Nr. 5. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich) 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jnfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Wormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Christenthum und Sozialismus. " Sonntag, den 6. Januar 1895. " demokraten, obgleich damit keineswegs zugegeben sein soll, daß alle anderen Parteien Hände und Füße haben. Die politische Macht ist für jeden verständigen Menschen nur Mittel zum Zweck. Daß hinter dieses Geheimniß der In einer Versammlung des Volksvereins für das herrschenden Klassen, zu denen außer den Schlotjunkern und katholische Deutschland, die Ende des vorigen Jahres zu" Edelſten" nebst Anhängsel noch die Herren von der GeistMünster abgehalten ward, sagte der bekannte Bentrums: lichkeit( der geschorenen wie gescheitelten) nebst Anhängsel Abgeordnete Lieber dem Westfälischen Merkur" zufolge: gehören, auch die deutschen Arbeiter gekommen sind, Die sämmtlichen Gebrechen der heutigen Gesellschaft, selbst das dürfte allerdings nicht nach dem Geschmack des Herrn in der Uebertreibung Eurer Schilderung, sind nicht ein Ausfluß Lieber und seiner Leute sein. des Christenthums, sondern ein Widerspruch gegen das Christen- Wenn Herr Lieber das gesammte private, wirthschaft thum.( Bravo!) Und das hat sogar vor wenig Tagen Herr liche, politische, das gesammte häusliche und öffentliche Liebknecht im deutschen Reichstage ausgesprochen. Es ist, wie ich Leben aller Katholiken Deutschlands organisiren" will, so bemerkte, ziemlich unbeachtet an unserer Preffe vorübergegangen. freut uns das sehr, und wir wünschen ihm besten Erfolg. Es mag der gedruckte stenographische Bericht daran schuld sein. Denn trauen wir auch den Absichten des Herrn feineswegs Bor Ihnen steht aber ein Ohrenzeuge, welcher aus dem Munde und sind wir sogar sicher, daß sie sich ganz wesentlich gegen Liebknecht's den Satz, den er Ihnen jetzt wiederholen wird, so uns richten, so wissen wir doch, daß die Logik der That fort zu Papier gebracht und sich dann im stenographischen Bureau des Reichstages davon überzeugt hat, daß seine Niederschrift, sachen stärker ist, als die Wünsche der Menschen, auch nicht der Druck im stenographischen Berichte, den Ausspruch Lieb- wenn diese Lieber heißen und in Lieber- Thee und Liberté Enecht's richtig enthält. Herr Liebknecht sagte im Reichstage machen. unter einem neuen Angriff auf das Christenthum unter der Be- Und die Logik der Thatsachen will, daß jede Großhauptung, das Christenthum habe mit der sozialen Frage gar organisation der katholischen Bevölkerung den Bazillen des nichts zu thun: Wer unter dem Christenthume die Religion Sozialismus verfalle. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. dem Kapitalismus, und die unchristlichste Aus beutung herrscht." Das ist der Standpunkt der Sozialdemokratie, wie wir ihn hundertmal ausgedrückt haben, und wie Herr Lieber ihn namentlich auch in dem, wie besonders für die Christlichsozialen beider Konfessionen geschriebenen Roman Josua Davidson) und der Vorrede dazu, des näheren dargelegt findet. Das de al christenthum, welches die christlichen Herren Politiker bei jeder Gelegenheit dem wirklichen Christenthum, das sich überall findet, nach Taschenspielerart unterschieben, ist eine reine Phantasie. Es ist nirgends vorhanden, als in der Einbildung eines kleinen Häufleins gutmüthiger, glaubensstarker und urtheilsschwacher Schwärmer, die von der Welt, wie sie ist, keinen Begriff haben oder auf der Bunge des großen Haufens scheinheiliger Selbstsüchtlinge, die als Demagogen im großen und kleinen den Menschenbetrug geschäftsmäßig treiben, und bei denen das„ Christenthum" zum Handwerkszeuge gehört. Es ist eine alte Ge schichte, daß die meisten und schuftigsten Verbrechen an der Menschheit im Namen der Religion und vor allem der Religion der Liebe": des Christenthums, verübt worden sind. Zwischen dem Christenthum des kleinen Häufleins der Demuth, die Religion der Armuth, die Religion Doch nun zu dem Punkt, auf den es uns ankommt der wirklich Gläubigen und dem des großen Haufens der Gleichheit versteht, für den ist die soziale Frage gelöst." Im stenographischen Bericht steht aber:„ ber fann 3 dem Verhältniß des Christenthums zum Sozialismus, der ichanbetenden Demagogen gähnt eine breite, unüberbrückbare Kluft. Und die wenigen Schwärmer, Sozialdemokratie nicht nicht bekämpfen." Das Bentrum oder richtiger vielleicht: des Christenthums zur sozialen Frage. wird auch mit der sozialdemokratischen Partei im Reichstage, Weshalb Herr Lieber sich zur Erhärtung von etwas nie die es mit dem Jdealchristenthum ernst meinen und es im und wenn die Zeit kommen sollte, auch im Landtage einen ehr- Bestrittenem auf Liebknecht stüßt, ist uns unerfindlich. Daß praktischen Leben verwirklichen, oder, wie es klassisch belichen Kampf fämpfen und, wie man zu sagen pflegt, fertig das Christenthum an dem sozialen Elend schuld sei, hat zeichnet wird: die" wie Christus leben", oder noch werden. Die Sozialdemokratie aber ist als politische Partei nur nie ein Bernünftiger behauptet. Was wir behauptet haben forrekter: die Christus leben" wollen, kommen mit dem Mittel zum Zwecke. Sie will das Parlament, fic will das all- und behaupten, ist: das Christenthum hat das soziale Elend praktischen Christenthum sehr bald in harte Kollisionen und gemeine Wahlrecht benußen, aber ihr Ziel gebt so weit über das nicht verhindert, und es ist auch nicht im stande, das soziale werden im christlichen Staat ebenso geschmäht und verfolgt, Barlament hinaus, daß am Ende ihrer Thätigkeit es weder ein Glend zu beseitigen. Ersteres ist eine geschichtliche That- wie Christus selbst im heidnischen Staat. Barlament, noch überhaupt eine Politik mehr geben soll; es foll ja gar feinen Staat mehr geben. Insofern alfo sache, letzteres eine aus dieser Thatsache und den allgemeinen die Sozialdemokratie weit über das Gebiet der gesetzgebenden thatsächlichen Verhältnissen sich zwingend ergebende SchlußKörper ihre Thätigkeit ausdehnt, insofern reicht die politische folgerung." Die " Und der Verfasser des von uns zum Abdruck gebrachten Artikels der konservativen Grenzboten" über die Umsturzvorlage giebt der Wahrheit nur das Recht, indem er sagt, Organisation, das Zentrum, nicht aus, sondern ibrer Was den von Herrn Lieber zitirten Satz betrifft, so ist wenn Chriftus heut lebte, stünde er auf seiten der sozialOrganisation entsprechend muß auch unsere Organisation eine es richtig, daß derselbe in dem Urstenogramm so lautete, demokratischen Arbeiter und würde vom christlichen Staat das gesammte private, wirthschaftliche, politische, das gesammte wie Herr Lieber angiebt. Allein gerade bei dieser Stelle ins Zuchthaus gesteckt. häusliche und öffentliche Leben umfassende Organisation aller herrschte, nachdem Liebknecht soeben zur Ordnung gerufen Was insbesondere der Katholizismus für die Lösung der Katholiken Deutschlands sein. Wir wünschen deswegen lebhaft, worden war, weil er in bezug auf die Thronrede den Ausdruck Arbeiterfrage zu thun gewillt ist oder vermag, das zeigt und wir haben den Rahmen weit genug gesteckt, daß auch solche Katholiken, die mit der politischen Organisation des Zentrums Heuchelei" gebraucht hatte, sehr großer Lärm auf der uns Belgien, wo das greulichste Arbeiterelend herrschtnicht einverstanden sind, sich mit uns zusammenthun tönnen. Rechten, so daß der Redner für einen Moment von den übrigen katholischen Staaten ganz zu geschweigen. verständlich war. Betrachten wir doch, wie wir in unserem Vaterlande stehen: in nicht durchaus Der Say, wie Und das protestantische Christenthum hat Preußen eine Minderheit, im Deutschen Reiche eine Minderheit. er im Urstenogramm steht, hat in dem Zusammen- seine beste Vertretung in dem Deutschen Reich, das fich Rönnen wir denn glauben, irgend etwas auf die Dauer auch an hang gar keinen Sinn. Er ist offenbar die Ver- jetzt anschickt im Namen der„ Ordnung, Sitte und Religion" materiellen Gütern zu erringen und zu behalten, wenn wir uns einigung zweier Säße in einen: Wenn das Christen- die Arbeiterklasse zu knebeln. nicht zusammenthun, um alle für einen und einer für alle ein- thum die Religion der Demuth, Armuth und Gleichheit Diejenigen aber, die sich Christen nennen und ihren wäre, dann gäbe es teine soziale Frage. Gifer für die Lösung der sozialen Frage betheuern, sie stellen So Herr Lieber, dem wir einige Bemerkungen zu Und wer das Christenthum so auffaßt, tann die wir ohne lang Federlesens vor das Dilemma: widmen haben. Zunächst das Nebensächliche. Der brüchige Entweder ist es Euch ernst mit dem Christenthum Führer eines Zentrumsbruchstücks meint: die Sozialdemo- Sozialdemokratie nicht bekämpfen." fratie sei als politische Partei uur Mittel zum Zwed, das weiteren Stellen des Stenogramms machen dies vollkommen und der Beseitigung des menschlichen Elends, und dann müßt Ihr Sozialdemokraten werden. Parlament sei ihr nicht Ziel. Herr Lieber hat da gewiß recht, flar. Sie lauten: Dieses Christenthum herrscht aber nicht Oder es ist Euch nicht ernst, und dann seid Ihr aber was er sagt, ist ebenso überflüssig, als wenn er gesagt im Staat und der Gesellschaft. Ob der moderne verächtliche Heuchler. hätte, die Sozialdemokraten hätten Köpfe, Beine, Hände Staat sich chriftlich nennt, oder jüdisch, oder heidnisch, ob er sich Ein Drittes giebt es nicht. und Füße. Das versteht sich einfach von selbst und gilt zu dieser oder jener Konfession bekennt, das ist ganz von allen anderen Parteien genau so wie von den Sozials gleich, der Staat ist tapitalistisch und dient zustehen?" Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Im Exil. 44 Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Die *) Jm Verlag von Wörlein u. Ko., Nürnberg, erschienen. facher als das. Der junge Student, der jetzt ein hoch- Salt! Sind Sie etwa böse, weil Sie keine Anzeige von der gewachsener schöner Jüngling von zwanzig Jahren war, Vermählung meiner Schwefter erhalten haben? Das ist hatte seiner Mutter die Erlaubniß abgerungen, einige jedoch nicht unsere Schuld. Wir wußten Ihre Adresse nicht. Semester in Paris auf den Bänken der Rechtsschule zu- Nein, das ist es nicht, sagte René mit bitterem Lächeln. zubringen. Er war erst vor wenigen Tagen ange- Aber lassen wir dies Thema fallen, wollen Sie? tommen, hatte sich im lateinischen Viertel ein Stübchen gemiethet und war geblendet und entzückt von der Weltstadt. Sind Sie es doch, sagte er fröhlich, der mich Paris aus der Ferne lieben lehrte. Aber wollen Sie mir nicht helfen, mich nun hier zurecht zu finden? Ich würde mich unendlich freuen, wenn wir unsere hübschen Plaudereien von früher wieder aufnehmen könnten. War er nicht wie der Vogel auf dem Zweige? Besaß er eine Stellung, die es ihm gestattete, sich um die Hand eines reichen, jungen Mädchens zu bewerben? Er wollte sich nicht zum zweiten Male der Demüthigung einer AbLehnung aussehen. Und dann, selbst wenn er gut auf genommen wurde, so fürchtete er doch sehr, jene Harmonie Als René sagte, daß er ihn stets gern sehen und ihm der Seelen dort nicht zu finden, die für ihn die erste, die als Lootje dienen würde, erwiderte Henri: wesentlichste Bedingung der Ehe war. Er segnete den Ist das auch wahr? Sie haben Ihre Freunde aus Winter, der in diesem Jahre sehr kalt war und viel Schnee und Schmutz brachte, weil er für zwei lange Monate den Besuchen, Empfangstagen und Familiendiners ein Ende machte und Paris in eine Kloake verwandelte, die Husten, Schnupfen und mancherlei andere Krankheiten verbreitete. Eines Abends im Februar ging er während des Zwischenattes im Foyer des Vaudeville auf und nieder, als er einem jungen Manne begegnete, der stehen blieb, einen Freudenruf ausstieß und ihm die Hand entgegenstreckte mit den Worten: der Schweiz nicht vergessen? Dann müssen Sie auch meine Schwester Annette besuchen, die sich auf der Durchreise hier mit ihrem Gatten aufhält. René erblaßte. Einige Augenblicke lang blieb er stumm. Dann stammelte er mit erstickter Stimme: Nein, nein, ich will die Gründe Ihrer Weigerung, die mir peinlich ist, ans Licht ziehen. Liegt vielleicht eine alte Abneigung gegen meinen Better und Schwager vor? Ich glaube mich zu erinnern, daß er Ihnen nicht gerade gefiel. mir auch nicht! Ich schwärme nicht für ihn, wie Sie wissen. Nun, wir werden es schon so einrichten, daß wir ihn nicht sehen. Die Sache ist sehr leicht Am nächsten Sonntag gehen wir zum Konzert im Chatelet, Loge 22. Wir werden allein sein, Annette und ich. Wenn mein Herr Schwager auch ein junger Ehemann ist, so geht er doch häufiger allein als mit seiner Frau aus. Schon? sagte René mechanisch. Er fühlte wohl, daß dies Bekenntnisse provoziren, die Unterhaltung auf den brennenden Boden ziehen hieß, den er fliehen wollte. Um so schlimmer! Er wollte von Annette sprechen hören. War es nicht genug, daß er sich ihren Anblick versagte? Auch ahnte er, daß die Ehe nicht glücklich war, und in einem Egoismus, den leidenschaftliche Naturen begreifen werden, schien es ihm, als würde er weniger unglücklich sein, wenn er sie mit einem anderen unglücklich wußte. Nein, nein, entschuldigen Sie mich. Ich kann nicht. Die elektrische Glocke, welche in diesem Moment die Buschauer auf ihre Plätze rief, ersparte ihm die Pein, noch mehr zu sagen. Aber Henri, der neugierig geworden war und ihn wiedersehen wollte, bestimmte eine Zusammenkunft Wie freue ich mich, Sie zu treffen, mein lieber nach Schluß des Theaters in einem nahen Café. Ja, begann Henri wieder, ich fürchte sehr, daß mein Lehrer! Ihre letzten Worte sind mir während des ganzen letzten Herr Schwager an kleinen, feinen Soupers und allem, was René fühlte, wie sein Herz heftig zu schlagen begann. Aktes im Kopfe herumgegangen, sagte er, sobald sie sich in mit dem Ballet zusammenhängt, nur zu großen Gefallen Er hatte Henri Noveray erkannt. Zuerst vermochte er nur einer Ecke, in der sie frei plaudern fonnten, niedergelassen findet. Ich bin nicht sicher, daß mein armes Schwesterchen durch einen herzlichen Händedruck zu antworten. Dann hatten. Berzeihen Sie mir, wenn ich indiskret bin. Aber in ihm den Mann gefunden hat, den sie haben müßte. wollte er wissen, wie Henri hierher kam. Nichts war ein- lich möchte wetten, daß irgend ein Mißverständniß vorliegt. Ich bin sogar sehr überrascht gewesen, als ich aus Deutsch Polifiche teberlicht. Berlin, den 5. Januar. Denn es ist höchst wahrscheinlich, daß sie die Absicht gehabt| Korrespondenz" mit dem Wortlaut jener Verfügung glücklich haben, zahlreiche Protestversammlungen zu organisiren, daß sie hinterhergehinkt. dieselbe aber aufgegeben haben, nachdem sie merkten, daß dabei ihre Anhänger leicht zahlreiche Waffen gegen sich liefern zu würden. Wir sagen zu Herrn v. Köller wie Dutel Bräsig seinem Freund Korl Havermann: " = Ueber den Nachfolger des Reichskanzlers wird jetzt in der deutschen, wie in der auswärtigen Presse lebhaft Wenn wir den Muth von unseren Gegnern lernen, " In der Firigkeit sind wir Dir über!" debattirt. Es werden dabei eine Reihe von Namen genannt, wollten, würden wir freilich so handeln wie der Reichs- Turner nach Herrn von Köller's Herzen sind die so der abgetretene preußische Ministerpräsident Botho von bote" meint. Wir sind aber Sozialdemokraten und Mitglieder des Ausschusses der deutschen Turnerschaft, der Eulenburg und der mehr als Jäger, Dichter", Komponist nicht alte Weiber. foeben in seinem Organ die folgende Bekanntmachung erläßt: und Reisebegleiter des Kaisers denn als Diplomat bekannte Aus Zeitungsnachrichten war bekannt geworden und einBotschafter in Wien, Graf Philipp von Eulenburg, dann Der Sozialist" ist wieder tonfiszirt worden. Herr gezogene Erfundigungen haben es bestätigt, daß auf einem Graf Waldersee u. s. w. Es liegt uns ferne, diese Kanne Staatsanwalt Dr. Benedig äußerte bekanntlich vor einigen Turnfest des zur deutschen Turnerschaft gehörenden Turngießereien anders zu beurtheilen als ein Zeichen dafür, daß Wochen in öffentlicher Gerichtsverhandlung, es wäre ge- vereins zu Ravolzhausen( Kreis 9, Main Gau) demonstrativ Sem allerneuesten Systeme von keiner Seite ein langer Be- lungen, den Sozialisten" unschädlich zu machen; jeden eine rothe Fahne aufgezogen worden ist. Es wird Sache stand zugetraut wird, daß allgemein die Meinung herrscht, falls würde bald dessen letzte Nummer erscheinen. Voll- des Gau- Ausschusses und des Kreisvertreters sein, der Angelegendaß das Umsturz- Ministerium recht bald umgestürzt werden ständig gelungen ist dieser Plan nun allerdings noch nicht, beit näher zu treten und den Leuten den Standpunkt klar zu wird. Diese Unftetigkeit in den leitenden Kreisen beweist aber es scheint doch stark an seiner Ausführung gearbeitet machen. Eine Parteidemonstration, besonders die einer paterdie Schwäche der Position, in der sich die Bekämpfer der zu werden. Heute, am Sonnabend, erschien wiederum ein landslosen Partei, darf in der deutschen Turnerschaft Duldung Sozialdemokratie befinden. Kriminalfommiffar mit etwa acht Schuhleuten in den nicht finden." Und da sind unsere Gegner erstaunt, daß wir in vollster Geschäftsräumen des Sozialist", und diese nahmen dort Militarismus und Arbeitslosigkeit. Die„ Berliner Ruhe dem Gange der Dinge zuschauen?! eine der beliebten Durchsuchungen vor. Wiederum wurden Neuesten Nachrichten" schreiben: die Räume durchsucht, wiederum wurde das Personal( auch Auf dem internationalen Bergarbeiter- Kongreß, der im Sommer Der Reichstag tritt am nächsten Dienstag wieder die Schriftseter, ebenso wie ein zufällig anwesender Gast) des vergangenen Jahres zu Berlin stattfand, zeichneten sich be= zuſammen. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der von Herrn Nieberding so glücklich eingeleiteten Diskussion einer Leibesvisitation unterworfen, und wiederum wurde der fanntlich die britischen Delegirten und vor allen ihr Führer John Burns vor den übrigen, zumal den deutschen Genossen, durch über die Umsturzvorlage. Von unserer Partei dürfte Auer zeichnende Redakteur des Blattes, jetzt Adolf Dehmel ein hohes Maß flaren politischen Urtheils und praktischen das Wort ergreifen. Verständnisses für nationalökonomische und fozialwirthWir müssen gestehen, daß es uns nach sorgfältiger schaftliche Biele aus. Um so bezeichnender ist es nun, Durchsicht der jetzt konfiszirten Nummer vollständig un- wem selbst der relativ besonnenste unter den Führern erklärlich ist, wie man auf grund dieses Juhalts eine des organisirten Proletariats dem Zauber des leeren SchlagBeschlagnahme vornehmen konnte, und vor allem: wie man worts: Militarismus so unrettbar verfallen ist, wie dies eine diese Beschlagnahme eventuell vor Gericht begründen will. Rede von John Burns, die er am Sylvesterabend in Philadelphia Wir halten den Inhalt der jetzt mit Beschlag belegten wärtig auf einer Propagandafahrt durch die Bereinigten Staaten. gehalten hat, schlagend beweist. Burns befindet sich gegen= Nr. 1 des Sozialist" für vollständig harmlos. sich daher diese Beschlagnahme, trotz des harmlosen Jn merkt, folgende seltsame Kritik der modernen Heersysteme: In der alten Quäferhauptstadt leistete er nun, wie schon behalts der tonfiszirten Nummer, wirklich mit den bestehenden Wir betonen nochmals, daß Herr von Levezow, so viel Gesezen begründen lassen, dann ja dann wissen wir wir auch an seiner Thätigkeit in der letzten Zeit auszusetzen wieder nicht, was die Regierung noch mit einem neuen haben, noch immer ein würdigerer Repräsentant des Umsturzgefet will; dann leben wir bereits jetzt unter deutschen Parlamentarismus ist, als es die Simson, Geseßen, die schlimmer sind, als die in Rußland. Forckenbeck, von Wedell- Piesdorf, Goßler u. s. w. waren, und als es die Manteuffel oder Bennigsen sein würden. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt, daß ihr von zuverlässiger Seite die Mittheilung zugegangen sei, daß bisher noch niemals eine Präsidentenkrisis bestanden hat. * Herrn von Levehow will man unbedingt vom Präfidentenstuhl des Reichstags verdrängen. Heute geht wieder die folgende Notiz eines parlamentarischen Berichterstatters durch die Blätter: Bon zuverlässiger Seite wird uns bestätigt, daß Herr von Levehow neuerdings wiederum die bestimmte Absicht geäußert hat, das Präsidium des Reichstages niederzulegen. Von fonfer vativer Seite ist man angelegentlich bemüht, Herrn von Levezzow von der Ausführung dieses Entschlusses zurückzuhalten. Ueber das allgemeine Wahlrecht äußert sich der bekannte freitonservative Professor Delbrück in den Preußischen Jahrbüchern": # 1 " " * * * Sollte Nachträglich wird gemeldet, daß die Nummer 1 des Sozialist" auf richterlichen Beschluß und zwar auf grund des§ 166 des R. St.-G.-B.( Gotteslästerung) konfiszirt worden ist. Beanstandet wurde der Artikel:" Wir haben es herrlich weit gebracht." fast lediglich Treitschke, Herr Nieberding und Wir konstatiren, daß in dem beanstandeten Artikel Bibel zitirt werden. die " Es giebt acht Millionen Soldaten in Europa. Sie sind nichts als gesetzliche Mörder. Sie produziren nicht, sondern zerstören nur. Diese immenſen Armeen sind weniger dazu gegründet, um einer Invasion zu begegnen, als um einen Refrutirungsplatz für die gehirnlosen Söhne der oberen Klassen zu finden. Die Welt verarmt infolge des Militarismus. Es ziemt dem Arbeiter, seine Stimme in überschäumendem Zorn dagegen zu erheben und zu er tlären: Das soll nicht länger so bleiben!" " Mr. Burns muß diese Säße im Geiste des Berliner„ Genoffen" Liebknecht ersonnen haben. Da ist jedes Wort so gewählt, als ob der Leiter des Vorwärts" sein Placet darunter sehen sollte. Der englische Gaftprediger hätte nur seine sonstige Nüchternheit zu Rathe ziehen sollen, dann hätte er bald gefunden, daß diese Melodie in Amerika nicht recht taugt. Die Vereinigten Staaten haben feinen, Militarismus", dafür aber die grauenvollste Arbeitsnoth, und wenn Herrn Burns wirklich die Theilnahme Das allgemeine gleiche Stimmrecht mag vielerlei Unbequem- Die übliche amtliche Bescheinigung, die seitens der für arbeitslose Genossen so sehr erfüllt, so mag er sich einmal lichkeiten haben, aber vor der Revolution wenigstens Nordd. Allg. Ztg." nach der Veröffentlichung jedes ge- ausrechnen, in welchem Umfange das proletarische Elend durch sind wir dadurch gesichert, und die allergefähr heimen Aftenstückes durch den Vorwärts" erfolgt, hat die Konkurrenz vermehrt würde, wenn die acht Millionen lich sten, der Aufmerksamkeit eifriger Staatsanwälte hier angelegentlichst empfohlenen Um stürzler auch diesmal nicht lange auf sich warten lassen. Das Blatt Soldaten" in Europa mit ihren 16 Millionen träftigster Arme sind sicherlich diejenigen, die den das Angebot auf dem Arbeitsmarkt plöglich vermehrten. Wie Staat schreibt: dieses Bollwerts und das Volk seines wichtig= Der Vorwärts" hat in seiner Nummer vom 3. d. M., stellt sich denn dazu die sozialökonomische Rechen sten Grundrechts berauben wollen. wie in Nr. 4 der Nordd. Allg. 3tg." berichtet ist, einen Er- tun st der Gelehrten des Zukunftsstaates? Man sollte sich wirklich den Spaß machen, dem laß des Regierungspräsidenten in Potsdam, Die wohlinformirten Berliner Neuesten Nachrichten" Reichstage einen Geseßentwurf gegen die wirklichen betreffend die sorgfältige Ueberwachung der Protestversammlungen wissen natürlich nicht, daß John Burns am internationalen Um stürzler" vorzulegen. Da käme ein schönes Ver- der sozialdemokratischen Partei geçen die Umsturzvorlage, veröffent- Bergarbeiter- Kongreß nicht theilnehmen konnte, weil er weder licht und daran die Annahme geknüpft, die Anregung Bergmann ist noch war. zeichniß von Verbrechen und Verbrechern zusammen. zu der Verfügung des Regierungspräsidenten Die sozialökonomische Rechenkunst, über die die aller" " " Die Vossische Zeitung" meint heute, wenn im entstamme dem Ministerium des Innern und dings sehr wenig gelehrten Herren von den„ Berliner Reichstag von den Reaktionären der Antrag auf fei an fämmtliche Regierungs- Präsidenten er Neuesten Nachrichten" spötteln, ist ganz richtig." Würde gangen. Wie wir erfahren, ist diese VerStärkung der Disziplinargewalt des Präsidenten eingebracht muthung des Vorwärts" richtig. Die Verfügung das stehende Heer abgeschafft werden, so würden die werde, solle die Opposition dafür sorgen, daß Abgeordnete des Potsdamer Regierungs- Präsidenten giebt nur den Inhalt Einnahmen der europäischen Staaten in wenigen Jahren nicht, wie das jetzt mit drei Sozialdemokraten der Fall ist, eines Erlasses des Ministers des Innern wieder. Wenn es auch genügen, die Staatsschulden zum großen