Nr. 420 39.Jahrgang Ausgabe A Nr. 206 Bezugspreis: Für den Monat September 200,- M., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet, sowie Oesterreich und Luxemburg 248,- M, für das übrige Ausland 282,- M. Postbestellungen nehmen, an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Lugemburg. Defter reich, Schweden, Schweiz, TschechoSlowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Morgen- Ausgabe mule dinedes Vorwärts Berliner Volksblatt 6 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareffezette foftet 40,-. Reflamezeile 180,-. Kleinenzelgen" das fettgebrudte Wort 12,- Wt.( guläffig zwet fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und Schlaf Stellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes weitere Wort 5,- Mt. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 15,-. Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin GW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: and 2506-2507 Dönhoff 292-295 Mittwoch, den 6. September 1922 Ein Einigungsprogramm. Der Entwurf eines Einigungsprogramms der Deutschen Sozialdemokratie, deffen Wortlaut wir folgen lassen, ist nicht Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Heupterpedition n. Inseraten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Politik und Geschäft. Das Geschäft beim Wiederaufbau nämlich- i glücklich unter Dach und Fach. Herr Stinnes hat einen Bers trag größten Stiles mit den französischen Wiederaufbau genossenschaften abgeschlossen, nach dem er für viele Hundert von Papiermilliarden, mindestens also auch für einige Gold milliarden Baumaterial zu liefern hat. Die Provision tann" genossenschaften nach Deutschland nur solche Aufträge der bis zu 6 Proz. betragen. Da aber die französischen Aufbau III. Finanz- und Wirtschaftspolitik. Grundlegende umfaffende Finanzreform, die auf dem Prinzip das Ergebnis harter Meinungsfämpfe und zäher Berhand- der Quellenbesteuerung und der Lastenverteilung nach der wirtschaft lungen, er ist vielmehr mit großer Schnelligkeit und Leichtig- lichen Leistungsfähigteit aufgebaut ist. feit in freundschaftlicher Berständigung zwischen Unmittelbare Beteiligung des Reichs an den Erträgen der kapiben beauftragten Vertretern der beiden Parteien zustande gebracht worden. Auf beiden Seiten war man sich darüber klar, talistischen Unternehmungen. Erbrecht des Reichs bei entfernten geben dürften, die sie im eigenen Lande nicht gleich gut er daß es h jezt nicht darum handelt, tiefaründige Erörterungen Verwandtschaftsgraden, Pflichtteil des Reichs, abgestuft nach der ledigt bekommen, wird die Notwendigkeit, weniger als über Theorie und Praxis des Sozialismus zu führen, sondern Bahl der Erben. Verhinderung von Steuerhinterziehung und Kapi- 6 Prozent auf die vereinbarten Valutapreise aufzuschlagen, vielmehr darum, eine politische Tat zu tun, wie sie die taflucht. Schärffte Besteuerung der Spekulationsgewinne, insbe- felten gegeben jein. Gewaltige Gewinne winfen der Not der Zeit und der Wille der Massen gebieterisch fordern. fondere der Gratisaktien und Bezugsrechte. Erhöhung der Aus- Privatwirtschaft. Sie hat in den Aufträgen an Sachliefe Darum halten wir es auch nicht für angebracht, Bedenken fuhrabgaben bis zur völligen Erfassung der Valutagewinne. Ver- rungen eine Auftragsreserve, die geeignet ist, ihr über die gegen einzelne Formulierungen ausführlich vorzutragen. Dazu schärfte Erfassung der Auslandsbevisen mittels wirksamer Kontrolle schwersten inneren Absatzschwierigkeiten hinwegzuheljen wird Zeit sein, wenn sich die geeinigte Partei ihr eigentliches durch die Außenhandelsstellen. Sicherstellung der Versorgung der In der Zeit, wo die Geldentwertung vernichtend auf den Programm geben wird, als dessen Vorläufer das Aktions- Bevölkerung mit Lebensmitteln, insbesondere mit Brot, Kartoffeln, Lohnempfängern und Rentnern lastet, sichert sich die Inprogramm nur zu betrachten ist. Dann wird ausführlicher Fleisch, Milch und Zucker unter Mitwirkung und Förderung der dustrie durch Privatvertrag ihren Gewinn am Wiederdarüber zu sprechen sein, ob ein Programm des wissen- Genossenschaften. Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, aufbau Nordfrankreichs, wie sie aus dem Völkermorb selbst schaftlichen Sozialismus nicht den gegebenen Entwic- Bekämpfung des Bauwuchers. Kontrolle der privatwirtschaftlichen ihren privaten Vorteil zog ohne Rücksicht auf Front und lungstendenzen, den in ihnen gelegenen Möglichkeiten Monopole. Sozialisierung der Schlüsselindustrien, insbesondere des Heimat. oder auch Hemmungen, in stärferem Maße Rechnung tragen Bergbaus. muß, als dies bei dem vorliegenden Aktionsprogramm der Fall ist. Eine ungeheure Welle der Erbitterung und der IV. Sozialpolitik. Enttäuschung geht durch die Arbeiterschaft. Das Unter Wer die Einigung will, muß auch das Einigungs pro- Abwehr aller Angriffe auf den Achtstundentag. Herabsetzung der des Volkes über sein Geschick sichern soll. Aber nicht das ist Schutz der Arbeitskraft durch Ausbau der sozialen Gesetzgebung. nehmertum hat den Staat verleugnet, es war stärker als der Staat der Staat, der in der Demokratie die Herrschaft gramm wollen. Die Buftimmung zu ihm im ganzen fälit Arbeitszeit in gefährlichen und gesundheitsschädlichen Betrieben. Das Entscheidende. Solange wir ein privatkapitalistisches uns um so weniger schwer, als seine Forderungen mit Ginfchränkung der Nachtarbeit für Männer und den unseren übereinstimmen. Die Richtlinien der praktischen der Berbot Unternehmertum, wie es jetzt wieder selbst in das fommu Nachtarbeit für Frauen und Jugendliche. Berbot Politik sind aber in diesem Augenblic vor allem für ein jeder Erwerbsarbeit für schulpflichtige Kinder. Sicherung der Arbeiterschaft nicht ganz Herr ihres eigenen Geschides ist, nistische Rußland zollfrei importiert wird, haben, solange die Aftionsprogramm von beschränkter Geltungsdauer wich Roalitionsfreiheit und des Streifrechts. Ausbau der staatsbürger- wird der taktische Erfolg einmal der einen, einmal der anderen tiger als die mehr oder minder einwandfreie Formulierung lichen und wirtschaftlichen Rechte der Beamten. Ersatz der Tech Seite zuneigen. Man wird selbst im Hinblick auf höhere wissenschaftlicher Bekenntnisse. Eine Aufgabe der im Görliger Programm niedergelegten in lebenswichtigen Betrieben durch Selbftdisziplin der Arbeiter unter Entente seit Jahren über Deutschland lastet, eigenes Wünschen nischen Nothilfe durch Einrichtungen, welche die Notstandsarbeiten politische Gewalt, wie sie jetzt durch die Reparationspolitik der theoretischen Auffassungen wird von ihren Bekennern ebenso Mitwirkung der Gewerkschaften sichern. Ausreichende Füsorge für und eigene Forderungen vor der größeren Notwendigkeit ein wenig verlangt, wie ihnen widerstrebenden Meinungen der bedürftige, arbeitsunfähige und arbeitslose Mitglieder der Gesell- fchränken oder aufschieben müssen. Was am Wiederaufbaus Raum zu freier Propaganda innerhalb der künftigen Geschaft. Schaffung eines einheitlichen Arbeiterrechts. Ausgestaltung geschäft des Herrn Stinnes so helle Empörung bis in das famtpartei beschränkt wird. des wirtschaftlichen Rätesystems zu einer Vertretung der sozial radifale Bürgertum hinein auslöst, das ist die Tatsache, daß Bon diesem Standpunkt aus fönnen beide Teile mit dem und wirtschaftspolitischen Interessen der Arbeiter, Angestellten und der tüchtige Geschäftspolitiker der Reparationen zugleich der Aktionsprogramm der Bereinigten Sozialdemokratischen Beamten. Bartei Deutschlands" zufrieden sein. Es liefert zuverlässige Führer im Kampf gegen jede Erfüllungspolitit gewesen ist. Grundlagen für die politische Aktion der nächsten Zeit und es fichert, soweit ein Programm dazu überhaupt imstande ist, die Einheit dieser Aktion. Zugleich schlägt es zu den Ge wertschaften und den Genossenschaften die Brücke und verwirklicht damit auf einer höheren Stufe die Einheit der gesamten modernen Arbeiterbewegung. Als einziger Störer dieser Einigkeit bleibt die ideen- und führerlose Gruppe der Kommunisten noch übrig, gegen deren Zersplitterungsarbeit sich die Einheitsfront des Proletariats" als eine geschlossene Abwehr front fonſtituiert. # Wir begrüßen das Einigungsprogramm, wie wir die tommende Einigung selbst wünschen und willkommen heißen! Aktionsprogramm V. Bolfsgesundheit und Volfserziehung. Vergesellschaftung des Gesundheitswesens, der Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Einheitsschule mit weltlichem Charakter. Erklärung der Religion zur Privatsache. Ausgestaltung der Schule nach sozialistisch- pädagogischen Grundsägen. Berbindung der Erziehung mit der materiellen Produktion. Gegen die Führer der Erfüllungspolitit haben schwere industrielle Breßorgane und Parlamentarier die Heze ges führt, die mit dem Meuchelmord eines Rathenau endete Willenlos und bar jeder eigenen Kritik stand diese politische Macht zu den schwarzweißroten Mörderfahnen. Keine Ber handlung mit der Entente verging, wo sie nicht mit tausend Stimmen ihr unerfüllbar" gerufen, und sobald die ReichsVI. 3nternationale Politif. politik den als richtig erkannten Weg ging, verantwortliche Kapitalismus und Klassenherrschaft der Besitzenden haben den Beit entfaltete die der Schwerindustrie willige Preffe eine politische Führer verunglimpft hätten. Selbst in der neuesten Weltkrieg entfesselt und nach seiner Beendigung sich vollkommen Hetze gegen die Regierung, die darauf schließen ließ, daß der folcher Friede kann nur aus dem Geist des internationalen Sozialis mit unerhörter Schärfe und Taktlosigkeit aufgenommen werden unfähig erwiesen, einen wirklichen Frieden herbeizuführen. Ein persönliche Kampf gegen die Regierungsmitglieder von neuem mus geschaffen werden. Die Vereinigte Sozialdemokratische Partei sollte. Noch ehe man über Zweck und Sinn dieser Angriffe ein Deutschlands fordert die Fortseßung einer Außenpolitik der Ver- flares Urteil zu gewinnen vermochte, stand die Deffentlichkeit der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ständigung und des Wiederaufbaues unter Berücksichtigung der vor der Tatsache, daß der bedeutendste Führer der Opposition Der Gang der geschichtlichen Entwicklung zeigt, daß der Kapi- Zeistungsfähigkeit Deutschlands. Sie erkennt in dem Wiederaufbau selbst einen Schritt unternommen hatte, der geradezu talismus der Welt Friede, Arbeit und Brot nicht zu geben vermag. Der zerstörten Gebiete Nordfrankreichs und Belgiens eine moralische grundlegend für die nächste Wiederaufbau Immer zwingender wird die Erfenninis, daß die Menschheit nur Pflicht Deutschlands sowie das unerläßliche Mittel, durch diefe politik ist. Man kannte die Beweggründe nicht, fah die durch den Sozialismus zu Freiheit und Wohlfahrt gelangen fann. Wiederherstellung die Bölferbeziehungen zu beffern. Sie gibt aber fraglos großen außenpolitischen und organisatorischen Vor In dem Streben, alle Kräfte des Proletariats zur Erringung der Ueberzeugung Ausdruck, daß die fortschreitende Zerrüttung der teile der Verknüpfung französischer Verbraucher mit deutscher der politischen Macht, zur Beseitigung der Klaffenherrschaft und zur deutschen Staats- und Volkswirtschaft sowie der furchtbare Produzenten, sah schließlich, daß das Ganze ein glänzendes Berwirklichung des Sozialismus einheitlich im Klaffentampf zu: Währungsverfall ausreichende Erleichterungen der Reparationslaften Privatgeschäft war und verstand. Die rechte, poli sammenzufassen, stellt die Bereinigte Sozialdemokratische Partei zu einer zwingenden wirtschaftlichen Notwendigkeit machen. tische Hand durfte nicht wissen, was die linke geschäftliche tut. Deutschlands, ausgehend von den Grundsäßen des wissenschaftlichen Der Krieg des Imperialismus und seine Fortfehung in den So hatte man die Erklärung. Sozialismus, folgende Kampfziele in den Bordergrund: Friedensverträgen haben eine schwere Weltfrise erzeugt: in den Und mit der Erklärung fam die Erkenntnis der unglaub I. Schutz der Republik. Siegerstaaten Arbeitslosigkeit, Produktionsstodung, Unverkäuflichkeit lichen moralischen Haltlosigkeit, die gerade in solchen Kreisen In der Erkenntnis, daß die demokratische Republik für den der Rohstoffe und Fabrikate; in den besiegten Ländern: Sinfen der die Politik beherrscht, von denen man es am allerwenigsten Kampf des arbeitenden Boltes den weitesten Spielraum, die aufkraft, der Löhne, Berschlechterung der Lage der arbeitenden erwarten dürfte. Kein Hinweis auf volkswirtschaftliche oder sicherste Grundlage und den Ausgangspunkt, für die Berwirklichung Staffen. Expropriation des Mittelstandes, Zwang zur Schleuder. außenpolitische Vorteile täuscht über den schreienden sicherste Grundlage und den Ausgangspunkt für die Berwirklichung tonkurrenz. Krieg, Wirtschaftskrise und Friedensvertrag haben die Widerspruch zwischen politischen Worten und geschäft des Sozialismus bietet, fordert die Bereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands den schärfsten und rüdsichtslosesten Kampf arbeitenden Klassen aller Länder zu Besiegten des Imperialismus lichen Taten hinweg. Die Bortämpfer der Erfüllungspolitit Partei Deutschlands den schärfsten und rücksichtslosesten Kampf gemacht. Der Kampf gegen die imperialistische Politit, für die Ab- wurden mit Schmuß und Schande beladen, eine Meute wildgegen alle Bestrebungen zur Wiederherstellung der Monarchie, Ausgestaltung der Reichswehr zu einer zuverlässigen Berteidigungsänderung der Friedensverträge, für die lleberwindung der Macht gewordener Nationalisten wurde gegen sie gehegt: Die Er waffe der Republik, Festigung der Reichseinheit, Ausbau der Re- und Gewaltpolitit durch eine internationale Rechtsorganisation er füllung des Friedensvertrages als Politit mar von den fordert den Zufammenschluß des Weltproletariats zu einer einheit Stinnes- Leuten geächtet, die Erfüllung als Geschäft gilt publik zum organisch gegliederten Einheitsstaat. für einen Dienst am Vaterlande. Kapitalistische Moral! Diese Politik fordert in den Ländern die Reinigung des Polizei- lichen gefestigten Kampfgemeinschaft. und Beamtenförpers von den Anhängern der Monarchie, um= Die Rampfziele unseres Attionsprogramms erheischen die höchfte Vielleicht kann die öffentliche Kritit noch manche faffende Demokratifierung Ser gesamten Verwaltung, Selbstverwal- Kraftentfaltung des Proletariats, die Stärkung all seiner politischen, der schwersten Bedenken gegen den Bertrag beseitigen- es tung der Gemeinden und Gemeindeverbände, Bekämpfung der geroertschaftlichen und genossenschaftlichen Organisationen, die volle ist unwahrscheinlich, daß man es darüber auf einen Konflikt partikularistisch- reaktionären Bestrebungen. Geschlossenheit und Einheit seiner Aktion. Die Partei ruft deshalb ankommen läßt, der den ganzen Nutzen dieser Abmachungen, alle Arbeiter, Angestellten und Beamten auf, die Einheit zu ver- die Entgiftung der Atmosphäre zwischen Deutschland und II. Kampf gegen die Klaffenjuftiz. wirklichen. Pflicht aller Parteiangehörigen ist es, in den Gewerk- Frankreich, zunichte machte. Der Bertrag ist unterschrieben, Umgestaltung des gesamten Rechtswesens nach sozialistischen schaftsorganisationen allen Zersplitterungs- und Spaltungsbeftre- bringt fogar Vorteile für die Kohlenversorgung der am Grundsägen. Zusammensehung der Richterfellegien aus allen bungen mit größter Energie entgegenzutreten. Die Forderungen Wiederaufbau beteiligten Industrieunternehmungen, er entBelksschichten. Entscheidende Mitwirkung gewählter Laienrichter unseres Programms müssen zur Grundlage des gemeinsamen lastet die Behandlung der Sachlieferungen an Frankreich von in allen Zweigen der Justiz. Abschaffung der Todesstrafe. Beseiti- Rampfes aller vom sozialistischen Geist erfüllten Organisationen politischen Auseinandersetzungen, wofern er erst einmal Gelgung aller gesetzlichen Bestimmungen, die die Frau in öffentlicher werden. Mit erhöhter Siegeszuversicht, mit gestählter Kraft wird tung erhalten hat. Aber er bleibt ein Geschäft, das nicht nur und privatrechtlicher Beziehung dem Mann gegenüber benach sich dann die historische Sendung der arbeitenden Klasse vollenden: mit dem Fluche tapitalistischen Eigennutes, sondern auch mit teiligen. Die Verwirklichung der sozialistischen Gesellschaft! dem Brandmal der Unwahrhaftigkeit gezeichnet ist. Gewaltige Verteuerung öer Lebenshaltung. Um 41 v. H. im August. Die RcichSindexziffer für die L e b e n 8 h a l t u n g S- kosten ist noch den Erhebungen de» Statistischen ReichsamtS über die Aufwendungen für Ernährung, Heizung. Beleuchtung und Wohnung im Durchschnitt deS Monats August aus 'i'Oilst gegenüber 4990 im Monat Juli gestiegen. Die Steige- rung beträgt 40,9 v. H. und übertrifft somit den Teue- rungssatz von 92 v. H. vom Juni zum Juli noch erheblich. ' Die RcichSindexziffer für die E r n ä h