fe.436 39. Jahrgang Ausgabe A nr. 214 Bezugspreidt Für den Monat Geptember 200, Doraus zahlbar. Unter Kreuzband füle Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet, fowie Defterreich und Luremburg 248,- M., für das übrige Ausland 282,-. Boftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, Eng land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, Tschecho flowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unter haltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Gieblung und Kleingarten erfcheint wochentäglich zweimal, Som tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin. Morgen- Ausgabe Vorwürts Berliner Volksblatt 6 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile foftet 40,-. Reklamezeile 180,-. Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12,-.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10,-. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes weitere Wort 5,- MR. Worte über 15 Buchstaben zählen für zmet Worte. Familien- Anzeigen file Abonnenten Zeile 15,-. Anzeigen flir die näch it e Nummer müffen bis 4%, 2hr nachmittags int Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donboff 292-295 und 2506-2507 Freitag, den 15. September 1922 England als Garant Deutschlands? Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst" schreibt: haben. haben. Gobart versichert, der 24. September werde das Datum für Deutschlands Atempause". Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haupterpedition n. Juferaten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Stinnes und die Seinen. Der Wiederaufbauvertrag im Lichte der Rechtsparteien. Nachdem sich die erste Erregung über das Abkommen, welches Hugo Stinnes mit dem Marquis de Lubersac abge= schlossen hat, gelegt hat, ist es am Blaze, die Auswirkungen des Abkommens fritisch zu behandeln. nunmehr begrüßt und in manchen Blättern sogar mit Lobes Wenn die Deutsche Bolkspartei das Stinnes- Abkommen hymnen überschüttet, so zeigt dies nur, daß diese Parteigruppen auf eine allgemeine politische Einstellung. feine als reine Interessentenvertreter fapitalistischer Ziele Rücksicht mehr zu nehmen gedenken, sondern sich allein noch gebärden. Sagte doch noch am 22. Juni d. J. der volksparteiliche Abgeordnete Da u ch im Reichstag anläßlich der Intergebärden. Sagte doch noch am 22. Juni d. J. der volksparteiDauch pellation Arnstadt über die Ratifizierung der Wiesbadener Protokolle, nachdem er das Bemelmans- und das Gilett- Ab tommen behandelt und deren Vorteil gegenüber dem Wiess der deutsche Lieferant frei sei: badener Abkommen dahingehend bezeichnet hatte, daß damit ,, Gewiß, der deutsche Lieferant ist frei. Aber die Verhältnisse Das Schwergewicht der Lösung des Reparations- den Besuch der deutschen Industriellen in Nordfrankreich sein, und problems ist jetzt von Paris nach London verlegt worden. dieser Tag werde dann die französischen Staatsmänner und die Reichsbantpräsident Havenstein ist am Donnerstagabend französischen Großindustriellen als offizielle Führer von Hugo auf Wunsch englischer Regierungskreise nach London gereift, Stinnes und den andern Großindustriellen in den verwüsteten Geum dort neue Verhandlungen über die Beilegung der gegen bieten sehen. Neue deutsch- französische erhandlun wärtigen Krise zu führen. gen werden sich an diesen Besuch anknüpfen, und neue Abkommen Auf englischen Wunsch ist bekanntlich die Sicherstellung werden ausgearbeitet werden. Es sei möglich, daß der Besuch aus der Autonomie der Reichsbant erfolgt, und es mußte technischen Gründen um 10 Tage verschoben werde. Zahlreiche Frandeshalb die Forderung auf hinterlegung eines Goldbestandes 30sen erblickten darin schon heute weittragende Ergebnisse. Der Novon der Reichsbank gewissermaßen auch als ein Borstoß gegen vember 1922 werde vielleicht den Abschluß des Waffenstillstandes der die englischen Bestrebungen gewertet werden. Hinzu kommen lehten vier Friedensjahre bilden. die schweren Sorgen der englischen Regierung über die Vorgänge im Orient, und nicht zuletzt wird das ernsthafte Beftreben Englands, eine Stabilisierung der Mart herbeizuAus Mannheim wird uns geschrieben: Nachdem erst vor einigen führen, zu der jetzt eingetretenen Kursänderung beigetragen wochen der Stadt Neustadt a H. zur Errichtung einer Kajerne Bestrebungen zur Stabilisierung der Mart sind und eines Egerzierplatzes umfangreiche, in befter landwirtschaftlicher aber unvereinbar mit einer Hinterlegung eines größeren Kuitur stehende Flächen von der franzöfifchen Befagung beschlag- find häufig stärker als die Menschen, und der deutsche Lieferant Goldfonds aus dem Bestand der Reichsbant im Ausland. nahmt wurden, werden der pfälzischen Bevölkerung neuerdings wird dann meist nur so handeln, wie es sein per Darüber wird sich auch die englische Regierung flar fein, und über 80000 Quadratmeter wertvollen Geländes fönliches Intere fe gebietet, nich: aber, wie das Staats man muß deshalb annehmen, daß die letzte belgische Forde zur Befriedigung weiterer militärischer Bedürfnisse entzogen. Die interesse es erheischt. In diesem Umstande sehe ich ungeheure Schwierigkeiten und Gefahren für unser Staats rung in London von der Diskussion ausgeschaltet wird, statt franzöfifche Bejagung hat nämlich die Bergrößerung der Kasernen- intereffe. dessen aber das Ziel der Besprechungen die Herbeiführung anlagen auf dem Flugplah Beyerdorf bei Neustadt a. H. geVon unserem augenblicklichen Export fönnen wir nichts für ciner Rombination zwischen den Garantieleistungen der fordert, wo 23 Gebäude, darunter 6 Flugzeugschuppen, errichtet wer Rontributionsfachleistungen hergeben; denn womit sollten wir dann Reichsbant und einer Sicherheitsleistung der Banf von den sollen. Für diese Gebäude werden 161 millionen Mart Rontributionsfachleistungen hergeben; denn womit sollten wir dann England unter gewissen Garantien Deutschlands ist. Für aufzuwenden fein, während der Kasernenbau in der Stadt Neustadt Lebensmittel und Rohstoffe einkaufen und die Goldzahlungen leisten. eine derartige Lösung bildet der letzte deutsche Vorschlag an felbst, der 58 verschiedene Einzelgebäude umfassen wird, 125 Mil- Wir würden das auch mit dem Verlust der wenigen Absatz die belgische Regierung eine gute Grundlage. lionen Mart fosten soll. Noch bedeutender sind die von der gebiete, die uns geblieben sind, bezahlen. Die Welt ist uns durch Deutschland hat sich bekanntlich bereit erklärt, unter Ab- Bejagung geforderten Baumaßnahmen auf dem Truppenübungsplah den Versaillet Bertrag zur Hälfte verschloffen. Nun hofft unsere gabe beſtimmter Garantien die Einlösung der Schazwechsel im Ludwigs winkel, da diese allein für das Jahr 1922 3 60 mi 1- Regierung, die erzwungenen Sachlieferungen durch einen Zusatz Gesamtbetrage von 270 Millionen Goldmart in drei lionen mart erfordern. In dieser Summe find die Entschädi- export zu deden. Das ist bei unserer augenblicklichen Wirtschaftsa Teilen innerhalb 18 Monaten vorzunehmen. Bel- gungsansprüche der bayerischen Forstverwaltung und der in Mit- lage eine vollkommene Unmöglichkeit." Als aber nun am vergangenen Freitag im Auswärtigen gien glaubte diesen Vorschlag mit Rücksicht auf den Beschluß leidenschaft gezogenen übrigen Grundstückseigentümer nicht enthalten. der Reparationsfommission, der für die Schatzwechsel nur eine Diese und die in Aussicht stehenden weiteren Forderungen der Be- Ausschuß das Stinnes- Abkommen besprochen wurde, soll von Lauffrist von sechs Monaten vorfah, ablehnen zu müssen, und fahung werden voraussichtlich einen gleichen Betrag verfchlingen. der Deutschen Volkspartei keinerlei Einspruch dagegen erhoben es scheint jetzt, daß dieser Beschluß nicht ohne Fühlungnahme allein für diese drei von den Franzosen geforderten Bauprojekte in worden sein. Als Rathenau die Grundlage für ein Stinnesmit maßgebenden Mitgliedern des Wiedergutmachungsaus der Pfalz müffen demnach über eine milliarde Mart auf- Abkommen bereitete, wurde auf die Gefährdung des Staatsschusses erfolgte. Nach wie vor bleibt aber die Bereitwilligkeit gewandt werden. Alle Proteste und diplomatischen Borstellungen intereffes hingewiesen, wurde die furchtbarste Hetze um diesent Mann verbreitet- wenn aber Stinnés des Ermordeten Erbe der Reichsregierung bestehen! Eine Lösungsmöglichkeit be- gegen dieses unverantwortliche Treiben find erfolglos gewesen. sich geschäftlich mußbar macht, verstummen die Klagen. Wiestände alfo darin, daß der deutsche Vorschlag der Einlösung viel mehr hätten sie, roenn man einmal auf dem bezeichneten der Schahwchsel nebst seinen Garantieplänen auf die eventuell Standpunkt des volksparteilichen Vertreters steht, gerade jetzt von der Bank von England innerhalb sechs Monaten an BelParis, 14. September.( WTB.) Heute morgen wurde ein erhoben werden müssen, wo doch durch das Stinnes- Abkom gien, aber für Deutschland zu zahlende Summe von 270 mil ministerrat in Rambouillet abgehalten, in dem men die Sachleistungen in viel größerem Maße zu= fionen Goldmark Anwendung findet. Von Einzelheiten, über miller and den Borsiz führte. Poincaré erstattete seinen stande kommen. Die französische Regierung dürfte durchaus die natürlich noch eingehend verhandelt werden muß, ab: Kollegen Bericht über die auswärtige Lage. Er setzte sie über die richtig argumentieren, wenn sie annimmt, daß die deutschen gesehen, wäre also der Grundgedanke der, daß die Bant ven den belgischen Vertretern mit der Berliner Regierung ein- Kapitalisten es doch besser verstehen, aus Deutschland Repavon England Belgien gegenüber Garantien für die Ein- geleiteten Verhandlungen in Kenntnis, er berichtete auch über die rationsleistungen herauszupressen als Herr Poincaré. Auf lösung der Schazwechsel innerhalb sechs Monaten leistet, der französischen Delegation bei der Reparationskommission nach dieses Vertrauen zur deutschen Industrie ist Herr Stimmes be= während Deutschland sich unter den zunächst Belgien an dem Mißlingen der Besprechungengen gegebenen Richtlinien. fonders stolz. gebotenen Garantien der Bank von England gegenüber vers Letztere wurden einstimmig angenommen. pflichtet, innerhalb 18 Monaten die verauslagte Weiter besprach dann Poincaré die Ereignisse in lein Summe zurückzuerstatten. Daß die belgische Regierung gegen asien. Der Minister hat weisungen ausgearbeitet, um zu eine derartige Lösung Einwände erheben könnte, scheint uns versuchen, im Orient einen dauernden Frieden herzustellen. ausgeschlossen, wie auch feststeht, daß eine derartige Lösung war noch feine Rede von der Einberufung der Kammer, noch von nicht gegen den Beschluß der Reparationstommiffion verstößt. irgendeiner Regierungsmaßnahme. Borläufig muß man natürlich die Gestaltung der Dinge Unterstaatssekretär Rio wird der Nachmittagssigung beiwohnen, abwarten. Sicher ist aber jedenfalls, daß die augenblickliche in der der Ministerrat das Dekret über den Achtstunden: nisationen, wie es im Wiesbadener Abkommen vorgesehen Reparationskrise auf dem besten Wege zur Lösung ist. tag in der Handelsmarine besprechen wird; andererseits ist ber mar, durch ein sogenanntes freies Verfahren abgelöst worden ist. Geteilte Stimmen in Paris. Präfident der Reparationstommiffion, Dubois, mittags in Ramir fehen in dem Kollektivabkommen ein wichtiges Mittel, foglal bouillet eingetroffen, wo er nur blieb, um sich einen Augenblick mit politische Forderungen geltend zu machen, den Arbeiterschutz zu ge= währleisten." Boincaré zu unterhalten. Beim Weggang erklärte Dubois, daß er bem Minifierrat eine Mitteilung zu machen gehabt habe. Ministerrat in Rambouillet. Genugtuung für Oberkassel? Es Unsere Partei hat das Wiesbadener Abkommen damals begrüßt, weil es Geldleistungen durch Sachlieferungen ablöste, Dagegen wurde die Neuerung der Bemelmans- und GilettAbkommen von dem Redner der sozialdemokratischen Fraf tion, Genoffen Stampfer, nicht als durchaus befriedigend bezeichnet. Er bedauerte, daß das ,, System der miteinander arbeitenden Rollettivorga Im Gegensatz zu dieser Auffassung hatte gerade die deutsche Industrie gegenüber dem Wiesbadener Abkommen die Forderung des freien Verkehrs erhoben. Nun tommt Hugo Stinnes und schaltet nicht etwa ein Syndikat von Unternehmern ein, wie es früher beabsichtigt war, sondern er schafft sich ein Handelsmonopol größten Stils, um das ihn selbst die Sowjets beneiden werden. An Stelle eines Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Synditats steht nun Paris, 14. September.( EP.) Der Temps teilt mit, daß die Reparationsfommission in die belgisch- deutschen Ber handlungen nicht eingreifen werde, wenn Deutschland bis zum 15. September, mitternacht, in annehmbarem Sinne auf die belgischen Forderungen antworten werde, zwei Schazscheine von je 50 Millionen Goldmart für die am 15. August und Die amtliche Agence Belge" berichtet: Der Deutsche Laube, 15. September fälligen Zahlungen sowie ein Goldbepot von 100 Mil der im Zusammenhang mit dem Zwischenfall in Obertaffel festgelionen Goldmark zu überweisen. Wenn die deutsche Regierung sich nommen werden war, ist wieder freigelassen worden, da ihm aber weigere, diesen Forderungen nachzukommen, so werde die bel bisher feinerlei Schuld hat nachgewiesen werden können. belommen gische Regierung schon am 16. September die Reparations- Laube ist von den belgischen Besatzungsbehörden verhaftet ein einzelner, der sich durch seine Presse allmählich einen fommission von dieser Weigerung verständigen, und die Kommission worden, nachdem bereits feststand, daß die Mordtat und der Selbst überragenden Einfluß auf die öffentliche Meinung und Allüren werde dann über ein Berschulden Deutschlands zu beraten haben. Das Blatt schreibt, die Maschine sei im Laufen, und fein mord in Obertaffel auf das Trunkenheitsdelift eines des Industrie ,, Königs" angeeignet hat. Industrie und HanManöver werde sie aufhalten fönnen. Es bleibe der deutschen Re- belgischen Sergeanten zurüdzuführen ist. Der Ser- del werden bald die Nachteile zu spüren bekommen. Große gierung dann nur noch übrig, fich in elfter Stunde eines Besseren zu geant als Täter wurde mit allen militärischen Ehren bestattet. Teile von ihnen werden, da die Käufe durch Stinnes' Hand Bevor Aufklärung in dem Fall erfolgte, ging man mit großer Strenge gehen, in seine wirtschaftliche Abhängigkeit geIm Intransigeant" schreibt dagegen A. de Gobart: Nach perben Pflichten der Loyalität, wenn endlich von amtlicher bel foll, daß er durch die 6 prozentige Goldprovision gegen Deutschland vor und verlangte Genugtuung. Es entspräche langen. Wenn Stinnes im Auswärtigen Ausschuß gesagt haben fönlichen Erfundigungen glaube er, daß es wenig wahrscheinlich sei, baß die Reparationskommission energische Maßnahmen ergreifen sicher Seite eine Richtigstellung und Zurücknahme 2 Bro3. Händlerprovision galten im Frieden schon als reichder unberechtigten Vorwürfe erfolgte. werde. Keiner der Alliierten dente augenblidlich an eine militärische der unberechtigten Vorwürfe erfolgte. Operation. In Paris stehe man vor einem großen Um- Berbot des„ Ehrenjalut"-Rummels. Der Landrat des Landschwunge. Man stehe am Vorabend einer neuen Repara freises Bochum hat sämtlichen dem Kreisfriegerverband angeschlosse. tionspolitit. Lubersac werde der Mann sein, der einen neuen nen Striegervereinen verboten, Totenfeiern als monarchistische DeBeg beschreiten werde, ben andere und vor allem Loucheur bezeichnet monftrationen zu gebrauchen. befinnen. lich persönlich nichts verdiene, so mag dies wörtlich richtig fein. Wir wollen aber rechnen: Von den 1450 Millionen Goldmark, die zu Sachleistungen der Entente gegenüber geleistet werden sollen, gehen auf Rechnung Frankreichs 950 Millionen. Bon diesen werden etwa 400 Millionen in Form Heute Massenkundgebung: Gegen Wucher und Teuerung. von Kohlen, Holz und Farben geliefert werden. Durch die technische Einrichtung des Stinnes- Abkommens werden von dem verbleibenden Rest doch wohl bis zu 300 millio= nen Goldmart in wirkliche Lieferungen gewandelt, Frau Sorge. Saargebiet Ruhrkohle als eine beftimmte Qualität Kofie braucht. Also die Ausfuhr deutscher Kohle hat ein paar einfache and plausible Gründe. Die Hausfrauen ertrinken in der Teuerung. Wir leiden in Deutschland an Kohlenmangel, weil wir por 6 Proz. hiervon sind bei dem heutigen Kurs etwa 7 Milliar wird denen zum Schicksal, von deren Arbeit faum jemand Bekanntlich ist das Eisenbahnsystem in Bolnisch- Oberschlesien total Die wilde Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse allem den Ausfall an oberschlesischer Kohle haben. den Bapiermark. Benn Herr Stinnes diese 7 Milliarden spricht, weil sie als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, wir verstopft, und die Polen sind neuerdings gezwungen, Feierschichten nur dazu verwendet, um den notwendigen Apparat zu schaffen, meinen die Hausfrauen. so stellt diese Verkaufsorganisation zu einem Schon vor dem Kriege ist es so gewesen, daß die ver- 3u machen. Um so notwendiger ist es, daß dann in Deutsch- Obergroßen Teil doch einen bleibenden Wert dar, der auch später Zinsen trägt. Das Verfahren ist nicht neu. Bei den heiratete Frau ihr halbes Leben verzetteln mußte mit den schlesien dieser Ausfall an Kohle durch Ueberschichten wieder wettKohlenpreiserhöhungen hat Herr Stinnes einen von der All- tausend fleinen Sorgen des Alltages um Essen, Reinigung und gemacht wird. Nicht nur die deutsche Eisenbahn, sondern auch die In= um den Bergbau produktiver auszugestalten. Auch da freude im Kochtopf, im 3wang der Pfennigsorgen. Was fich immer eine Million Tonnen pro Monat brauchen. Wenn die Reichsgemeinheit zu tragenden Aufschlag gefordert und erhalten, Wiederherrichtung. So starb viel Lebensmut und Lebensvon der wir auch jetzt noch Steigerung des Aktienwerts und die spätere Verzinsung des schlechterdings nicht vergleichbar. Heute verrichtet jede Frau, deshalb, weil sie mit deutscher Kohle sich nur für drei Tage eindecken bahndirektion besonders nach englischer Kohle gegriffen hat, dann wollte er aber heute auf diesem deshalb, weil sie mit deutscher Kohle sich nur für drei Tage eindecken Kapitals zugute, das von der Allgemeinheit erbracht wird? die sich um einen Haushalt zu fümmern hat, eine hoffnungs- konnte. Die Eisenbahn braucht also deutsche Kohle wie die Industrie Doch nur dem Besizer! Eine gemeinr irtschaftliche Beteili- lose Arbeit, wie sie heimtückischer, quälerischer und feelen- fie braucht. Rohle oder Arbeitslosigkeit! Das ist die Alternative, vor gung am späteren Ertrage, auf die die Allgemeinheit doch mörderischer der größte Menschenfeind nie erfunden haben der die deutsche Arbeiterschaft steht. würde. durch Aufbringung des Kapitals ein Anrecht haben dürfte, Aber warum feine Vermehrung der Belegschaften statt der Ueberwurde bei der Kohle auf das schwerste bekämpft. Wer zahlt Am Freitag oder Sonnabend kommt ein Bündel Scheine aber die 6 Proz. dem Herrn Stinnes?