" Bung rweise G. m. 5. H. in g det ng des Dom irfung erigen 90-97. Dem en en al: tc Der i+ hit chn oß aat ge. CT ucit - 6, BeBer Mit rger ing be: An rud: Ex. 3. Nr. 305 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 150 Bezugspreis: Bierlefjährl. 150.-M., monatl. 50, frei ins Sans, voraus zahlbar. Bostbezug: Monatlich 50,-, einschl. Bu stellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig, Saar- u Memelgebiet, fowie Desterreich u. Luxemburg 84.- S., für das übrige Ausland 102,-52. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Eft. land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Lugemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowatei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Boll und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" ericheint wochentäglich zweimai, Sonu tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin* NO 12.1868 Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 1 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 16.-.-- Reflamezeile 80.-. leine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4, M.( zulässig zwei fettge. druckte Worte), jedes weitere Wort 3, M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 2,50 M., jedes weitere Wort 2, M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 8,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Morisolas 15195-97 Expedition Morigplay 11753-54 Freitag, den 30. Juni 1922 Der Besitzer des Mordautos verhaftet. Berlin, 30. Juni. Amflich. Die fortgefehten Ermift- ersichtlichem inneren Kampfe legte er dann endlich unter Tränen lungen der politischen Berliner Polizei in der Mordsache Rathe- ein Geständnis ab. nau führen einer immer größeren 3ahl von Mitwissern und Teilnehmern auf die Spur. Wie er sagt, nahm er, nachdem er das Auto aus der Garage geholt hatte, Fischer und Knauer an einer verabredeten Stelle in Bereits am Anfang der Woche stellte die Berliner Polizei der Nähe der Garage auf und gab unterwegs dem Wagen die fest, daß Eigentümer des zur Mordfat benutzten Kraftwagens, höchste Geschwindigkeit. Nach der Tat hatte er furz vor eines außerordentlich wertvollen Mercedeswagens, der zu dem Bismardplaß eine Panne, die aber bald gehoben war. Freiberg in Sachsen wohnhafte Fabritbesiger Johannes & üchenmeister ist und daß er sich zur Zeit des Mordes felbst nicht genau anzugeben, weil er noch zu aufgeregt ist und sich Welche Wege er auf der Flucht nahm, weiß er augenblicklich nicht an seinem Wohnort ausgehalten hatte. Im Zusammenwirten mit der Polizei in Dresden und erst wieder besinnen muß. Er glaubt sich nur zu erinnern, an der Freiberg fielten die nach Sachsen entjandien Berliner Beamten Straßenbahnhaltestelle der Linie 57 vorbeigekommen zu sein. fest, daß. sich nach dem Mord furze Zeit wieder in Freiberg Am Abend nach der Tat haben sich Techow, Fischer und aufgehalten und von dorf am 27. abends nach Bernau in Desterreich oder Deg in Tirol begeben hatte. Auf Grund dieser Festellung wurden von Berlin aus fofort die Münchener Polizei von dem voraussichtlichen Aufenthalt des. benachrichtigt und gebeten, seine Festnahme in Bernau oder Deh zu veranlassen. Heute vormittag ist daraufhin in Beriin telephonisch von der Polizeidireffion München die Meldung eingegangen, daß K. heute morgen um 9 Uhr in De verhaftet und in das Bezirksgericht Silz überführt ist, und daß seitens der österreichischen Behörden einem Auslieferungsantrag entgegensehen wird. k. gehört techtstabifalen Kreisen an und ist Mitglied des deutschvölkischen Schuh- und Truhbundes. Zu den neuerdings feffgenommenen Mitwissern bzw. Teilnehmern an der Mordfat gehört auch der von der Steffiner " Diefer Polizei ergriffene Kaufmann Werner Boß. Auch dessen Teilnehmerschaft an der Mordfat hatte die Polizei bereits Unfang der Woche festgestellt und ermittelt, daß er sich am Tage nach dem Morde nach Ahlbed begeben hatte. r Bet erfiche erfiche AbfM. auf Juli über Für die stoften Daraufhin wurden von Berlin aus die Ahlbecker Polizeibehörde und das Hajenpolizeiamt in Steffin auf Boß unter genauer Personalbeschreibung aufmerksam gemacht und um feine Festnahme erfucht. Auf Grund dieses Ersuchens ermitteltea Steffiner Polizeibeamte Boß und nahmen ihn feft. Voß wird im Laufe des heutigen Tages nach Berlin gebracht. Er ist von Beruf Seemann und gehört ebenfalls Bochen rechtsradikalen Kreisen an. eld auf f min htigten dungs eld auf aud Januar $ 10 24. ma Berlin Git machung Stabt Se [ 166/16 erlin Berfiche 2. burd Der in der Maschinenbau- A.- G. Firma Starte u. Hoffmann beschäftigte Ingenieurelcoe v. Wahdorf ist unter dem dringenden Verdacht der Mitwisserschaft an der Ermordung Rathenaus verhaftet worden. Von Bogdorf, der Mitglied der Organisation Roßbach ist, war am Freitag abend nach Berlin gefahren und am Sonntag wieder nach Hirschberg zurüdgefehrt. Techows Aussage. Das Verhör des verhafteten Ernst Werner Techow, der das Auto der Mörder führte, dauerte bis nach Mitternacht. Erst um 1 Uhr fonnte se vorläufig abgeschloffen werden. Die Berhand lungen wurden dann abgebrochen. Im Laufe des Tages werden alle Aussagen protokollarisch genau festgelegt werden. Knauer noch in einem Cotal am 300 getroffen und dort gezecht. Dann haben sie sich getrennt. Techow ist am nächsten Tage statt nach dem Harz, wie er vorgeschützt hatte, nach Halle gefahren. Wohin die beiden andern sich gewandt haben, will er nicht wissen. Zusammenfassung der Untersuchung. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., GW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Gruedition und nieraten. Abteilung Moritping 11753-54 Der große Reißaus. ,, Blamier mich nicht, mein schönes Kind, und grüß mich nicht Unter den Linden." Der eine Heinesche Vers fällt einem ein, wenn man jezt sieht, wie die Deutschnationalen frampfhaft sich bemühen, ihre Bekanntschaft mit den Mördern und der Mörderorganisation zu verleugnen. Immer dieselbe Taftit: Der geplante Rechtsputsch wird gefördert, der miß= glüdte abgeschüttelt. Den fünftigen Mörder muntert und reizt man auf, den unerkannt flüchtigen Mörder unterstützt man mit Geldmitteln und falschen Papieren, den ge faßten Mörderkennt man nicht! Unwiderleglich ist festgestellt, daß die Mörder Rathenaus zum Teil deutschnationalen Parteiorganisationen, zum Teil anderen, der Deutschnationalen Bartei sehr nahestehenden Berbänden reaktionärer Richtung angehört haben. Festgestellt ist, daß sie zu prominenten Führern der Deutschnationalen Partei in persönlichen Beziehungen standen, festgestellt, daß bei früheren Gelegenheiten deutschnationale Führer flüchtigen Mördern und Verschwörern Schuß und Deckung gewährt haben. Jetzt ist alles nur Versehen, Irrtum, Zufall gewesen. Es hagel: nur so Irrtümer! Wir veröffentlichten z. B. die Angaben eines Mitgliedes der Oganisation C, das als Flüchtling von deutschnationalen Barteiführern und Organisationsleitern finanzielle UnterDie Entfendung eines Vertreters des Oberreichsanwalts stützung erhalten hat, u. a. von den deutschnationalen Reichsnach Berlin in das Reichsministerium des Innern bedeutet die tagsabgeordneten General a. D. v. Gall mig, Major a. D. vorläufige Zusammenfassung aller an der Aufklärung des Henning und Jandrey, sowie von der HauptgeRathenau- Attentats beteiligten Behörden. Man will auf diese schäftsstelle der Deutschnationalen Partei in der BernWeise versuchen, dem Wirrwarr, der in den unterfuchenden burger Straße. Alle diese müssen jetzt