Nr.355+ 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 171 Bezugspreis: Bierteljährlich 180,- 02, monatlich 60, frei ins Haus, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschlanb, Danzig, Saar- und Memelgebiet, fowie Desterreich u Luxemburg 108,-9., für das übrige Ausland 142,-0. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Glowatei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags bellage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Seimwelt" und ber Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Abreffe: Sozialbemotrat Beella Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Ronpareillezetle loftet 25,-. Reklamezeile 125,- Dr. Aleine Anzeigen das fettgedruckte Wort 7,- 2.( zulässig amet fettgedruckte Worte), jedes weitere pet 6, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 4,- M., jebes weitere Wort 3,-. Worte ifber 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abon nenten Zeile 10,-. Anzeigen flir die nächste Summer miiffen bis 4 hr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GB 68, LindenStraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 + Sonnabend, den 29. Juli 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Haupterpedition n. InferatenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Vorläufige Vereinbarungen in London Arbeitsgemeinschaft der Mitte? Endgültige Lösung des Reparationsproblems im Herbst? wolle England in Unterhandlung mit seinen europäischen Deutschen Demokraten. In den Blättern wird viel Geredes gemacht davon, daß man der Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Parteion eine solche der Mitte entgegenstellen wolle. Sollte dieser Paris, 29. Juli.( WEB.) Caut Petit Parifien" hat miEin Mahnruf Lloyd Georges. Gedanke festere Gestalt annehmen, dann dürfte sich inner== nisterpräsident Poincaré gestern die englische Regierung wiffen halb der Demokratischen Partei die Wirkung sehr bald zeigen. laffen, daß es nach feiner Ansicht beffer wäre, wenn die geplante mistischen Geistlichen und Laien eine Rede gegen den Krieg. das sich hinter Herrn Petersen stellen wird, noch wesentlich Lloyd George hielt auf einem Frühstück der nontonfor- Es ist vielleicht nicht zuviel gesagt, daß dann das Häuflein, 3usammenkunft vor dem 15. August stattfinden werde. In einem Artikel des„ Betit Parifien" heißt es, es scheine tatr fagte u a: Nationen, die, ich will nicht sagen, früher fleiner sein wird, als bereits jetzt schon. Denn es muß ganz sächlich, daß die englische Regierung in der Reparations- nicht bestanden haben, aber Nationen die versunken und be- offen ausgesprochen werden, daß die meisten der bisherigen frage zu der Auffassung gelangt sei, daß noch eine gewisse graben waren, stellen neue Ansprüche auf. Darin liege eine gewiffe Barteimitglieder nicht gewillt sein dürften, ein solches Zeit erforderlich sei, bevor man die Regelung der gesamten Re- Kriegsgefahr. Das schlimmste, was es gibt, ist aber die Furcht. Harafiri mitzumachen. Zwar beteuert Petersen, daß es parationsfrage in Verbindung mit der Frage der interalliierten Es gibt manche Nation, die nichts von dem glauben will, was eine bei diesem neuen Gebilde fich feineswegs um einen BürgerSchulden anschneiden fönne. Soweit sich bis jetzt übersehen lasse, andere fagt. Sie fragt:" Was hat die andere vor? Sie will nur blod handele, um feinen antitjozialdemokratischen Blod. Aber Schulden anschneiden könne. Soweit sich bis jetzt übersehen lasse, täuschen!" Wenn erst einmal ein Zündholz in das Pulverfaß ge- was anderes kann aus dieser Arbeitsgemeinschaft der Mitte" habe die englische Regierung bei dieser Operation 3 wei Etappen im Auge. Die erste sei, daß England mit Amerita über fallen ist, ist es zu spät. Der nächste Krieg wird, falls es werden? die Konsolidierung seiner eigenen Schuld verhandle. Erst nach her führt werden. Ich gehöre zu denen, führte Lloyd George weiter mit jener Partei, die zusammen mit der Deutschnationalen soweit tommen sollte, gegen die Zivilisation selbst geMan will eine Ehe eingehen mit der Volkspartei! Iriterten eintreten, um entweder die Herabsetzung der deut aus, die große Hoffnungen auf den Bölterbund sehen. Partei soeben in Bommern, während man in Berlin mit schen Schuld durch einen ganzen oder teilweisen Nachlaß der eng Bivilisation zum Tode verurteilt. Nur die öffentliche Meinung ringt, sich zu einer Einheitsfront zusammengetan hat und dieje Wenn der Völkerbund mit einem Mißerfolg endet, dann ist die heißem Bemühen um die Arbeitsgemeinschaft der Mitte" Annullierung seiner Forderungen an die Alliierten zu erörtern. kann dem Bölkerbund Kraft geben. Der Völkerbund ist ein wesent: Front durch den„ Stahlhelm", den Verband natio lichen Forderung an Deutschland oder aber die Herabsetzung und Bivilisation zum Tode verurteilt. Dann werde sich natürlich eine ziemlich heikle Verhandlung entlicher Teil der Maschinerie der Zivilisation. Der Buchstabe tötet, naler Soldaten" und anderer schöner Verschwörergeſellspinnen, da die englische Regierung wahrscheinlich auf die Frage aber der Geist ist Leben. Der Buchstabe der Völkerbundsatzung ist schaften erweitert hat. 3mar streitet jetzt die Volkspartei es ber Sanktionen und auf die Frage der Dauer der Bewunderbar, aber wenn man bem Buchstaben traut, entschieden ab, dabei gewesen zu sein. Es ist das alte Bersegung des Rheinlandes zu sprechen kommen werde. Im wird das Löten wieder beginnen. Wenn der Wahn- fahren: zuerst geschieht etwas, angeblich ohne Vorwissen der ganzen also scheine England mehr und mehr geneigt, ein weit- finn einmal ausgebrochen ist, ist es zu spät. Eine neue Gene- Partei, und dann ist es niemand gewesen. Ber trägt denn gehendes Abkommen der Reparationsfrage ins Auge zu ation wächst heran, die die Schrecken des Krieges nicht durch die Schuld? Wie soll Bertrauen zu einer Bartei entstehen, die fassen, glaube aber, daß eine nügliche Erörterung nicht vor der Re- gemacht hat und der vom Ruhm des Krieges erzählt wird. Diese in dieser Weise verfahren kann oder in der auch mir einzelne Generation wird die Entscheidung haben. Man muß ihr doch offenbar leitende Personen so verfahren dürfen? In gelung der amerikanischen Schuld, also vor dem Herbst, erfolgen gegenüber den Krieg seines Glanzes entfleiden. 3h Pommern ist die Volkspartei feit jeher nichts anderes geweferr könne. Man sehe daraus, daß es sich zwar um wichtige Erwägungen handle, daß aber trozdem die von Frankreich in Aussicht ge- habe, so schließt Lloyd George, meine Pflicht getan. Was ich vom nommene Zusammenkunft in den nächsten Tagen ihre Daseins- Kriege gefehen habe, erfüllt mich mit Schrecken. Ich habe mir berechtigung habe, weil die französische Regierung ihrer gelobi, bas, was mir an Energie verbleibt, dem feits in der Lage sei ein Attionsprogramm vorzuschlagen. Ziele zu widmen, daß der Menschheit eine Wiederkehr des Sollte dieser Plan nicht die restlose Anerkennung der englischen Frevels, des Schmerzes, der Schrecken und der Qualen Regierung erhalten, so sei doch wesentlich, daß vor dem 15. August, part bleibt. bevor Deutschland eine Antwort in der Reparationsfrage erhalten müsse, ein Meinungaustausch stattfinden müsse. Poincarés Richtlinien. Unterredung mit Vanderlip. als eine Filiale der Deutschnationalen. Was wird denn die Folge dieser neuen Parteitaftit sein? Verminderung der Parteien meint man, auch Herr Dr. Petersen. Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, daß nun der Kampf er- zwischen den beiden Arbeitsgemeinschaften entbrennen wird, und er wird mit viel größerer Schärfe und Offenheit geführt werden, als es bisher in der Koalition best Reichstags geschah. Denn es wird doch kaum möglich sein, München, 28. Juli.( WIB.) Der amerikanische Finanzpoli- eine Koalitionsregierung zustande zu bringen, die etwa nun tifer Frant Banderlip ertiärte einem Mitarbeiter der München auch die Sozialdemokratie umfaßt. Eine Bartei, die, wie die Paris, 28. Juli.( BTB.) Havas teilt mit, von zuständiger Augsburger Abendzeitung", daß er sehr pessimistisch denke, einfach Volkspartei, den Demokraten immer wieder die deutsche GeSeite liege teine Bestätigung der Darstellung des Matin" vor, wo- deshalb, weil Amerika, bevor sich die Lage in Deutschland und Eu- finnung abgesprochen hat, ist nicht bündnisfähig und macht nach gestern im Ministerrat die Grundlagen der französischen ropa nicht zur Klarheit durchgerungen habe, nicht eingreifen könne. gewisse Zugeständnisse nur aus dem Augenblick heraus. Und Reparationspolitit festgelegt worden seien. Poincaré habe zwar Frankreich habe vor einem erstartenden Deutschland Ang ft. wie denn nun, wenn die Arbeitsgemeinschaften trogdem zugewisse Leitsäge auseinandergefeht, aber feinen umfassenden, Je mehr Deutschland sich wieder auf eigene Füße zu stellen vermöge, fönnen in keinem Falle eine tragfähige Regierung schaffen, stande kommen? Zentrum, Demokraten und Bolkspartei ins einzelne gehenden Plan unterbreitet. In Wirklichkeit fet er zur- um so größer werde die Angst Frankreichs. Der Repräsentant dieser schon rein zahlenmäßig nicht. Sie brauchen dabei immer die zeit noch mit der Prüfung der von den beteiligten Ministerien ihm französisch- deutschen Einstellung sei Boincaré. England dagegen Unterstüßung anderer. In diesem Falle tann das aber nur gelieferten Daten beschäftigt. Die nächsten drei Tage werde er zur wolle dem Weltmarkt neues Leben einflößen und die weltwirt. Die Deutsch nationale Partei sein. Denn die SoziaFestlegung dieses Standpunktes benügen. Er werde ihn Lloyd schaft über die Weltpolitit stellen. Der Exponent dieser listen werden nicht daran denken, eine Regierung zu unterenglischen Auffassung sei Lloyd George. Banderlip meinte, daß stüßen, die aus einem solchen Konglomerat besteht. Also die zwischen beiden Exponenten niemals eine Brücke sich werde schlagen lassen. So bleibe nur noch die Revision des Verfailler Bertrages. Amerifa wolle feines Volfes und feines Landes Feind sein, aber dort, wo moralische Führerschaft fehle, tönne George auseinandersetzen. * Paris, 28. Juli.