Nr.366 39.Jahrgang Ausgabe Afr. 179 Bezugspreis: Für ben Monat August 90, 9, noraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet, fowie Desterreich und Suremburg 138- M., tür das übrige Susland 172, M. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Eithland, Finnland, Frankreich, Solland, Lettland, Luxemburg, Defter teich Schweden, Soweiz, Tschecho Slowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt unb Seit", ber Unter haltungsbeilage Seimwelt und ber Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 3 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareflegefle Loftet 25,-. Reflamezeile 125,-. Aleine Anzeigen" bas fettgebrudte Bort 7, M.( zuläffig zwei fettge brudte Worte), jedes weitere ort 6, M. Stellengesuche und Schlaf ftellenanzeigen bas erste Wort 4.- M jebes meitere Wert 3.- M. Borte Bber 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Aben. nenten Seile 10,- 9. nzeigen für die nächste Summer müssen bis 4%, 2hr nachmittags in Sauptgeschäft, Berlin SW 68, Sinden Straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönboff 292-295 und 2506-2507 Sonnabend, den 5. August 1922 Antwort an Poincaré. Das Reichstabineff hat sich seit Ankunft der letzten ultima- Imit Lloyd George zu reden, für Europa ebenfalls eine große fiven Note des französischen Ministerpräsidenten mehrfach mit Gefahr. der Rechtslage und den wirtschaftlichen Auswirkungen der Nur dann fann Deutschland seinen ökonomischen und Pariser Antwort beschäftigt. Am Freitagabend wurde die kulturellen Aufgaben zum Nuzen Europas gerecht werden, Rüdantwort der Reichsregierung fertiggestellt und tele- Leistungen zu erreichen, die weder der Kraft Deutschlands, Rüdantwort der Reichsregierung fertiggestellt und tele- wenn nicht mehr versucht wird, aus außenpolitischen Gründen graphisch der deutschen Botschaft in Paris übermittelt, die sie noch der wirtschaftlichen Wohlfahrt der Welt angemessen find, am Sonnabendvormittag überreichen wird. und wenn schließlich von den leitenden Männern der Sieger staaten anerkannt wird, daß die weitere Entwicklung der deute schen Baluta diejenige Frage ist, die von Deutschland auf das politische und wirtschaftliche Leben der ganzen Welt zurüdwirft. Solange man nicht dieser Einsicht entsprechend handelt, besteht ernsthaft eine große Gefahr der wirtschaftlichen Berrüttung für Europa. Englische Kritik an Frankreich. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haubterpedition u. JuferatenAbteilung: 25nhoff 2506-2507 Die Labour Party. Bon Dr. Charlotte 2üttens. Die durch die wirtschaftlich unsinnigen Bestimmungen des Friedensvertrages und ihre Konsequenzen geschaffene allgemeine Notlage Notlage sowie Unsicherheiten und Reibungen, wenn nichts Schlimmeres, im Innern beherrschen heute das öffentliche Leben aller Nationen Kehrjeiten derselben Medaille. Ist es in den besiegten Ländas eine vielleicht die Folge des anderen, beide Erscheinungen dern die unabsehbare Verschlechterung der Währung, wahnsinnige Preissteigerung und damit ein wirtschaftliches Elend, Ueber den Inhalt der Note weiß der Sozialdemokratische mit dem auch die zahlenmäßig größten Lohnsteigerungen nicht Parlamentsdienst zu melden: Die Reichsregierung betont in Schritt halten fönnen, so sind es bei den Siegern Absatzihrem Antwortschreiben vor allem nochmals ihren bisherigen schwierigkeiten für ihre durch die Balutagunst übermäßig Standpunkt und läßt anschließend wörtlich die Antworten der teuren Waren, also Produktionseinschränkung und Arbeitsenglischen und belgifchen Regierung auf das Gefuch um Milde lofigkeit beide Male also eine Depression des Errung der Ausgleichszahlungen folgen. Ferner wird darauf merbslebens, die bitter auf den arbeitenden Klassen hingewiefen, daß am 5. Auguft für Frankreich feine rechtliche laftet und auch sonst die soziale Schichtenverteilung überall Bajis zu Zwangsmaßnahmen besteht, da die von Poincaré völlig aus dem Gleichgewicht bringen muß. Berstärkt durch geforderten Summen erst am 15. Auguft fällig sind. Rechtlich London, 4. August.( WTB.) In Besprechung der Rebe Lloyd die Differenzen und Berwicklungen in der großen Politik, folgt würde sich Frankreich erst am 15. Auguft bei seinen Hand- Georges unterstreicht„ Daily Chronicle" die Stelle, wo der Minister aus diefer Situation dann der innerpolitische Kampf lungen auf den Versailer Vertrag füßen fönnen. Zum präsident fagt, Großbritannien könne feinen Steuerzahlern nicht um die Abänderung dieser Notlage und ihrer Voraussetzungen. Schluß wird betont, daß das Reichskabinett an eine voll- bie gesamten Lasten der internationalen Schulden aufbürden. Kabinette manten, Neuwahlen der oft noch in der„ Kriegs" und tändige Einstellung der deutschen Zahlungen nie ge- rantreich fei steuerlich viel weniger bela ft et als Friedenspsychose" zustande gekommenen Parlamente stehen dacht hat und daß eine derartige Auffaffung auch nicht aus Großbritannien. Es ieide faum an Arbeitslosigkeit. Während Groß vor der Tür, die Frage der Mehrheitsbildung, das Problem dem Gefuch um Stundung der Ausgleichszahlungen hervor britannien die militärischen Rüstungen faweit wie möglich der Koalitionen benachbarter Parteien tritt auf, die Diskussion gehen fonnte. Ferner wird nochmals auf die deutsche Wirt- vermindere, unterhalte Frankreich eine große Armee von schwarzen wendet sich auch schüchtern wieder den großen Fragen des fchafts- und Finanzlage hingewiefen und dann die Erwartung und weißen Soldaten in Europa, gebe Millionen für den Bau von Wirtschaftssystems Sozialisierung oder nicht? zu. Im ausgesprochen, daß Poincaré unter Berücksichtigung der deuf- Unterfeebooten aus und unterhalte auf französischem Boden Luftganzen aber ist die Einstellung auf die politische Seite des schen Verhältnisse und der Rechtslage feine Auffaffung ändern streitkräfte, die den englischen um das Sechs bis Achtfache Problems stärker weil gang richtig gefehen ist, daß nur und von Zwangsmaßnahmen absehen wird. überlegen seien. Gegen wen baut Frankreich Unterfeebnote, von hier aus, durch eine Umstellung der Welt, d. h. heute der Paris, 4. Auguft.( EP) Die„ Liberté fagt, daß die den Weltfrieden bedroht, mie fann es da sagen, daß es seine Friedens- und Reparationsbestimmungen, und nicht auf dem Paris, 4. Auguft.( EP.) Die„ Liberté" sagt, daß die wenn nicht gegen uns? Wenn es Millionen ausgibt für etwas, das offiziellen Ententepolitit, auf dem Wege der Revision der französische Regierung feine Erklärung über ihre Absichten Schulden nicht bezahlen tann? Wir erörtern diese Angelegenheit Wege des Umsturzes des Wirtschaftssystems durch eine Weltabgeben werde, bevor sie die erwartete deutsche Note erhalten offen, weil wir nicht daran zweifeln, daß ein teilweiser Erlaß, der revolution" auch das wirtschaftliche Elend zu beheben ist. habe. Man nimmt in Paris allgemein an, daß die deutsche alliierten Schulden gegen geeignete politische Sugeständnisse mög Unter dem Eindruck dieser Erkenntnisse stand auch der Antwort es ermöglichen werde, die Verhandlungen fortzusehen. fich ist. Auch„ Daily Telegraph" stimmt den Ausführungen des Barteitag, den die englische Labour Party vor einigen Paris, 4. Auguft.( EE.) Havas meldet aus Washington, Paris, 4. Auguft.( EE.) Havas meldet aus Washington, Ministerpräsidenten und des Shazlanglers zu und sagt, Lloyd Wochen in Edinburg abhielt. Neben der wirtschaftlichen Dedaß die Funktionäre des Staatsdepartements( Außenminifte- George habe tein scharfes Wort über Deutschland gesagt. Diese preffion war es die Frage des Qb und Wann von Neurium) der Ansicht sind, eine Verminderung der Reparations- Beiten feien porüber. Aber er habe die Wahrheit gesprochen, wahlen und des Verhaltens der Partei dabei, die die Disfumme, die Deutschland an Frankreich schuldet, sei unvermeid- und es sei nicht daran zu denken, daß Deutschland frei ausgehen fuffion beherrschte. Vorausgeschickt sei noch, daß die Parteisolle. lich; denn sie sei viel zu hoch, um jemals bezahlt werden zu trotzdem fie fich in letzter Zeit,& B. gelegentlich Genuas, tönnen. Der„ Lemps richtet gegen Lloyd George wegen Heywood, bie englische Arbeiterpartei genehmige bie Note Balfours. flärt hat aus innerpolitischen Gründen schroffste GegArthur Henderson erflärte gestern in einer Rebe zu wiederholt mit der Außenpolitik Lloyd Georges solidarisch erfeiner Rede Angriffe von beleidigender Heftigkeit. Die erste Sie fritisiere aber, daß England für den Verzicht auf sein Guthaben nerin der augenblidlichen Regierung ist, und, Maßnahme Poincarés soll die Ausweisung von 150 weiteren Deutschen aus dem Elsaß und die Beschlagnahme ihres Ber- den Berzicht Ameritas auf fein englisches Guthaben als Be. wie der Bericht der Parlamentsfraktion an den Parteitag mögens fein. Die neue Straßburger Zeitung" befont, dah bingung fegt. Es wäre beffer, in das gute Urteilsvermögen der schließt, nichts mehr für das Allgemeinwohl wünscht, als eine diese Werte in keinem Verhältnis zur deutschen Schuld stehen, amerikanischen Nation Vertrauen zu haben, die früher oder später möglichst schnelle unschädlichmachung dieses Parlaments und die deutschen Befihtümer feien längst zum größten Teil ent. das englische Beispiel nachgeahmt hätte. Die englische Arbeiter feines Kabinetts. partei sei jeder Lösung dieser Frage freundlich gesinnt, damit eignet. Europa von neuen Kriegsgefahren und den Vorwänden zu neuen Rüstungen befreit werde. SUNDAY Italien gegen Sanktionen. 17 darunter eine sehr scharfe Berdammung des Versailler VerDie Resolutionen des Parteitags zur Außenpolitit, trages als der„ tödlichsten und perderblichsten Lüge der Der englische Ministerpräsident hat in feiner lehten, von Weltgeschichte", decken sich mit der von allen Einsichtigen und weitgehendem Verständnis für die wirtschaftlichen Notwendigwahrhaft weltwirtschaftlich und international Dentenden gefeiten getragenen Rede mit Nachdrud betont, daß Deuts Paris, 4. Auguft.( WIB.) Petit Journal" teilt mit, der italie- wie sie auch die Zweite Internationale und der Internationale forderten Aenderung der Gesamtrichtung der Ententepolitif, fo lands Zusammenbruch eine Gefahr für die nische Botschafter Graf Sforza habe gestern Boincaré den Gewerkschaftsbund wiederholt verlangt haben. Zurückhaltender Belt bedeute. Diesem Ausspruch, der bei den kommenden Standpuntt auseinandergesetzt, den die italienische Regierung auf der zeigte sich der Parteitag mit seinen Forderungen für die inner Auseinandersetzungen über die Reparation innerhalb der Londoner Ronferenz vertreten werde. In der Frage der Ausgleichswirtschaftliche und soziale Entmidlung des eigenen Landes. Entente eine große Rolle spielen wird, gebührt im jetzigen zahlungen sei die italienische Regierung nicht direkt intereffiert, da Einmal wohl, weil in dieser Außenpolitik bereits die Wurzel für Augenblid, in dem man in Paris neue Gewaltatte ausheckt, die Forderungen Italiens an Deutschland durch die Forderungen die inneren Schwierigkeiten getroffen wurde, sodann aber, weil eine nähere Ausführung. Den Gewaltanbetern jenseits des Deutschlands an Italien ausgeglichen seien. Jedoch sei Italien die Wirtschaftslage so elend ist, daß ganz große Rheins sollte schon die frühere Stellung Deutschlands im öfo- jederart Zwangsmaßnahmen feindlich gesinnt, die einen neuen Reformforderungen programmatischen Charakters in diefem nomischen und fulturellen Leben Europas beweisen, daß das Martsturz herbeiführen könnten. Petit Journal" betont, man Moment nur mehr theoretische Bedeutung haben könnten und Schidjal des Deutschen Reiches eine Lebensfrage für die wisse, daß die italienische Regierung in der Moratoriumsfrage den der Blick sich auf das Näherliegende richten muß, will die europäischen Länder ist. In der Borkriegszeit nahm Deutsch Standpuntt des britischen Kabinetts mit geringer Abweichung ver Partei aktiv Bolitit treiben. Zu diesem Schritt aber ist die land große Prozentjähe der Ausfuhr aller Kulturstaaten bei trete. Auch der Vertreter Belgiens, Baron Griffier, ist bei Poin- Labour Party heute entschlossen und auch berechtigt. fich auf. Auch für sämtliche Industriestaaten war es ein fid) caré gewesen. Präftig entwidelnder Abfahmarkt. Es nahm von der Ausfuhr Defterreich- Ungarns 40 Broz, von der Ausfuhr Belgiens 25 Broz., derjenigen Italiens 14 Proz., der Vereinigten Staaten 13,5 Broz., Frankreichs 10,5 Broz. auf. Von der Ausfuhr Großbritanniens fielen 8 Proz. auf Deutschland, was durch die indirekte Ausfuhr des Bereinigten Königreichs über Holland noch vermehrt wurde. Für die europäische Wirtschaft mar Deutschland der Mittler zwischen West- und Oft, zwischen Nord- und Südeuropa. " Die Scheidemann- Attentäter verhaftet? Der S03. Parlamentsdienst" meldet: In Althammer bei Gleiwit wurden am Donnerstag abend zwei Männer namens Huffert und Dehlschläger auf Grund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft durch die Schuhpolizei verhaftet Statt das zu berüdfichtigen, hat man Deutschland gerade und in das Gerichtsgefängnis Cofel eingeliefert. Man nimmt an, zu finnlos die wichtigsten Nahrungs- und Rohstoffquellen ge- daß fie die Affentäter auf Scheidemann find. nommen, hat durch ungeheure finanzielle Lasten seine wäh Nach TU. hatten sich die Verhafteten unter den Namen rung zugrunde gerichtet. Die Steigerung der deutschen Aus- Wurm und halber in Klein- Althammer aufgehalten. Berliner fuhr, das einzige Erholungsmittel, wurde durch Anti- Kriminalpolizei hatte die Spur bis dort verfolgt und bedumpingmaßnahmen und Einfuhrverbote wirfte nach Umstellung des gesamten Dorfes mit Schupo und Landeingeengt; jeder einstige Kriegsgegner hat das formelle Recht, jägern die Festnahme der beiden Attentäter. Während Halber so Deutschland auf seinem Markt schlechter zu behandeln, als fort verhaftet wurde, gelang es Wurm in feine Wohnung zu ent alle anderen Länder. Im Innern wird das Deutsche Reich tommen. Er wurde dort von den ihm folgenden Beamten gestellt durch eine große Zahl von Kommissionen beaufsichtigt, und gleichfalls verhaftet. Die beiden Attentäter find unter sicherer die gleich der Besagung ungezählte deutsche Opfermilliarden Bewachung nach Berlin gebracht worden. der Reparation entziehen; iebe der Kommissionen regiert mit Ob man die Richtigen gefaßt hat, scheint noch nicht ganz ficher. endlosen Noten und Beschwerden und stärkt dadurch die Allerdings spricht eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich staatsfeindliche Oppofition und mißkreditiert die die Attentäter gerade nach Oberschlesien gewendet haben tönnten, Dom besten Willen beseelte deutsche Regierung. Unter diefen einem Schlupfwinkel für allerhand zweifelhafte Elemente, der noch Umständen muß Deutschland untergehen, und so besteht, um gründlicher Gäuberung bedarf. Seit 1918 hat sich die Stimmenzahl für die Bartel in 49 Nachmahlen auf das Doppelte gesteigert, die Partei hat heute 74 Unterhausfiße, gegen 62 im Dezember 1918, die 375 931 im Jahre 1900, darunter zirka 100 000 weibliche MitMitgliederzahl beträgt heute 4010 361 gegen glieder. Der Abgang von 340 000 Mitgliedern gegen das VorJahr erklärt sich aus der finanziellen Notlage vieler Gewertschaften und diese bilden den Hauptstamm der Labour Party- Mitglieder nicht ins Gewicht. Man rechnet in England damit, daß die. er fällt gegenüber den Wahlerfolgen Arbeiterpartei aus den kommenden Wahlen als die stärkste Partei hervorgehen wird, so daß die Frage an den Barteltag gestellt war, ob und unter welchen Bedingungen die Partei bereit sei, aus einer Oppositions zur Regierungspartei zu werden. Der Parteitag faßte zunächst den Beschluß, in der Wahlkampagne jegliches Zusammengehen mit einer anderen Partei, in Betracht fämen die Unabhängigen Liberalen, zu verneinen. Der neugewählte Parteivorsitzende Sidney Webb, der bekannte Theoretifer der englischen Sozialisten und Führer der Fabier, erklärte, daß er auch nachher jede Koalition für Selbstmord" hielte, und man muß annehmen, daß auf seinem Standpunkt auch der übrige Parteivorstand stehen wird. Danach wird also wohl die Pariei, gewönne fie nicht die alleinige Majorität- und das ist immerhin zweifelhaft, weiter in der Opposition Werben, vielleicht um sich noch weiter, wie schon im letzten Jahr, organisatorisch' zu konsolidieren, sicherlich auch stark unter dem Eindruck der Stimmung, aus der heraus Henderson einmal in einem Jntermew mit dem„Vorwärts" äußerte: „Wir haben jetzt gemug von den Koalitionen." Doch ist diese Ablehnung der Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien keineswegs als Ausvrmk eines unbesonnenen Linksradikalis- mus anzesehen— ian Gegenteil erklärte sich die Labour Party in der Verwerfung eines Antrags gegen die Beteiligung ihrer AUtglieder am Kronrat sl'rivz' Council) durchaus als Verfassungspartei und Gegnerin eines gewaltsamen Um- jtUtALS. Ganz eindeutig stellte schließlich der Edinburgher Partei- tag d ie gemäßigte Stimmung der Labour Party fest gelegent- lich in'r Abstimmung über den Antrag, die Kommunisten nufzumhmen. Mit über zehnfacher Mehrheit, mit 3 068000 gegen mir 261 000 Stimmen wurde wie schon vom vorigen auch vam diesjährigen Parteitag die Ausnal me der Kommu- iiistischeu Partei abgelehnt Der Führer der Berg- arbeite?, Frank Hob g es, wie das Haupt der Independent Labour P'arty, die der Wiener Gemeinschaft angeschlossen ist, R a m s a i) M a c d o n u l d» treten besonders scharf gegen die Kommunion auf; Holges nannte sie treffend„Sklaven Moskaus". Auch gegen Abtrünnige nach rechts, den noch immer von dvr Kriegspsychose besessenen Führer des Seeleute- Verbandes, H�auelock Wilson, sprach sich der Parteitag ans und �sulzelfte die besonnene Linie der Labourpolitik so gegen Rechts- wie L i n k s b o l fch e w i st en, die zu- dem mit ihren etwa 10.000 Gefrlgleuten Moskaus gegenüber den 4 Millionen der Lcchour Party, der größten Partei der Zweiten Internationale, eine recht klägliche Schar darstellen. Der Parteitag bewies, daß die Partei, ohne sich schwärmen- den Hosfnungetl übc-r die Neichweite ihrer eigenen politischen Arbeiten in diesem Augenblick hinzugeben, innerlich gefestigt dasteht. So kann sie im Bewußisein der eigenen Kräfte und Möglichkeiten abwarten, welche Nolle ihr im Spiel der großen Wellpolitik zufallen wirtd— in der klaren Erkenntnis, daß von ihrer politischen Fähigiteft viel für das Geschick des eigenen Landes wie der Well tcherhaupt abhängt, nicht zuletzt für ihre deutschen sozialistischen Freunde. Die 5erchevfe!