Nr.321 39.Jahrgang Ausgabe Nr. 154 Bezugspreis: Bierteljährlich 180.- M, monatlich 60- rei ins Haus, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutsch land, Danzig, Gaar- und Memel gebiet, sowie Desterreich u Lugemburg 108,-, ür das übrige Ausland 142. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland, Luremburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tichecho- Glowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit". Der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 18,-.- Reklamezeile 90.-M. „ Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 4,50 M.( zulässig zwei tettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 3,50 M. 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Juli von ihr gefaßte Entschließung: Der Rechtsausschuß hat am gestrigen Sonntagnachmittag noch Ohne im Augenblick über die Zweckmäßigkeit der Taktik der fechs Stunden gearbeitet; das Ergebnis war im wesentlichen Deutschen Demokratischen Fraktion des Reichstages zur Frage der eine Bestätigung der Beschlüsse, die er in erster Lesung gefaßt Regierungsumbildung ein Urteil zu fällen, hält die Ortsgruppe hatte. Ein Fortschritt ist nur darin zu erblicken, daß der Neukölln der Deutschen Demokratischen Partei eine Verbreiterung Staatsgerichtshof aus einem Reichsrichter, einem Land- oder der jezigen Regierungskoalition gleichermaßen nach links wie nach Amtsrichter und fünf Laien zusammengesetzt werden soll. rechts durch die politische Lage für geboten. Jedoch würden sie es Heute um 1 Uhr berät der Rechtsausschuß über das für verfehlt halten, wenn die Partei die Berbreiterung Amnestiegeseg. nach links von der nach rechts abhängig machen sollte. Wir er suchen vielmehr, daß die Partei im Notfall auch in einer Regierung verbleibt, von der die Deutsche Boltspartei ausgeschlossen wird. Die fozialdemokratische Reichstags= frattion tritt um 3 Uhr nachmittags zusammen, um über Was die Stellung der Sozialdemokratie zu einer Verdie gesamte politische Lage, wie sie sich nach dem bisherigen Gang der Verhandlungen darstellt, zu beraten. Es wird zu breiterung der Koalition nach rechts betrifft, so dürfen wir untersuchen sein, welche Aussichten dafür bestehen, auf dem uns auf das beziehen, was die demokratische Frankfurter Wege der Gesetzgebung und der Verwaltung Maßnahmen Beitung" darüber sagt. Es bleibt also, da nicht weiter ohne durchzusetzen, die als ausreichend betrachtet werden können. feste Mehrheit regiert werden kann, nur die Verbreiterung Dabei wird nicht nur das Gefeß zum Schutz der Republik in nach lints. feiner gegenwärtigen Fassung betrachtet werden dürfen, sonGegen die Deutsche Volkspartei. dern es wird auch zu erwägen fein, welche Handhaben geboten Frankfurt a. M., 9. Juli.( BTB.) Oberbürgermeister Philipp werden, um der Republik auch im Beamtenförper, auf Scheidemann sprach heute in dem dichtgefüllten Saale des disziplinarrechtlichem Gebiet, die nötige Achtung zu verschaffen. Palmengartens über die Entwicklung der politischen Zustände Ebenso ist die Frage der Regierungsumbildung von Deutschlands seit 1918. höchster Bedeutung, da es tein besseres Mittel zum Schutz der Republik gibt, als die Schaffung einer geschlossenen, entschieden republikanischen Mehrheit. Ohne der Entscheidung der Reichstagsfraktion vorzu greifen, fann man sagen: die Lage ist so verworren, daß einst weilen nicht zu sehen ist, wie anders als durch eine Reichs tagsauflösung die notwendige Klarheit geschaffen werden kann. Dabei hängt Wesentliches natürlich von dem Berhaiten der bi gerlichen Koalitionsparteien ab, die zwar die Auflösung fchenen, bisher aber nichts getan haben, um sie zu verhindern. Die Entscheidung muß in den nächsten Tagen fallen. Der Gang zu Stresemann. Im Urteil eines Demokraten. Riefenwaffenfund in Kiel. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag. Ervedition and Inferaten. Abteilung Morisplay 11T 53-54 Angst um Deutschland. Marksturz und Reparationsfrage. Das gesamte Ausland beschäftigt sich feit einigen Tagen hauptsächlich mit der Verschlechterung der finanziellen Lage Deutschlands und mit den im Zusammenhang damit zu erwartenden politischen und wirtschaftlichen Folgen. Die Unterredungen Schanzers mit Lloyd George in London und mit Boincaré in Paris, die der Lösung der Orientfrage und des griechisch- türkischen rieges galten, finden verhältnismäßig geringe Beachtung. Es wird übrigens besonders hervorgehoben, daß auch die Deutschland berührenden Probleme in diesen Zusammenkünften erörtert wurden. Ja selbst die ernste 3uspigung der Haager Ronferenz, die offenkundig in der Entschädigungsfrage wieder auf einen toten Buntt angelangt zu sein scheint, so daß man bereits mit der Abreise der französischen Delegierten rechnet, beschäftigt die öffentliche Meinung des Auslandes weniger als die Furcht vor dem finanziellen Zusammenbruch Deutschlands. Es ist z. B. sehr bezeichnend, daß der Präsident der Bereinigten Staaten Harding, der relativ selten zu den europäischen Fragen Stellung nimmt, sich veranlaßt sah, in einer Ansprache an die Studenten einer Universität in seinem Heimatſtaate Ohio sich darüber zu äußern. Er sagte nach einem Telegramm der Chicago Tribune" u. a.: ,, Angesichts der bestehenden Krisis in Deutschland sei die erste Pflicht Ameritas, für seine eigene Eicherheit Sorge zu tragen, der Bresse aufrechtzuerhalten. Gegen die Reaktion müffe der aus dem Kriege mächtiger hervorgegangen find als wir es vorher Einer der größten Fehler von 1918 sei der gewesen, die Freiheit damit es besser in der Lage sei, anderen zu helfen. Nachdem wir Kampf bis aufs Meffer geführt werden, wenn man nicht waren, ist es unsere Pflicht, der Welt bei ihrem Wiederaufbau zu felbft dem Messer oder Revolver zum Opfer fallen wolle. Ueber waren, ist es unsere Pflicht, der Welt bei ihrem Wiederaufbau zu die Aufnahme der Deutschen Boltspartei in die Koalition sprach fich Hilfe zu kommen. Aber wir fönnen es nur, wenn wir uns in Scheidemann ablehnend aus. Was man brauche, sei die Hilfe erster Linie bemühen, unser eigenes Haus in Dronung zu bringen." allein seien nicht in der Lage, Deutschland zu repräsentieren, mit gemeine amerikanische Wirtschaftskrise zu sein, die sich übrigens. Letzteres scheint eine Anspielung nicht allein auf die alldes ehrlich demokratischen Bürgertums. Die sozialistischen Parteien müsse, verhandeln würden. Dieses Bürgertum müfje man gern die Bereinigten Staaten gegenwärtig erleben und die zum dem auch die Ententeländer, mit denen man noch sehr start rechnen zusehends bessert, sondern auch auf die großen Streiks, die und freudig willkommen heißen. Die Einigkeit unter den Teil blutig verlaufen, wie der Eisenbahnerstreit. Arbeitern schreite fort. Sie feien zum Kampfe bereit, zum Nach dem„ Daily Telegraph" ist man in englischen Kampfe mit geistigen Waffen; aber die Arbeiterschaft scheue auch Finanzkreisen über die deutsche Finanzlage