zugestehen, daß fie Behörden herrscht, ein Ende zu machen. Wie die„ Dena" hört, dem Claus alias Radatus mit Geldmitteln unter die Arme geist das Hauptverdienst für die Aufklärung des Mordes der griffen haben. Aber alles natürlich nur aus„ reinem Mitleid", Berliner Polizei zuzuschreiben; jedoch auch aus Ham- ohne einen Funken von Ahnung, daß Claus der Organisation burg und anderen Orten find wertvolle Mitteilungen ge- C angehöre. Herr v. Galimiz empfindet sogar teine Scham, fommen. Die Münchener Polizei hatte schon vor der Abreise den Dummen zu martieren", wie es in der Berliner Sprache Rathenaus nach Genua eine Warnung ergehen lassen, daß ein heißt. Er will erst, oor wenigen Wochen" die Existenz Attentat auf ihn geplant sei. Dieses Durcheinanderarbeiten der einer Organisation C aus den Zeitungen ersehen haben. Im Behörden ist begreiflicherweise für die Untersuchung zum Teil September 1921 hat der badische Minister Trunk das feineswegs von Borteil gewesen, und man hofft nunmehr da- Statut der Geheimorganisation C enthüllt, die ganze Prefe durch, daß ein Vertreter des Oberreichsanwalts in Berlin sich war damals voll davon. Herr v. Gallwig- Reichstagsabge das Material bei den Stellen beschaffen wird, die er für geordneter!- aber hat erit vor wenigen Wochen von der Erieignet und notwendig hält, eine gewisse Einheitlichkeit zu er- stenz dieser Organisation erfahren. Glaubhaft! zielen. Der Vertreter des Oberreichsanwalts wird in engster Fühlungnahme mit dem Reichstommissar für öffentliche Ordnung, bei dem das meiste Material über die bisherigen Ergebnisse lagert, arbeiten und seinen Amtssiz zunächst in Berlin nehmen. „ Aufrechte" Mordanstiftung. Besonders start ist das Abrüden von dem Studenten Günther, der gestanden und das Komplott verraten hat. Merkwürdig: sowie einer von dieser Gesellschaft die anderen Der verrät, wird er als minderwertig abgeschüttelt. Deutsche Offiziersbund, dessen eingeschriebenes Mitglied Günther war, stellt jetzt fest, daß Günther niemals Offizier gewesen sei und sich die Mitgliedschaft in der Organisation Der verhaftete Mordfomplize Günther gehört nach der amt- erschlichen habe. Bordem hat man nichts davon gemerkt. lichen Mitteilung u. a. dem„ Bunde der Aufrechten" als Die deutschnationale Presse glaubt etwas Besonderes zu tun. Mitglied an. Natürlich wird auch diese Organisation versuchen, indem sie einen Brief veröffentlicht, durch den Günther wegen ihre Mitverantwortung für den Mord abzuschütteln. Das wird ihr finanzieller Mißbräuche aus der Deutschnationalen Partei ausaber nicht gelingen. Das Verbandsblatt der Organisation„ Der geschlossen wird. Sie vergißt nur, daß sie damit die Herren Aufrechte" hat nämlich nicht nur in indirekter Form, sondern in noch stärker tompromittiert, die zu diesem Günther der direktesten Weise zum Mord gehetzt. So finden wir in Nr. 34 in persönlichen und gesellschaftlichen Bedes Blattes vom 21. August 1921- also zur Zeit der Ermordung& iehungen sowie in Briefwechsel standen, als da sind Erzbergers einen Leitartikel mit der bezeichnenden Ueberschrift Graf est arp, Herr Helfferich, General Luden" Die Republik im Dred". Der Artikel beginnt mit der Behauptung, dorff, Herr v. Jagom. Diese freilich stellen sich jetzt auch tot. Graf Westar p daß die Novemberverbrecher die deutsche Front erdolcht" hätten. ,, entsinnt sich nicht", mit Günther forrespondiert zu haben, gibt „ Das verführte deutsche Volk. mußte Zug um Zug er- aber vorsichtshalber diese Erklärung ,, freibleibend" ab. Bie! leben, daß die Novemberverbrecher es madig angelogen leicht wird sich sein Gedächtnis noch schärfen. Helfferich behaben! Und was selbstverständlich ist, fam auch hier: Staff an teuert, daß es sich nur um einen einmaligen Schriftwechsel über einen Fahnenspruch gehandelt habe. Ludendorff der Laterne zu baumeln, leben jene Gauner und Verbrecher felber heute herrlich und in Freuden, während der anständige schweigt sich aus. Aber natürlich werden seine Beziehungen Mann in dieser Republit, dem Paradiese der Schieber zu Günther ebenso zufällig" sein, wie sein Spaziergang am Frühmorgen des 13. März 1920 vor dem Brandenburger Tor, und Verbrecher, stöhnend um sein Dasein ringen muß." als die Ehrhardttruppen einrückten. ,, Statt an der Laterne zu baumeln...", deutlicher kann wohl nicht zur Ermordung aufgefordert werden. Man sieht jetzt, wie die Hatte sich schon die ganze Arbeit der Beamten der Abteilung Ia er Star fehr schwierig gestaltet, weil alle Angehörigen der Organisation Con- Weiter heißt es: ful sich augenscheinlich verschworen haben, alles geheim zu = Grund halten und nichts preiszugeben, so war es auch nicht leicht, den 2000 1922 ab verhafteten Techow zu einem Geständnis zu bewegen. Aber die in Kraft Gegenüberstellung mit anderen Zeugen, wie der Bensionswirtin, bei Entgel der die Mörder gewohnt hatten, machte ihn nach und nach schon eber mit unsicher, nachdem er zunächst dabei geblieben war, er habe geglaubt, daß es sich itgelt M gehandelt habe. rüber. beitstag . 2,94 3,36 3,78 4,20 4,90 6,30 5,60# n neuen 166 14 erden den to fönnen alofal in belsti ihrer nur um eine Probefahrt Langatmige Betrachtungen stellt die deutschnationale Presse darüber an, daß es nicht möglich sei, eine große Bartei von andersdenkenden terroristischen Clementen freizuhalten, Die entscheidende Wendung brachte die Gegenüberstellung mit geistige Kost eines der Mordbeteiligten ausgesehen hat. Und für seinem älteren Bruder und besonders mit seiner Mutter. Frau diese geistige Koft zeichnen an der Spize des Blattes als seine die sich in die Partei hineindrängen. Die Frage ist nur, was Techom, deren Wesen in anderen Darstellungen ganz falsch geschilbert Förderer u. a. verantwortlich Major a. D. Kurt Anker, Kammer- die sich in die Partei hineindrängen. Die Frage ist nur, was die Deutsch nationalen zu diesem Zwedjemals wird, hatte von dem ganzen Plane nicht die geringste Ah- herr v. Berg( der Sachwalter der Hohenzollern für ihr Vermögen), getan haben. Jetzt bestätigen selbst deutschnationale nung. Hätte sie etwas gewußt, so hätte sie ohne Zweifel alles Reichstagsabgeordneter Mumm( Dnat.), Professor Gustav Blätter, daß der Ausschluß der Bölkischen" wohl manchmal aufgeboten, um den Anschlag zu verhindern. Roethe, der gelbe Arbeiterfekretär Rüffer und Reichstags- gefordert worden ist, aber von der deutschnationalen ParteiAls Fischer und Knauer am 16. d. M. aus der Proving famen, abgeordneter Graf West arp, derfelbe Graf Westarp, der sich leitung abgelehnt wurde, weil sie die daraus resultierende begaben sie sich zunächst nach der Techowschen Wohnung. Frau jetzt nicht erinnert, daß er mit Günther in Briefwechsel gestanden hat. Schwächung der Partei fürchtete! Das ist die Morai Techom und ihr ältester Sohn waren nicht zu Hause. Fischer und der Leute, die den Grundsay predigen ,, Das Vaterland über Knauer trafen nur Werner Ernst und den Gymnasiasten Gerd an. Georg von Vollmar gestorben. die Partei". Man hat sich die Agitation der Deutschvöllischen Mit ihnen begannen sie nun die Besprechung des Anschlages und sie troß der wüftesten Ausschreitungen, gern gefallen lassen, werl newannen Werner Ernst dazu. ihnen den Wagen zu steuern. Bei Redaktionsschluß erhalten wir die traurige Nachricht, fie der Partei 3 u wa ch s brachte. Jetzt erst, wo das leberMytter erfuhr von dem ganzen Plane erst durch die Verhaftung daß Genosse Georg v. Bollmar, der langjährige Führer maß der deutschpölkischen