er t, n t. D= 3 S= r = net t. Nr. 109. V Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Entweder Oder. Wir haben in Wirklichkeit das System Bismarck ohne Bismarck; und so lange der Staat Klassenstaat ist, wird es nicht anders sein." Mit diesen Worten schlossen wir unseren gestrigen Leitartikel. In der Natur der Dinge liegt es, daß der Staat Klassenstaat sein muß, so lange in ihm die Interessen des Kapitalismus entscheidend sind. Und in welchem Maße sie dies heute sind, das beweisen mit einer jeden Zweifel ausschließenden Deutlichkeit die Gesetzentwürfe der Reichsregierung und die Verhandlungen und Beschlüsse des Reichstags in der gegenwärtigen Legislaturperiode. Mittwoch, den 13. Mai 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Außer dem Kapitalismus giebt es in der modernen ein Offizier, mit dem eine Zivilperson sich nicht duelliren Welt nur noch einen einzigen Stützpunkt für den Staat, will, das Recht habe, diese Zivilperson ohne Umstände wie und das ist der Sozialismus. Was zwischen beiden einen tollen Hund niederzuhauen und abzuschlachten. Den in der Mitte liegt, kommt nicht in Frage, zählt nicht, ist Anlaß zu dieser famosen Betrachtung gab das verbrecherische Handeln zweier Offiziere in Mainz, die einen ein Faktor, mit dem man Studenten zu zweit auf offener Straße überfielen und eine quantité negligeable nicht rechnen kann. Das Bischen philantropisches mit ihren Säbeln zerfetzten. Nun wenn das von der Philisterthum, Kathedersozialismus,„ Hinzpeterei" reicht nicht„ Kreuz- Zeitung" gepredigte Faust recht wirklich Regel aus, um den kleinsten der rheinisch- westfälischen Kohlen- und Gesez würde, dann müßte jeder nicht uniformirte barone unter das Joch einer nicht kapitalistischen Sozial- Mensch sich überall, wo es Offiziere giebt, einen Revolver anschaffen, um auf alle Fälle vorbereitet zu sein. reform zu beugen. An solchen ungeheuerlichen Auslassungen sieht man aber, wie herrlich weit" wir es in Deutschland gebracht haben. Vor der sozialen Frage hört die Gemüthlichkeit auf. Sie kennt nur die brutale Logik der Thatsachen. Stüßt der Staat fich nicht auf die Arbeiterklasse, so Die kriminelle Bestrafung des Kontraktbruchs Wie wir gestern gezeigt, unterscheidet sich dieselbe in verfällt er mit zwingender Nothwendigkeit der Unterkeinem wesentlichen Punkt von den früheren Legislatur- nehmerklasse. Einen dritten Stützpunkt giebt es nicht. hat diesmal in dem Reichstag noch keine Majorität perioden, und dient der neue, am 20. Februar vorigen Der französische Bourgeois- Radikale Clemenceau rief gefunden. Aus dem sogenannten„ Arbeiterschutz- Gesez ist sie Jahres gewählte Reichstag den Interessen des Kapitalis- vorige Woche, als die Maitrawalle besprochen wurden, in entfernt worden, allein, nach dem sie durch die Thüre der Gewerbe- Ordnung hinausgeworfen worden ist, soll mus mit derselben Inbrunst wie sein Vorgänger, der Bis- der französischen Kammer aus: Das Proletariat nimmt heute dieselbe Stellung ein, fie durch eine andere Thüre, und zwar die des gemeinen mard'sche Kartellreichstag, und die übrigen Reichstage Straf Gesetzbuchs wieder eingeschmuggelt werden. wie vor 100 Jahren die Bourgeoisie. Die Arbeiter Das Zentrum, welches bekanntlich die Wiedereinbringung der millionärezüchtenden Aera Bismarck. grollt Fürst Bis- lasse hat dasselbe Recht, wie damals der des§ 153 der Regierungsfassung bei der dritten Wozu war es also nöthig, verhinderte, marck, mich zu beseitigen, wenn doch in meinem Geist dritte Stand. Der Staat, welcher sich Lesung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle dies mit Der ausdrücklichen Motivirung, fortregiert wird? Haben wir einmal das System Bis- und die Gesellschaft vor katastrophen be that marck", dann ist's doch logischer, es mit Bismarck, als wahren will, hat die Pflicht, dieser That- daß die Materie nicht in die Gewerbe- Ordnung, sondern in sache Rechnung zu tragen." das Strafgesetzbuch gehöre. Und, wie zu erwarten war und ohne Bismarck zu haben." Das war ein wahres Wort. Und wenn der Staat wie jetzt von der Kreuz- Zeitung" positiv mitgetheilt wird, Und von seinem Standpunkte aus hat der Mann Recht, und da er nicht zu den geduldigen Leuten gehört, aufhören soll kapitalistisch zu sein und sich mit dem hat die preußische Regierung sich den Wink nicht entgehen die sich widerstandslos auf den Kehrichthausen werfen oder Kapitalismus und dessen Thaten und Schicksalen Eins zu lassen und beschäftigt sich angelegentlichst mit der Sache. gar lebendig begraben lassen, so setzt er Himmel und Hölle machen, so muß er sozialistisch werden. Entweder Wenn der Reichstag im November zusammentritt, wird er also voraussichtlich eine Novelle zum Strafgesetzbuch mit einem gepfefferten Kontraktbruchs- Bestrafungs- Parain Bewegung, um wieder in seine alte Stellung zu- Oder. fommen. graphen vorfinden. " Und die Großkapitalisten, welche in ihm ihren Mann Berlin, 12. Mai. erkannt haben- wie weiland die französischen Bourgeois Politische Weberlicht. im Bürgerkönig", haben ihn nach seinem Sturz zu ihrem Führer gemacht in dem Kampf gegen die idealistischEs schweben Verhandlungen über die Erneuerung utopistischen Versuche des Klassenstaats, ihrem Einflusse Sie bezahlen der Tripel- Allianz zwischen den Regierungen des und ihrer Herrschaft zu entwischen. ihn, wie die französischen Reaktionäre Jahre lang Deutschen Reichs, Desterreich- Ungarns und Italiens. Hierihren Boulanger bezahlt haben; sie haben ihm einen über wird gemeldet, daß in den Allianzvertrag Bestimmungen über die gemeinsame Bekämpfung der Sozialdemokratie einprivaten Reptilienfonds nebst Presbureau geschaffen und gefügt werden sollen. Daß den Herren Caprivi, Taaffe, ist das auch kostspielig, so verlohnt es sich doch. Denn Szapary und Rubini solche Absichten nicht zugemuthet wissen die Herren auch sehr wohl, daß die Bäume der werden dürfen, können wir nicht behaupten, aber, da nachbismard'schen Sozialreform ebenso wenig in den Aehnliches schon oft gemeldet wurde, ohne Bestätigung Himmel wachsen, wie die der Bismarck'schen, so wollen gefunden zu haben, ist die Bestätigung der Meldung abfie doch ihrer Sache ganz sicher sein, und sie denken mit zuwarten. Wir, die wir das Sozialistengeset sehr gut überBismarck: lieber das System Bismard mit Bismarck, lebt haben, lassen uns übrigens ebensowenig wie unsere österreichisch- ungarischen und italienischen Genossen der Pläne als ohne Bismarck. der Regierung wegen graue Haare wachsen. Diese Logit ist unanfechtbar. Nichts steht ihr im Weg als rein persönliche Gründe. Und so lange der Staat Klassenstaat ist, muß er dem Kapitalismus dienen, dem System Bismarck huldigen. Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 58 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Wolf's sonst so treuherzigen Mienen hatten einen düstern Ausdruck. Die Kreuz- Zeitung", welche fich neulich über die a merikanische Lynch just iz skandalisirte, hat gestern in einem Leitartikel den Nachweis zu liefern versucht, daß Auch in der Justizkommission des Abgeordnetenhauses, wo die Bourgeoisie ganz unter sich ist, kam es zu lebhaften Debatten über den Kontraktbruch der ländlichen Arbeiter. Die Norddeutsche Allgemeine Ztg." meldet hierüber: In der Kommission wurde seitens des Referenten anerkannt, daß die zur Zeit bestehenden Vorschriften in Betreff des Kontraktbruches sowohl auf Seite der landwirthschaftlichen Arbeitgeber, als auch auf Seite des Gesindes und der freien landwirthschaftlichen Arbeiter sich vielfach in ihrer Anwendung als unzureichend gezeigt haben und feinen genügenden Rechtsschutz gegen den Kontrattbruch gewähren, und daß deshalb sowohl für die ländlichen Arbeitgeber, als auch für den ländlichen Arbeiter behufs Beseitigung der hieraus erwachsenden Mißstände eine gesetzliche Regelung dieser Materie auf dem Boden der Gleichberechtigung für beide Theile als ein dringendes praktisches Bedürfniß erscheine. Da jedoch nach den Erklärungen der Regierungskommissarien bereits von den Ministern des Innern, der Justiz und Landwirthschaft umfassende amtliche Erhebungen sowohl über den Umfang, der diese Uebelstände erreicht, als auch uber die geeignet erscheinenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Kontraktbruches stattgefunden haben, deren Berichte zur Zeit dem Staatsministerium vorliegen und Gegenstand der Erwägungen So ist's recht! Ihr werft dem Ausgetriebenen ein um ihn seinem Nachfolger in Zwischenwasser auszuhändigen. Almosen nach. Ein Guldenzettel auf mein zerstörtes Glück Einen derben Stock in der Rechten, denselben Wanderkittel macht alles wieder gut." " Nimm's nicht so herb", bat der Müller. Es ist gerecht, daß Dir die Gemeind' in etwas Deinen Verlust ersetzt. Gott weiß, wie lieb es mir wäre, wenn Du nicht fortzugehen brauchtest, und so denkt auch wohl noch mancher Andere, wenn er es auch nicht offen bekennt." über seinen Kleidern und auf dem Rücken dasselbe Felleisen, mit dem er vor sechs oder sieben Jahren seinen Einzug in St. Vigil gehalten hatte, so zog er jetzt wieder von dannen. Sein Herz aber war nicht das leichtgemuthete von damals. Niemand gab ihm das Geleit und keine menschliche Seele begegnete ihm. Es war bitter kalt, und die Hecken und Bäume waren von Reif wie mit blinkendem Silber übersponnen. Als Wolf jenseits des Spitzhörndlbaches auf die Feldhöhe hinauffam, blieb er stehen und schaute hinüber nach dem Klosterhofe. Wann würde er wiederkommen? Und würde er Lisei noch wiederfinden, wie er sie verlassen " Ja, von Dir weiß ich's und Dir gilt nicht, was ich fage", versetzte der Schmied. Aber das Geld steck' wieder Oder schien es dem Müller nur ein; ich nehm's nicht. Ich lass mir das Unrecht, was so bei der in der Zugluft hin und herwehenden Flamme? mir geschehen ist, nicht abkaufen von Euch. Und das ist Aber der Ausdruck blieb derfelbe, als Beide einander gegen Blutgeld." über saßen und der Span in den Lichtstock geklemmt war. Des Müllers Gegenvorstellungen vermochten nichts hatte? Wer vermochte ihm darauf Antwort zu geben? Stumm hatte Wolf dem Gafte einen Stuhl an den Tisch über ihn. Meint Ihr denn," rief er, weil mir Unrecht Nicht von der nächsten Minute vermag der Mensch, den gestellt; auch fragte er nicht nach seinem Begehren. geschehen ist und weil ich ein Bayer bin, darum soll ich Schleier wegzuziehen. Nur ein Unterpfand ist ihm für die Bielleicht kann ich Dir worin zu Dienst sein?" begann frohlocken über die Gewalt und Grausamkeit, mit denen Bukunft gegeben: die Treue gegen sich selbst. Wolf drückte Arigaya, sich in der Stube umschauend. Seine Blicke meine Landsleute gegen Euch verfahren sind? Vertheilt die Hand auf das Herz und weitergehend sprach er vor blieben auf einer mit Stricken umschnürten Riste, die das Geld unter den armen Menschen, die für Alle haben sich hin: mitten in der Stube stand, haften. Wolf schüttelte den Kopf. Er war bereits mit Bescol übereingekommen, daß dieser die Kiste, welche seine Hab feligkeiten enthielt, ihm nachschickte, wenn er darumi schreiben würde. " büßen müssen, und die vielleicht nicht mal die Schuldigsten gewesen sind. Ich will den Haß, den Ihr auf mich und meine Landsleute habt, nicht noch mehr schüren, indem ich das Sündengeld von Euch annehme." Arigaya mußte die Scheine wieder verwahren. Er Baub und Gras, das mag verwelfen, Aber treue Liebe nicht. Kommst mir zwar aus meinen Augen, Doch aus meinem Herzen nicht." In dem Wirthshaus von Salen, bei dem sich die BergArigaya zog eine große, lederne Brieftasche hervor und würde der Gemeinde mittheilen, wie brav Wolf gesinnt straße rechts von der Gader abwendet, hielt Wolf eine kurze begann aus derselben Geld auf den Tisch zu zählen. Der wäre, versicherte er. Und wenn Du hier einen Freund Raft. Es war die herkömmliche Haltstelle für den Verkehr Schmied sah ihm eine Sekunde lang erstaunt zu und fragte nöthig haft, dann weißt Du, wo Du ihn findest!" Er zwischen Bruneck und dem Gebirge. Vor dem Hause standen einige Schlitten, die Rundholz und Bretter in das dann, was das bedeuten sollte? Es waren die hundert reichte Wolf die Hand, und dieser schüttelte sie kräftig. Gulden Schmerzensgeld, zu denen der Kommissar die Ge- Die Sonne war am nächsten Morgen noch nicht über Busterthal hinunter führten. Die Knechte saßen in der meinde von St. Vigil verurtheilt hatte. Ueber Wolfs Ge- den Col de Rü heraufgekommen, als Wolf Lechner die Schenkstube beim Glase; auch einige Männer aus Salen ficht flammte ein rother Schein und mit Bitterkeit sagte er: Schmiede hinter sich verschloß. Den Schlüssel nahm er mit, waren dort. Sie redeten lebhaft unter einander, und Wolfs bilden, jedoch noch nicht zum entgiltigen Abschluß gelangt die Lage in den Streitgebieten gebotenen Maßnahmen zu großen Polizeigefolges, einem Attentate faft zum Opfer ge find, so begnügte sich die Kommission, dem Plenum zu em- berathen. Die Versammlung beschloß einstimmig, an die fallen. Eine Depesche aus Tokio meldet hierüber: pfehlen, die gedachten Petitionen der Staatsregierung als Regierung und die Kammern eine Petition zu richten, in In der Nähe von Kyoto wurde der Großfürst- Throw weiteres Material zur Erwägung zu überweisen. von einem Japaner durch einen welcher dieselben aufgefordert werden, über die Frage der folger von Rußland von Schwertstreich verwundet. Die Berlegung ist nicht lebens gefährlich. = Wenn auch die deutschen Arbeiter keine Veranlassung Revision des Wahlrechts schlüssig zu werden oder minhaben, sich des neuen Arbeiterschutz Gesetzes zu freuen, destens kategorische Erklärungen abzugeben, durch welche das Dieser wahrscheinlich mit der Politik in gar keinem so scheint man in anderen Kreisen damit recht zufrieden zu Bertrauen wieder hergestellt und der öffentliche Friede ge- Busammenhang stehende Vorfall wird den Verfolgungswahn sein, denn wie der Reichsanzeiger" meldet, ist dem sichert werden könnte. Die Versammlung beschloß ferner, in der russischen Kaiserfamilie noch steigern. Handelsminister Freiherrn von Berlepsch wohl brei Delegirte an den König zu entsenden, um an denselben in der russischen Raiserfamilie noch steigern. aus Anlaß der parlamentarischen Erledigung dieses Ge- die Bitte zu richten, im Sinne der Herbeiführung einer bal- Jm Monat April sind in den Häfen der Vereinigten setzes der rothe Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub ver- digen Entscheidung auf die Regierung einzuwirken. Staaten über 60 000 Ginwanderer gelandet, mehr, liehen worden. als in irgend einem Monat vorher. Am stärksten ist verDie in London wüthende Influenza scheint einen hältnißmäßig die Einwanderung von Italienern, durch Gin relativ vernünftiges Urtheil über Stillstand des parlamentarischen Lebenswelche wohl auch der Streik der Coke- Arbeiter in Pennsyldas sog. Arbeiterschutz- Gesetz fällt die„ Kreuz- Zeitung", zur Folge zu haben. Eine ganze Anzahl parlamentarischer vanien verloren gehen wird. Die Unternehmer dort lassen indem sie schreibt: Führer, Minister und Abgeordnete, sind von der Krankheit Jene, des augenblicklichen Vortheils halber, massenhaft anergriffen worden. werben. Die Gier der Unternehmer nach billigen Händen" Aus Montemilone bei Bari in Italien werden macht die ganzen Bestimmungen des neuen EinwanderungsBauernunruhen gemeldet. Die Bauern zwangen den gesetzes, die zum Schuße der einheimischen" Arbeiter dienen Bürgermeister, fie in den Staatsforst zu begleiten, wo sie sollen, illusorisch. alles zu zerstören begannen, bis die Gendarmerie sie auseinandertrieb. Die Gewerbe- Ordnungs- Novelle ist endlich in dritter Lesung angenommen worden. Hier liegt eine Arbeit vor, die ein rundes Jahr und sehr viel Schweiß gekostet hat. Daß die Leistung den Erwartungen nicht entspricht, ist gleichwohl gewiß. Aber wie die Kraftvertheilung in unserem öffentlichen Leben nun einmal ist, hat es sich unmöglich erwiesen, mehr zu erreichen, wenn überhaupt etwa 3 zu Stande kommen sollte. Wir müssen uns also zufrieden geben und zusehen, wie wir auf dem gewonnenen Grunde weiter bauen. Immerhin ist in diesem Gesetz der Grundsaz des Arbeiterschutzes anerkannt und bis zu einem Grade durchgeführt worden. Darin liegt denn doch ein gewaltiger Fortschritt gegen die Zeit, da nur die Arbeiterversicherung etwas galt." Den gewaltigen Fortschritt" sehen wir freilich nicht, und er stimmt auch nicht zu den übrigen Bemerkungen der „ Kreuz- Zeitung". Ueber die Ursachen dieser Unruhen wird nichts mit getheilt, sie sind aber jedenfalls ein Symptom für die Unmasse des in Italien aufgehäuften Zündstoffes. 0 Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Die Finanzverlegenheiten Portugals wachsen. Morgen 87. Sitzung vom 12. Mai. soll der Papiergeld Zwangskurs dekretirt werden. Die Tagesordnung: Städteordnung für Wiesbaden; Bank von Portugal wird Papiergeld im Betrage von Verlegung des Landes- Buß- und Bettag 3. Peti anderthalb Millionen ausgeben. tionen. Am Ministertische: Minister Innern Herrfurth, Kultusminister Graf v. 3 eblig Trusschler, Kommiffare. Präsident v. Köller eröffnet die Sigung um 124 Uhr. britter Berathung ohne Debatte angenommen. Die Städteordnung für Wiesbaden wird in Der Gefeßentwurf betreffend die Verlegung des Lan Der König von Schweden, der gleichzeitig König von Bei der Reichstags- Erfahwahl im Wahlkreise Kaffel- Norwegen ist, wird im letzteren Lande durch die Verfassung Melsungen wird an Kandidaten kein Mangel fein. Das weit mehr beschränkt als im ersteren. Da er in Norwegen Kartell zwischen Konservativen und Nationalliberalen hat zu einer Erweiterung seiner Rechte wegen des Freiheitsauch in diesem Wahlkreise den 20. Februar nicht über- finnes des Volfes nicht kommen kann, hat er im schwedischen des Buß- und Bettages( auf den Freitag nach dent dauert. Die Konservativen, denen der Wahlkreis bei den Reichstage eine Revision der sogenannten Unions- Afte, letzten Sonntag nach Trinitatis) steht zur ersten und zweiten Beletzten Wahlen zufiel, werden wieder einen Parteikandidaten welche die gemeinsamen Angelegenheiten beider Länder rathung. Es verlautet, daß Herr v. Goßler Oberpräsident von Westpreußen werden soll. Die Antisemiten haben sich mit besonderem Eifer auf Sachsen geworfen, wo die Kartellparteien ihnen Handか aufstellen, während die Nationalliberalen mit den Frei- regeln, beantragen lassen, um auf diesem Umwege die Macht In der Generaldebatte nimmt das Wort Abg. Goldschmidt finnigen gemeinsame Sache machen wollen, wobei die der Krone auch in Norwegen zu Ungunsten des Volkes ver-( dfr.): Ich erkenne den Wunsch der Landwirthschaft an, den " Freisinnigen" den Nationalliberalen die Wahl des Kan- größern zu können. Der Antrag wurde aber wegen der Feiertag aus der für sie arbeitsvollsten Zeit zu verlegen. didaten zu überlassen gedenken, als Durchfallskandidat dieser vollständigen Aussichtslosigkeit, die Zustimmung des nor- Aber für die Industrie giebt es keinen ungünſtigeren Parteien ist ein Dr. med. Endemann in Aussicht genommen. wegischen Parlaments zu finden, von der zweiten Kammer tätten müssen am Donnerstag ausgelöscht und am Sonn Feiertag als einen Freitag. Die Feuer der Bert Durchfallskandidat der Antisemiten, mit denen die Konservativen des schwedischen Reichstags abgelehnt. Bei der Debatte soll abend wieder, auch nur auf einen Tag, angefacht werden, zudem gern einen Kompromiß abgeschlossen hätten, ist Dr. Paul der schwedische Ministerpräsident Akerhjelm gesagt haben: ist die Zeit zwischen Oftober und Januar für die Industrie die Förster. Unsere Parteigenossen haben wieder den Genossen Haben wir erst 90 Tage militärische Uebungszeit, dann arbeitsvollste Jahreszeit. Außerdem würde der Jugend ein Tag Pfannkuch aufgestellt, dessen Aussichten, falls mit allem tönnen wir mit den Norwegern schwedisch sprechen." Hier- für einen Spaziergang und den Hinterbliebenen Verstorbener die Eifer gearbeitet wird, recht gute sind. über regten sich natürlich alle norwegische Parteien derart Gelegenheit, die Gräber ihrer Todten zu schmücken, genommen auf, daß ein Konflikt zwischen Norwegen und Schweden werden. Ich beantrage daher die Verweisung der Vorlage an unausbleiblich schien, zu demselben wird es aber nicht eine Rommission von 14 Mitgliedern. kommen, da auf dem Drahtwege die Demission Akerhjelm's glaube sein Haupt mehr denn je erhebt, wo der Ansturm auf das Abg. Schultz Lupizz( frk.): In einer Zeit, wo oer Un gemeldet wird. Christenthum so groß ist, wie feit Jahrhunderten nicht, müssen Wie aus Warschau den polnischen Blättern berichtet sich die Gläubigen im ganzen Lande zusammenschließen und einen langerdienste leisten. Bemerkenswerth ist, daß sie öffentlich wird, ist es dort wieder zwischen dem Militär und den in gemeinsamen Feiertag begehen. Am liebsten wäre mir daher in allen ihren Versammlungen zum schen Geschäfte auffordern, ohne daß bis jetzt eine An- Gruppen auf dem Friedhofe erschienenen polnischen aber zur Zeit nicht möglich ist, so heiße ich auch die ein gemeinsamer Bußtag über ganz Deutschland; da dies flage erfolgt wäre. Der Boykott scheint in Sachsen bloß Stubenten zu einem Zusammen ftoße gekommen. gegenwärtige Vorlage willkommen. Die Interessen der Landdann strafbar zu sein, wenn er von Sozialdemokraten aus Die Studenten wurden u mzingelt und 150 derselben wirthschaft an der Verlegung des Bußtages sind ganz hervor. geht und sich gegen Feinde der Sozialdemokratie richtet. in Polizeigewahrsam gebracht, aber nach Feststellung ihrer ragende; auch die Industrie tann nicht bestehen ohne Brot und Uebrigens können die Antisemiten sich auch in Sachsen nur Identität und nachdem man sie einer Leibesrevision unter ohne möglichst billiges Brot. Wer nicht fäet- und zwar, wer unter den Rockschößen der reaktionären Bourgeoisparteien 30gen hatte, wieder in Freiheit gesetzt. Von den am 3. Mai nicht zur rechten Zeit fäet, foll auch nicht ernten! Anerkennen in Versammlungen wagen und auch dann meistens nur unter verhafteten Studenten sind bisher nur acht freigelassen wor- muß ich, daß die Zeit im November für die Industrie eine unAusschluß der Deffentlichkeit. Kurz, sie spielen auch dort den. Die Universitätsbehörden erhielten den Auftrag, die günstige zu einem Feiertage ist, außerdem würde es möglich sein, daß in katholischen Gegenden, wo man den bisherigen Bußtag Studenten fortan strenger zu beaufsichtigen und weiteren auch feiern wird, dadurch zwei Feiertage entstehen. Das wäre eine jämmerliche Rolle. Ausschreitungen vorzubeugen. ein bedenklicher Zustand und würd eine einheitliche Feier wieder vereiteln. Ich stimme daher der Verweisung an eine Kommission zu.