Nr.356 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 174 Bezugspreis: Bierteljährlich 270,- M., monatlich 90,-. rei ins Haus, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig. Saar- und Memel gebiet, sowie Desterreich u Luxemburg 138.-M., für das übrige Ausland 172,-. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esth land, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Sonntags- Ansgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle loftet 25,- M. Reklamezeile 125.-M. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 7, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 6, M. 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Sr. Erzellenz dem Herrn General der Infanterie Ludendorff, Da wir uns ein Urteil über die Pläne und Beziehungen des Herrn Sontag nicht gestatten zu dürfen glauben, fommen wir seinem Ersuchen um Beröffentlichung des Schreibens gerne nach. Von anderer Seite gehen uns gleichfalls Anschreiben mit der Bitte um Bekanntgabe zu. Auch dem glauben wir aus Gründen der Loyalität Folge leisten zu sollen. Die Schrift stücke lauten: I. Contag an den„ Vorwärts". Berlin, 28. Juli 1922. Sehr verehrliche Schriftleitung! Benn auch nicht unter Berufung auf den§ 11 des Reichs- Breßgefeges, so bitte ich Sie doch unter Appell an Ihre Loyalität, in Ihrem Blatte von den nachstehenden Feststellungen freundlichst Kenntnis geben zu wollen: München, Heilmannstr. 5. Hochzuverehrender General, Ew. Exzellenz Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haupterpedition u. InseratenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Unsere Berliner Partei. Zum heutigen Bezirkstag. Heute findet der Bezirtstag der Sozialdemo= tratischen Partei Groß- Berlins statt. Es gilt, den Jahresbericht entgegenzunehmen. Er hat mehr als nur örtliche Bedeutung. Berlin ist die Reichshauptstadt, in ihr werden die Organisationen der Arbeiter von jedem Impuls der vereinigen sich viele politische und wirtschaftliche Kräfte, hier Politik sofort berührt, hier spigen sich Auseinandersetzungen am ehesten auf das schärfste zu. Sie verlangen gute Schulung der Parteigenossen. Das mag nicht mißverstanden werden beehre ich mich ergebenst mitzuteilen, daß gestern abend der Vor- Der Berliner organisierte Arbeiter ist auf sein Berlinertum stand der Deutschnationalen Bolfspartei den Aus- nicht übermäßig eitel. Er ist sich klar darüber, daß es draußen schluß Hennings aus der Fraktion beschlossen hat. Gegen im Reiche auch noch Genossen gibt, die wissen, was sie wollen diese Maßnahme stimmte eine fleine Minderheit, die sich aus den und die ihr Teil leisten. Er ist sich aber dessen bewußt, daß Abgeordneten v. Graefe, Bulle, Graf Westarp und Lawerrenz zutes Gewicht bekommen durch ihre Auswirkung. Oft hier in der Reichshauptstadt alle seine Schritte vermehrsammensetzte. Graefe Goldebee und Wulle werden nunmehr die genug im vergangenen Jahre noch hat es der Berliner sozialKonsequenzen dieses Beschlusses ziehen, sich mit Henning solidarisch demokratische Arbeiter am eigenen Leibe gespürt, was es heißt, im Brennpunkt aller Ereignisse, berührt von jeder, auch der erklären und ebenfalls aus der Graftion ausscheiden. fleinsten Welle politischer Erregung, im Strome stehen und fest stehen zu müssen. Durch den unglaublich törichten Beschluß, der zweifellos von dem Wunsche eingegeben ist, bei einer Abstoßzung der Völkischen in die bürgerliche Arbeitsgemeinschaft eintreten und damit den Weg Die in Ihrer heutigen Morgenausgabe wiedergegebene Mit- 3u den Ministerfeffeln für Hergt und Genossen eröffnen zu können, teilung,„ daß der Plan( der Gründung einer völkischen Freiheits- wird für uns ja nun eine außerordentlich klare Sachlage gefchaffen, partei) vom Direktor des Wulle- Blattes, Herrn Sontag, ausgeht, die ich besonders auch im Hinblick auf unsere Konferen3 am der mit Ludendorff in intimem Verkehr steht", entspricht in feiner nächsten Sonnabend begrüße. Denn mußten wir den GeBeise den Tatsachen. Weder ist jener vermeintliche Blan, danken an eine völlische Partelgründung" zugunsten eines mehr von dem Sie und Ihr Gewährsmann übrigens eine recht irr- bundesähnlichen Gebildes solange zurückstellen, als die prononziert tümliche Vorstellung haben, von mir angeregt worden, noch habe völlischen Vertreter im Parlament fich der Neugründung verjagten, ich auf seine Verfolgung eine irgendwie maßgebende Einwirkung so haben wir nunmehr freie Bahn, statt des geplanten Freiheits- Lager zu treiben schien, drohte immer gewaltiger zu werden. genommen. Ebenso wenig ist auch General Ludendorff, wie es in Ihren Ausführungen angedeutet wird, nach meiner Kenntnis der Dinge mit der geistigen Urheberschaft oder der weiteren Behandlung jenes Gedankens in Verbindung zu bringen. Mag Seine Exzellenz immerhin gelegentlich von dieser Absicht oder von ähnlichen Plänen gehört haben, so hat er es doch jedenfalls unterlassen, nähere Stellung zu ihnen zu nehmen. Im gleichen Zusammenhange darf ich mich dann auch gegen die von Ihnen gewählte Bendung eines intimen Berkehrs" zwischen Sr. Exzellenz und mir verwahren, da dieser Ausdruck allzusehr den Unterschied verkennt, der zwischen der überragenden Größe Sr. Exzellenz und meiner eigenen Wenigkeit besteht. Darüber hinaus hat Sie Ihr Gewährmann jedoch auch insofern falsch unterrichtet, als zwischen dem Herrn General und mir eine engere Verbindung nicht besteht. Insonderheit bin ich, im Gegenfaz zu Ihrer Annahme, nicht sein journalistischer Vertrauensmann", wie denn für Se. Erzellenz bei der von ihm geübten politischen zurückhaltung ein Bedürfnis nach einem solchen Vertrauensmanne vermutlich überhaupt nicht vorliegen dürfte. Indem ich Ihnen für die Veröffentlichung dieser Zeilen im pornhinein verbindlichen Dank jage, zeichne ich mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung als Ihr sehr ergebener II. Ludendorff an Sontag. Sontag. Heilmannstr. 5, 28. Juli( 1921?) Lieber Herr Sontag! bundes eine Freiheits- Partei mit ausgesprochenem völfifchen und sozialen Charakter zu schaffen. Ich hoffe demgemäß, daß wir bei dieser veränderten Sachlage am Sonnebend zu positiven Ergebnissen kommen werden, über die ich mir gestatten werde, Ew, Crzellenz sofort zu unterrichten. Sollten Ew. Exzellenz nach dieser Richtung irgendwelche Wünsche haben, so würden sie mich bis zum Sonnabend rechtzeitig erreichen. Daß ich die neuliche Anfrage bezüglich der Dena nicht persönlich beantworten konnte, wollen Ew. Erzellenz nicht für ungut nehmen. Ich war durch die Vorbereitung unserer ersten Besprechung so in Anspruch genommen, daß ich die Erledigung an unseren Hauptschrift In aufrichtiger Verehrung und Treugesinnung verbleibe ich Ew. Exzellenz gehorsamster leiter weitergeben mußte. gez. Sontag. Die Genossen draußen im Reich wissen es heute zumeist, daß es die Träger der politischen Organisation in Berlin schwerer gehabt haben, als gemeinhin angenommen wird. Es gab 3eiten in Berlin, und sie liegen gar nicht so weit zurüd, gab 3eiten in Berlin, und sie liegen gar nicht so weit zurüd, dazu, sich zur Sozialdemokratie zu bekennen. Und die Kernda gehörte in jo manchem Betrieb persönlicher Mut truppe der politischen Organisation Groß- Berlins, fie hat es getan. Manchem schien es mitunter, als harre er nur noch auf verlorenem Posten aus, der Strom, der die Maffen in andere Wir können heute mit Stolz davon sprechen: Die Genossen hielten dennoch aus. Bir dürfen jezt aber noch ein weiteres aussprechen: Nur wenige waren so optimistisch, zu glauben, daß schon jetzt der positive Erfolg, der sichtbare Beweis für die Richtigkeit ihrer Stellungnahme zu erbringen sei. Heute stehen die Berliner sozialdemokratischen Arbeiter im großen und ganzen vor dem Ende des Bruderampfes, der ihnen das kann offen ausgesprochen merden von allem, was in den leztvergangenen Jahren zu leisten war, am schwersten gefallen ist. Die werdende Einigung mit der USP. ist der Schlußstrich unter einer Zeit, die feiner zurückwünscht. Sie liegt nicht so weit hinter uns, als heute viele schon wieder denken. Der politische Tageskampf läßt wenig Zeit für Erinnerungen. In der Berliner politischen Organisation spricht man kaum mehr davon, daß vor wenigen Jahren alles zerschlagen war, daß von Grund auf aus dem kleinsten Bayerische Rechtfertigungsversuche. heraus die gesamte Parteiorganisation neu aufgebaut werden mußte. Man spricht nicht einmal mehr davon, daß die SoAus Kreisen der bayerischen Gesandtschaft in Berlin wird einem zialdemokratie in Berlin noch während des Jahres, über das Mitarbeiter der Dena" mitgeteilt, daß die Entscheidung in heute der Sozialdemokratische Bezirksverband auf seiner Tader Krise zwischen Bayern und dem Reich voraussichtlich nicht so gung Bericht erstattet, die schwersten Kämpfe gegen links schnell fallen werde, wie man scheinbar in Berlin annehme. Graf und ganz links zu bestehen hatte. Wir erinnern uns kaum Lerchenfeld habe den Brief des Reichspräsidenten den Parteien noch der Märzputschheze von 1921; damals hielt die unterbreitet, und vor Mittwoch oder Donnerstag der kommenden neuaufgebaute Organisation der Sozialdemokratie einen ihrer Woche sei kaum an ein Ergebnis zu denken. Ganz ohne Zweifel schwersten Stürme aus, als sie gegen den kommunistischen hätten der Brief des Reichspräsidenten und die Zurückhaltung der Generalstreit aufstand. Es gab aber noch mehr BelastungsReichsregierung auf die Stimmung in Bayern einen besänftigenden proben. Eisenbahnerstreit und Gemeindear= Eindruck ausgeübt und weit besser gewirkt, als wenn 3. B. der beiterstreit, fie wurden für die Sozialdemokratie Berlins Reichstag einberufen worden wäre. Andererseits sei es aber falsch Prüfungen auf Festigkeit und Zielflarheit. In solchen Tagen General Hoffmann hat sich ein Interview mit einem So gegen irgendwelche Garantien ohne weiteres jüngsten Mitglied der Partei die Kraft gab, gegen plötzlich anzu glauben, daß die bayerische Landesregierung auch entschied sich, ob politischer Weitblick auch dem letzten und So- au anzialdemokraten geleistet. Er ist frankhaft ehrgeizig, steht nach geben würde. Da die Barteien noch beraten, kann über die schwellenden, scheinbar alles niederreißenden Strom zu ganz unter dem Einfluß seiner jüdischen Frau, geborene Stern, Haltung der bayerischen Staatsregierung zurzeit nur wenig gesagt schwimmen. Auch das gelang. hat bei einem Gettgelage im Januar einen Schlaganfall gehabt und werden, aber das eine ist sicher, daß auch der Brief des Reichs- Berliner Barteiorganisation von Ein- und Austritten, von Wo gehobelt wird, da fallen Spähne. So ist auch die fcheint noch mehr in die Hände von Frau Cornelie Irene präsidenten die bayerische Regierung durchaus nicht davon verschiedenen Lokalrebellionen nicht verschont geblieben. Das gekommen zu sein. Vielleicht ist er noch frant. Seine Frou hatte im überzeugt hat, daß sie im Unrecht ist. Frühjahr 1918 einen politischen Salon, in dem Erzberger Wenn der ordentliche Professor des Staatsrechts in München, Bartei. Es darf ja auch nicht vergessen werden, daß die Milift aber ein Beweis nicht gegen, sondern für das Leben in der und Solf beides Reichsverderber verkehrten. Hindenburg Dr. Karl Rothenbücher, die Handlung der bayerischen Regierung als lionenstadt Berlin mit ihren bisher in heftiger Fehde lebenden perbot auf meine Bitte den Salon. Dieser Frau schreibt er nach der Reichsverfassung unzulässig ablehne, so müsse er anderer- verschiedenen Arbeiterpartein und Briefe von einer Bedeutung, daß fie aufgehoben werden! Während feits doch zugeben, daß der bayerischen Regierung die Anwendung Gruppen und Grüppchen, daß der Zustrom politisch eben erst danebenher kläffenden es verboten war, wichtige Mitteilungen zu machen. So fann man bes Artikels 48 der Reichsverfassung zustehe ,,, wenn Gefahr im erwachter breiter Schichten, ihr rascher Richtungswechsel, ihre fich nicht wundern, menn unsere Maßnahmen bekannt wurden.") Berzuge ist". Diese Gefahr bestehe aber in Bayern! mitunter nahezu plöglich wiedereintretenve Interessenlosigkeit Bie er über mich spricht, ist nicht sehr schön, aber meinethalben In Bayern fenne man nicht die fchroffen lassen für den Aufbau der Organisation einen steinigen Weg beerlegen sind meine Kriegserinnerungen nicht, sondern durch und gegensäge(??) wie in den großen Industriezentren und alle deutete. Dennoch ist die Berliner Sozialdemokratische durch wahr. Was hätte die Linke angefangen, wenn sie mir Fehler Gesetzesmaßnahmen, die im Sinne einer Minderung dieser Gegen- Partei- und darauf fönnen ihre Mitglieder am ehesten stolz hätte nachweisen fönnen. Auch der Untersuchungsausschuß hat dies fäge vorgenommen werden, stoßen naturgemäß in Bayern auf eine fein- heute wieder eine Organisation der breiten Ich bitte also, scharf Stellung zu nehmen. Troß seiner Kriegs- gewisse Berständnislosigkeit. Eine bayerische Regierung, die den Maffe, im besonderen der Arbeiter und kleinen Leute. verdienste wirft jetzt 5. als Echädling, der in echt jüdischer Weise würde, tönnte in Bayern niemals Bolfstümlich feit und Anweisungen Berlins in allen Fällen nach kommen paterländische Werke zerstört. Brief des Reichspräsidenten, die Berhandlungen der bayerischen Bar Ansehen erlangen. Die Zurückhaltung der Reichsregierung, der teien mit der Landesregierung und vor allem die Zeit, die über alledem vergehe, seien durchaus dazu angetan, diese Erregung etwas nicht gemacht. erwähnen. Ich bitte, aus sich heraus zu schreiben, nicht meine Anregung zu Die Angelegenheit, von der wir neulich sprachen, geht gut Die Angelegenheit, von der wir neulich sprachen, geht gut Mit freundlichem Gruß weiter. Ludendorff. *) Diese Briefe, wenn sie im Geiste des Interviewers geschrieben find, mögen eine schöne Geschichtsquelle fein. Herr H. ist flug. abzuflauen. Das Mitglied der Deutschen Volkspartei, Reichsminister a. D. von Raumer, hatte gestern eine lange Unterredung mit dem Berliner bayerischen Gesandten Don Preger, und man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß diese Besprechung den Charakter einer Vermittlungsaktion trug. fationsgebietes der Partei an den Bezirksverband BrandenIm Vorjahre entfiel ein Teil des alten Berliner OrganiMartenumfah gerechnet d. h. also vollzahlende Mitburg. Danach hatte der Bezirksverband Berlin, nach dem glieder- 41124. Beim diesjährigen Abschluß sind es 44 462. Troß der wirtschaftlich den Arbeiter schwer drückenden Zeiten, troß aller Bekämpfungen und troß aller Erschwernisse: die Bartei konnte sich in Berlin halten, sie ist wieder am Anfang einer ihr sehr notwendigen Weiterausdehnung. Wer ist in Berlin politisch organisiert? Die Berufs= statistik des Bezirksverbandes vom Frühjahr 1922 erfaßte An unsere Abonnenten! Die geknechtete Meinungsfreiheit". rund 90 Prozent der Mitglieder. Es zeigte sich, wenn man in erster Linie die sozialdemokratischen Parteien, die Machts die verheirateten Frauen nicht in Betracht zieht, daß rund erobert haben werden. 