändert wird. Stlösung in Koblenz. Amerikanisches Hauptquartier und französische Mission in Roblenz bestätigen, daß nächste Woche ungefähr 6000 Franzosen in der amerikanischen Zone stationiert sein werden. Nach einer Havas- Meldung wurden vom 15. Mai bis zum 15. Juni 70 Deutsche aus den befehten Rheinlanden ausgewiesen., weil ihr Berhalten gefährlich für die Sicherheit des Befagungsheeres sei. Gewerkschaftsbewegung Zohnkartell für die Gemeindebetriebe. Der Magistrat hat in einer außerordentlichen Sigung am 22. Juni unter Berücksichtigung der Verhandlungen mit dem Lohnfartell am 2. Juni 1922 nachstehende Lohnsäze angenommen: Die Erhöhung für die städtischen Arbeiter ergibt als Bollarbeiterlohn( für den über 24 Jahre alten Arbeiter): Arbeitergruppe ungelernte szlete gelernte . 9 Anfangs Nach einem Jahr 20,95 m. 21,45 m. Die übrigen Altersklassen erhalten: 21,55 P 22,60 ・ 22,05 23,10 " 14jährig 40 Proz. 15 16 17 50 55 10 60 18-21 21-24 A " 80 90 Die Verheirateten von 21 bis 24 Jahren werden wie die über 24 Jahre alten behandelt. Die Mindererwerbs* fähigen erhalten den Prozentsaz wie im Verhandlungsergebnis nom 2. Juni. Die Frauen erhalten 75 Proz. des Männerlohnes. Die Kinderzulage wird von 1 M. auf 1,20 M. für die Stunde erhöht. Außerdem beschloß der Magistrat, auf die neuen Junilohnsäge cinen Vorschuß bis zu 90 Pro 3. zu gewähren. Die Auszahlung dieses Vorschußes findet voraussichtlich am Freitag, den 30. Juni statt. nehmern tretben möchten. So verfandten fie vor einigen Wochen bereits an die Arbeitgeber einen Fragebogen, der sich auf einen evtl. Streif bezieht, in dem es am Schlusse als Fußnote in Fettbrud wie folgt heißt: Die Ausfüllung dieses Fragebogens liegt im ureigensten Interesse jedes Betriebes. Die wahnsinnigen Forderungen der Angestellten können beim besten Willen unsererseits Katastrophen zeitigen und zwingt uns der Selbsterhaltungstrieb, auf der ganzen Linie gewappnet dazustehen. Der 19. Genossenschaftstag. Die Konsumgenossenschaften für die Getreideumlage. fation, des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine, Die Jahrestagung der mächtigsten deutschen Konsumentenorgani. berechtigten, 321 nicht stimmberechtigten Vertretern und etwa 40 wurde am 19. Juni in Eisenach in Anwesenheit von 832 stimmGästen, Behörden, aus- und inländischer Genossenschaftsverbände, Gewerkschaften, von Lorenz( Hamburg) eröffnet. Begrüßungsaussprachen, in denen die verschiedensten Fragen gestreift wurden, hielten Beauftragte der Reichsministerien, der preußischen Regierung und viele ausländische Gäste. Die Arbeitgeber werden also zu entscheiden haben, ob fie einen Kampf im Gastwirtsgewerbe heraufbeschwören wollen. Die Arbeit nehmer aller Gruppen, gastwirtschaftliche Arbeitnehmer, Handwerfer, Heizer und Maschinisten, Musiker und kaufmännische Ange- Am zweiten Berhandlungstage besprach man den Geschäftsstellte, haben auf Grund des Verhaltens der Arbeitgeber ihnen die bericht des Vorstandes und deffen wirtschaftliche MaßForderung unterbreitet, bis Montag, den 26. d. Mts., ein Angebot nahmen unter besonderer Berücksichtigung der 3wangswirtzu machen, das als Grundlage neuer Verhandlungen dienen soll. fchaft und der Umsatzsteuer. Die scharfe Abweisung der InDie Arbeitnehmer- Organisationen halten die Anrufung eines anspruchnahme von Staats- und Gemeindefrebiten und die gründSchiedsgerichts schon jetzt für möglich. müssen jedoch auf direkte liche Behandlung der Ernährungs- und Steuerwirtschaft fanden Verhandlungen bestehen, um den Interessen der von ihnen ver- starte Zustimmung, der Aufruf zu rüftiger Arbeit für die genossenschaftlichen Ziele lebhaftesten Widerhall. Postabonnenten welche die Erneuerung des Abonnements für den nächsten Monat noch nicht vorgenommen haben, müssen sofort das Versäumte nachholen, wenn keine Unterbrechung in der Zustellung der Zeitung erfolgen soll Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Das Lohnfartell und die große Tariffommission des Lohnfartells hat am 23. Juni zu diesen Ergebnissen Stellung genommen und beschlossen, der Kollegenichaft die Annahme dieses Er. gebnisses zu empfehlen. Das Ergebnis bedeutet eine Erhögung der Juni- Löhne gegenüber den Mai- Löhnen für Vollarbeiter tretenen Arbeitnehmer gerecht zu werden. Die Arbeitgeber werden 1m 3,45 M. bis 3,60 m. für die Stunde. Die Funktionär Ver- sich also in den nächsten Tagen zu entscheiden haben, ob das fammlung findet am Montag, abends 6 Uhr, in Boeters Fest Berliner Gastwirtsgewerbe vor neuen Rämpfen sälen, Weberstraße 17( siehe Inserat) statt. steht. Gescheiterte Tarifverhandlungen. Streik im Mineralöl- und Fettgroßhandel? Bom Deutschen Transportarbeiter- Verband schreibt man uns: Erregung bei der Hoch- und Untergrundbahn. Die im Deutschen Transportarbeiter Verband organisierten Bom Deutschen Werkmeister- Verband wird uns geschrieben: gewerblichen Arbeiter und Kutscher sowie die Handwerker führen Am Mittwoch, den 21. Juni, fanden Tarifverhandlungen über einen schweren Existenzkampf zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Le Gehaltserhöhungen für den Monat Juni für die Angestellten Lage. Die Tattit der Arbeitgeber, welche ihre Interessenvertretung der Hoch- und Untergrundbahn mit dem Arbeitgeberverband der in die Hände des Groß- Berliner Arbeitgeber- Verbandes gelegt Deutschen Straßenbahnen, Kleinbahnen und Brivateisenbahnen, haben, geht dahin, die Arbeiter, welche eine ganz besondere Schwer Untergruppe Hoch- und Untergrundbahn, statt. Die stundenlangen arbeit zu verrichten haben, mit ganz minimalen Löhnen abzuBerhandlungen konnten zu feiner Einigung führen, da das Angebot herart gering war und feinesfalls den Teuerungsverhältnissen des Monats Juni entsprochen hätte. speisen, während die Arbeitgeber selbst durch ständige Preiserhöhungen hohe Profite für sich herauswirtschaften. Die jetzigen Löhne betragen für Arbeiter und Kutscher 815 M. Seitens der Arbeitnehmer und beteiligten Organisationen wurde pro Woche, Handwerker erhalten einen Lohn von 875 M. pro Woche. beschlossen, den Schlichtungsausschuß anzurufen. Die Erregung Die eingerreichten Lohnforderungen, welche 1250 bis 1300 m. in den Kreifen der Angestellten der Hoch- und Untergrundbahn ist betragen, wurden als unsinnige Forderungen" und als undistutieraußerordentlich groß, und dürfte, wenn feitens der aufsichtsführenden bar" zürückgewiefen. Die Verhandlung am 22. Juni 1922 vor dem Behörde keine zufriedenstellende Regelung vorgenommen wird, Schlichtungsausichuß konnte wegen nicht ordentlicher Besetzung der damit zu rechnen sein, daß schwere Komplikationen für das reifende Kammer nicht stattfinden. Da die Arbeitgeber jede fich bietende Gelegenheit benutzen, die Verhandlungen zu verzögern, ist die Zur besseren Illustration seien hier einige Gehaltszahlen des Arbeiterschaft in eine begreifliche Erregung verfekt. Die ArbeitMonats Mai genannt: nehmer sind nicht willens, die Bewegung monatelang wie das Es beträgt z. B. das Anfangsgehalt eines Bureauassistenten letzte Mal verschleppen zu lassen. Sollten die Arbeitgeber nicht 3600 m. und nach 16 Dienstjahren 4160 M. Ein Aufsichtsbeamter sofortigem Verhandeln bereit sein, wird eine Vollversammlung im Außendienst erhält ein Anfangsgehalt von 3600 M. und nach sich mit dieser Angelegenheit beschäftigen und wird der Streit 16 Dienstjahren 3968 M. Für einen Bahnmeister und Meister in beschluß unvermeidlich sein. den Werkstätten beträgt das Anfangsgehalt 4011 m. und nach 16 Dienstjahren 4912 M. Bublifum eintreten. Jedem Einsichtigen muß bei zugefichtkommen dieser Gehaltszahlen zur Erkenntnis tommen, daß mit derartigen Gehältern fein Angestellter feinen Verpflichtungen nachkommen fann, auch dürfte diese Erkenntnis wohl bei der Hochbahn- Gesellschaft vorausgesetzt merden. Erfolgt eine zufriedenstellende Regelung nicht, so müssen die beteiligten Organisationen sowohl als auch die Angestellten der Hoch- und Untergrundbahn jede Berantwortung für das, was in den nächsten Tagen geschehen tönnte, ablehnen. Lohnkrise im Gastwirtsgewerbe. Transportarbeiter im Berliner Papier- und Pappengroßhandel, Buchdrudereien, Buchbindereien, Briefumschlag- Curuspapierbranche. Abschluß der Lohnbewegung. Die neuen Lohntarife für den Monat Juni find zum Abschluß gelangt und können die Tarife gegen Mitgliedsausweis im Bureau des Deutschen Transportarbeiterverbandes, Engelufer 24/25 II, Zimmer 31, in Empfang genommen werden. Wirtschaftskrise als Streiffolge. Infolge des spanischen Metallarbeiterstreifs liegen 67 Schiffe mit insgesamt 170 000 Tonnen ohne Beschäftigung im Hafen von Bilbao. Aehnlich liegen die Verhältnisse wegen des Bergarbeiterstreits in den afturischen Häfen. Die Bahl der Streikenden in den Gruben von Asturien und in dem Beden von Bilbao übersteigt 30 000. Die gestern stattgefundenen Tarifverhandlungen im GastwirtsGemerbe find gescheitert, so daß die Gefahr neuer Rämpfe in diesem Gewerbe in den Bordergrund gerückt ist. Die Arbeits geber erklärten, die Forderungen der Arbeitnehmer als eine„ Provofation" und lehnten ab, auf der Grundlage der Forderungen überhaupt zu verhandeln. Gefordert werden für den ungelernten Arbeiter im Durchschnitt 810 M. pro Woche. In Magdeburg merden, ganz abgesehen davon, daß in Berlin Löhne unter 900 Mt. für diese Gruppe fast in feinem Gewerbe mehr vorhanden sind, für den ungelernten Restaurant- Hausdiener über 21 Jahre 794 m. bereits gezahlt. Wie man unter diesen Umständen die gestellten Forderungen als Provokation bezeichnen fann, bleibt das Geheimnis der Arbeitgeber. Anscheinend sind auf seiten der Arbeitgeber Kräfte am Wert, die es zu einem Kampf mit den Arbeit- pro Stunde. Einigungsverhandlungen in der italienischen Metallindustrie. Die italienische Regierung hofft, den vom Genueser Metallarbeitertongreß beschlossenen Generalstreit noch beschwören zu können. Der Arbeitsminister Barba hat zu diesem Zweck die Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber nach Rom berufen, um sie zu einer Einigung über den Lohnabbau zu bewegen und so den Ausbruch des Generalstreiks, der für Donnerstag geplant ist, zu vermeiden. Glaser. Ab Montag, den 26. Juni, beträgt der Lohn für Glafer 32 9. Die Ortsverwaltung. Sodann wurde eine Entschließung gegen die Umsatzstener angenommen, in der es u. a. heißt: „ Der Genossenschaftstag hält die beschlossene Umsatzsteuer für eine Sondersteuer für Genossenschaften, um so mehr, als nach der Erklärungen der Regierung die übrigen Gewerbetreibenden im Deutschen Reiche 40 Prozent dieser Steuer niicht bezahlen, während die