Nr.357 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 172 Bezugspreid: Bierteljährlich 270,- M monatli 90,-. ret ins Haus, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memel gebiet, sowie Defterreich u Luxemburg 138,-M., flir bas übrige Ausland 172, M. Vostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich. Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschecho- Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und 8eit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 2 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillegeile loftet 25,-M. Reklamezeile 125.-M. „ Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 7, M.( zulässig zwei fettge= druckte Worte), jedes weitere Wort 6. M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 4,- M., jedes weitere, Wort 3,- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 10,-. Vnzeigen für die nächst e Nummer müffen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet con 9 Uhr friih bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Montag, den 31. Juli 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Hauptexpedition n. InseratenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Frankreich und die Ausgleichszahlungen sefere bayerische Erkenntnis! = Die Note, mit der die französische Regierung am 26. Juli 1922| 3weds genauer Festlegung der Laften, die fich für Deutschland aus versöhnliches Schreiben an Graf Lerchenfeld richtete, schrieb die deutsche Note vom 14. Juli 1922 wegen Barzahlungen im Aus- der in Artikel 296b vorgesehenen regierungsseitigen Haftung ergeben, gleichsverfahren und aus Urteilen der Gemischten Schiedsgerichte, geneigt, vorläufig und auf Grund festzulegender Modalitäten Art. 297 e, beantwortet hat, hat folgenden Wortlaut: Durch Schreiben vom 14. Juli haben Sie mir einen Antrag Ihrer Regierung wegen Herabsetzung der monatlichen Zahlungen von zwei Millionen Pfund auf 500 000 Pfund zugehen lassen, zu denen sich das Deutsche Reich in dem Londoner Abfommen vom 10. Juni 1921 zweds Abdeckung der deutschen Berpflichtungen bereit erklärt hat, die sich aus dem durch Artikel 296 vorgesehenen Verfahren zum Ausgleich der deutschen Forderungen und Schulden ergeben. e Ihre Regierung hat zugleich gebeten, von den Zahlungen, die für sie aus Abschnitt IV, Teil X, und besonders aus Artifel 297 folgen, für die Dauer des Moratoriums befreit zu sein, das sie bei der Reparationsfommission zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen in bar zum Konto Reparationen nachgesucht hat. Ich sehe mich zunächst genötigt, einen Irrtum zu berichtigen, der sich in Ew. Exz.. Schreiben findet. Ew. Exz. haben geschrieben, daß die sich für Deutschland aus Abschnitt IV und insbesondere aus Artikel 297 e ergebenden Verpflichtungen in erster Linie aus dem Erlös des liquidierten deutschen Eigentums in den beteiligten Ländern zu erfüllen sind. Ich glaube, Ew. Erz. daran erinnern zu sollen, daß der Friedensvertrag in dieser Hinsicht keine Berpflichtung für die alliierten und assoziierten Mächte enthält, sondern einfach die Möglich feit ins Auge faßt, den Erlös aus diesen Liquidationen zur Zahlung der Entschädigungen an die alliierten Staatsangehörigen in Ausführung des Artikels 297e zu verwenden. Der Erlös aus der Liquibation fönnte gemäß§ 4 der Anlage zu Abschnitt IV nach dem Belieben einer jeden der alllierten und affoziierten Regierungen anderweitig verbraucht werden. Ew. Erz. hat sicherlich erfahren, daß nach Unterzeichnung des Londoner Abkommens vom 10. Juni 1921, das nach Auffassung der dem Ausgleichsverfahren beigetretenen alliierten Mächte hinsichtlich der durch das Deutsche Reich vorzunehmenden Monatssalden alle Schwierigkeiten endgültig behob, die alliierten Unterhändler den deutschen Vertretern eine Erflärung übergeben haben, worin sich in Anbetracht des amt 10. Juni 1921 getroffenen Abtommens die beteiligten allierten Regierungen verpflichteten, Berhand lungen mit der Deutschen Regierung zu dem Zwecke zu eröffnen, Deutschland von der in den Bertrag aufgenommenen möglich keit, den Erlös aus den Liquidationen zur Zahlung der in Artifel 297e genannten Entschädigungen zu verwenden, Vorteil ziehen zu lassen. 3 Die zwischen Frankreich und Großbritannien einerseits und Deutschland andererseits geführten Verhandlungen haben zu dem Abkommen über die Zahlung der Entschädigungen und über den Artikel 297 geführt. Aus Vorstehendem erhellt somit, daß die Kündigung des Londoner Abkommens, die aus der Nichtausführung der Hauptbestim mung dieses Abkommens durch das Deutsche Reich folgen fönnte, dem ein Ende sehen würde, da diese Abkommen wie ich wieder hole mit Rücksicht auf den Abschluß des Londoner Abkommens getroffen und ratifiziert worden sind. und Bedingungen neben den regelmäßigen Avis, wodurch das zahlten Beträge dem Französischen Amt gutschreibt, Avis entgegen Deutsche Amt die von deutschen Schuldnern anerkannten und gezunehmen, welche die Forderungen bekanntgeben, zu deren gänzlicher Abtragung sich die Schuldner außerstande erklären. nicht von der Haftung in Ansehung der in Rede stehenden Schulden Die Uebergabe dieser Avis würde Deutschland selbstverständlich entbinden, aber Prüfungen über die Zahlungsunfähigkeit der Schuldner geftatten. Die Namen dieser Schuldner wären außerdem öffentlich bekanntzugeben, damit für alle Fälle die allierten Staatsangehörigen die deutschen Staatsangehörigen kennen lernen, die ihren Borkriegsverpflichtungen nicht nachkommen können oder sich weigern, dies zu tun. Die Ankündigung der Bekanntgabe würde dem Deutschen Amte sicherlich gestatten, die schleunige Deckung der alliierten Forderungen sicherzustellen. Die Regierung der Republik fönnte hierzu eine Unterstützung des Deutschen Amts durch anderweitige Informationen oder Mittel in Aussicht nehmen. Die Regierung der Republik hat die Pflicht, ihre Staatsangehörigen zu schüßen, ebenso wie mit demselben Rechte die Deutsche Regierung als haft bar für ihre Schulden in Ansehung der deutschen Gläubiger nicht gegen diese Pflicht verstoßen wird. Ueberdies ist Von Frankfurt a. M. An demselben Tage, an welchem der Reichspräsident sein das offizielle Organ der in Bayern ausschlaggebenden Partei: „ Die Weimarer Reichsverfassung hat zwei Rechtsideen föderalistische und eine eingeschlichene illegitime unid nebeneinandergestellt: Wenn man so sagen will, eine legitime tarische und der Meinungsstreit, der zwischen Bayern und dem Reich ausgebrochen ist, beruht letzten Endes in diesem zwei Prinzipien aufeinander losgeheßt hat. Diese innere unwahr inneren Widerspruch der Deutschen Reichsverfassung, die haftigkeit der Weimarer Verfassung ist letzten Endes die wahre und legte Ursache all der politischen Krisen, welche der Kampf um Unitarismus und Föderalismus immer wieder in Deutschland entfacht, den Streit um die Verfassungsfrage nicht zur Ruhe kommen läßt und vor allem in Bayern immer wieder tiefe elementare Ausbrüche der Erregung schafft. Hier liegen die Wurzeln des Uebels, und wenn man sich in Berlin wirklich als Arzt erweisen will, dann müßte hier helfend eingegriffen werden." Also ein ungelöster innerer Widerspruch, der in der Deutschen Reichsverfassung steckt, hat Bayern veranlaßt, sich in die Arme preußischer Militaristen und um ihre Profitraten besorgter Bauernbündler zu werfen! Keiner der Vorwände, die von Bayern nachträglich für seinen Verfassungsbruch fons struiert worden sind, läßt sich aber bündiger widerlegen als gerade dieser; nämlich aus bayerischem Regie rungsmunde selber. die Deutsche Regierung wenig berechtigt, fich zwecks Aenderung des Londoner Abkommens vom 10. Juni 1921 auf die Lasten zu berufen, die ihr Artikel 296 auferlegt.§ 9 der Anlage zu Artifel 296 ermächtigt übrigens das Deutsche Amt, die Es war am 13. September 1919, als in der Bayerischen Abzüge vorzunehmen, die für Ausfälle, Kosten und Vermittlungs Staatszeitung"( und, Bayerischen Staatsanzeiger") ein Epilog gebühren erforderlich find. Die Anwendung dieser Bestimmung in zur Reichsverfassung erschien, als dessen Verfasser sich an der Verbindung mit der Aufhebung des Reichsausgleichsgesetzes würde Spitze Herr Dr. v. Preger, bayerischer Gesandter in Berlin, aller Wahrscheinlichkeit nach genügen, um die Laft zu verringern, bekannte. Dieser hohe bayerische Beamte ist, wie allen Mitüber die sich die Deutsche Regierung beflagt und von der sie sich durch ihren Antrag auf Herabfekung der Monatssalden zu befreien wünscht. gliedern des weimarischen Verfassungsausschusses erinnerlich Was die Verpflichtungen aus Artikel 297e anlangt, so ist diese sein wird, der zäheste und hartnäckigste Verteidiger der Frage jeht durch die vorhandenen Abkommen geregelt. In bayerischen Reservatrechte gewesen. Aber so oft und leidendiesem Abkommen hat sich die Deutsche Regierung verpflichtet, die schaftlich wir mit ihm die Klingen gekreuzt haben, so ehrlich erforderlichen Gelder zu beschaffen, falls der Reinerlös aus dem mußten wir uns bei der Lektüre seines Epilogs zu den Verliquidierten deutschen Eigentum nicht ausreicht. Diese Verpflichtung fassungsfämpfen sagen, daß er in diesen Bieles gelernt ist formell. Die deutsche Regierung fann sich, um ihr nachzukommen, habe. Er wollte sine ira et studio" feststellen, wie und jederzeit die etwa nötigen Hilfsmittel dadurch verschaffen, daß fie, warum die Entwicklung zu stärkerer Einheitlichkeit in der folange ihr dies angezeigt erscheint, die Anwendung des§ 1 des Ar: Verfassung sich vollzogen hat, und wie es gelang, die Länder titels 297 ausfeßt oder verlangsamt. Die Regierung der Republit zu weitgehenden Verzichten auf bedeutungsvolle staatliche fann nicht zugeben, daß alliierte Staatsangehörige für die ihrem Eigentum durch Anwendung außerordentlicher Kriegsmaßnahmen zu Rechte zu drängen." Diese Aufgabe stellte sich nämlich Herr gefügten Nachteile nicht entschädigt werden, während die deutschen v. Breger für seinen Epilog, und er hat sie vom Standpunkt Staatsangehörigen fortgesetzte Zahlungen für Schäden