Nr. 430 39. Jahrgang Ausgabe A nr. 211 Bezugspreis: Für den Monat September 200,-, Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet, sowie Defterreich und Luremburg 248,-M., für das übrige Ausland 282, M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, Eng. land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Dester reich, Schweden, Schweiz. Tschechoflowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 6 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Toftet 40,-. Reklamezeile 180,-. Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.( aulässig zwei fettge druckte Borte) jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und SchlafHellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes meitere Wort 5,- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für amei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 15,- 907. Angelgen für die nächste Nummer miiffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Danhoff 292-295 und 2506-2507 Dienstag, den 12. September 1922 Vor der belgischen Antwort. Es ist bezeichnend, daß die Bause, die in den Berhandlungen zwischen Deutschland und Belgien eingetreten ist, sofort zu einem neuen Sinten der Mark geführt hat. Wenn man von dem Verhalten eines Teils der Rechtspresse, die von einem Abbruch der Verhandlungen sprach, ehe es über haupt sicher war, daß die Pause eintreten würde, Rückschlüsse ziehen will, fo tönnte man beinahe annehmen, daß es gewissen Kreisen weniger auf eine Klärung der Lage, als auf eine möglichst geschickte Ausnutzung der jeweiligen Konjunktur antommt. Tatsächlich liegen die Dinge so, daß man weder in Belgien noch in Frankreich und England von einem Abbruch der Berhandlungen spricht. Daß die belgische Regierung den Wunsch hatte, nicht ohne weiteres die Frist für die Einlösung der Schatzwechsel über den von der Reparationsfommission vor gesehenen Termin zu verlängern, ist verständlich. Ebenso natürlich ist es, wenn sie die Bause, die infolgedessen eintreten mußte, dazu benußt, um ihre Beauftragten über ihre Eindrücke und Erfahrungen persönlich zu hören. Es ist sogar nicht aus geschlossen, daß diese persönliche Fühlungnahme günstig auf weitere Beschlüsse der belgischen Regierung wirken wird. Verhandlungen gezeigt haben, zu endgültigen Be= schlüssen tommen will. Daß die deutsche Regierung die Umwandlung der Goldleistungen in befristete Schatzscheine nicht als ein verdecktes Moratorium ansieht, darf man bei dem Ernst der Frage ohne weiteres annehmen. Um so unbegreiflicher wäre es, wenn man auf der Gegenseite für ihre Sorge, die Auslösung der Schaßscheine durch eine Verlängerung ihrer Laufzeit auf eine gesundere Basis zu stellen, fein Ber ständnis hätte. Kühle Rechner wie die Belgier werden sich sicherlich nicht der Erkenntnis verschließen, daß es in dieser Frage weniger auf ein bureaukratisches Festhalten an einem in eiliger Stunde angesetzten Lermin, als auf eine möglichst wirksame Gestaltung der Bechsel anfommt. In einer vernunftgemäßen Ansehung des Verfallstages liegt aber zu gleicher Zeit eine wesentliche Garantie für den Wechsel, wie sich ja auch für die Reparationsfommission daraus der Vorteil ergäbe, ihre Bemühungen um die endgültige Lösung der größeren Fragen, die stets der Mittelpunkt des Interesses bleiben müssen, in weniger großer Haft vornehmen zu können. Kopf zu verlieren, und wenn sich an der Börse Kreise finden, die ihr verwerfliches Spiel mit der Markentwertung von neuem aufnehmen, so handelt es sich lediglich um Leute, die in jeder Boltsgemeinschaft zu finden sind, ohne in eine Volks gemeinschaft hineinzugehören. In der Zwischenzeit dürfte das Broblem faum ruhen. Es liegt also nicht der geringste Anlaß nor, megen der Die Tatsache, daß sich die Staatssekretäre Fischer und Verhandlungspause zwischen Deutschland und Belgien plöglich Bergmann nach Paris an den Siz der Reparationstom Berhandlungspause zwischen Deutschland und Belgien den mission begeben haben, deutet darauf hin, daß sich hier eine weitere Etappe der Lösung der Frage abspielen wird. Wenn man nicht annehmen will, daß der letzte Entschluß der Reparationstommiffion ultimativen Charakter trägt und diese Auffaffung ist nicht möglich, nachdem man Belgien in der Behandlung der Frage einen gewissen Spielraum gegeben hatdarf man hoffen, daß die belgische Regierung an die Reparationsfommission gewisse Rückfragen richten wird, von deren Beantwortung es abhängen wird, in welcher Form sie von den Kompromißmöglichkeiten, die die Berliner Arbeiter beim Reichspräsidenten. Paris, 11. September.( WTB.) Wie der ,, Temps" aus Brüffel meldet, haben die aus Berlin zurückgekehrten belgischen Dele gierten heute vormittag eine längere Besprechung mit den Ministern Theunis und Jaspar gehabt. Der Presse ist feinerlei Mitteilung gemacht worden. Raub, qualifiziertem Diebstahl, Erpressung oder Brandstiftung er: griffen wird, foll der Todesstrafe verfallen. Ein Urteil der außer ordentlichen Gerichte bedarf feiner Bestätigung. Es muß innerhalb von 24 Stunden vollstreckt sein. Infolge der Vorfälle in den letzten Tagen wandten sich die zu ständigen Behörden an den polnischen Ministerrat mit der Bitte, in Der Reichspräsident versammelte am Montag vormittag einigen Teilen der Wojewodschaft außerordentliche Ge: eine Anzahl von Partei- und Gewerkschaftsvertretern zur Berichte einzusehen. Jeder, der bei öffentlicher Ruheftörung, bei sprechung der politischen und wirtschaft lichen Lage um sich. Unsere Genoffen, die zum Teil dem Parteivorstand, dem ADGB. bzw. dem Landarbeiterverband angehörten, wiesen den Reichspräsidenten auf den Ernst der Lage für die Arbeiterschaft hin und erhoben u. a. Einspruch gegenüber dem Berhalten der Regierung bei der Behandlung der Getreideumlage. Der Reichspräsident und der Reichswirtschaftsminister, der ebenfalls zugegen war, erklärten im einzelnen die Anhaltspunkte, die für das Verhalten der Regierung gerade für die bevorstehende Erhöhung der Umlagepreise maßgebend ist. Im übrigen versprachen sie, ihr möglichstes zu tun, um den Interessen der Arbeiterschaft gerecht zu werden. Deutsche Note an den Völkerbund. Gegen unberechtigte polnische Klagen. Der Leiter des deutschen Konsulats in Genf, Legationsrat Dr. Nasse, überreichte heute dem Generalsekretariat des Völkerbundes im Auftrage der Reichsregierung folgende Note: Abrüstungsdebatte in Genf. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Ferniprecher: Verlag, Haupterpedition n. InseratenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Kirche und Sozialismus. Von August Bleier, Pfarrer an der Trinitatisfirche, Charlottenburg Seit etwa zehn Tagen tagt wieder die Kirchenverfassunggebende Versammlung Alt- Preußens, um den Versuch zu machen, in dem neuen Staat der protestantischen Kirche eine Verfassung zu geben. Eine neue Verfassung, aber feinert neuen Geist. Der Geist der Kirche ist der alte geblieben. Das drückt sich rein äußerlich darin aus, daß Sozialisten gar feine Rolle spielen in dieser Versammlung. Die Kirche glaubt, auf die Mitarbeit der Sozialisten bei dem Neubau verzichten zu sollen. Es find zwar in der kirchlich liberalen" Gruppe zwei religiöse Sozialisten. Sie scheinen aber mehr Renommier zahlen zu sein als praktische Bedeutung zu haben. Jedenfalls ist von irgendeinem Hauch sozialistischen Geistes oder auch nur dem Willen, die sozialistischen Kreise der Kirche zu berück fichtigen, in dieser Versammlung nichts zu spüren. In der großen Bersammlung, in der ein ganzes Heer von Pfarrerit vertreten ist, ist fein einziger Pfarrer, der religiöser Sozialist wäre. Das sagt genug, wie die Kirche sich eine Bolkskirche" denkt. Ohne Urwahlen, ohne Vertreter, die den Sozialismus pertreten oder ihm auch nur freundlich gesinnt sind. Und da sollen wir glauben, daß die Kirche ,, politisch neutral" sei. Da follen die Arbeiter Vertrauen haben zu einer solchen Kirche? Eine sonderbare Zumutung. 11 Natürlich sind die Sozialdemokraten willkommen, wenn sie das Häuflein der Kirchenbesucher vermehren, wenn sie Kirchensteuern zahlen. Aber wenn sie mitarbeiten wollen in Gemeindevertretung oder gar im Kirchenrat, werden sie ausgeschlossen. Dann sind sich Orthodore und Liberale, soweit führende liberale Kreise in Frage fommen, vollkommen einig. 3war verfolgen die Liberalen gegenwärtig die Taktik, keinen Angriff auf religiöse Sozialisten zu erheben, weil ihnen angesichts des rigorosen Vorgehens der Orthodorie um ihre eigene Griftenz in der Kirche bange ist. Aber wir religiösen Sozialisten fönnen nach der ganzen Bergangenheit darin nur eine augenblickliche Taktik sehen und warten Laten einer neuen Einstellung ab. Mögen sich die Liberalen nicht täuschen: Solange fie wohl auf dem Papier erklären, uns ist jeder recht, der in der Kirche mitarbeiten will, aber in der Wirklichkeit das Gegenteil tun, haben wir fein Interesse daran, sie in ihrem Kampf gegen die Orthodoxie zu unterstützen, sondern müssen es ihnen überlassen, in hoffnungsloser Minderheit in der Kirche von der Gnade der Orthodoxie zu leben. Und mun gar die Orthodoren. Für sie ist Sozialdemo fratie und Gottlosigkeit vollkommen dasselbe. Noch am 3. August schreibt der Reichsbote": ,, Die Sozialdemokratie ist eine Best für jedes gesunde Boiks Genf, 11. September.( EP.) Eine höchst aktuelle Wendung leben, weil sie das Empfinden für wahre Sittlichkeit, Ehre, Recht nahm heute nachmittag die Generaldebatte der dritten Kommission und Tugend abstumpft und schließlich ganz abtötet. Sie ist eine über die Abrüstungsfrage. Die Generaldebatte, die menig Art Jesuitentum des Atheismus. Die von Luther so prachtvoll verergeben hatte, sollte geschlossen werden, als der englische Delegierie fochtene Freiheit des Chriftenmenschen" ist beiden ein Greuel, weil Fisher das Wort nahm und in einer längeren Rede vier Vor- ihnen der äußere Schein alles, das innere Wesen nichts gilt, denn schläge unterbreitete: ihnen beiden fehlt die Liebe, die wahrhaftig ist, die nur da wahr 1. schlug er vor, dem Rat zu empfehlen, Schritte bei den Re- haftig ist, wo der Glaube wahrhaftig ist, und die nicht das ihre, songierungen nach Angabe der Militärbudgets und den erzielten Herdern das wahre Wohl des Nächsten sucht. Diese Freiheit übertrifft absetzungen der Militärbudgets in diesem Jahre noch alle andere Freiheit, wie der Himmel die Erde, sagt Luther. Von einmal und dann jährlich zu wiederholen; 2. beantragte er, eine Unterfommission einzusetzen für die Fragen auf dem Gebiete der Statistiken; staatsbürgerliches Leben gelegt haben, ohne die keine gefunde menschliche Betätigung möglich ist." dieser Freiheit aber wissen sie nichts, wollen sie nichts wiffen. Was die Sozialdemokratie unter Freiheit versteht, ist nichts weiter als die Lockerung aller sittlichen Bande, die in göttlichen und menschlichen 3. schlug er vor, dem Nat zu empfehlen, daß er die Einberufung Tugendgeboten gegeben sind. Darum steht sie auch mit dem Ka einer Konferenz der Mächte in Aussicht nehmen wolle, für die techismus auf Kriegsfuß und untergräbt die Achtung vor den zehn die von Admiral Seegrane beantragte Ausdehnung der Mi- Geboten, die seit Jahrtausenden die Grundlage für rechtschaffenes Der deutschen Regierung ist aus der polnischen Presse der Bort- litärfonvention von Washington in Frage käme; laut einer Note der polnischen Regierung an den Bölkerbund be- 4. schlug er vor, der Rat müsse an die Regierungen wegen einer tannt geworden, in der die polnische Regierung eine Reihe heftiger Konferenz, an der auch Amerita teilnehme, herantreten, die sich Anschuldigungen gegen deutsche Regierungsorgane wegen an- mit der Einschränkung des Waffenhandels und der geblicher Unterdrüdung der polnischen Minderhei Waffenfabrikation zu befaffen hätte. ten in Deutsch- Oberschlesien und Preußen und im übrigen Deutschland richtet. Hinsichtlich Oberschlesiens, an dessen Minderheiten schutz allein ein Interesse des Bölterbundes gemäß dem Genfer Abtommen vom 15. Mai 1922 besteht, hat die deutsche Regierung die Ehre, darauf hinzuweisen, daß fie die fraglichen Vorwürfe als in jeder Weise unberechtigt und haltlos zurüdweisen muß. Die deutsche Regierung behält sich vor, dem Bölferbund eingehendes Material vorzulegen, aus dem die Haltlosigkeit der polnischen Be hauptungen hervorgeht, was übrigens auch durch das Zeugnis des Herrn Präsidenten Calonder und des Herrn Präsidenten Raedenbeet nachzuweisen ist. Im übrigen muß die deutsche Regierung daran festhalten, daß die Beschwerden polnischer Minder heiten auf dem durch das Genfer Abkommen vom 15. Mai 1922 vorgezeichneten Instanzenwege erledigt werden. Senator Jouvenel- Frankreich antwortete Fisher. 3u Bunft 1 erklärte er, daß er feine Einwendungen zu machen habe. 3u Punkt 2 über die statistische Unterfommission äußerte sich der Rebner dahin, er habe neulich zu seiner Ueberraschung von einem englisch französischen 3wischenfall wegen der Statistiken gehört und er müßte, wie gefährlich solche statistischen Fragen werden könnten. Er halte es für beffer, statt dieser neuen Unter commission die Arbeiten der gemischten Abrüstungstommiffion weiter zuführen. Zu Punkt 3 bezüglich der Ausdehnung der Konvention von Washington erklärte der Redner, die Konferenzen seien sehr interessant, aber nur dann nühlich, wenn sie auch zu etwas führten. man müsse zunächst noch eine Reihe Borfragen untersuchen, bevor man eine solche Konferenz einberufen fönne. Zu Punkt 4, der ihm der wichtigste scheine, äußerte sich der Redner dahin, die Ansicht seiner Regierung laute dahin, an der Frage der Abrüstung auf Kattomis, 11. September.( WIB.) Anläßlich der Borgänge richtig und loyal mitzuarbeiten. Die Pläne Lord Cecils wiesen am 8. und 9. b. M. hat die Polizeidirektion den Ausnahmezu eine Reihe Widersprüche auf. In Punkt 3 feiner Borschläge führt stand über die Stadt Ratto wig verhängt. Das Betreten der er die allgemeinen gegenseitigen Garantien an, die sich die Staaten Straßen ist nach 10 Uhr abends nur in den dringendsten Fällen und zu leisten hätten. Das hieße aber, am verkehrten Ende anfangen. nur mit Legitimation geftattet. Die Kaffees und Gofiwirtschaften Mit diefen Gerantien müßten die Borschläge anfangen, denn nur müffen um 10 Uhr abends, die Theater, Lichtspielhäufer und Kaba hierauf könnte die Abrüstung folgen. Es würde sich bei dieser Ver rets um 9 Uhr schließen. Die Haustore müssen nach 10 Uhr ge- ficherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit darum handeln, ob die Verfchloffen gehalten werden. ficherten die Prämie bezahlen wollen. Es verlohnt sich wirklich nicht, sich mit solchen Behaup tungen auseinanderzusetzen. Sie zeigen eine folche Ahnungslosigkeit, einen solchen Pharisäergeist, daß man nur fagen tann ,, Bater vergib ihnen, sie wissen nicht, was fie tun". Gie wissen nicht, was sie fun; denn was hat der Reichsbote" getan, um das Gebot Du sollst nicht töten!" zu achten? Wann hat er je den Krieg, den organisierten Massenmord, verurteilt, wann hat er die intellektuellen Urheber des Rathenau- Mordes verurteilt? Wann ist er je für die Hungernden, für die Mühfeligen und Beladenen eingetreten? Er ist noch stets für die Intereffen der Junker, der Großagrarier eingetreten, er hat stets sich verbeugt vor den Offizieren, auch ihren Trinksitten, und hat nichts, aber auch gar nichts getan, um in der Not des Volkes den Besitzenden das christliche Gebot zu verfündigen: Einer trage des anderen Last! Also zahlt Befizsteuern, wuchert das Volk nicht aus! Nein, er kennt nur unzufriedene Boltsmassen, die nach dem guten alten System mit der Beitsche behandelt werden müssen, die dafür da sind, sich weiter jede Behandlung gefallen zu lassen, die von den Und diese Kost Großen", den Mächtigen" beliebt wird. wird gelesen in den positiven" Pfarrhäusern, in den christlich- unpolitischen" Lehrerkreisen. Wer wundert sich da, wenn diese Kreise für jede Gewissensfreiheit, Dentfreiheit vollständig unzugänglich find? " " In dieser Zeit, da eine große Gemeinde von Suchenden nach neuen Werten verlangt, da sie müde sind jedes Die Thüringer Wahlen. Dogmas, weil sie Leben, schöpferisches Leben haben möchten, 1 zur Bölferversöhnung, eine Absage an das ,, deutsche Christenda streiten sie sich in der Kirchenversammlung um das tum", ein Bekenntnis zur Internationale aller Christen in dem Jena, 11. September.( Eigener Drahtbericht.) Nach den vor,, Apostolische Glaubensfenntnis", ob es unantastbare Grund- Rufe ,, Nie wieder Krieg!", die Einrichtung eines Friedenslage der neuen Kirche sein soll, ob jeder Pfarrer, jeder Kirchen- fonntags? Wann werden alle Sedanfeiern in den Kirchen läufigen Ergebnissen der Thüringer Stadt, Gemeinde. älteste, jeder Lehrer der konfessionellen Schule verpflichtet wer- verschwinden als mit dem Geiste des Christentums unverein- und Kreisratswahlen haben die äußerste Linke und die den soll, auf dieses Glaubensbekenntnis, das gar nicht von bar, wann werden Gebete für den Kaiser verschwinden und äußerste Rechte einen Stimmenzuwachs erhalten, der jedoch den den Aposteln ist, das ganz und gar katholischen, mittelalter- die Kirche in ihren Feierstunden sich mit dem Herzen auf die gehegten Erwartungen auf beiden Seiten feineswegs entspricht. Die lich- firchlichen Geist atmet, und suchen nach Formeln, die es Geite des Volksstaates stellen und abrüden von monarchisti- Wahlbeteiligung betrug durchschnittlich 70 Proz. und war bei den möglich machen, daß die Kirche dieses Bekenntnis be- fchen Bestrebungen? Wann wird sich dieser Geift in der Lei- bürgerlichen Parteien im allgemeinen reger als bei der fennt, aber die Pfarrer, die es nicht mehr glauben, tung der Kirche ausdrücken? Solange das nicht geschieht, Arbeiterschaft. In vielen Orten ist die sozialistische Mehrheit trotzin jesuitischem Gedankenvorbehalt davon entbindet. überlassen wir die Beratungen der Verfassunggebenden Kir- dem erhalten geblieben. Während die Bürgerlichen durch Und so etwas glaubt man unserer Zeit, unserer chenversammlung sich selbst. Wenn die Kirche glaubt, wert- intensive Bearbeitung jedes einzelnen ihrer Wähler es fertig brach. Jugend vormachen zu können. Und wenn dann, wie es ge- volle tragende Kräfte staatlichen Lebens entbehren zu können, ten, einen Wahlerfolg zu buchen, blieben viele Arbeiter, durch die schehen ist, die Versammlung sich auf keine Formel einigen so ist das ihre Angelegenheit. Sie sinkt dann auf den Stand- strupellose tommunistische Wahlagitation abgestoßen, die sich ausfann, wenn weder die ,, engere" Formel der Mehrheit, noch die punkt einer Gefte herab, hat dann aber jedes innere Recht schließlich gegen die Sozialdemokratie und die thüringische fozia,.weitere" des Oberkirchenrats eine Mehrheit findet, weil die quf moralische staatliche Unterstützung verloren. Will sie als liftische Regierung wandte, der Wahlurne fern. Ueber die Wahlen Mehrheit Angst bekommt vor ihrer eigenen Kourage, vor ein Kulturfaftor auch von sozialistischen Kreisen gewertet sein, zu den neuen Kreisräten gehen die Meldungen nur sehr spärlich ein, ihrem Betennermut, vor den Folgen, nämlich einer Berfegung so hat sie selbst das Mittel in der Hand: Verzicht auf jede Be- so daß ein abschließendes Urteil am Montag abend noch nicht mög der Kirche, dann freuen sich die Freigerichteten und sind be- tämpfung des Sozialismus, des Pazifismus, Kampf im Geiste lich war. friedigt, daß eine Lücke in der Verfassung entstanden ist, die Jesu von Nazareth und der Propheten gegen Mammon, niemand wagt auszufüllen. Tatsächlich aber ist es doch ein gegen Krieg, gegen Hartherzigfeit. Ihr müsset von neuem furchtbares Armutszeugnis, daß die ganze Bersammlung sich geboren werden". Erneuerung im Geiste der Menschenliebe, unfähig erweist, ein Bekenntnis abzulegen, und jeden Sonntag der Brüderlichkeit, der Völkerfamilie, das gilt allen Kulturvon jedem Pfarrer verlangt, nur das Apostolitum zu„ be- treisen, aber nicht zuletzt der Kirche. Pennen". Warum, frage ich, tun die Liberalen nichts, um diesem unwahrhaftigen Zustande ein Ende zu machen? Sie fönnen nicht sagen, es ist nicht möglich. Was in Holstein möglich ist, muß doch auch in Preußen möglich sein. Ich sage, che in der Kirche nicht das Recht geschaffen ist, jede Feierstunde wirklich religiös zu gestalten, d. h. dem Willen der Zuhörer entsprechend zu gestalten, also für modern Empfindende von allen mittelalterlichen Vorstellungen zu befreien, lockt ihr Sozialdemokraten nicht in die Kirche. Solange die Kirchen wohl für alle möglichen Offiziersveremiaungen offen stehen, cber Feierstunden der religiösen Sozialisten verschlossen blei ben, arbeiten wir nicht attiv mit. Gerade in diesen Tagen wird beraten über Artikel, die besagen, daß das Wahlrecht ruht für solche, die ihren Kindern die Erziehung im evangelischen Bekenntnis vorenthalten. Des heißt also, die Eltern, die ihre Kinder nicht in eine fonfessionelle, sondern in eine weltliche Schule schicken, find ausgeschlossen von der Betätigung in der Kirche. Wenn Eltern elso den engitirnigen Statechismusunterricht ablehnen wie Diesterweg, wie Pestalozzi, sind sie ungeeignet, trogdem fie es gerade tun, weil sie religiös find. Was würde Schleiermacher zu einer solchen Kirche sagen? Das heißt einfach, allen Suchenden die Tore der Kirche verriegeln. Machen die Liberalen solche Politik mit, daß einfach danach geurteilt wird, ob Gemeindeglieder an Gottesdiensten, kirchlicher Gemeindearbeit teilnehmen, fie graben dem freien Protestantismus felbst das Grab, auch wenn sie persönlich diplomatische Augenblicserfolge haben. In Thüringen weht ein anderer Geist in der Kirche. Erst fürzlich hat der Eisenacher Pfarrer D. Fuchs sich zur weltlichen Schule bekannt als freier Protestant, daß gerade in ihr die Ideale des freien Brotestantismus zur Durch führung temmen könnten. In Thüringen ist allerdings auch nicht der Geist des preußischen Militarismus. Mangel an Vertrauen. Fördern unsere Gesandschaften das Vertrauen zu Deutschland? Weimar, 10. September.