Nr.462+ 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 227 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Defterreich und Luremburg 346,- M., für das übrige Ausland 515,- M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, Eng. land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Buremburg. Defter reich, Schweden, Schweiz. Tschechoflowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 6 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle foftet 50,-. Reflamezeile 230,-. Kleine Anzeigen" das fettgedrudte Wort 12, W.( zulässig zwet fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und Schlaf Stellenanzeigen das erste Wort 7, M., jebes weitere Wort 5,- W. Barte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abon nenten Beile 15,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Sonnabend, den 30. September 1922 Beschlüsse der Gewerkschaften. Der Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes faßte in seiner Sigung vom 29. September folgende Entschließungen: 1. Zur wirtschaftlichen Lage. Der Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes billigt bie vom Bundesvorstand in Gemeinschaft mit den anderen Spigenorganisationen unternommenen Schritte zur Bekämpfung der Teuerung und des Buchers. Er weist erneut die Regierung und die Barlamente des Reiches und der Länder auf bie pöllige Unhaltbarkeit der Lage hin, in welche die Masse der Bevölkerung durch die ungeheuren Preissteigerungen auf allen Gebieten ge fommen ist. Er erwartet von den Regierungen und den politischen Parteien, daß sie mit Ernst und Eile alle erforderlichen Maß als Mahner und Dränger unausgesetzt für die Durchführung Ausschuß insbesondere an seine Entschließung vom August 1921, nahmen treffen und beauftragt den Bundesvorstand, auch weiterhin der gewerkschaftlichen Vorschläge zu wirken. Hierbei erinnert der die eine Alenderung der Wirtschaftspolifit in der Richtung zur Gemeinwirtschaft forderte. Es ist eine Wirtschaftsorganisation herbeizuführen, die der tapitalistischen Ausbeutung durch Privatmonopole ein Ende macht und den wahren 3wed einer organisierten Wirtschaft, die Dedung des Bedarfs der Gesamtbevölkerung, zur Erfüllung bringt. Der Ausschuß verkennt jedoch nicht, daß die Hauptursache der wirtschaftlichen Notlage des deutschen Bolles in dem außenpolitischen Drud liegt. In Uebereinstimmung mit dem Beschluß des engli schen Gewerkschaftstongresses, der mit Freude und Genugtuung boden deutschen Gewerkschaften at wird, fordert deshub ber Ausfußs Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, daß im Intereffe des Wiederaufbaues von Europa bie Gewaltpolit gegen Deutschland en fich aufgegeben und der Weg zu einem wahren Frieden und zur Berföhnung der Böller eingeschlagen werden möge. ligenhaften Darstellung Vorwärts- Verlag G.m.b.H., GW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Sanvregpedition u. Inseraten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Die Landtagswahl in Sachsen. Bon Richard Lipinski. Die Auflösung des sächsischen Landtags durch Kommunisollen die Arbeiter die Folgerung ziehen, daß an Stelle der Gewert. ften und bürgerliche Parteien und die Notwendigkeit der Neuschaftsleitungen jetzt die Betriebsräte die Wahrnehmung der Arbeiter- wahl hat im Hinblick auf den Ausgang der Landtagswahlen in interessen in die Hand nehmen müssen. Braunschweig und die Gemeinde- und Bezirkswahlen in Thü= Demgegenüber stellt der Ausschuß des ADGB. fest, daß der von ringen Auslassungen über den Ausgang der Landtagswahl in der Kommunistischen Partei geforderte Reichsbetriebsräte- Kongres Sachsen hervorgerufen, die nur auf mangelnde Kenntnis der lediglich tommunistischen Parteizweden dienen soll. sächsischen Verhältnisse zurückzuführen sind. Es erscheint des= Die Gewerkschaften müssen es aus Selbstachtung und im allgemeinen halb angebracht, die Verhältnisse der letzten Wahl kurz ins GeArbeiterinteresse ablehnen, einer Parole der Kommunistischen dächtnis zurückzurufen. Die Volkskammer, die unmittelPartei zu folgen. bar nach der Wahl zur Nationalversammlung gewählt wurde, Der Ausschuß verweist auf die Beschlüsse des ersten Reichs- fekte fich aus 57 fozialistischen Abgeordneten und 39 bürgerbetriebsrätefongresses und des Leipziger Gewerkschaftskongresses, lichen Abgeordneten zusammen. Dagegen brachte die Landdie das Tätigkeitsgebiet der Betriebsräte und ihr Verhältnis zu tagswahl vom 14. November 1920 einschließlich der kommuniden Gewerkschaften flarstellen. Wie die Gewerkschaftsleitungen stischen Mandate 49 sozialistische und 47 bürgerliche Abgeordftischen Mandate 49 sozialistische und 47 bürgerliche Abgeordsich ihrer Pflicht und ihrer Berantwortung voll bewußt fird, so nete. Die Landtagswahl wies also eine wesentliche Ber= erwartet der Bundesausschuß auch von den Betriebsräten, hiebung der Mehrheitsverhältnisse auf, eine daß sie die angestrengten Bemühungen der Gewerkschaften im Schwächung der sozialistischen und eine Stärkung der bürgerRahmen ihres Aufgabengebiets unterstützen. Wie alle seitlichen Parteien. Die nachstehende Tabelle ergibt die Vergleichsherigen Versuche der Kommunistischen Partei, den Gewerkschaften differn zwischen den Wahlen zur Boltstammer, zum Reichstag ihren Willen aufzuzmingen, so muß auch der jetzige, mit so vielen und Landtag. unlauteren Mitteln unternommene an dem gefunden Sinn und dem entschlossenen Widerstand der deutschen Arbeiterschaft zum Scheitern gebracht werden. Die Kartoffelverforgung. wird die Kartoffelernte in diesem Jahre etwa 34 Millionen Nach vorsichtigen Schäßungen des Reichsernährungsministeriums Zonnen, d. h. 8 Millionen Zonnen mehr als im Borjahre, betragen. Es würden also für den Kopf der Bevöl ferung mindestens 2 3entner mehr zur Verfügung stehen als im vergangenen Jahre. Schon aus diefer vorläufigen Statiftit iſt ersichtlich, daß zu Besorgnissen feine Beranlassung vorliegt, zumal von amtlicher Seite alle Borsichtsmaßregeln für einen zufriedenstellenden Abtransport getroffen find. Zur Bermeidung von Störungen wird der Bevölkerung emp2. Gegen die kommunistischen Gewerkschaftszerstörer. fohlen, sich beim Auflauf sachverständiger Organisationen, insbe sondere der fachverständigen Genossenschaften, zu bedienen und solche Die Veröffentlichungen der Kommunistischen Partei Auffäufer, die sich nicht im Besitz der Auftaufserlaubnis befinden, in Beitungen, Buschriften und Plakaten überbieten sich in den lehten oder die, trotzdem sie zum Handel zugelassen sind, die Preise in Wochen in Verdächtigungen und Beschimpfungen der Gewerkschafts- ungemessener Weise steigern, den zuständigen Behörden zwecks Beleitungen, die alles frühere Maß überschreiten. Jede Auf strafung bzw. Entziehung der Auftaufserlaubnis schleunigst nam. flärung und Richtigstellung von Irrtümern bleibt vergeblich, haft zu machen. und die unsinnigsten Borwürfe werden täglich aufs neue wiederholt mit einer Unwahrhaftigkeit und Bosheit, die teine Grenzen fennt und tiefsten Abscheu erregen muß. Der wirtschaftliche Ausschuß des Reichswirtschaftsrats hat am Diese Methode der kommunistischen Agitation soll bezweden, 28. September bas Gutachten des Unterausschusses für Landwirt. bas Bertrauen der unter dem schweren Drud der wirtschaftlichen schaft und Ernährung über ben Entwurf einer Berordnung über Notlage leidenden Arbeiterschaft zu den Gewertschafts- den Berkehr mit Zuder im Betriebsjahr 1922/23 mit der Wenderung leitungen zu erschüttern. Deshalb wird letteren tagtäglich nicht bestätigt, daß die auf ben Kopf der Bevölkerung monatlich zu mur die Fähigkeit, sondern überhaupt ber Bille abgestritten, die liefernde Menge von einem Rilo Verbrauchszucker zunächst auf berechtigten Intereffen der Arbeiterschaft zu wahren. Aus dieser Die Spannung im Orient. Für stärkere Zuckerlieferungen. 1 Rilogramm erhöht werden soll. Sowjetrussische Geschäfte. Boltstammer Reichstag 2. 2. 1919 6.4. 1920 2 866 810 2985 059 2 404 792 80,80% Wahlberechtigte abgegebene gültige Stimmen 2145 695 Wahlbeteiligung 75,1% Landtag 14.11.1920 2967 974 2072 339 70,12% Die abgegebenen Stimmen verteilen sich wie folgt: Boltskammer Reichstag 891 804 581778 350 069 609 462 Sozialdemokratische Partei Unabhängige Soz. Partei. Neufommunisten Stommunisten . Sozial. Etimmen zusammen 1241 871 Deutschnationale Volkspartei. Deutsche Boltspartei. Demokratische Partei Sentrumspartei Laufiger Volkspartei Wirtschaftliche Bereinigung. Deutschtozialuitifche Partei.. Bürgerliche Stimmen zus. Landtag 587 526 286 984 60 111 117 859 1051 980 105 222 1 296 462 Bollstammer Reichstag Landtag 306 718 84 615 490 666 21 823 412 832 448 272 218 885 19 562 6 018 484 293 385 810 159 801 22 781 17 724 3 266 903 822 1 108 320 1020 359 Gegenüber der Reichstagswahl wurde die Landtagswahl durch eine sehr wesentliche Berringerung der Wahlbeteiligung gefennzeichnet. Während bei der Reichstags-. wahl 580 267 Wähler von ihrem Wahlrecht feinen Gebrauch machten, stieg die Zahl der Nichtwähler bei der Landtagswahl auf 895 635. Es haben also über 315 000 Wähler bei der Landtagswahl weniger gewählt als wie bei der Reichstagswahl, und dies waren ausschließlich Arbeiterwähler.. Die zweite aufällige Erscheinung war, daß die Unabhängige Sozialistische Partei einen Berlust von über 325 000 Stimmen zu verzeichnen hatte, daß dagegen aber die Kommunisten und Neukommunisten nur einen Gewinn von 72 000 Wählern zu buchen hatten. Es liegt deshalb der Schluß durchaus nahe, daß das Mehr an Nichtwählern sich aus ehemaligen Wählern Konftantinopel, 29. September.( Reuter.) Kemal Pascha Ein fonderbarer Austausch- Vorschlag Sinowjews. der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei zusammensetzt. ertfärt in feiner Antwort auf General Harringtons Telegramm vom Die Rote Fahne" veröffentlicht ein Schreiben Sinowles Welche Umstände haben den Stimmenverlust verschuldet? Mittwoch, daß seine Truppen nicht weiter vorrüden würden. Er wünsche teine Zwischenfälle und werde die erste Gelegenheit be an die Sentrale der RPD., in dem diese allen Grnstes aufgefordert Es darf erinnert werden, daß auf dem Parteitag der Unabnugen, um mit General Harrington zufamenenzutreffen. Die Lage wird, der Sozialdemokratischen Partei vorzuschlagen, ben zum Tode hängigen Sozialdemokratischen Partei Ende Oktober 1920 in in Ihanat it unverändert. Die Mehrzahl der türkischen Kavallerie Perurteilten Sozialrevolutionär Timofiejew gegen Mar Hölz Halle die Partei auf Befehl von Moskaugesprengt ift zugezogen und durch Infanterie erfeht worden. Bisher haben auszutauschen. Wie man sieht, ist die Sowjetregierung außerordent wurde, und daß 3 Wochen nach dieser Sprengung die Land3ufammenbe nicht stattgefunden. lich gefchäftstüchtig: ben ausländischen Kapitalisten bietet man tagswahlen stattfanden. Die Unabhängige Sozialdemokratische Die Türfen haben die neutrale Zone am Südufer der Wälder und Gruben an, in der Hoffnung, später die offizielle An- Partei ging also mit gesprengter Front in den Wahlkampf, woraus sich der Stimmenrückgang erklären dürfte. Ein anderer Darbanellen fast ganz besetzt, nur in Tschanat fiken Eng- erbennung und Strebite zu erhalten, den ausländischen Sozialisten bemerkbarer Umstand ist, daß der Verlust der linabhängigen Länder, geradezu von den Türfen eingefastelt. Auf Gallipoli werden Menschenteben zum Kauf angetragen. Der politische Ber- weder von der alten Sozialdemokratischen Partei, noch von den stehen englische Schwergeschütze aus Malta. Die Franzosen urteilte Timofiejew soll gegen den gemeinen Verbrecher Hölz Kommunisten oder Neukommunisten aufgefangen worden ist. und vielleicht auch die Italiener sollen von Konstantinopel ausgetauscht werden, gegen denselben Hölz, von dem die" Rote Im Gegenteil, dort wo die Kommunistische Partei selbständig abziehen. Trotz der schwülen Situation erklären englische Fahne" feinerzeit unter dem frischen Eindruck feiner Gewalttaten auftrat und von den Neukommunisten unterstützt wurde, wie wie türkische Diplomaten, man fei von friedlichen Absichten öffentlich abgerüdt war!. beseelt und hoffe, daß es nicht zum Zusammenstoß fomme. im Wahlkreis Chemniß- 3widau, war ein Rückgang ihrer Bir hätten natürlich nichts dagegen, wenn Hölz und feines Wählerftimmen zwischen Reichstag und Landtag zu verzeich Das Kabinett hat dem General Harrington in Stambul gleichen von Sowjetružla.id übernommen würden, allerdings unter nen. Es zeigt sich also, daß die Werbekraft der Kommunisten nahegelegt, mit Mustafa Kemal persönlich zu reden. der Bedingung, daß sie endgültig dort blieben. Die Tfcheka braucht gerade in dem Wahlkreise, wo sie die stärkste Organisation Die Flüchtlingsscharen werden nach Bulgarien ein- ficherlich noch viele tüchtige Kräfte und die gibt es in den deutschen hatten, verjagt hatte. Die Neufommunisten erlangten in den gelassen. Zuchthäusern für ihre ehrenwerten Zwede in Hülle und Fülle, beiden anderen Wahlkreisen Leipzig und Dresden nur etwas Der französische Abgeordnete Franklin Bouillon ist ebenso wie es in den russischen Gefängnissen zahllose politische Ber- über 60 000 Stimmen, obgleich sie den früheren Führer der bereits in Smyrna und in Fühlung mit der Regierung. In urteilte gibt, über deren Haupt das Damoklesschwert der Hinrichtung Unabhängigen, Abgeordneten Geyer sen., als Spizenkandidat Athen regiert zunächst ein Offizierkomitee; das provisorische schwebt, ähnlich wie im Falle Limofiejew. Aber derartige Trans- auf ihre Liste gesetzt hatten. Revolutionsfomitee fündigt baldige llebernahme der Regie- aftionen fönnen nur zwischen den Regierungen beider Länder Konstantin ist nicht verhaftet; sein Sohn hat vor durchgeführt werden. Bielleicht wendet sich der diplomatische Berden Ministern, die offenbar weiter amtieren, als Georg II." treter ter RSFSR. in Berlin, Herr Krestinsti, nachdem seine ben Königseid geleiftet, und die Stadt war illuminiert. Die Rollegen Tschitscherin und Krafft dies während ihres ausgedehnten politischen Verhaftungen sind wieder aufgehoben. General Aufenthalts in Deutschland perfäumt haben, an den Reichsminister Niber foll Oberbefehlshaber werden. Die neue Regierung des Auswärtigen Dr. Birth und unterbreitet der deutschen Regie vill Thrazien verteidigen. rung offiziell den Vorschlag Sinomjews zugunsten seines Genoffen Mar Hölz. Konstantin, Frau und Töchter find Donnerstag abend aufgefordert worden, Griechenland so schnell wie möglich zu verlaffen. Er foll schon vorher Abgesandte nach der Schweis geschickt haben, um sein Bermögen zu retten, Oder sollte er sich etwa eines derartigen Eingreifens für den ehrlichen Rämpfer der proletarischen Revolution, den Genossen Mar Hölz", wie es in dem Schreiben Einomjews heißt, schämen? 2 Bei einer Neu mah I würde jeht natürlich dieser Wählerbetrug unmöglich sein. Würde bei der Landtagswahl dieselbe Wahlbeteiligung wie bei der Reichstagswahl erreicht worden sein, dann würden, da die Teilungsziffer fich dadurch wesentlich veränderte, die sozialistischen Mandate im Landtag mit den Rominunisten 52 betragen haben, während auf den bürgerlichen Blod nur 44 Mandate entfallen wären. Die Kommunisten hätten statt 9 nur 4 Mandate erhalten. Die komunende Landtagswahl findet aber unter ganz anderen Borausjegungen wie 1920 statt. Die soziafiftische Regierung Sachfens hat den Beweis erbracht, daß fie Partei und Gewerkschaft. Escherichs Konkurrenz. Fort mit Ruhe und Ordnung! die Interessen des Volkes, insbesondere des arbeitenden Boltes, fohlenrat und dem Reichstohlenfommiffar einen Borschlag unterrestlos gewahrt hat. Die Umstellung und der Ausbau der innebreitet, der die in Ueberschichten geförderten Kohlen ge ren Verwaltung, die Demokratisierung der Verwaltung und Das Korrespondenzblatt" des Allgemeinen Deutschen meinwirtschaftlich nutzbar machen soll. Um das Preisdiktat des Justiz, der Ausbau des Schulwesens, die Wahrung der wirt- Gewerkschaftsbundes begrüßt die Wiedererstehung einer eini 3ementsyndikats zu durchbrechen, soll ein Teil des diesem bisher schaftlichen Interessen Sachsens und die Hebung der Not der gen deutschen Sozialdemokratie mit folgenden Worten: gelieferten Kohlenkontingents dem Berband sozialer BauErwerbslosen, Kriegsbeschädigten und Sozialreniner durch Die Tage des Bruderkampfes gehören der Bergangenheit an. betriebe bzw. dem Reichsverband deutscher Baustarte Einwirkung auf das Reich ist nachhaltigst gefördert wor- Mögen fie ihr für immer angehören. Biel zu ernst find die Zeiten probuftiogenossenschaften überwiesen werden, die die den. Wenn die Gemeindeordnung, die die Demokrati- und viel zu groß die Aufgaben, die die deutschen Arbeiter zu lösen 3ementproduktion wirtschaftlicher gestalten, die Erzeugung versierung der Gemeindeverwaltung bringen sollte, nicht verab- baben, als daß sie ihre Zeit mit dem Rampf untereinande, mehren und die Preise verbilligen helfen wollen. schiedet werden konnte, so tragen hierfür die Kommunisten anstatt mit dem Gegner ausfüllen dürften. Viel zu lange hat dieser die Berantwortung. Auf dem Gebiete der Sozialisierung Rampf schon gedauert und viel zu viel, was hätte getan werden konnte die Landesregierung natürlich nichts durchsetzen, weil fönnen, ist ungetan geblieben. Daß die Reaktion sich wieder so breit die Gesezgebung des Reiches hindernd im Wege steht. Es find machen konnte, daß der Rapitalismus die Ausbeutung schamlofer aber auch hier Anfänge gemacht worden, die den Boden ebnen als je betreibt, dem Bruderkampf der Arbeiter ist es gefür die Vergesellschaftung der Produktion. Das Staatswirt- schuldet. Die beiden sozialdemokratischen Arbeiterparteien haben sich schaftsgesek ermöglicht die Umstellung der Berwaltung staat- wieder zusammengeschlossen. Wir freuen uns dessen und begrüßen licher Werke und die Mitwirkung der Arbeiter bei der Berwal- die Bereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands als die Dr tung. Der Staat hat einen großen Anteil am Besitz der Kohle ganisation, die dazu berufen ist, die deutschen Arbeiter auf politischem Gebiet zusammenzuführen, damit sie ihrer geschichtlichen Aufgabe im Lande, und die elektrische rafterzeugung ist fast ausschließ- Gebiet zusammenzuführen, damit sie ihrer geschichtlichen Aufgabe lich in den Händen des Staates. Dazu kommt: auf dem Gebiete gerecht werden und Unterdrückung und Ausbeutung aus der Belt schaffen können. der Personalpolitik ist eine außerordentliche Verstärkung des republikanischen Einschlags zu verzeichnen und der neuen Staatsform widerstrebende Elemente sind aus der Verwaltung entfernt worden. Die Wissenschaft tonnte sich in Sachsen in ungeahnter Weise ausdehnen und betätigen. Nach ihrem vergeblichen Versuch, die Escherich- Versammlung zu sprengen, haben die Münchener nationalsozialisten eine eigene Bersammlung abgehalten, die gleichfalls den Untergang des Mittelstandes zum Gegenstand hatte. Der Referent, der mehrfach vorbestrafte Radaunationalist Hitler, polemisierte heftig gegen Escherich und erklärte nach den Bericht der T.: Mit der Ruhe und Ordnung des Hern Escherich, der neulich den nationalen Berbänden in den Rüden gefallen sei, wäre doch nichts mehr zu machen. Es gehe um die Existenz, um Sein oder Nichtsein. zu fämpfen, sind die Reaktionäre zuerst aufgetreten. Jetzt erklären Unter der heuchlerischen Behauptung, für Ruhe und Ordnung lich eine Ordnungszelle". Deshalb darf man dort ungestraft zum fie fich öffentlich gegen Ruhe und Ordnung. München ist bekanntRampf gegen Ruhe und Ordnung aufrufen. Möge die Partei ihr großes Ziel nie aus dem Auge verlieren, möge sie sich aber auch stets der Möglichkeiten, wie es erreicht werden fann, bewußt sein. Begeisterung für ihre gewaltige Aufgabe mit larem Blick für die Schwierigkeiten zu vereinen, möge ihre gelingen. War bei der letzten Landtagswahl die Arbeiterklasse nicht Hoffnung, daß mun auch in das Berhältnis zwischen Partei Diese herzliche Begrüßung der Einigung ermutigt zu der nur in mehrere Gruppen gespalten, sondern auch die Unabnur in mehrere Gruppen gespalten, fondern auch die Unab- und Gewerkschaft ein neuer frischer 3 ug hineinkommen hängige Partei in sich gefvalten, so haben die Parteitage zu wird. Es ist die Aufgabe der Partei, die