( Beifall.) Die schweizerische radikale Parteileitung ordnete die Abhaltung eines schweizerischen Volfstages zu Gunsten der Amnestie an. Es handelt sich hierbei um die Theilnehmer am Putsch im Kanton Tessin. Die Verhaftung des englischen sozialistischen Abgeord. neten Cunningham Graham erregt in Paris großes Aufsehen. Vor seiner Beförderung nach Calais wurde er vor neuer sozialistischer Agitation in Frankreich gewarnt, widrigen falls würde er verhaftet werden. Das französische Volt, das seinen Constans duldet, hat nicht das Recht, sich über dessen Heldenthaten zu verwundern. Die Brüsseler liberale Vereinigung war gestern Abend zu einer Generalversammlung einberufen, um über die durch Es handelt sich wohl hier um eine national- polnische Demonstration ani Grabe der in den polnischen Befreiungstämpfen gefallenen Männer. Abg. Engels( freit.): In dem von mir vertretenen hanno verschen Kreise Bellerfeld besteht, wie im ganzen Oberharz, fein Ueber die Judenverfolgungen in Rußland liegt besonderer Bußtag. Will man einen solchen jetzt einführen, so folgende Meldung der Köln. 3tg." aus Petersburg vor: möchte ich bitten, dazu nicht einen Wochentag zu wählen, denn Der Generalgouverneur Kuropatkin weist ebenfalls alle Juden dadurch würde der ohnehin schon färgliche Lohn der Bergleute noch aus Transkaspien aus. Aus Kiew werden jetzt auch Musiker, Grnnd gegeben. Molle man also einen Bußtag einführen, so weiter geschmälert und dadurch der welfischen Agitation ein neuer wenn sie jüdischer Abstammung, fortgeschickt. Moskau ver- wähle man dazu einen Sonntag. Am liebsten möchte ich aber lassen allein auf der Brester Bahn täglich ngefähr 300 den Gesezentwurf vorläufig auf die altländischen Provinzen und ousgewiesene jüdische Familien. Auch auf der Südbahn Schleswig- Holstein beschränkt wissen. reisen viele ab. Die Stimmung gegen die Juden dauert an allerhöchster Stelle an. Abg. v. Rauchhaupt( tons.): Die vorliegenden Bestim mungen müffen nach müssen nach unserer Meinung der landestirch lichen Entscheidung unterbreitet werden, da fie der General Der russische Großfürft- Thronfolger wäre am Ende Synodalordnung unterliegen. Es wäre ja ganz wohl möglich, seiner Studienreise durch die astatischen Despotien in daß die nächste Generalfynode im Januar 1892 ein entsprechendes Japan, trotz des ihm zu seinem Schutze beigegebenen Kirchengesetz beschlösse und der Landtag dann in der nächsten Eintritt wurde kaum bemerkt. Selbst der Wirth, der bei schulterige Gestalt mittlerer Größe, Joppe und Bruftlah, hinter den eisernen Gardinen. Aber darin irrst Du. Durch seinen Gästen saß, blickte nur flüchtig über die Schulter doch statt der Bundschuhe und Strumpflinge hoch herauf eine Kompagnie Soldrten lassen sich die Vigiler nicht ins nach dem Ankömmling und überließ dessen Bedienung seiner reichende Reitstiefel trug. Gegen die damalige Sitte der Bockshorn jagen. Die schlagen sie lustig zum Thal hinaus. Frau, die hinter dem Schenktisch strickte. Wolf ließ sich an Tiroler Landleute umrahmte sein ovales Gesicht ein Voll- und sollte es auch ein Bataillon oder gar ein Regiment sein, einem besonderen Tische nieder, holte seine Wegkost hervor bart, und dieser fiel wie flockige Seide bis auf die Mitte triegen die Vigiler nur rechtzeitig Wind und dafür werd' ich und trank dazu hin und wieder ein Schlückchen von dem der Brust. Er von einem in das bläuliche schon sorgen, so sollen sich die Bayern wohl vergebens die " " Kirschwasser, das er sich bestellt hatte. Seine eigenen An- schattirenden Schwarz und das kurzgeschorene dunkle Haupt- Schädel einrennen. Es braucht's nur, daß auf der schmalen gelegenheiten beschäftigten ihn zu sehr, um auf die Unter- haar lag ein wenig in die runde, nach oben zu sich Bergstraße durchs Gaderthal die Brücken über die Schründe haltung der Anderen zu achten. Aber wurde nicht eben verbreiternde Stirn herein. Die großen schwarzen und an den Felswänden abgebrochen werden und die Bayern von ihnen sein Name genannt? Er hatte sich nicht ge- Augen hatten einen tiefen, sanften Blick. Die Nase war siten in der Falle, können nicht vorwärts und nicht rück täuscht, die Leute unterhielten sich von ihm und den jüngsten leicht gewölbt und endete in weichen Flügeln, welche die wärts und werden von den Höhen her in die Gader tief Ereignissen in St. Vigil. Hauptsächlich aber drehte sich Scheide etwas hervortreten ließen. Der Mund war gerade unten hinuntergefegt, wie die Fliegen von einem Salbei das Gespräch um die Befreiung des Pfarrers Moltenbecher nicht klein, bildete aber eine schön geschwungene Linie mit strauch an der Stubendecke ins Fener. Ich wünschte, es aus der Gewalt der Soldaten. Man jubelte über deren weich gewölbten Lippen, deren Roth der dunkle Bart leb- käme dazu. Das Maß der Bayern ist voll." Niederlage und ließ Ambros hoch leben. haft hervorhob. Es spielte, wenigstens in diesem Augen- Und wenn es dazu käme, was nützt der Putsch?" Wolf berichtigte seine kleine Beche und ging. Er war blicke, ein Zug schalthafter Anmuth um sie. Er war blicke, ein Zug fchalthafter Anmuth um fie. Auf dem fragte Nessing. Vielleicht zündet er hier und dort; um so auf seiner Wanderschaft durch das Busterthal abwärts nicht Schilde seines Leibgurtes waren die Buchstaben A. und H. schlimmer für uns. Die Aufstände werden einzeln nieder zum letzten Male Beuge gewesen, wie sich die Leute von zu lesen. Den bärtigen Andrä hießen die Leute den weit geschlagen, unsere Kraft wird gelähmt und der Bayer bleibt dem ihn so nahe berührenden Ereignisse unterhielten. Wie und breit bekannten Mann, der wenig über vierzig Jahre auf seiner Hut. Wir müssen noch warten. das Wasser der Gader in die Rienz und diese in die Eisack zählte. Es war der Wirth am Sand im Passeierthale: Warten! Warten!" rief Hueber unmuthig. Ich fich ergießt, so schien die Kunde von dem Vorkommniß in Andreas Hofer. hatte auch den Freunden in St. Vigil sagen lassen, daß sie St. Vigil durch die Thäler zu fließen und wohin Er lachte hell auf, als Peter Hueber erzählte wie fich still halten sollten. Was hat's genügt? Die Leute fie fam, frohlockten die Menschen. Ambros plöglich den Pfarrer auf seinen Armen fortgetragen wollen sich nicht mehr zurückhalten lassen. Und ich meine, Auch die drei Männer, welche zu Bozen in dem Hinter- hätte, und nachdem der Wirth aus Bruneck den Ausgang bricht's jezt im Vigilthale los, so fliegt das Feuer über stübchen des Kaffeefieders Franz Anton Nessing beisammen des Handels berichtet hatte, rief er mit fröhlichen Augen: ganz Tyrol." faßen, unterhielten sich davon, oder richtiger, der Eine von Das haben die Buben gut gemacht. Wackere Buben! Und der Augenblick wäre gar günstig", fiel Andreas ihnen erzählte und die beiden Anderen hörten aufmerksam Den Namen von dem Ambros Falkner will ich mir Hofer mit einer vollen, weichtlingenden Stimme ein. Ihr Der Erzähler war Peter Hueber, der Wirth zum merken." wißt ja, daß der Napoleon auf Spanien losgeht; da sollen Hirschen in Bruneck, ein Mann von etwa vierzig Jahren," Ja, wenn er zu gehorchen verstände," wandte Hueber ihm denn die deutschen Bundestruppen die Rastanien dessen germanisch rundliches Gesicht und breite Stirn ein ein." Aber davon will er nichts wissen." aus dem Feuer holen. Die Deutschen gelten ihm doch festes, energisches Gefüge zeigten. Franz Anton Nessing Anton Nessing schüttelte den Kopf und sagte:" Mir blos als Kanonenfutter und so müssen sie voran. war der Aelteste von den Dreien, und durch sein schlichtes will die Sache nicht gefallen. Der Hofstetten wird und kann bayrischen Regimenter sind auch schon auf dem Marsch braunes Haar zog sich wohl hier und da schon ein sie nicht ruhig hinnehmen und die Vigiler werden übel an und an ein Umkehren ist nicht zu denken. Darum meine Silberfaden. Seine hohe, quergefurchte Stirn, welche die Kost kommen. Statt zwanzig Mann wird er ihnen ich freilich daß der Hofstetten sich besinnen wird, spit zulief, bildete an den Schläfen scharfe Kanten, und eine Kompagnie über den Hals schicken, wenn's vielleicht in ehe er jegt was gegen die Vigiler unternimmt. Aber er ist dichte Brauen überspannten die blauen Augen, zwischen diesem Augenblick nicht schon geschehen ist!" ein Higtopf, wie ihn der Hueber uns beschrieben hat, und denen sich eine kräftige Nase kühn vorbog. Ein starker Der Kreishauptmann soll freilich vor Wuth sich nicht geht er los und das Feuer brennt auf, dann, lieben Freunde, Schnurrbart verdeckte zum Theil den Mund. Seine Augen zu lassen wissen", entgegnete Hueber. Leuchteten in ruhiger Klarheit. Er wie Hueber waren von Reizenſtein hat er vierzehn Tage Stubenarrest gegeben er wird uns auch den Sieg leicht machen!" " Dem Oberlieutenant ist es Gottes Wille, daß wir nicht länger warten sollen, und städtisch gekleidet, während der Dritte, eine kräftige, breit- und seine Mannschaft sitzt auf vier Wochen im Thorthurm ( Fortseßung folgt.) zu. " " Die Seſſion ſeine Santtion gebe. Nehmen wir den Entwurf an, folder chriftlichen Kirche freigesprochen. Abg. Dr. Sarmening führte Dersammlungen. Trier. Der fleritale Landtags- Abgeordnete Kaplan DasDie in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen würden wir unzweifelhaft in der Diaspora einen doppelten Feier die Vertheidigung. tag schaffen, und ich bitte aus allen diesen Gründen der Verweisung an die Kommission zuzuftimmen. Abg. Freiherr v. Heereman( 3.): Für uns steht unzweifel- bach hat sich lange Zeit hindurch zum Beschützer und Freund des beschäftigten sich in einer gut besuchten Versammalung, welche unter haft fest, daß nur firchliche Drgane in Uebereinstimmung Rechtsschutz- Vereins der Saarbergleute aufgeworfen. Das hat dem Vorsitz des Kollegen Bäßler am Montag Abend tagte, mit mit den Oberen Feiertage feftsegen tönnen. Auch der bestehende fich jezt gründlich geändert. Die Ultramontanen haben ihre der Frage der Organisation der sämmtlichen in dem Beruf be Bußtag ist in katholischen Kreisen nach Festsetzung der einzelnen Herrschaft auch über die Saarberglente vollkommen verloren und schäftigten Arbeiterinnen. Kollege Schlegel legte in einem Bischöfe auch nur als katholischer Feiertag, nicht aber als fatho- von Herrn Dasbach mögen die Bergleute nichts mehr wissen. längeren Referat die Nothwendigkeit dar, auch die Frau über lischer Bußtag gefeiert worden." In die Frage, wie die evan- Wie sehr die Freundschaft erkaltet ist, geht am deutlichsten daraus ihre Klaffenlage aufzuklären und sie zu einer Mittämpferin des gelische Kirche die Sache ordnet, habe ich mich nicht zu mischen, hervor. daß Herr Dasbach dem Verein eine Rechnung ge- Mannes zu machen, während sie doch jetzt schon seine Mitaber es würde für uns eigenthümlich aussehen, wenn wir hier schickt hat. Die Bergleute lebten bisher der Meinung, biearbeiterin sei. Gerade im Buchbindergewerbe verdränge die einen allgemeinen Feiertag ohne firchliche Ganttion feststellen Dasbach'schen Blätter hätten ihre Vereinsanzeigen unentgeltlich Frauenarbeit mehr und mehr die männliche. Die Löhne, welche wollten. Wir können also für das Gesetz, wie es ist, nicht aufgenommen und jetzt sollen sie plöglich 600 Mt. dafür bezahlen. für die Arbeit den Frauen gezahlt werden, seien ganz enorm ftimmen, wollen uns aber einer Kommissionsberathung nicht wider- Bei den Preßprozessen der Dasbach'schen Blätter find die Mit- niedrige, man finde vielfach Löhne bis zu 5 M., und vorwiegend fehen. glieder des Rechtsschutzvereins stets energisch für ihn eingetreten, Söhne zwischen 5 und 10 M. haben sich bei einer Statistik über Abg. France( Tondern, natt.): Ginen 3wang zur Ruhe und zwar ohne Zeugengebühren zu beanspruchen. In Anbetracht die Lohnverhältnisse in Leipzig und Berlin ergeben. Wie die fönnen firchliche Organe nie ausüben, fie tönnen nur gottes dessen hat der Vorstand des Rechtsschutzvereins folgende Auf- Arbeiterinnen von diesen Löhnen lebten, das. tönne sich nur der Dienstliche Feiern anordnen. Allgemeine Feiertage: Dank und forderung erlaffen: Alle Mitglieder, die für Kaplan Dasbach vorstellen, welcher mit ihnen zusammen gearbeitet habe das Bußtage sind nach dem allgemeinen Landrecht der Festsetzung oder dessen Bevollmächtigten von 1889 bis Januar 1890 nämlich Bild, das Redner hierbei entrollt, ist ein höchst trauriges. im Verhör oder sonstigen Angelegenheiten unentgeltlich was ge- Angesichts solcher Thatsachen gelte es, die Frauen aufzu Abg. Richter( freis.) erklärt sich gegen die Wahl des im than, werden gebeten, weil auch die Firma uns eine Rechnung rütteln, daß sie verstehen lernten, ihre Interessen dem UnterGesetze festgesetzten Tages, am besten wäre die Festsetzung des von 600 M. eingeschickt hat, die Rechnungen sobald als möglich nehmer gegenüber zu vertreten, und zu diesem Behuf müßten sie Bußtages auf einen katholischen Feiertag, der bisher nicht von an das Bureau zu Bildstock eingehen zu lassen. Warten, sich zu einer festen Organisation zusammenschaaren.( Beifall.) Vorsitzender." durch die Landesbehörden unterworfen. Protestanten gefeiert wird. Die Maifeier. Fräulein Wa bniß als zweiter Referent ging ebenfalls näher auf die Lage der weiblichen Arbeiter ein und befürwortet die Organisation der Arbeiterinnen, wobei auch die Männer ihr Möglichstes mit beitragen müßten, daß die Frauen über ihre Klaffanlage aufgeklärt würden und statt, daß sie wie bisher Sohndrückerinnen des Mannes seien, mit diesem Schulter an Schulter fämpften.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion famen nun die verschiedenen Meinungen zur Geltung über die Form der Organisation, welche in den beiden Referaten nicht erwähnt war. Kollege Eichhorn vertritt im Wesentlichen die Ansicht des Borrebners. Er befürwortet aber, daß die Beschlußfassung noch ausgesetzt werde über die Gründung der Organisation und daß dazu noch eine neue Versammlung von Arbeiterinnen einberufen werde. Kultusminister Graf v. Jedlih- Trühschler: Die Bedenken gegen die staatsrechtliche Zulässigkeit des Gefehentwurfs sind nicht zutreffend. Sämmtliche evangelische Kirchenorgane haben fich ausdrücklich mit dem Projekt der Verlegung einverstanden erklärt und haben den vorgeschlagenen Zag gemeinsam als genehm bezeichnet. Also ein firchlicher Widerstand ist nicht zu Ueber die Maifeier in Deutschland sind uns nachträglich erwarten, theils hat sogar die Verlegung eine tirchengesetzliche noch Berichte zugegangen aus: Kalt a. Rh.( 300 Theilnehmer), Genehmigung erfahren, theils liegt ein mit dem Gesez gleich Dldesloe( 300 2h.), Groß- Steinheim( Wahlkreis Offen lautender Beschluß der Generalfynode vor und die nächste General- burg- Dieburg)( 300 Th.), Eilenburg( 900 Th.), Bromberg synode wird unzweifelhaft ein entsprechendes Kirchengesel be-( Starte Betheiligung, Werbot des Aufenthalts im Kgl. Forst), Rollege Greiffenberg hielt die Gründung eines gemeinfchließen. Herrn v. Rauchhaupt erwidere ich, daß seine Einwendungen& odkwis( 100 Th.), Achim( 400 Th.), Mundenheim famen Vereins für Arbeiter und Arbeiterinnen für das einzig vielleicht auf die Landeskirche zutreffend sein mögen, nicht aber( 800 Th.), ggersheim( 100 Th.), Markersdorf Richtige, damit eine Gleichberechtigung der Arbeiterinnen herbeifür die anderen Kirchen. Gerade der Wunsch der kleineren( 600 h.), Eislingen i. W.