80 Prozent der zur Sozialdemokratischen Partei gehörenden So wichtig es auch ist, die gefühls- und verstandesmäßige Im ganzen Reiche versichern die Deutschmonarchisten, daß Bersonen gewerblich tätige Arbeiter und in gleicher sozialer Einstellung gegen den Krieg zu fördern, so reicht sie doch noch durch die Geseze zum Schutz der Republit ihre Meinungs Die Lage befindliche Angestellte und Beamte sind. Der Rest ver- nicht aus, alle Gefahren der Zukunft zu bannen. Meinungs- freiheit gefnebelt würde. Und was die Junker im Norden, teilt fich auf beruflich tätige Frauen, freie Berufe und selbstän- verschiedenheiten und Interessenkonflikte ernstester Art wird es das sagen die Wittelsbacher- Freunde in Bayern. dige Gewerbetreibende. Ueber tausend Mitglieder in der immer geben, mindestens solange, als das heute noch weltbe- Münchener." Post" sieht sich daher veranlaßt, die Rolle aufSozialdemokratischen Partei haben in Berlin die Metall herrschende ta pitalistische System nicht einer anderen zudecken, die diese Verteidiger politischer Meinungsfreiheit arbeiter, die Transportarbeiter, die Buchdrucker, die Gesellschaftsform Platz gemacht hat. Methoden, sie unter allen früher spielten. Im Frühjahr des Jahres 1912- Hertling war bayerischer Gemeinde- und Staatsarbeiter und die Bau arbeiter. Umständen auf gewaltlosem Wege zu entscheiden, müssen geNeben ihnen stehen die kaufmännischen Angestellten, die funden und durch eine starte internationale Ma cht Ministerpräsident- war im oberbayerischen Kohlengebiet das Unerhörte geschehen, daß ein Sozialdemokrat zum Wertmeister, die Post beamten und die Polizei. gesichert werden. Die allgemeine materielle Not drückt selbstverständlich auch Das ist der richtige Grundgedanke des Bölferbundes. Bürgermeister von Unterpeißenberg gewählt wurden auf die Organisation. In ihr ist eben nur die Kerntruppe Aber wie wenig es dem Bölferbund in seiner heutigen Gestalt mar. Natürlich wurde er nicht bestätigt. Der jetzige deutsche Gesandte in Bern, Adolf Müller, stellte darob im Landvereinigt, die bei größeren politischen Ereignissen, und wenn tag den Ministerpräsidenten zur Rede, und dieser gab zur es hart fommt, bei noch schwereren politischen AuseinanderAntwort: fegungen bus Knochengerüst abgibt. Der Wirkungskreis jener Kerntruppe und damit der sozialdemokratischen Propaganda ist selbstverständlich um das vielhundertfache größer. Dafür nur ein Beweis: Es wurden im vergangenen Jahre rund 1600 In der gestrigen Morgennummer haben wir unsern Lesern Mitgliederversammlungen, 400 öffentliche Versammlungen, und Freunden von der leider nicht zu umgehenden Abonnements100 öffentliche Frauenversammlungen, über 400 Frauen- preiserhöhung Kenntnis gegeben. Durch die fortdauernde Steigeabende, 100 Versammlungen der Elternbeiräte und rund 1800 rung des Bezugspreises hat dieser einen Betrag erreicht, den nach Funktionärsigungen abgehalten! Das sind Zahlen, die einen uns zugehenden Zuschriften einzelne Abonnenten in zwei Raten zu bescheidenen Einblick in die aufopfernde Tätigkeit des Partei- zahlen wünschen. Dieser Anregung haben wir Folge gegeben und funktionärs und in weiterem Sinne jedes Mitgliedes der So- die Abonnementsquiffung für den Monat August in geteilter Form zialdemokratischen Partei Groß- Berlins gewähren. Sie sind drucken lassen. Diejenigen Abonnenten, denen die Zahlung des sich alle darin einig, daß die Arbeit des vergangenen Jahres vollen Abonnementspreises in Höhe von 90 m. mit einem Male nur eine Selbstverständlichkeit war, geleistet im Dienste nicht möglich ist, sind dadurch in den Stand gesetzt, den Bezugsder Gesamtpartei. Sie sind sich auch einig darüber, preis in zwei Teilbeträgen von je 45 m. zu zahlen. Die Quittung daß noch viel mehr geleistet werden muß, sie sind mit ist so eingerichtet, daß fie über den Betrag von 45 m. für die dem, was sie bisher erreicht haben, unzufrieden. Hoffen erste resp. zweite Hälfte des Monats August lautet. Wir bitten wir, daß aus dieser Unzufriedenheit, trok aller entgegenstehen- aber unsere Bezieher, welche dazu in der Lage sind, den Betrag den Schwierigkeiten die weiter nötige Energie wächst, um die von 90 m. mit einer Zahlung auszugleichen, um den Botenfrauen sozialdemokratische Organisation auch in Groß- Berlin stets die Arbeit des Kassierens zu erleichtern. mächtiger auszubauen, so wie es die stille Sehnsucht jedes Funktionärs ist. Vorwärts- Verlag. ,, Meine Herren von der äußersten Linken! Sind Sie nicht der Meinung, daß das ganz felbstverständlich ist?... Finden Sie aber dann nicht selbstverständlich, daß der monarchistische Staat zu feinen Beamten und zu den Trägern der staatlichen Funktionen überhaupt feine solchen heranzieht, die auf Ihrem Standpunkt stehen, die Sie doch als letztes Ziel eine, wenn auch friedliche, Umwandlung der gesamten heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung anstreben?" Noch im selben Jahre wurde zwei sozialdemokratischen Beigeordneten in Franken ebenfalls die Bestätigung versagt. Was wieder zu einer Aussprache im bayerischen Landtag führte. Dabei gab der Innenminister er gehörte der flerifalen, also heutigen Bayerischen Volkspartei, an eine for mulierte Erklärung ab, wonach die bayerische Staatsregierung die Fernhaltung zielbewußter Sozialdemo fraten von den Ehrenämtern eines Bürgermeisters, Beigeordneten oder Adjunkten im Interesse der bestehenden Staatsordnung für geboten erachte". Außerdem glaubte fie „ die grundsätzliche Unvereinbarkeit der zielbewußten Zuge= hörigkeit zur Sozialdemokratischen Partei mit der Wahra nehmung staatlicher Befugnisse" besonders betonen zu sollen. Es ist nicht lokalpatriotischer Ehrgeiz, der uns dazu treibt, Und der fleritale arteiredner fügte hinzu: die Berliner Parteiorganisation als die größte, bestdiszipli= „ Die Herren( Sozialdemokraten) können sich beruhigen, die nierte, schlagkräftigste des ganzen Reiches sehen zu wollen, gelungen ist, jenen Zustand der internationalen Gesondern Erkenntnis unserer politischen Pflicht. Was wäre, rechtigteit herzustellen, auf dem allein der Weltfrieden ganze Frattion steht hinter mir, wenn ich Ihnen fage, daß wir der Anschauung sind, daß das Ministerium vollständig recht um nur ein Beispiel zu erwähnen, aus Deutschland geworden, sicher ruhen kann, bedarf keiner näheren Ausführung. Mit besonderer Freude und Herzlichkeit begrüßen wir die hat, wenn es einem sozialdemokratischen Bürgermeister oder Beigedie in Frank- Das ist nicht Intoleranz, Kapp Putsch auf Bosten çestanden hätten. Davon, mie reich stattfinden. Für die französischen Friedensfreunde gilt das ist die Bestätigung der Grundgefeßes, daß nach unserer An es mit unserer Berliner Parteioraanisation bestellt ist, vor allem unsere Erinnerung, daß das große Werk zu seiner schauung Angehörige einer Partei, die die Grundlagen, uberans hänat für ganz Deutschland und damit für die ganze Welt un- Bollendung nicht bloß des Willens und des Gefühls, sondern monarchischen Staates leugnet, zu solchen Aufgaben nicht herans endlich viel ab. Dessen möge sich jeder Berliner, jede Ber linerin, die mit den Auffassungen unserer Bartei überein- auch der Macht und der wohl überlegten Megezogen werden sollen." thode bedarf. Das Verhältnis zwischen Deutschland und Leugnen etwa die heutigen Deutschmonarchisten nicht die ſtimmen, bewukt fein. Sie werden dann die Opfer niat Frankreich ist der Angelpunkt des gesamten Weltfriedens- Grundlagen der Republik? Stehen sie nicht auf dem Standscheuen, die es für sie bedeutet, wenn sie unserem Rufe folgen: problems. Nach den Erschöpfungen des Weltkrieges, nach der punkt, als letztes Ziel ihrer Politik eine Umwandlung der Hinein in die Organisation! Entwaffnung Deutschlands, seit dem Erstarken der friedens heutigen Staatsordnung anzustreben? Wozu fie fich nicht ein freundlichen Elemente in Deutschland existiert die Gefahr mal ausschließlich friedlicher Mittel bedienen, sondern der eines großen Krieges für die nächste Zeit nicht. Es werden deutschvölkische Flügel sogar seine Zuflucht zum Meu chels vielmehr nach menschlicher Voraussicht die nächsten dreißig mord nimmt? Könnte sich also die Republik nicht auf die Jahre sein, die die Entscheidung darüber bringen werden, ob Gepflogenheiten der angeblichen Schüßer der politischen Mei das Leben oder der Tod über Europa triumphieren wird. nungsfreiheit beziehen und mit derselben Ungeniertheit wie Diese Entscheidung liegt in erster Line bei der Macht der Frie- ehedem Monarchisten blauer und schwarzer Couleur, einfach densbewegung in Deutschland und in Frankreich, beide aber als Grundsatz aufstellen; ein Deutschnationaler, ein Monarchist fann nicht Bürgermeister, kann nicht Beigeordneter, erst hängen aufs engste miteinander zusammen. recht nicht Staatsbeamter in der Republik sein? wenn die Berliner Sozialdemokraten nicht gegen den = „ Nie wieder Krieg!" Am heutigen Sonntag demonstrieren die pazifistischen Berbände Berlins unter dem Ruf„ Nie wieder Krieg!" und es bedarf keiner umständlichen Versicherung, daß die Sozialdemokratische Partei in diesen Ruf laut und überzeugungsvoll einstimmt. Gestern waren es acht Jahre, seit die Berliner Sozialdemokraten jene gewaltige Kundgebung Unter den Linden veranstalteten, in der sie zum letztenmal gegen die herein brechende Weltkatastrophe ihre Barnerſtimme erhoben. Wäre sie erhört worden, was wäre Deutschland, was wäre der Welt erspart geblieben! Die Sozialdemokratische Partei war aber damals in Deutschland so machtlos, wie sie leider heute noch in vielen anderen Ländern ist. Die Fäden, die in den Zentralen der politischen Macht gesponnen worden waren, zu zerreißen, war die Arbeiterbewegung von der Straße her nicht imftande. Der Weltfrieden wird erst dann gesichert sein, wenn sich in allen wichtigen Kulturländern die Gegner des Krieges, und das sind Freiheit- Friede! Heil dir im Jugendglanz, Sonne des Vaterlands, Heil, Freiheit, dir! Strahlend im Fackeltanz Soll dir dein Siegeskranz Immerdar eigen sein Das schwören wir! Born gegen Fürstenfron Gründet den Marmorthron, Wo dein Licht loht. Nicht Krieg noch Kriegeszunft, Hurra und Unvernunft Kann dein Begehren sein Und dein Gebot. All deine Glorie glüh, Glüh und erlösche nie Und leuchte klar. Schrecke den Friedensfeind, Wandle den Knechtschaftsfreund, Reig' seine Götter ihm Als Mörderschar. Führ' du das Vaterland, Führ' du mit guter Hand Die Republik, Daß sich im Friedensglanz Runde der Völker Kranz Weit um den Freiheitsschwur: ,, Nie wieder Krieg!" Werner Dreiburg. Ein Stimmungsbild aus der großen Zeit". Bon Schwester Elfa Brändström. In der Orenburger Sandsteppe lag an dem kleinen Fluffe Samarfa das Kriegsgefangenenlager, über dessen Tür unsichtbar Dantes Worte standen: 25 000. Ich führe dich zum Tale der Verlorenen, Ich führe dich zu unbegrenztem Leid. Nur die Beherrschung der französischen Politik durch den Gedanken eines auf Freiheit und Gleichberechtigung der Völker beruhenden Weltfriedens fann die Friedensbewegung in Deutschland zu dem machen, was sie sein will, zur unüber Republikanische Straßennamen in windlichen Ma cht. = - Bonn. Bonn, 29. Juli.( WTB.) Die Stadtverordnetenversammlung nahm gestern einen Antrag des Zentrums, der Demofraten und So London, 29. Juli.( Reuter.) Bei der heutigen unter dem zialdemokraten an, auf Umbenennung von verschiedenen Straßen in Wahlspruch„ Nie wieder krieg" im Hyde- Part veranstalteten Rathenau- und Erzberger Ufer, Rarl- Marg uno Kundgebung fprachen fünfzig Redner. Die Bersammlungen nahmen Rari- 2egien- Straße, lehnte aber fommunistische Anträge auf eine Entschließung an, in der ein Zufammenwirken mit den gleich- Benennung von Straßen nach Karl Liebknecht und Rosa Lugem artigen Bewegungen in Europa und Amerika befürwortet wird, burg sowie auf Entfernung des Kaifer- Denfmals ab. In Berlin wartet man immer noch auf eine solche symbolische um die Ursachen des Krieges zu beseitigen und die internationale Handlung! Solidarität zu entwickeln. gefangene Aerzte die Seuche befämpfen. Arzneimittel, Stroh, Wäsche, Holz und Wasser alles fehlte. Der Schnee deckte die Fenster, so daß es den ganzen Tag dunkel blieb. In jeder Barate liegen auf den nackten Pritschen bis zu 800 Mann, Krante und Gesunde durcheinander, beinahe unbekleidet, mit Ungeziefer übersäet und unterernährt. Um die unteren Pritschen schlägt man fich, weil die Fiebernden nicht zur dritten und vierten Reihe hinaufflettern können. Alles ist wie erstorben. Man hört nur das Stöhnen der Kranken; schwer drückt die feuchte Luft; es gibt keine Latrine, und die Sterbenden vermögen fich nicht mehr in den Schnee hinauszuschleppen. Schließlich bestimmt der Kommandant vier leere Baraden als Isolierbaracken". Aber die Kranken haben nur den einen Wunsch, unter den noch gefunden Kameraden zu bleiben, wo sie ein wenig und nicht in die IsolierHilfe und ein freundliches Wort finden, baraden geschickt zu werden, in denen die eine Reihe phantafierender, sterbender Menschen neben und über der anderen liegt. Die abgearbeiteten Krankenpfleger find abgeftumpft und geben den Kampf auf. Womit sollen sie helfen, wenn nichts dafür vorhanden ist, nicht einmal Holz, um die täglichen qualvollen Erfrierungen an Händen und Füßen bei den Kranken zu verhindern. Wer im Todeskampf von den unteren Pritschen herunterfällt, bleibt auf dem Steinboden liegen, bis ein anderer ihn anstößt und zur Seite schiebt. Der Körper eines Toten ist manchmal die einzige Stüze des noch lebenden Nachbarn und wird erst nach Tagen entfernt. So mischt sich der Gestank der lebenden mit dem Leichengeruch. Zur Untersuchung strömen Scharen von hochfiebernden Menschen. Die Aerzte gruppieren fie in Leichtfrante", die noch einige Tage zu leben haben, und„ Schwerkrante", mit denen es in wenigen Stunden zu Ende geht, sowie in" Gesunde" mit Nierenentzündung, Tuberkulose, Ruhr, Typhus, Phlegmone und Gangräne, furz um mit allen Krankheiten bis auf Flecktyphus und Pocken. Wenn das Urteil auf dem Papier feststeht und" Lazarett" oder Isolier baracke" verordnet ist, muß die Menschenmasse noch stundenlang warten, bis ein russisches Pascholl" sie weiterruft. Dann bleiben die, welche während des Wartens zusammengbrochen sind, im Schnee zurück, und nach einiger Zeit kommt ein Schlitten, um die Leichen zu holen. Die tägliche Sterblichkeit stieg von 20 auf 70, auf 100, auf 350. Es liegt wie ein Fieberwahn über allem Denken. Soll eines Tages feiner mehr leben? Sell niemand aus dieser Hölle herausfinden? Sollen alle den Verstand verlieren? Bis zu 2500 Leichen liegen unbegraben angehäuft; Ratten und Es ist Toykoje das Grab für 17000 Kriegsgefangenen Hunde nagen an ihnen. Dann bringt man sie zu 30 auf einen Schlitten, schlingt ein Geil um die Last, und die Totengräber März 1915 tamen die ersten Gefangenentransporte in die noch gefangene Kameraden setzen sich darauf. Wie können sie das? unfertigen Holzbarafen. Erst nach und nach wurde der Boden mit nur der Außenstehende stellt eine solche Frage. Im Lager achtet Riegeln gepflastert und das Dach mit Erde, beworfen, doch blieben niemand auf diese Leichenmagen, denn hier ist Denken, Gefühl und die Gebäude nach wie vor nicht für den Winter eingerichtet. Vernunft völlig abgestorben. Nur der eine Wunsch Icbt noch fo Während des Sommers wurde das Lager überfüllt, und im schnell wie möglich zu sterven, und mancher sucht den Tod im Serbit brach eine Flecktyphusepidemie aus, die den ganzen Winter Fluffe. Das ärgert den Kommandanten so, daß er am Flußufer über wütete. Mit leeren Händen sollten einige russische und kriegs- Posten aufstellt. 1 Im Dezember 1915 und Januar 1916 richtete das russische Roms mando ein„ Lazarett" für 400 Krante ein; zur gleichen Zeit star ben täglich 120 bis 350 Mann. So blieben die Zustände bis zum März 1916, als die Epidemie langsam von selbst erlosch. ( Aus dem Buch einer schwedischen Noten- Kreuz- Gowester Unter Kriegs gefangenen in Rußland und Sibirien"; Deutsche Verlagsgesellschaft für Politis und Geschichte.) Das Loch von Chislehurst. Chislehurst ist eine fleine Stadt in England. Napoleon ist dort gestorben.