Genossenschaften diese Steuer restlos abliefern müffen, und beschließt, daß mit allen zu Gebote stehenden Mitteln von der Reichsregierung und von dem Reichstag verlangt werden muß, daß diese die Genossenschaften zu Unrecht belastende Steuer aufgehoben wird". In der Resolution zum Bericht des Vorstandes wird u. a. gesagt: „ Der Genossenschaftstag hält es für dringend notwendig, daß die Reichsregierung im Benehmen mit den Produzentenkreisen und den genossenschaftlichen Verbraucherorganisationen Maßnahmen trifft oder fördert, die es ermöglichen, daß alle wichtigen Nahrungsmittel und Bedarfsartikel in genügender Menge und zu erträgwerben fönnen. Insbesondere fordert der Genossenschaftstag. die lin Preisen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt Reichsregierung auf: 1. Die bisher bestehende Brofgetreidewirtschaft auch im neuen Erntejahr beizubehalten unter Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Besitzverhältnisse; 2. Sicherungen zu treffen, daß die auf Lieferungsvertrag abgefchloffenen artoffel mengen auch wirklich zur Ablieferung gelangen und daß das Verkehrsministerium für die Berfrachtung eine bevorzugte Wagengestellung anordnet; 3. die ausreichende Versorgung der Konsumgenossenschaften mit 3uder für deren Mitglieder, gegebenenfalls durch behördlichen Eingriff erhöhte Einfuhr oder sonstige Vorkehrungen, sicherzustellen; 4. den wucherischen Preisbildungen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln wirffam entgegenzutreten. Die Konsumgenossenschaften sind die berufenen Bertreter der Verbraucher und als solche haben sie die Aufgabe, alle Bedarfsgegenstände unter Ausschaltung des verteuernden Zwischenhandels für ihre Mitglieder zu beschaffen. Bei der Bedeutung, die die Konsumgenossenschaften in unserem Wirtschaftsleben haben, und in der Würdigung des Umstandes, daß durch deren Wirksamkeit insbesondere eine Besserung der wirtfchaftlichen Lage der minderbemittelten und der werktätigen Bevölkerung herbeigeführt wird, kann nicht bestritten werden, daß eine allseitige und tatkräftige Förderung der Bestrebungen der Konsumgenossenschaften durch Staat und Gemeinde auch im allgemeinen Bolfsinteresse liegt. Es muß deshalb vont Reich, vom Staat und der Gemeinde gefordert werden, daß alle die Tätigkeit der Konsumgenossenschaften einschränkenden Gesezesbestimmungen beseitigt werden. Berant. für ben rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für AnBorwärts- Buchdruderei u. Berlagsanftalt Baul Singer u. 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Für Wir erreichen den Scharmützelsee vom Görlitzer Bahnhof über eiszeitlichen Schmelzwassern eingeebnet wurde, so daß nur noch alle jene notabene, die entweder das Geld oder einen guten BerKönigswusterhausen( umsteigen) und Storkow; bei den Zügen von einige Kuppen stehen blieben. Von der Berghöhe leuchten zur wandten haben. Aber es liegt in dem Wort, ohne daß man es der Stadtbahn auch in Niederschöneweide umsteigen. Sonntags Sonnenwendfeier die Feuer, die unsere Jugendgenossen dort ent- ahnt, auch eine ganz leise Wehmut versteckt, denn mit diesem Tag rückfahrkarten, die zur Hinfahrt schon am Sonnabend von 3 Uhr an zündet haben, weit über das Land. Wie sie unseren Vorfahren einst haben wir bereits die Höhe des Jahres und der Sonne erreicht, und berechtigen, III. Klasse 27 M., IV. Klasse 21 M. Vom Bahnhof, ein Zeichen des Sieges des Lichtgottes Baldur über die Mächte des in den Tagen, in denen mit den Feriensonderzügen die sommerliche der am Südende des Sees liegt, bietet sich ein schöner Blick über Winters waren, so sollen sie uns die Unterdrückung des geistigen die weite Wasserfläche des 10 Kilometer langen, durchschnittlich Dunkels durch das Licht der Wahrheit und Erkenntnis fünden. Stimmung ihren Höhepunkt erreicht, nimmt das Licht bereits wieder 1,5 Kilometer breiten und bis zu 28 Meter tiefen Scharmüßelsees. Nördlich der Gosener Berge liegt das Dorf Gosen, das 1754 um Minuten ab. Er gehört zu den Rinnenseen, die von den eiszeitlichen Schmelz- angelegt und mit Auswanderern aus der Pfalz besiedelt wurde. Jetzt sind wir, ohne daß wir es gewahr wurden, auf der Höhe wassern ausgefurcht wurden. Fontane, der Altmeister märkischer Ein Teil der ursprünglichen Doppelhäuser ist noch erhalten. Wir des Jahres, und die immer forglose Jugend geht am Sonnabend Wanderei, nennt den Scharmützelsee ein brandenburgisches Meer", wandern nördlich zum Ort hinaus und kommen am Forsthaus hinaus, läßt auf den Bergen die Sonnenwendfeuer auflodern und wo alle intimen Schönheiten der Mark vertreten sind. Waldige Fahlenberg vorüber nach Müggelheim, am Nordende der Großen fingt dazu ihre fröhlichen Heimatlieder. Hügel umfränzen ihn, oder auf den Bergen liegen liebliche Dörfer Krampe. Auf dem einfachen Friedhof' dieses stillen Dörfchens ruht Ein wahres Glück, daß die Polizei ein Einsehen gehabt und mit wɔgenden Kornfeldern und alte Herrensize, versteckt wie Adler- der Arbeiterwanderer und Naturfreund Kurt Grottewiz, dessen die See- und Flußufer zum Baden freigegeben hat, so daß die Behorste. Die Besiedlung reicht zurück bis in die vorgeschichtliche Todestag sich am 16. Juli zum 17. Mal jährt. Seine Bücher völkerung die Möglichkeit hat, die Fahrtunkosten durch das freie Zeit, wie zahlreiche Funde beweisen. Im Norden begrenzen die Sonntage eines großstädtischen Arbeiters in Soldatenberge bei Petersdorf den Blick, die dem End der Natur" und„ Unser Wald", die beide im Verlag der Baden zu ermäßigen, und mit dem angenehmen Gefühl, das ermoränenzug südlich von Fürstenwalde angehören. Vom Bahnhof Buchhandlung Borwärts erschienen sind, sollten von jedem Wan frischende und fühlende Maß per naß zu genießen, sich in den Scharmüßelsee wandern wir nach dem nahebei gelegenen Dorf derer immer wieder gelesen werden. Bon Müggelheim führt die Spree, Havel- und Dahme-, Löcniz-, Pante- und Nuthewellen den Wendisch- Rietz. Wir überschreiten den Kanal, durch den der Chaussee bald wieder in den Wald. Links erheben sich die Müg- politischen und wirtschaftlichen Werger für ein paar Stunden herabSee mit der Wasserstraße der Dahme und Spree in Verbindung gelberge, rechts liegt der Große Müggelsee. Wir steigen zuspülen. Die zunehmende Unmöglichkeit aber, sich nach alter guter steht. Nach dem Berlassen des Ortes wenden wir uns rechts ab zu ihm hinab und folgen dem Uferpfad bis zur Fährstelle nach Sitte allerlei Kummer mit dem Inhalt des geliebten Henfeltöppchens nach Schwarzhorn, einem Jagèschloß mit Zinnen und Turm. Friedrichshagen. Hier laffen wir uns übersehen und wandern durch herunterspülen zu können, scheint uns eines Tages wieder zu den Hier haben wir das Westufer des Scharmüßelfees erreicht. Un- den Ort zum Bahnhof.( Weglänge 23 Kilometer.) mittelbar am See, durch Wald wandern wir gen Nord bis in die Nähe der Silberberger Ziegelei. Wenn es möglich ist, bleiben mir auch weiterhin am See, sonst menden wir uns landeinwärts nach Silberberg und dann wieder hinab zum See an der Ziegelei. Von der Ziegelei wandern wir am See weiter bis turz Dor Saarow, das auf einer sich weit in den See erstreckenden Halbinsel liegt. Die Umgebung des nördlichen Teils des Schar mügelfees ist im letzten Jahrzehnt völlig umgestaltet worden. Bruntbauten mit allem Drum und Dran sind entstanden, wodurch die natürliche Schönheit und Eigenart der Landschaft leider verloren. gegangen ist. Am Nordende des Sees lag früher das bescheidene Wirtshaus Pechhütte. Von hier überschauen wir noch einmal das brandenburgische Meer" in seiner ganzen gewaltigen Ausdehnung. Wir wandern von Saarom über Reichenwalde nach Storkom, einem ruhigen, freundlichen Städtchen am Großen Storfower oder Dolgensee; es führt einen Storch im Wappen. Die Stadt wird urkundlich zum erstenmal 1209 genannt. Aus dem wendischen Ursprung ihres Namens ist zu schließen, daß der Ort in der Wendenzeit eine Stelle war, an der Markt gehalten murde. Mithin muß die Siedlung schon damals eine größere Bedeutung gehabt haben. Wir durchwandern die Stadt bis zum Bahnhof und treten von hier die Heimfahrt über Königswusterhausen ( umfteigen) an.( Weglänge 23 Kilometer.) Die Gosener Berge. Die Gofener Berge erreichen wir vom Bahnhof Eichwalbe. Schmödwig der Görlizer Bahn( bei den Zügen von der Stadt bahn in Niederschöneweide umsteigen). Durch die Siedlung, Eichwalde wandern wir nach Schmod mig, jegt ein vielbesuchter Ausflugsort, der auf ein hohes Alter zurückblickt. Schon zur Wendenzeit bestand hier eine Siedlung. Der Ort liegt am Zusammenfluß mehrerer großer Seen. Von Süden tommt der Beuthener See, der von der Dahme oder Wendischen Spree durchfloffen wird, die gen Nord in ſeenartiger Erweiterung nach Grünau und Köpenid fließt. Eine buchtartige Erweiterung der Dahme im Norden ist die Große Krampe. Von Often erstreckt sich der Seddinjee bis Schmöckwitz. Wir überschreiten die Dahme und sind auf dem schön bewaldeten Schmöd mizer Werder, eine von Seddin-, Croffin- und Zeuthener See begrenzte Halbinse. Das Werder diente Hans Kohlhase( 1538) als Schlupfwinkel, jenem havelländischen Roßhändler, der sich sein Recht gegen raubritterliche Willtür selber suchte und dafür hingerichtet wurde( 1540). Nach Ueberschreiten der Brücke sogleich links ab, am Ufer des Geddinsees bis zum Oder Epreefanal, der hier den See verläßt und eine bequeme Wasserstraße zur Oder bildet. Eine Brücke führt über den Kanal. Jenseits halblinks zum Wirtshaus 3 wiebusch. Destlich vom Seddinfee ragen die Gofener Berge auf; ihr höchster Gipfe ist 63 Meter hoch, er erhebt sich 31 Meter über den Seddinfee. Bon der Schillerwarte, die den Bergzug frönt, haben wir eine prächtige Aussicht auf das ausgedehnte Waldgebiet, das von zahlreichen 39] Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frant. Der Student sprang von seinem Siz auf und starrte seinen nimmermüden Beiniger aus meit aufgerissenen Augen erschreckt an. Da jei Gott vor." stammelte er. " " Hm," meinte Tudolin gleichgültig. Es kann doch auch ganz zufällig geschehen sein... Um jedoch zu Herrn Diest zurüdzukehren, der Ihnen, wie Sie selbst zugegeben haben, jedes weitere Zusammentreffen mit seiner Tochter unzweideutig untersagt hat?" " " Richtig." Ein Verbot, an das Sie sich jedoch nicht gehalten haben?" Meine Neigung zu dem Mädchen. " Ist gleich stark geblieben?... Das woliten Sie doch fagen, nicht wahr? Merkwürdig bloß, daß die Gefühle Ihrer Braut, die Sie demnach irgendwie verletzt haben müssen, sich nicht auf der gleichen Höhe zu erhalten vermochten!" Der Oberkörper des Studenten pendelte