Nr.327 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 157 Bezugspreis: Bierteljährlich 180,-., monatit 60,- D. tret ins Haus, voraus zahlbar. Unter streusband flir Deutschland, Danzig, Saar- und Meme gebiet, fowie Desterreich u Buremburg 108,902, für das übrige Auslans 142, Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich Schweden, Schweiz, Sidecho- Slowatet und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolf und Zeit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und ber Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Muzetgenpveis: Die einspaltige NonpareMezele toftet 18,-.- Reflamegeile 90,-292 Aleinenzeigen" bas festgebrudte Wort 4,50 M.( zuläffg wet fettgebrudte Worte) febas mettere Wort 3,50 M. Stellengefache und Schlafftellenanzeigen bas ecte Bert B,-., jebes weitere Bort 2.50 Wt. Worte fiber 15 Buchstaben zählen filt grei Worte. Familien- Knzeigen für Aben nenten Belle& Anzeigen für die nafte Summer miiffen bis 4 Uhr nachmittags in Hauptgeschäft, Berlin SB 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Redaktion Morissias 15195-97 Expedition Morigplay 11753-54 Donnerstag, den 13. Juli 1922 Antwort der Reparationskommission. Stimmungsumschwung in Frankreich. " Petit Parifien" zufolge wird die Reparations- boner Zahlungsplan zu revidieren. Wenn diefe tommission der deutschen Regierung in einer von dem Zustimmung von dem Schuldenausgleich unter den Alliterten Borsitzenden Dubois auszuarbeitenden provisorischen abhängig gemacht wird, so liegt das durchaus auf der Antwort mitteilen, man werde das Stundungsgesuch Linie, die auch von England( im offiziellen Horneschen Plan) prüfen, einen endgültigen Bescheid aber erst nach Ankunft des vorgefehen ist. Garantiefomitees erteilen tönnen; jedoch soll die verbindliche Das nächste Bort hat also England. Im Unterhaus Antwort noch vor dem 15. August in die Hände der sind in dieser Beziehung verschiedene Anfragen an die eng deutschen Regierung gelangen. Auf der Bezahlung der lische Regierung gerichtet worden. Robert Horne begnügte Julirate müsse man bestehen. fich als Regierungsvertreter mit der Antwort, die englische Die Haltung Frankreichs dem Moratoriums Regierung befaffe sich andauernb mit dem Reparationsproantrag gegenüber hebt sich bereits heute in der franzöfifchen blem und überlasse die Angelegenheit nicht der Reparations Presse ab.„ Echo de Paris" steht allein, wenn es dazu auf tommiffion, wenngleich die Reparationstommiffion die Haupt fordert, ein böswilliges Berfehlen Deutschlands festzustellen und informationsquelle bleibe und ihren Ratschlägen große Be die Besetzung des Ruhrgebiets fowie eine schärfere Form ber achtung beizumeffen fet. Hält man die Antwort gegen die Besizergreifung des linken Rheinufers ins Auge zu faffen. Havas- Meußerung, daß das Reparationsproblem allein Sache Die übrige Preffe, soweit sie den nationalen Blod umfaßt, der Reparationstommiffion fei, so erkennt man, daß der äußert die Ansicht, Frankreich fönne einem Moratorium mur Rampf zwischen England und Frankreich um die er zustimmen, wenn die Finanzfontrolle verschärft werde, handlungsmethoden auch heute noch nicht beigelegt wenn die Sachleistungen erhöht würden und wenn den ft, jedoch hat er bereits viel von seiner Bedeutung ver Alliierten eine Beteiligung an der deutschen loren, da der grundsägliche Widerstand Frankreichs gegen die Privatindustrie gewährt werde. Führend in dieser Sache aufgegeben worden ist. Nicht unerwähnt bleibe Hinsicht ist eine offenbar offizielle Auslaffung der eine zuschrift Robert Cecil's an den„ Matin", in der er Agence Havas, die in scheinbar äußerst schroffer Form eingehend auf die Zusammenhänge zwischen dem Reparations doch recht entgegenkommend ist. Sie stellt zunächst feft, daß problem und der Frage der interalliierten Schulden hinweist das Reparationsproblem alleinige Angelegenheit der Repa- und die englische Regierung zu einer großmütigen rationsfommission ist. Weiter macht sie die Gewährung des Politit Frankreich gegenüber auffordert. Wenn dreijährigen Moratoriums von einer Sanierung der deutschen Cecil auch in einem gewissen Gegensatz zu der englischen Re Finanzen, einen teilweifen Erlab ber Repa- gierung steht, so ist er doch nicht ohne Einfluß. Als Mittels rationszahlungen von einer Liquidierung ber mann war er stets willkommen, und es ist vielleicht nicht ohne interalliierten Schulben abhängig. Weitere Be Bedeutung, wenn er gerade in diesem Augenblick auf fein dingungen werden nicht gestellt. Das ist von prinzipieller Be Schmerzenskind den Bŏlterbund hinweist und mit einer Geste deutung. Wir sehen in dieser Auslaffung eine 3uftim nach Frankreich der Aufnahme Deutschlands in den Völker mung der französischen Regierung, den Lon- bund das Wort rebet. Klarheit! # Die Aufregung über die innerpolitische Lage, die fich gestern im Reichstag, heute morgen in ber Breffe bemertbar machte, läßt sich nur daraus erklären, daß endlich der Ernst der von der Sozialdemokratie aufgestellten Forderungen er fannt worden ist. Daß darüber bisher falsche Meinungen be starben, ist nicht unsere Schuld. In Berhandlungen mit den bürgerlichen Roalitionsparteien ist ber Standpunkt unserer Bartei stets mit größter Klarheit zum Ausdruck gekommen, und die breiteste Oeffentlichkeit wurde durch den Vorwärts von ihm unterrichtet. Nicht einmal, in jeder Ausgabe seit dem Tode Rathenaus, ist hier gesagt worden, daß die Sozialdemo fratische Partei durchgreifende Maßnahmen zum Schuße der Republit fordert und daß diese Maßnahmen nur von einer Regierung durchgeführt werden tönnen, die fich auf die breitesten Massen der republikanisch gesinnten Bevölkerung stützt. benen politischen Parteien auf eine gemeinsame Linie zu bringen, mm Kämpfe zu vermeiden, die ihre eigene Entwicklung gefährden. In biefem Sinne haben die Gewerkschaften eine permittelnbe Tätigteit unternommen, bie von beiden sozialdemokratischen Parteien bantbar angenommen wor ben ist. Die Erklärung der Sozialdemokratischen Partei, daß ihre Forderung nach dem Eintritt der Unabhängigen in bie Regierung unverändert fortbestehe, ist weder von den Gewertschaften noch von den Unabhängigen beeinflußt, sie ist lebiglich burch Falschmeldungen der Breffe provoziert, und befagt inhaltlich gar nichts Neues. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., GW 68, Lindenste. 3 Fernsprecher: Berlag, Expedition und JuferatenAbteilung Meritblas 11753-54 Zersplittert und hilflos. Die Lage der Arbeiterklaffe in Italien. O. L. Rom, den 7. Juli 1922. Je schwieriger die allgemeine Lage in Italien wird, je mehr sie daher Einigkeit und Geschlossenheit des Proletariats erheischt, um so mehr klaffen die verschiedenen proletarischen Richtungen in ihrer taftischen Stellungnahme auseinander. Heute hat es die fascistische Gewalt in Italien so weit gebracht, daß fie die Stadtverwaltungen, die ihr nicht genehm sind, einfach dadurch auflöft, daß die Fascisten mit Revolvern und von dem Stadtrat unter Bedrohung an Leib und Leben und handgranaten die Rathäuser besegen bie mtsnieberlegung fordern. Die Arbeitslosig teit steigt in demselben Maße, in dem der Stand der deutschen Valuta fintt. Heute streiten die Metallarbeiter des ganzen Landes, um ihre Tarifverträge wenigstens zum Teil zu behaupten. Dabei weist das Staatsbudget einen Fehlbetrag von 6 Milliarden auf, die Preise steigen, die Lira finft, die Steuerlast erdrückt einen Teil des Mittelstandes und der mittleren Industrie- furz, das Land ist überwältigt von biskutiert und beschließt, biskutiert wieder und beschließt von politischen und wirtschaftlichen Sorgen. Und das Proletariat neuem, und weiß feinen Ausweg, zersplittert seine Kräfte, und die Partei- und Gewerkschaftsbewegung, von der man Hilfe unb Rat erwartet, steht hilf- und ratios da. monaten gewachsen. Die Gewerkschaftsbewegung unterliegt Und diese Hilf- und Ratlosigkeit ist offenbar in den legten heute der russischen Minierarbeit; bie berühmten " fommunistischen Bellen", deren Aussaat man in Mostau beschloffen hat, kommen zur Geltung. Die Tagung des Rationalrats der Generalfonfederation der Arbeit, die vom 3. bis 6. in Genua stattgefunden hat, hat nur eine relative Mehrheit zugunsten der zur Zusammenarbeit bereiten Rich tung ergeben, nicht etwa, weil die sozialistische inte in der Gewerkschaftsbewegung ihr das Gleichgewicht hält, fondern