Theile zu tilgen. wegen fleiner Gefängnißstrafen daran verhindert werden vom Standpunkte der Regierung bedauerlich Die zurückgezahlten Gelder, so wie die sonst den Staaten allsollen, ihr Mandat auszuüben. Gar nicht so übel. Und erscheinen muß, daß der Vorwärts" offenbar durch einen jährlich für ihre militärischen Zwecke aus den Kassen der in Frankreich ist das bereits der Fall. Dort kann kein Bertrauensmißbrauch in die Lage verfest worden ist. Großbank zufließenden Summen würden Anlage suchen, sie Abgeordneter ohne Zustimmung des Parlaments im Ge- einen amtlichen Erlaß zu veröffentlichen, so würden den Binsfuß drücken und damit die Unternehmungsfängniß gehalten werden auch nicht außerhalb der braucht dieser Erlaß selbst ja übrigens das Licht der Deffentlich- luft in hohem Maße auspornen. In Induſtrie und Landfeit in feiner Weise zu scheuen. Session. Die Immunität erlischt erst mit dem Mandat.wirthschaft würden große Kapitalien investirt werden, und Die Protestversammlungen gegen die UmsturzHerr von Köller und die Turnerei. Die vor dementsprechend auch neue Arbeiter nöthig werden, so daß vorlage finden, wie wir bereits zweimal im Vorwärts" Monatsfrist gegründete Köller'sche Berliner Kor- das Kapital, das früher zu unproduktiven Zwecken verwendet mitgetheilt haben, am 11. d. M. in Berlin statt. Besser, respondenz", die dem Plane nach die deutsche Presse mit den wurde, nun produktiven Zwecken dienen würde, genau ebenso wie wir, meint freilich der Reichsbote" hierüber informirt neuesten amtlichen Nachrichten versehen sollte, erweist sich doch wie die früher zum Paradedrill verwandten Personen dann zu sein, schreibt er doch aus Anlaß des von uns veröffent- als recht schlecht informirt. Sie sollte neue Nachrichten auch produktiv thätig sein würden. lichten Aktenstückes des Potsdamer Regierungspräsidenten bringen bringen und sie sieht sich gezwungen, die Nachrichten des Was endlich die„ grauenvollste Arbeitsnoth" in den betr. die Ueberwachung sozialdemokratischer Protestversamm Vorwärts" in Kolportage zu nehmen. In der gestrigen Vereinigten Staaten betrifft, so stellt sich auch hierbei die Protestversamm- Nummer waren wir bereits in der Lage, die auf die Turnerei be- Redaktion der Berl. Neuesten Nachr." so ungelehrt, als lungen: Was übrigens die Ueberwachung von Sozialistenverfamm- zügliche Verfügung des Herrn v. Köller zu veröffentlichen. Und ob sie die Hauptursache nicht tännte. Wir wollen lungen gegen die Umsturzvorlage betrifft, so scheint derselbe einen nun, nachdem alle Abendblätter bereits nach dem Borwärts" ihr auch nach dieser Richtung, die nothwendige Belehrung Schreckschuß für die sozialistischen Führer abgegeben zu haben Notiz von der Sache genommen haben, kommt die„ Berliner nicht vorenthalten. Würden nicht Millionen von Arbeitern Land zurückkam und sie an einen Menschen verheirathet ohne nach irgend jemand von uns zu fragen. Das in n- endlich mit ihrem Bruder eintreten sah. Von da waren fand, der sie niemals angebetet hat. Sie sah mir ganz würdig! Und ich mußte Sie hier noch quälen, ich Dumm- die Musik und der Saal für ihn nicht mehr vorhanden. danach aus, als ob sie ihn ohne besonderen Enthusiasmus topf! Werden Sie mir verzeihen? Ich verspreche, niemals Das Opernglas auf das feine Gesicht gerichtet, das er so geheirathet hätte, und mehr als einmal habe ich sie seit mehr von meiner Schwester zu Ihnen zu sprechen. gut fannte, schuf er sich ein unsichtbares tête- à- tête mit der ihrer Hochzeit mit kummervollen Augen überrascht. Sie Im Gegentheil, sagte René. Wir werden zusammen jungen Frau. Ja, sie war bleich, ein Schleier von Melan werden Sie kaum wieder erkennen, Herr Meffant. Sie, die von ihr sprechen, und recht oft, wenn Sie es wollen. cholie, jenem Hauch vergleichbar, der auf den Weintrauben früher so heiter, so lebenslustig war! Ich versichere Sie, Dann sind unser zwei, die ihr mit dem Herzen folgen. liegt, wenn sie noch an dem mütterlichen Stocke hängen, daß fie Sympathie nöthig hat und daß ein Besuch von Sie wird nicht davon erfahren. Aber um Der Liebe trübte die Frische ihres Teints. Sie hatte in dem Ausdruck Ihnen sie erfreuen würde. zu ihr wollen wir beide uns auch recht lieb haben und wie ihres Gefichtes einen Ernst, in ihrer Haltung eine lässige Diese Worte thaten René wohl. Er empfand eine Art Brüder sein. Würde, die sie nicht schöner, wohl aber rührender erscheinen bitterer Genugthuung, als er hörte, daß er ohne Zweifel Als René allein war, fand er, daß eine Revolution ließen. Das Kiun in die rechte Hand gestützt, lauschte schmerzlich vermißt worden war. Aber zu gleicher Zeit sich in ihm vollzogen hatte. Annette, die glückliche, mit sie den Musikstücken, welche das Orchester nach einander sagte er sich: zu spät! Bu spät! Warum soll ich mir dem Leben zufriedene, die ungetreue, fie fonnte er aus spielte, und auf ihren ausdrucksvollen Zügen las René wie neuen Kummer schaffen? In festem Tone antwortete er: seinen Gedanken verbannen und beinahe hassen. Aber in einem offenen Buche die Gefühle, die ihre Seele Nein, mein lieber Heuri, bestehen Sie nicht darauf. Annette, die gramvolle, die aus Gehorsam oder aus Trotz bewegten. Aber wo war dieser lachende Mund, dieses Der Besuch könnte Ihrer Schwester und mir nur pein- einen Andern geheirathet hatte, die vielleicht von dem ständig in Bewegung befindliche Köpfchen mit der Fluth lich sein. Traumbild dessen, was hätte sein können, verfolgt wurde, goldenen Haares, diese sprechenden, leidenschaftlichen Augen, So sind Sie also aus irgend einem geheimnißvollen oh, wie liebte er sie wieder, wie betete er sie an! die nie schweigen konnten? Alles dies erschien gedämpft, Grunde böse auf Aunette? fuhr Henri hartnäckig fort. Nicht ihr machte er mehr Vorwürfe, sondern sich selbst. Er ruhiger. Raum, daß sie von Zeit zu Zeit sich mit müder Es schien mir doch aber, als hätten Sie einige Freundschaft hatte sich zu schnell entmuthigen lassen, er hatte gefürchtet, Miene ihrem Bruder zuwandte, um mit ihm einige kurze für sie empfunden. Einen Augenblick habe ich mir fogar als Mitgiftjäger zu erscheinen. Dummheit! Hätte er sie Worte zu wechseln. eingebildet. nicht gegen ihre Mutter vertheidigen, sie sich erobern, sich René berauschte sich an ihrem Anblick. Er erkannte Er brach ab und das Blut schoß ihm in den Kopf, ein retten fönnen? Ein trauriger Liebhaber, der dem Mäd ihr kleines Mal wieder, das sie nahe dem linken Ohre plöglicher Lichtstrahl hatte ihn erleuchtet.. René wurde chen, das auf ihn hoffte, seine Liebe nicht einmal zu be- hatte. Er sah an ihrem Halse die wechselnden Reflere ihres leichenblaß und sentte den Kopf. Ein ängstliches, schmerz- weisen vermochte! Armer Tropf, der sich sein Glück vor heliotropfarbenen seidenen Kleides. Er folgte sogar den liches, peinliches Schweigen folgte. Endlich rief Henri: beifliegen ließ! leichten Athemzügen, welche die Falten des Stoffes auf der Ah, jetzt verstehe ich! Welches Unglück! Welches Un- Was sollte er jetzt gegen das Unabänderliche thun? Brust hoben. Und plöglich empfand er den stechenden Schmerz glück! Aber daß Sie auch nichts gesagt haben, als es noch Ach, nichts weiter, als seine verlorene Geliebte aus der der Verzweiflung. Wenn er daran dachte, daß er von dieser Zeit war! Ferne insgeheim lieben. Gewiß war das troftlos, und doch Frau vielleicht noch immer geliebt wurde, daß sie ihm Die Ueberraschung und der Ausdruck der Betrübniß war es auch ein Troft für ihn, daß er sie wieder unter hätte gehören können, daß sie vielleicht noch sein werden des jungen Mannes waren so aufrichtig, daß René dem allem, was ihm theuer war, obenan stellte. Er wagte es fonnte? Er wagte es fonnte? Wer hinderte ihn denn, sie sich wieder zu ers Wunsche nicht länger widerstand, alles zu erzählen, was nicht, ihr zu begegnen, mit ihr zu sprechen. War er denn obern, sie einem Gatten zu entreißen, den man ihr auf man ihm sorgfältig verborgen hatte. Henri hörte ihm im stande, gleichgiltige Worte mit ihr zu wechseln? Aber gezwungen hatte? Sollte er ein zweites Mal das Glück, unter Ausbrüchen des Zorns und dumpfen Verwünschungen er wollte sie wenigstens sehen, ein Bild von ihr im Herzen das ihm so handgreiflich nahe war, vorübergehen, für zu. Schließlich ergriff er beide Hände Renés, ihn zärtlich tragen, das seine Träume belebte. Er miethete also im immer davonfliegen lassen? Nein, nein, was fümmerte anblickend, und drückte sie mit aller Kraft. Chatelet, um ganz allein zu sein, eine dunkle Loge, von der ihn die Heuchelei der gesellschaftlichen Bräuche? Er Mein lieber Herr Messant, rief er. Daß ich von alldem sein Blick in die Loge 22 zu bringen vermochte, und er- würde die verhaßten Bande, die zwei nicht zu einander nichts gewußt habe! Auch Annette nicht, ich wollte meine wartete den Sonntag mit der fieberhaften Ungeduld eines passende Wesen mit einander verknüpften, zu sprengen Haud dafür ins Feuer legen. Wie Kinder hat man uns Liebenden. wiffen! behandelt! Man hat uns eingeredet, daß Sie abgereift seien, Gie tam spät, und René verzweifelte schon, als er sie ( Fortsetzung folgt.) angeefelt von den politischen Zuständen, und nicht zum nolens volens gezwungen, das Geschäftsgebähren der Süd- hat einmal der Kampf wieder begonnen, dann ist auch das mindesten vom Militarismus, aus Europa ausgewandert bahn- Gesellschaft einer ernsten Untersuchung zu unterziehen. Am Ende nicht abzusehen. = - sein, so wäre der amerikanische Arbeitsmarkt nicht so über Sonnabend wurden denn die Kassabücher mit Beschlag belegt Auch der vorige Bar unseligen Angedenkens begegnete füllt und die Krisis drüben nicht von so langer Dauer ge- und sodann durch den Sachverständigen Flory, der auch in der im Anfang hoffnungsvollem Vertrauen. Der Geduldsfaden wesen. Diesmal genug für die„ Geleerten" des Gegenwarts- Panama- Affäre als solcher thätig war, einer Prüfung unter: brach aber eines Tages und gegen das persönliche Regiment Gegenwarts- ger. Und das Ergebniß war, daß gestern Herr Felix Martin, ftaates. Direktor der Gesellschaft und Besitzer des Kommandeurkreuzes von oben erhob sich das persönliche Regiment von unten Herr v. Berlepsch soll der Minisier sein, dem der der Ehrenlegion, sowie Herr Bobin, Vizedirektor der Gesell. gegen den Zarismus der Nihilismus. Welches Ende Besuch des Herrn v. Lucanus demnächst bevorstehen soll. schaft, ehemaliger Rabinetschef im Arbeitsministerium und Besizer der vorige Bar genommen, das ist in frischer Erinnerung. Sein angeblich bevorstehender Rücktritt soll auf Differenzen des Ritterkreuzes der Ehrenlegion, verhaftet wurden und ihnen Soll sich das widerholen? mit seinen Kollegen in Sachen der Handwerker Gesetzbürsten aber die Verhaftungen feineswegs zu Ende sein. Denn heute der Bau- Unternehmer André zugefellt wurde. Damit Gleiche Ursachen gleiche Wirkungen. gebung zurückzuführen sein. wie in der Panama- Affäre sollen auch in dieser mehrere politische Nüchternheits- Kuratorien hat die russische ReKosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Seitens des Persönlichkeiten mit verwickelt sein. Die Südbahn- Gesellschaft gierung eingeführt; das heißt, es sind Behörden errichtet Justizministers Schönstedt wird dem Landtage unmittelbar nach tonstituirte sich am 3. Dezember 1885 mit einem Kapital von worden, die darüber zu wachen haben, daß das russische feinem Zusammentritt ein Gefeßentwurf, betreffend die Kosten 25 Millionen, getheilt in 50 000 Attien zu 500 Fr. Außerdem Volk nicht zu viel Schnaps trinkt. Nun besteht aber die der freiwilligen Gerichtsbarkeit, und eine Vorlage über ander hat sie allmälig 224 808 Obligationen zu 500 Fr. ausgegeben. Haupteinnahme des russischen Reiches in der Schnapssteuer, weite Regelung der Notariatsgebühren, zugehen. An Zinsen garantirte ihr der Staat im ersten, 1885 mit ihr ab- und wenn das Volk feinen Schnaps mehr trinkt, ist geschlossenen, Vertrag 5 pCt. Zinsen, im zweiten Bertrag, der in Ein neues Privatmonopol wird von den Rüben- ben legten Tagen der Legislatur von 1889 beschlossen wurde," Väterchen" mitsammt seinem Reiche bankrott. So find die bauern angestrebt; der anhalter Zweigverein für Rüben- 4,65 pCt. Wenn trotzdem die Aktien in den letzten Jahren um taiser- und reichstreuen Russen in einer argen Zwickmühle: industrie hat nämlich den Wunsch ausgesprochen, daß das mehr als die Hälfte ihres ursprünglichen Werthes zurückgegangen betrinken sie sich, so werden sie auf Befehl der NüchternReich blos die gegenwärtigen Rübenproduzenten fünftighin sind und die Gesellschaft ohne neuen Vertrag mit dem Staat, heits- Kuratorien windelweich geprügelt; und betrinken sie Nüben und zwar nur auf den jetzt zur Rübenproduktion wie dies Arbeitsminister Barthou selbst bekannte, gezwungen sich nicht, so bereiten sie den Ünsturz vor von Kaiser und verwendeten Boden bauen lasse, damit jeder weiteren Kon- wäre, zu liquidiren, so liegt eben der Grund darin, daß es sich Reich. Que faire? Was thun? Da war Buridan's Esel furrenz ein Riegel vorgeschoben werde. Ueber die Begehr bei den Personen, die an der Spize diefer Unternehmung doch noch in angenehmerer Lage. standen, vor allem darum handelte, sich ihre Taschen zu füllen. lichkeit dieser Gesellschaft, zu denen die reichsten Zucker- Aehnlich wie Herr Hébrard nicht als politischer Leiter des Das bankrotte Argentinien hat zwar zum Schuldenfabrikanten gehören, entrüstet sich niemand, was diese Herrn" Temps", sondern als„ Bauunternehmer", ohne einen Finger zu zahlen und zur Erfüllung der Kulturaufgaben kein Geld, aber fordern ist eben auch etwas anderes, als wenn die ab- rühren, an der Panama- Gesellschaft nahezu anderthalb Millionen trotzdem wird für den Militarismus das Geld haufenweise geracferten Arbeiterinnen in den Zuckerfabriken 5 Groschen verdiente", soll der nun verhaftete André, ohne auch nur einen hinausgeschmissen. Der„ Times" wird nämlich aus Buenos- Ayres Lohn pro Woche mehr fordern. Finger gerührt zu haben, an der Südbahn- Gesellschaft ein erfled vom 3. Januar gemeldet: Der Kongreß hat in geheimer Sigung liches Sümmchen verdient" haben; nur mit dem Unterschiede, zwei Millionen Dollars( acht Millionen Mark) für Kriegsmaterial daß er seinen Verdienst" mit der Direktion zu theilen hatte. bewilligt. Hiervon find 300 000 Dollars zu sofortigen Ausgaben Die Eisenbahnbauten, die dem Namen nach er, und zwar zu für Bewaffnungen bestimmt; der Rest steht zur Verfügung der einem hohen Preise auszuführen hatte, übergab er Sub- luter Regierung für den Fall, daß dieselbe mit Rücksicht auf möglichernehmern zu einem viel niedrigeren Preise, und die Differenz weise mit Chili in der Grenzfrage eintretende Schwierigkeiten Die König Franz im November 1861 überreichte Adresse zwischen diesen beiden Preisen wurde dann zwischen ihm und Geld bedarf. deutscher Fürsten und des Adels, der später von den Direktoren getheilt. Außerdem soll der Bau einzelner Eisengleicher Seite die Ueberweisung eines Ehrenschildes folgte, bahulinien zu gewissen Wahlzwecken gedient haben, da Baron zeugt davon, zu welcher Bewunderung er die Herzen aller Reinach, der bis zu seinem Tode Präsident des Verwaltungser endete bekanntlich durch Selbstmord gut denkenden Klassen weit über die Grenzen seines Vaterlandes rathes war in der hinriß." Der Ehrenschild" ist keine Flunkerei, er sollte aber standen, ist selbstverständlich. Ueberdies bringt man mit diesem in ein Schand schild für den revolutionären Umsturzkönig zwar den gegenwärtigen Abgeordneten Jules Roche und unseren lieben Freund- Yves Guyot. In bezug auf letteren schreibt Viktor Emanuel, der legitimen Fürsten die Kronen geraubt hatte ein hiesiges Blatt: Man darf auch nicht vergessen, daß Herr und anderen noch rauben wollte. Fünf Jahre später ver- Yves Guyot, damals Minister der öffentlichen Arbeiten, Baron übten die Spender des Ehrenschildes in Deutschland selbst Reinach's Mann war. Wenn der Untersuchungsrichter sich ähnliche Thaten wie Viktor Emanuel in Italien verübt gelegentlich der Südbahn- Affäre die Mühe geben will, die hatte, halfen drei legitime deutsche Fürsten entthronen, den ministerielle Vergangenheit des Herrn Yves Guyot durchzusehen, deutschen Bund umstürzen, das revolutionäre" Deutsche wird er sich vergeblich bemühen." Kurz und gut, es ist alle AusReich auf Grundlage des revolutionärsten aller Grundrechte: ſicht vorhanden, daß die gegenwärtig im Mazas- Gefängniß bedes allgemeinen Wahlrechts aufrichten. Und heute krähen findlichen Ritter der Ehrenlegion bald neue Genossen erhalten, die gleich ihnen lauter Stützen der Gesellschaft, lauter Berdieselben Wetterhähne wieder schrill in die Welt hinaus, theidiger des Privateigenthums, lauter grimmige Sozialistensresser alle Umsturzbestrebungen seien des Teufels und müßten mit find. Gefängniß und Zuchthaus geahndet werden. Bekehrte Umstürzler. In einem Nachruf, den die Kreuz- 3tg." dem verstorbenen Erkönig Bombino von Neapal widmet, und der beiläufig von historischen Schnißern wimmelt-- heißt es u. a.: " Uebersicht der wichtigsten Kammer Freunde brauchte. Daß diefelben im Regierungslager politischen und Partei- Ereignisse im Jahre 1894. weniger ein Ehrenschild für den legitimen Bombino sein, als neuen Panama auch zwei Ueberbies Berbindung und Ein Glück, daß der Umsturz der Gesinnung nicht ins Zuchthaus führt. Halb Deutschland müßte ins Zuchthaus. König Stumm hat allen Anlaß, für Erhaltung der bestehenden Wirthschaftsordnung einzutreten, denn für ihn ist sie nur mit Bortheilen verknüpft, wie die folgende Notiz beweist: Frhr. v. Stumm- Halberg zu Schloß Halberg bei Saarbrücken, Besizer der Olga- Aue bei Eltville, kaufte das berühmte Heimes'sche Gut in den Gemarkungen Hattenheim und Erbach für 570 000 m. Zu dem Gute gehören außer 36 Morgen Weinberge in den vorzüglichen Lagen Markobrunnen, Nußbrunnen 2c. 2c. zahlreiche Aecker, Wiesen und Gärten. Instanz erledigt. Wie nämlich der" Matin" meldet, bestätigte Auch der zweite Spionenprozeß in Paris ist in letter der Appellhof die Verurtheilung des ehemaligen Offiziers Schönbecf, welcher wegen Spionage zu fünf Jahren Gefängniß verurtheilt worden war. Erweiterung der französischen Verbrecherkolonien. Der französische Ministerrath hat beschlossen, der Kammer bei ihrem Wiederzusammentritt einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen außer der Halbinsel Ducos( Neu- Caledonien) auch die Iles du Salut( Guyana) als Deportationsort bestimmt werden. Es gilt daher als wahrscheinlich, daß Dreyfus nach den Iles du Salut gebracht werden wird. herrscht, da die Thatsache, daß in Madagaskar englische Offiziere Wir bezweifeln, daß in Frankreich eine gleiche Befriedigung und Kriegsmaterialien der mit Frankreich in Krieg verwickelten Regierung glaubhaft nicht beftritten wurde. England und Frankreich in Madagaskar. Aus London wird telegraphirt: Wie ein Steuerhinterzieher in Deutschland geehrt Die Ausführungen der einflußreichsten Blätter über die wird. Wer Herr Baare ist, wissen unsere Leser. Wie Madagaskarfrage und über das Verhalten der englischen Reman den Mann ehrt, beweist die folgende aus Bochum gierung derselben gegenüber hat in politischen und folonialen vom Wolff'schen Bureau übermittelte Depesche: Kreisen große Befriedigung hervorgerufen, weil daraus zu ersehen Aus Anlaß der Feier des 40 jährigen Jubiläums des ist, daß die englische Regierung Frankreich gegenüber jede ZweiGeheimen Kommerzienraths Baare fand gestern ein großer deutigkeit vermeiden werde. Fackelzug statt. Heute Vormittag brachte die städtische Kapelle ein Ständchen. Sehr zahlreiche Telegramme, Glückwunschbriefe und Blumenspenden, sowie werthvolle Andenken gingen bei dem Jubilar ein. Es erschienen viele Deputationen. Zunächst 30 Beamte, Meister und Arbeiter des Vereins, sodann unter anderem Marschall Pavia ist 21 Jahre nach seinem Staatsfireiche Magistrat, Stadtverordnete, Handelskammer, Verwaltungsrath in Madrid gestorben. Er war es, der am 3. Januar 1874 als des Bochumer Vereins, Vorstände der drei großen wirthschaft- Generalkapitän von Madrid an der Spize eines Piketts lichen Vereine, vertreten durch die Herren Geheimrath Janssen, Soldaten die Cortes, das spanische Parlament, auseinandertrieb Geheimrath Jente, Generaldirektor Servaes, Abgeordnete Dr. Bueck und damit das Ende der Repnblit beschleunigte und der Wiederund Dr. Beumer, sowie Deputationen der Geistlichkeit und herstellung der bourbonischen Dynastie durch Rückberufung der Aerzte. Alphonso XII, des Sohnes der Königin Isabella die Wege Den Arbeitern, die um des lieben Broles willen, an ebnete.dieser für unsere Zustände so charakteristischen Feier theilnehmen mußten, drücken wir unser Beileid aus. Milan soll doch wieder nach Serbien zurückkehren. Seine Schamlosigkeit findet nur an der Geduld des serbischen Volkes ihres gleichen. Die Einigkeit der Antisemiten war nicht von langer Dauer. Eine neue Spaltung unter den Antisemiten fündigen die Blätter als bevorstehend an, nachdem in einem Schreiben an bulgarischen Machthabern unterlassen zu werden. Stambulow Stambulow's Verhaftung scheint nun doch von den die, Westf. Reform" der Reichstags- Abgeordnete Ahlwardt erklärt verdankt dies sicherlich nicht irgend welchen juristischen Erhabe, daß, falls die deutsch- soziale Partei sein Programm nicht wägungen, sondern lediglich der Rücksicht auf die öffentliche annehmen sollte, er gezwungen wäre, eine eigene Partei zu Meinung in Westeuropa, welche gegen diesen gemeinen Racheaft gründen unter dem Namen„ Deutsche Freiheitspartei" oder einstimmig Protest erhoben hat. Deutscher Freiheitsbund". Der Landtag von Sachsen- Weimar ist zu seiner ersten Der alte Aberglauben vom liberalen Kronprinzen Session nach den Neuwahlen auf den 27. b. M. einberufen täuschungen im eigenen Lande nicht geheilt sind, neuerdings ist von einem Theil unserer Philifter, die durch Entworden. Juli. 1. Parteitag für Schwaben und Neuburg in Kempten. 2. Sozialdemokratische Partei in Chemnitz aufgelöst. " 3. In Dresden werden 40 Austräger der Dresd. Arbeiters Zeitung" wegen groben Unfugs" bestraft. 4. Freispruch im Banca Romana- Prozeß. 5. Gescheiterter Ginigungsversuch des Gewerbegerichts in Sachen Bierboykott. Braueraussperrung in Braunschweig. Große Tumulte gelegentlich des Pullman- Streits. 6. Erster offizieller Vorstoß gegen das Asylrecht in England durch Lord Salisbury. 8. Belagerungszustand über Chikago wegen des Pullmans Streifs. Spigel Ungern- Sternberg in Serbien verhaftet. 9. Hutmacherkongreß in Berlin. 11. Großes Erdbeben in Konstantinopel. Viele Menschen todt. Berliner Bierboykott durch 32 Bersammlungen auf alle Ringbrauereien ausgedehnt. 12. Freiland- Expedition gescheitert. angenommen. Crispi's Zwangs- Domizilgesez in der italienischen Kammer 14. Rongreß der französischen Arbeiterpartei in Dijon. 15. Belgischer Parteitag in Brüssel. Salvador, Bombenwerfer in Barcelona, zum Tode und 459 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Furchtbarer Cyklon in Ober- Bayern. Ende des Pullman- Streits. 16. Beger, Crispi- ,, Attentäter", zu 20 Jahren Buchthaus ver urtheilt. 24. Internationaler Textilarbeiter- Rongreß in Manchester er klärt sich für Achtstundentag. Anarchistengeset in Paris. Genosse Petersen in Kopenhagen gestorben. 27. Anarchisten- Prozeß Meunier in Paris. 29. 5. Parteitag der sozialdemokr. Partei Thüringens. 31. Der belgische Parteigenosse Jean Volders muß ins Irrenhaus. Auguft. Im Juli von deutschen Gerichten über Genossen verhängt 6 Jahre 2 Monate Gefängniß, 6951 M. Geldstrafe. 1. Aufhebung" des Belagerungszustandes in Sizilien. Massenverhaftung von Anarchisten in der Schweiz. 3. Caserio, Carnot's Mörder, zum Tode verurtheilt. Internationaler Tabatarbeiter- Kongreß in Basel. 5. Parteitag für das Herzogthum Gotha. 8. Tumulte in Antonienhütte( Schlesien). 9. Finanzminister- Konferenz in Frankfurt a. M. 11. Anarchisten"-Prozeß in Paris. 12. Dritter Parteitag der sozialdemokratischen Partei Galiziens in Lemberg. 13. Der Anarchist Scheme in Berlin schießt auf einen ihn ver folgenden Polizisten. Streit in Güstrow. 16. Caserio, Carnot's Mörder, hingerichtet. 20. Kongreß der italienischen Arbeiterpartei in Cremona. 22. Boykott- Erpressungs- Prozeß in Dresden. 24. 37 Bierboykott- Versammlungen in Berlin. 26. Landestonferenz der hessischen Sozialdemokratie in Offens bach. 27. Gründung des christlich- sozialen Bergarbeiter- Verbandes in Effen. 28. Agnes Wabniß vergiftet sich auf dem Friedhof der Märzgefallenen in Berlin. 29. 4. Nationaler Kongreß der spanischen Parteigenossen in Madrid. 81. Jm August von deutschen Gerichten über Genossen ver hängt 6 Jahre 11 Monat Gefängniß, 2849 Mart Geldstrafe. September. 