Mr. 12. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 15. Januar 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. eines Bourgeois. Er personifizirt auf der einen Seite das, 1, Willenswurzel" Schopenhauer's, dessen Geist, herabgedrückt Ein großer Mann der was die Kapitaliſten vom Sohn eines Arbeiters erwarten, burch chronische Hartleibigkeit, mit nichts anderem fich beBourgeoisie. dem sie unentgeltlichen Unterricht gewähren; und auf schäftigen konnte, als mit seinem schmutzstarrenden Jch. der andern Seite ist sein politisches Leben die Einer der Schüler Burdeau's schrieb im„ Temp3": Verwirklichung jener idealistisch philosophischen Moral- Niemand hat die Lehre Kant's von der Pflicht besser verEr trennte nicht die lehren, die man den zivilisirten Völkern seit 2000 Jahren standen und ausgelegt als er. intellektuelle Vollkommenheit von der moralischen. einprägte. Die Worte:„ thätiges Beharren"," Widerstand gegen das Uebel", Selbstbeherrschung" tehren in seinen Reden oft wieder... Er pflegte zu sagen:" Die Entsagung ist das Vergnügen der Starken."" Paris, den 11. Januar 1895. Die Rammer hat im Dezember mit großer Majorität der Wittwe August Burdeau's eine Pension von 12000 Franks bewilligt, und man hat eine Subskription zur Errichtung eines Denkmals für ihn eröffnet. Als Kind von Arbeitern wurde Burdeau 1851 in Lyon Sie haben sich, als Sie hiervon hörten, sicherlich ge- geboren; er sollte Weber werden, aber sein frühreifer und fragt, wer ist denn dieser Burdeau? Was hat er denn lebhafter Verstand lenkte die Aufmerksamkeit der Lehrer In einem Brief an junge Philosophen, welche die Entgethan, um über das Grab hinaus eine so fette Belohnung auf ihn; er bekam eine Freistelle*) im Collège St. Etienne, zu verdienen? Er hat nichts gethan! Er ist 43 Jahre alt und von da gelangte er in die Normalschule( das Seminar), sagung üben", sagt er:" Ich bin mit Ihnen fest überzeugt, daß wir uns von der Wahrheit abwenden, wenn wir uns als Präsident der Deputirtenkammer mit einem Gehalt von in der er zum Professor promovirt wurde. 100 000 Franks das Jahr gestorben; er war Minister der Seit 1890 befindet sich Lyon in einer permanenten zum Biel unserer Bemühungen die Hebung des bloßen Marine und der Finanzen, Professor der Philosophie und Industriekrisis. Die Werkstätten der kleinen Webermeister, Wohlergehens der Menschen machen; wir vergessen, daß Finanzjournalist. Diese Vielseitigkeit der Verrichtungen welche die Seide mit dem Jacquard- Stuhl weben, werden der wahrhafte Hebel der Welt und die sicherste Grundlage beweist, daß er feine besonders ausgeprägte Fähigkeit eine nach der anderen geschlossen, nach hoffnungslosen Ver- des Glückes die Hingabe und die Freude an der Hingabe ist... für irgend etwas hatte. Als Minister und Kammer: suchen, durch übermenschliche Arbeit und Entbehrungen den Christus hat den erhabensten Ausspruch gethan, der jemals Präsident hat er an fein Werk und keine Reform seinen Kampf mit dem Maschinen- Webſtuhl der Großindustrie zu Erden und im Himmel dem zufällt, der lieben und sich hinvon Menschenohren vernommen ward: daß das Reich auf Namen geheftet. Man erinnert sich nur noch an seine bestehen. Laufbahn als Journalist, und zwar wegen seiner Artikel Sohn eines Webers und selber Weberlehrling, hatte geben kann." gegen die Bant von Frankreich, welche er anklagte, aus Burdeau das unsagbare Elend der Arbeiter und ArbeitePapier Geld zu prägen, Bankscheine auszugeben, die weder durch vorhandenes Metall noch durch einen sonstigen Werth gedeckt waren. Und auch diese Artikel, die nur die Wiederholung der Angriffe einer Gruppe von Finanzleuten waren, welche selber Papiergeld ausgeben wollten, hätte man sich nicht erinnert, wenn nicht Burbeau, sobald er Deputirter geworden, fie selbst dadurch ins Gedächtniß zurückgerufen hätte, daß er, der die Privilegien der Bank von Frankreich so heftig an gegriffen hatte, einen Gesezentwurf einbrachte, der die Verlängerung dieser Privilegien bis zum Jahr 1950 verlangte. Die bösen Zungen behaupteten, Burdeau habe seine Meinung erst geändert, nachdem Rothschild ihn zum Besitzer von etlichen 20 Bankscheinen zu je 1000 Franks gemacht und ihm dadurch die Möglichkeit verschafft hatte, sich von der Umtauschbarkeit der Bankscheine zu überzeugen. Man sagt fogar, Rothschild habe Herrn Burdeau, um ihm diesen politischen Meinungswechsel zu erleichtern, den Bankgesetz- Entwurf, den er in der Kammer einbrachte, fix und fertig ausarbeiten lassen. Dieser Aft geistiger Unabhängigkeit, der zeigte, daß Burdeau bereit war, seine Meinung zu wechseln, sobald die Mehrheit sich im Strahlenkranz von Bankscheinen ihm vor stellte, ist übrigens nicht die Ursache, warum die Bourgeois ihn bewunderten. Denn es giebt feinen einzigen Bourgeois, der sich selbst nicht die Fähigkeit zutraute, vor so über zeugenden Gründen zehnmal am Tage seine Meinung zu wechseln. Burdeau hat bessere Ansprüche auf die Bewunderung seiner Zeitgenoffen und der Nachwelt, er ist das Ideal Feuilleton. Am Exil. ( Nachdruck verboten.] 51 Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Habe ich Fehler gemacht? fragte René unruhig. Nein, alles ist ganz richtig. Aber, lieber Herr, Sie begreifen, daß wir unseren Abonnenten den Sozialismus nicht so roh vorjeßen können. Er muß der Zartheit ihres Magens angepaßt werden. Was wollen Sie damit sagen? Zum Beispiel: Sie stellen die Vorrechte und Genüsse des Reichthums der Lasten und der Trübsal der Armuth gegenüber. Das ist ein Kontrast von überaus beklagens werther Wirkung. Wie ihn aber verschweigen, da er doch die erste Ursache des Sozialismus ist? Und dann geben Sie uns, ohne sie zu verdammen, ohne sie zu brandmarken, die gewagtesten Theorien über das Eigenthumsrecht, über das Erbrecht! Da fehlt ein kräftiger Saz, der das Ganze verwirft. Monsieur Aynard hat in seiner Leichenrede folgenden rinnen, der Leidensgenossen seiner Eltern, fennen gelernt. Satz betont:" Er hat wohl gethan; denn laut und fest Allein er erinnerte sich dessen nicht. Niemals hat er die muß verkündet werden, daß die Kapitalisten durch VerArbeit gegen das Kapital vertheidigt. Er hat seine Klasse achtung des Wohlergehens, durch persönliche Entsagung vollständig verleugnet. Der Deputirte Aynard, der in Lyon und durch Hingabe das Reich auf Erden erobert haben." ein Bankhaus hat, konnte in der Grabrede, die er ihm und weil Burdeau ihrem erhebenden Beispiel" folgte und hielt, sagen:" Seine Kindheit als Kleinhandwerker und dem kategorischen Imperativ Kant's gehorchte, hat er so inmitten harter Arbeit hat ihn nicht verbittert; bas Glenb, das er zu leiden hatte, hat ihn nicht gehindert, mit zäher Energie diejenigen zu vertheidigen, welche den Reichthum besigen." Burdeau war ein guter Bedienter. * * glücklich die philosophischen Spekulationen mit den finanziellen Spekulationen vereinigt, und ist er in die Bande der Etienne, der Canivet, der Reinach*) und der anderen Ver ächter des materiellen Reichthums und der Fanatiker der Entsagung eingetreten. Diese drei Philosophen: Viktor Cousin, der Anbeter Die Patrizier von Griechenland und Rom ließen die intelligenteften ihrer Sklaven, um ihren Kaufpreis zu er- des Guten und Schönen, Jules Simon, der Theoretiker der höhen, Musik, Mathematik, Rhetorit, Medizin, Philosophie Pflicht, und August Burdeau, der Held der Entsagung, lernen: die Kapitalisten der Neuzeit gewähren zuweilen haben durch ihr erhebendes Beispiel" dargelegt, wie hohl und verlogen jene tönende Moral und jene den Kindern von Arbeitern unentgeltlichen Unterrricht, um und sich vollendete Hofhunde des Kapitals zu erziehen. idealistische Philosophie ist, die mit Sofrates Plato, diesen beiden tugendhaften Päderasten, beginnt, und der das Christenthum egyptische und asiatische Mythen beiUnd nun das andere Gesicht. Wie Vittor Cousin und Jules Simon war Burdeau gemischt, und die Bourgeois Revolution von 1789 ihre Wie Viktor Cousin und Jules Simon war Burdeau politischen und sozialen Begriffe: Freiheit, Autorität, Ges ein Politiker und ein Philosoph. Er paraphrasirte Kant, rechtigkeit und ähnliche Kautschuk- Ballons hinzugefügt hat. dessen idealistische Philosophie nach dem Sturze Die idealistische Moral und Philosophie erzeugte Robespierre's der materialistischen Philosophie der Encyklo- während des Verfalls des Hellenen und Römerthums die pädisten entgegengesetzt wurde und seitdem ohne Unterlaß vollendetsten Parasiten, in unserem Jahrhundert bringt den Schülern der Lyceen( Gymnasien) und Universitäten sie die patriotischsten, selbstlosesten Panamisten und die aufgetischt wird; und er vertiefte sich in die dreifache vollendetsten Bedienten der Kapitalistentlasse hervor. *) Wer in Frankreich eine Freistelle( ,, bourse" lat. bursa, byrsa) erhält, hat das Recht unentgeltlichen Unterrichts in allen Schulen und Erziehungsanstalten des Staates. Gallus. *) Alles Millionenspitzbuben, die für Religion, Ordnung und Sitte" schwärmen. und in der Sprache, so daß man ihn viel eher für einen Viehhändler in Sonntagstoilette, als für einen Schriftsteller gehalten hätte. Er empfing die beiden Kameraden mit aufdringlicher Vertraulichkeit. Aber ist das nicht schon beinahe ein Gemeinplay? entgegnete René. Der Direktor kniff die Lippen etwas gereizt zusammen. Darum handelt es sich nicht, sagte er, sondern um das, was unseren Lesern annehmbar erscheint. Sehr nett, Ihre kleinen Kunstwerke, sagte er zu René. Er fuhr fort, einzelne Argumente zu widerlegen, einige Sehr nett! Eine Leckerei! Die reine Schlagsahne! Stellen zu forrigiren, Bitate zu streichen, und René begriff Konfekt! Es ist nur schade, daß unser Blatt nicht für allmälig, daß sein Artikel nur angenommen werden würde, Töchterpensionate bestimmt ist. Das würde diesen unwenn er eine Zerschmetterung des Sozialismus enthielt, schuldigen Seelen gefallen. Aber pottausend! Sie haben wenn er die Männer und die Ideen lächerlich machte. sich an die falsche Adresse gewandt. Unser Publikum will Ich will mein Manuskript lieber zurückziehen, sagte er. Und er stand auf, während der Direktor von einer großen Last befreit schien. Er trug seine unglückselige Studie von Redaktion zu Redaktion. Hier antwortete man ihm, daß sie zu lang, dort, daß sie zu ernst wäre und daß sie fie im übrigen nicht in den Rahmen der Revue passe. Des Kampfes müde, überließ er sie fie einer von jungen Literaten begründeten Revue, welche ihre Sympathie für die neuen Ideen nicht verbarg, die aber eben dadurch nicht viele Abonnenten und vor allem kein Geld hatte, um Mitarbeiter zu bezahlen. Paprika, Gewürze. Man muß es nach seinem Geschmack bedienen. Ganz abgesehen davon, daß Ihre Biedermänner nicht der Wirklichkeit, der Natur entnommen sind. René, der sich verlegt fühlte, blieb dabei, daß er seine Gebirgsbewohner und die Episoden aus dem schweizerischen Leben treu nach der Natur gezeichnet habe. Ach, gehen Sie doch, erwiderte der andere mit zermalmender Sicherheit, ich bin nicht in der Schweiz gewesen, ist auch garnicht nöthig; ich kenne sie aber, die Bauern! Sie sind überall dieselben. Rohe Kerle, zweibeinige Bestien. Das lebt einträchtig mit den Schweinen zusammen, das stinkt nach Bieh, nach Mist, nach Fusel. Wollen Sie, Ein schönes Resultat! sagte René bei sich mit daß man sie in Ihren Erzählungen wieder erkennt? Dann melancholischem Seufzer. Viermonatliche Arbeit für nichts! spicken sie dieselben mit Flüchen, Saufereien, Nothzucht, Das wird ja eine nette Beihilfe zum Lebensunterhalt! Kindesabtreibungen, Knüttelschlägen! Aber Ihre keuschen Würde er mit seinen Novellen vielleicht glücklicher Gebirgsbauern, die wahre Blumen an Naivetät sind, die sein? Er wagte es zu glauben. Sie behandelten wenigstens feine brennenden Themata. Cayrolaz führte ihn bei dem Sie sagen ferner, daß es dringend nöthig wäre, sich Frondeur", einer Boulevardzeitung ein, die jeden Sonntag eine vernünftige Ansicht über diese Probleme zu bilden, eine literarische Beilage brachte. René hatte, um sie auf die daß die soziale Frage uns wie die Sphynx verschlingen Probe zu stellen, zwei oder drei seiner Erzählungen auswürde, wenn man sich nicht beeilt, das Räthsel zu lösen, gewählt, die ihm die frischesten und poetischsten zu sein das sie uns vorlegt. Das sind unvorsichtige Worte, die ichienen. Er tam mit Cayrotaz, um die Entscheidung des das Publikum alarmiren könnten. Weg damit, weg damit! Chefredakteurs der Beilage zu hören. Aber ich will ja auch nichts bekämpfen oder befür worten. Ich sage nichts über meine Ansichten, ich zitire nur die anderer und habe also auch das Recht nicht, sie abzuändern. Bei diesen Worten machte der Direktor die Bewegung Dieser war ein stattlicher, roth aussehender Bursche, der des Schneidens. vor Gesundheit zu plagen schien, gewöhnlich im Benehmen Herzen zu verkaufen haben, die wie die kleinen Hänschen an den lieben Gott und an den Teufel glauben, o la la! Das ist viel zu reinlich, um wahr zu sein. Und das Jdeale zieht nicht mehr, das ist abgebraucht! Während René diese Douche naturalistischer Kritik empfing, sah er plöglich in einer Vision Herrn Florian von Marnand vor sich, den Direktor der romanischen Revue. wie er von ihm mit ganz derselben Energie Kindergeschichten ohne kräftige Worte, ohne Leidenschaft und soviel wie möglich ohne Liebe verlangte. Er konnte bei dieser un Politische Leberlicht. Berlin, den 14. Januar. gewisse Leute aus Gründen, die sie selber am besten kennen, I meint jedenfalls sein Jahrbuch für das praktische sehr empfindlich find. Als der Abgeordnete Kröber am Leben" für 1895," in dessen Chronik der letzten beiden Freitag das Goldene Buch von München erwähnte, verbot Jahre anarchistische Attentate, Verschwörungen und Prozesse Aus dem Reichstag. Die etwas reichlich bemessene Herr von Levezom ihm, weiter zu reden; und wenn ein bündelweise registrirt sind. Wir finden daran natürlich Tagesordnung konnte heute nicht zu Ende geführt werden sozialdemokratischer Abgeordneter auf flegelhafte Angriffe mit nichts Auffälliges, wenn wir auch glauben, daß der Zweck und wird morgen die Diskussion über die Interpellation einem Zwischenruf antwortet, so geräth Herr von Levezom ganz gewiß weniger die Anarchistenverherrlichung war als viel Heyl, Handwerkerfrage, fortgesezt werden. außer sich. Das Merkwürdige ist blos, daß nur die Zwischenrufe mehr die Kennzeichnung der Gefahren für die bürgerliche Nachdem erst eine Anzahl Etatpofitionen ihre glatte von Links diese Wirkung haben, während Zwischenrufe Ordnung. Das könnte vielleicht auch als tendenziöse Erledigung fanden, begründete der Abg. Dr. Haffe seine von Rechts, und seien sie so laut und so unanständig Ma che aufgefaßt werden, wenn sie die" Berliner Zeitung" Interpellation über den Schutz der Deutschen im Aus- wie das berüchtigte Bfui! Gebrülle der Junker am in diesem gegen den Vorwärts" geschleuderten Borwurfe 7. Dezember, absolut ohne Eindruck bleiben. Und was nicht ausdrücklich ablehnte. Gleichwohl wird der Vorlande. Diese Interpellation war wohl bestellte Arbeit und der Juter- sollen wir nun gar zu den Szenen sagen, die der Herr wärts" nach wie vor seine Tendenz unverrückt festhalten; pellant benutzte die Gelegenheit, um den früheren Kanzler wegen Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf ungerügt er hat kein Verständniß für jene Kammerknechts- Tattit, die seiner angeblich schwächlichen auswärtigen Politik ein paar am 10. und am 12. d. M. im Reichstage aufführte ohne ihren Muth erst in kleinen Wadenkneifereien zeigen möchte Sottisen nachzuschreien. Der Staatssekretär Freiherr v.Marschall daß Herr v. Levehow es versucht hätte, die Würde des und dann jeden Fußtritt schweigend entgegennimmt. deckte zwar seinen früheren Chef, aber es wird behauptet, Reichstages und die Ehre der Abgeordneten zu schützen? daß die Tage dieses Herrn gezählt und daß er nicht der Vielleicht war der Herr Präsident außer Stand, dem Kriegs- Die Ehe soll so verlangt es bekanntlich die Umsturzberufene Mann sei, das zu sagen, was der neue Kurs über minister klar zu machen, daß die Herausforderung zum vorlage nicht in beschimpfenderweise angegriffen und ver= zunächtlich gemacht werden. seinen Vorgänger denkt. Bürgerkrieg weder patriotisch noch staatsmännisch klug ist; ächtlich gemacht werden. Die bürgerliche Ehe bedarf eines solchen Schuzes allerdings in hohem Maße, denn durch die Gegen den Antrag, auf Besprechung der Interpellation, allein außer Zweifel ist uns, daß der Präsident des Reichs- bürgerliche Gesellschaft ist die Ehe allmälig so herabgewürdigt stimmten alle Parteien, sogar die Interpellanten selbst, mit tages die Insulten, welche der Kriegsminister gegen Mit- und in den Koth gezerrt worden, daß es kaum noch möglich ist, Ausnahme der Freisinnigen und Sozialdemokraten. Herr glieder des Reichstages schleuderte, nicht ungerügt anders als in verächtlichem Tone von ihr zu reden. Wer wissen Rickert ist dadurch um die Gelegenheit gekommen, Herrn hätte laffen dürfen. Reicht die Disziplinargewalt will, in welchen Kreisen die Ehe nicht auf freier Liebeswahl beCaprivi einen Nachruf zu widmen; vielleicht ist der gewesene des Präsidenten seiner Ansicht nach nicht aus, um Angriffe ruht, sondern der Mann sich für eine reiche Mitgift verkauft, auf den Reichstag abzuwehren, gut so fordere er eine und Kanzler nicht böse darüber. die Frau sich um eines Titels willen wegwirft, Die Handwerker- Interpellation, welche der Groß- Verstärkung seiner Disziplinargewalt! Nach der Richtung der muß von Zeit zu Zeit die Inseratenspalten bürgerlicher Blätter industrielle Heyl u. a. damit begründete, daß das Hand- hin scheint allerdings eine Verstärkung nöthig zu sein. ein gut bürgerliches und noch verhältnismäßig fittsames" Blatt. durchmustern. Die Vossische Zeitung" ist werk unter der Konkurrenz nicht leide, wurde vom Staats- Oder hat Herr von Levezom nicht gehört, was an beiden über in der Sonntagsnummer finden wir wieder nicht weniger sekretär v. Bötticher beantwortet. Tagen der Kriegsminister sagte? Der Herr Präsident hatte als achtunddreißig der Heirathsvermittelung dienende Annoncen. Der Herr Minister sprach sich entschieden gegen doch nicht die Majorsuniform an, und brauchte nicht in Wo die Personen, die sich in dieser Form öffentlich ausbieten, Zwangsinnungen und Befähigungsnachweis aus. Diese dem Kriegsminister seinen militärischen Chef zu sehen, dem über ihre Verhältnisse, namentlich über ihre gesellschaftliche ablehnende Erklärung wäre gewiß von Bedeutung, er blinden Gehorsam schuldete? Stellung nähere Angaben machen, gehören sie durchweg, Männlein In den Reihen des Zentrums und bei den Herren auf der Rechten riefen indeß die Erklärungen des Herrn Ministers sehr entschiedenen Widerspruch hervor. Die Begründung dieses Widerspruchs und die Antworten darauf werden morgen die Sigung füllen. wenn nur nicht auch Herr von Bötticher zu jenen zählte, Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstags und Fräulein, den befferen", will sagen: bemittelten Streisen an, von denen behauptet wird, daß sie demnächst den Besuch wird diese Angelegenheit energisch in die Hand nehmen in denen man angeblich so überaus eifrig auf den Schutz der des Herrn Lucanus zu erwarten haben. müssen. Was soll werden, wenn Vertreter der Re- Ordnung und guten Sitte bedacht ist, und einige davon darf man gierung sich im Reichstage derartiges erlauben können? sogar zu den näheren Stüßen von Thron oder Altar rechnen. Da ist ein Apotheker, ein Bantier, ein Kaufmann, ein Dann würden wir bald hinterwäldische" Sitten haben. qutfituirter Geschäftsmann, ein Beamter, ein RitterDie beleidigten Abgeordneten wären dazu gedrängt, sich ihr gutsbefizer und Offizier, ein ehemaliger Offizier, ein akademisch Recht selbst zu verschaffen, und den Beleidiger, falls er gebildeter Herr, ein Arzt, ein distinguirter Herr u. s. w., und von seinen Waffen Gebrauch macht, zusammenzuschießen wie die meisten davon, Jude wie Christ und Christ wie Jude, suchen einen tollen Hund. Wäre das wünschenswerth? Also eine sogenannte Lebensgefährtin mit der Bedingung, daß sie geUeber die Auflösung des Reichstages im Falle scharfe Disziplinargewalt gegenüber den unparlamentarischen bildet ist, aus guter oder gar hochachtbarer Familie ftammt und der Ablehnung der Umsturzvorlage zirkuliren viele Gerüchte. Sitten, die man, seit der Lufanisirung Caprivi's, im deutschen Heirathsmarkt ausstellen, bezeichnen sich natürlich ebenfalls meist Vermögen mitbringt. Die Damen, welche sich auf diesem Man hört die letzte Lesung, pardon Rede, des Reichs- Reichstage einführen will! Tanzlers in diesem Sinne auslegen, dem aber Aeußerungen als gebildet, sehr gebildet, wohlerzogen, aus guter oder sehr Einige Eine Reminiszenz. Den Händedrücken zwischen dem guter Familie stammend, destinguirt und so weiter. des Staatssekretärs Nieberding u. a. entgegenstehen, daß Stand" ihres Vaters an und bezeichnen die Reichsregierung gegen Aenderungen des Gesetzentwurfes neuesten Reichskanzler und dem Sohne des ältesten legen geben auch den Tochter eines Gymnasialin der Kommission nichts einzuwenden haben. Nun, wir wir zwar keine politische Bedeutung bei. Sie erinnern uns fich als Gutsbesizers- Tochter, tönnen warten, bis die Meinungen fich in den Regierungs- aber an eine Bismarc'sche Indiskretion. Der älteste Reichs- direktors und so weiter. Sie verlangen, indem sie ihre Mitgift freisen abflären, uns ist es übrigens gleich, ob morgen oder fanzler hat nämlich eines schönen Tages ausgeplaudert, ernennen, in der Regel etwas Apartes, einen gebildeten, ehrenhaften, vornehmen Mann, einen Lehrer mit fefter Anstellung, Ende März aufgelöst wird, sind wir doch jederzeit bereit, in habe, als er am Ende seines Lateins war, die Sozial- einen Amtsrichter oder Rechtsanwalt, einen höheren StaatsSemokraten zur Straßenschlacht provoziren wollen, um sie beamten und dergleichen, und natürlich muß der Zukünftige wo den Wahlkampf einzutreten. dann gemüthlich zusammenschießen zu lassen. Und er habe möglich auch ein gut fituirter Mann sein. Daneben finden sich Zur Ministerkrisis schreibt die Köller'sche ,, Berliner Herrn von Caprivi zu dieser christlichen Rolle ausersehen einige Annoncen, in denen elegante oder fesche Damen, davon Korrespondenz": gehabt. Herr von Caprivi dankte bekanntlich für Obst. eine mit eigenem Heim, die Bekanntschaft eines Herrn fuchen, Die in verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht, der Sollte jetzt der Zeitpunkt für einen neuen Versuch ge- der nur reich zu sein braucht, behufs Heirath". Schließlich Staatsminister Staatssekretär Freiherr von Marschall- Bieberstein kommen sein? Am Ende ihres Lateins sind wieder aller sind auch die Frommen im Lande nicht unberücksichtigt fei für ein auderes Amt in Aussicht genommen, ist vollständig hand Leute. Und Herr Bronsart von Schellendorff leidet geblieben. Eine Dame anfangs der Vierziger betont, daß aus der Luft gegriffen. fie nicht nur eine angenehme Erscheinung, gemüthvoll Daraus kann der in der Beurtheilung offiziöser nicht an Caprivi'schen„ Sentimentalitäten". Wenigstens und wirthschaftlich, sondern auch christlichen Sinnes sei. Gie Dementis bewanderte Leser nur bestimmt herauslesen, daß thut er nicht so. verlangt unter Angabe ihres Vermögens einen gut fituirten Herrn Herr v. Marschall nicht Botschafter in London oder Nur immer muthig zurück. Mit seiner bekannten von gleichen Eigenschaften, also auch chriftlichen Sinnes, am Madrid werden wird, aber daß er doch vielleicht aus wohlfeilen, sittlichen Entrüftung hatte Herr Stumm in seiner liebsten dem höheren Beamtenftande angehörig. Eine sehr gedem Reichsdienste ganz ausscheiden wird. Umsturzvorlage den Vorwärts" denunzirt, daß sein mischte Gesellschaft, nicht wahr? Ach ja, es läßt sich schon be Das Dementi ist auch dadurch charakteristisch, daß es Geschichtskalender ungefähr 28 anarchistische Attentate greifen, daß mancher mit Ungeduld darauf wartet, daß die von den Gerüchten über die Temission der Herren registrire. Darauf höhnte ihn Genosse Frohme am Sonn- Umsturzvorlage Gesez wird, damit niemand mehr ungestraft v. Bötticher und Berlepsch mit keinem Worte Notiz abend mit dem Hinweis, daß ein in gut bürgerlichem fagen barf, daß die bürgerliche Ehe ungefähr mit der Prostitution nimmt. Daraus kann man wohl eine Bestätigung dieser Verlage- bei Ulstein erscheinendes Buch deren sogar Gerüchte erkennen. 