( WTB.) Havas bestätigt die Nachricht, daß ber gestrige Ministerrat die Verordnung des Ministeriums für die „ befreiten Gebiete" betreffend die Berzollung der deutschen Sachlieferungen gebilligt hat. Der Dollar über 6001 Die ungewöhnlich schroffe Form der französischen Note von gestern verschärft das Bestreben weiter Kreise, von der Mart loszuJommen. Rette fid), wer tann, ist die große Parole. Material ift wenig am Markt. Käufer drängen und werden gedrängt. Die innerpolitische Lage- Bayern stört ebenfalls ruhige Dispofitionen. Der Dollar fletterte heute morgen in rajchem Tempo bis 615. Jn der ersten Nachmittagsstunde schwächte er etwas ab und hielt sich auf ctwa 600. auch Amerila nicht helfen. Flüchtlinge. Ihre Zentralen sind das Bureau des polnischen Roten Kreuzes in Rattomih für das polnische Gebiet und das lebernahmetommiffariat in Beuthen für das deutsche Gebiet. Die von der Konferenz einstimmig beschlossenen Vorschläge wurden sofort dem Regierungspräsidenten in Oppeln und dem Bojwobent in Rattowiß mitgeteilt. Ein Kabinett de Nava- Orlando? Rom, 28. Juli.( TB.) Nach einer Stefani- Meldung soll de Nava in Uebereinstimmung mit Orlando an der Kabinettsbildung arbeiten. Die sozialistische Parlamentsgruppe, die für Mitarbeit an der Regierung ist, hat eine Tagesordnung angenommen, in der mit ernsten Maßnahmen gedroht wird, wenn die Strife nicht entsprechend den Beschlüssen der Kammer geföft, d. h. die Rechte bei der Kabinettsbildung ausgeschlossen werde. Italien unter dem Fascistenterror. Deutschnationalen! Auf die Gunjt dieser Herrschaften, um derentwillen man die gesamten Schuggejeze machte, soll man besondere Logif. Und wollten die Sozialisten allein eine Reich zu guter Leßt perlaſſen. In der Tat, das ist eine ganz gierung bilden, so könnten sie das auch nicht, sie wären zum mindesten auf die Kommunisten angewiesen, und auch das reicht nicht. Also müßte man auch da wieder eine Anleihe machen bei den anderen der Arbeitsgemeinschaft angehörenden Parteien. Darauf werden sich aber die Sozialisten, wie gesagt, nicht einlassen. Was also denkt man sich denn bei diesem Schachspiel? Man seht die ganze Demokratische Partei aufs Spiel, ohne dabei etwas anderes einzutauschen, als den Ruf der schwankenden Gestalten. Nun gehen Gerüchte um, daß man diese neue Arbeitsge meinschaft nur deshalb mache, weil den Unabhängigen bei ihrem Einverständnis zum Eintritt in die linke Arbeitsgemeinfchaft die Erfassung der Sachwerte zugestanden worden sei, Oberschlesisches Schuhabkommen. und weil diese nun von der Linken mit allem Nachdrud gefordert werden solle. Ob dem so ist, weiß ich natürlich nicht. alfowitz, 28. Juli.( WTB.) Zur Besprechung der gemeinfam ( Wir brauchen in dieser Beziehung den Unabhängigen teine zu treffenden Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ruhe und Ord " Bugeständnisse" zu machen, da wir selbst auf dem Boden mung in Oberschlesien fand auf Wunsch der beiderseitigen Behörden am 27. Jufi in Bleß unter dem Borsiz Calonders eine Zujener Forderung stehen. Red. d. 2.".) Aber wenn es den Tatsachen entspricht, dann wird die Demokratische Partei unfammenkunft statt, an der außer den polnischen und deutschen Des bedingt Farbe betennen müssen. Auch von diesem Gelegierten auch Mitglieder der Gemischten Kommission teilnahmen. Ravenna, 28. Juli.( WTB.) Infolge energischer Anordnungen fichtspunkte aus wird dann eine Scheidung der Geister einNach eingehender Erörterung ergab sich in allen Punkten vollständige der Regierung an die Provinzbehörden zur Wiederherstellung der treten. Denn es sollte der Reichstagsfraktion nicht verborgen Uebereinstimmung. Es wurde ein Berfahren für gegenseitige Ordnung haben die republitanischen Führer und die fein, daß auch in den Reihen ihrer Wähler sehr meite Kreise polizeiliche Hilfe vereinbart, das namentlich die sofortige afcift en beschlossen, die Agitation einzustellen. energische Berfolgung von Berbrechern, die über die deutsch- polnische In Ravenna befetzten gestern die Fascisten die Arbeits durch die neue Arbeitsgemeinschaft" eine gedeihlichere pardieser Forderung zustimmen. Wenn man also meint, daß man Grenze flüchten, ermöglicht. Die Bewohner des Grenzwirtschafts- tammer und errichteten dort ihr Hauptquartier. In der Nacht lamentarische Arbeit leisten wird, so ist das nicht nur sehr zu gebietes sollen darauf hingewiesen werden, daß es in ihrem eigenen überfielen sie das neue Genoffenschaftsgebäude und brann- bezweifeln, sondern es ist sogar zu bedenken, daß man die Intereffe liegt, die Sicherheitsorgane des anderen Teils, die in Ver- ten es nieder. Der Ausstand dauert fort. Die Eisenbahner Partei einer Belastungsprobe ausjeßt, die folgung flüchtiger Berbrecher begriffen sind, möglichst zu unterstützen. Don Rom und Tivoli haben gestern infolge des Zusammen- fie auf die Dauer nicht mehr ertragen fann. Zum Schuße der Eisenbahner, die infolge von Drohungen stoßes mit den Fascisten einen eintägigen Ausstand verkündet. In Bremen war bereits etwas viel; die dort getroffenen Bereinund Gemalitätigkeiten aus ihren Wohnfigen flüchten mußten, wurde Rom hat heute zum Zeichen der Solidarität mit den ausständigen barungen ließen erhoffen, daß man nun endlich den Willen zur eine Rommission eingefeßt, die aus den Bertretern der beiderseitigen Metallarbeitern die gesamte Arbeiterschaft die Arbeit eingestellt. Arbeitgeberverbände, Arbeiterorganisationen und Bevollmächtigten der Arbeiterkreise und des Roten Kreuzes besteht. Die Kommission Litauen wurde am 28. Juli von der Regierung der Vereinigten führt den Namen Kommiffion für Rückführung und Schuß der Staaten von Nordamerila de jure anerkannt wirklichen demokratischen Arbeit haben würde. Es flingt sehr schön, wenn Petersen sagt, daß die Parteien radikaler Oppofition rechts und links in die Opposition gebracht und die Barteien der Mitte trot perfchiedener Gesinnung und Stimmung Bayerischer Separatismus. Die bayerische Regierung hält die Zeit für gefommen, ein eigenes Landespolizeigesetz zu erlassen, in dem die Rolle der bayerischen Sipo gegen das waffengeübte Verbrechertum der Jektzeit" und deren Bewahrung vor„ parteipolitischen Einflüssen" besonders betont wird. Diese neue landesgesetzliche Institution soil nach den Grundsägen strenger Gehorsamspflicht ausgebildet und nur aus„ ordnungsliebenden" Elementen ergänzt werden. zu einer Gemeinschaft verantwortlicher Arbeit zufammenge- tigungen zu schüßen". Die Bauern des Kreises Die Münchener Boft erinnert außerdem an einen Bericht des führt werden sollen, um mit einer großen Mehrheit den Staat Kottbus drohen:" Herr Reichstanzler, bedenten Sie, daß die Borfizenden des bayerischen Ordnungsblods vom 3. November 1921, in seiner demokratisch- republikanischen Staatsform zu unter Machtverhältnisse Berlins nicht für das ganze Deutsche Reich in dem es heißt: Tatsächlich find seit geraumer Zelf inoffizielle Berbauen und ihm tüchtige und sachkundige Personalkräfte für gelten!" Die. Bauern haben dann beim letzten Schnaps den handlungen mit französischen Vertretern im Gange. Gleichzeitig Regierung und Verwaltung zur Verfügung zu stellen? Wie Schlußsah ihres offenen Briefes an den Kanzler formuliert. bespricht man sich mit Tirol und Salzburg, um durch den Anschlußz aber denkt er sich das, wenn die Sozialdemokratie nicht mit- Er lautet dahin, daß sie für ihre Freiheit zu kämpfen bereit dieser Länder an Bayern einen sowohl militärischen wie wirtschaftmacht? Er schreibt zwar, daß die Entwicklung der Links- feien, wenn es sein müßte, sogar bis zum Tode. Wir lichen Machtzuwachs zu erzielen. parteien und die der Volkspartei der Beweis sei für die Be- find der Auffassung, daß das durchaus ernst gesprochen war.. Diese gefährliche Zuspigung der politischen Lage wird außer reitwilligkeit zur Uebernahme der Verantwortung bei den Jene Bauern werden gern zum blutigen Streit nach Berlin ordentlich verschärft durch die Hegreden des Innenministers Dr. limfen Parteien. Wenn das zutrifft, weshalb weigert ziehen, wenn es ihre Frauen erlauben. Noch lieber aber Schweyer. Der Vorstand des Sozialdemokratischen Bereins man sich dann, die Unabhängigen in die Regie- werden sie, dessen sind wir sicher, die Republit dadurch be- München veröffentlicht heute einen Protest gegen die wahrheitsrung aufzunehmen? Weshalb geht man denn nicht den Beg fämpfen, daß sie den Butterpreis weiter höher schrauben. widrigen Behauptungen des Ministers über die Abwehrmaßder bisherigen Koalition im Reiche weiter und zieht die Un- Die Leute brauchen doch für ihre schnapsbegeisterten Ver- nahmen der Sozialdemokratischen Partei gegen die nationalistische abhängigen in fie mit ein? Wohl war es bisher schwer, fammlungen viel Geld. Die Sache hat aber auch ihre ernste Demonstration am 28. Juni. Darin heißt es: Die Unrichtigkeit der mit dieser Koalition zu arbeiten, aber was diese Arbeitsge- Seite. Ber sind die Drahtzieher, die jene Landbund- Behauptungen des Ministers kann jederzeit durch den Eid von meinschaft der Mitte" bringen wird, weiß noch niemand; ficher organisation im