- Das Deutsche mit großen Zahlen in die Hand der Hausfrau; noch am glei- schichten? Die Antwort ist einfach: Wo sollen die neuen Arbeitsfräfte untergebracht werden? Es fehlen doch jetzt bereits 30 000 Reich. Um diesen Betrag, der Herrn Stinnes in Banknoten chen Abend beginnt stets erneut die Katastrophe. Jeder noch wohnungen für die Bergleute in Rheinland- Westfalen. Sollen die ausgezahlt wird, erhöht sich die deutsche Inflation. Die durch so kunstvolle und noch so raffiniert ausgeflügelte Wirtschafts- Bergleute noch unhygienischer und gesundheitswidriger in den vorWohnungen für die Bergleute in Rheinland- Westfalen. Sollen die Fertigwaren nur durch eine Hand, kann zu kräftigen Preis- Bedürfnisse über den Haufen geworfen. Wie eine jeden Tag Wohnungsraum genug vorhanden wäre nicht auf die ungelernten das Abkommen erleichterte Ausfuhr von Materialien und plan wird durch die fortgesetzt anschwellenden Preise aller Bergleute noch unhygienischer und gesundheitswidriger in den vorhandenen Wohnungen zusammengepfercht werden? Und selbst wenn steigerungen benutzt werden, da dieses kapitalistische Kon- neu Ertrinkende wehrt sich die Mutter und Ehefrau dagegen, Arbeiter fommt es so sehr an- sie sind stark vermehrt worden-, sortium dem Staate gegenüber so mächtig sein dürfte, daß die Ernährung und alle sonstigen Bedürfnisse der Ihrigen sondern auf die gelernten Untertagsarbeiter. Die Hauer blen dieser nur sehr schwer solche Materiallieferungen, die die immer weiter einschränken zu müffen. Sie fühlt die im Bergbau; es fehlen mindestens 150 000. Auch ein richtiger Bergsondern auf die gelernten Untertagsarbeiter. Die Hauer hlen deutsche Innenwirtschaft schädigen, zu hemmen vermag. Strafe des immer Nur- Ausgebenmüssens, die Wehrlosigkeit Stinnes verdient auch dadurch, daß er die günstigen An- gegenüber dem ihr auferlegten Zwang zur materiellen Unzu- mann muß etwas gelernt haben. Natürlich muß auch der technische gebote seinem Konzern zuleiten fann. Ein großer länglichkeit in förperlicher Heftigkeit. Die Geißel unserer Not Apparat im Bergbau verbessert werden. Aber auch hier lassen sich Staatsmann sagte, daß man aus dem Elend des Volkes keine trifft sie doppelt und dreifach. Immer wieder hört man auch die Dinge nicht übers Knie brechen. Jedenfalls fann man nicht Zinsen haben soll; hier aber werden aus dem Unglück 6 Pro- von den Hausfrauen, die die Sorge ums tägliche Brot nur als marten, bis durch technische Berbesserungen Wunder geschehen. Sozent, die Stinnes allerdings wir geben ihm dies zu in einfache und selbstverständliche Pflicht kennen, daß sie diesen fortige Hilfe tut not. Deshalb das Abkommen. feiner Weise ,, verdient". Druck des Mißverhältnisses zwischen Wirtschaftsgeld und Hinsichtlich der Kohle für die Wiederaufbaulieferungen Preisen nicht mehr auszuhalten vermögen. Die völlige Unhat allerdins der Stinnes- Vertrag eine Neuregelung vorge- sicherheit aller ausgetüftelten Rechnungen, die Unwiderstehlichsehen, die wenn sie sich praktisch durchsetzt eine erneute feit der erdrückenden Tatsachen macht die Frau, die mit dem Kohlenbelastung vermeiden dürfte. Der deutschnationale Groß- Korb zum Markt geht, die focht, scheuert, flickt, die vom Erindustrielle und Abgeordnete Reichert sagte in einem Auf- wachen bis zur Nacht nur sorgt und jede Minute sich mit satz über das Wiesbadener Abkommen: dem Unfaßbaren quält, zur wahren Märtyrerin unse rer Zeit. In ihr stirbt damit unendlich Wertvolles; es wird von der Not der Zeit verschüttet, zertrampelt. ,, Infolgedessen wird der Deviseneingang für unsere Industrie und den Ausfuhrhandel mit einem um so größeren Rück gang bedroht sein, je mehr Frankreich von uns bezieht." Herr Helfferich soll diese Gedankengänge seines Frattionskollegen Reichert im Auswärtigen Ausschuß in der vorigen Woche sich nicht zu eigen gemacht haben. Warum wohl? Bielleicht weil nun Herr Stinnes einen Milliardensegen für sich sichergestellt hat? Bergessen wir bei dem Kampfe gegen die Teuerung nicht, daß wir auch den Frauen ihre schier unerträgliche Bürde erleichtern müssen. Der Kampf um die Ueberschichten. Der Sächsische Landtag aufgelöst. Dresden, 14. September.( Eigener Drahtbericht.) Der Sächsische Landtag beschloß in der heutigen Sihung unter Ablehnung der sozialdemokratischen und demokratischen Anträge auf verfaffungsmäßige Einführung einer befristeten Landtagsauflösung: Dem Voltsbegehren auf Auflösung des Landtages wird stattgegeben, der Landtag löst sich sofort auf." Der Antrag wurde in namentlicher Abstimmung mit 53 Stimmen der Bürgerlichen und der kommuniflen gegen 39 Stimmen der beiden jozialdemokratischen Fraktionen angenommen. Unrühmlich wie das Verhalten der fommunistischen Landtagsfraktion seit ihrem Einzuge in den Wallet- Bau an der Brühlschen Terrasse war auch ihr Auftreten in der letzten Sizung der sichfischen Volksvertretung. Schwantten sie während des zweijährigen Nun behauptet man, daß gerade in dem Augenblick, wo Immer mehr Arbeiter nehmen, wie die jüngsten Meldungen aus Wirkens im Landtag ständig aus einem Extrem ins andere, indem infolge unseres Marksturzes die Kapitalsknappheit unsere In- den Bergwerksrevieren betonen, das Ueberschichtabkommen an. Aus fie so und so oft mit den Bürgerlichen stimmten, um in letzter Midustrie zu Betriebseinschränkungen zwinge, und Arbeitslosig- dem Ruhrgebiet wird berichtet, daß das lleberschichtabkommen bereits nute doch noch entgegen ihrer Stellung in den ersten Lesungen mit keit drohe, das Stinnes- Abkommen in die Bresche trete, um 3u 85 Proz. durchgeführt wird. den beiden sozialdemokratischen Parteien zu gehen, so schlugen sie die Not zu bannen. Demgegenüber muß doch betont werden, Die Kommunisten haben es sich ein Stück Geld fosten laffen, sich jetzt endgültig auf die Seite der Bürgerlichen, von daß, abgesehen von der außenpolitischen Wirkung, die auch haben sich sogar in geistige Untesten gestürzt, um das Ueberschicht den Demokraten bis zu den Deutschnationalen, und machten so den wir begrüßen, im Innern die Lage doch nur erschwert wer- abkommen zu vereiteln, um den Bergarbeitern vorzumachen, daß fie Sozialdemokraten die Berabschiedung wichtigster Gesetze, wie der den kann. Der Staat soll die Noten drucken, um die Kapital- dumme Teufel feien, wenn sie dem Rat der Gewerkschaftsführer Gemeindeverfassungsreform, des Gesetzes zum Schuze der Republic Inappheit der Industrie zu beheben. Durch die Notenpreffe folgten. Die„ Wirtschaftliche Rundschau" der Roten Fahne" leistete und anderer Vorlagen unmöglich. Sie bildeten die Einheitsfront soll die Industrie flott gemacht werden. Das bedeutet Breis- sich sogar drei volle Spalten, um das Ueberschichtabkommen herunter- mit den übelsten Reaktionären und waren bemüht, dieses verrätesteigerung. Diese erhöhte Inflation heißt weitere Zerrüttung zureißen. So ziemlich jede festgestellte Tatsache wird darin rische Verhalten dadurch zu verdunkeln, daß sie durch das unverder Finanzen, nach außen aber erneuter Sturz der Mart, auf den Kopf gestellt. schämte und herausfordernde Auftreten ihrer Redner und durc) zumal menn nach dem Urteil der angeführten Rechtsparteiler Deutschland führt Kohlen aus, also ist das Gerede über den ihre lärmenden Zwischenrufe bei den Reden anderer Abgeordneter unser Außenhandel durch den erhöhten Umfang der Kohlenmangel nur ein fapitalistischer Schwindel. Wie steht es mit wahre Entrüstungsstürme entfesselten. Ihr Verhalten wird ihnen Sachleistungen beeinträchtigt werden soll. dieser Kohlenausfuhr? Wir liefern Kohlen nach Holland, weil beim Wahlkampf, der nun bevorsteht, nicht vergessen werden. Da auch Herr Stinnes seinerzeit das Rathenau- Abkom- wir mit holland das bekannte Kreditabkommen geschlossen haben. men bekämpfte, müßte man wohl annehmen, daß die offiziellen Also eine Ausfuhr, die auf Gegenseitigkeit beruht. Wir liefern polksparteilichen Gegengründe auch die seinen sind. Wenn Kohlen nach der Schweiz, weil einige Zechen zum Ausbau ihrer dem aber so ist, dann bleibt doch nur die Frage offen, ob nicht Anlagen einige Millionen Schweizer Franken geliehen haben und am Ende das ganze Abkommen nur zu dem Zweck zuftande nun aus dem Mehrgewinn an Kohlen das Darlehen zurückzahlen, statt gebracht wurde, um auf Kosten des Staates und der Allge- das Kapital direkt zurückzuerstatten. Wir liefern Kohlen nach dem meinheit seinen durch den Marksturz in Be- Saargebiet, weil die Arbeiter selbst die Belieferung der drängnis geratenen Industriegruppen wie Krankenhäuser im Saargebiet mit deutscher Kohle wünschten. Wir bis 14. September nach den amtlichen Inderfeststellungen um Die Kosten der Lebenshaltung in Wien sind vom 15. Auguft der aufzuhelfen? liefern ferner Austauschtohle nach dem Saargebiet, weil man im 91 Prozent gestiegen. Nationalbayerisches. Bon Mar Quard. Portugal verzichtet auf deutsches Eigentum. Nachrichten aus Lissabon zufolge hat das portugiesische Parlament auf das Recht verzichtet, in Anwendung des§ 13 der Anlage 2 des eigentum, welches nach Inkrafttreten des Friedensvertrages nach Teiles 8 des Vertrages von Versailles deutsches Privat Portugal gelangt ist, zu beschlagnahmen. tastische Form erwachsen. Das Gebilde soll aus buntglasierter Majolita zusammengefügt werden, einem Material, das von aller fonstruktiven Strenge weit entfernt ist. Der eigentliche Sinn dieser Formen liegt im freien Spiel und in der Auflösung aller Festigkeit durch die das Licht in wechselnden Reflegen widerspiegelnde Glasur. Von der Kapelle fönnte eine Wirkung ausgehen, ähnlich wie von den phantastischen Kirchen des süddeutschen Spätbarod. Gesellschaft, pfui Teufel! Wer aber bringt das Inserat ungefürzt? Architektur in Majolika. Einen aus der Welt der Phantastik Das bayerntolle Badeblättchen, das unaufhörlich für echt teutsche stammenden Entwurf Hans Poelzigs veröffentlicht das neue Sitte" und herausfordernde Regimentsfeiern wirbt! Es hat übrigens Heft der Form". Es ist eine Waldkapelle in Majolika. recht: warum soll es nicht überall menscheln? Es menschelt überall, Aus dem Material ist dem Künstler hier eine neue plastische phanWenn's nur nach meinem Magen und dem Erfolg der Bade- auch im bayerischen Oberlande, auch in den verstecktesten Wald tur ginge, müßte das diesjährige Ferientagebuch ein einziges Lob winkeln und bei den unverdorbensten" Leutchen. Im benachauf das Land sein, in dem unser Parteitag stattfinden wird. Ich barten großen Holzdorf geht eben eine Standaluntersuchung ihren verzeichnete das mir seit 1914 nicht mehr zugestoßene Phänomen, regelrechten gerichtlichen Gang. Ein wohlhabender Bauer ist un daß ich mir diesen Sommer in Bayern an zwei fetten" Lagen ehelicher Bater eines erwachsenden Mädchens. Das hält ihn nicht beinahe den Magen verderben konnte, und alles zu immerhin noch ab, auch mit diesem zu verfehren. Als sich die Folgen melden, mäßigen Preisen im Vergleich zu denen, die mir Ahnungslosem für muß ein Vater gesucht werden. Ein armer Bursch wird ins Ge die Rückkehr nach Norden von dort mitgeteilt und angekündigt heimnis gezogen und soll für Geld und gute Worte als Water aufwerden. Aber das ist offenbar der Unterschied zwischen der natio- treten und hochzeiten. Schließlich ist diesem Burschen das Geschäft Jubiläum des Münchener Hofbräuhauses. Aus München wird nalbayerischen und der deutschen, namentlich der nordischen oder aber doch zu unsauber und er weigert sich. Da erschießt ihn der uns geschrieben: In diesem Monat kann das Gebäude des Münchener westdeutschen Volksfeele die lettere reagiert nicht auf das Ani- uneheliche Doppelvater, um den unbequemen Zeugen wegzuschaffen, Hofbräuhauses auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Im Sepmalische allein. Das ist ihr großer Fehler und ihre Berliner und fingiert einen Unglücksfall. Das wird ihm freilich nicht ge- tember 1897 mar der heutige Bau, von Heilmann und Littmann Berständnislosigkeit". Und so haben sich denn in mein Tagebuch glaubt nud nun fißt er in Boruntersuchung, wie die großstädtische ausgeführt, an Stelle des alten Hofbräuhauses, früheren herzoglichen ein paar" lose" Blätter eingeschlichen, die von mehr als von Effen Bresse unflug mitteilt, beileibe aber nicht die örtliche.... Unver- Weißbier- Brauhauses, getreten. Das ehemalige herzogliche Hofund Trinken erzählen.... fälschte, reine„ nationale Moral!" bräuhaus verdankte sein Entstehen dem Umstande, daß Herzog Wilhelm V., der ein mächtiger Säufer vor dem Herrn war, das auswärtige Bier er bezog es von Einbeck zu teuer wurde. Deshalb ließ er im Jahre 1589 ein eigenes Brauhaus errichten, das allein für den Hof Bier herstellen sollte. Man ahmte da das Einbecker Bier mit großem Erfolge nach, nur wurde aus dem Einbecker Bier im Munde der Münchener das Bockbier, das auch heute noch seine Triumphe feiert. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts begann * " * Nationale Preispolitik. Die Liebe zum Reich" Norddeutsche Mitreisende. Als ich von meinem äußert sich hier in den mannigfaltigsten Formen. Reichsfahnen Ausflug in das benachbarte Egernfee wider meine Gewohnheit mit und Reichsfarben gibt es natürlich grundsäßlich nicht. Die Kurdirek der Bahn heimfehre, weil es gießt, stürzen sie, Mann und Frau, tion flaggt in Schwarz- Weiß- Rot und Blau- Weiß, aber das Gelb gerade noch beim ersten Anziehen der Bahn ins Abteil und werfen nimmt sie aus dem ganzen Reich und ihre Badepreise erhöht sie ihre Fahrradutensilien in die Neze Sie schmollt ihm, weil er von Sprung zu Sprung trog Stinnes, obgleich die gütige Natur eine Biertelstunde zu lange Ansichtskarten gekauft hat; er meint, das Jodwasser in ewig gleichbleibender Qualität ohne jeden Auf- fie fei etwas hinter dem Mond zu Hause, weil sie nicht fapiere, der öffentliche Ausschant des Hofbieres. schlag weiter liefert. Die Gastwirte regeln die Mittagspreise einheitlich, natürlich von den paar Badehotels abgesehen. Diese Preisfonvention wäre sehr löblich, wenn sie nur nicht eine so merfwürdige Einteilung vornähme. Gut, die Eingesessenen sollen die bil ligsten Säge haben sie sind das ganze Jahr da. Aber alles Uebrige" wird zu den höchsten Sägen zusammengeworfen- deutsche Landsleute wie überseeische Valutareisende. Als wenn es außer halb des„ Burgfriedens" unseres Städtchens nur eine einzige feind- wegen der Kostspieligkeit nie in einer Stadt zum Uebernachten geliche Welt gäbe, gegen die sich dieses durch beträchtliche Preisbarri- blieben. Als sie aber nach langem Strampeln Innsbruck erreichten, faden schützen müßte! Bei einer der vielen Preiserhöhungen diefer fing es an, dunkel zu werden. Sie mußten also ein kleines Nacht letzten Wochen mache ich in höchst bescheidener Weise die Frau logis zu erreichen suchen. Deshalb sind sie durchgefahren" und Wirtin darauf aufmerksam, daß die Bayern vorangestellt!