37 aufzähle. Das veranlaßt die Berliner Zeitung" zu folgendem Nothschrei der gekränkten Unschuld: Der preußische Landtag wird morgen vom Kaiser mit einer Thronrede eröffnet werden. Speziell preußische Umsturzvorlagen sollen in derselben angekündigt werden.Die Umsturzvorlage hat außer so vielem anderen auch die Nerven des Reichstags- Präsidenten, Herrn von Levegow, umgestürzt. Der sonst so nervenstarke Herr von Levegow ist so nervös geworden, daß er in die größte Aufregung geräth, wenn ein Oppositionsredner nur Miene macht, sich gewissen kranken Stellen zu nähern, an denen willkürlichen Gedankenverbindung ein ironisches Lächeln nicht unterdrücken. Der Journalist faßte den Sinn dieses Lächelns falsch auf. Er glaubte, René wäre bereit, sich zu der einträglichen Schmuhliteratur zu bekehren und fuhr fort: " auf gleicher Höhe steht. Die Marine. Nicht nur das Landheer wächst sich immer mehr aus und zehrt mehr und mehr am Mark des „ Herr Frohme würde gut daran thun, sich näher darüber erwerbsthätigen Volkes, auch für die Marine werden in zu äußern, welches Buch aus dem Ulstein'schen Berlage er jedem Jahre neue und immer wieder neue Forderungen denn eigentlich meint. Wenn übrigens in einer, die ganze Weltgeschichte umspannenden Geschichtsdarstellung sich eine gestellt. So wird die Gesammtstärke der Marine für das größere Anzahl von Attentaten aufgezeichnet fände, so Jahr 1895/96 im Gee- Offizierkorps 927 Köpfe, die der wäre das doch nicht auffällig, vorausgesetzt, daß keine Marineärzte 116, die des Zahlmeisterkorps 77, die der Decktendenziöse Ma che vorliegt. Darauf aber tommt es offiziere 865, die der Unteroffiziere 3947, die der Gemeinen doch hier an." und Obermatrosen 14 943 und die der Schiffsjungen Herrn Ulstein, der jetzt schon vor dem Umsturzgefeß 600 Köpfe betragen. Die Gesammtzahl der aktiven Angst zu haben scheint, fann geholfen werden: Frohme Marinetruppen wird sich auf 21 487 Mann belaufen " war aber verDennoch klammerte er sich mit allen Kräften an eine nädig fort, sich heroisch zu ruiniren. Dann, als seine lette Hoffnung. Hatte er nicht semen Roman, der ihn Mittel erschöpft waren, fehrte seine Verlobte, bewegt durch retten, ihn vielleicht über seines Gleichen hinausheben den Edelmuth seines Opfers, zu ihm zurück, vermählte sich konnte? Als Feuilleton konnte das Werk ihm niedrig ge- mit ihm, brachte ihm ihre Millionen zu, und beide berechnet 1200-1500 Frants einbringen. Man wurde viel- gannen von neuem, das Geld mit vollen Händen ausGehen Sie wohl, Sie nehmen die Dinge wie es sich leicht auf ihn aufmerksam, ein Verleger würde ihn zu zustreuen, damit das Glück der Menschheit aus dem fruchtgehört. Sie wollen doch schreiben, Geld verdienen, nicht günstigen Bedingungen annehmen. Einige Tausend Exem- bar gemachten Boden aufsprießen sollte. Der Autor hätte aufwahr? Wohlan, glauben Sie mir; fabriziren Sie uns plare würden verkauft werden. Diesen Roman eines reichen jungen Mannes hatte Novellen nach der Mode des Tages. Es schadet garnichts, geathmet, triumphirt und sofort ein neues Werk vor René mit seinen reinsten Gedanken, seinem besten wenn sie auch ein bischen saftig und scharf gesalzen find, bereitet. Herzblut belebt. Er hatte Bruchstücke daraus seiner Mutter, selbst wenn die Weiber sich die Nase zuhalten! Nichts zieht René berauschte sich so an seinem künftigen Erfolge. Er die geweint, Henri Roveray, der ihn bewundert hatte und besser als der Standal. Echlagen Sie die Fenster ein, erwog seine Chancen mit aller Gewissenhaftigkeit, deren er Lucien, der ergriffen schien, vorgelesen. Wie sollte er sich zwingen Sie die Leute, sich umzuwenden, nach dem Büttel fähig war. Der Titel war gut, drückte das, was er da nicht einen Erfolg versprechen? Er hatte den Roman zu rufen, Sie werden bald Leser, einen Namen und zehn sagen wollte, treffend aus: Männliche Herzen". in den Bureaus. einer Zeitung, für die Peyrade ihn Sous für die Zeile haben. Das Klang wie ein Hornsignal ins Dhr. Der Stoff war empfohlen hatte, abgegeben und wartete nun schon seit René schien noch immer nicht überzeugt zu sein. Der groß angelegt, nicht alltäglich. Es war die Geschichte eines zwei Monaten. Er hatte sich dann endlich wieder vors jungen Millionärs, der sich eines Tages, als er dreißig gestellt, andere fuhr deshalb fort: aber mit unbestimmten Worten Sie stellen sich dies vielleicht sehr schwierig vor? Das Jahre alt ist, von allen Genüssen ermüdet und angeefelt abschiedet worden. Zweimal schrieb er an den Direktor, ist es durchaus nicht. Nichts weiter als ein Kunstgriff, fühlt. Um die Leere seines Lebens, unter der er litt, der ihm jedoch nicht antwortete. Am Ende des dritten eine Sache von acht Tagen, wenn man intelligent ist. auszufüllen, suchte er nach einer nüßlichen Verwendung Monats fonnte er nicht länger warten und bat in einem Halt! Freund Cayrolaz und Freund Cayrolaz seiner Kraft und seines Vermögens. Er tastete überall eingeschriebenen Briefe um eine Entscheidung. Sie tam auch empfing einen wuchtigen Echlag auf die Schulter- Freund umher, sah ein, daß es leichter ist, schlecht als gut zu fofort. Der Direktor erklärte ihm wie ein beleidigter Cayrolaz hat den Kuiff sofort begriffen. Er ist einer unserer handeln, und allmälig begriff er, daß das beste Mittel, Potentat in einem kurzen, sehr trockenen Billet, daß regelmäßigen Lieferanten. Er hat sogar ganz allein den glücklich zu sein, darin besteht, sich dem Glück der anderen er nicht daran gewöhnt sei, derartig gedrängt zu Trick entdeckt, seine dekolletiertesten Studien mit einem zu weihen, daß es die erhabene Aufgabe eines Reichen sein werden, und schickte das Manuskript zurück. René konnte Frauennamen zu unterzeichnen. Ja wohl! Adele v. Morsauf, muß, an der Ausrottung der Armuth zu arbeiten. Als feststellen, daß er es nicht einmal durchblättert hatte. Das ist er. Sie wußten es nicht? Go offenbare ich Wahlspruch wählte er sich die Worte: Tödte das Geld Bei einer anderen Zeitung hatte er mehr Glück. Er ver Ihnen hiermit die Geheimnisse des Hauses. Aber ich hoffe, durch das Geld. Aber weg mit der alltäglichen Wohl langte ja jetzt nicht mehr viel vom Glüd. Man hatte Sie werden auch dabei sein, denn, man kann es nicht thätigkeit, welche das Elend aufrecht erhält, dadurch, daß sein Wert gelesen, man hatte sogar geruht, mit ihm dar anders sagen, Sie haben ein gewisses Talent, und so bald es daffelbe unterstützt! Was er wollte, das war, das über zu diskutiren. Allerdings hatte man ihn auch mit dies ausgebildet sein wird... Nachwachsen der der Hydra abgeschlagenen Köpfe zu ver- starken Einwänden wie mit Pflastersteinen zu Boden ge hindern. Er wollte die Betheiligten selbst, die Arbeiter, schlagen. Der Held wäre eine sympathische, wenn auch die Bauern nach ihren Träumen und Bestrebungen fragen. unwahre und unnatürliche Persönlichkeit. Die Handlung Er gründete eine Liga für soziale Neugestaltung, prämiirte die besten Pläne, unterhielt eine große Zeitung, die der Propaganda seiner Jdeen dienen sollte und unterstüßte eine eifrige Agitation durch Geldmittel. Naturgemäß fam es René versuchte, seine Erzählungen bei anderen bald zum Bruch zwischen ihm und seinen Angehörigen und Blättern jeder Größe und Farbe unterzubringen. Er konnte Freunden, die ihm vorwarfen, daß er sich mit dem jedoch nur die Thatsache feststellen, daß die Höflichkeit in Böbel gemein mache. Er brach auch mit seiner Braut, dem Grade geringer wurde, als das Format der Zeitungen einer Millionärin, die es ihm nicht verzieh, daß er mit sich verkleinerte. Die großen Blätter lehnten seine Manuskripte ungebildeten Leuten verkehrte. Zugleich wurde er von den weil er höflich ab, die kleinen antworteten nicht und behielten sie Armen beargwöhnt, elegant und gebildet stillschweigend, so daß er sie nie wieder jah. war. Bon zwei Seiten angegriffen, fuhr er trotzdem hartIch danke, sagte René. Ich finde keinen Gefallen an dieser Art zu schreiben! Ach, Sie spielen sich auf den Josef aus, sagte der andere überrascht und fast verletzt. Sie thun Unrecht, mein lieber Herr. Doch steht es Ihnen ja frei, den Anschluß zu verpassen. Wie es Ihnen beliebt! endigte gut, was jedoch einem altmodischen Optimismus entspräche. Das Thema streifte die Politik. Nun könne aber etwas, ivas politisch war, nicht literarisch sein. Das wäre absolut unvereinbar. Schließlich ginge ein Hauch von Sozialismus durch das Ganze, und dieses Schlußargument machte alle übrigen überflüssig. Kurz, man bat den Autor, sich anderswo umzusehen. ( Fortsetzung folgt.) haben. F " gegen 20 498 Mann im Jahre 1894/95 und 19 492 Mann ganz schuldlos ist? Kann es denn sicher beurtheilen, wann seine| Beit wohnte. Nieken habe den franzöfifchen Anarchisten Meunier im Jahre 1893/94. Anhörung sich entbehren lasse? der Polizei in die Hände geliefert. Er dürfte den Weg nach Eine deutsche Gesandtschaft kauft Sklaven! unglückt ist, anlangt, nachdem er in seiner Abwesenheit 10 Jahre Und wie, wenn der Angeklagte, dessen Eisenbahnzug ver- Frankreich oder Desterreich genommen haben. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Herr Gottlob Adolf Buchthaus erhalten hat? Das französische Recht, so ungünstiges find. Man sieht, daß unsere Warnungen nicht ohne Nutzen Krause in der Kreuz- Zeitung" einen aus Ntabi am den Angeklagten auch behandelt, läßt das Kontumazial- Urtheil Volta in Togo vom 21. September 1894 datirten Brief, doch einfach dadurch hinfällig werden, daß der Angeklagte sich Ministerkrisis in Paris. Auf grund der famosen der die wunderbarsten Dinge aus dem deutschen Schutzgebiet hinterher vor Gericht stellt. Das Recht des neuen Entwurfs Disziplinarbestimmungen der französischen Kammer wurde Togo in Westafrika enthüllt. Es wird da mitgetheilt, weiß davon gar nichts! Das gegen den Abwesenden gefundene unlängst unser Genosse Jaurès wegen seiner Angriffe auf daß im Juni 1893 drei im Dienst der deutschen Urtheil, das meistens nur eine Verdachtstrafe aus den Bautenminister Barthou anf längere Zeit ausgeschlossen. Regierung stehende, als Abgesandte der sprechen wird, ist gerade so rechtsbeständig, wie das in Den Anlaß hierfür bildete die Debatte über die Subdeutschen Rolonialverwaltung Anwesenheit gesprochene! Dem Entwurf ist so behaglich beim vention der Eisenbahngesellschaften. Und nun muß gerade auftretende Ausbleiben des Angeklagten, daß dieser dem Gericht anzeigen Leute im Innern des Landes Sklaven gekauft barf, der Weg sei ihm zu weit und deshalb würde er nicht dieser Sache wegen der Bautenminister demissioniren und tommen. So etwas von Naivetät bin ich in allen deutschen seine Kollegen wagen ihn nicht zu halten. Der Briefschreiber weiß nicht, ob diese drei Stlaven Strafprozeßordnungen noch nicht begegnet! Wie verständig das Hierüber liegen die folgenden Tepeschen vor: händler, Samuel E. Ammanson, Osman Kato und Aji Biki, gegen Str. Pr. B.§ 282! Paris, 13. Januar. Der Minister für öffentliche Arfür ihren Sklavenhandel bestraft worden sind. Osman Kato, Es ist des weiteren der schweren Beeinträchtigung zu beiten, Barthou, hat, wie die Agence Havas" mittheilt, dem der Wegemeister im Dienst der deutschen Regierung war, gedenken, welche der Angeschuldigte gerade an der Stelle erfahren Ministerpräsidenten Dupuy fein Demissionsgesuch übersandt inift inzwischen verstorben, aber Samuel C. Ammanfon steht foll, die für die Gesezgebung ganz unverleßlich sein müßte: an folge des gestrigen Beschlusses des Staatsrathes betreffend die als Beamter in deutschen Diensten. Zur Zeit ist er auf der Berechtigung, den Unschuldbeweis genügend vorzubereiten und Binsgarantie des Staates für die Südbahn- Gesellschaft und die als Beamter in deutschen Diensten. Zur Zeit ist er auf zu führen. Der höchst schneidige" Entwurf tennt eben nur Orleans- Bahn. Barthou erklärt, er tönne den Beschluß, der Station Bismarcksburg und hat ein Jahresgehalt von zwei Berechtigte im Prozeß: den Staatsanwalt und das Gericht; welchen er bekämpft habe, nicht ausführen. 1200 M. Er selbst nenne sich, Politischer Agent" und jedenfalls, der Angeklagte hat nur die Ehre, Objekt zu sein. An der gründ Paris, 14. Januar. Deputirtenkammer. Die heutige sagt der Briefschreiber, ließe der Titel sich rechtfertigen, aber lichen Vorbereitung der Hauptverhandlungen durch eine Vor- Sigung wurde unter lebhafter Bewegung eröffnet. Der Ab es müßte ihm der andere Sklavenhändler" hinzugefügt untersuchung, an der es ja heute so oft mangelt, find beibe Bar- geordnete Millerand interpellirte wegen der Demission des werden. Dann heißt es weiter: teien gleichmäßig interessirt. Grade deshalb hat Str. Br.-D.§ 199 Ministers Barthou und sagte, die Regierung habe den Prozeß Wenn nun der Politische Agent" in deutschen Diensten in den Strafkammerfällen, wo der Staatsanwalt die Vorunter wegen der Zinsgarantie für die Südbahn vor dem Staatsrathe Samuel E. Ammanfon dafür, daß er Sklaven gekauft hat, nicht suchung nicht beantragt hat, dem Angeklagten das Recht gegeben, anhängig gemacht, die Entscheidung des letzteren treffe somit das bestraft worden ist, wird er dafür bestraft werden? Wenn sie oder wenigstens einzelne Beweiserhebungen vor der Haupt- ganze Kabinet. Der Redner tadelte die Regierung, weil sie die Frage jemals ein Bergehen unter erschwerenden Umständen begangen verhandlung zu beantragen- eine höchst segensreiche Be- der Zinsgarantie dem Staatsrathe unterbreitet habe und be worden ist, so sicher hier. Die Straße zwischen Krakje und Sa- stimmung. Sie wird natürlich, weil das Objekt teine Mühe antragte schließlich, daß eine Untersuchung eröffnet werde, um laga war infolge triegerischer Verwickelungen gesperrt. Infolge machen darf, vom Entwurf gestrichen.. Auch beim berühmten zu prüfen, ob Raynal, der Urheber der Uebereinkunft mit der des Gesandtenrechtes, das hier überall in Achtung gehalten wird, Verfahren auf handfeste That fann nur der Staatsanwalt die Südbahn, in Anklagestand zu verfeßen fei. durften Samuel G. Ammanfon und Genossen diese gesperrte Boruntersuchung beantragen. Es soll also dem Angeklagten Abgeordnete, ehemalige Minister Raynal, entgegnete Millerand Straße ungehindert ziehen, ohne zu fürchten zu müssen, aus- jeder rechtliche Einfluß auf die Beweisvorbereitung genommen und behauptete, im Laufe der Unterhandlungen zum Abschlusse geraubt, ja nur belästigt zu werden. Das Vertrauen, daß die Re- werden. der betreffenden Konventionen sei niemals von einer immergierung in sie fette, indem sie diefelben zu einer politischen Mission verwendete, haben sie in schamloser Weise mißbraucht, indem sie anstatt heimzukehren, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt hatten, gemächlich einen Monat lang in Kpembi und Salaga ihren privaten Handelsgeschäften nachgingen und nicht nur erlaubte Waaren, fondern auch Sklaven fauften. " " Es wird interessant sein, zu beobachten, was die Regierung von Togo nun mit ihrem politischen Agenten" Samuel C. Ammanfon machen wird. Endlich ist ebenso im Namen der Mündlichkeit, als der währenden Zinsgarantie die Rede gewesen. Der unbefangenheit der Jury und des Angeklagten Proteft zu er- Manifest der sozialistischen Gruppe der franzöfiheben gegen§ 300 des Entwurfs. Danach soll man traut feinen Augen nicht!- das schlechtefte Stück französischer Schwur- schen Kammer. Man schreibt uns aus Paris unterm Berichts- Praxis, das Resumé des Präsidenten über die Beweis- 12. Januar: aufnahme, das wir glücklich beseitigt haben, wieder eingeführt Es find kaum 24 Stunden ins Land gegangen, seit das werden. Damit doch ja nur mit einem Schwamme alle unmittel- schmachvolle Votum der Kammer in Angelegenheit Gérault baren Eindrücke der Beweisaufnahme in den Köpfen der Ge- Richards, des neuen Abgeordneten von Paris, erfolgt ist, und schworenen weggewischt werden und die vielleicht doch einseitige schon erhebt sich eine Bewegung im Lande, die nur höchstens jene überraschen kann, die den revolutionären Geist des arbeitenAuffassung des Präsidenten darin ihren Einzug halte! den Frankreich nicht kennen und die da wähnten, daß sich Ein schwacher Troft für die Bimetallisten. Die das Proletariat seine schärfste und zugleich loyalite Waffe im Kampf um seine Emanzipation, bas allgemeine Stimm recht, ruhig entwinden lassen werde. Protestmeetings, die bereits von allen Seiten angekündigt werden, tritt ganz besonders das Manifest der sozialistischen KammerBerier heraufbeschworenen Kampfe, der nur mit dem bekannten: gruppe hervor, das wir wegen seiner Wichtigkeit in diesem von Was den Stiavenhandel in Togo im allgemeinen betrifft, so hat sich thatsächlich in den legten zwei Jahren nichts Wesentliches geändert. Nach wie vor werden Sklaven nach der Togo Rüfte gebracht und Handelskammer zu Hannover hatte in einer Eingabe an verkauft. Vielleicht hat man den einen oder anderen Stlaven. Das Reichsschazamt ersucht, dafür sorgen zu wollen, daß händler gefaßt und bestraft, ich fann es nicht bestimmt sagen. mehr Behnmarkstücke ausgeprägt und in Verkehr gesetzt Gin Bekannter von mir sollte verhaftet werden, entzog sich der würden, weil an dieser Münzsorte ein Mangel bei LohnFestnahme aber durch nächtliche Flucht. zahlungen 2c. empfunden werde. Auf diese Eingabe ist folgender Bescheid ergangen: Berlin, den 5. Januar 1895. Zwei charakteristische Aeußerungen von Eingeborenen, die mir auf direkte Fragen, ob die Deutschen jetzt den Sklavenhandel an der Togoküste verhinderten, vor wenigen Tagen in Kratje gegeben wurden, mögen diesen Aufsatz schließen. Die Leute von Lime( Togo), sagte der eine, en Muhammedaner, wollen nicht, daß kleine Leute Stlaven nach der Küste bringen, aber die großen fönnen es nach wie vor thun. They( bie Deutschen) overlook it", etwa sie wollen ihn nicht sehen", sagte der andere, der sich mit der Hoffnung schmeichelt, so oder so von der Togo- Regierung in Dienst genommen zu werden." " Neben den vielen ., Se soumettre ou se démettre" sich unterwerfen oder abdantenenden kann, hier vollinhaltlich wiedergeben. Dasselbe lautet: Der Handestammer erwidere ich auf die Eingabe vom 17. November v. J. ergebenft, daß ich zur Zeit das Bestehen eines die Einleitung einer Neuprägung rechtfertigenden Mangels Bürger! Der Präsident Perier, der Minister Dupuy und die an Kronen nicht anzuerkennen vermag. Was insbesondere die Abgeordneten der Majorität haben soeben gegen das allgemeine Berhältnisse im dortigen Bezirk anbelangt, so wird die Angabe, Stimmrecht, gegen das Wahlrecht der ganzen Nation ein daß neuerdings eine Verminderung des Kronenumlaufs ein- Attentat sondergleichen verübt. Was weder der Kaiser gewagt getreten sei, durch anderweite Beobachtungen nicht bestätigt. Die gegen die Verwendbarkeit des Silbergeldes bei Lohn- noch der Minister von Fourmies, das hat der König von Anzin, Man hat aus den deutschen Kolonien ja schon manche zahlungen dortseits geltend gemachten Bedenken kann ich der zum König der Republik geworden, von der servilsten aller artige Dinge gehört, wir erinnern an Leist, an die nicht für zutreffend erachten. Daß die Arbeiter die Löhnung Majoritäten erlangt. Servil ist sie für immer und aus zwei. neulich von der Wiener Arbeiter- Zeitung" veröffentlichten in einer Münzsorte, welche sie nach ihrer wirthschaftlichen Lage Gründen. Sie ist es, weil die Furcht vor dem wachsenden Aktenstücke zc. Deshalb werden auch die obigen Mitthei- vorzugsweise zu verwenden gewohnt und genöthigt find, und Lungen über von Angestellten der deutschen Regierung betrie- welche sie sich bei etwaiger Löhnung in Gold durch Umwechselung Sozialismus fie wahnsinnig macht und sie vertheidigungslos den benen Sklavenhandel nicht besonders überraschen. Aber bei beschaffen müssen, ohne jede sachliche Begründung als eine minder Ralliirten und Klerikalen überliefert. Sie ist es, weil ihre eindiesen sich immer wiederholenden Beweisen dafür, daß in in der Eingabe vom 7. Juli v. J. auf die Schwierigkeiten hin- Geschäften kompromittirt, der herrschenden Gewalt preisge werthige ansehen sollten, steht nicht zu befürchten. Wenn aber flußreichsten Abgeordneten, seit fünfzehn Jahren in allen faulen Afrifa wie die Potsdamer Richter im Leist- Prozeß sich gewiesen wird, welche die Auszahlung größerer Lohnbeträge in ausdrückten andere Moralbegriffe herrschen als bei Silbergeld bietet, so fommt dem gegenüber in betracht, daß für geben sind, die gegen sie mit deren Dossiers bewaffnet ist und uns, spreche man uns nur nicht immer von den derartige Fälle neben dem Silber auch Doppelkronen Verwendung fie jederzeit der Justiz überliefern tann. Unter dieser Drohung, zivilisatorischen Gründen und Erfolgen der deutschen finden können, die seitens der Reichsbank jederzeit nach Bedarf ebenso entehrend für den, der sie gebraucht, wie für die, die sie Kolonialpolitik. Wie schreibt Herr Krause:" Nach wie zur Verfügung gestellt werden. vor werden Sklaven nach der Togo- Küste empfehlen, auf eine stärkere Berwendung der Thaler und Reichs- Majorität beugen gemacht. Sie haben verstanden. Entweder Der Handelskammer möchte ich hiernach wiederholt an- erleiden, hat der Präsident Perier die Abgeordneten seiner filbermünzen bei Lohnzahlungen hinzuwirken. Sainte Pélagie für Gérault Richard oder Mazas für sie; das Der Reichskanzler. Votum war nicht mehr zweifelhaft. So ergänzt in unserer zu In Vertretung: Graf Posadowsky." Ende gehenden Gesellschaft, wo alle Laster sich nothwendig einDiese Empfehlung des Silbers wird die Bimetallisten Eigenschaft als Redakteur des Fachorgans der Glasarbeiter recht wenig befriedigen, denn ihnen kommt es nicht auf die ander erzeugen, die politische Erpressung des Präsidenten Berier den folgenden interessanten Beitrag zur Frage des Gerichts- stärkere Birkulation des Silbers sondern auf die freie die finanzielle der Regierungsjournalisten. Aber wie blind Silberausprägung an, damit sie ihre in Gold aufgenommenen sind die Emporkömmlinge der opportunistischen Republik, wenn sie wähnen, daß das Land all diese Intriguen und all diese Schulden in Silber verziufen und zurückzahlen können. gebracht und verkauft!" Der Gerichtsstand der Presse. Unser Genosse, der sächsische Landtags- Abgeordnete Horn, sendet uns in seiner standes der Presse: " Das großherzoglich oldenburgische Landgericht hat entschieden, daß ich am 16. d. M. in Oldenburg von der bortigen Straftammer abgeurtheilt werden soll, weil ich die Olden, Naiv ist übrigens die Auslassung unseres Schahstaats- Schändlichkeiten nicht entwirren wird! Wie blind, wenn sie burger Polizei in meinem Fach organ beleidigt" habe, das sekretärs, der den Gebrauch von Zwanzig- Markstücken bei nicht die sicheren Folgen des Votums sehen, das sie soeben gegen heißt, weil dieses Blatt in Oldenburg verbreitet der Lohnzahlung empfiehlt. Als ob die Löhne von zwanzig die nationale Souveränetät abgegeben. Sie haben es für geworden ist.. und mehr Mark die häufigsten wären. Herr Bödicker vom schickt gehalten, die sozialistische Partei zu dezimiren. Aber die A13 Gegenstück hierzu führe ich an, daß ich z. B. wegen Reichs- Versicherungsamt wird ihn belehren, daß dies nicht majorität vergißt, daß sie, indem sie die Rechte der Kammer Beleidigung des Oldenburger Glashütten Direktors in der Fall ist. Staatssekretäre freilich die können ihren Tage- schmälert, felber die ersten Lücken Dresden als dem Erscheinungsorte des„ Fachgenoffen" lohn in Doppelkronen ausgezahlt erhalten, die deutschen schmälert, ſelber die erſten Rücken abgeurtheilt werde. Und doch ist das Blatt auch in Oldenburg Arbeiter verdienen in ihrer überwiegenden Mehrzahl in der bricht, die fie noch schützt. Und ganz besonders durch die Po st verbreitet worden. Es liegt wirklich kein Bedürfniß für eine Umsturzvorlage vor, wenn man schon heute die Fertigstellung der Beitungen in dieser Weise erschwert. Stellen: Woche nicht eine Doppeltrone in der Woche. in die Gefeßlichkeit macht fie die sozialistische Partei vor der Demokratie Ein Handelskammer Kongres in Berlin. Das Wolff nicht allein zum Drgan der wirthschaftlichen Forderungen des Proletariats, sondern auch zum Hüter der öffentlichen Freische Telegraphen- Bureau versendet die folgende Mittheilung: Die Weltesten der Kaufmannschaft von Berlin werden schleunig heiten und zum Vertheidiger des allgemeinen Stimmrectes. Die Entrechtung der Angeklagten durch den zu den vom Handelsminister gestellten Fragen wegen der Um- unserer aller Aufgabe, Bürger, wächst in dem Maße, als unsere Regierungs- Entwurf zur Abänderung der gestaltung der kaufmännischen Interessenvertretung in Preußen Strafprozeß Ordnung und Gerichtsver Stellung nehmen. Auf den 29. bs. Mis. werden sie die übrigen Gegner die Prinzipien der Republik felber verlassen. Es genügt fassung behandelt Professor Dr. K. Binding in der kaufmännischen Rorporationen Preußens nach Berlin laden, um nicht, eine neue und gerechtere Gesellschaft vorzubereiten, wir National Zeitung". Diesem treffenden, nicht im Geiſte gemeinsames Borgehen in den die Korporationen betreffenden müssen in diesem harten Kampfe gegen die tapitalistische DrdNational Zeitung". Diesem treffenden, nicht im Geiste Fragen anzubahnen. Weiterhin, vermuthlich für die erste Hälfte nung auch noch die durch die Kompromisse mit der Kirche beder Zeitung verfaßten Artikel entnehmen wir die folgenden des Februar, wurde eine Versammlung sämmtlicher preußischen drohten weltlichen Freiheiten retten, sowie die in der Person Handelskammern in Berlin in Aussicht genommen, auf welcher und eingeferterte nationale eine möglichst einheitliche Stellungnahme zu den übrigen Fragen Gérault Richards bedrohte angestrebt werden soll. Souveränetät. Mit der doppelten Macht der mit jedem Tage Die österreichische Wahlreform. Die Verschleppungs- enger verknüpften republikanischen und sozialistischen Jdee werden taktik der österreichischen Regierung bleibt der Wahlreform wir in den Kampf treten. Bei jeder Gelegenheit im Parlament frage gegenüber ihrer Weisheit Anfang und Ende, wie die werden wir gegen die Gefangenhaltung Gérault Richard's profolgende Depesche aus Wien beweist: testiren. Bei jeder Gelegenheit im Lande werdet Ihr auch proWien, 14. Januar. Eine Meldung der polnischen Blätter testiren. Die sozialistische Partei muß sich überall durch Kanbesagt, die Wahlreform werde in der Frühjahrssession nicht an Ueber die Ausdehnung des Kontumazialverfahrens( daß das Plenum des Abgeordnetenhauses gelangen; die Berathungen Didaturen bekräftigen, selbst da, wo sie teine unmittelbare Gewißheit des Erfolges hat. Und überall muß sie dem in Abwesenheit des Angeklagten abgeurtheilt werden kann) würden nun im Ausschusse fortgesetzt. äußert er sich folgendermaßen: Das ungarische Stabinet ist gebildet und zwar aus allgemeinen Stimmrecht mit dem wirthschaftlichen Programm Ich leugne zunächst mit Entschiedenheit, daß von allen Leuten zweiten und dritten Ranges, die Spigen der liberalen des Sozialismus die Befreiung des willkürlich gefangen Seiten laut nach Ausdehnung des Kontumazialverfahrens gejammert wird: ich habe von solcher Klage noch nie einen Laut Partei sind nicht Minister geworden. Man betrachtet das gehaltenen Abgeordneten vorschlagen, d. h. die Befreiung und gehört, wohl aber von einer andern, in der That begründeten. Rabinet als einen Nothbehelf und als ein Zeichen des Loslaffung des allgemeinen Stimmrechts selbst. Gs lebe die Es ist sehr bedauerlich, daß der Angeklagte, der die Ladung baldigen Ueberganges der Herrschaft von der liberalen foziale Republit! Gs lebe das allgemeine Stimmrecht! verachtet, nicht nach Gebühr gestraft, sondern nur vor Partei auf eine Koalition der Parteien, wie sie nun in geführt oder in Untersuchungshaft genommen werden kann. Defterreich recht und schlecht am Staatsruder ist. Zunächst ist nun die Zahl der Fälle, in denen der Angeflagte ohne seine persönliche Mitwirkung im Prozesse verurtheilt werden tann, in bedenklichster Weise gesteigert. Der berühmte amtsrichterliche Strafbefehl mit seiner Berdachtstrafe, der dem Verurtheilten ins Haus schneit, ehe er es noch weiß, daß er angeklagt ist jedenfalls die genialste Erfindung promptester fogen. Strafjuftis, Sie aus dem geltenden Rechte ganz verschwinden sollte!