Kreise Kottbus zur Knüppelrevolution auf- Beugen erhärtet werden. Die Vorstandschaft verlangt neuerdings, ist nur eins: heftige Rämpfe gegen lints. Darüber wer- rufen? Vielleicht fümmert sich die Regierung einmal um daß die Behörden endlich die Anklage erheben, damit alles, was den sich auch die Konjunkturpolitiker des Reichstags nicht im diese Frage. mit dieser Angelegenheit zusammenhängt, durch Zeugeneid aufgeunflaren sein. Was soll denn geschehen, wenn die Sozialdemo= tlärt werden kann. Mit einem Gefühl von Efel und Verachtung fratie ganz mit Recht sagt: Wir spielen das törichte Spiel nicht weist die Borstandschaft die in dieser Darstellung enthaltenen widrigen mit? Was dann? Dann Listenverbindung mit der und unwahren Angriffe zurück. Bolkspartei im ahifampfe? Dann mag die Unser Parteiblatt, die Fränt. Tagespost", erfuhr, daß Reichstagsfraktion den Wahlkampf allein führen! Sie wird wenig Demokraten finden, die ihr auf diesem Wege die Bürgermeister der Oberpfalz zum Regierungsfolgen; denn es ist nicht jedermanns Geschmack, sich von der präsidenten nach Regensburg berufen wurden, um ihre MeiVolkspartei mit Schmuz bewerfen zu lassen und dann hinter- nung über die Folgen einer Abtrennung Bayerns vom Reiche her mit ihr den Wahlkampf auszufechten. Dafür danken wir zum Ausdruck zu bringen. Diese Nachricht unseres Parteimit aller Deutlichkeit. Bisher redete man so gern vom Züng- blattes wird von der" Bossischen. Zeitung" in Zweifel gelein an der Wage, das die Demokraten seien. Ist es schon an zogen. Wir setzen dennoch keinen Zweifel in jene Mitteilung. Volkspartei und bayerische Frage. fich töricht, so etwas zu sagen, denn das Bünglein an der Wir wissen. daß vor etwa 14 Tagen ein Mitglied des Wage ist nichts anderes als ein willenloses Werkzeug der je- Kabinetts Lerchenfeld beim Bürgermeister einer Der offizielle Pressedienst der Deutschen Volkspartei bringt in weilig schwer beladenen Schale, in diesem Falle der am stärt- ter größten bayerischen Städte vorsprach und ihm erzählte, feiner soeben erschienenen Nummer vom 28. Juli eine feierliche ften wirkenden Bartei, so wird in der neuen Konstellation dies daß er den Besuch eines angesehenen Mannes erhalten habe, Stellungnahme zu dem Streit, den Bayern gegen das Reich führt. 3ünglein erst recht hin und her flackern, und bald wird's der ihn über die wirtschaftlichen Wirkungen einer Ab- Es heißt da u. a.: heißen: Fladerpartei. Nein, es ist feine Verdrehung, trennung Bayerns vom Reich befragt habe. Der wenn man sagt, daß in diesem Schritte zur Arbeitsgemeinschaft Minister wollte von dem Bürgermeister erfahren, was er in der Mitte der erste Schritt zum Bürgerblod getan diesem Fall geantwortet hätte. Dieses Gespräch endete damit, wird. Die Folgen müssen für unser ganzes innerpolitisches daß der Bürgermeister meinte:" Ich hätte den Mann hinausLeben verheerend werden. Denn nun werden die beiden geworfen und damit die Diskussion erledigt." großen Gruppen, um deren Bersöhnung sich namentlich Na u= Auch nordbayerische Industrielle wurden von leiten= mann so sehr bemühte, in härtestem Kampfe gegenüberstehen. Der Münchener Seite befragt, welche Wirkungen auf Hat denn die Koalition zwischen den Regierungsparteien die Industrie eine für einige Zeit eintretende wirtschaftliche reußen in irgendeiner Weise dazu beigetragen, die Selbständigmachung Bayerns zur Folge hätte! Im ZuAnhänger der Volkspartei im Lande einer Versöhnung der sammenhang damit sei erinnert an die in der bayerischen Gegenfäße geneigt zu machen? Die in Preußen bestehende Parteipreffe veröffentlichte Aeußerung eines bayerisch-volfs= Arbeitsgemeinschaft mit der Volkspartei ist eine solche der parteilichen Abgeordneten, der sich ironisch über die BeSpigen geblieben. Im Lande fümmert man sich nicht im mühungen der Reichsregierung, das Gesetz zum Schuß der geringsten um sie, sondern hämmert hübsch auf die Demokraten Republit den Wünschen der bayerischen Regierung anzupassen, herum, als ob sie die größten Gegner feien. Solange nicht der aussprach, indem er sagte: Man sollte doch in Berlin wissen, Roalitionsgedante von innen heraus wächst, tann bei der daß die maßgebenden Kreise in Bayern, die den Gegensatz Bolkspartei nicht die Rede sein von einer wirklichen allgemeinen zum Reich pflegen, von Berlin aus nicht zufriedengestellt Anteilnahme an solcher Koalition, da sie nicht republi- werden wollen, weil das Ziel der bayerischen Politik in fanisch ist. Die Volkspartei ist weder ihrem Programm letter Linie doch die Selbständigmachung Bayerns nach noch auch ihrer gesamten Auffassung nach für eine Koali- unter Eingliederung Tirols ist. tion reif. Diese fehlerhafte Struttur aber haben die Arbeitsgemeinfchaftspolitiker übersehen. Wir brauchen keine Spitzenfoalition, sondern eine solche, die aus der im großen und ganzen einheitlichen Begrichtung sich ergibt. Wenn die Demokratie jegt nicht zu entschiedenheit sich befennt, dann ist sie gemefen. Die von Petersen und Koch gemachte Arbeitsgemeinschaft ma chen wir nicht mit, weil sie dem inneren Wesen der Demokratie widerspricht. Die Stimmung in München. Der Brief, init dem sich der Reichspräsident Ebert an den bayerischen Ministerpräsidenten gewandt hat, ist ein Beweis da für, daß die Reichsregierung es vermeiden will, einen offenen Konfliktsfall zu schaffen, dessen Beilegung naturgemäß auf Schwie rigfeiten stoßen muß. Wir hoffen, daß man in Bayern dieses Bestreben zu würdigen meiB. Geschieht dies, so wird sich ohne ernsthafte Schwierigkeit ein Weg finden, auf. dem die Reichsregierung dem bayerischen Wunsch nach Wahrung der Landesjustiz- und Landespolizeihoheit someit entgegenfommen fann, wie es sich mit der Autorität der Reichsgesetzgebung verträgt. Eine andere Stellung als die in vorstehenden Sägen ausgedrückte ist für die Volkspartei ja auch toum möglich, hat sie doch felbft den Gesetzen zum Schuße der Republik zugestimmt. Bayerischer Ministerrat zum Reichspräsidenten- Brief. München, den 29. Juli.( TU.) Der Brief des Reichspräsidenten Ebert wird den Ministerrat und die Regierungsparteien am Montag beschäftigen, da gestern mehrere maßgebende Führer der Baye Aus den rischen Volkspartei nicht in München anwesend waren. Kreisen der Bayerischen Boltspartei tommen Stimmen, wonach die Versicherung des Reichspräsidenten, daß keine Beseitigung der banerischen Hoheitsrechte beabsichtigt sei, nicht genüge. Es müßten vielmehr stärkere Garantien geschaffen werden. München, 29. Juli.( Eigener Drahtbericht.) Während die großen Münchener Blätter sich eine gewisse 3urudhaltung auferlegen, hegt die Provinzpreffe gegen das Reich mit einer Schärfe und Strupellosigkeit, daß man an einer vernünftigen Lösung der Ein Zeitungsverbot in Nürnberg. zerfahrenen politischen Lage verzweifeln könnte. Das Neue Nürnberg, 29. Juli.( Eig. Drahtbericht.) Das hiesige Organ Münchener Tageblatt, veröffentlicht bereits eine Uebersichtsffizze des der Unabhängigen, Der Sozialdemokrat, ist heute wegen rechtsrheinischen Bayern, um seinen Lesern einen Ueberblick über eines Artikels in seiner geffrigen Ausgabe„ Die schleidende krise" Die Bauernschaft" des Kreises Kottbus. den fünftigen Kriegsschauplatz zu geben, und das Ingolftädter für acht Tage verboten werden. Das Berbot ist von der Tageblatt" ergeht sich in ausführlichen Gedankengängen über die bayerischen Regierung auf Grund ihrer von der Reichsregierung für Es gibt noch Männer im Lande, die nicht gewillt sind, wirtschaftliche Selbständigmachung Bayerns. England, Frankreich ungültig erklärten Verordnung vom 24. Juli erfolgt. fich zu beugen. Zu ihnen gehören die Bauern des Kreises und Belgien würden sich darum streiten, Bayern Kohle zu liefern, Cottbus. Sie scheinen fürzlich zu einem Schlachtfest mit nach- und Kali beziehe man aus Lothringen. Die Münchener Post folgendem Schnapswettrennen beisammen gewesen zu sein. meist auf die Gefährlichkeit dieser antideutschen Propaganda hin und Haben sie doch, wie wir der Kreiszeitung für die Ost- Prignitz" stellt fest: Es haben tatsächlich bereits früher Verhandlungen stattentnehmen, feierlich geschworen,„ daß unser zu friedlicher gefunden über event. Lieferung von Kohlen und Kali durch FrankArbeit bestimmtes Handwertszeug-wenn es fein mußreich. Es bestand der Plan, mit einem Abgeordneten des Bayerischen nicht die schlechteste Waffe ist, um unsere freien Bauernbundes über die in Aussicht geftellfen Lieferungen FrantBürgerrechte, wo es auch immer fei, gegen Vergewal- reichs zu verhandeln. Ein unabhängiger Bürgermeister. Dem Bernehmen nach ist, wie die Kölnische 3tg." meldet, in Ohligs der unabhängige Ge. wertschaftssekretär Sauerbroy als Bürgermeister von Ohligs vom Minister des Infern Severing bestätigt worden. 