* Nr. 408 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 200 Bezugspreis: Für den Monat August 90,- W., Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet, sowie Desterreich und Luremburg 138,- M, für das übrige Ausland 172, M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, TschechoSlowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 3 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle foftet 25,-M. Reklamezeile 125,- M. „ AleineAnzeigen" das fettgedruckte Wort 7, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 6, M. Stellengesuche und Schlaf stellenanzeigen das erste Wort 4,- M., jedes weitere Wort 3,- M. 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Durch WIB. wird gemeldet: In weiterer Verfolgung des der Intransigeant" haben fich die Mitglieder der Reparationstom- es zu einer zunächst wirtschaftlichen Gemeinschaft" mit Reparationstommiffion unterbreiteten Planes einer Sicherung der miffion darüber Rechenfchaft abgelegt, daß ein neuer Marksturz Italien tommen fönnte. Dies würde bei der so sehr verHolz- und Kohlenlieferungen an die Alliierten durch Lieferungs- um jeden Preis vermieden werden müsse, da die fortschreitende schiedenen Größe der beiden Staaten nur auf ein italienisches verträge mit den entsprechenden deutschen Industrien hat heute Preissteigerung in Deutschland zu sozialen Unruhen führen Protettorat hinauslaufen. Italien ist eine Großmacht und hat ein Wirtschaftsleben, das zwar nicht ohne Einfuhr die Reichsregierung mit Bertretern des Kohlenbergbaues und der könnte. Holzindustrie verhandelt. Die Vertreter des Kohlenbergbaues erbesonders von Kohle bestehen kann, aber doch wieder viel tlärten sich damit einverstanden, alsbald zusammen mit der Reichs- In einer Spannung, die nur durch die fürchterliche Teue- ausführt, vor allem Wein, Früchte, Gemüse, Seiden- und regierung in Berhandlungen über den Abschluß privatwirtschaftlicher rung auf das Nächstliegende abgelenkt wird, harrt Deutsch- Blaswaren. Deutschösterreich fann Kohle nicht liefern, und Lieferungsverträge einzutreten. Als Unterhändler für den Kohlen- land der Pariser Entscheidung, die am heutigen Mittwoch das, was feine Industrie erzeugt, wird in Italien schließlich bergbau wurden die Herren Hugo Stinnes, Peter& lödner, fallen soll. Bradbury hat mit seinem dringenden Ruf: auch hergestellt. Italienische Ausfuhrwaren muß sich das Dr. Silverberg und Direktor übjen benannt. Aehnliche Atempause für Deutschland unter Bedingungen, die es wieder- arme Deutschösterreich bei seiner Währung möglichst vom Berhandlungen über die Holzlieferungen sollen sich unmittelbar anIrgendeine natürliche Angewiesenheit aufleben lassen, aber nur teine Sanktionen, die die Repaschließen. Eine Besprechung mit den maßgebenden Vertretern der raionsquelle verschütten," die Flucht in die Deffent beider Staaten aufeinander, wie sie so offensichtlich zwischen Bergarbeiterverbände und mit den Spikenorganisationen lichte it angetreten. Diese ungewöhnliche Tatsache zeigt, Deutschland und Rußland besteht, ist nicht vorhanden. Dader Arbeiter ergab gleichfalls die grundfähliche Bereitwilligkeit der daß der Kampf in der Reparationskommission schwer sein muß. gegen muß das verzweifelnde, weil von seinen Schöpfern mitArbeiterorganisationen, an der Durchführung der LieferungsverDer französische Ministerrat ist für den Vormittag nach leidslos verlassene Deutschösterreich nach jeder Hilfe haschen, träge mitzurvirken. Die Reichsregierung hat von diesem Ergebnis der Entscheidung der Kommission in das Schloß Rambouillet die sich ihm zu bieten scheint. Um so mehr, da seine Barlamentsder heutigen Besprechungen ihren nach Paris zur Verhandlung mit einberufen; er wird unter dem Vorsitz des Präsidenten der mehrheit und Regierung aus fapitalistischem Geist( und vielder Reparationskommiffion entfandten Vertreter telegraphisch unter- Republik tagen. leicht auch aus Angst vor der Verstimmung der kapitalistischen In Nordamerika soll der Appell des Demokratenführers Staaten, von denen ihm Hilfe werden soll) jene durchgreifenden Paris, 28. August.( EP.) Die Besprechung der Repara- Cor, zur Rettung Deutschlands einzugreifen und Minister inneren Maßnahmen scheut, die die Sozialdemokratie als fionstommiffion ist heute fortgefeht worden. Der offiziöse Ber- Hoover zum Schiedsrichter der Reparationsfrage zu er- allein Besserung versprechendes Programm fordert. Und wer dem Ertrinkenden hilft, fann von ihm auch noch das letzte treter der Bereinigten Staaten hat an den Besprechungen einen nennen, wenig Eindruck gemacht haben. Präsident Harding dem Ertrinkenden hilft, kann von ihm auch noch das letzte attiveren Anteil genommen als bisher und gewiffe Bor- hat sich vier Stunden lang mit Herrn Bartholdi unterhalten, erhalten, was in seiner Tasche ist. fchläge gemacht, die von den übrigen Mitgliedern der Repara- der 14 Monate lang im Auslande gewesen ist; die Besprechung können nationale Sympathien der Wiener Regierung Wenn nun gerade Italien der Helfer sein soll, so lionskommission besprochen wurden.- Trotz allen Dementis galt in der Hauptsache Europa und Deutschland. Wir ver- nicht dafür maßgebend sein; alle Nachbarstaaten, mit Ausherrscht der Eindruck vor, daß die Lösung nach der Seite einer zeichnen das, ohne die Hoffnung an ein Aufgeben der Zunahme Ungarns, haben deutschösterreichische Gebiete sich einnicht dafür maßgebend sein; alle Nachbarstaaten, mit Ausverstärkten Finanzkontrolle gefunden wird, in der schauerrolle Ameritas daran knüpfen zu können, solange die nahme Ungarns, haben deutschösterreichische Gebiete sich einauch Amerika ein hervorragender Platz eingeräumt würde, einer- Rheinbesetzung und Frankreichs Rüstungen weiter dauern. feits, um der neuen Welt Bertrauen einzuflößen, und andererseits, Immerhin hat an der Sizung der Reparationsfommission, um den Wünschen Deutschlands entgegenzukommen. Die Stim- die die Einladung deutscher Vertreter beschloß, ein Vertreter mung ist auf der ganzen Linie zuversichtlicher geworden. Laut Ameritas offiziös teilgenommen. richtet. Haltet zur Arbeiterpresse! perleibt. Die deutschösterreichisch- italienischen Finanzverhandlungen, die in Rom weitergehen, werden in Belgrad mit jenem Argwohn verfolgt, der aus dem ungelösten südslawischitalienischen Streit um die Ostküste der Adria Nahrung zieht; der italienische Nationalismus wird die Ostküste nie hergeben wollen, Südslawien aber sich mit dem fümmerlichen Ausgang herum, daß die tschechisch- serbische Militärfonvention auch das Ziel habe, den in St. Germain nicht erlangten Korridor durch Ungarn zu schaffen, und es wird von einer südslawifchen Mobilmachung herumtelegraphiert. Man wird es also verstehen, wenn das von Italien her berichtete Seipelsche Angebot eines wirtschaftlichen ZuDer Prozeß gegen die Rathenau- Mörder. an die Adria nicht begnügen. Schon schwirren Gerüchte 30 Bände Akten! Unbegrenzte Unmöglichkeiten. Wenn jetzt auch der Vorwärts" an seine Leser mit einer im Zeitungsgewerbe bisher ungewohnt starken Erhöhung Ueber den augenblicklichen Stand der Mordsache Rathenau seiner Bezugspreise herantritt, so folgt er damit nur dem Druck erfährt die Korrespondenz BS., daß nach Abschluß der Borunterder höchsten Rot, die jetzt auf der gesamten Presse lastet. Die fuchung sich die Atten jetzt bei der Reichsanwaltschaft zur BearbeiTatsachen sind bekannt. Eine Erhöhung des Druckpapierpreises tung der Anklage befinden. Nach Fertigstellung der Anflagefchrift auf den 350fachen Vorkriegsstand ist erfolgt, weitere Erhöhun- wird diese den sämtlichen Angeklagten zugestellt werden. Ein fammenschlusses" vielen Deutschösterreichern ein Grauen ergen der Produktionskosten stehen in Aussicht oder sind bereits 3wischenverfahren mit dem Ziel auf Entschließung über eine Er- weckt. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" aber erklärt rundeingetreten. Selbst von dem erhöhten Bezugspreis werden öffnung des Hauptverfahrens findet nach dem Gesez zum Schutz der heraus und im Namen der so starken Sozialdemokratie, daß mehr als drei Viertel von den Papiertosten aufgezehrtwo Republik nicht statt. Dagegen wird den zahlreichen Verteidi- die Arbeiter Deutschösterreichs sich nicht verschachern bleibt der Lohn des technischen und redaktionellen Personals, gern noch ausgiebig Gelegenheit gewährt werden müssen, mit den lassen um einiger Millionen willen, die die Regierung im wo bleiben die Kosten der Zustellung der Zeitung! Angeklagten in Verbindung zu treten, was ihnen bisher im Inter- Lande haben könnte, wenn sie nicht vor den Kapitalisten ins Die Lage ist bitter ernst. Niemand kann sich der Einsicht esse der Untersuchung verwehrt morden ist, sowie die inzwischen auf Bockshorn flüchtete und überall den roten Schrecken anmale, verschließen, daß der erhöhte Bezugspreis der Zeitung inner- etwa 30 Bände angeschwollenen Atten ordnungs so daß von internationaler Gendarmerie und alliierter Be= halb der allgemeinen Teuerung vielen Arbeiterlesern doppelt gemäß einzusehen. Die Anklage wird der Oberreichsanwalt fehung gefaselt wird. Die Regierung Seipel aber sieht sich drückend sich bemerkbar machen wird. Trotz alledem müssen Dr. Ebermayer selbst vertreten. Die Berteidigung führen für veranlaßt, aller Welt gegen Kredithilfe den„ Zusammenwir ihnen erst recht zurufen: A beiter, haltet zu Eurer die Gebrüder Techow Justizrat Dr. Hahn und Rechtsanwalt schluß" anzubieten, der nur nach einer Richtung naturgePresse! Dr. Sad- Berlin, für Günther Rechtsanwalt Dr. Luetgebrune- Göt- mäß und, von der augenblicklichen Haßverblendung weltOhne die Zeitung sind politische Macht und gewerkschaft- tingen, für Stubenrauch Rechtsanwalt Dr. Hüffener, Berlin, für Ilfe- regierender Narren abgesehen, allein gefahrlos ist: nach licher Einfluß der Arbeiterschaft gelähmt. Im Kampf gegen mann, Alfred Hoffmann und die übrigen wegen Beihilfe Ange- Deutschland hin! Teuerung und Not, im zähen Ringen um die Erhöhung der flagten Rechtsanwalt Dr. Bloch- Berlin und Justizrat Gradaus- Ueber den inneren Zustand Deutschösterreichs schreibt Löhne entsprechend den gestiegenen Lebenshaltungskosten, im Oldenburg, für Dr. Stein, Kapitänleutnant Diedrich und die wegen unser Wiener Korrespondent: Streit um Koalitionsrecht und Arbeitszeit und in den vielen Begünstigung Angeklagten Dr. Luetgebrune- Göttingen, für Zum zweiten Male jährt sich bald der Tag, an dem die ChristFragen der Politit, die für die Arbeiterschaft Fragen der Welt- Diestel und Küchenfeister Rechtsanwalt Dr. Welt- Berlin. Eine Fest- lich- soziale Bartei ihren großen Wahlfieg errang, nachdem sie den anschauung und der Lebenskraft sind, ist die Arbeiterpresse der fegung des Verhandlungsterminns ist bisher noch nicht erfolgt. indifferenten Teilen des Bolles eingeredet hatte, daß sie allein das berufene Sachwalter der proletarischen Intereffen. Manche Borläufig sind die Mitglieder des Staatsgerichtshofes noch nicht Vertrauen des Auslandes genieße und daß sie' nach Beseitigung der bürgerliche Zeitung wirbt um die Gunst der Arbeiterleser. Wie einberufen. ,, sozialdemokratischen Regierung" alles tun werde, um das Ausland verhängnisvoll irreführend und politisch gefährlich diese unter zu bewegen, uns reich mit Krediten beizuspringen. Wenn die dem Einfluß des Privatkapitals sind, lehrt gerade die heutige Aus der Zeit des Ministeriums Stegerwald her schwebt gegen Chriftlich- Sozialen ans Ruder fämen so hieß es dann würde Zeit: diese angeblich arbeiterfreundliche Preffe hat alles getan den republikanischen Landrat eines schlesischen Kreises noch immer die Krone steigen. Aber die Krone fällt von Tag zu Tag. 100 Kronen und nichts unterlassen, um die 3 wangswirtschaft in ein Disziplinarverfahren, das sich im wesentlichen auf eine syste- sind heute in der Schweiz nicht einmal einen halben Rappen wert. Mißkredit und zu Fall zu bringen. Die Folgen erleben wir matische Berleumdungskampagne rechtsstehender Kreise Ein Laib Brot kostet 6000 Kronen! Eine Straßenbahnfahrt bet heute. Schutzlos denn auch die Wuchergesehe reichen nicht gründet, die den republikanischen Landrat auf jede Weise unmöglich Tage 1000 Stronen! Von den versprochenen Völkerbundskrediten aus ist die Arbeiterschaft den Stößen der Baluta preisge ist die Arbeiterschaft den Stößen der Valuta preisgegeben, die die Preise planlos in die Höhe zieht, ganz gleich, ob machen wollten. So lautet z. B. ein Hauptpunkt der Anklage dahin, ist noch immer nicht die Rede. Der englische Vorschuß ist aufgezehrt, es sich um Waren in oder ausländischer Herkunft handelt. daß der Landrat den Roßbach- Banden gegenüber, die seinen vom- dem tschechischen Vorschuß erst ein Teil ausgezahlt. Der italieMargarine fostet 240-280 Mart das Pfund. An diesem Kreis unsicher machten, nicht die nötige Objektivität" bewiesen habe! nische Borschuß versprochen, aber nicht ausbezahlt. Greifbar nahe - Doch das ist noch gar nichts. In Erstaunen gerät man erft, fieht man den Tag, wo man für Kronen im Ausland nichts mehr Breis gemessen ist selbst der der Zeitung niedrig. Denn für den Gegenwert von einem Pfund Margarine war vor dem Kriege wenn man erfährt, daß zum Untersuchungstemmissar taufen tann, wo der russische Hunger bei uns einzieht. gegen den republikanischen Landrat von dem damaligen Inneneine Zeitung nicht erhältlich. Vor diesem Augenblick zitfern wir alle Tage. Das Bürgertum minister Dominicus der Verwaltungsgerichtsdirektor Kern in freilich hat noch zu leben. Lange hat es geglaubt, die Ratastrophe Breslau ernannt wurde und daß dieser noch immer seines werde es nicht berühren. Die bürgerlichen Parteien haben geglaubt, aus der Katastrophe, in der sie die Arbeiterschaft niederDieser Verwaltungsgerichtsdirektor Kern ist fein anderer als schlagen und der revolutionären Errungenschaften berauben fonnten, der Rater des Rathenau- Mörders Kern. Könnte man mit vermehrter Macht hervorzugehen. Die Monarchisten hoffen an sich schon aus der Handlung des Sohnes Rüdschlüsse auf den noch jetzt, daß die ungarischen Banden, wenn sie eines Tages einGeist des Elternhauses ziehen, so, nötigt das Berhalten des Baters marschieren, die revoltierenden Massen niederwerfen und auf den nach der Tat unbedingt hierzu. Herr Kern sen. brachte nämlich Trümmern Wiens die Herrschaft der Habsburger wieder errichten fämtliche Photographien und Schriftzüge seines Sohnes beiseite, werden. Und die Kapitalisten haben sich schon ausgemalt, wie dann Dresden, 29. August.