Nr.325 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 156 Bezugspreise: Sterteljahrlich 180.-. monafte 60,-. rei ms Haus, voraus zahlbar. Unter Streuzband für Deutsch land, Danzig, Saar- und Memei gebiet, fowie Defterreich u Luxemburg 108.- 9., tiir das übrige Auslan 142, R. Toftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England. Efth land, Finnland, Frankreich Holland Lettland. Luxemburg. Defterreich, Sweden, Schweiz, Sichecho- Slowatet und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit. Der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Anzeigenpreis: Die einipaltige Nonpareillezette foftet 18,-.- Reflamezeile 90.Aleine Anzeigen" das fettgedruckt Wort 4.50 M.( zuläffig wei etige bruckte Worte), jebes weitere Wort 3,50 M. Stellengesuche und Echla fellenanzeigen das erite Wort 3,- m. jedes weitere Wort 2.50 M. Worte liber 15 Buchstaben zählen für we Worte. Familien- Anzeigen für Aben nenten Reile 8.- t Anzeigen für die nach ste Numme müssen bis 41, 21hr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin G 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffne esx 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutfchlands Redaktion und Expedition: EW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Wisrislag 15195-97 Expedition Morisolas 11753-54 Mittwoch, den 12. Juli 1922 Ein dreijähriges Moratorium? $ Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Ferniprecher: Berlag. Expedition und Inieraten. Abteilung Morisplas 11753-54 Polens Auslandspolitik. Barrieriemu oder Föderalismus? Bon Dr. Alfred Mossig. Ueber die Lage, wie sie sich nach Durchsicht des auswärti. Lloyd George entstanden oder ob er nicht am Quai d'Orsay gen Depeschenmaterials widerspiegelt, ist folgendes zu bemer. als Verfuchsballon ausgearbeitet worden ist, sehr steptisch rilis durch, die für alle europäischen Mächte, vor allem Bolen macht zurzeit eine tiefgreifende politische ten: Der Berireter Englands hat im Berlauf der ge trigen gegenüber. Bielleicht ist es richtiger, wenn der Londoner aber für Bolens Nachbarstaaten, von Bedeutung ist. Denn Sigung der Reparationsfommission vorgeschlagen, die sich aus Star" von einer fleinen internationalen Anleihe spricht, zu der gegenwärtige Konflikt spielt sich hauptsächlich auf dem den Reparationsleistungen ergebenden Golbzahlungen der sich die englische und amerikanische Finanzwelt auf Grund Deutschland für drei Jahre zustunden und die Sach des dreijährigen Moratoriums bereit erflären werde. Troy Hintergrunde der auswärtigen Politik Bolens ab, deren leistungen für den gleichen Zeitraum wesentlich her. dem erscheint uns die erste Meldung als bemerkenswerter, weil System die Interessen zahlreicher Staaten berührt. abzusehen. Die italienischen und belgischen Delegierten auch fie beweist, wie sehr man sich heute auch in Fran. Es handelt sich hier um ziemlich komplizierte und unstimmten dem Borschlag zu, Frankreich wandte fich dagegen. reich mit einer vernünftigen und friedlichen 23. durchsichtige Probleme; um geheime, fchwer faßbare Einflüsse Beschlossen wurde, über den Borschlag erst nach Anhörung des sung berinternationalen Finanztatastrophe und unflare, gleitende Bielstellungen. Die polnische AußenGarantiefomitees zu entscheiden. Beschlossen wurde ferner, beschäftigt. Damit nähert sich der Augenblid, in dem es im politit läßt sich mit einem Gebäude vergleichen, das hinter von der am 15. fälligen Rate von fünfzig Millionen Goldmart Interesse der Gesundung der Weltwirtschaft nüßlich wäre, einem dichten, verhüllenden Holzgerüst aufgeführt wird, so fiebzehneinhalb Millionen als schon auf anderem Wege ge- wenn Amerita aus feiner Rolle des wohlwollenden Lehr- daß die Fassade sich nicht erkennen läßt. Nur in den Augenleiftet abzuziehen, so daß am 15. Juli nur rund 32 ilmeisters heraustritt und attiv in das schwierige und gefahr bliden, da infolge einer Regierungsfrise das verdeckende Gelionen zu zahlen wären. Bon englischer Seite soll darüber, drohende Problem eingreift. rüft sich lockert, tritt die Gliederung des Baues wenigstens so hinaus vorgeschlagen worden sein, den Zahlungstermin um meit zutage, daß Kenner der Berhältnisse sie zu enträtseln einige Tage zu verschieben. Es wäre verfehlt, an den Beschluß vermögen. der Reparationstommission irgendwelche Hoffnungen zu fnüpfen. Er bezwedt lediglich, dem Martiturz, der auch auf die fremden Geldmärkte nicht ohne Einfluß geblieben ist, einen Damm entgegenzusehen. Beschlüsse der Reparationskommission. Paris, 12. Juft.( WIB.) Das„ Betit Journal gibt von den gestrigen Beratungen der Delegierten der Reparationstommiffion über die deutsche Finanzlage folgende Darstellung: Sir John Bradbury, ber vem englischen Kabinett formelle Wenn in der ausländischen Breffe darüber hinaus Andeu Instruktionen erhalten hat, hat die Annahme eines neuen Morato hingen gemacht werden, daß man daran arbeite, die deutsche riums norgeschlagen, das nicht nur die vollkommene Aufhebung Finanztatastrophe durch weitgehendere Maßnahmen hintan aller Goldzahlungen für zwei oder sogar drei Jahre zuhalten, fo mag das richtig sein, verfehrt aber märe es, einen vorfieht, sondern auch für den gleichen Zeitraum eine wesent übereilten Optimismus aufkommen zu laffen. Bir wissen, wie tie herabsehung der Sachlieferungen enthalten soll. eifrig feit langer Zeit an diesem Broblem gearbeitet wird, wir Es ift, fagt Petit Journal", faum nötig, cuf den Ernst tennen eine ganze Reihe portrefflicher Borschläge. Braktischen dieses Borschlages hinzuweisen. Er versucht die Ausführung Bert hat bisher fein einziger erlangt. Als fymptomatisch für des Abkommens von Wiesbaden gerade in dem Augen die Stimmung in Frankreich fei immerhin ein angeblich blick aufzuheben, in dem das Abkommen endlich verwirklicht werden zieller franzöfifcher Borschlag erwähnt, den Abwäl foll. Er versucht Frankreich jeder Art von Reparationszahlungen gungsplan Robert Hornes von neuem aufzunehmen, der einen bis zum Jahre 1925 zu berauben. allgemeinen Kriegsschuldenerlaß unter den Alliierten und eine Die Delegierten von Belgien und Italien haben sich, wie Herabsehung der deutschen Reparationsschuld in demselben das Blatt zu wiffen glaubt, mit mehr oder weniger wichtigen BorMaße empfiehlt. Dieser Plan liegt in der Richtung, in der der behalten, dem englischen Borschlag angeschlossen. Temps" feit einiger Zeit vorstößt. Leider zeigt sich Ame Dubois, der französische Delegierte, stand also mit feinem rita bisher nicht geneigt, diesen Eingebungen zuiderspruch allein. Er hat nur erzielen fönnen, daß teine folgen und manche Erscheinungen deuten sogar darauf hin. Entscheidung getroffen wird, bevor der Garantieausschuß daß fich dort die Abneigung, fich auf einen Schuldverzicht ein nach Paris zurüdtehrt. Aulaffen, in letzter Zeit noch verstärkt hat. Als positiv festzuftellen ist also lediglich die Tatsache, daß Frankreich heute bas Feuer der Schuldentilgung genau so unter den Sohlen brennt wie uns und daß sich daraus eine größere Geneigtheit ergibt, an einer vernünftigen Regelung des Reparationsproblems im Bufammenhang mit dem Problem der französischen Schulden mitzuarbeiten. " Am Abend ist diese Lage am Quai d'Orsay zwischen Boin aré, de Lasteyrin, Reibel und Dubois besprochen worden, Paris, 11. Jun.( Havas.) ( Havas.) Die Reparatisastommiffion ver. 3ffentlicht folgende amtliche Mitteilung: ie nun, wenn man in biefer Hinsicht auf Entsprechend der Entschließung vom 21. März 1921, durch eine Hilfe der Bereinigten Staaten vorläu welche die deutschen Zahlungen im Jahre 1922 festgelegt wurden, fignerzichten muß? Petit Barisien" scheint sich bereits hat die Separationstommiffion in ihrer heutigen Sigung auf diesen Fall vorzubereiten. Er läßt sich aus London einen beschlossen, auf die Frankreich von Deutschland zu leistenden 3ahneuen Plan Lloyd Georges vorlegen. Danach würde England, lungen einen Betrag von 17 892 602,30 Golbmart an. feine Schulben an Amerifa abtragen, feinerseits aber auf Sie zurechnen, die sich ergeben aus Binsen aus dem Reservefonds franzöfifchen Guthaben verzichten. Das ermöglichte eine Grund der Rommission sowie aus Sahlungen, die von der luxemburgischen Inge für eine Ronferenz der Signatarmächte des Bersailler Regierung für die Rohle und von dem Textilverbande für die in Bertrages mit Ausnahme Deutschlands, auf der der Londoner der Zeit vom 1. November 1921 bis 30. Juni 1922 gelieferten Farb. Sahlungsplan herabgefekt und so der Beg zu einer internatio- ftoffe geleistet wurden. Der Betrag, den Deutschland am 15. Jult nalen Reparationsanleihe frei gemacht wird. Bir stehen noch zu zahlen hat, vermindert sich von 50 Millionen auf diesem Plan, von dem wir nicht wissen, ob er tatsächlich bei 32 107 397,70 olb mart. Zwei Hauptfaftoren stehen in der Außenpolitik ebenso wie in der Innenpolitik Bolens einander gegenüber. Die Rechte, geführt von der Nationaldemokratie, und die Linke, mit dem Staatschef Pilsudsti an der Spize, zumeist unterstügt vom Zentrum, der bäuerlichen Volkspartei. Das Kabinett Bonitowski, mit ihm aber auch sein Außenminister Stirmunt, galten bis vor furzem als„ Errungenschaft" und Bertretung des Pilsudski- Konzerns, den man nach der Residenz des Staatschefs