Tätigkeit der GeAugsburg, Gera und Nürnberg eine Einheitsfront der werkschaften auf dem Gebiet der Politik zu fördern, in der sozialistisch bewußten Arbeiterschaft gebracht. Parteipreffe die Kämpfe der Gewerkschaften zu unterſtüzen Die Kommunisten stehen schmähend und grollend beiseite und und ihnen nach Kräften jede Zersplitterung fernzuhalten. Um Die„ Rote Fahne" macht neue Mitteilungen über die Behandunterstützen dadurch die bürgerlichen Parteien gegen die Ar- diese große Aufgabe erfüllen zu können, dazu bedarf die Par- lung von 74 Soldaten, die wegen der Lögener Angelegenheit ver beiterklasse. Die geschaffene Einheitsfront muß aber die tei auch der tätigen Mitwirkung der Gewerkschaften. Möge haftet wurden und sich noch im Gefängnis von 2nd befinden. Schwungkraft der Arbeiterbewegung steigern, fie muß die fich fo, im Sinn einer zmedmäßigen Arbeitsteilung, das Wort 56 Mann follen in einer Zelle mit nur 199 Rubikmeter RaumLässigen, Verbroffenen und Verstimmten mitreißen, und des- erfüllen: Partei und Gewerkschaft sind eins!". inhalt untergebracht sein. Sie müssen dort ihre Bedürfnisse ver richten, essen und schlafen. Für drei Gefangene stehen zwei Strohs halb liegt es durchaus in dem Bereich der Möglichkeit, bei der näherndes Mehrheitsverhältnis wie in der Boltskammer zu arbeitet. " Der Fall Lötzen. zeichen des Verbandes nationalgesinnter Solstoffpreise durchschnittlich auf das Biereinhalb fache ge- baten". Ueber ben bevorstehenden Prozeß gegen die Meuterer stiegen sind. Damit ist durch die Worte eines bürgerlichen Fachmannes die Fabel von den hohen" Löhnen, die an der wird gesagt, daß er heimlich im Holzstall des Gefängnisses stattBerteuerung des Bauens schuld sein sollen, wohl endgültig er finden soll. Der Führer des Bataillons hat drei Rechtsanwälte zur ledigt. Wie aber die Entwicklung am Baustoffmarkt, die aus Berteidigung befohlen, die von jedem Angeklagten 1000 m. pro Den Gefangenen wurde im voraus die Summe auf die Bautätigkeit zurückwirken muß, liegt auf der Hand. von 750 m. Gerichtstoften abgezogen. schließlich durch die Gewalt der Kartelle bestimmt wird, Tag fordern. Sie untergräbt den Neubau von Wohnungen und bedarf da Soweit die Rote Fahne". Da die Gefangenen den bürgerher schärfster Bekämpfung. Die Erhöhung der Bau- lichen Gerichten übergeben wurden, ist in diesem Fall der Angriff fostenzuschüsse auf das Behnfache ist angesichts der Berteue- des Blattes auf die Reichswehr unbegründet. Um fo mehr hat " Landtagswahl für die Sozialdemokratische Partei ein an- Für die Sozialisierung der Baustoffindustrie. fäde und für jeden Gefangenen nur eine Dede zur Verfügung. erreichen. Das tann aber nur geschehen, wenn die sozia- Die Verhältnisse am Baustoffmarkt haben zu Er- Eine Zeitlang mußten vier Mann aus einer Waschschüssel essen. listische Arbeitert laffe in Sachsen unermüd- scheinungen geführt, die selbst den jeder Zwangswirtschaft ab- Anderen Soldaten wurde das Essen in Spudnäpfen gereicht. Ein lich die Aufklärungsarbeit bis zum Wahltage holden bürgerlichen Politikern zu denken geben. Im" Ber- Soldat soll irrsinnig geworden, aber nicht von seinen Kameraden fortsett und steigert, die Lässigen zur Wahlurne liner Tageblatt" führt ein Direktor einer Berliner Bauaftien getrennt worden fein. Eines Tages wurde im Gefängnis eine bringt, der Lüge, Berleumdung und Entstellung entgegen einer Zeit, wo die Löhne sich verdoppelt haben, die Bau- mann tam. Dieser General verlieh dem Kapellmeister das Abgesellschaft Fr. Klein aus, daß binnen weniger Wochen, in paterländische Feier veranstaltet, zu der General Liz Die Not ist groß. Mit ihr spekulieren bürgerliche Parteien und Kommunisten. Der Bürgerblod it in Sachsen zur Wirklichkeit geworden, denn seit dem Zusammentritt des Land, tags sind Demokraten, Zentrum, Deutsche Volkspartei und Deutschnationale Boltspartei in allen wesentlichen Fragen gegen die ſozialiſtiſchen Parteien und die Regierung zusammen gegangen. Kommunisten und Bürgerblock segen ihre Hoffnung auf die Frauen, weil die Frauen die politischen Zu fammenhänge noch nicht voll würdigen fönnen und deshalb leicht geneigt sind, die Teuerung und die Not der sächsischen nicht von der sozialistischen Regierung Sachsens verschuldet; ftiegen sind, unzureichend. Wörtlich schreibt Herr Klein: sie ist eine Folge des Krieges und der verflossenen ReichstagsWenn die staatlichen und behördlichen Stellen sich nicht dazu Bestätigung der Meldung nicht zu erhalten. Das Juftizministerium b wahl. Die bürgerliche Mehrheit des Reichstags benutzte ihre verstehen können, Hand zum mindeſten auf die Bodenschätze hat von der zuständigen Gefängnisverwaltung telegraphisch Bc= Macht, um die Rationierung der Lebensmittel zu beseitigen; ou legen, die für die Errichtung von Sieblungsbauten er richt eingefordert. fie öffnete dem freien Handel und damit der wüstesten Spefuwert der art entsprechenden Stand zu bringen, so minister des Innern, Genoffe Severing, hat eine Verfügung er forderlich sind, und deren Preise damit auf einen dem Inlands. Fürsorge für entlassene Schutzpolizeibeamte. Der preußische lation Tür und Tor. Die sächsische Regierung hat aber ent erscheint die Hergabe auch nur eines einzigen weiteren Pfennigs für lassen, die sich mit der Fürsorge für entlassene Schußpolizeibeamte schieden auf die Reichsregierung einzumirken versucht, der Not die Fortführung der Siedlungstätigkeit als eine Unsinnigteit. beschäftigt. Einen Anspruch auf Heilbehandlung haben erforderzu steuern. Leider selten mit Erfolg. Hier aufklärend zu mirfen, wird den Erfolg haben, daß die Hoffnungen der Kommu- zum allermindeſten in dem Teile, der den Bedarf der öffent- gehörigen der Schußpolizei, wenn für das Leiden eine Polizeidienst. Also Sozialisierung der Baustoffindustrie lichenfalls alle vor und nach dem 24. Mai 1922 entlassenen An nisten und des Bürgerblocks zuschanden werden. lichen Hand deckt. Diese Forderung wurde von unseren Ge- betätigung anerkannt ist und wenn sie nicht nach den Bestimmungen noffen wiederholt erhoben; in der Tat ist die Verbilligung des des Unfallfürsorgegefehes von 1902, nach dem Zivilpensionsgesetz von Bauens unsinnig, wenn erhebliche Teile der öffentlichen 3u 1872 oder nach dem Schutzpolizeibeamtengesetz vom 16. Auguft 1922 schüsse als Gewinne den Baustoffinteressenten ein Ruhegeholt beziehen. Nachträglich finden Gehaltsbewilligungen zufließen. nicht statt. Für den Fall aber, daß sich der Betreffende in einer Die Feststellung des bürgerlichen Baustoff Notlage befindet, fann ein Vorschuß auf die Versorgungs industriellen wird hoffentlich dazu beitragen, den Widerstand gebührnisse bewilligt werden. Darauf haben auch Anspruch BolizeiDeutschlands hat dem Reichswirtschaftsminister, bem Reichs- Innern. gegen die Sozialisierung der Baustoffindustrie zu beseitigen. Bienstbeschädigte ohne Bestellungsurkunde und ihre Hinterbliebenen. Der Vorstand des Berbandes der Bergarbeiter Die Entscheidung erfolgt in jedem Fall durch den Minister des Regierung als Schuld anzurechnen. Die Teuerung ist aber rung der Baustoffe, die feit 1913 auf den 30fachen Preis geschleunigst Aufklärung zu schaffen. Am Freitag abend war eine motrat" edscher, weiland freifinniger Reichstagsabgeordneter, von Beruf Interessenvertreter der Hapag. Wegen der Einigung der Sozialdemokratie scheint diesem Herrn, der einft als„ Blockjüngling" Bürgerblods unter Führung der Deutschen Bolkspartei notwendig. eine besondere Zierde des Bülowblocks bildete, die Bildung eines Herr Heckscher befindet sich durchaus da, wo er hingehört. Bei der Deutschen Volkspartei gelandet ist der bisherige" De Graf Hermann Keyserling. Bon Artur 3idler. zu Besitz des Fürsten waren. Die etwa 1000 Bände umfassende Biblio= thef ist nun in der Breslauer Stadtbibliothet aufgestellt worden, an einem Ort, der in unmittelbarer Nähe des Hauses Am Carlsplay Nr. 2 liegt, in dem Lassalle am 11. April 1825 geboren wurde. Die Sammlung trägt in ihrer Zusammensetzung durchaus den Charakter der Bibliothef eines deutschen Gelehrten und enthält Bücher vorwiegend aus Philosophie, Geschichte, klassischer Philologie, Rechts- und Staatswissenschaften und Politik. Erde weht. Wir stehen, das ist offensichtlich, am Ende des bürger- 1 aus dem Nachlaß seiner Freundin, der Gräfin Sophie Hakfeldt im lichen Zeitalters, das im wilhelminifchen Deutschland seine fymboliche Niederlage, im Sieg der Westmächte seine Barobie erlebte; und wie der geschichtliche Bert der franzöfifchen Revolution, die dieses Su Darmstadt, der ehemaligen hessischen Residenz, hat sich Zeitalter heraufführte, in der Bhilosophie bestand, von der sie ausvor einigen Jahren der Philosoph Graf Keyseriing niedergelassen. Die gelöst und getragen wurde, so ist das neue Rapitel der Weltgeschichte, russische Revolution vertrieb ihn, den baltischen Baron, von seinem dem wir zusteuern, nicht ohne Philosophie, d. h. tombinatives BeitGute, auch die nichtbolschewiftische esthnische Regierung beließ es bei bewußtsein, zu erfüllen und zu verwirklichen. Spefulative Systeme der Enteignung des Großgrundbesizes. Keyserling wurde in find nur ein höchst zweifelhafter Ersaz dafür, Rußland ist ein Deutschland schnell betannt; sein Reisebuch eines hils- fchmerzhaftes und fostspieliges Beispiel. Wir Arbeiter, die wir uns Das Genle und die Großfiegelbewahrer. Bon den Lebens fophen" ist ein Wert reizvoller Weltüberlegenheit, Niederschlag für die besten Bürger der Zukunft halten, dürfen daher Philosophen, erinnerungen Carl Ludwig Schleichs, des fürzlich verstorbe cines univerfalen Geistes von europäischer Bedeutung. In Darm- die feinen bürgerlichen Gehirnlurus fabrizieren, nicht mit dem Maß nen genialen Mediziners, Philofophen und Dichters, die unter dem stadt fand er die Hilfe des früheen Regenten, des roten Groß- der bürgerlichen Literatenspötter messen, wollen vielmehr zugeben, Titel Besonnte Bergangenheit" vor einiger Zeit im Ber herzogs", wie man ihn am Berliner Hofe nannte, eines Mannes, wie dringend wir der Hilfe von Geistern bedürfen, denen Begnadung lag von Ernst Rowohlt veröffentlicht wurden, ist jetzt eine billigere dem die Künfte lieber waren als der wilhelminische Parademarich, und Freiheit den Blick auf weite Streden verlieh. von seinen Kollegen" jedenfalls der durchaus sympathischste. Ausgabe ohne Illustrationen( Preis 300 mt.) erschienen. Sie zeigen Auf der diesjährigen Darmstädter Tagung Sprach Keyserling uns das Bild eines reichbegabten, glücbegünstigten und liebes Renserling gründete die Schule der Weisheit", ein öfter ver- über Spannung und Rythmus". Es ist unmöglich, die würdigen Menschen, der weit über die Grenzen feiner Fachwissenschaft spottetes als verstandenes Unternehmen, das sich an den Weisheits- Grundgedanken Keyferlings mit jener unvergleichlichen Anmut vor hinaus, faft auf allen Gebieten des zeitgenössischen Rulturlekens zu schulen des Altertums ein Borbild nahm. Außerdem entstand eine zutragen, die fein Wefen und seine Erscheinung so hinreißend wirf Hause war und auf vielen produktio, auf einigen bahnbrechend ge Gesellschaft für freie Philosophie", deren geistiger fam machen. Renferling sagt, daß aller Fortschritt der Menschheit wirkt hat. Die größte Tat feines Lebens war die Entdedung ber Mittelpunft Graf Renferling ift. Diese Gesellschaft hält alljährlich aus elementaren Spannungen erwächst, die einem bestimmten histo- örtlichen Anästhesie", b. h. ber Schmerzftillung durch Einim September eine Tagung ab. rischen Rythmus unterliegen. Die scheinbare Statit von Dingen fprißen unschäblicher Flüffigteiten Diese Methobe. hat heute die ge In der Arbeiterpresse ist das Birken Keyserlings, soweit sie und Berhältnissen ist nur Ausgeglichenheit von Spannungen, die fährliche Nartoje bei zahllosen chirurgischen Operationen überflüffig überhaupt von ihm Notiz nahni, mit gemischten Gefühlen aufge- nur folange vorhalten, bis der ewige Fluß der Kräfte neue Bentren gemacht und vielen Tausenden das Leben gerettet. Nachdem Schleich nommen worden. Der Hauptgrund dafür ist wohl der, daß bei uns schafft. So ist eine endgültige Ausgeglichenheit nur denkbar am fie einige Jahre hindurch in seiner Privatklinit erprobt hatte, führte baltische Barone im allgemeinen nicht gut angeschrieben sind; Leute Ende der Dynamit- das heißt: im Tode. Alle Erneuerung fommt er sie dem erleuchteten Forum der Fachgelehrsamkeit auf dem Bera wie Freytag- Loringhofen haben diese Abneigung noch verstärkt. Doch pon lints; was sich nach rechts entscheidet, ist perfallen. Die aber, liner Chirurgentongreß im April 1892 vor. Bon der Aufmir wollen nicht von den baltischen Edelleuten reden, sondern von denen es zukommt, das neue Zentrum zu schaffen, müffen heroisch, nahme, die er dort fand, gibt er eine lebendige Schilderung. Renferling, dessen Wesenheit nicht mit seiner Zugehörigteit zu einer attiv bis zum Aeußersten und einseitig sein. Einseitig im Sinne Borher bat ich noch stolz meine junge Frau, mir meinen besten Schicht erschöpft ist und erklärt werden kann. Umstände erklären der Entschiedenheit, nicht der Beschränktheit, bewußt einseitig, gerade Rod zu reichen. Wenn man so eine große Entdeckung verfündet," viel; so mag er die Reife und Klarheit seiner Philosophie zum Teil aus der Univerfalität, der Weltüberlegenheit heraus. Dazu gehört fagte ich selbfitewußt, so muß man ein bißchen anständig ausfehen!" der Stille der esthnischen Wälder, die Gesundheit seiner guten Rasse, die Kraft zur Feindschaft, die teinen aß, aber auch feine Libera- Meines Baters Augen leuchteten vor den erwarteten Triumphen seine Universalität der gesellschaftlichen Unabhängigkeit zu danken lität" fennt. Die alles verstehen und alles dulden wollen, find feines Carl, der's in der Medizin doch zu was Großem bringen würde, haben er ist obendrein ein seltener Mensch, der den tiefen Blid belanglos für die Zukunft, schalten aus für den Rampf wie Breise wie er ja immer gesagt habe. Die Reife ging los. Der Saal überauf den Grund der Dinge befißt, der seinen Buntt im Rosmos ge- und fleine Rinder. Wir treten in den Rampf um die Menschheit füllt, als ich auf das Bodium trat. In aller Gemütsruhe begann ich, wonnen hat, von dem aus er das zeitlose Bild der Welt und des ein, die aufgehört hat, Sammelbegriff biologischer Art, Utopie und ein Protokollant stenographierte. Gott sei Dank! Ich entwvidelte Menschen erfaßt. Das ist viel, beinahe alles, wenn man dann fähig förperloses Wesen zu sein. Die tommende Geschichte ist Menschheits- Theorie und Praxis und schilderte das Erreichte. Der Präfibent ist, mit dem erfaßten Sinn in Zeit und Alltag zurückzukehren; was geschichte in einem ganz anderen als dem bisherigen Sinne: wieviel Barbeleben, ein Michelangelischer Mosestopf, rüdte schon mehrmals dem zeitlichen Menschen Chaos, sieht er als tiefe Gefeßmäßigkeit, näher find uns doch schon heute Geschehnisse in anderen Ländern unruhig auf dem Sessel und fah sich um. Als ich nun schloß: So er erfennt als bedingt, was heute als absolut gilt, er durchschaut auf den Leib gerüdt, als wir es früher empfunden haben! Die daß ich mit diesem unschädlichen Mittel in der Hand aus ideeilen, vieles als Nichtigfeit, was andere ein Leben lang aufregt, manches Idee der Menschheit wird so elementar und förperlich wie vordem moralischen und strafrechtlichen Gesichtspunkten es für nicht mehr als Zukunft, was heute nicht beachtet wird. Er versteht Zufall vom die des Boltes die höhere Ebene der Geschichte, die endgültige, erlaubt halte, die gefährliche Narkose da anzuwenden, wo dieses Schicksal, die Episode vom Grundzug zu unterscheiden, er ist ohne wird zur Plattform des Spannungsdruces, aus dem der Dom der Mittel zureichend ist." Da erhob sich ein Sturm der Entrüstung, Rantüne und versteckte Absicht, selbstbewußt ohne Eitelfeit, menschen- Menschheit seinen höchsten Binnen zustrebt. liebend ohne Sentimentalität, Bollender ohne materielle Gier der mich beinahe umgeworfen hätte, so verblüfft war ich. BardeWas Reyserling für das neue Deutschland bedeutet, wird erst leben läutete lange die Glode. Als sich das Getöse einigermaßen wenn er obendrein viel weiß, fein System vertritt, niemand zu sich dann offenbar werden, wenn die Generation, um die er sich bemüht, gelegt hatte, fagte er:„ Meine Herren Kollegen! Wenn uns folche und jeden zum eigenen Werte führen will, so ist nicht einzusehen, ihre eigenen Berte vollbringt. Ich hege aus dem Gefühl der Be- Dinge entgegengeschleudert werden, wie fie in dem Schlußjaze des warum ihm in diesem an hochgemuten Menschen so armen Lande reicherung, die ich diefem Manne zu banten habe, den Wunsch, es Bortragenden enthalten find, dann dürfen wir von unserer Gewchn nicht dankbar Glad für fein ollen gewünscht werden soll und möchten viele ber fommenden Boltsführer durch seine Sphäre heit, hier teine Kritit zu üben, wohl abweichen, und ich frage die marum man vor allem fi hüten soll, soviel wie möglid) bei ihm gehen es lohnt sich! zu lernen. Der Deutsche hat eine verhängnisvolle Anlage zur BerVersammlung: 8ft jemand Dan ber ahrheit beffen, was uns hier niertheit, und er befindet sich in einer geschichtlichen Eituation, wo eben entgegengeschleudert worden ist, überzeugt? Dann bitte ich, ihm diefe Neigung den Kopf testen fann. die Hand zu erheben!"( Welch Bahnsinn, abflimmten zu lassen, ob wünscht, die den Boden des deutschen Geistes, dessen Gehait noch wie wir berichteten, vom Fürsten Hermann Hahfeldt- Wildenburg erhoben! Ich trat vor das Bodium. Ich wollte sagen: eine Laffalles Bibliothet. Die Bibliothet von Fertinond Lassalle, die, cine neue Entbraung wahr ist oder nicht!) Es hat sich feine end für Jahrhunderte ausreicht, auflodert, aufpflügt und empfänglich zusammen mit anderen Lassalle- Erinnerungen der Stadt Breslau Herren! Bitte, schauen Sie sich die Sache an, ich fann Ihnen jeben ir den Samen macht, ben der Mind her Sutunft über die heutsche gefchenti mathen ift, pereinigt ble efte ber gerel Pajaties, the Augenblid bemeifen, daß die Dinge war in h babe nicht gea So ist jede Hilfe er Nr. 462 39. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Reise auf dem Schleppdampfer. Ausfahrt auf der Spree.. Sonnabend, 30. September 1922 einer bewaldeten Bergfette etwas Abwechslung, rechts Lauenburg. ein idyllisches Fischerstädtchen, das, wie alte süddeutsche Städtebilder, hart an den Uferrand herab hängt. Einfahrt in Hamburg. Ein Fluß fann viel erzählen, eigentlich viel mehr als eine Land-| burg herab fommt. Elbfähne, die mit und ohne Segel sich durch den Endlich zeigt sich Hamburg in den regenverhängten Fernen. straße oder gar die Bahn, die das Land schnurgerade durchschneidet. großen Lauf des Fluffes winden, die ab und zu aber auch mit der Doch welches Getöfe, welches grandiose, lebhafte Bild beim nächsten Doch sind es nur wenig Flüsse in Deutschland, die, wie der Rhein, roten Notfahne am Heck auf einer Sandbank feftliegen. Glücklicher Umschlagen des lustigen Bilderbuches. Kahn an Kahn schiebt sich als Wegstraße zu Bergnügungsreisen benutzt werden, besonders ist sind diejenigen daran, die von den großen Schaufeldampfern der mit uns durch die großen Hafenanlagen, und es macht den Eindruc es die Havel und die Elbe bei größeren Entfernungen. Elbe talmärts geschleppt werden, bei der Talfahrt hocken dann die einer Lagunenstadt, Hamburg von dieser Einfahrt vom Festland her Kähne wie die Küchlein unter der Mutter um den Bruder Dampfer zu betrachten. Eilend gleiten die kleinen Ever zwischen den herum, während sie bergwärts in langen Schleppzügen hinterein- Dampfern hindurch, es knarren an den Ladestegen die hohen Masten, anderfahren. Einer solchen langen Kette von Kähnen, oft bis zu Schiffsgüter werden aus- und eingeladen; Eisenbahnzüge_feuchen 20 Stück, im Zickzackkurs der schmalen Fahrtrirne auszubiegen, über große freie Brücken herüber; in großen Werften und Fabriken erfordert von dem vorüberfahrenden Zug die größte Geschicklichkeit. mit luftigen, himmelragenden Eisengestängen wird gehämmert und Dann muß der gewissenhafte Kapitän auf die Brücke, damit keine gemahlen. Diese beiden Bilder der Ausfahrt von Berlin und EinHavarie geschieht, die seinem Ruf bei dem Unternehmen Abbruch fahrt in Hamburg, so gegenföglich in ihrer Art, aneinandergeklebt tun könnte. Drchend und erschrecklich find die Rufe mit der Dampf- würden sie das Bild der Medaille sein, die dem Fleiß des Vaterpfeife, die die Dampfer austauschen und die gellend durch die schwei- landes gewidmet ist. gende Landschaft hallen. Wer aber glaubt, im Bilde der Landschaft auf seine Rechnung zu kommen, der wird, vorausgesetzt, daß er zu seiner Nerven Erholung und aus angeborenem Sinn das Stille liebt, bei der Elbfahrt schmer auf seine Rechnung fommen. In ewigen Krümmungen mindet sich der Flußlauf durch die weite Ebene, die im größeren Verlauf der Entfernung noch von den Elodämmen bis nach Hamburg hinauf verdeckt wird. Weidende Biehherden, stille, einsame Bauerngehöfte, wenig Menschen, Störche, Reiher und Möwen sind die einzige Abwechslung, die dankbar angenemmen wird, weil durch fie die Natur in ihrer Schlichtheit zu uns spricht. Hihacker bringt auf der unteren Fahrt linker Hand mit Wie wird das Sonntagswetter? Da ist zum ersten die Ausreise aus dem Berliner Hafen. Ein buntes Gewimmel von flinken Schuten und Barkassen zieht die Spreearme in der Stadt auf und ab. Von ihnen ersieht man erst deutlich, was die Riesenstadt für ihren großen Verbrauch an Gütern bedarf und auf welchem Wege die Güter heraus und hinein fommen. Da ist ein fleines Dampfschiff, das nur Milchfannen lädt, da sind Rähne, die leere Weinflaschen, Bapierabfälle, Kohlen und sonstiges transportieren, hart am Uferrand in vornehmster Moabiter Gegend wird jogar Heu abgeladen. Das ist etwas ganz Neues im Bilde der Großstadt, ebenso wie das Gefühl neu ist, mit einem großen und schönen Dampfer unter Brücken hindurchzufahren, auf denen lachende und wintende Menschen nachschauen. Und diese Aktivität des Gehens und Genießens überträgt sich dann auch weiter für die ganze Dauer der Reise, wo es gilt, die erste Schleuse in Charlottenburg zu überwinden, dann die Durchfahrt durch Spandau, durch die blauen Havelseen am frühesten Morgen, auf denen die Schwäne mit schleppenden Flügeln leise am Rande des Schiffes hinftreichen. Durch den Safrow- Parcher Kanal werden wir wieder geschleuft, und dann folgen ein paar Stunden, die der Melancholie der weiten ebenen Landschaft sich enpassen. Manchmal ein paar dürftige Dörfer am Ufer oder eine Ziegelei, die aber stillgelegt ist. Auch bei Tekterer Beobachtung ist ein bitteres Wort zu sagen: Havel und Elbe bis hinter Rathenow hinaus waren die blühenden Stätten unferer Ziegelindustrie, mit ihnen ist Berlin aufgebaut und hat seine Fabriten und Wohnhäuser aufgeführt. Es ist auch fein Dorf in der Provinz Brandenburg mehr, das noch den alten Anschein von Armut trägt, wie wir es noch in Erinnerung haben und Kinder vielleicht nur noch cus Bildern fennen. Alle Häufer sind neu erbaut; auch die Städte zeugen von dem Reichtum der lezten Jahrzehnte. Und nun, wo die Not auf das erschrecklichste im Lande eingerissen ist, wo Wohnungsnot überhand nimmt und alles nach dem Neuaufbau drängt, haben Spefulanten und gewissenlose Befiger ihre Ziegelindustrien den Abbruchunternehmern überantwortet, die die wertvollen Maschinen und Anlagen ins Ausland verschoben haben. Noch heute ist kein Gesetz in Kraft, den letzten Rest der wichtigsten Aufbaumaschinen vor dem Verkauf zu schützen. " Durch die Mark. Das freundliche Brandenburg mit seiner Kleinstadtschönheit nimmt uns auf. Wir verladen neue Güter, die in der Hauptsache aus Fahrrädern bestehen und die über Hamburg ebenfalls ins Ausland wandern. Mit Bolldampf voraus" fucht die Deutschland" die verlorengegangene Zeit wieder einzuholen. Wir fahren durch den Plauer See. Er bietet zur Abwechslung einmal das Bild eines wildbewegten Ozeans, schwere Regenwolten verhängen wie Jaloufien die Ufer, es ist unmöglich. länger als bis aufs Durchweichen auf Ded standzuhalten. Spät zur Stacht wird in Havelberg Station gemacht, wo Rapitän und Frau beheimatet sind. So lernt man ein Stück enges Familienleben fennen: der Mann Wochen hindurch auf Schiff, die Frau größtenteils daheim, wenn sie nicht, wie jetzt in Sen Ferien, einmal die Reise mit unternimmt und das eintönige Leben auf Schiff mit ihren Hausfrauenpflichten angenehmer gestaltet. Oft geschicht es, daß so ein Schiffsmann an seinem Heimats Standort vorüberfährt und Frauen und Kinder am Ufer wintend stehen, ohne daß fie fich die Hände reichen können. Da wird natür lich jede Gelegenheit erspäht, ohne Kollusion mit den Pflichten einmal anzuhalten; der Familiensinn der Schiffer ist groß. In den größeren Hafenftädten wie Berlin und Hamburg verläßt der ältere Schiffer auch nur selten das Schiff, weil sein Leben eng mit seiner Tätigkeit und seiner Familie verbunden ist. Auf der Elbe. NW. N. gmmm NO W SW. SO تمسيحية GU Sturm Regen und Veränderlich Schön Wind Gewitter 30-30 2020 10 10 00 10 10 Und zu diesem gehört auch noch eine furze Betrachtung über das Leben an Bord eines Elbschiffes. Roheit und Unbildung, wie fie Schiffern nachgesagt wird, ist im Bereich der Binnenschiffer nicht anzutreffer. Dozu ist auch der Beruf zu gefahrvoll und verantwortungsreich. Das Leben unter der Besagung, die auf einem größeren Schleppschiff mit Laderaum, wie es die Deutschland" mit 315 Tonnen Ladegewicht ist, wird in genauen Gesezen und Anweijungen geregelt Jeder hat seine bestimmten Pflichten, die er ohne besondere Anweisung erfüllt, darüber hinaus hilft einer dem andern die Arbeit erleichtern. Wäre das Leben einer solchen fleinen Komvon sechs bis acht Mann ins große zu übertragen, dann märe unfer Staatsschiff auf glücklicher Fahrt. mine Volle Bäume. Wir in Berlin wissen nur, wie der Dollar steht, und wir müssen, wenn der Dollar steigt, sofort für das Pfund Pflaumen, Aepfel oder Birnen zwei und drei Mark mehr bezahlen. Wir sind seit langem gewohnt, das alles hinzunehmen wie ein Schicksal, gegen dessen Walten man obnmächtig ist. Wir schimpfen wohl auf die lieben Landwirte und Bauern, die uns so faltblütig die Kehle zudrücken, aber wir sind gegen diesen Bucher und die unerhörte Preistreiberei, die natürlich mit dem Stand des Dollars gar nichts zu tun hat, ohnmächtig. Ein ganz anderes Bild bietet sich, wenn man nur ein paar Meilen von Berlin in die Mark hineinfährt, oder zum Beispiel von Werder auf Brandenburg zu wandert. Seit langem ist der Dbstsegen nicht ein so großer, find die Bäume nicht so übervoll und überreich behangen gewefen mit Pflaumen, Aepfeln oder Birnen. Die Bäume in den Obstgärten der Törfer, oder um die allein und abseits liegenden Bauernhäuser müssen durch derbe Stangen gestügt werden, Am letzten Sonntag fanden, während ein Tiefdruckgebiet von bamit der Erntefegen die este nicht zerdrückt und zerbricht. Sat Frankreich nach Deutschland zog. wieder zunächst im Südwesten leichte Regenfälle statt, die sich im Laufe des Tages und in der man bei dieser Wanderung durch die Obstgaue der Mark Glück und folgenden Nacht sehr vermehrten und weiter nach Osten fort- die Sonne ist unsere Begleiterin, empfängt man einen lockend pflanzten. Bis Montag morgen fielen beispielsweise in Badenweiler schönen Anblick und es gewährt einen ganz eigenartigen Reiz, die und Marburg 25, in Koblenz 30 mm Regen. Dann aber breitete sich ein auf der skandinavischen Halbinsel befindliches Hochdruck- hellroten Aepfel, die sattgelben Birnen und die tiefdunkelblauen gebiet über den größten Teil des mitteleuropäischen Festlandes Pflaumen in der Sonne leuchten zu sehen. Alles das mutet an aus und es trat daher bei kühlen nordöstlichen Winden in ganz wie ein Stilleben von überwältigenden Ausmaßen. Deutschland überwiegend heiteres trockenes Wetter Das Schauen dieser Schönheiten schafft Appetit, und schüchtern ein, dabei gingen die Temperaturen vom Abend zum Morgen immer und zögernd nur erkundigt man sich nach dem Preise. In Berlin Hinterpommern. am Dienstag in den meisten Gegenden Nordost- baben wir gesehen, daß man für das Pfund Pflaumen acht Mark deutschlands die ersten Nachtfröste vor, und auch in den Mittags- verlangt und wenn man darauf hinweist, daß in dem Storb sehr stunden wurden nur noch im westlichen Binnenlande 15 Grad viel schlechte und angefaulte Pflaumen sich befinden, werden wir Celsius überschritten. Erst am Donnerstag, nachdem sich die Winde nach Südost gedreht hatten, wurde es etwas milder, gleich- mit Gönnermiene belehrt: Ja, sie sind ja auch febr billig! Wir zeitig nahm die Bewölkung mehr und mehr zu, und bis Freitag wissen, daß man für ein Pfund Alepfel und Birnen 10 und 12 M. morgen traten im größten Teile des Reiches, außer im östlichen verlangt, und vielleicht sind die Preise heute schon wieder gestiegen, Ostseegebiete, leichte Regenfälle ein. Ein kleines Teiltief war von Ostfrankreich nach Nordwestdeutschland gewandert. Nach seiner nur eben, weil der- Dollar gestiegen ist. Erfundigt man sich Entfernung scheint jetzt ein am Freitag morgen auf dem Biscayi- aber hier draußen auf dem Land nach den Preifen schen Meer aufgetretenes Hochdruckgebiet langsam nordostwärts muß man meiden, dieie Herrschaften scheinen ein besonderes VorErst auf der Elbe, in die wir hinter Havelberg landen, zeigt die überwiegend wolkiges und nebliges Wetter und bei recht auf befonders hohe Preise zu haben vorzudringen. Wir haben daher für Sonnabend noch glaubt man sich im Landschaft einen charakteristischen schwungvollen Strich. Der Boden ist üppiger, der Reichtum der Korn- und Weizenfelder und der fruchtmäßigen Nordwestwinden wieder etwas Abkühlung Märchenland zu befinden. Für die schönsten und ausgesuchtesten baren Elbniederungen macht sich in den schönen niedersächsischen sich der Himmel mehr und mehr aufklären und die Früchte verlangt man, ganz gleichgültig, ob Pflaumen, Aepfel oder Bauerndörfern bemerkbar. Jetzt ist auch der Schiffsverkehr leb- Temperatur in den Mittagsstunden etwas höher Birnen, 3 M. pro Brund, und da der Pflaumenreichtum allent hafter, wo der große Transportverkehr aus der Richtung von Magde- emporsteigen. halben ein besonders großer ist und auf der anderen Seite gerade 211 Sachawachiak der Eskimo. Bon Ejnar Mittelsen. Sachawachiak bat alle seine früheren Kameraden um Hunde, aber vergebens; er versuchte darauf, sich, was er nich: im guten erreichen fonnte, mit Gewalt zu verschaffen, aber auch hier stellte sich ihm die Macht der Weißen entgegen; denn Jim Hadlett hatte, selbst unsichtbar, da er feine Lust besaß, sich wieder einer Begegnung mit Sachawachiak auszusetzen, Befehl gegeben, sämtliche Hunde zu sammeln und zu bewachen und Sachawachiat niederzuschlagen, wenn er in die Nähe fäme. Er war also machtlos, tam aber trotzdem fort, fobald feine Wunde einigermaßen geheilt war. Der Haß auf ben Meißen und Iglurut, trieben ihn, die gefahroolle Berfolgung wieder aufzunehmen, ohne Hunde, ohne Schlitten, nur mit etwas Gepäd auf dem Rüden. Denn untätig in feiner alten Hütte zu fizen, dort, wo Iglurut gewohnt hatte, brachte seinen Sinn in noch heftigeren Aufruhr als vorher, wo er über die Schlittenspur vom Kugeratuk nach Nuwuk gejagt war. Da hatte er eigentlich nur Haß gegen den schwarzen Joe empfunden, aber nun haßte er mit jeder Minute Igluruf mehr. Er ging in Gedanken alles durch, was sie letzten Winter gesagt oder getan, und er begann zu begreifen, daß sie nicht die war, wofür er fie gehalten hatte; fie felber war wohl auch hinter dem schwarzen Joe her gewesen, vielleicht trug er nicht allein die Schuld, der Haß auf den schwarzen Joe wurde nicht geringer, doch Igluruf sollte wahrhaftig auch ihr Teil abbekommen. Und eines Morgens, fechs Tage, nachdem der schwarze See mit Igluruf auf dem Schlitten fortgefahren war, verließ Eachamachiat Nuwuf; die Berfolgung fing wieder an. Jetzt wußte er, wo das Baar zu finden war, vor sich, auf der Spur nach Süden. Er brauchte nur zu gehen, Tage, Wochen oder Monate hintereinander, immerfort, ohne es je aufzugeben, wie lange auch die Verfolgung dauern mochte. Rache wollte er haben, eher konnte er nicht ruhig werden, allein durch Blut konnte sich der ungeheure Aufruhr in seinem Innern beläni tigen, es galt für ihn nur auszuhalten, früher oder später würde die Rache vollzogen sein, sehr tief herab. Schon am Montag kamen in Ostpreußen und zu erwarten. Im Laufe des Sonntags aber dürfte 6. Der schwarze Joe und Iglurut hatten Icy Cape erreicht, wo sie in dem Hause eines weißen Mannes saßen und von der schwierigen Reise erzählten. füllen. Er saß am Tische mit den dort wohnenden weißen Männern zusammen, sie franken, sie saß auf dem Boden bei den Frauen der fremden Weißen, fie schwiegen, doch ihre Augen wichen nicht von den Gesichtern ihrer Herren, fie hatten ge: lernt, was Iglurut trotz allem immer noch nicht begriff, daß eines weißen Mannes Frau zu fein nicht immer leicht war; denn der weiße Mann verlangt unbedingten Gehorsam von feiner Frau fie ist die Dienerin, nichts weiter und muß bereit sein, selbst den kleinsten Wunsch ihres Herrn zu ervier Paar blanke Augen die Bewegungen der Weißen; sie Solchermaßen durch die Erfahrung belehrt, beobachteten fahen bie kleine blatende Lampe, die mitten auf dem Tische stand und einen gelblichen Schein über rotbädige, bärtige Gefichter marf; fie sahen Flaschen und Krüge, Teller und Speisereste herumstehen, und den erfahreneren Frauen graute vor der Nacht. Einem betrunkenen weißen Mann war es nicht leicht recht zu machen, davon zeugte eine große Narbe an der Stirn der einen Frau. Eine Flasche, in der Trunkenheit von ihrem Mann geworfen, war schuld daran; sie war an ihrer Stirn zerschlagen und hatte eine große klaffende Wunde und ein verletztes Auge davongetragen. Und die Frauen wurden schweigsam und schweigsamer, fe öfter die Flasche herumging; aber noch bestand feine augen blickliche Gefahr, die Männer lachten und schlugen auf den Tisch, fie amüsierten sich großartig über die Erzählung von schwarzen Joe. Er hatte sich nun endlich beruhigt. Die meilenweite Schlittenfahrt von Nuwut hierher hatte seine Furcht befünftigt, er verstand seine Angst vor Sachawachiat nicht mehr und dachte allmählich daran, umzukehren. Er ist ja bloß ein Nigger," sagte er zu den Dreien und lachte, was schadet es, wenn man seine Frau nimmt, wir sind Weiße und können tun, was wir wollen!" Seine Kameraden pflichteten ihm bei: Ja, wir sind Weiße und Herren im Lande, er müßte obendrein stolz darauf fein, eine Frau zu haben, die so schön ist, daß wir uns mit ihr abgeben mögen."„ Die Frau da habe ich auch einem jungen Burschen weggenommen," sagte Tom, der, der mit nur Werder der Flasche geworfen hatte, und zeigte auf seine havarierte Frau ,,, ich rückte nicht aus, ich blieb, wo ich war und versprach dem Burschen Essen und Waffen zur Entschädigung. Nun geht er hier im Wohnplay herum und arbeitet für mich, er hat sich eine andere Frau genommen, wir sind immer noch gute Freunde." Ja," sagte Joe und lächelte etwas beschämt, jo müßte es ja eigentlich sein, aber Sachawachiat ist anders als die meisten Estimos, das wißt ihr ja. Er würde sich nicht mit Baffen und Effen und einer anderen Frau zufrieden geben, nein, er ist weißer als irgendein anderer Eskimo an der ganzen Küste und fühlt ungefähr wie wir. Es ist auch ein Skandal, wie die Kapitäne von der Flotte immer schön mit ihm getan haben, die haben ihn verdorben, der Teufel foll Mädel geklaut!" ihn und Iglurut holen, ich wünschte, ich hätte niemals sein Jahre in Icy Cape gewohnt hatte, Fips nannten ihn bie ,, Na, dann gib sie doch zurück," fiel einer ein, der viele Anderen ,,, laß ihn das Mäbel wiederbekommen, fle ist ebenfo gut wie vorher, was fann ihm das ausmachen, daß du sie einen Monat oder so gehabt hast? Hier unten sind die Männer stolz darauf, wenn wir ihre Frauen nehmen-- und wir nehmen viele," fügte er grinsend hinzu. ,, Ja, aber Sachawachiak PP unterbrach ihn Joe. ,, Ach du, mit deinem Sachawachiat," fauchte Fips.„ Man sollte meinen, du seist bange vor ihm, was ist er denn für ein Kerl, daß man ihn anders behandeln soll, als das übrige Back? Mein, ihr seid zu waschlappig da oben in Nuwut, ich tenne Jim Hacklett nicht, aber ich verstehe, poztausend noch mal nicht, daß du austneifft und ihm deinen Anteil an einer zweijährigen Jagd überläßt. Er muß jedenfalls ein forscherer Kerl fein, als du, Joe, er läuft nicht fort, er hat keine Angst, marum hast du ihn nicht die Sache füt dich ordnen lassen? Ich möchte darauf schwören, daß Jim schießen und treffen tann, er wird sich schon mit Sachawachiat vergleichen und tut er es nicht, bläst er ihm das Gehirn sicher mit einer Büchsenfugel aus." „ Ja, redet ihr nur," sagte Joe, der sich unter dem Spott der anderen wand, aber ihr fennt den Mann nur vom Hörensagen und mißt nicht, was er in Numut bedeutet, er fönnte vielleicht die ganze Bevölkerung dazu bekommen, sich gegen uns zu erheben, und wir sind bloß zwei." ( Fortfegung folgt.) diese Flüchte am schnellsten faulen und verfallen, wird beim Ver- kauf von Pflaumen so sreigebifl gemessen, daß, wer drei Pfund er» standen, fast vier Pfund erhalten hat. Kommt in» denen der Bauer mit seiner Ware in die Sladt, find die Obstpreise gestiegen im Quadrat der Entfernung. Gewiß rnuß er die Neiseunkasten in den Preis einkalkulieren, aber da cS noch niemals üblich war, daß der Bauer aus der llm« gegend von Brandenbnrg, oder Rathenow, oder Neu-Ruppin, mit seinen Früchten in der I. Klasse der Eisenbahn nach Berlin in die Markthalle fährt, bleibt eS unerklärlich und vollkommen unbegründet, daß das Pfund aller dieser Früchte in Berlin sechs Mark und darüber mehr kostet, als an der Stätte, wo sie gewachsen sind. Nicht alle Berliner können hinaus aui das Land, um sich billig Obst zu besorgen. Denjenigen unserer Genossen freilich, die ein Rad besitzen, können wir nur dringend raten, sich am nächsten Sonnlag in die Pedale zu lege», einen nicht zu kleinen Sack oder Rucksack mitzunehmen und sich Obst auS dem Garten des Bauern zu holen.___ Der Nietepreis am 1. Oktober. Achtet auf die Betriebskosten! In Nr. 442 vom 19. September haben wir in einem Aufsatz die Grundlagen der„gesetzlichen Miete" mitgeteilt. Es war daraus zu ersehen, daß die Betriebskosten im voraus nur geschützt werden können, und erst am Monatsschluß in ihrer tatsächlichen Höhe fest- gestellt werden. Bei der Um legung der Betriebskosten haben die Mieter darauf zu achten, daß alle Räume des Hauses (auch die des Vermieters, Berwalters, Portiers usw.) nach ihrer Grundmiete an den Kasten beteiligt sind. Die Mieter müssen sich zusammensetzen und sämtliche Grundmieten des Hauses zusammenzählen, auch die Grundmieten des Vermieters usw.