Nr.370 39.Jahrgang Ausgabe Anr. 181 Bezugspreis: Für den Monat August 90,-., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet, sowie Defterreich und Luxemburg 138,- M., rür das übrige Ausland 172.-M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Efthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, TschechoSlowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" ersgeint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 3 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 25,- M. Reklamezeile 125.-M. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 7, M.( zulässig mei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 6. M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 4,- M., jedes weitere Wort 3.- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 10,-. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4½ 2hr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Betracht: Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Dienstag, den 8. August 1922 Der neue Vertragsbruch. Französische ,, Retorsionen". Nach dem Punkt 1 der französischen Note haben Sie Ausgleichsämter in Paris und Straßburg Weisung erhalten, bis auf weiteres jede Anerkennung deutscher Forderungen aufzu= schieben. Dies widerspricht nicht nur dem Grundged infen des auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit aufgebauten Clearing systems, sondern auch der positiven Bestimmung des§ 5 der Anlage zu 296, in dem vorgesehen ist, daß das Schuldneramt dem Gläubigeramt binnen angemessener Friit( en temps utile) die anerkannten Forderungen bekanntgegeben hat. Unter der angemessenen Frist" fann nah tem Sinn diefer Bestimmung nur eine solche verstanden werden, wie sie von den Ausgleichsämtern selit infolge des Geschäftsganges für notwendig erachtet wird. Eine Beisung der Regie rung, jede Bekanntgabe von Anerkenntniffen an das gegnerische Amt bis auf weiteres zu unterlassen, ist mit dieser Borschrift nicht vereinbar. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Hauptegpedition n. InseratenAbteilung: önhoff 2506-2507 Factas Wiederkehr. O. L. Rom, 4. August. Facta hat vor zwei Wochen zurücktreten müssen, weil sich plötzlich die Parteien der Regierungsmehrheit darüber inneren Lage nicht gewachsen war. Heute sind diese Wirren hlar geworden waren, daß das Kabinett den Wirren der unendlich viel ernster und drohender als damals und derfelbe Facta fehrt zur Regierung zurück und wird in derfelben Kammer, die ihm gestern ihr Mißtrauen aussprach, soviel Bertrauen finden, als er irgend haben will. Im Reichskabinett wurden gestern nachmittag die von der Schicksal Europas entscheiden. Ein Fehlschlag in London französischen Regierung beschlossenen ,, e torsionsmaßwürde den vollkommenen Zusammenbruch der deutschen Währung nahmen" besprochen. Wie der Sozialdemokratische Parla- mit allen seinen Folgen bedeuten. Ueber den eventuellen Eintritt mentsdienst von wohlinformierter Seite hört, fommen für die Deutschlands in den Bölkerbund befragt, sagte Dr. Birth: Erft Beurteilung der Rechtslage folgende Gesichtspunkte in wollen wir sehen, ob wir am Leben bleiben. Solange uns das Wasser bis zum inn steht, und solange die Möglichkeit vorhanden ist, daß wir darin verfinfen, fann die Frage des Bölferbundes dieser Episode zum Ausdruck, die den Namen einer Krise nicht Der ganze Jammer der italienischen Politik kommt in fehr gut bis zu einer späteren Zeit zurückgestellt werden." In einem Interview mit dem Berichterstatter des Newyort seiner eigenen Mehrheit unterlegen ist, durch die Abkehr der verdient. Man vergesse nicht, daß Facta durch den Abfall Herald" erklärte Reichskanzler Wirth, wenn die Londoner Stonierenz Sleritalen und eines Teils der Liberalen oder Demokraten. eine Enttäuschung bringe, werde Deutschland sein Arbeitszeug Aber diese Mehrheit, die ein Ministerium stürzen konnte, aus der Hand legen und den Hut verlieren. De: Zusammen brachte es nicht zur nötigen Einigkeit, um ein neues zu bruch einer Bevölkerung von 60 Millionen Deutschen werde sich nicht bilden. Jede Fraktion wollte der sinnlosen Krise einen über Nacht wieder gut machen lassen. Die Existenz der deutschen Re- anderen Sinn unterlegen: die Klerikalen wollten die Rechte publik hänge vom Ausgang der Reparationsfrage ab. Weitere Noten los werden, ein Teil der Demokraten wollte eine große Einwie das jüngste Erzeugnis des französischen Premierministers würden heitsfront bilden, die von dem Fascisten Mussolini bis die Mart völlg vernichten. Die deutsche Antwortnote, die zum Sozialisten Turati reichte und so hat man tagelang dem Brief Poincarés vorausging, fei in persöhnlichem Geist vergebens herumhausiert, um zunächst eine Mehrheit für ein um Sozialisten Turati reichte und so hat man tagelang abgefandt worden mit der Absicht, einen Ausgangspunkt für eine ge- Ministerium ohne die Rechte zu finden, dann sogar, um den rechte Revision der gesamten Reparationsprogramme zu schaffen. Der widernatürlichen und efelerregenden Plan einer EinheitsKanzler betonte noch einmal, daß Deutschland in jeder Be front zu verwirklichen. Das Ende war die Rückkehr zu ziehung zahlungsunfähig werden müsse, wenn die Reparationsverpflichtungen nicht herabgesezt würden und feine internatio- Jacta, dem es wirklich hoch anzurechnen ist, daß er sich zu nale Ani- ihe zustande töme. Er fönne nicht sagen, schloß er, wievie! einem zweiten Provisorum hergegeben hat. Deutschland in seiner derzeitigen ungeregelten Finanzlage zu zahlen imftande sei. Der Betres foi heute niedriger, als er vor sechs Wochen war. Des efentliche fel, daß Deutschland ein tatsächliches Moratorium erlange. Seine Absicht gehe nicht dahin, sich weite ren Sahlungen zu entziehen. Deutschland schlage lediglich vor, die Fragen weiterer Ausgleichszahlungen mit der Reparationsfrage zu verbinden. Zu dem Punkt 2 der französischen Note ist folgendes zu fagen: In einem Abkommen vom August bis September 1921 hat sich Frankreich verpflichtet, diejenigen Entschädigungsbeträge, die Deutschland auf Grund des Art. 297e zu tragen hat, an die franzöfifchen Staatsangehörigen aus den bei der Liquidation des deutschen Eigentums erzielten Erlöfen zu zahlen. Die Einstellung der Zahlungen dieser Entschädigun gen, welche die französische Regierung nur antundigt, bedeutet einen Bruch dieses Abkommens. Die Berpflichtung der deutfchen Regierung zur Barzahlung auf diese Entschädigungen erschöpft sich nach dem Abformen in der Leistung derjenigen Beträge, zu deren Deckung die Erlöse aus der Liquidation des deutschen Eigentums nicht ausreichen. Deutsches Elend in englischer Beleuchtung. Man schreibt uns: 3 Der englische sozialistische Geistliche Lee, der auf Einladung Nach Punkt 3 der französischen Note haben die französi des bekannten Deutschamerikaners Ferdinand Hausen in fchen Ausgleichsämter die Anweisung erhalten, bis auf reis Hamburg einen vielbeachteten Bortrag hielt, über den das Ham teres dem deutschen Ausgleichsant die Erlöse aus der Liqui- burger Echo" berichtet, beendete mit diesem öffentlichen Bortrag dation des deutschen Eigentums in Frankreich nicht mehr bes eine Studienreise durch Deutschland. Ausgehend von fanntzugeben. Nach Art. 297h hat aber Frankreich die Li- dem Einwande, dem man ihm jedesmal machte, wenn er in Deutschquidationserlöse dem deutiden Au.alihsamt gutland für das deutsche Volk zu werben suchte, daß man nämlich in zuschreiben. Zur Ergänzung diefer Bestimmungen ist im Deutschland im Lurus lebe, stellte er feine Reise auf ein wirkliches April 1921 zwischen Deutschland und Frankreich ein Abfom Suchen sozialen Elends ein. In Berlin wandte er sich dem men geschlossen worden. Tanad, soll das französische Aus Wedding zu, mit dessen sozialistischem Bürgermeister er eingehende gleichsamt binnen 15 Tagen, nach dem der Betrag ihm über- Aussprache hatte, um dann das Leben um das Asyl für Obdachlose wiesen ist, spätestens binnen 3 Monaten nachdem die Liqui- zu studieren und das Asyl selbst zu besuchen. Genosse Lee war dation bestätigenden Urteile dem deutichen Ausale: samt die erschüttert über das Elend Berlins, das sich hinter einer trügerischen Gutschrift mitteilen. Wenn also n Zukunft das französische Fassade verbirgt und verkriecht, und fehrt mit der Ueberzeugung nach Ausgleichsamt die Liquidationseriole überhaupt nicht mehr England zurüd, daß das Bolt Berlins und Deutschlands wahr mitteilen sollte, fo liegt auch hier eine glatte Verlegung haflig nicht im Lurus lebt. Lee wird wohl eingehend in engbindender Verpflichturgen vor. lischen Blättern über die Ergebnisse seiner Deutschlandreise berichten. Konferenzbeginn in London. Facta liegt der Generalstreit und die auf das wehrlose Aber zwischen dem ersten und dem zweiten Ministerium Land losgelaffene Verbrecherherrschaft der Fascisten, liegt eine Drachenfaat des Hasses, die aufgehen muß und deren Ergebnisse die innere Politik des Landes entscheidend beeinflussen wird. Das Land ist der Gewalttat einer bewaffneten Minderheit wehrlos preisgegeben worden. Die Stadtverwaltung von Mailand und Livorno ist von Schaaren Bewaffneter besetzt worden, ohne daß die Regierung Mittel gefunden oder auch nur gesucht hätte, um die höchste lokale fammern Autorität vor bewaffneter Gewalt zu schützen. Die ArbeiterBigevano und Dutzenden von kleineren Orten find ver von Florenz, Pavia, Padua, Asti, brannt worden, ebenso die Gewerkschaftshäuser der Eisen bahner in Genua, Sampierdarena, die Parteilotale in Ancona, Spezia und vielen kleinen Orten Mittelitaliens, und das alles nach dem Nachrichtendienst der bürgerlichen Blätter, denn der„ Avanti" ist bis zur Stunde überhaupt noch nicht wieder erschienen. In Livorno und in vielen anderen Städten sind die Fascisten bewaffnet in die Wohnungen von Genossen gedrungen und haben niedergeschossen, wen sie trafen: in einer Familie in Livorno die alte Mutter und zwei Söhne. Was geschehen ist, spottet jeder Beschreibung. An feiger Widerwärtigkeit wird es nur übertroffen durch die Art, in der die bürgerliche Presse die Dinge darstellt. Es schreibt da der„ Messagero":" Im ersten Morgengrauen haben die fascistischen Abgeordneten Gay und Rossi( Ancona) mit zahlreichen Scharen aus allen Teilen der Das Berbot der weiteren miselausiuhr aus Elsaz Lothringen, das in Bunkt 4 der französischen Note mitgeteilt wird, Marken die Stadt besezt." Und in solchem Kriegsstil geht es bedeutet einen Bruch des Baden- Badener bfom= weiter; die Fascistenbesezen Städte, übernehmen Stadtvermens vom 15. November 1919. Es handelt sich hier unr waltungen, mobilisieren ihre Schaaren" und das liest sich London, 7. Auguft.( EP.) Heute vormittag 11 Uhr begann alles so schön gruselig und außerordentlich heroisch, während Möbel und Kleidungsstüde vertriebener Deut die Londoner Konferenz unter dem Borsitz von Lloyd doch niemand auch nur das geringste dabei riskiert, außer scher, deren Freigabe von Frankreich in einem förmlichen George. Der erste offizielle Kontakt war bereits schon früher er brannt werden, und der gute Namen des Landes, zwei schriftlichen Vertrag zugesagt worden ist. Die Rahlung folgt. In den längeren Unterredungen, die Jaspar und Werte, auf die die bürgerliche Presse pfeift. von 25 Millionen Frant, die Deut land in tesem Bertrage Theunis gestern abend mit Lloyd George hatten, haben sie diesem übernommen hatte, ist bereits vor längerer Zeit erfolgt. einen Plan vorgelegt, der nach Ansicht der Belgier geeignet fein Verhältnissen einen Proteststreit zu proklamieren. Wer das Ja, mag man sagen, es war eben ein Fehler, unter solchen Bemerkensmert ist auch, daß der tranz: Generalfom- dürfte, den französisch- englischen Gegensatz auszugleichen. Heute sagt, darf nicht vergessen, daß die Geduld des Proletariats miffar in Straßburg schon am 19. Juli d. J. im Zusammen- morgen hatten die beiden belgischen Staatsmänner eine Unterredung durch die Ereignisse von Ravenna, wo die Gebäude unserer hang mit dem deutschen Stundungsgesuch die Einstellung mit Poincaré. Lloyd George zeigte sich optimistisch. Als er Genossenschaften zerstört und Millionen von Werten verdes Abtransportes angeordnet hat, d. h. zu einer gestern abend gefragt wurde, ob er einen festen Plan habe, erklärte nichtet worden waren, erschöpft worden war. Facta hatte in Zeit, als der weitere Verlauf der Angelegenheit noch ganz offen er, meinen ursprünglichen Plan habe ich fallen gelassen, aber ich seinem Schwanengesang die Rückkehr zur Legalität verSchließlich werden noch Sicher: ngsmamen in Elfaß nicht, daß die Konferenz einen neuen Zahlungsmodus aufstellen wird. einem Trugbündnis aller Gewerkschaftsorganisationen mit habe einige Ideen. In englischen Regierungsfreifen glaubt man fprochen. Und so wollte die Alleanza del Lavoro", die aus Lothringen in Aussicht gestellt, aber nicht näher bezeichnet. Man meint aber, daß es gelingen wird, die Meinungsverschieden- Ausnahme der klerikalen entstanden ist, durch den ruhigen Was die französische Regierung durch diese Andeutungen an- heiten und das Mißtrauen zu beseitigen. Die Verhandlungspunkte gesetzmäßigen Generalftreit zeigen, daß dem fündigen will, ist nicht ersichtlich. sind: das deutsche Moratoriumsgesuch und die Aus- Proletariat noch Mittel des Protestes bleiben, daß die Züge gleichszahlungen. Man weiß, daß John Bradbury, der stehen bleiben, die Zeitungen nicht erscheinen, die Fabriken englische Vertreter in der Reparationskommission, die Absicht hat, still liegen, wenn die Arbeiter dies wollen. Und das hat der London, 7. Auguft.( WTB.) Der Berliner Korrespondent der Deutschland ein Moratorium für dieses Jahr für die Zahlungen in Streit gezeigt. Wenn die Fascisten einige Züge geführt haben, „ Daily News" hatet ein Interview mit dem Reichskanzler bar und gewiffe Erleichterungen für die nächsten Jahre zu gewähren. wenn in einigen Städten, wie auch in Rom, ein sehr beDr. Wirth, in dem dieser über die Frage der Ausgleichs. Lloyd George wird diesen Plan, wie man annimmt, auf der schränkter Tramdienst während einiger Stunden des Tages zahlungen u. a. sagte, Deutschland wünsche nicht, die Konferenz unterstützen. Der Berliner Korrespondent der Daily oufrecht erhalten wurde, der aber die Peripherie der Stadt Zahlungen zu umgehen; man habe nur erklärt, daß Deutsch- News" telegraphiert seinem Blatt, er glaube zu wissen, daß die und die Arbeiterviertel völlig ausschloß, so zeigt das nur, daß land nicht nach dem Plane vom vorigen Jahre bezahlen könne, und deutsche Regierung einen Appell nach London gerichtet in Beiten starker Arbeitslosigkeit das Anwerben daß die Zahlungen auf einen längeren Zeitraum verteilt werden habe, worin die deutsche Regierung erklärt, die Londoner Konferenz von Streitbrechern möglich ist; außerdem fiel die Einschüchte müßten. Außerdem fönne diefe minder wichtige Frage nicht von möge an den guten Willen der deutschen Regierung, die Reparations rung von seiten der Arbeiterorganisationen, die bei den früheder der Reparationen getrennt behandelt werden. Die zahlungen zu erfüllen, nicht zweifeln. Es sei nur Geduld und eine ren Massenstreits eine Rolle gespielt hat, diesmal vollständig Methode der Gewaltanwendung und der Drohungen, die Frankreich Atempause erforderlich. In dem Schreiben werde auch der Kampf weg: der Streifbrecher ist den Fascisten das heilige Symbol, bevorzugc, werde zu einer Lösung des Problems nicht führen. Mann des deutschen Volkes für die Demokratie betont. fommt für fie gleich nach der Landessahne, die sie freilich in merde Frontreich dies einsehen? Noch einige Noten von Herrn Paris, 7. August.