als die Belvedere Gruppe" bezeichnet. Stirmunt wurde bis zur Konferenz von Genua eine glüdliche Hand" nachgerühmt. Seine Reise nach London, der Bertrag mit der Tschechoslowatei, das Abkommen mit den baltischen Staaten wurden als Erfolge gepriesen. Beide Auffassungen entpuppten sich nach Ausbruch der Krise als Illusionen. Mit einem Male trat es zutage, daß das Rabinett Bonikowski, besonders aber Minister Stirmunt, immer mehr zu Werkzeugen der Rechten geworden waren und daß Sfirmunts Außenpoliti? ein totales Fiasto bedeutete, da sie statt zu einem System fester Allianzen zur Isolierung Bolens geführt hatte. Welche Richtlinien verfolgte nun eigentlich diese Politik? Hier stoßen wir eben auf jene gleitende Zielstellung, die die Orientierung erschwert. Nur an einer Leitidee scheint die Rechte bis jetzt unwandelbar festzuhalten: das ist der Bolen durch Bermittlung der Nationaldemokratie von Frankreich fuggerierte Barrierismus". Bolen foll im engsten Anfchluß an Frankreich sein Heil fuchen. Es soll für Frankreich eine Barriere bilden, die einen Revanchekrieg Deutschlands und die eventuelle Roalition Rußlands mit Deutschland gegen Frankreich erschwert. Dafür soll Frankreich im eigenen Interesse, um die Barriere möglichst zu festigen die größt mögliche territoriale Ausdehnung Bolens auf Rosten Deutscha lands und Rußlands fördern. Dies ist jedoch nur ein Aspekt des Barrierismus. bleibt noch das Problem zu lösen: Wie soll diese Politik in der Braris durchgeführt werden? Welche Staaten sollen zur Verstärkung der Barriere herangezogen werden? Soll sich die Barriere wesentlich gegen Deutschland oder wesentlich gegen Rußland oder gleichzeitig gegen beide wenden? In den Kreisen der Nationaldemokratie scheint ursprüng lich die Idee übermogen zu haben, eine Verständigung mit 17 Die Verfolgung der Rathenau- Mörder. Seugenmeldungen ist indessen die Berfolgung in ter Hauptfache Sowjetrußland anzufireben. Noch im Februar b. 3. entwickelte nady zwei Richtungen hin wieder aufgenommen worden. Die Nach. Roman Dmomsti in der Altpolnischen Revue" Die Anschläge mit den Bildnissen der Mörder Fisher und forschungen haben ergeben, daß die zwei in Debisfelde beobachteten( Przeglad Wszechpolski") fein altes Lieblingsprogramm Rern, die in Marine- bzw. Artillerieuniform und Zivilfleidern Radfahrer in südlicher Richtung nach Helmstedt und Schöbes, polnisch- russischen Bündnisses. Eine Zeitlang schien man dargestellt sind, hat die Berliner politische Bolizei auch in den ningen, wo sie in der Nacht ven gestern auf heute übernachten diesen Blan zu verfolgen. Es handelte sich damals darum, Feinsten Drifchaften verbreiter laffen. Diese Beröffentlichungen und wollten, meiter gefahren find. Sie sollen die Absicht geäußert haben. dem Zustandekommen einer Berständigung Rußlands mit ber Aufruf des Polizeipräsidenten bewirten eine lebhafte Teil nach dem Harz zu gelangen. Es ist mit einiger Sicherheit damit zu nahme der ganzen Bevölkerung an der Berfolgung. Daß babei redynen, baß man noch im Laufe des heutigen Nachmittags wird der Verdacht auch auf Unfchuldige gelenft wird, ist erffärlich, zumal ermitteln fönnen, ob es sich hier um eine richtige oder um eine falsche da jezt in der Ferienzeit virle Leute mit ihren Fahrrädern Touren Spur handelt. über Land machen. So wurden in Badebrsch zwei Männer als verdächtig angehalten und nach Debisfelde gebracht. Der Leiter der Brliner politischen Bolizei, Oberregierungsrat Dr. Weiß, fuhr mit Kriminalfommiffar Mahlad fofort berthin, um die Festgenommenen zu vernehmen. Sie fonnten fich balb über ihre Personen ausweisen und wurden sofert wieder entlassen, weil sie mit bem orde nichts zu tun haben. Ferner wird auf Grund einer am heutigen Vormittag gemel. deten Aussage eines Arztes lls bed aus Genthin und deffen Frau, die die Täter mit Bestimmtheit in der Gegend südwestlich von Rathenow gesehen haben wollen, eine zweite Spur verfolgt. Es ist daher dringend erforderlich, daß auch die Groß Berliner Bevölkerung namentlich in der Gegend von Brandenburg und Botsdam alarmiert werde und mit der Möglich teit rechne, einen aktiven Anteil an der Berfolgung zu nehmen. . Deutschland vorzubeugen. Auch das in Riga unterzeichnete Abkommen mit den baltischen Staaten und Somjetrußland scheint noch diesem Zwed gedient zu haben. Ebenso fallen die Vermittlungsversuche Polens zwischen Somjetrußland und Frankreich in den Bereich dieser politischen Konzeption. Es mögen jedoch Bedenten aufgetaucht sein, ob dieser Weg zu Erfolgen führen tönne. Nunmehr erhielt der Barrierismus eine andere Gestalt. Es wurde nun mit dem Gedanken gefpielt, einen Staatenblod zu schaffen, der start genug wäre, um für den Fall eines militärischen Zusammengehens von Rußland und Deutschland Bolen nach beiden Fronten hin wirksam schüßen zu tönnen, und gleichzeitig dem " großen Verbündeten", Frankreich, die erforderlichen Dienste zu leisten. Dieser Staatenblod, aus der Kleinen Entente" und den baltischen Staaten zusammengeschweißt, sollte 120 Millionen Seelen umfaffen. Bon Berlin werden immer noch neue Beamte in das Fahndungsgebiet hinausgefantt, weil tos bisherige Aufgebot auch zusammen mit der Landjägerei und der Orispolizei für den großen Bezirk noch Manfred v. Kiffinger ist vom Untersuchungsrichter frei nicht ausreicht. Ah weitere Bolizeihund führer sind mit ihren geloffen werden und nach Prerow an der Ostsee zu seinen AngeDiensthunden bereits abgereift. ie wir schon mitteilten, werden hörigen, bei denen er verhaftet worden war, zurückgefahren. Ein die Berfoloten wie gebettes Bird sich nur in der Nacht weiter. Haftbef ht aus Kassel lag gegen ihn nicht vor. Die Konferenz von Genua hat nun diese ganze bewegen fönnen und am Iane verborgen halten müssen. Mit den barrieristische Politit, deren Letter oder vielmehr Werkzeug Spürbunden follen nun alle Schlupfwinkel abgesucht werden. Sfirmunt war, über den Haufen geworfen, indem sie ihre Gardelegen, 12. Jufi.( Eigener Drahtbericht.) In der Ber- Der Rüdgang am Devisenmarkt nahm heute außerst organischen Schwächen und inneren Widersprüche, die sie zur folgung der Nathenau- Mörder legt die Situation gegenwärtig so, fcharfe Formen an. Während der Dollar im Bormittags. Unfruchtbarkeit verurteilen, hervortreten ließ. Es zeigte sich baß bie bis in die Gegend Ben Arendfee- Badebusch einwandfrei verfehr zwischen den Banten mit 505 gehandelt tourde, legte vor allem, daß Frankreich Bolen hinsichtlich seiner territorialen festgestellte und seither wieder verlorene Spur bisher nicht mit abfo er an der Börje mit 468 ein und ging im Berlaufe der ersten Ansprüche teineswegs jene Förderung angedeihen ließ, die luter Sicherheit wieder gefunden werden fonnte. Luf Grund von Börsenstunde unter heftigen Schwankungen bis auf 450 zurüd.. für Polen die Vorausseßung des Barrierismus bildete. Frant Dollarsturz: 450 Mark. reich begründete fein Verhalten damit, daß Polen sich zu sehr m die Gunst Englands bemühe und gleichzeitig in ein viel festes Berhältnis zur Kleinen Entente" getreten fei. Letztere steht unter dem Einfluß der Tschecho= Tomafei, deren Vertreter Benesch die Verständigung mit Sowjetrußland anstrebt. Dementsprechend hat sich die schechoslowakei in ihrem Abkommen mit Bolen für den Fall eines Krieges Bolens mit Sowjetrußland die Neutralität aus edungen. Andererseits fönnen die baltischen Staaten dis Borteile, die ihnen die Barrierepolitik und der übereilte Ber. trag von Riga bringen follen, gegenwärtig nicht mehr einsehen. Go ftand Polen letzten Endes isoliert da, und dies ver: Leh Pilsuditi und den hinter ihm stehenden Gruppen die moralische Macht, die Auslandspolitit der Rechten jener eneraliritif zu unterwerfen, die mit der Demission Boniwffi- Stirmunt enden mußte. Die Nationaldemokratie bezeichnet ihre risfanten Bläne Ibungsvoll als" Friedenspolitik" und erblickt in ihnen die nzige Bürgschaft der Erhaltung Polens. Die Belvedere Cuppe und die Bauernpartei behaupten im Gegenteil, daß cme solche Politik fich nur auf einen äußerst to stipielt en Militarismus stigen lasse und wohl ungeheure aften auferlege, aber feinerlei Sicherheiten biete. Es ist ne friegsbereite Machtpotit, die sich mit einer nationalimperialistischen Innenpolitik verbindet. In den Randge: bieten follen die nichtpolnischen Minoritäten mit starker Faust lebergehalten werden. Nach der Ansicht der Belvedere- Bartelen feßt sich Polen bei einer derartigen Haltung den größten inneren und äußeren Gefahren aus. Diese Parteien unterstüßen das politische Programm des Staatschefs Billudfei, das zwar im Laufe der Jahre ebenfalls verschiedene Wandlungen durchgemacht hat, feinem Geiste nach jedoch stets dasselbe geblieben ist. Man bezeichnet dieses Programm als Föderalismus. Richt Kriegsbereitschaft, Kampf und Abwehr werden betont, sondern innere Konsolidierung und friedlicher ( ufbau. Föderalismus bedeutet Berständigung und auf htige Bündnispolitik, vor allem mit den nationalen Miraritäten in den Randgebieten mit gemischter Bevölkerung. fucht Lösungen, die den Wünschen der Litauer, der Weißrufen, der Ukrainer und der Deutschen entgegenkommen. der Außenpolitif will er unter allen Umständen die Ges fehr vermeiden, daß Bolen zwischen die Fänge des Nuß