(nöti gen falls schätzungsweise). Entsteht Streit über die Höhe der Grund miete des Bermieters usw., so kann die Verteilung nur unter Vorbehalt vorgenommen werden, und das Mieteini- g u n g s a m t ist zur Entscheidung anzurufen. Ferner ist darauf zu achten, daß der Vermieter am 31. Oktobe keine Beträge fordert, die aus der Zeit vor dem 1. Oktober stammen. Alle Hauslasten(Betriebs- und Instandsetzungskosten), die auf die Zeit vor dem 1. Oktober entfallen, sind bereits mit der früheren Miete bezahlt. Die Mieter tun also gut daran, am 30. September abends oder 1. Oktober früh den Stand des Gasmessers oder Elektrizitätszählers für die Treppen- und Flurbeleuchtung sowie den Stand des Wassermessers festzustellen. Gelingt das nicht, so muß bei der Monatsabrechnung der Teil der Ausgabe gestrichen werden, der auf die Zeit vor dem 1. Oktober entfällt. Das muß namentlich auch bei den Steuern usw. g« schehen: denn die VermieterHaben sich bekanntlich massenweise die Steuern stunden lassen und es geht nicht an, diese Lasten jetzt ungerechtfertigterweise auf die Mieter abzuwälzen. Dagegen gilt es auf der Hut zu fein! Aber auch rückständige laufende Instandsetzungsarbeiten aus der Zeit vor dem 1. Oktober muß der Vermieter aus der bisherigen Miete bestreiten. Deshalb sollten die Mieter schleunigst feststellen, welche Arbeiten im Hause und in den Wohnungen jetzt bereits rückständig sind. Die Kosten der laufenden Instandsetzung waren durch die bisherigen Höchstzuschläge mit ab- gegolten. Der Vermieter darf die neue gesetzliche Miete nicht für Ausgaben verwenden, die er bei Erfüllung seiner Instandhaltungs- pflicht bereits vor dem 1. Ottober hätte ausführen lassen müssen. Bei dem Uebergang von der bisherigen zu der neuen Mietzins- bildung können sich die Mieter durch eigene Aufmerksam- k« i t vor manchen Ausgaben schützen, zumal ihnen die Mieter- organisationen mit Rat mid Hilfe zur Seite stehen werden. Einiges Zusammenstehen der Mieter sei darum die Parole. Für große Instondsetzungsarbeiten zahlt der Mieter zunächst nichts. Sollen solche Arbeiten ausgeführt weiden, fo hat der Vermieter für die Herbeischaffung des erforderlichen Kapitals zu sorgen; er kann sich dann vom Mieteinigungsamt im Einzel» fall einen Sonderzuschlag bis zu 50 Proz. der Grundmiete be- willigen lasten, dieser Zuschlag darf aber nur die Verzinsung und Tilgung des Kapitals decken und die Tilgung ist auf soviel Jahre zu verteilen, als die Arbeit wahrscheinlich„Lebensdauer" hat. Ist das Haus noch dem 1. Januar 1920 verkauft worden, so zahlt der Mieter überhaupt keinen Zuschlag für große Instandsetzungsarbeiten: vielmehr muß der Kaufer die beim Kauf vorhandenen Mängel auf seine Kosten beseitigen lasten, weil der Gesetzgeber annimmt, daß der Käufer das Haus wegen seiner Mängel billiger erworben bat. Notleidende Mieter können vom Mieteiniqungsamt bei der Festsetzung des Einzelzufchlags für große Instandsetzungs- arbeiten teilweife oder ganz entlastet werden; der Fehl- betrag geht zu Lasten der bester bemittelten Mieter, falls nicht der Vermieter einen Anteil an den Kosten selbst tragen muß. Das Tapezieren oder An st reichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und der Fenster und das Anstreichen der Türen in den Mieträumen, soweit es durch ordnungsmäßige Abnutzung oder durch Verschulden des Mieters selbst nötig wird, hat der Mieter vom 1. Oktober ab selbst zu tragen, das Verkitten der Fenster sowie die Reparatur von O e f e n, Koch- Herden, Jalousien und Rolläden bleibt nach wie vor Sache des Vermieters. �lbbau Ser höheren Schulen. Die Berliner Schuldeputation berät seit geraumer Zeit einen Beschluß, dessen demnöchstige Ausführung von einem großen Teil der Berliner Elternschaft nicht gleichgültig hingenommen werden wird. Es handelt sich, wie die„Dena" meldet, um die völlige Schlie- ßung mehrerer Berliner Gymnasien zu Anfang des kommenden Jahres. Der Grund zu dieser Maßnahme ist in der ständig steigenden Unrentabilität aller höheren Schulen zu suchen. Trotz der abermal, beschlostenen Erhöhung sämtlicher Schulgelder ersondern all« höheren Lehranstalten, deren Schülerzahl besonders in dem letzten Iabre auffallend zurückgegangen ist, große Zuschüsse, die auf die Dauer von Staat und Gemeinden nicht getragen werden könnten. Bon einer Schließung etwa' zu April des nächsten Jahres werden besonders die ältesten Lehrstätten Groß-Berlins betroffen. Um pelche höheren Schulen es sich taffächlich handeln wird, unterliegt zurzeit noch eingehenden Veratungen. Fest steht nur, daß das alt- ehrwürdige Köllnifche Gymnasium, dessen Ge- schichte mit der Alt-Berlinseng verknüpft ist, sogar in allernächster Zeit aufhören wird zu bestehen. Der größte Teil der Schüler wird der Kämpf-Oberrealschule einverleibt werden. Reben dieser Maßnahme erwägt man zurzeit an maßgebender Stelle noch den Plan, für alle Klassen der höheren Lehranstalten eine Frequenz- zahl, ähnlich der bei den Vclksichulen, festzusetzen. Auf diese Weise würde eine große Zahl von festangestellten Lehrkräften und eine noch größere Zahl von Hilfslehrern brotlos werden. Daß dann eine weitere Anzahl häherer Lehranstalten von der Bttdfläche verfchwin- den wird, ist vorauszusehen. Die bevorstehende Aufhebung des Köllnischen Gymnasiums hat in der davon betroffenen Elternschaft, die darin eine schwere' Belastung für die Schüler bei den ohnehin gerade jetzt neu gesteigerten Anforderungen sieht, große Erregung hervorgerufen und die Elternschaft wünscht, daß zum mindesten die Neimen aufrechterhalten werden. Am letzten Schul tage vor den Ferien erhielten die Schüler des alten Köllnischen Gymnasiums, wie von dem Elternbeirat des genannten Gymnastljm, mitgeteilt wird, tatfäcklich die Mitteilung, daß sie für ihre«eitere Schulzeit sich an de« Gymnasium zu« Grauen Kloster oder an dem Königstädtischen ein Obdach suchen müßten, da der Magistrat nicht mehr die Mittel habe, um ihre Schule aufnechizuerhaiten. Eine Erhöhmm des Schulgeld« schämt auch dem Magistrat für dt» SufiUitn Wc Stadt dreogach«SS»,(k Mwscht, daß noch in dem laufenden Schuljahr 1922/23 das Schulgeld für dos 3. Quartal verdoppelt und für das 4. Quartal sogar vervierfacht wird. Richtig ist, daß infolge der Staffelung des Schulgeldes diese neue Erhöhung nicht die Bedürftigsten träfe. Aber der Magistrat hat statt der im Juli von der Stadwerordnetenversammlung gut- geheißenen Staffelung eine andere festgefetzt, bei der die L e r- günstigungen für minderbemittelte Eltern weni- gerweitgehen. Nicht bis 30 000 M., sondern nur bis 20 000 M. steuerpflichtiges Jahreseinkommen für 1921 reicht der Anspruch auf völlige Schulgeldbefreiung. Nicht bei 100 000 M.. sondern schon bei 80 000 M. hört jede Ermäßigung auf und die Ermäßigungen sind überhaupt geringer. Daher träfe jetzt die Schulgelder- höhung einen größeren Kreis von Eltern als bei jener Staffelung, für die in der Stadtverordnetenversammlung sich eine Mehrheit fand. Zunächst hat sich der Schulousschuß über den Plan zu äußern. Er will, bevor er entscheidet, sich noch über di» Wirkungen der Schulgeldstaffelung informieren. „„»»uHHnnnuninimmimminMmnuHmnntiimniimMmttnnnmtNmummiimttii* /jf Unfere werten Inferenten H lU rnachen wir darauf oufmerkfam, da& die Jeweiligen= Ii Anzefgenpreife regelmäßig om Kopf des. Vorwärts* 1 |l angezeigt find/ Befondere Benachrichtigung bei W Prels5nderungen erfolgt n 1 d> t Z ä VORWÄRTS-VERLAG G.m.b.H. W sM dem Schlafzimmer verschwunden war. In diesem befanden sich wertvolle Schmucksachen, so ein Platinring mit einem etwa 2 Karat schweren, viereckigen Brillanten besetzt, ein Platinring, der r u n d z herum mit 38 Brillanten besetzt ist, ein moderner Ring, der nebeneinander Saphire und Brillanten trägt, eine goldene Brosche mit Perlen, zwei Schraubenohrringe mit vier kleinen flach- geschliffenen Brillanten und eine vierreihige Perlen- schnür mit 804 Perlen, die mit einem tennenförmigen Schloß mit grünem Band versehen ist. Auf die Ermittlung des Diebes und die Wiederbeschaffung der gestohlenen Schmucksachen ist eine Belohnung von 300 000 M. ausgesetzt. Das neue Porto. Vertagung im Nlorüprozeß Naegler. Ueberweisung der Angeklagten an eine Irrenanstalt. Die erste Sitzung sollte infolge eines überraschenden Dorfalles zunächst die letzte sein, sie wurde durch Landgerichtsdirektor Weigert eröffnet, fand aber sogleich eine Unterbrechung, da die Angeklagte Naegler plötzlich kreidebleich wurde und bat, abgeführt zu werden. Im Austrage des Gerichts begab sich Sanitätsrat Dr. Sehnsen in die Zelle und kam nach kurzer Zeit mit dem Bescheide zurück, daß Gertrud Naegler dort bewußtlos darniederliege, nachdem sie vor- her ein starkes Erbrechen gehabt habe. Die ärztliche Untersuchung habe ergeben, daß an eine Verhandlungssähigkeit vorläufig nicht zu denken fei. Es liegt die Vermutung nahe, so äußerte sich der Sachverständige Sanitätsrat Dr. Lehnsen, daß das Erbrechen auf das Genießen von irgendetwas zurückzuführen fei. Vorsitzender:„Was verstehen Sie unter irgendetwas?" Sachverständiger:„Das kann ich nicht sagen. Es kann eine Speise sein oder auch irgend ein Mittel, welches sie zu sich genommen hat." Vorsitzender:„Es handelt sich dann um die Feststellung, ob die Angeklagte etwas zu sich genommen hat, um dadurch absichtlich verhandlungsunfähig zu werden." Sach- verständiger:„Das ließe sich erst sagen, wenn das Erbrochene chemisch untersucht worden ist." Rechtsanwalt Dr. Alsberg bittet, nun ein- wandsfrei festzustellen, worauf die plötzliche VerHandlungsunfähigkeit zurückzuführen ist, die Angeklagte einer Beobachtung in der Charit- zuzuführen. Sanitätsrat Dr. Lehnsen tritt dieser Ansicht bei und erklärt, daß er nunmehr den Antrag auf§ 81 StPO. stellen müsse, der dahingeht, daß die Naegler erst auf g Wochen in einer öffentlichen Irrenanstalt beobachtet werde. Da in die eigentliche Verhandlung noch nicht eingetreten ist, wird vom Vorsitzenden der Angeklagte Ernst Naegler kurz über seine Personalien vernommen: er ist wegen eines Diebstahls in dem Museum zu Braunschweig von der dortigen Strafkammer zu 1)4 Iahren Gefängnis und wegen Begünstigung und schweren Raubes rechtskräftig zu 3 Iahren Zuchthaus und wegen Hehlerei ick Leipzig zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt worden. Hierauf wird der Erö nungsbeschluß oerlesen. Der Vorsitzende schilderte in kurzen Worten den Geschworenen das Verbrechen, dessentwegen die Angeklagten in erster Instanz ver- urteilt worden sind. Rechtsanwalt Dr. Alsberg bittet hierauf die Sachverständigen, den Antrag auf§ 81 StPO. zu stellen und die Gertrud Naegler auf ihren Geisteszustand in einer Irrenanstalt be obachten zu lassen. Der erste Sachverständige, Gerichtsarzt Dr. Lehnsen, stellt diesen Antrag. Der zweite Sachverständige, Sanitäts- rat Dr. Otto Iuliusburger, hat die Gertrud Naegler wiederholt ein« gehend auf ihren Geisteszustand untersucht. Er erklärte, daß Gertrud N. noch gestern ihm gegenüber den Wunsch geäußert habe, unter allen Umständen mit der Verhandlung zu Ende zu kommen und er hielt diesen Wunsch für glaubhast, da er die Naegler nie bei einer Lüge ertappt habe. Im übrigen schließt er sich der Auffassimg des Sachverständigen Sanitätsrat Dr. Lehnsen an und bezeichnet d i e Naegler als einen der schwierig st en Grenzfälle. Als letzter Sachverständiger äußert sich Nervenarzt Professor Cramer. Er betont, daß es auch ihm nicht möglich gewesen sei, zu einem ab» chließenden Urteil über den Geisteszustand der Gertrud Naegler zu gelangen. Nachdem der Staatsanwalt dem Antrag des ß 81 StPO. bezüglich der Gertrud Naegler nicht widersprochen hat, zieht sich das Gericht zu einer kurzen Beratung zurück, nach deren Beendigung der Vorsitzende verkündet, daß die Naegler zur Beobachtung ihres Geisteszustandes bis zu 6 Wochen einer öffentUchen Irrenanstalt überwiesen werden soll. Hierauf wird die Verhandlung geschlossen. Der Raubmord an der wilwe Rabus vor den Geschworenen. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts III hatten sich gestern die Arbeiter Fritz Beschorner und Paul Strzypczak, ferner die Arbeiterinnen Milli Lehmann und Berta Domk« wegen einer ganzen Reihe von Straftaten zu verantworten. Der Ange» klagte B. ist beschuldigt des Raubmordes an der Witwe Rabus in Kl.>Schönebeck. den er gemeinschaftlich mit einem gewissen Pfeil, der flüchtig ist, ausgeführt hat. Die erinnerlich, wurde die Witwe Rabus, die außerhalb von Klein-Schönebeck ein Häuschen„Auf der Alm" genannt befaß, am Morgen des 31. Juli tot von ihrer Unter- Mieterin, einer Frau Bauch, aufgefunden. Ueber das Urteil werden wir berichten._ Stürmische Liebhaber in Niederschönhauscn. Der 30 Jahre alte Bäckermeister K. und der 25 Jahre alte Tech- niker W., die beide in Niederichönhausen wohnen, versuchten in der vorvergangenen Nacht gegen 11- Uhr die 18jährige Schneiderin Mar. garete L. zu vergewaltigen. Als sie dabei auf energischen Wider» stand stießen, schlugen sie auf das Mädchen ein, so daß diesem ein Backenzahn ausbrach. Dann nahmen sie ihr Handtasche und Hut weg und liefen davon. Ein Eisenbahner, der ihre Verfolgung aufnahm, konnte die beiden Täter nicht mehr er- reichen. Sie hatten während ihrer Flucht die 5iandtalche und den Hut weggeworfen. Die L. kannte die beiden stürmischen Liebhaber und veranlaßt« ihre Festnahme. Sie wurden aus ihren Wohnungen geholt mrd der Kriminalpolizei übergeben. Die ganze Angelegen- heit bedarf noch einer gründlichen Aufklärung. Vielleicht handelt es sich um einen, wenn auch recht üblen— Scherz. Der 1. Ottober bringt uns auch wieder eine Erhöhung der Post-, Postscheck- und Telegraphengebühren. Ueber die B riefporti hatten wir bereits das Wichtigste mitgeteilt. Es fei kurz wiederholt, daß Postkarten im Ortsverkehr 1,50 M., im Fernverkehr 3 M., Briefe von 20 Gramm im Ortsverkehr 2 M., im Fernverkehr 8 M. kosten. Ansichtskarten mit den bekannten 5 Höflichkeitsworten kosten 1 M., jedoch nur dann, wenn diese Worte auf der Vorder, seit« der Karte stehen. Im anderen Fall muß Strafporto ge- blecht werden, und es wird bei Strafporto immer das Doppelte des am richtigen Portosatz fehlenden Be» träges erhoben. Hat also einer auf einer Fernpostkarte die fünf Worte auf die Rückseite geschrieben, statt vorne, so muß der„be, glückte" Empfänger noch 2 mal 2 M. gleich 4 M. bezahlen. Warum man di: Glückwunschwort« durchaus auf die Vorderseite schreiben muß, bleibt ewiges Geheimnis der Post. Dabei ist auch noch zu beachten, daß der Gesamtinhalt a:'.s 5 Worten bestehen muß. Schreibt man z. B.:.Lieber Junge! Herzliche Wünsche zum Geburtstag. Dein Kerl", so sind das 3 Worte zu viel..Lieber Junge. Herzlich« Wünsche. Karl" wäre das Richtige. Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben, die man vergessen hat freizu, machen, werden nicht befördert. Da in Zukunft also die Strafporto» sätze recht hohe sein werden und immer der unschuldige Empfänger darunter zu leiden hat, so möge jeder Absender die neuen Porto, sätze sich einprägen. Die von uns noch nicht veröffentlichten lasset! wir folgen: Pakete bis 5 Kilogramm: Nahzone 30 M., Fernzone 80 M.: über S— 7'A Kilogramm: Nahzon« 40 M., Fernzone 120 M.; über 7H— 10 Kilogramm: Nahzone 60 M., Fernzone 160 M.; über 10 bis 15 Kilogramm: Nahzone 100 M., Fernzon« 280 M.; über 15 bis 20 Kilogramm: Nahzone 140 M., Fernzone 360 M. Postanweisungen bis 100 M. 6 M., über 100— 500 M. 10 M„ über 500—1000 M. 12 M., über 1000—2000 M. 16 M., über 2000 bis 5000 M. 20 M. Der Meistbetrag ist von 2000 auf 5000 M. erhöht. Bareinzahlungen auf Zahlkarten bis 100 M. 3 M., über 100 bis 500 M. 5 M.. über 500—1000 M. 6 M., über 1000—2000 M. 8 M.. über 2000—5000 M. 10 M., über 5000—20 000 M. 12 M.. für je weiter« 10000 M. oder einen Teil dieser Summe mehr 6 M.; für bargeldlos beglichen« Zahlkarten dieselbe Gebühr, höchstens jedoch 30 M. für«ine Zählkarte, für Kassenschecks, die bargeldlos beglichen werden, If vom Tausend des Scheckbctraqes, für Barauszahlungen mit Postscheck 2 von, Tausend des Scheckbetrages. Telegramme: Ortsverkehr jedes Wort 3 M. lmindestens 30 M.), Fernverkehr jedes Wart 5 M.(mindestens 50 M.). Rohrpost: Innerhalb des Ortsverkehrs Groß-Derlin Rohrpost- karte 9 M., Rohrpostbrief 11 M. Eilbestellungen: Im Ortsbestellbezirt Briese 6 M., Pakete 12 M� im Landbestellbezirk Briefe 18 M., Pakete 24 M. Einschreibegebühren 4 M. Ueber die geltenden Auslandsporti unterrichtet man sich am besten am Schalter selbst. Aus der vorstehenden Ausstellung er, gibt sich als Besonderheit, daß sich die Herrscher über den Post« scheckverkehr als recht gute Geschäftsleute erwiesen Haber. Denn während der Posffcheckverkehr in den ersten Iahren so gut wie ganz von Gebühren verschont blieb, nähern sich jetzt seine Sätze be- reits bedenklich den im freien Postanweisungsverkehr üblichen. Man sollte bei der allgemeinen Geldentwertung lieber den Grundbe, trag, der jetzt noch immer 25 M. betrögt, erhöhen, aber die Zahlungen und Ueberweisungen nicht allzu sehr belasten. Ver Gasprrts wird für Oktober auf 22,30 M. für den Kubik- meter festgesetzt. Näheres in der Anzeige. Freigabe der Sammelheizungen. Das Kohlenamt teilt mit: In Gemäßheit d» Z 56 der Bekanntmachung des Magistrats Bertin vom 28. September 1921 wird hiermit der Betrieb der Sammelheizunget, vom 1. Ottober ab gestattet. Die Zeitung Was einem Amerikaner gestohlen werden kann. Ein geheimnisvoller Diebstahl bei dem amerikanischen L o t s ch a f t s s e k r e t ä r in der Viktoriastraße beschäftigt die hie- sine Kriminalpolizei. Am Donnerstag nachmittag, in der Zeit»on 4K bis 11 Uhr,«I» der G« k r e t ä r mit seiner Frau ,u« Tennisspiel gegangen«aren, hat»in noch unbe» kannter Dieb Schmucksachen im Werte von über 3 099 900 AI. qe- stc'flr.i. Bei der Rückkehr entdeckte die Frau des Botschaftssekretärs, daß eine kleine Handlafche aus gelbem Leder fehlte. Sie glaubte jedoch, sie verlegt zu haben und suchte nicht weit«. Erst am andern Morgen entdeckt« sie. daß auch da schwarzlederner jjandtoftec as gehört zu den Lebensnotwendigkeiten des Kuvnr» menschen. Ohne Presse kann die moderne Gesellschaft nicht exi. stieren, ohne sie ist jeder einzelne blind und hilflos. Was er an Kenntnissen braucht, um sich in der Welt zurechtzufinden geht ihm verloren, und was er dadurch Schaden leidet, ist viel mehr, als was er durch Aufgeben seiner Zeitung erspart. Der„Dorwarts"' ist ab 1. Oktober Zentralorgan der wiedergeeinten großen Sozialdemokratischen Partei. Er unterrichtet seine Leser über alle Ereignisse des öffentlichen Lebens, besonders auch über alle Vorgänge auf gewerkschaftlichem und genossen- s ch a f t l i ch e m Gebiet. Mit seinem Feuilleton, seinen reich ausgestatteten illustrier» ten Deilagen bietet er reichen Stoff an Belehrung und Unter» Haltung. Er ist das Blatt des arbeitenden Volkes von Groß- Berlin. Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an di« Hauptgeschäfts�ells des„Vorwärts", Berlin SW. 68, Lindenstraße 3, einzusenden.'(In Orten außerhalb Groß-Berlins ist der„Vorwärts" bei der Post zu bestellen.) Ich abonniere den„Vorwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage„Volk und Zeit", der Unterhaltungsbeilage „Heimwelt* und der 14tägig erscheinenden illustrierten Beilage„Siedlung und Kleingarten* w Groß-Berlin täglich zweimal srei ins Haus. Name Wohnung: .Straße Nr.. vorn- chof— Otiergeb.— Seit nfl-- Tr. links— rechts bei. Groß- Berliner Parteinachrichten. Jungfozialisten! Jugendveranstaltungen. Heute, Sonnabend, den 30. September: Achtung, Kaffterer! Die Ausgabe der Zeitungen und Marken für den Heute( Sonnabend) abend 8 Uhr im Jugendheim, Lindenstr. 3, Monat Oktober findet heute abend von 4 bis 7 Uhr im Jugendfekretariat, Begrüßungsabend für die Delegierten zur Reichskonferenz. Jung- indent: 3, statt. Alle Abteilungen milffen ihr Material abholen. Neutöln- Norb and Süd. Jugendheim togatstr. 53, Bortrag: Salzburger jozialisten Berlins, empfangt Eure Gäste! Erlebnisse". Charlottenburg- Spandau. Sonnabend, den 30. September, von 5-7 Uhr im Jugendheim, Charlottenburg, Rosinenstr. 4, Juristische Sprechstunde. Heute, Sonnabend, den 30. September: 6. Abt. Die Bezirksführer haben die Pflicht, fämtliche Beiträge zu faffieren und bis Montag bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11, abzurechnen. Morgen, Sonntag, den 1. Oftober: 18. t. Früh 9 Uhr Ronferenz sämtlicher Funktionäre bei Hochheim, Pant Straße 82. 20. Abt. Früh 10 Uhr bei Pose, Roloniestr. 15, Sigung der Funktionäre und Betriebsvertrauensleute. 03. Abt. Neukölln. Vormittags Abrechnung der Bezirksführer beim Raffierer Genossen Voigt, Berrastr. 36. Sämtliches Markenmaterial mitbringen. Jeder Bezirk muß unbedingt abrechnen. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vormittag 11 Uhr im Rathaus, KönigStraße, Vortrag des Herrn Dr. M. Brie. Pappel- Allee 15, Vortrag des Herrn Dr. H. Haffe: ,, S. O. s. Das internationale Silfszeichen". Gäste will. tommen. Urbin der gute Schuhputz 2. Morgen, Sonntag, den 1. Offober: Schulentiaffungsfeier der Abteilungen Reichenberger und Röpenider Bier. tel. Mufit, Chorgesang, Prolog, Festansprache, Resitationen und Aufführung des Jugendspieles von E. R. Müller ,, Blühende Erde". Anfang 27 Uhr. Ein. tritt 5 Mart. Rolonnenstraße. Eintritt für Erwachsene Mart. Jugendfeier der Abteilung Schöneberg I in der Aula der Uhlandschule, Schulentlaffungsfeier der Abteilung Beißensee im Jugendheim. Gefang, Mufit, Feftrede, Rezitationen ernster und heiterer Art, Reigen und Gesellschaftsfpiele. Anfang 7 Uhr. Sport. Rennen zu Strausberg am Freitag, den 29. September. 1. Rennen. 1. Andrian Werbung( Kränzlein), 2. Hörselberg( Einfinger), 3. Morgenstunde( Going). Zeto: 72:10, Plat: 35, 30:10. Ferner liefen: Garderobe, Zametta, Geuse. 