zwischen den beiden marionettenhaft steif und stramm sizenden Polizeisoldaten hin und her, während sein hilfeheischender Blick im Raum umherirrte, sich an Kanten und Ecken wundstieß, wie ein Schmetterling, der in ein Zimmer sich verirrt hat und den Weg ins Freie nicht mehr zu finden vermag. Wie wird das Sonntagswetter? NW N. NO W< too SW.. Sturm Regen und Veränderlich Schon Wind Gewitter 220 3030 2010 10 0 0 10 10 mittelalterlichen Zuständen zu führen, wo jedermann sein eigener Brauer war. Dazu wäre allerdings notwendig, daß die Siedler und Kleingärtner nicht nur Kartoffeln und Gemüse, sondern auch Gerste anbauen, wie es ja mancher schon mit dem Tabak versucht. Allen durftigen Seelen sei aber zum Schluß das Rezept sommer lich fühlen Trantes nicht verschwiegen. Man toche Waffer mit Banille und gieße das fochende Wasser über ein wenig chinesischen Tee, so daß das Ganze leichten Geschmack und leichte Färbung hat. Danach füge man Zucker und Zitronensaft nach Belieben hinzu. Das Ganze muß gefühlt werden und trinkt sich besonders gut am Feierabend auf dem Balton im Kreise guter Freunde. Milch mit Arsenik. Ein Ehemann unter Giftmordverdacht. Mit der sehr seltenen Anklage wegen Giftmordes hat sich in einer mehrtägigen Berhandlung das Schwurgericht des Land. gerichts I unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors Dr. Wergert zu beschäftigen. Angeflagt wegen Mordes, begangen an seiner Ehe frau, ist der 38jährige Heizer Paul Marcza f. Am 15. Juli v. J. verstarb die Ehefrau des Angeklagten unter Krankheitserscheinungen, die den praktischen Arzt Dr. Herrnberg zur Ausstellung eines Totenscheins veranlaßten, in dem als Todesursache Zu Beginn der Woche rückte ein sehr umfangreiches Hoch- afuter Magen- und Darmfatarrh infolge Genusses schlechten druckgebiet von Irland und England langsam gegen West- und Fleisches" angegeven war. Der Angeklagte legte eine angeblich von Mitteleuropa vor. Nach zahlreichen, zum Teil sehr ergiebigen feiner Ehefrau unterzeichnete Willenserklärung vor, nach Gewitterregen und beträchtlicher Abkühlung klärte sich daher ber die Leiche verbrannt werden sollte, und betrieb die Feuerder Himmel am Sonntag zunächst in Westdeutschland, etwas später bestattung mit einer auffälligen Eile. Auf Grund anonymer Schrei auch zwischen Elbe und Weichsel auf. In den folgenden Tagen blieb das Wetter außer in der Provinz Ostpreußen in ganz Deutsch- ben tauchte jedoch plötzlich der Verdacht des Giftmordes land trocken und es wurde auch wieder wärmer. Am Mittwoch gegen den Angeklagten auf. Die Leiche wurde beschlagnahmt, geburg bis auf 25. in Hamburg bis 26, in Mainz bis 27, in Frank- zur chemischen Untersuchung überwiesen. Dieser stellte das Bor nachmittag stiegen die Temperaturen z. B. in Breslau und Magde- öffnet und die Eingeweide dem Gerichtschemifer Dr. Paul Jeserich furt a. M. bis 28 und in Karlsruhe bis 29 Grad Celsius. In der handensein einer erheblichen Menge arseniger Säure Nacht zu Donnerstag traten jedoch, während sich vom Atlantischen in den Leichenteilen fest; die weiteren Ermittlungen ergaben, daß Ozean der schottischen Westküste ein kräftiges Tiefdruckgebiet Frau Marczak zwei Tage vor ihrem Tode des Nachts eine Nachnäherte, an vielen Stellen des westdeutschen Binnenlandes Gewitter barin geweckt und diefer gegenüber über startes Erbrechen und und leichte Regenfälle ein, die sich im Laufe des Tages weiter ostwärts ausbreiteten und am Freitag vermehrten. In Mittel- Magenschmerzen geflagt habe. Sie erzählte, daß sie Milch geeuropa hat sich ein Teiltief ausgebildet und an der Süd- trunken habe, die ihr Mann aus dem Kuhstall geholt und die eigenund Südwestseite des inzwischen bis zur Nordsee gelangten tümlich metallisch geschmeckt habe. Außerdem befundete der Sohn atlantischen Tiefdruckgebietes scheinen weitere Teiltief- des Angeklagten, daß er gesehen habe, wie Bater aus einer großen drucke in Entwicklung begriffen zu sein. Beim Vorüber- Tüte weißen Zucker" in die Milch geschüttet habe. Da sich außer gehen eines jeden von diesen finden an den meisten Orten mehr dem noch herausstellte, daß die Erklärung bezüglich der Feuer oder weniger ergiebige Niederschläge statt, während dazwischen beftatfung nicht von der Frau M. herrührte, sondern auf die Bewölkung immer rasch wieder abnimmt. Wir haben daher Ersuchen des M. von einer Hausbewohnerin nachträglich ge auch für Sonnabend und Sonntag einen Wechsel zwischen Sonnenschein und längeren oder schrieben worden war, wurde Marczak unter dem dringenden kürzeren Regenfällen zu erwarten. Dabei dürfte Verdacht des Giftmordes verhaftet. sich der Wind unter Verstärkung allmählich nach Westen, vorübergehend nach Nordwesten drehen und die Temperaturen nicht unbedeutend sinken. öfteren Bor Gericht bestritt er mit aller Energie, seine Frau ermordet zu haben. Rechtsanwalt Dr. Sad trat einen umfangreichen Beweis nach der Richtung hin an, daß offenbar ein Selbstmord der " P die Tür, trotz des Verbotes, das der Präfett erlassen hatte, Nun brach der Student seinerseits in Tränen aus; er aufgerissen wurde und ein hochgewachsener, breitschultriger rang die Hände, schlug sich mit beiden Fäusten vor die Stirn Mann in das Zimmer stürzte, dessen gerötetes Gesicht, das von und stieß unartikulierte Laute aus, während der alte Diest inzwei lang herabreichenden Bartfahnen flankiert wurde, den zwischen die Beine des Studenten umfaßt hatte, auf dessen Ausdruck heftigster Erregung zeigte. Der Mann sprang förm- Schoß er seinen Kopf fallen ließ. Wo ist meine Erika gelich über die Schwelle und ließ seinen Hut auf den Boden blieben..?" stöhnte er. Ich will bloß wissen, ob sie noch tollern. Der Biberfragen seines Mantels hatte sich aufge- lebt! Erita, mein einziges Kind!" richtet. Mit dem Ausruf: Mein Kind, mein armes, unglück- Klaus Garbisiander, den der Schmerz des Vaters um liches Kind!" stürzte der Eindringling, ehe ihn jemand hindern seine verlorene Tochter gewaltig rührte, war tief erschüttert. fonnte, auf den Studenten Dmochowski los und hieb mit beiden Es war nunmehr seine felsenfeste lleberzeugung, daß DmoHänden nach seinem Hals. Der Angegriffene, des lleberfalls chowski nicht der Verbrecher war, zu dem der mitleidslose Herr nicht gewärtig, stieß, anstatt eine Parade zu wagen, die beiden Tudolin ihn gern gestempelt hätte. Das grenzenlose Leid, das Arme in die Luft, während sein Gesicht, auf dem die Todes in die astetischen, ausgemergelten Linien dieses Gesichts geangst sichtbar war, gegen die Stuhllehne gepreßt wurde; über- zeichnet war, fonnte weder Maske noch Berstellung sein; der dies strampelte und stocherte er mit den in wilden Abwehrbe- unglückliche Mensch dauerte ihn ebenso, wie der noch immer wegungen zuckenden Beinen, zwischen die der Angreifer sich auf dem Teppich kniende Bater, und er mußte an sich halten, gedrängt hatte. um nicht eine Handlung zu begehen, die Herrn Tudolin böse gemacht und die er selbst nachher bereut hätt. Im nächsten Augenblick war der Bann, der über die Infassen des Zimmers sich gebreitet hatte, gewichen; die zwei Polizisten waren aufgesprungen und dem atemlos zappelnden Studenten zu Hilfe geeilt, während Garbislander seinen Platz verlassen und den schier toll gewordenen alten Mann entschlossen am Arm gepackt hatte. Da die wenigen Worte, die der Tobende gerufen, der deutschen Sprache angehört hatten, verstand der Schriftsteller blitzschnell die Bedeutung dessen, was oor seinen Augen sich abspielfe, und er mußte, daß er den Kaufmann Diest vor sich hatte, den verzweifelten Vater, den er nun von seinem bedauernswerten Opfer losgureißen bemüht war. Auch der Präfekt hatte sich erhoben und versuchte durch 3urufe auf den Tobenden begütigend einzuwirken, der sich jedoch von all dem nicht einschüchtern ließ, der blind und taub und fühllos schien und dessen Hände eisern den mageren Hals des Studenten umschlossen hielten, den sie um feinen Breis freigeben wollten. Garbislander fand es mit Rücksicht auf ihn als Zuhörer, der der Landessprache nicht mächtig war, rücksichtslos, daß der Präfeft noch feine Bause hatte eintreten lassen, ihm erschien jedoch auch die Folterung des Studenten unmenschlich, den er jetzt, nachdem er ihn solange betrachtet hatte, mit ganz anderen Augen sah als früher, da er ihn für den zu allem fähigen Verbrecher gehalten hatte, und der ihm nun, von dessen Schuldlofigkeit er gegen jede Bernunft eigentlich überzeugt war, mie ein Märtyrer erschien. Zugleich sagte er sich erneut, daß dieser Fall ihn nichts anging, während er das bittere Unrecht empfand, daß Reuß zugefügt wurde, um den sich niemand Garbislander arbeitete mit dem Aufwand seiner ganzen fümmerte und den man völlig vergessen zu haben schien. Er Kraft, so daß es ihm schließlich mit Hilfe der beiden Polizisten hätte seine Zeit wahrhaftig nugbringender verwerten fönnen, gelang, Diest von dem Studenten zurückzureißen, der nach als hier zu figen, da er Frage und Antwort eintönig abrollen Luft schnappte und einer Ohnmacht nahe war. hörte, ohne beide zu verstehen. Und er legte sich abermals Der alte Mann fiel, ohne auf die drei Männer, die ihn die Frage vor, ob er denn wirklich darum die weite Reise an Armen und Schultern festhielten, zu achten, auf die Knie unternommen hatte? nieder, rutschte, die gefalteten Hände hoch erhoben, bis vor In diesem Augenblic fam es zu einer unvorhergesehenen, Dmochowski hin und wimmerte:" Wo ist mein Kind? Wo ist unwahrscheinlichen Unterbrechung des Verhörs, indem nämlich| meine Erifa? Sagen Sie mir doch, wo Sie sie gelassen haben?" " Der Präfekt bemühte sich angestrengt, den alten Herrn wieder auf die Beine zu bringen. Beruhigen Sie sich doch, Herr Diest," sagte er. Es geht nicht an, daß Sie das Verhör länger aufhalten Wir werden bald damit zu Ende sein. Wenn Sie Lust haben, dürfen Sie hier bleiben und zuhören.. Der alte Diest erhob sich nach einiger Anstrengung und ließ sich zu einem Sessel führen, auf den er sich niederfallen ließ. Tudolin richtete an den Protofollführer eine Aufforde rung, worauf dieser aus der Flasche Wasser in das Glas goß, das er dem Studenten reichte, der es mit einem dankbaren Blick in Empfang nahm und hierauf mit durftigen Zügen daraus trant Der Präfekt hatte wieder seinen früheren Platz einge nommen, und auch Klaus Garbislander, der darüber erfreut war, daß der aufregende Zwischenfall vorübergegangen war, hatte sich, wie ehedem, in feine Ede zurüdgezogen. Da das Berhör natürlich in russischer Sprache fortgefeht wurde, be dauerte er diese Tatsache empfindlicher als vorhin, da der Fall des Studenten ihn seit zehn Minuten lebhafter zu interessieren begann. Er nahm sich vor, darüber später ausführlich mit dem Präfekten zu sprechen, ihm vor allem seine Ansicht mitzuteilen, daß er den Studenten nie und nimmer für schuldig, eines Mordes für unfähig haite, und daß er daher glaube, daß die Behörde, was diesen Berdacht und solche Spur anlange, auf dem Holzwege sich zu befinden scheine.