9 Deutschland und Polen. Der Sejm hat die Gesegesvorlagen, betreffend das deutsch polnische Abfommen über die Erleichterungen im Grenzperfehr in allen Lesungen angenommen. barüber ausgesprochen hat:" Der Artikel 231 läßt das Vorgehen| Wattekranz. An dem schnellen oder langsameren Eintritt der Ber Ein Franzose über die Schuld am Weltkrieg. des Mittelalters wieder aufleben, das zur Verurteilung des Schul eifung läßt sich der Grad der Infektion erkennen. Untersuchungen Die Haltung der franzöfifchen Politik stellt gegenwärtig den Angel- digen verlangte, daß ihm das Geständnis vorher abgepreßt worden haben ergeben, daß die Abkühlung in den Geweben nach der Berfei, und indem die Verpflichtung zur Wiedergutmachung an dieses eisung zwar nicht so hochgrabig ist, daß etwa Bakterien zur Abpunkt dar, um den sich die Weltlage zum Besseren oder zum noch Beständnis geknüpft wird, das Deutschland selber für eine, ihm auf. tötung gelangen; bogegen ist die günstige Wirkung, die das Ver Schlechteren drehen wird. Es ist daher von höchster Wichtigkeit zu er fahren auf das infizierte Gemete ausübt, vornehmlich auf den fahren, welche Stellung das französische Volk zu den brennenden Fra gedrängte Lüge hält, wird für Deutschland die Tilgung seiner Schuld starken Blutzufluß zurückzuführen, der jedesmal nach dem AufAls Borzug der Bereifungsmethode gen nimmt, die uns alle bewegen. Wertvolle Beiträge zu dieser Er- our Unehre." Der Verfasser fordert dann weiter, daß die Schuld- tauen der Gewebe eintritt. fenntnis bringt das neueste Heft der im Verlage von Carl Hen- bei alle Teile gehört und alle notwendigen Beugen sowie alle ausgeführt werden kann. frage vor einem internationalen Gerichtshof untersucht werde, wo ist die Einfachheit hervozuheben, da die Bereifung ohne Narkose Sie ist meist fchmerzlos; bei übermann erscheinenden„ Zeitschrift für Politik", in dem sich einer der Archive herangezogen werden müssen:„ Solange in Frankreich die empfindlichen Patienten fann durch eine vorhergehende Morphium. bedeutendsten französischen Geschichtsschreiber, Charles Seigno- Macher des Vertrages von Versailles, der nationale Block und ein injektion Schmerzlosigkeit erzielt werden. Dazu kommt die Raschbos, mit der öffentlichen Meinung Frankreichs beschäftigt. So großer von der Presse getäuschter Boltsteil fortfahren, auf Deutsch heit der Heilung, wie ſie ſonſt faum von anderen Heilmethoden ſtart er die Gegenfäße zwischen der deutschen und der französischen land und seine Verbündeten alle Schuld am Kriege zu schieben," erzielt wird. Schließlich ist es der größte Borzug des Bereifungs Auffassung betont, so hebt er doch hervor, daß die heutige Kammer, fagt er weiter, so lange rufen in Deutschland die Alldeutschen, die jeder Einschnitt in ein infiziertes Gewete mit Eicherheit eine ent verfahrens, daß keinerlei sichtbare Folgen zurückbleiben. Während die nach einem Minoritätsprinzip gewählt worden ist, nicht die Reaktionäre und ebenfalls ein großer Boltsteil die absolute Un- ftellende Narbe verursacht, läßt die Bereifung ein Furunkel oder öffentliche Meinung der Masse der Franzosen darstellt. Aber wenn schuld Deutschlands aus und die Schuld der Entente. Auf der einen Karbunkel bis zur völligen Unsichtbarkeit verheilen. auch die Berfechtung des einseitigen Nationalismus und Militaris: Seite wie auf der anderen wird diese Anklage als eins der besten Die Not der Schweizer Schriftfieller. Der Schweizer Roman mus der Allgemeinheit der Franzosen fernliegt, so gibt es doch bis Argumente von denen gebraucht, die den Haß predigen und die schriftsteller J. C. Heer verläkt in feinen alten Tagen die Schweiz, her nur wenige unter ihnen, die eine Verständigung leidenschaftlich Bölker gegeneinander auch weiter aufheben wollen, um sie bei erster da es ihm die Valutaverhältnisse nicht mehr gestatten, in seiner befürworten. Ein Borkämpfer dieser Ideen ist der frühere fran: Gelegenheit von neuem in den Krieg zu schleifen. Diese Frage der Heimat zu bleiben. Er wird nach Deutschland übersiedeln. Für all zöſiſche Frontoffizier Fernand Gouttenoire de Tourn, Schuld am Kriege ist also der gefährlichste Zündstoff. Das haben Schweizer Schriftsteller, die auf die Erträgniſſe ihrer literarischen der beherzigenswerte Worte über die Schuld am Kriege" spricht. In der ersten Reihe der Lügen und Mißverständnisse, die die die Männer guten Willens in allen Ländern erkannt. Diese wiffen Tätigkeit angewiesen sind, wirkt das fortwährende Sinken der Mart wohl, daß die Schuld am Kriege alle tapitalistischen geradezu fatastrophal; der schweizerische Schriftsteller muß sich noch Wölfer voneinander fernhalten, steht die Frage nach der Kriegs Regierungen trifft, die, in den Händen mächtiger Finanz. immer auf den weiteren Umkreis des Reiches und auf das großschuld, die durch das Gewalturteil von Versailles.eigentlich erst auf tonzerne, sich um die Reichtümer der Welt in den Haaren lagen und 3ügige deutsche Verlagswesen stüßen. wenn er mit seinem Werke Be " ständig diplomatische und bewaffnete Konflikte vorbereiteten. Die bis heute bekanntgewordenen Dokumente beweisen das schon zur Genüge." achtung und Bedeutung finden will. Mohl unterstützt die Werk. " beleihungskaffe des schweizerischen Schriftstellervereins" eine große Reihe von Schweizer Schriftstellern, aber bei steigender Inanspruch nahme werden deren Mittel bald erschöpft sein, wenn nicht die Deffentlichkeit den Fonds wieder auffüllt. und gerollt werden ist. Die Verurteilung Deutschlands wurde ohne Untersuchung, ohne Zeugen, ohne Deffnung der Archive und DokuUntersuchung, ohne Zeugen, ohne Deffnung der Archive und Dokumente vollzogen," schreibt der Franzose.„ Die deutschen Bevollmächtigten, die wußten, daß die Frage nach der Schuld am Kriege erhoben werden würde, waren mit einem Attenstoß nach Versailles Verbeffertes Heilverfahren bei Furunkuloje. Eines der verErstaufführungen der Woche. Dienstag Boltsbühne:„ Die getommen in der Absicht, ihre Sache zu vertreten, wie es bei allen breitetsten Leiden der Nachkriegszeit ist die Furunkulose. An dem alture". Kammerspiele:„ Die ewig lächelnde Frau".- Theater Prozessen üblich ist, aber es wurde ihnen untersagt, diesen Attenstoß überaus zahlreichen Auftreten von Furunkeln und Karbunkeln, wie des Westens: Heimliche Braut". Urania- Vorträge. Sonnt.:" ribling am Nedar. Mont.: zu öffnen: die Berurteilung war im voraus erfolgt! Unter der wir es heutzutage überall beobachten fönnen und wie man es vor Dienst.: Schwarzwald". Mittw. Drohung der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten, als Deutschland dem Kriege nicht im gleichen Maße fannte, trägt, wie leicht be bringen". feine Waffen abgegeben hatte, als die verbündeten Heere den Rhein greiflich, der Krieg mit seiner Unterernährung und der dadurch Donn.:" Einsteinfilm". Freit.: Die malerische Mart". besezt hatten, waren die deutschen Bevollmächtigten gezwungen, schuld. Die Furunfel werden im allgemeinen leicht genommen bebingeten schlechteren Zusammensetzung des Blutes die Haupt- Sonn.: Das schöne Schwabenland". Goethes auft" II. im Harzer Vergtheater. Gin interessantes den Artik 1 231 des Bertrages zu unterzeichnen, in dem die Allein- und doch hat schon manchmal ein kleines Karbunkel den Tod des Experiment stebt den Literaturfreunden im Sommer diefes Jahres bevor Die Direktion des Harzer Bergtheaters wird den II. Teil von Goethes schuld Deutschlands und seiner Verbündeten am Kriegsausbruch zu- Patienten verursacht. 3umeist ist der tödliche Ausgang eines Fu- Faust, in der Dunkelbeit mit Fadelbeleuchtung auf der flaſſiſchen gegeben wird. Endem die Vertragsunterhändler dem besiegten und runkulose darauf zurückzuführen, daß der Patient auf die verderb- Walpurgisstätte des Herentangplates im Auguſt aufführen. entwaffneten Feinde die Bosheit des Artikels 231, das Geständnis lichen Ratschläge irgendeines Quadfalters gehört hat, statt sich Der britte Internationale Kongres für moralische Erziehung der Schuld am Kriege auferlegten, haben sie an Ungerechtigkeit und gleich an einen Arzt zu wenden. Bei ärztlicher Behandlung wird wurde am Freitag in Genf in Anwesenheit von über 400 Teilnehmern Gewalt die Berträge aller Zeiten übertroffen: jene bedrückten auch bei den schwierigsten Fällen ein tödlicher Ausgang vermieden. eröffnet. Zum Vorsigenden wurde Adolf Ferrière gewählt. In der ersten den Besiegten mit materieller Gewalt, aber sie brachen nicht in das In neuester Zeit wird von ärztlicher Seite als Heilmittel hauptsäch Bolfizung erstattete Brof. Foerster Bericht über den Wert der Geschichte in unverlegliche Gebiet des Gewiffens ein. Ja, wahrhaftig, die Auf. lich die Bereifung angewandt, Während früher täglich einmal der moralischen und sozialen Erziehung. Otuhland kehrt zum Wutki zurüd. Genau 8 Jahre nach dem bei erlegung dieses Artikels 231 muß zu den größten Berbrechen aller vereist wurde, ist man jezt vielfach zu einer häufigeren Anwendung Kriegsausbruch erlassenen Altoholverbot wird der Butti in Rußland wieder dieses Mittels geschritten. Die Bereifung wird heute gewöhnlich Zeiten gezählt werden." eingeführt. Um 1. Auguft wird die Verfügung erscheinen, die den Berkauf breimal hintereinander in Bausen von je einer Minute vorge- bon utti freigibt. Der gefeglich vorgeschriebene Alkoholgehalt, der vor Der Verfasser zitiert dann den hervorragenden Nationalökono- nommen, dann wird ein Salbenlappen aufgelegt, der mit einer bem Kriege 40% betrug, ist nach der neuen Verfügung auf 38%, herab men Charles Gide, der sich in dem Vorwort zu Gouttenoires Binde festgehalten wird. Die Umgebung des infizierten Gebietes gejezt. Herstellung und Berlauf bleiben als Monopol dem Staat dors Buch Jaurès und die Kriegspartei folgendermaßen muß während der Bereifung geschützt werden, etwa durch einen behalten. Eine Fronie der Weltgeschichte! Hinter den Kulissen. Sie Wulle! Sie Sontag! Wir erhalten folgende Zuschrift: = 11 = Das Märchen vom Lindenhof. Kritik unterzogen worden, in der u. a. gesagt wurde: Das Urteil ist seinerzeit im Borwärts" einer wohlverdienten hörde noch nicht erledigt! Was nügen alle gulgemeinten Berfügungen und Erlasse, auch des Wohlfahrtsministers, wenn andere Stellen in Unter der Ueberschrift„ Eine seltsame Ehrung" berichtet erfennung der gegenwärtig bestehenden tot die die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" und mit ihr in hämischer Weise Sachlage, wie es so