4. Sennen. 1. Belgrade( Heuer), 2. Reichsgräfin( Edler), 3. Sheitani( Thiel). Toto: 14:10. 3 liefen. 5. Rennen. 1. 8wirn( Lewidi), 2. Rohrdommel( Streit), 3. Fuhr park( Kutulies). Toto: 47: 10, plag: 20, 16: 10. Ferner liefen: Rasputin, Otello, Ban Demon. 6. Rennen. 1. Benholder( Ruhnte), 2. Raugraf II( Dertel), 3. Theobald( Thief). Toto: 62: 10, Blas: 18, 15, 35: 10. Ferner liefen: Fairytale, Blender, Azalie, Herr Major, Tuta. 7. Rennen. Herzog( Einfinger), 2. Miner( Schulz), 3. Meisterin ( bert). Toto: 40: 10, Blak: 17, 35, 28: 10. Ferner liefen: Lilienstein, Wolfenschieber, Schwerensther, Berther, Stadanes. Briefkasten der Redaktion. Briefliche Austurft wire wicht erteilt. Jeder für den Brief. faften bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer bei. Eilige Anfragen trage max in ber Juristischen Sprechstunde, Lindenste. 8, 1. Sof part. Iints, vor. Schriftftude and Berträge And mitzubringen. G.$. 22. 1. Sinansamt Oberfpree", 6. 25, Alexanderftr. 46-48. 2. Umfagfteuer- Novelle: Carl Heymanns Berlag, Breis 50 M.; mit Erläuterungen von Roppe u. Ball, Berlag Spaeth u. inbe, Breis 30., fodam ,, Reichsgefegblatt", Berlag des Gefezfammlungenamts, N. 49, Ghedinoftr. 4. 8. Graft Reinhardt, München, Schellingftr. 41. 4. Börsenverein Deutscher Buchhändler, Leipzig.$. 41. 337,50. 9. 8. 1. und 2. Sa, fofern die Beranlagung für 1920 bereits erfolgt ist, was wohl anzunehmen ist. Gott. mifen Sie Erfundigungen beim sufiändigen Finanzamt einziehen. St. St. 81. Der Betrag der vom 1. Oktober. J. ab zu zahlenden gefeglichen Miete Baan siffernmäßig nicht angegeben werden, da die Höhe der Betriebstoften noch nicht feftfteht; fie 3. Rennen. 1. Jis II( M. Schmidt), 2. Münze( Grabsch), 3, Char- mind fich frühestens erst im Dezember fefellen lassen. Feststehen zurzeit nur brei Faftoren: 5 Broz, für die inzwischen eingetretene Hypothekenginssteigedas- Fürstin( Müschen). Toto: 17: 10, Blas: 13, 15, 23:10. Ferner rung: 50 Broz. für die Berwaltungstoften and 58 Bros. für die laufenben liefen: Tarantella, Hererei, Fliegerheld, Siegfried, Brandmeister, Malente. Inftandfegungsarbeiten. 2. Rennen. 1. Brünella( Graf Borke), 2. Medusa( v. Westernhagen), 3. Stürmer II( b. Falkenhayn). Toto: 28: 10, Plat: 14, 18: 10. Ferner lief: Feldherr( gef.). TERPENTINÖLWARE IN DOSEN MIT BANDEROLE Theater, Lichtspiele usw. 6pernhans 8 Uhr: Volksbühne 71 Uhr: Bohème Ueber die Kraft Schauspielhaus 7 Uhr: ( II. Teil) Central- Theater 71: Die Kleinbürger mit Hermann Vallentin a. G. Deutsch Opernhaus Uhr: VINTARTEN VarietéLa Traviata Friedrid- Wilhelmst. Th. Spielplan en meinen Mann 8 Uhr: Wie fessle leh Große Volksoper Im Theat. d. Westens 7: Tristan u.Isolde Stg. 2: Raub der Die Hochzeit Lessing- Th. Sabinerinnen Adrian Brouwers Russengastspiel 7 Uhr: Deutsch. Theat. Der Kirschgarten Simson od. Scham Sonnt.: Zar Feodor und Eifersucht ( George, Straub, Hart) Stg. 22: Kabale u. Liebe Intimes Theater 8: Die Peitsche und? Lauf doch nicht immer nackt herum Lustspielhaus 8 Uhr: Schule der Kokotten Joannowitsch Montag zum 1.Male: Drel Schwestern Metropol- Theater U.: NewYork- Berlin Deut. Künstler- Th. S. Ukr: Bajadere 8 U.: Simson oder Sommerspielzeit Neues Operett.- Th. Scham u. Bifer/ Die erste Nacht. Die tolle Lola sucht( George, U.: Straub, Hart) Sonnt. u. Dienst. 8: Neues Th. am Zoo Kammerspiele DerSchildpattkamm 7 Uhr: Dorine 8: Der Schleier der Pierette Folies Caprice Pant. v. A.Schnitzler Stg. 2: Der Raub Tägl. 48 Uhr: und der Zufall Neues Volkstheater TU. Heuchler der Sabinerinnen Vier Parisiana Einakter Schiller- Th. Charl. 8 U: Der Schleier Montag, d. 2. u. Frei- 8 Uhr: Pygmalion der Pierette tag, d. 6. Okt., 848 U. Pant. v. A.Schnitzler 2 Gastspiele der Thalia- Theater Wilnaer Gr.Schauspielh. laer Künstler- Prinz Don Juan ( Karlstraße) Letzte Woche! 7: Orpheus in Operett.Gesellsch. Th. a. Nollendorfpl. Rauchen gestattet! 2 URANIA 8 Uhr Taubenstr.: Wunder des Schneeschuhs Invalidenstr.:Emma Kottmann: schöne Schwabenland Das Ausschneiden! Walhalla- Theater Die Kinokönigin Tägl. abends 8 Uhr: Theat.a.Rottbus.Tor Moritzplatz 16077 Jeden Abend 7%, U. und Sonntag nachm. 3 Uhr RELITESänger Volkspreise! Vorvkf. 11-1%, u. 4-6 Damen- Vorträge mit 100 Lichtbildern nur für Frauen und Mädchen über 16 Jahre von Minna Kube Direktorin d. Frauen- Heilinstituts, W, Potsdamer Str. 86 Dienstag, ben 3. Oftober, abends 7½ Uhr, Donnerstag, den 5. Ditober, abends 7, Uhr, Aliems Festfäle( Bergnügungs- Palast Groß- Berlin), Hafenheide 13-15 Frauenleiden Frauen und Mädchenkrankheiten wie: Entzündungen, Ratarrhe, Fluß, Gentungen, Anidun gen, Berwachsungen. Fehlende oder zu starte, schmerzhafte und Seitenschmerzen? Menstruation. Was bedeuten: Rückenschmerzen, HüftDie Wechseljahre die gefährlichsten Jahre der Frau. Die Krankheiten der Wechseljahre, wie: Gefchwülste, Myome, Blutungen, Krebs, Systerie, Gemütsleiden. Behandlung Die 74U.Dein Mond... Veri. Leute der Unterwelt SCALA/ Stg. 2: Orpheus in d. Unterwelt 74: Orpheus in der Unterwelt Tägl. 8 Uhr Internat. An die Abonnenten! Varieté Nachzahlungen auf die Abonnements müssen bis 2. Okt. mittags geleistet sein. Karten ohne Nachzahl.- Vermerk berechtigen nicht zum Eintritt. Erste Abonnem.- Vorstellung Montag, den 2. Oktober Berliner Th. 7.15: Madame Pompadour Fritzi Massary a.G. Theater i. d. Königgrätz. Str. 7.80 Uhr: Jüdin v. Toledo Stg.: Jüdin v. Toledo Mo. Wand. Gesch. Kreisler Komödienhans 8 Uhr: Karussell Residenz- Th. Täglich 7 Uhr: Lady WindermeresFacher Arnstädt, Sandreck Toelle. Falkenstein Sonnt. 4 Uhr kl. Pr. Maria Magdalene Trianon- Th. Täglich 8 Uhr: Erika Glässner in Lissi die Kokotte Sonnt. 4 Uhr kl. Pr: Gläubiger Kleines Th. Irene Triesch Täglich 8 Uhr: in Totentanz Sonnt. 4 Uhr kl Pr.: Totentanz Theater des Ostens ( Rose- Theater) Die Liebesprobe Casino- Theater 8 Uhr: Die Berliner Posse Lämmelmanns Bummelfahrt Sonntag 3.30 zu halben Preis. das volle Programm Theater in d.Kommandant. Str. 8 Der Geschlagene Wallner- Theater 3 Uhr: D. keusche Lebemann m. Guido Thielscher Westkammerspiele Hauptstr. 144 172: Prinz. Maleine Ohne Operation Müffen die Frauen fo furchtbar leiben? 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Ketten, Ringe fauft Harn-, Frauenleiden; Syphilis Kuren, Bei Abschnitt erfter bsag fallen die 3 hohen Tagespreif. Blutuntersuchg. In der Heilanst. ,, Löser" Biffern 1, 3 and 5 fort und werden wie Hahn& Co., Dir. O. Löser, Münzstr. 9, folgt erfest: nahe Juwelier and Goldschmied, Alex.-Pl. Meutöln, Janftr. 2819-1, 4-8, Sonnt. 10-12. Damen separat AMERICA Höchster Komfort auf den Dampfern der amerikanischen Regierung. Alle Passagiere finden auf den Dampfern der United States Lines jeglichen Komfort und aufmerksamste Bedienung. Die Kabinen aller Klassen sind geräumig, rein, gut ventiliert, bequem und geschmackvoll eingerichtet. Ausgezeichnete und abwechslungsreiche Küche. Höfliche Offiziere und Maasschaften widmen sich ganz besonders denjenigen, die zum ersten Male mach Amerika fahren. Die Schiffe der Vated States Lines fahren regelmässig ven Bremen über Southampton, Cherbourg wach New York. UNITED STATES LINES BERLIN Unter den Linden 1 und alle bedeutenden Reise bureaus. 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Ergänzung: Sm erfien Abfag it an Stelle von 90 1.40 St." zu sehen. Sifer 11 unb 12 bleiben bestehen. Stffee 18 eshält folgende gaffung: Sen 80,01-90$ 2. n ober von 480,01-50 Se bie Beche 2090,01-250 far ben exat # 24960,01-28 090 5. für bas Jahr 13. Stufe. staaten next hinzu: 14. Ben 90,01-165 972 abc on 0,01-990 9 1 bie Boe 280,01-4200 8. r ben tent € 28 080,01-51 490 M. fr bes Jahr " " 2 16. Son mehr als 105 9. 14. Stufe. obec von mehr als 80 2. fc bie Woche " " " " " 15. Stufe. 4200, Den Monat 51490 bas Jahr Biernach wird der Grundlehn bis auf weiteres feftgefest: Für die Stufe 14 auf 165 t. 15 Die Beiträge betragen! 240" Für die 14. Stufe 89,10 Mt. 15. 129,60" Die Berordnung über Versicherungspflicht in der Krankenversicherung vom 14. Geptember 1922, welches die Berfichetungsgrenze, von zweiundsiebzigtausend" auf weihundertundviertaufenb" Mark herauffegt, tritt am 22. Geptember 1922 in Reaft. Reutöln, den 25. September 1922. Betriebstrantentaffe ber Stadtgemeinde Neukölln Der Borsigende. Kohlenplak 170/15 mig mit Glans, get. Angebote unter Ch. 0.82 baten. Metallbetten Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv. Kat.30A frei. Eisenmöbelfabr. Suki Thie Anzüge SADAM Für Sie Schule Deutscher detallarbeiterver band Allgemeine Ortstrantentasse Bekanntmachung. Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Kollegin, die Arbeiterin Gertrud Freier winemünder Straße 46 am 2. Geptember geftorben ift. Ghre ihrem Andenken! Die Cinäscherung findet am Montag, ben 2. Ottober, vorm. 9 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtstraße, statt. Rege Beteiligung erwartet 127/1 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Usters Bekanntmachung. Ortstrantentaffe der Mechaniter, zu Berlin. Auf Grund der Verordnung vom 140 M, Stufe 15 180 M., Stufe 16 240 M.. Gaspreis. der Stadt Berlin Auf Grund der Berordnung über Optiter u. verwandten Gewerbe Unter Bezugnahme auf den Beschluß Grundlöhne bei den Krankenkaffen vom Bekanntmachung ber Stabtberordnetenversammlung 12. Geptember 1922 hat der Kaffenvorstand Dom Mit Birtung vom 22. September 1920 2. Mai 1922 haben wir den Gaspreis für beschlossen, den Grundlohn von 90 W. auf 12. Geptember 1922 hat der Rassenvorstand ift auf Grund der Regierungsverordnung das Versorgungsgebiet sämtlicher Gemeinde- 500 M. zu erhöhen. und zwar mit Wirkung 29. Geptember befchloffen, den Grundlohn vom 14. Geptember 1922( Reichsgefegblatt Gaswerke, also der ehemaligen Berliner, pom 2. Oftober 1922 an. Diesem Beschluß am 25 September und der Ausschuß am 1922 G. 737) bie für die Krankenversiche Charlottenburger, Neutöllner, Lichtenberger, hat der Kassenausschuß in feiner Gigung bis auf 500 W zu erhöhen, bte 13. Gtufe rung maßgebende Verdienstgrenze für die Spandauer, Cöpenicker, Tegeler, Wittenauer, Dom 29. Geptember 1922 zugestimmt. Sur Friedrichshagener, Hermsdorfer und Hei- Festlegung des Grundlohns werden die neu zu begrenzen und den bisherigen im$ 145 Abf. 2-7 der Reichsversicherungs igenfeer Gaswerte mit Wirkung von der Mitglieder in 20 Stufen eingeteilt. Die Bohnstufen neue anzufügen. Der Grundordmung näher bezeichneten Personen von 72 000. auf 204 000 M. Jabresarbeits- Standaufnahme im Ottober ab einheitlich Raffenbeiträge, die stets für volle Wochen lohn der Stufen A bis 12 bleibt bestehen, verdienft erhöht worden. Beschäftigte, die auf 22,30 m. für das Kubikmeter fest- erhoben werden, betragen 6 Hundertitel er beträgt für die Stufe 13 100 M., Stufe 14 bes Grumblohnes. Das Nähere ist aus Stufe 17 300 M. Stufe 18 360 M., Stufe 19 dadurch wieder versicherungspflichtig wer- gefeßt. bem entsprechenden Vorstandsbeschluß zu ersehen. Druditüde des erwähnten Be- 440 M, Stufe 20 500 M. Diefe Menberung schluffes find im Raffenlofal erhältlich. tritt am Montag, den 2. Oktober 1922 in Kraft. Durch Berordnung vom 14. Geptember 1922 ist die im§ 165 RVO. 8iffer 2 und 3 triebsbeamte, Wertmeister und ähnliche Angestellte fowie Handlungsgehilfen von 72 000 9. auf 204 000 m. Jahresarbeitsverdienst erhöht worden und bereits am 22. September 1922 in Kraft getreten. Wegen der Neumeldung, Lohnstufen. Grundlöhne, Beiträge und Leistungen ver weisen wir auf das an alle Arbeitgeber versandte Rundschreiben. 170/16 den, find von ihrem Arbeitgeber fofort bei Berlin, den 29. September 1922. ber Krantentaffe anzumelden. Für Ar Direktion der städtischen Gaswerke. Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. beiter, Gehilfen, Gesellen und Sausange- Schmidt. Alegander. Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. ftellte ift teine Verdienstgrenze gezogen. 5- Str. 14 160 Erl. 1/22. Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Diefe Personen unterliegen deshalb bann Berlin, ben 30. September 1922. Der Vorstand ber Oristrantentaffe erficherungspflicht, wenn Reffeffchmiede und Stemmer. Jahresarbeitsverbienfi 204 000 W. über Ortstrantentasse der Klempner für das Maucergewerbe zu Berlin. vorgefehene Berficherungsgrenze für Befteigt. zu Berlin. Heute, Sonnabend, 30. September, Bom 1. Oftober 1922 ab finb auf Grund Auf Grund der Berordnung über abends 6 Uhr, im Lotal von Sachse, bes Gefeges über Grundlöhne usw. bei Grundlöhne bei den Rrantentassen vom Lindower Straße 26: den Krankenkassen durch Beschluß des 12. September 1922( Reichsgefeßbl. Nr. 63 Emil Thöns, Borfizender. R. Freund, Schriftführer. Berlin- Tempelhof. Wichtige Versammlung.bne auf 500 m. erhöht worden. Bon vom 25. Geptbr. und der Ausschuß in der Borstandes und Ausschusses die Grund- G. 724) hat der Borstand in der Sigung Allgemeine Ortstrantentaffe für biefem Tage ab gehören alle Berficherten Sigung vom 28. Geptor. 1922 befchloffen, Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht mit einem Entgelt von 80,01-110. in daß auf die bestehenden 18 Lohnftufen Stufe 13. Darüber hinaus gehören Ber- weitere 7 aufgebaut werden und zwar foll Sonntag, 1. Oftober, vorm. 9% Uhr, sicherte mit einem täglichen Entgelt der Grundlohn im Bokal von Döring, Naunynstr. 27: Branchenversammlung ber Metallformer und Berufs genoffen. Tagesordnung: Bericht über unsere Bohnverhandlungen. Das Erscheinen aller Rollegen tft Pflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. 126/20 Stufe Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung 14 110, DE W 15 130, 16 200, 13,50 Don 110,01-150 M. in Stufe 14, in Stufe 13 100 ML, tägl. Beitrag 7,-Mt. 150,01-200 B 200,01-260 WY 260,01-320 SP 320,01-400 400,01-480 mehr als 480 "" 15, 16, 17, 18, 19, 20. Die Grundlöhne werden bis auf weiteres feftgefegt: für Stufe 13 4 14 100 140 15 180 16 240 17 300 18 370 19 440 20 500 14140 15 180 16 240 17 800 18 360 19 440 20 500 betragen. 9.80 12,60 " 16,80 " 21, P 25,20 " 30,80 35, Für die Leiftungen finden die neuen Grundlöhne entsprechendAnwendung. Diefe Festlegung tritt mit dem 1. Oftober 1922 in Kraft. Drudftüde von dieser Aenderung find im Raffenlokal zu haben und werden ben Herren Arbeitgebern zugestellt. Weiter geben wir bekannt, baß nach Bekanntmachung. Auf Grund der Berordnung der Reichsregierung vom 12. 9. 1922( Reichsgefegbl. Nr. 63) beschloß der Vorstand in seiner Sigung vom 27. 9. 22 und der Ausschuß in der Sigung vom 29. 9., daß auf bie be ftehenden 13 Bohnstufen 7 weitere Stufen aufgebaut werden. Der Grunblohn betr. in Stufe 13 M. 100, 14 140, " " 15 180, 19 16 240, 17 " 300, 18 360, " 19 440 20 TO 500, Diese Festsetzung tritt mit dem 2. O Der Berordnung über Versicherungspflicht tober 1922 in Kraft. In Ausführung der Berordnung über Grundlöhne bet ben Krantentaffen vom 12. September 1922 bat ber Borstand in der Sigung vom 26. Geptember 1922 be fchloffen, zu den bisherigen Grundlöhnen Das Krankengeld beträgt 50 Pros des in der Krantenversicherung vom 14 Septbr. Weiter wird nach der Berordnung vom ber Lohnstufen A und 1-13 noch folgende Grundlohns. Die übrigen Barleistungen, 1922 die verficherungspflichtige Grenze für 14. 9. 22( Reichsgese bbl. Nr 64) im§ 165 Lohnftufen mit nebenbezeichneten Grund- Bochen- und Stillgeld Haus- und Taschen- Angestellte und Betriebsbeamte von 72000 bf. 1 8iffer 6 und Abs. 2, im§ 577 Abs. 1 löhnen unter entsprechender Abänderung gelb, fowie das Sterbegeld für Berficherte auf 204 000 t. erhöht worden ist. Die und im§ 1084 der Reichsversicherungs der bisherigen Stufe 13 festzusehen: und Familienangehörige erhöhen sich ent- Bestimmung ist mit dem 22. Septbr. 1922 ordnung in der Faffung des Geseges über Entgelt für den Grund- ägt fprechend den neuen Grundlöhnen, jedoch in Kraft getreten. Bersicherungspflicht in der Krankenver Auf Grund der Verordnung über Wochen- icherung vom 9. 6. 22 das Wort, wei Arbeitstag lohn Beitrag mit der Maßgabe, daß die vor dem 1. Ot 13 über 80,- bis 110,- 100,- 7,50 M. tober schon ertranften Bersonen die höhere hilfe vom 22. Septbr. 1922 wird Wochen- und fiebzigtausend" durch das Wort" Swei150,- 140, 10,50 Unterstügung erst 14 Tage nach dem Be- geld in Höhe des Krankengeldes gewährt. hundertundviertausend" ersegt. 200,- 180, Diese Bestimmung tritt mit bem ginn der Erkrankung an erhalten haben. mindestens aber ein Betrag von 15 Mt. 18, n Raffenbeiträgen find wie bisher zu täglich, Stillgelb in Söhe des halden 22. 9. 1922 in Kraft. Diefe Menderung tritt mit Wirkung vom entrichten 7 Broz. des Grundlohnes. Krantengeldes, mindestens aber ein Betrag Der Vorftand Montag, den 2. Oftober 1922, in Kraft. Die Herren Arbeitgeber sind verpflichtet, von 30 mt täglich. Der EntbindungsMitglieder, deren Grunblohn banach die uns für alle Bersicherten, die den neuen zuschuß wird von 250 auf 500 mt. erhöht. der Allgemeinen Ortsfrankenkaffe für Berlin- Tempelhof. bisher vorgeschriebene Höchstgrenze über- Stufen 14-20 zuzuweisen sind, umgehend Für Familienangehörige der Bersicherten fteigt, haben auf die ihrem neuen Grundlohn den zurzeit gezahlten Entgelt zur Fest- beträgt das Wochengeld 15 Mt., das Stillgez. Röllmer, gez Timm, entsprechenden höheren Raffenleistungen fegung der neuen Lohnstufen mitzuteilen gelb 25 t täglich, Bors. Schriftf. Dom 14 Tage nach Beginn der Krankheit, Gehen für Bersicherte, die bisher ber der Berkündigung, dem 29. Septbr. 1922 Diefe Bestimmung tritt mit dem Tage frühestens fedoch vom 2. Oktober 1922 ab Stufe 13 angehörten, binnen zwei Wochen auch in Bersicherungsfällen Anspruch, bie teine Berbienstanzeigen ein, dann wird in Kraft. am 2. Oftober 1922 bereits eingetreten find. angenommen, daß diese auf Grund thres Das Krankengeld beträgt, wie bisher, Berdienstes der neuen Stufe 20 angehören, die Sälfte des Grundlohnes. und es werden die Beiträge bementsprechend 240, Anschließend hieran ersuchen wir hiermit berechnet. die Arbeitgeber, innerhalb der burch obige Die am 4. Juli 1922 vom Ausschuß beBerordnung festgesetten Frift und zwar bis schloffene 13. Sagungsänderung ist am gum 18. Ottober er. der Kaffe die zur Be- 22. Geptember vom Oberversicherungsamt rechnung der Beiträge und Beiftungen er genehmigt worden und tritt am 1. Ottober forderlichen Bohnangaben zu machen und in Kraft. Danach erhalten nicht versicherte zwar mit Stichtag vom 2. Oktober er. Ehegatten von Mitgliedern fowie deren Ferner ist durch Gefeh vom 14. Sep- Rinder unter 18 Jahren im Krankheitstember 1922 mit Wirkung vom 22. Gep: falle zu den Roften einer Rur und Bertember 1922 die Bersicherungsgrenze auf pflegung in einem öffentlichen Kranten 204 000 m. Jabresarbeitsverdienft festgefeßt hause eine tägliche Bethilfe bis au 50 m. worben. Danach werden alle Angestellten, auf die Dauer von 13 Wochen. Ebenso ist welche am 12. September 1922 etnen Jahres- der Kaffenvorstand berechtigt, ben unter arbeitsverdienst von 204 000. nicht er diese Familienfürforge fallenden Rindern reicht haben, wieber verficherungspflichtig. ber Mitglieder, nach näherer, vom VorDie Arbeitgeber werden daher ersucht, ftande zu treffender Regelung, Kur und innerhalb der durch obiges Gesez be- Berpflegung in Erholungsheimen zu ge ftimmten Frist, bis zum 22 Ottober 1922 währen. die Anmeldung der der Bersicherungspflicht Borstehende Sagungsänderung tritt am neu unterstellten Beschäftigten, einschließlich 1. Oftober 1922 in Kraft. der Erfagkaffenmitglieder, der Raffe zu be Die Entscheidung des Oberversicherungsmirten. amte vom 21. März 1922, nach welcher es Unberührt hiervon bleibt die Pflicht der abgelehnt wurde, eine Erhöhung des BeArbeitgeber bestehen, alle jeweilig ein trages für fleinere Heilmittel auf 300 0. tretenden Bohnerhöhungen innerhalb dret zu genehmigen, ist burch Entscheidung vom Tagen zu melben. 12. September 1922 aufgehoben. Demzu Juwiderhandlungen werden gleich 8ufolge fritt die Aenderung des§ 20 der widerhandlungen gemäß§ 318 RBD. be- Sagung, 10. Nachtrag, mit Birkung vom firaft. 1. Mai 1922 in Kraft. Wir weifen darauf hin, daß voll- Druckeremplare der Gagungsänderung ftändige und genaueste Melbung und Bekanntmachung find Anfang Oftober der Lohnverhältnisse unbedingtes Erforder- im Raffenlotal fostenlos zu haben. 