( Eigener Drahtbericht.) Die sozial- um die Verfolgung zu erschmeren. Erst als die ganze Desterreich aufgeteilt werden wird. Diese guten Deutschen demokratische Werbewoche im Bezirk Offsachsen brachte unserer Familie mit der sofortigen Verhaftung wegen Begünstigung können den Augenblick nicht erwarten, wo sie unter nationaler Partei 6880 neue Mitglieder und 3586 neue Zeitungsabnehmer. bedroht wurnde, tamen die versteckten Photographien zum Vorschein. Fremdherrschaft die Arbeiter leichter ausbeuten können. Es gehen aber ständig noch weitere Meldungen ein. Für ganz Wir fragen: Muß ein republikanischer Verwaltungsbeamter Allein ab und zu erfaßt sie doch ein gelinder Schauer wenn sie an Sachsen tann wohl auf mindestens 15 000 neue Mitglieder als im Kampf gegen seine' reaftionären Berleumder sich einen derartig die Katastrophe denten. Sie wissen, daß dem Einmarsch der fremden Erfolg der Werbewoche gerechnet werden. unparteiischen" Untersuchungsführer gefallen lassen? Truppen der Bürgerkrieg vorausgeht und daß nach dem EinDie Not der Arbeiter steigt. Aber gerade wenn die Arbeiterschaft ihr entgegentreten will, braucht sie ihre Bresse, und es würde sich bitter an ihr rächen, gäbe fie fie preis. Darum ist es notwendig, daß die Arbeiterschaft ihr Eigeninteresse erkennt. Dann wird sie auch ihrer Beitung treu bleiben. Fortschritt der Partei. Amtes waltet. Deutschösterreich muß aus eigener Kraft seine Finanzen in Ordnung bringen. Das ist aber nur, möglich, wenn mit der Schonung der besitzenden Klaffen endlich Schluß gemacht wird. Gegenüber den bürgerlichen Klagen, daß die Partei abseits stehe, hat die außer ordentliche Konferenz unserer Abgeordneten mit den Vertretern der Gewerkschaften und der Genossenschaften erklärt: Die Sozialdemofraten find bereit zu einer zeitweiligen Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien in einer Konzentrationsregierung, um Desterreich vor der Katastrophe zu retten. Sie lehnen aber die Mitverantwortung ab, wenn mit der bisherigen Finanzwirtschaft nicht Schluß gemacht wird. Aufhebung eines Tendenzurteils. Landrat Schwebel. marsch Desterreich das Schlachtfeld im Kampf um die Auf-| in Biberach abgehaltene Gedächtnisfeier für Erz- 1 teilung werden wird. berger, der vor Jahresfrist ermordet wurde. Als Redner Aber so sehr die Bourgeoisie das Ende mit Schrecken voraus- trat Der Hauptschriftleiter Goigsch von der deutschnationalen 11. a. der württembergische Zentrumsabgeordnete sieht, sie ist doch nicht geneigt, den Schrecken ohne Ende zu be- Andree- Stuttgart auf, über dessen Rede der Bericht der Schlesischen Tagespoft" in Breslau war im April dieses Jahres von der Straffammer des Landgerichts Breslau von der Antlage fämpfen. Das Bürgertum will weder auf seinen Lurus verzichten, Germania" vermerkt: noch wollen feine Parteien den besigenden Klassen Opfer auferlegen. Sehr dankbar aufgenommen wurden seine Ausfüh. der Beleidigung des Ministers Severing freigesprochen worSeit zwei Jahren hat die Finanzfunft der christlich- sozial- großdeut- rungen zu der Weimarer Verfassung und Erzbergers den, nachdem das Amtsgericht ihn vorher zu 300 m. Geldsirafe verurteilt hatte. Geißsch hatte im Zusammenhang mit dem Verbot schen Regierung die befizenden Klassen ängstlich geschont und alle Anteilnahme an ihr. fozialdemokratischen Anträge auf stärkere Besteuerung der Besitzenden Auf dem Münchener Katholikentag wird die Weimarer der irregulären Selbstschutzorganisationen die Politik des Ministers abgelehnt. Sowohl bei der Vermögensabgabe als bei der Steuer. Verfassung verflucht; bei der Erzberger- Gedächtnisfeier wird Severing als leichtfertig, ja gewiffenlos" bezeichnet, reform, wie zum Schluß bei der inneren Anleihe ist die Majorität die hervorragende Mitwirkung Erzbergers an der Reichsver- und die Straftammer hatte diese Art der Kritik für straffrei erüber halbe Mittel nicht hinausgefommen. Trotz aller sozialdemo- fassung als besonderes Verdienst gepriesen. Das ist ein auf- flärt, weil dies das allgemeine Urteil der Oeffentlichkeit über fratischen Warnungen hat man seine ganze Hoffnung auf die Hilfe fälliger Gegensaß, wenn man bedenkt, daß auch der Severing sei, das bereits feststünde. Auf die von der Staatsanwalt der Entente gesetzt. Umsonst! Daß Dr. Seipel auch einen Abstecher Katholikentag zu 90 Proz. von Angehörigen der Zentrums- fchaft eingelegte Revision hat jetzt das Oberlandesgericht in Breslau das freisprechende Urteil aufgehoben und die Sache zu ander nach Berlin machte, hat feinen anderen Grund als den, die groß- partei beschickt zu sein pflegt. deutschen Bundesgenossen etwas zu beruhigen, da sie sonst über die Unsere Anfrage, was die auf dem Katholikentag anwesen- weitiger Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen. Die Fahrt nach Brag ungehalten wären. den republikanischen 3entrumsminister bei der freisprechende Straffammer ist inzwischen infolge einer Aenderung Rede Faulhabers gedacht haben mögen, wird vom„ Lokal- des Geschäftsplans aufgelöst worden. Anzeiger" aufgegriffen, der meint, das Zentrum werde es ,, an Gegenwehr gegen Breßstimmen dieser Art nicht fehlen lassen". Wir halten unsere Anfrage aufrecht, obwohl die„ Germania" auffälligerweise jede Stellungnahme zu der Rede Faulhabers Landrat Schwebel, dessen Verurteilung zu drei Monaten Gepermeidet, auch zu seinen antisemitischen Aus- fängnis wegen Beleidigung eines franzöfifchen Gendarmen befällen gegen die jüdische Berliner Presse und ihre Bericht fannt ist und der in brutaler Weise verhaftet wurde, ist von den erstatter in München". Das Zentrum stand bisher in dem Franzosen in das Gefängnis in Kreuznach zur Berbüßung seiner verdienstlichen Ansehen, jeden Antisemitismus aus seinen Strafe gebracht worden. Das Auswärtige Amt hat gegen die Reihen ferngehalten zu haben. Berurteilung des Landrates Schwebel durch die französische Behörde Vorstellungen erhoben. Die Beschwerde wird hauptsächlich Nun schreit die bürgerliche Presse über Terrorismus und damit begründet, daß Landrat Schwebel als Angehöriger einer redet von einem Versuch der Diftatur. Allein aus dem ReiseMünchen, 29. Auguft.( Eigener Drahtbericht.) Reichsjustiz- Grenzfeftfegungsfommission sowie einer Kommission, bericht des Bundeskanzlers werden die bürgerlichen Parteien minister Dr. Rabbruch, der mit dem Reichsanwalt zu Besprechungen die ein Abkommen über den Grenzverkehr in dem Saargebiet wohl erkennen, daß eine, Katastrophe nur vermieden werden mit der bayerischen Regierung nach München gekommen war, ge. abzuschließen hat, das Recht auf diplomatische Immunität kann, wenn die sozialdemokratischen Forderungen erfüllt wer- währte mir eine Unterredung, in der er sagte:„ Ich bin nach have. den. Ringt sich diese Erkenntnis bei den bürgerlichen Parteien München gekommen, nicht um neue Abmachungen in Sachen des durch, dann ist die Sozialdemokratie bereit, in die Regierung Republikschutzgesetzes zu treffen, oder um über die Personal einzutreten. Ist das nicht der Fall, dann wird sich das Ver- besetzung des süddeutschen Senats beim Staatsgerichtshof hängnis vollziehen und Desterreich wird zugrunde gehen. Die zu verhandeln, sondern um die durch die bayerische Notverordnung wiedergegebenen Säße der neuen Bofttarife insofern den Tatsachen Bon zuständiger Stelle wird erklärt, daß die von der Presse bürgerlichen Barteien tragen eine schwere Verantwortung. eingeleiteten Fälle mit möglichster Beschleunigung zu erledigen. wiedergegebenen Sätze der neuen Posttarife insofern den Tatsachen menn fie noch länger zögern. Wir können es uns angesichts der außerordentlich ernsten außen- entsprechen, als sie die Ziffern richtig wiedergaben, die der VorKein Wirtschaftsbündnis. politischen Lage des Reiches nicht leisten, wegen formal juristischer lage des Reichspoftministeriums über Erhöhung der Portotarife Streitfälle in einen weiteren Notenfrieg mit Bayern einzutreten. für Juli zugrunde lagen. Durch die gewaltige Markentwertung Rom, 28. Auguft.( EP.) Der„ Messaggero" schreibt: Schon die Unser Besuch im bayerischen Justizministerium, der in gewisser Bed sind diese Tarife aber bereits wieder überholt. Das ersten Besprechungen des österreichischen Finanzjachverständigen ziehung als Gegenbesuch auf die Berliner Reise der Münchener Reichspoftministerium wird infolgedessen in den nächsten Tagen mit Schuller mit dem italienischen Vertreter haben praktische Herren gedacht ist, soll die Erledigung dieser Fälle beschleunigen, neuen Vorschlägen hervortreten. Schwierigkeiten hinsichtlich einer Zoll- und Münzunion ohne daß wir dadurch irgendwie die Kompetenz des Staatsgerichts. zwischen Desterreich und Italien gezeigt. Dieser Plan dürfte daher schwerlich verwirklicht werden. Dagegen würden weitere ein schneidende, aber nützliche Maßnahmen zum Schuhe Defter reichs vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch geprüft werden. In Auzio bei Rom werden unterdessen die Beratungen zwischen Schuller und dem Generalsekretär der Confulta, Comtarini, fort gefekt. Faulhaber oder Erzberger? Hier wurde schon auf die eigenartige Rolle hingewiesen, die der Münchener Kardinal v. Faulhaber auf dem Münchener Katholikentage spielte. Herr v. Faulhaber hatte nicht nur den Geschmack, die Revolution als Meineid und Hochberrat, gekennzeichnet mit dem Kainsmal," zu bezeichnen, er polemisierte auch in der ausfälligsten Weife gegen die Weimarer Verfassung. So sagte er: " Wehe dem Staate, der seine Rechtsordnung und Gefeß gebung nicht auf den Boden der Gebote Gottes stellt, der eine Verfaffung schafft ohne den Namen Goffes, der die Rechte der Eltern in feinen Schulgefeßen nicht fennt, der eine Gefeßgebung schafft, die die Ehescheidung erleichtert, die die uneheliche Mutterschaft in Schuß nimmt. Wo die zehn Gebote Gottes nicht mehr gelten, da gilt der Sat:„ Bottes Recht bricht Staatsrecht." Zufällig lesen wir in der Germania", dem Berliner Zentrumsblatt, vom Dienstag abend einen Bericht über eine Die Tänzerin. Von Lisa Honroth Loewe. Die Tänzerin hatte ihre große Pantomime begonnen. Sie fniete in einem Kleide von der Farbe sterbender Teerosen vor dem seidigen Weiß des Hintergrundes und betrachtete eine Blüte, die sie eben gepflückt zu haben schien. Mit dem unbekümmerten erstaunten Entzüden eines eben erwachten Kindes tetrachtete sie die blaustrahlende Blume. Auch Gie wandte, mit einer unnachahmlichen Bewegung, hart und rudweise, wie gezogen, ganz im Gegensatz zu ihrer sonstigen Ge= schmeidigkeit, den Kopf, bis sie hinter sich die Fanfare von Rot erblickte. Das Publifum rüdte sich zurecht. Dr. Radbruch in München. Noch höhere Posttarife. Cannes und Genua. Rathenaus Vermächtnis. hofes uns schmälern lassen wollen. Ich habe von dem neuen bayerischen Justizminister, der übrigens außerordentlich zäh die Forderungen seiner Partei in Berlin vertreten hat, die beste Meinung. Er wird das, was wir mit ihm vereinbart haben, loyal Unter diesem Titel ist soeben im Berlag S. Fischer ein kleines durchführen. In den verschiebenen bis jetzt anhängigen Verfahren Büchlein erschienen, das die Reden enthält, die alter wegen Beleidigung der bayerischen Regierung auf Rathenau in diesen beiden Konferenzen im Namen der deutGrund ihrer Stellungnahme zum Reich liegt es ihm, wie er erklärt fchen Regierung gehalten hot. Dazu werden noch als Anhang die hat, fern, einen Vorwurf des Hochverrats zu erheben. Der Grund nichts enthalten, was nicht schon veröffentlicht wurde, und doch lehten Reichstagsreden Rathenaus abgedruckt. Es ist also darin Jazz des Republikschutzgesetzes muß aber irgendwie zum Ausdruck ist es gut, daß dieses Bermächtnis Rathenaus an das deutsche tommen, daß Breßprozesse dann eingeleitet werden, wenn eine Bolt" noch zu, einer Zeit der Deffentlichkeit übergeben wird, in rohe Beschimpfung oder Berleumdung vorliegt. Der bayerische der die Erregung über die Mordtat im Grunewald noch nach Justizminister hat den Gedanken, daß ein Gesez nur in einer zittert. Wie der Herausgeber, Legationsrat Dr. R. Simon, der bedingten Richtung gebraucht würde, als ungeheuerlich zurückge zugleich Rathenaus Privatsekretär gewesen ist. in einem furzen wiesen. Es ist dies eine Selbstverständlichkeit, die ebenso auch für Vorwort mitteilt, hatte der Ermordete am Abend vor seinem den Reichsjuftizminister gift. Bayerische Zeitungen haben aber Tobe die lehte Hand an diefe Veröffentlichung geleat. bewußt meine Aeußerung im Reichstag, die Verordnung das deutsche Volt. Jeden, der diese Reden gelesen hat, wird der gewinnt fie tatsächlich die Bedeutung eines Bermächtnisses an des Reichspräsidenten anläßlich des Rathenau- Mordes wendet sich Seufzer entschlüpfen müssen: Es ist wirklich zu schade um ihn! gegen Rechts", in unverantwortlicher Weise umgestellt, Die Reden zeigen mit erschütternder Beweiskraft, daß die nämlich als ob diese Aeußerung im Zusammenhang mit den Ge- Interessen Deutschlands in Zeiten schwerster Not nicht beffer veregen zum Schuß der Republik gebraucht würde. teidigt fein fonnten, als durch Walter Rathenau. Es ist nicht mög lich, flüger, fachlicher, überzeugender, nationaler zu sprechen als er es in dieser aufreibenden Zeit von Cannes bis Genua und daß Auszüge aus diesen Reden in allen Schulen zur Vorlesung bis zu seinem furchtbaren Tode getan hat. Man möchte wünschen, gelangten, damit die heranwachsende Generation erkenne, welchen unerfeklichen Staatsmann und Führer Deutschland durch die frevelhafte Hand einiger Mordbuben verloren hat. Ich hoffe, daß meine Reise, die weder als Schwäche noch als unnötige Einmischung in bayerische Verhältnisse gedeutet werden darf, durch die persönliche Fühlungnahme zwischen mir, dem Herrn Reichsanwalt und dem bayerischen Juftizminifter ihren 3wed er füllt: nämlich das Verständnis für die Notwendigkeit der Rechtseinheit des Reiches zu fördern." Die Tänzerin fam " in einem dunkelseidigen Mantel. ,, Na, Maus," sagte der Mann, geh'n wir nach Hause?" ,, Ach was," antwortete die Tänzerin übellaunig, das war ein gräßlicher Abend. Die ganze Zeit fühlte ich, daß mein Mieder aufgegangen war." Dadurch Körpers erstarrte vor dieser brutalen Berkennung ihrer Hingabe.| denen er eine bescheidene Existenz sichern mußte, ehe fie fich auf Sie sah ihren Untergang besiegelt. Und mit dem Blick einer Irr- Jahre, und manchmal halbe Fahrzehnte einer wissenschaftlichen Arbeit finnigen, dem Sprung eines Selbstmörders stürzte sie fich in die widmen fonnten. Unter solchen Umständen eine wissenschaftliche Arme des Mannes vor dem zu retten nichts vermochte. Literatur zu schaffen, ohne je andere als rein wissenschaftliche Zwede im Auge zu haben Die Mufit endete hier in einem hohen spizen Triumphton, der in seiner zweimaligen Wiederholung wie eine Klinge in die überdas hat dem Genossen Diez feiner vor und auch noch feiner nachgemacht. hitzten Nerven fuhr. Beifall brar.dete tobend auf. Bom Rhön- Segelflug. Die erstaunlichen deutschen Erfolge im den, beachten Sie die innerliche Einsamkeit dieser Frau ihren den angelsächsischen Ländern ist der Gleitflug die Sensation des " Beachten Sie," sagte der Kritifer zu einem Kreis von Lauschen- Flug mit motorlofen Maschinen stellen einen Sieg deutscher Tüchtig feit dar. Selbst französische Blätter bringen lange Berichte, und in Allmählich, ihr unbewußt, veränderte sich der seidige hinter ihrem Partner gegenüber dokumentiert. Sie ist auch seelisch ur.be- Gleitflug ausgesetzt hat, hat es sich nicht nehmen lassen, den deutschen Widerwillen gegen die Nähe des Mannes, wie sie sich auch jetzt Tages. Die„ Daily Mail", die einen 1000- Pfund- Preis für den grund der Bühne, indeß die Tänzerin, ihm abgewandt, findlich und rührt- mur ihr Dämon zwingt sie zur Gemeinschaft im Künft Sieger enen auszufragen. Das motorloſe Fliegen," saate er, cinjam fniete. Der weiße Stoff wurde plößlich von einem zarten terifchen." Rosa erhellt, in das jäh eine Fanfare von Rot einschlug. ,, ist ein schönner Sport, den ich jedem anderen vorziehe. Ob er " Göttliche Beine," dachte der ältliche Offizier nochmals und nickte mehr ist, weiß ich nicht. Ich fing ihn an, weil ich mich in der Luft die Musil verwandelte sich. Aus einer leichten, wafferhellen Melodie eifrig, als die grauseidene Dame bemerkte, daß doch auch im Tanze glücklicher fühle, als irgendwo sonst. Ich sehnte mich schon als fleiner dramatisch emporsteigerd, begann ein fragender, unruhiger edle Kunft zu finden sei und daß man nie aufhöre, Erfahrungen zu wählte ich Fliegen zu meiner Laufbahn. Ich bin Ingenieur, aber Junge nach dem Fliegen, und als sich mir die Gelegenheit bot, erRhythmus. Die Tänzerin, immer noch der findlichen Anbetung der machen. Der Gent in der Loge recte sich in den Schultern. Bu nur Ingenieur, um die Mittel zu finden durch die ich mich von der Blume hingegeben, schauerte plötzlich zusammen, wie gestört von fompliziert! Tango ist schließlich dasselbe und einfacher." den hastigen und falten Touren der neu entstandenen Melodie. Ihre Erde in die Luft erheben kann. 1917 wurde ich militärflieger und Der Tänzer wartete vor der Garderobe. Er hatte fich abge- fämpfte auf einem Ginfiger in Frankreich." Das Folgende sagte er Hände mit der geliebten Blüte zuckten wie hilflos einmal durch die schminkt. Ein nächtiges, freches Gesicht stand unter der blonden nach dem Bericht des englischen Blattes mit großer Bitterkeit, aber Luft und schlossen sich wieder in Angst. Haarmähne. doch mit einem entwaffnenden Zauber":" Sie wollen wissen, warum wir diese motorlofen Flüge aufgenommen haben, die ein einfacher Sport sind. Vielleicht sind sie auch etwas mehr, aber wenn ich das rüdt". Wir widmeten uns diesem Sport, weil wir die ut liben behaupten wollte, würden meine Freunde fagen: Sengen ist verund in ihr sein müssen, aber wir sind an die Erde gefesselt durch alle Arten von Verboten, die uns von den Alliierten auferlegt wurden. Wir dürfen nur noch Spielzeug- Flugmaschinen haben. Da wir cuf diese Weise von der Entwicklung der Flugkunst in der normalen Ein Ehrenmal für Heinrich Dieh. Als in ihrem 23. Jahrgang Form ausgeschlossen sind, so blieb uns nichts als der motorlofe die Neue Zeit" sich von ihrem Schöpfer und ersten Verleger Hein- Sport." Göttliche Beine," dachte der ältliche Offizier in der Loge. Seine rich Dieß trennte, hat Franz Mehring auf Grund feiner langjährigen In einem persönlichen Auffah in dem Londoner Blatt nennt Nachbarin, eine ältliche Dame in Grau mit Perlen, und einem Zusammenarbeit mit dem Genossen Diez, dem er nachrühmt, feine Hengen als die Hauptbedingungen für den Gleitflug: 1. eine belonraffigen Vogelgesicht, beugte sich zu ihm.