( Der Dritte nämlich.) Außerdem fiel mitten in dieses Städtchen die letzte Luftbombe, die aus einem Gotha" auf eng lischen Boden geschleudert wurde. Eie tat, was alle anderen Bomben vorher auch getan hatten: sie riß ein riesiges Loch in den Boden. Aber während man sonst derartige durch den Krieg hervor. gerufene Berkehrshindernisse möglichst schnell zu beseitigen trachtete, glaubte man der letzten Bombe eine besondere Ehre erweisen zu müssen. Man erklärte das von ihr gerissene Loch feierlich zum Nationals eigentum. So, wie es der explodierende Brijanastoff gerissen hatte, sollte es erhalten bleiben, zum ewigen Andenken an den Krieg Damit niemand hineinfalle, zeg man ringsherum ein Geländer und befestigte an diesem eine Gedenktafel. Dann empfahl man die ganze Anlage dem Schutze des Publikums. Die Chislehurster waren auf ihr Loch sehr stolz. Den Fremden wurde es cls Abschluß und Krönung einer Führung durch die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt. Im Laufe der Jahre aber begann Gras über die ganze Angelegenheit zu wachsen. Im wahren Sinne des Wortes: im historischen Loch entwickelte sich eine üppig wuchernde Flora und die Erhaltung des Bombentrichters im Originalzustand erwies sich als außerordentlich schwierig. Auch der Schuß des Publikums" nahm sonderbare Formen an. Auf dem Grunde des Trichters sammelte sich mit der Reit eine stattliche Anzahl von Konservenbüchsen und Flaschen an. Zwischen diesen Kulturabfällen siedelte das Geschlecht der Ratten. Hunde. die sich bisher nur mit den Pfählen des Geländers liebevoll beschäftigt hatten, unternahmen jetzt Expeditionen in die Tiefe, nicht ohne dert Spuren ihres Eifers zu hinterlassen. Kurz. die historische Reliquie wurde zum Schandfleck der ehrbaren Stadt Chislehurst. der nicht länger geduldet werden konnte. Magistrat und Bürgerschaft haben daher beschlossen, auch das letzte Loch, das England aus dem Kriege noch übria behalten hat. wieder zuzuschütten. Dem nachdenklichen Zeitgenossen scheint dieser ganze roang fymbolisch für den Wandel der Anschauungen über Krieg und„ Kriegs4 andenken", wie er nicht nur in England. sondern in der ganzen, langfam defundenden Welt vor sich geht. lieber das tiefe Loch, das empörte Leidenschaft in den ohnehin fnopnen Weltporrat gefunden Menschenverstandes gerissen hat. läßt hie Zeit allmählich das Gras neu fpriekender Bernunft wachsen. Was vom Pulverdampf oder vom Nebel der Krienslügen geblendete Augen als nationales heiligs tum anfaben. erweist sich im hellen unharmherzigen Licht der Nach frienszeit als eine Abladeftätte für den Schutt mittelalterlicher Scale, auf der nur Hunde und Natten noch etwas Brauchbares finden. Nur dak man noch lange nicht überall die Entschlußkraft der Bürger von Chislehurst hat. Aber einmal wird auch an allen anderen Nr. 356+ 39. Jahrgang Die Kohlennot. Tagung des Reichskohlenrats. 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 30. Juli 1922 Die Regierung ist gezwungen gewesen, die ursprünglich nur für hinzuweisen, daß Paris geradezu im Licht schwimme, bie vier Monate Mai bis Ende August vorgesehene Steuer- bas aus deutscher Kohle erzeugt fei, während schon im vorigen befreiung für Auslandskohle auf eine weitere Frist auszu- Winter viele Tausende in Deutschland nicht in der Lage waren, sich dehnen. Die neue Steuerbefreiung ist bis zum 31. März nächsten ein warmes Zimmer zu gönnen. In vielen ArbeiterfamiJahres festgesetzt. lien fonnten die Kinder nicht aus dem Bett genommen werden, Im Ingenieurhause, trat am Sonnabend vormittag der Reichs. An Reparationstohlen foll allein das Ruhrrevier nach weil die Wohnung nicht geheizt werden konnte. In diesem Winter tohlenrat zu einer Vollversammlung zusammen. Der Geschäftsführer den letzten Forderungen der Reparationsfommission monatlich werden sich die Berhältnisse noch verschlimmern. Besonders schwierig des Reichskohlenrats, Berghauptmann a. D. Bennhold, er 900 000 Tonnen liefern. Das gesamte manatliche Ausbringen an wird die Lage für die sogenannte tohlenfressende Instattete einen ausführlichen Bericht über„ Die Lage der Kofstohlen im Ruhrrevier belief sich in den letzten drei Monaten dustrie, vor allem für die Glasindustrie, werden, die vor einer Rohlenwirtschaft". Er führte aus: auf 2,6 bis 2,8 Millionen Tonnen. Die Reparationsfommission Ratastrophe stehe, wenn nicht ihre ausreichende Belieferung mit ,, Die auf eine günstigere Gestaltung der deutschen Brennstoff- nimmt also reichlich ein Drittel der Rofstohlen- Rohle gesichert werde. verforgungslage für das laufende Wirtschaftsjahr gerichteten Hoff- förderung für sich in Anspruch, während bei richtiger Aufteilung Berbandsvorsitzender Husemann legte Verwahrung nungen find inzwischen jäh zunichte geworden. Zu diesem bedauer des Programms auf die ganze deutsche Förderung, lediglich ein gegen die in dem Bennholdschen Bericht an der Tattit der fichen Ergebnis haben verschiedene Ursachen mitgewirkt. Zunächst Sehntel oder selbst nur auf der Steinkohlengrundlage berechnet ein Bergarbeiter geübte Kritik ein. Wenn eine Kritik geübt der Rüdgang unferer Steinfohlenförberung. Schon Sechstel in Frage kommen dürfte. werde, so hätte sie sich auch gegen die Unternehmer richten die Aprilzahlen zeigten in fast allen Steinfohlenrevieren einen mert- Dabei herrscht im ganzen übrigen fohlenerzeugenden Europa, ab- müssen, die fein Verständnis für die Forderungen der Bergarbeiter lichen Abfall, der sich dann im Mai noch schärfer ausgewirkt und im gefehen von Rußland, großer Ueberfluß. In England, Frank gezeigt hätten. Es fönne feine Rede davon sein, daß die BergJuni namentlich im Ruhrrevier ein geradezu erschreckendes Ausmaß reich, Belgien sowie in der Tschechoslowaket beſteht fühlbarer Abfaz- arbeiter etwa absichtlich die Kohlenförderung drosselten. Für die angenommen hat. Nach einer Förderung im Januar und Februar mangel. Große Haldenbestände sind dort angesammelt, im Saar Minderförderung feien vielmehr eine ganze Reihe anderer Gründe von etwa über 480 000 Tonnen täglich, brachte der März eine Steige- becken müssen fogar Feierfchichten eingeführt werden; in England maßgebend, so die unzureichende Ernährung, die starke rung auf beinahe 500 000 Tonnen, im April fiel die Zahl auf liegen fogar ganze Gruben still. Auf die Lieferung von Feinkoks- Abwanderung von Bergarbeitern in andere Berufe und allerdings 490 000 Tonnen, am mai auf 450 000 Tonnen, und der Juni brachte tohle brängt die Kommission mit äußerster Schärfe, dabei liegen in auch die starke Unzufriedenheit der Bergarbeiter darüber, daß sie bei nach den vorläufigen Angaben des Reichstohlenfommissars eine Frankreich die Kotereien still, aber nicht aus Mangel an Rotsfohlen. ihrer besonders schwierigen Tätigkeit nicht einmal das verdienten, arbeitstägliche Förderziffer von nur rund 403 000 auf den nordfranzösischen Bergwerken lagern große Bestände fran- was in anderen Berufen gezahlt werde, und daß die TarifverhandTonnen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß seit dem öfifcher Feinfofsfohle. Aus Belgien erhalten die deutschen Werte lungen fo lange hinausgeschleppt worden seien. 19. Juni in Oberschlesien bie neuen Grenzen gezogen find. bes Ruhrbezirts Angebote bes belgischen Rotsfynditats sowohl für Direktor Lempelius Berlin legte zunächst die außerordentAn dieser Rüdentwicklung der Förderung ist im besonderen Maße belgischen Stofs sowie auch für belgische Kotsfeinkohle. Dabei lich schwierige Lage der Gaswerke in bezug auf die Kohlenversorgung der Ruhrbergbau beteiligt, dessen Tagesförderung im Juni um ist zu erwähnen, daß der Kofs aus deutscher Rotssteintohle her dar. Es sei in Aussicht genommen, daß die Gasanstalten im 38 000-40 000 Tonnen gegen die bes März zurückgeblieben ist, und gestellt ist. Dies ist der beste Beweis dafür, daß ein fachliches Be- fommenden Winter nur 50 Broz. des Zweidrittel- Kontingents erdeffen Monatsförderung sich im Juni um etwa 2 Millionen Tonnen dürfnis für die überschraubten Anforderungen in der Eat nicht vor- halten sollten, was zu einer Ratastrophe führen müsse, da bei einem geringer erweist als im März d. 3. und um rund 1 Million Tonnen handen ist. weiteren Anfteigen des Dollarfurfes der Bezug ausländischer Kohle geringer als im Mai. Diese auffällige Entwicklung kann nicht allein Rohlentransport hin und her. Franzöfifche Eisenbahnen, Ueberstunden zumuten, da eine solche Mehrarbeit auch nicht die Zu allem tritt der allen wirtschaftlichen Gesezen hohnsprechende zur Unmöglichkeit werde. Den Bergarbeitern fönne man faum auf die seit dem März zu beobachtende Abwanderung der Arbeiter, die allerdings feit Anfang d. 3. rund 25 000 Mann erfaßt hat, zurüd Bariser Gas- und Elektrizitätswerte arbeiten mit deutscher Roble, Roblennot merklich verringern fönne. Die ganzen Schwierigkeiten geführt werden. Ganz besonders scheint in ben legten Monaten die die rheinabwärts gefahren wird. Diefelben Fahrzeuge feien auf die midersinnigen Rohlenforderungen der in den Belegschaften steckende Unruhe und Bewegung, die durch die bringen englische Kohlen rheinaufwärts, sei es für die Eisenbahnen Entente zurückzuführen, die einer Herabfegung bedürfen, wenn anhaltenden Lohn- und Heberarbeitsverhandlungen und auch durch in Süddeutschland, sei es felbft für Eleftizitätswerte im Herzen des nicht die ganze deutsche Wirtschaft zugrunde gehen solle. Ruhrreviers. Kotsfeinkohle von der Ruhr geht ebenfalls rheindie Entwicklung der politischen Verhältnisse immer neue Nahrung abwärts nach Belgien und Frankreich, und die Hütten des Ruhr- schaft unter dem Mangel an Kohlen leide, wodurch die Ackerbestellung erhielt, der Arbeitsintensität Abbruch getan zu haben. Nicht so ungünstig stellen sich die Berhältnisse im deutschen bezirks fahren mit den Rähnen wieder englische Koksfeinkohle in das und die Einbringung des Getreides beeinträchtigt werde. Brauntohlenbergbau dar. Wenn man den Monatsburch- Ruhrrevier zurüd. Mangel an Hausbrand dürfe nicht noch größer werden. In der Demnach ist die Aufrechterhaltung des bisherigen Lieferungs- gleichen schwierigen Lage wie die Gasanstalten befänden sich hinfchnitt der Erzeugung der verflossenen fünf Monate des Jahres 1922 ermittelt, so hält er sich in Rohtohle und in Brifetts ungefähr in programms in Mengen und Sorten unmöglich. Auch das Ber- fichtlich der Kohlenversorgung auch die Elektrizitätswerke. Die Städte failler Friedensdiftat felbft gibt fein unleugbares Anrecht auf eine tönnten faum noch ausländische Rohlen laufen und die Verbraucher Höhe des Monatsdurchschnitts des Vorjahres. Unsere Steinfohlennot wird jetzt noch besonders schwer ver- wesentliche Abschwächung. Danach ist den inneren Bedürfnissen die durch den Bezug aus dem Auslande bedingten hohen Preise für schärft durch die Abtrennung des polnisch gewordenen Teiles von Deutschlands soweit Rechnung zu tragen, wie es zur Aufrecht- Gas und Elektrizität zahlen. erhaltung des fozialen und wirtschaftlichen Oberschlesien. Durch diesen Berlust entgehen der deutschen Lebens Deutschlands notwendig ist. Dementsprechend find unfere in dem Referat enthaltenen Borwürfe gegen die Bergarbeiter entWagner( Arbeitnehmervertreter), der zunächst ebenfalls die Kohlenwirtschaft rund 20 Broz. unferer bisherigen Gesamtsteinkohlenförderung. Die deutsche Rohlenbilanz erleidet durch diesen ober- Unterhändler bei den über die Aufstellung eines neuen Lieferungsschieden zurückwies, führte den Rückgang der Kohlenförderung vor Schlesischen Aberlaß eine bis zur unerträglichkeit geprogramms in Paris aufgenommenen Berhandlungen mit Nachdruck allem auf die Abwanderung und den nicht vollwertigen Ersatz der teigerte Einbuße. Gegen 1913 hat sie sich um rund 73 til für eine fühlbare Ermäßigung um etwa 25 bis 30 Broz. der gegneri- abgewanderten Bergarbeiter und auch auf die durch innen- und lionen Tonnen Steinkohle verschlechtert, was für die deutsche schen Anforderungen eingetreten. Diese Forderung stößt aber auf außenpolitische Ursachen hervorgerufene Misstimmung unter Bahlungsbilanz eine jährliche Berschlechterung um rund 78 Mil- harten Widerstand der Gegenseite. Die Entscheidung der Reparations. den Bergarbeitern zurüd, die im Arbeitsprozeß endlich die liarden Bapiermart bedeutet. fommiffion übertrifft die schlimmsten Erwartungen. Für die nächsten drei Monate August bis Ottober, des Jahres werden monatlich 1725 Millionen Tonnen Steinkohle, darunter 620 000 Tonnen Kofs und 100 000 Tonnen Rotsfeinkohle verlangt. Die Lieferung von Braunkohlenbriketts wird ganz abgelehnt. 16 Die praktischen Wirkungen äußern fich in einer überall anzu treffenden Not an deutscher Kohle. Die Belieferung der mest lichen Hüttenindustrie ist im Juni zweimal fühlbar befchnitten worden, so daß sie zurzeit nur etwa die Hälfte ihrer Bedarfsmenge beziehen fann und infolgedeffen eine große Anzahl der deutschen Hochöfen zum Stillstand verurteilt ist. Es ist eine völlige Umfehr ber früher in der europäischen Eisen industrie herrschenden Berhältnisse herbeigeführt. Während Eng land in den erften fünf Monaten des laufenden Jahres erst wieder einen allmählichen Aufstieg bis etwa zur fnappen Hälfte der monatlichen Roheisenherstellung und zu etwa% ber monatlichen Rohstahl. erzeugung des Jahres 1913 erfennen läßt, ist Frankreich in den letzten Monaten auf dem besten Wege, bie monatlichen Durchschnittszahlen Don 1913 zu erreichen. Ein ähnlich bemerkenswerter Aufstieg zeigt fich in der belgischen Herstellung. In Deutschland, bas vor dem Kriege ein startes Ausfuhrland in Eifen und Stahl gewesen ist, haben die lezten Monate eine fortschreitende Berschlechterung dieses Außenhandels ergeben, im Monat Mai hat die Einfuhr sogar um 13 000 Tonnen die Ausfuhr überſtiegen. Die Rofsnot, die sich außerordentlich fühlbar macht, hat in der letzten Zeit die Frage der Wiedereinführung der Rofszwangswirtschaft erörtern laffen. Man hat den Verhältnissen insoweit Rechnung getragen, als eine umfassende Eisenbahntontrolle und eine monatliche Anzeigepflicht der Rofszufuhren und Bestände ein. geführt ist. durch ein freiwilliges Eingehen auf die mit den Bedürfnissen feiner Dem Schuldner wird jedenfalls nicht zugemutet werben tönnen, wirtschaft unvereinbarten Forderungen der Gläubiger zu feiner eignen Bernichtung beizutragen. Deshalb fann dies neue unerfüll bare Diktat der Gegenfeite nicht anders als nur mit einem entschiedenen Mein" beantwortet werden. Der Referent legte eine bereits vom Reichstohlenverband gefaßte Entfchließung sor, in der es u. a. heißt: Das von der Reparationstommiffion für die Monate Auguft bis Oktober neu festgestellte Lieferungsprogramm ist unvereinbar mit der deutschen Kohlenproduktion, die infolge des Verlustes eines großen Teiles Oberschlesiens um 25 Proz gegenüber dem ersten Bierteljahr zurückgegangen ist. Das Pro gramm trägt ben wirtschaftlichen Lebensnotwendigkeiten Deutschlands feinerlet Rechnung und belastet die deutsche Wirtschaft noch stärker als das bisherige Programm, dessen Undurchführbarkeit die Erfahrung bereits gelehrt hat. Während in Deutschland eine Rohlennot herrscht, habe England und Frankreich einen Rohlenüberfluß. Aus allen biefen Gründen erachtet der Reichstohlenrat und der Rohlenverband bas neue Kohlenreparationsprogramm für unerfüllbar und erwartet seine Ablehnung durch die Reichsregierung." In nicht weniger bedrängter Rohlenlage als die Industrie befinden sich die öffentlichen Unternehmungen. Der Berghauptmann Bennhold regte an, diese Entschließung dem Reichseisenbahn ist es bisher nicht gelungen, einen höheren Bestand Reichstanzler zu unterbreiten. In ber. Aussprache wies Ministerialrat als im allgemeinen nur für etwa 12 Tage anzufammeln, während Brinz vom Reichsverkehrsministerium auf die auch in diefem zur entsprechenden Zeit des Borjahres der Bestand die doppelte Jahre außerordentlich ungünstige Versorgung der Eisenbahn mit Höhe hatte. Die Aussichten für die Gasanstalten und Elektrizitäts- Rohle hin. Während im Juni 1914 die Eisenbahn einen Borrat von merle find sehr ernst. Die bisherigen Lieferungen haben in den ersten sechs Monaten d. 3. zum Teil noch nicht einmal die Hälfte des auf% des Bedarfs bemeffenen Rontingents erreicht, Die städtischen Gaswerke Berlins haben in den ersten brei Monaten d. 3. 