( TU.) In Weimar errangen die vereinigten Bürgerlichen 17 Mandate, die Demokraten 6 oder 7, die vereinigten Sozialistischen 10 und die Kommunisten 5. In Apolda waren die vereinigten Bürgerlichen mit 16, die Bürgerlichen mit 2 und die Sozialistischen mit 6 vertreten. In Jena brachten es die Vereinigten Bürgerlichen auf 26 und die Sozialistischen auf 21 Mandate. In Eisenach wurden 7 Listen aufgestellt. Die Vereinigten Sozialisten erhielten 4567 Stimmen, die Kommunisten 1813 Stimmen, die Wiederaufbaupartei( bürgerliche) 4001, die Deutschnationalen 2302, die Demofraten 2054. Bei den Kreisratswahlen im Eisenacher Kreis erhielten die Rechtsparteien bis Der Soz. Parl.- Dienst schreibt: Der sogenannte Mangel jest 7789 und die Linksparteien 4102 Stimmen. In Gera er an Vertrauen im Auslande" gegenüber der jetzigen Regierung hielten die Sozialisten 27 und die Bürgerlichen 26 Mandate. Auch spielt in der Agitation der Volkspartei gegen das bürger- dürfte sich vielleicht dies Resultat noch etwas verschieben. In Arn. lich- sozialdemokratische Reichskabinett und für die Erweiterung ft a bt werden voraussichtlich die Bürgerlichen eine kleine Majo: ität der Koalition nach rechts eine erhebliche Rolle. Besonders erzielen. wird bei jeder Gelegenheit darauf hingewiesen, daß man gerade in Amerita, auf dessen fünftige Anteilnahme an europäischen Angelegenheiten in der Welt großes Gewicht gelegt wird, nicht daran dente, der bürgerlich- sozialdemokratischen Regierung auch nur einen Dollar zu leihen. Mit Verlaub, verehrte Volkspartei, wo bleiben die Be m eise für die fortgesetzten Behauptungen? So wenig die Partei des Herrn Stresemann Anhaltspunkte für ihre ständigen Aeußerungen hat, so viel Beweismittel gibt es, die Klarheit darüber bringen, daß der sogenannte Haß Amerifas gegen die bürgerlich- sozialdemokratische Regierung Deutsch lands in der amerikanischen Presse mit deutschem Gelde gefördert wird und man es sich eine schöne Stange Gelb foften läßt, um die so hervorgerufenen Zeilen über den Mangel an Vertrauen" nach Deutschland zu fabeln und hier ohne Scheu irgendwelcher Kosten weiterverbreiten zu lassen. Erst vor wenigen Wochen weilte ein maßgebender Amerikaner, Herr Cor, in Berlin. Kein Wort ist aus seinem Munde während seiner Besuche bei maßgebenden deutschen Persönlichkeiten über den„ Mangel an Bertrauen" in Amerika gefallen, und soweit wir unterrichtet sind, hat auch der ameritanische Gesandte in Berlin nie daran gedacht, dem Reichskanzler bei den vielen Gelegenheiten, die ihm geboten waren, auch nur ein Wort der Bestätigung für die Behauptungen der Volkspartei zu geben. Wenn man schon Be hauptungen aufstellt, verehrte Boltspartei, muß man auch die notwendigen Beweise liefern. Vielleicht ist Herr Wied feldt, zurzeit Gesandter des Reiches in Washington, in der Lage, mitzuteilen, was die Volkspartei durch seine Vermittlung fut, um einen Mangel an Vertrauen" in Amerika hervorzurufen. 11 Bezeichnend war es, daß der Vorsitzende der Berfoffunggebenden", Generalsuperintendent Reinhard, Stettin, am 29. Auguft die Bersammlung eröffnete mit den Worten: ,, Als Ostmärker schöpfe ich in der Erinnerung an die Tage von Tannenberg die Ueberzeugung, daß Gott unfer Volt nicht verlaffen wird." Also Kriegsgeist, der Schlachtengott Jahme! Wo bleibt das Evangelium des Friedens seitens der Kirche in dieser waffenftarrenden Zeit? Alle Sozialisten find darin einig, daß nicht der Geift eines Hindenburg uns helfen fann, sondern der Geist des Ostmärters Rant, der mit dem Die Begnadigung des Oberleutnants Hiller abgelehnt. Das fategorischen Imperativ der Pflicht die Schrift, vom ewigen Gnadengefuch, das der frühere Oberleutnant und Assessor Siller Frieden" verband. Wo bleibt in der Berfassunggebenden nach seiner letzten Berurteilung eingereicht hatte, hat der preußische Kirchenversammlung ein flares Bekenntnis zum Weltfrieden. Justizminister abgelehnt. 100 Jahre kirchlich fanktionierter Kopernikus Bon Felig Linte. Die Frage läßt sich auch noch auf manch andere wichtige Gesandtschaft ausdehnen. = Deutschnationaler Parteiterror. Wer nicht pariert, der fliegt! T Der aus der deutschnationalen Reichstragsfraktion ausgetretene Abg. Dr. Düringer Baden veröffentlicht in der volksparteilichen Beit" einen Offenen Brief an den zweiten Landesvorsitzenden der Deutschnationalen Volkspartei Badens, Oberkirchenrat D. Mener. Düringer entspricht in diesem Brief dem bekannten Verlange badischen Parteileitung und hat den Landesvorsitz niedergelegt, synt es jedoch ab, auch sein Reichstagsmandat zu opfern. In der Begründung seines Berhaltens fagt Düringer, daf die Aufforderung der badischen Organisation auf Berliner Einflüsse zurückzuführen sei und seine rein fachliche Kritik, dessen Opfer er geworden ist, bisher nur mit sinnlosen Formalinjarien von der Berliner Parteileitung beantwortet wurde, während es die Berliner anständige Presse ablehnte, jenen Sinnlosigkeiten Rauni zu geben. Zum Schluß fagt Düringer:„ Wenn eine Partei nicht mehr soviel Selbstkritik ertragen kann und will, wie von mir geübt wurde, wenn sie ihren Mitgliedern so wenig Denkfreiheit und selb ständige Meinungsäußerung gestattet, so beweist sie damit nur ihre innere Unsicherheit und Schwäche. Meine Ausführungen stehen mit feinem einzigen Punkt des Parteiprogramms in Widerspruch; im Gegenteil, ich bin den für die Gründung der Partei als ciner Sammelpartei maßgebenden Grundsätzen treu geblieben, während der Terror einer einseitigen Richtung die Partei umzugestalten fucht." Kartoffeln für die Bergarbeiter, Alkoholverbot für Jugendliche. Die preußische Regierung beabsichtigt, dem Reich vorzuschlagen, an die Bergarbeiter zur Beschaffung von Kartoffelvor= räten Vorschüsse zu zahlen. Eisenbahntechnisch soll die Versorgung mit Kartoffeln dem Personenverkehr vorangestellt werden, der eventuell eine Einschränkung erfahren soll. Außerdem strebt die preußische Regierung einen Ausgleich zwischen den Löhnen der jugendlichen und verheirateten Arbeiter des Bergbaues zugunsten der Verheirateten an. Auch trägt sie sich mit dem Blan eines Aikoholverbots für die jugendlichen Arbeiter. Der Brotpreis steigt! [ die Ohren. befaßt, und es ist wirklich auch eine ganz einfache Sache. Aber die einfachsten Sachen von der Welt sind gewöhnlich nicht so einfach, wenn man sie nicht bloß vom Standpunkt der engen Fachwissenschaft Der Brotpreis steigt. Die Menge staunt. Der Fachmann spitzt Im Anfang des 16. Jahrhunderts durcheilte die Welt die betrachtet, sondern in ihrem geschichtlichen und fulturellen Zusammen- Dem braven Spießer sträubt sich steil das Haar. hang( wieder eine Relativität!). Kunde von der Erfindung eines neuen Weltsystems. Kopernifus, bildete die Tat des Kopernikus, die rein mathematisch höchst einfach und deckt sich ein mit Und in diesem Zusammenhang Der Fettwanst grinst in Klubfauteuils und Bankkontoren Domherr in Frauenburg( am Frischen Haff), lehrte in einem Buche, war, eine Großtat allerersten Ranges, so groß, daß sie stets in aller- Was ist ein Brauner...? Ist noch nicht einmal ein Dollar! dessen erstes Exemplar er felber auf seinem Sterbebett in die Hand erster Reihe der menschlichen Errungenschaften genannt werden wird, Das Leben scheint ihm immer wonnevoller. bekam, daß alles, was wir im Weltraum sehen, falsch, Schein und so weit auch alles heutige und Künftige einstmals durch den raft- Warum soll er sich das und dies vermiesen-? Sinnentruq ist, daß nicht die Erde der Mittelpunkt der Welt fei, losen Fortschritt überholt sein wird. Er hat Devisen! Lebens und Geins bedeute. " alte herbeigeführt worden ist, scheint sehr gering. Ptolemäisches Kopernikanisches Weltfyftem: Erde Mond Sonne Merkur Venus Merkur Benus Sonne Erde( Mond) Mars Jupiter Saturn Kaviar. fnallt fie Brillanten voll ins Licht. Der Brotpreis steigt! Was tut's! Er hat ja Dollars, Pfänder! Er macht sich rund, gesund, gesünder! Er raucht Importen, frißt bei Mokka Torten! Er hat ja - Sorten! Die Jappband freischt. Das Tänzchen flappt, Indessen der Prolete bran nach Zucker steht. Er amüsiert sich um den alles freise, sondern die Sonne, daß diese die Mutter alles Die Veränderung, die durch Kopernikus' Systemlehre gegen die Die Upmann qualmt. Der Seft moussiert. Die feiste Gattin lächelt. Man stelle sich folgendes vor: Jeder Mensch konnte sich jeden die Planeten in der Reihenfolge ihres Abstands vom Zentralförper Indes sie mit dem Börsenblatt sich Luft zufächelt, Schreibt man Dick überpudert strahlt ihr Prohgeficht. Tag durch jeden seiner eigenen Sinne davon überzeugen, daß die des Systems auf, so erhält man folgende Gegenüberstellung: Erde feststeht, so fest, mie nur irgend etwas stehen kann. Wenn die Erde sich drehte und bewegte, dann müßte ja die Suppe im Teller überschwuppen," sagte mir einmal eine Dame auf einer öffentlichen Sternwarte. Und es war nicht möglich, fie davon abzubringen. Wieviel schwerer mußte es im finsteren Mittelalter sein, sich so gegen alle Erfahrung und alle sanktionierten Lehren zu stenimen, wieviel weniger mußte dem Künder einer solchen neuen Lehre möglich sein, fich durchzusetzen und bei seinen Zeitgenossen Antlang zu finden! Erfahren wir's doch jetzt wieder, daß die ernsthaftesten Menschen die Köpfe schütteln, wenn sie von den neuen Lehren hören, die sich en die Namen Lorenz, Einstein und Minkowski fnüpfen.„ Die Zeit ist nicht gleichzeitig"!! ,, Eine Stunde im Kaffeehaus ist fürzer als cine im Schnellflugzeug"!?„ Ein sich schnell bewegender Körper wird platt, und zwar mehr als ein langsam den Raum durch wandernder"!?!„ Die Zeit ist nichts als ein Teil des Raumes"!?! Wer solche Lehren zum erstenmal vernimmt, sagt: Ins Irrenhaus mit diesem Propheten!" Mars Jupiter Saturn [ prächtig. Die„ Rafftes" gehn mit fremden Sorten und Devisen trächtig, indes er schon am Gashahn dreht, weil er für Margarine die zwei blauen Lappen beim besten Willen nicht mehr fann berappen. das Essen Er rechnet, rechnet.. Frau und Gören stöhnen Sie müssen sich abgewöhnen! Der Schieber grinst. Er amüsiert sich, wie die Preise Klettern. Er fonn's; er lebt vom Dollar, von Devisen, von den Zinsen! Wer das nicht kann, der zimmre sich aus sechs geklauten Brettern den Garg und gehe in die Binsen! Der eine mästet fett sich, aber richtig! Die andern hungern und frepieren, aber tüchtig! Josef Maria Frant. Der ganze Unterschied besteht darin, daß Sonne und Erde ihre Stellung in der Reihe vertauscht haben, denn daß der Mond ganz besonders nahe zur Erde gehört, war schon den Alten klar und tommt bei Ptolemäus auch in der Stellung dieses Körpers im System zum Ausdruck. Diese Bertauschung von Erde und Sonne ist die ein foche Koordinatentransformation", von der der Mathematiker In derselben Lage wie wir jetzt mit der Relativitätslehre fand spricht. Und diese Einfachheit erschien der Welt von ehedem als eine sich vor 400 Jahren die Welt Ropernikus gegenüber. Soweit sie Kühnheit, die wohl allerseits als Berrücktheit angesehen wurde. Anteil nahm an den aftronomischen Lehren, huldigte sie der Lehr- Kopernikus hat sein großes Werf, in dem er diese Entdeckung meinung von Ptolemäus, der die Erde in den Mittelpunkt des Welt- beschrieb, zwar dem Papste gewidmet, aber die Kirche stemmte sich Die einen schwimmen drin; sie haben's ja in Masse! alls gesetzt hatte, und die anderen beweglichen Gestirne, namentlich mit aller Kraft gegen die neue Lehre. Sie hatte die alte ptolemäiſche Die andern...?...: Untergang der Menschen"-Raffe! die sogenannten Planeten, sich um sie bewegen ließ. Das lehrte ja Anschauung sanktioniert und zum firchlichen Dogma erhoben, und der Augenschein und hätte niemanden zu Zweifeln angeregt, wenn das wurde unter Ausnutzung der schlimmsten Machtmittel aufrechtsich daraus nicht Merkwürdigkeiten ergäben, die schwer erklärbar erhalten. Kopernikus' Wert fam auf den Inder. Die Verfechter der find. Die Bahnen der Planeten, zu denen ja auch die Sonne und der neuen Lehre, Giordano Bruno und andere, erlitten für ihre Ueber- Johannes Messchaerf, der berühmte Konzertfänger, ist, 65 Jahre Mond gehörten, waren von einer unglaublichen Kompliziertheit. zeugung den Tod auf dem Scheiterhaufen. Und Galilei wäre es alt, am Sonntag in Zürich gestorben. Er war in Holland geDiese Gestirne rückten nicht immer vorwärts, sondern manchmal auch beinahe nicht besser ergangen. Man darf aber nicht etwa denken, boren, hatte aber seine Ausbildung auf deutschen Konservatorien rückwärts, nachdem sie eine Beile fast stillgestanden. Sie wandten daß die lutherischen und reformierten Kirchen in diesem Punkte genossen. Nachdem er als Lehrer und Vereinsdirigent in Amsterdam dann wieder um, beschrieben Schleifen und wiederholten das Spiel duldsamer gewesen seien. Im Gegenteil, die Kirchenväter, Luther und feine Laufbahn begonnen hatte, begab er fich als Konzertfänger auf diefer ganz ungleichmäßigen Bewegung immerwährend und immer- Calvin voran, waren noch schlimmer als die Päpste. Wer das recht Reisen. Bon 1911 bis zu seiner Uebersiedlung an das Züricher wechselnd. Namentlich die inneren Planeten und Mars waren darin fennenlernen will, mag Keplers Kämpfe mit dem Stuttgarter Kon- Bürgerfonservatorium war er Lehrer an der Berliner Hochschule groß, während Jupiter und Saturn sehr regelmäßige Schleifen fiftorium aus seinen eigenen Schilderungen nachlesen. Ludwig für Musik. Messchaert war trok seiner Abstammung der deutsche Günther gibt in seinen Werten Kepler und die Theologie" und„ Ein Konzertfänger. Man muß an Männer wie Stodhausen und Cura Was es aber mit diesen ungleichmäßigen Bewegungen und den Herenprozeß" davon traurige Kunde. denken, um zu fühlen, welchen Raum er heute unausgefüllt zurüdSchleifen der Planeten für eine Bewandtnis hatte, blieb allen ver- Aber die Zeit ist über alle diese Widerstände hinweggegangen; läßt. Sein großer, pastofer Baß war in seiner bewundernswerten borgen, die sich mit diesem Problem befaßten und nur wenige die Wahrheit brach sich, allen Retten zum Troy, Bahn, und Keplers Kehle geledert und frei ein gehorsames Instrument, sein Altem vorGeister hatten den Mut, daraus die unerhört fühnen Konfequenzen große Himmelsgefeße waren die durchschlagendste Elappe auf dieſem bildlich, die Aussprache sonor und flangvoll bis in die äußersten zu ziehen, wie sie Kopernikus zog. Marsch. Immer mehr wandten sich die Gelehrten der neuen Lehre Eden der Riesenfäle. Aber was bedeutete das Material gegen die Wenn man einen Mathematiker fragt, worin das Verdienst des zu, und auch ins Volt begann sie einzubringen. Daß fie auf dem Seele, die in ihm schluchzend, bebend, menschlich aufklang! Es wird Kopernikus besteht, so kann er das in einem höchst harmlos er- Inder stand, wurde vergeffen, und am 11. September 1822 be fo bald feinen in gleicher Weise ergreifenden Jefus der Matthäusscheinenden Gaß ausdrüden:„ Kopernikus hat nichts weiter getan, schloß das heilige Offizium in Rom, daß von nun an die Lehre des Passion geben, so rasch wird fein Sänger auferstehen, der mit den als eine Koordinatentransformation auszuführen." Das aber fann Ropernikus frei verkündet werden dürfe! Post festum! Es war leßten Worten des Sterbenden Taufende zu stiller, tränenvoller Er jeder, der sich mit den Anfangsgründen der analytischen Geometrie schon überflüffig! griffenheit zwingt. In Bachschen Kantaten war er innerlich zu bildeten. Nc.4Z»» Z». Jahrgang VI«i»t<>g, Ii. S-pt-mb»I»2! Das Attentat auf Sie Tasiheu See Verbraucher. Kapitalmangel und Kleinhändler.