Nr. 13. Erfcheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfa. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition it an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die preußische Throurede. Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtages! In gewohnter Weise habe ich Sie zur verfassungsmäßigen Mitarbeit berufen und entbiete Ihnen bei Wiederaufnahme Ihrer Thätigkeit meinen königlichen Gruß. Mittwoch, den 16. Januar 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ihrer Beschlußfaffung werden ferner mehrere Gefeßentwürfe| ganz leisen Wiederhall. Und dies ist bei der geschäftsunterbreitet werden, welche die Durchführung der im abgelaufenen mäßigen, trockenen Aufzählung der Vorlagen, bei dem Der preußische Landtag wurde heute vom Könige mit Jahr von den Synoden der evangelischen Kirchengemeinschaften Mangel jeder, weitere Kreise berührenden Anregung, bei folgender Thronrede eröffnet: beschlossenen Kirchengesete zum Gegenstand haben. Dabei wird es sich besonders auch um die Sorge für die dem Fehlen jedes zündenden Gedankens auch selbstHinterbliebenen der evangelischen Geist verständlich. Der preußische Landtag leidet schwer unter der Folge lichen der neuen Provinzen handeln. Wegen Erweiterung des Staatseisenbahn- des Dreiklassen- Wahlsystems, dieser selbst von reaktionären Netzes durch Herstellung, neuer Gisenbahnlinien Politikern auf's schärffte verurtheilten Scheinvertretung des Der Haushaltsplan für das Jahr 1895/96, wird Ihnen auch in diesem Jahre ein Gesetzentwurf augehen, in Voltes, nämlich unter der allgemeinen Interesselosigkeit. welcher infolge des Abschlusses der Steuerreform und der Neu- welchem zugleich Mittel zur Betheiligung des Staates An dieser wird durch die Thronrede gar nichts geändert. ordnung der Eisenbahn- Verwaltung, wie des Kassenwesens im an Kleinbahn- Unternehmungen vorgesehen werden Bereiche der Verwaltung der direkten Steuern wesentliche Um- sollen. gestaltungen erfahren hat, wird Ihnen unverweilt zugehen. Zu Mit der Neuordnung der Behörden der staatlichen Eisenmeinem Bedauern schließt er wiederum mit einem erheblichen bahnverwaltung werden vom Beginn des nächsten Etatsjahres Fehlbetrage ab. ab umfangreiche Reformen des Kassen- und Rechnungswesens in Kraft treten, welche dazu beitragen werden, die Wirthschaftlichfeit der Verwaltung zu erhöhen. Trotz der fortdauernden vorsichtigen und sparsamen Bemessung der Ausgaben und der günstigeren Entwickelung der eigenen Einnahmen Preußens ist es wesentlich wegen der zu ungunsten der Einzelstaaten gänzlich veränderten Finanzlage des Reichs noch nicht gelungen, das Gleichgewicht des preußischen Staatshaushalts wiederherzustellen. Diesen seit mehreren Jahren bestehenden beklagenswerthen Zustand endlich zu beseitigen, muß unser ernstes Bestreben sein. Die Verbündeten Regierungen haben in der Erwartung, dadurch zu einem beffer geregelten finanziellen Zustande zu gelangen, auf die bisherigen Mehrüberweisungen seitens des Reichs an die Einzelstaaten verzichtet. Sie werden ihre Vorlagen an Der Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Verpfändung der Privateisenbahnen und der Kleinbahnen, wird wiederholt den Gegenstand Ihrer Berathung bilden. Die Thronrede enthält nicht das Programm einer neuen Regierung, kein Wort in derselben deutet darauf hin, daß das Reich und Preußen von einem anderen Staatsmanne regiert wird, daß die wichtigen Ministerien für das Innere und das Auswärtige, für die Justiz und die Landwirthschaft neuen Männern anvertraut sind, daß weitere Veränderungen bevorstehen, daß die neuen Männer andere Grundsäge vertreten, anderes planen, als ihre Vorgänger. Ja, nicht einmal mit einem Worte ist der Thatsache dieser großen Personenveränderungen Erwähnung gethan. Wozu braucht dies auch das Volk zu wissen. Läßt sich die geringe Bedeutung des preußischen Parlaments in schärferer Weise kennzeichnen? Wir bezweifeln es. Wir sehen in diesem Stillschweigen einen neuen Beleg für den Grundsatz der ungeschriebenen Verfassung, deren Um und Auf der von des Kaisers Hand in das goldene Buch der Stadt München eingetragene Saz ist. Die schweren Sturmfluthen der letzten Wochen haben auch an den preußischen Inseln und Küften der Nordsee bedauerliche Verheerungen angerichtet. Wegen Feststellung des Umfanges dieser Schäden und Einleitung der zu ihrer Bes seitigung geeigneten Maßnahmen ist das Erforderliche veranlaßt. Bur weiteren Förderung des gewerblichen Fort den Reichstag auf eine mäßige Vermehrung der eigenen Ein- bildungs- und Fachschulen wesens ist eine Vernahmen des Reichs und die Herstellung gesetzlicher Bürgschaften stärkung der etatsmäßigen Mittel vorgesehen. für die finanzielle Selbständigkeit des Reichs und seiner Glieder Zu meinem lebhaften Bedauern ist die Lage der Landbeschränken. Wenn es gelingt, auf dieser Grundlage eine wirthschaft fortdauernd ungünstig. Den hieraus Einigung herbeizuführen, so ist zu hoffen, daß die dringlichste erwachsenen schweren Uebelständen nach Möglich( Das höchste Gesetz ist der Wille des Königs!) Forderung, die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen feit zu begegnen, ist meine unablässige landesväterliche Wenn wir den geschäftsmäßigen Inhalt der Thronrebe ben Einnahmen und Ausgaben des Landes, erfüllt werden wird. Sorge und die dringendfte Aufgabe meiner Reprüfen, so dürfen wir dieselbe nicht als das Programm der Das letzte Rechnungsjahr hat einen Fehlbetrag von mehr gierung. als 31 000 000 M. Für das laufende Etatsjahr wird der Fehl- Zum Zweck der Erhaltung der neu gefchaffenen Renten- neuen Regierung ansehen. = Suprema lex, regis voluntas! betrag jedoch zum theil infolge vorübergehender Verhältnisse und Ansiedelungsgüter wird Ihnen voraussichtlich noch Und was wird in der Thronrede gesagt? Nichts von wahrscheinlich nicht unerheblich hinter dem Anschlage und in dieser Tagung der Entwurf eines Gesezes, beder Nothwendigkeit einer neuen Bergwerts- Gesezgebung, demjenigen des Vorjahres zurückbleiben. treffend das Anerbenrecht bei Renten und nichts von der Dringlichkeit, die Lage der Lehrer und der Der zu Ihrer Beschlußfassung gelangende Gesezentwurf, be- Ansiedlungsgütern, zugehen. Beamten zu einer menschenwürdigen zu gestalten, dafür treffend die Stempelsteuern, soll die auf dem Gebiete der Geehrte Herren! Es gilt heute mehr als je in einträchtiger aber desto mehr von der Nothwendigkeit neuer diretten Steuern nunmehr abgeschlossene grundlegende Reform Arbeit die Wohlfahrt des Ganzen zu fördern, und es ist die Steuern, die sich in einer Reform der Stempel. auf die indirekten Landessteuern ausdehnen und auch bei den ernste Pflicht aller Wohlgesinnten, Iegteren die Vertheilung der Staatslasten nach der Leistungs- en wachsenden Angriffen auf die Staatssteuer- Gesetzgebung verbirgt. fähigkeit in höherem Grade als bisher durchführen. ordnung, sich einmüthig zur Abwehr zusammen zu schließen. Ein nach gleichen Grundsäßen ausgearbeiteter Gefehentwurf bezweckt eine Neuordnung des gerichtlichen Kostenwesens, unter dem Gesichtspunkte einer einheitlichen Gestaltung für alle Landestheile und der Ermäßigung der Kosten für Gegenstände geringeren Werthes, namentlich in Grundbuchund Vormundschaftssachen. Gleichzeitig wird Ihnen der Entwurf einer Gebührenordnung für Notare zugehen, in welchem auch die Notariatsgebühren für die ganze Monarchie gleichmäßig geregelt sind. Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] 52 Im Exil. Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Runert. Ein dritter Versuch brachte ihm die Ehre, bei einem großen Sou Blatte zu erscheinen, einer Zeitung, die sich besonders in Wahlzeiten- fortschrittlich nannte. Dieses Mal dauerte es wenigstens nicht lange. René hatte sein Werk mit einigen Worten analysirt, doch ließ man ihn kaum zu Ende sprechen. Zuviel Psychologie darin! Bu viel Literatur! gegenüber Ich vertraue auf die bereitwillige Unterstützung und die patriotische Hingebung der preußischen Landesvertretung und bitte Gott, daß er die bevorstehende Tagung dem Lande zu reichem Segen gedeihen lasse. Nur ganz vereinzelt ertönte ein Beifallsruf bei Ver: lesung der Thronrede, und auch in der Presse fand dieser Beifall selbst bei den regierungsfrömmften Blättern nur kommen, kein Hehl mehr. Im vertrauten Kreise sprach er mit ruhiger Gemüthlichkeit darüber. Eines Abends sagte René seufzend zu ihm: Du hast Glück, Du! Nein, antwortete er. Aber ich weiß mich den Umständen anzupassen. Du bist zu eigensinnig. Du willst Du selbst bleiben, Du hältst an Deinen Ideen fest. Du bist der reine Wilde. Jch, ich weiß, daß man mit den Wölfen heulen muß, um ihnen zu gefallen, und ich heule stärker als sie, das ist mein ganzes Geheimniß. Während er sprach, drehte er eine kleine Broschüre mit gelbem Umschlag in der Hand herum. Was ist das? fragte René. " Das? Sieh' es Dir an. Die Jugend.... Revue für Literatur und Kunst." Ein schöner Titel, nicht wahr? Lesen Sie den Roman wenigstens, bat er schüchtern. Das Organ eines kleines Kreises von kräftigen, großen Nüßt nichts. Das Ganze ist nichts für unsere Zeitung. Männern, die alle, ich natürlich zuerst, ihr Denkmal haben Wir brauchen Abenteuer, geheimnißvolle Verbrechen, geniale werden. Aber halt! Jetzt erst denke ich daran. Willst Du Detektives, welche die Spur unauffindbarer Mörder ver- mit machen? Es kann Dir nüßlich sein. Durch unsere achtjährige, folgen; wenn nicht, dann wehe unserer Abonnentenlifte! gezwungene Abwesenheit sind wir hinter den Männern Der Direktor, ein alter Mann, der früher einmal großen unserer Generation etwas zurückgeblieben. Wir können sie Literarischen Ehrgeiz besessen hatte, schloß mit der Erklärung, nicht mehr einholen. Nun wohlan: Dann wollen wir die die keine Erwiderung zuließ. Kameraden der Jüngeren, die Patriarchen der Jugend sein. Wenn George Sand oder Balzac mir hente einen Du kannst Dir nicht vorstellen, wie bequem diese AktienRoman brächten, so würde ich ihn nicht nehmen, nein, gesellschaften auf gegenseitige Bewunderung sind, wenn man mein Herr, ich würde ihn nicht nehmen. sie nur einigermaßen zu benutzen weiß. ich René riß das Kreuzband ab, das die Revue umschloß. Bist Du Abonnent, sagte er, oder Mitarbeiter? Beides. D, die verstehen sich auf das Geschäft! Als ihnen das erste Mal etwas zuschickte, haben sie mir postwendend eine Abonnementsquittung übersandt. Und Du hast sie angenommen? Bottausend! Natürlich sie müssen mich irgendwie entschädigen. Ich gebe, damit Du giebst. Das ist die Seele des Geschäfts. Nothgedrungen wird eingestanden, daß die preußische Staatsrechnung weit besser abschließt, als dies die terte Thronrede und die Vorlagen des preußischen Finanzministers erwarten ließen, aber dies sei lediglich auf zufällige Ursachen zurückzuführen und dann wird Schwarz in Schwarz die traurige Lage der preußischen Finanzen gemalt. Diese Klage richtet sich nicht an den preußischen Landtag, sondern an den Reichstag, der wegen des angeblich so traurigen Bustandes der Landesfinanzen die Reichs- Finanz= einzige, der Mittel befitt, folglich hat er das Recht ständiger Reklame auf dem Titelblatte. Darunter siehst Du zwei Direktions- und zwei Redaktionssekretäre. Ich sage Dir, das Geschäft ist großartig eingerichtet. Das reine Anschlagsäulen- System. Das Publikum behält so schließlich die Namen, die es unaufhörlich vor Augen hat, im Gedächtniß. Aber die andern? Warte ein wenig. Das Jdeal- Du begreifft- ist dahin zu gelangen, daß der Say:" Die beste Chokolade ist die Chokolade welche wir fabriziren," in den ver= schiedensten Formen immer wiederkehrt. Das bringt zweierlei mit sich: Berherrlichung derer, die zum Hause gehören, Vernichtung der andern. Schlage das Heft auf und Du wirst sehen, wie die Variationen über dieses Doppelthema ausgeführt werden. Nummer. Cayrolaz durchflog mit René die Inhaltsangabe der ... Die Poesie des Wortes. Versuch einer unabhängigen Kritit von Jean Argyropoulos. Ich wette, daß der nach allen Regeln der Kunst alles in Grund und Boden kritisirt. Doch höre lieber: der Autor fragt sich, ob Vater Hugo ein Dichter ist und schließt mit der schönen Phrase: Er würde mir noch lieber sein, wenn er keine Verse gemacht hätte. Gerade wie wenn der liebe Gott einer Wanze einen Verweis giebt. Was hat Viktor Hugo ihm nur gethan? Nichts. Er lebt nur zu lange, er verdunkelt unsere Zeit, und man ruft ihm zu: Geh uns aus der Sonne! Play den Jungen, zum Teufel! Lies den Artikel weiter, und Du wirst finden, daß die französische Poesie erst mit Almeria beginnt, der selbstredend einer der Unsrigen ist. Von ihm Worte, Worte, nichts als Worte! Mit ihm die köstlichste Musit, die Wunderblume des Traumes, der filberne Nebel des Symbolismus, was weiß ich noch! So improvifirt man einen großen Dichter! Durch diese wiederholten Mißerfolge wurde René bitter gestimmt, niedergeschlagen. In dem kleinen Haushalte wuchs der Mangel, und die stille Besorgniß seiner Mutter wirkte auf ihn zurück und wurde von Tag zu Tag stärker. Er zweifelte an sich selbst. Er sah, wie Cayrolaz Glück hatte, für alle möglichen Blätter schrieb und schon einen gewissen Ruf besaß. Man war ihm auch eines Tages begegnet, als er eine Frau am Arme führte, die herrliche Diamanten in den Ohren trug. Seine Zeit war so tostbar geworden, daß er nur noch im Wagen durch Paris fuhr. Sollte er etwa Cayrolaz beneiden oder Halt! ein Artikel über Dich! rief René. nachahmen? D wenn doch unter den Mitteln, die Sieh, fieh! Aeh, das ist nett! Ein Virtuose auf dem dieser Tausendkünstler anwandte, eines gewesen wäre, Ach geh' mit Deiner Einfalt! Sieh Dir zunächst einmal Gebiete des Zeitgemäßen! Gin moderner Nachtfalter, der dessen René sich als ehrlicher Mann hätte bedienen können! den Umschlag an. Da steht in großen Lettern: Direktor: über die wogenden Gipfel der Ereignisse dahinflattert: Cayrolaz machte aus seinen Mitteln, vorwärts zu Gabriel Desaubiers. Ehre dem Ehre gebühret. Er ist der Ein Chronist, schnell und bisfig wie eine Wespe. UnterBezahlen sic? Den Drucker manchmal, die Mitarbeiter niemals. Und dann? Wie weit die versprochene Förderung des Fa ch ich u l mesens geht, ist abzuwarten, nach den bisherigen Erfahrungen nicht weit, denn bei den letzten Verhandlungen des Landtages über diese Frage hat die preußische Regierung, sich selbst gegen die unbedeutendsten Neuforderungen ab lehnend verhalten. enthält reform mit ber gefährlichen Tabak Fabrikatsteuer be- jetzt die Partei des Großkapitals und der Großproduzenten Jim Intereffe einer Reihe nothleibender Millionäre dürfte willigen soll. sans phrase, die Nationalliberalen, sich den uit erlauben den Reichstag in absehbarer Zeit beschäftigen. Während den elend gestellten Lehrern gar nichts ver- und in Rettung des Handwerks" machen. Der Börsensteuer- Gesetzentwurf wird nicht so bald sprochen wird, sorgt das preußische Ministerium für die Die Debatte selbst brachte nichts neues, was angesichts den Reichstag beschäftigen. Er wird jetzt im preußischen Hinterbliebenen der evangelischen Geistlichte it. des abgedroschenen Gegenstandes nicht Wunder nehmen Staatsministerium nochmals berathen und dürfte dort so Auch andere tirchenpolitische Vorlagen werden in kann. Bom Bundesrathstisch aus griffen die beiden Minister starke Aenderungen erfahren, zu denen die Regierungen der Aussicht gestellt. Der Bau einiger Eisenbahnen wird versprochen, wodurch die Regierung sich einige neue Freunde Berlepsch und Bötticher in die Verhandlungen ein, während anderen Bundesstaaten dann noch Stellung nehmen müssen, daß es wohl zweifelhaft ist, ob der Entwurf noch zur verschaffen wird, es wird betont, daß durch die Reorgani ber Geheimrath Lohmann melancholisch an einem der daß es wohl zweifelhaft ift, ob der Entwurf noch zur sation der preußischen Staatseisenbahnen die Wirthschaft- Referententische faß und wohl der Zeit gedachte, wo die Durchberathung im Reichstage scheint uns mit Rücksicht auf Cine Kenntniß des Reichstages gebracht werden kann. lichkeit der Verwaltung gehoben werden soll, aber nicht er- föniglich preußische Sozialreform noch Trumpf war. wat die ganze Geschäftslage ausgeschlossen. wähnt, daß dadurch eine große Anzahl von Personen, die Für unsere öffentlichen Zustände ist es charakteristisch, daß bisher dem Staate gedient" haben, schlechter gestellt im Hause von Abgeordneten, welche nicht dafür bekannt sind, Gerichtskostengejek und Gebührenordnung für Notare. werden. in solchen Dingen schlechte Witze zu machen, allen Ernstes Dem preußischen Landtage werden bei seinem Zusammentreten erzählt wurde, für den Staatssekretär von Bötticher sei, die Entwürfe eines preußischen Gerichtstoftengesetzes und einer während er im Reichstag sprach, in seiner Amtswohnung Gebührenordnung für Notare vorgelegt werden. Die Köller'sche Rorrespondenz meldet darüber:„ Der erstere Entwurf von Herrn Lukanus die Entlaffung abgegeben worden. Die Diskussion wurde außer den Ministern von Sachen der nicht streitigen Gerichtsbarkeit und bezweckt eine erschöpfende Neuregelung der Gerichtskosten in dem bekannten Sozialpolitiker des Zentrums, Size, dem außerdem Bestimmungen zur Ergänzung und Ausführung der Konservativen Jakobskötter, Eugen Richter und unserem reichsgesehlichen Vorschriften über die Kosten in Sachen der streitigen Weit mehr als durch das, was gesagt wird, regt die Genossen Bock geführt. Letzterer zeigte an einigen Gerichtsbarkeit, so daß er sich als eine Kodifikation des gesammten Thronrede zu Betrachtungen an, durch das, was in ihr drastischen Beispielen, wie wie immer größere Gruppen Gerichtstoftenwesens darstellt, soweit dasselbe der Landesgesetzgebung verschwiegen wird. von bisher selbständigen Handwerksmeistern der Ueber- untersteht. Eine Neuordnung des Kostenwesens ist dringendes Mit keinem Worte wird die Schule erwähnt, mit macht des Kapitals weichen müssen, zugleich geißelte Bedürfniß, weil die bestehende Gesetzgebung der Einheitlichkeit feinem Worte der Arbeiten Erwähnung gethan, die uns er auch die Wirthschaft in den Innungen, wo die Beiträge und Uebersichtlichkeit entbehrt und die geltenden Gebührensäge zweifelhaft im Unterrichtsministerum in bezug auf die Bolts- für die Repräsentation und Gelage ausgegeben werden, Entwurf fegt an die Stelle einer großen Zahl von Gesezen, schule in Angriff genommen wurden. während für die Hebung des Handwerks nichts oder so gut beren gegenseitiges Verhältniß nicht immer flar ist, und deren Von der Sympathie für die Landwirthschaft wird wie nichts geschehe. Die Frage unseres Genossen nach der Geltungsbereich bald die ganze Monarchie, bald nur Theile dergesprochen, es iſt die einzige Stelle, wo die Verfasser der Errichtung von Arbeiterkammern beantwortete Herr von felben umfaßt, ein einheitliches, für alle Landestheile geltendes Thronrede einige wärmere Töne in das nüchterne Satz- Bötticher damit, daß es nicht Sache der Regierung sei, Gesetz, wodurch eine leichtere Handhabung der Kostenbestimmungen gefüge der Staatsurkunde hineinbrachten, aber auch hier sozialdemokratische Organisationen ins und eine sehr erwünschte Bereinfachung des Nechtszustandes begnügt sie sich mit einigen Allgemeinheiten und verräth Leben zu rufen. erzielt wird. Bei der Bestimmung der Gebührensäge konnte eine Ver. nichts von den eigentlichen Plänen des aus den Kreisen der Morgen steht an erster Stelle der Antrag auf Bu- minderung des Gesammtertrages an GerichtsAgrarier entnommenen neuen Landwirthschaftsministers. laffung der Jesuiten und dann sämmtliche Anträge, welche gebühren mit Rücksicht auf die gegenwärtige Finanzlage Am Schlusse der Thronrede findet sich der folgende sich auf die Konsumvereine beziehen. nicht in Aussicht genommen werden, da die AusGay: gaben der Justizverwaltung die Einnahmen sehr erheblich überEs ist die ernste Pflicht aller Wohlgesinnten, gegenüber den steigen. Der Entwurf erstrebt aber eine gerechtere Bertheilung wachsenden Angriffen auf die Staatsordnung, sich einmüthig zur des Gebührenertrags auf die einzelnen Geschäfte des Gerichts, Abwehr zusammen sit fchließen." indem er Geschäfte, für welche bisher zu hohe Gebühren zu zahlen waren, entlastet und zur Deckung des Ausfalls bei anderen Ge schäften eine Erhöhung bisher zu niedrig bemeffener Gebühren Gerichtskosten beizutragen haben, ist au gunsten der Kleinen vornimmt. Das Verhältniß, in welchem Geschäfte über kleine und große Werthe zur Aufbringung des Gesammtaufkommens an Werthe verschoben. Eine solche Verschiebung tritt namentlich bei den Gebühren in Grundbuch- und Vormundschaftssachen ein. größten Theile der Monarchie geltenden Grundsaß, daß die Ges bühren der Gerichte und Notare gleich hoch sein sollen, für den ganzen Umfang des Staates und namentlich auch für das Gebiet des Rheinischen Rechts ein. Den Gebührenfäßen für gerichtliche oder notarielle Beurkundungen sind die Bestimmungen des Tarifs vom 10. Mai 1851 zu grunde gelegt; es sind jedoch einerseits die Gebühren für mittlere und hohe Werthe erhöht, andererseits die Gebühren für Geschäfte über eine Terthe( bis au 900 M.) ermäßigt worden." " Das Zentrum und die Umsturzvorlage. Ueber die erste Lesung der Umsturzvorlage faßt die korre spondenz für Zentrumsblätter ihr Urtheil Auch hier wird weniger gefagt, als die Verfasser der bahin zusammen, daß die Lage nach dieser Berathung so Thronrede wiffen. Wir glauben uns nicht zu täuschen, geblieben sei, wie sie vorher war. Besonders in den beiden spezifisch- preußische Umsturzgefes verbirgt: die Russifizirung gefördert worden, was als Grundlage einer Verständigung wenn wir annehmen, daß sich hinter diesen Sägen das kritischsten Punkten,§§ 130 und 131, ist noch nichts zu tage des borussischen Vereins- und Versammlungsgesehes. Nur eines zu begrüßen wäre. Man könnte höchstens sagen, daß für gebi aus diesem Abfaze hervor: das preußische Ministerium§ 131 fich mit nahezu zweifelloser Sicherheit das Fiasko fann noch ein Vierteljahr mit dem gegenwärtigen Vereins- angekündigt habe, und daß für§ 130 trotz der Anerkennung Die Gebührenordnung für Notare führt den bisher im und Versammlungsgefeße auskommen, so start ist der von Land- feines Zieles die Aussichten nicht viel besser sind. Die räthen, Polizisten und Regimentern geftügte preußische Staat Erklärung des Fürsten Hohenlohe über das Mindeſts doch noch. Zuerst soll der Neichstag feint brav und fleißig maß will die korrespondenz nicht allzu scharf aus seine Umfturzvorlage unter Dach bringen, dann kann der legen. Sonst wäre darin eine Absage zu finden gegen preußische Landtag die Vereinsgesetzgebung im Sinne des über dem Zentrum, das zwar alles prüfen, aber nur früheren Frankfurter Polizeichefs und jetzigen Ministers des das beste behalten will, und eine Abweichung von den ErInnern, Herrn v. Köller, ändern. So schlau sind auch die klärungen des Herrn v. Köller, der sich zu Verhandlungen Hohenlohe, Köller und Schönstedt, daß sie fich sagen, daß wegent Abänderung der Vorlage bereit erklärte. Aber aller dem Uniſturzgesetze im Reichstage noch mehr Gegner er Wahrscheinlichkeit