46 ver schiedene Sorten Rohlen verwenden müssen. Bei diesem Brennstoffmangel fann es fein Wunder nehmen, daß die Einfuhr frember Kohle einen allen Erwartungen über treffenden Umfang angenommen hat. Während wir 1921 nur etwas über 1% Million Tonnen Steinkohle aus dem Auslande hereingebracht haben, wird die allein im Juli auf England hereingekommene Einfuhr auf etwa 1,5 Millionen Tonnen geschäßt. Dazu treten in Butunft noch die Mengen aus Polnisch- Oberschlesien. Damenjacke Reinwolle, gestrickt Landrat v. Bredow schilderte, wie sehr auch die LandwirtDer ihnen nach dem Gefeß zukommende Stellung einnehmen wollten. Angesichts des Umstandes, daß in den Ententestaaten Kohlenüberfluß herrsche, seien die Bergarbeiter eben nur schmer von der Notwendig feit von Ueberleistungen zu überzeugen. Die Wurzel alles Uebels liege eben in der unsinnigen Reparationspolitik der Entente. Die Bergarbeiter treffe an der Sohlennot teinerlei Schuld. Direktor Dr. Silverberg fritisierte die angeblich zu furze Arbeitszeit der Bergarbeiter und verlangte Ueberstundenleiftung, ba aus innen- und außenpolitischen Gründen eine Steige rung der Probuftion unerläßlich fei. Die Entschließung, die auch von Arbeitnehmervertretern in der Aussprache befürwortet worden war, wurde einstimmig angenommen und eine fünfgliedrige Abordnung gewähltn Aus der Partei. Zum 11. August. Der Der 11. Auguft, der Lag der Annahme der Weimarer Berfaffung, naht heran. Angesichts des wütenden Ansturms der Monarchiften gegen die Republit hat dieser Tag für die republikanische Bevölkerung gerade in diesem Jahr besondere Bedeutung. Zentralbildungsausschuß fordert daher im Einverständnis mit dem Parteivorstand die Organisationen und Bildungsausschüsse unferer Partei auf, an diesem Tag eine würdige Rundgebung für die Republik und die Reichsverfassung zu veranstalten. Da der Tag fein gesetzlicher Feiertag ist, kommi in der Hauptfache eine Beranstaltung in den späten Nachmittags- oder Abendstunden in Form einer republikanischen Verfassungsfeier oder 4 Millionen Tonnen hatten, betrug der Borrat im gleichen Monat einer Festversammlung in Betracht. Angesichts der Kürze der Zeit dieses Jahres nur 750 000 Tonnen, was einer Versorgung für muß fofort an die Vorbereitung der Veranstaltung gegangen werden. nur 16 Tage entspricht. Dabei befinden sich unter diefen 750 000 Der Zentralbitbungsausschuß gibt zu diesem Zweck ein ProgrammTonnen nicht weniger als 500 000 Tonnen ausländischer heft heraus, das eine ausführliche Vortragsdispofition des Genossen Rohle. Dieser umfangreiche Einfauf im Auslande bedinge aber Stampfer über die Bedeutung des 11. Auguft für die Arbeitereine sehr erhebliche Belastung, die auf die Dauer durch Tarif- flaffe" enthält, außerdem einige Festgedichte, sowie Borschläge für erhöhungen nicht ausgeglichen werden fönne. Es sei unbedingt not- eine einfache, aber würdige, der Bedeutung des Tages Rechnung wendig, daß die heimische Produktion nach Kräften gesteigert werde. tragende Feier. Das Heft ist zum Preise von 3 Mt. einschließlich Reichstagsabgeordneter Girbig( Glasarbeiterverband) betonte die Borto durch den Zentralbildungsausschuß der Sozialdemokratischen Notwendigkeit einer Produftionssteigerung, da sonst dem ganzen Partei Deutschlands( N. Weimann), Berlin S. 68, Lindenstr. 3, Wirtschaftsleben eine Erdrosselung drohe. Der zum Reichskanzler zu zu beziehen. Die Bestellungen auf die Schrift, die insbefondere für entfendenden Abordnung gab er mit auf den Beg, besonders darauf die Referenten wertvoll ist, müssen ungefäumt vorgenommen werden. Nosrael GEGR. 1815 BERLIN C> KÖNIGSTR. Damenkleidung weiß mit Filet 125.Eineätzen.. Voilebluse Sportbluse aus gestreift. baumwoll. Tennisflanell, mit Taschen 165.Jumperbluse Waschkrepp aus farbigem 450.aus geblümtem 295.Morgenrock baumw. Stoff.. Kleid aus einfarb. 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Unter dem siegreich aufgepflanzten Banner der freien Wirt- schaft nimmt die Nahrungsmittelnot allmählich jene verderblichen Formen an, die sie zwangsweise im Kriege, als wir von allen Seiten abgeschlossen waren, annehmen mußte. Diese Not ist aber nicht allein eine solche der geringen Mengen und der hohen Preise, sondern auch eine Beschaffenheit der Waren. Sättigung mittels Aufnahme von Nahrungsmitteln erfolgt zu keinem andern Zweck, als dem Körper die Stoffe zuzuführen, die er nötig hat, um das Leben in der Jugend aufzubauen und später bis zu dem natürlichen Ende auf der Höhe der Kräfte zu erhalten. Nah- rungsmittel, die diesem Zweck voll und ganz erfüllen sollen, müssen vor allen Dingen rein sein. Ein Apfel frisch vom Baum, oder ein Ei frisch von der Henne, sind solche reinen Naturprodukte und wer sie genießt, hat für seinen Körper Nutzen. Hingegen ist es bereits bei einer Wurst ganz anders. Der boshafte Volkswitz behauptet, daß außer dem Schlächter nur der„liebe Gott" selber wisse, was in der Wurst drin ist. Aber ein noch boshafterer Volkswitz bc- zweifelt hinsichtlich der Wurst selbst die höchste Allwissenheit, denn in dem allen Jugendwanderern wohlbekannten schönen Lied von dem „Herrn Pastore sin' Kauh(Kuh) heißt es:„Wat allens in de Wurst würd schicht(gemengt), det wüßst sulwst(selbst) unser Herrgott nicht. Und das berührt schon die wichtige Frage nach der Reinheit der Nahrungsmittel oder ihrer Ver- sälschung. Die Eroßstadtbewohner sind fast ausschließlich auf den Kauf gelieferter Waren angewiesen: sie haben keinen Einfluß auf die Reinheit dieser Waren. Es mögen nun einige Beispiele heraus- gegriffen werden, die den wahren Stand der Dinge enthüllen. Wie aus Kunsthonig Sienenhonig wirö. Eines der köstlichsten und kostbarsten Produkte, die uns die Natur durch ihren Vermittler, die Biene bescheert, ist der Honig. Roher reiner Honig hat die Eigenschaft, schnell ins Blut überzu- gehen und hat sich ganz besonders bei Kindern, die ihn zum Ausbau bei älteren Leuten, die ihn zur Erhaltung brauchen und bei Schwächlichen und Genesenden auf das glänzendste bewährt. Es gibt aber kaum ein Nahrungsmittel, das so schamlos verfälscht wird wie der Honig. Zur Aufklärung diene zunächst, daß das Gesetz nur zwei Bezeichnungen kennt, nämlich„Honig" und„Kunst- h o n i tz". Nur naturreiner Bienenhonig darf als „Hon,g" bezeichnet werden. Alles andere ist Kunsthonig und alle sonstigen verheißungsvollen Bezeichnungen, wie Misch- Honig, Honigverschnitt, Heide-, Lindenverschnitt usw. sind strafbar und zur Täuschung des Käufers geeignet. Gestreckt d. h. hier also verfälscht wird der Honig gern durch Vermischung mit Malz- und Kartoffelsirup, Stärkemehl, und selbst mit Leim. Die schranken- lose Freigabe des Zuckers hat nun dazu geführt, daß die Herstellung des Kunsthonigs, der dann in irgendeiner Form als Bienenhonig geht, eine gewaltig« Ausdehnung angenommen hat. Dem Kunst- bonig fehlen selbstverständlich alle die nährenden und auch heilenden Kräfte, die dem echten Honig innewohnen. Als Aufstrich erfüllt der Kunsthonig lediglich die Aufgabe der Geschmacksvcrbesierung. Seit Freigabe des Zuckers blüht aber auch wieder der Honig- schwinde! in umfangreichem Maße in Groß-Berlin. Hausierer„vom Lande" besorgen sich hier in den Fabriken flüssigen K u n st- Honig und bieten diesen als echten Bienenhonig„eigener Ernte" zu Preisen an, zu denen z. Z. kein Imker seinen Honig hergibt. Die Unverfrorenheit der Leute geht so weit, daß kürzlich ein Mit- glied dieser edlen Zunft selbst dem Polizeipräsidium am Alexander- platz einen Besuch abstattete und dort in den Bureaus bei den Beamten und Beamtinnen glänzenden Absatz fand. Bei seinen weiteren Wanderungen hatte er aber Pech und gelangte'in die Höhle des Löwen, nämlich in das Bureau des staatlichen Nahrungs- mittel-Untersuchungsamtes. Hier ereilte ihn sein Schicksall Sein Honig wnrde als„Kunsthonig" erkannt und der ganze Vorrat, 29 Glas, verfiel der Beschlagnahme. Bei seiner Vernehmung gab er an, daß der Honig rein sei und von seinen eigenen Bienen aus Suderode(Harz) stamme. Er komme schon seit 30 Jahren im Frühjahr und Herbst nach Berlin und oerkaufe seine Honigernte hier direkt an die Konsumenten. Inzwischen ist aber festgestellt worden, daß der Mann nicht ein Bienenvolk besitzt. Dieser unreelle Handel ist ein Krebsschaden für die deuffche Bienenzucht, er hat einen Umfang angenommen, von dem sich die Konsumenten keinen Begriff machen. verregnete Milch. Wir haben den scheinbar etwas entlegenen Fall des Honig herausgegriffen, weil die Heil- und Nährkraft des Honigs für die Aufzucht unserer Jüngsten ganz besonders wichtig ist und weil eine unscharfe Kontrolle und eine diese Dinge nicht scharf anpackende Justiz sich mit schuldig machen an der Gefährdung des jungen deutschen Nachwuchses. Eine zweite große Ge- fahr, als solche dem Volk und den Müttern viel eher begreiflich als im Fall des Honigs, ist die Verfälschung der Milch, wie sie seitens einer verantwortlich fühlenden Aerzteschaft vor einigen Tagen der Oeffentlichkeit mitgeteilt worden ist. Milchverfälschung bedeutet langsame Vergiftung des Nachwuchses. Der Hygieniker Professor Rubncr stellte vor Iahren bereits Soda, Borax. For- malin und Wasserstoffsuperoxyd, also eine ganze Giftapolhekc, als Iusatzmittel zur Milch fest und forderte, daß diese„Chemi- kalien als Zusätze zu verbieten sind." Milchver- sälschung ist es selbstverständlich auch, wenn der Milch Wasser zugesetzt wird und in dieser Hinsicht ist ein Prozeß bemerkenswert, der vor einiger Zeit vor dem Landgericht in Münster i. W. entschieden und von dem Reichsgericht trotz eingelegter Reoi- sion bestätigt worden ist. Vom Landgericht Münster i. W. wurden im November v. Js. die Landwirtseheleute Wilhelm P äschert wegen Betruges und Nahrungsmittelfälschung zu je 3 Monaten Eiefängnis und 3000 M. G« l d st r a s e verurteilt. Di« Milch, welche die Angeklagten an die Molkerei lieferten, war als F«ttarm erkannt worden, weshalb ein Polizeibeamter eine Milchprüfung vornahm. Es wurde nun festgestellt,'daß die Milch der Angeklagten einen Wasserzusatz von 22 bis 37 Prozent enthielt. Die beiden Angeklagten bestritten, der Milch Wasser zugesetzt zu haben, doch gaben sie zu, daß einmal versehentlich eine Kanne voll Wasser in die Milch geschüttet worden sei und das es öfters in die Kannen geregnet habe. Da jedoch beide Angeklagte das Melken der 5kühe und die Verarbeitung der Milch selbst be- sorgen, so hat das Gericht für erwiesen angesehen, daß sie gemein- sam die Milch verwässert haben. Der Betrug wurde darin ge- funden, daß sie das zugesetzte Wasser als Milch verkauft haben und es sich als Milch bezahlen ließen. Die von den Angeklagten gegen das Urteil eingelegte R e v i s i o n,- in welcher sie bestritten, gemein- sam gehandelt zu haben, wurde vom R«ichsgericht als unbegründet verworfen, da im Urteil das Zusammenwirken ausdrücklich fest- gestellt ist. Was alles verfäljcht wirö! In der Bevölkerung, die unter unerhört hohen Preisen und herabgesetzter Qualität der Waren leidet, wird man ein solches Urteil durchaus angemessen finden. Aber man wünscht auch auf das dringendste, daß der Schutz der Konsumenten er- giebiger und entschiedener werde. Denn es sind ja nicht Milch und Honig allein, di« verfälscht werden, sondern außer Obst und Gemüse so gut wie alle andern Nahrungsmittel. Fleisch kann auch frisch präpariert werden, was aber nicht mit Gefrier- fleisch verwechselt werden darf, denn zum Gefrieren ge- brachtes Fleisch erhält sich ausgezeichnet. Aber Hack- und W u r st f l e i s ch ist allen möglichen Verfälschungen ausgesetzt. In den Vorkricgsjahren waren di« Wurstverfälschungs- Prozesse gang und gäbe. Die Verfälschung reiner Naturbutter durch Kunst- bezw. Pflanzenbutter und durch Färbung ist bekannt. Mehl wird durch Gips, Kreide, Infusorienerde gestreckt und durch geringen Mengen Schwerspat schwerer gemacht. Zu Back- und Konditorwaren werden oft Metallsarben, die Arsen, Kupfer usw. enthalten, verwendet. Die bittere Mandel wird durch das gesundheitsschädliche Nitrobcnzol ersetzt. In Marmeladen werden Apfelschalen, Aipselabfäll«, Himbeerkerne, Farbstoffe und Zuckcrersatzmittcl verarbeitet und die Feldgrauen haben mit Recht den Namen Schmiere dafür erfunden. Ein ergiebiges Feld der Verfälschungen bieten die Gewürze. Unter gemahlenem Pfeffer hat man zerstoßene Tonkrüge. Nußschalen, Kampfer- holz, Zigarrenkistenholz, das übrigens auch zur Verfälschung von Zimmet verwertet wird, gefunden. Im Kaffeeersatz hat man geröstei« Bohnen, Kolanüsse, Kaffeesatz, geröstete Erbsen, Wicken und Linsen und selbst gemahlene Ziegelsteine gefunden. Und was nennt sich nicht gar Gesundheitskaffee. In B a ck ö l hat man in einem besonderen Fall 80 Prozent Rüböl und 20 Prozent Petro- leum nachgewiesen. Aeußerst umfangreich und höchst gefährlich ist die Verfälschung auch bei den G e t r ä n t e n. Bayern sieht aller- Der Ruf durchs A'enster. SSf RomanvonPaulFränk. Reuß hat eine Unsumme von Arbeit und Energie an diese Rolle verschwendet und die Figur an der Wurzel zu fassen gesucht: er ist in ihr aufgegangen, er hat seine eigene Person- lichkeit verschwinden lassen und ist in jener anderen, von dem Dramatiker erschaffenen, mit Haut und Haar untergetaucht. Was ja eigentilch das Wesen der Schauspielkunst überhaupt ausmacht. Doch ich will nicht vorgreifen, da über dieses Thema später zu sprechen sein wird, nachdem inzwischen an- deres. Wichtiges erledigt worden ist. Ich erbitte mir nun die besondere Aufmerksamkeit meiner Zuhörerschaft, da ich Ihnen �von einem bedauerlichen Unfall des Schauspielers Albert Reuß berichten will, von dem er während einer der Proben zum Merwolf' betroffen worden, der von allen Beteiligten un- wichtig genommen und unterschätzt wurde, jedoch, wie wir ebenfalls später sehen werden, alz die Wurzel aller Uebel an- zusehen ist. Auf dem Theater wird mit Illusionen gearbeitet, meine Damen und Herren! Im Zwischenakt werden diese Illusionen tzerstört und wieder.aufgebaut, die hiernach das naive Zu- fchauereauge entzücken. Was, beispielsweise, wie der wahr- hafte Frühling anmutet, ist nichts als ein breites, bemaltes Stück Leinwand, ein sogenannter Prolvekt, der an seinem unteren Ende, um den leidigen, die Illusion des Zuschauers. störenden Faltenwurf zu vermeiden, mit einer Eisenstange beschwert wird, und der, wenn es gilt, die Landschaft zu er- schaffen, dke den Rahmen einer der drei Akte bildet, aus der 'Höhe, vom sogenannten Schnürboden herabgelassen wird. Solche Benvandlung geschieht rasch und nimmt auf die auf her Bühne Beffbäftigte», von denen man annimmt, haß sie Mit den Gepflogenheiten und Gefahren vertraut sind, keine Rücklicht. Neulinge haben i�re Unachtiamkeit oft zu büßen. Bei einer dieser Proben, während deren der Schauspieler Albert Reuß mit Zähigkeit, Fleiß und Ausdauer dem Werk gedient, idas zum Sieg zu führen er sich vorgenommen hatte, wurde er, da er, in die abennalige Lektüre der Rolle versunken stand, vom äußeren Ende der einen solchen niedersausenden Prospekt beschwerenden Eisenstange am Scheitel getroffen. Man ver- mutete, daß er eine tüchtige Schramme erlitten hatte, und war darauf gefaßt, Blut fließen zu sehen. Die Verletzung erwies sich jedoch, rein äußerlich, als unbedeutend. Der dichte Haar- wuchs des Schauspielers schien die Wirkung abgeschwächt zu haben. Da er weiter keine Beschwerden verlvürte. bestand er darauf, daß die Probe fortgesetzt werde, da die Erstausführung des Wcrwolf vor der Tür stand. Reuß wurde auch an den darauffolgenden Tagen durch keinerlei Unwohlsein gestört, das als üble Folge des erlittenen Unfalls aufgefaßt oder mit diesem in irgendeine Beziehung hätte gebracht werden können. Erst am Premierenabend, nachdem die Aufführung des Werwolf unter allen Anzeichen eines ungewöhnlichen und stürmischen Erfolges stattaefunden hatte und der Schauspieler allein in seiner Garderobe saß, ward er von einem Schwächeanfall überrascht, den er für eine Reaktionserscheinung hielt, die, mie er meinte, auf die angestrengte Probenarbeit zurückzu- führen sei. Wenige Stunden später erlitt er den zweiten An- fall, und am Morgen des nächsten Tages wurde ich von der besorgten Gattin des Schauspielers gerufen, der natürlich heftig leugnete und bestritt, überhaupt krank zu sein, und der sich im Verlauf einer beinahe heftig erregt geführten Debatte von mir, der ich meine Diagnose mit unfehlbarer Sicherheit gestellt hatte, weder überzeugen ließ, daß er ernsthaft und nicht unbedenklich leidend sei, noch von der geplanten Gast- spielfahrt nach Riga abbringen lassen wollte, die für seinen Zustand, wie ich ihm ganz offen gestand, eine ganze Reihe von Gefahren mit sich bringen rrnißte. Die Erkrankung, deren Vorhandensein ich bei Albert Reuß festgestellt hatte, nennt man Bewußtseinsstörung. Man versteht darunter einen klinisch wohl charakterisierten Zu- stand, der durch zwei Hauptsymptome, durch die Unorientiert- heit und die Unempfindlichkeit, gekennzeichnet ist. Die ältere psychologische Schule versteht darunter die Störung des eige- nen Seelenvermögens, des sogenannten Selbstbewußtseins oder der Apperzeption, während die moderne Forschung eine Veränderung der assoziativen Tätigkeit annimmt, deutlicher gesagt, auf eine Veränderung des