Nr. 382 39.Jahrgang Ausgabe A Nr. 187 Bezugspreis: Für den Monat August 90,- M., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Caar- und Memelgebiet, fowie Defterreich und Luxemburg 138,- M., für das übrige Ausland 172, M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, Tschecho Slowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: * Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 3 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 25,- M. Reflamezeile 125.-M. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 7, M.( zuläffig zwei fettge* druckte Worte), jedes weitere Wort 6, M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 4,- M., jedes weitere Wort 3,- M. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 10,-. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 292-295 und 2506-2507 Dienstag, den 15. August 1922 Der Verfallstermin vertagt. Die Londoner Konferenz resultatlos. Berlin, 14. Auguft.( WTB.) Der Kriegslastenkommiffion in Paris wurde heute mitfag von der Reparationstommiflion folgende Note übergeben: Entgegen der in ihrem Schreiben vom 13. Juli d. 3. ausgesprochenen Errartung, fieht sich die Kommiffion nicht in der Lage, ihnen vor dem 15. August ihre Entscheidung auf ihr Memorandum vom 12. Juli 1922 mitzuteilen; sie wird sie unverzüglich davon in Kenntnis sehen und gleichzeitig Bestimmung über die Frage der Fälligkeit vom 15. August treffen, welche bis zu dieser Entscheidung in der Schwebe bleiben soll. Paris, 14. August 1922. gez.: Dubois. John Bradbury. Das Ende der Konferenz. ... und der Entente. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haupterpedition u. Jaseraten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Der Wert der Genossenschaft. Bon Franz Feuerstein. Die vor einigen Wochen neu erschienene Inauguraladresse der internationalen Arbeiter- Assoziation"*) ist ganz zweifellos neben dem Kommunistischen Manifest die bedeutendste programmatische Manifestation des Sozialismus und der zur Zeit ihrer Entstehung in der ersten Entwicklung beLondon, 14. Auguft.( EE.) Die Londoner Konferenz ist be alle damals zum Teil noch in den Kinderschuhen steckenden wirtgriffenen Arbeiterbewegung Deutschlands. Daß diese Schrift endet. In ihrer Schlußfizung wurde beschlossen, die Bitte Defter- schaftlichen Neuerscheinungen in den Kreis ihrer Betrachtun reichs, ihm Borschüsse zu gewähren; dem Bölkerbund zu gen zog, ist bei einem Geist wie Karl Marg eine Selbstverüberweisen. Keine Regierung zeigte sich geneigt, Desterreich ständlichkeit. Es wäre aber auch sonst nichts Ungewöhnliches, Vorschüsse zuzubilligen. Sodann wurde beschlossen, daß Deutschland wenn nicht die logischen Folgerungen jener Betrachtungen gezwungen werden soll, die Zahlung von zwei Millionen Pfund auch sofort zu entsprechenden Entschließungen auf dem ersten Sterling für das Ausgleichsverfahren am 15. Auguft zu entrichten. Internationalen Arbeiterfongreß zu Genf im Jahre 1866 ge= Damit ist der isolierten Aktion Frankreichs ein Ende bereitet. Ferner führt hätte. Die vier Resolutionen des Genfer Kongresses, wurde beschlossen, daß in Zukunft jedes Land in dieser Angelegen vom Generalrat der Internationale, dessen Sekretär Karl heit seine volle Handlungsfreiheit haben soll, und direkt mit der Marr zu jener Zeit war, vorgelegt, betrafen: 1. den Normaideutschen Regierung verhandeln kann. arbeitstag, 2. die Kinderarbeit, 3. die Genossenschaf Poincaré erklärte heute abend Zeitungsvertretern, daß em ten, 4. die Gwerkschaften. Wenn man aus der Reihenfolge Moratorium nur ein Ausfluchtsmittel und eine negative der Entschließungen einen Schluß ziehen wollte, so müßte es der Das Ergebnis der Konferenz von London ist ebenso flar Lösung fei, aber gleichzeitig eine Vergünstigung für Deutschland, sein, daß in den sechziger Jahren die Genossenschaftsbewegung wie eindeutig. Frankreich steht mit seiner Politit weshalb man dafür produktive Pfänder verlangen müsse. Wenn noch erheblich mehr das öffentliche Interesse in Anspruch geder Zwangsmaßnahmen allein Selbst Belgien Deutschland nicht bezahle, so gefchähe es deshalb nicht, weil es die nommen hat als die Gewerkschaftsbewegung. Dies mag ja will eine Politik nicht mehr mitmachen, von der man min- Mart systematisch entwertet habe. Poincaré hob hervor, daß in der mun nicht gerade in Deutschland der Fall gewesen sein, wo destens sagen muß, daß sie allen geschadet hat, ohne jemandem Frage der Reichsbant, der Zölle und der Kapitalflucht ein Ein- zwar Schulze- Delißsch und Lassalle um die genossenschaftliche Frankreich einbegriffen zu nüßen. vernehmen erzielt wurde. Hinsichtlich der eigentlichen Pfänder, Erweckung des Arbeiters rangen. Konsumgenossenschaft als Die Frage ist: Was nun? Wird Frankreich von seiner nämlich der Staatsbergwerke und der Waldungen, war ein Ein- Selbsthilfe oder Produttivgenossenschaft mit Staats" Handlungsfreiheit" Gebrauch machen? Wenn es dies tut pernehmen nicht zu erzielen. Blond George stellte sich auf den hilfe dies war das hie Welf, hie Waibling!" des freiwas tann Frankreich tun? Standpunkt, daß man diese Pfänder erst annehmen sollte, wenn sinnigen und des sozialdemokratischen Agitators. Danehen Es kann nicht rechtlich, das ist ausgeschloffen eine neue Verfehlung Deutschlands vorliege, während Boincaré aber machten fich schon ebenso starte gewerkschaftliche Regunden Vertragsbruch auf die Spike treiben und militärische Ge- der Anschauung ist, daß man Deutschland für seine früheren Ber- gen in der Arbeiterklasse geltend, abgesehen davon, daß die waltmaßnahmen vornehmen. Und was dann? Es würde fehlungen nicht begünstigen" dürfe. Meinungsverschiedenheiten be- Buchdrucker und zwei bis drei andere Gewerbe bereits ihre brecher erscheinen, seine Isolierung würde für Frankreich selbst graphen 17 und 18 des Versailler Bertrages. Lloyd George schlug dann vor aller Welt nicht nur als Friedens- und Vertrags- standen noch wegen der Auslegung des Artikels 248 und der Para- festen gewerkschaftlichen Organisationen besaßen. verhängnisvoll werden. Wenn bisher England und Amerika vor, diese Angelegenheit dem Bölkerbund für einen Schieds. von einem Schuldenausgleich gegenüber Frankreich nichts spruch zu überweisen, was Poincaré ablehnte, weil er nicht wollte, wissen wollten, so würde ein derartiges Vorgehen er nicht daß in dieser Frage unter Umständen Neutrale ein Urteil abgeeignet sein, die Gläubiger Frankreichs nachgiebiger zu gäben.(!) Es sei besser, erklärte Poincaré, daß man sich ohne Restimmen. Entscheidend ist jedoch, daß Fran? reich wohl durch seine militärischen Machtmittel in der Lage wäre, sogenannte Santtionen zu ergreifen, daß es aber nicht in der Lage ist, wirkfame wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen allein durch zuführen. Es fann z. B. nicht die Zollgrenze am Rhein wieder errichten, wenn diese nicht auch in der englischen, belgischen und amerikanischen Besatzungszone durchgeführt würde. Aber auch rechtlich würde Frankreich durch irgendwelche wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen- etwa die Beschlagnahme von ferenz für die Reparationsfrage wird in der Abendpresse ausführKohlenaruben gegenüber seinen Alliierten und Vertrags- lich erörtert. Die Blätter betonen, daß die Haltung Poincarés in ger, je mehr er, abgesehen von der aufgeschreckten Habgier, tatsächDieser Kampf um die gesetzliche Arbeitszeit wütete um so heftifontrahenten in eine unhaltbare Lage kommen. Frankreich der Frage der Alliierten- Kontrolle über die deutschen Staatsforsten fich sich um den großen Gegensah dreht zwischen der blinden Herrfann nicht für sich allein Reparationsmaßnahmen schaffen. und-bergwerke zum Bruch geführt hat. Lloyd George habe mit schaft der Gesetze von Nachfrage und Angebot, die die politische DekoUnd schon deshalb wird die französische Regierung sich wohl Unterstüßung nicht nur der britischen Minister, sondern auch der nomie der Bourgeoisie bilden, und zwischen der durch soziale Vorzweimal überlegen, Maßnahmen zu ergreifen, die Frankreich übrigen alliierten Staatsmänner einen äußersten Versuch unter aussicht und Einsicht beherrschten sozialen Produktion, die nur weiter isolieren würden, ohne ihm irgendwie zu nutzen. nommen, um zu einem Einvernehmen zu gelangen, jedoch ohne Er die politische Dekonomie der Arbeiterklasse bildet. Und darum war folg. Poincaré habe sich unnachgiebig gezeigt. Der Abbruch der das 3ehnstundengeset nicht nur ein großer praktischer ErKein Aufschub für Ausgleichszahlungen. Konferenz sei als eine ernste Gefährdung der Entente anzusehen, folg; es war der Sieg eines Brinzips. Zum erstenmul London, 14. Auguft.( Reuter.) Der Sachverständigenaus- der französischen Presse bei ihrer Erörterung der britischen Bourgeoisie der politischen Dekonomie der Arbeiterklasse. insbesondere angesichts der äußersten Feindseligkeit und Bitterfeit unterlag im hellen Licht des Tages die politische Dekonomie der schuß nahm einstimmig einen Bericht an, wonach Deutschland die Haltung gegenüber dem französischen Plan. Lloyd George sei nächste Rate von zwei Millionen Pfund zur Begleichung von äußerst enttäuscht über die Wendung, die die Ereignisse genommen vollkommene Barallele aufzuweisen: Privatschulden an die Alliierten innerhalb von vier Wochen haben. Er habe stets die Schwierigkeiten der Stellung des franbezahlen soll. Danach soll dem Gutachten zufolge das Abkommen zösischen Ministerpräsidenten eingesehen und habe auf alle Arten über folche Zahlungen erlöschen. Schließlich empfiehlt das Gutachten, daß die allierten Regierungen Sonderabmachungen für die von Deutschland in dieser Hinsicht zu leistenden Zahlungen treffen sollen, die die Zusfimmung der Reparationsfommiffion erfordern. Die Konferenz nahm ferner einen Bericht von Theunis und Poincaré entgegen, worin es heißt, fie bräd, ten große Opfer an Grundfähen für die Sache der Einigkeit der Alliierten. Kein Einvernehmen. Entwicklung der englischen Genossenschaftsbewegung, deren Dagegen lag vor den Augen von Karl Marr die starke praktische Leistungen von ihm in ihrer ganzen sozialen und volkswirtschaftlichen Konsequenz erfaßt wurden. So sehr, praktische Leistungen von ihm in ihrer ganzen sozialen daß man sich heute wundern muß, wie in den achtziger uno noch in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts die fultate getrennt habe. nunmehr müsse die franzöfifche Regierung die Genossenschaftsbewegung in der politischen Arbeiterbewegung Entscheidung treffen, die fie für nötig halte. Poincaré hofft, daß es Deutschlands einer teils feindseligen, mindestens aber ableh= zu fein em Bruch der Entente fommen werde. Ein Bruch renden oder frostigen Haltung begegnete. 3mischen beiden Regierungen wäre ein großes Unglück, aber ein größeres Unglüd wäre die gegenseitige Abneigung der beiden Bölker. wertschaften um die gesetzliche Festlegung der Arbeitszeit und Marr zog aus den damaligen Kämpfen der englischen Geden wirtschaftlichen Leistungen der Genossenschaften eine Barallele, die perspektivisch auch die heutige Bedeutung der GeLondon, 14. Auguft.( WTB.) Der Zusammenbruch der Kon- werkschaften und der Genossenschaften noch erfaßte, wenn er in der Inauguraladresse schreibt: Englische Kritik. versucht, zu einem Kompromiß zu gelangen, der für die Alliierten annehmbar wäre und zu gleicher Zeit Poincarés Stellung nicht gefährdet hätte. Poincarés Ansichten. Karl Marr fährt aber dann sofort weiter fort, um die der Arbeit über die politische Dekonomie des Kapitals stand Doch ein noch größerer Sieg der politischen Dekonomie bevor. Wir sprechen von der Genossenschaftsbewegung, namentlich von den genossenschaftlichen Fabriken, die einige fühne ,, hände" ohne jede Beihilfe errichteten. Der Wert dieser großen sozialen Experimente, tann nicht hoch genug geschäht werden. Durch die Tat statt durch Paris, 14. Auguft.( WTB.) Der Sonderberichterstatter der Argumente haben die Arbeiter bewiesen, doß Produktion in Agentur Havas drahtet folgende halbamtliche Note aus Condon: großem Maßstab und im Einklang mit dem Fortschritt moMittwoch vormittag werde in Paris der französische Ministerrat zu- derner Wissenschaft vor sich gehen fann ohne die Existenz einer fammentreten, um die durch das negative Ergebnis der Londoner Herrenklasse, die eine Klasse von Händen" anwendet, daß, um Beratungen geschaffene Lage zu prüfen. Da die allierten Regie- Früchte zu tragen, die Mittel der Arbeit nicht monopolisiert zu werParis, 14. August.( WTB.) Havas erfährt von seinem Sonder- rungen zu feiner Verständigung über die ihren Vertretern in der den brauchen als Mittel der Herrschaft über den Arbeiter und als berichterstatter in London, daß die Zusammenkunft, die beute bor- Reparationsfommiffion bezüglich der Beantwortung des deutschen Mittel der Ausbeutung gegen den Arbeiter selbst; daß, wie die Sklamittag in der Downingstreet stattgefunden hat, um 11 Uhr be. Moratoriumsgesuchs zu erteilenden Anweisungen gelangt feien, venarbeit, wie die Leibeigenschaft, so auch die Lohnarbeit nur gann und um 1,45 Uhr zu Ende war. Lloyd George, Poincaré, werde Poincaré dem französischen Vertreter Dubois erneut die Wei- eine vorübergehende und untergeordnete gesellTheunis, Echanzer und der japanische Vertreter Baron Hayashi fung erteilen, fich gegen die Gewährung eines Moratoriums aus- schaftliche Form ist die bestimmt ist zu verschwinden waren anwesend. Die Chefs der fünf alliierten Delegationen haben zusprechen. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die belgische Regierung vor der affoziierten Arbeit, die ihr Wert mit williger über die Möglichkeit beraten, einen gemeinsamen Beschluß über das ihrem Bertreter ähnliche Weifung erteile.(?) Unter diesen Umstän- Hand, rüftigem Geist und fröhlichem Herzen verrichtet. deutsche Verlangen nach einem Moratorium zu faffen. Die Chefs den würden, wenn die englischen und italienischen Delegierten weiter Nach diesem Bergleich der Bedeutung von gewerfder Delegationen haben darüber beraten, die Entscheidung auf drei für das Moratorium einträten, die Stimmen in der Kommission zu fchaftlichen und genossenschaftlichen Errungenschaften auf dem Monate aufzuschieben, aber schon jetzt Deutschland das Moratorium gleichen Teilen gespalten sein. Wenn Deutschland das Moratorium klassischen Boden der großindustriellen englischen Entwicklung zu bewilligen. Poincaré hat sich formell der Bewilligung eines ohne Zuffimmung der französischen Regierung gewährt würde, hätte fann es nicht wundernehmen, wenn Karl Marr dafür gesorgt Moratoriums ohne Pfänder widersetzt. Es fonnte also fein Ein die französische Regierung die von ihr für notwendig erachteten hat, daß auch der erste Internationale Arbeiterfongreß seine verständnis erzielt werden. Die Delegierten haben sich ge- Maßnahmen sicher bereits ins Auge refaßt. Poincaré sei in diesem grundsäßliche Auffaffung über die Genossenschaftsbewetrennt mit der Erklärung, sie wollten noch einmal über die Lage Punkt durch keinen Beschluß der Konferenz gebunden und die fran- gung in einer Entschließung vor jener über die Gewerkschafnachdenken, doch ist keine neue Zusammenkunft festgesetzt worden. zöfifche Regierung wahre fich ihre volle Handlungsfreiheit. Der Berichterstatter von Savas fügt noch hinzu, es scheine nun- Der Ministerpräsident habe es übrigens abgelehnt, irgendeine Erbeiter- Affoziation. Hebersetzt von Quise Kautsky, herausge *) Karl Marr, Die Inauguraladresse der internationalen Armehr sicher zu sein ,, daß die Konferenz auseinander gehen werde, klärung über das Vorgehen abzugeben, das er sich für diesen Fall geben, eingeleitet und tommentiert von Karl Kautsky. 