-auch nicht nach Innsbrud zurüdgekommen. und wir übrigen" Reichsdeutschen uns doch schließlich landsmännisch usw. usw. noch etwas näher stehen, als uns beiden die So aber lernen sich Nord- und Süddeutschland gründlich" Franzosen, Engländer, Amerikaner. Dieser nationale Appell hat fennen! Das heißt, gewisse Schichten aus beiden, die so national" zeichen für sie eine nicht zu unterschäßende Einnahmequelle bedeuten aber nicht die mindeste Wirkung im„ nationalen" Bayern. Er er sind, daß sie den deutschen Wald mit all feinem natürlichen Gezielt etwas ganz anderes: im Hintergrund der Bierbänke des Bräus ftrüpp vor lauter Bäumen nicht sehen können. erhebt sich ein stämmiger Spießer, der das Gespräch gehört hat, und schleudert mir das furchtbare Wort„ Berlin" an den Kopf. Machen's dort anderst? Hee??" Und das ganze Gastzimmer droht sich zu erheben, nämlich gegen mich, den Friedensstörer. * daß eigene Aufnahmen mit den teuren Platten immer noch sechs= mal loftspieliger feien, als die großartigen Bostkartenaufnahmen. gierung, die sich auf die Propaganda gut versteht, ist sich auch des Die Sowjets und die Briefmartensammler. Die russische Re Wir erfahren, daß er Bureauarbeiter bei der Polizei einer großen Propagandawertes der Briefmarken wohl bewußt. So hat sie feit preußischen Provizialstadt ist und daß fie auch einmal" gereift einigen Monaten ein eigenes philatelistisches Bureau geschaffen, find, weil das heute noch billiger ist, als ein paar Stiewel". Bis das zunächst für die Beurteilung neuer Martenausgaben zuständig wieweit sie denn gekommen feien mit dem Rad? Bis Innsbrud, oder eigentlich nur durch Innsbruck durch". Wieso? Sie seien gut und technisch ziemlich einwandfrei. ist. Schon ein Teil der bisherigen Sowjetmarfen war fünstlerisch Ausgaben hofft man darin noch weiter zu kommen. Darüber hinMit den bevorstehenden aus ist das Bureau aber auch mit der Feststellung der provisorischen Briefmarkenausgaben betraut worden, die seit der Revolution in den russischen Provinzen erschienen sind. Der größte Teil dieser Marken ist, da es an einer zwedentsprechenden amtlichen Registrierung fehlte, bisher in Europa noch ziemlich unbekannt geblieben. Schließlich läßt die Sowjetregierung, die eingesehen hat, daß ihre Postwertfönnen, im ganzen Lande die gebrauchten Briefmarken Rußlands durch freiwillige und durch bezahlte Helfer sammeln und dann durch eigene Agenten im Ausland vertreiben. Dies geschieht jedoch in amerikanischen Wohlfahrtsorganisationen, hauptsächlich zum Besten erster Linie zu wohltätigen Zwecken, zum Teil Hand in Hand mit der notleidenden Bevölkerung in den vom Hunger heimgesuchten Provinzen. Kants Grabmal. Die Königsberger Etadtverordneten versammlung stimmte dem Vorschlage des Magistrats zu, eine Stiftung von 300 000 m. zur Herstellung einer würdigen Rant: ,, Nationale" Moral. Die Verderbtheit des reisenden Grabstätte anzunehmen, die Gebeine Rants an ihrer Ruhestätte zu Bublifums bringt bekanntlich manchen bisher stillen und reinen laffen und darüber ein Grabmal zu errichten. Ein beschränkter Winkel Deutschlands in Gefahr. So hatten auch hier zwei Lebe Wettbewerb zur Erlangung eines geeigneten Entwurfs wird aus. männer" von auswärts nichts Eiligeres zu tun, als sofort nach geschrieben. Damit ist die bereits vor dem Kriege erörterte Frage, ihrer Ankunft hier ein Inserat zweds Auffindung fröhlicher und die auch in den letzten Jahren mehrfach die Deffentlichkeit beschäftigte, zwangloser Badegesellschaft" aufzugeben. Sittenlose, großstädtische zu einem endgültigen Abschluß gelangt. bejchä " Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Werkbundes ist vom Bunde mit der Eine Wanderausstellung Die Form". Die Bürttembergische Durchführung der für Herbst 1923 geplanten Banderausstellung orm" beauftragt worden. Die Ausstellung soll unter Ausschluß jeder Die ornamentgeichmückten Arbeit die neue Form und ihre Ausdiudsweise zur Tarnellung bringen. Nr. 4ZS ♦ AH. Fahrgang Seilage öes Vorwärts 5reitag. 15. September?H22 Um öen Straßenbahntarif. Die Zukunft der Guter Berlins.— Gine Hilfsaktion für den Zoo. von der Stadtverordnetenversammlung wurden gestern die in den Ferien von dem ständigen Haushaltausschuß be- schlossenen und auch sogleich in Kraft gesetzten Lohnerhöhungen und Tarif st eigerungen nachträglich genehmigt. Ueber die jetzt vom Magistrat in einer Dringlichkeitsvorlage beantragte neue Erhöhung des Straßenbahntarifs kam es zu einer Debatte, in der die beiden sozialdemokratischen Fraktionen durch ihre Redner die sinnlose Politik der Kommunisten bekämpften. Betont wurde auch, daß die Erhöhung des Straßenbahntarifes als Ausgleich die Einführung eines Staffeltarifs erfordert. Bürgermeister Ritter hob hervor, daß die Eiscnbahnverwal- t u n g den vielgerühmten billigen Stadtbahntarif wettmacht durch ihre hohen Frachttarife, die den Berlinern die Lebens- mittelzufuhrverteuern. Uebcr die Erhöhung des Straßen- bahntarifes wird zunächst noch der chaushaltausschuß beraten. Aus- fchußberatung wurde auch beschlossen für die Vorlage betreffend die Aenderung der Wirtschaftsform der Berliner Güter. Einmütigkeit aller Fraktionen zeigte sich bei einem Dringlichkeitsantrag, der zu einer schleunigen Hilfsaktion der Stadt, Staat und Reich für den in seinem Weiterbestand bedrohten Zoologischen Garten auf- rief. Den Anlaß zu diesem von allen Fraktionen gemeinsam ein- gebrachten Antrag hatte die im„Vorwärts" gebrachte Nachricht ge- geben, daß die Schließung des Zoo für die Wintermonate nicht ab- zuwenden sei. • 5n der um 5% Uhr begonnenen ordentlichen Sitzung erhob die Versammlung zunächst nach dem Referat von P f a n n k u ch(Soz.) ohne Erörterung die einstimmig zustande gekommene Ausschuhvor- läge zum Beschluß, wonach 1. der Magistrat ersucht wird, allen Ar- beitern und Arbeiterinnen der städtischen Blindenanstalt eine nach dem monatlichen Einkommen abgestufte Kleiderbeihilfe zu gewähren: ein« solche soll auch den Kindern und Jugendlichen zuteil werden: 2. folgende Unterstützungshöchstsötze für Armenrentenempfänger festgesetzt werden sollen: lau- sende Unterstützungen an einzelne Personen bis zu 8 M., an kinderlose Ehepaars bis zu 1200 M., an Familien mit einem un- erwachsenen Kind bis zu 148t> M., für jedes weitere Kind mehr 230 M., Pflegegeld für ein Kind bis zu 4V0 M., Zusatz- Unterstützungen über die laufenden hinaus innerhalb drei Monaten einmal bis zu 300 M., einmalige Unterstützungen an andere Personen bis zu 400 M. Darauf beschäftigte sich die Vcr- fammlung wiederum mit der Frage der Verpachtung städtischer Güter und mit dem Problem der Ueberführung der städtischen Güteroerwaltung in eine andere Rechts- und Wirt- f ch a f t s f o r m. Diele Verhandlung wurde durcl, eine kleine interne Feier unterbrochen. Vorsteber Dr. Caspar! brachte der Kollegin Frau F a h r e n w a l d zur Vollendung ihres 70. Lebensjahres unter allseitigem Beifall die Glückwünsche der Versammlung dar und knüpfte den Wunsch daran, daß die verehrte Kollegin noch recht viele Jahre in gleicher geistiger und körperlicher Frische ihren Arbeiten im Dienste der Allgemeinheit nachkonimen möge. Die Gc- feierte, deren Platz mit einem schönen Blumenstrauß geschmückt war, dankte mit bewegten Worten und erneuerte das Gelöbnis, auch weiter ibre ganze Kraft einzusetzen, um dem Ziele, daß jeder Mensch zu essen und zu arbeiten hat, näherzukommen.— Der Verpachtung der vier städtischen Güter Osdorf, Sputendorf, Mühlenbeck und Birkholz hat die Mehrheit des Ausschusses zugestimmt. Die Magistratsvorlage wegen Aenderung der Form der Güteroerwaltung nimmt eine„Berliner S t a d t- G ü t e r- G. m. b. H* in Aus- ficht, die eine absolut freie Stellung der Güterverwaltung ermöglicht, um jederzeit den Erfordernissen einer mit allen neuzeitlichen Mitteln arbeitenden Wirtschaftsführung unverzüglich zu genügen. Die oll- gemeine Verpachtung erscheint nach der Begründung dem Ma- gistrat unerwünscht, da er in erster Linie darauf bedacht sein mußte, die Verwaltung selbst in der Hand zu behalten. Die Aussprache bewegte sich in der Hauptsache um dieses allgemeine Wirtschaftsproblsm. Gegen die Verpachtung der ge- nannten vier Güter erklärten sich auch diesmal Dörr namens der Kommunisten. Deitmer namens der U. Soz., während unsere Genossen, für die B r o l a t das Wort führte, der Verpachtung der vier Güter aus den besonderen dafür in Betrocht kommenden Gründen zustimmten. Gegen die vom Magistrat in Vorschlag ge- brachte G. m b. H. für die Bewirtschaftung des übrigen umfang- reichen städtischen Güterbestandes wandten sich die bürgerlichen Redner, Peter(Dnat.) und mit besonderer Schärfe Dr. Micha- e l i s von den Demokraten und Pastor Kröpelin(D. Vp.)— Müller-Franken(W.-P.) erklärte diese G. m. b. H. für die denkbar unglücklichste Form, die betriebstechnisch hätte gewählt werden können. Schließlich wurde von der Mehrheit die V e r- Pachtung der vier Güter und Ausschußberatung für die Magistratsvorlage beschlossen. Bei den Vorlagen betr. die Deckung der Mehrausgaben der Werksoerwaltungen feit l. Juli 1322, die Regelung der Bezüge der nichtständigen Angestellten, die Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter und Gutsarbeiter für Juli und August 1922, die Neufest- sctzung der Kur- und Verpflegungskosten in den städtischen Anstalten und der Gebührensätze für Krankentransporte, sowie betr. die teil- weise Deckung des Fehlbetrages 1922 wurden auch die Dring- lichteitsvorlagen des Magistrats wegen Erhöhung des Straßenbahntarifs auf 12 M. und des Wasferpreises auf 13 M. mitberaien, da der am Dienstag von Dr. Weyl erhobene Widerspruch zurückgenommen war und der gestrige Widerspruch der Kommunisten keine Mehrheit fand. In der ausgedehnten Be- sprcchung dieses Materials war man sich darüber einig, daß die Vorlagen größtenteils um so mehr zur Verabschiedung reif seien, als die tatsächliche Entwicklung sie inzwischen wiederum längst überbolt habe. Gegen Dörr, der abermals prinzipiell die unentgeltliche Be- Nutzung der Straßenbahn durch die Bevölkerung, die unentgeltliche Lieferung von Gas, Wasier usw. an die Interessenten forderte und auch hier wieder gegen die Einigungsbestrebungen der SPD. und USPD. heftig polemisierte, hob Dr. W e n l scharf hervor, daß es praktisch darauf ankomme, für die Arbeiterschaft herauszuholen, was herauszuholen ist, während es den Kommunisten darauf anzukommen scheine, die Sclbstzersleischung der Arbeiterparteien traditionell zu gestalten. Zu den Dringlichkeitsvorlagen bemerkte Dr. Weyl, daß ein höherer Iahrpreis für die Straßenbahn — und zwar 10, nicht 12 M.— diesmal dem Magistrat nur zugestanden werde, wenn er für eine Staffelung, für einen Zonentarif Vorsorge treffe, und daß eben- sowenig eine Gaspreiserhöhung Aussicht habe, wenn nicht die wieder- holte Forderung der Versammlung auf Rücksichtnahme auf die Minderbemittelten bei der Gaspreisnortniening endlich beachtet werde. Im Punkt der Erhöhung der Krankenhaus- und Krankentransportpebühren verlangte Dr. Weyl im Gegensatz zum Magistrat die Beseitigung der Gebühr für die Entbindungen Einheimischer, der Steuer für Neugeborene und eine besondere Vorlage betr. die Höchstsätze von Krankentransportkostcn für Aus- länder. Mit diesen Aenderungen wurden die vorerwähnten älteren Vorlagen genehmigt, nachdem auch Dr. L o h m a n n kSoz.) gerade im Interesse der arbeitenden Bevölkerung von Groß-Berlin.fierrn Dörr scharf entgegengetreten war. Die Dringlichkeitsvorlagen gingen mit den dazu gestellten Abänderungsantrügen an den Haushalts- ausfchuß, dem auch die Vorlage wegen Deckung des Fehlbetrages 1922 überwiesen wurde. Zum Schluß gelangte noch nach Erledigung einer Reihe kleine- rer Vorlagen ein Antrag aller Parteien zur Annahme, der die Offenhaltung des Zoologischen Gariens auch während des Winters bezweckt und den Magistrat auffordert, sofort Schritte zu tun, um durch Reich, Staat und Gemeinde die Fortführung des gemeinnützigen Instituts zu ermöglichen.— Ein weiterer Antrag aller Fraktionen, der Protest erhebt gegen die an- oeblich beim Magistrai bestehende Absicht, im Winter wegen der Kohlennot auf sechs Wochen einen allgemeinen Schulschluß durch- zuführen, fand ebenfalls, und zwar dieser ohne jede Erörterung, ein- mlltige Annahme. Nach �10 Uhr trat damit der Schluß der Lsfent- lichen Sitzung ein. Staöt in Not! Einschränkung der Berliner städtischen Ausgaben. Die katastrophal sich steigernd« Geldentwertung hat den Berliner Stadtsäckel in einer Weise erschöpft, die das schlimmste für die Ge- samtheit befürchten läßt. Die Not, die drohend an die Türen klopft, Hot den Magistrat genötigt, sich erneut mit Maßnahmen zur Ein- schränkung der städtischen Ausgaben, wie sie durch das Zurückbleiben der Einnahmen hinter den Ausgaben infolge der Geldentwertung notwendig werden, zu beschäftigen. Der Magistrat beschloß: die Einstellung aller hoch, und Tiefbau ien in der ganzen Verwaltung, bei weichen die Arbeiten noch nicht er- heblich begonnen haben, ohne Rücksicht daraus,, ob das Material schon beschaff! Ist oder nicht: «Ine scchswöchentliche Unterbrechung des Schulunterrichts im Winter zur Ersparung der in dieser Zeit nötigen heizungemengen, dafür werden die herbslferien wegfallen; die Zusammenlegung gering besuchter Oberkiossen in den städtischen Schulen. Dagegen sollen die Arbeiten am Krankenhaus Moabit fortgesetzt werden.— Uebcr die Einstellung des Baues des Krematoriums in der Di«stelm«yerstraße wurde die Beschlußfassung ausgesetzt. Endlich beschloß der Magistrat, einen Aufruf an alle städtischen Dienststellen, Beamten, Angestellten und Arbeiter, auf allen Gebieten größte Sparsamkeit zu halten,.um wenigstens die notdürftige Auf- rechierhaltung der städtischen Haushaltswirt. f ch a f t zu ermöglichen. * Wie eine Berliner Korrespondenz erfährt, hat dieser Beschluß einstweilen nur prinzipielle Bedeutung. Eine besondere Kommission wird in den nächsten Tagen dann die näheren Einzelheiten über die Stillegung der Bauten festlegen. Der Bau der Nord-Südbahn wird durch diesen Beschluß keinesfalls berührt. Im wesentlichen dürft« es sich um Vergrößerung?- bauten von Bezirkeämtern und sonstigen städtischen Verwaltungs- gebäuden handeln. Das Nattengist in öer Lrotfuppe. Mordversuch einer Fünfzehnjährigen. Ein erschütterndes Bild von dem Weg eines Proletarierkindcs erhielt man gestern in einer Verhandlung, die vor der Ferienstras- kammer des Landgerichts III gegen die erst IS Jahre alte Klara Lehmann wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und wegen Dieb- stahls stattfand. Nach den Ermittlungen der Berliner Zentrole für Jugendfür- sorge ist die L. das Opfer unglücklicher Wohn- und Fomilienverhölt- nisse. Ihre Eltern hausten in einer Laube in der Jungfernheide, wo das Kind mit den anderen Geschwistern vollkommen u n b e- a u f s i ch t i g t und sich selbst überlassen aufwuchs. Wiederholt kam es vor, daß das Mädchen, weil es vor Schmutz und llnge- ziefer starrte, aus der Schule heimgeschickt wurde, um sich zu säubern, oder daß es übernächtigt während des Unter- richte? einschlief, da es eine Ballettschule besuchte und die halbe Nacht tanzen mußte. Alle möglichen Stellungen, die die Lehmann nach ihrer Schulzeit annahm, wechselte sie schon nach Togen, da sie nirgends genug Geld verdiente. Schließ- lich beschäftigte sich die Jugendfürsorge mit diesem völlig haltlosen und verwahrlosten Geschöpf und brachte es zu einem Avotheter B. in Werneuchen als Dienstmädchen. Dort wurde die L. von der Köchin scharf herangenommen. Ein kleiner Diebstahl gegen ihren Brotherrn— sie hatte 290 M. entwendet— hatte auch nicht gerade dazu beigetragen, das Mädchen besonders liebevoll zu behandeln, und aus diesen Gründen tauchte in ihr der ungeheuerliche Gedanke auf, sich zu rächen und die Apotheker- familie nebst der Köchin zu vergiften. Mit Ratten- gift vergiftete sie die Abendsuppe, und nur dem Umstände, daß der Apotheker sofort beim ersten Löffel der Brotsuppe merkte, daß hier etwas nicht in Ordnung sei, verdankte er, feine Angehörigen und die Köchin das Leben. Gegen die L. war eine Verhandlung in dieser Sache schon der Vertagung anheimgefallen, da sie aus Zlntraq ihres Verteidigers Rechtsanwalt Grünwold zunächst von dem Sanitätsrat Dr. Leppmann auf ihren Geisteszustand beobachtet werden sollte. Sanitätsrat Dr. Leppmann bekundete in der gestrigen Verhandlung, daß die Angeklagte ein bedauernswertes erblich be- lastete? Geschöpf sei, das kindisch und willens- Sachawachiak der Eskimo. Von Ejnar Mikkelfen. Die Schiffe gehen auf f?ang mit Nuwut als Station. Sie kreuzen vor dem Packeis, an jeder Mastspitze einen Auslug, von dem scharfäugige Männer den Blick unaufhörlich über das Meer gleiten lassen, und wehe dem Wal, der in ihren Gesichts- kreis kommt. Er bläst!