aders hineingerät, welche ein deutsch- russisches Bündnis im riegsfalle bilden würde. Seine ursprüngliche Konzeption tand darin, sich durch ein Bündnis mit der Ukraine und tauen sowie durch eine Verständigung mit Deutsch and Sicherheit gegen die aggressiven Absichten Rußlands 34 verschaffen. Das Spiel mit dem Reichsverrat. Teutsche Volkspartei und Bayern. Abrücken von Major Henning. Sein Wahlkreisverband fordert seine Entfernung. Die Geschäftsleitung des Landesverbandes Weser- Ems der Deutschnationalen Bolkspartel hat am 4. Juli 1922 folgende Entschließung angenommen: Die Bernunftrepublikaner" und Unvernunftmonarchisten von der Deutschen Bollspartei gehen neuerdings zu Er pressungen über, um die Gesetze zum Schutz der Republit so Die Unterzeichneten ermarlen von der Parteilettung, daß fie ungefährlich wie nur möglich zu machen. Die„ Nationalliberale Rorrespondenz" weist auf die zahlreichen Aenderungsanträge die Angelegenheit des Majors Henning nicht auf die lange hin, die von der Bolfspartei eingebracht sind, und schreibt bann: Bant schieben ist, fondern im Sinne ciner reinlichen Scheidung Wir wollen dringend hoffen, daß es den vereinten Bemühungen umgehend erledigt. Sie müssen die Beiterführung ihrer der Deutschen Volkspartei und anderer Parteien gelingen wird, emter innerhalb des Landesverbandes Weser- Ems, dem diejenigen Milderungen herbeizuführen, bie eine Annahme des Ge- Wahlkreis des Abgeordncien Henning, von der Erfüllung fezes einigermaßen erträglich macht. Die sehr ernste Bar obiger Forderung abhängig machen. Die Entwidlung, die der ung, bie ber banerife Gefandte von Preger gestern Abgeordnete Henning genommen hat, ist für die Wellerarbeit der im Reichstag erhoben hat, indem er des Gesetz in deffen jetziger Deuhnationalen Dollspartai innerhalb unseres Beststes einfach Form für Bayern als un annehmbar bezeichnete, follte unerträgh auch den Hihtöpfen unter den Mehrheitssozialisten die angeheure 83. Buff, Bersihzender des Landesvereins Bremen. Gefahr vor Augen rüden, die in einer Costrennung Bayerns fie gez. Borifeld, Borsigender des Landesvereins Didenburg. den Fortbestand des Deutschen Reiches überhaupt liegen muß. Diese Entschließung wurde zwar erst am Sonntag, den Benn es die Mehrheitssozialisten mit dem Schutz der Republik 9. Juli, in Osnabrücker Blättern veröffentlicht, fie ist aber wirklich ernst meinen und ihn nicht nur als Borwand für ein vom 4. Juli datiert. Sie ist also gefaßt worden, noch bevor politisches Musnahmegefeh benußen, dann helfen fie felbst den Ent der Landtagsabgeordnete Rutiner am 6. Juli- feine Mitmurf zu verbessern, daß er sowohl für die Deutsche tellungen über den Fall des Majors Henning machte. Danach Bottspartei wie für Bayern erträglich wird. ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die Deutschnationale Wir möchten feststellen, daß sich Herr v. Breger viel Bartei die vom Genoffen Suttner mitgeteilten Tatsachen bevorsichtiger ausgebrüdt hat als die Nationalliberale reits getannt hat, denn sonst wäre die scharfe Form Korrespondenz", in deren Aeußerung die bayerischen Reichs- der Entschließung taum erklärlich. feinde geradezu eine Begünstigung und Ermutigung erbliden Um jo mehr muß es auffallen, daß in der Landtags müssen. Wenn die Bollspartei aufhört, für die Reichsiung vom 7. Juli der Redner der Deutschnationalen Partei, einheit einzutreten, dann gibt sie damit das letzte auf, was Prof. Rähler Greifswald, die vom Genoffen Ruttner am an der nationalliberalen Tradition gut war. Gerade ihre Bortage über Major Henning vorgebrachten Tatsachen als Aufgabe müßte es sein, den Bayern begreiflich zu machen, abfolut unwahr bezeichnete, und daß Major Henning daß die staatliche Gemeinschaft des deutschen Boltes fein Ge- felber den Mut hatte, am gleichen Tage dem„ Borwärts" eine fangverein ist, aus dem man austreten fann, wenn einem Berichtigung zu fchiden, in der er alles in brede stellte. Im etwas nicht paßt. Wollte jedes Land so handeln und wäre Gegensatz zu der deutschnationalen Landtagsfraktion scheinen die Reichsgeleggebung gezwungen, sich jedem partitularifiifchen die deutschnationalen Wähler des Herrn Henning die Beto zu fügen, um Mitgliederverlust zu vermeiden, dann hätte Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß Henning tatsächlich einem Manne zur Flucht verholfen hat, der der Teilnahme das Deutsche Reich aufgehört zu fein. Diese Abwärtsentwidlung der Boffspartei unter den an der Ermordung Erdbergers verdächtig ist, wie dies der alten Nationalliberalismus läßt sich nur daraus erklären, daß deutschnattonale arteisekretär Landwehr und der diese Partei in Bayern mit den Deutsnationalen, deutfcnationale Fabritant Mayer nach ihrer Ber den schlimmsten Treibern gegen die Reichseinheit, einen ein haftung gestanden haben. heitlichen Körper, die sogenannte Mittelpartei" bildet. Auch von diesen Leuten gilt, was einst der Reidstangler Fürst Hohenlohe von den preußischen Junkern gefagt hat:" Sie Pfeifen auf das Reich!" Keine Entscheidung! In der Angelegenheit der Osnabrüder Begünstigung eines Erzberger- Mörders war mitgeteilt worden, daß der neben Landwehr und Mayer verhaftete deutschnationale Fabrilant römmling wegen mangelnden Tatverdachtes aus der Haft entlassen worden ift. Eigentümlicherweise ist Grömmling feit dem Lage seiner Entlaffung aus Osnabrüd verschwunden. Sie lebt, fie ligt! Die gestrige Beratung der Demokratischen Bartei wurde, wie uns berichtet wird, im mejentlichen ausgefüllt mit der Die gegenwärtige Auslandspolitik des Föderalismus ist Besprechung der Möglichkeit eines Beitrittes der Unabhängigen noch nicht flar formuliert worden. Sie beruht aber im wesent oder der Deutschen Boltspartei in die Regierungstoalition, Gestern hat der Deutschnationale Graef im Reichstag be chen auf zwei Momenten. Einerseits wird es für unerläßlich des weiteren wurde die Frage der Reichstagsauflösung erhauptet, in 3widan babe es 15 Tote gegeben. Der fächsische Mi ietrachtet, unbeschadet des Berhältnisses zu Frankreich eine örtert. Die Bertreter der einzelnen Länder berichteten über nifter ipinfti hat daraufhin festgestellt, daß in Zwidau nur erständigung mit Deutschland anzubahnen, die politischen Vorgänge in ihren Gebieten, im besonderen 2 Tote zu beklagen waren. Heute früh schreibt die„ Deutsche Zei andererseits soll der Bestand Bolens in erster Linie nicht auf wurde auf die vielfachen fommunistischen lebergriffe und tung", es hätte in widau 40 Tete gegeben. Waffengewalt und Kriegsbündnisse begründet werden, die im Ausschreitungen hingewiefen. Zum Schluß wurde die folgende Ernirjalle verjagen fönnten, sondern auf dem Brinzip der Selbstbestimmung der Völker. Auf dieses Brinzip, Ben es seine Wiederherstellung verdankt und das der Föde relismus den Minoritäten gegenüber selbst zur Anwendung ingen will, foll sich Polen berufen fönnen, wenn seine Unbängigkeit bedroht wird. In der politischen Bragis der ichsten Jahre aber sollen nicht militaristische Konventionen s Ziel der polnischen Politik bilden, sondern wirtschaftliche rträge, durch die das friedliche Zusammenleben Bolens mit einen Nachbarn gesichert wird. So ringen gegenwärtig in Polen zwei politische Programme miteinander, deren Konsequenzen für die weitere Gealtung der europäischen Verhältnisse sich in durchaus ver 1.ledenem Sinne fühlbar machen würden. Es bleibt abzuwarten, welche Orientierung aus der gegenwärtigen Krisis flegreich hervorgehen wird. S Reiseschilderungen einft und jetzt. bisiduums ist. Bon Dr. Berner Peifer. genannt, wahrnimmt. parteioffizielle Mitteilung formuliert: Der Borstand der Demokratifchen Bartel besprad) in feiner Gigung vom 11. Juli bie politische Lage. Er billigte, was die demokratische Reichstagsfraktion im Zusammenwirten mit den anberen Roalitionsparteien bisher zum Schuße der Republit unternommen hat und gab der Erwartung Austrud, daß die nötigen Maßnahmen mit Entschloffenheit bis zum Ende durchge. führt werden. Er war in Uebereinstimmung des Beschlusses vom 26. Juni damit einverstanden, daß hierbei mit jeder Partet zufammengearbeitet werde, beren 3uverläffigfeit gegenüber der demokratischen Republik feststeht. Der Vorstand der Demokratischen Bartel hat sich also wie das delphische Dratel gebärdet und feine Borte so dunkel wie möglich gehalten. Die Entscheidung bleibt bei der demo fratischen Reichstagsfraktion, die bisher auch nicht flarer gesprochen hat, und so bleibt alles so ungewiß wie zuvor. Charakteristikum einer Landschaft die von ihren Bewohnern bevorzugte Speise angegeben wird. Das mag im Augenblid nicht er fchöpfend, vielleicht lächerlich erscheinen; das Nachwandeln aber in den Spuren des Schilderers erzwingt sich Bestätigung. mehr | Die Deutsche Zeitung" behauptet ferner, es fei„ flar bewiesen", daß der Berliner Buchdruderstreif con ben sozialistischen Führern angezettelt worden fei. Dabei weiß jeder, der die Dinge pflichtgemäß verfolgt hat, daß diefer reine Bohnstreit fogar den Rommuniften, von den fcgialdemokratischen Parteien gar nicht zu reden, aus politischen Gründen so ungelegen wie nur möglich ge fommen ift. n Die Deutsche Zeitung" behauptet, daß die Ermordung Rathenaus in der Bevölkerung nicht die geringste Erregung hervorgerufen habe, erst