nach hat Fürst Hohenlohe es nicht so wachsen würden, wenn die reaktionären Pläne für die schlimm gemeint; er wollte gewiß nur die Selbstbeschränkung preußische Landesgesetzgebung heute schon öffentlich bekannt der verbündeten Regierungen ins Licht rücken, um die Oppofition nachgiebig zu stimmen, aber nicht jede weitere Beschränkung des Entwurfs von vornherein als unannehmbar bezeichnen. Die Regierung hat sich überhaupt nicht kampfund konfliktslustig ausgedrückt, sondern im allgemeinen die Taktik des Beschwichtigens, des sanften Serumkriegens" befolgt, namentlich dem Zentrum gegenüber. Falsch wäre es aber, deshalb den Verhandlungen des Die„ Kölnische Boltszeitung" faßt ihr Urtheil Landtages ohne Intereffe zu folgen, auch in ihm wird über über die Umsturzvorlage dahin zusammen: Die Vorlage des Volkes Wohl und Wehe, über neue Belastungen und wird nicht Gesetz werden, falls es nicht gelingt, dieselbe in Verfolgungen berathen, aber freilich ohne die, gegen welche der Kommission wesentlich umzugestalten, und ihr die gesie diese richten. fährlichsten Zähne auszubrechen. würden. Wenn wir alles zusammenfassen, so müssen wir sagen, daß die Throurede im Volke keine Hoffnungen erwecken kann, daß sie den Männern des neuesten Kurses nach diesem Staatsatte um keinen Deut mehr Vertrauen entgegenbringen fann, als nach ihren Thaten im Reichstage. Der preußische Landtag ist eine reine Vertretung der befizenden Klaffen, die Sozialdemokratie ist der politische Ausdruck der besiglosen Klassen. Zwei feindliche Lager! Wir wären schlechte Feldherrn und Soldaten, wollten wir uns nicht darum fümmern, was im Lager unserer Gegner vorgeht. Politische teberlicht. Berlin, den 15. Januar. Aus dem Reichstag. Früher nannte man die Tagesordnung Befähigungsnachweis, heute nannte man sie Handelskammern; sonst ist es derselbe Faden, der gesponnen wurde, früher wie heute. Diese Rebereien wiederholen sich nun schon seit bald 15 Jahren und noch ist damit keinem Handwerker eine Schnitte Brot in die Schüffel gebracht worden. Der ganze Unterschied ist nur der, daß früher derartige Anträge von der rechten Seite tamen, während zeichnet: Barlebefe... Dafür bin ich ihm zwei Seiten Lobeserhebungen für seinen nächsten Roman schuldig. Ich werde ihn einen Kunstphilosophen taufen. Du hast seinen Roman gelesen? Nein, weil er noch nicht geschrieben ist. Aber was würde denn aus der Sicherheit der Beziehungen und aus dem guten Glauben in Geschäftssachen, wenn man nicht ent. schloffen ist, seine Schulden zu bezahlen? Der Grund und Boden unseres Programms ist: leihe mit Talent, ich gebe Dir Genie zurück. Sehr praktische Leute, unsere Jüngsten. Sie haben dieses Tauschgeschäft mit seltener Vollendung eingerichtet. Gieb mir die Revue, ich werde Dir noch einige Proben geben. Siehst Dit diesen Holzschnitt? Zur Reichs Stenerpolitik liegen eine Reihe von Mittheilungen vor, die wir kurz registriren wollen. Bei der Tabaksteuervorlage sollen die Intereffen der süddeutschen Tabakbauern besonders berücksichtigt werben, zu diesem Zweck soll der Boll auf ausländischen Tabat von 40 auf 45 M. erhöht werden. Dem stehen die Intereffen Bremens und Hamburgs entgegen. Die wirthschaftliche Vereinigung des Reichstags hatte eine Kommission zur Berathung des Antrags Kaniz eingesetzt. Dieselbe hatte ihre Sigungen nicht beginnen können. Ueber die Gründe giebt die folgende Mittheilung Auskunft: wirthschaftlichen Bereinigung und der Regierung die AbordWie vor längerer Zeit mitgetheilt, war zwischen der wirthschaftlichen Vereinigung und der Regierung die Abord= nung eines Regierungskommissars zu den Sigungen der Kommiffion der wirthschaftlichen Vereinigung in Gr wägung gezogen worden. Der Reichetangler hat nun nach der National- Zeitung" auf eine diesbezügliche Vorstellung zunächst abgelehnt, einen Kommissar an den Berathungen theilnehmen zu laffen. Die Frage solle erſt im preußischen Staatsministerium geprüft werden; die entsprechenden Schritte sind bereits auf sein Benehmen mit dem preußischen Landwirthschaftsminister eingeleitet. In wenigen Tagen wird die Antwort erwartet. Als Pflaster hierfür soll nun Graf Ranig, der energischste Vertreter der agrarischen Opposition unter Caprivi, in den preußischen Staatsrath berufen werden. " Eine der„ renommirtesten" Organe für Religion, Ordnung und Sitte" hatte vor einigen Tagen( in seiner Nummer vom 10. d., abends) die Stirn folgendes zu schreiben: Ein Weinsteuergeseh soll die kommunale Besteuerung des Weines in dem Sinne regeln, daß fünftighin fämmtliche Gemeinden den Wein besteuern dürfen, daß aber Gewiß soll die bürgerliche Gesellschaft über sich wachen und die Steuer 10 pCt. des Werthes nicht übersteigen soll; wie in dem Sinne, im ganzen und im einzelnen, an sich reformiren, dies bisher der Fall war, soll ben Gemeinden eine Ueber- daß sie nur gute Beispiele giebt. Es ist das eine der ernstesten gangsfrist eingeräumt werden, bis zu deren Ablauf sie die und bedeutsamsten Aufgaben der Gegenwart. Aber wenn ein höhere Steuer erheben dürfen. Der kommunalen Wein- Sozialdemokrat ihr als 3ensor gegenübertritt, so ist nur besteuerung würden neben dem Naturweine auch Kunst- und ein Urtheil und eine Antwort am Plaz: Das ist die letzte Seite, von der wir Veranlassung haben Rügen hinzunehmen. Es ist, Schaumweine unterliegen. um es deutsch herauszusagen, Schwindel und nichts anderes, wenn Auch eine Aenderung des Zuckersteuergeseges ein sozialdemokratischer Führer sich auf den Richterstuhl setzt, um Die Breslauer„ Goldelse". So war es denn sehr angebracht, daß im Reichstag darauf hingewiesen wurde, von welcher Seite recht eigentlich die Angriffe auf Ehe, Familie und Sittlichkeit erfolgen. Welchen Leumundes sich übrigens unsere Edelsten und Besten im Volte erfreuen, das zeigen die folgenden Ausführungen, aus benen zu ersehen ist, in welcher Weise sich die Volksphantasie die Ermordung der Elise Groß zurechtlegt. Uns wird nämlich geschrieben: Schweinitz gefloffen wären. Elife befaß vielmehr eine ganze Menge hochadliger Gönner( alles nothleidende Agrarier und Daß die erlauchte Kaste der Edelsten der Nation" und der Stüßen von Thron und Altar), die ihr die Mittel gewährten; Geld- Aristokratie nicht allein Beschüßer von Religion, Gigenthum, Graf Schweinig scheint von der ganzen Gesellschaft fogar noch Sittlichkeit ist, sondern auch eine große Zahl jener Beder unschuldigste und ehrlichste gewesen zu sein. schüber" stellt, die im Volte unter dem Namen„ Louis" bekannt sind, hat der Abgeordnete Au er in seiner Umsturzrede zart angedeutet. Er hat dafür gesorgt, daß man noch auf lange Beit hinaus, sobald man von den Edelsten und Besten spricht, auch an die ermordete Breslauer Goldelse denken wird. Es war sehr angebracht, den Fall Goldelse" mit der umftursvorlage in Zusammenhang zu bringen. Er liefert einen töftlichen Beitrag zur Beurtheilung jener Kreise, aus denen die Männerbunde zur Bekämpfung der Unsittlichkeit" ihre Refruten Alle die Herren, die um der schönen Augen der„ Goldelse" Er zeigte ihm eine Illustration, die einen mageren beziehen. Auf alle Fälle zeigt die Geschichte der Goldelse" auch willen ihr schönes Gold auf dem Altar der Liebe opferten, haben Jüngling, auf einem Stuble reitend, die Arme auf die dem blödesten Auge, in welchen Regionen die Unmoral und Angehörige und Erben. Welchen Haß mußten aber diese die Verhöhnung des Heiligsten, was das deutsche Wolf besigt", Erben gegen die gute Else begen! Es war wohl keine Lehne gestützt, eine Zigarre in der Rechten, darstellte. au fuchen ist. Kleinigkeit für fie, zusehen zu müssen, wie das Vermögen, Ich stelle Dir hier einen unserer Redaktionssekretäre, Elisabeth Groß, ehemals ein armes Dienstmädchen, das ihnen fünftig das Dasein zum Himmelreich machen Herrn Hansen, vor, einen noch ziemlich grünen bramatischen war zur Dirne geworden. Nachdem sie als solche eine Beit sollte, durch ein wildfremdes Frauenzimmer vergeudet wurde. Die Dichter. Wir laffen ihn hier vor allem Bolte sehen. Aber das ist lang ein recht befcheibenes Dafein gefristet hatte, erwarb fie Goldelſe trug ein Kind unter dem Herzen, und sie erzählte tägnoch nicht alles. Folgt noch ein geschriebenes Porträt, eine etwas infolge ihrer großen Schönheit die„ väterliche" Zuneigung einer lich, daß dieses Rind sehr glücklich sein werde, da ihm schon furz gerathene Biographie, weil er erst einundzwanzig Anzahl hochangesehener Standesherren, und fortan tonnte sie große Summen testamentarisch vermacht worden seien. Muste Jahre alt ist und noch nichts veröffentlicht hat. Um sie eine Verschwendungssucht entwickeln, die aller Beschreibung ein solches Gerede die Erben der liebebedürftigen Berschwender ein bischen aufzupugen, folgt eine ausführliche Schilderung spottet. Sie bewohnte die ganze Etage eines Hauses, und Graj nicht für ihr fünftiges irdisches Heil erzittern laffen? Auch jeiner Wohnung mit Einschluß seines Schlafzimmers, eine Schweinig zahlte dafür 1200 Mart Miethe. Die Zimmer sollen ja die Umstände darauf hinweisen, daß hier fein Raubmord waren mit einer Pracht ausgestattet, wie sonst nur bei stein- vorliegt, sondern daß der Mörder nur den Glauben habe Aufzählung seiner literarischen Neigungen und Aehnliches, reichen Verschwendern. Ihre Portieren, ihre Möbel, ihr Tafel- erwecken wollen, als habe er seine Unthat aus Raubgier beeine Liste der Werke, welche er vorbereitet, d. h. eine Samm- geschirr, ihre Toiletten konnten den Vergleich mit denen jeder gangen. Er hat aus einem Kasten eine Anzahl Pretiofen und lung von wundervollen Titeln, genug, um zehn Jahre davon Königin wagen. Jede Woche gab fie einige Herren Goldfachen mitgenommen; die werthvollsten Geschmeide aber, zehren zu können. Daneben wird etwas Weihrauch gespendet, gesellschaften, und ihre verwöhntesten Gäfte mußten be- bie frei in den Zimmern umherlagen, ließ er zurück. daß sie so vortreffliche und theure fieh hier z. B. Ein Shakespearischer Geist... Ein grau- fennen, daß er famer Chronifer... Gin thatkräftiger Neuerer Ein thatkräftiger Meuerer... 2c. 2c. nie zuvor getrunken hätten. Mit der Güte der Weine wett- ein gewöhnlicher Raub mörder fei, schon etwas herzhafter in Während der Sommer- die Reichthümer hinein greifen müssen. Es kommt hinzu, daß Heute ist an ihm und an mir die Reihe, die obl. eiferten die Speisen, Bigarren u. f. w. gerüche Arabiens einzuathmen. Das nächste Mal find wir monate hielt sie sich in den vornehmsten Badeorten auf und jener geheimnisvolle Gast, von dem angenommen wird, baß er umgab sich auch dort mit einer fabelhaften Bracht. Ihre Frei- den Word begangen habe, seiner Kleidung nach ein vor. en mer dafür daran, die Räucherpfannen anzuzünden. Aber, fagte René, das Publikum muß doch sehr bald gebigkeit war faft schrankenlos, und es muß zu ihrer Ehre betont nehmer herr war." werden, daß sie zahllosen Armen eine Helferin war. tahinter kommen und sich dann über Gure Schliche lustig Es ist aber ein Frrthum, wenn behauptet wird, daß die von machen. ( Fortseßung folgt.), ihr vergeubeten Unsummen alle aus der Tasche des Grafen Weine Der Mörder hätte, um glaubhaft zu machen, Das Märchenhafte um diesen Mord wird natürlich. noch dadurch erhöht, daß es der Polizei durchaus nicht gelingt, den Mörder auf die Spur au fommen, über die Sittlichkeit der Bürgerlichen Gesellschaft abzuurtheilen.| Druasachen, die zur Auswanderung aufreizen und gegen ben Belgiens erblicken. Diese Uebernahme im jezigen Momente werde Berechtigen ihn vielleicht Theorie und Praxis der eigenen Partei Staat heßen". gewaltige Summen für die innere Organisation des Kongostaates dazu, oder verfolgt er etwa den Zweck, mit folchen Strafpredigten Glaubt der Herr Handelsminifter im Ernst daran, daß es erfordern, die bei einer späteren Uebernahme nicht mehr noth die Sittlichkeit der angegriffenen Bevölkerungsschichten zu heben? Drucksachen sind, die die expropriirten Bauern im Alföld und wendig würden. Ohne die Einrichtung eines fostspieligen Jedermann weiß, daß es ihm nur darum zu thun ist, die bürger- die ökonomisch und politisch geknechteten nichtmagyarischen Kolonial- Ministeriums, Bermehrung des Heeres, Schaffung einer liche Gesellschaft herabzusehen und die Masse gegen sie aufzu- Nationalitäten, als: Rumänen, Slovaken, Serben 2c., zur Aus- Kriegsflotte gehe die Sache ohnehin nicht ab. Dazu aber sei wühlen, daß der Zustand der Dinge aber, der durch solche An- wanderung zwingen? Als ob gegen den Drud" der Belgien jeht nicht in der Lage.donnerungen und Karritaturenzeichnungen herbeigeführt werden kapitalistischen Klassenherrschaft reaktionäre Erlässe und Aus. Die deutsche Umsturzvorlage macht in Belgien foll, nichts weniger als einen Fortschritt der Sittlichkeit nahmemaßregeln jemals geholfen hätten! Sie werden genau das repräsentiren würde. Man sollte sich doch hüten, dieser Taftit Gegentheil von dem erzeugen, was der Minister angeblich be- Schule. Aus Brüffel wird telegraphirt: ins Garn zu gehen, dem Dünkel der Sozialdemokratie durch absichtigt: Sie werden am ärgften gegen den ungarischen Staat thörichte bewundernde Aufblicke noch Stärkungen zuzuführen und heßzen! Anerkennungen auszusprechen, wo nicht ein Mehr oder Minder- Nachstehend der Wortlaut des Erlaffes: maß von fittlichem Ernst der Kritit, sondern lediglich die Fertigkeit, zu dupiren, zur Beurtheilung steht. Das Blatt, welches der Sozialdemokratie aus Gittlichfeits"-Gründen das Recht abspricht, der bürgerlichen Gesellschaft den Spiegel der Wahrheit vorzuhalten, ist dieselbe Norddeutsche Allgemeine Zeitung", der die Bossische Zeitung" in dem Fall des famosen Benedir'schen Briefs den Vorwurf der Fälschung ins Gesicht schleuderte, und die, in die Enge getrieben, eingestehen mußte, daß sie -die Redaktion in diesem Brief mindestens eine arge Flunkerei verübt hat. " " Wenn Auer, gegen den sich die nichtswürdige Notiz der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hauptsächlich richtet, in seiner Rede gefälscht hätte, würde die NordDeutsche Allgemeine Zeitung" ihm vermuthlich die zur Kritik der bürgerlichen Gesellschaft nothwendige Sittlichkeit" zuerkannt haben. Da haben wir. ein Prachtexemplar unserer Feinde wie sie sind! Der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" aber, die in den vordersten Reihen der Kreuzzügler gegen den Umfturz fämpft, rathen wir, an ihre Spitze das Motto zu sezen: Für Religion, Ordnung und Sitte" durch Fälschung! Andere gleich ehrenwerthe Kreuzfahrer könnten das Wort Fälschung, den Verhältnissen nach, variiren- etwa so: - durch Raub, durch Diebstahl, durch Ehebruch, durch Schienenflickerei, durch Steuerhinter ziehung u. s. w. Der Landwirthschaft habe ich immer wohl gewollt. Bet den legten Raisermanövern im Jahre 1890 habe ich als Bezirks. tommandeur es bewiesen. Da hatte ich 1200 Mann au 3 dem Beurlaubtenstande zu stellen. Die in der ekonomie und Landwirthschaft beschäftigten Beute habe ich nach Möglichkeit von der Uebung dispensirt, dafür Arbeiter und Handwerter eingezogen, denn einen Arbeiter bringt eine solche Uebung höchstens vierzehn Tage in seinen Erwerbsverhältnissen zurück, während den Landwirthen ein Rückgang der Wirthschaft auf Jahre hinaus entstehen tann. Wenn der Herr dies wirklich in der obigen Form gesagt und wirklich diese Praxis befolgt hat, dann schiene gefagt und wirklich diese Praxis befolgt hat, dann schiene uns dies denn doch eine Bevorzugung des landwirthschaft treibenden Theils der Bevölkerung zu sein, wie sie mit irgend welchen uns bekannten Gesetzen nicht zu begründen sein und wie sie in den Staat der vollen Rechtsgleichheit" recht schlecht hineinpassen würde. Im Anschlusse an das gestern von dem hiesigen Schwurs gerichte gefällte, freisprechende Urtheil gegen fünf Redakteure bes ziehungsweise Mitarbeiter des Sozialistenblattes La Caserne", welche der Aufreizung gegen die Militärgeseze beschuldigt waren, meldet eine hiesige Beitung, die Regierung werde in furzem ein Gesetz gegen die sozialistischen Aufreizungen in der Armee, auch wenn dieselben nicht von Erfolg begleitet sind, einbringen. Niederländische Volkspartei. Unser holländischer Rorrespondent schreibt: Wenn in einem Bostamt ein gewöhnlicher oder rekommandirter Brief anlangt, bezüglich deffen nach dem Aufgabeorte, nach der Form des Briefes, nach den Verhältnissen des Adressaten oder aus anderen Umständen gefolgert werden kann, daß er einen durch Entziehung des Postdebits betroffenen Gegenstand enthalte, hat das bezügliche Postamt unter vorläufiger Burückhaltung des Briefes den Stadthauptmann, Stuhlrichter oder Gemeindes vorsteher hiervon zu verständigen und ihn sogleich aufzufordern, noch an demselben oder spätestens am folgenden Tage zu einer festgesetzten Stunde im Poftamte zu erscheinen oder einen Berlich daß die Sozialisten aufhören, ein treibender Faftor in der holländischen Politit zu sein. Unlängst erschien ein Zirkular des treter dahin zu entfenden, damit der Brief in seiner Gegen: Vorstandes des Bundes für das allgemeine Wahlrecht, in welchem wart zugestellt werden könne. Für dieselbe Zeit ist auch der alle Bereine, welche auf demokratischem Standpunkt stehen, einAdressat mit der Bemerkung vorzuladen, daß, falls er nicht erscheinen oder feinen Vertreter entfenden sollte, der Brief als geladen werden, an der Stiftung einer Niederländischen Volksnicht bestellbar an den Aufgabeort werde zurückgesendet werden. partei" mitzuwirken, welche sich in erster Stelle bemühen wird, das allgemeine Wahlrecht zu erobern. Das Postamt bringt dem erschienenen Adressaten dann zur Kenntniß, weshalb der Brief in Gegenwart eines behördlichen Zu diesem Zwecke ist eine Versammlung für den 27. Januar Organes ihm zugestellt wird, und fragt ihn, ob er den Brief nach Amsterdam einberufen worden. Dr. Vitus Bruinsma, ein bekannter gemäßigter Sozialdemo annehmen wolle. Sollte er den Brief nicht annehmen, so ift frat, ift der erste Unterzeichner. dieser als unbestellbar zurückzusenden. Erklärt aber der Bei den hiesigen Verhältnissen glauben wir, daß es am Adressat, den Brief annehmen zu wollen, so hat er eine auch von dem behördlichen Organ und dem Postbeamten besten wäre, wenn alle demokratischen, also auch die sozialdemofratischen Kräfte, sich dieser Volkspartei zeitlich anschlössen, da zu unterschreibende Vollmacht auszustellen, in welcher er die baldige Eroberung des allgemeinen Wahlrechts doch der vordas Postaint ermächtigt, den Brief behufs Gröffnung nehmste Schritt ist auf dem Wege einer gefunden politischen Entdem behördlichen Organ zu übergeben. warten und zu befürchten war, fängt an wahr zu werden, näWas bei den jeßigen Parteiverhältnissen in Holland zu er Sodann behördlichenwicklung. übergiebt der Postbeamte den Brief dem behördlichen " Organ, welches dann im Sinne der bestehenden Normen Unsere holländischen Genossen müssen am besten wissen, vorgeht. Wenn der Adressat zur festgesetzten Stunde nicht ob sie sich dieser Bewegung anzuschließen haben. Wir würden erscheint oder sich weigert, die Vollmacht zu unterschreiben, so in Deutschland eine solche Tattit für unmöglich halten, wird der Brief als refusirt nach dem Aufgabe- Ort zurück- aber damit ist nicht gesagt, daß sie nicht unter gänzlich geschickt. Sollte aber seitens der Behörde zur festgesetzten anderen Verhältnissen vielleicht doch in Erwägung zu Stunde niemand erscheinen, so wird der Brief unverzüglich ziehen ift. dem Adressaten ausgefolgt, doch ist das Versäumniß des behördlichen Organs beffen Oberbehörde zur Kenntniß zu bringen." Mit den Nationalitäten Ein sozialistischer Wahlfieg in England. Man schreibt uns aus London: Bei den Schulrathswahlen in Blackburn in Sancashire wurde Genoffe Hurley mit 17 468 Stimmen gewählt. Die Situation in Italien wird in dem folgenden, einige Tage vor der Wahl Garibaldo Bosco's geschriebenen Briefe beleuchtet: Recht nette Grundsätze in der Werthschätzung der gewerblichen im Gegensatz zur landwirthschaftlichen Arbeit hat der Herr Oberstlieutenant von Petersdorff in Gera. In dieser Stadt tagte am 11. d. M. cine General- Der Handelsminister macht den Bostämtern aur besonderen versammlung des Reußischen Bauernbundes, und bei dieser Pflicht, bei diesem Verfahren möglichsten Taft zu bekunden und Gelegenheit machte der erwähnte Herr von Petersdorff, nach es nur auf solche Briefe anzuwenden, bezüglich deren der er wähnte Verdacht begründet erscheint. einer reußischen Zeitung, die folgenden recht wunderbaren fängt man an und bei den Sozialdemokraten hört man auf. Mittheilungen: Wie man fieht, haben die Butttamer'schen Praktiken Schule gemacht. Nächst dem Namen des Märtyrers der sozialistischen Jdee, Der Sturz des Kabinets Dupuh ist plöglich er- Siziliens und des ganzen Südens, fein Name theurer als de Felice, ist dem Herzen der italienischen Arbeiter, vor. allem folgt, aber nicht unerwartet. Der Sieg des Radikalen der von Garibaldi Bosco, der für 12 Jahre eingeferfert Brisson bei den Kammerpräsidentenwahlen im Dezember im Buchthause von San Germiniano( Provinz Toscana) schmachtet. und Januar war schon ein deutliches memento mori. Und Auch die deutschen Arbeiter fennen fein herrliches Wirken, seine Herr Dupuy, der ja an's Fallen gewöhnt ist, hat es ganze Persönlichkeit aus dem bei Diez erschienenen Buche von wenigstens so eingerichtet, daß er im Dienste des Groß- Rossi: Die Bewegung in Sizilien; bas ganze tapitals fiel. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes zwar erste Kapitel handelt von Bosco. Bor drei Tagen nicht auf dem Felbe der Ehre, aber über und auf einen in Balermo statt. Die Preßreptile in Rom hatten auspofaunt, nun, am 6. Januar, fanden die Provinzialraths Mahlen Geldsad gefallen. Den Anlaß bot die Binsengarantie zweier bei ben bevorstehenden allgemeinen Barlamentswahlen werde der großen französischen Bahngesellschaften: der Orleans- Grispi fich nicht nur wie Ihnen mitgetheilt- in allen Wahlund der Südbahn. Der Verkehrsminister Barthou hatte fomiteen von Neapel, sondern auch in denen von Palermo aufim Juni vorigen Jahres der Kammer mitgetheilt, die stellen lassen und sicher durchdringen. Man kann sich daher das Binsgarantie reiche blos bis zum Jahre 1914. Biergegen Entseßen der ganzen Bande in Rom vorstellen, als am 6. Januar riefen die fraglichen Gesellschaften die Entscheidung des von Palermo die Nachricht herüberblißte, der gemäßigte KanStaatsrathes an, und dieser, den Kapitalisten hold, ent- bibat, ein Anhänger Rudini's sei nicht gewählt, sondern es fei mit Ein Rothschrei vom Lande. Aus Heffen schreibt man was ungefähr eine Milliarde, die Frankreich mehr zu Buchthause Garibaldi Bosco aus dem uns: In der zweiten hessischen Rammer steht gegenwärtig der San Germiniano. Eine unbeschreibliche zahlen hat, bedeutet. Dupuy als Bau von Nebenbahnen zur Debatte und werden dafür 31 Millionen Handlanger Erregung bemächtigte sich des Volkes von Palermo bei dieser verlangt. Die Kirchthurms interessen spielen dabei die Haupt- der Großbourgeoisie, billigte den Entscheid des Staatsraths, Nachricht, die wie ein Lauffeuer in die Vorstädte sich verbreitete, rolle und jeder Abgeordnete tritt für seinen Kreis" ein. Auch während die Majorität der Kammer dagegen ist, daß die dort wo viele tausende von Schwefelarbeitern wohnen. Im Nu ein besonderes Eisenbahnkomitee hat sich gebildet für die Strecke Binsgarantie so lange dauere. Er bestand auf einer Tages- fammelten sich dichte Massen in den Straßen vor dem WahlWaldmichelbach im hessischen Odenwald und führt bei seiner ordnung, welche indirekt die Billigung des Staatsraths- lokal und unaufhörlich erschollen die Rufe: Evviva Garibaldi Begründung an, der Odenwald entvöltere sich immer mehr, ein beschlusses enthielt und diese Tagesordnung blieb in der Bosco! Evvivani i Fasci! Nieder mit Grispi! Hoch der großer Theil der Männer gehe nach auswärts arbeiten, fomme Minderheit. So mußte der dicke Dupuy denn gehen der Sozialismus! Nur wenige ausgesprochene Sozialisten figen im wöchentlich zur Familie zurück und bringe die Best des Boltsgewiffens Wahlkolleg, aber aber so überwältigend ist die Stimme des gegen die Schandthaten Sozialismus mit in diese friebliche Gegend, und leider der heutigen müffe es gefagt werden, daß auch im Odenwald der Sozialismus Bourbonen in Rom, daß, als eine vereinzelte Stimme an Boden gewinne. In der Debatte über diese Nebenbahn bei der Wahl auf den Namen Crispi fiel, sofort mitten im stellte sich unser Genosse, der Abgeordnete Jöst, selbst als Wabllokal die durchdringenden Rufe fich erhoben: Abbasso ein Produkt dieser Peft" dar und erklärte namens der sozialCrispi! In galera! Alla galera!