001 Nr.330 39.Jahrgang Ausgabe Afr. 161 Bezugspreis: Bierteljährlich 180,- D. monatlich 60,- rei ins Haus, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutsch lane, Danzig, Gaar- und Memeigebiet, sowie Defterreich u Luxemburg 108,-, für das übrige Ausland 142,97 Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Franfreich Holland. Lettland. Lugemburg, Defterreich. Schweden, Schweiz, Tichecho- Slowakei und Ungarn. Der Bormärts" mit der Gonntags beilage Bolt und Reit", ber Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint mochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe பிடிகல் Vorwärts Berliner Volksblatt 3 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezetle foftet 18,-.- Reflamezeile 90,- M. Aleinenzeigen" das fettgedruckte Bort 4.50 M.( zulässig zwei fettgebrudte Morte), jedes meitere Wort 8,50 M. 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Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion und die Reichs. dem Borschlag mit sehr großer Mehrheit beigetreten seien. fagsfraktion der Unabhängigen Sozialdemokratie haben am leber die Ausführung dieses Beschlusses werden sich nun die Freitag abend nach Verbesprechungen der beiderseitigen beiden, Fraktionsvorstände im Laufe des heutigen Tages ins Fraktionsvorstände in getrennten Sigungen den überein. Benehmen setzen. ftimmen en Beschluß gefaßt, sich zu einer Arbeitsgemeinschaft 3wed der Arbeitsgemeinschaft ist es, zwischen den beiden zusammenzuschließen. Dieser Beschluß wird im Laufe des Fraktionen das Maximum der möglichen Einigkeit zu verwirtheutigen Tages der Regierung und den Reichstagsparteien lichen. Die Selbständigkeit der Fraktionen und der hinter ihnen offiziell befanntgegeben werden. stehenden Organisationen besteht dabei noch meiter fort. Theoretisch bleibt fogar die Möglichkeit offen, die hoffent lich nie eintreten wird, daß die eben geschlossene Berbindung wieder gelöst wird. Alle Wahrscheinlichkeit spricht jedoch für die erfreulichere Annahme, daß mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Weg zur dauernden Einigung betreten wird und daß er nicht wieder verlassen werden wird. Der Gedante, eine solche Arbeitsgemeinschaft zu gründen, mar in den letzten Tagen in privaten Unterhaltungen im Reichstag wiederholt erörtert worden. Auch der„ Borwärts" hatte ihn in seiner gestrigen Abendausgabe in die Debatte geworfen und die Möglichkeit seiner Ausführung in allernächster Zeit in Aussicht gestellt." Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenfte. 3 Fernsprecher: Berlag, Grvedition und Inferaten. Abteilung Morinvion 11753-51 Klare Entscheidung! Bon Philipp heidemann. ado Der folgende Artikel ist noch vor der Bildung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemein schaft geschrieben, durch die eine veränderte politische Lage geschaffen ist. Nach welcher Seite sich diese Beränderung auswirten wird, ist zur Stunde noch eine offene Frage. Redaktion des„ Bormärts". Soll im Reichstag fortgewurstelt oder endlich eine klare Entscheidung getroffen werden? Unter dem furchtbaren Druck des Versailler Diktats besteht die ganze Regierungskunst feit Jahr und Tag darin, von heut auf morgen das nackte Leben zu fristen. Das ist ein unerträglicher Zustand, der noch unleiblicher gemacht wird durch die Zusammenfegung des Reichstags. Es rächt sich von Tag zu Tag mehr, daß viele Wähler im Jahre 1920 auf den deutschnationalen Wahlschwindel hineingefallen sind. Regierung und Reichstag haben in Zukunft also nicht mehr Daß der jetzige Reichstag überhaupt bis heute hat zunur mit einer SPD.- und einer USB- Frattion, sondern mit fammengehalten werden fönnen, ist allerlei taktischen KunstGestern nachmittag trat nun der Borstand der sozial einer Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Fraktionen Stücken zu danken. Es sei nur daran erinnert, daß, vor nicht Demokratischen Reichstagsfraktion zu einer Sigung zusammen, zu rechnen. Es braucht faum näher ausgeführt zu merden, langer Zeit das Kabinett Birth nur gerettet werden konnte, in der beschlossen wurde, der Fraktion der Unabhängigen daß damit eine bedeutsame Aenderung der gesamten innerden Vorschlag zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft offiziell politischen Verhältnisse vollzogen ist. Die Arbeitsgemeinschaft zu unterbreiten. Dies geschah dann in einer gemeinsamen dürfte immer mehr bei den schwebenden politischen Cantichei Sigung der beiden Fraktionsvorstände, die 2 Stunden später bungen als eine Einheit im Berhandeln und Handeln in Erstattfand. scheinung treten. Nach Schluß der Reichstagssigung traten die beiden Frats Die beiden sozialdemokratischen Frattionen haben durch tionen wie gewöhnlich zu getrennten Sitzungen zusammen, in ihren Zusammenschluß zur Arbeitsgemeinschaft eine Tat voll denen der Vorschlag des fozialdemokratischen Fraktionsvors bracht, die von geschichtlicher Bedeutung ist und die bei den standes erörtert wurde. Die sozialdemokratische Reichstags- Maffen des merttätigen Boltes freudigste Zustimmung finden fraktion sprach nach ganz furzer Debatte beinahe einstimmig wird. Möge in Rukunft für beide von einander getrennte, jetzt ihre Zustimmung zu dem Borschlag aus. Etwas später, als wieder zusammenstrebenden Flügel der alten deutschen Sozial die sozialdemokratische Fraktion bereits auseinander gegangen demokratie die Parole gelten: ereint marschieren, mar, tam von den Unabhängigen die Mitteilung, daß auch sie vereint fchlagen! Arbeitsplan des Reichstags. Der Weltestenausschuß des Reichstags beschloß, in der Sonnabendfizung neben fleineren Borlagen das Gesetz über die Reichsfriminalpolizei in erster Lesung und das Gesetz über die Pflichten der Beamten gegen die Republif zur zweiten Lesung auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem hofft nian, noch am Sonnabend die zweite Lesung der Steuervor Tage( 3wangsanleihe, Erbschaftssteuer, Einfommensteuer) zu beginnen. Der Rechtsausschuß soll am Sonntag das Reichsfriminalpolizeigesetz beraten, damit am Montag dieses Gefez in zmeiter Lejung im Plenum verabschiedet werden fann. Am Dienstag soll dann die dritte Lesung der sämtlichen Schußgefeße vorgenommen werden, und an diesem Tage also die große Entscheidung im Reichstage fallen. Bisher 23 Verhaftungen. Berlin, 14. Juli.( Amfliche Meldung.) In der Mordfache Rathena u fahndet die Berliner politische Polizei noch gegenwärtig nach dem Ingenieur Fischer und dem Oberleutnant zur See a. D. Erwin Kern, sowie ferner nach einem gewiffen Günther Brand, welcher der Teilnahme an der Mordtat in7. Als Teilnehmer der Student Gustan Steinbed aus Dres. 7. Als Teilnehmer der Student Gustav Steinbed aus Dres: den, früheres Mitglied der Brigade Ehrhardt und des Berbaudes nationalgesinnter Soldaten, der bei der Bermittlung des bei dem Mord benußten Kraftwagens mitgewirkt hat. 8. Als Teilnehmer der Handlungsgehilfe Rudolf Heinze aus Dresden, Mitglied des Berbandes nationalgefinnter Soldaten, des Nationalverbandes deutscher Offiziere und des Bundes der Front. soldaten, aus dem gleichen Grunde wie zu 7. 9. Als Teilnehmer der Kaufmann Werner oß aus Berlin, der die Vermittlung der zur Unterstellung des Kraftwagens be. nugten Garage besorgt hat. 10. Als Begünstiger der Garagen befizer Richard Schütt aus Berlin. meil eine Anzahl Unabhängiger bei. der Abstimmung über ein Mißtrauensvotum den. Sigungssaal verließ. Solche Kunststüde mag man so hoch einschäßen wie man will, unter Politif ſollte man gemeinhin doch etwas anderes ver stehen. Und um das gleich vorweg zu nehmen: Wer diesen Reichstag in den letzten Tagen wieder an der Arbeit gesehen hat, wird nicht glauben können, daß er noch 2 Jahre vegetieren mird. Benn eber mit diefer hohen Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist, dann ist es doch gewiß nicht ein Ausfluß polififcher Beisheit, dem Zufall zu überlassen, an welchem Fünfchen sich der nächste Wahlkampf entzündet. Es dürfte sich dann doch empfehlen, die Gelegenheit beim Schopfe zu nehmen, die wie faum eine andere geeignet ist, gründlich abzurechnen mit all denen, die die Republif sabottieren, die mit Dem Brote muchern, die geheimbündeln, die ihre politischen Gegner systematisch verleumden, bis sie schließlich abgeschossen werden. Nach der Ermordung Erzbergers gingen die Wogen im Lande sehr hoch, nach der Ermordung Rathenaus war die Erregung schier grenzenlos. Aber furze Zeit nach dem einen wie nach dem anderen Morde waren und sind es im Grunde genommen nur noch die Arbeitermassen, die der Gefahr, in der die Republik schwebt, rücksichtslos zu Leibe zu gehen entschlossen sind. Bon vielen außerhalb der sozialistischen Parteien, die zuerst sehr rabiate Töne angeschlagen haben, fann man schon wieder sagen: zum Teufel ist der Spiritus, das Phlegma ist geblieben. Um fein Mißverständnis auffommen zu lassen, jei gleich gesagt, daß natürlich viele ehrliche Demokraten in verschiedenen nicht sozialistischen Parteien tätig find, die gleich den Arbeitern zu entschiedenstem Kampfe gegen die Reaktion bereit find, aber sie sind leider in ihren Parteien in der Minderheit. Die sozialistischen Parteien müssen mit den Verhältnissen im Reichstage rechnen und dort hat es fich leider gezeigt, daß die bürgerlichen Koalitionsparteien der Regierung geneigt find, den Wünschen von weiter rechts her se große Ronzessionen zu machen, daß die Frage brennend geworden ist, ob die Sozialdemokratische Partei den Schuh14. Als Begünstiger der Kaufmann Baul Büsch aus Lenzen, gefeßen für die Republit, so wie sie bisher gestaltet worden Mitglied des Deutschen Bundes, der die Mörder nach der Tat befind, in der Schlußabstimmung überhaupt wird zustimmen fönnen. 11. Als Begünstiger der Garagen besiger Franz Diftet aus Berlin, die beide nach der Tat Beweisstüde, nämlich die bei der Mordtat benusten Rleidungsstüde vernichtet haben. 12. Als Begünstiger der Schauspieler Waldemar Saugmig aus Schwerin, Mitglied des Deutschnöllischen Schuh- und Trugs bundes, der zur Torischaffung eines Roffers bei der Borberei tung der Flucht mitgewirkt hat. 13. Als Begünstiger der Kaufmann Rudolf Otto aus Wismar, Oberleutnant zur See a. D., der die Mörder nach der Tat durch hergabe von Lebensmitteln unterstützt hat. herbergt hat. fofern verdächtig ist, als er die Bereitstellung des zur Mordiat benuzten Kraftwagens vermittelt hat. Außer diesen noch flüchtigen Mitbeteiligten find von der Abteilung la insgesamt 23 Per15. Als Mitmissender der Kapitänleutnant jonen festgenommen und wegen des Verdachtes der Täterschaft oder der Teilnehmerschaft oder Mitwisserschaft oder der Be- Tillessen, Mitglied des Neudeutschen Bundes. günftigung dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt worden, nämlich: 16. Als Mitwissender der Kapitänleutnant a. D. Manfred v. Rillinger, Mitglied der Organisation C. 1. Als Täter der Student, frühere Zeitfreiwillige in der Ehr hardt- Brigade und Mitglied der Organisation C, Ernst Werner Lechon aus Berlin, der bei Ausführung der Tat den Kraft. wagen gelenkt hat. 2. Als Teilnehmer der Raufmann, frühere Seetadett Chriftian Karl 31semann aus Schwerin, Angestellter des Deutschvölkischen die zur Schutz und Truzbundes, der Mordtat benutzte Rafchinenpistole hergegeben hat. 3. Als Teilnehmer der Fabritant Johannes Küchen meister aus Freiberg in Sachsen, Mitglied des Deutschvölkischen Schutz und Trugbundes, der den bei der Ermordung benutzten Rraftmogen zur Berfügung gestellt hat. 4. Ms Teilnehmer der Fabritant Franz Rüchenmeister aus Freiberg in Sachsen, Mitglied des Deutschvölkischen Schutz- und Truzbundes, aus dem gleichen Grunde wie zu 3. 17. Als Mitmissender der Hauptmann Walter Bede aus Berlin, Mitglied des Verbandes nationalgefinnter Soldaten. 18. Als Mitwissender der Korvettenfapitän a. D. Friedrich Abendroth aus Dresden, früherer Angehöriger der Brigade Ehrhardt, Mitglied der Organisation C und des Berbandes nationalgefinnter Soldaten. a. D. Karl Vielleicht steht die Sozialdemokratische Partei jetzt vor der folgenschwersten Entscheidung, die sie nach dem August 1914 zu treffen hat. Es darf nicht übersehen werden, daß die Partei jezt mehr denn je zuvor mit den zu ernstem Borgehen entschlossenen Gewerkschaften Hand in Hand gehen muß. Die Gewerkschaftsorganisationen umfassen bekanntlich neben einer fleinen Minderheit von Anhängern anderer Parteien Sozialdemokraten, Unabhängige und Kommunisten. Die Arbeiterfchaft ist so erregt, daß sie selbst die weiseften, auf Grund der im Reichstag obwaltenden Berhältnisse getroffenen Entscheidungen nicht billigen würde, wenn sie ihr nicht vollfommen flar und geeignet erscheinen, die Reaktion rücksichtslos zu bekämpfen. Die Erbitterung der Arbeiterfchaft wird, wie zu befürchten ist, sich noch steigern, wenn die Dreistigkeit der Rechten im Reichstage weiterhin so unverhohlen zutage tritt wie bisher. Zeitweilig benahmen fich die Deutschnationalen, aber auch Mitglieder der Deutschen Volks. partei, in den Reichstagsfizungen doch so, als seien sie die Herren der Situation. Das ist ein auf die Dauer für die Arbeiter unerträglicher Zustand. 19. Als Mitwissender der Schüler Hans Stubenrauch aus Berlin, Mitglied des Bundes der Aufrechten. 20. Als Mitwissender der Kaufmann Erich Bade aus Medlen burg, Gauleiter des Deutschvölkischen Schutz- und Truzbundes. 21. Als Mitwiffender der Privatdetektiv Waldemar Niedrig aus Hamburg, Mitglied der Organisation C. Bundes. 22. 21s Mitwiffender der frühere Seeoffizier Hartmut Blaas aus Hamburg, Mitglied der Organisation C und des Neudeutschen 23. Als Mitwiffender der Kaufmann Walter Richter aus Berlin- Tempelhof, Mitglied des Berbandes nationalgefinnter Soldaten. 5. Als Teilnehmer der Student Wilhelm Günther aus Berlin, Mitglied des Berbandes nationalgefinnter Soldaten, des Deutschen Bundes und des Bundes der Aufrechten, der bei den Borbereitungen zur Mordtat, insbesondere bei der Bereitstellung der Die zu 15 bis 23 Genannten haben sich dadurch strafbar geMaschinenpistole, bei der Beschaffung einer Garage und macht, daß fie von dem Borhaben des Mordes vor der Taf& ennt bei der Beschaffung von Geld mitgewirkt hat. nis gehabt und es unterlassen haben, der Behörde Anzeige zu erstatten. 6. Als Teilnehmer der Gymnafiaft ang erb Te dy om ous Berlin, früheres Mitalied der Organisation C und des Deutsch Die polizeilichen Ermittlungsvorgänge werden jegt von der Bernöllischen Schutz und Trugbundes, aus dem gleichen Grunde liner Polizei der Anklagebehörde beim Staatsgerichtshof zu mie zu 5. geleitet. Nur mit Ach und Krach hat die Getreideumlage gegen die Rechtsparteien und Agrarier gesichert werden fönnen. Je muchtiger dann die Anklagen gegen die Kreise, aus denen die Fäden in die Mörderorganisationen laufen, herniederfausten, um so unverschämter wurde das Benehmen Der Deutschmationalen. Man lese in ihrer Preffe und ihre Interpellation über die hier und da vorgekommenen Ausschrei tungen bei den Demonstrationen vom vorwöchigen Dienstag! Daß fein verständiger Mensch solche Ausschreitungen billigt, ist so selbstverständlich, daß man es garnicht erst zu wandtes und sicheres Auftreten Zutritt zu den deutschen Kreifen in betonen braucht. Die Art und Weise, wie solche Entgleisungen Brasilien. erregter Arbeiter im Reichstage bereits ausgeschlachtet worden Im März d. 3. empfand er das Bedürfnis, nach Deutschland sind und weiter ausgeschlachtet werden sollen, beweist flärlich, zurückzukehren. Seinem Hochftaplertriebe folgend, hatte er von dem daß die Rechte gar nicht daran denkt, ihr die Arbeiter auf deutsch- brasilianischen Betriebe, bei dem er beschäftigt gewesen war, peitschendes Verhalten zu ändern. Briefbogen mit Firmenaufdruck heimlich mitgenomAn einer Stelle erhielt er 50 000 mt. Mit diesen in der Tasche frhr er nach Berlin zu seinen Eltern. Ihnen erzählte er von seinen angeblichen Erfolgen in Brasilien, zu deren Beweis er den Eltern die erschwindelten 50 000 Mt. als erspartes eigenes Geld vorzeigte. Die Eltern waren hocherfreut, daß der verloren geglaubte Sohn sich wieder aufgerafft und als erfolgreicher Geschäftsmann durchgesezt habe. Mit erdrückender Mehrheit, und zivar mit 373 gegen 15 Sfim men, wurde folgende Entschließung angenommen: ,, Die am 14. Juli in Bochum tagende Revierkonferenz der freien Gewerkschaften des Ruhrgebietes stimmt dem Abschluß des Rahmentarifes für den Ruhrbergbau auf der Grundlage des Schiedsspruches vom 22.