von der roten Breffe fet die Stimmung fünftich aufgeputscht, der Mord politisch ausge folachtet" werben. Die müßte das Ausland über den fitilichen Suftand des deutigen Bolles urteilen, wenn es biefer deutschnationalen Berteumbung Glauben fhenten wollte, bie bei allen enständigen Beuten die tiefste Empörung hervorrufen muß!? Das Wert des ersten Tages wird getrönt durch die Ueberschrift des Leitartikels. Sie heißt: Biber tie 2get" unterworfen hatte, gab sich deren Häuptling Cativolius mittefft Tagus ben Tod. Casar bemerkt dazu, daß diese Pflanze in Gallien und Germanien( Frankreich und Deutschland) besonders reichlich gedeiht, während Plinius Spanien zu ihrer Hauptheimat macht. M. Sch. Daß diese Art der Darstellung ihre Schwächen hat, foll nicht Hier sollen feine literarischen Aufzeichnungen gemacht werden und feine historische Darstellung ästhetischer Entwicklungen soll er bestritten werden; aber wir wollen hier nicht Berturteile füllen, Die bedrohte Alhambra. Die 2Thambra, eins der wundervollfolgen. Was aufzuweisen ist, ist lediglich die Wandiung in der un fondern Tatsachen erweisen. Geistige Strömungen und neuartige ten Baumerie, die Spanten befigt, ift feit Jahren fo baufällig, daß chauung des einzelnen zu der Natur, in feiner Einsteilung zu ihr Auffassungen sind nur verständlich im Zusammenhang mit dem Ge die Bewohner son Granada in fiändiger Angst leben, dieses be find die Wirkungen, die hierdurch hervorgebracht werden und die fast famtgeschehen einer fulturellen Epoche. Man mag sich gegen das rühmte maurijche Denkmal könne voäständig zusammenstürzen. Die en Eindruck einer geänderten Natur erweden fönnen, wenn man fich Wort Expressionismus" aufiehnen fo muß man doch zugeben, Bemühungen des Staates um die Erhaltung des Baumertes find nicht befinnt, daß das ästhetische Urteil Wertung des fubjektiven In Daß es hier Anwendung verdient, daß seine Berwendung Er bisher fehr spärlich gewesen. Edhon 1015 wurde darauf hingewiesen, fordernis wird. Das deutsche Wort gibt hier den belleren Begriff: baß der Hof des Harems und der Bavillon, der die Gräber con Der Reisebetrachter des vorigen Jahrhunderts macht irgendeine Seelenkunft, Ausbrudsgebung. Das scheint mir das Wesentliche: die Ferdinand dem Ratholischen und fabella voa Rafiilien birgt, zu zer Jahrt und gibt felne Eindrüde( o wieder, wie fie fich im ganz Gestaltung der Welt, gefehen mit dem feelischen Auge des Befallen drohen. Die gleichen ingeigen schwerer Beschädigung wurden Ferdinand dem Ratholischen und Sjabella von Raffilien birgt, zu zer ußerlich auförängen. Er reflektiert nicht über die Dinge, fondern schauers. Darüber hinaus gibt diefe Art der Naturdarstellung eine in ben nächsten Jahren beim Bavillon der Gemälde" und beim : stellt sie dar. Man empfängt oft den Eindrud, als set ihm ledig. wesentliche Bertiefung bes Gefühls: es bringt Berge, Bandschaften, Damenturn" bemerit. Die Wiederherstellungsarbeiten hätten nach ich an einer photographischen Wiedergabe der Außenwelt durch das Menschen die bei rein fchilbernder Darstellung der Gefahr des einem Softenenslag von 1918 rund 450 000 Bejelen erfordert, aber 13ort gelegen, als fuche er peinlichst feine eigene Berfoniichtelt aus. Critarrens erliegen in rhythmische Schwingungen, gliebert fie ein erft 1921 wurden ganze 38 000 Beseten bewilligt, mit denen nicht sufchalten und hinter dem, was er erbudt, zurückzutreten. So sehen in den großen Zufammenhang, der Kosmos heißt, und ordnet jo einmal die wichtigsten Ausbefferungen notbürftig sorgenommen wer nir nicht, was er, das Individuuni, der chriftiteller, die Berfon- mitrofosmisches Leben bem Weltgeschehen unter und ein. ben fonnten. Nun ist biefe nationale Ingelegenheit, wie im„ Cice hfeit, geschaut hat, fondern plastisch wirft auf uns die Umwelt Der neue Darsteller erfordert andere Lefer als der der Berrone" berichtet wird, Gegenstand einer Interpellation im spanischen ein, nicht aber perfiärt oder geläutert ober auch herabgelegt gangenheit. Er verlangt mehr und meniger, entger, infofern es Genat gewesen. Daraufhin het der Unterrichtsminister zugefagt, baß uch tie Individualität des Betrachtenden, fondern fo, wie sie das nicht unbedingt erforderlich it, ben Bersuch einer plastischen Borer fly an Ort und Etelle ncm Stend der Dinge überzeugen und barf eingestellte Objettia eines jeden Menschen, beim Auge Linse ftellung ledes bis ins fleinste geschilderten Details zu unternehmen, dann die netzenbigen Mittel in das Budget einstellen molle. und dies erheblich Inbem er eine innere Einstellung auf Man mag hier vlekelcht als Einmand ben Ramen Heine die feelifchen Vorgänge, Empfindungen und Ausdrudsformen ver Berjidherung gegen Regen. Die Bersicherung son Ferienreifenden annen; aber auch bei ihm sind andere Gesichtspuntte maßgebend. langt. De biefe bei jedem Dichter und Schriftsteller anderer 2rt und und Ausflüglern gegen Regen, die zuerst in England auffam, ist in Die Bäder von Lucca"," Die Reise von Genua nach München" abhängig von ihrer ganzen inneren und äußeren Struftur find, muß den Bereinigten Straten zur großen Mode gewerben. Es gilt als Und wie feine sonstigen Darstellungen auch über franzöfifche sich ber Leser after umstellen und anders einfühlen; es wird ihm eine Art Sport, fich für einen bestimmten Tag, an bem man etwas unst, über Religion und Philosophie in Deutschland, über Shate- nicht mehr fo bequem gemacht mie friher. por hat, gegen Regen zu versichern, und muß man zu Hause lihen, eares Frauengestalten fie alle find zwar durchaus mit dem Gerabe dieser Gefichtspunt aber fäht die neue Form der Aus hat man doch wenigfiens elmas„ verdient". Cine Summe von mehr rae der kritisch und ästhetisch durchaus eigenartig wertenden Ber. brudsfunft begrüßenswert erscheinen. Sie läutert den Befchnia, fie als ciner halben Million Dollars mußten die Regen- Bersicherungs fontichfeit gefehen, aber sie sind doch mehr Umrahmen des Geschauten erhöht das Vermögen ter Beurteilung und sie regt das ästhetische gefellichaften im Staate Nem Dorf an diejenigen zahlen, die fich für cis Eindringen in den Gegenstand, und so fönnen sie nicht als Gegen Empfinden an. So wird das moderne Buch quantitativ und quali- den Nationalfeiertag om 4. Juli versichert hatten. An dem Tage beweis gegen die hier erfolgte Wertung der Reiseschilderung des tativ zu einem Kunstwert, wie es sich das alte bei allem red, regnete es munterbrochen. und dieser Regen brachte vielen Neu 19. Jahrhunderts benugt werden. lichen Bemühen nie hätte träumen laffen. Horlern Geld ein, wenn er fie auch von den ersehnten Ausflügen und Sportplägen fernbielt. Cs regnet in diesem Sommer fehr viel in ben Bereinigten Staaten und deshalb machen die Bersicherungsgefell. Alle Eiben. Man schreibt uns: In dem Artikel über das Gift fchaften ein fehr schlechtes Gefchäft. Nicht nur Sportflubs be ber Gibe in Dir. 315 wurde erwähnt, daß vom Tagus oder der Gibe nugen diese Art, fich oenen fchlechtes Wetter zu fügen, nicht nur die fich in Deutschland einzelne Exemplare feit fehr alten Zeiten auf großen hotels fuchen fich auf diele elle acaen Ausfälle zu Friedhöfen und an ähnlichen Orten erhalten haben. Zu den alten sichern, fondern auch die Strafennerfänfer nehmen eine Exemplaren Berlins gehört eins, an dem viele unserer Lejer Police gegen Regen und verdienen auf diese Weise nicht weniger, Das ist eine vertiefte und generelle Erläuterung zu jener es wohl fchon oft vorübergegangen fein mögen, ohne ihm Beachtung als wenn sie ihre Bare faishalin können. nition des Begriffs Lyrif", die meines Wissens Otto Julius Bier zu fcenfen. Dieser Baum erhebt sich im Tiergarten in dem Bostet aum einmal gab: Chrif ist die Verklärung der Welt durch das am Großen Stern, bei der Einmündung der Brüdenallee, und Bei Dienen- und Wespenstichen entferne men ben Staget umb 1 Ganz anders der moderne Darsteller. Er fnüpft bewußt aber unbewußt- an das herrliche Goethemart an: Bär nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne tönnt' es nicht erblicken, Wär nidyt in uns des Boites eigne Straft, Wie könnt' uns Göttliches entzücken." " eines Ergriffenen." So etwa sieht die Geele des modernen ist der Refit einer größeren Gruppe feiner Art. Erin Stamm ist bestreiche die Stelle mit einem Stück geschäftem, frischem Apfel oder Schilderers aus: er erblickt die Natur nicht weniger aufnahmefählg hochgradig trocken und riffig. Teine unteren Zeite breiten fich mit einer anderen Obstfäure. Es wird dadurch das Anschwellen ver ts feine Borgänger, fondern vertiefter. Aber er verzichtet darauf, weithin us, auch über die dortige Seadgruppe. Gie ftellt eine hindert. Auch Aufträufeln Den Bitronensaft mildert die Smerzen The mit den Mittein einer unsweifelhaft vollendeten Technik Sägergene aus der Motofegeit bar, und das paßt gerade, benn ber man tann auch Kompreffen mit Sitronenfest auflegen oder etwas wiederzugeben, sondern er läßt das Geschaute auf fich wirken, er ver Tagus gehörte zu den beliebtesten Zierpflanzen dieles Zeitalters. Rachais fein feßen, es mill affer anfeuchten und auf ble Stichwunde rbeitet es, und feine Darstellung ist das Produkt der über und durch Ein Beispiel von Bergiftung durch Taxus, deffen tötende legen. bas Gefchehene angestellten Refletiion. So fann es fommen, daß Kraft der römische Naturforscher Blinius in bie Betre verlegt, Anatole France auf dem Jnder. Die Acha peitolicae Sedis als Charakteriſtikum einer Stadt vielleicht nur die Bauart einer bringt Julius Cafar im fechsten Buche seines Gallischen Krieges". Beröffentlichen in der Nummer som 1. Juli ein Defret des Helligen Stage, Mirche, als Merkmal eines Stammes bie Farbe bes Haares, als Als er im Jahre 53 v. Chr. bie Gallische Böllerschaft der Eburonen burch bas die Werke Anatole Frances auf den Inder gesezt werden. Zum Buchdruckerstreik. Der Streit der Berliner Buchdruder ist zu Ende. Seine Auswirkung wird noch lange bemerfbar bleiben. Telephonnöte und kein Ende. D bie Diese Erklärung wird freilich für den Berbraucher, der infolee der Lieferungsverzögerung den Zentner Kohlen Bett mit 63 7. et mit 81,50. beaubien muß, fein Troft fein. Deß der aufpät Schaden mit einem Berteil für die Händler( fir die großen und belieferte Berbraucher ben Schaben hat und daß fein auch für bie ffeinen) perbunden ist, fann nicht befiriffen werden. mit den Zemühungen, ble absichtliche Verzögerung der Kohlenliefe rungen zu unterbinden, sollte man bei ben Großhändlern ben infang machen. Großstadtabenteuer. Der Kampf um die Kohlen. 