2. Agnes Wabnitz wird unter ungeheurer Betheiligung der Berliner Genossen beerdigt. Demolirung der Bureaus einer Zeitung in Athen durch griechische Offiziere. 8. Trades- Unions- Kongreß in Norwich. Annahme des Achtstundentages. 5. Sizilianischer Belagerungszustand soll bis Ende 1896 dauern. aufs Ausland übertragen worden und zwar auf RußFuchsmühl. Wie man dem„,.- A." schreibt, wird gegen land, wo der neue Zar mit Gewalt ein liberaler Kroneinige Soldaten des Kommandos nach Fuchsmühl militär: gerichtlich vorgegangen, weil sie gegen die Weisung ihres prinz gewesen und ein liberaler Bar geworden sein Offiziers zu start geftupft" und zwei Bauern getödtet haben. foll. Auch in anderen Ländern hat das Friedensbedürfniß Landgerichtsrath v. 3oller, der Lehnsherr von Fuchs- und der Mangel an Kritik und Rechtsgefühl in bürgerlichen mühl, wurde außer der Tour zum Landgerichts- Kreisen zu ähnlichen Illusionen in bezug auf Rußland ver Direktor in Passau befördert, da er augenblicklich in der führt. In der letzten Nummer von Free Russia"-Frei Münchener Gesellschaft unmöglich sein soll. Rußland"-wendet sich Wolthofsky nachdrücklich Die Korruption der Presse in Frankreich entspricht gegen diese Anschauung, die ebenso thöricht als für die der im Panamaprozesse zu tage getretenen fortgeschrittenen innere Entwicklung Rußlands gefährlich sei. Wolthofsky Fäulniß der Bourgeoisie. Eine Pariser Depesche meldet fragt, welche Thatsache denn für diese sanguinische Aufdas folgende: faffung spreche, und die Antwort lautet: auch nicht Der frühere Redakteur der„ Nation", Sourdillon, wurde eine einzige. Der neue Herr" hat, wie das heute früh unter der Anschuldigung der Erpressung, verübt alle neuen Herren von jeher thaten, einige Diener gegenüber der Südbahn- Gesellschaft verhaftet. gewechselt allein das ist auch alles. Nicht der Ein neues Panama. Man schreibt uns aus Baris leiseste Ansatz zu einer Reform ist zu bemerken. Und nun unterm 3. Januar: gar erst die Verfassung!" Nicht mit einem Wort ist der Eine Rothwelle treibt die andere. Noch ist der Panama- Nothwendigkeit gedacht worden, die Rechte des Volkes anstandal nicht verklungen, noch harrt der Presskandal seiner zucht zuerkennen und eine Voltsvertretung zu schaffen. Wenn hausgerichtlichen Lösung, und schon wieder ein neuer Standal. trotzdem der russische Bar von einem Theil der europäischen Diesmal betrifft er die Südbahn- Gesellschaft. Ueberall Presse, sogar von vielen sich liberal nennenden Blättern nichts als Gauner und alle zählen sie zu den„ Stüßen der Gesell- mit Lobsprüchen überhäuft und als Reformator gepriesen schaft". Ift Genoffe Jaurès auch für 15 Sigungen von der wird, so kann er, wie Wolkhofsky mit Recht hervorhebt, Kammer ausgeschlossen worden, so hat sein Hinweis auf die nur in seiner bisherigen Haltung bestärkt und von der Debatte über die Südbahn, wo die Regierung die an der Spige Gewährung wirklicher Reformen nur abgehalten werden. dieser halbverkrachten, von Baron Reinach gegründeten Unternehmung Stehenden zu schützen versuchte, doch gewirkt. Einstweilen sind die Liberalen und Radikalen in Rußland Wollte die Regierung nämlich nicht als Mitschuldige an noch nicht aus der abwartenden Reserve herausgetreten, den baselbst verübten Gaunereien erscheinen, dann war sie allein lange werden sie wohl schwerlich noch warten; und 26. andunterschlagung" zu 1 Jahr Gefängniß. 6. Wilhelm II. redet über Umsturz. Agrariern. 8. Graf von Baris gestorben. Prof. Helmholtz gestorben. Versöhnung mit 9. Brugich- Pafcha, Aegyptologe, gestorben. 15. 12. Jahreskongreß der ( Maryisten) in Nantes. französischen Arbeiterpartei Boykottkommission- und Saalbefizer- Konferenz in Berlin. 16. Parteitag für die Provinz Brandenburg in Berlin. 20. Hoffmann, Dichter der Struwelpeter", gestorben. 22. Parteitag der Freisinnigen Boltspartei in Eisenach. Neues Programm. 26. Verurtheilung des Vergolders Sczcodry in Berlin wegen Wahlen zum Gewerbegericht in Berlin. 60. 5. Braunschweigischer Landesparteitag in Langelsheim. 5. Pommerscher Parteitag in Stettin. Parteitag der bayerischen Sozialdemokratie in München. Verhaftung von 64 Oberfeuerwerfern in Berlin. Im September von deutschen Gerichten über Genossen verhängt: 4 Jahre 4 Monate Gefängniß und 2394 M. Geldstrafe. Parteinachrichten. ale Wahltermin festgesetzt wurde, ist man jegt über allen Zweifel| kottirten, weil diese die verlangten 15 pet. Rabatt nicht bes erhaben, der Wahltag ist amtlich auf den 1. Februar festgefeht willigen wollten. Alle Arzneien wurden seitens der genannten worden. Die allzeit schlagfertige Sozialdemokratie ist denn auch Raffen in Mannheim geholt. Am 2. Januar ging ein Besofort nach Erscheinen der amtlichen Bekanntmachung mit einem schluß der Apotheker ein, daß sie die 15 pet. zu geben bereit seien Aufruf an das württembergische Volk herangetreten. Die Wie es gemacht wird, um die so wie so schon erbärmlichen Arbeiter und Parteigenossen werden darin aufgefordert, jest göhne der armen, in der Hausindustrie beschäftigten Weber noch energisch in den Wahlkampf einzutreten und überall die Leute mehr herabzudrücken, zeigt nachfolgender Brief, den ein Greizer über unsere Bestrebungen aufzuklären. Gleichzeitig giebt der Fabrikant sich bei einem der Weberfaktoren bestellte, um Landesvorstand sämmtliche Kandidaten, die von seiten der Partei dann, durch Vorzeigung dieses Schriftstückes auch bei den übrigen aufgestellt sind, an der Spitze der„ Schwäb. Tagw." befannt. Bon der Agitation. Auf seiner Agitationsreise referirte Das Land Württemberg, das in 17 Reichstags- Wahlkreise Faktoren ein Herabſegen der Löhne zu erzwingen. Das charakte Friedrich Arnold. Greiz, den 31. Dezbr. 1889. der Genosse Gerisch am 28. Dezember v. J. in Delsnig, am eingetheilt ist, besteht aus 70 Landtagswahlkreisen( 63 Oberämter ristische Schriftstück lautet: und 7 sogenannte„ gute" Städte.) Wahlberechtigt ist jeder Hohenleuben. Herrn C. Fitch 3. 29. Dezember in Markneukirchen und am 30. Dezember in Adorf. 25 Jahre, wählbar jeder über 30 Jahre alte Staatsbürger. Sämmtliche Versammlungen erfreuten sich eines äußerst guten Von seiten der Parteigenossen wurden folgende Kandidaten auf: damit ich denselben Donnerstag, d. 2. Januar hier habe. Hierdurch ersuche ich Sie, mir geft. folgenden Brief zu schreiben, Besuches und wurde dem Referenten allerorts eine lebhafte zugestellt: Bürgerausschußmitglied Kloß; Buchdrucker Baßler; stimmung zu theil. In einer gut besuchten Volksversammlung Gemeinderath Glaser; Redakteur Tauscher; Schriftsteller Stern; Hohenleuben, d. 17. Nov. 1889. für Höchst a. M. und Umgebung sprach am 30. Dezember Klaviermacher Schäffler; Buchbinder Balluff; Restaurateur Herrn Friedrich Arnold, Greiz. Bezugnehmend auf die mit Ihrem Herrn Koch gehabte Be Reichstags Abgeordneter Genosse Fr. Brühne über„ Die allgemeine politische Lage und der Kampf gegen den Ümsturz". Schlegel; Schriftseger Selmayr; Schriftsteller Agster; Handschuhsprechung habe ich mich entschlossen, 8 Stühle auf Jacquard für Umsturz" macher Proß; Redakteur Hildenbrand; Graveur Junge; Gie au belegen zum Lohnfah von M. 6,- pr. 100. Bahlen, Nachdem noch Preßangelegenheiten besprochen waren, wurde die Reichstags. Abgeordneter Blos; Schreinermeister Leichhardt: Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie Schreiner Bohne; Bürgerausschußmitglied Dietrich; in den ober: billiger kann ich es nicht machen, indem ich meinen Webern nicht geschlossen. schwäbischen Landtags Wahlkreisen( 16. und 17. ReichstagsGin Flugblatt, betitelt:„ An die Bevölkerung von Wandsbek und Umgegend", wurde" am Donnerstag Abend in Wahlkreis) kandidirt Restaurateur Bronnenmayer; außerdem in vielen tausend Exemplaren unter der Wandsbeker Bevölke: denjenigen Oberämtern, wo nur geringe Resultate erzielt werden, Obwohl ja die rung von unseren Genoffen in gewohnter Schnelligkeit verbreitet. Genosse Kloß Stuttgart als zählkandidat. Agitation schon seit Wochen in Angriff genommen wurde und Im Flugblatt werden die verderblichen Wirkungen unserer die Kandidaten ihre Wahlkreise bereisten, so wird jezt energisch Steuerpolitik geschildert und wird sodann aufgefordert, in der in den Wahlkampf eingetreten, um einen Sieg zu erkämpfen. Protestversammlung, welche sich gegen die dem Reichstage vorliegende Umsturzvorlage richtet, zu erscheinen. = In Segeberg( Schleswig- Holstein) sprach Genoffe Theiß: Hamburg über die Tabaksteuer. Am Schlusse des mit großem Beifall aufgenommenen Vortrages gelangte eine Protestresolution gegen die Tabatsteuer einstimmig zur Annahme. Gegen den Umsturz". In München fand am 4. d. M. eine Voltsversammlung statt, in der alle Parteirichtungen ver. treten waren. Der" Boffischen 3tg." wird über den Verlauf der Versammlung folgendes depefchirt:„ Dr. Quidde und Dr. Konrad berichteten eingehend über die Bedeutung der Redakteur Umsturzvorlage" für jeden Staatsbürger sowie für die kulturelle Entwidelung unter größtem allgemeinem Beifall. In der Er örterung sprachen Seyboth namens der Freifinnigen, Dr. Sigl namens der Ultramontanen feiner Farbe, Dr. Kleitner namens des Bauernbundes, sowie Schmid von der Münchener ご * Strehlen i. Schl. mittheilt, der Führer" der SozialVöllig geistesgestört soll, wie die Münsterb. 3tg." aus demokraten des dortigen Kreises, Steinarbeiter Littau, gevorden sein. Aus Holland wird uns geschrieben: Daß es unsern Herrn Anarchisten auch nicht nach Wunsch geht, kann man Daraus schließen, daß ihr Organ Anarchist" schon seit 6 Wochen nicht mehr erschienen ist. nicht mehr erschienen ist. Der deutsche Arbeiterverein in Basel hat den dortigen Gasthof zum„ Weißen Kreuz" um 154 000 Franks angekauft und will denselben nach dem Vorbild der von unseren belgischen Geoffen eingerichteten Voltshäuser umgestalten. Maugel au sozialdemokratischen Kandidaten. Im Post" für die Sozialdemokraten. Es wurde empfohlen, die Kanton Solothurn tönnten unsere Genossen für die am einmüthige Annahme einer Erklärung, die die schlanke Ablehnung 6. Januar im Bezirk Solothurn stattfindende GerichtspräsidentenDer Vorlage durch eine überwältigende Mehrheit des Reichstages Wahl mit Aussicht auf Erfolg einen Kandidaten aufstellen, wenn erwartet, fowie eine durchgreifende Verbesserung des geltenden ihnen ein juristisch gebildeter Genosse zur Verfügung ünde. Strafrechts in freiheitlichem und voltsthümlichem Sinne. Eine Da dies nicht der Fall, beschlossen unsere Genossen WahlEingabe dieses Inhalts soll an den Reichstag gerichtet werden. enthaltung. Die Erklärung wurde einstimmig angenommen. Schließlich betonte Quidde unter großem Beifall, daß ein Angriffsversuch auf die verfassungsmäßigen Voltsrechte mit einer Aufforderung - Freigesprochen von der Anklage, Zeitungen auf zur Abdankung an die Fürsten beantwortet werden müßte. Mit öffentlichen Plägen und Straßen verbreitet haben zu lassen, begeistert aufgenommenen Hochs auf das deutsche Volk und seine wurde von dem Schöffengericht zu Magdeburg Genoffe Freiheit schloß die Versammlung. Die große Altonaer Parteiversammlung, von der wir Lange- Sudenburg. 2. erhielt früber ein polizeiliches Strafgeſtern bereits berichtet, beschloß, 1000 Mart der dortigen mandat von 10 Mart, gegen welches er gerichtliche Entscheidung Parteitasse zu entnehmen und sie dem Parteivorstand in Berlin zu überweisen zur Bekämpfung der Umsturzvorlage. N bei beantragte. Polizeiliches, Gerichtliches: c. Soziale Leberlicht. " weniger als M. 2,30-2,40 zahlen kann. Ich sehe daher Ihren umgehenden Kettenzusendungen entfür die glatten Stühle eine größere Anzahl Ketten benöthige. gegen und bemerke Ihnen noch, daß ich auf nächste Woche auch Hochachtend! C. Fuch 3. und senden mir denselben ohne weitere Bemerkungen zu. Umstehenden Brief lassen Sie mir also gefl. morgen schreiben Bum bevorstehenden Jahreswechsel bringe ich Ihnen meine besten Glückwünsche und grüße Achtungsvollst! pr. Friedrich Arnold. K. Weitere Förderungs Einschränkungen hat das Kohlen. syndikat in Aussicht genommen. Die Produktion soll eingeschränkt werden: für die Monate Januar, Februar, März 10 pet., April, Mai, Juni und Juli 15 pCt., und August bis Dezember 10 pGt. Feierschichten und Entlassungen werden also auch in diesem Jahre den Bergleuten blühen. Arbeitslosigkeit in der Schweiz. In Bern haben sich bei der Arbeitslosen- Versicherung bereits 100 Arbeitslose ges meldet. In 3 ürich wurden bei Anlaß des jüngsten großen Schneefalls 400 Arbeitslose zum Schneeschaufeln eingestellt. Depeschen. " Privat Telegramm des Vorwärts". Wien, 5. Januar. Die Arbeiter- Beitung" veröffentlicht in ihrer heutigen Nummer Dokumente der Kolonial- Abtheilung des Auswärtigen Amtes über Mißhandlung von Plantagen- Arbeitern der Ostafrikanischen Gesellschaft.( Sobald uns die Nummer der Wiener Arbeiter- Zeitung" vorliegt, werden wir unseren Lesern von den Aktenstücken Kenntniß geben). " Wolff's Telegraphen- Bureau. Wien, 5. Januar. Hier, in Budapest, Graz und Triest herrscht heftiger Schneefall, burch welchen vielfache Verkehrs. störungen hervorgerufen wurden. Auch Verluste an Menschenleben werden gemeldet. Paris, 5. Januar. Heute Vormittag erfolgte in der Ecole Militaire die Degradation des Hauptmanns Dreyfus. In dem Augenblick, als der Adjutant sich Dreyfus näherte, um die Degradation vorzunehmen, rief Dreyfus:" Ich schwöre, daß ich unschuldig bin. Es lebe Frankreich!". Die außerhalb der Ecole stehende Menege, welche verstand, daß Dreyfus seine Unschuld betheuerte, schrie:" Tod dem Verräther!" und von allen Seiten ertönte Pfeifen. Darauf vollzog der Adjutant die Degradation. Als er den Degen zerbrach und die Stücke zu Boden warf, rief Dreyfus von neuem:" Ich bin unschuldig! Es lebe Frank reich!" Nach erfolgter Degradation mußte Dreyfus vor der Front der Truppen vorbeischreiten. Als er bei einer Gruppe von Journalisten vorbeikam, rief er:„ Sagt dem ganzen Frankreich, daß ich unschuldig bin!" Einige Reserve Offisiere erwiderten: Nieder mit dem Judas! Schweig', Verräther!" Bei diesen Worten wandte sich Dreyfus aufbrausend mit drohender Miene nach den Rufern um. Die Artilleristen, welche ihn begleiteten, Budapest, 5. Januar. Im Laufe des heutigen Tages durchzogen Gruppen von beschäftigungslosen Arbeitern unter Absingung der Der sozialdemokratische Parteitag der Provinz Sozialdemokratische Arbeitgeber". Unter dieser Stich- Marseillaise die Straßen. Größere Ansammlungen fanden nur vor Hannover, der am 30. Dezember in Linden tagte, war von 53 Delegirten beschickt. Genosse Meister giebt einen Rückblick marke geht durch gegnerische Blätter folgende Notiz: Interessante dem Redaktionslokale der Volksstimme" statt, wo es auch zu einem über den Fortschritt der Bewegung seit dem letzten Parteitag, Interna aus der Druckerei der sozialdemokratischen Arbeiter ernsten Zusammenstoß zwischen der Polizei und den Demonstranten Die Leyteren weigerten sich, der Aufforderung der wobei er zu dem Schluß kommt, daß, wenn auch noch viel zu Zeitung" tamen aus Anlaß eines Prozesses vor dem Schöffen- tam. thun übrig bleibe, man im allgemeinen mit den Erfolgen doch gerichte in Dortmund zur Erörterung. In der Beweisaufnahme Polizei zum Auseinandergehen Folge zu leisten. 51 Personen zufrieden sein könne. Uebergehend zur Presse theilt Redner mit wurde( laut" Tremonia") durch die Schriftseher Hoffmann und wurden verhaftet und zu Geldstrafen verurtheilt. Der OberBefriedigung den günftigen Stand des Boltswillen" mit und Straub, deren kommissarische Vernehmungen verlesen wurden, Stadthauptmann ist entschloffen, unbefugte nicht angemeldete weist dabei auf die Gefahren hin, die der Parteipresse wie durch das Zeuguiß des früheren Angestellten bei der Straßenaufzüge fünftighin strengstens zu unterdrücken. durch das Umsturzgeseh drohen. Redner fonstatirt ferner mit Arbeiter- Zeitung", P. Brandenburg, bewiesen, daß in der Genugthuung die gute Aufnahme der Rundschau, Monats Offizin der Arbeiter- Zeitung" feine rosigen Zustände geherrscht schrift", die gratis in den Landgebieten verbreitet worden hätten, daß z. B. meist eine halbe bis dreiviertel Stunde als ift. Jun Jahre 1898 wurden 265 000, 1894 160 000 Exemplare ueberarbeit gar nicht bezahlt wurde, daß die Leute oft bis in fast allen hannoverschen Wahlkreisen vertheilt. Redner Mitternacht arbeiten mußten, daß den Segern wiederholt kaum hofft, daß die Erfahrungen, welche die Genossen in den Zeit zum Wiittagessen blieb, daß die Arbeitszeit zwölf Stunden letzten vier Jahren gemacht, für die Agitation manches betrug." Das, was die„ Tremonia" hier als bewiesen hinstellt, brauchbare Material zu Tage gefördert haben mögen, das bei der weiteren Agitation verwerthet werden kann. war allerdings von ihr behauptet worden. In der deshalb Die Berichte der Delegirten find im allgemeinen ebenfalls gegen ihren Redakteur stattfindenden Verhandlung wegen Bebefriedigend. Betreffs des Verhaltens bei den Stichwahlen wurde leidigung des Geschäftsführers der Rhein.- Westf. Arb.- 8tg." folgende Resolution angenommen:„ Der sozialdemokratische Partei- Rehse, sind von einem Zeugen ähnliche, von der„ Tremonia" tag der Provinz Hannover schließt sich selbstverständlich den Be- aber aufgebauscht wiedergegebene Bekundungen hinsichtlich einer schlüssen des allgemeinen Parteitages in bezug auf die Stich früheren Zeit( vor der Geschäftsführung Rehfe's) gemacht worden. wahlen an, verpflichtet aber die Delegirten der Provinz Hannover, Diese Bekundungen, die der Kläger zu widerlegen sich erbot, sind auf späteren Parteitagen dahin zu wirken, daß bei Stichwahlen vom Gericht nicht als erwiesen angesehen und überhaupt nicht zwischen Gegnern unbedingte Stimmenenthaltung zu beobachten berücksichtigt worden, da das Gericht im Laufe der Verist." Abgelehnt wurde u. a. ein von Göttingen gestellter An- handlung feststellte, daß nur die Geschäftsführung Rehfe's zogen ihn jedoch fort und ohne weiteren Zwischenfall war um trag, einen Ausschuß zur Kontrole des Provinzial- Agitations- angegriffen worden sei und daß daher der Beklagte den 914 Uhr der Akt beendet. Die Paris, 5. Januar. Das Truppenaufgebot, welches der tomitees zu bilden. Ein Antrag auf Regelung und einheitliche Wahrheitsbeweis nur für diese Zeit führen dürfe. Festsetzung der Entschädigung für die Agitatoren in der Provinz Verhandlung endete mit einem Vergleich, wonach der Redakteur Degradation des Hauptmanns Dreyfus beiwohnte, umfaßte uns fand Annahme. Zur strikten wurde dem der" Tremonia" binnen vierzehn Tagen in dem genannten Blatt gefähr 3000 Mann unter dem Befehl des Generals Darras. strikten Innehaltung Provinzial Agitationskomitee folgender Antrag überwiesen: eine wörtlich festgestellte Erklärung abzugeben sich verpflichtete, Als die Tambours das Zeichen zur Eröffnung der Zeremonie „ In anbetracht, be: des Inhalts, daß er die aufgestellten Behauptungen zurücknehme gegeben hatten, erschien Dreyfus, eskortirt von vier Artilleristen daß der früheren Reifen tleineren Orte deutenderen Agitatoren die und daß Unregelmäßigkeiten der behaupteten Art unter der Ge- und einem Lieutenant. Er ging festen Schrittes ohne sichtbare vernachlässigt worden find, möge der Parteitag die schäftsleitung Rehfe's nicht vorgekommen seien. Diese Erklärung Erregung. Der Zug hielt, der Gerichtsschreiber verlas das Urtheil; Parteitag beschließen, vorkommenden Agitationstouren durch die Agitations: hat die" Tremonia" jedoch nicht abgedruckt. Dafür hat sie den hierauf sagte General Darras: Alfred Dreyfus, Sie sind unwürdig, tommissionen des betreffenden Wahlkreises so regeln zu laffen, oben angezogenen entstellenden und gegenüber dem eingegangenen die Waffen zu tragen. Wir degradiren Sie in Gemäß heit des Gesetzes!" Der Vorgang vollzog sich sodann in der daß die Redner allenthalben dort Vorträge zu halten haben, wo Vergleich illoyalen Bericht gebracht. Der Das ganze kann hiernach als Beweis dienen nicht für eine bereits gemeldeten Weise: Dreyfus ging die Front der Truppen es die Agitationstommissionen für nöthig befinden." Antrag, eine Wochenausgabe des„ Volkswille" herauszugeben, tadelnswerthe Geschäftsführung der Rheinisch- Westfälischen Ar- entlang, dann legten ihm zwei Gendarmen die Handschellen an wurde abgelehnt. Der Sitz des Agitationskomitees bleibt, wie beiter- Beitung", sondern für für die Unwahrhaftigkeit und Rechts- und ließen ihn in einen Bellenwagen steigen, der ihn nach dem Gewahrsam der Verurtheilten brachte. Außerhalb des Gebäudes bisher die Stadt Hannover ins Komitee werden ge- mißachtung der„ Tremonia". wählt die Genossen Sittig, Potthaft, Steiner, Die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes steht in hatte sich eine beträchtliche Boltsmenge angesammelt, die Dächer Rauch und Meister. Weiter wird beschlossen, daß die Ver- Mainz bevor. In einigen Tagen treten die Beisitzer des Ge- der Häuser waren mit Neugierigen besetzt. Grregte Rufe: Tod trauensleute der einzelnen Wahlkreise dem Komitee ihre Adressen werbegerichts zusammen, um über das vom juristischen Ausschuß Dreyfus, Tod dem Verräther! wurden gehört und verdoppelten sich mitzutheilen haben. Auf Antrag des Genossen Brey wird be- ausgearbeitete Statut zu begutachten. Nach dem Statut hat das nach vollzogener Degradation. Bald war der Wagen vorüber schlossen, den nächsten Parteitag für die Provinz Hannover Arbeitsamt den Zweck, ein fortlaufendes Verzeichniß über die in und nun begrüßte die Menge die Truppen mit den Rufen:„ Es spätestens nach Ablauf von zwei Jahren wieder einzuberufen. der Gemeinde Mainz sich darbietenden Arbeitsgelegenheiten lebe die Armee, es lete Frankreich, es lebe das Vaterland!" Der Nach einem fernigen Schlußwort des Genossen Meister und die arbeitsuchenden Personen auf grund der bei ihm ein- Wagen, in welchem Dreyfus fortfuhr, verließ die Ecole militaire wurde mit einem brausenden Hoch, in welches die hunderte von laufenden Anmeldungen zu führen, über Fragen der Ge- durch das Thor an der Avenue Lamothe. Hier wurde derselbe Zuhörern begeistert einstimmten, der Parteitag geschlossen. werbe Ordnung und der Versicherungsgeseze auf Anfrage mit neuen Rundgebungen des Abscheues empfangen. Dann verAuskunft zu ertheilen, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern lief sich die Menge in Ruhe, während Dreyfus nach dem Ge In einer sozialdemokratischen Parteiversammlung in Arbeit zu vermitteln und fremden Arbeitnehmern über örtliche wahrsam geführt wurde, von dem aus er nach dem Gefängniß Frankfurt a. M. berichtete der Vertrauensmann, daß die Ein- Lebens- und Wohnungsverhältnisse Mittheilungen zu machen. La Santé gebracht werden wird. Foix, 5. Januar. In dem Dorfe Orlu( Kanton Are les nahmen im vergangenen Jahre sich auf 6132,30 M., die Aus- Das Arbeitsamt soll verpflichtet sein, der Stadtverordneten- Bergaben auf 6102,44 M. beliefen. Unter den Ausgaben figuriren sammlung alljährlich besonders über die Bewegungen des Thermes) ging eine Schneelawine nieder, durch welche 4 Häuser als Zuschuß zur Volksstimme" 1650 M.; Strafen und Gerichts- Arbeitsangebots und der Nachfrage eine nach Berufsarten und und 12 Scheunen zerstört wurden. 15 Personen wurden getosten 1433; Agitation 1238 M. Es wurden 251 Briefe und Jahreszeiten geordnete Statistit zu überreichen. Das Arbeitsamt tödtet, 8 verwundet. Zahlreiches Vieh wurde verschüttet. ( Depeschen- Bureau Herold.) Karten vom Vertrauensmann versandt; Versammlungen wurden steht unter Leitung einer Deputation, bestehend aus dem Bürger24 abgehalten. meister, dem Vorsitzenden des Gewerbegerichts, einem Mitglied Budapest, 5. Januar. Große Gruppen von Arbeitslosen des Stadtverordneten- Kollegiums und aus sechs Beisigern des ziehen unter dem Absingen der Marseillaise durch die Straßen Protest gegen die Gemeinderaths Wahlen Gewerbegerichts, je zur Hälfte aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern. der Stadt und vertheilen Flugblätter, welche Einladungen zum haben die Genossen von Wilkau bei Zwickau eingelegt. Bwei Die Koften des Arbeitsamtes trägt die Stadt Mainz. Die von Besuch der morgigen Massenversammlungen enthalten, in denen Punkte des an die Amtshauptmannschaft zu Zwickau gerichteten den Beisitzern des Gewerbegerichts gewählten Deputations die Voltsabstimmung über das allgemeine Wahlrecht vorgenommen Wahlprotestes mußten von dieser schon als richtig zugestanden mitglieder erhalten für jede Sigung eine Entschädigung von 2 M. werden soll. Die Polizei hat alle Maßregeln getroffen, um Auswerden, dieselben wurden aber nicht für geeignet betrachtet, ein Die Geschäftsführung wird in zwei Abtheilungen zerlegt, wovon schreitungen zu verhindern. Budapest, 5. Januar. Aus den verschiedenen Distrikten anderes Ergebniß herbeizuführen. Für einen weiteren Protest, die cine die Arbeitsvermittelung für Arbeiter, die andere für Verbot dreier Wahlversammlungen, erklärte sich die Amts- Arbeiterinnen und weibliche Dienstboten zu bethätigen hat. Der Ungarns laufen Meldungen über anhaltende Schneestürme und hauptmannschaft, da die Verbote von ihr ausgegangen, als Vorstand der weiblichen Abtheilung soll, wenn thunlich, eine Frau mehrere Unglücksfälle, welche dieselben veranlaßten, ein. Die nicht zuständig und stellte den Protestführern anheim, den Be sein. Die Deputation hat für die Ernennung der Vorstände das Stadt Albany ist seit mehreren Tagen von allem Verkehr ab schwerdeweg an die Kreishauptmannschaft zu betreten. Dies soll Vorschlagsrecht. Die Arbeitsvermittelung erfolgt sowohl für gefchloffen. Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber kostenlos. Washington, 5. Januar. Die Vereinigten Staaten Zentrals versucht werden. Gewonnener Boykott. Wir theilten fürzlich mit, daß die Ameritas vereinigten sich zu einer Liga, um Guatemala gegen Zur Zandtagswahl in Württemberg. Nachdem schon Orts- Krantenfasse von Ludwigshafen und der dortige Mexiko zu unterstüßen. Es stehen Feindseligkeiten gegen Merito feit Wochen in der Presse einmal dieser, ein andermal jener Tag| Medizinalverband die Ludwigshafener Apotheken boy- bevor. " Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Noland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 5. Der Rückgang des Massenkonsums der Berliner Bevölkerung in den letzten 10 Jahren. Die Konsumfähigkeit des einzelnen hängt von seinem Eintommen ab. Die große Masse unserer großstädtischen Bevölkerung ist daher ihrem niedrigen Lohneinkommen entsprechend, darauf angewiesen, ihre Ernährung durch den Konsum von bestimmten, wohlfeilen Massenartikeln zu bewerkstelligen und alle edleren und feineren Konsumtionsgegenstände den reicheren Unternehmern und den nothleidenden Agrariern als„ Kaviar fürs Volk" zu überlassen. In den Ziffern des Gesammtkonsums dieser un entbehrlichsten und allernothwendigsten Nahrungsmittel drückt sich fomit die Kauftraft des armen Proletariers aus, desjenigen, der seine Nahrungsbedürfnisse nicht in jedem Jahre in gleicher Weise ausreichend befriedigen fann. Tritt in dem Konsum dieser Waare ein Rückgang ein, so ist die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung infolge niedrigeren Ginkommens schwächer geworden, denn was die übrigen Klassen der Bevölkerung an Brotgetreide, an Fleisch, an Kartoffeln, an Branntwein 2c. verbrauchen, tann und wird bei ihrem höheren Einkommen alljährlich etwa das gleiche sein. Betrachten wir darauf hin einmal den Konsum dieser Waaren durch die Berliner Bevölkerung, wie er in den statistischen Jahrbüchern von 1888 bis 1892 mitgetheilt ist. Es wurden verzehrt pro Kopf der Bevölkerung: Torf Sonntag, den 6. Jannar 1895. 12. Jahrg. Der Berliner Polizeipräsident soll nach einer Meldung einer warmen Stube im Winter nicht mehr gönnen können. der Berl. Neuest. Nachr.", die wir augenblicklich nicht zu kon= Wahrlich ein trauriges Bild, was diese nackten Zahlen uns ent- trolliren im stande sind, sich dahin erklärt haben, diejenigen von Genußmittel der großen Massen, zurückgegangen ist der Konsum Freizügigkeitsgefeßes in Berlin eine eigene Wohnung oder ein ihrer Heizungs- und Beleuchtungsmaterialien, zurückgegangen ist Unterkommen zu verschaffen vermögen, auszuweisen. Die preußifogar der Konsum der allernothwendigsten Nahrungsmittel. schen Landräthe sollen angewiesen sein, diese Maßregel zur Und trotz alledem und alledem in Berlin giebt es feinen öffentlichen Kenntniß zu bringen, um dadurch mittellose Personen Nothstand. vor dem Zuzug nach Berlin zu warnen. Auch eine Sozialreform, polizeilichem Geiste entsprochen. oße Anzahl( vielleicht arbeitsloſer) Familien sich die Wohlthat hüllt haben. Zurückgegangen ist der Konsum der bescheidenen außerhalb zuziehenden Personen, die sich nicht im Sinne des Tokales. Die Sprechstunde findet regelmäßig von 7 bis 8 Uhr statt, soweit nicht Abänderungen ausdrücklich mitgetheilt werden. Die Adressen der Lokalkommissions Mitglieder sind: 1. Wahlkreis: Plath, Neue Promenade 5; Halfter, Mühlenstraße 49 a. Vom Feuerwerks- Laboratorium. Zu der auch von uns gebrachten Nachricht, daß das Feuerwerks- Laboratorium in Spandau nach Siegburg verlegt werden soll, schreibt die Korrespondenz des Herrn Köller, daß diese Mittheilung bezüglich der Ausdehnung der in Aussicht genommenen Verschiebung nicht zu treffe. Richtig sei, daß die sehr gedrängte Maschinenaufstellung in dem Spandauer Laboratorium das bekantlich auf einer Insel gelegen ist, so daß eine räumliche Erweiterung nicht möglich ist dem Gewerbe- Aufsichtsbeamten auf grund der Ge2. Wahlkreis: Julius Raumann, Culmiftr. 36; werbe- Ordnung Anlaß zu Bemängelungen geboten habe. Ferner Koblenzer, Adalbertstraße 96, H. 1 Tr. ist es", so schreibt das Blatt weiter, zweckmäßig erschienen, die 3. Wahlkreis: König, Lausigerstr. 44, H. 2 Tr.; Fabrikation von Zündungen zc. auf die beiden Laboratorien Heinrich, Wienerstr. 61, v. 4 Tv. derart zu vertheilen, daß auch bei ungewöhnlichen Ereignissen, 4. Wahlkreis, O ,: Otto, Frankfurter Allee 128, 3 Tr; 3. B. Explosionen, die fortdauernde Herstellung des Munitions3 a ate, Rüstriner Platz 8, v. Keller. ersatzes nicht in Frage gestellt wird. Von diesen beiden Gesichts4. Wahlkreis, S.O.: W. Gesche, Wrangelstr. 63; punkten aus finden zur Zeit Erwägungen statt, in welchem UmSt. Scholz, Wrangelstr. 32, part.; W. Jo chef, Köpenicker- fange etwa Arbeitsmaschinen von Spandau nach Siegburg zu straße 190, Stfl. 2 Tr., für Treptow. übertragen sein würden. Die Absicht, das Laboratorium in 5. Wahlkreis: Späth, Weinstr. 28; Busse, Sophien- Spandau nur noch als Versuchsstelle beizubehalten, besteht nicht." Straße 28/29. Das herrliche Kriegsheer im Frieden. Die Ehrfurcht, 6. Wahlkreis: Liette, Schwedlerstraße 88; Tauschel, welche der getreue Staatsbürger dem Militarismus im Hinblic 1. Holz- Grenzstr. 4; Loose, Brunnenstr. 103, v. 4 Tr.; Peper, auf seine äußere und namentlich auf seine eventuelle innere Wirk= Putligstr. 9. Man höre, was das ob des ausgestandenen famkeit entgegenbringt, erhielt am Freitag eine sehr bedenkliche Schreckes noch an allen Gliedern zitternde Berliner Tageblatt" troy all seiner Kammerknechts- Servilität zu schreiben wagt: Die Bewohner der Straßen, welche sich in der Nähe des PionierUebungsplatzes auf dem Tempelhofer Felde befinden, wurden vorgestern Vormittag durch eine starke Detonation und eine erd= bebenartige Erschütterung in nicht geringen Schrecken versetzt. Der ersten Detonation folgte bald eine zweite, und in demselben Augenblick flogen zahlreiche Fensterscheiben aus einem Hause flirrend zu Boden. Der beunruhigende Borgang hatte feinen Anlaß in einer militärischen Uebung, welche auf dem Tempelhofer Felbe stattfand. Ten Parteigenossen von Gesundbrunnen und der RosenDie Garde- Pioniere hatten auf ihrem Uebungsplatz Minen ges thaler Vorstadt zur Nachricht, daß an stelle des freiwillig zurück- legt, von welchen die erste um etwa halb elf Uhr vormittags zur getretenen Genossen Raschte Genosse Rosenthal, Swinemünder- Entladung fam. Der Uebungsplatz war durch eine Postenkette raße 79, zum Spediteur bestimmt ist. Rosenthal übt seine abgeschlossen, die bis zu den an das Tempelhofer Feld grenzenden Thätigkeit seit Sonnabend aus. Etwaige Beschwerden über Straßen reichte. Während die erste Minen- Entladung feinen be verspätete oder nicht erfolgte Bestellung wolle man an den sonderen Schaden anrichtete, hatte die zweite zur Folge, daß an Genossen Jahnke, Putbuserstr. 44, richten. C. Helbig, Vertrauens- mehreren Häusern in der Friesenstraße Fensterscheiben zersprangen und an dem Eckhause Friesen- und Fidicinstraße etwa zehn fohle im Fleisch. Jahre. kg Brot Kar getreide toffeln kg kg Bier 1889 kg 1883 69,49 172 59,95 165,1 26,60 17,40 1884 74,77 175 60,37 173,2 13,62 30,71 14,33 1885 76,24 172 67,92 171,8 18,83 31,79 11,43 1886 79,88 143 71,02 183,0 18,45 29,47 11,52 1887 86,27 155 73,54 192,5 20,94 36,96 9,52 1888 85,13 152 65,55 194,2 15,72 31,03 9,70 80,46 116 56,98 201,7 8,00 37,19 9,60 1890 68,66 129 61,94 199,3 10,88 37,50 9,97 1891 69,00 126 75,12 190,0 16,11 38,09 8,38 1892 69,80 132 75,08 157,6 14,52 28,88 6,95 1 Spiritus, Betro Brannt wein 2c. kg Ieum kg Den Ausschuß bilden: 3aake, Halfter und Scholz. Alle Briefe sowie Anfragen sind an Karl Scholz, Wrangelstraße 32, v. part., zu senden. Für die Berliner Arbeiterschaft sind noch folgende Lokale frei und zu allen politischen wie Gewerkschafts- Versammlungen unentgeltlich zu haben: " D. Vocke( Kurth's Nachfl.), Hasenhaide 55/57, Sasse, Kurfürsten- Hallen, Kürjürstenstr. 31. Schüßenhaus, Linienstr. 5. Bittoria Salon, Perlebergerstr. 18. Lange, Stromstr. 28. Swinemünderlegt, " Die Zahlen sind berechnet durch Abzug der Einfuhr Don der Ausfuhr, und Division durch die mittlere Bevölkerungszahl. Daß hierbei die Konsummengen. B. für Kartoffeln vielleicht zu niedrig sind, ist wahrscheinlich, weil die per Achse aus der nächsten Umgebung ein gebrachten Waaren sich der statistischen Erfassung entziehen, mann. doch wird dieser Bruchtheil jährlich etwa der gleiche sein. Eine Bierboykott- Debatte größeren Stils hat sich der st arte Scheiben mit lautem Krach auf das Straßenpflaster Achten wir ganz im allgemeinen auf den Gang dieser Zahlen, so Verein der Berliner Gastwirthe in seiner Freitagsversammlung herabstürzten. An mehreren Stellen des Hauses zeigt sich von 1888 bis 1885 überall( vom Torf abgesehen) ein langfames Ansteigen des Konsums, der bei einzelnen Gattungen auch noch geleistet. Herrn Jakobi haben die vielen Anfeindungen, zeigten sich Risse so am Balkon und über den Fenstern, fid) noch bis 1887 fortsetzt. Von 1887 bis 1889 tritt ein starker wie sein Bundesgenosse Dr. Merker versichert, ganz krant ge- aus welchen die Glasscheiben durch die Erschütterung hinaus Die Bewohner namentlich dieses macht, was ihn aber nicht hinderte, mit seiner heiseren Stimme geschleudert worden waren. Rückgang ein; in den beiden folgenden Jahren ist bei einigen Ver- für die Berliner Brauereien, denen man es sehr verübelte, daß Hauses geriethen in die größte Bestürzung und befürchteten, falls brauchsgegenständen ein leises Anschwellen zu beobachten, das dann sie die Saalbesitzer und Wirthe„ an die Wand gequetscht" haben die militärischen Uebungen fortgesetzt würden, eine Katastrophe, 1892 einem allgemeinen starken Fallen Platz macht. Somit spiegelt sich in der Auf- und Abwärtsbewegung dieser Zahlen doch noch einzutreten. Die Art und Weise, wie der Nicht so daß sie sich anschickten, ihre Wohnungen zu verlassen. Einer die Interessen seiner der Bewohner des Hauses machte sich auf den Weg, um den der Gang unserer Volkswirthschaft mit ihren Haussen und ſaalbesitzer Hubertus Jakobi für Baissen, und damit die mehr oder weniger gedrückte Lage der selbst mit getheilten Gefühlen aufgenommen worden. " Kollegen"( der Saalinhaber) gewirkt hat, ist von den letzteren Kommandirenden der übenden Pioniere von der Gefahr, in welcher Herr nach seinem Dafürhalten das Haus und die Nachbarschaft Arbeiterschaft aufs genaueste wieder. Daß auch die Preisgestaltung auf die Konsumtionsfähigkeit einen einschneidenden Ein- Hensel aus der Brunnenstraße beispielsweise erklärte rund heraus, schwebte, in Kenntniß zu setzen und um Einstellung der Uebungen dasselbe befindet sich in fluß ausübt, versteht sich am Rande, doch das entscheidende daß gerade die Art der Agitation des Herrn Hubertus Jacobi zu ersuchen. Vor dem Hause aber wurde er von dem ihn bestimme, dem Verein der Saalbesißer fernzubleiben. Daß unmittelbarer Nähe des Üebungsplatzes Wort spricht die wirthschaftliche Lage der großen Masse. In ein gewiffer Mißmuth bei den Saalbefizern( noch mehr bei den dort aufgestellten Posten zurückgehalten. Er wandte Zeiten wirthschaftlichen Aufschwungs und steigender Löhne ver fleinen Wirthen!) vorhanden sei, gaben die beiden sich beschwerdeführend an einen Unteroffizier, erhielt aber von mag eine kleine Preissteigerung die Konsumkraft durchaus nicht Rufer im Streit, die vermuthlich auch die intel- diesem die Antwort, daß man solcher Bedenken wegen einzuschränken, während in Baisseperioden und bei großer lektuellen Urheber ber famosen Saalsperre find, offen zu. Die Uebung doch nicht einstellen werde. Es er Arbeitslosigkeit selbst ein starker Preisrückgang den Konsum zu Wir konnten ja den Schaden, der entstanden war, nicht tönten denn auch weitere Detonationen, und da an einzelnen heben nicht wesentlich im stande ist. Der Fleischkonsum erreichte im Jahre 1887 seinen Höhepunkt, annähernd decken" meinte Herr Jakobi ganz harmlos gemüthlich. Stellen des Hauses der Kalfbewurf abzubröckeln begann, nahm Der Fleischkonsum erreichte im Jahre 1887 seinen Höhepunkt, GB ist recht fatal für ihn, daß seine Schüßlinge so fest auf seine die Beunruhigung der Bewohner zu. Inzwiſchen hatte man die im Jahre 1890 tritt ein rapides Fallen ein, das bis 1892 anhält. früher gegebenen Versprechungen bauen, und sich nun partout Polizei benachrichtigt, und es erschienen mehrere Schußleute Ziemlich analog gestaltet sich der Gang im Brotgetreide, nur nicht überzeugen lassen wollen, daß man nur deshalb verhältniß- unter Führung eines Lieutenants auf dem Plaze. Der lettere der Proletarier in schlechten Zeiten statt Brot die billigere Kar- mäßig geringe Summen auszahlen konnte, weil man nicht sette dann den dienstthuenden Pionier- Offizier von den gefahrdas Verfügungsrecht über andere Arnheims hatte trot drohenden Vorgängen in Kenntniß und jetzt endlich wurde die toffel einzukaufen, so daß, wie z. B. von 1885 auf 1886, oder 1890 der Millionen. Herr Ringel aus Pankow scheint es schon zu belebung eingestellt. auf 1891 einem Sinten des Brotkonsums ein Steigen des Kartoffel- dauern, daß die Saalsperre aufgehoben wurde, seiner Ansicht Schon früher hatten derartige Uebungen in der unmittelverbrauchs parallel geht. Daß auf 1892 sogar der Kartoffelkonsum nach fam dieser Beschluß in der Montagsversammlung baren Nähe der an das Feld angrenzenden Straßen beunruhigende noch fällt, ist ein Zeichen der auch sonst bekannten großen Arbeits- nur zu stande, weil niemand den Muth hatte, dagegen zu sprechen; Erscheinungen zur Folge. Diesmal waren sie besorgnißerregender; lofigkeit, ein Zeichen, daß die Kauftraft nicht mehr im stande ist, daß dies im Effett ganz dasselbe gewesen wäre, wenigstens soweit die Erderschütterungen sollen, wie Kundige wissen wollen, be die nöthigen Kartoffeln sich zu beschaffen. die Arbeiterschaft in Frage kommt, vergaß der Herr hinzuzufügen. sonders durch den hartgefrorenen Boden für die Häuser gefährlich erreicht erst im Jahre 1889 seine Das Fazit der ganzen Saalsperre Der Bierkonsum erreicht erst diesem Empfinden gaben gewesen sein. größte Ausdehnung. Dies rührt offenbar daher, daß auch Jedenfalls darf man die Erwartung aussprechen, daß die in den sogenannten oberen Klassen die wirthschaftliche Depression einzelne Redner mehr oder weniger deutlichen Ausdruck ist zuständige Behörde sich mit der Untersuchung des Vorempfunden wurde, und von ihnen an stelle des Weinkonsums ein eine Verschlechterung der Position der Saalbefizer. Daß auch diese Versammlung dem Herrn Weinhändler Jacobi ganges beschäftigen und geeignete Maßnahmen treffen wird, um größerer Bierverbrauch trat; sind doch seit dieser Zeit die großen und dem Herrn Großindustriellen Dr. Merker ihren Dant durch eine Wiederholung zu verhüten." Bierpaläste in Berlin aufgekommen. Um so stärkere Bedeutung Erheben von den Eigen votirte, will nicht viel besagen. Die Ueber die letztere tölpelhafte Erwartung" dürfte man mit gewinnt der ganz auffallende Rückgang im Konsum von 1891 auf 1892, der ausschließlich auf Rechnung der Arbeiter entfallen Dinge stehen in der That so, wie der leggenannte Redner richtig leidig lächelnd den Kopf schütteln. Der brave Unteroffizier, der wird, die immer weniger im stande sind, sich einen Erholungs. bemerkte: Unfer einziger Trost ist, daß sich doch noch mehrere Kollegen da stramm sagte, daß man solcher Bedenken wegen die Uebung doch schoppen zu gönnen. Wie Kartoffeln für Brotgetreide, so gefunden haben, die auf Unterstützung freiwillig verzichten. Im nicht einstellen würde, hat von seinem Standpunkt aus voll der Branntweinkonsum für Bierkonsum als Ersatz übrigen war der Herr Fatalist genug, um sich damit zu trösten, tommen recht. In Preußen Deutschland ist die irdische Dreiein. Einem Fallen des Bierverbrauchs von 1883 auf 1884 daß die Angriffe ihn gar nicht treffen könnten, denn man sei nur einigkeit, Infanterie, Kavallerie und Artillerie, das Erste und denen Rechenschaft über den Verbleib der Gelder schuldig, das Höchste, und wer durch die Erfahrung von Jahrzehnten nicht entspricht ein Steigen des Branntweingenusjes, und umgewißigt ist, dem ist eben nicht zu helfen. Es ist früher auf dem gefehrt. Bei größerem Einkommen wird natürlich der Bier- welche dazu beigesteuert hätten! Uebungsplatz geschossen worden ohne Rücksicht auf klirrende genuß vorgezogen, wo man hinterm Schoppen gemüthlich mit einander reden kann; langt. der Lohn dazu nicht, so muß Scheiben und selbst ohne Rücksicht auf die Kranken, die im Urban als strophulöses Gesindel auf den Tod darniederlagen, und es der Proletarier zum Branntwein gehen. Und wie mancher Ar: wird ferner geschossen werden, solange es noch ein serviles beitslose wendet seine letzten Pfennige auf, um sich im Zu der Weihnachtsarbeit der Vergolder im königl. Bürgerthum giebt, das dem Militarismus im Hinblick auf Alkoholrausch für Stunden wenigstens hinwegzutäuschen über Schloß hat sich von den gestern Abend erschienenen Blättern feine äußere und innere Bedeutung die Steuergroschen des Volkes die Mifere seines Looses und den herzzerreißenden Jammer nur das Volk" geäußert. Dem Volt" blinkt noch ein seiner hungernden Familie! Wenn nun von 1891 auf 1892 nicht Hoffnungsschimmer, denn nach Wiedergabe der von uns ans Licht nur der Bier sondern auch der Branntweingenuß erheblich gezogenen Thatsachen schreibt es: zurückgeht, so ist dies ein deutliches Zeichen dafür, daß die große Daß am Bußtage im Schlosse gearbeitet worden ist, ist durch Masse immer weniger im stande ist, sich den allerbescheidensten das Stillschweigen der Schloßbau- Berwaltung, die einige andere Genuß zu gönnen. Dinge berichtigen ließ, zugestanden worden. Es scheint, daß troz Denselben Gang wie die allernothwendigsten Nahrungs- und der Entrüftung, die diese Feiertagsentheiligung in weitesten die primitivsten Genußmittel zeigen auch diejenigen Gegenstände Kreisen hervorgerufen hat, zum zweitenmale eine solche EntGiebt es denn niemanden, der den die zur Heizung und Beleuchtung bei der Arbeiterschaft verwandt heiligung vorgekommen ist. werden. Während bei besserer Lage die Arbeiterfamilien die Muth hat, dem Kaiser von solchen Vorkommnissen MitAbende dazu verwenden können, sich beim Schein der Lampe theilung zu machen, damit endlich dem ergerniß gesteuert durch Lektüre fortzubilden, und so zu ihrem mehr instinktiven werde? auch ein theoretisch durchgebildetes Verständniß der modernen Andere Zeitungen haben, wie gesagt, bislang noch keine Arbeiterbewegung binzuzufügen, müssen sie in schlechten Zeiten Notiz von den Vorfällen genommen. Die freisinnige Presse vom hierauf mehr und mehr verzichten. Daß von 1891 auf 1892 trop Schlage der„ Vossischen Zeitung", des Berliner Tageblatt" und des enormen Preisrückganges von 13,51 M. auf 11,90 M. für 100 kg. der Freifinnigen Zeitung" ist bekanntlich zu feige, um der sich ein so starkes Fallen im Petroleumkonsum bemerkbar macht, artige Vorfälle zu erwähnen, und die sans phrase staatsift daher namentlich auch in dieser ideell geistigen Hinsicht nicht erhaltenden Organe, wie" Post" und" Neueste Nachrichten" genug zu beklagen. Das stetige Fallen der Verbrauchsquote für rühren sich grundsäglich nicht, weil sie die Feiertagsschändung Torf und Holzkohle findet seine Erklärung zum theil in der großen ganz in der Ordnung finden. Ihnen und ihren Hintermännern ist Ersetzung dieser Waaren durch Stein- und Braunkohle. Immerhin ist der Profit das A und O, und sie kämpfen nur für„ Ordnung, Au bedenken, daß sie ihrer Billigkeit halber gerade in den ärmsten Religion und Sitte gegen die Parteien des Umsturzes", solange Frend' und Leid der Frommen im Lande. Die Nordd. Boltsschichten noch eine ausgedehnte Berwendung finden. So dürfte Ordnung. Religion und Sitte sich dem Machtgebot der Profitman wohl faum fehlgehen, wenn man das starte Fallen ihrer wuth unterordnen. Ob die Organe der frömmsten im Lande, Allg. 3tg." bringt aus einem firchlichen Blatt folgende MitVer brau chsjähe von 1891 auf 1892 dahin interpretirt, daß eine Reichsbote" und" Kreuz- Zeitung" den Mund aufthun werden? theilungen: Wie wir erfahren, hat das hiesige Landgericht in tritt Welch' paradiesischer Zustand, wenn alle Schatzmeister" mit dieser Wendung und einer eleganten Handbewegung jede Prüfung ihrer Ausgabe von sich abweisen könnten! " " " 1 votirt. Also hübsch das Maul gehalten, mögen auch die Scheiben frachen! Von der famofen Sonntagsruhe der Berliner Eisenbahuarbeiter brachten wir vor einigen Tagen eine Schilderung, an die wir die Schlußsolgerung knüpften, daß die unteren Beamten des Staates der Sozialreform und natürlich auch die von ihm ausgebeuteten Arbeiter sich immer zahlreicher der einen Partei anschließen, die ihre Interessen ehrlich vertritt, daß sie einzig der Sozialdemokratie vertrauten. Hierzu bemerkt die katholisch staatserhaltende„ Germania": Im letzten Sake hat das sozialdemokratische Blatt nur eine allerdings sehr traurige Konsequenz aus dem vorher Gesagten gezogen. Wie viele tausende neuer Genossen" erst führen die demnächst erfolgenden zahlreichen Entlassungen der Sozialdemokratie 311. Die nächsten Eisenbahnbeamten Wahlen werden es zeigen. In der That: es ist eine eigenthümliche Manier, in welcher die Regierung den Kampf gegen den Umistura" führt, eine Art, an welcher der Umstura feine helle Freude haben kann." Stimmt so ziemlich. " " von " " 1 " " " M dem zweiten Prozesse, welchen die St. Johannes- Evangelistkirche Heute Sonntag ist die Redaktion geschlossen, so daß keine geschleppt. Den Missethäter konnte der Verletzte nicht näher begegen den Magiftrat führt, letzteren in erster Instanz zur Sprechstunde abgehalten wird. Unsere gestrige Mittheilung zeichnen. Da die Verletzungen sich als so schwere erwiesen, daß Tragung auch der Pfarrhaus Baukosten, soweit sie nicht der beruht auf einen Irrthum. an dem Aufkommen des Verletzten gezweifelt werden muß. so Patronatsfiskus zu tragen hat, verurtheilt; mit dem Anspruch regen Hergabe des Bauplazes ist die Gemeinde abgewiesen. soll nun doch, wie in der letzten Sitzung des Grundbesitzer ihm auch, den letzteren in der Person des sich Arbeiter nennenden Das Auskunftsbuch über schlechte Wohnungsmiether" machte sich am anderen Morgen der berittete Gendarm Nickel auf den Weg, um nach dem Thäter zu recherchiren. Es gelang Beide Theile werder and Kammergericht appelliren." Die Bereins der Schönhauser und der angrenzenden Stadttheile von Franz Pommereit, eines als gewaltthätig gefürchteten Menschen, Fehlbeträge in den Missionskassen nehmen in auffallender Berlin" bekannt gegeben worden ist, binnen kurzem erscheinen. Franz Pommereit, eines als gewaltthätig gefürchteten Menschen, weise überhand. Nun wird auch für die Miſſionsgesellschaft nachdem der Vorsitzende des„ Kaufmännischen Kredit- Vereins", zu ermitteln. Die fofort erstattete Anzeige wird in ihrer Folge Berlin I öffentlich um eine außerordentliche Unterstützung ge- Herr M., Weinhändler, hier," Königstraße wohnhaft, der als ben Thäter, der die That gar nicht befirit, belehren, daß auch beten:„ Soeben haben der Präsident, der Schahmeister und der Redakteur eines gleichartigen Auskunftsbuches wegen Beleidigung glüdliche Zimmermann im Falle der Genesung wegen Bettelus der Bettler ein Mensch ist. Abzuwarten bleibt, ob auch der unstellvertretende Direktor die niederbeugenbe Mittheilung verklagt worden war, in allen drei Instanzen freigesprochen worden gemacht, daß ihre Kaffe vor einem Fehlbetrag von achtzigtausend ist, hat sich der Vorsitzende des„ Grundbesizer- Vereins Nordwest", ſeine" Strafe" erhält. Mart stehe." Herr Bruno Röhrecke, bereit erklärt, die verantwortliche Redaktion Erfroren aufgefunden wurde am Sonnabend Morgen bei Сопнавень Trotz aller frommen Fehlbeträge wird das sündige Berlin des Auskunftsbuches über schlechte Wohnungsmiether" zu über- Ahrensfelde der in einem Berliner Destillationsgeschäft angestellte bekanntlic, von Tag zu Tag fozialdemokratischer. nehmen. In dem qu. Buche sollen aber, nach neuerer Bestim- Kutscher Rödersdorf. N., der sich jedenfalls in einem der an der Die Umformung der Künstlersklaverei in die Dienst- mung, nur solche Miether eingetragen werden, die nachweislich Königschaussee belegenen Vororte am gestrigen Tage aufgehalten botensklaverei wird jetzt durch eine polizeiliche Verfügung begeriict" find und die Eigenthümer geschädigt haben. Die resp. hatte, hat sich wohl, als er abends den Rückweg nach Berlin anwirkt. Die Berliner Theateragenturen wurden zu Neujahr von Wirthe sollen in jedem Falle für die Wahrheit ihrer Angaben getreten hatte, in der Nähe von Ahrensfelde ermüdet auf einen seiten des königlichen Polizeipräsidiums mit der Bekanntmachung haftbar sein. Chausseestein gesetzt, war dann eingeschlafen und ist so der Einüberrascht, daß sie, ebenso wie die Gesinde- Vermiethungs- Bureaus, die denselben vorgeschriebenen Bücher zu führen hätten, welche von Die Große Berliner Pferde- Eisenbahn A.