sehr be forgt; den anderen Kampf nicht, wenn er ihr aufgezwungen würde. Das Gefeß zum Schute der Republik würde bedrudtes Papier bleiben, das englische Kabinett werde die Einberufung eines menn nicht der Wille dahinter stehe, das, was, darauf stehe, in die Obersten Rates oder wenigstens einer Konferenz der Tat umzufeßen. Wenn die Reaktion weiter fo arbeite mie alliierten Finanzminister und Sachverständigen über die Rebisher, würde man in Deutschland den blutigsten Bürgerkrieg haben. parationsfrage beantragen. Das große Londoner SonntagsSchließlich meinte Scheidemann, man solle an das Bolt appellieren blatt„ Observer" tritt den Behauptungen derer scharf entDie Frankfurter 3eitung" veröffentlicht an und den Reichstag auflösen. gegen, die in dem neuen Marksturz ein Schwindelmanöver leitender Stelle die Zuschrift einer angesehenen demokratischen Deutschlands erblicken. Es macht vielmehr die Gläubiger Persönlichkeit Westdeutschlands", in der daran erinnert wird, Deutschlands für diese neue Krise verantwortlich, die es in den daß Stresemann in seinen„ Deutschen Stimmen" eines der & iel, 10. Juli 1922.( So3. Parlamenisdienst.) Bon der kon- letzten drei Jahren zu einem Paria herabgedrückt hätten, obelendeſten Pamphlete gegen den Reichspräsidenten, fecllkommission der Entente wurde am Freitagmorgen auf dem wohl sie hätten wissen müssen, daß die Geschäfte zwischen worin auch der verstorbene Demokrat Naumann mit Rot be worin auch der verstorbene Demokrat Naumann mit Kot be- marine arsenal eine Revision vorgenommen. In Kilen ver- Nationen ebenso wie zwischen Einzelpersonen nur durch worfen wird, in begeisterter Weise empfohlen hat. Zum Schluß packt wurde eine ganze Anzahl Wassen und Munition gefunden, gegenseitiges Vertrauen geführt werden können. wird gesagt: Der Schlüssel der Situation liegt nach wie vor bei darunter 136 leichte und 38 schwere maschinengewehre, Wenn es sich jetzt bestätigen sollte, daß die Herren Abgeordneten 42 maschinengewehre ganz neuen Systems und 18 Frankreich, dem wichtigsten Gläubiger Deutschlands, dessen Marg und Dr. Koch im Auftrag ihrer Fraktionen diefe Deutsche Stangenfernrohre. Die verantwortlichen Leiter des Arfe- bisherige Hartnädigteit gegenüber allen Bestrebungen, die Boltspartei zum Eintritt in die Regierung eingeladen haben, dann nals wollen nicht wissen, wie die Waffen dorthin gekommen find. Reparationsfrage auf vernünftiger Grundlage zu lösen, die fönnte man sich nicht wundern darüber, daß alle wirklichen Republi- Es besteht die große Gefahr, daß der Betrieb, der 800 Arbeiter und neue Krise mitverschuldet hat. Die französische Regierung verfaner diesen Schritt als eine Verhöhnung empfinden müffen. Nie- 200 Angestellte beschäftigt, geschlossen wird. Eine Betriebs- hält sich bisher fühl und abwartend. Zu der Nachricht mand wird für möglich halten, daß auch nur die Mehrheitsversammlung, die am Sonnabend fagte, und sich mit dem Waffen. über ein neues Gesuch Deutschlands um Zahlungsaufschub fozialdemokratie heute zur Großen Koalition bereit wäre. fund beschäfügte, nahm eine Entschließung an, in der von der Ma- meldet die offiziöse Havas- Agentur: Es würde sich also bei der Einladung nur um eine demonstrative rineleilung eine firenge Untersuchung der Angelegenheit verlangt Wenn Deutschland ein wirkliches Moratorium verlangt, wird Geste handeln, die bei der gegenwärtigen Erregung in unserer Ar- wird, und daß bis zum Abschluß derselben die verantwortlichen Per- 3unächst seine 3 ahlungsfähigteit geprüft werden. beiterschaft nicht anders als aufreigend und rabitali fonen beurlaubt werden. Die Belegschaft betont, daß fie die werde keinerlei Entschließung gefaßt werden, bevor den fierend wirten kann. Für den Außenstehenden ist noch besonders Reichsregierung in bezug auf die Durchführung der im Friedens- Alliierten der Bericht des Garantieausschusses über die unverständlich der Gegensaz, der sich hier in aller Deffentlichkeit vertrag vorgesehenen Bestimmungen unterstützt, um unter allen Finanzkontrolle vorliege. auftut zwischen der Reichstagsfraktion und den vom Vorstand der Umständen zu verhindern, daß man gegen die abgeschlossenen VerDeutschen Demokratischen Bartei aufgestellten Richtlinien. Der arme träge handelt. Zwei Mitglieder des Betriebsausschusses wurden Wähler und Staatsbürger steht hier leider nicht zum erstenmal por nach Berlin gesandt, um mit den maßgebenden Stellen zu verhander Frage: welches ist nun die Politit der Deutschen deln. Wird der Betrieb geschloffen, so bedeutet das eine schwere Demokratischen Partei? Schädigung des Kieler wirtschaftlichen Lebens. Um nicht unhöflich zu werden, wollen wir die Antwort auf diese bange Frage eines Demokraten der Demokratischen Partei selbst überlassen. * " Es Ob diese halbamtliche Gelassenheit der wahren Stim mung in Paris entspricht, darf wohl bezweifelt werden. Der Pariser Korrespondent der Times" drahtet seinem Blatte: Noch niemals habe ich eine so pessimikische Stimmung in den höchsten französischen Bankfreifen gefunden wie jetzt, wo man den Bankrott Leider meldet der Bericht nicht, wo die verantwortlichen Defterreichs erwartet, und wo der katastrophale Sturz der Mark die Notwendigkeit nicht nur eines vollständigen Leiter des Marinearjenals find. Moratoriums für einige Jahre, sondern auch Maßnahmen zur Berhinderung eines völligen Zusammenbruchs Deutschlands beweist. Wenn auch die Finanzpolitik Deutschlands scharf fritisiert wird, so ist es doch bemerkenswert, daß niemand nach Strafmaßnahmen ruft. Nach Ansicht der Finanzkreise ist das einzige, was geschehen kann, eine Erhöhung der Naturallieferungen. Später wird man vielleicht noch Zwangsmaßnahmen verlangen, aber im Augenblick iſt angesichts dieser Krise die Stimmung Frankreichs so, daß man auf Ansprüche verzichtet und es für beffer hält, nach Mitteln zur Abhilfe zu suchen. Weiterführung des Buchdruckerstreiks Die Generalversammlung der Buchdrucker, die heute vormittag im Gewerkschaftshaufe tagte, nahm einen recht bewegten Verlauf. Generalstreik- Enten. Es wurde besonders friffiect, daß die Regierung die ihr zur Ber- Leute, die behaupten, es genau zu wissen, die es auch fügung stehenden Machtmittel nicht benuhe, um die Unternehmer wissen" müssen, weil sie feine Ahnung haben, erzählen zum Nachgeben zu zwingen. Es wurde bemängelt, daß von der überall, daß morgen, Dienstag, oder Freitag ein Generalftreik Regierung feinerlei Erklärung veröffentlicht worden ist, obwohl eine fomme. derartige Erklärung vom Reichsarbeitsminister in Aussich! geftellt Ein Generalstreit wird nicht unter Ausschluß der Deffent worden war. Die Versammlung beschloß schließlich, den Streit in der jeitherigen Form weiterzuführen. Inzwischen sind die Staatssekretäre Fischer und Schröder gestern abend in Paris eingetroffen, die Ankunft Bergmanns wird dort für Dienstag angekündigt. Nach einer lichkeit beschlossen und nicht ohne fie