( WTB.) Wie der Sonderberichterstatter von fchamloser Weise jeder linbill preisgegeben haben, indem sie Poincaré in diesem Tone und der Zusammenbruch der Havas aus London meldet, war die erste Sigung der Konferenz fie an die Trams anbanden, vorne, als fei fie gerade gut gedeutschen Währung werde vollständig sein. Ueber die Lon- zum größten Teil durch die Darlegungen Poincarés aus nug, den aufsprißenden Straßentot vom Trammagen abzuDoner Ronferenz sagte der Kanzler, dort werde sich das gefüllt, die am Nachmittag ihren Fortgang nehmen werden. halten. Es ist nicht zu verwundern, daß etwas wie öffentliche war. Wirth über die Lage. " 20 Dienste aufrecht erhalten wurden. Brot, Licht und Gas follten| granaten vor. Die Regierung mag überlegen, ob es flug ist, den Anweisungen der Arbeiterorganisationen gemäß über dem Proletariat nur diese Wahl zu lassen. haupt nicht fehlen. * Bon einem Blatt, das durch seinen ewigen Schrei nach dem Henker den Etel jedes anständigen Menschen hervor gerufen hat, fann es einem nicht mundern, wenn es seine erbärmlich schlechte Sache durch wüste Lügen zu verteidigen sucht. Aber dadurch wird seine Haltung nicht besser! Wenn aber der Massenstreik gezeigt hat, das heute wie Mailand, 7. August.( EP.) Nach den im Ministerium des gestern die organisierten Arbeiter den Anweisungen ihrer Or- Innern vorliegenden Berichten hat sich die Lage in ganz Italien ganisation Folge leisten, während die Arbeitslosen dem fafci- wesentlich gebejjert. Die meisten Fascisten vom Lande haben ftischen Terror und dem fascistischen Gelde unterliegen, so hat sich aus den Städten zurück gezogen. Heute morgen wurde in er aber auch gezeigt, daß der legale Protest in der allen Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen. Während Chefbesprechung über die Kohlenkrise. heutigen Bhase des innerpolitischen Lebens der Streiftage wurden im ganzen über 600 Verhaf Italiens nicht mehr am Blage ist. Man fann fich tungen vorgenommen. Die Wiederaufnahme der Hafenarbeiten Montag mit der Kohlenfrisis und der Entscheidung der Cine Chesbesprechung in der Reichstanzlei befaßte sich am mur auf den Boden der Legalität stellen, wenn ein solcher in Genua ist ebenfalls heute morgen erfolgt. Aus Parma sind die Reparationskommission bezüglich herabsetzung der RepaBeden da ist. Aber aus den bürgerlichen Blättern felbft ent- aus ganz Sitalien herbeigezogenen Fascisten abgezogen, nachdem die rationsfohlenlieferungen von 19 auf 17 Millionen Tonnen. nimmt man in beliebigem Umfange das Beweismaterial, daß Militärbehörden mit der Wahrung der Ordnung betraut worden ties nicht der Fall war. In Genua waren dem waren. In der Provinz Parma find mehrere sozialistische Messaggero" zufolge 7600 auswärtige Fascisten zu Gemeindeverwaltungen von Fascisten besetzt worden. jammengezogen. Und doch war der Verkehr mit Kraftwagen verboten, ebenso wie die öffentlichen Ansammlungen. Und die Fascisten hatten sich öffentlich versammelt, waren poll bewafinet mit Lastautos ausgerückt und feiner hatte ihnen ein Haar gefrümmt. Ihre Abgeordneten besetzten Städte und die bürgerliche Presse hat ihren Spaß daran! Kommunistische Blutlügen. Das Schicksal der Verschleppten. Anläßlich der letzten Unruhen in Oberschlesien ist von den aufständigen Polert eine Reihe von Personen nach Polen Die„ Rote Fahne", die in schimpflichem Gegensatz zur Regierung bei der Interalliierten Kommission ist es nur einem verschleppt worden. Trotz der Bemühungen der deutschent Bariser kommunistischen Humanité" täglich für die angeklagten Teil der Verschleppten gelungen, in ihre Heimat zurückzukehren. Moskauer Sozialrevolutionäre nad) dem Henker rust, versucht nunmehr ist die deutsche Gesandtschaft in Warschau Dieses Verschieben der fascistischen Scharen von einer sich jetzt reinzuwajchen, indem sie hundertmal widerlegte Lügen beauftragt werden, die polnische Regierung zu ersuchen, NachStadt zur andern ist eine charakteristische Erscheinung der gegen Sozialdemokraten wiederholt. So schreibt sie. Genosse forschungen nach dem Berbleib der jeg: noch nicht heimgekehrten ganzen Bewegung. Man fönnte meinen, daß die Fascisten Stampfer habe nach der Einnahme des„ Borwärtsvon Ancona doch sehr gut die Arbeiterkammer von Ancona, Hauses am 12. Januar 1919- offenbar, obwohl er es gefonnt Oberschlesier anzustellen. die von Umbrien die umbrischen niederbrennen können. Das hätte die Erschießung von Gefangenen in der Dragonerist aber nicht der Fall: das ganze Brennen freut die Fascisten faserne nicht verhindert", er hätte durch Mitarbeiter zur Ernicht, wenn nicht auch etwas Wandern dabei ist. Erstens reist mordung von Liebknecht und Rosa Luremburg anreizen und man umsonst auf den Staatsbahnen:" Mobilmachung" über die erfolgte Tat faum verhehite Genugtuung" äußern Reichspräsidenten mit, daß der bayerische Ministerpräsident Graf Der bayerische Gesandte von Breger teilte am Montag dem fagen die Jungchen, wenn man sie nach dem Billet fragt; laffen. Sozialdemofraten, unter ihnen Gen. Suttner, Lerchenfeld mit dem bayerischen Minister des Innern Dr. dann soll es empfehlenswert sein, wenn die Strafexpeditionen hätten im Januar 1919 eine Nachrichtenabteilung" gegründet, Schmeyer und dem bayerischen( deutschnationalen) Justizmit Plünderung nicht von„ Einheimischen" vorgenommen zu dem Zweck, spartatistische Führer den weißen Schlächtern minister Dr. Güriner am Mittwoch früh in Berlin zweds werden. Es ist besser, wenn die Kriegstrophäen" nicht an Nostes" auszuliefern. demselben Drt verwendet werden, wo man sie erbeutet hat. Verhandlungen mit der Reichsregierung eintreffen werde. Das find so Feinheiten, die der nichtfascistische Laie nicht recht erfaßt. Nun hat das alte Kabinett in feinen Reihen einen neuen Mann: den Minister des Innern, den Senator Taddei, der wegen seiner Energie bei dem Niederschlagen der kommunistischen Unruhen in Turin und Ancona bekannt ist. Von ihm rührt aus den Tagen von 1917 in Turin ein Befehl her, gemisse Straßen mit Maschinengewehren abzukehren und diese Arbeit nicht einzustellen, selbst wenn notorisch Unbeteiligte in die Schuhlinie kommen sollten. Taddei ist als starter Mann" gerufen worden; sollte er nicht auch ein gerechter Mann sein, so wird er zum Fluch seines Landes merden. Kann er die Fascisten nicht im 3aum halten und will er seine Kraft" an dem Proletariat auslassen, wird man Tage erleben, die sich würdig an diese drei Augusttage anreihen, was 3erstörung fittlicher und materieller Werte betrifft. " Lerchenfeld in Begleitung. Richtig ist, daß die Sozialdemokratie dem wahnmißigen Spartatiftenaufstand, der zur gewalljamen Belegung sozialdemokratischer Zeitungsgebäude und Was man in München beschlagnahmt. au blutigen Anschlägen auf Parteigenossen führte, der ganz Deutschland mit Bernichtung bedrohte, mit Energie entgegen wurde ein Palet tommunistischer Flugblätter be. München, 7. August.( MTB.) Bon der Münchener Polizei getreten ist. Grausamteiten hat sie auf beiden Seiten schlagnahmt, die Abdrucke der Aufrufe enthielten, wegen deren stets betätmpft. So hat Genoffe Stampjer die Dragonerfaserne das fommunistische Organ auf fünf Tage verboten worden nur zu dem Zwecke aufgesucht, Gewalttätigkeiten gegen Ge- war. Auf dem kommunistischen Parteibureau fonnten weitere 6000 fangene zu verhindern, er hat die Kaferne erst verlassen, nach Stück Flugblätter beschlagnahmt werden, die Beschimpfungen und dem ihm wie sich später herausstellte, wahrheitswidrig versichert werden war, daß fämtliche Gefangene unversehrt in Berleumdungen schwerster Art sowohl der Reichsregierung als auch der bayerischen Regierung enthielten. das Gerichtsgefängnis eingeliefert werden würden. Am Tage nach der Ermordung Liebknechts und Rosa uremburgs schrieb der„ Vorwärts": Der Pöbel, der eine gefangene Frau zu Tode fchleift, fteht nicht über, sondern eher unter den Einbrechern und Blunderern, die in der Berliner Blutwoche so schrecklich hausten; dem niedrigen Werbrecherium darf weder hüben noch drüben politische Leidenschaft als deckender Mantel dienen. Alle, die das Recht wollen und die Gewalt verabscheuen, müssen im Geiste unpartelischer Gerechtigkeit zufammenstehen, um zu ver hindern, daß der politische Mord zum politischen Kampfmitte! in Deutschland wird. Bayern bei den verschiedenen Miesbachern noch immer gang und gäbe Die schamlosen Beschimpfungen der Reichsregierung, die in muß allerdings zugeben, daß die fommunistische Presse mit ihrem find, hat man in München augenscheinlich noch nicht gesehen. Man hysterischen Geschrei es ten Reaktionären außerordentlich bequem macht, die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Sünden abzulenken. Eine demokratische Mär. Die Fascisten hatten gleich nach Proklamierung des Maffenstreits eine Mobilisierungsorder" erlaffen, in der sie der Regierung 48 Stunden Zeit ließen, die Ordnung wieder herzustellen; nach Verlauf dieser Frist würden sie die Staatsgemalt übernehmen. Sie wußten, daß der Streit auf 48 StunDas Berliner Tageblatt" erzählt zum wiederholten Male, daß ben anberaumt worden war und rechneten ganz richtig darauf, ber demokratische Amtsgerichtsrat Dr. Bledwenn trog aus. ihn durch dieses Ultimatum zu verlängern, was auch gelungen Noch vor wenigen Tagen ist hier gesagt worden, daß wir auch gezeichneter Quailfitation auf Betreiben des Oberpräsi ift. Einzelne Scharen haben auch sehr niedlich die„ Regie- inmitten aller Wahnsinnsgreuel einen reinen Stern in der benten Noste nicht zum Landrat von Winsen bestätigt worden rungsgewalt übernommen", indem sie z. B. in Rom punkr Spartatusbewegung nicht verfennen und daß wir Sozialdemokraten fei. Dem gegenüber stellt die Soz. Korr." fest, daß die Berant12 Uhr nachts Berhaffungen vornahmen oder androhten. diese Bewegung, so sehr wir sie belämpfen müssen, nicht mit den wortung für die Ridtbestätigung des von der Kreistagsmehrheit ga Daß man nach all dem auf den Gedanken verfallen fonnte. Augen des preußischen Ordnungsmannes, des besorgten Rapitalisten, wählten Dr. Bledwenn ausschließlich den demokratischen eine Einbeits front" vorzuschlagen, in der Mussolini des ratlofen Spießbürgers betrachten dürfen... Die Sozialdemo- Innenminister Dominicus trifft, dem diese Sache von mehreren und Turati zusammenwirkten, beweist den völlinen Mangel tratie steht inmitten alles Bahnsinns von rechts und fints für demo- Seiten mit genügenden Material zu selbständigem Urteil zweds an Schamgefühl, der die bürgerliche Preffe fennzeichnet. Wenn fratische Ordnung, für Schuß des Menschenlebens, für persönlicher Entscheidung unterbreitet worden war. Noste war an man dem Bürgerkrieg nur entgehen kann, indem sich alle ge- Recht gegen Gemalt. der Nichtbestätigung Bledwenns nur infofern beteiligt, als er einen meinsam im Kot verfriechen, dann ist der Bürgerkrieg vorzu- Das war die Mordhehe", war die Genugtuung" des Bericht des Regierungspräsidenten nach Berlin weitergegeben ziehen. Man fann mit dem Gegner Frieden schließen, den Vorwärts" über den Mord! hat. Diese Beteiligung Nostes erlaubt es nicht, die Verman achtet. Man kann dem die Hand reichen, der schlechte Gen. Kuttner hat zwar das befannte Regiment antwortlichkeit eines demokratischen Ministers hinter der eines Bolitik treibt, nicht dem, der mit dieser Politik ein gutes Ge- Reichstag" mitbegründet, das die Regierungsgebäude gegen Sozialdemokraten zu versteden. Um so weniger, als Severing bafchäft macht. Wenn dem italienischen Proletariat nur die den bewaffneten Angriff der Spartafiften schüßen half, mit mais Dominicus ausdrücklich um die Ernennung Bledwenns ersucht Wahl bliebe zwischen den Brandgranaten der Fascisten und einer Nachrichtenabteilung" von der Art, wie die" Rote und diesen Demokraten jegt seinerseits in die Regierung in Minden dem Bündnis mit ihnen, so zieht es immer noch die Brand- Fahne" erzählt, hat er nie etwas zu tun gehabt. berufen hat. Gerhart Hauptmann und das deutsche Volk Zu Schlenthers Hauptmann- Biographie, die bisher das einzige größere und umfassende Wert über den Dichter war, gesellt sich jetzt eine Schrift des Genossen Konrad Haenisch. Gie erscheint unter dem Titel„ Gerhart Hauptmann und das deutsche Bolt" im Bertage von J. H. W. Die Nachfolger( Preis geb. 150 Mt.) und ist in Inhalt und Form besonders für Arbeiterleser bestimmt. " Renner, sondern er ist zugleich Kulturhistoriker, Politiker und per allem Sezialist. Alle seine Betrachtungen gehen daher von einem Standpunkt aus, der zum Teil ganz neue Berspektiven zur Würdigung Hauptmanns erschließt und der fein Buch gerade für das moderne Arbeiterpublikum interessant, lehrreich und fruchtbar macht. " " Boltsbühne. Die Walküre" in der Boltsbühne wurde an dieser Stelle gepriesen, die" Carmen"-Aufführung muß als unzulänglich bezeichnet werden. Je bekannter und durchsichtiger Berturen find, um so schwerer find sie zu schönen Tönen zu bringen. May Roth gab sich dirigierend viel Mühe, und er scheint auch das rechte Tempo an fich zu haben. Aber das Ordrefter spielte wohl Was der Biographie darüber hinaus einen bleibenden literatur. ftellenweise vom Blatt, jedenfalls fehlte die Solidität des Zusammenhistorischen Wert verleiht, ist die gediegene Kenntnis und eingehende halts, fehlte jebe Müance, wenn sie nicht eine solistische Grobheit war. Benutzung der sozialdemokratischen Breffe und Literatur, die vor fehlte die Sicherheit und der Zug, die doch dem sinfonisch geden bürgerlichen Hauptmann- Philologen auch von Schlenther Schulten Blüthner- Orchester senst zu eigen sind. Dazu tamen allerAuf breiter fultur und literaturgeschichtlicher Grundlage baut fast völlig ignoriert wird. Aber gerade die sozialistischen Kretse hand Berlegenheiten, Indispositionen, Entgleisungen, Uneinigkeiten Haenisch sein Wert auf. Der Geist der frisch- fröhlichen Kampfjahre Borwärts"," Berliner Bolfstribüne"," Leipziger Volkszeitung", mifchen Bühne und Orchester, falsche Einfäße selbst der Goliften, um 1890 herum, tas Anbrechen des naturalistischen Dichterfrühlings, Freie Bolksbühne" usw. waren es, die für Hauptmann schon zu von der steifbeinigen Konparferie ganz zu fajweigen. Die Dekodessen Etürme die veraltete Epigonen- und Amüsierliteratur hinweg einer Zeit Berständnis hatten und tapfer für ihn eintraten, als die rationen waren infolge Streits nicht fertig geworden, so daß auch fegten und die Bahn für die neue Kunst frei machten, wird liebevoll bürgerliche Journalistit ihn noch verlachte und beschimpfte, und die das Auge an der allgemeinen Berwirrung teil hatte. Kurz: die geschildert. Haenisch gibt in diesen einleitenden Rapiteln ein Stück feine erften Dramen auf die Bretter brachten, als sich ihm die Ehrenreitung der Voltsbühnen- Sommeroper burch den Siegfried" eigener Sugenderinnerungen, und sicher eines der schönsten. Wer bürgerlichen Theater noch verschlossen. Was Haenisch hier aus ver- wird nicht ausbleiben dürfen. Frau Megger- afterjene Zeit mit Bewußtsein erlebt hat, dem treten bei der Lektüre gilbten Zeitungen und Zeitschriften, aus eigenen persönlichen Ermann, eine Carmen mehr von vollendeter Sachlichkeit und Hin des Buches liebe und wehmütige, halberloschere Bilder lebendig innerungen und den Aufzeichnungen älterer Genoffen zutage fördert, gabe an Mufit, als ein losgelaffenes Temperament, überragte als wieder vor Augen. Die" Modernen Dichtercharaktere", das erste wird ein wertvolles Quellenmaterial für die gelehrte Forschung barode Manifest der Süngstdeutschen", die reinigenden fritischen bilden. Gewitter, die sich in der Conradschen Gesellschaft" entluden, die Ein paar geringfügige fachliche Irrtümer so ist die Broschüre Los von Hauptmann!" nicht von Artur, sondern von Hans Landsbera verfaßt, und der Dichter des Festes auf der Bastille" ist nicht Bleibtreu, sondern Franz Heldvermögen die Bedeutung des sonst tadellos zuverlässigen Buches nicht zu schmälern. " John Schitowsti. Sängerin ihre Umgebung um Haupteslänge. Aber sie fühlte fich nicht sehr wohl, wenn der halbe Tenor Wingassen mit leidlichem Geschid um hohe und höhere Töne herumjonglierte. Gut fang fein Lied Mar Spitter, der Stierfechter. Eine besondere bengalische Beleuchtung brauchte er aber dafür nicht. Aber man hat diesen ungezählten literarischen Bereine, Birfel und Tafelrunden, die an allen deutschen Kulturstätten sich zusammenschlossen, streitlustig und fiegesgewiß wieviel starfe, eigenartige, ja geniale Begabungen Die Marken des Völkerbandes. Die Tage der Weltpostmarke tauchten damals allenthalben auf und verschwanden wieder, zerfind zwar noch fern, aber es ist ein erfreuliches Beichen, daß der mürbt und entträftet vom Kampf ums Dasein, welch revolutionärer