ö-Koal!t:on. Schärfstes Mißtrauen der Sozialdemokratie. Stahr ist in Lerchenfekd wieder auferstanden. Als Kohr ging und Lerchenfeld kam, wurÄen die Deutschnationalen, die sich in Bayern„MMelpartei" nennen, aus der Regierung ausgeschifft und Lerchenfeld selbst besetzte den vom deutschnativnalen Iustizminister Roth oerlassomm Amtsseffel. Nach der neuesten Krise haben die Demokraten- ihren Handelsmknister zurückgezogen. Um so eifriger strebten deshalb die Deutschnationalen nach einem Ministerposten. Sie sehen sich om Ziel ihrer Sehnsucht. Lerchenfeld hat einen Ihrer Anhänger, den Oberregierungsrot Guertner, zum Justizminister er- nannt. Und der Landtag hat, wie der Präsident feststellte, diese Emenrnrng widerspruchslos zur. Kenntnis genommen. Womit sie rechtsgültig geworden ist. Der Widerspruch, der hier vermißt wurde, kam aber umnittel- bar darauf um so schärfer zum Ausdruck. Bor der Abstimmung über das Fmanzgefctz gab när.nlich der Abgeordnete Timm(Soz.) namens feiner Parteifreunde die Erklärung ab, daß sie gegen das Finanzgefetz stimmen: nach parlamentarischen Krundsätzon wolle die Partei dadurch ihr schärfstes'.Mißtrauen gegen die augenblickliche bayerische Staalsregiernng zum Ausdruck bringen, die in einer Zelt höchster politischer und wirtschaftlicher Not eine die Reichseinheit bedrohende, die Ziele Frankreichs fördernde, jeden kulturellen Fort- schritt verneinende Politik betreibe. Der Redner erhielt einen Ordnungsruf.� Der Abgeordnele Reu m'c n n(USP.) schloß sich der Erklärung des Slbgcordneten Timm vollinhaltlich an, weshalb er vom Präsidenten ebenfalls zur Ordnung gerufen wurde. l--X-----.,,.1 lifl____!______ L I N—-WWf Kiaöcr im park. Von Egon H. Straßburger. Die alte Jungfer denkt: Sind diese Kinder lieb und nettl Entzückend sind diese Kinder reit den bunten, seidenen Schleifen, mit dem frohen Lachen in den sonnigen Augen. So und nur so ist der Frühling denkbar! „Kleine, wie heißt du denn?" „Ich heiße Irma, aber meine Schwester heißt Ida." „Kleine, wie alt bist du?" „Sechs Jahre werde ich." „Willst du dich zu mir setzen? Wir wollen uns etwas erzählen." „O nein, das darf ich nicht; Mama hat mir'» verboten. Ich darf nur mit Kindern Freundschaft schließen, aber nicht mit so alten Damen." Die Kleine knickst unid enteilt. Die alte Djme sitzt verlosten wie eine zürnende Bulldogge da und wackelt bedächtig mit dem Alt- jungfernkopf: „Gott sei Dank, daß ich ledig und ohne Kinder geblieben bin." Ihr Pintscher hüpft zu ihr, wie tröstend, empor. Sie faßt ihn zärtlich an und drückt ihn leidenschaftlich an ihr Herz, das von einem«iskalien Blutstrom durchflosten wird. Die Bonne ohne Stellung. Hml Kinderl j Kinderl Weshalb gibt es eigentlich so sehr viele Kinderl Lachhast viele! Ueberslüssigel Und nun sitze ich trotz dieser llebewälkerung hier. Stellung mächte ich haben... aber wo? Die alte Herrschaft hat mich ent- lassen, well ich mehr Hang ZU einem Doktor hatte al» zur Irene. Unter uns gesagt, was geht mich Irene an? Der Doktor hätte mich heiraten können, ich wäre versorgt gewesen. Als Bonne kann man hundert Jahre alt werden und man ist noch nicht versorgt. Kinder! hm! Kinderl „Verzeihen Sie, liebes Fräulein, möchten Sie mir wohl sagen, wi« spät es ist?" 0 „Warum willst du e» wissen?" „Weil ich in die Schul« muß!" „Warum hast du deine Mutter nicht gefragt?" „Mutter ist verreist." ,„Und der Vater?" „Im Bureau." „Und die Schwester?" „Ich habe keine Schwester, keine Brüder." „Ich weiß es nicht. Seh' mein Kwdl" Die Exbonne ist zu träge dazu, auf ihrer Uhr nachzusehen. Sie meint, sie sei keine Auskunftei und sie freut sich, wieder einmal ihre Ueberlegenheit bekundet zu haben. Bonne außer Stellung! Wenn durch solche Ordnungsrufe dle Welt kuriert werden könnte, wäre die Lerchenjeld-Koalition sicher selbst längst zur Ord- nung gerufen worden. Vor der Reise nach Berlin. München, 4. August.(Eig. Drahtbericht.) Mit dem Eintritt der Bayerischen Mittelpartei in die Regierungskoalition und deren Vertrauensmann Reglerungsrat Gürtner in das Justizministerium sind in Bayern neue Wege der Politik eingeschlagen worden. Gllrt- ner ist bisher im politischen Leben noch nicht hervorgetreten. Er hat die übliche Veamtenlaufbahn hinter sich, ist Reserveoffizler gewesen und der richtige Repräsentant des alten Regimes. Durch seine Er. nennung ist das Regime Kahr wieder zu neuem Leben erweckt worden. Das neue System wirkt sich bereits in der Bestätigung der bayerischen Verordnung zum Schutz der Republik durch das oberste Laudesgericht aus. Der„Staatsanzeiger" erklärt, daß mit dieser Bestätigung die Verordnung von setzt ab für die baye- rischen Gerichte im rechtsrheinischen Bayern maßgebend sei. Die„Bayerische Volkspartei-Korrespondenz" schreibt zu dem Brief des Grafen Lerchenfeld an den Reichspräsidenten:„Es ist unmöglich für Bayern, seine Rowerordnung aufzuheben, keine Staats- regirnmg in Bayern könnte diese Deranwortling aus sich nehmen. die Mehrheit des bayerischen Volkes ist der Auffassung, daß jetzt oder nie der Kampf durchgefochten werden muß, ob das Deutsch« Reich Einheitsstaat werden soll oder nicht." Es ist unverständlich, wie Graf Lerchenfeld mit einer derartigen Regierung im Rücken sich mit der Reichsregierung einigen will. Schon werden In der Bayerischen Volkspartei Stimmen laut, die sagen, daß Lerchenfeld weg müsse. Preger reist nach München. München, 4. August.(MTB.) Der„Bayerischen Staats- Zeitung" zufolge, ist der bayerische Gesandte in Berlin von Preger zur Berichterstattung über den weiteren Gang der Verhandlungen mit Berlin hier eingetroffen. Der Rcichser- nährungsminister F e h r und der Reichswehrmmister G e ß l e r werden morgen hier eintreffen. Dapern unö öas ReichsgetreiAegefetz. München, 4. August.(MTB.) Im bayerischen Landtag gab heute ein Regierungsverireter die Erklärung ab, daß die Staats- regierung das Reichsgetreidegesetz für 192214923 in Bayern durchführen werde. Die bayerische Regierung hofft, daß die bayerische Bauernschaft der Umlagepflicht, wenn auch widerwillig, aber mit Rücksicht auf die sich verschärfende Notlag« weiter Volks- kreise doch erfüllen werde. Die Steigerung üer llebenshaltungskoflen. Um ein volles Drittel im Juli. Die auf Grund der Erhebungen des Statistischen R e i ch s a m t s über die Aufwendungen für Ernäyrung, Heizung, Beleuchtung und Wohnung berechnete Rcichsindex- Ziffer für die L e b e n s h a l t n n g s? o st e n ist im Durchschnitt des Monats Juli auf 4 S 9 0 gestiegen, gegenüber 3778 im Monat Juni Die Steigerung ist diesmal außerordentlich groß. Sie beträgt 3 2 P r o z. gegen 9,2 Proz. vom Mai aus Juni. Die R e i ch s i n d e x z i s s e r für die Ernährungskosten allein stellt sich im Durchschnitt des Monats Juli auf 6836. Die Steigerung von ZZ,S Proz. gegenüber dem Vormonat ist demnach nicht viel höher als die der Gesamtausgaben. Zu der Erhöhung der Lebenshaltungskosten haben die der Valutaverschlechterung ständig folgenden sprunghaften Preissteigerungen sämtlicher In die Erhebung einbezogenen Lebens- bedürfnlsie(mit Ausnahme der Wohmmgsmiets) beigetragen, besonders auch die hohen Preise für Kartoffeln neuer Ernte. Der Fortschritt der Teuerung ist sowohl in den Groß- städten wie in den mittleren und kleineren Städten wenig ein- heitlich: in keiner Erhebungsgemeinde ist indessen die Teuerung gegenüber dem Vormonat um weniger als 20 Proz. gestiegen. Eine harrende Mutter. Drei Uhr! Um 7�2 Uhr wollte Agache hier sein. Ob ihr etwas zugestoßen ist. Sie liest in der Zeitung. Da fällt ihr Blick auf eine Stelle, die sie erschauern macht: „Ein sechs Jahre altes Kind von einem Unhold verschleppt.. Ihre Augen blieben auf dieser Stelle wie gebannt stehen. Das Räderwerk ihres Gehirn» rast: die Schläfen vibrieren, der Körper zittert, sie wechselt die Farben: weiß— rot— weiß— rotl" Ob es ihr Kind istl?— Kaum wagt sie zu denken; sie sitzt da wie eine Wachsfigur.— Plötzlich kehrt der Verstand wieder, sie hält eine Zeitung von vorgestern in der Hand... sie ist ja töricht. Agathe ging um v Uhr von Hause weg und um 2 Uhr wae Schulschluß. Aber wenn dieser Unhold weiter wüten möchte, wenn er... Agathe! Agathe!... Sie schaut auf die Uhr: es ist%4 in 5 Minuten! Sie faltet in ihrer stillen Einfalt inbrünstig die Hände: „Lieber Gott, mach, daß Agathe gleich zu mir kommt, ich sterbe sonst... Der Unhold— lieber Gott!" Der liebe Gott hörte nicht; Agathe kam nicht. Bon Minute zu Minuto wnrde sie erregter. Sie war um Zbl Uhr eine halbe Leiche; ste war nahe daran, sich in den Teich zu werfen, wo sehr vergnügt die Enten ihren Frühling genossen. .Bater im Himmel, o warum habe ich ein Kind?" Ihr Blick starrte in die feinen Wölkchen, die sich mit dem Vogelflug ver- mischten.... Und sie rief um 4 Uhr:„Agathe! Agathe!" Alles staunte und dachte, diese Frau ist nervenkrank. Da kam sehr vergnügt Agathe um die Wegbiegung und statt jeder Empörung und Entrüstung lächelten ihre Augen dankbar und zufrieden dem Kind entgegen. So sind einmal unsere Mütter... Der Luftkrieg— der Krieg der Zukunft. Fvkter, der bekannte bolländlsche Flugzeugkonstrukteur, der das Feld seiner Tätigkeit letzt nach Amerika verlegt, ha|te bei der Durchreise in London einx Unterredung mit dem Vertreter eines dortigen Blattes. Er gab seiner Meinung dabin Ausdruck, daß der Zukunftstrieg so gut wie ganz durch die Lustwaffe enischieden werden würde.„Das Land, das über die stänste Luftflotte verfügt," erklärte er,„wird die Osfensive eröffnen und dadurch gleich von vornherein im Vorteil sein. Luftangriffe auf Städte werden dar» führen, daß diese von den Bewohnern geräumt werden. Man wirb den Angriff mit Gag- und Rauchbomben eröffnen, denen Explosiv- und Feuerbomben folgen werden. Die wichtigen Punkte, die Eisenbahnen, Munition»- lager, Regicrungsgebäude werden das Hauptziel der Angriffe und Infolgedessen den Mittelpunkt der Verteidigung bilden. Das einzige Mittel, die Luftflotte zu bekämpfen, besieht In der Schaffung einer starken Verteidigungsflotte. Es Ist die Pflicht jeder Ration, sich zum Berteldigungszweck in der Luft so stark wie möglich zu machen. Der Krieg kann nicht durch Friedenskonferenzen aus der Welt geschafft ck Dr. Virth ist nicht erwünscht! In der„Schwäbischen Arbeiterzeitung", dem Organ des Wärt- tembergischen Landesverbandes der tatholifchen Arbeiter- und Ar- beiterinnenverein«, schreibt auf verschiedene Anfragen Arbeiter- f e k r e t ä r, Reichstogsabgcordneter Andre, u. a.: „So lange die Bayerische Boikspartei im Verein mit der bayerischen Regierung systematisch den Konslikt mit dem Reiche sucht und den Trennungsstrich zwijchen dem Reichszentrum und der Be-ye- rischen Volßspartci immer noch mehr zu verbreitern und zu ver- tiefen sich bemüht, und so lange die wahren und letzten Absichten über das eigentlich« Ziel der derzeitigen bayerischen Politik nicht klar zu erkennen sind, tun wir meines Erachtens gut daran, von unseren Leuten kein« zu großen Opjer wegen des Besuches des diesjährigen Katholikentages zu verlangen. Co ist mir perfön- lich bekannt, daß man in München nicht gerade wünscht, daß de? Reichskanzler Dr. Mirlh am Katholikentag teilnimmt. Wer h'ntec der Politik Wirths steht, wird gut daran tun, die Konsequenzen zu ziehen und ebenfalls wegzubleiben. So ist es eben jetzt. Deutsch- nationale Phraseure und andere„gute" Katholiken vertreten nach bayerischer Auffassung gegenwärtig die Interessen der deutschen Katholiken, nicht aber das Reichstagszentrum und Dr. Mirth!... Mit den bayerischen Methoden wird der große Gedanke der Ab- Haltung deutscher Katholikentage sicher nicht gefördert, sondern sehr gefährdet! Das aber wäre für den deutschen Kau/olizismos schlimm.... Das Geld wird im Arbeiterhaushalt in diesem Herbst für nötigere Sachen gebraucht werden." Kampf um öie ReglerungsprastKenten. Nach der preußischen Acrfasfung hat die Ernennung von Regierungspräsidenten„im Einvernehmen" mit den Pro- vinzialausschüssen zu erfolgen. Diese Bestimmung, die eine gewisse Mitwirkung der Provinzen an der Staatsverwaltung garantieren sollte, wird jetzt von einzelnen Provinzialausschüssen dazu benutzt, um die vom Staatsministerium beschlossene Neubesetzung einer Reihe von Regierungspräsidien zu hintertreiben. So hat der Provinzialausschuh von Münster(Westfalen) sein Einvernehmen mit der Ernennung des Landrats Dr. Nombach aus Düren verweigert, bis Klarheit über die Parteistellung(I) Dr. Rom- bachs geschaffen sei. Besonders lebhaft aber geht der Kampf um das Regierungspräsidium von Koblenz. Dort war ein Sozial- demokrat in Aussicht genommen, der bisher in anderer staatlicher Stellung im Rheinland tätig war. Gegen ihn wird jetzt die Zentrumsvolksseele zum Kochen gebracht, weil er angeblich Aeuße- rimgen gemacht haben soll, die die religiösen Gefühle der katholischen Bevölkerung verletzten. Manche katholischen Blätter im Rheinland stellen die Dinge so dar. als ob der in Aussicht genommene Cenosie B a u k n e ch t wie ein Gotteslästerer in katholischen Versammlungen herumspaziere. Das sind selbstverständlich Uebertrelbungen, die lediglich einem bestimmten Zwecke dienen. Man will augenscheinlich für die Zentrum sgegenden nur Zentrumsbeamte haben. Dabei vergessen diese katholischen Herrschaften nur allzuleicht, wie es früher mit ihnen stand. Im wilhelminischen Zeitalter war es Mode, dvß alle leitenden Stellen im Rheinland mit protestantischen Nichtrheinländern besetzt wurden. Die Regierungspräsidenten in den Bischofsstädten waren sogar mit besonderen Instruktionen versehen, wie sie sich als Stellen zur Ueberwachung der Bischöfe zu betrachten hätten. Es gab Landratsämter in katholischen Cegenden, wo über die Kreis- und Kreisausschußfekretäre herab bis zum Gendarmen und KreiH- boten kein Katholik zu finden war. Und wenn schließlich ein zweiter, katholischer Krctssekrctär angestellt werden mußte, kamen alle sekretären Akten(Personalakten) in den Verschluß des enona*. lischen Herrn. Als wirklich einmal ein katholischer Oberpräsident ernannt wurde(v. Schorlemcr-Licser), da mußte er sich erst durch Zentrums- feindschaft die wirkliche Anerkennung verschaffen. Daß das jetzt anders geworden ist, daran hat nicht zuletzt die Sozialdemokratie Verdienst. Um so weniger ist es verständlich, wenn die Zentrums- Herrschaften in den katholischen Gegenden die Sozialdemokratie von der Besetzung der leitenden Posten ausschalten wollen. Das Mini- sterium hat das Recht, die Regierungspräsidenten auch ohne Ein- Verständnis der Provinzialausschüsse kommissarisch zu besetzen. Es wird hoffentlich davon Gebrauch machen. werden, sondern nur dadurch, daß man die Luftwaffe so unwider- stehlich und stark wie möglich macht, und deshalb ist es nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet: Tie Entwicklung des Flugzeuges ist der Beginn des Endes der Kriegsmöglichkciten." Fotker macht natürlich für sein Geschäft— den-Luftkrieg— Reklame: aber was er dabei über starke Rüstungen als Verhinderer der Kriege sagt, ist ein durch den letzten Krieg völlig widerlegter Unstnn. Dell und das Telephon. Der eben verstorbene Professor Graham Bell, der da- Telephon in die Praxis eingeführt hat, erzählt:„Als mich im Jabre 1877 oder 1878 die Direktoren der damals eben or- ganisierten National-Knmpagnie befragten, was ich von de» Zukunft des Telephons halte, erzielte ich einen stürmischen Heiterteit-erfo'a. als ich ihnen in einem schriftlich ausgearbeiteten Expos- ein Bild des zentralen Vermittlungssystems entwarf, wie es heute besteht. Ich erschien den Herren als ein unverbesserlicher Illusionist, und mein Expose hat häufig genug als schlagkräftiger Beweis für den Groß- machtsdünkel eines Crfindes herhalten müssen." Am 11. August 1876 unterhielt sich Graham Bell von Brandford aus zum ersten Male durch den Draht mit Mount Pleasant über eine Entfernung von S Kilometern. Im Oktober des gleichen Jahres sprach man schon von Boston nach Cambridge, im Februar 1577 von Ehikago nach Milwaukee und vier Wochen später über die -137 Kilometer lange Strecke von Chtkago bis Detroit. Damit hatte Graham Bell praktisch das vollendet, woran vor ihm jahrzehntelang neben Philipp Reis die verschiedensten Forscher gearbeitet hotten. Im übrigen hatte Bell insofern großes Glück, als er in einem Millionenprozeß, in dem andere Erfinder ihm die Priorität streitig machten, vor dem höchsten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein obsiegendes Erkenntnis erstritt. Namentlich in Amerika entwickelte sich das Telephon riesenhaft schnell. Am 26. Januar 1878 wurde schon das erste städtische Fernsprechnetz in New Häven dem Verkehr übergeben, und schon drei Jahre später gab es in den ganzen Ver- einigten Staaten kaum mehr eine Kleinstadt, die nicht schon ihr Telephonnetz hatte. In. Deutschland war es neben Stephan in erster Linie der verstorbene Emil Rathenou, der die ungeheure Bedeutung dieses Verkehrsmittels erkannte und Stephans anfängliche Abnei- gung gegen die Einrichtung eines Fernsprechnetzes in Berlin zu besiegen wußte. Schuld an diclcr Abnciauna des damaligen