( Forts. folgt.) Frau M. vorliege. Er überreichte u. a. auch einen Brief der Toten vom 1. Juni, in dem diese erklärte, fie wolle sich das Leben nehmen. Da diese Beweisführung der Verteidigung die Ladung neuer Zeugen notwendig machte, mußte die Verhandlung auf Dienstag, den 27. Juni, vertagt werden. Der Leichenfund in Sohennenendorf. Die Untersuchungen zur Aufklärung des Leichenteilfundes in einem Wasserpfuhl bei hohenneuendorf gestalten sich so schwierig, daß der Chef der Berliner Kriminalpolizei, die nunmehr die ganzen Ermittlungen leitet und führt, Oberregierungsrat Hoppe, für diesen Fall eine besondere Mordkommission gebildet hat. Zugleich ist für die Aufklärung eine Belohnung von 10000 tarf ausgesetzt worden. Auf besondere Schwierigkeiten stößt schon die Feststellung der Persönlichkeit des zerstückelten Mannes, zumal da noch wesentliche Leichenteile fehlen. Gestern nachmittag fand im Institut für Staatsarzneifunde eine Besprechung statt, die sich mit der unbekannten Persönlichkeit befaßte, die nach den bisherigen Ermittlungen ohne Zweifel ermordet, zerstücelt und in Stücken nach dem Fundort geschafft worden ist, aller Wahrscheinlichkeit nach von Berlin aus. Das Ergebnis war der Beschluß eines Aufrufs an das Publikum. Er wurde in die Form eines Säulenanschlags gekleidet, der alsbald angeschlagen werden soll. Abenteuerliche Flucht eines Verbrechers. Vanderveldes Erlebnisse. Wie wir bereits meldeten, fand am gestrigen Vormittag überwinden hatten. Wir durften sogar während des Prozesses mit in den Räumen des sozialdemokratischen Parteivorstandes eine ihnen gemeinsam Mittag effen. Zwei von ihnen, der Genosse Konferenz statt, in der die belgischen Genossen Bander Altowski und die Genoffin Eugenie Ratner, wurden uns vel de und Wauters der hiesigen Auslandsvertretung der sogar als Dolmetscher während der Berhandlungen beigegeben russischen Sozialrevolutionäre und den anwesenden Mitglie- und fazen dabei zwischen den Verteidigern. dern unseres Barteivorstandes Bericht über ihre Tätigkeit und niederzulegen, haben Rosenfeld, Liebknecht und ich ein gemein. Ueber die Gründe, die uns veranlaßten, die Verteidigung Erlebnisse in Moskau erstatteten. Aus den eingehenden Aus- sames Exposé und Manifest unterschrieben, das in der fühungen Banderveldes entnehmen wir folgendes: fozialistischen Breffe Europas gleichzeitig erscheinen wird.( Am Sonntag, Red.) Ich will mich daher darauf beschränken, als Grund unserer Abreise die " 1 Verletzung der Berliner Vereinbarungen 2. die volle Oeffentlichkeit der Berhandlungen, Wir passierten die russische Grenze auf der Hinreise am 23. Mai, und bereits auf der Grenzstation hatte ein anwesender Redakteur der Brawda" der Menge unsere Anwesenheit im Zuge mitgeteilt, worauf diese sich zuerst an Rosenfeld, sodann an mich mandte mit der Frage, warum wir die Verteidigung der sozialrevolutionären in dreifacher Hinsicht hervorzuheben. Berräter" übernommen hätten. Wir antworteten in aller Ruhe, Das Berliner Abkommen hatte drei Punkte gewährleistet: und die Dinge wickelten fich dort glatt ab. Die Sowjetregierung 1. die freie Wahl der Verteidiger, hatte uns besondere Abteile im diplomatischen Sonderwagen reservieren lassen, und die Reise hätte schon einen glatten Verlauf ge3. die Nichtbeantragung von Todesurteilen. nommen, wenn nicht auf verschiedenen Stationen Leute mit Kreide Demgegenüber erflärte das Gericht von Anfang an, daß es die an unseren Wagen Schmähungen gegen uns geschrieben hätten, Berliner Bereinbarungen nicht anerkenne, es sei denn, dak es wodurch unsere Anwesenheit auf allen Stationen befannt wurde dahingehende Instruktionen der Sowjetregie. Der 24jährige Arbeiter Wilhelm Bitki verübte gestern nach- und ziemlich heftige Kundgebungen gegen uns stattfanden, rung erhalte!( Allein diese Erklärung war für unsere europäischen mittag gegen 3 Uhr in dem Kontor des Baugeschäfts von Josef Frant namentlich in Welifie Lufi. In Moskau angelangt, wurden wir Begriffe von der Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit eine Ungeheuerin der Dorotheenstraße einen Diebstahl von Lohntüten mit auf dem Bahnhof von Delegierten des Volkskommissariats für Justiz lichtelt.) etwa 15 000 m. Inhalt. Er lief auf die Straße, schwang sich dort auf sehr forrett empfangen, die uns ersuchten, einige Augenblicke noch Die Vertreter der Somjefregierung und öffentlichen Anfläger ein Rad, das vor dem Hause stand, und saufte davon. Beitungsfahrer im Bahnhof zu verweilen, damit polizeiliche Ordnungsmaßnahmen& rylento und Lunatichariti erklärien ebenfalls, daß das nahmen seine Verfolgung auf und erreichten ihn in der Nähe des draußen getroffen werden könnten. Als wir den Bahnhof ver- Gericht fich um die Berliner Vereinbarungen nicht zu kümmern Reichstagsufers. Dort sprang er vom Rade und kletterte über ließen, stand eine Menge von etwa zwei bis dreitausend Personen, habe. eine Mauer auf das Grundstück Neustädtische Kirchstr. 9. In die uns heftig beschimpfte. Es ist außer jedem 3weifel, zwischen war die Polizei benachrichtigt worden, von der zwei Beamte daß diese die Verfolgung des Diebes aufnahmen. Er flüchtete auf das Dach Kundgebung sorgfältig vorbereitet des genannten Hauses, lief über mehrere Dächer hinaus und sprang worden war. Das geht bereits aus der Tatsache hernor, daß zahl durch ein Dachfenster des Hauses Nr. 13 in ein Zimmer, in dem die reiche Demonstranten Tafeln trugen mit Inschriften in Wohnungsinhaber gerade beim Raffee faßen. Ehe diese sich noch deutscher und franzöfifcher Sprache, wie„ Conspuez von ihrem Schrecken erholt hatten, lief Pihli weiter nach dem Hofe Vandervelde"( b. h.„ Garreit Bandervelde nieder!", wörtlich sogar des Hauses. Hier trat ihm der Portier entgegen, auf den er so- Spuckt ihn an!") oder„ Kain- Liebknecht, was tatest Du an Deinem fort einen Schuß abgab, ohne jedoch zu treffen. Dann tauchte er in Bruder?" Daß diese Kundgebung gemachte" Sache war, geht auch dem Laboratorium der im Nebenhause gelegenen Apotheke auf, daraus hervor, daß in der Folgezeit absolute Ruhe um uns herrschte, riß hier einen Roď von der Wand, 309 ihn sich an mit den auch wenn wir während der Prozeßverhandlung durch debattie Worten: Ich werde verfolgt und muß den Rock anbehalten. Als der rende Kommunistengruppen schritten. Die Bermutung liegt daher Provisor ihn festhalten wollte, zog er den Rock wieder aus und nahe, daß diese Demonstration veranstaltet worden war, um als flüchtete wieder nach dem Grundstück Nr. 9 der Neustädtischen Kirch- Vorwand für die angeblich notwendigen Schuhmaßnahmen zu straße, wo er sich im Keller versteckte. Bei der Durchsuchung der Keller- dienen, die in Wirklichkeit lediglich Ueberwachungsmaßnahmen werräume durch die Polizeibeamten verriet sich P. selbst. Er feuerte den sollten. zwei Schüsse auf die Beamten ab, die aber fehlgingen. Nun er widerten diese das Feuer und eine Kugel drang dem Verbrecher in die rechte Schläfe, so daß er schwer verwundet zusammenbrach. Er wurde als Polizeigefangener nach der Charité geschafft. Das Geld fand man bis auf 1000 mt. noch bei ihm vor. ,, Graf de la Guerre". Zu den zweifelhaften Persönlichkeiten, die aus dem valutastarken Auslande nach Berlin kommen, um hier auf billige Art ein Lotterleben zu führen, gehörte der Angeflagte, der als Gaston Comte de la Guerre fich gestern wegen einiger 5 o ch stapeleien vor der Straffammer zu verantworten hatte. Der Kriegsgraf" hatte nach seiner Behauptung bei seiner Ankunft in Berlin zirka 5000 Frank zur Verfügung. Da er aber sehr luguriös lebte und piel spielte, stand er bald gegenüber dem Nichts. Er verstand es Dann, unter allerlei schönen Redensarten den Bensionsinhaber zu bewegen, ihm nach und nach 20 000 m. vorzuschießen, für die an geblich sein Bruder die Bürgschaft übernahm. In einem ersten WeinTefal hat er 3echen in Höhe von mehreren tausend Wart gemacht, für die er von dem Oberfellner Kredit erhielt; er hat die Schuldjumme schließlich nur zu einem Teile abgetragen. Der Inhaber eines Herrengarderobengeschäfts lieferte dem Angeklagten, der sich auf eine Empfehlung durch einen alten Runden des Geschäfts berufen konnte, zwei elegante Anzüge für 14 500 m., für die er fofortige Zahlung bei Ablieferung versprochen hatte. Er hielt diese Bedingung aber nicht inne, sondern er fleidete fich zwar neu ein, vertröstete aber den Lieferanten durch allerlei Ausreden usw. usw. Das Schöffengericht hatte den Angeklagten zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die Berufung des Staatsanwalts erkannte die Straftammer gestern auf 5 Monate Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Justizkommissariat angewiesenen Quartier, der etwa 10 Kilometer Wir fuhren nun per Auto durch die Stadt nach dem uns vom von der Stadt entfernten Besitzung des ehemaligen Vizekönigs des Kaukasus, Fürst Woronzow. Ein Pavillon war dort sehr sorgfältig hergerichtet worden, und man war sogar so liebenswürdig gewesen, mein Zimmer mit einem Bild von Karl Marg ertra zu schmücken, das zwischen zwei arderen Bildern hing, nämlich dem von Lenin und dem von Trohti. Ferner erklärte das Mitglied des Egetufiotomitees der Dritten Internationale, Bucharin, der an den Schlußberatungen im Neunerfomitee teilgenommen hatte und der im Prozeß als Anwalt des angeklagten" Denunzianten Semenow wirkte, als wir unter Berufung auf das Berliner Abkommen die Zulassung eigener Stenographen beantragten, daß das Berliner Abkommen nicht mehr bestehe, weil die Zweite Internationale ihre Verpflichfungen nicht eingehalten hätte. weite Internationale, alle unfere Verpflichtungen eingehalten Ich ergriff daraufhin sogleich das Wort und erwiderte, daß wir, 3weite Internationale, alle unsere Verpflichtungen eingehalten hätten. Es sei in dem gemeinsamen Manifest erklärt worden, daß wir entweder am 21. April oder am 1. Mai gemeinsame Kundgebungen veranstalten würden und das sei auch geschehen. Es hätte weiter im Manifest gestanden, daß man danach trachten müßte, einen Weltarbeiterfongres möglichst bald einzuberufen, bas sei aber nicht gleichbedeutend mit sofort und auch nicht mit unter allen Umständen". Kurz, in Anbetracht