— das ist das Signal zum Beginn der Jagd: der Kapitän an den Most, die Boote werden auf Re- lingshöhe hinabgelassen, die Maschine stoppt, und nur mit den Segeln wird auf den nichtsahnenden Wal zu manövriert. Ein Kommando fällt von der Mastspitze:„abfieren"— sechs Boote tauchen gleichzeitig ins Wasser, schießen von der Schute los, den Harpunierer am Steven, den Bootsmann am Heck, acht Mann an den Rudern. Ein wenig seebefahrener Mann hat Angst, springt, aber zu spät, fällt zwischen Schut« und Boot. Eine Sekunde, und man hätte ihn aufgefischt— aber nein— der Wal ist un- ersetzlich, der Seemann nicht— oder man kann ihn jedenfalls entbehren, und das Boot schießt fort. Fluchen seine Käme- raden darnber, wird nicht geantwortet, und bekommen sie Ant- wort, ist sie klar und deutlich, nicht mißzuverfteben:„Rudert weiter, Kerls, und haltet's Maul: es gibt genug Seeleute." Ist der Wal gefangen, wird er an die Kiifte bugsiert, wo stets mehrere Schiffe liegen, deren Besatzung eifrig damit be- schästigt ist, dem mächtigen Tier den Kopf abzuschneiden, ihn an Bord zu werfen und die Barten auszulösen. Dann wird der Körper abgezogen, der Speck jn Stücke gebockt und in große Tanks oder Tonnen gestopft, während man den Zentner- schweren Körper treiben läßt: das Schiff macht klar, die Boote werden geheißt, der Anker aufgezogen, und mit wehender Flagge und'untcr dem Gellen der Domvkpfcife sticht die Schute wieder in See, auf Jagd nach dem kostbaren Wal. Aber der Sommer vergeht— er ist kurz in Ruwuk. Die Sonne steht niedrig am Himmel, wärmt nicht mehr, vermag nicht mehr die großen Schneehaufen, die auf dem Lande liegen, zu schmelzen. Noch kommen die Schiffe nach der Küste mit Walfischen im Schlepptau, aber vereist. Außen am Schiff ist Eis, und das Deck ist unter Eis und Blut begraben; dle Takelage hängt voller Reif, und jedesmal, wenn die Besatzung ein Tau an- rührt, fallen große Eiszapfen krachend auf Deck. Die Segel find steif gefroren und die Stimmung unter den Leuten ist sehr schlecht: immer frieren sie, sind unterernährt und werden Tag und Nacht geschunden. Aufrührerische Stimmen werden laut— aber im Achter wimmelt das Schiff von Vorgesetzten— eine Handspake an den Kopf, das hebt die Laune— ein Schuß, wenn nichts anderes hilft— und am Abend sitzen Kapitän und Steuer- mann über den Kajütentisch gebeugt und malen ins Journal: Matrose John Brown starb heute nach dreitägiger, heftiger Lungenentzündung! Eines Tages fetzt sich das Eis am Lande fest, es wird im Ernst jetzt Herbst. Schiff auf Schiff hat den Fangvlatz ver- lassen und ist südwärts gegangen, nach milderen Himmels- strichen: aber der Rest der Flotte Hot immer noch einen guten Fang und bleibt bei Ruwuk, bis der Aufenthalt unmöglich wird,. �. Ein Schiff wird vom Eis zerquetscht, und die Besatzung auf die anderen Schuten verteilt: ober als die Eskimos eines Morgens aufwachen, sehen sie den Walsischfänger„Bowhead" weit auf Land gesetzt mit zerschmetterter Steucrbordseit?. Poster, der Kapitän, ist noch betrunken, so betrunken, daß er immer noch auf der Brücke steht und navigiert: er brüllt Be- fehle in den schneidenden Wind über das totgeweibte Schiff hin, die Leute arbeiten, er glaubt, sie führen seine Befehle aus, aber sie retten nur ihr Leben und lassen den Kapitän stehe», Er hat es verdient. Dreimal hat ihn der Steuermann gewarnt, das Eis setze sich an Land fest, beim vierten Male versuchte er den Verrückten zur Vcrnunfr zu rütteln.„Was sagst du, Steuermann, das Eis kommt? Laß es nur kommen— was geht das mich an, i.b war sa zuerst hier!" Und dann schloß er sich mit seinem Whiskyfaß ein, während die Schute auf Land lief und Vermögen verloren gingen. Nun ist es Zeit, fortzukommen, wenn Gut und Schiff ge- borgen werden sollen.„Bowheads" Besatzung wird auf die übrigen, jetzt weit übermannten Schiffe verteilt, und dann sstcht die Flotte südwärts, verschwindet im Schneegestöber. Zurück in dem öden Ruwuk bleiben die Eskimos, der Winter hat angefangen, und man ist nur schlecht gerüstet— das Leben mit den Walfischiängern hat seine Spuren hinter- lassen— die letzten Spiritusdünste sind noch nicht verschwun- den, aber Schlimmeres hat sich ereignet, weit, weit Schlimme- res. Das Zusammenleben mit den Walfischfängern hat Krankheiten für Männer und Frauen gebracht, Krankheiten. welche die Eingeborenen wohl von früheren Besuchen her kannten, aber gegen die sie kein Heilmittel besitzen. Die Schiffe waren fort, der Herbst fing an, aber man war nicht mehr allein wie vorher— drei weiße Männer hatten sich an dem Wohnplatz niedergelassen. Zwei von ihnen waren Seeleute, die von der Flotte ausgerückt waren, sich an Land versteckt hatten, aber nun zum Vorschein kanien, sicher, daß die Strafe sie nicht mehr erreichen konnte. Sic hießen Jim Hacklett und Joe.—„Schwarzer Joe" hatten ihn seine Kameraden an Bord der Flotte genannt—„Schwarzer Joe" nannten ihn die Eskimos nun. Der dritte Mann war von einer Art, die die Eskimos früher nicht gekannt hatten. Weiß war er und sprach die Sprache der Weißen, aber dann hörte auch die Aehnlichkeit auf. Die anderen, die beiden von den Walfischsängerschiffen, fluchten und schwuren, tranken und schlugen sich— aber er war still, ging friedlich umher und sprach mit den Eskimos. Er setzte sich zu den Frauen und spielte mit den Kindern, er trank nicht, im Gegenteil, man hatte ihn oft unverständliche Worte zu angetrunkenen Walfischsänger-Seeleutcn sprechen hören, und er hatte sie gehindert, den Eskimos Branntwein zu geben. Er brachte keine Krankbeiten, kam aber oft in die Zelte der Kranken: er gab ihnen Medizin und versuchte, die Verfehlungen seiner Landsleute wieder gutzumachen, und überall an der Küste sprachen die Eingeborenen von dem stillen Weißen. Ihre Zungen konnten seinen schweren Namen kaum bewälttgen.— Missionär nannten sie ihn, sie glaubten, er hieße so, und erst lange danach lernten sie seinen richtigen Namen— Hostings, Ervard mit Vornamen, N'iwuks erster Missionär. Und Ruhe kehrte auf dem Wobnplatze ein, während die Sonne immer tiefer sank. Die Eskimos— bis auf die Kran- kcn— hatten fast die Ausschweifungev des Sommers ver- gessen und glaubten, daß alles wieder in denselben Gong kommen würde, wie in früheren Iahren: aber sie irrten sich, die Zivilisation hatte ihren Einzug in Nuwuk gehalten, ihre Pioniere hatten sich dort niedergelassen, eine neue Zeit sollte anbrechen. Aus„Bowheads" Wrack hatten Jim Hacklett und der schwarze Joe sich ein Haus gebaut, und fern von ihnen wohnte Mr. Hostings in Sachawachiaks Iglu. lFortfetzung folgt.) wach eine verminderte Widerstandskraft gegen vorhandene oder plöglich auftauchende verbrecherische Triebe befize. Das Gericht berücksichtigte in seinem Urteil auch alle diese Momente und ver= urteilte, entgegen dem Antrag des Staatsanwalts, der 3 Jahre Gefängnis beantragt hatte, die L. zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis. Gleichzeitig beschloß das Gericht, eine bedingte Be gnadigung dann eintreten lassen zu wollen, wenn die Zentrale für Jugendfürsorge eine Entscheidung über die Fürsorgeerziehung der Lehmann getroffen hat. Simili für Gold. Der Trid eines Witwenfängers. Einen Schwindler eigener Art sucht die hiesige Kriminalpolizei. Eine ganze Reihe von Anzeigen, die gegen ihn vorliegen, zeigen, daß der Mann ganz ungewöhnliches Glück in der Liebe" hat. Es ift cin Mann, Mitte der dreißiger Jahre, der überall, sei es in Berlin, sei es in Vororten, Dantenbekanntschaften sucht und findet. Besonders an den Krankentaifen und an sonstigen Stellen, wo Frauen oder Mädchen anstehen, sucht er seine Opfer. Am liebsten nähert er sich Witwen, die er an den doppelten Trouringen erkennt. Er spricht fie an und beteuert ihnen, schon nach wenigen Worten, feine heiße Liebe, und lädt sie ein, mit ihm ein Lokal aufzusuchen. Troß seiner 3udringlichkeit findet er auch viele Witwen, die seiner Einladung nach tommen In dem Lokal beteuert er wiederum, daß er in heißer Liebe für sie entbrannt sei, und sie müsse ihm versprechen, zu einem Stelldichein zu fommen. Als Unterpfand der Liebe schenkt er ihnen dann einen großen schönen Brillantring und erbittet und erhält als Gegenpfand die Trauringe. Der Schwindler läßt sich dann nicht mehr sehen, und erst zu spät erfahren die Betregenen, daß sie ihre goldenen Trauringe gegen einen ganz wertlofen Similiring eingetauscht haben. Ueber 40 derartige Fälle sind der Kriminalpolizei bekannt. Zweifellos haben viele andere Geschädigte aus falscher Scham noch keine Anzeige gemacht. Zur Ermittlung des geriffenen Gauners ist es jedoch dringend erwünscht, daß sich diese oder andere Personen, die über den Schwindler Angaben machen fönnen, bei der Inspektion B21 melden. Der itmenfänger", der bald Jockei, bald Chauffeur, zuweilen aber nur ein ehrbarer Schufter sein wollte, ist etwa 1,70 Meter groß, hat dunkles Hear und geht immer gut gekleidet. " Straßenbahn- Spätverkehr. Enthüllungen aus dem Schönheitssalon. Groß- Berliner Parteinachrichten. lung wegen aus. 9. Kreis. Wilmersdorf. Die Lesegemeinschaft fällt der öffentlichen Versamm 16. Areis. Röpenid. Die Funktionärinnenkonferenz am Freitag, den 15. Gep Achtung, Männerchor Friedrichshain. Die Mitglieder des Chors treffen fich heute abend 46 Uhr in den Brachtfälen des Ostens, Frankfurter Allee. tember, fällt aus. 4. Kreis. Prenzlauer Berg. Kreisbildungsausschuß. Sonnabend, den 16. September, 7 Uhr, bei Blessin, Stargarder Str. 3, Einführungsabend für die Besichtigung der Funkenstation Nauen. Charlottenburg- Spandau. Ab 15. September wieder Juristische Sprechstunde von 5-7 Uhr im Jugendheim Charlottenburg, Rosinenstr. 4. Unter der Bezeichnung Salon de beauté"( Schönheitssalon) und Institut Juno" betrieb die Masseuse Schmidt in der Potsdamer Straße ein angebliches Massageinstitut, das aber tatsächlich nur das Die Schmidt, die Aushängeschild eines unfittlichen Gemerbes war. bereits wegen Sittlichkeitsdelikten mit 6 Monaten Gefängnis vorbestraft ist, hiel sich in ihrem Institut drei weibliche Angestellte, die fie in den Räumen ihres Instituts an ihre Kundschaft verkuppelte. Durch eindeutige Zeitungsinserate lockte sie zahlungsfähige Herren in ihre Wohnung, die je nach ihrer Veranlagung dort dem Masochismus oder Sadismus huldigen tonnten. Um die rätige Stimmung für die Orgien zu schaffen, vertrieb der Bureauangestellte Wilhelm Post an die Kavaliere unzüchtige Schriften zu entsprechenden Preisen. Allmählich nahm der Betrieb einen solchen Umfang an, daß die Kriminalpolizei darauf aufmertfam wurde und eines Tages die ganze Gesellschaft aushob. Unter den Angetroffenen befand sich auch ein bekannter Berliner Rechtsanwalt S. In der gestrigen Verhandlung gegen die Schmidt und fällen". Post bezeichnete der Vorsitzende die Handlungsweise der Schmidt als Heinersdorfer Str. 18, Bortrag: ,, Der Bersailler Friedensvertrag und die ein Verbrechen am Bolte, das mitschuld an der Arbeiterklasse". ninervung der heutigen Generation sei. Das Gericht erkannte gegen die Schmidt auf 1 Jahr Gefängnis und 13 000 Mark Geldstrafe sowie 5 Jahre Ehrverlust und gegen den Angeklagten Post auf eine Geldstrafe von 100 m. Ein Sechzigjähriger. Genosse Ernst Köhler, Eulerstr. 22, vollendet heute sein 60. Lebensjahr. Der Jubilar stand in den acht ziger Jahren unter dem Sozialistengesetz tatkräftig feinen Mann und ist dem„ Vorwärts" als Abonnent vom ersten Tage seines Erscheinens bis heute treu geblieben. Wiederaufrollung des Mordprozesses Singh? Wie erinnerlich, ist die Frau des indischen Barons Singh geb. Beder seinerzeit megen Anstiftung zum Gattenmorde zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Nachdem bereits vor längerer Zeit ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens auf Grund von Geistes gestört beit vor der Tat abgelehnt worden ist, bemübt sich der Verteidiger erneut, eine Revision des Urteils her beizuführen, so daß der ganze Mordprozeß, der seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregte, aufs neue aufgerollt wird. Erhöhung der Droschfentarife. Der Magistrat hat angesichts der steigenden Teuerung aller Betriebsmittel der Erhöhung der Fahrpreise bei den Benzindroschken auf die 120 fa che Friedenstage III zugestimmt, bei den Elettrodroschten auf die 100 fa che und bei den Pferdebroschten auf die 80fache Tage III. der Beschluß tritt erst nach Zustimmung des Polizeipräsidenten in Kraft. Um vielfach geäußerten Wünschen nach einer besseren Bedienung des Spätverkehrs Rechnung zu tragen und um zugleich Anschluß an die auf den Berliner Fernbahnhöfen noch spät eintreffenden Züge herzustellen, wird vom 16. d. M. ab der Spätbetrieb auf den Erhöhung des Wasserpreises. Der Magistrat bat dem Anhauptsächlich in Frage kommenden Straßenbahnlinien erweitert trage der Direktion der städtischen Wasserwerke auf Erhöhung werden, so daß die letzten Wagen nach den verschiedenen Hauptver- des afferpreises auf 13 M. pro Kubitmeter für private afferentnahme und auf 10 m. für tehrsrichtungen allgemein gegen 1,45 Uhr aus dem Stadtinnern afierentnahme zu öffentlichen Zweden zugestimmt. verfehren, und zwar: 1 Nach Moabit Linie 11 bis 1,30 ab Görlizer Bahnhof, Mitgliedsfarten als Drucksachen. Nach einer jetzt ergangenen Linie 13 bis 1.45 ab Spittelmarkt.- Nach Norden, Müller- Puslegung des Drucksachenparagraphen der Postordnung durch das straße, Ede Seestraße Linie 43 bis 1,45 ab Krausenstraße. teichspostministerium hat der betreffende Paragraph eine ErNoch Tegel Linie 25 bis 1,40 ab Charlottenstraße. Nach weiterung erfahren. Bisher durften Drucksachen, die hand Reinickendorf Rathaus, Linie 32 bis 1,45 ab Charlotten- schriftliche oder mechanisch gefertigte Busäge enthielten, nicht als ftraße, bis Pankower Allee Linie 36 bis 1,45 ab Alexanderplatz. Druckfachen versandt werden, da sie Mitteilungen besonderer Art an Rach Pantom und Niederschönhausen, Bismarcplag, den Empfänger darstellten. Daher wurde auch die Möglichkeit des Linie 30 bis 1,50 ab Charlottenstraße Nach der Schönhauser eriandes von Mitgliedstarten, auf der der Name Allee, Bantom und Nordend Linie 47 bis 1,45 ab Spittel- des Empfängers stand, nicht zugelassen. Jetzt ist diese Art von markt. Linie 57 bis 1.45 ab Leipziger Platz, Linie 49 bis 1,45 ab Starien auch als solche versendbar, da die Beifügung des Namens Alexanderplatz. Nach dem 3entralpiehhof Linie 81 bis als Empfängerangabe angesehen wird. 1.40 ab Ranonierstraße. Nach Lichtenberg, Siegfriedstraße, Linie 69 bis 1,45 ab Leipziger Blaz. Nach dem Görliger Bahnhof Linie 11 bis 1,30 ab Wiebestraße. Noch Treptow und Niederschöneweide Linie 83 bis 2,00 ab Behrenstraße. Nach Neukölln und Brit Linie 55 bis 1,45 ab Behrenstraße. Nc Tempelhof und Mariendorf Linie 73 bis 1,50 ab Behrenstroße. Nach Lichterfelde, Drakeftraße, Linie 40 bis 12.03 ch Französische Straße.- Roch Stealik, LichterfeldeChauffee Linie 40 bis 1,48 ab Französische Straße, Linie F bis 1.48 ob Bohnhof Zoologischer Garten. Nach Wilmersdorf, Saiferplay, Linie 69 bis 1,50 ab Spittelmarkt.-Nach Halensee Linie 91 bis 1,35 ab Spittelmarkt. Linie 176 bis 1.45 ab Lintstraße. Nach Charlottenburg Linie 80 bis 1.45 ab Französische Straße, Linie N bis 1,58 ab Kupfergraben. Linie 1( Stadtring) Richtung A bis 1,34 ab Rofenthaler Blaz, 1,58 ab Hallesches Tor, Richtung B bis 1,41 ab Brandenburgstraße 2,08 ab Rosenthaler Play. Die verführerischen Devisen. Ein Kaffenbote mit 6 Millionen Mark durchgebrannt. Bei einer Bant im Zentrum Berlins war als Rassenbote ein 25 Jahre alter Karl Werner aus der Landgrafenstr. 6 seit längerer Zeit beschäftigt. Werner genoß eine Vertrauensstellung, die er bis her zur Zufriedenheit des Bankhauses ausfüllte. Zu seinen Ob. liegenheiten gehörte es, hohe Beträge von ausländischen Geldmitteln von dem Banthaus nach großen Geschäftshäusern zu bringen. So erhielt er gestern mittag wieder Devisen im Werte von über 6 Millionen Mart, um sie an verschiedenen Stellen abzuliefern. An einer einzigen Stelle, wo er für eine Million polnische Mark abzuliefern hatte, erschien er auch, anscheinend, weil er für diese teine Vermertung hatte. Die hochwertigen Baluten behielt er für sich und suchte damit das Weite. Da er sich zur gewohnten Zeit im Bankhause nicht wieder einfand, schöpfte man Verdacht, erfundigte fi und stellte so fest, daß er alle Aufträge, bis auf den obenerwähnten, nicht ausgeführt hatte. Das Bankhaus wandte sich deshalb an das Bolizeirevier 1, das sofort alle Borkehrungen zu seiner Ermittelung und Festnahme in die Wege leitete. Ebenso wurden sogleich alle Bankhäuser vor Ankauf der Devisen gewarnt. Es handelt sich um französische Franten, belgische Franken, Dollarnoten und tschechische Kronen. Elternbeiratswahl in Charlottenburg. Die malerische Mart Brandenburg in Naturfarbenlichtbildern mit beimatfundlichem Vortrag mird Delar Bolle in 14 Vortragsabenden im Caale des Kunstgewerbemuseums, Prinz- Albrecht- Str. 7/8, schildern. Der erfte Abend am Mittwoch, den 20. September, 8, Ubr, mird Fließ und See- ohlen bei Berlin, darunter die Gamenseen bis Stöthen und an schließend beitere Fontane- Wanderungen, mit 120 Lichtbildern illustriert, bringen. Starten an dem niedrigen Preise von 10 und 6 M. find bei Wertheim, Bote it. Bod usw. und an der Abendkasse zu haben. 