nur, weil zu dieser Linken die gleiche Zahl von Kommunist en gestoßen ist. Auf der vorjährigen Tagung des Nationalrats der Ronföderation in Verona ergab sich eine Mehrheit zugunsten einer pofitiven parlamentarischen Tattit. Mit der steigenden Bucht des Fascismus nahmen dann die Pressionen der verschiedenen Zentralverbände, namentlich des Zentralverbandes der Landarbeiter, zu. Die in ihrem Bestand, im Leben ihrer Mitglieder, in ihren Bauten und Maschinen bebrohten Gewerkschaften verlangten Schus gegen den Fascismus und verlangten, daß der Parteivorstand der Barlamentsfraktion freie Hand gäbe, ein Ministerium zu unterstügen, das dem Fascismus gegenüber Recht und Gesetz zur Geltung brächte. In diesem Sinne erfolgte ein Botum bes Ausschusses der Konföderation, dem die Absage erst des Parteifolgte. vorstandes, dann des Nationalrats ber sozialistischen Partei Darauf ertlärte sich die foztattfitsche Barlamentsfrattion - eben das Werkzeug, um deffen zweckmäßigste Berwendung der Kampf entbrannt war für autonom bis zum nächsten Parteitag, während die Generalfonföderation threrseits ihren Nationalrat nach Genua einberief, wo von 1 128 000 Stimmen nur 537 357 zugunsten der reformistischen" Tagesord veränderter Lage plöglich Alarm zu schreien, sollte die bürgerStatt die Deffentlicyteit erst einzulullen und dann bei un liche Breffe es lieber mit einer ruhigen Betrachtung bes Gesamtproblems versuchen. Sie wird dann zu nächst bemerken, daß die Beratung des Schutzgesetzes im Reichstag teilweise so gelaufen ist, als ob man der Sozialdemotratie die Zustimmung mit Gewalt unmöglich machen wollte. Wenn trotzdem bis gestern die Meinung genährt werden Was soll man z. B. bazu sagen, wenn plöglich ein Beschluß fonnte, die Sozialdemokratie werde sich alle Verschlechterungen eines neugebildeten Rechtsblocks erfolgt, der bie Störung nung abgegeben wurden. der Schutzgesetzgebung gefallen laffen und auf die Verbrei von Bersammlungen unter schwere Strafe ftellt. Reine terung der Regierungsmehrheit nach Iints Bartei hat unter Versammlungssprengungen mehr gelitten als verzichten, so gehört das zu den psychologischen Unbegreiflich die Sozialdemokratie, aber sie ist mit den Stratehlern fertig feiten, und es ist zu begrüßen, daß über diese Frage endlich geworben ohne Bolizei und ohne Staatsgerichtshof. Gie Klarheit gefchaffen ist. Die Erregung, die in diesem Augen hat niemals auch nur die schon bestehenden Strafgesetzblic besteht, hätte sich vermeiden lassen, wenn man sich überall bestimmungen zum Schuß gegen Störung in Anspruch genomvon vornherein darauf eingestellt hätte, die Dinge fo zu fehen, men. Die ganze Materie gehört nicht in ein Gesez zum Schuge wie sie sind. Die bürgerliche Breffe aber hat gestern, am ersten der Republit und muß da wieder hinaus. Tag ihres Wiedererscheinens, den großen Fehler begangen, die Dinge so darzustellen, wie sie nicht find, und wenn dabei das verhängnisvolle Wort fiel, es würde alles beim Alten bleiben", fo wurde eine Antwort notwendig, bie aufklärend wirkt. Die große Bewegung, die heute durch die Massen der republikanisch gesinnten Bevölkerung geht, wird fich nicht damit beruhigen laffen, daß alles beim Alten bleibt". Denn wenn solche Erfahrungen ohne Frucht, folche Anstrengungen ohne Wirkung blieben, dann müßte die Stimmung der Maffen in ein gefährliches Schwanken zwischen ReWürde bie neueste Mitteilung über die Stellungnahme fignation und Berzweiflung geraten, und die schlimmsten es so nicht geht, und daß bessere Methoden zur Lösung ber vier Arbeiterorganisationen die Erfenninis fördern, daß Folgen wären zu befürchten. müffen, so wäre das ein erfreulicher Erfolg. Andernfalls wird unferer innerpolitischen Schwierigkeiten gefunden werden schließlich doch nichts übrig bleiben als die Reichstags auflösung, der Appell an das Bolt. Auch hierüber follte man mit etwas weniger Aufregung sprechen, man soll nicht jo tun, als ob alles in Trümmer gehen müßte, wenn in einer Derfahrenen politischen Situation zu dem verfassungsmäßigen In manchen bürgerlichen Blättern verfucht man die Lage Mittel der Neuwahlen gegriffen wird. Alles in allem, es zu verwirren, indem man von einem Borstoß der Ge fommt darauf an, daß nicht alles beim Alten bleibt", fonwertschaften" oder gar von einer unzulässigen Ein- dern daß das notwendige Neue mit möglichst geringem mischung" spricht. In Wirklichkeit kann davon gar feine Rede Augenblicksschaden zum Wohl des Ganzen rasch zustande fein. Die Gewerkschaften haben natürlich ein lebhaftes Inter- fommt. Daran sollten alle mitwirken, denen das Wohl der esse daran, die in ihren Mitgliedschaften am# tärtsten vertre- Republit am Herzen liegt. Schwerfte Schädigungen des Volksganzen faffen fich nur bann vermeiden, wenn die republitanische Schuh gefeßgebung eine für die beiden sozialdemokratischen Barteien annehmbare Gestalt gewinnt, und wenn ihre ent fchloffene Durchführung durch eine nach links erweiterte repu blikanische Regierung garantiert wird. eines einheitlichen Gefehe, wie wir sie gestern in buntester Die Bildung wechselnder Mehrheiten bei der Beratung Reihe erlebten, ist überhaupt eine schwere Gefahr für das 3u standekommen des Ganzen. Wenn bie bürgerlichen Mittelparteien, statt sich mit der Sozialdemokratie zu verständigen, immer wieder Sutturs non der Rechten holen, so tönnen sie nicht behaupten, daß bie Schulb der brohenden inneren Rrisen nur auf der Linten zu suchen ist. tommen. Wir sehen barin, wie fchon gejagt, einen Beweis Dieses Resultat dürfte den meisten febr fiberraschend dafür, daß mosta u beffer gearbeitet hat, als es für den Außenstehenden den Anschein hatte. Obwohl es teine tommunistischen Gewerkschaften gibt, eben nur die berühmten " Bellen", haben die Kommunisten für ihre Tagesordnung zugunsten des Generalstreits 249 512 Stimmen erzielt, nur um 1000 weniger als die sogenannten Marimalisten".( 43 000 Motion ber Sozialisten der Dritten Internationale, jener bie weber rechts noch lints stehen, 34 784 auf eine fogenannte Stimmen entfielen weiter auf eine Bentrumsmotion" berer, treuen Hundefeelen, die noch immer vor dem den Nichtfommunisten verschloffenen Tor der Dritten Internationale scharren, schweifwebeln und winseln, und 13 000 enthielten fich der Abstimmung!) Als Ergebnis diefer Abstimmung beSchloß nun seinerseits der Nationalrat der Ronföderation die Einberufung eines außerordentlichen Gewerkschaftstongresses, der gleich nach dem Parteitag von Rom tagen foll. hat, indem man fich in dem Glauben wiegte, daß ihre ganze Das Botum zeigt, daß man die Rommunisten unterschätzt erschöpfte; außer diesem ausgiebigen Zusammenfarren von Tätigkeit sich in dem Verdächtigen und Besudeln unserer Partei allerhand unflat haben die Rommunisten noch in den Gemertfchaften wader gewühlt, fo daß Moskau die Früchte einheimſt, nämlich Uneinigkeit und Disorientierung der Maffen. geffen, daß die Tagung von Genua unter dem Damoklesschwert Um das Ergebnis richtig zu bewerten, muß man nicht ver des Parteivorstandes stattfand, der durch seinen Sefretär Fioritto von Anfang an die Frage und Drohung ausgesprochen hatte:" Was wird aus der italienischen Arbeiterbewegung, wenn ihr hier Beschlüsse faßt, die von denen der sozialistischen Partei abweichen?" Auch ein dritter Umstand fällt als Erklärung der geringen nisten im eigenen Hause hat, und unsere Partei fie los ge- 1 Mehrheit der Reformisten ins Gewicht: die Tatsache nämlich, worden ist. Auf alle Fälle ist heute der innere Widerstreit der daß der richtige Augenblick für die Kollaboration perpaßt Partei voll ausgereift und drängt auf eine Entscheidung. worden ist, unsere Kraft verlottert, unfere Chancen aus der Hand gegeben worden sind. Die Mörderjagd. Deutschnationale Mitwisser. Die bisherigen Ermittlungen nach den Mördern Rathenaus und deren Helfershelfer haben ergeben, daß die Beschuldigten nicht nur Mitglieder der völkischen Bewegung, sondern auch der Deutschnationalen Partei, bzw. des Deutschnationalen Heute ist der Gegner start, so start, daß die Fascisten sich erfredjen fonnten, in der Kammer zu sagen: Das Heer Den größten Anhang scheinen die Mörder in Schwerin Jugendbundes find. Dennoch haben die Deutschnationalen find wir". Heute liegt tatsächlich ein bedeutender Teil der gehabt zu haben. Dorthin sind sie ja auch von Berlin aus gefahren, bisher immer die Kühnheit besessen, die