„ Ein poetisches Geschöpf," Großmut und seiner Sitten Freundlichkeit erfahren" zu haben, in ders fonstruierte Maschne, 2. Kenntnis der örtlichen meteorologischen fagte fie, milde anerkennend. eben der Neuen Zeit" eine ehrende Erinnerungstafel gewidmet. Bedingungen und Flugerfahrung. Der Gleitflug führt uns zurück Franz Mehring würdigt darin sein Lebenswert folgendermaßen: zu den frühesten Anfängen des Flugproblems," ihreibt er. Fr tann Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben einer modernen Ar- für den Handelsverkehr von Wichtigkeit werden." beiterpartei und ist in mancher Hinsicht sogar ihre schwierigste Aufgabe, sich eine wissenschaftliche Literatur zu schaffen. Sie fann ihrer nicht entbehren, wenn sie fiegen will. Wächst das Proletariat nicht Mar Gensen henner wirft in der Franff. 3." eine rage auch geistig über die bürgerliche Zivilisation hinaus, die selbst noch auf. Die allgemeine Beachtung verdient: bem Boden der fapitalistischen Gesellschaft je nach Ort und Beit tenden Erfolge an der Zeit, daß das deutsche Bolt zu Hilfe kommt? in ihrem Berfall eine gewaltige Macht darstellt, so mag es sich auf Wäre es nicht angesichts der großartigen, alle Welt in tem halTänzerin zu. Die stand mit schreckhaft gerecktem Körper. Der Tänzer umtreifte sie mit lockenden Gebärden, denen sie bessere Lebensbedingungen erfämpfen, aber es wird nie dazu ge- Es hat einst dem Grafen Zeppelin in wenigen Wochen Millionen gezögernd zuerst langen, die Grundsteine einer höheren Gesellschaftsordnung zu spendet. Jekt ist es arm geworden, aber schon der gute Wille könnte dann wie willenlos, folgte, bis sie zuletzt unter legen.... Es ist der Ruhm der Arbeiterklasse, daß sie aus ihren nügen. Die Tage an der Rhön haben gezeigt, welche Kräfte im deut seinem zupackenden Griff besinnungslos in seine Arme hineinfiel. eigenen Reihen den Mann zu stellen gewußt hat, der mit großem schen Bolt schlummern. Nicht nur Ingenieure und Flugtechniker Da in einer legten Sehnsucht nach Rettung und Einsamkeit Sinn und genialer Hand die schwierige Aufgabe, die hier gestellt haben sich erfolgreich beteiligt, der 3immergeselle Goitueb riß sie sich zurück. Und mit einer Gebärde, rührend in ihrer Kind- war, zu erkennen und zu lösen wußte. Geschult in den gewert- Eipenlaub, der Volksschullehrer Ferdinand Schulz lichkeit, hielt sie plötzlich dem Manne die blaue Blüte hin wie schaftlichen und politischen Kämpfen der deutschen Arbeiterklasse, haben hervorragende Apparate mit ihren eigenen fieinen Wetteln einen Schatz, mit dem fie fich lostaufen zu fönnen glaubte. gründete Heinrich Dieß mitten in den schwersten Tagen des Sozia- gebaut. Alle Teilnehmer und Beranstalter sind keine Nabobs, und Mit einem triumphierenden Rud ergriff der Tänzer die Blüte tengesetzes die Neue Zeit", an die fich dann im Laufe der Jahr wer weiß, ob der ganze Wettbewerb zustande gekommen, enn.i.ft zehnte eine umfangreiche wissenschaftliche Literatur gegliedert hat. von privater Seite beschränkte Mittel aufgebracht worden rören. und preßte sie mit harter Faust zusammen. Da war es denn unbe Genosse Diez hatte es in den Autoren, die er für seinen Verlag Es gilt im nächsten Jahr das Erreichte zu vervollkommnen und chreiblich, zu sehen, wie die Tänzerin in Scham und Schmerz des heranzog, durchweg oder fast durchweg mit armen Teufeln zu tun, weiterzuführen. Dazu aber ist Geld und abermus Geld notwendig. Jetzt kommt es," sagte der junge Mann mit dem unreinen Teint und den fanatischen Augen zu seiner bleichen Begleiterin. Jetzt entdeckt sie den Mann. Eieh, wie sie ewige Ferne zwischen den Geschlechtern beweisen wird." Ja," erwiderte der Major höflich, es geht nichts über Poefie!" Göttliche Beine," dachte er dabei wieder und sah etwas böse auf den jungen schwarzgewandeten tadellosen Mann in der Nachbarloge. Der scharlachfarbene hintergrund teilte sich langsam. In einem engen Gewande von der Farbe geschwärzten Goldes stand ein Mann in der Umfassung von Ret. Langsam wandte er sich der weißen " PT Nr. 40S ❖ Z9. Jahrgang Heilage ües vorwärts Mittwoch. ZS. August 1922 was fängt man mit ein paar Mark anl Wer vor langen Jahren in der schönen chandwerksburschenzeit auf der Walze fechten ging, war noch glücklich über einen kleinen Sechser- und Groschcnregen. Mit einem blanken Taler konnte man sich zur Not drei Tage lang über Wasser halten. Und selbst in der großen Stadt Berlin konnte man für ein„Vierpfund", für fünfzig Pfennig, sogar ein richtiggehendes Bett in einem sogenannten Kremdenlogis für eine Nacht bekommen. Legtest du noch 25 Pf. zu, so versicherte dir der Schlummeroater mit freundlichem Grinsen, daß sein Fremdenquartier kein Bienenkorb sei. Viel Vöglein flogen ein und aus, aber„Bienen"— davor hatte alles auch an diesem Orte«in heiliges Grauen. Verrücke das Komma und hänge an die Fünf eine hübsche runde Null, dann treibst du mit einigem Glück für fünfzig Topetenmark vielleicht ein halbwegs sauberes Bett auf. Sei aber nicht anspruchsvoll, zügele deine Zungel Zehn andere lauern schon vor der Tür und überbieten dich mit Wonne. Du lachst, du schimpfst, du wütest. Was nützt dir das? Sei stiedlich und ge- mütlich, verziehe keine Miene und— berappe! Mit fünf Mark in der Tasche kannst du ganz Berlin abklappern, und es bleibt dir für die laue Sommernacht immer nur„Mutter Grün". Und der Bettler, dem wagst du heute einen Sechser oder einen Eisengroschen gar nicht mehr anzubieten. Was soll er damit anfangen? Er hat Hunger wie du und erhält für fünf Mark gerade zwei trockene muffige Schrippen. Wer schenkt ihm denn noch«twas von dem wahnsinnig teuren Brot? Mit einer Papiermark kommt man besser weg. Und viele solcher schmutziger Papierfctzen müssen zusammen- flattern, ehe es reicht zu einem„warmen Löffelstiel". Immer noch für zehn Pfennig! Eine Briefmarke? Ach, geht mir doch. Die Sorten für 5 und 10 Pf. sind längst„alle". Herrn Giesberts Jünger sehen mich schon mitleidig an, wenn ich ein« einzige Marke für 25 Pf. verlange. Das ist doch gar kein Portosatz. Gutmütig setze ich dem Schalter- männchen auseinander, wozu ich die Marke zu 25 Pf. gebrauche. Wenn's mir paßt, klebe ich sie an den nächsten Laternenpfahl oder an den Briefkasten. Aber im Ernst— es gibt noch etwas für 10 Pf. Sogar im Warenhaus. Ja, nun staunt ihr Bauklötzer! Garn, richtiges Garn. Jedes Röllchen 10 Ps. Einen ganzen Korb voll habe ich gesehen.„Fräulein, bitte, die Aufsicht!" Sie kam, im schwarzen Trauerkleid, sehr höflich und sehr gemessen.„Worüber beschwert sich der Herr?" Ach so, die Aufsicht ist dazu da, sich zu beschweren. Zur Abwechslung beschwerte ich mich üb«r die Billig- kcit, über diese offenbare Absicht, das Publikum zu veräppeln.„Aber, mein Herr!" Ich ließ mich nicht aus der Fassung bringen. Ja- wohl, das ist eins Gemeinheit, das ist Preisdrückerei, das ist un- lauterer Wettbewerb, das ist..... Ja, das ist Stopfgarn," fiel sie mir hohnlachend ins Wort,„und das kostet immer noch 10 Pf.!" lDie Redaktion will ihrem Gewährsmann bei der Schilderung dieses fabelhaften 10-Pf.-Artikels nicht ins Wort fallen, kann sich jedoch des Gedankens nicht erwehren, daß das Röllchen Stopfgarn heut« bestimmt nicht mehr für 10 Pf. zu haben sein wird. D. Red.) Ich war gerührt und bat im Innersten den Wucherern vieles ab. Herr, deine Wege sind wunderbar. Nähgarn 25 IN. und Stopfgarn einen Eisengroschen. Da hat die Wuchererzunft etwas vergessen. Zehn Mark müßte das Röllchen Stopfgarn kosten. So wär's richtig. Der valutagrofchen. So nennt der Bolkswitz den Fünfmarkschein. Bis die Blätter fallen und der Dollar aus 2000 steigt,'ist's der Zehnmarkschein. Wozu sich da noch wundern, sagen die Flundern. Lachen müßt ihr, lachen über all den Wahnsinn, der die Welt regiert. Trotz alledem, es gibt noch genug für fünf Emmchen und für noch weniger. Für 5 M. könnt ihr im Rachbarortverkehr beinahe ein halbes Dutzend Liebes- oder auch Mahnbriefe loslassen und dreimal bei Frau Schulze durch die Strinpe anfragen, wie sie zu ruhen geruht habe. Aber sprecht nicht auf euren eigenen Apparat. Da ist Onkel Giesberts kitzlich und nimmt euch ab, was ihr wert seid. Nächstens kostet es pro Jahr eine Zehntäufendmarknote. Na, und die Berliner Eisenbahn- direktion hat doch auch noch einen billigen Laden. Ein paar Stiefel- sohlen tosten die Bescheidenheit von 250 M. Denkt doch einmal darüber nach, wieviel ihr davon abläuft, wenn ihr von Treptow nach Charlottenburg auf Schusters Rappen reitet, anstatt das Fahrgeldopfer von lumpigen drei Mark zu bringen. Sie zetern darüber, daß Sie drei Mark ausgeben müssen, um in die Zeitung Ihr Frühstück einzuwickeln? Nehmen Sie, bitte, drei Serviettchcn aus Seidenpapier. Die kosten auch drei Meter. Für den drucker- geschwärzten Geist, der Ihnen täglich erzählt, welche Kletterkünste der Dollar und welche Treppenwitze Freund Poincare macht, wollen Sie nichts ausgeben, aber für den Rattengiftgeist aus der söge- nannten Kognakflasche haben Sie mutig und wortlos das Dreifache übrig, für einen einzigen Schluck. Was, Sie wollen den Aerger hinunterspülen? Mensch, ärgere dich nicht, wenn es für fünf Mark noch eine Zitrone gibt oder drei Zwiebeln oder eine halbe Aprikose oder für den Allerweltskatzenjammer eine Flasche Selters. Für deinen papiernen Valutagroschen erhältst du auch noch eine Tasse Bouillon mit zweieinhalb Fettaugen, ein Dutzend Haarnadeln für dein liebes Frauchen, drei anständige Briefbogen, eine echte Havanna aus Schwedt a. d. O. zum Berqualmcn im Freien, einen Pfannkuchen. einen Rollmops, eine Neine Schachtel Stiefelwichse, oder du kannst auch, wenn dich die Lust anwandelt, dir fünfmal den Hochgenuß des stillvergnügten Träumers in der idyllischen Zurück- gezogenheit ein«r Rotunde verschaffen. Hast du gerade einen Blei- oder Tintenstift schlechtester Sorte für den Valutagroschen bei dir, dann kannst du bei der gleichen zähen Seßhaftigkeit und mit einem weiteren Fünfmarkschein auch noch drei Ansichtskartengrüße an deine Freunde versenden, die«s in ihrem Luftkurort sicher nicht so billig haben wie du in dem deinigcn. » Welch Vergnügen, zu leben! Da seht ihr, was die Ein-, Zwei- und Fünfmarkpapierchen noch für einen Wert haben. Nur recht viel davon muß es sein. Dann kann man sich mit einem ganzen Warenlager von Kleinkram eindecken. Was damit anzufangen Ist, bleibt eine andere Frage. Bon Hosenknöpfen, Schlüsselringen, Streichhölzern und Zahnstochern wird man nicht satt und nicht fett. Wer unglücklicherweise noch Junggeselle ist, gehe zu dem„spou- billigen" Aschinger. Der ist der Gradmesser für alles andere. Cr knöpft euch für einen Teller Erbsensuppe mit Speck 18 M. plus 10 Proz. Zuschlag ab. Nehmt aber ein Vergrößerungsglas mit, um den Speck nicht zu übersehen wie ein Pfefferkörnlein. Oder stopft euch den Bauch mit trockenen Schrippen voll. Für 18 M. gibt es genau 8 Stück. Beeilt euch, bitte! Morgen tostet vielleicht schon jede einzelne Kaffeebohne und jeder Happen Brot einen Baluta- groschen. SlumenZauber. Tie Gartenbauausstellung im Bellevne-Park. Im Schloßpark Bellevue sind jetzt mit dem sterbenden Sommer viel wunderbare und seltene Blumen eingezogen, in einer solch«» Fülle und Mannigfaltigkeit, daß Tage dazu gehören, um diese ganze Pracht richtig zu würdigen. Es ist die I a h r h u n d e r t a u s» ftellung der deutschen Gartenbaugeseklschaft, di« dort so ziemlich alles zeigt, was auf dem Gebiete des Gartenbaues und der Blumenkunst— das ist eine Kunst, über die es noch keine Literatur gibt— geleistet worden ist. Man hat weit mehr als ein halbes Jahr gebraucht, um di« Blumen, um die üppigen Ge- wüchse, die unserem Auge noch fremd sind, in den Rahmen dieser alten Buchen und Linden einzufügen.» Jetzt wandelt man durch die Weg«, auf die schon hin und wieder ein vergilbtes Blatt niederrieselt und sieht sich plötzlich, wenn die Bäume etwas zurücktreten, den prangenden Farben gegenüber, die gärtnerisch« Kunst im Laufe von Jahren aus anspruchslosen Blüten zu entwickeln vermochte. Die Beete sind nicht mehr so niedrig ge- halten, wie wir sie früher als Teppichbeete kannten. Man bevor- zugt etwas Plastik. Die Mitte hebt sich, verflacht im Kreise und an besonders betonten Ecken wird das ganze wieder«rhöht. In den Gipselpunkten prangen die hellen und leuchtenden Farben, senken sich in den Tiefen zu dunklen und gesättigten Nuancen, zum tiefen Rot, zum abgründigen Blau. Da sind die großen und be> kannten Blumenzüchterfirm«n Späth, Koschl und Hermann Rothe. Der Späth erzielt die wunderbarsten Effekte mit den einfachsten Mitteln der deutschen Flora. Die verwendeten Blumen sind oft nur unsere simplen Stauden- und Sommerblütler: Rittersporn, Rantkresse, Astern, Japanische An«moncn und Rosen. Be� Koschl merkt man schon, daß es sich hier um empfindlichere Dinge handelt, dos sind die Hahnenkämme, die Celosien, Lobelien, Chrysanthemum und die Fülle der Fuchsienarten. Eine ganz verwöhnte Gesellschaft sind aber die Orchideen, die von Beyrodt aus Samen herangezogen werden und deren Aufzucht so unendlich mühselig ist, daß es sechs bis sieben Jahre dauert, bis aus der kleinen, kaum sichtbaren Säm- lingspflänze eine jener herrlichen Blüten wird, die die Schönheit des Sommers in ihren weitgeöffneten Lippen aufgesogen zu haben scheinen. Ein Teil dieser herrlichen Blütenkunst sammelt sich draußen unter den alten Bäumen im Grün des Rasens, der andere Teil ist zu empfindlich, als daß er den wetterwendischen Einflüssen unseres Klimas so ohn« weiteres ausgesetzt werden kann. Für diese ist in leichten Zelten Unterkunft geschaffen. So hat der Verband der Blumengeschäftsinhaber Deutschlands ein Zelt hingestellt, in dem er zeigt, in welch mannigfacher Art die Blumen Verwendung finden können. In einem Wandelgang öffn«n sich Nischen und man blickt in Dioramen, die die Blumen und Gewächse der Heimat und fremder Länder in charakteristischen Bildern vorführen. Ja, man sieht in dem deutschen Wald, wie er jetzt, fast zu Beginn des Herbstes, im Schmuck von hunderttausend duftenden Maiglöck- ch e n steht, richtig in den Waldboden gewachsenen Maiglöckchen. Das sind nun keine Maiblumen für den deutschen Geldbeutel, aber der Ausländer wird sie sich für 20 Mark das Stück kaufen können. Fern«r blüht Blume an Blume ein japanisches Chrysanthemum- feld. Ein japanischer Garten mit seinen Zwerggewächsen zeigt sich ein Stückchen weiter und dicht daneben erheben sich unter den über- hängenden Felsen der Cordilleren die pittoresken Formen seltener Kakteen. Dann weitet sich wieder der Blick in ein Vegetations- gebiet Indiens und in den tropischen Urwald mit seinen saftftrotzcn- den Blättern und Schlinggewächsen. Alles ist mit unsäglicher Ge- duld fest in der Erde verwurzelt und scheint sich unter ausopfernder Pflege an den märkischen Sand, gewöhnt zu haben. Ein Ham- burger Kakteensammler hat ein eigenes Zelt gebaut und darin eine große mexikanische Wüstenlondschaft errichtet, in der nichts anderes gedeiht, als Kakteen und Sukkulenten. Es handelt sich hier um eine der berühmtesten Kakteensammlungen der ganzen Welt und man kann die Beobachtung machen, wie diese Gewächse in sich eine völlig eigene Flora darstellen. Wie sie Bäume bilden, Blätter, schlangengleich sich am Boden winden, kürbisbunt und spinnwebüberzogen. Fabelhafte Formen einer uns ganz unbe- kannten Welt. Auch die Berliner Marktgärtnereien sind zusammenhängend vertreten. Da sind' die Siedlungs- und Kleingärten, u. a. die Eisenbahnerkleingartenkolonie, die einen vollständigen Obst- und Blumengarten mit Laube zeigt. Auch sonst wird aus der Aus- ftellung des Bundes der deutschen Laubenkolonisten die Liebe zur eigenen Scholle und zur Blume deuttich erkennbar.