Bölkerbund sich für die Verbilligung und Bereinheitlichung des Brief Elan wurde entfaltet, um bald in bequemem Opportunismus oder Internationale Organisation der geistigen Arbeit. Die in Genf Briefmarken geschaffen, die von der im Einverständnis mit den zynischer Fahnenflucht zu zerflattern und zu verfiegen! Eine Weg tagende Völkerbundfommission für die Organisierung der Schmelzer Behörden errichteten Sonderpostanſtalt im Hotel des martenwesens einfegen will. Der Bölterbund hat sich jetzt eigene frece lang gingen die jungen literarischen Umstürzler Hand in Gemeinschaft internationaler geistiger Arbeit, die am Sonnabend Nations verwendet wird. Die Marten des Bölferbundes sollten Hand mit dem revolutionären Proletariat. Aber der Gefühls- abend ihre erste Tagung unter Borfiz von Profeffor Bergson- Baris eigentlich eine besondere Zeichnung erhalten, die für die Ziele und sozialismus der bürgerlichen Boeten und Künstler war nicht im nach einwöchiger Dauer beendet war, hat befchloffen, den Völker Aufgaben des Bundes Propaganda macht. ficheren Boden einer Weltanschauung veranfert, und so kehrte das bundrat um die Durchführung einer Untersuchung über die Frage Blan der Kofispieligbeit wegen aufgegeben und benutzt die gezenGros bald zurüd zu den kapitalistischen Fleischtöpfen, zum Teil der geistigen Arbeiten in den verschiedenen Ländern zu erfuchen. Die wärtig geltenden Schweizer Marken in 12 Werten, von 5 Centimes stolz drapiert mit dem ideologischen Mäntelchen Nießschesche Untersuchung soll sich auf die Erschwerungen erftreden, unter bis zu 1 Frant; dieje Marten tragen den deutlichen Aufdruck Herrenmenschentums. denen die geistige Arbeit zu leiden hat, sowie auf die Möglichkeit von Aus diesem Milieu erwuchs Gerhart Hauptmann, und er war Abhilfemaßnahmen, aber auch zur hebung der wirtschaft." Société des Nations" in drei Buchstabenreihen. einer der Wenigen, deren Frühlingsblüten reiften. Haenisch gibt lichen Lage der geistigen Arbeiter. Profeffor Raymond- Bern Wie die Kröfe frist ein Geheimnis. Kein Mensch hat bis eine lebens- und liebevolle Schilderung vom Werdegang des Menschen wurde mit einer besonderen Untersuchung über die Lage der geifti- jest genau beobachten fönnen, wie die Kröte frißt. Die Naturforscher und Dichters, und er verweist besonders eingehend bei den Jugend- gen Arbeiter in Desterreich und Frau Curie- Paris in Polen beauf- haben sich die größte Mühe gegeben, das Zier dabei genau zu ſehen, werken, die nicht viele kennen und die doch für Hauptmanns tief- fragt. Eine besondere Unterkommission soll sich mit der Frage der aber der Borgang spielt sich so blihschnell ab, daß man nicht dahinter innerftes Wesen überaus charakteristisch sind. In den Kapitein internationalen Organisierung der Bibliographie fowie mit fam. Wir wissen nur, daß sie mit einer ungeheuer schnellen BeSonnenaufgang", Wie die Weber entstanden"," Die Weber als der Möglichkeit der Schaffung einer internationalen Bi- wegung der Zunge einen Käfer oder Mehlwurm herunterschlingt.. Runstwert", Luftspiele"," Hannele"," Florion Gener"," Märchen- bliothel befaffen. Ferner follen Schritte zur Erleichterung des Nun hat man jeht versucht, die Kinematographie für diesen Zwed dramen"," Reife Früchte" und" Prosawerte" werden dann die internationalen Bücheraustausches unternommen werden. Sobald auszunuzen, und zwar sollte die Zeitlupe, die alle Bewegungen späteren Dichtungen analysiert. Aber diese Analysen find niemals wie möglich soll ein internationaler Rongreß fämtlicher verlangsamt, das Geheimnis der Nahrungsaufnahme der Kröte nüchternes Philologen- oder Aesthetenwert, es wird nie der Verfuch Universitäten veranstaltet werden. Es wurde ferner eine enthüllen. gemacht, das Leßte, Unfaßbare einer Dichtung verstandesgemäß zu Kommission für den internationalen Schutz des wissenschaft- Apparat aufgestellt, und dann bot man der Kröte einige MehlIm Londoner 300 wurde ein finematographischer ,, erflären". Der Grundfaz Haenischs ist: Wenn ihr's nicht fühlt, lichen geistigen Eigentums eingefekt. Das Ersuchen der würmer an. ihr werdet's nicht erjagen." Die Aufnahmen wurden mit einer Schnelligkeit von Das Gefühl für die Eigenart eines Abrüftungskommission des Völkerbundes, einen Aufruf an alle Ge- 240 Bildern in der Sekunde gemacht. Aber die Kröte roar noch Runfterts, das Mitempfinden mit dem fchaffenden Künstler zu lehrten der Welt zu richten, sie möchten ihre Entdeckungen über schneller, und auf den erzielten Aufnahmen war ihre Bunge nur erwesen und zu lenten. ist Ziel und Bred feiner Erörterungen. giftige Gafe und die Entwicklung der chemischen Kriegsführung cuf vier Bildern zu sehen. Das bedeutet, daß die Kröte nur ein Und dieses Ziel erreicht er voltemmen, da er sich selber im Banne veröffentlichen, hat die Rommiffion auf Antrag ihrer fachverstän- Sechzigstel einer Setunde braucht, um ihre Beute mit feines Dichters befindet und jedes Wort, das er schreibt, ureigenstes, bigen Mitglieder ablehnend beantwortet, da ein solcher Aufruf nach der Zunge zu packen und zu verschlingen. Sie hat also selbst im persönliches Erlebnis ist. Haenisch ist aber nicht nur ein Hauptmann. Lage der Dinge wirkungslos bleiben müsse. Film ihr Geheimnis nicht hergegeben. " 比翼 Nr. 370 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Durch Groß- Berlin. Das Wald- und Industriegebiet im Westen. IX*). : Der 8. Bezirk Spandau. Dienstag, 8. August 1922 laboratorium, find nach einer schmerzlichen Uebergangszeit, die Deutschen Werte geworden, über die wir mehrfach berichteten. Nicht meniger als 71 000 Arbeiter wurden in diesen Betrieben im Frieden beschäftigt, die eine Fläche von 1852 Morgen( die doppelte Größe des Berliner Tiergartens) einnahmen. Eine Zeitlang schien es, als ob das sinnlose Vorgehen der Interalliierten Kommission die ganzen Werke zum Erliegen bringen sollte. Heute aber wird dort draußen Kriegsvermißtennachweis des Reidjes. Und obgleich der alte Volks- in den Deutschen Werken mit Tausenden von Arbeitern friedlich Der 8. Berliner Verwaltungsbezirk ift Spandau. In den alten spruch wissen will, daß mit dem Berliner Kind und dem Char- und fleißig die Herstellung von Eisenbahnwagen, Holzhäusern, AutoStadtkreis Spandau sind die Gemeinden: Staaten, Lief- lottenburger Pferd auch der Spandauer Bind nichts wert sein soll, maten, Erntemaschinen usw. betrieben. Im Norden dicht am Wald werder, Pichelsdorf, Gatom und Cladow und die muß die Luft in Spandau recht zuträglich sein, denn in der weit befindet sich ein bedeutendes Industriegelände für die private InGutsbezirke Bichelsdorf und Spandau Zitadelle ein- fchöne Neubau der Preußischen Landesturnanstalt, jezt Hochschule der sich nun endlich nach der Revolution auch frei und behindert die räumig angelegten Neustadt befindet sich seit einigen Jahren der dustrie. Die tommunale Unternehmungsluft der Spandauer, an bezogen worden. Während Spandau allein etwa 95 000 Einwohner für Leibesübungen genannt, auf der die preußischen Turnlehrer- Sozialisten beteiligen fonnten, ist zwar durch die Eingemeindung hatte, sind ihm durch die Zuteilung dieser Gemeinden nur etwa und-lehrerinnen ausgebildet werden. Auch ist das Berliner Lehrer- start beschnitten, aber glücklicherweise teineswegs unterdrückt worden. 10 000 Einwohner hinzugekommen. Nach dem Flächeninhalt steht seminar aus der Friedrichstraße nach hier verlegt worden. Nördlich Zurzeit geht man mit einem wahrhaft großzügigen volkstümlichen der Bezirk Spandau mit rund 9000 Hektar nach dem Bezirk Köpenick und östlich der Neustadt zieht sich das landschaftliche Juwel der Projekt um. Bekanntlich ist durch die Zuschlagung von Gatow und an zweiter Stelle. Wie Köpenick und Reinickendorf verfügt es über Stadt, die Spandauer Stadtforst, ein prachtvoller Laubwald mit Cladow zu Berlin auch das ganze große von Spandau bis Safcow großen Waldreichtum. Politisch brachte uns dieser Bezirk bei den teilweise alten Beständen, meilenweit hin, während er an der Havel reichende Westufer der Havel, gegenüber dem Grunewald, zu Großletzten Stadtverordnetenwahlen die größte Ueberraschung. Dort ge- eine durch hügelige Gestaltung außerordentlich reizvolle Landschaft Berlin gekommen. Dieses Gelände, den meisten Berlinern außer lang es nämlich den Antisemiten, sich die Stimmen von etwa den wandernden so gut wie unbekannt, birgt eine Menge landschaft5000 pensionierten, den ehemaligen Staatsbetrieben angehörigen licher Schönheiten, die aber durch die Privatspekulation, die die Staatsarbeitern einzufangen. Grundstücke bis an das Ufer erstrect, in größter Gefahr ist, auf ewig ruiniert zu werden. Der Bezirk Spandau ist nun an der Arbeit, dieses herrliche Gelände der Allgemeinheit zu erhalten, und man darf hoffen und erwarten, daß ihm hier von der Zentrale Berlin aus mit allen Mitteln geholfen wird. Auf dieser ganzen Strecke von Spandau bis Cladow wäre dann einschließlich des gegenüberliegenden Grunewalds das Wort zur Wirklichkeit geworden: Berlin an der Havel. Im Spandauer Zentrum. Für die neuen Groß- Berliner Mitbürger aus Cladow und Gatom aber müssen wir hier ein Wort einlegen. Die Freudigkeit, zu Berlin zu gehören, fann bei ihnen nicht zunehmen, wenn sie, um nach diesem Berlin zu gelangen, 30 M. Autobusfahrgeld hin und zurück erlegen müssen. Da ihrer noch nicht gar so viele sind, so läßt es fich villeicht ermöglichen, daß an n oder zwei Tagen in der Woche ermäßigte Fahrten eingerichtet werden. " * In der Tat, es lohnt sich, nach Spandau zu fahren, für den Kommunalpolitiker, den Wirtschaftspolitiker, den Naturfreund und den Freund alter Geschichte. Jeder wird hier zu seinem Recht fommen. Ein einmaliger Rutsch" aber genügt nicht. Dieses bisher durchaus selbständige Gemeinwesen birgt so viel des Eigenen und Bemerkenswerten, daß man getrost ein paar Tage darauf verwenden fann, sich die Stadt, ihre Einrichtungen und ihre Umgebung an= zusehen. Aus dem Leben eines Mörders. Das Geständnis Wilhelm Blumes. Auf dreierlei Wegen fann man nach Spandau kommen: Bom Lehrter Bahnhof, über die Stadtbahn und mit der Straßenbahn. Das letztere soll man bleiben lassen. Spandau hat zwei Bahnhöfe. Der eine, der alte, sieht grau und vermurfft aus und liegt inmitten der alten Kanonen- und Gewehrfabriken, von denen heute kein Mensch mehr etwas wissen mag. Früher standen die Heeresfabriken im Mittelpunkt des Spandauer Lebens, wie im Mittelpunkt auch früher das zweierlei Tuch stand, das jetzt nollends aus Spandau verschwunden ist, während es z. B. in Potsdam trotz alledem noch viel stärker in die Erscheinung tritt. Fährt man aber ein paar Minuten weiter, bis Spanbou- West, dann hat man einen überraschenden Anblid. Die Fahrt über die Havelbrüde vermittelt em lebhaftes, reges Hafenbild, und ein wenig weiter tritt das große und schöne, erst wenige Jahre vor dem Krieg fertig gewordene neue Spandauer Rathaus ins Blickbild, das soviel von der ehemaligen Selbständigkeit dieser uralten Siedlung und späteren berühmten preußischen Festungs-, Militär- und Heereswerkstättenstadt erzählt. Lohnend ist auch ein Aufstieg auf den Turm, der einen überraschenden Fernblick gewährt. Der ganze Grunewald, die Havel auf- und abwärts, das Spreetal bei Westend das Havel- bildet und das Entzücken eines jeden Natur und Heimatfreundes land, eine von Theodor Fontanes Lieblingsstätten. Von dem Rathervorruft. Im Jahre 1912 war um die Erhaltung dieses teilweise haus ist es nicht weit in das Herz der Altstadt, in der die Nikolai- bedrohten Stadtwaldes ein heftiger Streit entbrannt, der die gefirche noch das einzig bemerkenswerte Baudenkmal ist. Fontane famte Berliner Deffentlichkeit interessierte. Die Verschandelung hat ihr in feinen Wanderungen ein freundliches Denkmal gesetzt. wurde glücklich abgewehrt. Westlich von diesem riesigen Waldgebiet Ebenso leicht und bequem fommt man aber auch von dem alten im Havelland liegt Staaten, das durch seine architektonisch städteBahnhof zur Vitstadt. Auf der Brücke über die Havel hat man baulich reizvoll angelegte Gartenstadt sehenswert ist. Zwischen Wald einen in der Mart sehr seltenen Anblid, nämlich das Zusammen- und Neustadt aber liegen wieder einige Stätten der Gesundheit, Der Mörder der beiden Berliner Geldbriefträger, Wilhelm firömen zweier bedeutender Flüffe, der Spree und der Havel. Leider nämlich in Hakenfelde das neue schöne Spandauer Stadion und Blume, der jahrelang nicht ermittelt werden, fonnte, bis fürzlich haben es die Spandauer versäumt, diele wichtige geologische Stelle, das nach den modernsten hygienischen Grundsägen ausgestattete in Dresden seine Berhaftung erfolgte, hat jetzt seine Verbrechen. wie etwa in Koblenz am Zusammenfluß von Mosel und Rhein, städtische Hallenbad. Am Rande der Forst ist eine Waldsiedlung den Kriminalkommissaren Gennart und Tegtmeyer und dem Dresbaulich auszugestalten. Die Stelle ist hier nüchtern und reizlos. entstanden mit Kleinhäusern für etwa 250 Familien. Originell ist dener Oberfommissar Geipel unumwunden eingestanden und die Ein dritter Anziehungspunkt ist von alters her die Zitadelle, das der wirtschaftliche Aufbau der Siedlung, der durch eine G. m. b. S. schauerlichen Vorgänge genau dargestellt. alte Kernwert der Festung mit dem berühmten Juliusfurm, deren erfolgt, deren Anteile aber sämtlich in Händen der Stadt sind. Die Besichtigung auch heute noch wie früher selten gestattet ist. Man Stadt hat den Einfluß, aber die Verwaltung ist von aller Bureau- besuchte in Braunschweig und Oldenburg das Gymnasium und verließ Blume, der Sohn eines ziemlich vermögenden Tabakhändlers, fratie befreit. Dicht daneben liegt die Siedlung der genossenschaft- die lekte Anstalt als Zwanzigjähriger mit dem Abiturientenlichen Eigenheim- Gesellschaft, die von der Stadt durch Hergabe von 3 eugnis. Er ging dann nach Berlin, um sich hier eine Existenz Land unterstützt worden ist. An der Havel aber, in dem genannten zu gründen, brachte es aber nicht zu einer gesicherten Stellung, weil Stadtwald, gibt es en schönen Sonntagen längs des Ufers ein er sich zu viel mit Erfindungen beschäftigte und vor allem seinem fröhliches, übermütiges und äußerst gesundes freies Freibadeleben. Drange folgte, Theaterstide au schreiben. nicht übersehen werden darf in dieser Gegend das riesige, 300 Morgen Eltern erote er 25.000 große Gelände des früher in firchlich- liberalen, jeht in orthodoxen hatte, ging er nach to non, un es bort al 1000 mer aufgebraucht Händen befindlichen, von Wichern 1858 gegründeten Evangelischen in London fam er zu feinem rechten Berufe. Auch dert befaßte er Johannesstiftes, das aus einem Pädagogium für höhere Schüler, sich mit mehr mit Erfindungen als mit geregelter Arbeit. Dann fam er einer Erziehungsanstalt für Volksschüler und einer landwirtschaft auf den Gedanken, Wettips herauszugeben. Damit verdiente er so lichen, gärtnerischen und Handwerker- Ausbildungsschule besteht. viel Geld, daß er flott leben fonnte. Trozdem verließ er England Sehenswert ist auch der große städtische Friedhof, der durch den und kehrte nach einem Zwischenaufenthalt in Paris nach Berlin zujezigen Städtebaudirektor von Groß- Berlin Elfart, der aus Span- rüd. dau gekommen ist, teilweise im Parkcharakter ausgebaut worden ist. fein ganzes Auftreten verschafften ihm leicht Bertrauen, besonders in Seine angenehme Erscheinung, jein verbindliches Wesen und In der Mitte des Friedhofs befindet sich ein Ehrenfriedhof. Der Damenfreisen. Ein Jahr lang war Blume bei der 3EG. beschäftigt. städtische Schlachthof ist außer dem Berliner der bisher einzige Auch während dieser Zeit benutzte er jede freie Etunde, um an kommunale Schlachthof von Groß- Berlin. Theaterstücken zu arbeifen. Im ganzen schrieb er deren zwanzig. Liebeleien mit meiblichen Angestellten hatten zur Folge, daß er von der 3EG. entlassen wurde. Als er jetzt mittellos wurde und in Not geriet, fam er auf den Gedanken, einen Geldbriefträger zu berauben. Durch seine Beobachtungen tam er auf den Geld= briefträger Weber, der seinen Bestellgang regelmäßig in der daß ihr das Pulver erfindet, ihr Scheißterle! Als ich so alt war wie ihr, ging ich ins Bett, wenn ich mit der Arbeit fertig war und Sonntags ins Puppentheater. Das fam fünf Pfennige auf der Galerie und die Seele hatte Ruhe. Ihr aber wollt ohne Unterhosen nach Amerifa, bloß weil ihr denkt, dort finden sie sich ohne euch nicht weiter. Natürlich hat der Käsewanft die Hauptschuld, und das verspreche ich dem in die Hand: menn meinem Jungen etwas zugestoßen ist, mache ich den Leimfrigen falt. Ich war zu gut und zu dumm, ich hätte dem Hans eins blasen müssen, als er den Kaufmannsfimmel anfuhr." weiß nicht recht warum! Erinnerungen weist das alte Spandau noch mancher Art auf, so die Tatsache, daß der republikanische Agitator Sinkel aus dem Jahre 1848 hier in dem Zuchthaus, einem früheren Grafenschloß, gefangen gehalten wurde, bis es ihm 1850 gelang, nach England zu fliehen. Es wirft wie eine ausgleichende Gerechtigkeit, wenn Balf erfährt, bag auf dem Gelände des ehemaligen Zuchthauses sich jetzt das Gebäude der Druckerei des sozialdemokratischen( SPD) Bolfsblattes erhebt, das in Wittenberge und Stendal als Kopfblatt erscheint und dessen Verbreitungsgebiet sich bis weit in die Provinz, bis nach Neuruppin, Westhavelland, Oberbarnim und selbst die Udermart erstrect. Eine erledigte Militärstadt. Militär und Militärwerkstätten find restlos verschwunden. In die Artilleriefaserne ist das Finanzamt eingezogen, in der Garde faserne liegt die Schupo. Wichtige Funktionen aber versehen die ehemalige Pionier und die Trainfaserne. In der ersteren be= findet sich die Polizeischule für Leibesübungen, in der letzteren der *) Bgl. auch Nr. 133, 145, 157, 169, 208, 230, 266 und 322, des ,, Borwärts". 