( Nieder mit Crispi! Auf demokratischen Abgeordneten, für die Position stimmen zu wollen, die Galeere mit ihm, auf die Galeere 1) Hunderttausende fühlen schon aus dem einfachen Grunde, weil mit dem Bau der Bahn beute in Italien: Wenn es eine Gerechtigkeit auf Erden, wenn die sozialdemokratische Agitation erleichtert werde. es eine Nemesis der Weltgeschichte giebt, so muß dieser Volksruf: " Arbeiter zog vor das ärmliche Haus, wo die Mutter Bosco's, ,, Auf die Galeere!" zur Wahrheit werden. Eine dichte Schaar seine junge Frau und sein Knabe wohnen sie werden, da Bosco ganz arm ist, durch sozialistische Bruderliebe unterhalten Die von dem gleichfalls im Kerker schmachtenden " schied, daß die Zinsgarantie fich bis zum Jahre 1960 erstrecke, die Stichwahl gekommen: faft gleicher Stimmenzahl mit ihm in Dank der Großbourgeoisie begleitet ihn und wird für Belohnung forgen. Als Nachfolger scheint Bourgeois, der trotz seines Namens doch kein so großer Bourgeois ist wie Dupuy, die meisten Aussichten zu haben. Ein festes Rabinet zu bilden wird aber außerordentlich schwer sein; oder richtiger: es ist gar nicht mehr möglich, weil der Kapitalismus alle Stüßen des bürgerlichen Staats so erfolgreich unterwühlt hat, daß fein dauerhafter Bau mehr darauf zu errichten ist. Und der Sozialismus ist noch nicht so weit, feinen Staat gründen zu können. von Um auf den Nothichrei zurückzukommen, fo fei, ganz abgesehen davon, daß diefer Nothstand" gewöhnlich im Gegen. satz zu dem„ Wohlstand" bei der Industriebevölkerung ausgespielt wird, bemerkt, daß doch der Nothstand in gewissen Gegenden sozusagen himmelschreiend ist. Die Nahrung dieser friedlichen" Indem wir die Leser bezüglich des Verlaufs der Krise und brachte ihnen eine stürmische Ovation dar. Landproletarier befieht in der That während eines großen Theils auf die Depeschen in unserer legten Nummer verweisen, des Jahres nur aus Kartoffeln mit Salz, bei vielen mangelt laffen wir hier folgende neuere Depeschen folgen: sogar manchmal das Brot. In diesen Gegenden herrscht der Paris, 15. Januar. Die Interpellation des Sozialisten Mothstand dauernd. Vor einigen Jahren hat die landwirth Millerand über die Eisenbahn Konventionen des ehemaligen Belagerungszustandes wieder erschien, führt gegen die von Crispi fchaftliche Enquetekommission ihr Urtheil dahin abgegeben, Ministers Raynal führte gestern in der Rammer au erregten daß 98 pet. der Bevölkerung auf Nebenverdienst angewiesen Szenen, die zunächst damit endeten, daß ein Antrag, den ge93 fei und auch für diesen schwinde allmälig die Basis der Existenz- nannten Minister( jezigen Deputirten) in Anklagezustand zu verfähigkeit, so daß die Auswanderung in noch umfangreicherem feßen, im Einverständniß mit Raynal selbst und dem Minister. Maßstabe um fich greifen werde". Die Hypothekenschulden", präsidenten Dupuy angenommen wurde. Die Rammer brachte fagt die Kommission weiter, nehmen fortgesetzt zu, da Hand- jedoch sodann einige Tagesordnungen ein, unter denen die werker und Händler ihre Forderungen durch Einträge in das über die Achtung vor bem Prinzip der Trennung Hypothekenbuch zu decken suchen." der Gewalten den Beifall Dupuy's fand, der für diese Tagesordnung die Priorität forderte. Diese Priorität wurde jedoch abgelehnt, worauf das Rabinet seine Demission einreichte, die Präsident Perier vorläufig angenommen hat. " Dr. Barbato begründete sozialistische Wochenschrift Unione" in Catania( siehe das Rossi'sche Buch), die nach der Aufhebung des für Catania ausgesuchten Polizeischergen- dort ist nämlich De Felice gewählt einen Verzweiflungskampf um die Griſtenz, der ergreifend ist. Fünfmal hinter einander ist das Blatt mit Beschlag belegt worden. Am letzten Sonntage erschienen drei Ausgaben mit immer weniger Text und alle drei fielen dem Wahns finn der Reaktion zum Opfer. Heute endlich, nach 5 Wochen kann eine Nummer der Unione" ihre Marterqualen erzählen. Sie bringt auch Nachrichten von De Felice aus dem Zuchthause von VolDie Bevölkerung einer folchen Gegend, die gewiß für den terra. Gin Freund aus Volterra schreibt: Bei der fürchterlichen Sozialismus reif ist, glauben die herrschenden Klaffen vor dem Kälte, die auch in ganz Mittel- und Süditalien eingetreten ist, Sozialismus durch Balliativmittelchen bewahren zu fönnen. Die leidet De Felice in seiner unbeizbaren Zelle sehr. Seine Mutter bürgerlichen Klaffen sind ganz außer stande, wirksame Ber- Paris, 15. Januar. Sämmtliche heutigen Morgenblätter und Tochter hatten ihm warme Unterkleider besorgt und an die befferungen einzuführen, da solche doch nur durch eine besprechen die ausgebrochene Ministerkrisis. Das Sozialistenblatt Direktion geschickt; aber der Gefängnißdirektor schrieb ihnen radifale Beseitigung der heutigen Eigenthumsverhältniffe Petite République" fagt, Dupuy habe seit acht Monaten von zurück, derartiges sei im Reglement nicht vorgesehen; er man denke! an Crispi in möglich ist. Jeder Rilometer Bahn, der gebaut wird, Bweideutigkeiten gelebt, woran auch das Kabinet gestorben sei. müffe erst dieserhalb bringt immer mehr diese friedlichen" Bewohner mit Dupuy habe sich der Reihe nach alle Parteien zu Feinden ge- Rom schreiben, ob der diese Erleichterung(!) gestatte. den aufgeklärten Bewohnern der Städte und Industriebezirke macht. Rappel" fonstatirt die Thatsache, daß die gestrige Die„ Unione" schreibt zu dem Briefe: Wir fügen kein Wort zusammen, und so ist sicher, daß das Werk der Auftlärung ge- Mehrheit aus Sozialisten, Radikalen und 50 Republikanern be- hinzu. Die Thatsachen reden, sie schreien! Es kommt ein fördert wird. Wenn in dieser Gegend mit Energie und mit standen habe. Letztere feien einem Konzentrationsministerium Tag! einem leichtverständlichen Agrarprogramm gearbeitet wird, fann günstig gestimmt.- Glemtenceau schreibt in seiner„ Justice":" Es ber Erfolg nicht ausbleiben. Daß der Sozialismus nicht nöthig ist die Regierung der Ralliirten, welche unterliegt. Der wirklich hat, etwas zu verschleiern, liegt auf der Hand, denn die Klein- Besiegte ist der neue Geist" Spuller's. Wenn ein neues bauern besitzen heute schon nichts mehr und machen gar kein Rabinet der Kammer ein Programm von dringenden Re: Hehl daraus, daß die Scholle, auf der sie fizen, Moth und En- formen vorlegen wird, darf es auf eine große Mehrheit rechnen." behrung bedeutet. Der französische Abgeordnete Dejéant ift wegen Auf Der istrianische Landtag ist vom österreichischen Minis fterium wegen Demonftrationen für die italienische Verhandlungsreizung des Militärs zum 4. Februar vor die Assisen der Seine geladen. Sprache aufgelöst worden. Aufhebung des Briefgeheimniffes in Ungarn. Der Die belgische Sozialdemokratie und die Einverleibung Wiener Arbeiter Beitung" wird aus Budapest geschrieben: des Kongostaates. Eine zahlreich besuchte Sozialistenversamm Unter dem Vorwande, daß die Entziehung des Postdebits in lung proteftirte am 18. Juni gegen die sofortige Uebernahme des Ungarn dadurch umgangen wird, daß die von dieser Maßregel Rongostaates durch Belgien. Der Köln. Volts- 3tg." wird hierzu getroffenen Zeitungen nunmehr unter Rouvert an die Abonnenten aus Brüssel geschrieben: Daß dieser Protest tein grundsätzlicher versendet werden, hat der ungarische Handelsminister Lukacs einen und jeglicher Kolonialpolitit feindlicher war, ist das Werk Erlaß an die Postbehörden gerichtet, der nichts Geringeres als die Bandervelde's; derselbe will eben nicht die Annettirung des gänzliche Aufhebung des Briefgeheimnisses bedeutet. Der offi- Kongo's überhaupt bekämpfen, sondern nur für den Augenblick in siöse Befter Lloyd" erklärt freimüthig, die Maßregel gelte jenen der sofortigen Uebernahme eine Gefahr für die Finanzen Wie Crispi folche Erleichterungsbriefe beantwortet, das lehrt uns dieselbe Nummer der„ Unione", die in ihrem ganzen Inhalt ein historisches Denkmal der Schande Italiens ist. Die Richterkommission für den Zwangswohnsis in Bologna hatte ein menschliches Rühren gefühlt und 12 wegen Betheiligung an Die sozialistischen Bereinigungen Angeklagte freigesprochen. Unione" ist nun in den Stand den Brief im Wortlaut gesetzt, den zu veröffentlichen sie bringt ihn mitten auf der Frontseite in verziertem Rahmen den Crispi darauf unmittelbar an die richterliche Behörde in Bologna schrieb. Er lautet: Rom, 8. Dezember 1895. Infolge des Berichtes des Ministers der Justiz über die Urtheilsgründe, welche die richterliche Kommission en Bologna für die Ausnahmegefeße zum Zwangswohnsitz anm ndet, habe ich dem Siegelbewahrer geschrieben, daß er die beiden richterlichen Beamten, welche diese Rommission bilden, zu einem mehr forrekten Betrage aufrufen( richiami a più corretta condotta), Auch fann ich nicht umhin, mein großes Mißfallen dem 3 wid au statt, in der Genoffe M. Stolle unter großem| Lohn der Männer mit 2,50 M. ist für Mess feftgefekt, es folgen obersten Rath der Präfektur von Bologna auszudrücken. Er Beifall referirte. Eine Resolution, die sich gegen die Annahme Straßburg mit 2,20 M., Weißenburg mit 1,80 M. Der zuletzt durch sein Amt dazu bestimmt, die öffentliche Sicherheit in der des Umsturzgesetzes ausspricht, wurde einstimmig angenommen. erwähnte Lohn ist der niedrigste in den Reichslanden; die Löhne Provinz wahrzunehmen und die vorgeschlagenen Maßregeln der Frauen schwanken hier von 1,80 bis 1,10 M. anzuwenden, mußte im Schooße der Kommission energisch Gewerbegerichts- Wahlen. Bei der am Sonntag, den Eine Bier nnd Branntwein- Steuer planen die ftädtischen darauf dringen, daß die Denunziation aufrecht 13. Januar, stattgehabten Wahl der Arbeiterbeifiger für das neu Rollegien in Harburg einzuführen. erhalten wurde. Da er das nicht gethan hat errichtete Gewerbegericht Offenburg in Baden ging und sich dem Verhalten der Richter anschloß, die sozialdemokratische Liste mit 264 Stimmen glatt durch. Die statt die Verurtheilung durchzusehen, hat er Gegner unterließen die Aufstellung einer Lifte. Am Montag feine Pflicht verrathen. brachte uns die Wahl der Arbeitgeber. Beisitzer einen sehr gez. Crispi. hübschen Achtungserfolg. ou s Die beiden Richter wurden gleich hierauf weit in den Süden versetzt und der Präfekturrath mußte abdanken. Dieses kostbare Attenstück spricht Bände; es zeichnet Crispi auf der Hohe seines Wirkens, es offenbart, wie ein der gemeinften, niedersten Verbrechen überführter Mensch als ein Verbrecher die Justiz handhabt, als ein Verbrecher ein Land von 30 Millionen Menschen regiert. Der Vorwärts" hat schon darauf hingewiesen, daß König Umberto Crispi nicht entlassen darf, weil er selbst bis an den Hals an der Bankwirthschaft Crispi- Tanlongo mitbetheiligt ist. Heute beginnen die Spaßen auf den Dächern dapon zu pfeifen. Sowohl nicht veröffentlichte Dokumente Giolitti's wie Cavallotti's, auch tleritale Größen wissen darüber zu erzählen. # : Eine Arbeitslosen- Versammlung in Bremen, die von 8-900 Personen besucht war, nahm nach einem Referate des Genossen& bert folgende Resolution an:„ Die heutige Vers sammlung bremischer Arbeitslosen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verspricht, mit allen Kräften für die Förderung der Arbeiterbewegung einzutreten." Eine Parteikonferenz des Kreises Grünberg Frey Die Berathungen über das städtische Arbeitsamt in stadt( Schlesien), die am 6. d. M. in Grünberg stattfand, stellte Die im Entwurf von seiten als Reichstags- Kandidaten den Genossen Stolpe Glogau auf. Mainz haben nun stattgefunden. Beim nächsten Puntt, Presse, wurde ein Antrag angenommen, der Arbeitnehmer beanstandeten Stellen wurden in ihrem Sinne dahingehend, daß alle den Wahlkreis betreffenden Bekannt- abgeändert. Nur dem Pafsus, daß bei einem Streik für die bemachungen nur allein im Proletarier aus dem Eulen- treffende Branche der Arbeitsnachweis nicht funktioniren solle, gebirge" zu veröffentlichen sind und daß an den wenigen wollten die Unternehmer sich nicht anschließen; sie stimmten das Der Entwurf geht nun an die Orten, welche andere Blätter halten, unumgänglich der gegen, die Arbeitnehmer dafür. Proletarier" eingeführt wird, schon aus dem Grunde, weil bei Bürgermeisterei zurück. Sämmtlichen Arbeitern sowie dem Komptoirpersonal der Reichstagswahlen u. s. w. eine Bekanntmachung in mehreren Blättern fostspieliger und zeitraubender ist und nicht allen Lesern Firma Begas in Gotha ist gekündigt worden. zu gleicher Beit zu Gesicht kommt. Nachdem noch beschlossen wurde, bei eventuellen Wahlen in Grünberg das Hauptwahl bureau und in Neusalz a. D. ein Zweigbureau zu errichten, fand eine Resolution:„ bei der nächsten Wahl mit allen Kräften für unsern Kandidaten einzutreten und die noch Indifferenten zur Theilnahme an der Wahl unseres Kandidaten aufzurütteln" ein " stimmige Annahme. Die Austritte aus der Landeskirche in Sachsen im Jahre 1893. Nach statistischen Mittheilungen des sächsischen Der sozialistische Abgeordnete Prof. Eurico Ferri, Landeskonsistoriums auf das Jahr 1898 hat sich im Berichtsder, wie man sich erinnern dürfte, vor einiger Zeit von Crispi jahre die Zahl derjenigen, die aus der Landeskirche ausgetreten gemaßregelt und seiner Stellung an der Universität Pisa ent hoben wurde, hat am 11. d. M. seine Vorlesungen an der Unifind von 658 im Jahre 1892 auf 727 erhöht. Die meisten sind versität Rom eröffnet. Etwa 500 Studenten hatten sich im zu den sogenannten apostolischen Gemeinden übergetreten, nämlich 309, zu den Methodisten 145, zu den Baptisten und anderen Universitätsgebäude eingefunden, um ihn zu begrüßen und auf Setten 80 und nur 65 blieben religionslose Dissidenten. Ueberdiese Weise gegen das Botum des akademischen Raths von Pisa Saalabtreiberei. In Ver!( Westfalen) sollte am vertritte zur Landeskirche erfolgten 256( gegen 252 im Jahr 1892), zu protestiren, der ihn aus politischen Gründen von jener Hochgangenen schule ausschloß. Ferri hielt eine glänzende Antrittsrede und gangenen Sonntag eine Parteiversammlung stattfinden. Einige davon 153 aus der römisch- katholischen, 21 von den apostolischen Stunden vor der für die Versammlung festgesetzten Zeit erklärte Gemeinden, 18 von den Methodisten, 10 von den Baptisten spielte auch auf die politischen Verhältnisse an, wobei er manche der Wirth, daß er sein Lokal nicht hergeben könne, da ihm und anderen Sekten, 17 von Juden und 23 von religionslosen faustische Bemerkung über Crispi machte. Die Studenten, die Gendarm und Amtmann abgerathen hätte. Natür Dissidenten. den Saal dicht befeht hatten, unterbrachen die Vorlesung oft lich hat diese Fürsorge, welche die hohe Obrigkeit durch das durch stürmischen Jubel, und als Ferri den Hörsaal verließ, Saalabtreiben für die Sozialdemokraten an den Zag legte, außer schien der Beifall kein Ende nehmen zu wollen. Die Studenten begleiteten ihren verehrten Professor bis zum Universitätsplage, ununter ordentlich gut unter den zahlreich zur Versammlung herbeigeeilten Arbeitern für uns agitirt. brochen Beifall flatschend; dann erinnerten sie sich plöglich, daß die offiziösen Blätter sich geweigert hatten, die Ankündigung der Der sozialdemokratische Verein zu Konstanz ist, wie Ferri'schen Vorlesungen zu inseriren, und beschlossen, diesen aus dem Jahresbericht zu ersehen ist, in anerkennenswerther Blättern eine Kazenmufit zu bringen. Sie begaben sich daher Weise thätig gewesen, die Ideen des Sozialismus zu verbreiten. zu dem Redaktionsgebäude der Tribuna" und der„ Giornale" Der Verein hielt im letzten Jahre 24 Mitglieder, 6 öffentliche und schrieen unter Pfeifen und Bischen:" Nieder mit Crispi! Bersammlungen in und 10 öffentliche Versammlungen außerhalb Nieder mit der verkauften Presse!" Auf der Bitestraße wurden Konstanz ab. Der Bericht des Kassirers war leider nicht so erfie von Polizisten eingeholt, welche einige Verhaftungen vorfreulich, da derselbe mit einem bedeutenden Defizit abschloß. nahmen. Die Studenten protestirten gegen die Verhaftungen und gingen zum Rektor, um sich bei ihm wegen der Uebergriffe der Theils mußte der Verein noch bedeutende Reichstags- Wahlschulden begleichen, dann gingen aber auch die Beiträge sehr Polizei zu beschweren. Der Rektor begab sich sofort zur Quäftur mangelhaft ein. Bon den 80 Mitgliedern, die im Buche stehen, und erwirkte die Freilassung der festgenommenen Studenten. ist noch eine große Anzahl mit 1-11 Monaten mit den Bei Die Berufung des fozialistischen Abgeordneten trägen im Rückstande. Der Verein muß die Agitationskosten für Brampolini gegen das Urtheil des Appellhofes in Modena wird den Wahlkreis ganz allein bestreiten; aus dem ganzen Wahlkreis noch in diesem Monat vor der zweiten Strafabtheilung des erhält er so gut wie feine Beträge. Raffationshofes zur Verhandlung fommen. Die Verhandlung wird eine besondere Wichtigkeit haben. Das Gericht entschied, daß man gegen einen Abgeordneten nicht vorgehen kann, wenn die Seffion gefchloffen ist. Der Appellhof war entgegengesetter Meinung. Jetzt foll der oberste Gerichtshof die Streitfrage entscheiden. Die oberste Gerichtsbehörde Jtaliens wird in diesem Falle zum ersten Male durch ein Urtheil den Artikel 45 der Verfassung( über die parlamentarischen Vorrechte) zu interpretiren haben. Polizeiliches, Gerichtliches: c. - Die Revision des Genossen Dupont, Redakteur der Bildhauer- Zeitung" in Berlin, und des Bildhauergehilfen latung gegen das Urtheil der 2. Strafkammer des Landgerichts I Berlin, lautend auf vier Wochen Gefängniß wegen Beleidigung von Streifbrechern, ist verworfen worden. M dem Kohlenbergwerk Diglate in der Nähe von Audley( StaffordBergarbeiter- Nifiko. Aus London wird gemeldet: In shire) erfolgte ein Wassereinbruch, während 250 Bergleute in dem Bergwerk beschäftigt waren. Es wurde alles gethan, um die Bergleute zu retten; um 5 Uhr nachmittags waren 150 ge= rettet. Man fürchtet, daß 20 Bergleute, welche in den unterften Gruben arbeiteten, ertrunken sind. Gewerkschaftliches. Achtung, Gastwirthsgehilfen! Die in der geftrigen Nummer bekannt gegebenen Differenzen, welche zwischen den Kellnern und dem Inhaber der Keller'schen Festsäle, Koppenstraße, ausgebrochen waren, haben durch Verhandlungen der beauftragten Rommission ihre Regelung dadurch gefunden, daß die Ausgetretenen wieder eingestellt und Herr Keller den Arbeitsnachweis und Lohntarif der organisirten Gastwirthsgehilfen für alle Fälle anerkannte. Achtung, Handlungsgehilfen! Mittwoch, den 16. Januar, findet um 82 Uhr abends im großen Gaale von Keller, KoppenStraße, eine öffentliche Handlungsgehilfen- Versammlung statt, in welcher Rollege Türk über:" Der Fall Wilhelm Stadtbagen" referiren wird. Das tragische Geschick unseres Berufsfollegen Stadthagen hat gewiß in weiten Kreisen der Handlungsgehilfen lebhafte Sympathie erweckt. 16 Jahre in einem Geschäft Wegen Beleidigung eines Bergwerks Aufsehers thätig, stand dem Bedauernswerthen am Abend seines Lebens wurde der Genosse Sche b3 in Breslau am 14. d. Mts. zu die Aussicht bevor, arbeitslos umber zu irren. Dieser traurigen 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Mit dieser Anklage hat endlich Perspektive entzog er sich, indem er gewaltsam seinem Leben ein das Strafregister des Genoffen Sche b3 aufgehört. Er hatte Ende machte. Die Besprechung dieses Vorganges, besonders der sich gegen acht Anklagen zu vertheidigen; in einem Falle wurde begleitenden Umstände vom sozialpolitischen Standpunkt, soll die er freigesprochen, für die anderen sieben Fälle( Beleidigungen Aufgabe der erwähnten Versammlung sein. Wir bitten deshalb durch die Presse) hat er insgesammt vierzehn Monate um recht zahlreichen Besuch. Der Vorstand der Freien BerGefängniß und 1750 m. Geldstrafe erhalten. Und da einigung der Kaufleute. will man noch die Strafgeseze verschärfen! Die Solinger Taschen- und Federmeffer Arbeiter haben den Fabrikanten den alten Lohntarif gekündigt und einen neuen ausgearbeitet. Gine große Anzahl Fabrikanten sind mit dem Preisverzeichniß einverstanden, andere haben erklärt, wenn der Fabrikantenverein damit einverstanden sei, feien sie es auch. Vor 6 Jahren tam ein ähnlicher Kampf zum Ausbruch, der nahehe 20 000 m. Verluste verursacht haben soll. Rußland, das die römischen Katholiken bisher stets verfolgt hat, scheint jetzt eine andere Politik nach dieser Richtung einschlagen zu wollen. Aus Petersburg wird nämlich gemeldet, daß dem russischen Reichsrathe ein Gesezentwurf, betreffend die Errichtung einer ständigen Gesandtschaft beim Vatikan vorgelegt worden ist. Die Vereinigten Staaten und die internationalen Schiedsgerichte. Aus Washington wird telegraphirt: Den Genossen von Neustadt( Oberschlesieny e die Im Senate brachte Sherman eine Vorlage ein, nach welcher Aufführung des Theaterstücks" Friede auf Erden" und" Das der Präsident in Gemäßheit der Resolution des Kongresses vom Sozialistenfieber" polizeilich untersagt. 