— Zurzeit ist noch nicht alles fertiggestellt. Es wird noch gepflanzt und große Transporte sind noch unterwegs. Später wird noch. Gelegenheit gegeben sein, auf das ganze in Einzelheiten zurückzukommen. Die Eröffnung der Ausstellung findet heute vormittag durch den Reichspräsidenten statt. Huch die Hochbahn erhöht. Der allgemeinen PreiZerböhung folgt jetzt auch die Hochbahn. Wie die Gesellicbast mitteilt,, sieht sie sich infolge der neuerding« eingetretenen starken Erhöhung der Löhne und Materialpreiie ge«�■ nötigt, vom 1. September ab ihre Fahrpreise wie folgt festzusetzen:' � 3. Klaffe:. 2. Klasse: Bis fünf Stationen.... 5 Mark 7 Mark Darüber hinaus..... 7„ g„ Für Fahrkartenbündel zu 10 Stück wird eine Er- Mäßigung von 2 M. gewährt.— Der bisher auf der WilmerS« dorf-Dahlemer Sirecke erhobene Zuschlag voiMl M. zugunsten der Stadt Berlin bleibt bestehen. «- Die neue Erhöhung des Straßenbahntarifs hatte in der Stadt- Verwaltung die Befürchtung hervorgerufen, daß die erhoffte Mehr- einnähme durch eine übermäßig starke Abwanderung der Fahrgäste wieder ausgeglichen werden würde.- Diese An- nähme scheint jedoch nicht zuzutreffen. Die Straßenbahnen hatten am Montag eine Einnahme von 8,5 Millionen Mark, während man in der Berwaltung damit gerechnet hatte, daß bei einer Abwanderung von etwa 15 Proz. d«r Fahrgäste bestenfalls 23] Der Sprung in die Welk. Ein Iungarbeikerroman von Arkur Zickler. Erleidet alles, alles... Hans war auf das tieffte er- schöpft. Rudi schlief im alten Friedhof des Rheindörfchens � den großen, frühen Schlaf. Sein Vater war zur Beerdigung dagewesen, mit hartem, finsterem Gesicht war er dem arm- seligen Sarge des Sohnes gefolgt, kein Wort hatte Hans mit ihm gewechselt. Das war nun einmal so, daß der Alte rech- nete: wenn ihr euch nicht in der Welt herumgetrieben hättet, lebte mein Sohn noch. Hans fühlte keine Schuld: sie waren mit ihrem Mut, zu wagen, im Rechte, was verstanden die Alten davon. Sein eigener Vater hatte ihm geschrieben, er hatte den Brief nicht zu Ende gelesen, als er ihn zerriß— allzu oft war die Freude darin, daß es den anderen, nicht Hans getroffen hatte. Hans fuhr nach Frankfurt. Er wollte den Rhein nicht mehr sehen. Das Geld war alle geworden, ohne daß er daran dachte, was Nun werden sollte. Als er das Schlafen nicht mehr bezahlen konnte, blieb er die Nacht über gleichmütig im Freien. Er vernachlässigte sein Aeußeres, wusch sich selten, der leichte Flaum seiner siebzehn Jahre umrahmte das Gesicht. Gelegentlich gab es Arbeit, am Mainkai, doch lief er ihr nicht nach. Manchmal aß er einen ganzen Tag nichts, dafür schlug er sich am nächsten den Leib mit einer Unmasse trockenen Brotes voll. Bekanntschaften mied er, er litt unter der Nähe von Menschen, nur Kinder schienen ihm erträglich. Oft schlug seine verdrossene Gleichgültigkeit unvermittelt und ohne äußere Ursache in schmerzliche Spannung um. dann weinte er solange, bis er müde wurde. Die bunte Melancholie des Herbstes paßte zu seinen Stimmungen, immer fror er ein wenig und suchte das wärmende Licht der Sonne. Dabei merkte er kaum, daß Wochen vergingen, daß das Leder seiner Schuhe brüchig wurde und die wenig geschonten Kleider dumpf und schäbig. Schon sahen sich die Polizisten manchmal nach ihm um. Einmal bot ihm einer einen Schluck Schnaps aus seiner Flasche an, da erfaßte ihn eine heftige Gier nach diesem Ge- tränk, er verkaufte das Letzte, was er entbehren konnte, seine Uhr, und trank sich voll. Komisch, dachte er, als sich alles um ihn�ieränderte, grotesk, bizarr und unverständlich wurde. Er taumelte durch den regsten Verkehr, ein Wunder, daß ihm nichts zustieß. Kinder umjohlten ihn, er kollerte ihnen Pfennige zu, und wenn ihn Erwachsene anhielten, um ihn zu fragen, ob er sich nicht schäme, verneinte er das: denn er fühlte sich wirklich glücklich. So glücklich wie ein Kind im Theater. Dann sah er einen Menschen laufen, der wie Rudi aussah, eilte auf ihn zu— die Aenlichkeit zerfloß in kalte Fremdheit. Zum Schluß wurde ihm übel, lind er mußte sich übergeben. Der Kops schmerzte ihm zum Zerspringen. In seiner Verzweiflung steckte er ihn in das Wasserbecken eines Springbrunnens,{ias half ein wenig. Die Stadt wurde ruhig, Hans trat wieder sicherer, sein Schritt wurde laut und hallte von den Häuserwänden zurück. Irgendwo sank er nieder, legte seinen wüsten Schädel an kalten Stein, bis die Morgensonne kam. Die führte ihn hinaus aus dem Gewirr der Straßen, über die windige Mainbrllcke wegan zu den freien Höhen. So fand sich Hans wieder zur Landstraße zurück. Der kühle Septembertag wirbelte raschelnde Blätter vor ihm her, aus den Aeckern stieg ein starker Duft. Hans blickte wieder geradeaus, fühlte keine Neigung mehr, den Kopf zu wenden oder hängen zu lassen. Neues Schicksal vor ihm! Bei einem Bauern fuhr er Mist und spürte dabei, daß er nichts von seiner Kraft verloren hatte. Auch sein Herz hing noch innig an den Dingen, besonders Tieren fühlte er sich nahe, er streichelte Pferde. Hunde und Kühe. Der Bauer wollte ihn gern behalten, aber Hans ging weiter. In Heidelberg wurde er Auswäscher in einer Gastwirt- schaft. Er arbeitete mit einem Mädchen zusammen, das er ganz gut leiden mochte, als er jedoch merkte, daß sich die Gustel abends an ihn drängen wollte, wurde ihm die Arbeit leid, und er machte wieder Schluß. Bevor er die Stadt ver- ließ, lief er deB Weg zum Schloß hinan. Als sein Blick sich weiten wollte vor der Pracht des Neckarlandes, stach ihn wieder der Schmerz des Alleinseins, peinigte ihn das Weh um den verlorenen Kameraden, und er kehrte wieder um. In Stuttgart zog Hans mit siebzig Pfennigen Barbestand ein. Das reichte gerade, um in einer Wirtsstube an der Hauptstädter Straße Leberspätzele zu essen und ein Bier darauf- zuschütten. Eine Aufschrist an der Wand besagte: Stuegert ischt e feine Stadt, Stuegert leiht im Tale, wo so schöne Maidle hat— leider so brutale! Hans dachte lange darüber nach, fand aber keinen Sinn dabei, der ihm hätte nützen sollen. Vielmehr packte ihn, als es finsterte, eine heftige Sehnsucht nach einem rechtschaffenen Bett. Darum beschloß er, der christlichen Wohltätigkeit an- heimzufallen. So brach er aus nach der„Heiligkeit, wo er auch Aufnahme fand, nachdem er das Versprechen abgelegt hatte, am nächsten Morgen in Treu und Züchten Holz zu hacken. Vorher wurde das Harmonium brausen gelassen und Lied 298, Vers 1 und 2 gesungen. Im Schlafsaal wurde noch ein Genie entdeckt, ein Mann, der mit dem Munde eine Kreis- säge, einen Karusselmotor und ein Grammophon nachmachen konnte. Hans merkte, daß er seine Fröhlichkeit wieder- gefunden hatte und fand den ruhigsten Schlaf seit Monaten. Als die Schulkinder neugierig über den Garteuzaun guckten, hatte er schon eine halbe Klafter in Scheite getrieben. Nach dem Frühstück wurde das Holz auf einen Wagen geladen und nach Degerloch in eine Villa gefahren. Diese Villa hatte einen großen Garten, und eine schöne zarte Frau sah den Spalt- brüdern, wie sie sich nannten, beim Holzschleppen zu. Nach- dem die Arbeit fertig war. lächelt« die schöne Frau und ließ einige Gläser mit Apfelmost bringen. Die alten Kruken, dip sonst für alles eine dreckige Bemerkung hatten, taten ganz verlegen und nippten zimperlich an dem Apfelmost. Nur der Mann mit dem genialen Maulwerk hatte einen Mut und ließ die Kreissäge erschallen. Die schöne junge Frau war ganz entzückt davon, und nun mußte auch noch das Grammophon und der Karusselmotor daran glauben. Jetzt rief die junge Frau ihren Mann herzu, einen kleinen dicken Herrn mit einer Glatze, der allgemein enttäuschte, und nun mußte alles wieder von vorn ansangen, obwohl dem Genie schon der Hals weh tat.. Der Mann, der eben vom Schreibtisch gekommen zu sein schien, war noch verlegener als die Kunden und half sich schließlich damit, daß er die Zigarrentasche zog und Importen mit Bauchbinde verteilte. Mit gehobenem Selbstgefühl mar- schirrten die Kunden schließlich durch die Mitte ab, und es gab zum Schluß noch eine wagehalsige Heimfahrt: denn der Wagen lief auf der abschüssigen Straße von allein. Das christliche Mittagessen fiel reichlich mager aus. Harmonium- lieber und Tischgebete sind ein unzureichender Ersatz für mangelndes Fleisch. Grund genug für Hans, mit der„Heilig- keit" zu brechen und das Weite zu suchen. Er landete in einer Lesehalle und vergaß zwischen den Büchern die Zeit. tFortsetzung folgt.) mit einer Tagesfasse von 8,2 Millionen Mark zu rechnen fet. Die| Kellereinbrüche. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde, 19. Verwaltungs bisherigen Erfahrungen haben gelehrt, daß die bei Tariferhöhungen Bei allen Berliner Polizeiämtern laufen schon jest zahlreiche 3 Uhr nachmittags, Bankow vor dem Bahnhof Pankow- Schönhausen. Ausbezirk Pankow, Karow, Buchholz, Buch, Heinersdorf. Mittwoch, 30. August, regelmäßig einfeßende Verminderung der Fahrgäfte fich nach einiger Meldungen über ellereinbrüche und gestohlene heia flug nach dem Schillerpart. Niederschönhausen Treffpuntt 3 Uhr Stirche Zeit wieder auszugleichen pflegt. So blieben bei der letzten Er- borrate ein. Fast durchweg wird der Verdacht auf Haus- Niederschönhausen. höhung des Preises von 4 auf 5 M. in den ersten Tagen etwa bewohner gelentt, die eine Umquartierung der Kohlen im 3 Proz. der Fahrgäste der Straßenbahn fern, doch war Ende gleichen Hause vornehmen. Das stimmt überein mit der Ansicht bus( Linie A) eine schwarze Ledermappe liegen lassen, in der ein Der Komponist Jul. Einödshofer hat am legten Sonntag im AutoAugust der Ausfall wieder restlos beseitigt. Die Straßenbahn hat der Schutzpolizei, von der häufigere nächtliche Kohlen- Klavierauszug und das Regiebuch seiner Operette Die Frau ohne Mann durch die neuen Tariferhöhungen gestern eine wesentliche transporte von Haus zu Haus in den meisten Fällen be- enthalten war. Den Nachforschungen zufolge muß sie ein ehrlicher Finder Mehreinnahme zu verzeichnen gehabt, da am Montag der merkt werden müßten. Man schützt sich schon dadurch, daß Holz mit nach Hause genommen haben. Diesem will der Komponist gerne die perflossenen Woche die Gesamteinnahme nur 6,3 Mil- und Kohlen, so weit es ohne Feuersgefahr geschehen kann, in der Ledertasche, in der seine Adresse steht, überlassen oder eine gute Belohnung lionen Mark betragen hatte. Wohnung gelagert werden. Ein gutes Mittel ist auch jede einzelne geben, wenn er ihm Klavierauszug und Regiebuch wiederbringt. Breßtohle, was allerdings Arbeit macht, mit Bleistift oder GipsSchlagt die Juden tot!" Allgemeine Funktionär- Bersammlung Freitag, den 1. September, abends 7 Uhr, in den Germaniafalen, Chauffeestr. 110 Tagesordnung: Das sollte ,, teine Gefährdung öffentlichen Friedens" sein.. Beim Schöffengericht Berlin- Mitte wurde gestern über eine jener wüsten antisemitischen Ausschreitungen verhandelt, die am 12. März nach einer im Lustgarten veranstalteten Demonftration wirtschaftlicher Verbände sich im Stadtinnern und im Westen abspielten. Angeflagt war der Aufreizung zum Klassen haß und der öffentlichen Beleidigung ein 30jähriger Bolontärarzt Dr. Mar Kryn, der in der Charlottenstraße rahe den Linden" nach dem Abmarsch einer mit schwarzweißroter Fahne sich an der Demonstration beteiligenden Gruppe von Antisemiten vor verfammelter Menger. schrie: Schlagt die Juden tot!" und Mitgliedsbuch und Funktionär- Ausweis find vorzuzeigen. nachher einen ihn deshalb zur Rede stellenden Juden beschimpfte: " Frecher Judenlümmel!" „ Reichsmietengesetz und Mieterschuh" Referenten: Karl Felgen treu und Bürgermeister Adolf Rifter. „ Stellungnahme zur Tenerung" spriter in bestimmter Art zu zeichnen. Wiederholt sind solche ge zeichneten Kohlen und Hölzer in den Kellern der lieben ta chbarinnen, die am meisten über die Gemeinheit der Diebe schimpften, entdeckt worden. Zugzusammenstoß in Dresden. Dienstag früh 7 Uhr 5 Minuten fuhr der D- 3ug 115c Dresden auf den Schluß des auf Gleis 2 stehenden start verspäteten D- 3uges 21 Leipzig auf. Bei dem Zusammenstoß wurden einige Reisende des D- 3uges 115c leicht verlegt; sie fonnten die Reise fortsetzen. Der Lender der Lokomotive des D- 3uges 115c und der Gepäckwagen des D- 3uges 21 entgleisten je mit einer Achse. Eine Lokomotive und ein Wagen wurden zum Teil schwer beschädigt. Eine Betriebsunterbrechung ist nicht eingetreten. Der Unfall wurde dadurch herbeigeführt, daß der Schluß des D- 3uges über das Mertzeichen D der Berteilungsweiche hinaus etwas über das Einfahrtsgleis des D- 3uges 115c hineinreichte. Eine Untersuchung ist sofort eingeleitet worden. Schwere Schiffsfatastrophe. Wie aus Santiago de Chile ge meldet wird, ist der chilenische Dampfer Itata gescheitert. 160 Passagiere und die Besagung sind umgekommen. Groß- Berliner Parteinachrichten. Beisammensein. Dortselbst Raffeekochen. Wittenau, Sigungssaal, erweiterte Kreisvorstandsfizung. Alle Abteilungen müssen vertreten sein. Der Borwärts" hatte bereits in Nr. 287 vom 20. Juni feftgenagelt, daß der Oberstaatsanwalt v. Clausewitz zu nächst die Einstellung des Verfahrens verfügt hatte, weil nicht erwiesen sei, daß Dr. Kryns Aeußerungen den öffentlichen Frieden gefährden konnten. Erst auf Beschwerde erhob dann Den Mitgliedern und Abteilungskassierern hierdurch zur Nach die Staatsanwaltschaft gegen Dr. Kryn öffentliche Anklage. noch immer feine billigen Seefische. Der Verkauf preiswerter richt, daß foeben ein fleiner Poften Parteiabzeichen als Brosche Bor Gericht gab der Angeklagte Dr. Kryn sich als harm- Seefische muß, wie der Berliner Magistrat mitteilt, auch in dieser für die weiblichen Mitglieder im Bureau eingetroffen ist. Der losen Mann, der einen auf der Straße räfonnierenden Aus- Woche wiederum ausfallen, da nach Feststellung der Organisa- Breis beträgt 30 m. pro Stück. Alex Pagels. länder zurechtgewiesen und dabei gesagt habe, man solle die aus- tion der Fischhändler die Zufuhr der sonst zum Verkauf gelangten 9. Kreis. Wilmersdorf. Die Genofsinnen treffen sich heute, Mittwoch, nach ländischen Juden dahin bringen, von wo sie gekommen seien. Von Fischsorten völlig unzulänglich ist. Die Dampfer bringen mittag, 4 Uhr, bei Wiedecke, Hubertusbaderstraße, au einem gemütlichen einer Aufforderung zum Totschlag sei feine Rede gewesen, im wesentlichen nur Heringe. Es sind nunmehr Erwägungen 12. Kreis. Steglik. Mittwoch, den 30. Auguſt, 8 Uhr, Kreisvorstandssigung. versicherte er. Ihm widersprachen aufs bestimmteste einige Ohren im Gange, den Verkauf auch auf diese zu erstrecken. Im übrigen 20. Kreis. Reinidendorf. Mittwoch, den 30. Auguſt, 7 Uht, im Rathaus wegen des Rufes:„ Schlagt die Juden tot!" zur Rede gestellt Maßnahmen zur Sicherung der Seefischversorgung es ermöglichen 6. Kreis. Kreuzberg. Bildungsausschuß. Donnerstag, den 31. August, 7% hatte und dafür selber von ihm Frecher Judenlümmel!" werden, die preiswerten Seefischverkäufe alsbald wieder regelmäßig beschimpft worden war. Ein paar andere zeugen, auf die allwöchentlich durchzuführen. Dr. Kryn sich berief, hatten von den ihm zur Last gelegten Aeußerungen nichts gehört. Auch ein Schußpolizeileutnant Hasenheide, tagte Dienstag abend der Bismarck- Bund". Bismard- Bund und Sowjetjugend. In der Neuen Welt", Hermann Kuhnke, der während des Skandals auf der Straße über versammelte sich die kommunistische Jugend und versuchte, die feinen Dienſt tat und wenige Schritte von Kryn entfernt war, Bersammlung in der„ Neuen Welt zu stören. Als es ihr nicht wußte nichts von antisemitischen und heherischen Rufen. Der Bertreter der Staatsanwaltschaft hielt den Angeklagten für gelang, 30g fie in die Nähe des Hermannplatzes und fang dort vollständig überführt und beantragte für die Aufreizung 1500 ihre Lieder. Allmählich wurde der Auflauf so groß, daß die Mark Geldstrafe und für die Beleidigung 1000 Mart Geldstrafe. Schupo alarmiert wurde. Einige Verhaftungen wurden unter Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 1000 Mart und Widerstand vorgenommen, weil der Auflauf den Verkehr in der 500 Mart, zusammen 1500 Mart Geldstrafe. Hasenheide störte und vorübergehende Passanten belästigte. In der Urteils begründung sagte der Borsitzende, Amtsrichter Dr. Scholz, daß aus der Mitführung einer schwarzmeißroten Fahne, die gegenüber der Republik als ein Wahrzeichen der Monarchie gelte, auf eine antirepublikanische Gesinnung der Teilnehmer des Zuges zu schließen sei und hier auch eine antisemitische Gesinnung vermutet werden dürfe. Den Angaben der Belastungszeugen über die aufreizenden und beleidigenden Aeußerungen Kryns fei voller Glauben zu schenken. Ob die anderen Zeugen diese Aeußerungen gehört oder in der inzwischen vergangenne Zeit vergessen haben oder etwas mit der Wahrheit zurückhalten", wolle das Gericht unentschieden lassen. Besser wäre gewesen, wenn die Staatsanwaltschaft nicht zunächst Das Berfahren eingestellt, sondern auf rasche Erledigung der Sache hingewirkt hätte, so daß in der Berhandlung wohl ein flareres Bild gewonnen worden wäre. Auch hätte der Angeklagte vor Gericht ein mannhafteres Verhalten" zeigen und sich nicht aufs Leugnen legen sollen. Daß solche aufreizenden Rufe nicht harmlos find, habe man an demselben Tage bei den auf dem Kurfürstendamm vorgefommenen Ausschreitungen von Teilnehmern jenes Buges gesehen. Uhr, bei Reim, Urbanstr. 