- darf jezt auch wegen schweren Hausfriedensbruchs und Bedrohung ergehen. Wie verlautet, trägt sich die Regierung mit der Absicht, die Unterzeichner dieses Manifestes in den Anklagezustand zu ver Diese fatale Lücke hätte der Entwurf ausfüllen sollen! Den Spigelanarchisten Meunier hat einer unserer setzen. Die von ihr entfachte Bewegung scheint ihr in diesem Etatt dessen versteigt er sich zu dem Vorschlag, es dürfe in allen Londoner Korrespondenten lehthin nach Gebühr gezeichnet, alle noch immer nicht zu genügen. Oder hofft sie etwa die macht beim unentschuldigten Ausbleiben des Angeklagten zur Haupt. Heute erhält das Berliner Tageblatt" die folgende Depesche verhandlung geschritten werden, sofern das Gericht die An- aus Bern: Straffammer- und Schöffengerichtssachen ohne jede Ausnahme " " sie die Rechnung ohne den Wirth. Denn diesen Gefallen werden sie den Panamiften und deren Schuhherren nicht erweisen. hörung des Angeklagten zur Aufklärung der Sache nicht für Der Berner Bund" meldet, infolge der Ent= erforderlich erachtet". Vorsichtig wird zugefügt, daß dann Vor- hüllungen des Berliner" Borwärts" fei der angetirten zur Repräsentantenkammer an stelle des verstorbenen Wahlfieg in Belgien. Bei der Wahl eines Depu führung und Verhaftung zu unterbleiben haben. Weiß denn liche Deutsche und Polizeispigel Rieken, Bandagift aus Cleve, aber das Gericht, ob der Angeklagte an feinem Ausbleiben nicht pl'öglich aus 8ürich verschwunden, wo er feit einiger liberalen Deputirten wurde in Thuin in Belgien der Der Prozeß Ungern- Sternberg hat in Lüttich in Abwesenheit des Lockspitzels begonnen. Eine Depesche meldet hierüber: Vor dem Schwurgerichte begann heute die Verhandlung gegen die 16 Anarchisten, welche wegen der im April und Mai 1894 dahier verübten Dynamitattentate angeklagt find. 25 Gen Darmen und zahlreiche Polizeiagenten halten die Ordnung aufrecht. Alle Zugänge zum Gerichtsgebäude find sorgfältig bewacht. Die Angeklagten Jagoltomsfy( alias Baron UngernSternberg) und Bliegen sind nicht erschienen. Nachdem sich der Gerichtshof gebildet hatte, brachte der Gerichtsschreiber die Anflageschrift zur Verlesung. Charakteristisch ist es, daß die Stumm'sche Post" einen Spezialforrespondenten nach Lüttich zum Zwecke der Bericht erstattung gesandt hat. Klug war dies nicht von ihr, denn die zu gewärtigenden Enthüllungen über das internationale Lockspißelunwesen werden den Plänen derer um Stumm wenig nügen. Bebel: Der " Cozialist Berloz gegen den katholischen Kandidaten, für vorhergehenden Sigung abgegeben habe und wiederholte diefelben und„ Raus" entsprechend gerügt werden. Außerdem verlangt welchen die Liberalen großentheils stimmten, gewählt. nochmals. Des weiteren führte er aus, daß man in einer Noth- Redner Schuh der Abgeordneten gegen unangemessenes Auftreten Bei allen bisherigen Nachwahlen zur belgischen Re- lage sich befunden, auf Drängen des betreffenden Armeekorps der Minister und erflärt, daß er und seine Freunde sich präsentantenkammer sind nun Sozialisten gewählt worden. Kommandanten habe er sich genöthigt gesehen, wegen der Nähe die Art, in welcher der Kriegsminister in letzter Zeit gegen Es ist dies sehr charakteristisch und zeigt, daß die Stimmung Hamburgs und des großen Seeverkehrs halber die Stelle in fie auftritt, nicht gefallen laffen würden. Der Ton, in dem der Altona wieder mit einem Kommandanten zu besetzen. Kriegsminister die sozialdemokratischen Abgeordneten anspricht, des Volkes, wie sie sich bei den Hauptwahlen ausgesprochen Richter tritt dem entgegen. Das Schweigen der Militär- die Redewendungen, die er dabei gebraucht hat, seien so ver hat, kein schnell verlöschendes Strohfeuer war, sondern daß verwaltung über den Vorgang in der gestrigen Sitzung habe legend gewesen, daß die Abgeordneten durch Zwischenrufe zur das belgische Volk auch in Zukunft solche Männer zu wählen einen höchst ungünstigen Eindruck gemacht. Staatssekretär Graf Selbsthilfe hätten schreiten müssen. Nicht nur am Bundesrathsgewillt ist, zu denen es Vertrauen hat und haben kann, Posadowsky legt den Vorgang auf grund der Aften dar, tische und auf der rechten Seite des Hauses sei das Gefühl für nämlich Sozialisten. das Reichsschayamt erkenne voll die Verpflichtung zu einer nach persönliche Ehre lebendig. Nach dieser Richtung hin sei der träglichen Genehmigung an und übernehme die volle budgetmäßige Schuß der Abgeordneten vielleicht empfehlenswerth. Die Herein. Verantwortung. v. Kardorff findet das Vorgehen der Kriegs- ziehung des Kaisers in die Debatte sei durch die Geschäftsverwaltung begreiflich, meint aber, daß ohne die Erörterung in der ordnung nicht verboten und außerdem unerläßlich. Wenn Kommission der Vorgang kaum zur Kenntniß des Reichstags ge- der Träger der Krone sich in den Mittelpunkt des fommen sei. Dieser Auffassung tritt Unterstaatssekretär politisch wirthschaftlichen Treibens stellt, wenn er durch Aschenborn entgegen. In der Rechnungsablage, die dem vielfache Anregungen alle Vorgänge des öffentlichen Lebens Reichstage zur Genehmigung zugehe, würden alle außer und über zu Betrachtungen und Urtheilen über die verschiedenen Parteien etatsmäßigen Ausgaben genau aufgeführt und die ausdrückliche benußt, so sei es doch unvermeidbar, daß hierzu Stellung ge nachträgliche Genehmigung durch den Reichstag nachgesucht. nommen werde. Zur Begründung dieser Ansicht weist Redner Dem Reichstage tönne der Poften unmöglich entgehen. u. a. auf einen Vorgang der letzten Tage hin, der dem Volke die Hammacher stimmt Richter darin bei, daß durch das Aussicht auf erhebliche Mehrkosten für die Marine eröffnet habe. Schweigen der Militärverwaltung in der vorhergehenden Der Präsident bedürfe keiner Verstärkung der Disziplinargewalt. Sigung ein übler Eindruck erzeugt worden fei, im Er wende bereits jetzt ein allerdings außerhalb der Geschäftsübrigen ist er in bezug auf außeretatsmäßige Ausgaben, ordnung liegendes Mittel an, welches den Ordnungsruf wirksam die einem außerordentlichen Nothfall ihre Entstehung verdankten, ergänzt. Die Erklärung des Präsidenten, daß dies oder jenes weitherziger als Richter. Solche Ausgaben seien unvermeidlich. unparlamentarisch oder nicht zulässig sei, werde von allen Kriegsminister werde aus Richter's und Seiten ohne Widerspruch entgegengenommen, obgleich solche Hammacher's Ausführungen ersehen haben, wie recht er gestern Erklärungen in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen seien. gehabt, das Vorhaben der Militärverwaltung in der geftrigen Redner wendet sich energisch gegen die Absicht, zeitweilige AusSigung so zu bezeichnen, wenn er es gethan. Ihn habe aber der schließung eintreten zu lassen, indem er ein solches Verfahren als Vorgang sehr mißtrauisch gemacht. Er befürchte, daß unter den verfassungswidrig und weit über das Disziplinarrecht des Ebenso bekämpft der Posten befände, ähnlich dem hier in Frage stehenden. Die Redner die Herabseßung der Beschlußfähigkeitsziffer und die Rechnungskommission müsse scharf zusehen. Hammacher sei in Rüge für unentschuldigtes Fehlen als zwecklos. Man solle Die offizielle Depesche lautet: bezug auf die außeretatsmäßigen Ausgaben nicht immer so weit- Diäten festseßen, dann würde der Reichstag nicht so oft beschlußBei der Kammer Stichwahl im vierten Wahlkreis von herzig gewesen wie jetzt. Außeretatsmäßige Ausgaben könnten unfähig sein. Palermo wurde Garibaldi Bosco, welcher seinerzeit von dem vorkommen, aber sie müßten einer wirklichen Nothlage ent- Abg. Dr. Bach em( Zentrum) will Mittel suchen, um Militärgericht verurtheilt worden war, gewählt. Der unter- sprechen, davon sei hier feine Spur vorhanden. Hamburg dem Präsidenten die Geschäftsführung zu erleichtern, aber liegende Gegenkandidat war Bonanno. habe auch schon 1890/91 sich in der Nähe Altonas befunden dabei allerstrengstens die Immunität der Abgeordneten schüßen. und Redners ist nach der große Fernverkehr sei auch schon da gewefen Zeitweiliger Ausschluß ist Ansicht des Der Abgeordnete De Felice Giuffrida, welcher, vor einigen Monaten von dem famosen Kriegsgerichte in Palermo und dennoch habe man damals die Kommandantenstelle in unzulässig und gegen das Recht der Wähler verstoßend. Der wegen revolutionärer Umtriebe" zu 18 Jahren Zuchthaus ver- Altona als fünftig wegfallend" bezeichnet. Der Kriegsminister Herabsetzung der Beschlußfähigkeitsziffer will der Redner näher vertheidigt sich gegen diese Ausführungen. v. Frege meint, treten, gegen die Rüge für fehlende Abgeordnete hat er jedoch große urtheilt wurde und seine Strafe im Zuchihause zu Volterra verman tönne fich mit den abgegebenen Erklärungen be- Bedenken. büßt, ist lebensgefährlich ertraoft. De Felice hat mehrere Male die Kommandantenstelle in Abg. Gamp( frt.) ist für zeitweilige Ausschließung mit beftige Blutergüffe aus dem Munde gehabt, und seine fräftige ruhigen. Schädler beantragt: Körperverfassung wurde dadurch so ruinirt, daß er jetzt genöthigt Frankfurt am Main und Altona als fünftig wegfallend vorheriger Verwarnung. die in Hannover als aufgehoben an= Präs. v. Levezom erörtert den Vorfall am ersten Tage ist, sich beim Gehen der Krücken zu bedienen und sich von den zu bezeichnen, Gefängnißwärtern führen und füßen zu lassen. Die ungewöhn- zusehen, dagegen die Stelle in Rastadt als fünftig weg- noch einmal. Redner verweist auf die bezüglichen Bestimmungen lich strenge Kälte und das ungesunde Schneewetter, welche dies- fallend" aufzuführen. Richter verlangt, daß über den ganzen in anderen Ländern und erwartet von einer derartigen Maßmal den Winter in Volterra charakterisiren, haben der Gesundheit Vorgang schriftlich Bericht an das Plenum erstattet werde und regel bei uns eine vorbeugende Wirkung. Die Kritik von Aeuße die Erklärungen des Kriegsministers und des Staatssekretärs rungen und Handlungen des Monarchen müsse unter allen Umdes Abgeordneten von Catania den Rest gegeben. Seine Familie wörtlich Aufnahme finden. Diesem Antrag wird stattgegeben. ständen ausgeschlossen sein, wenn auch die Erwähnung einer lebt inzwischen in Rom in einem elenden Kämmerchen des Sforza- Cefarini- Viertels, dem bittersten Glende preisgegeben. Darauf beschließt die Kommission mit großer Mehrheit im Sinne bestimmten Thatsache nicht verhindert werden könne. Durch die Verstärkung der Disziplinargewalt im Hause könnte das Eingreifen Welcher Unterschied zwischen ihm und Crispi, dem deplorato"! des Antrags Schädler. von außen durch die Gerichte verhindert werden. Welcher Unterschied zwischen der Familie des Ministers und der Ein sozialistischer Sieg in Italien, der Herrn Crispi das Ende seiner Herrlichkeit klar vor Augen führt, wird aus Rom gemeldet. Abg. Günther( natl.) findet, daß der Ordnungsruf nicht ausreicht. Im Lande herrscht Entrüftung über die Vorgänge im Reichstag. Redner will Berweis und Ausschluß auf Zeit. Artikel 27 der Verfassung giebt hierzu das Recht. Redner vers langt für den Präsidenten das Recht sofortigen Einschreitens ohne Beistand einer Kommission. Abg. Träger( frs. Vg.) vermißt formulirte Anträge und spricht fich gegen jede Aenderung als unnöthig und, falls Ausschluß in Frage kommt, als verfassungswidrig aus. des ehrenvollen Verurtheilten! Die offiziösen Blätter suchen, Die Umfturzkommission hat sich gestern nach der Eizung Da feine der großen Parteien nach einem Communiqué aus dem Ministerium des Innern, die des Plenums tonftituirt. ernsten Nachrichten über De Felice's Gesundheitszustand ab- Bentrum und Konservative den Vorsitzenden stellen wollte, zuleugnen, jedenfalls um nicht einen Schatten auf das fröhliche wurde der nationalliberale Dr. Böttcher dazu gewählt. Das Hochzeitsfest im Hause Crispi zu werfen; man seht bei Grispi Amt des zweiten BVorsitzenden wurde Herrn von Stumm über merkwürdigerweise noch Gewissen voraus und glaubt, daß ihn tragen. Schriftführer der Kommission sind die Abgeordneten traurige Nachrichten über seine Gegner betrüben tönnten. Nach Hüpeden, Lerno, Lenzmann und Frohme. Die nächste Sigung den besten Informationen, die fein Dementi fürchten, fönnen wir der Kommission wird Donnerstag, vormittags 10 Uhr, stattfinden. jedoch versichern, daß De Felice wirklich sterbenstrant ist und Die Kommission besteht aus folgenden Abgeordneten: Bom Abg. Graf von Limburg- Stirum( fons.) findet in der wahrscheinlich bald im Zuchthause sein Ende finden wird. Crispi Zentrum Abgeordnete Lerno, Greiß, Dr. Lieber, Dr. Rintelen, darf zufrieden sein die Buchthausluft hilft ihm aufräumen Spahn, Dr. Bachem, Dr. Marcour, Reindl; Reichspartei: Frei Verfassung kein Hinderniß, einen Ausschluß vorzunehmen. Die unter seinen Gegnern. herr v. Stumm, Pöhlmann, Baumbach; Deutsch- Konservative: Abgeordneten können ihre Zunge im Baume halten, Redner von Hammerstein, Graf Roon, von Salisch), v. Buchka, plädirt auch für Herabfehung der Beschlußfähigkeitsziffer. Russisches. Am 1. November des vorigen Jahres Hüpeden; Nationalliberale: Dr. Böttcher, Boly, Dr. Enneccerus, Abg. Pieschel( ntl.) wendet sich besonders gegen die starb Alexander der Dritte; und deffen Sohn Diann; Freisinnige Vereinigung Dr. Barth; Freis. Bp. Mundel, Zwischenrufe, die meist von den Sozialdemokraten ausgehen und Sozialdemokraten Auer, Nikolaus bestieg den Thron. Die ganze Bourgeoispresse Lenzmann; die unerträglich seien. Der Fall Liebknecht hat den Stein nur ins der Welt begrüßte den jungen Bar als einen Bringer der Frohme; Pole Dr. Wolszlegier und Antisemit von Lieber: Rollen gebracht, der Anlaß wäre auch schon vorher gegeben gewesen. Redner schlägt für schwerere Vergehen gegen die Ordnung Ber Freiheit. Nicht sofort werde er sie bringen, aber am Tag mann. weis und in weiterer Steigerung zeitweiligen Ausschluß eventuell seiner Vermählung. Der Tag der Vermählung ging auf die Dauer der Session vor. Entscheidung hierüber sollen der Präsident und eine Kommission von 8 Mitgliedern treffen. Berufung an den Reichstag soll zulässig sein. Bebel, vorüber, und feine Freiheit wurde gebracht. Aber gewiß Die Geschäfsordnungs- Kommission hat Montag Abend zum Neujahr!" Neujahr ist jetzt vorüber das russische unter dem Vorsiz des Präsidenten die Berathung über die Ver Neujahr, das um 13 Tage dem unserigen nachhinkt. Und stärkung der Eisziplinargewalt, welche aus Anlaß des Fall Abg. Roeren( 3) bekämpft diesen Antrag und erklärt sich feine Freiheit! Die liberalen Narren im Ausland warten Liebknecht in Aussicht genommen ist, begonnen. Nach einigen gegen zeitweiligen Ausschluß, weit verfassungsmäßig sehr bedenkgeschäftlichen Bemerkungen über das Stimmrecht und die lich und außerdem viel zu hart. Zu Ausschreitungen gegen die nun auf Ostern. Ob die russischen Freiheitsfreunde so eventuelle Bertretung im Vorsitz des nicht zur Geschäftsordnungs- Ordnung feien übrigens die Sozialdemokraten weniger geneigt, geduldig sind und solche Narren? Kommission gehörenden aber vom Reichstage im vorliegenden als z. B. der Abg. Ahlwardt. Südamerikanischer Krakehl. Nach Meldungen aus Falle mit dem Vorsiz beauftragten Reichstags- Präsidenten Vor Schluß der Generaldistusfion nimmt der Präsident Montevideo haben Regierungstruppen in Rio Grande bei der legte Herr v. Lewegom die Gründe dar, welche ihn zu dem noch einmal das Wort, um zu erklären, daß seine Wünsche Verfolgung von Insurgenten die Grenze überschritten und einen Wunsche einer Verstärkung der Disziplinargewalt geführt haben. bezüglich etwaiger Ausschließung lange nicht so weit gehen, wie Offizier und drei Soldaten von den Truppen Uruguay? getödtet, Der Ton im Reichstage hätte sich im Laufe der Jahre ver- der nationalliberale Antrag. Er begnüge fich damit, wenn ' welche sich dem Ueberschreiten der Grenze widersezten. schlechtert. Früher sei der Reichstag in dieser Beziehung als es möglich werde, den den betreffenden Abgeordneten von Muster hingestellt worden, jetzt müffe man im Lande vielfach Klagen der weiteren Theilnahme an der Sigung, in welcher der über den im Reichstage herrschenden Ton hören. Namentlich seien Vorfall passire, auszuschließen. Weigere sich der Abgeordnete Angriffe in beschimpfender Form auf außerhalb des Hauses be- den Sigungssaal zu verlassen, so solle der Präsident das Recht findliche Personen, Behörden, sowie Kategorien von Staats: haben, die Sigung aufzuheben. Nach dieser Erklärung wurde In der Budgetkommission zeigte sich in den letzten zwei bürgern vorgekommen. Durch die sich oft wiederholenden und die Sigung abends 11 Uhr abgebrochen. Die Fraktionen Tagen eine fleine& onflifts wolfe, die aber schließlich zer- trok erfolgter Mahnung nicht unterbleibenden Zwischenrufe ver werden die Angelegenheit besprechen, damit die Kommission in fireut wurde. Im Kapitel 20 des Militäretats wurde die Aus- legendster Art, sowie die Hereinziehung des Kaisers in die ihrer nächsten Sigung, welche in acht Tagen stattfindet, event. gabe für drei Kommandantenstellen in Frankfurt a. M., Hannover Debatte leiden die Verhandlungen sowie die Würde und das bestimmt formulirte Anträge berathen kann. und Altona verlangt, die im Etat 1890/91 als fünftig weg. Ansehen des Reichstages. Den Entschluß, in dieser Beziehung in Parlamentarisches. der Neben der Zu diesem der BeschlußSchäden. fallend" bezeichnet worden waren. Die Stelle in Hannover war Aenderung zu schaffen, hätte er nach dem Vorfall am ersten Tage Petitionen. Das zweite Berzeichniß der beim Reichstage im Etat 1892/98 abgesetzt worden und die Stelle für Raftatt im neuen Haus gefaßt. In Konferenzen mit den Präsidial- eingegangenen Petitionen ist heute veröffentlicht worden. Unter wurde als fünftig wegfallend" bezeichnet, weil Rastatt als follegen und einzelnen Mitgliedern des Hauses hätte er einen ihnen finden sich zahlreiche Petitionen um Verschärfung des sog. Festung eingeht. diesbezüglichen Antrag vorbereitet. Da sei der Verfolgungs- Margarinegefehes, um Einführung eines Bolles auf Gebrauchs Die Militärverwaltung gab sich alle Mühe zu beweisen, antrag gegen den Abg. Liebknecht eingelaufen, bei deſſen holz und um Aufhebung der Impfgefeße. Die Magistrate zahlwarum sie im Widerspruch zu ihrer früheren entgegengesetzten Berathung der Reichstag die Geschäftsordnungs- Kommission reicher Städte bitten um Einführung der kommunalen Be Meinung jetzt die Kommandantenstellen für unentbehrlich halte, mit der weiteren Regelung der Angelegenheit beauftragt habe. Steuerung des Weines. Nicht weniger als 78 landwirthschaftliche fand aber damit in der Kommission wenig Gegenliebe. Als nun Der Präsident erwähnt noch, daß er sich vergeblich bemüht habe. Vereine petitioniren um Einberufung einer internationalen der Abg. v. Massow in der Freitagssigung der Kommission durch den Antrag der Regierung auf strafrechtliche Verfolgung des Münzkonferenz zur Lösung der Silberfrage. Verschiedene eine einem anderen Zwecke dienende Anfrage mittheilte, daß der Abg. Liebknecht zu verhindern, und führt weiter aus, Gemeinderäthe der Pfalz bitten, den bestehenden Zoll auf auss Kommandant in Altona im letzten Jahre in Pension gegangen daß gegenüber den Vorkommnissen der letzten Jahre eine ländischen Rohtabak thunlichst unverändert zu erhalten, den Rauch sei, veranlaßte dies den Abg. Dr. Echädler zu der Anfrage, Aenderung der Geschäftsordnung nothwendig fei. tabat im Verhältniß zu seinem Werthe nicht höher als die ob mittlerweile die Stelle Verstärkung wieder besetzt worden sei. der Disziplinargewalt wünscht Zigarren zu belasten und die für die Pflanzer lästig fallenden Seitens der Militärverwaltung feineswegs Präsident die Aenderung der Geschäftsordnung, um die Arbeiten Kontrollvorschriften in Wegfall zu bringen. Auch Herr v. Carstenn freudig, zugegeben. Darauf erklärte der Abg. Richter, daß es des Reichstages mehr als bisher zu fördern. sich hier um eine Verlegung des Etatsrecht des Reichstags 3wvect schlägt er ein Disziplinarmittel vor, welches schärfer als Lichterfelde fehlt nicht mit der alten Bitte um Niedersehung einer parlamentarischen Kommission zur Prüfung seiner Beschwerden handelte; im Widerspruche mit den Beschlüssen des Reichstags der Ordnungsruf und in einer zeitweiligen Ausschließung von fei die Stelle besetzt worden, das sei ein Vorgang, wie er bisher der Theilnahme an den Sizungen bestehen soll. Für die Be- über die ihm angeblich durch die Militärverwaltung zugefügten im Reichstage sich noch nicht zugetragen habe und der Reichs- schlußfassung über geschäftliche Fragen( Anträge auf Schluß der Reichstags- Petitionen. Den Reichstags- Abgeordneten sind tag habe alle Ursache, diesem ersten Versuch, sein Etatsrecht Diskussion, Vertagung, Abkürzung der Fristen u. f.) folgende Betitionen zugegangen: 1. Des Algemeinen deutschen Frage zu stellen, stellen, entschieden entgegenzutreten. Er empfiehlt der Präsident die Herabsetzung erflärte, dementsprechend eine Resolution einzubringen. fäbigleitsziffer und außerdem solle die öffentliche Rüge den un- Handwerkerbundes in München, 2. des Verbandes der Deutschen Der Kriegsminister und der Unterstaatssekretär des Reichs- entschuldigt fehlenden Abgeordneten eingeführt werden. In der Baugewerts- Berufsgenossenschaften zu Berlin, 3. der Handelsschazamts, Aschenborn, erkannten an, daß es sich um eine sich an die Aeußerungen des Präsidenten anschließenden Dis fammer zu Leipzig, ad 1-3, betr. Abänderung bezw. Erweiterung der Etatsüberschreitung handele, die der nachträglichen Genehmigung tuffion nimmt der Abg. Singer das Wort. In eingehender Unfallversicherung, 4. der Eisenbahn- und Bofibeamten der Stadt des Reichstags bedürfe. Der Kriegsminister speziell erklärte, daß Erörterung der vom Präsidenten gemachten Bemerkungen führt Ohligs um Versetzung dieser Stadt aus der IV. in die II. Servistlaffe, 5. der Reichs- Eisenbahnbeamten in Straßburg um Umwandlung der Ton im Reichstage ein viel er bona fide gehandelt und ihm gänzlich fern liege, einen Schlag der Redner aus, daß des nichtpensionsfähigen Gehaltszuschusses in pensionsfähiges gegen das Budgetrecht des Reichstags zu führen, wie der Abg. ruhigerer sei, als in anderen Parlamenten. Im österreichischen, Gehalt, 6. des Ausschusses der deutsch- österreichisch russischRichter behauptet habe. Abg. Bebel stimmte dem Abg. Richter englischen, französischen, italienischen und amerikanischen schweizerischen Spinnerei Vereinigung, betreffend Aufhebung des zu. Der Vorgang sei sehr eigenthümlich. Auffallend sei, daß Parlament gehe es viel lebendiger zu. man die Sachlage erst erst durch eine zufällige Anfrage land bezüglich der Erörterung öffentlicher Angelegenheiten Terminhandels in Kammzug, mit Denkschrift, 7. der Innung erfahre, nachdem man mehr als eine Stunde über den herrschende Nervosität ertrage teine rückhaltlose Kritik, die und der Bau, Maurer- und Zimmermeister zu Berlin", Gtattitel verhandelte, wobei die Herren von der Militärverwaltung aber bei den heutigen Verhältnissen doppelt und dreifach Revision des Strafprozesses und der Gerichtsverfassung betreffend, mehrfach das Wort genommen hatten, ohne auch nur eine Angeboten sei. Wenn sich der Ton im Reichstage verschlechtert. des Vereins deutscher Gerber", betr. Einführung eines Bolles deutung über die Sachlage zu machen. Schließlich wurde die habe, so sei das System Bismarck daran Schuld. Das sei eine auf Quebrachoholz. Verhandlung abgebrochen, nachdem Richter Vorlage der Aften furze Zeit unter Caprivi etwas besser gewesen; jest fäme der Der Abg. Ahlwardt, welcher in diesen Tagen der deutschen über die Verhandlungen zwischen Kriegsministerium und Reichs- schneidige Ton wieder zur Geltung. Wenn man nach Schuß in Reformpartei beigetreten war, soll Sonnabend vor Beginn der schazamt verlangt hatte. dieser Beziehung verlange, so müffe vor allem dafür gesorgt In der heutigen Sigung fam der Kriegsminister auf werden, daß die auf der rechten Seite des Reichs Reichstagssigung nach überaus stürmischen Szenen aus der Partei den Fall zurück. Er beschwerte sich zunächst, daß die Berichte tags gegen Aeußerungen und Handlungen sozialdemokratischer ausgeschloffen worden sein. ( Depeschen fiehe erfte Beilage.) der Presse gänzlich schwiegen über die Erklärung, die er in der Abgeordneten so beliebten und angewendeten Rufe wie Pfui" Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. Die in Deutsch" " 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 12. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 14. Sigung vom 14. Januar 1895. 1 Uhr. Am Bundesrathstische v. Hohenlohe, v. Bötticher, Graf v. Posadowsky, v. Marschall, v. Berlepsch. Das Haus erledigt zunächst einige Rechnungssachen und zwar den Bericht der Reichsschulden- Kommission durch Kenntniß nahme, den Gesezentwurf betreffend die Kontrolle des Reichshaushalts in erster und zweiter Lesung. Die Uebersichten der Reichsausgaben und Einnahmen für 1892/93 und 1893/94 werden zusammen verhandelt. In der ersten Lesung macht Dienstag, den 15. Januar 1895. 12. Jahrg. Abg. Rickert beantragt die Besprechung der Interpellation; der Antrag wird nur von den Freisinnigen und Sozialdemokraten unterstüßt; die Unterstützung reicht aber, da die Bänke des Hauses schwach besetzt sind, nicht aus. Es erheben sich nur etwa 35 statt der erforderlichen 50 Mitglieder. Eine Bes sprechung findet nicht statt. " = Staatssekretär v. Marschall: Ich bin dem Vorredner| Gründen, nicht weil wir uns in die inneren Angelegendankbar, daß er meinem Wunsche, die Frage des Schutzes der heiten ferner Länder einmischen wollen, sondern weil es Deutschen im Auslande hier zur Sprache zu bringen, so bereitwillig unsere Pflicht ist, von Zeit zu Zeit die deutsche Flagge zu zeigen gefolgt ist. Wenn er aber dem Grafen von Caprivi hier vor ver- als eine Mahnung für die fremden Länder, als ein Schuß für sammeltem Reichstage den Vorwurf gemacht hat, seine auswärtige unsere Landsleute und zugleich das Symbol zum treuen Festhalten Politit sei nichts weiter als ein fortwährendes Verneigen an dem Deutschen Reich.( Beifall.) vor dem Auslande gewesen, so hat er dafür keinen Beweis gebracht. Niemand erkennt mehr als ich die unsterblichen Verdienste des Fürsten Bismarck an und seine Bedeutung für das Ausland. Darum braucht aber niemand ungerecht zu werden gegen seinen Nachfolger( Zustimmung links), der in schwerer Zeit Die Geschäfte des Reiches überommen und, das müssen alle seine Gegner anerkennen sich seiner Aufgabe mit voller Aufopferung Es folgt die Interpellation des Abg. v. Heyl( natl.) und Abg. Richter( dfr. Vp.) darauf aufmerksam, daß die aus hingegeben hat( Beifall links). Darin hat der Vorredner recht: Genossen: Die unterzeichneten Mitglieder des Reichstages gedehntesten Etatsberathungen nichts nüßen, wenn Es ist mehr als je Zeit, daß wir dahin fireben, unser Nationalgefühl richten an die verbündeten Regierungen die Anfrage, welche Maßnachher doch große Etatsüberschreitungen und außeretatsmäßige zu stärken. Kein Vorwurf tann für die auswärtige Politit empfind- nahmen auf grund der am 24. November 1891 von dem Herrn Ausgaben entstehen. Es sind namentlich außeretatsmäßige licher sein als daß sie sich mit dem Nationalgefühl in Widerspruch ge- Staatssekretär v. Bötticher abgegebenen Erklärungen über reichsAusgaben für die Kolonialpolitik in erheblichem Betrage setzt habe. Der Vorredner hat auf die Instruktionen an unsere Vertreter gesetzliche Einrichtungen von Handwerker- oder Gewerbekammern entstanden. Da sollte man nicht warten bis zur Vorlegung in Süd- und Mittelamerifa bezug genommen. In diesen findet in Aussicht genommen sind." dieser Uebersichten, sondern sollte sofort nach dem Bekanntwerden sich aber von dem Geist, der vielfach in der Polemik zum Aus- Als Präsident v. Levezzow die Anfrage an die verbündeten der außeretatsmäßigen Ausgaben den Reichstag um nachträgliche Druckt gekommen ist, daß wir jene Staaten von oben herunter Regierungen richtet, ob und wann die Interpellation beantBewilligung ersuchen. Namentlich in Ostafrika sind große Mehr als nicht ebenbürtig betrachten und behandeln sollen, teine Spur. wortet werden soll, ist niemand zur Beantwortung dieser Frage ausgaben entstanden durch neue Expeditionen, durch Verstärkung Kein Moment wäre unglüdlicher gewählt als der gegenwärtige, bereit, da sowohl Herr v. Bötticher als Herr v. Berlepsch der Schuhtruppen u. s. w. Die ganze Rolonialpolitik bildet sich dort nach dem Grundsay zu verfahren: Ich bin groß und Du nicht zur Stelle anwesend find. Endlich wird der Reichsimmer mehr lediglich dazu aus, den schneidigen Offizieren die bist klein. Mit dem Vorredner erachte ich es für eine der fanzler von der Sache informirt und erklärt, daß Herr von Gelegenheit zu Expeditionen zu geben. Ob die bekämpften wichtigsten Pflichten unserer Vertreter im Auslande, stets be- Bötticher die Interpellation beantworten und sogleich erscheinen Volksstämme sich auch wirklich der deutschen Herrschaft unter- dacht zu sein auf einen wirksamen Schutz der Deutschen, ihrer werde. Nach wenigen Minuten treten Herr v. Bötticher und werfen, ist dabei Nebenfache. Gewöhnlich bleibt es beim alten, Person, ihres Eigenthums und ihrer Interessen. Der Deutsche Herr v. Berlepsch in den Saal. wenn die Expedition das Land verlassen hat. Der Karawanen- im Auslande hat Anspruch, behandelt zu werden nach Maß- Abg. v. Heyl: Nachdem der Staatssekretär bei der früheren handel bleibt vernichtet und die Zolleinnahmen vermindern sich. gabe der vertragsmäßigen Abmachungen, und wo die nicht Interpellation des Zentrums neue Organisationen für das Hand. Ich will keine Kolonialdebatte anregen, sondern nur darauf bestehen, nach Maßgabe des Völkerrechts. Aber man werk für berechtigt erklärt, sich aber gegen die Einführung des aufmerksam machen, daß es besser ist, wenn zeitiger die Ge- müßte im einzelnen prüfen: Was ist das für ein Mann, was ist Befähigungsnachweises ausgesprochen hat, wollen wir die Frage nehmigung des Reichstags zu solchen Mehrausgaben nach seine Thätigkeit, wodurch ist das Schutzbedürfniß veranlaßt? nochmals von neuem anregen. In Preußen ist für den Handelsgesucht wird. Nicht jedes Jnteresse eines auswärtigen Deutschen ist darum stand durch die Handelskammern gesorgt und für die Landwirth. Die Vorlagen werden der Rechnungskommission überwiesen, auch ein deutsches Interesse, er fann auch Interessen verfolgen, schaft erst kürzlich durch die Landwirthschaftskammern; aber für. ebenso die Uebersichten der Ausgaben und Einnahmen für die die unseren Interessen geradezu feindlich sind, und wir können das Handwerk ist nichts geschehen. Die Gewerbe- Ordnung von Schußgebiete für 1892/93 und 1893/94, die allgemeine Rechnung den Deutschen im Auslande nicht das gewähren, was wir ihm 1869 hat nicht dazu geführt, den Kampf der Handwerker gegen für 1884/85 bis 1890/91, sowie die Rechnung der Kasse der vielleicht im Julande versagen; er darf nicht die Verantworlichkeit die Großindustrie zu erleichtern. Die lettere hat die Oberhand Ober Rechnungskammer für 1891/92 und 1892/93. Die Dent für die Folgen seiner Handlungen von sich ablehnen und der Ge- behalten, das hat die Gewerbezählung ergeben, die aber auch schrift über die Ausführung der Anleihegesetze wird durch sammtheit aufbürden. Das Deutsche Reich kann doch unmöglich den Beweis geliefert hat, daß einzelne Gewerbebetriebe immer Renntnißnahme für erledigt erflärt. für alles eintreten, was auch immer der Deutsche im Auslande thut. noch überwiegend Kleinbetriebe sind. Es muß eine Organisation Darauf folgt die Interpellation der Abgg. Hasse( natl.) Es sind ganz verschiedene Elemente, welche ins Ausland gehen, des