( 200 Th.), Dittmarsdorf geführt werde. Der Verein müßte aber ein zentralisirter sein, da Staaten, beren Kirchen nicht unter der allgemeinen Landeskirche( 300 Th.), Pleißa( 200 Th.), Wittgersdorf( 150 Th.), Die Lokalorganisationen nach Ansicht des Redners nur den Egoisfind, drängt schon seit 12 Jahren zu einer einheitlichen Schaffung& Isterberg( 300 h.), Neustadt b. Coburg( 800 Th.), mus förderten. eines Bußtages und zwar wegen der gewerblichen Störungen, Edenkoben( 200 Th.), Ronneburg( 1500 Th.), Lennep welche aus den verschiedenen Feiertagen in den Grenzbezirken( 300 Th.), Penzig( 500 Th.), is bed( 800 h.), Stral entstehen und die viel schlimmer sind, als die durch Schaffung fund( 400 Th.), Döhlen( 500 Th.), Reisewiß( 600 Th.) von zwei Feiertagen in einzelnen Gegenden hervorgerufenen und Loschwi( 150 Th.). Schwierigkeiten. In Bezug auf die Wahl des Tages erkenne ich die Einwendungen sowohl der Industrie, wie der Landwirthschaft Kollege Haß meint, daß die Arbeiterinnen sich selbständig an. Aber ein Tag, der allen gewerblichen Kreisen paßte, ließ sich organisiren müßten und nicht ein Zwitterding schaffen dürften, nicht finden; immer war der vorgeschlagene Monat für den Bußin welchem sie unter der Bevormundung der Arbeiter ständen. tag für dies oder jenes Gewerbe der unpassendste. Ueber den Die Forderung von Lokalverbänden findet Redner unbegreiflich. Monat November haben sich nun endlich alle politischen und Aus dem Saarrevier wird der„ Frankfurter Zeitung" se Kommission der Karton- und Albumarbeiter habe den Beschluß geKollege Freudenreich: Die am 26. März gewählte und auch Firchlichen Regierungen geeinigt der Freitag schrieben: ist auf gemeinsame Vereinbarung gewählt. Herrn Saarbrüden, 11. Mai. Die in Altenwald unlängst gefaßt, einen allgemeinen Verein für Männer und Frauen zu Heeremann gebe ich Recht, daß daß kirchliche Feiern nur von firchlichen Behörden angeordnet werden können. Aber gefaßten Beschlüsse sind, von fünf abgelegten Bergleuten unter- begründen, verschiedene organisirte Branchen, so die Kartonauch die Bischöfe haben durch den Erzbischof Cremenz von Köln schrieben, dem Oberbergamt Bonn eingereicht worden. Darauf arbeiter, die Albumarbeiter, die Lederarbeiter, die Glacee- und feinen prinzipiell ablehnenden Standpunkt eingenommen. Wenn erläßt die hiesige Bergwerksdirektion speben eine Bekanntmachung, Kartonpapier- Arbeiter und-Arbeiterinnen hätten sich damit bereits ich auch das Gesetz für klar und durchsichtig halte, so werde ich in der es heißt, daß die fünf Bergleute keinerlei Legitimation einverstanden erklärt. Betreffs der Form des Verbandes könnte mich doch bereitwilligst an der Kommissions- Berathung be- zur gesetzlichen Vertretung der Bergleute hätten und daß sie dem man sich in einer weiteren Versammlung einigen, heute würde es gemäß nicht berechtigt wären, im Namen der Belegschaft zu genügen, einen Verein aller in Buchbindereien und verwandten theiligen. fündigen. Eine etwaige Arbeitseinstellung, vor welcher die Betrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zu beDirektion dringend warnt, würde als Kontrattbruch angesehen gründen. Behörden. herleiten. Don Die Bergarbeiter- Bewegung. werden. Abg. Barthold( freit.): Auch ich halte einen gemeinsamen Feiertag für alle Konfeffionen für durchaus erwünscht. Es ist Rollege Drews würde den besten Ausweg aus dem Dibedauerlich, daß im Allgemeinen die eine Konfession die Feiertage lemma darin sehen, wenn der Fachverein der Buchbinder auch der anderen so wenig respektirt. Ebenso wie wir auf die FeierUeber die Streitbewegung in Belgien liegen folgende Nach- die Frauen aufnehmen würde, dann würden alle Vereine in fage der Katholiken Rücksicht nehmen in allen katholischen richten vor: diesem aufgehen und man würde eine Zersplitterung der Kräfte Ländern arbeitet Niemand am Frohnleichnamstage müßte es Nach Mittheilungen aus Mons und Lüttich war im vermeiden. auch umgekehrt sein. Die Protestanten haben die Mehrheit in Borinage eine örtliche Ausbreitung des Ausstandes nicht zu Rollege Feldmann: Die Arbeiter und Arbeiterinnen geBreußen und ihr müßte sich bei uns auch die katholische verzeichnen, aber es machte sich bei den feiernden Bergleuten das hörten zusammen, sie seien nicht bei der Arbeit getrennt und Minderheit fügen. Auch ich bin für Kommissions- Berathung. Abg. Szumann( Pole) tritt den Ausführungen des Abg. Länge zu ziehen, um die einmal geschaffene Lage zur Erreichung ein, weshalb beide Theile besonders vorgehen follten. Trotzdem Abg. Szumann( Pole) tritt den Ausführungen des Abg. Bestreben bemerklich, die Bewegung noch einige Wochen in die hätten gemeinsame Interessen zu vertreten, er sehe daher nicht Frhrn. v. Heeremann bei. Abg. Seer( natlib.): Auch kurz nach dem Feldzuge wurde von Lohnerhöhungen und sonstigen Vortheilen möglichst auszu- er persönlich auf dem Standpunkt der Zokalorganisation stehe, durch Se. Majestät den Kaiser ein Bußtag festgefeßt, der im nuken. Die Vorräthe der meisten Gruben gehen zur Neige und werde er für den Verband eintreten, wenn derselbe die Frauen ganzen Lande gefeiert wurde ohne Genehmigung ber tirchlichen in einzelnen Betrieben werden schon ausländische Kohlen benut. aufnehmen sollte. Aber seitens der Leiter desselben sei bereits Jm Bezirk von Charleroi standen am 9. d. M. von den geäußert worden, daß sie nicht gewillt seien, dies zu thun. 33 000 Bergleuten 26 000 aus. Vom gestrigen Tage wird aus Kollege Schlegel erkennt prinzipiell an, daß beide Theile Abg. Nichter( deutschfreif.): Damals wurde auch die Rechts- Charleroi telegraphisch gemeldet, daß fich die Lage durch den Gin- aufammen in einen Verein fein müßten, hält es aber für pratfrage nicht aufgeworfen und man darf daraus kein Präjudiz tritt der Hüttenarbeiter in die Streitbewegung verschärft tischer, wenn die Frauen selbständig arbeiteten. habe. Sämmtliche Arbeiter der Werte von Marchienne au Pont Kollege Beyer tritt dem Vorredner entgegen und spricht Abg. Stöcker( fonf.): Der Staatsregierung gebührt un- und Monceau sind ausständig und fordern das allgemeine lebhaft für eine gemeinsame Organisation. zweifelhaft das Verdienst den Knoten des vorliegenden Materials Stimmrecht und Erhöhung der Löhne. In mehreren Kohlen- Kollege Morwit hält es für besser, wenn Arbeiter und angehauen zu haben. Allerdings kann die staatliche Behörde einen werken zeigt sich eine leichte Wiederaufnahme der Arbeit, dennoch Arbeiterinuen besonders arbeiteten, gelte es einmal gemeinsam Ruhetag ansehen, aber die Feier muß der Kirche überlassen bleiben, so ist die Zahl der ausständigen Arbeiter infolge der Einstellung vorzugehen, dann könnten sie ja immer noch zusammentreten. war es auch nach dem Feldzuge, wo die firchlichen Organe die der Arbeit in den Hüttenwerfen um 5000 gestiegen. Insgesammt Weiter müßte die Organisation eine zentralisirte sein, da die Feier des Bußtages anordneten. Das Allgemeine Landrecht hat streiken gegenwärtig im Becken von Charleroi 34 000 Arbeiter. Arbeiterinnen mehr Butrauen zur Bentralisation als zu einer hierbei keine Geltung mehr, da die neue Kirchenverfassung Auch die Werke von Bouillet feiern infolge Rohlenmangels. Die Lokalorganisation haben dürften. neue Grundsäge aufgestellt hat. Was die Sache selbst betrifft, Rube ist in dem ganzen Bezirk nirgends gestört worden. Der so hat der Herr Minister Recht; es wird sich kein anderer Tag als der Freitag nach dem Todtenfest für den Buß- Ausstand der Arbeiter in den Kohlen- und Hüttenwerken des tag finden lassen; läßt man diesen Tag wieder fallen, so ist die Bentralbassins hat an Ausdehnung etwas zugenommen. Folgende Meldungen des" Wolff'schen Bureaus" liegen noch Verlegung wiederum auf 10-12 Jahre hinausgeschoben. Ich würde gerade den Bußtag im Anfang der Adventzeit als eine Lüttich, 12. Mai. Der vierte Theil der gestern ausständigen Mahnung ansehen, feinen Blick nicht bloß auf Erwerb und Metallarbeiter und Bergarbeiter ist heute angefahren. Das Haus materielle Dinge zu lenten. Vielleicht kommen wir in der Kom- des Verwalters der Gesellschaft Scleffin, auf welchem gestern mission dazu, daß wir Bestimmungen dahin treffen, daß der Abend geschrieben stand, daß es in die Luft gesprengt werden Staat für die Nuhe, die Kirche dann für die Feier sorgt. Abg. Richter( fr.): Der Herr Vorredner sollte bedenken, solle, wurde während der Nacht polizeilich bewacht. Hier find daß die Thätigkeit in der Weihnachtszeit gerade auf der bürger- mehrere Kohlenzüge aus Deutschland eingetroffen. Lüttich, 12. Mai. In den Kohlengruben am linken Maaslichen Sitte beruht, sich gegenseitig zu beschenken. Herr Stöcker sollte Gott danken, daß diese irdische Weihnachtsfeier mit der Ufer wird eine ausgedehntere Wiederaufnahme der Arbeiten betirchlichen verbunden ist, sonst würde die Lettere beträchtlich be- auch in mehreren industriellen Etablissements, so namentlich bei bemerkbar, mehr als 1500 Bergarbeiter gingen wieder zur Arbeit; schränkt werden. der Société de Sclessin" und der Société anonyme de Der Entwurf wird an eine Kommission von construction de la Meuse" ist Wiederaufnahme der Arbeit zu 14 Mitgliedern verwiesen. Die Mandate der Abgeordneten Hartmann( Lübben, fonstatiten. Bei 9 auf städtischem Terrain gelegenen Gruben Tonf.), Neukirch( fr.) und Bartels( tonf.) werden nach baben 807 Bergwerkarbeiter die Arbeit wieder aufgenommen, während noch 2109 feiern. Dem Antrage der Kommission trotz der Ernennung der beiden Gent, 12. Mai. Der Streit der Dockarbeiter dauert fort, ersteren zu Landgerichtsräthen und des lehteren zum Geh. Ober- die Metallarbeiter und Weber werden Meetings abhalten, um Regierungsrath für nicht erledigt erklärt. Eine Petition von Zeitungsverlegern in Frankfurt a. M. fich über den Streit auszusprechen. um Aenderung der dortigen Medizinal- Ordnung bezüglich der riethen in den heutigen Versammlungen der Genter Arbeiter Gent, 12. Mai. Anseele und andere sozialistische Führer Geheimmittel- Reflame wird Berüdsichtigung bei der demnächstigen reichs- und wird der Regierung zur vom Ausstand ab. landesgesetzlichen Regelung überwiesen. Ebenso eine Petition Lüttich, 12. Mat. Nach weiteren Meldungen aus dem von Gerichts- Attuaren und Bureaugehilfen aus Bahl der Bergarbeiter, welche die Arbeit wieder aufgenommen ganzen Kohlenbassin von Lüttich, einschließlich Seraing, wird die dem Ober- Landesgerichtsbezirt Breslau wegen Aufbesserung ihrer Lage und eine solche verschiedener haben, auf 30 bis 35 pet. geschäßt. Juftigbeamten wegen Berbesserung der Gehaltsverhält nisse der Gerichts- Assistenten. Um 3/2 Uhr wird die Vertagung beschlossen. Präsident v. Köller erklärt, es sei feine Absicht gewesen, morgen noch eine Sigung abzuhalten, um das Haus in die Lage vor: Arbeiterbewegung. Die Kollegen Sigrist und Tilgner sind ebenfalls für einen besonderen Arbeiterinnenverein. Es sprachen dann nochmals die Kollegen Eichhorn, Greisenberg, Freudenreich, Tilgner, Schlegel und Frl. Wabniß, und es wurde dann zur Abstimmung über die eingelaufenen Anträge geschritten. Ein Antrag des Kollegen Tilgner, in der heutigen Versammlung die Gründung eines Arbeiterinnenvereins für die Papierbranche vorzunehmen, wozu gleichzeitig das hierfür bereits ausgearbeitete Statut vorlag, wurde bei kleiner Mehrheit ab= gelehnt. Dagegen wurde folgende Resolution des Kollegen Freudenreich angenommen: " Die heute in Feuerstein's Lokal tagende öffentliche Verfammlung der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beBesserstellung der Lohnverhältnisse nur zu erzielen ist durch eine fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erklärt, daß eine bauernde alle Branchen umfassende Organisation, einschließlich der Frauen und Mädchen. Die dazu erforderlichen Schritte sind der in der öffentlichen Bersammlung der Album- und Kartonarbeiter vom 26. April dieses Jahres gewählten Kommission zu übertragen. Der Kommission steht das Recht zu, sich geeigneten Falles zu fooptiren." Kollege Freudenreich theilte hierauf bezüglich mit, daß die Rommission zu ihrer nächsten Sizung zwei Mitglieder des Fachvereins zu den Berathungen mit hinzuziehen würde. Die Brache der Stöckerei hat der Hofprediger aller(?!) Deutschen", wie Stöcker fich jest tituliren läßt, in einer konfervativen Bersammlung auf dem Bock selbst zugestanden. Die besucht. Der verabschiedete Hofprediger und todte Politiker Versammlung war, wie die" Post" berichtet, wieder schwach meinte:„ Man sagt, wir seien brach gelegt, aber man Tegt zuweilen auch ganz gute Felder in Brache, damit sie im nächsten Jahre desto fruchtbarer sind und in diesem ökonomischen Sinne ist unser gegenwärtiger Zustand thatsächlich der der Brache", und die Regierung hat es erreicht durch die Störungen und Hinderungen, daß die Bewegung ohne unsere Schuld gebrochen ist; das Klagen hilft da nicht; wir warten die Stunde ab, an der wir den Kampf mit Aussicht auf Erfolg wieder aufnehmen können." Diese Klage variirte Stöcker ziemlich eine Stunde lang. Außerdem brachte er über feine Disziplinirung im Jahre 1888 die Version vor, man hätte ihn mundtodt machen wollen, aber ich erklärte, meine christlich- sozialen Versammlungen halte ich weiter ab oder ich lege fofort mein Amt nieder." Vor einiger Zeit hatte er dagegen erzählt, er habe auf die politische Thätigteit verzichtet, fie auch wirklich eingestellt, troßdem habe man ihm aus dem Amt gedrängt. Indem Stöcker so das eine Mal erklärt:„ Ich habe Calais, 12. Mai. Der englische Deputirte Cunningham- verzichtet", und das andere Mal:" Ich habe mich entschieden Graham ist in der Nacht zum Montag verhaftet und nach Eng- geweigert, au verzichten", nöthigt er selbst die stärten Zweifler, land eingeschifft worden. anzuerkennen, daß er einmal welches Mal, bleibt allerdings London, 12. Mai. Wie aus New- York gemeldet wird, ungewiß jedenfalls die Wahrheit gesprochen habe. Uebrigens schlossen etwa 3500 Holzhändler ihre Werkstätten, wodurch hat Stöcker auch am 1. Mai geredet; Stöcker verstieg sich am 125 000 Personen brotlos wurden. zu versetzen, zu dem Einkommensteuergeseze Stellung zu nehmen, St. Etienne, 11. Mai. Sämmtliche dem Konsortialfalls dasselbe nochmals an das Haus zurückgelange. Er erhalte verbande angehörigen Mechaniker und Maschinisten der Berg aber eben die Nachricht, daß das Gesetz vom Herrenhause in der werksgesellschaften im Becken von Loire beschlossen, morgen die Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen worden sei( Bravo!) und halte es demnach nicht mehr für nöthig, vor Pfingsten noch die Sigungen fortzusetzen.( Bustimmung.) Schluß nach 81,2 Uhr. Nächste Sigung Dienstag, 26. Mai, 11 Uhr.( Dritte Berathung des Etats.) Korrespondenzen und Parteinachrichten. Halle, 12. Mai. Der Redakteur des„ Nordhäuser Boltsblattes", Eduard Wehder in Sonneberg, wurde durch die Straf tammer in Halle von der Anklage der öffentlichen Beschimpfung Arbeit niederzulegen. Diefelben verlangen von den Gesellschaften, daß von denselben nur aus solchen Familien, welche dem Mechaniter- Konfortialverbande angehören, Lehrlinge angenommen werden sollen, Fourmies, 12. Mai. Eine Weberversammlung beschloß gestern, den Ausstand so lange fortzufezen, bis Lohnerhöhung gewährt wird. 1. Mai so weit, das deutsche Bolt, soweit es nicht antisemitisch sei, als moralisch bankerott hinzustellen und zu behaupten, es hätte die Unterfcheidung von wahr und unwehr verloren, 1 Theater. Mittwoch, den 13. Mai. Opernhaus. Die Hugenotten. Schauspielhaus. Die Schauspieler des Kaisers. Kleine Mißverständniffe. Leffing- Theater. Ultimo. Berliner Theater. Hamlet. Deutsches Theater. Krieg im Frieden. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner- Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Ostend- Theater. Mikosch. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungs- Part Hafenhaide. Haltestelle d. Pferdebahn SchloßplayRixdorf und Rathhaus- Fichtestraße. Heute, Mittwoch, den 13. Mai 1891: Grosse Gala- Vorstellung. Mons. Loisset mit seinen brefsirten | Unferm Freund und Genossen Albert Laasch zu feinem heutigen Wiegenfest ein dreimal donnerndes Hoch! 715 L Die Freunde aus der F. V. d. K. Statt besonderer Anzeige! Allen Bekannten die traurige Nachricht, daß am 10. d. M. meine liebe Frau Anna Heise geb. Kroll Klapperstörchen. Madm. de Clairmont, am Rindbettfieber entschlafen ist. Die schneidigste Chansonette der Welt. Ardel Beerdigung findet am Mittwoch, Nach" 1 Bernhard Heise. u. West, genannt die Zulu- Könige", mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des mit der neuen hochkomischen Pantomime St. Michaeltirchhofes aus statt. Meyer in Afrifa". Frl. Waldowski, 794b weiblicher Komiker. Geschw. Bertini, Gesangs- und Tanz Duettisten. Edi Rennert, Universal Humorist. Gustav Rose, Gesangs- Humorist. Kapelle: Musikdirektor Bachhofer mit dem Hausorchester. = Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., Sperrfiz 75 Pf., Loge 1 Mart. Kaffen Eröffnung 4 Uhr. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorst. 1/27 Uhr. Kaffeefüche ununterbrochen geöffnet. # Danksagung. Für die überaus zahlreiche Begleitung und Theilnahme bei der Beerdigung, sowie während der Krankheit meiner lieben Frau, und für die zahlreichen Stranzspenden, insbesondere aber dem Verein Berliner Weißbierwirthe sowie dem Herrn Prediger Dahms für die trostvollen Worte am Grabe der EntShloßbrauerei Schöneberg, am Sonntag, den 17. Mai ( 1. Pfingsfeiertag): 239/5 Großes Früh- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine, ' verbunden mit Tanzkränzchen. Anfang Morgens 5 Uhr. Veranstaltet vom Unterstützungsverein der Maurer im Westen Berlins. Billets sind bei folgenden Herren zu haben: Panser, Ziethenstr. 4; Pächnah, Bülowstr. 42; Heym, Steinmehstr. 64; Wiltnih, Stein megstr. 71 Gabriel, Neue Winterfeldstr. 2; Müller, Steinmehstr. 53; Schulze, Kulmstr. 27; Schwarz, Alvenslebenstr. 11a. Am 1. Pfingstfeiertag von Morgens 4 Uhr an find noch Billets bei Herrn Antrit, Bigarrengeschäft, Steinmekstr. 60, zu haben. Montag, den 18. Mai( 2. Pfingstfeiertag), im Monbiter Schükenhaus( Plöhensee): Grosses Früh- Concert unter Mitwirkung des Gesangvereins der Steinmeke, Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Arrangirt von den Mitgliedern der Avis: 1. 2., 3. Pfingſtfeiertag: Großes schlafenen fage ich hiermit meinen her Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. s. w. M Früh Konzert und Früh- Vorstellung. An den Nachmittagen von 5-10 Uhr: Große Gala- Festvorstellung. Bratweilige Bierhallen BERLINER Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben Nen unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 659L F. Sodtke. HIPPODROM Kurfürstendamm u. JoachimsthalerStrassen- Ecke. Heute, Mittwoch: 2 Vorstellungen. Um 4 und 7 Uhr: Nachm. Kinder- Vorstellungen. Entree 25 Pf. auf allen Plähen. Halbe Preise. 罪 Urkom. Esel- und Ponny- Rennen. Clowns- Intermessos. Gtablissement Buggenhagen Wettrennen. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 1. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. Lockhart's 6 Riesen- Elephanten. Ferner Auftr. d. gesammten Künstler. Abends 7 Uhr: Große Extra- Vorstellung. 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Statt der Produktionskosten der Arbeit selbst, beiter in zwölf Stunden einen Werth von sechs Mark schafft, so die leider nicht zu ermitteln sind, untersuchen sie nun, was die in sechs Stunden einen Werth von 3 Mark. Er hat also dem Produktionskosten des Arbeiter 3 sind. Und diese lassen sich Kapitalisten den Gegenwerth der im Arbeitslohn erhaltenen drei Die nachfolgende Arbeit erschien als eine Reihe von Zeit- ermitteln. Gie wechseln je nach Zeit und Umständen, aber für Mart schon wieder vergütet, nachdem er für ihn sechs Stunden artikeln in der Neuen Rheinischen 3tg." vom 4. April 1849 an. einen gegebenen Gesellschaftszustand, eine gegebene 2otalität, einen gearbeitet. Nach sechs Stunden Arbeit sind beide quitt, feiner Ihr liegen zu Grunde die Vorträge, die Marr 1847 im Brüsseler gegebenen Produktionszweig sind sie ebenfalls gegeben, wenigstens ist dem andern einen Heller schuldig. Halt da! ruft jetzt der Kapitalist. Ich habe den Ardeutschen Arbeiterverein gehalten. Sie ist im Abdruck Fragment innerhalb ziemlich enger Grenzen. Wir leben heute unter der für einen Tag, ganzen für zwölf geblieben; das in Nr. 269 am Schluß stehende:" Fortfehung Herrschaft der tapitalistischen Produktion, wo eine große, stets beiter für folgt", blieb unerfüllt infolge der sich damals überſtürzenden Erwachsende Klasse der Bevölkerung nur leben kann, wenn sie für gemiethet. Sechs Stunden sind aber nur ein halber Tag. Also eignisse, des Einmarsches der Russen in Ungarn, der Aufstände die Besitzer der Produktionsmittel- der Werkzeuge, Maschinen, flott fortgeschanzt, bis die andern sechs Stunden auch um sind gegen Arbeitslohn arbeitet. Auf erst dann sind wir quitt! Und der Arbeiter hat sich in der in Dresden, Iserlohn, Elberfeld, der Pfalz und Baden, die die Rohstoffe und Lebensmittel Unterdrückung der Zeitung selbst( 19. mai 1849) herbeiführten. Grundlage dieser Produktionsweise bestehen die Produktionskosten That seinem„ freiwillig" eingegangenen Rontratt zu fügen, wonach Das Manuskript dieser Fortsetzung hat sich im Nachlaß von Mary des Arbeiters in derjenigen Summe von Lebensmitteln oder er sich verpflichtet, für ein Arbeitsprodukt, das sechs Arbeitsnicht vorgefunden. deren Geldpreis- die durchschnittlich nöthig sind, ihn arbeits- stunden kostet, zwölf ganze Stunden zu arbeiten. Beim Stücklohn ist es gerade so. Nehmen wir an, unser Lohnarbeit und Rapital" ist in mehreren Auflagen als fähig zu machen, arbeitsfähig zu erhalten, und ihn bei seinem Separatabdruck in Broschürenform erschienen, zuletzt 1884, Hot Abgang durch Alter, Krankheit oder Tod durch einen neuen Arbeiter schafft in 12 Stunden 12 Stück Waare. Davon foftet erseyen, also die Arbeiterklasse in der jedes an Rohstoff und Verschleiß 2 M., und wird verkauft zu tingen- Zürich, schweizerische Genossenschafts- Buchdruckerei. Diese Arbeiter zu der 2/2 M. So wird der Kapitalist, bei sonst denselben Vorausbisherigen Abdrücke enthielten den genauen Wortlaut des Origi- benöthigten Stärke forzupflanzen. Nehmen wir an, nals. Der vorliegende Neu- Abdruck soll aber in nicht weniger Geldpreis dieser Lebensmittel sei im Durchschnitt drei Mark sehungen wie vorhin, dem Arbeiter 25 Pf. per Stück geben; macht auf 12 Stück 3 M., die der Arbeiter zwölf Stunden braucht als 10 000 Exemplaren als Propagandaschrift verbreitet werden, täglich. und da mußte fich uns die Frage aufdrängen, ob unter diesen zu verdienen. Der Kapitalist erhält für die 12 Stück 30 M.; Umständen Marr selbst eine unveränderte Wiedergabe des Wortab für Rohstoff und Verschleiß 24 M., bleiben 6 M., wovon er lauts billigen würde. 