29, wichtige Gigung. Heute, Mittwoch, den 30. Auguft: 69. Abt. Wilmersdorf. 7½ Uhr erweiterte Abteilungsvorstandssitzung bei 136. Abt. Reinickendorf- Oft. Gegen- Umfang, Giefeler-, Ecke Wegenerstraße. 101. Abt. Treptow. 7% Uhr bei Dettinger, Elsenstr. 101, Borstandssigung. 6. und 7. Bezirk: 7½ Uhr im Bürgergarten, Sauptstraße, Extrazahlabend. Der engere Borstand nimmt wegen der Wichtigkeit vollzählig daran teil. Jungsozialisten. Gruppe Treptow. 7% Uhr im Jugendheim, Elsenstr. 3, Einführung in ,, Rathenaus Werke". Frauenveranstaltungen: 51. Abt. 7% Uhr bei Schellbach, Rönigin Elisabeth- Str. 6. Thema: Baluta und Preisschwankungen". Referentin Genoffin Diekmann. Gäste will. tommen. Die im gestrigen Morgenblatt an diefer Stelle irrtümlich für Donnerstag angefagte Veranstaltung wird somit hinfällig. hatten Don 55. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Morgen, Donnerstag, den 31. August: bt. Steglig. 8 Uhr bei Kitschke, Mariendorfer Str. 3, Ede Bismard. Sigung des Abteilungsvorstandes und sämtlicher Funktionäre. Eine Anzahl deutsch böhmischer Kinder Eine tragikomische Szene trug sich dieser Tage in Moabit zu. Balutas Gnaden mit ihrem Lehrer eine Rügenreise gemacht und natürlich in Berlin Kronen gewechselt und allerlei gekauft. Als nun einer der Jungen auf der Straße einen dieser Bad 20- Mart. 45. Abt. 7 Uhr in der Oberklasse der Schule Forster, Ede Reichenberger Straße. scheine nachzählte, wurde er von dem nächsten Polizeimann, 82. der sich herangeschlängelt hatte, derb angefahren, wo er denn gestohlen habe, er solle nur gleich gestehen. Da die zitternden Knaben natürlich ,, leugneten", mußten sie mit zur Wache. Dem Lehrer, den ein dritter Junge schleunigst aus der Herberge geholt hatte, gelang es natürlich leicht, den Tatbestand, der keiner war, aufzuflären, und mit Entschuldigungen wurden die jugendlichen deutschen Tschechoslowaken" alsbald entlassen. Erhöhter Gaspreis. Wie die Direktion der städtischen Werke im Inseratenteil der vorliegenden Ausgabe mitteilt, ist der Gaspreis mit Wirkung von der Standaufnahme im September ab auf 10 M. pro Kubikmeter festgesetzt worden. 139. straße, außerordentlich wichtige Gigung des erweiterten Abteilungsvor standes. Alle Bezirksfunktionäre und die Borsigenden der Ausschüsse müssen erscheinen. bt. Tegel. Die Einäscherung des Genoffen Hermann Schmidt, Ufer. Sungfozialisten. Gruppe Schöneberg- Friedenau. 7½ Uhr bei Groß, Seban straße 1, findet mittags 1 Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. Die Genossen werden um rege Beteiligung ersucht. ftraße 17, geselliger Abend. Gruppen Neukölln und Brig. 7 Uhr im Jugendheim Brit, Chauffeeftr. 48, Vortrag des Gen. Martin Berger: Der Film im Klaffentampf". Gäste find herzlichst willkommen. Jugendveranstaltungen. Achtung, Abteilungsvorsigende! Alle zum Sportfest für den Einzellamp gemeldeten Genossen müssen an den Borkämpfen teilnehmen. Sonst teine Zu laffung zum Endkampf. Jede Abteilung muß 2 Ordner bestimmen und die Adressen sofort dem Jugendsekretariat mitteilen. Amtsfchimmel beim Amtsgericht mitte." Bom Präsidenten des Amtsgerichts Berlin Mitte geht uns folgende Berichtigung zu: Der Oberpräsident und die Mietezuschläge. In der Abendausgabe des Borwärts" Nr. 397 vom 23. August Wie bereits berichtet, hat der Oberpräsident gegen die vom Berlin Mitte" eine Notiz, worin behauptet wird, daß die höchste 1922 steht unter der Ueberschrift Amtsschimmel beim Amtsgericht Heute, Mittwoch, den 30. August: Magistrat am 16. August beschlossenen Mietzuschläge Einspruch Gehaltsstufe bei der Nachzahlung für August zuerst herankäme, Freundschaft und Kameradschaft". Raulsdorf. Jugendheim Gemeindeschule Adolfstr. 25, Diskussionsabend: erhoben und damit von dem Recht Gebrauch gemacht, das ihm während die untersten Stufen erst in 14 Tagen an die Reihe fämen. Königstraße, Bortvag: Mariendorf. Jugendheim Schulbarade auf Grund des bisherigen Höchstmietengesetzes zufteht. Die Be- Dies ist unrichtig. Nach dem. Runderlasse des Finanzministers, zu- tionäre Dichtungen". Arbeiterjugend und seguelle Frage". Prenzlauer Borstadt. Jugendheim Danziger Str. 23, Gemeindeschule, Vortrag: Revolu denken des Oberpräsidenten richten sich in erster Linie gegen die Be- gleich im Namen des Ministerpräsidenten und sämtlicher Staats- Sindenhof, Diskussionsabend: Altohol und Nitotin Echöneberg III, Lindenhof. Jugendheim in der Schule ftimmung des§ 2 der Bekanntmachung des Magistrats, wonach in minister vom 21. August 1922, erfolgt die Zahlung der Teuerungs- stadt I. Jugendheim Gemeindeschule Sonnenburger Str. 20, Diskussionsabend: Schönhauser Bor. Häusern mit hauptberuflich tätigem Hauswart oder zuschläge an Vierteljahresempfänger bargeldlos durch frag:„ Die deutschen Jugendbewegungen". Lehte Nummer der Arbeiterjugend". Treptow. Jugendheim Elsenstr. 3, Bor Heizer 115 Broz. Zuschlag zur Grundmiete als Entschädigung für Ueberweisung auf das Bankkonto. die Verwaltungs- und Hausreinigungskosten treten sollen. In Zahlungsweise an Bierteljahresempfänger ist unzulässig. Eine hiervon abweichende mehreren anderen Punkten hat der Oberpräsident Berbesserungs- Monatsempfänger erfolgt die Zahlung in bar, und zwar 18. Geptember, 7 Uhr, in der Aula der 1. Gemeindeschule zu Brig, Chauſſee Briger Arbeiterjugend und Jungsozialisten veranstalten am Montag, den porschläge gemacht. Ueber diese Bedenken der Aufsichtsbehörde haben für August und September in einer Summe. Es wird streng ftraße 135-136, einen Lichtbildervortrag:" Jugendherbergen und Jugendwan bereits in voriger Woche Besprechungen zwischen dem Magistrat und darauf gehalten, daß Bahlungen zuerst an die untersten Gehalts- werden den Abend verschönern. Eintritt 3 M. Der Gesamtbetrag findet Berdern". Vortragender: Kreisjugendpfleger Genoffe Blume. Jugenddarbietungen dem Wohlfahrtsministerium stattgefunden, und es ist anzunehmen, stufen erfolgen. Die Bantüberweisungen an Bierteljahresempfänger wendung für die Jugendherberge Neukölln. daß der Einspruch des Oberpräsidenten, dessen nähere Begründung erfordern eine größere Arbeit als die Barzahlungen; an der Erdem Magistrat erft gestern zugegangen ist, durch eine peränderte ledigung der Nachzahlungen ist mit allen zurzeit verfügbaren Beschlußfaffung des Magistrats behoben werden wird. Be- Kräften gearbeitet worden." reits in seiner morgigen Sigung wird sich der Magistrat mit diesem Einspruch beschäftigen. Sobald er feine Bekanntmachung den Wünschen des Oberpräsidenten entsprechend geändert hat, wird der Magistratsbeschluß rechtsverbindlich veröffentlicht werden. Die Umgestaltung der städtischen Werke. Lebensmittelpreise des Tages. An Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft schleppend. Fische geGeschäft flott. Genoffen, welche sich als Schiedsrichter zu dem Spiel- und Sportfest am Sonntag, den 3. September, im Lichtenberger Sta. dion des Vereins Arbeiterjugend zur Verfügung stellen wollen, werden gebeten, ihre Adresse telephonisch( Dönhoff 5086-5088) oder schriftlich dem Jugendfekretariat, Lindenstr. 3, mitzuteilen. nügend, Geschäft ziemlich lebhaft. Obst und Gemüse reichlich, Vorträge, Vereine und Versammlungen. 8 1. Kreis, Mitte. Männer- Gesangverein. Donnerstag, den 31. August, Uhr, Uebungsstunde im Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 23-24. Mieterverband Steglig E. B., Horft- Kohl- Str. 1. Mittwoch, den 30. Auguft, abends 8% Uhr, im Lauenburger- Kasino, Lauenburger Str. 4a, Mieterratsschule. Brotestversammlung am Mittwoch, den 30. Auguſt, 8 Uhr, im Restaurant Mieter- Berband Buchholz. Mieter, forgt für Wassenbesuch der öffentlichen Rossad, Sauptstraße 71, gegen die Mietszuschläge des Magistrats Berlin. Referent: Gauvorstand vom Bund Deutscher Mietervereine. Die vom Magistrat aufgeforderten 7 Sachverständigen haben ihr Gutachten über die zweckmäßigste Betriebsführung der städtischen Werte fertiggestellt. Das Sachverständigen kollegium war entAm Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: sprechend den Wünschen der verschiedenen Fraktionen zusammen Rindfleisch 80-98 M., ohne Knochen 100-108 M. Schweinefleisch gefeßt, so daß alle Meinungen zu Worte famen. Die Sachverstän- 120-138 M. Kalbfleisch 70-115 M. Hammelfleisch 85-108 M. Leber digen sind, wie eine Berliner Korrespondenz meldet, einstimmig zu 80-90 M. Schellfisch 25-30 M. Kabeljau 40-48 M. Rotzungen 30 bis einem Gutachten gekommen, worin als die zweckmäßigste Form Schleie 80-92 M. Zander 60-65 M. Hechte 60-68 M. Lebende Aale 148-155 M. Karpfen 135-140 M. für die Betriebsführung sämtlicher städtischen Werte die ge- Hechte 110 M. Mieter- Verein Berliner Westen E. B. Deffentliche Mieter- Protestversamm Eier 11-12 M. das Stück. Naturbutter 248-255 M. Tung am Mittwoch, 30. Auguft, abends 7% Uhr, Schulaula Ballasstraße 15, mischtwirtschaftliche Unternehmung bezeichnet wird. Margarine 180-200 M. Schweineschmalz 245 M. Erbsen 48-52 M. und Donnerstag, den 31. August, abends 7% Uhr, Bockbrauerei Fidicinstraße. Die städtische Werkdeputation wird sich in ihrer nächsten Sigung Kartoffelmehl 38-42 M. Kartoffeln 30-35 M. 10 Pfund. Weißkohl 4,50 traße 53, im Reichensaal: Braktische Aufgaben für Elternbeiräte". Referent Weiße Bohnen 28-38 M. Weizenmehl 43-46 M. Graupen 35-37 M. Bereinigung für Schul- und Erziehungsfragen, Berlin- Treptow. Deffent liche Versammlung Freitag, den 1. September, abends 8 Uhr, Wildenbruchmit diesem Gesamtgutachten beschäftigen. bis 5,50 M. Wirsingkohl 8-9,50 M. Spinat 9-10 M. Mohrrüben 5-6 M.| Genoffe Dr. Richard Lohmann. 36 M. In Eis: Aale 95-120 M. WENESTI RUND AMCAY BERLIN S RUND NEST WENEST RUND RUN WENE FEINE MILDE CONSUM- ZIGARETTE MIT UND OHNE GOLD! Wirtschaft fauft. Bon 24 nachgeprüften Geschäften hat nicht ein einzigesp den Inlandszuder zu angemessenen Preisen ab gegeben. Der Zucker wurde beschlagnahmt und die Geschäftsinhaber zur Anzeige gebracht. Preisregulierung durch die Konfumgenoffenschaften. Vertreter der Sozialdemokratischen Partei, der Unabhängigen, der Freien Gewerkschaften vom Rheinland, Westfalen und Lippe, der Konsumgenossenschaften, der Afa und der Verbraucherkammern der Provinzen Die Leipziger Mustermesse ein Sturmzeichen. Rheinland und Westfalen hatten sich Sonntag nachmittag in Köln Der deutsche Kohlentribut an die Entente. Die deutschen versammelt, um zu den wichtigsten Tagesfragen Stellung zu nehmen. Unsere Mart ist so federleicht, daß sie der kleinste Windstoß Brennstofflieferungen erreichen, wie französischerfeits betont wird, Nach eingehenden Beratungen stimmte man einmütig den von den um Hunderte von Punkten hinauf oder hinunter treiben kann. Auf den Sollbetrag nicht. Vom 1. bis 21. August wurden ge- gewerkschaftlichen Spizenorganisationen der Reichsregierung in Berlin der Leipziger Mustermesse ließen sich die bedenklichen Auswirkungen liefert: Kohlen 168 500 Tonnen anstatt der vorgeschriebenen 205 300, unterbreiteten Gesamtrichtlinien zu. Weiter war man darin einig. der hin und herschleudernden Devisenkurse der legten Tage prat tots 302 400 anstatt 369 200 Tonnen, Koksfeinfohlen 26 225 Tonnen baß es in dieser schweren Zeit mehr denn je die geschäftliche Auftisch beobachten. Eine solche Unsicherheit des allgemeinen Warenhandels wie auf der diesmaligen Herbstmesse ist noch faum jemals in dieser Einheitlichkeit erkennbar gewesen. Das Charakteristikum der Leipziger Messe ist, daß auf ihr nur Muster ausgestellt werden. 13 000 Fabrikanten und Kaufleute boten ihre Waren feil, weit über 100 000 Einkäufer standen ihnen als Interessenten gegenüber. Keiner dieser Fabrikanten, Großhändler und Kleinkäufer oder Verkäufer hatte die Möglichkeit irgend welcher ernsthaften Dispositionen. Die allgemeine Verworrenheit der weltwirtschaftlichen Verhältnisse, die Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen zwischen Deutschland und der Reparationsfommission und der mit den so entstehenden Stimmungen sinnlos auf- und abspringende Dollar, sie spiegelten sich in einem großen Mangel an flaren Käufen und Verkäufen wieder. So ift im Augenblick der Warenhandel für die Mehrzahl aller Produktionen und Branchen eine Spekulationsangelegenheit mit all den Gefahren, die im Geldspiel stecken. Es gibt weder Lieferfristen, noch Qualitätsgarantien, noch feste Preise. Um einigermaßen sicher zu gehen, erfolgt ein allgemeines Abrücken von der Mark: viele Auf träge, auch für das Inland, wurden in Auslandswährung gemacht. Die Auswirkung dieser Zustände ist heute noch nicht zu über sehen. Deshalb hat nicht nur das Inland unter größter Zurück haltung getauft, auch das Ausland hielt sich zurüd. Von dieser allgemeinen Tendenz blieben nur einzelne Warengruppen verschont, die zum eisernen Wirtschaftsbedarf oder zum Lurus der neuen Reichen beitragen. An unsere Leser und Freunde! Der in den letzten Wochen in beängstigender Weise fallende Wert unserer Mart, der unser ganzes Wirtschaftsleben bedroht, wirkt vernichtend auf den Bestand der Presse. Seit Monaten fämpft die Presse um ihre Eriffenz. Die Preise für Papier und alle übrigen Materialien steigen unausgesetzt mit derselben Schnelligkeit wie der Dollarfurs. Der Preis für Papier ist über das 350fache des Friedenspreises geffiegen. Die endgültige Festsetzung des Preises für September, der nach Mitteilung aus Fabrikantenkreisen noch höher sein soll, wird erst am 1. September erfolgen. Danach fostet das Papier für ein Monatsabonnement 140 bis 160 mart. Eine dementsprechende Erhöhung ist eine außerordentlich schwer zu erfragende Belastung für unsere Abonnenten. Einige Berliner bürgerliche Zeitungen haben, diesem Papierpreis Rechnung tragend, ihr Abonnement für September auf 300 m. erhöht. Wir werden mit Rücksicht auf die Wirtschaftslage unferer Abonnenten uns einschränken und bei größtmöglicher Papierersparnis den Bezugspreis für September auf 200 m. festsetzen. Parteigenossen! Es wird gewiß vielen von Euch schwer fallen, Der heutige Mittwoch wird für die Leipziger Messe und damit diesen Bezugspreis zu zahlen, aber die Erhaltung unseres Parteifür die nächsten Monate der deutschen Produktion entscheidend wer- organs liegt im eigensten Interesse der Arbeiterden. Heute wird voraussichtlich die Frage beantwortet, die Deutschschaft. In der Führung der politischen und gewerkschaftlichen land an die Entente gestellt hat, ob man ihm ein Moratorium ge- kämpfe ist der„ Vorwärts" unentbehrlich. Für seine Erhaltung währen wolle. Zum anderen neigt sich die Messe ihrem Ende zu, müssen deshalb alle Kräfte eingesetzt werden. Wir haben auch nach dann muß verkauft oder gekauft werden. gabe der Konsumgenossenschaften sei, preisregu lierend beim Warenverkauf zu wirken. Um dies zu ermöglichen, müsse eine Erhöhung der Anteilscheine unverzüglich in die Wege geleitet werden, da das jezige Betriebskapital nicht mehr ausreiche. Die anwesenden Gewerkschaftsvertreter verpflichteten sich nachdrücklich, in ihren Mitgliederkreisen in diesem Sinne zu wirken. Krise in Südtirol. Auch Südtirol leidet unter furchtbarer Wirt ichaftskrise. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Vergleich zur Boltsдabl gewaltig. Seit der Abtrennung von Desterreich und durch die Berelendung Deutschösterreichs und nun auch Deutschlands mußte der Südtiroler Wein starke Einbuße an Absatz leiden; in Italien selbst aber kann er mit dem Sizilianer und Süditaliener nicht fonkurrieren. Die Seidenindustrie usw. wird natürlich auch durch den Tiefstand der Mark schwer betroffen. Die deutschen Lokomotiven für Rußland. Nach der„ Dena" sind in den letzten Wochen 198 Lokomotiven aus Deutschland in Petersburg eingetroffen. Man hofft, daß bis zur Schließung des großen Schiffsverkehrs noch 150 Lokomotiven eintreffen werden. Devisenkurse. Die amtliche Rurstabelle gibt an, wieviel Mart man aufwenden muß, um die in der ersten Spalte genannte Einheit der auf das be zeichnete Land lautenden Währung zu erwerben. 