— Selbsthilfe der Verbraucher. Die Festsetzung der Kleinhandelspreise steht augenblicklich im Mittelpunkt des Interesses der konsumierenden Bevölkerung. Der Hauptausschuß der Prcispriifungsstelle Groß-Bcrlin hat bekanntlich den Beschluß gefaßt, auf dem gesamten Warenmarkte d i e W i e d e r- beschaffungskosten für die Preisbemessung ein- zusetzen. Der Beschluß kam dadurch zustande, daß die B e r- treter der bürgerlichen chausfrauenvereine mit den Unternehmern dafür stimmten. Nunmehr sollen„Angemessen- h e i t s p r e i s e' festgesetzt werden, die dem Publikum und den Be- schwerdestellcn als Anhalt dienen sollen. Im Gegensatz zu dem Be- schluß des Hauptausschusses der Preisprüfungsstelle Groß-Berlin hat der Reichswirtschaftsminister Genosse Robert Schmidt seine An- ficht dahin festgelegt, daß der Verkaufspreis nach wie vor auf der Grundlage der individuellen Gestehungs- k o st e n zu errechnen fei, wie sie in Anlehnung an die amtlich« Be- gründung der Preistreibereiverordnung vom Reichsgericht entwickelt worden sind. Bor der Beschlußfassung des Hauptausschusses der Preis- prüfungsstelle Groß-Berlin ist uns von einem Mitglied der Preis- Prüfungsstelle eine Zuschrift zugegangen, die den Verlauf des Kampses um die Zugrundelegung des Wiederbeschosfungspreises für die Verkaufspreise kennzeichnet. Die Zuschrift hat folgenden Wortlaut: Der Reichsoerband deutscher Kolonialwaren- und Lebensmittel- Händler hat auf feiner Tagung in Hamburg einen Beschluß gefaßt, der die Aufmerksamkeit der Konsumenten finden sollte. Er sautet: „Die Hauptversammlung des Rcichsverbondes deutscher Kolonial- waren- und Lebensmittelhändler weist die Mitglieder auf die zwin- gende Notwendigkeit hin, angestchts der wirtschaftlichen Unmöglich- keit, die Preisfestsetzung nach der Gestehungskostentheorie dar gegen- wärtigen Wuchergesetzgebung vorzunehmen, für alle Aufträge aus früheren Abschlüssen und Lagerbcständen dem Verkaufspreis tum am Tage des Verkaufs nachweisbar geltenden Mederbeschaffungspreis zugrunde zu legen, zuzüglich eines angemessenen Zuschlages für die allgemeinen Geschäftsunkoslen. Wo ausnahmsweise ein Wieder- beschaffungspreis nicht ermittelt werden kann, wird empfohlen, den Verkaufspreis der reinen Geldentwertung anzupassen. Die strafrechtliche Verantwortung des einzelnen für eine Preis- bemessung nach diesen Richtlinien bleibt bestehen. Die Verbände werden aber bei einem wegen einer nach diesen Richtlinien oorge- iwmmenen Preisbemessung eingeleiteten Strafverfahren mit ihrer ganzen Autorität den Schutz des Mitgliedes übernehmen." Preispolitik und Rechtsprechung. Dieser Beschluß des Reichsverbandes wurde anläßlich einer Der- warnung eines Lebensmittelhändlers wegen Preisüberschreitung der Preisprüfungsstelle Groh-verlin offiziell dieser Stelle mit der Be- merkung mitgeteilt, daß ja Wucher- und Landgerichte Preisüber- fchreitongen immer geduldet haben und die betreffenden Händler bei Anzeigen durch die Polizei oder Preisprüfungsstellen freigesprochen haben. Nach den Richtlinien des Reichsverbandes deutscher Kolonial- waren- und Lebensmittelhändler wird seit Monaten verkauft. Der Konsument muß bluten und zufrieden sein, daß sein Lebensmittel- Händler ihm überhauvt etwas verkauft. Ein Beispiel: Der Kauf- mann H. bezieht im Mai dieses Iabnes Zucker für 40 Mark das Kilo Im Juli kostet das Kilo Zucker 80 Mark. Nach obigem Beschluß darf er nun den Zucker, der mit 40 Mark eingekauft Wierde, nicht wzhr mit 40 Mark zuzüglich 20 Pro}., also zu 48 Mark, verkaufen, wobei er einen Verdienst von 8 Mark erzielt, der sicherlich nicht als zu gering zu bezeichnen ist. sondern er soll, entsprechend der im Juni bereits bekannten Preiserhöhung den Zucker mit 80 Mark nebst „angemessenem" Preis«, ifschlag, d. h. also zu einem Preise von 92 bis 98 Mark pro Kilo, verkaufen, wenn er fein« Unkosten mit IS bis 20 Proz. des Einkaufspreise» berechnet. Bei den Kngroshändlern liegt es ähnlich, nur wird hier nicht nach Kilo, sondern nach Zentnern oder Doppelzentnern verdient. Und die Löhne? Wenn in Parlamenten, Konferenzen oder bei Lohnbewegungen der Angestellten und Arbeiter von allen möglichen Interessenten über das Aufbauen unserer Wirtschaft gesprochen, oder in Zeitschriften davon geschrieben wird, heißt es immer, daß mehr gearbeitet werden müsse. Immer kehrt die Behauptung wieder, daß die Arbeiter und Angestellten nicht genug leisteten und zu„hohe Löhne" forderten. Welch ein Entrüstungssturm würde den kapitalistischen Blätterwald durchbrausen, wem, die Arbeiter und Angestellten im Ausmaß der talsächlich bestehenden Teuerung Lohnregulicrungen forderten. Sie könntm sich dabei sehr wohl auf das Vorgehen des Handels be- rufen. Sie könnten mit einiger Spitzfindigkeit sogar erklären, daß sie diese Löhne nur forderten, um dem Handel genügend Absatzmög- lichkeiten zu sichern. Es ist doch ganz laicht einzusehen, daß, wenn im Juni die Preise des Juli gezahlt werden müssen, auch der ent- sprechende Lohn, d. d. die notwendige Kaufkraft vorhanden sein muß Würde die Arbeiterschaft so vorgehen, würden wir es erleben, daß Industrie. Lzandcl und Landwirtsckaft noch mehr als bisher über die„Auswucherung" der Wirtschaft durch die Ware Arbeitskraft zeterten, trotzdem dieses Vorgeh-n genau dem des Handels gleichen würde, das man in diesen Kreisen für durchaus gerechtfertigt und notwendig hält, für so notwendig, daß man es sogar riskiert, mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt zu kommen, wobei man allerdings die stille Hoffnung hegt, daß die Richter für die Lag« des Handels Verständnis haben werden. Hier muß das Reichswirtschaftsministerium mit großer Energie durchgreisen. A. P a t t l o ch, Stadwerordneter. * ver Angriff auf die Verbraucher. Zu diesen Ausführungen ist folgendes zu bemerken: Die Preisprüfungsstelle Groß-Berlin ist bei der Festsetzung der Preisaufschläge bis vor kurzem von dem Grundsatz ausgegangen, daß die Ware unbedingt zu dem Einkaufspreis zuzüglich de; vor- geschriebenen Zuschlages verkauit werden solle. Der Beschluß des Reichsoerbandes deutscher Kolonialwaren- und Lebensmittelhändler stellt eine Nichtbeachtung dieser Festsetzungen dar. Die Ursache dieses Vorgehens der Kleinhä«dler ist in dem fehlenden Betriebs- kapital zu suchen. Wenn die Waren ihnen zu dem jeweiligen Ein- kaufspreis berechnet und ohne Rücksicht auf den zu erwartenden Preisaufschlag der nächsten Sendung an die Bevölkerung abgegeben werden, so würde der Händler immer wieder zu seinem Verdienst kommen, da er ja bei jeder neuen Sendung, allerdings erst noch ihrem Eintreffen, den Breis, der ihm gesetzlich zusteht, fordern dürfte. Die Preiserhöhungen sind in der letzten Zeit jedoch so angewachsen, daß viele Kleinhändler nicht mehr genügend Betriebskapital in Reserve haben und sich daher außerstande sehen, neue Ware ein- kaufen zu können. Das ist ein Zustand, der niemals im Interesse des Verbrauchers liegen kann. Denn dann wird, wenn es nicht gelingt, eine gesetzliche Preisregulierung durchzusetzen, jeder Willkür in der Vreisfestselzung Tür und Tor geöffnet. Dem Wucher wird in jeder Weise Vorschub geleistet. Jeder Händler wird seine eigene Rechnung aufmachen und vor allem daraus achten, daß er selbst nicht zu kurz kommt. Der Konsument aber soll die Kosten tragen, er soll jeden Breis zahlen, den der vom Preislaumel erfaßte Händler, der feine Waren nach dem Dollarstande verkauft, fordert. Es soll zugegeben werden, daß der Großhandel, von dem die Kleinhändler abhängig sind, mit dieser Vreispolitik vorangegangen ist. Der Großhandel hat zunächst die Kleinhändler gezwungen, die bei der Bestellung der Ware aeltenden Preise zu zahlen und fordert dann bei der Lieferung die Differenz, um die die Preise vom Taae der Bestellung bis zu dem der Liefening geklettert sind. Dem Raubzug, den der Groß- bandet auf die Taschen der Kleinhändler begonnen hat, suchen diese sich durch einen nicht minder großzügigen Angriff auf die Konsti- menten zu entziehen. Die Tatsache, daß die Kleinhändler— von einigen Ausnahmen abgesehen— trotz des Vorgehens des Groß- Handels, dem sie zunächst zu erliegen drohten, teilweise geradezu glänzend bestehen, läßt«inen Rückschluß darauf zu, wie weit hier die Kunst, sich aus Kosten der Konsumenten gesund zu machen, ge- diehen ist. O Zu den Verwaltungsmaßnahmen gegen den Wucher muß daher die Selbsthilfe der Verbraucher kommen. Wenn die Händler sich mit den Verbrauchern zusammenschlössen und über ihr Geschäftsgebaren in einwandfreier Weise Rechnung legten und sich dann mit bescheide- nem, ihrer Arbeit angemessenen Gewinn« begnügten und darüber e, Sachawachiak der Eskimo. Don Ejnar Mikkelsen. Sie sprechen miteinander, sie würden sich wundern, wenn der Zauber der Weißen sich Jahr um Jahr gleich stark zu halten vermöge, gleich kräftig, und ob der große Gott der Weißen imstande sein wird, Mal auf Mal die Schiffe über den Horizont herauf zu heben, ob er nicht— wie ihre eigenen— seiner Künste überdrüssig wird und aufhört— und was dann?— fürchterlicher Gedanke, ohne ihn vermögen die Schiffe nicht bis nach dem eisumgllrteten Nuwut vorzu- dringen. Aber horch! Eines Tages ertönt ein Jubelgefchrei, das alle aus den Zelten, von den Fang- und Arbeitsplätzen herbei- ruft. Sie stürmen vormärts, Große und Kleine, Junge und Alte, hinauf, hinauf auf das höchste Land, auf Nuwuks ein- zigen Hügel, wo schon Eskimo neben Eskimo steht, mit der Hand über den Augen, das Gesicht nach Süden gewandt, während ein leises Gemurmel zu denen, die unten noch ange- laufen kommen, hinuntertönt. Sie erkennen den Rhythmus im Stimmengebraus, das bald laut und klar erklingt: „Umiakpok kaili— das Schiff kommt!" Umiakpok kaili!— ja, was bedeutet dieser Freudenschrei aus hundert Kehlen nicht! Es ist ein Jubelgefong, eine Lob- preisung des stärksten Mannes der Erde, des weißen Mannes, der jeden Herbst hinter dem südlichen Horizont mit seinem borten- und tranbelasteten Schiff versinkt, um wieder auf- zutaucken, wenn die Sonne im Zeichen des Mittsommers steht, Tran und Barten in Mehl, Zucker, Zeug und Brannt- wein verwandelt. Kluger Weißer, großer Weißer, unvergleichlicher weißer Mann, wie fängst du das an. was ist das für eine Zauber- gäbe, die du bei deiner Geburt erhieltest. Lehr sie mich, laß mich an deinem Wissen teilnehmen, ich will so gerne lernen. Solchermaßen dachte Nuwuks Angekok, der gefürchtete Ujarak, dem sich lxlbst Sachawachiak oft beugen mußte. Er fitzt etwas von den anderen Eskimos entfernt auf einem großen Stein zusammengesunken, das alte runzlige Gesicht auf beide Hände gestützt, während feine f-harfen, leb- hasten Augen dem langsamen Auftauchen des Schiffes am Horizonte folgen. Er hatte versucht, die Weißen zu überreden, ihm ihre Künste beizubringen. Er hatte manchem Schiffsführer viele Bündel Barten, schöne Felle, prächtig verarbeitetes Zeug an- geboten— aber alles ohne Ergebnis. Sie lachten ihn aus, wenn er sie bat, ihn die Kunst zu lehren, nur den kleinsten Stein ohne Schnur hochzuheben— sie könnten es nicht, sagten sie und lachten— alter Schwindler, wie kannst du es für mög- lich halten, einen Stein auf das Dach des Iglu zu heben, ohne ihn heraufzuziehen! Oftmals hatte er den Weißen vorgestellt, daß er feine Weisheit ganz für sich behalten würde, wenn sie ihm bloß den Kniff zeigen wollten. Denn geheime Künste waren ja seine Daseinsberechtigung, und er hatte ihnen angeboten, sie zum Entgelt all das zu lehren, was er konnte, doch sie lachten— unmöglich, Alter, wir können keinen Stein zum Fliegen bringen. Ilnd Mal auf Mal hatte er doch das Gegenteil gesehen. Wie oft hatte er nicht, wie auch jetzt, die oberste Mastspitze sich über den Horizont heben sehen, dann immer mehr, die Rahen. den Schon, stein, den ganzen Rumpf-- ja. ja, aber die Weißen wollten vielleicht nicht einen Eskimo alle ihre Künste lehren! Das war auch ein Standpunkt, aber Lüge mar es, wenn sie erklärten, sie könnten es nicht: das mit der runden Erde ist Unsinn, jeder, der Augen hat. kann ja sehen, daß sie flach ist! So dachte der weife Mann, während er die näherkommen- den Schiffe betrachtete, er grübelte darüber nach, wer da wohl auf dem Rande der Erde lag und sie hochhob?--- Aber um ibn berum jubelten die anderen Eskimos, die hatten nichts mit übernatürlichen Mächten zu tun. die nahmen die Dinge, wie sie kamen, und da unten vom Süden kamen die sehn- süchtig erwarteten Schiffe. Und lauter riefen sie, immer lauter, sie heulten und schrien— Umiakpok. llmiakpok — Der Höhepunkt des Sommers war in greifbarer Nähe, die SchiTte kamen, mit ihnen das Efsev der Weißen, die Waffen der Weinen, die wunderbaren Flüssigkeiten der Weißen, die die Männer vergnügt machten, die Frauen ge- fügig. die in kurzer Zeit selbst die schwersten Sorgen in die Flucht zwangen. Langsam kommt die Flotte näher. Es find Dampfer dabei wie Segelschiffe aufgetakelt, Segler, große sowobl wie kleine, alte Barken, die schwer und ungefüge durch das Meer pflügen. und kleine, leichte Schoner mit hohem schlanken Takelwcrk, hinaus gemeinsam mit den Konsumenten die wucherischen Auswüchse bekämpften, die der Großhandel in der jetzigen Zeit hervorgebracht hatte, so wäre das ein Schritt von großer Bedeutung. Der Klein- Handel wäre dann aus der Sphäre des privaten Rechtes in die des öffentlichen Rechtes gerückt. Aber gegen solch eine Entwicklung, die durchaus in der Richtung der bestehenden konsumgenosjenschaftlichen Bewegung läge, werden sich die Händler so lange wehren, als sie hoffen können, sich auf Kosten der Verbraucher eine ausreichende Existenz zu sichern. Es gibt daher für die Arbeiterschaft keine andere Möglichkeit, als sich den Konsumgenossenschaften anzu- schließen. Die Selbsthilfe der Verbraucher, die Stärkung der vec- braucherorganisationcn ist das wirksamste Mittel, um sich gegen die Auswucherung durch den Handel zu wehren. Die letzte Ursache der Preissteigerung ist natürlich in den außenpolitischen und weltwirt- schaftlichen Verhältnissen zu sehen, die durch den Krieg hervorgerufen wurden. Ein Zusammenschluß der Verbraucher kann wohl die Aus- wüchse der Teuerung, aber diese selbst nicht verhindern. -i- Nur Geftehungspreis. Der Wagislrat Berlin teilt mit: Anfragen bei der V-eisprüfungs- stelle Berlin lassen erkennen, daß Immer noch die Bleinunq ver- breitet ist. es dürfe gemäß dem Beschlüsse des havptausschusses der Dreisprüfungsstelle verfahren werden, wonach der Wieder- beschaffungspreis bei der Dreisfestfehung in Rechnung gestellt werden kann. Die Dreisprüsungsstelle Berlin wird auch fernerhin sich aus die zuletzt ergangenen Rrichsgerichtsurte'.le und die letzten Ver- öfsentlichungen des Reichswirlschastsministers und des preußischen TNInisters des llnnern stützen und bei ihren Berechnungen nur den Gestebungspreis zuzüglich eines angemessener, A a s s ch l a g e s für die Geldenlwertung gellen lassen. Um den Straßenbahntary. Der Verwaltungsrat der städtischen Straßenbahn trat gestern abend, wie gemeldet, unter dem Vorsitz des Stadtbaurats Dr. Adler zu einer Besprechung über die Notwendigkeit einer weiteren Tarif- erhöhung der Straßenbahn zusammen. Wie eine Korrespondenz meldet, legte die Verwaltung an der Hand eingehender Zahlen dar, daß schon heute mit dem vor kurzem eingeführten 8-Mark-Tarif angesichts der inzwischen weiter gestiegenen Teuerung nicht durch- zukommen, und daß eine weitere nennenswerte Tarifsteigerung un- bedingt erforderlich fei. Die Berwaltung schlug die Erhöhung des Einheitstarifes auf 12 M. und des Preises für Umsteige- fahrfcheine auf 20 M. vor. Doch begegnete dieser Vorschlag im Verwaltungsrot den erheblichsten Bedenken, besonders mit Rücksicht darauf, daß die Stadtbahn und Hochbahn noch in der nächsten Zeit weitaus niedrigere Tarife haben werden als die Straßenbahn. Da sich selbst bei einem Tarif von 12 M. für die Straßenbahn immer noch ein Fehlbetrag von 22S Millionen für dieses Rechnungsjahr ergebe, müßten ander« Mittel gesucht werden, um eine einigermaßen befriedigende Lösung zu finden. Hierfür wurde die Einführung eines Kurzfahrcr- oder Zwei- zonentarifes vorgeschlagen, wonach eine wesentlich« Preiser- hähung nur für längere Fahrten stattfinden soll. Die Besprechung im Berwaltungsrat hatte nur vorbereitenden Charakter: die Ent- fcheidung soll Ende dieser Woche in der Verkehrsdeputation fallen. Die geplünderte Gartenbauausstellung. Eine Bikke an die Lehrer der Berliner Schulen. Bom Verband der Gärtner und Gärtnerei ar- beiter wird uns zu der kürzlich veröffentlichten Beschwerde über die rauhe Behandlung, die Schulkinder in der Gartenbauausstellung erfahren haben, folgendes geschrieben: Von der Leitung der Ausstellung war ein großzügiger Plan für sämtliche Schule» ausgearbeitet worden, um allen Kindern der Oberklassen den Besuch zu ermöglichen, indem täglich 10 000 Kinder durchgeführt werden sollten. Die Schulleiter bekamen genaue An- Weisungen, die aber leider von vielen Lehrern nur wenig b e- folgt wurden, so daß sich bereits am zweiten Tage die UnHaltbarkeit des schönen Planes zeigte. Verschiedene Knabenklassen nahmen bei ihrem Durchmarsch Tausende von den heute so teueren Prospekten, Broschüren und dergleichen mit, weil die Inhaber der Stände noch dem Halt für die himmelanstrebcndcn Segel, ja, selbst eine Jacht ist dabei: es find die leichten Kräfte der Flotte. Sie arbeiten sich vorwärts nach Norden, auf Nuwuk zu, wo der ganze Wohnplatz vor Spannung brennt. Männer und Frauen laufen am Strande auf und ab init ihrem feinsten Pelzwerk angetan: das der Männer mit kleinen Schwänzen, die am Rücken herabhängen, das der Frauen mit farbigen Lederläppchen benäht. Mit fieberhafter Eile werden die Umiaks und Kajaks zurechtgemacht, um in See zu stechen— die Flotte soll gebührend empfangen werden. Endlich sind sie in der Nähe. Das schwere Stampfen der Maschine wird deutlich an Land gehört. Winden und Taue knirschen und knacken, tiefe Männerstimmen rufen Befehle, andere nchmey sie auf, beantworten sie— die Flotte biegt in den Ankerplatz ein und bahnt sich ihren Weg durch die vielen leichten Kajaks, die mit ihren lachenden und gestikulierenden Eigentümern hin- und herflitzen. Und dichter am Land liegen alle Umiaks mit den Frauen an den Paddeln und einem alten besonnenen Manne am Steuer— das ist nötig, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, denn die Frauen sind ganz wild; das Sommerfest fängt an. Es klingelt in den Mafchincntelsgraphen, die Segel wer- den eingeholt, es knackt und knirscht und kracht da draußen, während das eine schwere Segel nach dem anderen nieder- saust. Man ruft, man schreit, man flucht, es ist ein Lärm, als ob alle bösen Geister in dem stillen Nuwuk losgelassen wären. Das Bugwaffer unter dem eisenbeschlagenen Steven wird stiller und stiller, die Fahrt verlangsamt sich, dann schneidet eine harte Stimme durch den Lärm—„werft Anker"— eine andere antwortet—„los!"— und unter mächtigem Klatschen und Kettengerassel, mährend Rauch und Rost aus dem Klüslock) stäuben, fällt der erste Anker— die Kette wird angezogen, die Schute dreht bei, liegt still. Andere Schuten kommen auf den Ankerplatz. Immer wieder tönt das scharfe Kommando—„ankern", und unter Rufen und Ge- schrei gelangt die Flotte allmählich zur Ruhe— das Ziel ist erreicht— dort liegt Nuwuk, sonnenbeschienen, verlassen, vier- hundert Meter entfernt. Aber draußen auf der Reede, wo nun Schiff an Schiff liegt, ertönt ein furchtbares Pfeifen— alle Dampfpfeisen gellen, weit geöffn-t, festgebunden, von den Seglern heult das Nebelhorn und auf einzelnen Schiffen wird mit Kanonen ge- schössen— man freut sich, die gefährliche Eisfabrt ist glücklich überstanden, man fühlt sich zu Hanse.(Forts, folgt.) GU A Arbeiter- Sport a Arbeiter und Berufssport. 2. Mannschaften 6: 0 für Schöneberg. Eine gesellige Erinnerungsfeier an das Bundesfeft bildete den Abschluß. 54,4 Get. Hochsprung: 1. Juhen- Wedding 1,53 Meter. 400 Meter 1. Harry- Schb. 57,1 Gel. 100 Meter Juben- Wedding 12,1 Sef. Dreisprung: 1. Hämmer Turnerinnen 75 Meter: 1. Rau- Wedding 1. Wedding 59,4 Get. 60,2 Gef. 1 4mal 100 Meter: Speerwerfen: 100 meter: 1. Rau- Wedding 14 Set. Hochsprung: Kunze- Wedding 1,22 Meter. Kugelstoßen: Blättermann- Wedding 6,67 Meter. Jugendliche: 400 Meter: Ev- Frisch auf 4mal 100 meter: 1. Frisch auf 49,3 Eet., 2. Schbg. 50 Sef. 100 meter: 1. Böbm- Schbg. Diskus: 1500 Meter: 1. Tappert Frisch auf 4 Min. 47,1 Gef. Speerwerfen: Müller- Bedding 29 Meter. Olymp. Stafette Schöneberg 4 Min. 11 Gef. Alter turner: 100 meter: 1. Richter- Schbg. 13,1 Gel., Quer durch Lichtenberg. nicht da waren, riffen in der Eile Töpfe und Vafen, um, versuchten Fußball zu spielen usw. Zahlreiche Gruppen von je 3 bis 4 Echülern, auch Schülerinnen, trennten sich von ihren Lehrern und durchstreiften im Laufschritt unter allerhand Allotria das Gelände, so daß die Aussteller fategorisch erklärten, ihre Pflanzen wegzunehmen, wenn nicht sofort Wendel geschaffen würde. Vielfache Beschwerden des zahlenden Publikums liefen bei der Leitung cin, am Ratteenvertaufsstand wurden Miniatur= Das im folgenden angeschnittene Thema stellen wir Resultate: Manner: 200 Meterlauf: 1. Böyme- Scbg. 25 Get., 2. Röhl töpfe, im Eisenbahnzelt Früchte entwendet, furz, hiermit zur Debatte. D. Red. Schög. 26,2 Sel. 4mal 100 Meter: 1. Webbing 49 Sel., Schbg. 50 Gel. das ganze Aufsichtspersonal mußte aufgeboten werden, um OrdAbgesehen vom Pferdesport gibt es feine sportliche Betätigung, 3000 Meter: 1. Hermann- Scbg. 10 Min. 53 Get., 2. Richter- Schbg. 10 Min. Distus: 1. Hämmerling- Schög. 32,60 Meter, Speerwerfen: nung zu schaffen und das heruntertreten der Rasenkanten an den die nicht auch von der Arbeiterschaft geübt und gepflegt wird. Die 1. Sämmerling- Ecbs. 32,80 Meter, Weitsprung: Hämmerling 5,69 Meter, Wegen zu verhüten. Wir haben Knaben beim Abpflücken von Dahlienblumen betroffen, die auf Befragen erklärten, ihr Lehrer Arbeitersportler haben sich im Arbeitersportkartell eine Zentrals Rugelftoßen: 1. Hämmerling- Schb. 11,12 Meter, 2. Straple- Webbing 9,72 meter. hätte sich auch eine angesteckt"; einige Lehrer glaubten Spezial- ftelle geschaffen, in der die verschiedenen Arbeitersportvereine zu einer straffen Organisation zusammengeschlossen sind. Das Kartell ling- Schbg. 