-G., die die wirkung der Kälte erlegen. Der Zodte wurde nach der Leichen der Polizei abzustempeln sind und von derselben kontrollirt werden. geplanten rücksichtslosen Maßregeln gegen ihre Abonnenten nun- balle in Ahrensfelde geschafft. Schuöden Undank ernteten dieser Tage mehrere brave ArDiese offiziellen Bücher B. und C. führen die Titel:" Herrschaften" mehr für ein Mißverständniß zu erklären sucht( siehe Vorund Gesinde". Das Buch C. enthält folgende Rubriken: Datum des wärts" Nr. 2), scheint bei diesen keinen rechten Glauben zu beiter, welche mit eigener Lebensgefahr ein Kind vom Tode Der zehnjährige Sohn des in der Auftrages. Des Auftraggebers Name, Stand, Wohnort, Wohnung. finden. Es hat sich nämlich ein Komitee gebildet, bestehend aus durch Ertrinken retteten. zut Brih wohnhaften Büdners B. hatte -Art der Stellung, für welche das Gesinde pp." gesucht wird. den Herren M. Kreßner, Inspektor der fönigl. Louisen- Quelle, Wilhelmstraße zu Brih dünne Eisdecke des dortigen Fenn Pfuhles" be= Paul Breither, Ingenieur, Kaufmann Mar Schaal und Mar bie Betrag des zugesicherten„ Lohnes". Des Dienstboten pp. treten und brach ein. Das Kind hätte unbedingt Name. Zeit des Dienstantrittes. Betrag der verabredeten Grahl. Dieses Komitee bezweckt die Bildung eines Vereins zur Gebühr. Von dem Auftraggeber geleistete Zahlungen. Das Wahrung der Intereffen der Pferdebahn- Abonnenten, welcher in fämmerlich ertrinken müssen, wenn nicht vier Rirdorfer Arbeiter Buch B. enthält folgende Rubriken: Des Stellungsuchenden Bor- ganz energischer Weise gegen die sich immer mehr steigernden Gebrüder Hoppe, Hermann Franke und Drechsler Bieneck und Zuname. Stand und Angabe, ob ledig. Alter. Re- Uebergriffe der Pferdebahn- Gesellschaft gegenüber den Abonnenten zufällig Augenzeugen des Unglücksfalles gewesen wären. Die ligion. Geburtsort. Aufenthaltsort. Des legten Dienstherrn" Front machen will und schon bestehende Mißstände zu beseitigen vier Männer eilten an den Pfuhl, und ihren vereinten AnstrenName, Stand und Wohnung. Art der gesuchten Stellung. Zeit: Betheiligung zu erwarten. fuchen wird. Da der Beitritt fostenlos ist, so ist eine zahlreiche gungen gelang es glücklicherweise, den Knaben noch lebend herpunkt, für welchen die Stelle gesucht wird. Betrag des bean= Hierauf bezügliche Anfragen und auszuholen. Der Arbeiter Ostar Hoppe, welcher bis an die spruchten Lohnes. Des„ neuen Dienstherrn" Name, Stand und Beitrittsmeldungen nimmt, wie uns mitgetheilt wird, Herr Hüften im Waffer gestanden, hatte bei dem Rettungswert sein Jacket total zerrissen und da die Eltern des Knaben für die Wohnung. Zeit des Dienstantrittes. Betrag der mit May Schaal, Franzstraße 1 entgegen. Netter ihres Kindes nicht einmal ein Wort der Anerkennung und dem Stellungsuchenden verabredeten Gebühr. Geleistete Zu dem Familiendrama in der Gartenstraße wird weiter des Dantes übrig hatten, so ersuchte Hoppe dieselben, ihm wenig. Zahlungen. Durch diese Verordnung ist der gesammte berichtet, daß die Angabe der ältesten Tochter Luise Krüger, ftens bas Jacket zu ersetzen. Der wohlhabende Büdner verStünstlerstand der deutschen Bühnen in seinem geschäftlichen die sich mit ihrem Bruder bei der Wittwe Heuriette Schröder in weigerte jedoch jede Entschädigung und verwies den Retter Verkehr dem Gesinde gesetz untergeordnet und unterliegt der dem Hause Auguftstr. 17 befindet, die der Katastrophe vorauf seines Kindes, wenn er Ansprüche zu haben glaube" polizeilichen Kontrolle sowohl in bezug auf seine Familien- Ver- gegangene Nacht in der folgenden Weise wiedergegeben hat. Alle Weg der Zivillage! Gines Kommentars bedarf es nicht. Bergegangene eines Kindes, wenn er Ansprüche zu haben glaube" auf den hältnisse wie auf sein Ginkommen; er ist denselben Bestimmungen vier Kinder feien am Donnerstag Abend um die gewöhnliche Zeit unterworfen wie das Gesinde und rangirt in bezug auf seine zur Ruhe gebracht worden, Luife hat aber zuerst feinen Schlaf gefunden, Polizeibericht. Am 4. d. M. wurde ein Mann in sei er Engagements und Gastspiel Geschäfte auf derselben Höhe wie weil die Mutter fortdauernd im Zimmer hin und her gelaufen Wohnung in der Templinerstraße erhängt vorgefunden. In stellungsuchende Haustnechte, Köchinnen, Dienstmädchen 2c. Drei sei. Frau Hoffmann hat, wie sich später ergab, ihr Nachtlager einer Buchdruckerei in der Bernburgerstraße stürzte vormittags Der hervorragendsten" Agenten Berlins begaben sich, dem überhaupt nicht aufgesucht. Freitag Morgen gegen 6 Uhr sei der Fahrstuhl mit drei Personen aus dem 4. Stock in den Keller. Kleinen Journal" zufolge, dem wir diese Nachricht entnehmen, dann die Mutter an das Bett ihrer ältesten Tochter getreten, um Die darauf Befindlichen erlitten schwere Verlegungen. In der infolge dieser Verordnung auf das königliche Polizeipräsidium, diese zu wecken, und ihr die Worte gesagt: Luise, wir müssen Görligerstraße fiel eine Frau hin und brach den Ärm. In der wo sie von dem Herrn Präsidenten an den die Abtheilung der sterben. Ich will Dich aber fragen, ob Du freiwillig in den Fürbringerstraße fiel ein Arbeiter beim Pußen eines Schaufensters Theater bearbeitenden Herrn Regierungsrath gewiesen wurden. Tod gehen oder hier allein zurückbleiben willst." Das Kind hat von der Leiter und verletzte sich am Kopfe. Ein 17jähriger Dieser feßte ihnen auseinander, daß die Verordnung des Herrn geantwortet: Nein, laß mich leben und laß auch Wilhelm bei Arbeiter, der sich in Gemeinschaft mit mehreren betrunkenen Präsidenten sich auf ein Kammergerichts- Urtheil ftüße, welches mir bleiben."" Frau Hoffmann ist nun an das Lager des Knaben Männern aus Uebermuth an das Geländer der Freiarchenbrücke einem Prozesse ausführte, daß auch die Theater getreten, hat ihn geweckt und in derselben Weise befragt, gehängt hatte, um die Kräfte zu erproben, fiel in den FluthAngehörigen dem Gesindegesetze beim Nachsuchen einer aber auch von ihm eine verneinende Antwort erhalten. Ohne graben, wurde aber alsbald herausgezogen und ins Krankenhaus Stellung unterliegen und daß daher die Theater- Agenturen die beiden jüngsten Kinder im Schlafe zu stören, hat die Mutter gebracht. Am 4. d. M. fanden sieben unbedeutende Brände verpflichtet seien, gleich den anderen Stellen- Vermittelungs- den ältesten geheißen, sich anzufleiden, sich von ihnen durch Küssen statt. Am 5. d. M. morgens fand in dem leerstehenden Hause Bureaus, obengenannte, von der Polizei vorgeschriebene stumm verabschiedet und sie hinausgelassen. Luise hatte den Neuenburgerstr. 14a beim Abreißen der Gasleitung im 1. Stock und von ihr zu kontrollirende Bücher zu führen, wie Eindruck, daß etwas Entseyliches eintreten werde, und rannte eine Explosion statt, bei der ein Arbeiter schwer und ein zweiter fie das Gesindegesetz verlangt. Auf die Vorstellung der drei mit ihrem Bruder, der noch kein Verständniß von der Sachlage leichter verletzt wurden. Agenten, daß die Künstler doch unmöglich gleich dem Gesinde zu haben schien, zu der Tante, anstatt die Hausbewohner zu rangirten und der Gesetzgeber unmöglich daran gedacht habe, Bilfe zu rufen. Die Leichen werden voraussichtlich noch am die Künstler mit dem Gesindegesetze zu treffen, berief sich der Sonnabend von der Staatsanwaltschaft freigegeben worden sein. Herr Regierungsrath aber auf die Auslegung des Kammer Der Mann hat sich bis jetzt weder um die Kinder, noch um die gerichts. Auf die weiteren Vorstellungen der Agenten, daß fie Leichen gefümmert, obgleich er Kenntniß von dem Vorfall haben Stationen. gar nicht in der Lage wären, die Rubriken auszufüllen, da die dürfte. Engagements oder Gastspiele fuchenden Künstler gar nicht die leber die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse in den Verpflichtung hätten, ihr ganzes Nationale den Agenten Militärwertstätten zu Spandau wird in einigen bürgeranzugeben, und nicht daran denken würden, diese Fragen lichen Blättern geschrieben: Nachdem in den Militärwerkstätten Swinemünde zu beantworten, erwiderte der Regierungsrath, die Herren zu Spandau seit geraumer Beit Arbeiterentlassungen stattgefunden, Hamburg. Agenten möchten e nur versuchen, die waren einzelne Institute neuerdings wiederum vor die Noth- Berlin Künstler würden es schon thun!- Die Künstler, wendigkeit von Betriebseinschränkungen gestellt. Die Direktion Wiesbaden. welche durch diese geniale Auslegung der Gefinde rief nunmehr die Arbeiterausschüsse zusammen und legte ihnen München ordnung in Mitleidenschaft gezogen sind, sollen getheilter Mei die Frage vor, ob die Arbeiter bereit sein würden, eine Ver- Wien nung über den Charakter dieses Monftrums fein. Zum theil fürzung der täglichen Arbeitszeit und demgemäß Verminderung Haparanda erörtern fie die Frage, wie es mit dem Büchtigungsrecht bestellt des Berdienstes zu akzeptiren, damit hierdurch Entlassungen ver- Petersburg sei, das die Herrschaft" jetzt in aller Form Rechtens an ihnen mieden werden könnten. Die Arbeiterausschüsse haben sich im Cort. ausüben tamu, zum theil empfinden sie die polizeiliche Verfügung Einvernehmen mit den Arbeitern mit der vorgeschlagenen Maß Aberdeen als einen sozialen Fortschritt. Fortschritt. Wie froh wären wir," so soll regel einverstanden erklärt. Paris ein Schauspieler gesagt haben, wenn die Schauspieler soviel Recht und Schutz genießen würden wie die Dienstboten, denen man nicht Lohnabzüge willkürlich machen, die man nicht unter so vielerlei Vorwänden entlassen kann, indeß sie selbst keinerlei Kündigungsrechte haben. Wie froh wären wir, wenn wir an Recht und Schuh dem Gesinde gleichständen!" int " Der Zeitungsspediteur Karl Weiße wohnt nicht TegelerStraße 46a, sondern Triftstraße 46a, Hof part. Witterungsübersicht vom 5. Jaunar 1895. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GO Windrichtung Windstärke 2002|| 250( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( nach Celsius 50 G.= 4° R.) 759 030 heiter 759 MO Dunft . 757 930 wolkig 754 M bedect 751 12 bedeckt -7 754 Still Schnee -5 764 Still bedeckt 768 GGD bedeckt -8 770 NW 3 bedeckt 764 SW bedeckt 758 N 3 bedeckt . 88518308 Wetter- Prognose für Sonntag, 6. Januar 1895. Beitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Frostwetter mit Schneefällen und frischen nördlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. Eine folgenschwere Gasexplosion rief gestern Morgen gegen 1/48 Uhr die Mannschaften der Feuerwehr nach der Neuenburgerstraße 14, woselbst in der ersten Gtage ein Wohnzimmer in Einen Beitrag zur Sittengeschichte bietet der folgende Flammen stand. Der Gasarbeiter Stieg war mit Abnehmen von Vorfall. Wie der Konf." mittheilt, hat eins der bekanntesten Rohren beschäftigt und entfernte sich mit dem Kollegen Beutler Konfektionsgeschäfte seinen sämmtlichen weiblichen Angestellten auf furze Zeit. Als beide nach einiger Zeit mit einem Licht Schauspielhaus. An zwei Abenden, am Donnerstag und anbefohlen, von Anfang dieses Jahres an nur noch in vor- wieder in das Zimmer traten, hatte sich während dieser Frist am Freitag wurde ebbe l'a Nibelungentrilogie im Schau. geschriebener Tracht im Geschäfte zu erscheineu, und zwar in Gas angesammelt, das nun mit lautem Krach explodirte. St. spielhause aufgeführt. Die dritte Abtheilung der Dichtung, Schwarzer Kleidung( glatte Taille und glatter Rock) mit weißem stand in Flammen und flüchtete in diesem Zustand zu dem Portier das Trauerspiel Krimbild's Rache", wurde sogar zum ersten Male Steh oder Umlegetragen ohne jeden anderen Schmuck. Ver- des Hauses, der durch Ueberwerfen eines Tuches, den Arbeiter am Berliner Hoftheater gegeben, und sie wäre wohl überhaupt anlassung zu dieser Maßregel hat der Umstand ergeben, daß ver- aus seiner Lage befreite. St. wurde mit schweren Brandwunden nicht gegeben worden, wenn der Kaiser nicht den ausdrücklichen schiedene Verkäuferinnen in seidenen Kleidern und außer nach einer Klinik geschafft, während den verletzten Portier Wunsch geäußert hätte, daß die ganze Trilogie ins Repertoire Dieser Umstand spricht klar für die den mit so vielen Juwelen und anderem Schmuck erschienen, und den nur leicht verlegten Gasarbeiter B. die Feuerwehr aufgenommen würde. daß verschiedene der das Geschäft besuchenden Damen mißfällige verband. Bedeutung unserer vornehmsten Kunstinstitute. Hebbel gehört Bemerkungen fallen ließen. Vielleicht handelt es sich um denselben Mann, von dem kürzlich mann Jacobi in der Dresdenerstraße getödtet. Gleichfalls hat der Versuch gewagt worden, den tiefen menschlichen Kern aus Durch einen Revolverschuß hat sich am Freitag der Kauf- 8 den höchſiſtrebenden Dramatikern unserer nachklassischen In den Nibelungen ist mit genialischer Straft Der Kontrakt veröffentlicht wurde, nach dem junge Mädchen mit der Posamentierwaaren Händler S. am Teutoburgerplatz durch dem Mythenwert loszulösen und was nach Art des Volksliedes einem Monatsgehalt von 10 M. eingestellt werden. G3 ent Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Beiden Selbstmorden in der Sage sprunghaft, nur jäh motivirt vorgetragen wird, zu fpricht bekanntlich der Durchnittsfürsorge unserer Konfektionäre, liegen Geschäftskalamitäten zu grunde. ihre Arbeiterinnen und sonstigen weiblichen Angestellten so viel ftraffer, gefchloffener Einheitlichkeit zu zwingen. Der Lebens verdienen zu lassen, daß sie sich mit seidenen Kleidern und der Bande zu erkennen gegeben und die Vermuthung aus die deutsche Welt nicht erobert. Richard Wagner kam und ihm Otto Erpel hat sich der Behörde gegenüber als das Haupt traum Hebbel's ging nicht in Erfüllung. Sein Versuch hat sich Juwelen schmücken können wenn sie diesen Verdienst außer dem Geschäft suchen. Und es ist nicht mehr wie in der Ordnung, gesprochen, daß sich die jetzt führerlos gewordenen Mitglieder erst gelang es, den alten Mythus zu neuem fünstlerischen Leben erweden. Darum müßte aber doch ein wirkliches daß der Unternehmer seine Angestellten nur außerhalb des wohl felbft stellen würden. Das in dem Packet bei Rüdersdorf zu Geschäfts solche Roftbarkeiten anlegen läßt, weil andernfalls in aufgefundene Geld habe ihm gehört: Sein Bruder und Möser deutsches Kunstinstitut in Hebbel den Pfadfinder ehren. Das einem p. t. Publikum gar zu leicht der Verdacht entstehen hätten zusammen nur noch 12 M. tgl. Schauspielhaus zu Berlin bringt aber jetzt erst, viele Jahre fönnte, daß sämmtliche unglücklichen Mädchen durch seine, des Schon wieder ist ein Bahubeamter im Beruf getödtet nach dem Tode des Dichters, das ergreifende Trauerspiel Unternehmers liebevolle Leistungen, allein in den Stand gesetzt worden. Ein Streckenkontrolleur des Vorortsverkehrs, Gumpel Krimbild's Hache" zur Aufführung. So wird das Genie bes feien, seidene Kleider und echte Perlen zu tragen. aus Berlin, wollte am Donnerstag Abend die Strecke Friedrichs- handelt, selbst wenn es, wie bei Hebbel, schon Anerkennung geAuch im Schneegestöber bleiben die Laubenbewohner aus bagen- Köpenick revidiren und in dem letteren Orte dann über- funden hat. Wie mag's erst den begabten Köpfen gehen, die mit naheliegenden Gründen ihrem sommerlichen Erholungsaufenthalte nachten. Bei dem herrschenden starken Winde und dem ernsten Werken ernsthaft um Anerkennung ringen? Wenn nur Schauspielerisch) getreu. Am Freitag sah man mehrere Kameruner" auf den Schneetreiben vermochte G. beim Beschreiten des Bahndamms die Rücksicht auf den Profit entscheidet? Rixdorfer Wiesen während des Schneewetters beschäftigt, Wege das Herannahen des vom Schlesischen Bahnhofe nach Ertner nommen, war die Vorstellung der Trilogie gleichfalls feine nach ihren Lauben zu fehren; zugleich überwachten sie die Ber- fahrenden Vorortszuges nicht zu bemerken, er wurde von der Ruhmesthat für das Schauspielhaus. Am ersten Abend überwog liner Schneefuhrleute, um diese am„ Berseßen" ihrer Schnee- Lokomotive erfaßt und der Körper des Unglücklichen derartig zer- wurde auf das Grellfarbige, das Schreiende, das klapperud das Hohltheatralische vollends, und auch am zweiten Abend Pathetische mehr Werth gelegt, als auf die innere Kraft und Die boykottirte Taute Vok. In Nr. 1 der Hausbesitzer- Giner empörenden Brutalität ist ein armer Bettelmann Gluth von Hebbel's Poesie. Sogar Mattowsky faßte den zeitschrift Das Grundeigenthum" steht folgendes aus einer Ber zum Opfer gefallen. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag fieghaft herrlichen Siegfried allzusehr, wie einen süßen schönen fammlung des Grundbefizer- Vereins vom Schönhauser Stadttheil wurde am städtischen Krankenhause in Alt- Landsberg heftig die Jüngling, der naiv thut, ohne naiv zu empfinden; und bei Frl. zu lesen: Nachdem das im Hausbesitzer" zum Abdruck gebrachte Hausglocke gezogen. Beim Deffnen der Thür siel ein alter Poppe wandelte sich die„ keusche Minne" Kriemhild mitunter Brotokoll genehmigt worden, theilte Herr Göring mit, daß die Mann herein, der aus zahlreichen Kopfwunden blutete und sich deutlich in fotette Ziererei. Am zweiten Abend wuchs Frl. Kanalisationsabgabe wieder auf anderthalb Prozent erhöht sei; nicht mehr aufrecht erhalten konnte. Nachdem ihm sofort ärzt Boppe fünstlerisch um ein beträchtliches. Noch ist sie nicht die man habe also hier wieder den Grundbesizer in unzulässiger liche Hilfe zu theil geworden, gab der alte Mann an, der unheimlich düstere Nächerin, noch verwirrt sie durch weiche und Weise belastet und zum Prügelknaben degradirt. In der Zimmermann Brunsch zu sein. Wegen seines Alters- er hat weichliche Töne; aber wie sie für bitteren Groll schmeidend Presse habe wieder diejenige Zeitung, die hauptsächlich in längst die 50 überschritten bekomme er nur selten fartaitische Töne findet, das läßt erwarten, daß auch die AusGrundbesizerkreisen gelesen und durch Inserate unterstüt Arbeit und um nicht zu verhungern, sei er betteln ge- brüche leidenschaftlicher Pathetit bei Frl. Poppe an verinners würde, zu dieser Sache ein Verhalten an den Tag gelegt, das gangen. So sei er auch nach Radebrück gekommen. Kurz lichter Gewalt gewinnen werden. nicht hoch genug zu verurtheilen sei. Es soll nun binnen nach Mittag sei er dort in ein Haus getreten und habe um eine furzem ein Beschluß des Bundes der Berliner Grundbesizer milde Gabe angesprochen. Sofort sei der Besitzer mit einer Vereine herbeigeführt werden, wonach der Vossischen Mistforte auf ihn zugestürzt und habe ihm mit den scharfen Beitung" die Inserate und Abonnements aus Hausbefizer Binten mehrere wuchtige Hiebe über den Kopf versetzt, so daß er freisen entzogen werden sollen. Diese Mittheilung wurde blutend und bewnßilos zu Boden gestürzt sei. In diesem Zuvon der Versammlung mit lauten Beifallskundgebungen ftande habe man ihn liegen laffen bis zum Abend. Alsdann aufgenommen." habe ihm der Besizer des Hauses das Blut nothdürftig ab Und das passirt der grundtreuen Tante Voß. Nachbarin, gewaschen und ihn sodann auf die Straße geworfen. Um nicht Euer Fläschchen zu erfrieren, habe er sich mit Mühe und Noth bis in die Stadt fuhren in der Nähe der Lauben zu verhindern. " malmt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Gerichts- Bettunga Die preußische Justiz als Sittenrichterin ziu der Literatur. August Strindberg's" Die Berichte eines boren", welche in der deutschen Uebersehung reon Tr. Wilhelm Kaempf im bibliographischen Bureau von Julins Steinschneider erschienen ist, hat bekanntlich zu einen StrafT Dermischtes: verfahren gegen Strindberg und Kaempf geführt. Beide sind| Organisation, der Arbeiterbewegung, anzuschließen. Je stärker Der Streik der Former bei Heidmann und Wallenstein wegen Veröffentlichung einer unfittlichen Schrift angeklagt. Die die Organisation, je größer die Solidarität, je schwerer wird es in Belbert dauert unverändert fort. Verbreitung des Romans erfolgte bis zu seiner am 6. Sep. dem Kapitalismus werden, uns zu vernichten. tember 1893 vorläufig und am 9. September endgiltig beschlossenen Bäckerstreik. In Amsterdam haben die Bäckergesellen Weniger einverstanden, desto mehr aber milde ausBeschlagnahme. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Richard gebrückt inforrekt zeigt sich die Böttcher- Zeitung" bei der in den zwei Brotfabriken de Leeuw und de Haan die Arbeit einGrelling wurde seinerzeit die Eröffnung des Haupt- Besprechung des Friedensschlusses. Sie schreibt: gestellt. Die Prinzipale entlassen die früheren Streiker den einen verfahrens abgelehnt, weil der Roman als Gesammt-" Diese Nachricht( von der Beendigung) tommt so unerwartet, nach dem anderen. Der jetzige Streit hat den Zweck, dieses in wert betrachtet eine ernfte, bedeutsame literarische Ar- sie überrascht alle betheiligten Kreise so allgemein, daß man zu diesen beiden Brotfabriken zu verhindern. beit darstelle, welche keine unzüchtigen Zwecke verfolge". der Annahme Veranlassung hat, daß hier ein SchacherDer Roman schildert den Lebensgang eines charakterlojen, allen geschäft vor sich gegangen ist. Eigenthümlich muß es jeden möglichen Lastern ergebenen und von Stufe zu Stufe sinkenden berühren, der die Vereinbarung durchliest, wie man es nur so Weibes, welches einen Mann, der sie ursprünglich aufrichtig ver- eilig hat, ohne Zustimmung der Berliner Arbeiterschaft Frieden ehrt hat, sie dann allmälig als unwürdig erkannt und verachtet, zu schließen. In den weiteren Ausführungen wird die Ansicht ver- Gebiet der Nord- und Ostsee furchtbare Schäden angerichtet. Die Stürme der letzten Weihnachtswoche haben im ganzen in ihren eigenen Ruin verstrickt, weil er sich nicht von ihr los treten und zu begründen versucht, als ob der Brauereiring nahe vor der Ganz besonders schwer ist die Infel Helgoland von dem aufagen vermag. Die Staatsanwaltschaft hatte Beschwerde Kapitulation( um jeden Preis) gestanden habe sie intereffiren sie interessiren gegen die Ablehnung eines Strafverfahrens eingelegt und das uns deswegen hier weniger. Die Verdächtigung, es habe ein Sturme heimgesucht worden. Die Morgensonne des 23. Dezember Rammergericht die Gröffnung des Hauptverfahrens angeordnet. Sch a cher geschäft zur Beendigung des Boykotts geführt, beleuchtete ein Bild der Verwüstung am Strande. Die Jutlands Bu einem früher angefeßten Termin war Strindberg, der halten wir der Widerlegung nicht werth. Und daß der Friede terrasse, seewärts vom gepflasterten Wege, ist völlig zerstört in Paris wohnt, nicht erschienen, auch gestern war nur nicht ohne Zustimmung der Berliner Arbeiterschaft ge ist verschwunden. und fast ganz weggespült; der gepflasterte Weg selbst Dr. Kaempf und der Vertheidiger Strindberg's, Rechtsanwalt schlossen wurde, ist unseren Lesern zur Genüge bekannt. Bon Der Theil nach den Häusern zu ist mit Dr. Richard Grelling zur Stelle. Letzterer beantragte, Herrn 16 Wolfsversammlungen, die in Berlin und Umgegend über Erdreich, Sand, Tang und Gebälk bedeckt. Ums Kurhaus sind Strindberg vom persönlichen Erscheinen zu entbinden. Derselbe die Aufhebung des Boykotts zu entscheiden hatten, lehnten nur abgerissen, der Weg nach dem Badehause ist völlig mit Sand riesige Erdmassen angehäuft. Auch am Südstrande ist viel Land würde auch schwerlich erscheinen; er habe das Buch in fran- zwei die Beendigung dieselben ab. zöfifcher Sprache geschrieben, sei selbst schwedischer Unterthan bedeckt. Am schlimmsten ist aber die Düne mitgenommen. Man und habe feine Veranlassung, sich vor einem preußischen Gerichte Berufsgenossen Deutschlands! Die Kollegen der Piano zerstört ist. Auf der Ostseite( der von der Insel abgekehrten). An die Musikinstrumenten- Arbeiter und verwandten tann getrost sagen, daß die Hälfte des eigentlichen Dünenlandes zu verantworten. Das Buch sei zunächst nicht für die Deffent- Fabrik von Gör3u. Kallmann, Berlin S., Arndtstr. 