Mordgesellen von ehrmacht in den Händen der Fascisten und es ist bewiesen, um die Maschinenpistole zu holen, die bei Christian Ilsemann ihren Rockschößen nach vollbrachter Tat abzuschütteln. Das wird ihnen nicht gelingen. daß sie Baffen und Munition direkt von Truppenverwaltungen lag. Nach dem Berliner Pensionat am Schiffbauerdamm brachten Neuerdings find in Neukloster und Wismar der Semierhalten haben. Die Gegenrevolution ist heute stärker als der sie drei Roffer mit. Einer dieser Koffer ist von dort aus nach revolutionäre Anlauf, die im Reim ersticte Revolution es je Schwerin gesandt worden, wahrscheinlich mit Kleidungsstüden. Die narist Baur, bzw. der Sohn des Konsuls Otto wegen Be mar. Das Braletariat, das ja noch vor drei Jahren in Mörder hatten so dafür gesorgt, daß sie nach Gelingen der Tat von günstigung der Mörder Rathenaus während deren Flucht vers Waffen stand, ist heute vollständig waffenlos, trosz Berlin nichts mitzunehmen brauchten. Der Koffer ist in Schwerin haftet worden. Beide Verhafteten sind geständig, den flüchtides Geschwafels der Kommunisten. Das parlamentarische nicht mehr gefunden worden. Er ist allem Anscheine nach von gen Mördern Unterkunft gewährt und sie mit Le= bensmitteln unterstützt zu haben. Sowohl Baur Brestige der Partei ist sehr heruntergekommen, teils weil sich einem noch nicht ermittelten Manne, der der Organisation wie Otto find Mitgliederber Deutsch nationalen eine ziemlich gut zusammengeleimte bürgerliche Mehrheit ge- angehörte, nach einem von den Mördern bestimmten Orte, Bolkspartei, des Verbandes nationalgesinn bildet hat, teils auch weil der Zwiespalt in unsern Reihen na wahrscheinlich nach Rostock, gebracht worden. Die grünen Blusen- ter Soldaten und des deutschvölkischen Schußtürlich dem Ansehen unserer Bewegung Abbruch tut. Heute hemden und Joppen haben die Flüchtigen nicht dem Koffer ent- und Truzbundes. Baur stand zu Bade, Schwerin, der wird die sozialistische Mitarbeit von der Bourgeoisie nicht nommen, sondern auf der Flucht gekauft. gesucht, fie wird von den Sozialisten angeboten. bekanntlich schon vor längerer Zeit als Mitwisser verhaftei Bir haben heute nicht, wie vor zwei Jahren, eine Regierung, wurde, und dessen Sekretär den Attentätern die Mörderpistole aushändigte, in engen Beziehungen. die ohne die Sozialisten nur ein fümmerliches und ungewiffes Wir sind gespannt, ob die Deutschnationalen auch die MitDasein führt; heute braucht eine Regierung die Sozialisten nur, gliedschaft der neuerdings verhafteten Mitwisser an der Erwenn sie sich nach links wenden will. Läßt sie die Fascisten mordung Rathenaus zu der Deutschnationalen Partei beſtreigewähren, so tann sie ohne die Sozialisten ein ganz bequemes ten werden. Dasein führen. Nach der bestimmten Aussage eines Schant- und Landwirts in einem kleineren Ort bei Debisfelde, müssen die Flüchtigen bei diesem in der Nacht zu gestern geschlafen haben. Der Wirt, seine Angehörigen und sein Bersonal erkannten in den Bildern die Gäste, die gestern morgen frühzeitig abreisten, angeblich um sich nach Thale zu begeben, die flüchtigen Mörder Fischer und Kern bestimmt wieder. Nach der letzten Meldung sind in der dorfigen Gegend auch zwei Personen festgenommen worden. Beamte sind sofort entsandt, um festzustellen, ob es die Gesuchten find. Själt man sich all diese Umstände vor Augen, die kommunistische Minierarbeit, die Drohung der Parteispaltung, die Ungunit der Verhältnisse, unter denen heute jedes parlamentarische Experiment der Mitarbeit gemacht werden würde, so wird es erklärlich, daß sich in Genua feine absolute Mehrheit Zu dem Anschlag auf Harden. zugunsten der Roalition gefunden hat. Wie immer, sind es Die Ermittlungen der politischen Polizei haben ergeben, daß der übrigens die stalen Organisationen, die Arbeiterkammern, flüchtige Anfermann seit Pfingsten nicht mehr mit seinen Eltern in die das Uebergewicht der Linken bedingen. Von den Stimmen Breslau in Verbindung gestanden hat. In deren Wohnung fanden der Arbeiterlammern wurden nur 204 869 für die parlamen- aber die Beamten Photographien, ältere und neuere, des Flüchtorische Mitarbeit, dagegen 152 027 für die Kommunisten, tigen. Diese wurden vervielfältigt und in großen Massen verbreitet. Der Ursprung des Anschlags auf Harden liegt in München. 145 480 für die Marimalisten, 23 334 für die dritte Internatio- Bon dort aus erhielt der Berlagsbuchhändler Grenz in Oldenburg, male und 22 660 für die Zentrumsmotion abgegeben; die der antisemitische Schriften vertrieb und ebenfalls bereits verhaftet Stimmen der Zentralverbände dagegen fielen der absoluten und nach Berlin gebracht wurde, die Anregung. Er gewann Mehrheit nach der reformistischen Richtung zu, nämlich 332 482, Weichardt und dieser Antermann. Grenz erhielt in Frankmährend die Kommunisten nur 97 433, die Marimaliften furt a.. 25 000 m., die dann Weichardt und Andermann befamen. 104 982 Stimmen erhielten, die Dritte Internationale gar nur Diese waren aber 11 000 und das Zentrum 20 000. mit dem Gelde durch Barbesuche und dergleichen in Berlin fchon ferlig geworden, als fie zur Ausführung des Planes Benn das Ergebnis von Genua erflärlich ist, so zeitigt ichriffen. es doch eine recht unerfreuliche Situation. Es hat sich gezeigt, Antermanns erstes Bestreben nach der Tat war deshalb, neue daß die absolute Mehrheit zugunsten der Kollaboration nicht Mittel zu bekommen. So wandte er fich gleich nach dem Partei vorhanden ist, was auch die Haltung der Parlaments bureau der Deutschnationalen Partei, fand dieses frattion unfehlbar lähmt. Der Parteivorstand aber schon geschlossen. fchreibt Aushalten" vor, Verharren in Klassenkampfstellung, Die weiteren Ermittelungen der politischen Polizei ergaben, was fich ja eigentlich von selbst ergibt, wo der Klassenkampf daß Ankermann auch an anderen Stellen noch versucht hat, Geld zu von bürgerlicher Seite mit Handgranaten und Maschinen- bekommen. Es ist nicht ausgeschlossen, fogar eher wahrscheinlich, gewehren so eifrig und intransigent" geführt wird. Aber vor über ihn und seinen Aufenthalt weiß, wird ersucht, sich bei der Abgewehren fo eifrig und ,, intranfigent" geführt wird. Aber vor daß er sich unter falfchem Namen noch in Berlin aufhält. Mer etwas diesem Aushalten des Klassenkampfes der andern hätte sich feilung la des Polizeipräsidiums zu melden. des organisierte Proletariat gern gerettet, und eben aus diesem teilung la des Polizeipräsidiums zu melden. Buniche entsprang der Vorschlag, es mit einem Gegendrud im Parlament zu versuchen. Als ein Arm- inArm- Geben mit den Fascisten hatte die Rechte in Partei und Gewerkschaft das nicht aufgefaßt, sondern vielmehr als ein Heranziehen von Bundesgenossen gegen die Fascisten. Die Kommunisten, da doch schon jeder ein Rezept haben muß, bringen den Generalstreit in Vorschlag, wozu sie dadurch befombers befugt erscheinen, daß fie felbst teine Gewerkschaften befizen, aus deren Haut man die Riemen für dieses Erperiment schneiden müßte. Die nächste Entscheidung steht nun dem Parteitag zu, der Anfang August in Rom tagen wird. Die Wellen der Distuffion, der ewigen Diskussion zwischen rechts und links, gehen schon sehr hoch. Die Reformisten haben seit dem 1. Juli die Lofaltageszeitung von Reggio Emilia, die ,, Giustizia" mit vergrößertem Format nach Mailand überpflanzt, wo außer Brampolini auch Turati und Treves fie Teiten. Man bedente auch bei der Einschäzung des Parteitagsergebnisses, daß die Konföderation der Arbeit die KommuUrlaub. Stun boken sie beide Ferien. Sie hatten ihren Urlaub so gelegt, daß fie beide zu gleicher Zeit ihre freien Tage hatten. Für ihre junge Ehe sollte dieser erste Urlaub ein Fest werden. Monatelang hatten fie Pläne geschmiedet. Ihre Häuslichkeit in der menschenunFürstenhilfe für Miesbach. Unfer Regensburger Parteiblatt schreibt: „ Nach glaubwürdigen Mitteilungen soll der Fürst von Thurn und" Tagis auch zu den Geldgebern des„ Miesbacher Anzeiger" ge hören. Wir fragen deshalb öffentlich an: Miesbacher Anzeiger" Welcher Art find die Beziehungen des fürstlichen Hauses zum Sind die Zuwendungen an den„ Miesbacher Anzeiger" etwa gar als„ Gemeinnützigen" Zwecken dienend bei der Steuererklärung vom Gesamtbetrag der Einfünfte in Abzug gebracht worden?" Auf die Antwort find wir entsprechend neugierig. München, 11. Jufi.