r u n g 8! o st e n stellt sich im Durchschnitt deS Monats August aus 9746; sie ist gegenüber dem Vormonat mithin etwas st ä r! e r als die Gesamtausgaben gestiegen. Fast sämtliche Lebensmittel, Kartoffeln aus- genonimen, haben weiter starl im Preise angezogen, auch Heiz- und Leuchtstoffe sind erheblich teurer geworden. Neue Seamten- unü Brbeiterbezüge. Die am 4. September zwischen den beteiligten Gewert- schaften und der Regierung geführten Verhandlungen bringen den Beamten eine Erhühung der Bezüge gegenüber dem August um rund 39 Proz. Leider gelang es auch diesmal nicht, den Kopfzuschlag zu erhöhen. Der prozentuale Teue- rungszuschlag steigt nach der neuesten Regelung von 395 um 432 auf 437 Proz. Für die ersten 19 999 M. Grundgehalt und Ortszuschlag werden 492 Proz. gezahlt. Der Teuerungs- Zuschlag zu den Kinderzulagen erhöht sich ebenfalls um 132 auf 437 Proz. Die Zulage bringt dem als„Stichmann" in Be- tracht kommenden Beamten der Besoldungsgruppe 3 Stufe in in Ortsklasse A ein Mehr von monatlich 2244 M., dem Ver- heirateten mit einem Kind unter den gleichen Voraussetzungen 2573 M. Die Gewerkschaften haben sich vorbehalten, für den Fall, daß die Preissteigerungen in dem gleichen Maß sich fort- setzen, neue Verhandlungen anzubahnen. Für die A r b e i t e r bei der Reichsverwaltung und in den Rcichsbetrieben ist mit den Gewerkschaften vereinbart worden, daß die Lohnerhöhung für September beträgt� bei mehr als 24jährigen Arbeitern im allgemeinen in Ortsklasse A 12 M. in der Stunde, bei mehr als 24jährigen Arbeiterinnen in derselben Ortsklasse 7,99 M. in der Stunde. Diesen Erhöhungen haben Reichsrat und lständiger) lleberwachungsausschuß des Reichstags zugestimmt. Beratung im Reichstagsansschust. Der Ueberwachunaousschuß des Reichstages befaßte sich in seiner vienstagsitzung zunächst mit den Erhöhung der Beamtenbezüge. Unter chinwei» auf die ungeheuren Spannungen der Gehälter zwischen den oberen und unteren Besoldungsgruppen stellt Abg. Genosse Bender den Antrag, den Kopszuschlag um weitere hundert Prozent zu erhöhen. Ministerialdirektor v. S ch l i« b e n erklärt, daß die Denkschrift über die gleitende Gehallsskala in Kürze dem Reichstag« vorgelegt wird. Die Arbeiten seien in vollem Gange. Eine wesentliche Verschiebung der Spannung der Bezüge zwischen den unteren und oberen Besoldungsgruppen sei durch die letzte Erhöhung nicht eingetreten. Die Grundgehälter sollen in Kürze neu geregelt werden, ebenso die Ortszuschläge. Des- halb fei es unzweckmäßig, die Nebenbezüge jetzt zu komplizieren. Der Zentrumsabg. Dr. ch ö f! e wendet sich gegen die beantragte Er- höhung des Kopfzuschlages. Seiner Auffassung nach ist die Span- yung zwischen den Bezügen der unteren und oberen Besoldung«- grüppen nach Abzug der Steuern nicht so groß wie angenommen werde, ch o f f m a n n(11. Soz.) weist darauf hin, daß die unteren Beamten im allgemeinen mehr Kinder zu ernähren haben als die oberen Beamten. Schon deshalb müßten die sozialen Gesichtspunkte mehr Berücksichtigung finden, choffmann stellt dann die Anfrage an die Regierung, ob sie bereit ist, den Kohlen» und Kortoffelvorschuß zu erhöhen. Ministerialrat Kühnemann erklärt, daß zu dem bereits bewilligten Kohlenvorschuß weitere Mittel bereit- gestellt werden, ebenso zum gemeinsamen Bezug von Kartoffeln. Abg. Genosse S t e i n k o p f wendet sich gegen die unzutreffende Darstellung des Abg. Dr. chöfle(Ztr.), der mit den Gehaltezulagen „nach Abzug der Steuern operiere. Man dürfe die Vorkriegs- Gnölich einmal! Don Fritz Müller, Chemnitz. Die bürgerliches Presse sitzt an den Wassern Babylons und weint. Die preußische Regierung hat sich einmal zu einem energi- schen Schritt aufgefaßt, der ihr zu beweisen scheint, daß man wenigstens in der Regierung des größten deutschen Bundesstaates Ernst zu machen gewillt Ist, die Rechtsparteien') als außerhalb der Staats, und Gesellschaftsordnung stehend zu betrachten und die Konsequenzen aus dieser von diesen Herrschaften') selbst gewollten Stellung zu ziehen. Schon im Reichstag ist es zur Sprache ge- kommen, daß dem Sohn des deutschnationalen Ab- geordneten Herg t'), der im Besitz eines Zeugnisses über die wissenschaftliche Befestigung zum einjährig-freiwilligcn Militärdienst war. die Zulassung zum Dien st e in der Reichswehr') nicht erteilt worden ist. Der Grund hierfür war eine ge- ringfügige Geldstrafe von S M.. die der junge H. sich als Leiter eines deutschnationalen') Jugendoereins wegen Uebertretung der Vereins- gesetze zugezogen hatte. Selbstverständlich wirkt die geringfügige Uebertretung an sich nicht so viel, daß man dem jungen Mann die Berechtigung zum Dienst in der Reichswehr') deshalb hätte nehmen sollen, das Schwergewicht liegt vielme?)r darin, daß er sich diese Strafe als Leiter eines sogenannten deutsch völkischen') Jugendoereins, also eines deutschnationalen') Jugendoerhetzungsklubs zu- gezogen hatte. Es ist außerordentlich erfreulich, daß die preußische Verwaltung deutschnationale') Agitatoren und Aufwiegler nicht als unbescholtene Menschen ansieht, daß sie enülich nach dem von uns stets vertretenen Grundsatz handelt: Deuts chnatio- naler') Führer und Agitator zu sein, ist ein Ver- brechen gegen den Staat, das den Betreffenden aus der Staatsgeineinschaft ausschließt... Aber auch auf anderem Gebiete-Hat der junge H. die bittere Cr- fahrung gemacht, daß man wenigstens im Freistaat') Preußen nicht ungestraft deutschnationaler') Aufwiegler sein darf. Cr hotte sich schon 1920") privatim auf das Abiturientenexamen vorbereitet, ist aber trotz dreimaligen Ansuchens zur Reifeprüfung nicht zugelassen worden. Das Provinzjalschulkollegium gab dem Deutschnationalen11) folgenden Bescheid: „Berlin W. 9, den 6. Juli 1921"). Wie aus dem uns von Ismen eingereichten... Urteil... hervorgeht, haben Sie die Gesetze des Staates absichtlich über- treten..... Bei dem bekundeten Mangel an moralischer Reife vermögen wir Sie zur Reifeprüfung nicht zuzulassen. (gez.) Mager." Endlich ein fr ei es, ein wahres und ein mutiges W ort. Möchte sich doch die Erkenntnis, daß die Zugehörigkeit zur Deutschnationalen Bolkspartei") ein Mangel an geistiger Reife ist, und Nachkriegs grhälter nicht nach Abzug der Steuern gegenüber- stellen, well das ein schiefes Bild ergebe. Für die hohen Steuern könnten die hochbezahlten Beamten keinen Ersatz verlangen. Di« Steuern lasteten auf dem ganzen Volt gleichermaßen. Steinkopf wünscht, daß die kohlen- und karloffeleorschüsse nicht wieder durch eine einzige Genossenschaft verteift werden. Abg. D e g l e r k(Dnat. Vp.) erklärt, daß, falls der Antrag der Sozial. demokroten auf Erhöhung der Kopfzuschläge nicht zurückgenommen werde, er die ganz« Desoldimgsftoge auftolle. Do» hätte eine Ver- zögcrung der Auszahlung bedeutet. Abg. Genosse Wels antwortet hierauf, daß die SPD. den Antrag gestellt habe, weil das Reichs- finanzministsrium den wiederholt geäußerten Wünschen der Partei nicht Rechnung getragen habe. Er sei bereit, den Antrag zurückzu- stellen, wenn die Reichsreqierung erkläre, daß sie unsere Wünsche künftig berücksichtigen wolle. Die Sozialdemokratie werde aus die Gewerkschaften einwirken, sich dem Reichsfinanz- Ministerium in dieser Frag« nicht mehr zu unterwerfen. Nach einer Erklärung des Ministerialdirektors v. Schlieben, daß die grundsätzliche Nachprüfung der Grundgehälter, Ortszuschläge und aller hiermit zusammenhängenden Fragen alsbald erfolgen soll, zieht Abg. Genosse Wels den Antrag zurück, weist aber noch einmal ausdrücklich daraus hin, daß die Regierung den Ernst, den die Fraktion dieser Frage beimißt, erkennen möge. Daraufhin erteill der Ausschuß die Genehmigung zur Auszahlung der Erhöhungen an die Beamten. Sodann wird die Ber«itstellung von Mitteln zur llnkersiüljung von Kleinrentnern besprochen. Die Regierung erklärt, daß sie die ursprünglich ein- gesetzte Summe von 500 Millionen Mark auf eine Milliard« erhöht habe. Nach längerer Debatte wird folgender Antrag angenommen:„Die zugunsten der Kleinrentner neu in Aussicht ge- nommene Summe von 599 Millionen Mark mit größter Beschleuni- gung zur Auszahlung zu bringen. Der Satz, an Stelle des Grund- satzes der Bedürftigkeit den Grundsatz des tatsächlichen Bedürfnisses zu setzen, wird von der Mehrheit des Ausschusses abgelehnt." Teuerungsaktion üer Gewerkschaften. Besprechung beim Rcichskanzler. Der Reichskanzler empfing am Dienstag mittag die Spitzen- organisationen der Gewerkschaften zu einer erneuten Aussprache über die Teuerung und die Maßnahmen der Regierung gegen den Wucher. Dr. Wirth gab den Gewerkschaftsführern zunächst einen Ueberblick über die politische Lage, unterrichtete sie über den Gang der letzten Rcparationsverhandlung-n in Paris und besprach an- schließend die bisher von der Regierung getroffenen Maßnahmen gegen die Teuerung. Unter anderem verwies der Kanzler darauf, daß namhafte Goldgaranlien für die an Belgien auszuhändigenden Schahwechsel nicht in Frage kommen können, und gab seiner An- erkennung über die Haltung der Gewerkschaften bei Erörterung der wichtigen außenpolitischen Fragen in der letzten Zeit Ausdruck. Genosse Graßmann forderte für den ADGD. energischere Maßnahmen gegen die Rot der Zeit. Eine Erhöhung des preise» kür Umlagegetreide, insbesondere für das erste Drittel der Umlage, sei für die Arbeiterschaft untragbar. Ferner wünscht« Graßmann eine Einschränkung des freien Börsenverkehrs auch auf dein Produktenmarkt und Maß- nahmen gegen die Auswüchse des Bersteigerungs- wesens. Im Zusammenhang hiermit führte er Fäll« an, so z. B. aus Hamburg, wo Forstdesitz durch die Versteigerungen um 27S9 Proz. in die Höhe getrieben worden war. Auch die Forde» rung aus Wiedereinführung der Zwangswirtschaft für viele Lebensmittel und Bedarfsartikel des täglichen Gebrauchs wurde erneut aufgestellt. Der Reichskanzler erwiderte auf die Ausführungsn Graßmanns, daß das Kabinett sich schon in kürzester Zeit mit weite- ren Maßnahmen gegen die Teuerung beschäftigen werde. Die staat» liche Forstwirtschaft müsse sich ebenfalls der Geldentwertung einiger- maßen anpassen, zumal die Etats der Länder auf eine Bewirt- fchaftung der Forsten basieren. Eine Wiedereinführung der Zwangs- auch in anderen Bundesstaaten Bahn brechen, auch in solchen Bun- desstaaten, wo man die Angehörigen von Rechtsparteien") hätschelt und streichest, wo man sie, denen der preußische Staat ihre geistige Unreife amtlich bescheinigt, zu beratenden Konferenzen einlädt, und wo man sie zu Vizepräsidenten der Land- tage nicht bloß wählt, sondern wo sozialistische") Parteien sogar ängstlich bemüht sind, um der lieben Bequemlichkeit halber deutsch- nationale") Vizepräsidenten solang« wie möglich im Amte zu halten! * An m e r k u n g: Der Leser verändere in vorstehendem Text die angemerkten Worte wie folgt:') die sozialdemokratische Presse,') Sozialdemokraten,') von den Genossen,') des Ober- genossen D ll w e l l,°) zum Dienste als C i n j ä h r i g- F r e i- williger,') eines Arbeiter jugendvereins,') ssehe S!,°) eines sozialdemokratischen I.,') im Königreich Preußen, ") 19l9,") dem Genossen,") 1911,") zur S o z i a l d e m o. d e m o k r a t i e,") die Genossen,") bürgerliche Parteien, ") sozialdemokratische Vizepräsidenten. Nimmt man diese kleinen Veränderungen vor, dann erhält man, wa« mit Einschluß aller Sperrungen wörtlich zu lesen war im Jahrgang 1912 aus Teste 168 und 169 der konservativen Zeitschrift„Das Vaterland"! Rhythmus d« Zeit. Die Zeit hat wieder einen kleinen Puls bekommen. Das hat sie wohl überall augenblicklich in deutschen Landen, aber in der Millionenstadt merkt man diesen zertrümmerten Rhythmus tausendmal stärker als anderswo. Alle Dimensionen sind wieder verkürzt, jeder Auftrieb stockt, der Alb der Ungewißheit hockt auf jeder Brust. Und dies« Stimmung strahlt in das Straßenbild hinein. Man ringt und rauft nach Lebensmitteln,— sonst wird nichts gekauft. Wer Geld hatte, Ist eingedeckt mit allem, vom Winter- mantel bis zur Lanolintube, und wer nicht eingedeckt ist, kann nichts mehr kaufen— wie sollte niun auch, in einer Zeit, da in der Tauentzienstraße ein Paar Schuhe 4999 Mark kosten. Ich betone: Tauentzienstraße, also Tipp-topp-Westen— denn draußen im peri- pheren Berlin kosten die Schuhe— seltsamer Witz einer unfaßbaren Preispolitik— schon 4599 Mark! Hausfrauen raffen alles Papier zu Häuf, denn das Kilo Papier bringt bereits 16 Mark, und vier Kilo Papier geben ein Viertelpfund Butter. In so manchen Küehenschränken und Wäschespinden liegen die schwindenden Besitztümer auf nacktem Holz. Denn die Haus. frau variiert in kleiner Zeit ein Wort aus der großen und sagt: Papier gab ich für Margarine. Gardinen wandern als Lakcnersatz in die Betten, alte Jacken mit zerrissenem Futter werden zerfasert überwintern müssen, denn der Futterstoff für eine Damenwintcrjacke kostet 2999 Mark. Im Restgeschäft, das man durch gute Tips er- fahren har. Ganz kleine Leute kaufen einen Dollar, zwei Dollar für ihre letzten Tausender und warten die Katastrophe und damit den Profit ab, das Danaergeschenk der Pleite. In einer Wechselstube der Potsdamer Straße wurde der Berkauf von Dollarnoten, die im Schaufenster großartig zur Schau gestellt sind, rationiert. Einen Dollar pro Mann und Reese! Und der Witz, der für diesen Winter den Kohlenverkauf nach Biertelpfündchen Wirtschaft aus allen Gebieten könne nicht allgemein er» örtert werden. Vielmehr müsse man von Fall zu Fall, wie etwa beim Zucker, den Sarlosfel» und den, Sclre'de, die Mög» lichkeiten, die für oder gegen die Zwangswirtschaft vorhanden seien, genau abwägen. Besonder» in der Getreidewirtschaft ständen der Zwanzsbewirtlchaftung große Schwierigkeiten entgegen. Aeußerst schwierig sei, bei den jetzigen Preisen für Umlage- getreide zu bleiben. Erhöhe»an die Preise nicht, dann bestehe die Gefahr, daß die nstwendigan Mengen nicht abgeliefert würden. Di« Regierung sei bestrebt, so viel auslth.dische» Getreide auszukaufen. wie es unsere Finanzlage möglich mache. Für die Herbsttransporte habe da» Derkehrsministerium bereits Vorsorg« getroffen, die eine glatte Abwicklung des Verkehrs erhoffen lasse. Auch sei die Re- gierung bestrebt, durch Vorschüsse den Beamten und Arbeitern bei der Versorgung für den kommenden Winter behilfiich zu sein. Daltrusch von den christlichen Gewerkschaften erklärt«, daß seiner Organisation weniger an der Einführung der Zwangswirt- schaft, als vielmehr an durchgreifenden Maßnahmen zur DeHebung der Krise läge.