34, erstreckt sich jetzt von den Pavillons von Bredau und Oklsen lichkeit geschrieben worden, sondern sollte dem Familienarchive befinden sich seit dem 3. Dezember 1894 in einem von sämmt ein flacher Strand, wo sonst noch weite Strecken sorgfältig der Familie Strindberg einverleibt und erst nach dem Tode des lichen Gewerkschaften Berlins anerkannten Abwehrstreit. Es bepflanzten Dünenlandes lagen. Der große Signalmast, der Verfaffers veröffentlicht werden. Erst als die geschiedene Frau find 80 Kollegen, darunter verschiedene Familienväter mit starter 14 Fuß tief eingesenkt war, ist weggespült, ebenso eine der Strindberg's nicht nachließ, ihn mit Angriffen zu verfolgen und die Familie, welche bis zu 15 Jahren im Geschäft thätig waren Dünenbaracken. Der Pavillon von Bredau ist vollkommen unterVerhältnisse in die Deffentlichkeit zu zerren, habe er sich zu der und ihre besten Kräfte dem Fabrikanten geopfert haben, zu wühlt. Auf der Westseite der Dünentette, nach der Insel zu, an Veröffentlichung des Buches entschlossen. Der Gerichtshof be- unterstützen. Der Stand des Streiks ist ein guter zu nennen, dem eigentlichen Badestrande, ist ebenfalls viel zerstört. Die schloß, Herrn Strindberg vom persönlichen Erscheinen zu ent- trotz der verzweifelten Anstrengungen der Unternehmer, Kollegen Dünen fallen hier jetzt ihrer ganzen Länge nach steil ab und der Der Angeklagte Dr. Kempf erklärte: auf grund selbst von auswärts nach hier zu locken. Der Zuzug ist bis jetzt Abfall liegt bereits in bedenklicher Nähe der Vorderseite von seiner Bekanntschaft mit dem Schriftsteller und dem Menschen streng fern gehalten worden, dank der vorzüglichen Kontrolle Otlsens Pavillon. Von Bredau nordwärts ist fast das ganze Strindberg halte er es für gänzlich ausgeschlossen, daß dieser die von seiten der Streitenden. Wir appelliren nochmals an die Düenland fort. Die allgemeine Ansicht ist, daß der Rest der Düne Absicht gehabt habe, ein unzüchtiges Wert zu schaffen. Der Solidarität der Kollegen und bitten gleichzeitig um materielle einen zweiten solchen Orfan nicht aushält, daß ihr Schicksal dann Gerichtshof beschloß, zunächst den Bruder des Angeklagten Strind Hilfe, je schneller, je besser. Alle Sendungen sind zu richten endgiltig entschieden ist. Da sie jetzt ganz schußlos ist, werden auch berg, Raufmann Ostar Strindberg in Stockholm, fommissarisch an A. Kleinlein, Naunynstraße 78 parterre( Restaurant schwächere Stürme dort viel vernichten und möglicherweise noch zu vernehmen, um über die Entstehungsgeschichte des Romans A. Böker). Stlarheit zu erhalten. in diesem Winter zu einem Durchbruch führen, der der Anfang Die Lohn Kommission vom Ende sein würde. Und der Ruin der Düne ist auch der Ruin der Helgoländer, da diese zum größten Theil von den Badegäften leben und zur Auswanderung gezwungen find, wenn ihre Düne vom Meer weggespült wird. binden. Gewerkschaftliches. der Musikinstrumenten Arbeiter Berlins. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Bureauaugestellte! Am Montag, den 7. d. M., Die Beendigung des Berliner Bierboykotts giebt dem Abends 81/2 Uhr, findet im Neuen Klubhause, Kommandanten Von den Schiffen der Städte Bremerhaven und Hauptvorstand des Zentralverbandes deutscher Brauer Ver- straße 72, die Neuwahl der Telegirten zur Ortskrankenkasse statt. Se e stemünde wird berichtet, daß allein deren Verlust an anlassung, fich in der Brauer- Zeitung" mit einem Aufruf an Wir richten hierdurch an alle Kollegen, welche dieser Kasse an- Menschenleben auf 70 Personen geschätzt wird. Es verlor die die Verbandsmitglieder zu wenden. In demselben wird den gehören das dringende Ersuchen, die Liste der Freien Vereinigung Bart Karoline" zehn Mann, der Lootsenschoner„ Geeftemünde" Brauereiarbeitern in Erinnerung gebracht, daß der höchst der Bureauangestellten abzugeben und deshalb pünktlich zur vier Mann, die fünf überfälligen Fischdampfer, die wohl ehrenvolle Abschluß. den der Kampf gefunden, Stelle zu sein. Die freie Arztwahl steht, nachdem sie kaum be- leider als verloren betrachtet werden müssen, zusammen einzig der kraftvollen Thätigkeit der organischlossen ist, wieder auf dem Spiel und von dem Resultat der zirka 50 Mann; dann find noch von verschiedenen firten Arbeiter Berlins zu verdanken sei, ohne Wahl hängt es ab, ob den kranten Kassenmitgliedern auch für deren unermüdliche Thätigkeit und Opfer die Zukunft vorgeschrieben werden soll, sich an Aerzte zu wenden, muth es nicht möglich gewesen wäre, den Kampf zu denen sie kein Bertrauen entgegenbringen fönnen. Es liegt daEnde zu führen." Dann heißt es wörtlich weiter: Die Soli- her auch im Interesse jedes einzelnen Kollegen, daß nicht allein darität der gesammten Arbeiter Deutschlands, besonders der Ber er zur Wahl pünktlich erscheint, sondern auch andere Kollegen liner Arbeiter, hat sich aufs glänzendste bewährt. Beigen wir uns dazu veranlaßt. Das Quittungsbuch ist als diefer Solidarität würdig, indem wir in der Zukunft für die Legitimation mitzubringen. Verbreitung uuferer Sache gewerkschaftlich wie politisch unsere Mehrere Delegirte der Freien Vereinigung der Schuldigkeit thun! Der Freund der Brauereiarbeiter ist sein Leidens Bureauangestellten. genosse, der klassenbewußte Arbeiter, welche Arbeit er auch verrichten möge. Das hat uns der Kampf gelehrt, und so ist es tenn Pflicht aller Brauereiarbeiter, sich auch der politischen zuhalten. -1 Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 6. Januar. Freie Volksbühne( Lessings Theater.) 4. Abtheilung, Nach mittags 2/2 Uhr: Der Traum ein Leben. ( National Theater.) 7. Ab theilung, Nachmittags 21/2 Uhr: Hildegard Scholl. Borher: Ehrenschulden. Opernhaus. Carneval. Hänsel und Gretel. Montag: Sinfonie. Abend. Schauspielhaus. Halali. Die stille Wache. Montag: Romeo und Julia. Deutsches Theater. Die Weber. Montag: Hamlet. Leffing Theater. Ghismonda. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Der Kompagnon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus. Montag: Diefelbe Vorstellung. Rehdenz Theater. Der Unter präfett. Borher: Villa Vielliebchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Krieg im Frieden. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urues Theater. Andrea. Montag: Dieselbe Borstellung. Sämmtliche Arbeiter der Hof- und Kunsttischlerei von Köpfer in Wien wurden ausgesperrt. Buzug ist fern Schiller- Theater.| Passage- Panopticum. ( Waliner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, den 6. Januar, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag, den 7. Januar, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Dienstag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Mittwoch, den 9. Januar, Abends 8 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Neu! Neu! I. Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Lichtbilder. II. Das Lied von der Glocke in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Donnerstag, den 10. Januar, Abends Der Meister: Rob. Biberti 8 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Freitag, den 11. Januar, Abends 8 Uhr: Pring Friedrich von Homburg. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. Bum 126. Male: vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Unter den Linden 21. Benen- Jeden Sonntag Nachmittag zu halb. Preisen. Orientalische A- Familienvorstllg. Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 18 Uhr. O, diese Berliner! Circus Renz Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: 0, diese Berliner! Theater Unter den Linden. Der Adolph Ernst- Theater Bogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Gas loschen des Glücks. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplak Theater. Private logis. Hierauf: Die Direttrice. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Undine, die Fürstin der Wellen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallentheater. Spezialitäten Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. Bum 11. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Infolge des großen Andrangs bleibt die Kaffe von VorCarlstrasse. Sonntag, den 6. Januar: Schiffen einzelne Personen über Bord geschlagen und ertrunken, so daß die angegebene Verlustsumme nicht zu hoch ges gegriffen erscheint. Es ist leider nicht ausgeschlossen, daß die Bahl sich noch erhöht, da man auch noch wegen weiterer Fahrs zeuge ernste Besorgnisse hegt. Außerordentliche Verluste haben die deutschen Nordsee- Lootfen bei ihrem gefährlichen Berufe erlitten. Die Zahl derselben beträgt ca. 200, davon büßten in der letzten Woche 19 Mann, also 10 pCt., ihr Leben ein. Die Elblootsen verloren vier Mann, die Weserlootsen ebenfalls vier und die Borfumer Lootsen elf Mann. In den letzten zehn Jahren haben die Lootsen etwa ein Drittel ihres Personalbestandes durch Unfälle verloren. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Sanssouci Rottbusernraße 4a. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Röhl und Blank). Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Zum Schluß: Circus- Bilder." Ensemble von Meysel. 2 große Vorstellungen. Castan's Panoptikum. Nachmittags 4 Uhr und abends 7/2 Uhr. Noch nie dagewesen! Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a- Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. Reichhaltige Ausstellung von Land- u. Seethieren, wie Anthropomorphe- Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- und Tintenfische etc. Für Familien werden an der Kasse Jahres Abonnementskarten zu 1 M. ausgegeben, welche zum Besuch des Aquarium zum Preise von 25 Pfg. pro Person berechtigen.[ 315M Nur noch kurze Zeit! Heute, Sonntag: Circus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer. 2 Borstellungen, um 4 u. 1/28 Uhr. Nachm. 4 Uhr 1 Kind frei. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Theilzahlung. Monatl. 10 M. liefert Anzüge nach Maass Tomporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. 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Nanpachstr. 7 leine neu eingerichtete Wohnungen, auch einzelne Stuben, billig fofort oder April zu vermiethen. 2u. 3 Stub., Küche zc. 223 Wohnungen Prenzlauer Allee Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 8. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale der ,, Kurfürstenhallen", Kurfürstenstraße Nr. 31. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Antrik über: Welche Lehre ziehen wir aus dem Bierboykott! 2. Diskussion. 3. Anträge und Fragen. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen 277/14 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Verband aller in der MetallIndustrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umgegend. Lodes- Anzeige. Am 2. Januar verstarb nach langem, schwerem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Mechaniker 1934 August Schlote. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute SonnMit etwa für 2 Pfennige Brennmaterial während 24 Stunden, also Tag und Nacht eine warme Küche, läßt sich nur erreichen durch den Spar- Heizapparat„ Rapid" D. R.- Patent Nr. 77 319. Da bei Anwendung von etwas mehr Brennmaterial mit dem„, Rapid" in einer Minute die grösste Hitze, die mit einem Ofen irgend welcher Konstruktion erreicht werden kann, erzielt wird, so ist man selbst bei tag nachmittags 2 Uhr vom Trauer besonders strenger Kälte stets im Stande, eine Küche mit angrenzender Stube hause, Kleine Andreasstraße 16 aus, berg statt. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nach dem Friedhof in Wilhelms: im Nu beliebig zu erwärmen. Zwei Versammlungen. 1. Köpenicker Viertel: Am Dienstag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Genossen Ullrich, Waldemarstraße Nr. 75. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Theodor Glocke über:" Rapitalismus und Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 2. Frankfurter Viertel: Man erhält den Apparat in den meisten Eisenwaaren- und KüchengerätheUm zahlreiche Betheiligung ersucht Handlungen; um jedoch nicht Apparate mit geringerer Leistungsfähigkeit zu erhalten, verlange man ausdrücklich den Heizapparat mit der Roste im Innern und mit der Patent- Nummer 77 319 auf dem Messingschild, nur diese allein Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Sozialdemokratischen sind die echten! 11669* Der geringe Preis 4 Mark das Stück- macht sich durch die enorme Brennmaterial- Ersparniss schon in kurzer Zeit bezahlt. Zur probeweisen Benutzung gegen bereitwillige Rückerstattung des Kaufpreises bei Rückgabe werden Spar- Heizapparate ,, Rapid" in nachbenannten Handlungen verabfolgt: In Berlin N: 0. Gundelach, Schönhauser Allee 61. J. Brisgelsky, Danzigerstr. 85. NW: Rob. Heinze, Waldstr. 8. E. Vogtherr, Stephanjir. 27a. Am Dienstag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal Wahlvereins f. den 6. Berliner So: Wappe, offenerſtr. 36. Hermann Kurtz, Belle- Allianceſtr. 18. des Herrn Breuer, Gr. Frankfurterstraße 74. Tages- Ordnung: " 1 Reichstags- Wahlkreis 28017 zur Nachricht, daß unser Genosse 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Die Bildung des Voltes". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Daniel Frey, Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. hente, Sonntag, Borm. 11 Uhr, Sonntag, den 6. Januar, Abends 6½ Uhr, you Alb. Kniehase, Staligeritraße 46b. Albert Zander, Dresdenerstraße 126. 0: C. Schröder, Große Frankfurterstraße 109. Gustav Krause, Frankfurter Allee 171a. NO: Fritz Mennigke, Neue Königstr. 74. In Weissensee: Ad. Heidemann, Königschaussee 59. In Rummelsburg: Georg Reiner, Schillerstr. 35. In Rixdorf und Treptow: Rob. Stindt, Hermannplatz 5, bezw. Baumschulenweg. der Chariter aus, auf dem Chariter- Masken- u. Theater- Garderobe Freunden und Bekannten zur Beachtung im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Kirchhofe beerdigt wird. Große öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer. Zages Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Pfannkud über: Die Erlösung der Menschheit". 2. Diskussion. Entree 10 Pf. 169/4 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tonz. Die zu heute angezeigte Versammlung der Brauerei- Arbeiter findet wegen der Beerdigung des Kollegen Frey nicht statt. Achtung! Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Achtung, Bergolder! Am 3. 1. 95 starb unser treues Mit slied, der Bergolder Friedrich Zenkowski an der Lungenschwindsucht. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. d. M., Nachmittags 4 Uhr, von Achtung! der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus, statt. Um recht rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Schneider und Schneiderinnen. Montag, den 7. Januar 1895, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Was ist in der Konfektion nöthig und Danksagung. Allen Freunden und Kollegen, be möglich, die Stellung der Braunschweiger und Rostocker Kollegen hierzu. sonders dem Gesangverein GemüthReferent Kollege Zimm. 2. Berichterstattung und Jahresabrechnung der lichkeit" für die liebevolle Theilnahme Agitationstommission und Neuwahl derselben. 3. Wahl einer Vertrauens- am Begräbniß unserer lieben Tochter person. 4. Diskussion und Verschiedenes. 219/19 Klara unseren herzlichen Dank. Ernst Aurich und Frau. B Der hochwichtigen Tages Ordnung wegen ist es nothwendig, daß die 2048b Kollegen und Kolleginnen pünktlich und zahlreich erscheinen. der Die Agiitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Deffentliche Versammlung Schneider und Schneiderinnen für die Herren- und Knaben- Konfektionsbranche hente Sonntag, nachm. punkt 3 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33. Tages- Ordnung: Die Beschickung der stattfindenden Konferenz. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. 219/29 Die Lohnkommission. Achtung! Bäcker! Achtung! Dienstag, den 8. Januar, Nachmittags 3/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Regelmäßige Verbands- Versammlung. 20466 Tages Ordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Delegirten wahl zur Generalversammlung. 8. Gewerkschaftliches. Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch bittet Berband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Solzpläßen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale Berlin 1. Versammlung 144/10 Montag, den 7. Januar, abends 812 Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26. Tages Ozonung: 1. Berichterstattung von der Generalversammlung. 2. Kaffenbericht vom 4. Quartals 1894. 3. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tages- Ordnung halber werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Achtung! Moabit. Achtung! Sonntag, den 6. Januar 1895, abends 6 Uhr, bei Herrn Neumann, Pasewalkerstraße 3: Große Versammlung des Verbandes deutscher Schneider und Schneiderinnen. Tages- Ordnung: 1. Betrachtungen eines Laien über moderne Rechtsfragen. Referent Rollege Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein mit Tanz. Die Bevollmächtigten. Um rege Betheiligung wird gebeten. 218/15 G. Superczynski, künstliche Zähne, Invalidenftr. 105, II. Desterreichischer Arbeiter- Ralen der 75 Pf. Abreiß- Kalender,( tonfiszirt gewesen), Berliner ArbeiterKalender 15 Pf. empfiehlt Th. Mayhofer Nachf., Sozialdem. Buchh., Berlin N., Weinbergsweg 15b. Rohtabak Ernst Förster, Künstl. Zähne, Kranzbinderei und Blumen- Handlung von Berlin SO., J. Meyer, wienerstr. 1 ( nur dort). Guirlanden à Mtr. von 15 f. an. Telephon: Amt IV, 9482. Karl Marx' Kapital Dritter Band in 2 Theilen geheftet 10 Mart, gebunden 14 Mark, liefere ich auswärtigen Bestellern gegen vorherige Einsendung des Betrages franko, M. 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Jahrg. gewählt worden, ist die Vertretung ganz in den Händen von Bewilligung von angemessener Unterstützung außerhalb des Grundbesizern, Farmern und Priestern der Staatskirche. Es Workhouses an alte Leute. sind noch Ausnahmen, wenn z. B. in Cranborne, einem Landsiz Humanere Behandlung der Altersschwachen und ArbeitsDie Resultate der Kirchspiel- Wahlen auf dem des Lord Salisbury, der Dorf briefträger bei der Wahl unfähigen in den Workhouses und Errichtung passender Heime Lande laufen ziemlich langsam ein und lassen an Uebersicht- den Vicar der Staatskirche schlug. Cranborne liegt in für solche Arme betagten Alters, für die durch Unterstützung nicht lichkeit zu wünschen übrig. Es ist das begreiflich genug, da diese Dorsetshire, und diese rein agrikulturelle Grafschaft scheint über- genügend gesorgt werden kann. Wahlen nur ausnahmsweise nach bestimmten politischen Gesichts- haupt eine sehr geweckte Landarbeiterschaft zu befizen. Die ,, Versorgung aller Insassen des Arbeitshauses mit ordent puntten vorgenommen wurden. Je kleiner das Wahlgebiet, um Meetings waren gut besucht," heißt es in einem Bericht, das licher Kleidung, die nicht den„ Pauper" anzeigt. so mehr bestimmen persönliche Einflüsse und Kirchthurms. Verständniß der Wähler für die verwickelten Einzelnheiten des" Beschaffung von Büchern und Zeitungen für die älteren fragen den Ausgang der Wahl. Die Parteibegriffe: konservativ, Gesetzes war sehr befriedigend. Die Leute sprachen in den Ver- Armen, sowie von Gegenständen der Unterhaltung und Beliberal, fozialistisch, und selbst die Gruppirung Progreffismus sammlungen furchtlos und ohne Rückhalt ihre Ansichten aus und schäftigung für dieselben. Ertheilung von Erlaubniß an die contra Moderatismus", unter der viele Grafschafts- und Stadt- stimmten offen für den nonkonformistischen Geistlichen, den selben, bei gutem Wetter auszugehen, sowie die Besuche ihrer rathswahlen ausgefochten werden, werden bei Wahlen in diese Handelsmann, den Landarbeiter an stelle des Gutsbesitzers oder Angehörigen zu empfangen, und Gewährung von Rauch- und fleinen Verwaltungskörper leicht in den Hintergrund gedrängt, Torspriesters, von denen viele tief unten in der Liste stehen, von Schnupftabak 2c. an dieselben. sobald irgend eine Lokalfrage sonst nebensächlicher Art ihren Gemeindeangehörigen ganz und gar abgewiesen. Die Leute Ernennung von Frauen und Arbeitern Arbeitshaus die Gemüther erhitzt oder der Gutsbesizer der sind sich auch ihrer Verantwortlichkeit bewußt und tragen fein Inspektoren. Equire"- der Ortsgeistliche oder irgend sonst cine Verlangen, sich von derselben zu drücken... Farmer, Handels-" Verständige Fürsorge für vorübergehend Arbeitslose. Ortsgröße mit ihrem Anhang Anhang die Wahl" machen" leute, Handwerksarbeiter und Landarbeiter haben fast alle Size Kooperation mit dem Grafschaftsrath und den Beſtries, un Eine vortreffliche Handhabe zu letterem hat, wie übrigens in den verschiedenen Kirchspielvertretungen erobert. Freilich, durch Zentralisation öffentlicher Arbeiten in Zeiten der Geschäftsvorauszusehen war, die Bestimmung geboten, daß die Wahlen heißt es dann weiter, daß die Farmer die überwiegende Mehr stockung nach Möglichkeit Arbeit zu schaffen. durch bloßes Handaufheben erledigt werden dürfen, wenn nicht heit der Gewählten bilden, und das klingt immerhin zweifelhaft. Keine Weiterveräußerung von Arbeitskontrakten. Direkte geheime Abstimmung ausdrücklich verlangt wird. Die noch un- Anderwärts hat sich der Kampf auf dem Lande gerade Beschäftigung von Arbeitern seitens des( Armen-) Amts, wo gefchulten Landarbeiter scheuten sich, einen entsprechenden Antrag zwischen den Farmern und den Landarbeitern abgespielt, wobei immer möglich, zu den Gewerkschaftstarifen und mit dem Minimalzu stellen, und die Grundbefizer hüteten sich, ihrerseits geheime Die ersteren zuweilen ihre ökonomische Uebermacht mit einer Rück- lohn von 24 Shilling pro Woche für den erwachsenen Arbeiter. Abstimmung zu verlangen. So ist es gekommen, daß nach einer fichtslosigkeit geltend machten, die der ärgste Groß- Landlord nicht Unterstellung aller Armen- Krankenhäuser, Krankenasyle 2c. vorläufigen Statistik des Ministeriums für die Lokalverwaltungen überbieten fönnte. Es giebt eben Farmer und Farmer. Indeß, unter die Kontrolle einer öffentlichen, gewählten Behörde, un von 11 153 Kirchspielen, in denen Vertretungen zu wählen waren, alles das ist vorderhand Nebensache. Die Landarbeiter haben weiterhin auch die aus Stiftungen unterhaltenen Krankenhäuser 4011 auf die Wahl in geheimer Abstimmung verzichteten. Man eine Waffe, die sie zu gebrauchen lernen werden, und die ihnen und ähnliche Institute denselben Behörden zu unterstellen." Tann annehmen, daß in der Mehrheit dieser Fälle von Wahl selbst in ihren rein ökonomischen Kämpfen von Nußen sein wird. Dies nur einige Punkte. An dem ganzen Programm ist überhaupt kaum die Rede war, daß in gut 2000 Kirchspielen Gehen wir von den ländlichen Kirchspielwahlen zu den Kirch- wenig auszusehen, warten wir jedoch ab, wie es mit seiner Durch die Vertretung von den Lokalgrößen einfach erna nut spiel- und Distriktswahlen über, die vorige Woche in London führung da stehen wird, wo die Progressisten nunmehr die Mehrworden ist. stattgefunden, so ist auch da das Bild kein komplettes. Beide heit haben. Beispiele dafür, wie schlecht die offene Stimmabgabe die Parteigruppen, die sich gegenüberstanden, schreiben sich den Sieg Viel hängt natürlich von der Energie und Umsicht der Meinung der Abstimmenden wiedergiebt, laufen in großer Anzahl zu, und jede derselben mit einem Schein von Recht. Die, Mode- gewählten Arbeitervertreter ab, und von der Wach, amkeit bei der radikalen Presse ein. Ein besonders schlagender Fall hinter welcher Bezeichnung sich die Partei der städtischen der Arbeiter da, wo sie diesmal noch keine Vertreter in diese für wird aus einem Kirchspiel im Distrikt von Rochester, Grafschaft Grundbesitzer, der Finanzwelt, der Rentiers 2c. versteckt haben ihre Klasse so wichtigen Vertretungen gebracht haben. Leider Kent, gemeldet. Dort erhielt ein Kandidat beim Abstimmen in der Mehrheit der Kirchspiele die Mehrheit behalten, die muß man sich eingestehen, daß im ganzen die Londoner Arbeiter Durch Handaniheben von etwa 100 Anwesenden 8 Stimmen. Es Progressisten der Mischmasch von Reformern aller Art bei diesen ahlen wenig Thatkraft an den Tag gelegt haben. wurde geheime Wahl beantragt, und in dieser ward derselbe haben eine Anzahl von Kirchspielvertretungen erobert, in Mit im Verhältniß wenigen