dieser dreifachen Stellungnahme des Ge. richtes, der Sowjetregierung und der Dritten Internationale zum Berliner Abkommen und im vollen Einverständnis mit den Angeklagten, die selbst den Standpunkt vertraten, daß unsere Anwesenheit in Europa nüßlicher wäre als unter diesen Umständen in Mostau, legten wir die Verteidigung nieder. Die Angeklagten selbst hoben dabei hervor, daß die Anwesenheit ausländischer Verteidiger einen Schein von Autorität diesem Brozeß verleihen könnte, der nur noch eine Juffizfomödie geworden sei. Die Verpflegung war gut. Die uns beigegebenen Sowjetbeamten maren durchaus höfliche und kultivierte Mitglieder der Kommuniftischen Partei, und über unsere Beziehungen zu ihnen fann ich nur Lobendes berichten. Im ganzen dürften die Bedingungen unseres Es ist dabei noch zu bemerken, daß nach dem diese verschie Aufenthalts etwa mit denen der deutschen Friedensdelega- denen Instanzen der bolfchemistischen Regierung das Berliner Abtion in Bersailles zu vergleichen sein. Unsere Schußengel hatten fommen für hinfällig erklärt hatten, zwei Tage nachdem wir die Ber nämlich den Auftrag erhalten, 3 u verhindern, daß wir in Füh- teidigung niedergelegt und den Gerichtssaal zum letztenmal verlung mit gewiffen Kategorien von Personen treten, wobei übrigens laffen hatten, der französische Kommunist Frossard und ein an diese Maßnahmen so widerspruchsvoll und vielfach so findisch waren, berer( polnischer) Delegierter der kommunistischen Internationale daß man darüber eigentlich nur lachen konnte. Nur einige Beispiele: mich im offiziellen Auftrag ihres Erefutivkomitees auf Wir durften uns wohl mit unseren russischen Mitverteidigern suchten und mich ersuchten, bei der Polnischen Sozialistischen Bartel treffen, aber nur in einem bestimmten Bureau eines be- dafür zu intervenieren, daß bei dem kommenden Prozeß gegen den stimmten amtlichen Sowjetgebäudes; dagegen durften wir nicht Kommunisten Dombal in Warschau, Mitgliedern der Dritten zu ihnen gehen und sie auch nicht zu uns. Weiter: Wir Internationale die gleichen Rechte und Erleichterungen durften die in Mostau gegenwärtig anwesenden Delegierten der in der Berteidigung gewährt würden, die das Berliner Abkommen Hilfsaktion der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale ohne für den Moskauer Prozeß vorsah. Ich erklärte mich gern bereit, Gegenwart von Zeugen aufsuchen und bei ihnen frühstücken, es in diesem Sinne zu intervenieren, wenn auch die Verhältnisse in wurde uns aber nicht geftattet, uns zu revanchieren und sie zu uns Bolen ganz anders feien, als in Rußland, da die polnische Partei an zum Frühstück zu laden. Und noch eins: Der englische der Regierungsmacht nicht teilnimmt. Da die Polnische Sozialistische Handels attaché in Moskau hatte mich zum Tee eingeladen. Bartei der Zweiten Internationale nicht mehr angehört, fonnte ich Es wurde mir verboten, mich dorthin zu begeben mit der Be- mich nicht offiziell an sie wenden, sondern ich fandte ein entsprechen. aründung, daß die Sowjetregierung uns nicht geftatten fönne, in des Telegramm an Daszynski. Ich erklärte Frossard, daß Berührung mit den Bertretern fapitalistischer Regierungen zu fom- jedesmal, wenn es sich darum handeln würde politische Angemen.( hier machte Genosse els unter lebhafter Seiterfeit der flagte vor dem Henkerbeil zu retten, man stets auf die volle Unsere Jugendweihen Herbst 1922. an der Konferenz Zeilnehmenden die Bemerkung: Die Sowjet- Unterstützung der Zweilen Internationale würde rechnen können. Um all den Kindern, deren Eltern sich innerlich von der Kirche regierung betrachtet dies wohl seit Genua als ihr Privileg!") Aber Daraufhin bemerkte Frossard, daß man vielleicht wenigstens über losgesagt haben, Gelegenheit zu geben, beim Eintritt ins Leben an siehe da: zu der lettischen Gesandtschaft, die eine nicht minder diesen einen Punkt die Einheitsfront wiederherstellen könnte.(!) Stelle der Konfirmation eine würdige Feier zu bereiten, ver- bürgerliche Regierung vertritt, durften wir anstandslos jederzeit Ich erklärte mich mit diesem Gedankengang durchaus einverstanden." anstalten wir auch in diesem Jahre unsere Jugendweihen. Bur Teil- gehen! Ich hatte übrigens den Eindruck, daß die Geneffen Rosen Schließlich bemerkte Vandervelde, daß er schon vor seiner nahme an der Jugendweihe ist der Austritt aus der Kirche nicht er- feld und Liebknecht über diese Schikanen noch viel Rußlandreise von der Notwendigkeit der Wiederaufnahme der forderlich, auch ist es nicht notwendig, daß die Kinder bereits vom empörter waren als ich, denn in Anbetracht des findifchen Cha- pollen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Rußrafters dieser Maßnahmen und der überaus freundlichen Form, land überzeugt gewesen sei. Heute, nachdem er ein eigenes, Religionsunterricht befreit sind; die Teilnehmer dürfen lediglich nicht außerdem noch an einer kon in der sie uns jedesmal mitgeteilt wurden, neigte ich eher dazu, sie land überzeugt gewesen sei. Heute, nachdem er ein eigenes, wenn auch leider mider Willen etwas oberflächliches Bild der firmation teilnehmen. Die Anmeldungen zu der von der humoristischen Seite zu nehmen. Jugendweihe, die am 17. September, vormittags 11 Uhr, und zwar erdulden mußte, gewonnen habe, er mehr denn je von dieser russischen Verhältnisse und der Leiden, die das russische Volk für den 1., 2. und 4. Kreis im Lehrervereinshaus, Alexanderstraße 41, für den 3., 5. und 6. Kreis im Eaalbau Friedrichs Notwendigkeit durchbrungen sei. hain, für den 7. Kreis, Charlottenburg, in der LeibnizOberrealschule, Schillerstr. 127, für ben 14. reis und die südlichen Vororte im großen Gaal des„ Orpheum"( früher Happoldt- Brauerei), Neukölln, Hasenheide, für ben 17. Kreis und die östlichen Vororte im Cecilien- Lyzeum, Lichtenberg, Rathausstr. 8, und am 24, September, vorm. 11 Uhr, und zwar für den 9., 10. und 11. Kreis und die westlichen Vororte in Schöneberg, für den 19. Kreis und die nördlichen Vororte im Lyzeum, Bantom, Görschstraße, stattfinden, fönnen bei den nachstehenden Genossen unter Cinzahlung des Einschreibegeldes von 5 M. erfolgen: den Angeklagten zusammen zu kommen, und ich betone, daß wir Am zweiten Tage unferer Ankunft wurde uns gestattet, mit niemals irgendwelche Schwierigkeiten dabei zu ftüde zwedentsprechend und den von der Postverwaltung erlaffenen Borschriften gemäß eingerichtet ist und die Fettigkeit auch im geschmolzenen Zustand nicht austreten kann. Die Absender müssen für jeden Schaden, der durch etwa auslaufende Fettstoffe an anderen Pateten entsteht, aufkommen. Ein hartnädiger Lebensmüter. Am Donnerstag nachmittag stieg an der Stubenrauchbrücke in Tempelhof ein etwa 40jähriger Mann ins Wasser, um, wie Zeugen des Vorfalls meinten, zu baden. Plötzlich streckte er die Arme empor und ließ sich untergehen. Zwei in der Nähe beschäftigte Arbeiter eilten herzu, um den allem Anschein nach Ertrinkenden zu retten. Als er wiederholt auftauchte, reichten sie ihm eine Stange zu, die er aber jedesmal energisch zurüdstieß. Schließlich tauchte er unter und fam nicht mehr zum Vorschein. Die beiden Arbeiter fonnten nur noch die Leiche des Unglücklichen bergen Irgendwelche Bapiere hatte der Un bekannte nicht bei sich, so daß die Identität nicht festgestellt werden bekannter Ursache ein etwa 20jähriger junger Mann an Am gleichen Tage gegen 9% Uhr stürzte sich aus un der Lichtensteinbrüde in den Landwehrkanal. Spazier gänger, die aufmerksam geworden waren, eilten herbei, doch ging er, ehe ihm hilfe gebracht werden konnte, unter und kam nicht wieder Nur die Mütze des jungen Mannes, die auf dem Wasser schwamm, zum Vorschein. Man suchte die Unfallftelle ab, jedoch ohne Erfolg. wurde aufgefifcht. Sie befindet sich beim 2. Kriminalbezirk des Polizeiamtes Tiergarten. fonnte. Das Optionsabkommen mit Dänemark. Das am 10. April 1922 zwischen Deutschland und Dänemark Für Berlin im Jugendfekretariat, S. 68, Lindenstraße 3, Folgen haben: Reichsdeutsche, die sich schon vor dem 2. Oktober 1918 abgeschlossene Optionsabkommen wird im wesentlichen nachstehende 2. of II lints, Zimmer 11( geöffnet von 9-4 Uhr, Mittwoch und in den an Dänemark abgetretenen Gebieten niedergelassen hatten, Freitag von 9-7 Uhr); bei B. Haß, SO. 36, Harzer Straße 117; dort auch am 15. Juni 1920 wohnten, haben von rechtswegen die bei S. Joseph, NW. 21, Wilhelmshavener Straße 48( Baden); bei deutsche Reichsangehörigkeit verloren und das M. Hönisch, N. 65, Müller. Ede Triftstraße( Laden); bei Walter dänische Bürgerrecht erworben, sofern sie nicht zwischen Rüdiger, N. 58, 2nchener Straße 127, Gth. III; bei Richard dem 15. Juni 1920 und dem Tage des Indrafttretens des Options Söröter, MD. 55, Bolbaper Straße 9; bei Richard Timm, MD. 18, abkommens ihren Wohrifik nach Deutschland verlegt haben ober Höchstestr. 51; bei M. Wartmann, D. 34, Königsberger Straße 37. noch verlegen. Diese Abwanderer behalten ihre bisherige Reichs: Für Charlottenburg: bei 2. Wilt, Schillerstr. 40; bei F. Schmidt, Rosinenſtr. 4( Bigarrenladen); bei E. Tost, Helmholt und Staatsangehörigkeit bei, sofern sie nicht bis zum 14. Juni straße 11. Für Neukölln: bei A. Wendeler, Jägerstr. 66( Partei. 1922 eine Bescheinigung des dänischen Minifteriums des Innern straße 11. Für Neukölln: bei A. Wendeler, Jägerstr. 66( Partei in Kopenhagen über den Erwerb der dänischen Staatsangehörigkeit bureau), nur abendss von 5-7 Uhr. Für Lichtenberg: bei M. Baranowski, Niederbarnimstraße 5; bei Alfred Günther, Jahres 1920 abgewandert find, bis zum 15. August 1922 eine solche Friedrich Netto in Potsdam ist auf Veranlassung der Botsdamer bei Alfred Günther, erhalten haben oder sofern diejenigen, die erst nach Ablauf des Berhaftung eines Potsdamer Arztes. Der praktische Arzt Dr. Für Schöneberg, Friedenau und die westlichen Vororte: bei 2. Betri, Schöneberg, Ebersstr. 