Ee- neralvostmeisiers war freilich die Teilnahmslosigkeit der Berliner Geschäftswelt, von der anfangs kaum«in paar Dutzend Anschluß- onmeldungen zu bekommen waren. Am 18. Januar 1881 wurde als erstes in Deutschland das Berliner Fernsprechnetz dem Verkehr übergeben. Fische und Ensen. Ein Herr Kleefeld in Hamburg, der als t- fahrener Angler bezeichnet wird, macht In einer Zeitschrift„Mit- teilungen aus der Vogelwelt" Mitteilung von einem Erlebnis, das anscheinend vielfach falsch gedeutet werden kann. Kleefeld schoß über einen Teich, der keine Verbindung mit anderen Gewässern hatte, eine Wildente. Später legte er im Dorfe die Ente in ein Wasser- gefäß. Dabei seien aus dem Gefieder de- toten Bogels 274 Stück stopfnadeldicke Tlcraaale von 4 Zentimeter Länge, gewissermaßen Anlbrut, hervorgekrochen. Er erinnerte sich dabei, daß er ebenso in Amerika auf dem Lorcnzostrom einmal ein ähnliches Erlebnis mit einer dort erlegten Polarente hatte. Van anderer Seite wird an- läßlich dieser Fälle angeregt, weitere Untersuchungen anzustellen, Str. 366+ 39. Jahrgangiom Beilage des Vorwärts Sonntägliche Wanderziele. Das Ländchen Friesack. Sonnabend, 5. August 1922 Die Wohnungsnot. Mit Entfegen erleben wir heute die Folgen der überhasteten Niederreißung der 3 wangswirtschaft für Lebensmittel. Der Preisterror tritt die Schwachen rücksichtsüber den Petersdorfer See, der in einer Geländefalte liegt, die fich los nieber. Der alles unterminierende Egoismus der Besitzenden zum Scharmügelfee im Süden fortsetzt; sie bildet eine eiszeitliche hat aber noch nicht genug. Er will auch die Wiedereinfüh Bom Lehrter Hauptbahnhof fahren wir mit der Hamburger Schmelzwafferrinne. Dahinter ragen die Soldatenberge und rung der freien Wirtschaft im Wohnungswesen Fernbahn bis Fricsad. Vom Bahnhof führt füdlich durch das die Dubrowberge auf, die den Südrand des Spreetals be- erzwingen. Freie Wohnungswirtschaft würde für die deutsche Wirtanelländische Luch eine Lindenalle in ½ Stunde zum gleiten. Wir gewinnen den Eindruck, in einer mitteldeutschen Ge- schaft die Katastrophe bedeuten. Städtchen Friesad. Burg und Stadt wurden von den in das birgslandschaft zu sein. Unruhen, Streifs, Havelland vordringenden deutschen Kolonisten hart am Nordrand gigantische Lohnfämpfe wären die unvermeidliche Folge. des infelartig aus dem Luch aufragenden Ländchens Friesad" Am Beginn von Petersdorf wenden wir uns sogleich nach Es ist Zeit, daß mittel beschafft werden, um den Wohnungs zur Sicherung des Weges angelegt, der durch die sumpfige Tal- rechts in nordwestlicher Richtung auf die Rauenschen Berge. Sie bau zu fördern, der durch die neue Teuerung in furzer Zeit sehr niederung zwischen dem Hansand und den Bändern Bellin und find mit prächtigem Wald bestanden, und ein dichter Teppich von leicht völlig zum Stillstand kommen fann. Die Baukosten sind Ruppin führte. Die Burg Friesad lag auf einer fünftlichen An- Blaubeerkraut bedeckt den Waldboden. Auf der Höhe der Berge ungeheuerlich gestiegen. Ein einfaches Arbeiterwohnhaus wird bald höhe, die man am Eingang der Stadt, sobald man die Rhinbrüde liegen die markgrafenfteine, der große und der kleine, die zweihunderttausend Mart, eine Durchschnittsvilla bald eine Million, zu den größten Wanderblöden oder Irrlingen gehören, die Die Burg wird bereits 1216 urkundlich er- das nordische Inlandeis nach Norddeutschland gebracht hat. Der und ein Mietswohnhaus 10, 15 oder 20 Millionen kosten. Gewal fleine Markgrafenstein ist noch völlig erhalten, während von dem tige Mittel find nötig. Aber woher nehmen? Berschiedene Wege großen im Jahre 1826 etwa ein Drittel abgesprengt wurde. Hier werden hier vorgeschlagen: Zunächst Erhöhung der heuti aus ist die große Schüssel vor dem Alten Museum in Berlin gen Wohnungsabgabe! Diese Erhöhung ist recht unbelicht Meter über den Meeresspiegel oder 110 Meter über die Spree. hergestellt worden. Die Rauenschen Berge erheben sich bis 148 bei den Mietern, die bis an den Hals in der Sorge für Nahrung und Kleidung stecken. Aber der fluge Mieter wird doch verstehen, Die älteren Gebäude und die Dokumente wurden hierbei ein Raub abgesprengten Stüd des Steines stammt, steigen wir hinab nach ist als fhrantenloser Wohnungswucher, durch den a Am Steinernen Tisch vorüber, der ebenfalls von dem daß eine Erhöhung der Wohnungsabgabe noch immer beffer Von der Kirche wandern wir nach Osten zur Stadt hinaus. An Rauen. Wir wandern durch das Dorf und auf der Chauffee zu milien mit vielen Kindern einfach auf die Straße gefegt werden. der Chaussee nach Biegnitz liegt der Friedhof. Von hier führt die den Mühlen von Fürstenwalde. Der Rückweg zum Bahn- Ferner werden Maßnahmen gegen den BaustoffBergpromenade zum Mühlenberg, südlich der Stadt. Gie hof führt uns nochmals durch die Stadt. Weglänge 18 Kilometer. udh er empfohlen. Eine ganz gute Sache. Doch versprechen wir erreicht hat, erblickt. wähnt. 1414 eroberte sie Friedrich I. im Kampf gegen den Raubritter Dietrich von Quikom mit Hilfe der faulen Grete". Jezt steht auf dem Burggelände das aus Fachwert errichtete Herr schaftshaus mit einigen schönen Platanen vor dem Eingang. Die Stadt Friesac macht einen sauberen, freundlichen Eindruck. Biel fach wurde sie von Bränden heimgesucht, besonders 1702 und 1841. ber Flammen. gewährt einen hübschen Blick auf Friesack und das weit ausgedehnte Havelländische Luch, das einen Teil des großen Berliner Ürstromtals bildet. Wir kommen zum Südausgang der Stadt und folgen der nach Westen führenden Chaussee. Nach 2 Minuten links ab, auf dem alten Rathenower Weg zum Wald und in der Nähe des Waldrandes weiter durch ziemlich hügliges Gelände. An einer Weggabelung nach etwa 40 Minuten halblinks ab, zwischen dem 77 Meter hohen Langeberg( links) und den 80 Meter hohen Buchenbergen( rechts) hindurch, dann über eine Chauffee und nun bald außerhalb des Waldes nach Ha age. In nordöstlicher Richtung gehen wir zum Dorf hinaus, freuzen bald die Chauffee nach riesad und tommen an Berhardinenhof vorbei nach Bräditom, das am Ostrand des Ländchens Friefad liegt. Bon der Kirche in Bräditow wandern wir nach Osten und später rechts ab zum Havelländischen großen Haupifanal, der das HavelTuch entwässert. Wir überschreiten den Kanal und bald darauf die Kleinbahn Rathenow- Paulinenaue und sind nun im nördlichen Teil der Bessiner Heide, die zahlreiche Dünen aufweist. Nach kurzer Wanderung haben wir Paulinenaue er reicht und treten von hier die Heimfahrt an. Um das Fahrgeld zu perbilligen, benutzen mir auf der Strecke Berlin- Nauen und zurüd den Borortzug. Weglänge 24 Kilcmeter. Fürstenwalde- Rauen. Bon den Bahnhöfen der Stadtbahn fahren wir mit dem Borortzug über Erfner( umsteigen) nach Fürstenwalde. Die Stadt ist im 13. Jahrhundert dort entstanden, wo zur Zeit des Bordrin gens der astanischen Markgrafen die Waren, die man auf dem Wafferwege die Spree flußaufwärts führte, ungeladen und zu Land in der Richtung nach Frankfurt weitergeschafft wurden. Der erste urfundliche Hinweis stammt von 1272. Als günstiger Umstand tam dazu, daß gerade hier die Hochflächen füdlich und nördlich des Spreefals verhältnismäßig nahe zufammenstoßen und die Spree fich in mehrere. Arme teilt. Eo bot sich an dieser Stelle ein geeigneter tebergang für die von Norden nach Süden und in umgefehrter Michtung fommenden Handelsstraßen. Bei Fürstenwalde lagen ähnliche Verhältnisse vor wie bei Berlin. Wir wandern an den Mühlen vorbei nach Retschendorf. Das langgestreckte Dorf besteht aus den Teilen Neu- und A1t. Ketschendorf. Bom Südende des Orts folgen wir dem Wege nach Petersdorf. Er steigt allmählich aus der weiten Ebene des Spreetals, das ein Teil des Berliner Urstromtals ist, auf die Höhen, die das Tal im Süden begrenzen. Die Höhen gehören einem eiszeitlichen Endmoränenzug an; ihr Kern besteht aus tertiären Schichten, er wurde also in dem erdgeschichtlichen Zeitabschnitt gebildet, der der Eiszeit voranging. Braunfehlen und feine Sande, die Formfande, bilden diese Schichten. Rechts vom Wege liegt die Brauntohlengrube Konsolidiert Gnadenreich" sowie umfangreiche Formsandgruben. Der Formsand wird zur Herstellung von Guß formen in den Metallgießereien verwandt. Nach links bliden wir 3] Der Sprung in die Welt. P Ein Jungarbeiterroman von Artur Zidler. Die Mutter sah hilflos aus. Hans jedoch ließ sich nicht beirren. Es find schon viele als Kaufleute etwas geworden, weil sie das Zeug dazu hatten, auch ohne Geld. An einem Handwerk muß man ebensolange lernen, und da sind die Ausfichten, selbständig zu werden, viel geringer. Mir fommt es nicht auf den Stehkragen an, sondern auf den Beruf, der mir gefällt, weil ich glaube, daß ich in ihm etwas Besonderes zuwege bringe. Wenn du sagit, daß du mich nicht mehr erhalten fannst, muß ich mir freilich Lohnarbeit fuchen, wenn ich aber etwas lernen foll, tannst du mir auch meinen Willen lassen." Rudi hatte als erster eine Lehrstelle gefunden, und zwar im Kontor einer Seifenfabrik, darin es so dunkel war, daß über Tag die Gaslampen brennen mußten. Die Wohnung feines Chefs lag mit den Bureauräumen auf einem Flur und das geräuschvolle Familienleben, das er mit seiner redegewandten Frau führte, brachte einiges Leben in die öde Tätig feit, in die sich Rudi eingeschirrt hatte. Rudi war schnell enttäuscht und machte Hans gegenüber kein Hehl daraus, daß er vom Ablauf der vor ihm liegenden drei Lehrjahre keine Senfationen erwarte und die angestrebten Millionen am anderen Ende einer unheimlich langen Bank und durchaus im Dunkel Tagen. | Wie wird das Sonntagswetter? NW N. NO SWS .SO GU Sturm Regen und Veränderlich Schön Wind Gewitter 30-30 2020 10 10 0 0 10 10 uns davon keine Wunder! Schließlich wird die Förderung der sozialen Baubetriebe angeregt. Das ist zu begrüßen. Wir vermissen sehr eine fräftige Propaganda für die sozialen Baubetriebe. Die fapitalistischen Gegner der sozialen Baubetriebe schlafen nicht und sind kräftig an der Arbeit, diese vielversprechenden fozialen Betriebe zu verläßtern. Zuweilen hat eine Stadt für die Rot und die Notwendigkeiten der Zeit Berständnis. So hat Frankfurt am Main am 6. Juli beschlossen, sich mit einer Million Mart Stammtapital an der Frankfurter Bauhütte zu beteiligen. Es gibt aber noch viele Gemeinden, die nichts von den sozialen Baubetrieben wissen wollen. Die Wohnungsnot ist eine internationale Erschei nung. Es gibt daher auch von draußen wertvolle Winke für uns. Ungarn will z. B. jene Mieter, die hohe Vermögenssteuern be zahlen, auffordern, eigene Wohnhäuser zu bauen. Wenn sie dem in bestimmten Fristen nicht nachkommen, soll der Hauseigen tümer das Recht erhalten, die Mieten unbeschränft zu steigern oder diesen Mietern zu fündigen. Ferner sollen Ausa länder mit startem Rapital zu Neubauten veranlaßt merden und die Aufenthaltsbewilligung soll von ihrem Entgegens tommen abhängig gemacht werden. Erweiterung der Sonntagsrückfahrtkarten. In den ersten Tagen dieser Woche fanden. während ein in der Nähe von Island aufgetretenes, weit nach Süden ausgedehntes Berlin zu bedeutend ermäßigten Preisen für die beliebtesten Ausa Die Sonntagsrückfahrkarten, die von der Eisenbahndirektion Tiefdruckgebiet langsam ostwärts vordrang, in Deutschland nach flugftreden ausgegeben werden, zur Hinfahrt bereits am Sonnabend stärkerer Erwärmung zahlreiche Gewitter und zum Teil sehr er- mittag und zur Rüdfahrt bis Sonntag um Mitternacht berechtigen, giebige Regenfälle statt. Bis Montag früh fielen beispielsweise in find, wie die Reichszentrale für Deutsche Verkehrswerbung" mitteilt, Bremen 31, in Hamburg 42, von Montag bis Dienstag morgen in für einige neue Streden freigegeben worden, Neu eingeführt hoben sich ziemlich frische West- bis Nordwestwinde, unter deren find Sonntagskarten vom Schlesischen Bahnhof oder von der Stadt. Frankfurt a. O. 24, in Küstrin 29 Millimeter Regen. Dabei erEinfluß die Temperaturen wieder allmählich herabgingen. Seit bahn nach Bulow( Märk. Schweiz) vom Schles. Bahnhof Dienstag vormittag kamen hauptsächlich nur in Bayern und 3. Klaffe 31 M., 4. Kl. 27 M., von der Stadtbahn 34 bzw. 30 m Württemberg sowie nordöstlich der Oder stärkere Niederschläge vom Stettiner Bahnhof nach erbellinjee( 33 bzw. 24 M.) vor, die in Marienburg am Mittwoch vormittag von einem Hagel- und Lindom( 38 bzw. 28 m.). Um rüftigen Wanderern Lages schlag begleitet waren. Am Mittwoch morgen wurden in München fahrten zu ermöglichen, die nicht zum gleichen Bahnhof oder an 24, in Nördlingen 30. in Friedrichshafen 34, am Donnerstag in die gleiche Strecke zurückführen, werden für die Karten nach Neuübrigen Gegenden blieb das Wetter ziemlich trübe und für die ruppin( über Kremmen) 3uschlagfarten 3. Kl. 10 M., Deutsch- Krone 48 Millimeter Regen gemessen, doch auch in den Jahreszeit kühl. Jetzt ist vom Biscayschen Meer ein Hochdruck- 4. RL. 7 Mt., ausgegeben, die zur Rückfahrt auch von Rheins. gebiet nach Mitteleuropa gelangt, wo sich daher der Himmel berg( über Löwenberg) berechtigen; die Karten nach Rheinsberg großenteils aufgeklärt hat, und es wird vielleicht etwas länger in( 48 bzw. 35 m.) gelten für die Rückfahrt ohne weiteres auch von der Nähe verweilen, obschon sich ein neues atlantisches Tief lang- Neu- Ruppin über Kremmen. lam den britischen Inseln zu nähern scheint. Bei schwachen, veränderlichen. vorherrschend südöstlichen Winden fach heiteres, in den Mittagsstunden ziemlich warmes haben wir daher für Sonnabend und Sonntag vielWetter zu erwarten. Dazwischen dürfte allerdings die Bewölkung wieder zunehmen. Jedoch sind er hebliche Niederschläge nicht wahrscheinlich. Deffentliche Konzerte. In der kommenden Woche veranstalten Berliner Männergesangvereine 10. August abends 7½ Uhr Lichensee- Spielwiese Charlottenburg: fclgenbe Blazkonzerte: 10. August, abends 7% Uhr, Ehrenhof der Baugenossenschaft Siemens. stadt, Nonnendammallee. aus, für das zweite Lehrjahr stand eine Erhöhung auf fünf-| 3iegenpeter litt und fünfunddreißig Mark Monatsgehalt er zehn, für das dritte auf zwanzig Mart in verlockender Aus- hielt, war ein hämischer Geselle, deffen einzige Lebensfreude in sicht. Die Arbeitszeit beginne morgens dreiviertelfieben Uhr der Annahme bestand, er sei Onfreders Vorgesetzter. Er war und ende, wenn Gott will, abends halb acht, was angesichts mit Eifer dabei, die von Hans ausgeschriebenen Lieferzettel der Tatsache, daß eine Mittagspause von einer Stunde bestehe, durchaus human fei. Hans folle ein tüchtiger Kaufmann werden, dafür bürge der Name Hasselstrunt, doch hielte er seine Lehrlinge streng, weil sie tüchtige Menschen werden müßten, und Hans dürfe sich vor feiner Arbeit scheuen. Daher auch dreihundert Mart Konventionalstrafe im Falle vorzeitigen Verlassens der Lehrstelle. Hans wurde etwas schwül, aber er dachte daran, wie Carnegie in entscheidenden Momenten, seinen Darstellungen nach, die zusammengebissenen Zähne hinuntergeschluckt" hatte, und versprach, mit dem Vater zum Kontraktabschluß wiederzukommen. Als er am Abend dem Bater das Ergebnis feiner Verhandlungen mitteilte. fagte der:" Du scheinst dem richtigen Schweinehund in die Hände gefallen zu sein. So verrüat hätte ich in meiner Jugend sein mögen, um zwölf Stunden dafür zu arbeiten, daß ein fetter Ausbeuter bis in den Mittag hinein schlafen und sich den Bauch mit Schweizer Käse voll schlagen fann." Hans dachte an Carnegie, ließ nicht loder und erreichte denn auch, daß der Vater den Lehrvertrag unterschrieb. mangelhaft zu finden und Hans von der alleinseligmachenden Braris der steilen Handschrift zu überzeugen. Der andere Hermesjünger hörte auf den stolzen Namen Glazinski und beherrschte die Schreibmaschine. Er wußte jeden Tag eine neue schweinische Geschichte, die er mit unheimlichem Bergnügen vortrug. Er war in Oberschlesien zu Hause, von woher ihn eine brave Mutter laufend mit Schinkenspect versorgte, den er immer herumzeigte, uni den Neid der anderen zu genießen. Der Buchhalter Frenzel, ein hübscher, noch junger Mensch, mar ein Streber, der dem Alten nicht tief genug in die Serbe friechen konnte. Er verdiente einhundertzwanzig Mart im Monat und leitete davon die Berechtigung ab, zur besigenden Klasse gerechnet zu werden. Sein Stolz war ein schwarzes Schnurrbärtchen, dessen Vorhandensein er alle Viertelstunden mit Hilfe eines Taschenspiegels kontrollierte. Seine Manie aber war, in Abwesenheit des Chefs Abschlüsse zu tätigen"; das Lob des Alten war das Manna feiner Seele. Er hatte bei den Jägern gedient und pflegte die Erinnerung an diese Zeit in einem Kriegerverein, wo er Schriftführer und Schatz meister war. Er meissagte aus dem Kaffeefaß, daß bald ein Krieg fommen werde, in dem die Deutschen und Engländer zusammen mit den Skandinaviern Frankreich und Spanien erobern würden, weil sie das gemeinsame blonde Blut dazu verpflichte. Außerdem würden die Sozialdemokraten nieder gemacht, weil sie es erfahrungsgemäß immer mit den Feinden des Baterlandes hielten. Jetzt hatte Mutter Onfreder jeden Morgen zwischen fünf und sechs zwei Leute aus dem Bett zu trommeln und mit Hans ließ sich dadurch nicht beirren. Er hatte sich um Frühstück zu versorgen. Beider Wege zu den Arbeitsstätten ausgeschriebene Lehrstellen beworden und erhielt eine Auf- waren weit, und die Groschen für eine Straßenbahnfahrt warf forderung von einer Leimfabrit, sich vorzustellen. Er schmierte das Geschäft nicht ab. Oft kam es vor, daß sich Hans etwas Der Alte ließ sich über Tag felten sehen, aber wenn er da ich Pomade ins Haar, tleisterte sich einen Scheitel und machte verspätete, dann mußte er rennen wie ein Bilder, denn wenn war, duckten sich alle; denn er fand in jeder Suppe ein Haar. fich auch sonst so fein, als es anging. Die fleine Fabrik lag die Kommis und der Buchhalter um eben Uhr famen, wollten