Nr. 424+39. Jahrgang Ausgabe Nr. 208 Bezugspreis: Für den Monat September 200,-., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig, Saar- und Memelgebiet, sowie Desterreich und Luremburg 248,- m, für das übrige Ausland 282,- M. Postbestellungen nehmen, an Belgien, Dänemart, England, Esthland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich Schweden, Schweiz, TschechoGlowatei und Ungarn. " Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 6 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 40,- M. Retlamezeile 180,-. „ Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10,- M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 7,-M., jedes weitere Wort 5,- M. Worte fiber 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 15,- W. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, LindenStraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Freitag, den 8. September 1922 Aussprache im Völkerbund. Bundesrat Moffa S Ungarns Aufnahmegesuch. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Saupregpedition u. InseratenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Dänemarks Militärpolitik. Dänemark hat in diesem Sommer eine neue WehrGenf, 7. September.( EP.) Die 5. Sigung der Völkerbunds- Motta und Nansen für deren heutige Reden.„ Im vorigen Jahr," ordnung eingeführt, die verschiedene deutsche Zeitungen versammlung wurde um 11.15 Uhr eröffnet. Graf Ishii- Japan fo führte der Redner aus,„ habe ich gesagt, daß jeder Verzug in der veranlaßt hat, von einer Militärpolitit Dänemarks zu nimmt zuerst das Wort. Er gibt der Hoffnung Ausdruck, daß der Hilfeleistung für Desterreich das Werf nur schwieriger und fost- sprechen, die gegen Deutschland gerichtet sei und in Abhängig Völkerbund trotz der Kritifen eine große und gesunde Eniwidlung spieliger machen würde. Man hat damals meine Worte mit Beifall feit von den französischen Wünschen nach einer militärischen nehmen möchte. Er macht geltend, daß auch die kleineren vom aufgenommen, nun aber hoffe ich, daß ihnen ein wirklicher Einfreifung Deutschlands stehe. Diese Wehrordnung bringt Bölterbund behandelten Fragen eine ernste und große Bedeutung Erfolg beschieden werde. Es wird nicht nur ein philantropisches gegenüber der bisher gültigen von 1909 eine Berringea rung des Mannschaftsbestandes, Ausbildungszeit und der hätten, und verweist auf Oberschlesien und auf die verschiedenen Werk sein, das der Völkerbund leistet, sondern er wird damit ge- Kosten. So vermindert sich z. B. die Anzahl der Kompagnien Verwaltungsangelegenheiten des Völkerbundes. Er macht darauf zeigt haben, daß er einen aktiven Anteil auf materieller Grundlage und Eskadrons in der Linie um 66, in der Reserve um 8, der aufmerksam, daß der Völkerbund z. B. durch die Tatsache der An- daran nimmt. Es wird ein Werk des friedlichen Wiederaufbaues Batterien in der Linie um 2, wogegen die Reservebatterien erkennung des Präsidenten Calonder für die oberschlesischen Ver- und der Wiederversöhnung der Völker sein."( Stürmischer Beifall.) um 27 vermehrt werden. Gegenüber jetzt 11 000 Mann werhandlungen ein unzweifelhaftes Friedenswert geleistet habe. Dann den künftig jährlich nur 9300 einberufen und von diesen 1500 ergreift der schweizerische Die Frage der Aufnahme Ungarns, welches sein vor- als Landsturm, der nur zwei Monate ausgebildet wird. Nach jähriges Aufnahmegesuch in diesem Jahre erneuert hat, fam heute der Wehrordnung von 1909 betragen die jährlichen Gesamtdas Wort. Er stellt zunächst fest, daß hier keiner dem anderen unter zum ersten Male im 6. Ausschuß der Versammlung zur Berhand- ausgaben für das laufende Etatsjahr 42,5 Millionen, nach geordnet ist, weder der Rat der Versammlung, noch die Versammlung. Gleich in der ersten Sitzung, die von dem Ausschußpräsider neuen Heeresordnung nur 31,4 Millionen Kronen. Allerlung dem Rat. Der große Krieg sei vorbei, aber der Friede leider denten Loudon Holland geleitet wurde, wurde wie im Vorjahre dings fann Dänemark auf diese Weise, da die allgemeine immer noch nicht eingetroffen. Seit dem vorigen Jahre habe sich ein Unterausschuß ernannt, in dem diesmal folgende Staaten ver- Wehrpflicht im ersten Aufgebot sich über acht Jahre erstreckt, die Lage zugespitzt. Ist hier der Völkerbund imstande, treten sind: Italien( Imperiali), Tschechoslowakei im Mobilmachungsfalle rund 100 000 Mann aufstellen. Die etwas zu tun?", so fragt der Redner. Die einen finden, der( Benesch), Frankreich( Hanotaur), England( Fisher), Regierungspartei hat ein Kompromiß mit den Konfer Völkerbund sei eine Arbeitsmethode, für ihn sei er mehr als eine Venezuela( Gil- Fortul), Schweiz( Motta). Der Unteraus- vativen, die 110 000 Mann Linientruppen und 50 000 Mann Methode, nämlich ein Verband aller Bölfer, durch den die Stimmen schuß hat die Aufgabe, genau wie bei der Aufnahme Desterreichs, Landsturm forderten, eingehen müssen, um diese Wehrordmung der Völker sich wirksam geltend machen könnten. Er sei durchaus Bulgariens und der anderen Kandidaten des Vorjahres zu unter- gegen eine starke Minderheit der Radikalen und einverstanden mit dem Gedanken Lord Robert Cecils, daß der suchen, ob Ungarn die Bedingungen des Artikels 1 erfüllt, der Sozialdemokraten durchzusetzen. Die konservative Bölkerbund alles oder nichts sein müßte. Die Friedensverträge seien die Aufnahme eines neuen Staates davon abhängig macht, ob er Presse warf deshalb ihrer Reichstagsfraktion vor, sie hätte eine Sache und der Völkerbund sei eine andere Sache. Ich habe frei regiert wird und effektive Garantien einer auf- mitgeholfen, die dänische Wehrmacht zu vollständiger Ohn mich seit dem Jahre 1918, fagte Motta, immer bemüht, den Unter- richtigen Absicht zur Beobachtung seiner internationalen Verpflich macht zu verdammen; ebenso fritisierte der stellver schied zwischen diesen beiden festzustellen. tungen bietet und ob er, was seine Streitkräfte und Rüstungen tretende Generalstabschef den Plan öffentlich anb etrifft, die vom Böllerbund errichtete Ordnung annimmt. Der scharf, da er von Politikern ohne Anhörung des General Unterausschuß zur Verhandlung des ungarischen Aufnahmegefuches ftabes aufgestellt worden sei. Troz dieser fünftigen Berringerung des dänischen Heeres lichkeit und der Presse zu seiner ersten Sigung zusammen, daß des Heeres ihre Standorte in Jütland erhalten sollen, während bisher die Hauptmasse auf den Inseln Seeland und Fünen lag. Eine offiziöse Auslassung des dänischen Die Besprechungen der Reichsregierung mit den Ber Regierungsorgans begründet diese Verteilung mit der einAuge zu verlieren. Gestern habe ich die Darlegungen des tretern Belgiens über die Garantie für die Schazwechsel haben zigen Hauptrücksicht, daß die Truppen in dem Landesteile österreichischen Bundeskanzlers Dr. Seipel angehört. Ich bin dem Bölkerbundrat aufrichtig dankbar, daß er sich mit dieser Frage bisher noch zu feinem fonkreten Ergebnis geführt. Am ausgebildet werden sollen, in dem sie beheimatet sind und beschäftigt, die eine der wichtigsten und vielleicht eine der gefähr Donnerstagnachmittag fand im Reichsfinanzministerium eine mobil gemacht werden können. interne Besprechung mit Delacroir und Man hat ferner vom Einfluß französischer Militärs auf lichsten für den Frieden Europas ist. Ich weiß nicht, in welcher Bemelmans statt, in der die verschiedenartigsten die neue Wehrordnung gesprochen, weil General Tanant, der Form die Hilfe für Desterreich erfolgen könnte, aber sie muß prompt Garantievorschläge erörtert wurden. Der weitgehendste, ge- Direktor der Kriegsschule von St. Cyr, im Frühjahr dieses und unmittelbar erfolgen. In dieser Sache habe ich Gott gedankt, wissermaßen auch wichtigste Vorschlag, der von den Belgiern Jahres auf Einladung der dänischen Abteilung daß es einen Bölkerbund gibt. Ich habe mich selber zu allen Be- ausging, zielt darauf hin, die erforderlichen Garantie- Alliance Française Kopenhagen und das mühungen beglückwünscht, die wir bisher unternommen haben, um leistungen von der deutschen Industrie tragen gewonnene Gebiet besucht hat. den Völkerbund zu stärken und zu kräftigen.( Lebhafter Beifall.) Tanant hat dort Vorträge über den Weltkrieg vom Die Desterreicher fönnen die absolute Sicherheit ihrer inneren und zu laffen. Es ist jedoch höchst wahrscheinlich, daß dieser Boräußeren Ruhe haben, denn es gibt keinen Staat, der die territoriale schlag, über den die Debatte noch nicht abgeschlossen ist, feine französischen Standpunkt aus gehalten und ist auch von däniendgültige Annahme findet, sondern eine andere schen Offizieren nach ihrer eigenen Erklärung über seine Integrität Desterreichs antasten will.„ Ich glaube," so schloß Motta, ösungsmöglichkeit gefunden wird. Selbstverständ- Stellung zur zweckmäßigsten Art der dänischen Landesvers „ man fann Desterreich zurufen: Lebt in Frieden, Ihr könnt morgen fich ist es nicht leicht, in Anbetracht der wirtschaftlichen Ver- teidigung befragt worden, worauf er seine private Meinung blühen und glücklich sein."( Stürmischer, sich immer erneuernder hältnisse Deutschlands eine Regelung zu finden, die beide geäußert hat. Daß aber dieser Meinungsaustausch irgendwie Beifall. Motta wird zu seiner Rede von vielen Delegierten, besonders Seiten zufriedenstellt. Sowohl bei den Vertretern der bel- Einfluß auf die parlamentarische Entscheidung der Vorlage von der italienischen Delegation beglückwünscht.) gischen Regierung, als auch bei den deutschen Unterhändlern gehabt hat, ist durch die erwähnte Kritik des Bizechefs des Darauf nimmt Dr. herrscht der beste Wille zur Verständigung, so daß augen- dänischen Generalstabes widerlegt. blicklich die Hoffnung auf eine zufriedenstellende Regelung nicht ganz unberechtigt ist. Die Reparationsfrage und alle anderen Kriegskonflikte follten sämtlich vom Völkerbund geregelt werden. Aber das hat sich leider als unmöglich erwiesen. Der Sturz der Mart mit trat heute abend, und zwar unter Ausschluß der Deffenterbliden die deutschen Kritifer eine offensive Absicht darin seinen Ursachen und furchtbaren Folgen ist eine Tragik, die uns alle interessiert, so daß es mir gestattet sei, den Bölkerbundsrat ehrfurchtsvoll darum zu bitten, wenigstens einige aus dem übergewaltige Schäden nicht vollständig Frithjof Nansen- Norwegen Belgische Vorschläge. Kritische Lage in Smyrna. der der neuen Grenze, von einem Ausbau des Hafens Esbjerg Weitere Behauptungen von geplanten Befestigungen an das Wort, um über die Notlage Rußlands zu sprechen. Er zur Ermöglichung einer französischen Landung, von der Ans hält es für unbedingt notwendig, daß der Völkerbund universell sei, um überhaupt Europa Hilfe bringen zu können. Ein Beweis dafür lage strategischer Bahnen und Wege im abgetretenen Gebiet, Griechenland streckt die Waffen. beruhen gleichfalls auf Mißverständnissen oder find die Konferenzen, die außerhalb des Völker= Konstantinopel, 7. September.( Havas.) Der hiesige le bertreibungen. Die Erdarbeiten, um die es sich bundes stattgefunden haben und deren Wirksamkeit wohl genug erwiesen ist. Die heutige Lage eines so zivilisierten Landes wie franzöfifche, englische und italienische Dragoman handelt, galten nicht Neubefestigungen, sondern vielmehr der Desterreich ist überraschend und ein Beweis dafür, was erklärten der Regierung von Angora, daß Griechenland die Einebnung der alten deutschen Feldbefestigungen im ich gesagt habe. Wenn sich nicht alle zusammenschließen, so kann Räumung von Kleinafien unter der Bedingung des Ab- abgetretenen Gebiet. Der Ausbau des Esbjerghafens, bes nichts geschehen. Der Zusammenschluß einzelner führt zu nichts. fchluffes eines sofortigen Waffenstillstandes annehmen fanntlich des größten dänischen Ausfuhrhafens nach Westen, Ich spreche hier nicht nur als Europäer und Weltbürger, sondern würde. Im Falle der Annahme würden die Parlamentäre in einer beschränkte fich auf die Ausbaggerung des versandeten auch als Bertreter meines Landes, das die Schwierigkeiten der neutralen Zone zufammenkommen, um die Bedingungen festzusehen. Einlaufs, um Schiffe von dem Tiefgang, für den er bestimmt heutigen Lage selbst miterlebt. Die Industrien liegen danieder und ist, wieder aufnehmen zu können, und die Wegeausbesserungen galten einer bestimmten Straße auf der Insel Alsen, die die die Arbeitslosigkeit ist in stetem Wachsen begriffen. Auch für Ruß- London, 7. September.( WTB.) Reuter meldet aus neue direkte Verbindung von Kopenhagen über Faaborg und land ist trotz aller Ronferenzen nichts erreicht worden. Eine ein Smyrna von heute mittag: Die Lage tritt in ein fritishes Mummart ins neudänische Gebiet fortsetzt und einen regen malige Konferenz wird niemals imftande sein, die Arbeitslosigkeit Stadium ein. Admiral Brook hat verschiedene Kauffahrtei- Automobilverfehr aufweist. so zu bekämpfen wie eine ständige Konferenz. Das ist eben schiffe der englischen Zivilbevölkerung zur Verfügung gestellt. Die Man hat sogar den Besuch dänischer Kriegsschiffe in die Stärke des Völkerbundes und die muß ausgenutzt werden. etwaige Einschiffung wird durch Zerstörer geschüht werden. Die Danzig als einen Versuch dänischer Annäherung an Mehr als drei Millionen Menschen sind in Rußland des Hungers Franzosen und 3taliener haben zum Schuhe ihrer Unter- Bolen( 1) ausgelegt, wobei man nicht mur vergißt, daß gestorben. tanen Marinetruppen gelandet und ihre männlichen Danzig ein Freistaat ist, sondern daß auch Danzig gegen die Das Bild ist fürchterlich, und ich will es nicht noch einmal wieder Untertanen zum Dienst in einem Freiforps aufgerufen. Griechische aufdringliche Beteiligung polnischer Regierungsvertreter an aufrollen. Bei der Besprechung der Mandatsfrage beantragt Truppen aus Thrajien und venizeliftische Offiziere sind eingetroffen, diesem Empfang bei General Hating erfolgreich Einspruch er der Redner, die Versammlung solle diese Frage an die Spezial- und man hofft, daß infolgedeffen dem Vormarsch der türkischen hoben hat." fommiffion zur gründlichen Prüfung verweisen. In der Minder- Truppen Widerstand entgegengeseht werden wird. Der türkische heitenfrage stellt Nansen fest, daß insgesamt durch die Minderheits- Vormarsch geht vorsichtig von statten. Mustapha Kemal hat verträge acht Millionen Menschen ihre Nationalität gewechselt einen Tagesbefehl an seine Truppen erlaffen, in dem er bekannt gibt, haben. Die Hauptaufgabe des Völkerbundes ist nicht die, die daß jede Beläftigung von Christen mit dem Tode Wunden des Krieges zu heilen, sondern die, zu verhindern, daß bestraft wird. feine neuen geschlagen werden. Deshalb bedauert der Redner den London, 7. September.( WIB.) Aus Smyrna berichtet verzögerten Zusammentritt der Abrüstungskommission, Reuter: Die Griechen machen Anstrengungen, um eine Bertei zellt aber ihrer Arbeit volle Anerkennung. Wenn diese Kommission digung zu organisieren. Der griechische Kriegsminister feinen Erfolg haben sollte, so wäre das Prinzip des Bölkerbundes und der neue Generalstabschef sind eingetroffen. Die Städte Cassabe in großer Gefahr.