70; Bescheinigung ihres Minifteriums beantragen. Wer hiernach Staatsanwaltschaft verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis bei Frau Ungerer, Wilmersdorf, Hanauer Str. 43( Siebelung). nicht Däne geworden ist, wird schon jetzt als Reichsdeutscher be- eingeliefert worden. Netto wird beschuldigt, Morphium, das trachtet und behandelt. Er fann Staatsangehörigkeitsausmeife ober er für seine Batienten verschrieben, für sich verwendet zu Heimatscheine erhalten. Wer innerhalb 12 Monaten von 2bgabe haben. Der Verhaftete, der schon einmal acht Wochen in Unter. der Optionserklärung nicht nach dem Lande cbwandert, für das er fuchungshaft megen Verdachtes der Abtreibung gesessen hat, ist Vielfachen Wünschen von Landwirtschaftskammern, Mottereien optiert hat, macht hierdurch die Optionserflärung unwirffam. Er schwerer Morphinist. usw. entsprechend, hat das Reichspoftministerium in diesem Jahre behält die Staatsangehörigkeit, die er vor der Optionserklärung beBatete mit Butter, Margarine oder anderen leicht schmelzbaren feffen hat. Ein Widerruf der Optionserklärung ist unzulässig. Die den 25. Juni, von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 4 Uhr. Alle Oberschöneweide, Elternbeiratswahlen am Eyzeum. Sonntag, Fetten versuchsweise auch während der heißen Jahreszeit zur Poft Optionsberechtigten tun gut, fchon jetzt Wohnfigbescheinigungen für Eltern wählen die Freiheitliche ist e". beförderung zugelassen. In den vergangenen heißen Tagen ist bei den 2. Oktober 1918 und 15. Juni 1922, Geburtsscheine auch der zahlreichen solchen Pateten der Inhalt geschmolzen und Ehefrauen und Kinder unter 18 Jahren, Familien, Heimats- oder ausgelaufen, wodurch andere Batete burchträntt Reisepapiere ihrer Eltern und Großeltern für Optionszwecke zu beund beschädigt worden sind. In allen vorgekommenen schaffen. Fällen war die Berpackung offenbar nicht ausreichend, um das AusButterpakete im Sommer. Die Opfer des Avare". Die Zahl der Opfer, die das Kentern des brasilianischen Dampfers Avare" im Hamburger Hafen forderte, beträgt nach neuesten Feststellungen 48. Heute wurde die 19. Leiche geborgen. 9 Deutsche und 20 Ausländer werden noch vermißt. ftrage, Vortrag des Herrn Dr. S. Christian: Der Altkatholizismus". Har Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vormittag 11 Uhr im Rathaus, König. monium: Niederländisches Dankgebet( Valerius). Pappel- Allee 15, Vortrag der Neuzeit". Gäste willkommen. Früh 8 Uhr pünktlich Stettiner Bahnhof: Ausflug nach Belten. treten der Fettstoffe zu verhindern. Die Poftanstalten find deshalb Das Urteil gegen die beiden Widdiebe, die, wie berichtet, vor angewiesen worden, Pabete mit den bezeichneten Fettstoffen nur dem Schwurgericht des Landgerichts III standen, wurde gestern genoch anzunehmen, wenn der Absender die unbedingte fällt. Es lautet gegen den Angeklagten Böhme auf 4 Jahre Gewähr bafür bietet, daß die Berpadung und 3uchthaus. Der Angeklagte Brandes erhielt 1 Jahr 3 mobes Herrn Dr. K. Sturm: ,, Regerei und Inquifition im Mittelalter und in namentlich die innere Umhüllung der Butter- und Fett- Inate Gefängnis, Hohenzollerndebatte im Landtag 11. Deutscher Gewerkschaftskongreß. Der Landtag setzte gestern die Beratung des Etats des Staatsministeriums und des Ministerpräsidenten bei der Besprechung der allgemeinen politischen Fragen fort. Nach Ausführungen der Abgg. Schulz- Reutölln( Komm.), Dr. Cohn( U. Sez.), Graw( 3.), Walleaf ordnung: ( Dnat.) und Befers( Soz.) merden Anträge betr. die Milchversorgung für die minderbemittelte Bevölkerung und Verhinderung der Berwertung von Roggen und Gerste zum Schnapsbrennen und zum Bierbrauen angenommen. Abgelehnt wird u. a. ein Antrag der Deutschnationalen auf Aufhebung der 3wangsbewirt schaftung des gesamten Getreides. Der deutschnationale Antrag betr. die Schuldlüge wird mit der Abänderung der Sozialdemofraten angenommen. Der deutschnationale Antrag auf Weiterverleihung des Eisernen Kreuzes wird abgelehnt, dagegen ein solcher des Zentrums angenommen, der nur Frontsoldaten, Kriegsgefangene und Auslandsdeutsche berücksichtigen will. Damit ist der Etat des Staatsministeriums erledigt. Es folgt die Beratung der allgemeinen Finanzverwaltung. Abg. Lüdemann( Soz.): Organisationsformen und-methoden Leipzig, 23. Juni.( Eigener Drahtbericht.) 3ur nächsten Tages-| Industrieorganisation? Wenn sich eine neue Organisationsform notwendig macht, dann müssen wir über diese Schwierigkeiten hinwegtommen. erhält das Wort Tarnow( Holzarbeiter): Durch alle Reben zog fich Schwierigkeiten der Lohncerhandlungen im Betriebe der verschiedenen Auch die Argumente von der Konzentration der Macht und der wie ein roter Faden das Bekenntnis zum Sozialismus Organisationen sind für die Industrieorganisation nicht ausschlagund Klassentampf. An unseren Grundsätzen, nach denen wir diesen Kampf führen, hat sich im Laufe der Jahre nichts geändert, gebend. Die Schlagfertigkeit einer Organisation iſt nicht abhängig wohl aber find die Methoden andere geworden. Das wurde von ihrer Mitgliederzahl. Sie hängt ab von der fchon allein bedingt durch das Anwachsen unserer Mitgliederzahlen Disziplin und Opferfreudigkeit und unserer ökonomischen Macht. Aber auch die grundsätzliche Um ihrer Mitglieder und ihrer Beweglichkeit. Sind diese Boraussetzungen stellung der Staatspolitit nötigte zur Aenderung der nicht gegeben, so fann auch die stärkste Organisation in bezug auf Methoden. Heute ist die Wirtschaft nicht mehr die Angelegenheit die Lohnverhandlungen nicht mehr ausrichten und wird sich bei einer geni einheit. Die Unternehmer möchten diese Entwicklung gern worter der Industrieorganisation dürfen nicht die wichtigen Gründe einzelner Staatsbürger, sondern eine Angelegenheit der All- Einheitsorganisation in den Betrieben nichts beffern. Die Befürwieder rückgängig machen, aber wir stehen bereit zur Verteidigung für die Berufsorganisation übersehen. Es gibt eine Berufsfolides Grundjages: Die Wirtschaft ist eine öffentliche Andarität, die uns immer nüglich war. Es gibt ferner besondere Das Finanzministerium muß dafür sorgen, daß die erhöhten mehr betreiben ohne die Mitwirtung unserer Organisation. Diese der Berufsorganisation geregelt werden fönnen. Auch die besonderen gelegenheit! Der heutige Staat fann seine Wirtschaft nicht Berufsfragen und soziale Berufsangelegenheiten, die nur in Gehälter und die erhöhten Pensionen möglichst schnell ausgezahlt Berbindung mit Staat und Regierung hat zu der Auffassung geführt, Berufsinteressen materieller Art fönnen wir nicht leichten werden. Bei jeder Bewilligung einer Staatsausgabe muß der Fi- die Gewerkschaften seien die Endinstanz, alle politischen For- Herzens außer acht lassen. Man fordert für alle Arbeiter nanzminister seine Aufmerksamkeit darauf richten, ob dadurch die ge- derungen der Arbeiterschaft durchzusetzen. meinschaftlichen Unternehmungen gefährdet werden, durch die die Der Redner wirft die Frage auf, ob ein Zuwachs an Macht ent- mir aber eine fapitalistische Wirtschaft haben, folange wird nach der gleiche Löhne, weil sie die gleichen Magen haben. Solange arbeitende Klasse Gelegenheit zu einer billigen Lebenshaltung bestehen würde, wenn sich die Gewerkschaften mit den politischen Bar- Leistungsfähigkeit bezahlt werden. kommt. Wir werden aus denselben Erwägungen heraus demnächst teien verbinden und gibt der Befürchtung Ausdruck, daß eine Qualitätsarbeit leisten und den Qualitätsarbeitern eine gute Wir müssen daher einen Antrag einbringen, wodurch 1½ Milliarden zur För ebenso starte 3ersplitterung der Gewerkschaften eintreten Bezahlung sichern, an der die anderen emportlimmen fönnen. derung des Wohnungsbaues zur Verfügung gestellt wer- würde, wie wir sie an den politischen Parteien sehen. Aber es gäbe Tun wir das nicht, dann werden wir nur den Profit des Unterden, um auf diesem Wege auch die unerhörten Preissteigerungen auf Leute, die eine Freude daran haben, den Gewerkschaften Aufgaben nehmers steigern. Die Methoden der Gewerkschaftsbewegung dürfen dem Baustoffmarkt hintanzuhalten. Die im Handelsministerium eingeleiteten Borarbeiten zur Herbeiführung der Befreiung der Berg zuzuweisen, die sie nicht erfüllen tönnen. Man glaubt das nicht auf der Theorie aufgebaut werden, sondern müssen aus dem bann mit Industrieorganisationen ausrichten zu können. praktischen Bedürfnis herauswachsen. Die Bildung neuer organisation. Jest soll dafür die Zugehörigkeit zu einer gibt nur eine Möglichkeit, das Ziel der Industrieverbände zu sichern, Bisher erfolgte die Organisationsabgrenzung nach der Berufs- Organisationsformen fann man nicht durch Beschlüsse anordnen. Es ministerium ersucht, dem Landtag baldmöglichst eine Denkschrift über 3ndustriegruppe entscheidend sein. Für die Notwendigkeit der das ist die organische Entwidlung. Wenn die Berteidiger neuen Organisationsform werden insbesondere die Grenz der neuen Organisationsform fie nicht mit dem Gewicht ihrer Gründe, Streitigkeiten unter den Berufsorganisationen angeführt. fondern mit ihren Stimmen schaffen, dann werden sie der GeBürden diese aber bei den Industrieorganisationen geringer sein? wertschaftsbewegung leine Vorteile schaffen.( Lebhafter Beifall.) Ich fönnte mir vorstellen, daß man für die Gründung einer Industrieorganisation den gemeinsamen Produktions. Es wird dann das Ergebnis der namentlichen prozeß oder die gemeinsame Betriebsverwaltung Abstimmung über die Arbeitsgemeinschaften ausschlaggebend sein läßt. Im ersten Falle müßten z. B. alle an betanntgegeben. der Herstellung einer Zeitung beschäftigten Personen vom Holzfäller Mitglieder vertreten, mit 3a, 327 Delegierte mit 3 803 238 Mitgliedern Es haben gestimmt: 345 Delegierte, die 3582 429 bis zum Zeitungsverfäufer einer Organisation angehören. Im letz- stimmten mit ein. Der Antrag, aus der Arbeitsgemeinschaft ten Falle kommen dafür nur die in den Buchdruckereien Beschäftigten, auszutreten, ist also abgelehnt. Damit tritt die Mittagsdie Buthdrucker, Buchdruckereihilfsarbeiter und Buchbinder in Frage. Welche Schwierigkeiten sich da ergeben, zeigt 3. B. folgendes: Die Bauarbeiter, Anhänger der Gliederung nach dem gemeinsamen Broduftionsprozek, nehmen für sich auch die Ziegeleiarbeiter in Anspruch, die jetzt dem Fabritarbeiterverband angehören. Der Fabritarbeiterverband aber, auch ein Anhänger der vertikalen Gliedeung, will die Biegeleiabeiter nicht hergeben, oder sie nur genen die Bergarbeiter hergeben, da die Kohle für große Teile der Fabritarbeiter ebenso Rohstoff ist, wie für die Bauarbeiter der Ziegel. Die Bergarbeiter, die ebenso wie die beiden anderen Organisationen für die vertikale Glederung sind, werden aber kaum die Absichten der Fabrikarbeiter billigen.( Buruf von den Bergarbeitern: Nein, so haben wir nicht gewettet!) So würden sich tausend Schwierigkeiten ergeben, denen gegenüber die Organisationsabgrenzung nach dem Beruf geradezu ein Muster an Klarheit ist. Die Grenzstreitigteiten entstehen jeht zumeist dadurch, daß die Grenzen nicht respektiert werden.