Sein Lieblingswort hieß rausschmeißen", es blieb zwar im Hinterhofe eines befferen Mietshauses, das dem Fabrik sie das Kontor ausgefehrt und gelüftet vorfinden. In der immer beim Reden, aber die Angst des Maschinenschreibers eigentümer, der im Barterre des Borderhauses wohnte, eben ersten Zeit hatte Hans Mühe, den höllischen Geftant des und des Ziegenpetrigen war immer echt. Der Alte hatte noch falls gehörte. Hans flingelte um die zehnte Vormittagsstunde Leims auszuhalten, der von den Fabriträumen her ins einen besonderen, niederträchtigen Trid. Mochte er sich den an der Wohnungstür, der Inhaber öffnete ihm felbft und ließ Bureau eindrang. Hans mußte Lieferzettel ausfüllen, die ganzen Tag nicht sehen gelaffen haben- furz nach fieben Uhr ihn hereinkommen. Es war ein fetter Mann in den dreißiger hinausgehenden Fäffer fignieren, die leer hereinkommenden abends erschien er, nach Schweizer Käse und Rotwein duftend Jahren, er hatte mur Hofen und Hemd an, schlurfte in Pan- eintragen und fleine Probegläser mit zähflüffigel Klebstoff auf dem Bureau. Das verdroß alle, es wagte aber doch toffeln und roch beängstigend nach Schweizertäfe. Hans füllen. Außerdem war er Botengänger. Die Firma besaß feiner, unter den Augen des Chefs als erster nach Hut und langte feine Zeugnisse heraus, die den Dicken zu befriedigen ein Fahrrad jener Qualität, die sich am besten zur Erzeugung Mantel zu langen; so blieben fie hocken, bis gegen neun Uhr fchienen. Dann mußte hans eine Schriftprobe liefern, an der von Hämorrhoiden eignet, aber Hans fiebte es doch, weil es der Alte plöglich ausrief: Aber meine Herren! Es ist schon Herr Hasselstrunt auszufezen hatte, daß die Schleife imp" zeitweilig Gelegenheit bot, aus, der Leimwolfe zu entrinnen. fo spät warum gehen Sie nicht nach Hause?" Borauf sie zu phantastisch sei. Nunmehr entwickelte er feine näheren Be- Die Bureautollegen machten ihm menig Freude. Der nach Hause gingen. bingungen. Ais Tantieme warf er zehn Mark pro Monat eine, ein früherer Rechtsanwaltsschreiber, der an ewigem " ( Fortfegung folgt.) ( Bermehren, wenn ich alle Geschädigten gemeldet hätten. Zu gunften des Angeklagten nahm bas Gericht eine fortgesetzte Hand ung an, fo daß der Angeklagte mit 1 3 abr 6 Monaten Gefängnis davon fam. Er wurde sofort verhaftet. Der Fall Kähne. Wirtschaft Kohlennot und Reichsbahn. Der freundliche Konfulatsbeamte. Unzählige Schwindeleien verübte ein 26 Jahre alter Kaufmann Walter Rusch e, der zwei ,, Spezialitäten" betrieb, bis er jetzt endlich hinter Schloß und Riegel gesetzt wurde. Seit geraumer Zeit machte fich in der Nähe des polnischen Konsulats in der Kurfürstenstraße Ueber die Folgen der bedrohlichen Kohleniage im Bereiche der an polnische Auswanderer, die durch Deutschland und Berlin durch Herr v. Kahne, gegen ben seinerzeit wegen der bekannten Reichsbahn wird von zuständiger Seite mitgeteilt: reisten, ein Mann heran, der sich für einen Beamten des tor- Affäre mit dem Arbeiter Nietert aus Glindot eine Untersuchung Die Diensttohlenversorgung der Reichsbahn war im sulats ausgab und sich ihnen erbot, mit Beschleunigung die Pässe wegen Totschlags eingeleitet worben war, ist jegt in diesem Fall Jahre 1921 ständig unzureichend und hat sich auch im Jahre mit dem Bisum und andere etwa erforderliche Bapiere zu verschaffen auf Antrag der Potsdamer Staatsanwaltschaft außer Ber- 1922 weiter verschlechtert. Um einen ordnungsmäßigen Betrieb Er stellte ihnen vor, daß ihre Abfertigung auf dem gewöhnlichen folgung gesegt worden. åbne befindet sich aber noch immer durchzuführen, muß die Reichsbahn für ihr gefamtes Eisenbahnneh Bege lange dauern werde. Mit seiner Hilfe aber fönnten fie in Untersuchungshaft wegen des Falles aafe. mindestens einen Kohlenvorrat für 21 Tage, in Süddeutschland wenigen Stunden im Besiz der Papiere mit Sichtvermer! fein, wenn die Beschwerde gegen die Ablehnung des Saftentlaffungsantrages für mindestens 35 Lage befigen. Während des gesteigerten Herbstund Ostpreußen, megen ihrer meiten Entfernung von Kohlengebieten, fie einen entsprechend hohen Borschuß zahlen. Zur Beglaus- des Berteidigers hat die Potsdamer Straffammer bisher noch feine perfehrs müsse der angestapelte Borrat fogar für 35 bam. 45 Tage gung, daß er wirklich Konfulatsbeamter fei, zeigte er auch stets eine Entscheidung gefällt. ausreichen. In der Zeit des schwierigen Herbstverkehrs des Jahres Anzahl Pässe, die er für andere schon besorgt habe. 1921 hatte die Reichsbahn jedoch nur einen Bestand von etwas über einer Million Tonnen, die bei einem Tagesverbrauch von durchschnitt Milchpreise. Steuern werden nicht abgeholt! lleber Der freundliche Beamte" erhielt auch stets die Vorschüsse, zum Teil hohe Beträge, steckte sie mit den Papieren, die er dem Konsulat Bon Montag, ben 7. August d. J. an, beträgt der Preis fürlich 45 000 Tonnen nur 22 Tage ausreichten. Die Folge war, daß vorlegen sollte, ein und verschwand mit beiden. Mehreren Auswan: Gartenmild 12 Martie Liter, für freie Bollmilch feit Beginn des letzten Winters die Reichsbahn in ihrer Kohlenverderern nahm er auch noch die Gepäckich eine ab unter der Bor 15,40 mart je Piter. Die Breise sind für Kleinhandels- forgung ständig von der Hand in den Mund" lebte, in vielen Bespiegelung, daß er ihnen auch nach dieser Richtung behilflich sein wolle. Wenn dann die Leute später nach der vereinbarten Steue in gefchäfte und Abmeltmirtichaften( Mollereien) die gleichen. Die girten waren nur Kohlenbestände für 2 bis 3 Tage vorhanden. der Gegend des Konsulats in der Kurfürsten- oder Potsdame: Al- und All- Milchtarten werden wie bisher mit je Riter, die Teilweise mußten Privatfohlen beschlagnahmt werden, um den BeStraße tamen, um alles in Empfang zu nehmen, warteten sie ver( A- Starten) wie bisher mit je% Liter Frischmilch täglich beliefert. Die Abbeförderung der Rohlen von den Zechen so fehr gefördert, Bl und Bll- Mitalarten fowie die Starten für werdende Mütter trieb nicht zusammenbrechen zu lassen. Im Laufe der Sommermonate dieses Jahres hat die Reichsbahn geblich auf den vermeintlichen Konfulatsbeamten. Dieser war unter deffen mit den Gepädjcheinen nach dem Bahnhof geeilt, hatte sich daß die halben beft an de an der Ruhr, die im Frühjahr unge. Koffer und Körbe aushändigen lassen und den Inhalt in der Wein fähr 1,5 Millionen Tonnen Rohlen, Rots und Briketts betrugen, meisterstraße und deren Umgebung zu Geld gemacht. Am Konjulat Eine städtischen Bollziehungsbeamten ist anfangs dieses Mo zurzeit auf die sogar beängstigend geringe Menge von 200.000 ließ er fich längere Beit nicht mehr sehen. In allen Anzeigen, bie nats ein Blod Steuerquittungen, der die Nummer 3596 Tonnen zusammengeschrumpft sind, non benen nur der Dienststelle B. I. 3 der Striminalpolizei über dieses Treiben gt trägt, mit den Blättern Rummer 10-100 perloren gegangen. 100 000 Tonnen Kohlen sind. Die Leistung der Reichsbahn auf gingen, hieß es faft immer, daß der Ronfulatsbeamte eine Sealer Da in lezter Zeit wiederholt betrügerische Versuche zur diesem Gebiete tritt in Erscheinung, wenn man bedenkt, daß die müße getragen habe. Darauf richteten nun die Beamten ihr beson Einziehung von Steuern gemacht worden find, wird im Ruhrhaldenbestände im Friedensjahre 1914 1,7 millionen und im deres Augenmert. Gestern faben fie bei ihren Beobachtungen den Intereffe der Steuerpflichtigen barauf hingewiesen, daß die Jahre 1918 3,2 Millionen Tonnen betrugen. Zurzeit lagert im gefuchten Mann in früher Morgenstunde in der Botsdamer Straße. Steuern nicht abgeholt werden, sondern von den Steuer- Ruhrgebiet nur ein Drittel der Tagesförderung. Die ReichseifenbahnAls sie ihn stellten, sprang er auf einen vorüberfahrenden Straßen pflichtigen an die zuständige Steuerfasse abzuliefern sind. Nur wenn perwaltung tonnte seit dem Frühjahr nicht nur alle angeforderten bahnwagen und versuchte so zu entkommen. Er wurde jeboh rr nach Mahnung 3ahlung nicht geleistet wird, erfolgt die zwangsweise Wagen für den Kohlenabtransport stellen, fie hätte fogar erheblich griffen, nach dem Bolizeipräsidium gebracht und hier als der Pauf Einziehung von Steuern durch städtische Bollziehungsbeamte, welche größere Rohlenmengen abfahren fönnen. Aus diesem Grunde regte mann Walter Rufche festgestellt. Seßt fam aud) beffen zweite zur Abwendung der Pfändungen Barzahlungen anzunehmen verber Reidsverkehrsminister erneut für die verkehrsschwache Sommer„ Spezialität" ans Licht. Die Beit, in der er sich am Konfulat pflichtet sind. Als Ausweis dient diesen Beamten ein Dienst zeit Ueberschichten im Kohlenbergbau an, wozu es jedoch bis nicht sehen lassen durfte, benutte Rusche ebenso fleißig, um hauschild aus Metall sowie eine mit dem Dienstsiegel des Magistrats heute noch nicht gefommen ist, im Gegenteil, gegen das Frühjahr dienern unter allerlei Vorwänden die Waren, die sie für die persehene Bestätigung. Die Beamten find verpflichtet, dem Steuer- ist an der Ruhr allein arbeitstäglich ein Rüdgang der Förderung Geschäfte austrugen, abzuschwindeln. Auch was er in epflichtigen einen von der zuständigen Steuerfasse ausgestellten von 50 000 Tonnen eingetreten. Der Rüdgang ist größer als der beutete, machte er in der Weinmeifterstraße und Umgebung zu Geld. Pfändungsbefehl vorzuzeigen. Steuerpflichtigen, welche eine Steuer- Tagesbedarf der Eisenbahn. Gegen 60 Schwindeleien, etwa je 30 auf jedem Gebiete, mou quittung mit der Blodnummer 3596 fomie mit einer der oben den ihm nachgewiefen, und er räumte sie dann auch ein. Obwohl er aufgeführten laufenden Nummern zur Zahlung vorgelegt wird, werviel erbeutete, befaß er bei der Festnahme nur noch 2,90 marf. ben aufgefordert, die von ihnen angeforderten Steuern nicht zu Bis auf diesen fleinen Rest hatte er immer alles Geld in leichtfinniger zahlen, sondern die Persönlich feit, die die Steuern auf Grund Gesellschaft durchgebracht. ber angegebenen Quittung einzuziehen versucht, wenn möglich, fest stellen zu laffen. Die„ Menschenfalle". Wozu Rachsucht verleiten tann. Im Frühjahr d. 3. liefen bei der Kriminalpolizei wiederholt anonyme Briefe ein, in denen der Abfender auf ein schweres Berbrechen hinwies, das fich angeblich in der Wohnung eines Schneidermeisters Wintler abgespielt haben sollte. In einem biefer anonymen Briefe wurde u. a. behauptet, daß Hausbewohner beobachtet hätten, wie Personen spät abends in die Wohnung des W. gingen, dann aber nie wieder herastämen. Es wurde fchließlich sogar der direkte Verdacht ausgesprochen, daß es fich um cine Art Menschenfalle" handele und es wurde behauptet, daß hier Beraubungen und Ermorbungen vorliegen. Die Folge dieser Briefe war, daß die Kriminalpolizei einen besonderen Beobachtungsbienst der Winklerschen Wohnung einrichtete und auch eine aussuchung vornahmi. Der des Mordes ver dächtige biedere Schneibermeister war wie aus allen Wolfen ge fallen, als er hörte, unter welchem furchtbaren Berdacht er stehe. Die weiteren Ermittlungen erstreckten sich nun auf die Herkunft der anonymen Briefe und führten zu der Feststellung, daß eine Schnei berin urbzuweit, die mit B. in Feindschaft geraten war, als Absenderin in Frage fam. Die Angelegenheit hatte natürlich ein gerichtliches Nachspiel, in dem sich die Briefschreiberin zu verantworten hatte. Der Borfizende regte dabei an, diese absonderliche Geschichte durch einen Bergleich zu beenden. Die Beklagte gab alle von dem Kläger gewünschten Ehrenerklärungen ab, worauf biefer die Privatflage zurüdzog. Derolle ehrliche Seemann". Ein Heiratsswindler, der sich als schwebischer Sceoffizier ausgibt, hat in legter Zeit mit ganz besonderem „ Erfolg gearbeitet. Er pflegt in besseren Lokalen zu verfehren und fand auch stets die Bekanntschaft heiratsluftiger Damen, deren Ber trauen er alsbald durch sein sicheres und entgegenkommendes Auf treten zu gewinnen wußte. jahr entschloffen, in großen Mengen englische und hollan Die Reichsbahn hat sich unter diesen Umständen bereits im Früh bische Rohlen sowie Saartohlen anzutaufen, um mit einem möglichst hohen Bestand an Diensttohlen in den gesteigerten Herbstverkehr zu gehen. Natürlich bedeutet die Einfuhr großer Mengen ausländischer Kohlen durch die erheblichen Mehrkosten einen starken volkswirtschaftlichen Schaden. Ein großer Schloßeinbruch wurde vor etwa acht Tagen auf dem Rittergute der Familie Killisch v. Horn in Reuthen bei Troy diefer Maßnahmen betrug der Bestand der Reichsbahn an perenberg ausgeführt. Die Einbrecher, vermutlich Berliner, Dienfifohlen am 15. Juli ungefähr 750 000 Tonnen, bie für etwa erbeuteten in der Hauptfache wertvolles Tafelfilber, bas 16 Tage ausreichen. Zur felben Zeit des Jahres 1913 waren 3,5 R. v. 5. bzw. K. H. oder E. R. mit Krone gezeichnet war. Daneben Millionen Zonnen und im Jahre 1914 annähernd 4 mil. erbeuteten die Einbrecher noch eine Reihe von Weintühlern und lionen Tonnen in den Lagern vorhanden. Bis zum 15. Juli d. I. Renn preifen, bie größtenteils mit Widmungen versehen find. waren den Verbrauchsstellen der Eisenbahn ungefähr 500 000 Tonnen Der Geschädigte hat eine Belohnung von 10000 Mart für die ausländischer Kohle zugeführt worden. Ohne diese Auslandskohlen Wiederherbeifchaffung des Gutes oder für die Ermittlung der Täter hätte die Reichsbahn mitten im Sommer also nur einen Bestand ausgefegt. Mitteilungen, die auf Wunsch auch streng vertraulich von 250 000 Tonnen gehabt, der für ungefähr 5% Tage ausgereicht behandelt werden, nimmt das Berliner Polizeipräsidium, Kriminal- und damit bei der geringsten Störung die Einstellung des Eisenbahntommiffar Dr. Anuschat, Zimmer 52 des Berliner Polizeipräfi.betriebes und den Zusammenbruch des Verkehrs bedingt hätte. biums, entgegen. Englisch und Franzöfifch. In der nächsten Boche beginnen in ber bes Borläufigen Reichswirtschaftsrats ist für heute einberufen wor Erhöhung der Ausfuhrabgaben. Der Ausfuhrabgabenausschus Spradicule für Broletarter auf Bunich nochmals Abendturse in Englisch und Franzöfifch für Anfänger Anmeldungen: ben, um zu ber Frage ber Anpaffung der Ausfuhrabgaben on bie Sonntag, den 6. Auguft, vormittags von 10-1 Uhr, unb Montag, ben veränderte Devisenlage Stellung zu nehmen. Auguft, abenbe von 5-8 or, in der Gemeindeschule Gipsstraße 233 ( 8immer 9), Nähe Nosenthaler Straße. prächtige, große Naturgarten der Neuen Belt ift burch zahlreiche Dekoras Münchener Rellerfeft in ber Menen Welt, Hafenbeide. Der tionen und viele fleine blauweiße Fähnchen geschmidt worden. Tiroler Mufiftabellen laffen tore luftigen Beifen erschallen. Auch für Tanz Fünf luftige tit Borforge getroffen woorden, nicht nur der Neue Saal, fondern noch zwei weitere Tanzböden find errichtet worden, wo sich jung und alt im Streife brett. 100 Bayrische Wabeln frebengen das jir diefe eftzett extra start eingebrante Stimmung bean". Nn ben Abendstunden findet ein prächtiges Feuerwert statt, das schon den Urberlinern seit vielen Basten betannt ist. Die Teuerung in Deutschösterreich. Bon Montag ab wird ber Preis für den Normalaib Brot in Wien 2490 Rronen betragen. Die Einkommensteuer in Polnisch- Oberschlesien. Der Wojewod vorläufige Ginfommensteuer zu erheben, die das sechsfache der Steuer schaftsrat in Rattowis hat befchloffen, für das laufende Jahr eine des Jahres 1919 betragen foll! Papiergeldumlauf in Rußland. Ueber den Rotenumlauf in Rußland veröffentlichen amtliche Stellen der Sowjetregierung nun mehr einiges Material. Hiernach betrug der Papiergelbumlauf in Milliarden Rubel cm Beginn des Jahres 1915: 3,03; 1916: 5,62; 1917: 9,22; 1918: 27,3; 1919: 61,26; 1920: 225,0; 1921: 1168,6; 1922: 17 539,0; im Bergleich zum Rubel der Borfriegszeit ergat fich am 1. März 1920 eine 1 283 965 fa dhe Entwertung. Devisenkurse. 3. August 4. Auguft Käufer Berkäufer ( Gelb.)( Brief-) Aurs Rurs Käufer. Beriäufer ( Geib-)( Brief-) Rurs Aurs Menschenraub für die Fremdenlegion? Tue 2übed wird der Versuch einer gewaltsamen Breffung für den Eintritt in die Frembenlegion berichtet. Ein Landwirt wurde in der Nähe des Holstebtores bon einem gutgefleibeten Herrn angesprochen. Blöglich hielt dieser ihm ein Tuch mit einem Narkotifum unter die Rafe. Der Ueberfallene Die amtliche Kurstabelle gibt an, wieviel Mart man aufwenden verlor die Befinnung und erwachte erft wieder in Duisburg. muß, um die in der ersten Spalte genannte Einheit der auf das be. Einige der Damen schenkten ihm bald so viel Bertrauen, daß außerdem hatten noch bier andere beutsche Männer fein zeichnete Land lautenden Währung zu erwerben. fie ihn auch in ihre Wohnung einluben und Ausflüge mit ihm Schidial zu tragen. Sie wurden alle unter starter Gewachung nach machten. Der„ Seemann" erwiderte dieses Bertrauen badurch, Krefeld gebracht und dort auf ihre Tauglichfeit für die Fremben daß er den Damen gelegentlich offenbarte, daß ihm das Gelb region unterfucht. Während die vier tauglich befunden wurden, ausgegangen sei, nicht das große, fondern nur das fleine ichidte man den Landwirt als untauglich völlig mittellos zurüd. deutsche Geld für den täglichen Gebrauch. Geld seines Landes befize er noch. Bum Beweise bessen zeigte er dann auch einen Geldschein, der eine schwedische Hunderttronennote und 100 holländische Gulden.. 