( Beifall.) und Magnesia stehen in Flammen. Britische Marine truppen sind gelandet worden und besetzten die Gaswerte und die Gebäude der türkischen Nationalbank. Hierauf fommt Graf Mensdorff zum Wort. Er dankt Lord Cecil für seine gestrige Rede und ganz besonders auch Bundesrat Alle diese in vorstehendem berichtigten oder widerlegten Angaben bieten demnach keinen ausreichenden Grund, von einer offensiven Militärpolitik Dänemarks gegen Deutschland oder einer Beteiligung an der französischen militärischen Einfreifung zu sprechen. Wenn auch in Frankreich das Bestreben bestehen mag, Dänemark ebenso wie bereits( vergeblich) Finnland in eine solche Eintreifungspolitik hineinzuziehen, und damit den Ring Tschechoslowakei, Bolen, Randstaaten auf der einen, Belgien auf der anderen Seite zu schließen, so dürften in Dänemark irgendwelche verantwortlichen Stellen, sei es in der Regierung, sei es im Parlament, ta um auch nur den Gedanken einer solchen Beteiligung erörtern; einzelne Persönlichkeiten, Militärs und gewisse rechtsradikale Ginspänner mögen ihm entgegenkommen. In der folgenden Abstimmung wurde ein Antrag Gerstenberger Es würde interessieren, den Wortlaut dieser nicht eben| freundlichen Antwort zu erfahren. Jedenfalls zeigt sich jetzt, angenommen, der die Reichsregierung ersucht, wenigstens auf ein Es scheint nach alledem nicht nur eine Forderung der daß an dieser Stelle mit Recht beim Verbot der„ Roten Fahne" Bierteljahr ein Verbot der Verwendung von Inlandsjuder zur Billigkeit, sondern auch des von der überwiegenden Mehrheit gefragt wurde, ob denn Bayern die Gegenseitigkeit Herstellung von Zudergebäd und Näschereien zu erlassen. Angenommen wurde ferner ein Antrag des Abg. Dr. Herz( U. Soz.), der des deutschen Volkes angestrebten guten nachbarlichen solchen Entgegenkommens verbürge. Das jezige Berhalten gegen die Notlage der Presse folgende Maßnahmen forBerhältnisses zu Dänemark zu sein, alle diese Dinge, der bayerischen Regierung zeigt, daß von Gegenseitigkeit feine bert: Festsetzung von Höchstpreisen für Holz, Holzftoff, Bellstoff und die mit der neuen dänischen Wehrordnung wirklich in Ber- Rede sein kann, und die preußische Regierung sollte daraus bindung stehen oder in Verbindung gebracht worden sind, auf alle, aber auch alle Konsequenzen ziehen. das rechte Maß zurückzuführen und damit eine Mißstimmung zu vermeiden, die nicht nur die Beziehungen von Land zu Land zu trüben geeignet ist, sondern vor allem unsere Landsleute jenseits der neuen Grenze am härtesten trifft. Der empfindliche Punkt. Wilhelms II. Steuerschen. Ein Histörchen, das sich in den heutigen Zeiten schwersten Steuerdrucks als Beitrag zur Geschichte des alten Systems besonders hübsch liest, erzählt der Oberbürgermeister a. D. We r muth in seinen hier schon erwähnten Lebenserinnerungen. Wermuth berichtet nämlich aus der Zeit, in der er Staatssekretär der Reichsfinanzen war, u. a. das folgende: Einen wirklichen Zorn des Kaisers scheine ich im Jahre 1911 durch das Zuwachssteuergesez auf mich gezogen zu haben. Weshalb gerade ich, darüber zerbrach ich mir damals den Kopf. Denn ich hatte es eingebracht traft früherer zwingender Anordnung der Finanzreformgefeße. Und daß ich es gegen heftigen Ansturm ebenso fest verteidigte, war Ehrenpflicht. Erst spät ist mir der nächstliegende Grund klar geworden. Der Kaiser empfand es, daß bei dieser Gelegenheit die Steuerpflicht der Landesfürsten auch nur zur Sprache fam, und legte das mir zur Last. Obwohl gerade ich durch vorsichtiges Berhalten die Streitfrage beiseitegeschoben hatte. Genug, ich befam aus Hoffreisen sehr mißbilligende Aeußerungen über das ganze Gesez zu hören, und als wenige Tage nach dessen Verkündung der Kaiser mich auf der Straße traf, ließ er mich ohne Gegengruß stehen. Es flingt wie ein Märchen aus alter Zeit, daß ein Mann, der über ein jährliches Einkommen von einigen Dußend Millionen Goldmart verfügte, es als sein selbstverständliches Recht betrachtete, feine Steuern zu bezahlen und daß er seinen Zorn über die bloße Anzweiflung dieses Rechts an dem hieran gänzlich unschuldigen Finanzminister ausließ. Jezt ist es Aufgabe der Finanzämter, die ehemaligen Landesfürsten zu guten Steuerzahlern zu erziehen, und das freint feine leichte Aufgabe zu sein, wenn man die hoch gradige Abneigung des ehemaligen Kaisers gegen solche fränfende Zumutungen in Betracht zieht. Preußen und Bayern. Druckpapier. Zusammenschluß der Erzeuger von Zellstoff, Holzstoff und Druckpapier zu Bereinigungen zum Zwecke der Festsetzung von Einheitspreisen und Preisausgleich unter behördlicher Mitwirkung; ferner erträgliche Zahlungs- und Kreditbedingungen für die Presse und schließlich Sicherstellung der zur Papiererzeugung notwendigen Rohstoffe: Holz, Bellstoff und Holzstoff sowie des Drudpapiers. Angenommen wurde ferner eine gemeinsame Entschließung Neue Warnung an die Rechtebolfchewiften. München, 7. September.( WIB.) Unter der Ueberschrift Besinnung" bringt die Bayerische Staatszeitung an der Spike ihrer heutigen Ausgabe einen Artikel, in dem es u. a. heißt: Von neuem laufen Gerüchte um, daß demnächst der Versuch gemacht werden soll, die Umgestaltung der gegenwärtigen Regierung auf der fozialdemokratischen Fraktion und der Unabhängigen, worin die einem Wege, der dem Gesehe und der Berfaffung zuwiderläuft, vor- Reichsregierung beauftragt wird, dem Bolkswirtschaftlichen Ausschuß zunehmen. Das Blatt jagt weiter: Jur politische Unfähigkeit ver- in fürzester Frist Bericht darüber zu erstatten, welche Maßnahmen mag zu glauben, daß durch einen Wechsel der leitenden Stellen der sie angesichts der volkswirtschaftlichen Notia, e ergreifen wird, insRegierung oder wohl gar der Regierungsform, die Verhältnisse ge- besondere, welche Stellung sie zu folgenden Fragen einnimmt: 1. Unterbindung der Benugung ausländischer Zahändert oder gar gemeistert werden können. Der Artikel schließt: lungsmittel im inländischen Warenverfehr; 2. WährungsWir wollen gar nicht daran zweifeln, daß es nur vaterländische Er- reform( Bolante, Schäßungsaktion für die Mart, Devisenwägungen sind, die jene Kreise, die mit dem Gedanken einer Dit bewirtschaftung); 3. Beschränkung der Einfuhr von Waren, die tatur fpielen, zu ihren Absichten veranlaffen. Aber dem Vaterlande wirtschaftlich nicht notwendig find; 4. Unterbindung der Verwen dient in seiner gegenwärtigen verzweifelten Lage nur der, der auf dung notwendiger Lebensmittel in Schlemmerlokalen und dem gefehlichen Wege bleibt und dahin wirkt, daß dieser zur Herstellung von Spirituosen sowie Süßigkeiten; 5. SicherWeg auch von anderen beschritten wird. Wer an der Gesundung des ftellung des Bedarfs der Bevölkerung mit Kartoffeln, 3uder, Staates mitarbeiten will, hat dazu Gelegenhelt genug, dazu bedarf Milch, Butter und anderen notwendigen Lebensmitteln; 6. Be es feines Putsches, feiner Dittatur, dazu bedarf es nur der Be- feitigung der Schlemmerei; 7. Bekämpfung des Wuchers sinnung. Und zu dieser rufen wir auf im Intereffe unferes und der Preistreiberei durch die Kartelle; 8. Intensivfte Agrarwirtschaft( Bebauung, Düngung, Kreditfrage, Erfassung der bayerischen Landes und des ganzen Reiches. Ernte); 9. Förderung des Wohnungsbaues und der Baustoffversorgung; 10. Schnellste und laufende Einziehung der Befigsteuern entsprechend der Martentwertung, Anpassung der Höhe der Zwangsanleihe an die Geldentwertung. Der Kampf gegen die Teuerung. Der Boltswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages jegie am Donnerstag die Beratungen über die gegen die allgemeine Teuerung zu ergreifenden wirtschaftlichen Maßnahmen fort. Der Bentrumsabg. Schlad erinnerte daran, daß vor dem Kriege viele Jahre hindurch die Verbraucherschaft pro Jahr 500 Goldmillionen für das verbrauchte Getreide mehr zahlen mußte, als sie zu zahlen gehabt hätte, wenn das ausländische Getreide ohne Schußaoll nach Deutschland hereingekommen wäre. Es fei deshalb geradezu eine Ehrenpflicht der deutschen sandwirtschaft, jezt ihrerseits nach Kräften an der Linderung der Ernährungsnöte des deutschen Boltes mitzuwirken. Der Bolts parteiler) u go polemisterte gegen die Preiswucherordnung, die in ihrer jezigen Fassung für den Handel untragbar sei. Hugo befürwortete dann u. a. noch die Wiederherstellung des Bankgeheimniffes. Der demokratische Abg. Reinath empfiehlt, die Herausgabe von furzfristigen Goldschazwechseln als Golddeckung für den inländischen Verkehr zu erwägen. Abg. Dr. Her( U. Soz.) bestritt, daß eine Senfung der Arbeitsleistung die Folge des Achtstundentages sei und verwies darauf, Die preußische Regierung hat vor wenigen Tagen an den daß, wenn überhaupt eine Senfung der Arbeitsleistung eingetreten Reichskanzler eine Beschwerde gerichtet und darüber sei, die Ursache in dem Sinfen des Reallohnes und damit der Min Klage geführt, daß wichtige Verhandlungen, in denen es sich derung der Arbeitsfraft zu suchen sei. Auch sei es irrum die Wahrung einzelstaatlicher Rechte handelte, nur mit tümlich, die Entwertung der Mart nur im Zusammenhang mit den einem einzelnen Staat, und zwar Bayern, geführt Reparationszahlungen zu bringen. Der Liefstand der Mark werde vielmehr hergeleitet aus dem Mißtrauen gegen die Mart. Sie sei wurden. Die Beschwerde ist in höflicher und äußerst verbind im Großhandel, kein Zahlungsmittel mehr, sondern nur noch ein licher Form gehalten und betont, daß das preußische Kabinett Bahlungsbehelf im Kleinhandel. Bezüglich der Zeitungsnot schlug nicht daran dente, der Reichsregierung Herg die Herbeischaffung der Holzrohstoffe für die Herstellung des irgendwelche Schwierigkeiten zu machen, Drudpapiers auf dem Wege einer Umlage vor. daß es andererseits aber nicht dulden könne, zu einem Bun In der Nachmittagssigung wandte sich Genosse Rörst en scharf desstaat zweiten Ranges herabgewürdigt zu werden. gegen die Maffenüberflutung Deutschlands durch Ausländer, die dem In diesem Zusammenhang ist auch folgende Meldung von deutschen Arbeiter das Brot vom Munde megeffen. Reichswirtschaftsminister Schmidt bedauerte, daß er aus der Interesse: Die bayerische Regierung hat bekanntlich vor einigen Wochen die preußische Regierung auf den Vorwurf des ganzen Diskussion pofitive, praktische Borschläge nicht entnehmen tönnte. Geistreiche theoretische Erwägungen nügten ihm nichts, " Landesverrats" in der Roten Fahne" aufmerksam gemacht. wenn sie das Stadium der praktischen Reife nicht erreicht hätten. Die Die preußische Regierung hatte daraufhin die Rote Fahne" ungünstige Handelsbilanz müsse vom Reichswirschafsministerium verboten, aber zugleich in einem Schreiben die bayerische Re- zum Besseren beeinflußt werden, selbst wenn gewisse Interessentengierung auf wüste Beschimpfungen der Reichsregie- freise einen behördlichen Eingriff unangenehm empfinden. Auch rung und der preußischen Regierung in der bayerischen die Presse müsse unbedingt gerettet werden Breffe hingewiesen. Darauf ist, wie die PP. hören, vor und das zur Herstellung des Drudpapiers notwendige Holz mit aller einigen Tagen eine nicht eben freundliche Ant- Energie erfaßt werden. Bezüglich der Aufgabe des Bankgeheim. wort der bayerischen Regierung eingetroffen. niffes äußerte der Minister große Bedenken. Künstliche Schaffung organischen Lebens. Gesetzt den Fall, daß sich ein Forscher wirklich im Besitz des gefamten Rüstzeugs aller Wissenschaften befände, gefeßt auch den Fall, daß das Leben als Erzeugnis des Spiels bekannter chemisch- phyfifalischer Kräfte tatsächlich denkbar wäre, welches sind seine Chancen, falls er sein Wissen in den Dienst dieser Sache stellt und versucht, wenigstens ein Tröpfchen Amöbenschleim im Laboratorium anzu fertigen? Diese Frage beantwortet Dr. Adolf Roelsch in der Zeitschrift„ Natur und Techni?". Nach Erledigung weiterer Anträge vertagte sich der Ausschuß. Teuerungsunruhen in Mülheim. Mülheim a. d. Ruhr, 7. September.( WTB.) Im Laufe des Bormittags sammelten sich mehrere Trupps Rommunisten in den Straßen der Stadt an, um gegen die herrschende Teuerung zu demonstrieren. Es tam zu Zusammenstößen mit der Schupo, die den Rathausplah und die Hauptstraßen der Stadt absperrte. Durch unvorsichtigkeit(?) entlub sich ein Rarabiner, wodurch fünf Personen verlegt wurden, die in das Krankenhaus gebracht werden mußten. Bei dem hierauf entstehenden Handgem enge wurden die Demonstranten zerstreut, so daß bald wieder Ruhe eintehrte. Nochmals die Reife des Polizeipräsidenten. In der reaftionären Presse wird immer wieder das Märchen verbreitet, daß Polizeipäsident Richter von seiner Amerikareise habe umfehren müssen, weil er als Sozialdemokrat den Amerikanern nicht genehm gewesen fei. Ferner werden allerhand alberne Vermutungen über die Untosten der Reise ausgesprochen. Hierzu stellt die" Soz. Korr." fest: Die Amerikaner hatten den Berliner Polizeipräsidenten nicht nur in der herzlichsten Weise eingeladen, sondern ihm auch durch den amerikanischen Botschafter in Berlin die Mittel zur Bestreitung der teuren Reise zur Berfügung gestellt. Die Rückberufung des Bolizeipräsidenten Richter von feiner Amerikareise, die zuvor vom Ministerium des Innern genehmigt werden war, ist lediglich deshalb erfolgt, weil die inzwischen eingetretene maßlose Teuerung die innere Lage Deutschlands sehr prefär gestaltet hatte. Die Regierung wollte deshalb den Polizeipräsidenten in Diesen fritischen Wochen zur Befämpfung des Buchers und zur Verhütung von Hungerunruhen auf seinem Boften sehen. Beränderte Straßennamen in Dresden. Der Rat zu Dresden hat einer Anregung der Stadtverordneten entsprechend beschlossen, ben Amalienplatz an der Carolabrüde Rathenauplaz zu nennen. Die König Johann- Straße foll in Zukunft nur Johannstraße, der Kaiser- Wilhelm- Play furzweg Wilhelmplag und die Prinzeß- Luisen- Straße einfach Luisenstraße genannt werden. Die Friedrich- August- Brücke, die unter der glorreichen Regentschaft des Erlönigs Friedrich August an Stelle der altehrwürdigen Augustusbrüde errichtet worden ist, soll, wie ihre Vorgängerin, Augustus. brüde heißen. Hamburgische Schauspielschule. Unter dem Protektorat der in genauer Ropie der Naturvorlage in der Retorte hergestellt haben, und zu den Zuständen von Farbe, Form, Dichtigkeit, Biegsamkeit, Hamburger Schauspielbirektoren und der Vertreter Hamburgischer Gewicht usw., die er hat, noch gewisse andere Eigenschaften hinzu- Behörden haben eine Anzahl Künstler und Gelehrter die Hambur tommen müssen, die wir überall finden, wo Leben ist. Es sind ihrer gische Schauspielschule ins Leben gerufen als eine gemeinnützige somindestens elf und fie find das ist sehr bezeichnend aus- ziale Einrichtung. Berdient gemacht um die Idee und ihre praktische Durchführung hat sich Madeleine Lüders, der auch die Leitung übernahmslos Tätigkeiten. Sie find nicht Zustände, sondern Betragen ist. Um das künstlerische und wirtschaftliche Proletariat an fchehnisprozesse, nicht Arten des Seins, sondern Arten der Leistung der Bühne zu verringern, erfolgt die Ausbildung nach der Auslese und des Verhaltens. Es sind, um sie kurz zu nennen, die Tätigkeiten der Begabten. Eine Ehrenpflicht soll es sein, besonders start beder Stoffaufnahme, des Etoffumbaus und der Stoffausscheidung, des gabten, aber unbemittelten Schülern die Ausbildung zu ermöglichen. Wachstums, der Bewegung, der Reizbarkeit und Erlebrisbildung, Der Unterricht wird erteilt in den Räumen der Hamburger Staatder Bermehrung, Vererbung, der Variation und die Fähigkeit, jede lichen Kunstgewerbeschule. In den Lehrplan find alle Fächer aufder genannten Tätigkeiten derart in Gang zu halten und zu regu- genommen, die für eine gründliche Ausbildung des modernen Schaulieren, daß die Fortdauer des Lebens gesichert ist. Alle Faktoren, spielers, Rezitators, Regisseurs notwendig sind. Die Schule wird im Oftober eröffnet. Die Aufnahmeprüfung findet ftatt am 26., 27. die diese Tätigkeit bedingen, sind im Protoplasma gleichfalls ent- und 28. September. Weitere Auskunft erteilt die Beitung: Hamburg, balten. Sie liegen nicht in der Außenwelt, sondern in der Substanz Finkenau 6 I. der Zelle, find identisch mit etwas, was in ihr vorhanden ist. Es ist also nötig, daß der Chemiker, der das Leben herstellen will, Protoplasma nicht nur aus den Elementen wirklich aufbaut und in vollfommener Weise herrichtet, sondern daß er seinen toten, künstlich gewonnenen Plasmastoff außerdem mit den Faktoren anfüllt, die als Entstehungsursachen der elf verschiedenen Arten von Geschehnisprozeffen zu gelten haben. Borläufig ist die einzige Substanz, mit der die Erscheinungen des Lebens verbunden sind, noch immer das Protoplasma. Es liegt fein Grund zu der Annahme vor, daß seine Herstellung nicht eines Tages gelingen sollte. Größter Optimismus ist in diesem Punkt angebracht. Man fennt schon ziemlich genau die Stoffe, die am AufDie Verteuerung des deutschen Buches. Die ungeheure Preis. bau des Protoplasmas beteiligt find, man fennt die Elemente, die steigerung für Bellstoff und für Druckpapier hat auf dem Bücher. Um sich gegen diese Stoffe zusammensetzen, und man wird später einmal die markt cine rasche Preissteigerung im Gefolge. Ronstitutionsformel von Protoplasma mit der gleichen Kapitalschn und zu sichern, haben die Verleger in den letzten MoSicherheit an die Tafel schreiben, wie die Formel für Wasser. Man naten auch die Preise ihrer älteren Verlagswerte start heraufgefeßt, wird auch das gegenseitige Mengenverhältnis der Eiweißkörper, und eine Grenze dieser Steigerung ist überhaupt noch nicht abzu sehen. Es geht immer gleich um 100 Proz., ein großer Münchener Fettorten, Fermente, Eifen, Kalf- und sonstigen Salze, die im ProtoBerlag z. B. fetzt den Teuerungszuschlag auf die älteren Werte auf plasma vorhanden sind, sowie die Anzahl der beteiligten Wasser- Ist Aussicht, daß ihm die Erledigung dieser Verpflichtung gelingt? 