Handwerks geschaffen werden, damit dasselbe sich organisiren und Genossen: Was gedenkt der Reichskanzler zu thun an- um sich eine neue Heimath zu suchen; auch gute und brave Leute kann, um durch Vereinigung das zu ersetzen, worin ihm die gesichts der vielfachen Klagen über den mangelnden Schuh sind darunter, aber auch solche, die sich im Auslande sehr bald Großindustrie überlegen ist, namentlich in bezug auf die Be der Deutschen im Auslande, insbesondere in Zentral- Amerita?" assimiliren, die deutsche Nationalität abstreifen und sich in aller- schaffung von Kleinmotoren. Der Präsident von Bödicker hat Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts v. Marschall lei Dinge mischen, die uns garnichts angehen, und die dann, einmal ausgeführt: Besser ist es, durch Zwang zu organisiren und erklärt sich zur sofortigen Beantwortung der Interpellation wenn ihnen etwas schief geht, sich plößlich des cives romanus innerhalb der Organisation die größte Freiheit zu lassen, als bereit. sum( ich bin ein römischer Bürger) erinnern und darüber der freien Organisation auf Schritt und Tritt Fesseln anzulegen.. Abg. Hasse: Die Behandlung der Deutschen im Auslande skandaliren, daß nicht einmal ein deutsches Kriegsschiff da ist,| Den obligatorischen Handwerkerkammern wird auch die Aufgabe ist von jeher ein Spiegelbild des Ansehens des Deutschen Reiches. um sie zu schützen. Diese sind dann am meisten geneigt, Ansprüche zufallen, die Gewerbe Aufsicht auszuüben, namentlich auch über Vor 1866 und 1870 sah man, daß das Deutsche Reich ohnmächtig an die deutschen Vertretungen zu machen, zu reklamiren und zu die Hausindustrie, welche das Handwerk schwerer schädigt, als und zerrissen war. Selbst die, welche ethische Werthe nicht räsonniren, während die Elemente am bescheidensten sind, die am die Großindustrie. Die Handwerkerkammern werden auch das tennen, sondern nur solche Werthe, welche sich in Kapital aus- ersten Anspruch auf Schuh hätten, nämlich die wirklichen Pioniere, die Submiisionswesen zu regeln haben. Redner verweist darauf, drücken lassen, müssen zugeben, daß die Existenz des neuen Deutschen friedlich arbeiten und ihre Intereffen mit denen der Heimath verbinden. daß in seiner Heimath, in Worms, eine Neuregelung dieser Reiches, verkörpert durch die machtvolle Person des Fürsten Bismarck, Dem Ideal können wir nicht nachstreben, alle Deutschen, die sich Frage erfolgt sei, wonach an den Arbeiten der Gemeinde der ein Kapital war, von dem die Deutschen im Auslande zehrten. im Auslande aufhalten, besonders zu schüßen. Diejenigen, welche Reihe nach alle Handwerker betheiligt werden. In der MilitärUnzählige deutsche Unternehmungen im Auslande waren nur sich in die politischen Parteitämpfe im Auslande einmischen, verwaltung bestehen bestehen hierüber ebenfalls gute Grundfäße. dadurch möglich, daß man darauf vertraute, durch die deutsche haben keinen rechtlichen Anspruch auf Schuß, es sei denn, daß Meine politischen Freunde sind nicht der Meinung, daß derartige Regierung geschützt zu sein. Fürst Bismarck griff zwar selten der deutsche Vertreter aus menschlichen Rücksichten für sie eintritt. Organisationen plößlich geschaffen werden können; aber sie sind ein in die Verhältnisse des Auslandes, aber wenn es geschah, Die Thätigkeit hängt lediglich von der Persönlichkeit des der Meinung, daß der Handwerkerstand sich in so mißlicher Lage geschah es mit voller Wucht und Macht. Das Prestige des Vertreters ab, von dem Vertrauen, das er bei seiner Regierung befindet, daß irgend etwas geschehen muß. Nicht erst heute sind Fürsten Bismarck ersetzte, was den Vertretern des Deutschen gefunden hat, und davon, in welchem Maße er verstanden hat, die Nationalliberalen auf diesen Gedanken gekommen, denn der Reiches im Auslande an persönlichem Ansehen fehlte. Seit 1890, bei der fremden Regierung die Ueberzeugung zu begründen, daß jezige Finanzminister Miquel hat schon 1869 ähnliche Gefeit dem Rücktritt des Fürsten Bismarck ist das Ansehen des hinter ihm und seiner Thätigkeit die Macht und der Wille des danken ausgesprochen. Parteipolitische Absichten spielen Deutschen Reiches gesunken. Ich warnte bei dem Handelsvertrag Deutschen Reiches steht. Diese Thätigkeit läßt sich allerdings von dabei teine Rolle. Ich hoffe, daß der Staatssekretär mit Kolumbia davor, die kleinen mittelamerikanischen Republiken hier aus nicht reglementiren; er fann ein tüchtiger Beamter von Bötticher eine entgegenkommende Erklärung abgeben ebenso zu behandeln wie andere große Staaten. Die Politik des sein und doch für diese Thätigkeit nicht fähig fein. Die Verant- wird; denn die Organisation des Handwerts gegenüber der Reichskanzlers Grafen Caprivi läßt sich bezeichnen als eine wortung für die Auswahl der Personen trifft also die Zentral Großindustrie ist dringlich nothwendig. Ich bin persönlich der Berneigung nach allen Seiten, Rußland und England gegen- stelle, welche für Mißgriffe hierin allein verantwortlich ist. Meinung, daß die Vorschläge des preußischen Handelsministers über, um nur mit allen Staaten im Frieden zu leben. An- Die Küste von Westamerika ist von jeher der Echauplatz von sich als durchführbar erweisen werden. geblich soll den deutschen Konsuln im Auslande Anweisung politischen Kämpfen gewesen. Ich möchte in keiner Weise die Staatssekretär v. Bötticher: Ich freue mich, daß mir gegeben sein, sie sollten sich um die Deutschen im Auslande nicht Ehrenhaftigkeit dieser Männer anzweifeln, am allerwenigsten bei Gelegenheit gegeben ist, Mittheilung über dasjenige zu viel fümmern, fie seien nur dazu da, die Interessen der ein- Prowe, der von allen Seiten als ein durchaus ehrenwerther machen, was seitens der Regierung seit der letzten Vera heimischen Deutschen zu vertreten. Der Reichstanzler Graf Mann geschildert wird; ich hätte nur gewünscht, daß er sich in handlung eingeleitet worden ist. Ich freue mich auch, daß der, Caprivi ist für seine Beamten immer sehr energisch eingetreten, feinem Streben, die Welt zu verbessern, etwas größere Schranken Vorredner in dem Endziel durchaus sich mit den Anschauungen aber niemals für die, welche durch die Beamten geschädigt gesetzt hätte. In dem Falle Matthis hatte dieser Proklamationen der preußischen Regierung auf einem Boden befindet. worden sind. Unsere Deutschen im Auslande sind Pioniere gegen den Präsidenten Ezeta und kompromittirende Briefe an Bereits 1891 habe ich erklärt, daß es unerläßlich sei, dem Handunseres Handels, unserer Judustrie und unserer Kultur; niemand politische Persönlichkeiten in Salvador geschickt. Wenn ein werk eine Organisation zu geben. Ich erkenne gern an, daß bestreitet, daß die deutsche Industrie ein Interesse daran hat, Deutscher von einem Land in ein anderes geht, und Anspruch inzwischen die Dinge für den Handwerkerstand sich so entwickelt Absatzgebiete im Auslande zu gewinnen. Deshalb sollte man auf deutschen Schuß macht, so muß er doch vorher nachsehen, haben, daß die Forderung als eine immer bringendere und sie nicht im Stiche lassen. Die Schädigung der Deutschen ob in seinen Taschen keine feindseligen Protlamationen sind. In berechtigtere erscheint.( Sehr wahr! rechts und im Zentrum.) durch die Bankrotterklärung Portugals, Griechenlands dem Falle Ruhnke hatte Prowe den ersteren bestimmt, er solle die Es muß der Gemeingeist und die Widerstandsfähigkeit und Argentiniens will ich nicht erwähnen; solche Staaten Bedingung machen, daß die spanischen Instrukteure entlassen des Handwerks gehoben werden, um den Konkurrenz müßten eigentlich unter Vormundschaft gestellt werden. Es resp. nicht mehr eingestellt werden sollten, und ein Jahr später fampf zu bestehen und das Lehrlingswesen auf einen handelt sich dabei nicht blos um die Intereffen des Großtapitals, hat Ruhnke sein Entlassungsgesuch eingereicht, worüber der Prä- besseren Fuß zu stellen. Dieses Ziel verfolgen die verbündeten sondern leider auch um den Mittelstand. Redner verweist darauf, fident Ezeta sehr erregt war. Was geht Herrn Prowe die Frage Regierungen im Verein mit allen Elementen, welche daß ein Deutscher von einem Franzosen eine Ohrfeige bekommen an, ob San Salvador spanische Instrukteure bat. Prowe ist ein Herz für das Handwerk haben. Wenn es zu greifbaren Er hätte, auf seine Klage habe er nicht Recht bekommen, sondern sei auch nicht ins Gefängniß geworfen worden, sondern nur von gebnissen noch nicht gekommen ist, so liegt das an der Ent. des Landes verwiesen worden. In Ungarn hat ein Deutscher den Polizisten in seiner eigenen Wohnung bewacht worden, und wickelung dieser Frage während der letzten Jahre. Die Vors eine Fahne aufgezogen, sie wurde aber vom Gendarmen herunter die Verhaftung war gerechtigt; denn in Salvador kann jede schläge des Ministers von Berlepsch gingen davon aus, daß auf geholt und als Lappen bezeichnet. Für die schwäbischen Bauern Behörde, wenn sie vermuthet, daß ein Verbrechen begangen der Grundlage von Fachgenossenschaften sich die Handwerkerkammern in Palästina, deren Besitzverhältnisse bedroht waren, ist der König werden soll, den Verdächtigen vorläufig in Haft nehmen. Man sagte, nach der Art der Handelskammern aufbauen sollten. Die Kritik von Württemberg eingetreten. Das ist erfreulich, aber ganz wie wohl die englische Regierung vorgegangen wäre, wenn einem ist teine günstige gewesen, troydem es nicht an Stimmen forrekt ist es wohl nicht, daß sich der Fürst eines Einzelstaates ihrer Unterthanen derartiges paffirt wäre; ein Engländer hätte fehlte, welche sich beifällig ausgesprochen haben. Die Vertreter in die Reichsangelegenheiten mischt. Aehnliche Benachtheili- sich vermuthlich um die spanischen Instrukteure gar nicht gefümmert. der bereits vorhandenen Gewerbekammern haben sich in Eisenach gungen der Deutschen sind vorgekommen in Brasilien, in Bei der Revolution waren auf beiden Seiten eine ganze Anzahl wenigstens nicht ablehnend über die Vorschläge geäußert. Aber Peru bezüglich des Majors von Pauli. In Zentralamerita Deutscher in Kriegsdiensten, so daß unser Gesandter in der nicht die Vertreter des torporirten Handwerks haben sich ablehnend. vertritt Herr Peyer das Deutsche Reich, der früher leichten Situation sich befand, Deutsche gegen Deutsche schützen ausgesprochen und haben sich für obligatorische Innungen, über in Südamerika beschäftigt war; aus allen Gebieten aber liegen zu müssen. Diejenigen, die jest so laut flagen, sollten doch vor- Befähigungsnachweis je länger desto lauter erklärt.( Buftimmung schlechte Zeugnisse über ihn vor. Redner verweist auf die über her bedenken, daß sie durch ihre Haltungsweise sich in die aller- im Bentrum.) Ginseitig tonnte die Regierung nicht auf die. den Herrn veröffentlichten Briefe von Häcker u. s. w. Es handelt größte Gefahr bringen konnten. Wenn die deutsche Flagge Vorschläge des forporirten Handwerks eingehen, sie mußte sich um vier oder fünf Beschwerdefälle: Juhl, Ruhnke, heruntergerissen wurde, so muß man doch fragen, wie kommt Herr eine Korrektur der anderweitigen Vorschläge versuchen, um Mathis, Prowe und das Verhalten beim Abschluß der Handels- Müller, der in dem Aufstand doch General der Rebellen war, die Bedenken des korporirten Handwerks forporirten Handwerks zu beseitigen. verträge. Herr Ruhnke wurde als ein Landsknecht behandelt, der dazu, die deutsche Fahne zu hissen! Das ist doch ein Mißbrauch Da die Beschlüsse der verschiedenen Handwerkerversammlungen bald bei dieser, bald bei jener Partei sei. Die Sache verhält sich der deutschen Flagge. Ich nehme keinen Anfiand, zu erklären, daß erst im Sommer vorigen Jahres gefaßt sind, so ist es begreiflich, aber nach dem Briefe des Herrn Ernst Häcker, der Augenzeuge ich das Verhalten des Gesandten Peyer mißbillige. Er hat in daß jetzt noch keine Beschlüsse vorliegen tönnen. Die Einder Vorgänge war, ganz anders. Der Plantagenbesitzer Juhl der Führung seiner Geschäfte eine gewisse Passivität an den Tag stimmigkeit, die angeblich herrschen soll in den Kreisen der wurde geschädigt durch Plünderung seiner Besizung, wobei gelegt. Er hätte mit aller Entschiedenheit die Deutschen Handwerker ist doch keine so große. Wenn nur ein die deutsche Fahne beschimpft wurde. Die Meist zur Ruhe mahnen und sie Frieden halten heißen müssen, dann sehntel der Handwerker den Innungen an= begünstigung, die dem Deutschen Reiche zustand, ist nicht hätten sie auch einen Anspruch auf Schuß und Hilfe gehabt. gehört, so tann die Stimme der letteren beachtet worden; erst nach zwei Jahren ist Remedur geschaffen Wir werden nach wie vor unseren deutschen Landsleuten im Aus- nicht ausschlaggebend sein. In den Kreisen der infolge des kläglichen Verhaltens des Gesandten Peyer. Die lande den Schuß angedeihen lassen, den sie verdienen. Wir außerhalb der Innungen stehenden Handwerker Deutschen können sich auf den deutschen Schutz gar nicht mehr sehen zu unserer Freude das Bestreben, deutsches Kapital denkt man anders, das fann man namentlich aus dem verlassen, sie können ihn nur noch bei den amerikanischen Be: unseren Kolonien zufließen zu Lassen, um fie zu be- Süden und Westen hören, von wo man uns gebeten hat, das hörden finden, und das ist der Grund, weshalb so viele ihre fruchten und zu entwickeln; wir sehen muthige Männer Handwerk mit obligatorischen Innungen zu verschonen. Deshalb Staatsangehörigkeit aufgeben. Dadurch gehen dem Deutschen hinübergehen, um dort in aufopfernder Weise zu wirken. Aber wird man es der Regierung nicht verdenfen können, wenn sie Reiche sehr viele Beziehungen verloren; darüber giebt auch der unsere Kreuzerflotte folgt dieser Bewegung Anstand nimmt, ohne weiteres einen Schritt zu thun, der einen Brief eines ehemaligen deutschen Ofiziers an die„ National nicht in dem Maße, wie es wünschenswerth Bruch bedeutet mit dem, was seit 200 Jahren in Preußen Zeitung" Auskunft. Wenn ein deutscher Beamter in dieser wäre. Stilstand ist hier Rückschritt, und ich erkläre es offen: rechtens ist.( Eehr richtig! links.) Nur von 1849 bis 1869 Weise das Ansehen des Deutschen Reiches schädigt, dann sollte er wir können unsere Verpflichtungen im Auslande nicht erfüllen wurde diese Politik erlassen. Schon auf dem Reichstage zu Regensnicht versetzt, sondern vollständig außer Dienst gestellt werden. und die Verantwortlichkeit, die uns obliegt, nicht übernehmen, burg stellte der große Kurfürst den Antrag, den Zunftzwang aufzuWenn der Reichskanzler 1891 nicht vom Reichstage dazu gedrängt wenn in dieser Beziehung nicht Abhilfe geschafft wird. Nur der heben. Es wurde nicht gebilligt, aber Preußen hat immer die Ausworden wäre, so hätte er feine Kriegsschiffe nach Chile geschickt. hingebenden und aufopfernden Thätigkeit unserer Kreuzerflotte ist wüchse des Bunstwesens zu mildern gesucht. Sie können es Erfreulich ist es aber, daß er aus eigener Initiative Schiffe es zu danken, daß die Deutschen zur Zeit der südamerikanischen demnach dem preußischen Staatsministerium nicht verdenken, nach der Delagoabucht gesandt hat. Redner schließt mit dem Bürgerkriege jedem Angriff auf ihre Rechte einen entschiedenen wenn es zu dem Beschlusse gekommen ist, entsprechend den VorAusdrucke der Hoffnung, daß es gelingen werde, den Schutz der Widerstand entgegensetzen konnten und ihr Ansehen in jenen schlägen des preußischen Handelsministers, eine Untersuchung über Deutschen im Auslande besser als bisher zu gestalten.( Lebhafter Ländern befestigen fonnten. Wir bedürfen einer Ber- die Verbreitung des Handwerks eintreten zu lassen. Denn gewisse GeBeifall rechts und bei den Nationalliberalen.) mebrung unserer Flotte nicht aus chauvinistischen Iwerbe, die früher in der Gewerbe- Ordnung aufgeführt waren, sind ver schwunden und daran haben sich herausgebildet namentlich Spezialis| Ausgesperrten, welche berechtigt sein sollten, an der Wahl theil wöchentlich schlachten läßt, jeder dieser Großschlächter hat einen täten der früheren in weiterem Umfange betriebenen Handwerke. zu nehmen, unvollkommen sei. Wie wir in Nr. 11 unseres Kapitalumjah von 700 000 bis 1000 000 Mark jährlich. Die Wir haben keine Nachricht über die Vertheilung Blattes berichtet haben, sind es nach Ansicht der Brauerei Zahl der hiesigen„ Schlächter", deren Gewerbe nur im Einkaufen der Lehrlinge und ähnliche Dinge. Es wird nöthig sein, Arbeiter- Kommission 426 ausgesperrte Arbeiter, die auf grund des Fleisches von den Großschlächtern und im Verkaufen an die wenn nicht für das ganze Reich, so doch Stich proben der Abmachungen zwischen der Boykottkommission und der Ver- Konsumenten besteht, wird auf 7100 veranschlagt. Feststellung darüber vorzunehmen. Mir selbst ist tretung der Ringbrauer wahlberechtigt sind, während davon So wird ein„ ehrsames Handwerk" nach dem andern vom der Aufschub, der mit einer solchen Untersuchung verbunden ist, seitens der Brauereibefizer nur 204 als wahlberechtigt an- Großtapital feines ursprünglichen Charakters vollständig beraubt sehr unerwünscht. Ich wünsche auch, sehr bald etwas Greif- erkannt wurden, denen nach uns gewordenen Mit- und entweder zu grunde gerichtet oder dem Großunternehmerthum bares vor mir zu sehen. Deshalb habe ich mir überlegt, wie wir theilungen schließlich noch 60 hinzufamen. Die Brauerei in allen Stücken dienstbar gemacht. Und gegen diesen naturbald und zwar vor Abschluß der Enquete einen praktischen Vorschlag vertreter behaupten ihrerseits, daß die übrigen 162 nothwendigen Entwickelungsgang sollen Innungen und als allermachen können: es ist das die Schaffung von Handwerker nicht zu den Ausgesperrten vom Mai gehörten. Juwie- neuestes Mittel, wohl gar noch Gesetze gegen den„ unlauteren tammern. Ich bin der Meinung, daß Handwerkerkammern weit dies richtig oder unrichtig ist, können wir nicht ent- Wettbewerb", nügen! möglich find, auch ohne daß man den in Aussicht genommenen scheiden; es muß das etwa anzustellenden Untersuchungen vorUnterb au der Fachgenoffenschaften herstellt. Ein Vorgang dafür behalten bleiben. Gewählt wurden als Vertreter der Brauer: Die Anmeldungen schulpflichtiger Kinder, die in die ger Kinder, die ist das Gesetz über die Landwirthschaftskammern, für welche auch Gustav Mill mit 601 Stimmen als Mitglied des hiesigen Gemeindeschulen zum 1. April aufgenommen werden fein Unterbau vorhanden ist; man hat die Wahl der Mitglieder Kuratoriums, Wilhelm Lindner mit 590 Stimmen als follen, haben bis zum 1. März zu erfolgen. Von der Beibringung in die Hand der Kreistage gelegt. Dies würde sich für die Hund- 1. Stellvertreter desselben, Robert Brandt mit 600 Stimmen einer Geburtsurkunde wird im allgemeinen Abstand genommen. werferkammern nicht empfehlen. Aber man kann die Handwerker als fein 2. Stellvertreter; Julius Stocker mit 601 Stimmen Entstehen jedoch bei den Schulkommiſſionen Zweifel über die wählen lassen, ohne daß man die Frage, ob 3wangsgenossen- als Mitglied, Wilhem Kowalowsky mit 596 Stimmen Richtigkeit der Angaben des Geburtstages eines Kindes, so wird schaft oder freiwillige Genossenschaft vorher entscheidet. Die als dessen 1. Stellvertreter und Alfred Jung mit 599 Stimmen die Geburtsurkunde gefordert. Hant werkerkammern werden dann die besten legitimirten Organe als sein 2. Stellvertreter. Als Vertreter der Hilfsarbeiter Das Proletariat chrt seine Todten. Am Sonntag des Handwerks sein, welche mit ihrem Gutachten für die übrigen wurden gewählt: Herrmann Helke( Mitglied) Nachmittag wurde die Ehefrau unseres Genossen Karl Keßner Dinge eintreten können, ebenso wie die Landwirthschaftskammern mit 1214 Stimmen, Karl Vogel( 1. Stellvertreter) mit in Schöneberg beerdigt. Es bedurfte wahrlich keines besseren mit ihrer Sachfenntniß helfen sollen bei den Dingen, welche zur 1208 Stimmen, Albert Voigt( 2. Stellvertreter) mit Beweises von der Blödsinnigkeit des Vorwurfes unserer Gegner Beseitigung der Nothlage der Landwirthschaft in Aussicht ge- 1215 Stimmen; Wilhelm Kielemann( Mitglied) mit über die Zerstörung der Heiligkeit der Ehe, als dieses Ehrennommen sind. Man sagt vielleicht, die Handwerkerkammern 1205 Stimmen, Adolf veinrich( 1. Stellvertreter) mit geleit der Arbeiter Schönebergs und Berlins. Wohl an 800 würden keine Gewähr bieten, daß die Innungen mit ihren An- 1212 Stimmen und May Scherwayfy)( 2. Stellvertreter) mit bis 1000 Personen, Männer und Frauen, folgten der Bahre, die vom schauungen vertreten werden. Man könnte ihnen eine Prinzipal- 1208 St. Die Wahlhandlung dauerte vom Vormittag bis 8 Uhr abends. Trauerhause Grunewaldstr. 110 bis zum Neuen Schöneberger Kirchbetheiligung einräumen. Aber die Handwerker außerhalb der Nach dem Anerkenntnißdes Herrn Bureauvorstehers Milisch war das hof, Marstraße, von 28 Arbeitern abwechselnd getragen wurde. Innungen sind bisher noch gar nicht zum Wert ge- Benehmen der Wähler dem Akte entsprechend würdig und ernst. 3ahllose Kränze zeugten von der Ehre, die der Todten dar tommen, und sie müssen doch gehört werden bei Dingen, Bezeichnend für den Staat der Sozialreform ist es, daß gebracht wurde. Besonders erwähnenswerth waren die Kränze die ihnen auch auf den Leib zugeschnitten werden sollen. während der Wahlzeit die Polizei vor dem Lokal in gehöriger des Deutschen Metallarbeiter Verbandes, Filiale Schöneberg", In den Reihen der Wolksvertreter haben die Anschauungen ge- Menge vertreten war. Zu welchem Zweck? Des gewerblichen Hilfsarbeiter- Vereins Schönebergs und Umnug geschwankt. Ich erinnere Sie an die Rede der Herren v. Kleistgegend", des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast Rezow, v. Stumm, v. Hertling 2c. Der lettgenannte hat noch In den Nixdorfer Gemeindeschulen werden zur Zeit und Schankwirthe Berlins und Umgegend". An der Gruft türzlich im bayerischen Bleichsrath fich gegen die Zwangsinnung amtliche Erhebungen über die gewerbliche Ausbeutung der wurde die Beiche mit einem stimmungsvollen Liede, ausgeführt ausgesprochen. Wir sind keine prinzipiellen Gegner der Schulkinder veranstaltet, nachdem bereits vor einiger Zeit von den Gesangvereinen Frohe Hoffnung"," Frühlingsluft" Zwangsorganisation, sondern nur Gegner derjenigen die private Statistik eines Lehrers Material von grauenhafter und„ Rothe Nelke" empfangen. Zum Schluß noch eins:„ Ge Organsation, welche von den Vertretern des Bülle zu tage gefördert hat. Selbst bürgerliche Blätter führen waren, verehrter Herr Küster, also die Rothen beisammen und forporirten Handwerks unter 3wangsinnung jetzt die unseren Lesern altbekannte Thatsache als erschreckend" unter sich. Der Kirchhof hat wohl nie eine solche Menge verstanden wurde. Dessen dürften Sie versichert sein, daß an, daß Kinder der 6. Klassen, also Schüler bezw. Schülerinnen Menschen und in solch musterhafter Ordnung gesehen. Sollten jedes mögliche Mittel ergriffen werden wird, um dem Handwerk von 6-7 Jahren, bereits frühmorgens 1/24 Uhr dem gerade für Sie nicht anwesend gewesen sein, so lassen Sie es sich, bitte, geden goldenen Boden wieder zu verschaffen, den es zum Schaden dieses Alter so nöthigen Echlummer entrissen werden, um als fälligit von den sehr stark vertretenen Aufsichtsbeamten erdes Reiches leider verloren hat.( Zustimmung.) Semmelträger durch den mehr als färglichen Verdienst von sieben zählen!" Der Antrag des Abg. Hige auf Besprechung wird fast vom Pfennigen pro Tag die in den Familien herrschende Noth lindern ganzen Hause unterstützt, zugleich aber die Bertagung der Sigung zu helfen. beschlossen. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 2 Uhr. ( Besprechung der Interpellation wegen der Handwerkerkammern.) Tokales. " " " " 900 Miether soll das Schwarze Buch" der Grundbesizers Vereine enthalten. Ob die staatserhaltenden" Blätter auch bei diesem Boytott nach Strafgesetparagraphen schreien werden? station VII. in der Dorfstraße 44 für den Südwesten Berlins Neue Unfallstation. Am Mittwoch wurde die Unfallfälle und plögliche Erkrankungen eröffnet. Sie untersteht der mit ununterbrochenem ärztlichen Tag und Nachtdienst für UnDie Bourgeoispresse spottet mit Wiedergabe dieser Berichte ihrer selbst und weiß nicht wie. Denn die Leute, zu deren Nutzen Echeußlichkeit geopfert werden, sind bei Licht befehen gerade die schließlich die Kinder des Proletariats mit solcher raffinirten staatserhaltenden Glemente", feiste Innungsbrüder, die den bösen Umsturz am liebsten nach dem Stumm'schen oder dem friegsministeriellen Rezept vernichtet sehen möchten. Keines von den Blättern, die so durchdringend zu schreien wissen, Leitung des Dr. Heilmann und ist mit der Sanitätswache 19 ( der sogenannten Sanitätsrath Rüfter'schen), welche sich bislang dem Arbeiterschutz" nun endlich einmal am Planufer befand, verbunden worden. mit " Die Wahlen der Arbeitervertreter zum Kuratorium des Arbeitsnachweises der Ringbrauereien fanden am Sonntag im Lokal von Boly, früher Feuerstein, statt. Als Wahl- auf geraume Zeit pausirt werde, würden wagen, einer ErIeiter funktionirte mit behördlicher Genehmigung Bureauvor weiterung der Gewerbe- Ordnung, die doch zur Abstellung dieser steher Milis ch vom Gewerbegericht. Die Brauer wählten Uebel nothwendig ist, das Wort zu reden. gesondert von den Hilfsarbeitern. Herr Milisch verkündete Und die kapitalistischen Blätter wissen auch, daß vor der wiederholt ausdrücklich, daß die gelben Legitimationstarten( die Hand kaum etwas gegen die Kinderausbeutung gethan wird, zur Stimmnabgabe benutzt werden konnten, aber nicht be- denn sonst würden sie sich hüten, ohne Noth das Rix' orfer nutzt werden brauchten) nicht aus seinen Händen Material der Deffentlichkeit preiszugeben. tämen und bald nach der Wahl vernichtet würden. Den Ausschluß von 67 Aerzten aus dem Verein der freigewählten Kaffenärzte hat der Vorstand auf grund des§ 3 Absatz 2 der Sagungen verfügt. Es handelt sich offenbar um die Herren, welche unter Umgebung des Vereins sich mit der Allgemeinen Ortstrantentasse gewerblicher Arbeiter und Arbeite rinnen( Meyer'sche Kasse) in Verbindung gesetzt haben. Thatsächlich wurden die gelben Karten nur in verhältnißmäßig Vom Großbetrieb ist neuerdings namentlich der Berliner 978 Unteroffiziere und Soldaten der hiesigen Garnison geringer Anzahl als Stimmzettel verwandt, meistens benutzte man Fleischhandel und die Schlächterei in Beschlag ge- find zur Weihnachts- und Neujahrszeit im Post bienst verweiße Zettel, auf denen die Namen der betreffenden Kandidaten nommen worden. Wie der amtliche Bericht der Schlachthof- wendet worden. Ließen sich für diese wirklich keine Arbeitslosen gedruckt waren. Anscheinend betheiligten sich verwaltung hervorhebt, machte sich die Arbeitstheilung zwischen aus dem Bivilstand" finden? Ueber den Verkehr zur Festzeit sehr wenige Ausgesperrte an der Wahl. Schlächterei und Fleischhandel immer mehr bemerkbar. Wir wurden im übrigen folgende Angaben gemacht: In Berlin Gegen dieselbe lief ein schriftlicher Protest ein, haben auf dem städtischen Schlachthof Rinderschlächter, welche wurden in der Weihnachtswoche 1894 an Packeten 878 546 Stüd den Eiermann, Trögel und Körsten, letzterer wöchentlich 70 bis 80 Stück und darüber, Schweineschlächter, aufgegeben gegen 812 913 Stück im Jahre 1893, mithin im als Mitglied des Ausschusses der Gewerkschaftskommission, unter welche 200 bis 250 Stück, Kälberschlächter, welche 70 bis 80 Stück, Jahre 1894 mehr 65 633 Stück. Die Zahl der während dieser zeichnet hatten. Der Protest stützte sich darauf, daß die Liste der und einen Hammelschlächter, welcher 500 und mehr Hammel Beit in Berlin angekommenen Packete betrug 527 322 gegen ,, Noblesse oblige!" Eine Volkslieder: Studie von M. W. ( Schluß aus Nr. 1.) Wenn Deshalb nur eilends mit ihm hin. Und laßt ihm nur den Kopf abschlagen! Wollt so ein Bauernknecht es wagen, Mit Raub im Spessart sich zu nähren, Was doch nur stehet zu mit Ehren Dem frommen Adel allermaßen.... Wir soll'n den Reuterdienst nur lieben Und bei ihm bleiben wie bislang, Ihn achten als edlen Reuterschwank. der Kamm. von Aehnliche Lieder liefen um über die berüchtigten Raubritter Schüttenfam( Uhland, Nr. 136), Hammen von