29368.25 29486.75 32559.25 82640.75 276.65 23ie aus Riel gemeldet wird, wird in ben legten Auguftiagen 1 argentinischer Bapier- Befo 277.85 307.60 808.40 gegenwärtig also gegen 14 000 m. wert sein sollte. Die verliebten 5902.60 5917.40 Damen gaben ihm darauf gern fleines Gelb, zuweilen in beträcht, ein großes engliides Geidwader in der westlichen 100 belgiiche Frant 6491.85 6308.15 licher Höhe. Andere überlassen ihm auch Schmudiachen, bie Ditiee feine Sie übungen abbalten und dabei auch deut. 100 norwegische Stronen.) ihm aus der augenblicklichen Berlegenheit heraushelfen sollen. Sie fe äfen anlaufen, ohne daß aber den Mannschaften der Be- 100 farvebische Stronen.. zweifeln gar nicht daran, daß fie am nächsten Tage für die Hundert fuch an Band gestattet sein wird. 100 finnische Mart fronennote, die als Unterpfand dient, auf der Bant die 14 000 m. Schwedischer Flottenbefuch in Danzig. Snt Danziger Hafen ist erhalten. Bum Stelldichein, das für den nächsten Tag verabredet wird, erscheint der Schwede natürlich nicht mehr. Denn entweder eine we bije U Boot lotille eingelaufen. erfahren die Damen auf der Bant, daß ihr Unterpfand nights Flottille besteht aus bem Depotfaiff Sbea umb ben SUwert ist, oder sie sind auch schon vorher dahin aufgeklärt, daß fie Booten.. Bu Ehren ber folvebischen Gäste sind verschiedene Verstatt einer echten schwedischen nur eine umgearbeitete un anstaltungen geplant. garische Hunderttronennote erhalten haben.. Die Föhn- Reparatur". Englische Schießübungen in der Ostsee. Lebensmittelpreise des Tages. Die Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft etwas flotter. Fische ausreichend, Geschäft still. Obst und Gemüse genügend, Geschäft flott. 12933.80 12956.20 14531.80 14368.20 19875 38 19724.65 22072.85 22127.65 100 bänische Kronen..1) 16304.55 16845.45 18227.15 18272 85 .) 1 japanischer Den. 100 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar 100 franzönide grant 1 Brafilianischer Milreis. 100 Schweizer Grant, 100 fpanische Beletas 100 öftert. Kronen( abgest.) 100 tiedische Kronen. 100 ungarische Kronen. 100 bulgarische Lewa 1598.00 854.50 1602.00 1802.70 1807.80 855.50 897.00 8435.65 8464.84 8765.25 898.00 8774.75 3875.75 8884.25 3755.30 701.04 6142.30 8764.70 762.96 828.96 831.04 6791.50 6808.50 6157.70 100.87 101.13 113.85 114.50 14132 30 14167.70 15955.00 15995.00 11460.63 11489.85 12888.85 12916.15 1.58 1.57 1.83 1797.73 1802.25 2057.40 38.45 83.55 88.70 458 48 450.00 519 85 1.87 2062.60 33.80 520.65 Die Biffer) bedeutet, daß die Nachfrage richt bei den notierten Rurfen gededt werben fonnte und daß das angebotene Material rationiert werden mußte. 100 Polenmart wurden etwa mit 11,50 m. bewertet. Ein gemeingefährlicher Schwindler, der in Berlin die Friseure in der unerhörtesten Weise gebrandschaht hat, wurde heute in dem Feinmechaniter Artur Grob von dem Schöffengericht BerlinSchöneberg für längere Zeit unschädlich gemacht. Er hat es fertig handelspreise: Am Freitag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleingebracht, feit 1918 lediglich von den Erträgnissen feiner Schwinde Rindfleisch 46-58 M., ohne Knochen 60-80 M. Schweinefleisch feien auf großem Fuße zu leben. Grob fuchte Friseurge 80-100 M. Kalbfleisch 58-86 M. Hammelfleisch 60-81 M. Schellfisch schäfte auf und lockte den Inhabern unter dem Bormande wich 13-16 M. Seelachs 15 M. Barsche 15-18 M. In Eis: Zander 118-126 M. tiger Reparaturen die wertvollen Föhn Apparate ab, die er Schleie 65-84 M. Heohte 58-80 M. Aale 60-75 M. Lebende Aale dann sofort zu Geld machte. Dieses Treiben nahm einen berartigen 80-96 M. Schiele 95-101 M. Blele 70-75 M. Eler 7,50-8 M. das An der gestrigen New Dorfer Börse wurde die Mart Umfang an, daß die Friseurinnung öffentlich vor ihm warnte. Grob Stück. Naturbutter 90-100 M. Margarine 60-75 M. Schweineschmalz wiederum beffer bewertet als vorgestern. Der Schlußturs für verlegte darauf das Feld seiner Tätigkeit nach Magdeburg, Leipzig Grießnudeln 21-22 M. 93-98 M. Graupen 18 M. Hafergrütze 20 M. Haferflocken 20-22 M. Neue Kartoffeln 45-50 M. 10 Pfund. Rotkohi 100 m. war 14 Cents, was einem Dollarstand in Deutschland von etwa und anderen deutschen Städten, wo er in derselben Weise vorging. 10-14 M. Salat 2,50-4,- M. der Kopf. Kirschen 8-15 M., Saure 714 m. entspricht, der höchste Rurs 14%, wonach der Dollar hier Gegenwärtig standen etwa 100 Fälle zur Anflage, jedoch würden 10-19 M. Stachelbeeren 10-12 M. EBbirnen 10-20 M. EBäpfel etwa 690 m, toften würde, der niedrigste Kurs 13, ber einem Dollar. sich diese, wie der Borsigende bemerfte, auf mehr als 1000 12-18 M. Tomaten 18-22 M. Zwiebeln 10-12 M. Gesetzlich darf preis von 769. entsprechen würde. In MAGGI Original- Flaschen nichts anderes als MAGGI Würze feilgehalten werden. Beim Nachfüllen achte man deshalb darauf, daß die Würze aus der großen mit dem Namen MAGGI versehenen OriginalFlasche gefüllt wird. Auch verlange man ausdrücklich MAGES Würze und weise Nachahmungen zurück. Der Dünkel der„ Gebildeten". In einer der letzten Nummern ber Münchener Medizinischen Bochenschrift schreibt ein Rat am Obersten Landesgericht in Mün chen, Theodor von der Pforten, einen Artikel über Filmdrama und Voltsgesundheit". Diese Zusammen. stellung ist schon eigenartig. Ungewöhnlich ist es auch, daß ein Jurist über ein fünstlerisches und medizinisches Thema in einem medizini fchen Fachblatt zu Wort tommt. Am sonderbarsten aber berühren die unreifen, verständnislofen Anschauungen eines Mannes, der es gu einer immerhin angesehenen Etellung gebracht hat. Es würde fich nicht lohnen, auf die geistig dürftigen Ausführungen eines Laien an biefer Stelle einzugehen, wenn die Dunkelhaftigkeit und Eng. ftirnigkeit, die aus den Zeilen spricht, für die starre Dentrichtung in weiten Streifen ber Atademiker und„ Gebildeten" nicht symptomatisch wäre. Daß der Berfaffer die Gelegenheit nicht unbenugt läßt, der Republik eins auszuwischen, ist nicht weiter verwunderlich. Denn die Münchener Medizinische Wochenschrift" erscheint in dem fatt fam bekannten Berlag J. J. Lehmann, München. 铃 Es heißt da:„ Eine Zeitlang war in allen Auslagen ein Bild zu sehen, das den Reichspräsidenten Ebert an der Seite der Filmte diva Henny Borten darstellte. Es wirfte wie eine unbewußte, aber eben deshalb um so fräftigere Ausprägung neudeutschen Geistes. Das Bolt, das einen Kant, einen Goethe, einen Beethoven, einen Bismard hervorbrachte, drängt sich Tag um Tag schauluſtig herzu, um sich fabelhafté Maharadschahs, unheimlich schlaue Deteftios, unglücklich liebende Gräfinnen und allerlei tiefsinnigen Geiſtersput Dorzaubern zu lassen." Wir wollen es dem Gerichtsrat nicht weiter verübeln, daß er literaturhistorische Zusammenhänge nicht begreift. Der Geschmad an Detektivgeschichten ist in Deutschland burch Ferdinand Bonn be lebt worden, der mit seinen Sherlof- Holmes- Dramen gute Einnah men erzielte und deffen Geschäfte dadurch nicht unwesentlich gefördert wurden, daß der Kronprinz häufiger Besucher seines des Ber. in aller Klarheit zurufen: Der neudeutsche Geist, den er in ber Theaters war. Aber das wollen wir Herrn von der Pfordten Augenblidsgemeinschaft Eberts und der Borten ausgeprägt sieht, ist uns lieber als der alte Geist, bei dem wir an die Freundschaft des liner Timgsfilm und ganz Besonders den mit phantastischem Inhalt lehnt Das Schönste an dem Artikel des Gerichtsrats ist der Schluß: er als funftfremd, ja gesundheitlich gefährdend ab. Zwar gibt er Er fordert alle wirklich Gebildeten und insbesondere die Aerzte" das Bemühen der Filmtechnik zu, ihre Erzeugnisse zu veredeln, aber auf, die Erkenntnis von der Schädlichkeit der Kinofunft in weitere su mehr als lobenswerten Anfägen fann diefes Höherstreben nicht Streife zu tragen, zu mahnen und aufzuffären." Wenn etwa ein führen, weil das gesprochene Wort fehlt, das dem Drama allein den Zimmermann was ich nicht für möglich halte ben eigentümGeift vermitteln kann". lichen Gedanken hätte, feinem Urbeitskollegen, einem Klempner E. D- r. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Hente findet teine Sigung statt. Nächste Sigung: Sonnabend, ben 12, Angust, im Sekretariat, Lindenstraße 3. Bezirksfekretariat. 6. Kreis Kreuzberg. Das ist der Standpunkt des Kunstblinden, der alles unter dem gute Ratschläge zu geben, wie er seine Arbeit anstellen soll, würde engen Gefichtswinkel der Zweckmäßigteit betrachtet. Kunst ist Lurus, er mit Recht ausgelacht werden. Ich empfehle jedem Arbeiter, also überflüffig, fagt der Spießer. Auch den Werfen der bildenden den der Arzt über Kunjt belehren will, folche törichte UeberheblichRunft und der Musik fehlt das gesprochene Bert, Herr von der feit nachdrücklich zurückzuweisen: Der Arzt soll sich um feine Pillenforbten; denen ist dann wohl auch der Weg zu einem höheren Ziel funft befümmern, die schönen Rünfte aber getrost dem Fachmann perrammelt? er die Entwicklung mit flarem Bhd verfolgt, wird überlassen. dem Belehrungsfilm nur eine untergeordnete Rolle, dagegen dem Spielfilm wegen der unabsehbaren Möglichkeiten ein sehr weites Betätigungsfeld und gewaltige Bedeutung prophezeien. Es geht nicht an, dem Film die Existenzberechtigung abzusprechen, nur weil der bisherige fünstlerische Ernteertrag ungenügend gewefen ist. Der tastet er umher, ohne fich über feine eigene Stellung recht flar zu Film als Kunstgattung ist noch sehr jung, fuchend und versuchend fein. Aber unverkennbar ist das Bestreben, sich Heimatrecht in der Welt der Kunst zu erwerben. Für neue Gedanteninhalte gilt ein anderes, meiteres Zeitmaß, als beispielsweise für die Mode. Ich möchte Herrn von der Pfordten als lehrreich empfehlen, über seine eigene politische Einstellung nachzufinnen. Wir leben in einer Re publit, aber viele merten es nicht, merken nicht, daß sich eine neue Beit mit neuen Gedanten anbahnt. Die Masse dagegen, über beren Urteitsvermögen sich der„ Gebildete" dünfelhaft erhebt, merit es und hat es längst geahnt und innerlich empfunden. Nicht ein Zeichen Jungfostaliften. Gruppe Friedrichshain: Sonning Gruppenwanderung beb fondern der Ausdrud des Ringens um eine eigene Weltanschauung. niedergehender Kultur, wie er meint, ist die Filmluft der Massen, Da die Akademiker, die sogenannten geistigen Führer, völlig verfagt haben, wendet sich die Masse an die Künstler. Sie will in ber Sunft die Beziehung zu sich selbst schaffen, will Vergleiche zwischen eigener und fremder Anschauung anstellen und so zur Klarheit über fich gelangen. Wenn auch nicht immer den richtigen, aber wenigstens Bewegtheit, mit seinen reichen Anregungen und mit dem billigen boch einen gangbaren Weg zeigt der Film mit seiner lebendigen Eintritspreis. Männerchor Saffesjes Tar( GTD.): Gonntag, ben 6. Auguft, Ausflug nach Saboma. Filt Radzilgler: Treffpunkt Sestaurant Gansjouet. Charlottenburg- Spandan. Die juristische Sprechstunde fällt aus. Heute, Sonnabend, den 5. Auguft: 131. Abt. Richerschönhaufen. Die Funktionärtonferens fällt aus. Die Bezirks. leiter werden gebeten, zu der am Mittwoch, den 9. Arguft, 7% Uhr, flettfindenben Mitgliederperfammlung in ber Gulaula, Bismarcfit. 11, einzuladen. Stellungnahme aum außerordentlichen Bezirksteg. dent Bogenfez- legdorf. Sahnfahrt bis Bernau. Treffpunkt Sonnabend abend Uhr Stettinet Borortbahnhof. Morgen, Sonntag, den 6. Auguft: 7. Besichtigung der ägyptischen Stunstwerke im Miten Muſeum famie ber 20. 9. griechischen Kunstwerte im Museum ter Universität. Treffpunkt 9 Uhr Em Luftgarten( Granitfchale). Führung: Regierungsbaumeister Genosse Dr. Wernet. abt. Familienausflug nach der Jungfernheide. Treffpunk 10 Uhr Promenabe Chrißianiastraße vor det Schule. s. Die Genoffinnen und Genossen beteiligen sich an dem Ausfina des Männerchers Halicsches Tot( 6. Rceis) nach Gabowa. Sceffpunkt 8 Uhe Borwärts"-Gebäude. 47. 251. Die Genoffen beteiligen fich zahlreich mit fhren Familien am gemeinfamen Ausflug des Arelfes und Männerchers. Treffpunkt Bahnhof Eaboma vormittage 8 Uhr. famen Ausflug nach Eadowa gabireich zu beteiligen. Treffpunkt 9 Uhr Bahnhof Gebowa. 81. bt. Friedenau. Waldfest mit der Arbeiter Jugend Friedenaus. Stoffvunft 1½ Uhr nachmittags om Gillerplat. Nadgigler Neft. Waldfrieben, Dabiem. And von ben Vezirlsfithtern Sonntag vormittag vom Genossen Soch, Cranachfte. 44, abzuholen. Jugendveranstaltungen. Herr von der Pfordten ist Richter und fällt heute noch auf den früheren Kaisers mit Phili Eulenburg denken müssen. Einige 3eu alten Trid hinein, mit dem sich Berbrecher als die Verführten 48. abt. Die Genoffen werden erfucht, sich mit ihren Familien om gemeingen diefes wilhelminischen Geistes find glücklicherweise im Pfuhl aufspielen. Früher war es üblich, Schundromate als Milderungsder Bergessenheit untergefunten wie auf fönigliche Bestellung fa- grund anzugeben. Er verkünder: brizierte Opern oder Theaterstüde Der große Rönig" des Herrn.„ Aber auch der verbrecherisch Veranlagte bildet sich an folchen. Gaglig. Die Eintrittstarter sur Berfaffungsfeier in Zirkus Bulch Don Lauff andere aber leben als Bahrzeichen fünstlerischer Un- Darstellungen, und auf den Haltiofen und Unreifen, der seine ganze fultur fort, ein Schrecken für unsere staunenden Nachkommen. In geistige Nahrung aus dem Rino bezieht, fann die romantische EinBerlin die Groteste der Siegesallee, bie architektonischen Trümmer- fleidung aufstacheind und verderbend wirken. Wir stehen heutzu haufen des Donis und des Reichspostmuseums in der Leipziger tage entfeht vor furchtbaren Berbrechen, die sich in unserer UmStraße, der Buderbäderbau des Reichstagsgebäudes, um nur Bei gebung etspielen, vergeffen aber, daß Tag für Tag in allen Straßen spiele herauszugreifen. Anreiz und Anleitung zu Greueltaten geboten wird. Strafrechts. pflege und Polizei fämpfen mühselig und oft erfolglos gegen eine Baumschulenweg: Banberuna Tiefensee. Treffpunti 6 1hr abends Bab Hochflut strafbarer Handlungen, der Gesetzgeber aber bentt nicht hof Baumschulenweg. Brih: Wanderung Senpiniet. Treffpunkt 5 Uhr noch daran, eine crgiebige Quelle diefes Uebels zu verstopfen. Erst vor Treffpunkt 6 Uhr abends Bahnhof Cadende. Stegliz: Wanderung Werder- Refpinfee. Cempelhof: Wanderung Blumen furzem hat ein wegen mehrfachen Mordes verurteilter Mensch im that. Treffpunkt 6 Uhr abends Bahnhof Tempelhof. Treptow: Wanderung Gerichtssaal dem Rino seine Taten zur Last gelegt und der Film- wanderung Königswusterhausen- Dubrow. Treffpunkt Birkenwerder- Oranienburg. Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof Treptow, schauspieler genannt, an bessen geschichte Ein. und Ausbrüchen er bahnhof Billowstraße. sich gebildet habe." Benn Herr von der Bfordten die Masse der heute aufgeführten Films abfällig beurteilt, fo hat er durchaus recht. Die große Mehraahl hat feinen Anspruch auf fünstlerische Wertung. Aber die Gründe, die er anführt, und die Schlußfolgerungen, die er zieht, zeugen von oberflächlicher Betrachtungsweise und findlicher Urteils. fraft. Er fagt, es wäre ungerecht, nicht zu erwähnen, daß die Filmtechnif, auf den rechten Weg geleitet, viel Schönes und Be lehrendes bieten könnte. Es gibt naturwissenschaftliche, medizinische, erdkundliche Films, Darstellungen von Reifen und Entdeckungen, die man mit Genuß und Nußen ansehen fann". Den reinen Hand Zum inmachen feiffet Süßstoff allerbefte Dienfe cfr tif ooifig rein ohne Nebengefchmad, bequem zu verwenden, billig und belömmlich. Gine H- Dadung, 1,20 enffpricht ber Castroft von 1 Pfund 3uder. Grhölflich in Rolonialvaren, Drogen. handlungen und Apothefen. 81 Central- Theater Theater, Lichispiele usw. Ein Prachtmäder Berliner_PraterStaatstheat. Volksbühne ( Schenspielhaus) Operetten- Gastsp. Intimes Theater Kastanienallee 7-9 3: Die Peitsche und? Personi. Gastspiel Lauf dech nicht Bernhard Rose in Nur Neues Operett.- Th. Har nicht drängeln 3 U.: Der Freischiltz immer nackt herum 64 Uhr: Tägl. 7%, Uhr: Die Walküre. U Die Mädels Die beiden Lessing- Th. und Das deutsch.Lied von Davos Lichtenstein, Seidi Beginn 5 Uhr. Metropol- Theater Allabendi. 8 Uhr: Unr Relchshallen- Th. Nachtigallen Sommerspielzeit. Die Bajadere Allabendl. 71, Uhr Deutsch. Theat. Der Schildpattkamm Schiller- Th. Charl. 7: Der Raub der Deut. Rünstler- TaDie kl. Sünderin Stg. 7: Der Raub Sommerspielzeit Von Jean Gilbert. d. Sabinerinnen Allabendi, 8 Uhr: Thalia- Theater Kammerspiele„ Die erste Nacht" e Prinz Don Joan! 8: D.ewig lächeln de Frau Tal- Residenz- Th. Th. a. Nellendertpl. mars Tod Sta. 8: Die ewig lächelnde Frau - Talmars Tod Taglek& Uhr: Verliebte Leate Th.d. Westens Fedora Heimliche Braut Gr.Schauspielh. Tilla Baricux ( Karlstraße) T: Die Maschl- Waldem. Staggemann nenstürmer Stg. 7: Die Ma- Urania schinenstürmer Theater 1. d. & Uhr: Die malerischeMark Operette von Gesch- Keyle Stg 3% U: Heinliche Brast Theater to d.Kemmandant. Str. Liebe und Trom 8 Uhr: petenblasen Trianon- Th. Königgrätz. Str. Theat.a.Kottbus.Tor Taglich 8 Uhr: Geschichten des Jeden Abend 7, U. Eine Fran 8: D. wunderlich. Moritzplatz 16077 Kapellm. Kreisler Komödienhaus u: ,, Gretchen" Berliner Th. Sänger Dinhoff Brett'l Art.7% Zelt I. Direktion: Richard Weise. Täglich ab 6 Uhr Das große VarietéELITE- ohne Bedeutung Programm Sänger Adele Sandrock Nachm. 3-6 Uhr und Gänzlich Luise Werkmeister Sonntags mittag 11 neues bis 2 Uhr Programm Theater des Ostens Militär freikonzerte Volks( Rose Theater) ausgeführt von den preise! Uhr: Konzert Kapeilen d. Reichs7.45: Madame Flirt Vorvkf. 11-12 u 4-617%, U.: So leben wirl Alter Weinbrand wehr Heute, Sonnabend, den 5. Auguft: mittags Germaniapromenade. * eften: Uhr abends HochScato abeub, pinch 7 2hr, finbet im Jugendheim, Lluhenfte. 3, eine So weltfremd ist dieser Jurist, daß er vergist, wie im Krieg Konferens bez Abteilungsleiter und Mätenvertreterinnen statt. Sapusord planmäßige Erziehung zum Mord betrieben, wie das Dolchmesser nung: 1. Die Stellung ber Madden in unserer Organisation. Referensia Life im Stiefel bayerischer Soldaten gefeiert wurde. Albreht. 