3 M. Arbeitslohn zahlt und drei einsteckt. Ganz wie oben. Auch hier arbeitet der Arbeiter sechs Stunden für sich, d. h. zum Erfah feines Lohnes( in jeder der zwölf Stunden 1/2 Stunde), und sechs Stunden für den Kapitalisten. In den vierziger Jahren hatte Mary seine Kritik der politifchen Defonomie noch nicht zum Abschluß gebracht. Dies gefcah erst gegen Ende der fünfziger Jahre. Seine vor dem ersten Heft: Zur Kritik Der politischen Defonomie" ( 1859) erschienenen Schriften weichen daher in einzelnen Bunkten von den seit 1859 verfaßten ab, enthalten Ausdrücke und ganze Säße, die, vom Standpunkt der späteren Schriften aus, schief und selbst unrichtig erscheinen. Nun ist es selbstredend, daß in gewöhnlichen, für das Gesammtpublikum bestimmten Aus gaben auch diefer in der geistigen Entwickelung des Verfassers mit einbegriffenen frühere Standpunkt feinen Play hat, daß Verfasser wie Publitum ein unbestrittenes Recht haben auf unveränderten Abdruck dieser älteren Schriften. Und es wäre mir nicht im Traum eingefallen ein Wort daran zu ändern. Unser Arbeiter erhält also von dem ihn beschäftigenden Kapitalisten einen Lohn von drei Mark täglich. Der Kapitalist läßt ihn dafür, sage zwölf Stunden täglich, arbeiten. Und zwar kalkulirt dieser Rapitalist etwa folgendermaßen: Maschinenschlosser Nehmen wir an, unser Arbeiter habe ein Stück einer Maschine zu arbeiten, das er in einem Tage Die Schwierigkeit, an der die besten Dekonomen scheiterten, fertig macht. Der Rohstoff- Eisen und Messing in der nöthigen vorgearbeiteten Form fofte 20 M. Der Verbrauch an Rohlen so lange sie vom Werth der Arbeit" ausgingen, verschwindet, der Dampfmaschine, der Verschleiß dieser selben Dampfmaschine, sobald wir statt dessen vom Werth der Arbeitskraft" ausder Drehbank und der übrigen Werkzeuge, womit unser Arbeiter gehen. Die Arbeitskraft ist eine Waare in unserer heutigen arbeitet, stelle dar, für einen Tag und auf seinen Antheil be- fapitalistischen Gesellschaft, eine Waare wie jede andere, aber rechnet, einen Werth von 1 M. Der Arbeitslohn für einen Tag doch eine ganz besondere Waare. Sie hat nämlich die besondere ist nach unferer Annahme 3 M. Macht zusammen für unser Eigenschaft, werthschaffende Kraft, Quelle von Werth zu sein, Maschinenstück 24 M. Der Rapitalist rechnet aber heraus, daß und zwar, bei geeigneter Behandlung, Quelle von mehr Werth, er dafür im Durchschnitt einen Preis von 27 M. von seinen als sie selbst besitzt. Bei dem heutigen Stand der Produktion produzirt die menschliche Arbeitskraft nicht nur in einem Tage Kunden erhält, also 3 M. über seine ausgelegten Roften. Woher kommen diese 3 M., die der Kapitalist einsteckt? Nach einen größeren Werth als sie selbst besitzt und kostet; mit jeder Anders, wenn die neue Auflage so gut wie ausschließlich zur der Behauptung der flassischen Dekonomie werden die Waaren neuen wissenschaftlichen Entdeckung, mit jeder neuen technischen Propaganda unter Arbeitern bestimmt ist. Da würde Mary unbe- im Durchschnitt zu ihren Werthen, d. h. zu Preisen verkauft, die Erfindung steigert sich dieser Ueberschuß ihres Tagesprodukts über Dingt die alte, von 1849 datirende Darstellung mit seinem neuen den in diesen Waaren enthaltenen nothwendigen Arbeitsmengen ihre Tagestosten, verkürzt sich also derjenige Theil des ArbeitsDer Durchschnittspreis unseres Maschinentheils- tags, worin der Arbeiter den Ersatz seines Tagelohnes herausEtandpunkt in Einklang gebracht haben. Und ich bin mir gewiß, in entsprechen. feinem Sinn zu handeln, wenn ich für diese Ausgabe die wenigen 27 Mart wäre also gleich seinem Werth, gleich der in ihm arbeitet, und verlängert sich also andererseits derjenige Theil des Henderungen und Zusäße vornehme, die erforderlich sind, um steckenden Arbeit. Aber von diesen 27 M. waren 21 M. bereits Arbeitstags, worin er dem Kapitalisten seine Arbeit schenken diefen Zweck in allen wesentlichen Punkten zu erreichen. Ich vorhandene Werthe, ehe unser Maschinenschlosser zu arbeiten an muß ohne dafür bezahlt zu werden. Und dies ist die wirthschaftliche Verfassung unserer ganzen fage also dem Leser im Voraus: dies ist die Broschüre, nicht fing. 20 M. steckten im Rohstoff, 1 M. in Kohlen, die während wie Mary sie 1849 niedergeschrieben hat, sondern, annähernd, der Arbeit verbrannt, oder in Maschinen und Werkzeugen, die dabei heutigen Gesellschaft: Die arbeitende Klasse allein ist es, die alle Denn Werth ist nur ein anderer Ausdruck wie er sie 1891 geschrieben hätte. Der wirkliche Text ist zudem gebraucht und in ihrer Leistungsfähigkeit bis zum Werth dieses Werthe produzirt. in so zahlreichen Exemplaren verbreitet, daß dies hinreicht, bis Betrages geschmälert wurden. Bleiben 6 M., die dem Werth des Roh- für Arbeit, derjenige Ausdruck, wodurch in unserer heutigen kapiid) ihn in einer späteren Gesammtausgabe wieder unverändert stoffs zugesetzt worden sind. Diese sechs Mart können aber nach der talistischen Gesellschaft die Menge der in einer bestimmten Waare Annahme unserer Dekonomen selbst nur herstammen aus der dem Roh- steckenden, gesellschaftlich nothwendigen Arbeit bezeichnet wird. abdrucken kann. Meine Aenderungen drehen sich alle um Einen Punkt. Nach stoff durch unseren Arbeiter zugefeßten Arbeit. Seine zwölfftündige Ar- Diese von den Arbeitern produzirten Werthe gehören aber nicht Arbeitern. Gie gehören den Eigenthümern der dem Original verkauft der Arbeiter für den Arbeitslohn dem beit hat danach einen neuen Werth von sechs Mark geschaffen. Der den Kapitalisten seine Arbeit; nach dem jezigen Text seine Arbeits- Werth feiner zwölfftündigen Arbeit wäre also gleich sechs Mart. Rohstoffe, der Maschinen und Werkzeuge, und der Vorschußmittel, fraft. Und wegen dieser Aenderung bin ich Auskunft schuldig. Und damit hätten wir also endlich entdeckt, was der Werth der die diesen Eigenthümern erlauben, die Arbeitskraft der Arbeiterflaffe zu kaufen. Von der ganzen, von ihr erzeugten ProduktenAuskunft den Arbeitern, damit sie sehen, daß hier teine bloße Arbeit" ist. maffe erhält also die Arbeiterklasse nur einen Theil für sich Wortklauberei vorliegt, sondern vielmehr einer der wichtigsten Bunfte der ganzen politischen Dekonomie. Auskunft den Bourzurück. Und, wie wir eben gesehen, wird der andere Theil, den geois, damit sie sich überzeugen können, wie gewaltig die ungedie Kapitalistenklasse für sich behält, und höchstens noch mit der bildeten Arbeiter, denen man die schwierigsten ökonomischen EntGrundeigenthümerklasse zu theilen hat, mit jeder neuen Erfindung und Entdeckung größer, während der der Arbeiterklasse zufallende widlungen mit Leichtigkeit verständlich machen fann, unseren Theil( auf die Kopfzahl berechnet) entweder nur sehr langsam hochnäsigen„ Gebildeten" überlegen sind, denen solche verzwickte und unbedeutend, oder auch gar nicht steigt, und unter Umständen Fragen unlöslich bleiben ihr Leben lang. sogar fallen kann. " obendrein! " Salt da! ruft unser Maschinenschlosser. Sechs Mart? ich habe aber nur drei Mark erhalten! Mein Kapitalist schwört Stein und Bein, der Werth meiner zwölfftündigen Arbeit sei nur drei Mart, und wenn ich sechs verlange, so lacht er mich aus. Wie reimt sich das?" Ramen wir vorhin mit unserem Werth der Arbeit in einen Zirkel ohne Ausweg, so find wir jetzt in einem unlöslichen Die klassische politische Dekonomie übernahm aus der in- 28iderspruch erst recht festgeritten. Wir suchten den Werth der Aber diese stets rascher einander verdrängenden Erfindungen dustriellen Praxis die landläufige Vorstellung des Fabrikanten, Arbeit, und fanden mehr als wir brauchen können. Für den als taufe und bezahle er die Arbeit seiner Arbeiter. Diese Arbeiter ist der Werth der zwölfftündigen Arbeit drei Mart, für und Entdeckungen, diese sich in bisher unerhörtem Maße Tag auf Tag Vorstellung hatte für den Geschäftsgebrauch, die Buchführung und den Rapitalisten sechs Mart, wovon er drei dem Arbeiter als steigernde Ergiebigkeit der menschlichen Arbeit schafft zuletzt einen Preiskaltulation des Fabrikanten ganz gut ausgereicht. Naiver Lohn zahlt und drei selbst in die Tasche steckt. Also hätte die Konflift, worin die heutige kapitalistische Wirthschaft zu Grunde Weise übertragen in die politische Dekonomie, richtete sie hier Arbeit nicht einen, sondern zwei Werthe, und sehr verschiedene gehen muß. Auf der einen Seite unermeßliche Reichthümer und einen Ueberfluß von Produkten, den die Abnehmer nicht be= gar wundersame Irrungen und Wirrungen an. Der Widerspruch wird noch widerfinniger, sobald wir die in wältigen können. Auf der anderen die große Masse der GesellDie Dekonomie findet die Thatsache vor, daß die Preise aller Waaren, darunter auch der Preis der Waare, die sie Arbeit" Geld ausgedrückten Werthe auf Arbeitszeit reduziren. In den schaft proletarisirt, in Lohnarbeiter verwandelt, und eben dadurch rennt, fortwährend wechseln; daß sie steigen und fallen infolge zwölf Stunden Arbeit wird ein Neuwerth von sechs Mark ge- unfähig gemacht, jenen Ueberfluß von Produkten sich anzueignen. von sehr mannigfaltigen Umständen, die häufig mit der Her- schaffen. Also in sechs Stunden drei Mark- die Summe, die Die Spaltung der Gesellschaft in eine kleine übermäßig reiche und eine stellung der Waare selbst in gar keinem Zusammenhang stehen, der Arbeiter für zwölfftündige Arbeit erhält. Für zwölfftündige große, besitzlose, Lohnarbeiterklasse bewirkt, daß diese Gesellschaft sodaß die Preise in der Regel durch den puren Zufall bestimmt Arbeit erhält der Arbeiter als gleichen Gegenwerth das Produkt in ihrem eigenen lleberfluß erstickt, während die große Mehrzahl ihrer scheinen. Sobald nun die Dekonomie als Wissenschaft auftrat, von sechs Stunden Arbeit. Entweder also hat die Arbeit zwei Glieder kaum, oder nicht einmal, vor dem äußersten Mangel gewar eine ihrer ersten Aufgaben, das Gesetz zu suchen, das sich hinter Werthe, wovon der eine doppelt so groß wie der andere, oder schützt ist. Dieser Zustand wird mit jedem Tage widerfinniger diesem, scheinbar die Waarenpreise beherrschenden Zufall verbarg und zwölf find gleich fechs! In beiden Fällen kommt reiner Wider- und- unnöthiger. Er muß beseitigt werden, er kann be seitigt werden. Eine neue Gesellschaftsordnung ist möglich, das in Wirklichkeit diesen Zufall selbst beherrschte. Innerhalb der finn heraus. Wir mögen uns drehen und wenden wie wir wollen, wir worin die heutigen Klassenunterschiede verschwunden sind, und wo fortwährenden, bald nach oben, bald nach unten schwankenden und schwingenden Waarenpreise suchte fte nach dem festen Zentral- tommen nicht heraus aus diesem Widerspruch, so lange wir vom- vielleicht nach einer kurzen, etwas fnappen, aber jedenfalls punti, um den herum diese Schwankungen und Schwingungen Rauf und Verkauf der Arbeit und vom Werth der Arbeit moralisch sehr nützlichen Uebergangszeit durch planmäßige Und so ging es den Dekonomen auch. Der Ausnutzung und Weiterbildung der schon vorhandenen ungeheuren sich vollziehen. Mit einem Worte: sie ging von den Waaren sprechen. preisen aus, um als deren regelndes Gesetz den Waarenwerth legte Ausläufer der Klassischen Dekonomie, die Ricardo'sche Produktivkräfte aller Gesellschaftsglieder, bei gleicher Arbeitszu suchen, aus dem sich alle Preisschwankungen erklären, auf den Schule, ging großentheils an der Unlösbarkeit dieses Wider- pflicht, auch die Mittel zum Leben, zum Lebensgenus, zur Ausspruchs zu Grunde. Die klassische Dekonomie hatte sich in eine bildung und Bethätigung aller förperlichen und geistigen Fähig. fie schließlich alle wieder zurüdführen sollten. Die tlaffische Detonomie fand nun, daß der Werth einer Sadgaffe feftgerannt. Der Mann, der den Weg aus dieser Sack- feiten, gleichmäßig und in stets wachsender Fülle zur Verfügung stehen. Und daß die Arbeiter mehr und mehr ents Waare bestimmt werde durch die in ihr steckende, zu ihrer Pro- gasse fand, war Karl Mary. duktion erheischte Arbeit. Mit dieser Erklärung begnügte sie sich. Was die Dekonomen als die Produktionskosten der Arbeit" schlossen sind, sich diese neue Gesellschaftsordnung zu erkämpfen, 1nd auch wir können einstweilen hierbei stehen bleiben. Nur angesehen hatten, waren die Produktionskosten, nicht der Arbeit, davon wird Zeugniß ablegen, auf beiden Seiten des Ozeans, Mißverständnissen vorzubeugen, will ich daran erinnern, daß sondern des lebendigen Arbeiters selbst. Und was dieser Ar- der morgende erste Mai und der Sonntag, der dritte Mai. London, 30. April 1891. diese Erklärung heutzutage völlig ungenügend geworden ist. beiter dem Kapitalisten verkaufte, war nicht seine Arbeit.„ SoFriedrich Engels. zuerst die werthbildende Eigenschaft der Arbeit gründ- bald seine Arbeit wirklich beginnt," sagt Marr, hat sie bereits lich untersucht und dabei gefunden, daß nicht jede scheinbar oder aufgehört, ihm zu gehören, kann also nicht mehr von ihm verauch wirklich zur Produktion einer Waare nothwendige Arbeit fauft werden." Er fönnte alfo höchstens feine fünftige Ardiefer Waare unter allen Umständen eine Werthgröße zusetzt, die beit verkaufen, d. h. die Verpflichtung übernehmen, eine bestimmte der verbrauchten Arbeitsmenge entspricht. Wenn wir also heute Arbeitsleistung zu bestimmter Beit auszuführen. Damit aber furzweg mit Dekonomen wie Ricardo sagen, der Werth einer verkauft er nicht Arbeit( die doch erst geschehen sein müßte), Selbsterkenntniß ist eine schöne Tugend und verdient Baare bestimme sich durch die zu ihrer Produktion nothwendige Arbeit, sondern er stellt dem Kapitalisten, auf bestimmte Zeit( im Tagso unterstellen wir dabei stets die von Mary gemachten Vorbehalte. lohn) oder zum Zweck einer bestimmten Arbeitsleistung( im Stück solche immer Anerkennung, wo man derselben begegnet. Deshalb Dies genügt hier; das Weitere findet sich bei Mary in Bur lohn) seine Arbeitskraft gegen eine bestimmte Zahlung zur Ver- foll auch die verdiente Anerkennung dem Verein Waldeck", beStritit der politischen Dekonomie," 1889, und im ersten Band des fügung: er vermiethet refp. verkauft seine Arbeit straft. ziehungsweise dem Vorstande desselben nicht versagt werden, um Diese Arbeitstraft ist aber mit seiner Person verwachsen und von so weniger, als gerade im vorliegenden Falle die Selbsterkenntniß Kapital." Lokales. 11 11 Sobald aber die Dekonomen diese Werthbestimmung durch ihr untrennbar. Ihre Produktionskosten fallen daher mit seinen eine gar so feltene Tugend ist. Nennt sich doch dieser Verein in die Arbeit anwandten auf die Waare Arbeit", geriethen sie von Produktionstosten zusammen; was die Dekonomen die Produktions- eitler Selbstüberhebung Fortschrittlicher" Verein Waldeck", ein einem Widerspruch in den anderen. Wie wird der Werth der fosten der Arbeit nannten, sind eben die des Arbeiters und damit Verein, der lediglich von sich reden macht durch SchlepperArbeit" bestimmt? Durch die in ihr steckende nothwendige die der Arbeitskraft. Und so können wir auch von den Pro- dienste, welche er bei Wahlen der deutschfreisinnigen" Partei Arbeit. Wie viel Arbeit aber steckt in der Arbeit eines Arbeiters duktionskosten der Arbeitskraft auf den Werth der Arbeits- verrichtet, und sonst nichts weiter ist, als ein Diskutirklub deutschfür einen Tag, eine Woche, einen Monat, ein Jahr? Die Arbeit fraft zurückgehen, und die Menge von gesellschaftlich nothwendiger freisinniger Jünglinge, welche den Beruf in sich tragen," Säulen eines Tages, einer Woche, eines Monats, eines Jahres. Wenn Arbeit bestimmen, die zur Herstellung einer Arbeitskraft von be- der deutschfreisinnigen Partei zu werden, als welche sich auch der die Arbeit das Maß aller Werthe ist, so können wir den„ Werth stimmter Qualität erforderlich ist, wie dies Mary im Abschnitt Verein betrachtet. Doch wie diese Partei in ihren Grundfäßen Der Arbeit" eben nur ausdrücken in Arbeit. Wir wissen aber vom Kauf und Verkauf der Arbeitskraft gethan hat( Kapital", erschüttert ist, so auch der„ Verein Waldeck!" Aus dem„ fortschrittlichen" ist ein rückschrittlicher" geworden, und diese Thatabsolut nichts über den Werth einer Stunde Arbeit, wenn wir Band I, Rapitel 4, 3. Abtheilung). nur wissen, daß es gleich einer Stunde Arbeit ist. Damit sind| Was geschieht nun, nachdem der Arbeiter dem Kapitalisten fache zu erkennen und einzugestehen ist eben die vorher gerühmte Des jetzigen Vorstandes. Der Verein wir also fein haar breit näher am Ziel; wir drehen uns in seine Arbeitstraft verkauft, d. h. gegen einen vorausbedungenen Selbsterkenntniß einem fort im Kreise. Lohn Taglohn oder Stücklohn- zur Verfügung gestellt hat? steht nämlich vor dem hochwichtigen Ereignisse der Neuwahl Die Klassische Dekonomie versucht es also mit einer anderen Der Kapitalist führt den Arbeiter in seine Werkstatt oder Fabrit, des Borstandes und was das besagen will, geht aus dem Kampfe Wendung; ist wo sich bereits alle zur Arbeit erforderlichen Gegenstände, Roh- hervor, den bereits lange vor dem Wahltermine die„ Jungen" fie fagte: gleich ihren Produktionskosten. Aber was sind die Pro- stoffe, Hilfsstoffe( Kohlen, Farbstoffe, zc.) Werkzeuge, Maschinen, und die„ Alten" im Vereine Waldeck um die Besetzung der Vorduktionskosten der be- vorfinden. Hier fängt der Arbeiter an zu schanzen. Sein Tages- standsposten führen. Nun, das können die deutsch- freisinnigen Arbeit? Um diese Frage zu John sei wie oben 3 Mark wobei es nichts ausmacht, ob er Herren getrost thun; das interesfirt uns auch weniger, als ein in " Der Neu- Auflage der vortrefflichen gleichnamigen Agitations: fie im Taglohn oder im Stücklohn verdient. Wir nehmen auch dieser Angelegenheit an die geehrten Herren Vereinskollegen" schrift von Karl Marx, die in den nächsten Tagen in unterem Ver- hier wieder an, daß der Arbeiter in zwölf Stunden den vernutzten gerichtetes Birkular, welches Die Unterschrift„ bewährter" Meitlage erscheinen wird, sendet Friedrich Engels die werth- Rohstoffen durch seine Arbeit einen Neuwerth von sechs Mart glieder des Vereins trägt und in dem der Freude und Genugvollen obenstehenden Ausführungen voraus. Wir sind hocherfreut, zusetzt, welchen Neuwerth der Kapitalist beim Verkauf des fertigen thuung beredter Ausdruck gegeben wird, mit der es begrüßt wer Werkstücks realisirt.. Er zahlt davon dem Arbeiter seine 8 Mart, den würde, wenn alle Mitglieder sich endlich fret machen von dieselben schon jeßt unseren Lesern vorlegen zu können. der Werth einer Waare Die jener Gleich giltigkeit und Abgeftumpftheit, die Mit Recht wird übrigens aus Anlaß dieses Vorkommnisses Von einem größeren Brande wurde die in der Vessing leider immer mehr uni sich greift." Das ist gewiß das Bekenntniß und ähnlicher Fälle von den Arbeitern verlangt, daß das Ergebnis straße 55 belegene Bungsche Kaffeebrennerei am geftrigen Aben einer schönen Seele, welches tief blicken läßt und zeugt zugleich von der behördlichen Erörterungen über solche Unfälle veröffentlicht heimgesucht. Das Feuer vernichtete einen großen Theil der Vor einer anerkennenswerthen Selbsterkenntniß, die wir be- werden möge. Die Löhne, welche als Grundlage für die Entschädigung räthe, die auf dem Dachboden lagerten; auch die Dachkonstruktion reits rühmend hervorgehoben haben. Die Gleichgiltigkeit" der Verunglückten dienen, sind oft aus zufälligen Gründen, die gerade ging in Flammen auf. Die Feuerwehr hatte zwei Stunden an und„ Abgeſtumpftheit", die im„ fortschrittlichen" Verein Waldeck den Arbeitsmarkt beherrschen, so niedrige, daß die Entschädigung für gestrengter Arbeit, bevor die Bewältigung des Brandes gelang. ,, leider" immer mehr um sich greift, erscheint uns nur natur- den Arbeiter ganz auffallend gering ausfällt. Es wäre doch gemäß, da der Verein schon lange eine politische Null ist, für den interessant, aus einer Zusammenstellung der für abgeschnittene oder Eine Greisin verunglückte am gestrigen Nachmittage an fich eben Niemand mehr zu erwärmen vermag. Die Bedeutungs- sonst verstümmelte Gliedmaßen gezahlten Entschädigungen zu er der Ecke der Strom- und Thurmstraße durch vorzeitiges Ab losigkeit des Vereins soll nun wieder gehoben werden durch die fahren, wie hoch sich der Preis für einzelne Körpertheile eines springen von einem Pferdebahnwagen. Die 70 Jahre alte Frau Neuwahlen des Vorstandes." Wir beabsichtigen," so heißt es Arbeiters in den verschiedenen Branchen stellt. S. sprang, obwohl sie der Schaffner eindringlich davor gewarn diesbezüglich in dem gedachten Zirkulare, dem Vorstande des Auffällig ist es auch, daß der amtliche Polizeibericht von den hatte, während der Wagen in langsamer Fahrt eine Kurve Vereins eine Zusammensetzung zu geben, die dafür bürgt, daß meisten der in den Fabriken vorkommenden Unglücksfällen feine passirte, vom Trittbrett ab und stürzte hierbei so unglücklich auf nichts unversucht bleiben wird, den