3. April 1890 ermächtigt werden soll, durch die diplomatischen - Der sozialdemokratische Volksverein zu Remscheid Agenten der Vereinigten Staaten Verhandlungen zu führen oder hatte am 19. August v. J. ein Feft für seine Mitglieder ver eine Kommission zu ernennen, welche an die fremden Regierungen anstaltet, zu dem auch Nichtmitglieder durch Mitglieder ein entsandt werden soll, um Maßnahmen einzuleiten geführt worden waren. Der Staatsanwalt hatte zunächst Anklage Die Generalversammlung des Verbandes der in zur Errichtung eines internationalem Schied3- wegen Betruges gestellt, weil das Feſt ein öffentliches Holzbearbeitungs Fabriken und auf Holzs gerichtes oder zur Ergreifung anderer Maßgewesen set, jedoch daraus wurde nichts. Schließlich hatte sich plagen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen nahmen, durch welche Streitigkeiten zwischen der Vorsitzende des Vereins zu verantworten, weil das Fest nicht Deutschlands in Bremen beschloß, die Entscheidung darden Bölfern gütlich beigelegt und Krieg ab- vorschriftsmäßig angemeldet und somit der ortsüblichen Armen- über, ob sich der Verband dem Holzarbeiter- Verband anschließen gewendet werden soll. abgabe entzogen worden sei. Der Amtsanwalt folgerte solle, den Mitgliedschaften zu überlaffen. Der Verband zählt daraus, daß das Fest ein öffentliches gewefen, weil ein 630 Mitglieder in 7 Zahlstellen. Nach dem Bericht des Vordes Vereins einigen Bekannten Karten verabfolgt standes hatte der Verband im letzten Geschäftsjahr eine Einnahme mitglied des auf Freisprechung. In der Begründung wurde betont, daß vorigen Jahres von 1544,62 M., in Summa 2726,52 M., eine hätte, die nicht Mitglieder waren. Der Urtheilsspruch lautete von 1181,90 M., dazu einen Kaffenbestand am Schluß des mindestens nicht nachgewiefen sei, daß das Fest einen öffentlichen Ausgabe von 1248 M., so daß noch ein Kassenbestand von Charakter getragen, vielmehr sei durch die Zeugen bis zur 1478,52 m. verbleibt. Gvidenz nachgewiesen, daß sie durch ein Mitglied des Vereins Eingang gefunden. An einem Erfolge dieses anerkennenswerthen Antrages zweifeln wir. Würde er angenommen, so fiele der Vorwand für die Erhaltung der stehenden Heere, und die sind nach der Meinung säbelraffelnder Kriegsminister heute zum Kampf gegen den inneren Feind" unentbehrlich. " Abrüstung in Südamerika. Aus Buenos Ayres, der Hauptstadt von Argentinien, wird gemeldet: Brasilien, Argentinien und Chili unterhandelten unter den Auspicien der Vereinigten Staaten wegen Abrüstung. Es scheint doch, daß die Wilden die besseren Menschen sind. Die Frage der Amnestie hat in Argentinien zu einer Ministertrifis geführt. Das Ministerium fordert diefelbe im Gegensaße zum Präsidenten der Republik. Parlamentarisches. Den beiden Häusern des Landtages ist ein Gesezentwurf betreffend die Entschädigung für Verluste durch Schweine- Krankheiten, ferner die Nachrichten von der Verwaltung der preußischene • Ausdrücklich wurde festgestellt, daß auch Die Angestellten der Straßenbahn in Brooklyn dann, wenn einzelne Mitglieder sich von den Miteinführenden sind mit Ausnahme einer einzigen Linie in den Ausstand eine eine gewiffe Summe zahlen ließen, noch lange nicht gefolgert getreten. Man schätzt die Zahl der Streifenden auf 6000. werden könne, daß das Fest ein öffentliches sei. -Zur Abbüßung einer 14 tägigen Gefängnißstrafe hat fich dieser Tage der Genoffe Pfeiffle in Mannheim ftellen müssen. Er hatte es gewagt, die Tugendboldenhaftigkeit eines reichen Bourgeois zu fritisiren, der sich durch ein schamloses Inserat eine Maitresse suchte, und wurde deshalb wegen Veröffentlichung einer unfittlichen Schrift vom Staatsanwalt angeflagt und vom Gericht verknurrt. Ob er sich bessert, ist zweifelhaft. Soziale Leberlicht. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. " Frankfurt a. M., 15. Januar. Die Frankfurter 8tg." meldet: Der Sonderausschuß der Frankfurter Stadtverordneten Versammlung hat einstimmig den Vertrag betreffend die Ber einigung mit Bockenheim mit den von den Bockenheimer Behörden vorgeschlagenen kleinen Abänderungen angenommen. Die Stadtverordneten werden demnächst einen endgiltigen Beschluß fassen. Die Vereinigung beider Städte soll, wenn die gefeßliche Genehmigung rechtzeitig erfolgt, am 1. April eintreten. Roanne, 15. Januar. Dreitausend ausständige Arbeiter Staatsbergwerte, Hütten und-Salinen während des Etatsjahres Verzeichniß ortsüblicher Tagelöhne im Deutschen Reich geht herzogen heute Nachmittag vor eine Fabrit. Da sie eine bedrohliche Ortsübliche Tagelöhne. Aus einem soeben erschienenen 1893/94, zugegangen. vor, daß in der Reichshauptstadt keineswegs die höchsten Löhne Haltung annahmen, mußte der Unterpräfekt die Aufforderung Das Handbuch für das prenkische Herrenhand, heraus- für gewöhnliche Handarbeiter gezahlt werden. Berlins orts- zum Auseinandergehen ertheilen und die Gendarmerie die Gegegeben von dem Bureaudirektor, Geheimen Regierungsrath übliche Tagelöhne betragen für den Mann 2,70 M. und für mehre laden lassen, um die Ansammlung zu zerstreuen. Der Dr. Mehel, ift foeben in neuer Ausgabe für 1895 erschienen die Frau 1,50 M. Die höchsten Löhne in ganz Deutsch- sozialistische Abgeordnete Garnaud wurde verhaftet. ( Berlin, Verlag von Julius Sittenfeld). Außer dem Urkunden- land scheinen augenscheinlich in Helgoland gezahlt zu Audley, 15. Januar. Wie nunmehr festgestellt ist, beträgt und legislativen Material der früheren Bände: den Bot werden, wo der ortsübliche Tagelohn für Männer die Zahl der in dem überschwemmten Bergwerk zurückgebliebenen schaften und Rundgebungen, der preußischen Verfassungs- sich auf 3,25 M. und für die Frauen 1,75 M. beläuft. Im Arbeiter 92. Trotz aller Anstrengungen nimmt das Wasser nur urkunde, dem Gesetz 2c. betreffend die Bildung und übrigen werden im Regierungsbezirk Schleswig, wozu auch langsam ab. Zusammensehung des Herrenhauses, enthält der neue Band Helgoland gerechnet wird, in Kiel 8. B. 2,70 m. für Männer ( Depeschen- Bureau Herold.) die auf grund der Beschlüsse des Herrenhauses vom 15. Juni 1892 und 1,60 M. für Frauen als ortsüblicher Tagelohn festgesetzt; Hamburg, 15. Januar. Seit heute Nachmittag 5 Uhr festgestellte neue Geschäftsordnung, sowie die Personalverzeichnisse in Altona steigt der ortsübliche Tagelohn fogar auf 3 M. brennt das Altonaer Garnisonlazareth. Menschenleben sind nicht der Mitglieder nach dem Stand am 15. Dezember 1894 in der für Männer und 2 M. für Frauen. Gleich hoch ist der zu beklagen. Ordnung der Matritel und in alphabetischer Folge. Auch wird ortsübliche Tagelohn in Hamburg und Bremen; in der zuletzt Lemberg, 15. Januar. In Lukawiha wüthet feit einiger eine Uebersicht des Gesammtvorstandes seit der Konstituirung des genannten Stadt ist aber für Frauen als Tagelohn nur 1,75 M. Zeit die Cholera. In der vergangenen Woche sind 44 Personen Herrenhauses gegeben. Am Schluß ist die Reichsverfassung nebst angefeßt. In Schlesien finden wir die niedrigsten Tagelöhne. an der Seuche erkrankt, von denen 18 gestorben sind. dazu gehörigen Verträgen und Reichsgesetzen im Wortlaut mit- Im Kreise Militsch sind für Männer nur 85 Pf. und für Lüttich, 15. Januar. Im Anarchistenprozeß wurden heute getheilt. Ein ausführliches, sorgfältig gearbeitetes alphabetisches Frauen nur 50 Pf. augesetzt; in den Kreisen Franken die Angeklagten Bossen, Westkamp und Müller über ihre BeSachregister erleichtert die Benutzung des Handbuchs. stein, Dels, Nimptsch und noch anderen beträgt der ziehungen zu dem angeblichen Baron Sternberg und über ihre Tagelohn der Männer 90 Pf. und derjenige der Frauen Betheiligung an dem fehlgeschlagenen Bombenattentat gegen das 60 Pf. Sogar in Bosen findet man so niedrige Tagelöhne Theater verhört. nicht wie in Schlesien. Im Westen des Reichs steigen die Rom, 15. Januar. Aus Massauah wird der„ Tribuna" Löhne wieder. m., In Minden ist 1,80., in Münster gemeldet, daß die Lage dortfelbst sich zu bessern scheine; aber es Gegen den Umfturz". Fünf Protestversammlungen 2 9., in Köln 2,50 M., in Wiesbaden 2 M., in sei doch nöthig, ein Hilfskorps zu bilden, um für alle Fälle gefanden am letzten Sonnabend in Dresden statt. Sie waren Frankfurt a. M. 2,50 M. und in Mainz 2,20 m. der wappnet zu sein. fämmtlich stark besucht und hatten bis auf eine einen glatten ortsübliche Tagelohn für Männer. In München beträgt der London, 15. Januar. In der Diglafegrube bei Audley hat Verlauf. In dieser Versammlung hatte der Referent, Genoffe Tagelohn für Männer 2,30 M., in Dresden 2 M., in Leipzig 2 M., sich ein bedeutendes Unglück zugetragen, indem in derselben, Heinke- Hamburg, eine geraume Zeit gesprochen, als ihm der in Stuttgart 2,50 M., in Schwerin 2 M., in Weimar 1,80 M., in während 238 Arbeiter in der Grube beschäftigt waren, ein überwachende Beamte das Wort entzog. Infolge der nun ent- Gotha 1,60 M. und im Bezirk von Waldeck und Pyrmont 1,50 M. Wafferdurchbruch aus einem benachbarten Schacht stattgefunden stehenden Unruhe verfiel die Versammlung dem Schicksal der In den Reichslanden scheinen im allgemeinen höhere Löhne hat. 137 Mann konnten bisher gerettet werden, für die Bergung Auflösung. Am gleichen Tage fand eine Bersammlung in gezahlt zu werden als im übrigen Deutschland. Der höchste der anderen 101 Mann ist wenig Aussicht vorhanden. Parteinachrichten. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 13. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Mittwoch, den 16. Januar 1895. 12. Jahrg. ohne daß die erste vorhanden ist. Und wie steht es denn mit ihre Pflicht nicht erfüllen in bezug auf die Lehrlinge, auch nicht der Gehilfenvertretung? Hat Herr v. Bötticher daran in bezug auf das richtige Verhaltniß zu den Gesellen, welches nicht gedacht? Ohne die Gehilfenvertretung fann die Sache nothwendig ist, um die Wohlfahrtseinrichtungen richtig durch15. Sigung vom 15. Januar 1895, 2/2 Uhr. gar nicht gemacht werden, selbst auf die Gefahr hin, daß zuführen. Nicht nur die Aermeren, wie es heute meistens der Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Berlepsch. die Gehilfenvertretung oder sogar die Handwerkerkammer Fall ist, sondern auch die besser Gestellten müssen in die Auf der Tagesordnung steht die Besprechung der Inter- eine sozialdemokratische Mehrheit erhält. Wie Innungen hinein und zu den Leistungen herangezogen werden. pellation der Abgg. Heyl zu Hernsheim und Genoffen, betreffend das Zentrum über die Handwerkerkammern sich freuen tann, Das Beispiel der Landwirthschafts- Kammern paßt nicht hierher. die reichsgesetzlichen Einrichtungen von Handwerker- oder Gewerbe- ist mir unbegreiflich; denn die Fachgenossenschaften und die( Sehr richtig! rechts.) Innungen haben wir seit Jahrfammern.( Das Haus ist schwach besetzt.) Handwerkerkammern bedeuten nichts weiter als die Trocken- hunderten; auf deren Boden hat sich der HandwerkerAbg. Site( 3.) begrüßt es mit Freuden, daß die Hand- legung aller Innungen und Innungsverbände. Schon jetzt sind stand entwickelt. Heutzutage ist das alles obligatorisch. merterkammern nicht als Parteifrage behandelt werden, daß auch die Handwerker außerhalb der Innungen aufgebracht über die Da müßte doch auch der Zwang bestehen, einer Innung beizu die Nationalliberalen diesen Gedanken ausgesprochen haben. privilegirten Innungen. Herr v. Berlepsch scheint der Ent treten. Der Handwerkerstand verlangt auch den Be= Troß des warmen, sympathischen Zones, welcher aus der Rede wickelungsfähigkeit des jüngsten Kindes auch nicht recht zu trauen. fähigungsnachweis, denn es giebt nicht einen einzigen des Herrn v. Bötticher herausflang, fann ich der Regierung doch Die Handwerkerkammern sollen ein Gutachten abgeben über Beruf im Lande, in welchem der Staat irgend jemand einstellte, den Borwurf nicht ersparen, daß sie in dieser Angelegenheit so die weitere Organisation des Handwerks. Das ist derselbe der nicht seine Befähigung nachgewiesen hätte. Heute tann lange gezögert hat.( Sehr richtig! im Zentrum.) Die Vor- Gedankengang wie der des Herrn v. Heyden, der nicht wußte, jemand einen andern auf einen Beruf vorbereiten, mit welchem schläge des Herrn von Berlepsch bedeuten inhaltlich in wie er der Landwirthschaft helfen sollte und der er sich und seine ganze Familie zukünftig erhalten soll, ohne mancher Beziehung einen Fortschritt. Herr von Bötticher deshalb die Landwirthschaftskammern gründete. Es find selbst den Nachweis seiner Befähigung gebracht zu haben. hat darauf darauf hingewiesen, daß die Handwerker diesen doch schließlich dieselben Personen, welche in den Handwerker- Die Innungen find durch die liberale Gesetzgebung Borschlägen die Forderung nach obligatorischen Innungen fammern eine Rolle spielen werden, wie die in den Innungen. zerstört. Herr v. Bötticher hat nicht recht, wenn er sagt und nach dem Befähigungsnachweis entgegengestellt haben; er Dieses Zurückgehen von den Berlepsch'schen Plänen ist ein Zeichen nur 10 pt. der Handwerker sind Innungsbrüder. Wo hätte lieber sagen sollen, wie die verbündeten Regierungen sich der turzlebigen Ministerien und ihrer Berhat er diese Statistit her? Ich glaube, daß der zu diesen Vorschlägen stellen( Sehr richtig! im Zentrum). Die fahrenheit. Herr v. Heyden hat die Landwirthschafts- Handwerkerftand viel mehr in Innungen organisirt ist, Vorschläge sind erwägenswerth. In bezug auf die Handwerker- fammern auch gar nicht mehr erlebt. Ich mache den Ministern als hier angegeben ist; aber ich wünschte, wie Herr von Heyl, tammern wäre es wünschenswerth, wenn uns ein bestimmter feinen Vorwurf daraus, daß sie nicht vorwärts kommen. Es daß die Handwerkerkammern der Ausbeutung vorbeugten, daß Termin für ihre Einberufung gefeßt wäre, und zwar möglichst liegt das an der großen Täuschung, daß man von oben herab die Regierung an dieser Wunde unseres öffentlichen Lebens an noch in dieser Session. Die Handwerkerkammern nehmen wir solche Organisationen machen kann. Nur von unten setzte. Wir wollen durchaus eine Organisation des Handwerks als Abschlagszahlung dankbar an; wir hoffen, daß wir dadurch herauf, unter Benuzung aller moderner auf geschichtlicher Grundlage und hätten gern gesehen, daß man die Beschwerden der Handwerker besser geltend machen können, Rechtsmittel tommt man vorwärts und kann mit positiven Vorschlägen zur Hebung des Handwerks an uns bis endlich etwas Gründliches geschieht.( Redner spricht fort- etwas erreichen. Wenn nur die Handwerker von den neu- gekommen wäre. Wir halten es für eine dringende Pflicht des während zu dem rechts neben ihm fizenden Staatssekretär geschaffenen Formen der Genossenschaften 11. f. m. den rechten Staates, den Handwerkerstand nach allen Richtungen hin zu v. Bötticher, wodurch seine Auslassungen nur stückweise verständlich Gebrauch machen wollten. Aber durch die Zünftlerei werden stärken( Beifall rechts) und halten den Handwerkerstand für den find.) Ich nehme an, daß die Handwerkerkammern obligatorisch sind Leute dem Handwerksstande entfremdet, die sonst gern mit ein Kern des deutschen Mittelstandes, ohne daß wir damit Sonderund daß sie die Junungen nicht verdrängen sollen, wie dies be- greifen würden, um ihm zu helfen. Nachdem 14 Jahre hindurch interessen zur Geltung bringen.( Beifall rechts.) züglich der Fachgenossenschaften der Fall sein würde. Es wird fortwährend die Gesetzgebung in zünstlerischem Sinne geändert Abg. Bock( Soz.): Seitdem die Herren Ackermann und sich darum handeln, welche Rechte den Handwerkerkammern ge- worden ist, will man jetzt noch eine Untersuchung anstellen, wie Biehl nicht mehr hier im Hause sind und die Schmerzen des geben werden sollen. Die Innungen müssen jeden die Handwerker im Lande gruppirt sind. Daß die Spezialitäten Handwerkerstandes vortragen, hat der Handwerkerstand auf eins falls erhalten und dürfen ihrer Rechte nicht sich herausgebildet haben, ist auch keine neue Entdeckung; das mal in den Nationalliberalen seine Retter gefunden. Ein deutscher beraubt werden, im Gegentheil ihre Rechte müssen ist von der linken Seite immer geltend gemacht worden Dichter sagt: wenn zwei Diplomaten sich ansehen, so ist es erweitert werden, wie dies der Reichstag schon bezüglich gegen die Schablonisirung. Man hat sich eben festgefahren schwer, daß sie sich nicht anlachen. In derselben Lage sind die der Innungsprivilegien des§ 100E beschloffen hat, ohne daß und will nun von seiten der Zünftler einen legten Nationalliberalen und die rechte Seite dieses Hauses. Beide die Regierung bisher den Gesezentwurf hätte Gesetz werden Versuch machen, um auf einem Umwege zu den alten Forderungen legen dieselbe Freundschaft für das Handwerk an den Tag, aber laffen. Wenn auch der bayrische Reichsrath sich gegen die zu kommen. Ein bischen Gitelteit spielt auch eine gewisse nach meinen Begriffen und nach den Thatsachen ist es damit obligatorischen Innungen ausgesprochen hat; so hat doch Rolle; man will Obermeister heißen und eine gewiffe amtliche nicht weit her( Widerspruch). Die Nationalliberalen sind der das bayerische Abgeordnetenhaus mit großer Mehrheit sich Rolle spielen, wie unter den Industriellen das Bestreben vor- Natur der Sache nach Vertreter der Großindustrie( Widerspruch dafür ausgesprochen. Daß die verbündeten Regierungen den herrscht, den Kommerzienrathstitel zu erlangen; sogar ganz bei den Nationalliberalen), und diefe vernichtet das Handwerk. Befähigungsnachweis nicht annehmen wollen, müssen wir mit intelligente Leute haben solche Ansichten. Bedauerlich ist es, daß Herr v. Stumm hat neulich einem von uns er nannte feinen Bedauern hören. Wir werden aber auf unserer Forderung be- man auf solche Frrwege gerathen ist. Je eher man dem ganzen Namen die Worte in den Mund gelegt, wir verlangten die stehen bleiben und hoffen, daß die verbündeten Regierungen Plunder der Zünftlerei entsagt, die ganzen Geseze verbrennt, Gewerbefreiheit, um den Handwerkerstand zu vernichten, weil wenigften ein fleines Bugeständniß machen, daß namentlich nur desto eher wird man zu dem goldenen Boden zurückkommen, den durch die damit entstehende Unzufriedenheit der Handwerkerstand diejenigen Lehrlinge ausbilden dürfen, welche auch ich wie Herr v. Bötticher dem Handwerker wieder wünsche. zur Sozialdemokratie getrieben würde. Ich bestreite, daß eine den Befähigungsnachweis erbracht, also selbst( Beifall links.) folche Aeußerung in dieser Form je von uns gemacht worden einen bestimmten Lehrgang durchgemacht haben. Auch für die Preußischer Handelsminister v. Berlepsch: Die Aus- ist Haben wir die Gewerbefreiheit eingeführt und sind wir für bessere Ausbildung der Gefellen muß gesorgt führungen des Herrn Nichter entsprechen durchaus der manchester- ihre Folgen verantwortlich? In der Hauptsache sind es die worden; das ist mindestens ebenso wichtig wie die Lehrlings- lichen Anschauung, daß der Mensch sich mit seinen eigenen Nationalliberalen. E3 wirkt mehr als tomisch, wenn ausbildung. Vor allen Dingen muß aber gewünscht werden, Kräften im Leben durchzuringen hat. Auf diesem Standpunkt die Nationalliberalen sich heute zu Freunden des Handdaß die Organisation nicht allzu bureaukratisch wird. Es ist allerdings haben die verbündeten Regierungen und die preußische werferstandes aufwerfen. Der Handwerkerstand wer wollte schon eine Novelle zur Unfallversicherung angekündigt, und auch Staatsregierung feit langen Jahren nicht mehr gestanden. Nach das leugnen hat heute mehr als je um sein Stückchen Brot eine Ausdehnung der Versicherung auf das Handwert. Eine meiner Ueberzeugung haben die Jnnungen ihr Ziel deshalb nicht zu kämpfen. Wir haben ebenso wie Sie die größte ganze Reihe Don Handwerken habe eine erreicht, weil ihre Mitgliederzahl und ihre offiziellen Kräfte nicht Sympathie für den Handwerterstand und für Unfallversicherung durchaus nicht nöthig start genug gewesen sind, um ihre Ziele zu erreichen. Das seine Leiden, denn wir leben tagtäglich mit ihm und fühlen und besonders möchte ich warnen vor der Schaffung wird anders werden, wenn innerhalb eines bestimmten mit ihm, aber wir täuschen ihn nicht, sondern einer ganz neuen Organisation.( Sehr richtig! im Zentrum.) Bezirks die Genossen eines Handwerks zusammentreten und ge- fagen ihm die Wahrheit, daß ihm mit dem BeWir bitten die Regierung, nun endlich nach den Worten auch nöthigt sind, die erforderlichen Kosten aufzubringen. fähigungsnachweis, mit der Zwangsinnung zu Thaten zu kommen. Die Handwerker glauben an die Ge Der Abg. Richter ist auch falsch unterrichtet, wenn er und mit Handwerkerkammern nie und nimmer rechtigkeit ihrer guten Sache und hoffen auf den Sieg. glaubt, daß der Staatssekretär v. Bötticher meine Vorschläge in geholfen werden kann.( Bustimmung links.) Die ExistenzAbg. Richter( dfr. Vp.): Es kommt nicht darauf an, daß bezug auf die vorliegende Frage, zum großen Theil wenigftens, bedingungen für ihn sind in unserem heutigen Wirthschaftsleben irgend etwas gefchieht, sondern es muß vor allen Dingen zurückweise; diese Vorschläge sind von dem Herrn absolut nicht vorhanden, der Handwerkerstand muß zu verhindert werden, daß etwas Falsches geschieht. Ich bin nicht Staatssekretär v. Bötticher und von mir gegrunde gehen, wenn die Gesetzgebung auch noch so sehr für für Handwerkerkammern, wie der Vorredner oder die National- meinsam ausgearbeitet. Wir sind beide von der ihn eintritt und wenn auch die Herren Minister v. Bötticher und liberalen fie verlangen, weil man das nur als Abschlagszahlungen Voraussetzung ausgegangen, daß es sich dabei nur um eine v. Berlepsch und noch ein Dußend anderer Minister stürzen. auf die zünftlerischen Forderungen betrachten würde. Das Be Grundlage für die Besprechung der Organisation des Hand- Deren Nachfolger werden ebensowenig die Weisheit ergründen stehen des Handwerks hängt gar nicht von dieser oder jener Maß- werts vnd der Regelung des Lehrlingswesens handelt; wir tönnen, wie innerhalb der modernen kapitalistischen, großindustriellen regel ab; so gering dente ich nicht vom Handwerk. Ich bin hatten feine gefeßgeberische Arbeit zu liefern. Entwicklung noch Raum geschaffen werden kann für die Entein Feind aller amtlichen und staatlichen Ohne eine Organisation des Handwerks, und zwar ohne eine wicklung des Handwerks( Zustimmung bei den Sozialdemokraten). Organisationen. Das freie Vereinswesen ist ganz ge- solche Organisation, welche alle Handwerker umfaßt, auch die Nicht die Gewerbefreiheit an sich hat dem Handwerk geschadet, eignet zur Geltendmachung aller Interessen, dazu braucht man jenigen, welche widerstreben, ist eine Gesundung der Verhältnisse sondern die moderne Großindustrie. Wir begreifen allerdings, nicht solche Schablonen. Es muß das Hinderniß beseitigt des Handwerkerstandes nicht möglich.( Sehr richtig! rechts.) daß die Regierung und die sogenannten staatserhaltenden Parteien werden, daß die Vereine nicht untereinander Nur mit einer solchen Organisation ist das Handwerk im stande, ein ganz besonderes Interesse daran haben, den Mittelstand und in Verbindung treten dürfen, und die Vereine die Erziehung und Ausbildung der Lehrlinge zu verbessern. Handwerkerstand für den Staat zu erhalten,( Sehr richtig! rechts) müssen Rorporationsrechte erhalten. Der Handels- Meine Vorschläge sollen vielfach Widerspruch und Abneigung ge- aber ich bestreite Ihnen, daß Sie dieses Ziel erreichen können; minister sollte eine Vorlage einbringen, betreffend die Ver- funden haben, ich kann aber fonstatirer. daß die Kritik sich vor- an gutem Willen fehlt es auf feiner Seite, aber Herr v. Bötticher leihung von Rorporatiosrechten an die freien Berufsvereine. wiegend dahin aussprach, daß, wenn sie auch mit der Art der fagt, er wolle nicht einen Schritt thun, der auf einen Fehlschlag Eine Initiative in dieser Richtung wäre für die Handwerker Borschläge im einzelnen nicht einverstanden sei, fie doch dem hinauslaufen könnte. Die Regierung hat für das Handwerk und andere Berufe viel wichtiger als alle Handwerkerfammern. Prinzip der Zwangsorganisation zustimme.