2. Geschäftliches. Erscheinen aller Bertreterinnen bringend notwendig. Heute: Kinder- Volkstag im ULAP am Lehrter Bahnhof. Jeder Erwachsene ein Kind frei! Alles ohne ExtraEntree! Die Turmseilkunstler Gebr. Wichmann Att- Berlia Dauer Doppelkonzerte Kabaret- Bonbonière Leuchtfontäne Ulap- Palais- Terassen Freier Eintritt in die Gr. Berl. Kunstausstellung Die großen Attraktionen! Wolkensturzbahn Spukhaus Wirbelrad Teufelsröhren Tanagra Varieté Die wildo Fakirtruppe Massenluftschlacht 5 Uhr- Tanztee im ULA- PALAIS Abends: Tanzrendevonz der eleg. Welt. Wein- u. Bierrestaurant ersten Ranges. Soeben erschienen! Komische 78% Oper 73% Der Meister vom Montmartre Offenbachs Liebesieb. Casino Theater Ab Freitas, 11. Aug. Tal 8U( Erstauft.) Lämmelmanns WIEN ひとろ Unterhaltungs Variété BERLIN 8 Uhr: 4 Uhr: Bammelfahrt Bas hervorragende Kaffe m. internat WIND BRIEN Varieté- Programm Tanzvorführenge Varieté- Spielplan Rauchen gestaltet! Perser- Teppiche Klaviere, Flüge! und warme Kucho. Allgemeine Ortskrankenkasse Garderobe ir Berlin- Steglitz Herren und Bamon noch wirklich auf billig Tellzahlung Anzüge Raglans Damen- Mäntel Kostüme Bekanntmachung. Die Bertceler des Arbeitgeber und Ner ficherten im Ausichu werden hiermit au bet ar 168/11 Freitag, ben11.aug. abends 7 Uhr, fir QBfrtso. Wlbrechts tola, Berlin- Stegli lbrechtste.la, Ober liditfaal Rattfindenden außerordentlicher Röcke using Arnold Schale Neue Welt mide10-14 lesi ragich: Manthener Hellerfest W Oberbayern Beiscr eingeladen. Tagesordnung: 1. Sagungsänderung Drehstübi Tanzdiele Lothringer Str. 67. 2. Seifchiebenes. Pariser Jazz- Band- 10 bayer. Mad'i 5 Kapellen- Heute: Riesen Fronten und Schlachtenhöchste Tagesor.zahlt Feuerwerk Außerdem: BALL Herer, Pallasstr. 9, Kerf. 91021 Anfang 5 Uhr Neue Haut erzielt man schmerz- Buchbel. Vorwärts los, unmerklich für die Umgebung. durch die Berlla SW, Linsensit. 2 echte Vater Philipp Schäikur, à 12 M.. vom Tutogen- Laboratorium, Dresden- Zschachwitz 146, schält Pickel, Mitesser, Sommersprossen Hautunreinigkeiten usw. ab, läßt anmutige, junge Haut zum Vorschein kommen. Berlin, Elefanten- Apotheke, Leipziger Straße. Erhältlich in Städt. subv. Technikum Sternberg Meckl Maschineubau Elektrotechnik Ecchbau Tiefbaul Soeben erschienen! NeucEnthüllungen über die Partei der Sozialrevolutionäre( Das Pariser Geheimarchiv) Preis Mark 3.Verlag Carl Hoym Nacht. Louis Cambler, Hamburg 8 Sonntage eines Großstädters in der Natur Von Kurt Grottewitz Mit einem Vorwort von Wilhelm Dölsche br. 12 M., geb. 20 M. Berlin- Steglig [ ben 8. Augutit 1922 Der Borstand Liehr, Borfigender Fahrräder! bel, Kleidungssickt, Hachiuse kauft Kock, Neukölln Bergstr. 55, Laden. Gold Siber Platin -Bruch Zahngebisse Erich Fuhrmana Gotzkowskystr.13 Tüchtige Schuhmacher melden sich sofort aut eine Kleine Anzeige im ,, Vorwärtss Landauer& Macholl Dominikaner HEILBRONN Vertreter: Karl Kast, Potsdam, Bismarckstr. 8, Fernsprecher: Amt Potsdam Hr. 366 X Wilhelm Wetzel, Berlin- Wilmersdorf, Mecklenburgische Str. 20, Fernsprecher: Amt Pfalzburg Hr. 3040 Wiener Mehl Auszug- Mehl ff. Weizen- Mehl Roggen- Mehl und Backware Deutscher Metalarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm, hr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Went Sterben 882, 834, 835, 886. Sonnfag. 6. Auguft, vorm. 10 Uhr. in Feibels Fejalen, Kolberger Str. 23: Versammlung der Reifelschmiede und Helfer, fo wie der dazu gehörenden Verute. Tagesordnung: 1. Bericht von ben legten Berhandlungen. 2. Disfuffion. Die Versammlung der Borzeichner bei Sachse, Lindower rage, fällt aus. Die Kollegen werden etjut, restlos in dieser Bersammlung zu erfheinen. Ohne giebsbu tein Suteikt. Sonntag, S. Auguft, vorm. 10 Uhr, Sophien- Cuzeum( Beichenfaal), Weinmeifterstr. 16/17: im Branchenveksammlung der Handschraubenbank u. Automaleneinviter. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Tarifvertrag betr. Entlohnung unserer Grupne. 2. Deanshenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. 123/9 Ohne gebebu tein Zutritt. Die Ortsverwaltung. noch Möbel biнig! In großer wahl Bar od.Teilzahlung Möbel- Gross Gr. Frankfurter Str. 141 Invalidenstr. 5, Eing. Ackerstr. HOES Liefern auch auswärts! Stecklaternent von 2 201. an Dampions billig.Bapice maken en 50 Bf. an Boreinsbedarf, Fouerweets- Sortiments 10, 15 bis 100 M. u. höher Bengalfeuer. A. Maas & Co., Berlin, Martgrafenfte. 84, an der Lindenstraße. 9 bis 6 Uhr. Telephon: Dönhoff 2673 Kautabak- Niederlage G. A. Hanewacker, Nordhausen Grimm& Triepel, Nordhausen Fischer& Herwig, Hann. Münden M. Hansen jr., Hadersleben Joseph Doms, Ratibor C 2, Poststraße 1 Max Ziegenkals, Tel: Zentrum 297. Verkauf nur an Händler Technikum Strelitz Mascuin.-. Elektrotechn., Hoch- u. Meban, Beton- n.Bison-( Mecklenburg) bau. Wintersem. Ant. Okt. Näher. s. Progr. 2 Bahnstd. v. Berlin. Quecksilber tanit 3 enorm hohex reifen Metallauftaufu.- Schmelze Bredowfr. 50, Ede Turmfir. Telephon: Moabit 592 6. Schmidt.' Jdfoldacker entrales Brunnenstr. 129-30. Telf. Humboldt 5813-14 28 Filialen in allen Stadteilen. aw Eigener Dampfmühle.Bäckerei 00 Weltrekordläufer Mazeppa Deutscher Marathon- Meister rollt einen Riesen- Steinhäger- Krug der Wittenborg- Brennereien Steinhagen auf seinem Wettlauf durch Deutschland Hauptstrecke: Köln, Duisburg, Essen, Dortmund, Bielefeld, Hannover, Braunschweig, Bad Harzburg, Kassel, Erfurt, Leipzig, Dresden, Berlin. Preisrätsel: In welcher Zeit ist der Lauf durchgeführt? Die 10 besten Lösungen werden prämiiert: 1. Preis Mk... 3000.2. Preis.... 25 Krüge 3. Preis.... 15 Krüge Original Wittenborg 4. Preis.... 12 Krüge Echter Steinhäger außerdem 6 Trostpreise zu je 3 Krügen Lösungen mit der Aufschrift ,, Preisrätsel Echter Wittenborg- Steinhäger" sind bis zum 7. August zu senden an Rechtsanwalt und Notar Dr. Jacobsen, Herford. Lauf durch Berlin am Sonnabend, den 5. August, vormittags. Vertreter der Wittenborg- Brennereien: Georg Glück& Co., Berlin- Wilmersdorf, Pfalzburger Str. 50. Plalzburg 8113 Jch nab's Lave Erhalt' Dir Deine teuren Schuh, Verwende nur Urbin dazu Terpentinoelware in Dofen mit Banderole Zum Prozeß gegen die Konterrevolution in Rußland G. LELEWITSCH: Die Konstituante von Samara.( Ein Beitrag zur Humanitäte u.» Demokratie« der Partei der Sozialrevolutionäre.) Preis Mark 25.-. G.SSEMJONOW( WASSILJEW): Die Partei der Sozialrevolutionäre in den Jahren 1917 bis 1918( ihre Kampftätigkeit u. militärischen Aktionen). Preis Mark 4.50. W. KNJASEW: W. Wolodarski. Preis Mark 35.N. MESCHTSCHERJAKOW: Das menschewistische Georgien.( Anmerkungen zur Broschüre Kautskys über Georgien.) Preis Mark 1.50. N. MESCHTSCHERJAKOW: Der Terror der georgischen Menschewikl Preis Mark 20.L. TROTZKI: Zwischen Imperialismus und Revolution. Die Grundfragen der Revolution an dem Einzelbeispiel Georgiens. Preis Mark 35.-, geb. Mark 45.-. I. WARDIN: Die Partei der Menschewiki in der russischen Revolution. Preis Mark 6.-. RUSSISCHE KORRESPONDENZ Nr. 4-5 des dritten Jahrganges mit Aufsätzen über die Tätigkeit der Sozialrevolutionäre und Menschewiki. Preis Mark 45.Demnächst erscheint! Demnächst erscheint! W. BYSTRANSKY: Menschewiki und Sozialrevolutionäre. Preis Mark 60.Ausführliche Prospekte auf Verlangen. Verlag Carl Hoym Nacht. Louis Cahnbley, Hambg.8 Jedes Wort 6.-M. Das fettgedruckte Wort 7.-M.( zulässig 2 fettgedruckte Werte). Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort( fettgedruckt) 4.- M., jedes weltere Wort 3.-M. Worte über 15 Buchstaben zählen doppelt Verkäre in unübertreffliger Auswahl, fontu Kleine Anzeigen 2 Belzmäntel, Brachtstüde, elegant ge, Silberfüchse, geblendet, 600, Kreuz- Fahrradankauf, Linienstraße 19.[ 149R filttert, 6800.- wundervolle Ragen- filchse, Wölfe, Weißfüchfe, Bobel, Alasiafür die nächste bis 4/2 Uhr nachm. Anzeigen Nummer müssen in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Die Beleidigung, die ich gegen Frau 39, Telephon nehme ich zurüd. Frau Fride, Straus 23085 bergerftrage 42. inde 4300.-, fefche Glintsjade, Gilber- filchfe, Stunts, Marder enorm billig. Raiser- Friedrich- Straße 58. Pianos zahlt 34 000 Boigt, Neukölln, Trappe, Zorndorferftrabe 30 geen babe Tücht, erfahrene Mechaniker Dunkelfarbige . tauft 23135 Arbeitsmarkt, Stellenangebote perfekte Einrichter für Revolver. bänte, perfette Einrichter für Bier. spinbelautomaten, perf. Revolverdreher sowie Revolverdreherinnen fofort gesucht. Persönliche Borstellung im Wert Rehlendorf, am Schönower Stich tanal, bei der Betriebsgruppe II der Optischen Anstalt C. P. Goerz A.-G. Einrichter fort für bauernde Befchäftigung gefucht. Revolverdreher Kreuzfächse, Wastafese, fämtliche wolf, Gilbertreusfüchse billig verläuflich. Belamäntel, Sportpelse, Gehpelze. Fer- Neutöln 9777. Belzarten, potiofifige Sommerpreise. Großmann, Berlin- Schöneberg, Ruf- ner: Herrenanalige, Ulfter, Cutaways, Reine Lombardware. Balkhaus Rosen- ftetnerstraße 2, Born Untergrund. Roftime, Mäntel vertauft Leihhaus, Schellad, Leim lauft Drogerie Rura, thalertor, intenstraße 108/204, Ge bahn Banerifcherplag. Blorigplag 58a. Reine Lombardware. Andreasstraße 75. Telephon König. Rosenthalerhenge. Wintermäntel, Neuheiten, 1350, hellftabt 3109. 180/ 1* Monatsanzüge, menig getragene Leihhaus Frisdrypraße 2( Ballefches farbige, Modellflausch Serrenkleider, nene Jadettanzüge ver Laß, Alexanderstraße 8a, fauft Wäsche, Tor) verfant pottbillig Anglige, fter, Rome, Röde, reinwonene tauft billig leganderstraße 28a, hoch. Garderoben, Stoffe. Betten. Prismen Schlüpfer, Balotete. Belzwaren- GeStridjumper. Riefenauswahl. Diceft parterre.( Gefellschaftsanzige leibweise.) gläfer. Altmann, Tegenheitsfe: Sportpage, Gehrelse, erfbatt. Rofenthaler Tüchtiger, jüngerer, lithographischer Rene Hoge 44 MI, Hadefcherinarit. Glühfirumpfafche, Kazenjadon, Füchse allee et. Erfilaffige Englige, Schlüpfer, Bale Quedfilber Spiegelabtrag, Maschinenmeister bei guter Bezahlung Lombardware, Angge 1609.-, Gummimantel, Min- tots taufen Sie gut und billig im Edelmetall- Ginkaufsbureau, Weberstr. 31. fchinerftraße 108. Engrospreifen gesucht. W. Seidenhain, SW. 61, Git. 180/2 Nirgenbs be termäntel vertauft Beihhaus, Reiniden- Belleidungshaus", Bringenstraße 84 II. Banfen Sie so borferstraße 105( Rettelbedplay). Reine Fünglingsanzüge, Winterschlüpfer, Erftigen Preisen: Blatin-, Gold, Silber. fofort verlangt. Fuchs, Kaifer- Wilhelm adetbanzüge neue Modelle, Cutaways, Plaffige sige, Paleists, Schlüpfer, Tambardware. Laufbursche aus anständiger Familie Rotosti, Goldschmied, tauft au günCutaways, Covercoats, Streifhosen usw. fag für Maßarbeit. Große Borräte, bruch, unmodernen Straße 57. Schmud, Rahn83126 Sibirischer Kreuzfuchs, geblenbet, felgebiffe, Brennstifte. Eigene Berwertung. Mehrere Hülfenwidlerinnen, die schon, renglos bilig. Gamtliche Waren find ten schön, 835, prachtvoller Blaufuchs, noch zu alten Breifen. Erfaz fite egoerarbeitung. Große Silberwolf, gobeifuchs, außerdem ele- Belzwaren- Gelegenheitskäufe. Goldwaren- Fabrit, Brunnenstraße 168. an Jagenbergschen Sülfenwidelmaschi- für Boll- und Halbautomaten, BittlerFüchte Belzwaren Gelegenheitetäufe. Reine anter Sporipels billig verkäuflich. und Pelze aller Art enorm billig. Fahrradankauf, höchstzahlend, nen gearbeitet haben, werden für fo- und Löwe- Revolverdrehbänte sowie Git Lombardmare. Betchous, Brunnen Goldmann, Alexandrinenftr. 44 II, Ede Spiger, Rommandantenstraße 28 II. fchinerstraße 78. traße 5, direkt Stofenthalerter. Rommanbautenstraße. Ranarienvögel tauft Jeschut, Tempel Leibhaus Spiegel, Chauffeestraße 1, Manatsanglige, Sommerpaletots Möbel hof, Bittortastraße 2. verkauft fpstibilis erftlaffige Anslige, kaunend billigen Breifen. Naß, GorSchlüpfes, Metallbetten 500.Regenjaden, Sportpelze, mannstraße 25/26, früher Muladstraße. 525. Chaiselongues Patentmatragen, Gehpelze, Budfe allee Ant. Reine SomBolsterauf bardware. Teilzahlung. Serrenanzüge, lagen, Rinderdrahtbett. Meide. Auguft. Eutawans, Ulster, Schlüpfer, moderne straße 32a. Quergebäude. Getragene Felebensansige, große Aus- Maßarbeis, bequeme, distrete Raten. fauft fofort Brehmer, Schöneberg, Borortgemeinde von Berlin mahl, zum Teil auf Seibe, fehr illig. zahlung, reichhaltiges Lager, stets Einmöbel, billigste Gelegenheiten. 8ingler, Metallbetten, Bolsterauflagen, Korb Sauptstraße 9. jebe Figur paffen, auf Lager. Frad, gang von Neuheiten. Leifer Gottlieb, Reutölln, Weserstraße 212 1. Restaurant, Größe und Preis Neben- ucht für ihr Schuhgeschäft( Laden und Smokingangülge. Schnurmacher, Stalizer Nollendorfftraße 22a, 2. Etage, Rähe Straße 108, Laden. Sobahn Oranienstr. Rollendorfplat. Geöffnet 9-7 fache, mit taufchlofer Wohnung, tauft Reparatur) als Leiter einen Möbeltrebit bei leinster An- und Abfofort Brehmer, Echöneberg, SauptAnzüge, Sommerpaletats, Sommer zahlung. Komplette Wohnungs- Einrid) traße 9. Stephan 4584. gewissenhaften fchlüpfer, Cavercents, Cutaways, Geh- und neu, billig. Ravalter- Garderobe, wenig getragen tungen, eichene Schlafzimmer, farbige Selbsttäufer Monats- Garderoben Rüchen, einzelne Möbelstücke. Gärisch, fucht Bigarrengefchäft branchekundigen Kaufmann rodanzüge, Gummimäntel, Hofen, Da- haus menmantel enorm billige Breife. Frie- weites Haus von Friedrichstraße. Blaue am Schlesischen Bahnhof. Elfafferftraße 41. Stralauer Blag 1-2, Ede Fruchtstraße, mit Telephon. Bevorzugt alter eften, eventuell Wohnungstaufa. Schalle mit guten Zeugnissen, auch Kriegsbensstoffe. Reine Lombardware. Leih- Firmenfchilder. haus Rofenthalerter, Binienste. 208/204, Ifallerstraße 41. Flureingang. Ede Rosenthalerstraße. Aut Triumph", Stur Au Gelegenheit. Kleiderschrank 800, Ber Auerlicht- Gesellschaft m. b. S., Rommanditgesellschaft, Berlin D. 17, Rother. 8311b ftraße 17/18. 179/ 18* Geschäftsankäufe Geschäft mit tauschlofer Wohnung macher, Röniggrägerstraße 99. Alaviermacher Unterricht Musikinstrumente Pianos preiswert. Banbonion billig. Dörfer, Kraut. Kaufgesuche V stellt ein: Prismen gläfer- Aufläufern zahle höchfte NAG. Oberschöneweide. Preise. Miadioptit, Yordstraße 14. b* 140/16 beschädigten Heinrich Maurers Privat- Zuschneideschule, Alexanderplat( Eingang Königs. araben). Tages, Abendkurse, Herten, Damenschneiderei, Busfurse, Schnittzeichnen, Buschneiden, Nähturse, Schnittmuster. Staunenerregend! Kreuzflichfe, Silber- tito 500, Umbaue, Gofas, Bufett 2100, gint, Brunnenstraße 35. fuchfe, Rotfüle, lastaficfe, Robel- Trumeaus, Schreibtische 1800, afchtoifüdfe, Opoffum, Wölfe, Stuntse. Riefen- Ietten 600, Flurgarderoben, Speisezim. auswahli Fabelhaft billige Sommer- mer, Nachttische, große Auswahl in ftraße 17( gewerblich). preife! Spestal- Belzverkauf im Leih- Einzelstüiden, Chaiselongue 800, Betthaus Warschauerstraße 7. Stur neue, ftellen, Stand Betten verkauft Gottlieb, feine Berfagwaren! Rügenerstraße 18, Bahnhof Gefund. Kleiderprivz Brinzenftr. 24, serfauft brunnen. Berfand auch nach außerhalb, Spottbillig erlaffige Ansige, Schlüpfer, Lieferung frei Haus. Gektforke, Weintorte, Staniole tauft Sofen aus seima Stoffen. Genau auf Arebit Rat, Garbinen, Madras, iebes Quantum Brand, Linienstr. 201a, Verschiedenes Firma achten. Stores, Bett- und Diwandeden. An Laben( Rosenthaler Tor). Arenstüchse, Belamaren fpottbillig. aige. Schlüpfer, größte Auswahl, be Söchstzahlend für Gäde, Emballage, Gewissenhafte Beihhaus, Reinidendorferstraße 105( Net- queme An- und Abzahlung, Elfaffer- Badkleinewand, Gewebe, Garn. Schid- funft. Untersuchung, Austelbeckplay). straße 44 I, nahe Oranienburgertor. Erfahrene Hebamme Edel Ter, Georgentirchplag 11. Rgst. 6900. Bülowstraße 62. 172.9 Offerten erbeten unter B. N. K 2149 an Ala- Haasenstein& Vogler, Berlin. 35. Jüngeren Boten stellt ein Vorwärts Verlag Lindenstraße 3( Laden) Botenfrauen Tüchtige Einrichter d Männer für Acme- Automaten, sowie Kronenschleifer stellen sofort ein Ehrich& Graetz Berlin SO 36, Elsenstraße 90/96 Die jesigen Löhne find dreimal so hoch als im Mai. Es stellen sofort ein folgende Ausgabestellen: Aderitr 174( Roppen- Prinzenstraße 31 play) Sof Bärwaldstraße 42 Stegliger Straße 37 Laufiger Plaz 14/15 Petersburger Platz 4 Rentöln, Redarfir. 2u. Siegfriedftr. 28/29 Oberschöneweide, Mathildenftr. 