( TU.) In der heutigen Bollsigung des Stadtrats wurde durch die sozialistische Mehrheit der Beschluß des Hauptausschusses bestätigt, wonach bis zum 1. Oftober aus den städtischen Amtsgebäuden und Schulräumen die alten Hoheitszeichen, Bilder usw. entfernt werden sollen. # Die Deutschnationalen hezen gegen links. Die nächtliche Erschießung der Frau des Redakteurs Dr. Reiß in Marienburg wird in der deutschnationalen Provinzpresse in der schändlichsten Weise zur Aufhebung der politischen Leidenschaften ausgebeutet. Die„ Elbinger Zeitung" bringt es fertig, die noch reichlich dunkle tragische Tötung einer Frau einfach den Lints, parteien in die Schuhe zu schieben, weil die Schutzpolizei nach der Erschießung der Frau des Dr. Reiß fünf Personen festgenommen hat, die in der Eisenbahnwertstätte Marienburg beschäftigt find! Sie erdreiftet sich, das als Beweis dafür anzuführen, daß es sich um eine überlegte Lat Linksradikaler gehandelt habe; die Kugel, die dem Politiker Reiß galt, habe nur ein falsches Ziel gefunden. Jeder geistig normale Mensch wird zugeben, daß diese Schlußfolgerungen der deutschnationalen Provinzpreffe reichlich fühn sind. Wenn sie ihr aber schon als unwiderleglicher Beweis ausreichen, dann ist es tausendmal richtiger, daß die Rathenau- Mörder, die Har den- und Scheidemann- Attentäter im innigsten 3usammenhang mit der Deutsch nationalen Bolts partei stehen, denn bei jenen Mördern fand man die Mitgliedsausweise der Deutschnationalen Volkspartei und bei den Helfershelfern hat man es zum Teil mit hervorragenden deutschnationa len Führern zu tum! Deutschnationalistische Nebenorganisationen find schon heute als Träger nicht nur der Mordpropaganda, diesen schlüssigen Folgerungen sollte man in der deutschnationalen fondern der politischen Morde selbst festgestellt. Gegenüber Presse doch mit der widerlich verlogenen Ausbeutung des tragischen Marienburger Falles etwas vorsichtiger sein. Man sollte auch nicht vergessen, daß aus deutschnationaler Mordpropaganda nicht gerade Berföhnung der verschiedenen Gesellschaftsklassen herauswachsen tann. Einigung im Ruhrbergbau? Die Berhandlungen über die Streiffragen im Manteltarif des Ruhrfohlenbergbaues, die am 11. Juli im Gebäude des Zechenverbandes Effen unter Ceifung des Reichsarbeitsministeriums begonnen haben, haben gestern zu einer vollen Berständigung geführt. Die getroffenen Vereinbarungen bedürfen noch der endgültigen Zuslimmung der beiderseifigen Verbände, die bis zu Sonnabend zu erwarten ist. Der Dollar etwas schwächer. Im geftrigen Nachmittagsverkehr und heute vormittag neigte der Dollar weiter zur Schwäche. Es wurden Umsätze bei einer untersten Grenze von 400 getätigt. Im offiziellen Verkehr an der Börse setzte jedoch eine festere Haltung ein fich Torfmoore in derselben Weise, wie sie noch heute in den Niede-| Gott sei Dant tann mich niemand fehen. Die Worte, die ich in rungen unserer Täler, z. B. im Spreewald, aus den Erlensumpf- Stunden freudigen Schaffens zusammengefügt habe und die mir so wäldern entstehen. Diese Moore wurden später mit Sand und vertraut sind, hallen leer und kalt zu mir her. Sie erscheinen mir so Ries überschüttet, und als nach dem Ende des Tertiärs die Eiszeit dumm und so gefünftelt. Es ist ein einaftiges Luftspiel. Nun ist schon hereinbrach, brachten die nordischen Inlandeismassen ihren Schutt die Hälfte gespielt und noch niemand hat gelacht. Da plößlich lacht jemand, ganz unerwartet und auf so gewöhnliche Art. Die Darmit, der das ganze Gebiet überdeckte. Die Niederlaufiger Braunkohle wird meist in Tagebauen ge- ftellerin der Hauptrolle, die neben mir steht, lächelt und sagt:„ Man wonnen., Um die Kohle abbauen zu können, müssen vorerst die lacht, man lacht! Gratuliere!" Ich zucke die Achseln und empfinde würdigen strsshnung war auch zu häßlich. Auf dem Hofe zwischen über ihr lagernden Erdschichten abgeräumt werden. Große Bagger dieses Lachen als peinlich, da mir gar nicht zum Lachen zumute iſt. den bröckelnden Mauern alter verräucherter Mietfasernen hausten besorgen diese Vorarbeit. Der Abraum wird zur Ausfüllung be- Mehr Gelächter folgt, fleine Lachfalven, und als das Stück zu Ende e. Nun sollte es ein Feft werden, für eine kurze Woche hinauszu- reits abgebauter Gruben verwandt. Alsdann wird mit den gleichen ist, scheint eine Welle des Behagens durch die Zuschauer zu gehen. tommen aus diefer Unwirtlichkeit. Irgendwo hinaus ins Grüne, in Baggern das Kohlenflöz abgebaut. Hierbei tommen noch häufig Run atme ich erleichtert auf und fühle plötzlich eine fröhliche Wärme die ländliche Ruhe, in frische Luft! Sie machten ja so ganz und die pflanzlichen leberrefte zutage, die am Aufbau der Flöze mit durch die Adern rinnen. Der Vorhang fällt, das Haus flatscht Beigar feine Ansprüche. Mit dem Einfachsten wollten sie zufrieden sein. gewirkt haben. Den größten Anteil hieran hatten die Sumpf fall, nicht sehr heftig, aber herzlich, und da ruft auch schon eine Emfig hatte die junge Frau Tag für Tag die Annoncen der 39 preffe( Taxodium distichum) und ein anderes Nadelholz Stimme:" Autor! Autor!" Und dann noch eine und dann mehrere. Zeitungen gefefen. o ihr irgendetwas passend erschien, hatte fie( Sequoia), die große Wälder bildeten. Besonders am Grunde der Die Schauspieler lächeln und ziehen mich heraus. Ich trete, vom hingeschrieben. Das hatte eine Menge Porto getoftet. Und immer Rohlenflöze werden häufig große Stubben diefer Bäume gefunden, Rampenlicht geblendet, vor und starre auf die nebligen Gefichter in die sich mit ihren Wurzeln in den liegenden Schichten( den Schichten der Dunkelheit vor mir. Merkwürdigerweise bin ich gar nicht mehr wieder war der Bescheid unbefriedigend gewefen. Ihr Geldbeutel unterhalb der Kohle) verbreiten. Sie liefern den Beweis, daß die nervös. Ich höre jemanden etwas sagen, ich höre Lachen, ich mache fonnte die Miete, die im fleinsten Dorf gefordert wurde, nicht er- Kohle am Ort ihres Vorkommens entstanden ist. Auch ganze meine fleine Berbeugung, und alles ist vorüber. Nein, nicht alles. schwingen. Und sie hatten doch beide das ganze Jahr hindurch ge- Stämme von vielen Metern Länge( bis zu 60 Meter) werden mit Am nächsten Morgen verschlinge ich die Zeitungen und finde die schuftet und gespart! Aber die Forderungen der Zimmervermieter unter gefunden. Das Klima, in dem diese Pflanzenwelt gedeihen Kritiken freundlicher, als ich dachte. Die Fehler, die ich kenne, sind waren ungeheuer geworden. Wenn sich nur eine bescheidene Koch- konnte, war mild und feucht. Es entsprach etwa dem an der Küste nicht bemerkt. Es ist also doch eigentlich ein ganz gutes Stück, denke gelegenheit fand, wollten sie gut und gern damit zufrieden sein. der atlantischen Südstaaten Nordameritas. Hier bildet die Sumpf- ich befriedigt." Aber die einen wollten nur das Zimmer hergeben, die anderen sich appreffe heute noch umfangreiche Sumpfwälder. nur zu einem Abvermieten verstehen, wenn die Sommergäfte sich Nachdem die Kohle abgebaggert ist, fommt fie in die Brikett ganz in Benfion geben würden. Und das waren Riesensummen, die fabrit. Im Naßhaus" wird sie in Schleudermühlen zerkleinert und dann in Trockenräume befördert, um zu trodnen. Nachdem die da gefördert wurden. Je näher nun der Urlaub heranrückte, desto Rohle genügend trocken ist, gelangt fie in die Breifen. Unter hohem feinlanter wurden fie. Für sie schien kein Ferienglück zu blühen, Druck wird sie gepreßt und bekommt hierbei die bekannte Form teine Erholung fich zu ermöglichen. der Prestohlen. Gleichzeitig erhalten die Briketts ihre Blafur und den Fabritstempel. Nach dem Verlassen der Fabrik werden die fertigen Kohlen sogleich in Eisenbahnwagen verladen und versandt. Finster starrte der Mann durch die Scheiben; seine Finger trommelten nervös auf dem Glas. Die junge Frau aber faß in der Sofaecke und hielt das Taschentuch vor die Augen, aus denen ihr lautlos große, heiße Tränen rannen ... ch. Ein Borläufer des Trinkgeldes. Das Trinkgeld, dem jetzt rer Gdraus gemacht werden soll, ist nicht so alt wie man denken möchte. Im sechzehnten Jahrhundert war es z. B. in Pommern noch ganz unbekannt, dafür aber hatte man das ,, Badegeld". Das Baden war damals sehr beliebt, jeter Bürger badete mindestens alle vierzehn Tage einmal. Die Badehäuser, deren es in jeder Stadt mehrere gab, waren Anstalten zur Unterhaltung und zum Vergnügen. Bu meist saßen sich zwei Leute in einer Wanne