2900 Pro3. feft. Und ein anderer Berlag inferiert im Börsenblatt moleküle mit einer Genauigkeit festgestellt haben, die nicht mehr den Ueber die Beschaffenheit jener Fattoren, von denen das Be- mit der Ueberschrift:„ Ahnt der Buchhändler, welche Bücherpreise für Bruchteil eines Fehlers gegenüber der Wirklichkeit mitfchleppt. Ob- wegungsgeschehen, die Stoffwechfeltätigkeit oder irgendeine andere ben Herbst zu erwarten sind? Noch sind die Bücher billig, balb ein gleich wir hiervon, wie bemerkt werden darf, noch weit entfernt sind, der elf genannten Lebensleistungen abhängig sind, wissen wir gar Lurus." Schon hat der Preis für ein neueres Drama die Grenze mird alles dieses erreichbar sein und auch kommen. nichts. Wir wissen nicht einmal, zu welcher Energiegruppe sie ge- von 100 m. fast erreicht, der Preis für einen befferen neueren RoAllein damit wird die Schlacht noch entfernt nicht gewonnen hören, ob sie chemische, physikalische oder transzendente Faftoren man hat sogar diese Grenze längst überschritten. Und das wissen. fein. Denn Protoplasma und Leben sind nicht sind. Alle Versuche, in diese Geheimnisse einzubringen, sind trois fchaftliche Buch ist allmählich so teuer geworden, daß es für die ibentisch. Bielmehr gibt es Protoplasma, das lebt, und solches, mächtiger Anstrengungen bisher immer gescheitert. 3war hat man meiften, die es nötig haben, als unerschwinglich gelten muß. Denn das ausgelebt hat, weil es entweder von selber gestorben ist oder Gebilde angefertigt, die sich nach Art von Amöben mit friechenden es ist ja leider nicht so, daß Bücher einen Lurus darstellen. Der wissenschaftliche Schußverein in Leipzig fonnte vor furzem bei den durch einen äußeren Eingriff getötet wurde. Gerade an solchem Bewegungen auf ihrer Unterlage vorwärts bewegen; einige von Berlegern wenigstens einige Bergünstigungen beim Bezuge eigener abgetöteten Protoplasma sind aber sämtliche Untersuchungen ar- ihnen sind unter gewiffer. Umständen auch imstande, einen draußen Werke für sich selbst und für die Universitätshörer der Berfasser ergestellt, auf die der Chemifer sich bei seinen Aussagen über die Be- liegenden Fremdförper, der sie berührt, aufzuschlucken, ihm Substanz reichen. Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Heute, schaffenheit der Zellsubstanz stüßt und die ihm die Grundlage für zu entziehen und den Rest wieder auszustoßen. Aber die Bedin- wo die Presse mit Recht ein Eingreifen fordert, müßte auch der Buchfeine Berechnungen über die Berteilungsweise der vorhandenen gungen für alle diese Leistungen liegen nicht in den Gebilden selber, verlag im Interesse der Erhaltung unserer literarischen Kultur die Grundstoffe geben. Mit totem Protoplasma wird er auch in aller sondern im besonderen Zustand der Außenwelt, entweder in der Forderung durchdrücken können, daß die Preisbildung auf dem ZellZukunft arbeiten müssen, weil man der Bestandteile niemals habhaft Beschaffenheit der Unterlage, auf die man sie fest, oder in der Be- ftoff- und Papiermarkt nicht ganz unbeaufsichtigt bleibt. wird, ohne das Ganze vorher zertrümmert zu haben. Und auf diese schaffenheit des Fremdkörpers, den man ihnen zum Fressen" darBestandteile allein, das Geheimnis ihrer Zusammensetzung, fommt reicht. Das, was die Leistungen lebender Wesen charakterisiert, es dem Chemiker an.... Wenn alle chemische Arbeit bis zum nämlich ihre Selbständigkeit, fehlt den Leistungen dieser künstlichen Ende gedichen sein wird, werden wir daher noch lange teine Aussage Erzeugnisse ganz. Auch sind sie niemals zu mehreren Leistungen haben über eine Bellsubstanz. die lebt, sondern über eine, die tot ist. gleichzeitig befähigt. Go wenig wie das Dreied ein Säugetier ist, Wir werden infolgedessen auch bei der Verwertung des erlangten sind sie Repräsentanten von Leben. chemischen Wissens höchstens totes Protoplasma herstellen fönnen. Das tote Protoplasma mit den Faktoren anzufüllen, die als Was fehlt also noch, damit es zu einer Identität zwischen Proto. Entstehungsurfache und Bestimmungsbedingungen der elf genannten plasma und Leben femme? Nun, dünkt mich, eben das Leben Lebensleistungen im Hintergrund der Geschehnisse stehen, ist also fehlt! Was heißt das aber, das Leben? Gehen wir wieder von vorläufig ein Ding der Unmöglichkeit, weil man über die Beschaffender Erfahrung aus, so heißt das, daß zu Protoplasmaftoff, den wir heit jener Faktoren nicht das mindeste weiß. Von der Volfsbühne, Zeitschrift für soziale Kunstpflege", ist Heft 1 des dritten Jahrgangs erschienen. Es enthält u. a. Szenen aus einem noch ungedrudien Drama von Allions Baquet, ferner Beiträge von Julius Bab( Berlin und die Proving), Richard Seidel( Romantit oder Dffenbarung), Siegfried Neftriepte( Dilettantentheater), Paul Zech( Dichter und gedichtfeindliche Gegenwart), einen ausführlichen Bericht vom Dritten Voltsbühnentag usw. Die Zeitschrift ist zum Halbjahrspreis von 20 m. durch den Verlag, Berlin SO 16, Cöpenider Str. 68, zu beziehen. Kurt Liebmann, der sich in weiten Streisen durch seine Dichtung Entwerden" bekannt gemacht hat, bringt am Sonnabend in der Kunstausstellung„ Der Sturm" Teile der symphonischen Dichtung Entwerden" und neue Gedichte zum Vortrag. Nr. 424 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Die Notstandsmaßnahmen Berlins. Freitag, S. September 1922 Kartoffelversorgung muß dasselbe versucht werden durch Abschluß von Lieferungsverträgen. Redner forderte, daß die Ernährungs. angelegenheiten der Stadt von einer Persönlich teit geleitet werden, die das Vertrauen der Be völkerung hat. Die Stadt müsse, um ihre Pflichten gegen die Bedürftigen und Erwerbslosen erfüllen zu lönnen, weitgehende Bersteher Dr. Caspari gab bekannt, daß inzwischen die vom Die Stadtverordnetenversammlung widmete ihre wird besser sein. Die Kartoffelnöte des vorigen Win- Hilfe vom Reich in Anspruch nehmen. gestrige Sigung der eingehenden Erörterung von Maßnahmen ters dürfen nicht wiederkehren, das muß durch behördgegen Teuerung und Wucher. Im Saal und auf der Tri- liche Maßnahmen verhindert werden. Die Fleischverforgung ist sehr Oberbürgermeister angefündigten Vorlagen eingegangen sind. ungünstig. Gesorgt werden muß dafür, daß der Zucker nicht Schwent( Komm.) hielt zunächst cine agitatorisch e büse fam die Erregung über die steigende Not des Bolkes wieder verschoben und die Lugúsindustrie nicht mit inlän- Rede, deren Zusammenhang mit der Ernährungsnot bestritten zum Ausdruck. Der Magistrat trat vor die Versammlung mit bereits dischem Zucker beliefert wird Auch das muß verhindert werden, daß wurde. Dem Vorsteher, der ihn wiederholt zur Sache rief, antwor von ihm gefaßten Beschlüssen. bedeutende Mengen aus den Fischfängen ins Ausland gehen. teten die Kommunisten mit Lärm. Die Wortentziehung wurde( in Die außerordentliche Steigerung der Milchpreise hat weiten namentlicher Abstimmung mit 85 Stimmen der Linken gegen 75 Zur Beratung ftand der von den beiden sozialdemoKreisen der Bevölkerung den Milchgenuß unmöglich gemacht. Gegen der Bürgerlichen) abgelehnt. In der Fortsetzung seiner Rede fratischen Fraktionen in der vorigen Sitzung eingebrachte über der Bedeutung dieses Nahrungsmittels fallen die für Milch- schimpfte Schwent auf SPD. und USPD., die sich vereinigen wollen. Dringlichkeitsantrag, der den Magifirat aufruft, für aus verbilligung von der Stadt aufgewendeten titel nicht ins Gericht. Dann erörterte er, häufig von der Rechten unterbrochen, die kommu reichende Gut ist jetzt die Gemüseversorgung. Mit großer Sorge muß man nistischen Anträge. der Rohlenversorgung für den Winter entgegensehen. Eine Wiedereinführung der Zwangswirtschaft würde heute auf die größten organisatorischen und personellen Schwierigkeiten stoßen. Wir werden uns nicht der Pflicht entziehen können, durch eine Notstandsaktion im Winter Sicherstellung der notwendigsten Lebensmittel und der Brennstoffe zu sorgen, bei der Reichsregierung gegen die von den Landwirten geforderte nachträgliche Erhöhung des Umlagegetreide= preises einzutreten und von ihr Maßnahmen zur wirksamen Be= fämpfung des Wuchers der Erzeuger und Händler zu fordern, bei ihr mehr Mittel für Rentner und unter ftügungsempfänger zu beantragen, felber vorbereitende Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit zu treffen. Mitberaten wurden eine Reihe kommunistischer Anträge. Sie fordern unter anderem Lebensmittel- Kontrollausschüsse der Arbeiter schaft, Beschlagnahme der Ernte, der Kohlen, der Textil- und Lederwaren, bare Unterstützung und Naturalien für Sozialrentner, Kriegsbeschädigte, Erwerbsbeschränkte usw., zur Ausgabendeckung die Inanspruchnahme des Reinertrages der privaten Betriebe. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei richtete sich unter anderem negen die Devisenipekulation und forderte Aufenthaltssteuer für Ausfander. Ein Antrag der Deutschnationalen will Ergänzungen der Maßnahmen von Reich, Staat und Stadt, unter anderem Förderung der Produktion durch vermehrte Arbeitsleistung, verstärkten Streitschuh. Steuerliche Schonung der Betriebskapitalien". Vor Eintritt in die Beratung nohm Oberbürgermeister Böß das Wort, um die Auffassung des Magistrats, die bisherigen Maßnahmen und die weiteren Absichten mitzuteilen. Er wies hin auf die wachsende Erregung der Bevölkerung, hervorgerufen durch die neue 1. Das Tief und das Hoch. Dr. van der Borght( Dtn.), der den Antrag seiner Frattion begründete, war nicht dafür zu haben, daß man zur Zwangswirtschaft zurückkehrt. Zum Antrag der Deutschen Volksportei sprach v. Eynern( D. Vp.). Als er den Arbeitern vorwarf, daß sie die Konjunktur ausnügen, entfesselte er bei der Linken einen Sturm der Entrüstung. Um 11 Uhr wurde die Verhandlung über diesen die Lage der Minderbemittelten zu lindern. Aus Gegenstand abgebrochen und auf die nächste Sigung vertagt. Zum eigenen Mitteln fönnen die Gemeinden das nicht tun. Schaffen Wort gemeldet waren noch 5 Redner, darunter der Redner der müssen sie Rotstandsreserven von Kartoffeln und sozialdemokratischen Fraktion. Die Beratung der vom Magistrat Lebensmitteln. Für die Notleidenden find vorgeschlagenen Maßnahmen soll einem Ausschuß übertragen meranderen Unterstützungen zu gewähren.. Die vom Reich vorzustreckenden den. Beschlossen wurde, daß er sofort zusammentritt. Er soll einst Mittel müssen sehr bald gewährt werden, ehe weitere Preissteige- weilen über die Anträge der Fraktionen beraten. rungen uns die Hilfsaktion weiter erschweren. Auch die Erhöhung der Löhne und Gehälter hat die Lage der Gemeinden erschwert. Ter Magistrat hat nicht auf das Reich gewartet, sondern hat der Stadtverordnetenversammlung dringliche Borlagen zugehen laffen zur Unerstützung der Bedürftigen, zur Ausdehnung der Volks. Jeder einigermaßen unterrichtete Mitteleuropäer weiß, daß die speisung und der Armenspeisung, zu Beihilfen für Mutter- und Meteorologie ein verflirtes Fremdwort die Wissenschaft ist, Kinderspeisung. Insgesamt werden 208 Millionen Mark gefordert. die sich mit den Vorgängen in der Atmosphäre unserer Erde be= Steuererhöhungen und zur Deckung find Steuern nötig. Die Stadt muß fordern, daß diejenigen, schäftigt, also die Bewegungserscheinungen wie Winde und Stürme, die es noch können, zur Linderung der Not der Verschiedenheit des Luftdruckes und der Tempebatur, der Regen- und anderen beitragen und nicht sich einer Bergeudung der Schneefälle, der Gewitterbildungen usw. untersucht. Und es wird Lebensmittel überlassen, Gegenüber einer Zunahme der Arbeits- niemanden geben, der behaupten kann, daß besonders in diesem losigkeit, die zu befürchten ist, wird die Stadt mit Notstands Jahr die meteorologische man spreche das Wort recht langsam arbeiten wenig eingreifen fönnen. Erfreulich ist, daß Mitel aus der aus, dann schafft man's Wissenschaft ihre Pflicht nicht erfüllt Wohnungsbauat gabe uns in nächster Zeit zufließen sollen. Zur hätte. Im Gegenteil! Selten dürften die Wetterfundigen so viel Geschäftsordnung beantragte Schumacher( Komm.) die zu in Anspruch genommen worden sein wie in diesem Jahre, und mit ungeheure und unerträgliche Steigerung der Preise lassung einer Kommission von Frauen, die aus einer aller Lebensmittel und Bedarfsartikel. Das Mißtrauen gegen die Preisbildung und der Vorwurf des Wuchers find weitverbreitet in den Sophienfälen veranstalteten Frauenversammlung fäme größter Gewissenhaftigkeit und wissenschaftlicher Gründlichkeit haben und entbehren leider nicht der Begründung. Aber die eigentliche( Lärm rechts.) Vorsteher Dr. Caspari wies darauf hin, daß dies fie uns über heranziehende barometrische Hochs und abziehende Tiefs der Städteordnung widerspräche. oder umgekehrt, um die es sich in der Hauptsache immer handelt, Ursache der Preissteigerungen ist die Marfentwertung, die durch Zur Begründung des Hauptantrags führte Dr. Herz( U. Soz.) unterrichtet. Und so schlau sind wir alle nun schon geworden, daß Frankreichs Haltung in der Frage der Reparationsforderungen beschleunigt worden ist. Pflicht der Stadt und jedes Bürgers ift, alles aus, daß gegenüber der augenblicklichen Lage jeder Optimismus zu wir wissen, daß ein Tief gleichbedeutend ist mit Regen, Sturm und zu tun, um den Preissteigerungen und dem Wucher verwerfen sei. Er beleuchtete die Markentwertung und ihre Folgen Dreck und ein Hoch mit Sonnenschein, Wärme und Hitze. Nur eines entgegenzutreten, und zwar ohne Anwendung von für die Warenpreise und geißelte die davon profitierende Gewinn- fönnen uns leider auch die Klügsten und Schlauesten der MeteoroGewalt und ohne künstliche Steigerung der Er sucht. Der Lurus dieser Nuznießer der Not des deut- logen nicht verraten: Warum wir in diesem Jahr verdammt sind, regung. Der Magistrat hatte schon vor der vorigen Etadtver- fchen Boltes erweckt bei den Ausländern ein ganz falsches ein Tief um das andere über unsere Häupter ergehen 3.. lassen. Daß crdnetenfizung die Vorbereitungen zu Maßnahmen getroffen und Bild von unserer Wirtschaftslage. Wir haben eine 3wangswirt ein ewiges wolfenloses monatelanges Hoch nicht zu den Annehm= hat dann sofort die nötigen Schritte getan. Mit dem Großschaft nicht mehr des Staates, aber eine Zwangswirtschaft der In- lichkeiten gehört, hat das Jahr 1911 bewiefen, in dem, wie noch in der Erinnerung sein wird, sämtliche Quellen, Bäche und Brunnen und Kleinhandel sind Vereinbarungen über die teressenten, der Preisfestfegungen getroffen und den Käufern wird die versiegten und in den tiefst gelegenen Stellen der Flüsse die HungerMöglichkeit zu Anzeigen von Wucher bei der Polizei ersteine vergangener Jahrhunderte zum Vorschein kamen. Aber die leichtert. Eine gewisse Beruhigung ist schon jetzt eingetreten, weil Lie Preisdiktatur fängt bei Erzeugern und Großhändlern an; bei unaufhörlichen Tiefs dieses Jahres mit ihrem ewigen Regen, Nebei, das Bublikum erkennt, daß geholfen werden soll. Im Zuckerhandel den Kleinhändlern ist sie geringer, aber auch sie sind nicht frei von Schmutz und Dreck schön zu finden, dazu gehört ein Tief- Sinn, der ist für strenge Scheidung zwischen Auslandszuder und Inlandszuder Vorwurf. Aus der Willkürlichkeit der Preisfestsegungen erflärt sich gesorgt werden, und der Inlandszucker ist wieder zum Vorschein die Erregung der Bevölkerung. Unser Antrag fordert, auf die Re- uns allen mangelt. Freilich, man soll mit dem Wetter nachsichtig gekommen. Im Tertilhandel ist die Preistontrolle fch wie gierung dahin einzuwirken, daß der Preis des Umlage fein. Wenn die Kundigen für Sonntag Sonnenschein ankündigen riger, die Preisprüfungsstelle wird die nötigen Maßnahmen getreides nicht nachträglich geändert wird. Die Brot- und der Sonnenschein verspätet sich mal um zwölf Stunden, weil treffen. In der Frage der Preisfestsetzung will der Handel die versorgung ist nicht gesichert, nicht nur deshalb, weil wir von er gerade recht tüchtig und ergiebig über Amerika schien und nicht Wiederbeschaffungsfosten zur Grundlage nehmen, die dem Ausland abhängig sind, sondern auch wegen des schwachen Ein- so schnell über den Ozean nach Deutschland springen konnte, wer Stadtverwaltung aber fann so weit nicht gehen, sondern nur gangs von Umlagegetreide, wegen des organisierten Widers will das dem wetterwendischen Wetter, das nun einmal ein großer cine angemessene Berücksichtigung zugelassen. Be stands der Landwirte.( 3ustimmung links.) Diefer Wider Herr ist, verargen? Aber das eine ist nun schon wahr: Wir haben dauerlich ist, daß der Hauptausschuß der Preisprüftand ist künstlich entfacht aus politischen Gründen, um den diesmal ein bißchen sehr viele und sehr tiefe Tiefs gehabt, mehr fungsstelle hierin zu weit geht. Wir befinden uns in Staat auf die Knie zu zwingen.