gleicher Art der bayerischen Regierung aus damals loyal und objektiv erhalten. Die Regierung der Republik kann bei dieser Sachlage gelöst. Ew. Exzellenz Man höre! Nach dem obersten Vertreter der bayerischen Antrag vom 14. Juli nur als null und nichtig Regierung in Berlin wurde die Absicht der Schöpfer der ansehen. Sie rechnet daher mit der getreuen Ausführung des neuen Reichsverfassung, angesichts der furchtbaren KriegsLondoner Abkommens vom 10. Juni 1921 durch das Deutsche Amt folgen, eine st arte Reichsgewalt zu schaffen,„ begünund zweifelt nicht, daß den Verwahrungen gegenüber den system a- ftigt durch den Rückhalt, den die Reichsregierung bei der Mit dem Antrag auf Herabsehung des durch das Abkommen tischen Verzögerungen des Deutschen Amts bei der An- Nationalversammlung fand, und durch den Umstand, daß nach vom 10. Juni auf zwei Millionen Pfund festgesetzten Bauschalbetrage erkennung der alliierten Forderungen Rechnung getragen wird. Es Einberufung der Nationalversammlung eine immer stärker auf 500 000 Bfund will Ew. Egz. wohl fagen, daß die Zahlungen besteht übrigens die ganz bestimmte Absicht, die Aemter in Paris werdende Verschiebung des Machtverhältnisses zwischen Reich Don 500 000 Pfund allmonatlich erfolgen würden, sohne der und Straßburg solange nicht über deutsche Forderungen erkennen Gläubiger- und Schuldnerlage Deutschlands Rechnung zu tragen. zu lassen, als sie nicht die Gewißheit erlangt haben, daß die und Einzelstaaten zugunsten des Reiches einsetzte". Die For Wenn die Regierung der Republik von der Erklärung Aft nimmt, Intereffen der französischen Gläubiger gewahrt sind oder ge- derung, daß bei Schaffung der Verfassung die Einzelstaaten daß das Deutsche Amt nicht an der Auslegung festhalten würde, wahrt werden. völlig gleichberechtigt neben der Nationalversammlung hätten die es dem Abkommen vom 10. Juni 1921 gegeben hat und monach Ich habe daher die Ehre, Sie zu bitten, mir binnen einer Frist stehen sollen, was die Verneinung der Souveränität der es sich der Zahlung der zwei Millionen Pfund entziehe, sobald von zehn Tagen vom Datum dieses Schreibens ab gerechnet, die Nationalversammlung bedeutet hätte, würde damals wohl die übrigens Zusicherung zu geben, daß das Deutsche Amt fünftig das Londoner auch in den breiten Boltsmassen fein Verzu oft aus berechneter Langsamfeit Abkommen dadurch ausführt, daß es jeden Monat den Bauschal- ständnis gefunden haben". Es sei schon ein großer Erfolg hervorgehenden Kontoabrechnungen es augenblicklich als Gläubiger betrag von zwei Millionen Pfund zahlt. Da mich ber von für die Einzelstaaten gewesen, daß die Nationalversammlung der alliierten Aemter erscheinen läßt, vermag sie den von Ew. Em. Erz. überfandte Antrag auf den Gedanken gebracht hat, daß für die Einzelstaaten gewesen, daß die Nationalversammlung Erz. gemachten Vorschlag nicht zu genehmigen. Sie hält diesen das Deutsche Amt nicht mehr die Absicht hatte, den Bauschalbetrag und ihre Wähler einer Vorberatung des VerfassungsBorschlag nicht nur für un annehmbar, sondern sie lehnt es von zwei Millionen Pfund zu zahlen, habe ich für diese Eventualität entwurfs in der vorläufigen Vertretung der Einzelstaaten, ab, das Abkommen vom 10. Juni 1921 wieder zur Erörterung eine bestimmte Anzahl von Maßnahmen be dem Staatenausschuß nämlich, zugestimmt hätten. zu stellen. Sie könnte allein die Kündigung des Abkommens fchlossen. Außerdem habe ja ein rechtlicher Anspruch der Einzelstaaten ins Auge fassen, welche die Rückkehr zu dem status quo ante für den Sollte die Deutsche Regierung in der vorbezeichneten Frist nicht gegen das Reich auf Achtung der Reservatrechte tatsächlich Fall zur Folge hätte, daß das Deutsche Reich den Pauschalbetrag von die Zusicherungen gemacht haben, die ich von Ew. Erz. dringend und rechtlich in feiner Weise bestanden.„ Ueberhaupt zeigte zwei Millionen Pfund nicht zahlt. fordere, so schließe ich daraus, daß meine Annahme richtig ist, sich schon damals, wie start der unitarische 3ug und die vorgesehenen Maßnahmen werden sofort und auto- bei allen Parteien der Nationalversammlung, nicht matisch zur Anwendung gelangen. gez. Poincaré. nur bei der Sozialdemokratie, war". Bei dieser Annahme würden die Vorteile des dem Deutschen Reich zugestandenen Bauschals verschwinden. * Alsdann würde die strikte Anwendung des Artikels 296 und der Anlage nötig werden. Die deutsche Regierung wäre verpflichtet, das Reichsausgleichsgefeß unverzüglich aufzuheben, durch Das Reichskabinett ist heute vormittag 12 Uhr zudas sie aus Gründen, deren Erörterung zurzeit nicht angebracht ist, fammengetreten, um über die Antwort auf die französische Note zu geglaubt hat, ihrem Ausgleichsamt nicht den Charakter eines ein- beraten. fachen Bollzugsorgans lassen zu sollen, das die von deutschen Staatsangehörigen zu erlegenden Beträge erhebt oder zahlt. Vor allem aber, so fährt damals der Mann fort, der noch heute der politische Vertrauensmann der bayerischen Regierung in Berlin ist, habe ,, bei den Einzelstaaten der Wille zur Selbsterhaltung gefehlt". Den nachfolgenden Sah hebt Herr Don Preger in seinem Epilog durch Sperrung besonders hervor, so sehr lag ihm damals an der Beachtung seiner authentischen Feststellung. Diese lautet: Das Deutsche Reich ist tatsächlich ebensowenig berechtigt, deutschen Der Dollar springt auf 665! Staatsangehörigen den Gesamtbetrag ihrer Forderungen an alliierte Die Dollar hausse geht weiter. Anscheinend hat die ,, Weder für die Aufrechterhaltung der Reservatrechte war eine Staatsangehörige nicht zu zahlen, als darin einzuwilligen, von diesen nur Markbeträge anzunehmen, die nicht die Gesamtheit ihrer ausländische Spekulation ein panifartiger Schrecken erfaßt. fo- gemeinsame Abwehrfront der jüddeutschen Staaten herzustellen, noch Schulden darstellen. daß sie große Mengen deutschen Papiergeldes auf den inter- auch war innerhalb der Einzelstaaten felbst ein geschlossener Wille Zweifelsohne haftet die deutsche Regierung für die Schulden nationalen Markt wirft. Heute trat in Berlin ange- zur staatlichen Selbständigkeit im bisherigen Umfange vorhanden." ihrer Staatsangehörigen, abgesehen von den im Artifel 296b vorsichts dieser folossalen Kurssteigerungen zunächst Abgabe- Das hieß mit anderen Worten, daß Bayern auch schon dagesehenen Ausnahmen. Diese Haftung fann jedoch bis zur wohl neigung hervor. Im Vormittagsverkehr zwischen den Banken mals mit seinem starrköpfigen Widerstand gegen eine wuchwollenden Belastung mit der Balorifierung privater Schulden wurde der Dollar mit 620 angeboten, an der Börse fezte er tige Entwicklung, die einfach notwendig geworden war, gehen; einer Balorifierung, die durch nichts zu rechtfertigen wäre, mit 652 ein und stieg bis zur Mittagsstunde bis auf 665! allein dastand und von allen übrigen Bundesstaaten im wenn die Schuldner zahlungs fähig find. Die feste Tendenz hält an. Anscheinend find inländische Stich gelassen wurde! Dieselbe Tatsache, die sich vor 3m Falle der Aufhebung des Reichsausgleichsgefehes Devisenspetulanten von der Dollarhausse über wenigen Tagen wiederholte, als die leitenden Minister von und bei ausschließlicher Anwendung des Verfahrens gemäß Ar- rannt worden. Infolgedessen ergab sich die Notwendigkeit, Württemberg, Baden und Hessen auf einer Konferenz, die sie tikel 296 durch das Deutsche Amt wäre die Regierung der Republit, bedeutende Baisse- Engagements rasch zu decken. mit Ausschluß Bayerns abhielten, weit vom bayerischen VerBox 201 faffungsbruche abrüdten. Herr von Preger drückt dies in feinem Epilog diplomatisch, aber sachlich durchaus richtig, wie folgt, aus: Bayern fämpfte allein und mußte nach dem Gesagten unterliegen. Es war das Kiügste, was es tun konnte, daß es, als es die Bergeblichfeit seines Widerstandes einsah, ihn aufgab und versuchte, an Konzeffionen zugunsten eines bescheidenen Eigenlebens noh herauszuholen, was herauszuholen war." Redner bei der Beratung des Schußgefeßes provozierend ge- gebnis der Parteiberatungen abwarten und dann erst Stellung wirkt und nur wüste und unwürdige Tumultszenen nehmen und das Schreiben des Reichspräsidenten beantworten. BeDeranlaßt." merkenswert ist, daß der badische Staatspräsident in Die deutschnationale Parteiforrespondenz" nennt diesen München eingetroffen ist und hier einige Tage zu verweilen Aufsatz einen Dolchstoß und meint: gedenkt. Auch der Reichsernährungsminister Fehr weilt in Bayern und dürfte wohl an den Beratungen des bayerischen Bauernbundes heute und Dienstag teilnehmen. Die Anwesenheit des badischen Staatspräsidenten dürfte ebenfalls einer Besprechung der politischen Lage dienen. Es war still geworden(?) davon, daß die Deutschnationale Boltspartei schuld an der Ermordung Erzbergers und Rathenaus fei jetzt tönnen sich die Gegner für ihre Büge(!) berufen Gegenüber blauweißen Pessimisten und Partitularisten auf den ehemaligen deutschnationalen Abgeordnetn Dr. Düringer. betonte der Bregersche Epilog, es dürfe ,, doch auch nicht über- Es ist Art der Deutschnationalen, hundertfach besehen werden, daß das Reich neuer Klammern bewiesene Wahrheiten, die ihnen schädlich sind, als Lügen zu durfte, um nicht auseinanderzufallen". Und er fchließt bezeichnen. Sie tönnen damit aber nichts an der Tatsache diesen noch heute so aktuellen und beherzigenswerten Teil der ändern, daß Düringer ihre Partei verlassen hat, weil er mit Darlegungen eines Wissenden mit einem mutigen Bekenntnisse Meuchelmördern nichts zu tun haben will. und der Ermahnung: ,, Diese neuen Klammern und Versteifungen fonnten nur in einer intensiven Stärkung der Reichsgewalt auf Kosten der Einzelstaaten bestehen. Wer aber, vor die Frage gestellt, Stärkung der Reichsgewalt auf Kosten der Einzelstaaten, oder Zerfall des Reiches, würde, auch wenn er sein engeres Heimatland noch so sehr liebt, nicht ohne Befinnen für die erstere Alternative aussprechen?" Das heißt also: in jedem 3 weifelfalle für die Stärkung der Reichsgewalt! Wer möchte nicht, daß auch heute wieder in der bayerischen Regierung die Vernunft von damals die Oberhand gewönne und daß namentlich auch der Schreiber jener Zeilen in Berlin als Bote eines endlichen Umschwungs in München in die Lage fäme, seine schönen Worte von 1919 wieder in die Tat umzusehen. Die Meinungsfämpfe bis zum Abschluß der Reichs verfassung in Weimar zwischen Reichsregierung und Bayern maren nicht weniger heftig gewesen, als diejenigen, die jetzt dem Erlag der republikanischen Schußgefeße vorangingen. Warum fonnte man damals das Reichsganze höher stellen als das Einzelinteresse, und warum fann man das heute nicht? Etwa, weil heute in Bayern diefelben ostelbischen Bauern und Krautjunker das große Wort haben, von denen schon Bismard " Die Lage in Bayern. Sozialdemokratische Konferenzen. Alarm im Chiemgan. Garantiekomitee gegen Frankreich. Paris, 31. Juli.