schön heißt,„ von einer höheren Warte" be Dre Kampf im Lager der Deutschrationalen und im Haufe des die Rechtspreffe, daß gelegentlich der Beerdigung des Minifters wichtig halten, daß Millionenwerte, die doch in den Kolotrachten und die Schaffung von Spiel- und Sportplähen für so Herrn Bulle nimmt tragikomische Formen an. Teils sucht man sich Kathenau von 150 Fürsorgezöglingen des Lindenhofes in Lichten- nien fiecken, zugrunde gehen können, menn ferner die in Bewieder anzufreunden, teils verschärfen sich die Gegenfähe. Son berg, die unter Aufsicht ihrer Lehrer und Erzieher an der Trauer- tracht kommenden Behörden die gestellten Anträge auf Zwangstag, der frühere Hauptschriftleiter" des„ Deutschen Abendblattes" feier teilnahmen, 75 entflohen seien und sich in Berlin als Ver- pachtung monotelang, und scheinbar ohne Interesse bearbeiten und und jetzige Redaktions, direktor" und Geschäftsvertreter Wulles will brecher umhertrieben. Trotz Mitteilung des Jugendamts, daß es sich nicht daran denken, daß jeder Tag der Versäumnis der Bevölkerung, sich von seinem Herrn und Gebieter trennen, vielleicht nicht ganz nur um 3 3öglinge handelte, von denen einer am gleichen Tage, die sehnsüchtig auf 3rteilung von Land wartet, großen Schaden freiwillig, und bekanntlich mit seinen" Getreuen, zu denen in erster die anderen beiden am nächsten Tage freiwillig zur Anstalt zufügt. Linie sein Intimus Ludendorff, v. Dewig Stettin und zurüdgefehrt sind, halten es diese Zeitungen nicht für nötig, D. Brodhusen Langen gehören, selbständig machen" und eine entsprechende Berichtigung zu bringen. Es ist deshalb erforder. Der kronprinzliche Harem. neben der Freiheitspartei i. E." natürlich auch ein Partei lich, der Deffentlichkeit einmal vor Augen zu führen, in welch ge= Die unverständliche Jufiiz. blatt gründen. Ob aus politischen Gründen oder um dem nur wissenloser und demagogischer Weise gegen Männer Sm vorigen Jahre wurde der frühere Redakteur des„ Frank, nach Bedarf erscheinenden Deutschen Abendblatt" den Rang abgefämpft wird, die sich opferwillig in den Dienst des Bolkes stellen, furter Boltsfreund", Genosse Lehmann, wegen Beleidigung zulaufen, muß die Zeit lehren. Für eine Zeitungsgründung ist aber nur deshalb als Feinde bekämpft werden, weil sie Sozia- des Offiziertorps vom Landgericht in Frankfurt a. d. D. vernatürlich in erster Linie Geld erforderlich, und Sontag ist daher auf listen sind. Es ist anzunehmen, daß hinter diesem Treiben Leute urteilt. Er hatte in einem Artikel vom fronprinzlichen der Suche. Selbst bei Juden, Geld stinkt ja nicht. Vielleicht ist stehen, denen das segensreiche Wirken der jetzigen Anstaltsleitung Harem und von ſaufenden, fressenden und hurenden Offizieren in ihm in dieser Beziehung auch das Glück so hold wie Bulle, dem ein Dorn im Auge ist und die nunmehr mit allen Mitteln versuchen, der Etappe gesprochen. über die Völkische Bant mit Orgeschmillionen der diese vor der Deffentlichkeit bloßzustellen und bei der vorgesetzten Weg geebnet wurde. Als diese nicht hinreichten, sprangen einige Behörde in Verruf zu bringen. Von einer Zeitung, die ernst gevölkische Oberbonzen, u. a. ein bekannter Berliner Pianofortefabri- nommen werden möchte, hätte man wenigstens erwarten dürfen, fant, cin friegsgewinnlerischer Holzgroßhändler und der Münchener daß sie sich von der Richtigkeit ihrer Mitteilungen bei der allein maß „ nationale" Geldmann Dr. Bittinger ein. Selbst ungewisse Kronen gebenden Stelle im Lindenhof die Bestätigung ihrer Angaben einverschmähte Wulle nicht, die ihm auf der Reise durch das schöne geholt hätte; das ist aber nicht geschehen. Die Tatsache, daß es sich Land von dortigen Gesinnungsfreunden" in die schwach gewordene bei dem Leiter der Anstalt um einen Sozialdemokraten handeit, Brieftasche gestedt wurden. Trotz alledem sitzt Wulle bei der genügt diesen Demagogen, die tollsten Märchen für ernst zu Druckerei der Deutschen Tageszeitung" mit nahezu anderhalb Milnehmen und dem Volfe ein Schredgespenst vorzuzaubern, das in lionen fest, so daß ihm der Druck gesperrt wurde und man seine Wirklichkeit nur in den Köpfen dieser Leute sputt. Trogdem jeden brach liegende Redaktion auf die Straße fetzen will. Alle fönnen zweiten Sonntag hundert bis hundertfünfzig ihren Verlust verschmerzen. Leibtragende sind vorerst die in echt 3öglinge beurlaubt werden, von denen selten einer nicht deutschnationaler und völkischer Art im wahren Sinne des Wortes zur Anstalt zurückkehrt, glaubt man aus dem vorstehenden Falle, für Hungerlöhne arbeitenden Angestellten, Redakteure sowohl als weil es sich um die Ehrung eines von deutschnationalen Mördern faufmännische Beamte Tarife fennt man nicht die man sich zur Strecke gebrachten republikanischen Ministers handelt, Kapital jetzt mit dem Trost auf bessere Zeiten einfach abwimmeln möchte. schlagen zu müssen. Solange der Lindenhof besteht, sind dank der vortrefflichen humanen und menschlichen Behand. Iung der Zöglinge außerordentlich wenige Fluchtversuche unter nommen worden. Allerdings werden die Zöglinge des Lindenhofs von ihrem Leiter und ihren Lehrern und Erziehern nicht als Berbrecher angesehen und mit der Knute behandelt, wie dies in der Ber. gangenheit üblich gewesen war. Am besten kann ein persön licher Besuch diefes Fürsorgeheims davon überzeugen, wie eine Kindesseele zu behandeln ist, die unter der Ungunst der Verhältnisse und infolge ererbter Gebrechen gestrauchelt ist. Die glänzenden Augen dieser Kinder, der fröhliche Gesang bei ihrer Tätigkeit, der ungezwungene und doch respektvolle Verkehr mit den Lehrern und Erziehern zeugt daben, daß diese angeblichen Verbrecher hier ein Heim gefunden haben, wo sie sich wohl fühlen und aus dem fie als nügliche Glieder der Gesellschaft wieder entlassen werden. I Das Hakenkreuz am Badestrand. Unmittelbar nach der Revolution wurde nicht ohne Hilfe der dort stationierten Marineabteilung die Nordseeinsel Borfum das Paradies aller Antisemiten. Wer erinnert sich nicht all der müften Ausschreitungen, der Beschimpfungen der Republit und ihrer Führer, an denen sich die lieben Blaujacken" unter Führung ihrer Offiziere kräftig beteiligten, und die dann schließlich zur Amts: enthebung eines Offiziers führten. Das Bad Borkum als solches hat aber auf Grund dieser Rüpeleien offenbar einen Aufschwung erlebt, der am Ostseestrand einigen Neid erweckte. Flugs wurde ein Verein gegründet, der es sich zur Aufgabe machte, das Bad 3innowiß zum„ Borkum der Ostsee" zu machen. Wie es scheint, hat dieses Bemühen guten Erfolg gehabt. Heute wehen am Strand von Zinnowitz über den Strandkörben der Gulaschbarone und anderer ehrenwerten Mitglieder der weitverzweigten Schieberfamilie wohl an die 2000 schwarzweißrofe Flaggen, zwei Dutzend große Hakenkreuzfahnen, aber weit und breit ist keine schwarzrotgoldene Fahne zu sehen. Zum Ueberfluß haben noch diverse Pensionen ihre Reklameschilder finnreich mit großen Hafen freuzen verziert. Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß neben dieser deutsch- monarchistisch- antisemitischen Flaggendemonstration auch andere Mittel angewendet werden, um für Wilhelm und die Mörderorganisationen Propaganda zu machen. Auf sogenannten Die Berliner Friedensdemonstration. , Kinderfesten" werden ununterbrochen patriotische" Lieder gespielt und von groß und flein mitgebrüllt. Große Reden werden ge- bruchs vom Aktionsausschuß„ Nie wieder Krieg" und dreißig VerDie anläßlich der achten Wiederkehr des Tages des Kriegsaus. schwungen, und nichts wird unterlassen, um die Kinder davon zu bänden einberufenen Friedensdemonstrationen Nie wieder Krieg" überzeugen, daß das alte Germanentum" die einzige Rettung für finden in Berlin am morgigen Sonntag, den 30. Juli, mittags pünktlich 12 Uhr, im Luftgarten und auf dem Schloßplatz vor dem Deutschland ist. Ohne Zweifel herrschen auch in anderen Badeorten ähnlich standalöse Zustände. Gibt es kein Mittel, diesen gefährlichen Provetationen ein Ende zu bereiten? Muß sich die Republik diese offenkundigen Verhöhnungen auch jetzt noch gefallen lassen? Rann man nicht wenigstens die Badeverwaltungen, die meist Besizer der Badeanstalten sind, dazu zwingen, auf diesen Anstalten die Flagge der Republik zu hiffen? Das Korps- Studententum und der Beamtennachwuchs. Ein westdeutscher Staatsanwalt hat an die Sozialdemokratische Reichstagsfraktion folgenden Brief gerichtet: Wenn man gerade in jenen Kreisen soviel von christlicher Liebe redet, dann sollte man sich wohl hüten, diejenigen Männer anzugreifen und in der Deffentlichkeit herabzusehen, die in selbstloser Opferwilligkeit tagaus tagein alles daran segen, die Sünden wieder gutzumachen, die die Gesellschaft an diesen Kindern verschuidet hat. Es ist dringend erforderlich, daß sich unsere Stadt verordnetenfrattion einmal energisch mit den reaktionären Treibereien gegen den Lindenhof näher befaßt. Marstall statt. Der Aufmarsch zur Kundgebung erfolgt mit Kapellen des Deutschen Musikerverbandes von 11 verschiedenen Blägen aus. 1. Weberwiese: 11 Uhr. 2. Humboldthain( Spielwiese): 11 Uhr. 3. Kleiner Tiergarten( Moabit): 10 Uhr. 4. Hermannplay: 10 Uhr. 5. A mnie: 9% Uhr. 6. Wittenbergplag: 10 Uhr. 7. Steglig( Markt): 9½ Uhr. 8. Schöneberg( Raiser- Wilhelm- Blag): 10 Uhr. 9. Belle Alliance Play: 10% Uhr. M 10. Mariannenplag: 10 Uhr. Friedrichshain( Königstor): 10% Uhr: Eine rühmliche Ausnahme. Kleingärten oder Spielplätze? weis aufnahme einzutreten( nem Angeklagten waren Das Gericht hatte eine heilige Sheu, in die Be etwa 20 Zeugen rorgeschlagen werden), die so ganz und gar nicht der Absicht der Anklage entsprochen hätte, das Offizierforps in Schutz zu nehmen. Es wußte sich zu helfen, indem es sämtliche vom Ver teidiger gestellten Beweisanträge furzerhand als wahr unterstellte." Die Folge der Besprechung im Vorwärts" war eine Berichti gung des Landgerichts präsidenten von Frankfurt, der ers habe, diese sei ihm auch nicht peinlich gewesen. Es tam in diefem klärte, daß das Gericht feine Schen vor der Beweisaufnahme gehabt Brozeß nicht darauf an, was von den unter Beweis restellten Lat fachen richtig oder unrichtig war, denn nur drei Offiziere hatten Strafantrag gestellt, und nur um die Beleidigung dieser drei Offi ziere handelte es sich. Ob sich andere. 