( Zustimmung links.) Eine un- als uns gut tut. Aber was ist dabei zu tun? Wird es nicht schließbezug auf unsere Ernährung in vollkommener Abhängigkeit vom geheure Steigerung der Brotpreise ist zu erwar Ausland. Trotz aller Schwierigkeit und Not muß die Bevölkerung fen. Lohn, und Gehaltserhöhungen müffen folgen, selbstverständlich am besten sein zu sagen: Hör mal, verehrtes Wetter, du hast Ruhe wahren und nicht das Bertrauen des Auslandes noch er lich auch in den Gemeindebetrieben. Trotz aller Schwierigkeiten dafür gesorgt, daß ich einen Dauerschnuppen habe, du bist mir nun schüttern. Der Oberbürgermeister erörterte dann die einzelnen Nah- müssen die Gemeinden auf bestimmten Gebieten einen Preisdruck doch endlich schnuppe geworden. Spielt ihr Hochs und Tiefs so viel rungsmittel. Die Getreideernte ist nicht gut. Die Kartoffelernte ausüben. Beim Fischverkauf hat Berlin das schon getan, in der ihr wollt, ich spiele jedenfalls nicht mehr mit. Ich streike! Es gibt 3] Sachawachiak der Eskimo. Bon Ejnar Mikkelsen. Er hält eine Trommel in seiner Hand und geht vor den versammelten Männern auf und aber trommelt und ruft Worte in den Sturm hinaus, der sie gen Often wirbelt. Jezt sind es milde, bittende Worte, und die Trommel bettelt mit, leise und gurgelnd. Sein Auge ist fanft, seine Gebärde flehend, er streckt die Arme gen Osten und rührt den Rand feiner Trom: mel- ein Gebet an den Ostwind! Sein Arm finkter steht einen Augenblid still, dann spielt er auf seiner Trommel eine jubelnde, dahinstürmende Melodie, sein Auge leuchtet, seine Füße trippeln, und der Körper schwankt hin und her, er lädt den Ostwind zum Fest, zum Walfischschmaus. Aber es sind Feinde beim Fest, die muß man vertreiben. Sein Spiel wird trogig und hart, feine Gebärden drohend, wild, sein Auge schießt Blize, dann schwingt er sich herum, dem Schneegestöber und dem beißenden Winde entgegen. Seine Kapuze wird ihm vom Kopf geweht, das lange, schwarze Haar ihm ins Gesicht gepeitscht, der Wind tut, was er fann, um den starken Mann zu beugen; er zerrt an seinem hin und her schwankenden Körper. Doch lauter flingt die Trommel, verächtlich, trokig, gebieterisch, und lauter als sie flingen seine Worte, fast schreiend Westwind, ich befehle dir, geh!" Der Kreis hinter ihm fummt mit fanft und bittend, laut und befehlend, je nachdem, wie er es angibt, und als er feinen Zorn und Hohn gegen den Westwind schleudert, springen sie auf, alle die fellgekleideten Männer; sie wenden sich nach Westen, dem Wind und Schneetreiben zu, und rufen wie ein Echo: Westwind, hörst du, er befiehlt dir, geh!" Dann setzen sie sich hin, und der hohe, einsame Mann wendet sich wieder gen Osten mit demselben Gebeter bittet den Ostwind, endlich zu kommen, und er bittet um offenes Wasser, ehe es zu spät ist. Erzeuger und Händler, die ihre Macht gegen die Berbraucher ausnützen. Am Strande treffen die Männer ihre Kinder und Frauen;| blasen sind gefüllt, und die Bemannung liegt und schläft auf aber abseits auf einem Eisblod, dem Winde trozend, steht dem Boden des Umiaks ein Wint, sie springen hoch und eine allein. Ihre Augen leuchten, ihre Wangen glühen, ihr das Boot ist draußen, gerüstet und bemannt zum Kampf. halbgeöffneter Mund lächelt sie flatscht in die Hände und Dicht bei den Umiats halten einsame Männer Wache auf jubelt beinahe laut, als sie den Männern nein, dem Manne den hohen Eisschollen. Sie spähen gen Süden nach einem entgegengeht- ,, Sachawachiat, jetzt kommt der Ostwind!" Wal oder einem Signal von der nächsten Wache, die weit fort, Seine harten Züge glätten sich, sein Auge lächelt Nuwuts sich als scharfe Silhouette gegen den lichten Frühlingshimmel schönster Frau zu Igluruf, du frierst, geh nach Hause!" abzeichnet. Hand in Hand gehen sie zu den Hütten hinauf, gefolgt von all den anderen, und bald figen sie warm und geschützt zu Hause und lauschen auf den Weststurm, der mit dumpfem Gebrumm und gellendem Geheul über den Wohnplatz fährt; denn noch herrscht der Westwind und sendet in wildem Toten tanz Kaskaden von wirbelndem Schnee über Nuwuts Hütten. Alles hat man erprobt, um ihn zu vertreiben, alles ist versucht worden: der Angefof, der Zaubermann, ist früh und spät in Tätigkeit gewesen mit Opfern und Beschwörungen, mit Geheul und wilden Gebärden, doch alles war vergeblich, aber jetztja, jetzt wird der Ostwind schon kommen, Sachawachiak hat ihn ja zum Fest geladen. Und eines Morgens ertönt der Ruf:„ Der Ostwind ist gekommen!" Von Hütte zu Hütte klingt es wieder, den ganzen Wohnplaz entlang, und die Leute strömen hinaus, auf den höchsten Punkt hinauf, wo man sich versammelt und nach Westen sieht, über das zugefrorene Meer. Ah, seht da, da ein Streifen Blau unterbricht das einförmige Weiß; er zieht sich von Norden nach Süden, so weit man sehen kann, den ganzen Weg längs der Küste. Die Sonne gligert auf fleinen, munteren Wellen, Wasserdämpfe, von der Sonne golden gefärbt, steigen aus dem Meer in die falte Luft und werden vor der schwachen Brise hergetrieben; es herrscht Leben da draußen, Vögel fliegen hin und her mit fräftigen, munteren Stößen, und der Seehund tummelt sich vergnügt im offenen Basser das Gebet hat geholfen, der Ostwind tommt, das Eis geht von Land- ja, es ist Fischzeit in Nuwuf, das Küstwasser ist da. Frauen sind auch da, aber ein Aberglaube befiehlt, daß keine Frau in der Nähe sein darf, wenn der Wal harpuniert werden soll, sie verjagen ihn darum find sie nur als Gäste dort, doch nein, nicht ausschließlich, sie machen sich auch nühlich, denn sie stopfen den Männern den Magen und den Umiats die zerrissene Haut. Lande und der Eistante, wo die hungrigen und durftigen Und deshalb ziehen die Frauen hin und her zwischen dem Männer sind; diese schleppen gekochtes Fleisch zu ihnen hin, iene tragen Blafen auf Rücken und Brust, die mit Eis gefüllt sind, das an der Körperwärme zu Wasser schmilzt ein Labsal für die Durstigen. Andere sitzen eifrig mit Nadel und Faden beschäftigt und bessern Zeug und Felle aus, alle arbeiten, alle haben etwas zu tun- nur eine ist müßig, nur eine einzige von allen den Frauen des Wohnplatzes geht ohne etwas zu bestellen umher. Schön ist sie anzusehen und ihr schlanker einzige von allen den Frauen des Wohnplates geht ohne etwas Körper ist in kostbares Belzwerk gekleidet; aber sie ist auch nur etwas fürs Auge, zum arbeiten taugt sie nicht das hat sie nie gelernt und wird es nun nicht mehr lernen. Es ist Igluruf, Sachawachiats Frau, die Schönste an der ganzen Küste, beneidet von ihren Geschlechtsgenossinnen- und sehr verachtet, doch begehrt von den Männern, aber nur einem gehörend Sachawachiat, der, seit sie Kind war, sie zu seiner Frau erwählt hat. Sie ist hell von Haut, und ihre Augen sind nicht so braun, wie die der meisten Eskimos, ihr Geficht ist oval, ohne die vorstehenden Backenknochen die sonst so in die Augen fallend bei den Eskimos sind sie ist fein und geschmeidig, ihr Gang ist elastisch, nicht schleppend und schwer durch harte Arbeit, Das Gebet ist beendet, der letzte Versuch, den Ostwind Der Walfischfang ist in vollem Gange. Die Umiats auf nein, fie ist so schön und zart, wie nur irgendeine Frau, selbst herbeizurufen, gemacht. Von seiner Trommel tönt die letzte den Schlitten stehen jezt draußen an dem offenen Küftwaffer, außerhalb des Landes der Eskimos- aber ihr Vater war ersterbende Bitte; darauf neigt er sich gen Diten, und ohne sich nicht mehr festgeschnürt, sondern zum sofortigen Gebrauch auch ein Weißer. mzuwenden, geht er dem Lande zu, gefolgt von seinen flargemacht; die Paddeln, die furzen Ruder, sind auf ihren Was Gestalt und Aussehen betrifft, ist sie eine passende Blägen angebracht, Harpune und Speere liegen am Vorder- Gattin für den prächtigen Sachawachiat; aber dann hört die ende, die Spitze nach vorn, bereit, non fräftigen Armen er- Aehnlichkeit aufer ist immer der Erste bei der Arbeit, beim griffen und tief in den zitternden Rücken des Wals getrieben Fang, bei allen möglichen Leibesübungen sie kommt zuletzt, zu werden. Die Seile sind in großen Windungen aufgerollt fann gar nichts, ist nur ein schönes Bild. und können sich jeden Augenblick abwickeln, die SchwimmMännern. Das ist Nuwuks ungekrönter Häuptling, der beste Fänger, der besten Fänger früherer Geschlechter Sohn und Entel, Sachawachial der Großfänger, der Besizer von fünf Umiats, des Wohnplazes tüchtigster Handelsmann. ( Fortsetzung folgt.) für mich gar kein Wetter mehr, verstanden? Regne, neble, donnere und blige, mach, was du willst, du bist für mich nicht mehr da. Wenn es aber gar zu arg werden sollte, dann werde ich eine riesige Bersammlung einberufen und werde ihr einmal flarlegen, wie wenig man sich auf das Wetter verlassen kann. Und ich werde mit den Worten schließen: In die Tiefe mit allen Tiefs! Ein donnerndes dreifaches Hoch dem Hoch! Der Fall Peukert. Und doch war es wahrung berechtigter Interessen! In Lichterfelde schwebte feit 1919 ein Konflitt zwischen den sozialdemokratischen Gemeinde verordneten und der Gemeindeverwaltung, der bisher schon verschiedentlich die Deffentlichkeit auch außerhalb Lichterfeldes beschäftigt hat. Während aber ein Urteil des Amtsgerichts Lichterfelde ganz nach dem Herzen der Lichterfelber Sozialistenfresser ausfiel, dürfte die foeben in der Berufungsinstanz gefallene Entscheidung in jenen Kreisen recht lange Gesichter hervorgerufen haben. Zugrunde lagen dem Konflikt schriftliche Aussagen, die bezeugten, daß der Lichterfelder Brandinspettor Peufert fich erheblicher Unregelmäßigkeiten schuldig gemacht habe. Das Material wurde durch die sozialdemokratischen Gemeindeverordneten der Gemeindeverwaltung, und von dieser der Staatsanwaltschaft zugeleitet. Die Staatsanwaltschaft stellte das Strafverfahren gegen den Brandinspektor ein, dafür wurde aber der Genosse Wenzel, der als Lichterfelder sozialdemokratischer Abgeordneter in öffentlicher Sigung an den Gemeindevorstand in der Sache Beufert eine Anfrage gerichtet hatte, por Gericht zitiert, mit ihm einer der Zeugen, der die belastendsten Aussagen gemacht hatte. Unter großem Jubel, im besonderen auch der Lichterfelder Lotalpresse, wurde im Januar 1922 der Deffentlichkeit mit geteilt, daß jenes sozialdemokratische Kesseltreiben" vor dem Amtsgericht Lichterfelde feine Sühne gefunden habe. Der Wahrheitsbeweis gegen den Brandinspektor Beutert sei völlig mißlungen, Wenzel sei megen übler Nachrede zu 200 M. Geldstrafe, der sogenannte Hauptbelastungszeuge sogar zu drei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Diesem sei nicht einmal die Wahrung berechtigter Interessen als strafmildernd zugebilligt worden! dieses Deliftes frei und verurteilte ihn nur wegen der Unter- 1 schlagung eines Fahrrades, die von 2. zugegeben worden war, zu 3 Monaten Gefängnis. Amtliche Kontrolle des Kartoffelankaufs. Der Oberpräsident von Brandenburg ersucht, alle Aussichtsorgane besonders darauf hinzuweisen und sie gleichzeitig anzuhalten, der Kontrolle der Kartoffelauftäufe die größte Sorgfalt zuzuwenden. Jeder, der gewerbsmäßig Kartoffeln beim Erzeuger auftauft, muß sich entweder durch die Großhandelserlaubnis für Kartoffeln oder burch einen vom Oberpräsidenten ausgestellten Erlaubnisschein legitimieren fönnen. Frei von jedem Erlaubnisawang ist nur der Antauf für den eigenen Bedarf. Hier wird im allgemeinen ein 2ntauf bis zu 20 3entner als Eigenbedarf angesehen werden können. Bei Ankauf größerer Mengen werden die persönlichen Verhältnisse des Auffäufers zu prüfen sein, da ein Auflauf von über 20 3tr. bei den hohen Kartoffelpreisen nur für besonders große Familien in Frage fommt. Der Zweck der Berordnung kann nur dann erfüllt werden, wenn von allen beteiligten Stellen rücksichtslos durchgegriffen wird und unlautere Elemente zur Anzeige gebracht werden. Der Oberpräsident empfiehlt, daß sich bei der Kontrolle des Kartoffelauftaufs die Polizei mit dem Magiftrat in Verbindung setzt. Die immer wiederkehrenden Gerüchte und Anzeigen, daß in den Berliner Kühlhäusern Hunderte von 3entnern Butter lagern und zurüdgehalten werden, wollen nicht verstummen. Wiederholte eingehende Nachprüfungen nach dieser Richtung hin haben jedoch nach einer Mitteilung der Abt. W des Polizeipräsidiums die Haltlosigkeit dieser Gerüchte ergeben. Die tatsächlich in den Kühlhallen eingelagerten Buttermengen betragen nur einen geringen Bruchteil der Einlagerung früherer Jahrgänge. Sie decken im Durchschnitt kaum den Bedarf des Großhandels für zwei Wochen. Durch annähernd gleichbleibende Ein- und Ausgänge werden die Bestände auf gleichem Niveau gehalten. Diese Einlage. rungen fönnen nicht beanstandet werden, da sie nicht in der Absicht ungerechtfertigter Preissteigerungen erfolgen. Berdachtsgründe strafbarer Zurückhaltung liegen daher nicht vor Artur Keil geisteskrank? Aus der Partei. Auer und Arco. Genosse Erhart Auer veröffentlichte dieer Tage in der Münchener Post" folgende Erklärung: ,, Bon befreundeter Seite werde ich darauf aufmerksam gemacht, daß eine Notiz des Herrn Abgeordneten Dr. Heim durch die Presse geht, in der mitgeteilt ist, daß ich dem Grafen Arco einen Rosenstrauß geschickt habe. Graf Arco und ich lagen nach den verhängnisvollen Februartagen 1919 monatelang in der Chirurgischen Klinit. Jeder hatte mehrmalige Operationen zu überstehen. Nach einer sehr schweren Ope ration ich glaube, es war 1920 habe ich Arco als Ers miderung einer Aufmerksamkeit einen Blumenstraß geschickt. Ich vermag auch heute nicht zu finden, daß diesem reinen Menschlichkeitsaft, den selbst fanatischer Wahnmiz taum als eine Billigung der verabscheuungswürdigen Tat ausdeuten wird, irgendeine politische Bedeutung beizumeffen ist. E. Uuer." Die Tatsache, daß Genosse Auer den Eisner- Mörder folcher Aufmerksamkeit würdigte, hat begreiflicherweise scharfe Angriffe auf ihn zur Folge gehabt. Die Münchener Parteileitung hat nun, wie EU. meldet, die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, die sich mit dieser Angelegenheit beschäftigen soll. Es ist selbstverständlich ausgeschlossen, daß Genosse Auer durch jenen sentimental- dramatischen Att irgendwelche Sympathie mit der Tat Arcos zum Ausdruck bringen wollte. Auer war am selben Tage wie Eisner gleichfalls Opfer cines Attentats geworden und rang dann monatelang mit dem Tode. Als Politiker hätte er bei ruhiger Ueberlegung zweifellos eine Handlungsweise vermeiden müssen, die üblen Auslegungen Tür und Tor öffnet und die in ihrer Seltsamfeit eben nur aus seinem damaligen Zustand erklärt werden kann. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand. Nächste Sigung: Sonnabend, den 9. September, abends pünktlich 6 Uhr, im Bezirkssekretariat, Cindenstr. 3. 9. 3. ㄓ Der bekannte, Schriftsteller" und" Redakteur" Artur Keil, gegen Die Mitglieder und Abteilungsfajfierer werden hierdurch darauf den eine ganze Reihe von Verfahren wegen Erpressung schweben aufmerksam gemacht, daß in unserem Bureau nod) ein Poften ParteiDa die nächste In den Kreisen, die den Fall Peufert etwas genauer zu fennen und der sich seit längerer Zeit in Untersuchungshaft befindet, stand abzeichen zum Preise von 15,00 m. vorhanden ist. glaubten als das Lichterfelder Amtsgericht, beruhigte man sich bei gestern wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften Sendung schon zum Preise non 25,00 m. pro Stück verkauft werden dem Urteil nicht. Man wollte sich unter allen Umständen gegen die vor dem Schöffengericht in Moabit. Der Angeklagte, der schon vor muß, empfiehlt es sich, daß die Genossen jetzt noch ihren Bedarf gerichtliche Beschneidung des Rechtes auf Wahrung öffentlicher Eröffnung der Eigung einen völlig verstörten Eindruck decken. Mier Pagels. Interessen wehren. Es wurde Revision eingelegt; sie wurde gestern machte, erklärte, daß man ihn im Untersuchungshaft vergiften s. Areis( Kreuzberg). Seute, Freitag, 7½ Uhr erweiterte Kreisvorstandssitung in Moabit verhandelt. Den Angeklagten Wenzel und Flack standen wolle. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Baerwaldt, plädierte auf bei Reim, Urbanstr. 29. Morgen, Sonnabend 6½ Uhr in fämtlichen dabei die Genossen Rechtsanwälte Löwy und Weinberg zur eine Vertagung, da Keil seit acht Tagen sich im Gefängnis weigere, Sälen des Gewerkschaftshauses, Engelufer: Großes Herbstfest! Seite. Gegen ihre schlüssige Argumentation gab es bei dem Brand- die Nahrung aufzunehmen und zwangsernährt werden müsse. Der Kreis( Wilmersdorf). Heute, Freitag, 7 Uhr 2. Abend der Lesegemeinfchaft Reue sozialistische Literatur" in der Oberrealschule am Seepart, inspektor Beutert feine Abwehr; die beiden Angeklagten wurden Angeklagte fei offenbar geistesfrant, da er in der Babnidee lebe, Erdgeschoß 1. 8immer. unter voller Berücksichtigung dessen, daß sie in Bahrung be- man feße ihm vergiftete Speisen vor. Das Gericht entsprach dem Streis( Bedding). Arbeitsgemeinschaft der Rinderfreunde! Sonntag: Ausflug mit den Rindern nach Bichelsberge, Lokal Bum alten Freund". rechtigter Interessen gehandelt hatten, als sie sich um Antrag der Verteidigung, vertagte die Sache und beschloß. inzwischen Treffpunkt: Gruppe Humboldthain an der Himmelfahrtskirche( Brunnen die Dinge fümmerten, die in Lichterfelde überall von dem Brand- Keil sechs Wochen zur Beobachtung seines Geistes zustandes einer straße), Gruppe Schillerpark an der Schul. Ede Müllerstraße pünktlich inspektor Beufert erzählt wurden, freigesprochen. Damit be- öffentlichen Anstalt zu überweisen. 