3u unferer in Nr. 321 gebrachten Rolig über die KohlenBieber hat eine Tariferhöhung die Fernfprechgebühren nicht unlieferung nach der neuen Erhöhung des Roblen erheblich verteuert und hat damit den Fernsprechpertehr bebeutend preifes außerte fich in einem Brief an uns ein Stohlenhänd leber bie materielle Berechtigung der Buchdruckerforde herabgemindert, so daß man eigentlich meinen sollte, daß die Be Nach seiner Darstellung sind die großen Händler dafür verant rungen besteht fein Streit. Es gab bei Ausbruch des Kampfes bienung ber Apparate und der Anschlüsse eine beffere ift ais vorher. wortlich zu machen, daß die Belieferung der Verbraucher in der und gibt auch jezt noch Leute, die meinen, die Gorderungen infheinend ist aber gerade das Gegenteil eingetreten, die Zahl legten Zeit wieder schwierig geworden war. Die feinen Händler feien von den Bucherudern nicht vollkommen ftatutengentäß der Falschverbindungen in nach wie vor außer führen felber einen ichweren Rampf gegen eingereicht und durchgefochten worden. Das mag möglich ordentlich both. An den Ferafprechautomaten fenn man es erreicht wird und jeder das Quentum Koblen erhäit. bas ihm laut Grossisten, domit eine gleichmäßige Belieferung fein. Cs tam aber bei ben wirtschaftlichen Forderungen der jegt erleben, daß man, nachdem die erste Berbindung eine falsche Stundenliste zusteht. Im Zuni murten übrigens die Schwierigkeiten Buchdruder mehr als eine paragraphenmäßig fauber zu er mar, troj richtiger Angabe und Wiederholung der Nummer, bei Her dadurch noch gesteigert. Daß Nr. 15 der Sohlenfeste su doppelter lebigende Forderung in Betracht, nämlich wirklich vor- ftellung der richtigen Bertinbung dann eine zweite Fern Belferung freigegeben war. Der Eifenber bezweifelt, daß jest nach handene Not. jpre marte opfern fell, um überhaupt eine Berbindung zu er der neuen Preiserhöhung die fleinen Händler sich geradezu aufDie Berliner Buchdruder waren entgegen der Mei- hatten. Such die Zahl der Störungen ist teineswegs brängen, um ihre Steblen togzumerden. nung ihres eigenen Gauvorstandes, der Berliner Gemert geringer geworden, und wenn einmal cine Störung vorliegt, fchaftskommission, der polischen Bezirksleitung der SPD. dann bauert es Lage, bevor ein Beamter des Fernsprechamtes und der USB. der Auffassung, daß auch die Betriebe, die bekommt und diese Störung beseitigt. Eine alte Rlage ist die über miffigt hatten oder doch zu bewilligen geneigt waren, durch die zu geringe Bahl der Fernsprecheutomaten, die in den Abend enen allgemeinen Solidaritätsstreit zu treffen stunden den Benugern zur Verfügung fiehen. Die Automaten in felen. Das war eine völlige Berkennung der Auswirkungen den Zeitungsfiosten find meist nicht zugänglich, da die Türen, offen eines wirtschaftlichen Kampfes. Die Buchdruder glaubten, bár ven der Zeitungsverkäuferin, abgeschloffen werden. Hehniich Dan ein allgemeiner Solidaritätsfireit in einer schwierigen verhält es sich mit den Fernsprecheutomaten, bie in den Bostanstalten politischen Lage des Reiches, da die Zeitungen geradezur Verfügung stehen; tie meisten der Bostanstalten werden ver au unentbehrlich waren, daß ein Bestreifen der Reichs schlossen, so daß aus hier die Berufung in den meisten Fällen be Fruderei in einem Moment bedentlichster Geldknappheit den reits nad 7 Uhr nicht mehr möglich ist. Zindererfeits muß der BeDruck der Republik auf die rea? tionären Unternehmer, die Cine teure Dierreife" machte eine Frau aus der Eisenacher nicht bewilligen wollten, verstärken müsse. Die Buchbrucer nuer der Fernsprecher in Gafitten vielfach höhere Beträne be. Stroke. Sie trant zunächst in heiterer Gesellaft und dann allein wollten die Kraft, die die Republik eben aufwandte, um die zahlen, so daß forderungen von 3 M. für ein Gespräch feine Selten fo riel, bah fie bebentlich wanfte, als sie zur Nachtzeit den Heimweg heit mehr End. In der Fernspredjordnung, die vor einiger Zeit antret. In diesem Zustande war file froh, baß eine junge Dame" Reaktion zu bekämpfen, zum Mittel ihres gewerkschaftlichen neu herausgegeben worden ist, find neben den Gerafpre hautomaten ihr hilfe anbot, fie nach Hause begleitete, tort entitleidete und zu noch gemeinbliche Fernfrrechstellen vorgesehen, d. h. Bett brachte. Um fo peinlicher war em nächsten Morgen des Er Hier war im Buchdruckerstreit der Bunkt, wo sich die an- Sernsprecher, die von der Gemeinde, in Berlin also vom Magiftrat wachen und die Ernüchterung. Die freundliche Helferin hatte ihr gerufenen Kräfte naturnotwendigerweise gegen die Buch: beantragt werden und für die der Magistrat einen Raum zur Bermuda den, alles in allem für 120 000 art, ge Rleidungsstüde, 28riliantringe und andere Bruder selbst wenden mußten. Es ist nicht verstehbar, daß fügung stellt. Allerdings fünnen hierbei allerlei Leistungen von der ehlen und war spurios verschwunden. Es wird vermutet, daß eine Arbeiterschicht, und feien es auch die Berliner Buchdrucker, Bedienung dieser Sprechstelle verlangt werden, z. B. der Aushang bie freundliche Helferin ein Straßenmädchen ist. Ein nicht min das notwendige Erscheinen des Textilarbeiter", der 600 000 der Bettervorgerlage, Beförderung von Telegrammen, Annabe der ber Postspieliges Abenteuer erlebte ein Bichhändler aus der Proving. Gewerkschaftler über ihren eben begonnenen Lohntampf 34 amtächen Zeit usw. Auch muß der Magiftrat eine gewiffe Mindest. Dem Manne wurde auf dem Stettiner Bahnhof, wo er mitten in de unterrichten hat, zum Drudmittel der eigenen Lohnbewegung einnahme garantieren. Endlich ist aber noch eine dritte Art van Macht eingefahlafen war, die Brieftate mit einigen 100 Mart machen. Es ist nicht verstehbar, daß politische Arbeiterparteien, Anschlüssen möglich, die eine Besserung des abenbitchen Fernsprech- und wichtigen Papieren gestohlen. Als er sich nach dem die im schäriften Kampfe gegen die Reaktion stehen, daß eine perfehrs bringen würden. Die öffentlichen Gernsprech Erwachen auf dem Bahnhof umfah, näherten sich ihm zwei freundrepublikanische Regierung, die ein umfassendes Celeggebungsstellen im Besige privater Geschäftsleute, für bic liche Männer un fronten ihn beilnehmend, ob ihm etwas fehle, werf zum Schuße der Weimarer Verfassung ausbaut, in diefem bie Borschrift die Anbringung des Vernsprechers in den allge- fennen fie fchon, unb mocnn er sich ihnen anvertrauen molle, so werde . Moment ihrer Preise beraubt werden. Es ist auch unmöglich, daß die gesamte deutsche Finanzwirtschaft durch mein zugänglichen Geschäftsräumen fordert und dem der Bestohlene bald wieber zu feinem Eigentum fommen. Under ein Bestreifen der Reichsbruderei, daß die Durchführung der Apparat die Eigenschaft einer öffentlichen Sprechstelle beigelegt wird. züglich wanderte der Bestohlene mit den helfern nach dem humrepublikanischen Schuhgesetzgebung durch die Stillegung des Die permehrte Benuhung diefer lehten Art von Fernsprechern würde bolbthain, die in der Brunnenstraße einen Edhantmirt wedien, Reichs- und Preußischen Staatsanzeigers" gelähmt wird. Sicherlich die beste Lösung der Frage des Fernsprechers in den um sich noch zu fürfen. Dann bestieg man eine Troschke, um die Hier versagte die politische Erfenninis der Berliner Buch- bendstunden bringen fönnen, wenn die Reichspaftverwaltung fich Berfolgung des Liebes aufzunehmen. 