vorbereitet, feine Bekannt ,, Europa- Preß"-Meldung aus Paris wird in französischen madung erfolgt auch nicht durch die Leute, die jetzt das politischen und Finanzkreisen die Gewährung des Moratoriums Gerücht verbreiten, er würde durch die Spizenorganisationen als sicher gehalten, da sonst der deutsche Staatsbankerott under Arbeiter und Angestellten und die politischen Arbeiter vermeidlich wäre. Nach der" Daily Mail" beabsichtige jedoch die parteien angekündigt werden. Deswegen sei nur betont, daß französische Regierung, für die Gewährung eines zweijährigen Die nächste Generalversammlung findet Donnerstag, vormittags biejenigen, die solche Nachrichter jetzt weitertragen, Unsinn 3ahlungsaufschubs schärfste Maßnahmen zur finan 10 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses statt. ziellen leberwachung Deutschlands zu fordern. Alle Anträge auf Aenderung der Taktik wurden abgelehnt. Wie bisher, erscheint die Urbelterpreffe. Alle anderen Betriebe bleiben im Ausstand. verbreiten. Leichter Rückgang des Dollars. daß am Bormiffag diefes Tages Waffensammlung des' Truzbundes. die aus Ohrdruff, dem Thüringer lebungsplaß, zurückkehrenden Der Tendenzumschwung am Devisenmarkt Truppen aus Münster und Baderborn durch bestimmte Straßen der Der Rattenkönig der Verschwörer- Verbände. tam bei Beginn der neuen Woche deutlicher zum Ausdruc. Stadt Raffel ziehen würden. Der Zweck dieser Mitteilung liegt auf Vor einigen Tagen bereits veröffentlichten wir einiges Während am vormittag der Dollar im Verkehr zwischen den der Hand: die nationalistisch gesonnenen Einwohner Kaffels aus einem Kundschreiben, das der wegen Lieferung der Banken noch mit 550 und darüber gehandelt wurde, trat im sollten damit eingeladen werden, sich in den genannten Straßen zu Mördermaschinenpistole verhaftete Erich Bade, Gauleiter offiziellen Verkehr an der Börse ein starkes Angebot fammeln, um sich am Anblick der militärischen Demonstration für des Deutschvölkischen Schuh- und Trugbundes in hervor. Der Kurs ging im Verlaufe der ersten Börsenstunde ihre Bestrebungen zu stärken. Ganz zweifellos war der Offizier, der der nationalistischen Schwerin, an seine Mitglieder versandt hat. Nunmehr bringt etwa von 540 auf 517 zurüd. Gegen Mittag stellte er Beitung die Mitteilung von dem Durchzug der Truppen übermittelte, unser Schweriner Bruderblatt ein zweites, noch interessanteres fich auf 522. Die Schwankungen dauern an. Es scheint, als im Einverständnis mit der Zeitung, die die Führung der Rundschreiben des gleichen Bade, das vom Ende März 1922 ob sich die Spekulation aus dem Geschäft zurückzieht, zumal hiesigen nationalistischen Kreise hat. datiert ist. Das gute Gewissen des Absenders wird illustriert fie am Dollarmarkte sehr bedeutende Mittel investiert hat. In der Tat verlief der Durchmarsch ganz nach dem angekündigten durch den Briefkopf, der lautet: Außerdem haben natürlich die Nachrichten über beginnende Beitungsprogramm, und zwar mit Moratoriumsverhandlungen in Paris und über angeblich erneut in Aussicht genommene Anleiheverhandlungen abschwächend auf den Markt gewirkt. Im Effekten Im Effekten verkehr machte sich trotz der Ermattung der Devisen eine starke Nachfrage geltend. Die„ Sowohl- Als auch"- Partei. Am Sonntag tagte in Berlin der Reichsausschuß der Deutschen Volkspartei, der nach einem Referat Streje manns folgende Entschließung einstimmig annahm: = flingendem Spiel, wobei die Hauptverkehrsstraße, die Königstraße, in ihrer ganzen Ausdehnung zum Schauplaß der militärischen Rundgebung wurde. Geschüßen, Maschinengewehren usw. usw. Boran berittene Truppen, dann Infanterie und Artillerie mit Nach dem Lesen vernichten! Streng vertraulich! Nach längeren Erörterungen, daß es einen Bernichtungsfampf gegen die Juden gelte, bei dem der eine die Mittel Als der erste Zug der Infanterie unter den Klängen von:„ Ich zum Kampf stellen, der andere Leib und Leben opfern bin ein Preuße" und anderer Weisen die Königstraße neben dem müsse", gibt das Rundschreiben folgende interessanten ZusamFriedrichsplay passierte, rief einer der ältesten Rasseler menhänge bekannt: Uns angeschlossen und aus dem Truzbund hervor Bürger den hinter der Kapelle reitenden kommandierenden höheren Offizier laut und verständlich im Mitgehen neben dem gegangen ist der BnS.( Verband nationalgejinnter Soldaten) Pferde wie folgt an: Wie fönnen Sie angesichts der tiefen und der NDO.( Nationalverband Deutscher Offiziere). Ihnen forvie Trauer, die das Volk anläßlich der Ermordung Rathenaus beDer Reichsausschuß der Deutschen Volkspartei erhebt einmütig drückt, die Mufit spielen lassen? Das ist eine unerhörte Rüd- inbesondere Angehörigen der Brigade Ehrhardt ist jede erdenkliche Protest gegen die Vergiftung unseres öffentlichen Lebens durchsichtslosigkeit und eine unerhörte Herausforde. Hilfe zu leiften. Mordorganisationen und und durch Aufreizung der rung! Ich ersuche Sie, das Musizieren einstellen zu laffen!" Mordinstinkte. Die schärfsten Maßregelungen gegen loidja Der Offizier sah den Anrufenden mit taltem höhnischen Agitation und Organisationen finden seine Zustimmung. Der Streit Blide an, gab feinem Pferde zu rascherem Gange die Sporen, und um die Frage der Staatsform hat in dieser schweren Not unseres die Mufit spielte weiter. Dem kommandierenden Offizier einer weiteren folgenden Truppe Vaterlandes zu schweigen. Wir sind der Ueberzeugung, daß der wurde dasselbe gesagt mit dem gleichen negativen Erfolge. Wiederaufbau Deutschlands nur auf dem Boden der republikanischen Es scheint also, daß für die Truppen der Republik es gleich= Verfassung möglich ist. Deshalb stimmen wir einem Schuß diefer gültig, völlig gleichgültig ist, wenn der die Republik verVerfassung und der Bereitschaft der Reichstagsfraktion an dem Ge- tretende Staatsmann hingemordet wird. Daß diese durchmarschierenfetz zum Schutze der Republik mitzuwirken, zu. Wir sind mit der den Trupepn auch nicht eine einzige Reichsfahne trugen, genau wie Annahme des Gesetzes einverstanden, wenn ihm der Charcfier eines es bei den jetzt einmarschierenden Truppen in Oberschlesien der einseitigen Ausnahmegesezes genommen wird. Fall gewesen, ist fast selbstverständlich. Freilich in Oberschlesien führten die republikanischen Truppen Deutschlands sogar die Farben des Kaiserreichs, worauf die Ententebefehlshaber erklärten, daß, falls die republikanischen Fahnen nicht sofort an die Stelle der fchwarzweißroten treten würden, man den Einzug der deutschen Truppen und die Uebergabe Oberschlesiens verweigere!! = Von der Regierung verlangen wir Wiederaufrichtung der Staatsautorität gegen die Herrschaft der Straße und erheben den schärfsten Einspruch gegen die unerhörten Ausschreitun gen bei den legten Demonstrationen. Wir verwahren 15 reiter gegen jede Schmähung der Vergangenheit und unjerer großen vaterländischen Geschichte. Wir wollen die Reichsflagge gegen Verächtlichmachung und