29. August Käufer- Berkäufer ( Geld.)( Brief-) Kurs Kurs 28. August Käufer. Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs wie vor das vollste Vertrauen zu der Einsicht und dem Verständnis 100 holländische Gulden.. 55430.60| 55569.40|| 55430.60 55569,40 unferer Freunde und Genoffen für die außerordentlich schwierige 1 argentinischer Papier- Beso Lage, in der unsere Presse sich befindet. Mit der bisher dem Vor- 100 belgische Frant... wärts bewiesenen Treue werden wir diese Schwierigkeiten 100 norwegische Kronen Verlag und Redaktion des Vorwärts". Soweit auf der Leipziger Meffe für neue Bare Breise feft. gestellt wurden, stehen sie in feinem inneren Zusammenhang mehr mit den gleichen Waren, soweit fie zurzeit im allgemeinen Handel noch verkaufsbereit liegen. Sobald jene neuen Warenpreise sich allgemein durchsetzen, wird erst in vollem Ausmaß die 1nzuläng. überwinden. lichteit aller Löhne und Gehälter ins Auge springen. Die Mehrzahl der auf der Leipziger Mustermesse geführten Abschlüsse hat wieder eine ganze Schicht Konsumenten vom Markte ausgeschaltet. Unsere Wirtschaft muk umfippen, wenn nicht in beschleunigtem Ausmaß die breiten Maffen wenigstens zahlenmäßig vermehrte Einnahmen erhalten. Aber auch damit ist die Krise, die sich zurzeit ankündigt, noch nicht behoben. So bleibt das Problem in der weltwirtschaftlichen Ordnung, über das sich die Gelehrten ebenso einig wie die führenden Staatsmänner der wichtigsten Länder uneinig sind. R. H. 100 dänische Kronen 100 schwedische Kronen. 100 finnische Mark 1 japanischer Yen. 100 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar . 100 französische Frank 1 brasilianischer Milreis. 100 Schweizer Frank. 100 spanische Besetas 100 österr. Stronen( abgeft.) 100 tschechische Kronen. 100 ungarische Kronen. 100 bulgarische Lewa • 512.35 513.65 517.35 518,65 10536.80 10563.20 10486.85 10513.15 23670.35 23729.65 23970.- 2030.30062.35 30137.65 30461.85 30538.15 37053.60 37146.40 2996 25 3003.75 695.90 694.10 6242.15 37952.50 38047.50 3320.80 3329.20 694.10 695.90 6257.85 6292.10 6307.90 6342.05 6357.95 1423.21 1426.79 11285.35 11314.15 192.75 193.25 27815.15 27884.85 6392.6408.1448.18 1451.82 11186.11214.192.75 193.25 27765.25 27884.75 22696.55 22753.45 22471.85 22528.15 1.9512 1.99 4694.10 4705.90 1.93 5248.40 1.97 5256.60 78.40 78.60 79.90 80.10 808.95 811.05 799.801.anstatt 30 330 Tonnen. Infolge des Schifferstreits sind auf dem Rhein nur 30 000 an Stelle 100 000 Tonnen angekommen; dafür hat die Eisenbahn 69 000 Tonnen anstatt vorgesehener 69 000 Tonnen unvermittelbar befördert. Seit dem 19. Auguft sei ein Rüdgang erfolgt. Während in den ersten 14 Tagen des August ein Tagesdurchschnitt von 13 000 Tonnen geliefert wurde, sei die Liefermenge vom 19. bis 22. d. Mts. im Mittel auf 5700 Tonnen gesunken. Die französische Kritik will hierin ein neues Manöver" erblicken, hervorgerufen durch den deutschen ,, Aerger" über die augenblicklich gute Haltung des vom Reparationsfoks abhängigen franzöfifchen Eifenmarktes. Die deutschen Lieferungen für September und Oktober wurden folgendermaßen verteilt: von den 1½ Millionen Tonnen Ruhrkohle soll erhalten Frankreich 1052 Tonnen, Luxemburg 111 000 Tonnen, Belgien 227 000 und Italien 210 000 Tonnen. Von der Gesamtlieferung von 100 000 Tonnen Rotsfeinkohlen und 620 000 Tonnen Rots sollen auf Frankreich ungefähr 45000 Zonnen Feinkohlen und 570000 Tong. 7. Wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der Volkshochschule, Berlin NWB., Aufgededter Zuderwucher in Köln. Amtlich wird mitgeteilt: Nachdem die Wuderpolizei festgestellt hat, daß eine Anzahl Lebensmittelgeschäfte mit billigem Inlandszucker beliefert worden war, nahm sie eine Nach prüfung vor, um festzustellen, wo dieser Buder geblieben war. Das Ergebnis war überraschend. In einigen dieser Geschäfte wurde der Zucker, den die Geschäftsleute zu 17 m. eingetauft hatten, zu 50 bis 65 m. als Auslands. zuder angeboten. In allen anderen Geschäften dagegen wurde gefagt, Inlandszuder sei nicht vorhanden. Erst durch eine Durch fuchung konnte der Zucker zutage gefördert werden. Die meisten Geschäfte hatten feit 6 bis 7 Tagen davon überhaupt nichts vernen Rots entfallen. Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 72 Uhr: Tosca Schauspielhaus 72 Uhr: Volksbühne 18 Uhr: Die Walküre Lessing- Th. Peer Gynt Sommerspielzeit. Allabendl. 8 Uhr: Deutsch. Theat. Der Schildpattkamm 8 Uhr: Das Glas Wasser Donnerstag 8: Das Glas Wasser Deut. Künstler- Th. Sommerspielzeit Allabendi, 8 Uhr: Kammerspiele Die erste Nacht" 72: Die Jungfern vom Bischofsberg Central- Theater Do. 72: Die Jungfernvom Bischofs- U: Ein Prachtmädel berg Deutsch Opernhaus Gr.Schauspielh. Uhr: Tiefland ( Karlstraße). Friedrich- Wilhelmst. Th. 7: Orpheus in der Unterwelt 8 U.: Wie fessle Do. 7: Orpheus Ich meinen Mann in d. Unterwelt Große Volksoper des Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters Kreisler" im Th. 1. d. Königgrätzer im Theat. d. Westens Eröffnung: 1. Sept. 7/2 Uhr: Der Freischütz Intimes Theater: Str. tägl. 8 Uhr 8: Die Peitsche und? · Lauf doch nicht immer nackt herum Lustspielhaus 8 Uhr: Werwolf Komödienhaus Metropol- Theater 8 Uhr: Gretchen 7 Die Bajadere Ab Freitag: Uhr KARUSSELL Neues Operett.- Th. Letzte Vorstellungen Vorletzte Vorstellg von Davos Die t Vinderlichen Geschichten Des Kanellmeifters Kreifler im Theater in Königgrátzer Straße + + Freitag + 200 Aufführung Komische 73 Oper 73% Der Meister Vom Montmartre Offenbachs Liebesleb. SCALA Urania Einstein- Film 8 Uhr: Casino- Theater 8 Uhr: Die Berliner Posse Lämmelmanns Bummelfahrt Beginn der HINTEN Winterspielzeit Varieté- Spielplan 1. September 1822-1922 Rauchen gestattet I Gartenbau und Blumenkunst Jahrhundert- Ausstellung der Deutschen Gartenbau- Gesellschaft Schlosspark ,, Bellevue" zu Berlín 30. August bis 18. September 1922 Goltzstr. 9. T. Nollend. 1613 Berliner Th. U.: Die Mädels Der Blaue Vogel 7.45: Madame Flirt Neues Th. am Zoo Anf. 8% Uhr. Vor8 U: Scampolo Stellung allabendl. Gem. Programm! Residenz- Th. Schiller- Th. Charl. Die best. Nummern 8 d. 1.u. 2.Programms Täglich 8 Uhr: Alt- Heidelberg Vorverk. d.Theaterkass.11-2 Fedora Uhr: Thalia- Theater 71/2 Uhr Prinz Don Juan Tilla Durieux Th. a. Nollendorfpl. Waldem. Staegemann 7 Uhr zum 1. Male: Dein Mund... Trianon- Th. Theater am Kurfürstendamm Täglich 8 Uhr: Carola Toelle Hans Albers Kurfürstendamm Nr. 208 8 Uhr: Die kleine Sünderin Wilh. Bendow in Th.d. Westens 8 U: Das kleine Heimliche Braut Schokoladenmädchen Kleines Th. Täglich 8 Uhr: Theater in d.Kommandant. Str. 8: Liebe u. Trompetenblasen u. 6-10 u. sämtl. Theaterkass. TRO Theat.a.Rottbus.Tor Moritzplatz 16077 Jeden Abend 71% U. und Sonntag nachm. 3 Uhr BELITESänger Volkspreise! Vorvkf. 11-12 u. 4-6 So lange Vorrat! ARIETE Am. Op. Felle v.250 an Behrenstr. 54 Am.Op.Schal v 1600an Mittw, 30.Aug. Austr.Op.Schal v. 2500 Kreuz-, Alaska-, ZobelSilber- Fuchse bietet 7 Uhr: Ehrenabend für Wallner- Theater Carl BOLESKO Pelzwarenhaus 8 Uhr: Medium Totentanz Theater des Ostens Irene Triesch( Rose- Theater) Paul Blensfeld 5 Uhr: Konzert Harry Moss 7% U.: So leben wirl Tafma Shaa 100 Bolenmart wurden mit etwa 16 M. bewertet. Briefkasten der Redaktion. B. C. 5. Uns nicht bekannt. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse an. Georgenstr. 34-36. Dr. Thompson's Seifenpulver Marke Schwan bestes im Gebrauch billigstes u.bequemstes Waschmittel Überall zu haben! Reichshallen- Th. Berliner Prater- Th. 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Straße 4 Die Einäscherung findet Mittwoch, den 30. d. M., nachm. 3 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Unser Kollege, der Werkzeugmacher Oskar Duschaichtenberg ist am 26. d. M. gestorben. 18 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 30. d. M., nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in Lichtenberg, Borunner Str.( WagnerPlag), aus ftatt. Unser Kollege, der Gürtler Alexander Horlemann Bohnsdorf, Privatstraße 29 starb am 27. d. M. Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 2. Sept., nachm. 3 Uhr, im Krematorium Kiefholzstraße, statt. Baumschulenweg, Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. geben Maurer- fowie Leiterrüftung Bosten taufen Hubert Lehmann& Cle., Charlottenburg, Schulffe. 14. Abschrift zu IV C 4455. 41/6 Bekanntmachung Gaspreis bas Bersorgungsgebiet fämtlicher Ge Achtung! Junttionäre. Achtung! 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Kurt Kehlert Berlin, Lothringer Straße 34 Schiedsspruch. Der zur Schlichtung von Lohn- und Larisstreitigkeiten der Arbeiter in der Berliner Metallindustrie vom Reichsarbeitsministerium eingefegte Schlichtungsausschuß hat in der Sigung am 28. August 1922, an der teilgenommen haben: Wulff, Ministerialrat, Berlin, Borsig Grzesinsti, Staatssekretär a. D., Berlin Dr Diez, Referent, Berlin als Unparteiische Dr. Pfeil, Regierungsbaumeister, Berlin Aremener, Fabritbefizer, Berlin als Arbeitgeberbeisiger Haffe, Fabrifdirektor, Berlin Gutsche, Mechaniker, Berlin Zippel, Wertzeugmacher, Berlin als Arbeitnehmerbeifizer Bredow, Former, Berlin Werner, Ministerialamtmann, Berlin, als Schriftführer folgenden Schiedsspruch abgegeben: Der zum 30. Juni 1922 gefünbigte Tarifvertrag für die gewerblichen Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner Metallindustrie Dom 4. Mai 1921 wird bis zum 30. September 1923 mit der Maßgabe verlängert, daß die nachfolgenden entgegen stehenden Bestimmungen als aufgehoben gelten. I. Arbeitszeit.( 3u A II des Rahmentarifs.) Jeder Betrieb muß durch einen bis zwei Kollegen vertreten sein. Donnerstag, 31. August, abbs. 7 Uhr, in Graumanns Festfalen, Naunynstr. 27 Ede Lint, Brunnenstraße 35. * Rosenthalerstraße. Gardinen! Troh täglicher Preissteigerung bringen wir noch aus unserm Kaufgesuche Versammlung sende Musterung, von 785, an. Bett bringend Herer, Pallasstr. 9( Anruf: 60/ 17a* 23995 Zwei durchaus selbständig arbeitende Heizungsmonteure ein Helfer werden sofort eingestellt. Persönliche Vorstellung im Berl Friedenau, Rheinstr. 45 46, bei der Betriebsgruppe VII der Optischen Anstalt C. P. Goerz& Werkzeugmacheralten Lager zu sehr billigen Preisen 3um Verkauf: Künstlergarnituren, dreiKlaviere, Flügel, Perserteppiche sucht teilig, von 950,- an. Halbstores, rei. Kurfürft 9104). Meister, evtl. 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Den Barteien wird aufgegeben, diefelben in den neuen Tarifvertrag hineinzuarbeiten, Ebenso sollen diejenigen Abänderungen des alten Tarifvertrages, Maschinisten, Schlosser, Wächter, Fertige Betten, Oberbett, Unterbett, iiber welche in den Verhandlungen über den Neuabschluß eines Tarifvertrages eine Berständigung unter den Parteien erzielt war, in den neuen Vertrag aufgenommen werden. Hofreiniger, Hilfsarbeiter und Kopffiffen kaufen Sie enorm billig. Steine Lombardware. Leihhaus. Morigplak 58a. Borschußlose Geschäfts- Schnellverkäufe Gipfel aller Billigkeit! nur durch Wolf, Hermannplag 8. MorigBotsdamerstr. 43. Staunen V. Weibliche Arbeiter.( 3u BIb des Rahmentariss.) Arbeiterinnen mit abgeschloffener Lehrzeit, die nicht gleiche Leistungen wie männliche Arbeiter der gleichen Rategorie aufweisen, erhalten 85 Prog. der jeweils tariflich festgefegten Löhne der männlichen Arbeiter. Alle übrigen Arbeiterinnen ohne Lehrzeit erhalten, soweit fie gleiche Arbeit wie männliche Arbeiter verrichten, 75 Proz. der für die männlichen Arbeiter der gleichen Kategorie jeweils tariflich festgesezten Löhne. VI. Cohn.( 3u B III des Rahmentarifs.) Reinmachefrauen Echte stellt ein Berlin SO 36 Gracßstr. 48. für Eisentonstrutio- Telephon- u. Telegraphenwerke nen, Treppen- und Fensterbau. Breest& Co. Berlin N 20. Geschäftsänkäufe Einrichter Tagesordnung: Unsere wirt- Kreuzfülchfe 495,- an. Belzwaren- plag 158 40. schaftliche Lage. 2. Stellung- erregend spottbilliger Belaverkauf aller • Unterricht nahme zu dem ergangenen erdenklichsten neuen Pelzarten. Schiedsspruch. 134/2 Stuntsfragen, Stuntsmuffen, Seidenrotfülchse, Blauwölfe, Gilberwölfe, Heinrich Maurers Privat- Zuschneide. Das Erscheinen aller ist unbedingt Silberfülchfe, Blaufüchse, Bleufchakale, fchule, Alexanderplatz( Eingang Königs Der Teil III des neuen Tarifvertrages erhält mit Ausnahme der Lohn- und erforderlich! Verbandsbuch legitimiert. Bobelfilchfe, Alastafidfe, Opoffumtea- graben). Tages-, Abendkurse, Herren-, Affordsay- Festsegungen die Faffung, welche im Lohnabkommen vom 1. Auguft 1922 Zentralverb. d. Maichiniiten u. Helzer gen, Dachskragen, piele andere Edel Damenschneiderei, Puzturse, SchnittDelafarten. Besakfelle, schwarz, farbig. zeichnen, Buschneiden, Rähkurse, Schnitt Stückenfelle fabelhaft billig. Riesen muster. Damenpelamäntel, Damenechte Glintsjaden, pelajaden, edite vereinbart worden ist. Geschäftsstelle Groß- Berlin Verwaltungsstelle Berlin Der Stundenlohn für männliche Arbeiter wird in Klaffe I gegenüber dem Auguftlohn um 20,- M. erhöht. Die Erhöhung in den übrigen Gruppen und Deuticher Metallarbeiter- Verband auswohl. Klassen erfolgt in dem gleichen Verhältnis, wie es in dem Lohnabkommen vom Razenjacken, Herrenaehpelze, Serren Verschiedenes 1. Auguft 1922 feftgefegt ift. Die Frauenzulage wird auf 2,50 M., die Kinderzulage Deutscher Portier- Verband Sportpelze, Damenvelsfutter, Herrenpelzauf 3,50 M. für die Stunde erhöht. Die Attordbasis und die Art der Neuberechnung der Akkorde unter Einrechnung der jetzigen festen Zuschläge ist von Parteien unter Sett.VII d. Disch.Transportarb.- Berb. futter. fich finugemäß, festzufezen. Rommt es dabei zu feiner Berständigung, so ist das Reichsarbeitsministerium um Durchführung des Einigungs- und Schiedsverfahrens anzugehen. VII. 3nfraftiveten. VIII. Cehrlinge. Verkäufe andere Gelegenheiten. Geldverkehr für Pittler- und Loewe- Revolverdrehbänke, sowie Revolverdreher u. Werkzeugdreher 313 stellt ein NAG Oberschöneweide Bole Stellmacher stellt ein NAG Oberschöneweide otenfrauen und Männer Keine Versagwaren. Viele Bertrauensvolle Auskunft, Arzt zur Stelle. Hebamme Opig. Neue König. Monatsanzüge, Sommerpaletots Auftraße 57( Aleganderplag). ftaunend billigen Preifen. Nak. Gor. 