— Zum Schluß der Aussprache erklärte der Reichs- kanzler, daß noch in dieser Woche mit dem Reichsernährungsminister und dem Reichswirtschaftsminister die allgemeine Ernährungslage besprochen werden soll und dann eine erneute Zusammen» kunft stattfinden könne._ Notftanösmaßnahmen für Sozialrentner. Der Reichstag sousschuß für soziale Angelegenheiten beschäftigte sich am 5. September mit einer Vorlag« des Rcichsarbeitsministers, die der dringendsten Not der S o z ialre n tn er abhelfen soll. Ministerialdirektor Ritter gab einleitend eine Erläutermig des Entwurfs. Das Reich stellt eine Milliarde Mark zur Versüguna, die an die Länder zur Verteilung kommt, wobei 39 Millionen Mark als Sonderzuschüsse für dt« besetzten Gebiete ge- dacht sind. Die Länder bestimmen Art und Umfang der Rotsiands- maßnahmen und regeln die Verteilung der Reichszuschüsse an die Gemeinden. Ais Notstandsmaßnahmen kommen insbesondere� in Betracht Maßnahmen zur Beschaffung billiger Lebensmittel, Kleider und Heizstoffe. Bon den Reichszuschüssen dürfen neun Zehntel nur zu Notstandsmaßnahmen verwendet werden, deren Kosten von den Ländern und Gemeinden zu einem Fünftel aus ihren eigenen Mit- teln getragen werden. Di« Regierungsvertreter betonten, daß es sich jetzt um eine Aktion zur Linderung der augenblicklichen Not handle, ohne daß damit einer bald folgenden Erhöhung der Reuten oorgegrfffen werben soll«. Im Verlauf der wetteren Debatte wurde aus Antrag des Abg. H o ch(Soz.) der Anspruch der Rentenempfän- 8 er für die neuen Notstandshilfen obligatorisch nach Maßgabe des iamilienstondes gestaltet, soweit sie noch dem Notstandsgesetz vom 29. Juli bezugsberechtigt sind. In der Abstimmung wurde der Re- gierungsoorlege mit der vom Abg. Hoch beantragten Aenderung zugestimmt. Drei Dorlagen de» Reichsorbeitsminister» sehen eine Verdoppelung der verstcherungsgrenze der Angestellleuverstcherung von 199 999 aus 2 9 0999 M. vor, sowie der Grundlöhne und der Drittelungsgrenze bei den Krankentassen und die Erhöhung von Geldbeträgen in der Kranken- und Unsallversiche- rung vor. Die Grundlöhne bei den Krankenkassen wurden von 69 bzw. 120 M. auf 180 bzw. 500 M. erhöht. Die Höchstgrenz« der Krankenversicherung und der Unfallversicherung wurde auf 300 000 Mark festaefttzt. Die Vorlage über die Erhöhung von Geldbeträgen in der Kranken- und Unfalloersicherung wurde angenommen. Dami� waren die drei Lorlagen erledigt und der Ausschuß oertogtc sich auk Mittwoch._ Gemeinsame sozialistische ffraktionsfttzuna. In der Annahme, daß bis dahin die Wiedervereinigung von Sozialdemokraten und Unabhängigen erfolgt ist, werden, wie die P. P. N. hören, die Vorstände der beiden Landtags- fraktionen für den Nachmittag des 26. September die s o z i o l; demokratischen und unabhängigen Landtagsob- oeordneten zur ersten gemeinsamen Fraltions- s i tz u n g einladen. — in Scheiben oder in einem Stück— prophezeite, wird weiter auegebaut: In der Streichholzschachtel liefert der Kohlen- Händler die Ware— im Lastauto läßt er die Scheine abholen, mit denen sie bezahtt wird. Das Leben stockt— in den Gaststätten wird es leer, da es nicht jedermanns Sache Ist, ein Gedeck für 90 Mark mindestens zu verzehren. Und selbst in den Luxusdielen wird es stiller— die Edclvaluta rollt nur verschämt. Der Berliner Rhythmus ist zerbrochen, und Kassandra schleicht durch die Riesenstadt. Der Anschlußgedante hat gesiegt, hintenrum — wie alles wieder hintenrum geht. Berlin ist die Hauptstadt von Oesterreich geworden. Oesterreichische Zustände, da» ist der wahr« Rhythmus von Berlin. M. Pr. Irland und die irische Sprache. Im Verfassungsentwurf des irischen Freistaates heißt es unter anderem: Die nationale Sprache ist Irisch, aber auch das Englische soll als Amtssprache anerkannt werden. Danach könnte es erscheinen, als wenn das irisch« Volk (abgesehen vielleicht von Ulster) auch durchweg irisch spreche, und so nehmen wohl auch sonst die meisten an. In Wirklichiett ist da» aber durchaus nicht der Fall! Das Irische gehört zu den sogenannten keltischen Sprachen, die mit dem italienischen Sprochstamm(Lateinisch usw.) enger verwandt sind und sich zu Beginn unserer Zettrechnung über Frankreich. Belgien, Süddeutschland(teilweise), den größten Teil Oberitalien» und die britischen Inseln erstreckten. Auf dem Festland ist von diesen Sprachen nichts mehr außer dem Bretonischen vorhanden. Dieses wird in. der Bretagne(Nordwestsrankreich) gesprochen, stammt aber auch von Einwanderern aus den brttischen Inseln. In Großbritannien mußte das Kestische ebenfalls immer mehr vor dem Eng- lischen zurückweichen, in Schottland wurde 1901 das Schottische (Gälische) von etwa 259 999, das Kymrisch« in Wales von etwa einer Million gesprochen, von denen aber je drei Viertel zweisprachig waren, d h. auch Englisch gebrauchten. Nur das Kymrische scheint sich auf gleicher Höhe zu hallen. Im allgemeinen aber nimmt die Zahl der keltische Sprachen Sprechenden immer mehr ab. das gilt besonders auch für das Irische. Dieses wurde 1849 in Irland noch van mehr als drei Millionen gesprochen. Die Hungersnot in den fünfziger Iahren dos vorigen Jahrhunderts, die besonders die Landschaften mit irisch sprechender Bevölkerung betraf, fügte dem Irischen den größten Schlag zu. Ein großer Teil der Bevölkerung mußte auswandern(nach den Vereinigten Staaten), und auch in den folgenden Jahrzehnten war der Auswandererstrom Verhältnis- mäßig groß. Die Auswanderer nahmen selbstverständlich fast alle größtenteils die Sprache ihrer neuen Heimat, nämlich Englisch, an. Aber auch in Irland selbst verlor und verliert das Irische immer mehr an Boden. 1991 wurde es nach dar Statistik von etwa 620 000 Menschen gesprochen, von denen nur 21 999 Irisch allein gebrauchten. während die anderen auch Englisch sprachen. Sert 1991 hat die Zahl der irisch Sprechenden nicht zugenommen, höchsttrwhrschcinlich sogar weiter abgenommen: denn die irische Sprache ist infolge eigenartiger Anlautgesetze und auch ouz sonstigen Gründen schwierig zu erlerne:,. und einmal verlorenes Gebiet vermag sie nicht wiederzuerobern. Irland hat gegenwärtig etwa 4,4 Millionen Einwohner, von denen also ein Sechstel irisch spricht. Für den Frefftaat allein würde das Derhättnis nicht viel besser sein, da auch in Ulster von über 99 099 irisch gesprochen wird. Wie schon erwghnt, würde da, Nr. 420 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Ein Tag hinter dem Ladentisch. Rolonial warengeschäfts die Eindrücke, die ihm wäh laufenden Publikums erschienen. Warenpreise dennoch weiter stiegen. Mein Hinweis einem Vertreter gegenüber, daß damit die ganze bisherige Einstellung auf den Dollar nichts weiter fei, als ein bequemer Grund, auf Rosten des Boltes zu wuchern, fruchtete natürlich nichts, sondern hatte nur ein erlebten wir auf der einen Seite ein Nachlassen der Kauflust, und Achselzucken zur Folge. Ganz plötzlich mit dem Fallen des Dollars auf der anderen passierte es, daß plöglich tein Großhändler mehr ware auf Lager halte. Beide Teile nehmen die schon befannte abwartende Stellung" ein. Sobald der Dollar wieder zu feigen beginnt, wird auch die Ware zu neuem Preise auf dem Markt er scheinen. Interessant ist eine Angebotsaufstellung, die ich hier folgen laffe, die die Preise kennzeichnet, welche am Montag bei„ leerem Lager" vom Großhandel gefordert wurden: Pfd. 42, M.| Bohnen Bid. 40,-. Sn den folgenden Zeilen schildert der Bertäufer eines rend seiner Tagestätigteit als typisch für die Einstellung des Das Kolonialwarengeschäft, in dem ich als Verkäufer tätig bin, liegt in einer Gegend, in der nur das Proletariat wohnt. Die Häuser sind Mietstasernen, von denen große Teile des Berpuzes herebgefallen find, langweilige Fensterreihen und die Formlosigkeit Der ganzen Haustäften zeichnen die Straße aus, in der das mittelgroße Geschäft liegt. Mein Prinzipal handelt so ziemlich mit ollem, was zu des Leibes Notburst gehört. Und gerade das ist die richtige Stätte, um zu erfahren, wie sich die Hausfrau mit der Teuerung, die mit Riefenfchritten vorwärts syreitet, abfindet. Pünkt lich morgens 8 Uhr ziehe ich die Rolljalousien empor, und taum Mehl habe ich den Schlüssel in der Tür herumgedreht, als auch schon die < rste Kundschaft hereintritt. Ein fleines Mädchen, das, bevor es in Die Schule geht, noch Brot und Margarine tauft. Der Prinzipal beschäftigt mich in der ersten halben Stunde nur mit der Beränderung der Preise, die fein fäuberlich auf schwarzen Lafeln in Rundschrift notiert werden. Aus der ihm zugesandten Rolonialzeitung" erfährt er die neuesten Preisnotierungen und ist somit immer auf dem laufenden. Dann wird an den Preisen beobachtet, was heute am gangbarsten sein dürfte, und der Zeit ersparnis halber werden dann die Waren in Düten abgewogen, um gleich griffbereit zu fein. So gegen 9 Uhr beginnt der eigentliche Verkauf. Ich unterscheide gewöhnlich drei Arten von Kunden. Die erste Art ist jene, die bei jeder Preiserhöhung, möge sie gering oder groß sein, ein stilles Entsegen erfaßt, und dann beginnen sie zu lamentieren. Es sind die Träger der Unzufriedenheit, die feiner Beweisführung zugänglich sind und gedankenlos auf alles schimpfen. Die zweite Kategorie der Kunden sind die, die alles fill und ruhig hinnehmen und ohne jeden Widerspruch eine Preiserhöhung über sich ergehen lassen und zu müde find, auch nur im geringsten oppofitionell zu wirken. Sie ziehen immer und ewig in demselben Gleichmaß ihre Brieftasche, seufzen tief und bezahlen. Nur auf ihren Gesichtern sieht man deutlich etwas wie einen stillen Grimm, den auszuschütten sie auf die geeignete Stunde warten. Der dritte Typus des Käufers find die ganz Armen, denen vorzugs weise die Rentner und Arbeitsunfähigen angehören, die auf eine Rente angewiesen sind und die versuchen, in jedem Falle etwas von dem Kaufpreis herabzudrücken. Diese Leute bedient ber Chef burch meg selbst, weil er fühlt, doß die Gefahr besteht, daß ich gegebenen falls ihnen entweder im Preise etwas nachlasse oder zu dem Abgewogenen hier oder da eine halbe oder ganze Schaufel Ware hinzuschütte. Wenn der Geschäftsinhaber vornehm dentt, so fann es glücken, daß dieje dritte Art der Räufer von ihm in einem Buche geführt wird und die Zahlung bis zum Empfang der Rente oder Der färglichen Unterstützung gestundet wird. Bei diesen Leuten fällt es ganz besonders schwer, eine Preiserhöhung, die über Nacht vor fich gegangen ist, befanntzugeben. Man muß beobachten, wie plög lich ein solch entfehlich trüber Ausdruck in ihre Augen gleitet, wie fie ftumm den Kopf schütteln, um dann ohne das Notwendigste den Laden wieder verlassen. Der Dollar im Laden. teis Gries Haferfloden Erbsen 48, 44, " " " 44, 40, " " Kartoffelmehl 44, Nudeln 44, Himbeersaft Pfd. 48,- bis 50, Staffee. Pfd. 350, • " " • Mittwoch, 6. September 1922 förmlich planmäßig zusammentreiben und mehr schwimmend als tauchend fangen. Die Boltssage weiß vom Peleken manches Märchenhafte zu berichten, so daß er in der Hungersnot fich felbst die Brust aufreißt und seine Jungen mit seinem Blute füttert, und noch vor ungefähr hundert Jahren fonnte men dergleichen in populären Naturgeschichtsbüchern lesen. Der Fang dieser Vögel gelingt meist ohne große Mühe. In Gefangenschaft lassen sie sich leicht zähmen und bilden in Zoologischen Gärten beliebte Schaustücke. ins Wasser geschleuderten Fische zuschießen, sich in tomischer Wut Man sieht sie bei der Fütterung mit der größten Gier auf die darum balgen, die Beute im Kehlsace bergen, um sie nachher in Ruhe zu verfchlingen. Bei ihrer großen Gefräßigkeit ist es, nament lich unter den heutigen Berhältnissen, nicht leicht, fie zu unterhalten. its ebenso tüchtige Fischer wie sie erweisen sich ihre Teichgenossen. Die euch in unseren Gegenden heimischen Kormorane werden in China häufig jung eingefangen und zum Fischfange abgerichtet. Man legt ihnen dabei Ringe um den Hals, so daß sie die gefangenen Fische nicht hinunterschlucken fönnen, sondern im Kehljad unver sehrt ans Land bringen. Angemessenheitspreise. Gegen Abend wird der Verkehr stärker. Sobald die Leute den Laden betreten, ist das erste Unterhaltungsthema der Dollar. Er an die im Rathaus stattgehabten Besprechungen mit den Das Nachrichtenamt der Stadt Berlin teilt mit: Im Anschluß spielt eine gewaltige Rolle, und mit Freuden wird sein Fallen begrüßt ertretern des Kleinhandels wurde in der gestrigen oder sein Steigen gemißbilligt. Man sieht jetzt auch weit mehr weiteren Verhandlung festgelegt, daß von der Preisprüfungsstelle männer um diese Zeit einkaufen, die durchweg von ihren Frauen gemeinsam mit der Wucherabteilung des Polizeipräsidiums und Vergesandt worden sind, um selbst einmal zu erfahren, wie teuer die Lebens- tretern des Kleinhandels für die wichtigsten Artikel des Lebenshaltung und mit welchen Schwierigkeiten das Einkaufen überhaupt mittelhandels ngemessen heitspreise festgesetzt werden, die verknüpft ist. Gewöhnlich machen die Männer einen weit größeren dem Publikum und den in den Markthallen usw. errichteten BeSpektakel über das Anziehen der Preise als die Frauen, weil das schmerbestellen als Anhalt dienen sollen. Diese Preise herbeischaffen der Lebensmittel ja immer nur für sie gelegentlich in sollen wöchentlich veröffentlicht werden. Durch Hinzuziehung Frage kommt. Die Frauen helfen sich mit diesem einfachen Mittel der Verbrauchervertreter und der Preisprüfungsstelle ist. Gewähr gegen die verzweifelten Vorwürfe der Männer, die, wenn das Geld geboten, daß auch die Verbraucherinteressen gewahrt sind. im Haushalte früher alle geworden ist, als es ihren Berechnungen nach möglich wäre, beständig vom schlechten Wirtschaften" sprechen. Rasieren mit Nepp. Im Augenblick ist das Gespräch über den Dollar auf das wirtschafts- Wir veröffentlichten vor kurzem einen Aufruf der Drpolitische Gebiet hinübergeleitet und die Zeit spielt plöglich teine ganisationen felbftändiger Friseure Groß- Berlins, Stelle mehr, der Laden steht in ganz furzer Zeit voller Leute, die der sich hilfefuchend und klagend über die Not des Gewerbes an manchmal Ansichten von einer seltenen Naivität zum Ausdruck das Berliner Publikum wandte. Beim Lesen der folgenden Zeilen, bringen. Aus diesem Hin und Her entspinnt sich mehr wie einmal die uns aus Leserkreisen zugehen, wird man sich kaum darüber wun. eine bedenkliche Situation für den Geschäftsinhaber, der dann auf Die Zuſchrift lautet: dern können, weshalb die Berliner sich nicht mehr rasieren lassen. alle mögliche Art und Weise versucht, die erledigte Rundschaft hinauszubugfieren. Die letzten Abendstunden sind darum zu den schwersten laden in der Königgräger Straße rafieren. Es entspann Auf der Durchreife in Berlin ließ ich mich in einem Friseurzu rechnen, und wenn die Uhr 7 schlägt, weiß man, insbesondere sich folgende Unterhaltung: Sie haben einen starken Bartwuchs, gemessen an den legten 2 Stunden, was man den Tag über ge- den muß ich zweimal rafieren. Beim zweiten Male wurde ich geschafft hat. schnitten. Darauf Behandlung mit Alaun und Talfum. Weiter: Sie rafieren sich wohl selbst? Ja! Na, dann muß ich Ihnen noch am Ohr und am Hals die Haare besser beschneiden, außerdem auch den Schnurrbart. Als ich mich dann mit einem Zehnmarfschein in der Hand zur Raffe begab, wurde mir nachstehende Rechnung vorgelegt: Rasieren Am Pelikanteich. drängte wirtschaftliche Lage, was nicht oft genug betont werden Ziemlich in der Mitte des Zoologischen Gartens, dessen befann, nur durch nicht erlahmende Besuchsfreudigkeit gebessert werden fann, unweit des Antilopenhauses und der Hirschgehege, liegt ein kleiner Teich von malerischem Aussehen. Bäume umschatten ihn, Darunter träumt eine Trauerweibe mit lang herabhängenden Westen. Auf einer fleinen Insel in jenem Waffer erhebt sich neben dichtem Höhlungen, ragen ins Waffer hinein. Die Bertreter der Großhandelsfirmen schwärmen in den Ge- Gebüsch ein Baumstumpf. Mächtige Feisblöcke, zum Teil mit tiefen 30 M. " Schnurrbartsäneiden und Schneiden des Haares hinter den Ohren und am Hals 40 Behandlung mit Alaun und Talkum. 10 Summa 80 27. " Mi Mir wurde gesagt, es handle fich um festgesette Preise und ich bezahlte auch. Nennt man das in Berlin Bucher oder Nepperei? Wir empfehlen den Organisationen der selbständigen Friseure Groß- Berlins, die den oben zitierten Notruf erlassen haben, selbst darauf zu antworten. schäften aus und ein, in der Hauptsache eigentlich nur, um die Kundschaft zu erhalten, weniger um Ware anzubieten. Es ist erTäglich um vier Uhr versammeln sich hier die Besucher in staunlich, mit welcher Naivität die Leute bisher jede Steigerung zu Menge, um der Fütterung der Bewohner zuzuschauen. Dies sind motivieren versuchten. Besonders im Gedächtnis bleibt mir haften, affervögel, Möwen von verschiedenen Arten, ein schwarzgefiederter daß ein Verkäufer einer großen Firma Schmalz offerierte, den Kormoran und vier Peletane. Diese Schreibart, entsprechend dem Der Mordversuch des Lehrlings. Breis jedoch nicht angab, sondern ans Telephon ging und bei seiner lateinischen Namen Pelecanus, ist richtiger als das häufige Pelikan". Firma anjragte, wie der Dollar steht. Im Bertrauen erklärte er In Berlin haben wir den retröckigen und den Nashorn- Peletan aus Schlechte Erziehung und schlechte Gesellschaft. dann, daß er bei jedem Runden telephonisch den Stand des Dollars Afrifa und den Zwerg- Peletan aus Asien. Die Unterschiede diefer und Raubes hatte sich der Lehrling Hans Hartwig vor der Unter der schweren Anklage des versuchten Mordes von seinem Hauptgeschäft erfahren müsse, um entsprechend das Arten find in ihren Benennungen angedeutet. Allen gemeinsam ist Ferienstraftammer des Landgerichts 2 zu verantworten. 5. war Schmalz verkaufen zu fönnen. der walzenförmige Körper, dünne diesem Zwecke auf der Börse 3 oder 4 Vertreter, die nichts weiter der große Schnabel mit dem breiten, vorn hatenförmig gestalteten Infolge mangelnder Aufsicht der Vater ist im Kriege ge tun, als jede noch so tieine Schwantung mitzuteilen. So tann es passieren, daß der Geschäftsinhaber, den der Eintäufer vor uns be- Oberschnabel und der starke Kehlsad. Mit den niedrigen Beinen fuchte, billiger eingekauft hat. Daß dieser ungesunde Zustand natür bewegen sie sich zu Lande ungefchickt, fliegen aber ziemlich gut und über höhere Einkommen verfügten. Aus Großmannssucht lich auf die kleinen Geschäfte zurückwirft, ist selbstverständlich. Als find namentlich geschickte Schwimmer. Meist leben sie in größeren wollte er es seinen Kameraden nachtun und da ihm die Mittel hierzu der Dollar zu fallen begann, stellte sich das Ruriofum ein, daß die Scharen, machen auch oft gemeinschaftlich Jagd auf Fische, die sie fehlten, verfchaffte er sie sich furzerhand durch Berkauf der 1] Sachawachiaf der Eskimo. Bon Ejuar Mittelfen. 