Verein Waldeck wieder zu Notiz nimmt. So theilt unser Gewährsmann aus seiner persön- das Pflaster, daß sie den rechten Unterschenkel brach. heben und ihn zur Blüthe und kräftigen Fortentwickelung zu lichen Kenntniß uns sofort außer dem vorstehenden Falle noch Verletzte wurde nach dem städtischen Krankenhause in Moabit bringen." Um ihn wieder" zu heben! Ja, ja, man ist bereits zwei Fälle mit, die sich in einer bekannten, in der Zeughof gebracht. tief gesunken! Das ist wieder so ein Bekenntniß einer schönen straße belegenen Möbelfabrik vor einiger Zeit ereigneten. Seele und ein Beweis tiefer Selbsterkenntniß! Schade nur, daß Einem Arbeiter wurden von der Bandsäge zwei Finger der linken hiesigen in der Pantstraße belegenen Fabrit, welches die Ober Ein Boot mit sieben jungen Leuten, Angestellten einer diese Selbsterkenntniß nicht so weit reicht, einzusehen, daß alle Hand abgeschnitten, einem anderen Arbeiter wurden von den spree stromaufwärts fuhr, ist am Sonntag gegen 8 Uhr Abends Anstrengungen, den Verein wieder zu heben, vergebliche find. Messern der sogenannten Dickten- Hobelmaschine drei Finger der in der Nähe von Röpenick gefentert. Das schlecht gesteuerte Boot Der Niedergang des fortschrittlichen" Vereins ist eben nicht linken Hand zum größten Theile weggerissen. Von allen diesen lief nämlich mit solcher Gewalt gegen eine verankerte Bille, daß mehr aufzuhalten und gleich wie er in sich selbst verfällt, geht Unfällen ist kein Wort in die Oeffentlichkeit gekommen, obwohl es umschlug und die Insassen ins Wasser stürzten. Die Verun auch die mühsam zusammengefleisterte, deutschfreisinnige" Partei das sehr wünschenswerth ist, um den idealistischen Schwärmern, glückten, welche sämmtlich nicht schwimmen konnten, schrien laut ihrem Zerfalle immer mehr entgegen. welche die Arbeiterverhältnisse bloß mit humanen Ideen bessern zu können meinen, durch Zahlen zu beweisen, daß nicht blos die um Hilfe. Mehrere Ruderer machten sich an die Rettung, aber Arbeitstraft des Menschen, sondern auch sein Körper eine Waare gelang zunächst nur, zwei Personen, die sich an den gefenterien ift, die selbst stückweise veräußert und genau ihrem Preise nach die übrigen fünf erst in bewußtlosem Zustande aus dem Wasser Rahn angellammert hatten, aufs Trockne zu bringen, während tagirt werden kann. herausgezogen wurden, von wo aus fie insgesammt nach tannt, daß folgende Wirthe ihre Säle zu allen Arbeiterversa Die Reinickendorfer Lokalkommission macht hiermit b lungen unentgeltlich hergeben: An den Säulen und auch in Zeitungs- Inferaten wird in Tekterer Beit vielfach das Anerbieten sogenannter Privatdetektivs bekannt gegeben. Diese Leute stehen im Dienste eines Unternehmers, der sich die Auskundschaftung privater Verhältnisse be= stimanter Personen im Auftrage eines Dritten und gegen Bezahlung angelegen sein läßt. Es handelt sich also um ein rein geschäft richten. In der Nacht zum 8. D. Mts. ist in Güstebieferbose ein verunglückten Wasserpartie freundliche Aufnahme seitens der liches Unternehmen im besten- oder wie man wohl richtiger 15 Jahre altes Dienstmädchen durch einen Pferdeknecht in der dortigen Bürger. Eine dritte Blutthat ist aus der Umgegend Berling zu be. Röpenick geschafft wurden. Dort fanden die Theilnehmer der fagen tönnte im schlechtesten Sinne des Wortes, wie folche scheußlichsten Weise hingefchlachtet worden. Beide Personen " Unternehmen" auf dem Boden der gegenwärtigen Gesellschafts- dienteu bei dem Gutsbesitzer Siewert, welcher auch die Vormundordnung sich eben nur entwickeln fönnen. Ein moderner Ehe- schaft über das minorenne Mädchen führte. Der Knecht hatte zu mann ist, vielleicht auf Grund feiner eigensten Empfindungen, dem jungen Kinde eine tiefe Zuneigung gefaßt und ihm diese auch von der Heiligkeit seiner Ehe so fest überzeugt, daß er seine Frau wiederholt kundgegeben. Trotzdem er immer und immer wieder endestraße 1. 3. Budewiß, Hausotterstr. 4. 4. Wenzelau, Hausotters 1. Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. 2. Lüdicke, Am durch einen Detektivbeamten überwachen läßt und zu diesem Zurückweisungen seiner Anträge erfuhr, wollte er sich doch nicht zu straße 81. 5. Bente, Nordbahnstr. 1. 6. Caro, Residenzstr. 101. 3wede ein ertleckliches Sümmchen daran wendet, oder ein Gefrieden geben; er hoffte immer noch, die Neigung des jungen 7. Gebeler, Provinzstr. 45. schäftsmann, der schlechte Löhne zahlt, fagt fich:" Dabei können Mädchens fich zu erwerben. DasLetztere hatte ein eigenes Schlafzimmer Scharnweberstr. 4. 8. Teichert, Zentral- Schützenhaus, meine Leute nicht bestehen! Sie müssen also stehlen!" Er bessert in dem Wohnhause des Gusbesitzers inne, während ihr Anbeter in Scharnweberstraße. 9. Mark's Restaurant zum Feuerwerker, natürlich nicht die Löhne auf, sondern verhandelt mit dem einer Kammer des Pferdestalls schlief. In der fraglichen Nacht Eichbornstraßen- Ecfe. 10. Gorde's Waldschlößchen, Wald- und Detektiv- Institut über einen Preis für die geheime Ueberwachung nun schlich sich dieser heimlich zu dem Mädchen und wiederholte seiner Arbeiter; fällt dieser Preis geringer aus als die Lohn- seine Liebeswerbung, wurde aber auch diesmal ernstlich abge aus. Alle eventuellen Anfragen und Unregelmäßigkeiten wolle In sämmtlichen angeführten Lokalen liegen Arbeiterblätter erhöhung, so wäre ja der Unternehmer ein sehr unpraktischer wiesen. Für diesen Fall hatte er bei sich beschlossen, die Magd man an den Unterzeichneten richten. F. Schäfer, Pankower Geschäftsmann nach modernen Begriffen, wenn er höhere Löhne zu ermorden; denn er holte nunmehr ein Nasirmesser aus einer Allee 41. zahlen wollte. Tasche hervor, stürzte sich damit auf die Wehrlose und durchAus solchen Verhältnissen und aus solchen Bedürfnissen der schnitt ihr die Gurgel. Um 6 Uhr früh wurde die Leiche durch Zeit heraus hat sich nun das moderne Institut der Privatdetektiv- die Mutter des Besitzers, welche in der Absicht zu wecken das Anstalt entwickelt und die wirklich sehr geringe Sympathie, deren Zimmer betrat, im Bett aufgefunden. Der Mörder hatte gleich sich der amtliche Geheime Ueberwachungsdienst in Berlin beim nach der That die Flucht ergriffen, stellte sich aber im Laufe des Publitum namentlich aus der Aera Putitamer her erfreut, war folgenden Tages seinem Herrn mit der eigenartigen Bitte, ihn nicht geeignet, der privaten Ueberwachung größeres Wohlgefallen nicht wegen seiner That zur Anzeige zu bringen, da er dieselbe entgegenzubringen. bereue. Er wurde alsbald durch den Amtsvorsteher verhaftet und nach dem Gerichtsgefängniß abgeführt. lifte dahin, daß nicht W. Lerche, Friedrichstraße, sondern Fr. Friedrichshagen. Die Lokalfommission berichtigt die Lokal Lerche, Friedrichstraße, gegenüber der Kirche, sein Lokal zur Ver fügung stellt und Vorwärts" auslegt. Desgleichen liegt in bem nahe gelegenen Rahnsdorf" Restaurant zum großen Hecht" ebenfalls ein Arbeiterblatt aus. " Bor einiger Zeit wurde von einem Vorfall gemeldet, Polizeibericht. Am 10. d. M. Nachmittags wurde auf dem welcher sich in der Wohnung einer Wittwe A. im ersten Stod Hofe des Grundstücks Biesenthalerstr. Nr. 14 ein an der Kette werk des Hauses Kochstr. 25 abgespielt hatte. Dorthin war ein Ein schauerliches Sittendrama, das vermuthlich mit liegender Hund von dort spielenden Kindern geneckt und wüthend Mann gekommen, der vorgab, von einer Feuerversicherungs- Ge- einem Verbrechen in Zusammenhang steht, beschäftigt gegenwärtig gemacht, infolge dessen er sich auf einen 3jährigen Knaben sellschaft abgesandt zu sein und bat, die Wohnung behuss einer das Spandauer Amtsgericht. Die Tragödie, deren Anfänge wohl stürzte und demselben mehrere bedeutende Bißwunden am Kopfe Bersicherung in Augenschein nehmen zu dürfen. Obwohl nun in Berlin gespielt haben mögen, trug sich in der vorigen Woche beibrachte. In der Nacht zum 11. d. M. wurde ein Mäden Frau. gar nicht daran dachte, ihre Mobilien versichern zu in dem nahe bei Spandau gelegenen Dorf Schönwalde, Kreis in der elterlichen Wohnung in der Mezerstraße erhängt vorge Laffen, ließ sie den Fremden doch eintreten und gestattete ihm nicht Osthavelland, zu. Ein Milchpächter in Berlin ist Abnehmer der funden. Zu derselben Beit fiel ein Kassenbote auf dem Fiur nur die Besichtigung der sämmtlichen Wohnungsräume, sondern Milch des einem Herrn v. Risselmann gehörigen Rittergutes des Hauses Bergstraße Nr. 49 mit dem Kopfe gegen die Rante einer ertheilte ihm fogar Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse, Schönwalde. Seine Geschäfte auf dem Gute besorgte seit dem Treppenstufe und erlitt dadurch eine bedeutende Verlegung au nach denen sich der Unbekannte in sehr eingehender Weise er: 1. April ein etwa 30 Jahre alter Milchkühler, den er zu diesem Zwecke der Stirn, welche seine Ueberführung nach dem Lazarus- Krankentundigte. As später Frau A. den angeblichen Versicherungs- dorthin gesandt hatte. Am Sonntag vor acht Tagen fand sich auf dem hause nothwendig machte. An der Ecke der Friedrichs- und Agenten in auffallender Weise Dor dem Hause auf Gute ein junges Mädchen ein, welches der Milchkühler für Kronenstraße wurde am 11. d. M. Vormittags ein Straßenreiniget und abgehen sah, kam ihr die Sache etwas verdächtig vor, seine Rousine ausgab. Der Gutsherr wollte aber nicht von einer Droschte überfahren und erlitt einen Bruch des Ober und es regte sich der Argwohn in ihr, es könne auf einen Ein- dulden, daß dieselbe sich länger als einen Tag in dem Dorfe auf- armes, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußt bruch bei ihr abgesehen sein und der Fremde den Ausbaldo- hielt, und der Milchkühler erklärte auch, daß er seine Besucherin Vor dem Hause Steinmetzstraße 45 wurde Mittags ein 5jähriger werer" dabei gespielt haben. Der Vorfall wurde der Polizei- noch am Abend zur Bahn nach der Station Seegefeld bringen Knabe von einem Ziehunde gebissen und am Unterarme bedeutend behörde gemeldet, und die Feststellungen derfelben haben ergeben, würde. Das junge Mädchen wurde seit dem Tage auch nicht verlegt. Nachmittags gingen in der Schloßfreiheit die vor daß die Sache doch anders zusammenhing. Der Unbekannte ist wieder gesehen. In der nächsten Zeit erwartet der Gutsherr die einem Break gespannten Pferde des Rentiers Zorn durch und der Agent eines Privat- Detektivbureaus gewesen, der im Interesse Ankunft von Schnittern, und für dieselben sollte auch die Woh- streiften vor dem Hause Nr. 8 gegen eine dort haltende Kutsche, eines gegen die Wittwe A. prozessirenden Auftraggebers sich über nung des Milchfühlers eingeräumt werden. Am Freitag follte so daß der Wagen umfiel und die Insassen auf den Straßen deren Vermögensverhältnisse informiren sollte. letztere besichtigt und gereinigt werden. Die Leute, welche dies damm geschleudert wurden. Hierdurch erlitten die Ehefrau des Hierzu bemerft ein hiesiges Blatt: besorgen sollten, fanden den Eingang verschlossen und derselbe Besizers, sowie ein Mädchen anscheinend bedeutende Verlegungen, Die Anwendung einer solchen Lift in dem einseitigen Interesse wurde darauf mit Gewalt geöffnet. Den Eintretenden bot sich während Born unverlegt blieb. Vor dem Hause Reinicken einer Privatperson erscheint allerdings bedenklich und ist nicht zu ein schrecklicher Anblick dar. Auf der Diele lag der nackte Körper Dorferstraße 2 brachte zu derselben Beit ein 12 jähriger Knabe billigen. Aber es giebt kein Gesez, auf Grund dessen eine solche eines neugeborenen, todten Kindes und im Bette das Mädchen lebend infolge eines Streites einem 11 jährigen Knaben einen Messerstich Handlungsweise bestraft werden könnte. Das Publikum ist dabei mit einem zweiten todten Kinde. Es war jenes junge Mädchen, welches in den Rücken bei, ohne ihn jedoch schwer zu verlegen.- Abends auf die Selbsthilfe angewiesen, es muß sich aber vorsehen und zum Besuch des Milchkühlers gekommen war. Sie hatte bereits am wurde eine 72 Jahre alte Frau vor dem Hause Weberstraße 57 Unbekannten ohne gehörige Legitimation den Eintritt in seine Montag in der Wohnung, in welcher fie der Milchkühler, ihr von einem Arbeitswagen überfahren und an beiden Oberschenkeln Behausung verweigern. Wie uns übrigens von zuständiger Seite Geliebter, verborgen gehalten, die beiden Kinder zur Welt ge- bedeutend gequetscht. Zu derselben Zeit fand in einer neu an mitgetheilt wird, sind dem Polizeipräsidium in legter Zeit wieder- bracht. Jede Hilfe hatte ihr in dieser schweren Stunde gefehlt. gelegten Restaurationstüche der Bockbrauerei, Fidicinstraße 2-6, holt Klagen zugegangen von Leuten, welche durch Beobachtungen Gin Kind hat nach ihrer Aussage bei der Geburt gelebt. Die infolge mangelhaften Verschlusses der Leitungsröhren eine Gas und Verfolgungen seitens solcher Privatdetektives Belästigungen Ursache des Todes beider Kinder muß erst die Obduktion fest- explosion statt, wobei der Braumeister Brandwunden im Gesicht stellen. Noch am Freitag wurde der Amtsrath Beußel in Wang- und an der Hand erlitt. Vor dem Hause Mohrenstraße 22-23 Wir möchten dagegen bemerken, daß uns ein solches Berdorf von dem Vorfall benachrichtigt, und am Sonnabend begab fiel in der Nacht zum 12. d. M. ein bort haltender Droschken fahren von Privat- Detektivs allerdings strafbar erscheint und sich bereits eine Gerichtskommission mit einem Arzt von Spandau futscher vom Bock und erlitt dabei eine so bedeutende Verlegung zwar als Betrug. Wer in Ausübung seiner Berufsthätigkeit, nach dem Thatort. Das Mädchen, welches erkrankt ist, wird am Kopfe, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. also um sich seinen Unterhalt, oder, was doch gleichbedeutend vorläufig in dem Dorfe unter Bewachung gehalten. Die Unter- Am 11. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden sieben ist, einen Vortheil zu verfchaffen, falsche Thatsachen vorspiegelt, fuchung nimmt im Uebrigen ihren Fortgang. Inzwischen dürfte Kleine Brände statt. begeht in solchem Falle einen strafbaren Betrug, denn der Bor- auch schon die Staatsanwaltschaft am Landgericht II. von der theil wird schon durch diese Art der Vorspiegelung ein wider Sache benachrichtigt worden sein. rechtlicher. Richtig mag sein, daß diese Deduktion etwas spis ist, aber sie ist es lange nicht in der Weise, wie etwa Auslegungen anderer Strafbestimmungen in rein politischen Dingen Afrita, eine Person, die seiner Zeit in Berlin viel gesehen wurde, Ein junger Abenteurer aus der Berberei im nördlichen gemacht worden sind. In jedem Falle könnte und sollte dem wird eifrigst von den hiesigen Behörden gesucht. Der Gesuchte Detektiv- Unwesen entgegengetreten werden. Ueber den Prozeß wegen Beleidigung der Subaltern Sehr erfolgreich würde das z. B. geschehen, wenn der amtliche Geheim- lleber- ennt sich Hadji Hamed Ben Mohammed Ssueri, wurde vor beamten im Kaiserl. Statistischen Amt geht uns noch wachungsdienst aus dem Ressort der politischen Polizei ver- Quedenfeldt mit nach Berlin gebracht, verließ letteren hier aber einigen Jahren von dem Marokkoforscher Premierlieutenant folgendes Schreiben zu: In der Strafsache wider Hense und Genossen wegen Be schwände, wo er vollständig entbehrlich ist. fehr bald und produzirte sich darauf als Spezialist, als sogenannter leidigung der Subalternbeamten im Kaiserl. Statistischen Amt Die Findigkeit" der Post erscheint in einem recht frag in die Dienste 3 trat, hatte er gerade eine Pilgerfahrt nach viele Beugen sich nicht mehr recht entsinnen konnten", die Ver " Schlangenmensch" auf mehreren Spezialitätenbühnen. Als er mußte zwar bekanntlich wegen formaler Beleidigung und weil würdigen Lichte gegenüber den Klagen der Beamten der Stadt- dem Grabe des Propheten nach Metta absolvirt und aus diesem urtheilung der Angeklagten erfolgen; der moralische Erfolg aber vogtei, daß die an die Berliner Stadtvogtei adrefsirten Briefe Grunde führt er nunmehr den muhammedanischen Titel Hadji. lag auf ihrer Seite. Trotz des zum Theil mißglückten Wahrheitsoft 5 Tage lang durch alle möglichen Berliner Bostämter wandern, Begen eines Taschendiebstahl wurde er schließlich zu mehreren beweises entrollte die Verhandlung ein trauriges Bild von der weil der Postbehörde nun schon seit vielen Monaten die neue Monaten Gefängniß verurtheilt. Dann ging er als Artist" nach sozialen Lage der Hilfsarbeiter. Adresse der Stadtvogtei unbekannt" ist. Bukarest und Wien. In lezterer Stadt traf nun fürzlich eine Der Geheime Ober- Regierungsrath Dr. Becker, Direktor des erfahren. Gerichts- Beitung. Eine unliebsame Ueberraschung ist dem Geflügelzüchter- größere Geldsendung aus Mogador von seinem Vater, einem Raiserl. Statistischen Amtes, mußte selbst zugeben, daß er zu Verein„ Cypria" von der Steuertasse des Magistrats bereitet hohen Beamten des Sultans von Maroffo, für ihn ein. Diese feinem Bureauvorsteher gesagt habe, man müffe nun worden." Der Verein hatte bekanntlich für die Tage der Aus- Summe sollte dem rechtgläubigen Moslim die Rückkehr in die doch bald die Entlassung zweier schwer tranker Hilfsstellung die zweite Etage des Equitable- Palastes, und zwar zum Heimath ermöglichen, aber die Sendung traf ihn dort nicht arbeiter in Erwägung ziehen". Durch Zeugen wurde Miethspreis von 3000 M. benutzt. Von dieser Miethssumme hat mehr an. Nach einer Version soll er nach Berlin, nach einer festgestellt, daß von dem Bureauvorsteher den Kranken nun der Magistrat die ganze Jahressteuer in Söhe von 200 m. anderen nach Hamburg gegangen sein. Troß aller Bemühungen der Rath ertheilt fei, sich doch ja recht bald im Amt vom Verein eingezogen, Der Verein will sich diese Besteuerung unserer Behörden ist es bis jetzt nicht gelungen, den jungen sehen zu lassen. Aus Furcht, ihre Stelle zu verlieren, hätten sich nicht gefallen laffen und mindestens 3/4 der Steuer wieder zurück- leichtsinnigen Berber aufzufinden, Beide zum Dienst geschleppt, einige Wochen später find Beide fordern, da er der Ansicht ist, höchstens für das Quartal steuergestorben. pflichtig zu sein, in welchem die Ausstellung stattgefunden hat. Auf der Unterhavel bei Weinmeisterhorn sind am Zum Fall Hense, welcher in schwerer Krankheit um Urlaub 10. d. M. wieder zwei blühende Menschenleben zu Grunde ge- oder Hausarbeit gebeten, lag dem Gerichtshof das Antwort Einen granfigen Fund machte man am Sonnabend in der gangen. Wie der A. f. d. 5." berichtet, mietheten zwei junge schreiben vor, in welchem das Gesuch abgelehnt wird. Im Werkstatt der Holzleistenfabrik Waldemarstaße 14, als man an dem Männer, Buchdrucker aus Berlin, in Schildhorn eine Gondel Uebrigen", heißt es wörtlich, hat der Direktor ausdrücklich auf erwähnten Tage in der Nähe der dort aufgestellten Pendelsäge und fuhren über den Gatower See in eine Bucht der Scharfen Ihr Einberufungsschreiben hingewiesen, was Ihnen nicht tam. Am Boden lag nämlich eine noch frisch blutende Menschen- Lante, wo Fischerwehre aufgestellt sind. Hier enttleidete sich der unbekannt sein dürfte."