Reiſtett( ebenta, Nr. 137), Fritsche( Nr. 138), Lindenschmid( Nr. 139), Cunz Schott ( Nr. 140), Schenkenbach( Nr. 141), Albrecht von Rosenburg ( Nr. 144) u. a., die meist Adelige oder doch Schühlinge von wahlverwandten Edelingen waren, wie ausdrücklich bei mehreren die Kaiser Rudolf und Maximilian bürgerlichen Buschtleppern in den Liedern vermerkt wird. Habsburg auch egliche dieser würdigen Bertreter des Unter den eigenen Standesgenossen fanden die Adeligen deutschen Adels aufhängen ließen, so schwoll diesen scharfe Tabler, so in dem Lehrer des canonischen Rechtes in doch immer schnell wieder Faßt doch ein Basel( 1480) Peter von Andlau, der da schrieb:„ Wenn jemand Reichsgesetz von 1431 alle unzufriedenen, zuchtlosen Störenfriede aus einem elenden Land- oder Bergfig, beffer gesagt aus einer und Umflürzler zusammen wie folgt:" Städte, Bauern und arme Wolfshöhle hervorkommt und nur einigermaßen durch Herkunft noch elendere Vertretung als das, was heute Vertretung des Leute!" Freilich boten die deutschen Reichstage dazumal eine feiner Vorfahren oder Eltern auf Adel Anspruch machen kann, so braucht er feine Tugend, keine Weisheit, feine Gelehrsamkeit deutschen Voltes genannt zu werden pflegt. Wenn die Ritter nit zu besigen, darf sogar ein Räuber- und Lasterleben führen, und Herren solche Sprache auf den Tagfagungen der Reichs. er gilt doch für einen echten Edelmann und wird von anderen stände hörten, it's nicht zu verwundern, daß fie e gen geehrt." Mit einem Blick nach den noch höheren Sproffen der Bauern und Stadtbürger, diese ummauerten Bauern", iyrem fozialen Standesleiter fügt Peter von Andlau dann noch die Uebermuth die Zügel schießen ließen. Wie der große Hund Worte hinzu: Gott gibt uns Fürsten nach unseren Sitten". bellt, so bellen eben die kleinen nach! Und ber Mann hat recht; unter den deutschen Fürsten Gegen Bauern und Bürger war es den Rittern ja so leicht, jener rauben Beit" war manch einer, der an Rauben, Morden, eine kriegerische Ausreise" zu unternehmen; fie beriefen sich eben Huren, Saufen, Balgen, furz in Uebung aller sieben auf ihr Fehderecht, das allerdings unter bestimmten Bedingungen Todsünden und noch einiger mehr, den schlimmsten ritter- und Wahrung gewiffer Formen sogar in den Landfrieden" ge lichen Schnapphähnen nicht das geringste nachgab; stattet war, über die sich der leicht hinwegsehte, der dessen Gewalt dente nur famosen Albrecht hatte. So konnte gegen Ende des 15. Jahrhunderts ein römischer Markgrafen von Brandenburg, und seine Spießgesellen, die auf Kardinal fagen: Germania tota unum latrocinium est et ille der Plaffenburg hausten und dem der biedere Hans Sachs etliche inter nobiles gloriosior, qui rapacior, b. b.: Ganz Deutschfeiner literarischen Denkmäler gesetzt hat. Wie Luther land ist ein einziges großes Räubernest sagt, daß bei den sauberen Geschäften der Wucherer und Asyl für Verbrecher", würde die Kreuz- Zeitung" heut sagen Fürkäufer die Fürsten Kopf und Theil daran" hatten, und unter den Edelleuten der am ruhmwürdigsten, der am so hielten sie, wenn es ihre Hauspolitik und Staatsraison ihnen meisten raubt. ersprießlich erscheinen ließ, es auch mit den Raubrittern, und machten mit ihnen jeweilig halbpart. " 1 Den an man Alcibiades, Oft genug hielten Epheu und Eiche, Fürsten und Adel, der gestalt zusammen, daß die Fürsten als echte Stieflandesväter dem Treiben der adligen Mordbrenner ruhig zusaben. So heißt es in dem Volkslied von der Gefangennahme und Justifizirung des Strolchs Hammen von Reistett durch die Ulmer: Sie bunden ihm händ', sie bunden ihm Füß' Und warfen ihn auf ein hohes Roß, Und eilten mit ihm sehre, Sie forchten viel Landes herren. In dem nämlichen Lied findet sich auch eine Fürstin, das Fräwlein von Desterreich", die für Hammen ein gutes Wort beim Rath von Ulm einlegt: Das Fräwlein die red' für die Herren bracht, Das Fräwlein ward von inen veracht, Rein guad' mocht sie erwerben: Junkherr Hammen muß sterben. Die Situation erinnert wieder an den Spruch des Hans Sachs: Bom frommen Adel". Darin wird erzählt, wie zu Frankfurt a. M. über einen jungen Buschtlepper Halsgericht gehalten ward, den Fremde vom Adel losbitten, aber als sie ers fahren, er sei nur bürgerlich, ausrufen: Wie? Hat beraubet dieser Junge Die Kaufleut' schon in dem Spessart*) Und ist doch nicht edler Art( Abstammung). Das wußten wir noch nicht vorhin, *) Eigentlich Spechteshart, d. i. Spechtwald. " " " " Natürlich waren für febdeluftige Raufbolde die Gründe so wohlfeil wie Brombeeren. Ein Herr von Braunheim schickte 3. B. der Stadt Frankfurt einen Fehdebrief, weil eine Frankfurterin seinem Better auf einem Balle einen Tanz versagt hatte, und ihm die Stadt dafür nicht Genugthuung geben wollte! Die alte Geschichte! Natürlich hat allemal das unterhalb des Stromlaufs trinkende Lamm dem Wolf das Wasser getrübt! Von der Arbeitsleistung der Edelsten und Besten hatte das Volk jener Zeit feine sonderlich hohe Meinung, wie das schöne Sprichwort beweist, das da lautet: Kleider aus und Kleider an, Essen, trinken, schlafen gahn, Das ist die Arbeit, so die deutschen Herren han. Auch im Kriegsdienst ließen ihre Bemühungen lebhaft zu wünschen übrig; den Herren des deutschen Ordens wird in einer Quelle vorgeworfen, sie schössen statt der Feinde lieber gebratene Kapaunen, Rebhühner, Gänse und Enten. Der tirolische Edelmann Hans Bintler, der des Jtalieners Thomaso Leoni Buch: Fiori di Virtu d. i. Blumen der Tugend übersetzt und frei nachgedichtet hat, weiß mancherlei gegen den deutschen Adel seiner Beit zu schelten. Beim Aderlassen, meint sei, wie das der gemeinen Bauern; edel Blut soll man an edlen er, fönne man sehen, daß das Blut der Edelleute nicht anders Mit Fahnen und sogar Werken erkennen( Vers 622 ff.)." Waffenprunt laffe man gestorbene Edelleute begraben, deren unrein Aas beffer bei gemeinen Leuten läge".( 23. 9720 ff.) Ferner lesen wir bei Viniler: Dieselben sind So gar an Adel sauer Und gelten doch nur drei ein' Bauer. Man sieht sie wohl die Armen scheeren... Pfui hin, pfui her der großen Schand, Das macht den Adel an Ehren wund, Man sollt sie haben als die Hund... Man sollt fie.... schreiben Zu den bösen, falschen Wichten, Dieselben Pißedelleut! Wenn man soll Ghre bejagen Gegen den Feind mit der Hand, Oder beschirmen soll die Land, So will der böse Mann unrein Sein eine Maus und bleiben heim; Aber wenn man steuern soll, So will er sein ein Vogel wohl. Mit dem Kriegsdienste ward ja die Steuerfreiheit begründet, deren fich der Adel erfreute; tommt es aber zum Klappen, meint Bintler, so machen sie es wie die Fledermaus in der Fabel, die fich bald zu den Mäusen, bald zu den Vögeln zählt, je nachdem es ihr vortheilhafter erscheint. Auch manche Geistliche sind nichts weniger als gut zu sprechen auf den Adel. Namentlich war den mittleren und fleinen Klerifern verdrießlich, daß jüngere Söhne und sonstige Und nehmen ist vortheilhafter denn geben, was auch die Verwandte von Adeligen und Fürften den Vorzug hatten bei Edelſten und Besten unserer Zeit einzusehen scheinen, wenn sie Besetzung einträglicher Pfründen und hoher Aemter, deren auch gern das Evangelium im breiten Maul führen, in welchem etliche fürstliche Würden mit sich brachten. Die kommunistische zu lesen steht: geben ist seliger denn nehmen. Aber: Urgemeinde, die ursprünglich sozusagen demokratische Kirche des angehenden Mittelalters gingen ja vor den Augen dieser niederen Kleriker in die Brüche. Aus dieser Stimmung heraus schrieb Thomas Murner in seiner Narrenbeschwörung: Aber seyt der Tüfel( Teufel) hat Den Adel( ge) bracht in( den) Kirchenstaat, Seit man fein( en) Bischof mehr will han( haben), Er sy( sei) denn ganz ein Edelmann, Der Tüfel hat viel Schuh zerrissen, Eh' taß er folch's hat durchgebissen, Daß der Fürsten Kinder all, Die Inful) tragen soll'n mit Schall. *) Die Inful oder Mitra. Die älteste bischöfliche Kopfbedeckung war ein Tuch mit einem Stirnreifen; beide Stücke erfette man durch eine Kappe mit Stirnband, dessen beide Enden Noblesse oblige! in den Nacken fielen. Als die Kappe höher wurde, drückte mau sie von oben her ein, überband sie auch von der Stirn nach hinten und schnitt sie dann in solcher Form von vornherein zu; schließlich bestand sie aus zwei dreieckig gespitzten Platten, welche sich durch Zwischenfutter und Stirnband zusammenschlossen. Stirn und Nackenschild oder die Hörner", wie man sie nannte, wuchsen im Laufe des 15. Jahrhunderts giebelartig zu der noch heute beliebten Höhe empor." Hottenroth, Trachten, Haus, Feld- und Kriegsgeräthschaften der Völker alter und neuer Zeit. Band 2, S. 185 des Textes. Abbildungen fiebe Tafel 102, Nr. 10, 21, 22, und Tafel 108, Nr. 29, 31-88, 40. " 510 193 im Vorjahre, also 17 159 mehr. Während der Weih- zur Verbüßung der über sie verhängten Strafen eingeliefert Vorderraum eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens, nachtszeit waren beschäftigt an Beamten, Unterbeamten und worden. Einem in Magdeburg tursirenden Gerüchte nach gerieth dabei unter die Räder eines gerade vorüberkommenden Hilfsmannschaften 12 307, darunter die 978 Unteroffiziere und soll der Haupträdelsführer" der unglücklichen Leute mit zehn Omnibus und wurde am Kopfe bedeutend verlegt. In der Mannschaften der Garnison, an Pierden täglich 1668. Der Neu- Jahren, die übrigen Verurtheilten mit vier und zwei Jahren, Blumenstraße fiel ein Kaufmann ohnmächtig nieder und verletzte jahrsverkehr umfaßte in diesem Jahr 3 122 431 in Berlin auf acht, sechs, vier und zwei Monaten Festungshaft verurtheilt sein. sich erheblich an der Stirn. Abends stürzte in der Blüchergelieferte und bestellte Stadtbriefe gegen 2571 093 im Vorjahr, mithin 551 338 mehr. burg ist wegen seiner mit der Auffassung der Kirchenbehörde Kirchlicher Umsturz. Der Prediger D. Lisco in Rummelsnicht übereinstimmenden Ueberzeugung über die Agende, wie die Bossische Zeitung" meldet, auf seinen Antrag vom Amte suspendirt und in Dis ziplinaruntersuchung gezogen worden. Zur Festfehung eines Tarifs für die städtischen Volks. Badeanstalten hatte der Magistrat eine Subkommission eingesetzt. Dieselbe hat vorgeschlagen, daß außer den jetzt bestehenden Einzelpreisen auch Stammkarten auszugeben seien, und zwar für Wannenbäder erster Klasse sechs Stammkarten zu 3 M., für Wannenbäder zweiter Klaffe sechs Stammtarten zu 1,50 M. und Etammfarten für fünf Brausebäder erster Klasse zu 1 M. Die Bezeichnung Bolts Badeanstalten" soll auch ferner beibehalten werden. Das Magistratskollegium hat diesen Vorschlägen zugestimmt. Das Berliner Aquarium bietet namentlich in seinen Seewasser- Bassins manche Neuigkeiten. In dem Behältniß der Rocheneier stelzen höchst merkwürdige, an den bekannten WeberInecht oder Kanker unserer Häuser erinnernde Thiere umber, die aber nicht zu den Spinnen, sondern zu den Krebsen gehören und mit Recht den Namen„ Gespenstrabben" führen, da ihr winziger dreieckiger Körper auf außerordentlich langen und meist mit Algen besetzten Beinen ruht. Riesige Verwandte von ihnen, sogenannte nordische Meerspinnen, wurden in dem Bassin der Muränen untergebracht, während in dem benachbarten Becken der Granaten ein aus der Adria stammender junger Hummer feine Unterkunft fand, der allerdings gegenüber seinen mit angelangten gewaltigen Ahnen wie ein nichtssagender Zwerg erscheint. Die Verlängerung der Gormann Straße über die Linien- Straße hinweg bis zur Lothringer- Straße wird im nächsten Etatsjahre ausgeführt werden, nachdem das hierzu erforderliche Grundstück Linien- Straße 60/61 und Lothringer- Straße 66 in den Besitz der Stadt übergegangen ist. Was die Glocke geschlagen hat, erfährt man in Berlin bekanntlich am sichersten an den sechs städtischen Normaluhren. Aber ganz sicherer Berlaß ist auch auf diese Zeitmesser nicht. Wie der Direktor der Sternwarte, Herr Förster, im GemeindeBlatt" bekannt giebt, ist die Uhr am Hacke'schen Markt am 16. Januar v. J. bis zu 16 Sekunden nachgeblieben und ferner viermal im Laufe des Jahres gänzlich zum Steben gekommen, während die Uhr am Kammergericht am 14. Januar bis zu 24 Sefunden nachgeblieben und am 15. Januar bis zu 8 Sekunden vorgeeilt ist. Vollkommen störungsfrei und genau haben in diesem Jahre vier der Uhren, nämlich diejenige am Morißplay, am Spittelmarkt, am Potsdamer Thor und am Oranienburger Thor funktionirt. Im Pferdebahuwagen ist am Sonnabend gegen 4 Uhr Straße ein Arbeiter in der Trunkenheit hin und fiel mit dem nachmittags der in der Auguststraße wohnende Klempner Moses Ropfe gegen eine vorüberfahrende Droschke. Er erlitt dabei eine Nachbar im Wagen geführten Gesprächs sprang M. plöglich mit wurde ein Mann mit einer bedeutenden, anscheinend von einem plötzlich am Herzschlag verstorben. Während eines mit seinem schwere Berlegung am Kopfe und mußte nach der Unfallstation gebracht werden. Auf dem Flur des Hauses Grüner Weg 27 den Worten:„ Mir wird recht unwohl", von seinem Size auf Falle herrührenden Verlegung am Kopfe aufgefunden und nach und eilte schleunigst nach dem Perron hinaus. Der Schaffner Der Charitee gebracht.- Am 12. und 13. d3. Mts. fanden ließ sofort den Wagen halten; bevor jedoch das Gefährt zum 17 Brände statt. Stehen gebracht werden konnte, stürzte der Schwerkranke vom Perron auf das Straßenpflaster der Elsasserstraße herab und war sofort todt. Die Leiche wurde auf polizeiliche Anordnung nach dem Schauhause gebracht. Theater. " Der Dichterabend des Schiller- Theaters", der am Ju seinem Beruf ist am Sonnabend Nachmittag der Dienst: Sonntag im Bürgersaal des Rathhauses abgehalten mann Engelmann aus der Dalldorferstraße gestorben. Er war wurde, zeigte wieder ein ausverkauftes Haus. Vorgetragen beauftragt worden, einen volgeladenen Handwagen zu trans- wurden diesmal ausschließlich Dichtungen von Heinrich portiren. Als er mit dem Gefährt die Waisenbrücke erreicht eine, theils von Schauspielern des Schiller Theaters" hatte, fiel er plöglich auf die Straße nieder. Man suchte den gesprochen, theils auch nach den Kompositionen Robert Berunglückten in ein Krankenhaus zu schaffen, doch starb er bereits Schumann's und Franz Schubert's gesungen. Das Publiauf dem Wege dahin. Wahrscheinlich hat eine Herzlähmung, die fum, meistens jüngere Leute, amusirte sich köstlich und er sich durch Ueberanstrengung zugezogen haben mag, feinem spendete jedem Vortrag begeisterten Beifall; so wollen Leben ein Ende gemacht. wir denn nicht mit herber Kritik die freundlichen Erinne rungsbilder der Zuhörer zerstören, troß der Unzulänglichkeit der deklamatorischen Leistungen einiger Herren und besonders der Damen. Die wunderschönen Lieder, Du bist wie eine Blume", Das Fischermädchen"," Am Meer" u. f. w. wurden von den Herren Dr. Oskar Schneider und Andreas George mit prachtvoller Stimme gesungen, und diese Gesangsvorträge ernteten nicht endenwollenden Beifall. Recht gut deklamirte Herr Willy Felix, der z. B. das bekannte Heine'sche Weberlied mit vollem Kunstverständniß vortrug. Jedenfalls war dieser Dichterabend" fein verlorener Abend; denn er bot mehr des Lieblichen, Poetischen und auch des Erhabenen, Packenden und Großen, als so gar manche sensationelle Komödie der neuesten Zeit. Arbeiterrifiko. Am Montag Mittag ist ein Arbeiter durch einen Absturz vom Heuboden des Pferdebahn- Depots in der Kl. Frankfurterstraße schwer verlegt worden. Der Verunglückte wurde in einer Droschke nach dem Krankenhause am Friedrichs hain befördert. Nahrungssorgen haben wiederum einen Arbeiter in den Tod getrieben. Der schon längere Zeit arbeitslose Töpfer Kroleff hat sich am Sonntag Mittag 12 Uhr aus dem Fenster seiner in der Pappel- Allee 21a, 4 Treppen hoch belegenen Hofwohnung gestürzt. Der nach vollbrachter That herbeigerufene Arzt konnte nur den Tod des Unglücklichen feststellen. Stroleff, der in seiner Nachbarschaft als ordentlicher und fleißiger Mensch bekannt war, hinterläßt seine Frau mit drei Kindern in den dürftigsten Verhältnissen. " Gerichts- Beitung: Prozeß Joniaux. Aus Antwerpen wird telegraphirt: Der Gerichtshof, welcher die Untersuchung der 3 Leichen geleitet bat, erklärte, betreffs der Leichen von Leonie Ablay und van de Kerkhoven feine formelle Entscheidung abgeben zu können, Gift sei in denselben nicht gefunden worden, doch sei bei beiden der Tod nicht auf die angegebene Ursache zurückzuführen. Hingegen erkläre er ohne Vorbehalt, daß Alfred Ablay an Vergiftung ge storben ist.( Lang andauernde Bewegung.) eber die dunkle Ofiersgeschichte aus dem Grunewald merden noch folgende inzelheiten bekannt: Der vermiste Offizier hat sich als Ingenieur Hoffmann aus Harburg in das Fremdenbuch des Hotel Royal eingetragen und am 31. v. Mte. Die Erklärung abgegeben, daß er abreisen werde. Beim Besteigen einer Droschke hat er mehrere" eine Handgepäckstücke bei sich ge habt. Wohin er gefahren ist, meiß man nicht bestimmt, nimmt aber aus der Ausfindung der Gepäckstücke in Halensee an, daß der Grunewald das Reiseziel gewesen ist. Nun ist später nach dem Lieutenant Hoffmann in dem Gasthofe Nachfrage ge halten worden. Wie weiter mitgetheilt wird, soll Lieutenant Hoffmann eine bedeutende Summe es wird der sehr große Betrag von 400 000. angegeben bei sich gehabt haben. Aber auch hierüber ist Sicheres noch nicht zu ermitteln gewesen. Den Vertrauenspersonen der Partei, welche die Poste Ferner ist noch die Frage offen, wo die Gepäckstücke, die Lieutenant Corvin's Pfaffenspiegel, 5. Auflage, ist auch bei dem Hoffmann außer einem Kleinen Stoffer- dies kann der in quittungen für das 1. Quartal des„ Vorwärts" eingesandt haben, Spediteur Stolzenberg, Wiesenstr. 17, in der Anzahl von 6 Exem- lich bandelt es sich um den Werbleib der Persönlichkeit selbst. nächsten Zeit erfolgen wird. Salensee gefundene sein- mitgeführt hat, geblieben sind. End. diene zur Notiznahme, daß die Rücksendung der Beträge in der plaren konfiszirt worden. Die polizeilichen Nachforschungen in der dunklen Angelegenheit werden unter der peinlichsten Geheimhaltung aller Anhaltepunkte geführt. Zuletzt ist der Mann am 31. Dezember im Café Reck(!) gesehen worden. Von der Buchdruckerei Gebr. Grunert, Junterstr. 15, erhalten wir zu der am Sonnabend gebrachten Erklärung folgende Mittheilung: Bezugnehmend des Nachsatzes zu der in der Nummer 11 Ihres geschätzten Blattes gütigst aufgenommenen Erklärung unferes Personals erlauben uns zur gefälligen Richtig stellung desselben ganz ergebenst zu bemerken, daß die Unterschrift eines Reverses, wie in dem betreffenden Artikel angedeutet, von uns gleich allen anderen dem Bunde Berliner Buchdruckereibefizer" angehörenden Mitgliedern seinerzeit nur während der Dauer des Streits verlangt, jedoch nach Beendigung desselben also seit beinahe zwei Jahren nicht mehr gefordert worden ist. Mit der Bitte, davon gefällige Notiz nehmen zu wollen, nezeich Hochachtungsvoll Gebrüder Grunert. Das Wort haben jeßt die organisirten Buchdrucker. Was ein Finanzminister vermag. Herr Miquel hat sich bei der Direktion der Großen Berliner Pferdebahn beschwert, daß das Pferdebahugebimmel ihn in seiner Ruhe store. Infolge dessen ist dem gesammten Personal der Gesellschaft die Ordre zugegangen, sich, wenn die Wagen am Ministerpalais des Herrn Miquel vorüberfahren, absolut ruhig zu verhalten und Schritt zu fahren. Als seinerzeit die Universität gegen die Störungen Einspruch erhob, welche die Pferdebahn mit sich bringen würte, ging man über den Protest zur Tagesordnung über. Allerdings ist im Militärstaat Preußen die ungestörte Ausheckung neuer Steuerpläne auch wichtiger, als die Wissenschaft. Eine Haussuchung fand wiederum am Freitag Abend in der Buchhandlung von Maihofer Nachf. statt. Diesmal wurden zwei Exemplare der Corvin'schen Geißler fonfiszirt. Parteinachrichten. * Von der Agitation. Am 13. d. Mts. referirte Genosse Tuyauer im Etablissement Concordia in Breslau vor einer von ca. 1000 Personen besuchten Volksversammlung über ,, Die gegenwärtige politische Situation und die Nothlage der arbeitenden Bevölkerung". Redner entledigt sich seiner Aufgabe, wiederholt von Beifall unterbrochen zu voller Zufriedenheit der Anwesenden. Eine Resolution im Sinne des Referats fand ein stimmige Annahme. * Ein Todtschlag ist in Weißenfee verübt[ worden: Der Schlächter Ernst Hoffmann hat die Mutter seiner Braut, die Die Wahlagitation in Württemberg ist in vollem 63 Jahre alte Frau Bartel, die an der Königschauffee 82 wohnte, Gange. Die meisten der sozialdemokratischen Kandidaten befinden durch Messerstiche in den Kopf so schwer verletzt, daß sie den sich gegenwärtig auf Agitationsreifen. Genosse Dietrich= Wunden erlegen ist. Der Thäter ist ergriffen worden. Hoffmann Stuttgart sprach dieser Tage in Sontheim und Giengen, hatte sich mit seiner zukünftigen Schwiegermutter, einer Handels- wo auch bei den Landarbeitern ein guter Erfolg zu bemerken frau, veruneinigt und hat die That am 9. d. M. verübt, als er war. Im Wahlkreise Heilbronn wurde die Wahlagitation sich mit ihr allein in der Wohnung befand. Tages darauf trat mit der Verbreitung von 6000 Flugblättern eingeleitet. der Tod ein; doch wurde der Vorfall erst später Die polizeilichen Ermittelungen, die behördlich bekannt. Ans Liegnitz geht uns ein Situationsbericht des Bertrauens infolge Ablebens der einzigen Begin, der erstochenen Frau manns zu, dem wir folgendes entnehmen: Es wurden an noch nicht zum Abschluß gebracht werden können. Die Leiche ist wurden 589,50 M., somit Bestand für dieses Jahr 9,10 M. Bartel, mit großen Schwierigkeiten verbunden sind haben Parteibeiträgen u. s. w. eingenommen 598,60 M. Ausgegeben zwecks gerichtsärztlicher Deffnung beschlagnahmt worden. Hoff Das Parteileben war an sich ein reges zu nennen, die Agitation mann unterhielt mit der Tochter der Handelsfrau Bartelt ein eine intensive. Es wurden 18 Boltsversammlungen mit aus. Liebesverhältniß, das die Mutter nicht billigte und daher von wärtigen, darunter zwei Frauen, und eine mit hiesigen der Tochter gelöst werden sollte. Mutter und Tochter kamen Referenten abgehalten, welche durchschnittlich gut besucht waren. überein, Hoffmann den Zutritt zur Wohnung zu versagen. Als Parteiversammlungen, zu den nur Parteigenossen geladen sind", er nun am 9. d. M. erschien, kam es zwischen ihm und der fanden 4 statt. An politischen Organisationen besteht der BoltsMutter zu heftigen Auseinandersetzungen. Als die Frau auf verein, welcher vierzehntägig seine Sigung abhält. Hoffmann schimpfte, packte er sie an die Gurgel und schüttelte sie. Bei den Stadtverordneten- Wahlen im November hat die Der Hauswirth trennte die streitenden Personen. Kaum hatte Partei einen nummerischen Rückgang zu verzeichnen, welcher der Wirth die Bartelt'schen Räume verlassen, als er einen Schrei jedoch nur auf der Streichung von ca. 600 tommunalen Wählern hörte, zurücklief und die alte Frau aus einer Kopfwunde blutend aus der 3. Klasse in den Wählerlisten beruht; wobei diejenigen, am Erdboden liegend fand. Sie erzählte, Hoffmann habe sie mit welche vor 2 Jahren für unsere Kandidaten gestimmt hatten, einer Feuerzange niedergeschlagen, erholte sich dann scheinbar, besonders mit bedacht worden sind! Polizeistrafen wurden über die Genossen Bothe und Matschke je 10 m. verhängt; über ersteren, weil er als Einberufer einer Volksversammlung ohne fein Witterungsübersicht vom 14. Jannar 1895. Wissen eine Person im Saale geduldet hat, die keinen Entree zahlte! Letterer, weil er die Person ohne Entree, um Streit zu verhüten", in den Saal ließ. Die Verrohung der Jugend. Viel Blut geflossen ist am Montag Mittag in dem Hause Zimmerstraße 27, wo nach Ausweis eines unten am Hause angebrachten Verbindungsschildes eine studentische Vereinigung im vierten Stock Kneipgelage und Prügeleien abhält. Eiwa um 1 Uhr nachmittags sah man starb aber anscheinend an der Wunde. mehrere der jungen Burschen mit ihren blauen Müßen nach Arzt, Heilgehilfen und Verbandzeug rennen, und etwa eine Stunde später verließ ein Prügelheld mit verbundenem Kopf das Haus. Er hatte bei einer„ Mensur" einen Hieb an der rechten Seite des Kopfes erhalten und einen so starten Blutverlust gehabt, daß man Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windstärke ANANNONA( Stala 1-12) Wetter bedeckt Schnee bedeckt Temperatur ( nach Celfus Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein ist seiner Ges meingefährlich leit halber gerichtlich geschlossen worden! Die fünf Vorstandsmitglieder desselben wurden je zu 24 M. Geldstrafe eventl. 8 Tage Haft und Tragung der Roften, für alle fünf 180 M." verurtheilt, weil sie in einer Vereinss 4 versammlung aus der Zeitschrift„ Die Gleichheit" einen Artikel, " Her mit dem Wahlrecht der Frauen!", vorlesen wollten! | BNANAW 50 6.40 9.) anfangs schlimme Befürchtungen hegte. Wie fich später ergab, Stationen. hat die Verlegung einer Vene den schweren Bluterguß zur Folge gehabt. Gewiß werden auch diese Burschen, falls sie etwa später berufen sind, den Staat zu stüßen, tapfer über die Verrohung der modernen Volksschichten" losdonnern, wenn einmal Swinemünde ein armselig verlumpter Louis ihnen in die Quere fommt. 752 980 749 530 751 660 750 ND 752 Still 754 NO 768 Still bedeckt 728 G wolkig 7 741 GED 7 bedeckt 5 • 742 4 bedeckt る ||||||| bedeckt Nebel bedeckt -12 Samburg. Berlin Großes Aufsehen erregte im benachbarten Rigdorf die Wiesbaden. Berbaftung des in weiteren Kreisen bekannten Gastwirths und München. Pferdehändlers Buwert; derselbe steht unter dem dringenden Wien Verdachte, Wechsel- und Urkundenfälschung begangen zu haben. Haparanda Ein Schwindler wird von der hiesigen Kriminalpolizei Petersburg gesucht. In hiesigen Gasthöfen, wo hauptsächlich Reichstags- Cort. Abgeordnete verfehren, er sein Unwesen dadurch, Aberdin. daß er quittirte Rechnungen hiesiger Geschäfte, namentlich von Paris Buchhandlungen, vorlegt mit der Erklärung, daß der Abgeordnete den Wunsch ausgesprochen habe, der Björtner des Gasthofes möge den Betrag der Rechnung verauslagen. In vielen Fällen hat der Gauner mit den gefälschten Schriftstücken Erfolge auf- moltiges Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen südzuweisen. treibt అ అ Wetter- Prognose für Dienstag, 15. Januar 1895. Ein wenig wäimeres, zeitweise heiteres, vorherrschend lichen Winden. Berliner Wetterbureau. Unregelmäßigkeiten in der Kassenverwaltung des KönigPolizeibericht. Am 12. d. M. verunglückten infolge der lichen Leibhauses( 3. Abtheilung, Linienstraße) haben, wie der 2.-A." meldet, zur vorläufigen Suspension des Rendanten K. Glätte vormittags ein Mädchen in der Hohenzollernstraße und geführt. Dem Vernehmen nach beträgt das Defizit, dessen genaue abends eine Frau in der Mariannenstraße. Ersteres erlitt eine Ermittelung der fofort eingeleiteten Untersuchung vorbehalten Wunde am Hinterkopf, legtere einen Bruch des linken Fußbleibt, etwa 8000 Mart. Die Unregelmäßigkeiten batiren Jahre inöchels. Mittags versuchte ein Mann, in der Wohnung seiner zurück. Rendant R., der den Charakter eines Rechnungsrathes Schwiegermutter sich zu vergiften. Er wurde auf ärztliche Anträgt, Wittwer und über 70 Jahre alt ist, hat die 3. Abtheilung Gegen Abend lief am ordnung ins Krankenhaus gebracht. felbständig geleitet. Echulden seines verstorbenen Sohnes, Jür Rosenthaler Thor ein scheugewordenes Droschkenpferd derartig die er eingetreten ist, sollen den K. dazu gedrängt haben, sich an mit der Droschte gegen einen Pferdebahnwagen, daß der HinterZwei darauf befindliche Per dem ihm anvertrauten Gelde zu vergreifen, nachdem er in Wucher- raum desselben abgerissen wurde. sonen wurden zwar auf die Straße geschleudert, anscheinend hände gerathen war. jedoch nicht besonders verletzt. Am 13. d. M. mittags stürzte sich ein Mann, nachdem er kurz vorher sich zu erhängen versucht hatte, aus dem Fenster seiner in der Pappelalle im 4. Stock belegenen Wohnung auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den Tod.