( Sehr richtig! rechts.) schon alles mögliche gethan, nur nicht das, was von Mit dem Charakter freier Vereine verträgt sich die staatliche Auch in Eisenach hat man sich nicht ablehnend gegen eine jener Seite fort und fort verlangt wird. Unterstüßung, wie sie in Süddeutschsand üblich ist, sehr wohl; 3wangsorganisation verhalten. Darüber kann allerdings kein Ihnen rund und nett heraus: Wenn die Herren das zeigen auch die preußischen landwirthschaftlichen Vereine. Zweifel sein, daß den Bedürfnissen des v. Hammerstein, Hiße und v. Hey! Minister wären, Wenn ein Zwang ausgeübt wird, dann werden die Vereine und Handwerks durch die Errichtung von Hand- fie würden mit der Ausführung ihrer Pläne nicht weiter kommen, Innungen auf dem Papier allerdings mehr Mitglieder bekommen, wert ertammern allein nicht genügt werden wie das gegenwärtige Ministerium. Der Befähigungsnachweis aber die Beiträge werden nur zwangsweise und widerwillig bei- tann.( Sehr wahr! rechts.) Zunächst ist eine solide Basis für und die Zwangsinnung sind der letzte Rettungsanter des Handgetrieben werden können und in den Versammlungen werden die die Handwerkerkammern zu schaffen; es ist ganz unmöglich, daß werkerstandes nach der Meinung der Herren von der Rechten Mitglieder doch nicht erscheinen. Das Landwirthschaftskammer- bie Handwerkerkammern z. B. das Lehrlingswesen verbessern und vom Zentrum, ob er aber überhaupt noch möglich ist, den Gesetz ist auch nur mit Ach und Krach zu ftande gekommen und können, wenn sie nicht eine Unterorganisation als ausführendes Befähigungsnachweis einzuführen, davon haben uns die Herren wird im Lande nicht einmal überall durchgeführt werden. Organ haben. Die Frage des Unterbaues ist noch nicht genügend fein Wort gesagt. Das Zentrum aber möge bedenken, daß ein Der Handels- und Gewerbestand schafft sich neben den Handels- geklärt, dagegen wird bezüglich der Handwerkerkammern ein bayerischer Reichsrath, der Freiherr von Hertling, klar fammern freie Bereinigungen zur Vertretung der Interessen, Gefeßentwurf vorgelegt werden, der, wenn auch provisorisch, die und deutlich erklärt hat: Mit dem Befähigungsnachweis 3. B. in den Zentralverbänden der deutschen Industriellen und Interessen des Handwerkerstandes regulirt, während für die fezt man den Handwerkerstand Pläne in den Kopf, anderen allgemeinen und Fachverbänden. Wo fängt denn das Frage des Unterbaues für die Handwerkerkammern noch eine die nie und nimmer erfüllt werden können. Der Be Handwerk an? Die Beschäftigung von weniger als 20 Arbeitern Reihe von Erhebungen nöthig ist. Ich hoffe, daß der erstere fähigungsnachweis würde dem Handwerkerftande absolut ist doch nur eine ganz mechanische Grenze; die Interessen der Gefeßentwurf noch in diefer Session eingebracht werden kann. nichts mehr nüßen. Ich habe auf den Tisch des Hauses ein Betriebe mit mehr oder mit weniger als 20 Arbeitern sind Die statistischen Erhebungen für den Unterbau werden hoffent Paar Stiefel aus einer Schuhmacherwerkstatt und ein Paar doch dieselben. Die Bureaukratie hat zu leicht das Bestreben, lich auch in kürzerer Zeit erledigt werden können, als man glaubt. Stiefel aus einer Fabrit niedergelegt, bei dem auch nicht der Zusammengehöriges auseinander zu reißen. So hat der Es sollen u. a. Erhebungen angestellt werden über die Gesammt geringste Theil Handarbeit ist.( Beide Paar Stiefel werden von Handelsminister ein Rundschreiben erlassen, in welchem er zahl der Handwerker, die Anzahl der Gesellen, die Anzahl der den Abgeordneten in Augenschein genommen und geprüft.) Ich den Handelstammern anheim giebt, ein Klassenwahlrecht anstatt Lehrlinge sowie über die Frage, ob ein Handwerksbetrieb oder bin überzeugt, daß Sie auch ohne große Sachkenntniß einen des allgemeinen gleichen Wahlrechts einzuführen. Da würde der ein Fabritbetrieb in Frage kommt. Die Entscheidung, dieser Unterschied zwischen diesen beiden Paar Stiefel nicht erkennen Großhandel und die Großindustrie getrennt von dem mittleren Frage ist zwar sehr schwierig, aber doch nicht so schwierig, daß werden. Die Maschinen haben eben den Befähigungs- Nachund fleineren Betriebe. Lieber sollte man allen Gewerbesteuer- fie nicht gelöst werden könnte; sie ist vielleicht nur in 5 pet. weis schon erbracht.( Heiterkeit.) Was drückt das Handzahlern das Wahlrecht verleihen. Die Handwerksmeister würden aller Fälle zweifelhaft. Wenn man an Ort und Stelle diese wert? Sie verschweigen dies dem Handwerkerstand babei wegen ihrer großen Zahl nicht zu furz fommen, sie würden Frage untersucht, wird sie sicherlich zu entscheiden sein. Ein und führen ihn an der Nase herum.( Oho! rechts.) Die tech aber von manchen Vorurtheilen loskommen, die in fleinen Be Gefeßentwurf über den Unterbau wird hoffentlich im nische und maschinelle Entwickelung der Großindustrie drückt das trieben sich bilden. Wenn man Handwerker- Rammern für das nächsten Jahre vorgelegt werden können, und es wäre Handwerk. Wir haben heute Schuhfabriken in Deutschland, von Reich einführen will, dann müssen die Handelskammern erst recht in hohem Grade wünschenswerth, wenn wir dann schon denen eine im Jahre 800 000 Paar Schuhe und Stiefeln mit für das ganze Reich organisirt werden; aber dagegen erklärt die Handwerkerkammern hätten. Sie ersehen also hieraus, Maschinen herstellt. Angenommen, ein solcher Fabrikant verdient sich der preußische Handelsminister. Wie sollen von Reichswegen daß die Regierung sich nicht mit Versprechungen be- an einem einzigen Paar nur 25 Pf., so gewinnt er im Jahre Handelskammern möglich sein, wenn es nicht möglich ist, Handels- gnügt, sondern zu Thaten übergegangen ist, um eine Gesetzgebung 200 000 M. oder wenigstens 150 000 M., wenn 50 000 M. auf tammern für das Reich zu schaffen. zu inauguriren, die zum Nußen des Handwerkerstandes gereichen das Verluftkonto gesetzt werden. Derselbe große Fabrikant kauft Ich erkläre Herr Hize will nur diejenigen Gewerbetreibenden zur Lehr- tann. Die gewerblichen Fragen werden heute in ernsthaftefter sein Rohmaterial mindestens um 25-331/ 3 pt. billiger als der lingsausbildung zulassen, welche den Befähigungsnachweis er- Weise geprüft; die Existenzfragen des gewerblichen Mittelstandes fleine Handwerker ein( Zustimmung lints) und er zahlt für ein bracht haben. In der Landwirthschaft und im Kaufmannsstande werden sorgfältig erwogen. Wenn auch eine Organisation des Paar Stiefelchen 75 bis 85 Pf. Arbeitslohn, der Handwerksmeister hat niemand an einen solchen Befähigungsnachweis gedacht. Ein Handwerks allein die wirthschaftlichen Verhältnisse noch nicht für dieselbe Arbeit aber, obwohl sie nicht beijer ist, 1,80-2 M. Wäre obrigkeitliches Zeugniß bringt doch nicht die Befähigung für die verbessern kann, so wird doch eine solche Organisation den Zu- man wirklich thöricht genug, den Befähigungsnachweis und die Ausbildung von Lehrlingen mit sich. Die Lehrlinge sammenschluß aller Handwerker, das Zusammenrathen und Zwangsinnung einzuführen: ich bin überzeugt, in 5 Jahren werden doch meist nicht von dem Unternehmer, Thaten mit den Gewerbegenossen wesentlich erleichtern und würde das Handwerk sich überzeugen, daß ihm damit nicht gesondern von dem Personal desselben ausgebildet. fördern.( Beifall rechts.) dient ist und dieser Köder, dem jezt die Handwerker nachlaufen, Die Handwerkerkammern folien Aufsichtsinstanzen für die Fach- Abg. Jacobskötter( dk.): Der Handwerkerstand hat immer verfinge nicht mehr. Unser Kleiner Schuhmachermeister in der genossenschaften sein. Wie kann man die zweite Instanz schaffen, obligatorische Innungen verlangt. Fakultative Junnngen fönnen großen Stadt wohnt gewöhnlich auf dem Hof 2 oder 8 Treppen und Boch. Vorn am Eingange aber befindet sich ein großartiges and in Hand gegangen bin. Wenn jetzt zwei Dinge unter- 1größer als der Bedarf, und so blieb für die Fremden Magazin, in welchem man ein Paar Stiefel 3 oder 4. billiger| nommen werden: Die Ausarbeitung eines Gesetzes über die Hand- nichts übrig. In den Gerichtsfälen tam wieder die verfaufen fann. Glauben Sie, daß das Publikum zu dein patentirten werkerkammern und eine Untersuchung über das Handwert, so änderte Situation zum Ausdruck. Euhmacher hinaufläuft? Sie selbst- davon bin ich überzeugt ergänzen sich diese beiden Dinge. Ein Widerspruch besteht nicht. Wider Willen fällt das Berliner Tageblatt" in diesen Zeilen taufen zum größten Theil Ihre Waaren in Bazaren. Wollen Sie etwa Ich habe ausgeführt, daß der Unterbau vorbehalten werden soll; ein vernichtendes Urtheil über die heutige Gesellschaftsordnung den Befähigungsnachweis auch auf die Fabriken ausdehnen? darüber will man die Handwerkerkammern hören. Ich freue und deren Stützen. Die als Vagabonden abgeurtheilten Leute sind Sie können die Maschinen nicht verbieten, sie tönnen die mich, daß der Gebante per gandwerferfammern jo freundliche Männer, die arbeiten wollen, um jeden Preis arbeiten wollenGroßfabritation nicht verbieten, Sie können Aufnahme gefunden hat; auf diesem Wege werden wir am und der Staat der Sozialreform weiß teine andere Antwort die Konkurrenz nicht verbieten alles schnellsten zu einem praktischen Erfolge kommen.( Bustimmung ihrem Verlangen zu geben, als daß er sie schimpflich einsperrt, andere ist ohne Belang. Nur noch ein ganz geringer rechts.) nachdem die entsetzlichste Noth sie zum Betteln getrieben hat. Man begreift, daß ein Staat, der sich derart mit dem sozialen Elend abfindet, und nach dem geschriebenen Recht abfinden muß von seinen Interessenten Um sturzparagraphen heischt. Man begreift aber auch schließlich, daß derartige jammervolle soziale Erscheinungen nur durch eine gründliche Umgestaltung der Gesellschaftsstruktur beseitigt werden können, daß im Sinne der Sozialdemokratie ein Zustand geschaffen werden muß, in dem jeder, der sich und der Gesellschaft durch seine Bethätigung nügen will, auch Gelegenheit zur Arbeit findet. A Abg. Jacobsfötter erhebt Widerspruch dagegen, daß ihm der sozialdemokratische Redner eine Täuschung seiner Genossen vorgeworfen habe. Damit ist die Interpellation erledigt. Nach Vorschlag des Präsidenten sollen morgen außer dem Jefuitenantrag die Anträge wegen der Konsumvereine und wegen des Befähigungsnachweises berathen werden. Abg. Barth( dfr. Vg.) empfiehlt den nationalliberalen Antrag wegen Kündigung des argentinischen Handelsvertrages vorab zu berathen. Abg. v. Stumm widerspricht dem Vorschlage, weil er der Vereinbarung widerspricht, über welche sich alle Parteien des Hauses geeinigt haben. Herrenhaus. - mehr fann er nicht! Aus der Adresse, welche der Magiftrat Der Magistrat thut seine Pflicht in Neu- Byzanz als Zeichen seiner Unterwürfigkeit zu Neujahr an seinen Statser und König gerichtet hat, seien folgende hübsche Stellen hervor gehoben: Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König, Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bitten wir, unseren ehrfurchtsvollen Glückihn aus in aufrichtiger Treue, er ist im Jahre der hehre Anfang wunsch zum neuen Jahre huldreich aufzunehmen; wir sprechen unseres Werkes und bleibt sein Siegel..... Guerer Kaiserlichen Händen, dem Sinnen der Geister, den Klängen der Kunst. und Königlichen Majestät Szepter schuf Raum den fleißigen Schrittweise eröffnet die Natur dem emfigen Forscher den un 1ermeßlichen Vorrath ihrer Kräfte für den Gebrauch der Menschheit, schrittweise offenbart des Höchsten Gnade dem heiligen Denten die faßbaren Formen feeligen Glaubens. Guerer Kaiserlichen und Königlichen Majestät allerunters thänigste, treugehorsamste Magistrat zu Berlin. gez. Belle. Und diesen Magistrat verschreien fonfervative Blätter noch als freisinnig. Beim Lesen der Adresse kann man unseres Erachtens höchstens im Zweifel darüber sein, ob es deutsche Männer waren, die dieses sprachliche Ungethüm abfaßten. Benchtheil der Handwerker hat feine Konkurrenz durch Abg. Cegielski( Pole) erklärt sich für den Befähigungsdie Groß Industrie, bas sind Handwerker, welche nachweis, dessen schleunige Einführung er bringend empfiehlt. Spezialitäten herstellen, die nicht durch mechanische Darauf wird die Debatte geschlossen. Maschinen hergestellt werden können. Aber wegen diefes kleineren Abg. v. Stumm bemerkt persönlich, daß er eine Aeußerung, Restes von Handwerkern die ganze Reichsgesetzgebungs- Maschinerie wie sie der sozialdemokratische Redner ihm in den Mund gelegt in Bewegung zu setzen, wäre doch der Gipfel der Unvernunft. habe, niemals gethan habe. In ganz England und Amerita fällt es niemandem ein, wegen diefes kleinen Bruchtheils der Handwerker Zwangsinnungen einführen zu wollen. Wir halten es nicht für nöthig und nüßlich, solche sozialpolitische Experimente zu machen. Die Maschine können Sie nicht verbieten, und es giebt nur noch sehr wenige Gewerbe, in welchen feine Maschine Anwendung findet. Daß die Zwangsinnungen in ethischer und erzieherischer Beziehung Großes leisten würden, bezweifle ich; daß sie das Lehrlingswesen verbessern würden, be= ivette ich nach den Erfahrungen in Oesterreich, wo sich die Junungen und Genossenschaften gar nicht bewährt haben. Ein Bericht der Stettiner Regierung spricht sich sehr abfällig über das Prüfungswesen in den Innungen aus; sobald es darauf an tomme, der Innung neue Mitglieder zu erwerben, würden die Prüfungen unter Ignorirung der gefeßlichen Bestimmungen sehr Abg. Barth zieht seinen Antrag zurück, empfiehlt aber, den leicht gemacht, sobald man sich aber gegen einen Konkurrenten Antrag wegen Argentinien möglichst bald zur Berathung zu schützen wolle, würden sie sehr erschwert. Ganz dasselbe Urtheil bringen. fällt die Bezirkoregierung von Düsseldorf. Die königlich Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. fächsische Regierung äußerte sich bald nach Einführung der( Jesuitenantrag und Anträge betreffend Befähigungsnachweis Gewerbefreiheit dahin, die Baugewertschulen ver und Konsumvereine.) dankten ihren Ursprung den Klagen über die mehr and mehr abnehmende Tüchtigkeit der Baugewerksmeister, die noch aus den alten Innungs1. Sigung vom 15. Januar 1895, 2 Uhr. seiten herstammen, die mehr auf ihre Vorrechte als auf die Aus Auf grund der Geschäftsordnung übernimmt der Präsident bildung Gewicht legten. Meinen Sie, daß seit jener Zeit die der vorigen Seffion Fürst zu Stolberg Wernigerode das Handwerker besser geworden seien? Es ist schon mit Recht Präsidium und eröffnet die Sigung mit folgenden Worten: Ich hervorgehoben worden, daß nur der zehnte Theil aller Hand- heiße die Herren herzlich willkommen bei dem Zusammentritt des merker in den Jnnungen vereinigt ift. Berlin ist in dieser Be- Hauses mit dem Wunsche, daß die Berathungen und Beschlußsehung nicht für das ganze Deutsche Reich maßgebend. Der fassungen desselben zum Heile des Vaterlandes gereichen mögen. Lemberger Gewerbe Inspektor berichtet, die Genossenschafts- Sierauf bringt der Präsident das übliche Hoch auf den König aus. vorstände gingen in vielen Fällen bei Streitigkeiten Als provisorische Schriftführer beruft der Präsident die Daß auch die. bürgerliche Frauenwelt den geistesverzwischen Arbeitgebern und Arbeitern nicht objektiv vor Herren v. Reinersdorff, v. Wiedebach, Hammer heerenden Wirkungen des modernen Byzantinismus schuhlos aus und bemühten sich nicht einmal, die streitenden Parteien zu ver- und v. Klizing. gesetzt ist, zeigt die neueste Nummer der Frauenzeitschrift„ Die gleichen; es werde durch sie nur der Klassenbaß genährt und Neu berufen in das Haus sind die Herren Graf zu Dohna Modenwelt". In ihr veröffentlicht eine Dame" folgende Notiz: groß gezogen. Nachdem der Gewerbe Juspektor die Rücksicht Schlobitten, Graf Find v. Findenstein, v. Herz- Aegir- Schüssel". Bei den vielfachen Aegir- Ovationen losigkeit, die niedrige Gesinnung und den Mangel an Gemeingeist berg, Bürgermeister Altenberg- Memel, Ober- Bürgermeister barf auch die Koch tun ft nicht zurückſtehen; ich möchte eine derselben drastisch geschildert hat, sagt er: Die Genossenschaften Büchte mann- Görlig, Ober- Bürgermeister Westerburg Aegir- Schüffel", die ich mir ausgedacht, und die bei einem Jagddiner befassen sich mit allem Möglichen, nur nicht mit dem, wozu sie Kassel, Wirkt. Geh. Rath v. Diest. großen Beifall fand, hiermit den Leserinnen beschreiben. Eine große gefehlich geschaffen sind. Ebenso sprechen sich faft sämmtliche Der zur Feststellung der Beschlußfähigkeit vollzogene Namens längliche, etwas tiefe Schüffel mit breitem Rande war mit sehr flarem, österreichische Gewerbe Inspektoren über ihre Erfahrungen mit aufruf ergiebt die Anwesenheit von 111 Mitgliedern, das Haus bellem Aspic gefüllt, die" Fluthen" darstellend, in denen ein Genossenschaften aus. In Oesterreich ist ja alles ein- ist also beschlußfähig und nimmt sofort die Wahl der Prä prächtiger Karpfen schwamm. Ueber diesem erhob sich an einem geführt, was Sie wünschen. Wie wollen Sie uns an= sidenten und Schriftführer vor. Silberspieß ein Hummer. Den Rand der Schüssel garnirten gesichts solcher Erfahrungen in Desterreich überzeugen, Auf Vorschlag des Grafen Schlieben wird Fürst zu Stol- leine Ragoutmuscheln, deren jede drei Austern enthielt. daß in Deutschland ein solcher Schritt angebracht wäre. berg- Wernigerode zum Präsidenten durch Zuruf wieder zwifchen waren nach innen Zitronen- Viertel, nach außen kleine Auf dem Jnnungstage von 1891 in Berlin waren zwei gewählt. Büschel von breitblättriger Kresse als Schilf" gelegt. Eine Bertreter des österreichischen Gewerbestandes, und einer von ihnen hielt unseren Zünstlern vor, sie sollten nicht zu große Hoffnungen und werde bemüht sein, die Geschäfte des Hauses mit UnparteiFürst zu Stolberg: Ich nehme mit Dank diese Wahl an Mayonnaisen- Sauce wurde dazu gereicht. auf die Zwangsinnungen setzen, denn in Desterreich sei das Ge- lichkeit und in sachgemäßer Weise zu führen, und ich darf daran werbe trotzdem nicht vorwärts gekommen. Sie sind aber blind die Bitte knüpfen, daß die Herren wie im vorigen Jahre mich und wollen trotzdem folche zünftlerischen, rückschrittlichen hierin unterstügen wollen.( Beifall.) Versuche machen. In dem Lehrlingswesen muß allerdings Auf Vorschlag des Grafen Schlieben werden ferner Abhilfe geschafft werden, denn so mancher Handwerker v. Manteuffel und Ober Bürgermeister Bötticher= beschäftigt 10 bis 12 Lehrlinge. aber infolge der drückenden Konkurrenz teine Gesellen mehr agdeburg zum ersten, bezw. zweiten Bizepräsidenten durch Zuruf wiedergewählt. Dieselben nehmen die Wahlen dankend an. bezahlen. Deshalb beuten sie die Lehrlingswirthschaft in grau- Die bisherigen 8 Schriftführer Graf Garnier, Hammer, jamster Art und Weise aus. Es kommt vor, daß Lehrlinge v. Kliging, v. Neumann, v. d. Often, v. Reiners 17 Stunden des Tages arbeiten müffen, wie die Berichte der Fabrik: Dorff, v. Rohr und v. Wiedebach werden ebenfalls durch inspektoren beweisen. Sie sagen, nur ein befähigter Handwerker Buruf wiedergewählt. tönne das Handwerk ausüben. Die technische Befähigung allein entscheidet aber nicht. Ein Handwerker muß auch moralisch befähigt sein. Ist der Meister ein charakterloser Sump, so fümmert er fich nicht um die Ausbildung seiner Lehrlinge. Wie im Deutschen Reiche das Handwerkerthum und die Lehrlingsausbildung betrieben werden, das habe ich als Herausgeber einer Fachzeitung für Schuhmacher genügend fennen gelernt. Die Handwerksmeister selbst und vorzugsweise die Zünstler sind es, welche die Lehrlinge vom Besuche Der Fachschulen abhalten. Die fleinen Handwerksmeister können den Lehrlingen nicht die 4 # Die Handwerker können = = Damit ist das Haus konstituirt und der Präsident wird die erforderlichen Anzeigen machen. schäftliche Mittheilungen; Vereidigung neuer Mitglieder; BeSchluß 234 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 2 Uhr.( Geschlußfaffung über die geschäftliche Behandlung von Regierungsvorlagen.) Abgeordnetenhaus. 1. Sigung vom 15. Januar 1895. 1 Uhr. Am Ministertische: Niemand anwesend. nöthige Zeit zum Besuch der Fachschulen geben. Die Innungen Der Präsident der vorigen Session, Abg. v. Köller, eröffnet verwenden, wie ein Beispiel aus hiesiger Stadt zeigt, ihr Geld die Sigung mit folgenden Worten: Nach der Geschäftsordnung für einzelne Personen, und Sie wollen uns da beweisen, daß die fällt mir die Aufgabe zu, die Geschäfte des Präsidenten so lange Snnungen dasjenige Element sind, welches dem Handwerk den goldenen Boden zurückerobern soll. Davon werden Sie nie- u führen, bis die Präsidentenwahl vollbracht ist; ich übernehme mand von den vernünftigen Arbeitern überzeugen. Mögen Sie infolge deffen den Vorsitz und eröffne die Sigung. Handwerkerkammern einrichten, wir haben nichts dagegen. In König aus. Hierauf bringt der Präsident das übliche Hoch auf den fünf Jahren werben Sie feinen Zünstler mehr haben. Dann ist diefe Fata morgana verschwunden. Ihre Handwerker beschlußfähig. Angemeldet sind bisher 328 Mitglieder, das Haus ist also tammern schweben vollständig in der Luft. So viel Berständniß haben wir uns im Laufe der Jahre erworben, Abgg. Jm Walle, Bode, Wegerbusch und Worzewski. Zu provisorischen Schriftführern berust der Präsident die daß wir einsehen, die Gewerbefreiheit war eine unbedingte Nothwendigkeit. Das sagte Lassalle schon 1868. Und weil das Die Konstituirung der Abtheilungen wird morgen nach der eine Nothwendigkeit war, hätten Sie die Entwickelung der Groß- Sigung erfolgen. Schluß 1/2 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr. industrie auch nicht aufhalten können, auch wenn die liberale Gesetzgebung nicht bestanden hätte. Der Großindustrie nach ihrer( Wahl des Präsidenten und der Schriftführer, Entgegennahme breißigjährigen Entwickelung noch Schranken setzen zu wollen, von Vorlagen der Staatsregierung.) wäre ein vergebliches Beginnen. Wir wünschten, daß in zünftle jak p rischen Kreisen diefelbe Ansicht play griffe. Anders wird werden, wenn an die Stelle der fapitaliſtiſchen Geſellſchafts- Lokales. ordnung die sozialistische getreten sein wird.