3. B. der Kronprinz, im Krieg einwandfrei benemmen hätten, sei für den Prozeß oleichaültig und nicht nachzuprüfen." 34 der Berichtigung wurde im Borwärts bemerkt, die Beweisführung des Herrn Landgerichtspräsidenten gebe non der falschen Vorauslegung aus, daß es sich bei dem ziere gehendelt hätte. Der Angeklagte hatte geschrieben. deß hinter Gegenstand der Anflage um die Beleidigung dreier bestimmter Offi der Front eine saufende und freffende Offiziermeute gefchwelat hätte. Er habe weber behauptet, daß sämtliche Offiziere geschmelot. noch, dak gerade die drei sich speziell unter den Schwelgenden befunden hätten. Deshalb hätte das Gericht den Wahrheitsbeweis nicht auf die Person der drei Antragsteller beschränken dürfen. Denn damit murde dem Annetlagten zugemutet, etwas ecnz anderes zu beweisen, das Urteil Revision eingelegt, über die om Freitag nor als er tatsächlich behauptet hatte. Genosse ehmann hat gegen dem Ferienstraffenat des Kammergerichts verhandlet murde. Der Staatsanwalt beantragte die Verwerfung der Revision und der Senat des Kammergerichts folate diesem Antrage, legte auch dem Angeklagten die Koften des Prozesses zur Last. Schade. daß dem Volt das Verständnis für diese juristische Weis heit abgeht. Ein belgisches Todesurteil. Die beiden früheren Gardeoffiziere Freiherr von Gagern und Prinz von Stolberg- Wernigerode Uslar find von dem belgischen Gericht in Wefiflandern in ihrer Abwesenheit zum Lode verurteilt worden. Die beiden Etappenhelben hatten gemeinsam, wie wir bereits mitteilten, den belgischen Baron D'll defen d'epy umgebracht. Das Motiv der Tat mar ge meine abgier, von Gagern wollte sich in den Besitz der ausgedehnten Güter des Barons setzen. Ter Diebeswerker. dieb auf der Strede Friedrichsfelde- Biesdorf ertappt. Die Auf frischer Tat wurde gestern abend ein Zeitungsdraht häufung der Drahtdiebstähle veranlaßte bie Boftverwaltung zu be sonderen Maßnahmen. Es wurde auf den Streden eine Lärm. vorrichtung angebracht, die den lleberwachungsbeamten die ,, Arbeit" der Diebe verrät. Die Beamten nennen inn„ Diebes. meder". Gestern abend um 10 Uhr schlug der Beder für die Strede Friedrichsfelde- Biesdorf an. Die Beamten suchten dos Gelände ab und ertappten den Dieb an der Ecke der Berliners und Viktoriastraße. Er murde festgestellt als ein 27 Jahre alter Klempner Alfred Bartel aus der Möllendorfstraße 77 zu Zichten. berg. Die abgeschnittenen Drähte hatte er bei sich. „ Spezialisten für Geidschränke". Von Einbrechern heimgesucht murde in vergangener Nacht die Gasanstalt in Hermsdorf. Die Berbrecher, Spezialisten für Geldschränke, fliegen durch das Fenster ein, bohrten das Geldspind an, sprengten cs und erbeuteten 70 000 m. barcs Geld. Die Fußbodenfalle. Die Berliner Feuermehr murde nach der Rösliner Straße 18 alarmiert, wo am Freitagabend eine Frau Emma Knoll mit dem Fuße durch den verfaulten Fußboden gebrochen mar und Teile der Decke dem Unterbewohner auf den Ropf u stürzen drohten. Es gelang, die Frau ver dem Absturz zu reiten. Die einzige Tochter Friedrich Hebbels, Frau Christine Kaizl, ist Wien gestorben. Riesenbrand in Kouftantinopel. In den Borstädten von Kon ftantinopel Haidar Basha ist eine ungeheure Feuersbrunft ausgebrochen. Es stehen bis jetzt über 250 Häuser in Flammen. Der Schaden beträgt bis zur gegenwärtigen Stunde bereits sechs Millionen Pfund Sterling. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Etwas wärmer, zeitweise beiter, aber noch überwiegend bewölft bei ziemlich frischen westlichen bis nordwestlichen Binden. Keine erheblichen Niederschläge. Vorträge. Vereine und Verfammlungen. Angesichts der fortgesetzten Attentate und der systematischen Heze gegen die deutsche Republik und, deren Führer darf ich Ihre Aufmerksamkeit auf einen Buntt hinlenfen, der bisher weder in den Tagesblättern, noch in den Barlamenten als Gefahr gegen die Republik erkannt und zur Sprache gekommen ist auf das deutsche Korps Studententum. Ausgehend von dem Gedanken, daß, Das Programm der Kundgebung bringt im musikalischen wer die gebildete Jugend für sich hat, auch die zufünftigen geistigen Führer und Unterführer fest in der Hand hält, hat sich seit Beendi- Rahmen den Vortrag eines Prologs durch 15 Berliner Schauspieler gung des Krieges in den Verbindungen des Köfener S.C. eine un- und die Referate von 30 pazifistischen Rednern. geheure Tätigkeit und Reorganisation in reaktionärem Geiste entfaltet. Aufgenommen werden grundsäßlich nur Söhne ehemaliger Angehöriger des Korps und ausnahmsweise solche Studenten, die Wenn Autos jemanden überfahren, pflegen fie fich sehr oft der von alten Herren als politisch einwandfrei empfohlen werden. Da Berantwortung durch die Flucht zu entziehen. Eine rühmliche in die Mehrzahl der Studenten nicht in der Lage ist, die verhältnis Ausnahme wird von einem Auto berichtet, das auf der Chauffee mäßig hohen Roften des studentischen Verbindungsiebens aufsu Grünau- Adlershof ein sechsjähriges Mädchen anfuhr. bringen, werden fie feitens der alten Herrenverbände mit be: Das Kind, das einen Beinbruch erlitt, ist nach der Angabe von deutenden Geldmitteln unterstügt. Auf diese Weise wird es insbesondere den alten Beamten ermöglia; t, igre Söhne Augenzeugen, als es cinem Radfahrer ausweichen wollte, direft in dem Korps- Studententum zuzuführen und sie in dem alten mondas Auto hineingelaufen. Der Insasse des Autos, ein Berliner archistischen Geiste großzuziehen. Fabrikant, fuhr das Kind in seinem Auto nach dem Kreiskrankenhaus Daß in den Korps nirgends auch nur ein Hauch republikanischen in Köpenid und hinterlegte hier, obwohl den Chauffeur nicht die Geistes zu spüren ist, brauche ich nicht zu fagen, daß aber der geringste Schuld trifft, 2700 m. für die Behandlung und reaftionäre Geist in den alten Herrenverbänden, die fast in jeder Pflege des Kindes. Stadt wöchentliche Zusammenfünfte abhaiten, weiter gepflegt wird, daß bei diesen Zusammenfünften gegen die Republik und deren Führer geschimpft und Wiederherstellung der Monarchie gefordert wird, daß schließlich diese aften Korpsstudenten heat: noch, abgesehen von einiDer Magistrat von Berlin hat, wie wir am 12. d. Mts. in gen demokratischen und sozialdemokratischen Konzessionsschuizen, die Nr. 324 des Vorwärts" mitteilten, unterm 7. Juli an das Preußische wichtigeren Stellen in der Verwaltung, Jufiiz und bei den Staatsministerium das Ersuchen gestellt, alle nur vorhandenen Universitätsbehörden innehaben, dürfte offenbar noch viel zu brachliegenden Ländereien für die Volksernäh. wenig bekannt sein. Hier der Hebel demokratischer Reorganisations- rung durch Schaffung von Kleingartentolonien bestrebungen anzusehen, liegt unbedingt im Sinne einer Kräftigung aufzuschließen. Wie ist mit diesem Schreiben ein im Bezirk 12 unferer jungen Republit." ( Steglitz- Lichterfelde) aufgetauchtes und von der zuständigen Bezirksverordnetenversammlung gutgeheißenes Projekt in Einflang zu bringen, nach dem zwei, unter Umständen auch vier blühende Krassin bei Lloyd George. Laubenkolonien in der Richard Wagner Straße Boltsbühne: 30., 31. Robert und Bertram. Bom 1. August, abends 6% Uhr, ( Lichterfelde) einem Spiel- und Sportplatz zum London, 29. Juli.( WTB) Krassin, der vor einigen Tagen Opfer fallen follen? Gegen 150 Familien mit rund 600 Die beiden Rachtigallen. Opernhaus: Geschlossen. Schauspielhaus: Operettengastspiel: aus dem Haag in London eingetroffen ist, hatte gestern abend eine Köpfen, die den größten Teil ihres Bedarfes an Gemüse und KleinUnterredung mit Lloyd George. Er fährt heute nach Ruß- vieh auf diesen Ländereien ziehen, würde diese Maßnahme auf das land ab.„ Daily chronicle" schreibt, die Besprechung habe sich wahr- härteste treffen. Alle bisher in dieser Angelegenheit zur Rettung scheinlich auf die Haltung der russischen Delegierten im Haag be- der Kolonie ergriffenen Maßnahmen sind wirkungslos gewesen. Im zogen, und Kraffin, der die Auffassung der britischen Regierung Gegenteil ist von einem maßgebenden Herrn versichert worden, daß über die Lage eingeholt habe, werde in. Rußland darüber beder aufgestellte Plan auf jeden Fall verwirklicht werde. Es ist noch zu erwähnen, daß auch die Jugend- und Sportvereine richten. es ablehnen, einen Platz zu benutzen, wenn die Intereffen der Klein gärtner geschädigt würden. Bei biefer Gelegenheit soll auch noch auf die Schwierigkeiten hingewiefen werden, neues Land für die Ein in November v. 3.(!!!) gestelltes Gesuch, ein Gelände von notleidende Bevölkerung im Wege der 3wangspachtung zu erwerben. 2% Settar, welches gegenwärtig von einem Bächter bewirtschaftet wird, im Intereffe der Boltsernährung als Kleingärten aufzuteilen, ift infolge des ungemein langsamen Arbeitens der zuständigen Be Valera entflohen? New Bort, 29. Juli.