Sünden die Partei in einen Abgrund füngsten Sohnes Gerd. Werner Ernst hatte unterdessen längst der bayerischen Sozialdemokratie, nach langem, schwerem der Schande hineinreißt, sucht man von der bisher freundlich ohnung verlassen unter dem Vorwande, eine Autofahrt Leiden auf seinem Gute in Oberbayern heute früh im Alter geduldeten Teilhaberschaft loszukommen. em Harz machen zu wollen. von 72 Jahren gefforben ist. Techow, die ganz gebrochen ist, wurde gestern von zwei Eine Bürdigung der Person und des Wirkens des Verder Politischen Polizei in einem Automobil von ihrer storbenen werden wir in der nächsten Nummer des„ Borwärts" abgeholt und im Polizeipräsidium bei der Abteilung Ia bringen. afteten Sohne gegenübergestellt. Sie sprach eindringlich doch der Wahrheit die Ehre zu geben. Nach Dollar 371½ Bir fragen ganz fonkret: Ist die Deutschnationale Bartei gegen ihre Parteiblätter eingeschritten, die( wie z. B. die " Bommersche Tagespost") auf die Ermordung Erzbergers Jubelhymnen anstimmte? Schreitet die Deutschnationale Partei gegen das„ Demminer Tageblatt" ein, das jetzt nach der Ermordung Walter Rathenaus schreibt: Auf der Flucht vor der Wahrheit. Poincaré über Reparationen. Bielleicht haben die hohen Herren gefnobelt, auf wen das pun? t weiter entgegenzukommen. Die Front, mit p nächste Attentat verübt werden sollte.... Man braucht Reklame der die republikanischen Parteien in den Kampf um das GeDas reiche Deutschland eine Anleihe verfrüht. für die Republik, die sich in allen Schichten und Kreisen der seh zum Schutze der Republik einrücken, wird also zusammenParis, 30. Juni.( WTB.) Im Berlauf der gestrigen Repa Bevölkerung so unbeliebt wie nur möglich gemacht hat. Weiter aber halten und nicht in der Frage der Getreideumlage auseinandermuß man Stoff haben zu einem Feldzug gegen die nationalen brechen. Das alles gilt freilich nur, wenn nicht die legte rationsdebatte im Senat führte Ministerpräsident Poincaré aus: Barteien. Warum sollte man da nicht ein Attentat bestellen? Stunde noch Ueberraschungen bringt. Die Zentrums Was die Reparationen anbelangt. so find wir an einem endeBielleicht sogar dem Auserwählten... eine Prämie versprechen?... fraktion tagt noch. Die Entscheidung erfolgt voraussichtlich| pun ft angekommen. Jedenfalls befinden wir uns in einer heitlen Der Feind steht rechts, das ist die Parole der schwarzrotgoldenen heute nachmittag im Plenum des Reichstages. Internationale, die auch vor einem Mord nicht zurüdschredte, um es zu verhüten, am 28. Juni dem wahren Feind, den Franzosen und Engländern, ein einiges Deutschland zu zeigen, das gewillt war, endlich die Fesseln der Schuldlüge, die ein Müller und Bell ihm umlegten, zu sprengen. Die sozialistischen Sabotageverfuche taten nicht ihre Schuldigkeit in dem gewünschten Maße, man mußte stärkere Mittel anwenden, um ein allgemeines Aufbäumen des Volkes gegen Versailles zu verhindern, und so griff man zum Berbrechen, dem Mord an Rathenau. Der Gedariengang ist so typisch, daß die Blätter der schwarzrotgoldenen Internationale die Verbrecher einmal in ihren eigenen Reihen fuden sollten." " Solange eine Partei eine derartig verleumderische und heherische Kampfesweise ihrer Bresse duldet, kann sie nicht behaupten, daß sich moralisch minderwertige Elemente in fie hineingeschlichen“ und„ hineingedrängt" hätten. Sondern eine Partei, die mit derartigen Waffen fämpft, zieht naturnotwendig diese Elemente an, wie der Magnet das Eisen! Herr Helfferich, der jetzt wie Pontius Pilatus und Lady Macbeth das Händewaschen übt, hat eine Idee gehabt: Er hat einen Brief an den Vorsitzenden eines Offizierverbandes, Admiral a. D. v. Schröder geschrieben und ihn aufgefordert, daß der Offiziersverband mit allem Nachdruck von den Mördern abrücken und einen jeden Offizier ächten und verfemen" solle, der durch feige Morbtaten das Schild des alten preußischen Offizierkorps befleckt. Die Idee ist gut, nur ist sie nicht neu und stammt nicht von Herrn Helfferich. Sie hat schon vor Jahr und Tag im Borwärts" gestanden. Als die Offiziersbünde fich über die Offiziershege" beschwerten, da haben wir wiederholt darauf hingewiesen, daß nun leider ein mal fast alle politischen Mordfaten, von der Ermordung Liebfnechts und Rosa Luxemburgs angefangen, über die Ermordung Kurt Eisners, Paasches, Landauers. Erzbergers usw. auf ehemalige Angehörige des preußischen Offizierforps zurückzuführen sind, und daß dieses Offizierforps sich deshalb nicht wundern dürfe, wenn es in seiner Gesamtheit dafür verantwortlich gemacht werde, solange feiner der großen Offiziersverbände von diesen Mordtaten abrücke. Nichts ist auf unsere Mahnung hin geschehen. Wenn jetzt endlich, wo einmal ein großes Offiziersfomplott nicht nur auf gedeckt, sondern durch das tätige Eingreifen der Berliner Kriminalbehörden auch zersprengt worden ist, das Abrüden erfolgt, so würde dieser Schritt nur eine Unter streichung der jahrelangen stillschweigenden Duldung sein. Alles in allem ist festzustellen: Die Mitschuld an dem Attentat fann selbst von der deutschnationalen Bresse nicht mehr bestritten werden, nur das Maß der Mitschuld sucht man noch zu verkleinern. Abzuleugnen gibt es nichts mehr für sie, sondern nur noch zu vertuschen und zu beschönigen. Es dürfte in der politischen Geschichte faum eine politische Partei so tief in Morde und Verbrechen verstrict gewesen sein, wie die Deutsch nationale Volkspartei. Die Getreideumlage. Die„ Deutsche Tageszeitung" hat alle Hände voll zu tun, um die Unschuldserklärungen der intellektuell Berantwortlichen an der deutsch nationalen Mordatmosphäre mit ihren verlegenen Ausreden zu Worte kommen zu lassen. Der General und deutschnationale Reichstagsabgeordnete v. Gallwig, dem unsere Veröffentlichungen des Herrn Claus in die Knochen gefahren sind, darf deswegen die " Deutsche Tageszeitung" selbstverständlich auch ausgiebig benutzen. Zu den Erklärungen des Herrn v. Gallmiz antwortet uns aber Herr Claus: Lage. Wir haben im Einvernehmen mit unseren Aliierten die deutsche Schuld auf 132 Milliarden Goldmart festgesetzt. Alsdann hat die Reparationsfommission einen Zahlungsplan aufgestellt. Diefer 3ahlungsplan ist als Notbehelf angesehen worden. Deutschland hatte ihn angenommen, nachdem man ein Ultimatum geftelt hat, aber es hat versucht, ihn unausführbar zu machen. Deutschland hat seine Ausgaben nicht herabgesetzt. Es hat sein Steuersystem nicht geändert. Es hat seine Inflation vermehrt. Die Reparationskommission hat ihm bis zum 31. Dezember unter ausDrücklichem Borbehalt der Einrichtung einer Finanzkontrolle ein Moratorium gewährt. Dann sind die Bantiers zusammengetreten. Nach den Angeboten, die sie der französischen Regierung gemacht hatten, haben fie die Möglichkeit studiert, die Reparationsfrage zu regein. Sie sind zu einer Entschließung gekommen, die den unsch verraten hat, cine neue Verminderung der deutschen Schuld ins Auge zu fassen. Dem hat die französische Regierung nicht zugestimmt. Die Bantiers find auseinandergegangen, aber 2. Es ist unwahr, daß Herr v. Gallwig mir den Rat, nach nicht ohne die Hoffnung, wieder zusammenzutreten. Jetzt ist der München zu fahren, nicht erteilt habe; es ist im Gegenteil richtig, Garantieeausschuß am Bert. daß er mich nach dorthin geschickt hat mit den Worten: In Poincaré erklärte weiter, daß München sind Sie am sich ersten." 