5] Der Sprung in die Welt. Ein Jungarbeiterroman von Artur Zidler. In der Herberge saß eine luftige Rumpanei um den großen Rundtisch. Hans stellte das Rad in eine Ecke und setzte sich zu den Kunden; da aber fiel ihm plöglich ein, daß er kein Geld mehr besaß. Er sprach mit dem Ausschenker und bot ihm die Stahluhr zum Kauf an, die ihm der Vater zur Konfirmation geschenkt hatte. Der Ausschenker gab ihm sechs Kronen dafür und zog davon zwei für Abendessen und Nachtlager ab. Eine halbe Krone wurde noch vertrunken, und furz vor Mitternacht fiel Hans totmüde ins Bett. Er träumte phantastische Dinge. Eine weite Landstraße lag vor ihm in greller Sonnenglut, er trat die Pedale, was die Waden hergaben; denn hinter ihm setzte der fette Hasselstrunt in der Uniform eines Zollmächters auf einem schwarzen Pferde her. Da riß die Kette des Rades und Hans stürzte in den Graben. Hasselstrunk lachte, daß die Goldplomben in seinem Maule blitzten, Hans vermeinte, den Räfe zu riechen, schrie auf und jah im fahlen Morgenlicht die schnarchenden Kunden. Wieder schlief er ein und saß neben Rudi in einer braunen Bodenwelle. Der Tag war grau und Rudi lag mit stillem weißen Gesicht. Er hatte ein brandiges Loch in der Stirn und war tot. Auf einmal hockte Hans auf der Reeling eines Schiffes, die See bewegte sich unruhig, die Sonne warf zerstreutes Licht zwischen die Masten. Aus der Kajütenluke fam ein Mädchen langsam hervor; sie war schön und ihr Haar flatterte im Winde. Sie blickte mit todtraurigen Augen auf Hans, der sich nicht vom Fleck rühren fonnte. Ueber ihr, auf der Kapitänbrüde, stand Hasselstrunk, fein verschwommenes und brutales Gesicht fah in die Ferne... Der Ausschenter polterte laut an der Tür, der Traum zerStob. Eine prächtige Morgensonne stand im fahlen Raum und verklärte die verblichenen Farben eines Muttergottesbildes an der Wand. Ein junger mandernder Arbeiter, den Hans am Abend zuvor nicht bemerkt hatte, sang ein polnisches Lied, das einen frohen Rhythmus hatte und immer endete: Tralala holala holla holla tralala! Eine halbe Stunde später war Hans wieder auf freier Straße. Die Berghänge hatten sich wieder zurückgelehnt und ließen ferne Sicht. Der Strom glänzte wie Berlmutter. Hans ließ sich die Morgenluft durch die Lungen wehen und war -O Die neue Industrie. Aus den sechs ehemals sich so nennenden föniglichen Werf ftätten, nämlich der Geschüßgießerei, der Artilleriewerkstatt, der Gewehr der Munitions, der Pulverfabrik und dem Feuerwerks: glücklich. Im Blau überschlugen fich jubelnde Lerchen. Ein Kettenschlepper arbeitete sich, drei Billen im Schlepptau, stromaufwärts, auf den Breitkähnen wimpelten der Schifferin Sonntagshemden. Run wußte Hans auch, wo er hinwollte. In der kleinen Stadt, die er in einer Stunde erreichen mußte, wohnte ein Ontel von ihm, ein Fabriftöpfer, der ihm am liebsten war von der ganzen Verwandtschaft. Was würde der zu dem plöglich auftauchenden Besuch sagen? Hans schlug Gedanken darüber in den frischen Wind. Schon sah er die ragende Burgruine, zu deren Füßen das Städtchen lag. Bald traf sich die tSraße mit den Eisenbahngleisen, und die ersten Häufer famen heran. Die alten Onfreders liefen planlos in der Stadt herum. Beider Gesichter waren grau und verfümmert, weil sie in den Nächten nicht schliefen. Sie fanden feine Ruhe zu Hause, er hatte sich von der Arbeit freigemacht, um seinen Sohn zu suchen. Die Frau feuchte in Atemnot neben ihm her, denn er schritt haftig und verbissen aus. Ihr Gesicht war aufgelöst vom Weinen und von dem Bewußtsein der Schuld, die ihr der Mann immer wieder vorhielt. Während sie ohne Fassung neben dem Manne hertrieb, fiel er von ruhigen Stimmungen in heftige, von solchen der Hoffnung in solche der Verzweiflung. Einmal meinte er, Hans gut zu fennen, als daß der sich ein Leid antun könnte, dann wieder hielt er ihn bestimmt für tot. Die Polizei und die Zeitungen hatten sich der Sache angenommen, nun liefen die beiden von einem Bureau ins andere und lauerten den Briefträgern auf, immer in der Hoffnung, endlich aus der quälenden Ungewißheit über den Berbleib ihres Kindes herauszukommen. Abends kam Rudi, der sie tröstete. Er sagte:„ Hans ist sehr unglücklich gewesen, und ich glaube, daß er einen gewaltigen Sprung getan hat, aber bestimmt nicht in den Tod. Bielleicht ist er nach Amerifa zu Carnegie, für den er schwärmt. Daß er fein Geld hat, macht ihm nichts aus, er ist fräftig und schlägt sich schon durch etwa als Kohlentrimmer." -" Der Teufel foll cure Rosinen holen," schrie Onfreder, ihr feid groß im Plänemachen und haltet die Alten für Hornochfen. Ich will meinem Herrgott danken, menn Hans wieder da ist, aber in den Hintern trete ich ihn doch. An allem sind die Bücher schuld, die ihr in euch hineinfreßt, bis ihr den Klaps weg habt, ihr Vogelmänner. Als ob die Welt darauf warte er bis auf " Bon seinen Frau Onfreder saß dabei und weinte. Barum tut mir der Junge das an? Was soll man auf der Welt, wenn einem die Kinder keine Freude machen? Jezt muß ich immer denten, wir find nicht immer gut zu Hans gewesen, sonst hätte er uns nicht verlassen können. Er wurde immer stiller und wir haben ihn nicht verstanden..." Hansens fleine Schwestern fauerten lautlos und gedrückt auf dem Bänkchen am Ofen. Auf dem bröckelnden Söller der Burg faß Hans nun schon eine Stunde und rührte sich nicht. Kleine Insekten summten, unter ihm fürzte der grüne Abhang zum Strom hinunter. Weiße Wolkenberge standen im Himmel. Fernhin wellte das Land. Nah unter ihm lachte ein Mädchen, Hans drehte sich um. habe ich dich gestört?" fragte das Mädchen. ,, Guten Tag, Fiedel," gab Hans benommen zurück. Et wußte nur ihren Vornamen und tannte sie vom Abend zuvor, er war mit feinem Better in den Volksgarten gegangen, wo fich junges Arbeitervolt traf, um zu plaudern und Zider zu trinfen. Sie setzte sich neben ihn. Kennst du den Burgfriedhof?" fragte sie. Hans schüttelte den Kopf. Durch ein förtlein tamen sie zu den alten Grabstätten. Der Friedhof war flein, überwuchert von Gerant, wilden Blumen und Gras, nur mühsam entzifferte man verwitterte Buchstaben auf zerbrochenen Steinen. Und märchenhaft still war es. Die beiden setzten sich auf einen Hügel und sagten lange nichts. Die warme Luft und die Stille machten schläfrig. Das Mädchen legte fich lang und schloß die Augen.„ Erzähle mir etwas, Hans Onfreder. Blätter hat gewollt?" Was soll ich dir erzählen? Bom Bäumlein, das andere ( Fortsetzung folgt.) Spandauer Straße antrat. Jekt sah er, daß bei Fräulein| Mitgliederversammlung. Rühle im vierten Stock des Hauses 33 ein Zimmer frei war. Als abend: Unsere Beitschriften". Bortrag: ,, Was ist Gozialismus?" er sich erkundigte, erfuhr er, daß die Vermieterin eben erst ein zweites Zimmer einem Fräulein zugeschlagen hatte. Noch eine Person in der Wohnung paßte aber nicht in feinen Bẞlan hinein. Deshalb spiegelte ngeums, Weinmeisterfte. 16/17, die Fortsegung der Funktionärversammlung Südwest: Jugendheim Lindenstr. 3, Diskussions| Neukölln. 91. Abt. 7% Uhr Bezirksversammlungen in folgenden Lokalen: Tegel: Jugendheim: Bahnhofstr. 15, 7 Uhr, 20. und 21. Bezirk im Restaurant Glamert, Wißmannstr. 20. 37. und 42. Bezirk bei Berndt, Reuterstr. 80. 88. Bezirt bei Ramin, Mainzer Straße 12. 39. und 40. Bezirk bei Lübbecke, Karlsgarten-, Ede Fontane Straße. 41. Bezirk bei Mäuseler, Münchener Str. 23. 48. Bezirk bet Better, Boddinſtr. 4. 49. Beairt bei Dombrowski, Mainzer Str. 24. 50. Bezirk bei Pfeiffer, Mahlower Str. 11. 92. st. 8ahlabende in den bekannten Lokalen. 28. und 83. Bezirk: 72 Uhr bei Wegener, Elbe-, Ede Schandauer Straße. Thema: Die politische Lage und der Parteitag". 93. Abt. 7% Uhr: 56. und 57. Bezirk bei Ruppelt, Kaiser- Friedrich- Str. 172. 58., 81., 82, und 85. Bezirk bei Reuter, Raiser- Friedrich- Str. 143. 95. und 99. Bezirk bei Warnstedt, Thüringer Str. 22. 83. und 97. Bezirk bei Amelungsen, Sd; warzaftr. 1. Röllnische Heide. Donnerstag, den 94. Abt. 7% Uhr Zahlabende. Am Mittwoch, den 9., abends 7 Uhr, findet in der Aula bes Sophienvom Donnerstag statt. Groß- Berliner Parteinachrichten. er der Bermieterin vor, er suche auch noch ein Zimmer für seinen Bruder, mit dem er gern zusammen wohnen möchte. Er bot mehr, als das Fräulein zugesagt hatte, und so bekam er auch deren Zimmer. Auf diese Weise vermied er jede Störung seines Planes Die Abteilungsleiter werden gebeten, in allen Abteilungsverund brachte zugleich den Irrtum auf, daß man mit 3 mei Tätern zu tun habe. Nach seinen Beobachtungen mußte Weber dort bei fammlungen auf die am 17. und 24. September stattfindenden feinen Bestellungen regelmäßig furz nach 8 Uhr morgens eintreffen. Jugendweihen hinzuweisen. Die Annahmestellen sind aus der Nachdem er sich alles so zurechtgelegt hatte, schrieb Blume am 18. Nummer der SPD.- Mitteilungen" ersichtlich. 7. September 1918 einige lateinische Brocken auf einen 1. 2. 3. 4. Lage". Referent Dr. Wertheimer. Zettel, so daß er wie ein Rezept aussah, und schickte Frau Rühle 19. Rreis Bankow. Anmeldungen für die am 24. September stattfindende aus, ihm die Arznei zu holen. Er mußte die Ahnungslose möglichst Jugendweihe nehmen noch entgegen Frau Berta Weiß, Floraftr. 41; Hugo Alüß, Lindenpromenade 56, und Richard Wolf, Nordbahnstr. 3. lange von der Wohnung fernhalten. Trotzdem tam sie für ihn noch zu früh zurück. Der Geldbriefträger Weber traf an diesem Mitgliederversammlungen am Mittwoch, den 9. August: Thema: Das Reichsmietengeset". Tage entgegen seiner Berechnung nicht schon bald nach acht, sondern Abt. 7% Uhr Schulaula Auguststr. 68. Referent Georg Schulz. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Vormittags pünkt. erst furz vor neun Uhr ein. Blume setzte dem Manne, den er durch lich 10 Uhr Mitgliederversammlung im Klubhaus, Biegelstr. 2. TagesBrotspenden vertrauensselig gemacht hatte, wie später auch den Geldpronung: Stellungnahme zu den Vorgängen in der legten Generalversammlung des Berliner Zweigvereins. Erscheinen Pflicht. briefträger Lange, die Pistole auf die Brust, zwang ihn durch Drohungen mit Erichießen, sich auf einen Stuhl zu setzen, und Abt. 7 Uhr bei Ohngemach, Kommandantenstr. 88. Thema: Die politische fesselte ihn an diesen. Als er dann gerade dabei war, seine Bestell- bt. 7 Uhr Gaal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25. Thema: ,, Luftverkehrswesen". Referent Rudolf Kahl. 2. Wahl der Delegierten zum tasche zu leeren, fehrte Fräulein Rühle zurück und fam Bezirkstag. gleich in sein Zimmer. Als sie beim Anblick des Gefesselten laut Abt. 7% Uhr bei Schwark, Blankenfeldeftr. 10. Thema:„ Der kommende aufschrie, pacte Blume fie, um nicht verraten zu werden, warf Parteitag". Referent Dr. Korach. fie zu Boden und schnitt ihr die Kehle durch. Jetzt mußte 5. bt. 7½ Uhr im Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 24/25. Wiederaufbau und Bölferbund". Referent Dr. Tichauer. er, um den Zeugen dieser Tot zu beseitigen, auch den Geldbrief- 6. abt. 7 Uhr Schulaula Ruppiner Str. 48. Thema: Berfassungsfragen". träger umbringen. Mit dem Raube, 2000 M. und einigen Wert- Referent Genosse Megner. fachen, aing der Mörder mit großer Ueberlegung nach seiner eigent- 8. Abt. 7½ Uhr Baugewerkschule, Kurfürstenstr. 141. Thema:„ Der kommende Parteitag". Referent Dr. Löwenstein. lichen Wohnung, stellte sich frant und blieb längere Zeit im Bett 9, Abt. 7% Uhr Artushof, Berleberger Str. 26. Thema: ,, Das Reichsmietenliegen. In dieser Zeit ließ er sich, um sein Aeußeres zu verändern, einen Vollbart wachsen, während er bisher glait rafiert gewesen war. Durch diesen starken Vollbart unkenntlich gemacht, führte dann Blume den zweiten Mordüberfall auf den Geldbriefträger Lange im Hotel Adlon aus. Nach dem zweiten Marde murde Blume zu Hause wieder frant. Jetzt ließ er sich den schwarzen Bollbart, der den Mörder besonders fenntlich gemacht hatte, wieder abnehmen, und entstellte sich auch sonst nach Möglichkeit. Der Verbrecher hat jetzt. wie er fagt, mit dem Leben ab. geschlossen. Die ganze Zeit über hat er an Angstzuständen gelitten. Nachts sind ihm die Leichen im Traum erfchienen. Sein ganzes Aeußere und Auftreten hat sich so geändert, daß er jegt abschreckend wirkt. Er fann, wie er fagt, feinem Menschen mehr unter die Augen treten und fand deshalb auch nirgends mehr Vertrauen. Der einzige Wunsch, den er noch hat, ist, daß seine traurige Berühmtheit als Mörder ihm einen Verleger und Aufführer für seine Theaterstücke verschaffe. Minna Cauers letzte Feier. gefes". Referent Julius Urban. gefeg". Referent Genoffe Steinweg. Thema: 11. bt. 7% Uhr bei Berger, Levezow-, Ede Jagomstraße. Tagesordnung: Stellungnahme zum Parteitag. 12. Abt. 7% Uhr bei Schmidt, Wiclefstr. 17. Thema:„ Das Reichsmieten13. Abt. 7½ Uhr Arminius- Festfäle, Bremer Str. 73. Thema: Die Aufgaben des kommenden Parteitages". Referentin Genoffin Wachenheim. 14. bt. 7 Uhr Schulaula Demminer Str. 27. Thema: Die politische Lage". 15. st. 7% Uhr Schulaula Bernauer Str. 89/90. Thema: Die politische Lage und der Parteitag". Referent Dr. Israel. Stellungnahme zum Parteitag. heit". Referent Pfarrer Bleier. 16. st. 7 Uhr bei Krüger, Hussitenstr. 34. Bericht vom Bezirkstag und 17. Abt. 7% Uhr Schulaula Tegeler Str. 20. Thema:„ Baterland und Mensch18. Abt. 7 Uhr bei Hochheim, Panfstr. 82, Thema: Unsere Justizreform". Referent Dr. Seligsohn. 19. abt. 7% Uhr Aula der Grauen Schule, Gotenburger Straße. Thema: ,, Die politische Lage und der Parteitag". Referent Genosse Gebhardt. 20. Abt. 7½ Uhr bei Poster, Schwebenstr. 14/15. Thema: Die politische 21. f. 7 Uhr Schulaula Piantagenstr. 15/17. Thema:„ Die gegenwärtige Lage und der Parteitag". Referent Reintnecht. politische Lage". Referent Erwin Barth. 22. Abt. 7 Uhr Schulaula Lütticher Str. 47/48. Thema: Die Reichsver. faffung". Referent Genosse Rube. 2. Bericht vom Bezirkstag. 23. Abt. 7% Uhr bei Grunwald, Kameruner Str. 19. Thema:„ Das Reichs. mietengefet". Referent Stadtrat Wutky. 24. t. 7 Uhr Schulaula Christburger Str. 14. Thema: Die Einigungsst. 7% Uhr Schulaula Pasteurstr. 5. Thema:„ Die Stellung der Juden frage". Referent Genosse Lüdemann, M. d. 2. 