7 Uhr morgens. Mundvorrat und Trinkbecher mitbringen. Eltern find tommt das fozialdemokratische Kesseltreiben" gegen den überdies hierzu herzlichst eingeladen! seit Juli d. J. in Urlaub befindlichen Brandinspektor ein ganz anderes Licht. In Lichterfelde war es überdies auch, wo es erst nach jahrelangen Mühen gelang, eine der größten Brot tartenschiebungen, die seit der Einführung der fommunalen Brotversorgung durchgeführt wurde, aufzuklären. Auch damals hat man den Sozialdemokraten„ Kesseltreiben", Gespensterfeherei und alles mögliche nachgesagt, bis zuletzt doch die Polizei ein gutgehendes Brotkartengeschäft in der Lichterfelder Gemeindeverwaltung entdeckte. Zu der Erschießung des Polizeioberwachtmeisters Bofchen wird uns mitgeteilt, daß dessen Leiche sowie die Leiche des Täters, des 20. Ruffen Romanow gestern nachmittag von den Gerichtsärzten Geb. 28. Medizinalrat Prof. Dr. Straßmann und Medizinalrat Dr. Störmer im Leichenschauhaufe obduziert worden ist. Bei dem Polizei- 37. wachtmeister wurde ein Herzschuß feitgestellt, der den un. 81. mittelbaren Tod herbeigeführt hat. Die Todesursache des 135 to ma now ließ sich noch nicht einwandfrei feststellen. Die Nachforschungen, was der Tote bier in Berlin getrieben hat, und wo er sich zuletzt aufgehalten hat, haben noch zu feinem Aufschluß geführt. Heute, Freitag, den 8. September: Abt. 7½ Uhr Gigung der Parteifunktionäre, Betriebsvertrauensleute und abt. 7½ Uhr bei Widmann, Weißenburger Str. 1, Sigung sämtlicher Elternbeiräte bei Poje, Rolonieftr. 15. Funktionäre und Betriebsvertrauensleute. 6t. 7% Uhr Funktionärfonferenz bei Pfeiffer, Sausburgstr. 2. Die Ver trauensleute der Beamten find besonders eingeladen. bt.( Stiebenau). 8 Uhr Borstandssigung, bei Ulbrich, Handjerystr. 86. Abt.( Karsw). 8 Uhr Mitgliederversammlung und zahlabend bei Berndt, Dorfstraße. tember. Morgen, Sonnabend, den 9. September: Charlottenburg- Spantau. Die juristische Sprechstunde beginnt am 15. Sep. - 52. Abt. 8 Uhr Funktionärsizung bei Bade, Raiferin Augufta Allee 52.56. Abt. 7% Uhr Funktionärversammlung bei Lierfch, Rant. ftraße 64. Städtisches Gefrierfleisch als Preisregulierer. Von dem Ge frierfleisch, welches die Ernährungsdeputation beschafft hat, sind Bernau. 744 Uhr Gruppentonferenz im Gewerkschaftshaus, Raiser. Ede Chauf feestraße. Bortrag: Die Zeuerung und ihre Folgen"; Ref.: Genoffe wöchentlich etwa 150 3entner von der Bevölkerung abge- Buchholz, Berlin. nommen worden. Der Preis hierfür hat sich neuerdings wegen teureren Einkaufs auf 83-84 m. erhöht. Diefe Breife haben auch beim Frischfleisch weiteren Steigerungen entgegengewirkt. Kommunaler Obstverkauf. Jm Maibaufe au Lichterfelde- Dft ift für September November von der städtischen Verwaltung wieder ein Obstverkauf eingerichtet worden, der von 8 bis 12%, Uhr stattfindet. 10. September d. J., findet in Wilhelmshagen bei Erkner, Nähe Restaurant Serbitjugendtag der Angestelltenjugend. Am Sonntag, den Neuer Strug", ein Serbstjugendtag der faufmännischen Jugend, einberufen bom Bentralverband der Angestellten, statt. Beginn der Veranstaltung nachmittags 3 Ubr. Programin: Chorgefang, Rezitationen, Aufführungen ust. Dieser Herbstjugendtag soll eine Sundgebung der freige werffaftlichen Angestellten jugend werden; datum dari fein faufmännischer Lehrling und Angestellter fehlen. Uebermorgen, Sonnfag, den 10. September: Borgsbort( Gruppe Roibbahn). 4 Uhr nachm. Gruppenkonferens, vorher öffentliche Bersammlung; Ref.: Genoffe Miethke, Berlin. Trebbin. 3½ Uhr nachmittags Gruppenkonferens in Neuenhagen; Ref.: Genosse Rössiger, Ludenwalde. Crinez. 8 Uhr nachm. Gruppenkonferenz bei Handtke. Elternbeiräte müssen erscheinen! Vorträge, Vereine und Versammlungen. Der Allgemeine Märkische Touristenbund Die Heimatwanderer" e. V. peranstaltet am 9. und 10. September feinen diesjährigen Heimatwanderertag in Müncheberg i. b. Mart. Abfahrtzeiten ber Büge: 3.15 und 5.15 Uhr ab Schlesischer Bahnhof. Der Schlesierverein Rübeach!" Charlottenburg hält von jest ab wieder regelmäßige Versammlungen jeben 2. und 4. Sonntag im Bereinslokal, Reſtaurant Thunat, Wielandstr. 4, ab. Nächste Bersammlung Sonntag, 10. Sep. tember, abends 7 Uhr. Was Amerikaner in Berin verlieren. Einem Amerikaner Berry famen gestern im Palais de Danse oder auf dem Wege von dort zum Hotel Adlon zwei Hemden Inöpfe mit Saphieren und Brillanten, in Platin gefaßt, abhanden, die einen Wert von 250 Dollar baben. Auf die Wiederherbeischaffung bat der Geschädigte 25 Dollar Belohnung ausgelegt. Eine amerikanische Dame verlor am 17. Juli während der Fahrt mit einer Autodroschte vom Hotel Eiplanade nach dem Hotel Bristol eine Diamantbrosche, auf deren Wiederherbeischaffung 100 Dollar Belohnung ausgefeßt find. Eine andere Dame verlor auf der Fahrt vom Hotel Esplanade nach der Wilhelmstraße ein Blatinarmband im Werte von 250 Dollar, auf dessen Wiederherbei schaffung fie, offenbar in Unkenntnis des Wertes oder richtiger des Unwertes der Mart, 5000 Papiermart als Belohnung ausießte. Das sind noch nicht 4 Dollar, während das Armband bei 250 Dollar Wert einen Wert von 325 000 Papiermart hat. Die Tatsache, daß es immer noch treuberzige und ehrliche Menschen gibt, wird wieder durch einen bezeichnenden Fall bewiesen. Einem russischen Staatsrat war, wie wir be- Das neue Abendprogramm des Unterhaltungsvarietes Berlin: richtet hatten, Ende vorigen Monats auf dem Anhalter Bahnhof ein Wien scheint sich diesmal auf die Beranschaulichung von männlicher SchönBon den 11 AbendZobelpelz im Werte von einer Million Mart abhanden gekommen. beit und Kraft, Kunst und Big eingestellt zu haben. Seiner Bergeßlichkeit fonnte seiner Meinung nach der Verlust nicht nicht weniger als vier der Athletit. Der Echwergewichtsmeister st I är bernummern fallen allein acht dem starken Geschlecht zu und von diesen wieder Freie Schwimmer Reukölln. Sonntag, 10. September, nachm. 8 Uhr, im zuzuschreiben fein; er erstattete darum eine Diebstahlsanzeige bei itebt es, feine ausgezeichneten wuchtigen Leistungen mit einem pomadigen Sommerbad: Abschwimmen des Vereins. Gäfte find herzlich willkommen. der Kriminalpolizei. Am nächsten Morgen fonnte er aber schon humor zu umglänzen. Die 5 Carras( olympische Spiele) und die Arbeiter Radfahrerbund Solidarität Berlin. 1. Abt.: Sonntag früh diese Anzeige wieder rückgängig machen, da er durch einen Gang 3 Appalonas( Equilibristen) arbeiten mit absolut sicherer Technik und 6 Uhr Echönebed. Nachm. 1 Uhr Basdorf. Start bei Wiemer. 2. Abt.: zum Eisenbahnzentralfundamt wieder zu feinem Eigentum gelangt überraschenden Nuancen tadellos, wenn man auch mitunter die legte Sonnabend Zudenwalde. Start Planufer 63 bei Anker. spielend- federnde Grazie vermißt. Dstar Burger ist ein fabelhaft ge- Athletit- Sport- Club e. V. Leichtathletik war. Der ehrliche Finder war ein unbekannt ge- idier, schlagfertiger und humor boller Blisdichter, und Improvisator, der und Jugendabteilung. Training: Dienstag, Donnerstag abend. DefchäftsRubern. Männer, Frauenbliebener Mann aus dem Wolfe. niemandem die Antwort schuldig bleibt. Ihm sei aber dringend geraten, vormittag auf dem Fichte"-Sportplag in Treptow, Eischbufchallee. nicht die Linie zu überschreiten, wo er den Nationalisten wohlgefällig wird. ftelle: E. Heinay, Neukölln, Weisestr. 9. Wenn man einem subtilen Geiger wie dem Polen Michailom Raum gibt, soll man ihm auch für 10 Minuten Rube verschaffen, sonst muß unter Teller und Gläsergellapber die Nummer dem Stünfiler wie dem feineren Teil des Publitums zur Dual werden. Höchst amüsant ist die drollige und humorvolle, in den gesamten Opern- und Operettenpartituren verblüffend Hans René versteht es, durch delikate heimische Lotte Senauer. toitümierung und wohllautenden Sopran prideinde Zweifel an einer Mannheit zu erweden und John Mangels gewinnt den schon befannten Reifenspielen einige neue bemerkenswerte Seiten ab. Ein falscher Kriminalbeamter. Jugendveranstaltungen. Arbeitersport. Sport. Rennen zu Grunewald am Tonnerstag, den 5. September. Sultan, Geldulf. Mit dem bekannten Trick eines falschen Kriminalbeamten arbeitete der wegen Buhälterei mit 2½ Jahren Gefängnis u. a. vorbestrafte Arbeiter Oskar Siebert. Er hatte in Erfahrung gebracht, 1. Rennen. 1. Baldung( D. Schmidt), 2. Tasso( Kaiser), 3. Cantt daß die Bigarrenhändlerin Witwe Mädel eine größere Summe Thomas( Behr). Toto: 21:10, Blag: 11, 87, 32: 10. Ferner liefen Geldes in ihrer Wohnung aufbewahrte. Eines Tages erschien er uchs, Otavi, Sonnenkönig, Amor, Fateiber, Interim, Majus, Prinz, mit noch drei unbekannt gebliebenen Genossen an der Wohnungstür 2. Rennen. der M., zeigte eine Blechmarte por, mit der er sich als Krimi1. Moda( Brandis), 2. Galoppe( Sofina), 3. Japs nalbeamter auswies und gab vor, eine Haussuchung vornehmen zu ( Brege). Toto: 43: 10, Blas: 15, 14, 13: 10. Ferner liefen: Bozbliz, Stegfried, Mathilde II, Jock Effendi, Sankt Raven, Metronom, Gravosa, müffen, da gegen die M. eine Anzeige erstattet worden sei. Angeb Schade( gef.). lich habe fie gefälschte Banderolen verwendet. Die Witwe, die sich 3. Rennen. Achtung, Borsigende! Laut Rundschreiben bes Bezirksverstandes vom 3. Simfon( D. Schmidt). Toto: 17:10, plat: 12, 17: 10. Ferner 1. Abgott( 5). Schmidt). 2. Wolfram III( Sanet), feiner Schuld bewußt war, ließ die vermeintlichen Kri- 29. August haben nur bie 1. Borsigenben und bie Kreisvorsigenden zu ben minalbeamten ruhig in ihre Wohnung ein, die als- Borstänbetonferenzen Zutritt( nicht, wie bekanntgemacht, die 1. und 2. Bor liefen: Schlingel, Sfis II. bald alle Behälter durchwühlten. Im Bett fand Siebert 10 000 m. fizenben). 4. Rennen. 1. Rotdorn( Olejnit), 2. Säume nicht( Raftenberger), in bar, die er zu sich steckte, ferner eine goldene Uhr, verschiedene Heute, Freitag, den 8. September: 3. Bandung( Bleuler). Toto: 75: 10, Blag: 19, 20, 39: 10. Ferner Ringe und sonstige Schmuckfachen, die er ebenfalls beschlagnahmte". Blankenburg. Jugendheim: Gemeindefchule, Triftstraße. Bortrag:„ Erste liefen: Anjang, Czardas- Gretel, Farnesina, Rachimin, Stammerfänger. 5. Rennen. 1. Sommerflor( Bimmermann), 2. Blücher( Olejnit), Seine drei Helfer hatte er inzwischen nach einem Kraftwagen geBrig. Jugendheim: Chauffeeftr. 148. Bortrag: Silfe bei Unglüdsfällen". Ferner schickt, in dem Frau M. mit ihm zum Polizeipräsidium fahren sollte. tage eines Großstädters in ber Natur". Köpenid. Jugendheim: Grünauer Str. 5. Lefeabend: Sonn. 3. Gludstind( Huguenin). Toto: 40: 10, Blas: 17, 22, 21:10. ,, Edison". Landsberger Biertel. Jugendheim: liejen: Stamille, Landratte, Effehard, Centrifugal, Chicaneur, Minestra. Als der Kraftwagen vor der Tür stand, ftieq Siebert allein ein und Baradenjajule, Olivaerstraße. Vortrag: August Bebel" Moabit. Jugend6. Rennent. 1. Ordensjäger( Olejnik), 2. Damentoeg( Tarras), fuhr davon. Jetzt erst ging der Frau ein Licht auf, daß sie Schwind beim: Gemeinbeschule, Balberfceftr. 21. Bortrog: Sozialismus und Bazi- 3. Perilles( S. Schmidt). Toto: 20:10, lag: 14, 21:10. Ferner liefen: fismus". Rieberschönhausen. Jugendheim: Gemeindeschule, Blankenburger Abenteurer, Chalzit. lern in die Hände gefallen war, und sie erstattete Anzeige. Nur Straße 69/70. Mitgliederversammlung. Rorboften. Jugendheim: Gemeinde. 7. Rennen. 1. Teres( Rastenberger), 2. Glöre II( Lüneberger), Siebert fonnte ermittelt werden. In der gestrigen Gerichtsverhand- fchule, Heinersdorfer Str. 18. Distuffionsabend: Broletarische Jugendbewe lung war er geständig. Das Gericht verurteilte ihn zu 1 Jahr gung". Schöneberg II. Jugendheim: Comeniusfchule, Frantenfte. 10. Mit. 3. Lenz( Staudinger). Toto: 40:10, Blat: 20, 88, 29: 10. Ferner liefen: gliederversammlung. Weißensee. Jugendheim: Ledigenheim, Boeltprome. Dagobert, Mime, Mondaine, Iser, Bidinger, Contrahen Lieberich 10 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten der er nabe. Mitgliederversammlung. Habanera, Mercedes, Whist. fittenen Untersuchungshaft. Ein Dieb, der die Wahrheit liebt. Lebensmittelpreise des Tages. Auf der Olympiabahn startet am tommenden Sonntag ber neue Meifter Willy Lorenz im offenen Fliegerrennen. Walter Rütt, Eugen Stabe, Willy Arend und weitere 25 Flieger find zu den Rennen verpflichtet. Außerbent ber Däne Jensen, Erstling( Magdeburg), Sturm( Nürnberg) und Ebert( Leip findet ein großes Rennen der B- Klaffe statt. Bisher sind Schrefeld, Soffmann, sig) verpflichtet worden. Es werden zwei 2äufe über 25 und 50 Rilometer gefahren. Die Rennen beginnen nachmittags 3 Uhr. unb Auf seine Wahrheitsliebe berief fich der schon zehnfach vorZufuhr: Fleisch reichlich, Geschäft still. Fische etwas stärker, bestrafte Laggen, der wegen Einbruch diebstahls im Яndfall und Geschäft rege. Obst und Gemüse ausreichend, Geschäft flott Unterschlagung vor dem Schöffengericht Berlin- Wedding stand. Seine Am Donnerstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Sunberennen. Der Berliner Hunde- Renn- Club( E. B.) eröffnet am Sonn. frühere Zimmerwirtin behauptete auf das bestimmteste, daß er Kleinhandelspreise: tag, 10. September, 2½ Uhr nachm., auf der Rennbahn Grunewalb einen goldenen Ring, der ihr nach dem spurlosen Verschwinden des Rindfleisch 65-88 M., ohne Knochen 90-112 M. Schweinefleisch( Eingang 1. Plat) die Herbsttampagne mit einem hervorragend zufammen. 2. gefehlt habe, gestohlen habe. Der Angeklagte leugnete indefien 128-176 M. Kalbfleisch 80-115 M. Hammelfleisch 75-115 M. Rinder- gestellten Programm. Zur Entscheidung gelangen( eds Fla. In Eis: Aale 95-130 M. Plötzen 40-45 M. Eier Sinbernisrennen, ausgestattet mit 7 Ehrenpreisen und 9400 m. Geldganz entschieden die fragliche Tat. Der Verteidiger berief fib talg 210-225 M. preifen. Das nächste Rennen findet am Sonntag, 24. Geptember, statt; Darauf, daß der Angeklagte bisher stets alle 12.50 M. das Stück. Naturbutter 225-250 M. Margarine 175-198 M. weitere am 15. und 22. Oftober( Schluß der Rennfaison 1922); fämtlich auf Schweineschmalz 225-255 M. Kartoffeln 84-35 M. zehn Pfund. Weiß- ber Rennbahu runewald. Delitte, derentwegen er angeflagt war, rückhalt. kohl 5 M. Wirsingkohl 6,50-7 M. Spinat 9-11 M. Rotkohl 6-7.50 M. los zugegeben hätte; es handle sich hier nur um das Blumenkohl 10-25 M. der Kopf. Wachs bohnen 16-20 M. Grüne Bohnen Wetter bis Sonnabend mittag. Biemlich fühl, überwiegend be Zeugnis der Wirtin, die keinerlei Unterlagen für ihre Vermutungen 16-18 M. Mohrrüben 5-6 M. Salat 3,50 M. der Kopf. Pflaumen 7 wollt und im Süden weit verbritete, im Norden nur vereinzelte leite beibringen konnte. Das Gericht sprach den Angeklagten auch wegen bis 18 M. Johannisbeeren 12 M. Pfirsiche 22-25 M. EBäpfel 10-14 M. Regenfälle. Bergangenheit versprechen. Sodann, und das gilt wieder vor- 13u umfaffen hätte. Hierfür einzutreten fei bringend notEntlohnung der höheren Beamten nemlich von den höheren Beamten: kann es uns gleichgültig wendig, da fich neuerdings Bestrebungen zeigten, alle in Reichs-, Bon G. Menzel, Ministerialrat. ฮิ นะ fein, ob wir die tüchtigsten Kräfte aus dem berufsmäßig Staats- und Gemeindebetrieben Angestellten gesondert vorgebildeten Beamtentum für Reich und Staat gewinnen, fammenzufaffen. Das würde eine Lostöfung von der in PrivatAus Gründen der Objektivität veröffentlichen wir die oder ob wir uns hier mit denjenigen begnügen müssen, die betrieben tätigen Arbeiterschaft, also eine 3ersplitterung bebeuten. Vor dieser müsse gewarnt werden Bon der Schaffung nachfolgenden Ausführungen eines höheren Beamten. Es( aus leicht begreiflichen Gründen) wo anders nicht unter einer Einheitsorganisation für die gesamten Berufe im ist nicht beabsichtigt, damit eine fortlaufende Auseinander- tommen? Genosse. ist im Irrtum, wenn er glaubt, die Bertehrswesen fönne nicht abgefehen werden, dies auszusetzung der verschiedenen Meinungen über die Beamten- Angleichung der Besoldung für die höheren Beamten an die führen bleibe die Losung des Verbandes. Schon die Konferenz der besoldung neu zu eröffnen. Bezahlung in den freien Berufen fei jetzt erreicht. Hat er Gau- und Ortsvorstände rom 8. September 1920 habe sich hierfür nichts gehört von den Klagen der Reichs- und Staatsverwal- ausgesprochen. Und es sei als ein erfreuliches Zeichen zu begrüßen, daß der DEN. sich ebenfalls für eine Einheitsorganitung, daß ihnen die besten Kräfte davongehen? fation erflärt habe. Der Vorwärts" hat sich in der letzten Zeit zweimal ausführlich mit der Arbeit und Entlohnung der höheren Beamten beschäftigt. Vor mehreren Monaten brachte er Ausführungen über die Leistungen der höheren Beamten, die nicht zutreffend waren. Damals wurde es so dargestellt, als ob die Arbeit des höheren Beamten darin bestehe, täglich ein bis