rühmlichen Ausnahmen sind sie Kandidat mit 78 Stimmen gewählt. Die Exekutive des liberalen anderen ihre Position verbessert und nur in vereinzelten Aus- faum im Nachtrab der bürgerlichen Reformer marschiert, ges Verbandes im Bezirk Harborough( Leicestershire), wo ähnliche nahmen wirkliche Verluste erlitten. Der Bahl nach sind ihre schweige denn, daß sie das leitende Element bildeten. Und auch Erfahrungen gemacht wurden, hat denn auch den Abgeordneten Vertreter gegenüber denen der Moderates erheblich zurück in bezug auf die Gewerkschaftsbewegung steht es in London nicht des Bezirks aufgefordert, schon in der kommenden Session einen geblieben, etwa im Verhältniß von 2: 3*), aber sie trösten sich zum besten aus. Die toloffale Ausdehnung dieser Stadt wirkt Antrag auf Beseitigung jeglicher Art von öffentlicher Ab- damit, daß sie fast alle großen Kirchspiele hinter sich haben und wie Mehlthau auf alle Organisationen; nur ein außergewöhn= stimmung einzubringen. Es ist aber mehr wie fraglich, ob bei nur deshalb eine geringere Vertreterzahl aufweisen, weil die licher Enthusiasmus, wie ihn die kleine Schaar der überzeugten der Ueberhäufung des Parlaments mit Arbeitsmaterial der An- kleinen Kirchspiele oft mehr Vertreter wählen, als die großen. Sozialisten besitzt, und außerordentliche Ereignisse helfen über trag zur Berathung fommen wird, und ob, wenn er zur Be- Islington mit 320 000 Einwohnern hat z. B. ebenso viel Ver- den zersetzenden Einfluß der großen Entfernungen hinweg. rathung kommt, die Herren Gesetzgeber sich auf eine so schnelle treter als Lewisham mit 74 000, Bethnal Green mit 130 000 Abänderung ihres Werkes verstehen werden. " rateg" -Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Einwohnern weniger als Greenwich mit 57 000 GEinwohnern 2c. Kurz, die Progressisten behaupten, sie hätten keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen, und ebenso erklären sie sich sehr befriedigt von den Wahlen in die Londoner Armenräthe( Boards of Guardians). Uebergroße Furcht vor einer Berührung Bisher hatten sie nur in zwei derselben es sind im ganzen 30 die Mehrheit, jetzt in 14, und darunter die der volkreichsten mit dem Gerichtsvollzieher und vor kom promittirungen" hatte die Inhaberin einer Kranzbinderei Distritte. mit 20 M. zu bezahlen. Bei derselben, einer Frau Grever, hatte der Kranzbinder 2. gearbeitet, der aus dem Arbeitsverhältniß jene Summe zu fordern hatte. Ihrer Zahlung an 2. kam ein gerichtlicher Arrest zuvor, welchen ein Herr Mecklen burg sich erwirkt hatte, dem 2. Geld schuldig war. In thörichter Angst vor Gerichtssachen" und vor Männern mit Beamtenmüßen stürzte Frau G. in aller Haft zu dem Vertreter des Herrn Mecklenburg, die 20 m. ihm auszuzahlen. Das Ende vom Liede war, daß 2. auf dem Gewerbegericht seine Lohrforderung geltend machte. Wie sich hier herausstellte, hatte der schon mehr. mals erwähnte Herr Mecklenburg sich den Arrest bei dem zuständigen Gericht unter der Behauptung verschafft, daß 2. die 20 M. von Frau G. für gelieferte Kränze zu bekommen habe. Im ganzen find in der genannten Grafschaft- Kent in 105 Kirchspielen geheime Wahlen vorgenommen worden, und die Zahlen aus 18 Gemeinden, die als typisch für die ganze Grafschaft bezeichnet werden, weisen folgende Berufsstatistit der Gewählten auf: 43 Kleingewerbetreibende, 31 Farmer und Handelsgärtner, 10 10 Gentlemen"( Privatiers), 6 Geistliche, 6 Gutsverwalter 2c., 5 Schanfwirthe, 6 Schullehrer, ein(!) Grundbesizer, 9 Vertreter aus verschiedenen Berufssphären, gelernte Industrie- Arbeiter und 23 Landarbeiter. Der Prozentsatz der Lohnarbeiter ist nicht sehr groß, aber man wird annehmen dürfen, daß unter den gewählten Gewerbetreibenden, Lehrern, Gärtnern 2c. sich ein Prozentsatz von Vertrauensleuten der Arbeiter befindet. Jedenfalls ist ein Anfang gemacht und im übrigen will, wie ich schon in meinem ersten Briefe über diese Wahlen bemerkte, das Wählen gelernt sein. Und auf der anderen Seite wird das Wählen die Wähler erziehen. Zum theil ist das schon durch das Parlaments- Wahlrecht besorgt worden, aber noch sind im ganzen die Landarbeiter*) Eine vorläufige, noch unvollständige Zusammenstellung zurückhaltend. In manchen Distrikten ist nicht ein Arbeiter ergab 1645 Moderates, 1091 Progressisten, 114 Parteilose. Sonntagsplauderet. Die Sozialdemokratische Föderation hat, soweit bis jetzt Bericht vorliegt, 19 Vertreter in die Vestries und 8 in die Armenräthe hineingebracht. Die ersteren hatten sämmtlich, die letzteren zum größten Theil auch die Unterstützung der Progressisten, resp. waren von diesen auf ihre Liste genommen worden. Neben den er lärten Sozialdemokraten kandidirten auf feiten der Progressisten auch eine Anzahl von Vertretern von Gewerkschaften, Arbeiterflubs 2c., die in praktischen Fragen natürlich meist mit jenen gehen werden. Aus dem Programm der Progressisten für die Armenräthe hebe ich folgende Punkte hervor: " " der begierige Bürger stundenlang hinter dichten Ketten deutschen Journalistik in Berlin, den genialen 2. P. der von Schußleuten, auf den Bürgersteigen zusammen Bossischen Zeitung", den unübertroffenen Schilderer aller gepfercht da, wenn nur irgendwo höfisch- militärisches Bälle und Soireen, den entzückten Erklärer aller Wunder Gepränge ihnen winkt. Von alter, berlinisch- sarkastischer der Frauengewandung! Ludwig Pietsch ist siebenzig alt geworden. Noch immer ift er Am Dreikönigstage, also am heutigen Sonntag, nimmt Laune feine Spur mehr; in stummer Andacht verharren Jahre der Jahreskarneval offiziell seinen Anfang. Die Fiedler die Zuschauer; nichts ärgert ihr schwächliches Selbst- Amuseur der" Gesellschaft", noch immer der LebensStreichen ihre Geigen, die Zeit der lustigen Geselligkeit und bewußtsein; fein barscher Kommandoton, teine Straßen- fünstler, der dem Ernst und der Tiefe in weitem bunter Maskeraden hat begonnen. Das heißt, für die, sperre. Als am jüngsten Neujahrstage die Gratulations- Bogen aus dem Wege geht. Was will das sagen? Man die es dazu übrig haben. cour" im töniglichen Schlosse abgehalten wurde, da waren bekränzt den alten Pietsch, als wäre er ein stolzer LebensAbsonderlich üppig läßt sich diesmal der Karneval nicht die Straßenzüge, die nach dem Schlosse führen, im weiten fämpfer gewesen, und der famose Verein Berliner Presse" an. Auch gewerbsmäßige Optimisten werden kaum ihre Bogen abgesperrt. Selbst das Kastanienwäldchen unter den veranstaltet heute ihm zu Ehren ein glänzendes Festbankett Müßen jubelnd in die Höhe werfen und ausrufen: Ach, ist Linden durfte niemand passiren. Was thut's? Den Ge- im Kaiserhof. Man soll nicht sagen: Die Zeitungsschreiber daß eine Herrlichkeit bei uns. Zum Faschingstaumel gehört duldigen geschieht nicht wehe. Sie bieten dennoch einen halben lassen sich lumpen. Sie wissen, wo die vornehmen Herrunbedingt ein Stück von Schlaraffenlaune, und woher Tag lang Maulaffen feil und werden nicht müde und schaften verkehren. Freilich sind es die eigentlichen Zeitungssollte sie gerade in den jetzigen Tagen bei uns erwachsen? sind beseligt, wenn sie, auf ihren Beheuspizzen stehend, von schreiber nicht, die sich nach den Festsälen des kostspieligen Närrische Ausgelassenheit wird allzu leicht verscheucht, wo ferne her die Uniform eines Generals blizen sehen; und Kaiserhofes drängen. Es sind die Leute der Elite, die überall dumpfer Druck die Seelen schier belastet. Was sollen was neulich ein politisches Witblatt in launige Verse dabei gewesen sein müssen und auch ihren" Pietsch, den AltBälle und Walzerklänge, wenn das Volt mit scharfer Auf- faßte, daß sich das Publikum in Potsdam vor einer meister der Berliner Presse in voller Glorie sehen wollen. mertjamkeit nach dem neuen Reichspalast blickt, wo das leeren Hostutsche in Demuth verbeugte, ist nicht etwa Erust Wichert, der Dichter und Kammergerichtsrath, wird Spektakelstück:" Die Bändigung des freien Gedankens und eine bittere Karrikatur, nein, es ist wahrhafter Ernst ge- den Toast auf den Kaiser als den Schutzherrn deutscher Wortes" von den Regisseuren des neuesten Kurses in worden. Journalistik sprechen und dann, dann wird es Toaste regnen Szene gesetzt wird? Derlei kleine, aber an sich symptomatische Zeiterscheinungen in Vers und Poesie auf Pietsch, den populärsten Berliner Es ist nicht uninteressant, zu beobachten, wie in der finden nicht blos satirische Betrachtung; es finden sich auch Publizisten, auf Pietsch, den Mann der Gesellschaft, auf Reichshauptstadt von Jahr zu Jahr Aeußerungen von Ruhmredner für sie, gutgesinnte Enthusiasten, die sich nicht Pietsch, den Kunstkritiker, auf Pietsch, den Meister deutschen Luftbarkeit, von energisch- bewegtem Frohgefühl, das sich gerne mit Nachdenklichkeit quälen, und wenn hundert Stiles. in der Deffentlichkeit zeigt, zahmer und nüchterner Hurrahpatrioten auf Bestellung oder freiwillig ihrer Be- Am andern Morgen wird das alles ausführlich in den werden. Ganz Ganz frommgefinite Blätter durften zum geisterung Luft machen, alsbald von herzerhebenden Be- Blättern zu lesen sein und die Leser werden ausrufen: Beispiel mit besonderer Genugthuung bekennen, bekennen, wie weisen einer loyal- enthusiasmirten Menge zu melden wissen. Welch' ein Mann, unser ewig junger, alter Pietsch. Und als die Herren der ganz harmlos und eigentlich öde das Berliner Straßen- Sie müssen nicht gerade Speichellecker und Spekulanten sein; wie komisch sie sich wanden, bild in der Neujahrsnacht sich dargestellt habe. Daran eine Geistesbeschaffenheit, die an der Oberfläche haften bleibt, Preffe ihren Meister Pietsch so überschwenglich preisen tanu unmöglich die Umsicht der Polizei allein, ein ruchloser Optimismus", wie Hieronymus Lorm diese mußten. Um nicht sagen zu müssen, Ludwig Pietsch wie brave Bürger sich auszudrücken pflegen, schuld Art nennt, läßt sie überall Begeisterung, Frohsinn und Be- plätscherte Zeit seines Lebens in seichten Gewässern, schrieb fein. Wo fich übermüthige Lebensfreude energisch hagen wittern. Sie sind die geborenen Fürsprecher ver- der eine: Eine Faustnatur ist Pietsch nicht. Der regt, tann selbst die sauertöpfischeſte Polizei nicht gnüglicher Zufriedenheit. Sie machen Stimmung für die andere, der sich am zähflüssigen Stil von Pietsch nicht ers viel verderben; und es steckte so manches von dieser über Freuden derer, die im Besize sind und in der Macht. Sie sind wärmen konnte, schrieb: Ein Stilist, ein Schriftsteller von müthigen Lebensfreude in der Bevölkerung Berlins, als fie befriedigt, wenn sie an den Tafeln der Reichen und Vornehmen besonderem Gepräge ist Pietsch eigentlich nicht gewesen, er fich noch am nächtlichen Sylvestertrubel auch auf der Straße mitschmarozen dürfen; sie zwinkern listig mit den Augen und war eben ein Maler, ein Künstler. Als ob es nicht auch ergößte. Es gab einen Hauch von karnevalistischem Leben, sagen ihr Danksprüchlein auf: Kinder, war es bei Euch eine Kunst wäre, das schwierige Instrument der deutschen von Farbe, von Bewegung, wenn alles durcheinanderfluthete; fein und nett! Amüsirt Euch und verscheucht die Grillen Sprache so zu behandeln, daß es fügsam werde jeder Anschauung, troy mancher Ausschreitungen, die von gewissen Leuten, aus dem Kopf! Wenn sie den Festsaal eines der Best- jeder Empfindung in uns, jedem Hauch unseres Temperamochten sie einen Zylinderhut oder die Ballonmüße fituirten" betreten, so schnalzen sie mit der Zunge und ments, jeder Schwingung unserer Nerven. Ein dritter rühmte tragen, verübt wurden. Das ist nun heute vorüber; schmeicheln dem würdigen Gastgeber: Ah, wie ist das vor wieder das maßvoll besonnene Urtheil in der Kunstkritik und kein Zufall ist es, daß es ähnlich mit allen Ernehm bei Euch und wie elegant, und welche prachtvolle von Pietsch, dem alles Exzentrische, Maßlose ein Gräuel scheinungen geht, in denen sich ein Stück origineller Volks- Robe die Hausfrau trägt! Auch so wird man zum Helden war. Der Schlaue, er wußte wohl, daß Pietsch Geist vom Luft ausprägte. Im heutigen Berlin giebt es keine Fest der Gesellschaft", ohne eigentlich zu ihr zu gehören; man Geiste des gebildeten Berliner Durchschnitt- Philisters ist, lichkeit mehr, in der sich ein gemeinsam tameradschaftlicher weiß zu schmeicheln und man wird umschmeichelt. Wer und daß diesem Geiste genialer Troy, flammendes Geist um die Bevölkerung schlänge. Die proletarische jo mit allen Herren der Gesellschaft auszukommen Temperament und zwingende Ursprünglichkeit von jeher So schafft sich Welt ringt um die Zukunft. Ihre Feste feiert sie versteht, der wird gerne ein Lebenskünstler genannt, fremd war und fremd bleiben wird. für sich allein. Die Bourgeoisie geht in ihre Privat- mag auch in ihm nur eine genügsame und leidlich rührige Reklame ihre Tagesgrößen, so formt die Gesellfäle und Privatwohnungen, wenn sie sich amüsirt. Nur schlaue Kammerdieneruatur stecken. Wie hat man darum fchaft" ihre Geisteshelden oder läßt sie sich von journalistischen noch militärische Schauspiele genießt sie im Lichte der Deffent- in diesen Tagen den allverehrten Meister Ludwig Pietsch Herenkünstlern aufdisputiren. Auch der Pietsch- Rummel ist Alpha. lichkeit; und mit hündischer Unterwürfigkeit stehen schau- gefeiert, den Typus eines Lebenstünstlers, den Heros der eine saftige Komödie. " " Er hatte damit thatsächlich Falsches behauptet, denn, wie schon sonders an einem großen Wäscheforbe Gefallen und ging| lehnenden Bescheid. Während bei Strasser eine Einigung noch gefagt, war die Forderung des Klägers an die Beklagte aus in der Erfüllung seiner Aufgabe so weit, daß er die Ver- möglich ist, erscheint eine solche bei den beiden letzten Firmen, dem Lohnverhältniß des ersteren, was auch das Gewerbe schnürung des Korbes durchschnitt und den letzteren durchwühlte. die als die ungünstigsten bezeichnet wurden, in Güte ausgeschlossen. gericht( Sammer VII) am 3. Januar feststellte. Da die Als die Bewohner des Hauses am nächsten Tage die Böden ge- Gänzlich unberücksichtigt geblieben ist die Fabrik von Heyer Bedingungen nicht erfüllt waren, welche nach dem Reichsgesetz öffnet fanden, schlugen sie Lärm und die Besizerin des Korbes mann, da die dortigen Kollegen feinerlei Fühlung mit der vom 21. Juni 1869 eine gerichtliche Beschlagnahme des Lohnes erstattete die Anzeige wegen schweren Diebstahls, da nicht nur Allgemeinheit haben. Von 69 dort beschäftigten Arbeitern sind nur 20 gestatten, wurde die Beklagte verurtheilt, dem Kläger seinen rück der Korb durchwühlt, sondern auch eine Kommode erbrochen und organisirt. Die Versammlung erklärte sich mit dem den Fabrikanten ständigen Lohn, die 20 M., zu zahlen. Die fraglichen Be- bestohlen worden war. Athanas der Jüngere wanderte auf die vorgelegten Tarife ad 1 und 2 einverstanden. Punkt 3 wurde dabin ab. dingungen, welche die gerichtliche Beschlagnahme des Lohnes er: Anklagebant und feine Spielfameraden mußten bezeugen, geändert: Lammfelle pro Hundert nicht unter 50 Pf. Zuschlag. möglichen, wären erfüllt gewesen, wenn die gepfändete 2ohn- daß er c3 gewesen, der die Verschnürung durch Auch wurde die Forderung hinzugefügt: Für Ueberstunden sind summe bereits verdient und fällig war, und der betreffende schnitten und den Korb Korb durchwühlt hatte. Dagegen 60 Pf. zu zahlen. Durch diese Bestimmung sollen die UeberArbeiter den Löhnungstag hätte verstreichen lassen, ohne das Geld ftimmten die sämmtlichen fleinen Zeugen darin überein, stunden beschränkt werden. Ferner wurde beschlossen, das Re abzuheben. daß die Kommode von niemand berührt und auch vom Angeklagten fultat der noch schwebenden Unterhandlungen abzuwarten, das Schadenersazansprüche müssen genau sub nicht erbrochen worden sei. Es muß daber irgend ein Spiz gegen dort, wo eine strikte Ablehnung der Forderungen erfolgt, stantiirt und ihre Berechtigung muß unzwei bube die günstige Gelegenheit der offen stehenden Böden zu dem am 5. d. M. die Arbeit niederzulegen. Die Beschlußfassung über deutig dargelegt werden. Dieser Grundsatz ist vom Diebstahl benutzt haben. Der Staatsanwalt beantragte bei das Weitere wurde der am 5. d. M. statthabenden VerbandsGewerbegericht verschiedentlich torrekt zur Durchführung gebracht alledem gegen den kleinen Miffethäter 14 Tage Gefängniß, der versammlung vorbehalten. worden. Um so weniger scheint ihn die Kammer VII bei der Gerichtshof erkannte aber auf Freisprechung, da nach der Be- Für Groß- Lichterfelde und Lankwih fand am 3. Januar Entscheidung des folgenden Falles festgehalten zu haben. Die tundung der Beugin aus dem Korbe nichts gestohlen war und eine Bersammlung statt, in der Genosse Dolinski die wirth Firma Schade u. Schüler machte gegen den Lohnentschädigungs: der Diebstahl an dem Juhalte der Kommode dem Angeklagten schaftliche und politische Lage einer kritischen Beleuchtung unteranspruch des Packers B. im Betrage von 40 W. geltend, daß nicht zur Saft gelegt werden konnte. Für die zweifellos vor- 30g. Am Schluß seines Referats besprach Redner die Beendigung der Kläger durch schlechtes, nicht fachgemäßes Backen von liegende Sachbeschädigung fehlte aber ein Strafantrag. des Bierboykotts und vertritt hierbei den Standpunkt, den der Figuren aus Elfenbeinmasse ihr einen Schaden in der Vom Rigdorfer Bahnhof. Die Arbeiter Aligius Trojka Vorwärts" in seinem Leitartikel zu der gleichen Sache einHöhe von mindestens vierzig Mark zugefügt habe. Daß und Hermann August Kühl hatten sich Freitag wegen Wider- genommen hat. In Süddeutschland sei man vielfach der Figuren, die der Kläger verpackt hatte, während des stands und gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs zu verantworten. Meinung, der Berliner Bierkampf habe schon zu lange Transportes beschädigt worden sind, suchte die Beklagte aus Die Angeklagten befanden sich am 6. Juli 1894 auf dem Rigdorfer gedauert, im übrigen fönne man aber mit der BeiBriefen ihrer Kunden in der Provinz nachzuweisen. In einem Bahnhof und waren dort Zeuge, wie ein junger Mann wegen legung des Streites zwischen zwei so starten Gegnern derselben wird der Unfall direkt auf die schlechte Packung zurück- einer falschen Fahrkarte festgenommen wurde. Kühl machte über wohl zufrieden sein. An der Debatte betheiligten sich die Ge geführt. Nach den brieflichen Mittheilungen eines anderen das Vorgehen der Bahnbeamten eine abfällige Bemerkung, und nossen Scheftzig, Flemming und Labjuhn zustimmend Kunden sind sieben Chriftusfiguren von acht in einer Sendung wurde daher von dem Stationsassistenten Rogan zum Verlassen zu dem Referat und gelangte sodann folgende Resolution einenthalten gewesenen beschädigt bei ihm eingetroffen. Zwei des Bahnhofes aufgefordert. Als Kühl nicht ging, sollte er geftimmig zur Annahme: Die Versammlung erklärt sich mit den noch bei der Beklagten beschäftigte Hausdiener sagten waltsam heruntergebracht werden, und nun mischte sich auch Ausführungen des Referenten einverstanden und verspri ht, auch aus, sie hätten gleich von Anfang an gesehen, daß Kläger Trojka in die Sache, weshalb er gleichfalls fortgewiesen wurde. im neuen Jahre mit aller Kraft für Ausbreitung der sozialdemo= die Elfenbeinfachen nicht richtig verpacke, und deshalb hätten Der Beamte Rogan soll nun von einem oder beiden An- fratischen Ideen einzutreten. In bezug auf den beendigten Biersie demselben auch Rathschläge gegeben, die aber zurückgewiesen geklagten bedroht worden sein, auch sollen beide fich ihrer boykott, und in Rücksicht darauf, daß dieser Kampf in den Vorworden seien. Aus der Lage zurückgekommener, zerbrochener zwangsweisen Fortbringung energisch widersetzt haben. Im orten Berlins ein äußerst schwieriger war, schließt sich die Figuren wollen die beiden ersehen haben, daß Kläger die Schuld heutigen Termin vermochten zwei als Zeugen geladene Bahn- Versammlung den Beschlüssen der Berliner Versammlungen an." an dem Bruch trage. Dieser bestritt nicht, daß die Beklagten beamte die Angeklagten nicht zu refognosziren, verwickelten sich in einem weiteren Beschluß bekundet die Versammlung ihre Abinfolge des Berbrechens der Figuren einen Schaden in der frag- auch wiederholt in Widersprüche, sodaß der Gerichtshof ficht, die Sperre über diejenigen Wirthe, die ihr Lokal zu Verlichen Höhe erlitten, auch nicht, daß er die betreffenden Figuren die Angeklagten wegen des angeblichen Widerstandes kostenlos sammlungen hergeben, aufzuheben. Gesperrt bleiben für verpackt hatte, aber daß er schuld sei an dem Schaden, wies er freisprach. Dagegen wurden beide Angeklagte des einfachen die Zukunft nur das Lokal von Arnold in zurück, indem er geltend machte, die Elfenbeinfiguren seien so Hausfriedensbruchs für schuldig erachtet und dieserhalb zu je Lichterfelde, und Heine's Nachfolger: Schwarz zerbrechlich, daß die beste Packung sie nicht auf jeden Fall 8 M. Geldstrafe event. zwei Tage Gefängniß verurtheilt. in 2 antwiz. o aid the sur schütze, und dann sei doch die Möglichkeit vorhanden, Die Arbeitsblouse im Gerichtssaal. Eine Ungebühr Buchdrucker! Allgemeine Versammlung am Sonntag, den 6. Januar, daß die Kunden der Beklagten durch sie selbst be hatte seinerzeit das Liegnißer Schöffengericht darin erblickt, daß vormittags 10% Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenſtr. 29. schädigte Figuren einfach zurückschickten 2c. Die beiden Zeugen ein Arbeiter in blauer, aber durchaus sauberer Arbeitsblouse vor dorf, Beughofftr. 8. Nach der Sizung: Fidelitas. Geselliger Arbeiterverein Bruderkette. Sonntag 6 Uhr bei Behlen= gaben auf Befragen zu, daß auch von ihnen verpackte Sachen dem Gerichtshof erschienen war, obwohl derselbe gar nicht ein abend mit Lang und Vorträgen im Restaurant Roll( oberer Saal), AoalbertGeselliger Verein Annn- Marie". Sonntag, den 6. Januar, Damens zuweilen auf dem Transporte zu grunde gingen. Das Gericht mal vom Gerichtshof vernommen worden war. Hiergegen erhob faße 21. Anfang 6 Uhr. wies den Kläger ab, indem es für erwiesen annahm, daß der der entrüstete Arbeiter Beschwerde bei dem Oberlandesgerichte zu selbe sich mindestens ein„ mäßiges Versehen" babe zu schulden Breslau, und das Oberlandesgericht hat denn auch den seltsamen tommen lassen, für das er nach dem Landrecht hafte. Thatsächlich ist nicht( wie das Gericht annahm) erwiesen, ausgeführt hat, daß die Bekleidung mit einer Arbeitsblouse als Beschluß des Liegniger Schöffengerichts aufgehoben, indem es daß die Verstümmelung der Puppen durchaus auf das ein der Würde des Gerichts widersprechender Anzug nur dann mäßige Versehen" des Klägers zurückzuführen ist. E3 anzusehen gewesen wäre, wenn die Arbeitsblouse durch ihre beift beispielsweise nicht bewiesen, daß nicht durch besondere Beschaffenheit, etwa durch Unsauberkeit oder Zerrissenfonders oder ungeschicktes leichtsinniges Hantiren von Arbeitern, die beim Transport thätig waren, die Figuren heit der Arbeitsblouse sei aber weder in dem angefochtenen heit, dazu Veranlassung gegeben hätte. Eine solche Beschaffenin die Brüche gingen. Eigenthümlich ist doch schon, daß bei Beschlusse hervorgehoben, noch auch durch die eingeholten amteinem Transport von acht Figuren allein sieben, davon jede lichen Aeußerungen des Schöffengerichts- Vorsigenden und des einzeln in einer fleinen Kiste lag, nicht heil nach ihrem Be- Amtsanwalts festgestellt worden, namentlich sei nicht erwiesen stimmungsort gelangten. Diese Erwägungen sprachen in Ver- worden, daß die blaue Arbeitsblouse, die der Zeuge unter dem bindung mit den Einwänden des Klägers dafür, daß demselben offenen Jadet getragen hat, schmuhig und zerrissen gewesen ist, nicht unzweideutig die Schuld an dem ihm angerechneten Schaden wenngleich der Zeuge sie vorher in der Arbeit getragen hatte. nachgewiesen ist; ein solcher Nachweis wäre aber erforderlich ge- Aus dem bloßen Umstande, daß der Beschwerdeführer die Blouse wesen, sollte der oben zitirte Grundsatz zur Geltung kommen. zur Arbeit getragen, müsse nicht mit Nothwendigkeit gefolgert werden, daß sie unsauber und zerrissen gewesen sei. Derlammlungen. = Vergnügungsverein Stalia". Sonntag, den 6. Januar, nachmittags Uhr: Außerordentliche Sigung mit Damen bei Leitmann, Brunnenstraße 9. im Vereinslotal des Herrn Ruhl Andree, Chorinerstr. 53: Generalversamm Gäfte, als Mitglieder, herzlich willkommen. Privat- Theatergesellschaft Immer luftig". Sonntag, abends 5 Uhr, lung. Bon 6 Uhr an Sigung mit Damen. Fidelitas. sente, Anfang 6 1hr Gäste willkommen. Theater- und Vergnügungsverein„ Waldemar", Stalizerftr. 54 bet Verein der Maschinißten, Beizer und Berufsgenossen. Sonntag, den mittags 3 Uhr, bet Buste, Grenadierstraße 33: Deffentliche Versammlung. 6. Januar cr., nachmittags 5 Uhr, Lindenstr. 