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Da Man sieht, daß das Proletariat im Klassenkampf mit der Bourgeoisie auch zuweilen dem Mitleid ein kleines Plätzchen einräumen muß. war Nachtspuk. Die„ Voff. 3tg." meldet:„ Dem Sprecher und Lehrer der hiesigen humanistischen Gemeinde. Herrn Schäfer, am 28. Mai v. J. der Privatunterricht in Ethik und Religionsgeschichte, wie er ihn seit 27 Jahren auf grund seines Lehrer- und Rektor- Examens, aber ohne einen besonderen Er laubnißschein unangefochten ertheilt hatte, vom ProvinzialSchulfollegium verboten worden. Ein Gesuch um nachträgliche Bewilligung der Unterrichtserlaubniß wurde ohne jede Be gründung abgelehnt. Auf eine Beschwerde darüber an das Kultusministerium vom 25. September v. J. hat dieses nun Herrn Schäfer geantwortet, daß ihm wegen seiner pantheistischen werden könne. Weltanschauung" die nachgesuchte Erlaubniß nicht ertheilt Morgenröthe dämmernder Erkenntniß vorzubereiten. Die beste Methode, die Menschen auf die " Gegen Heirathsannoncen schreibt wer? Die anti femitische Staatsbürger- Zeitung"! Das Blättchen meint, Genosse Frohme habe bei der Berathung der Umsturzvorlage nicht ganz mit Recht allgemein die bürgerlichen Blätter deshalb an gegriffen. Heirathsannoncen fänden fich fast ausschließlich" in Blättern, die im Dienste des Judenthums stünden. Dieses ein schränkende fast" ist sehr nothwendig; denn sonst müßte die Staatsbürger- Beitung", sich selber zu den im Dienste des Judenthums stehenden" Blättern rechnen, da auch sie gelegentlich Heirathsannoncen bringt. Wir haben erst fürzlich eine der scham fofesten festgenagelt, in der ein sich ausdrücklich als„ Christ" bes zeichnender Geschäftsmann, um an einem großen antisemitischen Fabrikplage" ein Geschäft übernehmen zu können. einen Kapitalisten fuchte und hinzufügte: Heirath nicht aus. geschlossen".( Vergleiche Staatsbürger- Beitung", 1894, Nummer 552.) Die Redaktion diefes Blättchens lönnte allerdings die Verantwortung für den Inseratentheil mit Recht ablehnen; aber sie sollte dann nicht Judenblättern" aus Annoncen einen Strick drehen wollen, wie sie in der antisemitischen Staatsbürger Zeitung" ebenfalls zu finden sind. Freilich find's teine Juden, die hier annonciren, sondern nur ein antisemitischer Kaufmann, der irgendwo einheirathen möchte, oder auch die Tochter eines höheren Beamten, die für ihr Geld einen Prediger, Gymnasiallehrer oder Nichter wünscht( vergl. Staatsbürger Zeitung", 1894, Nr. 542). Sollte die Staatss bürger- Zeitung" folche Annoncen etwa nicht zu denen rechnen, die anständige Menschen mit Grauen erfüllen"? Aber vielleicht tam es ihr garnicht darauf an, gegen die Heirathsannoncen zu schreiben, sondern sie suchte nur nach einer Gelegenheit, wieder einmal die Sozialdemokratie in ihrer bekannten Art antläffen zu können. " " A " Zur Bekämpfung des Baufschwindels hat der Bund der Berliner Grundbefizer eine eigene Kommission niedergesetzt, welche praktische Maßnahmen für die Beseitigung der bekannten Uebelſtände auf dem Gebiete des Bauwesens ausarbeiten soll. wie die Herren das wohl machen wollen? " Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß am nächsten Freis Staatssekretär v. Bötticher: Wenn es um das Handwert tag, den 18. Januar, in den verschiedenen Stadtgegenden sieben Arbeitslosen Bersammlungen abgehalten so trübe bestellt ist und um die Organisationen desselben, wie werden. Alles Nähere über Redner und Tagesordnung wird im der Vorredner geschildert, dann ist es für die staat erhaltenden Barteien und für die Regierung Zeit, so schnell als möglich Ab. Inseratentheil bekannt gegeben. Die Bertrauensleute. bilfe zu schaffen. Wenn es wahr ist, daß die Jnnungen nur Sie wollten arbeiten! Das Berliner Tageblatt" fonstatirt, selbstfüchtigen Zwecken dienen, daß sie sich nicht um die Aus- daß die Zahl der wegen Bettelns und Vagabondage in Berlin bildung der Lehrlinge bekümmern, dann hat nicht allein das Verhafteten sich seit Eintritt des großen Schce, alles plöglich Handwerk selbst aus sich heraus Beranlassung zu helfen, dann verdoppelt hat. muß Staatshilfe eingreifen und der Gesetzgeber darf nicht" Die Zahl der wegen Bettelus den Gerichten vorgeführten thatenlos zusehen. Wenn der Redner auf die Erfahrungen in Personen vermehrte sich in erheblicher Weise, und es kam in den Desterreich verweist, so entgegne ich ihm darauf, die dort letzten Tagen vor, daß an einem einzigen Vormittag nicht gezeitigten Uebelstände werden werden für uns ein Anlaß sein, weniger als hundert und dreißig Berhaftete vorgeführt Zu den großen Betriebsstörungen auf dem Geleife der bei uns beffere Organisation zu schaffen.( Zustimmung rechts.) wurden, während vorher die Zahl nur halb so groß war." Dampfstraßenbahn, über die wir kürzlich berichteten, Es ist verfehlt, die eine oder andere Organisation, die Fach- Und das troß des Schneefalles, der so vielen bislang Un wird uns von dem Berliner Dampfstraßenkonsortium" ge genossenschaften oder die obligatorischen Jnnungen zu verwerfen. beschäftigten Arbeitsgelegenheit gegeben hat? Wie kam das nur? fchrieben, daß der Betrieb nach dem Schneefall dadurch Gs fommt alles darauf an, wie es ausgeführt wird. Es wird O, die Erklärung ist sehr einfach und sie wird auch vom empfindliche Störungen erlitten hat, daß besonders auf der ein Aufgabe des deutschen Handwerks sein, die Kräfte heranzubilden, Berliner Tageblatt" mit aller wünschenswerthen Deutlichkeit gleisigen Strecke zwischen Schöneberg und Steglit faft der ganze welche das erforderliche Zeug dazu haben, verständnißvoll die gegeben. Wagenverkehr sich auf dem unfererseits vom Schnee befreiten Organisation zu entwickeln und zu behandeln, die der Gesetzgeber Die humane Maßregel", so nennt das Blatt die bekannte Gleise bewegte und hierdurch die von unserem Personal gevorschreibt. Wenn Der Vorredner auf die Arbeiter Ankündigung des Magistrats, welche den" Fremden" die Arbeits- reinigten Rillen stets wieder mit Schmuz ausgefüllt wurden. tammern und ihre früheren Ablehnungen verwiesen hat, so gelegenheit verwehrt, hatte anfangs nach außen hin gewirkt und Unter diesen Umständen ließen sich trot größter Anstrengung der habe ich darauf zu erwidern: Es ist nicht Sache der den Zuzug Arbeitssuchender gehindert. Maschinen erhebliche Verspätungen nicht vermeiden, und um Regierung, sozialdemokratische Organisationen Da tam mit einem Male der Schneefall. unter solchen Verhältnissen die sonst mit einem Pferde bespannten zu fördern, und darauf ging der sozialdemo= Der Ruf der Berliner Straßenreinigungs- Direktion," fo Pferdebahnwagen überhaupt fortbewegen zu können, war eine Vera fratische Antrag hinaus. Der Vorredner ließ feinen meint das Tageblatt" weiter, muß wohl in den weitesten Kreisen doppelung der Bespannung erforderlich, zu welchem Zweck, da der Zweifel darüber, daß die Sozialdemokraten nicht mitmachen einen guten Slang haben, denn überall verbreitete sich die Kunde: Pferdebestand für einen solchen vorübergehenden AusnahmeToollen, weil fie hoffen, daß das Handwerk ihnen Jetzt wird in Berlin gefegt", und schaarenweise strömten zustand nicht vermehrt werden kann, die bereits im Fahrplan für schon anheimgefallen fei oder anheimfallen werde. Das die Leute nach der Hauptstadt, wo ihnen Arbeit und Lohn zu derartige Fälle vorgesehene Beschränkung der Fahrten eintreten wird den Handwerkern die Augen darüber öffnen, mo für winken schien. Natürlich sahen sie sich in ihren Hoffnungen mußte. Der Krankenstand der Pferde, welcher im übrigen nicht fie Segen und Heil zu erwarten ist. Bei den Sozialdemokraten betrogen; denn tausende einheimischer Arbeiter hatten bereits außergewöhnlich hoch war, hatte hiermit gar nichts zu thun und nicht!( Zustimmung rechts) auf den ersten Schneefall gewartet, und der Magiftrat hielt ftritt ist die bezügliche Bemerkung völlig aus der Luft gegriffen. Jm Gegenüber einigen Mißverständnissen des Herrn Jacobs an seinem Beschluß feft, in erster Linie die hier anfäffigen arbeits- übrigen erklärt das Konsortium, daß es beim Einlaufen ähnlicher tötter will ich bemerken, daß ich mit meinen preußischen Kollegen lofen Leute zu beschäftigen. Die Zahl derfelben war aber Nachrichten aur Auskunftsertheilung bereit ist. " " " Uns wundert hierbei nur, daß beim letzten Schneefall gerade| Haufes in der Mittelstraße. In der Stalizerstraße wurde und daß er dem Beamten das namentlich hervorhob, daß über dem Dampfstraßen- Konsortium des Himmels Mißgeschick so Nachmittags ein Knabe durch einen Rohlenwagen überfahren Biederbuch" nicht angeboten habe, dieses vielmehr direkt arg gewaltet hat. und an beiden Beinen erheblich verlegt. Abends versuchte eine gefordert worden sei. Der Schuhmann Wenzel erstattete Bericht Frau in ihrer Wohnung in der Kleinbeerenstraße sich zu ver- und Kriminalkommissarius Schone ließ sowohl in den Gegiften. Sie wurde schwer erkrankt nach der Charitee gebracht. schäftsräumen als auch in den Privatwohnungen der Angeklagten In der Nacht zum 15. d. M. wurde ein Mann in der mehrere Durchsuchungen vornehmen, deren Folge die Verhaftung Reinickendorferstraße von vier Personen überfallen und durch der Angeklagten war. Die Kriminalpolizei fand bei der DurchSchläge auf den Kopf und Fußtritte schwer verletzt. Zwei der fuchung nicht nur 2300 der erwähnten rothen Bettel vor, sondern Angreifer find festgenommen.-Im Laufe des Tages fanden auch viele in Deutschland, der frommen Kinderstube, verbotene vier Brände statt. Schriften, so namentlich ca. 500 Exemplare der Broschüre Rettet die Kinder", 375 Exemplare der Bibel in der Westens taiche", im Teistler'schen Schlafzimmer 19 Exemplare des allbekannten„ Antisyllabus", im Kleiderschrank 10 Exemplare des Eine Ermäßigung des Tarifs der Pferdebahn- Linie Tegel Weddingplay Charlottenstraße-- Unter den Linden tritt mit dem heutigen Tage in Kraft; die ganze Tour kostet 35 Pf., die TheilStrecken Tegel- Oranienburger Thor, Schwarze Brücke- Unter den Linden dagegen nur 30 Pf. Tegel- Weddingplatz ist auf 25 Pf. festgesetzt. Die Absteckungsarbeiten für die elektrische Hochbahn haben bei der Warschauerbrücke am Dienstag begonnen, obgleich die behördliche Genehmigung noch aussteht. Martscheine nachweist. = Theater. " " In den Räumen der Deutschen Bank ist ein dreister Im Schiller Theater wurde am Montag die erste wirk- Liederbuches für das arbeitende Volt", im Schreibtisch von Schwindel verübt worden, dem ein Hausdiener zum Opfer ge- fiche Novität aufgeführt. Es war das Werk eines jungen öfter- Otto Harnisch 239 Exemplare des„ Neuen Deutschen Reichsfallen ist. Derfelbe hatte von seinem Prinzipal, einem Tuch- reichischen Dichters, G. J. David, ein Schauspiel aus der Glaubensbekenntnisses", in einem Kleiderschrank 190 Gremplare händler, 200 Mark zur Einlösung eines Wechsels erhalten. Von Beit des oberösterreichischen Bauernaufstandes. Sagar's des prächtigen Gedichts von Freiligrath" Wie man's macht", 18 Exemplare des Wohlstandes für Ale" von Fürst Krapotkin, dem Schalterbeamten an der Einlösungsstelle der Deutschen Bant Sohn" hieß es. Wer geglaubt haben mochte, ein Stück Welt- 120 Gremplare der Broschüre Heiteres aus Trier" u. f. w. wurde er angewieſen, auf den Aufruf seines Namens zu warten. geschichte in der Auffassung moderner fozialer Ertenntniß an 10 remplare te perben, wolffen wir nicht. Auch bie Gediese Bücher alle sind, wissen Nach einiger Zeit trat ein Mann an ion heran und fragte, ob sich vorüberziehen zu sehen, sah sich in dem Werk gründlich schäftsbücher und Korrespondenzen wurden mit Beschlag belegt. Aus er einen Wechsel einzulösen habe. Auf die bejahende Antwort getäuscht. unter religiöser Verschleierung deutlich forderte der Fremde den Hausdiener auf, ihm zu folgen, und sichtbare soziale Bewegung der damaligen wildbewegten ersteren geht hervor, daß die Firma F. Harnisch u. Ko. einen weitverzweigten Versandt von Schriften aller Art nach aller Herren dieser that es arglos, da er seinen Führer, der weder Ueber- Beit 80g schemenhaft in einem Bilde vorüber, dem Ländern, sogar bis nach Amerita unterhielt. Unter den Korre zieher noch Kopfbedeckung trug, für einen Beamten der Bank nothdürftig nichts als ein recht schablonenhafter Bug. spendenzen befand sich auch ein Schreiben von Johann Most aus hielt. Im Flur der ersten Etage forderte der Mann dem Haus Religionskampf beigemischt war, das im übrigen aber sich New- York, welcher den Angeklagten Teistler mit Werther biener die 200 Mart ab, trat in ein Zimmer und fam nach als ein wenig motivirtes Stück Familiengeschichte darstellte. Genoffe" anredet und den Brief„ mit brüderlichem Gruß" schließt. wenigen Minuten mit einem Blättchen Papier zurück, das eine Matthäus Siverruither wehrte sich mit einem Häuflein gleich- Der Angeklagte Teistler erklärte, daß Most ihn wohl noch von Quittung über den abgelieferten Betrag enthielt. Der vermeint- gefinnter Nachbarn und Knechte tapfer gegen die Uebermacht der liche Bankbeamte sagte, der Wechsel sei noch nicht eingegangen, mit Feuer und Schwert das Land verwüstenden Bayern. Er feiner Thätigkeit beim" Sozialist" fennen mag, daß er aber teinerlei Parteirichtung angehöre, insbesondere nicht der er fönne erst niittags gegen Vorzeigung der provisorischen gilt als Vater der kleinen Gemeinde, welche noch der reinen sozialdemokratischen oder anarchistischen. Die beiden an Quittung eingelöst werden. Damit gab sich der Hausdiener zu Lehre anhängt, und er wird von seinen Glaubensbrüdern getlagten Frauen, welche bei der buchhändlerischen Erpefrieden. Sein Brinzipal vermuthete sofort, daß die provisorische verehrt, wie es dem Batriarchen zukommt. Aber schwere bition mitgewirkt haben, bestritten, den Inhalt der Schriften Quittung" gefälscht sei, und diese Annahme wurde denn auch Sünde laftet auf ihm. Sein Weib war in der Blüthe von von der Bank bestätigt. Der Schwindler ist etwa 35 Jahre alt mehreren Reitern geschändet worden und lag seitdem Jahrzehnte gekannt, oder gewußt zu haben, daß sie verboten seien. Im übrigen bestritten sämmtliche Angeklagte, daß sie mit Kenntniß lang auf elendem Krankenlager darnieder. Aus dem Umgang verbotene Schriften vertrieben hätten. und hat einen kleinen dunklen Schnurrbart. Die bei den HausBis zu 3000 M. Belohnung sichert die Reichs- Schulden- mit einer Magd war dem Bauern aber ein Knabe entsproffen, fuchungen aufgefundenen Schriften feien als Makulatur behandelt z verwaltung demjenigen zu, der ihr einen Verfertiger oder wiffent dessen trotziges Wesen im Kampf gegen alle Welt bis zur Un- fuchungen aufgefundenen Schriften feien als Makulatur behandelt und gerade deshalb in die Privatwohnungen geschafft worden, bändigkeit gesteigert worden war. Mutter und Kind hat der lichen Verbreiter der jetzt vielfach in Umlauf befindlichen Fünfzig Großbauer bislang verleugnet und erst nachdem sein Weib und damit sie nicht verbreitet würden. Zum Beweise des Gegentheils berief sich Staatsanwalt Strähler auf das Zeugniß des auch die Magd gestorben, will er auf ein Himmelszeichen vertrauen und den Jüngling als Führer seiner Knechte in den Glaubens- Druckereipersonals, während Rechtsanwalt Berg zu gunsten der fampf schicken. Kehrt er zurüd, so soll ihm Haus und Hof als Angeklagten zahlreiche Entlastungsmomente vorführt. Um über den väterliches Erbtheil zu eigen sein. Aber in dem Chriftian strafbaren Inhalt der fraglichen Schriften unterrichtet zu sein, Schuldenhalber ist der Porzellanhändler Wasserlein aus Mittermeyer ist seit je ein mächtiger Haß gegen den Bauern blieb dem Gerichtshof nichts übrig, als zu einer Verlesung berSchuldenhalber ist der Porzellanhändler Wasserlein aus lebendig gewesen und sein Gefühl sagt ihm, daß dieser ihn nur lebendig gewefen und fein Gefühl sagt ihm, daß dieser ihn nur selben an schreiten. Die Verhandlung wird an dem nächsten der Alexanderstraße nach London durchgebrannt. Seine Flucht in den Krieg geschickt habe, um seiner ledig zu sein. Er verräth Sigungstage der Strafkammer fortgesezt werden. entbehrt eines komischen Beigeschmackes nicht. Als er bereits in in der Schlacht die evangelische Sache, weil er nichts, selbst nicht einer Abtheilung des Zuges saß, der ihn aus dem Bereiche seiner den Glauben mit dem gehaßten Siverruither gemein haben will Gläubiger nach Vlissingen entführen sollte, stieg zu ihm aus zu und kehrt auf Umwegen nach dem Bauernhof zurück, um sich an fall einer von denjenigen ein, denen er entgehen wollte. Der der Wuth des Vaters zu weiden. Diefer bekennt, nachdem er Gläubiger freute sich, daß sein Freund Wafferlein ihn nach im grimmigen Faustkampf mit dem Sohne unterlegen, der zum Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete der KaffenDer Verein der Einseher( Tischler) tagte am 6. Januar es dem Gläubiger auf, daß sich Wasserlein im Gasthofe als letzten Kampf versammelten Gemeinde seine und auch des Ver- bericht vom 4. Quartal 1894 und eine Uebersicht über die Einräthers Schuld. Ein voreiliger Knecht vollzieht das gesprochene nahmen und Ausgaben des Jahres. Der Bericht schließt ab Müller eingetragen hatte. Jett merkte er, daß die Angaben Todesurtheil, und aus dem vom Bauer angezündeten Hof zieht mit einem Bestand von 211,22 M. Hierauf wurde die Wahl Wasserleins, er habe in London größere Einkäufe an besorgen, die verzweifelte Schaar in die letzte Schlacht, aus der keiner heim- zur Arbeitsvermittelungs- Kommission erledigt, in welche die Mitauf eine Täuschung hinauslaufen sollten: es war nun aber tehren wird. glieder Rose, Pfarr, A. Meier, Schöne, Mehl, Reiche und Menthe jit spät. Eine Geschichte also, die sich zur Noth bei der Gustav belegirt wurden. Die Lichtarbeit gab wieder zu einer erregten Der Wild West scheint der Truppe des Texas Jack im Adolf- Feier als Verlegenheitsstück hätte aufführen laffen. Die Debatte Anlaß und wurde sodann beschlossen, die Mitglieder Zirkus Schumann noch haarig in den Knochen zu stecken. Ihrem vom Dichter wenig bestimmt gezeichneten Charaktere wurden von Krone I und II wegen Nichtachtung der Vereinsbeschlüsse ausChef ist am Sonntag Nachmittag ein neues Unglück zugestoßen, der Künstlerschaar des Schiller- Theaters so lebenswahr wie mög- zuschließen. das ernstere Folgen zu haben scheint, als der Nasenbeinbruch, lich dargestellt. Die Herren Bategg( Siverruither), Paul Pauly Der allgemeine deutsche Tapezirer- Verein hielt am der sich neulich unter dem Beifall des Publikums ereignete. Einer( Chriftian), Max Walden, der eine fromme Heuchelseele dars der Indianer feuerte am Sonntag Nachmittag bei der großen zustellen hatte, und Funk, welcher den treuen Knecht Markus 8. Januar eine Versammlung ab, in der Genoffe F. Hansen Schluß Pantomime seinen mit einer Playpatrone geladenen Re- verkörperte, spielten mit trefflichem Gelingen. Allzu nüchtern über das Thema:" Recht und Moral" referirte. Unter Bervolver in so unmittelbarer Nähe des Texas Jack ab, daß ihm war Herr Felix als Emiffär der evangelischen Sache. Von den schiedenem" gab die Lokalfrage zu einer längeren Debatte Anlaß. durch das Feuer und den Papierpfropfen das rechte Auge verlegt Damen waren Fräulein Detschy als Mutter des Chriftian, Meta Bum Schluß wendete sich Kollege Hedmann gegen das von wurde. Heftig blutend mußte der Verwundete aus der Manege Jlling als die Magd, auf die der wilde Christian ein Auge ge- einigen Kollegen herausgegebene Flugblatt, in dem die Zentralin seine Garderobe geschafft werden, wo ihm sofort ein Noth- worfen, und Agnes Werner als Freundin des Heuchlers Josua organisation den ungerechtfertigsten Angriffen ausgesetzt wird. verband angelegt wurde. Sein Befinden hat sich derart ver- vollauf am Play. schlimmert, daß er in der Klinik des Professor Dr. Schöler in der Karlstraße einer Operation unterzogen werden mußte. Der Fernsprechbetrieb zwischen Berlin und Herford ift eröffnet worden. Die Gebühr für ein Gespräch bis zu drei Minuten beträgt 1 M. Die Unterschlagungen des Kämmerers Lehmann aus Eberswalde, welcher im Sommer vorigen Jahres in einem hiesigen Hotel einen Selbstmord- Versuch unternahm, belaufen sich nach dem jetzt vom Magiftrat gefaßten Defektenbeschluß auf insgesammt 55 459,40 M. Gedeckt find durch die Kaution des Lehmann und die bei ihm aufgefundene Summe etwa 10 000 m. Gerichts- Beitung. 131 Dersammlungen. " Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer beschäftigte sich in seiner Sizung am 10. Januar mit der Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten. Der Kassenbericht, der vom Kollegen Regler gegeben wird, weist einen Bestand von 73,93 M. auf. Im Auftrage des Ausschusses giebt sodann Kollege Huth einen Ueberblick über die Geschäfte desselben und werden hierauf die Mitglieder Bielicke, Arnhold und Wegner zu Vertretern dieser Körperschaft gewählt. Von einem Vortrag mußte abgesehen werden, da der Referent nicht erschienen war. Das Urtheil über die Ober- Feuerwerker. Das kriegsgerichtliche Urtheil über die in Untersuchungshaft genommenen preußischen Ober- Feuerwerkerschüler ist gesprochen, und, wie der " Reichs- Anzeiger" mittheilt, bestätigt. Sämmtliche Inhaftirte sind bestraft worden. Die Kistenmacher nahmen am 14. d. M. in öffentlicher Die große Mehrzahl Ein Fund von Kleidungsstücken, der in der Nacht zum erhielt wegen UnVersammlung den Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes 13. d. M. gemacht worden ist, läßt auf den Selbstmord einer gehorsams je sechs Wochen und einen Tag Gefängniß, welche schernig für das 4. Quartal 1894 entgegen. Die der BerDame schließen. Bei dem Zenner'schen Wirthshause in Treptow Strafe durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet fammlung vorgelegte Abrechnung wies eine Ginnahme von lagen an einem Gebüsche am Ufer der Spree ein blauer Damen- wurde. 