- 25. Mai einschließlich der dazu gehörigen protokollarischen Erklärungen und den nachfolgenden Berhandlungsergebniffen zu. Der Berbandsvorstand wird beauftragt, vou der Einreichung der eingelaufenen Kündigungszettel abzusehen. Bon der gesamten Ruhrbergarbeiterschaft wird erwartet, daz fie die allein durch das energische Vorgehen des Bergarbeiterverbandes erziellen Ergebnisse durch Stärkung der Reihen der Berbandsmitglieder befestigen helfe." Die Katastrophe, die die gesamte deutsche Wirtschaft aufs schwerfte bedrohte, fonnte im lehten Augenblid glüdlicherweise abgewehrt werden. Dieses Ergebnis ist ein Erfolg des Reichsarbeitsministers; es ist ein Sieg des Bergarbeiterverbandes, dem die Unionisten und die Chriftlichen im frauten Verein mitten im Kampfe in den Rücken fielen; es ist eine Garantie für die wirtschaftliche Weiterentwidlung. Die Amsterdamer Einladung. Die Arbeiterschaft sehnt sich nach einer großen Abrechnung. men, um sie betrügerisch zu verwerten. Am 13. Mai d. J. landete Die Auflösung des Reichstags wäre jetzt der Deff- Flesch im Hamburger Hafen. In der Hanfastadt nahm er sofort mung eines Ventils an einer überheizten Maschine vergleichbar. feine Hochstapeleien auf. Er verstand es, das Gerücht zu verbreiten An bürgerlichen Kreisen wünscht man die Auflösung freilich und glaubhaft zu machen, daß er ein Neffe des neuen brasilianinhht. Das ist durchaus verständlich. Unverständlich aber ist schen Präsidenten sei und setzte sich alsbald mit bedeutenden Exportdie Behauptung, daß die Auflösung uns im Auslande schaden geschäften in Verbindung, denen er als Neffe des neuen fönnte. Das Gegenteil dürfte richtig sein. Dafür sprechen Präsidenten und auch gestützt auf die entwendeten Geschäftszahlreiche Auslandsstimmen. Je entschiedener und unzwei- briefbogen unter allerlei Vorspiegelungen mehr oder weniger hohe deutigu'r die Regierung zu erkennen gegeben hat, daß sie ge- Beträge ablodte. willt mir und noch ist, die Reparationen soweit als möglich zu erfüllen und je entschlossener sie jetzt daran geht, die Republik zu festigen und zu sichern, um so mehr wird das Ausland Bertrauen zu uns gewinnen müssen. Warum wurden denn Erz berger und Rathenau erst als Schufte, Schurken und Verräter verleumdet, bis sie schließlich ermordet wurden? Weil sie Ueber die von der Amsterdamer Gewerkschaftsinternatio als demokratische Republikaner die Exponenten der Er füllungspolitik waren! Und unsere Position sollte verschlechBei militärischen Kreisen und deutschvölkischen Organisationen Arbeiterklasse in ihren Kampje gegen die Reaktion, an der nale einberufene Besprechung zur Unterstützung der deutschen tert werden können, wenn wir den nicht einmal vor dem Morde fand der Zurückgewanderte um so leichter Aufnahme, weil er sich auf besondere Einladung Vertreter der SPD., der USPD. und zurückschreckenden monarchistischen Saboteuren der Erfüllungs- als Vertreter des Deutsch- Amerikanischen Arie des ADGB. teilnehmen sollen, meldet die„ Dena", daß diese politik das Harbwerf legen wollen? poled gerbundes, dessen Mitgliedschaft er sich erschwindelt hatte, aufspielte. Die leberreichung des Blumenstraußes machte seiner Rolle Konferenz am 19. Juli in Amsterdam stattfinden sollte und ein Ende. Wie weit der Verhaftete mit politischen Organisationen daß von der deutschen Seite die Genossen Bels, Crispien in Berbindung geftanden und wie er sich dort betätigt hat, wird und Leipart daran teilnehmen würden. Sollten jedoch erst am 19. Juli die wichtigsten Abstimmungen über das Gesez von der Abteilung la noch weiter untersucht. Diefen braven Hochstapler haben die Blätter der Mörderligen zum Schutz der Republik stattfinden, so würden die deutschen als einen harmlofen jungen Mann" hingestellt und mit sentimen Mitglieder um eine furze Verschiebung der Tagung nachfuchen. talen Tränen beneßt, weil er ob der Dreiftigkeit seines Auftretens Diese Meldung trifft nicht zu. Richtig ist vielmehr, daß im Reichstage nicht gerade sanft behandelt wurde. Der größte Nichts fönnte uns im In- und Auslande mehr schaden, Provokateur des Reichstags", wie helfferich von einem demofra- els, Crispien und Leipart am gestrigen Tage ein gemeins als unentschlossenes oder nachgiebiges Handeln Deshalb dari tischen Redner genannt wurde, hätte den Blumenstrauß mit der james Telegramm an das Internationale Gewerkschaftsunter bestimmte Mindest forderungen in den Ge- Mordfarbenschleife sicher noch in ferner Zeit als Siegeszeichen auf- bureau in Amsterdam gerichtet haben, wonach fie infolge der fetzen zum Schuße der Republik, vor allem also auch in dem bewahrt, wenn nicht der deutschvölkische Mord an Rathenau im fchwierigen politischen Lage unmöglich in der Lage wären, Gesetz betreffend das Reichskriminalpolizeiamt und dem Be- Reichstage eine Stimmung auslöfte, die den Ueberbringer diefes am 19. Juli für eine Auslandsreise von Berlin abzukommen. amtengeses, nicht herabgegangen werden. Ist für die uner- Straußes in Polizeigewahrsam und Helfferich selbst in die ange. Sie beantragen daher, daß die geplante Konferenz in Ber= läßliche Mindestforderungen die erforderliche Mehrheit im nehme Lage brachte, wenigstens von einem Hochstapler angehimmelt in ftattfinde. Reichstag nicht zu haben, dann muß der Reichstag zu werden. aufgelöst werden. Es besteht die große Gefahr, daß das Ausland die Festigkeit der Republik unterschätzt, die Stärke der Realtionäre aber überfchäßt, wenn man diefen nicht mit der äußersten Rücksichts lojigkeit entgegentritt. Zu der Frechheit der Reaktion, zu der Verleumdungskampagne und den Morden, nun auch noch allerlei Waffenfundewie muß da den französischen Chauvinisten, denen die Beschungsarmee noch nicht groß genug ist, das Herz im Leibe lachen! Helfferich und der Hochstapler. Friede im Ruhrbergbau. Bochum, den 14. Juli 1922.( Eig. Drahtber.) Die vom Reichsarbeitsminifterium eingeleiteten Verhandlungen Die vom Reichsarbeitsminifterium eingeleiteten Berhandlungen zur endgültigen Beilegung der im Ruhrbergbau entstandenen ernsten Differenzen durch Verzögerung des Rahmentarises haben zu Einigungsvorschlägen geführt, zu denen heute eine Revierkonferenz der freien Gewerkschaften in Bochum Stellung zu nehmen hatte. Der Mann mit dem Blumenstrauß. A Nach der bekannten provozierenden Rede des Abgeordneten Helfferich erschien am Tage des Rathenau- Morbes im Reichstag ein junger Mann, um einen Blumenstrauß mit schwarzweißroter Schleife für Helfferich abzugeben. Er wurde Unter dem Drude der vom Bergarbeiterverband eingeleiteten festgenommen, und die Abteilung la des Polizeipräsidiums nahm Kündigungsattion find die Streiffragen aus dem SchiedsVeranlassung, sich mit ihm, einem Herrn Frizz Werner Flesch, pruch zum Rahmentarif durch einige nachfolgende Verhandlungen näher zu beschäftigen. Das Ergebnis ist, daß Flesch als ein fo gut wie refilos beseitigt worden. Als wichtigste Verbesserungen, Hochstapler entlarot wurde. Eine Berliner Lofalforrefpon- wie zugleich auch in produktionstechnischer Hinsicht bemerkenswert, feien erwähnt: denz weiß über die polizeilichen Ermittlungen noch folgende Einzelheiten zu melden: Am 9. Oftober 1899 in Berlin geboren, lernte Flesch bei einer Bant und wurde dann dort auch angestellt, wegen Berunireuungen aber bald wieder entlassen. Weil sein Vater den Schaden deckte, tam er mit einem blauen Auge davon. Dann kam der junge Mann zum Militär und brachte es bis zum Unteroffizier. Nach dem Kriege aber ernannte er sich aus eigener Macht zum Offizier, um eher Anschluß an politische Organisationen zu finden und sich in ihnen leichter betätigen zu können. Seinen Eltern machte der junge Flesch so wenig Freude, daß fie ihm Gelegenheit gaben, nach Amerita zu gehen. Jenseits des großen Teiches tauchte er in Brasilien auf, wo er zunächst auf einem deut schen Unternehmen arbeitete. Bald spielte er den ehemaligen Marineoffizier und verschaffte sich dadurch Eingang in den Deutsch Amerikanischen Kriegerbund und dann bald auch durch sein geDer Herr Offizier. Bon Joseph Roth. Hat doch die Geschichte selbst teine Anhaltspunkte mehr, feitdm sie nicht von Thronbesteigung zu Thronbesteigung geht. Ohne die Marksteine der Regierungsjubiläen vollziehen sich die Ereignisse. Da fie nirgends eine Grenze finden was Wunder, daß sie da über's Ziel schießen? Der Offizier fieht, blidt er nach oben, einen Borgesetzten. Er blidt höher und augt den Regimentskommandanten. Ueber diesem enthüllt sich in achtungsvollem Blick der Herr Minister. Aber just über dem Minister fehlt etwas! 1. wesentliche Verbefferung des Gedingefystems und des 2. Borverlegung der Lohnzahlungstermine; Mindestlohnes; 3. Zahlung des fozialen Lohnes( Haushalts- und Kindergeld bei Arant- Feiertagen); 4. Berbesserung der Lohnfähe für die füblichen Randzechen; 5. Bejeitigung des Streites um den 1. Mai. Der Referent zum Rahmentarifvertrage erntete für sein von fachlichen Erwägungen geleitetes Referat ftürmischen Beifall. Die Distuffionsredner erkannten ohne Ausnahme an, daß die Bergarbeiterschaft einen großen Erfolg errungen habe, froß der Anfeindungen und Verdächtigungen von seiten der bürgerlichen Preise, des christlichen Gewerkvereins und der kommunistischen Unionisten, denen die" Rote Fahne" und die gejamie PD. ihre Hilfe geliehen hatte, galt es doch, einer Gewerkschaft während des Kampfes in den Rüden zu fallen. Gerade deshalb ist der Erfolg für die weitere foziale Enticidlung im Ruhrbergbau von besonderer Bedeutung. Attentatsversuch auf Millerand. Drei Schüsse auf den Polizeipräsidenten. Paris, 14. Juli. Nach einer Havasmeldung wurde heute vormittag 11 Uhr an der Ecke der Champs Elysées und der Avenue Rarigny auf den Präsidenten millerand, als dieser von der Parade zurüdfehrte, ein Attentat verübt. Der Angreifer feuerfe drei Revolverschüsse auf den vermeintlichen Wagen Millerands ab, in dem fich jedoch nicht Millerand befand, sondern der Polizeipräsident, während Millerand in dem auf den Wagen des Polizeipräsidenten folgenden Wagen jah. Die Menge stürzte sich auf den Angreifer, der arg zugerichtet wurde, wandte fich dann dem Wagen des Präsidenten Millerand zu und rief: Fahren Sie nicht weiter! Man hat soeben geschossen! Millerand, der das Affentat nicht bemerkt hatte, gab Anweisung, den Weg fortzusehen. Nachdem er bei seiner Ankunft im Elisée von dem Anschlag in Kenntnis gejeht worden war, wurde er vom Polizeipräsidenten beglückwünscht. Der Angreifer ist ein gewisser Gustave Bouvet. Er st 20 Jahre alt, Zeichner in einer Automobilfabrik und gehört der kommunistischen Partei an. Er ist mehrfach vorbestraff und erklärte bei seiner Bernehmung, er habe gefchoffen, um die Aufmerksamkeit auf die Lage des Proletariats zu lenten. Korfanty polnischer Ministerpräsident. Warschau, 14. Juli.( WIB.) Nachdm der Staafschef Pilsudki auf die Fildung einer neuen Regierung verzichtet hatte, versammelte sich heute vormittag ein Hauptausschuß des Sejm zu einer Sigung und beschloß, den Ministerpräsidenten durch das Parlament felbst wählen zu laffen. Gewählt wurde dann korfanty mit 219 gegen 206 Stimmen. zimmer. Ein Kaiser aus Gips steht ungestürzt auf dem Sodel. Die| dürfte der Architeft German Bestelmeyer, der an die Bau Kafinowände, akustische Isolierplatten, bewahren jeden Besucher abteilung der Münchener Technischen Hochschule und gleichzeitig an vor den Schallwellen der Gegenwart. Pietätswatte stedt der Herr die dortige Kunstakademie fommen sollte, Berlin erhalten bleiben. Offizier in die Ohren. Und fein Monofel vermittelt beharrlich Slevogt, der in Berlin ein nicht gerade überanstrengendes Lehrschwarzweißroten Sehstoff der Vergangenheit dem zufriedenen Auge. amt in der Leitung eines Meisterateliers an der Kunsthochschule inne hat, war für München für einen gleichen Posten vorgesehen. Außer dem dachte man daran, die Direktorstelle der Münchener Akademie Slevogt zu übertragen. Und der Künstler hat sich auch bereit erlärt, evil. den Münchener Ruf anzunehmen, aber eine Bedingung gestellt, die das wohl unmöglich machen dürfte. Er will nämlich sicher sein, in München auch eine Wohnung mit Atelier zu bekommen. Da die Aussichten hierfür sehr gering find, so ist vorläufig mit Slevogts Berbleiben in Berlin zu rechnen. nolo Zum Fridericus- Reg"-Standal. Wie wir seinerzeit mitteilten, haben an den Film Aufnahmen, die bie Cherepy- Gesellschaft für den dritten Teil des Fridericus Reg" in Jüterbog veranstaltete, wei Reichswehrregimenter teilgenommen. Die Kommandeure dieser beiben Regimenter find jeßt ihres Postens enthoben worden. Die hessische Regierung hat bei ber Filmober prüfftelle den Antrag gestellt, gegen den Cserepy- Film ein Widerrufverfahren einzuleiten, meil feine Vorführung geeignet ist, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu ge fährden. Das preußische Finanzministerium aber gestattet derfelben Cserepy- Gesellschaft, in den Räumen des Char lottenburger Schlosses Aufnahmen zu machen! Der Herr Offizier ohne Kaiser kommt sich überflüssig vor, wie ein Zeiger ohne Zifferblatt; wie ein Magnet, der weit und breit feine Eifensplitter findet; wie eine Magnetnadei, die ihren Kurs vergeffen. Ihm ist faft so traurig zumute, mie wenn man das Kasino Herr Haenisch und die Brunnerei. Unter diefer vielver demoliert oder die Kranzler- Ede nach dem Bedding verschoben sprechenden Ueberschrift bemüht sich in seiner Zeitschrift„ Der Aufhätte. Während er so dasteht, gleitet unter seinen Füßen der Boden ruf" Herr Professor Brunner um den Nachweis, daß er so etwas mit famt den gegebenen Tatsachen, wie die Jazztreppe im Lunapark. wie der künstlerische Bertrauensmann des sozialistischen Kultus Während er schreitet, läuft ihm die Straße zuvor. Er bleibt gleich. ministers gewesen sei. Dazu schreibt uns Genoffe ha enisch: jam immer hinter dem Pflaster zurüd, das er tritt. Bergeblich Ich habe Herrn Brunner nur ein einziges Mal in meinem läuft er seinen eigenen Wegen nach. Die ganze Umwelt hat längere Leben gesehen. Das war im Oftober 1919, mindestens fünfviertel Beine. Jahre bevor er seinen großen Reigenfeldzug begann. Ueber un stfragen habe ich auch damals mit Brunner meiner Er. innerung nach feine Silbe gesprochen. Ich hatte ihn vielmehr zu mir ins Ministerium gebeien, um von ihm als dem für diese Dinge nun einmal zuständigen Beamten des Berliner Polizeipräsidiums und des Wohlfahrtsministeriums mir einen Vortrag über Her stellung, Verbreitung und Bekämpfung der pornographischen Literatur( also ausgesprochener Schweinereien in Wort und Bild) halten zu laffen. Diefes Materials bedurfte ich damals für einen bestimmten parlamentarischen 3wed. Herr Brunner hielt mir Just über dem Herrn Minister sieht der Herr Offizier eine Zivil. einen zweistündigen Vortrag über diefe Materie, die eine rein person. Ihm ist, als wäre er eines Tages erwacht, und es hätte polizeiliche Angelegenheit ist ähnlich wie etwa der Kampf gegen jemand über Nacht den Himmel von der Erde abgenommen, wie den Schleichhandel mit Kokain. Er ließ mir einiges Material zur Die Zukunft des Düsseldorfer Schauspielhauses. Aus Düsseld man etwa eine Kirchenkuppel abnimmt. Und statt des Himmels Durchficht da, das ich ihm noch im gleichen Monat mit ein paar borf wird uns geschrieben: Die Aussichten, daß das Düsseldorfer mölbte sich nun ein gewöhnlicher irdener Topfdeckel über dem Deut. höflichen Worten zurückschickte. Schauspielhaus in absehbarer Zeit feine Pforten wieder eröffnen fchen Reich, Das sind meine ganzen Beziehungen" zu Brunner. fann, haben sich gebessert. Einzelne Industrielle haben in den letzten So sieht eine Republik aus, denkt der Herr Offizier. Der in dieser einen Angelegenheit habe ich mit ihm zu Wochen Geldmittel für das Schauspielhaus mobil