1922. ohne einen gemeinsamen Beschluß über das Moratorium vorbehalte, folange er nicht feinen Ministerkollegen über die Lage Berlag J. H. W. Dieß, Stuttgart, und Buchhandlung Borwärts, gefaßt zu haben. Bericht erstattet habe. Berlin. sichende verarmende und despotische System der Unterjochung der Arbeit unter das Rapital aufgehoben werden kann durch das tion von freien und gleichen Produzenten. Die Erledigung des bayerischen Streites. Bestimmte Kreise in Bayern sehen alle ihre Kräfte zu vöttischen Presse. Diese rechnet bereits mit der Abdantung des " 1 ten niederlegte. Diese Entschließung, ein geschichtliches Dofu- I wenn Mary in der Inauguraladresse selbst an anderer Stelle zu beachten, fie ist mehr als eine bloße Phrase, sie ist ein staats ment von bleibendem bedeutendem Werte für die Genossen sagt, daß diese Entwicklung alimählich auf ,, nationaler Stufen- politisches Bekenntnis, und zwar von höchster Stelle. Es ist nicht schaftsbewegung selbst, wie für die Sozialdemokratie, lautet: leiter" vor sich gehen müsse, um endgültig zum Ziele zu fom- alles, aber doch sehr viel erreicht worden, im wesentlichen das, was Wir anerkennen die Genossenschaftsbewegung als eine der men. Weshalb auch die Erringung der politischen Macht zum unter den gegenwärtigen Umständen hat erreicht werden können." Triebfräfte zur Umwandlung der gegenwärtigen vornehmsten Postulat der politische Arbeiterbewegung ge- Die schreffen Urteile, die über den Grafen Lerchenfeld in Gesellschaft, welche auf Klaffengegensäge beruht. Ihr großes worden ist. manchen Kreisen der Bayerischen Volkspartei und Mittelpartei geBerdienst besteht darin, praktisch zu zeigen, daß das befällt werden, finden natürlich ein dankbares Gehör bei der deutschGrafen Lerchenfeld. Der deutschvölkische Beobachter" droht, im wohlstanderzeugende und republikanische System der Assozia. einem letzten Generalsturm gegen die Abmachungen zwischen Kampf mit der bayerischen Regierung alle persönlichen und familiären Rüdlichten fallen zu lassen, und der„ Miesder Reichsregierung und der bayerischen Regierung an. Die familiären Rücksichten fallen zu lassen, und der„ MiesAber die Genossenschaftsbewegung, beschränkt auf die Bapierfanonen sind aufgefahren, sie jagen salvenweise Argu bacher Anzeiger" fündigte an, er werde den Grafen Lerchenfeld durch zwerghaften Formen der Entwicklung, welche ihr ein mente und Drohungen in die Bevölkerung. Wir sehen diesem Enthüllungen“ über sehr heikle Vorgänge im Hause des bayerischen nicht imstande, durch sich selbst die fapitalistische Gesell- Bereinbarungen mit Bayern, bei denen, was wir nur wieder: Cinigung, die in den Berhandlungen in Berlin erzielt worden ist, zeine Lohnarbeiter durch ihre Bereinigung geben tönnen, it wilden Bombardement einigermaßen uninteressiert zu. Die Ministerpräsidenten zum Rücktritt zwingen. Die Münchener Neuesten Nachrichten" begrüßen die schaft umzugestalten. Um die gesellschaftliche Produktion in ein holen können, die Reichsregierung weiter entgegengefom- Cinigung, die in den Verhandlungen in Berlin erzielt worden ist, großes und harmonisches System der freien und genossenschaftlichen men ist, als uns billig und verantwortlich erscheint, werden mit großer Genugtuung und bemerken dazu, die Reichstreue habe sich Arbeit zu verwandeln, bedarf es allgemeiner gesellschaftlicher Verän eingeleitet durch die Erklärung, daß die bayerische Staatsregie auch in diesen Verhandlungen bewährt, in denen die bayerische Rederungen, Beränderungen der allgemeinen Bedingungen der Gesell- rung spätestens bis zum 18. August ihre Songierung zwar mit Nachdruck für die Rechte Bayerns eingetreten fei, schaft, welche nie verwirklicht werden können ohne Uebertragung der berverordnung mit Wirkung vom gleich er aber dem Reiche gegeben, was des Reiches sei. Unser Parteiblatt, organisierten Gewalt der Gesellschaft, nämlich der Staatsmacht aus Tage ab aufheben wird. Wenn jetzt ein Teil der die Münchener Post", betont, man dürfte sich nicht darüber un= den Händen der Kapitalisten und Landeigentümer in die der Ar- bayerischen Presse es so darzustellen versucht, als ob Graf Lerchenfeld und seine beiden Ministerkollegen, die in Berlin Wir empfehlen den Arbeitern, sich eher auf Produttivge Verhandlungen abgeschlossen haben, bei der süddeutschen Firme nossenschaften als auf Konsumgenoffenschaften Bayern" bedeutungslose Korrespondenten ohne Profura einzulaffen. Die letzteren berühren nur die Oberfläche feien, so wird ihnen darauf die bayerische Regierung- denken des heutigen ökonomischen Wesens, die erst er en greifen es in wir die nötige Antwort geben. Für den Willen, der in fcinen Grundfesten an. Berlin durch Unterschrift und Siegel einen Ausgleich fuck, te, kann doch das Bedürfnis des„ Miesbacher Anzeigers", lieber das bayerische Kabinett zu stürzen, als Friede im ich werden zu lassen, nicht maßgebend sein. beiter selbst. Wir empfehlen allen Kooperativgenossenschaften, einen Teil ihres Gesamteinkommens in einen Fonds zu verwandeln, der hilft, ihre Grundfäße zu verbreiten, sowohl durch Beispiele als durch Vorschriften, in anderen Worten: durch theoretische und praktische Anleitungen zur Förderung der Errichtung von neuen Genossen fchaftsfabriken. = flar sein, daß die bayerische Regierung bis spätestens den 18. Auguſt ihre Sonderverordnungen auf Grund der von ihr selbstgeleisteten Unterschrift restlos zurücknehmen müsse. Es sei nicht ihre Aufgabe, den bayerischen Koalitionsparteien Ratschläge zu erteilen, aber das dürfe ausgesprochen werden, daß jeder Versuch, die glatte und im versöhnlichen Geist gehaltene Erledigung des Streitfalles nachh der vom Reich bewiesenen verständnisvollen und entgegenkommenden Haltung zu verzögern oder einen neuen Kuhhandel mit dem Reiche über diese oder jene Einzelheiten zu beginnen, die Sachlage aufs äußerste verschärfen und die Niederlage des bayerischen Kraftmeiertums noch erheblich empfindlicher gestalten müsse. Eines bleibt ja doch in allem Geschrei und bei jedem Verfuch, Staubwolfen aufwirbeln zu lassen, hinter denen dunkle Geschäfte sich leichter abwickeln lassen, einwandfrei flar. Die Reichsregierung hat am 9. und 10. August 1922 mit der der Ehrhardt- Bank und Mordorganisationen. zeitigen bayerischen Regierung die Krise gelöst. Ter Friedenspaft ist geschlossen. Es ist unmöglich, daß ir Epige Kapitänleutnant Ehrhardt steht, machen die PPN. Ueber das nationalistische Bantunternehmen, an dessert gendwelche landesparteiliche Einzelgruppen daherkommen und noch eine Anzahl interessanter Mittellungen. Einer der sechs glauben, wie beim Hopfenhandel zum allerletzten Male" noch Berbeoffiziere, von denen der hier schon auszugsweise verEinzelforderungen stellen zu fönnen. Jetzt muß der so oft öffentlichte Prospeft redet, ist kein anderer als der jüngst wegen betonte und von den Unterhändlern sicher auch ehrlich gemeinte Beteiligung am Rathenau- Mord verhaftete Ernst v. SaloWille zum Reich auch in Bayern zum Durchbruch fommon. Er hat die Stellung auf ein Inferat in der Deutschen men. Was jetzt noch gegen den reichsdeutschen Burgfrieden Tageszeitung" hin angenommen. Dieses Inserat ist auch da anfämpft, wird von stiernackiger Dummheit, wahrscheinlich durch interessant, daß es den deutschen Zeichnern raschen Entnicht zuletzt von noch viel schlimmerem getrieben, nämlich von schluß angesichts der bevorstehenden Maßnahmen gegen dem Uedürfnis, das Reich in Unruhen zu stürzen. Die kapitalflucht anempfiehlt. Gegenüber jenen Bestrebungen gibt es dann aber nur eine Klärung, und das ist die, auf die wir bisher in übergroßer Geduld gewartet haben. " Um zu verhindern, daß Rooperativgesellschaften in gewöhnliche bürgerliche Affiengesellschaften entarten, sollten alle Arbeiter, die bei ihnen beschäftigt find, ob Aktionäre oder nicht, gleichen Anteil haben. Als bloß zeitweiliges Auskunftsmittel find wir willens, zu zugeben, daß die Aktionäre Zinsen zu einem niedrigen Fuß erhalten. Die in der Entschließung niedergelegten grundsäglichen Auffassungen verlieren in nichts von ihrer Großzügigkeit uno Treffsicherheit dadurch, daß sie die Arbeiter auffordern, sich eher auf Produktiogenossenschaften als auf Ronsumgenoffenschaften einzulaffen". Denn in der Tat bildet heute die Ei genproduktion der Konsumvereine das Rückgrat ihrer Eriftenz und ihrer zukünftigen Entwicklung als volkswirt schaftlicher Faktor ersten Ranges. Nur bildet, was damals schwer vorauszusehen war, die Konsumgenossenschaft die einige Stellen aus einem Emissionsprospekt, der sich noch offenDie genannte Korrespondenz veröffentlicht dann noch Grundlage der modernen Produktivgenossenschaft. Es ist ja bekannt, daß gerade die gewerblichen Produktiogenossenherziger als das Werbezirkular ausspricht. Danach liegt die schaften der schwächste 3weig in der deutschen GenossenStimmen der bayerischen Presse. ungarische Leitung in den Händen des ehemaligen Budafchaftsbewegung immer gewesen sind und die vielen Arbeiter- München, 14. August.( Eigener Drahtbericht.) Die Aufnahme pester Polizeipräsidenten Bela v. Gabor, des Broduktivgenoffenschaften, die zum materiellen Nachteil ihrer des Berliner Protokolls", wie die bayerische Bresse die Vereinbarun- Herren, unter dem sich die Erzbergermörder frei in Budapest Gründer und Mitglieder, leider auch zur Diskreditiegen zwischen Bayern und den Reich bezeichnet, ist bei den bane bewegen konnten. Ferner wird gesagt, daß der eine Dividende rung der sozialistischen Theorie wieder eingegangen" find, rischen Regierungsparteien ziemlich einheitlich. Die Blätter diefer von 7 bis 8 Proz. übersteigende Reingewinn sowie ein Teil bilden nur den Beweis dafür, daß auch Produktivgenossen- Barteien machen tein Hehl aus ihrer Enttäuschung und dem Be- des Agios, der 600 ungarische Kronen pro Attie ausmacht, fchaften mit Staatshilfe nach Lassalleschem Willen kaum lebens- streben, die vom Ministerpräsidenten unterzeichneten Vereinbarungen nicht ausgeschüttet werden, sondern deutschen 3weden" fähig gewesen wären. Warum? Weil die selbständigen abzulehnen. Das mußte so tommen bei dem grenzenlosen Eigen dienen folle. Es fann danach kaum einem Zweifel unterliegen, Produktivgenoffenschaften genötigt waren, für den freien düntel mancher bayerischen Landtagskapazitäten, die sich durch die daß die ungarische Treuhand- Aktiengesellschaft eine der GeldMarkt zu arbeiten und damit der tödlichen Konkurrenz des Beröffentlichung des Protokolls zu einem Zeitpunkt, zu dem fie als quellen ist, aus denen die Mordorganisation C ge übermächtigen Kapitals ausgeliefert waren, das schon vor die eingebildeten eigentlichen Machthaber in Bayern ihre Einspeist wird. Charakteristisch dafür ist, daß ein besonderer Ei der Entwicklung der Genossenschaften den ,, freien Markt" be- willigung noch nicht gegeben hatten, beleidigt fühlten. Derkehr von Bufarest nach Passau eingerichtet werden soll, herrschte. So stellt eine bestimmte Münchener Presse fest, daß das Ber- und daß ferner in den Zeichnungsfcheinen ein Sah enthalten Aber heute sind auch nicht mehr einzelne Lohnarbeiter" liner Protofoll" für den bayerischen Landtag lediglich den Wert ist, wonach der Aktionär alle feine ihm auf Grund des Attiendie Träger der eizelnen Genossenschaften und der Genoffen- eines Konzeptes" und nicht den eines Staatsvertrages habe. befizes zufallenden Mitbestimmungsrechte zur Ausübung schaftsbewegung, sondern es find ganz allgemein die Ver- Das Protokoll enthalte zwar freundliche Worte, aber keine recht- Herrn Ehrhardt überträgt! brauchermassen, die die Konsumgenossenschaften bilden lichen Bürgschaften" für die Landeshoheit. und damit die Grundlage abgeben für Produffingenossenschaf- Der Bayerische Kurier" betrachtet den Ausgleich vom 11. Auguft ten, die nun nicht mehr um den freien Markt tonfurrieren nicht als eine Lösung der Krise, er bedeute icht Frieden, sonmüffen, sondern die den festen und bestimmten dern Waffen stillstand. Marft vor sich haben, der das Kapitalrififo allmählich auss schließt und die Regelung der Produktion ermöglicht. Natürlich ist es deshalb immer noch vollkommen richtig, Meeres- Sinfonie. von Heinz Hatemeŋer. Ich liebe es nicht, nach harter Tagesarbeit abends in dumpfen Straßen zu fifchen oder im Café der Korken- Kanonade neuer. Reichen und verlebten Ausländern zuzuschauen. Ich liebe nicht die sacharinfüße Salon- oder heisere Schlagernusit; ich liebe nicht den faden Dunst dickaufgetragenen Puders oder sinnlicher Barfüms. Ich liebe frische, reine Luft, urwüchsige Naturmusik-„ Kommt und folgt mir an den Strand!" Hätte ich Euch nur nicht eingeladen. Meinen unbedachten Worten folgt die Strafe auf dem Fuße. Dort fihen sie nun alle und lauschen. Die Großmutter da, Stopft Strümpfe und schaut über ihre Brille hinweg zu ihrer Nach barin, die sich mit ihrem Chegefährten über die teuren Eier- und Butterpreise unterhält und wie schön war doch alles früher!" Aber davon reder doch daheim! 群 Die Staatszeitung" versucht den Standpunkt der bayerischen Regierungsvertreter zu verteidigen. Sie schreibt:" Die Erklärungen der Reichsregierung sind natürlich fein Staatsvertrag, aber doch eine feierliche Zusicherung. Diese Zusicherung ist Die Polizei hat übrigens schon seit einigen Tagen von der Sache Kenntnis. Am Sonnabend hat die Berliner politische Polizei an die Münchener Polizei das dringende Ersuchen gerichtet, bei Herrn Eberhard v. Putttamer und einigen anderen an der Gründung beteiligten Personen in München eine eingehende Haus fu chung vorzunehmen. Was bei Hausfuchungen der Münchener Bolizei gegen rechtsgerichtete Personen herauskommt, ist allerdings bekannt! teinen mathematischen Regeln. wenigstens nicht ihre Seele, ebenso fich hier befanden. Ziegel find in Flandern reichlich vorhanden, aber wenig wie man wirkliche Mufit fonstruieren kann. Das Meer Wasser ist spärlich. Es wurden daher Wasserleitungen angelegt, fingt seine eigene Melodie, die man nur fühlen kann. Wie ein Kind, das mit duftigen Blumen spielt, doch plötzlich die Lerche jubilieren hört, sein Spiel vergist, weltvergessend den Jubeltönen lauscht, so kommt alle, die Ihr Euch versenken wollt in das Geheimnis der Mufit des Mecres. Tausend Lichter erhellen den weiten Raum; doch sie blenden nicht oder verstecken sich hinter finnliches Rot wie die drüben in den nächtlichen Tanzpaläften. Nun hebt der Dirigent seinen Stab, nun senft er ihn. Wer Ohren hat zu hören, der höre! 1. Allegro con brio. 1 Fortiffimo setzt das Orchester ein. Dumpf wirbeln die Baufen, hell tönt das Blech, gepaart mit dem edlen Klang des Holzes und dem weichen Ton der Streicher. Es schwillt an, immer stärker, immer stärker, als wolle es alles mit sich fortreißen. Da, ein greller Schlag des Tamtam, und habt Totenstille II. Andante con moto. amoroso. Ihr da mit den fuchenden Augen nach Schwiegerföhnen wahrlich gut Kleider- Kritisieren gelernt; doch das Problem der Politik Ich weiß nicht, wie es fam. Bor mir steht ein Mädchen, nacht und der Kriegsschuldigen wird Euch ewig schleierhaft bleiben. Und alle Ihr wohlerzogenen Töchter mit Euren Pensionsjahren in ihrer lichten Unschuld. Sie reicht mir ihre warmen Hände, befeligend blicken mich ihre dunklen Augen an, berauschend umgibt und Literatur kenntnissen hochherrschaftlicher, in Schweinsleder ge= mich der Duft ihres wallenden Haares bundener, mit goldenem Titel- prangender gräflicher Part- Remane, Arme, ein Paar heiße Lippen-- ich fühle Geligkeit ich fühle ein Paar weiche mit Eurer zuckersüßen Stimme jungfräulicher Gebets- Romanzen und die Celli fingen pp in As- Dur, nch, bleibt daheim! Hübsch ist Eure Stimme zum PlumpuddingIII. Allegro. Kochen. Doch das Meer braucht.wirklich Eure Mitwirkung nicht. Und alle Ihr Liebespärchen, schleckert Eure Bonbons und Eure dahin, stürmend und brausend, als wollten sie das Weltall zerWar's nur ein Traum?! Wieder rollen die wogenden Akkorde Pralinés irgendwo in einem Café, in einer Diele in Gutschou, sprengen. Kismaju, Upernimif wo Ihr wollt; die Welt ist groß, und bewahrt Eure Fünfminuten- Schmaßer für später, für die Zeit des Häubchens und der Glaze, wo ein Ruß ebenso selten ist wie heute abends in einer Großstadt eine nicht verlanger.de Befanntschaft. besiegst doch die halsDu dort mit Deinem roten Turban, Geld Starrige Runft nicht. Schone Deine Kräfte und sei vernünftig! Das Wege wurden rasch hergerichtet, leichte Eisenbahnen erbaut, und nachdem alles vorbereitet war, wurde nach großzügigen Planungen eine ganz neue Stadt da errichtet, wo von der ursprünglichen Anfiedlung nichts übrig gelassen war. In Mening fieht man stattliche Häuser mit 7 Zimmern, die sehr feste Mauern haben, in nur drei Wochen errichtet und dann gleich bezogen. In der Nähe von Ypern ist eine ganze Gartenstadt im Zeitraum von 160 Tagen empor gewachsen. Bei der Anlage von ganz neuen Städten ist die Arbeit verhältnismäßig leichter, als in jenen Orten, mo halbzerstörte Häuser wiederhergestellt werden. Ueberall aber bringt der Wiederaufbau den Bewohnern Vorteile, indem moderne Wasserleitungen und Lichtanlagen geschaffen werden. Die Einzigen, die in Flandern Häufer nicht zerstört wurden. unzufrieden sind, sind die einst so viel beneideten Leute, deren An der französischen Grenze, in Bervica, Comines und Warneton ist noch viel zu tun. In Ypern ist der Wiederaufbau in vollem Gange; das Land rings herum, das eine Wüste war, ist mit reichen Feldern bedeckt, und nur die rechteckigen, mit Drahtzäunen umgebenen Plätze mit ihren schwarzen Kreuzen zeigen, wo die Gefallenen schlummern. Digmuiden, das so vollständig zerstört war, daß fein Stein auf dem anderen blieb, ist fast völlig wieder erstanden." Aus der Geschichte der Zigarette. Kurz vor dem Krieg erschien ein Tages ein Buch, das von den Abenteuern eincs jungen Franzofen auf einer Reise durch Südamerika im Jahre 1767 berichtete. Hierin fommt eine schönäugige Brasilianerin vor, die Cigarillos" rauchte, d. h.