( EE.) Der„ New York Herald" melbef: Die abficht der deutschen Regierung, monatlich für die Ausgleichsrech nungen statt der vereinbarten zwei Millionen Pfund Sterling nur den vierten Teil zu zahlen, ist von der Mehrheit der Reparafionsfommiffion freundlich aufgenommen worden, obwohl Frankreich den üblichen Protest gegen jegliches Zugeftändnis erhoben hat. Ein Mitglied des Garantiefomitees erflärte München, 31. Jult.( Eigener Drahtbericht.) In Minchen einen Vertreter des genannten Blattes: Wir werden Deutschland und Augsburg fanden gestern Konferenzen der sozialdemokratas Moratorium, um das es nachsucht, gewähren. Es ist keine tischen Parteien Oberbayerns und Schwabens statt, um die durch Aussicht vorhanden, daß Frankreich ermächtigt werden könnte, das Berhalten Bayerns gegenüber dem Reich gefchaffene Lage zu wegen einer so unbedeutenden Angelegenheit allein vorzugehen. besprechen. Ueber den Verlauf und das Ergebnis dieser Konferenzen Die Tatsache, daß Deutschland fein vollständiges Einstellen der werden die Parteimitglieder je nach der Entwicklung der politischen Zahlungen forderte, sondern fich bereit erklärte, monatlich 500 000 Lage unterrichtet werden. Pfund Sterling zu zahlen, wird die englischen und die italienischen Delegierten günstig beeinflussen, ebenso einige von den Belgiern, weil man darin einen Beweis des guten Willens der deutMünchen, 31. Juli.( Eigener Drahtbericht.) Im Chiemgau, schen Regierung sieht. Der Bericht des Garantiekomitees beweist, der reaktionärsten Ede Bayerns, sind bereits Sturmzeichen daß der Zustand der deutschen Finanzen der deutschen Regierung der kommenden Auseinandersetzungen mit dem Reiche bemerkbar. den Ankauf auswärtiger Devisen weiterhin nicht gestatten wird. Entsprechend dem Losungswort des„ Miesbacher Anzeigers": Der Irrtum der deutschen Regierung lag darin, daß fie fich an Bayern will feine Kompromisse mehr, hart auf hart!" und:" Wir Poincaré wandte. Man nimmt an, daß eine direkt an die wollen wirkliches Recht und kein Schandrecht" werden an ver- Reparationsfommision gerichtete Bitte in dieser Angelegenheit schiedenen Orten Bersammlungen mit dem Thema:„ Bayern und befferen Erfolg gehabt hätte. Es wäre auch den Franzosen Das Reich" abgehalten, die nicht auf eine parlamentarische Lösung dann unmöglich gewesen, einen ablehnenden Bescheid durchzusehen. des Konfliktes mit dem Reich hindeuten. So fand in Riedering Hierzu erfahren wir von wohlunterrichteter Seite, daß bei Rosenheim eine derartige Alarmversammlung statt in Anwesen diese Auffassung absolut unzutreffend ist. Die deutsche Regiedie getroffen hatte. Die gewölbe rissen, um damit weniger furzsichtige und weniger Benn auch auf dieser Versammluig bekannt wurde, daß Riebering Reparationstommiffion als solche ist für diese Frage nicht zubeschränkte Polititer und Vaterlandsfreunde zu bewerfen, Der der letzte Ort des Chiemgau sei, der seine„ Organisation" erhalte, ständig und konnte deshalb von der deutschen Regierung nicht anEpilog von 1919 ist eine deutliche Mahnung an das bayerische Bolf, im Jahre 1922, inmitten der ärgften äußeren Bebräng- barten Streich handelt, gegen den doch ein sofortiges Ein- gerufen werden. Die anderen Regierungen haben noch nicht ge nis, nicht hinter einer staatsbürgerlichen Erkenntnis zurück schreiten der Regierung angezeigt erscheint, um nicht die Kampfzubleiben, die schon vor 4 Jahren zum Nugen der Stimmung in der bayerischen Arbeiterschaft zu einer gefährlichen dem 15. Auguft, damit die Reparationstommiffion dann über das Frankreich drängt in London auf einen Pariser Ententerat vor Wiederaufrichtung Deutschlands selbst in Höhe zu steigern. Die Bauern wurden nämlich in dieser Ber- Moratorium entfcheiden könne. England dürfte morgen, Dienstag. Bayern gewonnen schien. fammlung aufgefordert, sich in den nächsten Tagen bereit zu halten, antworten. Die italienische frise, von deren Lösung Cloyd George falls es zum Bruch zwischen Bayern und dem Reich tommt! Die Arbeiter würden dann in den Generalftreit treten und darauf diese Tagung abhängig macht, ist noch nicht beendet; der Fascisten ferror hat foeben wieder einen Generalstreit in Rom provoziert. müßten die Bauern bewaffnet in die Stadt marchieren. Gewehre seien genug vorhanden. Sollten die Eisen- Inzwischen kann ja die Mart weitersinken.... bahnen gesperrt sein, dann müßten die Bauern ihre Fuhrwerke zur Verfügung stellen. Laftautos feien bereits vorhanden. Die fommende Ernte dürfe fein Hindernis sein an der Beteiligung, denn es gäbe doch balb Gefangene, die dann zur Arbeit herangezogen würden. Die jezige Reichsregierung führe Zustände in Bayern wie in Rußland herbei. Daher müsse sich der neue Bund mit anderen Organisationen zusammenschließen, und es wurde ein Bauernbund" gegründet, auf den die Mitglieder durch Handschlag verpflichtet wurden. Ob die bayerische Regierung diesem gefähr lichen Treiben steuern und damit dem Konflikt die Spize abbrechen daß sie ihm die Schlußsteine aus dem Staats- maligen Feldwebel, der zu Propagandazwecken Bayern bereist. tung hat sich mit ihrer Note an die Regierungen gewandt, mit denen Die Krise der Deutschnationalen. Düringers Dolchstof. Der aus der deutschnationalen Reichstagsfraktion ausgefchiedene Abg. Dr. Düringer hat in den Breslauer Neuesten Nachrichten" seinen Schritt mit einem längeren Artikel begründet, in dem es heißt: so ist doch wohl anzunehmen, daß es sich hier um einen verein es hier veroneſtändig Bayerischer Ministerrat. " Welche Partei findet sich denn zurzeit bereit, mit der Deutsch nationalen Boltspartei zufammenzugehen, folange ficin ihren Reihen Elemente birgt, bie fchon zum zweiten Male nicht nur die Partei, sondern das ganze deutsche Bolt in die Gefahr schwerer Ratastrophen gestürzt haben?" Die Deutschnationale Partei sei völlig foalitionsunfähig, fo lange fie eine Richtung in fich ertrage, die in einem bireften wider christ- tann, ist sehr zweifelhaft. lichen Geist einen leidenschaftlichen has ohne Grenzen gegen bestimmte Persönlichkeiten oder eine ganze Kategorie deutscher Staatsbürger in Wort und Schrift propagieren. Das löse in unreifen Röpfen den„ illen zur Tat" aus, der sich schließlich in fluchwürdigen Berbrechen auswirte. Die Entwidlung der Berhältnisse in Bayern spreche nicht gegen die Unmöglichkeit der antifozialdemokratischen Politik. Die Deutschnationale Boltspartei aber habe sich selbst ausgeschaltet durch ihre verfehlte Parteitaftit; die habe die Partei gehindert, mit den übrigen bürgerlichen Parteien, obwohl als Oppofitionspartei, in der so notwendigen innerpolitischen Fühlung zu bleiben. Gegen die Ausmüse in ihrer Preffe habe sie nie rechtzeitig Stellung genommen und habe durch die Auswahl der Der Dichter des Mit- Leidens. Bon Konrad aenisch. Ende dieser Woche erscheint im Berlag von J. H. B. Diet Nacht. ein neues Buch von Konrad Haenisch: Gerhart auptmann und das deutsche Bolt". Wir geben unfern Refern schon beute eine fleine Brobe aus dem inter effanten Wert, auf das wir noch ausführlich zu sprechen fommen werden. Gerhart Hauptmanns Gesammelte Werte sind in Zehntausenden von Exemplaren verbreitet, bei einzelnen seiner Dichtungen, wie bei der Bersunkenen Glocke", hat die Auflagenziffer eine sehr stattliche Höhe erreicht, manche seiner Dramen werden, besonders in diesem Festjahre, überall in Deutschland gespielt. aber zum geistigen Befiz des ganzen deutschen Boltes, insbesondere feiner breiten Massen, ist Gerhart Hauptmann auch heute noch nicht geworden. antwortet. Korfanty fallen gelassen. Warschau, 30. Juli.( WTB.) Der Hauptausschuß hat den Beschluß, mit welchem Abg. Korfanty zum Ministerpräsidenten de figniert war, mit 222 gegen 202 Stimmen aufgehoben und beschlossen, den Staatschef um Defignierung des Ministerpräsidenten zu ersuchen. Staatschef Pilsubsti hat daraufhin den Universitätsrettor Julian Nowat zum Ministerpräsidenten designiert. Im Hauptausschuß stimmten 240 Abgeordnete( gegen 184) für Nowak. Er schreitet sofort an die Bildung des Kabinetts. Neuer Krieg im Orient. München, 31. Juli.