gemacht. Es sollen Allerhöchster Kriegsherr hadt Holz in den Wäldern Hollands, dem sammengearbeitet. Eie hatte mit Kunst und Kunstfragen nicht bereits für die nächsten drei Jahre je zwei Millionen sichergestellt Kronprinzen diftiert ein Jud' Erinnerungen und vor der Gedächtnis- das allermindeste zu tun. Die mehrfach mir nahegelegte Berufung fein, und auch die Stadt will mit einspringen. Die Künstlerische firche demonstriert Kanonenfutter. Retruten, die nicht einrückten des Herrn Brunner ins Kultusministerium habe ich stets rundweg Leitung soll in den Händen van Luise Dument und Gustav Linde-hat fein Etellungsbefehl sie erreicht? Bersagte die Polizei? Wie abgelehnt. Denn als Sachverständiger in Runft fragen ist mir mann bleiben. Nun ist aber das ganze Ensemble auseinander ge ging die' Ordnung dieses Staates in Scherben! Herr Brunner ftets ganz unmöglich erschienen. Wie recht ich gangen, und die Leiter erklären, daß es Monate dauern werde, den Der Offizier trägt einen schönen Anzug aus hellgrauem Tuch darin hatte, beweist mir aufs neue die Tatsache, daß Herr Brunner Schauspielförper wieder aufzubauen. Auf keinen Fall wird es also und es ist doch nicht der Rock des Kaisers. Wie fann diese Uniform auch in seinem gegen mich gerichteten Auffah diefe beiden Dinge möglich sein, daß die Bühne wie üblich am 1. Oftober wieder zu nicht Rod des Kaisers sein? Ist sie aber Rod des Präsidenten funterbunt durcheinanderwirft. spielen beginnt. meshalb hat sie dann nicht den Schnitt eines Cutaways? sin and Ich muß also Herrn Brunner gegenüber meine von ihm beZur Linken hängt ein längliches Eisen mit Bortepee versehen, strittene Feststellung aufrechterhalten: Brunnerei in dem Sinne, einer filbernen Quaste, baumeind, wie eine reife Frucht. Auf den den jedermann mit diesem Worte verbindet, d. h. muderischen Schultern, links und rechts, wo andere die Berantwortung tragen, Polizeif ampf gegen ernfte Dichterwerfe ruhen blizende Abzeichen des Ranges. Leise flingen die Sporen, gegen Werte der bildenden Kunst hat es im fozia heifer gelaufen auf dem republikanischen Pflaster. listisch geleiteten Kultusministerium niemals gegeben! Konrad Haenisch. " Nur und fchon früher von fistalischer Seite unternommenen Bersuche, an den Unpflanzungen an der Nordfpihe Rügens. Nachdem ich die Rügenichen Steilufern Bäume und Sträucher anzupflanzen, vorzüg ich bewährt haben, hat auch der Privatbesig begonnen, diese Steilfchieht dies an den steileren Stellen, wo eine Benutzung als Bieh ufer durch Bepflanzung gegen Erdeutsch zu sichern. Besonders ge Der Herr Offizier geht über die Straße. Bages Metallgeräusch fündigt ihn an. Er fühlt sich fremd in der Welt. Er glaubt, porweide ausgeschlossen erscheint. So fonn man in Buttgarten, in der Die Berufungen Berliner Künstler nach München. Die Ange- Nähe des Rabelhauses, wo sich der Badestrand entlang zieht, ein schon märts zu gehen. Berrückt gewordene Uhren zeigen vorgeschobene legenheit der Berufung hervorragender Berliner Künstler nach Mün- recht ansehnliches Gehölz erblicken. Dieser Teil des Strandes geStunden. Terroristen sigen hinter den Zifferblättern, die Zeiger chen nimmt nicht den erwarteten Verlauf. Bisher hat noch feiner hört dem Gemeindevorsteher, der auch im Dorfe selbst auf Erfünstlich vormärts treibend. der drei für ein Münchener Lehramt in Aussicht genommenen Stünft- haltung des Baumbestandes bedacht ist. Er hat die Uferbepflanzung Nur im Kafino tidt unbeirrt eine Normaluhr mitteleuropäischer ler den Ruf angenommen. Von Bruno Paul, dem Direktor auf eine höchst einfache Weise geschaffen, indem er alljährlich im Kaiserzeit. Der Bursche bedient. Das Geräusch seiner zusammen der Unterrichtsanstalt unseres Kunstgewerbemuseums, ist mit Sicher Herbst Samen, die von seinen eigenen Bäumen stammen, an das schlagenden Hacken korrigiert das Bewußtsein, das bereits bei der heit zu erwarten, daß er auch weiterhin den Münchener Lockungen Ufer wirft. Durch Schnee und Tauwetter gelangen die Körner dann Republik angelangt war. Noch stehen Joseph von Lauffs gesam- widerstehen wird. Er hat in Berlin als Lehrer und Architekt einen in die Erde, feimen und wachsen zu fleinen Bäumen heran. Auch preite Werte in der Bibliothet. Die Woche liegt im Lese- Wirkungstreis gefunden, der ihn zum Bleiben veranlaßt. Ebenso Bewohner der Nachbarorte haben ihre Ufer mit Kiefern bepflanzt, Nr. 33d ♦ 39. Jahrgang Heilage öes vorwärts Gonnabenö. 15. Juli 1922 Sonntägliche wanöerziele Zum Stechlin. Unmlktelbor an der Nordgrenze der Mark liegt der Stech- Tin,«iner der schönsten Seen, den die Mark und das benachbarte Mecklenburg auszuweisen haben. Vom Siettiner Fernbahnhos fahren n ir mit den Fernzügen der Nordbahn bis F ü r st e n b e r g in Mecklenburg. Sonntagsrückfahrkarte, die zur chinsahrt schon am Sonnabend von mittags 12 Uhr an berechtigt, Z. Klasse 43 M., 4. Klasse 30, SR. Fürstenberg ist ein kleines sauberes mecklen- burgisches Städtchen, eine der früheren„Dorchläiichtingresidenzen". Das Schloß liegt r ämlich zwischen der Stadt und dem sich an- schließenden preußische« Dorf Ravensbrück. Wir wandern süd- lich zur Stadt hinaus. Jenseits der letzten Havelbrücke rechts ob, bald über die Bahn zum N ö b l i n s e e, und auf schönem Psode an seinem Südufer weiter. Dom Ende des Sees zum WaÜu nach 5 Minuten links ab, über den Weg von Steinförde und in westlicher Richtung hinab zum P e e t s ch s e e. Der Kiefernwald ist in Buchen- wald übergegangen. Aus dem Ostufer des Sees führt der Pfad am Fuß buchenbestanoener Höhen weiter. Bald hinter Iaycnstein 59,■53 Aufstieg zum„A u g u st a b l i ck" mit prächtig.'r Aussicht über den Peetschsee und seine waldig? Umgebung. Nun in südwestlicher Rich- tung auf dem Fahrweg üb« Dago« nach Neuglobsow. Beide Orte werden als beliebte Sommer irisch? von weit her ausgesucht. In Neuglobsow befand sich eine Glashütte, von der südlich des Orts noch Spuren erhalten sind. Von Neuglobsow führt westlich ein Weg durch den Wald, gleich. sam eine Allee, von Kiefern eingerahmt: er senkt sich allmählich und endet am Stechlinsee. Ein schönes Landfchostsbild tut sich hier aus: nor uns liegt der See mit der weit vorspringenden Halbinsel gegen- üb« und dem jenseitigen Ufer im Hintergrund«. Fontane hat den Stechlw prächtig geschildert, seine Schön- h-it und Größe, seine Eigenart und die Sagen, die sich an ihn knüpfen. Ein Hohn soll aus dem Grunde des Stechlin sitzen, der rot und zornig an die Ob«släche kommt, wenn er geärgert wird, und das Wasier schlägt mit seinen Flügeln, bis der See braust und wallt. Auch mit fernen Ländern soll der See in gcheimnisvollcr V«- bindung stehen, denn als 1739 in Lissabon das große Erdbeben war, sollen sich auf dem See Slrudol, Trichter und Wasserhosen gebildet haben. Die größte Tiefe des Stechlin beträgt 643 Meter. Wir wenden uns auf dem Uf«pfad nach rechts: bald überschreiten wir den Bach, der aus dem Dagowje? komint. Zur Rechten die be- waldeten Höhen, zur Linken den See, wand«« wir bis zur Nord- spitze. Von hier haben wir einen sckönen Blick üb« den Stechlin in sein« ganzen achtunggebietenden Ausdehnung bis zum Fischer- Haus am Südenbe. Lückenlos ziehen sich die bewaldeten Höhen rings um den See wid bilden einen angemessenen Rahmen. Dom Nordends des Stechlin auf dem mit Wegtafeln versehenen Wege durch prächtige Buchenhallen an dem wied« im Mecklen- durgische« siegenden Großen und Kleinen Glietzensee und dem Menowsee vorüber noch Steinförde. Alsdann am Ufer der Steinhavel unterhalb bewaldet« Höhen mit Ausblick auf »-as jenseitige beackert« Ufer, unter d« sich üb« den Weg wölbenden Tarlinde hindurch zur St e i n h a v e l m ü hl e. Ueber die Schleuse und durch das Mühlengeböft, das bei Eintritt der Dunkelheit abge- schlosien wird, an die Chaussee und auf dieser rechts nach Fürsten- b«g zurück. Weglänge 25 Kilometer. Durch den Wildpark. Dom Potsdamer Vsynhöf mit den Vorortzüge« bis Bahnhof Wildpark, bei den Zügen von der Stadtbahn in Potsdam um- steigen, vom Bahnhof aus d« Chaussee nach Werd« zum Forsthaus Sanssouci-Tor des Wildparks. Der Wildpark ist ein Waldgebiet von 575 Hektar Größe, das aus Laub- und Nadelbäumen besteht und 184Z. angelegt wurde. Sobald wir das Gebiet des Wildparks be- treten haben, folgen wir dem Wege nach dem Bayerischen Häuschen. Er führt an ein« Futterstell« oorüb«. dann zu einer Wies« Hier geht links ein breiter Fußsteig hinauf zum Haus, dos 1847 errichtet wurde. Nun denselben Fußsteig wieder hinab zum Fahrweg und aus diesem 4 Minuten zurück zur Kreuzung mit emem Gcslellweg. Dem Gcstellweg folgen wir nach lmks bis zu einem Wallgraben. Hier zweigt halblinks d« Weg zum Großen Entenfönger-Berg ab. Cr führt üb« einen zweiten Wall- er eben und steigt allmählich an, bis«r aus d« Höhe weiter geht. Der Berg hat seinen Namen.von einem Entenfanq. der hier in der Gegend angelegt wurde. Von der 5)öhe des 81,6 Meter hohen Berges schöne Aussicht nach Potsdam und Werder. Ein grün b-wachsen« Weg führt im Bogen hinab vom Berge an eine schöne Allee. Hier geht nach 2 Minuten links der Weg zum Forst haus Nvrdtor ab. Bei diesem Forjthaus verlassen wir den Wildpark. Wir wenden uns sogleich links ab, aus der Chaussee am Zaun des Wildparks entlang, die um den Kleinen und Großen Entcnsäng«bcrg herumsührt. 2lls Werderscher Damm geht die Chaussee durch die sumpfig« Niederung, in der links der Große Entenfänger-See liegt. Am Werderschsn Fährhaus erreichen wir die Havel, die hier secortig erweitert vorüberzieht. Bon d« gegenüberliegenden Seite grüßt uns Werder, während die sich im Hintergrunde hinziehenden Werderschen Obstberge dos Landschafts- bild einrahmen. Vom Fährhaus lassen wir uns zur Stadt über- setzen, die aus einer Insel zwischen zwei Havelarmen liegt. Nach dem Landbuch Kaiser Karls IV.(1375) gehörte Werder zu den Besitzungen des Klosters Lehnin. Die Mönche legten aus den Bergen Weinbau an, aus dem sich später der Obstbau entwickelte. Dieser bildet noch heute den Haupternährungszweig der Bewohner. Die Verfrachtung des reisen Obstes nach Berlin geschieht jetzt in Kähnen, die von Dampfern geschleppt werden. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden, nach Berichten aus jener Zeit, ausschließlich Segel- und Ruderboots, sogenannte Schuten, benutzt, auf denen d« Steu«mann das Komniando führte und die Ruderer nicht Männer, sondern jung«, kräftige Mädchen waren, ein heiteres, ja ausgelassenes Schifssvolk, das keinen and«en Schiffer ungeneckt vorüberließ. Auf der Brücke gehen wir zum Festland hinüber und besteigen hier eine der das Ufer begleitenden Höhen, von denen sich ein prächtig« Blick üb« die Obsianpflanzimgen sowie über die zahlreichen weitousge- dehnten Seen der Umgebung bis noch Potsdam hin bietet. Pom Bahnhof Werder treten wir die Heimfahrt an. Weglänge 14 Kilomet«. * Wie wird das Sonniagswetter? Bei Annähemaj; eines Dicht besonders starten, jedoch nm.fans'- reichon Tiefdraekgebietos, das gegen Mitte der Woche von Süst- eurepn nach den Karpatenländern vordrang, traten am Sonntag nachmittag in SäddeutsoBIaSdj Sachsen und Schlesien zahlreiche Gewitter untlRegengiisse ein und pflanzten sich in den folgenden Tagen weiter nach Korden fort. Am ergiebigsten waren die Niederschläge in der UiBgeburg der Oder und Elbe, so fielen z. B. in Beutben 70 mm Regen und Hagel, am Mittwoch nachmittag ebendaselbst 31 mm Begen, von Mittwoch bis Donnerstag morgen innerhalb der Stadt Berlin 43, in Berlin-Steglitz 41 und in Kvritz 36 mm Regen. Dabei webten ziemlich frische nördliche\Vinde und führten eine empfindliche Abkühlung herbei, so dass am Donnerstag die Temperaturen im mittleren Norddeutschland grösstenteils unter 15 Grad Celsius fielen. Jetut Ist da» Tief nach der «stllc heu OslseekUste gelangt, von wo es nur langsam nordwärts weiterzuziehen scheint. Gleichzeitig rückt vom Atlantisehen Ozean gegen Schottland ein neues Tiefdruckgebiet vor, dass sich in einem breiten Ausläufer nordostwärts bis nach Nordfrankreich hinein erstreckt. Zwischen beiden Tiefdruckgebieten gelegen, haben wir am Sonnabend and wohl auch anfangs am Sonntag zeitweilige Aafhellnng den Wettern zu erwarten. Dabei dürften sieh die Winde nach Süden drohen und das Thermometer wieder etwas höher steigen. Etwa am Sonntag vormittag oder gegen mittag wird aber wahrscheinlich ncaer Regen eintreten und, obschon mit einigen Unterbrechungen, während des grösseren Teiles des Tages anhalten. Die Helöen vom Trittbrett. In jenen letzten Monaten des Jahres 1918 und in den ersten des darauffolgenden Jahres, dann aber jedesmal bei Verkehrsein- stellungen der Straßen- und Hochbohnen konnte man die Beobach- tung machen, daß die Ring- und Vorortbahnen gestürmt wurden, und daß die Menschen, von dem Wunsch geleitet, aus jeden Fall mitzukommen, die Fahrt auf dem Trittbrett der Wagen mitmachten. Das Mitfahren in dieser Form soll natürlich nicht sein, ist v«boten, steht unter Strafe und ist außerdem mit persönlicher Lebensgefahr verbunden. Das M«kwürdigc aber, das sich bereits in jenen weit zurückliegenden Tagen zeigte, war, daß die Männer oft auf den Trittbrettern stehen blieben, selbst wenn innen schon wieder ganz be- quem Platz war. Bitten, Mahnungen und Strafen Helsen nichts. Da geschah das fürchterliche Unglück auf dem Nordring, das die Menschen reihenweise vom Trittbrett heruntermähte. Man meinte, dieses Unglück hätte doch endlich eine Warnung sein müssen. Umsonst. Am letzten Sonntag, als am frühen Nachmittag ganz plötzlich d« Wettersturz kam und die Menschen in rasender Eile heimwärts stürmten, waren die Trittbrett« der von Rahnsdorf kommenden Züge abermals dicht besetzt, und wieder zeigte es sich, daß manche selbst dann draußen blieben, wenn innen bereits wieder Platz war. Besonders eingerissen ist diese Unsitte auf den Strecken nach Fürsten- brunn und Hennigsdorf. Man fragt sich erstaunt und v«wundsrt: Warum das? Die Losung ist sehr schnell gefunden. Es ist immer die Eitelkeit, die die meist recht jugendlichen Trittbrettfahrcr zu ihrem absonderlichen Tun anspornt. Man kommt sich wie ein rechter Held vor, wenn man in straff« Haltung mit trotzigen Mienen, dem wild vorbeipeitschenden Wind preisgegeben, draußen steht, während die anderen gemächsich drinnen sitzen. Denn das Drinnensitzen ist doch kein Kunststück. Aber das Stehen auf dem Trittbrett! Und man schielt auch recht oft in die Scheiben, um gewahr zu w«den, ob die Drinnensitzenden sich mit dem kühnen Helden vom Trittbrett beschäftigen, und man hofft vornehmlich, dem weiblichen Teil der Mitfahrenden ganz kolossal mit seinem Heldentum zu imponieren. Wenn aber diese Bürschchen gar nicht auf die Mahnungen der Bahn- beamten und der verständigen Leute hören wollen, so könnte es vielleicht gar nicht schaden, wenn sich mal ein muskulös« Männerarm aus dem Abteil nach außen reckt« und den jugendlichen Tritt- bretthelden einfach durch das Fenst« ins Abteil zöge. Da hätten die Mädels mal was zu kichern und die übrigen Insassen in dies« trostlosen Zeit auch mal ein paar ungetrübte fröhliche Minuten. Uebrigens wollen jetzt auch die Eisenbahnverwallungen gegen die Helden vom Trittbrett unnachsichtlich und mit großer Strenge vor- gehen, ebenso auch gegen die Raucher in Nichtroucherobteilungen. Der �Satpr' von Köpenick. 03n sonderbar« Heiliger trieb im Frühjahr d. I. kn der Um. gebung von Köpenick sein" Unwesen. Dort wurden mehrere Mo- nate hindurch Frauen und selbst Schulmädchen von einem Jndivi- duum stark«schreckt und belästigt, welches zu der eigenartig veran- tagten Menschenklasso der sog. E x h i b i t i o n i st e.n gehörte. Ahnungslos des Weges gehende Frauen wurden plötzlich von einem in halbnacktem Zustande befindlichen Mann«, der aus einem Ge- büsch auf sie zustürzte, angefallen, der sich schamlos benahm, um dann blitzschnell wieder zu verschwinden. Unter dem Verdacht, Liese Sittlichkcitsattentote v«übt zu haben, wurde im März fr I. ein Mann namens Richard K e s s e l m o n n verhastet, und zwar auf die Anzeige einer Frau Rektor C. hin, welche ihn als den Täter bezeichnet«. Die Folge war die jetzige Anklage wegen Er regung öffentlichen Aergernisses, Beleidigung und in einem Falle sogar wegen versucht« Notzucht, da er ein« Frau tätlich an- gegriffen haben sollte.