„ Labat in einem engen Stüd Papier", dessen Rauch chen Kulturgeschichte in fich; denn er enthält eine der ersten, ja wahrsie mit Behagen von sich st.ch." Dieser unbedeutende Satz trägt nun, fo merkwürdig es auch flingen, nag, ein interessantes Stüdscheinlich fogar überhaupt die erste Erwähnung einer Zigarette. Majestätisch geht das Spiel zu Ende Erft 40 Jahre später werden die spanischen Papierzigarren" auch Und irgendwo höre ich heimwärts gehend durch den Sternen in einem deutschen, ren Nemnich im Journal für Fabrit" verraum hallen: Brüder, überm Sternenzelt Muß ein lieber Bater wohnen!" öffentlichten Auffah beschrieben, und unter diesem Namen lernte man fie nun allmählich fennen. Das Bedürfnis für eine Form, in der man auch die feinen türkischen und fleinasiatischen Tabafe, die für die Zigarre nicht zu verwenden waren, gleichwohl rauchen konnte, und zwar ohne die Pfeife, die nicht jedermanns Geschmad war, lag ja längst vor. Aljo war es nur natürlich, daß man nun den Versuch machte, die spanische pierzigarre nachzuahmen. Zunächst drehten sich die Raucher ihre Bigoretten selbst; allerhand Apparate tauchten nun auf, die das Rollen und Füllen zu erleichtern suchten. feine Büttenpapier eignet sich tadellos für einen Lampenschirm, so- Wie die Belgier wieder aufbauen. Während die Franzosen mit lange es unbeschmiert ist. Doch steht erst drauf: 10. Aft, 50. Szene, den friegsverwüsteten Gebieten" eine eifrige Propagonda treiben, Grof Richard, efstatisch zum Himmel schauend, reißt seiner Beliebten die ihnen wichtiger als die Wiederherstellung der Schäden zu fein mit beiden Händen das Herz aus der Brust scheint, lebt in Belgien ein starker Geist des Wiederaufbaues, der so siehst Du nur Ge- von einem Kult mit den verwüsteten Zonen nichts wissen will. spenster um Dein Licht schwirren. Belgier sprechen niemals von einem zerstörten Gebiet", heißt es Ein Deutscher war es, der endlich den Gedanken faßte, die ZiEs schlägt 10 Uhr. Gott sei Dant, daß Eure Mutti, Euér Bati in der Schilderung, die ein Brüsseler Berichterstatter in einem Lon- garette auch fabrifmäßig herzustellen. Joseph Suppmann her, Euch feinen Hausschlüssel mitgegeben hat. Ihr habt das Rauschen doner Blatt veröffentlicht. Sie bezeichnen das Kriegsgebiet als die und es war im Jahre 1852, alfo genau vor fiebzig Jahren, daß er der Wellen schön gefunden, ebenso wie jener Prinz aus Honolulu wiederaufgebaute Zone". Mit dieser Haltung stellen sich die Bel- als Erfter eine große Zigarettenfabrit gründete, aber freilich nicht in der Oper das Einstimmen der Instrumente schön fand und von gier in strengem Gegensatz zu dem Touristen, der beim Besuch der in Deutschland, sondern in Rußland. Erst zehn Jahre später führte der Ouvertüre ab an nichts mehr hören wollte. Bewahrt Euer Schlachtfelder das größte Interesse an zerschossenen Häusern und er sein Erzeugnis auch in der Heimat ein, und so wurden dann vor sechzig Jahren die ersten Zigaretten in Deutschland hergestellt und " Gott wie füß" für tie neueste Strumpfmode, den neuesten Blusen erhaltenen Schüßengräben zeigt. ausschnitt. Das Meer gebraucht Euer Lobgedudel nicht. Kommt lungsreihen bereits weit gediehen. Bei fo entschlossenem Willen sind denn auch die Wiederherstel- zwar zuerst in Dresden, das ja auch heute noch den Mittelpunkt der Der Boden ist vollständig ge- deutschen Zigarettenindustrie bildet. Während man aber in Rußauch nicht wie„ Gebildete"," Gelehrte", die alles berechnen und lo- fäubert, und das war ein großes Stüd Arbeit, menn man bebenft, land die Zigarette mit großer Begeisterung geraucht hatte, begeg gisch begründen wollen, Das Tongewoge der Wellen unterliegt welche riesigen Anhäufungen von Trümmern und Kriegsmaterial nete der Deutsche ihr anfänglich mit einigem Mißtrauen. Ihr Nr. 382 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Was heute die ,, Oroße Wäsche" kostet. Dienstag, 15. August 1922 Fünffache Friedensmiete? In der geftrigen Abendausgabe hatten wir über die am Sonnabend abgehaltene Sigung des städtischen Wohnungsausschusses berichtet und dabei auch mitgeteilt, daß über die Höhe der FriedensKeine Hausfrau ist heute zu beneiden. Was nüßt es ihr, wenn entsprechend hoch genug sind. Die Fabrikanten allerdings behaupten, miete Vertraulichkeit proflamiert worden sei, da der Mafie eine Tasche voll Papiergeld erhält. Die Teuerung schreitet mit es fehlte ihnen an Rohstoffen und Kohle. Dadurch werde die Bro- gistrat erst am Mittwoch endgültig darüber Beschluß faffen wird. ofalanzeiger" und Rote Fahne" haben sich wieder Siebenmeilenſchritten vorwärts und das Einkommen humpelt nur duftion behindert und das sei die Ursache des Warenmangels. einmal darum nicht gekümmert, und teilen in sensation- ller Aufmachung langsam nach. Bei weiten Schichten der Bevölkerung wird die Uebrigens geht heute die große Wäsche in den meisten Haushal- mit, daß die Erhöhung der Friedensmiete 500 ProDifferenz zwischen Einnahmen und Ausgaben immer größer. tungen in der Küche vor sich. Die Waschküchen, die in den meisten betragen solle. Da noch fein endgültiger Beschluß vorliegt, ist das Manche Nacht wird schlaflos verbracht. Man rechnet und rechnet, Häusern vorhanden sind, find unbenuhbar geworden. Reparaturen Berhalten der beiden Blätter unter aller Kritik und nur gewie am vorteilhaftesten der Einkauf für den kommenden Tag und das Waschen in der Küche bequemer. Man hat nicht so viel zu gen nimmt es nicht mehr wunder, daß sich das linksradikale Blatt sind in ihnen schon seit Jahren nicht vorgenommen. Außerdem ist eignet, unnötige Beunruhigung hervorzurufen. Im übrifür die Woche vorzunehmen ist, und, wenn man dann diese Theorie schleppen. Das fällt besonders dann ins Gewicht, wenn die Haus- wieder einmal mit dem deutschnationalen Lofalanzeiger" in gein die Praxis umsetzen will, in die Läden kommt, erhält die Rech- frau fich felbst ans Waschfaß stellt, und das geschieht heute in den gemeinsamen Borgehen gefunden hat. Die Unterschiede in der nung ein Loch. Ueber Nacht sind die Preise gestiegen. Ein Feder-, meisten Haushaltungen. beiderseitigen Auffassung find ja auch sonst so gering, daß nicht einein Kreidestrich, und die Einnahmen der Verkäufer werden größer, gesehen merden fann, warum sie in ihrem sonstigen Verhalten sich di: Ausgaben der Konsumenten aber noch mehr. nicht gleichen sollen wie ein Ei dem anderen. Die Hausfrau wäscht selbst mit. War schon früher die große Wäsche mit ihren, das Haushaltungsbudget start belastenden Ausgaben der Schrecken der Hausfrauen, umsomehr jetzt, wo die Preise auch für alles, was zur Wäsche gehört, zu Riefenfummen angeschwollen find. Bor dem Kriege tam es immer mehr in Aufnahme, daß die Hausfrauen sich dadurch von der Last, die die große Wäsche ihnen verursachte, befreiten, daß sie sie in die Waschanstalten gaben. Bequem war diese Methode, aber sie hatte doch ihre großen Nachteile. Im Frieden nahm man diese lebequemlichkeiten mit in den Kauf. Die Preise für Wäsche waren gering, vor allem aber der Teil des Einkommens, der für derartige Neuanschaffungen übrig blieb, bei weitem größer als jetzt, wo die Einkommensquote, welche für die zur Erhaltung des Körpers, Effen, Trinken, Wohnung, erforderlichen Dinge gebraucht wird, erheblich gestiegen ist. Kein Wunder, daß die Zahl der Waschanstaltsfunden zurüdgeht, zumal auch neben den erwähnten Unzulänglichkeiten der Waschanstalten die Hausfrauen durch die täglich höher kletternden Preise veranlaßt werden, diese zu meiden. Selbst Das Plätten besorgen die meisten Hausfrauen selbst. In vielen Fällen hat der Hausvater den gewohnten steifen Kragen mit dem reichen vertauscht, das Oberhemd mit der steif gestärkten Männerbrust" ist dem weichen Hemd gewichen. Alles dieses kann von der Hausfrau selbst zurecht gemacht werden. 21 Eine Wäscherechnung. Wenn auch das Loch, das die große Wäsche ins Haushaltsbudget reißt, nicht so groß ist als die Ausgaben für die Waschanstalt, groß genug ist es auf jeden Fall. Für eine große Wäsche" im Haushalt ( 6 Personen 14 Tage) ergeben sich heute folgende Zahlen: 2 Pfund Waschpulver à 18 M. 2 Stüd Seife à 11 M. Breßlohlen, 25 Stüd. Chlor Holz Waschblau. Drebrolle 1 Stunde 36 M.( 0,50 M.) 22 " ( 0,40 1 ( 0,05 " 25 " ( 0,25 10 " ( 0,10 1 ( 0,05 5 " ( 0,10 " " 50 " Lohn für die Waschfrau( 8 Etd. à 10 M.). 80( 5, Essen • " ( 3, 230 M.( 9,45 M.) Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf die Preise vor Eem Kriege. Es ist hier ein Haushalt zugrunde gelegt, der mit den Materi alien auf das Sparsamste umgeht. Für Plätten der Wäsche ist tein Pfennig gerechnet, obwohl auch hierfür mancher StubifZentimeter Gas verwendet wird. Dann tommt es natürlich darauf an, wieviel Wäsche in dem Haushalt gebraucht wird, wie beim Essen der Tisch gedeckt ist, ob sich die Hausfrau damit begnügt, durch eine Glanzdecke dem Tisch ein freundliches Aussehen zu geben, oder ob fie mit weiß Leinen täglich den Tisch festlich herrichtet, um vielleicht durch diese Dekoration die kleinen Portionen für den Magen, das fehlende Fleisch, vergessen zu machen. Mangel an Waschmitteln. Uebrigens flagen die Hausfrauen augenblicklich, daß fie in den einschlägigen Geschäften nicht die Quanten Waschmittel erhalten, die fie brauchen; die Detailgeschäfte erklären, sie würden nicht beliefert, fie sind der Ansicht, daß ihre Lieferanten die Ware zurückhalten und daß sie erst dann wieder zum Borschein kommt, wenn die Preise 10] Der Sprung in die Welt. Ein Jungarbeiterroman von Artur Zidler. Zu Hause sagte Hans von der ganzen Angelegenheit nichts, er wurde um die zweite Morgenstunde von der Mutter geweckt und verließ auch das Haus. Pfeifend schlenderte er Durch die stillen Straßen, an der Marienbrüde begegnete er der Zampa, die stumpfsinnig dahertrottete, Weithase knallte mit der Beitsche, lachte und rief:" Der Kommerzienrat hat sich blau geärgert, und wir haben uns den ganzen Abend gefreut. Wieviel ist uns der Schneider schuldig?" Biele Hausfrauen sind trotz der erwähnten Uebelstände, die das Anvertrauen der Wäsche an Waschanstalten mit sich bringt, genötigt, ihre Wäsche an diese zu geben. Nämlich alle die, die nicht die nötigen Waschgefäße und Waschgeräte besitzen. Ihre Anschaffung foſtet heute Tausende. Und diese hat nicht jeder, trotz des gesunkenen Geldwertes. Ferienschluß. 30 Prozent Wasserzusatz. Der Schreckschuß eines Liebespärchens. Zum Tode des Straßenbahnschaffners Copernic. Der geheimnisvolle Tod des Straßenbahnschaffners Gottlieb Copernick ist durch die Ermittlungen der Kriminalpolizei insoweit aufgeklärt, als ein Raubmord nicht in Frage tommt. Der Tote hatte seine Brieftasche mit mehreren hundert Mart noch bei sich. Der tödliche Schuß ist wahrscheinlich von einem Pärchen abgegeben worden, das in der fraglichen Nacht Auf den Bahnhöfen fezt jekt wieder auf der Seite der an im Biftoriapart auf einer Bant faß. Der Mann soll, weil er glaubte, kommenden Züge" ein lebhafteres Treiben ein. Die Sonderzüge daß er vom Gebüsch aus mit seiner Begleiterin beobachtet wurde fajütten ihre Reisenden in Massen aus, die ihren Urlaub beendet und weil er sich bedroht glaubte, einen Schre dschuß in das Gehaben. Bater, Mutter und die Kinder sind braun gebrannt, haben büsch hinein abgegeben haben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß unheimliche Pakete in den Händen und sprechen nur noch fachmän- Copernid von diesem Schuß getroffen und getötet worden ist. Auf die Ermittelung des Revolverschüzen ist eine Belohnung nisch in dem Dialekt, in dessen Heimat sie gewesen sind. Bater ist gebeugt unter dem Drucke, der auf seinem Rücken pon 5000 Mart ausgesetzt. Der Schuß ist von Einwohnern laftet und zugleich unter dem der leer gewordenen Brieftasche. und Wächtern in der Nacht zum 2. Auguft auch gehört worden. Mutter rümpft die Nase und sagt:„ Huch, jetzt sind wir wieder in Personen, die ihn ebenfalls gehört haben und die über das Pärchen Berlin, die Luft war an der See doch viel, viel ozeanreicher". Die Kriminalfommissar Engelbrecht im Zimmer 54 des Polizeiirgendwelche Mitteilungen machen können. werden ersucht, sich bei Kinder aber machen vor der Lokomotive noch einmal halt, schauen präsidiums, Hausanruf 374, zu melden das Untier an, welches sie wieder an die Stätte zurückbringt, die nun ein Jahr lang fie gefangen hatten will. In der großen Bahnhofshalle werden die rührendsten Wiedersehensszenen sichtbar, die In die Verhältnisse auf dem Lande leuchtete eine Verhandlung Verwandten werden überstürzt mit hunderttausend Fragen und gegen die Frau des Pächters Grahl, die sich vor der Straffammer können in deren Reihenfolge die erste noch nicht beantworten, weil des Landgerichts III megen Nahrungsmittelvergehen zu sie in der Fülle schon wieder vergessen worden ist. Die Kinder fangen schon jetzt an, von den Erlebnissen zu erzählen und zeigen langsam zu Tode gemarterte Seesterne, Muscheln und kleine Felsblöcke, die fie zum Andenken der Natur, die sie unsicher gemacht haben, entrissen. Nur Vater steht als geduldiges Lämmchen beiseite und überlegt heftig, ob noch Geld für eine Droschte übrig ist. Das Portemonnaie aber bestimmt kategorisch die Straßenbahn 5 Mark die Fahrt" à Mensch und Paket. So denten beinahe alle Reisenden, wenn sie wieder das Berliner Pflaster betreten haben, und der Sturm auf die Straßenbahn nimmt dasselbe Ausmaß an wie seinerzeit, als die Züge nach dem Urlaubsort erstürmt wurden. Mutter hat inzwischen ihren Fragefluß eingedämmt und ist beruhigt, daß in der Zeit ihrer Abwesenheit fein Einbrecher die Wohnung gesäubert hat und ist bestürzt darüber, daß die Fensterscheiben nicht geputzt worden find( was sollen die Gegenüber davon denken?) und hält es sehr wohl für möglich, daß Agathe sicherlich alle Kasserollen durchbrennen ließ. Dann wird fachmännisch erläutert, wie Aale geräuchert werden, ohne daß sie unmittelbar hinter dem Kopf abreißen, und die Benfion ist sehr gut gewesen, beinahe jeden Tag Fleisch, nur die Stube war etwas klein und geregnet hat es meist. Ferner haben sie im ganzen selbst gekocht und es ist überhaupt„ billig" gewesen. Bater seufzt und erklärt, daß er auch einmal gebadet habe, die Kinder aber nicht, weil sie immer so sehr schnell den Schnupfen betommen, im ganzen hat Mutter schon darauf gesehen, daß die Kinder nicht zu nahe ans Wasser tamen, da man nie wissen könne. Das Ganze nennt man Ferienschluß und heute beginnt die Schule! Wetter bis Mittwoch mittag: Ziemlich warm, überwiegend be. wölft, im Südwesten weitverbreitete, an der Küste mehr vereinzelte Gewitter regen bei schwachen vorherrschend östlichen Winden. erst recht vernünftig, sich zu organisieren, weil man in der Fremde einen Halt an der Organisation habe und Organisierte sich gegenseitig immer behilflich seien. Das leuchtete mir ein, ich habe mich eintragen lassen und einen Monatsbeitrag gezahlt. Wenn du jetzt wieder Arbeit annimmst, wirst du gut tun, dich auch zu organisieren." " Das fann man machen," sagte Hans. Die Schokoladenfabrif war ein langgestrecktes Gebäude in der Nähe des Bahndammes. Ein starker Kaffeegeruch strömte dure) das Tor auf die Straße heraus; denn gleich am Eingang lag die Rösterei. Der Portier nickte auf Hansens Anfrage und lief mit ihm in die Packerei, wo ein alter Mann mit einer roten Naje das Regiment führte. Der starrte Hans durch eine scharfe Brille an und meinte, Hans fönne nach den Feiertagen antreten, und nahm ihm die Papiere ab. Hans war heilfroh und die Mutter auch, schon darum, weil der Lohn ein besserer war als in der Molkerei. " Zwei Mark und zehn Pfennige. Mach's gut, Weithafe! Rampa hüh!" Der Wagen polterte weiter über den Schotter. Die Straßenlaternen brannten in trüber Bläffe. Unter dem Brüdenbogen rauschte das Wasser. In der Innenstadt arbeiteten die Straßenfeger. Auf hohem Gerüstwagen klopften Monteure an den Straßenbahndrähten herum. Hans sah ihnen zu. Bater Onfreder schimpfte schon wieder: Ihr verfluchten Geh ins Bett!" schrie einer von oben." Bin schon wieder 3appelfrigen! zu Weihnachten bleibt man daheim und ruht braußen," lachte Hans und ging weiter. Im Bahnhof war es sich aus. Wo wollt ihr denn hin? Auf die Dörfer? Daß euch hell und warm. Hans studierte die Aufschriften der Fahr- doch die Hunde beißen möchten... fartenschalter. Berlin- Königsberg- Endtkuhnen- Riga Natürlich gingen sie doch. Es herrschte faltes, flares Petersburg. Nürnberg- München- Innsbruck- Mai- Better draußen, die Luft war still. Krähenzeug lärmte auf land- Rom. Hannover- Düsseldorf- Aachen Brüssel dem Acer, der Schritt scholl hart auf der Straße. In der Heide Paris... Er trant sich einen Rausch an den Namen der knarrten die Bäume. Um sich warm zu machen, warfen die fremden Städte, keine Ruhe wollte er finden, bis er nicht beiden Steine in prafselndes Geäft, bis ein Forstmann kam überall gewesen sei. Hamburg sollte das nächste Ziel sein. Bon und drohte, er werde ihnen Steine in die Schnauze jagen. da aus irgendwohin ins Blaue, Norden, Süden, Westen oder„ Oho," gab Rudi zurück, wir schmeißen besser als du!" Das Often. Der freudige Drang trieb ihn wieder nach der Borstadt, schien glaubhaft, denn der Waldmensch ging weiter, ohne noch wo er Rudi abholen und nach der Fabrik begleiten wollte. Er etwas zu bemerken. traf unterwegs einen Schulfameraden. So, du bist also nicht mehr bei der Milch. Frage doch bei uns an, in der Schokoladenfabrik, ich glaube, es werden welche eingestellt." " " verantworten hatte. In der gleichen Sache hatte die Vorinstanz auf 1500 m. Geldstrafe erkannt, gegen die der Staatsanwalt jedoch Berufung eingelegt hatte. Die von dem Gute zum Verkauf gebrachte Milch war, wie verschiedene Stichproben ergaben, mit einem Wasserzufaz bis zu 30 Prozent versehen. Zur Verteidigung wurden in der ersten Instanz, wie auch in der gestrigen Verhandlung, die unglücklichen Arbeiterverhältniffe auf dem Lande angeführt. Es sei angeblich keine Seltenheit, daß " Dirnen" und" Diebinnen" dem nichtsohnenden Bächter die Milch austränken und sie dann verwässerten. Auf Grund der Beweisaufnahme jedoch nahm das Gericht vorsägliche Handlungsweise an und verurteilte die Beklagte zu 1 Monat Gefängnis und 1000 M. Geldstrafe. Das Strafmaß, so führte der Borfizende aus, fönre bei derartigen Bergehen im Intereffe unserer Rinder und Kranten nicht hoch genug bemessen werden, wodurch der Profitgier gleichzeitig ein Dämpfer aufgesetzt werde. Ein italienischer Anarchist. Der als Mittäter des von dem Anarchisten Boldrini ver= übten Bombenattentats auf das Flora- Theater in Mailand im April d. 3. in Berlin verhaftete Franzesco Chezzi hatte sich Montag vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte wegen Ürfundenfälschung zu verantworten. Er hatte sich bei seiner Einlieferung ins Untersuchungsgefängnis als Franz Caspar in das Aufnahmebuch, das eine öffentliche Urkunde darstellt, eingetragen. Hierfür erhielt er zwei Wochen Haft, welche durch die Untersuchung verbüßt find. Er bleibt aber weiter in Haft. Ursprünglich war er bekanntlich als Mittäter Boldrinis verhaftet worden. Die italienische Regierung hat aber, wie Justizrat Dr. Bittor Fränkl vor Gericht mitteilte, diese Anklage fallen gelaffen und betreibt seine Einlieferung jegt wegen Teilnahme an einer Geheimorganisation und wegen des unerlaubten Besizes einer Handgranate. Chezzi behauptete heute, daß er nicht mehr italienischer, sondern russischer Staatsbürger sei. In den Quartieren, wo wir lagen, haben wir Wein getrunken und schöne Weiber gesehen, aber nichts konnte uns halten, denn wir haffen das Bolt, das am Ofen figt, und find für das Marschieren um die runde Welt. Unser Trompeter hat ein helles Horn voll jubelnder Signale, denen sind wir so treu, daß wir sie hören, auch wenn sie nicht geblasen werden.. Rudi hob die Nase in die Luft. Dues fängt an zu regnen. Was machen wir jetzt? Wir müssen schneller laufen." mit den Zweigen um sich schlugen. Die Freunde rannten, was Bald drehte die Flut in Wirbeln herunter, daß die Kiefern mit den Zweigen um sich schlugen. Die Freunde rannten, was sie konnten, das Spintisieren war ihnen vergangen. Es dauerte nicht lange, so flatschte ihnen das Zeug auf dem Leibe, die Mäntel wurden schwer und rannen wie Dachtraufen. Auch die Bäume trieften, es gab fein Unterstellen. Die Tropfen tanzten auf der Straße, die wie ein Fluß aussah, bei jedem Schritt rann das Wasser aus den Stiefeln, die Jungens froren bis ins Herz hinein und fluchten wie Matrosen. Noch eine Stunde bis zum Dorf- und der Regen ließ nicht nach. In der Schenke brachen die Bauern und Arbeiter in dröhnendes Gelächter aus, als die unglücklichen Spazzen hereintamen. Die Jungens jahen totenblaß aus und wurden von der Kälte geschüttelt.