zwei Stunden feinen Namen zu sehen unter Arbeiten, die die mittleren Beamten ihm vorlegen. Wer aber die Arbeit der höheren Beamten wirklich kennt und namentlich der Parlamentarier wird sie beurteilen können, dem dürfte das Unzutreffende dieser Behauptung nicht erst nachzuweisen sein. Aber auch rein zahlenmäßig läßt sich die Belastung der höheren Beamten nachweisen. Der Aufgabenkreis aller Reichs- und Staatsministerien ist in und seit dem Kriege gewachsen, ohne daß die Zahl dieser Beamten vermehrt wurde. Im preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung 3. B. betrug die Zahl der Eingaben im Jahre 1913 101 080, im Jahre 1920 dagegen 151 045. Der um 50 Broz. gesteigerte Geschäftsverkehr mußte von genau derselben Anzahl von höheren Beamten bewältigt werden. Jetzt hat nun Genoffe Krüger in Nr. 406 diefes Blattes vom 29. August d. I. sich mit der Beamtenbesoldung im allgemeinen und mit derjenigen der höheren Beamten besonders beschäftigt. Zunächst ist es ein Irrtum, wenn er behauptet, durch die Neuordnung der Gehälter am 1. April d. I. sei die bis dahin auch von ihm beanstandete Minderbesoldung der höheren Beamten beseitigt. Zu diesem Zeitpunkte wurde z. B. die 3. Gehaltsgruppe( Unterbeamte) im Anfangsgrundgehalt um 3500 Mr., im Endgehalt um 5000 Mt. erhöht, die 7. Gruppe um 4000 und 4500 Mt., die 12. dagegen nur um 2000 Mt. und 3000 Mt., die 13. Gruppe und die Einzelgehälter erfuhren in ihren Grundbezügen dagegen überhaupt feine Erhöhung. Und es ist vielleicht auch dem GeMan darf nicht sagen: die höheren Beamten beziehen im Dem Verbandstag liege nun der Antrag des Borstandes vor, Bergleich zu den mittleren und unteren Beamten ausreichende die Einheitsorganisation unter dem Namen„ Deutscher VerGehälter, sondern es muß heißen: die mittleren und unteren fehrs5und" zu beschließen, eventuell auch über die vorliegenden Beamten haben im Vergleich zu den oberen Beamten zu Gagungen zu befinden. wenig. Wenn man aus diesem letzten Sah die Folgerung zieht, kommt man der Lösung der Frage nahe. Große Not herrscht durch die Teuerung bei einem Teil unserer Mitglieder. Jn finanzieller not befindet sich aber auch die politische Organisation. Die Beiträge müssen erhöht werden. Das läßt sich aber nicht gut sofort machen. Die Löhne und Gehälter der Mitglieder müssen erst wieder entsprechend erhöht werden. Freiwillige Extrabeiträge der besserbezahllen Genoffen können uns bis zur ordentlichen Beschlußfassung über die Erhöhung der Beiträge hinweghelfen. Opferwillige Mitglieder zahlen diese ein auf Postschedtonto Berlin, Kr. 48 743 an Alex Pagels, SW 68, Lindenstraße 3. Nach dem Referat Schumanns wurden die weiteren Ver handlungen auf Freitag 9 Uhr vormittags vertagt. 26. Deutscher Ortskrankenkassentag. Schlußbericht. GPD. Karlsruhe, 5. Geptember. Am lezten Konferenztage wurde zuerst von Abteilungsvorsteher C. Rieger- Berlin das Reichsversorgungsgesez behandelt, wobei er den Bureautratismus in den Versorgungsbehörden fritisiert, der hauptsächlich von den darin befindlichen ehemaligen Offizieren hervorgerufen wird. Das Reichsarbeitsministerium hat sich der Bauschalabfindung verschlossen. Das bureaukratische System des Langwierigen Berhandelns verhindert die rasche Durchführung der Heilverfahren. Die Feststellung des Grundlohns bei den Beschädigten ist unmöglich. Roch viel weniger ist es bei den Beschädigten möglich, die Einkommensminderung festzustellen. Es ist deshalb nicht zu ver= stehen, warum die betreffenden Bestimmungen aufrecht erhalten werden. Die Krankenkassen verlangen mit Recht, daß ihnen noffen Krüger nicht unbekannt, daß die Reichsverwaltung in 11. Verbandstag der Transportarbeiter. der Frage der Rechtshilfe müſſen ſich bie Herren Bureaufraten Berlin, 7. September. 5. Verhandlungstag. Die Sigung wird um 8% Uhr von Ortmann Berlin er= öffnet und dann das Referat Bender zur Diskussion gestellt. Nach Beendigung der Aussprache geht der Referent Bender auf einige Ausführungen der Diskussionsredner ein. Er weist die Behauptung zurüd, daß der Achtstundentag nicht durchgeführt werden könne. Wo das der Fall sei, liege es an den Arbeitern felbft. Besonders wandte der Referent sich gegen die Ansichten, den Rampf mit Gewalt gegen das Rapital aufzunehmen. Weiche Folgen hieraus entstehen würden, zeige sich in Italien und Ruß land. In Italien habe die Theorie der Gewalt auf der Gegenseite die Fascistenbewegung hervorgerufen, die ihrerseits der proflamierten Gewalt die Gewalt entgegenstelle, und in Rußland habe diese Theorie wirtschaftlich eine totale Niederlage erlitten. Es zeige fich dort, daß einer alten Wirtschaftsform die neue nicht mit Gewalt aufgepfropft werden könne. Die Durchführung des Sozialismus müffe durch Erziehungsarbeit bewirkt werben. Die vorliegenden 9 Anträge zu dem 5. Punkt der Tagesordnung handlung als erledigt berachtet, tells nach dem Antrag der Statuten beratungskommission dem Vorstand bzw. der Reichskonferenz der Transportarbeiter überwiesen wurden. Dann wurde vom Verbandstag gegen vereinzelte Stimmen eine Entschließung angenommen, welche die Lohn- und Tarifpolitik die Durchführuung des Heilverfahrens möglich gemacht wird. Grundsätzlich hält der Verbandstag daranfest, 1. daß Barleistungen für Bugeteilte von den Versorgungsbehörden unmittelbar und nur die Krankenpflege und die Krankenhauspflege von den Krankenkassen zu gewähren sein soll; 2. daß den Beschädigten bei einer durch Dienstbeschädigung herbeigeführten Arbeitsunfähigkeit die Bollrente famt den entsprechenden Teuerungszuschlägen zustehen muß mit der Maßgabe, daß Bersicherten das ihnen von ihrer Kranfenfasse sagungsmäßig zu zahlende Krankengeld anzurechnen ist. Das bisher vorgesehene Erfordernis einer nachzuweisenden Einkommensminderung hat wegzufallen. In in den Amtsstuben daran gewöhnen, daß die Krantentassen nicht die Aschenbrödel sind, zu denen sie sie gern machen möchten. Die vorgelegten Anträge auf eine durchgreifende Abänderung des Reichsversorgungsgefeges wurden einstimmig angenommen. Präsident Fräßdorf- Dresden berichtet über bie Reorganisation des Hauptverbandes deutscher Ortskrantenfaffen, deren neue Sagungen vor allem die straffere Zusammenfassung der Rassen erwirft. Die nügliche Tätigkeit der Landesverbände wird hierdurch nicht erschwert. Nicht Ueberzentralisation, sondern Ausbau und Befestigung der Tätigkeit des Hauptvorstandes ist die leitende Idee der Satzungsänderung. Durch die Sazung wird angeregt, daß die Verbandstätigkeit in den Bezirken der Oberversicherungsämter eine stärkere wird und vor allem eine regere Fühlung eintritt. Auch soll nun die Möglichkeit gegeben werden, Fühlung eintritt. Auch soll nun die Möglichkeit gegeben werden, baß in den Bezirken Geschäftsführer angestellt werden, die von den Landesverbänden angestellt werden. diesem Sommer folgendes festgestellt hat: Das Diensteintommen der untersten Gruppen betrug 1922 bis zu 80 und mehr Prozent der Bezüge, die ihnen im Sommer 1914 gewährt wurden, dasjenige der 13. Gruppe aber erreichte nur 28 bis 30 Proz. dieses Beirages. Haben also die höheren Beamten wirklich fein Recht, sich benachteiligt zu fühlen, muß wirklich, wie F. Krüger schreibt, mit aller Entschiedenheit den Versuchen der höheren Beamten, sich auch jetzt noch als benachteiligt hinzustellen, entgegengetreten werden"? Und menn nun Genosse R. die st a atlichen Gehälter der höheren Beamten als völlig ausreichend ansieht, wie mag er sich dann erklären, daß die Städte, trotz ihrer großen Finanznöte, diese Beamten noch weit höher bezahlen? So fagte mir kürzlich der Regierungs- und Schulrat einer großen Regie: rung im Westen:" Ich werde nach Gruppe 11 befoldet, der In der Aussprache beantragt Gamer- Stuttgart Bertagung ber Stadtschulrat meines Wohnortes, der mir unterstellt ist, Satzungsänderung, da die württembergischen Krankenkassen die Berwird von der Stadt 2 Stufen höher eingeordnet und nach antwortung für die Sazungsänderung nicht tragen fönnten. 13 befoldet!" Und wie ist's in Berlin? Soeben sind hier Präsident Fräßdorf- Dresden erklärt in feinem Schlußwort, daß er fein Bertrauen zu Krantenfaffen habe, die, wie in Württemberg, durch 2 Stadtschulinspettoren aus dem städtischen Dienst in das Sonderabtommen mit den Aerzten die Kranfenfassen schwer schädineue Provinzialschulkollegium übergetreten und dabei zu Regierungs- und Schulräten befördert worden. Und diese Befanden ihre Erledigung, indem sie teils durch den Gang der Ver- gen. Wir sind davon überzeugt, daß die übrigen Württemberger zum Hauptvorstand stehen werden. Stuttgart wollte sogar, ohne förderung bezahlen sie mit einem Ausfall an Gehalt, Erfolg allerdings, ben Hauptverband sprengen und einen besonderen der sich in einem Falle nach den jezt geltenden Sägen auf Wir füddeutschen Verband gründen.( Zwischenrufe: Unerhört!) jährlich über 24 000 m. beläuft! Um diese Summe hat find mit den Stuttgartern loyal verfahren. Sie haben keinen Landesalso die Stadt Berlin den Beamten eines niederen Ranges nerband; dagegen sind sie in einem Verband mit den Betriebs- und höher besoldet als der Staat den Beamten höheren Ranges. Innungstassen.( hört, hört!) Bon Stuttgart aus wollte man ZwieIch könnte diese Beispiele gerade auch aus Berlin beliebig des Borstandes billigt, die Funktionäre und Mitglieder verpflichtracht in die Bersammlung streuen. Die 50 Pf. brauchen wir für vermehren. Vielleicht beschäftigt fich Genosse. als Stadt- tet, beim Abschluß der Verträge teine Rechte der Arbeiter preiszu- die Organisation, nicht zum Heilmittelvertrieb; denn für diesen haben verordneter einmal mit diesen Dingen, dann wird er vielleicht neben und feiner Durchbrechung des Achtstundentages zuzustimmen. wir einen Sredit bei der Sächfifchen Staatsbank erhalten. Die Schungsänderung wird mit allen gegen 1 Stimme angeüber die Besoldung der höheren Beamten im Staat und Reich Ferner wird gegen den beabsichtigten Lohnabbau schärfftens Der Antrag auf Zahlung eines nachträglichen anders urteilen. Denn wenn die Städte die Beamten höher protestiert und der Vorstand ersucht, mit ganzer Kraft für die wirt nommen. bezahlen, so tun sie es doch wohl, weil es unbedingt not- fchaftlichen Rechte der Betriebsvertretungen der Arbeitnehmer und Beitrages von 50 Pf. wird einstimmig angenommen. Für das nendig und fachlich gerechtfertigt ist. Was daraus die Demokratifierung unseres Wirtschaftslebens Jahr 1923 wird einstimmig ein Beitrag von 30 Pf. bestimmt. Der Hauptvorstand fur die staatlichen Beamten folgt, mag sich jeder selbit fagen! einzutreten. Eine zweite Entschließung, die sich gegen die Lehn- und Ge- wurde in einstimmig vorgenommener Wahl wie folgt nominiert: Die Frage der Besoldung hat aber noch eine allhaltspolitik der Regierung wendet, gelangt ebenfalls gegen Bräsident räßdorf Dresden, Vorsitzender; Fabrikant Uhlig gemeine Bedeutung. Genosse K. deutet sie an, wenn er wenige Stimmen zur Annahme. Dresden stellvertretender Borfizzender; Stadtrat Kirchhofstellvertretender Borsitzender; Buchdruckereibefizer davon spricht, daß durch eine ungenügende Besoldung die Hierauf richtet Lindley Stockholm vom Schwedischen Trans- Dresden Demofratifierung der Verwaltung erschwert portarbeiterverband eine Ansprache on die Delegierten, in der u. a. Ahrens- Charlottenburg Beisiger; Direktor Albert Rohn. wird. Diese Gefahr ist heute noch lange nicht behoben, wie erklärte, daß während des Krieges und auch kurze Zeit nach diesem Genoffe R. zu glauben scheint. Die Demokratisierung aber die Stimmung in Schweden gegen Deutschland gewesen sei, jetzt aber liegt nicht in erster Linie in der Hand der unteren und der in das Gegenteil umgeschlagen habe. Man habe dort eingefehen, mittleren, sondern zu 99 Proz. in der Hand der höheren daß es für Deutschland unmöglich fei, den Bersailler Bertrag zu er Beamten. Ist es flug, sie durch Ausführungen dieser Art der füllen, der rund 132 Milliarden Mart verianae, eine Summe, die den achteinhalbfachen Wert allen Reichtums Schwedens übersteige. stärksten Partei im demokratischen Staate, dem Hauptträger Ueber den 4. Punft der Tagesordnung: des demokratischen Gedankens zu entfremden? Denn auch die Der organisatorische Neuaufbau des Verbandes, höheren Beamten fämpfen unter den angeblich ausreichenden Gehältern einen schweren wirtschaftlichen Kampf. Man ver- referierte der Verbandsvorsitzende Schumann Berlin. geffe doch nicht, daß erhöhte Bildung auch erhöhte Bedürfnisse Entwicklung der deutschen Gewerkschaftsbewegung, fennzeichnete ihre In seinen eingehenden Ausführungen schilderte ber Rebner die erzeugt. Je größer aber die Not der Beamtenschaft wird Gliederung in berufliche Drganisationen und fam fchließlich zu der und das gilt für alle Gruppen-um so leichteres Spiel Folgerung, daß alle auf freigewerkschaftlichem Boden stehenden Arhaben diejenigen, die ihnen mit einer Aenderung der heutigen beiter, Angestellten und Beamten sich zusammenschließen und ein Staatsordnung die besseren wirtschaftlichen Verhältnisse der Gebilde schaffen müßten, das fämtliche Organisationen Deutscher Metallarbeiterverband Deutscher Metallarbeiter- Verband GummiDen Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Klempner Gustav Hoffmann Swinemünder Straße 55 am 2. September gestorben ist. Die Einäfcherung findet am Freitag, den 8. d. m, nadm. 2 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, ftatt. Ferner den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Arbeiter straße 17 Karl Günther Sohenloheam 2. September gestorben ist. Die Einäfcherung findet am Sonnabend, den 9. September, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Riefholzstraße, statt. Ehre ihrem Andenken! Rene Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 125/14 Deberall inZigarrengeschäften erhält.ist der echte Kapitän- Kautabak nur mit Betteleinlage( Rollen, Schleifen, Stangen, Twift). Bertaufsstellen burch Carl Rocker, Lichtenberg.Str.22( Sgft.3861) ( Zeichenſaal): Versammlung Sauger 3 und 5 M, durch fichtig 6 und 9 9. Schwämme von 4 M. an, Waren aller Art, sehr billig, Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Damenbinden D 25 11. 40 M., Gürtel dazu 3, 6 bis 30 m, Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. 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Die bisher geleistete Hilfe, die lediglich eine Senfung des Papierpreises um 2 M. pro Kilo brachte, sei unzureichend. Er verlangte die Herabsetzung der Inseratensteuer und des Papierpreises. fänderfonferenz in Frankfurt a. M. vom Februar 1922. im Lubjanti- Gefängnis Selbstmord begangen habe. Am folgender Nach der bereits erwähnten Forderung der Beendigung der Tage sprach man überall offen über den Selbstmord und erwartete militärischen Besetzung am Rhein verlangt die Ent baß die Moskauer Behörden am Montag eine offizielle Mitteilung schließung die Einfeßung eines unparteiischen Schieds- darüber veröffentlichen würden. Am Montag hatte der Ber gerichtshofes des Bölkerbundes zur Schlichtung aller Streitig treter des Politischen Roten Kreuzes eine Unterredung mi feiten in der Reparationsfrage. Ferner wird gefordert, daß Deutsch- 3urjupa, der folgendes erklärte: Mir ist über den Selbstmori land und Rußland als abfolut gleichberechtigte und gleichpflichtige Zimofejews nichts bekannt, da ich vom Boltstommissariat de: Mitglieder in den Bölferbund aufgenommen werden. Justiz und vom Kommissariat des Innern feine offiziellen Nach Der Schluß der Resolution, der im WTB.