Materials schließt, mit dem unsere Jdeenassoziation arbeitet. Die Unorientiertheit der Bewußtseinsstörung betrifft so- wohl das Datum wie auch den Aufenthaltsort sowie die Per- sonen der Umgebung. Der Kranke ist eben desorientiert, glaubt stch an einem entfernten Ort zu befinden, und hall dings mit drakonischer Strenge darauf, daß sein Bier rein bleibt, während es der Wurst, wie eine ganze Reihe Prozesse im Frieden bewiesen haben, nicht diese Sorgfalt angedeihen ließ. Südwein ist vielfach nichts weiter als ein Gebräu usa Datteln, Glyzerin, Weinsäure, Schnaps, Tanninessenz und Farbe. Nicht minder ge. fährlich ist die Verfälschung von Schnaps, der durch fuselöl-- haltige, mit Essigäther und ätherischen Oelen aromatisierte Essenzen und durch Zusätze von Pfeffer, Paprika und Paradieskörnern ver» schärft wird. Vor etlichen hundert Iahren ging man mit Fälschern sehr energisch um. Einer Bauernfrau, der man Butterfälschung nach- gewiesen hatte, wurde die Butter fest auf den Kopf gepreßt und sie mußte dann mit der Kompresse so lange in der Sonne stehen bleiben, bis di« Butter von der Sonne aufgezehrt war. Wenn faule Eier verkauft hatte, so war es der Straßenjugend erlaubt, ihn mit den faulen Eiern zu bewerfen. Wir aber leben in einem Rechtsstaate, der die Strafe des einzelnen ausschließt. Wir er- warten um so mehr von Polizei, Nahrungsmittel- kontrolle und Justiz, daß sie das ganze Volt vor Schaden bewahren, damit aus Deutschland ein Land werde, in der reine Milch und reiner Honig fließen. Denn je weniger Gesetz und Polizei instande sind, die Reinheit der Waren zu garan- tieren, desto größer wird die Unterernährung des Volles, desto ge- ringer seiner Widerstandsfähigkeit im Kampf ums Dasein, desto eher wird die ganze Nation zum körperlichen und geistigen Verfall und Untergang reif. Gefahren öer weltftaötstraßen. Erst vor wenigen Tagen hat der Polizeipräsident die Geschwin» digkeiten festgesetzt, die Kraftwagen, Lastautomobile und Radler inne- zuhalten haben, wenn sie durch die Straßen Berlins fahren. Wie zahlreich die Unfälle sind, die durch das rücksichtslose Drauflosfahren mancher Chauffeure, besonders aber der von Privatautomo- bilen, herbeigeführt werden, ergibt sich aus den täglichen Fest- stellungen der Polizei. Bald wird die falsche Straßenseite benutzt, bald sausen die Wagen mit unverminderter Schnelligkeit über die Straßenkreuzungen oder an den Haltestellen der Straßenbahnen und Omnibusse vorbei, unbekümmert um das wartende aus- od«r einsteigende Publikum. Auch Geschäftswagen klemmen sich vielfach durch enge Fahrstraßen hindurch ohne Rücksicht auf alte, kranke oder triegsbeschädigte Personen und Kinder, die noch schnell ein öffcnt- liches Gefährt besteigen müssen. Oftmals trägt aber auch das Publikum s e l b st die Schuld an den Unfällen, und es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie ungeschickt viele Leute die Fahrstraße überschreiten. Manche Leute stehen mitten auf dem Fahrdamm und haben.sich so Wichtiges zu erzählen, daß sie um sich herum nichts sehen und hören. Andere wieder über- schreiten selbst die belebtesten Straßen im spitzen Winkel und cr- reichen den gegenüberliegenden Bürgersteig erst nach allerlei Zickzack- wegen. Die meisten Unfälle entstehen aber zweifellos dadurch, daß Passanten blindlings über den Straßendamm rasen, anstatt recht langsam und vorsichtig zu gehen. Sie laufen vielfach vor ein Auto oder eine„Elektrische", stürzen zu Boden und werden„gerädert". Gänzlich zu verwerfen ist es, wenn sich mehrere Personen an die Hand nehmen, wie zum Wettrennen antreten und dann unter dem Ruf„Jetzt" über die belebte Straße segeln und sich dabei hin. und herzerren. Weitere Gefahren der Straßen bilden die radsahrendcn Kinder, di« manchmal kaum di« Pedale erreichen können, die so- genannten„Roller", die Fußballer und Hockeyspieler und andere Straßensportler, die nicht nur sich selbst, sondern Passanten und Wagenlenker in gefahrvolle Situationen bringen. Den Kutschern und Autolenkern sei wiederholt zugerufen:„Fahrt rechts und mit mäßiger Geschwindigkeit!" D«n Fuß- g ä n g e r n:„Geht rechts auf den Bürgersteigen, wählt den kürzesten Weg über den Fahrdamm und über- sch reitet diesen langsam ohne Hasten und verliert auch in einer bedrohlichen Situation nicht gleich den Kops! Zur Erleichterung de» Ausfiugsverkehr» nach Treptow wird vom 1. August ab voraussichtlich bis ,um Ablauf des Sommers die Linie 89 lNeukölln, Wildenbruchplatz— Charlottenburg, Stuttgarler Platz) an Werk- und Sonntagen von mittags an bis Treptow, Platz am Spreetunnel, außersahrplanmäßig durchgeführt werden. Der erste Wagen dieser Linie trifft dann werktags um 2�, Sonntags um l45 Uhr auf dem Platz am Spreetunnel ein. Freunde für Feinde. Wieder klar geworden, fehlt ihm jede Erinnerung, er weiß nicht, was einige Stunden oder wenige Minuten vorher mit ihm vorgegangen ist. Es ist bezeichnend und in allen Fällen nachgewiesen, daß der Kranke alle oder fast alle Erlebnisse mährend der Bewußtseinsstörung ver- gessen hat. Bald tritt die Bewußtseinsstörung als kontinuier- liches oder gelegentliches Symptom im Verlauf verschiedener Psychosen auf, bald als zeitlich scharf abgegrenzter Dämmer- zustand in bestimmten Anfällen. Es gibt Bewußtseins- ftörungen im Verlauf akuter und chronischer Psychosen. Wir haben es jedoch in unserem Fall mit den anfallsweisen Dämmerzuständen zu tun, die sich vor allem durch ihr plötz- liches Auftauchen und Verschwinden auszeichnen. Die nach- folgende Amnesie für die Erlebnisse während des Anfalles ist hier weit charakteristischer als die Unorientiertheit. Solche an- fallsweise Bewußtseinsstörungen kommen bei folgenden Krank- Helten vor: bei Epilepsie und bei Hysterie. An beiden Uebeln hat jedoch Reuß, den ich seit fünfzehn Iahren kenne, und der ebensolange in meiner Behandlung steht, niemals vorher gelitten. Es gibt endlich noch eine dritte Art, die sogenannten toxischen Dämmerzustände, die man gern als Delirien zu be- zeichnen pflegt. Die wichtigsten Substanzen, die Dämmer- zustände zu erzeugen vermögen, find Alkohol, Abfynthöl, Aether, Chloroform, Opium, von denen bei erblich belasteten oder infolge überstandener Gehirnkrankheiten neuropatbisch disponierten Individuen oft schon relativ kleine Quantitäten des Giftes genügen, um delirante Zustände herbeizuführen. Von diesen Möglichkeiten traf ebenfalls keine einzige zu. Endlich stehen die Dämmerzustände nocb in Beziehungen zum natürlichen oder künstlichen Schlaf. So gehören eigentlich Schlaftrunkenheit und Schlafwandeln ebenfalls hierher. Während des Dämmerzustandes sind die Augen meist ge- Lfsnet; seine Vorboten sind abnorme Reizbarkeit, dumpfer Druck auf den Kopf, Mattigkeit in den Gliedern. Ueberemp- sindlichkeit gegen Licht und noch anderes mehr. Nachdem Albert Reuß seine Beichte vollendet und auch jenes während der Probe erlittenen Unfalles Erwähnung ge- tan hatte, besaß ich endlich Klarheit darüber, daß jene schein- bor unbedeutende Kopfverletzung in der Aetiologie dieser seit- samen Erkrankung die Rolle der Gelegenheitsursache gespielt hatte,________(Fortsetzung folgt.) Straßenbahn- Bauprojekte. Der Ausverkauf Berlins. = -mur finden. Dementsprechend ist, wie den PPN. mitgeteilt wird, in der] Das Bezirkswohnungsamt Wedding ist für den Berkehr mit Vollfizung des Reichsrats am Sonnabend der Beschluß gefaßt wor- dem Publikum vom 1. August d. I. ab Montags, Mittwochs und Die schlechte Finanzlage der Berliner Straßenbahnen zwingt den, 3 unächst 1-, 3- und 5- mart- Stüde auszuprägen. Freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. zur Schaffung neuer Mittel und Wege, um für einen den dringendsten Der Durchmesser der 1- Mart- Stüde beträgt 25,5, der der 3- MarkBerkehrsbedürfnissen genügenden Ausbau des Berliner Straßen Stücke 28 und der der 5- Mark- Stücke 31 Millimeter. Die Münzen 31. Juli, abends 6 Uhr, findet im Jugendheim, Lindenstr. 3, eine Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde." Am Montag, den bahnneges Sorge zu tragen. Für eine Reihe neuer Bauprojekte ist es, wie die BS.- Korrespondenz zu berichten weiß, jetzt gelungen, die bestehen aus Aluminium mit einem Zusag von etwa Zusammenkunft der Leiterinnen und Helferinnen an unferen linterstützung der an der Anlage neuer Straßenbahnverbindungen 1 v. 5. Kupfer. Die Ausgabe der ersten Münzen ist für Kinderspielen statt. 3ahlreiches und pünktlich Erscheinen erintereffierten Industrien, nomentlich in den Vororten, zu gewinnen. Den 11. August vorgesehen. Zur Erinnerung an die hiermit zeit- wünscht. Der Ausschuß: Sabath. So haben sich die Siemens- Schuckert- Werte bereit erflärt, j lich zusammenfallende dritte Wiederkehr des Verfassungs- Der Verband Boltsgesundheit( Zentralorganisation der organis der Straßenbahn 14 Millionen Mark für den Ausbau tages werden die ersten zur Ausgabe gelangenden 3- Mart- Stücke ſierten Arbeiterschaft für Gesundheitspflege, Heilkunde und Lebensder nach Siemensstadt führenden Gleisanlagen zur Verfügung zu auf der Schaufeite einen Hinweis auf den Gedenktag erhalten. reform) beteiligt sich am Sonntag, den 30. Juli( heute), stellen. Nach Beendigung des Baues, der zum 1. Oktober fertig Hoffentlich fällt dieser bedeutsame Tag auch mit einem dann ein- play an der Demonstration, Nie wieder Krieg". Sammelmittags 12 hr im Lustgarten und auf dem Schloßgestellt sein soll, wird es der Straßenbahn möglich sein, die augen- setzenden Daueranstieg der Mark zusammen. blicklich noch am Bahnhof Jungfernheide endende Linie 35 Span= pläge zum gemeinsamen Abmarsch: 9½ Uhr Küstriner Plah( nahe dau Siemensstadt- Jungfernheide über CharlottenSchlesischer Bahnhof), 9% Uhr Hermannplay( Neukölln, Ede Urburg- Moabit- Wedding bis nach Pantom weiterzuführen und banstraße), 10% Uhr Alexanderplaz( Präsidium). Wir legen beso eine für den Arbeiterverfehr äußerst wichtige Berbindung zwischen fonderen Wert darauf, daß sich auch alle Kinder- und Jugendgruppen den nordwestlichen und nördlichen Industrievierteln zu schaffen. Die„ Bodenreform", das Organ der Deutschen Bodenreformer, restlos daran beteiligen. Ein zweites Projekt, das sich augenblicklich noch im Verhandlungs- schreibt:" Unter dieser Spigmarke( Ausverkauf Berlins) bringt das Immer weniger Milch. Wie bereits an den Anschlagsäulen bestadium befindet, sieht im Süden der Stadt die Weiterführung der führende Blatt der Deutschen Volkspartei„ Die Zeit" foigenden Notfanntgegeben, können infolge erheblich verminderter bisher in der Dorfstraße in Mariendorf endenden ruf: Berlins beste Grundstücke werden bald sämtlich in den Besitz Milch 3 ufuhren nach Berlin die Milchkarten nicht mehr in der Straßenbahnlinien durch die Mariendorfer Großbeerenstraße von Ausländern übergegangen sein. Schon beginnt der Ausverkauf bisherigen Höhe beliefert werden. Vom 1. August d. J. werden bis zum Bahnhof Marienfelde vor, wodurch das an der unserer Baustellen an gepflasterten Straßen... Dagegen helfen daher auf die Milchfarten wie bis zum 3. Mai d. J. Dresdener Bahn gelegene Mariendorfer Industrieviertel endlich den keine Geseze und Abnehrversuche. Der gesamte Bauplah noch ausgegeben: Auf A I- und A II- Karten je% Liter, notwendigen Anschluß an das Straßenbahnnetz bekommen würde. porrat sollte schleunigst von Staats wegen auf- BI- und B II- Karten sowie auf A- Karten( Karten für werdende Die Kosten dieses Bauprojekts würden sich auf etwa 6 millionen gekauft und später zu Selbstkostenpreisen mit Bauverpflichtung Mütter) je ½ Liter. Mart belaufen, die der Straßenbahn von den beteiligten abgegeben werden. Für einige Hunderttausende Dollar sind wir ihn Werken, wie Daimler, Stock und Werner, entweder in sonst plöklich los und unsere Wohnungsreform ist wieder um eine Form einer Anleihe zu günstigen Bedingungen oder à fonds perdu von den Behörden verpaßte Gelegenheit reicher." Dazu bemerkt die zur Verfügung gestellt werden sollen. Bodenreform mit einem refignierten Seufzer: Was hilft das alles, Des weiteren wird in ähn licher Ferm die Erschließung des südlich des Tempelhofer Feldes an wenn man nicht den Mut hat, durch unseren Entwurf eines Bodender Ringbahn gelegenen Industriegeländes geplant, wo sich bekannt- reformgesetzes die Gemeinden zu zwingen, den Boden zu erwerben lich die großen Filmfabriken, ferner Automobilfabriken und andere und es ihnen gleichzeitig durch das Ankaufsrecht zu ermöglichen. Wie Ganz Werke befinden, in denen Taufende von Arbeitnehmern beschäftigt in Berlin, so steht es in allen anderen wachsenden Städten." werden. Die einzige Straßenbahnverbindung in der dortigen Gegend recht, nur meinen wir, das Hemd ist einem näher als der Rock. Mit ist bisher nur die sogenannte Wüstenbahn", der durch die Ger- anderen Worten, ehe man durch ein Gesetz die Gemeinden zwingt", maniastraße fahrende Südring 6, der aber nur halbstündlich ver- Boden zu erwerben, sollten die Gemeindevertretungen erst einmal fehrt. Auch geht die Leitung der Straßenbahn damit um, Verbesse- dafür sorgen, daß sie den Boden, den sie haben, auch rungen im Sonn- und Feiertagsbetrieb der Straßenbahn eintreten behalten, um ihn gemeinnüßig im Fall der Not zu lassen. verwenden zu können. Es sind aber doch immer wieder die bürgerlichen Parteien, die mitJubel für die Auflösung aller Gemeindewerke und veräußerung alles Gemeindebefizes eintreten. Und ehe die Zeit" ihre Bauernschlauheit von der durch die Behörden verpaßten Gelegen heit"( wie machen es sich diefe Leute doch leicht!) verzapfte, hätte sie gut getan, die der Deutschen Volkspartei angehörigen Mitglieder der Berfiner Stadtverordnetenversammlung einmal zu fragen, ob denn fie bisher stets für Erhaltung und Mehrung des städtischen Grundbefizes und der kommunalen Betriebe eingetreten sind. Die Bodenreformer, die jetzt bereits einige Jahrzehnte propagieren, sollten aber doch endlich einsehen, daß mit bürgerlichen Parteien überhaupt keine grundfäßliche Bodenreferm gemacht werden kann. Schlecht belohntes Mitleid. Auf das heutige Wohnungselend warf eine Verhandlung, welche gestern das Schöffengericht Berlin- Wedding beschäftigte, ein grelies Schlaglicht. Angeklagt wegen Freiheitsberaubung waren der Kaufmann Schonap und dessen Ehefrau. " 7 Nach Behauptung der Angeklagten hatten sie vor einiger Zeit aus Mitleid eine Frau D. in ihre Wohnung aufgenommen, weil diese mit ihren Möbeln von ihrem Bräutigam auf die Straße gejetzt worden war. Sie räumten der D. ein Zimmer ein, fnüpften daran aber die ausdrückliche Bedingung, daß sie sich sofort eine andere Wohnung beschaffen müsse. Die neue Untermieterin zog ein, 10 000 Mart Belohnung setzt die Eisenbahndirektion Berlin aus bekümmerte sich aber um die von ihr eingegangene Verpflichtung auf die Wiedererlangung der am 13. Juli d. J. auf dem Schlesinicht im geringsten. Die Folge war, daß es bald zu Streitigkeiten fchen Güterbahnhof vormittags zwischen 10 und 11 Uhr aus Wagen kam, da sich die D. weigerte auszuziehen. Anläßlich eines solchen Königsberg 17 131 entwendeten 148 Kübel Margarine Streites drohte sie sogar, der mitangeklagten Ehefrau den und am 17. d. Mts. in der Zeit von 11% bis 12% Uhr mittags Hals durchzuschneiden. Diese Drohung hatte zur Folge, Don Gleis 12 des Görlizer Bahnhofes in Berlin aus Wagen daß der Angeklagte ihr verbot, bei Tage in seiner Abwesenheit die Baden 38 933 entwendeten 12 Ballen Futter- und andere Wohnung zu betreten, anderenfalls er die Wohnung verschließen Stoffe. Die Tat sollen die wegen ähnlicher Straftaten zurzeit würde, so daß sie nicht hineinfönne bzw. eingesperrt werden würde. gesuchten folgenden Personen dringend verdächtig sein: 1. Paul Troß dieses Verbots erschien die D. eines Tages schon am Nach- Bernaß, Berlin- Lichtenberg, Blumenthalftr. 38; 2. Albert Roch, zu mittage und ließ sich auch nicht abweisen, als der Angeflagte erklärte, lett Berlin, Möllendorffstr. 