„ Gebt den armen Teufeln heißen Grog auf meine Rechnung," schrie ein Bauer, und die beiden schlürften gierig den heißen und scharfen Trant. Wo wollt ihr denn hin?" " Spazieren gehen..." Neues Gelächter. Die Wirtin schüttelte den Kopf. Ihr seid Haupthähne. Es wäre kein Bunder, wenn ihr euch den Tod holtet. Wo wollt ihr denn eure Kleider trocken?" Da stand ein Mann auf:" Ich werde sie zu den Glashütten bringen, dort wird ja heute gearbeitet. Bei den Defen ist eine Bullenhige, und ihr werdet bald trocken sein." So ging es wieder hinaus in den Regen, ein Stück die Dorfstraße entlang, bis sie in den Hof der Glashütte einbogen. Die Glasöfen warfen blendendweißes und rotglühendes Licht durch den weiten dämmernden Raum, wohlig warm schmeichelte die Luft. Glutscheinübergoffene Männer schwangen die Rohre mit dem gleißenden Glas. In den stillen Dörfern roch es nach Weihnachtskuchen. Die Freunde hielten sich nirgends auf, die Lust am Laufen wurde immer stärker. Die Zeit vertrieben sie sich mit PhanDurch die Straßen, in zwei Zügen herauf und hinunter tasterei. Sie waren in diden Wald gekommen und brauchten eilten die Arbeiterscharen. Es ist recht so," entschied Rudi, nahezu drei Stunden, ehe das nächste Dorf zu erreichen war. ,, wir wollen zuerst nach Hamburg fahren. Dort werden wir Weißt du, wer wir sind?" spann Hans den Faden.„ Wir sind dann sehen, wo der Wind hin will. Vielleicht fahren wir zur Grenadiere Napoleons. Wir haben das Heer verloren, aber Hans und Rudi durften dableiben und zerrten sich das See. Uebrigens etwas Neues: gestern fam ein Arbeiter zu hinter dem Walde werden wir es wiederfinden; denn wir hören nasse Zeug vom Leibe, das bald vor den Defen zu dampfen mir und sagte, ich sollte mich organisieren. Was das für einen die Kanonen schlagen. Jetzt laufen wir nun schon Wochen, begann. Das nackte Fell ließen sich die Jünglinge ebenfalls 3weckt haben foll? Er meinte, wenn sich alle Arbeitskollegen Tage und Nächte durch den russischen Wald, und unsere Heimat von der Glut bestrahlen und wurden wieder warm und überzusammenschließen, können sie beffere Bedingungen erreichen, ist so weit hinter uns, daß wir fie vielleicht nie wieder erreichen mütig dabei. " " fürzere Arbeitszeit und höheren Lohn. Darauf sagte ich, daß werden. Wir brennen darauf, in die Feldschlacht zu gelangen, Wir gehen durch Wasser und Feuer an einem Tag wir auf die Wanderschaft wollen, und er meinte, dann sei es weil wir das wilde und gefährliche Leben über alles lieben. I was willst du mehr2" ( Fortsetzung folgt.) Aus Toulon. Eine Bitte der letzten Kriegsgefangenen. Waren an dritte wurde an die Rame" abgeführt. So vers Internationaler Telegraphistenwettstreit. teuerten diese Machenschaften der armen und ärmsten Bevölkerung Zu dem vom 17. bis 21. August in Bersin stattfindenden dritten die so dringend nötigen Waren in unerhörter Weise. Wie groß der Mit dem Poststempel, Toulon sur mer" versehen erreicht uns Internationalen Telegraphistenwettstreit find bisher 143 Telegraphen. Umfang der hier in Betracht kommenden beinahe ein Jahr hindurch bom ,, Depot Special des Prisoniers de guerre, du Fort de beamte aus Dänemark, Estland, Finnland, Italien, Jugoslawien, gehenden Schiebungen ist, steht noch nicht sicher fest. Er ist jedenfalls Lemalgue- Toulon" der Brief eines jener unglüdlichen 27 Kriegs- Niederlande, Norwegen, Desterreich, Portugal, Rußland, Schweden, nicht gering. Lemalgue- Toulon" der Brief eines jener unglücklichen 27 Kriegs- Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn angemeldet. Außergefangenen, die dort noch immer trotz aller Borstellungen festgehalten dem nehmen Angehörige des Freistaats Danzig und des Saarwerden. Wir geben nachstehend das Schreiben im Wortlaut wieder: Fort Lamalgue, den 11. August 1922. Sehr verehrte Redaktion! " Als einer der letzten 27 deutschen Kriegsgefangenen, die noch immer mit Berlangen dem Tage ihrer Freiheit entgegensehen, bitte ich Sie um Veröffentlichung folgender Beilen: Obgleich schon vier Jahre Frieden ist, die Gefangenen bis auf uns 27 Mann alle der Heimat wiedergegeben wurden, ist ein großer Teil der Heimat in dem festen Glauben, wir müssen Berbrecher" fein, denn, so sagt man immer, wären fie längst frei, wenn es nicht so wäre! Und dabei sind wir auch nur Opfer der Verhältnisse. Können wir dafür, daß wir nicht, wie die übrigen Bestraften, begnadigt wurden? Aha, menn wir bestraft sind, müssen wir etwas verbrochen" haben und man darf uns Verbrecher nennen? Mit nichten!! Wollen Sie, die Sie sich uns gegenüber als Engel fühlen, nachfolgende Strafen ein wenig durch den Kopf gehen lassen, vielleicht verachten Sie uns ,, Avignon- Verbrecher" dann nicht mehr, sondern haben ein ganz flein wenig Mitleid mit uns?? Bin ich vielleicht ein Verbrecher, meil ich mir aus einem Müllhaufen eine zerriffene französische Uniform suchte, sie mir reparierte, und zu meiner Flucht benutte? Da für bekam ich 5 Jahre Zuchthaus!!! Ist der ein Verbrecher, der auf feiner Flucht einige Kartoffeln stahl, oder einen Hering, oder einige Büchsen Delsardinen, um den wahnsinnigen Hunger zu stillen? Ich fönnte mehr solcher Fälle anführen. Nur deshalb befamen wir fo hohe Strafen, um andere abzuschreden, und wir waren Feinde! Wir selbst wissen uns frei von jedem Vorwurf, um so mehr schmerzt es, wenn man nach seiner Heimfehr nur fchief angesehen wird! Glauben Sie, die Sie sich um so Vieles besser dünten als wir, daß man in Frankreich Verbrecher" so lonal behandelt wie wir es werden? Die möglichste Freiheit innerhalb der Mauern wird uns gewährt. Schitanen oder Mißhandlungen fennen wir nicht. Wir bekommen verschiedene Seitungen zu lesen, auch eine franzöfifche. Hier alles Gute troh der mißlichen Lage anzuführen, ginge zu weit. Ich hoffe zuversichtlich, daß diese Zeilen das Mißtrauen, welches man uns entgegenbringt, beseitigen möge. Kriegsgefangener 2892. Schnippa- Curt. Der Wunsch des Kriegsgefangenen Schnippa, daß diese Zeilen einem größeren deutschen Lesertreise bekannt werden mögen, ist das mit erfüllt. Es ist natürlich selbstverständlich, daß man die 27, so bald sie wieder in Deutschland find( was recht bald der Fall sein möge), hier nicht als triminell Geächtete ansehen wird. Wo die Hausbrand- Kohle bleibt. gebiets teil. Artur Keil geisteskrank. Der wegen schwerer Erpressungen in Untersuchungshaft befindIhnen werden die besten deutschen Telegraphen.liche Schriftsteller" Artur Keil, der seit einiger Zeit auf seinen beamten an den verschiedenen Telegraphensystemen im Bett Geistes zustand untersucht wird, ist gestern to biüchtig geworden fampf gegenüberstehen, und zwar find gemeldet 165 Beamte der und mußte nach der Charité übergeführt werden. Reichstelegraphenverwaltung, 61 der Reichseifenbahn und 14 AnPOSTABONNENTEN welche auch im nächsten Monat Wert auf eine regelmäßige Zustellung des Vorwärts" legen und eine Unterbredung in der Zustellung vermeiden möchten, müssen die Erneuerung des Postbezuges in den Tagen vom 15. bis 20. d.M. bei dem zuständigen Postamt vornehmen Vorwärts- Verlag G. m.b.H. Die elektrische Nordbahn. Die Arbeiten zur elektrischen Zugförderung auf den beiden Nordbahnstrecken Berlin- Bernau und Berlin- hermsdorf sind nahezu zu Ende geführt worden. Die Ausgestaltung und Durchbildung für die Stromabnehmer für die Wagen ist beinahe fertiggestellt. Sie werden an den Wagen beweglich angeordnet, so daß fie auf freier Strecke an die Stromschiene( 3. Schiene) von unten, bei Brücken und Ueberführungen von oben angreifen fönnen. Hier durch wird der Umbau bzw. die Höherlegung zahlreicher Brücken. träger erspart, ebenso wie auch der limbau einer ganzen Reihe von Unterführungen. Die ersten Bersuche mit dieser neuen Art der Stromabnahme werden demnächst stattfinden. Die Bermessungsarbeiten auf beiden Strecken sind ebenfalls zu Ende geführt worden, so daß die Herrichtung des Bahnförpers für den elektrischen Betrieb in Angriff genommen werden kann, sobald die Fabriken mit der gestellte der deutschen Funkgesellschaften. Während bei den ersten Lieferung der elektrischen Streckenausrüstung begonnen haben. Etwas beiden internationalen Wettkämpfen, die vor dem Kriege in Italien langfamer schreitet die Fertigstellung der dret Unterwerfe stattfanden, nur die Drahttelegraphie berücksichtigt war, fort. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Gesundbrunnen ist die ist diesmal, entsprechend ihrer hohen Bedeutung für den inter- während des Krieges stiffgelegte frühere Fettgasanstalt an der Gabe nationalen Berkehr, auch die Funktelegraphie in den Wettstreit ein- lung der beiden Nordbahnstrecken zu einer Unterstation umgebaut bezogen worden. Das Reichspoftministerium hat zur Verteilung worden. Die Gasometer und ein großer Teil des Retortenhauses an erfolgreiche Wettbewerber eine Erinnerungsmedaille sind abgerissen, die Fundamente sind größtenteils durch Sprengungen aus Bronze prägen lassen. Der Reichspräsident hat den abgbrochen und die Reste des Mauerwerks zur Herstellung des neuen Meisterschaftspreis, der Reichspoftminister, der Reichsverkehrs- Umformerwerkes verwendet worden. Der Termin zur Inbetrieb minister, der Handelsminister sowie der Staatssekretär für Tele- nahme auf beiden Strecken ist zum Frühjahr kommenden graphie haben Ehrenpreise gestiftet. Außerdem sind eine größere Jahres in Aussicht genommen. Bis dahin merden auch die beiden Anzahl wertvoller Runstgegenstände aus den Kreifen des Handels, anderen Umformeriverfe in Hermsdorf und Buch fertiggestellt sein der Industrie und der Presse als Preise für den Wettbewerb zur und mit den notwendigen Apparaten versehen sein. Berfügung gestellt worden. Besonders bemerkenswert ist es, daß die Fachindustrie auf Anregung des Reichspostministeriums eine Die aus Elfah- Cothringen Ausgewiesenen, auch diejenigen Anzahl Bronzeplafetten hat anfertigen lassen, die mit Bildnissen Deutschen, die mit solchen Ausgewiesenen in Berührung fommen, von Heinrich von Stephan, dem Gründer des Weltpoftvereins, machen die neuerdings aus Elsaß- Lothringen Ausgewiesenen auf den Werner von Siemens, dem Erfinder des Geetabels, Heinrich hilfsbund für Elsaß Lothringen im Reich aufmerkerb, dem Entdecker der elektrischen Wellen und Emil Rathe- fam, der in allen größeren Städten Ortsgruppen befizt. Die ZenDie Vorbereitung und Zeitung des internationalen Wettstreits liegt Martin- Luther- Str. 26/27, wohin sich die Ausgewiesenen wenden nau, dem genialen Organisator und Techniker, geschmückt sind. trafftelle des Hilfsbundes selbst befindet sich Berlin- Schöneberg, in den Händen des Staatssekretärs für Telegraphie Dr. Bredow. können. Als Vertreter der ausländischen Telegraphenverwaltungen sind 16 Delegierte angemeldet, die in Gemeinschaft mit deutschen Vertretern ein internationales Preisgericht bilden und der Staatssekretär bei der Leitung der Wettkämpfe unterstügen werden. Ausbildung von Kriegerwifwen für den Bureauhilfsdienst. Für Kriegerwitwen, die über eine ausreichende Borbildung besonders in Die fortwährenden Klagen über die mangelhafte HausbrandSchrift und Sprachgewandheit verfügen, besteht nach einer Mittei versorgung, die aus allen Kreisen der Verbraucher tommen, haben Tung der Hauptfürsorgestelle der Stadt Berlin die Möglichkeit, in den das städtische Rohlenamt zu besonders scharfen Üleberwachungsmaß städtischen Wahlfortbildungsschulen für Frauen und nahmen veranlaßt, um jede widerrechtliche Verwendung der für den Wieder ein schimpfender Poftrat. Mädchen für den Bureauhilfsdienst in Lehrgängen für MaschinenHausbrand bestimmten Borräte, namentlich der Steinkohle, zu ver hindern. Wiederholt konnten die Beamten des Kohlenamtes in Schon von jeher ist die Reichspoft ein Hort der Reaktion ge- schreiben, Stenographie, Deutsch, Rechnen, Buchführung, Handelsletzter Zeit größere Mengen Steinkohle, die zu anderen Zweden ver mejen; daß aber auch jetzt noch einzelne Beamte es fich erlauben forrespondenz, ausgebildet zu werden. Die näheren Bestimmungen fchoben waren, beschlagnahmen und der Hausbrandverteilung au- fönnen, in den Diensträumen Republit und Regierende ungestraft in find im Rathaus Neukölln, 1 Treppe, im Aushängefaften zu ersehen. führen. Ein besonders reicher Fang ist ihnen vor kurzem geglückt. rüpelhafter Manier zu beschimpfen, das beweist ein Vorfall, der Geeignete Kriegerwitwen, die sich ausbilden lassen wollen, fönnen sich zur Notierung bis zum 23. Auguft im Rathaus, 1 Treppe, An mehreren Stellen wurden insgesamt zirka 7000 3entner uns aus Lesertreisen folgendermaßen geschildert wird: Steintohle im Werte von mehr als 1 Million Mart Es war am 8. Auguft im Briefträgerfaal des Post amts 3immer Nr. 191, beim Stadtoberinspektor Zietz melden. befchlagnahmt. In einem Falle wurde den Beamten dabei so 23. 15, Uhlandstr. 42. Trohdem der Raum mit Beamten Erhöhung der Gebühren im Paket- usw. Verkehr nach dem Ausenergischer Widerstand geleistet, daß ein größeres Aufgebot von und Privatpublitum gefüllt war, erging fich der Beamte land. Der deutsche Gegenwert bes Goldfranten bei Schußpolizei zur Hilfe herbeieilen mußte. Die Firma Reiher Stern in müften Schimpfereien gegen die Republit. Worte wie der Gebührenerhebung im Auslands- Bafet- und Telegrammverfehr 1. Behm hatte an eine Reihe von Industrieunternehmungen Schieberrepublit, Berbrecher ufw. hagelten nur so. Dann famen sowie für Ferngespräche nach dem Ausland ist mit Wirkung vom Hausbrandtohle abgegeben. Unter anderem hatte die Juben an die Reihe, die doch an allem schuld seien. 3um 7. August an auf 160 m. festgelegt worden. Dieses Umrechnungs. Engelhardt Brauerei 5000 3entner und die Leber Schluß erzählte Herr Stern feiner aufhorchenden Gemeinde: Die verhältnis ist auch für die Wertangabe auf Bateten unb Briefen fabrit von Botthoff in Blankenburg 1500 Zentner Gefeße zum Schuge der Republik feien nur gemacht, damit über fomie auf Rästchen mit Bertangabe nach dem Auslande maßgebend. Rohlen erhalten, die nunmehr beschlagnahmt wurden. Bei der die Schiebereien der Regierenden nicht geredet werden Nähere Auskunft erteilen die Bostanstalten. letzteren Firma wurde versucht, den Beamten Widerstand zu leisten, so daß es zu dem erwähnten polizeilichen Eingriff fam. Gegen Bielleicht beschäftigt sich die jedenfalls auch im Bostamt W. 15 die Firma Reiher u. Behm ist bei der Staatsanwaltschaft Strafvorhandene verantwortliche Stelle" einmal mit besagtem Herrn anzeige erstattet worden. Stern des Näheren Das Gefeß zum Schuße der Republik fönnte 7. hier seine Schuldigkeit tun! Jm Kokainrausch. Schnupf- Frida" auf Beutezügen. Ein Ausländer hatte auf einer Bergnügungsfahrt durch die Friedrichstadt eine junge Dame" tennengelernt, mit der er eine Reihe von Stätten aufsuchte, an denen man sich nicht langweilt. Die Reise endete in einem hotel in der Friedrichstadt, wo der Schwede morgens um 6 Uhr mit dicem Kopf und leerer Brieftasche erwachte. Die freundliche Dame war verschwunden und mit ihr seine Devisen, 700 fawedische Kronen, nach unserem Gelde also heute etwa 206000 m. Obwohl der Bestohlene der Polizei gar nicht das Hotel anzugeben vermochte und von der Begleiterin nur fagen fonnte, daß fie feiner Ansicht nach hübsch gewesen und ihm gut gefallen habe, fonnte sie bereits in der nächsten Nacht er mittelt und verhaftet werden. Jetzt hätte sie dem Schweden eigentlich noch besser gefallen müssen, denn die Kleine war jest hochelegant angezogen. Sie hatte sich sofort vom Kopf bis zur Sohle vollständig neu eingefleidet und es sich auch etwas fosten laffen. Immerhin besaß sie noch 60 000 mt. Dem Bestohlenen fonnte also diefe Summe und außerdem ein auf Seide gearbeitetes, hochelegantes Kostüm, leyte Pariser Mode, Ladenpreis 28 000 mt., mehrere Garnituren feidener Unterwäsche u. a. m. wieder aus gehändigt werden. bie tann. Ein Schieberkonsortium. Groß- Berliner Parteinachrichten. reis. Charlottenburg. Dienstag, ben 15. Auguft, 7½ Uhr, erweiterte. Gigung im 8immer 1. 2. Kreis. Tiergarten. Mittwoch, den 16. Auguft, 7 Uhr, bei Erümper, Flens. burger Str. 3, Sigung der Abteilungstaffterer. Erscheinen Pflicht. 11. Kreis. Schöneberg- Friedenau. Arbeitsgemeinschaft der Rinderfreunde. Spieltage Dienstag und Freitag von 3 Uhr nachmittags ab auf dem alten Turnplay, Rubens, Ede Begasstraße. Gammelstelle für Schöneberg: Feu rig-, Ede Tempelhofer Straße; für Friedenau: Rhein, Ede Moselstraße. Kreis. Tempelhof Mariendorf. Mittwoch, den 16. Auguft, 75 Uhr, in Tempelhof Dorfstr. 17, Gigung des Areisvorstandes. Bollzähliges Exfcheinen Pflicht. Mittwoch, den 16. August: 13. Die Geschäfte der Altlederverwertungsgesellschaft. Unter dem Berdachte der Untreue und des Betruges wurden gestern der bisherige Liquidator und Direktor der Altlederverwer. tungsgesellschaft Hugo Wolff aus der Leibnizstr. 4 und der Kaufmann Rabe aus der Goethestr. 9 festgenommen. Wolff wird zum Borwurf gemacht, daß er im Herbst 1921 zu einer Zeit, als er noch 82. st. Steglib. 8 Uhr im Gymnaftum Scefeftraße, Mitgliederversammlung. Direktor und Liquidator der Altlederverwertungsgesellschaft war, zufammen mit Karl Rabe unter der Bezeichnung erst Imper" und später Rawe" in der Schlüterstr. 10 in einem abgemieteten 92. bt. 72 Uhr bei Wolff, Kaiser- Friedrich- Straße, Gigung der Funktionäre 3immer eine GmbH. gegründet hat mit der Absicht, sich und Rabe durch strafbare Ausbeutungen seiner Stellung unberechtigte Borteile zu verschaffen. Thema: Außenpolitit". Ref. Lepère. 94. Abt. Neuköln. 7 Uhr Abrechnung und Funktionärtigung bei Taubel, Weisestr. 23. Die Billetts vom 11. Auguft abrechnen. und Abrechnung der Bezirksführer. Bericht vont Bezirtstag. 106. Abt. Johannisthal. 7% Uhr Schulaula Roonftr. 2. Thema:„ ,, Die poltische Lage". Ref. Robert Fendel. Frauenveranstaltung: Abt. Gemütliches Beifammenfein mit Raffectochen bei Nische( BittoriaGarten, früher Ludwig, Am Treptower Part 25-26. Treffpunkt 8 Usz Staliger Straße, an der Emmaustirche. Jugendveranstaltungen. Dienstag, den 15. Auguft: Rofenthaler Borstadt. Jugendheim Gemeindeschule Gipsfr. 28a, Borinag: Warum bin ich im Berein Arbeiterjugend". Steglig. Jugendheim Johanna. Stegen- Straße 23, Lefeabend: Der Bauernkrieg" Subweften. Jugendheim Lindenstr. 