11,95 meter. studien in den Zeiten treiben zu können, wo die Pflanzenmessen für propagiert die Ausübung jeglichen Sports als rein individuelle An- 10,2 Ser., 2. Noffe- Wedding 11,1 sek. 600 Meter: 1. Rau- Wedding Gärtner stattfinden, so daß andere Klassen nicht passieren konnten, Stockungen und Reibereien entstanden. Verschiedene Lehrer und gelegenheit gesundheitsfördernder Leibesübung. Demzufolge wird 2 in. 11,4 Ger., 2. Kunze- Wedding 2 Min. 13.2 Sel. Lehrerinnen waren wieder so in die Schönheiten vertieft, daß in- der Berufssport, die Auszeichnung der Träger hervorragender sport- rolowo- Schöneberg 16,85 Meter. zwischen die Hälfte ihrer Kinder weiterging und den Anschluß gänzlicher Leistungen durch Geldpreise, Titel, Diplome, Blaketten usw. lich verior. Kurz und gut, die Ausstellungsleitung, in der auch der grundsäglich abgelehnt. Der Kampf ums tägliche Brot auf sport 1000 eter: 1. Zomie- Echbg. 3 Min. 2,2 Gef. freigewerkschaftliche Gärtnerverband vertreten ist, sah sich gezwungen, lichem Gebiete und auch die überspannte Sportfererei, die gesund 800 Meter: Thiele- schba. 2 min. 22,4 Gel. an das Nachrichtenamt der Stadt mit der Bitte um eine aufklärende heitgefährdende Ausübung des Sports, soll dadurch von der Ar- 12,1 Gef. Motiz in der Tagespresse heranzutreten, und als das nichts half, beiterschaft ferngehalten werden. Ein an sich durchaus lobenswerter Schlunter- Schbg. 24,46 Meter. die Zelte zu sperren, nachdem der Inhaber der Kakteen- Grundfaz, der aber in unserer auf das Erwerbsleben eingestellten Dreifprung: Schlunie- Schög. 11 Meter. sammlung dies bereits aus eigenem Antrieb getan hatte. Auch die furzlebigen Zeit auch nicht von der Hand zu weisende Nachteile 2. Giel- Ebg. 14,1 Sef. Sondergärten ven Späth, Roschel und Rothe mußten durch vorge- für die Arbeitersportbewegung in fich birgt. Die Ausübung jegfpannte Laue fo abgeschlossen merden, daß die Klassen nur noch licher Sportart stellt nicht nur ideelle, sondern weit mehr auch mavorbei- aber nicht mehr hineingehen konnten. terielle Anforderungen an den Sportjünger. Die materiellen sind Wir müssen leider bestätigen, daß dieses undisziplinierte Ver- es aber gerade, die den Arbeitersportler am schwersten drücken, ja, halten der Schulkinder auch in verschiedenen anderen Zuschriften an ihm oftmals feinen ganzen Idealismus zum Sport zuschanden uns gerüst wird. Die folgende durch den Berliner Magistrat der machen. Zur Erhärtung dieser Feststellung sei nur der in hoher breitete„ Bitte an die Lehrer aller Schulen" wird daher Blüte stehende, Radsport erwähnt. Dieser Arbeiter- Sportzweig hat hoffentlich auf fruchtbaren Boden fallen: Bei der Führung der im Deutschen Arbeiter- Radfahrerbund" feine Spike. Der Bund Schullinder durch die Jubiläums- Gartenbau- Ausstellung im Schloß- resp. die ihm angeschlossenen Vereine beschränken ihre rein sportpart Bellevue hat sich leider gezeigt, daß die einzelnen Klaffen nicht liche Tätigkeit lediglich auf Touren- und Wanderfahrten, Amateur genügend aufammengehalten wurden, zum Teil fogar fich felbft sport. Ein wirklich gutes Tourenrad( keine Rennmaschine) testet Dadurch find große Unzuträglichkeiten, sogar aber heute meit über 20 000 M. Dazu kommen die ebenfalls teuren Echlimmeres, vorgekommen. Die Ausstellungsleitung richtet daher an Ausgaben für Reparaturen sowie für Neuanschaffungen von Er die Lehrer die herzliche Bitte, ihre Gruppen nur in strengster Ord- faßteilen zur Erhaltung des Rades. Bennschon die im Bund or nung durchzuführen und die überfondten Gruppenscheine nebst Ab- ganisierten Arbeiterrabler einige Preisvergünstigungen erzielen, so rechnung bereitzuhalten. Andernfalls müßten zum größten Leid- mirken diese den Zeitverhältnissen nach doch nur äußerst minimal. wefen der Ausstellungsleitung die Schülerführungen unterbleiben. Deshalb wenden sich aber gerade die jungen, sportlich leistungsfähigen Kräfte den bürgerlichen Radsportvereinen zu. Hier finden fie Gelegenheit, vorerst als Amateure Ruf und Namen zu gewinnen. Später steht ihnen dann der Uebergang ins Berufsfahrerlager frei. In Straßenrennen, von den Vereinen ausgeschrieben und meist von der Industrie subventioniert, fönnen sie auch ihre materielle Lage verbessern. Nicht selten gelangen so die jungen Radler aus ihrem gewerblichen Beruf ganz in den sportlichen, um sich nun auf gestenberg II 4,06.4" Diin. schlossenen Bahnen mit mehr oder weniger Erfolg als Radrenn fahrer zu versuchen. Die hier furz vorgezeichnete Laufbahn wird der sportbegeisterten Jugend wesentlich erleichtert, als ihr ja nötigenfalls der ursprünglich gewählte gewerbliche Beruf später wieder offen steht. Im Hinblid darauf dürfte es faum zu hoch gegriffen überlassen blieben. " Der Bürgerrat rüstet! = # Die politischen Ziele der angeblich unpolitischen Bürgerratorganisationen werden beleuchtet durch einen Bettelbrief, mit dem der Bürgerrat von Groß- Berlin große Firmen um Beiträge zu den Kosten seiner Arbeitersucht hat. Der Bürgerrat glaubt, daß er gerade in der nächsten Zeit piel zu hm haben und daher beträchtliche Mittel brauchen wird. Denjenigen Firmen, die feine Aufforderung unbeachtet ließen, hat er jetzt eine Mahnung ins Haus gefchickt. Zur Begründung weift er darauf hin, der Bürgerrat von Groß- Berlin dürfe sich einen nicht un erheblichen Teil des Verdienstes zuschreiben, daß es gelungen ist die frühere sozialistische mehr heit in der Berliner Stadtverordnetenverfamm lung zu bred en". Auch hebt er hervor, daß er nicht unerhebliche Stiftungen an die Technische Nothilfe" geleistet hat.„ Weiterer größerer finanzieller Mittel werden wir," fagt er, voraussichtlich in den nächsten Monaten bedürfen. Die regenwärtige fritische politische Lage, die noch durch eine Geld- und Ernährungsfrise verschärft mird, dürfte Folgeerscheinungen zeitigen, die erhebliche Anforderungen an die Tätigkeit des Bürgerrates stellen merden." Er gibt sich der Hoffnung hin, daß die Firmen ihn durch einen größeren, der Entwertung der Mark entsprechenden Geldbetrag unterstüßen werden. Nur dann wird es," schließt der Brief, dem Berliner Bürgertum möglich sein, über die kommenden Wochen und Monate, denen wir mit schwerster Besorgnis entgegensehen, in Ruhe und Ordnung hinwegzukommen. sein, wenn man 90 v. 5. aller Berufs- Rennfahrer als aus der Arbeiterklasse hervorgegangen anspricht. Und unter ihnen befinden sich gerade unsere schnellsten Sprinter und Dauerfahrer. Aehnlich liegen zurzeit die Verhältnisse bei allen anderen beruflich ausgeführten Sportarten: bei den Ringkämpfern, Borern usw. Männer Staffel: 1. 9.G.. 19.54.8 Min.. 2. Fichte Oft 20,08 800 Arbeitersportler fonden sich am Sonntag zu dem„ historifchen“ Lauf„ Quer durch Lichtenberg". Im 8000- Meter- Einzellauf belegte, wie zu erwarten, Wagner( Leipzig) den ersten Plazz. Bom Start bis zum Ziei lag er in der Führung und konnte durch seine besondere Taktik und Zähigkeit im Endspurt den besten Meilenläufer des 1. Kreiſes( Heinz, ASC.) über 300 Meter hinter sich lassen. Bei der Männer- Stafette löste fich schon beim ersten Kilometer ASC. lag fast die Spitzengruppe, bestehend aus ASC., Fichte- Dft, Lichtens berg, Weißenfee, Schenkendorf, Ios. burchweg in der Führung, während Lichtenberg, Fichte- Ost und durchweg in der Führung, während Lichtenberg, Fichte- Oft und Weißenfee, die wiederholt aufrückten, immer wieder nachließen. Die Knaben fonnten in der 100- meter- Stafette die nicht schlechte Zeit von 3,35 Min. herausholen. Folgend die Resultate: minuten, 3. Lichtenberg I 20,20 min., 4. Beißenfee 21,58 Min. ner- Gingellauf: 1. Wagner( Leivaio) 26 52.8 min., 2. Seins( A...) 28.09 Min., 3. Wolgast( Weißenfee) 28.15 min, 4. Seinrich( Groß- Berlin Nord) 28,21.02 Min. Jugend Staffel 1. Sichte Oft I 705,6 min., Jugend. 2..G.C. 7,15.2 min., 3. Groß- Berlin- Nord 7,33.3 Min. Einzellauf: 1. Meißner( Spandau) 10,27.4 min., 2. Behold( Schenkenor 10 35 min., 3. Benecke( Sichte 13) 10,43.5 Min., 4. Land( Lichtenbera) tenbera 3.40.7 Min., 3. Groß- Berlin 3.41 Min 3,45 Min. Mädchen Etaffel: 1. Lichtenberg III 4,06 in., 2. Lich1. Groß- Berlin- Wedding 3,55 min., 2. Richte 10h 3.35.2 Min.. 3. Fichte 22 män= 10,47.4 in. Frauen Staffel: 1. Meißenfee 3,36.2 min., 2. Lich naben' affel: Welchen Sportverbänden trete ich bei? Wir fezen hiermit das im letzten Borwärts- Arbeitersport" be. gonnene Adreffenverzeichnis von Arbeitersportvereinigungen fort: Schwimmvereine. Borfizender: Ernst Schwedler, Berlin n. 20, Biefenftr. 7. Schwimmwart: Karl Fensle, Charlottenburg 4, Wilmersdorfer Str. 44. S.- V. ,, Varwärts". A. Seibt, Neuköln, Bahnstr. 5. S.- W. ,, Welle". Gustav Müller, O., Memeler Str. 5. Frei- Schw. Norden. Erich Grunewald, Fantow, Gottschaftstr. 22. S.-B. Freiheit". Berl. Schw..union. Rudolf Förster, E. 14, Rommandantenftr. 49, S.-B. Südost. W. Sorge, Neukölln. Weigandufer 29. Auf diese Tatsache sollte das Arbeitersportfartell ungefäumt fein Augenmerk richten. Das unbedingte Festhalten an einem einmal aufgestellten, gutgemeinten und sogar liebgewordenen Grundfaz fann dennoch vom Uebel sein. Der Berufssport schreitet mit Riefenfchritten vorwärts und entzieht den Arbeitersportvereinen feine hervorragendsten Kräfte. Nur die wenigsten Sporifer eignen ftraße 28. sich für den Berufssport, aber für sie muß auch in den ArbeiterSportvereinen das Feld dazu frei sein. H. Beyschwang. 150 000 im Film. Freier Taubstummen. A. Peters, Lichtenberg, Finowoftr. 14. Fr. Schw. Neukölln. G. Bölfer. Neuföln, Treptower Str. 22. Fr.- Schw. Charlottenburg. Reinhold Kistau, Charlottenburg, Scharren. S.-B. Tegel. Erich Rohr, Tegel, Egelstr. 28. e.-W. Weißenfee. F. Menfchel, Weißensee, Rölfeftr. 10. S.-V. Neptun", Lichtenberg. Richard Güldenstein, D. 17, Stralauer ee 18. S.-B. Borwärts", Oberfchöneweide. Mar Ebbler, Oberfchöneweide, Marienstr. 18. S.-V. Köpeni. Frans Kißling. Röpenid, Glienider Str. 20. Fr. Schw. Potsdam. Robert Bunder, Botsdam, Saarminder Str. 8. Schw. Abt. Nowawes. Willy Barnemiz, Nomawes, Nordstr. 7. S.- V. ,, Welle", Strausberg. Willi Jentsch, Strausberg- Stadt, Briesener Straße 7. Fr. Schw. Falkenhagen- Seegefeld. Bruno Kannenberg. Am See, Herderallee 7. Fr. Schw. Spandan. Fritz Lart. Evandau, Baumgartenfteg B. S.-V. babelwelle", Wannsee. Erich Harz, Wannsee, Charlottenftr. 11. 6.- 2. Dttet", Hennigsdorf. August Gaft, Hennigsdorf, Waldstr. 6. S.-B. Neptun", Wittenberge( Potsdam). Heinrich Schulz, Wittenberge, Buttligfir. 19. Die 150 000 Turner, die anläßlich des 1. Deutschen Mr. Damit er die Geldgeber und solche, die es werden sollen, williger beiter Turn- und Sportfestes nach Leipzig famen, find macht, malt der Bürgerrat drohende Gespenster an die Wand. Wir im Film festgehalten. Anschaulich schildert er den Verlauf des glauben, daß man über die nächsten Wochen und Monate um so Festes, bietet dem Beteiligten viele Erinnerungswerte und übt eine leichter in Ruhe und Ordnung hinwegkommen wird, je weniger der ungeheure Werbefraft auf den Beschauer aus. Imposant ist allein Bürgerrat sich hineinmischt. Er rühmt von sich, daß es zu einem schon die Einfahrt des bekränzten Zuges in Leipzig, der freudige nicht unerheblichen Teil sein Verdienst sei, in der Berliner Stadt- Empfang auf dem Bahnhofe und des bunte Leben und Treiben verordnetenversammlung den Bürgerlichen wieder zur Mehrheit vor und auf dem Festplay. Der Festzug bietet ein äußerst interverhelfen zu haben. Ja, das ist dem angeblich unpoliti- essantes Bild. Drei Festzüge bewegten sich durch Leipzig, auf dem schen Bürgerrat die Hauptsach e. das Bürgertum zu Augustusplag vereinten fich zwei, und man sieht das Einschwenten a. fammeln und es zum Kampf gegen den Sozialismus zu Sechzehner- Reihen. Ueber 1000 Fahnen wurden im Zuge mitaufzrstacheln. geführt. Ein prächtiges Bild zeigt die Fahnenpolonäse auf dem Festplaß und hinter dem Fahnenwold die anmarschierende Menge. Man sieht Massenfreiübungen, die nach einer besonders für diesen 3med komponierten Mufit ausgeführt wurden. Doch wurden auch In der Berliner Stadtverordnetenversammlung hervorragende Einzelleistungen der Nachwelt überliefert. Ebenso Baben die beiden fozialdemokratischen Fraktionen hielt der Film eigenartige Darbietungen auswärtiger Gäste fest, folgenden Dringlileitsantrag eingebracht: so die Hammerübungen der Tschechen, die wunderbar diszipliniert durchgeführt wurden. Ueberhaupt sind die Massenübungen eine Lobpreifung der Ordnung. Die Masse wirft els Ganzes imponierend, Eins aber zeigt der Verlauf dieses Feftes noch in voller Deutlichkeit, cin einzelner fällt nur auf wenn er feine Sache schlecht macht. der Arbeiter hat den Willen und das Talent zur Organisation. Mehr Bauarbeiterschutz! Die letzten Va uunfälle in Groß- Berlin haben gezeigt, daß der Schuß der Baugewerblichen Arbeiter von den Bauberufsgenossenschaften nicht in genügender Weise beachtet wird. Die Versamm Tung ersucht den Magistrat, unverzüglich Bauten fontrolleure aus den Reihen der baugewerblichen Arbeiter anzustellen. Die Stadtverordnetenversammlung hat am heutigen Dienstag eine außerordentliche Spung, die schon um 4 Uhr beginnt. Auf der Tagesordnung steht an erster Stelle die Fortsetzung der Teue rungsdebatte. S.. Wafferfreunde". Landsberg a. b.. Adolf Melchert, Landsberg d.., echomer. 1 S.-V. Friedrichshagen- Müggelsee. Walter Schulz, Friedrichshagen, Kirchhofftr. 28. S.-V. Brandenburg( Onbel), Erich Luge, Brandenburg( Sabel), Botsdamer Str. 1. S.-V. Fürstenwalde. Wilhelm Krüger, Fürstenwalde, Kirchhofftr. 8. S.-V. Wildan. Sellmut Schulze, Wildau, Blankstr. 8. Fr. Schw. Nauen.. Siewert, Manen, Botsdamer Str. 55. E.-B. Eberswalde. Karl Schröder, Eberswalbe, Kaifer- Friedrich- Str. 29. Rudervereine. Borwärts( B. Etügelmaler, Stralan, Friedrich- Junge- Straße 1). BootsHaus in Oberschöneveide, Wilhelmftrand. Freiheit( C. Kunze, Berlin D., Goslarftr. 2). Bootshaus in Etralau, Tiefwerber bei vandau. ft- Stralau. Collegia( B. Nowrot, Charlottenburg, Kaiferdamm 87). Bootshaus in 1913( 5. Krause, Stralan, Tunnelfir. 20). Bootsbans in Stralan, AltEtralau, Ruberfreunde( M. Marr, Berlin D. 17, Capriviftr. 17). Bootsbans in Niederfchöneweide. Bichelaberge( D. Strobel, Steglik, Seefeftr. 12). Neichspoft( E. Ente, Schönbaufer Allee 113). Neben diesem Film der Arbeitersportler, der jetzt in vielen Schulaulen gezeigt wird, sieht man noch etliche Sportfilme der Kulturabteilung der Ufa. Von allergrößtem Interesse für den Sportler sind die Zeitlupenaufnahmen. Dank der Zeitlupe werden dem Beschauer eingehende Bewegungsstudien ermöglicht, die er bisher nicht vornehmen konnte. Alles in allem werden diese Bor- größte Verein ist„ Sorwärts" mit 100 Tooten. führungen dazu beitragen, dem Arbeitersport neue Anhänger zu gewinnen. Insgesamt find etwa 1000 Mitglieder und 200 Boote borbanden. Der Radfahrer. Arbelter- Rabfahrerbund Solidarität", Borf. Otto Santel, Neuron, Lichtenrader Str. 31. Kraftsport. Die Bereine pflegen außer Schwerathletit and Ringen, Voren, Jiu- Jithu Segeln. Berliner Gastwirte und die Schlemmersteuer. Die GroßBerliner Gastwirteorganisationen versammelten sich Der obengenannte Arbeitersportfilm gelangt als Veranstaltung des Kar cm gestrigen Montag nachmittag im Marmorsaal am 3co, um gegen temverbandes für Sport und Körperpflege an folgenden Sagen zur Vorfüh die von der Regierung und der Stadt Berlin geplante Schlemmer- tung: 1. Gonnabend, den 16. September, abends 7 lb, Real- Gymnasium und Leichtathletik. Intereffenten wollen sich an R. Brüller, Neulöün, RaiserBarlane in Lichtenberg. 2. Sonntag, den 17. September. nachm. 1½ Uhr, Steuer den üblichen Proteft zu erheben. In einer Entschließung nur für Kinder und deren Angehörige im Sichtivielbaus Kaiferoof. Kovenia, Friedrich- Straße 77, wenden. wurde ausgeführt, daß die Steuer nach übereinstimmender Ansicht Grünfirake; abends 7 Uhr Röbenid, örnerfchule, Lindenstraße. 3. Connies, after Fachleute praktisch undurchführbar(?) sei und daß ihr finan- den 17. September, vorm. 10 Uhr, im Balaft- Theater Banksw, Breitestraße. Die Geschäftsstelle bes Berliner Mettfcaterverbandes befindet sich bei zielles Ergebnis äußerst gering sein würde. In einem Appell an riebrichshain. 4. Montag, den 18. Eeptember, abends 7% Ubr, im Saalbon der Brauerei A. Holdorf, Berlin- Steglit, Thorwaldfenftr. 32. 5. Dienstag, den 19. Geptember, abends 7 Uhr, in Kliems die Regierung und Gewerkschaften wird dann höchst überflüssiger seftfälen, Hafenbeide, abends 149 1hr im Moabiter Stadttheater, Straße Altweise gegen den Achtstundentag polemisiert nach dem Motto: Da- Monbit. 6. Mittwoch, den 20. September, abends 7 Uhr, in Strausberg. mit den Schiebern das Schlemmen nicht verefelt roird, müssen Aronnerstag, den 21. September, abends 7 Uhr. in Lichterfelde, nachm. 5 Uhr Kinderborstellung. Man erwartet die Unterstützung der organisierten beiter und Angestellte länger arbeiten. Ferner wird gefordert, daß Arbeiterschaft. tie Landwirtschaft zu einer der übertriebenen Preissteigerung ihrer Erzeugnisse entforechende Abgabe für soziale 3wede veranlaßt wird, und daß die Regierung die Ausfuhr von Lebensmitteln irgendwelcher Art nach dem Auslande grundsäglich sperrt und Berstöße mit schwersten Freiheitsftrofen belegt. Solange diese Forderungen Was der Sonntag brachte. Sportfest auf dem Dominicusplay. Wandern. Zonriftenberein Naturfreunde, Geschäftsstelle: S. Bartelmann, Berlin SD., Stalizer Str. 123. Sportfest im 12. Bezirf. Am Sonntag, den 17. September, beranſtaltet bas Arbeiterfporttartell für ben 12. Berivaltungsbezirk fein 2. Ebortfest. Die Sportgenosfinnen und Genoffen fowie die Freunde der Arbeitersportbewegung treffen fich auf dem Marktplatz in Steglit, Düvvel ſtraße. Abmarfch mit Mufit Bunft 1 lbr mittags. Auf dem Ebortblat Telfower Straße) Leibesübungen, Stambfibiele, Vollstänze, ( Lichterfelde. Die Parteigenesen werden gebeten, fich Athletik- Sport- Klub r.. Der Verein beteiligt sich am Sonntag, den Die Freie Turnerschaft Groß- Berlin vollendete gestern die nicht erfüllt sind, müßten sich die Gastwirte einer Sonderbesteuerung Jubiläumswettkämpfe Wedding aus Anlaß seines 60jährigen Be- eigenfahrten. Konzert u. a. m. zahlreich zu beteiligen. mit allen gesetzlichen Mitteln widersezen. stehens bei schönstem Wetter. Die Leistungen waren verschiedentlich Dadurch, daß die Gafimirte ftets von ihrer" Sonderbesteuerung fehr gut, die Beteiligung konnte beffer sein, auch seitens des Publi- 17. Gebtember, mit boller Starle am Straßenlauf der Freien Turners reden( während die Steuer doch nur den Schlemmern gift), verstärken fums. Die jungen Sportgemeinden Schöneberg und Wedding sollten schaft Groh- Berlin. Pez. Rorben. Ee fommen hierfür alle Mitglieder in fie den Eindruck, die besten Förderer aller Schlemmergelüfte zu sein. öfter in gegenseitige Konfurrenz treten. Das Fußball- Serienspiel Grage. Diejenigen Mitglieder, die in der Verfammlung am 8. September Schöneberg- Potsdam brachte Schöneberg wie schon am vergangenen ning in Treptow su erfcheinen. Trainingtage: Dienstaa. Donnerstag abend 12 Taschendiebe verhaftet. Beamten der Taschendiebepatrouille Sonntag guten Erfolg. Resultat bei den 1. Mannschaften 1: 0, und Sonntag vormittag. Geschäftsstelle: E. Heinaz. Neukölln. Beifeftr. 