1öhlich perlangte der Stut drucker. Und so mußte neben der Sympathie, die jedermann zu einer Menderung der Bestimmungen für diese Apparate ent- her unterwegs des Fahrgeld. As der Bichhändler darauf auffür die materiellen Forderungen der Buchdruder hatte, fchließen fönnte und den Geschäfteinhabern die Stellung von Raution merfiam medte, beß er jo einen Tegameter habe, der den Preis am Ende der Jahri angelae, mußten alle ausfteigen. Jest griff mit zunehmendem Maße der Unmille über hie politische und Sicherheit erließe. einer ber helfer dem Bichhändler blikschnell in die innere Besten Ginfightslosigkeit der Berliner Buchdrucker fich time, ris ihm ein Bafet mit 131 000 art heraus und alle verschwanden. Der Bestohlene hat auf tie Bieberherbeifas. fung des Geldes eine Belohnung von 20 000 art cusgelegt. Arieges machen. Steigern. Bon alledem bleibt die Lehre: In Zukunft muß wieder der alte Grundfag der Arbeiterbewegung gelten, daß der einaelne nur ein Teil des Ganzen ist. Das Ganze wird es . aber nie ertragen fönnen, daß es von dem Einzelglied unge fragt und ohne Berücksichtigung der Gesamtintereffen einfach zu seinen Zweden gebraucht wird. Ein Bild aus der Schußpolizei. Die ,, Republitanische Bresse" teilt uns folgenden fennzeichnenden Borfall mit: Um Sonnabend, den 24. Juni 1922, Dem Tage der Ermor dung Rathenaus, tat ber Bolizeiunterwachtmeister Baul Strume, 2. Hundertschaft Wedding, dem Bolizeiunterwachtmeister Karl Ziemer gegenüber folgende Aeußerung: Das Wertpaket ohne Jnhalt. Gin mißfungener Schwindel. Eine aus einen Berhältniffen stammende Frau Elisabeth H., geb. Wulff, ließ sich in ihm Trang, in h3here" Schichten zu fommen, zu einem höchst abenteuerlichen Leben verleiten. Unter ellerhand Borspiegelungen gelang es thr, sich den Anschein einer ver mögenden Dame zu geben. Es gelang ihr, einen als Kunstmaler geschäften Professor zu veranlassen, fie cu heiraten, in deffen Billa im Grunewald sie zunät längere Zeit Sausdame war. Sie wollte nun ihrem Manne. dem fie con einem angeblichen Bermögen son einer helben Million erzählt hatie, mirili Geb vorweisen. Sie feste fich mit einem Herrn Bauffen in Hamburg in Verbindung, der Beziehungen zum Ausland hat und bat um Bermittlung zum Berkauf ihres Schmurts, cines Berlenhalsbandes, das an geblich auf 95 000 m. geschägt fei, einer goldenen Handtasche usw. Herr Baulsen erklärte fich zur Bermittlung bereit, und so lief denn eines Toges an seine Adresse in Blantenefe ein von Frau Prof. R. zurechtgemachtes und sorgfam versiegeltes, mit 100 000. Der zurechtgemachtes und sorgfam versiegeltes, mit 100 000 2. verfichertes Postpaket ein, desjen vollkommene unversehrtheit den de Poftbeamten fcfcrt festgestellt wurde. Much herr Paulsen überzeugte fich bei der Abholung von der Unversehrtheit und Gewights. übereinstimmung; er war jedoch so rorfidia, in Cegenwart eines Beamten bas Batet zu öffnen und te stellte sich heraus, daß der Er erzählte ihnen fein Mißgeschic. Die Männer erflärten, den Dieb Macht drangen Diebe in bon em Sterolinenplay 2 in München be, findlichen Antiquitätenfalon von Rart Bachtig ein, deffen Besitzer fich zurzeit in Holland befindet, und stablen feltene Antiquitäten, mittsleiterliche Gelbschmuckarbeiten, Augsburger Krüne und wert. volle Delgemälde im Gelamtwert von 5 Millionen Mart. Menentlaah! son Antiquitäten. In der vergangenen Eine Mefferslederei auf einem Straßenbahnwagen der Linie 56 entstand Montag abend gegen 10 Uhr zwischen dem 23 Jahre alten Straßenbahnschaffner Billi Rehling- Richter, der sich nicht im Dienst befand, und dem 27 Jahre alten Arbeiter Mag Görlig. An der Ede der Etegliter und Zrofeftraße in Sichterfelde fom es zu Lät lichkeiten. Schling, der angeblich der Angreifer gewesen sein soll, stach mit einem Meffer auf Görlig ein und brachte ihm eine Stichwunde am Arm und zwei Stichperlegungen an ben Schultern bei. Rehling felbft trug Elichoerlegungen daven. Beide mußten nach dem Lichterfelber Krankenhaus gebracht werden. Es ist gut, daß der tot ift; i 1. auf die Regierung und freue mich auf die Regierung, Die jest tommt." Diese Heußerung wurde zufällig von dem Bolizeiwachtmeister G.. gehört, der sich daraufhin beschwerdeführend an feinen Bor, gefeßten wandle, da er es als republikanischer Staatsbeamter mit feiner Gesinnung nicht vereinbaren fonnte, mit einem offenkundigen Feind der Republik zufammen Dienst zu tun und auf einer Stube Am 3. Juli fam die Antwort auf die Beschwerde, die folgender- nbait nicht aus tostbaren Gmudlagen, fonder Surifischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Hof I lints. Alle Jugendzu mohnen. magen lauicte: " Neber uneheliche Mutterschaft( pricht die Reidstagsabgeordnete Genoin Clara Bohm. Shu auf Einladung der Jungsozialen am Donnerstag, den 13..., 7% Uhr abends, im Saale aus einigen feeren Schachteln und einigen ginoffen sind eingeladen. antworten. Die Minenexplosion in Cuxhaven. Bei der Prüfung der C. A.- Minengefäße auf Dichtigkeit tam eine mine im Chuppen 41 auf nicht aufgefiärte elle aur Explo fion. Es folgten mehrere zum Teil fehr starte Detonationen während einer Dauer von zwei Stunden. Sämtliche Munition( Minen, afferbomben, Eprengmunition und sonstige Munitionsgegenstände) explodierte. Die Gebäude, bas Minendepot und mehrere umliegende häufer wurden durch die Explosion und teilweise durch den entstandenen Brand votständig zerstört. Sahlreiche Häuser in der nächsten Umgebung wurden beschädigt. Die Fensterfcheiben wurden im welleften Umfreise eingebrüdt. Beriufte find bisher festgestellt: 1 Loter, 7 Schwerperlegte und 20 Leichtperlegte. Gegen 3eitungspapier bestand. Die Angeflagte behaup Beschwerden sind nach der Beschwerdeordnung durch den tete zunächst, deß, als fie das Bafet in Grunewald zur Boft gegeben, nachten Disziplinarvorgefehten zu entscheiden. Eine die Schmuckfachen sich barin befunden haben. Ele ferberte Schaden. Weitergabe an das Rommando fommt daher nicht in Frage. Die Entscheidung ist folgende: Bu einer dienstlichen Beschwerde liegt erfah und drohte mit Riege, bis tann fückentes der Beweis erbracht feine Berantaffung vor, da es fiá um eine außer murte, daß es fich um einen Schwindel der Frau Bro dienstliche private Unterhaltung der Beamten auf feffor handelte. Ohr Mann ließ sich nunmehr von ihr scheiden, ihrer Stube handelt. Eine gerichtliche Berfolgung der am und fe hatte sich nun wegen des raffinierten Betrugsverfuchs gegen 24. Juni getanenen Aeußerungen fann nicht erfolgen. So uncr die Postbehörde sor der 2. Straffanumer des Landgerichts I zu vermünscht es ist, daß die Beamten ihre verschiedenen politischen Unfichten überhaupt zum Gegenstand der Unterhaltung machen, so unt Stachdem das Berfahren gegen fe eröffnet werden mer, ging gehörig ist in jebem Falle die Wahl ungebührlicher obere zunächst auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Schwindt, der verlegender Ausdrudsweise. Hierüber ist auf Grund die unzähligen Lügen der Angeflagben und ihre Phantastereien für des vorliegenden Falles die Hundertschaft allgemein, wie der Unter- robufte eines franfen Gehirns hielt, in ein Sang Denn hat fie machtmeister Struwe erneut eingehend belehrt worden. Weiteres torium zur Beobachtung ihres Geifteszustandes. fann auf die Beschwerde dienstlich nicht veranlaßt Mebiginairat Dr. Stormer eingehend untersucht, der zu dem werden, da fie der Unterlage entbehrt Gutachten fam, baf die ingeflagte eine erblich im höchsten Grade belastete, unglaublich nerlogene, burch und durch minberwertige verbreerische Geistestrante fei, auf die 51 Ete. anzuwenden fei. Auch Nervenarzt Dr. Weiler und Brof. Henneberg tamen zu tem Ergebnis, daß begründete 2 ch Elergasten. ½ Uhr eagere Rreisserftentetung bei Temper, Stens. 3weifel an der Surechnungsfähigkeit der Angeklagten vorliegen, währent Canitätsrat Dr. 2 eppmann ihr den Soup bes Hessen treu zur Republk. § 51 mit zubilligen wollte, da sie bei ter Straftat canz Darmstadt, 11, Jull.( BTB.) Bei der heutigen ledereröff folgerichtig und unter Befundung des Dolften Berständniffes für rung des hessischen Landtages mibmete Bräftent telung dem ble nfzenierung ihres Betruges vorgegangen sei. Der Gerichts. 7. Sereis. Am Wennerstag, den 13. Jul, neem 3 the Besichtigung des Säugermordeten Minister Dr. Rathenau ehrende Worte des Nagrufes hof fchlos fich ber Ansicht Dr. Leppmanns an und verurteilte die und erilärte, gegen Gewalt tönne der Staat nur mit rüd.Angstlagte au Monaten Gefängnis. fichtsloser Gewalt vergehen. Es gehe nicht nur um den Bestand der deutschen Republit, es gehe um mehr, es gehe um den Bestand des deutschen Baterlandes, Unterschrift. Hauptmann und Hundertschaftsführer." Bu diesem affifchen Urteile ist wohl jeder Rommentar über ftüffig. Bremer Waffenfund. Kommunistische Freiheit zur Bersammlungsstörung. Den hochtrabenden Versicherungen und Versprechungen in den tommunistischen Flugblättern, Zeitungen und Bersammlungen steht eine Bragis gegenüber, die geradezu cemein genennt werden muß. Bremen, 12. Juft.( Eig. Drahtbericht.) Auf Veranlassung des Das lehet ein Beispiel, das uns aus Zehlendorf berichtet wird. hifigen Führers der USB.