112, wohnhaft gewesen. Fuhrmänner er wolle verreisen und er würde sie, wenn sie nicht freiwillig die oder Kutscher, die die Abfuhr dieser Wagen von den genannten Wohnung verlasse, einsperren. Tatsächlich schloß er auch die Bahnhöfen bewirkt oder beobachtet haben oder andere Personen, Wohnung ab, so daß die D. bis zum nächsten Morgen eingesperrt die angeten fönnen, wo größere Mengen Margarine und die be blieb, bis sie einen Schlosser holen ließ. Vor Gericht beantragte zeichneten Stoffe abgeladen oder auf der Straße auf andere Fuhr= der Berteidiger die Freisprechung der Angeklagten, da eine Frei- werfe übergeladen wurden, wollen fich bei der Ueberwachungsabteiheitsberaubung schon deshalb nicht vorliegen fönne, weil sich die lung der Eisenbahndirektion Berlin, Königaräger Str. 105, 3imZeugin freiwillig in die„ Gefangenschaft" begeben habe. Das mer 84 oder beim Polizeipräsidium Berlin, Zimmer 33, melden. Gericht folgte diesen Ausführungen und sprach die Angeklagten auf Kosten der Staatskasse frei. Warnung vor einem Wohnungsschwindler. Ein früherer Angestellter des privaten Wohnungsnachweises von Baft, Wiener Straße 28, benußt seine frühere Tätigkeit, um Leuten, die bei diesem Wohnungsnachweis Wohnungen zum Tausch angemeldet haben, unter schwindelhaften Vorspiegelungen größere Be träge aus der Tasche zu locken. Der Schwindler, der sich H. Sie= rert nennt und als Adresse Blumenstraße 64 angibt, erscheint bei den Betreffenden unter Borlage seiner Steuertarte und anderer Ausweispapiere mit der Mitteilung, daß der Wohnungsuchende beim Wohnungsamt eingetragen sei und gegen Zahlung einer zum Ausbau weiterer Wohnräume zu verwendenden Summe eine Wohnung erhalten könne. Auf diese Summe läßt sich Sievert von den Tauschlustigen eine beträchtliche Anzahlung aushändigen, worauf er ihnen die angebliche Adresse der neuen Wohnung mitteilt. Bei sofortiger Nachprüfung stellt sich dann natürlich heraus, haß alles nur Schwindel ist. Der Schwindler tritt hauptsächlich im Südosten Berlins auf. Neues Hartgeld. Cin paffionierter Heiratsschwindler, der seit langem von der Kriminalpolizei gesuchte Apotheter Wilmum eft, wurde jetzt in Salle verhaftet, der in Deutschland und namentlich in Süddeutschland Heiratsschwindeleien und hochsta peleien begangen hat. Er verstand es, in bessere Familien Eingang zu finden, dort die Frauen zu umgarnen und große Beute zu machen. Sechs Fälle sind bis jetzt aufgeflärt, weitere Fälle harren noch der Auftiärung. Die fünfzigfache Tage für Benzindroschten ist vom Regierungspräsidenten und dem Polizeipräsidenten bewilligt worden. Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft flott. Fische etwas knapp, Geschäft still. Obst und Gemüse ausreichend, Geschäft flott. In der Woche vom 23. bis 29. Juli galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 60-70 M., ohne Knochen 70-85 M. Schweinefleisch 75-95 M. Kalbfleisch 60-75 M. Hammelfleisch 75-85 M. Geräucherter Schinken 140-160 M. und Speck 106-120 M. Schellfisch 14-18 M. Kabeljau 16-20 M. Flundern 10-18 M. In Eis: Schleie 62 M. Eier 7,10-7.20 M. das Stück. Naturbutter 95-112 M. Margarine 60-65 M. Der Reichstag hat durch Gesetz vom 26. Mai die Ausprägung Schweineschmalz 80-92 M. Kartoffeln( neue) 65-75 M. 10 Pfund. von Ersahmünzen im Nennbetrage von 1, 2, 3 und Grüne Bohnen 10-12 M. Schoten 10-14 M. Mohrrüben 5-6 M. Weißkohl 5-6 M. Pfefferlinge 25-30 M Blumenkohl 10-30 M. der Kopf. 5 m. beschlossen. Ueber Gestalt der Münzen und ihre Metall- Kohlrabi 10-18 M. EBbirnen 12-18 M. Kirschen 10-18 M. Himbeeren zusammensehung hat nach§ 1 des Gesetzes der Reichsrat zu be- 25 M. Johannisbeeren 10-11 M. Blaubeeren 12-14 M. wir haben noch Ausgabe von verbilligtem Schweinefleisch in Neukölln. Der Verkauf von verbilligtem Schweinefleisch an bedürftige Einwohner wird am Dienstag, den 1. August, in der Verkaufsstelle der Neuköllner Großhandelsgesellschaft, Beraftr. 21, fortgesetzt, und zwar nur in der Zeit von 8 1hr vormittags bis 11, Uhr nachmittags sowie von 4 bis 7 Uhr nachmittags. Die erforderlichen Bezugsscheine werden vom Wohlfahrtsamt gegen Vorlage von Ausweisen( Rentenbescheiden usw.) am Dienss tag von 8 bis 2 1hr in den Räumen der früheren Vollstüche, Canner Straße 46, ausgefertigt. Reichsnotopfer. Das Landesfinanzamt Grok- Berlin veröffentlicht im Inseratenteil Einzelbestimmungen. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Abonnements. festtonzerte. Die Ausgabe der Zeichnungslisten ist erfolgt. Liſten liegen aus bei allen Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen und Streife und im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 r., Zimmer 8. Bir bitten sofort die Lose abzurechnen. Filmschau. „ Seine Erellenz der Revisor nennt F. Carlsen die fünf Alte, die er unter freier Benukung Gogolfcher Motive für die Lichtbühne bear beitete. Diese zeitlofe Stomödie läßt er in der Zeit der in ihrem Selbstbes mußtsein und Rechtsempfinden völlig unentwidelten Menschen und der forrupten Beamtenschaft, mithin in der sogenannten„ guten, alten Zeit", spielen. Bis zum vierten Att hält er sich ziemlich genau an sein Vorbild und dann schlägt er um zum regelrechten Film. Chlestatom und Marja lägt er nämlich vereint einer neuen Zukunft entgegen geben, das beizt entfliehen. Was natürlich eine wilde Hesjagd der angeführten Herrschaften ( in Gesellschaftstoilette) durch den Wald zur Folge hat und urkomische Situationen ergibt. Schließlich kommt die Nachricht: Der Nevisor ist soeben angekommen", die Verfolgung wird abgebrochen und der elegante Taugenichts Cbleftatom fann mit Marja und seinem Diener in Ruhe und Frieden feinen Weg zu seiner vielversprechenden Tante ziehen, die er dereinst beerben wird. Arbeitersport. Reinidendorfer Fußball- Club Borussa. Am Sonntag, den 30. Juli, spielt auf dem ehemaligen Gemeinde- Sportplay in Reinidendorf- Ost, hinter dem Rathaus, der R. F. C. Boruffia- Wader 20 mit 3 Männerschaften. Die Spiele beginnen um 1, 3 und 5 Uhr. Fahrverbindungen: Linien 108, 41, 32 bis Reinickendorf, Rathaus, Endstation. Sport. Sunderennen. Der Berliner Hunde- Renn- Club( E. B.) fezt heute, Conn tag, 3 Uhr nachmittags, fein Sommer- Meeting im Stadion Lichtenberg fort. Dem Starter stellen sich voraussichtlich 15 Hunde. Wetter bis Montag mittag. Eiwas warmer, vielfach beiter, jedoch überwiegend bewölft mit geringen Regenfällen bei mägigen westlichen inden. Juwelen- Ankauf Garderobe Gold-, Silbergegenstände, z. höchst. Auslandskurs Norddeutsches Credit- Haus G. m. b. H. Köthener Straße 20, part. am Potsdamer Geöffnet von 9-4 Uhr. Tafma Shag Biesdorf- Mahlsdorf Parzellen mit hervorrag. Gartenboden. Verkaufsstellen a. Bahnh. 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Alle Funktionärinnen sind herzlich eingeladen. 19. Act. Treffpunkt der Genossinnen zum gemütlichen Kaffeekochen in Wolters: ruh, Laubenkolonie Hermannsheim, Eingang von Prenzlauer Allee 95. Bei ungünstiger Witterung ist für Unterkunft gesorgt. 1. Abt. Ausflug der Genofsinnen nach Neu- Heringsdorf. Treffpunkt Schönhaufer Allee, Ringbahnhof, nachmittags 42 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet der Ausflug am Tage später statt. 56. Ast. Charlottenburg. 7% Uhr Abteilungsversammlung bei Janed, PestaTozzistr. 37. 12. Abt. Frouenabend fällt aus. 14. Abt. Lantwig. 8 Uhr Frauenabend bei Lehmann, Raiser- Wilhelm- Str. 29/31. 137. Abt. Steinidendorf- Weft. 7 Uhr Mitgliederversammlung Scharnweber-, Ede Echillingstraße bei Wobs. Uebermorgen, Dienstag, den 1. Auguff: 1. Kreis Mitte. 71 Uhr Sigung des Kreisvorstandes im Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 23/24. Die Bildungsausschußmitglieder und das Vergnügungskomitee treffen sich eine Stunde vorher. 2. Kreis Tiergarten. 7 Uhr engere Kreisvorstandssigung bei Trümper, Flens burger Str. 3. Erscheinen aller Vorstandsmitglieder notwendig. Charlottenburg. 7. Kreis. Ausflug mit den Kindern nach dem Grunewald. Treffpunkt 1½ Uhr Spandauer Berg, Ede Fürstenbrunner Weg( Blumen halle). Große Bälle sind mitzubringen. Gäste willkommen. Mundvorrat nicht vergessen. 55. Abt. 7 Uhr Vorstands-, 8 Uhr Funktionärsizung bei Bohme, Schloßftr. 45. 57. Abt. 7% Uhr Abteilungsversammlung bei Arndt, Kantstr. 51. Referent wird bekanntgegeben. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma Carl Röder, Tabakhandlung, Berlin No., Lichtenberger Straße 22, bekannt durch ihren gut eingeführten Kapitän- Rautabat, begeht heute ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Die Cunard- Dampfer Berengaria", Aquitania" und ,, Mauretania", die den Dienst der Cunard- Linie zwischen Southampton, Cherbourg und New York versehen, haben nach erfolgtem Umbau in Delfeuerungsdampfer ihre frühere Geschwindigkeitsleistung teilweise übertroffen. Die Mauretania" hält den Weltrekord mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,06 Anoten. Da auch die beiden anderen genannten Dampfer eine durchschnittliche Mindestgeschwindigkeit von über 23 Knoten erreicht haben, besitzt die Cunard- Linie in dem Dienst Southampton- Cherbourg- New York den schnellsten Ozeandienst 17. Kreis Lichtenberg. 8 Uhr Kreisvorstandsügung bei Rothe, Frankfurter Allee, Ede Gudrunstraße. Alle Abteilungsführer müssen erscheinen. 74. Abt. Schlendorf. 8 Uhr bei Mikley, Potsdamer Straße, Funktionärver- der Welt. jammlung. 97. bt. Reukölln. 7½ Uhr pünktlich bei Schulz, Emser Str. 102, Funktionärfigung. * 5. Kreis Friedrichshain. Die Kreisvertreterkonferenz findet umständehalber am Donnerstag, den 3. Auguft, abends 8 Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a, statt. Um 7 Uhr dortselbst Kreisvorstandssitung. 47. Abt. Den Genossen zur Kenntnis, daß der Genosse Adolf Munsonius am 27. Juli verstorben ist. Tag der Verbrennung bisher unbekannt. lung. Jugendveranstaltungen. Sermsdorf: Jugendheim Gemeindeschule Roonstraße, MitgliederversammStralouer Viertel: Jugendheim Gemeindeschule Naglerstr. 3, Diskussionsabend: Feuerbestattung". -Jogal hervorragend bewährt bei: Grippe Herenschuß Nervenschmerzen. Sicht Rheuma Ischias Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. In allen Apotheken erhältlich. Best. 64,3%, Acid. acet. salic., 0406% Chinin, 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. Ausführl. Broschüre gratis und franko. Fabrik Pharmacia, München 27 Kleiderftoffe entzückende Blusen- Krepp Streifen...... Meter Meter 95 Cheviot Popeline mit se: denartigem Durchzug Meter farbig. Durchzug. Meter reine Wolle, gute Qualität, ca. 130 cm breit 98% Kleider- Krepp Kleid.- Schotten Dupline, forble 13800 Krepp Kost.- Schotten mod. Stellungen, ca. 17800 Zephir Reinwoll. Foules moderne 1980 Voile 110 cm brelt Meter Farben Meter Meter reine Wolle, mod. Farben Meter in vielen Farben...... für Sporthemden doppeltbreit.... 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Die Einäsche rung findet am Mittwoch, 2.VIII. berm. 92 Uhr, im Krematorium Gerichtstr. ftatt. 39 Abteilung. Ich habe meineBragis Am 27. Juli, nachmitt. 4 Uhr, ftarb n. langem schweren Leiden m. lieber Mann, unser gut. Bater, Schwiegervater, Großvater, Bru der, Schwager und Freund, der Schantwirt Hermann Gampe i.68.Lebensjahre. Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 2. Aug., nachi. 3 Uhr, im Krematorium Gerichtstr. statt. Im Namen der Sinterblieben Marie Gampe," Bin Weißenfee, Lichtenbergerft 8. wieder aufgenommen Zurückgekehrt Dr. Kate Frankenthal Dr. Arensbery. Keratin, Beffingstr.35 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin H 54, Linienstraße 83/65. Geschäftszeit vorm, 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Teleph.: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Achtung! Silberarbeiter. Achtung! 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Auguff, abends 6% Uhr, in der Schulaula, Roppenplag: Branchenversammlung aller Metallarbeiter, die in den stromerzeugenden u. kommunalen Dienstag, den 1. August 1922, abends 6 Uhr, im Schweizer- Garten, Am Friedrichshain 29/32: Funktionär- Verfammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zum Magiffrats. angebot und 12. Cohntarif. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Zutritt nur durch Borzeigung der weißen" Funktionärfarte und des Mitgliedsbuches. 35/5 Berlin S✰ Prinzenstraße( nur46 Eingang nur unter Glaskuppel A Berband der Buchbinder und Kein Bapierverarbeiter Mittwoch, den 2. Hug., nachm. 5 Uhr, bet Graumann, Naunynstraße 27: Kombinierte Bertrauensmännerund Betriebsräte Sigung aller Branchen. Laden Gegründet 1894. Herabgesetzte Preise Engr Schreibmaschin. Lager BAR Damen- Mäntel oder bequeme diskrete Verband der Gemeinde- und Staatsarbei.er. Teilzahlung Verband der Maschinisten und Heizer. Deutscher Transportarbe.ter- Verband. Deutscher Metal ar bei: er- Yerband. Verband der Gäriner und Gärtnereiai beiter. Zentralverband der Angestellten. Bankbeamten- Verband. Bekanntmachung. Allgemeine Betrieben beschäftigt find. Nach§ 36 des Vermögensteuergefeges Ortskrankenkasse Tagesordnung: 1. Bericht über vom 8. April 1922( Reichsgefeßbl. 5. 335) Tagesordnung: Stellungnahme zum Lokalbeitrag. Sonnabend, den 3. Auguft, von 12-5 Uhr, findet die 28/2 Urabftimmung Sommer u. Herbst Homespun Schlupfer 875 650 375 Fach Donegal Paletots 1050 Gabardine 850 65v Mantel 1500 135 1050 2500-1850 1150 550 Covercoat 950 875 750 950 350 Kostüme 2250 1350 650 350 Vornehme moderne über bie Erhöhung ber Lokalbeiträge in Seiden kloakka 1150 875 750 390 Strickjacken 1150 850 675 450 Herrengarderobe die lesten Berhandlungen. 2. Berbands ist das Reichsnotopfer nur noch in Höhe für Zehlendorf Gebrüder Feniger und Branchenangelegenheiten. 3. Ver von 10 v. H. des Vermögens, mindestens schiedenes. aber in Höhe eines Drittels der Abgabe, und Umgegend Oranienburger Straße 58. Pflicht eines jeden Rollegen ist es, in zu entrichten. Diese Prozentsäge entsprechen dieser Bersammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. ben im Gesez. betreffend die beschleunigte Die Mitglieder des Veranlagung und Erhebung des Reichs- Ausschusses werden notopfers, vom 22. Dezember 1920 por- einer außerordent Ballerie- u. Glement- Judnfttie. Die in ben vorläufigen. Rotopferbescheiden Dienstag, 8. Auguft gefchriebenen befchleunigten Bahlungen, lichen Gigung am Mittwoch, 2. August, nachm.5 Uhr, im eingefordert find. Sophien- Eyzeum, Beinmeisterftr. 16, 17: ein: 1922, abenbs 7Uhr, im Nur in zwei Füllen treten Erhöhungen Raffenlofal hierfelbit, Burggrafenfte 2, er1. bei abgabepflichtigen Bermögen gebenit eingeladen. Tagesordnung: Funktionärkonferenzphyfischer Bersonen von 1027000 Mart für beide Organisationen. Abends 6 in der Qula: Vollversammlung Ausund darüber erhöht sich das zu entrichten de 1. Wahl eines ftellver Reichsnotopfer auf 40 v. H. der Abgabe. tretenden Es werden besondere Aufforderungs. schußvorfigenden fchreiben zur Rahlung bes erhöhten Be- 2. Abnahme der Jah trages ergehen. Dieser Betrag ist zur 1921. 168/9 für alle Kolleginnen und Kollegen einen Hälfte innerhalb eines Monats nach resrechnung für diefer Industrie. Buftellung des Aufforderungsschreibens 3. Rachbewilliging v Tagesordnung: 1. Bericht über ällig, Aur anderen Hälfte bie Lohnverhandlungen. 2. Verschiedenes L. November 1922 am Mitteln zum Um ( einschl. Heizungs bau d.Rassenräume anlage). Berschiedenes. 2. Erwerbsgesellschaften,( Attiengesell Es ist unbedingte Pflicht, daß jebe Kollegin und jeder Kollege bort anichaften, Rommanditgesellschaften-G., wefend ist, da es sich um fehr wichtige Rolonialgesellschaften, Gesellschaften m.b.4. Fragen handelt. Mitgliedsbuch beider Berggewerkschaften und sofern sie die Organisationen legitimiert. Der Vorstand Reate juristischer Perionen haben, andere Bergbau treibende Bereinigungen), die and. Allg. Crtskrankenkasse fich fchon ihr gesamtes Notopter in Söbe für Zehlendorf und Umg. Achtung! Chirurgiche Branche. Don 10 S. bes Bermögens beschleunigt G. Bigalke. zu entrichten hatten, haben noch eine 2ittwoch, 2. Auguft, nachm. 5 Uhr, weitere Abgabe in Höhe der Hälfte bes Ausführl. Prospekt über Patentin den Sophiensälen, Sophienftr. 16/17: Reichsnotop: ers zu entrichten. Ueber diese Anmeld. usw erhalt. kostenlos v Versammlunghaften ein Gteuerbefcheid zugehen. Es weitere Abgabe wird den Erwerbsgesell Erfinder aller in der chirurgischen Branche ist jedoch die eine Hälfte der Abgabe( alfo beschäft. Kolleginnen u. Kollegen. ein Biertel des Reichsnotopfers) schon vor darch Ing. Carl Fr Reichelt. 