1. Hoch oben in Alaska, auf der nördlichsten Spize, liegt, von Eis umschlossen, ein Estimowohnplay, ein recht großer sogar; denn mehr als fünfhundert Männer mit Frauen und Kindern haben hier ihr Heim. Unter den Estimos wird der Wohnplatz Nuwut genannt, aber in der Sprache des weißen Mannes heißt er Point Barrow. Den flachen, sandigen Strand entlang, in einer Ausdehnung von einer Meile oder darüber, liegt, aus Holz gebaut, mit Moos gedichtet, Hütte an Hütte, und vor jeder Hütte erhebt sich hoch über dem Boden ein Gestell. Da befindet sich das gesamte Befigtum des Hauses: Fleisch, Speck, Lederbeutel mit Tran, rohe und gegerbte Häute, alte und neue Kleider, Sattelzeug, Kajats, Schlitten, Speere, Lanzen und alle Arten Waffen und Werkzeug all das, was der Estimo gebraucht, ist hier vorhanden, mit fräftigen Seehundslederriemen verschnürt, gegen die gewaltigen Winter flürme, das Einschneien, aber vor allem gegen die Nachstellungen der Hunde gesichert. Im Sommer ist die Landzunge grün und mit Blumen bedeckt, die Häuser stehen verlassen, und oben auf dem höchsten Ramm, vom Meere entfernier, doch mit Aussicht darauf und auf die mächtige Lagune, liegt Belt an Belt- das Sommerlager der Estimos. schlechte Gesellschaft geraten. Er verfehrte in einem Turnverein, dessen Mitglieder durchweg Mädchen in Gruppen zusammenstehen und zusehen, die klein-| Frauen und Kinder laufen herbei, sehen mit scharfen Kennerften mit einem Stückchen Fell- der Puppe- im Arm, die augen über das Meer: ei, ein Seehund, ein Uglug, nun größeren mit einem kleinen Bruder oder einer Schwester auf wird es ein Fest geben! dem Rücken, die aus dem warmen Schuße des Anorakpelzes Bald flammen die Scheiterhaufen. Frauen kommen mit mit großen. verwunderten Augen in die weite Welt hinaus großen Kochtöpfen angeschleppt, andere mit Wasserkesseln, die sehen. über dem Feuer angebracht werden; mehr Holz wird aufgeBei den Frauen, zwischen den Kindern, in den Zelten, worfen, alles vorbereitet, aber draußen auf dem Meer mühen über den ganzen Wohnplay streifen die Hunde auf Jagd nach sich die Fänger mit ihrer großen Beute ab, das Land zu erFressen, auf Jagd nach einem Feinde umher; sie heulen, reichen, geführt von dem, der zuerst seinen Speer in den bellen, fletschen die Zähne, knurren bösartig, es sieht aus, als Rüden des Uglugs pflanzte. Es geht langsam, aber vorob es ans Leben ginge, doch sie meinen es nicht so schlimm. wärts fommt man doch, ein Schlepptau wird an Land geBlöglich hört man vom äußersten Ende des Wohnplates ein worfen, das übrige besorgen die Frauen. durchbringendes, zitterndes Hundegeheul; das wirft eletrifierend, alle bleiben stehen, wittern in der Luft, heulen ein wenig, vorsichtig, prüfend, die Stimmung wird sondiert und dann fegt sich der ganze Chor auf den Schwanz, streckt die Schnauze hoch in die Luft, hinauf in die helle Sonne und stößt ein langes, langes Geheul aus alle tausend Hunde; auch sie preisen den Sommer. Unter Rufen und Schreien und großem Jubel wird der mächtige Seehund an Land gezogen, gehäutet, in Stücke geschnitten, in die Stochtöpfe getan, und bald geht der Ruf durch den Wohnplak-" Der Üglug ist gekocht!" Die Männer verlassen ihre Rafenwälle, die Frauen ihre Felle, die Kinder ihr Spiel, alle eilen nach dem Scheiterhaufen, zu dem dampfenden Uglugfleisch es ist genug da für alle, die kommen. Die Augen glänzen, der Mund ist gestopft, das Leben herrlich zu leben. 190 Unten am Strand der Lagune liegen, geschickt hinter hohen Rasenwällen versteckt, stumme, ernsthafte Männer auf der Jagd nach Wildenten oder Gänsen, und draußen auf dem Stumm fizzen fie um den glimmenden Scheiterhaufen blauen Meer schießen, anscheinend ohne 3wed und Ziel, herum, rülpsen laut, satt und zufrieden, denken rein gar nichts Kajats hin und her. Doch ihre Besitzer, die feden Fänger, mehr. Aber es herrscht Feststimmung, ein Mann versucht, ob find auf Jagd nach Seehunden oder Walroffen aus. Ein nicht Aussicht auf einen Tanz ist, indem er die Finger sacht Umiaf- das Fellboot der Estimos fommt um die über das stramme Fell der Trommel gleiten läßt- die äußerste Spitze gesteuert, von der milden Sommerbrise mit Frauen wiegen fich im Taft, die Männer nicken, andere vollen Segeln über das Meer getrieben, und meit draußen, wo Trommeln tommen zum Vorschein, der Tanz beginnt der Himmel und Meer sich begegnen, ragen mächtige Schollen wilde Hula- Hula. Man lacht, jubelt und tanzt, die Feuer empor, hohe blaue, vom Wasser gertlüftete Brücken das flammen wieder hoch in die helle Nacht, der Rauch steigt gen Die Frauen fizen vor den Zeiten und rufen einander glitzernde Eis. Himmel in leichten bläulichen Wolkenes herrscht Freude laut zu, während die fleißigen Hände Häute reinigen und Eine Frau Reht über das Meer hinaus, mit der Hand und Wonne und Lachen, und über den Abhang hinauf, nach schaben. Bon harter Arbeit gebeugte, gichtgekrümmte alte sich vor der Sonne beschattend, und starrt gespannt auf einen dem weichen Mocslager, gehen Mann und Frau Hand in Frauen, mit Gesichtern, die tiefe Spuren eines lebenslangen Rajat, der plötzlich fortschießt, zielbewußt. Šie sieht den Mann Hand miteinander. Rampfes mit allen Naturgewalten, mit Hunger und Not draußen den Arm erheben und werfen ein Speer faust, ein Es ist hochsommer in Nuwut, aber bald tommt der tragen, wärmen ihre alten Körper in den Strahlen der Sonne Klatschen vor dem Bug: der Seehund ist getroffen! Andere fie ziehen ihnen nach und suchen sich den geschüttesten Platz Rajaks eilen herbei, Speer auf Speer wird nach dem Ziel geaber sie sind nicht müßig, das ist keiner in Numut, auch schleudert, der ungleiche Kampf wird fortgesetzt, der Seehund fie arbeiten noch, sie tauen Säure und fliden altes Zeug. schleppt sich mit seiner unerträglichen Last, den Speer im Ueberall find Rinder, fie laufen zwischen den Zeiten hin Rücken, mit den ledernen Schwimmblajen daran; er sucht zu und her und spielen. Die Jungen, die angehenden Fänger, entkommen, wird überall von Kajaks oder Speeren angehalten, treiben männliche Leibesübungen und werfen mit Spießen ermattet stirbt. nach Bögeln oder Tieren des Feldes, während die fleinen! Die Frau stößt einen Schrei aus, sofort ruht die Arbeit, Winter. Verschwunden sind die Zelte, für den kommenden Früh ling geborgen, verschwunden die Häuser, tief unterm Schnee doch nein, nicht völlig, an zwei Löchern fann man sie erfennen, eins, wo der Rauch sich einen Weg in die freie Luft hinaus bahnt, ein anderes über dem Fenster aus Tierdarm, durch das ein schwacher Schimmer in die dunkle Polarnacht hinausfällt. ( Fortjeßung folgt.) " Filmschau. 19 rauringe feiner Gltern. Sterüber erzählte er vor Ge selbst wußte Rat. Sie ließ fich von dem freigebigen Ravalier einige richt zunächst folgendes Märchen: Ein Unbekannter habe ihm auf Scheine geben und ging ohne Hut und Umhang hinunter, um sich ter Straße 500 m. gegeben mit dem Auftrage, einen Herrn Cohn selbst die Schokolade zu holen. Das schien dem AusDie Schauburg bringt von dem Film, Der Graf von Monte von Köln nach Berlin zu geleiten. Mit diesem Gelde sei er nach länder aber zu lange zu bauern. Nachdem er eine Weile vergeblich hristo" ben zweiten Teil. War der erste Teil sehr vielversprechend, so Röln gefahren, dort in einem Hotel abgestiegen und habe zufälliger gewartet hatte, schöpfte er Berdacht und endlich wollte er wieder bringt auch der zweite feine Enttäuschung. Die tadellosen Landschaftsaufweise in der Schublabe seines Zimmers einen Revolver gefunden. feinen ed anziehen, un fich nach seiner schönen Begleiterin um nahmen, unter denen die Felfenlandschaften in ihrer düsteren Eigenart beDen Cohn habe er nicht gefunden und sei daburch in Berlegenheit zusehen. Dabei fiel ihm auf, daß aus der Racktasche die Brief- fonders wirken, die fein herausgearbeiteten Schauspielertypen und die trau geraten, die die Ursache seines späteren Handelns war. Er locte tasche fehlte. Die Kleine batte dagegen Hut und Umbang um lich anmutende Kleidung von 1840 wissen wiederum für sich zu werben. den Inhaber des Hotels Frig Kraus unter dem Borgeben, der getauscht und war auf und beson gegangen. Bie fich herausstellte, Auch wird das Leben und Treiben an Bord, unbedingt das Ergebnis einer Schlüssel zur Kommode sei abgebrochen, zu sich ins Zimmer und als hatte sie einen sehr guten Lausch gemacht. In der Brief- suten Beobachtung, zum ſtarten Gindrud. Biola Graham wartet in einer Soloszene Der Dollar" auf, die ihr Srauß sich büdte, um sich den Schaden anzusehen, schlug er ihn tasche befanden sich u. a. zwei Schecks der Bant von Marmoroch, Gelegenheit gibt, ein paar Schlemmerlieder zu fingen und fich in teuren mit dem Revolvertnauf über den Kopf und brachte ausgestellt für die Firma Blanc u. Co., Bufareft, über 200 000 m., Kleidern zu zeigen. Für anspruchslose Zuschauer, die die Not des Tages nicht ihm 5 schwere Ropfperlegungen bei. Geistesgegenwärtig ein Scheck auf die Deutsche Bant über 300 000.. ein Scheck über tennengelernt haben, mag sie genügen. Warum die zweite Bühnenschau mehrte R. den jungen Burschen von sich ab, warf ihn auf das Bett 100 000 20. und ein Reichsbantiched über 90 000 M. Außerdem an Die Unschuld vom Bande" fich Tanzoperette nennt, ist nicht recht und rief durch die Zimmerklingel Hilfe herbei. Der jugendliche barem Gelbe 10 000 deutsche Mart, 10 Dollar, 3960 rumänische Lei erklärlich. Soviel wie dort wird doch in jeder Bühnenschau gehopst. e. b. Attentäter wurde verhaftet und von der Besagungsbehörde zu- und 4000 Rronen. Die Nachforschungen des Kriminalkommissars nächst wegen unerlaubter Einreise und verbotenen Waffentragens Dr. Riemann mit seinen Beamten haben ergeben, daß die Diebin zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, die durch die im befeßten Gebiete eine 20 Jahre alte Margarete Bode, genannt Müller, ist, die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. Nach ständiger Gast der Lokale der Friedrichstadt war, jeht aber verBerlin übergeführt, schrieb er an Kraus aus dem Untersuchungs- fchwunden ist. Es wird angenommen, daß sie mit ihrem Anhange gefängnis einen Brief, drohte ein bei ihm verborgenes Waffen- Berlin verlassen hat. lager der Befagungsbehörde anzuzeigen, wenn er nicht den Strafantrag gegen ihn zurücknehme. Bor Gericht bestritt er zunächst noch, sich irgendwie strafbar gemacht zu haben, legte dann aber ein offenes Geständnis ab. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf die Schwere der Tat, die Ueberlegung, mit ber sie ausgeführt und das anfängliche hartnädige Leugnen eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren. Das Gericht rechnete die unglüd lichen Umstände bei seiner Erziehung, feine bis herige Unbescholtenheit und Jugend dem Angeflagten als mildernd an, erkannte jedoch, da es sich um einen raffiniert ausgeflügelten Plan gehandelt habe, auf eine Gefängnis ftra fe von 2 Jahren und 1 Monat, von der 3 Monate durch die Unterfuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. ,, Apothekerpreise". Die deutsche Hochschule für Politik. und decken. Groß- Berliner Parteinachrichten. aufmerkjam gemacht, daß in unserem Bureau noch ein Bosten BartelDie Mitglieder und Abteilungstaffierer werden hierdurch darauf abzeichen zum Preise von 15,00 m. vorhanden ist. Da die näche Sendung schon zum Preise von 25,00 m. pro Stüd verkauft werden muß, empfiehlt es sich, daß die Genossen jetzt noch ihren Bedarf Aler Pagels. 15. Kreis. GTD.- Elternbeiräte! Heute, Mittwoch, 7½ Uhr Sigung in der Niederschönewelder Schule, Berliner Ede Saffelwerderstraße. Kreis( Brenzlauer Berg). Donnerstag 7 Uhr Bersammlung der Elternbeiräte im Physitsaal der Schule Senefelderstr. 6. Shema: ,, Die praktische Ateis( Friedrichshain). Donnerstag 7 Uhr Bollversammlung der ElternBetätigung der Elternbeiräte"; Ref.: Erwin Marquardt. beiräte und der Freien Schulgemeinschaft in der Schule Petersburger Straße 4, 8immer 19. Die Abteilungsleiter werden gebeten, die Genoffen Areis( Kreuzberg). Donnerstag 7 Uhr Sigung der Zeitungskommission bei egtra darauf aufmerksam zu machen. 6. Die Deutsche Hochschule für Politit hat fürzlich ihren Studienplan für das Wintersemester 1922/23 herausgegeben. Der Bergleich mit den früheren( bisher 3) Semestern zeigt, daß die Bahl der Uebungen gegenüber den Borlesungen wächst und der Unter- 4. richtsbetrieb eine Intensivierung erfährt. Reben den laufenden Borlesungsbetrieb traten in Berlin sowohl wie außerhalb einige 5. politische Ausbildungsturie allgemeiner fpezieller Art. Das Dozententollegium des Wintersemesters zeigt wieder eine Mischung von Wissenschaftlern, attiven Bolihlern und Männern der staatlichen und wirtschaftlichen Braris: wir nennen Reichsgerichtspräfident Dr. Simons( Völkerrecht); Reichsminister a. D. Dr. Preuß( Berfassung), die Professoren Bonn( England), Rastel( Sozialpolitit); ferner Borlesungen von Mar Graf Montgelas, Dr. Hilferding, Dr. Gertrud Bäumer, Dr. von Besendont, Dr. Jöhlinger u.f.f. Im Bordergrund stehen wieder Probleme der auswärtigen Boli. fit; daneben bildet einen geschlossenen Kreis ein Seminar zur Ausbildung von Wohlfahrtsbeamten. Das Wintersemester beginnt am 24. Oftober. Die Studienpläne mit Bericht sind im Sekretariat Berlin 2, 56, Schinkelplatz 6, gegen Einsendung von 4 Mr.( Porto eingeschlossen) zu beziehen. Vor dem Wuchergericht des Landgerichte III hatte sich der Apothefer Grunwald zu verantworten, der der Verwalter der Brunnenapotheke in der Prinzenallee 22 war. Ein Käufer hatte von ihm eine Röhre Tabletten mit Jodchinin mit dem Bemerken erhalten, daß es war eine alte Backung sei mit dem Preis aufdrud von 7,50 M., daß er aber mit Rücksicht auf die in awischen gestiegenen Jodpreise 12 M. dafür verlangen mijie. Dieses Anfinnen lehnte der Käufer ab, da es sich um einen Martenartitel handele, für den fefte Preise vorgeschrieben Die Panzerweften der Berliner Kriminalpolizei. feien. Auf Anzeige bin erhielt der Apotheker einen Siraf* Sürzlich ging durch die Bresse die Meidung, daß nach dem Vorbefehl megen Preiswuders und Bergehens gegen bild von London und New Dert jezt auch bei der Berliner Kriminaldie Bekanntmachung vom 18. Mai 1916, die die nachträgliche polizei sogenannte Bangermeten eingeführt worden seien. Erhöhung der vom Hersteller festgesetzten Verkaufspreise unter Strafe Bie die Dena erfährt, entspricht diese Meldung den Tatsachen, jedoch stellt, in Höhe von 2000 Marf. Gegen diesen Strafbefehl legte haben diese Banzer absolut teine Aehnlichkeit mit denen der Lon G. Einspruch ein. In der Verhandlung führte der Sachverständige boner und New Yorker Bolizei. Die Banzerwesten, nach ihrem Dr. med. Schuftan aus, daß Jodebinin feine eigent Erfinder auch Schaumannsche Panzer genannt, beruhen auf liche Apotheleri are fei, der Apothefer also auch nicht ge- einer Originalfonstruktion und Metall tompofition, die dem Träger alwungen sei, diese abzugeben. Wenn er dies aber tut, so darf er die denkbar größte Bewegungsfreiheit läßt, da fie in allen nur den aufgedruckten Breis fordern. Unter Berücksichti- Teilen beweglich ist. Bermöge dieser besonderen Metallfomgung dieser Sachlage stellte der Staatsanwalt Antrag auf Erhöhung position ist sie bedeutend leichter als die während der verhängten Geldstrafe auf 4000 M. Das Gericht ging jedo Krieges auch bei den englifchen Truppen eingeführten Bruftpanzer, über den Antrag noch weit hinaus und verurteilte den Angeklagten die sich aber nicht als schußlicher bewährten. Die Schaumannschen zu einer Geldstrafe von 5000 Mart mit der Begründung, Banger find gegen Fauftfeuerwaffen aller Systeme, selbst bei seitdaß gegen die eingeriffene Unfitte, den Stunden Ronjuntturlichem Schuß, unbedingt widerstandsfähig. Der Preis ist in Anpreife abzuberlangen, mit allen Mitteln eingeschritten betracht der jehigen Dorfentwertung sehr gering und steht in feinem und das laufende Publikum vor Ueberborteilung geschützt werden Berhältnis zu dem durch Verlegung oder gar Tötung eines Beamten müsse. entstehenden Schadens. Für militärische Zwede ist der Panzer infolge feiner Dünnwandigkeit nicht verwendbar. 301 Der„ Goldschah" im Grunewald. Einer fagte es dem anderen. Ein Berliner Schabschwindler hat eine Reihe von Spandauer und Berliner Bürger in große Aufregung verfest. Seit einiger Zeit machte in Spanbau, besonders aber in den Werner- Berfen in Siemenstadt, ein Gerücht die Runde, bas von einem geheimnis. bollen Goldfchat, der in Eichlamp unter einem Baume vergraben sein sollte, zu erzählen wußte. Nicht weniger als 15 Millionen in Gold galt es dort zu heben. Pläne mit Angaben der Bahnhöfe, der Wege und der Bezeichnung des Baumes maren die Unterlagen für die Goldgräber, die an freien Tagesstun den nach dem Grunewald hinausfuhren, um bis zur einbrechenden Dunkelheit oder auch selbst die Nacht hindurch nach dem Goldschah zu graben. Mißtrauisch betrachtete einer den anderen, wenn sich Schatzsucher auf ihren Spaziergängen", die sie zufällig" dorthin führten, trafen. Des 9. Reim, Urbanftr. 29. Kreis( Wilmersdorf). Donnerstag 7% Uhr engere Kreisvorstandssigung bei Kollath, Seidelberger Blog 1. Die Abteilungsleiter werden gebeten, Sonntag früh 10 Uhr bei Rollath zu erscheinen. 