25. im Staat". Referent Friede. st. 7% Uhr bei Widmann, Weißenburger Str. 1. Thema:„ Staatsverfassung". Referent Dr. Schütte. bt.7% Uhr Schulaula Sonnenburger Str. 20. Thema:„ Die Aufgaben Minna Cauer hatte gestern zum letztenmal ihre Freunde um fich versammelt. Alles, was der Frauenbewegung wohl will und mit der greisen Kämpferin gegen eine Welt von Feinden gestritten, war an ihrem Sarge im neuen Strematorium zu Wilmersdorf versammelt. Die fleine Trauerfapelle fonnte faum die Leid- 20. tragenden fassen und viele fonnten feinen Einlaß mehr finden. In 27. einem Hain von frischen Blumen und Blattpflanzen und den zahldes Parteitages". Referent Dr. Friedländer. reichen Kranzspenden, unter denen sich die Gewinde weiblicher 28. Abt. 7½ Uhr Schulaula Schönhauser Allee 166a. Thema: Das Recht Angestellten- und Beamtenvereine sowie der Mutter des ermordeten der unehelichen und ehelichen Rinder". Ref. Klara Bohm- Schuch, M. d. R. Außenministers Dr. Rathenau befanden, war der Sarg aufgebahrt. 29. bt. 7½ Uhr Schulaula Senefelberstr. 6. Thema: Die jüngsten Ereisniffe in der politischen Lage". Referent Artur Häußler. Nach einleitendem Harmoniumspiel und dem Vortrag des Quartetts 30. abt. 7 Uhr Abteilungsverfammlung in der Schulaula Bappelallee 40/41. Cavatine aus Op. 30 zu Beethoven ergriff Pfarrer Nithad31. bt. 7% Uhr Schulaula Schönfließer Str. 7. Stahn das Wort zu einer Trauerrede, in der er die Dahin- 32. bt. 7% Uhr Andreas- Rasino, Andreasstr. 3. Thema:„ Der Parteitag". Referent Genosse Moß. 2. Abteilungsangelegenheiten. geschiedene als eine Kämpferin für die Rechte aller Unterdrückten 33. Abt. 7 Uhr Schulaula Hohenlohestr. 10. Thema: Die Psychotechnit bezeichnete. Das, was ihr über alle andere Politik ging, sei die( wissenschaftliche Betriebsführung) in der Bragis". Ref. Gen. Gachtleben. des Herzens gewesen. Ihr größtes Augenmerk legte fie auf die 34. bt. 7 Uhr Schulaula Litauer Str. 18. Thema: Börsenspekulation und ihre Einwirkung auf unsere Lebenshaltung". Referent Dr. Cassau. Jugend, und ihre lette Tat war, daß fie 30 arme bedürftige Kinder 2. Bericht vom Bezirkstag. an den deutschen Rhein zur Erholung fandte. Nach den: Ichten Segen versant der Sarg unter dem von dem Philharmonischen Streichquartett gespielten Adagio Op. 16 Nr. 2 von Beethoven. Bahnhofsdiebe machten am Sonnabend abend auf dem Anhalter Bahnhof reiche Beute. Einer Dame aus Armenien ftahlen fie aus der Handtasche 87000 m. bares Geld und Schmucksachen, die einen Wert von einer halben Million haben. Bald darauf wurde eine Dame aus Neukölln auf demselben Bahnsteig schwer bestohlen. Auch sie büßte wertvolle Schmucksachen ein, die fie in der Handtasche bei sich trug. Mit der reichen Beute sind die Diebe, wahrscheinlich gewerbsmäßige Taschendiebe, unerkannt entkommen, da die Verluste erst geraume Zeit später be merkt wurden. Feuer im Brieffaften. Berkohlt vorgefunden wurde am Donnerstag voriger Woche der Inhalt der Briefkästen an den Häusern Berchtesgadener Str. 23 und Bamberger Str. 25. Soweit die Anschriften noch zu entziffern waren, wurden die Sendungen den Empfängern zugestellt. Die Kriminalpostdienststelle ersucht alle, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich bei ihr in der Friedrichstraße 129, 3immer 128, zu melden. Die Schießerei auf Bororfzüge will fein Ende nehmen. Gestern abend um 8 Uhr erhielt wieder ein Zug auf der Strecke Frie benau- Steglitz zwischen der Schwarzen und der Saarbrücke einen Schuß. Die Kugel zertrümmerte ein Abteilfenster und blieb in der gegenüberliegenden Wand stecken. Verletzt wurde niemand Mitteilungen zur Aufklärung, für die eine Belohnung von 5000 m. ausgefekt ist, nimmt Kriminalkommiffar Riemann im Zimmer 34 des Polizeipräsidiums entgegen. Knappe Seefischzufuhren. Der für den Mittwoch jeder Woche in Aussicht genommene Berkauf von besonders preiswerten Seefischen, der in über 200 über das ganze Stadtgebiet verteilten Geschäften allwöchentlich unter Aufsicht des städtischen Ernährungsamtes stattfinden soll und bereits zweimal stattgefunden hat, muß in diefer Woche infolge zu fnapper Zufuhren ausfallen. Das Musikkorps Tempelhof veranstaltet am 9. Auguft, abends 6 Uhr, in Tempelhof im Neuen Park, Manteuffelstraße, ein öffentliches Boltskonzert. Jugendveranstaltungen. Das Jugendfeteetariat bleibt am Mittwoch infolge der Funktionär tonferenz geschlossen. Heute, Dienstag, den 8. August: Reinickendorf- Oft: Jugendheim Kinderhort( Seebad), Residenzstr. 49, Bor trag: ,, August Bebel". Steglig: Jugendheim Johanna- Stegen- Str. 23, trag: August Bebel". Steglig: Jugendheim Johanna- Stegen- Str. 23, " 10. Auguſt( Sieblung), Bärwinkel. 51. und 52. Bezirk im Lotal March, Schillerpromenade 39. 64. Bezirk bet Nitisch, Biethenftr. 40. 65., 68. und 77. Bezirf bei Taubel, Beisestr. 23. 66. Bezirk im Lokal Wilhelm, Herrfurthplag 6. 67. Bezirk bei Schuh95. Abt. macher, Steinmetzstr. 56. 76./78. Bezirk bei Ball, Albertstr. 7. 7% Uhr bei Gohlke, Hermannstr. 199. Tagesordnung: 1. Bericht vom Bezirtstag. 2. Der Parteitag zu Augsburg. 97. bt. 7 Uhr im Neuen Klubhaus, Hermannftr. 166/167. Thema: Verfassungswesen". Referent Dr. Deiters. 98. Abt. 72 Uhr bei Berthold, Aranoldstr. 1. Thema: Der Parteitag". Referent Genosse Kabelig. 99. Abt. Briz. 7% Uhr bei Radday, Chauffeestr. 39. Theme: Die politische Lage und der Parteitag". Referent Göring. 101. Abt. Treptow. 7 Uhr gemeinsamer 8ahlabend im Beichensaal der Schule Vi, Wildenbruchstraße. 102. Abt. Daumschulenweg. 8 Uhr bei Haß, Baumschulenstr. 72. Shema: ,, Des Parteitag zu Augsburg". 103. Abt. Oberschöneweibe. 7½ Uhr Bahlabend und Mitgliederversammlung im Zeichensaal der Rottmeyer- Schule, Eingang Frischenstraße. 104. Abt. Niederschöneweise. 7½ Uhr in der neuen Schule, Rudower Straße. Bölterbund und Internationale". Referent Genosse Wegener. 105. Abt. Adlershof. 7% Uhr im Reichensaal der Schule Radiceftr. 11. Thema: Der Parteitag zu Augsburg". Referent Friz Heinrich. 100. Abt. Friedrichshagen. 8 Uhr bei Scholz, Friedrichstr. 81. Thema: Der Parteitag und die Einigung". Referent Fris Saar. Thema: 113, bt. Smödwiz. 7% Uhr Zahlabend bei Baronsti, Berliner Str. 19. Thema: Lichtenberg. 114. bt. 7½ Uhr bei Rienäder, Croffener Str. 14, 115. Abt. 7% Uhr ZahlDie Einigung". Referent Genosse Genffert. abende. 1. und 2. Gruppe bei Stöber, Jungstr. 29. Berichterstatter pom Bezirkstag Genosse Elias. 3. und 4. Gruppe bei Albrecht, Gürtelstr. 17. Berichterstatter Genosse Täubert. 116. 5t. 7% Uhr im Zeichenfaal der Schule Marktstraße. Thema: Verfassung und Republik". Referent Genoffe Hugo Poezich. 117. Not. 7 Uhr im Beichensaal des PestalozziLyzeums, Prinz- Albert- Str. 44. Thema: Der indische Heilige und die 118. Abt. Arbeitslosigkeit in England". Referentin Genoffin Büsing. 7% Uhr bei Reglat, Wilhelmstr. 67. Thema: Der fommende Parteitag und die Einigung des Proletariats". Referent Bahlte, M. b. L. 119. abt. 7% Uhe int Cäcilien- Engeum, Rathausstraße, Abteilungsver fammlung. Stunde vorher Besprechung der Funktionäre. 120. Abt. Friedrichsfelbe. Pünktlich 7 Uhr Mädchenschule, Wilhelmstr. 29. Thema: Die politischen Borgänge der legten Beit". Referent Robert Fendel. 2. Bericht vom Begiristag. 8. Berschiedenes. 121. st. Karlsherft. 7½ Uhr bei Suth, restowallee 68. Thema:„ Stellung123. st. Kanisters. 7% Uhr im Beichensaat ber Schule Wolfstraße Mitnahme zum Parteitag". Referent Genoffe Seinrich Ströbel. gliederversammlung. 128. 130. st. Bentow. 7% Uhr gemeinsamer Bahlabend im Jugendhelm Breite Str. 32. Bortrag des Senofen B. Möbus: Wege zum Beltfrieben". 131. Abt. Rieberschönhausen. 7% Uhr Aula der Bisnard- Schule, Bismard 133. apt. Suela. 7½ uhr Zahlabenb bei Raehne, Berliner Str. 89. Wich straße. Thema: Die Parteitage der Einigungen". Referent Gen. Schlegel. tige Tagesordnung. Bericht vom Bezirkstag. Die Mitgliederversamm Tung findet später ftatt und wird noch bekanntgegeben. 138. Abt. Hermsbart. 8 Uhr bei Böttcher, Waldsee, Ede Berliner Straße. Thema: Das Reichsmietengefeß". Referent Genosse Todenhagen. Thema: Das Reichs. 139. Abt. Tegel. 8 Uhr bei Schabe, Berliner Str. 18. mietengefe". Referent Genosse Felgentreu. 2. Verschiedenes. 140. st. orgwalbe. 8 Uhr bei Heiber, Räusch-, de Ernststraße. Thema: ,, Der Parteitag". Referent Karl Litike. 141. st. Rojenal. 8 Uhr bei Silbrobt, Kronprinzen, Ette Walderfee. straße. Thema: Biele und Taktik ber SPD." Referent Gustav Beibe. 143. f. Weibmannsluk. 8 Uhr Zahlabend und Mitgliederversammlung bet Wenrich, am Bahnhof. Frauenveranstaltung am Donnerstag, den 10. Auguft: 47. st. Raffeekochen bei Nigschte( Bittoria- Garten, früher Ludwig), Treptow, Am Treptower Part 20/28. Treffpunkt 2 Uhr an der Emmaus- Kirche. Junglezialisten. Die Besichtigung des Segual wiffenfchaftlichen Instituts des Genossen Dr. Magnus Hirschfels burch unsere Gruppen Friedrichshain, Treptow, Eüben, Reukölln und Brig findet bereits am Donnerstag, den 10., abends 8 Uhr, statt, nicht, wie in der gestrigen Abendausgabe gemeldet, ant Sonnabend. Arbeitersport. 35. Abt. 7½ Uhr bei Schulze, Samariterte. Se me the owärts. Ein Arbeiterkongreß für Sport und Körperkultur. Sozialdemokratischen Partei". Referent Genosse Wermuth. Lefer als Gäste willkommen. 36. Abt. 7% Uhr Aula ber Gemeindefoule Petersburger Str. 4. Thema: Baluta und Preisbildung". Referent Genoffe Riezmann. 37. bt. 7% Uhr bei Släfing, Thorner Str. 6. tische Lage". Referent Genoffe Fris Brolat. Referent Dr. Benete. 38. Abt. Pünktlich 7 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a. Thema: Der wirtschaftliche Kampf um die Erhaltung unserer Arbeiter preffe". Referent Genosse Saternus. 39. Abt. 7% Uhr Juristische Sprechstunde, Lindenstr. 3. Thema:„ Die Aufgaben des Parteitages". Referent Genoffe Scheibenhuber. 40. Abt. 7½ Uhr Bittoria- Säle, Belle- Alliance- Str. 22. Thema:„ Die polt 41. abt. 7 Uhr Bahlabend in den bekannten Gruppenlofalen. 43. Abt. 7 Uhr bei Simbe, Fichteftr. 29. Thema:„ Das Reichsmietengefes". 44. b. Uhr Reichenberger Sof, Reichenberger Str. 147. Thema:„ Die politische Lage und der Parteitag". Referent Matusched. 45. bt. 7% Uhr Forster, de Reichenberger Straße. Thema: Justiz und Republik". Referent Dr. Rosenfeld. 46. Abt. 7% Uhr bei Beister, Cuvryftr. 11, Bortrag des Genossen Stetter. 47. bt. 7 Uhr Schulaula Wrangelfir. 128. Thema:„ Das Reichsmietengefeg". Referent Genoffe Battloch. 48. bt. 7% Uhr bei Gliefing, Baffertorfstr. 68. Thema: Juftis und MeCharlottenburg. 52. bt. 7% Uhr bei Dacbelow, Gömmering, Cde Nordhausener Straße. Bericht vom Bezirkstag 53. t. 7 Uhr bei Bapf, Ufnauftr. 6, Abteilungsversammlung. 55. st. 7% Uhr Abteilungsverfammlung bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Thema: Der Parteitag". 56. bt. 7% Uhr bei Janed, Pestalozziftr. 34. Thema: Der Parteitag zu Augsburg". Referent Bernhard Krüger. 57. Bt. Die Mitgliederversammlung fällt aus. 58. bt. 7% Uhr bei Stein, Bassauer Straße 35. Thema: Volkswirtschaft". Referent Dr. Striemer. publi". Referent Dr. Scheer. ,, Die Wirtschaftslage". Thema: 68. abt. Salenfee. 7% Uhr bei Sandmanx, Westfälische Str. 42. Wilmersdorf. 69. abt. 7% Uhr bei Umfang, Giefelet., Ede Begenerstraße Stellungnahme zum Parteitag und Bericht vom Bezirkstag. 70. bt. 7½ Uhr bei Pieper, Solsteinische Str. 60. Thema: Die Baluta und ihre politische Einwirkung". Referent Clemens Rörpel. 72. t. 7% Uhr bei Kollath, Heidelberger Blag 1. Thema: Die Erziehung aum fünft lerischen Gehen". Referent Gen. Anab. 2. Stellungnahme zum Parteitag. 73. Abt. Schmargendorf. 7% Uhr Schüßenhaus, Hundekehleftraße. Referat des Genossen Biermann. Erscheinen Pflicht. schöneberg. 78. Abt. Die Mitgliederversammlung fällt aus. Die Mit teilungen" fönnen vom Abteilungsführer abgeholt werden. 79. st. 7½ Uhr Bahlabende in folgenden Lokalen: 1. Bezirt bei Arndt, Baugener Straße 10. Thema: Das Reichsmietengefes" Referent Genoffe Borg. 2. und 8. Bezirf bei Nitsche, Siegfriedſtr. 9. Thema: Die Aufgaben des Barteitages". Referent Genoffe Ragenstein. 4. und 7. Bezirk bei Groß, Sebanfte. 17. Thema: Das Balutaproblem". Referent Genoffe Söffler. 5. und 6. Bezirt bei Schelhase, Leuthen, Ede Cherusterftraße. 8. und 9. Bezirk bei Fintel, Beffemer Straße. Referent Genoffe Caeminski. 81. Abt. Friedenau. 8 Uhr Bezirksabende: 1. bis 8. Bezirk bei Ulbrich, Sandiernftr. 88. Referent Buchholz. Thema: Rapitalismus und Sozia Tismus". 4. und 5. Bezirk bei Schulz, Wiesbadener, Ede Laubacher Straße. Thema: Sozialdemokratie und Kommunalpolitit". 6. Beairt bei Gundlach, Odenwaldstr. 10. Referent Genosse Rubbed. Thema: Die 86. Abt. Marienborf. 7% Uhr Bahlabenbe in den bekannten Lokalen. Bichtige Tagesordnung. Erscheinen Pflicht. Einigung der Sozialisten". Leipzig trachte anschließend einen Kongreß der angeschlossenen Die große Revue des internationalen Arbeitersports in Berbände. Der internationale Sefretär Devlieger feierte den internationalen Geist der Prager Olympiade und des Leipziger Festes. Die Tendenz der Internationale fennzeichnete er bahin, daß alle Richtungsstreitigkeiten der sozialistischen Parteien ausgeschlossen find. Beschlossen wurde, das Inter nationale Bureau international zusammenzusehen, und zwar aus je einem Franzosen, Belgier, Tschechoslomaten und zwei Deut schen. Der Belgier ist zugleich internationaler Sekretär und hat einem Vertreter jedes angeschlossenen Landes, soll mit dem Bureau Stimmrecht. Ein Delegiertenausschuß, bestehend aus je die Verbandsgeschäfte zwischen ben Kongressen besorgen. legte Ueber" Sport und Beltarbeitertiaffe" Wildung( Deutschland) ein gebrudtes Referat vor, es soll in seinem Schlußteil in der Arbeiterpresse der ganzen Welt veröffentlicht werden. Die nächste Arbeiterolympiade findet August 1925 in Frankfurt a. M. statt. Ueber die technischen Aufgaben der Arbeitersportinternationale" referierte eingehend Benedig( Deutschland). Als Borsigender der Internationale wurde zunächst Gellert( Deutschland) mit den sieben Stimmen der Deutschen, Deutsch. böhmen und Schweizer gewählt. Da jedoch Frankreich, Belgien, Italien, Finnland und die Tschechen mit sechs Stimmen dagegen votierten, so trat Gellert wieder zurück und es wurde nunmehr der Bitte an die Belgier, in Zukunft für intensivere Arbeit zu sorgen. Bridour( Belgien), der bisherige Borsigende, wiedergewählt mit Zu dem Referat Auren( Frankreich) über die Moskauer Sportionale" wurde ein Antrag angenommen, der es für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der Arbeitersportinternationale erflärte, an Ronferenzen der Roten Sportinternationale" teilzunehmen. Ferner gelangte eine Resolution Bandersmissen( Belgien) aur Annahme, die die Spaltung bedauert und eine Annäherung wünscht, sowie erklärt, daß die Brüsseler Internationale feiner politischen Richtung angeschlossen ist. Festgestellt wurde, daß in Deutschland, Frankreich, Belgien, Finnland, Italien und der Schweiz feine fommunistischen Sportvereine bestehen. In der Tschechoflowakei bedienen sich die Kommunisten einer beispiellos gehüffigen Rampfesweise. Die Rote Sportinternationale" scheint sich daher im wesentlichen auf Rußland zu beschränken. Mit einem Dant der ausländischen Genossen für die gastfreundliche Aufnahme in Leipzig schloß der Borsitzende Bridour ben Kongreß, dessen Verhandlungen im Geifte der Brüderlichkeit und Harmonie zu gutem Erfolge führten. Dem Kongreß war eine vertrauliche Besprechung Dorangegangen. WENESTI RUND AMCAY BERLIN RUND NES WENE WENEST RUM RUND FEINE MILDE CONSUM- ZIGARETTE MIT UND OHNE GOLD Wirtschaft Wokin geht der Kurs? Friedenspreis ermittelt, doch sind inzwischen auch auf diesem Ge-| Arbeitnehmer müssen daher zusehen, daß wir aus diesem biete bereits Erhöhungen erfolgt. Kampf um jene beiden Hoheitsgebiete des Reiches, der durch den Drud der Entente entbrannt ist, unseren Einfluß retten und hier am Lebensnerv des Staates dem Schuße der deutschen Republit zum Siege verhelfen. C. R. Ludwig. Der Arbeitsmarkt Ende Juni. Es ist immer im Auge zu behalten, daß die katastrophale Entmertung des Geldes, wie sie in den Rennziffern der Warenpreise zum Ausbruck fommt, von der Baluta her ihren Ausgang geDas Ausmaß der Preissteigerung, die als Folge des gegen nommen hat. So wenig wir Herr unserer Währung sind, bis nicht wärtigen Balutafturzes zu erwarten ist, geht aus der starten Stei eine grundlegende Menderung des Friedensvertrages erfolgt ist, so gerung der für den Durchschnitt des Monats Juli ermittelten sehr mahnt die brohende Preissteigerung zu dem Aufgebot Großhandels preise bereits hervor. Das Statistische Reichs aller Kraft, um die Quelle der Geldentwertung zu verstopfen. deutschen Arbeiter- Fachverbänden Ende Junid 3. auf je 100 Nach den jetzt vorliegenden amtlichen Ziffern famen bei den amt berechnete den Großhandelsinder für Juli 1922 auf 9957, alfo Man darf es nicht bei den Wucherverordnungen bewenden lassen, Mitglieder durchschnittlich 0,6 Arbeitsloje gegen 3,0 im entden 99% fachen Friedensstand. Demgegenüber ist die Meßziffer für fondern muß sie auch zur Anwendung bringen und durch eigene sprechenden Monat des Vorjahres und 4,0 im Juni 1920. Selbst die gesamte Lebenshaltung im letzten Monat erst etwa auf Währungspolitif, für die die Auflegung einer Goldanleihe die Hochtonjunkturjahre der Borkriegszeit meisen teine derartig den fünfzigfachen, diejenige für die Ernährungskosten der erste Schritt wäre, das Angebot von Markbeständen auf dem günstigen Ziffern auf. Während bei den männlichen Mitgliedern allein auf den 68fachen Friedensstand ermittelt worden. Schon Devisenmarkt verringern. Die Arbeitslosigteit noch immer starte Rüdgänge aufweist, zeigt sich nach dieser Berechnung ergibt sich eine sehr beträchtliche Spanne bei den weiblichen eine geringe Zunahme froß vermehrter Arbeitszwischen den Preisen des Großhandels und denen des Kleinhandels. gelegenheit. Die wachsende Teuerung zwingt eben immer mehr Wir steuern auf der ganzen Linie einem Preisniveau zu, das über laffen der Arbeitslosigkeit ergibt sich aus nachstehender tabellarischer Frauen und Mädchen zu beruflicher Tätigkeit. Das starte Nachdem hundertfachen Borkriegsstand liegt. Uebersicht: " Es verlohnt, die verschiedenartige Entwidlung der durchschnittlichen Preisziffer denen der Frankfurter Zeitung" in den beiden letzten Monaten gegenüberzustellen: Statistisches Reichsamt Durchschnitt Um das Finanz- und Geldwefen. 