170/13 nis if, falls eiterungen vermieden werden Allgemeine Ortsfrankenkaffe der 170/18 Zehlendorf, den. 27. Geptember 1922. follen Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse für Zehlendorf und Umgegend G. Bigaline. Stadt Berlin. Der Borftand: R. Nürnberg, Borsigender, B. Doriz, Schriftführer. für modernen Zahnersatz 300 Mt. zahlen wir Gdolda Zahn- Atelier Knapp vorm. Fenker ausbe( Brut), Läufe, Wangen vernichtet. Flöhe wenn sofort Sprechstunden 9-1, 8-6, Sonnt. 10-12 Schwaben, Holzwurm, Ratten, Mäuse. Kottbuser Damm 70/71. Tel: Mpl. 7827| 8u baben in allen Apotheken u. Drogerien. 77 170/17 Der Borffand. Hermann Ziegler, Mag Przybelski, Vorfigender. Schriftführer. 170/19 Zähne von40%. Tellzahl. 3j.Gar.Kronen an 80M., Zahnz.m.Einspr. h.schmerzid. Umarb. schlechts.Geb. Rep.sof. Zahnarzt Dr. Wolf, Potsdamer Str. 55, Hochbahn- St. Sprz. 7Berlin, den 29. Geptember 1922, Der Vorstand. Mag Gutsche, Borsigender. F. Semann, Schriftführer. 10 Garderobe auf bequeme Teilzahlung! Anzage, Hosen, Schlupfer, Mäntel, Kostüme, Kleider, Röcke in beften Qualitäten, folid. Rusführung a Rosenthal. Pl. Grebler Weinbergsweg 4 Seit 70 Jahren ist San.-R. 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Schönbrüd, Rarow und Buch: Soppegarten: Saus, Hoppegarten- Birkenstein, Barzelle Seinrich Brofe, Bernau. Mühlenstr. 5. Biesborf: B. Dannebeca Bittoriaftr. 11. allee 45. Bohnsdorf: 5rlemann, Genoffenfchaftshaus Barables. Johannisthal. I win Gammil Buchholz, Blankenburg: Wagner, Blantenburg, Burgwall. Rarlshorst: Reinholb Berndt, Baldowallee 4. ftraße 63. Charlottenburg I: Sefenheimer Str. 1. Charlottenburg II: Tauroggener Str. 11. Charlottenburg III: Raiferdamm 101, Charlottenburg IV: pufeniat, Augsburger Str. Bortier Bonersdorf: Gubert, Bandsberger Str. 10. Nr. 119. Bismardir. 8. Raulsborf: Bogt, Breberedstraße 19. Königswufterhausen: E. Meyer. Botsdamer Str. 9. Straße 15. Sichterfelbe- Weft: Berndt. Stegliger Str. 19. Mahlsdorf: Wilhelm kurz, Sönower Str. 177, Mariendorf: uauft Leip Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Greulich, Berliner Str. 143. Reuenhagen: Wenate, giegelstr. 71. Reukölln II: Siegfriebftr. 28/29. Beutölln- Drig: Mittag, Brig, Chauffeefte. 82. Rieberschöneweibe: Schindler, Fennstr. 25. Rowawes: Rari Rohnberg, Etienbahnstr. 10. Oranienburg: ein t. 2oenhardt, Stralsunder Str. Oberschöneweibe: Robert Bani. Mathildenftr. 5. Bankow: Rikmann blenstr. 70. Potsdam: Frau Lad, Rurfürstenstr. 11. Rahnsdorf: Seicentoft Reinidendorf- Oft, Schönbola: Albert waste. Broving Straße 56( Paben). Südende: Lubmia Balsteftr 86. Tegel, Borsigwalde, Reinickendorf- Weft, Tegelort, Joers felbe, Geurabshöhe, Wittenau, Waidmannetust, Germs. dorf, Hohenneuendorf, Birkenwerder: Paul Siena ft. Borfigwalde, Näufcftr 10. Teltow:$ äfet, Ritterftr. 29. Sempelhof: Raifer- Wilhelm- Str. 13. Tempelhof: Randler, Hohenzollernforso B. Treptow: Weiß, Riefholzfte. 18b. Erebbin: Bring, Bahnhofstr. 62. Weißensee: Greunte, Berliner Allee 54. 6. Meinidendorf- Rosenthal: Seinrich Gorski, Hauptftraße 28. Schmargendorf: Nehab, Breite Str. 5. Schöneberg: Belziger Str. 27. Gillmann, Carmen- Sylba- Straße 87. Wilbau Hoherlehme: Rub. Bettow. Wilhelmshagen, Seeuwinkel: Schulze, Wilhelmshagen, Wilhelmstr. 31. Wilmersdorf: Frau Schubert, Gafteiner Str. 12 und Wilhelmsaue 27. Tübinger Str. 2a. Bittenau: Wilh. 8immermann. Rofenthaler Str. 46. Woltersdorf: Gurbaum, Cichendamm 22. Behlendorf, Schlachtensee, Nitolassee: Zehlendorf, Teltower Straße 3. Beuthen, Miersborf: A. Behling, Bahnhofstr. 2. Rene Roffen: itt. Bahnhofftr. 25. Ropenia, Hirschgarten: Schlag. Rieger Str. 6( Laden). Genzia, Mittenwalde, Schenkendorf, Rieberlehme, Lichtenberg I: Lichtenberg, Wartenbergstr. 1. Mühle, Zernsdorf, Cablow: Friedewald, Gengig, Chauffeeftr. 54. Siemensstadt: Friefe, Böbiderſteig 10. ethtenberg II, Friedrichsfelbe: Frankfurter Allee 185, Baden, Staaten: 881fel, Eichenwintel 16, 47, Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralen: Lichtenberg, Boghagener Str. 62. Sämtliche Literatur fowie alle wiffenfchaftlichen Werke werden geliefert. Conntags Enb bie Gefchäftsstellen gefchloffen. Nr.4H2»ZH.Fahrgaag 2. Seilage öes vorwärts Sonnabenö, 3S. September 1�22 Preußisther Polizeibeamtentag. 2. Verhandlungskag. Die Verhandlungen wurden um 9 Uhr vom Polizeihauptmann Vo ß-Halls eröffnet. Zunächst sprach der Derbandsvorsitzende Kriminalkommissar Bredeck über den Punkt„Organisation". Hierbei wandte er sich insbesondere der Vcreinigungsfrage zu, die nicht ganz ohne Bedenken sei. Doch sei zu hoffen, daß die erforder- liche Einsicht auf allen Seiten vorhanden sein werde. Der Berbcmd wolle nur ein gleichberechtigter Teil in der Schutzpolizei sein.„Ich werde", so schloß der Redner,„den Tag freudig begrüßen, der alle Polizcibeamten zu einer Organisation vereinigt". Polizeileutnant Finnefroh sprach über Berufsvertre- t u n g bei den Behörden. Der Verband habe leider nicht in dem er- wünschten Maße Berücksichtigung gefunden. Er habe sich dagegen gewandt, daß hinsichtlich der Krankenbehandlung ein Unter- schied zwischen kartellierten und n i ch t k ar telli er t e n Cchutzpolizeibeamten gemacht werde. Bei der Wohnungsfrage liege die Sache so, daß infolge der allgemeinen Wohnungsnot mit einer besseren Fürsorge nicht gerechnet werden könne. Aber es sei gewiß möglich, in den Kasernen bessere Räume, eine Art Ledigen- Heime herzustellen, in denen sich die Beamten heimischer fühlen würden. Gegen die hohen Mieten in den Kasernen habe der Ver- band erfolglos Eingaben gemacht. Nach einem Erlaß des Ministe- riums ist der Organisation nicht gestattet, die berufliche Vertretung einzelner Kollegen zu übernehmen, dafür sei der„Hauptausschuß" zuständig. Es müsse die Zurücknahme dieses Erlasses gefordert werden. Dcrbandssekretär Win kl er berichtete über die Tätigkeit des Verb andsbureaus. Allen Anforderungen nachzukommen, fei dem Bureau nicht möglich gewesen. Rudolf, Dezernent der Fach- gruppe Kommunalpolizei, berichtete über Rechtsschutz und Rechts- auskunft des Verbandes. Der Verband müsse berechtigt sein, für die Kollegen«inzutreten, wenn ihnen ein ausreichender Schutz gewährt werden solle. In der Diskussion wurde von mehreren Rednern aus den Pro- vinzen Beschwerde geführt über mangelndes Entgegenkommen der Behörden bei Erledigung ihrer Angelegenheiten. Kriminalkommissar K i v e l i g- Bottrop riet den Beschwerde- führern, Einzelfälle erst an die Gauleiter inzureichen. Diese würden sich dann an den Regierungspräsidenten bzw. Oberpräsidenten wen- den. Erst, wenn von dm Vorinstanzen ein ablehnmder Bescheid vorliege, würde dieser dem Verband einzureichm sein. Nach dem Erlaß des Ministeriums seim diesem nur Angelegmheiten direkt zu übermitteln, die sich auf die Gesamtheit der Organisation beziehen. Nach einem Schlußwort von B r e b e ck, wurde für Ge- schäfts- und Kassenführunq einstimmig Entlastung erteilt. Hierauf trat der Berbandstag in die Beratung vorgeschlagener Satzungsänderungen ein. Beschlossen wurde, daß der Vor. stand aus 15 Mitgliedern bestehen soll, womit sich die Zahl der Bei- sitzer automatisch auf 8 erhöht. Ministerialdirigent L b e g g entwickelte dann tn längerem Vor» trag« die Grundsätze, von denen das Mnristeriuin bei den für die Echutzpolizet tn Frage kommenden Anordnungen geleitet werde. Der Polizeibeamte solle im gewissen Sinne Führer des Volkes sein. Es fei nicht seine Ausgabe, gleich mit der geladenen Waffe vorzugehen, sondern durch Verständigung für Ruhe und Ordnung zu wirken. Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit der Schutzpolizei sei ihr festgefügter Zusammenhalt, die erforderliche Disziplin und Mannes- zucht. Es müsse alles ausgeführt werden, was angeordnet worden sei. Die im„blauen Heft" niedergelegten Notwendigkeiten müßten erfüllt werden. Der Polizeibeamte solle nicht zu einer Maschine erzogen, sondern zum Selbstdenken ausgebildet werden. Die Or- ganisation sei eine andere als die de? Reichswehr. Wir dürfen und wollen keine zweite Reichswehr schaffen. In der Erkenntnis, daß die Polizeibeamten besonderen Gefahren ausgesetzt sind und von ihnen auch in Zeiten größter Gefahr treueste Pflichterfüllung verlangt wird, haben sie auch An- spruch auf eine besondere Fürsorge des Staates. Sie haben auch ein Interesse daran, daß der Staat leistungsfähig bleibt, um diese Verpflichtung erfüllen zu können. Der Beamte muß so gestellt sein, daß ihm die schlimmsten Sorgen fernbleiben. Das oft abfällig be- urteilte Schutzpolizeigesetz ist aufgebaut aus dem Gedanken der lebenslänglichen Anstellung. Das Gesetz wäre nicht durchzu- bringen gewesen, wenn es die lebenslängliche Anstel- lung sofort ausgesprochen hätte. Schon der Etat des nächsten Jahres enthält eine.große Anzahl lebenslänglicher Stessen. Es werde möglich fein, eine Ueberführung in den Einzeldienst der Re- vierpolizei zu bewirken. Auch die Gemeinden würden ein Ver- langen nach Schutzpolizeibeamten haben. Di« Polizei nehme eine Sonderstellung in der gesamten Be- amtenschaft ein, die sich auch in gewissen Pflichten ausdrückt. Ueber den Achtstundentag dürfte ein Kontakt leicht hergestelll werden. Die Dienstzeit werde nach den örtlichen Verhältnissen zu regeln sein. E'ne Ueberanstrengung im Dienst müsse vermieden werden. Ka- fernen haben wir heute nicht me.'r, sondern staatliche Gebäude. (Heiterkeit.) Wohnungen müssen schrittweis« geschaffen werden. Dem Ausscheiden der Beamten aus dem Dienst ist durch allmäh- liche Ueberführung in eine gesicherte Lebensstellung vorzubeugen. Zum Schlüsse wurden an den Redner aus der Mitte des Per- bandstages eine Reihe von Fragen gestellt, die er beantwortete. Für die Vereinigung der beiden preußischen Verbände sprachen sich die Vertreter der beiden Parteien aus. Der Vor- sitzende des Verbandes der Polizeibeamten Preußens, Schräder, erklärte, zur Einigung sofort bereit zu sein, unter der einen Bedin- gung, daß der Verbandstag gegen die in Stuttgart auf dem 4. Verbandstag des Reichsverbandes deutscher Polizeibeamten gefaßte Re- solution Stellung nehme. Diese Resolution besagte, daß die Tren- nung der preußischen Verbände lachlich nicht zu rechtfertigen, son- dern daraus zurückzuführen sei, daß die von Schräder heraus- gestellten Ziele und Grundsätze von der von ihm selbst geführten Gewerkschaft in der Praris sabotiert würden. Ministerialdirigent A b e g g trat warm für die Vereinigung beider Verbände ein, zumal die gegenseitige Bekämpfung der ge- samten Polizei zum Schaden gereiche. Nach längerer Aussprache wurde e i n st i m m i g folgender von L a t u s k e und Sauer bier gestellter Antrag bei 9 Stimmenchal- tungen angenommen: „Im Interesse der Einigung der beiden preußischen Polizei- beamtenverbände erklärt der Verbandstag, da die in Stuttgart ge- faßte Entschließung der Einigung im Wege steht, daß er für die preußischen Vertrete?1 diese Entschließung bedauert und ein Miß- trauen gegen den Verband der Polizeibeamten Preußens nicht besteht." Die Vertreter de» Verbandes der Polzieibeomten Preußens er- klärten hierauf, durch den Antrag befriedigt zu seim_ Damti war die Vereinigung beider Verbände erreicht. Den Schluß des Verbandstages bildete die Erledigung interner Angelegenheiten. Sezirksverbanü Serlin SPD. Zur Information der Parteigenossen teilen wir mit. daß unsere Organisation an der von dem sogenannten tSer- Ausschuß der Betriebsräte zum Sonnlag. den t. Oktober, anberaumten Demonstration nicht beteiligt ist. Der Sezirksvorstanö. Wirtschaft Verödung von ZValdflächen. Die gesteigerten Bedürfnisse an Holz im deutschen Kohlenbergbau und der Mangel an Holz aus inländischer Erzeugung haben nach dm Kriege den Grubcnholzhändiern sehr viel Arbeit ge- geben. In den Zeitungen, die in landwirtschaftlichen Kreisen gelesen werden, wimmelt es von Gesuchen um Holzkauf. Die Agenten der Grubmholzfirmen ziehen im Lande umher, um schlagbare Wald- bestände festzustellen und deren Ankauf mit oder ohne Terrain zu erwirken. In den ersten Jahren nach dem Kriege sind zahlreiche Waldgüter und umfangreiche Waldflächen der Bauern, die mit schlagbarem Holz bestanden waren, käuflich in die Hände solcher Holzfirmen übergegangen. Die Holzpreise waren sehr hoch, und darum war es vielfach so gekommen, daß die Händler aus dem Holz allem erheblich mehr erlösten als die Liegen- schaften an Kapital erfordert haben. Die Wälder wurden abgeholzt und dann zu einem sehr sehr großen Teil nicht wieder aufgeforstet. Es wäre interessant, wenn die zuständigen staatlichen Behörden einmal eine Aufnahme machen ließen von den ehemaligen Wald- flächen, die heute kahl als O e d l a n d dastehen. Die Grubenholz- firmen denken auch nicht daran, diese Oedslächen zum Zwecke der Anlegung neuer Waldkulturen wieder zu veräußern. Sie betrachten diesen Landbesitz als Sachwert, den ste offenbar so lange in Händen hallen wollen, bis die Entwerwng des deutschen Geldes endgültig und sicher beendet ist. Leider haben die Staats- behörden, wie uns an Hnem bestimmten Fall bekannt geworden ist, sich bis heute keine Handhabe zu verschaffen gewußt, die Wiederaufforstung dieser Oedflächen zu erzwingen oder die Zwangs- cnteignung gegen diese Schädlinge an der natioitdlen Wirtschast durchzuführen. Im Kreise Ierichow II sind von einer rheinischen Holzsirma weite Flächen von Bauernwald aufgekauft und abgeholzt worden und liegen nun schon seit mehr als drei Jahren kahl. Der Versuch, diese Flächen zum Zwecke der Reu- aufforstung zurückzukaufen, ist fehlgeschlagen, weil die Firma er- klärt, an einem Verkauf kein Interesse zu haben. Das Schreiben eines Interessierten an das zuständige Landratsamt, entweder von der Firma die Ausforstung zu erzwingen oder die Zwangsenteignung zu erwägen, weil die Armut der deutschen Wirtschaft ein Brackliegen werwollen Waldlandes nicht ertragen könne, wurde dahin beschieden, daß leider keine Handhaben bestehen, um einen Zwang in der an- geregten Richtung auszuüben. So muß sich also der Staat von eigennützigen Wald- und Wirt- schaftsschädlingen weiter auf der Rase herumtanzen lassen. Es muß dringend verlangt werden, daß dem skandalösen Zustand, ungezählt- Tausende von Hektar Waldland, die für die Holzproduktion dringend nötig sind, aus kapitalistischem Eigennutz veröden zu lassen, ein Ende gemacht wird. Wi. Die Verkrustung der mikkeldeukschen Iuckerindustrle. Nachdem mit dem Verlust Ost- und Wcstpreußens die Zuckerversorgung Deutschlands dadurch, daß 25 Rohzuckerfabriken an Polen fielen, auf eine schmalere Basis gestellt worden war und in der Hauptsache auf die Gebiete Mitteldeuffchlands beschränkt blieb, schlössen sich jetzt in diesem Gebiete 3Z Rohzuckerfabriken zu der Ver- einigung mitteldeutscher R o h z u ck e rf a b r i k en zu- sammen. Die Aktionäre, in der Hauptsache Zuckerrübenbauern, gliederten sich zur Verarbeitung des Rohzuckers die Zuckerraffinerie Halle an. Dadurch wurde die Rohzuckeroersorgung von Rositz, eine der größten Zuckerraffinerier. Deutschlands, gefährdet. Die Bedeutung des Unternehmens wird schon daraus ersichtlich, daß in dem Aufsicht zrat der Rositzer Zuckerraffinerie-A.-K. drei Großbanken vertreten sind. Rositz war entweder gezwungen, seinen Betrieb ein- zustellm oder sich an die Vereinigung mitteldeutscher Rohzucker- fabriken anzuschließen. Das ist jetzt geschehen, so daß die Rohzucker- Verarbeitung dieses Gebietes vollständig in der Hand von zwei miteinander verbundenen Raffinerien liegt. Diese haben auf dem Zuckermarkt eine derartige Machtposition ge- wonnen, daß sie den Markt entscheidend beeinflussen und die Ver- sorgung und die Preise ganz nach ihrem Willen regulieren können. Letzten Endes sind«s aber die Rüben bauenden Landwirte, die als Aktionäre die Macht über den Konzern haben. Beschleunigung der Transporte von Kartoffeln. Da bereits aus einzelnen Landesteilen über erheblichen Wagenmangel Klagen vorliegen, hat sich das Reichsministerium für Ernährung und Land- wirtsckaft zwecks glatter Durchführung der Wintereindeckung der Bevölkerung mit Kartoffeln entschlossen, bei dem Herrn Reichsvcrkehrsminister ein vorübergehendes Versand» verbot für Fabrikkartoffeln zu beantragen. In der Zeit vom 1. bis 15. Oktober einschließlich soll der Versand von Kartoffeln nach Stärkefabriken, Flockenfabriken, Trocknereien und Brennereien mittels Eisenbahn unterbleiben. Die Aleischnok. Das kräftigste Nahrungsmittel, das Fleisch, ist nicht nur außerordentlich hoch im Preise, sondern«S ist auch so knapp geworden, daß für die Zukunft unserer Volksernährung ernsteste Gefahren bestehen. Die jetzt vorliegenden Zahlenübersichten über den Umfang beschaupflichtiger Schlachtungen im Deutschen Reiche für das zweit« Vierteljahr 1922 bieten ein äußer- ordentlich betrübendes Bild. Gegenüber dem zweiten Vierteljahr 1913 ist fast bei allen Tierarten die Abschlachtungszisser stark zurückgeblieben. Besonders bemerkenswert ist, daß im zweiten Vierteljahr 1922 nur 89,7 Proz. der Ochjenschlachtungen, 42,4 Proz.'der Schweineschlachtungen, 54,5 Proz. der Bullenschlach- tungen und 79,4 Proz. der Schafschlachtungen erfolgt sind, die im zweiten Vierteljahr 1913 vorgenommen worden sind. Ein« Ver- mehrung gegenüber den Friedensschlachtungen um 8 Proz. weisen die jungen Rinder auf. und eine solche von 158,1 Proz. die Hunde- schlachtungen. Wenn man berücksichtigt, daß die Hundeschlacktungen zu allen Zeiten der Fleischbeschau leicht zu entziehen sind, so wird mau eine noch stärkere Vermehrung der Hundeschlachtungen an- nehmen müssen— auch ein Zeichen zunehmender Verelendung. Großhandelspreise Im Durchschnitt des Monats August stand der vom Statistischen Reichsamt berechnete Großhandelsindex aus 18 9, am 5. September auf 2 öS. Der Index der Einfuhr- waren, der annähernd die äußere Kaufkraft der Mark mißt, stand im August auf 325, am 5. September auf 4 2 6. Auf dieses Niveau müßten auch die Lebenshaltungskosten steigen, wenn im Innern eine völlige Ungleichung an die Weltmarktpreise eintreten würde. Auf alle Fälle ist selbst bei stabilen Devisenkursen noch immer mit beträchtlichen Preissteigerungen für die nächsten Monate zu rechnen. � Mehr als 300 Milliarden Papiergeld sind jetzt in Deutsch» l a n d in Umlauf.- Nach dem letzten Reichsbankausweis wurden wieder für 19 Milliarden Mark neue Banknoten und für 46,5 Millio- nen Mark Darlehnskassersscheine tn den.Verkehr gegeben, so daß an Banknoten 290,7, an Darlehnskassenscheinen 13,8 Milliarden Mark umlaufen. Der letzte Ausweis, der vom 23. September datiert ist, zeigt auch die weiter anhaltenden Anforderungen des Verkehrs an Krediten: für 7,66 Milliarden Mark Geschäftswechsel wurden der.Reichsbank zur Diskontierung übergeben, außerdem �wurden ihr für 13,9 Milliarden Reichsschatzanweisungen zurück- gereicht. Vollsitzung des Reichswirtschaslsrats. Der Vorläufige Reichs- wirtschaftsrat tritt am 17. Oktober zu seiner 43. Sitzung zusammen. Er wird zunächst die Berichte des Verkchrsausschusses betr.