Beschimpfung geschützt wissen, aber wir wenden ims ebenso gegen jede Beschimpfung der schwarzweißroten Farben, sie uns nicht Farben einer Partei, sondern Symbol der nach herten geschicht lichen Kämpfen errungenen deutschen Einheit sind. Wir haben ungeachtet der Agitation der Deutschaationalen Volkspartei bisher in guten Beziehungen zu ihr zu tesen gesucht. Im Interesse der notwendigen inneren Gesundung wenban wir uns aber gegen jede Berhehung auch durch rech sradikale Elemente mit rücksichtsloser Schärfe. Unsere Parteifreunde im Reich fordern wir auf, im Sinne dieser Richtlinien die Politik der Partei zu führen und zu unterſtützen. Das sind doch keine Richtlinien, sondern Schlangen linien, auf denen sich die Deutsche Volkspartei durch die Note der Zeit hindurchzuwinden sucht. Schwarzrotgoldschwarz weißroter Monarchorepublitanismus! Oder jagen wir doch klar und einfach: der alte Nationalliberalismus, wie er leibt und lebt! Eine Reichswehr- Provokation. An das Reichswehrgruppenkommando in Kassel, den Reichswehrminister und den Reichskanzler ist folgendes Protestschreiben abgegangen, das vom Zentrum, der Demokratischen Partei und der Sozialdemokratischen Partei Kaffels unterzeichnet ist: Am Dienstag, den 27. Juni 1922, war aus Anlaß des Todes Rathenaus hier nachmittags eine mächtige Rundgebung der drei in der Regierung vertretenen Parteien, an der wohl 60 000 Personen Kassel, den 7. Juli 1922. Wer ist nun für den Skandal des Durchmarsches von Truppen mit flingendem Spiel unter den gegebenen Verhältnissen verant wortlich? Wenn behauptet wird, die Reichswehr sei unpolitisch, fo ist das eine Dorfpiegelung falscher Tatsachen. Wo ist die erforderliche Tatkraft der Leitung, wo die politische Gehkraft, wo das Tattgefühl im Interesse der Republik? Die Truppe der Reichswehr ist feine Stütze der Republik, fondern eine Gefahr! Hätte man auch nur im entferntesten auf die Gefühle des Boltes in seiner großen Mehrheit Rücksicht genommen, so würde man auf mindestens acht Tage jede Militärmusik verboten haben. Das war eine Forderung des Anstandes zur Wahrung der Würde der Republik. Die Nachgiebigkeit, die Lauheit, die Schwäche, die ängstliche Anpassung, die Konvenienz gegenüber unberechtigten Neigungen, die aus der Bergangenheit herrühren, alle diese Mängel sind mit schuld den Geist der republikanischen Regierungsform. an den Mordanschlägen und an den Attentaten auf Wir verlangen die restlose Entlassung und Benfionierung aller Offiziere und deren Erfahß durch gediente Feldwebel, Bize feldwebel und sonstige Unteroffiziere, deren Tüchtigkeit außer Frage steht und die wirklich von republikanischer Gesinnung erfüllt find. Die Sicherheit der Republit bedingt diese Maßnahme. Wir haben teine Kriege mehr zu führen und wollen feine mehr führen, wir wollen den deutschen Rechtsstaat, er allein tann uns den inneren und äußeren Frieden verbürgen. Die Brigade Ehrhardt ist bekanntlich jetzt die Organi jation C. Durch die vorstehenden Säße ist die Verbindung zwischen der Organisation C. dem Deutschvölkischen Schuh und Truzbund, dem Verband nationalgesinnter Soldaten uno dem Nationalverband Deutscher Offiziere unwiderlegI ich festgestellt. Weiter enthält das Rundschreiben fölgende Anweisung: Fast jede Ortsgruppe hat ihre Jugendgruppe. Sie wird mit nicht verbotenen Karabinern ausgerüstet und in Geländeübungen zu felberprobten Männern erzogen. Gegebenenfalls müssen tie liegenden Güler des Waffenbejikes wegen um Jagderlaubnis dngegangen werden. Wir bitten bei dieser Gelegenheit um die Abgabe von Handfeuerwaffen, alten Fahrrädern, Büchern vaterländischen Inhalts ufro. Annahmefteile für alle Sendungen ist der Guwart in Schwerin i. M., Schließfach 23( Wohnung: Alexandrinenstr. 14). ( Eigene Sache, nicht Bundesangelegenheit: Tatkräftige, entfchloffene Leute wollen sich bei mir in Schwerin, Alexandrinen. straße 14 jekt bereits gelegentlich melden, versehen mit einem Empfehlungsschreiben des Empfängns dieses Schreibens.) Dieses Rundschreiben ist unterzeichnet von Erich Bade, ehrenamtlicher Gaumart, Schwerin i. M.; Gustav Ritter, Fabrikbefizer in Grabow; H. Sträde, Telegraphendirektor, Rostod; W. Sträter, Inspektor, Neuhof; H. Rielandt, Kaufmann, Ludwigsluft; Fr. v. Schubert, Hofbesiger, Tarnow. Dies Schreiben follte eigentlich genügen, um die ganze Gesellschaft hinter Schloß und Riegel zu bringen. An die Deutsch- Oberschlesier. Berlin, 10. Juli( WTB.) Der Reichspräsident hat aus Anlaß der llebergabe deutschbleibender Teile Oberschlesiens Anlaß der Uebergabe deutschbleibender Teile Oberschlesiens an die deutschen Behörden folgendes Telegramm an den Oberpräsidenten Bitta in Oppeln gerichtet: Freudenstadt, 10. Juli. Am Tag der Befreiung der ums verbliebenen Teile OberWir verlangen ferner, daß alle pensionierten Offiziere und schlesiens sende ich dem schwergeprüften Lande meine Grüße und eine vorgebrudte Erklärung zu unterzeichnen haben, in der sie sich Wünsche. Unauslöschlicher Dant gebührt der treudeutschen Militärbeamten bei Empfangnahme ihrer Ruhestandsbesoldung Bevölkerung, die allen Berlockungen und Drohungen zum Trotz ihr gleichzeitig verpflichten, sich bei Strafe des Verlustes ihrer Ben mannhaftes Bekenntnis zum Vaterlande abgelegt hat. Mit tiefer fionsansprüche bei keiner Berbindung zu beteiligen, die sich direkt Trauer gedenke ich der entrissenen Landesteile und ihrer Bewohner. oder indirekt gegen die Republie richtet, ferner die Ber- Wir werden ihnen die Treue halten und mit ihnen gemeinsam fügung des Reichspräsidenten und der republikanischen Regierung den Schmerz über das erduldete Unrecht tragen. Die wirtschaftauf das gewissenhaftefte zu befolgen, jeder Tätigkeit gegen das Belichen Wunden, die Fremdherrschaft und Berreißung dem Lande gestehen der Republit in Wort und Schrift sich zu nthalten und schlagen haben, muß deutscher Fleiß und deutsche Hilfsbereitschaft Am Tage darauf, in der um 7 Uhr früh erscheinenden Ausgabe Abzeichen und Symbole der Republik zu achten und zu ehren. der hiefigen nationalistischen Zeitung und bezeichnenderweise in dieser Sozialdemokratische Partei. Demokratische Partei. Zentrumspartei. zu heilen versuchen. Ebert, Reichspräsident. allein, befand sich im lokalen Teil die Nachricht, gez. Jenrich. teilnahmen. Waas.. und a Preiß bist aa?" Bon Troll Nach einem schwülen Sommertag ein paar Jahre vor dem Krieg ging ich in der Dämmerung in München durch die Neuhauser Straße. Ein wüfter Lärm, der aus einem Alt- Münchener Bierbeisel" herausquoll, bremste meinen Schritt. In der Kneipe war ein Heidenspektakel. Tiefe Stimmen von dunkler Färbung, dunkel wie Märzenbod dröhnten füdbayerischen Dialekt. In dieser Bässe Grundgewalten schmarrte hell fraßend wie eine Berliner Weiße die Stimme eines unverstandersen, sommerfrischelnden Spreeatheners. Es find eben zwei grundverschiedene Sprachen, das Münhnerische und das Berlinerische, die nur bei langjährigem