- Telegramm ganz richten erhalten habe." Auf das Ersuchen des Bittstellers versprad weggelassen wurde, lautet: Zurjupa Erkundigungen einzuziehen. „ Der Kongreß richtet an das französische Bolf den Appell, Die hartnäckigen Gerüchte über den Tod Timofejews find durd 1. die neue republikanische Demokratie in Deutschland durch folgende na ch geprüfte Tatsachen verstärkt worden: Während Ein Vertreter der Rheinprovinz, Landgerichtsrat Schueine Politif gegenseitigen Bertrauens zu unterstützen, des Prozesses wie nach seinem Abschluß sind die Berurteilten vor macher, hielt es für notwendig, daß die Presse selbst zu Erspar- 2. die von der deutschen Regierung gemachten, von der den unteren Beamten der Politischen Partei und der Gefängnisver nismaßnahmen gezwungen werde, insbesondere müßte die Nacht- franzöfifchen Arbeiterflaffe angenommenen, aber vom franwaltung fortgesetzt in roher Weise behandelt worden; au und die Sonntagsarbeit verboten werden. Reichswirtschaftsminister, Genosse Robert Schmidt, legte in einer öfifchen Rapitalismus abgelehnten Angebote, Befehl des Berwaltungschefs Unschlicht wurden die Berurteilter. großzügigen Rede die Schwierigkeiten der Bresse noch noch ein- die zerstörten Gebiete wieder aufzubauen, erneut in Erwägung zu täglich förperlich visitiert, wobei sie von den Beamten in roher Beisc verhöhnt wurden; hinzu kam nach der Verurteilung das Verboi dringlicher dar wie die beiden Borreoner. Um die Preise für Druck ziehen, papier zu fenten, gäbe es nur nach den bisherigen Bestimmungen 3. all diejenigen zu unterstützen, die die Sicherheit Frant- der Besuche der Angehörigen, die Aufhebung der die Möglichkeit, 3wangssynditate einzuführen, aber auch ihr reichs und die Sicherheit ihres eigenen Landes in einem neu- Lebensmittelpafete und der täglichen 20 Minuten langen Erfolg sei fraglich. Genosse Schmidt wies darauf hin, daß gebildeten und allumfaffenden Wölferbund er Spaziergänge in der freien Luft, die regelmäßigen Bellen die großen Blätter auf einen Abonnementspreis von 500 Mt. blicken, der eine Politik der fortschreitenden und allgemeinen Ent- durchsuchungen und Revisionen in jeder Nacht. tommen müßten, wenn sie mit den jezigen Preisen weiterzuarbeiten waffnung verfolgen müßte. Am 25. August wandte sich Timofejew im Namen aller gezwungen sind. Kleine Maßnahmen, zu denen auch die ZwangsDer Rongreß gibt seinem Zentralausschuß den Auftrag, Berurteilten an den Gefängnisdirektor mit dem Ersuchen, einige fyndizierung der Holz- und Bellstoffabrikanten gehöre, fönnten nicht sofort Schritte zu tun, um diese Entschließung durch eine Formalitäten des neuen Reglements von Unschlicht zu mildern durchgreifend helfen, große Gesichtspunkte müßten in den Abordnung dem Ministerpräsidenten zu überbringen." Ohne Timofejem anzuhören, erwiderte dieser:„ Bei der nächsten Bordergrund gestellt werden. In Arbeiterkreisen und in den Die Resolution wurde, wie bereits gemeldet, von 3. H. Thomas Stlage gehst Du in den Karzer!" Am 27. August hatte Timofejem Mittelschichten der Bevölkerung fönnen die hohen Abonnementspreise nicht mehr gezahlt werden. Notwendig sei eine Ermäßigung begründet, der die einzelnen Forderungen erörterte. Nach ihm sprach einen Nervenanfall und der wachthabende Bizekommandant, der Holzpreise, die deswegen so schwierig sei, weil die Länder an die bekannte Führerin der gewerkschaftlichen Frauenbewegung in der die Belle Timofejews betrat, befahl den Wachmanschaften: dem finanziellen Ertrag der Holzbewirtschaftung intereffiert find. England Margaret Bonfield, die soeben von einer Informationsreise„ Wenn er weitere Dummheiten macht, so zieht ihm die Zwangsjacke Es frage sich nun, welcher Weg gangbar sei, nämlich ob der, in Deutschland zurückgekehrt war und mit besonderem Nachdruck an und schafft ihn in den Karzer!" dak die Regierungen der Einzelländer h doch bereit finden, ein auf Grund ihrer eigenen Beobachtungen im befeßten Gebiet die bestimmtes Quantum Holz zu ermäßigten Breifen für Holzschliff 3urücknahme der Besagungsarmee verlangte. Sie und Bestoffabriken zur Verfügung stellen, oder der frühere wandte sich gegen die schwarzen Truppen am Rhein, deren AnwesenBorschlag des Reichswirtschaftsministeriums, eine erhöhte Abgabe zu erheben, um damit den Fonds zur Unterstützung der Breffe heit bei den Einwohnern das Gefühl einer fortgefeßten Erniedri vergrößern zu können. Die Breissteigerungen am Holzmarkt seien gung hervorrufen müsse, aber auch gegen das hochmütige Verunglaublich und gingen über die Steigerungen des Dollars hinaus. halten der Amerikaner. Die Verhältnisse in der englischen Zone Man beschoß diefe Beratung mit der Anregung. besondere Infor würden zwar als die verhältnismäßig erträglichsten betrachtet, aber mationen den einzelnen Ländern zugehen zu lassen. auch in der Kölner Gegend hätte die Bevölkerung das Gefühl, einer fremden Militärherrschaft unterworfen zu sein. Die psycholo gischen Konsequenzen dieses Zustandes feien ernst. Das ausgehe, ihm die Ueberzeugung beizubringen, daß alle seine Leiden in Wirklichkeit darauf zurückzuführen seien, daß es eine republitanische Regierung besite. Diese Propaganda sei sehr gefährlich und hinterliftig. Im übrigen erledigte der Reichsrat einige fleinere Borlagen. Angenommen wurde eine Berordnung über die Beschränkung der öffentlichen Brotversorgung auf die Minder- Bolt werde durch eine gewaltige Propaganda bearbeitet, die darauf bemittelten, und zwar in der von den Ausschüssen beschlossenen Faffung, daß an der öffentlichen Brotversorgung vom 16. Oftober d. 3. an nur noch diejenigen teilhaben sollen, deren Einkommen im Jahre 1921 30 000 m. nicht überftiegen hat, wozu noch für jeden Angehörigen des Haushalts ein Betrag von 15 000 m. zugerechnet wird.( Nach der Regierungsvorlage nur 10 000 m.) Für das Jahr 1922-23 foll die öffentliche Brotversorgung nur den jenigen zugute fommen, bie ein Eintommen haben, das die vorhin genannten Summen um das Bierfache übertrifft( nach der Vorlaeg nur das Dreifache). Angenommen wurde eine Bekanntmachung über die Berwertung von Kleie aus dem öffentlich bewirtschafteten GeDen Erzeunern, die zum Umlagepreis abgeliefert haben, foll Kleie im Verhältnis von 1:10 des abgelieferten Getreides geliefert merden, der Preis foll 60 Proz. d.3 Roggenpreises be tromen. Mit 39 gegen 27 Stimmen wurde ein Antrag Sach fens angenommen, wonach die leie an die einzelnen Länder nach deren Anteil an der Umlage verteilt werden soll, allo nicht nach dem Verhältnis des Viehstandes, wie es die Aus: schüffe ursprünglich beschlossen hatten. Die Bekanntmachung selbst wurde im ganzen mit 40 gegen 26 Stimmen angenommen. freide. Vom englischen Gewerkschaftskongreß. Die Reparationsdebatte. M Die vom englischen Gewertschaftstongreß in Southport angenommene Entschließung über das Reparations problem ist bereits durch ein von uns wiedergegebenes BIB. Telegramm aus London auszugsweise übermittelt worden. Nach den jetzt vorliegenden ausführlichen Berichten englischer Zeitungen enthielt die Resolution u. a. noch ein ausdrückliches Bekenntnis zu den Beschlüssen der Internationalen Gewerkschaftskonferenz in = Am 28. August wurde Timofejem nach einer der erwähnten Zellen gebracht. Hier erhängte er sich am Bentilator. Wirtschaft Die Neuorganisation der Staatsbergwerke. Ueber die Neuorganisation der preußischen Staatsbergwer fanden Besprechungen statt, die nach einer Meldung des Deutschen" fanden Besprechungen statt, die nach einer Meldung des Deutschen" sowohl grundsätzliche Fragen als auch Spezialfragen, besonders hin fichtlich der Abfindung der Beamten und einer engeren Beteili= gung der Arbeitnehmer an der Betriebsleitung umfaßten. In den Besprechungen gaben die Arbeitnehmer ihre grundsätzSodann sprach der ebenfalls fürzlich aus Deutschland zurüd. liche Zustimmung zu dem Plan, sämtliche Staatsberg. gefehrte Abg. Tom Shaw, der die psychologische Lage des franzö- werte, also Kohlen- und Erzbergwerke, Hütten-, Salinen und fischen Boltes als die größte Schwierigkeit bezeichnete. Seiner An- Bernsteinwerte, ohne Rücksicht auf fachliche Verschiedenheit und ohne ficht nach befänden sich die Franzosen im vollständigen Irrtum. Die Berücksichtigung ihrer geographischen Lage in eine große Aftien= alte deutsche Militärmaschine sei endgültig zerschla- gesellschaft zusammenzufassen, der nicht das Eigentum, sondern gen und das einzige, was sie zu neuem Leben erwachen lassen nur die Verwaltung und Ausbeutung der Staatsbergwerke überfönnte, wäre eine Politit der Rache gegen das deutsche Bolt. tragen werden soll. Sämtliche Aktien dieser neuen Gesellschaft Glücklicherweise sei sogar in Frankreich ein Stimmungsum sollen vom preußischen Staat übernommen werden. Ueber die Verwendung des Ertrages lag folgende Arbeitschwung im Gange. Erft fürzlich hätten in vierzehn der größten französischen Städte unter Beteiligung englischer Arbeiterführer nehmerforderung vor: Der über eine angemessene Berzinsung hinausgroße Volksversammlungen stattgefunden, in denen die Politik der gehende nach den erforderlichen Abschreibungen und Rücklagen verenglischen Labour Party lebhaftesten Widerhall gefunden hätte. bleibende Reingewinn foll zu einem Teil zur Bildung eines sozialen Die britische Arbeiterpartei habe ein Recht, sich an die arbeitenden Fonds verwandt werden. Die Mittel diefes sozialen Fonds sollen Massen Frankreichs zu wenden und ihnen zu sagen:„ Die Politik in erster Linie dazu dienen, Maßnahmen zur Berbesserung eurer Regierung fann niemals zu einem Erfolg führen. Ihr habt der Arbeitergesundheit zu ermöglichen. Außerdem sollen fie nun sójon mehrere Jahre erduldet und das Ergebnis war, daß fast in besonderen Notfällen außerordentliche Zuwendungen an die Arqeder Grossen, den ihr erhielt, durch die Befagungsarmeen ver- beiter und Angestellten erfolgen. Im Laufe des Monats wird der fchlungen wurde. 3hr freibt eine mit freundschaftlichen Gefühlen feit langem vorbereitete Gefeßentwurf voraussichtlich einem zu diesem befeelte Republik- und das ist die deutsche Republik zur Ver- Bed eigens gebildeten Ausschuß des Preußischen Landtages über. 3weiflung und erzeugt einen Haß, der euch eines Tages vernichten miesen werden. wird. Und ihr fut das, weil ihr bis heute noch nicht verstanden habt, daß die einzige Garantie dafür, daß ihr irgend welche Reparationen erhaltet, eben in dem republikanischen Deutschland liegt." 340fache Zölle. Für die Zeit vom 18. bis einschließlich 19. September 1922 beträgt das Goldzollaufgeld 33 900 Broz. Deutschöfferreichs Papiergeld bat die erste Billion( 1000 Milliarden) Kronen überschritten. Das Land hat bekanntlich rund Amsterdam vom 30. März 1921 und der Sozialistischen Fünf start, zu gebildet und zu gut organisiert. Durch die gegenwärtige 6 Millionen Einwohner. Die friedlichen Patronenkäften. Auch Patronenfästen fönnen friedlich sein! Und zu welch friedlichen, fegensreichen Zwecken sie Jetzt Berwendung finden, welchen Segen sie zu stiften in neuerer Zeit willens find! Ueberhaupt wie ungeahnt groß ihre Bermen dungsmöglichkeit ist! Bedauerlich fast daß wir nicht mehr ihrer Art zur Verfügung haben. Shaw fuhr fort, das deutsche Bolk würde nicht, wie das russische Bolt, ähnlich einem Kartenhaus, zusammenstürzen. Dazu sei es zu Reparationspolitik tönnte es zwar in die Hände der Monar. ch ist en oder der Kommunisten getrieben werden, aber weder fich seit dem Striege trop der Valutaentwertung noch nicht erholen, in dem einen noch in dem anderen Falle würde es irgendwelche Wiederherstellung geben, sondern nur einen Zusammenbruch im Herzen Europas, der das gesamte wirtschaftliche System Europas zerschlagen würde. Deutschlands Ausfuhr nach Japan. Die deutsche Ausfuhr fonnte sie beträgt immer nur noch einen einen Bruchteil der Vorkriegs dafür verantwortlich. Um so auffallender ist die rapide Erhöhung ausfuhr. Gebiets- und Rohstoffverluste und andere Gründe sind der deutschen Ausfuhr nach Japan seit der Einstellung der Feindfeligkeiten. Sie betrug 1919 nur noch eine Viertelmillion yen Yen, 1922 ichon in den ersten fünf Monaten 48 Millionen Yen und sie wird für das ganze Jahr voraussichtlich nicht weniger als 100 Millionen betragen. Metallwaren, Stahldraht, Maschinen und Chemikalien bilden die Hauptposten dieser Einfuhr. Daraufhin wurde die Resolution einstimmig angenommen. Das( 1 en 2 Goldmart). 1920 bereits 13 Millionen, 1921 48 Millionen große liberale Organ" Manchester Guardian" widmet diefer Debatte auf dem Gewerkschaftskongreß einen Leitartikel, in dem er die Reden von Thomas, Miß Bondfield und Tom Shaw als staatsmännische Leistungen lobt. Kabinettsrat in London. Der Uebel größtes in unserer heutigen Zeit dürfte unstreitbar die Wohnungsnot sein, die jetzt schon Millionen junger Leute zwingt, in menschlich unmürdigen Verhältnissen zu leben. Dieser Not steuern, so unglaublich es flingt, die Patronenkästen, die, ihres friegerischen Zwedes seit Jahren entfleidet, nun den friedlichen Der amerikanische Deltapitalismus. Ein amerikanischer StatiBeruf ausüben werden. Im Süden von Berlin und an anderen stiker errechnete, daß in den sieben Jahren von 1918 bis 1920 der Stellen der weiteren Umgebung der Reichshauptstadt errichtete man unlängst äufer aus Patronentästen, fleine, schmucke amerikanische Deltapitalismus zur Ausdehnung der Delindustrie vier Einfamilienhäuser, denen man es wirklich nicht ansieht, welch ehe= London, 7. September.( WIB.) Heute mittag hat in bis fünf Milliarden Dollar angelegt hat. Während derselben mals gefährliches Material zu ihrem Inhalt Berwendung gefunden Periode find den Geldgebern in Form von Dividenden eine hat. Zum Bau dieser ansehnlichen, den Anforderungen der Zeit Downingstreet ein Rabinettsrat unter Borsitz von Lloyd milliarde Dollar ausbezahlt worden. Das ganze in den entsprechend gebauten Häusern dienten leere Batronenfäften, die George stattgefunden, an dem alle Minister mit Ausnahme von amerikanischen Delgesellschaften angelegte Stapital beläuft sich auf mit Lehm gefüllt wurden und so nach Art der Ziegelsteine, mit Balfour und Fisher, die sich in Genf befinden, teilnahmen. Der mindestens 6 Milliarden Dollar. Da das Rationalvermögen der dem hölzernen Kastenboden nach außen, verwendet werden. Die Kabinettsrat beschäftigte sich mit der letzten Note Poincarés, Vereinigten Staaten auf mehr als 200 Milliarden Dollar geschätzt Patronenfästen sind etwa 30 Zentimeter im Quadrat und befizen zwei innere Leisten, so daß sie drei Reihen Patronen nebeneinander auf die, wie die Blätter melden, wahrscheinlich eine Antwort erteilt wird, beträgt der Anteil des Delfapitals ungefähr 3 Prozent des zu faffen vermochten. Die Leisten geben dem mit Lehm gefüllten werden wird, außerdem wurde die türkisch griechische Nationalvermögens. Es gibt in den Vereinigten Staaten 82 DelLettere haben Durchschnitts. Raften recht guten Halt, und ein aus Patronenfästen erbautes Haus Frage erörtert. Es verlautet, daß vor einer Stabilisierung der gesellschaften, darunter 14 große, welche 37 Prozent der ganzen profite über 80 Prozent erzielt, während die kleineren vermag Wind und Wetter ebensogut Trotz zu bieten, wie jedes an- Lage in Kleinasien nur eine geringe oder gar keine Inter Erzeugung herstellen. dere Haus. Es sieht zudem schmud aus und steht in nichts einem vention erfolgen kann, abgesehen vom Schutz der britischen Gesellschaften mit geringeren Gewinnen fich begnügen mußten, ja Untertanen und der Verhinderung von Mezeleien. Allgemein manche Verluste erlitten haben. gewöhnlichen Hause nach. herrscht die Ansicht vor, daß die Alliierten die Ereignisse ab= # Im Thalia Theater findet in der Premierenbesetzung am Freitag die 50. Aufführung der Operette, Prinz Don Juan" statt. Eine Toller- Ehrung. Der Dichter Ernst Toller hat der Inter nationalen Arbeiterhilfe" aus dem Gefängnis Niederschönfeld 5000 Mart als Ertrag der Buchausgabe seines neuen Dramas„ Die Maschinenstürmer" überwiesen. Das Ausland- Komitee der Internationalen Arbeiterhilfe" bat ihn dafür zu seinem Ehrenmitgliede ernannt, eine Ehrung, die außerdem nur Magim Gorki zugeteilt worden ist. warten müßten. Opfer des roten Zarismus. Von der Auslandsdelegation der Sozialrevolutionären Partei erhalten wir folgende Zuschrift: Das tragische Ende des Moskauer Prozesses hat angefangen. Timofejem, einer der ewigen Todesfandidaten und Führer der Sozialrevolutionären Partei, hat im Gefängnis seinem Leben durch Selbstmord ein Ende gemacht. . Bach Neger Feier in Heidelberg. Vom 25. bis zum 29. Cftober 100 holländische Gulden. veranstaltet die Stadt Heidelberg eine Bach Neger- Feier, zu der hervorragende argentinischer Papier- Bejo 100 belgische Frank. Solisten ihre Mitwirkung zugesagt haben. Es finden 6 Stonzerte statt. Die fünstlerische Oberleitung hat der Direktor des musikwissenschaftlichen Seminars Die zum Tode Verurteilten wollen nicht mehr als 100 norivegische Kronen Prof. Theodor Kroyer; die musikalische Leitung baben Baul Radig, Paul Gies und Dr. H. M. Poppen. Das städtische Orchester spielt; Todesgeifeln am Leben bleiben und dadurch die Aktionsfreiheit der 100 dänische Kronen Bachberein und die Heidelberger Liedertafel stellen gemeinsam den Festchor. Bartei beschränken; sie haben in einer Atmosphäre systematischer 100 schwedische Kronen. Die Entdeckung des Musikzentrums im Gehirn. Eine Aufsehen Beschimpfungen den Hungerstreit erflärt und die Forderung 100 finnische Mark erregende Mitteilung machte der Stocholmer Prof. Marcus auf dem Neurologentongrej in Stopenhagen, indem er erklärte, daß es ihm gelungen gestellt: entweder das Todesurteil zu vollstrecken oder dasselbe 1 japanischer Yen. 1 Bfund Sterling sei, das Muffzentrum im Gehirn zu lofalisieren. Er führte aus, daß er zurückzuziehen. Wenn die Arbeiter und Sozialisten der ganzen Welt im letzten 1 Dollar. bei einem Mufifer plöglich ein vollkommen verändertes Empfinden für alle musikalischen Töne feststellen konnte, und bei genauer Untersuchung der 100 französische Frant. Patienten fand er, daß ein ganz bestimmter Teil des Gehirns durch trant. Augenblick nicht intervenieren, so wird Timofejews freiwilliger Tod In diesem Teil des nicht der einzige bleiben. Ein rascher Entschluß des Proletariats ist 1 brasilianischer Milreis. bajte Veränderungen in Mitleidenschaft gezogen tvar. Gehirns will er nun das Mufifzentrum gefunden haben. bringend notwendig. 