1. Es ist unwahr, daß Herr v. Gallwig nicht gewußt hat, warum ich zu ihm gekommen bir, ich habe ihm im Gegenteil durch Borlage von Zeitungsartikeln, die über mich geschrieben worden waren, und durch mündliche Erläuterungen vollständig aufgeklärt. 4. Es ist unwahr, wenn Herr v. Gallwitz behauptet, daß er von einer Geldsammlung in der Reichstagsfraktion der Deutschnationalen nichts wisse. Herr v. Gallwig war es selbst, der in das deutschnationale Fraktionszimmer ging und dort für mich sammelte; auch der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Henning hat bei anderer Gelegenheit mit den Worten„ wollen mal sehen, was wir zusammenbringen" in der deutschnationalen Fraktion für mich ge fammelt. Das gleiche geschah an einem anderen Tage durch den deutschnationalen Reichstagsabgeordneten für den Wahlkreis HalleMerseburg. die tot in Deutschland nur Fassade 3. Der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Bauernhofbe= sitzer Jandrey( Klein- Raddow, Pommern) hat mir später selbst fei, die Entwertung der Mart sei weniger groß im Innem das Geld gegeben und mich in der Arbeitsgemeinschaft Deutschlands als außerhalb, der Lebensunterhalt in müller untergebracht. Deutschland sei weniger hoch als anderwärts, die deutsche Industrie habe sich wesentlich bereichert, aber der Nugen sei ins Ausland gegangen. Deutschland verschleudere das Pfand, das es feinen Gläubigeen zugesprochen habe. Es mache übertriebene Ausgaben, es bane und vermehre seine Handelsflette. Das Reich babe sich an diesem Unternehmen mit Gelb beteiligt, das es den Allierten hätte geben tönnen. Cs habe 18 Milliarden in das Unternehmen gesteckt. Deutschland kaufe auch seine an England gelieferten Schiffe wieder zurück und baue neue Schiffe in ungeheuren Mengen. Ein Wettlauf der Tonnage habe begonnen. Die deutsche Han delsflotte nehme ben dritten Plag in der Welt ein. Deutschland habe seinen Traum der wirtschaftlichen Hegemonic wieder aufgenommen. wieder aufgenommen. Auch die Eisenbahn mache übertriebene Ausgaben. Man gehe sogar so weit, daß man Linien bauc) die einen strategischen Charatter hätten und die vor dem Kriege von dem Generalstab vorgesehen gewesen seien. Diese Lupus ausgaben fönne man nicht dulden, es sei denn, daß Deutschland damit beginne, seine Schulden zu bezahlen.( Beifall.) Ohne Zweifel befinde sich Deutschland inmitten einer finanziellen Krise, aber es habe Rapitalien und Einnahmen, die es an seine Gläubiger übertragen fönnte. Die deutsche Industrie habe im Jahre 1921 durchschnittlich 40 Proz. Dividende verteilt. großen deutschen Industriellen hätten ein Interesse daran, daß die Mark niedrig bleibe, aber ihr Vermögen werde dadurch nicht herabgefeßt, denn ein großer Teil desselben befinde sich im Auslande in Sicherheit. Wie könne man dem abhelfen? Man müsse gewisje Steuern für die AusfuhrZu den sogenannten Richtigstellungen des Bureaus der Deutschnationalen Volkspartei, Bernburger Str. 24, erfiärt Claus, daß er von dem Hauptmann Schnorrenpfeil das Geld ausdrücklich zur Reise nach Halle befommen habe, um sich dort bei dem Rechtsanwalt Hirsch zu melden. Das Geld ist auf den richtigen Namen Claus und nicht auf den Namen Rabatus quittiert worden. Die Höhe der zur Verfügung gestellten Summe wurde in einer Besprechung zwischen Hauptmann Schnerrenpfeil und Herrn v. Lindeiner besprochen. Der Rechtsanwalt Hirsch in Halle hat später Claus selbst gesagt, daß die Deutschnationale Partei in Berlin resp. das Bureau in der Bernburger Str. 24 das für mich ausgelegte Geld wieder eingefordert und erhalten habe. Ueber die von dem berüchtigten Rechtsanwalt Hirsch an Claus durch Bostanweisung geleisteten Zahlungen fönnen die Postbücher Auskunft geben. Claus legt besonderen Wert darauf, festzustellen, daß er nicht als Bettler zur Deutschnationalen Frattion in den Reichstag fam, sondern auf Grund eines Briefes, den der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Amtsgerichtrat Barth ihm geschrieben hatte. Barth hatte ihm geschrieben, er, Claus, folle sich nach seiner Entlassung bei der deutschnationalen Fration des Reichstages metten. Der Konsumentenstandpunkt berücksichtigt. Heute vormittag verhandelte die sozialdemokratische Frat- Monarchismus in Potsdamer Schulen. Unsere Genossen tion mit den Unabhängigen und den bürgerlichen Koalitions- Bahlte und Haenisch haben im preußischen Landtag parteien über die Berabschiedung der Getreideumlage. folgende fleine Anfrage gestellt? In den drei höheren Schulen Bekanntlich bestanden hinsichtlich der Preisfestsetzungen für Potsdams find viele Büsten und Dubende von Kaifer bildern in den Aulen, Gefangfälen und Klaffen zu finden. Tro Umlagegetreide ernste Meinungsverschiedenheiten. Indessen regelmäßiger Besuche der Provinzialschulräte Michaelis und Doblin ist bei den heutigen Berhandlungen eine so weitgehende find die Bilder nicht entfernt. Sind dem Staatsministerium diese Annäherung erfolgt, daß ein Konflikt vermieden werden Berhältnisse bekannt und wann gedenkt es diese Uebelstände abzu dürfte. Die bürgerlichen Koalitionsparteien scheinen bereit zu stellen und die pflichtwidrige Handlungsweise dieser Aufsichtsbeamten sein, in der Preisfrage dem Konsumentenstand zu bestrafen? Rathenau und die Jugend. Bon Pidder am Steen. P Biele von uns jungen Arbeitern wissen nicht, wie uns der eble Stutzeuge der deutschen Republik geliebt hat. Einem Mitgliede bes Parteivorstandes der Sozialdemokratie sagte Rathenau vor furzer Zeit:„ Ich habe das Buch„ Das Weimar der arbeitenden Jugend" pelesen; es ist das schönste, was ich seit vielen Jahren unter die Mugen belam..." Und in seinem Aufruf an Deutschlands Jugend schreibt er:„ Den Genossen meines Alters habe ich nicht mehr viel zu fagen. Mein Herz habe ich vor ihnen ausgeschüttet, mein Glauben und Schauen, Vertrauen und Sorgen ihnen vor die Seele gehalten. Biele haben meine Schriften gelesen, die Gelehrten, um sie zu be= lächeln, die Praftifer, um sie zu verspotten, die Interessenten, um sich zu entrüften und sich ihrer eigenen Güte und Tugend zu erfreuen. Benn warme Stimmen zu mir brangen, so tamen sie von Einfamen, von Jungen, und von denen, die nicht altern und nicht fterben Es ist auch Sugend( Auchjugenb) gewesen, die ihn tötete. Eine Man stelle denen einen beliebigen jungen Arbeiter gegenüber, und sie sind gerichtet vor dem ersten Blick: das hat keine Zukunft, es sei denn eine für das deutsche Bolt beängstigend troftlofe. Aber das da ist gefährlich für die Gegenwart, vergreift sich an unseren Unentbehrlichen, unerfeglichen. Rathenau war deutsche Zukunft, wie fie unsere beste und freiefte Jugend erträumt- Wehe uns, daß wir ihn nicht mit unseren Leibern decken fonnten! Aber er wird in uns lebendiger sein als jemals, und der Sieg feines Wesens in unserem Bolte wird edle Rache an den traurigen Gesellen sein, die so dumm sind, zu glauben, man fönne den Geist verklärt das Bild der Republik. Liefer noch sind wir Jugend ihr vermit seinem Gefäße zerschlagen. Aus seinem Blute hebt sich rein und fchworen: ihr müßt uns alle erst begraben, ehe ihr sie schänden und erschlagen fönnt! streichen die Demonstration durch die der Einladung beigedruckten ausgerechnet in diesen Lagen zu demonstrieren. Und sie unter Gesangsterte, unter denen Deutschland, Deutschland über alles" natürlich nicht fehlt. Dchs dirigiert. Erstens heißt er Siegfried, zweitens ist er was Trost und Ironie zugleich, daß Siegfried offenbar der Senat nicht weiß Jude! Die fchaffen. Die Devisen, die die Deutschen im Ausland angehäuft hätten, müßten zu Reparationszahlungen verwendet werden. Inzwischen müsse eine strenge Kontrolle über die deutschen Fi Die Steuern würden augennanzen eingerichtet werden. blicklich in Deutschland schlecht eingetrieben. Wenn ein deutscher Minister geneigt scheine, einen Zeil der Reparationen zu bezahlen, dann ließen ihn die geheimen Vereinigungen ermorden. Die deutsche Regierung müsse also Właßnahmen ergreifen, und wenn die Reparationskommission eine böswillige Berfchtung feststelle, dann habe jeder der Alliierten nach dem Vertrage das Recht, Santtionen" zu erlassen.