106, Versammlung. Schneider und Schneiderinnen. Sonntag, den 6. Januar cr., nachTagesordnung: Die Besprechung der stattfindenden Konferenz. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. Sämmtliche Ber2 Uhr, im Lokal von Schöning, Stallschreiberstr. 29, zu einer tombinirten waltungen Berlins werden zu heute, Sonntag, den 6. Januar. nachmittags Gigung eingeladen. Tagesordnung: Die Aerztefrage. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag, den 7. Januar cr., Mitglied muß erscheinen. Siehe Annonce. abends 7% Uhr, bei Keßner, Grunewaldstr. 110: Generalversammlung. Jedes Arbeiter- Stenographen verein ,, Eintracht". Unterricht und Nebungsfiunde am Montag, abends 8% Uhr, im Restaurant Mothes, Buttmannstr. 17. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Leftüre( unentgeltlich). Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Naturertenntniß. Südost- Schule, Waldemarfii. 14: Boltsthümliche Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen v. 2 Tr Arbeiter Sängerbund Serline und Umgegend. 1. Borsitzender: Ad Neumann, Pasewaltersir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49. Montag, Abends 9-11, Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. eutscher männer jang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftshaus. wieder ball, Köpeniderstr' 191 bei Foge.-8utunft I, Stegliz, Ahorn Bruderherz, Strautftr. 6, bei Rudolf. fraße 15a, Schelhose's Gambrinus. Arbeiter Gesangverein Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, PrinzenLiedert afel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. allee 6 bei Start Schulz.- 2 te derameig, Waidmannslust Berlinerstraße bet Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bei Boot, Bürgergarten. Rosalia, Lebuserstraße 5, bei A. Nemiz. Allee 46 bei Höhne. Syrene, Echönhauser Allee 28 bet Kelle. Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser Arbeiter Gefang verein Wacht auf II, Woltersdorf bei Ertner, Restaurant Gillmann, Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, SwinemünderHoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf. Günzelfir. 39. Zen= fraße 49. blüthe, Eisenbahnstr. 20 bei Siegemund. Gefangverein Liberte, Wrangelfir. 84 bet Redang.- Männerchor Sangesluft II, Pasewalterstr. 3, Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, bei Ad. Neumann. Suffitenstraße" Elysium".- armonie 2" Weinstr. 11, Restaurant eindt.-" Freie Feldblume", Admiralftr. 38 bei Tupauer. jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. ( Ane Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayser, Hund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein Vergnügungstlub Ostend, Bergnügungsverein Felfen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bet Hornburg. Kartentlub Lustige Brüder, Krautstraße 48 bei Rattte.Spezialitätenverein Normannia, Frantfurterfir. 133 bei Golds. Mundharmonitaverein vorwärts, Belleallianceftr. 74 bei Riging. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Turnverein Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die IV. MännerAbtheilung turnt jeden Montag und Donnerstag von 8-10 Uhr in der Gemeindeschul- Turnhalle Stephanfir. 3( Moabit). Privat- Theatergesellschaft Satur" Abends 349 Uhr, Sigung bei Specht, Martgrafenstr. 83, Privat " Theatergesellschaft Immer Luftig jeden Sonntag Abends 6 Uhr, bei Rubl Andree, Chorinei ftr. 63: Sigung mit Damen. Stauchtlub„ Brüderlich te it" jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schlesischestraße 38,. tallsq Reichs- Versicherungsamt. Der Arbeiter Bierling hatte ini November 1893 das Unglück, sich in Grünberg bei der Zerfleinerung eines alten Dampfteffels ein Auge zu verlegen. Sein Arbeitgeber war in der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft versichert, da er neben seinem Handel mit altem Eisen, Bau- und Brenn Die Arbeiter Bildungsschule hat sich im vorigen Jahre materialen auch gewerbsmäßig Fuhren übernahm. V. hielt deshalb die genannte Berufsgenossenschaft für verpflichtet, ihm eine bemüht, ihrer Aufgabe, soweit es in ihren Kräften stand, möglichst Unfallrente zu geben. Sein Ersuchen um eine solche wurde jedoch ab- gerecht zu werden. Erfreulicherweise ist es gelungen, gute Lehrschlägig beschieden. Die Zerkleinerung eines alten Kessels sei, führte fräste für die Schule zu gewinnen, die sich mit Eifer und regem die Berufsgenossenschaft aus, feine Berrichtung, die zum gewerbs Interesse der Schule widmeten. Die Zahl der Besucher hat sich mäßigen Fuhrbetriebe gehöre. in der Südost- Schule gehoben und steht das gleiche von der NordDas dann von B. angerufene Schiedsgericht äußerte sich ebenfalls dahin, daß der Unfall nicht Schule in diesem Jahre zu erwarten. Neben den regelmäßigen im gewerbsmäßigen versicherungspflichtigen Fuhrwerksbetriebe Unterrichtsfurfen sind eine Reihe wissenschaftlicher Vorträge geerfolgt sei, und daß darum auch nicht die Fuhrwerks Berufs- halten, die sich eines regen Zuspruchs von seiten der Mitglieder genossenschaft Vierling eine Rente zu gewähren hätte. Vor dem erfreuten. Die finanzielle Lage gestaltete sich gegenüber den früheren Troßdem kann die Schule auf die Reichs- Versicherungsamt, das sich schließlich mit der Sache zu be- Jahren etwas günstiger. schäftigen hatte, stellte der Vertreter der beklagten Berufs- Dauer nicht ohne Unterstüßung auskommen, da die an sie gegenossenschaft fest, daß Klobsch, der fragliche ehemalige Arbeit: stellten Anforderungen eine sehr beträchtige Summe beanspruchen. Eifrig werden wir bemüht sein auch im neuen Jahre, vor geber des Klägers, nur wenige Wochen im Jahre sein Fuhrwerk gewerbsmäßig ausnüße. Davon soll die Berufs- allem wenn wir auf die Unterstützung unserer Parteigenoffen genossenschaft erst zu spät Renntniß erhalten haben. Klobsch rechnen können, das Institut nach jeder Weise hin auszugestalten. habe, bemerkte der Herr, entweder früher Fragebogen der BerufsAm 17. Januar wird Frau Professor Gizyki über: Die genossenschaft hinsichtlich der Art seines Betriebes falsch aus- Frau in der heutigen Gesellschaft", sprechen und für den 23. Januar gefüllt, oder später vergessen, derselben eine Betriebsänderung hat Genosse Liebknecht einen Vortrag zugesagt, worauf wir R. Flatow. anzuzeigen. Hart wäre es demnach, wenn die Fuhrwerks heute schon aufmerksam machen. Berufsgenossenschaft für Unfälle aus einem Betriebe aufkommen Der Verein der Einseher( Tischler) hielt am 16. De- Helgoland I", Langeftr. 65 bei Tempel. Strautstraße 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. Vergnügungsverein Seerofe, nüßte, der nur durch die Schuld seines Inhabers bei gember cr. feine ordentliche Generalversammlung ab. Auf der Krautstraße 6 bei Rudolf.- Bergnügungsverein Glück stern 2, Fennstr. 2, dieser und nicht bei einer anderen Berufsgenossenschaft Tagesordnung stand: Wahl des gesammten Borstandes und der bei Wiesner. Montag: Pfeifentub Felsenfest, Andreasiraße 26 bet versichert sei. Das Reichs- Versicherungsamt verurtheilte Revisoren, innere Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Ehe Wilte. die Berufsgenossenschaft, weil durch die Katasteraften der Nach zur Tagesordnung geschritten wird, macht der erste Vorsitzende weis erbracht war, daß der Kläger, wie die anderen Arbeiter Pitter bekannt, daß der Verein am heutigen Tage das elfte Klobsch's, in den Lohnnachweisen namentlich aufgeführt Stiftungsfest begeht. Auf ein vom Vorsitzenden ausgebrachtes war. Dieser formelle Grund wurde als ausschlaggebend für die Hoch auf das Gedeihen des Vereins, stimmt die Versammlung Entschädigungspflicht der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft erachtet. begeistert ein. Es wird hierauf zur Wahl des Vorstandes ge: Für die bisher seit dem Unfall verlaufene Beit wurden schritten, die folgendes Resultat ergab: 1. Vorsitzender, Pitter; Vierling 25 pCt. Rente zugebilligt, endgiltig ließ sich der Renten- 2. Borsigender, Abels; zu Revisoren: Hoffmann, Rodemann und fah noch nicht beziffern. Grultle; Beisitzer: Alisch I, Wittig, Pärfalz, Schreckenberg und Ein von Beamten der städtischen Sparkasse begangener Schönau; 1. Kassirer, Martin; 2. Kassirer, Herrguth. Im Punkt Irrthum sollte von der Kaufmanns Ehefrau Marie Verschiedenes kam wieder die Lichtarbeit zur Besprechung. Es Zimmermann in betrügerischer Weise ausgebeutet wurde ermahnt, sich den Beschlüssen anderer Bauhandwerker verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Schöffengericht für überführt er anzuschließen, damit durch die Verkürzung der Arbeitszeit einige Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den achtet und zu einer Gefängnißstrafe von sechs Wochen Arbeitslose Gelegenheit zur Arbeit erhalten. 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis verurtheilt worden. Die Angeklagte besaß ein Sparkassenbuch Die Vereinigung der Zinkgießer und Stürzer be- uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Die Nationals über annähernd 500 M. Sie hatte den ganzen Betrag zum schäftigte sich in ihrer Jetten Mitgliederversammlung mit der Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). 1. September v. J. gekündigt, inzwischen aber einen Betrag von Besprechung mehrerer gewerkschaftlicher Angelegenheiten. Eine satterie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 100 M., den sie ohne Kündigung erhalten konnte, abgehoben. lebhafte Debatte entspann sich über die Arbeitstheilung während uhr, im März und Oktober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Als sie am 1. September den Rest abheben wollte, überfah der der schlechten Geschäftszeit. Allgemein wurde die Ansicht vers 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un stgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags expedirende Beamte bei dem großen Andrange des Publikums den treten, daß die Berufsgenossen möglichst darauf hinwirken sollen, ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Vermerk über die bereits abgehobenen 100 Mart und ebenso daß die Arbeitszeit verkürzt wird, um so die Entlassung von Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-6 Uhr, entging dies dem Kontrolleur. Frau Zimmermann erhielt überflüssigen Arbeitern während dieser Zeit zu vermeiden. Im November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent geltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs= 100 Mart zu viel ausbezahlt. Der Irrthumn wurde erst nach Anschluß daran wurde den Mitgliedern der ähnlich lautende seit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum, Außer Monaten entdeckt und da die Angeklagte sich weigerte, den zu Beschluß vom 13. März 1894 in Erinnerung gebracht. Die Klosterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. viel erhaltenen Betrag herauszugeben, wurde Anzeige gegen sie nächste Versammlung findet am 15. Januar statt. dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunsterstattet. Sowohl die Angeklagte wie der Staatsanwalt legten Die in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Berufung ein, die erstere, weil sie behauptete, daß ihr eine rechts( Weiß- und Lobgerber, Färber) waren am 3. d. M. besonders museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugniffe bes widrige Absicht ferngelegen, der Staatsanwalt, weil er das zahlreich im Biftoria- Garten( Gesundbrunnen) versammelt. Es ausgewerbes, Klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgeld: Erwachsene 50 f., Kinder 25 Bt., Strafmaß mit Rücksicht auf die Vorstrafen der Angeklagten für galt den Bericht der Vertrauensleute über die Frage der Lohn Bereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge zu niedrig hielt. Der Gerichtshof erkannte aus juristischen bewegung entgegenzunehmen und entsprechende Beschlüsse zu öffnet Sonntags 12-2 ühr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Gründen auf Freisprechung, da die Angeklagte weder einen Frr- fassen. Nach dem Berichte Beißwänger's haben die Ver- außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geoffnet täglich thum erregt noch unterhalten habe. Vom moralischen Stand- trauensleute dem Beschlusse der vorherigen Versammlung gemäß 50 1. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, punkte aus sei ihre Handlungsweise allerdings verwerflich. gehandelt und den Fabrikanten einen Tarif zur Rückäußerung Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 60 Pf. Entree. Sternwarte, Gnceplay sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Eine gefährliche Findliche Neugier hat den 14 jährigen bis zum 2. d. M. unterbreitet. Der Tarif soll einigermaßen die 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Schulknaben Mar Schulze unmittelbar vor die Gefahr ge- Lohnverhältnisse, wie sie im Jahre 1882 gewesen find, angesichts Invalidenfr. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. bracht, wegen schweren Diebstahls verurtheilt au werden des besseren Geschäftsganges wiederherstellen und fordert Entree 50 Bf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M.quarium, Die bezügliche Anklage wurde gestern vor der 3. Straftammer in der Hauptsache: 24 Mark Wochenlohn in der Gerberei Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem legten Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan's Panoptitum, Friedrichverhandelt. Der Angeklagte spielte eines Tages mit anderen bei täglich zehnstündiger Arbeitszeit; auf Schmarschen straße. Geöffnet 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 f. Passage, 10-10 Uhr. 50 f. marine. Kameraden auf dem Boden des elterlichen Hauses und zwar 50 Pf. Atfordzuschlag, Atford für Lammfelle nach Uebereinkunft. Ban optitum Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree hatten sie sich das schöne Spiel„ Athanas, der Räuber- Diese Forderungen waren bis zum 3. von den Fabrikanten 50 Bf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue hauptmann" ausgewählt. Sie öffneten verschiedene Böden Schneider, Schubert, Schwarzmann, Leuchter, Dioramen: Ratatomben des Kapuzinerklosters zu Palermo und Besuvausbruch Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends und die dort stehenden Kisten und Rörbe stellten das Juat und Anders bewilligt; Meier hatte sich Bedenkzeit Sonntags 25 Pf. Gintrittspreis. u besichtigen.-80ologischer Garten, Lugowufer. Sonntags Gepäck der zu überfallenden Reisegesellschaft dar. Der An- bis zum 4. erbeten, doch steht Bewilligung zu erwarten; Gid 10 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 35-86 geklagte, der die Rolle des Athanas übernommen hatte, fand be- u. Strasser, Krüger und Kaplo ertheilten einen ab- Gintrittspreis 50 Bf. fein. Sie war vom 6 Besuchszeit 00 Elegante Winterpaletts Wegen Geschäftsverlegung und Mäntel. mein Elegante Rock- und Jaquet- Anzüge. Anfertigung nach Maaß elegant und sauber. Herren- und Knaben- Garderoben- ager zu ganz außergewöhnlich billigen Preiſen. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Brauerei Pichelsdorf Telephon: Amt Spandau Nr. 18. Telephon: Berlin Amt VI Nr. 1116. 13458* empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere. Lagerbier, hell, Exportbier, dunkel, Markgrafen- Brän nach Münchener Art. 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J. beginnt die Thätigkeit der neugegründeten Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend. Der Wirkungsfreis = = und Umgegend. Große öffentliche Versammlung V Tages Ordnung: " Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Einberufer: A. Schmidt. Dieser Kaffe erstreckt sich über Berlin am Montag, den 7. Januar, Abends 712 Uhr, Schönleinstraße 6 bei Kraak. und die Vororte Charlottenburg, Schmargendorf, Halensee, Wilmers- 1. Vortrag des Genossen Stabernak über: Arbeiterkämpfe und dorf, Friedenau, Stegliz, Schöneberg, Arbeiterorganisation". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden die auf Nuhholzplätzen beschäftigten Tempelhof, Mariendorf, Rirdorf, Briz, Treptow, Stralau Rummelsburg, Kutscher ergebenst eingeladen. 146/9 Friedrichsberg, Friedrichsfelde, Lichtenberg, Weißenfee und Pankow. 299/1 Diejenigen Aerzte, welche in diesen Bezirken wohnen und gewillt sind, der Bauhandwerker Krankenfasse ihre Thätigkeit zu widmen, werden hier durch aufgefordert, behufs Verhand lung mit dem Vorstande, ihre Adressen zusenden an Carl Blaurock Ber lin C., Gipsstraße 16. : Sonntag, den 6. Januar d. J., Abends 62 Uhr, bei bis spätestens 11. Januar d. J. einalter". Schmiedel, Alte Jakobstraße 32: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:" Deutsche Dichtung im MittelBerlin, den 4. Januar 1895. 299/1 Der Vorstand. Nachdem geselliges Beisammensein und Tanz.- Gäste, Damen Zentral- Kranken- u. Sterbekasse 114| 12 Roh- Labat Friedrich Krause, Pferdebahn- Verbindung. Berlin C., Poßstraße 27. Neu eröffnet. Louis Keller's Riesen- Festsäle, 29, Koppenstrasse 29. Sonntag, den 6. Januar cr., im großen Festsaal: Großes Instrumental- Konzert des gesammten Grass'schen Orchesters( 30 Musiker). Anfang gegen 6 hr. Entree 30 Pf. Die Generalversammlung findet am Mittwoch, den 9. Januar, der Maler( Eing. Hilfskaffe 71) Nach dem Konzert: Grosser Ball, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, statt. Allgemeiner Deutscher Tapezirer- Verein, Filiale Berlin. 231/17 Mittwoch, 9. Januar, Abds. 8 Uhr: General- Versammlung bei Raabe, Ruppinerstraße Nr. 46. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Wahl der gesammten Ortsverwaltung. Dienstag, den 8. Januar, abends 81/2 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: 3. Verschiedenes. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Recht und Moral." Referent Genosse F. Hansen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Ortsverwaltung. 3wei große öffentliche Versammlungen der Bügler und Mäntelnäherinnen. Montag, den 7. d. M., abends 8½ Uhr: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Dienstag, den 8. d. M., abends 8 Uhr: Hoffmann's Festsäle, Oranienstr. 180. Referenten Frau Ihrer und Herr Mattutat. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage in unserem Gewerbe und unsere diesjährigen Forderungen. Die Einberufer. Kollegen und Kolleginnen, erscheint alle. 2044b 178/6 Die Ortsverwaltung. Drts- Krankenkasse für das Barbier- Gewerbe. 81/2 ausgeführt von einem Trompeterkorps und einem Streichorchester. Louis Keller. Neu eröffnet. Restaurant F. Mayer, Chauffeeftr. 66, Hof, [ 14376 Pferdebahn- Verbindung. 20246 sind zu vergeben: 1 großer Saal au 100-120 Perf.; 2 große Vereinszimmer. Gr. Frankfurterstr. 73, an Kaiserstraße. Bill. Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8-10 verschied. Volkskaffee- u. Speifehauser fee Montag, 14. Januar, Abds. 8½ Uhr: Gerichte von 10-30 Pf. Bier%/ 10 10 Pf., 2/10 5 Bf. a. d. Brauerei Reichenkron. Außerordentliche Weiß- und General Bersammlung Max Pönitz, Bei Bairisch- Bier- Lokal, in der Parlamentshalle, Landsbergerstraße 38. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Geschäftslage der Rasse. Ref. Rendant Koser. 2. Geschäftliches. Großjährige Mitglieder und sämmtliche Ar beitgeber sind hierzu eingeladen. Der Vorstand. Achtung! Schuhmacher! Achtung!.A.: Kitshmann, 2. Vorsitzender. Dienstag, den 8. d. M., abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Nieft, Weberstraße 17: Große öffentliche Versammlung Offenbacher 97, Ritterstraße 97, nahe der Brandenburgstraße. Zeige allen Genossen, Freunden und Bekannten an, daß ich obiges Restaurant übernommen habe. Für eine pikfeine Weisse, exquisites LagerBier, fowie kalte und warme Speisen ist bestens gesorgt. 14292* Märkischer Hof", Admiralstr. 18. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Grosser Festball. Ende 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Die große Ballmusit wird abwechselnd mit Horn- und Streichmufit ausgeführt. Die beiden Spiegelsäle find zu Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Die Restaurations- Räume stehen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Vereinszimmer und 14312* aller in der Schuh- Industrie beschäftigten Versonen als Filzschuh- Frauen- Kranken- Kasse Regelbahn sind noch frei. Kein Ringier. Arbeiter, 3wider, Schaft- und Schoharbeiter. Tages- Ordnung: Der Streit in der Filzschuh Fabrik von Simon u. Wong und die Handlungsweise des Durchnähers Wilhelm Krause, und welche Maßnahmen treffen wir ihm gegenüber? Diskussion. Verschiedenes.[ 233/90] Der Einberufer: W. Willner. Zu dieser hochivichtigen Versammlung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, D. D. hauptsächlich der Zentralorganisirten, pünktlich zu erscheinen. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 7. Januar, abends 8, Uhr: Versammlungen. Filiale 1 bei Tempel, Langeſtr. 66, Filale 2 bei Buske, Grenadierstr. 33. Filiale 3 bei Freigang, Schüßenstr. 18/19. 222/90 Der Vorkand. ( E. H. Nr. 26). 117/1 Derselben können Frauen u. Mädchen von 14 bis 45 Jahren beitreten. Die Aufnahmen erfolgen in den nachstehenden 4 Verwaltungsstellen: 1. Frau Gehrhardt, Wienerstr. 30, Hof IV. II. Frau Lutz, Putttamerstr. 7, i. K. III. F. Dolz, Bergstr. 79, i. K. IV. J. Kantner, Koppenr. 90, v. II. Lackirer und Lackirerinnen. Dienstag, den 8. Januar, abends 8½½ Uhr: ( ca. 1500 Personen fassend) Viktoria- Säle, Rixdorf, Hermannſtr. 45. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab: Gr. Ball. Empfehle meine Säle und Vereinszimmer zu Versammlungen und Feklichkeiten. Ausschant der Fürstenwalder Schloßbrauerei und ff. Weißbier. 14348 Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. [ 14756 Preise event. Frühstück, Mittag u. Abendtisch hn= lini+ heilzahl. *] zu kleinen Preisen. Mariannentraße 48. Frau Olga Jacobson, Jnvalidenftr. 145. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filial- Versammlung Franz Gittler, robe da. Bettſedern, eine infefebern& Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 6. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Stromstrasse No. 28: Vertrauensmänner- Versammlung für Moabit. 0 Tages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Bezirks Versammlungen. = Osten: Sonntag, den 6. Jannar, vormittags 10 Uhr, bei Nieft, Weberstraße 17. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rohrlack über:„ ArbeitsIohn und Kapitaleinkommen." 2. Diskussion. 3. Vorschläge zu WerkstattKontrolleuren und Beitragjammlern. 4. Werkstatt- Angelegenheiten und Ver. schiedenes. Hierzu sind die Kollegen der Werkstatt von Grasselt, Friedrichsbergerstr. 11, besonders eingeladen. Norden: Montag, den 7. Jannar, abends 82 Uhr, bei Kelle, Schönhauser Allee 28. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2., 3. und 4.: wie oben. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung für den Süd- Osten! Die Zahlstelle 24, bisher Manteuffelstraße 19, befindet sich jetzt Pücklerstr. 55 bei Schilling. 148/15 D. D. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Morgen Montag, abends 8 Uhr, in Rixdorf, Hermannstraße 118: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Welche Vortheile haben die Möbelpoliver zu ver zeichnen. 2. Gewerkschaftliches. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Mohn, Oranienftr. 197, Wiedemann, Blumenstr. 38, Schibilski, Anklamerstr. 32. Der Vorstand. Rixdorf. Vorwärts". Sozialdemokrat. Verein Vorwärts". Dienstag, den 8. Januar, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Nitschke, Strinmetstr. 45: General- Versammlung. Zages Ordnung: " Tages Ordnung: 1. Vortrag des Frl. Baader über Die Frau in der heutigen Gesellschaft." 2. Diskussion. 3. QuartalsAbrechnung. 4. Verschiedenes. 180/18 Schöneberg. General- Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins Montag, den 7. Januar 1895 Abends 71/2 Uhr, bei Keßner, Grunewaldstr. 110. Jedes Mitglied muß er scheinen. Der Vorstand. dreifach gereinigte vorzügl. Bettfedern, tee, Dougl. füllend, v. 50 Pfg. an, Grüner Frau Glaser. Schmiedel's Festsäle weg 41, 1 Tr. Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 14042* Ww. E. Schmiedel. Gesellschaftshaus 35.Swinemünderstr. 35, Arbeitsmarkt. Musikinstrumenten- ArbeiterStreik! Die Kollegen der Piano Fabrik von Görs& Kallmann haben infolge Maßregelungen und empfiehlt Säte zu Bersammlungen, Fest Lohnforderungen die Arbeit nieder lichkeiten bei 250 Personen mit Musit in gelegt Zuzug ist strengstens fernWochentagen außer Sonnabend gratis. uhalten. 198/13 Boykott ist beendet!, führe trotzdem nur Münch. Brauhaus- Flaschenbier. Plesner, Lothringerstr. 9. Pfund 50, 70, 90 f. 14242* Teleph. Amt VII 224. Halbdaunen Pfd. 1,10. Halbdannen, silberh.ll, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. 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