gegenüber, so daß man fich unterhalten fonnte. Ein Brett über der Wanne diente als Tisch, auf ihm standen Speisen und Getränke in Fülle. Für kleine Dienste und Gefälligkeiten gab man damals fein ,, Trinkgeld", aber eine fleine Gabe fürs Bad". So war es übrigens in Rußland noch bis in die jüngste Bergangenheit. Wie ich mein erstes Stüd jah. Die erfte Premiere ist im Leben jedes Dramatifers ein großer Augenblic, und die verschieden Das Niederlaufiher Braunkohlenrevier. artigsten Empfindungen stürmen an diesem ereignisreichen Abend auf ihn ein. Sehr hübsch schildert ein englischer Dramatiter dieses Zu viel Ehre. Die Telunion meldet aus Weimar:„ In Der fürzlich entstandene Brand in den Kohlengruben bei wichtige Erlebnis: Nun war er da, der große Abend. Und ich stand letzter Zeit wurden in Weimar zahlreiche aussuchungen abSenftenberg, zu deffen Ablösung fogar die Feuerwehren aus Berlin unter den Schauspielern. Zwar hatte ich mich eigentlich in irgend gehalten, auch bei angefehenen Gelehrten. Es wurde bei dem und Dresden zu Hilfe eilten, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf dieses einen entfernten Winkel vergraben wollen, aber ein Bote des Di- Literarhistorifer und Dichter Adolf Bartels aus einem unbeGebiet unserer Heimat. Die Kohle, die hier gewonnen wird, ge- reftors hatte mich aufgespürt und an Ort und Stelle gebracht. Nun fannten Grunde eine Haussuchung abgehalten, die mehrere Stun. langt zum größten Teil nach Berlin und wird hier als Breßtohle fühle ich mich so unwichtig und verlassen unter der Geschäftigkeit der den in Anspruch nahm. Die Untersuchung verlief refultatios. sher Brifett verbraucht. Die in der Niederlaufig gefundene Kohle Schauspieler, der Ruliffenarbeiter und Regisseure.„ Sie sehen nervös Herr Adolf Bartels wird sich recht geschmeichelt fühlen, erstens, ift Braunfoble. Sie entstammt einer Zeit, die dem Tertiär- aus," fagt der erste Held zu mir mit einem ironischen Lächeln, und weil man ihn für einen angesehenen Gelehrten" und zweitens, zeitalter, also bereits der Neuzeit der Erdgeschichte, angehört. In er fügt fachlich hinzu:" Wie finden Sie meine Maste?" Ich weil man ihn für einen staatsgefährlichen Kerl hält. Er ist wahr. joner Beit reichte das Meer von Norden her durch das füdliche murmele, daß die Maste großartig sei. Ein Freund fommt und will haftig weder das eine noch das andere, sondern nur ein kleiner Medienburg ind mittlere Hannover bis zum Niederrhein und nach mir gratulieren, aber ich wehre ihn mit verzweifelt erhobenen Händen antisemitischer Quertopf, dem durch diese polizeiliche Haupt. und Holland. Das füblich von ihm gelegene Land wurde von großen ab. Das Haus ist voll. Da fizen also die Menschen, die mir mein Staatsaktion zu viel Ehre erwiesen wurde. Etrömen durchzogen, die einen vielfach gewundenen Lauf nach dem Etüd töten fönnen, von denen mein Schicksal abhängt. Ich blicke Max Liebermanns Gesammelte Schriften* toerben zum bevor Meere nahmen, in das sich ihre träg fließenden Wasser ergoffen. auf die Schauspieler; fie fehen alle so nett aus und so hoffnungsvoll, ftebenden 75. Geburtstage des Meisters bei Bruno Cafftrer er Große Seen, Eümpfe und Niederungen lagen zwischen den Strömen, das tröstet mich. Nun geht der Vorhang auf. Die ersten Worte scheinen. Sie enthalten in einem Bande alles, was Liebermann im Laufe Sumpfwälder bebedden bas Land, Aus diesen Wäldern bildeten flattern in den Zuschauerraum. Nun, Schidsal, nimm deinen Lauf! I feines Lebens als Schriftsteller geschaffen hat. Mißbrauch kommunaler Einrichtungen? wiederholter telephoniſcher Nachricht über den Rohrbruch der ZuGroße Aufregung verursachte insbesondere in rechtsstehenden Kreisen die letzte Bezirksversammhung in Tempelhof. Eine bürgerliche Berliner Korrespondenz bringt darüber einen Bericht, der mit folgendem Sage beginnt: In welcher verhehenden Weise die sozialistischen Parteien die kommunalen Einrichtungen mißbrauchen, fofern es ihnen die Umstände irgend ermöglichen, bewies die außer ordentliche Bezirksversammlung in Tempelhof." Die Ursache dieses Wutanfalles ist darin zu suchen, daß die Lintsparteien es angesichts der niederträchtigen Ermordung Walter Rathenaus und auch im Hinblick auf die bekannte Verordnung zum Schuße der Republik es für angebracht hielten, vom Bezirkscmt Tempelhof zu verlangen, die Entfernung aller jener Ele mente aus der Verwaltung durchzusehen, welche offen oder geheim den Bestand der Republik bedrohen, und ferner weil sie die die Einziehung aller monarchisti fchen Fahnen und Farben sowie die Beseitigung solcher Embleme in allen dem Bezirksamt unterstellten Gebäuden und Anstalten forderten. Wegen dieser Forderungen, deren Erfüllung in einer Republik etwas ganz Selbstverständliches darstellen follte, hatte ie bürgerliche Fraftion"( Deutschnationale, Deutsche Bolfspartei, Zentrum und Wirtschaftspartei) bereits eine Sigung der Bezirkspersammlung, die am 5. Juli tagte, durch Verlassen des Saales beschlußunfähig gemacht. In der Versammlung vom 10. d. M., die nunmehr unbedingt beschlußfähig war, waren von dieser Fraktion nur die Deutsche Volkspartei und das Zentrum vertreten, während für die übrigen ein Bezirksverordneter gleichsam als Horchposten Bittauer sowie Beder und Neumann von der USP. beUnsere Genoffen Bürgermeister Huhn und gründeten unter lebhaftem Beifall, in den auch später die Zuhörer einstimmten, was der Vorsteher rügen mußte, die Anträge. Auch der Demofrat& abersti zog einen scharfen Trennungs= strich zwischen sich und den Elementen, durch deren Mordheze die ungeheuerliche Aufregung der letzten Wochen entfacht wurde. Er sprach den Wunsch aus, daß auch die Bolkspartei energisch von ihren rechtsradikalen Freunden abrücken möge. Die Bolkspartei aber gab eine formulierte Erklärung ab, daß die Entfernung aller monarchistischen Bilder und alles monarchistischen Lehrstoffs in den Lehrbüchern usw. sowie die geforderte Entfernung unzuverlässiger Elemente aus der Verwaltung wedersachlich noch formell für begründet erachtet" würden. Nachdem unfer Genosse Bittauer diese Erklärung gelennzeichnet hatte, wurden die Anträge von den Linksparteien und Demokraten angenommen. anwesend war. Nach allen uns zugegangenen Berichten ist es in dieser Bersammlung recht stürmisch hergegangen. Das ist bei der natür lichen Erregung, die durch die Terrorakte und durch das provozierende Berhalten der Rechtsradikalen hervorgerufen wurde, nur zu verständlich, und es ist für das Demagogentum der rechtsgerichteten Kreise bezeichnend, daß sie mit scheinheiligem Augenaufschlag nun mehr von der Heze" der Sozialisten und, wie in diesem Falle, von einem Mißbrauch kommunaler Einrichtungen" reden. Sie würden mit Wonne jede Gelegenheit wahrnehmen, um die ihnen verhaßte Republit zu beseitigen. Als die Sozialdemokratie noch unter dem alten Regime für ihre Ideen in durchaus legaler Weise eintrat, entrüfteten sich diese bürgerlichen Elemente genau so, wie fie es heute tun, weil die Sozialisten jede öffentliche Institution be nuten, um die Republik gegen die Anschläge feiger Mordgesellen zu verteidigen. Es gehört schon eine große Dosis Unverfrorenheit da zu, angesichts des rechtsradikalen Handelns sich über die Abwehrmaß nahmen der Republik zu entrüften, die Erregung der Bevölkerung auf die Hetze" der Sozialisten zurückzuführen und von einem Miß brauch tommunaler Einrichtungen zu sprechen. Aufklärung eines Raubmordes. Die Täter nach drei Jahren überführt. Ein Raubmord, der vor drei Jahren an der 62 Jahre alten Handelsfrau Bebera Glas in der Fehrbelliner Straße 17 verübt wurde, ist jetzt endlich aufgeklärt. Zwei der Täter figen hinter Schloß und Riegel, der dritte ist noch flüchtig, aber befannt. Die Witwe Glas hatte die Absicht, ein neues Geschäft zu kaufen, und zu diesem Zwed eine größere Summe von der Bank erhoben. Um ihres Geldes sicher zu sein, nähte sie es in eine Tasche ihres Unterrocks ein und trug es so ständig bei sich. Am 26. März 1919 wurde die betagte Frau von einer Kundin, die ihr Kartoffeln bringen wollte, pormittags um 9½ Uhr in ihrem Laden liegend mit schweren Kopfverlegungen besinnungslos qufgefunden. Man brachte sie nach dem Krankenhause und dort starb sie nach einigen Tagen, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten im Laufe der Zeit zur Berhaftung mehrerer Personen, die dringend verdächtig erschienen. Allen