17. reis( Lichtenberg). Die Morionettenvorstellung am Sonntag, 10. Sep tember, findet nicht in der Aula der Parkaue, sondern in der Aula des Cäcilienĭngeums, Rathausstraße, statt. Heute, Mittwoch, den 6. September: 23. Abt. 7 Uhr öffentliche Elternverfammlung in der Schulaula Ofener Straße. Thema: Die weltliche Schule auf dem Wedding". Jungfozialisten( Gruppe Treptow). T½ Uhr im Jugendheim, Elfenſtr. 3: Unterhaltungsabend. Morgen, Donnerstag, den 7. September: 30. Abt. 7 Uhr Funktionärsigung bei A. Carl, Wichertstr. 69. 47. bt. 7 Uhr Konferenz der Funktionäre und Betriebsvertrauensleute bei Steinte, Mariannenufer 7. 51. 108. bt.( Charlottenburg). Freitag 7% Uhr bei Schellbach, Königin Elisabeth. Straße 6: Funktionärversammlung. Erscheinen Pflicht! 106. 6.( Johannisthal). 8 Uhr erweiterte Borstandssigung bei Gobin, b.( openia). 8 Uhr bei Müller, Alter Martt: Borstandssikung. Roonstraße. Abt.( Grünau). 8 Uhr bei Werner, Röpenider Straße: Mitgliederversammlung. Thema: Wirtschaftspolitische Fragen". bt.( Sichtenberg). 7½ Uhr Funktionärfihung bei Rothe, Frankfurter tung, geuerwehr! 110. 118. Allee Ede Gudrunstraße. Erscheinen Pflicht! Donnerstag und Freitag 5 Uhr im Sikungsfaal bes Bezirksverhandes, Lindenftr. 8, 2. 5of 8. Eingang 2 Tr.: Konferenz fämt. licher SPD.- Funktionäre der Berliner Feuerwehr. Tagesordnung: Die wirtschaftliche Lage Deutschlands und die Teuerung"; Ref.: Griftsteller Robert Breuer. Parteigenoffen und Kollegen, die auf dem Boden der GPD. fichen, tönnen eingeführt werden. Jugendveranstaltungen. Mitgliederversammlungen am Mittwoch, den 6. September: Bohnsdorf. Gemeindeschule, Dahmestraße. Faltenberg b. Grünan. Jugendheim, Rofeftraße. Prenzlauer Vorstadt. Jugendheim, Gemeindeschule, Danziger Str. 23. Vortrag: Die russische Revolution 1905". Söneberg III ( Lindenhof). Jugendheim, Schule Giedlung. Schönhauser Borstadt I. Jugendheim, Sonneburger Str. 20, Gemeindeschule. Röpenider Biertel. Tempelhof. Aus der Woh Jugendheim, Wrangelstr. 128, Gemeindeschule. Jugendheim, Besten. Jugendheim, Kurfürstenstr. 141, Ran Germaniaftraße, Rinderhort. tinenraum der Baugewerksoule. Aufflärung eines großen Juwelendiebstahls. nung eines ausländischen Botschafters waren eine Ans zahl fehr wertboller Juwelen aus einem Samudfasten des Schlafzimmers gestohlen worden. Als Täter sind ein ehemaliger Diener Willi Road und fein angeblicher Bruder, der Diener Georg lamm festgenommen worden. Von den gestohlenen Juwelen konnten die meisten wieder herbeigefchafft werden. Festnahme eines Millionendiebes. Vor einigen Tagen wurde in einer Botschaft in Berlin ein Diebstahl verübt, bei dem dem Täter über 3 Millionen an Geld und Wertsachen in die Hände fieler. Gestern tonnte der Täter von der Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen werden. Es handelt sich um den 21jährigen Diener Road aus Guben, der in Madyt zum Montag nach Berlin gebracht wurde. " Deutschland, Deutschland über alles". Als am Sonnabendabend ein Dampfer durch das Caputher Gemünde fuhr und die an Bord befindliche Musikkapelle Deutschland, Deutschland über alles" spielte, wurden auf den Dampfer zwei Schiffe abgegeben. Als Läter wurde der Fischermeister Bathe aus Caputh ermittelt. B. gab zu, aus ut über bas Deutschlandlied die Schüsse abgegeben zu haben. empfiehlt. zum Preise von 845 M. Bestellungen nehmen alle Bostanstalten entgegen. Bem Reichs- Kursbuch erscheint Anfang Diteber eine neue Ausgabe Begen der Schmierigteiten bei der Herstellung des Kursbuches wird eine frübzeitige Bestellung empfohlen, weil sonst möglicherweise auf Lieferung nicht zu rechnen ist. Arbeitersport. Arbeiter Wanderverein Berlin. Oberfpreewaldfahrt. Legte Wanderung m diesem Jahre am 10. September. Lübbenau, Lehde( bem becllhmten Spreebeebig), Seipe, Forsthaus Giche, Ranno- Mühle, Lübbenau. Reine Fußwande Wollschläger, Adalbertstr.; Bigarrengeschäft Erich Roch, Reinickendorfer Str. 92. rungen. Rahn und Bahnfahrt 130 m. Teilnehmerfarten im Bereinslobal Sport. Rennen zu Grunewald am Dienstag, den 5. September. 1. Rennen. 1. Paloma( Brandes), 2. Herzog( Franzle), 3. Gefion ( Soufrant). Toto: 32: 10, Blat: 15, 15, 19: 10. Ferner liefen: Gebalind, Ravenna, Silberstadt, Parolus, Brätendent, Cora, Hegerei. 2. Rennen. 1. Echwarze Kutte( M. Schmidt), 2. Rose( Dlejnin), Toto: 31: 10, lab: 15, 18, 91: 10. Ferner 3. Wisby( Hellebrandt). liefen: Strengbombe, Giramete, Catania, Lieselott, Tyche, Atelei, Brangäne, Ferrara, Kamelie, Grasmüde, Susanne. 3. Rennen. 1. Graf Ferry( D. Schmidt), 2. Wallenstein( Bimmers mann), 3. König Midas( Olejnil). Toto: 46: 10, Blag: 15, 12: 10. Ferner liefen: Aberglaube, Reinweiß. 4. Rennen. 1. Hohe Pforte( Jentsch), 2. Sanguinifer( Staudinger), Ferner liefen: Auchs, Ehrentraut, Becherflang, Philister, Sonnenkönig, 3. Imperialist( Bimmermann). Toto: 81: 10, Play: 15, 32, 16: 10. 7. Rennen 1. Filou( H. Schmidt), 2. Kern( Bleuler), 3. Saloppe ( Bachmeier). Toto: 50:10, Plak: 14, 18, 22:10. Ferner liefen: Otello, Aranyefö, Elida, Burkus II. Auch der Kriminalpolizei fam das Gerücht zu Dhren. Streif mannschaften der Berliner Kriminalpolizei, die der Entstehung des Gerüchtes nachgingen, ftellten feft, daß ein in den Werner- Werten beschäftigter Arbeiter Thiede der Urheber war. Dieser wollte von einem Arbeitskollegen Menge, der nebenbei auch noch ein Der nächste Verkauf preiswerfer Seefische, der von den OrganiLebensmittelgeschäft betreibt, diefes faufen. Menge verlangte da fationen der Berliner Fischhändler im Einvernehmen mit dem Erfür zwar nur 200 m., aber in 10 3wanzigm rtftüden. nährungsamt der Stadt Berlin veranstaltet wird, findet heute, Thiebe fagte, gerabe bamit fönne er ihm dienen. Dann vertraute Mittwoch. den 6. September, von 9-1 Uhr statt. Diefer Verkauf er ihm an, daß er einen Millionenschatz an Goldgeld unter einem bringt Rotbariche und frische grüne geringe, die zu folgenden Arachne. Baume bei Eichtamp vergraben habe. Mit diesem habe es aber Breifen abgegeben werden: Notbarsche: das Pfund 39 M.; frische, 5. Stennen. 1. Darbanos( Jentsch), 2. Abendsturm( Huguenin), feine besondere Bewandtnis. Er sei früher wiederholt als falscher grüne Heringe: das Pfund 38. Zum Verkauf gelangt wieder 3. Luftibus( Sanel). Toto: 52:10, Blaz: 19, 17, 16:10. Ferner liejen: Kriminalfommissar aufgetreten und deshalb mit der Straf- nur Bare bester Qualität. Die grünen Heringe brauchen wegen Anatteon, Ulan II, Ordensritter, Namasos. behörde schon in Ronflitt gekommen. Weiter erzählte er, daß er in ihres Fettgehalts zum Braten nicht so viel Fett wie sonstige Fische; 6. Rennen. 1. Immergrün( Danel), 2. Chalzit( Jenksch), 3. Gieß seiner Rolle als falscher Kriminalbeamter einmal einen Goldfas was bei der gegenwärtigen Fettknappheit ihre Verwendung besonders bach( Janet). Toto: 39:10, lab: 13, 12:10. Serner lief: Mariel Don 15 Millionen Mart in einem Zuge beschlag nahmt hätte. Und eben diesen hätte er unter dem Baume im Grunewald vergraben. Thiede zog nun auch mit Menge nach Eich famp hinaus, um ihn zu heben. Unterwegs aber wurde ihm plög lich so übel, baß er umtehren mußte. Die Golbgräberei mußte des halb verschoben werden. Dennoch vertaufte ihm Menge daraufhin fein Geschäft und Thiede begann nun zuerst die Waren und dann das Inventar auszuverlaufen. Menge aber vertraute sein Geheimnis von dem vergrabenen Goldschah seinem Freunde an und dieser wieder seinem besten Freunde. Natürlich alle immer unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Trotzdem wußten es bald über 100 Berfonen und alle faßten im geheimen den Plan, den Schatz zu heben. Auch Thiebe erfuhr davon, daß er so viele mit wiffer" gehabt hatte und nun ließ er durchblicken, daß er inzwischen den Schaz gehoben und im Spandauer Stadtpart vergraben habe. Wahrscheinlich wäre jezt diefer vollständig umgebuddelt" morden, wenn nicht bie Kriminalpolizei durch die Berhaftung Thiedes das Geheimnis gelüftet hätte. Thiede wurde nach dem Bolizeipräsidium geholt und dort mußte er eingestehen, daß seine ganzen Erzählungen Schwindel feien, nur in Szene gefeßt, um sich in den Besiz des Mengeschen Geschäfts zu feßen. Er wurde wegen Dieser Schwindeleien und des Betrugs dem Untersuchungsrichter vor. geführt. Teure„ Süßigkeiten". Die Baterländischen Kampfspiele" im Stadion. Die Bater fändischen Rampffpiele" find ebenso wie die Deutschen Kampf. Spiele" in der Vortriegszeit entstanden, als der Rampf gegen die Arbeitersportvereine und die Arbeiterjugend feine Hochtonjunktur Vorträge. Vereine und Verfammlungen. feierte. Sie sollten dem Kampf gegen den„ inneren Feind" dienen. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, riegsteilnehmer und Kriegerhinter. Die gestrigen Baterländischen Rampfspiele waren überneutral bliebenex. Bezirk 4( Süben). Seute 7½ Uhr in Gliefings Ballhaus Baffer aufgezogen, feine Fahne war zu sehen, selbst der Hauptmaft zeigte hafftige sideritera gamepad Wegener fpricht über: Die wirt. nicht die Reichsfahne, so daß man sich fragen muß, mit welchem Sicherstellung der Kriegsopfer". Bezirk 2( Often). Mitglieder. versammlung heute 7 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus", Fruchtfit. Recht das Baterland herangezogen wird, wenn Morgen, Donnerstag, 8 Uhr bei Marlin in Steglis, Fichtefte. 4. Internationaler Bund der Kriegsopfer, Ortsgruppe Steglig- Friebenau. Schloßftr. 45. Bortvag: Das Waffer im Haushalt der Natur". Freie Schwimmer Charlottenburg. Heute abend Monatssigung bei Bohne, Briefkasten der Redaktion. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft still. Fische knapp, Geschäft ziemlich lebhaft. Obst und Gemüse ausreichend, Geman nicht einmal den Mut hat, die schwarzrot. goldene Fahne aufzuziehen? Die Abwidlung des Programms litt unter dem gegen 4 Uhr beginnenden Dauerregen. Leider versagte aber auch die technische Leitung vollständig. Die Schiedsrichter mußten des öfteren erst zusammengerufen werden, im übrigen sucht sich die Jugend irgendeinen Blaz, wo sie bann Kürturnen, Ballspiele u. dgl. vorführte, so daß ein vollkomme= 2. B. 1. Fragen Sie bei der Deutschen Lichtbild- Gesellschaft, Berlin B., nes Durcheinander herrschte. Der Besuch war mangelhaft, Friedrichstr. 225, ax. alle Tribünen fast leer, selbst am Schwimmbaffin und der Haupttribüne sammelten sich nur einige hundert Jugendlicher der Schul. Dereine und des bürgerlichen Sports. Auch im Borjahre, als das prächtigste Better war, zeigte sich gähnende Leere im Stadion. Da der preußische Staat das Defizit für diese Kampfspiele, die gar feinen Boden im Bolte mehr haben, tragen muß, so sollten sich die zuständigen Instanzen mit dem Gedanken vertraut machen, daß Am Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Klein- die wilhelminischen Kampfspiele der Bergangenheit angehören. handelspreise: Gebt das Geld lieber den Arbeitersportvereinen, denn sie sind jetzt 150-175 M. Kalbfleisch 95-128 M. Hammelfieisch 90-105 M. SchellRindfleisch 80-95 M., ohne Knochen 96-110 M. Schweinefleisch bie wirklichen Träger des republikanischen Gedankens. fisch 32-46 M. Seelachs 40-55 M. Schollen 40-55 M. In Eis: Aale Der heutige Bortampf im Sportpalast findet Rämpfer wie 95-130 M. Hechte 80-90 M. Karpfen 75-80 M Plätzen 40 M. Brenzel gegen Bandoolaegh und Wagener gegen Dort zog er feinen Rod aus, feine Begleiterin segte Sut und Lebende Aale 160 M. Schleie 140-150 M. Umbang ab. Dann aber verspürte fie einen unbezwinglichen Naturbutter 230-250 M. Margarine 160-200 M. Schweineschmalz 235 M. obzuhn im Ring. Außerdem wird Kohler gegen Friede Appetit auf Schokolade. Schokolade erklärte sie, müffe Weiße Bohnen 40 M. Weizengrieß 45-55 M. Eler- mann um die deutsche Fliegengewichtsmeisterschaft kämpfen. Budeln 50 M. Reis 50-66 M. Backobst: Pflaumen 50-60 M., Gefie unbedingt haben, der Ausländer aber tonnte ihr feine geben mischtes 60-80 M. Blumenkohl 15-32 M. der Kopf. Rotkohl 8-9 M. und wußte auch nicht, wie er ihr welche verschaffen fonnte, obwohl Grüne Gurken 16-28 M. das Stück. Johannisbeeren 14 M. Blaubeeren er ber Baune ber einen gern nachgefommen wäre. Aber dieje 14-15 M. Stachelbeeren 13-14 M Ein Schäferstündchen ist einem Ausländer teuer zu stehen getommen, ber hier bei einem Spaziergang Unter den Linden mit einem jungen Mädchen angebandelt hatte. Der Ausländer, ein Rumäne, war hoch erfreut, als die Kleine sein Anerbieten, mit ihm einen Bummel durch Berlin zu machen, annahm, und er 30g mit ihr in verschiedene Raffeehäuser und landete zuletzt in einem Hotel in der Johannisstraße. schäft rege. Erbsen 45-55 M. Eler 11-12 M. das Stück. Wetter bis Donnerstag mittag. Troden und überwiegend heiter, ben Sagesstunden mähig warm, in de Nacht zu Donnerstag tähl Gwache Btliche Binde Die Irauenftage in öer Partei. Es besteht die Tendenz, die Frauenfrag« immer mehr i» der Kesamtpartei aufgehen zu lassen. Sie ist eine durchaus gesunde. Tie Frauenfrage umschließt Probleme, die ein« Umstellung der Denkgewohnheiten beider Geschlechter verlangt. Es muß gemein- fam nach neuen Gemeinschastsformen zwischen Mann und Frau gesucht werden. Das Problem hängt mit allen Problemen unseres wirtschaftlichen und kulturellen Lebens zusammen. Dies« Erkennt- nis ist den Frauen im allgemeinen weit weniger klar als den Männern. Das ist«ins gcsährliche Klippe sur die Verwirklichung des Sozialismus auf dem Boden der demokratischen Staatsform. Die Frau, die mit den in der kapitalistischen Welt wurzelnden Familienidealen erfüllt ist, wird geneigt sein, rückwärts zu refor- mieren. Die Parteihat daher allen Anlaß, sich mit der Frage ein- gehend zu beschäftigen. Das ist nicht nur parteipolitisch zu be- urtsilen, sondern allgemein kulturpolitisch. Sie Hot neben der politischen die Mission, die sozialistische Gesellschaft aus der Masse heraus geistig zu entwickeln. In den Bildungs- und Wohlfahrts- ausschüssen hat sie sich Organe geschaffen, die für dies« Aufgabe besonders in Frage kommen. Bei einer entsprechenden Ausweitung ihres Betätigungfeldes könnten dies« Ausschüsse auch die Frage der besseren Erfassung der Frau im Rahmen der Gesamtpartei noch intensiver lösen helfen, als sie das heute vielleicht schon tun. Das bleibe einer späteren Erörterung vorbehalten. Heute sollen uns hauptsächlich die bisher für die Frauen getroffenen besonderen Veranstaltungen beschäftigen. Festgestellt muß zunächst worden: Aufmerksamere Beobachtung lehrt, daß die weibliche Mitgliedschaft überall dort, wo besondere Veranstaltungen nicht stattfinden, nicht fortschreitet. Die gemein. samen Veranstaltungen haben also scheinbar immer noch nicht die gewünscht« Anziehungskrast für die Frauen. Zum Teil hat das seinen Grund in häuslichen Verhältnifsen. Unsere heutigen Parteiveranstaltungen sind im allgemeinen mit tagespolitischen Fragen und rein technischen Geschäften über- lastet, so daß für grundsätzliche Erörterungen weniger Zeit bleibt, als unserer Sache gerade heut« gut ist. Sicherlich sind Tagesfragen und grundsätzliche Erörterungen sehr gut zusammen zu behandeln. Sie gestatten aber selten ein« tiefgehende Problembehandlung. Lehrt nun die Erfahrung, daß die allgemeinen Vevanstal- tungen nicht die Frauen im weitesten Umfange erfassen, so müssen wir uns die inhaltliche Ausgestaltung dieser Sonderver- anstaltungen sehr angelegen sein lassen, ohne dabei ab«r das Ziel, die Gemeinsomkeitstendenz, aus dem Auge zu lassen. Sie mutz noch viel mehr als bisher gepflegt werden. Ihr«ntfpringt der Wunsch, befähigte Frauen auf größeren Parteiveranstaltungen (Parteitagen, größeren allgemeinen Funttionärkonferenzen) auch über andere als über die Frauenfrage sprechen zu lassen. Damit soll keineswegs gesogt sein, daß die Bespechung dieser Frage auf großen Tagungen nicht notwendig sei. Wie dienen nun die Frauenveranstaltungen am besten dem Zweck der Erziehung zum Neudenken und der Agitation zugleich. Es ist oft darüber gestritten worden, ob die Frauen togcs- politische Fragen erörtern sollen. Bei den Erwartungen, die rein gefühlsmäßig ohne tieferes Wissen an die politischen Erfolg« der Partei geknüpft werden, liegt die vergleichende Gegenüberstellung zwischen Ideal und Tageslage sehr nahe. Man dürste in Situ- ationen, wie wir sie schon gehabt haben und noch haben werden, nicht allein damit auskommen, Aufklärung verlangend« Frau«n in die allgemeinen Aeranstaltunzen zu verweisen. Außerdem kann die Erörterung auf Sonderveranstaltungen nur ein übriges zur Aufklärung beitragen. Die Tagespolitik soll aber keineswegs„die" Tagesordnung der Frauenveranstaltungen sein. Stellt man den Frauenoeranstaltungen die Aufgab«, die Frauen zum Umdenken zu erziehen, so muß naturgemäß der In. halt dieser Veranstaltungen ausgehen von ihrer Gedankenwelt mit dem Ziel, ein« neue Welt daraus zu gestalten. Unterzieht man die Frauenabende beispielsweise d«r letzten