10 Obstausstellung im Schöneberger Nathans. Die Ortsgruppe neberg bes Reichsverbandes der Kleingarten vereine Deutschlands veranstaltet in der Ausstellungshalle des neuen Rathauses, Rudolf- Wilde- Play, vom Sonntag, den 17. September, bis Dienstag, den 19. September, ihre diesjährige Ausstellung von felbft gezogenen Obst, Gemüse- und Blumenerzeugnissen. Der Eintrittspreis beträgt 3 M. Kinder in Begleitung Erwachsener sind frei. Der Be sirf Often I des Reichsverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands in Verbindung mit dem Skleintierzüäter verein Often veranstaltet am 17. und 18. September in den Gesamträumen( Steuerhaus), Landsberger Allee 92, feine erite große Ausstellung von selbstgezogenem Gemüse, Dbft, Blumen, Kleintieren usw. Die Ausstellung ist am Sonntag von 2 bis 10, Montag von 9 bis 9 geöffnet. Großes Konzert im Garten, Zanz im Saale. Eintritt 3,60 M. # Jugendveranstaltungen. Heute, Freitag, den 15. September: Brig. Jugendheim Chauffeestr. 148, Vortrag: Erste Hilfe bei Unglüds. Landsberger Biertel: Jugendheim Olivaer Straße, Schule, Borirag: Unser Verhältnis zur Partei". Korbosten. Jugendheim Gemeindeschule Arbeitersport. Fußball am Sonntag. Bei den Fußballspielen herrscht am tommenden Sonntag wieder Hochbe trieb. An 150 Spiele sind für Männer, Jugendliche und Schüler seitens der ärischen Spielvereinigung( Arbeiter Fußballorganisation für Groß- Berlin) vorbereitet. Wir geben nachstehend wieder einige Spiele in our ihrem Blag in der Christiania Straße Fichte- Gesundbrunnen. Adler 12 ist der verschiedenen Stadtgegenden bekannt. Im Norden: Adler 12 empfängt auf erste Fußballverein, der sich dem Arbeiter- Turnerbunde angeschlossen hat und blidt jetzt auf eine 10jährige Bundeszugehörigkeit zurüd. Fichte- Gesundbrunnen, ehemals bekannt unter Fichte 5 bzw. 17, gehört zu den Gründern der ArbeiterEs tommen hier also zwei alte Fußballpioniere fußballbewegung in Berlin. zufammen. Minerva hat Viktoria aus Eberswalde zu Gaste in Borfigwalde, Neue Ernststraße. R. B. C. trifft auf einen alten Rivalen, Herta 12, in In Tegel, Gemeindeplag, trifft der T. B. C. Reinickendorf, Basler Straße. In Weißensee, Rennbahn, treffen die dortigen auf die Berliner Wacker 20. Turner auf die Charlottenburger Turner. Teutonia 09 macht nach Belten eine Fahrt, um gegen die B. 9. C. anzutreten. Nordiska trifft sich mit dem Desgleichen Germania mit Fußballring auf der Rennbahn in Weißensee. Union. Spandau spielt gegen Reinickendorf in Spandau, Faltenhagener Chauffee. Jm Often: Merkur- Grünau empfängt Concordia auf eigenem Plaz in Grünau, am Ranal. Luftig und Fidel spielen gegen Niederlehme in Rudow, Röpenicker Straße. In Neukölln, am Herzbergplak, tragen Neu fölln- Briz und J. B. C. ihr fälliges Serienspiel aus.- Astania fährt nach Friedrichshagen, um gegen die dortige Sportvereinigung auf dem Gemeinde G. C. Oberfpree gegen Fichte S. D. in play ein Wettspiel auszutragen. Oberschöneweide in der Wuhlheide. Auf dem Plaz in der Goßlerstraße spielen Stralau und Rüstig- Borwärts. Jm Süden: Wilmersdorf- Bran Froh- Frei kommt ginn um 4 Uhr, um 2 Uhr spielen die 2. Mannschaften; am Vormittag um 10 Uhr die Jugend- und Schülermannschaften. denburg a. S. in Wilmersdorf, Württembergische Straße. Spielbe. mit Bittoria in Lichterfelde, Teltower Straße, zuſammen. Arbeitersport im Film. Wie bereits angekündigt, finden im Laufe des Monats September in verschiedenen Stadtteilen Aufführungen des betannten Sportfilms ftatt. Bon Anbeginn des 1. Deutschen Arbeiter- TurnDie 150 000 Turner, die in Leipzig ihr Können zeigten, sind prächtig im und Sportfestes bis zum Schluß bringt dieser Film imposante Aufnahmen. Film festgehalten und es wird daber die Erwartung ausgesprochen, daß die gesamte organisierte Arbeiterschaft sich recht zahlreich an den Veranstaltungen beteiligt. Der Arbeitersportfilm gelangt als Beranstaltung des Sartell verbandes für Sport und Körperpflege an folgenden Tagen zur Vorführung: 1. Sonnabend, den 16. September, abends 7 Uhr, Real- Gymnasium Partaue in Lichtenberg. 2. Sonntag, den 17. September, nachm. 1, Uhr, nur für Kinder und deren Angehörige im Lichtspielhaus Kaiserhof, Köpenid, Grünstraße; abends 7 Uhr, Köpenid, Körnerschule, Linden Straße. 3. Sonntag, den 17. September, borm. 1,10 Uhr, im Balast- Theater, Saalban der Brauerei Friedrichshain. 5. Dienstag, den 19. SepBantom, Breitestrage. 4. Montag, den 18. September, abends 7%, Uhr, im tember, abends 7 Uhr, in Seliems Festsälen, Hasenheide, abends 4,9 Uhr im 6. Mittwoch, den 20. SepMoabiter Stadttheater, Straße Alt Moabit. tember, abends 7 Uhr, in Strausberg. 7. Donnerstag, den 21. September, abends 7 Uhr, in Lichterfelde, nachm. 5 Uhr Kindervorstellung. Straßenlauf im Berliner Rorben. Am fommenden Sonntag findet ein Propaganda- Straßenlauf des Bezirks Norden der Freien Turner. fda ft Groß- Berlin für Männer, Turnerinnen und Jugendliche statt. Start und Ziel befinden sich Rudolf- Moffe- Straße. Der Lauf gebt burd bie stubolfMosse- Straße, Gleimstraße, Schönhauser Allee, Eberswalder Straße, Bernauer Straße, Swinemünder Straße, Gleimstraße, zurück zur Rudolf- Moffe- Straße. Da eine große Anzahl Sportvereine ihre Beteiligung zugesagt haben, so kann mit intereſſanten Wettkämpfen gerechnet werden. Anfang 2½ Uhr nachmittags. Fichte Gesundbrunnen- Nord- Oranienburg. Die Gesundbrunner hatten ihre ersten Spiele gegen Stord 1 und 2; die 2. Mannschaft gewann nach flottem Spiel mit 9: 2. Das Spiel wat stets offen. Die erste Mannschaft war noch torhungriger und zog mit einem 12: 0- Gieg nach Hause. Hier war das Spiel nur in der ersten Sälfte verteilt, nachher aber hielten die Fichte- Leute den Gegner in seiner Hälfte feft. Bezirk Norden. Die Abteilungsfigungen finden jest jeden Freitag 28 Uhr in Reinidendorf, Sportplag am Schäferfee, statt. In Berbindung mit der Sportabteilung besteht eine Gefangsriege, bie jeden Dienstag ab 8 Uhr übt. Sport- und fangesfreudige Genossen finden dort Aufnahme. 1 Freie Turnerschaft Neukölln- Brig. Sonnabend, den 16. Geptember, abends 7 Uhr, in der Idealflause", Neukölln, Marefchstr. 14, außerordentliche Vereins. Sonntag, versammlung. Beschlußfassung über Anschluß an Groß- Fichte". den 17. September, Abturnen sämtlicher Abteilungen auf dem städtischen Sportplag, Grenzallee. Abmarsch mit Mufit mittags 1 Uhr vom Richardplag. Gäste willkommen. Der allweltliche jüdisch- sozialistische Arbeiterverband Boale 3ion hat seine diesjährige Verbandsberatung nach Berlin ein berujen. Zur Beratung stehen die Fragen der Palästina Tätigkeit, der Der Berliner Schwimmverein Belle", Mitglied des Arbeiter- Turn- unb Silfsarbeit, der Auswanderung, der Internationale und der Lage der Sportbundes, beginnt schon in diesem Jahre infolge des dem Schwimmsporte jüdischen Arbeiterschaft in allen Ländern. Es find Delegierte aus Palästina, ganz besonders ungünstigen Wetters am fommenden Sonntag, den 17. d. M., Amerifa, Polen, Rumänien, Butowina, Deutsch- Defterreich ust. gemeldet mit der Winterbabesaison. Die Uebungsstunden finden von 9-12 165 in Die feierliche Gröffnung findet am Freitag, den 15. September, abends beiden Schwimmhallen der Babeanstalt an der Schillingsbrüde unter unbeding 7 1hr, im Theatersaal der„ Ressource", Oranienburger Straße 18( Bahn- dungen werden während der Uebungsstunden entgegengenommen. Boale- 3ion", Auguftstr. 17( Telephon Norden 4437) ausgegeben. hof Börse), statt. Einladungen werden nur durch das Sekretariat der Die Leiten der Hammonia. Nach den bis Donnerstag vormittag bei der Hamburg- Amerifa- Linie eingegangenen Nachrichten sind alle an Bord des Dampfers Hammonia gewesenen Passagiere und Mannschaften als gerettet festgestellt worden, bis auf 10 in Spanien eingestiegene Passagiere und 5 Personen der Befagung. über deren Verbleib bis zur Stunde Nachrichten fehlen. Hamburg- Amerifa- Linie ging ferner noch aus Funchal ein Radiotelegramm zu, daß der Dampfer City of Valencia 7 Passagiere der gefunkenen Hammonia dort landete. Die Geretteten werden am 25. nach Vigo mit dem Dampfer zurückkehren. Der Die Stadt Bad Einstellung gemeinnühlicher Bautätigkeit. Salzuflen hat beschlossen, unter dem Druck der allgemeinen fommunalen Finanznot die Weiterführung der Siedlungsbauten einzuftellen. Am Sonntag, den 17. d. M., findet von 8 1hr vormittags bis 4 Uhr nachmittags an der 25. Gemeindeschule, Sybelstr. 20/21, laut Briefkasten der Redaktion. Anordnung der Provinzialschulbehörde eine nochmalige Wahl der Briefliche Austunft wird nicht erteilt. Jeder für den Brief. Elternbeiräte statt. taften bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer Wie bei der Hauptwahl vom 28. Mai d. J., stehen auch dies, bei. Cilige Anfragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, 1. Sof part. links, vor. Schriftftüde und Berträge sind mitzubringen. mal sich zwei Listen gegenüber. Daß hinter der so schein- 6. 6. 1. Der Religion des Baters. 2. Verband sozialer Baubetriebe, bar barmloien Liste der Christlich unpolitischen" die Berlin W., Augsburger Str. 61. 3. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bezirksgeiamte Reaktion auf schulpolitischem Gebiete am Werke ist und amt. 4. Gläubiger- Schugverein für Polen und Litauen, Charlottenburg, Grolmannstraße 36.$. B. 88. 1. Bis 120 Pro3. 2. Mindestens 7½ Broz. jeden ernstlichen Fortichritt aus unserem Schulelend fabotiert, hat opp.§ 616 findet jedem Arbeitnehmer gegenüber Anwendung. inzwischen die Er ahrung bestätigt. Demgegenüber steht die Liste für Weltliche Einheitsichule! Sie erstrebt, daß unsere beranwachsende Jugend zu verantwortungsbewußten und tatkräftigen Bürgern des Volks it a ate& erzogen wird, durch Umwandlung der Schulen in lebensvolle Erziehungsgemeinichaften. Es liegt in der Hand der Wähler, dieier Liste zum Siege zu verhelfen, wenn alle, die auf dem Boden der weltlichen Einheitsschule stehen, vor und während der Wahl ihre Pflicht und Schuldigkeit tun. Jugendweihen im Friedrichshain und Lehrervereinshaus. Die Borbeip.echung für die Kinder, die sich zur Jugendweihe im Friedrichsbain angemeldet haben, findet heute. Freitag, den 1 5., rachm 3 Uhr, in Saalbau Friedrichshain statt. Da Eri.beinen der Eitern ist erwänicht. Für die im Lehrervereinshaus Angemeldeten findet die Besprechung nachmittags 2 Uhr im Lehrer bereinshaus am Alexanderplat statt. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend. Geschäft still. Fische gering, Geschäft flott. Obst und Gemüse ausreichend, Geschäft flau. Am Donnerstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 85-110 M., ohne Knochen 120-168 M. Schweinefleisch 150-188 M. Hammelfleisch 90-118 M. Kalbfleisch 88-135 M. Rindertalg 210 M. Schellfisch 30-50 M. Kabeljau 38-60 M. In Eis: Aale 118-130 M. Schiele 100-115 M. Karpien 90-112 M. Lebende Karpien Barsche 85-92 M. Eier 13,50-14,25 126-135 M. Aale 135-146 M. das Stück. Naturbutter 250-270 M. Margarine 190-210 M. Welzenmehl 50 M. Graupen 42 M. Haforgrütze 46 M. Weiße Cohnen 40 bis 42 M, Weltkohl 5 M. Wirsingkohl 7,50-8.50 M. Grüne Bohnen 15 bis 20 M. Wachsbahnen 17-20 M. Kohlrabi 12-15 M. die Msndel. EBäptel 12-16 M. EBbirnen 10-15 M. Pflaumen 6-14 M. ter Innehaltung ber dort ausgehängten Vereinsbadeordnung statt. Neuanmel Schwimm- Berein Borwärts, Gruppe Lichtenberg. Abbaden Sonntag, ben 17. Geptember, 3 Uhr, im Geebad. Beginn der reservierten Uebungsstunden Dienstag, den 19. Geptember, 7 Uhr, im Stadtbad Friedrichshain. Berein der Naturfreunde von der Insel Baumwerder. Sonnabend, den 16. September, treffen sich alle Bereinsmitglieder zu einer wichtigen Besprechung im Restaurant Blumeshof, Saatwinkel, abends pünktlich 8 Uhr. Turn und Sportverein Fichte"-Berlin. Gonntag, den 17. Geptember, Serbstfest der Südwest- Abteilung, Bazenhofer, Fidicinstr. 3, nachmittags 4 Uhr. Arbeiter- Wanberverein Berlin. Wanderung am 17. September nach Melchow- Schwärzefee. Abfahrt 6 Uhr Stettiner Sauptbahnhof. Sonntagsrüdfahr tarte 12 Mart.- Mittwoch, den 20. September, abends 8 Uhr, Bersammlung bei Wollschläger, Adalbertstr. 21. Gäste als Mitglieder haben Zutritt. Sport. Stennen zu Straußberg am Donnerstag, den 14. September. 1. Rennen. 1. Dahome( Stielau), 2. Gigarista( Mesa), 3. Garde robe( Hener). Toto: 38: 10, Plat: 12, 12, 11: 10. Ferner liefen: Blender, Hegerei, Bud, Glücstaube( gef.), Fairytale, Bravosa, Katia. 2. Rennen. 1. Lilienstein( Borowski), 2. Paysan II( Schneider), 3. Orlog( Müschen). Toto: 15: 10, Play: 12, 19, 14:10. Ferner liefen: Erich G, Ranunkel( gef.), Belladonna, Cora. 3. Rennen. 1. Susanna( Ludwig), 2. Herzliesel( Basch), 3. Jdol ( Streit). Toto: 68:10, Blat: 34, 40, 28: 10. Ferner liefen: Sultan, Voltsgraf, Clabra, Hanny, Reicher Trost, Friedrichsdor, Prinz, Lango, Ehrentraut, Fata Morgana, Padea, Sonett. 4. Rennen. 1. Jburg( Adolph), 2. Rotgold( Ulbrich), 3. Chganla ( Thalede). Toto: 28: 10, Plat: 13, 17, 13: 10. Ferner liefen: Werwolf II, Otello, Sultane VIII, Reichsgräfin, Komoran, Tigris, Signorelli, Zwirn, Bregoftan, Pan Demon. 5. Renne it. 1. Ahasver( v. Falkenhayn), 2. Medusa( v. Westernhagen), 3. Schwarzblau( Lt. Staudinger). Toto: 53:10, Plat: 18, 18: 10. Ferner lief: Herenmeister II( gef.). 6. Rennen. 1. Escadion( b. Bottlenberg), 2. Spero( Stolpe), 3. Marc Anton( Ulbrich). Toto: 40:10, Pigs: 16, 28, 16: 10. Ferner liefen: Auer, Alarich, Elfgard, Tanz, Putnit, Ostmart, Sankt Naven( gef.), Dulderin. 7. Rennen. 1. Bad( Jentsch), 2. Burgritter(. Schmidt), 3. Aitmarfer( Thalede). Toto: 51:10, Blag: 16, 15, 14: 10. Ferner liejen Marfomanne, Laurenzi, Blad Marf, Turfball. Der Große Preis von Europa Tommt am Sonntag auf der Olympia bahn zum Austrag. Das Rennen fübit in einem Rauf über 100 Stilometer. 13 Starter sind die Fahrer der Extraklasse: Lewanow. Caldow, Bauer, Sawall und der Schweizer Wegmann verpflichtet. Außer dem findet ein 100- Runden- Prämienfahren für Flieger statt. Die Rennen beginnen um 3, Uhr. Wirtschaft Ausländische Zahlungsmittel im inländischen Verkehr. " Gegen Wagher und Tenerung Massenkundgebung lauer Allee. in folgenden Cofalen: Prenzlauer Berg und Weißenfee: Bößow- Brauerei, PrenzFriedrichshain: Prachtfäle des Offens, Frankfurter Allee 48. Charlottenburg: Leibniz- Oberrealschule, Schillerstr. 127. Spandau: Kochs Bismardsäle, Feldstr. 51. Wilmersdorf: Lofal Rohr, Kaiserallee 51/52. Zehlendorf/ Wannsee: Kaiserhof, Zehlendorf, Potsdamer Str. Schöneberg/ Friedenau: Hohenzollernschule, Schöneberg, Marfin- Luther- Str. 22/23. Steglik: Enzeum 1, Rethenburger Str. Steglik: Enzeum 1, Rothenburger Str. Tempelhof Mariendorf: Realgymnasium, Kaiserin- AuguftaStraße in Tempelhof. Neukölln/ Kreuzberg: Schultheiß- Restaurant, Hasenheide( Winfergarten). Schluß gebeten, auf die Verbände in diesem Sinne einzuwirken und die bestehenden Bestimmungen zur Eindämmung der Zahlungen mit ausländischen Zahlungsmitteln auf das unbedingt notwendige Maß mit aller Schärfe zur Anwendung zu bringen und nötigenfalls zu ergänzen. Wiederherstellung des Bankgeheimnisses? Der Wirtschaftspolitische und Finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats folgenden Antrag an: Im Interesse unserer wirtschaftlichen Lage ist die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses insoweit erforderlich, daß die Auskunftspflicht der Kreditinstitute auf die Fälle eines eingeleiteten Steuerstrafverfahrens be schränkt wird. Hand in Hand damit hat die Aufhebung des Depotzwanges zu gehen." Die Bekämpfung des wilden Devisenhandels. In Köln verhaftete die Kriminalpolizei 25 fogen. Debisenfreihändler. Etwa Million vorgefundener Gelder tonnte beschlagnahmit werden. Die Kriminalpolizei hat eine dauernde Börsenbeobachtung eingerichtet. 26. September 1922 beträgt das Goldzollaufgeld 35 900 v. H. 360 fache Zölle. Für die Zeit vom 20. bis einschließlich Der nirtschaftspolitische und der finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats behandelten in einer gemeinsamen Sigung am 13. September die Frage der Verwendung ausländischer Zahlungs am Freitag, den 15. September, abends 7 Uhr nahm mit 19 gegen 9 Stimmen bei einigen Stimmenthaltungen mittel im inländischen. Berkehr. Die Arbeitgebervertreter der Industrie erklärten, daß die Industrie für die richtige Kalfulation und Preisstellung einen festen Wertmesser brauche. Mitte: Musikerjäle, Kaiser- Wilhelm- Str. 31. Unter normalen Umständen ist das die Landeswährung. Jede Tiergarten: Moabiter Gesellschaftshaus, Wicleffstr. 