( Eẞ.) Man meldet aus trischen Streifen, baß De Balera in einigen Tagen in New Dort eintreffen wird, wo er eine Agitation zugunsten der Anerkennung der irischen Republik in die Wege leiten will. beteiligen. Bund religiöser Sozialisten Deutschlands, Ortsgruppe Berlin. Wir ersuchen alle Abteilungen, jich an der„ Nie wieber Krieg". Demonstration am Sonntag, den 80. Jult, mittags 12 Uhr, im Luftgarten, nach Möglichkeit gefchloffen zu Der Vorstand. Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener, Gruppe Rorden 2. Demonstration Rie wieber Krieg", Sonntag, den 30. 7., 9 Uhr früh. Versammlungspunkt Schönhauser Allee 28. Die Walküre. schwarze Pantherfage. Theater der Woche. Vom 30. Juli bis 6. Angust. Deutsches Theater: Botasch u. Perlmutter. Deutsches Ritustler- Theater: Die erste Nacht. Berlinez Theater: Madame Flirt. Kam Trianon meispiele: 30. und 31. Der Raub der Sabinerinnen. Bem 1. August: Die Theater in der Königgräger Straße: Die wunderlichen Geschichten des Rapell ewig lächelnde Frau. Falmas Cod.- Leffing- Theater: Der Schildpattkamm.. meisters Rreisler. Schiller- Theater: Die fleine Günderin. Großes Chan richhaus: Die Maschinenstürmer. Die Tribüne: Der weiße Löwe und die Romödienhaus: Gretchen. Theater: Cine Frau ohne Bedeutung. Residenz- Theater: Fedora. Zentral Theater: Ein Brachtmädel. Komische Oper: Der Meister nom Montmartre. Die Mädels von Davos. Metropol Theater: Ab 1. Auguft: Die Bajadere. Roues Operetten- Theater: Thalia- Theater: Bring Don Juan. Theater am Stollendorfplan: Verliebte Leute. Theater bes Westens: Stettenings Ballett. Balnet. Kleines Sheater: Ballett Celly de Rheydt. Der Settkübel. Nose- Theater: 80., 81. Dorns Rest. 1. bis 5. Go leben herum. Gustave, es blist! Die badende Nymphe. heater: effoffen. mit. Intimes Theater: Die Beitsche und.... Lauf doch nicht immer nadt bamint Der schwarze Bierrot Shearer am Kurfürsten 6. Der Freischüß. Aleines Theater: 30. Die Pfarrhauskomödie. Rechmittagsvorstellungen: Boltsbühne: 30. Undine. 5. und Вацист. Theater: 4., 5. und 6. Carmen. Gewerkschaftsbewegung Reichsverbandes Deutscher Post= und graphenbeamten feinen Austritt aus der Reichspoftgewert schaft und dem Deutschen Beamtenbund. Nachstehende Entschließung gelangte einstimmig zur Annahme: ,, Der 12. Verbandstag stellt fest, daß die Geschlossenheit des Verbandes über alles geht, und daß alles vermieden werden muß, was diese Geschlossenheit gefährdet oder eine Zerreißung des Berbandes herbeiführen kann. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Stundenlöhne der Straßenbahn infolge der erhöhten Sonntagszulage fich durchschnittlich noch um 1,50 m. erhöhen, der Unterschied von den Bezügen der Hochbahner also noch trasfer wird." Die neuen städtischen Lohnforderungen verlangen aber für Juli Wirtschaft Kohlennot und westdeutsche Industrie. In der Bollversammlung der Handelskammer in Düsseldorf bes Austritt aus dem Deutschen Beamtenbund. Nach fast zweitägiger Debatte über die fünftige Organisations- einen Stundenlohn von 37,30 m., bei deren Bewilligung ein Straßenform beschloß der 12. Berbandstag bes 150 000 Mitglieder zählenden bahnfahrer um mehr als 16 M. pro Stunde gegenüber seinen Stol- richtete Generalbirettor& öngeter vom Reichslohlenrat über bie Tele- legen von der Hochbahn im Vorteil sein würde. Herr Adler bestätigt nur, was wir oft den Herren gesagt Berhandlungen des deutschen Kohlenausschusses mit der Reparas haben, daß die hochbahn nur auf Kosten der Arbeiter billiger fahren tionsfommission in Baris, an denen er teilgenommen hat. Alle fann, als die Straßenbahn. Dies stellt auch Herr Adler fest, benn Bemühungen, den Verband von der Unmöglichkeit der Lieferungen er schrieb: zu überzeugen, feien erfolglos gewesen. Es sei überhaupt nicht zu fachlichen Erörterungen gekommen, da sich die deutschen Bertreter auf die Beantwortung der vorgelegten Fragen beschränken mußten. Aus dem Umstand, daß der Kohlenverbrauch in Deutschland sehr groß sei, fchlösse der Verband die Möglichkeit der Erfüllung der Lieferungsbedingungen. Er übersehe jedoch, daß Bergleiche zwischen heute und der Zeit vor dem Kriege irreführend seien, da der starte Kohlenverbrauch durch die schlechte Beschaffenheit der deutschen Kohle verursacht werde. Deutschland müsse, so führte der Bortragende aus, entweder die Förderung im Ruhrgebiet steigern, moran aber wegen der großen Abwanderung der Bergarbeiter nicht zu denken sei, oder die deutsche Industrie müsse ihren Betrieb einschränken, was einen Berfall der deutschen Wirtschaft zur Folge haben würde. Die Industrie sei genötigt, ihren Kohlenbedarf aus dem Ausland zu decken. Er erkennt in dem Deutschen Beamtenbund und der Reichspost. gewerkschaft nicht mehr den geeigneten gewerkschaftlichen Zusammenschluß für breite Schichten der Beamtenschaft. Der Reichsverband erklärt deshalb seinen Austritt aus der Reichspostgewerkschaft und dem Deutschen Beamtenbund. Der Reichsverband erstrebt die horizontale Zusammenfassung aller sozial gleichgerichteter Beamtenschichten auf der Grundlage parteipolitischer Neutralität." " Die Differenz in den Lohnausgaben der Hochbahn und Straßenbahn stellt sich auf 657 Millionen Mark, die sich zu ungunsten ber letzteren belaufen würden." Und weiter, daß sowohl die Hochbahn. wie auch die Omnibusgesellschaft mit Rücksicht auf die von ihnen gezahlten niedrigen Löhne gar teine Veranlassung hätten, die so sprunghafte Steigerung der Tarife im gleichen Umfange mitzumachen. Dabei sei erwähnt, daß Die Omnibusgesellschaft immerhin schon für Monat Juli höhere Löhne zahlt, als die Hochbahn. Nun wird fein Mensch glauben, daß die Hochbahngesellschaft aus Rücksicht auf die Berliner Bevölkerung billiger fährt, als die Straßenbahn. Der Grund ist so burchsichtig, daß ein jeder darüber ftolpern muß. Bekanntlich steht hinter dem Hochbahnunternehmen das rüdDer Beschluß ist von weittragender Bedeutung. Zu der Reichs- fichtsloseste reaktionäre Barttapital. Das Banffapital ist ein Der Geschäftsführer der Handelstammer, Herr Wilden, begewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter fommt nun gefährlicher Feind aller fommunalisierten Betriebe. Rücksichtslos richtete über die Ermittlungen der Handelstammer zur Feststellung auch der Reichsverband der Post- und Telegraphenbeamten. Er entzieht es diefen Betrieben die Kredite, wogegen es die Privat- der Lage der Düsseldorfer Industrie. Die gesamte Industrie sei spricht ebenfalls aus, daß der Deutsche Beamtenbund keine gewerk betriebe unterstüßt, um der Deffentlichkeit zunächst zu zeigen, daß nicht mehr ausreichend mit Rohle versehen, so daß schaftliche Spitzenorganisation für die breiten Schichten der Be- ein Privatbetrieb sich rentabler gestaltet. Dies trifft für die Hoch- es voraussichtlich im Herbst zu erheblichen Betriebseinschränkungen Darüber hinaus entzieht die Hochbahn amtenschaft ist. Innerhalb der Reichspostgewerkschaft, die eine sechs bahn ganz besonders zu. fommen werde. Es wurde eine Entschließung angenommen, die auf Berbände umfassende Arbeitsgemeinschaft der Bostbeamten bilbete ber Straßenbahn die Fahrgäste und verfest fomit langfam aber die Gefahr der Stillegung von Betrieben hinweist und als Ursache und 255 000 Mitglieder, zählte, war der Reichsverband die stärkste sicher der tommunalisierten Straßenbahn den Todesstoß. Zu diesem Entschluß tommt auch Dr. Abler, nur überfieht er, des Rohlenmangels das unerträgliche Maß der Lieferungsverpflich und einflußreichste Organisation. Ihr Ausscheiden bedeutet praktisch daß die ihm unterstellte reaktionäre Leitung der Berliner Straßen- tungen an den Berband bezeichnet. Die Industrie erwartet daher von den Verfall der Reichspoftgewerkschaft. Der Beschluß des 12. außer bahn am Leipziger Plaz dazu, ohne daß er es anscheinend merkt, der Regierung, daß sie der Einfuhr ausländischer, besonders englischer Rohle, jede Erleichterung zuteil werden läßt und dafür ordentlichen Verbandstages beweist aufs neue, daß die bisher Dom hilfreich ihre Hand bietet. forgt, daß die englische Rohle in den günstigsten Bezugsgebieten. verDeutschen Beamtenbund propagierte Organisationsform unhaltbar wandt wird, damit Kreuz- und Querläufe von deutscher Reparationswar und den Reim der Zersehung in sich trug. tohle, wie sie im Westen täglich stattfinden, vermieden werden. Lohnverhandlungen in der Schuhindustrie. Die Reichsbank zur Diskonterhöhung. In der gestrigen Sißung des Zentralausschusses der Reichsbank führte der Vorsitzende Vizepräsident des ReichsbankDirektoriums, Dr. v. Glasenapp, zur Diskonterhöhung u. a. folgendes aus: Auf Grund eines Beschlusses des Verbandstages in München wurde der Zusatzvertrag zum Reichstarifvertrag für die SchuhGeneralversammlung der Gemeindearbeiter. In der ordentlichen Generalversammlung des Berbandes der industrie gekündigt und neue Lohnforderungen gestellt. Die Ver Gemeinde und Staatsarbeiter, die am Freitag im Gewerkschafts- handlungen mit den Fabritantenorganisationen führten zu dem haus tagte, gab Bolenste den Geschäftsbericht vom 2. Quartal. Ergebnis, daß die am 1. Mai gewährte Zulage auf die Tariflöhne Er betonte, daß tarifliche Arbeiten und Borarbeiten zum Berbands. von 25 v. 5. auf 90 v. 5). erhöht wurde, und zwar mit Wirkung tag sowie für den 11. Gewerkschaftstongreß den überwiegenden Teil vom 1. Juli an. Danach beträgt der Mindeststundenlohn eines der Zeit in Anspruch genommen haben. Ein besonderes Gewicht ist männlichen Arbeiters über 21 Jahre 30,40 Mr., der Mindestakkord- Der starke Ueberfluß am Geldmarkt, der sich während des auf den Manteltarif zu legen, den die bürgerliche Mehrheit der Stadtlohn 34,20 mt. Die Löhne der weiblichen Arbetter sind 25 v. 