( MIB.) Der bayerische Ministerrat follte heute, wie gemeldet, zusammentreten, um zu bem Die Berfolgung der christlichen Minderheiten, zu denen sich die Schreiben des Reichspräsidenten an den bayerischen Ministerpräsi. Angoratürkei genötigt glaubte, hat Briechenland zu neuem Borgehen denten Stellung zu nehmen. Bie wir erfahren, trat der Ministerrat veranlaßt. Seine Anfündigung wurde von der Entente damit bebereits um 9 Uhr zusammen, befaßte fich aber lediglich mit laufenden antwortet, baß sie selbst Militär nach Kleinafien fchickt, aber GriechenAngelegenheiten. Das Schreiben des Reichspräsidenten und die poli- land hat zunächst die Selbständigkeit Smyrnas proklamiert und will tische Lage famen nicht zur Erörterung. Ein Zeitpunkt für den bas gleiche für die Jonischen Inseln und Rüstenstädte folgen laffen. neuen Ministerrat, der sich mit dem Berhältnis Bayerns zum Es soll schon zu Gefechten mit den Türfen gekommen sein. Die ver Reiche zu befassen haben wird, ist bisher no d nicht festgelegt. langte Besetzung Konstantinopels ist Griechenland in Paris Nach unseren Informationen wird die Regierung zunächst das Er- und London versagt worden. dustrie- Melanismus bezeichnet, besonders auch in den Kohlenbezirken zu beobachten. Solche Umwandlung von hell gefärbten in schwarze Formen vollziehen sich beispielsweise greade gegenwärtig in der Fauna der schlesischen Kohlengebiete. Eine bisher fast weiße Nonnenform verwandelt sich in eine schwarze und in ähnlicher Weise tritt der bisher nur schwarz gefprentelte Birkenspanner neuerdings in einer rein schwarzen Abart auf. Auch an anderen, in Industriegegenden beobachteten Schmetterlingen hat man in neuerer Zeit fchwarze Barietäten festgestellt. Den Berlinern wird es intereſſant fein, zu hören, daß auch bei uns in der Nachbarschaft des Moabiter Fabrikviertels Beispiele für den Industrie- Meianismus aufgetaucht find. Namentlich der Charlottenburger Schloßpart ist baran reich. Hier wurde auch die oben erwähnte schwarze Abart des Birkenspanners bereits vor 12 Jahren gefangen. politischen Dottrin, so wahr bleibt es doch, daß die stärkste Antriebs| bisher grauer Falter sich auf einmal in eine tiefschwarze Barietät fraft all feines Schaffens heute noch wie vor dreißig Jahren das umwandelte. Nach den Forschungen von Par ist diese merkwürdige tiefe Mit Leiben ist mit allen, die da mühselig und beladen Farbenveränderung, die die moderne biologische Forschung als Infind, und daß auch heute noch nichts so sehr sein Dichten zu beschwingen vermag, wie die große Erlösungsfehnfumt die Sehnsucht nach der Erlösung des einzelnen aus der Verstrickung dunkler Gewalten feines Innern und nach der Erlösung der Massen aus den Tiefen ihres sozialen, geistigen und fittlichen Glends. Der große Dichter der Not, des Mitleids und der Sonnensehnsucht: das ist Gerhart Hauptmann! Und mögen immerhin ein Freiligrath, ein Heine und ein Herwegh, mögen auch die Madan und Hendell als Dichter der Rebellion mit wehendem Bodenhaar", als Sünger der trogigen Empörung und der jauchzenden Kampfestuft heißere Töne gefunden haben als er, der Stille, der Ginnende: die not selbst hat niemals ein Dichter so im Tiefsten mitgefühit, feines Herz ist so erfüllt gewesen von den Tränen dieses Mitleids, und jene Sonnensehnsucht hat niemand mit fo inbrünftigem Schauer zu gestalten vermocht wie Gerhart Haupt mann. Wohl hat es auch in seinem Leben und Schaffen Berg und Tal gegeben, wohl find auch ihm Irrungen und Wirrungen mancher lei Art nicht erspart geblieben: im Innersten und Legten aber ist Gerhart Hauptmann sich und der Sache der Armen immer treu geblieben. Das hängt zusammen mit der im allgemeinen immer noch sehr mangelhaften Pflege gerade der zeitgenössischen Dichtung in unferen Schulen aller Gattungen. Das hängt nicht weniger zu fammen aber auch mit der starken Steigerung der Bücherpreise und vor allem mit dem ungeheuerlichen Hinaufschnellen der Theaterpreise Und darum muß dieser Dichter endlich den breiten Boltsmaffen in diesen Jahren, das nicht in letzter Linie die Abwanderung des und die breiten Volksmassen müssen diesem Dichter erobert werden. Bublifums vom Schauspiel ins Kino verschuldet hat. Wo nicht Freie Sein Werk muß endlich dort heimisch werden, wo es feine Boltsbühnen und andere gemeinnügige Theaterunternehmungen heimat hat: in den Tiefen des deutschen Boltes. Dazu brauchen helfend einspringen, da droht der Genuß guter Schauspielkunst mir, neben Reformen im Unterricht, in erster Linie die jetzt erfreu immer mehr zum Vorrecht der Wenigen zu werden. licherweise wenigstens eingeleitete großzügige Theaterfulturpflege durch den Staat selbst. Das ist in einem Bolfsstaate auf die Dauer unerträglich, das ist dreifach unerträglich im Falle Gerhart Hauptmann. Denn in ihm haben wir es zwar ganz gewiß nicht mit einem„ Volksdichter" in dem " Durch welche Einflüsse diese Farbenveränderungen zustande kommen, hat sich bis jetzt noch nicht mit Sicherheit nachweisen lassen. Man fann zwar annehmen, daß die Färbung schon bei der Bildung der Farbstoffe jene einschneidende Veränderung erfährt, allein die Ursache, durch die diese Veränderung hervorgerufen wird, muß noch genauer erforscht und gründlich nachgeprüft werden. Jedenfalls bedeutet die Erscheinung der Schwarzfärbung einen richtigen„ Kul tureinfluß" auf die Schmetterlinge, da sie, wie gesagt, nur in Induftriegegenden, nie aber in Gegenden mit reiner, von Rauch und chemischen Substanzen freier Luft zu beobachten ist. „ Was einer Dame gebührt." Eva im Paradiese war feine Dame, denn ihre Bekleidung war sehr dürftig. Bu einer richtigen Dame gehören vor allen Dingen Kleider; und nicht zu Inapp", sagt der Berliner. In London hat fürzlich eine Dame ihren Mann auf BeSinne zu tun, in dem das Wort meistens geringschäßig gebraucht Auffchub der Expedition Amundsens. Der Polarforscher Amund- zahlung ihrer Kleiderrechnung verflagt, und es entstand nun Streit wird, feine Dichtungen find alles andere eher als„ Bolksstücke" mit fen, der am 29. Juni nach der Nordküste von Alaska an Bord der darüber, was eine Dame„ von Welt" billigerweise jährlich für ihre dem bei diesem Begriffe nun einmal unvermeidlichen Schuß von Maud" abgefahren ist, wird wahrscheinlich seine Nordpolerpedition Kleidung beanspruchen darf. Um den goldenen Mittelweg zu finden, platter Rührfeligkeit wohl aber ist der Dichter des" Florian wohl aber ist der Dichter des" Florian auf das nächste Jahr verschieben müssen. Amundsen wurde in London ein Sachverständiger vernommen. Dieser erklärte: Gcher" und der Weber", des" Hannele" und der Ratten", des wollte vem Kap Barrow mit einem Flugzeug das Polargebiet über- Wenn der Gatte 10 000 Bfund Einkommen hat, fo ist es nicht mehr " Fuhrmann Henschel" und der„ Rose Berndt" tiefer und fräftiger im Fliegen: In London ist jetzt eine Depesche eingetroffen, wonach die als billig, daß er seiner Frau 10 Prozent, also 1000 Pfund, für die deutschen Volkstum und im deutschen Volksleben verwurzelt, als Jagt irgendein anderer deutscher Dichter der letzten Menschenalter. Dieser Dinge für dieses Jahr sich so wenig günstig zeigen, daß Amundsen Kleidung gibt. Berdient er 2000 Pfund, dann wird sie sich wahrscheinlich auf die Ausführung feines Planes verzichten muß. Er dieser Weife mit 100 Pfund begnügen müssen. Lady Alexander, Seelenkünder, bent heute das Premierenpublikum von Berlin W. hatte gehofft, das Kap Barrow Mitte Juli zu erreichen, ist aber auf eine der elegantesten Damen Lordons, behauptete aber, daß 10 Bround Berlin W. begeistert zujauchzt, dem die große Welt" aller seiner Fahrt durch mächtige Eisberge aufgehalten worden. Er denkt, zent des Einkommens in den meisten Fällen viel zu wenig sei. Eine Houptstädte der Erde huldigt, der vor, zehn Jahren aus den Händen daß er mit seinen beiden Begleitern wahrscheinlich diesen Winter auf Frau, die gut angezogen sein will, müſſe wenigstens 18 Kleider und des Königs von Schweden den Nobelpreis empfing er ist im toiletten, zwei weitere Gesellschaftskleider, vier Teekleider, brei tiefften Grunde immer noch jener Dichter geblieben, der stärker als Rap Barrow verbringen werde, um nächstes Jahr im Juni einen 12 Hüte im Jahre haben. Sie brauche mindestens drei Abendirgendeiner vor ihm oder nach ihm Sprache und Gestalt gegeben Kostüme, eine Toilette für den Landaufenthalt, zwei Kleider für hat dem, was in der Seele des deutschen Arbeitervoltes lebt. In bie Aulfureinfluß auf die Schmetterlingsfärbung. In den fünf- Ausflüge, ein elegantes Sommertleid ganz abgesehen von den Geschichte wird was immer er fonft auch fünftlerisch angepackt ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts machte ein englischer For Mänteln, Sweaters, Röden, Handschuhen, Strümpfen usw. Also hat Gerhart Hauptmann eingehen als der Dichter der Enterbien, fcher zum ersten Male die Beobachtung, daß gewisse Schmetterlinge prad) Frau Alexander. Und sowas darf heutzutage ohne Maultorb der Armen und Elenden, aller derer, die in der Tiefe leben. So in Gegenden mit viel Industrie ihre Farben veränderten, indem sie und 3wangsjacke herumlaufen! geschmodios es wäre, Gerhart Hauptmann zum Barteidichter zu immer dunkler wurden, bis sie endlich fast rein schwarze Färbung Staatstheater. Direktor Bredschneider hat feinen Gaftipielbertrag stempeln, von so engem Geist und so engem Herzen es zeugen würde, aufwiesen. Späterhin trat diese Erscheinung auch in verschiedenen verlängert und wird seine Operette„ Die beiden Nachtigallen" in der ihn, deffen Herrschaftsbereich die Welt ist und das Leben der Menschen deutschen Gegenden und ebenfalls ausschließlich in Industriegebieten bisherigen Befehung mit Milowitsch, Cleiving, Lautner usw. bis einschließlich mit all seinen Höhen und Tiefen, zu pressen in das Zwangsbett einer auf, so besonders auffallend im Jahre 1904 in Hamburg, wo ein 16. August weiterspielen. neuen Verfuch zu machen. Nie wieder Krieg! Die pazififlische Rundgebung im Lustgarten. Dem Rufe der pazifistischen Organisationen zu einer Kundgebung gegen die Kriegsheher waren am gestrigen Sonntag viele Tausende Der Berliner Bezirkstag. Der Bezirkstag der Berliner Parteiorganisation, der gestern geleistet werden müssen. Die Beziristasse schließt mit einer e in den Luftgarten gefolgt. Schon eine Stunde vor Beginn der De- tagte, nahm den Geschäftsbericht des Vorstandes entgegen und nahme von 1844 658,17 m. und einer Ausgabe von 1720 611,56 1. monstration hatte die pazififtische, darunter die Arbeiterjugend, die erledigte die Wahlen zum Borstand. Von 307 gewählten Bertretern ab. Es erübrigt sich, für die Arbeiterjugend in den Abteilungen seitliche Front des Schloffes voll besetzt. Ihre schwarzrotgoldenen der Abteilungen waren 294 anwesend, außerdem waren 66 Ver- Sammlungen zu veranstalten, da die Jugend von der Hauptkaffe und roten Fahnen grüßten den Tag, der ein Gelöbnis für ein fried treter des Bezirksvorstandes, der parlamentarischen Körperschaften Beiträge. Er erinnert baran, daß in der USP. von den männlichen unterstützt wird. Redner begründete schließlich die Regulierung der fiches und freies Menschentum ablegen sollte. Auch die Stufen, die usw. zugegen. zum Dom und zu dem alten Museum führen, zeigten bereits bunte Genosse Theodor Fischer gab den Geschäftsbericht. Er hob Mitgliedern ein Mindest monatsbeitrag von 15 M. bzw. Reihen auf. Ebenfo ließen am Fuße der Denkmäler sich zahlreiche hervor, daß nur wenige Beschwerden über die Arbeit des Vor-. für Frauen erhoben wird. Diese Beiträge find immerhin er Gruppen nieder, die sich schon vorher in lebhaften Diskussionen über standes im Laufe des vergangenen Jahres bekanntgeworden sind. heblich höher wie unser e. Schließlich begründete der Redner einen Antrag, Kreistaffierer in den einzelnen Abteilungen einzudie„ Schulbigen am Kriege" ergingen. Gegen 12 Uhr hatten sich das vergangene Jahr ist richtunggebend gewesen für die Entwic- führen, und erlucht die Abteilungen, alle Anregungen des BezirksNoch beim März auch die übrigen Pläge gefüllt und der Luftgarten zeigte ein belung der sozialistischen Bewegung in Berlin. Noch beim sonders burtes Bild. Es schienen fich Kiaffengegenfäße zu über- Aber mit raditalen Redensarten ist nichts zu erreichen. Wir sind putsch überwog innerhalb der Arbeiterbewegung die radikale Bhrase. vorstandes bezüglich der Kaffenführung zu beachten.