- Graftion haben am Freitag zwei Deri halten die Deutsch- Demptraten eine Gebächtnisfeier für Rathenau veranstaltet, zu der fich auch Mitglieder der Sriminalbeamte zusammen mit erfteren eine Hausfuchung im Lager. D. zahlreich eingefunden halten. Die Feier war erhebend mit haus des hiesigen Kaufmanns Eduard Mez vorgenommen. Auf Orgelspiel eingeleitet worden und die Gedächtnisrede neigte sich ihrem dem dritten Boden heben sie 11 Riften mit umgearbeiteten Militär. Ende zu, als mit fiogigen lauten Schritten ein Rommunist im Saal gewehren, Modell 98 gefunden. Der Berwalter des Lagers be- erschien, der sogleich auch laut n den Vortrag hineinrief hauptete, daß die Stiften ser längeren Monaten von einem jungen Gleich darauf mar der Bortrag zu Ende und Orgelspiel feßte ein. Mann deponiert feien. Die Firma selbst babe nicht gewußt, mas nun wurde unser Stommunist plöhlich tieintaut und erlärte, er in ten Rifien enthalten fei. Dem Cigentümer des Backhauses, dem habe geglaubt, es jei nur eine öffentliche Berfamm. Kaufmann Eduard Mez, war der. Inhalt der Risten jedoch be. lung. Mit anderen Worten, bie Rommunisten feinen von ihren fannt. Die Polizeibeamten begnügten fich damit, den Boden zu Dene weiteres zu stören. Diefe brutale Zaftit trat auch bei dem Führern darauf breffiert zu werden, iche ondere Berlammlung perriegeln und ein Gewehr mit zum Polizeigebäude zu nehmen, por furzem von unserer Partei gleichfalls in Behlendorf veran Tie Bolizei felbft hat bis jetzt noch feinen Bericht über den ftalteten Bortrag des Genoffen Radbrua zutage. Dort weren es Guns fowie über ihre weiteren Feststellungen dieser Angelegenheit die Führer und Führerinnen der Sommunisten, gegeben. Ebenso ist der Eigentümer, der Raufmann Eduard teg, noch nicht verhaftet worden. Streichung Heliferichs als Ehrenbfirger. Die Frattionen ber Ar beiterparteien in der Stadtverordnetenverfammlung von te ustadt a. d. H., dem Geburtsort Helfferichs, hoben beantragt, Heifferich das Ehrenbürgerrecht abzuerkennen, bie fortgelegt zu Bersammlungsstörungen ant. mierten. Infere Genoffen merben in Butunst diesen antidemo fratischen und arbeiderfeindlichen Brafilten zu begegnen wissen. Ein Bund Schläffet wurde bei der lehten Demonstration auf dem Kurfürstendamm gefunden. Die Schlüffel find abzu holen vom Sekretariat des Bezirksverbandes Lindenstr. 3. G. Groß- Berliner Parteinachrichten. Morgen, Donnerstag, den 13. Jull: burger Str. 8. Das Ecseinen eller Borstandsmitglieber ift notwendig, eventuell Vertreter entfenben. 7% erweiterte Rreisvorstanbeftung in bemfelben Lotal. Stres teugberg. 716 Uhr freisoerstandsflgung mit dem Bilbungsausschuß bei Stein, banjir. 29.7 Uhr eitung der Seitungstommiffion bet Neim. Urbanstr. 29, lings- und Rinberhems in Ravenstein. Trefpunt 2 Uhr Bahnhof Friedrichohagen. Um zege Beteiliguna erudit die Streisleitung 20, reis Steinidenborf. the im Rathaus Bittenau, Kleiner Gigungefaal, Sigung des Kreisvohljchrisausfusses. Jebe brellung mas pertreten fein. 93, 9:51. Nexix. 7% Uhr Mitgliederversammlung im Sofal Gambrinus, Raifer- Friedri, Ede Treptower Straße. Die politische Lage." Referentin Geneftu Elfriede Ryned, S. 5. St. 12. Beinianweg. Heute abend 7% Uhr, Schultheifquelle Baumschutenferase 7: Mitgliederversammlung. Thema: Das Reichsmietengeses. Referent: Benoße Felgentreu Sungate agre Gäben: 8 Ube iu ber Jurikiden Enredkunde Linden Straße 3, 1. of links, parterre, Bortrag ber Genoffin Claza Bohm Schuch fiber Unebellar Runecchie Grupp. Lei, Reais. Sript, learingh. besuchen am Donnerstag den Wortrag der Gruppe Süben. Gruppe Echöneberg Friebenen: he pünktlich bei Groß, Sedanstr. 17, Stathenau Abend". Cäfte herzlich willemmen. austusigung. 2: izbeiten. Jungfonialifica. Recitas,& 2, in bez Juriflisden Sprechstunde, Gruppen. Rebeitersport. Grokes Fußballwettspiel. Am Mittwoch, den 14. Sult, cbends 7 Uhr, stehen sich auf dem Fortunasportplah in Neukölln, Kaifer- Friedrich- Straße, am Herz berg- Blay, awet alte Betannie Freie Turnerschaft Wilmersdorf 1. Mannschaft und N.S.C. Rüstig- Borwärts 1913, Neutölln, zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Rüftig- Bormärts tritt in einer neuen ufstellung und mit verstärkter Mannschaft gegen Wilmersdorf 1 gegenüber, fowie Bilmersdorf mit ihrem Leften Spielmaterial Im Spiel antritt. Daher ist guter Sport zu erwarten und ein Besuch dieses Spieles ift fehr zu empfehlen. Straßenbahnlinien: 65, R, 27, 103, 22, 89, 19, 05/ E bls Herzbergplak und nahe Bahnhof Kaiser. Friedrich- Straße Gewerkschaftsbewegung organisation ausgesprochen hat. Mehrere hierzu vorliegende Anträge| geben des Klaffentampfes fein! Demgegenüber betrachte man unfere erflären fich für die Schaffung von Industrieverbänden, einige ver- Lohnbewegung. Wir haben 1921 20 Millionen und im ersten Halbe langen die Verschmelzung sämtlicher freien Gewerkschaften zu einer jahr 1922 bereits 30 millionen Mart für Streits und Aussperrungen Einheitsorganisation. ausgegeben. Unsere Organisation hat ihren Klassenfampfcharafter gewahrt. In den legten 2% Jahren, bis Ende März d. I., haben wir durch unsere Lohnbewegungen für unsere Rollegen eine Lohne erhöhung um fast 8% Milliarden Marf erreicht. Löhne und Lohnzahlung der Bergarbeiter. Die Mitgliederbewegung des Verbandes ging in den letzten Bom Berband der Bergarbeiter wird uns geschrieben: Jahren sehr starf nach oben. Im Jahre 1919 stieg die Mitgliederzahl Noch ist der Kampf im Ruhrgebiet nicht ausgebrochen und schon Don 256 577 auf 602 003; Ende 1920 waren es 644 910 und am Schlusse bes Berichtsjahres 1921 681 971. Es gelang also dem Ber werden die Arbeitgeber nervös und bearbeiten die Oeffentlichkeit burch die Presse mit bewußt falschen Darstellungen. band, nicht nur bie nach der Revolution gewonnenen Mitglieder zu halten, sondern seinen Mitgliederbestand in den beiden lezten Jahren Nach der Bergwerkszeitung" ist der Lohnzahlungsmodus im noch um rund 80 000 zu erhöhen. Das ist außerordentlich erfreulich. Bergbau ein weniger wichtiges Ding" und man findet es völlig Die Gesamtmitgliederzahl von 681 971 feht sich zufammen aus gerecht, wenn es beim Alten bleibt. Aber gleichzeitig schämt man 493 239 männlichen und 188 732 weiblichen Mitgliedern. fich, die Wahrheit zu sagen, und behauptet, daß der Bergmann innerLohnbewegungen fanben im Jahre 1921 3805 gegenüber 4100 halb vier Wochen einmal Lohn und zweimal Abschlag bekäme. Diese im Jahre 1920 statt. Die Lehnbewegungen vollzogen sich, wie in Behauptung ist falsch. Wenn beispielsweise am 8. Juli ein Berg- dem Geschäftsbericht gesagt wird, zwangsläufig. Die Arbeiterschaft arbeiter angelegt wird, befommt er frühestens am 5. August zum war gezwungen, durch Lohnforderungen einen Ausqlcich für den ersten Male ein Drittel seines Verdienstes. Welche nachteiligen fortgescht sinkenden Beldwert anzustreben. Die abgeschloffenen Lohn Birkungen das bei den heutigen Balutaschwankungen für den Ar. perträge fonnten bei der Unübersichtlichkeit des Wirtschaftslebens immer nur furzfristig sein. Von den 3805 Bewegungen im beiter hat, braucht nicht noch besonders hervorgehoben zu werden; Jahre 1921 waren 3711 mit 2 120 735 Beteiligten erfolgreich. Er benn für das im Juli verdiente, aber erst im Auguft ausgezahlte folglos waren nur 39 Bewegungen. Das Gesamtergebnis der LohnGeld erhält der Arbeiter wesentlich weniger Ware als im bewegungen war, daß für 2109 274 Personen eine wöchentliche Lohn Bormonat. Es ist also teine unbillige Forderung, wenn der erhöhung um 108 888,337 m. erreicht wurde. Für das Jahr ergibt Bergmann möglichst schnell in den Besitz seines Geldlohnes tommen dies eine Summe von 5 658 553 524 m., also einen ganz gewaltigen will, um sich vor wirtschaftlichem Shaden zu bewahren. Betrag. Eine Verkürzung der Arbeitszeit wurde für 189 Personen um 1616 Stunden die Woche erzielt. Die Werte sind jedoch sehr im Borteil; denn das längere Zeit in ben Wertstassen liegende, den Arbeitern gehörige Geld bringt den Werten hinsichtlich der Geldentwertung erheblichen Zinsgenuß. Auch die Verschanzung hinter der" technischen Undurchführbar. feit befferer Lohnzahlungsmethoden bei der herrschenden Geld Inappheit" ist abmegig. De Geldknappheit oder Ueberschuß herrscht, stört die Arbeitgeber nicht im geringsten. Hier handelt es sich für fie um eine im Eigentintereffe liegende Brinzipienfrage. Was in anderen, ebenso großen Industrien längst selbstverständlich ist, läßt sich bei gutem Willen hier auch ermöglichen. Die Mißstände im Saarbergban. Nach dem Kaffenbericht haben sich die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1921 gegenüber dem Jahre 1920 mehr als perdoppelt. Im Jahre 1921 betrugen die Gesamteinnahmen einschließlich eines Kassenbestandes von rund 18 Millionen Mart 89 607 675 M., die Gesamtausgaben 53 486 109 m. Der Kassenbestand belief sich am Ende des Geschäftsjahres auf rund 36 Millionen Mart. Sehr hoch ist die Summe en Unterstüßungen, die der Berbond feinen Mit gliedern gewährt Im Jahre 1921 waren es fast 27 Millionen Mart; feit Bestehen des Berbandes find es 63% Millionen Mart. Der Verbandstag wurde gestern nachmittag im feftlich ge. schmückten Saale des Volksbildungsheims durch den Verbandsvorfigenden Bren Hannover eröffnet. Es nehmen an ihm 194 Delegierte, 8 Vorstandsmitglieder, die Branchen und Gauleiter fomie zahlreiche Gäfte teil. Das Internationale Getretariat der Fabrikdie Bruberverbände von Belgien, Dänemar?, Holland, Norwegen, Außerdem haben Schweden und Desterreich Vertreter entfandt. Der Borstand des Gewerkschaftsbundes ist durch Bruns. Berlin vertreten. Für den Berbantsausschuß ist Bruhns Hamburg anwesend. Die Eröffnungsfikung füllten die Begrüßungsansprachen aus. Berbandsvorsigender Brey erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Schwere der Zeit, in der der Verbandstag tagt. Die Arbeiter feien aufgerufen zum Schugdienst für die Republit, und sie würden Diese Berteidigung als eine heilige Sache betrachten. arbeiterverbände vertritt O'Grady London. Zum Schluffe feiner Ausführungen ging der Redner auf die zum Borstandsbericht vorliegenden Anträge ein und betonte, dem Vorstand feien in feiner Tätigkeit Grenzen gezogen; er fönne nicht ins Blaue hinein wirtschaften, sondern müffe bei allen feinen Handlungen der vollen Verantwortung bewußt sein.