( Tägliche Kündigung, Ausfall hand und von diesem Fundorte führte eine breite Blutspur durch eine Insasse und sprang in den Fluß, um zu baden. Nach einer der Diäten.) Mit Rücksicht auf seine Familie, und um nicht die Werkstatt über die Höfe des Grundstücks nach dem Geschäfts- kleinen Weile wollte er wieder ins Boot steigen, dies gelang ihm wieder ganz ausscheiden zu müssen, schleppte sich S. zum Dienst. raume des im Hause wohnenden Heilgehilfen. Die herbeige- aber nicht, und bei den Bemühungen des im Boot befindlichen Die anwesenden beiden Aerzte bekunden als Sachverständige über rufenen Arbeiter aus der Werkstatt fanden hier, als sie der Blut- jungen Mannes, dem Genossen behilflich zu fein, fiel auch er einstimmend mit anderen Attesten, welche seiner Zeit spur nachgegangen waren, den 20jährigen Arbeiter Br., der plößlich ins Wasser. Da dieser des Schwimmens unkundig war, dem Direktor bet dem Gesuch vorgelegen haben, die Pendelsäge bedient hatte und derselben zu nahe gefom- flammerte er sich mit der Kraft der Todesangst an seinen Ge- S. damals gar nicht hätte arbeiten dürfen. men war, so daß ihm von der im Gange befindlichen Säge fährten, dieser machte verzweifelte Anstrengungen, fich zu befei sein rechtes Sandgelenk steif und werde es mit die rechte Hand vollständig abgerissen wurde. Der so ver- freien, da dies aber nicht gelang und nach einigen Minuten größter Wahrscheinlichkeit bleiben, er habe 11/2 Jahre lang nur stümmelte junge Mensch hatte noch die Willenstraft beseffen, zu völlige Erschöpfung eingetreten war, ertranken beide vor den links geschrieben und sei noch jetzt eine große Schwäche im Arm dem im Hause wohnenden Heilgehilfen zu laufen, wo er aber Augen einer an dem Ufer stehenden Menschenmenge. Als die zur zurückgeblieben. Die Bezeichnung Krüppel sei übertrieben. bald infolge des Blutverluftes ohnmächtig wurde und nach An- Hilfe eilenden Boote an der Stelle des Unglücks anlangten, war Daß Schimpfworte von Subalternbeamten in Bezug auf legung des Nothverbandes in ein Krankenhaus befördert werden es zu spät, die Leichen der beiden Kameraden liegen noch auf Silfsarbeiter gebraucht sind, wurde voll bewiesen; die Lage dem Grunde des Wassers. ordnung" sei es nicht. mußte bas Jest Bekundet wurde weiter, daß die schriftliche Verfügung,] versammlung der freien Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins über den Hof, nicht durch die Hausthüre zu gehen, zunächst nur und am 14. Juni die regelmäßige Mitgliederversammlung stattan die Hilfsarbeiter gerichtet gewesen sei; erst 1/2 Jahr findet. später sei auch den Sekretären, m'ündlich der Wunsch aus gedrückt". " Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Der Leseklub Carl Marx veranstaltete am Sonntag Nom, 12. Mai. Der Fluß Secchia ist bei Modena ausDer Angeklagte, Dr. jur. Sense, hob in seinem Schlußworte Abend im großen Saal der Berliner Bockbrauerei eine öffent getreten. Drei Menschen tamen in den Fluthen um. Po und nochmals kurz alle die Punkte hervor, welche erwiesen waren liche Versammlung, welche auch diesmal wieder trotz der warmen Leffin steigen gleichfalls in beunruhigender Weise. Die Dammund betonte den großen großen Unterschied in der sozialen Witterung von ca. 1000 Personen besucht war. Gen. Henning arbeiten an der Etsch bei Verona wurden an mehreren Punkten Lage zwischen dem erfrankten Beamten, welcher trotz langer sprach über die Sintfluth" und deckte in seinem Vortrage die zerstört. In der Proving Vicenza find alle Flüsse start anKrankheit Gehalt, Urlaub und Extrazuschüsse erhält, und dem vielen Widersprüche auf, welche das betreffende biblische Kapitel geschwollen. Hier und da haben unbedeutende Dammbrüche statterfrankten Hilfsarbeiter, welcher seine Stelle verliert und dessen aufweist und wies sodann nach, daß die ganze Geschichte von gefunden. Der Regen hält an. Familie darben müsse. Was ein derartiger wohl der Arche Noah's und der Sintfluth gleichlautend ist mit einer ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) gemeinter Rath", zum Dienst zu kommen, bedeute, wisse alten Heldensage des Hafis und von den Juden nur abgeParis, 12 Mai. Deputirtenkammer. Der Abgeordnete Jeder. Daß ihm der Wahrheitsbeweis nicht voll gelungen, er schrieben ist. Redner verbreitete sich darauf über das Thuu und kläre sich daraus, daß viele Zeugen heute anders aussagten als Treiben der heutigen Gesellschaft und führte einige Beispiele an, Chiché verlangt eine Interpellation betreffs der Vorgänge in damals, wo sie ihm die betr. Mittheilungen gemacht. Er glaube welche zeigten, wie es in den sogenannten gebildeten Ständen Fourmies einzubringen, da die Truppen auf die Menge gefeuert noch heute an die Richtigkeit seiner Behauptungen; die Absicht zugeht. An der Diskussion betheiligten sich die Gen. Kitler, hätten, ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Aufforderungen, sich zu beleidigen habe ihm fern gelegen, eine etwas derbe Form fei Unger und Böhzsch, welche im Sinne des Referenten sprachen. zu zerstreuen, ergeben zu laffen. Der Justisminister Fallières aber nothwendig gewesen, weil auf seine früheren akademischen Der letzte Redner nur brückte sich etwas unklar aus, was aber beantragt die Interpellation auf einen Monat zu verschieben. Klagen Niemand eingegangen sei. vom Referenten richtig gestellt wurde. Der Vorsitzende theilte zum Paris, 12. Mai. Nach aus Lissabon eingelaufenen NachDas Urtheil lautete auf 800, 200 und für Jakob auf 100 m., Schluß mit, daß diese Vorträge von Seiten der Klubs vorläufig richten wurde daselbst in der vergangenen Nacht vor dem Thore weil er beim Niederschreiben des Diktats gewußt hatte, daß das eingestellt werden müßten, da es an einem geeigneten Lokal fehlt des Ministeriums des Innern eine Dynamitbombe geworfen. felbe veröffentlicht werden sollte. und bat, auch später dem Verein dasselbe Wohlwollen zu be- Diefelbe richtete keinen Schaden an. Thatsächlich sind nach dem„ Hilfeschrei"( natürlich nicht in- weisen, damit die Erkenntniß in immer weitere Kreise gelange. folge desselben?) 48 Hilfsarbeiter lebenslänglich mit Pensions-- Das gesellige Beisammensein gestaltete sich auch diesmal zu berechtigung angestellt; die bis 1887 eingetretenen sollen figirte einem wirklichen Familienfest und hielt die Theilnahmer noch Diäten erhalten; auch der dienstliche Verkehrston ist ein besserer lange in fröhlicher Stimmung zusammen. geworden. Mous, 12. Mai. Die Arbeiter der Kohlengruben von Ghlin haben die Arbeit eingestellt. Wasmes, 12. Mai. Die Polizei hat bei einer Haussuchung in der Druckerei des Journals„ Droit du peuple", sowie bei dem Sozialisten Fauviaux mehrere Manuskripte beschlagnahmt. Brüssel, 12. Mai. In dem Bassin des Zentrums dauert der partielle Streit noch fort, doch hofft man, daß die Arbeit morgen in größerem Maße wieder aufgenommen werden wird, da viele Arbeiter nur aus Furcht noch feiern. Der Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper 2c. hielt Der Fabrikant Heinrich Eckert hatte sich gestern vor der am 29. April eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Herr 93. Abtheilung des Schöffengerichts wegen hierquälerei Beus sprach über das Thema:" Wird es immer Reiche und zu verantworten. Als der Angeklagte am 19. Februar d. J. den Arme geben?" Nach diesem Vortrage wurde vom Kassirer Gent, 12. Mai. Die hiesigen Schiffsmakler machten sich in zu seinem Hause Landwehrstraße 5-6 gehörigen Hof betrat, be- Prillwiß der Kassenbericht vom 1. Quartal verlesen. Unter Vermerfte er, wie ein kleiner altersschwacher Hund sich anschickte, schiedenem wurde zunächst dem Vorstande aufgegeben, die An- einer Unterredung mit den streikenden Dockarbeitern anheischig, den Ort zu verunreinigen. Voller Wuth hieb er das Thier mit schaffung einer Bibliothek in Angriff zu nehmen; ferner wurde ausländische Kohlen nur so lange in Belgien einzuführen, als feinem dicken Spazierstock über den Rücken, daß es fofort zusam. Die Ausarbeitung eines Lohntarifs wiederum angeredt. Vom der Streit dauern wird. Eine für die Entladung anderer Waaren menbrach. Dann brachte er dem Hunde noch mehrere wuchtige Vorstande wurde versprochen, schon bis zur nächsten Bersammlung, als Rohlen den Dockarbeitern angebotene Lohnerhöhung haben Siebe über den Kopf bei, so daß das Blut aus Nase und Mund am 20. Mai, die nöthigen Schritte zu thun. Zum Schluß wurde diese abgelehnt. strömte. Nicht nur der Eigenthümer, sondern auch alle übrigen nochmals dringend aufgefordert, den Arbeitsnachweis, welcher Augenzeugen nahmen an dieser Mißhandlung Aergerniß und er für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer unentgeltlich ist, recht fleißig statteten Anzeige. Der Gerichtshof war ebenfalls der Ansicht, zu benutzen. Derfelbe befindet sich bei Bolzmann, Andreasstr. 26, daß dem Angeklagten nicht das Recht zustehe. einen Sund in und ist jeden Abend von 8/2 Uhr an geöffnet. dieser Weise zu züchtigen, selbst wenn derselbe sich unnüß mache. Das Urtheil lautete auf 15 Mark Geldstrafe eventuell 3 Tage Haft. lung der polnischen Sozialisten nahm, neben der Resolution, auch Polnische Sozialisten. Die am 1. Mai tagende Versamm den Antrag eines Genossen behufs Gründung eines Agitations fonds an. Derfelbe wird, ähnlich wie der deutsche Fonds, durch Bons aufgebracht und durch einen Vertrauensmann verwaltet. Vielfach wurde auch der Wunsch laut, die Bons auf der einen Seite in deutscher Sprache drucken zu lassen, aber die Schwierigkeiten, welche der Indifferentismus der polnisch redenden Arbeiter dieser Vornahme auferlegt, mußten entschieden davon abrathen. Belgrad, 11, Mat. Gerüchtweise verlautet, der frühere Rapitän Uzunow, der Bruder des erschossenen Majors Uzunow, sei wegen Theilnahme an dem Morde Beltschew's in Krajowa verhaftet worden. Madrid, 12. Mat. Nach den amtlichen Ermittelungen sind 854 Republikaner, 169 Independenten und 31 Karlisten gewählt bei den spanischen Munizipalwahlen insgesammt 2578 Monarchisten, In Madrid und etwa 40 bedeutenderen Städten haben die Republikaner die Mehrheit erhalten. New- York, 11. Mai. Nach einer Meldung aus Conderfpoint in Potters County( Pennsylvanien) soll ein Zug mit ungefähr 100 Arbeitern, welche entsandt waren, um ein großes Waldfeuer zu löschen, mitten im Walde entgleist und umgestürzt sein. Mehrere Waggons geriethen in Brand und es sollen gegen 80 Personen verbrannt und eine große Anzahl schwer verWir halten die Bekanntgabe deffen an die deutschen Gewundet sein. noffen um so mehr am Plaze, als es vorkommen könnte, daß New- York, 11. Mai. Die bisherigen Nachrichten über das deutsche Genossen, welche zur Abnahme der Bons angegangen Eisenbahnunglück bei Gonderspoint in Potters County( Pennsyl werden, nachträglich sich dagegen sträuben könnten; dem glauben vanien) stellen sich als übertrieben heraus, nach den jetzt vorwir aber hierdurch zu begegnen. liegenden Meldungen werden vier Personen vermißt, die Zahl der Schwerverwundeten beträgt 25. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Den Mitgliedern und Freunden des Vereins wird hierdurch bekannt gemacht, daß am Montag, den 18. Mai( zweiten Pfingstfeiertag), ein Ausflug nach dem Grunewald statt findet. Treffpunkt früh 7% Uhr Alexanderplay( am Brunnen). Abfahrt Puntt 8 Uhr. Nachzügler fönnen sich bis 10 Uhr, Vormittags in Spandauer Bock einfinden. Die Mitglieder der Filialen Rigdorf, Charlottenburg und Spandau find hierzu eingeladen. New- York, 12. Mai. Nach weiteren Nachrichten über das Eisenbahnunglück bei Coudersport sind im Ganzen etwa 30 Personen unverletzt davongekommen, die Zahl der Vermißten beträgt 7, ebenso hoch wird die Zahl der in den Flammen Umgekommenen beziffert. Ein Paletotmarder, der längere Zeit hindurch die Befucher der Universiät und der öffentlichen Lehranstalten in Aufregung verfezt hat, stand gestern in der Person des Cand. med. Salomon Grabowostei vor der zweiten Straftammer hiesigen Landgerichts I. Anfangs dieses Jahres gelangten bei der Krininalpolizei mehrfach Baletotdiebstähle zur Anzeige, welche in den Räumen der Universität ausgeführt worden waren; bald waren es die Hörsäle, bald das Lesezimmer der Bibliothek, die Garderoben der Klinik und der Charitee, aus welchen die dort aufgehängten Ueberzieher der Studirenden auf unerklärliche Weise verschwanden. Man paßte fleißig auf, um den Marder abzu fangen; es gelang trotz aller Sorgfalt nicht, und nur einem Zufall ift es zu danken, daß denselben schließlich doch sein Schicksal ereilte. Bei den in der Klinik und in der Charitee ausgeführten Diebstählen lenkte sich der Verdacht zunächst auf die daselbst hilfesuchenden ärmeren Personen; man mußte jedoch schließlich davon zurückkommen, und die Ueberzeugung brach sich immer mehr durch, daß der Dieb den studentischen Kreisen selbst angehören müsse. Eines Tages fand ein Student an der Stelle, Vergnügungsverein, Carmen Sylva"( Jugendfrende). Bersammlung am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 9 Uhr, bet Kohn, Wrangelstr. 136. Gäste an welcher sein gestohlener Ueberzieher gehangen, eine Beitungs willtommen. Abonnementsquittung vor, welche auf den Namen eines Abon- Achtung, Maler! Große öffentliche Versammlung der Maler von Lichternenten in Kempen, Provinz Pofen, lautete. Obgleich es nun felbe und Umgegend am Mittwoch, den 13. Mai, Abends präzise 8 Uhr, in Weicherts Restaurant in Giesendorf, Bismarckstraße. Tagesordnung: 1. BorBriefhaffen der Redaktion. einen Studenten dieses Namens an der hiesigen Universität nicht trag. 2. Weitere Beschlußfaffung, betreffs Gründung einer Filiale der Bergab, führte dieser Schein doch zur Ermittelung des Thäters; einigung der Maler und verwandten Berufsgenoffen. 3. Borstandswahl. Quittung. Um Mißverständnissen vorzubeugen, stellen wir denn es wurde festgestellt, daß der schon im sechsten Jahre hier- 4. Berschiedenes. Gäste, namentlich Berliner Kollegen, sehr willkommen. selbst studirende Salomon Grabowskei aus Kempen gebürtig war. Sozialdemokratische gese- und Diskutirklubo am Mittwody. fest, daß der Gesammtbetrag der gestern von Genossen Zubeil Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lotale des Herrn köhn. quittirten, für die Arbeiter- Bildungsschule eingelaufenen Beträge Derselbe ist auch schon vor zwei Jahren einmal wegen Baletot- Naunynftr. 83. Gäste haben Zutritt. Mue Mitglieder werden aufgenommen. 400 M. ausmacht. Nord", Abends 8% uhr, bet Raabe, Suppinerftr. 46. ,, Gleichhett". diebstahls verurtheilt worden; die Strafe, die ihm damals abends 8% Uhr, bet Bilgenfelb, Bergstraße 60. Gäste haben Butritt. R. R. Laufigerstr. Wegen Ihrer Einsendung bitten wir zu Theil geworden, scheint aber seinen diebischen Gelüsten Emansipation", abends 8% Uhr bet Wagner, Neue Königftr. 89. Gäfte um Ihren Besuch. teinen Riegel vorgeschoben zu haben; denn die bei ihm vor- willfommen. Gleichheit, 8% Uhr bei Schönemann, Stalizerstraße 7. J. B. Weimar. 50 M. für die Arbeiter- Bildungsschule Freie Denter", 9 Uhr bet Saugt, Böthstr. 12 erhalten. H. Gumpel, Barnimstr. 42. genommene Haussuchung ergab, daß er in der That der Spitz- Gäste willkommen. Gäste willkommen. bube war. Man fand nämlich bei ihm nicht nur sechs PfandBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Mittscheine über einen versetzten Pelz und fünf Paletots, sondern weh. Bergnügungsverein" Fibele Brüder", 9 Uhr Schönleinstraße 5 bet auch zahlreiche Handschuhe, Zigarrentaschen 2c., vor, welche in Richn Bergnügungsverein Proletariat", im Restaurant Stegmann, Gefelltger Verein Freiheit", 8% Uhr im Restaurant den gestohlenen Kleidungsstücken gesteckt hatten. Grabowski war Melchiorftraße 15. . S. 29. 1. Von welchem Tage ab der Wirth bei Nichtauch sofort geständig, in sechs Fällen die betreffenden Diebstähle Beibinger, Boyenstr. 40.- Werein Fribolin",% Uhr im Restaur. Wolff, zahlung der Miethe zur Ermission berechtigt ist, das steht in begangen zu haben; es ist höchst wahrscheinlich, daß ihm auch Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch Ihrem Miethskontrakt sicher deutlich geschrieben. 2. In dieser noch andere Diebstähle zur Last fallen, doch konnte bezüglich dieser Baufebeutel", Abends 9 Uhr bet Poppe, Lindenftr. 106.- Gefangverein aus den Umständen hervorgeht, daß der Wirth durch die öffentauf", Abends 8%-10% Uhr bei Haller, Naunynstr. 70. Gefangverein Art der Mahnung kann eine strafbare Beleidigung liegen, wenn ein genügender Beweis nicht erbracht werden. Der Angeklagte" offnung", Moabit, Abends% 9 Uhr bet Jlges, Wilsnackerstr. 63. behauptete, daß ihn Noth zu den verbrecherischen Thaten getrieben wännergesangverein Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, liche Anheftung des Wahnzettels die Absicht verfolgte, den Miether habe. Er gab an, daß er nach dem Tode seiner Mutter auf sich fleranderstr. 37, Ede Raiserstr., 1" Tr. Brüderstr. 26. Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, in den Augen der übrigen Hausbewohner herabzusehen. Gefangverein Alpenglühen felbft angewiefen gewesen sei; er habe sich durch Privatstunden szühr, bei Schröder, Metchenbergerstr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, G. H. Sie gehören in die dritte Stufe. Die Höhe Jhres. durchzubringen versucht, jedoch mehrfach Noth gelitten und fich widtommen. Bithertlub Alpenveilchen", Abends 8 Uhr, taifer thatsächlichen Arbeitsverdienstes entscheidet nicht. Gäste willkommen. Tambourverein durch die günstige Gelegenheit zu den Diebstählen verführen lassen. Straße 256, Gde Aleranderstraße. Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bet Hüttrich, Gollnowftr. 9.Der Staatsanwalt verwies dagegen darauf, daß der Angeklagte nännergesangverein Edelweis", abends 8% Uhr, bet Schneider, Belforter wiederholt Geldsendungen durch die Post erhalten und man bei ftraße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. feiner Festnahme noch 70 M. bei ihm vorgefunden. Mit Rückficht auf die gemeingefährliche Thätigkeit des Angeklagten beantragte der Staatsanwalt drei Jahre Gefängniß und der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängniß und drei Jahre Ehr verlust. haben. erachtet wurde. Brunnenstr. 35a. " " Offenbacher Sängertrans", bei Krause, Ritterstr. 105. Lubed' scher Turnverein: 1. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. Bertiner Turngenossenschaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; Turnlotal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von ze bis 11 Uhr. Turnlotal: Mühlenstr. 49-50. Turnverein ,, Osten", MännerAbtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. " Görlig. Wir hatten für die verspätet eingetroffenen Maiberichte nicht viel Raum mehr zur Verfügung und mußten uns auf einen kurzen Auszug beschränken. W.. Der Sohn ist berechtigt, die Auslagen von der Mutter ersetzt zu verlangen, soweit diefelbe durch dieselben bereichert ist, natürlich abzüglich der eingenommenen 20 M. Die lage muß, da das Objekt über 300 M. beträgt, durch einen Rechtsanwalt des betreffenden Landgerichts angestrengt werden. R. D. 28. Wenn Ihre Frau stirbt, so entfagen Sie nur der Erbschaft; Sie müssen dann an deren Kinder erster Ehe dasjenige herausgeben, was dieselbe in die Ehe gebracht oder während Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends im Dresdener der Ehe durch Erbschaft oder dergleichen erworben hat. Das, Als ein gefährlicher Jugenderzieher zeigte sich der Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäste wiltommen. was Sie gemeinschaftlich an Sachen erarbeitet und angeschafft Privatlehrer Gustav Schiller, welcher gestern wegen wiederTheater u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge haben, bleibt dagegen Ihr alleiniges Eigenthum. holten Verbrechens gegen die Sittlichkeit vor der dritten Straf- netgt sind, dem Berein beizutreten, tönnen fich daselbst melden 2. K. Wenn das Schreiben eine Bürgschaftserklärung enttammer des Landgerichts I stand. Die Verhandlung, welche unter oder beim Borsigenden M. Lieste, Ackerstraße 13, Hof 1 Treppe. Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, ließ den Angeklagten für Pollack- Klub„ ustige Brüder", Abends 8-10% ihr im Restaurant hält, so ist es giltig, auch wenn es nicht gestempelt. Ob ein Liewald, Dresdenerstr. 38. Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 Stempel erforderlich war, tönnen wir, ohne Einsicht in das überführt erscheinen, in drei Fällen mit den ihm anvertrauten bei G. Rien. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Guphrosine", Schreiben zu nehmen, nicht beurtheilen. minderjährigen Mädchen unsittliche Handlungen vorgenommen zu Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Sommer, Stallschreiberfir, 5s." Gäſte willkommen. Bergnügungs- Verein Proletariat", Er wurde zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt, nach der Gigung: Zanz. büßt er ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft für ver- Sizung Abends 9 ühr, bet Steemann, Welchtorftr. 15, of part. Gäfte will für den Schaden, welchen ihre Kinder anrichten, nur dann aufzutommen. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Koppenſtr. 40 e. Ge- tommen brauchen, wenn ihnen eine mangelnde Aufsicht und Erfelliger Klub, offnung" bet Feige, Markusstraße 31. Gefelltger Beretn " Freiheit" Abends 8% Uhr, bet Genoffe Leininger, Boyenstr. 40. Gäste, Damen ziehung zur Last gelegt werden kann. und Herren, willkommen. Vergnügungsverein, Pon um", Abends 8 Uhrbet F. V., Bernauerstraße. Ein Restaurateur ist keineswegs Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. verpflichtet, jedem Gast Speisen oder Getränke zu verabfolgen, Verein der Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. kann dies vielmehr, ohne sich strafbar zu machen, ablehnen, wobei Verein reuzfibel", Sigung mit Damen bei Doberfiein, Mariannen straße 81. Beretn ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", er die Gründe seiner Weigerung nicht einmal anzugeben braucht. Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105.- Rauchklub Nord Freilich fann in der Form, in welcher er es ablehnt, eine strafIn der Metallwaaren Fabrik von Govents n. Co., ern" in Friedrichsberg. Rauchttubultan", Abends 9 Uhr bet bare Beleidigung enthalten sein. Fichtestraße 3, wurden den daselbst beschäftigten neun Drickern mann, Manteuffelstr. 71. Gäfte willtommen. Ahmer, Gräfeftr. 82. Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bet HartRauchflub Frisch gewagt", 2. 100. Wir können Nathschläge behufs Erlangung von am Montag Lohnabzüge in Höhe bis zu 20 pet. angekündigt. Abends von 9-11 Uhr, Boſenerfir. 5 bet Rockendorf. Rauchtlub hné Arbeitsgelegenheit nicht ertheilen. Vielleicht wenden Sie sich an Da den Arbeitern diese Reduktion zu ungeheuerlich erschien, und abends sy uhr, Frantfurter Allee 90 bet Otto Babel. Gäfte willtommen. 8wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Stattlub reft", die Städtische Park- und Gartendeputation. da ein von ihnen gemachter Vorschlag, höchstens 10 pCt. ab- Rauchflub, Grüne Quaste", Abends 9 Uhr, bet Schlüter, Kleine Martuszuziehen, von der Firma abgewiesen wurde, legten 3 Drücker straße 10. Gäfte mitommen. sofort die Arbeit nieder, und die übrigen 6 werden nach Fertig- uhr, uebungsstunde( ufn. von Mitgl.). tellung ihrer Arbeiten das Gleiche thun, Soziale Uebersicht. Versammlungen: " Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends Gesangverein Freies Lied", Willibald- Alerisstraße 31 bei Karow. Gesangverein Crescendo" Wrangelstraße Nr. 141 bet W. Schmidt. Gesangverein" Freya",( Gem. Chor) bet Bemter, Münzstraße 11. Männer- Gefangverein hilaritas", Krautstraße 52 im Restaurant. Gefangverein„ Bufriedenheit verein Arbeiter- GesangBriefkaffen der Expedition. Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge ein: Krause Mohrenstr. 35 1, Vom Rundgesang des Vereins Hochftr. 32 a bet Wilte. Flöterscher Gefangverein", sndsbergerstr. 31 bet Musold. Arbeiter- Gefangverein, Borwärts". Schönhauser Allee 28 bei Schönhauserlinde 1,50. Tapezirer, Gr. Frankfurterstr. 78 20,30, Nürnberg. Gefangverein Liebesfreiheit", Blumenftr. 38 bet Sente. Tischlerei von G. Biebler, Langeſtr. 52, mehrere Kollegen 3,75. Gefangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bet Müller.- Gesang Aus der Tischlerei von Rechfall, Kastanien- Allee 10 11,25. H. M., Die freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins hielt verein" Deutsche Eiche", Blumenstr. 46 bei Went. am 10. Mai ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Superer che, abends 9 Uhr, bet 3immermann, Brunnenſtr. 119. Gesang Summa 733,45. bet Borchardt, Schulzestr. 27.- Gefangverein Schwedenstr. 4 1,-. Summa 38,80. Bereits quittirt 694,65, nächst wurde beschlossen, in diesem Jahre das Stiftungsfest wie verein„ Johanni" am Oftbahnhof Nr. 7, bet Junold. Arbeiter- Gesangs Weitere Beiträge nimmt die Expedition, Beuthstr. 3, gern üblich zu feiern. Die Vorbereitungen sollen dem Vorstand über verein Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 hr im Restaurant lassen bleiben. Unter Berschiedenem tamen mehrere Beschwerden grangelfir. 147 bet 23. Schmidt. Hämmerle, 69, part. Männergefangverein Morgenroth", entgegen. wegen unpünktlicher Bestellung des Organs zur Sprache, und es Schwebterfir. 17 bet wolter. Gefangverein Südost" bei 8iemer, Cuvrywerden sämmtliche Verbreiter ersucht, den Beschwerden Rechnung straße 16. Männergefangverein" Steinnette", Gerichtstr. 10 im Restauzu tragen. Vom Kollegen Klinge wurde noch bekannt gemacht, Allerisstraße 5. Gefangverein Männergefangverein Bufriedenheit" bei Gauger, Willibalddaß am 23. Mai das Stiftungsfest der freien Vereinigung der Männergesangverein der Kürschner bei Nöllig, Neue Friedrichstraße 44.) Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Um gegend stattfindet; er bat um rege Betheiligung. Ferner wird bekannt gemacht, daß am 24. Mai eine außerordentliche Generalrant. " Berein, Steinfeger- Sängerchor", " Byra" bei Stachel, Raupachstr. 6. Für die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands ( Hamburg) gingen ein: Gesammelt von den Plätterinnen Berlins, 1. Rate, durch E. Möhring 100,- M. Aus der Tischlerei Voigts u. Ko., Alte Jakobstr. 18/19, von 73 Mann( die Indifferenten haben nichts gegeben) 39,85. Zapezirer, Gr. Frankfurterstr. 78 11,90, Bom Winterfest Saalmiethe, Steindrucker 3,-. Baarverkauf au streng feften aber sehr bill. Preisen. Geschäfts- Häuser Knaben Anzüge für 11 Mr. bis 1,60 m. Baer Sohn N. Chauffeestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brüdenstraße 8, am Bahnhof Jannowitbrücke. Dem Grundfak nur Waaren bester Qualität zu sehr bill. Preisen zu verkaufen, verdanken wir das schnelle Emporblühen u. Gedeihen unseres Hauses. Sommer- Paletot, haltbar und start, überall 20 M., für 12 M. Sommer- Anzug, Fertige Beinkleider schwergarnige Waare, überall 21 M., für 12 M. 75 Pf. Kammgarn u. Imitation für 9 M. bis 2. 75 f. 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General- Versammlung des Fachv. fämmtl. in der Firmenschilderbranche besch. Arbeiter I am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Zages- Ordnung: 1. Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht des Kassirers. 3. Antrag des Vorstandes: Abänderung der Statuten (§§ 6 u. 7.) 4. Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. 5. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 808b Der Vorstand. Jeder Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten SommerJaquets für 4 M. 50 Pf bis 2 M. Teppiche mit unbedeutenden Farbenfehlern in Tapestat. Brüssel, Brüssel- Imitation, Arminster, Tornyr u. Smyrna in allen Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerstraße 82. Hamburg. 12 501L Spezialität: it., Gruß- od. Kniebilder u. 1 wirklich. Kabinetbild zusammen Mk. 4,50. Ein 1/2 Meter gr. Bild 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt. auf Theilzahlung, Sommandantenftr. 51, Möbel Cohn Gebr. 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Glaserei, Spiegel und Bildereinrahmung. Auswärts bristlich. 635L Hochelegante Kammgarn- Salon- Anzüge 30-36 M. Eleg. Promenaden- Anzüge 20-24 M. Eleg. fr. Kammgarn- Hosen 7, 8, 9 M. Ginziges, größtes Geschäfte Residenz. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. 34/35[ 663L] 34| 35 Cohn's Hosenfabrik! 70 3 Möbel Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Bu Partien: 6451. Cognac, Schoppen à 1,00 Mart. Franz Beyer, Prinzessinnenstrasse 15. Stimmbegabte Herren 7,50. Werkstatt Annel, Simeonstr. 11, 10 Kollegen u. Buditer, 10,51. Referat am 9. Mai bei Scheffer, Inselstraße, 1,-. Bautischlerei L. Plath, Oppelnerstr. 13, 5,10. Werkst. Phillipp, Manteuffelstraße 118, außer Schuster, 10,-. Werkst. Lufat, Lausigerstr. 10, Einer außer die Anderen, 1,50. Werkft. C. Crell, Mariannenstr. 31-32, 1,50. Werkst. Groschkus, Gr. Frankfurterstr. 44, 9,-. Wertst. Klatt, Reichenbergerstr. 51, 6,80. Werkst. 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Auf selbigem Hofe zu selbiger Zeit Geriethen auch zwei Esel in Streit, Und heftig stritten die beiden Langohren, Bis einer so sehr die Geduld verloren, Daß er ein wildes J- a ausstieß, Und den andern einen Ochsen hieß. Ihr wißt, ein Esel fühlt sich tuschirt, Wenn man ihn" Ochse" titulirt. Ein Zweikampf[ folgte], die beiden stießen Sich mit den Köpfen, mit den Füßen, Gaben sich manchen Tritt in den Poder, Wie es gebietet der Ehre Koder. Und die Moral? Ich glaub', es giebt Fälle, Wo unvermeidlich sind die Duelle; Es muß sich schlagen der Student, Den man einen dummen Jungen nennt. Heinrich Heine. Letzte Gedichte S. 119 f. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Magdeburg, 8. Mai. Ueber die von uns schon kurz gemeldeten Haussuchungen und Vereinsschließungen berichtet die " Voltsst." ausführlich noch folgendes: Mittwoch, den 13. Mai 1891. Boziale Ueberlicht. 8. Jahrg. ordnung füllte ein Vortrag des Genossen Rohrlad über das das Thema:„ Welchen Gefahren ist die Arbeiterklasse ausgesetzt". Aufruf an alle in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter! wurde nunmehr in die Berathung über die Fahnenangelegen heit eingetreten. Kollege Manner bedauert zunächst, daß in der Kollegen! Gemäß dem Beschluß der öffentlichen fammlung im Feenpalast richtet die dort gewählte Kommission außerordentlich gut besuchten Bersammlung die Meister, die zur Aufbringung der Delegirten- Unkosten an Euch den Wunsch durch Säulenanschlag und die feiner Zeit mit der Fahnenum thatkräftigste Unterstützung. Die Kommission hat beschlossen, angelegenheit betrauten Personen, trotz schriftlicher Einladung und sind solche bei den Unterzeichneten zu haben. Speziell die der Obermeister der Glaser- Junung, W. Nega, Bons im Werthe von 10 Pfg. zur Ausgabe gelangen zu lassen nicht erschienen sind. Es tamen zwei Briefe zur Verlesung. Im ersten bedauert Bertrauensleute aller Branchen ersuchen wir, hiervon Notiz der freundlichen Einladung zu der Versammlung nicht Folge nehmen zu wollen. leisten zu können, da er mit Bedauern bemerkt habe, Die Kommission zur Aufbringung der Delegirten- Unkosten daß die Versammlungen in letter Beit mehr der Metallarbeiter Berlins. politischen Partei Interessen dienen, statt die Benno Stabernack, Wrangelstr. 85, Zigarrengeschäft. uns"( die Meister und Gesellen) verbinden Wilhelm Neumann, Karl Trittelwig, follende Solidarität zu pflegen". Die FahnenReinickendorferfir. 14, III. Rottbuserstr. 4, v. III. Angelegenheit sei ihm wie auch der Innung, Nebensache, Aufruf an die Klempner Berlins und Umgegend. Da wenn es aber nicht um Zant und Streit und Agitation" zu unsere Gewerksgenossen in Göppingen durch Maßregelungen zum thun ist, wäre er gern bereit, falls Jemand deputirt" Streit gezwungen worden sind und in allen derartigen Fällen würde, den Versammlungen beizuwohnen, aber nicht in sich mit uns solidarisch gezeigt haben, so ist es wohl auch unsere öffentlicher Versammlung. Aehnlich ließ sich Herr Pflicht, fie in ihrer bedrängten Lage thatkräftig zu unterstützen. P. Voß in seinem Antwortschreiben aus; er bemerkt zum Schluß Beiträge werden entgegengenommen von K. Voges, Ber- beffelben noch:" Sollten Sie sich dennoch nicht zufrieden geben, trauensmann der Klempner Berlins und Umgegend, Sorauerfo tönnten Sie noch eine Sammlung veranstalten für die Ausftraße 29, IV. Zuzug ist fernzuhalten. gaben und Unkosten, die für Uns" daraus erwachsen sind. Heinrich Ziems wird es mit Freuden entgegen nehmen. Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Schuhmacher! Alle Kollegen, welche Berlin den Rücken fehren, werden ersucht, den Zuzug nach Hildesheim, Er Tangen, Mainz, Lübeck, Kassel, Altenburg, Lüneburg, Rottbus, Hanau, Rofit und Alzey strengstens fernzuhalten. Außerdem ist in der Traumann'schen Schuhfabrik in Nordhausen der Streit ausgebrochen wegen Maßregelung und Lohnreduzirung. Kollegen! Durch die Erfurter Aussperrung ist unser Unterstützungsfonds zusammengeschrumpft; es ist sogar noch ein Defizit Don 2377 M. zu decken. Sammelbogen sind zu haben bei sämmt lichen Vorstandsmitgliedern des Vereins deutscher Schuhmacher, Berlin. Heinrich Lau, zweiter Bevollmächtigter, Naunynftr. 72. Halle a. S., 11. Mai. Der Streit der Former bei Heylandt u. Ungnade dauert fort. Zuzug ist fern zu halten. Die Streiffommission. " " " Kollege Stampeh! giebt hierauf einen kurzen Ueberblick über die Lebensgeschichte der Fahne. Aus der Debatte, an der sich die Kollegen Stampehl, Knorr, Friedrich, Gojer, Hackebeil und Förster betheiligten, sei hervorgehoben, daß zu Gunsten der Fahne seiner Zeit ein Vergnügen arrangirt worden ist, welches große Ueberschüsse ergeben hat; daß außerdem für die Fahne der Meisterinnung ein goldener Nagel gestiftet worden ist, ohne daß irgend Jemand danach gefragt worden wäre. Die Fahne tönnte statt als Inventar der Krankenkasse in die Raritätenkammer der werden. Es feien außerdem Lokalorganisation gelegt jedoch noch 20 Mark aus der Krankenkasse zu anderen Zwecken ausgegeben worden, dies verstoße direkt gegen die Statuten. Es kommt eine Resolution zur einstimmigen Annahme, in welcher gegen das Verhalten der Fahnenkommission Protest erhoben, Abrechnung gefordert, und wenn diese nicht mehr zu er langen, eine Veröffentlichung der Namen der Kommissionsmitglieder verlangt wird; die moralische Verantwortung für die ganze Angelegenheit falle dem Obermeister der Glaserinnung zu. Beim dritten Punkt der Tagesordnung wird ein Antrag eingebracht einen Agitations- und Unterstützungsfonds zu gründen. Nach eingehender Begründung durch Kollege Stampehl wird folgende Resolution, über deren einzelne Punkte die Diskussion eröffnet wird mit einer kleinen redaktionellen Aenderung ange= Die Versammlung der Berliner Glasergesellen beschließt 1. In Erwägung, daß seit unserer Gewerkschaftsbewegung die Mißstände unserer Verhältnisse mehr denn je zu Tage geDagegen haben wir über einen Ausstand der Zabat treten sind, und die Lokal- Organisation diefelben allein nicht bearbeiter aus Dresden- Trachau zu berichten.( Firma Jedite und feitigen kann, wählt die heutige Versammlung 2 Vertrauensleute Sohn.) Der Ausstand wurde durch wiederholt vorgenommene für Berlin. Diefelben haben den Auftrag, dahin zu wirkten, Lohntürzungen hervorgerufen. Es kamen 112 Mann, worunter daß die Mißstände einigermaßen fo bald als möglich beseitigt 42 Verheirathete mit 78 Kindern zum Ausstand. Desgleichen wurde ein Ausstand der Metallarbeiter in Schwabach( Bayern) gemeldet, doch liegen noch keine genauen Stachrichten über die Ursache desselben vor. Ferner wurden in Apolda fünf Bürstenmacher, welche mit den Vorarbeiten für einen Kongreß der Branche beauftragt waren, gemaßregelt, und sie hoffen durch Bekanntgabe der Sache auf diesem Wege die Besetzung ihrer Stellen durch auswärtige Kollegen zu verhindern. nommen. wie folgt: werden. 2. Zu diesem Zweck werden die Vertrauensleute beauftragt, Marten im Preise von 10 Pfg. auszugeben, und verpflichten sich die Berliner Glafergesellen von diesen Marken ausgiebigen Ge brauch zu machen, mindestens aber eine Marke pro Woche und Kopf zu entnehmen und auf die dazu bestimmten Karten zu tleben. Folgenden Situationsbericht erstattet die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands: Haussuchungen und Beschlagnahmungen, das waren die„ Von den unglücklich verlaufenen Streits und Aussperrungen Festtagsangebinde, welche gestern in die bescheidenen Wohnungen ist immer noch eine Anzahl Gemaßregelter zu unterstützen, welche von mindestens einem Viertelhundert Magdeburger Genossen her- iedoch zum großen Theil von den eigenen Berufsorganisationen niederhagelten. Vorläufige Schließung der in den verschiedensten gehalten werden. Die Erfurter Schuhmacher, welche noch in der Stadttheilen bestehenden fünf sozialdemokratischen Arbeitervereine, Bahl von 26 Verheiratheten unterstützungsbedürftig sind, erhalten das war die Ueberraschung, die allen organisirten Arbeitern zu noch regelmäßig eine kleine Unterſtüßung von der General Theil wurde, und Schließung des Metallarbeiter- Vereins( nicht kommission. Hoffentlich wird auch hier der eigene Verband bald zu verwechseln mit dem Verband der Metallindustriellen, in die Lage kommen, die nöthigen Unterstützungen zu leisten, welcher annoch unbehindert besteht) war für die diefer während andererseits die Erfurter Genossen sich bemühen werden, Vereinigung Fernstehenden das sicherste Zeichen für das diesen Opfern des Kampfes anderweitige Beschäftigung zu verUnverantwortliche ihrer Gleichgiltigkeit, die sie bisher dem Verein schaffen. fernhielt. Und weshalb alles dieses? Es wird ein„ Inververbindungtreten" der genannten Vereine vermuthet und das bei den Haussuchungen beschlagnahmte Material soll die Beweise erbringen. Die Haussuchungen im Einzelnen ließen an Gründlichkeit nichts zu wünschen übrig. So wurden einer ganzen Anzahl Behaussuchten kurzer Hand fleinere und größere Summen Geldes beschlagnahmt, welche nach der Auffassung der Polizei irgend welche Bereinsvermögen darstellen, in Wirklichkeit jedoch das ureigenste Besißthum der Betroffenen bilden. In der Abwesen heit des Kolporteurs Bernstein, Sudenburg, wurde diesem fein ganzer Schriftenbestand und damit die einzige Erwerbsquelle 3. Die Verwendung der Gelder geschieht a) zur Unterstützung im Werthbetrage von ca. 80 M. beschlagnahmt. Neben diesen Werthen wurden 46 M. in baarem Gelde, ein Mitgliedsbuch zur gemaßregelter und arbeitsloser Kollegen. b) Bon dem Gelbe Die erneuten Ausstände werden wiederum die Opferwillig wird ein Fonds gegründet, der bei einer etwaigen ArbeitsTodtenlade(!) und ein solches zur Krankenkasse(!!) mitgenommen. Die Frau eines Genossen auf dem Werder, welche ihren Nahrung keit unserer deutschen Genossen in Anspruch nehmen, und wir einstellung der Berliner Glasergesellen zur Unterstützung der verlangenden Kindern den Morgentrunt bereiten und sich zu richten an dieselben die Bitte, auch diesen im Kampfe um Streifenden verwandt wird. Die Höhe der Unterstützung für gediesem Zwecke aus dem Zimmer in die Küche begeben wollte, ihr Recht befindlichen Arbeitern ihre Sympathie nicht zu ver- maßregelte Kollegen darf pro Woche 15 Mart nicht übersteigen und nicht unter 9 Mart betragen. Die Unterstützung der wurde dieses Beginnen anfänglich verweigert, dann aber unter sagen. dem Beisein eines die Haussuchung mit ausführenden Schuh- Die deutsche Arbeiterschaft hat durch die geradezu überwältigende arbeitslosen Kollegen darf nicht über 12 M. und nicht unter manns gestattet, so daß die Frau jedenfalls zum ersten Male im Theilnahme an der Feier des 3. Mai gezeigt, daß sie unverbrüchlich an 6 M. pro Woche betragen. Recht auf Unterstützung bei ArbeitsLeben unter Polizeiaufsicht den Kaffee bereiten mußte. Unsere ihrer Forderung, Anbahnung eines menschenwürdigen Daseins durch losigkeit haben nur diejenigen Kollegen, welche mindestens Expedition, welche selbstverständlich in der Reihe der Behaus eine wahrhafte Arbeiterschutz- Gesetzgebung und besonders eines 100 Marten gekauft haben. suchten nicht fehlen durfte, büßte bei dieser Gelegenheit wenigstens gesetzlichen Normal- Arbeitstages, festhält. Unsere Gegner ver- 4. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, alle öffentlichen Vervorläufig ein unschuldiges Protokollbuch ein, worin die Zeitungs- mögen bei dieser Thatsache und dem imposanten Eindruck, fammlungen der Glasergesellen einzuberufen, wie überhaupt die tommission ihre Wünsche und Meinungen zu deponiren pflegt. welchen das Aufmarschiren der Arbeiterbataillone am 3. Mai öffentlichen Angelegenheiten der Berliner Glaser zu regeln. Im Außerdem waren die der Generalkommission gehörigen Marten hervorgebracht hat, nichts Anderes zu thun, als in hämischen Falle einer Lohnbewegung fungiren die Vertrauensleute als ein beliebtes Beschlagnahme- Objekt, wie denn auch Parteimarken Bemerkungen ihrem gedrückten Herzen Luft zu machen. Lohnkommission, doch kann die Kommission bei Bedarf verstärkt Wir werden dagegen andererseits gut thun, diesen Herren werden. und Karten, wenn aufgefunden, unerbittlich den Weg nach der auch noch einen Dämpfer nach anderer Richtung hin aufzusetzen, Ulrichstraße antreten mußten. 5. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, alle halbe Jahre und zwar dadurch, daß wir uns bestreben, dem Maifonds oder eine öffentliche Abrechnung über die vereinnahmten und verausHamburg. Der Zufall, der ja den Sozialdemokraten Generalfonds der deutschen Gewerkschaften eine solche Höhe zu gabten Gelder zu halten. Zu diesem Zwecke wählt die heutige manchmal günstig ist, spielte dem„ 5. G." ein Versammlungs- geben, daß er uns befähigt, dem Unternehmerthum zur geeigneten Bersammlung zwei Revisoren. protofoll des in Eckernförde domizilirten Landwirthschaftlichen Beit thatfräftig entgegenzutreten. Wie vorausgesagt, hat der 6. Jede von den Vertrauensleuten einberufene Versammlung Vereins am Kanal" in die Hände. Uns" interessirt darin der Umsatz der Marken nicht den Umfang angenommen, wie es wohl hat das Recht, die Vertrauensleute abzusetzen und neue zu zweite Abschnitt:„ Mittheilungen über den Verein für Arbeits- unter normalen Verhältnissen der Fall sein würde, immerhin aber wählen." nachweis ländlicher Arbeiter." Ein Herr Weymar- Westertal, erwarten wir, daß an den Plätzen, an welchen die Ausgabe der Es wird hierauf zur Wahl der Vertrauensleute und der Mitglied dieses Vereins, berichtete über dessen Entstehung und Marken noch nicht erfolgt ist, es noch geschehen wird. Wenn Revisoren geschritten. Gewählt werden die Kollegen Stampehl daß die Statuten nach dem Muster des Berliner Arbeitsnachweise auch die Sammlung sich auf den 1. und 3. Mai besonders be- und Fuß zu Vertrauensmännern, Hellmig und Gaß zu Revisoren. Bereins aufgestellt feien. Nach einer Schilderung der inneren schränken sollte, so wird doch, wie in allen solchen Fällen, die Unter Verschiedenes erstattet Rollege Leischte als Delegirter Einrichtung des Arbeitsnachweises heißt es in dem Protokoll in endgiltige Erledigung der Sache sich einige Wochen hinziehen, der Streif- Kontrollkommission feinen Bericht. Der Vorsitzende den Ausführungen Weymar's: Leider steht bis jetzt der Arbeit- und von der Kommission ist ja von vornherein bestimmt, die Ab- fordert zu reger Betheiligung an den Sammlungen zum Maifonds suchende dem Unternehmen noch durchaus gleichgiltig gegenüber, rechnung bis zum 1. Juni zu machen. Es würde also immer auf. Wit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wird die Verdoch wird sich dies hoffentlich bald ändern, wennnur erst der Ar- möglich sein, den Gewerkschaften, welche den Vertrieb der sammlung geschlossen. beiter voll erkannt hat, daß auch für ihn die Einrichtung segens- Marken noch nicht besorgt, noch eine Anzahl derselben zur Verreich ist( der Arbeiter selbst hat gar keine Unkosten)." Uns ist fügung zu stellen. Eine allgemeine Buchdrucker- Versammlung diese„ Gleichgiltigkeit" der Arbeitsuchenden sehr erklärlich. Selbst Es stehen uns jedenfalls für die nächste Zeit noch schwere fand am 10. Mai unter dem Borsitz des Kollegen Ph. Schmitt von der Idee des Sozialismus noch unberührte Arbeiter fühlen Kämpfe bevor und wird es gerathen sein, für alle Eventuali statt. Die Versammlung war außerordentlich stark besucht, da instinktiv, daß ein solcher Arbeitsnachweis in den Händen der täten gerüstet zu sein. Es würde jeder Arbeiter, welcher gegen 2000 Personen, also etwa zwei Drittel der organisirten Arbeitgeber für sie nicht vortheilhaft, sondern ein Mittel ist, die nicht seinen Antheil dazu beigetragen hat, die nöthigen Kampfes Buchdruckergehilfen von Berlin an derfelben theilnahmen. Vor Arbeiter noch mehr als bisher abhängig zu machen, indem jedem mittel herbeizuschaffen, sich den Vorwurf machen müssen, mit dem Eintritt in die eigentliche Tagesordnung drückte der VorMißliebigen alle Aussicht auf Erwerb abgeschnitten werden kann. daran Schuld zu sein, uns eine Niederlage bereitet zu haben. Um sigende sein Befremden und Bedauern darüber aus, daß die in Soffentlich werden alle ländlichen Arbeiter, durchbrungen von die nöthige Rüstung in Ruhe vornehmen zu können, wird es an- Wien streikenden Buchdruckergehilfen den deutschen Kollegen bis Dieser Erkenntniß, auf den„ Segen" des Arbeitsnachweises ver- dererseits gerathen ſein, alle Kämpfe, zu vermeiden, um nicht so jetzt weder über die Ursache, noch über die augenblickliche Lage zichten. Gehr intereſſant ist folgende Stelle des Protokolls: die angesammelten Mittel immer wieder verausgaben zu müssen des Streits die geringste Nachricht hätten zukommen lassen. Den " Herr Weymar betont am Schluffe feiner Ausführungen noch und schließlich im entscheidenden Momente, wenn ein für die Beitungsberichten zufolge feien ja auch die Zeitungssetzer, welche ganz besonders den voraussichtlich ſittlichen Erfolg des Instituts, ganze Arbeiterschaft wichtiger Kampf durchzuführen ist, nicht als Vertreter einer weniger radikalen Richtung bislang ihren handle es sich doch auch ganz besonders mit barum, eine wiederum ohne Rüftung dazustehen. eigenen Weg verfolgt hätten, in die Buchdruckerbewegung Wiens wenn die Hochfluth der Es muß auch bei Abwehrstreits in allen Fällen genau ge- eingetreten, eine Thatsache, welche dem Streik schon von vornOrganisation zu schaffen, die, fozialdemokratischen Bewegung auch an uns heran tritt, ein prüft werden, ob mit Erfolg der Angriff der Arbeitgeber zurück- herein eine feineswegs ungünstige Aussicht eröffne. Einer Kritik festes Bollwert dagegen bilden folle! Sangius- Marienthal er gewiesen werden kann, ehe man es unternimmt, den entscheiden- über die Handlungsweise der Wiener Kollegen könne demgemäß wähnt, daß wir, sollte es vielleicht zu Arbeitseinstellungen auch den Schritt zu thun. Nicht Ergebung auf alle Fälle, aber nicht ausgeübt werden, im übrigen aber dürften sich die streikenbeing tommen, fest auf die Silje der Regierung würden Prüfung aller Momente, die für und gegen die Annahme den Kollegen in Wien versichert halten, daß ihnen die deutschen rechnen tönnen; der Herr Oberpräsident habe im vorigen Jahre des Stampfes sprechen, das muß für die nächste Zukunft unsere Buchdruckergehilfen die aufrichtigsten Sympathien entgegen. ihm persönlich mitgetheilt, daß auf telegraphischen Wunsch sofort Parole sein. Militär zur Verfügung sei und wäre es auch mitten im Manöver. Auf eine Aeußerung von ihm, daß es jedenfalls beffer sei, wenn wir statt deffen militärische Arbeiter betämen, sei ihm erwidert, daß dieser Vorschlag jedenfalls in Erwägung gezogen werden solle." Wir unterlassen es, eine Kritik an diese Ausführungen zu knüpfen. Jeder Leser wird ohnehin Betrachtungen Darüber anftellen, wozu die Armee gut ist! Versammlungen. Die Glasergesellen Berlins hielten am Sonnabend eine öffentliche Versammlung unter Leitung des Kollegen Gojer ab. Den ersten Bunk der Tagesbrächten und im gegebenen Falle auch mit Rath und That bei fpringen würden. Hierzu bemerkte der Unterstützungsvereins- Borsigende, Kollege Döblin, daß dem Gauvorstande die Mittheilung zugegangen fei, es streitten in Wien augenblicklich 2000 Gehilfen, deren Hauptforderung die Abschaffung der Ueberstunden, der 14 tägigen Kündigung u. s. w. sei. Der zur Inszenirung des Streits gewählte Zeitpunkt fei zweifelsohne ein sehr ungünstiger, und man müsse dringend wünschen, daß sich die Wiener Kollegen vorher| welcher eine Strafe, in zehn Tagen Haft bestehend, anzutreten| Preises abzüglich der erhaltenen Anzahlung verlangen, selbst alles gut und reiflich überlegt hätten. hat, bewilligt. Nach einigen Bekanntmachungen wurde dann die wenn der Besteller in der Zwischenzeit die Bestellung zurückdes aus: eine, in Unbetracht der Hige ziemlich gut besuchte Versammlung Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 10. Mai, fand statt, in welcher Bruno Wille einen Vortrag über„ Das Antlig der Natur" halten sollte. Da er nicht erschien, hielt Herr W. Wach einen Vortrag über„ Die ökonomische Entwickelung der letzten Jahrhunderte". Nach dem Vortrag fand ein gemüth liches Beifammensein, verbunden mit Tanz statt. Zum ersten Punkt der eigentlichen Tagesordnung: Mit- Versammlung geschlossen. theilung über die Berliner Buchdrucker verhältnisse übergehend, führte Kollege Schmitt folgen Mit Genugthuung fann man fonstatiren, daß sich die Verhältnisse der Berliner Buchdrucker seit dem vorigen Jahre ganz bedeutend erträglicher gestaltet haben. Zahlreiche Buchdruckereien find dahingebracht worden, den allgemeinen deutschen Buch druckertarif anzuerkennen und demgemäß zu zahlen. Selbst bei der Reichsdruckerei ist es durchgesetzt worden, daß den in derfelben beschäftigten Kollegen vom 1. April ab ein höherer Lohn gezahlt wird, eine Thatsache, die immerhin als ein bedeutender Erfolg angesehen werden muß, wenngleich auch in der Reichsdruckerei feststehendermaßen immer noch nicht tarifmäßig bezahlt wird. " Briefhaffen der Redaktion. genommen hat. 2. Wenn die Nähmaschine die beim Kaufe ausdrücklich garantirte Eigenschaft nicht besitzt, so kann der Käuser, Rückzahlung des Kaufpreises verlangen. sobald sich der Mangel herausstellt, vom Kaufe zurücktreten und Schleudit. 1. Nur die Veranstaltung einer Tellersammlung ohne polizeiliche Erlaubniß ist strafbar. Dagegen ist es gestattet, den Eintritt zur Versammlung von der Zahlung eines Entrees abhängig zu machen. 2. Gegen dieses Verhalten der Polizei vermögen wir Ihnen wirksame Rathschläge nicht zu er theilen. R. S., Cuvrystraße. Wenn der Mann ohne Kinder stirbt, so kann die Frau entweder das von ihr in die Ehe Gebrachte zurücknehmen und alles Andere den Eltern und Geschwistern des Musiker. Sie und die anderen Musiker müssen gemein- Mannes herausgeben oder aber die Hälfte von Allem, was da Bei der Firma Knickmeier schaftlich gegen Lehmann flagen und sich auf Kobel's Zeugniß ist, für sich nehmen, die andere Hälfte den Verwandten geben. dafür berufen, daß dieser Sie im Auftrage von 2. engagirt und In ersterem Falle muß sie auch das, was Beide während der 27 m. verabredet hat. Die Klage können Sie ohne Rechtsanwalt Ehe zusammen erarbeitet und angeschafft haben, herausgeben; machen; die Anmeldestube( Neue Friedrichstr.) muß die Klage cenn, was die Frau während der Ehe erwirbt, erwirbt sie dem aufnehmen, wenn Sie darauf bestehen. dagegen war nicht ein gleiches oder auch nur ähnliches Resultat zu erringen. Nach dem Ausspruch des dortigen Faktors Thomas: Wer kein Soldat gewesen ist, ist kein Mann!" bewiesen sich die Kollegen als eine soldatisch disziplinirte Masse, hielten eine Versammlung ab und verließen darauf die Druckerei, um sich anderswo unter besseren Bedingungen Arbeit zu suchen. Auch in der Druckerei der Vossischen Zeitung" haben entschieden bessere Verhältnisse Platz gegriffen. Es waren dort früher nämlich Kollegen in so geringer Bahl beschäftigt, daß täglich eine große Anzahl von Ueberstunden gemacht und bis 10, 11, 12, ja bis 1/21 und 1 Uhr gearbeitet werden mußte. Als dann an einem Sonnabend die Gehilfen wegen allzu großer Ermüdung nicht mehr weiterarbeiten konnten, bequemte sich die Geschäftsleitung der Vossischen Zeitung" endlich dazu, noch 7 Arbeiter einzustellen, wiewohl mindestens 15-20 neue Kräfte erforderlich gewesen wären, um eine einigermaßen annehmbare Arbeitszeit herbeizuführen.- Einen weniger günstigen Ausgangnahmen dagegen die Verhandlungen mit der Direktion der„ Germania", in deren Druckerei traurige Verhältnisse vorhanden sind. Abgesehen davon, daß zur Zeit die katholischen Feiertage nicht mehr wie früher als Lohntage in Anrechnung gebracht werden, bezahlt dieselbe niemals tarifmäßig, sondern stets nach eigenem Gutdünfen. Die Kollegen, welche dieser Uebelstände wegen mit der Direktion der„ Germania" verhandelten, konnten nichts erreichen, da sie ohne Weiteres abgewiesen wurden. Der Redner schloß seinen beifällig aufgenommenen Bericht, indem er die Kollegen noch auf einen gewaltigen Uebelstand aufs merksam machte, der darin besteht, daß die Kollegen häufig Arbeit auf nur wenige Tage annehmen und so gar zu oft zu wechseln gezwungen sind. Redner legte es allen zielbewußten Kollegen dringend ans Herz, im eigenen Interesse nur dort eine Stellung anzunehmen, wo für mindestens acht Tage Arbeit zu be tommen sei. Da sich niemand zur Diskussion über diesen Punkt meldete, so ergriff Kollege Besteck zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Besprechung und Beschlußfassung über den Antrag auf Tarifrevision, das Wort und führte eingehend aus: Wie allgemein bekannt, soll ein Antrag auf Revision des allgemeinen deutschen Buchdrucker- Tarifs gestellt werden, und es handelt sich nun augenblicklich darum, festzustellen, ob die Gehilfenschaft gewillt ist, diesem Antrag Folge zu geben und dadurch in eine Bewegung einzutreten, oder ob sie die der= zeitigen Verhältnisse noch fortbestehen lassen will. Die Arbeit geber haben ja teine Mühe gespart, um den Buchdruckergehilfen mit allerlei leeren Worten zu beweisen, daß die Gehilfen auf dem falschen Wege seien, und daß eine Aenderung ohne eine sehr schwere Schädigung des ganzen Buchdruckgewerbes nicht vor sich gehen könne. Es sei überhaupt unmöglich, sagen die Arbeitgeber, die von den Gehilfen erstrebten Aenderungen im Buchdruckgewerbe durchzuführen, da letteres ja keineswegs unabhängig dastehe, sondern von anderen Zweigen des Gewerbebetriebes sehr abhänge. In Wirklichkeit aber ist gerade das Buchdruckgewerbe das unabhängigste von allen und braucht sich z. B. absolut nicht nach dem Weltmarkt zu richten. Ein Import findet gar nicht statt, und von einem Export fann man doch auch nicht reden, wenn mal einige Bibeln nach Honolulu oder sonst wohin geschickt werden, Thatsächlich ist es deshalb eine Kleinigkeit für die Prinzipale, den berechtigten Forde rungen der Gehilfen entgegenzukommen. Wie viele Kollegen sind arbeitslos und müssen auf der Landstraße umherirren; während sie alle Arbeit bekommen würden, wenn die Arbeitszeit auf 9 Stunden täglich verkürzt würde. Wenn die Brinzipale weiter behaupten, daß diejenigen, welche außer Arbeit wären, meistens nicht zu gebrauchen seien, so ist das auch absolut falsch; heute kann es einen jeden Gehilfen treffen, und wäre er der tüchtigste von allen, daß er arbeitslos wird, und besonders ist das im Sommer der Fall. Wenn es aber wirklich auf Wahrheit beruhte, so wäre es immer noch nicht die Schuld der Arbeitslosen, sondern der Prinzipale, die infolge ihrer Profitwuth durch die Lehrlingszüchterei die Lehrlinge nur halb, und auch das manchmal noch nicht, ausbilden, Die Buchdruckergehilfen werden auch in den Kampf für ihre Rechte eintreten und zwar je eher, je besser. Einmal muß der Anfang gemacht werden.( Stürmischer Beifall.) In der äußerst lebhaften Diskussion sprachen zunächst die Kollegen Silberberg, Schmitt, Balsam und Dolinski im Sinne des Referenten. Kollege Beuzius dagegen war den Ansicht, man müsse sofort den achtstündigen Arbeitstag fordern, da der Kampf der gleiche sein würde. Aehnlich sprach sich auch der Kollege Bromm aus. Die Kollegen Massini und Kunkel widerlegten diese Ansicht aber, und betonten nachdrücklich, daß man stets erst nach dem Erreichbaren streben solle. Der Vorsitzende des Unterstüßungsvereins, Kollege Döblin, forderte die Versammelten auf, mit überwältigender Majorität, wenn möglich, sogar einstimmig, den Antrag auf Revision des Tarifs anzunehmen. Kollege Rigler sprach noch über die Abschaffung der Affordarbeit; desgleichen die Kollegen Rosemann, Miethan und Weidner. Bei der Abstimmung über den Antrag stimmte die ganze Versammlung ohne Ausnahme für eine Tarifrevision. Das Resultat der Abstimmung wurde durch anhaltendes Beifall und Bravorufen begrüßt. Nachdem der Vorsitzende noch bekannt gemacht hatte, daß die von den Berliner Buchdruckern am 1. Mai für die ausgesperrten Arbeiter Deutschlands gesammelte Summe 2500 M. betragen habe, wurde die Versammlung mit einem dreimaligen, brausenden Hoch auf die Buchdruckerbewegung geschlossen. der Eine große öffentliche Versammlung der Maler 2c. von Groß- Lichterfelde und Umgegend fand am Mittwoch, den 6. Mai, im Restaurant Weichert zu Giesendorf statt. Kollege Schmidt hielt einen Vortrag über Zweck und Ziele der Vereinigung, lebhaften Anklang fand. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Titz- Zehlendorf und Minkley- Berlin, beide sprachen sich im Sinne des Referenten aus und betonten die Nothwendigkeit der Vereinigung, welche alsdann durch Gründung der Filiale Lichterfelde und Umgegend errichtet wurde. In den provisorischen Vorstand wurden die Kollegen Drege als erster, Tig als 2. Bevollmächtigter, Zimmer zum Schriftführer gewählt. Zu Verschiedenem sprachen sich mehrere Redner über die herrschenden Mängel in unserem Gewerbe aus. Eine öffentliche Versammlung aller Bau, Fabrik- und gewerblichen Hilfearbeiter von Hirdorf und Umgegend fand am 10. Mai statt. Ueber das Thema„ Die gegenwärtige Lage der Arbeiter, und wodurch ist es möglich, dieselbe zu verbessern?" sprach der Genosse Steinmar. Für seine eingehende Behand lung des Themas erntete er den Beifall der Versammlung. Gine Diskussion fand nicht statt. Die Tellersammlung wurde fortgesetzt und der Ueberschuß der Familie des Genossen Steinmar, O., Museumstr. Der gerichtliche Vergleich ist maßgebend; darnach müssen Ihnen die 100 Thlr. zugesprochen werden. B. Sie brauchen die von Ihrem 8 jährigen Sohne zer brochene Spiegelscheibe nicht zu bezahlen. Freiheit. 1. Wenn Jemand ein Paar Stiefeln bestellt, so fann der Schuhmacher dieselben fertig stellen und Zahlung des Manne. 2. P. 103. Etwaige Vorstrafen des Angeklagten können, auch wenn sie noch so lange her sind, in der öffentlichen Gerichtsverhandlung erwähnt werden. Nr. 11. Sie fönnen das ganze Kleid ersetzt verlangen, aber natürlich nicht den vollen Anschaffungspreis, sondern nur den Werth, den es noch hatte, als Sie es zum Färben gaben. 2. Ziehung der 3. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 141 97 96097 148 234 358 675 704 859 62 64 97064 518 693 722 905 Ziehung vom 12. Mai 1891, Bo mittags. Nur die Gewinne über 135 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 46 110 22 275 310 451 501 92 672 715 52 1241 383 94 402 517 22 736 50 60 93 867 82 927 37 71 2013 472 766 879 88 952 58 3108 354 406 33 60 512 18 74 629 98 712 835 4042 381 84 571 690 1500] 960 5077 188 249 76 336( 500) 427 60 590 688 726 49 63 824 80 6038 165 97 410 48 521 77 639 48 768 842 7122 25 80 425 570 654 8193 512 89 91 627 739 67 84 815 73 75 975 9011 47 57 93 114 335 86 506 81 654 903 10007 68 90 174 82 85 264 343 456 512 55 605 23 853 914 11029 65 94 181 243 69 96 314 466 83 547 673 747 61 12005 150 73 285 452 [ 2001 515 20 645 67 818 82 902 13201 364 722 873 904 14216 53 55 486 510 667 750 921 49 64 15053 66 88 142 464 93 908 67+5 16003 14[ 300] 65 94 213 467 631 67 79 714 37 41 806 23 61 65 95 945 17055 163 81 249 79 81 330 470 503 90 721 52 831 69 18034 65 86 174 289 334 472 555 73 654 759 71 19225 389 419 79 517 73 758[ 200] 857 85941 20006 7 54 131 231 66 459 568 663 712 832 67 913 21030 45 48 142 61 62 329 59 403 550 632 82 837 917 79 22041 169 682 800 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Ziehung der 3. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 142 68[ 300] 448 612 91 626 701 25 838 71 96 94056 81 101 384 489 21 Biehung vom 12. Mai 1891, Naimittags. Nur bie Gewinne über 155 Mart sind den betreffender. Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 512 73 658 765 819 93152 289 395 400 609 38 704 96039 58 221 700 61[ 200 97031 90 256( 500) 332 84 612 92 94 826 46 910 24 52 9 015 51 9012001 217 33 80 323 52 55 409 30 71 751 89 91 845 46 92 99004 34 237 96 383 473 583 715 32 801 915 87 100031 52 148 243 63 12001 87 422 645 706 101089 91 112 200 72 77 311 45 448 520 28 71 74 668 776 803 65 957 86 102212 87 397 446 567 87 94 809 53 989[ 200] 103120 213 33 457 853 72 104370 599 676 755 56 69 809 37 103011 25[ 200] 292 335 507 42 95 611 51 37 106010 171 310 64 437 532 650 77 983 91 107250 615 52 897 903[ 200] 40 108035 165 82 86[ 5001 300 96 522 83 96 109012 19 47 368 454 67 517[ 200] 72 606 827 927 39[ 1500] 92 112144 310 499 648 76 709 858 904 83 113005 125 282 91 323 32 67 110454[ 200] 573 789 880 99 905 34 39 111118 321 418 60 588 12001 418 28 632 87 654 59 775 79 896 967 83 114010 118 22 50 449 563 83 99 751 85 827 75 967 115064 320 26 75 420 600 44 768 93 828 86 116012 94 152 588 683 98 706 93 990 117198 465 12001 632 38 82 707 839 11804 201 10 320 23 428 38 647 783 933 39 60 119008 296 580 702-76 9 177 78 203 15 36 338 412 698 1011 29 36 45 106 67 216 310 69 96 434 763 948 81 2064 299 336 525 55 80 629 714 71 823 916 3015 24 191 251 331 43 89 411( 5001 726 922 33 2001 4026 89 125 84 410 74 93 751 88 818 915 5100 8 72 232 312 84 95 779 83 867 6002 116 95 348 503 40 670 781 917 19 51 58 7009 279 346 581 769 874 M135 394 463 565 668 718 31 32 72 74 811 62 958 78 9055 194 204 300 26 636[ 200] 83 803 35 10035 97 13001 322 487 582 630 840 945 11189 580 610 826 904 12017 30 44 399 408 19 531 633 717 13002 237 307 409 536 64 665 82 853 14147 349 469 586 683[ 2001 727 31 77 850 86 945 50 57 13089 98 110 56 313 18 710 96 16040 165 71 214 30 306 31 36 482 85 94 569 1300) 825( 200) 43 930 17174 96 272 473 663 93 709 1198 300 63 74 569[ 2001 626 703 810 19039 154 63 286 461[ 300] 609 59 628 82[ 200] 735 81 20146 356 617 27 38 12001 923 21132 230 347 651 22103 46 210 45 602 786 122012 34 54 55 122 89 233 415 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. L a inn ge t 11 A 560 h f a 11 δ 11