24. Schwankung der Berechnungsgrundlage macht die Rechnung falsch, Wedding: Pharusjäle, Müllerstr. 142. und die Preise enthalten dann entweder einen zu hohen Gewinn oder einen Verlust. Dies letzte war bei der Berechnung in Mart, die sich stärdig entwertete, in den letzten Jahren der Fall und brachte die Erzeuger in die Gefahr, Substanz" und Betriebskapital zu verlieren. Diese Gefahr zeigte sich zunächst am deutlichsten bei der Berarbeitung von ausländischen Rohstoffen. Bei einer längeren Berarbeitungszeit reichte der auf Grund der Einkaufspreise für den Rohstoff in Mart berechnete Preis der Fertigware nicht mehr aus, um eine gleiche Menge Rohstoff vom Weltmarkt neu hereinzunehmen, weil die Mart inzwischen gefunten war. Solange die Entwertungsbewegung der Mark mäßig war, war es möglich, diese Berlustgefahr durch ein Devisertermingeschäft zu beseitigen. Das schnelle Abwärtsgleiten der Mark in den letzten Monaten hat indessen dem Devisenterminhandel die Grundlage genommen, da für Käufe der sich entwertenden Mark auf Termin feine Nachfrage im Aus Iande mehr vorhanden ist. Die Banten haben also, wie ein Arbeitgebervertreter der Banken in der Verhandlung auch ausführte, das Devisentermingeschäft einstellen müssen. Der Berarbeiter von Auslandsrohstoffen mußte fich also auf andere Weise gegen die in den Schwankungen der Mark liegende Berluftgefahr schützen. Man ging schließlich zur Berechnung des Preises entweder in Gold: mark oder in Papiermark unter Bezugnahme auf einen bestimmten Devisenkurs oder in ausländischer Währung über. Bei einer der artigen Berechnung fällt das in den Schwankungen der Mark liegende Risiko fort. Auch die Steigerung der Löhne und Unkosten, die meist hinter der Entwertung zurückbleibt. ist in einem solchen Goldpreis von vornherein ausgeglichen Die Benuhung eines feften Wertmessers als Rechnungsgrundlage bedingt nicht etwa die tatsäch liche Zahlung in Auslandswährung. Die Zahlung fann vielmehr zum Wechselkurs des Zahltages in Papiermark erfolgen. 21s 3ahlungsmittel muß die Mart im Inlandsverkehr er= halten bleiben. Die Notwendigkeit einer festen Rechnungsgrundlage für die Wirtschaft wurde von allen Seiten anerkannt. Doch wurde von Bertretern des Einzelhandels, der freien Berufe und der Reichs: regierung hervorgehoben, daß eine feste Rechnungsgrundlage nicht aus dem Ausland hereingenommen werden kann, sondern Treptow: Wirtshaus Loreley in Niederschöneweide, Berliner Straße 101. Köpenid: Stadttheater. Fusion Schultheiß- Pschorr. Der Vertrag über die Interessengemeinschaft zwischen der Pschorrbräu A.-G. und der Schultheiß- Bazenhofer 2.-G. ist nunmehr perfett geworden. Nach dem Bertrag werden die Gewinne beider Gesellschaften schlüsselmäßig verteilt. Die Selbständigkeit der Pschorrbräu A.-G. wird nach jeder Richtung gewahrt; ebenso wird auf die bayerischen Sonderverhält niffe Rücksicht genommen. Dem Aufsichtsrat der Pschorrbräu A.-G. gehört u. a. Dr. Sobernheim, Generaldirektor der Schultheiß- Bazenhofer A.-G. an. Dafür tritt Geheimrat Josef Pschorr in den AufFriedrichshagen: Schröders Gesellschaftshaus, Friedrichstr. 38. fichtsrat der Schultheiß- Pakzenhofer A.-G. ein. Lichtenberg: Realgymnasium, Partaue. Panfor: Cofal Lindner, Breite Straße. Reinickendorf: Strandschloß in Tegel. Referenten der SPD.: Heinrich Bahlte, M. d. C., Erwin Barth, Robert Breuer, Bernstein, M. d. R., Frau Bohm- Schuch, m. d. R., Dr. Cassau, Karl Fromfe, Peter Graßmann, Karl Hehschold, Albert Herlitz, Frau Gertrud Hanna, M. d. L., Simon Kahenftein, Dr. Lohmann, Hermann Lüdemann, M. d. L., Frik Müniner, Reinhold Orimann, Friz Schlegel, Georg Udo, Dr. Zechlin. Referenten der USPD.: Edard, M. d.£., Graft Fischer, Freund, M. d. C., Henke, M. d. R., Dr. Herk. M. d. R., Hefier, D. Maier, M. d. L., Walded Manasse, Mielih, Dr. Moses, M. d. R., Nemig, Reuter, Richter, M. d. L., Rosien, K. Schneider, Ulmer, m. d. C., Dr. Weyl, M. d. L., Zimmermann, Zista. Frauen, Arbeiter, Angestellte und Beamte, erscheint in Massen! Bezirksverband Berlin SPD. Bezirksverband Berlin- Brandenburg USPD. Gewerkschaftskommission Berlin u. Umgegend. Bereinbarungen der Wirtschaftsverbände überlassen soll, die richtigen Maßnahmen zu treffen. auf nationalem Boden aufgebaut werden muß. Die Verwendung ausländischer Sorten im Zahlungsverkehr wurde unbedingt abge= lehnt. Als wertbeständiges Rahlungsmittel wurde von einem Vertreter des Einzelhandels die Ausgabe von Goldschahwechseln mit furzer Lauffrist und außerdem die Einführung eines Gold. giroverfehrs seitens der Reichsbank vorgefchlagen, ohne dağ der Borschlag indeffen aufgegriffen wurde. Die. Berechnung in ausländischer Währung bei solchen Waren, die vorwiegend ausländische Rohstoffe enthalten, wurde gebilligt. Diesem Standpunkt schlossen fich im wesentlichen auch die Vertreter der Verbraucher und der Schließlich einigte man fich einstimmig auf eine Ent Arbeiter an. Die Arbeitnehmer betonten dabei, daß bei fort- fchließung, wonach beim Verkauf von Waren aus deutschen schreitendem Gebrauch eines festen Wertmessers in der Wirtschaft Rohstoffen eine Berechnung in Auslandswährung nur für auch die Bezüge der Lohn- und Gehaltsempfänger die Ausfuhr erfolgen darf. Bei Verkauf von Waren, bei denen in Goldwerten berechnet werden müßten. Dieser Standpunkt ausländische Rohstoffe in erheblichem Maße verwandt find, soll Be wurde von allen Seiten durchaus anerkannt, nur der Ansicht ent- rechnung in ausländischer Währung im Inlandsverkehr entsprechend gegengetreten, als ob damit die Löhne auch auf die Höhe der Welt- dem Anteil an Auslandsrohstoffen gestattet sein. Doch darf die marftlöhne steigen müßten, da z. B. Mieten, Berkehrsgebühren, 3ahlung im Inlandsverkehr nur in Reichsmort verlangt Brotpreis und Preise von Waren aus deutschen Rohstoffen unter werden. Die Abstellung eingeriffener Mißlände müsse vor allem dem Weltmarktpreis liegen. Vielleicht ließe sich ein Verbrauchsinder in der Hebung der Produktion, in der Verringerung über unter Berücksichtigung eines normalen Goldankaufspreises finden, flüssiger Einfuhr und überflüssigen Berbrauchs und in der wodurch die ständigen Tarifverhandlungen in Fortfall fämen. dadurch dauernd erreichbaren Verbesserung unserer Zahlungsbilanz Während die Arbeitnehmer ein Verbot der Verwendung aus gesucht werden. Die erforderlichen Maßnahmen sollten tunlichst ländischer Zahlungsmittel im Inlandsverkehr für angebracht hielten, durch freie Vereinbarungen der an Erzeugung, Absah und Verbrauch war die große Mehrheit der Ansicht, daß man es den freien beteiligten Berbände erzielt merden. Die Regierung wurde zum 79. Abt. Schöneberg. Verein Berliner Buch Verein der Freidenker Genoffe treuer Unsfer alte te drucker u. Schriftgießer für Feuerbestattung 6.3. Hermann Koester Wahl von vier Beifißern zum Die Stimmzettel und Auverts Roßbachstr. 2 ist verstorben Ehre seinem Andenken! 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Sept., abbs. 6 Uhr, im Restaurant Henning, Alexandrinenstr 44, abzuliefern Der Gauvorstand. 25/14 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Achtung! Silberarbeiter. Achtung! Sonnabend, den 16. September, nachmittags 3 Uhr, im Dresdener Garten", Dresdener Straße 45: 126.5 Geöffnet von 8 bis 4 Uhr. Sonnabends von 8 bis 1 Uhr. Boftscheckkonto: Berlin NW., Nr. 18957. Fernsprecher: Amt Königstadt Str. 7:11. Bezirks- Versammlungen: ankaufsstelle Osten Grüner Weg 80 zahit Tagespreise für Metall: Kupfer, Messing, Blei, Zink etc. Ankauf etall Königstor M² Neue Königst.87 Bezirk 6( Sallesches Tor): Donnerstag, den 21. Geptember, abends 7 Uhr, in den Hohenstaufen- Sälen, Rottbufer zahlt Tagespreise f Damm 76( oberer Gaal). Bezirt( Charlottenburg): Dienstag, den 19. September, Messing, Kupfer, abends 8 Uhr, im Schiller- Realgymnasium, Schillerstr. 26. 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Im Abiaz 1 Wiederum weilt eine internationale Arbeiter waren sie auch schon bereit, alles das zu vergessen, was während des dieses Verfassungsartikels ist die Einheitsschule mit der Mög- delegation in Berlin, in Ausübung des im August von Krieges leider vorgefallen war. Die Arbeiterschaft der gesamten lichkeit des Aufstiegs der Begabten als Ziel des deutschen Schul- der Amsterdamer, der Londoner und der Wiener Internatio- Welt muß zusammenhalten und Sorge tragen, daß es nie wieder neubaus vorgezeichnet. Die Stadt Magdeburg, die groß der nale erteilten Auftrages, die deutschen politischen und wirt- 3um Kriege tommt und daß der Sozialismus die Menscheit finanziellen Nöte der Städte, alter lleberlieferung ireu, auch in den schaftlichen Verhältnisse zu studieren. Sie besteht diesmal erobert. Der Internationale Gewerkschaftsbund wird sich für diese schweren Zeiten der Jezizeit ihre Reformfreudigkeit in die Tat umZiele einsetzen, nicht nur aus eigenem Interesse, sondern im Sterzusehen sich bemüht, unternahm es zu Ostern dieses Jahres, eine aus den Genossen Fimmen( Internationaler Gewerkschafts- esse der Arbeiterklasse der ganzen Welt, weil wir die Brüderlichkeit Verteilung der Schüler nach der Begabung vorzunehmen. bund), Jou haug( Französischer Gewerkschaftsbund) und der Menschheit wollen. Genosse Fimmen weist einen seinerzeit im Drei Qualitätstlaisen entstanden so für jeden Jahrgang. Wallhead( Unabhängige Arbeiterpartei Englands). Es„ Korrespondenzblatt" erschienenen Aufsatz, der die Uneigennützigkeit In den A- Klassen wird nach dem Plan für Mittelschulen mit zwei hat sich ihnen auch der amerikanische Sozialist Lee ange- der ausländischen Arbeiter bei ihrer Forderung nach Revision des fremden Sprachen( Französisch und Englisch), in den F- Klassen mit nur schlossen. Die Delegation hielt gestern nachmittag in den Versailler Vertrages angezweifelt hatte, scharf zurück und erinnert einer Sprache( Französisch), in den B- Klassen nach dem Plan für gehobene Räumen des Sozialdemokratischen Parteivorstandes eine mehr- daran, wie gleich nach Beendigung des Krieges die belgischen RameVolksschulen unterrichtet. Mit dieser Umstellung ging die Einrichtung stündige Sigung mit Vertretern der deutschen Arbeiter- raden für die östereichischen Arbeiter sammelten, wie die franzöfi= eines psychologischen Instituts( Berufsberatung, Begabungsschaft ab. Auf deutscher Seite waren anwesend die Ge- fchen Gewerkschaften 500 000 Frank stifteten. Er schildert die Beforschung, Fortbildung der Lehrer) und die Einrichtung gehobener noffen Peter Graßmann, A. Knoll und Umbreit geisterung, die damals herrschte, und zwar bei einem großen Tell Volksschulklassen Hand in Hand. Es war so der Stadt nicht nur von denen, die noch den Kriegsrock trugen, um den sogenannten möglich, den Gedanken der Einheitsschule und des Begabtenaufstiegs ur den ADGB., Otto Wels und Dr. Ad. Braun für ehemaligen Feinden" zu helfen. Redner beschäftigt sich dann mit zu verwirklichen, vielmehr gelang es ihr auf diesem Wege auch, die SPD., Crispien, Dittmann und Dr. Hilfer der Verächtlichmachung der Amsterdamer Internationale von seiten 110 Junglehrer und Junglehrerinnen zu beschäftigen, die sonst ding für die USPD. Die Besprechung galt in erster Linie der Kommunisten und sagt, daß, ehe von kommunistischer Seite der Entwicklung der politischen Situation in Deutsch daran gedacht wurde, die Amsterdamer Internationale alles getan Um diese Reform finanziell sicherzustellen, war es notwendig. land und der wirtschaftlichen Folgen der Reparationspolitik. hat, um die Not nicht nur derer zu lindern, die ihr angeschlossen sind, 85 Bürgerschullehrer, die die Mittelschullehrerprüfung nie abge Die auf der Amsterdamer Juli- Konferenz gebildete neun- fondern auch derjenigen, von denen sie heute scharf bekämpft wird. legt haben( die Bürgerschulen sind mittlere Schulen), an die köpfigen Delegation wird in furzer Zeit in ihrer Gesamtheit Alls im November 1920 die Kriegsgefahr zwischen Polen Volksschule zu versetzen. Auf Grund eines bedingungslosen Re wieder in Berlin zusammentreten zur endgültigen Ausarbei- und Rußland hereinbrach, da war es gerade unsere Interverses, den die betroffenen Lehrkräfte bei ihrer Anstellung als tung ihres Berichts. notionale, die dafür eintrat, daß teine Munition gegen Bürgerschullehrer unterschrieben hatten, glaubte die Stadt sich zu diefer Maßnahme berechtigt. Dawohl der Revers auch den Verzic nosse Jouh aur im Auftrage der freien Geschädigtenorgani- eingetreten für die von den Kommunisten irregeleiteten Brüder in Bei Gelegenheit der gestrigen Aussprache erörterte Ge- Sowjetrußland hergestellt und verfrachtet wurde. Wir sind auch auf etwaige gehaltliche Vorteile ausdrücklich enthielt, nahm die Stadt aus Billigkeitsgründen von der Einlösung dieser Verpflichtung fationen Nordfrankreichs und im Einvernehmen mit dem mit dazu beigetragen haben, das Verhältnis der Horthy- Regierung Horthy Ungarn, und wir können sagen, daß wir mefentlich. Abstand, garantierte also den Betreffenden die gefeßlichen Ge- Internationalen Gewerkschaftsbund die durch das Stinnes zur Arbeiterschaft zu ändern. Ich darf auch daran erinnern, daß haltsbezüge nach dem Mittelschullehrer- Dienſteinkommensgesetze. Trotz- ubersac- Abkommen geschaffene Situation und wir bei der damaligen in Aussicht genommenen Befehung des dem lief im Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Wolfsbildung brachte die bereits vor viel längerer Zeit zwischen Ruhrreviers alles getan haben, um die Besetzung zu verhineine Beschwerde der Versetzten ein, die den Dienst an der den deutschen und den französischen Gewerkschaften ausge- dern. Waren wir doch sogar so weit, die Besetzung mit dem Volksschule als Degradation und seelische Warter bezeichnete. arbeiteten Wiederaufbaupläne erneut zur Sprache. Generalstreit beantworten zu wollen. Ich meiz ja nicht, ob diese Drohung von unserer Seite die Regierung der Entente abgehalten hat, von der Besetzung Abstand zu nehmen. Aber ich glaube sicher sagen zu dürfen, daß es ein Faktor war, dem die feindlichen Regierungen gerechnet haben. Und ich sage heute abend von dieser Stelle im Namen von 25 Millionen organifierter Arbeiter, daß, falls wieder ein Einmarsch in das Ruhrrevier drohen sollte, der Internationale Gewerkschaftsbund seine Pflicht erfüllen wird..( Stürmischer Beifall.) Internationale Delegation in Berlin. = Die Stellung des Ministeriums zu dieser Beschwerde liegt jetzt bor. Die Versegungen sind aufzuheben." Damit ist der Stadt Magdeburg jede finanzielle Möglichkeit genommen, ihre Reform= pläne weiterhin durchzuführen, sie ist aber auch außerstande, weiterhin Junglehrer zu beschäftigen. 110 junge Lehrer und Lehrerinnen werden damit gegen den Willen der Stadt brotlos gemacht, von denen 54 fristlos entlassen werden müssen. Bekommen sie über haupt eine Stellung in anderen Berufen, was sehr, sehr zweifelhaft ist, dann nur als ungelernte Arbeiter bei niedrigster Entlohnung. Einer Stadt also, die in der Durchführung des Art. 146 I die Führung zu übernehmen gewillt ist, wird durch einen Federstrich Des Kultus" ministeriums die Möglichkeit dazu genommen. Eine Stadt, die ihre Klassenfrequenzen niedrig zu balten sucht, um Hochziele zu erreichen und, soweit es in ihren Kräften steht, dem Junglebretelend zu steuern, wird mit demselben Federzug gezwungen, die Besuchsziffern der Klassen heraufzulegen, die Kinder zusammenzupferchen und 110 Junalehrern den Broterwerb zu nehmen. Und das alles um einer Beschwerde von 85 Bürgerschullehrern willen, denen der Unterricht in einer Volksschultlasse seelische Marter bes deutet. So sieht das Wiederaufbauprogramm des Preußischen Stultusministeriums aus. Städte und Eltern, laßt Euch warnen! Englands Orientsorgen. London, 14. September. Große Bedeutung wird dem morgen unter dem Borsig von Lloyd George stattfindenden Rabinettsrat beigemessen, der sich mit der Frage des nahen Kundgebung in Kliems Feftfälen. Am Abend fand in Kliems Festsälen eine von der Berliner Gewerkschaftskommission organisierte internationale Kundgebung statt, in der die ausländischen Gäste unter lebhaftem Beifall vor über tausend Gewerkschaftsfunktionären sehr eindrucksvolle Reden hielten. mit Genosse Sabath hieß die ausländischen Vertreter in Berlin Redner wendet sich dann ganz entschieden gegen den Versailler recht herzlich willkommen. Als erster Redner sprach der amerita- Friedensvertrag und sagt, daß auch hier der Amsterdamer Gewerknische Genosse Lee: Ich bin nach Deutschland gekommen, um mög- fchaftsbund alles daranjezt, um eine Aenderung herbeizuführen. lichst viel von der Arbeiterbewegung zu lernen. Leider fehlt Amerika Wir wollen auch gar nicht so viele Resolutionen fassen, wie es gerade. noch im Bunde der Gewerkschafts- Internationale; doch sind auch von fommunistischer Seite geschieht. Aber wir werden gegebenendort schon starke Anzeichen vorhanden, daß es bald anders wird. falls zu Aktionen schreiten, zu Aktionen, wo die internationale ArEs dämmert auch schon zum Begriff des Klassenbewußtseins. Die beiterklasse beweisen soll, daß sie hinter den Forderungen unseres politische Organisation in den Vereinigten Staaten ist noch sehr Bundes steht. Ich spreche die Hoffnung und die Ueberzeugung aus, flein und bedeutungsles. Wir leiden ebenfalls unter den daß es gelingen wird, das Ziel der Aenderung des Bersailler Folgen des Krieges. Die Arbeitslosigkeit ist sehr starf. Ich be- Vertrages zu erreichen. Wir wollen mit Euch zusammen fämpfen dauere außerordentlich, nicht von ganzem Herzen versprechen zu gegen den Nationalismus, gegen Chauvinismus, fönnen, Euch in Deutschland die Hilfe angedeihen zu lassen, um gegen die Reaktion und dafür, daß Eure Republik gedie vielseitigen Probleme zu lösen. Aber wir begrüßen und beschützt bleibt. Nicht weil wir meinen, daß Eure bürgerliche Repuglückwünschen die Arbeiterbewegung in Deutsch blir ein Ideal märe, nein, weil wir wissen, daß diese bürgerliche land, die trotz der Erschöpfung des Krieges die Stärke, den Mut Republik in Deutschland eine weit bessere ist als das frühere foiserund den Willen gezeigt hat, aufbauend zu wirken. Ich werde in liche Deutschland. Benosse Fimmen schloß mit einem von der Vermeiner Heimat verkünden, daß Ihre Bemerung uns ermutigen. foll, fammlung mit Begeisterung aufgenommenen dreimaligen daß auch Amerita bald ein Glied in der Kette der internationalen och auf die internationale Gewerkschaft und sozialistische BeArbeiterbewegung wird.