( Bustimmung.) Den Kassenbericht erstattete der Hauptkassierer Rößler. Hannover, der einleitend feines Borgängers Bruns gedachte, der im Mai bd. J. staro, und dann die wichtigsten Zahlen des Kassenabfchluffes erläuterte. Es sei notwendig, Mittel und Bege zu suchen, um die Verbandsfinanzen zu stärken. Wenn die Lohnfämpfe in ihrem seitherigen Umfange geführt werden sollten, dann müßte der Berbandstag eine fräftige Reform beschließen. Der Raffenbestand von 40 Millionen Marf sei zu gering, er müßte bedeutend erhöht werden, wenn man für alle Stämpfe gerüstet sein wolle. N Den Ausschußbericht gab Bruhns Hamburg. Es seien verhältnismäßig wenig Beschwerden in der Geschäftsperiode eingegangen. Gegen die Beschlüsse des Ausschusses wurde nur ein Protest beim Beirat erhoben und dieser hat der Ausschußentschei dung zugestimmt. Redner beantragt, dem Gesamtvorstand Entlastung zu erteilen. Für die Redattion des Berbandsorgans berichtete Redakteur Brüll Hannover. Die Auflage des Verbandsorgans betrug Ende 1921 710 000 Exemplare. Zu diesem Bericht liegen mehrere Anträge vor, die mit der Haltung des Verbandsorgans gegen die Kommunisten nicht einverstanden sind und verlangen, daß Angriffe gegen eine politische Arbeiterpartei unterbleiben. Brüll erklärte, daß er die Redaktion in Uebereinstimmung mit der Verbandsleitung ge führt und dabei das Gesamtinteresse der Mitgliedschaft im Auge ge habt habe. Nicht gegen die politische Partei der Kommunisten habe fich die Schreibweise des Broletarier" gerichtet, sondern gegen das gewerkschaftschädigende Treiben der kommunistischen Bartciinstanzen und gegen diejenigen Mitglieder, die glaubten, die Organisation um politischen Tummelplaß zu machen. " Deutscher Bekleidungsarbeiterverband. Achtung, Damenkonfet 1öhne vom 15. Mai 25 Proz., auf die Stüdlöhne ab 3. Juli tion, Mäntel, Kostüme! Ab 1. Juli 1922 tommen auf die Zeitgleichfalls 25 Broz, das sind auf den Grundlohn 1150 Broz. Zusch ag Stüdlohnbügler erhalten ebenfalls 25 Broz. Zuschlag, das find 120 Broz. auf den Tarif für Stückbügler( abgeschlossen am 6. Februar 1922), geltend ab 3. Juli 1922. Donnerstag, den 13. Juli, abends 6 Uhr, in Böfers Feit älen, Berlin. Beberftr. 17, Im Saargebiet firden zurzeit große Rundgebungen der Berg arbeiter ftatt. Der Saarbrücker Zeitung" zufolge hat sich der gefamten Arbeiterschaft des Saargebietes eine Erregung bemächtigt, bie faum noch zu steigern ist. Sie hat ihre Ursache in den allge meinen Arbeitsverhältnissen und den rüdsichtslosen Bestrafungen und Entlassungen. In einer Versammlung in Büttlingen äußerte ber Bezirksleiter Ruhren vom Chriftlichen Bergarbeiterverband, die Bergleute feien bei den heutigen Verhältnissen alle der Anficht, daß eine Lohnerhöhung bringend erforderlich fei. Mit der Bergver maftung fei man einig, daß mehr gefördert werden könne. Es liege nicht an den Bergarbeitern, wenn nicht genügend gefördert werde. Die Ursache liege vielmehr darin, daß viel zu viel französische Be amte verwendet würden. Es fehle an brauchbarem Material, der Berwaltungsapparat fei zu teuer. Anstatt Bergarbeiter zu entTaffen, follte man mit den landfremden Beamten, den Spizz In und den überflüssigen Kontrolleuren aufräumen und den festspieligen Berwaltungsapparat zu verbilligen suchen. Sodann müsse sich die Berwaltung dafür einsehen, daß die Reparationsfohle abnebaut und Bericht und ergänzte diesen. Der letzte Berbandstag gab dem Borstand eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: dafür Saartohle nech Frankreich geschickt werde. Die Bergwerfs. birektion hat die Organisationsleiter zu einer Besprechung einge. laben. Rückständige Unternehmer. Bom Reichsarbeitsministerium wird uns geschrieben: In Nr. 12 des Reichsarbeitsbletts vom 1. Juli 1922 ist im Auszug eine Entscheidung des Reichsarbeitsministers rom 3. Juni 1922 über die Berbindlichkeitserklärung eines Tariffchiedsspruchs veröffentlicht, der von der Arbeitgeberfeite nur aus grundfäßlichen Bedenken gegen jede tarifvertragliche Regelung der Arbeitsbedingungen für Angestellte abgelehnt morden war. Im Gegenfaß zu diesem ablehnenden Standpunkt erklärt der Reichsarbeitsminister arundfählich die Regelung der allgemeinen Arbeitsbedingungen möglichst aller Argestellten und Arbeiter durch Gesamtvereinbarungen sowohl im Interesse der Gesamtwirtschaft wie der beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer für wünschenswert. Verbandstag der Fabrikarbeiter. Frankfurt a. M., 10. Juli 1922. Die Delegierten der zweitstärksten dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund angeschlossenen Organisation, des Zentralver bandes der Fabritarbeiter Deutschlands, famen am Sonntag, den 10. Juli, im hiesigen Boltsbildungsheim zu ihrem 14. Verbandstag aufammen. Der Delegierten harrt eine reidybaltige Tagesordnung, beren Erledigung eine ganze Woche ausfüllen wird. Bon allgemeinem gewertschaftlichen Interesse dürfte das Referat des Verbandsvorsitzenden Brey über Betriebs- und Industrieorganisationen sein. Der Berband der Fabrikarbeiter steht bekanntlich auf dem Standpunkt der Betriebsorganifation, während sich der Gewerkschaftstongreß für die IndustrieD. R. G. M. Allen voran beim Einkauf von Brillanten Platin Gold- u. Silber- Buch Ohren, Zahngebissen, Ketten, Münzen die renommierte Firma Bei der Konstituierung des Verbandstags wurden Brey Han nover, Fischer Frankfurt a. M. und Schönfeld Leipzig als Borsigende bestimmt. tages erstattete Berbandsvorsitzender Abg. Brey- Hannover den Zu Beginn des heutigen zweiten Berhandlungs. Bericht des Borstandes. Er verwies auf den schriftlichen Sentralverband der Maschiniften und Seizer, Geschäftsstelle Groß- Berlin. Ame Mitgliederversammlung Tagesordnung: Bericht vom Leipziger Gewerkschafts fongreß und die Stellungnahme unserer Organisation." In Anbetracht der Wichtig erscheint. feit der Tagesordnung ist es erforderlich, daß jeder Kollege zu dieser Bersammlung Afa- Mitglieber in Sunst- und Bauschlossereien. Donnerstag, ren 13 Juli nadim. Uhr, in der Schulaula Böttgerstraße: Berjammlung. Aja- Bund, Orts tartell Groß- Berl n Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klübs Berlin- Lichterfelbe; für Un Borwärts.Buddruckeret u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin. Lindenſtr. 3. dar tägliche Genuß vor Porath's Kinder- und Krankennahrung ift für jeden Wagen- und Darmleidenden ebenfo notwendig wie das Salz zur Suppe. M. SCHULMEISTER Herren user Tor Richtlinien und Ausgaben für seine Tätigkeit. In diesem Rahmen hat sich der Vorstand bei seiner Arbeit gehalten. Es ist der Versuch gemacht worden, uns aus dem Rahmen der Verbandstagsbeschlüsse herauszu bringen, dem sind wir jedoch nicht gefolgt. Wir fonnten es nicht, cinmal, weil dies gegen unsere Aufträge gegangen wäre, zum anderen, meil für eine Reihe Dinge und Ziele, die wir mit allen Mitteln durchjezzen sollen, die wirtschaftlichen Borausjegungen fehlten. Als der Gewerkschaftsbund die 10 Buntte bezüglich der Arbeitslosigkeit aufftellte, wurden wir von linksstehenden Kollegen aufgefordert, zu frisch- fröhlichem Rampfe zu blafen. Das fonnten wir nicht, weil die allgemeinen wirtschaftlichen Berhältnisse für einen Rampf nicht günstig waren. Wir haben nach Pflicht und Gewissen als Treuhandverwalter unserer Organisation gehandelt. Auch als bei Aufstellung MSchulmeister ber bekannten 10 Punkte des Gewerkschaftsbundes zur Sozialisierung und Steuerfragen der allgemeine Rampf mit allen Mitteln gefordert wurde, fonnten wir dieser Aufforderung nicht folgen. Bei unseren Rämpfen entscheidet die Wirtschaftslage und die organi. fatorischen Machtverhältnisse. Im Februar d. 3. lagen die Dinge nicht so, daß wir dem Bundesvorstand empfehlen fonnten, einen berarligen Rampf aufzunehmen, noch fonnten wir ihn mit unseren Verbandsorganen entfesseln. Es wäre um Sein oder Nichtsein unserer Organisation gegangen. Es wird gesagt, wir feien feine Klaffenfämpfer, wir wüßten nichts von der Lage der Arbeiterfchaft. Ich gebe zu, das Endziel des Klassentampfes, die Berwirt. lichung des sozialistischen Gesellschaftsprinzips durchzuführen, geht über die Kräfte einer Gewerkschaft hinaus. Aber jede Gewerkschaft verrichtet Arbeit auf dem Wege zu diesem Ziel. Unsere ganze Tätigkeit ist Alaffentampf. Allerdings ein Teil unserer Kollegen faßt den Klassentamps so auf, daß fie es unter der Bürde einer Organisation halten, wenn diese sich mit den Unternehmern an einen Tisch feßt, um über Lohnfragen zu verhandeln. Das soll ein Auf- i Geschlechtskranke Syphilis, Männerschwäche, Frauenleiden. Hart. Mackige veraltete Ausflüsse tinden schnelle Hilfe ohne Derufsstörung durch Phorosanos neues deutsches Reichspatent Tausende, auch die schweis en Fälle, die anderweitig jahrelang ohne Erfolg behandelt waren, werden d Phorosanos kurz ristig geheilt. Täglich viele Danksa ungen u Dankschreiben. 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