— Bor Gericht wurde vom Rechtsanwalt Dr. S t e m m l e r als Verteidiger des Angeklagten unter Beweis gestellt, daß dieser selbst unmittelbar, nachdem er Kenntnis von der gegen ihn erhobenen Beschuldigung erholten hatte, zu der Zeugin, Frau(L., gegangen sei und dieser in Zeugen gegen- wart erklärt habe, daß et b e st i m m t nicht der Täter sei. Wenn dieselbe Zeugin jetzt unter dem Einfluß der polizeilichen D«nehnningen usw. noch so longer Zeit plötzlich mied« erkläre, d« Angeklagte sei der Täter, so beweise dies, daß vermutlich sämtliche Zeuginnen, die den Angeklagten jetzt nach Monaten wiedererkennen wollen, mit« einer gewissen Massensuggestion stehend diese Aus- sogen machen. Die Geschworenen hielten den Sachverhalt an- gesichts dieser Tatsachen nicht für aufklärbor und verneinten die Schuldfragen, so daß der Angeklagte auf Kosten der Staatskasse freigesprochen wurde. Der Ruf durchs Fenster. Roman von Paul Frank. „Die Ermahnung über solche Beschäftigung den eigent- lichen Zweck unseres Hierseins nicht zu vergessen, dürfte wohl überflüssig sein?' „Ganz und gar. Ich mache Ihnen den Dorschlag, heute morgen, so zeitig als möglich, zu Herrn Tudolin zu gehen, da ich mir vorgenommen habe, ihm unbedingt, ohne irgendeine konventionelle Rücksicht zu nehmen, den Standpunkt klarzu- machen, von dem abzugehen wir nicht gewillt sind." „Ausgezeichnet; hier bin ich endlich einmal ganz Ihrer Meinung. Was allerdings jene andere Angelegenheit an- langt, die mysteriöse Uebereinstimmung, von der Sie vorhin so begeistert gesprochen haben.. /' „Die vertrogen wir vorläufig." „Auch damit bin ich einverstanden. Und wenn es Ihnen pacht. so wollen wir vorläufig noch ein paar Stunden schlafen; ich für meinen Teil empfinde wenigstens das dringende De- will ich nicht länger stören! Gute Nacht, Herr Doktor, und nichts für ungut! Um neun Uhr klopfe ich an Ihre Tür und hoste, Sie bereitzusinden!" Als Doktor Jordan und Klaus Garbislander das Zimmer des Polizeipräfekten betraten, war darin eine stattliche Zahl von Personen versammelt, in deren Mitte Herr Tudolin sich befand, der sich gar keine Mühe gab. die Erregung zu ver- bergen, die ihn ergriffen hatte, und der den Eintretenden, als er ihrer ansichtig wurde, die Hand schüttelte und sie begrüßte. „Das ist heute eine Nacht gewesen!" rief er dem jungen schrift- steller zu.„Wissen Sie, daß ich um vier Uhr glücklich nach Hause gekommen bin? Wenn er wenigstens dafür gestanden hätte!" „Wie ist das Berhör ausgefallen?" erkundigte sich Gar» bislander. „Ich möchte am liebsten, um vor Aerger nicht zu ersticken. gor nicht davon sprechen! Etwas Aehnliches ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht vorgekommen!" ereiferte sich der Präfekt.„Trotz aller Anstrengung ist es mir nicht gelungen, aus dem Burschen auch mir zwei zusammenhängende Worte herauszukriegen, irgendwelche Angaben von Wert und Wich- tigkeit zu holen! Wenn er wenigstens gelogen, wenn er randaliert oder getobt hätte! Aber nichts von alledem, und nur dieses starre, konsequente Schweigen, das weder Güte noch Drohung zu brechen vermag." „Mir ist es nicht anders ergangen," ließ sich der Kom- missar Ljubatfchow vernehmen, dem die Befriedigung über das Fiasko, das der Chef erlitten, deullich anzumerken war. „Ich hätte den Herrn Präfekten sonst gewiß nicht bei nacht- schlafender Zeit ins Bureau bemüht." setzte er, boshaft lächelnd, hinzu. „Don welchem Burschen ist eigentlich die Rede?" fragte der Arzt den Schriftsteller. „Bon dem Defraudanten, von dem ich Ihnen heute nacht erzählt habe," sagte Garbislander.„Wie heißt der Dieb eigentlich?" fragte er den Präfekten.„Sie haben zwar gestern seinen Namen genannt, den ich jedoch wieder vergessen habe." „Faltin heißt er— Richard Faltin." „Wenn die Herren sich für Einzelheiten der Affäre inter- essieren sollten.. ließ ein kindhaft kleingewachsener Her? mit einem schmalen, überaus elegant gekleideten Körperchen sich vernehmen, der sich zugleich vor dem Schriftsteller artig verneigte und ihm das zartgelb behandschuhte Händchen ent- gegenstreckte. „Direktor Roos von der Handels- und Gewerbebank." stellte der Präfekt vor. „Garbislander, Schriftsteller aus Wien," entgegnete dieser und sah in das seltsam fahle, kahle, haarlose Gesicht des Bankdirektors, wobei es seinem scharf beobachtenden Blick nicht entging, daß der Mann eine Perücke trug, deren fuchsige Farbe ihre Auffälligkeit erhöhte, und die dem Alter ihres Trägers durchaus nicht angemessen war. Ueber den wimper- los geröteten Augen saßen in kühnem Schwung die mit dem Kohlenstift viel zu dick gezogenen Brauen. In liebenswürdig verbindlicher Weise, die der Grundzug seines Wesens zu sein schien, erklärte der Bankdirektor sich bereit, dem Schriftsteller die Auskünfte zu erteilen, die dieser verlangte. Beide Herren zogen sich in eine Zimmerccke zurück. „Der Betrug ist ungeschickt und plump genug inszeniert worden, da schon oierundzwanzig Stunden noch der Bcrübung die Tat entdeckt war, und der verdächtige Faltin außerdem ein dermaßen sonderbares Benehmen zur Schau trug, daß man schon darum anzunehmen berechtigt war, daß etwas Außer- gewöhnliches in seinem Leben sich ereignet haben müsse. Er war von Grund auf verwandelt und auch für seine unmittcl- bare Umgebung nicht wiederzuerkennen." Jordan war neben Garbislander getreten. „Wie war er denn früher gewesen, vor Begehung des Diebstahls?" „Niemand von uns hätte ihm ein derartiges Verbrechen ziigetraut, keiner von denen, die ihn gut zu kennen glaubten. Richard Faltin war ein bescheidener, stiller, fleißiger, junger Mensch von sechsundzwanzig Iahren, der bisher der exaktesten Pflichterfüllung gelebt hatte." „Was haben Sie darauf zu erwidern, Doktor?" konnte sich Garbislander nicht enthalten, triumphierend auszurufen. „Die Parallele läuft weiter!" „Welche Parallele?" erkundigte sich der Bankdirektor. „Wollen Sie doch bitte, fortfahren, Herr Direktor," bat der Schriftsteller eifrig.„Es war dies nur eine Bemerkung in Paranthese und eigentlich nicht zur Sache gehörig." „Richard Faltin steht seit fünf Jahren in Diensten der Handels- und Gewerbebank, hatte alle Aussicht, seine Stellung zu verbessern, und nur seiner Tüchtigkeit, seiner absoluten Ver- trauenswürdigkeit hatte er es zu danken, daß er in jungen Iahren schon die Stellung eines Kassierers bekleiden durfte. Sie können sich wohl denken, meine Herren, daß für dieses Amt nicht der erstbeste in Frage kommen kann, daß vielmehr unter dem Beamtenmaterial gesucht und gesichtet wird, ehe man einen auswählt. Nicht daß die vorkommenden Fälle von Unredlichkeit etwa häufig wären, da wir ein unnachsicht- lich strenges Kontrollsystem eingeführt haben, das eine Unregel- Mäßigkeit in der Gcldgebarung beinahe vollständig aus- schließt. Natürlich kann es trotz aller Wachsamkeit und Ge» nauigkeit vorkommen, daß man einem besonders raffiniert angelegten Betrug zum Opfer fällt. Vor neun Jahren hat sich in unserem Institut der letzte derartige Fall ereignet. Der allerdings, um den es sich heute handelt, läßt sich mit jenem ganz und gar nicht vergleichen, da der Täter diesmal die Sache ganz plump, unbegreiflich derb und ungeschickt an- gefaßt hat. so daß sie eigentlich von vornherein für verloren gelten mußte* (Fortsetzung folgt.) „ Scherzo". Lebensmittelpreise des Tages. Zuluhr: Fleisch ausreichend. Geschäft etwas lebhaft. Fische Obst und Gemüse ausreichend, Gekräftiger. Geschäft rege. schäft flott. Is at Zentralmarkthalle gaiten am Freitag folgende KleinEin neuer Sittlichkeitsprozeß. Bor der 4. Straffammer des Landgerichts II in Moabit hafte fich kürzlich der Berliner Radierer Eddy Smith wegen Bergehens aus§ 184 StrGB.( Verbreitung unzüchtiger Schriften und Abbil= In der Zentralmarkthalle galten am Freitag folgende Kleindungen) zu verantworten. Smith, der dem Internationalen Zentral- handelspreise: Rindfleisch 64-70 M. Schweinefleisch 82-86 M. Kalbfleisch 55 bis verband der Bibliophilen als Mitglied angehört, hatte dem Bor68 M. Hammelfleisch 64-71 M. Schellfisch 10-18 M. Seelachs 12 bis fizenden des Verbandes eine Radierung Scherzo" zum Berkauf an die Bereinsmitglieder schriftlich angeboten, der Brief gelangte jedoch 15 M. Rotzungen 12-17 M. In Eis: Schleie 40-45 M. Hechte 38 bis 46 M. Aale 45-75 M. Lebende Aale 90-105 M. Hechte 50-68 M. nicht in die Hände des Adressaten, sondern in die des Staatsanwalts, Eler 7-7.50 M. das Stück. Naturbutter 88-96 M. Margarine 44 bis da der Verband im Verdacht stand, unter der Maske der Wissen- 155 M. Schweinefleisch 86-90 M Weizenmehl 14-16 M. Maisgries schaft sich mit der Berbreitung pornographischer Schriften und Dar 11 M. Gerstengrütze 12 M. Haferflocken 15-16 M. Blumenkohl 12 bis Zwiebeln 8-10 M. frellungen zu befassen, und aus diesem Grunde über den Borsigenden 25 M. der Kopf. Mohrrüben, 3-6 M. das Bund. eine Postsperre verhängt war. Auf Grund dieses schriftlichen Kohlrabi 10-16 M. die Mandel. Pfefferlinge 83-38 M. Hühner 44 bis Angebotes wurde seitens der Staatsanwaltschaft eine Haussuchung 70 M. Gänse 60-70 M. Tauben 50-64 M. zwei Stück. bei Eddy Smith angeordnet, die in seiner Abwesenheit, und nach dem die Tür durch einen Schlosser geöffnet worden war, durch zwei Gendarmen in seinem Atelier in Fredersdorf bei Strausberg vorgenommen wurde. Dabei wurden eine Anzahl von upfer stichplatten von den beiden Beamten als unzuch tig beschlagnahmt, und es erfolgte auf Grund dieses Ergebnisses der Haussuchung sowie wegen Berbreitung der erwähnten Radie rung die Erhebung der Anflage gegen Smith. Bor Gericht gelang ten zwei schriftliche Gutachten des Reichskunstwarts Dr. Rebslob und Dr. Osborns zur Berlesung, in denen Smith als ein durchaus ernsthafter Künstler bezeichnet wurde. Das Gericht fam trotzdem zu einer Berurteilung des Künstlers; es erfannte gegen ihn auf eine Geldstrafe von 500 m. Der Staatsanwalt hatte eine Geldstrafe pon 1000 m. beantragt. Gegen das Urteil ist sofort Revision eingelegt worden. Tie Kunst dem Rinde. # Ein räffelhafter Mord wird aus Iglau in Böhmen gemeldet. Dort fand eine Grasmäherin auf einer Biefe bei Bolna eine gänzlich nadie Leiche eines jungen Mädchens, welche allen Anzeichen nach den guten Ständen angehörte. Ein Arzt fonstatierte Wunden im Rüden und auf der Brust, die von einem Knüppel herrühren dürften, und oberhalb des rechten Auges ein fleines Loch im Kopf, das durch einen Schuß verursacht sein mag. Ferner wurde am halfe eine mit einem Messer hervorgerufene Stichwunbe entbedt, aus der die durch schnittene Hauptader flaffte. 2m auffälligsten sei der Umstand, daß der Körper vollständig von Blut entleert war. Die Bevöiterung strömt in Scharen an die Fundstätte. In Bolna tam es zu Kundgebungen gegen die jüdischen Einwohner der Stadt. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Heute abend 6 Uhr wichtige Sigung im Sekretariat, Lindenstr. 3. Heute, Sonnabend, den 15. Juli: Wirtschaft Die Stillegung der Notenpreffe. Der Berliner Buchdruckerstreik ist, abgesehen von allem andern, insofern von allgemein wirtschaftlichem Intereffe gewesen, als er fich auch auf die Reichsbruderei erstreckte und damit zu einer vorübergehenden Stillegung der Notenpresse führte. Die Wirtungen waren so cigenartige, daß es sich verlohnt, darüber ein Wort zu verlieren. Beitlich fiel der Streit ohnehin schon in eine Periode größter Knappheit am Geldmarkt. in Die Unsicherheit der politischen Lage schuf an der Berliner stimmung, die ihren sichtbaren Ausdruc Börse an einigen Tagen der vergangenen Woche eine Panikeiner maßlojen Balutenhamsterei und rapiden Kursstürzen der Mark fand. Hierdurch wurden naturgemäß dem inländischen Geldmarkt enorme Beträge flüssiger Mittel entzogen, so daß die Notenpresse unter allen Umständen größte Mühe gehabt hätte, den wachsenden Bedarf an Papiergeld zu decken. Durch den Streit entstand daher eine besonders schwierige Lage. Nicht nur in der Reichshauptstadt, sondern auch in der Provinz machte sich der Geldmanget start bemertbar. Es fehlte ganz besonders an Noten zu 1000 m. und 100 m. Bei den 2ohnzahlungen usw. mußten vorwiegend Scheine zu 20, 10 und 5 m, und bestenfalls noch zu 50 0. Bermendung finden. Wäre der Streit zeitlich mit einem Gehaltstermin der ftaatlichen Beamten und Angestellten zusammengefallen, fo wäre die glatte Auszahlung der Gehälter sicher auf große Schwierigkeiten gestoßen. Es ist durchaus fein Geheimnis, daß man in Regierungstreisen wegen dieser verschärften Anappheit an Zahlungsmitteln aufs äußerste beunruhigt war und schwere Stodungen im ge. famien 3ahlungsverfehr und Güterumlauf befürchtete. Der Borfall wird sicher in nächster Zeit noch Anlaß zu lebhaften Erörterungen geben. Er zeigt jedenfalls, daß eine Stilllegung ber Notenpresse in Deutschland von heute auf morgen gar nicht benkbar ist, da eben dem Staate dant der faumfeligen Arbeit der Steuererhebung die Mittel für seine notwendigsten laufenden Ausgaben vorläufig in der Hauptsache aus der Notenpresse zufließen. Bon der Börse. Gestern machte am Berliner Debisen Um die Kinder der Arbeiterschaft von den verderblichen Ein flüffen der Straße, des Stinos, der Schundliteratur und sonstiger Achtung, Parteigenoffen! Unsere bisherigen Fernfprechan Intultur abzuwenden und sie für die schöne Kunst empfänglich aufchlüffe werden vom 16. Juli d. 3. ab dem neuen Amt Dönhoff machen, ist für die fünfte weltliche Schule Neuföuns auf Anregung unter den Nummern 5086, 5087 und 5088 angeschlossen. ir des Elternbeirates eine freie Arbeitsgemeinichait für Stunft unter bitten alle Intereffenten dringend, sich Amt und Nummern sofort ehrenamtlicher Leitung des Elternbeirates Kunstmaler Süttel er notieren zu mollen. Der Bezirtsvorstand. J. A. Aler Bagels. richtet worden. Es wird Zeichnen und Malen geübt, verbunden mit Unterricht in Stil und Kulturgeschichte, Studien in Sammlungen, Museen und vor allem in der schönen Natur. Ansonntäglich um 2 Uhr, wenn das Wetter günstig ist, treffen sich die Kursusteilnehmer mit ihren Eltern am Bahnhof Neulöän, um zum Zeichnen und 24. t. Nachmittags zu Beginn bez Reichstageftguns( fiche parlamentarischen martie die Aufwärtsbewegung unter dem Eindrud der französ Bericht im Vorwärts"). Treffpunkt der Funktionäre, Westseite Branden- ichen Antwort auf das deutsche Moratoriumsgejus Forticritte. Malen nach der Natur ins Freie zu ziehen. Ist das Wetter unburger Tor. Man war besonders darüber enttäuft, daß die Reparations. günstig, so findet im Zeichensaal der 5. Schule, Mariendorfer Weg, tommission auf der Zahlung von 32 Millionen Goldmart am 15. theoretischer Unterricht statt. Die Teilnahme der Eltern an den Juli besteht. Die fortdauernde innerpolitische Krisis wirkt ebenfalls Veranstaltungen ist erwünscht, deegleichen seien hiermit die Arbeiter Der Dollar erreichte im Sinne einer Befestigung der Devisen. finder Neuköllns, die gern zeichnen und malen, sowie deren Eltern zeitwetie eine Höhe von 470. Amilic notierten Rabel zur Teilnahme als Gäfte an den sonntäglichen Studien- Spaziers. New York 457, London 2055, Holland 18200, also nur unweient gängen freundlichst eingeladen. lich höher als vorgestern. An der Effekten börie waren Kurs steigerungen der führenden Papiere um etwa 25 bis 50 Proz. zu verzeichnen. Auslandswerte lagen noch wesentlich fester. Bolkskonzerte im Grünen. In der kommenden Woche veranstalten Berliner Gefangbereine, darunter natürlich verichiedene Arbeitergefangvereine, auf städtischen Blägen nachstehende Konzerte: 16. Juli nachmittags 5 lbr 8 eblen dorf. Dorfaue; 16. nachmittags 21, 1hr Hermsdorf, Kaiserplay; 18. abends 7% Uhr Moabit, Ottoplag( fleiner Tiergarten); 21. abends 8 Uhr Niederichöneweide Johannisthal, Sternplay; 21. abends 8 Uhr Fallplag, Berlin; 21. abends 7 Uhr Nordost, Friedrichshain. Anfängerfurfe in Englisch. Diejenigen Genoffen und Ge nofsinnen, die an den neuen Anfängerfurien in Englisch( Abend. unterricht) noch teilnehmen woollen, fönnen sich an folgenden Tagen anmelden: Sonnabend, 15. Juli, von 5-7 Uhr abends; Sonntag, 16. Juli, bon 10-12 Uhr vormittags und Dienstag, 18. Juli, von 8-10 Uhr abends. Die Anmeldungen finden statt in der 24. Ge meindeschule, Hinter der Garnisonkirche( Nähe Bahnhof Borie), Rimmer 7. Die Kurse sind für Zeilnehmer ohne Vorkenntnisse. Sprachschule für Proletarier. 