- In der Potsdamerstraße fiel nachmittags ein Mann vom Von den verurtheilten Oberfeuerwerker- Schülern sind elf, wie aus Magdeburg gemeldet wird, am Sonnabend Vormittag unter Begleitung eines Rommandos vom 26. Infanterieregiment nach Spandau transportirt und in die dortige Festung Bei der Staatsanwaltschaft ist die Agitationskommission ( 8 Genossen Bothe, Köhler und Winkler) für den Bezirk Liegniz ( als Verein) denunzirt worden! Ebenso sind die Gen. Winkler, Münster und Prenzel bei der hiesigen Staatsanwaltschaft angezeigt worden, weil sie die Frechheit besaßen, in der Stadt Lüben Broschüren, Knechtschaft und Freiheit" von Oswald Köhler, zu verbreiten! Die Anschuldigung lautet auf öffentliche Verbreitung, was die Genossen bestreiten. Versammlungen auf dem Lande konnten in diesem Jahre leider feine abgehalten werden, weil überall die Ordnungssäulen dafür sorgen, daß die Wirthe ihre Säle verweigern! Als Erfaz dafür sind mit 21 Touren in 94 Dörfern 8270 Exemplare von oben genannter Broschüre gratis unter die Landarbeiter, Kleinbauern und Handwerker vertheilt worden. In dem neuen Jahre scheint die Thätigkeit der Polizei ihren Fortgang zu nehmen! In der Neujahrswoche wurde bei dem Vertrauensmann Selfig gehaussucht, um festzustellen, wieviel von der volksvergiftenden Lektüre,„ Knechtschaft und Freiheit", noch vorhanden fei, und ob er als Vertrauensmann solche verbreiten ließ. Die Parteigenoffen von Ottensen nahmen in einer Versammlung den Bericht des Vertrauensmannes entgegen. Wir entnehmen demselben: Die Einnahme betrug inkl. des vorjährigen Kaffenbestandes von 639,76 M. und mehrerer Darlehen in Höhe von ca. 1800 M. 13 824,38 M., die Ausgabe betrug 13 383,62 M., mithin verblieb ein Kassenbestand von 490,76 M. Die Abrechnung wurde genehmigt, worauf Genosse Heine einstimmig als Vertrauensmann wiedergewählt wurde. Bu seinem Vertreter wurde Genosse Renner gewählt. Zum Flensburger Parteitag wurden die Genossen Heine und Jens als Delegirte gewählt und wurde beschloffen, auf dem Parteitag wiederum den Antrag zu stellen, M In der Provinz Schleswig- Holstein einen Kalender, wie in diesem Mann wegen jener Strafthat verfolge. Ja, so hieß es weiter, Der Rest von 8200 M. wurde verausgabt für Unterſtüßungen Jahre, gratis zu vertheilen. Auch soll dem Parteitag empfohlen wenn es sich um einen Arbeiter handelte, der ein Bourgeoiskind und Zinsen. werden, daß man dahin streben möge, daß den kommunalen An- gemißbraucht hätte, so säße derselbe schon längst hinter Der Gießerstreit bei der Firma Lange in Rottingbrunn gelegenheiten mehr Beachtung geschenkt werde. schwedischen Gardinen. Wie festgestellt ist, hat die dauert fort. Die Etreifenden riefen die Intervention des Staatsanwaltschaft zwar Erhebungen gegen den be Gewerbe Inspektors von Wiener Neustadt an. Es tam sein Die Ergebnisse der Gemeindewahlen in Sachsen. treffenden Meister angestellt, aber Anklage nicht er- Assistent. Lange weigerte sich, das Streitkomitee zu empfangen Unser Dresdener Bruderorgan rechnet heraus, daß bei den heben können, weil die Angaben des geschädigten Mädchens zu und die aufgestellten Forderungen zu bewilligen. Nur die diesjährigen Gemeinderathswahlen in Sachfen in 83 Gemeinden unbestimmt waren. Die Revision des Angeklagten, welche wöchentlichen Auszahlungen will er zugestehen. Auf die mangel160 sozialdemokratische Gemeinderathsmitglieder gewählt worden unflare Feststellungen und widerspruchsvolle Begründung des haften Schuhvorrichtungen konnte der Assistent bei seinem Besuche sind, und weist, da unter den 83 Gemeinden nur fünf Stadt- Urtheils rügte, wurde kürzlich vom Reichsgerichte als unbegründet leider nicht aufmerksam gemacht werden, weil von den Arbeitern gemeinden sind, darauf hin, daß unsere Partei in den städtischen verworfen. niemand in die Werkstätte eingelassen wurde. Infolge der AbGemeindeverwaltungen fast noch garnicht, in den ländlichen( d. h.- Einen Polizisten bedroht und beleidigt lehnung der Forderungen dauert der Streit fort und ist der Zuzug nicht rein ländlichen, sondern häufig mit starker Industriebevölkerung haben sollte die zweite Vorsitzende des Arbeiterinnenvereins zu von Gießern nach Kottingbrunn fernzuhalten. durchsetzten) Gemeinden dagegen schon sehr stark vertreten ist, Hanau. Sie hatte sich deshalb vor dem Schöffengericht zu ver- Ein Gewerkschaftskartell hat sich in Güstrow gebildet; was zum theil auf die Bedingungen für die Ausübung des antworten, wurde aber freigesprochen. Die Beleidigung sollte in alle beffen Thätigkeit betreffende Anfragen sind zu richten an Wahlrechts, in der Hauptsache aber wohl auf die wirthschaftliche der Apostrophe an den Echuhmann liegen:" Ich kenne die m. Müller, Güstrow, Walkmühlstr. 5. Gruppirung der Bevölkung Sachfens zurückzuführen sei. Unser Gefeße ebenso gut wie Sie!" Bruderblatt schreibt weiter: Die Thatsache, daß die Sozialdemokratie in den Gemeindeverwaltungen Sachsens bereits eine Bedeutung erlangt hat, wie wohl in keinem andern der verschiedenen deutschen Baterländer, ist aber der beste Beweis dafür, daß die bekannte sächsische Sozialisten- Bekämpfungsmethode, die in Beschränktheit wohl ihres Gleichen sucht, mindestens nicht den gewünschten, viel eher den gegentheiligen Erfolg hat. Bei der Gewerbegerichtswahl in Offenburg flegte die Liste der vom sozialdemokratischen Verein Vorwärts" aufgestellten Kandidaten. Von 270 abgegebenen Stimmen erhielten unfere Parteigenossen 260. " Militärischer Boykott. Der Besuch des Englischen Garten" in Altona ist den Soldaten der dortigen Garnison verboten worden. Das Verbot ist nach der Meinung des Hamburger„ Echo" auf die großartige und ordnungsmäßig verlaufene Protestversammlung gegen die Umsturzvorlage, die in dem Lokal flattgefunden hat, sodaß letzteres jedenfalls nach Meinung der Militärbehörde vom sozialdemokratischen Geiste infizirt worden ist, zurückzuführen. Die Wiener Arbeiterführerin Frau Popp- Eine Konferenz der Tabakarbeiter in Bremen bes Dworzat wurde in Linz angeklagt, weil sie bei einer am schloß, demnächst ein Flugblatt in der Auflage von 35 000 im Der Vorsitzende 26. August v. J. in Wels stattgehabten Versammlung geäußert Bremer Reichstags- Wahlkreise zu verbreiten. hatte, das Privateigenthum sei der Fluch der ganzen Menschheit der Provinzialkommission berichtete über die Thätigkeit, welche und der Grund des ganzen Elends. Wegen dieser Aeußerung genannte Kommission in jüngster Zeit entfaltete. Aus diesem Bewar die Versammlung vom Regierungskommissar aufgelöst und gegen richt ging hervor, daß schon in verschiedenen Orten auf An Adele Popp- Dworzak die Anzeige erstattet worden. Die Staats- regung der Kommission Protestversammlungen gegen die Einanwaltschaft erhob die Anklage, weil durch eine solche Aeußerung führung einer Tabatfabrikatsteuer, sowie überhaupt gegen jede in der Bevölkerung der Rechtsbegriff vom Eigenthum erschüttert weiterere Belastung des Tabaks stattgefunden haben. In vielen werden könne. Kürzlich fand hierüber beim Kreisgerichte Wels anderen Orten sollen derartige Versammlungen in nächster Zeit die Verhandlung statt, welcher viele Sozialdemokraten beiwohnten. noch stattfinden. Für die streikenden Tabakarbeiter in Luxemburg Die Angeklagte wurde von dem Wiener Advokaten Dr. Karl sowie für die Hafenarbeiter und Korbmacher wurden 50 M. beOrnstein vertheidigt. Das Erkenntnißgericht sprach Frau Adele willigt. Popp- Dworzat frei, da in der inkriminirten Aeußerung der Die organisirten österreichischen Schuhmacher find, Thatbestand der Anflage nicht erblickt werden könne. Gegen wie die Freie Schuhmacher- Zeitung" mittheilt, im Begriff, die dieses freisprechende Urtheil meldete die Staatsanwaltschaft die losen Verbände der Fachvereine aufzugeben und eine Bentral Nichtigkeitsbeschwerde an. Frau Adele Popp- Dworzat berief organisation zu schaffen. Die ersten Schritte dazu sind schon ges noch für denselben Abend in ein Welser Gasthaus eine Bolts than und auch das Statut von der Behörde genehmigt. versammlung ein. Soziale Leberlicht. Der Bierboykott in Magdeburg ist beendet. Eine Volksversammlung in Magdeburg beschloß: 1. Den Boykott gegen Bom Pirnaer Baukkrach. Einer Gläubigerversammlung die Brauereien aufzuheben. 2. Den Boykott gegen sämmtliche Saal- der verkrachten Vereinsbank machte die Konkursverwaltung mit besitzer, die ihre Lotale zu politischen und gewerkschaftlichen theilung, daß das fönigl. Oberlandesgericht zu Dresden die GeBersammlungen der sozialdemokratischen Partei nicht hergeben, nehmigung zu dem nachgesuchten Arrest auf das Vermögen eines in seinem vollen Umfange aufrecht zu erhalten. ehemaligen Aufsichtsrathsmitgliedes in Höhe von 100 000 Mark ertheilt habe. Von einer auffälligen polizeilichen Maßregel ist seit Anfang dieses Jahres der als Sozialdemokrat bekannte und thätige Gastwirth Höge in Cottbus betroffen worden. Die sogenannte Polizeistunde, welche für sein Lokal das Offenhalten für Gäste bis 1 Uhr nachts erlaubte, ist derartig beschränkt worden, daß jest punkt 10 Uhr sämmtliche Gäste das Lokal verlassen müssen. Mit der Kontrolle, daß diese Maßregel auch streng zur Durchführung kommt, scheint ein höherer Polizeibeamter beauftragt worden zu sein, welcher sich allabendlich überzeugt, ob das Lokal rechtzeitig geräumt ist. Ueber die Gründe, die zu dieser Maßregel haben führen können, schreibt die Märkische Volksstimme" and vielleicht in der Eylvesternacht eine arge Schlägerei und Ruheftörung wie in einem hiesigen Café ftatt? War der Wirth bestrebt oder diente das Lokal dazu, der Völlerei oder Kuppelei Boschub zu leisten? Oder fanden hier etwa geheime Zusammenkünfte der Anarchisten statt, um sich in der Anfertigung von Bomben auszubilden? Nichts von alledem, lieber Leser. Vor längerer Zeit soll an einige junge Leute Schnaps verkauft worden sein. Ties das ganze Verbrechen. derartige Maßnahmen wird man unter den Arbeitern das Gefühl nicht unterdrücken, daß die beliebte Phrase von der Gleichheit vor dem Gesetz eben nichts als eine Phrase ist. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Durch - Die Staatsanwaltschaft in Gotha hat die Gröffnung des Etrajverfahrens gegen den Genossen Deuner wegen öffentlicher Beleidigung der Stadtverordneten abgelehnt. Die empfindlichen Stadtväher Gotha's haben weniger Glück als die Leipziger. 64 3um Kapitel: Gesezestenntniß Die Antwerpener Schiffer, welche seit einigen Tagen ausständig sind, hielten am 10. Januar eine Versammlung ab, in der die Forderung höherer Lohnfäße beschlossen wurde. Die Verfrachter stellten in einer Sonderversammlung einen neuen Tarif auf, der einem Ausschuß von Schiffern und Verfrachtern unterbreitet werden soll. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Die öffentlichen Tanzmusiken find in Anhalt dergestalt Paris, 14. Januar. In der Rue Monceau erfolgte gestern eingeschränkt worden, daß jeder Saalbefizer nur zweimal monat- gegen Mitternacht eine Explosion. Der Pförtner des Hauses lich die polizeiliche Genehmigung dazu erhält. Die betheiligten Nr. 65 wurde von einem Diener aufmerksam gemacht, daß vor Geschäftsleute wollen alle Hebel in Bewegung segen, um diese dem Fenster des Erdgeschoffes eine Bombe liege; ersterer warf Maßregel wieder rückgängig zu machen, freilich wie diefelbe auf die Straße, wo sie explodirte und Fensterscheiben das Volksblatt" hinzufügt, ohne Erfolg. Daffelbe Blatt und die Straßenlaterne zertrümmerte. Personen wurden nicht schreibt noch: Das eine ist sicher: den Erfolg von der verletzt. Des Schuldigen ist man noch nicht habhaft geworden. sehr strengen und unerwarteten Maßregel hat einzig Man glaubt, daß die aus Weißblech bestehende Bombe mit und allein die Sozialdemokratie. Die aufs höchste gesteigerte Kugeln und altem Eisen gefüllt war. Unzufriedenheit wird in den betheiligten Kreisen uns neue An- Paris, 14. Januar. Der„ Matin" theilt mit: Die in der hänger zuführen und wir vielleicht hier und da neue Ver: Rue Monceau explodirte Bombe war eine große Blechbüchse, fammlungsfäle bekommen. Die gefährdete Sittlichkeit aber, die ähnlich den englischen Bisquittistchen; sie muß wenig Dynamit man schüßen will, wird, wie wir schon in voriger Nummer aus- und viel Gewehrpulver enthalten haben. Geladen war sie, wie führten, durch die neue Verfügung durchaus nicht geschüßt die Vaillant'sche Bombe mit Eisenstückchen und möglicherweise werden. mit Kugeln. Das ganze war mit Gips vertittet und von einem starken Aluminiumreifen eingefaßt. Niemand vom Hause hat eine brennende Lunte bemerkt, es handelt sich daher wahrscheinlich um eine Sturzbombe. Gewerkschaftliches. Achtung, Tischler! In der Möbelfabrit des Herrn Schulz in Tilsit sind die Arbeiter in Streit getreten. G3 wird gebeten, den Zuzug fern zu halten. industrie dirte Bombe eine Paris, 14. Januar. Deputirtenkammer.( Fortseßung.) Zum Schlusse seiner Rede sagte Raynal, er sei mit einer Unters suchung in der Frage der Zinsgarantie einverstanden und Achtung! Gastwirthegehilfen! Rollegen! In den fei gewiß, die standal- und verleumdungsfüchtigen Persönlich neueröffneten Keller'schen Fest sälen, Koppenstr. 29, ist es feiten widerlegen zu können.( Beifall im Zentrum, Unters bereits zu Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern brechungen auf der äußersten Linken). Ministerpräsident Dupuy gekommen. Herr Keller gestattete sich, ohne jede Veranlassung erklärte, nach den Worten Raynal's sei die Regierung mit einer seine Kellner mit den Titeln Strolche, Lumpen 2c. zu be- Untersuchung einverstanden. Dupun rechtfertigte dann die In legen, so daß bis auf zwei sämmtliche 20 Kollegen die anspruchnahme des Staatsrathes, dessen Kompetenz für die Arbeit einstellten. Wir erwarten deshalb von den Frage der Zinsgarantie in einer Tagesordnung der Rammer organisirten Kollegen, daß bis zur Regelung dieser nom Juni 1894 anerkannt worden sei. Die Hegierung könne - Der Vorsißende des Radfahrer Vereins Angelegenheit daselbst tein Engagement angenommen wird. Daher heute die getroffene Entscheidung nicht unberücksichtigt Vorwärts in Gera, Genosse Echmerbach, hat unter der Leiter hat sich eine Anzahl Streitbrecher gefinden, die der Kom- lassen.( Widerspruch auf der äußersten Linfen.) Wenn Beschuldigung, als Vorsteher eines Vereins, der eine Einwirtung miffionär Säger die Freundlichkeit hatte, dem Herrn Keller Barthou seine Entlassung genommen habe, so babe er das ge auf öffentliche Angelegenheiten bezweckt(), es unterlassen zu anzuwerben. Zugleich sei noch bemerkt, daß Herr Keller schon than, weil er die Entscheidung als eine persönliche Ent haben, die Statuten des Vereins und das Verzeichniß der Mit- wiederholt, entgegen den Abmachungen, seinen Verwandten, den täuschung aufgefaßt habe. Die Regierung habe geglaubt, glieder der Polizeibehörde zur Kenntnißnahme einzureichen: Kommissionär äger mit dem Nachweis von Arbeitskräften sich der übernommenen Verantwortlichkeit nicht entziehen Uebertretung gegen die§§ 3 und 17 des Vereins- und Ver- beauftragte, um diesen, wie er sagte etwas zu unterzu sollen. Die Kammer werde entscheiden, ob die Regierung sammlungsgesetzes vom 5. Juli 1852, eine Geldstrafe von 50 M. si üzen". Der Nachweis einer Tagesarbeit muß beim gewerbs- richtig gehandelt habe.( Beifall.) Barthou erklärte hierauf, er event. 20 Tage Haft vom Amtsgericht zudiktirt erhalten. Der mäßigen Stellenvermittler bekanntlich mit 50 Pf. bezahlt werden. habe seine Entlassung genommen, weil er den EisenbahnBestrafte wird richterliche Entscheidung beantragen. Kollegen! Jedenfalls ist es Gure Pflicht, vorläufig bei Herrn Gesellschaften gegenüber nicht in seinem Ansehen geschwächt der Keller nicht in Arbeit zu treten. Die Agitaticns- Kommission hätte dastehen wollen.( Anhaltender Beifall.) Goblet behauptet, Beamten. Der Polizeiverwalter von Tilsit verweigerte die der Gastwirths- Gehilfen. die Frage der Dauer der Zinsgarantie sei nicht endgiltig entBescheinigung über erfolgte Anmeldung einer Holzarbeiter Hierauf wurde die von der Regierung ge Versammlung, weil sie nicht rechtzeitig angemeldet jei und bei hat den Zweck, alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungsnehmigte Resolution, nach welcher eine Untersuchungskommiſſſon Der deutsche Schneider- und Schneiderinnen- Verband schieden worden. ihm die Versammlungen mindestens acht Tage vorher werden soll, mit 253 gegen 225 Stimmen angenommen. angemeldet werden müßten. Eine Beschwerde des Einberufers und Damenschneider, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, TrikoMaaß und Militärschneider, Herren- Konfektions- Paris, 14. Januar. Der Direktor der Zeitung La voie wurde vom Regierungspräsidenten zu Gumbinnen abgewiesen, taillen- und Blousenarbeiterinnen 2c.- zu organisiren, um eine ferrée, gegen welchen wegen wegen der Südbahn- Angelegenheit vom Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen jedoch in folgender energische Bertretung unserer Interessen zu ermöglichen. Nur ein Verhaftsbefehl erlassen worden war, hat sich heute NachWeise beantwortet:" Auf die Beschwerde vom 14. Eept. v. 3. durch gemeinsames, geschlossenes Handeln wird diefer 3wed mittag zum Untersuchungsrichter begeben; letzterer hat ihn wegen versagter Ertheilung der Bescheinigung über die erfolgte erreicht. Angesichts der bestehenden Verhältnisse ergeht an alle verhaftet. Anmeldung einer Versammlung der Holzarbeiter zu Tilsit, eröffne Betheiligten der dringende Mahnruf: Organisirt Euch! Wir Die im städtischen Laboratorium vorgenommene Unter ich Ihnen nach stattgehabter Prüfung des Sachverhalts, wie Anordnung dahin getroffen ist, daß für die Folge derjenige Polizei- geben in folgendem die Zahlstellen des Verbandes bekannt; suchung hat ergeben, daß die in der Rue Monceau explomit Chloratpulver gefüllte Sturzbombe auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen: Bureaubeamte, welcher in der Abwesenheit des Polizeiverwalters 1. Bentral Arbeitsnachweis im AuskunftsBureau, Echüßen- war. Die Wirkung der Explosion zeigte sich hauptsächlich in der Witschel zu Tilsit Bersammlungs- Anzeigen in Empfang nimmt, fraße 18/19 Restaurant Freygang) wochentäglich von 8 bis höhe; auf den Dächern wurden Bruchtheile der Bombe gefunden, dem Ueberbringer eine Bescheinigung darüber zu ertheilen hat, i Ubr, außerdem Sonnabend abends von 81/2 bis 10 Uhr; Wäre die Explosion auf dem Fenster erfolgt, so hätte sie großen an welchem Tage und zu welcher Stunde eine solche Anzeige zur 2. Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig, Montag abents von 81/2 bis Schaden angerichtet. Abgabe an den Polizei- Verwalter eingereicht worden ist." 10 Uhr; 3. Perlebergerstr. 28 bei Hermerschmidt, Montag abends Paris, 14. Januar. Die heute früh eingeleitete Unters Landräthliche Gesezeštenntniß. In Herne von 812-10 Uhr; 4. Calvinstraße 11 bei Köhler, Mittwoch suchung über die Explosion in der Rue Monceau hat bisher ( Kreis Bochum) war eine Versammlung, in der Frl. Löwen abends von 8-10 Uhr; 5. Bergstraße 60 bei Hilgenfeld, noch zu keinem Ergebniß geführt. Die Polizei hat noch antwortete der Landrath von Bochum, daß die Auflösung be- 6. Annenstr. 9 bei Proh, Mittwoch abends 8/2 bis 10 Uhr; man, daß es sich eher um einen gefährlichen Scherz, als In der Polizeipräfektur glaubt rechtigt gewesen sei, weil der Einberufer sich geweigert habe, den 7. Dranienstr. 173, Konfektionshaus Solidarität", täglich von Namen der Rednerin für die Versammlung und das Thema der 8-7 Uhr durch Frau Reimann; 8. Wienerstr. 68 v. 4 Tr. bei toriums der Munizipalität ist gegenwärtig mit der Prüfung der um ein anarchistisches Attentat handelt. Der Chef des Labora Berhandlungen bei der polizeilichen Anmeldung anzugeben und Frau Schwarz. Die Bevollmächtigten. es sei die Annahme berechtigt gewesen, daß in der Versammlung Trümmer des Explosionskörpers beschäftigt; letterer hatte die politische Gegenstände erörtert werden sollten. Da jedoch in der In einer Arbeitslosenversammlung der Breslauer Form eines Petroleumbehälters. Man glaubt, daß der Explosions Bersammlung auch Frauen anwesend waren, solche auch den Holzarbeiter wurde festgestellt, daß sich im Arbeitsnachweis törper fast ganz mit Jagdpulver angefüllt war, aber fein Borstand mitbildeten, ihre Entfernung aber von dem über- Der Tischler vom 1. November bis 31. Dezember v. J. 361 Arbeits- Geschoß enthielt, und daß er nicht dazu bestimmt war, irgend wachenden Polizeibeamten nicht erreicht werden fonnte, lose gemeldet haben, von denen 226 verheirathet sind und ins welche Zerstörung zu verursachen, sondern nur eine Detonation so sei die Auflösung der Versammlung nach§ 8 des gesammt 431 unerzogene Kinder haben. 131 Arbeiter sind ledig hervorrufen sollte. Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 begründet gewesen. und 7 Wittwer. Erwerbslos waren fie rund 10000 Tage. Bom Paris, 14. Januar.( Deputirtentammer. Schluß.) Unter Der Herr Landrath ist also der Ansicht, daß es Pflicht 1.- 6. Januar d. Js. sind im Arbeitsnachweis 101 Arbeitslose, lebhafter Bewegung begann die Kammer die Abstimmung über die des Einberufers sei, Redner und Tagesordnung der Orts- Polizei- 42 verheirathete, 57 ledige und 2 Wittwer aufgenommen worden; Tagesordnung. Für eine Tagesordnung Bourquery, durch welche behörde auf Verlangen anzugeben. Er ist damit völlig im Un- die arbeitslose Zeit für diese 101 Arbeiter beläuft sich auf die Regierung aufgefordert wird, den Rechten des Staates recht. Der Herr Landrath ist ferner der Meinung, daß Frauen 4126 Tage. Der Verlust an Arbeitslohn für diese Zeitdauer ist Achtung zu verschaffen, wird die Priorität bewilligt. Ministers an öffentlichen Versammlungen politischen Charakters nicht theil auf mindestens 12778 M. den Tag zu 3 M. berechnet, anzuschlagen. präsident Dupuy erklärt, die Tagesordnung nicht anzunehmen. nehmen dürften. Auch diese Auffassung ist gesetzlich unbegründet, Die Versammlung nahm nach einem Referat des Genossen Berg-( Die Bewegung nimmt zu.) Die Tagesordnung Bourquery wird da nur die Theilnahme von Frauen an politischen Bereinen mann eine Resolution an, in der sie von der Kommune Arbeit mit 264 gegen 246 Stimmen abgelehnt. Eine von einem Depu= durch§ 8( leider) verboten ist. Es ist nunmehr sofort Beschwerde und Brot fordert. Ferner verlangt die Versammlung: Geſetz- tirten eingebrachte, von Dupuy nicht genehmigte Tagesordnung beim Regierungspräsidenten erhoben worden. Hoffentlich erhältliche Einführung der achtstündigen Arbeitszeit. Beseitigung der wird mit 266 gegen 250 Stimmen abgelehnt. Hierauf werden neue der Herr Landrath über die Bestimmung des Vereinsgefeßes eine die Arbeiter schädigenden Zuchihausarbeit. Beseitigung des die Tagesordnungen eingebracht, von denen Dupuy nur diejenige Belehrung, welche zur Folge hat, daß Vorgänge wie die Auflösung Arbeiter in gleicher Weise schädigenden Submissionswesens. Trelat's annimmt, welche die Achtung der Kammer vor dem am 23. Dezember sich nicht wiederholen. Schaffung eines wirksamen Arbeiterschuß- Gesetzes, welches der Prinzip der Gewalten ausdrückt. Die Kammer lehnt die Wegen Beleidigung der Staatsanwalt gewiffenlosen Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ein Priorität für diese Tagesordnung mit 263 gegen 241 Stimme schaft beim Landgerichte Augsburg ist der Redakteur Biel fett. ab, worauf die Minister den Saal verlassen und fich der Schwäbischen Tagwacht", Leonhard Tauscher, vom Land- Kaffenbericht der Hutmacher. Zu dem in vorlegter nach dem Elysée begeben, um ihre Demission einzureichen. Die gericht in Stuttgart am 5. Oftober v. J. zu einem Monat Ge- Nummer des Vorwärts" veröffentlichten Kassenbericht des Kammer nimmt hierauf einstimmig eine Tagesordnung Kring fängniß verurtheilt worden. Er hatte am 28. April v. J. einen Unterstügungsvereins deutscher Huimacher vom 3. Quartal 1894 an, in welcher erklärt wird, daß die Rechte des Staates gewahrt Artikel veröffentlicht, in welchem gesagt war, in Augsburg habe werden wir ersucht, nachzutragen, daß sich die für Verwaltungs- werden sollen. An der Abstimmung über diese Tagesordnung ein Fabrikmeister eine unbescholtene 16 jährige Arbeiterin gemiß foften angegebene Summe von 11 000 M. wie folgt vertheilt: nahmen 329 Deputirte theil. Darauf vertagte sich die Kammer braucht. Trotzdem bei der Polizei Anzeige erstattet worden sei, 500 m. persönliche und 2300 M. sächliche Verwaltungstoften bis Sonnabend. Als die Minister den Saal verließen, ertönten habe sich bis jetzt noch kein Staatsanwalt gefunden, welcher den inkl. 2235 M. Kosten für die Generalversammlung in Berlin. auf der äußersten Linken einige Beifallsrufe. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. $ herz sprechen sollte, aufgelöst worden. Auf eine Beschwerde Mittwoch, abends von 8-10 Uhr, durch Frau Döring: Explosion führen tönnte. fein Anzeichen, das auf die Spur des Urhebers der 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 12. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Dienstag, den 15. Januar 1895. " 12. Jahrg. unterstützen mich in meinem Vorhaben; sie halten es aber für richtiger, zunächst noch nicht hervorzutreten, um die Angelegen heit, welche in der That eine Frage des öffentlichen Gewissens ist, nicht mit dem Anschein irgend welcher politischen oder sonstigen Sonderrichtung zu behaften. Den Gedanken an ein Gnadengesuch, nur um der Befreiung willen, lehnte im Bewußtsein seiner Unschuld der Verurtheilte ab. z sorgfältiger Zusammenstellung aller nach diesseitiger Ueber.... gung die Unschuld des. Verurtheilten klar erweisenden Umstände, ist der zweimalige Versuch, ein Wiederaufnahmeverfahren zu erwirken, gescheitert. In dem letzten Wiederaufnahmegesuch wurde darauf hin gewiesen, daß die Bahnhofsuhr und die Postuhr dahin differirte, daß die Postuhr um fünf Minuten vorging. Das Oberlandes gericht Köln hat auch anerkannt, daß, wenn insbesondere für den Tag der That die erwähnte Zeitdifferenz nachzuweisen wäre, diese Thatsache für die Entscheidung der Geschworenen insofern von Be deutung hätte sein müssen, als dadurch die Annahme, daß Ziethen nicht der Thäter gewesen sein, zur Wahrscheinlichkeit wird. Das Oberlandesgericht hat indeß das Wiederaufnahme- Verfahren abgelehnt, weil der Beweis dafür bisher nicht angetreten war, daß auch an dem Tage der That die Uhren differirt haben. höchst angeordneten christlichen Feiertage zu arbeiten kann sie| daß der Verbrecher, wie der Gendarm aussagte, dem letzteren nicht freiwillig zurückgenommen werden!? ins Gesicht schrie:" Jeßt, Ihr Sch... Preußen, jetzt sollt Ihr Einem gemeinen Denunziantenstreich und seiner Un mich mal 6 Monate verpflegen!" Diese unzarte Herausforde Noch einmal die Kündigungsfrist der Tage fenntniß der prozeßrechtlichen Vorschriften hat der Arbeiter rung des preußischen Nationalstolzes ist zwar an sich nicht 13hner. Anders als seinerzeit die Kammer VIII unter Assessor Amlong, wie die" Bolts- 3tg." meldet, den Verlust seiner strafbar; aber das Gesetz läßt dem deutsch- preußischen GerichtsFürst, hat am 8. Januar die Kammer III unter Affeffor Invalidenrente zu danken. Amlong hatte sich am 16. De badischen Partitularisten bei den Ohren zu friegen. Die preußische De- hofe hinsichtlich der Strafhöhe gerade Spielraum genug, um den Lohmeyer die Frage beantwortet, ob Tagelöhner ein Anrecht auf zember 1885 im Betriebe einen Rippenbruch zugezogen und badischen Partikularisten bei den Ohren zu friegen. Die preußische die vierzehntägige Kündigungsfrist haben oder nicht. Der dafür von der Papierbearbeitungs- Berufsgenossenschaft eine Ehre wird nun wohl wieder hergestellt sein. Maurermeister Franzke wandte lediglich gegen die Lohn- Rente von 662/3 pet. erhalten. Später aber stellte die Zum Fall Ziethen. Die Elberfelder Zeitungen drucken entschädigungs- Klage eines Arbeiters ein, derselbe sei Tage Berufsgenossenschaft die Rentenzahlung ein, da die Folgen außer der konservativen Elberfelder Zeitung" die folgende Zulöhner gewesen. Der Beklagte wurde verurtheilt, wobei der des Unfalls beseitigt Unfalls beseitigt seien und das noch bestehende schrift ab: Gerichtshof das allgemeine preußische Landrecht ganz außer be- Leiden des Amlong( epileptische Krämpfe) unabhängig An die Bewohner Elberfelds! tracht ließ und nur die Bestimmungen der Gewerbe Ordnung vom Unfall entstanden sei. Das Schiedsgericht Berlin Im Jahre 1885 wurde mein Bruder Albert 3iethen berücksichtigte. Der Vorsitzende begründete das Urtheil erforderte ein Ober- Gutachten vom Physikus Dr. Wolff, zum Tode verurtheilt und zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe be= folgendermaßen: Der Ansicht des Beklagten, daß Tagelöhner welcher die Erwerbsunfähigkeit des Klägers auf den Unfall gnadigt. Mein Bruder war beschuldigt, am 24. Ottober 1884 nicht die vierzehntägige Kündigungsfrist beanspruchen können, zurückführte. Auf grund dieses Gutachtens verurtheilte das seine Frau ermordet zu haben. fonnte der Gerichtshof nicht beitreten. Der§ 122 der Gewerbe- Ordnung Schiedsgericht die Berufsgenossenschaft rechtsfräftig zur Weiter- Gleich vielen, welche genaue Kenntniß aller einschlagenden bestimmt, daß Gesellen und Gehilfen eine derartige Kündigungszahlung der vollen Rente. Der Betrieb und die Entschädigungs- Verhältnisse haben, bin ich von der Unschuld des Verurtheilten frist zusteht, insofern nichts anderes vereinbart ist. Unter pflicht gingen später auf die Chemische Industrie- Berufsgenossen- unerschütterlich überzeugt; in dieser Ueberzeugung habe ich es Gesellen find die gelernten Berufsarbeiter, unter Gehilfen die- fchaft über. Bald darauf erhielt leßtere eine Denunziation, in mir zur Lebensaufgabe gestellt, die Unschuld meines Bruders durch jenigen Personen zu verstehen, die keiner besonderen technischen der Amlong vorgeworfen wurde, er betrüge die Genossenschaft Richterspruch darzuthun. Vorbildung bedürfen. Also auch diesen ungelernten Arbeitern, und habe auch Dr. Wolff getäuscht; schon vor dem Unfall habe Besonnene Männer in den verschiedensten Lebensstellungen deren einer der Kläger ist, tommt nach§ 122 die vierzehntägige er an Krämpfen gelitten. Die Berufsgenossenschaft stellte nun Kündigungsfrist zu, wenn nichts anderes abgemacht ist. Daß mit Ermittelungen au, auf grund deren sie die Rentenzahlung dem Kläger eine andere Vereinbarung getroffen, ist nicht be- einstellte, da in der That das Leiden Amlong's bereits behauptet worden, deshalb war ihm die Lohnentschädigung zuzu- standen habe, bevor er den Unfall erlitten. Das Schiedsgericht, billigen, da ein Entlassungsgrund nicht vorlag.