3, 2. Sof, 3 Treppen links, Vortrag: Gozialismus und Pazifismus“. Tegel. Jugendheim Bahnhofstr. 15, Bortrag: ,, Elettrotechnit". Achtung! Alle Genossen, die fich an den Boltstängen zum Sportfeft beteiligen, treffen sich heute abend Treptower Bart, Spielwiese 6, um 7 Uhr. Die Gründung dieser ohne Kapital oder auf einer anderen Basis 44. zustande gekommenen Gesellschaft hat Hugo Wolff nach dem beschlagnahmten Schriftwechsel vor länger als Jahresfrist schon geplant. Als dann Rabe sich nicht schnell genug entschloß, machte ihn Wolff darauf aufmerksam, daß die Bestände der Altlederverwertungsgesellschaft rapide zu Ende gingen und daß man sehr bald zu einem Entschluß fommen müsse, weil ihm, Wolff, von anderer Seite zwei ähnliche Dem Kriminalfommissar fiel bei der Berhaftung des Mädchens, Angebote gemacht worden feien. Balb darauf tam unter der Beeiner gewissen Frida Riemelt, deren Rauschzustand auf, und als zeichnung" Rawe"( foll wohl heißen Ra be- off) die Handelser das Mädchen verhörte, erfuhr er, daß es gleich nach dem Dieb- gesellschaft für Induftriebedarf zustande. Die Geschäfte übernahm stahl nach der ,, Flottweiltlaufe" in der Flottwellstr. 14 ge- neben Rabe Direktor Wolff. Die Geschäftsverbindung der Rawe" mit gangen war, wo es mit anderen Gästen Kotain geschnupft der Altlederverwertungsgesellschaft war nur auf das Ein habe. Dieses Lokal wurde daraufhin in Augenschein genommen. it reichen von 8 milengewinnen eingestellt. Es wurden Die Verhaftete, die dort als die Schnupf- Frida" betannt war, hatte zum Teil offensichtlich nur zum Schein Kaufverträge über bein ihrem Rofainrausch mit den schwedischen Kronen nur so um fich stimmte Warenlieferungen und bestimmte Preise abgefchloffen. Die geworfen. Das ganze Lotal wurde ausgehoben und alle Per Waren wurden aber von der Rawe" nicht bezahlt und auch nicht fonen nach dem Bolizeipräsidium gebracht.. Leute aus allen Berufs- abgenommen, sondern von den Lagern der Altlederver Stenegraphenverein Stolze- Schrey. Rorbbezirt. Uebungen für Damen zweigen wurden dort angetroffen. Eine besonders aufgepußte Dame, mertungsgesellschaft meist durch deren Angestellte zu und Serren Dienstag 7 bis 9½ Uhr in der 120. Gemeindeschule, CattenStraße 107a. die noch kurz vor ihrem Berhör rasch einen Blick in den Spiegel höheren, von der Rawe" festgefeßten Preifen an dritte Ab. Rebelter Samariter Kolonne, Berlin, e. B. Am Mittwoch, abends pünkt. warf und ihre Loden zurechtzupste, wurde als mannentlarot. nehmer weiter verkauft. Den geringen Kaufpreis, der der lich 7 Uhr, findet in der Schule Hinter der Garnisontirche eine außerordent Gegen die Vertreiber des Rofains wurde ein besonderes Verfahren Rame" berechnet wurde, erhielt die Altiederverwertungsgesellschaft, über Arbeitsgemeinschaften. Die weitere Tagesordnung wird in der Ferfamm. liche Generalversammlung statt. Der Bundesvorsigende Genoffe Steir spricht eingeleitet. der erhebliche Mehrerlös von dem eigentlichen Verkauf der lung bekanntgegeben. Erscheinen aller Mitglieder unbedingt erforderlich. Vorträge. Vereine und Versammlungen. WENESTI RUND AMCAY BERLIN NES WENEST WENE RUNE RUND RUN FEINE MILDE CONSUM- ZIGARETTE MIT UND OHNE GOLD! Wirtschaft Devisenkurse. Die amtliche Kurstabelle gibt an, wieviel Mart man aufwenden muß. um die in der ersten Spalte genannte Einheit der auf das bezeichnete Land lautenden Währung zu erwerben. 100 holländische Gulden.. 1 argentinischer Bapier- Bejo 100 belgische Frant 100 norwegische Kronen 100 dänische Stronen 100 schwedische Kronen. 100 finnische Mart 1 japanischer Yen. 100 italienische Lire 1 Bfund Sterling 1 Dollar. • 100 französische Frank 1 brasilianischer Milreis. 100 Schweizer Frank. 100 österr. Kronen( abgeſt.) 100 spanische Besetas 100 tschechische Kronen. 100 ungarische Stronen. 100 bulgarische Lewa.. zur Selbstverständlichkeit. So loftet jest nach einer neuerlichen wurde, geht man in Norwegen dazu über, das Getreidea Preiserhöhung der niederrheinischen Fabriken um 15 M. Margarine monopol für Auslandsware durch Gesetz zu befestigen. Die geringster Sorte 105, folche bester Sorte 125 M. je Pfund. norwegische Regierung hat dem Parlament eine Gefehesvorlage Die Verlagsgesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg unterbreitet zur Einrichtung eines Getreidemonopols. Nach dem war im ersten Halbjahr 1922 febr start beschäftigt, was in Gesetzesvorschlag will der Staat das alleinige Recht haben, der gewaltigen Steigerung der Umsätze zum Ausdrud fommt, ob eizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mehl durch das Monopol ein= wohl diese natürlich auch durch die rapiden Papierpreiserhöhungen zuführen. Für den inneren Auftauf ist das Monopol nicht gedacht; beeinflußt wurden. Legtere machten sich namentlich im zweiten Da Norwegen seit der Kriegszeit ein Betreibemonopol besaß, das es soll nur das Auslandsgetreide durch seine Organisationen leiten. Bierteljahr geltend, das eine Vermehrung des Umjages, gegenüber aber eine noch nicht endgültige gefeßliche Grundlage erhalten hatte, dem zweiten Quartal 1921 von 12 Mill. M. auf 56,5 Mill. M. ergab. so geht man mithin dazu über, nunmehr einen definitiven Zustand Der Umfaz des ersten Halbjahrs betrug insgesamt 86 mill Mart, gegen 25,6 Mid. M., also 60,5 mill. w. mehr, davon ent- zu schaffen. Man beabsichtigt damit, wichtige landwirtschaftliche fielen auf die Druckerei und Papierwarenfabrit 67 Will. m. Erzeugnisse der freien Erfassung des privaten Handels zu entziehen. 31885.05 31964.95 33362.( 17,8 Mill. M.), das Versicherungswesen 18 Mill. M.( 8 min. m.), Sicherlich wäre auch für Deutschland ein Monopol unter Be298.12 298.87 281.12 281.87 ber Betrieb noch reichlich mit Aufträgen versehen. 31885.05 31964.95 33362-33438.- bas Elektrizitätswert 1 min. m.( 146 090 m.). Auch weiterhin ifi nuhung der Einrichtungen der Reichsgetreidestelle das Zweckmäßigste 14. August Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 6342.05 6357.95 14182.25 14217.75 17627.90 17672.10 21548.- 21602.1722.80 1727.20 394.50 395.50 3745.30 8754.70 3670 40 3679.60 828.96 826.04 6758.45 6741.55 12. August Käufer. Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 6067.40 6082.60 13508.05 18541.95 Die 5. deutsche Ostmesse wurde am Sonntag in Königsberg 16828.90 16871.10 eröffnet. Sie ist bedeutend weiter ausgedehnt und stärker beschickt 20574.25 20625.75 als die früheren Königsberger Ostmessent. 1667.90 1672.10 364.50 365.50 3585.50 3594.50 3485.60 3504.40 781.52 783.48 6367.00 6383.00 102 87 103.13 Der Jutetruft. Zu der bereits gemeldeten Konzentration in der deutschen Industrie wird noch mitgeteilt: Der Konzern, der sich unter der Firma Vereinigte Jutespinnereien und Webereien" bildet, umfaßt ungefähr ein Viertel der gesamten in Deutschland hergestellten Jutewaren. Die Gesellschaft wird über rund 45 000 Spinn- und Webstühle verfügen. Die angeschlossenen Unternehmungen, die ihren Siz in Hamburg, Mannheim und Baußen haben, werden ihren Vertrieb so einrichten, daß sie mög= lichst an Transportfoften sparen, indem sie die Berteilung der Aufträge so vornehmen, daß geringe Frachtkosten ent55.07 stehen. Nicht minder erheblich werden die Geschäftsuntoften herab455.60 gefeßt, so daß, abgesehen von den sonstigen Vorzügen, die ein solches Unternehmen mit sich bringt, hier eine Organisation und ein indu strieller Zusammenschluß sich entwickelt, die mit zum Größten dieser Art in der Textilindustrie gehören. 111.86 112.14 15680.35 15719.63 14881 35 14918.65 12784.- 12816.11935.05 11964.95 1.45% 1.49% 1.38 1.42 2155.30 2160.70 56.17 56.38 459.40 460.60 100 Polenmart galten etwa 11 M. 2072.40 54.98 454.40 2077.60 Ein Getreidemonopol in Norwegen. Während in Deutschland Margarine steigt weiter. Die Butter der armen Leute wird mehr und mehr zum Lugusartikel. Preise, wie sie vor kurzem noch bei der Butter Staunen erregten, werden jetzt auch für Margarine die Getreidezwangswirtschaft immer mehr und überhaftet abgebaut gewesen. Moskauer Balutapreise. Auf dem Mostauer Balutamarkt herrscht zurzeit Stille, da geringe Nachfrage besteht. Auf dem freien Markt wird 1 Pfund Sterling mit 18 bis 18,5 Millionen, 1 Dollar mit 3,7 bis 3,8 Millionen Rubel bewertet; 1 deutsche Reichsmart 11000 Rubel. Die Antaussturse der Staatsbank für ausländische Valuta sind unverändert; die Bant zahlt für 1 Pfund Sterling 10 900 000, für 1 Dollar 2 400 000, für 1 Reichsmart 5500 Rubel. Das altbewährte Kräftigungsmittel für Körper und Nerven Sanatogen ist in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Alte Reserve Winkelhausen Theater, Lichtspiele usw. Urania 8 Uhr: Harz Reichshallen- Th. Deutsch. Theat. Volksbühne Allabendl. 7%, Uhr 8 Uhr: Das Glas Zum 1. Male 72 U: Wasser Mittwoch 8: Das Madame Butterfly Glas Wasser Kammerspiele Sommerspielzeit. Lessing- Th. 7: Der Raub der Allabendl. 8 Uhr: Sabinerinnen M.tw. Der Raub Der Schildpattkamm d. Sabinerinnen Gr.Schauspielh. Sommerspielzeit ieth Deat. Künstler- Th. 8 ( Karlstraße) Orpheus in Allabendi, 8 Uhr: der Unterwelt Die erste Nachi" Mittw 8 Orpheus in d. Unterwelt Casino- Theater Theater 1. d. 8 Uhr: Die Berliner Posse Höniggrätz. Str. Lammelmanns 8. D. wunderlich. Geschichten des Bummelfahrt Kapellm. Kreisler Komische Komödienhaus 7 Oper 73 SU, Gretchen Der Meister vom Montmartre Berliner Th. Offenbachs Liebesleb. 745: Madame Flirt Central- Theater Theat.a.Kotibus.Tor Ein Prachtmädel Moritzplatz 16077 Jeden Abend 72 U.: Deutsch Opernhaus 7 Uhr: U Ber Evangeliman • Friedrich- Wilhelmst. Th. 8 U.: Wie fessle ich meinen Mann Intimes Theater Stettiner Sänger die deutsche Weinbrandmarke WINDO BRIEN Varieté- Spielplan Rauchen gestattet! ponhoff So lange Vorrat! Brett'l Anf.70 Am.Op.Felle v.250 an Am.Op.Schal v 1600an Austr.Op.Schal v. 206 Kreuz-, Alaska-, Zobelan Krause Pianos Silber- Fachse bietet zur an Pelzwarenhaus Miete A.Klass& Co. Ansbacher Str. 1, Rosenthaler Str. 40-41 Ecke Kurfürstenstraße a. Hackesch. Markt. e Neue Welf 000 Arnold Scholz, Hasenheide 108/114 Täglich Münchener ELITE- KELLERFEST Sänger( Ob Regen oder Sonnenschein) Gänzlich Oberbayern, Drehstübl, Jazz- Band Programm 100 bayer. Mad'l:: 5 Kapellen BALL S neues Volkspreise! 8: Die Peitsche und? Vorvkf. 11-1 u. 4-6 Laut doch nicht immer nackt herum Lustspielhaus 8 Uhr: Werwolf Heues Operett. The 7 U: Die Mädels von Davos Lichtenstein, Seidl Neues Th. am Zoo Scampolo Metropol- Theater Uhr Die Bajadere Schiller- Th. Charl. SU: Die kl. Sünderin Von lean Gilbert. Thalla- Theater Jed.Dienst., Donnerst. u Sonnabend: Riesen- Fronten- und Schlachten- Feuerwerk Antang 5 Uhr Anfang 5 Uhr RIETrabrennen Ruhleben Behrenstr. 54 3/48 Uhr: Das große AugustProgramm BTC Potsdamer Str.38 Friedenau, The Prinz Don Juan Rheinstraße 14: Uhr Th. a. Nollendoripl. Uhr Wem nie der Liebe Leid geschah The Verliebte Leute Zirkusroman mit Th.d.Westens 8 U.: Joh. Riemann. Heimliche Braut Operette von Gesch- Koglin Theater in d.Kommandant. Str. 8 Uhr: Liebe und Trom petenblasen Residenz- Th. Täglich 8 Uhr: Fedora Tilia Durieux Waldem. Staegemann Trianon- Th. Heute 7% Uhr: Femina Arnstedt, Burg. Palkenstein Theater des Ostens ( Rose- Theater) 5 Uhr: Konzert 7% U.; So leben wir Turmstr. 12 Vorübung zur Ehe. Dienstag, den 15. August, nachm. 21, Uhr: 8 Rennen. Gesamtpreise 515 000 M. Stein der Weisen Das Original aller Nagelpoliersteine Stück M. 20,- Ueberall erhältlich. KOPP& JOSEPH BERLIN W 50 Potsdamer Straße 122. Luna- Park Generaldirektion Siegbert Goldschmidt und Max Goldberg Heute Volkstag Doppel- Konzert Musikdirektor Fritz Brase Kapellmeister Loewenthal Groß- Feuerwerk Suchen Sie Verbindungen in Amerika? Amerikanische Bankiers und Kaufleute werden sich gern mit Ihnen über die amerikanischen Handelsverhältnisse unterhalten und über die Möglichkeiten, für Sie ein Geschäft in Amerika aufzubauen. Und auf Ihrer Reise nach Amerika werden Sie sich der bequemen Einrichtungen erfreuen können, welche Ihnen auf den Dampfern der United States Lines geboten werden. Sie werden auf Ihrer Reise Amerikaner treffen, welche diese schönen, ruhig laufenden Dampfer mit Vorliebe benutzen wegen der grossen, gut ventilierten Zimmer, der guten Bedienung, der vorzüglichen Küche und Gelegenheit sowohl für gesellschaftliche Betätigung als auch zur Ruhe. MAESSIGE FAHRPREISE! Bedienung durch deutschsprechendes Personal! Wenden Sie sich an die untenstehende Adresse wegen Segellisten und Schiffsplänen. UNITED STATES LINES BERLIN W 8. Unter den Linden 1 NW 40, Invalidenstraße 93 und alle bedeutenden Reisebureaus. Norddeutscher Lloyd, Bremen General- Vertretung Berliner Prater- Th. Kastanienallee 7-9 Mankorsetts Persönl. Gastspiel Bernhard Rose in Hur nicht drängeln und Reparaturen Fr. L. Bungartz Neukölln, Boddinstr. 31 u. Das deutsch. Lied Fernsprecher: Neukolln 2354 Beginn 5 Uhr. Suche zur Selbstverwertung Edelsteine und Edelmetalle zu höchsten Preisen G. Schliephacke, Juwelier Friedrichstraße 210 Ecke Kochstraße. H.& P. Uder, s016, Engelufer!! Zigaretten, Kau-, Rauch- und Schnupftabake 10. A. Hanewacker, Goldfarb, Landfrieden, Elcken, Raulino Cldenkott. Geoffnet 8-2, 3-5 Uhr. Moritzpl. 3014, 13720 C: 01 Platin-. Gold- und Silberbruch Zahngebisse, Ubren, Kellen, Ringe sowie Altmetalle kauft samtl. Engrospreisen ง Roseneck, Berlin 0, Schreinerstraße 32( Laden) 1 Minute vom Bhf. Frankf, Alice Fahrgeldvergütung Größtes Absatzgebiet für Handler UNPORTES deberall inZigarrengeschäften erhält.ist d. echte Kapitän- Kautabak nur mit Betteleinlage( Rollen, Schleifen, Stangen, Twift). Berlaufstellen durch Carl Röcker, 2ltenberg.Str.22( Raft 3861) Technikum Strelitz Masc. in- u.Elektrotechn.Hoch- Tiefbau, Beton- u Eisen( Mecklenburg) ban. Wintersein.Ant. Okt. Näher. s. Progr. 2 Baunstd. v. Berlin. Das Merkmal für Qualität tha Wo immer Sie diese Marke erblicken, wo immer sie von Ihren Lieferanten genannt wird, sei es in Verbindung mit feinem Aufschniff, Schinken, Wurst oder Würstchen, dort können Sie kaufen, da haben Sie die Gewähr Efha- Produkte in stets gleichbleibender, unibertroffener Güi te zu marktgerechten Preisen zu erhalten! Efha- Werke, Britz Berlins größte Fleifch verarbeitende Betriebe Bedeutendste Schinkensalzerei der Welt. Bezirskverbd. Berlin SPD.- 9. Abteilung Nachruf! Den Mitglie bern ble traurige Nachricht baß unfer Genoffe u. Bezirksführet Arnold Thorn Quigowftr. 8 bei Sardt wohnhaft, am Sonnabend, den 5. Auguft, abends plöglich an Herzfchlag verstorben ist. Wir verlieren Herzlichen Dant fagen wir all den Bielen, die unserm lieben dahingefchiedenen Gatten und Bater Alwin Gerisch in fo rührender Weise ihre Anhänglichkeit und Berehrung bezeugten. Es tröstet uns, zu wiffen, daß ihm diejenigen, denen seine ganze Lebensarbeit, fein Glauben, Hoffen und Lieben galt, Treue bis ber das Grab hinaus halten und in feinem Sinne weiterwirfen werden. Luise Gerisch und Rinder. Berlin- Baumidhulenweg, 12. Auauit 1922. Bei Schwäche, Neurasthenie beiderlei Geschlechts In ihm einen febe Dr. Hoffbauers. Yohimbin- Lecithin- Präparate und tiichtigen Parteiund genoffen werden sein An benten stets in Ehren halten. Der Abt.- Borst. Von der Reise zurück Dr. Ernst Bachwalsky Facharzt für Innere Krankheiton. Lindenstr. 101/2 Eine vollwertige Ergänzung des im Körper verbraucht.Nervstoffes Ausführliche Literatur kostenfrei) Elefanten- Apotheke, Berlin SW., Leipziger Straße 74 am Dönhofiplatz Ausführl. Prospekt über PatentFernsprecher: Zentrum 2192 Spezial Arzt Dr. Scotti Anmeld. usw. erhalt. kostenlos für Haut- und Geschlechtskrankheiten, veraltete Harnleiden. Syphilis- Kuren. Erfinder Blutuntersuchung. Aeltesi. Löser- Institut. darth Ing. Carl Fr Raichelt. Dir.: Löser senior- 14–8 10-12 Berlin, Lindenstr. 116. Rosenthaler Str.69/ 70.nahe Pl.Damenz.separ Juwelenbesitzer Wir schätzen Ihnen kostenlos Ihre Brillanten, Juwelen, Platin, Gold-, Silber- Bruch, Perlen, Smaragde und kaufen dieselben zum heutigen wirklich reellen Wert, insbesondere große Steine sowie ganze Nachlässe. Günstiger An- u. Verkauf von Juwelen und ebenso Gemälden. Hubert Hommelsheim G.m.b.H. Königgrätzer Str. 123 Legitimation neben Hotel„ Fürstenhof am Potsdamer Platz. Zentr. 1923. erforderlich. Ihre Augen und Ihre Gläser! Paffen sie noch zusammen? Wir möchten gern jedem, der Augengläser trägt, Gelegenheit geben, fich fostenlos die Gewißheit zu verschaffen, ob seine Gläser wirklich richtig passen. Die Leistung der Augen ändert sich meist in ein bis zwei Jahren. Zu schwache Gläser können ebenso schädlich wirken wie zu scharfe. Es ist nicht so wichtig, daß Sie das loftspieligste Fabrikat von Augengläsern tragen; wichtiger schon ist, daß Ihr randloser Kneifer passend und kleidsam sigt und Ihre Hornbrille sich leicht und korrekt anschmiegt. Die Hauptsache aber bleibt, daß Ihre Gläser dem Fehler Ihrer Augen mit Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Intelligenz angepaßt worden sind; sonst haben Ihre Augen darunter zu leiden und Sie selbst. Sum mindesten entgeht Ihnen die Behaglichkeit, welche Sie von den wirklich richtigen Gläsern haben könnten. Auch wenn Sie noch nicht im Besiz der großen Ruhnke- Garantie find, sollten Sie Gebrauch von unserer freundlichen Einladung machen und sich Ihre Augen und Gläser bei uns fostenlos prüfen laffen. Ja felbst, wenn Sie nur aus reiner Neugierde zu uns Tommen, find Sie uns herzlich willkommen; haben wir doch aus fo vielen Neugierigen treue und überzeugte Anhänger unserer Geschäfte werden sehen. Mit Aufmerksamkeit, Liebe und Sorgfalt widmen wir uns der Prüfung der Augen eines jeden, der uns besucht. Wir fragen nicht einmal vorher, ob bei Ihnen die Absicht besteht, etwas zu kaufen. Wir halten es bei der führenden Stellung unseres Unternehmens einfach für unsere Pflicht, für die Pflege der Augen unserer Mitmenschen aufs beste zu sorgen, um ihnen zu helfen, behaglich sehen und den besten Gebrauch von ihren Augen machen zu tönnen zu ihrem besseren Fortkommen und Wohlbefinden. Wir sind stolz darauf, schon so vielen geholfen zu haben. Wir werden auch Sie ebenso gewissenhaft beraten. Falls Ihre alten Gläser gut passen, so sagen wir dies Ihnen getreulich. Anbernfalls werden wir Ihnen die richtigen Gläser empfehlen; aber drängen zum Kauf werden wir nicht. Die von uns mit Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt Ihnen forrekt angepaßten Gläser werden Sie gerne von uns beziehen; sind doch die Ruhnke- Augengläser reichlich wert, was wir dafür berechnen müssen; aber billiger als gleichwertige andere Fabritate. Wünschen Sie, soweit Ihre Leistungen von Ihren Augen ab. hängen, stets auf der Höhe zu bleiben, so vertrauen Sie uns jezt Sind's die Augen C Spittelmarkt Ecke Wallstr Alexander- Platz nahe Aichinger Königstr. 