Studium beiderseits verstanden werden. Es ist, wie wenn man von einem Stod hinesen verlangen würde, er follte einen Botokuden verstehen. Mangelndes Verstehen der gegenseitigen Sprache führt meist zu unliebsamen Mißverständnissen und Salvator Märzenbod und Berliner Weiße genießt man selten ohne Leibfchmerzen zur gleichen Stund. Aus dem Alt- Münchener Bierlofal erfcholl folgender Dialog: Die helle Berliner Weiße: 3d vasteh Se janich. Wat wolln Se denn von mir? Jd bin Ihnen doch janich zunahe jetreten Der dunkle Münchener Märzenbod( im Tone des tödlich Beleidigten): Waas, und a Preiß bist aa?" Im gleichen Augenblick wurde die zweiflügelige Tür wie von einem Orkan aufgerissen, und dicht an mir vorüber slog schnell wie ein Pfeil ein menschlicher Körper magrecht über den breiten Gehsteig auf das schmugige Straßenpflaster... der Preiß. gez. Rocholl. gez. Struve. großes Haus führt, in Schwarz- Weiß- Rot macht und kaltgestellte preußische Leutnants und Kapitäne an der far durch Prämien deutschnationaler Kapitalisten angefeuert, darüber nachfinnen, wie die „ Führer wahrhaft deutschen Geistes" deutsche Republikaner am schnellsten und sichersten abgurgeln. Bums... Tür auf und Nase.im Dred! Das wäre eine Erlösung für die deutsche Republif. Dann wür den die Republikaner des Nordens wieder mit Freuden nach Südbayern pilgern und die füdbayerischen Sommerfrischen hätten nicht wie diesen Sommer über die Fremdenflucht zu wehflagen. Und alle Partikularisterei würde recht bald in den Orkus fahren. Und ich würde meine letzten Kröten zusammenfragen und nach München fahren, um bei diesem Schauspiel zur Rettung der deutschen Republik wieder wie damals vor dem Alt- Münchener Bierbeiser! auf der Neuhauser Straße Spalier stehen zu können. Das Schuhgesetz. ( Frei nach Liliencron.) Klingling, bumbum und tschingsafa! Ift etwa Lehmann wieder da? Im Reichstag ist ein groß' Gemez: Das Schutzgese! Das Schußgefeß! Boran die Schellenträger. Deutschnational das Bombardon: Sie wissen wieder nichts davon, Die braven Unschuldsknaben, Dieweil sie Bange haben, Die Herren Helfferiche! Der Helfferich mit fühnem Sinn Floh wieder mal( wie einst) wohin. Die Reichswehr schützt den schlanken Leib. Beim Zeus! Das ist kein Zeitvertreib. Und dann die Bolksparteiler! Herr Stresemann, semmelgelb, abrett, Lag mit der Reaktion im Bett; Jetzt rückt er etwas von ihr ab, Doch bleibt er treu ihr bis ins Grab Und dann die Demokraten! Das stampit Entrüftung, dröhnt und flirrt Und sorgt dafür, daß nichts draus wird. Das hat sich, tut sich, droht und schreibt Wenn es beim Alten( Geßler) bleibt. Und dann die Republieke! Die schaut heraus aus Haus und Hof, Ein bischen fritisch, bischen dof: Ob man wohl die Kujons erwischt? Wird's wieder nischt? Wird's wieder nischt? Borbei ist die Musike. Wissenschaftliche Aufgaben der Luftfahrt. Die deutsche Luftfahrt, den Versailler Bertrag in ihrer Entwicklung gelähmt wurde, wird sich die während des Krieges so große Fortschritte gemacht hat und durch ieht mehr und mehr der Lösung wissenschaftlicher Probleme zuwenden, ein Gebiet, das große Aufgaben für die Zukunft birgt. W. Roß, der in einem Aufsatz der Bergstadt" diese Verbindung von Luftfahrt und Wissenschaft behandelt, weist auf die Er. forschung der Höhenregion durch das Flugzeug hin. Wir wissen bisher nur wenig von den Höhen in der Luft, die übe: 10 000 Meter liegen; man fann aber mit besonders dafür erbauten Fingzeugen bis zu 30 000 Meter emporsteigen. Die praktischen Ergebnisse der Höhenforschungen mit dem Flugzeug würden unseren Wetterstationen zugute fommen. Die Erforschung der Wolfen- und Regenbildung wird dadurch eine große Erweiterung erfahren, denn bisher wissen wir nicht, wo die eigentliche Regenquelle liegt. Man ucht sie in den 10-15 000 Meter hohen Zirruswolken, die wahr. An dieses Erlebnis aus der Vorfriegszeit muß ich stets denken, heinlich aus feinen Eiskristallen bestehen und sich beim Hinabgleiten wenn ich lese, dak Bayern heute das 3'fluchtsland aller alt- taiser- in tiefere Regionen in Wasser auflösen. Es ist aber bisher wissen lich- preußischen Offiziere, daß Ludendorf Ehrengast der Münchener scheitlich noch nicht erklärt, wie sich diese Eiskristalle in den Höhen, in Universität ist, die Mordorganisation deren Hauptverbrecher bene vermutlich nur ein Luftdruck von 100-200 millimete: herrscht, Tillefen, Killinger, Techow ufw. von mördlich der Mainlinie her- schwebend halten können. Ein weiteres Gebiet für die wissenschaftkommen, sich in dem Breußen so wenig freundlich gesinnten Südliche Luftfahrt ist das Luftmeßbildwesen. Man kann durch bayern fo wohl fühlen fönnen. Photographieren aus der Vogelperspektive weite Gebiete erforschen Für jeden Saupreiß", mit dem besonders Luisendorff während und die einzelnen Landesteile mit so unbedingter Genauigkeit aufdes Krieges von bayerischen Soldaten, linteroffizieren und Offizieren nehmen, wie es nach dem bisherigen Verfahren nicht möglich war. bedacht worden ist, möchte ich nur eine Bapiermark haben. Mit Bon englischer Seite sind bereits solche Landesaufnahmen dom dieser Summe könnte ich die gesamte Sinnes- Bresse samt lebendem Flugzeug aus in Afrika und Australien mit bestem Gelingen durch: Tribüne. Zu der am 13. Juli stattfindenden Uraufführung des Schan und totem Inventar auftaufen und den gefordertum Preis in bar geführt worden, und man will jetzt auch die Polargegenden auf spiels Der weiße Bät und die schwarze Pantertage" wirb auf den Tisch legen. diese Weise erforschen. Sodann wird die drahtlose Telegraphie und der zurzeit in Berlin weilende Dichter Blodymyr Wynnytihento Telephonie von einem Flugzeug zum anderen weiter ausgebaut werden. Vor allem ist es nötig, das Bestimmen der Entfernung und der Richtung des Flugzeuges auf drahtlosem Wege zu verbessern. Wenn es erst möglich sein wird, jedes unterwegs befindliche Flugzeug dauernd von Landstationen aus darüber zu unterrichten, wo es sich befindet, so wird der Weltluftverkehr eine viel größere Sicherheit und praktische Bedeutung erhalten. Ich habe die antipreußische Dr. Siglsche„ Baye tische- Vaterland". Partikularifterei immer zu Tod und Teufel gewünscht. Und tue es heute noch. Aber wenn ich je die Münchener Märzbockftimme: Waas? und a Breiz bist aa?" Türaufroßen, Fliegen eines Körpers über den Bürgersteig auf das Straßenpflaster ersehnt hätte, dl mn jegt, da der Preuße Ludendorff in München von amerikanisch en Dollars ein Klingling, tfchingisching und Baufentrach, Schon tönt es wieder merklich schwach. Das Resultat ist ungewiß. Fliegt nicht ein faules Kompromiß -tschingisching bumum die Ede? persönlich erscheinen. Baulchen. Wohlfahrtsschulen als höhere Fachschulen. Um die Stellung der staatlich anerkannten Wohlfahrtsschulen innerhalb des ges samten Schulwefens zu bestimmen und ihre Eigenart den anderen Schul gattungen gegenüber zu fennzeichnen, hat, wie der amiliche preußische Pressedienst