54,50 M., eine Ausgabe von 65,71 M., einen baaren Generalhut mit weißem Schleier, mit modefarbenem Sammetbande und 31 andere wurden wegen Ungehorsams, Achtungsverlegung, einem schwarzen Bogel besetzt und mit der Firma R. Wiele, gemeinsamer Achtungsverletzung und Drohung, je nach der bestand von 74,91 W. und einen Markenbestand von 1070 Stück Friedrichstraße 28, versehen. Daneben lag eine schwarze Pelz- Schwere der den einzelnen zur Last fallenden Bergehen, mit auf. Aus stehen 1377 Stück Marken. Die Richtigkeit der Abmuffe und ein schwarzer Glaceehandschuh. Die Leiche der Dame Gefängniß von sechs Wochen und zwei Tagen bis zu neun rechnung wurde von den Revisoren bestätigt und der Vertrauenswelche Angaben machen können, können sich bei dem Amtsvor suchungshaft bestraft. Gleichzeitig wurden von dieser Kategorie organisation" und spendeten demselben reichen Beifall. Des ist noch nicht entdeckt worden. Personen, die zur Sache irgend Monaten unter entsprechender Anrechnung der erlittenen Unter- mann entlastet. Im Anschluß hieran hörten die Versammelten Steher in Treptow melden. zehn degradirt. weiteren erstattete Tschernig den Bericht der Gewerkschaftsmeinschaftlicher Achtungsverlegung mit fünf Jahren und einem ommiſſion, für welche die Versammlung 30 M. bewilligte; die Tag Gefängniß( wovon durch die erlittene Untersuchungshaft gleiche Summe wurde den streikenden Musikinstrumenten- Arbeitern 75 Tage als verbüßt zu erachten) und Degradation, und ein überwiesen. anderer Unteroffizier wegen Ungehorsams, Achtungsverlegung, Der Arbeiter- Bildungsverein 3n Schöneberg hielt am gemeinsamer Achtungsverlegung und Aufwiegelung mit fünf 7. d. M. eine gut besuchte Generalversammlung ab. Im ersten Jahren und fünf Monaten Gefängniß und Degradation bestraft Punkt der Tagesordnung erstattete der Vorsitzende Meiling Auf grauenvoller Weise hat am Dienstag im Unterfuchungsgefängniß ein Gefangener feinem Leben ein Ende gemacht. Am Sonnabend wurde der Schuhmacher Schulz vor dem Schwur gericht am Landgericht I wegen Meineides, strafbaren Gigennuges 2c. zu einer Gesammtstrafe von 2 Jahren 1 Monat Bucht haus verurtheilt. Als der Verurtheilte, dessen Zelle sich in der dritten Etage des Gefängnisses befindet, gestern früh zum üblichen Spaziergang ins Freie geführt werden sollte, schwang er sich von der an den Zellenthüren entlang führenden Galerie über das Geländer und stürzte sich auf die Steinfliesen der Rotunde hinab, auf denen er mit zerschmetterten Gliedmaßen todt liegen blieb. Endlich ist ein Unteroffizier wegen Aufwiegelung und geworden. Otto Lackirer von eingehenden Jahresbericht über die Thätigkeit des Vereins. Eine Ju einer umfangreichen Anklagefache wegen Ver. vom Vorstand aufgenommene Statistit über die Mitglieder des breitung verbotener Druckschriften begannen gestern die Ver- Vereins betreffs ihrer Zugehörigkeit zur Gewerkschaft ergab handlungen vor der 9. Straffammer des Landgerichts I. Die folgendes Resultat: Von 67 Maurern sind 26 gewerkschaftlich Anklage richtete sich gegen den Buchhändler Hermann Teistler, organifirt, von 27 Bimmerern 20, von 34 Metallarbeitern 22, von 27 Holzarbeitern 16, von 5 Stucateuren 2, von 9 Schuhdeffen Ehefrau geb. Harnisch, den Buchdrucker Fritz Harnisch, machern 1, von 7 Buchdruckern 6, von 3 Lichtdruckern 1, Mit zerschnittenem rechten Unterarm ift Montag Abend den Buchdrucker Otto Harnisch und dessen Ehefrau geborene 28 ungelernten Arbeitern 7, von 9 Restaurateuren 5, von der 32 Jahre alte Schloffer Wilhelm Fritsch aus der Pantstraße Pempel. Teistler ist Herausgeber und Redakteur der Licht: 8 Barbierern 1, von 7 Bigarrenmachern 1, von 4 Hausdienern 3, Nr. 32b in ein hiesiges Krankenhaus eingeliefert worden. Er ftrahlen" und gleichzeitig Inhaber der Verlagsbuchhandlung und hatte einen Schlosser Engler in derselben Straße besucht und des Magazins für Boltsliteratur F. Harnisch u. Co., früher Don 2 Xylographen 1, von 2 Rutschern 1; ferner sind ein ein Steinfeger, fiel, als er den Heimweg antreten wollte, so unglücklich die Treppe Hortstraße 48, jett Schöneberg, Barbarossastraße 6. und zwei Brauer organisirt. hinunter, daß er mit dem Arm in die Scheibe der Flurthür barnisch war früher Eigenthümer der Buchbruckerei von Hugo 3 Zapezirer, 2 Töpfer, 1 Spediteur, 1 Schriftsteller, 1 MilchDer gewerkschaftlichen Organisation gehören nicht an: 4 Schneider, gerieth und erhebliche Verlegungen davontrug. Ginzel, els deren Eigenthümerin zur Zeit die Angeklagte Anna Harnisch eingetragen ist. Diese Druckerei druckte die von der pächter, 1 Instrumentenarbeiter, 1 Sattler, 1 Gürtler, 1 Salvano Buchhandlung Harnisch u. Komp. vertriebenen Werke; der Un- plastiker, 1 Seiler. Hierauf erledigte der Kassirer seine Rassengeklagte Fritz Harnisch war in der Druckerei als Stereotypeur gefchäfte. Die Einnahmen betrugen im 4. Quartal 1894 188,78 m., beschäftigt. Die Angeklagten standen bei der politischen Polizei Ausgabe 64,30 M., mithin blieb ein Bestand von 124,48 wt. im Verdacht, dem Maffenvertrieb verbotener Schriften obzuliegen. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Rassirer einstimmig EntAm 31. Oftober v. J. erhielt der Kriminal- Schußmann Wenzel laftung ertheilt und einem Antrag, welcher besagt, dem Bertrauensmann 100 M. zu überweisen, zugestimmt. Im zweiten den Auftrag, fich nach dem Geschäft des Angeklagten Teistler zu Bunkt der Tagesordnung wurde die Neuwahl des gesammten begeben, um die Auflage der Lichtstrahlen" zu erforschen. Er Borstandes vollzogen. Es wurden gewählt: Meiling als 1., begab sich in Zivitleidung dorthin, traf das Teistler'sche Ehe Reinte als 2. Vorsitzender; Raue als 1., Günther als paar dort an und verhandelte mit ihm über verschiedene als 2 Schriften. Der Beamte spricht denselben fächsischen Dialett wie 2. Raffirer und Schlegel als Schriftführer. Bum Bibliothekar Schriften. Der Beamte spricht denselben sächsischen Dialekt wie wurde Holzhütter wiedergewählt. Hierauf bestimmte man Teistler und dieser muß ihn wohl für einen Gesinnungsgenoffen als Thema zur nächsten Bersammlung: Was lehrt uns der 1 gehalten haben, denn er plauderte demselben manches aus, was Boykott?" er einem Beamten gegenüber wohl für sich behalten hätte. So Witterungsübersicht vom 15. Januar 1895. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde 749 744 SW MSM SSW W Windstärke 12244TB( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( nach Celsius ' or' Do 228LIA E woltig Hamburg bedeckt Berlin 747 bedeckt Wiesbaden. 746 0. bedeckt München 747 bedeckt Wien 751 bedeckt Haparanda 766 Betersburg 764 bedeckt wolkenlos -11 -11 Cork. 733 Aberdin. Paris 60 NNW GO Regen bedeckt 3 bedeckt 741 742 4 fragte er ihn namentlich, ob er vielleicht das verbotene Lieder- Die Charlottenburger Parteigenoffen fällten ihr Verdikt buch für das arbeitende Bolk" haben wolle und als der Beamte über die Um sturz vorlage in der Versammlung vom Sonntag erklärte, daß er dasselbe schon besigen glaube, Nachmittag, welche sich eines außerordentlich guten Besuchs zu 2 Wetter- Proqnose für, Mittwoch, 16. Januar 1895. Mildes, theils heiteres theils wolfiges. Wetter mit schwachen südlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. 6 schickte Teiftler seine Frau in die an das Romtoir erfreuen hatte. Der Reichstags- Abgeordnete 3u beil frizzirte grenzende Privatwohnung und ließ von dort ein Exemplar des in seinem Referat die Stellung der Parteien zu diesem Produkt Liederbuches zur Ansicht vorlegen. Auf Die weitere modernster Staatsweisheit und folgerte aus den gewundenen ErFrage, ob man sonst woh bei ihm verbotene Schriften haben flärungen der Sprecher der maßgebenden Fraktionen, daß eine fönne, antwortete der Angeklagte, daß er sehr vorsichtig sein Verschärfung des Strafrechtes, wenn auch nicht in dem Umfange müsse, da ihm die Polizei auf dem Nacken fige, überreichte aber wie die Regierung und die in daffelbe Horn blasenden Gruppen dem Beamten einen rothen Bettel, auf welchem ein Verzeichniß der Rechten sie für unerläßlich halten, eintreten würde. Auf den von verbotenen Schriften abgedruckt ftand, zu deren Lieferung Bestand der Partei und ihre Fortentwickelung bliebe das natürlich an eine geeignete Decadresse er sich bereit erklärte. So ftellte ohne Einflußwürden wir genöthigt, die Propaganda für wenigstens der Beamte gestern die Vorgänge bar, während der unsere Ziele vor der Deffentlichkeit einzuschränken, so treten wir Angeklagte Leistler ihm vielen Stücken widersprachbesto energischer für die Verbreitung unserer Ideen auf andere Polizeibericht. Am 14. d. M. vormittags wurden zwei Leichen neugeborener Kinder aufgefunden, und zwar eine auf dem Felde bei der Dunderstraße und die andere auf dem Flur eines in Weise ein: Tas Fazit bleibt daffelbe, und der Sozialismus in Scholz in einem intereffanten Vortrag über„ Die Kinder des jedem Falle Sieger! Die Versammlung begleitete diese Aus- Voltes". Die Vortragende kritisirte besonders eingehend die führungen mit lautem Beifall und nahm ohne Diskussion die Ausbeutung der Kinderarbeit und wies darauf hin, daß trotz des Berliner Resolution an. Durch den Vorsitzenden Wernicke Verbots der Kinderarbeit in der Gewerbeordnung, dennoch viel wurde das Ersuchen an die Anwesenden gerichtet, für die Wahl fach diese gesetzliche Bestimmung umgangen wird, wie dies in des Genossen Görke im 2. Bezirk am 28. Januar den Berichten der Fabrikinspektoren selbst zugegeben wird. An eifrig thätig zu sein. der Diskussion betheiligten sich Frau Mesch und Schädlich Charlottenburg. Die hiesige Filiale der Vereinigung der im Sinne des Referats. Maler und Berufsgenossen hielt am 10. Januar ihre Generalversammlung ab. Flemming gab den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes im verflossenen Jahre. Hierauf wurde Briefkaften der Redaktion. die Wahl des Vorstandes vollzogen; sie ergab folgendes mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Babl) Resultat: 1. Vorsitzender Najort, 2. Vorsitzender Schönanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. born, Kassirer Busse, Hilfskassirer Drömert, Schrift- E. P. Sie müssen den Rechtsanwalt bezahlen. Die Frau führer Flemming. Zu Revisoren wurden Göbel und ist nicht verpflichtet, sich das Geld von Ihnen zu holen. Am Hermann, zum Bibliothekar Brauer und zu dessen Stell- besten ist es, Sie begleichen die Forderung vor dem Termin. vertreter Meier und Schmidt gewählt. Unter Ver W. B. 150. Kommen Sie in unsere Sprechstunde, um den schiedenem" wurde auf eine in nächster Zeit stattfindende öffent- Sachverhalt genau flarzustellen. liche Versammlung mit Frauen hingewiesen und zu fleißiger J. W. 999. Die Frage läßt sich ohne Vorlegung des Agitation für dieselbe aufgefordert. Der Arbeitsnachweis für Vertrages nicht beantworten. Charlottenburg und Umgegend befindet sich im Lokale des Herrn Krause, Bismarckstr. 74, und ist geöffnet von 6-8 Uhr Abends. Wilmersdorf. In einer Wanderversammlung des Frauenund Mädchen Bildungsvereins sprach am 11. Januar Frau Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 16. Januar. Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Festliche Veranstaltung. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Das zweite Gesicht. Lessing- Theater. Nach dem Manöver. Ein goldenes Herz. Neues Theater. Die geschiedene Frau. Wiener in Paris. Rehdenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus. Schiller- Theater. von Homburg. Prinz Friedrich Theater Unter den Linden. Der Probetuß. nächsten Woche fertig. Auf Verlangen erhalten Sie dasselbe gratis und franko. Freie Volksbühne. Das Textbuch von Rein Hüsung" toftet 2, M. = 1,55. Für die ausgesperrten Braner gingen ferner ein: Adlershof P. P. 1,85. Von Simonsohn Heidestraße 3,-. Ludwig Loewe u. Co. 1,20. Erinnerung an Vatern Bigarrenfabrikant P. Schulze und Arbeiter Friedrichsfelderftraße 21 12,65. Ungenannt 1,-. Geselliger Verein Freundschaft durch Lemser 6,-. Bierdividende der U. Druckerei 6,60. Agitationskommission der Vergolder Berlins, 9. Rate, 100,-. Ges. 20. 12. 94 durch Monteure d. Allg. Elektrizitätswerke 3, Matinee des Gesangvereins Schneeglöckchen I, Rixdorf, 20,-. Gesammelt Restaurant Schillingsbrücke 1,75. Durch Max Wenzel, Buttmannstr. 15, 8,-. Von den Möbelpolirern und 1 Tischler der Equiß'schen Möbelfabrik, Frankfurterstr. 125, 18. Rate 4,-. Ueberschuß v. ringfr. Bier, Spandauerstr.30, II. S. 25. u.26.Woche 7,60. Von der Weihnachtsbescheerung des Gesangvereins Vineta", Amerit. Auktion 4,85. Von den Genossen aus Freiburg i. B. durch Kräuter 10,-. Arbeiter der Metallwaaren- Fabrik, ElisabethUfer, 15. Rate 7,10. Bierprozente, Markgrafenstr. 88, 3,-. Wild- Amerika, Rixdorf 3,20. Summa 206,35 M. Bereits quittirt 1972,64; in Summa Briefkaffen der Expedition. W. Sch. in Sch. Eine neue Auflage unseres Verzeichnisses befindet sich im Druck und wird voraussichtlich in der 2178,99 M. Adolph Ernst- Theater Auftreten der Grotesktänzerin Miss Rose Batchelor vom Prince of Wales- Theater in London. 3um 19. Male: Ein fideles Corps. Große Gesangspoffe mit Tanz. Nach dem englischen ,, A Gaiety Girl" von Jonas Sidney, frei bearbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme und die Strangfpenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Verwandten und Bekannten und dem Verein der Zimmerer Berlins u. Umg. meinen herzlichsten Dank. 21816 Die trauernde Wittwe Auguste Schmidt, geb. Reuſe. Danksagung. Allen denen, welche meine liebe Frau Pauline, geb. Böhm, die letzte Ehre Morgen: Dieselbe Vorstellung. bei der Beerdigung erwiesen haben, sage Infolge des großen An- hiermit meinen aufrichtigsten Dank. drangs bleibt die Kaffe von VorDer trauernde Gatte mittags 10 Uhr ununterbrochen C. Keßner, geöffnet. Y sowie ihre Geschwister C. Böhm, R. Böhm, A. Lanbe, Bertha Rechenberg, geb. Böhm. Kaufmann's Sargmagazin Variété. Das Sensationellste der Saison! Bellealliance- Theater. Ontel Bräfig. Mauce!!! Central- Theater. O! diese Berliner. Adolph Ernst- Theater. Ein fideles Korps. B Alexanderplat- Theater. Das Privatlogis. Die Direktrice. National Theater. So sind sie Alle. Reichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Maucke!!! der Kolossal- Mensch als Pauline vom Ballet E ist wohl die urdrolligste Nummero, welche je in einem Spezialitäten- Theater engagirt war. Ferner: u. BeerSozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 16. Januar, ab. 8½ Uhr, im Lokale der„ Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Zages Ordnung: 276/13 1. Die Erörterung der Trusts und Kartelle auf dem Frankfurter Parteitag. Referent J. Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Thema wird ausführlich behandelt, die Diskussion eventuell in einer nächsten Versammlung fortgefeßt. Mitglieder, die ihr Wahlvereinsbuch vorzeigen, erhalten eine Broschüre. Ferner werden die Mitglieder auf§ 5 Absah b. des Statuts aufmerksam gemacht. Frauen haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. F Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Genossen: Wendt, Claudiusstr. 19. Tripke, Jägerstr. 10. Sommer, Grünftr. 21. Gärtner, Molfenstr. 12. digungstomtoir, Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Schuhmacher, Swinemünderstr. 140. Circus Renz Mittwoch, den 16. Jan., abends 8 Uhr, in ,, Deigmüller's Carlstrasse. Mittwoch, den 16. Jannar, abends 7/2 Uhr:. Gala- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: 6 trak. Rapphengste, vorgef. v. Hrn. Rob. Renz. 278/17 Salon", Alte Jakobstr. 48a; General- Versammlung. Die Versammlung wird pünktlich 812 Uhr eröffnet. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Das Schulpferd Beautiful, ger. v. Frau für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Renz- Stark. Jeu de barre, fom. Reitpièce. Auftret. d. Herrn Gustav HütteDonnerstag, den 17. d. M., abends 8½ thr, mann( als Gast) mit seinem Schulpferde im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstraße Nr. 33: Cincinatus. Miß Agnes, Jongleuse zu Pferde. Frankoni, Saltomortales Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Das Riesen- Programm Reiter. Mr. Clark, Joey, Huftret. Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner Theaterstrasse. Mittwody, 16. Januar, abends 8 Uhr: mit 16 Glanznummern ohne Pause. Urania Prinz Friedrich von Homburg. Anstalt für volksthümliche Donnerstag, den 17. Januar, abends 8 Uhr: Hagar's Sohn. Naturkunde. Freitag, den 18. Januar, abends Am Landes- Ausstellungspark 8 Uhr: Hagar's Sohn. Sonnabend, den 19. Januar, abends Abends 8 Uhr: 8 Uhr: Hagar's Sohn. Sonntag, den 20. Januar: nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Krieg im Frieden. Dichter Abende im Bürgersaale des Rathhauses, Abends 7/2 Uhr: Bum 2. Male: Heinrich HeineAbend. Central- Theater Alte Jakobkraker. 30. Emil Thomas a. G. Josefine Dora. Anna Bäckers. 3um 135. Male: O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: O, diese Berliner! National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. So find fie Alle! Posse mit Gesang in 3 Akten( 5 Bildern) von W. Mannstädt u. A. Weller. Musik von W. Mannstädt. Regie: Max Samst. Jockey. des beliebten August Mr. Lavater Lee, sowie der excentrischen Clowns Gebr. Villand 2c. Zum Schluß: Tjo Ni En. ( Beim Jahreswechsel in Peking.) Neue Musikeinlagen. 280/10 General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht des Vorstandes und des Kassirers. 2. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 22 Uhr, V. Serie, 6. AbMorgen, Donnerstag, abends 71/2 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung. Auf viel theilung( Lessing- Theater): feitiges Verlangen: Auf, auf, zur fröhlichen Jagd! Original- Sport- Schaustück in drei Abtheilungen v. Direktor Fr. Renz. Herr Gustav Hüttemann ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaft-( als Gast). lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Ben enUnter den Linden 21. Jeden Sonntag Familienvorstilg. Fr. Renz, Rommissionsrath. Filz- und Seidenhüte Reelle mit Kontrollmarke in allen Façons Nachmittag und Farben. Mützen, PelzKravatten. waaren, Orientalische Ali- halb. Preisen. Waare zu soliden Preisen, empfiehlt F. A. Pelzer, zu Zauber und Bey's Wunder. Täglich Anfang 18 Uhr. Täglich Anfang 18 Uhr. Passage- Panopticum. Neu! I. Neu! Prof. Frdr. Schwinge's Wandernde Lichtbilder. II. Das Lied 1165b Achtung! Moabiter Genossen! SO. 10 Neander- Strasse 10. SO. Filz- und Seidenhüte Der Traum ein Leben. VI. Serie, 1. Abtheilung( National- Theater): Rein Hüfung( Keine Heimstätte). Volksschauspiel in 3 Aften( 4 Bildern). Mitwirkende: Baron v. Graffow: Julius Weels; Baronin: Julia Behse; Johann Schütt: Adolf Herrmann; Marie: Bertha Arco; Daniel Bastelmann: Max Samt; Frau Rosenhagen: Anna Rochow. Mitglieder zur 3., 4. oder 6. Abtheilung werden gegen einen Ausweis, der von dem Unterzeichneten ausgegeben wird, noch aufgenommen. Von Luxemburg sind Mt. 100 eingegangen, wofür bestens dankend quittirt Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 294/19 Handlungsgehilfen! Kollegen! mit Kontrollmarke, Belzwaaren, Gente Mittwoch, den 16. Januar cr., abends 8½ Uhr, in dem Müßen, Schirme. Carl Sarich, Wilsnackerstr. 52. 1687b Herm. Ramlow's ueuerbauten großen Festfale von Keller, Koppenstraße 29, an der Gr. Frankfurterstraße: Oeffentl. Versammlung Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. der Handlungsgehilfen n.-Gehilfinnen. Zimmer( 60-80 Person.) für Vereine u. Festlichkeiten. 135 Schöne 135. Freiefte Diskussion.- Jeber Kollege, jede Kollegin ist geladen. von der Glocke Hamann's Erholungsgarten in 15 lebenden Bildern mit transparentem Hintergrund. Musik von Romberg. Der Meister: Rob. Biberti vom Kgl. Opernhaus in Berlin. Nur noch kurze Beit! Raffenöffnung 6, Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Circus G. Schumann. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, 19. Januar: Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Castan's Panoptikum. Friedrich Karl- Ufer. Texas Jack's American Prairie Life- Show. Täglich, abends 7½ Uhr: 70. Bellermannstrasse 70 empfiehlt seinen Saal zu Versamm: lungen und Festlichkeiten auch Sonnabends und Sonntags gratis. 2174b Vogelleim 50 Pf., Fangneße für Tagesordnung: Der Fall Stadthagen im Hause Gebr. Tietz. Der Vertrauensmann der Berliner Handlungsgehilfen. Allgemeiner Verein der Töpfer u. Berufsgenossen Deutſchlands ( Filiale Berlin). Donnerstag, den 17. Januar, abends 51/2 Uhr, im Saale des Herrn Wernau, Rosenthalerstrasse No. 571 Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: fl. Vögel 1 u. 1,50 M., für gr. u. kl. 1. Wie sind die Kollegen dem Beschluß der letzten Bersammlung nachVögel 2-3 M., Schlagbauer 3,50 M., Kanarienedelroller 4, 5, 6 M., Gich gekommen? 2. Der Werth einer guten Statistit, und Ausgabe der vom hörnchen, Lachtauben, Brieftauben, Bentralvorstand eingeführten Statistikbücher. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird präzise eröffnet. Tümler, Waldvögel und andere Thiere liefert Redtmann, Berlin, Madaistraße 2, Schl. Bhf. Auch Ankauf aller Arten Thiere. 2180b Posamentier- Geschäft 246/13 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin- Moabit. Hom nie dageweien! Grosse Vorstellung. wegen Todesfalls sofort spottbillig zu Donnerstag, den 17. Januar, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Die Riesen des dunkein Erdtheils: Die Dinka, Armin- Hallen 40 Männer, Frauen u. Kinder. Kommandantenstraße Nr. 20 Das scheckige Mädchen Marietta. Fabrikat. Gesch. kl. Holz Metallbranche billig verkäufl. Jung. Fachm. tann sich Existenz gründen. Anfr. u. " Fabrik" Charlottenburg Hauptpoftlgd. Gurken, Bollen- und Kompot Engros- Handlung sofort für 1200 M. zu verkaufen. Ties, Berlin, PrinzenHermerschmidt, Perlebergerstr. 28: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Rassenbericht. Bericht der Verwaltung und Ergänzungswahlen zu derselben. 2. Stellungnahme zum Nürnberger Antrag( Beitragserhöhung) und Verschiedenes. 179/8 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Kolleginnen u. Kollegen 2182b ersucht von 20-600 Personen. Allee 62-63. Die Verwaltung. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Weihnachts- Ausstellung Säle und Vereinszimmer 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 13. snda mei Gerichts- Beitung. Mittwoch, den 16. Januar 1895. richtung von Arbeitsnachweisen in Händen der Arbeiter. 6. Er richtung von Betriebswerkstätten. Als Sitz der Kommission wurde Berlin bestimmt. Ueber die Jahreskonferenz der britischen Bergarbeiter Föderation, welche am 8. Januar in Birmingham zu sammengetreten ist, schreibt unser Londoner Korrespondent: eingeschriebene Mitglieder vertreten. Sie ist von einigen 50 Delegirten besucht, die rund 180 000 Aus dem Bericht des Präsidenten der Föderation, Pickard geht hervor, daß die Organisation, nachdem sie selbst den Riesennicht 12. Jahrg. straße 113 bet Rehmann. Gefangverein Arion III, Nixdorf, Herrmanns und Herrfurthstraßen- Ecke, bei Weiß. Freundestreue( gemisch. Chor), Gr. Frankfurterstr. 133 bet Gold. Einigtett 1( Hutmacher), Neue Friedrichstr, 44 bei Röllig. Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Freiheit 1, Bülowstraße 65 bei Richter. Steinnelte, PaseSüd- Ost, Faldensteinstr. 7 bet TrittelSchöning. bei Dorn. Arbeitergesangverein von Briz in Briz, Bürgerstr. 4 Geeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Rottbuser Harmonte, Forsterstr. 22 bei Zilgner.- Glüh fraße 17 bet Hoffmann. icht( gem. Chor) Perlebergerstraße 28 bei Sermerschmidt.- Matengruß 3, Charlottenburg, Pestalozzisir. 83 bei. Saffe.- Dämmerlicht, Zorndorfer munitation 16 bei Glaser. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= RomHeimathtlänge, Stepenic, Rosenfir. 101 ftraße 13 an 18 bet Biebich. blüthen, Stralauer Plat 10-11 bet Poppe. et se stoje, Reinidenborf, Reflbenzite. 101 bet Malcoin." Mann bei Troppens. Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtChorinerfir. 55 bei Hobect. mannstraße 17 bei Mohes. Gefangverein Freiheitstlänge II, Männer- Gesangverein Palme, Welten in der Männer Gesangverein Georginia, WienerMyrthe, 68 Männers Gefangverein iederlust, Admiralstraße 38 bet Zuzauer. Ganges= Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus en find richten an B. Gent, Adalbertstraße 95. Mittwoch: felliger Verein Brüderlichkeit Georgenkirchstraße Nr. 65 bet Spät. Humoristischer Rauchttub, Görligerstraße 42 bei Bicht. Ge= Verein Rhetorit, Naunynfir. 86 bei Bubeit Abends 8% Uhr. Geselliger Verein Hoffnung, Lebuserstraße Nr. 5 bei Nemis( alle vierzehn Schafstopftlub Spar- Agnes, Krautstr. 36 bet Infinger. age).- Theaterverein Proletariat, gaungnir, 88 bei 33 bet köhn. Berein Alpenrose, Brigerfaße 22 bei Graf. Geselliger Privattheater- Gesellschaft Romelia, Pücklerstr. 2 bet Müller. ( Außerdem alle 14 Tage SonnBergnügungsverein Amor 2, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Freundschaft, Bimmerftr. 89 Engel. tags.) Vom Nachtwächter- Prozeß. Der neue gerichtliche Termin, an welchem die richterliche Entscheidung über die walterfiraße 3 bet A. Neumann. Rechtlichkeit der von den entlassenen Nachtwächtern der Stadt wig.