( Sehr richtig!) Wir würden uns vorher mit unseren Berbündeten in Berbindung setzen, und wir würden ver suchen, zu einem Uebereinkommen zu gelangen, aber wir würden anf feines der Rechte verzichten, die uns der Friedensvertrag zuerkennt. ( Beifall.) Der Bertrag mag fein, wie er will, aber er hat einen Da es ihm nicht gelang, erfolgte ein Utas des Herrn v. Ledebur: Es wird gespielt. Und das, obwohl inzwischen sowohl die BühnenGenossenschaft wie die Regierung sich für Arbeitsruhe erklärt hatten! Im Opernhause zeigten sich dieselben Widerstände gegen die Feier des republikanischen Trauertages. Auf einen telephonischen Anruf des Kultusministeriums gab der Ministerialdirektor Rentwig den Befehl:„ Wenn Sie Licht haben, wird gespielt!" Da aber der Opernchor sich zu fingen meigerte, mußte schließlich vom Intendanten die Parole Arbeitsruhe ausgegeben werden. Vielleicht sicht sich der Kultusminister die ihm unterstellten Stüßen der Republik und äußert seine Meinung zu dem Hall. Ledebur, Patry und entwig einmal etwas genauer an 3m Schiller- Theater brachte die Sommer direttion am Donnerstag einen musikalischen Schwant ,, Die fleine Sünberin" von 3erlett, zu dem Jean Gilbert gefällig Icionte zeitig in dem Bühnentrubel einen vulkanisch eifersüchtigen meritaTanzweisen beigesteuert hatte. Der Sert, dessen Berfasser gleid und in Rechnung darauf, daß die Commerszeit die geistige Anspruchsnischen Bräutigam agierte, arbeitete mit den hergebrachten Mittela losigkeit des Bublifums noch zu steigern pflegt. Die Meine Günderin ist diesmal Kammerzofe einer Filmbiva und tritt an deren Diener, der sich bei seinen Abenteuern den Namen feines Herrn zuStelle, der jugendlich galante Schwerenöter, ein reimgewandter legt, der alte Sünder, ein arg grobschschlächtig tendenzis farifierter Bertreter der inneren Mission. Josefina Dora als deiſen tole rante und noch immer lebensluftige Gattin mit ihrem Stichwort Elias, tu nicht so" und ihren Kuplets erzielte launig munter starte frorenen Diener mit flottem Schmiß fpielte, fang und tanzte. Sein Heiterfeit. Ebenso Herr Harald Paulsen, der den underHaupttrumpf war der wenig heldenhafte Borkampf und das Lanzmann. Manche der neuen Gilbertschen Melodien, so In Berlin, duo mit einem veritablen, ullig vergnügt dreinschauenden Niggersin Berlin, an der Ecke von der Kaiser- Allee" mögen wieder Chancen zu bringen. Die Zuschauer schienen fich höchlichst zu amüsieren. Die haben, es zu voltsmäßiger Gaffenhauerpopularität auf Tanzböden Darsteller, der Komponist und die Leiter fonnten oftmals vor dem Technischen Hochschule zu Berlin laden zum 1. Juli Die Wissenschaft im Ordensschmud. Rektor und Senat der hochschule stattfindenden Feier ein. Borgeschrieben sind Frack oder zwecks Einführung des neuen Rektors zu einer im„ Ehrenhof" der Amtstracht mit Ordensschmuck. Angestellte der Republik Jugend, über welche die Geschichte den Stab gebrochen hat und die betrachten also das ihnen von den unrühmlichst verflossenen großen doch nicht sterben will, sich zu retten vermeint, wenn sie dem Führer Schmuck", ohne den eine akademische Feier nicht würdig verlaufen und fleinen Potentaten verliehene Blechgeflunker heute noch als der neuen Jugend Blei in die Brust jagt. Ob Rathenau diese Jugend fann. Männer der Wissenschaft besigen so wenig Selbstgefühl, daß des alten Deutschland gekannt hat? Keiner hat ihr Wesen, tnapper sie ohne dieses Hanswurstabzeichen einer vergangenen Epoche fich und treffender umriffen als er, in wenigen Süßen: Jugendlicher nicht komplett fühlen. Sie besigen ferner die Unverfrorenheit, gegen Drang, von freier Tat ferngehalten, halb freiwillig, halb unbewußt die Republit, die sie befoldet, durch ihr monarchistisches Gehänge in bas ungeistige, unfromme, phantasielose Joch der Autorität und Streberei gezwängt. schuf ein Berrbilb, so unerfreulich wie faum cines seit der Zeit des landsknechtlichen Hosenteufels, des altmodicines jeit der Zeit des landsknechtlichen Hofenteufels, des altmodi schen Bramarbas und des bezopften Renommisten: den Patentfcheißer. Aufgefchwemmte Burschen, schnöde und zynisch im Auftreten, mit geklebtem Scheitel, gestriemten Gesichtern, Reiterstegen an den gestrafften Beinkleidern, schnarrender Stimme, die den Kommandoton des Offiziers nachahmte. Den Hochschulbetrieb ver- Staatstheater und Rathenau- Feier. Der Borwärts" ist bereits geachteten sie, die kümmerliche Prüfungsreife erlangten sie durch jo- nötigt gewesen, verschieder.e republikanische" Behörden festzunagein, genannte Breffen, ein feindseliges Wesen trugen fie zur Schau, außer die fich am Tage der Beilegung Rathenaus der Berordnung, Borhang erscheinen. rocnn es sich um Konnerionen handelte, ihre Zeit verbrachten sie mit flaggen, widerseht haben. Auch bei den Staatstheatern sind Baufen, Saufen und Erzählen von Schweinereien. Solche Gestalten in diefer und anderer Hinsicht Schwierigkeiten gemacht worden. 2Bir wurden geduldet, ja anerkannt; sie waren bestimmt, zu denen zu ge- erhalten dazu folgende Mitteilungen. Als die Verfügung der Rehören, die das Bolt regieren, richten, lehren, heilen und erbauen... gierung ergangen war, im Schauspielhaus aber feine Fahne Er hat sie gekannt, seine Mörder, nur waren sie nicht nur hochging, wandte sich der Vertreter des beamteten technischen BerPatentscheißer, sondern auch Patentschießer, nachdem sie sicher waren, fonals an das Kultusministerium und erhielt den Bescheid, es solle einen Wehrlosen mit ihrer Schießkunst überraschen und dann mit fofort geflaggt werden. Als er diesen Bescheid telephonisch an Herrn höchster Tourenzahl austneifen zu können. Noch sind die Bilder v. Lede bur, den Vertreter des zurzeit beurlaubten Verwaltungsder Mörber nicht veröffentlicht, aber es gehört wenig Prophetie bireftors, weitergab, wurde er zunächst gefragt, wie er dazu fäme, dazu, vorher zu sagen, daß die Gesichter der Burschen nicht nur genau ihn anzurufen. Dann erschien eine fchwarzweiße Fahne auf dem so aussahen wie das feige Verbrechen, das hinter diesen Fassaden Schauspielhause, da eine Reichsfahne nicht vorhanden ersonnen murbe sie werden auf das Haar Tausenden von Bisagen war. Der Angestellten- und Betriebsrat wird sich jezt mit der Forgleichen, wie sie fazenjämmerlich auf den deutschen Hochschulen berung, sofort eine Reichsfahne zu beschaffen, an das Ministerium geplante instalt für Erdbebenforschung soll an Stelle der e Reichsinstitut für Erdbebenforschung in Jena. Die n herumfrauchen: hurrawlehernd, Wirtinverse gröhlend, fomment- wenden. Weiter: Als die Gewerkschaften für Dienstag, den 27. Juni, staiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung in Straßburg tre verblödet, nach der Lohntüte des Mülltutschers schielend und triefend zur Arbeitsruhe aufgerufen hatten, erschien am Montagabend Forschungsarbeiten schon jetzt in der Sternwarte der Unive naß hinter den Ohren, Edelwuchs aus der Feldwebel und Steiß- während der Vorstellung der Oberspielleiter Patry auf der Bühne fortgesetzt werden. Die Geldmittel stellt vor allem die Start- 3 trommiler Erziehungsgärtlein, made in Germany, des Schauspielhauses, um Arbeitswillige für Dienstag zu werben. bereit. 