90 Marf. Unterstützte Bollerwerbslose weibliche 82 111 männliche 240 812 244 067 13.950 70408 5 914 In ihrer Antwort auf das deutsche Moratoriumsgefuch verlangte die Reparationstommiffion dos Recht der Nachprüfung der ReichsDie Berechnungen des Statistischen Reichsamtes sind aber einnahmen und ausgaben, das Recht des Einblicks in die genaue Durchschnittsberechnungen für einen längeren Zeitraum. Busammensehung der schwebenden Schuld, das Recht, Richtlinien zusammen In Berioden so starker Preissteigerungen, wie jetzt, find sie längst aufzustellen, für eine erfolgreiche Unterdrückung der Kapitalflucht als 1. Juli 1920 822 928 überholt, noch ehe sie berechnet wurden. Gerade in den Monat Juli Ergänzung der schon bestehenden Gesetze, und schließlich das Recht, 1. Juli 1921 814 475 fällt eine solche Welle von Preiserhöhungen, die in der Durchschnitts- sorgfältig ausgearbeitete Statistiken über unser Finanz-, Handels1. Juli 1922 19 864 berechnung nur unvollkommen zum Ausdruck fommen und die, und Verkehrswesen, vom Reichsfinanzminister regelmäßig zu er Nach den bisher vorliegenden Berichten der Landesarbeitsämter worauf das Statistische Reichsamt selbst hinweist, die volle Aus- halten. Dies bedeutet ohne dirette Einschränkung der Reichshoheits- ist im Laufe des Monats Juli die Zahl der unterstützten Boll. wirtung der Martentwertung auch nicht annähernd spiegelt. Will rechte eine wesentliche Berkürzung der Bewegungsfreiheit in unserem erwerbslosen weiter fräftig zurüd gegangen, sie dürfte man ermessen, in welchem Tempo die Preise aufwärts schnellen, so Finanzwesen. Wir Arbeitnehmer, die wir doch letzten Endes durch augenblicklich faum mehr als 15 000 betragen. muß man daher nach anderen Methoden suchen. Eine vorzügliche unserer Hände Arbeit die Lasten des Friedensvertrages aufzubringen Margarinepreise. Nach einer nenerlichen Erhöhung der MarHandhabe dafür bieten die Großhandelsinderziffern der Frank- haben, müssen dieser Einengung der Finanzwirtschaft aarinepretie stellt sich das Pfund billigster Margarine jetzt auf furter 3eitung", die nicht über einen längeren Zeitraum, fon- unferer jungen Republik schärffte Aufmerksamkeit zuwenden. dern jeweils nur für den Monatsanfang unter Berücksichti- Mittelbar hiermit fällt der sehr bedenkliche Griff der Entente Die Preisdiftatur der Schwerindustrie. Nachdem vor einigen gung von 98 Waren ermittelt sind. In ihrem Lichte tritt der fatas nach der Grundlage unseres Geld wesens, d. h. nach der Ber- Tagen der Etahlbund seine Richtpreise z. B. für Stabeisen auf Strophale Charakter der gegenwärtigen Warenhauffe voll in Erfassung der Deutschen Reichsbant, zusammen. Die Re- 19 470 m. pro Tonne heraufgefeht hatte, sah sich der Reichswirtscheinung. Der Index für Anfang August ist 13 935, während er parationsfommission wünscht in ihrer letzten Rote, ohne dies durch schaftsminister veranlaßt, den Eisenwirtschaftsbund einzuAnfang Juli sich auf 9140 bezifferte. Wir haben also zwischen diesen des Memorandum vom 18. Juli aufzuheben, grundfäßliche Aende berufen, um eine Stellungnahme sämtlicher an der Eisenindustrie beiden Stichtagen eine Erhöhung der Warenpreise um rungen in der Struktur und Leitung unserer Zentralnotenbank. Die beteiligten Kreise, insbesondere auch der Arbeitervertreter, zu dieser mehr als 50 Pro 3., und schon jeht haben die Preise der wich- Aktionäre sollen zukünftig den Reichsbankpräsidenten, der bisher unerhörten Erhöhung der Walzeisenpreise herbeizuführen. Der tigsten Großhandelswaren den 139 fachen Friedenspreis vom Reichspräsidenten ernannt wurde, und die Mitglieder des Banf deutsche Stahlbund hat darauf mit einer erneuten Herausüberschritten. direktoriums wählen. Wahrscheinlich erwartet man hiervon eine forderung geantwortet. Obwohl schon die erste Preiserhöhung größere Bewegungsfreiheit der Bankleitung in allen wirtschafts- bet der nicht von der Schwerindustrie bezahlten Presse starte Kritik politischen Fragen. Es besteht aber hierbei die Gefahr eines ge- erfahren hatte, beschloß er erneut eine Erhöhung der Preise, die waltigen Einflusses ausländischer Kapitalisten auf unsere sich bei Stabeisen auf 1700 m. stellt. Da zu dieser neuerlichen ErNotenbank. Wir Arbeitnehmer müssen deshalb sogleich verlangen, höhung nicht der geringste Anlaß vorliegt, nachdem schon die letzten daß, wie es ähnlich der Reichswirtschaftsrat bereits im Mai dem Stabeisenpreise gegen den Borkriegsstand höher herausgeschraubt Reichsing vorschlug, die Arbeitnehmer mindestens ein Drittel waren als der Dollar, ist zu hoffen, daß der Eisenwirtschaftsbund der Mitglieder des Aufsichtsrates der Reichsbank aus ihren Kreisen nunmehr mit der Einsehung von Höchstpreisen ernst machen entfenden, damit große Teile des arbeitenden Volkes bei wichtigen wird, und daß andernfalls der Reichswirtschaftsminister eingreift. Fragen unseres Geldwesens nicht ausgeschaltet sind. Die Reichsbant darf nicht in fapitalistische Sände und die dazu gehörenden politischen Unterströmungen hineingleiten. Es wird sich deshalb auch empfehlen, den Reichsbantbeamten nach wie vor den Charakter als republikanische Reichs beamte zu erhalten, um dem Reich einen gewissen Einfluß auf unsere befte und treditfähigste Geldquelle zu belassen. Dies will die Reparationstommission anscheinend nicht, denn sie versucht, durch die genannte Note zu erwirken, daß die Reichsbantbeamten in. Abhängigkeit von den kapitalistischen Aktio= nären geraten und das Reich durch Erschließung neuer Steuerquellen von der Notenpresse lostommt. Jeber Einsichtige weiß jedoch, daß dies nicht ohne weiteres möglich ist, und daß neue Steuern letzten Endes stets dem Arbeitnehmer und Verbraucher aufgehängt werden. Hiergegen müssen wir uns mit aller Energie wehren. Wir wollen unser Geldwesen frei sehen von fremden Einflüssen, ba nur dann finanzielle Erstartung unserer demokratischen Republik möglich ist. Wir wollen gern zugeben, daß vielleicht ein nicht als Be rufsbeamter tätiger Reichsbantpräsident, der bei grundfählichen Meinungsverschiedenheiten über wirtschaftliche Maß nahmen mit den ihn kontrollierenden Stellen sein Amt niederlegt, eine bessere Anpassung der Reichsbank an die Zeitentwicklung garan tiert, als ein lebenslänglich angestellter Reichsbeamter, Die Bank von England fennt nur eine cin, höchstens zweijährige Amtsdauer 1 Dollar... ihres Präsidenten. Lebenshaltungsindeg Ernährungsfoften Großhandelspreise. Großhandelsinder der F. 3.". Juli 4990 Juni 3778 5119 6836 7030 9957 Anf. Juli Anf. Aug. 9140 13935 Steigerung bom Hundert 32 33,5 41,6 52,5 Die Gegenüberstellung zeigt nicht nur, wie die Großhandels preise überhaupt den Kleinhandelspreisen vorauseilen, sondern daß auch die durchschnittlichen Großhandelspreise des Juli, die in den wirtlichen Lebenshaltungskosten noch nicht ihren Ausbrud gefunden haben, im Verhältnis zum Vormonat längst noch nicht ebenso start zugenommen haben, wie es am Anfang August gegenüber dem Anfang Juli der Fall war. Daß die Art der Erhebung der verschiedenen Ziffern hinsichtlich der von ihr erfaßten Waren einige Unterschiede aufweist, ist von geringerem Belang, da es in diefem Zusammenhange mehr auf die Bewegungsrichtung als auf die abfolute Höhe der ermittelten Zahlen ankommt. Die Inderziffer der Frankfurter Zeitung" nähert sich der Wirklichkeit auch darum mehr als die des Statistischen Reichsamtes, weil der Dollar, der Gradmesser der äußeren Geldentwertung, bereits eine 179fade Steigerung aufweist, und weil felbft im Stein handel deutlich zu beobachten ist, wie heute die Preise relatio schneller der Balute nacheilen als in früheren Perioden der Geldentwertung. Es steht also noch eine weitere rapide Teuerung bevor. Sie dürfte besonders zur Geltung fommen bei Textilien und Leder, die schon nach der Reichsstatistil eine erhebliche Preissteigerung aufwiesen, nach der Frankfurter Zeitung" aber bereits das 219fache des Friedensstandes erreicht haben. Nach der gleichen Quelle wird jezt z. B. der Herstellungspreis eines Paares Rindborschuhe auf 1120 bis 1200 m. angegeben, Breise, wie sie bis jetzt im fleinen Handel auch noch nicht annähernd erreicht werden. Gehr start sind ferner Mineralien, aber auch Lebens- und Genußmittel gestiegen. Demgegenüber sind die industriellen Endprodukte im Preise längst nicht so start in die Höhe gegangen. Sie wurden im Durchschnitt am Monatsanfang auf den 85% fachen ueberefterung der leitenden Reichsbantpersönlichkeiten aus underEin derartiges demokratisches Prinzip schließt übrigens die möglicht zugleich, erſte Kräfte unferer Wirtschaft unserer Notenbank dienstbar zu machen, was bisher nicht der Fall war. zu Devisenkurse. Da bis zur Drucklegung des Abendblattes die Devisenfurse nur einem Teile vorliegen, bringen wir sie nachstehend vervoll. st än big t Die amtliche Kurstabelle gibt an, wieviel Mart man aufwenden muß. um die in der ersten Spalte genannte Einheit der auf das bezeichnete Land lautenden Währung zu erwerben. 100 holländische Gulden. 1 argentinischer Papier Beso 100 belgische Frank 100 norwegische Kronen 100 dänische Kronen 100 schwedische Stronen. 100 finnische Mart 1 japanischer Yen. 100 italienische Lire 1 Pfund Sterling 7. August 5. August Käufer. Bertäufer Käufer Berläufer ( Geld-)( Brief-)( Geld.)( Brief-) Russ Sturs Kurs Kurs 30262.10 80887.90 30362.00 30438.00 285.621 287.3712 6072.40 6087.60 18433.15 13166.85 277.90 278.60 5817.70 5882.30 18338.80 18866.70 16604.20 16645.80 16908.80 16946.20 20074.85 20125.15 20574.25 20625.75 1624.95 3514.40 3595.50 8604.50 8505.60 788.01 789.99 6383.00 105.86 106.14 • 1629.05 849,50 850.50 8440.65 8449.85 8415.70 8424.30 715.55 753.45 6117.80 6182.70 100.87 101.13 14182 25 14217.75 11460 65 11489.35 1.53 1.57 1872.65 1877.35 42.94 43.06 460.40 461.60 1677.90 1682.10 6367.00 14771.50 14808.50 12009.95 12040.05 1.58 1.57 1902.60 1907.40 87.20 474.40 37.80 475.60 100 französische Frank 1 brasilianischer Milreis 100 Schweizer Frant. 100 spanische Beietas 100 österr. Stronen( abgeft.) 100 tschechische Kronen. Neues republikanisches Blut tut nicht nur dem Reichsfinanz, 100 ungarische Kronen. sondern auch dem Geldwesen unseres jungen Volksstaates not. Wir 100 bulgarische Lewa. 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Es ftellen fofort ein folgende nahme als Beamter nicht ausgefchloffen. Ausgabestellen: Bergütung und Anrechnung von Dienſt Ackerfte 174( Koppen- Brinzenstraße 31 jahren nach Uebereinkunft. Umzugskosten werden bis zur Höhe der Säße für die preußischen Staatsbeamten erstattet. platz) Sof Bärwaldstraße 42 Stegliger Straße 37 Bewerbungen mit Lebenslauf, 3 ugnis- Laufiger Blaz 14/15 Petersburger Blag 4 abschri ten unier Angabe von Referenzen Neutölln, Redarftr. 2 u. Siegfriedftr. 28/29 find bis 1. September 1922 an die Stadt- Oberschöneweide, Mathildenftr. 5 verwaltung Saarbrüden( Personalamt) Schöneberg, Belziger Straße 27 Gewissenhafte Untersuchung, Aus. einzureichen. Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- Straße 13 Brismengläser- Auftäufern zahle höchste funft. Erfahrene Hebamme Edel, Saarbrüden, den 5. August 1922. Preise. Miadioptit, Vordstraße 14. b Bülowstraße 62. Der Bürgermeister. Kaufgesuche Haussuchung beim Ministerpräsidenten. Ein strebsamer Polizeioffizier. Provinziallandtag der Grenzmark. Schneidemühl, 7. Auguft.( Eigener Drahtbericht.) Der Provinziallandtag der neugebildeten Provinz Grenzmark Posen- Westpreußen trat am Montag zu seiner ersten Tagung in Schneidemühl zusammen. Zum Präsidenten wurde der Genosse Röseler Schneidemühl mit 18 gegen 11 Stimmen gewählt. Als Stellvertreter der Zentrumsabgeordnete Warnte mit dem gleichen StimmenverVerhandlungen der Koalitionsparteien führten zur Bildung einer Wahlgemeinschaft, die die Bolkspartei, Zentrum, Demokraten, Sozialdemokraten und Unabhängigen um faßt. Die 11 gegnerischen Stimmen gehören der Deutschnationalen Partei an. hältnis. Krach bei den Betriebsräten. SPD. und USP. verlassen den Saal. Schwerin, 7. Auguft.( Eigener Drahtbericht.) Auf persönliche Anzeige eines unbekannten jungen Mannes ließ der mit der Vertretung von Oberst Lange betraute Polizeihauptmann von Nahmer beim Ministerpräsidenten Stelling nach hand- Auf der Tegesordnung der geftrigen Betriebsräleveriammlung der Einigkeit der Arbeiterschaft fei eine Binserwahrheit Sur granaten haussuchung abhalten. Die intersuchung war stand als einziger Bunft ein Referat über: Die politische Lage Einigung gehöre aber vor allem das Bertrauen zur gejamien natürlich ergebnislos. Wie unser Schweriner Parteiblatt mitteilt, und Bayern. Genoffe Bernhard Krüger forderte die Absetzung Arbeiterbewegung, und da müsse man zunächst die Kommunisten ist gegen den betreffenden Polizeihauptmann eine ffrenge Unter- des Referats von der Lagesordnung, da ein solches Thema nicht fragen, wie fie fich zum Kampf der russischen Sozialrevo fudung eingeleitet worden. Er sollte allerdings schleunigst zur murde trotz seiner stichhaltigen Begründung großer Mehrheit rufe:„ Dicfe Berräter! Die werden aufgehängt!") Schiemann: In eine Generalversammlung oer Betriebsräte gehöre. Der Antrag lutionäre ftellten.( Großer Lärm bei den Kommunisten. Zu" Flieger"-Abteilung befördert werden. abgelehnt und dem fommunistischen Reichstagsabgeodneten Rem. Solange Sie solche Maßnahmen, wie sie in Rußland gegen die mele als Referenten das Wort ertoi. Bei Schilderung der inner. Sozialrevolutionäre ergriffen werden, unterstügen, folange feßen politischen Berhältnisse erging fich der Redner in Angriffe gegen die wir hinter die Einheitsfront der Arbeiterschatt ein großes Frage beiden sozialistischen Parteien und den ADGB. zeichen,( Großer Beifall bei den Sozialisten, erneuter deuten, daß die deutsche Reaktion einen großen Schritt vorwärts mann: Wir würden uns mit allen Mitteln dagegen wehren, Ein Kompromiß zwischen dem Reich und Bayern würde be- großer Bärm. Buruf: Euch muß es genau so gehen!) Echic gefommen sei. Die Arbeiterschaft müsse den Borgängen in Bayern denn wir lassen nicht Schindluber mit uns spielen. Die Sozial besonders deshalb die größte Aufmerksamkeit schenken, weil die par- revolutionäre waren die Bennerträger des russichen, des intertitularistischen Bestrebungen das Klassenbewußtsein der Arbeiter notionalen Sozialismus. Der Kampfwille der Arbeiterschaft ist nor Bayerns zurückdrängen und die nationalistischen Instinkte entfesseln. handen, aber nicht in der Richtung, die Stemmeie angegeben hat. Der beste Beweis bafür wäre die starte Bewegung der national- icht mit Attionsausschüssen und nicht mit wil markschaftsmitglieder Bayerns sprächen im Hinblick auf den Kon ren fönnen. Die Spitzengewerkschaften werden die Führung über. sozialistischen Arbeiterschaft. Selbst organisierte Arbeiter und Ge- den Streifs werden wir die kommenden schweren Kämpfe füh flit mit dem Reich von Preußenmache". Unter allen Umständen rehmen müssen.