5 Schöneberg, Belziger Straße 27 Tempelhof, Raiser- Bilhelm- Straße 18 Entfernung monarchistischer Hoheitszeichen. fenschaftlicher Art der Vereinigungen von Angehörigen ehemaliger Der Minister des Innern und der Finanzminister erlassen folgende Berfügung: 2. Nur den Mitgliedern zugängliche Beranstaltungen rein ge Truppenteile gelten nicht als Bersammlungen im Sinne feines Ver. botes, sofern fie in gedeckten Räumen stattfinden. Sie wollen den Tod! Krylenkos Anklagerede im Moskauer Prozeß. Infolge der fortgefeßten, gegen den Bestand der Republik ge3. Die geschlossene Teilnahme der Mitglieder folcher Vereinigun Die Rote Fahne", die aus Moskau eigene ausführliche richteten verbrecherischen Umtriebe hat sich der verfassungstreuen Be gen an Feierlichkeiten anläßlich der Beerdigung von Mitgliedern Berichte erhält, zum Dant dafür, daß sie die Erschießung der völkerung eine tiefgehende Erregung bemächtigt. Diese fann von den Ortspolizeibehörden zugelassen werden, wenn hierbei Sozialrevolutionäre tagtäglich als gottgefälliges Werk anwird weiter genährt durch die an vielen Orten immer noch sichtbaren affen nicht mitgeführt, schwarzweißrote Abzeichen nicht gezeigt preift, gibt den Schlußpassus der Anklogerede Krylenkos Zeichen der früheren monarchischen Staatsform, die den berechheit und Ordnung infolge der Teilnahme der Bereinigung an der werden und auch sonst eine Gefährdung der öffentlichen Ruhe, Sicher. folgendermaßen wieder: figten Widersprud) weiter Boltstreise hervorrufen und von ihnen Beerdigungsfeierlichkeit nicht zu besorgen ist. angesichts des Enstes der Lage als Herausforderung empfunden werden. Unter diesen Umständen erscheint das bloße Vorhandensein monarchischer Hoheitszeichen an amtlichen Stellen geeignet, die allgemeine Erregung und Spannung zu erhöhen und dadurch die öffentliche Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu gefährden. Zur Abwendung dieser Gefahr bestimmen wir in Abänderung der hierüber ergangenen Erlasse folgendes: 8 Das bleibt verboten! Sie können es besser. Das Revolutionstribunal ist ein Organ des Klaffen= fampfes der Arbeiterklasse, das gegen die Feinde des Proletariats gerichtet ist, und aus diesem Grunde fann es für die Angeklagten der ersten Gruppe, mit Ausnahme jener, die ich schon genannt habe( Derf, Utgoff und 3lobin) nur eine Strafe geben: den Tod durch Erschießen! Wegen Berbreitung idiotischer Heßgeschichten, die in unreifen Hirnen neue Gewaltpläne hervorrufen fonnten, war ber Berl. Für alles Blut, alle Schreden, alle Leiden, die wir im Laufe von Lotal- Anzeiger" für drei Wochen verboten worden. Aber fünf Jahren erdulden mußten und die von ihnen wissentlich ver. 1. Die früheren monarchischen Hoheitszeichen an der Außenseite er war nur ein paar Tage weg, morgen ist er schon wieder da. Berursacht wurden. Die Angeklagten haben hier erklärt, daß sie auch sowie im Innern sämtlicher staatlicher und tommunaler lag und Redaktion haben dem Minister Severing ein paar gute in 3ufunft alle ihre Kräfte darauf richten wollen, jenes Werf, für Dienstgebäude und Diensträume sowie an allen anderen Worte gegeben, und der ist kein Unmensch, sondern läßt mit sich reden. das wir num schon fünf Jahre lang fämpfen, zu vernichten. dem Publikum zugänglichen oder sichtbaren als amtlich gekennzeich. So schamlos ist in diefer Republif bie Preßfreiheit gefnebelt". Wir haben das Recht auf Selbstschuß und Selbstverteidigung!" neten Stellen( z. B. Wegetafeln, Meilensteinen, Grenzsteinen, Ein Glück, nur, daß wir die Deutschnationalen haben, diese alt- Der staatsanwaltliche Kollege Klara Zetfins fonnte seine Schildern) sind unverzüglich zu entfernen. Ausnahmen hiervon find bewährten Freiheitskämpfer, die werden es schon schaffen... Aber nur bei Bauwerfen in solchen Fällen zulässig, in denen die Befeiti wie? Beim Biebererscheinen des, Lotal- Anzeigers" fällt einem das das sogenannte Revolutionstribunal ein Organ des KlaffenSache nicht schlechter führen. Denn es ist eine Lüge, daß gung der früheren Hoheitszeichen nicht ohne Zerstörung ihres be- aíte gute Deutsche Abendblatt" ein. Dieses völtische Blatt tampfes zur Befreiung der Arbeiter ist. Es ist vielmehr ein fonderen Kunstwertes möglich ist. hatte eine Lippe gegen die deutsch nationale Parteilei. Klaffengericht der boljchemistischen Machthaber, in 2. Bilder, Büsten, Statuen oder andere Darstellungen des tung ristiert, am Tage darauf war es spurlos verschwunden. Weg deren Herrschaftsbereich das Proletariat eine so grauenhafte Tezten preußischen Königs, seiner Ehefrau, seiner Be war es, wie von einer magischen Gewalt in die Tiefe gezogen. Ein Unterdrückung erleidet wie sonst nirgends in der Welt. So schwister und seiner Abkömmlinge find von sämtlichen in Nr. 1 be mal fah man noch feinen Kopf auftauchen, und der redete traurige wenig wir auch glauben, daß Aufstände eine Besserung der zeichneten Stellen zu entfernen. Für die Entfernung von Bildern Dinge über Flucht und Verfolgung von Druckerei zu Druckerei. Und Lage des russischen Boltes bringen fönnen, so wenig gestehen usw. anderer verstorbener Mitglieder des früheren föniglichen Hauses wiederum- weg war es! Seine Hoffnung, von Montag der jetzt wir jenem sogenannten Revolutionstribunal das Recht zu, im verbleibt es bei den bisherigen Borschriften. zu Ende gehenden Woche an wieder ganz herauskommen zu können, Namen des Proletariats das Blut von Männern zu opfern, hat sich nicht erfüllt. Es ward nicht mehr gefehen! die aufrechte Kämpfer und mertvollere Menschen sind als die. Severing fann von den Deutschnationalen immer noch was jenigen, die sie antlagen und die über sie zu Gericht fizen. lernen! Aber sie haben ja auch die ältere Pragis. Die Kugeln, die die Bruft der Sozialrevolutionäre treffen, werden jede Sympathie der Arbeiter Europas für Sowjetruß Nach einer Meldung der Süddeutschen Zeitung" wurde in einer land endgültig vernichten. Muß doch auch jedem deutschen Arwelche fich der verfassungstreuen Bevölkerung wegen der anbau Sigung des Landesvorstandes der Deutschnationalen Boltspartei in beiter der Efel in den Hals gestiegen fein, wenn er in den letzten ernden verbrecherischen Umtriebe gegen den Bestand Anwesenheit des Reichstagsabgeordneten Dr. Düringer die Frage Rote Fahne", zu Gesicht bekam! Noch nie hat eine in deutTagen das bezahlte Henterblatt der Moskauer, die der Republik und der fortgesetzten gehäfft gen Berhöhnung feines Austritis aus der Reichstagsfraktion besprochen, nachdem icher Sprache erscheinende Zeitung so nach Todesurteilen und ihrer Sinnbilder bemächtigt hat, ist das Siffen schwarz Dr. Düringer selbst die Gründe, die ihn dazu bewogen haben, ein- cher Sprache erscheinende Zeitung so nach Todesurteilen und weißroter Fahnen, deren historische Bedeutung weder be gehend vorgetragen und betont hatte, daß er damit durchaus Arbeiterblatt". Wir wissen uns eins mit Millionen deutscher Hinrichtungen getreischt und gezetert wie dieses angebliche ftritten noch herabgesetzt werden foll, auf jedem behördlichen nicht aus der Deutschnationalen Boltspartei aus- Arbeiter, wenn wir noch einmal einen Warnungsruf nach Gebäude ohne Zweifel geeignet, diese Erregung derart zu erhöhen, daß die öffentliche Ruhe, Sicherheit und Ordnung hier. trete. Die Versammlung äußerte den Wunsch, Dr. Düringer recht Moskau richten, der Blutherrschaft Einhalt zu tun und durch gefährdet erscheint. Im Hinblick auf das Bestehen diefer Bor- bald wieder in der Reichstagsfraktion zu sehen. auslegungen ist mit allen gefeßlichen Mitten dafür zu sorgen, daß Alfo für Düringer heißt es wie für Bulle Graefe:„ Aus Menschenleben zu schonen! das Flaggen mit schwarzweißroten Fahnen auch auf sämtlichen der Fraktion, nicht aus der Partei!" Die Gegner bleiben auf den Dienstgebäuden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Zukunft äußersten Enden der Wippschaufel sigen, bis der eine oder der andere unterbleibt." heruntergeschaufelt ist. Wie Osnabrück für Henning, rebelliert Baden für den Dolchstoß"-Düringer gegen die Parteileitung. Es geht recht tunterbunt zu in der Partei der Autorität! Schwarz- Weiß- Rot verboten. Nachdem das Preußische Staatsministerium beschlossen hat, daß die staatlichen Gebäude sowohl die Landesflagge wie die Reichsflagge zu hissen haben, hat der preußische Minister des Innern in einem neuen Erlaß das Hissen der alten Reichsfahne ausdrüd= lich untersagt. In diesem Erlaß heißt es: Bei der Erregung, Die Schutzverordnung. Aufhebungen und Ergänzungen. Wie der amtliche Breußische Pressedienst mitteilt, hebt der Minister des Innern infolge Infrafttretens des Reichsgesetzes zum Echutze der Republik Jeine zu den Verordnungen des ReichspräfiDüringer bleibt in der Partei. „ Exzellenz Frit". Sonst blüht er wie ein Beilchen im verborgenen. Der Reichs benten ergangenen Bekanntmachungen vom 26. Juni 1922 auf. In bürgerrat" nämlich. Nur gelegentlich verschidt er eine Erklärung der Bekanntmachung, in der diese Aufhebung des Näheren aus an die Presse, um sein Nochvorhandensein zu befunden. So läßt er geführt wird, weist der Minister dar hin, daß die Berordnung jetzt durch die Rechtspreffe verfünden, daß er einen Schreibebrief des Reichspräsidenten vom 26. Junt das Berbot bestimmter an den Reichspräsidenten und an Lerchenfeld geschickt habe. Darin Bersammlungen und die zu dieser Bc. ung ergangene Bekannt rät er dringend, einen Ausmeg aus dem Konflikt zwischen dem Reich niachung vom gleichen Tage, die das Breußische Minifterium des und Bayern in der Richtung zu suchen, daß dem Reiche ber not. Innern herausgab, nicht aufgehoben find. Zu dem in dieser Bewendige Schuß gewährt, aber den Bändern ihre vertragsPanntmachung erlaffenen einstweiligen Berbote von Regimentsfeiern und anderen Bersammlungen von Angehörigen ehemaliger Truppen. mäßigen Rechte" gesichert werden. teile bemerkt der Minister in Ergänzung des zweiten Teils feines Erlaffes vom 15. Juli noch folgendes: 1. Solche Bereinigungen von Angehörigen ehemaliger Truppen. teile, die mie der Bund deutscher Militäranwärter, der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, der Bund ehemaliger Kriegsgefangener, nicht wesentlich auf dem Grundlage der Traditions- und Kameradschaftspflege beruhen, sondern in der Hauptsache die Förderung der wirt fchaftlichen und sozialen Belange ihrer Mitglieder bezwecken, werden von dem Verbote ausgenommen. Für soldye politische Milchmädchenweisheit bietet die Presse ihren toftbaren Raum. Wie fommt das? Einfach: Präsident des Reichsbürgerrats ist jener frühere preußische Minister des Innern von Loebell, den Elard von Oldenburg so vertrauensvoll als Erzellenz Friz" anredete und der nichts tat, um den robusten Januschauer zur Bestellung der 500 Morgen zu veranlassen, die Elard absichtlich liegen ließ. Heute gibt die damals so untätige Exzellenz unerbetene Ratschläge. Sie sind auch danach. Verschwörerklub zur schwörenden Hand. Todesurteile gegen estländische Staatsbeamte. Reval, 4. Auguft.( DE.) Der Prozeß gegen die Mitglieder der eftländischen Optionsfommission und ihre russischen Mitschuldigen wegen Schmuggelund Spionage ist beendet. Neun Ange flagte find zum Lobe verurteilt worben, zwanzig zu Gefängnisstrafen, breizehn find freigesprochen. Der Abschluß des Prozesses brachte ein Kuriofum: das Revolutionstribunal wandte sich an das Volkskom. Außenministerium, den Kanzleichef des Kriegsministeriums und die missariat für Ausmärtiges mit der Forderung, gegen das estländische früheren Vorsitzenden der Optionskommission eine Kriminal. ttage anzuftrengen! Italien vor Neuwahlen? Ministerpräsident Facta habe vom König die Auflösung der Mailand, 4. Auguft.( EP.) Die Idea Nacionale" meldet, Kammer verlangt. Der Popolo d'Italia" befläfigt die Nachricht. Fascistenputsch in Mailand. 9 Mailand, 4. August.( EP.). Am Freitag abend nach 6 Uhr erftürmten die Fascisten das neue große Verlags- und Redaktionsgebäude des Avanti", verwüfteten es und stedten es in Brand. Polizei und Truppen zogen sich nach vergeblichem Widerftande vor der Uebermacht zurüd, um Blutvergießen zu vermeiden. Eine weitere Berlängerung des Generalftreits sowie neue Zwischenfälle sind zu befürchten. Das Berlagsgebäude des„ Avanti" war erst vor zwei Jahren erbaut und mit den modernsten Druckereieinrichda möglicherweise an eine„ Gymbiose" zwischen Fisch und Bogel zu denken fet. Es ist aber durchaus nichts Neues, daß Wasservögel, fungen ausgestattet worden. Der Schaden geht in die Millionen. Eine Anfrage unseres Genoffen Spiegel im Reichstag führt Die sozialistische Stadtverwaltung wird durch die fascistische Besetzung Störche, Reiher ufm., die in Tümpeln und Sümpfen herumwaten, aus, daß der Fragesteller einige Tage nach dem Mord an Ratheriau an jeder Tätigkeit gehindert. Jufolge der Befehung des Rathauses an ihren Beinen leicht Samen von Wasserpflanzen, Eier von allerlei dem Reichsminister des Innern Dr. Köfter Material über eine gestellte die Straßenbahn den ganzen Tag den Dienst wieder ein. Wassergetier, Insektentarven, Infusorien verschleppen. Wenn man irgendwo einen fünftlichen Teich ausgrübe und nur mit Regenwasser heime Berbindung und den Abdrud eines Abzeichens In den ersten Morgenstunden des heutigen Tages erstürmten die vollaufen ließe, so fönnte man ihn, wenn man teine besonderen mit einer schwörenden hand, links davon eine Giftflasche, Fafciften einen kommunistischen Kiub. Am Sih der kommunistischen Pläne mit ihm hätte, getrost sich selbst überlassen, und er würde sich rechts ein Dolch und darunter das Hafenkreuz übergeben hat. Weitere Parteileitung nahm die Polizei Haussuchungen vor, um durch die Tätigkeit der Wasservögel ganz von selbst mit einer Wasser Materialien wurden dem Genoffen Spiegel zugestellt, und zwar die Schriften, in denen zu revolutionären Attentaten aufgefordert wird, flora und zugehöriger Fauna bevölfern. Dah Enten, die auf dem Mitteilung, daß dieses Abzeichen nur in 25 Exemplaren hergestellt zu beschlagnahmen. Es wurde aus den Fenstern auf die Fafcisten Baffer schwimmen und dabei einen Teil des Körpers eintauchen, in wurde und die Firma Timm, Kriegervereinsfahnengefchäft in geschoffen, wobei es zahlreiche Berlehle gab, von denen mehrere dem Gefieder sogar junge Malbrut oder sonstige Fischbrut beherbergen Berlin, die Auftraggeberin war. Die Abzeichen sind in blau im Sterben flegen. Ein Sanitätsgehilfe tourde getötet. fönnen, die sie nachher in anderen Gewässern wieder absehen, ist weiß gehalten und sollen nach München oder einer anderen Stadt eigentlich nichts Auffallendes. Smmerhin ist es wert, mitgeteilt zu Bayerns weitergefandt worden sein. Dem Minister des Innern für werden, da wohl mancher sich die Frage vergebens vorgelegt hat, Preußen sowie dem Polizeipräsidenten ist Kenntnis von vorstehendem woher in abgeschlossenen Seen eigentlich Fische tommen. gegeben. schaffen und er hat angekündigt, dafür sorgen zu wollen. Die Regierung hat den Präfetten aufgefordert, Ordnung zu es Rom, 4. Auguft.( TU.) Der Streitausschuß des Arbeitera Neue Fruchtsorten. Es ist feltfam, daß der Mensch in den Hunderttausenden von Jahren, die er nun auf der Erde wohnt, bisEs handelt sich nach der Art der Abzeichen und der fleinen An. bundes hat gestern mittag den Streitabbruch bestätigt und aufge her nur etwa 300 Arten von Pflanzen zu fultivieren gelernt hat, zahl, die hergestellt wurde, sicherlich um einen kleinen, aber gut organi- fordert, die Arbeit unverzüglich wieder aufzunehmen. In Mailand während doch mehr als 100 000 Arten befannt sind. Während der fierten Verschwörertreis. Bei der Nachforschung der Behörde bei haben die Industriellen am Donnerstag die Aussperrung über legten zweitausend Jahre haben wir nicht eine einzige Nußpflanze der Herstellerfirma Deum er in Lüdenscheid war die Polizei- fämtliche Fabriken verhängt. In verschiedenen Außenrevieren fam entdeckt, die mit dem Mais, Reis, dem Getreide in Wettbewerb behörde so umflug, der Firma die Abzugprägung des Abzeichens es zu lebhaften Zwischenfällen zwischer Sozialisten und Fascisten, treten fann, engig die Kartoffeln ausgenommen. Dennech werden vorzulegen. Daraufhin leitete die Firma strenge Untersuchung bei denen etwa zwanzig Bersonen verlegt wurden. In Genua immer wieder neue Früchte gefunden, die man für die menschliche ein, wer dem Gen. Spiegel das Material übermittelt habe. Damit und Anfona gab es ebenfalls Zusammenstöße, wobei Ernährung nußbar zu machen versucht, und einige folcher neuen nicht ein unschuldiger und verheirateter Mitarbeiter geschädigt werden mehrere Tote und Berlegte gab. In Livorno, wo an Fruchtferten werden in einer englischen Zeitschrift zusammen gestellt. Im Kalifornien baut man jetzt in größerem Maßstabe die Ficjoa an, follte, melbete sich der Arbeiter selbst, der dann darauf fristlos 10 000 Fascisten zusammengekommen sind, fam es auch zu Zu eine füdamerikanische Frucht, die in ihrem Geschmack der Ananas entfaffen wurde. Der Arbeiter hat nach der Verordnung des fammenstößn. Der Fafciftenführer wurde durch einen Revolver ähnelt, aber zugleich etwas von der Süße der Erdbeere befigt. Eine Reichspräsidenten und nach dem Gefeß zum Schuße der Republit Schuß schwer verletzt. Daraufhin besetzten die Fascisten die Arbeitsneue Obstsorte ist die Jujube, die bisher hauptsächlich im nörd nur feine Pflicht und Schuldigkeit getan. Er hätte sich strafbar fammer, welche erst durch Militär wieder geräumt werden mußte, lichen China gezüchtet worden ist. Vor einigen Jahren wurde diese gemacht, wenn er die Angelegenheit verschwiegen hätte. Die Regierung läßt versichern, daß sie überall die notwendige Ruhe Pflanze nach den Vereinigten Staaten gebracht und wird jetzt in Gegen den Arbeiter soll auch noch ein Verfahren wegen Fain fürzester Zeit wieder herstellen wird. Die Kammer ist auf den Teras angepflanzt. Sie ähnelt im Geschmack der Dattel und wird britbiebstahls anhängig gemacht werden, trotzdem er zu dem 9. Auguft einberufen worden. gewöhnlich in fandierter Form gegeffen. Die Sapote ist eine in Abzug, ber dem Abgeordneten übermittelt worden ist, sein eigenes Mittel- Amerika wachsende Frucht von der Größe einer Apfelfine; fie Blei( ungefähr 10 Gramm) verwendet hat. mird in neuester Zeit in Florida angebaut. Die Roselle, eine Frucht, die einen sehr erfrischenden Saft gibt, wird auf Plantagen in Südfalifornien gezogen und sowohl zur Herstellung von Marmelade wie auch als Fruchtsaft bei Getränken verwendet. Die Reichsregierung wird gefragt, ob sie bereit ist, biejenigen, Personen zu schüben, die zum Schuße der Republit nur ihre Pflicht getan haben. Der neuen Regierung Facta gehört übrigens ein Sozialdemokrat nicht an; es handelt sich da um einen sozialen Demokraten", etwas ähnliches wie die frat zöfifchen Radital- Sozialisten". Der Verein für das Deutschtum im Auslande eröffnete Freitag Julius Blaas, einft beliebter Genremaler und Porträtist, von bem Ein neuer Hölz- Prozeß? Die Berteidiger des im Juni v. eins für das Jahr 1921 wurden in diesem rund 5 Millionen für feine diesjährige Hauptversammlung. Nach dem Bericht des Ver namentlich das frühere Biener Hofmuseum zahlreiche Werke besist, ist wegen Hochperrats in Tateinheit mit Totschlag und zahlreichen an Unterstügungen ausgegeben und 119 neue Ortsgruppen gegründet. 