44 dt. Wo has Steeben am feuersten ist. Die ruffische Regierung hat die Begräbniskosten neu festgescht, und zwar auf 2 Millionen Stubel für einen Erwachsenen und auf 1 Million Rubel für eine Kinderleiche. Noch eigenartiger mutet ein Geschent des mongolischen Ge fandten in Moskau, des Grafen Daba an, der im Auftrage seiner Regierung der Sowietregierung zwei Kisten Opium verehrt he als wirksames Mittel gegen den Hunger. hätte man auch in Europa Geld für einige hundert Kisten Or fammeln können, denn zwei Kisten sind etwas wenig, um einige Millionen Hungernde einzuschläfern. Biellei ent 14 ent ent inz Wir haben sofort Geld nötig. Gewerkschaftsbewegung Tarifverträge der Bekleidungsindustrie. Vorteil: er ist da. Er ist ein französisches Gesetz, und feine Regierung| stellen für Fahrräder eingerichtet, so daß die Reisenden, die 1 fann allein ihn abändern. Wenn wir an Stelle eines Bertrages, zur Erreichung der Bahnstation auf dem Wege zur Arbeitsstelle außer den wir für unbefriedigent halten, einen anderen sehen, müssen wir der Eisenbahn noch ein Fahrrad benußen müssen, die Näder wähuns mit allen Alliierten, ja jogar mit den feindlichen Nationen vera rend der Arbeitszeit auf den Stationen unterstellen können. Für die ständigen. Aber die eventuellen„ Sanftionen" fönnten die Frage Benutzung dieser Aufbewahrungsstellen gibt die Eisenbahn ebenfalls auch nicht vollkommen lösen. Beitkarten aus, die eine Woche bzw. einen Monat Gültigkeit haben. Dungsarbeiterverbandes bestanden im Jahre 1921 für die 25 BranNach dem Bericht des Zentralvorstandes des Deutschen Beklei Der Preis dieser Karten ist ebenfalls erhöht worden, und zwar auf den 4 Reichs- und 657 Ortstarife für 603 Orte. 24 Mart für den Monat und auf 6 Mark für die Woche, so daß die strecken sich auf 22 961 Firmen mit 07 651 männlichen und Die Tarife er tägliche Aufbewahrung des Fahrrades jetzt eine Mark toftet. Nicht 135 938 weiblichen, zusammen 203 619 beschäftigten Personen. erhöht wurde dagegen die Haftpflicht der Eisenbahn. Von den männlichen Beschäftigten waren 53,3 Broz. Mert verwaltung, bie bei einem Fahrradpreise von 8-9000 Mart statt- und 41,7 Bro3. Heimarbeiter und von den weibauf 500 Mart stehen geblieben ist für den Fall des Berluftes oder der lichen 74,2 Broz. Werkstatt und 25,8 Proz. Heimarbeite Beschädigung. Der Bersicherungssatz von 500 m. ist so unzulänglich, innen. Der Schluß, der daraus gezogen werden fönnte, daß daß er schleunigst erhöht werden müßte. die Arbeiterinnen in überwiegendem Maße in den Wertstätten arbeiten, während der Prozentsatz der Heimarbeiter bei ben Arbeitern den Arbeiterinnen, besonders in der Wäschebranche, bürste eine erein erheblich größerer ist, dürfte etwas vorschnell gefaßt sein. Unter hebliche Zahl von diesen Tarifverträgen nicht erfaßt sein. Wir sind gezwungen, die Reparationen in natura, also die Sachlieferungen, zu entwickeln und die deutschen Arbeiler nußbar zu verwenden. habe. Boincaré sprach alsdann Don der internationalen Anleihe, die in Wirklichkeit eine deutsche Anleihe fei, die auf dem auswärtigen Markt begeben werde. Die jeßige französische Regierung sei Anhängerin davon, aber man müsse den richtigen Im Postverkehr treten neben dem neuen Bosttarif eine neue GeAugenblid wählen. Er sei der Ansicht, daß man verfrüht gehandelt bührenordnung im Poſtſchedwesen, ein neuer Zuschlag im Fern Bevor man eine Anleihe ins Auge fasse, müßten die deut- sprechverkehr( statt 80 Proz. 160 Broz. Zuschlag zu den Grundgebühfchen Finanzen sich gebeffert haben. In diesem Augenblicke stünden ren), ferner neue Sätze im Rohrpoftverkehr in Kraft. In bezug auf sie aber sehr schlecht. Deutschland sei ein fleißiges Land, den Posttarif fei nochmals auf die Zulässigkeit einer neuen 20das sich gewiß wieder erheben werde. Aber jetzt schen eine Anleihe Gramm- Drucsache( 50 Pf. Porto) hingewiesen. die an Gramm- Drudsache( 50 Pf. Porto) hingewiesen. die an aufzulegen, das heiße mit dem Ende beginnen. Angesichts der zwischenstufe für Patete von 5-7% Kilogramm Gewicht, die eine aufzulegen, das heiße mit dem Ende beginnen. Angesichts der Stelle der Drucksachenkarte tritt und auf die neue Batet schlechten Lage Deutschlands hätten die Bankiers den Gedanken einer Herabsehung der Schuld ins Auge gefaßt. Das Erleichterung der neuen Säge darstellen sollen. Für das schreibende haben wir, erklärte Poincaré, nicht annehmen können.( Leb- des neuen Groß- Berlin fosten vom 1. Juli 1922 ab Boftfarten 75 Pf.. Bublifum ist folgendes zu beachten: Im Ortsverkehr innerhalb hafter Beifall.) Er habe von der Liquidierung der inter Briefe bis 20 Gramm 1 M., bis 100 Gramm 2 m., bis 250 Gramm alliierten Schuld gesprochen. Er sei ein Anhänger davon 3 M.; im Fernverkehr: Bostkarten 1,50 M., Briefe bis 20 Gramm unter der Bedingung, daß die Regelung allgemein fei und daß die 3 m., bis 100 Gramm 4 m., bis 250 Gramm 5 M. Am allerbesten Franzosen nicht allein die Kosten zu tragen hätten.( Lebhafter Bei tommen die Ansichtskarten weg, denn deren Berto beträgt nach wie fall.) Geine Kriegsschulden werde Frankreich nicht verleugnen, vor 50 Pf. Grüße und ähnliche Höflichkeitsformeln fönnen mit fünf aber es hänge von ihm nicht allein ab, zu einer allgemeinen Regelung Worten, müssen aber immer auf der Vorderseite, nie zu schreiten. Die erste Maßnahme, die ergriffen werden müffe, fei mals auf der Rückseite angebracht werden. die Organisation der Kontrolle über Deutschlands Finanzen. Mitglieder des Berbandes waren von den nach Tarif Beschäftinten 51 116 männliche und 81 181 weibliche, zufammen allo 132 297. Mitglieder anderer Organisationen find an den Tarifen Beschäftigten sind demnach 86,5 Proz. männliche und 67,6 Proz beteiligt 7428 männliche und 9970 weibliche. Von den nach Larif weibliche organisiert. Es besteht also hier noch ein weites Organifationsfeld unter den so sehr ausgebeuteten Arbeiterinnen. einer riesigen Bersammlung der Bantbeamten und Banfangestellten, Kundgebung der Bankangestellten. die am Donnerstag in der neuen Welt" stattfand. Redner waren Bor wichtigen Entscheidungen", so lautete die Tagesordnung Emonts vom Allgemeinen Werband der deutschen Banfange stellten, Fürstenberg vom Deutschen Bankbeamten- Berein und Dr. Greil vom Reichsverband der Banfangestellten. Erster Redner war Fürstenberg, der ausführte, daß die Zeit reif zum Handeln sci. Auch die trägsten Rolfegen spüren am eigenen Leibe, daß der Schiedsspruch vom 10. Juni ganz ungenügend ist, band der Bankleitungen möge die Bersammlung als ein warnendes Zeichen betrachten. Daß bei den Banten von einer Motlege" nicht die Rede sein kann, zeigen die großen Reingewinne. Alle hatten 1921 eine fofoffale Steigerung der Gewinne denen von 1920 gegenEntziehe sich dem Deutschland, dann geve es einen Beweis feines An die Ortsvereine im Bezirk Brandenburg. und daß etwas Durchgreifendes geschehen muß. Der Reichsverschlechten Willens, und die Alliierten fönnten fouets oder getrennt die erforderlichen„ Santtionen" ergreifen. Nachdem Senator Hubert für die interparlamentarische Gruppe der verwüsteten Gebiete gesprochen und erklärt hatte, Deutschland müsse Sachlieferungen und Geldzahlungen leisten, wurde eine Bertrauenstagesordnung angenommen. Der Kongreß von Edinburg. Edinburg, 30. Juni.