9. gelang es am Sonnian, nicht weniger als 12 Pangfinger unschädlich zu machen. Zum größten Teil fonnten sie auf frischer Tat nicht antefend waren, werden aufgefordert, am Dienstag abend zum Trai ertannt werden, nodidem sie von den Beamten ichon längere Buchholz). Spielen der Kinder Mittwoch, den 13. September, nachm 4 Uhr, 15 ans Rofe als Sugo Stumm über den Durchschnitt biraus. Auch die Zeit beobachtet worden waren. Unter diesen 12 Berhafteten bes Spielplatz Niederschönhausen, Restaurant Mendel. übrigen Darsteller zeigten ein gutes Können. Im ganzen fann man ziz finden sich nur drei Deutsche, die übrigen neun find Ausländer, die Elternbeiräte des 20. Bezirks der sozialdemokratischen Parteien. frieden sein. fich alle ihren Angaben nach nur vorübergebend bier aufgehalten ge Elternbeiräte des 20. Bezirfs von weltlichen und geinlichen Schulen haben wollen. Zweifellos handelt es sich aber um Mitglieder inter merden zum 18. September abends 7 1hr zu einer Fraktionssitung in der nationaler Banden, von denen Berlin überflutet ist. Alle zwölf Aula der 4. Gemeindeschule, Hoppestraße, eingeladen. wurden dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunte. Am heutigen Dienstag 6%, Uhr findet im Gewerfichaftshaus, Caal V, Engelufer 24/25, eine Zu fammenkunft der Leiterinnen und helferinnen bei unseren Ferienspielen ftatt. Tagesordnung: Besprechung über unier Winterprogramm.19. Berwaltungsbezirk( Pankom, Niederschönhausen, Buch, Hermsdorf, Karow, Sport. Das Teste benbrennen in Treptow. Am Mittwoch, den 13. Sep. Im Theater des Oftens ging ein Schwant. Die 2iebesprobe" tember, bält die Treptower Radrennbahn ior legtes bendrennen in diesem von Guit a vischer Obmann über die Bretter. Zu einem Schwant Sabre ab. Ein umfangreiches Broaramm forohl für Flieger, als auch für reicht die Handiung nicht aus, aber das Ganze ist nicht uneben aufgemacht Dauerfahrer ist vorgefeben. Den Fliegern ist ein Eröffnungsrennen, ein und entbehrt nicht eines gelunden Humors. Die Musit dazu von Albert unites und ein Vorgabejahren reserviert, währenddem den Dauerfahrern Baumgart ist nicht erwähnenswert. Die Darstellung war gut und zeugte der Johannes- Pundt- Breis" über 25 Kilometer und der Große Preis von großem Fleize. Wolfgang Müller als Rentier Röder ragte neben der Industrie", ein 10- Meilen- Rennen hinter Motorführung, vorbehalten ist. Groß- Berliner Parteinachrichten. 19. Kreis. Bankow. Die Platate für die am Freitag stattfindende öffentfiche Boltsversammlung gegen Teuerung und Wucher" sind ab Dienstag abend 6 Uhr bei Meyer, Türkisches Belt" zu haben. Heute, Dienstag, den 12. September: 13. Kreis. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelbe, Lichtenrade. 7½ Uhr Fraltionsfigung in Tempelhof, Dorfstr. 42. Der Kreisvorstand sowie die Tem pelhofer und Mariendorfer Funktionäre müssen vollzählig erscheinen. 74. Abt. Zehlendorf. 7% Uhr Mitgliederversammlung. Ausgabe der neuen Ronzertkarien. Morgen, Mittwoch, den 13. September: Mitgliederversammlungen in Groß- Berlin: 1. Abt. 7 Uhr Schulaula Auguststr. 68. Thema: ,, Staatsbankrott und Sozialdemokratie". Ref. Genoffin Marie Juchacz, M. d. R. 2. Abt. 7% Uhr bei Ohngemach, Rommandantenstr. 88. Thema:„ Das Reichs. mietengeset". Ref. Gen. Albrecht. 3. Abt. 7 Uhr Gaal 5 des Gewertschaftshauses, Engelufer 25. Thema:„ Die Stellung der SPD. zu den Ursachen der Teuerung". Ref. Dr. Lohmann. 4. bt. 7 Uhr bei Schwarz. Blantenfelder Str. 10. Thema:„ Das Reichs. mietengeset". Ref. Gen. Winter. 6. Bbt. 5. Abt. 7 Uhr Bürgerheim", Alte Schönhauser Str. 23-24. Thema:„ Das Reichsmietengefeg". Ref. Stadtrat Moß. Thema: SozialisierungsDie Not der Presse Marksturz und TeueKulturaufgaben 7% Uhr Schulaula Ruppiner Str. 48. fragen". Ref. Hermann Lüdemann, M. d. 2. 8. bt. 7% Uhr Schulaula Steinmegstr. 79. Thema: und die Arbeiterschaft". Ref. Gen. Th. Gloce. 9. Abt. 7 Uhr Artushof, Perleberger Str. 26. Thema: rung". Ref. Dr. Striemer. 10. st. 7% Uhr Gemeindeschule Alt- Moabit 23. Thema: der Sozialdemokratie". Ref. Dr. Kawerau. 11. Ast. 7 Uhr Lokal Berger, Jegow, Ede Levegowstraße. Thema:„ Politische Tagesfragen". Ref. Ad. Buschick. 12. Abt. 7 Uhr bei Schmidt, Wicleffstr. 17. Thema:„ Der indische Heilige und die Arbeitslosigteit in England". Ref. Erna Büsing. 13. Abt. 7 Uhr Arminius- Feftfäle, Bremer Str. 73. Thema:„ Alkoholismus und Ernährung". Ref. Dr. Stulz. 14. Abt. 7 Uhr Schulaula Demminer Str. 27. Thema:„ Valuta und Teue. rung". Ref. W. Wöbus. 15. Abt. 7 Uhr Schulaula Bernauer Str. 89-90. Thema: Religion und Sozialdemokratie". Ref. Pfarrer Bleier. 16. Abt. 7% Uhr bei Krüger, Huffitenstr. 34. Thema: ,, Bolschemismus oder Gozialismus". Ref. Müller- Hannover. 17. Abt. 7% Uhr Schulaula Tegeler Str. 20. Thema: Welche Aufgaben haben wir der deutschen Wirtschaft gegenüber". Ref. Erwin Barth. 18. Abt. 7 Uhr bei Sochheim, Pantstr. 82. Thema: Die Bedeutung der jung sozialistischen Bewegung für die Arbeiterklase". Ref. Robert Steller. 19. Abt. 7% Uhr Graue Echule, Gotenburger Straße. Thema: Reparationen und Marksturz". Ref. Dr. Herring. 20. Abt. 7 Uhr bei Polster, Schwedenstr. 14-15. Thema: Die Ursachen ber Teuerung und ihre Berämpfung". Ref. Karl Hegschold. 21. Abt. 7% Uhr im Schrader- Haus", Malplaquetftr. 14-16. Thema:„ Die Wohlfahrtspflege in Staat und Gemeinde". Ref. Hedwig Wachenheim. Die Bezirksführer müssen beim Einladen besonders auf die Lokaländerung hinweisen. Vorwärtsleser und Bekannte find mit einzuladen. 22. Abt. 7% Uhr Schulaula Lütticher Str. 48. Thema: Die Bedeutung der Preffe". Ref. Nedatieur Saternus. 23. Abt. Uhr bei Grunewald, Kameruner Str. 19. Thema: Das Reichsmietengeset". Ref. Gen. Pfeifer. 24. Abt. 7 Uhr Schulaula Christburger Str. 14. Thema: Die Politik der SPD. in der Stadtverordnetenversammlung". Ref. Dr. Witte, Stadtv. 25. Abt. 7% Uhr Schulaula Pasteurstr. 5. Thema: Die wirtschaftliche und politif Lage Deutschlands". Ref. Steinkopf, M. d. R. mietengefeß". Ref. Gen. Steinweg. 26. Abt. Uhr bei Wichmann, Weißenburger Str. 1. Thema:„ Das Reichs 27. Abt. 7 Uhr Schulaula Sonnenburger Str. 20. Thema:„ Die Notwendig. Leit der Justizreform". Ref. Dr. Goldschmidt. 28. Et. 7 Uhr Schulaula Schönhauser Allee 166a. Thema: ,, Das Moskauer Bluturteil". Ref. Heinrich Heine. 29. Abt. 7% Uhr Schulaula Senefelder Str. 6. Thema: Die tommenden Parteitage der SPD. und USPD.". Ref. Viktor Schiff. 30. bt. 7% Uhr Schulaula Bappel- Allee 40-41. Thema: Die Ursachen ber Teuerung". Ref. Heinrich Bahlte, M. d. L. 31. Abt. 7% Uhr Schulaula Schönfließer Str. 7. Thema: Die Ursachen der Leuerung". Ref. Simon Ragenstein. 32. bt. 7 Uhr Aula der Fortbildungsschule Langeftr. 31. Thema: Die Teuerung und die Forderungen der Gewerkschaften und der Parteien. Ref. Emil Dittmer. Abteilungsangelegenheiten. Die Bezirksführer er. scheinen 1 Stunde vorher zur Abrechnung. Vorwärtsleser sind eingeladen. 33. bt. 7 Uhr Schulaula Hohenlohestr. 10. Thema: Wirtschaftsfragen". Ref. Reichstagsabgeordneter Girbig. 34. Abt. 7 Uhr Schulaula Litauer Str. 18. Thema: Die Wirtschaftslage". Ref. Elfriede Ryned, M. d. R. 35. 36. " bt. 7 Uhr bei Schulze, Samariterſtr. 38. Thema: Alkoholismus und Boltswirtschaft". Ref. Dr. Babed. Gäste willkommen. t. 7% Uhr Schulaula Petersburger Str. 4, Bortrag über: Rußlanb und die Sozialrevolutionäre". 37. bt. 7 Uhr Schulaula Hausburgstr. 20, Vortrag des Genoffen Michel| 101. Abt. Treptow. Der gemeinsame Sahlabend findet in diesem Monat aus über: Sozialisierung und Baugewerbe". 38. Abt. 7 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a. Thema: ,, Wirtschaftspolitif". Ref. Gen. Spliedt. 39. bt. 7 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3. Thema: ,, Die neue Kunst". Ref. Gen. Kruse. 40. Abt. 7½ Uhr Bittoriefale, Belle- Alliance- Str. 22. Thema: ,, Unsere Justizreform". Ref. Erich Kuttner, M. d. L. 41. Abt. 7 Uhr zahlabend in den bekannten Gruppenlokalen. 42. Abt. 7½ Uhr in den Blüchersälen, Blücherstr. 66. Thema: Das Reichs. mietengeset". Ref. Gen. Aug. Battloch. 43. Abt. 7½ Uhr bei Rabe, Fichteftr. 29. Thema: Sozialistische Jugenderziehung". Ref. Herbert Heiland. 44. Abt. 7% Uhr Reichenberger Hof, Reichenberger Etr. 147. Thema: Jugendorganisationen und Erziehung zum Sozialismus". Ref. Mag Westphal. 45. Abt. 7 Uhr Schulaula Forster, Ede Reichenberger Straße. Thema: Wirtschaftsfragen". Ref. Friedrich Schlegel. 46. Abt. 7% Uhr bei Beister, Cuvrystr. 11. Thema:„ Die Arbeiterschaft als Schüter der Republik und ihr Kampf gegen die Reaktion". Ref. Dr. Silberftein. st. 7 Uhr Schulaula Wrangelftr. 128. Thema: Strafrechtsreform". Ref. Die Arbeiterjugendbewegung". Ref. Frig Neubecker. Thema: Die KPD. und Abt. 7½ Uhr bei Gliefing, Wassertorstr. 68. der Leipziger Gewerkschaftskongreß". Ref. Gen. Stetter. 47. Landrichter Ruben. 48. 49. bt. Schwerhörigengruppe. Pünktlich 7 Uhr in der Taubstummenschule, Markussir. 49, 1. Sof, 2 Treppen. Tagesordnung: Vortrag von Fräulein Charlottenburg. 52. Abt. 712 Uhr bei Daedelow, Gömmering, Ede NordRöhl: Wie ich meine Schwerhörigkeit selbst heilte". 59. hausener Straße. Thema: Ernährung und Gesundheitsmesen". Referent Dr. Thurnau. 54. 96t. 7 Uhr Lokal zum Birnbaum", Galvanistr. 13. Thema: Das neue Mietrecht ab 1. Oktober". Ref. Dr. Benecke. 55. Abt. 7 Uhr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Thema: Wiederaufbau als Organisationsproblem". Ref. Dr. Tichauer. 56. Abt. 7% Uhr bei Janed, Pestalozziftr. 34. Thema: Das Reichsmietengeset". Ref. Oberlehrer Gievert. 57. Abt. 7% Uhr bei Arndt, Kantstr. 51. Thema: Die materialistische Geschichtsauffassung". Ref. Gen. Albert Horliz. 58. Abt. 7 Uhr in der Aula der 8. Mädchenschule, Joachimsthaler Str. 30. Thema: Schule und Sozialdemokratie". Ref. Dr. Deiters. ht. Spandau. 7½ Uhr Türkisches Belt", Bismard, Ede Moltkestraße. Thema: Die Ursachen der Teuerung und die politische Lage". Ref. Gen. Megner. 67. Abt. Grunewald. 7½ Uhr Lokal Lindened, Hubertusbaderstr. 8. Thema: Wilmersdorf. 69. Abt. 14 Uhr bei Umlang, Giefelete, Ede Begenerftraße. ,, Barum bin ich Sozialdemokrat?". Ref. Gen. Diekmann. Thema: m Rampf gegen Wucher und Teuerung". Ref. Robert Breuer. 70. Abt. 7 Uhr bei Piener, Holsteinische Str. 60. Thema: Die Rommunalpolitit der SPD.". Ref. Liesbeth Riedger, Stadtv. 71. und 72. Abt. 7 Uhr bei Rohr, Raiser- Allee 51-52. Thema: Die politische Lage". Ref. Gen. Klara Bohm- Schuch, M. d. R. 73. Abt. Smargendorf. 7% Uhr Schükenhaus, Hundekehleftr. 20. Thema: Schöneberg. 78. Abt. 7 Uhr Bahlabend in der Aula der Gemeindeschule ,, Das Reichsmietengefez". Ref. G. Schulz. Feurigstraße 57. Wichtige Tagesordnung. 79. Abt. Pünktlich 7% Uhr Rahlabende in folgenden Lotalen: 1. Bezirk: Arndt, Baußener Str. 10, Ref. Gen. Bort, Thema: Das Reichsmietengefeh"; 2. und 3. Bezirk: Rosenau, Hohenfriedberg, Ede Rolonnenstraße, Thema: Das Valutaproblem", Ref. Gen. Kurt Löffler; 4. und 7. Bezirk: Eichholz, Gedanstr. 48; 5. und 6. Bezirk: Schellhase, Leuthen, Ede Cherusterstraße, Thema: Politifche Tagesfragen", Ref. Gen. Genffert; 8. und 9. Bezirk: Fintel, Bessemer Straße, Lindenhof, Ref. Gen. Schulz. Zahlreiches Erscheinen wird er80, t. 72 Uhr Zahlabend in folgenden Lokalen: 1. und 3. Be zirk: Gürlich, Rubens, Ede Begasstraße, Ref. Gen. Friedrich Wendel; 2. Bezirk: Lähn, Rubensstr. 49. Thema: Teuerung und Wucher", Ref. Buchholz. 81. wartet. Abt. Friebenan. 8 Uhr Zahlabende: 1. und 3. Bezirk: Ulbrich, Sandiernstraße 86, Thema: Der wirtschaftliche Räteaufbau", Ref. Clemens Nörpel; 4. und 5. Bezirk: Schulz, Biesbadener, Ece Laubacher Straße, Thema: Die politische Lage", Ref. Gen. Kasper; 6. Bezirk: Gundlach, Odenwaldftraße 10, Thema: Baluta und Wirtschaft", Ref. Gen. Arndt. nahmsweise Donnerstag, den 14. September, 7½ Uhr, im Zeichensaal der Schule 6 statt. Tagesordnung: Die Ursachen der Teuerung und ihre Betämpfung". Ref. Gen. Knoll. 102. Abt. Baumschulenweg. 7½ Uhr im Beichensaal der 2. Gemeindeschule, Kiefholzstr. 274. Thema: Religion und Schule". Ref. Rektor Bergemann. Erscheinen aller Pflicht. 103. Abt. Oberschöneweide. 7½ Uhr Rottmener- Schule, Eingang Frischenstraße. Thema: Valuta und Weltwirtschaft". Ref. Gen. Matuschef. 104. Abt. Niederschöneweide. 7½ Uhr Beichensaal der Knabenschule Nubower Straße. Thema: Religion und Sozialdemokratie". Ref. Pastor France. 105. Abt. Adlershof. 7 Uhr Reichensaal der Schule Radickestr. 11. Thema: Wirtschaftsfragen". Ref. Gen. Littke. 107. Abt. Alt- Glienicke. 7½ Uhr bei Meyer, am Falkenberg. Thema: ,, Die gegenwärtige Lage". Ref. Dr. Löwenstein. 108. Abt. Köpenid. 7½ Uhr erweiterte Funktionärtonferenz im Jugendheim, Grünauer Str. 5. Thema:„ Die wirtschaftliche Lage". Ref. Gen. Koste. 109. Abt. Friedrichshagen. 7% Uhr bei Scholz, Friedrichstr. 81. Thema: Maßnahmen der Stadt Berlin zur Bekämpfung der Teuerung". Ref. Stadtrat Boetsch. Lichtenberg. 114. Abt. 7½ Uhr bei Rienäder, Kroffener Straße. Thema: Der Barteitag zu Augsburg und die Einigung". Ref. Dr. Zechlin. 115. Abt. 7½ Uhr Zahlabende: 3. Gruppe: Noda, Kronprinzenstr. 7; 4. Gruppe: Albrecht, Gürtelstr. 17; 1. und 2. Gruppe am Donnerstag, den 14. Geptember. bei Stöber, Jungstr. 29. 116. bt. 7% Uhr Zeichensaal der Knaben- Mittelschule, Marktstr. 13. Thema: Die politische und wirtschaftliche Situation". Ref. Gen. Heinrich. 117. Abt. 7 Uhr im Zeicheatsaal des Pestalozzi Lyzeums, Prinz- Albert- Str. 44, Mitgliederversammlung. 118. Abt. 7 Uhr Gruppenversammlungen bei Sirsch, Bürgerheimstraße; Joroch, Siegfriedstr. 2; Rufe, Jrenenstr. 14; Szeglat, Wilhelmstraße 67. 119. Abt. 7 Uhr Cäcilien- Lyzeum, Rathausstraße. Thema: Das Reichsmietengefeg". Ref. Gen. Hermann. 120. Abt. Friedrichsfelde. 7½ Uhr Boltsschule Wilhelmstraße. Thema: ,, Kirche und Sozialismus". Ref. Gen. Marquardt. 121. Abt. Karlshorst. 7½ Uhr bei Suth, Trescow- Allee 66. Thema: Ernährung, Gesundheit und Teuerung". Referentin Wegscheider- Ziegler, M. d. L. 122. Abt. Biesdorf. 7% Uhr bei Borath, Marzahner Str. 31. Thema: Die wirtschaftliche und politische Lage". Ref. Gen. Kreuziger. 123. Abt. Kaulsdorf. 7½ Uhr Beichenfaal der Schule Adolfftraße. Thema: ,, Der Kampf gegen die Teuerung". Ref. Gen. Fendel. 127." Abt. Sohenschönhausen. 8 Uhr Sahlabend bei Müller, Berliner Str. 97. 131. Abt. Niederschönhausen. 7½ Uhr Schule Bismarckstr. 11. Thema:„ ,, Das Erscheinen Pflicht. Schutzgesetz und die Justizreform". Ref. Dr. Rosenfeld. 133. Abt. Buchholz. 7 Uhr Bahlabend bei Kaehne, Berliner Str. 39. Thema: 3m Kampf um die wirtschaftliche und politische Macht". Ref. Genosse Täubert. 138. Abt. Sermsdorf. 7% Uhr bei Böttcher, Waldsee, Ede Berliner Straße. 137. Abt. Meinidendorf- West. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Lehrerzimmer 5 der Gemeindeschule. Thema: Marksturz und Teuerung". Ref. Bernhard Göring. 139. Abt. Segel. 8 Uhr bei Schade, Berliner Str. 18. Thema: ,, Bericht vom Bezirkstag". Verschiedenes. 140. Abt. Borfigwalbe. 8 Uhr bei Heider, Räusch, Ece Ernststraße. Thema: ,, Teuerung und Sozialdemokratie". Ref. Gen. Galle. 141. bt. Rofenthal. 7% Uhr bei Milbrodt, Kronprinzen-, Ede Baldersee straße. Thema: Unsere Wirtschaftslage und die Teuerungswelle". Ref. Dr. Caffau. Nowawes. 7 Uhr im Thalia- Restaurant. Referat über: Die kommende Wiedervereinigung". Referent wird in der Versammlung bekanntgegeben. Jugendveranstaltungen. Heute, Dienstag, den 12. September: 82. Abt. Steglik. 8 Uhr zahlabend in den Bezirkslokalen. Da am Freitag, Buchholz. Jugdenbeim Gemeindeschule Berliner Straße: Mitgliederber den 15. d. M., öffentliche Bersammlungen stattfinden gegen Wucher und fammlung. Köpenid. Jugendheim Grünauer Str. 5. Bortrag: Die Teuerung", müssen die Rahlabende unbedingt qut besucht werden. Mädchen in unserer Bewegung." Niederschöneweide. Jugendbeim Oberschöneweide, Laufenerstr. 2. Diskussionsabend: Burschen und Mädchen in 86. Abt. Mariendorf. 7½ Uhr Bahlabend in den bekannten Lokalen. Bankow. Jugendheim Breite Ctr. 32, Eingang Reukölln. 89. Abt. Bahlabend 7% Uhr in den bekannten Lokalen. Lokal der Jugendbewegung." Reiniden Braun, Friedelstr. 7. Thema: Heinrich Seine Ferdinand Lassalle. Finanzamt. Diskussionsabend:„ Wir und die Jungfozialisten." Vortrag:..Ge Dichter und Politiker". Ref. Dr. Schütte. 91. Abt. 7½ Uhr Zahlabende dorf- Dit. Jugendheim Seebad, Residenzstraße, Kinderhort. Reinidendorf- West. Jugendbeim Volf3 in folgenden Lotalen: Bezirke 20 und 21: Restaurant Glamert, Bißmann schichte der proletarischen Jugend." Leseabend: Das Weimar der arbeitenden Instraße 20; Bezirke 37 und 42: Restaurant Bernt, Reutersir. 80; Bezirt 38: haus, Scharnweberstraße. Rosenthal. Vortrag: Jugendheim Walderfeestr. 5 bei Milbrodt. Ramin, Mainzer Str. 12: Bezirte 39 und 40: Lübbecke, Karlsgartenstr. 12; gend." Schöneberg I. Jugendheim Rubens, Ede Bezirk 40: Mäußler, Münchener Str. 23; Bezirke 48 und 49: Dombrowsti, Religion und Sozialismus." Kommunismus, Vortrag: Sozialismus, Anarchismus. Mainzer Str. 24; Bezirt 50: Pfeiffer, Mahlower Str. 11. 93. Abt. Sauptstraße. 7% Uhr Rahlabende. 81. und 5. Bezirk: Hoffmann, Herzbergstraße; 83. Steglig. Jugendheim Johanna- Siegen- Straße 23. Vortrag: Unsere Stellung Stralauer Viertel. Spielen mit besonderem und 97. Bezirk: Amelungsen, Schwarzaftr. 1; 96. Bezirt: Canner, Ede aur demokratischen Jugend." Tegel. Jugendheim Elsterstraße; 95. und 99. Bezirk: Warnstedt, Thüringer Str. 22; 56. und Brogramm. Alle Eltern und Genossen find eingeladen. Südwest. Jugendheim 57. Bezirk: Belger, Treptower Str. 23.94. Abt. 7% Uhr Schulaula Bod. Bahnhofstr. 15. Vortrag: Was ist Anarchismus?" dinstraße 34-38, Abteilungsversammlung. Distuffionsabend. Thema: Das Reichsmieten Lindenstraße 3. gefeg". Ref. Gen. Felgentreu. Erscheinen aller ist Pflicht. 95. Abt. 7 Uhr zahlabende. Bezirke 47, 53, 54 und 60: Arit, Biethen, Ecke Lessingftraße; Bezirke 61, 62 und 71: Lämpe, Lessingstr. 16; Bezirk 63: Breußtat, Falt, Ede Biethenstraße: Bezirke 69, 70, 74, 75: Gohlfe, Hermannstr. 199. 98. Abt. 7 Uhr Zeichensaal der 5. Gemeindeschule, Mariendorfer Weg. Thema: Religion und Sozialismus". Ref. Pfarrer Pischowski. gegen I " Wetter bis Mittwoch mittag. Zeitweise aufflarend, jedoch übera wiegend trübe mit geringen Regenfällen und mäßigen östlichen Win'den, später etwas wärmer, vorübergehende Aufheiterung und nach Sü'owrit drehende Winde. Blutarmut, Bleichsucht Leciferrin Nervosität, Schwächezustände GALENUS CHEMISCHE INDUSTRIE FRANKFURT a. M. FECHENHEIM, WERK MAINKUR. Deutscher Metallarbeiterverband Deutscher Metallarbeiter- Verband Deutscher Holzarbeiter- Berband Verwaltungsstelle Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Schloffer Neukölln Max Jacob Beferftr. 27 am 7. September gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. d. W., nachmittags 1½ Uhr, Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Berwaltungsstelle Berlin Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Donnerstag, 14. September, abends 7 Uhe Mittwoch, den 13. September, abends in der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee 242 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/23( Saal 3): von der Leichenhalle des Gemeinde Branchenversammlung friedhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Ferner den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Revolverdreher Röpenid. RaulsPaul Sobczak orfer Str. 6a am 9. September gestorben ist. Die Einäicherung findet am Mitt. wod), ben 13. d. M., vorm. 11 1hr, im Krematorium Baumschulenweg, Riefholzstraße, statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 126/1 Die Ortsverwaltung. Funktionär- Verfammlung der Betriebsrohrleger und Helfer. aller dem Reichsmantelvertrag unterftehenden Betriebe Tagesordnung: 1. Stellungnahme Tagesordnung: Ergebnis der Berhandlungen über die Lohnregelung für die zweite Hälfte des Aum Streit der Baurohrleger. 2. Die Monats September. Beschlußfassung. Tarif- und Lohnbewegung in der Metallindustrie. 