( Stürmischer Beifall.) Walthead- England wegung. Genosse Sabath dankte in seinen Schlußwert den Rebnern und bat fie, mit in ihre Länder zu nehmen, daß die deutsche Arbeiter affe Drients befaffen folle überbringt die Grüße der englischen Unabhängigen Arbeiterpartei. unter allen Umständen die Grrungenschaften der Republik verteidigen Einer Reutermeldung zufolge fährt heute abend ein Er erinnert daran, daß es die Arbeiterklasse war, die nach dem wird, und sei es mit ihrem Leben. Sie fönnen in Ihren Ländern Bataillon Infanterie aus Malta nach Konstantinopel Kriege die internationalen Beziehungen zuerst wieder anknüpfte, ruhig sagen, daß die Arbeiterschaft nie mehr den Monarchis ab, während sich weitere britische Truppen in Bereitschaft halten. weil sie gelernt hat, daß immer und immer wieder die arbeitenden mus in Deutschland dulden merde. Er schloß mit einem brausend Mit dem Eintreffen dieses Bataillons wird die britische Besagungs- Klassen diejenigen sind, die unter den Folgen der Kriege am meisten aufgenommenen Hoch auf die internationale Gewerkschaftsbewegung. streitmacht in Konstantinopel aus sechs Bataillonen In zu leiden haben, ob im Siegerlande oder im besiegten. Spontan und begeistert stimmten die Funktionäre die fanterie, einer Brigade Feld artillerie und einem einen neuen Krieg wenden. ( Stürmischer Beifall.) Wir werden uns mit aller Kraft gegen Ravallerieregiment bestehen. Der Fall Breitscheid- Sloth ist vom Staatsgerichtshof an das zutreiben verstanden. Wir werden alles daranfeßen, um diese Zuordentliche Gericht zurücverwiesen worden. Was tut er da? Baulchen ist mit Recht erbittert, daß er seinen Magen füttert mit trocknen Schrippen ohne Zahl Donnerwetter noch einmal! Simferim was tut er da? Er spielt Ziehharmonika: Dudeldadeldideldei Das Leben ist' ne Schreinerci! Milch und Butter, Käse, Euer werden unerschwinglich teuer und das Portmonnch ist kahl Donnerwetter noch einmal' Simferim was tut man da? Man spielt Ziehharmonika: Dudeldadeldideldei Das Leben ist' ne Schreinerei! Bomfarree ist wutgeladen, mit den Militärsoldaten will der Menich ins Wuppertal Donnerwetter noch einmal! Simferim was tut er da? Er spielt Ziehharmonika: Dudeldadeldideldei Das Leben ist' ne Schreinerei! Wilhelm, der nicht mehr im Amte, dieweil er nach Holland schrammte, schreibt jezt Bücher wie banal! Donnerwetter noch einmal! Simferim mas tut sich da? Nebbich Riehharmonika: Dudeldadeldideldei Republik äh- Schreinerei! Baulchen aber wandelt schnelle zur nächsten Leichensammelstelle und macht ein Ende seiner Qual Donnerwetter noch einmal! ,, Ubi bene patria!" fingt die Richharmonika, Dudeldadeldideldei Gewerkschaften und Wiederaufbau. ,, Internationale" an. Unsere Staatsmänner haben nichts gelernt und nichts vergessen. Sie haben nach dem Kriege Europa nur immer mehr in die Misere und das Elend hineinstände zu ändern. Redner sagt in bezug auf den Bersailler Friedens- Paris, 14. September.( Dena.) Im April 1921 mar auf verirag, daß eine vollständige Revision des Bertrages erfolgen muß. einem Kongreß der Geschädigten der zerstörten Gebiete ein AktionsDen Vertrag selbst bezeichnet er unter stürmischem Beifall der Ver- ausschuß gebildet worden, der den Auftrag erhielt, in BerhandJammlung als ein Verbrechen. Man kann eben nicht reich wer- lungen mit deutschen Arbeiterorganisationen zweds Lieferung der den und reich bleiben, wenn man die Kundschaft verliert, die einem erforderlichen Wiederaufbaumaterialien einzutreten. Seit einem Jahr etwas ablaufen kann. Die Unabhängige Arbeiterpartei Englands steht dieser Ausschuß in Verbindung mit dem Ber band fozialer hat schon immer die gekennzeichnete Politik verfolgt. Wir stehen auch jetzt bereits mitten in einer sehr wichtigen und bedeutenden Bewe- Baubetriebe in Berlin. Vor einiger Zeit begab sich der Generalgung, und wir hoffen, mit nerfassungsmäßigen Mitteln sekretär des Pariser Aktionsausschusses, der Generalrat Doucedame, die Regierungspolitik des britischen Reiches zu 3u Besprechungen mit Vertretern des Berliner Verbandes nach ändern. Wir werden dann unser Handeln nach dem Gesichts- Frankfurt. Dort konnte indessen ein Uebereinkommen nicht erzielt winkel einstellen, daß die Interessen der Arbeiterschaft cbenan gestellt werden, da es an der erforderlichen Zustimmung der franzöwerden.( Lebhaftes Bravo!) Und erst dann ist der Krieg wirklich fischen Regierung mangelie. Trotzdem wurden die Berhandzu Ende; erst dann ist in Europa Frieden. Dann erst wird der lungen weiter fortgesetzt, und am 31. Mai d. 3. trat der Berliner Boden frei sein für eine sozialistische Völkergemeinschaft.( Stür- Berband sozialer Baubetriebe mit einem konkreten Lieferungsangebot mischer langanhaltender Beifall.) für Baumaterialien an die französische Organisation heran. Jouhaur- Frankreich Jetzt hat der Abschluß des Luberjac- Stinnes- Vertrages dem Alerinnert zunächst an die Zusammenkunft in der Neuen Welt vor fionsausschuß neue Möglichkeiten eröffnet, die Zustimmung der franzehn Jahren. Wir sind damals zusammengekommen, um Stellung zösischen Regierung zu dem von ihm geplanten Abkommen zu erzu nehmen gegen den Wahnsinn des Krieges, weil wir wußten, daß halten. Herr Doucedame hat bereits dem Aktionsausschuß ausführer furchtbar sein würde, ja, die schlimmste Katastrophe, die über die lich Bericht erstattet über die Vorschläge des Deutschen GewerkschaftsMenschheit hereinbrechen werde. Wir haben uns nicht getäuscht. Leider waren wir zu schwach, um den Weltkrieg zu verhindern. Die bundes, die auf bedeutsame materiallieferungen für den gewerkschaftliche Internationale hat sich das Ziel gesetzt, in den Wiederaufbau Frankreichs abzielen. Nach Anhörung einer AbordMassen den internationalen Geist zu verbreiten und den nationa. nung des französischen Bauarbeiterverbandes nahm der Ausschuß eine liftischen Geist zu töten. Wenn auch noch nicht alle Beschlüsse Entschließung an, in der grundsätzlich der Vorschlag des Berzur Durchführung fommen fonnten, so lag das nicht an uns, sondern liner Verbandes sozialer Baubetriebe gutgeheißen wird, und an dem internationalen Kapitalismus und der internationalen die deutschen Organisationen aufgefordert werden, Delegierte zu beReaktion, die leider in allen Ländern noch sehr stark vertreten sind. nennen, die, mit Bollmachten versehen, auf einer Konferenz in Paris Aber trotzdem wird der Zeitpunkt eintreten, wo wir aus dieser mit dem Affionsausschuß ein Abkommen treffen zweds Lieferung Dunkelheit herauskommen werden und die Internationale triumphieren wird. Redner kommt auf die Besprechungen mit deutschen Ge- notwendiger Materialien an organisierte und nichtorganisierte Gewerkschaftsvertretern zwecks Wiederaufbau der zerstörten Gebiete in schädigte. Dieses Abkommen soll dann unmittelbar der französischen Frankreich zu sprechen. Er sagt, daß man in Frankreich von fapita- Regierung zur Genehmigung vorgelegt werden. listischer Seite alles daran gesetzt habe, um die Verhandlungen zum Herr Doucedame wird bereits in den nächsten Tagen dem WiederScheitern zu bringen Aber jetzt hat sie das Lubersac- aufbauminister Reibel die genannten Befchlüffe des Affionsausschusses Stinnes Abkommen getroffen, und die französische Regierung zur Kenntnis bringen. genehmigt es! Wir müssen dem entgegensetzen die Zusammenarbeit der internationalen Arbeiterklasse, den Wiederaufbau durch deutsche Strafen gegen Mißbrauch von Zucker, Gerste, Otst. Zu unseund französische Arbeiter.( Lebhafter Beifall.) In Eurem rem Artikel: Schärfere 3uckersicherung bittet uns das Lande, das wissen wir, besteht ein immer größer werdendes Elend. Reichsernährungsministerium mitzuteilen, daß in der Verordnung Aber auch in den anderen Ländern leidet das Proletariat. Der des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom Kapitalismus in Eurem Staate feiert Triumphe, aber auch bei uns. 8. September über die Verwendung von Zucker, Gerste und Obst Die Reaktion und der Kapitalismus sind eben international. Strafbestimmungen bereits vorgesehen sind.§ 4 der Verordnung. Sorgen wir dafür, daß der Chauvinismus und der Nationalismus bestimmt nämlich, daß Zuwiderhandlungen gegen die Verordnung Paulchen. hüben wie drüben beseitigt wird, dann wird auch für die Arbeiter mit einer Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre und GelbDie Galerie Nicolai, Bittoriastraße 26a, eröffnete eine größere flasse die befreiende Stunde geschlagen haben, dann werden die strafe bis zu 100 000 mark oder mit einer dieser Strafen beSolleftion von landschaftlichen und figürlichen Werfen der Frau E. Bitt- dunklen Wolken, die die internationale Reaktion zusammengeballt straft werden. Ferner ist bestimmt, daß neben diefer Strafe auf hat, durch die Sonnenstrahlen der proletarischen Wahrheit und Ge- Einziehung der Gegenstände erkannt werden kann, auf rechtigkeit endgültig durchbrochen und verjagt werden!( Lang- die fid) die strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem anhaltender stürmischer Beifall.) Täter gehören oder nicht. Grunewald. Das Leben ist' ne Schreinerei! Im Puitspielhaus geht Sonntag nachmittag 3, Uhr das Lustspiel „ Der Werwolf" in Szene. Blüthner Orchester. Das 1. Sonntagsfonzert findet am 17., abends 8 Ubr. im Blithner- Saal unter Leitung von Camillo Wildebrand statt. Solist des Abends ist Storzertmeister Vambinon( Bioline). Fimmen- Holland: Als vor drei Jahren der Weltkrieg zu Ende war, da waren es Refordpreis für ein Gemälde. Die berübmte, reuzabnahme" Rembrandts ist für den märchenbaiten Preis von 390 000 Dollars in die Vertreter der Gewerkschaften der bedeutenden Länder Europas, den Besitz des in Philadelphia ansässigen Multimillionärs und Kunitsammlers die nichts Eiligeres zu tun hatten, die während des Krieges gerisjes Joseph E. Wiedener übergegangen. Dies dürfte wohl der höchste bisher nen Bande der Internationale wieder anzuknüpfen. Kaum fonnte erzielte Preis für ein Bild sein. fich die Arbeiterschaft losmachen von der Zensur der Regierung, da Zum Gedächtnis Prof. Ernst Frances, des unvergeßlichent Sozialreformers, wird zur Aufbringung einer Gedächtnisspende aufgerufen. An der Evige der Unterzeichner steht der Reichspräsident. venden überweise man mit dem Zuiak Ernit- rande- Gedächtnisipende" auf das Postichedklonto Berlin Nr. 39 697, Bureau für Sozialpolitik E. B., Berlin W 30, Nollendorfstr. 29/30. GR Verbandstag der Eisenbahner. München, 12. September. Gewerkschaftsbewegung Die kommunistische mache. ,, Abbau der Sonderzuschläge für die Straßenbahner." Unter dieser Ueberschrift wurde ein Gerücht verbreitet, das in der Hauptsache falsch ist. Richtig ist, daß die Verwaltung der Die Dänen telegraphieren, daß sie durch Eisenbahnerstreits am Straßenbahn und mit ihr der Magistrat, die Sonderzuschläge für Erscheinen verhindert sind; sie wünschen guten Erfolg. Nacht und Sonntagsarbeit verkürzen will. Ebenso, daß das ReichsDie Berliner Kommunisten haben bekanntlich in Ermangelung arbeitsministerium einen Schiedsspruch in diesem Sinne gefällt Den Kassenbericht gibt Dräger. Für 1921 schließt die Hauptkasse mit 47,8 Millionen Mart in Einnahmen und Ausgaben einer anderen Idee zur Bekämpfung der Teuerung einen Fünf hat, den die Straßenbahner abgelehnt haben, während der Magistrat ab; die Ausgaben enthalten u. a. für Kranfenunterstützung rund zehner- Ausschuß eingesetzt, der einen Reichsausschuß der Betriebs: die Verbindlichkeitserklärung dieses Schiedsspruches beantragt hat. 3,9 Millionen, Unterstützung bei Todesfall 877 000 m., bei Streifs räte gründen soll. Dieser Reichsausschuß soll einen Reichsbetriebs= Falsch ist, daß in Verhandlungen am Dienstag im Reichs111 000 m., zusammen unterſtügungen einschließlich Rechtsschutz räte- Kongreß einberufen und neben der Sanktionierung der üblichen arbeitsministerium die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches rund 5,5 Millionen Mart, desgleichen aus den Ortskaffen reichlich kommunistischen Phrasen und Forderungen auch eine Bannbulle erfolgt sei. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Falich eine halbe Million Mart. Der lleberschuß der Hauptkasse betrug gegen den ADGB. und die Sozialdemokraten erlassen. Die" Roten ist auch, daß die Funktionäre der Straßenbahner in der Sache 1921 rund 13,3 Millionen Mart, Kassenbestand rund 19,4 Millionen Fahnen" im ganzen Bande freuen sich nun wie Kinder, wenn sie einen Beschluß gefaßt hätten. Ihre Stellungnahme ist gegebent. Mart. Die Grundſtüde in Berlin haben rund 5 Millionen Mark mitteilen können, daß schon irgendwo unter Ausschluß der Deffent: Erst wenn die Verhandlungen über die Verbindlichkeitserklärung Wert, sie sind mit rund 1,5 Millionen Mark Hypotheken belastet. lichkeit oder„ mit List, Schlauheit und illegalen Methoden" ein" DeleGrundstückswerte in Halle und Bremen 558 000 m., Belastung 83 000 gierter zu dem sogenannten Reichsausschuß oder zum Reichsbetriebs- abgeschlossen sind, lann zu dem Ergebnis Stellung genommen werden. Bon der begeisterten Zu= Mart. Vermögensbestand Ende August 1922 rund 20,5 Millionen ftimmung der Arbeiterschaft aus dem ganzen Reich" reden die beräte- Rongreß gewählt worden ist. Drohender Streik in den Margarine- Niederlagen. Mart. Bewegliches Vermögen pro Mitglied 61,61 M. Als erfreu- fcheidenen Kommunisten, trotzdem bisher nur aus vier Städten Zulich wird hervorgehoben, daß die Abrechnungen der Verwaltungsstimmungserklärungen Infolge des unverantwortlichen Verhaltens der Arbeitgeber in stellen immer prompter erfolgen. Abermalige Beitragserhöhung ist stimmungserklärungen vorliegen. Wie diese Zustimmungen übrigens den hiesigen Niederlagen der auswärtigen Margarinefabriken dürfte jedoch nötig, soll nicht das Vermögen schwinden. Die Mitgliedsbei- zustande kommen, dafür ein Beispiel aus halle, wo man auch einen es in den nächsten Tagen zum Streit der Arbeiter dieser Betriebe träge gehen gut ein; ungenügend wurden die Pflichtbeiträge für Kontrollausschuß eingesetzt hat und einen Schneider zum Delegierten fommen. Obwohl seit April d. I. ein Tarifvertrag mit dem DeutUnterstützung der Metallarbeiter geleistet. Der Verband zählte Ende triebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre in Halle bestand aus 400 feit drei Monaten geweigert, über ein neues Lohnabkommen zu verfür den Betriebsräte- Kongreß bestimmte Die Versammlung der Beschen Transportarbeiterverband besteht, haben sich die Arbeitgeber März 1922 Personen; unter ihnen ungefähr 50 Unionisten, die dort gar nichts handeln. Sie entlohnten ihre Arbeitnehmer nach ihrem Belieben. 