( EB.) Die Konferenz der engfifchen Arbeiterpartei hat gestern die Frage der Nationalisierung der Gruben, der Grundbesitze, der Eisenbahn und anderer öffentlicher Dienste besprochen. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der erklärt wird, daß die Nationalifierung bei den nächsten Wahlen in das Programm der Arbeiterpartei aufgenommen werden solle. Der Delegierte Sodges, der der Großen Arbeitergewerkschaft angehört, erklärte, daß die Nationalisierung ein praktischer Borschlag sei, daß aber, wenn die Wähler diesen Gedanken nicht annehmen, die Gruberarbeiter und die Grubenbefizer anderweitige Abkommen treffen müßten. Der Bürgerkrieg in Irland. Condon, 29. Juni.( WTB.) Die Lage in Dublin verschärft sich immer mehr. Den Blättern zufolge wird es immer flarer, daß die Belagerung der Four Courts nur ein Teil der Aufgabe ist, die den frischen Freistaattruppen bevorsteht. Während der Nacht haben sich in verschiebenen Teilen der Stadt republitanische Mest er gebildet. Diese Refter werden eine ernste Gefahr für die Truppen Collins. Die Beschießung dauerte bis 5 Uhr nachts an. Bisher find feine Anzeichen vorhanden, daß der republitanische Führer bereit fei, sich zu ergeben. Eine neue Forderung der llebergabe wurde abgelehnt. Der Londoner Regierung teilte die irische Freistaatregierung mit, sie hoffe und erwarte, daß die Irregulären bald zur Kapitulation gezwungen sein werden. Bisher wurden 15 Tote und 40 Berwundeie gemeldet. Die Eifen bahnlinie ist unterbrochen. Bei Limmerid wurde eine Brücke in die Luft gesprengt, wodurch die Berbindung mit Cork abgeschnitten ist. Die Kabel nach England wurden bis auf einen durchschnitten. „ Daliy News" meldet aus Dublin, daß 13 führende republikanische Offiziere der Republit einen Aufruf an die irische Nation gerichtet haben, in dem sie sie auffordern, in den allgemeinen Aufstand einzutreten. Condon, 30. Juni.( WIS.) Daily Mail" meldet aus Dublin von nadis 1 2hr, daß die Iruppen deritischen Regierung in den Oügel des Four Courts eingedrungen wo fie, wie man annimmt, Friedensvorschläge überbrachten. Die Bejagung verließ Four Courts während eines zwei Minuten dauernden Waffenstillstandes. aur dnud Werte Genoffen! Die außerordentlich fritische Eituation, in der sich die gesamte hr die Republik befindet, veranlaßten den Bezirksausschuß, in einer besonderen nehmen. Der Ausschuß war überzeugt davon, Lage Stellung zu über zu buchen, die auch in den gezahlten Dividenden zum Au Schwere der Zeit Kämpfe zu erwarten sind, bie bie bishet lichts, en fam. Was für die ingeſtellien hiervon ausgefchüttet wurde, weit zurücklaffen werden. Soll die Aktivität der Partei auf das der Angestellten en nicht diesen Gewinnen und den Ansprüchen haltung.( Lebhafte Bustimmer, annähernd ausreichende Lebensdentbar höchste Maß gesteigert werden, ist größte Opferbereitschaft triebsräte in den Aufsichtsrat haben die Banen Eintritt der Bealler Genoffinnen und Genossen das Gebot der Stunde. hoben, weil der Aufsichtsrat michtige Staatsinteressen zu verfe habe. Daß nicht nur das Gelb herrschen, sondern andere Lofts auch etwas mitreben sollen, fönnen die Herren immer noch nicht begreifen. Der Ausschuß beschloß einstimmig, ab Juli in allen Orten, die städtischen Charakter tragen, doppelte Beiträge zu entrichten. In den ländlichen Bezirken fann der Beitrag in der bisherigen Höhe weiter entrichtet werden, doch empfiehlt der Ausschuß auch diesen Genoffinnen und Cenossen, soweit sie dazu in der Lage find, erhöhte Beiträge zu zahlen. Dieser Beschluß, den wir den Mitgliedern zur Kenntnis bringen, ist geboren aus der Notwendigkeit, alles aufzu bieten, um die nicht ausbleibenden Kämpfe siegreich zu Ende au führen. Genoffinnen und Genossen! Bir glauben von weiteren Erörte= rungen absehen zu dürfen in der Ueberzeugung, daß die von unseren Gegnern so oft neidvollgerühmte Opferfreudigkeit der Sozialdemokratie auch diesmal seine Früchte zeitigt. Mit Parteigruß Der Bezirksausschuß. J. A.: Richard Schmidt, Berlin G. 68, Lindenstr. 3. er= Hierauf sprachen Emonts und Dr. Greil im Sinne des Borrebners. Sie wiesen auf die am 4. Juli stattfindenden neuen Verhandlungen hin und forderten dazu auf, bereit zu fein werden müsse, wenn die Berhandlung feine Anerkennung der gezum gemeinsamen Kampf, der am 5. Jufi aufgenommen rechten Forderungen der Bonfangestellten zeitigen follte. Auch die Betriebsobleute sprachen sich dafür aus, daß ben | Worten endlich die Tat folgen müsse. Mit allen gegen eine Stimme wurde schließlich folgende Resolution angenommen: ,, Die am 29. Juni im großen Canle der Neuen Welt" zu vielen Laufenden versammelten Bantangestellten Groß- Berlins verlangen nom Reichsverband der Bantleitungen in Ichter Stunde, daß er feinen Widerstand gegen eine den Lebensnotwendigkeiten der Ar beitnehmer im Banfaewerbe gerechtmerbende Entlohnung endlich aufgibt. Sollten die Bankleitungen nicht bereit fein, biefem aus der Not der Zeit herausgeborenen berechtigten Bertangen zu entsprechen, so find die Versammelten entschlossen, auf den Ruf der Organis fationen von dem lehten gewerfschaftlichen Kampfesmittel, der Arbeitsniederlegung, Gebrauch zu machen. Zum Zeichen dieses hier befundeten Willens merden die Berfammelten die Leistung von Ueberftunden vom 1. Jufi ch einstellen und in den Betrieben darauf hinwirken, daß diefer Parole restlos Folge geleistet wird." Wie steht es mit der Kohlenversorgung? mai neue Schlenkarten ausgegeben zu werden. Das ist in diesem Cine Beserin schreibt uns: In früheren Jahren pflegten im Jahr nicht geschehen. Als ich bei meinem Kohlenhändler nachfragte, wurde mir gesagt, die alten Rohlenfarten müßten bis zum Frühling 1923 reichen und die noch vorhandenen Nummern würden doppelt beliefert werden. Da es sich nur am wenige Nummern handelt, Stillstand bei Mosse und Unftein? wollte ich es nicht glauben und ging zu meiner Kohlenstelle, BerWie uns mitgeteilt wird, haben die Rotationsmaschinenliner Str. 108 in Charlottenburg. Hier erhielt ich die überraschende luskunft", daß bis jetzt noch niemand wisse, wie meister bei fiiein und Mosie die ultimative Forderung gestellt Die Kohlenlieferung für den nächsten Winter auf eine Erhöhung des Wochenlohns von 100 2. über die Säge, fich gestalten werde. Als Hausfrau befinde ich mich und die bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen festgelegt werden befinden sich mit mir taufende in der unerträglichen Lage, nicht würden. Sie haben erklärt, die Arbeit ju verweigern, falls bis zu wissen, ob man sich während des Sommers mit mactenfreiem 12 Uhr mittags ihre Forderung nicht bewilligt fei. Da bis 12% he Brennmaterial eindeden muß, oder ob man Bussicht hat, im fom- eine Antwort von den Firmeninhabeen nicht erteilt wurde, ist das menden Winter die nötigen Rohlen zu bekommen. Wird es den Erscheinen der Bläller diefer beiden Berlagshäuser in Frage gestellt. maßgebenden Herren gelingen, noch bevor sie in ihre Sommerfrischen verreifen, einen Entschluß zu fassen und die Berliner Hausfrauen aus dem quälenden Zustand der Ungewißheit zu erlösen? Wir geben diese Zuschrist wieder in der Erwartung, daß von den zuständigen Steffen recht bald eine die Hausfrauen beruhigende Aufklärung erfolgt. U. 2. m. g. Lohnabkommen in Gruppe Del und Fette. * Bolt und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt gegangen werden, neue Berhandlungen vor dem Demobilmachungsder heutigen Postauflage bei. Oeffentliches Singen. Am Sontag, den 2. Juli, nachmittags 4 Uhr, veranstaltet der Männergesangverein Kreuz berger Harmonie"( M. d. 26B.) auf dem Streuzberg eine Saarprotest gegen den Meuchelmord. Gesangsaufführung mit volkstümlichem Programm. Der Bolts Chor Tempelhof Marienborf peranstaltet am Montag, Saarbrüden, 27. Juni.