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Diese Deutschen können ihren eigenen Gerichtsverhandlungen nicht mehr folgen, find also Bürger zweiter Klasse, um so mehr, als die tschechischen Bewohner sich auch dort ihrer Sprache bedienen fönnen, wo sie nicht einmal 1 Prozent der Bevölkerung betragen. Durch verschiedene Maßregeln werden die besten Abnehmer der deutschböhmischen Industrie, Desterreich und Anwachsen des Luftmilitarismus. Deutschland bankrott gemacht. So gelangt die deutschböhmische Industrie ebenso wie das Schulwesen der deutschen Minderheiten zum Niederländischen Gewerkschaftsbundes, entnehmen wir folgende Zu Dem letzten Hefte der Balbeweging", der Monatszeitschrift des Stillstand. Dr. Medinger verlangte im Namen der deutschen Min- sammenstellung über die Zahl der Striegsflugzeuge in ber derheiten vor allem Selbstverwaltung in fulturellen so schiedenen Ländern: Dingen. schieden, daß der Vertreter Polens in Danzig nicht das Recht habe, ausländische Kriegsschiffe, die hinkommen, zu begrüßen. Es handelt sich um den Besuch eines englischen Geschwaders. Der neue In der gestrigen Sigung des Boltswirtschaftlichen polnische Außenminifter eratowicz hat jeßt einem Preſſever überaus trübes Bild von der Ernährungslage. Der Eingang an Ausschusses des Reichstags entrollte der Miniſter Fehr ein treter gesagt, die Regierung mürde in fürzester Zeit einen energischen Umlagegetreide beträgt bisher 77 810 Tonnen. Die geringe Beliefe Protest gegen die Entscheidung Hatings an den Völkerbund richten. rung sei die Folge der Verzögerung der Ernte und des geam übrigen betonte der Minister, daß die auswärtige Politik Polens ringen Ausdruschs. Eine gewisse Abneigung der Landwirtschaft, keine Veränderung erfahren solle und enges Einvernehmen begründet durch die ungenügenden Preise, fei nicht zu verkennen, mit Frankreich bezwecke. Besondere Aufmerksamkeit soll in doch sei eine Obstruktion im allgemeinen nicht bekannt geworden. Zukunft der Zusammenarbeit mit den baltischen Staaten gewidmet Die ungeheure Steigerung der Preise des Auslandsgetreides werde sein. In dem Verhältnis zu Sowjetrußland merte man eine gewisse zum 15. Oftober die Reichsgetreidestelle zur Berdreifachung der Besserung. Mehlpreise zwingen. Das bedeutet mindestens eine Hierauf sprach das Mitglied des englischen Oberhauses, Lord Newton, über die madjarische Minorität in Rumänien. Newton nannte die Art und Weise, wie Siebenbürgen von den Behörden behandelt werde, eine Schmach nicht nur der rumänischen Regie. rung, sondern auch für die Regierungen aller verbündeten Mächte, die diese Versündigung gegen den Geist der Friedensver= träge in der Frage der Minderheiten dulden. Newton schlug vor, 9 . Oftober 1921 1922 Frankreich. Italien 1722 494 Bereinigte Staaten 537 2163 1282 1229 . Japan England 541 1101 1048 1077 Zusammen: 4342 6852 Alio in noch nicht Jahresfrist eine Vermehrung von über daß die Mitglieder des Kongresses nach Kräften dahin wirken 50 Bros. Am stärksten ist der Luftmilitarismus in Franfrei. möchten, daß die Frage der Minderheiten in den neu entstandenen wieder ein Anhaltspunkt, warum Poincaré meint, auf seinem Staaten Europas auf der nächsten Bölferbundtagung in Pfund Fleisch bestehen zu müssen. Genf einer rückhaltiosen Prüfung und Regelung unterzogen werde. Sozialistische Bildungsarbeit. = Steigerung der Brofpreise um das Zweieinhalbfache. Man werde deshalb die Frage der Neufestsetzung der Preise für das Berlassen des Grundfazes des Umlagegefehes. Die Aussichten erste Drittel durchsprechen müssen. Ein Festhalten an den geringen Breisen, die jetzt nicht mehr die Produktionskosten deden, sei ein der Kartoffelernte feien gut, um fo trüber die der Milch. erzeugung, bei der die Preisfrage eine überaus traurige Entwidlung genommen habe. Eine Rüdfehr zur Zwangswirtschaft sei unmöglich. Die Zuder versorgung müsse im nächsten Jahr unbedingt sichergestellt werden. Geschehe das nicht freiwillig, dann sei der 3 wang auch gegen den Willen der Zuckerindustrie nicht zu umgehen. Die Reichsregierung erfenne die schwere Notlage weiter Schichten an und habe deshalb umfangreiche Einrichtung von Massen- und Kinderspeisungen in Aussicht genommen. Die bare Wirkungen haben. Eine Preiserhöhung für des Umlagegetreide, soweit das erste Drittel in Betracht fomme, sei undistutierbar. Die jetzige Notlage der Massen fordere Handlungen der Regierung, bei denen fie vor Eingriffen in die Interessen der Erzeuger nicht zurückschrecken dürfe. Nur rechtzeitige und vorbeugende Maßnahmen würden das Chaos verhindern, in das wir unrettbar zu versinken drohen. Trotz der eindrucksvollen Schilderung der Not des Volkes durch Abg. Dr. Moses( USP.) sprachen die Vertreter der Landwirt fchaft faft nur von der großen Erbitterung der Landwirtfhaft, ihrer steigenden Notlage und der Notwendigkeit höherer Preise, vor allem für das Betreide. Daneben forderten sie, StreitDerbot gegen die Landarbeiter und rechtzeitiges Einsetzen der Pilsudski an die Deutschen. In Brüffel tagte vom 16. bis 18. August eine internationale Technischen Nothilfe. Sie entrüsteten sich über die hohen Löhne Kalfowitz, 29. Auguft.( WIB.) Staatschef Pilsudski Konferenz der Arbeiterbildungszentralen. Bertreten waren 23 Dr- und die geringen Leistungen der städtischen Arbeiterschaft. empfing gestern den Vorsitzenden des Deutschen Volts- ganisationen durch 37 Delegierte aus Amerika, England, Frank. Beteuerungen der Agrarier, auch fie hätten für die Notfage der bundes von Reizenſtein in Audienz. Dieser übermittelte dem reich, Deutschland, Belgien, Schweiz, Tschechoslowakei, Dänemart, Berbraucher Verständnis und wären die Opfer einer auch sie be drückenden Entwicklung, wurden auch durch den Zentrumsabg. Staatschef die Versicherung der Hochachtung der deutschen Bevölke. Holland und Luremburg. Die Amsterdamer GewerkschaftsinterTremmel scharf auriickgewiesen. Er erklärte, die private rung. Die infolge des Plebiszits erregten nationalen Leidenschaften nationale hatte die Genoffin Kämmerer entsandt. Bon Deutschwürden von einem gewissen Teil der polnischen Presse geschürt, die land waren vertreten der Sentralbildungsausschuß der SPD. durch Zwangswirtschaft fei viel schlimmer als die gesetzliche, und eine die Genoffia Korn und Weimann, so wie der ADGB. durch Rüdfehr zur geregelten Verjorqung den Zusammenschluß der Deutschen im Volfsbund als Irredenta die Genossen Maschke und Fride.( Letzterer vertrat die der Bevölkerung mit Lebensmitteln sei unerläßlich Abg. Genoffe verdächtige. Der Staatschef wolle glauben, daß die deutsche Be Berliner Betriebsräteschuie.) Krähig sowie die Abgg. Simon und Hertz( S.) erklärten völkerung nur den festen Willen habe, ihr Deutschtum zu bewahren, Die Ronferenz tagte in der großzügig eingerichteten Ar- ihre Unzufriedenheit mit den Darlegungen des Ministers. und daß sie vollauf bereit sei, an dem Aufbau der Heimat fräftig beiter hochschule in Brüssel, die ein gemeinsames Unterneh- Brotpreissteigerung von jo ungeheurem Ausmaß müsse unabschmitzuarbeiten. Der Wolfsbund strebe einen Au's gleich der natio- men der belgischen Partei, der Gewerkschaften und Genossenschaften naler: Begenfäße im Interesse der Volksgesamtheit an. Der Staats- ist. Der Genosse de Man, Leiter des belgischen Arbeiterbils chef nahm die Versicherung der Loyalität des Bolfsbundes mit Dant dungswesens, wies bei Eröffnung der Konferenz darauf hin, daß an und gab seiner Genugtuung über defsen Bestrebungen nach einem die Schule, wie überhaupt das belgische Arbeiterbildungswesen eine gemeinsame Aufgabe aller Teile der modernen Arbeiterbewegung Ausgleich der nationalen Gegensäge Ausdrud. Der Volksbund fönne versichert sein, daß der Staatschef den Berdächtigungen in der leistet werden kann. ist und daß mit vereinter Kraft auf kulturellem Gebiet großes geBreffe feinen Glauben schenke und die Rechte der Deutschen nicht Die Delegierten gaben zunächst einen Leberblick über den Nachdem der Minister geantwortet und versichert hatte, daß nur aus Achtung vor den internationalen Verträgen, sondern aus Stand des Arbeiterbildungswesens in den verschiedenen Ländern, er alles tun werde, mas in feinen Kräften sieht, vertaate sich der rein menschlicher Toleranz schützen werde. Die weitere Aussprache der wertvolle Informationen und Anregungen bot. Dann referierte Ausschuß bis zum 6. September. In Anwesenheit des Wirtschaftsbetraf die gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Genosse Weimann Deutschland über die Frage des Aus- und Ernährungsministers foll dann über die Wirtschaftslage geNach einer Warthauer Meldung soll Pilsudski auch gefagt tausch es von Schülern und Lehrern zwischen den Arbeiterhoch- sprochen werden. haben, sein Verhalten gegen die Deutschen werde auch von der Beschulen der verschiedenen Länder sowie der Organisierung von handlung der polnischen Minderheiten in Deutschland abhängen. praktischer Vorschläge hierzu. Diese Anregungen wurden in ein. Studienreifen und unterbreitete der Konferenz eine Reihe Infolge der anhaltenden, sich immer fühlbarer machenden Leue gehender Aussprache von allen Delegierten freudig aufgenommen rung in Oberschlesien, insbesondere in Oftoberschlesien, sind die Be- und in einer einstimmig angenommenen Entschließung zum Auslegschaften der im Industriegebiet gelegenen Gruben am Dienstag drud gebracht. Besonders wurde an die Amsterdamer Gewerf. um 11 Uhr vormittags in einen einstündigen Proteststreit fchaftsinternationale appelliert, diese Bestrebungen fo. getreten, dessen Beginn durch das Heulen der Sirenen angezeigt weit als möglich zu unterstüßen. Um eine engere Verbin wurde. Auch in Deutschoberschlejien schloffen sich einige Hütten dung der bestehenden Arbeiterbildungszentralen zu schaffen, foll Der einstündigen Arbeitspause an, u. a. die Julienhütte in Bobret, Beziehungen zwischen den in Brüssel vertretenen Organisationen die belgische Arbeiterbildungszentrale die Aufrechterhaltung von wo die Belegschaft Lohnerhöhungen fordert. Berhandlungen zwischen fichern und ferner mit der Gewerkschaftsinternationale verhandeln Direktion und Betriebsrat finden in Gleiwitz statt. Die polnische über die Möglichkeit der Errichtung eines Informations= Regierung hat 50 Waggons Getreide nach Oberschlesien schicken bureaus für die internationale Arbeiterbildungsbewegung. laffen. Weitere Wünsche, gemeinsame Richtlinien aufzustellen für das Bildungswesen und feine einzelnen Teilgebiete sowohl nach der grundfäglichen wie der methodischen Seite hin, ferner ein internationales Kultur- und Erziehungsprogramm auszuarbeiten, wurden für später zurückgestellt, da dies gründlich vorbereitet werden muß und die Zeit hierfür noch nicht gekommen war. Danzig und Polen. Der englische General Hating, Oberkommissar des Bölter bundes in Danzig, hatte zugunsten eines Danziger Protestes ent4 Hilfe, ein Republikaner! Senatspräsident Dr. Hagens, der zum Vorsitzenden des Staatsgerichtshofes bestellt wurde, hat vor einiger Zeit in der Juristischen Wochenschrift" folgendes Bekenntnis abgelegt: " Ich war von jeher überzeugter Republikaner, oder wenigstens Anhänger eines freien, parlamentarischen Regierungssystems und bin durchdrungen davon, daß der tiefe Fall Deutschlands letzten Endes auf seiner nunmehr überwundenen antidemokratischen, höfifch militaristischen Staatseinrichtung beruht, ohne die sich auch die Geistesart des legten Kaisers nicht in so verhängnis voller Weise hätte entwickeln und auswirken fönnen. Diese Zeilen verursachen der Deutschen Zeitung" einen Ohns machtsanfall. In der Tat, unerhört, daß sich einer der höchsten Richter der Deutschen Republik zu der geltenden Staatsform zu be fennen wagt. Da ist doch der Kammergerichtspräsident v. Staff ein ganz anderer Mann, der gleichfalls in einer JuristenzeitDie Tagung erdete mit einem allgemeinen Appell an die Ar- fchrift Wilhelm den Ehemaligen zu seinem Regierungsjubiläum beiterorganisationen aller Länder, die Tätigkeit fortzusetzen zur als den ersten Juristen Deutschlands" verhimmelte. Förderung des ökonomischen und politische Aufstiegs der Arbeiter. Am Ende hat Dr. Hagens gar folche Beiterscheinungen im Auge flaffe. gehabt, als er die wiedergegebenen Säße schrieb. Ein Institut für Arbeitswissenschaft. Die Arbeitskraft ist das wertvollste Gut, das wir heute befigen; Arbeitskraft fann uns allein aus unserer Not herausführen. Um aber dieses foftbare Gut richtig zu verwerten und zur vollen Entfaltung zu bringen, bedarf es eines eingehenderen Studiums der hygienischen und psychologischen eine Aussprache über die Organisation und die pädagogischen An die Tagung schloß sich für eine Anzahl Teilnehmer noch Bedingungen. Es wird zu diesem Zwecke, wie Dr. Thiele in der Grundsätze der Arbeiterbildungsschulen, wobei die gegenseitigen Blatt Eine feine Unterscheidung. Ein Berliner deutschnationales " Deutschen Mediz. Wochenschrift" mitteilt, vom preußischen Staat Erfahrungen ausgetauscht wurden. Der Reichsbote" Nr. 374 berichtet untereinander über ein Institut für Arbeitswissenschaft und Gewerbe errichtet, für dessen das Berbot der Hamburger Warte" durch die Hamburger PolizeiOrganisation von Reg.- Rat Beŋer eine Denkschrift ausgearbeitet fie bot, die Grundlage für die Errichtung einer Internatio. München und der unabhängigen Umschau" in Augsburg. Nur Die Brüffeler Tagung hat neben den reichen Anregungen, die behörde und über das Verbot der unabhängigen Morgenpost" it worden ist. Das Ziel der Arbeitswissenschaft ist Menschenökonomie, nale der sozialistischen Bildungsorganisationen die Ueberschriften über den beiden Berichten find verschieden. Beim die große wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Berufsfreudigkeit, geschaffen, die für die Weiterentwicklung des sozialistischen Kultur- Berbot der unabhängigen Presse in Bayern lautet die Ueberschrift Gesundheit und Zufriedenheit sind die Grundlagen der richtigen lebens von großer Bedeutung werden kann. Berwertung von Arbeitskraft, und die angewandte Psychologic einfach: 3eitungsverbote!"; im anderen Falle hingegen: muß die Fragen beantworten: Welche Höchstleistungen sind dem erster Linie unseren belgischen Genossen, von Das Verdienst an der wohlgelungenen Konferenz gebührt in Die Knebelung der nationalen Presse". Die Menschen ohne Erschöpfung seiner Arbeitskraft möglich? Für Initative dazu ausging, die außerdem die Delegierten, insbesondere schiede. denen die deutschnationalen Kämpfer für die Preßfreiheit machen feine Unterwelche Arbeit ist der einzelne Mensch am besten geeignet? Das auch uns deutsche Genossen, in selten gastfreundlicher Weise aufge. neve Institut wird sich im wesentlichen auf das bereits bestehende nommen haben, wofür ihnen an dieser Stelle nochmals aufs Inftitut der Berliner Gesellschaft für experimentelle und angewandte wärmste gedankt fei. Psychologie stützen und soll im engsten Zusammenhang mit den anderen bereits bestehenden Instituten für Arbeitsforschung in Berlin arbeiten. Es wird der Medizinalabteilung unterstellt und foll den ganzen Komplex der gewerbehygienischen, sozialen, volks. gesundheitlichen und biologisch- ökonomischen Gesichtspunkte bearbeiten lassen bzw. selbst bearbeiten." Neue Füllung der Sowjetkerker. Der Tod der Zeitungen sorge für Abonnenten. Jetzt gilt es zu zeigen, daß Du treu zum Vorwärts" hältst. Jetzt mußt Du Deinem Blatt helfen. " " " Ich abonniere den Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage " Heimwelt" und der 14 tägig erscheinenden illustrierten Beilage, Siedlung und Kleingarten" in Groß Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Mostau, 26. August.( MTB.) In ganz Rußland, nament- geht um. Im Juli sind wieder 144 3eitungen eingegangen! lich in den großen Städten, finden ununterbrochen Maffenverhaftun- Wenn Du nicht willst, daß diefes Sterben auch in der sozialgen statt. Es foll eine große Verschwörung gegen die bestehende demokratischen Presse Opfer fordert, dann Ein deutscher Seedampfer durchquert Rußland. Ein außer Staatsordnung im lehten Augenblide verhindert worden sein. Die ordentlich interessanter Bersuch wird gegenwärtig unternommen. Maffenverhaftungen zeigen den Sieg der egtremen Bolschewiffen über Der deutsche Dampfer Pionier" will vom Petersburger Hajen quer den„ Diplomatenflügel" der Krestinski und Kraffin und feien auf durch ganz Rußland ins Kaspische Meer zu gelangen versuchen. Beranlaffung Sino wjews erfolgt, der in seiner Rede auf dem Der Wasserweg führt führt die Newa aufwärts, durch den Marien Kommunistenfongreß in Moskau die russischen Professoren, die Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die fanal, die Wolga abwärts nach Astrachan. Die ganze Strecke, die der deutsche Seedampfer durch Rußland von Nordwesten nach Süd- ruffifche Studentenschaft und überhaupt die gesamte 3ntelli- Hauptgeschäftsstelle des„ Borwärts", Berlin SW. 68, Lindenoften zurüdlegt, beträgt 3500 Rilometer. Der„ Pionier" wird durch genz der Verschwörung beschuldigt hat. In Mosfau allein handelt straße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins einen russischen Schleppdampfer gezogen. Das räterussische Ver- es sich um mehrere hundert Verhaftete, darunter zahlreiche Ange- ist der Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) fehrskommissariat hat allen Behörden den Befehl erteilt, den inter- hörige der Roten Armee. Die Nachfolgerin der Ticheka" entfaltet effanten Bersuch auf jede Weife zu fördern. Sollte der Versuch ge eine fieberhafte Tätigkeit, namentlich in Petersburg, der Residenz lingen, so würden sich für Westeuropa ungeahnte Handelsmöglich Sinomjers. feiten mit Innerrußland und Vorderasien eröffnen. Besonders für Ostpreußen und Königsberg würde der Wasserweg Petersburg bis Ein Nachspiel vor deutschen Gerichten. Astrachan einen direkten Seehandel mit Persien und Turkestan be- Eine Beleidigungsklage, durch die der Moskauer Prozeß gegen deuten. Es muß betont werden, daß die Vorbereitungsarbeiten zu die Sozialrevolutionäre wieder aufgerollt werden dürfte, wird dem. dem Aufsehen erregenden Versuch bereits seit längerer Zeit von dem nächst ein Berliner Gericht beschäftigen. Victor Tschernoff, der jetzt russischen Verkehrsministerium unternommen wurden. Der Dampfer Bionier" ist als besonders geeignet für die Reise durch Rußland in Berlin die russische Zeitung Golos Roffij" herausgibt, ist in Don Spezialisten bezeichnet worden. Daraufhin entschloß man sich diesem Prozeß der Kläger, Angeklagter ist der Redakteur Kersten zu. der Ausführung des Experiments, dessen Kosten die ruffische Re- der gleichfalls in Berlin erscheinenden Sowjetzeitung Nowy Mir". gierung trägt. In der Nowy Mir" war behauptet worden, daß Tschernoff wie " Der Sprung in die Welt", Arthur 8idlers Jungarbeiter, die anderen sozialrevolutionären Führer vom Ausland bestochen roman, erscheint in den nächsten Tagen in der Buchausgabe( Berlag der fei und die Häupter der Sowjetregierung habe ermorden wolBuchhandlung Vorwäits, Preis vornehm gebunden 80 M.). len. Wegen dieser Behauptung hat Tschernoff die Klage eingeleitet. Die neue Spielzeit der Hollaenderbühnen wird mit folgenden Der Prozeß war verschiedentlich vertagt worden, weil der AngeStüden eröffnet: Im Deutschen Theater: Strindbergs Bater, flagte die Herbeiziehung der Moskauer Aften gegen die Sozialrevo. Wedekinds, Simson und Hauptmanns Raiser Karls Geifel". lutionäre verlangt hatte. Die Kammerspiele: Carments. Schattenfischer, Schnitlers Schleier der Pierette und Mar Mohrs 3mprovi. fationen im Suni". Im Großen Schauspielbaus: Der Zusammenfriff des Preußischen Landtags. Die näoste Shafeipeares 8 ähmung der Widerspenstigen und Grabbes Sigung des Preußischen Landtages findet voraussichtlich am hannibal 27. September statt. " " " " Name Wohnung: Straße Nr. porn Hof Quergeb.