440 223 Mitglieder, zu suchen hatten. Trotzdem hinderte sie der kommunistische Vor- Die darüber mit Recht empörte Arbeiterschaft beauftragte ihre Orgabarunter 38 704 im Beamtenverhältnis und 3933 weibliche. Esfihende nicht, an den Entscheidungen der Versammlung mitzuwirken, nisation, den Schlichtungsausschuß anzurufen. Vor der Verhandlung standen im Betriebsdienst 168 947, Werkstättendienst 135 915, Bahn- während dem Vertreter des Gewerkschaftskartells, Wielepp, das Wort fam eine Einigung über die Löhne der erwachsenen unterhaltungsdienst 134 837. Die Fluktuation ist verhältnismäßig entzogen wurde Wielepp verließ hierauf mit den Anhängern der Arbeiter zustande. Nur bezüglich der Jugendlichen begering, zuletzt standen 15 662 Austritten 14 822 Eintritte gegenüber, beiden sozialdemokratischen Barteien den Saal. Das kommunistisch standen noch Differenzen. wozu 2327 Uebertritte aus freien Gewerkschaften und 8484 aus gegne- unionistische Rumpfparlament nahm dann im Namen des Prorischen Organisationen fommen. letariats von Halle die kommunistischen Forderungen an. So sieht die begeisterte Zustimmung" des Proletariats im ganzen Reich zu der neuesten Aktion" der Berliner Kommunisten aus. " = Anstatt sich nun auf die Schlichtung dieser Differenzen zu bes schränken, machte der Vorsitzende der Sonderkammer des SchlichIn der Diskussion über den Geschäftsbericht verteidigt Ambros tungsausschusses einen Bergleichsvorschlag, wonach die erwachsenen Dresden den wilden Eisenbahnerstreit in Sachsen. Zu einem Zu Arbeiter für die erste Hälfte des September 56 M., für die fammenstoß mit den Kommunisten tommt es, als Bernhard vom zweite Hälfte 96 m. pro Woche weniger erhalten sollten, Berbandsvorstand den Inhalt eines Schreibens der Arbeiter der als wie vor der Verhandlung vereinbart war. Nachdem dieser Betriebswerkstätte München I an die Generalversammlung bekannt- Zur Arbeitszeit in der Berliner Metallindustrie. Vorschlag von den Arbeitnehmern abgelehnt war, trat die Kammer gibt. Es wird darin eine Beschaffungsbeihilfe von 10 000 m. und Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiter in eine neue Beratung ein und schlug als Ergebnis derselben eine eine Lohnerhöhung von 50 Broz. gefordert. Weiter wird vorge verbandes wendet sich in ihrer Wochenbeilage aur Metall- Serabsehung der Löhne um weitere 50 m. pro Woche schlagen, den Bericht einer Kommission entgegenzunehmen. Auf arbeiter- Zeitung" an ihre Mitglieder wegen der veränderten, von vor. Dadurch kühn gemacht, erklärten die Arbeitgeber, daß sie die Vorschlag des Bureaus geht der Verbandstag über dieses Schreiben 46% auf 48 Stunden verlängerten Arbeitszeit, die durch die Verhandlung überhaupt ablehnen und sich dem weit niedrigeren zur Tagesordnung über. Diese Entscheidung veranlaßte die Kom- Abstimmung in den Betrieben des Verbandes Berliner Metall- Tarif im Buttergroßhandel anschließen würden. Infolge der unmunisten zu erregten Zwischenrufen, wie ffandalös!", unerhört!", Industrieller fanttioniert ist. vollständigen Besetzung des Schlichtungsausschusses fonnte ein ,, Berwaltungspolitit!", herunterholen sollten sie Euch!" usw. Die Arbeiter legen großen Wert auf den freien Sonn Schiedsspruch nicht gefällt werden. In der Nachmittagsfizung wirft Schmidtke- Berlin dem Vorabend Nachmittag, der bei 461/ stündiger wöchentlicher Die Arbeitnehmer sind durch die monatelange Verschleppung des stand vor, daß er durch seine Unterstützung der im November 1918 Arbeitszeit möglich war, ohne das Prinzip des Achtstundentags zu Lohntarifabschlusses derartig empört, daß eine sofortige Arbeitsmit den Arbeitgebern geschlossenen Arbeitsgemeinschaft die Lohn durchbrechen. Wenn trotzdem in einigen Betrieben durch Berein niederlegung zu erwarten ist. Dadurch würde die Versorgung und Gehaltspolitik ungünstig beeinflußt habe. Weiter kritisiert er, barung mit dem Betriebs- resp. Arbeiterrat eine furze Ueber- Berlins mit einem zurzeit wichtigsten Nahrungsmittel außerorentdaß Scheffel in seinem Bericht nur 7 Minuten über die Dienstbauer- schreitung der achtstündigen reinen Arbeitszeit an Wochentagen zu- lich gefährdet werden. Die Verantwortung dafür trifft jedoch ledigvorschriften gesprochen habe. Rebner begrüßt die Arbeitsgemein- gunsten des freien Sonnabends erfolgte, so waren das Ausnahme- lich die Arbeitgeber, die innerhalb weniger Monate die Marschaft mit der Reichsgewerkschaft und unterbreitet dann dem Verfälle. Sie mußten jedoch den Unternehmern als Beweis das garine, welche noch Ende April für 30 und 35 M. pro Pfund zu bandstag eine Entschließung, die vom Hauptvorstand Aufgabe der für dienen, daß es für die Arbeiter sehr wohl möglich sei, länger haben war, auf weit über 200 m. hinaufgetrieben haben, eine Refeitherigen Unterstügung der Kolitionsregierung und die fofortige als acht Stunden zu arbeiten. Es liegt nun nahe, daß im gelung der Löhne ihrer Arbeiter jedoch nicht für notwendig hielten. Mobilifierung aller Kräfte gegen die fortwährende Unterdrüdungs. Intereffe der Beibehaltung des freien Sonnabendnachmittags, die und Entrechtungsversuche des RBM. und darüber hinaus Rampf Arbeiter auf eine entsprechend längere Arbeitszeit an den übrigen zur Beseitigung des heutigen Klaffenstaates fordert. Zur Errei Wochentagen in einzelnen Betrieben eingehen. chung dieses Zieles ftellen die fommunistischen Berfasser 8 Forde rungen auf. Benz- Karlsruhe hält die Lohnpolitik des Borstandes für rich. tig und fordert ihre Fortsehung. Er wünscht aber Berringerung der Spannung zwischen den Besoldungsgruppen und Einführung von nur 3 Drtsklassen. 4. Verhandlungstag. Die Mittwochfizung beginnt mit dem Bericht der Mandats. prüfungskommiffion. Sämtliche Mandate werden für gültig erklärt. Bay- Offenburg kritisiert die Wirtschaftspolitik des ADGB. zu stürmischen Auseinandersetzungen kommt es, als Frosch la hammer- Regensburg eine Entschließung begründet, die sich gegen ten Versuch monarchistischer Kreise, die Reichsflagge vor dem Tagungslokal zu entfernen, wendet. Als die Generalversammlung mit großer Mehrheit die Entschließung annimmt, geraten die Kommunisten in Erregung, die minutenlang jede Berhandlung unmöglich macht. Schließlich erklärt Schmidt- Beriin, daß die tommunistische Delegation gegen die Entschließung gestimmt habe, weil ihre Redner nicht zur Geschäftsordnung sprechen durften. Funktionäre findet heute, 4%, Uhr( nicht 6 Uhr), in der Humboldt SPD.- Metallarbeiter! Die Verfammlung aller SPD.- und USP.. Akademie, Gartenstr. 20, statt. Mitgliedsbuch der Partei legitimiert. Eine Beränderung der bisherigen Arbeitszeit muß infolge der jeder Funktionär muß erscheinen. Die Fraktionsvorstände. Die Ortsverwaltung Berlängerung ohnehin eintreten. Der Streit der Schildermaler ist nach vierwöchiger Dauer be empfiehlt nun den Verbandsmitgliedern lieber auf den voll ständig freien Sonnabend nachmittag zu verendet worden. Der Verein Berliner Schilderfabrikanten, der sich zichten, als über at Stunden hinauszugeben. auf einen recht anmaßenden Herrenstandpunkt stellte und zuerst über Die 48stündige Arbeitszeit soll gleichmäßig auf die sechs Wochentage die zu hohe" Lohnforderung von 45 m. pro Stunde nicht verberteilt werden, so daß der tägliche Achtstundentag beibehalten bleibt. handeln wollte, jah sich durch die längere Wirkung des Streits dann Außerdem sollen die Paufen abgeändert werden. Bei durch doch genötigt, in Berhandlungen zu treten. Nach mehreren Ber gehender Arbeitszeit genüge je eine viertelstündige Frühstücks- handlungsabenden kam dann eine Einigung dahingehend zustande, und Mittagspause anstatt einer dreiviertelstündigen Baufe, bei daß für die Zeit vom 1.- 5. Auguft 37 M. pro Stunde und vom einer halbstündigen Mittagpause. Dies läge im Interesse einer mög- Tage der Arbeitsaufnahme ab vom 1.- 15. September 55 M. für Schildermaler erster Klasse und 53 M. für Schildermaler zweiter lichsten Gleichmäßigkeit. Klasse zugestanden wurden. Von den in den Streit getretenen Kollegen ist während der ganzen Dauer des Kampfes feiner abtrünnig geworden; in voller Siegeszuversicht hielten sie alle aus bis zum letzten Tag. Doch bedauerlich ist, daß von vornherein einige Kollegen in verschiedenen Betrieben stehen geblieben und so den Streifenden in den Rücken gefallen sind und dadurch den Kampf erschwerten. Sie sind als Streitbrecher gebrandmarkt. sind dies bei der Firma Bünsow Franz Bolle und bei der Firma Bartel Willi Better. Wir geben uns der Erwartung hin- heißt es zum Schlusse daß die von uns gemachten Anregungen bei den notwendig werden den Nachberhandlungen über die Festlegung der täglichen Arbeits. seit fowie die erneute Baufeneinteilung von allen Betriebsräten beachtet werden, weil damit dem Interesse der Gesamtarbeiterschaft am besten gedient ist." Entschließung der Betriebsräte. Ein Antrag, einen Befürworter des Gebingeverfahrens in der Auf besonderen Wunsch aus Gewerkschaftskreisen bringen wir Diskussion sprechen zu lassen, wird angenommen. Mehler- Darmstadt die Entschließung des Bollzugsrats im Wortlaut: wirft die Frage auf, ob der Verband die Macht habe, das GedingeDie am 5. und 11. September tagende Generalversammlung der verfahren zu beseitigen, und kommt zur Verneinung der Frage, Freigewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezirk Trotzdem habe der Verband mehr gegen das Gedingeverfahren ge- Groß- Berlin beschließt nach eingehender Aussprache über die Teuefämpft als die Organisationen der Privatarbeiter. Aus dem Akkord rung und das Arbeitsprogramm der FBRZ.: der Privatarbeiter sei das Gedingeverfahren der Eisenbahn herousgewachsen. In der Nachmittagssigung kommt der Vorsitzende des Transportarbeiter- Verbandes, Genosse Schumann, zum Wort. einer fünfpiertelstündigen Rede behandelt er das Problem des Berkehrsbundes. In 1. Valutasturz der Mart und Preissteigerung sind nur schein bare Ursache, in Wirklichkeit aber Wirkung der Hungerlöhne und der Zerrüttung der staatlichen und kommunalen Finanzen Deutschlands und können nur beseitigt werden, wenn Lohn- und Steuerregelung gleichzeitig und gleichförmig im Sinne und Dienste der national ökonomischen Erfenntnis geregelt werden. 2. Eine wirkliche Besserung der Wirtschaftslage für Arbeiter und Angestellte ist nur durch die Ueberführung der kapitalistischen wirtschaft in eine sozialistische, d. h. durch lleberführung alles Eigentums an Grund und Boden und an Produktionsmitteln in den Besig der Gesamtheit des Boltes, möglich. Seine Organisation habe 582 000 Mitglieder und 50 Millionen Mart Vermögen; sie könne also mit Ruhe der Zukunft entgegensehen. Es feien also feine egoistischen Motive, die ihn zum Eintreten für den Berkehrsbund veranlassen. Hätte der Vorstand des DEB. den Versuch gemacht, den Beschluß der Dresdener Generalversammlung durchzuführen, dann stände es heute beffer um die Einheitsorgani fation, dann wäre auch die Reichsgewerkschaft für diese Idee ge wonnen worden. Er habe den Vorstand des DEB. im vorigen Jahre zurückhalten müssen, damit er in der Frage der Dreifäulentheorie dem ADGB. nicht nachgebe. Wäre im DEB. eine Ur abstimmung vorgenommen worden, sie hätte eine große Mehrheit für den Zusammenschluß der beiden Verbände ergeben. Jetzt müsse die Verantwortung den Kollegen des DEB. überlassen bleiben, die glaubten, die Entwicklung aufhalten zu jollen. Kommt eine Ber- Bermehrung der Mitglieder bzw. Leser ber Bresse, fchmelzung nicht zustande, dann müsse die Arbeitsgemein. fchaft fortgelegt werden. 3. Jede Besserung im tapitalistischen Staat wird sich bei Berüdfichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse ohne Rücksicht auf den einzuschlagenden Weg immer nur in dem Verhältnis der gegen feitigen Kräfte zwischen Kapital und Arbeit auswirken. 4. Die Stärfung unserer Aktionsfähigkeit erfordert: a) eine einzige fozialistische Partei, b) möglichste Zusammenfassung aller Gewerkschaften in Induftrieverbände. c) Stärkung beider Organisationen und der Arbeiterpresse durch d) geistige Einstellung aller Lohn- und Gehaltsempfänger auf Rampf und Ziel durch die Betriebsräte. Klus Hamburg führt aus, daß die Freunde von links er- 5. Dringend notwendig ist die Schmälerung der Brofitrate der hoffen, durch den sagenhaften Verkehrsbund, wie sie ihn auffaffen, Sapitalisten in Form von Bermögensabgabe oder Erhebung direkter den Himmel auf Erden zu schaffen. Für diesen Zusammenschluß vollwertiger Steuern. feien aber die Mitglieder noch nicht reif. Redner wünscht eine 6. Der bisher beschrittene Weg der Kämpfe um Lohnerhöhung tonsequente Haltung des Borstandes in der Frage des Gedinge- hat, mie die Erfahrung bewiesen hat, eine wirtschaftliche Hebung der verfahrens. Bernhard wirft Schumann vor, daß er in Ver- Arbeiter als Klasse nicht gebracht; sie sind deshalb nur ein notfammungen anders rede als in den verantwortlichen Körperschaften. wendiges llebel, die gröbsten Berschlechterungen hintanzuhalten. Er übersehe auch die Schwierigkeiten in der Beamtenagitation. Lohntämpfe einzelner fleiner Berufsgruppen und Branchen unter Zu den Kommunisten gewandt fagt Redner:„ Wir schließen feine Ausnutzung einer besonderen Konjunktur sind zu verwerfen, da sie Mitglieder wegen ihrer politischen Betätigung aus, sonst würdet Ihr dem Klaffenkampf entgegenstehen. doch nicht hier figen." " A pisch nimmt die Tarifabteilung gegen Zu erstreben find gleichmäßige Gestaltung der Löhne eines Indie erhobenen Angriffe in der Frage der geteilten Arbeitszeit, des duftriebezirks und die Unterstügung der schlecht bezahlten Gruppen Gedingeverfahrens und des Tarifmejens in Schuß. Robur be- dieser Bezirke. richtet über die Tätigkeit der Beamtenabteilung. Obwohl 7. Um die geistige Einstellung und die organisatorischen Borzeitweise nur drei Kollegen im Hauptbureau zur Verfügung standen, bedingungen für erfolgreiche Rämpfe zur Hebung der wirtschaftlichen feien dech 1941 Bersammlungen, Eizungen, Berhandlungen und Lage zu ermöglichen, wird der Bollzugsrat beauftragt, durch den Ronferenzen befucht worden. Aus der Tatsache, daß nur zwei Dis- Beirat eine Bertretersizung von Betriebsräten aus dem ganzen fuffionsrebner die Tätigkeit der Abteilung fritisierten, gehe hervor, Reiche anzuregen, die diskutable Grundlagen für einen Reichsbetriebsdaß die Generalversammlung mit ihrer Arbeit zufrieden sei. rätefongreß zu schaffen hat. Breunig behandelt eingehend die Dienstdauervorschriften und betont, daß für die Mitarbeit gewerkschaftliche Grundsäge maßgebend waren. Darauf wird die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. 8. Gleichzeitig werden im Wirtschaftsbezirk Groß- Berlin alle Betriebsräte mit den bevorstehenden Aufgaben vertraut gemacht. Fünfzehnerausschuß gerichtete Resolution wurde abgelehnt. Die Resolution Grothe war damit erledigt. Die gegen den Es Ueber die Firmen Lindren, Neue Friedrichstr. 37, und Otto Rüterbusch, Königgräger Straße, ist die Sperre verhängt. Der Streit und die Aussperrung der fächsischen Transportarbeiter find beendet. Am Mittwoch wurde von einem unparteiischen Schieds gericht im sächsischen Arbeitsministerium eine Vereinbarung auf folgender Grundlage erzielt: Die Wochenlöhne betragen vom Tage der Wiederaufnahme der Arbeit in der Klasse A 3200 M., B 3050 M., C 2950 m. und D 2850 M. Die Vereinbarung gilt für ganz Sachsen. Die Arbeit wurde gestern früh wieder aufgenommen. Der Wiener Zeitungsstreit fann als beendet gelten. In der Vereinbarung zwischen Arbeitern und Unternehmern wurde ein Stompromiß geschlossen. Die volle Inderziffer wird nicht ausgezahlt. Der Streif in den amerikanischen Eisenbahnwerkstätten ist nach Mitteilung des Arbeitsministeriums entgegen der gestrigen Mel nur teilweise beigelegt. Deutscher Transportarbeiterverband. Die in den MargarinefabrikniederTagen beschäftigten Arbeitnehmer tommen heute abend 7½ Uhr bei Fenfara, Melchiorfir. 15, zufammen, um zu dem Verhalten der Arbeitgeber Stellung zu nehmen Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25, Bersammlung sämtlicher Funktionäre dung Verband der Fabrikarbeiter. Gonnabend naomitiag 2 Uhr im Gaal 5 des und Betriebsräte der Blumen und Federnindustric. Glaser. Sonntag vormittag 9 Uhr im Gewerkschaftshaus Mitgliederver fammlung. Wahl der Delegierten zum Verbandstag. Bericht der Lohnkom mission. Bericht aus den Betrieben. Zu dieser Bersammlung müssen alle Kollegen erscheinen. Das Mitgliedsbuch ist vorzulegen. Die Ortsverwaltung. Graphische Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen! Montag abend 6 Uhr im Ge werkschaftshaus, Saal 1, Bersammlung aller Funktionäre, einschließlich der lohntommission. Bericht über die Tarifausschußßigung. Da unter Bunkt 3 ber Tagesordnung äußerst wichtige Sachen zu besprechen und zu erledigen sind, erwartet der Ortsvorstand das vollzählige Erscheinen aller Funktionäre. Verantwortlich für den vedalt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Sh. Glode, Berlin. Verlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwäris- Buchdruderci u. Berlagsanstalt Baul Ginger v. Co., Berlin, Bindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage. Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Koch& Seeland H Gertraudtenstraße 20-21. Hornhaut, Schwielen u.Warzen beseitigt Schnell sicher u.schmerzlos Aufirol Jn Apotheken u. besseren Drogerien erhältlich.6 Gegen Fußschweiß und Wundlaufen Kukirol- Fußbad! G. m. Moderne Herren- Bekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe Ia Verarbeitung :::: Billigste Preise MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 Rare Gasmit Zegea! " DEGEA- SPARGLUHKORDER VERBORGEN LAUT WISSENSCHAFTLICHER FESTSTELLUNG EINE GASERSPARNIS VON 25%