Befchuldigten aber gelang es, ihre Unschuld nachzuweisen, und fie mußten nach einwandfreien Feststellungen wieder entlassen werben. Endlich rollte der scheußliche Mord an der kleinen Dorothea Schmidt in der Prenzlauer Straße auch das alte Berbrechen wieder auf. Die letzte Spur führte auf zwei junge Männer, die in der Nähe der Mordstelle beschäftigt waren, einen 20 Jahre alten Dreher Alfred Kohlhoff aus der Prenzlauer Allee und einen Maschinenschlosser Kurt Flügel. Dazu tam noch ein dritter Mit täter, ein Italiener Palumbe, der bei seinen Eltern, die damals in der Raftanien- dee ein Kellergeschäft betrieben, wohnte. Die Kommissare Galzom und Bünger und ihre Beamten trugen gegen diese drei so viel Belastungsmaterial zusammen, daß fie jest zu ihrer Berhaftung schreiten fonnten, bis auf Palumbe, desjen Familie unterdeffen aus Berlin weggezogen und vielleicht nach Neapel zurüdgefehrt ist. Durch das Belastungsmaterial überführt. legten die Verhafteten nach anfänglichem Sträuben ein Geständ nis ab. Sie hatten, unter der Vorspiegelung, der alten Frau Kartoffeln zu verschaffen, Eingang in ihre Wohnung erlangt und sie dann mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Der Schädel der Ueber fallenen wurde fo start verlegt, daß an einer Stlle das Gehirn bloslag. Die Räuber untersuchten nun ihr Opfer, fanden in der zuge nähten Rodtasche 24 000 m. und verschwanden mit der Beute, um sie sich gleich darauf zu teilen. „ Der Arzt als Hauswirt." Gewerkschaftsbewegung tümerin noch mir bekannt." Ja, das ist seine Schuld, daß trop stand der Mietfaserne in der Pantstraße den Herrschaften in der mutlich vielbeschäftigter Arzt wohl zu wenig Zeit, persönlich sich aus Meinefestraße unbekannt blieb. Herr Dr. Schl. hatte als verBerlin W. nach Berlin N. zu bemühen. Unrichtig nennt er auch Reichsbehörden gegen Betriebsrätegeseh. die Angabe des Mieterausschusses über die Dachreparatur. Im wurde von den beteiligten wirtschaftlichen Vereinigungen der ArbeitIn mehreren Berhandlungen mit dem Reichsverkehrsministeriuma Sommer 1920 sei ein neues Dach nicht gut gemacht worden, so daß nehmer eine neu herauszugebende Betriebsräteverordnung für die schon wieder eine Reparatur nötig wurde, die nach Erfolglosigkeit Reichswasserstraßenverwaltung beraten. Im Gegensatz zur preußider Verhandlungen mit dem betreffenden Baugewerbetreibenden jetzt einem anderen übertragen werden. Zu der Angabe, daß Dr. Scht. Ichen Betriebsräteverordnung, die bis jetzt auch für das Reich die mehrmals an die Reparatur erinnert wurde, äußert er sich nicht. Er erhältnisse regelte, schlug das Reichsverkehrsministerium vor, im innert wurde er vom Miterausschuß in Briefen vom 12. Mai und§74 der Verordnung die Bestimmungen des§ 66 Biff 1 und 2 den § 71 BRG. nicht aufzunehmen, weil es nicht anerkennen wolle, vom 21. Mai und in einem dem Mieteinigungsamt eingereichten daß die Reichswasserstraßenverwaltung ein Betrieb mit wirtschaftSchriftstück vom 15. Juni, der ihm vorhielt, daß die Reparatur nach lichen Zwecken sei(!). Im übrigen sei für die Reichspost, die Reichszwei Jahren noch nicht ausgeführt" worden sei. Herrn Dr. Schl bank und den Reichsbranntweinmonopolbetrieb die Frage, ob diese ist, wie er uns schreibt, auch das„ nicht bekannt", daß auf dem Hof Berwaltungen Betriebe mit wirtschaftlichen Zwecken feien, beim die Rellerklappe seit Jahren morsch" und die Scharniere abgefault" feien. Von dieser Morschheit, die der Mieterausschuß in Reichswirtschaftsrat zur Entscheidung anhängig gemacht. Bis zur seiner von uns veröffentlichten Darstellung rügte, hätten weder Bau- Erledigung dieser Streitfälle wolle es durch Erlaß die Verwaltungen fachverständige noch der Mieterausschuß ihm jemals etwas gesagt. anweisen, den Betriebsräten in der Reichswafferstraßenverwaltung Aber hat denn Dr. Schl. das niemals selber gesehen? Die Morschheit alle ihnen aus§§ 66 3iff. 1 und 2 und§ 71 BRG. zustehenden der Klappe ist so arg, daß man geradezu die Polizei auffordern Rechte zu gewähren. Für den Fall, daß die Entscheidung müßte, hier einzuschreiten. In dem zermürbben Holz flafft dort oder eine für die Reichswafferstraßenverwaltung anhängig geeine breite Spalte, in die ein Kind leicht mit dem Fuß und dem machte Klage gegen die Arbeitnehmer ausfiele, solle der Erlah ganzen Bein hineinrutschen könnte, was faum ohne Beinbruch ab- aurückgezogen werden. Außer diefer Differenz bestanden noch gehen dürfte. Es wird nötig sein, von der Kellerflappe schleunigst solche bezüglich der Bildung von Gesamtbetriebsräten und der StelDie Bertreter der wirtschaftlichen Vereinigungen bestritten dem eine photographische Aufnahme zu machen und diese der Behörde lung der Beamtenanwärter in der Betriebsräteverordnung. vorzulegen. Sehr entschieden bestreitet Dr. Schl. die Aeußerung: Reichsverkehrsministerium das Recht, selbständig Teile des Betriebsaffen Sie die Kinder ruhig hineinfallen; ich bin rätegesetzes außer Kraft zu setzen und betonten, daß nach§ 61 BRG. Wortlaut noch dem Sinne nach jemals von ihm oder von der igen und Gesamtbetriebsräten sowie die Abgrenzung ihrer Befugnisse ja Arzt und kann sie heilen. die Betriebsräteverordnung nur die Bildung von Einzelbetriebsräten tümerin gefallen. Er fündigt gegen den Mieterausschuß eine Klage wegen Ehrenfränfung an. Der Mieterausschuß beruft sich auf eine gegeneinander enthalten dürfe. Beugenaussage; aber in diesen Streit wollen wir uns nicht mischen. Sie sei weder in diesem Gerichtsferien und Nechtspflege. nehmer auf Einbeziehung der Bestimmungen der§§ 66 Abf. 1 Da das Reichsverfehrsministerium die Forderung der Arbeits und 2 sowie des§ 74 nach Verständigung mit den übrigen Ressorta ministerien ablehnte, gaben die Arbeitnehmervertreter folgende Ertlärung ab: Nachdem die Bertreter des Reichsverkehrsministers in der Berhandlung über den Entwurf einer Betriebsräteverordnung die jeitens der Vertreter der wirtschaftlichen Bereinigungen der Arbeitnehmer aufgestellte Forderung, in den§ 74 des Entwurfs die Abfäge 1 und 2 des§ 66 und§ 71 des BRG.(§§ 70 und 71 der Reichseisenbahnverordnung) aufzunehmen, abgelehnt haben, bedauern die Bertreter der obengenannten Organisationen an meiteren Beratungen über diesen Entwurf in der vorliegenden Fassung nicht mehr mitwirken zu fönnen. Am 15. d. M. beginnen die Gerichtsferien, bie am 15. September endigen. Während ihrer Dauer ist der Wirkungsfreis für Frau Justitia nicht unerheblich eingeschränkt. Auf diejenigen Rechtsangelegenheiten, die ihrer Natur nach eine schleunige Erledigung erheifchen, find die Gerichtsferien ohne Einfluß. Diese sogenannten Feriensachen", zu deren Erledigung bei den Landgerichten besondere Ferienkammern gebildet werden, umfassen: die Strafsachen, die Arrestsachen und die einstweilige Verfügung betreffenden Sachen, Meß- und Marttfachen, Mietstreitigkeiten, Wechselsachen und Baufachen. Das Gericht tann auf Antrag auch andere Sachen, soweit sie besonderer Beschleunigung bedürfen, als Feriensachen bezeichnen. Den Die Beschneidung der Rechte der Arbeitnehmer ist ein Borstoß Gerichten bleibt also auch während der Ferien hiernach ein immerhin gegen den wirtschaftsdemokratischen Geist der republikanischen Vernoch ansehnlicher Geschäftskreis erhalten. In allen anderen, nicht zu faffung. Sie ist ein Ausfluß des alten bureaukratisch- junkerlichen den Ferienfachen gehörigen Rechtsstreitigkeiten werden während der Geistes. Es ist tief bedauerlich, daß ausgerechnet ein Reichsministe Ferien weder Termine abgehalten noch Entscheidungen erlassen. Am rium den Unternehmern das Beispiel zur Sabotierung eines Geandgericht I find 8 Straffammern gebildet, die abwech- fehes gibt. Daß die Reichswasserstraßenverwaltung fein Betrieb feind Montags, Mittwochs, Freitags bzw. Dienstags, Donnerstags mit wirtschaftlichen Zweden fei, ist eine Behauptung, deren unund Sonnabends tagen. gewollte Ironie nur übertroffen wird von der Beengtheit der Auffaffung, die sich darin offenbart. Vor der fünfzigfachen Taye für Autodroschken. Die Einführung der vom Magiftrat und vom Polizeipräsidenten genehmigten vierzigfachen Tare für Elettromobil und Benzinbroschten dürfte bereits in den nächsten Tagen erfolgen. Berhandlungen über den Zeitpunkt find augenblicklich noch im Gang. Schon jetzt läßt sich aber erkennen, daß auch diese Tage bereits durch die Preisentwidelung überholt worden ist. Infolgedessen