3. Verbands- und Mitglieder der Verwaltung treffen sich um 5% Uhr im Nebensaal Branchenangelegenheiten. Funktionärausweis und Mitgliedsbuch find vorzuzeigen; Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. ohne diese tein Zutritt. In Anbetracht der Wichtigkeit ber Die Ortsverwaltung. Tagesordnung ist vollzähliges und pünktliches Erscheinen Pflicht aller Kollegen. Achtung! Achtung! Donnerstag, den 14.September, nach- Allgemeine Orts5 Uhr, im Lotal ReichenKrankenkasse für Kaufleute u. Privat- berget Sof", Reichenberger Straße 147: krankenkasse f.Berlinbeamte in Deutschland zu Barmen Versammlung Mariendorf u. Umg. Der von dem AusVerwaltungsstelle Groß- Berlin. Zu der auf Donnerstag, 21. Geptor, aller Kolleginnen und Kollegen schuß der Kasse am der Kundenbetriebe, die dem 19. April 1922 beabends 7 Uhr, nach den Mujiter- geftfälen, Raiser Bi.helm- Straße 31, anberaumten Verband der Metallschleifereien fchloffene XII. Nach Mitgliederversammlung der Barmer und Galvanischen Anstalten antrag zur Gagung, be treffend die Abände Ersagtrantentaffe laden wir ergebenft ein. rung der§§ 28 und Tagesordnung: 1. Bericht über den Tagesordnung: Die Situation nach 34 a Familienver Berlauf der Hauptversammlung ant ficherung ist vom 24./25 Juni d. 3. 2. Wahl der Borstands Erscheinen aller ist Pflicht.- Ohne Ober- Bersicherungsmitglieder der Verwaltungsstelle Berlin Mitgliedsbuch fein Zutritt. amt am 2. Septem 3. Berschiedenes. ber 1922 genehmigt gehören. Dem Streit. 1 Ausweis: September Beitragsquittung. Donnerstag, den 14. Septbr., abends worden und tritt mit Der Vorstand: Kurt Scholt. 7 Uhr, im Gewertschaftshaus, Engel- dem heutigen Tage ufer 24/25( großer Gaal): in Kraft.( 169/9 Bln. Mariendorf, Platin-, Gold- und Silberhruch Zahngebisse, Uhren, Ketten, Ringe sowie Altmetalle kauft sämtl Engrospreisen zu Roseneck, Berlin 0, Schreinerstraße 32( Laden) 1 Minute vom Bhf. Frankf, Aliee Fahrgeldvergütung Größtes Absatzgebiet für Händler Technikum Strelitz Maschin- u.Elektrotechn., Hoch- u. Tief- EAS bau, Beton- u.Eisen-( Mecklenburg) Okt Näber s. Progr. 2 Bahnstd. v. Beriin. bau. Wintersem. Ant. Branchenversammlung der Mechanifer, Optifer, Uhr Der Vorstand macher, Eicher und Eicherinnen. Der Allgem. Ortstrantentaffe für Ber. Tagesordnung: 1. Die Notwendig in- Marienborf und feit der Induftrieorganisationen. Referent: Kollege Zista. 2. Distuffion. Kollegen! Bei der Wichtigkeit bes vorstehenden Vortrages erwarten wir, daß alle Branchenkollegen restlos erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Wahlförperversammlungen zur ordentlichen Generalversamm lung am Montag, den 2. Oftober, finden in der Zeit vom 13. bis 25. September statt. Die ge bruckten Anträge sind im Bureau, Zimmer 3, in Empfang zu nehmen. Die Ortsverwaltung. 125/20 Umgegend. Schulze, Borsigender. Riedel, Schriftführer. Stottern Weiche mit Henko diet Wasche ein Henko Henkel's Waschu Bleich- Soda für Wäsche und Hausputz. Henkel& Cie. Düsseldorf Reichsverband der Arbeitsgenossenschaften ( E. V.) Als außergewöhnl.billig stellen wir vom 12.- 16. Sept. zum Verkauf: Einen Posten Strümpfe, wollplattlert.... M. 45° ⁰ M. 45⁰⁰ u. 65⁰⁰ Einen Posten Einsatzhemden.. M. 45000 550⁰⁰ u. 650⁰⁰ 40/15 Einen Posten Strickjacken... Einen Posten Schals.... Eisen Poster Pulswärmer garant kein Sprechfehl., nur Angst beseit. n. ärztl. glänz. begutacht. Lehre. Kein Apparat! Ausk.: 0. Hausdörfer, ehem. schwer. Stott. Breslau I. A. 130. Weinberger Brunnenstr. 25 DO Schuh- Fabrik Einen Posten Sport- und Schirmmützen M. 25000 35000 ... M. 38⁰⁰ M. 650 M. 45⁰⁰ Einen Posten Damen- Hausschuhe mit Ledersohle M. 35000 Einen Posten Leder- Hausschuhe...... Einen Posten Schwesternschuhe. M. 625⁰⁰ M. 675⁰⁰ Anzüge, Hosen, Herrenschuhe u. Stiefel sind in großer Auswahl und preiswert wieder eingetroffen Verkaufsstellen: Köpenicker Straße 145( nahe Schles. Bhf.) | Chausseestraße 76( nahe Weddingplatz) Litauer Straße 15, Ecke Romintener Straße Neukölln, Kaiser- Friedrich- Straße 230/231 Schönhauser Allee 47( am Hochbahnhof Danziger Straße) 99 Kottbuser Damm 69 Werneuchen i. d. Mark bei Herrn Jahrmatter 42/16 Sämtl. Verkaufsstellen sind geöffnet von 9 Uhr vorm. bis 7 Uhr abds. Kein Postversand Gold Silber- Brillanten Hodam Platin, alte Münzen Linkstraße 46 Uhren, Zahngebisse Ecke Potsdamer Str. Hohe Ankaufspreise und Potsdamer Platz. Detailverkauf von Herren-, Damenstiefeln und -schuhen zu Fabrikpreisen. Theater, Lichtspiele usw. 6pernhaus 72 Uhr: Volksbühne 7 Uhr: Carmen Die Ratten Schauspielhaus Lessing- Th. 72 Uhr: 8 Uhr: Peer Gynt Der Schildpattkamm Deutsch. Theat. Do. bis Sonnab. 8 Mittw. 7: Faust DerSchildpattkamm 8 Uhr: Das Glas onntag 7: Faust Wasser Di. 7: Der Vater Deut. Künstler- Th. Hammerspiele Sommerspielzeit 7% Die Jungfern Allabendi, 8 Uhr: vom Bischofsberg Die erste Nacht" Mw. 7 z. 1. Male: Der Schattenfischer Gr.Schauspielh. Central- Theater ( Karlstraße) der Unterwelt 8 Ein Prachtmädel 7% Orpheus in Deutsch Opernhaus Di. 7: Orpheus Figaros Hochz. in d. Unterwelt Uhr Sonntag, d. 17., 24: Friedrich- Wilhelmst. Th. Orpheus in der 8 U.: Wie fessle Unterwelt Die wunderlich. Geschichten Kapellmeisters des Ich meinen Mann Große Volksoper im Theat. d. Westens 7/2 Uhr: The Der Freischütz Intimes Theater: Lauf doch nicht Kreisler" im Th. 3: Die Peitsche und? Str. tägl. 8 Uhr immer nackt herum 1. d. Königgrätzer Komödienhaus 8U: Karussell Lustspielhaus 8 Uhr: Schule der Kokotten Metropol- Theater Uhr Die Bajadere Neues Operett.- Th. mit Marla Orska 7%. Die tolle Lola Neues Th. am Zoo Geschloss. Freitag Dorine u. der Zufall Berliner Th. Neues Volkstheater 7.30 Uhr: 7/2 Die erste Geige Pompadour Schiller- Th. Charl. Oper. v. Schanzer und Welisch Musik von Leo Fall Fritzi Massary a. G. 8 Uhr: Götz von Berlichingen Thalia- Theater Uhr Prinz Don Juan R.A.Roberts, E.Wiri Th. a. Nollendorfpl. L.Haskel, Ch.Ander 7.Dein Mond... E. Behmer, R. Hold Lene Holstein Stg. 32: Vefler aus Dingsda Theater am Kurfürstendamm Korfürstendamm Nr. 208 1/28 U.: Die kleine Sünderin Residenz- Th. Theater in d.Kommandant, Str. Carola Toelle D. Geschlagene Täglich 72 Uhr 8 Uhr zum 1. Male: in 8 Wallner- Theater Hannele Uhr: D. kensche Lebemann Theodor Becker m. Guido Thielscher Adele Sandrock West- Kammersp. Schbg., Hauptst. 144 Eröffn. Frtg.15.Sept. Trianon- Th.2: Prinzessin MaTäglich 8 Uhr: Erika Glässner in Lissi Wilhelm Bendow Hans Albers Theater des Ostensi ( Rose- Theater) 6 U.: Der selige Hollschinsky leine, v. Maeterlinck Blandine Ebinger, Loos, Frieda Richard Kleines Th. Täglich 8 Uhr: Irene Triesch in Totentanz 784: DieLiebesprobe Paul Biensfeld Komische Oper Dir.: James Klein Sonnabend, 16. Sept., 7 Uhr Premiere Die große internationale Ausstattungsrevue: Europa spricht davon! Uebertrifft an Pracht selbst die großen Revuen in Paris und London vom Alhambra. Persönliches Mr. Jackson Theater in London Auftreten von Hauptdarsteller: 0 Margit Suchy a. 6. Albert Kutzner a. 6. Rosa Felsegg a. 6. Persönl. Auftreten von Max Landa Bruno Kastner ElseBalzer- Lichtenstein Arnold Rieck Wołowsky. Spira • • • • Mizzi Metelka Else Reval Alfred Walters Herta Richter Pauly Erich Bartels Falk Bergmann Lindt usw. Vorverkauf von 10 bis 6 Uhr. Der MARMOR HAUS Dir.Siegb.Goldschmidt Uraufführung Donnerstag 14. September Jedes Wort 10.-M. Das fettgedruckte Wort 12.-M.( zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort( fettgedruckt) 7.- M., jedes weitere Wort 5.-M. Worte über 15 Buchstaben zählen doppelt Verkäufe Reine Lombardware. Ecke an. Se Regie: Peter Paul Felmer Das hiftorifche Keloffalgemälde der Nationalfilm A- 6 NATIONAL FILM A G Eine frohe Botschaft an Berlin Am Sonnabend, den 16. September, abds. 712 Uhr, eröffnet Circus Busch, Bahnhof Börse, seine Berliner Winterspielzeit. Heute Lustiger Schillersaal Bismarckst. und täglich Senff- 110.8 Uhr: Georgi Durch Dick Karten: Wertheim, Schillerth.- Kasse SCALA Tägl. 8 Uhr Internat. Abend: und Dünn! Bote und Bock. abends Schillersaal Urania 8 Uhr: Einstein- Film Varieté INTEN VarietéCasino- Theater Spielplan 8 Uhr: Die Berliner Posse Lämmelmanns Bummelfahrt MET Rauchen gestattet! Folies Caprice Linienstr. 132( Oranienbg. Tor) Tägl. 48 Uhr: Madame Cocotte RIETE Die Badewanne Behrenstr. 54 734- Uhr: Beethoven- Senate O diese Beine Internat. Varieté Glettromotoren in allen Größen und Reichshallen- Th. Spannungen, Leitun Allabendl. 7 Uhr gen, Rohre und alle Sonntag nachm, 3 U, elettr. Materialien halbe Preise tauft, f. Bermittelung STETTINER verkäuflicher Maschi Säng. nen und Materialien ahle gute Brovision. Donhoff- Schulze, Nauen. Fernsprecher 208. Brett'l Anf.7U BTC Potsdamer Str.38 Der Graf von Charolais Turmstr. 12 Der Passagier von Nr. 7 Friedenau, Rheinst. 14 Alexand.- Pl.- Pass. Die sterbende Stadt Theat.a.Hottbus.Tor Moritzplatz 16077 Jeden Abend 7% U. Enthaarung Gesichtshaare u, all. häßlichen Körperhaare vernichtet schmerzlos, radikal und unschädlich ,, Depilator". M. 17.50, verstärkt M.30.- Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstraße 4. Ausführl. Prospekt über PatentAnmeld. usw. erhalt. kostenlos Wenn Sie in Amerika kaufen oder verkaufen wollen wird Ihnen eine bessere Kenntnis der amerikanischen Handelsverhältnisse sehr helfen. Eine Reise nach Amerika auf den Dampfern der United States Lines wird viel dazu beitragen, Ihre Kenntnisse zu erweitern. Diese amerikanischen Regierungsdampfer verbinden höchsten Komfort mit Einfachheit und höflichster Bedienung. Grosse Zimmer, vorzügliche Küche und Gelegenheit zu geselligem Verkehr sind die Merkmale dieser Dampfer. Regelmässige Abfahrten von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York. Wenden Sie sich an die untenstehende Adresse wegen Segellisten und Schiffsplänen. Nr. 32. UNITED STATES LINES BERLIN WS. Unter den Linden 1 NW 40, Invalidenstraße 93 und alle bedeutenden Reisebureaus. Norddeutscher Lloyd, Bremen General- Vertretung C104 LTTAST Makorsetts Franzbranntwein und Reparaturen Erfinder Fr.L. Bungartz durth Ing. Carl Fr. Reichelt. Berlin, Lindenstr. 116. Neukölln, Boddinstr. 31 Fernsprecher: Neukölln 2354 H.& P. Uder, s016, Engelufer11 und Sonn- Zigaretten, Kau-, Rauch- und Schnupftabake tag nachm. G. A. Hanewacker, Goldfarb, Landfrieden, Eicken, Raulino 3 Uhr ½ Literfl. M. 75, 11 Literfl. Kopp& Joseph Berlin W 50 kräftigend und erfrischend. M. 140,- Potsdamer Straße 122 Bei Schwäche, Neurasthenie belderlei Geschlechts ges Dr.Hoffbauers. Yohimbin- Lecithin- Präparate ch. Oidenkott. Geöffnet 8-2, 3-5 Uhr. Moritzol. 3014. 13720 Eine vollwertige Ergänzung des im Körper verbraucht.Nervstoffes FELITE- Ueberall inZigarrengeschäften erhältl.ist Ausfuhrliche Literatur kostenfrei! Sänger der echte Kapitän- Kautabak Elefanten- Apotheke, Berlin SW., Leipziger Straße 74 Volks- nur mit 8etteleinlage( Rollen, Schleifen, preise! Stangen, Twist). Berkaufsstellen durch Vorvkf. 11-1% u. 4-6' Carl Röcker, Lichtenberg.Str.22( Kgft.3861) Kleine Anzeigen Größte Spezial4 Betten Möbel Fahrradgummi! Riefenauswahl, Kaufgesuche am Dönhoffplatz Fernsprecher: Zentrum 7192 für die nächste Anzeigen met massen bis 4/2 Uhr nachm. Nummet in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Unterricht Akademiker, Dauermieter, fucht ruhiges, sonniges Zimmer, mit allen Bequemlichkeiten und Telephon. Offerten gesucht, die nach weist selbständig nach Zeichnug arbeiten tönnen. Bettwäsche billig! Großer Reise- Getragene Friebensanzüge, große Ausäußerst preiswerte Angebote! Deck- wahl, zum Teil auf Seide, sehr billig, billigst. Schlawe, Weinmeisterstr. vier. bettbezüge von 575,- 750,- Bettlaten jede Figur paffend, auf Lager. Frad, Kreuzfüchse, Belzwaren spottbillig. 350,-, federdichte Inlette 1125,- an. Smokinganzüge. Sanurmacher, Stalizer Leihhaus, Reinidendorferstraße 105( Net- Brima Ueberschlaglaten, Plümos, Ba- Straße 108. Laben. Hochbahn Oranienstt. Technische Privatschule Dr. Werner, R. 51 Hauptegpedition Borwärts. Regierungs- Baumeister a. D., Berlin, telbedplay). vadetiffen, Wäschestoffe, Dimiti, Büchen, Herrlicher Rotfuchs 475.-, Kreuzfuchs, Neanderstr. 3. Maschinenbau, ElektroHandtücher enorm billig! 8uvortom Gilberwolf, felten groß. Opoffum- KraArbeitsmarkt Krenzfüchse, Alaskafüchse, fämtliche mende fachmännische Bedienung. Spulenbrähte, Rabel, Lizen, Motore, technit, Hochbau. Abendlehrgänge, So Belzarten, spottbillige Sommerpreise. tels, Anstalten Rabatt. gen 580.- Herrenpelztragen 275.- fämtliches Installationsmaterial tauft Tageslehrgänge. Reine Lombardware. Leihhaus Rosen- Jäger, größte Bettwäsche- Spezialfabrit, 10 II, Nähe Bayerischerplag. Stumpe u. Biele Gelegenheitstäufe. Badenfchestraße Sinz, Elsaffer Str. 76a. Nord 4688. Stellenangebote thalertor, Linienstraße 203/204, * Säde tauft Beyer, Gollnowstr. 9. Rottbuferdamm dreiundfiebzig, LandsSeptember 1922. Raufmännische PrivatMosenthalerstraße. bergerstraße achtundachtzig. Leibhaus Spiegel, Chauffeeftraße 7, schule Strahlendorff, Epittelmartt. Beuth- Bei der Provinzial- p Anzüge, Gummimäntel, WintermänKorbflaschen und Steintruten tauft straße 11. A. Salbjahres u. Jahreslehrlänge hauptverwaltung verkauft spottbillig erstklassige Anzüge, tel, Damenmäntel spottbillig Lethhaus, Deckbettbezug Bettwäsche billig! 6 Ausnahmetage. Schlüpfer, Ragenjaden, Sportpeize: Germania- Berfandhaus, Große Frantie Damen und Herren getrennt, zur Bor von Sachsen in her Feuerungsmaurer 82077 Riffen Reinickendorferstr. 105( Nettelbedplay). Bettlaken 310, 195, Gehpelze, Füchse aller Art. Reine Lom- furter Straße 63. Rönigstadt 6334. bildung für das Kontor. B. Halbjahres- feburg ist die Stelle Fertige Inletts, bardware. Wäschestoffe, Handtücher, Damaste, Grammophone, Grammophon- Platten, lehrgänge für Damen mit höherer Schul- eines Nirgends beffer taufen Sie erfttlaffige Stidereitiffen zu taum glaublich billigen auch alte, zerbrochene, taufe Stück 30 bildung zur Ausbildung von prattischen Landesrats die Geschäftsstenographen, mindestens Anzüge, Paletots, Schlüpfer, Cutawans, Breisen. Gelegenheit wahrnehmen. Mart. wizers, Charlottenstr. 74/75, Ren: 200 Gülben stenographieren, fertig Maschine au befezen, dem vorCovercoats, Streifhosen usw. in uniber- Riesige Auswahl. Streng reelles Antrum 15185. trefflicher Auswahl, tonturrenzlos billig. gebot. Berliner 3m großen Möbelteller, wenig Miete, fchreiben und mit allen faufmännischen nehmlich die BearBettwäschefabrik, Sämtliche Waren find Ersatz für Maß- Chauffeestraße achtundachtzig( gegen. baher preiswert, solange Borrat: Schlaf Klaviere, Flügel, Berserteppiche sucht Arbeiten vertraut find, für besser bezahlte beitung der Finanz Gebr. Pierburg verarbeitung. Große Belzwaren- Gele- ilber Liefenstraße), Butttamerstr. 18immer 37860, Stubeneinrichtung mit bringend Herer, Pallasstr. 9( Anruf: Stellungen. Englischer, franzöfifcher Schrift- und Etatsangelegen genheitskäufe. Keine Lombardware. Ede Wilhelmstraße. 25800,- aufwärts, Rüchen Kurfürst 9104). perfehr. C. Bierteljahreslehrgänge. I. Buch- heiten und die Stell- Fahrik industr. Ofenanlagen Leihhaus Brunnenstraße 5, dirett Rosen- fabriken mit Detailverkauf. Geöffnet Garantie. 12450, Einzelmöbel. Schriftliche führung. Rechnen, Schriftverkehr, Sched, vertretung des Lan- Berlin Tempelhof Holzschrauben, Nägel tauft Elsholz, Bechselkunde, Wahlfächer: Kurzschrift, Schaz, Brunnenstr. deshauptmanns Ringbahnstraße 40 160. thalertor. * 29 bis 7. Achtung! Eingang Anklamerstraße. Friedrichsgracht 1. Maschinenschreiben. II. Banklehrgänge, übertragen werden Anzüge, Sommerpaletots, Gommer. Staunenerregend! Kreuzfülchfe, Silberschlüpfer, Covercoats, Cutomans, Geb füchse, Rotfüchse, Alastafüchfe, 8obel- Benger, Alte Schönhauserstr. 20. Metallbetten auf Teilzahlung verkauft Suche Privat gebrauchtes Klavier. Amerikanische und Bankbuchführung, Bant- soll. Besoldung ist rodanzüge, Sofen. Damenmäntel enorm füchfe, Opoffum, Wölfe, Stuntse. RiesenHändler verbeten. Else Striegel, Hafen- rechnen, Bantschriftverkehr, Geld, Bant- nach Einzelgehalts billige Breife. Friedensstoffe. Reine auswahl! 24215 börsenwesen, Scheck, Wechselkunde, Lehr- gruppe Bll der staatFabelhaft billige Sommer- Möbel- Boebel, Morigplaz 58, Fabrit. beide 11. pläne unentgeltlich. lichen Besoldungs Bombardware. Leihhaus Rofenthaler- preise! Spezial- Belzverkauf im Leih- gebäude. Gediegene Wohnungseinrich Maschinenschrauben, Muttern tauft ordnung in Aussicht tor, Linienstr. 203/204, Ede Rosenthalerhaus Barschauerstraße 7. Nur neue, tungen zu denkbar niedrigsten Preisen. Albrecht, Reinickendorfer Straße 10. genommen. ftraße. feine Bersagmaren! Riefenauswahl in Nußbaummöbeln, Silberschmelze Chriftionat, Röpenider Die Wahl erfolgt Leihhaus Friedrichstraße 2( Sallesches Kreuzfüchse 400.- Bobelfühfe. Sit- eichenen Schlafzimmern, Speisezimmern, ftraße 20a( gegenüber Manteuffelstraße), durch den im Herbit Tor) verkauft fpottbillig Anzüge. berfüchse. Blauwölfe. Täglicher Rie- Herrenzimmern. Rüchen. Bolstermöbeln. tauft Bahngebiffe, Platinabfälle, Rechts- Spezialist für Miets- und Woh tenden außerordent Schlüpfer, Paletots. Belzwaren- Ge- fenvertauf zu Genfations- Sommerprei Chaiselongue 850.-, Metallbetten Schmucksachen, Glühstrumpfafche, QueckTegenheitstäufe: Sportpelze, Gehpelse, fen.( Reine Berfazware.) Bfandieih- 825., Spiralmatraßen, Polsterauflagen, filber, fämtliche Metalle. 1428 nungsrecht( Befchlagnahme, Raumung, Söchstmiete), Gerichtstraße 31( Rettel Raßeniaden, Flichse aller Art. Reine haus Schönhauser Allee 115( Ringbahn. Rinderdrahtbett. Meide, Auguststr. 32a, Bahngebiffe, Bahn bis 2000,-! Platin- bedplag). Lombardware. hof Hochbahnhof). Quergebäude. bruch, Goldfachen, Silbersachen! StanGelegenheitstäufe in Bettwäsche spottGewissenhafte Untersuchung. Erfah- heutigen Staatsord Chaiselongnes, Umbgusofas, Auflage niolpapier! Quecksilber! GlühstrumpfGilberfüchse, Weißbillig: Bettbezüge, Linon, Dimiti, DaWalter, afche bis 900,- 8inn! Binngeschirr! rene Hebamme Eckel. Bülowftr. 62. nung stehende, in der mast, Rüchen, Sandtücher, Wäscheftoffe. fühle, Blaufüchse, gobelfüchse, Seal- matragen, Batentmateagen. tauft Edelmetall- Eintaufsbureau, Beber- 132 000 Ratsuchende! Bereinigung der tung erfahrene Be Hemden, Beinkleider. Riefenauswahl. mäntel, Bibermäntel außergewöhnlich Stargarderstraße achtzehn. Straße 31( auf Hausnummer achten!).* billig. Riefenlager, Teppiche. Gardinen, Brücken, Diwan Gie finden, was Sie suchen, gut und Auflegematragen, wunderbare Band. Gelegenheiten. Chaiselongue, Chaiselonguedecke 250.Rechtsfreunde: nur Friedrichstraße 127. werber, die aufGrund Decken, Tischdecken, fertige Betten. Kokoski, Goldschmied, tauft zu gün. Anerkannte Prozeßabteilung. 9-7. ihrer bisherigen ber Reine Lombardware. Nur im Wäsche billig. Blauer Bazar, Raiser- Wilhelm behänge. Bolsterer. Pappelallee 12. ftigen Preisen: Platin, Gold, Silber. Tatigkeit hof. Leihhaus Morigplag 58a. Straße 16, Aleganderplaz. Die Beleidigung, die ich Fräulein ihre Befähigung nach Möbelfeebit bei fleinster An- und Abbruch, unmodernen Schmud, 8ahn. Belzgelegenheitstauf! Gilberwolf, Silberfüchse, Kreuzfülchfe, Wölfe, Weiß- sahlung. Romplette Wohnungs- Einrich gebisse, Brennstifte. Eigene Verwertung. Radtke im Beisein von Fräulein Sub- weisen, wollen Welner, wohnhaft Wandlik, zugefügt habe, bungen mit Lebens Kreuzfuchs, felten schön, Opossumschal, fühle, Sobel, lastafuchfe, Stunts, tungen, eichene Schlafzimmer, farbige Golbwaren Fabrit, Brunnenstraße 168. nehme ich hiermit aurid. Auguft Charlauf und Seugnisab Marder enorm billig. echten Stuntsfragen, bildschöne KagenBelamäntel, Rüden, einzelne Möbelstücke. Gärisch, Weinflaschen! Raufe jeden Boften fis, 8ühlsdorf. 24285 schriften alsbald jade, Sportpels, verkauft billig Feige, Sportpelge, Gehpelze. Ferner: Serren Stralauer Blas 1-2, Ede Fruchtstraße. Beinflaschen, Geftflaschen, Rognal Brüberstr. 42 II( Schloßplag). angige, Ulfter, spätestens bis 27 SepCutaways, Roftüme, am Schlesischen Bahnhof. Mantel verkauft Leihhaus, Morigplas flafchen, Weißbierflaschen sowie fämt. tember an den Gardinenverkauf, Künstlergardinen. 