mitteilt, der Minifter für Colts wohlfahrt in einem gemeinsamen Erlag mit dem Stultus- und dem Handelsminister fie alshöhere Fachschulen anerkannt. fönnen. Der Kampf um den Wald. Die Agrarier haben die Beratung des Gesetzes im Ausschuß verschleppt und das Gesetz selbst soviel wie möglich zu der schlechtern versucht. Es fanden im Ausschuß drei Lesungen statt; schließlich hatte fich eine feste Mehrheit von 11 Stimmen ( 8 Sozialisten, 2 Arbeitervertreter des Zentrums und 1 Demokrat) gegen die 6 Stimmen der Rechtsparteien und 4 Zentrumsagrarier gebildet. In der Fraktion des Zentrums ist es wegen dieses Gesetzes zu heftigen Reibungen gekommen. Bei der zweiten Lesung war durch eine zufällige schwache Besetzung der linken Seite die Freigabe der Uferroege Der billigste" Mörder. Die Ehefrau als Anstifterin. e Gewerkschaftsbewegung An die Ruhrbergarbeiterschaft. Der preußische Landtag hat in letzter Woche endlich das Gesetz zur Erhaltung des Baumbestandes und Erhaltung Greifswald war im legten Sahre der Schauplatz eines entfeßund Freigabe von Uferwegen im Interesse der Bolts lichen Verbrechens. Der Gastwirt Wienhold wurde dort am gesundheit angenommen. Wäre dieses Gesetz einige Monate früher 21. August 1921 auf Veranlassung seiner Ehefrau und mit ihrer Bei- Der Verband der Bergarbeiter Deutschlands erläßt folgenden Derobschiedet worden, so hätten die umfangreichen Abhilfe durch den Freund seines Sahnes, namens Mengdehl, ermordet. Aufruf: holzungen bei Hermsdorf im Nordbezirk Berlins sowie die Sie erschlugen den im Bette liegenden Mann mit einem Küchenbeil. Der Vorstand des Zentrum- Gewerkvereins christlicher BergAbholzung der Dielhundertjährigen Eichen des soge. Die mit einem Hemd bekleidete Leiche war nach der Tat unter Mitarbeiter hat einen Aufruf in der Tagespresse erscheinen lassen, ber nannten Mach) nower Busches nicht vorgenommen werden wirkung des Sohnes von den beiden in einen Koffer ge Sage dieses Aufrufs wird gesagt, der Bergarbeiterverband habe den Machnower inhaltlich verschiedene Unrichtigkeiten aufweist. Im einleitenden padt, zwei Tage später von den beiden Männern aus der Woh- Streit für das Ruhrrevier beschlossen, ohne daß von einem nung geschafft, in einem Garten vergraben, nach einem solchen Beschluß die anderen drei Bergarbeiterorganisationen halben Jahre, da das Verfted ihnen nicht mehr sicher erschien, aus- Kenntnis gehabt und daran hätten mitwirken fönnen. Tatgegraben und auf einem anderen Plaze neuerdings vergraben fache ist, daß in der gemeinschaftlichen Sitzung der vier Bergworden. arbeiterverbände am Mitwoch, den 28. Juni d. J., in Essen von den Otto Wienhold war ein wöllig willenloses Wert: Vertretern des Beraarbeiterverbandes der Vorschlag gemacht wurde, Gründe vor als Eigennut. Soweit festgestellt, hat er von der handlungswege erschöpft ſeien. zeug der Mutter. Für Mengdehl lagen keinerlei andere am 15. Juli die Kündigung vorzunehmen, da alle VerNicht ein einziger der Frau gelegentlich Getränke und Zigaretten erhalten und 200 m. anwesenden Vertreter, auch nicht die des Gewerkvereins christlicher bar. Andere Beziehungen zwischen ihm und der Frau wurden von Bergarbeiter, haben fachlich gegen diesen Vorschlag polemisiert. beiden abgestritten. Die Frau, seit 24 Jahren mit dem Ermordeten Wohl doch ein Beweis dafür, daß alle Anwesenden überzeugt davon verheiratet, Mutter von 8 Kindern, 49 Jahre alt, hatte hinterein- waren, daß schon ein besonderer Schritt getan werden müsse, um ander mehrere Verhältnisse unterhalten, bei denen sie die Männer zu einem Vertragsabschluß zu fommen. Die anwesenden vier Ge zur Befriedigung ihrer Buzz- und Vergnügungssucht brandschaßte, werkvereinsvertreter behielten sich vor, in einer Gesamtvorstands. soweit sie fonnte. Vor und nach der Tat hiel: fie es mit einem figung ihrer Organisation noch nähere Stellung zu dem Vorschlage Schneider, der bald nach dem Morde zu ihr zog. Schon früher hatte zu nehmen. Hingegen stimmten die Vertreter der Polnischen Bedie Wienhoid schon mehrfach versucht, ihren Mann zu beseirufsvereinigung und des Gewerkvereins H.D. ohne jeden Vortigen. Das eine Mal fell sie dreitausend Mark geboten behalt dem Vorschlage zu. Eine Konferenz der Vertreter der haben, ein anderes Mal hat sie sechstausend Mark tatsächlich ver- freien Gewerkschaften, welche am 29. Juni d. I. in Bochum stattsprochen. Der Mörder Mengdehl war schließlich der billigste. In fand, stimmte ebenfalls dem Beschlusse auf Kündigung am breitägiger Verhandlung beschäftigten sich die Greifswalder Ge- 15. Juli zu. Weiter wird in dem Aufruf des christlichen Gewerk schworenen mit diesem Verbrechen. Die Beweisaufnahme bot ein vereins gesagt, alle Verhandlungsmöglichkeiten feien noch nicht Gegen die wienhold und Mengdehl auf Todes. Bild ungeheuerlicher Verworfenheit. Das Urteil lautere: erschöpft gewesen. Demgegenüber ist folgendes festzustellen: ftra fe, gegen die W. razu wegen verfu hier Anstistung zum Gattenmord auf 2 Jahre Gefängnis nebst den üblichen Nebenstrafen. Otto Wienhold wurde wegen Beihilfe zu 12 Jahren 3uchthaus verurteilt. auf die die Zentrumsarbeiter des Westens den größten Wert legen, beseitigt worden. In heller Entrüftung verließen darauf In heller Entrüstung verließen darauf die 2 Arbeitervertreter des Zentrums die Sitzung. Unsere Genossen blieben weiter in der Sigung, sorgten am Schluß der zweiten Lesung für volle Besetzung, und so wurde mit 11 gegen 10 Stimmen eine dritte Lesung beschlossen, in der alle Verschlechterungen wieder beseitigt wurden. Nach§ 1 des Gesetzes sollen die Provinzialausschüsse( in Berlin der Magiftrat, im Westen der Verbandsausschuß) bestimmen, welche„ Baumbestände und Grünflächen in Großstädten, in der Nähe von Bade- oder Kurorten oder in Industriegebieten aus Rücksicht auf die Bolksgesundheit oder als Erholungsstätten der Bevölkerung zu erhalten sind und welche Uferwege an Seen und Wafferläufen neben den bestehenden öffentlichen Wegen dem Fußgängerverkehr zwed's Förderung des Wanderns dienen sollen". Bei der Entscheidung darüber, welche Baumbestände und Grünflächen in der Nähe liegen, soll in der Regel über 8 Kilometer über die Grenzen einer Stadt nicht hinausgegangen werden, es sei denn, daß Baumbestände und Grünflächen in dieser Zone nicht vorhanden sind. Der von unseren Genoffen gestellte Antrag, nicht nur die Großstädte( Städte über 100 000 Ein wohner) zu schüßen und das Gefeh auf das ganze Land auszudehnen, wurde im Ausschuß zurückgewiesen. Auch wurde von allen bürger lichen Parteien unser fernerer Antrag, statt Großstädte zu fezen „ kreisfreie Städte"( Städte über 25 000 Einwohner), abgelehnt. Gleichwohl wird das Gefeß, wie unser Fraktionsredner, Genoffe Herbert betonte, von allen Leuten, welche feine Erholungsreisen unternehmen fönnen und sich im Walde erholen wollen, mit lebhafter Freude begrüßt werden. Wir reden immer davon, daß wir Sport treiben sollen. Der