55 gegenüber Rathaus SW Belle- Alliance- Str.4 nahe Jandorf W Friedrich- Str. 193 a SO Oranien- Str. 44 Ede Leipziger Str. Leipziger Str. 113 Ede Mauer- Str. Lint- Str. 1 Ede Potsdamer Str. zwischen Morin- und Oranien- Blaz Skoffbufer Damm 10 nahe Jandorf Frankfurter Allee 14 nahe Ties die Sorge für Ihre Augen an. Erst mit richtig passenden Glafern leisten Sie ebensoviel wie Ihre Mitbewerber, die normal sehen können oder die schon vor Ihnen bei uns waren. Augen, deren Fehler überhaupt nicht oder nur ungenügend der Gesundheit hervorrufen. Dies sehen wir fast täglich; besonders durch Gläser ausgeglichen worden sind, können allerlei Störungen gehören hierher Kopfschmerzen, rasche Ermüdung, Augenschmerzen, und nervöse Gereiztheit. Also find Ihre Augen oder Ihre Gläser nicht so, wie sie sein follten, so besuchen Sie uns, bitte. sofort. Vielleicht haben Sie schon viel Geld ausgegeben für Shre Augen und waren doch nicht zufrieden. Wir garantieren Zufriedenheit und werden Sie nicht enttäuschen. Gerade solche Augen, an denen ich andere vergeblich versucht haben, sehen wir mit Vorliebe bei uns. Die Augenuntersuchung ist kostenlos. Besuchen Sie uns bald; Sie sind uns herzlich willkommen, auch wenn Sie nichts von uns faufen. Sie sollen uns mit der festen Überzeugung verlassen, daß Sie uns die Sorge und Pflege Ihrer Augen ruhig anvertrauen können. Wann dürfen wir Sie erwarten? - geh zu Ruhnke! N Friedrich- Str. 106 Ede Ziegel- Str. Invaliden- Str. 164 Ede Brunnen- Str. Invaliden- Str. 117 am Stettiner Bhf. NW Friedrich- Str. 150 Ede Dorotheen- Str. N Chauffee- Str. 72 nahe Müller- Str. Schönhauser Allee 81 am Bhf. Nordring Charlottenburg: Tauenhien- Str. 15 Joachimsthaler Str. 2 Ede Marburger Str. nahe Bhf. 800 Wilmersdorf: Berliner Str. 132-33 nahe Uhland- Str. Schöneberg: Haupt- Str. 21. Ede Afazien- Str. Friedenau: Rhein- Str. 18, Ecke Kirch- tr. Neukölln: Berg- Str. 4, Ede Riethen- Str. Spandau: Brelle Str. 18, nahe Markt 34 Geschäfte in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Cöln, Magdeburg, Basel u. Zürich Fabriten in Rathenow- Neue Schleuse u. Bertin Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. im Verbandshaus, Linienstraße 83-85 Berlin genehmigt und tritt, soweit ihre Verkäufe RieKaufgesuche Leterkasten, Bettwäsche billig! Diese Woche großer Bandoneon, Deutscher Metallarbeiter- Verband Ortskrankenkasse der Schlosser u. Es- Alari Fantasiefedern. Tüchtige Kleberinnen Verkauf. Bettbezüge 350,-, 475, nette billigst. Reparaturen. Dörfer, auf Flügel verlangt A. u. J. Frenstadt, 680,-, Bettlaten 250,- an. Federdichte Krautstraße 17. Kommandantenstr. 77/78. 2351b Verwaltungsstelle Berlin H 54, Linienstraße 83/85. verwandten Gewerbe zu Berlin Krenzfüchse, caffe Alaskafüchse, sämtliche Inlette, prima Ueberschlaglaten, PaLebensmittel- Verkäuferin sucht Alfred Belzarten, spottbillige Gommerpreise. padetiffen, Wäschestoffe, Dimiti, Damast, Orgler, Berlin, Grünstr. 21. 23505 Die zehnte Abänderung zur Raffen- Reine Lombardware. Leihhaus Rosen- Büchen, Handtücher allerbilligst. Blusenarbeiterinnen auf bessere seiMittwoch, 16. Auguft, abends 7 Uhr, fazung ist vom Oberversicherungsamt thalertor, Linienstraße 203/204, Ede fenauswahl. Zuvorkommende fachmänRosenthalerstraße. nische Bedienung. dene Blusen mit Säumchen bei hohen Hotels, Anstalten Shumpe u. Jäger, tische Säde, Padleinen, Garne tauft Mär Löhnen unter Vorlage von Probearbeit größeren Rabatt. Gachandlung, spottbillig. Größte Bettwäsche- Spezialfabriken, Rottstraße 58. Lützow. 3361. Georgenkirch fucht Georg Golinski, Mohrenstr. 49. heutigen Tage in Kraft. straße achtundachtzig. Fahrradankauf, Linienstraße 19.[ 149* Leibhaus Friedrichstraße 2( Hallesches Bettwäsche noch sehr billig, burch alte Settforke, Weinkorke, Staniole fauft Achtung! Taubstummen- Settion. im Staffenlotal erhältlich. Druderemplare dieser Abänderung find Tor) Bertauft fpottbillig Schlüpfer, Baletots. Belzwaren- Ge- Dedbettbezüge von 425,-, Riffen 98,- Laden( Rosenthaler Tor). Berlin, den 15. August 1922. legenheitstäufe: Sportpelze, Gehpelse, Laten 268,-, Inlette 745,-. Wäsche Prismengläser- Auftäufern zahle höchste Der Vorstand Razenjacken, Füchse aller Art. Reine ftoffe, Handtücher, Ueberschlaglaten, Breise. Miadioptit, Dordstraße 14. b Lombardware. ( Arbeitslosenfaal): Kreuzfüchse, Belzwaren telbedplat). Sikung fämtlicher Haupttend früheren Tage eingeführt find, mit dem Leibhaus, Reinidendorferſtraße 105( Stet: buferðamm breidfebzig, Landsberger. Untergruppenleiter. Mittwoch, 16. August, abends 7 Uhr, im Verbandshaus, Linienstraße 83-85 ( Sigungsfaal): Versammlung der Metallarbeiter. Tagesordnung: 1. Berufs- und Gektionsangelegenheiten. 2. Verbandsangelegenheiten. Die Betriebsräte und Bertrauens Teute werden ersucht, die taubftummen Kollegen anf diese Bersammlung auf mertsam zu machen. Donnerstag, den 17. August: Branchen- BertrauensmännerKonferenzen: Autogen- und Elektroschweißer: Abends 7 Uhr, im Lokal von Neumann, Gubener Str. 45. Betriebe für gelochte Bleche sowle Bauschlosser Berlins und Umg.: Abds. 61/2 Uhr, bei Schwarz, Reibelftr. 39. Chirurgische Branche: Nachm. 5 Uhr, im Lokal von Hummel, Sophienstr. 5. Drahtarbeiter: Abends 7 Uhr, bei Bieberstein, Adalbertstr. 59. Einrichter und Revisoren: Abends 6 Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11/12. Eisenkonstruktions-. Fahrstuhlund Signalbaubetriebe: Abends 7 Uhr, bei Dams, Schlegelstr. 9. Eisen-, Revolverdreher und dreherinnen sowie Rundschleifer: Abds. 7 Uhr, in der Schulaula, Roppenplag 12. Elektromonteure und Helfer: Abds. 7 Uhr, in der Schule, Auguftstr. 68. Emaililerer: Abends 6 Uhr, bei Bob, Weberstr. 6. Gold- und Silberarbeiter: Nachm. 5 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Str. 45a. Graveure und Ziseleure: Nachm. 5 Uhr, im Alegandriner, Alegandrinenstr. 37a. Gaal 4. Gürtler, Kronenschlosser und Kronenklempner: Nachm. 5 Uhr, im Reichenberger Hof, Reichenberger Straße 147. Hilfsarbeiter: Abends 7 Uhr, bei Carus, Boltaftr. 37. Hobler, Bohrer, Stoßer, Fräser u. weibliche Berufsangehörigen: Abends 62 Uhr, im Sigungssaal des Verbandshauses, Linienftr. 83/85. Kesselschmiede: Abends 7 Uhr, im Lotal von Barleben, Burgdorfstraße, Ecke Wildenowstraße. Klempner: Nachm. 5% Uhr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24. Maschinenschlosser: Abds. 7 Uhr, im Rosenthaler Hof, RosenthalerStr. 11/12 Mechaniker, Uhrmacher, Optiker, Eicher und Elcherinnen: Nachm 5 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24( Saal 1). Metalldrücker: Nachmittags 5 Uhr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24. Metallformer und Berufskollegen: Nachm 42 Uhr, im Lokal von Müller, Schönleinstr. 6. Metall-, Revolverdreher und-dreherinnen: Nachm. 5 Uhr, bei Reinte, Grünauer Straße 17. Metallschleifer und Galvaniseure: Nachm. 5 Uhr, im Dresdener Gesellfchaftshaus, Dresdener Straße 116. Schmiede: Abends 7 Uhr, bei medlenburg, Ravenéftr. 6. Schnittarbeiter, Stanzer, Presser, Zuschneider und Arbeiterinnen: Abends 6 Uhr, in der Schulaula, Weinmeisterstr. 16. Schraubendreher: Abends 6 Uhr, bei Ehlert, Rottbuser Straße 19. Schwarzblech-, Eisenmöbel- und Möbelschloßbetriebe: Abends 7 Uhr, bet Poweleit, Jostystr, 7. Stromerzeugende Industrie Kommunale Betriebe: Abds. 6/ 2Uhr, im Lokal von Blih, Schicklerstr. 13. Walzwerk, Blel- und Drahtkabelsowie Papierrohrarbeiter -arbeiterinnen: Abends 6 Uhr, bei Schulz, Elisabethstr. 30. Werkzeugmacher, und und Werkzeug schleifer und Härter: Abds. 6 Uhr, in der Schulaula, Gipsstr. 23a. Wickler, Isollerer, Imprägnierer, Kollektorbauer, Batterie- und Elementenarbeiter: Abends 7 Uhr, bei Döhling, Brunnenstr. 79. Diefe Konferenzen Enden regel. mäßig an jedem dritten Donnerstag 2. Polzin, Borsigender. Rob. Krüger, Schriftführer. Weiche mit Henko die Wäsche ein! Henko Henkel's Waschu. Bleich- Soda für Wäsche und Hausputz. Henkel& Cie. Düsseldorf Gesetzlich geschützt Allen voran beim Einkauf von Brillanten Platin Gold- u. Silber- Bruch Uhren, Zahngebissen, Ketten, Münzen die renommierte Firma Juwelier H. Wiese Artilleriestraße 30 5 Min. v. Bahnhof Friedrichstr. u. Passauer Str. 12 ( Ecke Augsburger Straße) 1 Min. v.Wittenbergpl.- Bhf. Zoo unmittelbar Nähe Kadewe handelsger.eingetr.Firma Telephon Norden 1030. Steinplatz 11803. Eigene Schmelze Cognac- Flaschen für Pittler- und Löwe Revolver. Anzüge, Abschlußware. Nur beste Qualitäten. jedes Quantum Brand, Linienstr. 201a, Finricind drehbänke sowie * Revolverdreher und Karusselldreher stellt ein NAG Oberschönewelde [* Paradekissen, Damaste billigste Fabrit Maschinenschrauben, Muttern tauft Kleiderprinz, Brinzenftr. 24, verkauft preise. Riefenauswahl. Reelle fach pottbillig erfitlaffige Anzüge. Schlüpfer, männische Bedienung. Aussteuer Gon- Albrecht, Reinickendorfer Straße 10. Glühftrumpfasche, Sofen aus prima Stoffen. Genau auf derrabatt. Spiegelabkrag, Aelteste Spezial- Bettwäsche Firma achten. fabrit, Gräfestraße neununddreißig Quecksilber fauft zu Engrospreisen Getragene Friedensanzüge, große Aus-( Hasenheide), Brunnenstr. 10( Rosen- Edelmetall- Einkaufsbureau, Weberstr. 31. wahl, zum Teil auf Geide, fehr illig, thalerplag). Rotosti, Goldschmied, kauft zu gün- Für neuzugründende Spiralbohrerfabrik jede Figur passend, auf Lager. Frad, Bettwäsche billiger als jede Ronkur- stigen Preisen: Platin, Gold, Silber- in der Tschechoslovakai wird ein tüchtiger, Smokinganzüge. Schnurmacher, Staliger renz, der große Posten Abschlußzware bruch, unmodernen Schmud, 8chn- allseitig erfahrener Straße 108. Laden. Hochbahn Oranienftr. reingekommen. Dedbettbezüge 390,-, gebiffe, Brennstifte. Eigene Verwertung. Liefenstraße). * Werkmeister Nirgends beffer taufen Sie erst Rissen 105,-, Laten 260,- an. Wäsche. Goldwaren- Fabrit, Brunnenstraße 168. Elaffige Anzüge, Paletots, Schlüpfer, ftoffe, Inlette, bunte Bezüge, Hand- Korbflaschen und Steintruten tauft Cutaways, Covercoats, Streifhofen usw. tücher usw. weit unterm Tagespreis. Germania- Bersandhaus, Große Frant in unübertrefflicher Auswahl, tontur- ur gute Qualitäten. Massenauswahl. furter Straße 63. Rönigstadt 6334. gesucht. Derfelbe müßte die Fabrikation Berliner Bettrenzlos billig. Sämtliche Waren find Eigene Fabrikation. Partiewaren tauft Laß, Alexander- fowie das Härten von Spiralbohrern, evtl. Ersatz für Maßverarbeitung. Große wäschefabridt, Buttkamerstr. 1, Ecke Straße 8a( Rönigstadt 6173). auch Metall; ägen genau tönnen und im Belzwaren Gelegenheitskäufe. Reine Wilhelmstraße, Chausseestraße achtundStande fein, die Fabrikation derselben Lombardware. Leihhaus, Sobelbank kauft Böhme, Neukölln, felbständig einzuführen. Wohnung vor( gegenüber Brunnen- achtzig straße 5, direkt Rosenthalertor. Größte Spezialfabriken mit Detailver- Anzengruberstraße 4. 181/4 handen. Gefl Angebote mit Angabe der fauf. Geöffnet 29 bis 7. Ich taufe alles( Rückkaufsmöglichkeit), Gehaltsansprüche an die Administration Leihhaus Spiegel, Chauffeestraße 7, verkauft spottbillig, erstklassige Anzüge, Kredit- Nath. Gardinen, Stores, Ma- jeden Wert, Lurus, Gebrauchs- und Be- dieses Blattes unter L. 50. Treichel. Vit Diwan leibungsgegenstände. Schlüpfer, Razenjaden, Bettdecken, Sportpelje, brasgarnituren, 23586 Gehpelze, Füchse aller Art. Reine Lom- decken, Tischdecken, große Auswahl, herr- toria- Luifeplag 5. bardware. liche Muster, bequeme An- und AbzahAnzüge, Gommerpaletots, Sommer- lung. Elfafferstraße 44 I, am Oranien burger Tor. schlüpfer, Covercoats, Cutaways, GehBelzwaren- Gelegenheitstäufe. rodanzüge, Gummimäntel, Hofen, Damenmäntel enorm billige Preise. Frie- und Belze aller Art densstoffe. Reine Lombardware. Leih- Spiker, Rommandantenstraße 28 II. haus Rosenthalertor, Linienstr. 203/204, Ede Rosenthalerstraße. Möbel Geschäftsankäufe Sie nicht! Durch meine Vermittlung Filmfe verkaufen Sie Ihr Unternehmen bedeuenorm billig; tend schneller und günstiger. Anruf: Stephan 4584, Brehmer, Schöneberg, Hauptstr. 9. Anzüge 1600.-, Gummimäntel, WinMöbel- Boebel, Morigplay 58, Fabrit termäntel verkauft Leihhaus, Reiniden gebäude. Gediegene Wohnungseinrich dorferstraße 105( Nettelbeckplay). Reine fungen zu denkbar niedrigsten Preisen. Lombardware. Riefenauswahl Metallbetten in Nußbaummöbeln, Unterricht Technische Privatschule Dr. Werner, Wintermäntel, Neuheiten, 1350, hell- eichenen Schlafzimmern, Speisezimmern, Regierungs- Baumeister a. D., Berlin, farbige, dunkelfarbige Modellflausch Herrenzimmern, Küchen, Bolstermöbeln. Neanderstr. 3. Maschinenbau, Elektro. technit, Hochbau. Abendlehrgänge, 500.-, Chaiselongues Tageslehrgänge. 525.- Batentmatragen, Bolsterauf lagen, Rinderdrahtbett. Meide, Auguststraße 32a, Quergebäude. Verschiedenes Gewissenhafte Untersuchung, AusEckel, Erfahrene Hebamme ulster, Rostüme, Röde, reinwollene Stridjumper. Riefenauswahl. Dirett Werkstatt. Altmann, Rosenthaler ftraße 44 III, Sackeschermarkt. Sibirischer Kreuzfuchs, geblendet, selten fchön, 825, prachtvoller Blaufuchs, Jm großen Möbelfeller, wenig Miete, Gilberwolf, 8obelfuchs, außerdem ele. daher preiswert Schlafzimmer, WohnRüchen, auch Einzelmöbel. funft. ganter Sportpelz billig verkäuflich. immer. Goldmann, Alexandrinenstr. 44 II, Ede Schriftliche Garantie. Schaz, Brunnen- Bülowstraße 62. Rommandantenstraße. Straße 160. Achtung! Eingang An- Darlehen, Hypotheken, Faustpfand. tlamerstraße. 172/1 Garantiert sichere Personen. Teilzahlung. Auf Engel. Herrenanzüge, Chaiselongnes, Umbausofas, Auflage mann, Schwedenstr. 19, Gesundbrunnen. Cutaways, Ulfter, Schlüpfer, moderne Patentmatratzen. matragen, Walter, Maßarbeit, bequeme, diskrete Ratenzahlung, reichhaltiges Lager, stets Ein- Stargarderstraße achtzehn. gang von Neuheiten. Leifer Gottlieb, Chaiselongue, Chaiselonguedecke 250.-. Rollendorfstraße 22a, 2. Etage, Nähe Auflegematragen, wunderbare WandNollendorfplatz. Geöffnet 9-7. behänge. Bolsterer. Pappelallee 12. * Staunenerregend! Kreuzfüchse, Gilber- Möbeltrebit bei leinster An- und Abfit fe, Rotfühle, Alastafidhje, Robel- aahlung. Romplette Wohnungs- EinrichArbeitsmarkt Stellenangebote Batist Wäschenäherinnen verlangt. Wir suchen für unsere modernstens eingerichteten Werkstätten, in welchen Präzisionsmaschinen und Werk. zeuge hergestellt werden. sofortigen Antritt erstklassige zom Werkzeugmacher Werkzeugdreher Mechaniker Feinschlosser Wir stellen anheim, schriftliche Angebote mit Unterlagen oder persönliche Meidungen zu richten an Nitsche& Günther 40X2 Optische Werke A.-G. Rathenow. Botenfrauen fühle, Opoffum, Wölfe, Stuntse. Riesen- tungen, eichene Schlafzimmer, farbige Fahrgeld vergütigt. Baruch, Bamber und Männer auswahl! Fabelhaft billige Sommer- Rülchen, einzelne Möbelstücke. Gärisch, gerstr. 58. preife! Spezial- Belzverkauf im Leih- Stralauer Plaz 1-2, Ece Fruchtstraße, haus Warschauerstraße 7. Nur neue, am Schlesischen Bahnhof. feine Verfaßwaren! Silberwölfe, Gilberfüchse, WeißFüchse, Blaufüchse, 8obelfühfe, Geal. Musikinstrumente Klavione 12 500.- aufwärts, Flügel mäntel, Bibermäntel außergewöhnlich 19 600. an. Rabenstein, Münaftr. 10. billig. Riefenlager, Gelegenheiten. Gie finden, was Sie suchen, gut und Pianos preiswert. Klaviermacher billig. Blauer Bazar, Kaiser- Wilhelm- Lint, Brunnenstraße 35. Straße 16, Aleganderplaz. Achtung! Neu eröffnet! Monatsgarderobenhaus, Brunnenstr. 4, 1. Etage, direkt am Rosenthaler Platz. Große Aus wahl in Serrenanzügen, Schlüpfern, Gummimänteln zu immer noch alten Preisen. Ferner Verleih von wenig getragenen, teils auf Seide gearbeiteten Frad-, Smoking-, fowie Cutawananzügen. Silberfüchse, geblendet, 600.-, Kreuzflichfe, Wölfe, Weißfüchse, Bobel-, Alaskafüchse, Stunts, Marder enorm billig. Belzmäntel, Sportpelze, Gehpelze. Ferner: Herrenanzüge, Ulfter, Cutaways, Roftilme, Mäntel verkauft Leihhaus, Morigplag 58a. Keine Lombardware. Gelegenheitskäufe in Bettwäsche spottbillig: Bettbezüge, Linon, Dimiti, Da mast, Büchen, Handtücher. Wäscheftoffe, Hemden, Beinkleider. Riefenauswahl. Teppiche, Gardinen, Brücken, Diwandecken, Tischdecken, fertige Betten. Reine Lombardware. Nur im Wäschehof. Leihhaus Morigplag 58a. Belzgelegenheitstauf! Gilberwolf, Kreuzfuchs, felten schön, Opoffumichal, echten Stuntstragen, bildschöne Rageniacte, Sportpela, verkauft billig Feige, Brüderstr. 42 II( Schloßplag). Gardinenverkauf, Rünftlergardinen, weiß, creme, bunt, Fenster, breiteilig 360, 500, 650, 725 bis 1800 Mart. Stores, Bettdecken, Madrasgardinen, Gardinenftoffe, Mull, Etamine, Leinenportieren, ., writ denpreis. Wianiker, Si ten. am RingTeleph: Lützow 97 Chönaufcase, Hochcanhoj Nordring. Fahrtvergütung. 1/3898 im Monat in den oben aufgeführten gebrauchte, per Stück 16.- kafen Buggardinen, Tischdecken, Divandeden Lokalen statt. Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte sind am Saaleingang vorzuzeigen. Die Ortsverwaltung. W.Cunther& Co. rstr.1.1 Tüchtige 60/ 4a* tellenangebote Heizungsfinden im Vorwärts beste Beachtung Kontoristinnen die flott und sicher rechnen können sofort gesucht Meldungen: 1-2 Uhr mittags 5-6 Uhr abends A. Jandorf& Co. Kottbuser Damm 1. Mehrere Die jeßigen Löhne find dreimal so hoch als im Mai. Es ftellen fofort ein folgende Ausgabestellen: Aderfte 174( Roppen-| Prinzenstraße 31 plag) Hof Bärwaldstraße 42 Stegliger Straße 37 Laufiger Play 14/15 Petersburger Plaz 4 Neukölln, Nedarftr. 2 u. Siegfriedstr. 28/29 Oberschönewelde, Mathildenftr. 