( Lebhafter Beifall, Lärm bei de: Oppofition.) müsse verhindert werden, daß von Bayern ein Keil in die deutsche Arbeiterbewegung getrieben würde. Die wachsende Verelendung der lung sich mit dem Prozeß gegen die russischen Sozialrevolutionäre Grothe( KPD.) beantragte, daß die nächste Generalversammbreiten Massen vergrößere die Gefahr, daß weite Kreise der Ar- beschäftigen solle. Troß des Widerspruches des Bersammlungsbeiterschaft der Reaktion in die Arme getrieben werden. Angesichts leiters Jatobomis, der darauf hinwies, daß solche politischen der rapiden Leuerung sei es Aufgabe des Proletariats, Debatten nicht vor die Generalversammlung der Betriebsräte geganz besonders aber des Berliner Proletariats, au an hörten, wurde dieser Antrag mit schwacher Mehrheit angenomBeren Mitteln als den bisherigen zu greifen. Die politische men. Machtfrage müsse in den Bordergrund gestellt werden. Wo die ge- lichen Gründen gegen die Abstimmung und Reichel beantragte Dgauf protestierte 3ista aus formalen und sach. gbgeberifchen Maßnahmen versagten, müsse die Arbeiterschaft 3 ur die Schließung der Versammlung.( Großer Bärm bei Kontrollausschüsse einsehen. Da, wo die organisierten Ar- Krüger darauf die Erklärung ab, daß seine Parteigenossen sich Selbsthilfe greifen und nach dem Vorbilde Mitteldeutschlands den Kommunisten. Im Auftrage der SPD. Frattion gab beiter und die Betriebsräte nicht ihre Pflicht tun würden, werde so lange jeder Betätigung in der Generalver es zu schwerem Blutvergießen kommen, weil die Ar sammlung der Betriebsräte enthalten würden, als dieses beiterschaft zu Berzweiflungsakten schreiten würde. Dieses Blut, so Thema auf der Tagesordnung stehen bleibe. erklärte Remmele, kommt über Euch, wenn Ihr die notwendigen hängigen gab Schiemann die gleiche Erklärung ab. Maßnahmen unterläßt.( Beifall und Huhu- Rufe. Zurufe:„ Siehe mitteldeutschland!") Der Kampf muß in erster Linie in Als dann der Antrag auf Schluß der Versammlung mit großer Berlin geführt werden, Berlin muß sich endlich aufraffen, Mehrheit von den Kommunisten abgelehnt wurde, verließen muß in vorderster Linie marschieren. Es darf nicht bei leeren die SPD.. und Die USPD. Betriebsräte schlüssen und Demonstrationen bleiben, die Tat, der Kampf, muß schlossen den Saal. Von der Galerie wurde ihnen nachfolgen. gerufen: Raus, ihr Gesindell" Emil Barth rügte In der anschließenden Aussprache wandte sich Schiemann hiesen Zwischenruf scharf und schloß dann die Bersammlung mit dem ( USB.) scharf gegen die Ausführungen Remmeles. Die Forderung Hinweis auf ihre Beschlußunfähigkeit. Im Provinzialausschuß stellt die Wahlgemeinschaft den fitzenden und Stellvertreter, außerdem drei weitere Bertreter. Deutschnationalen erhielten 3 Size. VorDie Traugott von Jagows Ehrenhaft. " Namens der Unab. ge. Teuerungszuschüsse für Kriegsbeschädigte. Durch das Gesetz über Teuerungsmaßnahmen für Militärrentner vom 21. Juli d. I., daß an die Stelle der bisherigen Berwaltungsverordnungen des Reichsarbeitsministers tritt, sind die Teuerungszuschüsse für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Altrentner mit Wirkung vom 1. August d. I. wesentlich erhöht worden. Sie betragen monatlich für einen Schwer beschädigten mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 50 bis 80 v. 5). 500., für einen Schwerbeschädigten mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mehr als 80 v. 5. 750 m., für eine erwerbsunfähige Witwe 500 m., für eine vaterlose Waise 250 m., für eine elternlose Waise oder einen Elternteil 300 M., für ein Elternpaar 500 M. Empfänger eines Uebergangsgeldes oder eines Hausgeldes und Empfängerinnen einer Witwenbeihilfe erhalten 450 M., Schwerbeschädigten und Haushaltsempfängern wird, wenn fie für Kinder forgen, für jedes Rind ein Zuschuß von 200 m. ge währt. Bei Ueberschreitung der im Gesetz vorgesehenen EinBreiten Raum nahm die Erörterung eines von Frant Hodge tommensgrenze, die nach 1% fachen des einem Bersorgungsberechbegründeten Antrages auf internationale Vereinheit. tigten zustehenden Teuerungszuschusses zu berechnen, wird der Die Rote Fahne" brachte fürzlich die Nachricht, daß der lichung der Arbeitsbedingungen ein. Nachdem EngLeuerungszuschuß nur zum halben Betrage gewährt, bei einem Festungsgefangene von Jagow in Gollnow von dem deutschnationalen länder, Franzosen und Deutsche dazu gesprochen hatten, wurde mit Einkommen, welches das 2½ fache dieser Säge erreicht, kommt der pommerschen Landrat in Sped, Herrn von Flügge, öfters aum 86 gegen 13 Stimmen folgende Entschließung angenommen:„ Der In den Ortsklassen B und C verringern sich diese Einkommens- Dazu weiß der amtliche Preußische Pressedienst berichtigend zu führenden Ziele und Forderungen zu entwerfen, und zwar möglichst Diner oder zur Jagd persönlich in der Stutsche abgeholt werde. Vorstand des Internationalen Bergerbeiterbundes mird beauftragt, ein einheitliches Programm der im Bergbau aller Länder durchzugrenzen um 10, in den Drisklassen D und E um 20 v. H. Schwer melden: Herr von Flügge ist bereits seit dem Jahre 1900 aus dem auf Grund der im Laufe der Zeit von hen Rongreifen des Interbeschädigte, die nur auf die Rente angewiesen und nachweislich Staatsdienst ausgeschieden einen Erwerb auszuüben nicht imftande find, erhalten 1000 m., er Jagom lediglich die jedem sestungsgefangenen, gestatteten übhie der Bergarbeiterinternationale angehörenden Landes. Im übrigen macht von nationalen Bergarbeiterbundes gefaßten Beschlüsse. Zugleich werden werbsunfähige Witwen unter den gleichen Boraussetzungen 700 M. bzw. Härten, die sich beim Ueberschreiten einer Einkommensgrenze dar lichen Ausgänge unter strenger Einhaltung der allgemein Zentralverbände aufgefordert, in ihren Ländern die Verwirklichung aus ergeben, daß die Einkommensmehrung geringer ist als der in bewilligten Urlaubszeit. Die Behauptung über eine dieser Ziele und Forderungen anzuftreben als erften Schritt auf dem Wegfall kommende halbe Teuerungszuschuk werden ausgeglichen. Teilnahme an Diners, Jagden oder irgendwelchen ähnlichen be- Wege zur Bereinheitlichung der Bergarbeiterforderungen in affen Auch Leichtbeschädigte und erwerbfähige Witwen follen ble Teues fonderen Veranstaltungen ist unrichtig. Bergbauländern der Welt. Die einzelnen Länder verpflichten sich, rungszuschüsse erhalten. wenn fie troh eigenen Bemühens und trog in jeber nur möglichen 2cile bie Bemühungen aller anberen Sänder bar Mitwirkung der Fürsorgestelle eine regelmäßige Erwerbstätig Schicksal ganz beruhigt sein. Direktor des Gefängnisses in Golf- 3ur Erreichung solcher Ziele und Forderungen au unterſtügen." tätigkeit nicht aufnehmen können. Die Leuerangszuschüsse werden now, wo Jagow seine„ Ehrenhaft" abbüßt, ist ein Herr von zahlung ihres Lohnes während des Urlaubs zu aemähren, begrün Die Forderung, den Bergarbeitern größeren Urlaub und Weiter. durch die Fürsorgeſtelle ausgezahlt. Die Erhöhung der Teuerungs: Butt! ammer, alfo ein engster Slaffengenoffe des Häftlings. bete eingehend ifred Lombard. Belgien. Bei der Forderung, aulage nad)§ 87 RBG. für das Sterbegeld auf 200 v.., für die Pfgegezulage und für die dem Blinden zuftehenden Unterhaltskosten Daß der brabe Polizeipräsident a. D. und Kapp- Minister dort etwa das die Regelung ben einzelnen Bändern zur Durchführung überfür den Führerhund auf 235 v. 5. haben die Versorgungsämter behandelt würde wie Toller in Niederschönenfeld. brauchen wir laffen werden soll, stimmen die Franzosen dagegen, die eine interanzuweisen. nicht befürchten. nationale Regelung der Frage wünschen. Der neue Rammergerichtspräsident. Zum Rammergerichts. präsidenten ist an Stelle des am 1. Oftober in den Ruhestand treten. den D. v. Staff der Oberlandesgerichtspräsident Dr. Pigges in Düsseldorf ernannt worden. Gein Nachfolger in Düsseldorf wird der dortige Landgerichtspräsident Dr. Schollen. Die Vergewaltigten. Wenn auf die Minister Offiziere Meuchlings knallen wie auf wilde Tiere, Lieber Gott, was ist denn groß dabei?! Attentate mit der Giftgassprige Liefern höchstens Stoff für faule Wize Sowas ist doch nichts als Kinderei! Wenn Studenten, die Soldaten spielen, Probe schießen nach lebenb'gen Zielen; Wie in Mechterstedt vordem geschehn, Menn, die Langeweile zu verkürzen, Selbstschußmannen auf das Volk sich stürzen Und dabei ein paar zum Teufel gehn; Wenn die Nationaille brüllt in München, Daß sie Wirth und Ebert würde lynchen, Kämen sie nach Bayern je herein; Bulle, Knüppel- Runze, Judenheze, Waffenlager und Berfchwörerneße, Stahlhelm, Conful, Brüderschaft vom Stein: Immer handelt fich's in folchen Fällen Nur um lächerliche Bagatellen, Weiberlisten, Jugendeselein. Diese Dinge find, erwägt man's reiflich, In fotanen Beiten leicht begreiflich, lind begreifen heißt auch hier verzeihn. Aber wenn das Bolf dann einmal aufsteht, Weil die Republik zum Ausverkauf steht, Und zur Abwehr feine Fäuste redt; Wenn beim Mörderfahnden Polizeiern Nichts mehr heilig ist und felbst in Bayern Man die Nase und die Finger steckt: Da erbebt der teutsche Mann vor Grimme, Und gewaltig hebt er seine Stimme. Dieses ist, so spricht er laut und scharf, Bolschewismus, Terror, Klaffentnechtschaft! Und er fordert, daß man ihm sein Recht schafft Und er wieder straflos schießen darf. Peter Miche L. Nehmen wir an, daß es richtig sei, fo fönnen wir ob Jagolos Internationaler Bergarbeiterkongreß. Der in Frankfurt a. M. tagende Kongreß murde Sonntag eröffnet. Den Verhandlungen ging eine Begrüßungsfeier vorauf, bie dem Andenten des verstorbenen deutschen Bergarbeiterführers, unferes Genossen Otto Hue, galt. Die Feier flang aus in einen internationalen Protest gegen das Bersailler Friedensdiftat. Es find 119 Delegierte aus Deutschland. Belgien, Frankreich, England, Amerita, Holland, Luremburg, Ungarn. Jugoslawien, Desterreich und der Tschechoslowakei anwesend, die 2 108 800 Bergarbeiter vertreten. Die Deutschen in Elsaß- Lothringen. arbeiter der Saarbrücker Landes- Zeitung" wurde von einem Ber Saarbrüden, 7. Auguft.( MTB.) Einem Straßburger Mit Der Vorsitzende des Ortsausschusses des ADGB., Genosse treter des Deutschtums in Elfaß folgendes erklärt: Gegenwärtig Miesbach, begrüßte den Kongreß namens der Frankfurter Ge- befinden sich im Bande noch rund 300 000 Deutsche, die wertschaften. Stadtverordneter Dr. Schlosser übermittelte die aus wirtschaftlichen Gründen auf der heimatlichen Scholle zu bleiben Grüße der Stadtverwaltung. Rebner trat auf Grund seiner ärztlichen gezwungen find, solange ihr Hab und Gut als feindliche AusBeobachtungen den Auffassungen entgegen, die sich den Fremben ausländer" noch nicht von Staats wegen freigegeben ist, d. h., solange valutastarfen Ländern leicht aufdrängt, von einem Wohlleben in ihrem Unirage auf Naturalisation, b. h. Aufnahme in den Deutschland. Reichstagsabgeordneter Genosse Osterroth begrüßte franzöfifchen Staatsverband, nicht Folge geleistet ist. Und mit der ben Kongreß als Bertreter des Reichsarbeits- und des Reichswirt. Erfüllung blefer taufenbfältigen Naturalisationsversuche dürfte es fchaftsministeriums und wies ebenfalls auf die verzweifelte wirt seitens der Präfekturen ex officio nach dem derzeitigen äußerst fchaftliche Lage Deutschlands hin. Genoffe usemann, ber Bor- frtitischen finanziellen Berhältnis zu Deutschland nun noch gute fizende des Deutschen Bergarbeiterverbandes, erinnerte an den eile haben. Eine Massenausweisung der Deutschen im Lande amerikanischen Bergarbeiterstreif und versicherte die Streifenden der als erste 3wangsmaßnahme foll aber erst in progressiver Weise, Sympathien der gesamten Bergarbeiterschaft. Er hoffe, daß der d. h. allmählich fortschreitend, zur Tatsache werden, wenn die Kongreß einen weiteren Schritt zum Siege der Arbeiterinternationale Drohungen gegenüber Deutschland nichts fruchten bzw. auf interbebenten werde. nationalem Wege in Kürze eine 2ösung oder Milderung des Kon Frant Hodges, der Generalsekretär der Bergarbeiter fliftsstoffes erreicht wird. Offiziös mird aus Paris heute geinternationale, führte aus, der Kongreß tage in einer Zeit wirt meldet, daß die erste Santtion gegen Deutschland am fomfchaftlichen Niedergangs, in einer Periode der Reaktion, wie sie in menden Montag getroffen wird und in der Ausweisung von der Gewertschaftsbewegung ohne Beispiel sei. Diese Situation erkläre 150 Deutschen aus dem Lande besteht, deren beträchtliches fich nicht allein aus den Kriegsfolgen. Während die wirtschaftlichen Bermögen sequestriert wird. Acht Tage später fellen aberBeziehungen eine Verständigung bedingen und damit die Berhütung mels 150 wohlhabende Deutsche das gleiche Schicksal erfahren. weiteren Niederganges in Deutschland, Desterreich und Dann erst wird die Frage der Massenausweisung en afut Ungarn, gehe die ganze Ententepolitik daran vorbei und führe sein und werden. Erfreulicherweise sträubt sich die gesamte bürgerzu einem allgemeinen Chaos, das vor allem die Arbeiterschaft der liche Breffe des Landes- ohne Unterschied der Parteirichtung einzelnen Länder in Mitleidenschaft zieht. Es sei die wohlerwogene gegen eine solche Gewaltmaßnahme. Selbst die Stimmen der Auffassung der britischen Arbeiterschaft, daß der Bersailler Chauvinisten glauben aus folchen drakonischen Gelüften feinen Bertrag gründlich geändert werden müsse, und zwar Segen für das wirtschaftliche und moralische Leben des Landes ernicht allmählich und stückweise, sondern in kürzester rist. Sonst blühen zu sehen. Bei der Uebersetzung der Rede von Hodges ins Deutsche, wurden feine Ausführungen mit großem, langanhaltendem Bei fall aufgenommen. Frankfurt a. M., 7. August. müsse jebe Hoffnung auf nationalen und internationalen Wieder- Wir beschränken uns auf folgende führende Pressestimmen: aufbau schwinden. Die Arbeiter aller Länder müßten für die Der„ Elsässer" schreibt: 3ft es nötig, um das nichtzahlende DeutschWieberherstellung der wirtschaftlichen Freiheit eintreten, bis bas Biel land zu strafen, das wirtschaftliche Beben des Elsaß und erreicht sei. Lothringens durch Massenausweisungen zu erschüttern? Wir find die ersten, welche die Ausweisungen von Deutschen befürworten, die das Gastrecht mißbrauchen. Aber wir halten es für außerordentlich bedenklich, Maßnahmen bei uns durchzuführen, wodurch die Saeckel Gedenktag. Am 9. findet anläßlich des Todestages elfäffisch- französischen Kreise in weitem Umfang benachteiligt würden. Ernst Haede is in dem nach ihm benannten Saal, In den Relten 10, ein Gedenttag statt, an dem Sanitätsrat Dr. Magnus Hirschfeld vom In der heutigen Gizung wurde der Engländer Frant Hodge Hat man vergessen, wie viele Deutsche sich hierzulande assimiliert Inftitut für Serualwissenschaft einen Vortrag über das Thema" Was ist wieder zum Generalsekretär der Bergarbeiterinternationale gewählt. haben, mit Elsässern verwandt oder verschwägert sind, als ihre uns Haedel?" hält. Daran anschlichend werden zwei Filme der KulturDer Vorsitzende für die heutigen Berhandlungen, der Engländer Heimat von Kind auf nur das Elsaß und Lothringen kennen? Will abteilung der Uja" Reben im Unbelebten" und" Schönheiten am Smith, gab in seiner Eröffnungsrede einen Rückblick über die man diese Bande zerreißen, wodurch beide Teile schwer getroffen Meeresgrund" vorgeführt werden. Beginn 7 Uhr und 9 Uhr. Im Rahmen der 3. Musikfach- Ausstellung, die gegenwärtig im Genfer Kongreß im Jahre 1920. Er versicherte den deutschen Ra- burger