Geschäftsperiode einer Prü- fung unter diesem Gesichtswinkel, so ist festzustellen, daß das Suchen nach neuen Jnnenwerten in den von den Frauen verlangten Themen zum Teil zum Ausdruck kommt. Di« selbstgewählten Titel sind oft recht unbeholfen. In der Ausdrucksnot offenbart sich die innere Not, die nach Form ringt. Ohne Korrektur könnten unser« Redner aus solchen Titeln oft kaum etwas machen. Ob aber jeder Redner(männlich oder weiblich) sich bewußt ist, daß er an Fäden anknüpfen muß, die wie feine Spinnweben hinter spröden Mauern spinnen, aus denen aber der Leitfaden«iner Le- bensauffassung gezwirnt werden soll, das ist ein« andere Frag«. Das muß ich z. B. verneinen, wenn ich diesen Maßstab anl«g« an Frauenabende, auf denen schöngeistige Literatur gepflegt worden ist. Da kommen unsere zeitgenössischen Dichter mit ihren sozialen Werken ganz und gar zu kurz. Es soll nicht verkannt werden. daß auch aus unsern Klassikern soziale Kernwerte herausgeholt werden können. Besonders eignen sich auch Lesiings u. a. zahlreiche Werte z. B. von Charles Dickens zur Pflege sozialer Gedanken- kengänge. Wärmer ober geht man vorüber an den Werken eines Gerhart Hauptmann und all den anderen zeitgenössischen Dichtern, die uns die Philosophie des Sozialismus in der Kunst erleben lasten. Vielleicht haben unsere Referententurse hier noch eine be- sondere Aufgab« zu erfüllen. Es liegt mir fern, einer weltabgewandlen Schöngeisterei das Wort reden zu wollen. Die Erfahrung lehrt uns ober, daß zahl- los« Menschen ihre Handlungen von haltlosen Ideen ableiten. Darum heißt es seine Zeit verpassen, wenn man nicht auch di« in der Kunst gegeberen Mittel anwendet zur Pflege unserer im Wort- sinn zwischen Himmel und Erde in Dingen, Sedanten und Emp- findungen verankerten Ideale. Eine besonder« Rolle spielen die Themen über Religion, Er- Ziehung und Schule. Daß die Themen reichlich viel Gelegenheit bieten, dem Innenleben bestimmte Ziele zu zeigen, versteht sich von selbst. Ein Thema über Schule und Erziehung erschöpft sich nie mal? in Methodik, sondern bietet in der Kennzeichnung des Er- ziehungszieles dem Hörer gleichzeitig ein« Richtschnur für sich selbst. Sehr oft wird auch das Thema„Frauenkrankheiten" verlangt. Die Vermutung, daß hier nicht nur rein körperlich-gefundheitliche Orientierungsbedürfniste vorliegen, sondern im Unterbewußtsein auch di« Nöte unserer Zeit, die zwischen Erotik und Sexualität liegen, ist ohn« weiteres anzunehmen. Hier aber liegt da»«nt- scheidende Moment für die Umstellung veralteter Denkgewohn- Helten. Hier haben unsere Aerzte, die gleichzeitig Sexualethiker sein müsten, große Aufgaben. Mehr noch als alles ander« sind in letzter Zeit«oirtschafts. politisch« Referat« verlangt worden. Sie können selbstverständlich ganz bedeutendes für di« politische Schulung der Frauen Kisten. Von hier aus orientiert sich ja fast das ganze Leben. Die engen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Staat sind gar nicht deutlich genug zu veranschaulichen. Ist aber der Gründlichkit nicht dienlich, w«nn all diese Fragen koleideskopartig durchewander gewürfelt werden. Wir müssen mehr System i» unsere Frauenabend« hinoinbringen. Man sollte sich für d«, Winter für ganz bestimmte Vortragsreihen entscheiden. Will man nsn der Dichtkunst ausgehen, so gebe man vielleicht zwei Dichterabende,»on denen man' aber schon zur Novelle über- gehen kann, um daran anschließend das soziale Drama auf zwei «eiteren Abenden zu behandeln. Es ist Sache der Vortragenden, die weltanschaulich« Grundnote des Kunstmaterials den Hörern leichtfaßlich zu veranschaulichen. Der Stoff ist dem Zweck der Pflege unser-r Ideale anzupassen. In derselben methodischen Weise sollt« man die Kulturfragen, ausgehend vielleicht von der Religion, überleitend zur sozialistischen Ethik, und anregend zur Nutzanwendung anschließen, die Er- ziehungsfrage in Haus, Schule und Gemeinschaft, die Kulturpolitik in Reich, Staat und Gemeinde unter verschiedenen Titeln auf mehreren Abenden gründlich behandeln. Dasselbe gilt van Sozial- Politik und sozialer Arbeit, ebenso von der Wirtschaftspolitik. Bei einer systematischen Bearbeitung der einzelnen Gebiete lassen sich Verfassung und selbstverständlich unser Programm als Zielsetzung sehr gut mitoerarbeiten. Das Frauensekretariat steht Abtcilungsleiterinnen, die von obigen Lorschlägen Gebrauch machen wollen, mit Winken über Themenreihen gern zur Verfügung. Nun noch ein kurzes Wort über die Methodik der Auftlärungs- arbeit selbst. Da? gebundene Referat ist zwar nicht ganz zu ver- meiden. Man sollte aber überall da, wo es angängig ist, die Methode der Arbeitsgemeinschaft üben, bei dem der Hörer das Ziel des Redners selbst verarbeiten muß. Das wird dadurch wesentlich erleichtert, daß bei systematischer Durcharbeitung eines Stoffes d«r Redner während der ganzen dazu erforderlichen Zeit, also mehrere Abende zu denselben Frauen kommen muß. Er lernt dabei ihre Sprache, ihre Denkart kennen und kann sich ihnen von einem zum anderen Male bester anpassen. Ein sehr wichtiges Moment ist auch der Rahmen, in den die Frauenabende gekleidet werden.„Los vom Alltag" muh die Losung sein. Der Auftakt mit einem Lied« oder einem zum Inhalt des Abends passenden Gedicht, vorgetragen von Jugendlichen, w'rkt aus di« meist schon von d«r Tageslast ermüdeten Frauen wie eine geistige Erfrischnnz. Mir ein«m Lied aus den Lippen, das hin- überklingt zum nächsten Versammensein, soll man auch auseiu- andergehen. Der Frauenabend soll auch der Boden sein, auf dem man Solidarität übt, die über den materiellen Sinn der Solidarität des Lohnkampfes hinausgeht. Man soll auch hier, um mit Paul Steinmüller zu reden,„mit den Augen der Liebe sehen". Dann wird ein« Veranstaltung,»ie durch irgendeinen Umstand nicht pro- grammäßig abläuft, trotzdem sehr gut ausfallen. Di« Gewißheit, Rücksicht zu begegnen, wird der Leiterin das leidige Lampensieber nehmen. Sie wird den Mut. haben, eventuell die Lücke selbst aus- zufüllen, fei es auch nur durch vorlesen. Das Mitbringen von Material muß eine f-lbfwerständliche Sicherheitsmaßregel jeder Frauenabendleiterin fein. Jede Frauenobendleiterin, ab«r auch jede andere«enossin, müsten gemeinsam ihr Beste, zum Gelingen, zur gemeinsamen Förderung hergeben. Minna Tode n Hägen. 1 1. verbanöstag öer Transportarbeiter. z. verhandlungskag. Redakteur Dreher gibt den„Bericht über die Pres se". Hierzu liegen 19 Anträge vor. Es wird in diesen die Herausgabe einer I u g e n d z e i t u n g, für die Hafenarbeiter eine besondere Beilage zum„Courier" und ferner verlangt, daß die Zeitschriften „Straßen- und Kleinbahnerzeitung",„Post und Telegraphie und „Kraft- und Luftfahrer" ihr Erscheinen einstellen sollen. Dafür soll der„Courier" besser ausgebaut werden. Ein Berliner Antrag ver- urteilt die Schreibweise des„Courier" und will mehr das einigende, als dos trennende Moment hervorgehoben wissen. Redakteur Dreher erklärt, daß die Redaktion bemüht sei, für das Verbandcorgan das Beste zu leisten. Leider werde eine umfang- reiche Ausstattung durch die heutigen Papierpreise fast unmöglich. Die hierauf einsetzende Diskussicn erstreckte sich auf zwei An- träge(Berlin und Mannheim), die den Austritt aus der Arbeits- geineinschaft verlangen bzw. die Täligkeil in dieser nur solange fort- gefetzt wissen wollen, bi» die durch Erfüllung des Artikels ISS der Reichsverfassung bedingten öffentlicki-rechtlichen Körper- schaften gebildet sind. Vom Berbondsvorstand liegt folgende Entschließung zur Frage der Arbeilsgemeinschajien vor: „Der 11. Berbandstaa des Deutschen Transportarbeiterver- bandes stellt erneut fest, daß die Frage der Beteiligung der Gewerk- schaften an den Arbeitsgemeinschaften keine prinzipielle, sondern eine Zweckmüßigkeitsfrage ist. Der Äcrbandstag schließt sich dem Be- schlusse des 11. Kongrestes der Gewerkschaften Deutschlands an, wo- nach die Mitarbeit der Gewerkschaftsvertreter in den Arbeitsgemein- schaften und in den Körperschaften(Reichswirtschastsrat, Außen- Handelsstelle usw.), für die die Arbeitsgemeinschafte» das Vorschlags- recht haben, bis auf weiteres fortzusetzen ist. Der Verbandstag hält deshalb das«eitere Verbleiben des Verbandes in der Zentral- arbeitsgemeinfchaft für das Transvort- und Lertehrsgewerhe im Interesse der Mifglieder solange für erforderlich, bis veränderte Verhältnisse«ine andere Taktik bedingen und die im Artikel 1 Uhr. WwtftHast Die Teuerung im Großhandel. Ein Blick auf die Teuerungszahlen der„Franks. Z t g.", di« soeben für den Ansang September veröffentlicht werden, zeigt, daß die Prciswclle noch längst nicht im Abflauen begriffen ist. Schon der Juli brachte einen gewaltigen Preisaustrieb, der in der Er- höhung der Großhandelspreise am Anfang August gegen Ansang September um 52.5 Proz. zum Ausdruck kam. Bis zum Anfang September hoben sich jedoch die damaligen Meßzahlen der Groß- Handelspreise reichlich verdoppelt. Sie stiegen von 13 935 auf 28 919. Da der Vorkriegsstand mit IM angenommen ist, bedeutet das, daß die Großhandelspreise innerhalb eines Monats vom 139snchen auf den 283sachcn Friedenspreis emporgeschnellt sind. Die Preise sind also annähernd mit dem Dollar gestiegen, der sich in der gleichen Zeit vom 188fachen auf den Z21sachen Dorkricgs- stand erhöht hat. Innerhalb der einzelnen Warengruppen ist die Preissteigerung verschieden stark. Die Gruppe Mineralien, zu der Erze, Ms- talle, Kohle und Eisen gehören, hat im Durchschnitt bereits den 428sachen Preis überschritten. Hier sind also die Warenpreise stärker verteuert als die Devisen. Das gleiche gilt für die Warengruppe Textilien und Lederwaren, deren Preise den 3S4fachen Vorkricgsprcis erklammen haben. Hierzu ist zu be- merken, daß diese Ziffer wahrscheinlich noch eine Abänderung er- fahren wird, da für Textilien und Leder, aber auch für einige Waren der Maschinenindustrie exakte Angaben nicht erhältlich waren und man daher auf Schätzungen angewiesen war. Dicht hinter der Valutenteuerung bleibt die Preissteigerung für Lebens- und Genuß- mittel, die den 272fachcn Dorkrisgspreis erreicht haben. Dagegen bleiben industrielle Fertigwaren mit dem 193fachen Vörkriegs- preis weit hinter Dollar und durchschnittlicher Teuerung zurück— wieder«in Beweis, wie nur durch die billig.ntlohnte Arbeitskraft der Preis von Industriewaren, deren Rohstoff« überteuert sind, noch relativ niedrig gehalten werden kann. Da länast noch nicht alle Warenpreise dem Dollarstand in vollem Ausmaß gefolgt find, besteht die Besorgnis, daß die Preiswelle weiter anhalten wird, wenn es nicht gelingt, der im Preise immer noch billigen Arbeitskraft als K o st e n« l« m« n t der heimi- scben Produktion zur Zlnerkennung zu verHelsen. D. h. es muß ver- hindert werden, daß alle Preise orüomotisch sich nach dem Dn>lar richten, und gesorgt werden, daß die Preise auf Grund der tatsäch- lichen Erzeugungskosten festgestellt werden. Hier ist das wichtigste Tätigkeitsfeld für di« Wucherbekämpfung. Künstlich in die höhe getriebene Preise. Aus Fachkreisen wird uns geschrieben: Die Preis« für Bekleidungsstücke haben in letzter Zeit eine solche Höhe erreicht, daß es einem Arbeiter oder Angestellten kaum noch möglich ist, sich die notwendigsten KKidungestücke zu be- schaffen. Die Stoffe und Futtersachen sind seit Juli d. I. um das Vierfach« und darüber gestieg«». Ein Meter Anzugstoff kostet heute schon 3000 M. und mehr. Diese furchtbare Steigerung soll angeblich durch das Steigen des Dollars notwendig geworden sein. Zugegeben, daß die Rohstoffe für die Textilindustrie aus dem Ausland« beschafft werden müsten und der Stand des Dollars für die Preisfestsetzung der Stoffe von Einfluß ist, so wird uns doch keiner einreden wollen, daß die Fabrikanten ihre Rohstoffe eingekauft haben, als der Dollar über 20M M. stand. Im Gegen- teil, der größt« Teil der Fabrikanten hat sich au f I a h r e hinaus mt Rohstoffen eingedeckt. Das Bestreben der Fabritanten in Ge- meinfchaft mit den Grossisten geht dahin, die jetzige Gelegenheit dazu zu benutzen, um die Pres« für Stoffe in di« Höhe zu treiben, die dann beim Fallen des Dollars, wie ja bekannt, nicht mehr herunter gehen. Was hier getrieben wird, ist weiter nichts als W u ch e r. Als im Juli der Dollar anfing, feine Sprünge zu machen, stell- ten mit einem Male die Grossisten ihre Lieferungen ein. trotzdem di« Konfcktionsfirmen feste Lieserungsvcrträge mit ihnen abge- schlössen hatten. Sie erhielten kaum noch ein Stückchen Ware ge- liefert, dagegen wurde ihnen aber Lagerware zu Tages- preisen in genügender Menge angeboten. Die Konfektionsfirmen waren gezwungen, wenn sie nicht ihre Betriebe wegen Mangel an Ware schließen wollten, die verlangten teuren Preise zu zahlen. Die Grossisten schieben die Schuld auf die Fabritanten mit dem Bemerken, daß dieselben ihre Lieserungsvcrträge auch nicht einhal- ten. In Wirklichkeit sind sich aber beide darin«inig, daß jetzt die beste Gelegenheit ist, die Preise in die Höhe zu bringen. Der Be- weis ist dadurch erbracht, daß sich dieser Tage beide zusammengesetzt haben und sich darin einig wurden, daß aus die bestehenden Lieserungsoerträge ein Aufschlag von 45 bis SO Proz. bezahlt wird. Die Abnehmer, die hierbei nicht gefragt wurden, können nur dann Stoff« erhalten, wenn sie die von den beiden Körperschaf- ten festgesetzten Ausschläge bewilligen. Dann wird auch die Ware wieder zum Vorschein kommen, die jetzt in den letzten 6 Wochen zurückgehalten wurde. Die Regierung, di« jetzt Maßnahmen ergreifen will, um die Rot des Volkes zu lindern, ist verpflichtet, hier sofort ein� zugreifen, um diesen Wucher zu beseitigen. Ein denifch.polnifches Verkehrsabkommen ist in Danzig ge« schloffen morden. Es unterliegt noch der Bestätigung durch den Rcichsverkehrsminifter und den polnifchen Eifcnbahnminister. Die fünfzehn Uebergänge, die dem Verkehr geöffnet werden sollen, verteilen sich auf die gesamte deutsch-polnische Grenze von Ostpreußen bis Schlesien. Außerdem werden auch be- stimmte Uebergänae zwischen �Oft- und West-Oberfchlesien dem deutsch-polnifchen Wechseloerkehr geöffnet. Mit dem Wechselverkehr soll sobald wie möglich begonnen werden, und zwar sobald die für die Zoll- und Paßabfertigung nötigen Einrichtungen beiderseits getroffen fein werden. Die Personen und Güterab- fcrtigung ist zunächst nur bis zur Landesgrenze mög- lich, da die schwankenden Valutaverhältnisse die Auf- stellung d i r ek t e r Frachtsätze und Fahrpreise zurzeit verhindern. Es wird aber dahin gestrebt, Frachtzahlung im Güterver- kehr in einer Summ« entweder durch den Absender oder den Empfänger erfolacn zu lassen. Das Abkommen sieht direkte Abfertigung durch internatio- nalen Frachtbrief vor, so daß eine Mittelsperson on der Grenze nicht mehr nötig sein wird. Die Frage der Eröffnung weiterer Uebergänge soll Gegenstand der deutsch-polnifchen Wirt- schaftsverhandlnngen sein. Für Schlesien kommen in Frage Uebergänge Rawitsch aus der Richtung Wehrfe und Trachenberg und Freyhan-Zduny. Damit wenigstens alsbald ein fchlefifcher Uebergang zur Verfügung steht, wird dir Eröffnung des Ueber- ganges Wehrfe-Trachenberg-Rawitfch möglichst beschleunigt. Im Zeichen der kapilalnok erhöht di« Aktiengesellschaft iür chemische Produtte vormals H. Sch«idemand«l in Verlin ihr Grundkapital um 25 Millionen Mark, di« zwar vor März 1923 nicht eingezahlt werden, aber bereits vom 1. Oktober 1921 ai» Dividend« bringen. Hier wird also das Kapital verwässert, mn die Gewinn« prozentual gering erscheinen zu lassen. Frankfurter Herbstmesse. Vom 8. bis 14. Oktober findet in Frankfurt a. M. die Herbstmesse statt. Auch diesmal konnte nur ein Teil der Firmen, die einen Stand wünschten, ausgenommen werden,»bgleich durch da».Hau» der Technik", besten dreischiffige, zum Teil zweigeschossige Hauplhalle fertig geworden ist, durch die Errichtung»on zwei„HnuSwirtschaftShallen" und andere Er« iveiterungen f«st 20 000 gm neuer Raum geschaffen wurden. Herzil. med. rzi, geleiding Theater, Lichtspiele usw. 