100 italienische Lire Devisenkurse. . Verkäufer ( Brief-) Kurs 7. September 6. September Käufer Verkäufer Käufer ( Geld-)( Brief-)( Geld-) Kurs Kurs Kurs 48988.75 49061.25 49438.10 49561.90 454.42% 455.57% 454.421 455.571 9588.- 9612 9388.25 9411.75 20978.75 21026.25 21023.65 21076.35 27066.10 27138.90 27116.05 27188.95 38957.50 84042.50 33558.- 33642.2846,40 2853.60 599.25 600.75 2 5531.95 2636.70 2643.80 614.20 615.80 5617.95 5632.05 5518.05 5617.95 5632.05 5642.90 1298.87 1801.63 1248.43 1251.57 10162.25 10187.75 5657.10 10087.40 10062.60 170.78 171.22 165.79 166.21 24569.25 24630.75 28970.- 24030.19999.95 20050.05 19425.65 19474.35 1.68 1.72 1.78 1.77 4344.55 4855.45 4544.80 4555.70 55.93 56.07 51.98 52.07 789.05 740.95 749.05 750.95 100 Schweizer Frank... 100 spanische Besetas Drei große Aerzte. Der gefeierte franzöfifche Arzt Dumoulin blich Wie Timofejet in den Tod gehetzt wurde. 100 österr. Stronen( abgeft.) bis zu seinem Ende ein bumorvoller Mensch. Als er nämlich, umgeben von Helsingfors, 6. September.( SR.) Am Sonnabend, den 100 tschechische Stronen.. feinen trauernden Kollegen, auf dem Totenbette lag, sprach er:„ Meine Herren! Ich lasse nach meinem Tode brei große Aerzte zurüd." Seder 2. September, verbreitete sich am Abend unter den Moskauer Ar- 100 ungarische Stronen. feiner Freunde glaubte natürlich, einer derselben zu sein, und man bat ihn beitern das Gerücht, daß einer von den zwölf zum Tode verurteilten 100 bulgarische Lewa dringend, sie zu nennen.„ Es sind dies," antwortete er lächelnd, das Wasser, Sozialrevolutionären, das Mitglied des Zentralfomitees Timofejem, 100 Polenmart galten gestern etwa 17,75 M. die Bewegung und die Diät." fchaffen find, sich mit Stinnes zu verständigen, braucht dem Gegengutachten des Gewerberats Basch sehr wohl in zwet Gewerkschaftsbewegung nicht erst bewiesen zu werden. Jedenfalls haben die Kommunisten Schichten hätte gearbeitet werden können. Das Gericht hob jedoch Die Gewerkschaften und der Stinnes- Vertrag. Der„ Borwärts" hat als erstes Blatt den Vertrag StinnesLubersac in der Deffentlichkeit gekennzeichnet. Seine Leser wissen ganz genau, mit welcher Schärfe wir diesen Vertrag beurteilt haben. Wie wir, wie insbesondere die Gewerkschaften zu dem Vertrag stehen, darüber kann fein Mensch mut gesunden fünf Sinnen auch Die„ Rote Fahne" tut nun so, als glaubte sie, die Gewerkschaften hätten bei dem Abschluß des Vertrags den„ Vermittler" gespielt. Mit diesem unsauberen Blatt zu polemisieren, wird uns niemand nur einen Augenblick im Zweifel sein. in Deutschland wie in Frankreich alles getan, um die Einheits- die erste Strafe auf und erkannte, da es sich hier um die Austragung einer prinzipiellen Rechtsstreitfrage handele, auf die geringstzulässige front der Kapitalisten herzustellen. Strafe von 3 Mart. Und nun stellt die" Rote Fahne" die unsagbar dumme Behauptung auf, die deutschen Gewerkschaften hätten den„ Vermittler" Urteilen bleibt. Eine Geldstrafe von 3 Mark gleich 1 Pfennig der Wir wollen annehmen, daß es nicht bei solchen„ prinzipiellen" zwischen Stinnes und Lubersac gespielt! Stinnes weiß nur zu gut, Goldmart fommt weit eher einer Freisprechung als einer Berurdaß die„ Vermittlung“ der deutschen Gewerkschaften das Geschäft teilung gleich. Daß die fragliche Firma sehr wohl wußte, daß für von vornherein zerstört hätte. Die französischen Re- fie der Achtstundentag ebenso gilt wie für andere gewerbliche Untergierenden, das ist so bekannt. daß man sich fast schämt, es nochmals nehmungen, geht ja zur Cenüge aus der Tatsache hervor, daß sie auszusprechen, sind die verbiffensten Begner der Ge Anträge auf Genehmigung von Ueberstunden gestellt hat. werkschaften. Aber ein Stinnes, das ist ihr Mann! Handelshilfsarbeiter im Einzelhandel. Der Deutsche Transportarbeiterverband hat an die Arbeitgeber So kam das Geschäft zustande. Wenn man von Vermittlern zumuten. Da es aber naive Gemüter geben kann, die auf das Ge. reden kann, so fällt diese Rolle den deutschen und den fran für den Monat September eine Lohnforderung von 110 Proz. auf schrei der„ Roten Fahne" hereinfallen, wollen wir die Dinge in ihrer 8ösischen Kommunisten zu, die durch ihre Politik dieses die Augustlöhne eingereicht. Verhandlungen, die am 2. September flaren Einfachheit hier feststellen. Zunächst sei daran erinnert, daß der Vertrag von Versailles immer noch besteht. Dieser Vertrag gibt u. a. den Alliierten das Recht, von Deutschland die Wiedergutmachung der Schäden zu verlengen, die der Zivilbevölkerung durch den Krieg zugefügt worden find. Und zwar haben die Alliierten nicht nur einseitig das Recht, die Höhe der Schadenersatzleistung festzusetzen, sondern auch beren Form allein zu bestimmen. Insbesondere steht es in ihrem Belieben, Gold- oder Sachleistungen zu fordern. Wie die Gewerkschaften zu diesem Vertrag stehen, ist bekannt. Sie haben immer den Standpunkt vertreten, daß Deutschland innerhalb der Grenzen seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete Nordfrankreichs und Belgiens ausführen foll, tapitalistische Geschäft erst möglich machten. stattfanden, führten zu keinem Ergebnis, da die Arbeitgeber die Forderung der Arbeitnehmer, für den Monat August noch eine AusGescheiterte Verhandlungen im Zeitungsgewerbe. gleichszahlung zu gewähren, grundsäglich ablehnten. Beide Bei den gestrigen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Parteien verständigten sich, daß am Montag, den 4., unter Vorsitz Arbeitnehmern über das Septembergehalt der Angestellten eines Unparteiischen vor dem Schlichtungsausichuß weiter verhandelt im Zeitungsgewerbe erklärten die Arbeitgeber, daß sie für September werden soll. Der Schiedsspruch, der vom Schlichtungsausschuß gefällt wegen der unübersichtlichen wirtschaftlichen Lage jetzt nicht verwurde, sieht eine Erhöhung auf die Augustlöhne von rund 75 Broz. bandeln könnten. Die Tarifkommission der Angestellten vor, so daß für die Verheirateten mit Kindern der Wochenlohn ab wollte jedoch einen Abschluß herbeiführen und erklärte sich bereit, 1. September 2800 D. beträgt. für September ohne Sicherungsklaufel zu verhandeln. Die Forde Die Funktionäre haben der Rohnkommission und der Drgani rung von 110 Proz. wurde jedoch von den Arbeitgebern nach län- fationsleitung bei diesem Abschluß größere Vollmachten erteilt, so gerer Beratung abgelehnt, ohne daß ein Angebot von ihrer daß Pollmeier vom Deutschen Transportarbeiterverband nach Bes Seite gemacht wurde. Die Angelegenheit wird nun die nächste ratung mit der Lohnkommission die Erklärung abgab, daß die Arbeitnehmer den Schiedsspruch annehmen. Inzwischen haben auch Instanz beschäftigen. Interessant sind die Gründe, die von feiten der Arbeitgeber die Arbeitgeber ihre Zustimmung zur Annahme des Schiedsspruchs neuen Tarife im Verbandsbureau, angeführt werden. So erklärte Herr Schermats von der Deutschen gegeben und können die unter Ausschaltung jedes tapitalistischen Profits, Tageszeitung", daß die Angestellten selbst an der Teuerung Bimmer 31, v. II, Engelufer 24/25, in Empfang genommen werden. als Werk der Wiederversöhnung der einst feindlichen Länder. huld feien, da sie ja selbst hamstern. Dieser Herr hat aber Genauerer Bericht erfolgt am Montag in der Mitgliederversammlung. feine Erklärung darüber abgegeben, wie die faufmännischen AngeDie Kommunisten haben das immer abgelehnt. Es fümmert stellten der bürgerlichen Presse mit den Hungerlöhnen es anstellen Schiedsspruch in der Dresdener Metallindustrie. Da die Vers fie wenig, wenn durch die Berewigung der Ruinen der nationa- follen, überflüssige Sachen zu kaufen, da sie noch nicht einmal im bandlungen über die Lohnfäße in der oftsächsischen Metallindustrie listische Haß verewigt wird. Sie sind in diesem Punkte stets zustande sind, sich mit ihrem Geld die notwendigsten Lebens- für die erste Hälfte des September ergebnislos blieben, wurde ein jammengegangen mit den deutschen und franzömittel zu beschaffen. Als Beispiel sei hier angeführt, daß ein von den Parteien gewählter Schlichtungsausschuß mit der Regelung sischen Scharfmachern und Imperialisten. Es verheirateter Angestellter des Hauses Scherl nach der August- der Lohnfrage beauftragt. Er setzte die Standardziffer für den mit fümmert sie auch wenig, was als Folge einer solchen Katastrophen- erhöhung von 45 Proz. 35-45 M., ein lediger Angestellter 30-35 m. dem Verband der Metallindustriellen" abgeschlossener. Tarif in der politik eintreten würde: Beſegung des Ruhrgebiets, Erdrosselung der Stundenlohn erhält und daß davon noch sämtliche Abzüge, wie Kreishauptmannschaft Dresden auf 66,60 m., in der KreishauptSteuern, Krankenkasse und Reichsversicherung abgehen. Und mit mannschaft Bauzen auf 66,20 M. fest. Für den Arbeitgeberverdeutschen Wirtschaft, Aufpeitschung der nationalistischen Leiden- dem Gehalt hamstert der Angestellte noch.... 3ft es gleich Un- band" beträgt der Mindestlohn 38 M., die Teuerungszulage 22 M. sinn, so hat es doch Methode! Der Mindeſtſtundenlohn für einen gelernte Arbeiter ü' er 24 Jahre also 60 M. schaften hüben und drüben. Streit der polnischen Post- und Telegraphenbeamten. Infolge Nichtbewilligung ihrer wirtschaftlichen Forderungen sind sämtliche Post- und Telegraphenbeamte in Polen am Mittwoch in Streit getreten. Deatscher Wertmeister- Berband, Bezirk 15. Fachgruppe: Papier. Bereins. Berband der Fabritarbeiter, Ortsverwaltung Groß- Berlin. Mittwoch den W Seit 1918 haben die deutschen Gewerkschaften zäh und un ermüdlich für eine Wiedergutmachungspolitik gekämpft, die frei Verhandlungen für Reichs- und Staatsangestellte. Don Reparationsgewinnen ist. Auf deutscher Seite haben Vom Zentralverband der Angestellten wird uns geschrieben: fie auch vermocht, ihre Forderungen in dieser Beziehung fast restlos In Auswirkung der Teuerungsverhandlungen wurde von den durchzusetzen. Einen Augenblick schien es fast, als anerkenne auch die Organisationen der Angestellten am Mittwoch mit der Reichs- und französische Regierung diesen Standpunkt. In den Verhandlungen, der Preußischen Regierung das 17. Ergänzungsabkommen zum Teil- versammlung heute, Greitag, nachm. 5 Uhr im„ Klubhaus", Ohmstr. 3. Vortrag. die insbesondere im Sommer und Herbst 1919 zwischen Deutschland tarifvertrag vereinbart, welches in dem Teuerungszuschlag zur und Frankreich geführt wurden und bei denen in den Fragen der Grundvergütung, zum Ortszuschlag und zu den Kinderzuschlägen 13. September, abends 6 Uhr, Gruppenversammlung der Blumen- und FedernSusführung der Wiederaufbauarbeiten der Vertreter des Deutschen mit Wirkung vom 1. September 1922 ab auf 437 Broz. festgefeßt branche in den Berliner Vereins- und Konzertfälen, Kommandantenstr. 58/59 wurde. Die übrigen Sätze bleiben wie bisher bestehen. Gleich Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale Groß Berlin, 2. Ber Bauarbeiterverbandes, Genosse Silberschmidt, die führende Rolle hatte, anerkannte der französische Wiederaufbauminister Abschlagszahlungen auf die monatlich nachträglich zahlbaren Ge- Ber bandstag. zeitig wurde mit den Regierungen vereinbart, daß fünftig folgende waltungsbezirk. Montag abend 7 Uhr bei Thiedemann, Waldenferstraße 19, Be zirksversammlung. Tagesordnung: Bericht über den Magdeburger Loucheur, widerstrebend Schritt für Schritt nachgebend, die Behälter gewährt werden: An jugendliche Angestellte vom vollendeten Bentralverband der Hotel, Restaurant- und Cafe- Angestellten. Café- Rellner rechtigung der Garantiefieferungen der deutschen Gewerkschaften. 17. Lebensjahre an je 1000 9. am 10. und 20. eines jeden Monats und Cafe- Röde! Allgemeine Mitgliederversammlung Montag vorm. 10 Uhr und an volljährige Angestellte je 2000 m. am 10. und 20. eines im Rosenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12. Tagesordnung: Neuwahl der Strengste Einlaßtontrolle! Branchenleitung. Mitgliedsbücher jeben Monate." find mitzubringen! Generalversammlung Dienstag, 19. September, vorm. 10 Uhr Residenz- Festsäle", Landsberger Str. 31. Tagesordnung: 1. Bestäti gung der Branchenleitungen. 2. Neuwahl des Vorstandes. Berantwortlich für den redakt. Teil: Victor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin. Borwärts- Buchbruckerei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Aber leider es muß dies hier einmal in aller Deutlichkeit ausgesprochen werden wurde die Wucht und der Einfluß der Gemertschaften auf deutscher Seite nicht unterstützt und ausgeglichen durch einen ebensolchen Druck der Gewerkschaften auf französischer Seite. Und so fiel unser Vorstoß ins Leere. Schuld an diesem bedauerlichen Zustand, der die ganze Aktion der deutschen Gewerkschaften wirkungslos machte, war nicht allein die geringere Stoßfraft der französischen Gewerkschaften und der limstand, daß in einem siegreichen Lande zunächst die Reaktion rberauf ist. Schuld war und ist auch der Umstand, daß die franzöfischen Gewerkschaften in ihrer Aktion durch die kommunistische 3ellenbildung gelähmt worden sind. Die französischen Kom munisten erklärten, daß sie der Wiederaufbau wenig intereffiere. Gie feien nicht dazu da, um darüber zu wachen, daß der Biederaufbau schnell und ohne kapitalistische Profite durchgeführt werde. Das würde nur die Existenz der kapitalistischen Gesellschaft verlängern. Das sei nichts als fleinbürgerlicher Reformismus. Wichtiger sei es, die Partei und die Gewerkschaften zu„ revolutionieren". Sie haben auch die französischen Gewerkschaften und die Partei so gründlich„ revolutioniert", d. h. gespalten und reduziert, daß die franzöfifche Arbeiterbewegung affionsunfähig wurde. Die Tardieu, Poincaré, de Wendel usw. fonnten und können ungehindert ihre Politik machen. Daß diese Leute nichts von der Ausschaltung des fapitalistischen Profits, nichts von der Aussöhnung der beiden Bölker wissen wollen, liegt auf der Hand. Daß sie geDer Achtstundentag beim Film. Hierzu 1 Beilage. Drud: eine hemmende Wirkung auf Krankheitserreger aus, die durch Mund- und Nachenin allen Apotheken und Drogerien. Die interessante Frage, ob die Filmfabrikanten an die Verordnung der Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter vom 23. November 1918 gebunden sind, wurde gestern vor der Ferienstraffammer des Landgerichts II entschieden. Der Kaufmann Hugo Correl, der der Geschäftsführer der Albertini- Film G. m. b. 5. ist, hatte im Juli 1921 in dem von der Gesellschaft gemieteten Film- In Massenversammlungen, Theater, Rino uſw iſt man ernstlichen Ansteckungen ctelier der Ausstellungshallen am Zoologischen Garten bei der Auf- ausgefeßt und man sollte stets mit Banflavin- Pastillen versehen sein. Diese üben ftellung von Filmdekorationen Bühnenarbeiter und Maler erheb- höhle in den Körper eindringen. Panflavin- Paſtillen sind von ersten Forschern warm liche Zeit über acht Stunden täglich arbeiten lassen. Bei empfohlen, angenehm von Geschmack und greifen den Magen nicht an. Erhältlich einzelnen Arbeitern war zum Teil eine Arbeitsbereitschaft von 14 Stunden und eine Arbeitszeit von 18 Stunden herausgekommen. Von einem Gewerberat waren diese Arbeitsüberschreitungen festgestellt worden und man hatte gegen Correl Anflage erhoben, die mit der Verurteilung zu 300 Mark Geldstrafe endete, was faum als Strafe angesehen werden kann. Gegen das Urteil hatte Correl Berufung eingelegt, die gestern vor der Ferienstraftammer des Landgerichts II verhandelt wurde. Der von der Verteidigung geladene Sachverständige Dr. Friedmann, Syndikus der Vereinigten deutschen Filmfabrikation, schilderte die Hornhaut, Schwielen u.Warzen Aufirol beseitigt Schnell sicher u.schmerzlos In Apotheken u. besseren Drogerien erhältlich. Gegen Fußschweiß und Wundlaufen Kukirol- Fußbad! Chwierigkeiten mit Statiſten und Schauspielern, mit beren Unpünt. Moderne Herren- Bekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe la Verarbeitung:::: Billigste Preise lichkeit und Laune zu rechnen sei usw. Das Arbeiten in zwei Schichten sei bei dem fomplizierten Aufnahmebetrieb nicht möglich. Seitens der Gewerbeinspektionen feien auch wiederholt lleberstunden genehmigt worden. Trotzdem tam die Ferienftraftammer wieder zu einer Verurteilung des Angeklagten, da nach ihrer Ansicht und nach MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 ZWEI TRAGER GUTEN RUFS KON LINON Moffary Delft evel wie der Name Fritzi Maffarv eine Sigarette von Rang Urteilen Sie selbst!