2. 18. 6. " Morgen, Sonntag, den 16. Juli: Kreis Tiergarten. Ausflug nach Papenberge. Abfahrt 7 Uhr morgens vom Rnie. Treffpunkt Endstation Halenfelbe, Linie P. reis Beikenſte. Schloß Weißenfee Sommerfelt. Konzert, Spezialitäten, Rafperle- Theater, Rinderbelustigungen und Fadelaug. Sn beiden Sälen der Boruffia- Brauerei Tang. Die Barteimitgliedschaft der nördlichen Beairte ist hierzu freundlichst eingeladen. Billetts à M. intl. Steuer find an der Raffe zu haben. Etraßenbahnverbindung: Linien 10, 33, 59, 60, Abt. Gemeinsamer Ausflug nach Birkenwerder, Restaurant Hoffmann, an 62, 78, 162, der Briefe. Treffpunkt morgens 8.20 Uhr, Abfahrt 8.50 Uhr Stettiner Bororibahnhof. 7. st. Familienausflug nach Lehnik. Szeffpunkt 9 Uhr Stettiner Bororibhf 35. bt. 10 Uhr Bannerweihe in Mentes Boltsgarten, Röderstraße. Festrede Genoffe Litte. Jungfosialisten. Gruppe Friedrichshain: Gruppenwanderung zum Schwärgefee. Treffpunkt Stettiner Fernbahnhof Sonnabend 6 Uhr. Radizügler Sonntag früh 46 Uhr bis Melchow fahren, Sonntags- Ridfahrtarie lösen. Fahrgelb insgesamt 12 M. Charlottenburg- Spandan. Die juristische Sprechstunde bleibt gefchloffen. Jugendveranstaltungen. Sonnabend 7 Uhr Auftrinez Blog. 1 Sermsdorf: Wanderung nach dem Liepnisfee. Treffpunkt 5% Uhr Bahn: hof Landsberger Biertel: Wanderung nach dem Gamenfee. Treffpunkt Bichelsberge. Treffpunkt 6 Uhr Strom, Ede Turmstraße. Roabit: Beteiligung am Baldieft in Rorben: Bande tung nach bem Sögfee. Treffpunkt 7 Uhr Brunnen, Ede Bernauer Straße. Treffpunkt Gonnabend 7 Uhr Bhf. Prenzlauer mee. Brenzlaner Borstadt: Banderung nach dem Ronnenflies- Sawärzefee. Welgensee: Befud) des Soologischen Gartens. Treffpunkt 2 Uhr Mirbachplag. Weften: Wande tung nach dem Störigfee. Treffpunkt 6 Uhr Hochbahnhof Bülowstraße. Auf 295,07 Milliarden Mart sind die fwebenden Saulden des Reiches bis zum Ende Juni 1922 ant gewachsen. Die Margarinefabriken erhöhlen die Preise weiter um 5-7 m. pro Bfund. Sie stellen sich im Großhandel auf 65-76 M. je nach Qualität. Volkskunstverlag„ Das Bild", Bln.- Mariendorf, Kurfürftenstraße 19. Seute, nachmittags 2, 11br, Generalversammlung der Genossenschaft im Graphischen Vereinsbaus, Alexandrinenstr. 44. Tages. Groß- Sichterfelbe. Ein Walbfest findet morgen stalt, bestehend aus ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrates. 2. Borlegung der Musil, Ansprache, Prolog, Belistängen u. a. m. Treffpunkt Bahnhof Lighter behalten, nunmehr eine Kontrolle darüber auszuüben, daß nicht Bilanz. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. felbe nachmittags 1 Uhr. Gegen die Warenverschleuderung nach dem Auslande. Die Außen. handelsstelle der Lederwirtschaft teilt mit: ,, Der tatastrophale Mari fturz veranlaßt nach den der Außenhandelsstelle zugegangenen. Mitteilungen viele Ausländer, den Bersuch zu machen, von den in Auslandswährung getätigten Abschlüssen loszukommen, um dieselbe Bare nunmehr in art erheblich billiger zu laufen. Des weiteren stellen sie die Behauptung auf, daß bei manchen Firmen Waren in Mark getauft werden können, und demgemäß weigern sie sich, mit Firmen, die nur in Auslandswährung verkaufen wollen, Abschlüsse zu tätigen. Die Außenhandelsstelle wird bei der gegenwärtigen Lage im dringendsten volkswirtschaftlichen Interesse feinen An trag in Mart nach dem hochvalutarischen Ausland zur Ausfuhr genehmigen fönnen, und fie muß sich auch vor nur in Auslandswährung fatturiert wird, sondern daß auch tat sächlich in der fatturierten Währung die Zahlung erfolgt. Eine Kontrolle hierüber wird schon von der Reichsban! bei der Abliefe. rung der Devisen ausgeübt. Es erscheint aber erforderlich, daß diese Freie Turnerschaft Neuköln Brig. Grafes Fußball- Turnier( Endspie): Kontrolle nunmehr auch von der Außenhandelsstelle aufgenommen zu dem Fußball- Turnier der F. 2. Reuföln- Bris( Fußballabteilung) haben fish wird, um es unredlichen Firmen unmöglich zu machen, Waren folgende Mannfchofien au dem Endspiel qualifiziert: S... anfanach dem Ausland zu verschleudern und damit denjenigen Firmen, gegen ReutlIn Bris I. Dieses Spiel wird eins der besten und leisten Spiele bes Turniers, da ich wirklich zwei gute faire Mann die im Intereffe der Volkswirtschaft an die absolut notwendige Erfdaften burd gerungen haben. Das Spiel findet auf dem Sportplag ber haltung der Sachfubftanz denken, zu ruinieren. Fr. T. Neufon- Brig ftatt, bem Fortuna- Sportplat in Steutölln, RaiserFriedrich- Straße( Ringbahnhof), am Sergbergplag. Um 4 Uhr findet ein Sugend- Propagandafpiel ber F. C. Riftig- Borwärts( 1. Jab.) gegen Neukölün Brig( 1. Jgo.) statt. Spielenfang des Endspieles um 5 Uhr. Die erste Lichtenrader Frühobjtausstellung, Biegen, und Schaf ichau am Sonntag, den 16. Juli 1922, ist mit Beerenobit aller Art. Kirschen und Frühgemüse sehr reichhaltig beschidt worden. Außerdem weist fie eine itattliche Anzahl Meldungen von Biegen- und Milchschaien auf. Beranstaltet wird die Ausstellung vom Verein für Sleintierzucht und Gartenbau in Lichtenrade, der sich aus Siedlein und Kleingärtnern zu lammensett. Eine Brieftasche, die ein Barteibuch, eine Funktionärfarte, eine Welt aliebsfarte vom Buchdruderverband, eine Mitgliedstarte des Internationalen Ariegsbeschädigtenbundes, ein ärztliches Attest und 50 Wt. bar enthielt, ift von einem Parteigenossen auf der Fahrt von Rehfelde nach Berlin verloren worden. Den Barbetrag kann der ehrliche Finder gegen Abgabe der Brief taiche behalten. Mitteilungen werden erbeten an Albert Thale, Berlin O, Memeler Straße 68, Seitenfl. 3 Tr. lints, Arbeitersport. Briefkasten der Redaktion. Die„ Typographia", Gefangverein Berliner Buchdruder, M. d. DASB. veranstaltet am Sonntag, 16. Juli, in den Gesamträumen taften beftimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Rumme: Brieflige us! unft wird nicht erteilt. Jeber für den Brief. der Brauerei Friedrichshain" ihr Sommertonдert unter bei. Cilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3. Leitung ihres Chormeisters Alexander Weinbaum. Mitwirkende: Berliner Ulf- Trio. Das Instrumentalfonzert wird von der Stapelle der Brauerei( 20 Künstler) ausgeführt. Attentat auf einen Schnellzug in Wien. Bergangene Nacht wurde auf den Südbahn- Schnellzug Wien- Rom ein Ansa) lag verübt. Die Gleise bei Spital am Semmering waren durch mehrere Eisenbahnschwellen verbarritadiert worden. Die Lokomotive, der Dienstwagen und der nachfolgende Bersonenwagen entgleisten. Soweit bisher bekannt ist, wurde niemand verlegt. Der Verkehr wickelt sich eingleisig ab. Die Gendarmerie glaubt, daß es sich um den Bersuch eines räuberischen Ueber falls handle. MARKE ANDER LAMAN 22. 1. Sof part. lints, vor. Schriftftüde und Berträge sind mitzubringen. $. R. M., S. Bester Dont. Ihre Sache ist weiter geleitet. Anfragen: Bremen, Arbeiter Jugend, Gangturm 8/9; Samburg. Arbeiter Jugend, Große Theatersiz. 44.3. 520. Ihre Anficht ich richtig. Die gefektide iete brauchen Sie erft vom 1. Ofteber 1922 ab su zahlen, fafern nicht der 6. G., Gaöneberg. Benden Sie sich Mietsins nad Monaien bemeffex it. an die Gemeindeverwaltung bes Ortes, in bem Gle su bauen beabsichtigen. Dort werben Sie alles Nähere erfahren. Brehmeftr. 19. 1. u. 2. Der zu flag tann aud dann gefordert werben, wenn bie höchftmiete gezahlt mirb. find, find von der Wohnungsbauabgabe befreit, Gollte trobem bie Abgabe gefordert werden, fo muß dagegen Cinipruch erhoben werden. Eb. Sch. 99. Cs bürfte nur ein Wohnungstaufe in Frage tommen, fegen Sie fich mit dem Wohnungsamt in Berbindung. Sollte eine Berständigung mit ben Mietern nicht möglich sein, fo muß bas Mietverhältnis gekündigt werden. Sur Rünbi. gung ist die 8uftimmung des Mieteinigungsamtes erforderlich. 3. Ja. 4. Rein. 5. Steubauten, die nach dem 1. Juli 1918 errichtet worden Der neue jowjetrussische Ausfuhrzollarif. Die Sowjetregierung hat die neueingeführten Ausfuhrzolle veröffentlicht. Die Zollsäge werden in Goldrubein festgefeßt und betragen u. a. pro Bud ( 16,39 kg) brutto für: Rauchmaren 6-1000, Rohleder 1-15, Boriten 7, Haar 2, Wolle 1, Flachs 0,8, Hanf 0,2, Eier, Fleisch, tierische Fette 2, Raviar 20, lebendes Bieb 35-100. Holz und Holzerzeugnisse 1, Butter und Räfe 1,5, Hopfen, Spiritus und eine 0,5, Edelfische 0,1-0,15( 1 Bud wird 1 Rubitfuß gleichgesetzt), Mangan, Kupfer, Zink und Bleierze 0,1, Bottasche 0,5 usm. Die Ausfuhr von Naphtha, Steinfohle, Eisenerz, Brucheisen und anderen Artikeln ist 8011fret. Die Ausfuhr son Getreide, Grüße, Mehl, Buderrüben, Kartoffeln u. dergl. sowie der durch die Berarbeitung derfelben gewonnenen Artikel wird zeitweilig verboten. Weitere Ausfuhrverbote betreffen Waffen, Sprengstoffe, Munition, Telegraphenapparate und zubehör und ähnliche Artifel des Heeresbebarfs, Kupferbruch, annullierte Wertpapiere und allgemeine Ge fchäftspapiere aus der Zeit vor der fommunistischen Revolution. Kunsigegenstände und Antiquitäten dürfen nur mit besonderer Ge. nehmigung ausgeführt werden und sollen mit 35 Prozent des Wertes verzollt werden. Zu jeder Zeit gut und billig Galamander Griefet Verbandstag der Hutarbeiter. Aus der Partei. die gleitende Lohnstala nicht mehr den Teuerungsverhältnissen| weise lebhafte Disfusion mit nachfolgender Abänderung verschiedean. Eine gewisse Besserung wäre hier nur dann zu erwarten, wenn ner Anträge aus. Als tägliche Streibunterstützung wurde ein vierIn der Woche vom 26. Juni bis 1. Juli tagte im Breslauer es möglich wäre, den Grundlohn, auf dem die gleitende Lohn wöchentlicher Beitrag bestimmt, nebst 6 M. Kinderzulage für BerGemertschaftshaus die 13. ordentliche Generalversammlung des Deut. stala aufgebaut ist, zu ändern. Das Reichsarbeitsministerium hat heiratete. schen Hutmacherverbandes. Aus dem Geschäftsbericht über die fürzlich eine Statistit über die Grundlöhne veröffentlicht unter Periode 1919 bis 1922, den der Verbandsvorsigende Staub er. Bugrundelegung des Jahres 1919. Berechnet wurden die Jahre statsste, heben wir hervor, daß der Verband in verschiedenen Bran- 1920, als die Teuerungsziffer 1000 betrug, der Tariflohn niedriger then die Kollegen und solleginnen fast restlos organisatorisch er. gewesen als der Gleitlohn, wenn ein solcher damals eingeführt. fast hat. Bon den Ende 1921 in der Seiden- und Klapphutbranche gewesen wäre. Dagegen war im Jahre 1921, als die Teuerungsbeschäftigten 265 Männern waren 263 organisiert, also 99 Proz.; von den in dieser Branche beschäftigten 326 Frauen waren 319 organisiert, das sind 98 Proj. Das gleiche Berhältnis zeigte die Wollstoffbranche: von 764 beschäftigten Männern waren 99 Broz., von 7860 beschäftigten Frauen 98 Broz. organisiert. Die Haar hutbranche: 1891 beschäftigte. Männer, davon 98 Pro3., 2271 be: fchäftigte Frauen, davon 95 Broz. organisiert. Die Filzwaren branche: 581 beschäftigte Männer, 98 Broz. organisiert, 307 be. schäftigte Frauen, 99 Proz. organisiert. Die Strohhut, Damenfilz, Umpreß, Linon- und Puzbranche zählte 82 Prez, und unter 23 728 beschäftigten Frauen 52 Broz. Organisierte. In der Buzbranche gibt es noch eine große Masse Unorganisierte, und hier muß noch viel Elgitation geleistet werden. Die Bugmacherinnen refrutieren sich vielfach aus den unteren Beamten und fleinen Handwerkerkreisen und fühlen sich als mehr als die Arbeiter. POSTABONNENTEN welche auch im nächsten Monat Wert auf eine regelmäßige Zustellung des Vorwärts" legen und eine Unterbrechung in der Zustellung vermeiden möchten, müssen die Erneuerung des Postbezuges m den Tagen vom 15. bis 20.d.M. bei dem zuständigen Postamt vornehmen Vorwärts- Verlag G. m.b.H. Bum Bunft Stellungnahme der Generalversammlung zur 23 er ziffer über 1500 betrug, der Tarifloh höher als der Lohn bei fomelzungsfrage( Referent Friz Staub) hatte der Bor- gleitender Stala. Es sei daher besser, bei dem jetzigen System der stand beantragt: Die Generalversammlung müsse einen eventuellen Lohnzahlung zu bleiben. Der Redner erklärte sich weiter für den Beschluß für Berschmelzung mit Dreiviertelmehrheit treffen. Sie Soziallohn, aber nur, wenn er durch die Beinhebung atce, fönne aber auch eine neue Urabstimmung beschließen und müsse werde; die Gewerkschaften allein könnten die Frage nicht lösen. dann fesilegen, mit welcher Mehrheit die Urabstimmung entschei lieber Betriebsräte und Gewertschaften sprach das den solle. Die Diskussionsredner sprechen sich in der Mehrzahl für Borstandsmitglied Bröside. Seine Ausführungen gipielten in Berschmelzung aus. Meinungsverschiedenheiten bestanden baneben der Forderung, den Verbandsvorstand zu ermächtigen, für die über die beiden Fragen, welche Stimmenmehrheit für die Berschmel Schulung von befähigten Kollegen und Kolleginnen aus den Reihen zung maßgebend fein und mit welchem Berband fie per fich gehen der Betriebsräte und Funktionäre besondere Aufwendungen zu solle. Es wurden neben dem Bekleidungsarbeiterverband noch ber machen und den Betreffenden die Teilnahme an Kursen zur Weiter Kürschner und der Textilarbeiterverband genannt. Das Ergebnis bildung in volkswirtschaftlichen und arbeiferrechtlichen Fragen zu der Diskussion war die Ablehnung einer endgültigen Beschlußfassung ermöglichen. Dieser Resolution wurde gegen fünf Stimmen zugedurch die Generalversammlung; es wurde Entscheidung durch eine ftimmt. Urabstimmung mit einer 3meidrittelmehrheit beschlossen. Sämisch Luckenwalde gab einen Bericht über den 9. inter Im Sinne eines intereffanten Referats des Berbandsvorsigenden nationalen utarbeiterfongreß in Zürich. Es wurde Staub über Tarifverträge, gleitende Lohnstala, dort beschlossen, den Sitz des Internationalen Hutarbeiterverbandes Leistungslohn oder Soziallohn erklärte die Generalver nach Italien zu verlegen. Von den anderen Arbeiten des Kongresses fammlung erneut, daß die Bohn- und Arbeitsverhältnisse aller Branchen des Berufs durch foleftive Arbeitsverträge zu regeln feien. Staub führte aus, daß die gleitende Lohnftola mehr Nachteile als Borteile biete. Bei einem bestimmten Bunft der Teuerung passe sich Theater, Lichtspiele usw. TYPOGRAPHIA Sonntag, den 16. Juli 1922, in der Brauerei Priedrichshain a. Königstor Staatstheat. Volksbilne Sommer- Konzert ( Schauspielhaus) Operetten- Gastsp. Tägi. 74% Unr: Anfang 4 Uhr: Eintritt 4,60 Mk., Tanz 3, Mk. Tägl.7%, Uhr: Robert und Bertram Karten bei den Mitglied. u. an der Kasse 3 Uhr nachm. Die beiden Undine Nachtigallen Urania Theater des Ostens Uhr: ( Rose- Theater) Konzert Deutsch. Theat, Lessing- Th. Rügen Dong besi Sommerspielzeit. 7% Potasch und Allabendi. 8 Uhr: Perlmutter Sig. 7% Potasch Der Schildpattkamm u. Perlmutter Kammerspiele 8: Dr Raub der 7% U.: INOREN R ( Aschenbach, Christians. Haase, Var Varieté- Spielplan Prock!) Sabinerinnen Deut. Künstler- Th. Rauchen gestattet! Gastspiel Hogo Thimig Sommerspielzeit Vom Wiener Burgtheater Allabend.&: Relcnshallen.Th. St. 8. Der Raub Die erste Nacht Allabeat, 7%, Uhr 2.Sabinerinnen Gastspiel Hage Thimig vom Wiener Burgtheater. Musiky.HugoHirsch ( Adalbert) Gr.Schauspielh. Central- Theater ( Karlstraße) 8 7 Die Maschi-. Ein Prachtinädel nenstürmer Sig. 7. Die Ma Intimes Theater schinenstürmer Theater 1. d. 8: Die Peltscheund? Laut doch nicht Königgrätz. Str. immer nackt herum 8. Die wunderl. Geschicht. d. Kas Neues Operett.- Th. pellmelstKreisler S Uhr: Die Mädels Komödienhaus von Daves SU, Gretchen enes Volkstheater Glasner, Roberts Uhr: Die erste Geige Berliner Th. Schiller- Th.Charibg. 7 45: Madame Flirt SAUENTZIER Operettenspielzeit 8 Uhr: Die kl. Sünderin Von Jean Gilbert Th. a. Nollendorfpl. 