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Branutocinen und Shotolabe und Süßigkeiten alsbal perbeter xabrungslage unb ben burd bos Empersonellen ber Breise. ge. wird. Sie hält es weiter für notwendig, in dem bemnächst beSoftenen fasterigen Berhältnissen befaßt. Insbesondere wurden ginnenben neuen 3uderwirtschaftsjahr aßnahmen bahm" Bir empfien beste, efebere berjenigen wit were auptgebiete ber Ernährung, nämlich die Bersorgung der Be- treffen, daß der inländische Zuder in erster Linie der Bevöltern efs 100 000 Six Beberries, Suroriex wfm., ble etterung mit Brot, Kartoffeln und 3uder behandelt, zum unb gebrauch zugeführt wird und daß seine ti Einführung eine hires ebetur, burd Me bet beegleiden ble Berbeferung ber Fleischperforgung durch Ge- bustrielle Verwertung nur insoweit zugelassen wird, als übermäßige Bergehr" in Saft und Schantwirtschaften ufm. einer frierfleisch. Die Auffassung der Teilnehmer an der Ronferenz der unmittelbore Bedarf der Bevölkerung gefichert ist. scharfen Abgabe unterworfen wird. Die Erträgniffe wären wude in folgende: ber Notverforgung der minderbemittelten Bevölkerung dienstbar zu machen. Es empfiehlt sich, vergnügungssteuerpflichtige Beranftaltungen in Dielen, Bars, Rabaretts, Ronzertcafés und ähnlichen Stätten, die im wesentlichen der Gewinnerzielung aus der Berab reichung von Speisen, Getränkea usw. bienen, in verhärftem Maße zur Bergnügungssteuer heranzuziehen. Für Beranstaltungen der bezeichneten Art wird die Rerschrift vom 20. Dezember 1921, wonach Steuersätzen, bie das Doppelte ber reichsrätlichen Mindest fähe überschreiten, erst nach vorheriger Berichterstattung an uns zu gestimmt werden darf, hierdurch aufgehoben. Im Anschluß wird gleich ein Muster zu einer folden tommu nalen Steuererbnung mitgefchickt. Es bleibt den Gemeinden un benommen, Einzelheiten der Oranung, 3. B. die Rontrollvorschriften, anders zu gestalten oder auszubauen. Der steuerfrei bleibende Höchstbetrag für die einzelnen Arten des Berychrs( Frühstück, Mittagessen, Nehmittagstee, Abendessen) tann verschieben festgelegt werden. Auch eine Abstufung nach den Arten der Geft- und Schant ftätten tann in Frage fommen. zufammengefaßt: Enfchehung Nahrungsmittel wird im wesentlichen bestimmt durch die all Die Lage der Ernährung und Preisentwicklung für die gemeine wirtschaftslage und ben Etand der Baluta. Da in Deutschland nach dem Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Gebiete noch weniger als früher genügend Nahrungsmittel erzeugt werden tönnen und Deutschland auf vielen Gebieten, so namentlich auf dem Gebiete der Bersorgung mit Brotgetreide, Futtermitteln und Fetten in hohem Maße auf Einfuhr angewiefen ift, fann eine wirkliche Besserung hinsichtlich des Standes der Ernährung wie hinsichtlich der Preise bei dem heutigen Stande der Broduktion nicht ohne Aenderung der allgemeinen Wirt schaftslage Deutschlands eintreten. Borauslegung hierzu ist in erster Linie die Befreiung Deutschlands von dem Drud übermäßiger Bar- und Sachlieferungen an die Entente. Diese Tat. fache muß man sich gegenwärtig halten, um zu beurteilen, welch große Schwierigteiten zu überwinden sind, um eine Besserung der Ernährung und der Preisbildung durch gefeßliche Maßnahmen her. beizuführen. Ferner muß man sich gegenwärtig halten, daß es der Mitarbeit aller Bevölterungstreife bedarf, um bie zu treffenden Maßnahmen wirtungsvoll zu gestalten. Der für einmalige wirtung und eine Berfon steuerfrei Liegt hier auch die Möglichkeit zu grundlegenden Aenderungen bleibende höchftbetrag wird som Gemeindeverftend erstmalig bei der Wirtschaftslage nicht in der Hand der mit der Ernährungsfür. Bertündung dieser Steuerordnun festgelegt und bekannt geforge betrauten Stellen, so ist doch die Ministertonferenz einmütig macht. Der Gemeindevorstons prüft in angemessenen Beit ber Ueberzeugung, daß alle Maßnahmen getroffen werden müssen, abschnitten nach, ob der Höftbetrag nach den Berhältnissen ent- bie auf eine sparsame und zwedmäßige Berwen, spricht, und fest ihn nötigenfalls anderweit fest. bung ber vorhandenen Nahrungsmittel im Inlande Einfluß haben fönnen und baß auch auf eine erträgliche Preis gestaltung hingewirkt werden muß. Sie spricht sich daher für a) um ein Biertel oder weniger übenfteint, 50 Pro., ein Berbot der Herstellung von Startbieren und im übrigen für b) um mehr als ein Biertel bis zur Hälfte übersteigt, 75 Pros., eine Einschränkung der Bierherstellung aus, um c) um mehr als bie Hälfte übersteigt, 100 Pres. bes übersteigenden Betrages. Als einmalige Bewirtung gelten an demselben Tage wiederholte Bewirtungen desselben Berzehrers, wenn anzunehmen ist, daß die Unterbrechung des Berzehrs figlich in der Absicht der Steuerumgehung ftattgefunden hat. Die Steuer beträgt, men die Rechnung für eine einmalige Bewirtung und für eine Berson den Höchstbetrag Der Betriebsunternehmer( Gastwirt usw.) haftet für den Eingang der Steuer. Er hat fe vom Verzehrer einzuheben und innerhalb einer vom Gandevorstand zu bestimmenden Frift an Die Gemeindetafe asguführm. Berweigert ber Berzehrer die Entrichtung der Stewer, so hat ber Betriebsunternehmer dem Gemeindevorstand unter embafimadning bes Bergehrers und unter Angabe des gefchuldeten Steuerbetrags davon narige zu er statten. Der Berzehrer ist in diesem Falle verpflichtet, dem Betriebsunternehmer seinen Ram and Wohnort anzugeben. Der Betriebsunternehmer hat für jebe Bewirtung eine technung mit Tagesdatum auszustellen und auf ihr gesondert neben dem Rechnungsbetrage der Steuerbetrag zu vermerten. Eine Durchschrift der Rechnung muß er aufbewahren und bei Abführung der Steuer an die Gemeindetaffe vorlegen. Der Gemeindevorstand tann die Durchführung dieser Stener burch seine Beamten nach prüfen Tassen und der Betriebsunternehmer muß diesen Beamten Zutritt zu dem Betrieb und den Gasträumen gewähren und ihnen die er forderlichen Ausfünfte ertellen. Der Bersuch der Steuerhinter ziehung durch unrichtige Fragebeantwortung oder unrichtige und unvollständige Angaben bei der Begründung eines Einspruchs wirk mit dem ter bis zehnfachen Betrage ber erfolgten aber be absichtigten Bertürzung bestraft. Der Unterfuchungsrichter des Staatsgerichtshofes meilt, wie bie Münchener Zeitung melbet, gegenwärtig in München, wo er eine Besprechung im Suftizministerium hatte. Es foll sich um die Durchführung eines Spezialfalles in Anwendung der Schußgefege für die Republik handeln. Die Bombe im Börsensaal. Ein nationalsozialistisches Attentat. Mannheim, 5. September.( MIB.) Ein Handgranatenanschlag wurde heute nachmittag 2.15 Uhr in bem auf ben sogenannten Blanten gelegenen B6rfengebäude verübt. Ein junger Mann, der fich längere Zelt in dem Hausflur aufgehallen hatte, warf eine Handgranate in den Börsensaal. Da die Börse schon geschloffen war und sich infolgedessen niemand mehr in dem Saal befand, ist durch die Explosion ber Bombe niemand verlegt worden, doch wurde ein ziemlich großer Gebäubeschaden angerichtet. Der Täter wurde fofort von Polizeibeamten verfolgt und festgenommen. Es ist der Nationalsozialist Paul Janson, der in der nationalfozialiffifchen Bewegung Mannheims eine Rolle spielt. Bielleicht gelingt es, burch diese Verhaftung auch die Täter zu ermitteln, die am 4. Juli d. 3. das unter ähnlichen Umständen ausgeführte Bomben attentat auf das Mannheimer Gewertschaftshaus verübten. Kartoffelernte Bege des Abschluffes von Lieferungsverfrägen fortzufchreiten. An lauten die Berichte aus den verschiedenen Ländern übereinstimmend günstig. Die Konferenz empfiehlt, auf dem bereits beschrittener gesichts der gegenwärtigen Lage glaube fie, daß ein behördliches Eingreifen zweds Befferung ber Breisbildung zur Zeit nicht erforderlich ist und erwartet, daß sich die Preise in den Grenzen halten, die für die Berbraucher erträglich sind. Auf dem Gebiet der Brotversorgung muß die Umlage in Ihrer gefehlich feffgelegten Höhe durchgeführt werden. Die Konferenz verfchließt sich dabei nicht der Tatsache, daß bei der Festsetzung der Preise für das Umlagegetreide der Entwicklung der Geldentwertung und den jetzigen Produkti. onstosten Rechnung getragen werden muß. Bon den Strafandrohungen muß unnachfichtlich Gebrauch gemacht werden gegen die, die andere auffordern, fich der Ablieferung der Umlage zu widersehen. rung von Brotgetreide, deffen Durchführung zu überwachen Die Ronferenz verweist auch auf das Berbot der Berfütte. ift. Sie empfiehlt weiter eine Brüfung, ob durch eine allgemeine Herabfegung des Ausmahlfazes für freies Getreide Ersparnisse gemacht werden können. davon Renntnis genommen, daß zur Unterstüßung der Sozial. Die Konferenz der Ernährungsminister hat mit Befriedigung rentner und Kleinrentner Gelbbeträge zur Verfügung ge stellt worden sind. Sie hält es aber für notwendig, darüber hin aus helfend einzugreifen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wird auch die Ausgestaltung der Kinderspeisungen, der öffentlichen Speifungen und Abgabe von Lebensmitteln an befonders Bedürftige zu ermäßigten Preisen geprüft werden müssen. England und die Garantien. Sir John Bradbury hat in London die bemerkenswerte Erklärung abgegeben, daß bie Frage einer britischen Beihilfe zur Stellung der Garantien Deutschlands für die Schahwechsel an Belgien erörtert werden wird, wenn die britische Hilfe von der belgischen und der deutschen Regierung erbeten werde. Man kann ohne große Mühe die Einladung herauslesen, es zu tun, und man hört schon die Behauptung, daß das erste Drittel von England ga rantiert werden solle, das zweite vom deutschen Bankkapital und das dritte durch Reservierung nicht Fortbringung eines Teils des Reichsbankgoldes; dies würde natürlich eine Verminderung des verfügbaren Goldbestandes bedeuten und fönnte von der Weltfinanz dementsprechend beurteilt, also in weitere Martentwertung umgesetzt werden. Eine Bestärkung ber Meldungen von stärterer Intereffiertheit der Bereinigten Staaten- Regierung würde wenn fie richtig ist die Meldung ber Bariser Chicago Tribune" fein, wonach der offiziöse amerikanische Bertreter in der Re parationstommission, Boyden, der sich seit mehreren Monaten in den Bereinigten Staaten aufhält, am 13. September nach Frankreich zurückreisen werde. Der Kampf um die Ueberschichten. Effen, 5. September.( BTB.) Infolge lintsrabitater Ein flüffe ift bie Durchführung des am 24. Auguft in Berlin ab. gefchloffenen Ueberschichtenabtommens für den Ruhr bergbau auf einigen Bechen verzögert worben, boch besteht bie Hoffnung, daß im Laufe dieser Woche die noch bestehenden Schwierigkeiten beseitigt werden. Die Rommunisten und die Trade- Unions und Reparation. Arbeiter- Union berufen für den 7. September eine Betriebs. London, 5. September.( BTB.) In der heutigen Sigung des rätetonferenz ein, die sich mit dem Uberschichtenabtominen Gewertschaftstongresses in Southport wurden verschie beschäftigen soll. Die freien Gewerkschaften im Bergbau wenden dene Resolutionen erörtert, die die Reparationstrife und die interFrische, auch bei umfassenderem Schulunterricht, fich nicht weiter aus. fich in einem Aufruf gegen diese Absichten. Infolge der miß- nationalen Fragen betreffen. Es wurde eine pon Thomas einbreiten; bemnach wird auch in dem Brischen Freistaat" das verständlichen Fassung der Bereinbarung bezüglich des gebrachte Entschließung angenommen, worin es bezüglich ber ReEnglifche die Hauptsprache fein Die alte irische Literatur ist nicht nur an sich von hohem Inter. Lohnabkommens für den Ruhrbergbau war unter den Belegschaften parationstrife heißt: effe, fondern noch mehr durch ihre Einwirtung auf die altfranzösische verschiedener Bechen erhebliche Unruhe entstanden. Inzwischen Die Konferenz, auf der über 5 Millionen organisierte britische und damit auch die mittelhochbeutsche Biteratur( hauptsächlich ber haben Bertreter der Bergarbeiter burd) Klarstellung des Lohn. Arbeiter vertreten sind, erkennt an, daß die Entscheidung der ReSagentreis von Rönig Arthur und feiner Tafelrunde). Es fei noch abtommens in der Presse dazu beigetragen, diese Erregung, die parationstommiffion für das deutsche Bolt einen zeitweiligen bemertt, daß Irisch in einer befonderen, teilweise aus dem fateinifchen teilweise fogar zu Streits geführt hatte, zu bämpfen. Alphabet umgebildeten Schrift geschrieben wird. " e. P. Gegen polnische Gebietsforderungen. Eine deutsche Note. Hohenzollern- Autogramme. Im Börsenblatt für den deutschen Buchhandel vom 2. September fündigt der Berlag Gerhard Stalling in Oldenburg das Erscheinen eines Buches an: Erftes Garde Regiment zu Fuß. Bearbeiter dieses Buches nach den sämt lichen Kriegstagebüchern, und persönlichen Beziehungen" ist bitte Der deutsche Vertreter bei der oberschlesischen Grenztom Hände an die Hofennaht! Bring itel Friedrich von miffion hat dem Präsidenten dieser Kommiffion eine Note über Breußen. Bon diesem Wert, bas in bergewöhnlichen Ausgabe" reicht, die flar zum Ausdrud bringt, daß weitere Grenzforret etwa 150 m. foften foll, erscheint felbstverständlich auch eine Qugus turen nach dem Friedensvertrag unzulässig sind. Durch Ausgabe", 140 Exemplare auf bestem Hadernpapier in Halbleber" ein Entgegenkommen an die polnischen Bünsche würden die Die Eremplare Nr. 31 bis 140 werden für je 1000 m. angeboten. Grundlagen der mit Polen geschlossenen Verträge vom Dagegen sollen die Eremplare Nr. 1 bis 30 je 1500. tosten. Aber der beutsche Patriot, ber fich eines biefer 30 Exemplare 15. mai, 15. Juni und 22. Juni d. 3. erschüttert werden. J. 500 Mart mehr toften läßt, weiß auch, was er dafür erhält: Darum habe die deutsche Regierung ihren Bertreter bei der Jedes biefer 30 Gremplare enthält nämlich eine eigenhändige Grenzfommission zwar bevollmächtigt, an der Grenzbereifung Ramensschrift des Bringen!" teilzunehmen, jedoch unter der Voraussetzung, daß sich die Tätigkeit der Kommission auf Iotale Ergänzungen der Demartationslinie beschränkt, durch welche die durch diese Linie geschaffenen wirtschaftlichen Grundlagen in teiner eife abgeändert werden. Ich bin in monarchischen Gefühlen und erten nicht hinreichend hewandert, um maßgebend beurteilen zu können, ob diese Ein fchägung ber prinzlichen Unterschrift mit 500 m. eine erfreuliche Rundgebung patrictischen Geistes ist oder ob darin eine boch fchon start republikanisch infizierte Minderbewertung der printzlichen Unterschrift liegt. Wenn ich nicht irre, werden den Bauern von Oberammergau für thre Unterschriften auf Boftfarten Beträge gezahlt, die in die Tausende gehen. Auch für Autogramme des Raubmörders Großmann werden von eifrigen Sammlern erfledliche Beträge geboten. Es besteht also immerhin die Möglichkeit, daß das fintende Rursniveau der Kronen, Thronseffel und ähnlicher mon archischer Berigegenstände fich auch auf die Unterschriften erstrect und daß der fette Brinz Eite! Friedrich, der gewiß ein schlechterer Geschäftsmann ist als sein Vater, die Ronjunktur doch ganz richtig beurteilt hat, wenn er lieber 30 Unterfdriften für insgesamt 15 000 Mart als gar nicht an den Mann bringt. Fachschulabsolventen en ben preußischen Technischen Goch. Marcel Sembat gestorben. Aufschub der unmöglichen Lasten gesichert habe, die ihm von den alllierten Regierungen auferlegt wurden. Die Konferenz hofft, daß diese Krise dazu gedient haben werbe, die dringende Notwendigkeit einer fofortigen und endgültigen Rege lung des Reparationsproblems nachdrücklich Dor nationalen Arbeit zur Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete Augen zu führen. In der Entschließung wird dem Plan der intererneut zugestimmt und erklärt, daß fein Blan für die Wiederher stellung Europas möglich fei, wenn nicht bie Besetzung der Rheinlande und die Politit der Gewalt auf gegeben würden Es müsse eine angemessene Frist und Er. leichterung für die Zahlungen gewährt werden. Die deutsche Ins leichterung für die Zahlungen gewährt werden. Die deutsche In duftrie dürfe nicht erdrosselt werden, wenn Frankreich und Belmüßten auf eine vernünftige Grundlage gebracht werden. gien wiederhergestellt werden sollten. Die deutschen Berpflichtungen müßten anerkennen, daß die anderen Fragen, damit verglichen, Die Arbeitslosigkeit behandelnd, erklärte Thomas, alle durchaus bedeutungslos feien. Keine Frage stehe in fo en gem 3usammenhang mit dem Arbeitslosen. problem, wie die der internationalen Schwierig teiten. Er führte aus: Unsere Erklärung hat bewiesen, daß im gegenwärtigen Augenblid nicht Deutschland, sondern der bri. tische Arbeiter bezahlt. Thomas forderte ben Rongreß auf, der britischen Regierung zu erflären, daß, wenn auch Amerita die englischen Schulden nicht streichen wolle, England doch bereit sei, die Schulden zu streichen, von denen es vollkommen wisse, daß sie niemals zurückgezahlt werden könnten. Diese Schuld mache es, inBerdem sie über dem Haupt der Nationen schwebe, diesen unmöglich, ihre Währungen auf einer angemessenen Höhe zu halten. Aus Paris fommt die betrübende Nachricht, daß ber fozia liftische Bariser Abgeordnete Marcel Sembat im Alpen furort Chamonig( Savoyen) plötzlich gestorben ist. Mit ihm hat die französische sozialistische Partei und die französische Arbeiterflaffe überhaupt einen schmerzlichen luft erlitten, dessen Bedeutung zu würdigen wir uns vorbe halten. Das Dortenfche Bauernfängerei. Dortenblatt Rheinischer schulen. Durch Verordnung des preußissen Claatsministeriums i bie Internationale Verständigung über Kali. Herold" hatte fürzlich einen Auffah des Schriftführers der Apovon vielen Seiten feit langem geforberte Möglichkeit des Uebergangs von Fach fchulabsolventen auf die Technischen Hohlhulen geschaffen werben. Es muß aber thefervereinigung, Bomp, gegen den Berliner Borwärts" ohne 3mischen dem deutschen und dem franzöfifchen Kalifyndikat jebe Quellenangabe aus einem Zentrumsblatt entnommen, um den eine außgewöhnliche fachliche Beläbigung nachgewiesen werben, die von haben Verhandlungen stattgefunden, die, wie der Soz. Parlaments- Lesern vorzutäuschen, die Apothekervereinigung sei in seinem einem Dozenten der Technischen Hochschule und einem Faciullehrer felt bienft zuverläffig hört, joeben zum Abschluß gekommen find. Der Lager. Die Köln. 3bg." ftellt dies abschließend feft, nachdem der gestellt fein muß. Außerdem muß eine befondere Brüfung abgelegt werden. 