58a. Reine Lombardware. liches Altpapier, Beitungen, Bilcher, weiß, creme, bunt, Fenster, dreiteilig Stripturen, Alteifen. Hole ab. JfenSofort Geld, Ratenrüfzahlung. Mireichen 360, 500, 650, 725 bis 1800 Mart. Stores, Große Borteile in wenig getragenen bahl, Blumenstraße 17. Rönigstadt 7068. ton, Lichterfelderstr. 33. Belle- Alliance Bettdeden, Madrasgardinen, Gardinen- fowie neuen Jackettanzügen, Baletots. Gäde, höchftzahlend! Badleinen, ftraße. stoffe, Mull, Etamine, Leinenportieren, Schlüpfern, Garne fauft Märkische Sadhandlung, * Silberwölfe, Gummimänteln Musikinstrumente Klaviere 12 500.- aufwärts, Flügel bietet 19 600.- an. Rabenstein, Münaftr. 10. Buggardinen, Tischdecken, Divandecken Ebners Monatsgarderobenhaus, Brun- Pianos preiswert. Klaviermacher Georgenkirchstraße 58. Lützow 3361. usw., weit unter Ladenpreis. Wiznizer, nenstr. 41, direkt am Rosenthalertor. Lint. Brunnenstraße 35. Wichertstr. 73 1. Rein Laden, am Ring. Verkauf und Verleih von Gesellschaftsbahnhof Schönhauserallee, Hochbahnhof anzügen. Nordring. Fahrtvergütung. 1/ 38* Fahrräder * e= Fahrradankanf, Linienstraße 19.[ 1498* Schallplatten, Kilo 160.-, zahlt feloh. Friedrichstr. 9. Getttorte, Weintorte, Staniole fauft jedes Quantum Brand, Linienstr. 201a, Laden( Rosenthaler Tor). Geschäftsankäufe * Grammophone, trichterlose, Eichenapparate, Trichterapparat, 10 Platten, Wintermäntel, Reuheiten, 1350, bell- 2000.-. Geltene Gelegenheiten. 8wigers, Sibirischer Kreuzfuchs, selten schön, farbige, Dunkelfarbige Modellflausch Charlottenstr. 74-75. prachtvoller Blaufuchs, Silberfuchs, ulfter, Rostüme, Röde, reinwollene Zobelfuchs, außerdem elegante Ragen- Stridjumper. Riefenauswahl. Direkt jade, Sportpela, billig verkäuflich. Werkstatt. Altmann, Refenthaler Goldmann, Alexandrinenstr. 44 11, Ede ftraße 44 III, Sadefchermarkt. Brennaborräder, Görideräder, WeltTeppiche, herrliche Perfermuster, Di- fahrräder, Rennmaschinen, Halbrenner, Belawaren- Gelegenheitstäufe. Flichse pandeden, Brüden, billige Gelegenheit. Tourenräder, Damenfahrräder, Kinder- Flüchtlinge fuchen Eristenzgefchäfte, Pelze aller Art enorm billig. Reschke, Neukölln, Raifer- Friedrich fahrräder, Riefenauswahl. Schlawe, Grundstücke durch Degen, Chauffee Geiger, Rommandantenstraße 28 II, Straße 5, 181417 Weinmeisterstraße vier. 11 traße 116. Anrufen Norden 2 Rommanbantenstraße. and Verschiedenes Geldverkehr d. Js zufammentrelichen Provinzial Stellmacher stellt ein lanotag auf 12 Jahre. NAG Auf dem Boden der Kommunalberwalruflichen Interzeichneten ein Merieburg. den 5. Sept. 1922. Sofort Geld, Ratenrückzahlung. Püg: Der Landeshauptmann. ner, Große Frankfurterstr. 141. Gelb sofort. Ratenrückzahlung. Krampig, Linienftr. 88( Rosenthalerpl.). Vermietungen Mietgesuche Möblierte Bimmer, Bureauräume, Rochstuben, gesucht. Merkur", Libauer. traße pierzehn, Wienerstraße at. Oberschöneweide Einrichter für Bittler und Loeme- Revolverdrehbänte, sowie Revolverdreher 316 stellt ein NAG Oberschöneweide tellenangebote Vulkaniseur beste Beachtung finden im Vorwärts für Automobildecken u. Schläuche stellt ein N. A. G. Ober- Schöneweide. Gegen den Verfall der Presse. Magdeburg, 11. September.( WIB.) Die hier tagende Arbeitsgemeinschaft der städtischen Nachrichtenämter hat folgende Entschließung angenommen: Die Arbeitsgemeinschaft der städtischen Nachrichtenämter nimmt mit lebhaftem Bebauern Kenninis von der zunehmenden not der deutschen Preffe, die sich in dem Sterben zahlreicher viel fach alter und angesehener Zeitungen äußert. Die Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglieder auf Grund eigener Erfahrung den hohen Wert der Presse für unser gesamtes öffentliches Leben erkannt haben, bedauert es insbesondere auch, daß Staat und Reich feine wirksamen Maßnahmen ergriffen haben, um eine weitere Verschärfung der Notlage zu verhindern. Die Arbeitsgemeinschaft erwartet mit Bestimmtheit, daß nunmehr wenigstens im letzten Augenblid- Regierungen und Parlamente diejenigen Schritte unternehmen werden, die geeignet erscheinen, den deutschen Zeitungen die Fortegiflenz zu ermöglichen. Der Reichspräsident empfing gestern den Vorstand des Vereins deutscher Zeitungsverleger zu einer Besprechung über die Notlage der Presse und der zu ihrer LindeBesprechung über die Notlage der Presse und der zu ihrer Linderung geeigneten Maßnahmen. Das Ausland und die Einigung. Wutanfälle der Humanité". Der Aufsatz von Paul Faure„ Wels- Crispien", den wir in unserer Montag- Abendausgabe veröffentlichten, legt ein beredtes Zeugnis für die spannende Aufmerksamkeit und die hoffnungsvollen Gefühle ab, mit denen man in der ausländischen Sozialdemokratie die fich vollziehende Einigung des deutschen sozialistischen Proletariats verfolgt. Auch der Brüsseler Peuple" hebt die Bedeutung des gemeinsamen Beileidtelegramms freudig hervor. 11 Preußen und der Wiederaufbau Oberschlesiens. Auf dem Empfang des Oberschlesischen Hilfsbundes beim Reichs- Für einen gefunden Wiederaufbau ist die Heranbildung des präsidenten am Sonntag nachmittag hat Handelsminister Siering gewerblichen und kaufmännischen Nachwuchses unentbehrlich. Deshalb kommt auf dem Gebiete des Berufs- und eine Ansprache gehalten. Er führte aus: in West, Nord- und Ostdeutschland berührt der Verlust des wirt Städten Beuthen, Gleiwiß, Kreuzburg, Oppeln, Ratibor, Neustadt Zu den bisherigen überaus schweren wirtschaftlichen Verlusten Fachschulwesens eine fürsorgliche Unterstützung besonders in den fchaftlich wertvollsten Teiles von Oberschlesien die deutsche und Neiße in Frage. Dazu kommt, daß auch die Durchführung der Volkswirtschaft besonders hart. Trotzdem und gerade um deswillen Berufsschulpflicht großzügige Maßnahmen, besonders viele neue erkennt die preußische Staatsregierung die Pflicht an, für größtmög- Schulgebäude, erfordert. Dazu gehören ferner auch Maßnahmen lichen Ausgleich dieser Verluste zu sorgen. Durch Anspannung aller auf dem Gebiete der Gewerbeförderung durch verstärkte Abhaltung Kräfte, durch intensive Arbeit mit den modernsten technischen Hilfs- von Meisterkursen in Stadt und Land und die Errichtung einer mitteln muß ein Ausgleich durch Gewerbeförderungsstelle und der Ausbau dos Gnossenschaftswesens, verstärkte Aufwendungen für Aus. stellungen handwerklicher Erzeugnisse, insbesondere für Lehrlingss und Gesellenarbeiten. Gebiete des Siedlungswesens und der Nicht an letzter Stelle steht auch die große Aufgabe auf dent Steigerung der Produktion angestrebt werden. Die natürlichen Bodenschätze des Landes stehen im Mittelpunkt unseres wirtschaftlichen Lebens. Sie zu heben und zum Wohle unserer Bolkswirtschaft zu verwenden, ift unsere Aufgabe. Das einheitliche Wirtschaftsgebiet Oberschlesien ist durch einen Machtspruch zerriffen. Es fann auch durch ein langfristiges Wirtschaftsabkommen nicht zusammengehalten werden, wenn nicht beide Teile den Zusammenhalt ernstlich wollen. Bolen hat an fcheinend diesen Willen nicht. Es gilt deshalb, den deutschen Teil Oberschlesiens wirtschaftlich neu zu gestalten und ihn der veränderten Grenze anzupassen. Schon während der Besatzungszeit durch die Interalliierte Rommission hat die Staatsregierung neben anderen erheblichen Mitteln her. Betrag von 250 Millionen Mark für kulturelle und wirtschaftliche Swede ausgeworfen, um wenigstens den ersten Bedürfnissen Rech. rung zu tragen. Für den wirtschaftlichen Aufbau fann ich heute nur in großen Zügen ein allgemeines Programm aufzeigen. Die preußische Staatsregierung erfennt an, daß es größerer Mittel bedarf, um die Schäden wieder wettzumachen, die OberSchlesien erlitten hat An erster Stelle stehen die Aufgaben, die infolge der Grenzziehung erforderlich geworden sind. Die neue Grenze hat in feiner Weife Rücksicht auf die deutsche Abstimmung genommen; sie ist aber auch nicht mit dem wirtschaftlichen Leben in Einklang zu bringen. nicht nur daß wertvolle industrielle und wirtschaftliche Gebiete von Deutschland abgetrennt wurden, vielmehr ist eine Ein weiteres Symtom der großen Wichtigkeit, die man dem Ereignis beimißt, ist auch in den Wutanfällen der kommunistischen „ Sumanité" zu erblicken, die seit einigen Wochen die beiden deutschen sozialdemokratischen Barteien täglich mit Beschimpfungen trattiert, die alles bisher auf diesem Gebiet Geleistete übertreffen. Die Führer der französischen Rommunistenpartei sind sich offenbar völlige Zerreißung des einheitlichen Wirtschaftsgebietes dessen bewußt, daß die Nachricht der Wiedervereinigung der deut- erfolgt. Deshalb konzentriert sich die Fürsorge der preußischen schen Sozialdemokraten auf ihre durch eigenen Parteifrafeel an- Staatsregierung auf die Wiederherstellung eines einheit gewiderte und bereits sehr zufammengeschmolzene Anhängerschaft lichen Wirtschaftsgebietes in Oberschlesien. Es ist cin unerträglicher verheerend wirken müsse. Um nun dieser befürchteten Rück- Zustand, daß die öffentlichen Verkehrswege zwischen den ein mirkung beizeiten vorzubeugen, werden neuerdings ganz besonders zelnen deutschen Orten mehrmals die Grenze durchschneiden und die Unabhängigen( denn wir Mehrheitssozialisten find ja sowiejo wiederholt polnisches Gebiet berühren. Eine Beseitigung dieses der Abschaum der Menschheit...) nach Strich und Faden herunter- unglücklichen Zustandes ist dringend nötig. Es muß mit aller Energie gerissen. In der„ Humanité" vom 8. September wird der tele- baran gegangen werden, die öffentlichen Berkehrswege für OberSchlesien nach einheitlichen Grundfäßen zu gestalten. Dazu gehört graphisch übermittelte Auszug aus dem Einigungsprogramm in aud.die Förderung der Kleinbahnen. Eine Beteiligung des preu einer Beise gloffiert, die für das geistige Niveau der neuzeitlichen Bischen Staates an dem Ausbau des kommunalen Kraftwertes in tommunistischen Polemik bezeichnend ist. Zur Erbauung unserer Oppeln in Höhe von 50 Millionen Mart halte ich für unbedingt Leser geben wir ihnen den Anfang dieser ,, Besprechung" zum besten: erforderlich und nötig. 1. Schutz der Republit.( Man weiß, was diese beiden Parteien unter dem Schuh der Republik verstehen.) 2. Kampf gegen die Klassenjustiz.( Als ob es etwas anderes in einer Zeit des Klaffentampjes geben tönnte als eine klaffenjuftiz!) Reorganisierung der gesamten Gefeßgebung nach jozia listischen Grundsätzen.( Was verstehen die unter Sozialisten?) Und in diesem Stil geht es weiter. Daneben müßte man die Rote Fahne" beinahe geistvoll und ideenreich preisen! Nebenbei bemerkt enthält fast jede Ausgabe der„ Roten Fahne" einen Aufsatz gegen die Klassenjustiz. Aber ihr Pariser Bruderblatt, das wochenlang das Moskauer Bluturteil gegen die Sozialrevolutionäre gerade mit dem Argument verteidigt hat, daß die proletarische Sowjetjustiz nicht der Gerechtigkeit, sondern lediglich den revolu tionären Klaffenintereffen" zu dienen habe, findet es ganz selbstverständlich und lobenswert, wenn reaktionäre Richter und Staatsanwälte mit zweierlei Maß messen, die Gefängnis- und Zuchthausstrafen auf die republikanische Arbeiterschaft nur so hageln lassen. Und darum laßt uns schließen mit dem dreifachen Rufe:„ Es lebe die altpreußische Klassenjuftiz! Es lebe die dritte Internationale! Nieder mit der Einigung des Proletariats!"... 11 Hervorragend an dieser Aufgabe ist die Wasserversorgung des oberschlesischen Industriegebietes beteiligt. Das Wasserwert in Morgenrot ist polnisch geworden, während das Wasserwerk bet Bawada auf deutschem Gebiete liegt. Die Leitungen, die das Industriegebiet versorgen, gehen teils durch deutsches, teils durch polnisches Gebiet. Eine Berlegung der Rohrleitungen, die schäkungsweise ungefähr 150 Millionen fosten wird, ist unerläßlich. Ferner muß die staatliche Wasserversorgung durch Erweiterungs- und Umbauten des bergfiskalischen Wasserwertes bei Zawada vergrößert werden; auch hierfür sind zurächst 50 Millionen Mark veranschlagt. Wirtschaft Schüht Eure Konjumgenossenschaften! Die Konsumgenossenschaften haben seit den Jahren ihres beispiellos großartigen Aufschwungs preisbildend nach unten gewirft. Sie haben sich im einzelnen und mit ihrer Zentralorganisation der Eigenproduktion auf manchen Gebieten zugewandt und damit der unbeschränkten Herrschaft des Privatkapitals einen Damm entgegengesezt. So sind sie zu einem wirtschaftlichen Machtfaktor herangewachsen, der in immer stärkerem Maße, aber vergeblich von feinen tapitalistischen Gegnern beneidet und bekämpft worden ist. Erschließung neuer Steinfohlenfelder. Der preußische Staat hat die Pflicht, soweit es in seiner Macht steht, eine Bermehrung der Kohlenförderung herbeizuführen und zwar schon um deswillen, weil dem preußischen Staat durch das Gesetz, betr. Aufsuchung und Gewinnung von Steinfohlen, vom 22. Mai d. J. sämtliche voraussichtlich Steinkohlen führenden und noch nicht verliehenen Bergwerksfelder gehören. Um recht bald mit den Untersuchungsarbeiten in den bergmännisch noch unerschlos fenen Gebieten beginnen zu können, ist die staatliche Bohrverwal tung in Schönebeck von mir beauftragt, alle verfügbaren Bohrapparate für diese Arbeiten in Oberschlesien bereitzus halten. In erster Linie sollen die bestehenden fistalischen Schachtana lagen im Laufe der nächsten Jahre so erweitert und ausgebaut werden, daß die Jahresförderung um 1 Million Tonnen vermehrt wird. Gie beträgt jetzt rund 2,4 Millionen Tonnen. Es wird ferner der Bau einer neuen Doppelschachtanlage mit einer Jahresförderung von mindestens 1 Million Tonnen erforderlich sein. Diese Doppelschachtanlage soll mit allen modernen Einrichtun gen, sowie mit Koferei und Nebenprcduftengewinnung versehen fein. Dazu gehören auch 2000 bis 2500 Arbeiterwohnungen. Mein fürzlicher Besuch in Oberschlesien hat mir gezeigt, wie unendlich dürftig zurzeit viele Flüchtlinge aus dem jest pol nischen Gebiet in deutschen Werken untergebracht sind. Der Bau neuer Wohnungen ist eine zwingende Notwendigkeit, damit diesen armen Menschen eine menschenwürdige Unterkunft gewährt werden kann. Schnelle Hilfe ift dringend erforderlich. Ohne Rücksicht auf die Steigerung der Baukosten müssen diese Arbeiten durchgeführt werden, wobei allerdings Riefensummen in Frage kommen. Der obersolefische Bleierzbergbau muß mit den Mitteln der modernen Technik erschlossen werden. Bei günstigen Ergebnissen soll eine neue fis halische Bleihütte in Oberschlesien errichtet werden, um die Ble: erze an Ort und Stelle zu verhütten, da die modern einges richtete staotliche Friedrichshütte an Bolen abgetreten werden mußte. Mit dem Neubau der Hütte betragen die voraussichtlichen Roster einschließlich der Arbeiterwohnungen zirka 35 Millionen Mart. Die staatlichen Eisenhütten müssen bedeutend erweitert und völlig umgebaut werden. Nicht unerwähnt möchte ich laffen, daß die Brinatindustrie große wirtschaftliche Erweiterungsarbeiten geplant hat. Auch will sich die Privatindustrie in hervorragendem Maße an dem Siedlungswesen beteiligen. Das von mir vorgeschlagene Wiederaufbauprogramm stellt am die Regierung wie an das ganze Bolt überaus große finanziclic An aber trotz alledem muß mit großem lain und forderungen ernstem Willen ans Wert gegangen werden zum Wohle und Ge deihen unserer deutschen Volkswirtschaft. Neue Erhöhung der Stabeijenpreise. Der Stahlbund hat unter Mitwirkung der christlichen Gewerkschaften wieder einmal die Preise für Balzfabrikate hinaufgesetzt. Stabeilen stellt sich jest um 2780 Mt. je Tonne höher, und zwar auf 46 930 Mt., was gegenüber einem Vorkriegspreis von 98 Mt. eine Verteuerung auf das rund 480fache bedeutet. Der Dollar tostet demgegenüber nur das 367fache. Eisen wird also weiter durch das Diktat des Stahlbundes Wo bleiben die Höchst. über den Balutastand hinaus verteuert. preise? ift in Anwesenheit des Bundespräsidenten Hainisch die Dritte Driffe Internationale Meffe in Wien. Am Sonntag vormittag wiener Internationale Meffe feierlich eröffnet worden. Der gleichfalls anwesende deutsche Geschäftsträger von Ederfenberg und der schwedische Gesandte begleiteten den Bundespräsidenten. beim Rundgang zu den Ausstellungen der Deutschen Werte und Unter den Messebeinchern anderen deutichen Unternehmungen. waren besonders viel Norweger und Echweden. An der Serbit messe nehmen nahezu 4000 Aussteller teil, davon 7 Proz Ausländer. Die Beteiligung der ausländischen Aussteller iit am stärksten in der Textilindustrie( Deutschland, Tichechoslowakei, Frankreich). Die Konzessionen in Sibirien. Zwischen Krassin als Vertreter Hause, und auch hier ist er unvergeßlich, wie er, hoch oben von der Orgel der Philharmonie herab, feinen Engelruf erschallen ließ: „ Selig sind die Toten", wie er die große Arie Beglückte Herde, Jefu Schafe" Melodie werden ließ. Er fonnte mit allen Mitteln der Technik, der Refonnanz, des langen Atems, ja, der männlichen KoloNun aber türmen Geldnot und Teuerung die Gefahr, die ratur paradieren er tat es nicht. Die Kunst war ihm heilig, auch als er Star und Liebling der Besten geworden war. Der breit auch den genossenschaftlichen Unternehmungen droht. Schon haben schultrige Mann war in den letzten Jahren im Konzertleben oft ein die Konfumgenossenschaften zum Teil bei teuerstem Waren- und RohAbsager. Wenige wußten, daß ein schweres Nervenleiden ihn und stoffeinkauf und nicht entsprechend hohen Betriebsmitteln von ihrem feine Umgebung mit ständiger Furcht umlauerte. Sang er aber dann, festen Bessstande zusetzen müssen. Das darf um des Wohles der so war Feierstunde. Perlen romantischer Balladenmusik, Edelsteine organisierten und aller Verbraucher willen nicht weiter gehen. Der Schubertscher und Schumannscher Liedfunft schliefen und erwachten in Besitzstand der Genossenschaften darf nicht zerbröckeln. Was wäre diesem begnadeten Mund. Nun er schweigt, soll ihm Dant in die die Folge eines etwaigen Unterganges der Konsumgenossenschafts- der Sowjetregierung und Leslie ürquart, dem Präsidenten des tühle Erde nachweinen, denn er war ein ganzer Künstler. K. G. bewegung? Die Berbraucher würden vollends der Ausbeutung des Aufsichtsrates der Ruffo- Afiatic- Consolidated, ist ein Wertrag unter Die Untertunnelung der Meerenge von Messina. Im Zu- dollarkräftigen Privathandels übérantwortet werden, beutehungrige zeichnet worden, der die Konzessionen in Sibirien, über fammenhang mit der Erörterung der Kraftübertragung von Ralabrien nach Sizilien ist der bereits früher gehegte Plan einer Unter- Rapitalbesitzer, verdienstgierige Schieberexistenzen würden ganz und die feit der Rationalisierung durch die Sowjets verhandelt wird, tunnelung der Meerenge von Messina wieder aufgenommen worden. gar das Feld der Bedarfsversorgung beherrschen. Wehe dem Kon- an die Russo- Asiatic zur Verwertung übergibt. Wie in Werft, Reederei, Hafen" mitgeteilt wird, hat der Ingenieur sumenten, selbst in einer etwa kommenden allgemeinwirtschaftlich Asiatic- Consolidated ist auch die deutsche Industrie durch Krupp be eine Beteiligung durch Stinnes ist seinerzeit geideitert. Vismara geologische Untersuchungen vorgenommen, auf Grund deren besseren Zeit, wenn dann dem Ausbeutertum auf dem Warenmarkt teiligt er einen genauen Kostenanschlag gibt. Danach wären für die Aus- ohne die Hemmungen und Widerstände durch die fonsumgenossen. Die Konzeiñonen erstrecken sich auf große Wald und Erzbergwerkss führung des endgültigen Blanes und für die Erstellung des Stollens fchaftlichen Organisationen das freventliche Spiel reiner Preiswillfür gebiete, über die die private Gesellschaft durch einen Padtvertrag auf 99 Jahre die Herrschaft erhält, während das Eigentum dem etwa 18 Millionen Lire nötig. Die Arbeit muß an beiden Enden erlaubt wäre. Die Bewucherung würde grenzenlos. ruffiichen Staate bleibt. Auch die Goldproduktion soil von in einer Tiefe von 290 Metern zugleich aufgenommen werden, und der Russo- Afiatic in diefen Gebieten wieder in die Höhe gebracht zwar würden auf beiden Seiten in dieser Tiefe Sammelbecken für werden. Die Gesellschaft bat die Pflicht auf sich genommen, bereits das durchfickernde Waffer angelegt und mit Bumpen verbunden wer in den nächsten Jahren für 25 Millionen Goldrubel Kupfer und den. Der Stollen soll eine Länge von 3800 Metern haben. Gold zu fördern. " Darum muß jetzt Widerstand geleistet werden. Darum sollen und müssen die Konsumgenossenschaften leben und ſegen bringend für die Zukunft sein. Die Erkenntnis schafft sich Bahn, daß zur Reitung der Konsumgenossenschaftsbewegung alle erforderlichen Die Fortschritte des Flugzeugs. Der Vergleich des gegenwärtig Maßnahmen mit höchster Kraftanstrengung durchgeführt werden stattfindenden Rundfluges um Großbritannien mit dem müssen. Was meist gar zu lange verabsäumt worden ist, muß im Juli 1911 vollendeten Flug zeigt mit eindringlicher Deutlichkeit, welche Fortschritte das Flugzeug in den letzten zehn Jahren gemacht nun zunächst geschehen. Die Mitglieder der Konsumvereine müssen, hat. An dem Rundflug von 1911 nahmen 19 Bewerber teil, die ver- da es jetzt noch möglich und noch nicht zu spät ist, allenthalben sofort schiedenen Nationalitäten angehörten. Nicht weniger als 15 dieser ihre Geschäftsanteile mindestens bis zur Höhe des Flugzeuge erlitten unterwegs eine Panne, und nur 4 legten die Wochenlohnes eines gelernten Arbeiters heraufganze vorgeschriebene Strecke zurück. Die schnellste der am Wett- fetzen. flug 1911 teilnehmenden Maschinen erreichte eine Stundengeschwindigkeit von rund 110 Kilometern, während die langfamfte beim diesjährigen diefe Schnelligfellsleistung um mindestens 25 Kilometer übertraf und die schnellste eine Geschwindigkeitsleistung von 5 Kilo metern in der Minute aufwies. " Devisenkurse. 