„Staffel- tariffystem in dem Zusammenarbeiten zwischen Eisenbahn und Wasserstraße" und die„Kontrolle des Verkehrspersonals beim Grenz- Übergang" entgegennehmen. Es folgen dann die dritten Lesungen der Gesetzentwürfe über Mieterschutz und Mietseinigungs- ämter sowie des Entwurfs des Hausgehilfengesetzes. Nach dem Be- richt des sozialpolitischen Ausschusses über den Entwurf eines Reichsknappschaftsgesetzes wird der Reichswirtschaftsrat Beschluß fassen über die Entschließung des wirtschaftspolitischen und sinanzvylitischen Ausschusses, in der die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses insoweit gefordert wird, daß die Auskunftspflicht der Kreditinstitute auf die Fälle eines eingeleiteten Steuerstrafverfahrens beschränkt wird. Hand in Hand damit soll die Aushebung des Depotzwanges gehen. Deutschland als Käufer französischen Eisens. Eine bemerkenswert starke Beschäftigung verzeichnet die lothringische Eisen- i n d u st r i e. Sie ist größtenteils auf die r h e i u i s ch- w« st- fälischen Bestellungen, insbesondere von Halbzeug zurück- zuführen. Die Ausfuhr nach Deutschland wird gegenwärtig auf etwa dieHälfkederProduktion geschätzt. Von den 68 Hoch- äsen des ehemaligen Deutsch-Lothringens sind am 1. d. M. 38 im Betrieb, im ersten Halbjahr 1922 waren es kaum 22, zu Anfang 1921 erst 7. Ausprägung von Goldmünzen in Oesterreich. Dem österreichi- fchen Nationalrat ist ein Gesetzentwurf über die Ausprägung neuer Goldmünzen zugegangen. Es bat sich nämlich, so unglaublich es klingen mag, in der letzten Zeit eine so gesteigerte Nachfrage nach Goldmünzen beim Hauptmünzamt ergeben, daß dieses zur Neuprägung von Goldmünzen schreiten mußte! Die Goldmünzen tragen auf der einen Seite das österreichische Staatswappen, die Umschrift„Republik Oesterreich" und die Jahreszahl der Ausmünzung und auf der anderen Seite inmitten eines gebundenen Lorbeerkranzes i« zwei Zeilen die Wertbezeichnung sowie außerhalb des Lorbeerkranzes die Umschrift ,Z>5Z Krinen— 1 Kilogramm Münzgold." Die Täkigkcik des Cenlrosojus. Der Centrosojus hat durch Dermitllung der Konsumgenossenschasten die Belieferungder Landwirtschaft in Angriff genommen. Er hat mit 25 Pro- vinzverbänden ein Abkommen zwecks Beschaffung von 12 850000 Pud Getreideprodukten abgeschlossen. Es werden Verhandlungen über den Abschluß einer ganzen Reihe weiterer Verträge geführt. Der Vorsitzende des Centrosojus, M. Chintschuk, charakterisiert die Tätigkeit des Eentrosojus auf dem Außenmarkte wie folgt: Wir'stehen in Kontakt mit dem Ausfuhr- und Einfuhrverkchr, Haupt- sächlich Deutschlands und Englands, ferner der Länder Holland. Dä- nemark un>d Schweden. Für die allernächste Zeit steht uns auch die Anknüpfung von Handelsbeziehungen zu Belgien bevor. Die Aus- fuhr des Centrosojus besteht hauptsächlich in der Ausfuhr von Flachs, Hanf und Roßhaaren nach dem Auslande in der Gesamtsumme von bisher über 600 000 Pfund Sterling. Die Im» porttätigkeit des Centrosojus bestand in der Einfuhr von Waren im Wert« von etwa 200 000 Pfund Sterling. Bon den alten Koope- rativen wurden in Deutschland, England und anderen Ländern Waren im Werte von etwa 500 000 Pfund Sterling gekauft und anßerdem 1 Million Pud Getreide. Des weiteren sind auch Waren auf Kredit beschafft worden. Unter den angeführten Mengen sind etwa 200 000 Pud in der Mandschurei gekauftes Getreide nicht mit- gerechnet. Für die nächste Zeit ist eine starke Zunahme der Export- tätigkeit des Centrosojus zu erwarten. Aufschwung der Vauläligkeit tn den Vereinigten Staaken. Das Baugewerbe und die ihm nahestehenden Industrien stehen laut FPS. in den Dereinigten Staaten an Beschäftigung zurzeit weitaus an erster Stelle: die Vereinigten Staaten erleben einen AuffchwuNg der Vauätigkeit, der ohne Beispiel in ihrer Geschichte ist. Seit Anfang des Jahres sind allein für Wohnhansbauten Verträge in Höhe von 3 Milliarden Dollar abgeschlossen worden und bis Ende des Jahres sollen neue Wohnungen für eine Million Familien fertiggestellt sein. Es sind ferner Geschäftshäuser und Fabriken von einem vertraglichen Wert von ebenfalls 3 Milliarden im Bau be- griffen._ Devisenkurse. 100 Polenmark galten gestern etwa 18 M. Vertreter: Karl Kost. Polsdaia» Blsmirekstr. i, Fernspr.: Amt Potsdam Mr. 8(8.* VlllKba Vettel. BerUn'VUmersdorl, BeeUenbnrgisehe Str. 20, Fernspr.: Amt Pfaizbarg Ir. 8400. Kostüme SADAM DamenModen Mäntel Neuheiten in Herbst- u.Winterstoffen Ulsterstoffe für Damen u. 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Zu diesem gehört nämlich die Schrift Anfang schon im Abendblatt berichtet wurde, fort, indem er aus- her, fönnen wir erwarten, daß Deutschland endlich aus dem Elend eines Hauptmanns a. D. Weng, der unter dem Decknamen führte: Wie der Zucker für Schokolade und Litör, so wird die Gerste herauskommt.( Beifall links.) Horst Halling ein Buch hat erscheinen lassen, das Die Geburt für die Biererzeugung verschwendet. Noch schlimmer aber wie beim des Haffes" heißt und von der Boltszeitung", der wir die Bierkonsum stehen die Dinge bei der folgenden Zitate entnehmen, mit Recht als eine der größten Fufelpeft. Nach dieser Rede tamen die bekannten bürgerlichen Klagelieber literarischen Schmuhleistungen betrachtet wird. Wir haben Durch unsere merkwürdige Steuergesetzgebung hat das Reich selbst Bentrumsmann Metzinger will die skandalösen Zustände in der und die ebenso bekannten widerspruchsvollen Heilrezepte. Der hier eine der übelsten Ausgeburten preußischer Kaein Interesse daran, daß möglichst viel Alkohol fonsumiert wird. Kartoffelversorgung, wie wir sie voriges Jahr hatten, nicht wiederfernenhoferziehung vor uns, ein feitenlanges tob- Eine folche Steuergesetzgebung muß sobald als möglich abgelöft mer sehen. Aber wo bleibt der große moralische Einfluß des Zentrums süchtiges Geschimpfe, das sich abwechselnd gegen die Fran- den von einer vernünftigeren, vor allem durch die Erfassung der auf seine Agrarier? Der Preis von 120 M. und mehr für das Bicy zosen und gegen die deutsche Regierung richtet. Die Fran- Sachwerte. Wir haben in diesem Jahr eine gute Kartoffelernte. pfundbrot ist nach der Ansicht Mezingers für das Bolt unerträglich. zosen sind natürlich nichts weiter als Sadisten, feiges Gesindel Wir haben auch Preisnotierungskommiſſionen, aber die Landwirte Aber wo bleibt der Widerstand gegen die Erhöhung des Umlageusw., von der deutschen Regierung heißt es z. B.: fümmern sich nicht um die Notierungen, sie geben nur dem Kar- getreidepreises? Herr Bäder( Dnat.) hielt eine so übel demo= Da unsere Regierung, die wir Deutsche nicht anerkennen, da toffeln, der die höchsten Preise bietet. Da ist es kein Wunder, wenn gogische Rede, daß diese Leistung selbst den Volksparteilern zu bunt schon wieder eine Rartoffeltnappheit besteht. Kein Wunder, schon wieder eine Rartoffeltnappheit besteht. Rein Wunder, war. Ausgerechnet der Deutschnationale sprach von 3errüttung fie lediglich von der Hefe unserer Einwohnerschaft gebilligt und ge- wenn die Arbeiterschaft schon wieder in den Läden hören muß, es unserer ganzen Staatsverhältnisse, deren Berrüttung das Haupthalten wird, aus Eigennuß und jüdischer Feigheit sich feien nicht genügend Kartoffeln angeliefert worden. Kann sich da streben dieser Partei und ihres deutschvölkischen Flügels ist. Nach weigert, die Wahrheit über Kriegsausbruch, Kriegführung, Feind noch jemand wundern, wenn das Bolt eines Tages zur Selbsthilfe dem Boltsparteiler Dr. Kalle und dem Kommunisten Schulzbundlügen, Gefangenenbehandlung und vieles andere die Ehre zu greift?( Sehr wahr! links.) Man redet immer von den hohen Neukölln, der das Haus mit dem üblichen Gerede über die Arbeiter= geben, so liegt die Notwendigkeit vor, über die Köpfe unserer Löhnen der Arbeiter, vergißt aber, daß die Löhne nicht im ent- feindlichkeit der Sozialdemokratie langweilte, und nach dem Demojammervollen, ehrlosen Volksführer hinweg die Wahrheit in die ferntesten so gestiegen sind wie die Preise. Einer sechs bis fieben- fraten Riedel, der in rasendem Galopp durch ade Gebiete der Welt zu schreien." hundertfachen Steigerung der Rohlenpreise steht nur eine höchstens Bollswirtschaft hindurchjagte, fam der Landwirtschaftsminister Dr. „ Eine zügellose, schlappe, unfähige Regierung, vor euch( den breihundertfache Lohnerhöhung der Bergarbeiter gegenüber. Wenn Wendorff in später Abendstunde zu Wort: Die Franzosen) friechende Regierung sollen wir haben, eine Regierung, dann sollte man doch nicht vergessen, daß die Arbeiter gern wissen man so oft und so viel von der Steigerung der Produktion redet, wie sie der Undeutsche und Römling Wirth, ein Feigling ausgemachter Sorte, uns bestaunen läßt. Aber beim ewigen Gott, ich des Umlagegetreides sei fachlich gerechtfertigt durch die gefür wen die Produktion gesteigert fage euch, wahrlich, diese Spezies von undeutschen Jammermenschen, werden soll. Im Ruhrgebiet herrscht große Wohnungsnot. Es wäre der diesjährigen Ernte sei unter erhöhten Kosten vor sich gegangen, waltige Steigerung des Produktionskosten. Schon die Einbringung gemischt aus Juden, Baptisten und vaterlandslosen Lumpen, wird fehr angebracht, wenn ein Teil der Ueberschichtentohle für die und noch höhere Roften verursache die Bestellung des Feldes für das das sich besinnende deutsche Volk mit der Knute in den Schlamm soziale Bautätigkeit verwendet würde. Es wäre auch recht nächste Erntejahr. Die Getreideumlage müsse voll aufgebracht werzurüdtreiben, wohin sie gehören, und woher sie auch gekommen gut, wenn die Zementfyndikate nicht billiger ins Ausland lieferten den, wenn auch persönliche und fachliche Widerstände entgegenfind! Zunächst Krieg dieser Regierung, das ist unsere als für das Inland. Derartige Dinge mußten den Arbeiter stußig ständen. Es gebe Landwirte und Organisationen, die sich nicht Losung!" machen, mußten die Arbeitsluft herabmindern. Die Preise für restlos in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. Auch die In dieser Tonart geht es weiter. Bald wird der Reichs- Baren aller Art, für Nähgarne, für Eisen und Stahl find enorm in preußischen Landwirtschafts lammern hätten sich nicht entfangler Wirth als„ Jammerlappen" bezeichnet, der sich vor die Höhe gegangen, Industrie und Handel haben ungeheure Ge- fchließen fönnen, an den Vorarbeiten für die Umlage mit voller Angst in die Hosen mache", bald find die Franzosen die fich die kapitalistischen Schichten. Kein Wunder, wenn schließlich duktion im Mittelpunkt des Wiederaufbaues stehen, sonst tönne die inne eingeheimft. Während die Massen verelenden, bereichern Kraft mitzuwirken. Nach wie vor müsse die Steigerung der Progrößten Schweine der Welt", bald wird der deutschen Re- selbst fapitalistische Bertreter, wie z. B. Herr v. Rechberg, be- Wirtschaft, fönne die Boltstraft nicht wieder leistungsfähig gemacht aierung nachgesagt, daß sie sich geradezu danach sehnt, dem tonen, es gehe der deutschen Industrie so gut, daß fie ruhig ein werden. Die Kredithilfe zur Beschaffung von Düngemitteln Feinde den Schmuß von den Stiefeln zu leden usw., usw. Drittel ihres Aktienbesizes an das Ausland abtreten könne. Wir fei fein bloßes Geschenk für die Landwirtschaft, sondern auch die Sehr interessant sind die Angaben der Volkszeitung" Sozialdemokraten verlangen nicht Abtretung an das Ausland, son- Hilfe für den Verbraucher. Schließlich würde ja nicht nur der darüber, woher Hauptmann a. D. Benz, der zugleich Inhaber dern an das Reich mit Hilfe der Erfassung der Sachwerte. Beffe Landwirtschaft, sondern auch anderen Organisationen, wie z. B. den des„ Kehraus"-Verlages ist, das Geld für die Verbreitung rung der Produktion wird nur möglich fein, wenn auch die Arbeiter Ronsumgenossenschaften, mit Krediten Hilfe gebracht. Der Minister derartiger Schmuhschriften bezieht. Zum Teil bereichert er fchaft immer mehr Einblick in das wirtschaftliche Getriebe erhält. Die versicherte dann, daß sich nach eigenen Angaben durch Börsengeschäfte, erzwungene Arbeitszeitverlängerung wird uns nicht vorwärts brindie neue Zuderwirtschaftsregelung außerdem aber bezieht dieser Hauptmann a. D. von der gen. Der Achtſtundentag genügt bei den gegenwärtigen Hunger Garantie dafür biete, daß mit dem neuen Zuckerwirtschaftsjahr die Republik treu und bieder seine Dffizie spension! zuständen. Wir wollen keinen Raubbau an der Menschenkraft und skandalösen Zustände auf dem Zuckermarkt verschwinden. BeEs soll ja wohl ein Gesez zum Schuß der Repu- feinen Raubbau an den Produktionsmitteln, wie sie im Kriege und fandalösen Zustände auf dem Zuckermarkt verschwinden. BeEs soll ja wohl ein Gesez zum Schuß der Repu durch die Sabotage des Rapitalismus uns beschert worden sind. Das paßt, das sei aber infolge des Margarine- und Butterimportes leider dauerlicherweise habe sich der Butterpreis dem Dollarstand ange= blit geben, das die weitere Finanzierung derartiger Schrif Kohlenförderungsproblem ist ein Häuerproblem. Nur die paßt, das jei aber infolge des Margarine- und Butter importes leider ten durch republikanische Staatsgelder vermeidbar macht. Bermehrung des Häuerpersonals tann auch eine Bermehrung der beinahe unvermeidlich. Zu begrüßen sei das Verbot der wilden Der Rechtspresse aber, die täglich mit Unschuldsmiene fragt, Förderung herbeiführen. Die technischen Einrichtungen des Berg- Barteien, sich jetzt zu einer Notgemeinschaft im Kampf gegen die Butterauktionen. Der Minister schloß mit einem Appell an die wann und wo denn je von den Rechtsparteien mit schmußigen baues müssen ganz anders als bisher gehoben werden. Wir ver- Schwierigkeiten des schwersten deutschen Winters zusammenzuund vergifteten Waffen gefochten worden sei, empfehlen wir langen, daß die schließen. die Wenzschen Schriften zu besonders aufmerksamer Einsicht. Rechte der Betriebsräte viel mehr erweitert Nachdem ein Vertreter des Handelsministeriums ein schärferes werden. Nur durch die Heranziehung der Maffen zu tätiger Mitarbeit Borgehen gegen Devisenspekulation und gegen Fatturierung in ausEin treuer Diener seines Herrn scheint der Pastor Brütfönnen wir vorwärts fommen. Die Preiskontrolle muß nach geländischer Währung bei Inlandsgeschäften angefündigt hatte, vermacher in Janikow( Hinterpommern) zu sein, der laut einer An- jeglicher Regelung vor sich gehen. Erst in dem Augenblid, wo tagte sich das Haus auf Sonnabend 11 Uhr: Weiterberatung. frage des Abg. Kollmann im allgemeinen Kirchengebet folgendes den Vorschlägen der Sozialdemokratie auf finanzpolitischem und Schluß 6 Uhr. zu beten pflegt: Laß Deine Gnade groß werden über Deinen Knecht, Raiser Wilhelm, über den Kronprinzen und seine Gemahlin und das ganze fönigliche Haus, insonderheit über den jungen Prin zen Wilhelm; laß ihn aufwachsen als Deutschlands Hoffnung und zunehmen an Weisheit, Alter und Gnade bei Dir und den Menschen... Laß Deine Gnade wieder ruhn auf seinen Fürsten und freien Städten." Herrn Grühmacher sollte schleunigst flargemacht werden, daß bie Kirchenfanzel feine politische Agitationstribüne ist. Was den materiellen Inhalt seines Gebets anbelangt, so hätte ihm wohl der Hohenzoller Friedrich II. eine sehr treffende Antwort darauf erteilt. fügt Schleich hinzu Belgien bekommt sein Geld. Paris, 29. Sept.( WIB.) Der Brüffeler Korrespondent des Temps" meldet, es verlaute, daß die belgische Regierung die auf die Distontierung der sechsmonatigen deutschen Schahzwechsel bezüglichen Maßnahmen zu einem befriedigenden Abschluß geführt habe. Die am 15. Auguft und 15. September fällig gewordenen 100 Millionen Goldmart, die in zehn Wechsel eingeteilt sind, fönnten an verschiedenen englischen, amerikanischen und Schweizer Banten disfontiert werden. Die Namen dieser Institute und der Diskontofat find noch nicht bekannt. Bradbury bleibt vorläufig. Dynamitanschläge in Lemberg. 99 Lemberg, 29. September.( OE.) In der Nacht zu Freitag haben in Lemberg Dynamitanschläge gegen zahlreiche utrainische Gebäude stattgefunden. Die Gebäude der wissenschaftlichen Schewischento- Gesellschaft, des Bildungsvereins Proswita" und des trainischen Studentenheims find durch Explosionen erheblich b schädigt worden. Starke Detonationen waren bis in die Umgebung der Stadt hörbar. Die Anschläge sind offenbar eine polnische Antwort auf die in letzter Zeit gegen pelnische Behörden und hauptsächlich polnische kolonisten ausgeführten ukrainischen Terroratte. Die Polizei hat bisher nur Bethaftungen unter den ukrainischen Bewohnern der beschädigten Gebäude vorgenommen. logen!" Ich rief: Ich bitte ums Wort!"„ Nein!!!" donnerte der London, 29. Sept.( Reuter). Das Schazamt verfügt nicht über Die Warschauer Preffe bringt weitere Mitteilungen über gegen alte Mofes, Blize unter den buschigen, grimmigen Augen mir ent- eine Information, die die französische Blättermeldnug von dem un- Polen gerichtete terroristische Ueberfälle und Brandgegensprühend. Da zudte ich die Achsel und ging. In den Zeitungen mittelbar bevorstehenden Rücktritt Bradbury's, des englischen stiftungen auf dem flachen Cande in Ostgalizien. Der den stand:„ Der also Getränkte verließ gedemütigt den Saal." Zehn Jahre dauerte es dann, bis das Schleichsche Verfahren Mitgliedes der Reparationsfommission, bestätige. Es sei durchaus Pilsudski- Kreisen nahefiehende kurjer Poranny" fritt in scharfer Zehn Jahre dauerte es dann, bis das Schleichsche Verfahren in den Kreifen der offiziellen Wissenschaft Anerkennung fand. Dieser bekannt, daß Bradbury vor einiger Zeit den Wunsch ausgedrüct Form gegen die Sejmmehrheit auf, die unter dem Einfluß der Nain den Kreifen der offiziellen Wissenschaft Anerkennung fand. Dieser habe, zurückzutreten. Er fei jedoch gebeten worden, zu bleiben, fionaldemokraten aus dem Regierungsprojekt der WojewodschaftsFall ist ,, nicht so vereinzelt, wie man denken sollte. Alle große: medizinischen Entdeckungen werden außer und man glaube, daß damals vereinbart worden sei, er solle die Selbstverwaltung für Ostgalizien jede Spur einer Autonomie halb der Hochburg der Großsiegelbewahrer der Wissenschaft gemacht". Arbeit bis zu Ende November fortsetzen. Es bestehe kein für die ukrainische Bevölkerung getilgt habe und die Pazifizierung Schlimm für die Großsiegelbewahrer und noch schlimmer für die Grund zu der Vermutung, daß die Lage irgendeine Aenderung er- Offgaliziens ausschließlich durch Repressalien und Entschädileidende Menschheit, die ihnen ihr Vertrauen schenkt. fahren habe. Bradbury habe sich vor langer Zeit bereit erflärt, ois gungen für die betroffenen Polen zu erreichen hoffe. Tschitscherin ist in Warschau eingetroffen und wird einige zum 30. November in Paris zu bleiben, und werde dies auch tun, bis ein Nachfolger ernannt sei. Tage dort bleiber.. An Stelle des bisherigen polnischen Ronfuls in Berlin Lazarski, der einen Boften in Warschau erhält, wird der bisherige polnische Konsul in Belgrad Namyslewsti nach Berlin versetzt. Freilegung der Davidsstadt. Bekanntlich hat die Uebertragung des Palästina Mandats England u. a. auch die Verpflichtung auf crlegt, die geschichtlichen Baudenkmäler des Landes zu schüßen und archäologische Arbeiten mit allen Kräften zu fördern. Schon vor Die Sabotage der Reparation. der Ratifikation des Mandats hatte der Oberkommissar Sir Herbert Oberstein, 29. Sept.( Mtb.). Auf Anordnung der Regierung Samuel in dieser Richtung einige bemerkensmerte Schritte getan. in Koblenz müssen hier 21 große Grundstücsenteignun Dem Schutz der Altertümer fam ein vorläufiges Gefeß, die Erhaltung gen zum Zweck der Errichtung von Kasernen und Nebengebäuder Baudenkmäler betreffend, zugute. Jezt soll nun in Berfolg den für die französische Besatzung vorgenommen werden. dieser Bestrebungen ein großes internationales Projeft unter nommen werden, das in der ganzen wissenschaftlichen Welt größtes Aufsehen und Interesse hervorrufen muß. Es handelt sich um nicht # Der bürgerliche Wahlblock der Minderheiten hat seine Reichslisten veröffentlicht; an zweiter, sechster und elfter Stelle der Sejmliste stehen deutsche Kandidaten, und zwar Pfarrer Klimte Senatsliste stehen als deutsche Kandidaten der bisherige Sejmabje crdnete Hasbach und Her: Drewing an erster bzw. siebenter Stelle. Oesterreichs Völkerbundanleihe gesichert. bezw. die Herren Zerbe( Lodz) und Moritz( Bommerellen). Auf der mehr und nicht weniger als um die vollständige Ausgra= bung der alten Davidsstadt auf dem Berge Ophel, der un- Wie Lord Balfour bem Desterreich- Ausschuß der Böllermittelbar südlich der noch vorhandenen Stadtmauern von Jerufalem bundversammlung in Gegenwart des Bundeskanzlers Seipel mit liegt. Der Plan hierzu geht von der palästinensischen Regierung teilte, haben Tschechoslowakei, Frankreich und England für je aus, die an alle Länder und Religionsgesellschaften, die in Balästina 20 Proz. der Anleihe garantiert. Italiens gleiche Erklärung gilt vertreten find, die Einladung gerichtet hat, sich an den Arbeiten zu als gesichert und für die restlichen 20 Proz. zu garantieren find beteiligen. Für die Ausgrabungen hat die palästinensische Berwaltung ein Gelände von etwa 10 Acres abgestedt. Der Teich von verschiedene Staaten bereit. Die Finanzkontrolle soll die staatliche Siloam bildet den füdlichen Scheitelpunkt, es erfiredt fich dann bis Selbständigkeit Deutschösterreichs unangetastet lassen. Die Garantie. zur Südmauer Jerufalems. Jede wissenschaftliche Gesellschaft, die staaten wie der Schuldner verpflichten sich, an seiner Selbständig Ausgrabungen vornimmt, erhält ihr bestimmtes Ausgrabungsareal, teit", deutsch gesagt an der Richtvereinigung mit dem Deutschen wo fie frei fchalten und walten tann. Reiche, unbedingt festzuhalten. Gabriel d'Annunzio als Ordensbruder und fürkischer General. Bon d'Annunzio, dessen Absicht, als„ Tertiariner" dem Franziskanerorden beizutreten, d. h. nicht Mönch zu werden, sondern nur einige Gelübde" abzulegen, die Blätter jetzt berichten, wird in furzen ein neues Bert erscheinen, das den Titel führt: Italien den Ita lienern". Dem Buch wird ein zweites folgen, in dem sich d'Annunzio mit dem Fluge über Cattaro beschäftigt. Mit dieser Boranzeige verbinden die italienischen Blätter die Nachricht, daß an den Dichter vor einiger Zeit feites Mustafa Kemal Baschas die Aufforderung ergangen sei, den Oberbefehl über eine Abteilung der türkischen Streitkräfte zu übernehmen. Jedenfalls genug Senfationen, um die Aufmerksamkeit wieder auf d'Annunzio zu lenten, von dem man schon fast vierzehn Tage nicht mehr gesprochen hat. Eines steht fest: welche Gelübde d'Annunzio auch ablegen möge, das des Schweigens wird nicht darunter sein. Professor Einstein hat far die Seit seiner Abwesenheit von Berlin die Leitung des Kaiser Wilhelm Instituts für Phyfit dem Prof v. 2ae übergehen. Reiner bat er der fademie der Bissenichailen ein Jahicsgehalt für die Zeit seiner Abwesenheit vom Dienst zur Berügung gestellt. Eine sozialdemokratische Anfrage im Nationalrat weist auf die Gerüchte hin, wonach im Gegensatz zum Gesetz und zum eigenen Gelöbnis männliche Angehörige der Familie Habsburg Loth ringen, die nicht Berzicht und Bügereid geleistet haben, in Deutschösterreich anwesend seien. Die Beitragspflicht im Völkerbund. Staaten, die nicht zahlen wollen. Genf, 22. Sept.