78 Uhr: Stettiner Sänger WIEN Donhoff Brettl Ant.7% U. BERLIN Jägerstraße ae C3a 83 Das RiesenVarieté Programm 4 Uhr Kaffee Verliebte Leute. Intern. TanzVARIETE Theater desWestens Im Tenenteign Dienstag: Italien Palast 8.30 Ballett Stagione Ileana Leoni off Das Weltstadt- Trianon- Th. VarietéProgramm. Z. Vorfahrungen Kalle und Theater a. Kottb.Tor Maritzpl. 16 077 Allabdl 71% A Elite- Sänger Jnternationale Arbeiterbildung. Eine internationale Konferenz der Arbeiterbildungszentralen wird am 15., 16. und 17. Auguft in Brüssel stattfinden. Die Ronferenz wurde bereits Anfang dieses Jahres von der belgischen Arbeiterbildungszentrale einberufen. Sie wird in dem Lokal der Arbeiterhochschule in Brüssel- llcele tagen, in dessen Internatsräumen die Delegierten untergebracht werden sollen. Dreizehn Arbeiterbildungszentralen haben bis jetzt ihre Teilnahme an dieser Konferenz angemeldet, zu der sie insgesamt 24 Bertreter entsenden werden. Zu den bis jetzt angemeldeten Ländern gehören Großbritannien, Deutschland, Frankreich, die Bereinigten Staaten von Amerita, Italien, Holland, die Schweiz und die Tschechoslowakei. Weitere Anmeldungen stehen noch in Aussicht. Die Liste der vertretenen Bildungskommissionen enthält gemertidaftliche, genos= senschaftliche und politische Organisationen, die sich mit der Bildung der Arbeiterschaft im Sinne der Borbereitung zu den verschiedenen Formen des Klaffentampfes beschäftigen. Die Konferenz wird besonders dazu dienen, einen Austausch von Informationen über die Tätigkeit der veriretenen Organisa tionen und über die von ihnen gesammelten Erfahrungen zu ermög lichen. Eie wird aber auch über gewisse praktische Borschläge zu beraten haben, wie die Organisation des Austauschs von Schülern zwischen den Arbeiterhochschulen der verschiedenen Länder. Der Konferenz wird eine Ausstellung von Material veran gehen, die die Tätigkeit der vertretenen Organisationen illustrieren wird. Diese Ausstellung wird von 1. bis zum 18. August in Antwerpen stattfinden, damit den Teilnehmern an dem Inter nationalen Arbeiterjugendtag der am 13. Auguft in dieser Stadt zusammentritt, Gelegenheit zum Besuch geboten wird. Die Konferenzteilnehmer werden am 15. August von Brüssel aus diese Ausstellung besuchen. fei bemerkenswert die Festlegung auf Beibehaltung des Achtſtunden: Vorträge. Vereine und Versammlungen. tages und die Forderung nach Schuhmaßnahmen gegen Quecksilbervergiftung im Beruf. Remitee der Berliner Jüdischen Kultur- Liga". Heute abend 8 Uhr in den Sophien- Cälen, Gophienftr. 17/18, Borlesung des Jüdischen Romanschrift. Der Bericht der Statutenberatungskommission löste eine zeitstellers David Bergelfcher. Zum Sinmachen feiffet Süßftoff afterbefte Dienfle. Er Iff bolig rein ohne Nebengefchmad, bequem zu verwenden, billig und befömmlich. Cine H- Dadung, 1,20 M entspricht der Süßfraft von 1 Pfund Zuder. Erhältlich in Kolonialwaren, Drogen. handlungen und Apotheten. Betanntmachung. 16. bis 31. Juli Die Bürgermeisterfielle in hieftger Gastspiel Freyer Stabt it tafelge Ablebens des bisherigen Leipziger Stelleninhabers baldigit neu zu befegen. Sänger Das Gehalt regelt sich nach itaatlichen Grundfägen. Bewerber, die gründliche Er fahrung im Kommunaldienst besigen. werden erfucht, Bewerbungen bis anm 15. nguft1922 an den Stadtverordneten vorsteher Heren W. Rappe hier einzureichen Binzelne Möbel i Nusbaumn Eiche sow.kompl.Schlafund Wohnzimmer, Sofas, Umbauten, Ruhebetten, weiße und farbige Es interminfcht, jedoch nicht Be bingung, baß der Bewerber beide juristische Staatsprüfungen abgelegt hat. 193/2 Ofterwied as.. den 10. Juli 1922. Der Magiftrat. Barner. Garderobe Möbel für Küchen Herren und Demen zu niedrig Preisen und auf bequeme Teilzahlung noch wirklich billig auf sehr preiswert gegen bar und auf bequeme Teilzahlung Bürgerliche WohnungsTeilzahlung Einrichtungen Grebler Anzuge Weinbergsweg 4, am Rosertn. Tor Perser- Teppiche warme Kaoke Klaviere, Fingel Kein Wainzwang! Brücken höchite Tagespr. zahlt Herer, Pallasstr. 9, Rart. 910 60. Geburtstage Rennen zu Grunewald Ludwig Fuldas Heute 8 Uhr 4 Uhr einmal. Aufführung Tanztee Der Vulkan Kalte und warme Küche. Kein Weinzwang. Zelt I. Direktion: Richard Welse. Täglich ab 6 Uhr von Ludwig Fulda Komische 7% Oper 74 Der Meister Vom Montmartre Offenbachs Liebesieb. Residenz- Th. Täglich 8 Uhr: Das große Eine Frau Varieté- ohne Bedeutung Programm Berliner PraterNachm. 3-6 Uhr und Theater Sonntags mittag 11 Kastanienallee 7-9 bis 2 Uhr Täglich: Militär freikonzerte Die Prinzessin v. Hill ausgeführt von den Operette in 3 Akten Kapellen d. Reichs- sowie Spezialitäten. wehr Beginn 5 Uhr. Sonnabend, d. 15. Juli nachm. 3 Uhr Ragians Damen Mäntel Kostüme Röcke Kompl. Wohn Schlaf, Speise- u. Herçenzimm r Einzelmabel, farbige Küchen, Paisterwaren Gebr. Beiser Kassner Lothringer Str. 67. Bülowsir. 6 dortplatz Jeder Bezieher des Kommentars zum Betriebsrätegesetz von Dr. Georg Flatow braucht auch den Kommentar zu der Verordnung betretfend Maß. nahmen gegenüber Betriebsabbrüchen und Stillegungen sebst der Ausführungsanweisung Unentbehrlich für Betriebsräte, Gewerkschaftler. Behörden, Arbeitgeber, Arbeitnehmer Preis 8, Mark Buchhandlung Vorwärts Berlin SW 68, Lindenstraße 2 Möbel noch billig! in großer Auswahi Bar od.Teilzahlung Möbel- Gross Gr. Frankfurter Str. 141 Invalidenstr. 5, Eing. Ackerstr. Liefere auch auswärts Vorwärts- inserate verbürgen Erfolg! Monopol- Trinkbranntweine Gut Preiswert Leere Monopol- Flaschen wenn unbeschädigt und nicht verunreinigt werden jetzt zu 7 Mark von Rein den Verkaufsstellen zurückgenommen Groß- Vertrieb für Bezirk Berlin und Brandenburg: Monopolbranntwein- Vertriebsgesellschaft m. b. H. Amt Moabit 2203 Berlin NW 23 Brücken- Allee 10 Weinberger Brunnenstr.25 K Schuh- Fabrik Deutscher Metallarbeiter- Berband Verwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienftr. 83/85 Geschäftszeit son vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Tel.: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Achtung! Urabstimmung Achtung! Kolleginnen und Kollegen! Die Urabstimmung zur Wahl des Bevollmächtigten der Verwaltungsstelle Berlin findet am Sonnabend, den 15. Juli, nachm. 1-5 Uhr, Sonntag, den 16. Juli, vorm. 10-1 Uhr, Montag, den 17. Juli, nachm. von 2-7 Uhr, in nachstehenden Lokalen statt: Norden: 1. Mak, Maritraße 12. 2. Barleben, illdenow, Ede Burgs dorfstraße. 3. Rupo, Malplaquet, Ede Geestraße. 4. Zimmer, Fehmarnstraße 6. 5. troll, Utrechter Str. 21. Cde Hennigs dorfer Straße.( Nur Sonntag.) 6. Stiefhe, Kopenhagener Straße 71. 7. Büttner, Schwedter Straße 23/24. 8. Fritsch, Drentheimer Straße 4. 9. Ruepp, Grünthaler Straße 6. letfehmann, eerftraße 122. 11. Leuschner, Aderftraße 110. 12. Elgt. Gerichtfrage 74 13. Stein, Banfftraße 80. 10. 14. Dams, Schlegelstraße 9. 15. Krüger, Suffitenstraße 38. 16. Döbling. Prunnenfraße 79. 17 Carus, Baltaftrage 37. 18. Wende, Rolonieitraße 147, 19. Regenberg, Gartenstraße 75. 20. ald, Pflugftraße 5. Nordosten: 21. Kujamsfi, Greifswalder Straße 192. 22. Späth, Georgentiroftraße 65. Cstem: 23. Böhler, Matiernstraße 14. 24 Bilgeder, Blumenstraße 34. 25. Rofin, Gubener Straße 19. 26. Bähr, Stralauer Allee 47. Südosten: 27. Reinfe, Grünauer Giraße 17. 28. Jantfe, 8eugbofitraße 21. 29. Geweetsdraftshaus, Engelufer 24. 30. Braffet, Michaeltirchstraße 29a. 31. Benoit, balbertstraße 4. 32. Greive, Rungestraße 30. Süden: 83. Blentle, Beppstraße 1: 34. Nowat, Gitfchiner Etraße 66. 85. Winter, Ritterstraße 117. Südwesten: 35. Spörer, Gueisenaustraße 30. 957. Zopp, Mite Jatobftraße 1. Westen: 38. Blemer, Bülowstraße 58. Nordwesten: 99. Dehlschläger, Berlichingenstraße 5. 40. Stars, Suttenstraße 9. 41. Reifer, Gogtowotnstraße 34. 42. Krüger, Butligstraße 10. Zentrum! 43. Hummel, Sophienstraße 5. Adlershoft 44. Kaul, Selbigstr., am Mar! tpl. Baumschulenweg: 45, Ebert, Baumschulenstaße 14, Ede Ernststraße. Charlottenburg: 46. Thunad, Wielandstraße 4. 47. Beter, Nehringstraße 23. 48. Müller, Osnabrüder Straße 27. 349. Rebel, Salzuter, Ede Englische Str. Cöpenick: 50. Schuls, Bahnhofstraße 24. 51. Muguin, Rosenstrage. Friedrichshagen: 52. Zinlus, Friedrichstraße 121. Hennigsdorf: 53. Restaurant Pfefferberg. Hohenschönhausen: 54. Marquardt, Berliner Str. 85. Kalkberge: 55. Kreter, Restaurant am See. Karlshorst: 56. Huth, Tresowallee 80. Lichtenberg: 57. Seiste, Kronprinzenstraße 47. 58. Albreht, Rene Bahnhof, Ede Borhagener Straße. 59. Zur Wartburg, Frankfurter Allee, n. Bahnh. Lichtenb. Friedrichsfelde. 60. Zur Edeltanne, Herzbergstraße 23. Marlendori: 61. Streiter, Chauffeestraße 27. Marienfelde: 82. Ananer, Großbeerenstraße. Neukölln: 63. Kaiser, Beddinitrage 58. 64. Bezel, Brufendorfer, Ede Teuviger Straße 65. 3deal- Rano, Beichfelftraße 8. 66. Bidnie, Oterstraße 5. 67. Radheim, Berg, Ede Lahnstraße. 68. Cagnac- Quelle, Hermannstr. 139, am Bahnhof. Niederschöneweide: 69. Sps, Grüneuer Straße 8. Oberschöneweide: 10 Rehtaurant Jmakers, Bilhelminen batftrage 34 71. Reftaur. Otto Pemp. Wilhelminen haffttage 48.( Nur Sonntag) Pankow: 72. Schmidt, Floraftraße, Eing. Görschstr. Reinickendorf- Ost: 73. Roffath, Broningstraße 61. Reinickendorf- West: 74. Jugenaheim, Scharnweberstr. 108. 75 Buber. Eichbornitraße 49. 76 Beeleng, Berliner Straße 111. Rosenthal: 77. Feind, Am Bahnhof. Schöneberg: 78, Schulz, Reichertitrage 3. 79. Rosenthal, Eberstraße 66. Seegefeld: 08. Sahmann, am Bahnübergang. Siemensstadt: 081. Sundheim, Rounendamm- Ailee 87. Staaken: 82. Restaurant Wolf. Spandau: 38. Rahlschmidt, Renendorfer Str. 37. 14. Windt, Bichelsdorfer Straße 5. 85. Germania- Säle, am Stressmpl. 13. Steglitz: 86. Borfmann, belnitraße 40 87. Sente, Flensburger, Ede Düppelstr. Tegel: 88. Cehahazet, Berliner Straße 84. Teitow: 89. Neues Gesellschaftshaus, Berliner Straße 16. Tempelhof: 90. Bürgergarten, Berliner Straße. Treptow: 91. Wäschte, Seidelberger Str. 81. Weißensee: 92. Bolle, Berliner Allee 249. Wildau: 93. Wildauer Sof. Schmerztopffftraße. Wilmersdorf: 04. Fischer. Seilbronner, Ede Rarls. ruber Straße. Nur Sonnabend und Montag. Die Kolleginnen und Kollegen sind verpflichtet, sich an ber Abstimmung au beteiligen. Abstimmungsberechtigt ist nur, wer mit feinen Beiträgen nicht über sechs Wochen im Stückstand ist. Die Ortsverwaltung. Wegen Räumung meines Lagers verkaufe ich zu spotlbilligen Preisen braune Damenhalbschuhe in allen Größen. Deutscher Metallarbeiter- Verband Allgemeine Verwaltungsstelle Berlin 54, Linienstraße 83/85. Ortskrankenkasse Geschäftszeit vorm. Uhr bis nachm. 4 Uhr H Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Die Former der Danziger Werft stehen seit 8 Tager in einem Abs wehrstreit wegen Differenzen und Berlin- Norden. Einladung Jur ordentlichen Maßregelungen von Bertrauens- Ausschußigung leuten. Zuzug ist fernzuhalten. am 22. Juli 1922, Ortstrantentaffe für das Maurer- Berlin, Friebe- Rarlgewerbe zu Berlin, santestraße 4. .25, Die Ortsverwaltung. 4 Uhr nachm., im Kreishause in Ujer B, Kreistagsfigungsfaal. Tagesordnung: 1. Wahl des Borgenden u. Berufung BOR zwei Betfigern 1. ein Berficherten- Ber( ein Arbeitgeber- und Bekanntmachung. Das Berficherungsamt der Stadt Berlin hat folgende Mahngebühr am 1. Jult 1922 genehmigt: a) für einen Betrag bis au 50 0. b) für einen Betrag von über 50 M. bis zu 200 M. c) für einen Betrag von über 200 M. bis zu 500 0. d) für einen Betrag von über 500 M. Bis 1000 t. e) jür jede weiteren angefangenen 1000.. treter) iowie Ernen2. nung eines Schrift führers. 3. 2. Aenderung ber $ 20 und 111 ber 167/19 4 m. Sagung. 3 m mehr. Borstehende Mahngeblihr wird mit Wirfung vom 11. Juli 1922 an erhoben. Su Tgb. Nr. 4046 Berf. A. R. 22. A. Bogel, Borsigender. 22115 3. Berschiedenes. Die Herren Aus den zur Teilnahme fchußmitglieder weran dieser Sigung er gebenit eingeladen. R. Freund, Berlin, 14. Juli 22 Schriftführer. Reubeder, Bors. Verkaufen Sie keine Brillanten besonders große Objekte, ohne unsere unüberbietbarensehr hohen Auslands- Ankaufspreise zu hören. Wir kaufen und suchen dringend große Steine, Perlen, Perlschnüre, Smaragde, gold. Uhren, Ketten, Ringe, Platin, Gold-, Silbergegenstände. Sofortige bare Auszahl. ohne Abzug, selbst d. größt. Summe. ,, Verlust erleiden Sie stets, wennSienichtzu uns kommen." Kostenlose reelle Taxen gern und bereitwilligst. Ankauf auch mit Rückkaufsrecht.( Stdt. konz.) Pfandscheine lösen ein und zahlen den Wert zu. Berliner JuwelenVerwertungsstelle Vom Publikum als höchstzahlende- Stelle anerkannt. Jetzt in den neuen Ladenräumen Potsdamer Str. 118, direkt an der Lützowstraße, 9-7 Uhr. Lützow 2760. Qualitätswaren! Anzüge gute Verarbeitung. 975.- bis 1950.laufende Stoffe. 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Aus Achtung frafttreten zu sichern, hat der preußische Justizminifter schon jetzt vor soviel Nachgiebigkeit eines republikanischen Ministers werden durch Rundverfügung vom 13. Juli fämtliche Justizbehörden mit den die radaulustigen Wilhelmiten sicher schleunigst voltsparteiliche Vererforderlichen vorläufigen Anweisungen versehen und insbesondere teidiger der Republik werden!! angeordnet, daß in den Straffachen, die unter das Gesetz fallen, Vollfireckungshandlungen nicht mehr vorgenommen werden, und daß die Vollstreckung von in der Verbüßung begriffenen Freiheitsstrafen, soweit sie zweifellos unter das Gesetz fallen, unterbrochen wird. Es handelt sich um die Bestimmungen des Amnestiegefeßes, wonach insbesondere Straffreiheit gewährt wird für Straftaten, die mit den politischen Unruhen im Frühjahr 1921 oder mit der Abwehr des Rapp- Butsches sowie mit Rundgebungen für die republikanische Staatsform anläßlich der Ermordung Erzbergers zusammenhängen. " Löwenfelds Kapp- Erlaß. Bravo, Herr Minister! wird, Folgen, für die nicht die Landwirtschaft, sondern allein die Regierung verantwortlich gemacht werden muß." Wer die Tonart der Landbündler fennt, fann aus dieser neuen Erklärung nur entnehmen, daß der Reichslandbund zum Widerstand gegen die Erfüllung der Umlage auffordern will. Daß er die Regierung für die Folgen verant wortlich machen will, wird ihr hoffentlich nur ein Ansporn sein, um so energischer auf die Durchführung der Umlage zu bringen. Stellt sich doch nach den neuesten Beschlüssen der Bäder in Berlin schon in diesen Tagen ein markenfreies Brot auf 30 M. Bezeichnend für die Unwahrhaftigkeit und die demagoFür die Reichswehr besteht befanntlich ein Berbot der gische Taftit des Landbundes ist, daß er mit feinem Wort die Teilnahme an filmaufnahmen. Trotzdem hatten sich vor Erleichterungen erwähnt, welche die jetzige Form der einiger Zeit Reichswehrtruppen bei der Herstellung des dritten Teiles Umlage den Landwirten bringt. Das ist recht landbündledes Films Friedericus Rer" im Lager in Jüterbog beteiligt. Die rischer Dank für das Entgegenkommen der Verbraucher, die zwei Rommandeure der beteiligten Truppen find deshalb zur inmitten der maßlojen Teuerung die ebenso maßlose BereicheBeranwortung gezogen und nunmehr ihres Postens ent- rung der Agrarier erleben Dan? besonders auch an diehoben worden. Hoffentlich fallen die Herren nicht noch die jenigen Politiker, die den Wünschen der Landwirte nicht weit Treppe hinauf! genug entgegengekommen sind. Der Landbund verwahrt sich. Oberschlesischer Hilfsbund. Der Reichspräsident hat den Gehlesischen Hilfsbundes, dessen Aufgabe der Schutz des Borfig im Ehrenausschuß des vor einiger Zeit gegründeten OberDeutschtums, sowie die Aufrechterhaltung deutscher Kultur in Ober* Das Berliner Tageblatt" stellt die Behauptung auf, der Abgeordnete Genosse Bogel habe im Reichstag während der lehten MiliDer Reichslandbund hat zur Annahme der tärdebatte von einem tappfreundlichen Erlaß des Kapi treideumlage folgende Erklärung veröffentlicht: tönleutnants v. 2öwenfeld gesprochen, sei jedoch dem Wunsche des Reichswehrministers um Ueberlassung des Originalbefehls nicht ,, Die Getreideumlage ist Gesetz geworden, Gesetz geworden schlesien ist, übernommen. In diesen Ehrenausschuß des Oberschlesinachgekommen. Dadurch wäre die Richteristenz des fappfreundlichen gegen den ausdrücklichen Widerspruch der deutschen schen Hülfsbundes find inzwischen, wie wir erfahren, weiter eingeErlaffes erwiesen. Tatsächlich hat der Abgeordnete Cenosse Bogel Landwirte, der durch die Spikenorganisationen der freien Betreten: der Reichstansler, die Staatspräsidenten Württemberg und Baden. die Ministerpräsidenten von dem Reichstanzler die ihm zur Verfügung stehenden Unter- rufsvereinigungen und die öffentlich- rechtliche Vertretung der Land- Breußen, Bayern und Sachsen, die Oberbürgermeister von Hamlagen, darunter ein Abdrud des Befehls, zur Verfügung gestellt. wirtschaft und deren Unterverbände sowie durch zahlreiche Proteste kurg, Lübeck und Bremen, die Präsidenten des Reichstags, des LandBeiter behauptet das genannte Blatt, daß sich die Demokratische aus den Reihen des deutschen Landvolkes der Regierung mit aller tags, des Reichswirtschafts- und des Landwirtschaftsrates, hervor Reichstagsfrattion um Ueberlaffung des Materials an die Fraktion Deutlichkeit zum Ausdrud gebracht worden ist. Die Regierung und ragende Gewerkschaftsführer und Vertreter. Wie wir hören, stiftete Der Sozialdemokraten gewandt habe, ohne daß dem entsprochen die Mehrheit des Reichstages haben geglaubt, diefen einmütigen der Reichspräsident dem Oberschlesischen Hilfsfonds aus dem morden wäre, da sich Bogel nur auf die Meldung eines schleswig. Proteft unbeachtet lassen zu sollen, während an den gleichen Stellen ihm zur Verfügung stehenden Dispositionsfonds die Summe von holsteinischen Blattes habe berufen fönnen. Richtig ist, daß Genoffe felbft den leisesten Wünschen und Winken, z. B. der Gewerkschaften, 100 000 m. Vogel dem Abgeordneten Petersen nach Schluß seiner Rede erklärte, Folge geleistet zu werden pflegt.