gesündeste und gefahrlofefte Sport, der Don alt und jung betrieben werden kann, ist die Wald wanderung. Revolveranschlag eines Fliegers. mutter ist der 36 Jahre alte, aus Leipzig gebürtige Flieger Georg Nach einem Mordanschlag auf seine Frau und seine SchwiegerHans, dessen lehte Wohnung nicht befannt ist, geflohen. Hans ist ein Mann, der zu geregelter Tätigkeit feine Luft hat. Seine Frau trennte sich deshalb von ihm und wohnt mit ihrer Mutter in der Barbarossastraße 33. Einen Teil dieser Wohnung hat sie an wiederholt, sich seiner Frau wieder zu nähern, wurde aber jedes Ruffen abvermietet. Um bequemer leben zu fönnen, versuchte Hans mal wieder abgewiesen. Vorgestern abend fam er wieder in die Wohnung und schimpfte, daß die Russen dort immer noch in den Räumen hausten. Scine Frau bedeutete ihm, daß er in der Wohnung nichts zu sagen habe, wies ihm die Tür und ging nach der Rüche. Jegt griff Hans zum Revolver und gab auf seine Schwiegermutter einen Schuß ab, der zum Glück fehl ging. Als nun seine Frau wieder herbeieilte, richtete er die Waffe auf sie und Arm so schwer, daß sie nach dem Städtischen Krankenhaus in der perlegte fie an der rechten Brust und am rechten Achenbachstraße gebracht werden mußte. Dann ergriff er die Flucht und enttam. Bisher hat man seine Spur noch nicht gefunden. Der Sonntagsverkehr. In einer ganzen Anzahl Berhandlungstage zwischen Arbeitgeber- und Arbeiterorganisationsvertrern ist versucht worden, über Die streitigen Forderungen mit der Gegenfeite zum Abschluß zu fommen. Die Arbeitgeber haben die Verhandlungen seit März 1921 hinausgezogen. In feiner der vielen Streitfragen war ein Entgegenkommen der Arbeitgeber bemerkbar. Dann hat in zweitägiger Verhandlung, am 10. und 11. April d. I., der Reichsherbeizuführen Nicht der geringste Erfolg war an diesen Tagen arbeitsminister es versucht, eine Einigung zwischen den Parteien auf seiten des Ministers. Nach diesen fruchtlosen Verhandlungen beantragten nunmehr die Arbeitervertreter einen Schiedsspruch. Das Schiedsgericht tagte vom 17. bis zum 24. Mai d. I. und fällte letzten Endes einen Schiedsspruch, welcher von den vier Bergarbeiterverunter dem Vorsitz des Reichsarbeitsministers fanden sodann statt bänden ein mütig abgelehnt wurde. Erneute Verhandlungen vom 7. bis 9. Juni in Essen und am 14. und 15. Juni in Berlin. Die Zugeständnisse, welche in diesen Verhandlungen von den Arbeitgebern gemacht wurden, waren gebunden an die Leistung von le berarbeit. Daß die Arbeiterschaft auf eine solche Bindung nicht eingeht, ist vollends verständlich. Teistet. Bir Wer jezt noch behauptet, die Verhandlungsmöglichkeiten seient nicht erschöpft, der will eben die Dinge nicht so sehen, wie sie Streif und einer Niederlage der Arbeiter redet, so hat der Verfasser in der Tat sind. Wenn der Aufruf weiter von einem verlorenen wohl dabei an das Jahr 1912 gedacht. Wenn den Arbeitern nicht der notwendige Erfolg beschieden sein dürfte in diesem Kampfe, so Bei Beratung dieses Gejeges war übrigens die sozialistische merden sie bestimmt die Schuldigen dafür leicht erkennen. Einheitsfront hergestellt. Die Arbeitervertreter des aber sind der Auffassung, daß das gewaltige Gros der ArbeiterZentrums stimmten leider nicht immer mit den Sozialisten, obwohl Immer wieder Sturm auf die Trittbretter. schaft verantwortungsvoller denkt als die Leitung des christlichen sie das Gesez vor der agrarischen Verschandelung bewahrt haben. Ginge es nach den Agrariern, so wäre das Gefeß überhaupt abgewaltung zu einem Großperfehrstag gerüftet und bereits in Wie an allen Renntagen hatte auch gestern die Eisenbahnver- Bewerkvereins und der Parole auf Ründigung am 15. Juli Folge lehnt worden. Was fümmert diese Gesellschaft die Volkswohlfahrt! den Vormittagsstunden zeigte sich auf allen Bercrtstrecken ein fich durch nichts beeinflussen zu lassen. Eh jeder fülle An die Bergarbeiterschaft richten wir den dringenden Appell, außerordentlich starker Ausflugsverfehr. Neben einer Reihe anderer Die Attentäter Hardens. fportlicher Veranstaltungen im Waffer- Rennsport und in der Leicht die Kündigungskarte aus und übergebe sie seinem gewerkschaftlichen atlethit locten selbstverständlich die Freibäder zu außerordentlich Bertrauensmann. Reiner darf zurückſtehen! 10 000 Mark Belohnung! sinat prefisstarkem Eisenbahnverkehr auf der Stadtbahn nach Friedrichshagen, Die Abteilung IA des Polizeipräfidiums veröffentlicht folgende Wannsee, Grünau usw. Der in den Nachmittagsstunden einfegende Regen zwang jedoch zu schleuniger Flucht, auf die die Eisenbahn Das bei den holländischen Reedereien beschäftigte Schiffspersonal Fahndung. Am 3. Juli 1922 abends gegen 8,30 Uhr wurde der Schrift nicht vorbereitet war, und so zeigten sich in den Nachmittagsstunden hat durch den holländischen Transportarbeiterverband Forderungen außerordentlich starte Ueberfüllungen auf den ein= an die Unternehmer eingereicht. Die Forderungen gehen dahin, daß steller Magimilian harden auf dem Heimwege von einem zelnen Streden. Immer wieder mußten die Stationsbeamten auf eine im vorigen Jahre erfolgte 10prozentige Lohnreduzierung zurüdSpaziergang kurz vor seiner Wohnung in der Dachsbergstraße im das Gefährliche einer Fahrt auf dem Trittbrett aufmerksam gezogen und die Bemannungsfrage und die sozialen Fragen im Grunewald von rüdwärts überfallen und durch Schläge mit einem machen. Die Reisenden schienen das furchtbare Eisenbahn- Sinne des§ 616 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt sogenannten Totschläger schwer verlegt. Läter sind: unglüd zwischen dem Bahnhof Schönhauser Allee haben und versuchten Ergebnis nicht UA Drohender, Streik auf dem Rheinstrom. 1. Der landwirtschaftliche Beamte Herbert Weichardt aus immer wieder, troß des Hinweises auf den nächstfolgenden 3ug und geführt. Die holländische Organisation wird daher in den nächsten bei den deutschen Firmen beschäftigte Personal ohne weiteres ge= zwungen sein, in einen Solidaritätsstreit eintreten zu müssen. Die holländische Schiffahrt beherrscht zu vier Fünfteln den Verkehr zwischen Amsterdam und Ruhrort. Ein Streit wird das deutsche Wirtschaftsleben gewaltig schädigen. Oldenburg, der sich bereits im Gewahrsam der Polizei befindet, 2. der Kaufmann, früherer Oberleutnant Walter Antermann, Auch die Straßenbahn hatte wieder auf einer Reihe von Vor2. der Kaufmann, früherer Oberleutnant Walter Ankermann, trop bes Regens, die Fahrt außerhalb der Abteile zurückzulegen. Tagen den Streit erklären. Tritt dieser Streit ein, dann wird das 21. April 1892 in Königsberg i. Br. geboren, in Oldenburg, Bahn ortlinien Berstärkungen vorgenommen, auf denen sich in immer hofsweg 3 wohnhaft, zuletzt in Berlin- Charlottenburg, Kaiser- Fried- stärkerem Maße ein ausgesprochener Sonntagsverkehr entwickelt. rich- Straße 57, Gartenhaus 3 Treppen, bei Frau Brückner unan- So auf der Linien 68, die nach Johannisthal verkehrt, auf der gemeldet aufhältlich gewesen. Linie 24, die einerseits nach Dahlem, andererseits zur Berstärkung nach Tegel durchgeführt wird. Gleichzeitig wurde auch nach Maßgabe der Verkehrsanforderungen der Verkehr der Einfahwagen von zahlreichen Aufsichtsbeamten geregelt, so daß die Strecken mit Ausflugverfehr gut bedient waren. Ankermann, der im Berliner Westen unter dem Namen Hagen auftrat und zurzeit flüchtig ist, wird wie folgt beschrieben: etwa 1,70 Meter groß, mittelfräftige Gestalt, blondes zurüdgefämmtes, etwas gelichtetes Haar, ovales, gebräuntes Gesicht, Anflug von Schnurrbart, besondere Kennzeichen: Mensurnarben auf der linken Kinnfeite. Bekleidet war Anfermann zur Zeit der Tat mit graubraun meliertem einreihigen auf Taille gearbeiteten Anzug, weißem Stehkragen mit umgebogenen Eden, dunklem schmalen gebundenen Selbstbinder und dunklem weichen Filzhut. Obige Belohnung von 10 000 m. wird demjenigen zugesichert, der zur Ergreifung des Täters beiträgt. Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, find zu richten an das Polizeipräsidium Berlin, Abteilung IA, Haus anruf 305, 300 und 617. ( Wiederholt, da nur in der Sonderausgabe von heute morgen erschienen.) Jede Prenkohle eine Mark. • Der amerikanische Eisenbahnerausstand. Nach einer Meldung aus Chifago fängt der Streit der Eisenbahner an, eine bedrohliche Wendung anzunehmen. Im Staate New Jersey find ernsthafte Unruhen ausgebrochen, da die EisenDer Preis für Briketts ist um 25 Proz., von 65 M. auf bahngesellschaften Hindus eingestellt haben, um die Ausständigen zu 81,30 m., gesteigert werden. Im Zentner steden gewöhn- ersehen. 3m Staate 3llinois haben die Truppen alle wichtigen Bahnlich 80-90 Preßßfohlen. Es foftet also eine einzige Breß- höfe befeht. Die Nationalgarde ist im Staate Missouri movilifiert fohlen rund eine Mart., das heißt mehr als früher worden. In mehreren anderen Staaten stehen andere Maßnahmen 100 Stüd. Zahlreiche eingeschriebene Kunden find trotz aller bevor. Mahnung mit dem Ofenbrand für 65 m. nicht beliefert wor den. Jetzt aber drängen sich die Kleinhändler, die mit der neuen Preiserhöhung gerechnet haben, geradezu auf. Sie brauchen sich DMB, und dem BBM3, hat die Firma argen AG., WerkzeugWegen Differenzen, Nichtanerkennung des Tarifs zwischen dem nicht zu wundern, wenn, wie aus zahlreichen an die Redaktion ge- maschinenfabrik, kraufffr. 52, ihre ganze Belegschaft ausgesperrt. langten Zuschriften hervorgeht, über dieses Verhalten die größte Obiger Betrieb ist deshalb für alle in Frage kommenden organiErbitterung herrscht und daß dieses Verhalten als Wucher schlimm fierten Metallarbeiter, Holzarbeiter ufw. gesperrt. ster Art verurteilt wird. Die Streifleitung. Einen lohnenden Griff machte wieder ein Taschendieb auf der Autoomnibuslinie Unter den Linden- Joachimstalerstraße. Wäh rend der Fahrt stahl er einem Amerikaner, der in der Augsburger Straße wohnt, die Brieftasche, die Banknoten und ein Scheckbuch im Betrage von 30.000 m. enthielt. Achtung Metallarbeiter! Werkmeister und Fattore der Graphischen Industrie. Dienstag nachmittag 5 Uhr findet im„ Clubhaus", Ohmstraße, eine vom Deutschen Werkmeister- Verband einberufene" Berfammlung statt. Tagesordnung:„ Die Streiflage". Exscheinen Pflicht! Zum Sport nur Bären- Stiefel Der Stiefel für schwere Beanspruchung. Hochschäftige Schnürstiefel bis zum Knie, wasserdichte Jagdstiefel, Bergsteiger, Tourenstiefel, Haferlschuhe in höchster Vollendung. Niederlagen in Krummbübel( Riesengebg.), Oberhof( Thüringen), Schierke( Harz), Garmisch- Partenkirchen und anderen Städten Erkenntlich durch Reklameschilder ,, Bärenstiefel". Evtl. fordern Sie illustrierten Katalog direkt von Ein Bielefeld im kleinen. An unsere Abonnenten. In diesen Tagen mehren sich Die Arbeiterjugend des Unterbezirks Ludenwalde, Trebbin, Jüterbog traf sich am 8. und 9. Juli auf einem Jugendtag in Luden, die Klagen über verspätete Zustellung des„ Vorwärts. Wir bitten, walde. Eine große Zahl von Jugendgenossen der Berliner Arbeiter. dies nicht den Speditionen und den Zeitungsfrauen entgelten zu jugend hatte sich ebenfalls eingefunden. Am Sonnabend veranstal- laffen. Die Ueberlastung der Druckerei bedingt vorübergehend tete die Jugend einen Fadelzug, der sich durch die von zahl- einzelnen Verzögerungen. Unjere Abonnenten fönnen versichert reichen Lampions und Lichtern erleuchteten Straßen Luckenwaldes sein, daß alles geschieht, um ihnen von jest ab den Vorwärts" bewegte. Die Rundgebung wurde auf dem Sportplay beschlossen. wieder pünfflich ins Haus zu liefern. Hier wurde ein Hafenkreuz unter begeisterter Zustimmung dem Flammentode übergeben. Ein Junggenosse hielt die Feuerrebe, die in einem Bekenntnis zum Sozialismus und zur Demokratie ausflang. Am andern Tage fand im Gesellschaftshause eine Feier stunde statt. Die Worte der Genofsin Wegscheider brangen zu aller Herzen. Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit waren die Symbole, für die sie die Jugend begeisterte. Am Nachmittag wurde Zum Tode Ernst Däumigs. Die Beisetzung der Urne findet Dom Marktplatz aus gemeinsam zur Festwiese marschiert. Leider am Mittwoch, den 12. Juli, abends 6 Uhr, auf dem hinderte der einsetzende Regen an der Durchführung dieses Vor- Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappelallee 15/17, statt. In habens. In einem Saale wurde dann der Jugendtag beendigt. der Sonntagsnummer war irrtümlich Dienstag angegeben. Boltstänze, Lieder, humoristische Darbietungen usw. verkürzten die Zeit. Ludenwalde war ein Bielefeld im kleinen. Herzlichkeit und Solidarität, die die Jugend in der westfälischen Industriestadt so wohl empfanden, wurde ihr auch in dem märkischen 17. Streis. Lichtenberg. Die übliche Frattionssisung fällt heute aus, bafile MSchulmeister Städtchen entgegengebracht. Die Arbeiterschaft Luckenwaldes hat fich damit den herzlichsten Dank der Arbeiterjugend erworben. Die Brotfarten- Stichwort. In der Woche vom 10. bis 16. Juli darf Brot und Mehl nur auf die Brotkarte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort höhere Fachschulen" tragen. Brot und Mehl auf die Karte mit dem Stichwort„ Höhere Fachschulen" darf erst von Montag, dem 10. Juli ab abgegeben und entnommen werden Groß- Berliner Parteinachrichten. findet chute abend 7% Uhr bei Gmoll, Echarnweberstr. 47, eine Sigung Der Lichtenberger Arbeitsgruppe statt. Bu dieser Sigung sind die Mit glieder der Beitungskommission eingeladen. Sport. Internationale Wasserballkämpfe der besten beutschen und ungarischen Spieler werden auf dem großen Stadionwettschwimmen des Poseidon am 15. und 16. Juli eine besondere Anziehungskraft ausüben. In dieser Reichhaltig feit und Bollendung sind dieselben noch nicht in Berlin vorgeführt worden. Hans Bähr, Berlin, Spezialhaus für Sportstiefel Einzelverkauf Spittelmarkt 4-7, ( vor der Brücke). Engres/ Export/ Lager. M. 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