( Beifall.) Genofsin Todenhagen geht in längeren Ausführungen auf den brüden, man gewann den Einbrud, daß neben dem organisierten stolz darauf, verantwortliche Arbeit geleistet zu haben. Stand der Frauenbewegung Arbeiter, der schon jahrelang um eine neue Weltordnung fämpft, fich Wir find gern bereit, den Bruderkampf, den wir mit den Unabviele einfanden, die dem Parteileben noch fern stehen, aber doch eine hängigen geführt haben, zu vergessen. Schon bei dem Mord an starte Sehnsucht nach Frieden in sich tragen. Weitere Scharen Erzberger fanden sich die getrennt marschierenden Parteien zu der Jugend und Abteilungen der sozialistischen Parteien zogen fammen. Es zeigte sich, daß die Unterschiede zwischen SPD. und heran, in ihrer Mitte Fahnen und Schilder mit der Aufschrift tragend: USP. gar nicht mehr so groß waren. " Die Waffen nieder!" und einen Pfennig, feinen Mann dem Militär!" usw. unter den Klängen der nahenden Musikkapellen braufte die Internationale" zum Himmel empor. Die Denkmäler zeigten zulegt auf ihren höchsten Spizen wieder jene fleinen teden Burschen, die ihre Fahnen zum Gruße schwenkten. Die Redner. Punkt 12 Uhr erscholl von allen Rednerplägen der Prolog von Theobald Tiger, der von 15 befannten Berliner Schauspielern vorgetragen wurde. Dann sprachen folgende Redner: Belger, Duder stadt, Fabian, Pfarrer Frante, Göring ,, Großmann, Herbert Hauptmann, Georg Helle, Heppenheimer, Harry Graf Reßler, Kloegel, Albert Koch, Mahn, Paul Mende, Hans Meyer, Willi Lorenz, Ollen hauer, Emil Rabold, Rudolf Rocker, Professor Walter Schücking, Hans Schwann, Magnus Schwantje, Hans Greinsen, Dr. Hans Simons, Souchy, Felix Stöffinger, Heinrich Ströbel, Alwine Wellmann, Worm, Ignaz Wrobel( Dr. Tucholski), Wüsten, Zachow. Alle Referenten geißelten, darunter besonders wirkungsvoll ein englischer Pazifist, aufs neue den Krieg, der nur Ruin zurüdgelassen habe. Mit scharfen Worten fennzeichneten fie die neue Gefahr der blutrünstigen Reaktion und richteten zum Schluß einen wirkungsvollen Appell an die Demonstranten, feiner Kriegs parole mehr zu folgen, damit endlich die Welt vom Kriegswahnsinn befreit werde. # Genosse Heinrich Strobel wandte sich besonders an die Arbeiter, ihren pazifistischen Einfluß in den politischen Parteien und in den Gewerkschaften geltend zu machen, denn an ihnen liege es, eine Wirtschaftsordnung zu gestalten, die dem Aufbau diene. Als einzige Frau sprach die Genoffin Alwine Wellmann, die ihren Appell hauptsächlich an die Frauen richtete. Ihr Werk müsse es werden, den Frieden in Haus, Schule und den öffentlichen Institutionen zu verwirklichen. Pazifismus fei Kampf, fei Glaube und Hingabe an die Jbee des reinen Menschentums. Deshalb die Parole:„ Nie wieder Krieg, sondern Friede auf Erden!" Die Jugendseite. vereinshaus erinnern, in der mit leidenschaftlichen Worten um den Die meisten Genossen werden sich der Versammlung im KriegerGörliger Parteitagsbeschluß geftritten wurde, der das Zusammenarbeiten mit bürgerlichen Barteien zum Gegenstand hatte. So lange die große Masse der Bevölkerung nicht davon absieht, bürgerliche Mehrheiten ins Parlament zu senden, wird die Sozialdemokratie, im Intereffe der Volksgesamtheit, ein, der im allgemeinen wenig befriedigend ist. Die religiöse Ein. stellung der Frau muß viel mehr als bisher bei der Agitation berück fichtigt werden.( 3uftimmung.) Wir müssen lernen, eine Kulturidee auf wirtschaftlichen Interessen aufzubauen. So lange wir es nicht verstehen, dem Sozialismus zu leben, haben wir kein Recht, der schaftskampf ist das einzigste, was wir bisher erreichten. Darüber alten Kultur den Wert völlig abzusprechen. Solidarität im Wirts hinaus hörts leider auf.( Bustimmung.) Die Männer müssen mehr als bisher Verständnis für die Arbeit der Frauen aufbringen und die Frauen in ihrer Parteiarbeit unterstützen. Rednerin geht dann ein. gehend auf die Ausschüsse für Arbeiterwohlfahrt ein, die genau jo ais Parteiinstitution zu betrachten sind, wie die Bil im Interesse der sozialistischen Bewegung, sich damit abfinden dungsausschüsse. Alle in der Wohlfahrt tätigen Kräfte sollen zu müssen, mit bürgerlichen Parteien zusammenzuarbeiten. fammengefaßt werden. Auf dem Gebiete der Armen- und Waisen Eine Anzahl von Der Einfluß der bürgerlichen Mehrheit hat die Gestaltung der Pflege ist das leider noch nicht durchgeführt. Steuergeseze wesentlich beeinflußt und niemand von uns ist mit Rursen zur Ausbildung von Wohlfahrtspflegerinnen sind abgehalten dem Steuerkompromiß zufrieden. Wir leiden an den Folgen des worden. Die schlechte finanzielle Lage des Reiches und der kom Krieges und wir wollen hoffen, daß die Macht der Internationale munen bringt manche Erschwerung der Arbeit auf diesem Gebiete mit sich befestigen möge, so daß es möglich wird, ein friedliches inter- fich. Trogdem ist nicht zu billigen, daß wir uns so wenig um die vow Reich bereitgestellten Mittel, zu deren Aufbringung wir alle bei. nationales Zusammenarbeiten der Völker zu erreichen. Der Aufbau der Organisation ist in diesem Jahre nicht kritisiert getragen haben, bemühen. Bei der Bildung der neuen Wohlfahrts. worden. Die Organisation hat sich tapfer gehalten, obwohl der kommissionen haben die Bürgerlichen versucht, uns zur Teilnahme Streit der Eisenbahner und der städtischen Arbeiter der Partei an der Vereinigung für allgemeine Wohlfahrt zu bewegen. Dagegen manchen Abbruch getan hat. Mancher Eisenbahner, der im ersten muß man sehr steptisch sein. Rednerin zeigt das an einzelnen Bei= Unmut fein Mitgliedsbuch in die Ede geworfen hatte, ist wieder spielen. Stadt- und Bezirksverordnete müssen der Wohlfahrtsarbeit mehr als bisher Beachtung schenken. Auch durch diese Arbeit muß au uns zurückgekehrt, und das ist zu begrüßen. mehr Geist in weiteste Boltstreife getragen werden. Wir hatten im ersten Quartal des Berichtsjahres einen mit glieder rüdgang zu verzeichnen gehabt. Am Beginn des BeDurch die Abgabe der richtsjahres hatten wir 53 126 Mitglieder. Kreise Niederbarnim und Teltow- Beeskow an den Bezirksverband Brandenburg verminderte fich die Bahi auf 41124 mit glieder. Am Schluß des Berichtsjahres stieg die Zahl auf 44462 Dollzahlende Mitglieder. Die Unabhängigen zählten in ihrem Bezirksverband Berlin- Brandenburg etwa 50 000 Mitglieder. Wenn wir die Mit glieder unferes Bezirksverbandes mit denen der Mitglieder des Bezirksverbandes Brandenburg vereinigen, so erhalten wir 90 166 Mitglieder. In der Diskussion sprachen die Genossen AB höfer, Niemann, Groger, Altmayer, Liefe und Schäpe. Es wurde die Beitragsfrage, die Frage der Einigung mit der USB., die Arbeit der Stadtverordneten, die Fälle Bendiner und Lensch behan Nach der Annahme eines Schlußantrages erhielt Genosse delt. Franz Krüger, der 1. Borsigende des Bezirksverbandes, das Schlußwort. Er ging dabei ausführlich auf die Diskussion ein. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wurden die Wahlen zum Bezirksvorfand vorgenommen. Sie hatten folgendes Ergebnis: 1. Bors: Franz Krüger mit allen gegen 7 Stimmen, Nach der voraussichtlichen Bereinigung der beiden Parteien 2. Bors.: Friedrich Schlegel, 3. Bors.: Kurt einig. 1. Schriftf.: werden also rund 140 000 organisierte Parteigenossen in Berlin- Heinrich Umlauf, 2. Schriftf.: Hedwig Wachenheim. Revis Brandenburg zu zählen seien. Von den Kommunisten gibt foren: August Sellin, August Kleemann, hermann Kunge. es ja teine Mitgliederzahlen. Sie haben auch allen Grund zum Gustav Kegel, Wilhelm Bec, Julius Jänide. Bertretung Die Schloßfront am Lustgarten hatten die Mitglieder der Ju- Schweigen, denn wenn der Zuschuß von Moskau aufhört, wird der Frauen: Martha Hoppe, Elfriede Ryned, Else Scheiben, Preßiommission: 1. Kreis: Willi Schwanz, 2. Kreis: gendorganisationen zahlreich besetzt. Hier sprach der Genosse auch der Roten Fahne" und der Kommunistischen Partei die Luft huber. Ollenhauer für die Arbeiterjugend. Bieberum, wie bei so ausgehen. Wir werden den Trennungsstrich zwischen uns und Dr. Walter 3 e chlin, 3. Kreis: Karl Janichen: 4. Kreis: Hans Es ist ein Weber, 5. Kreis: Ernst Maraun, 6. Kreis: Emil Dittmer, vielen Demonstrationen, so führte er aus, haben wir uns heute den Kommunisten mit aller Schärfe ziehen. an diefem Platz zusammengefunden, wo por acht Jahren das Skandal, daß sich auch Genossen von uns an Rontrollausschüssen, 7. Kreis: Jonny Hinrichsen, 8. Kreis: Klara Bohm- Schuch. Schicksal vieler Männer entschieden wurde. Heute haben wir uns die die Kommunisten nach dem Rathenau- Mord bildeten, be- 9. Kreis: Hans Woŋwod, 10. Kreis: Nichard Draemert, 11. Kreis: Prof. Dr. Chajes, 12. Kreis: Mar Schuldig, verfammelt, um die ganze Kraft einzusehen, neues Elend zu verteiligten.