76 Jahre alt in Bad Hall gestorben. deren Straftaten zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe ver. Außerdem wurden über 450 Ghulgruppen mit etwa 100 000 Berliner Schubert- Chor. Am 10. Auguft, abends 7%, Uhr, findet urteilten Bandenführers Mar Hölz betreiben augenblicklich das Mitgliedern gegründet. Der Berein fonnte Ende 1921 einschließlich ein Stonzert im Sumboldtbain statt. Biederaufnahmeverfahren des Hölz- Prozesses, soweit Königsberger Profefforen in Memel. Die Stadt Memel veran die Tötung des Gutsbefigers heb in Frage kontmt. Das Sonder des Deutschen Schulvereins rund 2000 Orts- und Schulgruppen mit ftaltet zurzeit eine wissenschaftliche Woche, während der 10 Professoren der gericht war damals befanntlich zu der lleberzeugung gekommen, daß rund 360 000 Mitgliedern feststellen. Universität Königsberg Fach- und gemeinverständliche Vorträge balten. Die Hölz den Gutsbesizer Heß auf Rittergut Roißschenburg in der ProMemeler Bevölkerung bringt den Vorträgen außerordentlich reges Intereffe vinz Sachsen vorfäglich, aber ohne Ueberlegung getötet habe. Die mit 193 Stimmen der Linken, einer Hälfte des Zentrums sowie der Das neue polnische Kabinett Nowat hat ein Vertrauensvotum Entente Zenfur. Das neueste, vielbesprochene und weitverbreitete Verteidiger wollen nun auf Grund neuer Ermittlungen nachweisen, Deutschen und Juden gegen 139 Stimmen der Rechten erBollsbuch des Saringa Berfaffers, Hermann Boberts Benn ein valer, daß Hölz mit dem an dem Gutsbefizer verübten Totschlag über. halten. ländischer Traum", wurde von der Besabungsbehörde in Düsseldorf und haupt nichts zu tun gehabt habe und daß fomit eine der wichtigsten Duisburg ohne Angabe von Gründen beschlagnahmt. Boraussetzungen für die Höhe des Strafmaßes entfielen. Sollte es tatsächlich auf Grund der neuen Beweismomente zu einer Wieder aufnahme des Hölz- Prozesses tommen, dann wäre hierfür das Reichsgericht in Leipzig zuständig. entgegen. Der internationale Schachtongres in London hat in der Central Hall seinen Anfang genommen. Die bedeutendsten Meister aller Länder find erschienen. Zürfen aus Aidin vertrieben und die Stadt ein geäschert sei. Von der griechisch- firtischen Front wird gemeldet, daß die Der Sekretär de Baleras, Harry Boland, ist der bei feme Gefangennahme erfittenen Berwindung erlegen. Gewerkschaftsbewegung Die Arbeitszeit der Eisenbahner. Die Stellungnahme der Spizenverbände. In der bürgerlichen Bresse wird augenblicklich sehr viel über ein gebliches Arbeitszeitgefez für die Eisenbahner berichtet. In Birk ichfeit ist, wie der Goz. Parlamentsdienst schreibt, in monatelangen Berhandlungen über die Henderung der alten noch in Kraft befindlichen Dienstdauervorschriften beraten worden. Das Ergebnis ist in Form von Richtlinien unter dem Namen„ Borläufige Dienstbauer vorschriften für das Betriebs- und Verkehrspersonal der Deutschen Reichsbahnen" zusammengefaßt worden. Die Eisenbahnerverbände lehnten diese Richtlinien nach längeren Beratungen mit der Begründung a b, daß ihre Auffassung als Sachverständige in wesent. lichen Punkten von der des Reichsverkehrsminifteriums abweicht. Bon den Spikenorganisationen erklärten der„ ,, 2lllgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund", der„ Deutsche Gewerkschaftsbund" und der Gewertschaftsring" sich bereit, die Richtlinien vor ihren Mitgliedern mit den Vorbehalten zu vertreten, die in nachstehender Erklärung niedergelegt sind und am Freitag dem Reichsverkehrsministerium übermittelt wurden: Die unterzeichneten Spitzenverbände halten mit Rüdficht auf bie besonderen, von den Verhältnissen der Industrie völlig abroeichenden Betriebsverhältnissen der Reichsbahn und die Not der Gegenwart die von ihren Berhändlern mit den Bertretern des Reichsverkehrsministeriums getroffenen Vereinbarungen über die Dienstdauervorschriften, die an Stelle eines Sondergesetzes treten, für eine geeignete Grundlage für die Dienstregelung des Betriebs- und Verkehrspersonals der Reichsbahn. Wir betonen jedoch ausbrüdlich folgendes: Die Vorschriften müssen im Sinne der bei den Beratungen befundeten Auffaffung des Reichsverkehrsminifteriums loyal durchgeführt und angewendet werden. Allen Meis nungsverschiedenheiten über die Auslegung ist durch sorgfältige verständnisvolle Borarbeiten vorzubeugen, und treten fie trotzdem auf, so ist auf ihre rasche Beilegung unter Bermeidung unnötiger Berbitterung durch alle beteiligten Stellen Bedacht zu nehmen. Die Dienstbereitschaft foIl fein bequemes Aushilfsmittel fein, vielmehr nur dann Anwendung finden, wenn wirtschaftlich vertretbare Nebenarbeiten nicht ausgetragen werden fönnen. Bei der Zeitbestimmung für die einzelnen Diensthandlungen soll streng gerecht und ohne alle Engherzigkeit verfahren werden. Dem Aufenthalt in Diensträumen des Zugpersonals ist besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Dienstbereitschaft im Abfertigungsdienst soll mur bei einfachen Berhältniffen angewendet werden. Die vorgesehenen Dienstpflichtzeiten fönnen nur als vereinzelte gelegentliche Spizenleistungen in Betracht kommen, um den Bedürf niffen des Betriebes und Berkehrs und den Wünschen des Personals bei der Gestaltung der Dienstpläne Rechnung zu tragen, z. B. zur Erzielung längerer Ruhezeiten, dienstfreier Sonntage ufm. Falls sich aus der Anwendung der Dienstdauervorschriften Härten oder Auswüchse ergeben, müssen diese in neuen Verhandlungen des Reichsverkehrsministeriums mit den Eisenbahnerverbänden be= hoben werden. Nicht angeschlossen haben sich dieser Erflärung der AfA- Bund und der Allgemeine Deutsche Beamtenbund. Der Deutsche Beamtenbund zog es vor, zu den Schlußverhandlungen nicht zu erfdjeinen Der Kampf bei A. Wertheim beigelegt. Der Zentralverband der Angestellten teilt uns mit: Der Streit in fämtlichen Warenhäusern der Firma A. Wertheim ist am Freitag burch Vergleich beigelegt worden. Die Arbeit wird am 5. August in vollem Umfange wieder aufgenommen. Die im Ausstand befindlichen Arbeitnehmer bersammeln sich am Sonnabend, den 5. August, morgens 7, Uhr in den Rammerfälen, Teltower Str. 1-4 Gekränkte Kommunisten. den Beinte zu Toden, um bann, falls die Resolution angenommen würde, fich ins Fäuftchen darüber zu lachen, daß man dem ADGB. der EPD. und USPD. eins ausgewischt hat. Lohnbewegung der Asphaltarbeiter. Die Asphaltarbeiter deren Stundenlöhne wesentlich hinter denen Rollege Saar brandmarkte in feinem Schlußwort die Praftit anderer baugewerblichen Arbeiter zurüdbletben, haben nach einem der KPD. Leute und betonte, daß ein solches Mißtrauensvotum fich furzen zwei Tage währenden Streit einen Erfolg erzielt. Durch gegen die Gesamtleitung des Zweigvereins als Anhänger der SPD. gegenseitige Vereinbarung wurde eine 2ohnzulage von 5 M. und USPD. richte, so daß diese die Konsequenzen daraus ziehen pro Stunde für den Monat Juli erzielt Durch Verhandmüßte. Parteien treffe, müffe auch die Beitung der Gewerkschaft treffen. Ein Mißtrauenspotum, daß den ADGB. und die beiden lungen, die am 2. August zwischen dem Arbeitgeberverband und den Vertretern des Berbandes der Asphalteure, stattfanden, wurden die Während Kollege Sauer mit den KPD.- Leuten abrechnete, be- Löbne für den Monat August um 6,50 M. pro Stunde erhöht. nahm sich ein Anhänger der KPD. derartig renitent, daß der Ber- Die Löhne betragen demnach für den Monat Auguft pro Stunde fammlungsleiter Hennings die Versammlung befragen mußte, 34 M., 84,50 M., für die Vorarbeiter 35,50 m. und für die ob der Betreffende fein Treiben fertsegen dürfe. Die Bersammlung Handwerfer 36 M. Die Veriammlung, die am gleichen Abend beschloß mit Mehrheit, daß der Kollege den Bersammlungsraum zu stattfand, stimmte dem Abkommen zu. perlassen habe. Da die Aufforderung des Bersammlungsleiters fomie Der Verbandsbeitrag für die Haupttasse beträgt, ab 32. Woche des Kollegen Sauer nichts nugte, ging letzterer auf den Störenfried vom 7. August- 15 M. 6, um pan feinem Hausrecht Gebrauch zu machen. Anstatt nun als Versammlungsmitglied dem Versammlungsbeschlusse zur Geltung zu verhelfen, und den Vorfizenden fomte bie Verwaltung darin zu unterstügen, fiel der Kommunist Richter dem Infolge der weiteren Preissteigerung ist ber Deutsche HolzKollegen Saar in den Arm, biß ihn in die Hände, schlug ihm ins arbeiterverband erneut au die Vereinigung der Kistenfabrikanten Gesicht, und es entstand ein großes Handgemenge. Infolge der Be- berangetreten, um den veränderten Wirtschaftsverhältnissen Rechnung Sonnenheit der SPD- und USPD.-- Leute ist es zu weiteren Aus: tragen. Durch gegenseitige Vereinbarungen find weitere Lohnschreitungen nicht gekommen. zulagen für den Monat Auguft gemacht worden. Die Löhne erböben sich für Streisiägenschneider ab 6. 8. auf 45 M., ab 16. 8. 48,50 m. bezw. 46,50 M. Als Affordzuschläge werden gewährt ab auf 49 W. Die Löbne der Kistenmacher betragen für diese Zeit 6. 8. 110 Prog., ab 16. 8. 120 Proz. Die ganze Affäre wird felbstverständlich noch innerhalb des nicht der D. angehören, haben feine Luft, fich fernerhin solches 3weigvereins meitere admirfungen haben. Die Mitglieder, die Treiben gefallen zu lassen. Gegenfiber dem, haltet den Dieb".Trid der Kommunisten in der Roten Fahne sei bemerkt, bak die Organisationszerstörer der freien Gewerkschaften nicht in der Amsterdamer Richtung, sondern in der Richtung Mostau zu suchen find. Lohnregelung im Groß- Berliner Holzgewerbe. Riftenmacher! und Kreissägenschneider noch in vorstehenden größerer. 8ahl zu Wir wiederholen nochmals unseren Hinweis, daß Kistenmacher Löhnen benötigt werden. Kollegen, welche in diesem Fach firm find, bitten toir, fich im Bureau des Deutschen Holzarbeiterverbandes, Rungestraße 30, zu melben, um die noch freistehenden Arbeitspläge zu besetzen. Deutscher Holzarbeiter Verband, Berwaltungsstelle Berlin! Rußland und Georgienhilfe! Bei der Gewerffdjaftstommiffion Berlins und Umgegend gingen fernes J. C. Th. Freund, Dresden, 300, Fri. Dr. Bigcdichinsti 10, S. Gimont, Für das Groß- Berliner Holzgetverbe tourbe das legte Lohnab. fommen bis zum 15. August getroffen. Die fatastrophale Geldent twertung brachte es jedoch mit sich, daß die festgelegten Löhne den beränderten Verhältnissen nicht mehr Stand hielten. Infolgedessen stellte der Deutsche Holzarbeiterverband an die Verfolgende Beiträge in Mart ein: einigten Verbände der Berliner Holzindustrie für das laufende Lohnabkommen eine Ausgleichsforderung von 6 M. pro Stunde. Auf Grund diefer Forderungen fanden am 2. August Verhandlungen ftatt, wobei fchließlich folgende Bulagen herausfamen: Mit Wirkung vom 5. August an erhalten die Arbeiter und Arbeiterinnen folgende Zulagen pro Etunde: 4,60 M. im Alter über 20 Jahre bon 18-20 Jahren 3,50 16-18 2,50 ., nefebedfirahe, 100, Berbard ber Gemeinde- und Cicatoarbeiter, 3. State, 5426,60, R. 9., Gelsenkirchen, 250, Gen. Sanfen 20. Arbeiter bei Rettner 100, zwei Kollegen bei Sam, Landwehrftr. 11( 1.- Mai- Berbican) 247,80, Sandels hilfsarbeiter bet 2. Jürgens 95, Ronfumnerein der Reichsdruckerei 50, Solz Berlin 1000, Carl Stod 50, Arbeiter der Brauerei Engelhardt, Bantom, 605, arbeiterverband 10 923,15, Personalfasse der Allgemeinen Detskrankentage Metalfarbeiterverband 50 000, Lindener 50, Hermann Stehle durch Bormärts Verlag 23, E. C. 5000, Berband der Rürschner 7053.50, Arbeiter der früheren Admiralstabsbruderei 700, Frau Biehl 50, von Kollegen bes Steichsfchegamts 236,10, Bolff 10, Sparnerein Sonne" 55, Banarbeiterverband 2073.10, Transe portarbeiterverband 15 600, Bezirksverband der USPD., auf Bisten, 2247, Reichsbruderei, Berferierstelle, 1850, Transportarbeiterverband, auf Listen, Stunt& Co. 766, Otto Schnittger 30. In Summa 118 102,25 M. Bereits 13 000, Reslinte 10, Berband der Brauereiarbeiter 169, Belegschaft der Firma quittiert 2372 052,60 M. Gesamtsumme 2 490 154,85 2. Gelder durch die Post find an die Adreffe Hans Biemeger, Berlin D. 16, Engelufer 24/25, zu richten. Tros des minimalen Zugeständnisses, jedoch mit Rüdsicht auf bas nod laufende Robnablommen, hat der Holzarbeiterverband diesem Angebot zugestimmt. Es gilt bis zum 18. August. Zur Regelung der Löhne nach dieser Zeit treten die Parteien erneut zusammen. Soweit die Lohnfäße für Durchschnittsarbeiter in mb Starosseriefabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen heute nach Deutscher Solzarbeiterverband. Frage kommen, gelten für die Zeit vom 5. bis 18. August nachmittag 24 Uhr in Boeters Festfälen, Beberftr. 17. Bericht von den Lohne folgende Tariflöhne, welche wir für die ersten Altersgrenzen an- verhandlungen. Um pünktliches Erscheinen ersucht das Kartell der Arbeit geben: Für Facharbeiter 30 Silfsarbeiter.. Facharbeiterinnen Hilfsarbeiterinnen. 41,00 m. 35,65 28,65 24,45 Für Affordarbeiter find die Zuschläge prozentual umzurechnen. Das neue Lohnabkommen, das von den bevollmächtigten Vertretern beider Vertragsparteien unterzeichnet ist, wird in Druck ber gestellt und ist im Verbandsbureau, Rungestr. 30, zum Selbst tostenpreis erhältlich. Soweit irgendwelche Unllarheiten für die Mitglieder des Holzarbeiterverbandes bestehen, wird Auskunft dort felbst erteilt. Die Drtsverwaltung. Teilausstände in der Berliner Metallindustrie. Neuer Streit bei Bocsig. Die BS.- Korrespondeng berichtet: Nachdem der am 1. August ausgebrochene Streit der Heizer und Maschinisten bei der leber Gemaltprattifen im 3entrafverband der Firma Borsig in Tegel am Mittwoch beigelegt worden war Hotel, Restaurant, und Café angeftellten" berichtete und am Donnerstag die Arbeit wieder aufgenommen werden sollte, die Rote Fahne" am Donnerstag morgen( Nr. 349). Es handelte ergaben sich gestern erneute Schwierigkeiten, die zu einer aber sich um Vorgänge in der legten Generalversammlung der Berliner maligen Arbeitsnieberlegung der Heizer und Maschi Ortsverwaltung des Verbandes am 2. August. Auf der Tagesord- nisten führten. Um das Werk, das 6500 Arbeiter beschäftigt, vor nung ftand der Geschäftsbericht und die Tarifpolitif. Die tommus der Stillegung zu bewahren, wird der Dienst an den Ressein und nistischen Diskussionsredner Rihter und Schlör, die angeblich Maschinen von Ingenieuren und Bersonal versehen und so der Be ben Standpunft der Oppofition in fachlicher Beise zum Ausdruck trieb aufrechterhalten. Das Gerücht, daß die Technische Nothilfe brachten, benutzten die Gelegenheit, um, an der Sache vorbeigehend. zur Bedienung der Keffel eingesetzt worden sei, ist unwahr. fommunistische Parteipropaganda zu treiben, indem sie über angebliche Schuld der SPD. und der USBD. an der zerbrochenen Einheitsfront" der Arbeiterschaft sprachen und sonstige fommunistische Beschuldigungen aus der Roten Fahne" porbrachten, so daß sie wiederholt zur Sache" gerufen werden mußten. Die KPD.- Fraftion brachte bann eine Resolution ein, die sich im erften Abschnitt zum Teil mit der Lohnpolitik beschäftigte, im zweiten Abschnitt aber dem ADGB. und den beiden sozialistischen Parteien, der SPD, und USPD., ein Mistrauensuotum aussprach. Man versuchte mit dem ersten Teil der Resolution die Fliegen auf Der Streif der Einrichter im Siemensschen Elmo. werf in Siemensstadt dauert ebenfalls noch an, doch ist damit zu rechnen, daß die augenblicklich noch schwebenden Berhandlungen mir den Beriretern einiger wichtiger Arbeitergruppen in Kürze zu einer Verständigung führen werden. Die Daimlerwerte in Marienfelde find noch immer stillgelegt. Inzwischen ist auch ein anderer Betrieb der Berliner Metallinduftrie, das Eisenwert Hugo Hartung in Moabit, aus ähn lichen Gründen geschlossen worden. nehmer- Organisationen. Bollverfammlung aller in den Bogen Deutscher Transportarbeiterverband. Branche Bau- und Arbeitstuffcher: Bertrauensleute, Obleute und Betriebsräte: Heute, Connabend, abend 7% hr im Lolal von Rarl König, Lange Str. 53, Funktionärtonferenz. Sonntag Dormittag 10 Uhr im Lokal Boeier, Weberftr. 17, Branchenversammlung. Sandelshilfsarbeiter aus allen Betrieben der Ledermirtschaft, der Schürzen, Damenwäsche und Tapisseriefabritation: Heute, Sonnabend, abend 7% Whe Berfammlung im Gewerkschaftshaus. Tagesordnung: Stellungnahme und Bes fchlußfaffung zur Lohnbewegung. Zentralverband der Hotel, Restaurant unb Café- Angestellteu. Branchen, Gruppen- und Bezirksversammlungen. Branche IX, Sugendliche, Lehrlinge und Pagen: Montag 5 Uhr im Klubhaus, Ziegelstr. 2. Bezirk Wannsee: Montag nacht 12 Uhr bei Schmidt, Rönigste. 24. Branche IV, Cafétellner und Café föche: Dienstag nacht 11 Uhr im Rosenthaler Sof, Rosenthaler G. 11/12. kantinen- und Aasino- Berfonal: Dienstag 6 Uhr im Klubhaus, Siegelstr. 2. Branche V, Köche: Dienstag 4 Uhr im Klubhaus, Siegelstr. 2. Gruppe Gruppe Männliches Siffsperfonal: Mittwoch 7 Uhr im Alubhaus, Biegelite. 2. Brange VI, Sotelbiener und Simmermädchen: Mittwoch 6 Uhr im Rosen thaler Hof, Rofenthaler Str. 11/12. Gruppe Deftillations- Angestelltez Donnerstag nacht 1 ht bei Gründler, 8immerfir. 80. Bezirk Schöneberg: Donnerstag nacht 1 Uhr bei Simmermann, Belziger, Ede Merseburger Straße. Gruppe Mitropa: Freitag, den 11., und Sonnabend, den 12. Auguft, abends 8 Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12. In allen Versammlungen: 2. Stellungnahme zu den neuem Gefchäftsbericht vom 2. Quartal 1922. Lohnforderungen. Die Ortsverwaltung. Serantw. für ben rebatt. Teil: Franz Klübs. Berlin- Lichterfelbe; für Aneigen: Th. Glade, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin. Lindenfir. 8. Hierzu 1 Bellage. Wenn Schmalhans Küchenmeifter nur nicht den Mut verlieren! Makkaroni, Eiernudeln, Hörnle sind billiger und nahrhafter als Fleisch und stets kochfertig. Alte Reserve Winkelhausen die deutsche Weinbrandmarke Stoffe für Herren und Damen Kleiderstoffe, Ulsterstoffe, Mantelstoffe, Sammet, Seide, Leinen und Baumwollstoffe kaufen Sie durch meine günstigen Abschlüsse noch sehr billig! W Restbestände in Waschstoffen äusserst preiswert! Anzahlungen gestattet. Anzahlungen gestattet. HANS PRANGE Berlin SO 36, Wiener Straße 15 Lieferant der Berliner Lehrer- und Beamten- Vereinigung am Görlitzer Bahnhof Telephon Moritzplatz 7443 Straßenbahnlinien: 11, 12, 16, 18, 22, 32, 91 93, 94, 98, 116. Hochbahnstation: Oranienstraße