5 monteure sofort gesucht. Angebote an Fritz Kaeferle Schoneberg, Belziger Straße 27 Tempelhof, Raifer- Wilhelm- Straße 13 Berlin SW, Wilhelmstr. 22 Treptow, Riefholzftr. 18b( Laden). Tüchtiger Verkäufer für Optik gesucit Meldungen in der Zeit v. 11-12 vorm. u. 5-7 nachm. Kaufhaus des Weftens Berlin W 50 Sauentzienstr. Inöuftrielle Nebenregierung. Die„Soz. Korr." richtet an die Reichsregierung u. a. folgende Anfrage: Gegen die geplante Erhöhung der tlusfuhrabgaben laufen Industrie und Handel nicht nur in der Presse, sondern durch ihre Organisationen an allen maßgebenden Stellen Sturm. Dabei könnten Industrie und Handel wirklich begreifen, daß bei dem gegenwärtigen Devisenstand eine Erhöhung der Aussuhrabgaben einfach u n- v e r m e i d l I ch ist. In großen Teilen der Welt bestehen gegen die deutschen Waren Dumpingzölle. Wenn wir noch länger warten. werden sie erhöht und verallgemeinert. Dann flieht ein Teil der Aus- suhrgewinne statt in die Reichskasie in fremde Staatstassen. Wird die Regierung unter diesen Gesichtspunkten fest bleiben und an der sclileunigsten Erhöhung der Ausfuhrabgaben feschalten? Als die Gewerkschaften bei den letzten großen politischen Zwischenfällen die Reichsregierung in der Erhaltung der wirtschaftlichen Ruhe zrk unter- stutzen suchten,. indem sie den Arbeitern wenigstens die Gewißheit geben wollten, daß sie weiter in einer freien Republik arbeiten können, da schrie die ganze bürgerliche Presie über Nebenregierung der Gewerkschaften. Jetzt, wo die Regierung in Sachen der Ausfuhrabgaben dringende Allgemeininteressen vertritt, revoltiert die Neben- regierung der Jndustrieorganisationen. Wird sich die Regierung die Ncbenrcgierung des Kapitals gefallen lasten? Wird sie sich gar etwa unter sie beugen? Die Frage ist in der Tat berechtigt. Die Industrie ver- schließt sich neuerdings den Staatsnotwendigteiten mit einer Harthörigkeit, die von kleinlichstem Interessenten- itandpunkt diktiert ist. Wir hoffen, daß die Reichsregierung ihr kein Gehör schenken wird, zumal die Industrie gegen private Steuern längst nicht die Energie aufbringt, mit der sie jetzt ihre flammende Protestaktion leitet. Wenn die Industrie Rot leidet, warum bewilligen dann die Berarbeiter den Roh- stoffproduzenten, insbesondere bei Eisen und Baustoffen jeden Preis? Hier hätten sie Gelegenheit, sich gegen„Uebergriffe" zu wahren. Sie tun es nicht. Dann mögen sie auch dem Reiche geben, was des Reiches ist. Slusfnhrabgabe und ReichSwirtfchaftsrat. Der Wirtschastspolitisch« Ausschuh des Lorläufigen Reichswirt- fchaftsrats wird in gemeinsamer Sitzung mit dem Aussuhrabgaben- ausschuß auf Wunsch der Reichsrcgierung am Donnerstag, den 17. August 1922 noch einmal übe? die Anpassung der Aus- f u h r a b g a b« n an die veränderte Devisenlage beraten. Der Aus- fuhrabgabenausschuß hat sich bekanntlich am S. August mit 3 gegen 2 Stimmen(Arbeitnehmer und freie Berufe gegen Arbeitgeber) grundsätzlich für eine Anpassung der Ausfuhrabgaben an den Da- lutastand ausgesprochen. höhere preise für Umlagegetreiüe? Das Umlagegesetz für Getreide ist kaum in Kraft ge- treten. Das hindert aber die Agrarier nicht, bereits jetzt eine Erhöhung der Preise für Umlagegetreide unter Hinweis darauf zu fordern, daß der Getreidepreis am freien Markt infolge der Balutaverschlechterung seit Juli fast auf das Doppelte gestiegen ist. Deutlicher konnten die Agrarier tiicht kundtun, daß sie aus der Valutaverschlechterung unmittel- Laren Nutzen ziehen wollen. Sie tun es ohnehin, da ibnen für : as Getreide aus neuer Ernte, abgesehen von einem Abschlag für die geringere Qualität, die Preise des freien Marktes zu- gute kommen. Nun hat bereits der Wegfall der Lebensmittel- Zuschüsse de? Reiches und die bisherige Erhöhung des Umlage- Preises zu einer runden Verdoppelung des Brot- Preises geführt. Die Preise für Auslandslebensmittel haben sogar eine beängstigende Verteuerung erfahren. Umso- mehr ist notwendig, daß der Brotpreis nach Möglichkeit fest- g e h a l t cn wird. Das Gesetz für die neue Umlage sieht vor, daß die Preise für Umlagegetreide den Gestehungskosten Rechnung tragen sollen und daß entsprechende Revisionen bei der Ablieferung des zweiten und dritten Drittels der Pslichtmenge vorzunehmen find. An diesen Revisionen sind Vertreter der l a n d w i r t- Genuß polt als wnchl-ch und affektiert. Doch diese Anschauungen biclten nicht lange vor, und gar bald hatte die Z'-garette nicht weniger Liebhaber gefunden als die Zigo-rre. Die allgemein« Verbreitung, die sie z. B. im Orient und in Spanien besitzt, hat sie freilich bei uns nicht erreicht. Auch Feinde haben sich ihr entgegengestellt, und deren Emmen- düngen, die pewöhnlich die Unsitte betrasm, den Zigarettenrauch während des Rauchen- einzuatmen oder zu verschlucken, waren auch berechtigt, ebenso wie die Tatsache nicht zu leugnen ist, daß gerade die Zigarette nicht selten zu unmäßigem Tabakgenuß anreizt. Zur Förderung des Chorgesanges des- deutschen Volksliedes will das preußische Ministerium für Wisienschaft, Kunst und Volks- Mldung jetzt«ine neue Form staatlicher Anerkennung verleihen. Es bat drei künstlerisch? Gedenkblätter schaffen lassen, die an Männer-, Frauen- und gemischte Gesangvereine aus Antrag und nur au» An- laß des 59-,<5- und lOOjährigen Jubiläums oerliehen werden sollen Vvraussctzuna ist, daß der Verein sieb in jahrelanger ernster und erfolgreicher Arbeit überwiegend der Pflege des Chorgelonges und des deutschen Volksliedes gewidmet hat. Für die Befürwortung ialchcr Anträge sollen B-lcheinigunaen der großen Sängerorgani- iationen, und zwar des Deutschen Sängerbundes und des Deutschen Arbeitcr-Sängerbundes, dienen. Zur Schnlbiichcrfrage. Die Preissteigerung der Schulbücher, die eine ernste Gefahr für den Unterricht zu werden droht, hat das preußische Kultusministerium zu einem Erlaß veranlaßt. Nur durch uberlegte Sparsamkeit kann, so wird da betont, der Fortbcstand der Bildungsarbcit gesichert werden. Neuerdings Hot sich der Brauch herausgebildet, daß bei Versetzungen und beim Abgang von der Schul« die älteren den jüngeren Schülern ihre Bücher verkaufen. Damit Mißstände dabei verhütet werden, sollen die Lehrer hierbei die Schüler beraten und mit ihnen zusammen Höchstvreise festsetzen. .s'ilfsbüchcreien, aus denen unbemittelt« Schüler Bücher entleihen können, Einkauf von Heften u. a. im großen, Benutzung In den Familien vorhandener älterer Ausgaben fremdsprachlicher Schrift- steller, auch wenn dies« nicht genau den Borschristen entsprechen— all das empfiehlt das Ministerium zu fördern. Tie Ztaatstheater eröffnen die neue Spielzeit am 2t>. August. Es z-ir Aulliibiung kommen: im Opernhaus am Ä>.(auher ?N'o!incmciiI).Die staubeiflötc". am Zl..Madame Sutterflv', am S2. .Palcilrina'. am 23.(autzer Abonnement).Carmew', am 2t..Versiegelt' und.Fojcvhs.Legcnde'. am 2S..Der stiege,>de Hollönder-, am 26.»Cooi fan tntte", am 27..Alba', am 28..�igaioS Hoffizeit-,; im Twau- s v i t i b a II s: am 20..Napoleon', am 21..Beer Gynt', am 22..Napoleon'. am 23.»Lumpazi VagabunduS', am 24..Napoleon', am 2S.»Die Lonrnaiisten'. am 26..Beer Mvnt', am 27..Napoleon', am 28.»Torquato Talso'. Der V or v e r k a» l für die nenanntcn Vorstellungen bezimit am 17. ommillagS an den üblichen BertausSltellen. In de» Kammerspielen wird statt«Die ewig lächelnde Frau' von Dienstag an.Der Raub der S-binerinnen' gegeben. Im Wallner-Dheater gelangt Freitog das Drama.Medium' des Wiener Kriminalpsychologen Dr. Teopold Thoma zur Erstaufführung. In dielcm Werk. daS vor den Gefahren der Hypnose warnen will, wird da« Problem Verbrechen und Hypnose zum erstenmal in ernstem Drama oui die Bühne gebracht. Der Autor wird einen austlärenden, durch Acht- biider illustrierten Vortrag voranSschicken. s ch a f t l i ch e n Verbände beteiligt. Es erscheint daher unverständlich, daß man, bevor die Zeit überhaupt gekommen ist, schon wieder auf dem Wege des üblichen Protest- rummels eine Preiserhöhung fordert, während doch eine Kam- Mission, an der die Agrarier selbst beteiligt sind, bei gegebener Zeit nach sachlichem Maßstab die Preise festsetzen kann. Es scheint, daß für das Verhalten der Agrarier wie so oft auch diesmal politische Gründe maßgebend sind. Wir erwarten von der Regierung, daß sie sich von dem Protestrummel der Agrarier keinesfalls beirren läßt und eine Erhöhung des Um- lagegetreidcs erst dann vornimmt, wenn es sachlich not- wendig ist._ Dolchstoß-Rückzug. Die„Tägliche Rundschau" sucht nach ihrem Reinfall mit dem feinen Herrn Breithaupt immer noch krampfhast die Dolchstoßlegende aufrechtzuerhalten. Aber es werden— je länger, je mehr— klägliche Rückzugsgefechte, die schon in regellose Flucht ausarten. Jetzt hat sie sich einen Landwehroffizier verschrieben, der im Frieden 13 Jahre aktiv als Unteroffizier gedient hat, also als Erzeugnis des echt preußischen Militarismus angesehen werden kann. Und was bekundet dieser Mann gleich zu Be- ginn seiner Ausführungen? Auch er habe stets die Meinung vertreten, daß nach dem Eintritt Amerikas in den Weltkrieg für Deutschland der Krieg nichtmehrzu gewinnen war. Die armen Leser der „Täglichen Rundschau" werden über diesen neuen Schwur- zeugen der Dolchstoßlegende nicht weniger staunen als über Herrn Breithaupt.» Und worin bestehen die positiven Bekundungen dieses Herrn? Er schildert, daß im Jahre 1918 die Demoralisation bei den Fronttruppen schon sehr groß gewesen sei. Der junge Ersatz sei widerspenstig gewesen, die Frauen hätten Jammer- briefe aus der Heimat geschrieben, Munitionskolonnen, die Weinlager antrafen, hätten lieber sich betrunken, als Munition vorzufahren usw. usw. Als ob das je ein Mensch bestritten hätte! Im Gegenteil, gerade von den Gegnern der Dolchstoß- legende ist immer darauf hingewiesen worden, wie mit der immer längeren Dauer des Krieges und dem Anwachsen der Entbehrungen die Demoralisation um sich greifen mußte! Für das wirkliche Beweisthema, daß diese Demoralisation nicht auf natürlichen Ursachen beruhte, sondern künst- l i ch in die Truppen hineingetragen worden sei, bringt der Verfasser der„Täglichen Rundschau" auch nicht den Schatten eines Beweises. Dogegen bemerkt er selber am Schluß seiner Ausführungen, daß wir bei Abschluß des Waffenstillstandes„halb verhungert" waren. Der Herr soll sich einmal von einem erfahrenen Psychologen etwas über die seelischen Auswirkungen des Hungers erzählen lassen, dann wird er nicht mehr nach phantastischen Gründen für die von ihm geschilderte Demoralisation suchen. Ausführlich geht der ehemalige Offizier der„Täglichen Rundschau" auf die zahlreichen D e s e r t a t i o n e n ein, die natürlich mit der allgemeinen Demoralisation infolge der lan- gen Kriegsdauer und der Entbehrungen im engsten Zusam- menhang stehen. Aber hier kippt plötzlich seine Beweissührung in ein seltsames Gegenextrem um. Er schreibt nämlich: Die?«die Wirkung der zahlreichen Desertationen Red.) hat unsere Oberste Heeresleitung zu spät erkannt. Sie lsi daher jener Taktik eine brave Helferin gewesen, indem sie seit Kriegs- beginn die Kriegsartitel in ihrer ganzen Schärfe nicht an- gewandt hat. Run ist es also die Oberste Heeresleitung, die den Dolchstoß mitgeführt hat! Wir gäben etwas darum, wenn wir die Gesichter der„Rundschau"-Leser bei der Lektüre dieses Artikels hätten beobachten können! Lebenüige Tote. Ein« Anzahl der auf Grund des Schutzgesetzes aufgelösten Ber- bände scheint sich um das Verbot sehr wenig zu kümmern. So ver- leiht der„aufgelöste" Verband nationalgesinnter Sol- d a t e n seine„Chrendenkmünze des Westtrieges" munter fort. Zum mindesten lesen wir sin„Generalanzeiger für Stettin" vom 6. August (Nr. 182) noch ein« Notiz über die soeben erfolgte Verleihung der Ehrendenkmünze an einen Fuhrherrn W. P.— War die Verleihung einer Kriegsauszeichnung durch eine private Vereinigung schon vor- dem ein Unfug, so wird sie nach Auflösung dieser Vereinigung geradezu ein Skandal. Aus den Berichten unseres Münchener Korrespondenten misten unsere Leser, daß die in Hamburg auf sechs Monate verbotene„Ham- burger Warte" jetzt in München unter dem Namen„Fridericus" erscheint. Wie das„D. T." hierzu noch mittelst, hat der Heraus- geber des Blattes, Herr F. C. H o l tz, die Adressen seiner Hamburger Abonnenten mitgenommen und sendet ihnen den„Fridericus" von München aus zu. Nach Z 21 des Schutzgesetzes erstreckt sich das Verbot einer Zeitschrist auch auf jede angeblich neue Druckschrift, die sich sachlich als die alte darstellt. Herr 5)oltz macht sich also strafbar, und die bayerische Regierung kann einmal wieder zeigen, ob und inwieweit Reichsgesetze auch in Bayern gelten. « In einem Aufsatz des Freiherrn von Freytag-Loring- Hoven in der„Pommerschen Tagespost" wird behauptet, die „Schlesische Tagespost" fei verboten worden, weil sie bedauert habe, daß der preußische Kultusminister Boelitz in einem Aufruf an die Jugend gegen die Verhetzung nur von rechts Stellung genommen habe, und weil sie dann nach drei oder vier weiteren Sätzen ohne jede Beziehung auf den Minister gesagt habe,„daß es ein Zeichen von Roheit und Dummheit sei, den Rathenau-Mord der deutsch- nationalen Partei an die Rockschöße zu hängen. Sie wurde auf vier Wochen verboten, weil sie damit Herrn Boelitz Roheit und Dummheit vorgeworfen habe". Der Verfasser gibt eine völlig falsche Darstellung. Die«Schlestsche Tagespost" hat. wie seinerzeit amtlich durch die Presse verbreitet wurde, gegen den preußi- schen Kultusminister Dr. Boelitz. wie der Zusammenhang klar er- weist, den Vorwurf sittlicher Roheit, Verkommenheit und wohlberechneter Verleumdung erhoben. In der- selben Nummer warf das deutschnotionale Blatt, dem Reichskanzler Dr. Wirth vor, daß er mst gewissen Maßnahmen gezögert Hab«, bis er vom Landesfeind an seine Pflicht erinnert werden mußte, was, wie es in der Begründung heißt, die denkbar schwerste öffentliche Beschimpfung eines deutschen Staatsmannes ist. Für das Verbot war also nicht der eine, noch dazu von Professor Freiherrn von Freytag-Loringhoven falsch wiedergegebene Grund maßgebend, sondern zwei Gründe. Es sei übrigens bemerkt, daß das Verbot vom Minister des Innern für berechtigt erklär:, jedoch abgekürzt wurde, und daß die Beschwerde eines anderen Blattes, das vom Oberpräsidium in Breslau wegen desselben Bor- wurfs gegen den Reichskanzler für 12 Tage verboten war, vom Staatsgerichts�oj kostenpflichtig verworfen worden ijt. Geölanüsieölung in Noröweftüeutfthlanü. Auf unseren Artikel„Oedlandsiedlung in Nordwestdeutsch- land" wird uns vom Landwirtschaftsministerium geschrieben: Die Angaben über die Stellungnahme des Preußischen Landwin- schaftsministeriums zu der Enteignung von Oedländcreien des Hos« besitzers Tebbe-Südmerzen sind nicht zutreffend. Der Tebbesche Be- sitz gehört zu einem Oedlandgebist, dessen Enteignung für Siedlungs- zwecke vom Kreise Bersenbrück betrieben wird. Di« Enteignung ist in erster Instanz für zulässig erklärt. Hierüber haben sich die sämtlichen 68 beteiligten Eigentümer, zu denen auch Tebbe gehört, beschwert. Die Beschwerden werden äugen- blicklich nachgeprüft. Eine Entjcheidung des Lairdwirtschafts- Ministeriums konnte bei dieser Sachlage bisher überhaupt nicht er- gehen, und ebensowenig konnte dem Westfälischen Bauernverein ge- genüber das Vorgehen des Landrates beanstandet werden. Auf eine entsprechende Anfrage ist der Vereinigung der Deutschen Bauern- oereine nur mitgeteilt worden, daß das Verfahren auf die Beschwerde der beteiligten Eigentümer zurzeit der Nachprüfung unterliege. � Daß hierdurch der Abschluß des Verfahrens verzögert wird, ist in den gesetzlichen Vorschriften begründet, die dem Eigentümer des Oedlandes das Recht zur Stellung eines Antrages auf Gewöh- nmg einer Frist zur Selbsikultivierung einer seinen wirtfchasilichen Verhältnissen entsprechenden Fläche geben. Derartige Anträge werden von den betroffenen Eigentümern regelmäßig ge- stellt: sie haben stets umfangreiche und daher zeit- raubende und kostspielige Ermittlungen zur Folge. ohne die aber eine sachliche Bearbeitung der nun einmal gesetzlich zulässigen Anträge der Eigentümer ausgeschlossen wäre. Don einer bureaukratischen Handhabung der gesetzlichen Vorschriften oder gar von einer Verschleppung des Versahrens durch die Siedlungsbehördcn kann hiernach keine Rede sein. Letztere sehen es vielmehr, wie auch der.Heucrmann" in Nr. 30 vom März 1922 zutreffend feststellt, als eine ihrer vornehmsten Aufgaben an, die Besiedlung des Ocdlandes trotz aller Widerstände und.Hemmungen mit allen Mitteln zu för- der». Damit wird also bestätigt, daß die Eigentümer von ihrem Beschwerderecht regelmäßig Gebrauch machen und daß dadurch das Enteignungsvcrfahren erhebliche Hemmungen erfährt. Das war es, was der Vorsitzende des nordweitdeutschen Heuer- unterverbandes W. Helling hauptsächlich feststellen wollte und was ihn zu der Forderunos einer Reform des Reichs- siedlungsgesetzes veranlaßte. Wenn ihm bei dieser Gelegenheit sachliche Irrtümer unterlausen sind, so ist das an und für sich bedauerlich._ Lorü Northcliffe. Man nannte früher die Presse die siebende Großmacht. Wohl in keinem Menschen hat sich dieses Wort so bewahrheitet wie in dem gestern gestorbenen englischen Prcfsefürsten. Er konnte mit Recht von sich sagen, daß in seinem Reiche die Sonne nicht untergeht, denn er beherrschte den ganzen Erdball. Alfred Harmsworth, Gründer des„Daily Mail", eines „Volksblattes" übelster Sorte, das eine Auflage von über zwei Millionen hat, verstand es wie keiner, alle technischen Fortschritte und alle gemalttätigen Auswüchse des kapitalisti- scheu Systems auf die Presse zu übertragen. Er hat auch zu- erst in der Presse die„vertikale Konzentration" zur Durch- führung gebracht. Wälder, Sägewerke, Papierfabriken, Per- lagsanslalien, Ausstellungen,, Reklameunternehmungen, Versicherungsanstalten usw., olles umfaßte sein organisatorisches Genie Er hat das Reportersystem auf eine unerreichte Höhe gebracht. Und so stieg auch er von Stufe zu Stufe in der gesell- schaftlichen Rangordnung, wurde Sir, Lord, Earl, Viscount. Er wurde schließlich Besitzer der„Times", dieser alten, enzy- klopädischen