(!!) Auf die Unmöglichkeit Der gefährliche Wahre Jatob". Aufs neue ist der Wahre daß er die Schleswig- Holsteinische Bolfszeitung", in der der wört der Durchführung der Getreideumlage ist vom Reichslande in der Jakob", das alte fozialistische Wizblatt, durch die Besatzungsbehörde liche Befehl gestanden hatte, dem Reichskanzler übergeben habe und Deffentlichkeit, insbesondere in den Parlamenten, sowie in Eingaben im Rheinlande verboten worden. Sowohl die Einführung wie der Berkauf des Blattes sind für das Gebiet der Brückenföpfe deshalb nicht in der Lage sei, vorläufig ein weiteres Exemplar der an die Regierung so häufig hingewiesen worden, daß wir hier auf Duisburg und Düsseldorf untersagt, weil, wie es in der amtlichen Zeitung zu übermitteln. Inzwischen ist die von Bogel angeforderte Wiederholungen verzichten können. Wir beschränken uns darauf, Bekanntmachung heißt, er durch seinen den Alliierten feindlichen Zeitung eingetroffen und dem Abgeordneten Petersen sofort über- festzustellen, daß nach unserer Ueberzeugung die Durchführung des Inhalt geeignet ist, der Würde und Sicherheit der Besatzungstruppen Umlagegefehes von schwerwiegenden Folgen begleitet sein Abbruch zu tun". mittelt worden. Die Lichterfelder Kadetten. Bon unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Gegen Kommißjustiz und Wucher. empfehlenswert. Es war einmal eine Anzahl Lichterfelder Kadetten, die sich am 27. Januar, zu ihres" Kaifers höherer Ehre, in ihrer Anstalt ungewöhnlich rüpelhaft benahmen, ihre Hausdame beschimpften und anpöbelten und auch sonst allerhand auf dem Gewissen hatten. Die Angelegenheit erregte damals großen Sturm, es gab im Landtag Gestern wurde im Reichstag der Gesetzentwurf über die Dieses Ergebnis in geseggeberische Formen zu preffen, sei nicht Interpellationen und gewaltige Angriffe von rechts und von links. Schaffung eines Freihafengebiets im Rieler Safen nach Abg. Hammer( Dnat.) fordert eine Berschärfung der BucherNur der für die Frage zuständige Kultusminister Dr. Bölig be- längerer Aussprache, in der die Abgg. Eggerstedt( Soz.) und Dißwahrte ruhiges Blut, indem er seinen rechtsstehenden Gegnern die mann( 11. Soz.) ihre Zustimmung zu dem Gesezentwurf erklärten, bestimmungen, durch die der übermäßige Preis hart verfolgt wird. in allen drei Lesungen angenommen. Abg. Sivkovich( Dem.) empfiehlt einen gemeinsamen Antrag der Zusicherung gab, er werde mit fefter Hand zugreifen und sich durch Der Entwuf eines Gesetzes über den deutschen National Demofraten, des Zentrums und der Deutschen Volkspartei, der die fein Geschrei von den von ihm für erforderlich gehaltenen Maß- feiertag geht ohne Debatte an den Rechtsausschuß. Das Gesez Feststellung verlangt, daß der Preis teinen übermäßigen nahmen abbringen laffen. Das alles ist erst ein paar Monate her über Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Notlage der Presse Gewinn enthält, wenn er der Martilage entspricht und Höchstund mutet doch heute schon fast wie ein Märchen an. Das ist in wird dem Volkswirtschaftlichen Ausschuß überwiesen. preise oder amtlich festgesetzte Marktpreise eingehalten werden, sofern Wirtilchkeit geschehen, auf melchem Wege ist die verlegte Disziplin Es folgt die erste Beratung des Entwurfs eines Diszipli- nicht eine vorübergehende Notmarktlage geschaffen ist. Als GrundDon der Ehre der beleidigten Hausdame ganz zu schweigen nargefeges für die Wehrmacht. Der Entwurf fieht die lage für eine zulässige Preisstellung soll der Wiederbeschaf geahndet worden? Es war den relegierten Schülern von vornherein Errichtung besonderer Disziplinartammern für be- fungspeis mit den nachweisbaren Geschäftskosten als Grund. stimmte militärische Vergehen vor, wodurch eine Beschleunigung in lage dienen. freigestellt, andere Echulen zu besuchen, um sich dann dem Examen der Erledigung dieser Fälle herbeigeführt werden soll. zu unterziehen. Durch eine Liebenswürdigkeit des Kultusministers fand ein Teil von ihnen Aufnahme in dem Alumnat in Wahlstatt, d. h. der Staat zahlt auch für diese fünftigen Führer der Nation" " einen erheblichen Zuschuß. Und nun kommt das Erstaunliche: durch einen besonderen nennen wir es Gnadenerlaß des Ministers wurde der hoffnungsvollen Jugend erlaubt, sich vor Ablauf des Semesters dem Abiturienteneramen zu unterziehen, soweit die SchüIer auf Grund ihrer in Lichterfelde eingereichten schriftlichen Arbeiten bereits dort die Zulassungserlaubnis zur mündlichen Prü fung erhalten hatten. Von dieser gütigen Erlaubnis machten die so daß in nicht allzu langer Zeit an der Nordspike Rügens ein fleines Wäldchen entstehen wird, das man bisher immer schmerzlich vermißte. Das Beispiel verdient in unserer Zeit der rücksichtslosen Holzschläge Nachahmung. Abg. Hünlich( Soz.): Abg. Krähig( Soz.): Die Annahme dieses Antrages würde jeden Schuß der Konsus menten unmöglich machen. Sie würde einen Zustand herbeiführen, wäre; denn der schlechterdings für alle Lohn- und Gehaltsempfänger unerträglich das ganze Risiko der Unternehmer soll auf die Verbraucher abgewälzt werden. Bir sehen in diesem Gesezentwurf den wohlberechneten Plan, die beseitigte Militärgerichtsbarkeit in ihren Grundzügen den Fassung Gesetz, dann würde es nur noch eine Frage der Zeit wieder einzuführen. Würde der Entwurf in der vorliegenfein, wann ein gründlicher Ausbau der früheren Militärstrafgerichts. barkeit wieder erfolgt. Den Freunden des Gefeßentwurfes erklären Der Gesezentwurf bedeutet nur einen schwachen Versuch, dem Preiswir, daß die äußerlich sehr harmlos aussehende Sache nur der An- mucher entgegenzutreten. Der Antrag geht weit über das erforderfang einer Enimidfung ist, die sich schon vor Monaten hier anfün- liche Maß hinaus. Offenbar geht die ganze Attion vom Großdigte. Man wird dem Reichswehrminister zustimmen müssen, wenn handel ous, der unerfüllbare Forderungen stellt. Wir sind der er auf die Mängel hinweist, die darin liegen, daß die bürgerliche Ansicht, daß jeder Kaufmann danach trachten muß, den Preis der Gerichtsbarkeit viel zu langsam arbeitet imd daß sich daraus für den Ware möglichst zu drücken, daß er sowohl im allgemeinen wie im militärischen Dienst nicht unerhebliche Schwierigkeiten ergeben. Der eigenen Interesse dem hemmungslosen Hinauftreiben der Preise Gefeßentwurf führt aber feineswegs zur Beseitigung Widerstand entgegenseßen muß. Wenn das Fordern des Wieders dieser Schwierigkeiten. Diese können nur durch eine Be- beschaffungspreises feinen Breiswuchet darstellen soll, dann wäre fchleunigung des Verfahrens vor den zivilen Gerichten abgestellt auch das Zurückhalten der Ware nicht strafbar. Cine große Gefahr Eine Erdbebentatastrophe der Urzeit wird durch Funde enthüllt, werden. Die vorgesehene Art der Zusammensetzung der Disziplinar- find die Kartelle, die auf die Beseitigung jeder Konkurrenz hin bie in dem Stif.Tal im nördlichen Britisch- Kolumbien gemacht fammern zeigt die Absicht, alle militärischen Straffälle wieder in der arbeiten und damit die Preise hochtreiben. Wir werden darüber worden find. Die Eingeborenen haben um dieses Tal stets einen alten Abgeschlossenheit zur Aburteilung zu bringen. Ferner fjoll bei wachen, daß die Regierung die Entschließung des Ausschusses in bezug weiten Bogen gemacht, weil sie es für von bösen Geistern bewohnt allen Dingen, über die die Militärs uneingeschränkt herrschen wollen, auf die Kartelle nicht unbeachtet läßt und daß uns möglichst bald hielten. Bissenschaftliche Untersuchungen, die hier vorgenommen feine zivile Stelle mehr über die Kafernenmauer bliden dürfen. ein entsprechender Gesezentwurf vorgelegt wird. Abg. Cuno( D. Bp.) fordert scharfes Einschreiten gegen den wurden, ergaben, daß der Stif- Fluß eine tiefe Furche durch das Benn erft wieder der Begriff der Beschwerdeführung wider besseres meiche Gestein geschnitten hat, wodurch Knochen von vorsintflutlichen Wissen im alten Sinne eingeführt ist, wird das ganze Be- Bucher und Schutz für den reelien Kaufmann". Tieren freigelegt wurden. Diese Knochen sind nicht Foffilien; es wieder der alte Iorio sein. Für die Hauptverhandlung vor den durchaus versagt. Der Wucher steht in höchster Blütt, schwerberecht des Soldaten in der Praris des täglichen Dienstes Abg. Korthaus( 3.): Die bisherige Wuchergesetzgebung hat scheinen Hüftfnochen und Rüdgratteile von einigen ungeheuer großen Ma ft o do ns zu sein. Bon diesen Tieren wurden noch Rammern, die grundsäglich öffentlich sein soll, find Bestimmungen aber nie ist er zu fassen. Die Annahme unseres Antrages würde die Fußtapfen mit drei Behen von 18 Bentimeter Länge gefunden, die getroffen, wonach ganz beliebig auf Antrag des Bejchuldigten, des Beendigung der Schikanen bedeuten. Abg. Unterleitner( U. Soz.) stimmt dem Gefeßentwurf und den ganz deutlich im Sandstein abgedrückt waren. Aus den hohen Anklagevertreters oder von Amts wegen die Deffentlich feit Felfenufern des Tales und der Art, wie das Tal an jedem Ende ausgefchloffen ober auf bestimmte Bersonen beschränkt werden fann. Ausschußentschließungen unter Ablehnung der Zusatzentschließung der von gewaltigen Felsenmauern abgeschlossen ist, fann man schließen, Das heißt also, daß, sobald ein Offizier vor den Kammern steht, bürgerlichen Parteien zu. Die Wuchergefeßgebung bedarf daß ein Erdbeben vor Millionen von Jahren die die Deffentlichkeit, wie das ja stets üblich war, aus dienstlichen Grün- einer erheblichen Berichärfung. Es sei besser, einen unMastodons hier plötzlich gefangen fette, während sie an den Ufern den ausgeschlossen wird. Benn dieser Entwurf Gefeß wird, ver- schuldigen Bucherer zu verurteilen als einen schuldigen laufen zu des Flusses schliefen oder ihre Nahrung suchten, und daß sie dann lieren die Unteroffiziere und Soldaten die Möglichkeit; fich in Fragen lassen. ertranfen, als die Gewässer langfam das Tal überschwemmten. der Unwürdigkeit und damit der Entlassung aus der Wehrmacht an Abg. Dr. Herzfeld( Romm.): Wenn die Regierung die Ausden Wehrminister zu wenden und seine Entscheidung anzurufen. Der schußentschließungen befolgt, dann fann die Rechtsprechung dem Wehrminister wiederum verliert die Möglichkeit, felbst darüber zu Bucher noch viel weniger zu Leibe gehen als jeßt. Wirffam beentscheiden, ob das Verhalten eines Angehörigen der Wehrmacht fämpft werden fanm er nur durch die Arbeiterschaft selbst. würdig oder unwürdig war. Das eröffnet außerordentlich intereffante Ausblice. Kosmische Zwiegespräche. Im Jahrbuch der franzöfischen Akademie der Wissenschaften für 1922 veröffentlicht die in Baris lebende Witwe des vielfachen Millionärs Guzman folgende Befanntmachung: Pierre Guzman Preis( 100 000 Franfen). Dieser Preis wird ohne Rücksicht auf die Nationalität jenem verliehen merden, der das Mitte! finden wird, sich mit einem Stern in Berbindung zu jeßen, das heißt, einem Glern ein Zeichen zu geben und auf dieses Zeichen eine Antwort zu erhalten. Ich schließe den Planeten Mers aus. Daß Frau Guzmann den Mars ausschließt, ist nach den bösen Erfahrungen, die die Welt in den letzten Jahren mit ihm gemacht hat, erklärlich. Eine Berständigung mit dem Mars ist auch, wie zahlTose Friedenstongreffe ergeben baben, ein Ding der Unmöglichkeit. Dagegen dürfte man mit unserem anderen Nachbarplaneten, der Benus, mehr Glüd haben. Sie ist leicht zugänglich und wird auf das gegebene Zeichen, wenn es nur das richtige ist, ficherlich reagieren, Wir raten daher den Preisbewerbern zu einer fosmischen Anbändelung nach dieser Richtung hin Sugo Thimia in von der Direktion des Deutschen Theaters für eine Berlängerung feines Gaftibiels als Striefe" im Raub der Sabine rinnen gewonnen worden. Das Stüd wird vom 19. ab im Deutschen Theater gegeben. Schaljapin, der berühmte russische Sänger, if in Berlin ein getroffen. Er beabsichtigt, einige Beit in einem deutschen Stutort zu bleiben. Alfred Bruft, deffen Spiel. Der fingende ich fürzlich in Berlin aufgeführt wurbe, hat die diesjährige brengabe ber Gefell faft der Bücher, Freunde in Chemnik, in Höhe von 4000, erhalten. Rembrands Gemälde Baulus im Gefängnis", das in der Nacht zum Pfingstmontag aus dem Stuttgarter Museum geitohlen war, ist wieder zur Stelle geschafft. Als Täler und Hehler find sechs Personen fest genommen worden. Die ganze Einrichtung ist bei dem heute in unserer Wehrmacht vorhandenen Geiste unerträglich. Unter einem fortschrittlichen Mäntelchen verbirgt sich ein Stüd Der Wiedereinführung der Militärgerichtsbarkeit aufs energifcfte Reaktion schlimmster Art. Die Sozialdemokratie wird sich widersetzen und dem Gesehentwurf in seiner jetzigen Geftalt niemals zustimmen.( Lebh. Beifall b. d. Soz.) Abg. Thomas( Komm.) lehnt die Vorlage ab. Wenn sie Gefeß wird, werde Kaiser Wilhelm II. wieder in die Rafernen einziehen. Ein Bertreter des Reichswehrministers gibt der Erwartung Ausdruck, daß die Bedenken der Vorredner im Ausschuß beseitigt werden mögen. Der Entwurf wird dem Ausschuß für Militärgerichtsbarkeit überwiesen. Es folgt nunmehr die Abstimmung über den Einspruch des Reichsrats betr. die Teuerungsmaßnahmen für Militär rentner. Der Gesezentwurf wird in zweiter und dritter Lesung einstimmig angenommen. Hierauf folgt die zweite Beratung des Entwurfs zur Mende. rung der Bestimmungen gegen Preistreiberei, Schleich handel und verbotene Ausfuhr. träge der bürgerlichen Koalitionsparteien und der Deutschen Belts. Reichsjuftizminister Dr. Radbruch wendet sich gegen die Anpartei. Die weitere Milberungen der Bestimmungen verlangen. Die Begründung, daß der reelle Raufmann gegen ungerechte Berfolgung geschützt werden müsse, sei nicht von der Hand zu weisen, aber bei der Rechtsprechung werde schon jetzt die Marktlage, die Geldentwertung und die Kosten der Wiederbeschaffung berücksichtigt. Reichswirtschaftsminister Schmidt: Die Regierung ist nicht geneigt, irgendwelche Erleichterungen zu gewähren, die geeignet find, dem Wucher die Wege zu ebnen. Das wäre gerade in der jezigen Zeit nicht zu verant worten. Zu bebauern ist, daß die Redner, die über eine ungerechte haben, fein Wort übrig hatten für die schwierige Lage der Ver Behandlung der Geschäftsleute durch die Wuhergerichte geflagt braucher, die gerade jegt unendlich viel mehr leiden als die Unternehmer. Wenn klagen brechtigt sind, dann sind sie es auf der Seite der Berbraucher.