Zeitung", indem sie schreibt:„ Es geht nicht an, daß Arbeiten des Internationalen Bergarbeiterverbandes feit dem werden?" Aehnlich äußert sich die deutschfeindliche Neue Straß Sportpalait( Botsdamer Str.) stattfindet, veranstaltet die Revalo" Zonveredlungs. G. am 8., 11. und 12. Auguſt 3 Kammer- meraden, daß man fest entschlossen fei, im Geiste der Brüderlichkeit man, um Deutschland zu strafen, alle diese Bande zerreißt; denn mujiffonzerte auf Anftrumenten, die nach dem ihr patentierten Berfahren zur Berbesserung der Lage, in der fich Deutschland befinde, zu tun, man trifft damit nicht Deutschland, sondern in den hergestellt sind. Die Konzerte beginnen um 5 Uhr und sind für Aus- was man tun könne. stellungsbesucher unentgeltlich. Es geht Ein Antrag des russischen Bergarbeiterverbandes auf 3 u allermeisten Fällen das Elsaß und Lothringen. Reinherd Coering, der Dichter der„ Seeschlacht", der wegen Unter. Laffung zur Bergarbeiterinternationale wurde vorläufig nicht einmal an, daß man mit diesen Ausführungen auch nur schlagung in Untersuchungshaft genommen war, ist wieder auf freien Fuß abgelehnt, bis die genauen Ziele der russischen Organisation droht; denn mit solchem Damoklesschwert über dem Haupte ist es gesezt worden. Die Untersuchung geht weiter. festgestellt feien. einem ehrlichen Mann nicht möglich, zu arbeiten. " " Gewerkschaftsbewegung Die Angestelltengehälter im Bergbau. Inicht erteilt habe, da hierüber die Verbandsleitung zu entscheiden Schlesische Gewerkschaften zum Gewerkschaftskongrek. hat. In wahr ist auch, daß die Bezahlung der Saalmiete abgelehnt worden sei. In einer von der Zentralfommission der freien Gewerkschaften Der Vorstand hat zur Kontrolle und Ab- Schlesiens einberufenen Konferenz der Ortsausschüsse des ADGB stempelung das Bureauzimmer 58 zur Verfügung gestellt, es jedoch die am Sonntag in Breslau tagte und die von 103 Delegierten und als selbstverständlich erklärt, daß zu Versammlungen nach wie vor 65 Gewerkschaftsfunktionen besucht war, wurde nach einer ausIn den gestrigen Verhandlungen zwischen den Vertretern des geeignete Säle benutzt und die daraus entstehenden Kosten vom giebigen mehrstündigen Aussprache über den Verlauf und das ErZechenverbandes und denen der Angestelltenverbände des Ruhrberg- Verbande bezahlt werden. baues, die in Essen geführt wurden, kam es zu folgenden Ver- Auf die Urabstimmung über den neuen Reichsmanteltarif der gebnis des Gewerkschaftskongresses in Leipzig die folgende Enteinbarungen: Ab 1. August wird eine Zulage von 35 Pro 3. auf Steinholzleger fommen wir zurüd, sobald der Bericht des Verbandsschließung gegen 1 Duhend Stimmen angenommen: das Juligehalt gewährt. Das Kinder- und Hausstandsgeld Gerüchte die Mitglieder gegen die Organisationsleitung aufzuschaften Schlesiens nimmt Kenntnis von dem Verlauf und Ergebnis Die am 6. August 1922 tagende, 600 000 Mitglieder vertretende vorstandes vorliegt. Das Gebahren der Drahtzieher, durch falsche Konferenz der Ortsausschüsse und Funktionäre der freien Gewerkbeträgt je 500 m. Die Stellenzulage wird auf 1000 m., die Unterbringen, muß gefennzeichnet werden. tage- Zulage auf 2000 m. monatlich erhöht. Auch das Wohnungsgeld ist entsprechend erhöht worden. Angestellte bei Reichs- und Staatsbehörden! Auf Antrag der Spizenorganisationen erfolgt am 15. eines jeden Monats, erstmalig am 15. August, für die volljährigen voll beschäftigten Angestellten eine Abschlagszahlung in Höhe von 2000 m. auf die monatlichen Gesamtbezüge. Die Anweisung ist am 31. Juli 1922 seitens des Finanzministeriums ergangen. Auskünfte über den Tarifvertrag für die Angestellten bei den Reichs- und preußischen Staatsverwaltungen erteilt der Zentralverband der Angestellten, Belle- Alliance- Str. 7/10. Lohnerfolg des technischen Bühnenpersonals. des Gewerkschaftsfongresses in Leipzig. Sie stellt mit Bedauern fest, daß die Hoffnungen und Erwartungen der freigewerkschaftlich organisierten Arbeiterschaft auf diesem Kongreß nicht erfüllt worden find. Es sind dem technischen Personal für den Monat August die Die Konferenzteilnehmer bedauern, daß der Gewerkschaftsfon. Gehälter um 50 Broz. erhöht worden. Außerdem erhalten alle greß zur Austragung politischer Gegensäge benugt wurde. Die Bes Bolbeschäftigten eine einmalige Werkzeugbeihilfe in Höhe von har.dlung der großen Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung darf 10 Proz. ihres legten Monatseinkommens. Nach dem 21. August nur von den sozialen, wirtschaftlichen und gewerkschaftlichen Interwollen die Parteien erneut in Verhandlungen treten. Die Gehälter, essen der Arbeiterschaft ausgehend, erfolgen. Reden, welche hauptdie jetzt gezahlt werden, sind noch ungenügend. Mit Rücksicht darauf fächlich einem parteipolitischen Agitationsbedürfnis entspringen, aber, daß für die Theater der Monat August sehr ungünstig ist, sollten auf den Gewerkschaftskongressen unter allen Umständen unterentschied sich die Mehrheit des Personals für die Annahme dieses bleiben. Angebots. Es erivartet aber, daß ihm im September der erforderliche Ausgleich gewährt wird. Der Streik in der Voltebühne konnte am Anfang voriger Woche Sammlungen für die in Mitleidenschaft gezogenen Berufskollegen beigelegt werden. Es wird darum gebeten, die Erträgnisse der umgehend im Transportarbeiterverband, Engelufer 24/25, 2 Treppen, Zimmer 31, abzuliefern. Lohnabkommens zu haben. Dort sind auch die Abzüge des neueu Drohender Streit im Großhandel. Entgegen anders lautenden Notizen wird uns von der Sektion I des Transportarbeiterverbandes mitgeteilt, daß die Gefahr eines Streits im Großhandel noch nicht behoben ist. Es sind der Arbeiter schaft in den verschiedensten Gruppen zwar Lohnerhöhungen von 50 bis 65 Pro3. angeboten, doch sind die Löhne im Monat Juli derart niedrig gewesen( im Durchschnitt wurden 900 bis 1000 m. pro Woche an Familienväter gezahlt), daß die Entscheidung frog Emil Girbig und Gustav Hamann. der verhältnismäßig hohen Zuschläge zum mindesten noch zweifelhan Der Verbandsvorsitzende des Berbondes der Glasarbeiter und ift. Weber die Handelsarbeiterschaft der Lederwirtschaftarbeiterinnen Deutschlands Emil Girbig und der Hauptkassierer noch die des Tegtilgroßhandels sind zufriedengestellt. des Verbandes Gustav Hamann fönnen beide zugleich auf eine Sollten die Verhandlungsergebnisse angenommen werden, muß die 25jährige Tätigkeit im Dienste ihrer Organisation zurückblicken. Bei Organisation bei dem schlechten Stand der Löhne und der zu ihrer Wahl zu Pfingsten 1897 auf dem Verbandstage in Etralau nebinenden Teuerung sehr bald auf neue Verhandlungen bringen. maren ihre Bosten mit jährlich 750 Mt. und 300 mt. dotiert. Ihre Es liegt an dem Verhalten der Arbeitgeber, ob die Tätigkeit hat viel mit dazu beigetragen, die Organisation auf ihre Ruhe in den Betrieben und ein erträgliches Arbeitsverhältnis wieder jeßige Höhe mit rund 76 000 Mitgliedern zu bringen. herzustellen ist. Eine allgemeine Funktionärversammlung am Sonnabend konnte wegen der großen Erregung und dem stürmischen Berlangen nach einem gemeinsamen Streit zur Herbeiführung möglichst einheitlicher, den Verhältnissen entsprechender Lohnfäge nicht zu Ende kommen, sie mußte vertagt werden Den durchaus berechtigten Bestrebungen der Handelshilfearbeiterschaft nach einheitlicher Regelung ihrer Verhältnisse muß einmal Rechnung Die durch Rathenaus Ermordung notwendigen Demonstrationen getragen werden. Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß bei fast für die Reinigung der von der Rechtsreaktion verpesteten politischen gleichen Arbeitsbedingungen und leistungen Atmosphäre, führten u. a. zu der Berfügung, des Reichsverkehrsmehrere Dugend voneinander abweichende 2ohn- ministers Gröner, daß alle Eisenbahnzüge 10 Minuten anhalten tarife bestehen. mußten. Einfachverständiger Eisenbahnbeamter", der während Sollen Komplikationen in den einzelnen Branchen verhütet seines Dienstes cffenbar über reichlich viel freie Zeit verfügt und der werden, so muß dem Trängen nach beschleunigten Verhandlungen sich durch die Anordnung des Ministers in seinen heiligsten Unterunbedingt stattgegeben werden. Besonders fritisch sieht es im tanengefühlen verlegt fühlte, hat daraufhin berechnet, was die Demonchemischen Großhandel und in der Verbands firationsfireits gekostet haben. Das Ergebnis seiner staatserhalten den Rechenarbeit veröffentlichte die ,, Süddeutsche Zeitung", von wo aus es den Weg in die gutgesinnte Presse" fand. mittelherstellung aus. Für die erstgenannte Gruppe liegt ein Schiedsspruch vor, der der Arbeiterschaft eine Erhöhung der Löhne um zirka 50 Proz. bringen foll. Die Lobnkommission tritt dafür ein, daß die Arbeiterschaft dem Schiedsspruch trotz der niedrigen Löhne von 1500 W. zustimmt. Umsomehr ist damit zu rechnen, daß die Arbeiterschaft sofort in den Streit tritt, falls die Arbeitgeber den Schiedsspruch ablehnen. Ueber die Differenzen in der Verbandsmittelbranche verhandelt heute der Schlichtungsaus ichuß. Es darf angenommen werden, daß dort ein annehmbares Resultat erzielt wird. Für beide Gruppen ist um 7 Uhr im Gewerkschaftshaus beschlußfassende Versammlung. Genosse Girbig feierte zugleich mit den Genossen der 33. Abteilung des Bezirksverbandes der SPD. Berlin sein 25jähriges Mitgliedschaftsjubiläum in der Partei. Falsche Fragestellung. Nun mußten infolge der Grönerschen Berordnung rund 5000 Güterzüge und ebensoviele Personen- und Schnellzüge auf freier Strecke angehalten werden. Demnach sind für Demonftrationszwecke nicht weniger als mindestens 15 000 3entner oder 750 Tonnen gleich 75 Waggons oder zwei Güterzüge befter Rohle in die Luft gepufft" worden, während dieselbe Regierung, die folch finnlose Anordnung trifft, faft zur gleichen Stunde bei der Enterte um einen Nachlaß in den monatlichen Kohlenlieferungen vorstellig wurde! Difficile est satiram non scribere!" Die Deutsche Arbeitgeber- Zeitung" sucht die Schwierigkeit, feine Satire zu schreiben, durch die Frage zu überwinden: ,, hat Deutschland wirklich so viel überflüffige Kohle und so viel überflüssiges Geld?" Da muß denn doch die Gegenfrage aufgeworfen werden:„ Was hat die Ermordung Rathenaus gekostet?" Damit sollen nicht die Bagatellfummen gemeint sein, die die Mordagitation und-aition erforderten, sondern die ungeheure Schädigung, die dem Deutschen dem Rathenau- Mord erwachsen ist, und die sich am deutlichsten in Reiche und damit insbesondere dem arbeitenden Bolte aus der Verschlechterung unserer Baluta zeigte. Die Resten dieser Schäden nachzurechnen, das wäre des Schweißes sachverständiger" Staatsbeamten wert. Es fällt hier wirklich schwer, teine Satire zu schreiben. Zur Hete gegen den Bauarbeiterverband. Am 31. Juli lief das Lobnabfommen der SteinholzIeger mit 40,20 M. Stundenlohn ab. Am 2. August wurden neue Verhandlungen geführt, mit dem Ergebnis, daß der Stundenlohn vom 1. bis 15. August 47 M. und vom 16. bis 31. August 50 m. betragen soll. Einer Versammlung am Abend des 2. August wurde berichtet. Diesen Tatsachen gegenüber wird in der„ Roten Fahne" behauptet, die Unternehmer hätten die Berhandlungen systematisch versleppt( am 28. Juli waren erst neue Verhandlungen nachgesucht worden) und die Zweig vereinsleitung habe sich als unfähig erwiesen, diese angeb liche Unternehmeriabotage zu brechen. Endlich, am 2. August ( am Abend des Verhandlungstages!), sei der Sektionsversammlung das Ergebnis unterbreitet worden.„ Dieses ganz unmögliche Resultat hielt die Organisationeleitung für genügend! Die VerAchtung, Betriebsräte Teltow und Umgegend! fammelten lehnten einstimmig das Angebot ab und beschlossen, Alle Gruppenräte werden ersucht, zur Vollversammlung der ... sofort die Arbeit einzustellen." Auch das ist unwahr. Von Betriebsräte Teltows und Umgegend Mittwoch 5 Uhr im Gesellden 50 in der Versammlung anwesenden Mitgliedern der 59 Mit- schaftshaus zu erscheinen. Kollege 2. Küger, Berlin, referiert über glieder zählenden Sektion stimmten 16 für Annahme und 34 dagegen. Betriebsrätefragen. Besonders die Betriebsräte der LandIl nwahr auch, daß die Zweigvereinsleitung die Streifgenehmigung larbeiter sind auf die Beriammlung hinzuweisen. Im weiteren bringt die Konferenz zum Ausdruck, daß sie voll. inhaltlich auf dem Boden der bisherigen Wirtschafts- und Gewerfschaftspolitik des Vorstandes des ADGB. steht. Sie erkennt die nach den bisherigen Richtlinien fortsetzt. Tätigkeit des Bundesverstandes an und erwartet, daß er dieselbe Die Lohnbewegung für Mineralöle und Fette ist mit annehm barem Erfolg beendet. Die Arbeiter erhalten für den Monat August Lohnzulagen von ca. 50 bis 60 Proz. Die Löhne erhöhen sich auf 1700 bis 2000 M2. Abdrucke des neuen Lohnabkommens sind beim Transportarbeiter- Verband, Engelufer 24/25, II, Zimmer 31, gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches erhältlich. des„ Borwärts") berichteten, war nicht nur eine Konferenz der SPDDie Eisenbahner- konferenz, über die wir am Sonntag( Nr. 368 Eisenbahner, sondern eine solche aller auf dem Boden der Amsterdamer Eisenbahner. In der Kandidatenliste ist an Stelle von Wilde, Gewerkschafte nternationale Oberschaffner, Buzte, Zugführer, zu setzen. ſtebenden Die Bucheruder in Frauffurt a. M. beschlossen gestern fast einstimmig wegen der Nichterfüllung ihrer Lohnforderungen in den Streit einzutreten, Der Streit der faufmännischen Angestellten in Frankfurt am Main hat dadurch eine weitere Werschärfung erfahren, daß auch die den christlichen Gewerkschaften angeschloffenen Angestelltenverbände, der Deutscinationale Handlungsgehilfenverband und der Werband weiblicher Handels- und Bureauangestellten, sich dem Ausstand angeschlossen haben. Die Streifenden marschieren in Demonstrationszügen durch die Stadt und suchen arbeitswillige Angestellte aus den Geschäften herauszuholen. Tarif. sowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie haben Mittwoch 6½ Uhr Deutscher Merkmeisterverband. Gämiliche Betriebs- und Bertrauensleufe im Klubhaus, Ohmstraße, Bersammlung. Lage in der Metallindustrie und Deutscher Transportarbeiterverband. Gruppe Alt- Papier, Brandje der Geschäftskutscher, Lagerarbeiter ufr.: Mittwoch 7 Uhr im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Goal 1, Bersemmlung. Bericht von der Lohnverhandlung. Muifer- Feftiäfen( Speise faal), Raifer- Wilhelm- Straße, Mitgliederversammlung Bund der icchnischen Angestellten und Beamten. Mittwoch 7 Uhr in den der Fachgruppen Asphaltindustrie, Chir. Mech., Feinmechanik und Optik, Kunft. und Bauschlossereien, Textilindustrie, Wagen- und Karosseriebau. Stellungnahme zur Kündigung der Manteltarife. Sektion Damenwäjde, Schürzen, Unterröde, Kinderkleider: Mitgliederversamm gentralverband der Angestellten. Fachgruppe Textil, Bekleidung, Leber. lung Mittwoch 5% Uhr in den Arminfäler, Rommandantenstr. 58/59. Briefkasten der Redaktion. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Jeder für den Brief. fasten bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer bei. Eilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, 1. Soi part. linis. vor. Schriftstüde und Berträge find mitzubringen. $ 3. 1670. Da wir Geschäftsleute grundsäglich nicht empfehlen, können wir Ihnen nur rater, das Buch Muſeen oder Bibliothefen arzubieten. Ueber bie sone des zu erwartenden Breifes läßt sich natürlich Bestimmtes nicht angeben. P. A. in M. Das Erzgestein läßt sich nur hüttenmännisch ver. werten. wiegend bewölkt und an vielen Orten leichte Gewitterregen; später zeit Better bis Mittwoch mittag: Zunächst noch ziemlich warm, über. weise aufklarend und ein wenig fühler. Berantw. für den redatt. Teil: Franz Klübs. Berlin- Lichterfelde; für An. acigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts.Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderei u. Berlaasanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 1 Beilage. für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterwelsa Stoffel G. m. Koch& Seeland Gm Gertraudtenstraße 20-21, H. KON LINON Maffary. Delft edel wie der Name Urteilen Gie felbft! Fritzi Maffary eine Zigarette von Kang