( BIB.) In der heutigen Stadtverord- den 3. Juli, abends 8 Uhr, in Tempelhof im Part an der Bart netenversammlung wurde eine sozialdemokratische Entstraße ein öffentliches Boltstonzert. Um rogen Besuch der Gefchließung angenommen, in der der Mord an Rathena u nofsinnen und Genossen wird gebeten. aufs schürffte verurteilt wird und in der es weiter heißt: Die im Transportarbeiterverband organisierten Arbeiter der Gruppe Delund Fette nahmen am Donnerstag bei Wilke in der Sebastianstraße den Bericht der Lohnverhandlungen vor dem Demobilmachungskommissar entgegen. Publmann führte u. a. aus, daß die Gruppe Del und Fette den gefällten Schiedsspruch in der letzten Bersammlung abgelehnt hatte. Es mußte mun daran fommissar anzufnüpfen. Wir machten immer wieder geltend, daß die Entlohnung eine ungenügende fei, worauf die Arbeitgeber erklärten, sie seien nicht imstande, darüber hinauszugehen und könnten weitere Lasten nicht fragen. Unsere Lohnfommission gab nun den Arbeitgebern zu wissen, daß man die Junilöhne annehmen wolle. Diese betragen für Gruppe B 950., für C 1080 m. und für D 1100 0. Für den Monat Juli machten wir aber folgendes Angebot: für Gruppe B 1150., für C 1230 t. und für D 1820 M. Die Arbeitgeber lehnten wieder ab. Dem unparteichen Borfizenden der Berhandlungstammer gelang es schließlich, folgenden Wittelweg 3 finden: Für Juli erhält die Gruppe B 1125 R., C. 1200. und Durch nichts wird die Deutscherhaltung des bebrohten Saar fam gemacht, daß die früheren rotbraunen Paßformularien mit dem D 1800 M. Die Jugendlöhne( A) werden im Juni und Juli um gebiets mehr geschädigt als durch solch verbrecherisches Treiben gegen die um ihr Dasein fämpfende Republit. Die Stadtverordnetenvers drohenden Gefahren in ihrem ganzen Umfange endlich bekämpft und mit Entschiedenheit dagegen vorgeht." Es wurde serner beschlossen, eine Straße nach Walter Nathenau und eine andere nach Erzberger zu benennen. Die neuen Verkehrstarife. Die Befizer von efferreichischen Pässen werden darauf aufmert: 30. Juni b. 3. ihre Gültigkeit verlieren, ungeachtet der Gültigkeitsdauer, die im Baß selbst angegeben ist. Die österreichischen Bundes, angehörigen werden daher aufgefordert, sich möglichst ungehend bei der zuständigen Bertretungsbehörde neue Bässe zu besorgen. Bernes macht die Eisenbahndirektion Berlin belanni:„ Das zum D 156 ab Berlin Anhalter Bahnhof um 7,50 Uhr abends nach Wien ufw. aufgegebene Reisegepäck fann zur Bermeidung der zollamtlichen Behandlung in Passau deutscherseits schon in Berlin abgefertigt werden. Reisende, die von dieser Einrichtung Gebrauch machen wollen, müssen das Reisegepäck am Abfahrtstage bei der Gepäcks abfertigung Anhalter Bahnhof anliefern, und zwar an Sonn- und Festtagen in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 1 hr nachmittags und von 5 bis 7 nachmittags, an Wochentagen von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. 15 Proz. erhöht. Die vorgenommene Abstimmung unter den Bersammelten ergab, daß diese Löhne gegen eine starte Minorität angenommen sind. Im weiteren Berlauf der Bersammlung wurde die Frage der Mineralölwerfe henania" eingehend erörtert. Eine Resolution fordert, daß diese Kollegen, die freiwillig in den Streit getreten find, um die Lohnforderungen durchzubrüden und nun von der Direttion mit Entlassung bedroht werden, refiios in ihrer Arbeitsstätte bleis ben tönnen. Sollte das nicht geschehen, so behalten sich die Arbeiter der Gruppe Del und Fette weitere Schritte vor. Diese Resolution wurde angenommen. Streifvertagung bei der Telunion. Mit dem 1. Juli, d. h. von morgen ab, treten eine ganze Reihe Die am 28. d. Mis. abgehaltene Betriebsversammlung der Telco von neuen Tarifen und Gebühren im Eisenbahn- und Postmesen ein. graphen- llnion entschied sich auf Anraten der Gewerkschaftsver= Bunächst ist die Einführung eines neuartigen Staffettarifs im treter( 3. d. A., DHB. und 2.) für Bertagung der Urabsfinimung Berliner Stadt, Ring- und Borortverfehr bemer= Städtisches Konzert des Bühner- Orcheffers. Am Montag, über den Streif, da man erst noch die Verhandlungen vor dam fenswert, bei dem an Stelle der filometerweisen Berechnung des den 3. Juli 1922, abends 8 Uhr, findet in Oberschöneweide, Demobilmachungskommissar abwarten will. Wahrscheinlich werden Fahrpreises nicht nur eine rohe Bonenber chrung für die Fahrpreise Mörners Blumengarten, Ostendstraße, ein städtisches Konzert des diese Verhandlungen in zehn Tagen stattfinden. Hoffentlich finden von Einzel- und Beitfarten tritt, sondern gleichzeitig auch eine fräf- Blüthner- Orchesters statt. die bis jetzt noch Unorganisierten nun endlich den Weg, den jeder tige Erhöhung der Fahrpreise zur Angleichung an die FernfahrArbeitnehmer zu gehen hat, will er feine Rechte schützen. Pofttreditbriefe für die Reisezeit. Auf die Einrichtung der Postpreise" durchgeführt wird. Sodann treten auch im Güterver frebitbriefe wird erneut aufmerksam gemacht. Sie erleichtern bei tehr Erhöhungen ein, die die Frachten für sämtliche Güter- Reisen den Zahlungsverkehr wesentlich. Der befondere Borteil der cten um 25 v. 5. erhöhen, wodurch sich die Frachten um durch- Positreditbriefe besteht darin, daß der Inhaber seine Gefbmittel allt auf das 80fache des Friedenssages steigern. bei jeder Bestanstalt des Deutschen Reichs in cinfachster Weise erFolge hiervon werben wieder erneute Steigerungen aller Lebens- güngen fann. Bestellungen auf Postfreieriefe nimmt jede Bost reise sein. Neben den Erhöhungen im Zeilfartenverkehr auf anfialt entgegen. ortbahnen wird aber noch den beruflich Reisenden eine wei- Die Nacht- Pferde- Omnibus- Gesellschaft, Linie 3oologischer rechtfertigte Erhöhung aufgebürdet. Seit langer Zeit hat Garten- Friedenau, wird am heutigen Freitag, den 30. Juni, ahnverwaltung auf den Borort- und den in Frage kom- abends, zum letzten Male verkehren. Der Betrieb wird wegen Stadt- und Ringbahnstationen Aufbewahrungs- Unwirtschaftlichkeit eingeftetit, Für die technischen Angestellten in den privaten Architeffurbureaus ist am 20. Juni eine Vereinbarung zwischen dem BdA. und dem Bund der technischen Angefteilten und Beamten getroffen worden, die eine Gehaltsregelung für alle technischen Angestellten in diesen Bureaus vorsicht. Die höchsten Gehälter belausen fich für den Bauführer bzro. tüinfilerisch tätigen Architekten zurzeit auf 7618,75 m. pro Monat. Dazu kommen noch zulagen für bes ſondere Außentätigkeit. Ausfünfte über den Bertrag erteilt der Bund der technischen Angestellten und Beamten, Ortshauptverwal tung Groß- Berlin, Werftstr. 7. D n tri 10% 10% Genau auf Firma achten in bar in bar Es lohnt sich Genau auf Firma achten Gh's zu spät wird!! Größte Gile geboten! Breise steigen! Noch zu alten Preisen! Gummimantel hogeschloffen und mit Fafson, in guten Qualitäten 9. 1800, 1500 120000 aus Homespun, Fachgrät. Schopfer und Raglans und Diagonalfioffent 01. 2000, 1800, 1600, 1400 gu en farbigen Stoffen in 87500 Jadelt- Anzüge vielen autern 1650 1400 1150° wt. 2000, 1800, 9 550.00 Jadeit- Anzüge ungen..... 2709, 2400 in den neuesten Mustern u. 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