Zeitung von wohlverdientem Weltruf. Er blieb aber im Grunde Alfred Harmsworth, ein Par- venü, der die errungene Macht in der grobschlächtigsten Art handhabte. In seinem Machtdünkel wollte er sich sogar Lloyd George unterwerfen. Aber hier sollte er seinen Meister finden. Es ist fast überflüssig, hinzuzufügen, daß Rorthclifse olle üblen Instinkte der Massen aufpeitschte, ein Kriegshetzer der schlimmsten Sorte war. Seine Pariser Kollegen werden ihn ehrlich betrauern. Sonst wohl niemand in der Welt, die er zu beherrschen suchte, ohne sie mit Geist zu erfüllen. Fum Sozialiftenkongreß in Prag. Die Wiener Internationale stellt eine Unwahrheit richtig. Bereits im gestrigen Abendblatt meldeten wir Ausführliche» über die eben in Prag erfolgte Tagung der Exekutiv« der Zweiten Internationale. Die Wiener„Arbeiterzeitung" schreibt, wie uns telephoniert wird, in ihrer heutigen Ausgabe dazu: „Die Exekutive der Zweiten Internationale hat die für Anfang Oktober in Hamburg in Aussicht genommene allgemeine Konferenz auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, um vor allem die Arbeit der Kommission abzuwarten, die in Amsterdam eingesetzt wurde und vorige Woche ihre erste Beratung in Brüssel hatte. Die Anregung, sowohl die Konferenz der Zweiten Internationale in 5)amburg als auch die Konferenz der Internationalen Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien in Karlsbad auf einen späteren Termin zu vertagen, um das Ergebnis der in Amsterdam in Angriff genom- menen Arbeiten abzuwarten, wurde schon gelegentlich der Amster» damer Tagung besprochen. Irgendwelche Verhandlungen über die Bedingungen über die Vereinigung der Zweiten mit der Wiener Internationale(JASP.) haben jedoch niemals statt- gefunden. Diese an sich bekannte Tatsache zu konstatieren, halten wir deshalb für nötig, da aus nichtgenannter Quelle in Prag eine Meidung verbreitet wird, in der von einer Erörterung der Bedingungen über die Vereinigung der beiden Inter- nationalen bei der Tagung der Exekutive der Zweiten Internatio- nale die Rede ist." Es ist schwer festzustellen, au» welchen Motiven jene Falsch- Meldung entstand. Da unsere Leser über den wahren Stand aller Einheitsbestrebungen unterrichtet sind, war wohl beabsichtigt, in den Reihen der Unabhängigen Verärgerung zu schaffen. Das läßt auf die Quelle schließen. Kölner Prolest gegen die Maskauer Justiz. Die Vertreter der sozialdemokratisch gesinnten Bevölkerung Köln» haben am Sonntag in einer außerordentlichen Konserenz de» Kreisverdande» Köln der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands einstimmig eine Protest- resolution angenommen, in der dos Urteil, das in Moskau gegen eine große Anzahl Mitglieder der Sozialrevolutionären Partei Ruß- lands gefällt worden ist, als ein unerhörter Wortbruch gegenüber der internationalen Ardeiterschaft bezeichnet wurde. Es sei" um so mehr«in Schlag gegen den Sozialismus und di« Menschlichkeit, als es zu einer Zeit gefällt wurde, in der in Deutschland ein« groß« Zahl Sozialisten und Kommunisten, die wegen politischer Vergehen verurteilt worden war, amnestiert wurden. ver 4. Kongreß der Kommunistisch«, Internationale. Der 4. Kongreß der Kommunistischen Internationale soll am 7. November dies« Jahre» m Petersburg zusammentreten. Gewerkschaftsbewegung Die Bergarbeiter zur Kohlenkrise. im Beruf als Volontäre beschäftigt werden können, um im Ver- nungsbaues beigetragen und so der Allgemeinheit bedeutende lauf ihrer Tätigkeit sich auch im Kuchenbacken auszubilden, ist uns Summen erspart, die sonst in die Taschen tapitalistischer Unter nicht bekannt. Ist das der Fall, dann müßten Bestimmungen darüber nehmer geflossen wären. Der Erfolg wäre noch viel größer und bestehen, wie lange das Volontärverhältnis dauern und unter die preisregelnde Wirkung auf dem Baumarkt bedeutend stärker gewelchen Lohnbedingungen es bestehen soll. Es ist jedenfalls nicht wesen, wenn es den sozialen Baubetrieben möglich gewesen wäre, Eine Revierkonferenz für das rheinisch- westfälische Kohlenrevier in der Ordnung, daß ein im Bädergewerbe Ausgelernter bei einem noch mehr Aufträge anzunehmen. Aber dazu fehlte ihnen das des Verbandes der Bergarbeiter fand am Sonntag in Bochum Bädermeister noch einmal besonders in die Lehre geht, um des Geld. Und die schwierigste Arbeit: Die Verbilligung der statt. Sie nahm zunächst Stellung zu den Richtlinien zum Betriebs- Nebengewerbe der Kuchenbäckerei zu erlernen. Die Gesellenzeit ist ja Rohstoffe, die Bekämpfung der kapitalistischen rätegesetz für das Gebiet des rheinisch- westfälischen Steinkohlenberg- verhältnis in der Konditorei konnte doch nur in einem Kon- usw. Erzeugung, ist kaum noch in Angriff genommen, fann auch erweitere Ausbildungszeit zur Meisterschaft mit. Ein neues Lehr- Ringbildungen in der Kalts, 3ement, Biegelbaus. Nach einem Vortrage des Genossen Dr. Berger über den ditoreibetriebe eingegangen werden. Meister Braun hatte für folgversprechend nur in Angriff genommen werden, wenn die ganze Stand der Brennstoffversorgung in Deutschland wurde folgende Ent insgesamt 510 M. in der Woche jedenfalls eine sehr billige Ar- Masse der organisierten Arbeiter, Angestellten und Beamten die schließung angenommen: Sozialisierungsarbeit im Baugewerbe als ihre eigene Ange Iegenbeit ansieht und durch planmäßige Sammlung ihrer finanziellen Kräfte die erforderlichen Geldmittel beschafft. Berhandlungen im Berliner Einzelhandel resultatlos. ,, Die am 13. August in Bochum in der Bürgergesellschaft tagende Bertrauensmännerfonferenz des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands für das rheinisch- westfälische Steinkohlenrevier nimmt Renntnis von dem gegenwärtigen Stand der rheinischen Steinfohlen gewinnung und-versorgung. Der durch die Gebietsabtretung bedingte Verlust von nahezu einem Drittel der deutschen Steinkohlen förderung gefährdet die gesamte deutsche Industrie auf das äußerste, lähmt den Vekehr und hindert besonders die Arbeiterschaft daran, fich mit Hausbrandfohlen versorgen zu können. Troß dieser ungeheuren Belastung der deutschen Wirtschaft legt das Spaabkommen dem deutschen Volke die Verpflichtung auf, weiter 24 Millionen Tonnen Steinkohlen jährlich an die Entente zu liefern. Die Aufrechterhaltung dieser Berpflichtung muß, wenn nicht sofort außerordent liche Mittel zur Anwendung ergriffen werden, in aller Kürze zum vollständigen Zusammenbruch der deutschen und damit der europäischen Wirtschaft führen. In Anbetracht dieses Umstandes und in Würdigung der Tatsache, daß der abgeschlossene Manteltarifvertrag den Bergarbeitern einige wichtige Rechte garantiert, und daß das verabschiedete Arbeitszeitgesetz die Arbeitszeit im Bergbau endgültig regelt, beauftragt die Konferenz den Verbandsvorstand, sofort mit den zuständigen Stellen Verhandlungen einzuleiten, um den aus der Rohlennot drohenden Gefahren zu begegnen." Der Metallarbeiterstreik abgelehnt. Wie wir erfahren, fann der Streit in der Berliner Metallindustrie als abgelehnt betrachtet werden. Gestern abend fehlte zwar noch das Resultat von etwa 100 Betrieben, meist Kleinbetrieben, aber nach dem vorläufigen Ergebnis aus mehr als zwei Dritteln der Betriebe, darunter sämtliche Großbetriebe, kann der Streit als abgelehnt gelten, was gleichbedeutend ist mit der Annahme des Schiedsspruchs. Beendete Lohnbewegungen. beitskraft. Zur Lohubewegung der städtischen Arbeiter. Der Verband der Gemeindes und Staatsarbeiter, Filiale Berlin, hat an das Tarifamt des Magiftrats folgendes Schreiben gerichtet: Die im Juli bereinbarten Löhne entsprechen nicht der Preisbildung, wie sie sich im August bisher vollzog. Noch ehe die ErAm Sonnabend der vergangenen Woche sollten Tarifverhandböbung des Brotpreises einsetzte, sind die Preise auf sämtlichen für die Angestellten des Berliner Einzelhandels stattfinden. Die Gebieten des Haushaltsbedarfs ganz enorm gestiegen. Es ist aber Arbeitnehmer hatten sich veranlaßt gesehen, ihre Forderung infolge damit zu rechnen, daß die Teuerung nunmehr noch weiter anziehen wird. der abnormen Teuerung zu erhöhen. Diesen Umstand nahm der Die Tariffommission des Kartells der freien Gewerkschaften Arbeitgeberverband zum Anlaß, um feinerseits gar feine Angebote hat sich in ihrer Sigung am Sonnabend, den 12. d. M., mit den zu machen. Er erklärte vielmehr, daß die Kluft zwischen dem Ges von der Arbeiterschaft aufgestellten Anträgen beschäftigt und unter- forderten und demjenigen, was die Arbeitgeber bewilligen wollten, breitet dem Magiftrat für eine Neuregelung der Löhne für August so tief sei, daß an das Zustandekommen einer Einigung auf diesem die nachfolgenden Anträge: Wege nicht zu denken wäre. Auf gemeinsamen Antrag findet nunmehr am Donnerstag Für Handwerker: dieser Woche Verhandlung vor dem Schlichtungsausschuß statt. 18 bis 21 Jahre 38,45 M., nach einem Jahr 38,85 M. 21 24 41,90 über 24 45,-" " P 41,50 44,50 W Für Angelernte: " B " 18 bis 21 Jahre 37,10 M., nach einem Jahr 37,50 M. 21" 24 40,45 über 24 43,35 BY B " 40, 42,85 " Für Ungelernte: 39,45 42,25 H " N " " " 10 39,90 42,75 " W 18 bis 21 Jahre 36,65 M., nach einem Jahr 37,05 M. 21 24 über 24 Für die weiblichen Arbeiterinnen, soweit sie nicht den gleichen Lohn wie Männer erhalten, beantragen wir 80 Broz. dieser Löhne zu bewilligen. Für Jugendliche, 14jährig 40 Proz., 15jährig 50 Pro.. 16jährig 55 Broz., 17jährig 65 Proz. der aus dem Grundlohn sich ergebenden Sätze. Für das Kartell: gez. Lagodzinski. Jm chemischen Großhandel und den Verbandsmitteln. sprüche gefällt, die von den Arbeitnehmern angenommen, aber von Für beide Gruppen hatte der Schlichtungsausschuß Schieds- lichen Arbeiter und Angestelltenorganisationen den Arbeitgebern abgelehnt wurden. Die Arbeitgeber des chemischen Großhandels gaben vor dem Demobilmachungskommissar die Erklärung ab, sich dafür einzulegen, daß der Spruch angenommen wird. Diese Annahme ist erfolgt. Die Arbeitgeber der Verbandsmittelbersteller berieten gleichfalls in einer dazu anberaumten Versammlung über den Schiedsspruch. Nachdem unsere Erklärung abgegeben war. daß wir unter feinen Umständen unsere Lohnbewegung verfchleppen ließen, erfolgte auch hier die Zustimmung des Schiedsspruches. Die gedruckten Tarife sind im Bureau des Deutschen Transportarbeiterverbandes, Berlin, Engelufer 24/25, Zimmer 31, gegen Borzeigung des Mitgliedsausweises erhältlich. B. S. Ein kommunistischer Landarbeiterstreik. Ge Der am Donnerstag ausgebrochene Landarbeiterstreit im Kreise Oberbarnim, der von kommunistischer Seite ins Wert gesetzt worden ist, scheint sich zu verschärfen. Am Sonntag fand in Tiefensee unter dem Vorsitz des Streifführers Baumann eine Funktionärsigung der fommunistischen Kopf- und Handarbeiterunion statt, in der eine Reihe von Forderungen aufgestellt wurden, u. a. Anerkennung der Tariffähigkeit der Union, Annahme der von ihr aufgestellten Lohnforderungen und Abberufung der in Oberbarnim eingesetzten Schutzpolizei und Technischen Nothilfe. Für den Fall, daß diese Forderungen bis Montag, also gestern, nicht erfüllt würden, wurde die Verschärfung des Streifs bis zur Anwendung von waltmaßnahmen befchloffen. Inzwischen hat sich der Gegenſaz zwischen den Streifenden und den Mitgliedern des Deutschen Landarbeiterverbandes, der diesen Streit als eine wilde Bewegung ablehnt, verschärft. Die freigewerkschaftlich organisierten Landarbeiter sind besonders gegen den Streifführer Baumann aufgebracht. Der Streit hat sich seit gestern auch auf die Gegend um Prenzlau und Strasburg ausgedehnt, doch sollen dort im Gegensatz zu Oberbarnim troffen, um die Arbeit der Technischen Nothelfer, die jetzt auf 13 Güdie Notstandsarbeiten einstweilen noch verrichtet werden. In Oberbarnim ist inzwischen weitere Verstärkung der Schuhpolizei eingetern tätig sind, zu schützen. Achtung, Zimmerer! Am Mittwoch, den 16. August, abends 62 Uhr, findet im Gewerkschaftshaus, Eaal 5, Engelufer 24/25, unsere nächste Lehrlingsversammlung statt. Es ist Aufgabe sämtlicher Plaz- und Baudelegierten, dafür Sorge zu tragen, daß sämtliche Lehrlinge von ihren Arbeitsstellen des Hoch, Beton- und Tiefbaugewerbes zu dieser Versammlung erscheinen. Der Vorstand. Jm Leipziger Kellnerstreit, der bereits über sechs Wochen währt, hat der fächsische Ministerpräsident Bud eingegriffen. Die Einigungsberhandlungen haben bis Sonntag nachmittag tein Ergebnis gezeitigt. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer beraten nunmehr getrennt über die Vermittlungsvorschläge des Ministerpräsidenten. Aufruf zu einem Banhüttenbetriebsverband. Bom Bauarbeiterverband wird uns geschrieben: Der Verband sozialer Baubetriebe hat die gewerkschaft Berlins und der Provinz Brandenburg aufgefordert, fich an der Gründung eines Bauhüttenbetriebsverbandes Berlin- Brandenburg zu beteiligen. Die Bauhüttenbetriebsverbände sind die Bezirksorganisationen der Baubüttenbewegung. Sie haben die Aufgabe, in Verbindung mit dem Verband sozialer Baubetriebe die Ueber führung der privatkapitalistischen Bauwirtschaft in die Gemeinwirt schaft zu fördern. Zu diesem Zwecke gründen fie örtliche Baubetriebe, betreiben die Versorguna diefer Betriebe mit Baustoffen und erwerben oder errichten nach Möglichkeit eigene Baustoffbetriebe. Um diese Aufgaben befriedigend erfüllen und besonders dem ungebeueren Baustoffwucher, wie er heute von den privaten Bauftofferzeugern und Händlern geübt wird, wirliam entgegentreten zu tönnen, find bedeutende Geldmittel erforderlich. Träger der baugewerblichen Sozialisierungsbewegung sind die Der Bädermeister Ostar Braun, Wehlauer Str. 3, fühlt erbände der baugewerblichen Kopf- und Handsich durch die unter dieser Aufschrift in Nr. 357 des Vorwärts" verarbeiter, bie hierfür schon erhebliche Mittel aufgebracht haben. öffentlichten Angaben bezüglich der Beschäftigung eines jungen Ge- um einen vollen Erfolg zu sichern, ist es aber nötig, daß die Befellen beleidigt und gibt folgende Darstellung des Falles: schaffung des erforderlichen Kapitals nicht auf den Schultern der Der in dreijähriger Lehrzeit in Berlin ausgebildete Bäcker- im Baugewerbe tätigen Arbeiter und Angestellten allein ruht, gefelle sei im Oktober 1921 an ihn herangetreten, um bei ihm das sondern daß die Gesamtheit der gewerkschaftlich Konditorhandwerk zu erlernen. Zu diesem Zwed sei der junge organisierten Arbeitnehmerschaft sich an der Auf- mitglieder aller Branchen im D. B. B. im großen Gaale der Germania- FeftMann bei ihm als Volontär eingetreten. Außer dem zulegt ge- bringung der Mittel beteiligt. Aus diesem Grunde bat auch der fäle, Chauffeeftr. 110. Vereinheitlichung unserer Tarifbewegung und die zahlten Wochenlohn von 80 M. habe der Geselle sämtliche Betöfti- Leipziger Kongreß des ADGB. an alle Verbände die Aufforderung Stellung der Arbeitgeber im Lohnkampf. Bezirksverein 15, Kartonbranche. gung für den Tag, die ich wöchentlich mit 400 m. anrechne", er- gerichtet, der Sozialisierungsarbeit im Baugewerbe ihre Unter- Donnerstag nachmittag 5 Uhr im Klubhaus, Ohmstt. 3, wichtige Tagesordnung. Deutscher Bauarbeiterverband. Gettion Tiefbau. Donnerstag, abend 7 Uhr halten. Außerdem habe ich noch wöchentlich 30 M. für Kranten- ftügung zu leihen, und in Uebereinstimmung hiermit hat die Boll bei Boeker, Weberstraße 17, Bersammlung der Tiefbauarbeiter. Tagesordnung: faffenbeiträge und für Steuern gezahlt. Meines Erachtens ein ganz bersammlung der Berliner Gewerkschaftstom Bericht von der Lohnrevifion. Sektionsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legiangemessener Lohn für einen Volontär( Lehrling)." mission am 26. Juli dieses Jahres beschlossen, dem timiert; ohne dasselbe tein 8utritt. Die Kollegen von der Firma Otto Leipziger Beschluß deizutreten, und die Erwartung ausgesprochen, Conrad werden ersucht, bestimmt in dieser Versammlung zu erscheinen. das die ihr angeschloffenen Verbände ebenfalls die baugewerbliche Berantw. für den redakt. Teil: Franz Klühs. Berlin- Lichterfelde; für An Sozialisierungsarbeit mit allen Kräften fördern. ,, Ein Fall von vielen." " " Ebenso unwahr", wie die Bezahlung dargestellt ist, sei die Angabe über die Dauer der täglichen Arbeitszeit. Wenn der fagen mir Bolontär länger als 8 Stunden gearbeitet hat, so habe er für sich bzw. seine Eltern gebacken. Auf meine wiederholten Borhaltungen, nach 8 Stunden nach Hause zu gehen, hat er stets geantwortet: Ich weiß nicht, was ich zu Hause machen soll." Herrn Braun ist nichts davon bekannt, daß er sich in rabiater Weise dem Eingreifen der beruflichen und amtlichen Organe wider fezt haben soll. Ob es zulässig ist nach den für das Bädergewerbe geltenden tarifvertraglichen Vereinbarungen, daß ausgelernte Bäckergehilfen Deutscher Transportarbeiterverband. Branche 2, Chemischer Großhandel. Dienstag abend 7 Uhr bei Prasser, Michaeltirchstr. 29a, Funktionärversammlung. Sandelsarbeiter aus allen Betrieben der Feinleder und Lederwarenbranche. Dienstag nachmittag 5 Uhr bei Witte, Poſtſtr. 29, Gruppenversammlung. Branche 3B, Gruppe Kurz, Galanterie- und Spielwaren. Mittwoch nachmittag 5% Uhr bei Rönisch, Inselstr. 1c, Gruppenversammlung. Deutscher Wertmeisterverband. Mittwoch, den 16. August, abends 7 Uhr, Bersammung sämtlicher Betriebsobleute, Funktionäre und Tariftommiffions. Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 1 Beilage. Wir zweifeln nicht, daß die gewerkschaftlichen Organisationen eigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Berlins dieser Aufforderung freudig folgen und alles aufbieten werden, um sich an der Geldbeschaffung in ihrem Bezirk in vorbildlicher Weise zu beteiligen. Berlin und die Provinz Brandenburg find neben Bommern das einzige Wirtschaftsgebiet Deutschlands, in dem noch kein Bauhüttenbetriebsverband besteht! Die in diesem Bezirk bestehenden Baubetriebe haben durch ihre bisherige Tätigkeit schon in hohem Maße zur Verbilligung des Wohmma Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Koch& Seeland 6. m. Gertraudtenstraße 20-21. G. b. H. KON LINON Maffary Delft edel wie der Name Urteilen Gie felbft! Fritzi Maffary eine Zigarette von Kang