100 holländische Gulden.. Zur Umgestaltung der preußischen Staatswerte in eine staat 1 argentinischer Papier- Peso liche Aktiengesellschaft wird noch bekannt: Der Gefeßentwurf dazu 100 belgische Frant. ist im Breußischen Handelsminifterium fertiggestellt. Die Attien- 100 norwegische Kronen gesellschaft wurde gewählt, um die Einheitlichkeit des bergfiskalischen 100 dänische Kronen Befihes, der auch jezt von einer Stelle, und zwar dem genannten 100 schwedische Stronen. So soll die 100 finnische Mart In der Komischen Cher findet die Premiere der neuen Ausstattungs. Ministerium, verwaltet wird, nicht zu zerschlagen. Revue Euroba spricht davon am Sonnabend, den 16., statt. Macht des staatlichen Bergbesites gewahrt, sondern auch eine 1 japanischer Jen. Mr. Jadson vom Alhambra- Theater in London, welcher persönlich auftritt, einheitliche Wirtschafts- und Arbeiterpolitit gewährleistet werden. 100 italienische Lire studiert auch die Tänze nach dem Muster der ausländischen Revuen ein. Die Aktiengesellschaft führt lediglich die Geschäfte der Verwaltung 1 Pfund Sterling 1 Dollar.. Jüngste deutsche Kunit für Amerika. Das Museum der amerika- im Auftrage des preußichen Staates, der nach wie vor Besitzer der nischen Stadt Detroit wird den Amerikanern demnächst eine Reihe be- Werte bleibt und auch die Aktien in seinen Befig übernimmt. An 100 französische Frank. deutender Werte der jüngsten deutschen Kunst vor Augen führen. Der dem Aufbau der Verwaltung wird also vorläufig nichts geändert; 1 brasilianischer Milreis Direttor Ralph H. Booth, der schon früher ein reges Interesse für den die zentrale Leitung geht lediglich von dem Ministerium auf eine 100 Schweizer Frank. deutschen Expressionismus zeigte, hat in diesem Sommer wieder eine An- nach faufmännischen Gesichtspunkten geleitete Generaldirektion über. 100 spanische Besetas zahl moderniter neuer Stunstwerte angelauft. Darunter befinden sich ein Die vorgeschlagene Regelung wurde in ihren Grundgedanken Erntebild von Schmidt Rottluff, eine Madonna von Starl gebilligt. Zum Bollzug der Umstellung ist die Einrichtung einer 100 öfterr. Stronen( abgeft.) 100 tschechische Kronen.. Casbar, sowie ein Etilleben Jeiner Battin, ferner ein Strandbild von 100 ungarische Kronen. Otto Müller, fowie zwei Aquarelle und ein Stilleven von Be chlebergangsstelle für die Umgestaltung der staatlichen Bergit ein Unter den Blaftilen sind zwei Bronzen von Georg Stolbe und und Hüttenwerte" im Handelsministerium vorgesehen, die nach 100 bulgarische Lewa einige Arbeiten des Berliner Bildhauers Richard Scheibe hervorzu- Durchführung der Trennung zwischen Hoheits- und Betriebsverheben. Auch von andern jungen Künstlern wurden Arbeiten erworben. waltung wieder aufgelöst werden soll. An der Mufio. 9. September Käufer. ( Gelb.) Aurs Kurs Berkäufer ( Brief-) Sturs 52033.75 53066.25 494.371495.62 22721.55 22778.45 29163.50 29286.50 11. September Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs 59925.- 60075.556.80 558 20 11186.- 11214.- 10087.40 10062.60 25767.75 25832.25 32958.75 33041.25 40948.75 41051.25 3455.65 3464.35 739.05 740.95 6641.65 6658.35 6866.40 6888.60 1588.07 11785.25 11814.75 201.74 202.25 29163.50 29236.50 23670.35 23729.65 1.95/ 5293.35 36154.75 36245 25 2946.30 2953.70 659 15 660.85 5942.55 5957.45 6092.85 6107.65 1541.93 1368.28 1871.72 10636.65 10663.35 179.77 180.23 25967.50 26032.50 21073.60 21126.40 1.751 4519.30 1.79 1991 5806.65 4530.70 60.92 998.75 61.08 1001.25 . 57.92 828.95 58.08 881.05 100 Polenmart galten gestern etwa 21,15 M. Gewerkschaftsbewegung Die Gefamtarbeiterschaft aber braucht ten festen Zusammenschluß hat daher den Buchbrucern den Auftrag erteilt, bie Biener aller organisatorischen Kräfte, um dem Elend zu entrinnen. Die beiter- Zeitung" wieder erscheinen zu lassen. Diese wird zum ersten Intereffen der Gesamtarbeiterschaft verlangen daher, daß die Arbeiter Male wieder am Mittwoch herauskommen. die frivolen Butschversuche der Kommunisten ablehnen. Die zahlreich Die von Lügen über das Ueberschichtenabkommen. aus dem ganzen Lande einlaufenden Berichte des ADGB. beweisen, Lohnkämpfe in Ungarn. Das Ueberschichtenablommen im Bergbau läßt den Kom- daß man das Spiel der Kommunisten durchschaut Mit Rücksicht auf die immer häufigeren Lohnbewegungen der munisten feine Ruhe. Keine kommunistische Zeitung er- und es entschieden ablehnt. Die Betriebsräte weiden sich Arbeiter, die öfter zum Streik führen, haben die Industriellen einen scheint, ohne daß in ihr die Aufhebung des Abkommens gefordert, daher gegen die neue Zersplitterungsaktion der Gewerkschaften und einheitlichen Blod gebildet, der die Gesamtheit der In der Berrat" der Gewerkschaften am Proletariat gebührend ge- warnen davor, den törichten Parolen unverantwortlicher Ratgeber geißelt" und das Proletariat zur Abwehr des„ Angriffes auf den zu folgen. Mit Recht kann zum Beispiel das Gewerkschaftskartell dustriellen gegenüber den Gewerkschaften bertreten soll. Achtstundentag" aufgefordert wird. Diefe hehe der Kommu- in Leipzig schreiben: J. den einstigen Hochburgen, wie im Leuna- der Arbeiterschaft jüngst verlangte automatische Erhöhung der Löhne nisten ist leider nicht ohne fleine Erfolge geblieben. Verschiedent- wert, ist nur noch ein Bruchteil der Arbeiter organisiert, und die auf Grund der Inderziffer wurde von den Industriellen einhellig abgelehnt. lich haben die Belegschaften Schwierigkeiten beim Verfahren der Leuna- Arbeiter haben es nicht einmal gewagt, sich an der DemonUeberschichten gemacht oder sich gar geweigert, das Abkommen stration gegen die Rathenau- Mörder zu beteiligen. Das ist die Folge Die Arbeiterschaft der Berlin- Karlsruher Industriewerte, durchzuführen. dr wilden Aktionen, und jeder denkende Arbeiter muß sich klar fein, Wittenau, ehemalige Waffen- und Munitionsfabriken, beschäftigte Die Behauptung der Kommunisten, daß man auf dem Wege daß seine Interessen nur gewahrt werden durch den planmäßigen fich gestern mit dem Schiedsspruch in der Metallindustrie und der über das Ueberschichtenabkommen zum Achtstundentag für die Berg Kampf der Gewerkschaften und sozialistischen Parteien. Deshalb nach diesem Schiedsspruch festgelegten 48stündigen reinen Arbeitsarbeiter kommen und von da aus den Achistundening für die übrige weist alle Zersplitterungsversuche der Kommunisten zurück! Folgt zeit. Bis dato hatten die Kollegen in 5 Schichten, Sonnabends frei, Arbeiterschaft abbauen will, ist so erlogen wie fast jede andere den Beschlüssen eurer Organisationen! Den Schaden habt ihr sonst 46% Stunden gearbeitet. Da aber in Groß- Berlin in allen BeBehauptung der kommunistischen Presse. Laut Gesetz vom 28. Juni felbst zu tragen." trieben der achtstündige Arbeitstag streng eingehalten wird, ver1922 wird z. B. für das Nuhrgebiet die siebenstündige Arbeitszeit pflichten sich die Kollegen obiger Werte, auch ihrerseits den freien festgesetzt, und nur tariflich kann etwas anderes vereinbart werden. Sonnabend fallen zu laffen und die Arbeitszeit genau einzuhalten, Der Berband der Bergarbeiter Deutschlands wie es die Arbeiterschaft Groß- Berlins tut. Das heißt: den wird niemals seine Zustimmung zu einer dauern reinen achtstündigen Arbeitstag hochzuhalten. den Schichtverlängerung geben, und hat entsprechend diesem Standpunkt und dem Willen seiner Mitgliedschaft bei den Beratungen über das Ueberschichtenabkommen die Vereinbarung der achten Stunde als lleberarbeit abgelehnt. Es wurden darum dreimal zwei Stunden für das Verfahren der Ueberschichten festgesetzt. Nur aus besonderen Gründen fann nach§ 2 des Abkommens durch Bereinbarung zwischen Zechenverwaltung und Betriebsvertretungen" die vorgesehene Ueberarbeit in einer abweichenden Art auf die Wochentage verteilt werden"." Die Bertreter des Bergarbeiterverbandes stimmten dieser Ausnahmeregelung zu, weil sie bei den Randzechen, bei heißen Gruben, wegen ungünstiger Fahrzeit der Eisenbahnzüge usw. berechtigt sein fann. Auf keinen Fall aber gibt diese Bestimmung den Bechenverwaltungen das Recht, an Stelle der dreimal zwei Stunden die achte Stunde zu verlangen. Die Bergverwaltungen fönnen zwar solches Verlangen an den Betriebsrat stellen. Lehnt dieser aber die achte Stunde ab, dann haben sich die Unternehmer damit zufrieden zu geben. Daraus ergibt sich also, daß im Bergbau, solange nicht die achte Arbeitsstunde eingeführt wird, die Geschloffenheit der Organisation erhalten bleibt. Folgen die Bergarbeiter den Kommunisten, dann wird allerdings die Schlagtraft des Bergarbeiterverbandes eines Tages erlahmen und dann fann leicht möglich werden, was man bisher vermeiden wollte. Der Allgemeine Deutsche Werkmeistertag. In der Festhalle der Deutschen Gewerbeschau fand bei überaus zahlreicher Beteiligung gestern der Allgemeine Deutsche Wertmeistertag statt. Im Laufe der verschiedenen Ansprachen ergriff auch Genosse ifell das Wort zu einer längeren Rede, Der Achiffundenfag in fontinuierlichen Betrieben. Das bel. in der er hauptsächlich wirtschaftliche Fragen beleuchtete. Ein ge- gische Achtstundengesetz gestattet in fontinuierlichen Betrieben den waltiger Ridgang des deutschen Handels fei zu 3ehnstundentag bzw. 3 mei leberstunden täglich, verzeichnen, der heute auf derselben Stufe stehe, wie in den fünfziger doch sind dafür mindestens 26 Freitage als Ersatz jährlich Jahren. Unter der allgemeinen Verelendung babe in zu gewähren. Auf eine Anfrage der Industriellen hatte der jetzige der Hauptsache die Arbeit zu leiden. Bielfach werde nicht mehr ge- Arbeitsminister erklärt, daß die Unternehmer nicht gehalten werden arbeitet, um den Bedarf zu decken, fondern um zu verdienen. fönnten, diefe 26 Urlaubs- oder Erfaztage zu bezahlen. Das Nicht Profitfucht dürfte fünftig leitend sein, das Biel müsse führte zu einer sozialistischen Anfrage in der Kammer, die eine mehrvielmehr die Dedung des Bedarfs der Massen sein. tägige Aussprache über den Achtstundentag hervorrief. Zugleich Nur der Gemeinschaftsgebante tönne uns helfen. Die Rede wurde handelte es sich dabei um die Entscheidung des Ministers, daß der von anbaltendem Beifall begleitet. Zu dem Allgemeinen Deutschen für die erste leberstunde gefeßlich vorgesehene Zuschlag von 25 Proz Wertmeistertag waren auch zahlreiche Vertreter aus Luremburg, bzw. 50 Broz. für die zweite Stunde täglich festzustellen sei, während Deutsch- Desterreich und Jugoslawien erschienen. die Arbeiter das Gesez so auslegen, daß die 49. Arbeitsstunde einer Woche mit 25 Proz. Zuschlag, jede weitere Stunde aber mit einem Zuschlage von 50 Broz. entschädigt werden müsse. Der Minister erklärte, es handle sich dabei um eine Meinungsäußerung, nicht aber Die meisten Redner um bindende Entscheidungen seines Amtes. traten für die Durchführung des Gesetzes über den Achtstunden tag ein, doch wurde eine Durchführung verlangt, welche sich den Bedürfnissen der Gegenwart anpasse. Verlängerung der Demobilmachungsverordnungen. Die Demobilmachungsverordnungen wurden durch Beschluß zunäst bis zum 31. Oftober 1922 verlängert. Die Hoffnung, bis zu diesem Termin die durch die Berordnungen geregelten Materien durch Reichsgefeße regeln zu fönnen, hat sich nicht erfüllt. Der Reichstag hat baber durch seinen leberwachungsausschuß am 17. Auguft eine weitere Verlängerung der Demobil. machungsverordnungen befchloffen. Sie gelten zu Betriebsrätekongreß und Vorstand des ADGB. nächst bis einen Monat nach Zusammentritt des Reichstags, damit Kommunistische Zeitungen bringen Meldungen über eine am der Reichstag im Plenum Stellung zur Verlängerung nehmen fann. 4. Geptember abgehaltene Besprechung des Bundesvorstandes mit Der Kampf um den Achtstundentag in Frankreich. den in Berlin ansässigen Verbandsvorständen. Der fommunistischen Der Sefretär des Algemeinen Arbeitsbundes, Jouhaug, hat auf Presse ist ein tendenziöser Bericht eines Teilnehmers zugegangen. Rote Fahne"," Klaffenfampf" usw. rasen natürlich dem in Angers tagenden Vergarbeitertongreß eine mieder in gewohnter Weise gegen die bösen Gewerkschaftsführer, scharfe Rede gegen die beabsichtigte Abschaffung des ,, die nur die zum Kampf brängenden Massen zum Schweigen bringen Achtstundentages gehalten, er teilte mit, daß die Arbeiter wollen" und nicht die kommunistische Forderung nach einem Be- organisationen entschlossen feien, fich demgegenüber zur Wehr zu triebsrätefongreß erfüllten. Daß die Aeußerungen der Redner aus feßen. Nach Jouhaugs' Ansicht ist der doppelte Borstoß gegen den dem Zusammenhang gerissen und entstellt wiedergegeben wer- Achtstundentag und gegen die Löhne nicht in der Abficht unter den, versteht sich von selbst. Wie sagt doch Lenin in seinem Buche: nommen, die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern, sondern Der Radifalismus, die Kinderfrankheit des Kommunismus?" vielmehr die Macht der Gewertschaften au brechen, Man muß es verstehen, wenn es nötig ist, sogar Lift, Schlauheit, bevor die Organisationen die Kraft haben, ihre Stärle wiederzus illegale Methoden, Berschweigen der Wahrheit anzuwenden, um gewinnen. Die Haltung der Arbeitgeber und der Regierung nannte nur in die Gewerkschaftsverbände einzubringen, in ihnen zu bleiben, ber Rebner eine Politik der Herausforderung. Wenn die Arbeiter in ihnen fommunistische Arbeit durchzuführen." schaft zum ampf gezwungen werde, dann werde sie den Nach dem Bericht soll Leipart, ohne von den gegen die Kampf annehmen müssen, mit dem Entschluß, als Sieger aus ihm Teuerung zu ergreifenden Maßnahmen zu sprechen, nur gegen die hervorzugeben. Betriebsräte gemettert haben. In Wirklichkeit stellte ei part Wie amtlich mitgeteilt wird, ist eine Abordnung des fest, daß es sich bei diesem geplanten Kongreß nicht um eine Aftion Seeleuteverbandes, welche gegen die Abschaffung des Achtder Betriebsräte gegen die Teuerung, sondern um eine Aktion stundentages in der Handelsmarine Protest einlegen wollte, gestern der Kommunistischen Partei gegen die Gemert- abend vom Präsidenten Miller and empfangen worden. MilleIchaften handelt. Hierüber müsse Klarheit in der Arbeiterschaft rand versuchte der Abordnung flarzumachen, daß ein großes geschaffen werden und das sei Aufgabe der Verbandsvorstände und nationales Interesse" auf dem Spiel stehe; es handle sich bei dem der Gewerkschaftspresse. Gegen die Störer der Gewerkschaftsbewe. Erlaß um keinerlei Verstoß gegen eine soziale Gesetzgebung, deren gung müsse mit Entschiedenheit Stellung genommen werden. Nicht Grundsäge dem Präsidenten und dem Kabinett sehr am Herzen um die Stimmen der Arbeiterschaft zum Schweigen zu bringen", lägen. Die Maßnahme sei aber durch die Weigerung anderer sondern im Gegenteil, um ihnen einen wirklich starten Nationen, Frankreich auf dem Wege dieser Gefeßgebung zu folgen, Nachdruck zu geben. Wenn alle Gewerkschaftsmitglieder ge- unvermeidlich geworden. Der Verband hält heute eine Versamm schlossen hinter ihre Führer treten, ist ihr Einfluß natürlich viel lung ab, auf der er sich über sein weiteres Verhalten schlüssig ftärker, als wenn ein Teil von ihnen es duldet, daß die Kommunuiften werden wird. um ihrer parteipolitischen Ziele megen jede Aktion der Gewerk- Die Vereinigung der Seeleute hat beschlossen, daß am Tage fchaften herabzuseßen und zu durchkreuzen versuchen dürfen. Den nach der Veröffentlichung des Dekrets über die Abschaffung des Achtfommunistischen Drahtziehern ist natürlich diese Beleuchtung ihrer stunbentages die Befagungen die Schiffe für vierundMotive sehr unangenehm Darum ihr Wutgeheul, wenn der ADGB. zwanzig Stunden berlassen und die von den Verbänden ihren Absichten entgegentritt und entschieden Wege beschreitet, die gemeinschaftlich gefaßten Entscheidungen abwarten sollen. allein den Ausweg aus den infolge des Währungssturzes für die Masse des Volkes unerträglichen Verhältnissen sichern. Die Kommunisten brauchen die 3ersplitterung der Ge= wertschaftsbewegung um ihrer verderblichen Phanta ftereien willen, die Rußland bereits zum Leichenfeld machtet. Der Wiener Buchdruckerstreik. Wien, 11. September.( Eigener Drahtbericht.) Heute hat die Wiener Gewerkschaftskommission beschlossen, die Sache der streifenden Buchdrucker zur Sache der Gesamtorganisation zu machen. Sie Allgemeiner Poststreit in Irland. Entsprechend der von den Vertretern der Angestellten der Post und Telegraphie in Dublin gefaßten Entschließung ist der Generalstreit in der Post und Telegraphie in Jrland ausgebrochen. Demzufolge find seither alle telegraphischen und telephonischen Verbindungen zwischen Jrland und England unterbrochen. Der Poststreif in Polen. Wie der Kurjer Bolsti" meldet. haben die Post- und Telegraphenbeamten beschloffen, ben Streit weiterzuführen. Die Post- und Telegraphengebände werden militärisch bewacht. Man rechnet mit einer Teilnahme der Eisenbahner am Streit, der jetzt schon ganz Polen erfaßt bat. Rzeczpospolita" will erfahren haben, daß gestern mittag in 2o ba die Postbeamten die Arbeit wieder aufgenommen haben. " Iungen. Deutscher Transportarbeiterverband. Fourageutscher: Dienstag, ben 12. September, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24/25, Tagesordnung: Bericht über unsere LohnberhandSaal I, Versammlung. Bretterträger und Blagarbeiter: Mittwoch, den 13. September, abends 7 Uhr, Bersammlung Alte Jakobstr. 32, Bentralfestfäle". Tagesord Branche 2, Chemic. Mittwoch, den nung: Bericht von der Verhandlung. abends 7 Uhr: 13. Eeptember, abends 6 Uhr, in Willes Festfälen, Sebastianstr. 39, Gruppenverfammlung, Chemikalien- Großhandel und Verbandstoffe; Gruppe Chemische Industrie und Mineralöle und Fette. Tagesordnung: 2. Verschiedenes. 1. Bericht von den Lohnberhandlungen. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage. Das altbewährte Kräftigungsmittel für Körper und Nerven Sanatogen ift in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf metervalise Koch& Seeland ZWEI TRAGER GUTEN RUFS Gertraudtenstraße 20-21. G. m. KON LINON Mollora Delft edel wie der Name Fritzi Majsary Urteilen Sie selbst! eine Zigarette bon Xong