( Lebhafte Zustimmung.) Die Betriebsstatistit hat sich gut bewährt. Trotz der großen 14. Kreis: Fritz Binte, 14. Kreis: Bruno Fiedler, 15. Kreis: hüten. In Erinnerungen braucht man fich nicht zu vertiefen, denn Willi Birnbaum, 16. Kreis: Richard Mitten zwei, 17. Kreis: jeder Tag zeigt auf der Straße, was der Krieg hinterlassen hat. Hindernisse find etwa 89 Broz. von ihr erfaßt worden. Und darum: Nie wieder Krieg! Leider gibt es noch Tausende, Troß der Schwierigkeit der Berhältnisse ist das Versammlungs- Alfred Günther, 18. Kreis: Dito Engel: 19. Kreis: Arnold Leider sind die Bichert, 20. Kreis: Hans Lorenzen. die ihre Gedanken an jener herrlichen" Reit nähren. Bu schnell wefen außerordentlich rege gewefen. Dergißt man, baß Millionen junge Menschen als Opfer diefes Schwierigkeiten bei der Referentenvermittlung noch nicht völlig beWahnsinns hingemäht wurden. Die Jugend hat es in der Hand, hoben werden. Die Genossen müssen dafür Sorge tragen, daß alle diesem allem vorzubeugen. Sie muß sorgen, daß der mon Anmeldungen von Bersammlungen rechtzeitig erfolgen. Dann werden archistische Beift aus den Schulen der Republit verschwinde. fich die Bersager wesentlich vermindern. Während des Berichtsjahres haben von 23 Ausschlußanträgen In unseren Reihen soll der Versöhnungsgeist eine warme Heimstätte finden, während der Geist des militarismus fünf mit dem Ausschluß der betreffenden Mitglieder geendet. vertilgt werden muß. Und barum heute von neuem: Nie wieder( Zwischenruf: Bendiner.) Der Fall des Landtagsabgeordneten Benbiner ist nach Schluß dieses Geschäftsjahres zu verzeichnen gewesen. Krieg! In Ruhe und Ordnung verließen die Teilnehmer den Luft- Er hat uns sein Wort gegeben, sein Landtagsmandat niederzulegen: garten und den Schloßplag, die Organisationen der Kriegsbe. Er hat sein Bort nicht gehalten. Er ist alsdann aus der Partei Wir wollen in Zukunft vorsichtiger fein. schädigten, Kriegsopfer und Kriegsgefangenen formierten sich zufammen mit der Sozialistischen Jugend zu einem Demonstra( 3uftimmung.) In der Stadtverordnetenversammlung macht sich tionszug, der unter Borantritt einer Musikkapelle zum 23ittenbergplab marschierte, mo er sich dann auflöſte, der ganze Jammer der Zersplitterung der Arbeiterbewegung Zur gleichen Zeit mit der Berliner Stundgebung haben Nie wieder Krieg" Demonstrationen in mehr als 250 Städten Deutschlands, wie auch in Desterreich, England, Frankreich, Holland, Skandinavien, in den Staaten der ehemaligen österreichisch ungarischen Monarchie, in der Schweiz, Portugal und Amerika stattgefunden. Zu der Kundgebung in Berlin find zahlreiche Begrüßungstelegramme der Aktionsausschüffe in England, Frankreich, Holland, Desterreich und Amerika ein gelaufen. = Keziner Posträuber verhaftet. Eine neue Belohnung von 21 400 m. Ein ungewöhnlich frecher Raubüberfall wurde, wie gemeldet, am 28. Oftober v. I. in Regin an der Havel verübt. Dort drangen turz nach 6 Uhr nachmittags plöglich sechs Männer, von denen vier mastiert waren, in das Postamt ein, schlugen ihre Pistolen auf das Bersonal an und zwangen es mit dem Rufe Hände hoch!" und unter Drohungen mit Erschießen sich in eine Ecke des Dienstraumes zu begeben und dort stehen zu bleiben, ohne sich zu rühren oder einen Laut vernehmen zu lassen. Die Einbrecher raubten 59000 m. bares Geld, für 28000 m. Post wertzeichen aller Art und für 137000 m. Einkommensteuermarten, dazu auch noch ein Boftablieferungsbuch. Nach der Tat verschwand die Bande spurlos. ausgeschlossen worden. Bezirksvorstand des Vereins Arbellerjugend: Richard Timm, Erich Dllenhauer, ris Meyer, Dora Nichtenhausen, Felir Müller, Kurt Red. Bildungsausschus: Richard Weimann, Hedwig Wachenheim, Friz Schmolinsti, Emmy Stod, Otto Jafobs, Felig Fromm, Hermann Leibner, Bruno Lache, Robert Rnobloch. Bezirksausschus für Arbeiterwohlfahrt: Gertrud Moll, Gustav Biestert, Helene Schmit, Mathilde Spliedt, Artur Schuldt, Emmy Stoc, Minna Lodenhagen, Wilhelmine Weide, Gertrud Eisfelder. reisen besondere Kassierer zu wählen. Auf Antrag des Bezirksvorstandes wurde beschlossen, in den Der Borstand der Stadtverordnetenfraktion wurde beauftragt, mindestens vierteljährlich den Kreisen Mitteilung zu machen, welche SPD.- Stadtverbemerkbar. 125 bürgerliche Abgeordnete stehen gegen 110 Abgeordneten ohne Grund in der Stadtverordnetenversammlung gefehlt ordnete der Linksparteien. Geschlossenes Abstimmen der drei Lints- hatten. parteien fommt jehr selten zustande und so wird selten das er- Folgende Entschließung gelangte einstimmig zur Annahme: reicht, was uns im Interesse der Berliner Bevölkerung notwendig Der Bezirkslag begrüßt die Bildung der zwischen den Fraffioerscheint. Wir haben keinen Grund, mit der Arbeit der Stadtver nen der SPD. und USP. 3uffandegekommenen Arbeitsgemeinschaft ordnetenverfammlung zufrieden zu sein. und spricht die Hoffnung aus, daß es bald gelingen möge, die einer Die Jugendorganisation hat prozentual größere Fort: organisatorischen Wiedervereinigung der beiden sozialistischen Parfchritte gemacht als die Gesamtbewegung. Die Mitgliederzahl ist telen etwa noch im Wege stehenden Hindernisse hinwegzuräumen. jede Förderung angedeihen laffen. Es ist unsere Hoffnung, daß die fiffifche Einigung tann jedoch vorläufig nur durch die beiden soziaDon 2630 auf 3114 Mitglieder gestiegen. Wir werden der Jugend Jugend einmal alles das zum Abschluß bringen wird, was wir Altenfische heute vorbereiten.( Beifall.) Die von den Berliner Genossen der SPD. ftets erstrebte sozialistischen Parteien hergestellt werden. Der Bezirksfag lehnt deshalb jede Gemeinschaft mit einer solchen Partei ab und verurteilt auf das Entschiedenste auch ein Zusammengehen in einzelnen( leinen Bezirken und Gruppen, sowie die Bildung fogenannter Kontrollausschüsse und ähnlicher Körperschaften." Sport. Rennen zu Grunewald am Sonntag, den 30. Juli. Genosse Alex Pagels ging alsdann näher auf den gedruckt vor- Die KPD. haf durch ihr Verhalten auch in letzter Zeit, insbeliegenden Raffenbericht ein und begründete an der Hand von stati fondere gelegentlich der jüngsten Demonftrationen, gezeigt, daß ihr stischem Material den Wert der Haustassierung. Es ist an einer wirklichen Einheitsfront des Proletariats nichts liegt, wenn merkwürdig, daß die einzelnen Werbeausschüsse so wenig Geld ge- damit nicht gleichzeitig die Wünsche der Moskauer Gewalthaber erbraucht haben. Als Kaffierer weiß ich, daß zur Agitation Geld gefüllt werden. Anstatt einigend, wirkt diefe Partei überall durch ihre hört, und man darf es nicht übelnehmen, daß aus dieser Tatsache berlogene Politik und ihre anerzogene Berleumdungsjucht gegenüber der Rückschluß auf eine sehr mangelhafte Arbeit dieser Ausschüsse Andersdenkenden nur zerfförend und treibt dadurch die Arbeiter ins gezogen wird. Wenn einzelne Abteilungen feine Eintrittsmarken Cager der indifferenten Masse und der bürgerlichen Parteien. Die verbucht haben, läßt das einen Schluß zu auf die agitatorische Tätige Wirksamkeit der Kommunisten kommt daher am Ende nur der Refeit in diesen Abteilungen. Es ist bedauerlich, daß 47 Abteilungen attion zugute. nicht eine einzige Extramarte verkauft haben. Ich weiß nicht, ob das nur auf die schlechte wirtschaftliche Lage zurückzuführen ist. Trop aller Mahnungen fommt es noch vor, daß bei Parteivergnügen unvorsichtig faltuliert wird, so daß dann von der Hauptkasse Zuschüsse Räuber aber ist immer erst ein kleiner Teil wiedergefunden worden. Die Bermutung, daß man es mit Berlinern zu tun habe, hat Für die Herbeischaffung hat jezt die Oberpostdirektion eine Be= fich bestätigt. Die Verbrecher, die sich vorher über die Ein- lohnung von 21 400 m. oder 10 Broz. des Wertes des herbeirichtungen des Amtes genau unterrichtet haben mußten und die geschafften Gutes ausgefegt. Die mitgeraubten Bersicherungsmarten 1. Rennen: 1. Gestüt Weils Tausendmarknote( Rögler), 2. Welcome Tephon und Telegraphenanlagen gleich bei dem tragen den Aufdruck Provinz Brandenburg". Mitteilungen, die Blik. 3. Mrs. Bunch. Zot.: 23, I.: 13, 17, 17. Ferner liefen: 3ndendant( 4), Ueberfall 3 er störten, um die Verfolgung zu erschweren, sind bis vertraulich behandelt werden, nimmt das Raubdezernat der 2. Rennen 1. Graf Seidlig- Gandreczkis Orchis( Seidt), 2. Ffelberg, 3. GilFabiola, Black Mart, Thusnelda, Kirsche, Lämmergeier, Winne. auf zwei Mann von der Kriminalpolizei ermittelt und festge- Kriminalpolizei im 3 immer 80 des Polizeipräsidiums, fried. Tot.: 63, BI.: 28, 28, 20. Ferner liefen: Landflucht( 4), Seldin( gef.), nommen. Die Verhafteten sind ein Mechanifer Baul Schulz, der Hausanruf 433 und 601, entgegen. Dublone, Kreuzbombe, Alsterrose, Mortimer, Tor di Quinto, Fliegemal, Bar. barossa, Pali. 3. Rennen: 1. A. und C. v. Weinbergs Aventin in einer Berliner Fabrik arbeitete, ein gewiffer Lennhaven und ein Dreher Emii Klupfch. Der verhaftete Schulz erregte. Ber- Ein schwerer Autounfall ereignete sich auf der Potsdamer( D. Schmidt), 2. Damenweg, 3. Lorenzo. Tot.: 20, Pl.: 12, 16. Ferner liefen: Liebediener( 4), Casa Bianca, Freigeist. 4. Rennen: 1. A. und C. von dacht, als er Brief- und Steuermarten verkaufen wollte. Die Krimi- Chauffee. Hier fuhr ein Kraftwagen zwischen der Lohengrin- und Weinbergs Simson( O. Schmidt), 2. Königsadler, 3. Gimpel. Tot.: 31, Pl.: nalpostdienststelle nahm hn fest. Die Marfen, die er angeboten soldestraße gegen einen Baum. Dabei wurde der vordere 14, 18, 15. Ferner liefen: Isabella( 4), Casanova, Leibfuchs, Lehndorff, Saba nera, Lindenblüte. 