- 8iebeslust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret.- Freter Berlin an diese gestellten Ansprüche fallen soll, ist jetzt auf den Männerchor Nord West( früher Klempner) Moabit, Emdener: und 1. Februar d. Js. vor dem Landgericht angesetzt. Bekanntlich haben sämmtliche bis jetzt von der Entlassung bezw. Kündigung Siemensfiraßen- Ecke 14. Kupferschmiede. Weinstraße 11 bei Feind.Rothe Nette 1, Schöneberg, Golsftr. 48 bet laute. Appolonia, Rosenthalerftr. 57 bei Wernau. betroffenen Nachtwächter sich geweigert, den ihnen auf den zu Freiheitsgruß, Gremmenerstr. 1 bet Mathies. Schneeglöckchen 1, Rirdorf, Hermann- und Karlsgartenständigen Polizeirevieren vorgelegten Kündigungsschein zu unterftraßen- Ecke bei Hilpert.-Schneeglöckchen 2, Botsdam, Brandenburger schreiben, mit welcher Handlung sie sich jedes weiteren Rechtsstreit des Jahres anspruches einfach begeben hätten. Und auch die magistratliche schottischen Bergarhtaum überwunden, für den Streit der theil, bet Lerche. Kommunikation 16 bet Glaser. Maiengruß 3, Friedrichshagen, Nund Unverdrossen, Sindowerftr. 26 bei Sachs. Feld= Marnung, von dem Prozeß abzustehen, hat bei ihnen erst recht der anderthalb Millionen Mar! our rettiline habe 10 bet bonenfin, so bet mener.- Matglödden 9. ReidenbergerFelsenburg, Krautftr. 6 nichts gefruchtet, um so weniger, als ihr Vertreter ihnen nach Besteuerung aufgebracht hat. Das ist eine, meines Wiffens bis- Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Gcle bei Greinert durch freiwillige ftraße 16 Soffmann. Friedenau im Kurhaus, Ning- und Rheinstraßen- Gce. Borwärts" 7, drücklichst erklärt hat, im Rechtsstreit gegen die verklagte Stadt her von keiner Gewerkschaft übertroffene Leistung und verdient, nung 8, Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Soft' Berlin nach Lage der Sache einen Sieg erhoffen zu können. Die his glänzung Betref het Gethin Betannt gemaut Bretbeit stlänge 1, Staufchreibernt. 29,„ Bum eichenen Stabe" bet schwerwiegenden Rechtsgründe hatten deshalb auch wie schon zu werden. Leider hat selbst diese Unterstügung und was von furz gemeldet bereits im ersten am 31. Dezember v. s. anderen Arbeiterorganisationen und durch Sammlungen im Göbel. abgehaltenen Termin zur Folge, resp. des Polizeipräsidiums, Herr Rechtsanwalt Cassel, um Ver- wurde, nicht ausgereicht, diese vor einer Niederlage zu bewahren. daß der Be der Vertreter der Stadt großen Publikum noch zu gunsten der Streifenden aufgebracht schiebung des Verhandlungstermins ersuchen mußte, um dem vor- Bei der großen Zahl der vom Streit Betroffenen verhinderten gebrachten Material gegenüber sich besser informiren zu können. selbst diese Summen nicht, daß die Arbeiter, durch den Entgegen den Inspin Gutscheid als Beamte zur Disposition Arbeit zu den von den Grubenlords vorgeschriebenen Bedingungen der Wächter der Stadt Breslau, Hunger gezwungen, nach mehr als 15 Wochen Ausstand die welche durch richterlichen der Stadt erklärt wurden und so lange Wartegeld beziehen, bis wieder aufnehmen mußten. Berliner Wächter, welche feitens der Stadt nicht definitiv, verschuldet. Bu ihm kam während des Streits Uneinigkeit unter ſie wieder dienſtlich verwandt werden, klagen die dreihundert Allerdings hat nicht nur der Hunger allein die Niederlage sondern nur als sog. Hilfswächter, wenn auch durch eine Dienst den Führern. Die einen die Mehrheit-wollten, als sie zu zeit bis zu 14 und mehr Jahren angestellt gewesen, auf Fort- seben glaubten, daß ein vollständiger Sieg nicht zu erringen zahlung des Gehaltes resp. sofortige Pensionirung. Fällt nun, war, auf einen Kompromißvorschlag eingehen, andere predigten wie es in Breslau auch stattgefunden, der richterliche Entscheid mit Leidenschaft und unter heftigen Angriffen auf die Mehrheit zu gunsten der Wächter aus und die Stadt legt dagegen, wie zu den Kampf bis aufs äußerste. Ihre Ansicht drang in der Urerwarten steht, Berufung ein, so wollen die klagenden Nacht: abstimmung momentan durch, aber der weitere Verlauf des Streifs wächter behufs Weiterführung des Prosesses um das Armenrecht seiste, daß die Widerstandstraft der großen Maſſe der Auseinkommen, da viele von ihnen außer Stellung und ohne jegliche ständigen in der That für die Fortsetzung des Streits bis zum Einnahmen unmöglich die Kosten eines solchen Rechtsstreites be äußernen nicht ausreichte. Der Streit fing an zu verfumpfen". Ein Revier nach dem andern fiel ab, und das Ende war der Pferdefleisch sollte der Schlächter Ludwig Neumann, vollständige Sieg der Herren. Gefang Verein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde Abends 9 Uhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Karistraße 34. Privat- TheaterDie Leiter der großen britischen Föderation waren für den gesenschaft seimat hiust, 9 Uhr Sigung t. Vereinslot. b. Lange, Stromstr. 28 als Rindfleisch verkauft haben. Der Seite, Chisholm Robertson, beter Bitterfeit seine Geſchoffe ge- Blumenstraße Nr. 49: Sizung mit Damen. gab es im Kompromiß gewesen und gegen sie hatte der Vertreter der andern Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, Abends dahin Sekretär des schottischenuhr, Seughofstraße 8 bet Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, feden Mittwoch Abends 9 Uhr bei Ruppin, sondern Füllenfleisch verkauft habe, welches so zart gewesen sei, Verbandes, mit ganz besonderer daß man es von Kalbfleisch nicht habe unterscheiden können. richtet. Er hat dies mit seiner Stellung bezahlen müssen. genoffenfaft. Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch Gerichtshof wie Staatsanwalt hielten die Täuschung nur um so des Verbandes der zur 74. gehörenden schottischen Geftione trans the Toberation Freiheit Mittwoch, Abends 8x ühr, Versammlung bet Wuttle, Blumenftr. 64. Geselliger Verein unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, gelehnt. Ebenso fehlt sein Name unter den schottischen Dele- Beuffelstr. 66. Musikdilettanten- Verein Preciosa Abends 8½ Uhr bet girten zur Jahreskonferenz der großen Föderation. ich Picard's Schwimmeret, uebungsstunde.- Gefelliger Berein Anna- Marie, Abendé Geisler, Jenn- und Tegelerstraßen- Ecke, uebungsstunde, Aufnahmen. Nord. Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbab, Außer über den schottischen Streit verbreitet Bolts Btg." am 11. d. M. vor dem Schwurgericht in Dortmund Bericht des längeren über den Status der Lohnfrage in Eng- uhr, im Restaurant Roll, Adalbertstraße 21, Sigung. einen Schreinermeister, der wegen Körperverlegung mit tödtlichem land. Das nach dem großen Streit von 1893 auf Vorschlag flub 60 jeden Mittwoch 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wienerftr. 50. Buftige e 8wölf, im Restaurant Ruhl- Andree, Chortnerstr. 63. Stat Ausgange unter Antlage gestellt war, vertheidigen, erschien aber, Lord Rosebery's eingesetzte Einigungsamt ist noch immer in Rauchfluh Grüne uafte, Mittwoch abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine obwohl gehörig gelaben, nicht, jedenfalls, weil er in Berlin an Funktion, und gemäß seinem legten Entſcheid ist bis Auguſt martusit. 10.- Rauchlub Granate, Forſterfir. 40 bei Tuguntte. der Sigung des Reichstages theilnehmen mußte. Der Vorsitzende 1896 den Arbeitern in den Föderationsdistrikten ein LohnAbends 8 Uhr bei Herrn Brand, Neichenbergerstr. 122.- Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, Metchendes Gerichtshofes veranlaßte einen anderen Rechtsanwalt, sich minimum von 80 pCt. über den Tarif von 1888 gesichert. Das bergerstraße 24 bet Tauschte. Stauchtlub Frisch gewagt, abends 9 ühr zur Uebernahme der Bertheidigung bereit zu erklären. Der An- ist 10 pet. Aufschlag weniger als die Forderung, um die sich der bei F. Nockendorf, Posenerstraße 5. Rauchklub Roochloch', aber, getlagte bestand aber darauf, daß Lenzmann ihn vertheidigen Streit von 1893 drehte, der Bericht meint Rauchtlub Meffa= die Admiralftr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. follte. Die Sache mußte vertagt werden, der Angeklagte muß Bergarbeiter des Föderationsdistrikts seien trotzdem von denen in a jeden Mittwoch bet H. Wutite, Graudenzerftr. 2. Stat- klub Treff= Frantfurter- Allee 90 bei D. Babel. Rauchklub Ohne 8wang, Weinbis zur nächsten Schwurgerichtsperiode im Gefängnisse bleiben, anderer Bezirke um die Vereinbarung, die ihnen dieses Minimum traße 28 bet Späth. Rauchtlub Die Dampfenben, Langeite. 24 bet Rauchklub Virginia. Jeden Mittwoch Abend 9 Uhr bet und Herrn Lenzmann wurden die Kosten des Termins auf sichert, zu beneiden. In Süd Wales, das eine andere Organiseratsch. Schnieber, Admiralitraße 21. gebürbet. Rauchflub Humoristische Pfeifen. sation habe, seien die Löhne beständig im Fallen begriffen. brüber, Mittwoch abends 9 Uhr bei Selawebel, Klosterftr. 88.- Rauchklub Das Urtheil, welches die Strafkammer in Mannheim am Bezteres ist allerdings richtig. Es haben in den letzten Tagen Sumatra Süd- Ost Abends 8 Uhr bei Müller, Liegnigerstr. 18. " Uncle Sam Club" 9 o'clock p. m. Frieboes Restaurant, Münzftr. 17. E Montag gegen Richard Traumann fällte, lautet auf 2 Jahre die bisher die Politik der Föderation bekämpften, erklärt haben, Eleut. Gastein: Thearmy of the U. S. 3 Monate Gefängniß wegen Untreue. Wegen Anstiftung zur ohne den„ Lohn zum Leben" the thring wage also JobUntreue erhielten Wilhelm Maas 3 Jahre 3 Monate Gefängniß, Minimum feien alle Lohulisten und Schiedsämter werthlos. Ob sad sinto? Dr. Max Maas 2 Jahre 2 Monate, Eugen Maaz 1 Jahr die jetzige Konferenz die Vereinbarung auf 30 pet. statt 40 pet. 2 Monate Gefängniß, einschließlich der bereits gegen alle wegen über den Tarif von 1888 gutheißen wird, bleibt natürlich abBankrotts erkannten Strafen; außerdem wurde gegen jeden auf eine Geldstrafe von 150 M. erkannt. zuwarten, es ist aber nicht wahrscheinlich, daß sie es ihretwegen auf einen neuen Streit ankommen lassen wird. 90 1190907 zahlen können. der gestern vor der 133. Abtheilung dengeklagtechts stand,| wesentlichen zu, erhob aber den Einwand, daß er nicht Pferde, verwerflicher und obgleich nur ein Fall gegen den bis dahin unbescholtenen Angeklagten vorlag, wurde der letztere zu einer Gefängnißstrafe von 5 Tagen verurtheilt. Gefängnißhstags Abgeordnete Lenzmann sollte nach der feit aus Der Gewerkschaftliches. = die - Gefelliger Berein& reund fellige meter. so bei sinach. afvbeiter= Arfona, Spredlaal. Die Die Redaktion stellt die Benuzung des Evrechjaals, soweit der Staum dafa abzugeben ist, dem Wublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inbalt desselben identifizirt zu werden. 01 mnd houting Vermischtes. Insofern ist es bezeichnend und nicht ohne eine Lehre, daß Der Gesangverein Vereinte Sangesbrüder Moabit" hat in dieselben Gewerkschaftsführer, die für den rein gewerkschaftlichen einer Sigung festgestellt, daß die erhobenen Beschuldigungen des Kampf von der Politik des alles oder nichts", als durch die Herrn Wagner und Fabrowsky Eine Konferenz der Konfektionsarbeiter und Arbeite Erfahrung widerlegt, Abstand nahmen, in der auf das politische geschenken seine Einkäufe in der Strafanstalt Plößensee gemacht, er habe zu Weihnachtsrinnen Deutschlands tagte am Sonntag, den 13. Januar, in Gebiet übertragenen Achtstundenfrage einen durchaus anderen auf unwahrheit beruhen. Die Genannten haben nur auf eine Berlin. Vertreten waren: Dresden, Breslau, Liegniß, Stettin, Ton anschlagen. Hier befürworteten in der heute statt Frankfurt a. D., Hamburg, Köln a. Rh., Düsseldorf, Berlin, Ett gehabten Sitzung- alle Redner den Antrag, die Achtstundenbill vage Bermuthung hin diese Behauptung aufgestellt. Ingen und Stuttgart durch 14 Delegirte. Außerdem nahmen der in der alten Fassung wieder im Parlament einzubringen und Reichstags- Abgeordnete Paul Reißhaus- Erfurt und der Verbands sich auf tein abschwächendes, lokale Ausnahmen Dorfigende Holzhäuser Flensburg an der Konferenz theil. zulassendes Amendement einzulassen. Und ferner Folgende Punkte ftanden zur Berathung: 1. Die Nothwendig ward beschlossen, bei der nächsten Wahl nur für solche Kan eines Borgehens in der Konfektion und Mittheilungen didaten zu stimmen, die sich auf die Bill in allen ihren Bunften Gin Chren Domherr. Eine unbeschreibliche Aufregung einzelnen Orten über die Situation. 2. Auf verpflichten. Ebenso wurde auf Antrag Smellie's( Kandidat der verursacht in Cremona die Flucht des Ehren Domherrn stellung einheitlicher Forderungen. 3. Unterstügangsfrage. 4. Be- Judep. Labour Party für Middle- Lanarkshire) eine Resolution be- Dr. Spenardi, welcher als Direktor einer Privat- Versorgungseine rathungen über den Zeitpunkt eines event. Vorgehens. Die schlossen zu gunsten der Wiedereinbringung des Saft Anstalt fämmliche Fonds der Anstalt unterschlagen hat, so daß Verhandlungen boten ein Bild tieftraurigen Glends der Arbeiter pfichtreform Gesezes, DON den Lords alle die Anstalt bewohnenden Greise diefelbe als Bettler vers und Arbeiterinnen in dieser, für die Unternehmer blühenden und hinzugefügte Klausel, die unter gewissen Bedingungen Neben- laffen müſſen. gewinnreichen Industrie. Die Berichte aus allen Orten lauteten tontratte erlaubt. Dagegen zeigen sich Smellie und andere Erdbeben. In Patras wurde gestern eine heftige ErdSahin übereinstimmend, daß bei überlanger Arbeitszeit und un- schottische Delegirte dem Projekt der Einführung von obli- erschütterung verspürt. Schaben ist nicht entstanden. geheurer Anspannung der Kräfte taum ein Verdienst heraus- gatorischen Schiedsämtern für weniger abgeneigt, wie Kalifalz- Lager. Ein von der braunschweigischen staatlichen zuschlagen ist, der zum nothdürftigsten Lebensunterhalt reicht. Die die liberalen" Engländer Pickard, Woods 2c., die sehr scharf Bergbehörde an der Asse betriebenes Bohrloch hat in der Tiefe Grundursache dieses menschenunwürdigen Zustandes liegt in der zwischen jenen( arbitration boards") und den Ginigungsämtern von 538 Meter ein mächtiges Lager edler Kalifalze erschlossen, Ffolirtheit der in der Konfektion beschäftigten Hausindustriellen und in conciliation boards") unterscheiden und nur die letzteren, die welches erit bei 688 Meter Tiefe durchbohrt war. dem immer mehr zur Anwendung gelangenden Schwigsystem. Hervor die Rechte der Organisation unangetaflet laffen, anerkennen. 7000 Einwohnern in der Proving Balermo, fand heute an einer uns nur sie Bergſturz. In Mezzojuso, einem Marktflecken von gehoben wurde die Thatsache, daß die mangelhafte sozialpolitische Und dieser Standpunkt drang auch auf der Konferenz durch.ufteilen Felswand ein Felestura statt. Große Blöcke stürzten mit Gesetzgebung der Regierung diese Uebelstände stetig fördern und Weiteres liegt von der Konferenz noch nicht vor. Beiter so lange steigern werde, bis auch die Hausindustrie unter das Getöse auf das Viertel San Basilio hernieder. Die erschreckten Fabrifgefeß geftellt sein werde. Einwohner flüchteten. In Auzano und Montaguto in der Dabei wurden drei Perſonen getödtet und zehn verlegt.- Auf Provinz Avellino stürzten vier Häuser unter der Schneelast ein; dem Berge Marsico bei Sessa in der Provinz Caserta wurden durch den Einſturz einer Höhle 11 Hirten verschüttet, von denen 8 getödtet wurden. Auf das entschiedenste wurden die Sonderbestrebungen einzelner örtlicher Richtungen, die sich besonders in Berlin ver- Versammlungen. Für die Genossen des 2. Berliner Reichstags- Wahlverurtheilt. Das Reſultat der Verhandlungen war die Annahme kreiſes fand am Sonntag, den 13. Januar, eine recht gut bes fuchte Versammlung bei Zubeil in der Lindenstraße statt, in der folgender Resolutionen: Tandemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Ausgabe der Billets zur den 16. Januar 1895, Abends 8½ Uhr: Geschäftliche Sigung im Vereinstotal beim Landsmann H. Saß, Martgrafenstr. Mr. 102. Restaurant Stühler, Neue Grünstr. 38: Vorstandssigung. Die Ronferens hält für nöthig, daß eine rege Agitation Genoffe Antrit in einem interessanten Vortrage über:„ Der Schneeverwehung. Infolge starter Schneefälle mußten unter den Konfektions- Arbeitern und Arbeiterinnen zu eröffnen Schutz der Ehe durch den§ 130 der Umsturzvorlage" sprach. alle aus Oberitalien fommenden Eisenbahnzüge auf der Station ist, damit so die Grundlage zu einem einheitlichen Vorgehen gegeben von einer Diskussion über den Vortrag wurde Abstand ge- Ronco halten, da die Weiterfahrt unmöglich war. An der Freiwird. Die Sondervereine verpflichten sich, als Gruppe dem nommen und schloß sich hierauf der Versammlung ein gemüth- machung der Linie wird gearbeitet. Der Schneefall dauert fort. lachung der Stnie wird gea Verband unter den statutarischen Bestimmungen beizutreten, um liches Beisammensein an. so auch in organisatorischer Weise ihre Solidarität zu bethätigen. Schleswig- Selfeis Als nächste Forderung wird überall schon jetzt von den UnterBriefkaffen der Redaktion. nehmern die Errichtung von Betriebs- Werkstätten verlangt, als Urania", a 25 Pf. nothwendige Vorbedingung des sozialen Fortschritts. Diese Nationale kaufmännische ranken- und Sterbekasse.( G.§. 71.) Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bart) Forderung ist mit allen uns zu Gebote stehenden und gut- Bureau: O., Solzmaittir. 57. Dienstag, den 15. Januar, Abends sy ubr, imeanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. E. D. Meiner Ansicht nach war jene Versammlung nicht Dünkenden Mitteln zu vertreten. Ferner: Die Konferenz möge Arbeiter- Bildungsfdjule. Mittwoch, Abends 7-8% Uhr: settüre. im Jahre 1876, sondern im Jahr 1875. Ich bin aber nicht beschließen, eine aus 5 Personen bestehende Kommission zu wählen, 8-10% Uhr; Nordschule, Müllernr. 179 a, Nationalötonomie. Süd sicher. Jedenfalls habe ich im Saale des Handwerkervereins o it Schule, Waldemarstr. 14: Geschichte( neuefte seit 1848). Bet allen welche die Aufgabe hat: 1. Allgemeine Forderungen aufzustellen, unterrichtsfächern werden neue Theilheilnehmer, Damen und Serren, jeder gesprochen und bin auch unmittelbar nachher nach Hamburg ge2. die aufgestellten Forderungen den Kollegen an den verschie Beit aufgenommen. fahren. Gruß: W. L. benen Konfektionsplägen zu unterbreiten und zugleich deren Lele- und Diskutirklubs. Mittwody. Johann Jacoby, bet Frib Karl Kraft. Unterbreiten Sie Ihre Berichtigung der Ver reiten Liegte, Schwedterfiraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Wünsche entgegenzunehmen, 3. die Agitation unter den Konfektions- paferland, Bellermannſtr. 87. Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, arbeitern beiderlei Geschlechts zu fördern, 4. Material zu einer Sitterstraße 123. Seine, Rirdorf Abends 8 Uhr, Bring- Bandjeryitr. 60, D. 5. 10. O.. 10. Ein solches Ausschreiben findet nicht statt; Agitationsschrift entgegenzunehmen und zu fichten. Die Kom- parterre. Ginigtett, Abends 8 Uhr bei Beige, Triftstr. 1.- Theater fenden Sie den Entwurf an die Buchhandlung des Vorwärts". mission steht unter Kontrolle des Hauptvorstandes und werden und Zefetlub Morgenroth, Abends Uhr, im Restaur. Dieke, LothringerMiles gloriosus. Natürlich hat der Druckfehlerteufel alle Maßnahmen mit ihm gemeinschaftlich getroffen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf seine Hand im Spiele, es muß selbstverständlich heißen der prahAls Grundlage der aufzustellenden Forderungen dienen Neumann, Pafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu lende Krieger. Ein Kriegsminister ist doch in Preußen nie ein folgende Burelben. 1. Aufstellung von Lohntarifen und Aus- unce abends upr, Mushahme von Mitglfebern. 8187861e1bezahlender Krieger gewesen, zahlen müssen wir, prahlen kann er. hängung derselben. 2. Anerkennung von Schiedskommissionen, Andreasftr. 26, bet Bilke. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 Streithähne. 1. Wir teunen feinen Lehrer Pr. 2. und die über alle entstehenden Streitfragen zu entscheiden haben. bei Kary. unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nowad. Freya 1, 3. Zivilrechtlich ist Crispi von seiner früheren Frau geschieden, 3. Anständige Behandlung der Arbeiter und Arbeiterinnen. Sichtenbergerstraße 21 bei Seife. Silaritas, Sochitr. 32.- Deutfché Borbeertrans nicht aber firchlich. Er hat sich mit besonderer päpstlicher Gr ftraße 67. ftunde 9 Uhr, 1, ( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. fammlung. 4. Schnellste Abfertigung beim Abliefern der Arbeiten. 5. Grete 1, Gr. Frankfurterstr. 188 bet Gold. Go 1, Pantow, Wollant. laubniß unlängst in Neapel tirchlich trauen lassen. Wa guida za nos gol ar duble) 112 cap Achtung! Freitag, Achtung! Berliner Gewerkschafts- Kommission. Gelegenheitskauf der Delegirten 18. Januar, vormittags 10 Uhr: Oeffentliche Versammlung 7 grosse Freitag, den 18. Jannar, abends 8 Uhr, bei Deigmüller, and educ Alte Jakobstr. 48a. Σages Orbnung: 1. Bericht des Ausschusses über die Ausführung des Antrages Hinge in Sachen des Boykotts. 2. Droschtenkutscher contra Gewerkschafts- Kommission. 13. Gewerkschaftliches. ArbeitslosenVersammlungen in folgenden Lokalen: 2. Kreis: Möhring, Admiralstraße Nr. 18c. 3. Kreis: Die Delegirten werden ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. für Brautleute: Im Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderſpinden 15, Küchen. spinden, Kommoden 12, Sophas 15 m., Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40, Plüschgarnituren 60 Mart, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft- u. Schautwirthe art, Garderobenspinden, Berlins und Umgegend. CA sophas 75, Buffets, Trumeaus 65 M., Betten, Couliffentische, alles spotts Freitag, den 18. Jannar, nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Henke, billig. Auch einzelne Gegenstände ( früher Renz), Naunynstraße 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: werden zu Engrospreisen verkauft. perkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu be infichtigen u. sich von den staunend billigen 1. Bierteljahres- Bericht des Kassirers. 2. Bericht der Rechtsschutz- Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel Kommission. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vortrag über Rechte und fönnen bis April tostenfrei stehen Pflichten der Mitglieder. 5. Stellung der Mitglieder zur Organisation der bleiben und werden durch eigene Ges 3. Gastwirthsgehilfen. 6. Der Artikel des„ Vorwärts" vom 8. Januar:„ Nach- ſpanne transportirt und aufgeftelt. tlänge vom Bierbontott" und wie stellen sich die Mitglieder des Vereins dazu. dot 7. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. 4. Kreis: Keller's Festsäle, Koppenstraße 29. Kenzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. 5. Kreis: Brauerei Friedrichshain, Landsberger Thor. 6. Kreis: Kolberger Salon, Kolbergerstraße. Swinemünd. Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Arbeitslosigkeit, ihre Ursachen u. Wirkungen. 268/12 Keine Tellersammlung. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu er ſcheinen. Gäſte haben Zutritt. Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. 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