3uftellung des Steuerbescheides unver Berlin, Lindenstr 116. Tagesordnung: 1. Bericht berüglich bei dem Zentralfinanzamt( BentralBerhandlungskommiffion liber die legten finanztaffe) Jüdenstraße 58/60 einzuzahlen. Patenteken Sarifverhandlungen. 2. Diskussion. 3 verwerter Branchenangelegenheiten. 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Die Zukunftsaussichten Preis 30,- Mark Verlag Carl Hoym Nacht. Louis Cahnbley, Hambg.8 Schlafzimmer Etch ,, Schleiflac, Mahag., Kirichb.. Speisezimmer Herrenzimmer Wohnsalons Küchen Klubgarnituren Standuhren Einzelmöbel Große Auswahl Enorm billige Preise Möbelhaus Hans Lennert Berlin N 54 Lothringerstr. 55 a. Rofenthalerẞl. Verkaufszeit 8-6. Spez- Beh. Ischias nur für Hüft., Ges. u, Bein. Da schw, Fälle in 15 Kleider Vertrieb KVG ZENTRALE: SW 19, Kommandantenstraße 80/81 1. Verkaufsstelle: Bin.- Neukölln, Berliner Str. 47/48 3. 2. " " " " 4. 5. Berlin O, Warschauer Straße 33 Bin.- Lichtenbg., Frankfurt. Allee 82 Berlin N 39, Mullerstraße Nr. 151 Bin.- Wilmersdorf, Berliner Str. 136 G.m. b. KVG Wir empfehlen zu besonders billigen Preisen in großer Auswahl Damen-, Herren- Kinder- Bekleidung jeder Art in einfachster und bester Ausführung Reichhaltiges Lager in Leinen- u. Baumwollwaren Stoffe für Damen und Herren in jeder Preislage! Ständiges Lager Don b. 150 Standuhren üb. Lall.Holz- u. 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Juli.( 0.) 3n seinem Plaidoyer im Sozialistenprozeß führte der Anllagevertreter Cunatjhariti aus, die Sowjetregierung habe im Kampfe mit dem Weißen Terror während des Bürgerkrieges anfangs zum direkten Terror gegriffen; jett daggeen beschränke sich der Terror auf den ffrengbegrenzten Auf Grund des Organisationsstatutes der Partei beruft Rahmen des proletarischen Gerichts. Die Beleuchtung aller ein- der Parteivorstand den nächsten geinen Phasen der Tätigkeit der Sozialrevolutionäre durch den Prozeß sei der Sowjetregierung wegen der parteilofen( lies nichttommunistischen. Red.) Arbeiter und des internationalen Proletariats auf Sonntag, den 17. September, abends 6 Uhr, nach notwendig gewesen. Der Prozeß habe gezeigt, daß die Sozialrevo- Augsburg( Stadtgarten) ein. Als vorläufige Tageslutionäre ihre sowjetfeindliche Stellung feineswegs geändert hätten. ordnung ist festgesetzt: Sie würden nach wie vor jede Schwierigkeit in der internationalen Cage Sowjetrußlands in ihrem Interesse ausnuten, da sie zu tief in der bürgerlichen Ideologie wurzeln. Daher habe diese Partei nicht nur den Tod verdient, sondern sie läge tatsächlich bereits im Sterben. Sache der Sowjetregierung fei es, diesen Tod zu beschleunigen. Das Moskauer Revolutionstribunal folle feine Pilicht vor dem Weltproletariat erfüllen! Die Nachfolge Lenins. Terijoti, 29. Juli.( OE.) Die letzte Berufung der ausländischen Aerzte ist durch einen zweiten leichten Schlaganfall Lenins veranlaßt worden. Es ist zu befürchten, daß ein tritter Schlaganfall den Tod herbeiführen würde. Der Zustand des Patienten ist als durchaus ernst zu betrachten. Lenin wohnt auf dem Lande in der Umgebung Moskaus und nimint an den Staatsgeschäften feinerlei Anteil. Als Nachfolger Lenins wird von linkskommunistischer Seite für Bucharin, von rechtskommunistischer für Semashto gearbeitet. Semaschko, der Volksfommiffar für Gesundheitswesen, ist ein naher Freund Lenins, Anhänger der neuen Wirtschaftspolitik; in der Zarenzeit lebte er als Emigrant im Auslande. Auf Rytoff, der augenblicklich als Stellvertreter Lenins fungiert, haben die Sowjetführer sich auf dem Kompromißwege zeitweilig geeinigt. Lösung der italienischen Krise. Die Sozialisten regierungsbereit. Rom, 29. Juli.( WIB.) Die Sozialisten haben sich bereit erklärt, an der Neubildung des Ministeriums teilzunehmen. Damit ist eine neue Grundlage für die Lösung der Krise gegeben. Demgemäß hat der König heute vormittag die Verhandlungen mit den Präsidenten der Kammer und des Senats, de Nicola und Tiffoni, wieder aufgenommen. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß aud) fozialistische Abgeordnete vom König zur Besprechung der Lage berufen werden würden. Rom, 29. Juli.( TU.) Da die demokratischen Gruppen sich auf ein Aktionsprogramm verständigt haben, dürfte die Krise vor der Entscheidung stehen. Das Ministerium des Innern hat zur Unterdrückung der Fascistentumulte in Romagna die Ausweisung aller dahin nicht zuständigen Personen verfügt und die Städte Forli, Ravenna und Rimini mit starkem Polizeiaufgebot versehen und mit Militär besetzen lassen. Der Präfekt von Rimini ist des Amtes enthoben worden. Die Ruhe wurde wiederhergestellt. Ratlosigkeit in Oberschlesien. 1. Bericht des Barteivorstandes: a) Allgemeines. Referent: Adolf Braun. b) Die Internationale und die Einigung des Proletariats. Referent: Otto Wels. c) Agitation, Organisation und Kassenbericht. Referent: Friedrich Bartels. 2. Bericht der Kontrollkommission. Referent: Friedrich Brühne. 7. Wahl des Parteivorstandes, der Kontrolemmission und des Ortes, an dem der nächste Parteitag stattfinden soll. 8. Anträge, soweit sie durch die vorstehende Tagesordnung noch nicht erledigt sind. Parteigenossen! Wir fordern Euch auf, die Verarbeiten für den Parteitcg, besonders die Wahl der Delegierten und die Stellung von Anträgen rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge der Parteiorganisationen müssen spätestens am 21. August im Besiz des Parteivorstandes sein, wenn sie nach den Bestimmungen des Organisationsstatutes veröffentlicht werden und in der gedruckten Vorlage Aufnahme finden sollen. Die an den Parteivorstand einzureichenden Anträge sind jeder für sich auf ein besonderes Blatt Papier zu schreiben. Nur eine Seite des Papiers darf beschrieben werden. In allen örtlichen Parteitagsangelegenheiten und wegen 3. Bericht der Reichstagsfraktion. Referent: Hans Wohnungsbeschaffung menden sich die Delegierten möglichst Vogel. sofort nach ihrer Wahl, spätestens aber bis zum 30. August, an 4. Die Sozialdemokratie im Rampfe um die wirtschaftliche den Vorsitzenden des Hauptausschusses und der Wohnungsund soziale Stellung der Frau. Referentin: Johanna fommission, Adresse: Clemenshögg, Augsburg, Mittleres Reize. 5. Justizreform. Referent: Saenger München. 6. Bericht der Kommission für das Gesundheitsprogramm. Referent: Grotjahn. Wirtschaft Aushöhlung der Getreideumlage. Kreuz 280. Berlin, den 14. Juli 1922. Der Parteivorstand. Betracht, obwohl es auch Zeit ist, einmal zu erwägen, ob dieser ,, Markt" in Deutschland noch die Funktion eines Vermittlers von Angebot und Nachfrage vorsicht. Tatsache ist jedenfalls, daß die äußere der inneren Geldentwertung seit Jahr und Tag andauernd und mit nur furzen Unterbrechungen vorauseilt, daß sie Die Mitglieder der Bayerischen Volkspartei haben im jezt fogar Formen angenommen hat, die es der Notenpresse unPayerischen Landtag folgenden Antrag eingebracht: möglich machen, dem wachsenden Bedarf an Zahlungsmitteln zu „ Die bayerische Staatsregierung wolle bei der Reichsregierung deden. Daß das so ist, liegt nicht nur an technischen Mängeln. Die vorstellig werden und veranlassen, daß das Liefersoll für Bayern erst fürzlich in den Verkehr gebrachte 10 000- Mart- Note gilt in Gold zum Umlagetreide nach Maßgabe der Ernteverhältnisse entsprechend kaum noch 70 M., während vor dem Kriege die 1000- Mart- Scheine herabgesetzt wird. Bei Begebung des Landeszuschlags ist gleichfalls mit Geldwert umliefen. Es liegt vornehmlich auch daran, daß der der Ernteausfall zu berücksichtigen." fortwährende Druck von außen und die neuerlichen Vorfälle im Inscheint, daß nicht nur die bereits erfolgte Herabfeßung der Um- Nachfrage das Angebot fortgesetzt übersteigen muß. Nun hat der Also gewissermaßen auch in Bayern Mißernte"? Es nern hier eine" Notmarktlage" geschaffen haben, in der die lage in der Rheinproving, in Rheinhessen und in der Rhein Gesetzgeber auf dem Warenmarkt bei einer eintretenden Notmarkt, pfalz, sondern auch die jetzt von der Bayerischen Volkspartei lage den Schluß gezegen, daß er mit höchstpreisen und Bewirt geforderte Reduzierung des Umlagefolls für die schaftungsverordnungen eingriff. Wohl stehen der Anwendung diebayerischen Landesteile politischen Motiven entspringt, fer Mittel am Devisenmarkt schwerste Bedenken entgegen. die auf die„ Vaterlandsliebe" gewisser Agrarierkreise kein das Bolk, das in unausgesetzten und unerträglichen Preiserhöhun gutes Licht werfen. Wir erwarten von der Reichsregierung, gen die Beche zu zahlen hat, und das sicht, wie seine Arbeitsmög daß sie nicht ohne weiteres allen Anträgen auf Herabsehung lichkeit von dem Geldschwund mehr und mehr bedroht wird, kann des Umlagefolls stattgibt, sondern zunächst die Erntehöhe der dem spekulativen Treiben nicht tatenlos zufehen. Will man Antragsteller einer genauen Revision unterzieht und sich von wie in Defterreich erst warten, bis das Papiergele auf weniger sogenanten„ Mißernten" vor allem überzeugt! als ein Tausendstel des Borfriegswertes gesunken ist, che man diesem Treiben mit allem Nachtrud entgegentritt? Die Pfennigmark. Aber Es ist noch nicht ein Jahr her, als der Reichskanzler in einer bekannten Rede die Reichsmart als Grofchenmart bezeichnete. Heute ist infolge der letzten katastrophalen BalutenBreslau, 29. Juli.( TU.) Am 25. Juli hat ein Woiwod- entwertung die Mark soweit gefunten, daß sogar die Reichs schaftsrat in Rattowizz stattgefunden, in dessen Verlauf die bank sie nur noch als Pfennigmart anerkennt. Die Schwierigkeiten des llebergangszustandes beraten und u. a. auch die Reichsbant zahlt jezt für die nächste Woche für das 20.fcht hat. Wenn es aber nicht gelingt, die Sachwerte steuerlich zu sehr bedrängte wirtschaftliche Lage und die Mittel zur Befferung Stück 2000 m., für das 10 M.- Stück 1000 m. der Berhältnisse in Polnisch- Oberschlesien beraten wurden. Man In Wirklichkeit bleibt auch diese amtliche Bewertung der Mark zugunsten des Reiches ausnugen und mit ihrer Hilfe eine Gold. beschloß, so schnell wie möglich eine Konferenz aus Bertretern des Woiwodschaftsrates, der Großindustrie, der Arbeiterschaft und. des Handels einzuberufen, um über die Mittel zur Abwendung eines allgemeinen Chaos und die Erhaltung der Konkurrenzfähig keit der oberschlesischen Industrie zu beraten. Kann man aber auch durch eine Zentralisierung der Devisen nicht den Marikurs dauernd stüzen, so muß man bemüht sein, die Markbeträge, die Anlage in Goldwerte suchen, zu fesseln, indem man eine Goldanleihe aufnimmt. Der Sturm am Devisenmarkt ist die. Quittung dafür, daß, den Einsprüchen der Intereffenten und der politischen Macht des Kapitals folgend, das Parlament an die Stelle der Erfassung der Sachwerte eine Papiermart- 3wangsanleihe ge erfassen, so follte man doch wenigstens ihre Kraft als Kreditträger noch weit hinter den Tatsachen zurück. anleihe auflegen, damit die Kapitalbefizer, die aus der Papier Die Entwertung der Mart hat an der Börse fata- mart flüchten, nicht immer die Kurse fremder Devisen in die Höhe ftrophalen Charakter angenommen. Der gestern amtlich notierte Rurs treiben, sondern eine den Interessen des Reiches dienlichere Anlage des Dollars von 605,24 ist mehr als doppelt so hoch als der Durchsuchen. Vor allem gilt es, auf diese Weise zu verhindern, daß schnittskurs des Monats Mai, mehr als dreimal so hoch als der Durch noch mehr im Inland die Mark als Zahlungsmittel durch fremde schnittskurs des Monats Januar dieses Jahres, mit anderen Wor- Werte verdrängt wird. Wir brauchen Mittel zur Bekämpfung der ten: der Wert der Mark im Ausland hat sich gegen den Monat Devisenspekulation. Aber Gile tut not! Mai auf die Hälfte, gegen den Monat Januar sogar auf weniger als ein Drittel verringert. Die Papiermark gilt jetzt nur noch Orten der friegsgesegneten Erde der Erinnerungsgestant zu groß etwa den 144. Teil einer Geldmart, also etwa 0,7 Pfennige werden. Dann machts wie die Chislehurster: Buddeft die ver- Borkriegswährung. An den Kursen dreier hochwertiger dammten Löcher zu! K. Devisen spiegelt sich der Niedergang der Mart folgendermaßen: Durchschnitt Durchschnitt 11. Juli 22. Juli 29. Juli Januar 191,81 811,10 So einfach, wie die hohe Entente es sich gedacht hat, ist es doch nicht, ein einheitliches Wirtschaftsgebiet zu zerreißen. Ewige Worte über den Krieg. Lao- tse. Ein unrühmlicher Frieden ist einem noch so glänzenden Kriegserfolge vorzuziehen: der strahlendste Sieg ist doch nur Widerschein einer Feuersbrunft. Aischylos. Bon meiner Mutter Themis, die des ewigen Rechts Urweise Göttin ist, vernahm ich längst den Spruch, Daß einst Gewalt erliegt und Weisheit siegt. Klopstod. Des Menschengeschlechtes Brandmal alle Jahrhunderte durch, der untersten Hölle lautestes, schredlichstes Hohngelächter ist der Krieg. Kant. Mai 290,11 1293,90 1 Dollar.. 446,94 509,14 605,24 1 Bfd. Sterl. 1977,20 2267,85 2701.60 100 franz. Frank 1565,00 2050,80 3640,40 4265,35 5013,70 Aehnlich ist das Bild vom Ausland aus gesehen. In New Vort galten 100 m. vor dem Kriege 23,82 Dollar, im Januar waren sie bereits auf 0,52 Dollar, im Mai auf 0,34 Dollar 34 fammengeschrumpft. Gestern zahlte man für 100. nur noch 15% Cents! * An der gestrigen New Yorfer Börse notierten 100 m. abschließend mit 15% Cents, was einem Kurse von 645 M. für einen Dollar entsprechen würde. Es ist also noch eine weitere Entwertung zu erwarten. Eine sittliche Pflicht! Schlaglichtartig hat der bayerische Borstoß gegen deutsche Reichsgefeße eine neue Gefahr erkennen lassen, in der das licher Bartifularismus arbeiten Hand in Hand, um die ohnedeutsche Wolk lebt. Deutschvölkische Mordheze und reichsfeindhin unerträglichen Schwierigkeiten noch zu verstärken, denen Die Gründe der Martentwertung fint genügend erörtert das Reich durch außenpolitischen Druck ausgesezt iſt. worden. Wohl trägt die außenpolitische Spannung dazu bei. mann sich durch eine gute republikanische Zeitung unterrichten In dieser Zeit ist es deshalb mehr wie je nötig, daß jederAllein die ablehnende Antwort Frankreichs auf das Gesuch Deutsch läßt, die im Kampfe gegen die Pogromhehe, gegen Separalands um Zahlungsauffchub für die aus dem internationalen Aus- tismus und Gewaltherrschaft jeder Art noch nie versagt hat, gleich der Borkriegsschulden fälligen Leistungen ist ebensowenig wie Das Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei, der die anwachsende Papierflut und Schuldenlast des Inlands eine Der Krieg ist die Quelle alles Uebels und der Sittenverderbnis; ausreichende Erklärung der letzten Bewegung. An der gestrigen das größte Hindernis des Moralischen. Börse war das Angebot wieder so knapp und die Nachfrage so dringend, daß Rationierungen erfolgen mußten. Die heilige Allianz der Völker ist das Ziel meiner Jugend ge- Flucht aus der Mark in fremde Währungen ist in vollem wesen und ist noch der Stern des alten Mannes. Gange. Industrie und Handel decken sich für ihren fünftigen Be darf ein. Sie, mit ihnen die Epekulation und die Hamsterer haben Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Hauptgeschäftsstelle des„ Borwärts", Berlin S. 68, Lindenfaltet, der ein immer knapper werdendes Angebot gegenüberstand. straße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins Daß aber jetzt auch das Ausland, das bisher noch die Treibereien ist der Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) der deutschen Spekulation mit Zurückhaltung ansah, der Bewegung Wenn meine Soldaten zu denken anfingen, bliebe auch nicht rascher als früher folgt, ist ein Beweis für den troftlosen Eindruck, einer in den Reihen. Theodor Mommsen., Washington. Die Mein letzter Wunsch ist, den Krieg, dieses Wundmal am Körper jetzt seit Wohen fast unausgefegt eine lebhafte Kauftätigkeit ents der Menschheit, von der Erde verschwinden zu sehen. Friedrich II. den die fortdauernde innenpolitische Spannung und Aus der Nationalgalerie. Im alten Hause der Nationalgalerie ist Ein anderer afuter Anlaß für die Markkatastrophe besteht ja nicht. insbesondere der Konflikt mit Bayern auf das Ausland macht. megen des Schlusses der Thoma- Ausstellung und des Weaganges der Sammlung Grönvold