ist damit zu rechnen, daß spätestens Anfang August die Tare für Benzindroschten auf das fünfzigfache der Friedenstage heraufgesetzt wird, während es bei den Elektromobilen bei der vierzigfachen Lare einstwellen bleiben wird. Die nächste Sihung der Berliner Stadtverordnetenversammlung foll am Donnerstag, den 20. b. m., stattfinden. In dieser sollen die Berträge über die Berpachtung der vier städtischen Güter Dsdorf, Sputendorf, Mühlenbed und Birkholz beraten werden. Auch die Anträge über die Staffelung des Schulgeldes an den höheren Lehr. anstalten und einige andere dürften dann aufs neue zur Abftimmung tommen. Ein öffentliches Konzert im Part von Mederschönhausen veranftaltet der Männer- Gefangverein 8ut unft, M. d. A. B., am Sonntag, den 16. Juli, vormittags 11 Uhr. Wachsende Erregung der Eisenbahner. Am Dienstag fand im start überfüllten großen Saale der Böhow- Brauerei eine Mitgliederversammlung des Deutschen Eisenbahner- Verbandes statt, in welcher als erster Bunft der Tagescrdnung stand:" Unsere Forderungen zur neuen Lohn- und Gehaltswirtschaftliche Notlage der Lohn- und Gehaltsempfänger feit der bewegung. Der erste Bevollmächtigte Beeser schilderte die wirtschaftliche Notlage der Lohn- und Gehaltsempfänger seit der lezben Lohn- und Gehaltsbewegung. An Hand statistischen Materials wies Redner darauf hin, daß die Preise für die notwendigen Lebens und Betleitungsmittel feit dem Mord an Rathenau ins unermeßliche gestiegen find, so daß die Arbeiter und Beamtenschaft faßt vor der Verzweiflung stehe. Bei Berlefung eines Antwort fchreibens vom Finanzminifterium an die Spigenorganisationen auf Grund neuer Lohn- und Gehaltsforderungen brach unter den Bersammelten ein Sturm der Entrüftung los. In der Diskussion aller Lohn- und Gehaltsempfänger ins grenzenlose mächst und daß tam restlos von allen Rednern zum Ausdruck, daß die Notlage der Hauptvorstand nun endlich zur Tat übergehen müffe. Das anwesende Hauptvorstandsmitglied Bernhard gibt der Bersammlung bekannt, daß der Hauptvorstand bereits Schritte unternommen hat, um neue Forderungen an die Regierung zu Eine Reihe neuer Braunkohlenvorkommen in der Mart wird stellen. Bernhard erklärte eingehend die Ursachen einer momendie von der Provinz Brandenburg begründete Märkische Glettanen zurückhaltung für einen eventuellen Streit. Der Hauptvortrizitätswerte A.-G. zur elektrischen Versorgung der Mart stand ist sich der Notlage aller Lohn. und Gehaltsempfänger voll ausnutzen. Ihr ist jetzt durch Urkunde des zuständigen Oberberg- bewußt und wird im gegebenen Augenblick die Initiative ergreifen. amts Halle zur Gewinnung von Braunkohle im Kreise Es wurde einstimmig eine Entschließung an das ReichsfinanzLebus die Bergwerksgerechtigkeit verliehen worden und zwar in minifterium angenommen, in der es heißt: den Gemeindebezirken Müllrose und Biegenbrück für die Gruben Durch diese Braur fohlenaus Bär, Hyäne, Wolf und Leopard. nukung wird die Wirtschaftlichkeit der MEB. eine erhebliche Berbefferung erfahren. Von der Marienburger Pferbe- Lotterie fielen bie Hauptgewinne auf nachstehende Los- Nummmern: 37 732, 76 889, 67 129, 60 625, 31 049, 128 988. Der erste Treffer, ein Sabee mit awet ferben, 110 000 m. Wert, ist nach Berlin gefallen; der Gewinner hat sich noch nicht gemeldet. Das Explosionsunglück in Groden. " Die heutige Mitgliederversammlung des Deutschen Eisenbahnerverbandes, Ortsgruppe Groß- Berlin, ist empört über die befremdende Art und Leichtfertigkeit, mit der man sich im Reichsfinanzministerium über die Notlage des Personals hinwegseht. Wenn der Minister in seiner Antwort vom 8. Juli an die Spigen organisationen ertlärt, daß eine gegenwärtige Notlage der Beamtenund Arbeiterschaft nicht vorliegt und dies damit begründet, dah die Nachzahlungen auf Grund der Juni- Regelung in der überwie genden Mehrzahl aller Fälle noch nicht ausgeführt seien, so flingt das wie ein Hohn auf die traurigen Wirtschaftsverhältnisse, Don denen man im Reichsfinanzminifterium scheinbar feine blaffe Ahrung hat. Zu der Explosionsfatastrophe in Groden bei Cuxhaven tellt die staatliche Pressestelle folgendes mit: Die Ursache ist noch nicht Die Dezember- Provokation des Reichsfinanzministers ist be= festzustellen. Es wurden wie täglich im Minendepot Arbeiten fenders den Eisenbahnern noch in sehr lebhafter Erinnerung. Daan Minen ausgeführt. Ob im Zündstoff chemische Zersehungen ein- gegen scheint die Auswirkung der damaligen ablehnenden Haltung, traten, wodurch die Katastrophe erklärbar wäre, fonnte bisher eben- die fich gleichfalls auf Einsichtslosigkeit und außenpolitische Erwä falls nicht feftgestellt werden. Der Materialschaden in gungen ftüßte, dem Reichsfinanzminifterium vollständig in Vera Groden und Cuxhaven ist außerordentlich groß. geffenheit geraten zu sein. Selbst nach den Berechnungen des Biele Häufer wurden so starf erschüttert, daß festgestellt werden muß. Reichsstatistischen Amtes reichen die derzeitigen Bezüge noch nicht ob sie überhaupt noch bewohnbar sind. Aufräumungsarbeiten fonn aus, um den Nahrungsmittelaufwand nach dem Inder des Monats ten noch nicht vorgenommen werden, da man in die noch immer Mai decken zu können. Inzwischen sind aber die Preise insbe brennenden Trümmer wegen der Explosionsgefahr nicht vordringen fendere für inländische Erzeugnisse um 50 bis 100 Proz. gestiegen. fonnte. Wenn auch noch einzelne Minen explodieren sollten, darf Solange die Regierung dieser Entwicklung tatenlos zufieht, dem die Gefahr doch als behoben bezeichnet werden. Die Stadt Curhaven frevelhaften Treiben der Geldspekulanten, Bucherer und Sabo stellte einen größeren Kredit zur Beschaffung von Material für den beure unserer Bolkswirtschaft nicht durch wirksamere Maßnahmen Wiederaufbau der vernichteten Wohnftätten zur Verfügung. das Handwerk legt, solange bleibt dem Personal nichts anderes übrig, als sich durch neue Forderungen aus der drohenden Berclendung zu retter. Da sich die wachsende Not durch außenpolitische Erwägungen und Beschwichtigungen nicht bannen läßt, ist eine unverzügliche Erhöhung der Bezüge erforderlich. Eine weitere Verschleppung wäre geradezu unverantwortlich und müßte die schwersten Folgen zeitigen." Zur Explosion in 3 weedorf wird noch gemeldet, daß fie durch Reibungszündung bei der Reinigung eines Kessels in der Perchloratanlage verursacht wurde. Der Betriebsleiter, ein Meister und sieben Arbeiter wurden durch die Explosion in Stücke geriffen, zehn bis fünfzehn andere Arbeiter verlegt. Der Be triebsschaden wird auf viele Millionen geschätzt; der Außenschaden war infolge günstiger Bindrichtung gering. Eine spätere nicht bestätigte Meldung spricht von zwölf Toten. Mit dieser Ueberschrift brachte der„ Borwärts"( Sonderausgabe, 10. Juli) über das Berliner Miethaus Pantstr. 59 eine vom Mieterausschuß verfaßte Mitteilung. Der darin als Eigentümer des Hauses bezeichnete Arzt Dr. Otto Schlesinger, wohnhaft Meinefeftr. 5, antwortet uns, daß er überhaupt gar nicht Be Von der Bevollmächtigtenwahl der Metallarbeiter. fizer des Grundstüdes fel.„ Meine Beziehungen zum Hause PantDie Kommunisten lassen alle Minen springen, um sich bei der firaße 59," fchreibt er, bestehen darin, daß ich der Hauseigentümerin bei der Verwaltung behilflich bin und gelegentlich beratend zur Seite Bei Rzeszow( Galizien) flog ein Bulvermagazin. in bevorstehenden Wahl der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen stehe." Doch Herrn Dr. Schlesingers Beziehungen zu dem Hause die Luft. Die Projektile fielen in die Stadt, wo fie erplodierten. Metallarbeiterverbandes zu bemächtigen. In einem langen Artikel und der Eigentümerin sind nicht ganz so lose, wie es nach diesem Rzeszow hat wenig gelitten. Ein Dorf ist vollkommen zerfetzt die heutige Morgenausgabe der Berliner„ Prawba“ auseinWortlaut seiner Erwiderung scheinen tönnte. Das Adreßbuch für stört. Die Zahl der Opfer und der Umfang des Schadens fonnten ander, was die Kommunisten angeblich wollen und nicht wollen. 1922 nennt als Eigentümerin von Banfftr. 59 eine verwitwete Frau noch nicht festgestellt werden. Ebenso ist die Ursache der Katastrophe Auf das Geschimpfe über die Amsterdamer einzugehen, verlohnt sich Sanitätsrat R. Schlesinger, wohnhaft in demselben Hause Meinete- unaufgeklärt. ftraße 5 wie Herr Dr. Otto Schlesinger. Die Dame ist seine Mutter. Dr. Schlesinger erzählt uns von mehreren im Hause Pantstr. 