3wed des Abkommens ist die Befeltigung der Konkurrenz zwischen Schriftführer der Apothefervereinigung ihr mitgeteilt hat, daß er Die Bahl und die Gattungen der Fachschulen, von benen der Uebergang zulässig ist, sollen beschränkt werden. In erster Linie fommen bie heren der deutschen und der elsässischen Kaliindustrie, insbesondere auf dem dem Dartenblatt den in Frage kommenden Auffah nicht habe zumafinenbauschulen in Betracht öfflichen Markt, wo sich bisher diese beiden Gruppen in scharfer Kon- gehen laffen. In der Wolfsbühne gelangt Grnst Tolerafie exam fuerenz gegenübergeftanden haben. Für die deutsche Volkswirtschaft Die Griechen haben Brussa verloren, bie Angoratürfen stehen Freitag zum 75. ale zur Aufführung. An den Hauptrallen spielen wie bei ist das blommen insofern von Bedeutung, als durch diese Ver- bald Konstantinopel gegenüber. England regt mit Frankreich und der Erstaufführung Mary Dietrich Sonja, Ferdinand afper- Ramenloser. fländigung das frühere deuffche kali monopol, das durch die Italien an, einen Waffenſtilstand herbeizuführen. Der Vortragsabend neuester ruffifcher 2hrit( Meinbard Rothe) muß auf Freitag, den 15. Sept., abends 8 Uhr, ins Leffing- Muscu..., Brüder Abtretung des Elfaß durchbrochen war, in der Form der deutschstraße 13, berlegt werden. franzöfifchen Kallintereffengemeinschaft wiederhergestellt ist. Zaglul Pafcha, ber Aegypterführer, wird als englischer Ge fangener nach Gibraltar übergeführt. Gewerkschaftsbewegung Generalversammlung der Betriebsräte. Annahme oder Streik? einem entsprechenden Verein abhängig gemacht werden. Das Gegens teil geschicht bei der Zigarettenfabrit J. Garbain, Bartow, Die Angestelltenforderungen in der Metallindustrie. wo in lezter Zeit besonders darauf gesehen wird, nur fathoirsche In einer überfüllten Afa Funktionärversammlung, die am und vor allen Dingen nicht gewertschaftlich organisierte 4. September stattfand, nahmen die Funktionäre der Groß- Berliner Angestellte einzustellen. Der Personalchef, Herr Cadenbach, cin früherer Offizier, Mitglied der monarchistischen Mordorganiation nach ihrer Organisationszugehörigkeit zu fragen, wobei Mitglieder Bund der Aufrechten", fann es nicht unterlassen, die Bewerber des Zentralverbandes der Angestellten regelmäßig abgewieien werden. Wir möchten der Firma, besonders dem„ aufrechten" Personalchef dringend empfehlen, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, sonst müßten wir uns an anderer Stelle mit seiner Bragis beschäftigen. In Kliems Festfälen tagte gestern abend die Generalversamm- Metallindustrie den Bericht über die am 2. September nochmals mit lang der Berliner Betriebsräte, die von der freigewerkschaftlichen dem Verband Berliner Metall- Industrieller geführten Verhand Betriebsrätezentrale einberufen war. Auf der Tagesordnung stand| lungen entgegen. das Thema„ Teuerung und Arbeitsprogramm". Ben der Oppo- Friz Schmidt vom 3. d. A. berichtete eingehend über alle sition, die bekanntlich fürzlich durch Einberufung einer selbständigen Einzelheiten und legte ausführlich die Gründe dar, die alle an den Betriebsräteversammlung einen Borstoß unternommen hatte, wurde Verhandlungen beteiligten Gewerkschaftsvertreter veranlaßten, nach vor Eintritt in die Tagesordnung die Stellung eines Rorrefe- stehendes Ergebnis zur Annahme zu empfehlen: renten aus ihren Reihen beantragt, der auch von der Versamm lung, trotz des Hinweises des Borsitzenden auf die unbeschränkte Redefreiheit, mit tnapper Majorität zugebilligt wurde. Dann nahm der frühere Volksbeauftragte Emil Barth das Wort zu seinem Referat. Er war noch nicht über die einleitenden Säge hinausgekommen, in denen er darauf hinwies, daß es von dem ordnungsgemäßen Verlauf dieser Generalversammiung abhän= gen werde, ob die Betriebsräte fünftighin noch als Faktor der Arbeiterschaft angesehen werden dürften, als es am Saaleingang zu einem 3 wischenfall kam, der den Referenten lange Zeit in seiner Rede unterbrach. Bor der Tür hatte fich eine größere Anzahl von Arbeitern, anscheinend Anhänger der Opposition, angesammelt und diese versuchten, nachdem ihnen der Cintritt verwehrt war, mit Gewalt in den Saal einzudringen. Es fam zu Lärmszenen, doch fonnten schließlich die Türen geschlossen und die bereits Eingedrungenen zum Verlassen des Saales bewogen werden. 1. Das Tarifgehalt für den Monat August 1922 wird dahin bestimmt, daß zu dem zuletzt gültigen Grundgehalt ein Teuerungszuschlag von 280 Pro 3. tritt. Der gleiche Teuerungszuschlag tritt zu dem auf 200. festgesetzten Grundbetrag der Familienzulage. 2. Das Tarifgebalt für den Monat September 1922 wird dahin bestimmt, daß zu dem zulegt gültigen Grundgehalt ein Teuerungszuschlag von 450 roz. tritt. Die Familienzulage behält für den Monat September die gleiche Höhe, die sie gemäß Ziffer 1 für den Monat August hatte. 3. Den Angestellten wird bis zum 15. September 1922 außer der vom VBMJ. bereits beschlossenen Afontozahlung eine weitere tontozahlung in gleicher Höhe geleistet. ( 33, Proz. des Netto- Juli- Einkommens, aufgerundet auf volle 500 M.). Die Endabrechnung des August- Gehaltes fowie des September- Gehaltes und Auszahlung des Restbetrages unter Verrechnung der Akontozahlungen findet mit der Gehaltszahlung Ende September 1922 statt. In der dem Bericht folgenden erschöpfenden Debatte wurde das Ergebnis als ungenügend bezeichnet und in der Abftimmung mit großer Majorität abgelehnt. Es wurde ferner beschlossen, nach Aufforderung durch das Drtefartell GroßBerlin des Afa- Bundes eine Urabstimmung in allen Betrieben mit der Fragestellung:„ Annahme oder Streit?" durchzuführen. " Eine Arbeiterakademie in Japan. Stai, des Japanischen Gewerkschaftsbundes, Suzuki, gründete Der Begründer und jezige ehrenamtliche Vorsitzende der Quai fürzlich ein größeres Institut, das nur der Fortbildung der Arbeiter dienen soll. Es wird von den verschiedensten Arbeiterorganisationen, in der Hauptsache aber von Privaten, unterhalten. Das in der Hauptstadt Tokio errichtete Institut zerfällt in fünf Abteilungen: 1. Bildungsabteilung, bestehend aus einer Arbeiterschule fowie aus verschiedenen Unterrichtstursen, Arbeiterbücherei und Arbeiter museum. 2. Vortragsabteilung zur Herausgabe der Vorträge und sonstiger Druckschriften über soziale Fragen; Schaffung brieflicher Unterrichtsfurie, Errichtung eines Buchladens für die einschlägige Literatur. suchungen, die mit der Arbeiterfrage zusammenhängen, vornehmen, 3. Erhebungen: Diele Mbteilung soll alle Arten von Unter Statistiken bearbeiten, die Ergebnisse ihrer Forschungen veröffentlichen usw. 4. Beratung der Arbeiter, besonders bei der Gründung und dem Ausbau ihrer getvertschaftlichen und genossenschaftlichen Organisationen. 5. Rechtsabteilung zur Erteilung von Rechtsauskünften aller Art. mit 160 Echülern zwischen 19 und 60 Jahren. Der Schulplan Die Arbeiterschule begann ihre Tätigteit im September 1921 umfaßt. u. a. Wirtschaftskunde, Betriebsleitung, Rechtsprechung, Arbeitergefeßgebung, Psychologie, Volkswirtschaft, Gesellschaftstunde, soziale Theorien, Geschichte der Arbeiterbewegung, Gewerkschaftsfragen. bezeichnet werden kann, gibt ein eigenes Organ,„ Rodo Gaku Ho", Das neue Institut, das als die Japanische Arbeiterakademie heraus. 28ien ohne Zeitungen. Der Redner wandte sich dann in scharfen Ausführungen gegen das Borgehen der 15 Betriebsräte, die die sogenannte Bollversammlung einberufen und einen Kontrollausschuß eingesetzt Betten. Wer dem Proletariat dienen wolle, dürfe nicht mit solchen Stompetenzftreitigteiten Entfachung eines Brudertrieges hervorrufen. Einftrupellofes Berbrechen sei es, daß sogar Mitglieder des Zentral- und Vollzugsrats dieses Theaterspiel mitmachten. Die freigewerkschaftliche Betriebsrätezentrale lehne es ab, eine wirtschaftDie Urabstimmung hat am Donnerstag, den 7. September 1922, liche oder politische Rampforganisation zu sein. Barth beschäftigte in allen Betrieben zu erfolgen. Alle fanfmännischen und technischen fich dann mit den Borschlägen des ADGB., der Kommunisten und Angestellten mit Ausnahme der Wertmeister baben getrennt abzuder sogenannten Vollversammlung der Betriebsräte zur Bekämpfung stimmen. Die Stimmaettel, welche diesmal nicht vom Drtsder Teuerung. Die Borschläge der Gewerkschaften bezeichnete er als fartell Groß- Berlin des AfA- Bundes ausgegeben werden, dürfen miderspruchsvoll und unzulänglich, die der Kommunisten als ober= nur das Wort Annahme" oder, Streit" enthalten. Von flächlich und propagandistisch und den Offenen Brief" als der Abstimmung ist ein Prototoll aufzunehmen, das von je ein Produkt von viel Gefühl und wenig Berstand. einem Funktionär des Bundes der technischen Angestellten und Besonders scharf wandte er sich gegen die einzelnen Forderungen Beamten und des Zentralverbandes der Angestellten unterWien, 5. September.( Eigener Drahtbericht.) Da die heute hes Briefes, namentlich gegen das Verlangen, daß die Betriebsräte fchrieben werden muß. Das Protokoll muß enthalten den Namen nachmittag geführten Berhandlungen der weit unter den anderen das Bank und Geschäftsgeheimnis durchbrechen sollten. Der Firma, die Belegschaftsgiffer, die Zahl der kaufmännischen An- Arbeitern bezahlten Buchdrucker mit den Unternehmern ergeb Eine solche Forderung sei ein Berbrechen an der Arbeiterschaft und gestellten für Annahme", die Zahl der faufmännischen Angestellten ni slos verlaufen sind, ericheinen auch morgen früh feine an den Betriebsräten insbesondere. Ebenso bodenlos und verant für Streif", die Zahl der technischen Angestellten für„ Annahme", Zeitungen. Die Arbeiter Beitung" ist durch den Streif wortungslos sei die Forderung, mit den Betriebsräten in die Ber- die Zahl der technischen Angestellten für Streit". Die Protokolle gleichfalls ſtillgelegt. moltung einzubringen. Die freinewerkschaftliche Betriebsrätezentrale find sofort mittels Rohr post Briefes"( Borto 5 M.) Johne es ab. die Funktionen politischer Arbeiterräte zu erfüllen und oder durch Boten dem Drtefartell Groß- Berlin des Afa- Bundes, Auläßlich des Streits im Fleischergewerbe haben sich, wie das fich einen Stontrollausichuk auf die Naſe ſehen zu laffen. Hierauf Berlin N. 39, Neinidendorfer Str. 118, II, au übermitteln und Nachrichtenamt der Stadt Berlin mitteilt, Arbeitgeber und Arbeitfolgte eine längere Diskussion, die bei Schluß des Blattes noch milfen bis spätestens Freitag, den 8. September 1922, vormittage nehmer an den Oberbürgermeister um Vermittelung gewandt. Die 9 Uhr, dort sein. Sämtliche Mitglieder der Tariffommission Verhandlungen haben bereits begonnen. ( Metabeko) verfammeln sich zur Feststellung des Gefamtabstimmungsergebnisses am Freitag, den 8. September 1922, mittags 12 Uhr. im Sigungesaal des Drtefartelle. Afa- Bund, Ortskartel Groß- Berlin. cndauerte. Die Gewerkschaftsschule. Die Gewerffchaftskommission Berlins und das Drtskartell des Afl- Bundes haben auch für das bevorstehende Winterhalbjahr dis rötigen Borfehrungen zur Fortbildung der Funktionäre mie aller Gewerkschafter, insbesondere aber der jungen getroffen. Die Ge= mertschaftsschule will die Angestellten und Beamten ber freien Gewerkschaften Berlins für ihre täglich neue Anspannung fordernde Kleinarbeit schulen; sie will ihnen darüber hinaus den Blick weiten für die großen Fragen und die Zusammenhänge der Wirtschaft. " Das Züchtigungsrecht des Lehrherrn. Ueber die Bedeutung des Lehrvertrages und die Ronsequenzen, die sich aus ihm herleiten lassen, herrschen noch hie und da merkwürdige Auffassungen. Vor dem Gewerbegericht hatte sich die Inhaberin eines hiesigen Buzgeschäftes zu verantworten, weil sie in falscher Auslegung des Lehrvertrages ein Lehrmädchen gezüchtigt hatte. Sie schlug die Kleine ins Gesicht und hinter den Kopf, fo daß der Haarschmuck des Mädchens dabei zerbrach. Vor Gericht Die Gewerkschaftsschule will die ehrenamtlichen Funktionäre der vertrat sie die Meinung, daß auf sie als Lehrberrin für die Zeit des Gewerkschaften mit ihren besonderen Aufgaben bekannt machen; ins- Lehrverhältnisses das Züchtigungsrecht des Baters übergegangen besondere soll in diesem Unterrichtsabschnitt das Wesen der gefei; um so mehr," fügte sie hinzu, als der Vater das Mädchen wertschaftlichen Lohnpolitik eingehend Lohnpolitik? eingehend besprochen unter aller Kanone erzieht." Der Vorsitzende, der diese Ausdrucksweise scharf rügte, sah sich genötigt, der Beklagten ein Brivatissimum Die Gewertschaftsschule gibt aber auch der Verantwortung Aus- über die Rechte des Lehrherrn zu halten, zu denen der Uebergang druck, die uns der Zukunft gegenüber beseelt. Auf die Schulung trag sei nicht, wie das Auffassung der Beklagten sei, ein Erder väterlichen Gewalt teinesfalls gehören tönne; der Lehrver. des gewerkschaftlichen Nachwuchses wird erhöhte Mühe verziehungsvertrag. Das Gericht sprach der Klägerin den Restmandt. Die Jungkollegenschaft soll mit den Fragen des Sozia lohn zu, den zu zahlen die Geschäftsinhaberin sich geweigert hatte, Tismus, mit dem Begriff und Wesen der Wirtschaft ins- und verurteilte die Beklagte zur Abgeltung des dem Lehrmädchen befondere unseres fapitalistischen Zeitalters und mit den Gesetzen durch den Abgang aus dem Geschäft entgangenen Urlaubs. und Berordmungen des Jugendrechtes vertraut gemacht werden. merben. Die Kurse sind in drei Gruppen geteilt, und zwar in folche für Gewerkschaftsangestellte, für Funktionäre, die im Betrieb stehen, und für Jugendliche. Für jede Gruppe werden mehrere Materien be handelt. Die Rurse beginnnen am 10., 11. und 12. Oktober. Wie das Betriebsrätegeseh umgangen wird. Bom Zentralverband der Angestellten wird uns geschrieben: Nach§ 81 BNG. darf die Einstellung eines Arbeitnehmers nicht von seiner politischen, fonfeffionellen oder gewerkschaftlichen Betätigung oder von der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit au 17 Der Auguff- Gehaltstarif für die Angestellten des Berliner Einzelhandels ist gedruckt erschienen und im Bureau des Zentralverbandes der Angestellten, Berlin SW 61, Belle- Alliances Straße 7/10, erhältlich. Tegtilarbeiterstreif im Hirschberger Tal. Die Arbeiter in den Tertilfabriken des Hirschberger Tales find wegen Nichtbewilligung von Lohnforderungen in den Ausstand getreten. haben ben Schiedsspruch abgelehnt. Bericht über die Sachlage erstatten unsere Kaufmännische und technische Angestellte im Baugewerbe. Die Arbeitgeber Verhandlungsführer in der öffentlichen Versammlung am Mittwochabend 7 Uhr im Nordischen Hof", großer Saal, Invalidenstr. 126. Rein Angestellter dark fehlen! Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Filiale Groß- Berlin, Branche: renan. Heute& Uhr in" Reichsteine", Steue Ränight. 20, ute anon vollversammlung. Aeußerst wichtige Tagesordnung. Vertrauensleute werden erfucht, Anschläge auf den Dienstiellen zu machen. Branche: 7, Bark und Fried höfe. Scute 6½ Uhr in der Aula des Sophien- Realgymnasiums, Steinstr. 31/34, Branchenvollversammlung. fowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie" haben heute, Mittwoch, 7 Uhr in den Mufiterfalen", Raiser- Wilhelm- Straße, Bersammlung. Tagesordnung: Die Lage in der Metallindustrie". Deutscher Wertmeister- Berband. Sämtliche Betriebs- und Bertrauensleute Achtung, Zimmerer! Morgen, Donnerstag, nadm. 3 Uhr in den ,, Musiker. gierten des Hoch-, Beton- und Tiefbaugewerbes sowie fämtlicher Fabritbetriebe. jälen", Raiser- Wilhelm- Str. 31, Versammlung fämtlicher Play- und Baudele Tagesordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. Da es fió um äußerst wichtige Angelegenheiten handelt, ist es unbedingt notwendig, daß jebe Arbeitsstelle durch ihren Vertrauensmann vertreten ist. Verbandsbuch fowie Betriebsraisausweis legitimiert! Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Filiale Groß- Berlin. 15. Ber. waltungsbezirk. Donnerstag 6 Uhr in der Schulaula in Niederschöneweide: Bezirksversammlung. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bittor Schiff, Berlin; für Anzeigen: b. Glode, Berlin. Berlag Borwärts Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Bellage. MANO ANGL « << KLASSE» « SUGGESTION» BERN HARD 008