- Aus diesem welches wiederum angerufen wurde, entschied ebenfalls zu un Urtheil spricht die Auffassung, welche unsererseits gegenüber den gunsten des Klägers, nachdem ein neues ärztliches Gutachten zu bezüglichen Entscheiden der Kammer VIII geltend gemacht wurde. ungunsten des Klägers sich ausgesprochen hatte. Dieses Urtheil Eine seltsame Entscheidung, welche mit der bis- wurde dann auch rechtskräftig. Amlong beschuldigte darauf den herigen Praxis des Gerichts nicht in Einklang zu bringen ist, inzwischen ermittelten Denunzianten Berg, welcher auch als fällte am 10. Januar die Kammer VII unter dem Vorsitz des Zeuge vor dem Schiedsgericht eidlich vernommen worden war, Assessors Altmann, durch den erst fürzlich der Richterstab einen Meineid geleistet zu haben. Das Schwurgericht, welches des Gewerbegerichts vermehrt wurde. Der Hausdiener R. ver- sich nunmehr mit der Angelegenheit zu befassen hatte, erkannte langte eine Lohnentschädigung wegen unberechtigter Ent in der That den Berg des Meineides für schuldig und verTaffung. Er hatte sich, wie er nicht leugnete, bereit urtheilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren. erklärt, am Bußtag zu arbeiten, und war auch Auf grund dieses Urtheils beanspruchte Amlong von der an diesem Tage zur Arbeit erschienen. Da er Berufsgenossenschaft die Wiederaufnahme der Rentenzahlung; er aber nach 10 Uhr vormittags nicht gleich weiter arbeiten wollte, wurde aber mit seinem Anspruch abgewiesen. Er wandte sich schickte ihn der Beklagte mit den Worten nach Hause, er möge nun zum dritten Male an das Schiedsgericht und beantragte zum Teufel gehen, er brauchte auch nach 12 Uhr nicht wieder zu Wiederaufnahme des ganzen Verfahrens. Aber auch mit diesem tommen. Wie die Beweiserhebung ergab, machte sich der Kläger Antrage wurde er abgewiesen, da er nicht binnen vier Wochen, am anderen Tage ein Vergnügen daraus, die Buchhalterin bezw. nachdem das Urtheil des Echwurgerichts die Rechtskraft er Expedientin" des Bellagten wegen ihrer Feiertagsarbeit langt, das Wiederaufnahmeverfahren beantragt hatte. zu verulfen. Abends entließ ihn der Beklagte und gab Reichs- Versicherungsamt, welches als letzte Instanz in der Sache ihm den Rath, feine fozialdemokratischen Redensarten zu entscheiden hatte, mußte aus rein prozeßrechtlichen Gründen anderswo anzubringen." Die Dame, die nebenbei be- der Entscheidung des Schiedsgerichts beitreten. merit, ein vortreffliches Mundwerk besitzt, bestätigte als Zeugin Auch ein Bild, das bezeichnend ist für den bureaukratischen die Behauptungen des Beklagten, daß sie gelegentlich dem Kläger Geist unserer Rechtspflege. als feine Vorgesetzte vorgestellt worden sei, deren Anordnungen er zu erfüllen habe. Die Zungenfertige, der die Worte wie ein Sturzbach zwischen den Lippen hervorquollen, sagte weiter aus, ihrem wiederholten Verbot, seine Spöttereien zu lassen, habe gegen, die Beugin habe ihn auch mit albernen Redens der Kläger nicht Folge geleistet. Dem hielt letterer entarten trattirt, ohne daß er daran besonders Anstoß genommen hätte; die Sache sei also nicht so schlimm gewesen. R. wurde unter folgender Begründung abgewiesen: Der Gerichtshof habe, Die fächsischen Gerichte befleißigen sich, den Nachweis zu allerdings nicht einstimmig, auf Abweisung erkannt, weil seiner erbringen, wie gut auch ohne, Umsturz vorlage" auszuMehrheit durch die glaubwürdige Aussage der Zeugin der Beweis kommen ist. Vor der vierten Straftammer des Dresdener geliefert erscheine, daß die Entlassung gerechtfertigt sei. In Landgerichts erschien dieser Tage ein Arbeiter Paulus. Dieser der Verhöhnung der Angestellten des Beklagten, welche war vor einiger Zeit in der Nähe der Schüßenkaserne mit Erdam Bußtag arbeiteten, liege eine Auslehnung gegen arbeiten beschäftigt, als ein Trupp von etwa 60 Soldaten vorbeidie Arbeitsordnung.( Gemeint ist die Ordnung im Be- marschirte, irgend eine Melodie pfeifend." Pieift doch mal den triebe, nicht eine schriftliche Arbeitsordnung.) Diese Auflehnung Sozialistenmarsch!" rief er ihnen zu. Dadurch soll der Mann in Verbindung mit dem Umstande, daß Kläger die Befehle die bewaffnete Macht beleidigt haben, indem er mit Der deutsche Metallarbeiter- Verband( Filiale C) hielt der Zeugin, seiner Vorgesetzten, nicht beachtete, rechtfertigen die seinen Worten der Ansicht Ausdruck gegeben hat, daß die SolEntlassung.( Mit den Befehlen" der Zeugin sind ihre an den daten fähig sein könnten, das todeswürdige Verbrechen, den Släger gerichteten Aufforderungen gemeint, er möge fie mit Sozialistenmarsch zu pfeifen, zu begehen. Man fordert natürlich seinen Spöttereien in Ruhe lassen.) Andererseits fomme als niemand zur Begehung eines Verbrechens auf, wenn man ihn Untergrund in betracht, daß R. sich freiwillig erboten hatte, am dessen nicht für fähig hält, denn das wäre unlogisch. Hält man Bußtage zu arbeiten, und dadurch eine Verpflichtung ein- aber jemand eines Verbrechens für fähig, so beleidigt man ihn. gegangen war, die er zu erfüllen hatte. So die Gründe. Was Ergo mußte der Mann zwei Monate Gefängniß bedie Hohnreden" des Klägers betrifft, welche eine ,, Auflehnung gegen tommen. Das Von dem Gelingen des Nachweises, daß am 24. Oktober 1884 die Postuhr in Elberfeld der Bahnuhr um annähernd fünf Minuten vorging, hängt die Anordnung des Wiederaufnahme. Verfahrens ab. Daß ein Wiederaufnahme Verfahren zur Freisprechung des Verurtheilten führen muß, darüber hat kein Eina geweihter Zweifel. An die Einwohner Elberfelds richte ich Vom Schwurgericht Lieguit wurde am Sonnabend die daher die herzliche Bitte, mich bei der Feststellung der Ghefrau des vom Schwurgericht Breslau wegen Raubmord- Thatsache, daß und inwieweit an jenem Tage die Uhren- Zeitversuchs gegen den Geldbriefträger Hübner zu acht Jahren Zucht- differenz stattfand, zu unterſtüßen. haus verurtheilten Malers Teichert von der Antlage des verHerr Rechtsanwalt Flucht wird jede auf diesen Punkt bezweiflung über die That ihres Mannes den Versuch gemacht, jede andere Mittheilung, die geeignet erscheint, Licht in der Anfuchten Mordes freigesprochen. Frau Teichert hatte aus verzügliche Mittheilung entgegennehmen, event. fönnen auch vor erwähnte Mittheilungen an mich direkt gerichtet werden. Auch sich und ihre drei Kinder durch Kohlenoxydgas zu tödten. gelegenheit zu verbreiten, und dadurch die Unschuld meines Bruders nachzuweisen, ist erwünscht. Berlin im Januar 1895. Heinrich Ziethen, Restaurateur. Alt- Moabit 137. Versammlungen. am 5. Januar eine Mitgliederversammlung ab, in der eine auss führliche Rechnungslegung seitens des Kassirers erfolgte. Die Abrechnung vom 4. Quartal 1894 weist eine Einnahme von 866,83 m. auf, der eine Ausgabe von 614,71 M. gegenüber steht. Die Jahresübersicht giebt eine Einnahme von 2580,64 m. und eine Ausgabe von 2328,52 m. an, schließt also mit einem Kassenbestand von 252,12 M. ab. Die Mitgliederzahl ist von 287 auf 477 gestiegen. Dem Bericht fügte der Bevollmächtigte die Arbeitsordnung" sein sollen, so hätten sie unseres Erachtens Wegen aufrührerischer Rufe" 9 Monate Ge der Filiale einen Ueberblick über die Thätigkeit der Vereinigung nur in Frage kommen können, wenn sie grobe Beleidigungen der fängniß. Von der Straffammer zu Mülhausen i. E. wurde im verflossenen Jahre hinzu und erfolgte sodann nach Besprechung Vertreterin des Beklagten enthielten. Das war aber nicht der der Tagelöhner Hanger aus dem badischen Flecken Mundeleiniger Vereinsangelegenheiten der Schluß der Versammlung. Fall. Mit der Nichtbefolgung der Befehle" der Buchhalterin fingen zu obiger Strafe verurtheilt, weil er in St. Ludwig Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und ist das auch so eine Sache, wo es sich doch schließlich um eine aufrührerische Rufe" ausgestoßen haben sollte. Diese selbst hier auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und gegenseitige Anläpperei handelte, nicht aber um Anordnungen, etwas außergewöhnliche Strafe, so wird dem Offen Arbeiterinnen( Filiale I) hielt am 7. Januar seine Mitwelche die Erfüllung von Pflichten aus dem Arbeitsverhältniß" burger Volksfreund" geschrieben, dürfte weniger auf gliederversammlung ab. Kollege Koboldt unterbreitete der Verbetrafen. Und die freiwillige" Bereiterklärung, an einem aller- den aufrührerischen Ruf", als darauf gemünzt sein, sammlung die Verhandlung der Generalversammlung in ausführ Ibsen's Klein Eyolf". " " Eyolf geboren. Die festen Umrisse, in denen Ibsen sonst seine von verzehrender Schönheit" und ihr Gold( ihre goldenen Menschen zu zeichnen liebte, weichen. Des Dichters Phantasie Berge", wie es bei Ibsen heißt) hatte den Unkräftigen verführt. Das neueste Schauspiel Henrik Ibsen's:" Klein Eyolf" wurde icheut die Gestalten heute, als erinnerte sie sich ihrer aus fernen Der Ehe der beiden entsprang ein Sohn: der kleine Eyolf". am Sonnabend im Deutschen Theater zum ersten Male auf- Tagen. Ich entziehe mich dem wehmüthigen Reiz dieser Poesie Statt daß fie ihres Unterpfandes mit sorgsamen Sinnen geführt. Die Dichtung, die in drei Abtheilungen gegliedert ist, nicht, selbst wo sie greifenhafte Büge trägt. Nur meine ich, von der warteten, tren und gewissenhaft, waren ihre Herzen erfaltet. Mit schließt sich in der Form der poetischen Behandlung innig an Bühne herab erfährt man nicht den wahren Hauch dieser Poesie, heißbegehrlichen weiblichen Organen umstrickte Frau Rita ihren das märchenhaft- symbolische Schauspiel vom Baumeister Solneß" und bestimmt wurde das Publikum im Deutschen Theater nicht Alfred; das uralte Spiel zwischen Eva und Adam begann. Frau an. Der Dichter ist in eine Schaffensperiode getreten, da von ihm ergriffen, in seiner Mehrheit gewiß nicht. Man klatschte Rita duldete niemanden zwischen sich und ihrem Gatten, und mancherlei Aehnlichkeit mit jener Zeit aufweist, die Beifall; das war eine Respektbezeugung. Nichts mehr. der kleine Eyolf blieb vernachlässigt. Er wurde ein Krüppel der Ibsen seinen Peer Gynt" und seinen" Brand" schrieb. Unter Qual und Gewissensnöthen seiern Alfred und Rita Vorgang ist natürlich wie ein poetisches Symbol zu fassen. Die Das sind Versdichtungen, in denen der jüngere Jbsen ein Allmers, der Mann und das Weib, die Auferstehung zu einem Eltern fümmerten sich nicht um leibliches und seelisches Gedeihen Weltbild aufzubauen bemüht war: ein Weltbild, das neuen, höheren Leben. Aus blinden, in Selbstfucht erstarrten ihres Kindes und so ging das Kind zu grunde. Um die Reue alle Zweifel und alle Hoffnungen, die dem Dichter sich auf- Menschenkindern werden sehende Gefchöpfe. Aber während sie loszuwerden, die den Vater mahnte, begann Alfred, sein Lebensdrängten, während er über allgemeine Menschenschicksale nach zu edleren Naturen umgewandelt werden, haben sie ihr reiches wert"; er schrieb das Buch über menschliche Verantwortung. fann, offenbaren sollte. Baumeister Solneß und Klein Eyolf Glück eingebüßt. Als sie noch waren, wie die unwissenden Das Buch aber wollte nicht gedeihen und in Gewissensängsten hat der Dichter in Prosa geschrieben. Das ist ein nebensächlicher Kinder und nur sich lebten und ihrer Lust, unbekümmert und ging Alfred in die Einsamkeit der Berge. Dort tam ihm der Bug. Im Wesen steuert er in diesem letzten seiner gewissenlos, da waren sie noch voll von Freuden. Als aber das Entschluß, nunmehr sein Lebenswerk darin zu suchen, dem armen Lichtungen ebenfalls nach dem Ziele, nicht einen be- hämmernde Gewissen bei ihnen erwacht war, beim Manne eher Krüppel Eyolf in Wahrheit ein Vater zu sein und ihn zum sonderen Theilausschnitt aus dem Leben, nicht eine als beim Weibe, als sie die Wahrheit schauten auf dem Grunde ihrer Glücksbewußtsein zu erziehen. Es war zu spät. So leicht spottet bestimmt umrissene Schicht der Gesellschaft, nicht einen Seelen, da erschrafen sie und die Reuefraß an ihnen. Denn sie erkannten man der beleidigten Verantwortung nicht. Als Eva wieder ihren Einzelfall von Bedeutung darzustellen, sondern vom sich in ihrer Nichtigkeit; verschwunden waren die Illusionen und die Adam lockte, hatte Klein Eyolf sich aus dem Zimmer der Eltern Menschentrachten und Menschendasein in der umfassendsten Welt dünkte ihnen schaal und öde. Da begann der Läuterungs- gestohlen und war der mürrischen Person, die man in der ganzen Weite ein Gleichniß, einen sinnbildlichen Abglanz zu geben. prozeß in ihnen. Sie wurden sich der Aufgabe klar, daß der Gegend die Rattenmamfell nannte, nachgehumpelt bis an die Schwer und trübe ist dieser Abglanz bei dem greisen Ibsen. In Mensch nicht blos eine selige Erdenbestie sein solle; sondern daß Landungsbrücke an der See und von dort stürzte er ins Wasser dem Selbstbekenntniß, das seine Künstlernatur im Baumeister er auch ein wenig mit dem Himmel verwandt sei", wie Jbsen und ertrank. In der zweiten Abtheilung der Dichtung sind die Solnes abgelegt hatte, noch mehr als in Klein Eyolf. Bau- es finnbildlich nennt, und sie rüsten sich gemeinsam zu schwerem inneren Gewissensnöthe von Mann und Weib dargestellt. Hülle meister Solneß möchte zu den Sternen emporfliegen und die Arbeitswert, zu sozialem Mitthun, das sie allmälig von der um Hülle fällt von ihren Seelen. Die Augen des todten Kindes Erdenschwere läßt ihn schmählich zerschellen. Durch Klein Eyolf Schuld, mit der sie sich beladen und von ihren Gewissensnöthen drunten auf dem Meeresgrund sind die drohenden Gläubiger, zieht sich ebenfalls pessimistisches Grübeln über das Erdenweh, erlösen möge. Das ist der Gedankeninhalt der Dichtung, wie ich die sie fortan an ihre Schuld genahnen. Jetzt, da sie einander aber es flingt in Troft und Verheißung aus. ihn begreife. Ein uralt tragisches Motiv flingt in fennen und nichts mehr vor einander zu verbergen haben, da Die Solche Poesie tann voll sein von lyrischer Stimmung, an- Klein Eyolf wieder. Jedes Fortschreiten zur höheren sie sich begegnet find in all' ihrer Blöße und Schwäche, gefüllt mit Reflexionen voll Tiefsinn, ohne doch ein Bühnenwerk Sittlichkeit fordert Mühsal und Opfer. Dem Starken sind sie erst recht aneinander gefettet und zur Pein verdammt, von Feuer, Kraft und Leben zu sein. In einem Mysterium, das wird die Mühe leicht, wie dem Wegbaumeister Borg- nebeneinander herzugehen ohne Achtung, ohne Liebe. von Menschenschicksalen in ihrer Allgemeinheit handelt, kann beim in Klein Eyolf, dem jungen frischen Gesellen, der im Wissenden sind verdammt worden. Erschütternd ist dieser Seelennoch so viel philosophischer Reichthum aufgehäuft sein, ein Gegensatz zu Allmers von jeher fruchtbringender Arbeit froh war. fampf durch den Kontrast, der eine Szene vorher Alfred Allmers einziges Stückchen farbigen besonderen Lebens wird von der Er baute Straßen über Höhen und Berge, und jemehr Hinder im traulichen Gespräch mit seiner Stiefschwester Asta zeigt. Als wirklichen Bühne herab ergöhlicher sein. Der Beifall, den nisse zu überwinden waren, um so freudiger regte sich seine Alfred noch schuldlos und arm mit Asta lebte, da war sein Klein Eyolf im Deutschen Theater fand, macht mich nicht irre. Spanntraft. Er war ein Mann. Der schwächliche Almers indessen Dasein ein einziger Feiertag. Auch der Trost, Usta bei sich beEr setzte gerade nach dem ersten Att am lebhaftesten ein und baute in engem Egoismus ein Paradies auf, dessen Freuden hohl halten zu dürfen, bleibt Alfred versagt. Denn Afta ist im Ehewurde matter, wo der Dichter am beweglichsten zu sprechen waren. Das Paradies brach zusammen und als er daraus vertrieben bruch geboren und nicht die Halbschwester Alfred's. weiß, in der zweiten Abtheilung seines Gedichtes in Profa. war mit seinem Weibe, da waren beide elend. Und ein Lieblingsmotiv So find Alfred und Rita vollends vereinsamt. Der Aus der Beschaulichkeit des Alters, das innerlich bewegt Jbsen's taucht wiederum in Klein Eyolf auf: die Schuld der schwerste Jammer aber bringt die beiden zur Benoch, aber nicht mehr mit der Bollkraft leidenschaftlicher Theil- Väter rächt sich an den Söhnen. Alfred Allmers war ein arm- finnung. Sie find schwer gebeugt, nicht vollends niedernahme den Irr- und Kreuzwegen der Menschen folgt, ist Klein feliger Stundenlehrer, als er Frau Rita sah. Das Weib war gebrochen. Die Liebesinstinkte des Weibes regen sich zuerst bei licher Weise. Hierauf nahm die Versammlung den Kassenbericht| Inanspruchnahme der übrigen Gewerkschaften, das heißt also| Wilte. Gefangverein Acacte( gemischter Chor), Beughofstr. 8 bet entgegen, der eine Einnahme von 237,60 M. und eine Ausgabe aus eigenen Mitteln, über Wasser zu halten. Die Kollegen Behlendorf. Wilmersdorfer Siebertafel, Deutsch- Wilmersdorf, Bad. Gefangverein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, von 207,80 M. aufweist, mithin ist ein Bestand von 291,35 M. vieler Fabriken sollten bedenken, daß auch sie einmal in die Lage Bentralhalle. Wacht auf I, Wörther und Rytestraßen- Gde. vorhanden. Den ftreifenden Instrumentenmachern wurden 50 M. Tommen könnten, die Unterstüßung und Hilfe der übrigen Arbeiter Harmonie III, Rigdorf, Bergftr. 142 bei Schimkäse. Gangestuft, bewilligt. Der Arbeitsnachweis befindet sich Mariannenufer 4 in ihrem Beruf in Anspruch nehmen zu müssen. Wenn Putbuserstr. 30 bei Reimann. Alpenglühen, Manteuffelstr. 9 bei Nowac. Edelweiß I, Manteuffelstr. 9 bei Nomad. Waldtapelle, bei Herrn Gehloff und ist an Wochentagen von 8-9 Uhr abends dieses beherzigt würde, dann könnte es nicht vorkommen, Admiralstr. 38 bei Tugauer. Gefang und Orchesterverein Stralauer und am Sonntag von 9-10 Uhr vormittags geöffnet. daß beispielsweise in der großen Flügel- und Piano- iebertafel, Rummelsburg, Hauptraße 83 bei W. Bowinkel( Orchester). fabrik von Bechstein, Johannisstraße, wo 200 Kollegen Der Enterbten, Gwinemünderstr. 55, bet Franz Schmidt. Gesangverein Kreuzberg, Schönleinstr. 6 bei Kraag. Gesangverein beschäftigt sind, die wöchentliche Sammlung nur 7-8 M. ergebe. Neue Bett, Wollinerſtr. 36 bei Scherling. Gesangverein Gesangverein Frohsinn I, Derartig geringe Bethätigung der Solidarität fand durch eine Rummelsburg. Göthefiraße, Ede stantnraße bei Mertens Gesangverein Reihe Redner die schärfste Verurtheilung. Hierauf fand ein An- Metalfarbettes Often, Blumentrit ba mafchat. Arbeiter trag einstimmige Annahme, welcher jeden Musikinstrumenten Abendroth, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerſtraße, bei Klingenberg. Gesangverein Arbeiter verpflichtet, für die Ausständigen nicht unter 50 Pf. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, wöchentlich zu zeichnen. Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten hielt am 8. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Wegen Erkrankung des Kollegen Schulz konnte der angekündigte Vortrag nicht gehalten werden. Die Versammlung beschäftigte sich sodann mit der Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten. 17 Gefangverein Olimpia, Naunynstr. 37 bei Jablonstt. 1 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure Adalbertstraße 95. Dienstag. Mufitverein Hoffnung, Görligerstr.63 bei Meier. hielt am Dienstag, den 8. Januar, ihre erste Generalversammlung Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit der Maß- Musikverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Wilte. Bergnügungs: ab, in der die Berichterstattung über die Vereinsthätigkeit erfolgte. regelung einiger Kollegen der Pianofabrik von Kunze, Blumen verein Nordwacht, Perlebergerfir. 28 bet Hermerschmidt. Private - Lotteries Es wurden im verflossenen Jahre 24 Versammlungen abgehalten, ftraße. Dort drohte acht Tage vor dem Fest aus derselben Ver- Theater gesellschaft 8iel bewußt, Frankfurterfir. 183 bei Gold. tlub Fortuna, Görligerstr. 50 bei Cieert. Berein für voltsthüme davon 16 mit Vorträgen. Im Arbeitsnachweis waren 267 offene anlaffung ein Streit auszubrechen, der aber durch Vermittelung the sunst, Breslauerfir. 27 bei Schmidt. Geselliger Verein Hertha, Stellen vorhanden, während sich 252 arbeitslose Kollegen meldeten. der Lohnkommission glücklicherweise unterblieb. Nun hat aber Adalbertstr. 21 bet Moll. Der Bericht der Hauptkasse ergiebt eine Einnahme von 792,60 M., der Fabrikant sein der Lohnkommission gegebenes Versprechen, verein Gangestreue jeden Dienstag von 8-10% Uhr bet Broz, AnnenGrfang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag., Männer- Gefang dem eine Ausgabe von 756,88 M. gegenübersteht. Die Unter- innerhalb 6 Wochen nach Weihnachter feinen mißliebigen Arbeiter fraße 9.- Mufitverein" Frifch auf", Reichenbergerstr. 24 bet Tauschte. fügungskaffe hatte eine Einnahme von 1010,07 m. und eine zu entlassen, nicht gehalten, sondern die Entlassung zweier„ Um- Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag Abends on Ausgabe von 877 M. Des weiteren wurde der Antrag Tiefe, leimer" und eines Busammensetzers" vorgenommen, und zwar 8 bis 11 Uhr bei M. Nichter, Bülowstr. es am Dennewig Blaz. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von die Beiträge auf 15 Pf. und die Unterstützung bei Arbeitslosigkeit ohne stichhaltigen Grund. Die anderen Zusammensetzer er- 8-10% uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnafiums, Bantitraße 10. auf 9 M. pro Woche festzusehen, gegen 2 Stimmen angenommen. flärten sich mit ihrem gemaßregelten Kollegen solidarisch und Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Turnverein Nach Erledigung der Vorstandswahlen fordert der Vorsitzende legten gleichfalls die Arbeit nieder. Aus dieser Veranlassung Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenſtr. 63 a. Fichte( Mitglied des Deutschen Arbeiter Turnerbundes) turn. gente: zum regeren Besuche der Versammlungen auf und macht darauf in einen Streit einzutreten, hat die Lohnkommission den übrigen 3. Männer- Abtheilung Sfaligerstr. 55-56, 1, Lehrlings- Abth. Friedenftr. 57. aufmerksam, daß die Versammlung am 15. Januar ausfällt. Arbeitern der Fabrit abgerathen, dagegen befürwortete sie den Turnverein Norden, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der Abonnements auf die Leipziger Graveur Zeitung" werden von Antrag über die Fabrit von Kunze für die Branche der Zu- Turnhalle, Prinzen- Allee 8.- Theatervereine: Dilettanten- Bühne Rge tr jetzt ab beim Kollegen Siewert, Prinzenstr. 28, entgegengenommen. fammenseter die Sperre zu verhängen und die fünf Gemaß- Ib 9% Uhr präz. bet Lambert, Wollinerstr. 62: Sigung und Fidelitas. Theaterverein Freier Wille tagt jeden Dienstag Abend 8 1hr, Am Sonntag, den 20. Januar, findet eine Herrenpartie statt. regelten in derselben Höhe wie die Streifenden( mit 18 M. Märkischen Hof, Admiralfir. 18c. Rauchtlub Sorgenfrei tagt bei Bartel, Rauchtlub Deutsche Flagge jeden Dienstag Abend S Uhr Wrangelstr. 82. Rauchflub Grüne Quafe Vor einer Versammlung der Bügler und Mäntel- wöchentlich) so lange zu unterstützen, bis sie anderweitig unter Baultfadenſtr. 22, um 9 Uhr. ( Mitgl. des Bundes) jeden Dienstag Abend 9 Uhr, bet Ast, Ostbahnhof 7. näherinnen, die am 8. Januar tagte, referirte Genosse Mattutat gebracht sind. Nachdem ein Gemaßregelter nochmals die anüber das Thema: Die gegenwärtige Lage in unserem Gewerbe gebliche Ursache der Entlassungen vorgetragen, gab die VerRauchflub Ruhiga Dienstag Abend 8% Uhr bet und unsere diesjährigen Forderungen. Die Debatte wendete sich sammlung dem Antrage ihre Zustimmung und erfolgte hierauf is, Faldenſteinſtr. 7. Behrend, Gräfestraße 5: Sigung. Rauchklub Gutgefinnte Freunde Schluß. der Organisationsfrage zu, in der von den Mitgliedern des jeden Dienstag Abend 9 Uhr bei Spät, Georgenkirchstr. 65. Schneiderverbandes die Sonderbestrebungen und Quertreibereien Rigdorf. Am 3. Januar tagte im Lokal des Herrn von gewisser Seite auf das entschiedenste bekämpft wurde. Nach Kummer, Berlinerstr. 136, eine öffentliche Versammlung des Ge dem Schlußwort des Referenten, der auch eine einheitliche werkschaftskartells. Zur Verhandlung stand zunächst die SaalOrganisation empfahl, gelangte eine Resolution, die sich für die sperre. Schulz, Obmann des Rartells, befürwortete, die VerOrganisation der Bügler und Mäntelnäherinnen ausspricht, mit schwacher Majorität zur Annahme. " Der Frauen und Mädchen Bildungsverein des arbeitenden Volkes hielt am 9. Januar in Schmiedel's Fest fälen, Alte Jakobftr. 32, seine Generalversammlung ab. Es fanden im Laufe des letzten Vierteljahres 3 Vereins-, 7 Wanderversammlungen und 6 Vorstandssitzungen statt. Der Kassenbericht ergab: Einnahme 504,36 M., Ausgabe 321,50 M.; mit hin Bestand der Hauptkasse 182,86 M. Ein Antrag auf Abänderung der Statuten wurde abgelehnt. Ein weiterer Antrag, vom nächsten Quartal ab den Mitgliedern die„ Gleichheit" unentgeltlich zu verabfolgen, sowie für die Bibliothek 50 M. zu bewilligen, wurde angenommen. Eine längere Debatte entspann fich, als der Antrag gestellt wurde, Frau Gubela aus dem Verein auszuschließen. Die Angelegenheit sollte einer Kommission über tragen werden, um die Sache zu untersuchen. Die Versammlung lehnte jedoch die dahin gehenden Anträge ab. Hierauf wurde der Rest der Tagesordnung bis zur nächsten Generalversammlung vertagt. = gnügen nur da zu arrangiren, wo wir während des Kampjes unsere Versammlungen abhielten. Folgender Antrag wurde einstimmig angenommen: Die Gewertschaften mögen bei Wirthen, die über uns die Saalsperre während des Boykotts verhängt haben, keine Festlichkeiten veranstalten. Die Hilfsarbeiter befürworten eine Petition an das Eisenbahn- Ministerium behufs Aenderung des bisherigen Modus bei den Wochen- Fahrkarten der Arbeiter. Zur Begründung wird angegeben, daß die Arbeiter bei schlechtem Wetter, wo die Arbeit unterbrochen werden muß und auch die Arbeiter in den Fabriken, in welchen jetzt halbe Tage gearbeitet wird, nicht nach Beendigung ihrer Arbeitszeit nach Hause fahren können, sondern warten müssen, bis sie die von der Direktion bestimmten Züge benußen dürfen. Karte doch nur zur Hin- und Rückfahrt gebraucht werden kann, erscheint in anbetracht dieser Umstände eine Beschränkung in der Rückfahrt als unangebracht. Die Versammlung trat dieser Auffaffung bei. Sierauf folgte eine Besprechung des Submissionswesens. Die Angelegenheit soll später in einer öffentlichen Verfammlung noch besonders erörtert werden. Anwesend waren sämmtliche Delegirte. Da die Gauverein Berliner Bildhauer. Siehe Inserat in dieser Nummer. Zentral- Kranken- und Sterbehaffe der deutschen Wagenbauer, Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 8 Berlin, Bezirk 1. Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 17. Januar cr., abends 8 Uhr, Langestraße 65, früher Tempel. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1894. 2. Ver Es wurde mit- Serliner Schachgesellschaft. Klubtotal: Wirthshaus Bum Pilsner", Berlin S., Zimmeritr. 25. Spielabende: Dienstag und Sonnabend. 8%-10% br: Nordsaule, Müllerstraße 179a: Boltsthümliche Medizin Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 7-8% Uhr: Lektüre ( erste Hilfe bei Unglüdsfällen). Südostschule, Waldemarstraße 14: Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Nationalötonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Echönhauser Allee 28 bet Kelle. # 1 Rauchtlub Schmore's Werte, jeden Dienstag Abend's Uhr bei TrittelEingelaufene Druckschriften. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Er. Heinr. Braun ( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 16 bat u. a. folgenden Inhalt: Die ökonomische und die sozialpolitische Echägung der Arbeitsfraft. Von Carl Hirsch. Bur Frage der Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Juni 1894. Von Dr. E. Hirschberg. Won Bur fommunalen Besteuerung der Grundrente. Moriz A. Loeb. Die Vorlage gegen die Umsturzbestrebungen und die Kriminalstatistik. Von J. Silbermann. Eine Stichprobe auf die Arbeitslust der Arbeitslosen in England. Zur Frage der Arbeitslosigkeit in England. Deutscher Gewertschaftstongreß. Unabhängige Arbeiterpartei in England. Sozialdemokratic- Federation. Trades Unions. Englische Dockarbeiter Weibliche Fabrifinspektoren für Deutschland. Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften. Zur Altersversorgung in England. Frauenbewegung in England und seinen Kolonien.- Fortbildungsschulen in England. Arbeitsministerium in Neu- Süd- Wales. S. Walther. 52 Seiten. Preis 80 Pf. tramontane Leikkungen. Von P. v. Hönsbröch. Berlin, Verlag von der Hypnotismus und feine Heilwirkung. Von M. Hirsch. Berlin. Verlag von Brieger. 48 Geiten. Preis 1 M. Jüdische Börsenjobber. Von E. Stitut. Berlin. Selbstverlag. lag von J. Jäger. Berlin. Frankfurt a. M. 28 Setten. Preis 15 Pf. wenn die slätter leise rauschen. Walzerlieb von Baul Sinde. BerReligion und Wissenschaft. Von J. Schwalbach. Selbstverlag zu Die wirklichen Gefahren der Lage. Von Dr. W. Förft er. Berlin. Verlag von Dümmler. 25 Seiten. Preis 50 Pf. Bon 2. Schaper. Berlin. Selbstverlag, Eine entscheidende Frage. Mittelstr. 64. 30 Seiten. 50 Pf. Friede und Abrüftung. Von G. Björklund. Berlin. Berlag von Dümmler. 95 Seiten. Preis 1,50 M. Rudejar. Eine historische Chronit aus der Zeit Swans des Schrecklichen. Bon N. J. Kostomarow. Deutsch von Kuptscha. Berlin. Berlag von Neufeld u. Henius. Die Weltordnung. Von Otto Bülow. Braunschweig. Berlag von Won Dr. Fr. W. A. Limbach. Ethische Aufgaben in der sozialen Bewegung. Förster. Berlin. Berlag von Dümmler. Briefkaffen der Redaktion. Arbeiter- Hängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender: Ad. Neu- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Ball) mann, Pajewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. an Fricdr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Kuckenbuck. Sie haften dem Vermiether nur, soweit er ( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bei Keller. nebungsjunde und Aufnahme neuer Witglieder. Gefangverein Steineiche Senefelder, Rosenthalers Schaden erlitten hat. aße 57 bei Wernau. Gerechtigteit Westen, Bülowstraße 59 bei Niedertracht. Kommen Sie in unsere Sprechstunde, wenn Querne. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58.- Echo II, Sie wissen, welche Art von Abzügen Ihnen die Herrschaft Schildhorn, Swinemünderfraße su bei Hübner. Gesangverein der Metallarbeiter Often, machen will. Srautstr. 48 bei B. Wiefeçarib. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's Luft- K. W. Ihre Frage läßt sich nicht ohne genauere Darlegung urten. Morgenblätter, Belforterstr. 15 bei Echneider. Ihn'scher des Sachverhalts beantworten. Humor, Lichtenberger fir. 16 bei Karl Bolzmann. roh Hoffnung, ( Berlin W) Grunewaldfir. 110 bei ffner. Gintracht 1, Nieder- Schönweide, 2. A. 178. Es ist bereits im Briefkasten an Sie das ErGüraueftraße bei Girder. Märner Gefangverein orbeertrans If suchen gerichtet worden, mitzutheilen, ob es sich hier um einen Gesangverein Einig Gastwirth handelt. ( 7), Waldemarstr. 75„ Süd- Est" bei Carl Ulrich fett!!!, Gr. Lichterfelde, Phönir- Brauerei bet Hoffmann. Unverzagt II, effingitr. ss bei Rietmann. Eanger chor der Töpfer, Neue Friedrichir. 44 St. S. 15. Sie müssen zunächst angeben, was zwischen h. Röuig. iteite. Gefangverein Arbeiter- Maibund, Nowawes b Pots- Ihnen und dem Vermiether vereinbart worden ist. dam, allir. 56 b. Gärtner. Freies died, Friedrichsberg, Friedrich- KarlA. H. 101. Ihre Fragen sind, so wie sie gestellt sind, nicht firaße 11 bet Hetrede. Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 bet öbel. Männer- Gesangverein Sänger- Freiheit, Naunynstr. 86 bet verständlich. zubeil.- Gefangverein Sotbe Nette II, Ruppiner- u. Schönholzerstraßen- J. B. 67. Ihre Mutter wird gut thun, sich mit ihren de. alte Linde, Admiralfir. 21 bei Echnieber. Arbeiter- Gefango. Wünschen an die zuständige Behörde, Klosterstr. 41 in Berlin, Borwärts III, Rathenow, Neft. Zur Erholung bei Friefecte.- Alpenglode, Gr. Frankfurteifir. 183 bei Gold. Eichentranz, Prenzlau, im Kaiser zu wenden. arten. Ginig teit II, Weinstr. 11 bei Feind. Weddinger Har A. Jules. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. monie, Wüleifir 7 bei Reichert. Vorwärts VIII, Marwig i. d. Mart, J. B. 2. Nach dem maßgebenden Bertrag müssen Sie bet. Nölte. Wach auf, Pantow, Wollantfir. 113 bet Lehmann. concordia, Simeonftr. 23 bei A. Flic Freie Gänger III, Seeger- Ihre Wohnung zu jeder Tageszeit zeigen. mühle bei Gberswalde. Arbetter- Gesangverein Einig, Andreasstr. 26 bei A. F. 1. Der Vater ist zur Alimentation verpflichtet. S In der der öffentlichen Versammlung der Musikinstrumenten Arbeiter, die am 13. Januar im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemarstr. 75, stattfand, erfolgte nach einem Vortrage des Genossen Rohrlack über:" Streiks und Boykotts" die Berichterstattung über den Stand des Streits bei Gör3schiedenes. 1. Kallmann, Pianofabrik, Arndtstr. 34. getheilt, daß die Fabrikanten alle Mittel anwenden, um in die Reihen der Ausständigen einen Keil zu treiben und eine Anzahl von ihnen zur Wiederaufnahme der Arbeit 31t be wegen. Thatsächlich ist es ihnen bereits gelungen, mit Hilfe einiger Streitbrecher weitere 10 der am Streit betheiligten Arbeiter zum Wortbruch zu verleiten. Die übrigen 72 Ausständigen, durch diese Handlungsweise aufs höchste erbittert, haben in einer Sigung erklärt, trotzdem fest zusammenzustehen. Sie hoffen den Uebermuth der Fabrikanten, welche glauben, bald wieder in der Lage zu sein, ihre Kunden zu befriedigen, dennoch zu brechen, da die paar Streifbrecher durchweg minderwerthige Kräfte, als welche fie die Fabrikanten selbst be: zeichnet haben nicht im entferntesten dazu ausreichen die bestellten Klaviere in der ausbedungenen Zeit fertigzustellen. Einen moralischen Sieg haben die Ausständigen schon insofern zu verzeichnen, als ein Theil ihrer Forderungen bereits bewilligt find. Nicht nur haben die Fabrikanten am letzten Sonnabend den Wertführer Lingsch entlassen, sie saben sich auch gezwungen, die Löhne etwas aufzubessern. Um nun den Streit, der bereits 7 Wochen dauert, siegreich zu Gnde führen zu können, bedarf es nur der thattyäftigen Unterstübung der Ausständigen. Wie einige Kollegen ausführten, hätten die Delegirten mehrerer Gewerkschaften durchaus Recht gehabt, welche in der legten Sigung der Gewerf fchaftskommission die Meinung vertraten, daß die Branche der Musikinstrumenten- Arbeiter bei einigem guten Willen sehr wohl in der Lage sei, einen derartigen partiellen Streit ohne Rita. Sie sucht nach einer Lebensaufgabe, die verwandt wäre vernichtende Geständniß. Die Lösung des Konflikts ist brutal, vielen Fällen ehrliche Leute sind, die mit Vergnügen selbst von mit Liebe, und es fällt ihr wie Schuppen von den Augen. wie sie es in den beschränkten Gesellschaftsschichten, in denen ihrer Armuth geben, wenn ihr Wohlthäter scheinbar Draußen im Dorfe leben die Kinder der Armuth, sie verkommen das Stück spielt, wohl sein muß: Der unglückliche Stiefbruder in Noth geräth. Die hausbackene Bourgeois- Moral dieses in Noth. Als sie noch in ihrem Paradiese lebte, war Rita's schießt sich eine Kugel durch den Kopf. Ueber das, was nachher Stückes bedarf feiner Erläuterung. Man nimmt sie in Herz verstockt. Nun sie das Glend geläutert, erfährt sie die geschieht, giebt der Lichter weiter feine Auskunft; möglich, daß ihrer fich harmlos und ohne Aufdringlichkeit gebenden Drolerie Weihe des Mitleids. Rita will sich einschmeicheln bei den der gelnickte Gatte dauernd rührselig wird und sein Kriegs- und lacht über die komischen Episoden, welche französische Lustgroßen, offenen Augen Klein Eyolf's drunten im Meere. Die handwerk, das ihn bislang trotz der Jugendlichkeit seiner, wenn spieldichter stets mit Meisterschaft vorzuführen wissen. Kinder der Armen sollen in Eyolf's Stube wohnen, in seinen auch unbedeutenden, so doch schönen Gattin, ausschließlich in Dem Spiel wäre ein etwas flotterer Gang zu wünschen geBüchern lesen, und der Reihe nach auf seinem Stuhle sizzen Anspruch genommen, an den Nagel bängt, um seine Rigmor wesen. Herr Waldow gab den weichherzigen Blondinet mit anbei Tische. Ein schwerer Arbeitstag steht uns bevor, meint wieder zu gewinnen. Ein solcher Ausgang will uns sprechendem Humor und Herr Horn mit vielem Geschick den Alfred. am plausibelsten erscheinen, denn trotzdem die un bösen Bruder, Dann und wann wird Sonntagsruhe über uns tommen," glückliche Tame, Die der Kommandeur mit Gewalt erwidert Rita. Und mit dem Hinweis auf die große Stille, die zur deutschen Soldatenfrau" pressen wollte, aus Stanuns alle am Ende unseres Strebens und Irrens friedlich um- dinavien stammt, ist teine Spur von einer Nora in ihr, fängt, schließt die Tragödie. und trotz des Rasselns mit dem Earraß erschien uns der mit Der Sohn eines vielgenannten aktiven preußischen Ministers, Offiziersebre nicht schlecht renommirende Herr Gemahl gleichfalls Offizier in den Reichslanden und bekannter Lebemann, lernte nicht viel von kernigem, männlichem Willen und Weitblick in sich eine auf Besuch in seiner Garnisonsstadt weilende junge Dame zu tragen. Weder die knappe, militärische Sprache, in der es kennen, die Tochter eines höheren Beamten aus der Rheinproving. dem Herrn Obersten nicht darauf ankommt, von seiner neidischen Es entstand eine gegenseitige Neigung. Die Bedenken, die der Frau Rita will die soziale Frage lösen wie ein national- Schwester als von einem Biest" zu reden, noch die ernste, aller- Vater des Mädchens gegen den jungen Mann wegen feines leichtliberaler Professor: durch Almosen an die Armuth. Das Dorf dings manchmal recht unglücklich von erheiternden Szenen unter- fertigen Lebenswandels anfangs hegte, wurden überwunden, und weitet sich zur Welt und die Kinder der Armuth sind die Un- brochene Handlung, vermochten den Eindruck zu verwischen, daß man bald fand die Hochzeit statt. Bei dem Offizier war es glücklichen, die verwahrlost find durch die Schuld des Egoismus. es im Grunde nur mit einer deutsch- sentimentalen Seichtbeutelei zu offenbar ein rein sinnliches Verlangen, das ihn zu dem schönen Noch ein paar Worte über die Darstellung. Sie stand im thun hatte, in der um Himmelswillen der gang und gäbe Sitten- Mädchen zog; denn daß ihn der Reichthum der Dame gelockt allgemeinen dem Kern der Dichtung fremd gegenüber. Sie befliß foder der Gesellschaft" nicht angetastet werden sollte. hätte, scheint schwer glaublich im Hinblick auf die Millionen, die sich, den Werkeltagston festzuhalten und das war ein Fehler. Die Hauptrollen in dem Stück wurden von Frau Gaßner fein Vater befizt, und die Annahme einer tieferen, mehr seelischen Selten nur brach der melancholische Bauber, der in der Dichtung( Rigmor), Herrn Sommerstorf( Oberst) und Herrn Wehrlin( Stief: Neigung widerlegt sich von selbst, wenn man die weitere Ge lebt, durch. Mitunter gelang's Herrn Reicher und Frau Sorma bruder Frig) mit schlicht- verständlicher Einfachheit gespielt. Das schichte dieser vornehmen Ghe vernimmt. Die junge Frau hatte in der großen Szene des zweiten und zum Schluß des dritten Publikum war sehr beifallslustig. nämlich zu ihrer Bedienung oder auch zu ihrer Gesellschaft eine Aftes. Alpha. Wie sie symbolisch empfunden ist, so ist auch ihr Schluß nur ein Gleichniß und es wäre nach meiner Empfindung ein gröbliches Mißverständniß, wollte man wörtlich getreu die Schluß worte auffaffen, etwa in dem Sinne: " Eine vornehme Ehe. Dem Schauspiel folgte ein Schwank des französischen Luft- hübsche Rheinländerin mit sich in ihr neues Heim gebracht. Als Spiel- Dichters Labiche in einer neuen Uebersetzung von nun die Zeit erfüllet ward, da wurden so ziemlich zu gleicher Im Lessing- Theater gab es Freitag und Sonntag sechs Wilhelm Wolff. Gin goldenes Herz" nennt der Zeit einem Vater zwei Kinder geboren, außer dem rechts Atte auf zwei Stücke vertheilt. Das zuerst aufgeführte war ein Bearbeiter das im Original„ Die kleinen Vöglein" geheißene mäßigen noch eines von dem Kammermädchen, das der dreiaftiges Schauspiel des als Novellisten bekannten Freiherrn Stückchen. Ein braver Rentier und Hauswirth, der ein so Gesinnungslump von Ehemann während der Flitterwochen seiner von Ompted a. Ein Lieutenantsstück, nicht in der Art des weiches Herz hat, daß er selbst mit den kleinen Kindern Ehe im eigenen Hause verführt hatte. Darob große Verstörung Reif- Reiflingen, sondern eins mit bitter ernster Handlung ist das Mitleid empfand, welche in der Spinnerei seines Herrn der Frau, Entrüftung ihres Vaters und einleitende Schritte zur unter dem Namen„ Nach dem Manöver" gegebene Werk. Bruders nur lumpige zehn Stunden spulen mußten, wird Ehescheidung. Schließlich Abfindung des Mädchens mit Geld Nach der Rückkehr aus dem Manöver wird der Kommandeur von diesem Bruder darüber belehrt, daß alle Armuth und Versöhnung der jungen Frau mit ihrem Gatten, an dem sie eines Küraffierregiments von seinem Stiefbruder mit dem Ge- nichts als Verstellung und Schwindel ist, und daß man gut thut, trotz des Vorgefallenen immer noch hängt. Abreise beider nach ständniß überrascht, daß sich um sein und seiner Schwägerin überhaupt nichts von seinen Schäßen herzugeben. Natürlich wird Berlin, wo ja der edle Ministerssohn und Premierlieutenant Herz обие beider Schuld das Band der Liebe ge- dem Bruder, zu dessen Ansichten der Weichherzige fich schon balb Gelegenheit finden wird, seinen polygamischen Gelüften zu fröhnen. schlungen habe. Die achtzehnjährige Gattin des Komman belehrt hat, durch die glänzend durchgeführte Logik der Thatsachen Wer zerstört denn nun eigentlich die Heiligkeit des Familien. deurs wiederholt ihrem fünfundvierzigjährigen Mann das demonstrirt, daß die Armen und Hilfsbedürftigen doch in recht lebens? U. A. w. g. 2. S. 1853. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. 4. Ech. 45. Der Sachverhalt, so wie Sie ihn darlegen, ist nicht verständlich. Am besten ist es, wenn Sie in unsere Sprechstunde fommen. E. W. Kündigung. Sie haben zu spät gekündigt. Die Kündigung hätte schon am 31. Dezember geschehen müssen. A. N. und F. P. 48. Rommen Sie in unsere Sprech stunde. Winkel. Hat der Betreffende das Staatsbürgerrecht in der Schweiz erworben? A. 10. Wenn den Kaufmann ein Verschulden trifft, ist er Ihnen schadensersatzpflichtig. N. 895 M. Geben Sie zunächst an, welche Kündigungsfrist zwischen Ihnen und dem Vermiether vereinbart ist. Sie müssen die Wohnung jeden Tag zeigen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 15. Januar. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Karneval. Schauspielhaus. Das goldene Fließ. Deutsches Theater. Klein Eyolf. Berliner Theater. Der Kompagnon. Lessing- Theater. Ghismonda. rues Theater. Der kleine Mann. Rehdenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus. Schiller- Theater. Krieg im Frieden. A. B., Lichterfelde. Wir rathen Ihnen hier energisch vorzugehen. Der Bormund des Kindes soll sich das Armen recht bewilligen lassen und Beiordnung eines Rechtsanwalts be. antragen, der dann die Klage gegen den Schwängerer leiten wird. H. 5. Kommen Sie in unsere Sprechstunde.. Hoffnung. Hier in Berlin giebt es, wenn nichts vers einbart wird, unter Gbegatten keine Gütergemeinschaft. H. R. 30. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. ein. K. 107. 1. Die Borweisung eines besonderen Auftragsscheins ist nicht erforderlich. 2. Die Beantwortung der Frage tönnen Sie verweigern. F. B. 25. Legen Sie den Sachverhalt genauer dar. Mon ami. Machen Sie eine Eingabe an die Armendirektion. Meißen. Die Arztforderungen verjähren erst in 4 Jahren. B. 59. Es ist rathsam, wenn Sie sich dem Wunsche des Meisters in dieser Beziehung fügen. Marienfelde 1001. Der Erbschaft müssen Sie bei dem Gericht entsagen, bei dem der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte. Besondere Kosten entstehen dadurch nicht. Adolph Ernst- Theater Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. 3um 18. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangsposse mit Tanz. Nach dem englischen A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Infolge des großen AuDrangs bleibt die Kaffe von Vormittags 10 Uhr ununterbrochen geöffnet. Castan's Panoptikum. Theater Unter den Linden. Der Noch nie dagewesen! Vogelhändler. Belliralliance- Theater. Onkel Bräsig. Central- Theater. O! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. Alexanderplat- Theater. Privatlogis. Die Direktrice. Das 區 延 Die Riefen des dunkein Erdtheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. National- Theater. So find fie Weihnachts- Ausstellung Alle. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Dienstag, 15. Januar, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Mittwoch, 16. Januar, abends 8 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Buchhandlung des ,, Vorwärts". Untur Sozialdemokratie erscheint am Freitag, 18. Januar. Preis 15 Pfg. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Passage- Panopticum. General- Versammlung Neu! I. Neu! der Liepner'schen Krankenu. Sterbekasse Nr. 23, Prof. Frdr. Schwinge's am Donnerstag, d. 24. Januar cr., Wandernde abends 8 Uhr, Lichtbilder. i. Saale d. Schüßenhauses, Linienstr. 5. Tagesordnung: Kassenschreiber- Wahl. Blau Buch legitimirt. II. Das Lied von der Glocke 2167b] Der Vorstand. in 15 lebenden Bildern Ortskrankenkasse des Gewerbes der Lackirer zu Berlin. mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Donnerstag, den 17. Januar, abends Der Meister: Rob. Biberti 8 Uhr: Hagar's Sohn. Freitag, den 18. Januar, abends 8 Uhr: Hagar's Sohn. Sonnabend, den 19. Januar, abends 8 Uhr: Hagar's Sohn. Sonntag, den 20. Januar: nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. Zum 134. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: O, diese Berliner! National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. So find fie Alle! Posse mit Gesang in 3 Akten( 5 Bildern) von W. Mannstädt u. A. Weller. Musik von W. Mannstädt. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 612 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, 19. Januar: Bolts vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Circus Renz Carlstrasse. Dienstag, den 15. Jannar, abends 1/2 hr: Dienstag, d. 22. Jan., abends punkt 8½½2 Uhr, ausserordentliche F. S. 1000. Kommen Sie mit dem ergangenen Urtheil in unsere Sprechstunde. Sie müssen um eine Ausfertigung bitten und erhalten dann in einigen Wochen das Erkenntniß. Beurlaubter Reservist 1893. Sie müssen sich hier genau nach der Ihnen ertheilten Instruktion richten. J. F. 50. Geben Sie den Sachverhalt ausführlich an, Sie werden dann sofort eine Antwort erhalten. R. H. i. J. Von den beaufsichtigenden Polizisten können Sie Eintrittsgelb nicht fordern. and Achtung! Danklaauna. Sozialdemokratisch. Wahlverein Für die herzliche Theilnahme und f. 5. 6. Berliner Reihstags- meiner Frau Auguste Karge fage Kranzspenden bei der Beerdigung Wahlkreis.allen, insbesondere dem Personal ven Böhme und dem Gesangverein Das Mitglied, Tischler Glück zu" herzlichsten Dank. Wilhelm Schröder wird hente Dienstag, nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle d. ZionsKirchhofes in Weißensee beerdigt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. 284/12 Todes- Anzeige. Am 12. d. M., mittags um 1 Uhr, entschlief nach schwerem Leiden unser guter Kollege, treues Mitglied und Kaffenrendant des Vereins der Bauanschläger Berlins und Umgegend, Wilhelm Kunz im Alter von 50 Jahren, welches wir hiermit mit tiefer Trauer anzeigen. Die Beerdigung findet Mittwod, den 16. d. M., nachmittags um 3 Uhr, vom Krankenhause Bethanien statt. Der Vorstand d. Vereins der Bauanschläger Berlins u. Umgegend. " Berlin, den 13./1. 1895. Emil Rarge. Danksagung. Für die Beweise inniger Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes guten Vaters, sage allen Verwandten u. Bekannten, dem Fachverein und Kollegen der Firma Körner u. Proll der Goldschmiede, den Herren Chefs meinen herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe nebst Kindern 2170b Emilie Manzel geb. Hoffmanu. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vers meiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu achten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 15. Januar, abends 8 Uhr, in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Bericht der Revisoren, Wahl eines Viertelfübrers und einzelner Bezirksführer. 2. Vortrag des Genossen A. Bebel. 3. Diskussion. Der Vorstand. 28019 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General Versammlung bei Röllig, Nene Friedrichstr. 44. in Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Verfügung des Herrn Oberpräsidenten betreffend die dauernde Erhöhung der Beiträge u. Herabminderung der Beitragsleistungen. 2. Erfahwahl 3. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Liebknecht. 2. Diskussion. Am Dienstag, den 15. Januar, Schneider's Gesellschaftshaus", Belforterstraße 14: Versammlung. Gr. Extra- Vorstellung. für 2 ausgefchiedene Borstandsmitglieder ( 1 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer). 3. Ver schiedene Kassenangelegenheiten. Die Mitglieder, sowie die Herren Arbeiter, welche aus eigenen Mitteln Beiträge zur Stasse zahlen, werden hiermit eingeladen. Der Vorstand [ 21766 Besonders hervorzuheben: Elimar, der Stridspringer, dressirt u. vorgef. vom Direktor Fr. Renz. Concurrenzschule, geritten von den Damen Frl. Wally Renz und Frau Renz- Stark in Husaren Uniform m. d. Schulpferden Cromwell und Maestoso und den Steigern Alep J. A.: Serm. Runge, 1. Vorsitzender, und Solon. Mr. Wassiliams, Jockey. Grand Pas de deux serieux zu Pferde v. Mlle. Mathilde Renz u. Mr. Fassio. Herr und Madame Denis, fomische Reitfzene. Mr. Clark, Jongleur. Auf Reichenbergerstr. 147. Bekanntmachung. vielseitiges Verlangen: Auftreten des Außerord. Generalversammlung Hrn. Gustav Hüttemann( als Gait) mit sämmtlicher Vertreter der Arbeitgeber seinem von ihm selbst in allen Gang- und Kassenmitglieder der arten der hohen Schule dressirten engl. Orts- Krankenkasse für das Vollblut Fuchswallach Cincinatus. Zum Schluß: Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peking.) Neue Mufiteinlagen. Morgen, Mittwoch: Tjo Ni En. Herr Gustav Hüttemann( als Gast). Fr. Renz, Rommissionsrath. Nur noch kurze Zeit! voritellung zu bedeutend ermäßigten Circus G. Schumann. Preisen: Maria Stuart. Kaufmann's Variété. Das Sensationellste der Saison! Maucke!!! Mauche!!! der Kolossal- Mensch als Pauline vom Ballet ist wohl die urdrolligste Nummero, welche je in einem Spezialitäten- Theater engagirt war. Ferner: Friedrich Karl- Ufer. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Täglich, abends 7 Uhr: Goldschmiede- Gewerbe am Mittwoch, den 28. Januar, abends 81/2 Uhr, präz. im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16: Tagesordnung: 1. Das Vorgehen der Gewerbe- De putation gegen die freie Arztwahl bei unserer Kasse. 2. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tages ordnung ersucht um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen sämmtlicher Delegirten. 181/11 Berlin, den 14. Januar 1895. Der Vorstand. J. A.: E. Davidshäuser, Worf., Weberstr. 40a, 2 Tr., Eingang Elisabethstraße. Grosse Vorstellung. Georg Georg Wagner Urania Uhrmacher, Anstalt für volksthümliche Oranienstr. 65, 1 Tr. Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. 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Für den Often: Andreasstr. 36, Restaurant Zastrow, Sonnabends von 612-8 Uhr abends durch Kollegen Mülverstedt. 72/3 Der Vorstand. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 17. Jannar, abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: " 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Die Pharifäer einst und jeht". 3. Diskussion. 4. Bericht und Neuwahl der Unterstügungskommission. Brauerei Pichelsdorf Telephon: Amt Spandau Nr. 13. Telephon: Berlin Amt VI Nr. 1116. 13452* empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere. Lagerbier, hell, Exportbier, dunkel, Markgrafen- Brän nach Münchener Art. Koulanteste Preise. Niederlage: Berlin, Königin- Augustastraße 1, am Hafenplatz, Ringbahnbogen 1-8. Die Kollegen werden ersucht, die Billets von dem Weihnachtsfest Genossenschaftsbäckerei„ Vorwärts", in dieser Versammlung abzurechnen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 167/20 Die Verwaltung. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend( Filiale Nord). Am Mittwoch, den 16. Januar ds. Js., abends 8 Uhr, in Schneider's Salon, Belforterstrasse 14: Wander- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Chemifers Herrn Heinrich Baumann über:„ Die Frauen des Proletariats und die Damen der Bourgeoisie". 2. Diskussion. 120/17 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten Zellersammlung. Um zahlreiches Erscheinen der Frauen bittet Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Heute, Dienstag, den 15. Januar 1895, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Branchenversammlung der Metalldrücker. 2ages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Lampenbranche besonders eingeladen. Am Mittwoch, den 16. Januar 1895, abends 82 Uhr, im Restaurant Crantz, Badstrasse 12: Bezirksversammlung des Nordens. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Wiedemann. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Kartonbranche. Mittwoch, den 16. Jannar, abends 8 Uhr, ( E. G. m. b. H.) Am Ostbahnhof Nr. 3, empfiehlt den Genossen ihr schmackhaftes Roggenbrot mit Kontrollmarke. Zu haben in unserer Bäckerei sowie in allen mit unserem Plakat 88/8 versehenen Geschäften. Ber Vorstand. H. Teupel, Geschäftsführer. Fr. Junker, Rassirer. Künstl. Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Reparat. sofort. Theilzahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. 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