( Lebhaftes fehr richtig.) Formale Schwierigkeiten können aber trotz alledem nicht entscheidend sein in der Frage: Berufsorganisation oder und Hüttenbetriebe von der bureaukratischen Berwaltungsform und ihrer Bewegungsfreiheit wird der Finanzminister hoffentlich unter flühen. Wir legen dem Hause einen Antrag vor, der das Staatsdas Ergebnis der Nachprüfung der Eigentumsverhältnisse am Hohenzollernvermögen vorzulegen. Ich weiß nicht, ob der Abschluß der Nachprüfung inzwischen eingetreten ist. Schon 1921 hat der Finanzminister Gämisch sich bereit erklärt, dem Hause das Ergebnis zu unterbrei ten. Bisher ist noch nichts geschehen. Vor turzem ist eine Kundgebung führender Kreise der Kunst und Wissenschaft erschienen, in der zur Wahrung allgemeiner fultureller Interessen das Verlangen ausgesprochen wird, daß zu der Auseinandersehung zwischen den einzelnen Staaten und den früheren regierenden Häusern Stellung genommen werde. Diese Rundgebung läßt darauf schließen, daß etroas geschehen ist, wodurch diese kulturellen Interessen bedroht worden sind. Der Landtag muß sich in der Tat in der ganzen Frage selbst sein Urteil bilden fönnen. Verstärkt worden sind unsere Befürchtungen durch die Borgänge, die zum Ausscheiden des Ministerialrates Bachem geführt haben. Die Intereffen der Republik müssen in dieser Frage restlos gewahrt werden.( Sehr wahr!) Die im Finanzministerium erfolgten Personalveränderungen stellen das leider sehr in Frage. Die Nachprüfung der Eigentumsverhältnisse muß schleunigst abgeschlossen und dem Landtage Gelegenheit gegeben werden, sich über diese Dinge genau zu orientieren.( Sehr richtig!) Kunstwerte von nationalem und uns ersetzlichem Werte dürfen nicht aus rein vermögensrechtlichen und formaljuristischen Gründen weggegeben werden. 31. Abt. Familienausflug nach Buch. Abmarsch 8,30 Uhr Arnim- Play, Stolpische Straße. Von Gesundbrunnen bis Buch mit dem Sonderzug. Mitzubringen ist Kaffee und schirr und pro Familie 1 Prektohle. Für reichliche Unterhaltung, Rinerbeluftigungen ist gesorgt. Alle Genoffen der Nachbarabteilungen sind eingeladen. 118. Abt. Lichtenberg. Besichtigung des Lindenhofes. Treffpunkt 9 Uhr vormittags am Eingang des Lindenhofes, Kriemhildstraße. Dauer ungefähr 2 Stunden. Rege Beteiligung wird erwartet. Begirt 15. Am Montag, den 26. Juni, abends 8 Uhr, findet eine Bersammlung affer Sie müssen unter die Verwaltung der Allgemeinheit kommen und dürfen auch nicht zum Austauschobjekt gegen wertvolle Domänen usm. werden.( Sehr richtig!) Die Kunstwerke find stets Allgemeinbesitz des ganzen Boltes gewesen und gehörten niemals Juristische Spitfindigkeiten einer einzelnen Familie. fönnen uns in dieser Auffassung nicht beirren.( Abg. Kriege, der rechtliche Sachwalter der Hohenzollern[ D. Bp.] macht den Zwischenruf: Und das Privatrecht?) Nach der Entthronung der Hohenzollern und nach Errichtung der Republik sind die Kunstschähe ohne weiteres Besitz der Allgemeinheit geworden. Friedrich der Große schrieb in fein Teftament den Sah, er habe alles dem Staate geopfert und sterbe arm. Diesen Sah mögen fich auch die lebenden Hohenzollern zu eigen machen.( Sehr richtig!) Mit der Geheimnistuerei und-trägerei in dieser Frage muß gebrochen werden! Die unterirdisch geführten Berhandlungen dürfen uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen, die einer einzelnen Fürstenfamilie Milliardenwerte überantworten, 74. einer Familie, die unerhörtes Elend über unser Land gebracht hat.( Sehr richtig links, Lärm rechts.) Auch die verblendetsten Monarchisten müssen einsehen, daß auch im Intereffe der Hohenzollern felbst refilofe Aufklärung nötig, und müßten für unseren Anfrag stimmen.( Lebhafter Beifall bei den Soz.) Moch weiteren Ausführungen der Abgq. v. Kries( Dnat.) und v. Ennern( D. p.), Meier( U. Soz.) und Kah( Komm.) vertagt sich das Haus auf Sonnabend 11 Uhr: Weitert eratung, Haushalt des Landtages. Schluß 5 Uhr. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Beute abend 6 Uhr: Bichtige Sigung im Bezirkssekretariat, Lindenstr. 3. Alle Kreise müssen unbedingt vertreten sein. 4. Kreis. Prenzlauer Berg. Da für den am Sonntag stattfindenden Ausflug nach Buch ein Sonderug gestellt wird, bitten wir die Genossen, um 8,30 Uhr zur Stelle zu sein. Abmarsch mit Musit. Hallen zum Unterstellen bei Regenwetter sind vorhanden. Mitbringen außer Geschirr pro Familie eine Breßtohle. 11. reis. Schöneberg- Friebenau. Alle Elternbeiräte, welche der SPD, ange hören, teilen ihre Adresse umgehend dem Genossen Sans Wolf, Friedenau, Freegeftr. 79( Tel.: Mpl. 15 190) mit. Angabe der Schule erforderlich. 11. Abt. Die Bezirksführer. Die noch Maimarken haben, werden gebeten, bis Sonntag frih 10 Uhr bei Berger abzurechnen. 98. Abt. Neukölln. Sonntag, den 25 Juni, Balbfeft in der Königsheide und Abmarich mit Mufit frith 8 Uhr, Ringbahn Ede Bergstraße. Nachzügler, Treff punkt Waldreftaurant Lehmann, Königsheide. Nähe Baumschulenstraße. Kaffeetochen, Gefäße mitbringen. 17. Kreis. Lichtenberg. Gonntag, den 25. Juni, nachm. 4 Uhr, im Lotal Lindenpart, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 11, Instrumental, und Boltskonzert, Turnerische Aufführungen usw. Eintritt für Erwachsene 3,30 M., für Jugendliche bis 18 Jahre 1,80 M. Abmarsch mit Mufit 2,45 Uhr Frank furter Allee, Ede Möllendorfstraße. Die Abteilungsführer werden ersucht, dje nicht verkauften Rarten bis Sonnabend 6 Uhr beim Genossen Fichter abzugeben. Heute, Sonnabend, den 24. Juni: fozialistischen Elternbeiräte ftatt in der Mädchenschule Niederschöneweide, Berliner Straße. Ausschußmitglieder eine halbe Stunde frither. 42. Abt. Montag, den 26. Juni, 7 Uhr, bei Hölfe, Bergmannstr. 69, Gigung der Bezirksführer, Elternbeiräte und Betriebsvertrauensleute. 108. * st. Copenid. Montag, ben 26. Juni, 8 Uhr, Vorstandsfizung bei Müller. bt. Rehlendorf. Die Parteigenoffen, die im kommenden Winter die vom Bezirksbildungsausschuß veranstalteten Theater- und Ronzertaufführungen befuchen wollen, werden ersucht, sich umgehend beim Genoffen Trojan, Karlstr. 15, zu melden. Jugendveranstaltungen. Eine Sonnenwendfeler, veranstaltet vom Ortsausschuß der Arbeiterjugend. organisation, findet heute abend in den Gosener Bergen statt; bestehend aus: Massengefang, Ansprache, Rezitationen, nachts 12 Uhr Abbrennen eines Holzstoffes. Fahrtgelegenheit: Stadtbahn bis Grünau( Uferbahn bis Schmödwig) oder Vorortbahn bis Eichwalde( und Chauffee bis Schmödwig) 1 Stunde. Die Teilnehmergebühr foftet 1 M. Karten sind bei den Ordnern erhältlich. Die Abteilungen müssen spätestens bis 11 Uhr auf dem Festplag eingetroffen sein. Süd- Ost. Treffpunkt zur Sonnenwende. 4 Uhr Görliger Bahnhof( Unfallstation). Sport. Süddeutschland gewinnt den Kampfspielpotal. Der Abschluß der Fußballwoche war für den Renner ein Genuß. Selten ist ein Spiel technisch von Anfang bis zu Ende so gespielt worden, wie dieses. Das Baßfpiel der Süddeutschen, die rasenden Läufe ihrer beiden Außenstürmer Retter und Altvater, nahmen jedes Fußballherz gefangen. Bis zur Pause waren die Westdeutschen gleichwertig und wußten durch Eifer und Schußvermögen au gefallen. Go mogte der Stampf auf und ab. Dann ziehen die Weft. beutschen in schöner Kombination vor Süddeutschlands Seiligtum; ein famofer Schuß des Mittelstürmers und der glänzend arbeitende Torwart Lohrmann muß unter großem Jubel den Ball paffieren lassen. 1: 0 für den Westen. Bald darauf ist Pause. Nachdem geht es in einem rafenden Tempo weiter. Jedoch bemerkt man ein Nachlassen der Westdeutschen und ein besseres Stehvermögen des Güldens. Die Angriffe der Blauweißen werden immer gefährlicher und bald fällt der Ausgleich. Westdeutschland macht riesige Anstrengungen, jedoch erfolglos. Güddeutschland hat mehr Glück; in blendender Rombination geht der Sturm vor; der Ball wandert von Mann zu Mann, und hintereinander fallen noch brei Tore für den Gülden. Immer wieder leitet Seiderer die gejährlichsten Angriffe ein. Dann pfeift der vorzügliche Schiedsrichter ab. Süddeutschland hat mit 4: 1 gewonnen. Unterm schwarzrotgoldenen Banner wurde der Pokal überreicht. Deutscher Wolfspreis auf der Olympiabahn. Auf der Radrennbahn am Rönigsdamm kommen morgen, Sonntag, Dauer- und Fliegerrenen zum AusSungsozialisten. Gruppe Süden. Teilnahme an der Sonnenmendfeier der trag. Der Deutsche Voltspreis führt über eine Stunde, Als Starter sind Arbeiterjugend". Treffpunkt 8 Uhr abends Görlizer Bahnhof. verpflichtet: Vermeer( Holland), Sawall, Weiß, Stellbrink und Krupkat. DieMorgen, Sonntag, den 25. Juni: felben Fahrer bestreiten noch ein 5- Kilometer- Rekordfahren und ein 10- Rilometer- Rennen. Die Flieger treffen sich in einem Hauptfahren, einem 15- RundenBrämienfahren und in einem Trofifahren für die Unplacierten. Als Starter in diefen Rennen gelten der Däne Sensen, Sennede, Sahn, Däusler, Krah. ner, Betri u. a. Die Rennen beginnen nachmittags 5 Uhr. 3. t. 3 Uhr Gartenfest im Lokal Wifte, Sebaftianstr. 39, mit Tans, Rezibation, Gesangsvorträgen. Kaffeetochen: 1 Liter 10 M. Bei ungünstigem Wetter finden alle Veranstaltungen im Saale statt. Linmachen feiftet Gübstoff allerbefle Dienfie. Gr if dog rein ohne Nebengefchmed, bequem zu verwenden, bilfig und befömmlich. Eine H.Padung, 1,20 M entspricht der Süßtraft von 1 Pfund Zuder. Erhältlich in Roloniafwaren, Drogen. handlungen und Apotheken. Möbel Echte noch billig! in großer Auswahl Bar od.Teilzahlung Möbel- Gross Gr. Frankfurter Str. 141 Invalidenstr. 5, Eing. Ackerstr. Liefere auch auswärts. extrast. Walthorius Hienfong- Essenz ( Destillat) 12 FI. M.75, bei 24 Fl. M.135 frk.u. inkl. Zu haben in Apoth u. Droger. Herst. Laboratorium E. Walther, Halle a.S.