eine Neuordnung fait des ganzen Bestandes im Denn selbst, wenn es den Bemühungen Frankreichs gelingen sollte, Gange. Das mittlere Geichoß der Galerie, das die Thoma- Ausstellung eine Erleichterung bei der Abwicklung der deutschen Vorkriegsschulenthielt, ist daber für einige Zeit geschlossen worden. Die früher dort aus den zu verhindern, so ist doch die Aussicht mindestens auf eine gestellten Gemälde wurden an anderer Stelle vereinigt, um sie nicht auf vorübergehende Entlastung in den Reparationszahlungen längere Zeit der Besichtigung zu entziehen. noch nicht entschwunden. Erfolgt diese aber, so scheidet das Reich Die Kammerspiele des Moskauer Künstlertheaters, die am 2. Auguit im Apollo Theater ein Gastspiel beginnen, find aus der als Käufer fremder Devisen in größerem Umfange aus und eine ersten Bersuchsbühne des M... entstanden und standen unter periönlicher der stärksten Triebkräfte der Dollarhausse würde damit hinfällig. Leitung von Stanislawsky und Nemirowitsch- Dantchento. Die Reichsregierung hätte alle Veranlassung, auf Maßnahmen Die Sowjet- Regierung bat den Stammerspielen eine furze Gaitspielreise ge stattet. Das Programm der Berliner Gastspiele bringt:" Heimchen auf zu finnen, um das wilde Treiben am Devisenmarkt einzudem Herd" von Diefens, Was ihr wollt" von Shafelbeare, Grit XIV" dämmen. Wie es heißt, befaßt man sich auch im Reichsfinanzvon Strindberg und„ Die Ueberschwemmung" von dem schwedischen Schrift ministerium erneut mit der Frage, und man beabsichtigt, maßsteller Verger. Die Kammerspiele werden in Berlin dieselbe Besetzung und gebende Persönlichkeiten der Finanz hierzu gutachtlich zu hören. dieselben Dekorationen haben wie in Mosfat. Dazu ist es freilich höchste Beit Die 7. Frankfurter Kunstmesse wird im Rahmen der Internatio- achten der Privoten etwas verspricht, will man nicht erst warten, menn man fich von dem Gut nalen Messe vom 24. September bis 15. Ottober stattfinden. Außer der Ständeich, au des Kunsthandels wird diesmal eine Ausstellung badisch- pfal- bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, ehe man ihn zudeat. sischer Kunststätten gezeigt werden.. Hier fommen nicht nur Maßnahmen am Devisenmartt felbft in „ Vorwärts" unterrichtet nicht nur über alle politischen Vorgänge in außendurch das politische Gestrüpp der Tagesereignisse. Es ist desund innenpolitischer Hinsicht, er ist auch ein zielficherer Führer halb eine fitiliche Pflicht, ihm neue Leser zuzuführen. 11 " " Ich abonniere den Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Seimwelt" und der 14tägig erscheinenden illustrierten Bei lage, Siedlung und Kleingarten" in Groß Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name Wohnung: Etraße Nr. vorn Sof Quergeb. Srit nl. Tr. lin's rechts bei 77. Gewerkschaftsbewegung „ Kommunistische Siege". Es geht bergab mit den fommunistischen Organisationszerstörern, fo günstig die gegenwärtige Situation für die Verhegung der Arbeiter auch sein mag. Diese begreifen immer mehr, daß ihr einziger Halt in dieser Periode einander überſtürzender Teuerungswellen die Organisation, das feste, einmütige Zusammenstehen ist. Und deshalb schütteln sie die fommunistischen Organisationszerstörer ab. " wird fie fich jedoch sicherlich nicht herablaffen. Sie muß daher schon bleiben, was sie ist, eine Bereinigung der leitenden Angestellten oder was richtiger wäre, eine wirkliche Gewerkschaft werden. Auf welchem Wege, das würde ihr der Afá- Bund verraten. Verhandlungen im Versicherungsgewerbe. unseren Ansichten eins fühlen, zu einer Zusammenkunft ein am Dienstag, abends 6 Uhr, im Rosenthaler Hof", Rosenthaler Straße 11/12. Parteiausweis der SPD. oder der USP. ist mitzubringen! Eingeladen sind auch diejenigen Kollegen, die feiner Partei angehören, aber dennoch die fommunistischen Treibereien innerhalb unserer Zahlstelle verurteilen. ficherungsunternehmungen über die Festsetzung der Juligehälter Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband deutscher BerMehrere Kollegen der Zahlstelle Berlin. SPD.- Funktionäre der Borsigwerfe Tegel. Montag, 3 Uhr, haben zu feiner Einigung geführt. Auf Grund der Vereinbarung bei Nord, Beithstraße, Versammlung. Alle Genossen müffen anvom 23. Juni soll nunmehr das Reichsarbeitsministerium unter Bor- wesend sein. sig von drei Unparteiischen eine endgültige Entscheidung treffen. wie uns mitgeteilt wird, wird das Schiedsgericht am Montag zufammentreten. Die" Rote Fahne", die fich täglich in ebenso bombastischen wie lächerlichen Parolen" überschreit, verfällt nun auf das Mittel aller banberotten Säbelraßler: fie fabriziert falsche Siegesnachrichten. Die Niederlage bei der Bevollmächtigtenwahl der Metallarbeiter war Drohender Streik des technischen Bühnenpersonals. nicht gut mehr zu überfleistern. Dagegen weiß das KommunistenEin vom Schlichtungsausschuß Groß- Berlin vorgeschlagener blatt von„ Siegen" bei den Delegiertenwahlen der Transportarbeiter Bergleich wurde von der Vollversammlung der Arbeiter einund der Gemeindearbeiter zu melden. Las man unvoreingenommen mütig abgelehnt, da insbesondere Teuerungszuschläge auf die undiese Siegesnachrichten", dann mußte man zu der Ueberzeugung zureichenden Juligehälter nachverlangt werden. Eine am Dienstag, kommen, daß die Transportarbeiter und die Gemeinde- und Staats- mittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshaus stattfindende Versammlung arbeiter Berlins in ihrer großen Mehrheit Hörige von Moskau sind. wird zu dem evil. Neuangebot der Direktoren noch einmal Stellung Die Tatsache," schrieb die Rote Fahne" in ihrer Morgenausgabe vom Freitag, daß die Arbeiterschaft der Gemeindebetriebe in ihrer überwältigenden Mehrheit sich hinter die Kommunisten stellt, ift fein Zufall." Aehnlich lautete der Hymnus auf die Transportarbeiter. Wie sieht nun diese überwältigende Mehrheit aus? Bei den Delegiertenwahlen der Transportarbeiter wurden 32 Delegierte gewählt. Davon sind 10 Kommunisten. Eine überwältigende Mehr heit, in der Tat. Bei den Gemeindearbeitern woren 52 Delegierte zu wählen. Davon find 18 Kommunisten und 34 Mitglieder der USP. und SPD. Man sieht. wieder eine überwältigende Mehrheit der Wir wußten wohl bereits, daß der russische Kalender mit dem in der übrigen Welt gebräuchlichen nicht übereinstimmt, neu ist uns aber, daß die Russen cuch ihr besonderes Einmaleins haben. Aus diesem besonderen Einmaleins erklärt sich wohl auch, daß ihre DifRommunisten! tatur über das Proletariat als Diktatur des Proletariats ausgegeben wird. Man muß das nur richtig verstehen. Wir können übrigens der Roten Fahne" heute schon vorausfagen, daß sie noch viel überwältigendere Siege zu melden Gelegenheit haben wird. Bisher hat ihr und zugleich der der Volksausplünderer Weizen geblüht, infolge der Spaltung der sozialdemokratischen Arbeiterschaft. Damit wird es bald vorbei fein. Die Einigung marschiert. Das hysterische Geschrei der„ Roten Fahne" fann sie nur beschleunigen. Hören aber die Bruderfämpfe in der fozialdemokratischen Arbeiterschaft auf, dann vermindert sich auch die Masse der Angeetelten. Dann scharen sich die Arbeiter wieder geschlossen um das stolze Banner der im Klassenfampfe erprobten, endlich wieder geeinigten Sozialdemokratie. Dann geht es wieder aufwärts und vorwärts zum Sozialismus. Dann können die Spalter, Organisationszerstörer und Steigbügelhalter der politischen und wirt schaftlichen Reaktion einpacken. Dann werden die Siege dem russischen Ginmaleins immer überwältigender werden. Die ,, Leitenden". nach nhemen. Handelshilfsarbeiter der Firma A. Wertheim! Die Entlassung der kaufmännischen Betriebsräte trifft nicht nur das kaufmännische Personal, sondern auch das gewerbliche. Alle Bemühungen des Angestelltenverbandes, mit der Firma Wertheim noch zur Verhandlung zu kommen, waren bisher erfolglos. Die Situation ist deshalb sehr ernst, und wird die Entscheidung am Dienstag abend in einer allgemeinen Betriebsversammlung des Gesamtpersonals der Firma Wertheim im Lehrervereinshause fallen. Alle Handelshilfsarbeiter haben sich restlos an der Bersammlung zu beteiligen. Weitere Informationen werden in der Versammlung erteilt. Der Kistenmacherstreik ist beendet. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern führten zu einer Lohnerhöhung von 23,50 auf 37,50 m. und ab 16. Auguft auf 41,50 Mart. Für Maschinenarbeiter, die 25 M. erhielten, werden 39 M. 80 bzw. 95 Pro3. Somit ist eine 75 prozentige Erhöhung und ab 16. August 43 M. gezahlt. Die Akkordsähe erhöhen sich auf der Akkorde und eine 72 prozentige Erhöhung der ohne erzielt worden. Es wird außerdem eine rückläufige Bahlung für den Monat Juli von 300 M. an alle noch am 25. Juli im Streif Stehenden erfolgen. Die Streifenden erklärten sich mit diesem Ergebnis der Verhandlungen des Holzarbeiterverbandes einverstanden und beschlossen, Die Arbeit in allen Betrieben morgen wieder aufzunehmen. Eine einstimmig angenommene Entschließung der Streifenden erkennt erneut die Notwendigkeit der von den" Radikalen" durchbrochenen Geschloffenheit der. Organisation an und gelobt, alle Kraft daran zu setzen, um auch die letzten, dem Verbande noch fernstehenden Kollegen dem Holzarbeiterverbande wieder zuzuführen. Damit dürfte die radikale Vereinigung der Kisten macher erledigt" sein, auf deren schmähliche Rolle wir noch zurüdfommen werden. Die Vereinigung leitender Angestellter, die dem Unternehmertum in der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände gegen 3ahlung goldwerter Leistungsgehälter die Ergeben- Achtung, Zimmerer! Alle bei der Firma A, Borfig, Tegel, heit ihrer Mitglieder versichert, macht erneut in Wirtschaftspolitik". beschäftigt gewesenen und an der geführten Klage beteiligten KameSie hat dem Reichstanzler Forderungen unterbreitet, raden werden ersucht, sich am Dienstag, abends 8 Uhr, im Volfs= monach fie erstens die Einmischung der Gewerkschaften ins poli- haus Reinickendorf zu einer Versammlung einzufinden. Um pünfttische Leben für die gesamte politische und wirtschaftliche Entwicklung liches Erscheinen wird gebeten. Der Borstand. des Deutschen Reiches für unheilvoll hält. Das widerspreche sowohl dem rein wirtschaftlichen Charakter der Gewerkschaften als auch der Berfassung. Nach dieser unmaßgeblichen und unaufgeforderten Beurteilung von Dingen, die diese Leitenden" nichts angehen, wird als zweites verlangt, daß das Monopol der freien Gemertschaften aufhört, denn es widerspricht ebenfalls der Verfassung." Folgt drittens: Wir verlangen, daß unsere Gewerkschaft, die die fähigsten Röpfe der Industrie und des Handels in fich faßt, zu allen Berhandlungen und Arbeiten, zu denen auf Grund der Verfassung die Gewertschaften berufen find.... in aus reichender Weise zugezogen und daß ihr gebührender Einfluß auf die Beschlüsse und Entscheidungen gewährleistet wird." Achtung! Mitglieder des Tabatarbeiterverbandes! Bereits feit längerer Zeit hat sich eine feftgefügte" Organisation auch innerhalb unserer Organisation gebildet. Die letzten Vorgänge in unserer Bahlstelle( Wahl zum Verbandstage usw.) haben dies zur Genüge bewiesen. Dadurch wird nicht nur die bisherige Geschlossenheit der Kollegenschaft gefährdet, sondern der Bestand der Zahlstelle überhaupt. Darum ist es notwendig geworden, daß alle Kollegen, die nicht der KPD. angehören oder auf Moskauer Parole eingestellt sind, sich zusammenfinden. Um die Zerrüttung innerhalb der Bahlstelle zu vermeiden, müssen sich alle Rollegen und Rolleginnen, denen die Einigkeit und Geschlossenheit in den Gewerkschaften heiligstes Gut ist, zuEin bedauerliches Zwitterding, diese Gewerkschaft". Ihrer sammenschließen, einerlei, ob sie der SPD. oder der 11 SP. anForderung goldmerter Gehälter nach wäre sie eine der gehören. Der Standpunkt, daß eine Bildung von Fraktionen überradikalsten Gewerkschaften. Allein ihrem Charakter nach ist sie flüssig ist, ist nur so lange aufrecht zu erhalten, als alle Mitglieder unternehmerfreundlich und deshalb gewertschaftsfeindlich, ihn befolgen. Die Gewerkschaft darf nicht zum Zummelplatz einer was in ihren Forderungen an den Reichskanzler deutlich zum Aus- politischen Partei oder zur Austragung parteipolitischer Gegenfäße drud tommt. Will sich die Vereinigung als Gemertschaft aus- mißbraucht werden. geben, fönnte sie nur als gelbe Gewerkschaft gelten. So weit Wir laden nun alle Kollegen und Kolleginnen, die sich mit Kleid 495M UllsteinSchnittmuster in allen 4 Geschäften ab 1. August durchschnittlich fünf Mark, und zwar nach dem Schieds. Die Lohnerhöhung auf den Bulfanwerften in Hamburg beträgt spruch des Reichsarbeitsministeriums, der bei der Abstimmung an genommen wurde. Zentralverband der Schuhmacher. Montag 6½ Uhr öffentliche Versammlung der Schoßarbeiter im Kleinen Saal, Landsberger Str. 31. Dienstag 6 Uhr Branchenversammlung der Schäftemacher in der Röpenicer Str. 127a. Deutscher Transportarbeiterverband. Branche Möbeltransport: Montag 7 Uhr in den Residenz- Festsälen, Landsberger Str. 31, Bollversammlung. Das Bertrauensleute der Gruppen Tuche, Ergebnis unserer Lohnverhandlungen. Filze, Leinen- und Baumwollwaren, der Branche 5, Sertil: Dienstag 5 Uhr Gigung der Funktionäre im Lokal von Karl Bitte, Bot. 29Deutscher Verkehrsbund, Abteilung Straßenbahner. Montag 7½ Uhr drei große Protestversammlungen. 1. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstraße; 2. Bögom- Brauerei, Prenzlauer Berg; 3. Kliem, Hasenheide. Dienstag vor. mittag 9 Uhr große Protestversammlung in den Sophien- Sälen, Sophienstraße 17/18. Stellungnahme zum Schiedsspruch. Zentralverband der Angestellten. Gemeinde, Berwaltungsangestellte: Mit Straße 96/97. aliederversammlung Montag 7 Uhr in der Neuen Philharmonie, Köpenicker harmonie, Köpenider Str. 96/97, Mitgliederversammlung fämtlicher nichtſtändig Angestellte beim Magistrat Berlin. Montag 7 Uhr in der Neuen Phil Angestellten des Magistrats Berlin. Bericht über die Tarifverhandlungen. äußerst wichtigen Bersammlung unbedingt erscheinen. Sämtliche Mitglieder des Zentralverbandes der Angestellten müssen zu dieser AFA- Metallindustrie. Montag 6% Uhr in den Musiker- Sälen, Raiser Wilhelm- Str. 31, Funktionärversammlung. Referent Paul Rothe: Juli Auguft". Berband der Gattler, Tapezierer und Portefeuiller. Achtung, Tapezierer! Dienstag 7 Uhr Branchenversammlung aller im Tapeziererberufe tätigen Kolle gen und Näherinnen in der Königsbant", Große Frankfurter Str. 117. Bor trag und Bericht der Lohntommiffion. Die Kollegen der Branchenleitungen der Tapezierer werden ersucht, um 6 Uhr in der Königsbant" anwesend zu fein. Da die Unternehmer den am 28. Juli gefällten Schiedsspruch des Schlichtungsausschusſſes abgelehnt haben, ist das Erscheinen aller Kollegen unbedingt notwendig. Karten für eine am Donnerstag, den 3. August, im Großen Schauspielhaus stattfindende Aufführung Der Maschinenstürmer" sind im mann, Naunynstr. 27, kombinierte Bertrauensmänner- und Betriebsrätefizung Bureau noch erhältlich. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter. Mittwoch 5 Uhr bei Graualler Branchen. Stellungnahme zum Lokalbeitrag. Sonnabend, den 5. Auguſt, von 12-5 Uhr findet die Urabstimmung über die Erhöhung der Lokalbeiträge in den bekannten Lokalen statt.-Mittwoch, den 16. August, nachmittags 5 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25, Gaal 4, Bierteljahrs- Generalversammlung. Anträge hierzu müssen bis Freitag, den 4. August, in den Händen der Verwaltung sein. Die Ortsverwaltung. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelbe; für An eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Bormärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. D Borwärts Buchbruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 2 Beilagen. Wer es einmal fennt, nimmt nie etwas anderes! Lassen Sie sich in der nächsten Apotheke oder Drogerie 50 Gramm Feder mann's Novalan mit 50 Gramm Rosenwasser gut verrühren, dann entsteht eine prad, tvolle, weiße Haut- und Gesichts- Creme. Diese Novalan- Creme wird nie hart, dringt schnell in die Haut ein, macht Hände nnd Gesicht sammetweich. 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