59 in den letzten zwei Monaten vorgekommenen Rohrbrüchen und fagt, daß stets sofort bei Bekanntwerden ein in der Pantstraße wohnender Klempner bestellt" wurde und dieser„ bisher stets zu all- 1. feitiger Zufriedenheit feine Arbeiten gemacht" habe. Durch diesen fei auch die Reparatur des letzten Rohrbruchs, den allein die Zuschrift bes Mieterausschusses erwähnte, zur Zufriedenheit aller Intereffenten erledigt" worden. Gleichfalls fofort"? Das sagt Dr. Schl. selber nicht, aber er versichert: daß seit 14 Tagen bas Quergebäude ohne Waff er sein soll, ift weder der Eigen- to iederholten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Binden. Groß- Berliner Parteinachrichten. Kreis. Berlin- Mitte. Freitag, den 14. Juli, abends 7% Uhr, im Bürgerheim, Alte Schönhauser Straße 23/24: Gigung der Zeitungskommiffion. Sämtliche Mitglieder aller Abteilungen müssen erscheinen. nicht. Dabei entschlüpft dem Kommunistenblatt jedoch ungewolft ein Eingeständnis, das wir gern der breiten Deffentlichkeit übermitteln. Nachdem das Blatt eingesteht, daß auch ihr Kandidat an die wirtschaftlichen Gefeße gebunden ist, schreibt es unter anderem: " Deshalb find wir Anhänger und Verfechter der Roten Gewertschaftsinternationale, im Gegensatz zum Amsterdamer IGB., der als eine Vereinigung von nationalen Gruppen, in der jede Berlin und Umgegend. Kühl und noch überwiegend trübe mit Gettion tut, was sie will, die Arbeitsgemeinschaft mit dem Rapital in internationalem Maßstab betreibt. Wetter für morgen. Bas die sogenannte Arbeitsgemeinschaft mit bem Rapitet in, vor. Auf die Attorblöhne wird ein 20prozentiger Sufchlag gezahlt pro Stunde. Es werden gegenwärtig für Sanbmerter 18,70 bis Internationalem Maßstab betrifft, so täte bie Berliner Bramba" werden. Die durch die Entscheidung des Schlichtungsausschusses 21,40 m. gezahlt. Ein jeder weiß, das Autoreparaturen zu den besser, nicht davon zu reden. Denn niemand betreibt diese Arbeits- für die Rohrleger, Bauflempner und Helfer erzielten Löhne von ich mußigsten und schädlichsten Arbeiten gehören. Die Arbeiter gemeinschaft so systematisch wie die Moskauer Diktatoren, die mit 36 bzw. 35,50 m lönnen, soweit größere Arbeiterkategorien in lehnten auf Grund der rasenden Berteuerung aller Artikel das Stinnes und den Stinnesleuten der ganzen Welt Arbeitsgemein Anbetracht dieser Tatsache empfahl die Berhandlungskommission die tungsausschuß am 10. Juli eine Sonderkammer eingelegt. Frage tommen, als Spizenlöhne für alle Industrien gelten. In Angebot ab. Um den Frieden zu wahren, wurde durch den Schlich schaften eingegangen sind. Annahme des Schiedsspruches, der dann auch mit 827 gegen 158 Firma 30g bei den Berhandlungen das erste Angebot sofort zurüd. Aber interessant ist die unfreiwillig entschlüpfte Wahrheit, daß Stimmen angenommen wurde. Die Arbeitgeber haben den Echieds. Den Bemühungen der Arbeitnehmerbeifizer war es nicht gelungen, in der Amsterdamer Internationale jede Gettion tut, was spruch bereits angenommen. einen der heutigen Leuerung entsprechenden Aufschlag zu erzielen, fie will", auf gut Deutsch, daß die Gewerkschaften der verschieund gegen die Stimmen der Arbeitnehmer wurde ein benen Länder ihre Rämpfe so führen können, wie es den NotwenSpruch gefällt, der 3 m bis 3,25 m. pro Stunde den Arbeitern digkeiten und Bedürfnissen ihrer Arbeiter entspricht. brachte, ferner eine Erhöhung der Rinderzulage um 0,28. und 1 M. für die Ehefrau Bisher wurde 0,72 M. Kinber zulage gewährt. ift Dann gab es eine teilweise recht stürmische Diskussion über die bevorstehende Bevollmächtigtenwahl. Während die Redner, die für die Wahl des Kommunisten eintraten, ungehindert sprechen fonnten, In der sogenannten Roten Internationale ist es freilich ganz wurden die durchaus fachlich gehaltenen Ausführungen von 8imanders. Da dürfen die nationalen Settionen" mermann, der für die Wiederwahl von Bista eintrat, niederge Deutschland, brüllt. Als der Rebner auseinanderseßte, daß weder die AngeEngland, Frankreich usw. sind nur Settionen von Sowjetruß hörigen irgendeiner Branche, noch auch die Metallarbeiter ganz Rollege Roch 1 gab den Bericht und betonte, die Berantwortung Eine Vollversammlung nahm zum Schiedsspruch Stellung. land, das wiederum nur eine Sektion einer Handvoll Diktatoren Deutschlands imftande wären, die ökonomischen Grundlagen der be falle auf die Direktion bzw die Arbeitgeberbeifizer, welche solche nicht tun was sie wollen. Sie müssen fun, was Mostan ftehenden Gesellschaft zu ändern, daß das nur das Wert einer ge- Sprüche fällen. Nach eingehender Debatte wurde in geheimer Abwill. Ob die Löhne der Berliner Metallarbeiter hoch oder niedrig einigten Arbeitertlasse sein könne, daß man deshalb unter Berzicht ſtimmung der Schiedsspruch abgelehnt. Der Organisations. fint, ob die Situation günftig oder ungünstig ist, es muß geftreitt auf allen Branchenegoismus alle ftionen unter dem Ge- vertreter wurde nochmals beauftragt, mit der Direktion in Berhandoder gebremst werden, je nach den Befehlen von Moskau. Die Be- fichtswintel der Bedeutung für das gesamte Bro- lungen zu treten. Im Falle einer Ablehnung wird die Organisation dürfnisse der Arbeiter aller Seftionen" werden einfach ausgeliefert letariat betrachten müsse, entstand ein minutenlanger den Streit fanktionieren und wird vom letzten Mittel Gebrauch ber Willfür und den Wünschen der Diktatoren von Moskau. Erst gemacht. An der Direktion der Allgemeinen Omnibus-.- G. fiegt es tommen die, dann tommt überhaupt nichts mehr. Was find die Binsenwahrheiten ist sehr bezeichnend für die fyftematische Ver- sie nicht will, daß ernste Berfehrsstörungen eintreten. Diese Entrüftung wegen der Anführung selbstverständlicher nun, den bescheidenen Wünschen der Arbeiter zu entsprechen, wenn Bedürfnisse der Berliner Metallarbeiter für Mostau? Dünger, mit hegung, die seit Jahr und Tag betrieben wird. Und mit Leuten, bem das Feld ber Arbeitsgemeinschaft mit dem internationalen Ra- die fich entrüften, meil man ihnen sagt, daß der Branchenegoismus pital bestellt wird. zurückgestellt werden müsse gegenüber den Allgemeininteressen des Broletariats, mollen die Kommunisten die Weltrevolution machen! wie würden diese Leute erst brüllen, wenn die Ortsverwaltung der Berliner Metallarbeiter unter fommunistischer Leitung stünde und auf Befehl von Mostau die Interessen der Berliner Metallarbeiter ben Wünschen der bolschewiftischen Diktatoren geopfert würden! BV Tumult. In der Branche der Bauftempner, Nohrleger und Helfer ist burch den Beschluß einer Versammlung, die am Mittwoch abend im großen Saale des Gewerkschaftshauses stattfand, eine Lohnbeme. gung zum Abschluß gelangt. Niederkirchner berichtete, baß die Unternehmer ursprünglich ein Eingehen auf die Forderun gen der Arbeitnehmer abgelehnt hätten. Selbst der unparteiifche Drohender Streit in der Omnibus A.-G. Borsitzende des Schlichtungsausschusses hätte die Unternehmer ver- Der Deutsche Metallarbeiterverband reichte unter dem 16. Juni fchiedentlich auf das Unhaltbare ihrer Auffassung hinweisen müffen. Forderungen in Höhe von 6 M. Zulage für das technische Personal Der schließlich erzielte Schiedsspruch sieht für den Monat Juft bei der Diretten der Berliner Omnibus- Attien- Gesellschaft ein. einen Zuschlag von 6 M. auf alle tariflichen Stundenlöhne Bei einer Berhandlung mit derselben bewilligte man ganze 2,75 M. 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Bon da ab eine Zulage von wöchentlich 360 M., gültig bis zum 19. Auguft. Die Hilfsarbeiter und Arbeiterinner befommen davon die Prozentfäße des Reichstarifs. Am 16. August beginnen neue Verhandlungen. Berantw. für den rebatt. Teil: Franz Klübs. Berlin- Sichterfelde; für An aeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Bani Singer u. Co.. Berlin. Lindenste. 8. IE bin billig Riesige Vorrate + Geschlechtskranke+ Syphilis, Männerschwäche, Franenleiden. Hartnäckige veraltete Ausflüsse finden schnelle Hilfe ohue Berufsstörung durch Phorosanos neues deutsches Reichspatent Tausende, auch die schwersten Fälle, die anderweitig jahrelang ohne Erteig behandelt waren, werden Phorosanos kurzfristig geheilt. Täglich viele Danksagungen u Dankschreiben. Untersuchung und Aufklärung kostenlos. Telzahlung. Gewissenhafte ärztliche Leitung. 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