( WIB.) Die Völkerbundversammlung nahm heute u. a. zwei Entschließungen debattelos an, die San Salvador zur Zahlung feiner Beiträge an den Bölterbund und das internationale Arbeitsamt auffordert und die von San Salvador ange führten Gründe für die erweigerung der Zahlung zurüd weift. Die zweite bezieht sich auf die anderen saumfeligen Zahler und betont die abfolute Pflicht zur Zahlung der Billerbundbeiträge. In Lublinit( Poln. Oberschlesien) wurde nachts dem Leiter des Deutsch- Oberschlesischen Volksbundes eine Handgranate in das immer geworfen. In der Nacht darauf wurden mehreren Deut fchen fämiliche Fensterscheiben eingeschlagen oder eingeworfen. Die polnische Polizei zeigt sich völlig indifferent. sich mit einem schwülstigen Telegramm an den Präsidenten des Ungebetene Schüher. Der Volksbund Rettet die Chre!" hat Bölkerbundes in Genf gerichtet. Wer die Personen fennt, die hinter diesem Boltsbund" stehen und meist identisch sind mit den ehemaligen Kriegstreibern, Alldeutschen, der wird zugestehen, daß die Einmischung dieser Gesellschaft in die auswärtige Politik nur für Deutschland schädlich wirken fann. Geistestrant geworden. Gegen den Landesbaurat Linsen " Borwärts") schon seit geraumer Zeit schwere Borwürfe, insbeson hoff in Merseburg hatte die sozialdemokratische Presse( auch der dere wegen der Bestechlichkeit erhoben. In der eingeleiteten Disziplinaruntersuchung find tatsächlich schwere Berfehlun gen des Beschuldigten festgestellt worden, das Disziplinarverfahren dürfte jedoch, wie die P. P. N. hören, demnächst eingestellt werden müssen, weil Linsenhoff nach der Tat in Geistestrantheit verfallen ist und vor kurzem in eine feste Anstalt hat verbracht werden müffen. mer, zu der sich über 800 Personen aus allen Teilen Deutschlands Die 27. Hauptversammlung des Bundes deutscher Bodenreforeingefunden haben, wurde am Freitag in Karlsruhe mit einer Ansprache des Borsigenden Dr. Damaschte eröffnet. Die ausgewiesenen russischen Intellefiuellen sinb mit ihren Fa milienangehörigen in Berlin eingetroffen. Vicle der Ausgewies jenen haben eine mehrmonatige haft hinter sich. Bewerkschaftsbewegung n die organisierte Arbeitnehmerschaft Deutschlands! gebietes. Sie lehnte mit großer Mehrheit einen tommunistischen Antrag ab, der die Beschickung des wilden Reichsbetriebsrätetongresses forderte. Schiedsspruch für die Bergarbeiter. Bom Rohrlegerstreik. Die streifenden Rohrleger und Bauflempner versammelten sich am Freitag im ,, Saalbau Friedrichshain", um den Bericht über die Streitbewegung entgegenzunehmen. 3immermann als Referent führte aus, man fönne heute fonstatieren, daß die Bewegung Der von der Kommunistischen Partei ins Leben gerufene Im Reichsarbeitsministerium fanden gestern unter dem Borsiz in eine neue Etappe eingetreten fei. Der bisherige Drud habe geJenannte Fünfzehner- Ausschuß in Berlin hat zum Sonntag, des preußischen Staatsministers Severing Schiedsverhandlun- nügt, um die zuständigen Behörden zu veranlaffen, ihr Augenmerf n1 Oftober, zu Demonstrationen auf den Straßen und gen über die Lohnregelung für den rheinisch- westfälischen auf die Bewegung zu richten. Nicht nur das Reichsarbeitsministerium, entlichen Plößen aufgerufen. Hierzu erklären die Unter- Steinkohlenbezirt statt. Der Schlichtungsausschuß fällte fondern auch der Magistrat sei jeẞt an Arbeitgeber und Arbeitnehmer ichneten, daß die deutschen Gewerkschaften mit diesen De- einen einstimmigen Schiedsspruch, der für die Berg- herangetreten. Noch vor drei Tagen erklärten die Unternehmer, daß fie erst dann verhandeln, wenn die Arbeit aufgenommen wird. Aber onftrationen nichts zu tun haben. arbeiter des Ruhrbergbaues eine Lohnerhöhung von durch schon gestern waren sie bereit, auch rhne diese Forderung, mit uns schnittlich 150 m. je Mann und Schicht mit Wirkung zu verhandeln. Als Ergebnis fann gebucht werden, daß ein freies vom 1. Oktober 1922 vorsieht. In dieser Lohnzulage ist eine Er- Schiedsgericht, das aus zwei Arbeitnehmern, zwei Arbeitgebern und höhung der sozialen 3ulage auf je 20 Mart einbegriffen. brei unparteiischen Vorsitzenden gebildet wird, einen Spruch zu fällen Ueber die Annahme des Schiedsspruches haben sich die Parteien habe, wozu sich dann die Parteien äußern sollen. Die Verhandbis zum 6. Oktober zu erklären. lungen finden am Montag statt. Mit dem Appell, im Kampfe auszuharren, schloß Redner seine Ausführungen. Berlin, den 29. September 1922. llgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund. Th. Leipart. Allgemeiner freier Angestelltenbund. Aufhäuser. Süß. Stehr. Der vorstehenden Erklärung schließen sich an: Allgemeiner freier Angestelltenbund. Ortskartell Groß- Berlin. Flatau. Otto Rogah. usschuß der Gewerkschaftstommiffionen Berlins und Umgegend. Sabath. Ein Wort an die Betriebsräte. Ein gewerkschaftlich und politisch organisiertes Betriebsratsmitd schreibt uns: Neuerdings macht sich unter den fommunistischen Berliner triebsräten und ihren Mitläufern aus dem Lager der Indiffeten wieder eine Strömung bemerkbar, die an die Zeit der Arjungen und Versammlungen der Ruf: Alle Macht den Am Montag beginnen die Berhandlungen für die Steinkohlen reviere, denen am Dienstag die Beratungen für die Braunkohlenreviere folgen werden. = Ein Gemeindearbeiter- Berbandshaus. Der Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter hatte zwar Demonstration der Müllfutscher. längst ein Haus in Steglig erworben, doch fonnte er nicht hinein, Blumenforfos, Spandauer Fischzug und sonstige Umzüge oder da es bewohnt war. Er hat es deshalb wieder verkauft und will Demonstrationen hat Berlin schon erlebt, aber einen Müllwagen- nun ein Verbandshaus erwerben, in dem seine Zentralleitung arbeitorso, wie er sich am 27. September, vormittags 11 Uhr, durch die ten kann. Die hierzu erforderlichen 4 bis 5 Millionen Mark sollen Burgstraße an dem Direktionsgebäude der Wirtschaftsgenossenschaft, jedoch nicht der Verbandskasse entnommen, sondern von den Mit dann durch die Königstraße am Rathaus vorbei, vollzog, noch nicht. gliedern besonders aufgebracht werden. Jedes männliche Mitglied In langen Reihen tamen die Müllwagen von den einzelnen Depots foll 30 Mt., jedes weibliche Mitglied 20 Mt. als Baustein beitragen. herangerollt, um bei der Direktion vorbeizudefilieren, biefer die Not Die Zahlung wird durch Hausbaufondsmarken im Werte von 5 und der Müllkutscher infolge der niedrigen Entlohnung vorzuführen. Die 10 mt. erleichtert. Wagen waren auf beiden Seiten mit einem Blatat folgendenInhalts beflebt: ,, An die Bürger Berlins! Die fagenhaften hohen Löhne der er- und Soldatenräte erinnert. Auch damals erschallte in Müllfutscher betragen im Monat September 1922: Rutscher 1800 mt., ten!" Doch als diese Räte nicht nach der Pfeife der Mitfahrer 1687,50 Mt., Verladearbeiter 1545 Mt., Stalleute 1470 mt., mmunist en tanzten, wurde die Bildung von Sonderaus- Hofarbeiter 1425 Mt., Bureaubiener 1162,50 mt. Hiervon gehen ffen und Sonderräten revolutionäre" Obleute) be. noch Steuern, Unfell und Krankenversicherungsbeiträge ab. So ben, die gegen die Voltsbeauftragten wetterten und allenthalben fehen die Ministergehälter der Müllfutscher aus! Jedwede Erhöhung putschen versuchten. Manches, das geschaffen werden konnte, biefer Hungerlöhne lehnt die Wirtschaftsgenossenschaft ab mit dem arde auf diese Weise gestört, verhindert und unmöglich gemacht. Hinweis, erst höhere Löhne zahlen zu wollen, wenn der Magistrat Jezt werden wieder Kommiffionen gebildet, Versammlungen den Hausbefizern genehmigt, die gesamten Müllabfuhrgebühren auf nferenzen und Demonstrationen veranstaltet, wobei hauptsächlich die Mieter umzulegen. Solange sollen die Mülltuffcher bei der die Berbandsbonzen" geschimpf: wird, weil sie sich nicht zum schweren Arbeit weiter hungern." rspann vor die tommunistische Rarre gebrauchen en, zum Teil von Leuten, die überhaupt nicht gewerkschaftlich janisiert find. Die Zersplitterer der Arbeiterschaft schreien am teften nach Einigung", appellieren an die Macht" der Betriebsbe, um die Uneinigkeit zu schüren und sich selber die Macht anzumen für ihre politischen Zwecke, die ihnen von Moska u vorgerieten find. " efe zu lösen. " Wer den Betriebsräten wirklich dienen und helfen will, muß nen zunächst ihre Aufgaben flar machen und sie befähigen, Die Berliner Betriebsräteschule erweist sich in dieser eziehung meit nützlicher als der ganze kommunistische Apparat. Bollen die Betriebsräte fich ihren besonderen Aufgaben entziehen nd auf das gewerkschaftliche Gebiet übergreifen, dann müßte dies der Gesamtheit zum Schaden gereichen. Die Absicht azu fann nur in den Köpfen gewerkschaftlicher Neulinge und Unrganisierter Antlang finden, denen sie von fommunistischer Seite juggeriert wird. Auf ihrem besonderen Gebiete haben die Betriebsräte wirklich genug zu tun, ohne in Alltagstätigkeit aufgehen zu müssen. Sie ollten sich nicht einreden lassen, daß ihre Gewerkschaften untätig seien gegenüber der Lebensmittelteuerung, dem Wucher und der ganzen Not des Boltes. Mo es daran wirklich fehlbe, fönnen auch die Be triebsräte als Gewerkschaftsmitglieder für Abhilfe forgen. Wenn man ihnen von fommunistischer Seite weiter ein redet, nur die Betriebsräte fönnten Reformen durchsehen, auch chne die Gewerkschaften und im Gegensaß zu ihnen, so geschieht es, um die Gewerkschaften herabzusetzen und sie in einen Konflikt mit den Betriebsräten zu bringen. Die Gewertschaften tönnen lich ihr Verhalten auch nicht in direkt, auf dem Wege von Beriebsverfammlungen, von den Kommunisten dirtieren ffen. Sie stehen nicht in einem Gegensatz zu den Betriebsräten, m so mehr aber im Gegensatz zu den fommunistischen Drahtziehern ib den paar Quertöpfen, die fich ihnen zur Verfügung stellen, enn diese die Puppen tanzen lassen" wollen Nicht etwa zur inderung des wirtschaftlichen Druckes, der auf der Arbeiter und gestelltenschaft loftet, sondern um sich ihren Moskauer Auftrag bern gegenüber wichtig zu machen. Selbst wenn der geplante Rongreß von Betriebsräten abgealten wird, fommt außer den kommunistischen Deflamationen, nften und Barolen nichts dabei heraus. Es würde lediglich die einigkeit unter der Arbeitnehmerschaft dem Unternehmertum enüber dokumentiert, das seine Schlüsse hieraus ziehen würde. er gewerkschaftlich organisierte Betriebsrat, der sich die Sache ein ig überlegt, laßt die Kommunisten bei ihren Aktionen unter sich. Arbeiterschaft tommt mit ihren Gemertschaften ohne die nunistischen Quertreibereien weiter. Für uns als Sozialisten es, die Reihen zu schließen, nicht aber sie auseinander* Cariben. Begen einen kommunistischen Betriebsrätefongreß erklärte sich Bollversammlung der Betriebsräte des Zwidauer WirtschaftsFriedensschluß in der Wiener Metallindustrie. Wien, 29. Gept.( Eigener Drahtbericht.) Durch Bermittlung der drei Präsidenten des Nationalrats fanden heute Verhandlungen statt, die zur Beilegung des drohenden Riesenkampfes in der Metallindustrie geführt haben. Das Ergebnis ist von den Betriebsräten und Vertrauensmännern bereits angenommen; es ist ein fomplizierter Bertrag, der das Inderprinzip aufrechterhält. Die Teuerungszulage wird von 4500 auf 4800 Broz. erhöht und bie fige Zulage verdoppelt. Diese Vereinbarung gilt bis zum 28. Oktober. Die Vertreter der Industrie stimmen dieser Vereinbarung mit dem ausdrüdlichen Vorbehalt zu, daß sie das Kompromiß zwar aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr rechtfertigen tönnen, es jedoch auf den Appell der Präsidenten des Nationalrates und im Interesse des sozialen Friedens der Bollversammlung der Industriellen zur Annahme vorlegen werden. über die Löhne der Müllkutscher demonstriert worden. Bis jetzt hat Mit diesen Plakaten ist der Deffentlichkeit die Wahrheit bie Wirtschaftsgenossenschaft durch die bürgerliche Presse die Deffent. lichkeit immer in ben Glauben verfegt, daß die Mülltutscher Minister. Achtung, Butabmitglieder! gehälter erhalten. Artikel, die die Wahrheit schilderten und vom sinnen um 1% Uhr abends. Destefosersammlungen für fämtliche Mitglieder. Ae Bersammlungen be Deutschen Transportarbeiter- Berband dem Lokalanzeiger", dem Bezirk I. Mitte. 6. Ofteber: Haverlands Festfäle", Neue Friedrichstr. 35. Referent: Markward. II. Tiergarten. 5. Oktober: Lotal Nationalhof" Tageblatt" und der Wolfszeitung" zugesandt worden sind, wurden( Motivzimmer), Bülowfir. 37. Referent: Munt. verschwiegen. Es mußte deshalb zu diesem Mittel gegriffen werden. Restaurant ,, Sagenbed", Ede Müller- und Geeftraße -III. Wedding. 4. Oktober: Referent Ewert. Durch die Demonstration erklärte sich nunmehr die Direttion Brenzlauer Lor. 4. Ottober: Restaurant Königstor" Nue nigra. am Montag, den 2. Oftober, jebem Arbeitnehmer einen Borschuß ober: Restaurant Goebels Bierstuben", G. 61, Tempelhofer Ufer 6, nahe bereit, bis zum Abschluß der Verhandlungen mit dem Magistrat Referent: Martward. V. Friedrichshain. 5. Oftober: Lotal Concordia. VI. Hallesches Tor. 5. Ot. Festfäle", Andreasstr. 64. Referent: Wiemer. von je 500 Mt. zu zahlen. Die Berhandlungen zwischen der Wirt- antwikſtraße. Referent; ab d VII. Charlottenburg. 5. Oftober: Restau schaftsgenossenschaft und Magistrat wegen der 2 b wälzung der VI. Spanbau. 5. Oftober: Lokal Sant", am Strefowplay, Nähe des Haupt rant Freischütz", Rirchstraße Ede Berliner Straße. Referent: Scholz. IX. Bilmersdorf. 4. Oftober: Restaurant fellen in den nächsten Tagen zum Abschluß kommen. gesamten Müllabfuhrgebühren auf die Mieter, bahnhofs. Referent: Schwedt. ,, Bittoriagarten", Wilhelmsaue. Referent: Sa Saine. X. Zehlendorf. 6. Oftober: Lokal: Hotel Raiserhof, Behlendorf- Mitte, Botsdamer Str. 50. Referent: Draeger. XI. Friedenau- Schöneberg. 6. Ottober: Lotal ,, Chershof", XII. Tempelhof. 6. Oktober: am Bahnhof Chersstraße. Referent: Wewzow.. Sofal Rasino- Restaurant", Berliner Ede Raiserin- Augusta- Straße. Referent: Reti XIII Steglig. 5. Oktober: Lokal Wirtshaus z. Sohenzollern", Stegliz, Mittelstr. 2, nahe Bhf. Steglig. Ref.: Dainas.- XIV. Neutöün. 6. Oktober: Lotal Bürgerfäle", Reutölln, Bergstr. 147. Referent: Reichelt. XVa. Treptow.? Die Demonstration verlief infolge der guten gemertschaftlichen Disziplin der Müükutscher mustergültig, ohne den geringsten Zwischen fall. Der Vorbeimarsch der 125 Gespanne währte von 11 bis 12 1hr und löste sich ohne Verkehrsstörung an der Ede König- und Klosterstraße auf. Von hier aus fuhren die Kutscher mit ihren Gespannen XVb. Oberschöneweide. 6. Oktober: Restaurant Hubertus", Ede Edison auf ihre Tour, um ihre schwere Arbeit weiter zu verrichten. und Roederstraße. Referent: Günther. XVI. Röpenid. 4. Oktober: Restau Der gestern ver, ult" te Bureau diener der Wirtschafts- rant Dranger Röpenid, Am Röllnischen Blaz, Saltestelle der Straßenbahn. Referent: Dr. firrmann.- XVII. Sichtenberg. 3. Ottober: Reftaurant, ut genossenschaft oder sollte am Ende gar deren Direktor gemeint Sütte", Frankfurter Allee 228. Referent: Rogas. XVIII. Weißenfee. 6. Di gewesen sein? hat also einen Wochenlohnoon 1162,50 mt., tober: Lotal Cafe Ragermann". Referent: Knoch. XIX. Bantow. 10. Dt. das find monatlich 5037,50 mt. Betam oder bekommt er jetzt tat: tobec: Restaurant ,, Lindemann", Bankow, Grunow. Ede Schulstraße. Referent: Wiemer. XXa. Tegel. 6. Oftober: Rotal ,, Tegeler Vereinshaus Hamufet", fächlich mehr als der Herr Direktor, dann bedauern wir Tegel, Hauptstraße. Referent: Horn. XXb. Reinidendorf- Oft. 5. Ofteber: diesen fehr und könnten ihm nur raten, fich ebenso, wie die Müll- Restaurant Bürgerheim", Rinidendorf- Oft, Provinzstr. 84, nahe Bahnhof futscher, für günstigere Existenzbedingungen einzusehen. Magistrat und Angestelltengehälter. Das Nachrichtenamt der Stadt Berlin teilt mit: Schönholz. Referent: Klippert. Glafer. Montag 7 Uhr Bersammlung der Hilfsarbeiter bei Lehmann. Dienstag 7 Uhr Mitgliederversammlung im Gewerkschaftshaus, Gaal 1. StelTungnahme zum Bericht der Lohnkommission. Erhöhung der Beiträge. De wichtige Beschlüsse gefaßt werden, barf fein Rollege fehlen. Die Ortsverwaltung. " Der Magistrat hat den Septembergehältern, die die Magistrats- Berantwortlich für den redaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: fommission den Angestelltengewerkschaften in den Berhandlungen zu h. Glocke, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Beginn diefer Woche angeboten hatte, vorbehaltlich der Genehmi- Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenſtr. 8 gung der Stadtverordnetenversammlung, zugestimmt. Die erhöhten Bezüge werden rechtzeitig zur Auszahlung gebracht. Im übrigen Bon ärztlichen Autoritäten gegen Erfälltungen. besonders zum Schuge gegen muß festgestellt werden, daß die Behauptung des Zentralverbandes Grippe und bei Haisentzündung, Verschleimung, anerkannt und vielfach der Angestellten, das Gehaltsabkommen sei vom Magistrat lediglich verordnet find Fanflavin Pastillen. Gie greifen den Magen nicht an und find mit nicht- freigewerkschaftlichen Verbänden getroffen, nicht zutrifft. angenehm von Geschmack. In allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Tatsache ist, daß auch der dem AfA- Bund angehörende Allgemeine Gierzu 2 Beilagen. Berband der deutschen Banfangestellten an dem Abkommen beteiligt M.SCHULMEISTER ist. Die Nichtbeteiligung des Zentralverbandes hat lediglich seinen Grund darin, daß dessen Forderungen den rechtlichen und wirtschaft. lichen Notwendigkeiten der Stadt, soweit sie auch für die Angestellten MSchulmeister Hochbahnstation Kottbuser Tor maßgebend sein müffen, feine Rechnung tragen wollten." Mod. fertige Straßen- Anzüge Hielt es das Nachrichtenamt für notwendig, auf die Differenzen mit dem 3d2. in diesem Zusammenhange einzugehen, dann mußte es den Kern der Sache berühren statt der allgemeinen Wendung. Der 3d2. wird sich dazu noch äußern. Tragt Salamander! MARK SALP MANDE Here Maben Kim Das Vergnügen, einen Stiefel von Schönheit und Qualität zu tragen, empfindet man im hocheten Grade bei dem Herren- Schlüpfer Taillenmäntel mit Gürfel Sport- Pelze Salamander- Stiefel MARKE Sh SALP ANDER Vollendeter Sitz, die tonangebende feine Form, die Güte des Materials und hochwertige Ver arbeitung kennzeichnen ihn. Salamander- Stiefel stellen daher den Träger immer zufrieden Kleidung SADAM Führend in Sport Ausrüstung