- Seitenfl. Tr. lintsrechts bei Gewerkschaftsbewegung Zeitungsnot und Gewerkschaften. So unentbehrlich für die Gewerkschaftsmitglieder auch das Berbandsorgan ist, das sie kostenlos erhalten bzw. mit dem Wochenbeitrag zusammen bezahlen, so ist es doch mehr noch die täglich erscheinende Arbeiterzeitung am Orte. Abgesehen davon, daß jeder andere Kulturmensch, haben die Gewerkschaften allerorts jeder rechte Gewerkschaftler seine Tageszeitung lesen muß wie ein ganz besonderes Interesse an ihrer Tageszeitung, der Arbeiterpresse. Die Arbeiterzeitung vertritt nicht nur die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter, Angestellten und Beamten, sondern sie nimmt auch zu den Tagestämpfen der Gemertschaften Stellung als Sprachrohr der Gewerkschaften für die Deffentlichkeit. Für die Wirkung der gewerkschaftlichen Anzeige, Mitteilungen, Berichte und Aufrufe ist es auch nicht ganz einerlei, ob alle Gewertschaftsmitglieder oder nur ein Teil die Arbeiterzeitung ständig lesen, wie groß ihr Leserkreis insgesamt ist, wie sie finanziell gestellt ist, um all den Ansprüchen zu genügen, die an eine 1.1oderne Tageszeitung gestellt werden. Den älteren Gewerkschaftsgenossen brauchen wir hier nicht einzelnen Orten eine Arbeiterzeitung zu begründen und sie über erst zu erzählen, welche Opfer gebracht werden mußten, um an den Wasser zu halten, bis sie endlich bestehen konnte. Gegenwärtig aber steht die Arbeiterpresse erneut vor den allergrößten fi nanziellen Schwierig feiten. Soll die Arbeiterpreffe der Bedrohung ihrer Eristenz nicht erliegen, müssen auch die örtlichen Gemertschaften dabei mithelfen. Sie fönnen ies einmal, indem sie ihren Mitgliedern die Bedeutung der Presse klar machen und fié ermahnen, je t erst recht ihrer Presse die Treue zu bewahren, so schwer es auch im einzelnen Falle oft sein mag, und nicht wegen des ziffernmäßig aber auch relativ hohen Bezugspreises als Abonnenten abtrünnig zu werden, um zu sparen". Das wäre eine Sparsamkeit, die sehr wenig hilft, sich aber bitter rächen würde an der Gesamtheit der Arbeiterbewegung. Die Gewerkschaften haben sich durch die erhöhten Anzeigenpreise vielfach verleiten lassen, feine Anzeigen mehr aufzugeben und verlangen, daß diese im redaktionellen Teil mit untergebracht werden. Auch diese Sparsamteitspolitik ist falsch. Der einzelnen Gewerkschaft nützt sie nur wenig, der Presse aber schadet sie ungemein.. In Berlin liegen die Dinge besonders ichlimm. Infoige der Barteispaltung haben wir heute außer dem Vorwärts" noch zwei Tageszeitungen. Auf den Charakter und die Zwecke des fommunistischen Organs wollen wir in diesem Zusammenhange nicht eingehen, sondern nur erwähnen, daß es die finanziellen Schwierigkeiten am leichtesten trägt, da es von Moskau aus subventioniert wird. Die Spaltung führte dazu, daß verschiedene Gewerkschaften dem ,, Bor märts" ihre Anfündigungen entzogen. Da zur Wahrung der ,, Barität" die Anzeigen in drei, wenigstens in zwei Blättern aufzugeben waren, wurde dies in Verbindung mit der unvermeidlichen Breissteigerung den Gewerkschaften zu kostspielig, so daß es für fie vorsichtiger und billiger war, überhaupt nicht mehr zu inserieren. Dant der Konkurrenz der drei Tageszeitungen wurden ihre gesamten Ankündigungen im redaktionellen Teil to stenlos aufgenommer bis schließlich die Freiheit" und dann der„ Borwärts" i gezwungen fahen, für die Versammlungsanzeigen im gewerkschaft lichen Teil wenigstens den Selbsttostenpreis als Zeilengebühr zu er heben. Es sind nur ganz wenige Berliner Gewerkschaften, die außer dem Metallarbeiterverband regelmäßig oder doch bei besonderen Anlässen den Anzeigenteil benützen. Biele große finanzfräftige Organisationen sparen noch immer und verlangen dafür um so weitgehenderes Entgegen fommen im ve= dattionellen Teil. Ganz abgesehen davon, daß die Arber presse nicht über die Inferatenplantagen der bürglichen Preffe ver fünt. fann fie mit Rücksicht auf die Gewerkschaften und ihren Charakter auch nicht alle Inserate annehmen, die ihr gebricht werden. Auch die Berliner Gewerkschaften dürfen sich gegenüber der Notlage der Tagespresse nicht gleichgültig verhalten. Jezt erst recht, in der Zeit der Not, müssen sie die Arbeiterpresse unter: Mitglieder, soweit irgend möglich, ihre Zeitung weiter zu halten und ſtüken, sowohl durch ihre Anzeigen wie auch durch Ermahnung ihrer den Bezug wieder aufzunehmen, wo er bereits vor Monaten infolge Se höheren Preises aufgegeben wurde. Geverfschaftsgenoffen, unterstützt Eure Presse! Kampfanfage des Zeitungskapitals. Bom Zentralverband der Angestellten wird uns geschrieben: Der Arbeitgeberverband im Groß- Berliner Zeitungsgewerbe hat den Schiedsspruch, der eine 45prozentige Erhöhung der JuliGehälter für den Monat August vorfah, abgelehnt. Die Angestellten sind gewillt, den ihnen aufgezwungenen Kampf aufzu nehmen und werden am Donnerstag zu dieser Situation Stellung nehmen. Der Lohnausgleich. Die Spikenorganisationen der Gewerkschaften und Beamten verbände traten am Dienstag nachmittag zusammen, um sich mit der tatastrophalen Entwertung der Mark und der sich hieraus ergebenden fortgesetzten Teuerung zu beschäftigen. Es wurde beschlossen, eine neue Aktion zur Erhöhung der Behälter und Löhne der Beamten bzw. Staatsarbeiter einzuleiten. Endgültige Forderungen sind nicht Berhandlungstermin mit der Regierung vereinbart ist. Zu diesem aufgestellt worden. Sie sollen erst formuliert werden, wenn der 3wede wird sich am Mittwoch vormittag eine Kommission, der je ein Bertreter der Spikenorganisationen angehört, zum Reichsfinanzminister begeben. Die Meldung, daß die Gewerkschaften ihre Forderungen den neuen Erhöhungen der Bergarbeiterlöhne anpassen wollen, trifft nicht zu. Die Lohnbewegung im Berliner Einzelhandel. Wie bekannt, haben die Angestellten in überwältigender Mehr heit einen Schiedsspruch abgelehnt, der ihnen eine Gehaltsaufbefferung von nur 35 bis 50 Proa. brachte. In abermaligen direkten Verhandlungen ist es gelungen, ein wesentlich besseres Resultat zu erzielen. Es erhalten alle Angestellten von 18 Jahren ab in den Gruppen 1, 2, 3 und 4 eine Zulage von 60 Proz. auf gestellten bis zum 17. Lebensjahre 47%, Pro. Trogdem auch dieses die Juligehälter, die Lehrlinge 45 Proz. und die jugendlichen AnErgebnis nicht vollauf befriedigt, haben sich Organisation und Tariffommission entschlossen, den Angestellten die Annahme zu empfehlen. Die Entscheidung wird in geheimer Abstimmung in den Betrieben gefällt. Wir bitten, die Abstimmungsergebnisse umgehend dem Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin, Belle- AllianceStraße 7-10, zu übermitteln. Wie die ,, Rote Fahne" berichtet. den Magen verdorben hat. Die Auswirkungen des Friebensvertra ges hat sich auch mancher anders vorgestellt. Die Produktion der Werften beruht auf dem Reederei- Abfindungsvertrag mit der deutschen Regierung, welcher 1926 abläuft. Ein paar beredte Zahlen: Juni 1914 besaß Deutschland eine Handelsflotte von 5 250 000 Tonnen; heute dagegen nur 1400 000 Tonnen. In ungeahnter weise ist die Leistungsfähigkeit der deutschen Werften gewachsen. Bor dem Krieg hatten wir in Deutschland 17 Großschiffswerften, während wir heute 34 haben. Weiter muß gesagt werden, daß die einzelnen Werften selbst sich in nie gedachter Weise ausgedehnt, Vor dem Krieg hatten wir in Deutschland 17 Großschiffswerften, vergrößert haben. Die deutschen Werften befizen eine Leistungsfähigkeit pro Jahr von 1½ Millionen Tonnen. Dann gibt der Redner ein recht interessantes Bild über die Fusionierung des Werftkapitals mit den anderen großen Konzernen. Nur ein paar Angaben: Reiherstieg 1920 mit Phönig A.-B., Janssen u. Schmilinsty mit Ahlenbergsche A.-G., Nordseewerte Emden mit Stinnes, Bremer Bulkan mit Thiessen, Flensburger S. L. mit Thiessen, Deutsche Werft mit Gutehoffnungshütte, Haniel, AEG., Frerichs, Einswarden mit Stumm, Howaldtwerke mit Braun, Bovery u. Co. Hieran sehen wir die Verbindung vom Ur produkt zum Fertigfabritat, die Verbindung von Rohle und Eisen Es ist notwendig, daß die Arbeiterschaft vor dieser Kapitalfonzentration nicht die Augen verschließt, sondern versucht, hineinzuder Wirtschaft gesponnen sind. dringen, und den geheimnisvollen Fäden nachzugehen, die in Eisenbahnerkonferenz in Sachsen. Eine Beamtenkonferenz des Deutschen Eisenbahnerverbandes im Bezirk Sachsen, die in Dresden abgehalten wurde und von 200 Delegierten besucht war, nahm Stellung zum Allgemeinen Deutschen Beamtenbund. Durch eine Entschließung wurde auf das entfchiedenste der Standpunkt der freigewerkschaftlichen Einbeitsorganisation im Rahmen des Allgemeinen Deutschen Gewer! schaftsbundes für die Eisenbahnerschaft vertreten. Von diesem Grundvon einer Tagung des Berliner Zentralrats der freigewerkschaft- bandes mit aller Energie den organisatorischen ZusammenDie„ Rote Fahne für Brandenburg" berichtete am Sonnabend iaz aus wurde nachdrücklichst gewünscht, daß der Münchener Verbandstag des Deutschen Eisenbahnervers lichen Betriebsrätezentrale, die zu den Vorgängen der letzten Beschluß des Deutschen Eisenbahnerverbandes mit der Reichsgewerktriebsrätegeneralversammlung Stellung genommen hat. In diesem schaft der Eisenbahnbeamten und-anwärter beschleunigen möge, um Bericht heißt es u. a.: Am tapfersten schlug sich der SPD.- Mann Bernhard auf diese Weise die freigewerkschaftliche Organisationsarbeit in der Krüger, der in der Betriebsrätegeneralversammlung nicht so deutschen Reichs, Staats- und Kommunalbeamtenschaft zu fördern. Den Zusammenschluß der freigewerkschaftlichen Beamtenorganisation mutig war, um das Referat des Genossen Remmele fachlich zu im Rahmen des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes betrachtet widerlegen, sondern den Spaltpilz bildete. In der Zentralratsfizung dagegen war er außerordentlich mutig. Das Referat des die Konferenz als ein lebergangsstadium auf dem Wege Genossen Remmele nannte er schlechtweg eine„ Wald- und ur Einheitsspigenorganisation im ADGB., als Wiesenrede", die für eine kleine Bolksversammlung passend die allein maßgebende organisatorische Einbeit der deutschen freisein möchte, aber nicht taugte für die Delegierten der Berliner gewerkschaftlichen Arbeiter, Beamten und Angestellten. Auf der Konferenz waren 1900 freigewerkschaftliche, im Deutschen EisenMit übercus fräftiger Stimme erklärte er sich bahnerverband, Bezirk Sachsen, organisierte Beamte, Diätare, Hilfsweiterhin imstande, Remmeles Referat jederzeit zu beamte und Angestellte vertreten. widerlegen. Warum er in der Generalversammlung das nicht tat, vielmehr feig davonlief, bleibt sein Geheimnis." Betriebsräte. Genosse Krüger hat sein Geheimnis" der Roten Ersatzfahne in einer Berichtigung offenbart, aus der hervorgeht, daß er 1. fein Mitglied des Zentralrats ist, 2. aber an der betreffenden Sizung überhaupt nicht teilgenommen hat. Im übrigen ist er der Meinung, daß es unverantwortliche Zeitverschwendung wäre, die weit unter dem sonst üblichen Durchschnitt einer Feld-," Wald- und Wiesenrede stehende Rede Remmel es widerlegen zu wollen, die er in der Generalversammlung der Betriebsräte gehalten hat. Hungerlöhne in der Metallindustrie. Die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes teilt mit: Bei den Dürkopp- Werten, Reinickendorf, Verlängerte Streit. Die Firma zahlt noch Löhne von 30 bis 33 M. pro Stunde. Koloniestraße, befinden sich die Kollegen seit dem 23. Auguft im Die Bewegung wird von der Organisation ala Abwehrbewegung geführt. Es wird von der Ortsverwaltung gewarnt, dort Arbeit anzunehmen. Auf den Großschiffswerfteu. verbandes der Maschinisten und Heizer, die am 20. Auguſt in HamAuf der Reichskonferenz der Großschiffswerften des Zentral werften, Schiedinger, einen instruktiven Vortrag über die wirtburg stattfand, hielt u. a. der Leiter der Reichssektion der Großschiffsfchaftliche Lage des Schiffsbaus, dem wir folgende Ausführungen entnehmen: Da ist zunächst zu sagen, daß unseren Kollegen in den einzelnen Betrieben sehr oft der Ueberblick fehlt, um ein objektives Urteil abgeben zu fönnen. Die Kollegen denten, wenn ihre Werft gut zu tun hat, daß dann eine gute, gesunde Konjunktur vorhanden ist. Wir müssen diese Illusion zerstören. Die scheinbar gute Konjunktur ist nur eine Scheinkonjunktur. Festgestellt muß werden, daß Maßschneiderei. Das Ergebnis der zentralen LohnverhandBerlin folgendes Ergebnis gezeitigt: lungen am Sonnabend, den 26. Auguſt, in obiger Branche hat für ein Zuschlag von 15 M. pro Stunde gewährt. Auf die Löhne vom 12. bis 26. Auguft er. wird anstatt 3 M. Die DamenSchneider erhalten anstatt 1,50 m. 3 M. pro Stunde mehr als die Herrenmaßschneider. Das Abkommen gilt für 2 Lohnwochen ( bis 9. September). Die Staffelung der Löhne für weibliche Ar beitskräfte und für Hilfskräfte, sowie der Qualitäts- und Heimarbeiterzuschlag bleibt wie bisher. Die ausgerechneten Lohnsätze können im Bureau des Deuts schen Bekleidungsarbeiterverbandes gegen Vorzeigung des Mit gliedsausweises in der Zeit von 8 bis 1 Uhr vormittags und außerbem jeden Freitag nachmittags von 5 bis 6½ Uhr entgegengenommen werden. Terfilindustrie.( Färbereien und chemische Waschanstalten.) Die Verhandlungen über die Augustgehälter führten zu dem Ergeb= nis, daß die Arbeitgeber einen Zuschlag von 50 Prozent zu den Juligehältern für die faufmännischen Ange= stellten und Wertmeister bewilligten. Die Verhandlun tretern des Zentralverbandes der Angestellten zuerst ein Angebot gen gestalteten sich äußerst schwierig, da die Arbeitgeber den Ver bafis nicht anzusehen war. von 25 Prozent machten und dieses Angebot als VerhandlungsAfA- Funktionäre der Metall- Industrie. Heute 6% Uhr AFA- Funktionär versammlung im Deutschen Hof", Ludauer Straße. Afa- Bund, Ortstartell. Deutscher Transportarbeiterverband. Branche der Geschäftstutscher, Lagerarbeiter usw. Donnerstag abend 7 Uhr im Lobal Bentral- Festfäle", Alte Jakobstr. 31, Gruppe Rohprodukte und Alt- Papier: Bersammlung. Tagesordnung: Bericht über unsere Lohnverhandlungen. füdöstlichen, dann nach Südwest drehenden Wnden. Im Südoften troden Wetter bis Donnerstag mittag. Warm bei mäßigen, anfangs und überwiegend heiter, im Westen und später im Norden Trübung mit Regenfällen. in den letzten acht Monaten fein deutsches Schiff auf einer deutschen Werft in Auftrag gegeben worden ist, trotzdem mir in Deutschland an so ungeheurer Schiffsraumnot leiden. Bo Berantwortlich für den rebat. Sell: Bittor Co. B. 3. Berlin. Stud: unsere Handelsflotte geblieben ist, wissen unsere Kollegen. Wir Borwärts- Buchdruckerci u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 dürfen aber auch sagen, daß z. B. England sich an unseren Schiffen Berlag Borwärts- Verlag G. m. b. H., Hierzu 1 Bellage. BERN HARD << KLASSE E>> << SUGGESTION>>> E MANO