- Trotha 143| Für Gold- u. SilberBrillanten etc. zahlt die höchsten Tagespreise Juwelen EinkaufsGesellschaft Hopenfeld& Co. Berlin Antwerpen Beuthstraße 12 ( Spittelmarkt) pause ein. Nachmittagsigung. Bei Eröffnung der Nachmittagsfigung teilt der Borsitzende Paeplom mit, daß der Bundesausschuß sich während der Mittagspause mit der aus dieser Abstimmung ergebenden Situation beschäftigte und feine Beratungen noch nicht abgeschlossen hat. Die Sigung wird auf 4 Uhr vertagt. Um Uhr teilt Baeplom mit, daß der Bundesausschuß noch nicht verhandlungsfähig ist, und beantragt die Vertagung des Kongresses auf heute abend 8 Uhr. Sie wird beschlossen. Inzwischen wird der Kongreß an der Demonstration der Leipziger Arbeiterschaft beilnehmen. Die Redaktions- Rommission empfiehlt die Resolution Tarnow mit einigen Menderungen zur Annahme. Ferner empfiehlt die Rommission die Annahme der vom Bundesausschuß vorgelegten Regeln für die Führer der Lohnbewegung und Streits in gemischten Betrieben". Um 10 Uhr abends gehen die Berhandlungen weiter. Ein neuer Weltrekorb im Laufen. Wie aus Helsingfors gemeldet wird, wurde bei den sportlichen Wettkämpfen in Tammersfors aus Anlaß der großen landwirtschaftlichen Ausstellung von Hannes Kolehmainen ein neuer Weltrekord im Laufen aufgestellt. Er lief 25 Kilometer in 1 Stunde, 25 Minuten, 19,9 Sekunden. Arbeitersport. Regatta der Arbeiterruderer. Der Arbeiterrudersport ruft seine Getrenen auf, durch Besuch der Regatta des Freien Ruberbundes am Sonntag, den 2. Juli, nachmittags 2 Uhr, für die Arbeiterruderei einzutreten und Kenntnis zu nehmen von ben sportlichen Leistungsfähigkeiten innerhalb derselben. Wenn die Arbeiterruderer auch nicht gleiche Leistungen bieten fönnen, wie etwa die Kampfspiele, die von einem nende kämpfe, auch ohne Kaiservierer". Nicht Gelbfizmed ist die Regaita ungleich größeren Kreise getragen murden, so gibt es dennoch genügend spandes Freien Ruderbundes, sondern sie soll Zeugnis ablegen von dem Stande der Arbeiterruderei, und den Sportgenossen Gelegenheit geben, ihre Kräfte in friedlichen Wettkämpfen zu messen. Die diesjährige Regatta, die wieder vor den Tribünen des Berliner Regattavereins in Grünau stattfindet, verspricht ganz besonders interessant zu werden, da außer den zahlreichen Berliner Melbungen auch solche aus Breslau, Kaffel, Samburg und Hannover vorliegen. Die Arbeiter- Segelvereine werden ihre feftlich geschmückten Boote längs der Regattabahn verankern, so daß fich dem Auge ein farbenfrohes Bild darbieten wird. Karten sind im Borverkauf bei den Sportgenossen und den durch Blatate tenntlich gemachten Stellen zu haben. Britannia gegen Bichtenberg I. Sonntag Gesellschaftsspiel auf dem Lichtenberger LFC.- Sportplay, Kriemhildstraße. Anfang 6 Uhr. Freie Turnerschaft Charlottenburg. Fußballwettspiel gegen Alemannia 22. Sportplatz Replerstr. 29. Spielanfang 5% Uhr. Arbeiterturnerbund( Nordguppe). Sonnabend, den 24. Juni, Gigung der Männerturnwarte in Schöneberg, Dominicusplak. Schöneberg. Die Freie Turnerschaft hat eine Abteilung für Leichtathletik gegründet. Interessenten melden sich an den Trainingstagen Sonntag, Mittwoch und Freitag auf dem Dominicusplay, Bimmer 2. Filmschau. uter den Goldgräbern von Dawson City, eitt Wild- Best- Film nalligiter Sorte, erlebte im Brimus. Palast seine Uraufführung. Der Mensch wird nur als gierige Bestie gezeichnet und Mord und Tolschlag gehören zur Autagserscheinung und zum Vergnügen. Um fechs itte zu füffen, hineingestopit. werden etwas Liebe und frömmelnder Augenanfschlag in dieses Filmdrama Weder Regisseur noch Photograph holten Bemerkenswertes aus dem Stoff heraus. Das einzig Interessante sind die Hundeschlittengespanne. Man sollte beinahe glauben, diefer Fulay- Sonderfilm set angetauft, um gegen das Loblied, das den amerikanischen Filmen gesungen wird, zu demonstrieren, indem er den Beweis erbringt, daß auch die Amerikaner Schlechtes liefern. Das Beibrogramm ist lobenstert. Denlig bringt prächtige Aufnahmen von Deutschösterreichs Alpentuelt. Die Wanderlust des einzelnen erfährt fa durch die wirtschaftliche Not bedeutende Hemmungen. Da find be icheidene Maturen schon zufrieden, trenn sie sich menigstens beim Anschauen der flimmernden Leinwand dem Genuß des Unbefannten und Schönen bingeben tönnen. Decla bringt„ Natur im Film". Bei diesen chentlichen und physikalischen Spielereien hat man den aufrichtigen Bunsch, ihr Anblic möchte recht vielen zugänglich gemacht werden. Aeußerst interessant ist es zum Beiſpiel, wie durch falsche Spiegelung, Holzwolle, ein Scherengriff usw. im Kaleidoskop, es heißt ja auch nicht umsonst Schönbildseher, fließende Drnamentit ergeben. Die Abtreibung der Leibesfrucht e. b. ankaufsstelle Kautabak- Niederlage posten G. A. Hanewacker, Nordhausen Grimm& Triepel, Nordhausen Fischer& Herwig, Hann. Münden M. Hansen jr., Hadersleben Joseph Doms, Ratibor C 2, Poststraße von Universitäts- Professoren Max Ziegenhals, 2. Zestra 291 A. Grotjahn end G. Radbruch 99 Wichtig für S Eheleuta, Aerzte and Hebammen Preis 4,- Mk. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW, Lindenstr.2 Verkauf nur anHåndter Neue Haut zahlt Tagespreise für Kupfer, Messing Blei, Zink etc. erzielt man schmerzIns, unmerklich für die Umgebung, durch die echte Vater Philipp Schälkur, à 12 M., vom Tutogen- Laboratorium, Dresden- Zschachwitz 146, schält Pickel, Mitesser, Sommersprossen, Hautunreinigkeiten usw. ab, läßt anmutige, junge Haut zum Vorschein kommen. Berlin, Elefanten Apotheke, Lelpziger Straße. Erhältlich in ULAP Ap 1. Juli Opernhaus Carmen 612 Uhr Schauspielhaus Volksbühne Theater a. Bülowpl. 71 Uhr: Der Verschwender Napoleon Lessing Th. 71 Uhr Sommerspielzeit. Deutsch. Theat. Allabendl. 7 Uhr: Perlmutter Trianon- Th. Theater des Ostens Täglich 48 Uhr:( Rose- Theater) Moral Burg, Limburg, Junkermann, Schroth Residenz- Th. Täglich 8 Uhr: Eine Fran ohne Bedeutung Arnold Korff Adele Sandrock Komische 73% Oper 73 Der Meister Auf. d. Gar tenb. 5 U. Berlin- Wien- Ronstantinepel Reichshalleu- Th. des Frefen Ruderbandes Berlin! Morg.Sonnt. nachm. 3 Uhr 1.Grünau Allabendl, 7% Uhr: UNIK 1 Uhr. Eintrit von 3 Mk. an Stettin er Sänger Das Donhoffah: Preußische Staats- Lotterie Brettl Auf. 7 U Fast jedes zweite Los gewinnt! 6mal 1 Million Schulprogramm 6mal der Sozialdemokratie v. RICH. LOHMANN Ein prakt. Handbuch für Eltern, Lehrer u. Vom Montmartre Erzieher, in dem nicht Offenbachs Liebesleb. 7: Potasch und Die Ballerina d. Königs SCALA u. Perlmutter Deut. Künstler- Th. Sonnt. 72: Potasch Kammerspiele Geschlossen. Sommerspielzeit Allabendl. 8: Die erste Nacht Gr.Schauspielh. Mus. v. 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Täglich ab 6 Uhr Das große Berlin SW, Lindenstr.2 Sonntage eines Großstädters in der Natur d Von Kurt Grottewitz Mit einem Vorwort von Wilhelm Bölsche br. 12 M., geb. 18 M. 1 6mal Million 6mal 300 000 6mal 200 000 zusammen 331 000 Gewinne und 4 Prämien von über 319 Millionen Ziehung d.1.Klasse 27.u.28.Juni Amtliche Achtel Viertel Halbe Lospreise Ganze zu Mark 15.60 31.20 62.40 124.80 Porte und Liste 1,75 Mark extra Schwarz Staatlicher LotterieEinnehmer Berlin NO 43 Neue Königsirane 86 Postscheckkonto Berlin 31 150 Lose auch zu haben bei Schwarz Amtliche Mittelsperson Neanderstraße 38 Berlin SO 16 Telegramm- Adresse: Glücksgott Berlin KAISER BORAX Für Toilette und Haushalt, gibt reinen, zarten Teint, frischen Mund und gesunde Zähne; ist unentbehrlich für die Wäscha. Kaiser- Borax- Seife, Tola- Seife, hervorragend feine Toilette- Seifen. Heinrich Mack Nachf., Ulm a. D. SCHUHPUT Servus ferpentinware ULAP 1. Juli „ Servus" merke sich ein jeder, putzt die Schuh- erhält das Leder. Chem. Werke Lubszynski& C AG. Berlin- Lichtenberg Lohnfartell für die Gemeindebetriebe Montag, den 26. Juni 1922, abends 6 Uhr in Böters Festfälen, Weberstr. 17 Funktionär- Versammlung. Tagesordnung: Deutscher Metallarbeiterverband( Verw. Berlin) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schloffer August Eckstein uheplayam 20. b. M. gestorben ist. ftraße 24 Die Einäscherung findet am Montag, den 26. d. M., nachm 5 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Am 22. d. M. starb unser Kollege, der Mechaniker Neukölln, Artur Hase erraftr. 38. Die Einäicherung findet am Montag, den 26 d. M., nachmittags 32 Uhr. im Krematorium Baumschulenweg, Kiefholzstraße, statt. Ferner starb am 20. Juni unsere Kollegin, die Arbeiterin Elisabeth Rothkopf Neukölln, Allerstr 39. Die Einäscherung findet am Montag, den 26. d. 2, nadm. 4 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 121/1 Berichterstattung von den Verhandlungen Deutscher Metallarbeiter- Verband über den 11. Lohntarif. Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Eintritt nur gegen Borzeigung des Funktionärausweffes Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr des Lohntartells und des Mitgliedsausmeises gestattet. 35/3 Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Montag, den 26. Juni, nachm. 4hr, in der Schulaula, Reichenberg. Str. 44/45: Berband der Gemeinde- und Staatsarbelfer. Deutscher Transportarbeiter- Berband. Berband der Maschiniften und Heizer. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Berband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter. Zentralverband der Angeffellten. Allgemeiner Verband deutscher Bankbeamten. Allgem. Versammlung aller Gürtlerlehrlinge der Geib- und Weißmetall- Branche. Tagesordnung: 1. Sind die be stehenden Lehrverträge zeitgemäß? Berband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Referent: Rollege. Weißner. Filiale Groß- Berlin Montag, den 26. Juni 1922, abends& Uhr in Böters Festfälen, Weberfir. 17 2. Betriebsverhältnisse 3. Berschiedenes Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Montag, 26. Juni, nachm. 5 Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstr. 16/17: Funktionär- Versammlung. Branchenversammlung Tagesordnung: 35/2 aller in der chirurgischen Branche Die Neuregelung der Lokalbeiträge. beschäftigtenkolleginnen u.kollegen Butritt zu dieser Bersammlung haben alle Verbandsfunttionäre gemäß§ 8 des Ortsftatuts. Eintritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches. Die Ortsverwaltung. zum Tagesordnung: 1. Stellungnahme 2. Diskussion. Schiedsspruch. 3. Branchenangelegenheiten. Alle, die in der chirurgischen Branche Die Urabstimmung über die Neuregelung des Botalbeitrages arbeiten, haben zu erscheinen. findet am Dienstag, den 27. and it woch, den 28. Juni, in Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. ben Betrieben statt. Das Material für die Urabstimmung. Die Kommissionsmitglieder treffen sich um Stimmzettel und Flugblätter ist durch die Betriebe am Sonn- 4 Uhr im Lotal von Hummel, Sophienstr.5 abend und Montag im Orisbüro in Empfang zu nehmen. D. D. Wir haben große Posten Schuhwaren Damen- Halbschuhe und Stiefel, Herren- Halbschuhe und Stiefel von unseren alt. Abschlüssen hereinbekommen u. verkaufen diese zu außergewöhnlich billigen Preisen Varieté Kowa- Schuh Programm Nachm. 3-6 Uhr und Sonntags mittag 11 bis 2 Uhr Militär freikonzerte ausgeführt von den Kapellen der Reichswehr Prinzenstraße 79 am Moritzplatz Achtung! Achtung! Bezirksfaffierer! Die Ausgaben der neuen Markenwerte erfolgt ab Montag, den 26. Juni 1922. Die Ortsverwaltung 121/2 Geschlechtsleiden thre Erkennung und Heilung ohne zu sprigen. Aräuterturen und ihre Wirkung. Ohne Berufsstörung! Nachwl viele Erfolge. Ausführl. Brosch. versendet; portofrel gegen Einsendung von 7 W: Dr. 2. E. Raneifer, med. Berlag. Hannover, Odeonftraße 3. ULAP 1. 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