5. Rennen: 1. A. und C. v. Weinbergs Auslese hatte, gehörten zu den in Kezin geraubten. Während der Durch Teil des Kraftwagens eingedrückt und die sämtlichen Glasscheiben( D. Schmidt), 2. Mainberg, 8. Mortala. Tot.: 19, I.: 12, 25, 39. Ferner fuchung seiner Wohnung erschien dort auch Tennhaven, ein wurden zertrümmert. Eine Infcffin, die 29 Jahre alte Frau Emilie liefen: Eitelkeit( 4), Fuchsmajor, Kiltinte, Malchin, Cigilbert, Ananas. Mann, der schon zu der Zeit, als Max Hölz in Mitteldeutschland Bohmhäuer aus der Passauer Str. 37a wurde auf der 6. Rennen: 1. Sauptgeftüt Gradiß' Geiser( Janet), 2. Athene, 3. Centrifugas. hauste, dort eine Räuberbande geführt hat. Klupich Stelle getötet, von den anderen drei Insessen erlitten eine ot.: 28, Pl.: 16, 55, 34. Ferner liefen: Obulus, Favorita, Meerschaum, Burtus II, Ceres, Rabenlocke, Wotan, Pan Robert, Filou. wurde nachträglich ermittelt und ebenfalls festgenommen. Bei Frau Drecte neben Hautabschürfungen eine Gehirnerschütterung, 1. R. Müllers Gyere velem( Corkler), 2. Cinhart, 3. Parcifal. Tot.: 22, 31: Schulz fand man im Schlaffofa für 29 000 m. Steuer der Chauffeur Albert Merten Schnittwunden im Gesicht und der 13, 14 15. Ferner liefen: Maral( 4), Pautenschläger, Rern, Sultare VIII, Riralyka, Fuhrpart. marten aus Rein. Ein gewiffer Leese war schon früher als Kaufmann Walter Borte mehrere Hautcbschürfungen. Die Leiche Mittäter festgestellt worden. Er fellte am 31. Dezember v. 3. feft- der Frau B. wurde beschlagnahmt und nach der Halle des ZehlenWetter für morgen. genommen werden, griff die Beamten an, versuchte dann zu ent- dorfer Friedhofes geschafft. Die Verletzten brachte man nach dem fliehen und wurde erschossen. Bei ihm fand man damals fchon Sanatorium Waldfrieden in Zehlendorf. Die Schuldfrage be Marten aus dem Reginer Postraub. Bon der ganzen Beute der darf noch der Aufklärung. " 7. Rennen: Berlin nnd Umgegenb. Etwas fübler, zeitweise heiter, jedoch überwiegend bewölkt, mit leichten Regenfällen und ziemlich frischen fübwestlichen Minden. Gewerkschaftsbewegung Postbeamte und Beamtenbund. Zusammenschluß im ADB. Lehrzeit läßt vielfach zu wünschen übrig, und daraufhin wird der auf 2 Pfund Sterling gestiegen. Zu dieser Steigerung junge Gefelle unablässig eingeschüchtert und beschimpft, so daß ihn trug allerdings zum Teil auch die Bestellung der deutschen Eisenfein Herr" vollständig in der Hand hat und ihn weiter ausbildet. bahnverwaltung von 400 000 Tonnen Kohlen bei. Bis dann endlich die Mißstände aus Tageslicht kommen und die Organisation eingreift. Die Vorschläge Hardings für die morgige Konferenz sind Derartige Vorkommnisse fönnten in Berlin wenigstens zum folgende: 1. Die Streifenden nehmen die Arbeit fofort wieder auf, Dem am Sonnabend nachmittag zu Ende gegangenen Vergrößten Teil vermieden werden, wenn die lieben Verwandten dafür 2. die Gesellschaften verpflichten sich, die Streifenden wieder einzuvandstag des Reichsverbandes Deutscher Post- und Tele- forgen wollten, daß die jungen Leute, die hierher in Arbeit kommen, stellen, 3. eine zweite Konferenz wird abschließend einberufen. Die graphenbeamten wurde von allen interessierten Kreisen die ich sofort ihrer Organisation anschließen, und wenn man sich zuvor Führer der Eisenbahnergewerkschaften erklärten diese Borschläge über die Stellen in Berlin, die außerhalb wie sauer Bier angeboten angeblich als geeignete Grundlage für Verhandlungen. größte Beachtung geschenkt. Er war einberufen zu dem ausschließ werden, bei der Organisation näher erkundigte. lichen Zweck, Stellung zur Organisationsfrage zu nehmen. Die Gründung des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes hatte den Deutschen Beamtenbund in seinen Grundfesten erschüttert, denn ,, Das zukünftige Arbeitsrecht in Deutschland." das Ausscheiden der Reichsgewerkschaft der Eisenbahnbeamten war das Signal für andere Beamtenverbände, insbesondere für den Dem Beschlusse des Leipziger Gewerkschaftstongresses folgend, Reichsverband der Postbeamten, ihre Haltung zum Deutschen Be- hat der Vorstand des ADGV. den Vortrag von Prof. Dr. amtenbund einer Revision zu unterziehen. Im Reichsverband war ugo Sinzheimer über dieses für die Gewerkschaften insbefofort eine starke Strömung für den Anschluß an den All- fondere aktuelle und wichtige Thema in einem Sonderdruck ergemeinen Deutschen Beamtenbund vorhanden, auf deren Drängen scheinen lassen. Die gute Aufnahme, die dieser Vortrag auf dem der Verbandstag einberufen wurde. Die Anhänger des Allgemeinen Gewerkschaftskongreß allgemein gefunden hat, läßt es überflüssig erDeutschen Beamtenbundes waren allerdings insofern im Nachteil, als scheinen, ihm hier noch Worte des Lobes zu spenden. Um so ein dringlicher aber müssen wir allen Gewerkschaftsmitglie die Delegierten nach den Satzungen schon zu Beginn des Jahres ge- dern empfehlen, sich das kleine Heftchen zu beschaffen und wählt werden, und deshalb gab der außerordentliche Verbandstag den Vortrag aufmerksam zu lesen, der durch die Druckauch tein Spiegelbild über die augenblickliche Stimmung in den Mitgliederkreisen. Aus diesem Grunde fam ein Beschluß zu- legung an Lebendigkeit faum etwas eingebüßt hat. stande, der gewissermaßen als ein Kompromiß zwischen den Anhängern der beiden Richtungen angesehen werden muß. Das Entscheidende an dem Entschluß ist der Austritt aus dem Deutschen Beamtenbund. Die Frage entsteht nun, was geschehen soll? Es fann feinem Zweifel unterliegen, daß der Anschluß an den Allgemeinen Deutschen Beamtenbund erfolgen muß. Wer aufmerksam die Tagung verfolgte, tann sich des Eindrucks nicht er wehren, daß eine zielbewußte Anhängerschar für den Anschluß an den Allgemeinen Deutschen Beamtenbund an der Arbeit war und den Verbandstag, der noch am ersten Verhandlungstage mit 82 gegen 78 Stimmen entschied, feinen Vertreter einer Spitzenorganisation zuzulassen, am zweiten Tag dazu brachte, einstimmig den Austritt aus dem Deutschen Beamtenbund zu vollziehen. Der dritte Verhandlungstag brachte einige Sagungsänderungen und die Neuwahl des Vorstandes. An Stelle des verstorbenen Borfigenden Laur wurde Kugler gewählt. Wesentliche Veränderungen in der Zusammensehung des Borstandes traten nicht ein. Betont sei noch, daß nur durch den Austritt aus dem Deutschen Beamtenbund die Spaltung des Verbandes, der rund 150 000 Mitglieder zählt, verhindert werden konnte Aus Münster( Westf.) wird uns berichtet: In einer Versammlung der auf dem Boden der aktiven Gewerkschaftspolitik stehenden Beamten wurde heute die Gründung einer Ortsgruppe des Allgemeiner Deutschen Beamtenbundes beschlossen und ein vorläufiger Ortsausschuß gewählt. Borsitzender des Ortsausschusses ist der Justizinspektor Hoberg, weitere Mitglieder der Eisenbahnsekretär Groß und der Strafanstaltsbeamte Schenk. Ein Fall von vielen. Der Bäckermeister Ostar Braun, Wehlauer Str. 3, beschäftigte seit Oftober einen jungen Gesellen, den er nach Strich und Faden ausbeutete. Er beschäftigte den jungen Mann täglich 15 Stunden und zahlte ihm zuletzt 80 Mart Mochenlohn. Als der Bruder des Betrogenen sich an die zuständige Behörde wandte, um dem Achtstundentag Geltung zu verschaffen, fühlte sich der biedere Meister beleidigt und griff den Beschwerdeführer auf der Straße tätlich an. In ähnlich rabiater Weise sucht der Herr Braun fich dem Eingreifen der beruflichen und der amtlichen Organe zu wider fegen. Unter Hinweis auf die Zusammengehörigkeit aller Arbeiter durch das gleiche Berufsschicksal fordert Sinzheimer einheitliches Arbeitsrecht und einheitliche Arbeitsbehörden. Er behandelt die Streitfrage über die Stellung der Arbeitsgerichte und der Juristen in der sozialen Rechtspflegetätigteit. Den Kern des Vortrages bildet die Koaliton als Organ der gesellschaftlichen Verfassung, die Freiheit über die Arbeitsmotive, indem er die neue Epoche des Arund Verantwortlichkeit der Koalition, er schließt mit Untersuchungen beitsrechts aufzeigt. Die Gewerkschaftsmitglieder erhalten die im Buchhandel 5 M. foftende Broschüre zu einem geringeren Vorzugspreis durch ihre Verbände. Ende des Streiks der Schiffsingenieure in Hamburg. Die Hamburger Schiffsingenieure und Seemaschinisten haben den Schiedsspruch des Reichsarbeitsministeriums, wie sie ausdrücklich erklären, im Interesse der deutschen Volkswirtschaft und Boltswohlfahrt mit 450 gegen 131 Stimmen angenommen. Falls in den übrigen Hafenstädten eine Entscheidung im gleichen Sinne fällt, dürfte der Streif morgen beendet sein Die amerikanische Sreifbewegung geht nach einer Meldung der Times" aus Washington ihrem Ende entgegen. Es bestehe begründete Aussicht, sowohl den Eisenbahnerstreit wie den Bergarbeiterstreik in dieser Woche zu beenden. = Bund der technischen Angestellten und Beamten. Heute 7% Uhr Funktionärversammlung Metallindustrie in den Musiker- Festsälen, KaiserWilhelm- Str. Mitgliederversammlungen: Dienstag, ½ Uhr, Gesundheitsindustrie, in den Sophien- Gölen( weißer Gaal), SophienSaal), Invalidenstraße; Charlottenburg II, Atademische Bierhallen, Schillerftraße 17-18; Mittwoch, 7½ Uhr, Architekten im Nordischen Hof( blauer ftraße 24; Wilmersdorf, Bittoria- Garten, Wilhelmsaue 114-115; Nordost, zum Königstor, Neue Königstr. 1; Donnerstag: Charlottenburg 1, Aug.scheidtstr. 39; Friedenau, Hohenzollern, Handjernstraße; Nordwest I, Mattte, Kasino, Kaiserin- Augusta- Allee 36; Charlottenburg III, Deutsches Haus, WindSurmstr. 78; Spanau, Neuer Ratsteller, Rathaus; Freitag, 7 Uhr: Oberschöneweide, Hubertus, Edisonstraße, Ede Waldstraße; Weißensee, Spatenbräu, Berliner Allee 232; 8entrum- Süd, Alegandriner, Alegandrinenstr. 37; Neukölln, Bürgerfäle, Bergstr. 147; Osten' II, Logentafino, Knorrpromenade 2; Schöne berg, Ebershof, Ebersstr. 68; Tempelhof, Casino- Reſtaurant, Berliner Str. 65. Vergolder- und Deutscher Holzarbeiter Verband. Rahmen- Industrie. Dienstag nachmittag 5 Uhr, Andreas- Festfäle, Andreasstr. 