5. verordneten nur bis zum 31. März 1922 bewilligen wollte, der aber niedriger, die der unteren Altersklassen sind entsprechend gestaffelt. nach der Entscheidung im Reichsarbeitsministerium Geltung bis zum Da die Teuerung weiter fortschreitet, finden am Ende dieses Mo. 31. März 1924 erhalten hat. Es ist uns gelungen, das Mitbestimmungsrecht in einer Form nats neue Lohnverhandlungen statt. zu wahren, die als ziemlich zufriedenstellend bezeichnet werden tann und für verschiedene Teile der Kollegenschaft eine Berbesserung ihrer früheren Arbeitsbedingungen zu erreichen. Auch die Notstands arbeiten sind festgelegt worden. Leider hat der Magistrat den Straßenbahnern gegenüber fein Entgegenkommen bewiesen, und auch durch den Schiedsspruch des Reichsarbeitsministeriums ist ihren berechtigten Ansprüchen nicht Rechnung getragen. Die Straßenbahner werden burch Urabftim mung am Dienstag und Mittwoch zu dem Spruch Stellung nehmen. Es handelt sich darum, ob der Manteltarif für etwa 14 000 städtische Arbeiter durchlöchert werden soll. Weiter machte der Redner davon Mitteilung, daß mit dem Magistrat über die Juli- und Augustlöhne verhandelt worden ist. Das Angebot des Magistrats beträgt für Ungelernte 20,75 m. werfer 22,40 bis 28,50 M., für Jugendliche 40 bis 60 Broz. bis 26,45 m., für Angelernte 21,25 bis 27,05 m, für Hand. des Lohnes der ungelernten Bollarbeiter, für Weiblich e 75 Bro3. des Lohnes der entsprechenden Arbeitergruppe. Verheiratete pro Arbeitsstunde 1 M. Beihilfe. Kinderbeihilfe 1,35 m. pro pro Arbeitsstunde 1 M. Beihilfe. Kinderbeihilfe 1,35 m. pro Für August soll eine Erhöhung dieser Löhne erfolgen. Die Mitglieder haben zu diesem Angebot noch feine Stellung Arbeitsstunde. genommen. Ueber den Mitgliederbestand bemerkte der Redner, daß diefer fich etwas verringert habe. Die Abwanderung war größer als ber Bugang. Biele Kollegen haben die städtischen Betriebe perlaffen, um sich eine bessere Eristenz in der Privatindustrie zu suchen. Hierauf gab der Kaffierer Hoffmann den Kassenbericht vom 2. Quartal. Er hob hervor, daß hohe Ausgaben zu leisten waren und daß die zur Zeit des Streits aufgenommenen Gelder zurückgezahlt werden mußten. Die Rassentage sei hierdurch ungünftig beeinflußt worden. Von der Hoch- und Untergrundbahn. Bom Verkehrsbund wird uns geschrieben: Die Hochbahndirektion und der Arbeitgeberverband sind in den zahlreichen Berhandlungen den Nachweis schuldig geblieben, daß die Hochbahn ein notleidendes Unternehmen ist. Bielmehr findet die Belegschaft die Annahme bestätigt, daß das Unternehmen durchaus finanziell gut basteht, so daß die Hochbahn zum mindesten die Löhne, die der Staat, das Reich und die Stadt zahlt, auch zahlen kann. Wie weit die Arbeiterschaft der Hochbahn hinter den Löhnen der Stadt Berlin zurücksteht, darüber schrieb der Stadtverkehrsrat Dr. Adler im 8- llhr- Abendblatt" folgendes: ,, Ein Vergleich der im Monat Mai bei beiden Berkehrs. instituten( Straßenbahn und Hochbahn) gezahlten Löhne ergibt nämlich das folgende eigenartige Bild: Ein ungelernter Arbeiter mit Frau und einem Kind bezog bei der Hochbahn einen Stundenlohn von 15,20 m., bei der Straßenbahn eine solchen von 20,10 m. Ein Bagenführer der Hochbahn erhielt 15,90 W., ein Straßenbahnfahrer durchschnittlich 21.50 202. Perser- Teppiche Fr Klaviere, Flügel höchste Tagespr. zahlt Herer, Pallasstr. 9. 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Aeltest.Löser- Institut. ankaufsstelle Osten Grüner Wag 00 zahlt Tagespreise für Metall Krieges entwickelt hatte und auch nach dem Kriege zunächst im großen und ganzen fortdauerte, zeitweise sogar sich noch verstärkte, hat bereits gegen Ende vorigen Jahres wesentlich nachgelaffen und gegen Ende des ersten Quartals des laufenden Jahres sich verloren. Im Laufe des zweiten Quartals begann sich eine Geldknappheit Damens, Kindermäntel- und Kostümkonfektion. zu entwickeln, die sich mehr und mehr steigerte und seit Ende Juni sich in startem Maße fühlbar machte. Die Säge für tägliches Der Deutsche Befleigungsarbeiter- Berband schreibt uns: Auf Grund des grenzenlosen Steigens sämtlicher Lebensmittel Gelb an der Berliner Börse, die noch im Januar, Februar, März und Bedarfsartikel hat der Deutsche Bekleidungsarbeiter Verband und April fich auf durchschnittlich 4,45 Prozent stellten, stiegen allmählich auf 5 Proz. bei Schazanweisungsunterlagen und bei sonstidem Arbeitgeberverband neue Forderungen auf die jetzt bestehenden gen Unterlagen auf 7 Broz. Ebenso steigerte fich der PrivatLöhne unterbreitet. Die Berhandlungen, die dieserhalb mit den Habis font an der hiesigen Börse, der im Durchschnitt der ersten vier brikanten stattfanden, führten zu feinem Ergebnis, da das Angebot Monate 4,15 Broz. betragen hatte, Ende Juni auf die Höhe des Der letzteren erheblich hinter unserer gerechten Forderung zurückblieb. Banffages von 5 Broz. Hier sieht man auf der einen Seite Hochkonjunktur und folossale Gewinne, auf der anderen Seite Elend und niedrige Löhne. Es gilt den Groß- Konfettionären und auch Zwischenmeistern. zu zeigen, baß man auch als Mensch leben will! Die Verhandlungskommission und Kolleginnen entscheiden. Die Branchenversammlung findet am wird den Mitgliedern Bericht erstatten, dann sollen unsere Kollegen Dienstag statt. Da diese Bersammlung wichtige Entscheidungen treffen soll, iſt es notwendig, daß sämtliche in diesem Beruf Be schäftigten, Bügler, Stepper, Werkstatt- wie Heimarbeiterinnen, voll zählig, erscheinen, damit diese Versammlung auch einen Eindruck auf unsere Fabrikanten macht! Bis zum Frühjahr 1922 war die Reichsbant von der Bewe gung nur wenig berührt worden. Zunächst tommt in Betracht, daß die in fortlaufend wachsendem Maße vom Reich bei der Reichsbant Distontierten furzfristigen Reichsschaganweisungen nach Redistontierung gelingt, wird die inflationistische Wirkung der Aus Möglichkeit von der Reichsbant am freien Markie redisfontiert ( gegen Binsvergütung weitergegeben) werden. Insomeit als diese gabe von Schazanweisungen ausgeglichen. Ende Dezember 1921 waren von insgesaint 235 Milliarden bei der Reichsbank disfontierter kurzfristiger Schahzanweisungen 102,7 Milliarden, also und 43,7 Pro3. am freien Markte untergebracht. Am 31. Mai war die Gesamtausgabe auf 277 Milliarden gestiegen, von denen der Berkehr 109,3 milliarden, mithin nur 39,4 Proz. aufgenommen hatte; Neuer Schiedsspruch im Schiffsstreik. am 30. Juni ftellte sich die Gesamtausgabe auf 282,9 milliarden, Hamburg, 29. Juli.( WTB.) Der vom Reichsarbeitsminister der vom Berkehr aufgenommene Betrag auf 96,8 Milliarden Mart eingefeßte Schlichtungsausschuß unter dem Borsiz des Geheimen Re- gleich 34,2 Proz; am 22. Juli war die Gesamtausgabe auf gierungsrats Dr. Hausmann hat heute morgen seinen Schiedsspruch 289,5 milliarden gestiegen, der im Berfehr untergebrachte Betrag gefällt, der den Schiffsoffizieren, Ingenieuren, Heizern usw. eine Er- auf 93,5 Milliarden, mithin auf 32,3 Pro3. gejunten. höhung der Heuern um 90 Broz. auf die Aprilheuern zubilligt. Die Dabei ist zu bedenken, daß der 22. Juli mit den Monatsschlüssen. ftrittige Ueberstundenfrage soll durch ein vorläufiges Abkommen ge- fich aller Voraussicht nach ein wesentlich ungünstigerer Betrag erregelt werden, bis die Borbereitungen für die endgültige Regelung erledigt sind. Ferner wurden die Säße für die Selbstverpflegung der Besahungen neu festgefeßt. Auch die Effettenversicherung wirb von den Reedern zu neuen Beträgen übernommen. Erhöht wurden auch die Ausrüstungsgelder für die Befagungen. Die Parteien haben dem Reichsarbeitsministerium bis spätestens 31. Juli Mitteilung über Annahme oder Ablehnung des Schlebsspruches zu machen. geben Während so das Portefeuille der Reichsbant infolge der abgeminderten Aufnahmefähigkeit des Geldmarktes durch die schwebende Schuld des Reiches mehr und mehr belastef wurde, wuchs gleichzeitig auch die unmittelbare Inanspruchnahme des Wechselkredits der Reichsbank durch den Verkehr. Ende Dezem ber 1921 hatte sich der Bestand der Reichsbant an inländischen kannten Leunawerke befinden sich seit mehreren Wochen in Unter- gestellt. Ende März 1922 mar der Betrag auf 1658,5 Millionen Lohnbewegung in den Leuncwerfen. Die Angestellten der be- Warenwechseln und Scheds auf nur 922 Millionen Mart handlungen, die als gescheitert zu betrachten sind. Das letzte Ange- gestiegen; er stieg weiter am 29. April auf 1994,8; am 31. Mai auf bot der Unternehmer, eine Erhöhung der Juligehälter im Berhält 2681,6; am 30. Juni auf 4571,4; am 15. Juli auf 5984,4 und am nis zu den Maigehältern um 35 Proz. und Festjehung der August- 22. Juli auf 6881 Millionen Mart, was gegenüber dem Bestande gehälter nach der Reichsinderziffer( die aber bekanntlich erst im vom 31. Dezember 1921 ein Mehr von 5959 Millionen Mart ergibt. September herausfommt), ist von den Angestellten in einer UrUnter diesen Umständen läßt sich ber gegenwärtige Diskontsatz pon 5 Proz. nicht länger aufrechterhalten. abstimmung fast einstimmig abgelehnt worden. Deutscher Bekleidungsarbeiterverband, Damen-, Kindermäntel und Rostimtonfettion. Dienstag abend 6 Uhr Weinmeister Str. 17 Branchenversammlung: Tagesordnung: Bericht über die Lohnverhandlungen. Deutscher Transportarbeiterverband. Dienstmänner. Sonntag vormittag 1. Bortrag bes Bandtagsabgeordneten Genossen Leud. 2. Besprechung über die neu 10 Uhr im Lotal von Dahms, Schlegelstraße 9, Bersammlung. Tagesordnung: herausgegebene Gebührenordnung im Dienstmannsgewerbe. Drum prüfe, wer sich ewig bindet! 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