( Sehr richtig! links.) Wer den Marktpreis verlangt, forgt dafür, daß in wenigen Wochen die Preise um 100 Broz. in die Höhe gehen. Dazu fann die Regierung die Hand nicht bieten, und ich bin der Allerlegte, der derartigen Wünschen Rechnung tragen würde. Mögen die großen Gesellschaf= ten ihre Gewinne nicht ausschütten, dann haben wir das erforderliche Betriebskapital. Sie sollten ihre Aftionäre nicht mit Dividenden voüftopfen, sondern das Geld für fünftige ungünstige Ronjuntturen zurückhalten. Gerade diejenigen, die darüber klagen, daß fie zu scharf angefaßt werden, müßten noch schärfer angefaßt merden.( Lebh. Beifall links. Buruf rechts: Das ist der Minister! Gegenrufe des Ministers Schmidt: Jawohl, das ist der Minister!) Der Gefeßentwurf über die öffentliche Betanntmachung gegen ordnung über Sondergerichte gegen Schleichhandel und Preistreiberei Preistreibereien sowie der Gesezentwurf zur Beränderung der Berwerden in zweiler Lefung angenommen. Nächste Sung Sonnabend 2 Uhr( Reichsfriminalpolizeigesetz, Beamtendisziplinargefeß, 3wangsanleihe, Novelle zum Einkommen. und Erbschaftssteuergeset) Schluß 7% Uhr, lich schwindelt sie dabei fauftbid. Sie behauptet u. a., daß diejnehmen, befamen wir die Mitteilung, daß sie diefes ablehnen. frieden verteidigen" Gemeint ist der Frieden von Bersoilles. Und Streit beichlossen. bies magt das Rommunistenblatt seinen Lesern vorzufügen, drei An die noch in Arbeit stehenden Kollegen wird appelliert, Tage nach der Zusammenkunft des Bureaus des Internationalen acht zu geben, daß kein Kollege in die Gefahr fommt, unbewußt Bon einer Gruppe von Funktionären des Transportarbeiter: Gewerkschaftsbundes in Berlin, in der ein Aufruf an alle Gewerf Streitarbeit zu verzichten. Die Liste der bestreiften Firmen ist tögverbandes, die auf dem Boden der Amsterdamer Internationale shaften der Welt beschlossen wurde, die deutsche Arbeiterklasse in lich von 9-1 Uhr vormittags bei der Etreilleitung, Kottbuser Str. 19, ihrem Kampf zu unterstützen! Restaurant von Begner, einzujeben. fteht, wird uns geschrieben: Gewerkschaftsbewegung französischen und englischen Amsterdamer diesen gerechten Straf Als Antwort wurde von den Arbeitnehmern fast einstimmig der Transportarbeiter, seid auf der Hut! Wiederholt, zuletzt auf dem internationalen Gemertschafts Unter obiger Ueberschrift bringt die Rote Fahne" in ihrer Nr. 313 vom Donnerstag, den 13. Juli cr. einen Hinweis, der auf fongreß in Rom vor drei Monaten, hat die Amsterdamer Interdie Delegiertenwahl für den 11. Berbandstag der Transportarbeiter nationale ein mütig den Vertrag von Bersailles verurteilt. Bezug nimmt und wobei wieder einmal der flare Beweis erbracht Bor wenigen Lagen ist der Bertrag von Versailles auf dem Konwird, wie die„ Rote Fahne" die Einheitsfront der Arbeiter fördert. greß der englischen Arbeiterpartei als auf der„ tödlichsten, zerstörendDie Kandidatenaufstellung für die Delegierte: lifte zum Ber- ften Lüge der Weltgeschichte" beruhend, gebrandmarkt worden. Es bandstag ist in Mitgliederversammlungen ohne Ansehen der gibt feine größere Tagung der franzöfifchen Gemerffchaften, wo nicht politischen 3ugehörigkeit erfolgt und galt für die Aus- das gleiche geschehen ift. Auf allen internationalen Berufsfongreffen, wahl nur und allein die gemertschaftliche Befähigung. Die Mit insbesondere auf den Internationalen Kongreffen der Metall- und glieder ließen sid; bei de: Kandidatenaufstellung von dem Gedanken Transportarbeiter, ist der Versailler Bertrag verdommt worden. es handelt sich hier aus leiten, daß die unleidige Barteizerflüftung, die heute jeden denken- und wir betonen dies ausdrücklich den Arbeiter anwidert, unbedingt ausgeschaltet werfchließlich um Beranstaltungen und Organisationen des Internationalen Gewerkschaftsbundes. ten muß und nur dadurch, daß die Kandidatenliste nach rein ge= mertschaftlichen Gesichtspunkten zustande fam, war bei der Wahl Was aber taten die Anhänger der sogenannten Roten Gewert felbst die Einheitsfront der Transportarbeiter am besten gewahrt. fchafsinternationale? Bährend der Internationale Gewerkschafts2iber welche Bedeutung hat der Wille ber masse, wenn er der bund die Arbeiterklasse aufrief zum Boykott Bolens, das Sowjete Roten Fahne gegen ben Etrich geht? Wenn es sich darum rußland überfallen hatte, während die Gewerkschaften in allen Län: handelt, der Einheitsfront mit voller Hingabe zu dienen, dann war es bisher immer die Rote Fahne" und ihr Anhang, die von der Einheitsfront nichts wissen wollien. Wir erinnern bei dieser Gelegenheit nur an den perfiden Streifbruch beim Berliner Buchdruckerstreit. Ausschneiden! Aufheben! Mit der Eröffnung des Fernfprechamtes Dönhoff gelfen für uns die folgenden Telephonnummern: Redaktion und Verlag: Dönhoff 292, 293, 294, 295, 2506, 2507. Sozd. Parlamentsdienst: Dönhoff 4196, 4197, 4198. Diese Nummern gelfen vom 16. Juli ab. Trogdem die Unternehmer das Mittel der schwarzen Listen an wenden, werden die Streifenden nur dann die Arbeit geschlossen aufnehmen, wenn die Forderungen restlos bewilligt sind. Kollegen und Kolleginnen, übt Solidarität! Lohuvereinbarung im Friseurgewerbe. Bom Berband der Friseure wird uns geschrieben: Zwischen den Drganisationen der selbständigen Friseure GroßBerlins einerseits und den Arbeitnehmerverband des Friseur- und Haargewerbes, Zweigverein Berlin, andererseits wurde folgende Bereinbarung abgeschlossen: Die hier festgesetzten Bochenlöhne sind Mindestlöhne und be. fragen für a) Herrenfriseure 725 M.; b) Damenfriseure 750 M.; c) Friseurinnen mit dreijähriger Lehrzeit oder dreijähriger ununterbrochener Berufstätigkeit 725 m.( die Angehörigen dieser Gruppen unter 21 Jahren erhalten 50 m. weniger); d) Haararbeiter und Haararbeiterinnen 825 M.; e) dgl. qualifizierte 875 m.; f) Einrichter und Präparateure 925 m. Die Aushilfsstundenlöhne betragen für: Herrenfriseure 16 M., Damenfriseure 17,50 m. Uushilfslohn für Sonnabend und Sonntag von mittags 1 Uhr ab 200 m., für Sonnabend den ganzen Tag 140 M., Sonnabend von 1 Uhr ab 120 m., für einen Sonn- oder Feiertag 80 m., für die ganze Woche 825 t. Nach zwölfmonatiger Lätigkeit in bemfelben Betriebe find jedem Arbeitnehmer 5 Tage Urlaub unter Fortzahlung des Lohnes zu gewähren. Bei den Berhandlungen murde besonders Klage darüber ge führt, daß die aus dem Beruf Ausgeschiedenen diesen nebenbei weiter ausüben und dadurch den im Beruf Lätigen außerordentlich schädigen; das trifft sowohl auf die Selbständigen wie auf die Gehilfenschaft zu. An alle Gewerkschaftsgenossen ergeht daher die Bitte, diese Schmuhtonfurrenz nicht zu unterstützen, sondern diese eventuell mit Hilfe des Betriebsrats ganz zu untersagen. Es ist um so notwendiger, meil eine große Zahl arbeitslofer Gehilfen vorhanden ist. Durch die enorm gestiegenen Breise aller Rohmaterialien ist eine Erhöhung der Bedienungspreise notwendig geworden. Die Rote Fahne" hebt nun in dem von uns zitierten Artifel hervor, daß nur die von ihr veröffentlichten Kandidaten Männer feien, die als echi flaffenbewußt angesehen werden können. Mem fällt bei solcher Unpreisung nicht das Sprichwort von dem stinkenFen Eigenlob ein? Und in der Tat, wenn man die von der„ Roten Fahne aufgeführten Namen eingehend einer Betrachtung unter zieht, so findet man darunter auch folche Rlaffenfämpfer", die einen ansehnlichen Humpen Dred am Steden schleppen. Wir erinnern hierbei nur an das rätfelhafte Berschwinden der 360 000 m. Gammelgelter für die Inhaftierten, die seinerzeit abhanden famen und das größte Aufsehen erregten. Wir glauben aus der Erinne dern dieser Barole folgten, waren es die fommunistischen rung behaupten zu fönnen, daß auch Herr H. alter einer der Metallarbeiter Torbfrontreichs, die leber jenigen mor, der damols. Der Revisionstommiffion angehörte und stunden machten, um für Polen Waffen und Munition zu hei ber ominöfen Geschichte auch eine gewiffe Rolle spielte. Auch liefern, während die Transport und Hajenarbeiter fich aussperren die Herren Erdmann und Braun haben fein flares Schild, ließen, um diese ,, fommunistische" Munition nicht nach Bolen transauch gegen sie haben sich Unflagen geltend gemacht, deren Aus- portieren zu laffen. Genau so war es bei dem Boykott über Ungarn. gang diese Herren in recht sonderbarem Lichte erscheinen ließen. Das Rommunistenblatt hält offenbar feine Leser für komplette Und wenn die Lupe noch etwas schärfer angefegt werden würde, dioten, wenn es ihnen das Märchen von den fett Kriegsende" so dürfte von manchem dieser Klassentämpfer wenig Rühmliches ftreifenden englischen Bergarbeitern und den Ueberschichten fahren übrig bleiben. den deutschen Bergarbeitern vorlegt. Es meiß natürlich sehr gut, Da nun die Rote Fahne" in jenem Artikel ihre Anhänger daß die englischen Bergarbeiter nicht streifen und die deutschen offen auffordert, nur die von ihr öffentlich befanntgegebenen Bergarbeiter fchon seit mehreren Monaten teine Ueberschichten Randidaten bei der Wahl am Sonntag, den 16. Juli, auf der fahren. Es weiß natürlich ebensogut, daß während des vorjährigen Siste stehen zu lassen und alles andere restlos zu streichen, so ergibt englischen Bergarbeiterftreits noch feine Tonne deutscher Rohle nach Gestern vormittag haben auf der Danziger erst auf Ersuchen sich damit die Selbstverständlichkeit für alle anderen, die nicht auf England geliefert wurde, dont der guten Organisation der Berg- der Gewerkschaften die Zimmerer, Tischler und Kupferschmiede die die kommunistische Barole geschworen haben, nun auch ihrerarbeiter, die trotz der Kommunisten, die an die Stelle der Gelben Arbeit niedergelegt. Nachmittags werden auch die Maschinisten und feits ebenso zu verfahren und die bekanntgewordenen getreten sind, und der Christlichen, soeben einen großen Sieg er- Heizer ihre Arbeitsstätten verlaffen. Die Gesamtzahl der in den folgenden Ausstand getretenen Arbeiter beträgt rund 600 Da infolge des tommunistischen Kandidaten restlos zu streichen: Aber wozu noch weitere Beweise häufen? Die Sommunisten Ausscheidens dieser Arbeiterfategorien eine Fortführung des Werft. alter, Schirmer, Röbis, Schüße, Maron, Erd- find nie etwas anderes gewesen als die 3 erstörer der Gebetriebes unmöglich geworden ist, hat die Werftieitung den Betrieb mann, Seidel, eis, Echult, 3wanzig, Braun und wertschaften. Es muß mit ihnen endlich Schluß geder Danziger Berit heute mittag 1 Uhr vollständig geschlossen und macht werden. alle übrigen Arbeiter, etwa 300, entlassen. 23 oblat. So unangenehm uns ein solcher Rampf auch ist, aber hier heißt es nur einmal: mer ohne Grund provoziert und seinen Nach bar überfällt, darf sich nicht beschweren, wenn er der gerechten Strafe entgegengeht. die Namen von 64 Kandidaten enthält, mindestens 32 Namen ge: Zu mählen find 32 Delegierte, so daß also, da jeter Stimmzettel strichen werden müssen. Stimmzettel, auf denen meniger als 32 Namen gestrichen find, sind ungültig. rungen haben. für die Wahl Wissenswerte zu finden ist. Die Bertrauensleute der Wir weisen besonders auf das heutige Inferat hin, wo alles Amsterdamer Richtung des DMV. werden darauf aufmerksam ge macht, daß das neue Flugblatt als Antwort auf das Flugblatt der Ece Linienstraße, in Empfang zu nehmen ist. RBD. Dom Sonnabend vormittag ab im Zentralbureau, Aderstr. 1, Achtung Buchbinder! haben, nachdem der Tarifvertrag für Monat Juni und Juli ab Lohnnachzahlung im Einzelhandel. Die Handelsbiifsarbeiter geschlossen, infolge der enormen Steigerung der Lebensmittelpreise eine augertarifliche Lohnnadforderung von 20 Proz. für den Juli gestellt. Die Einzelhandelsgemeinschaft hat daraufhin den ben Juli gestellt. Die Einzelhandelsgemeinschaft hat daraufhin den Transportarbeiter Verband zu Sonnabend mittag erneut zu Berhandlungen eingeladen. Stillegung der Danziger Werft. Zum belgischen Gewerkschaftskongress. Brüssel ihren Jahresfongreß ab. Sie hatten den ADGB. eingeladen, Die belgischen Gewerkschaften halten vom 15. bis 17. Juli in eine Vertretung zu entfenden; die Einladung wurde angenommen und der Genojie Gaffenbach als Vertreter bestimmt. Da die belgische Regierung die Erteilung des Baßvisums verweigert. auch durch unternonimene Schritte der belgischen Genossen beim gu Sämtliche Streifenden Mitglieder, welche das Streifgeld zu erständigen Minister zu feiner anderen haltung zu bewegen war, halten haben, werden aufgefordert, am Sonnabend, den 15. Jnli, müssen die deutschen Gewerkschaften auf dem belgischen Kongres von 8 bis 12 1hr vormittags, im Gaal 3 des Gewerkschaftshauses, unvertreten bleiben. Selbstverständlich wird ein solcher ZwischenEngelufer 20, ihr Streifgeld abholen zu wollen. fall nicht verhindern, die belgische und deutsche Arbeiterklasse eit ander näher zu bringen. Wir werden über den Kongreß berichten. Anmerfung der Redaktion. Wir können eins nicht begreifen: daß es immer noch Gewerkschaften gibt gleichgültig in welchem Barteilager fie auch stehen mögen die auf den Kommunisten schwindel von der„ Einheitsfront" hereinfallen. Bann haben die Gewerkschaften und die sozialistischen Parteien mit den Kommunisten eine gemeinsame Aftion unternommen, ohne von diesen in treu- Hente, Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, in den Berliner BereinsTofefter Art verraten worden zu fein? Es gibt fein Berbrechen an und Konzertjälen,( früher Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59) Der Arbeiterbewegung, selbst das des Streifbruchs, das von den Branchenversammlung aller in Buchdruckereien beschäftigten Kollegen Kommunisten nicht begangen worden ist, um ihre Diftatur der Unfähigkeit und des Terrors aufzurichien. Menn man das jetzt überall einzusehen beginnt, dann ist es wirklich die höchste Zeit. Zur Wahl im Metallarbeiterverband. Die Berliner Brawda" sucht sich herauszuschwindeln und reitet fich dabei noch tiefer hinein, sich selbst und ihre ganze Wahlmache. Wenn es auch unter den Arbeitern gutgläubige, verirauensselige Ge müter gegeben hat, die die D. als eine zwar erirem fints stehende, aber immerhin euch jozialistische Bartei angesehen haben, der in erster Linie das Bohl der Arbeiterflasse und die Berwirklichung des Sozialismus am Herzen liegt, so dürften sie nun endgültig geheilt fein. Es verlohnt fich eigentlich nicht weiter, auf das Geschimpfe einzugehen, aber da wir nun einmal den Aufklärungsprozeß begonnen haben, müssen wir ihn zu Ende führen. und Kolleginnen. Tagsordnung: Bericht von den Lohnverhandlungen mit den Berliner Buchdruckereibefizern. Tas unbedingte Er scheinen aller in Betracht kommenden Kolleginnen und Kollegen ist erforderlich. Streif der Graveure und Ziseleure. Bom Deutschen Metallarbeiterverband wird uns geschrieben: Die Berliner Grabeure und Ziseleure, die unter den Be ftimmungen des Reichsiarifes arbeiten, stehen seit dem 5. Juli im Streif, weil von den Unternehmern anläßlich der Reichstarif. verhandlung am 12. Junt nur 3 M. Zulage, angeboten, aber von den Bertretern des Metallarbeiterverbandes abgelehnt wurden. Der Evigenlohn würde demnach 23 M. betragen. Obwohl die Unternehmer ihre Bundesmitglieder angewiesen haben, tros unserer Ablehnung die Zulage von 8 M. freiwillig zu zahlen, lehnte die geDie Berliner Branda". die ohne die ruffifchen Schmiergelber famte Kollegenschaft das Angebot ab, mit dem Hinweis, daß sofort längst zum Teufel gegangen wäre, ist so unvorsichtig, die inter- in örtliche Berhandlungen eingetreten werden müßte. Auf eine nationale Attion in die Debatte zu ziehen, um sich aus der Zwick Aufforderung der Ortsverwaltung Berlin des DMV. an die Untermühle herauszuwinden, in der wir sie eingeschlossen haben. Natür- nehmer, örtliche Regelungen der Reichstariflöhne für Berlin vorzu- l G " n der Ecke A ROMEO- SCHUH- AKT- GES ROMEO ROTEO- SCHUN Zentralverband der Maschiniften und seizer. Bezirksversammlungen. Lich tenberg: Seute 7 Uhr bei Mörliger, Sichtenberg, Gürtelfir. 38; Schöneberg: Seute 7 Uhr bei Sopante, Schöneberg, Eisenacher Str. 63. Berantm. für den rebatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelbe; fir An. zeigen: Th. 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