21, Branchenversammlung. Bericht über den Abschluß der Tarifverhandlungen. Die Ortsverwaltung. Wirtschaft Die österreichische Notenbank. Für die neu zu errichtende Notenbank ist nach dem Statutenentwurf ein Aktienkapital von 100 Mill. Frank, eingezahlt in Gold und Devisen, vorgesehen. Jede ausgegebene Note muß zu einem Drittel in Gold und Devisen gedeckt sein. Für die Bewertung der Devisen ist der Durchschnittskurs der legten zwei Monate vor der Errichtung der neuen Notenbant maßgebend. Bei Verschlechterung der Valuta kann die Regierung im Einverständnis mit der Bankleitung später einen neuen Kurs als Grundlage für die Notenausgabe festseßen. Die Bant ist verpflichtet, den Notenfurs nicht unter einen bestimmten Stand sinken zu lassen. Die über die metallische Deckung hinaus ausgegebenen Noten müſſen durch gute Wechsel gedeckt sein. In die bankmäßige Deckung des Notenumlaufs können Lombarddarlehen eingerechnet werden. Die Regierung wird die Notenbank nicht mehr beanspruchen, und wenn sie es tut, muß für die auszugebenden Noten Deckung in Devisen erlegt werden. Der Staat soll zur Einreichung von Wechseln berechtigt sein, die zu diskontieren find. Die Bant darf auf Grund verzinslicher Einlagen Obligationen ausgeben. Die Verwaltung wird aus einem Präsidenten und 21 Generalräten, darunter 6 Ausländern, bestehen. Produkte Am Dienstag foll zwischen den Vertretern der Eisenbahngesellschaften und denen der Streifenden verhandelt werden. Ruffische Inderziffern. Auf den Moskauer Märkten ist eine Stabiliiierung der Preise der Lebensmittel zu бeNeuerdings wird gemeldet: Die Lage im Eisenbahner- obachten. Bei einigen Produkten ist sogar ein Preisrückgang zu streit hat heute eine sensationelle und unerwartete Wendung ge- verzeichnen. Die durchschnittlichen Marktpreise der Lebensbedürfnisse nommen. Die Gewerkschaftsführer haben die Vermittlungs zum 1. Juli waren: vorschläge Hardings abgelehnt. Man erwartet nun, daß die Regierung die Eisenbahnen selbst in die Hand zu nehmen versuche. Auch im Kohlenstreit macht sich eine Ber= schärfung bemerkbar. Der Staatssekretär des Handelsamts, Hoover, hat heute jede Kohlenausfuhr verboten und alle Staatenregierungen angewiesen, die Kohlenlieferungen zu rationieren. Trotzdem erwartet man in vielen Industriekreisen Schwierigkeiten infolge des Kohlenmangels. 32 " " " " " O 165 " " " 88 Preise in Nubeln vom Stand 1922 Roggenbrot 1 Pfund 16 N., d. i. 94% v. 25. 6., 98%, b. 28. 5. Weizenbrot Roggenmebl 1 Bud 708 Weizenmehl 1200 1 fund 92 Buder Butter Fleisch 78% 89% 102% 100% 770 78% 0 93% 86% 91% 105% 104% 86% " Aus London wird berichtet: Der Beschluß einer amerikanischen Der Preis der monatlichen Lebensmittelzuteilung von 3600 Hafenarbeitergesellschft, sich dem Ausladen englischer Kohlen zu Salorien betrug am 1. Juli 3173 Rubel, d. i. im Verhältnis zum widersehen, erregt in industriellen Kreisen große Bestürzung, da Es ist die alte Geschichte. So mancher biedere Handwerks. man sich dort auf eine Flut von amerikanischen Kohlenbestellungen Indeg vom 25. Juni, wo er 3320 Rubel betrug, ein Rückgang um 5 Broz. und im Vergleiche zum Inder vom 28. Mai um 8 Proz. meister sucht junge Gefellen aus der Provinz oder vom Lande, die gefaßt machte. Die Befürchtung ist um so größer, als in von der Eristenz ihrer Berufsorganisation feine Ahnung, haben Northumberland bis jegt 700 000 Tonnen Kohlen bestellt worden und von ihrem ehrsamen Meister gehörig bearbeitet und nach Gut- waren. Biele Grubenbefizer waren gezwungen, Bestellungen abdünken behandelt werden. Die sogenannte Ausbildung während der zulehnen. Die Preise sind in kurzer Zeit von 10 Schilling Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klübs Berlin- Lichterfelde; für An. zeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts.Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: Bormärts- Buchbruckerei u. Berlagsanstalt Vaul Singer u. Co.. Berlin, Lindenstr. 2. Weinberger Brunnenstr. 25 Detallverkauf von Herren-, Damenstiefeln und Schuh- Fabrik Berliner PraterTheater Kastanienallee 7-9. Täglich: Die Prinzessin v. Nil Operette in 3 Akten sowie Spezialitäten. Beginn 5 Uhr. A BAR oder bequeme diskrete Teilzahlung Vornehme moderne Herrengarderobe Gebrüder Feniger Oranienburger Straße 58. Perser- Teppiche Klaviere, Flügel Brücken höchste Tagespr.zahlt Herer, Pallasstr. 9, Karf. 9104 Kleide dich billig, elegant Nur bei GarderobenFranck Neukölln, Böhmische Str. 47 1 Minute Dom Richardplay Zum Prozeß gegen die Konterrevolution in Rußland G. LELEWITSCH: Die Konstituante von Samara.( Ein Beitrag zur» Humanität u.» Demokratie« der Partei der Sozialrevolutionäre.) Preis Mark 25.-, G. SSEMJONOW( WASSILJEW): Die Partei der Sozialrevolutionäre in den Jahren 1917 bis 1918( ihre Kampftätigkeit u. militärischen Aktionen). Preis Mark 4.50. W. KNJASEW: W. Wolodarski. Preis Mark 35.-. N. MESCHTSCHERJAKOW: Das menschewistische Georgien.( Anmerkungen zur Broschüre Kautskys über Georgien.) Preis Mark 1.50. N. MESCHTSCHERJAKOW: Der Terror der georgischen Menschewiki. Preis Mark 20.L. TROTZ KI: Zwischen Imperialismus und Revolution. Die Grundfragen der Revolution an dem Einzelbeispiel Georgiens, Preis Mark 35.-, geb. Mark 45.-, I. WARDIN: Die Partei der Menschewiki in der russischen Revolution. Preis Mark 6.-. RUSSISCHE KORRESPONDENZ Nr. 4-5 des dritten Jahrganges mit Aufsätzen über die Tätigkeit der Sozialrevolutionäre und Menschewiki. Preis Mark 45.-. Demnächst erscheint! Demnächst erscheint! W. BYSTRANSKY: Menschewiki und Sozialrevolutionäre. Preis Mark 60.-. Ausführliche Prospekte auf Verlangen. Verlag Carl Hoym Nacht. Louis Cahnbley, Hambg.8 -schuhen zu Fabrikpreisen. G 9469 Zähne von 30 Teilzahl. 3j.Gar. Kronen Rirgenbs beffer taufen Sie erſt- Geschäft mit tauschloser Bohnung an 60M., Zahnz.m.Einspr. affige Anzüge, Paletots, Schlüpfer, fauft sofort Brehmer, Schöneberg, h.schmerzid. Umarb. schlechts.Geb. Rep.sof. Cutaways, Covercoats, Streifhosen usw. Sauptstraße 9. Zahnarzt Dr. Wolf. Potsdamer Str. 55, Hochbahn- St. Sprz. 9-7 Moderne Damentaschen Spez.: Autolack- u. Florida Rindleder Wichtig für : Wiederverkäufer: Auch Einzelverkauf Lederwarenfabrik P. Metzel Prinzenstraße 89, an der Ritterstraße Kleingärtner Siedler u. Pächter erhalten in allen vorkommenden Rechtsfragen zuverlässige Auskunft durch den Kommentar von DR. ED. DAVID Die Siedlungsgesetzgebung einschließlich Heimstättengesetz, Kleingarten- und Pachtschutzordnung PREIS: geh. 20 Mk., geb. 25 Mk. Buchhandlg. Vorwärts Berlin SW 63, Lindenstr. 2 Verkäufe Leibhaus Spiegel, Chauffeestraße 7, verkauft spottbillig, erstklassige Anzüge, Schlüpfer, Razenjacken, Sportpelze, Gehpelze, Füchse aller Art. Reine Lombardware. * Unterricht in unübertrefflicher Auswahl, fontur renzlos billig. Sämtliche Waren sind Ersas für Maßverarbeitung. Große Reine Pelzwaren Gelegenheitskäufe. Lombardware. Leihhaus, Brunnen Stenographie. Gründliche Ausbildurg straße 5, dirett Rosenthalertor. in Kurzschrift, Maschinenschreiben auf allen gebräuchlichen Maschinen, Kreuzfüchse, Pelzwaren spottbillig. Leihhaus, Reinidendorferstraße 105( Ret- ebungsstunden, Dittatstunden, Buch Rechnen, führung, Schriftverkehr, telbedplay). Schnell- Schönschreiben, Deutsch, Lehr 2 Peizmäntel, Prachtstücke, elegant ge, pläne tostenlos. Kaufmännische Privat füttert, 6800.- wundervolle Ragen schule Strahlendorff, Spittelmarkt, jade 4500.-, fefche Glintsjade, Silber Beuthfir. 11. wolf, Gilbertreuzfüchse billig verkäuflich. Großmann, Berlin- Schöneberg, Ruf steinerstraße 2, vorn 1, Untergrund. Verschiedenes bahn Bayerischerplaz.. * Kleiderprinz, Prinzenstr. 24, verkauft Bertrauensvolle Auskunft, Unterfpottbillig erstklassige Anzüge, Schlüpfer, fuchung, gewissenhafte Behandlung, Sosen aus prima Stoffen. Genau auf distret, Damen, Sonntags auch. Frau Firma achten. Schneiderin, ärztlich ausgebildet, LangeIII lints, Nähe Schlesischer Anzüge 1600.-, Gummimäntel ver- ftraße 4, tauft Leihhaus, Reinickendorferstraße 105 Bahnhof, Jannowigbrüde. ( Nettelbeckplatz). Reine Lombardware. Bertrauensvolle Auskunft, Arzt zur Sibirischer Kreuzfuchs, geblendet, sel. Stelle. Sebamme Opig, Neue Rönigten schön, 825, prachtvoller Blaufuchs, straße 57( Aleganderplag). Gilberwolf, 8obelfuchs, außerdem ele. ganter Sportpelz billig verkäuflich. Goldmann, Alegandrinenstr. 44 II, Ede Rommandantenstraße. * Getragene Friedensanzüge, große Aus wahl, zum Teil auf Geide, sehr sillig, fede Figur passend, auf Lager. Frad, Gmotinganzüge. Schnurmacher, Stalizer Arbeitsmarkt Stellenangebote Einrichter Straße 108. Laden. Hochbahn Oraniente. fe Halbautomaten. Bittler- und Kreuzfüchse, Alaskafüchse, sämtliche Cowe- Revolverdrehbänke, sowie Belzarten, fpottbillige Sommerpreise. Reine Lombardware. Leihhaus RosenRevolverdreher thalertor, Linienstraße 203/204, Ede Spitzendreher Rosenthalerstraße. Möbel Metallbetten 300.- Chaiselongues 325.Stellt ein NAG, Oberschöneweide. [ 300 Kontoristin, Patentmatragen, Polsterauf mit Stenographie und Schreibmaschine lagen, Rinderdrahtbett. Meide, August- vertraut, per fofort gesucht. Offerten straße 32a, Quergebäude. Musikinstrumente Pianos preiswert. Klaviermacher Lint, Brunnenstraße 35. Bandonion billig. Dörfer, KrautStraße 17( gewerblich). Kaufgesuche unter 3.49 an die Hauptgeschäftsstelle des Vorwäris". Botenfrauen und Männer werden zu den neuen, im Juni um über 50 Prozent erhöhten Löhnen sofort eingestellt Gettkorte, Weinforte, Staniole tauft Aderftr 174( Roppen- Markisstraße 36 play) Müllerftraße 34 a Anzüge, Sommerpaletots, Sommer- jedes Quantum Brand, Linienstr. 201a, Bärwaldstraße 42 Betersburger Plaz 7 fchlüpfer, Covercoats, Cutaways, Geh- Laden( Rosenthaler. Tor). Bastianstraße 7 Brinzenstraße 31 rodanzüge, Gummimäntel, Sofen, jeßt Fahrradankauf, Linienstraße 19.[ 149R* Boghagener Str. 62 Stegliger Straße 34 fünfzig Prozent billiger. Friedens Laß, Aleranderstraße 8a, tauft Wäsche, GreifenhagenerStr22 Battstraße 9 toffe. Reine Lombardware. Leihhaus Garderoben, Stoffe, Betten, Prismen- Immanueltirchstr. 24 Wilhelmshavener Rosenthalertor, Linienstr. 203/204, Ede Rofenthalerstraße. gläser. * Geschäftsankäufe Laufiger Blag 14/15 Straße 48 Borsigwalde, Räuschstraße 10 Leihhaus Friedrichstraße 2( Hallesches Lichtenberg, Wartenbergstraße 1 Tor) verkauft jpottbillig Anzüge, Neufölla, Nedarftr. 2 u. Giegfriegstr. 28/29 Schlüpfer, Paletots. Pelzwaren- Ge Restaurant, Größe und Preis Neben. Niederschöneweide, Fennstr. 23 Tegenheitstäufe: Sportpelze Gehpelze, fache, mit tauschlofer Wohnung, tauft Reinidendorf- Oft, Provinzftr. 56 Razenjaden, Füchse aller Art. Reine fofort Brehmer, Schöneberg, Haupt- Schöneberg, Belziger Straße 27 Lombardware. Tempelhof, Raiser- Wilhelm- Straße 31 straße 9. Stephan 4584,