e.464 39. Jahrgang Ausgabe Anc. 228 Bezugspreis: Für ben Monat Ottober 250,- 2 voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Desterreich und Luremburg 346,- M., für das übrige Ausland 515,- M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich. Schweden, Schweiz, Tschechoflowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Sonntags- Ausgabe 2214 Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Mark Anzeigenpreis: Die ein spaltige Nonpareillezbile foftet 50,-. Reklamezeile 230,-. „ Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.( zulässig zwei fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 7.-M., jedes weitere Wort 5,- M. 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Balfour entgegnete, daß im Falle eines Mißerfolges, à la Helfferich mit lautem Getöse eine Revanchestimmung spanische Regierung ebenfalls 2000 Pfund für die Flüchtlinge an den er nicht zu glauben vermöge, selbstverständlich alle Dokumente gegen die Entente, besonders gegen Frankreich, zu erzeugen in Kleinafien zur Verfügung gestellt hat, so daß bisher 66 000 der Weltmeinung vorgelegt werden würden. Pfund dafür aufgebracht sind. Man genehmigte sodann eine neue vor- würde, wenn sich hier eine Diskussion entspinnen würde; bie Gizung Wirtschaftslebens, die Stinnes und Genossen, im stillen die Bourgeois- Frankreich erklärte, daß er es lebhaft bebauern ju- her, knüpfen die kapitalistischen Beherrscher des deutschen läufige Stala der Völterbund beiträge. Bu nichtständigen folle nicht mit einer pessimistischen Note schließen. Man möge engsten Beziehungen zu den Kapitalsgrößen des verlästerten Mitgliedern des Völkerbund rats wurden gewählt: Brasilien, Vertrauen in das begonnene Unternehmen und in seinen vollen Er-" Feindbundes" an. Nachdem Hugo Stinnes zunächst in LonSpanien, Uruguay, Belgien, Schweden und China. folg haben, der dant den Grundsätzen und Methoden, die der Völker- don versucht hatte, einen wichtigen Bestandteil des deutschen Spanien, Belgien, Brasilien und China find also wiedergewählt. bund in anderen Fällen aufgestellt habe, sicher sei. Wir müssen, Bolfsvermögens, unser Eisenbahnnetz, an das angelsächsische Südamerika hat nunmehr 2 Size im Rat, die kleine Entente feinen, schloß Bourgeois, diese Sigung mit dem vollen Ausdruck unseres Kapital zu verschachern, hat er jetzt durch seinen bekannten da Jugoslawien nur 15 Stimmen befam, die notwendige Stimmen ganzen Vertrauens abschließen. Vertrag mit Lubersac eine Allianz mit seinem franzöfifchen zahl aber 23 betrug. Der Völkerbundrat setzt sich nunmehr also Mit einer Schlußrede des Präsidenten Edwards wurde die Ta- Zwillingsbruder geschlossen. Dabei ist zur höheren Ehre des aus folgenden Staaten zufammen: England, Frankreich, Italien, gung beendet. Profits die deutsche Reichsregierung ausgeschaltet worden. Japan, Spanien, Belgien, Brasilien, Uruguay und China. Der Bölterbund rat hat als die acht industriell bedeutendsten Das Rapital etabliert sich immer unverhüllter als Herr des Am Nachmittag sollte Staaten zu Mitgliedern des Verwaltungsrates, des internationalen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und staatlichen Lebens und Arbeitsamtes berufen: Deutschland, England, Frankreich, verweist die demokratisch organisierte Staatsgewalt in die Belgien, Kanada, Italien, Japan und Indien. Rolle des Nachtwächters. die öfferreichische Frage Die deutschen Ansiedler in Polen. lichen erledigt werden. Da jedoch neue Schwierigkeiten aufgetaucht sind, und zwar infolge weitgehender italienischer Kontrollwünsche, Zugleich sind wir in eine Periode der Ent fo sprach zunächst Lord Balfour über die Arbeiten des Rates in spannung zwischen den Siegerstaaten und den Staaten ber österreichischen Frage. Nach einem Rückblick auf die früheren Genf, 30. September.( WTB.) Der Völkerbundrat genehmigte der Besiegten des Weltkrieges eingetreten. Die ökonomischen Bemühungen des Bolterbundes zugunsten Desterreichs erflärte heute abend den Bericht des brasilianischen Vertreters Dagama Rückwirfungen der Siegerdittate auf die Siegerländer haben Balfour, daß es bei der gegenwärtigen Lage nur eine Lösung gebe, über die Lage der deutschen Minderheiten in Polen und forderte dort allmählich eine Abkehr vom Gewalttoller erzeugt und innere Reformen mit Hilfe einer äußeren Anleihe. Diese Anleihe den anwesenden polnischen Vertreter Askenazy auf, ihn mit das wirtschaftliche Denken der kapitalistischen Machthaber sei nur denkbar, wenn die vier Mächte, die gemeinsam mit Defter möglichster Beschleunigung der polnischen Regierung zur Kenntnis wieder die Oberhand gewinnen laffen. Die Periode der milireich im 5. Ausschuß fäßen, zum größeren Teil die Anleihe garanHerten. Ueber diesen Bunit sei man sich einig geworden. Die vier zu bringen. Es handelt sich dabei um die Klagen des Deutschtum tärischen Gewaltanwendung zur Durchsetzung der Friedens Mächte hätten die Garantie zu je 20 Broz übernommen, und bie bundes in Bromberg, auf den eine Begendentfchrift einer juristischen verträge wird abgelöst von einer Beriode der internationalen legten 20 Bro3. follten durch andere Staaten gebedt werben. Ebenso Rommiffion vorgelegt worden war. Die juristische Kommiffion, bee Capitalistischen Verständigung und ber frieblichen Bere notwendig fei aber auch bei aller Wahrung der Unabhängigkeit drei Fragen unterbreitet worden waren, ist der Meinung, daß schmelzung der nationalen Rapitalismen zu einem einheit Desterreichs die Einsetzung einer Kontrolle. Balfour gab der Hoff 1. alle Ansiedler, welche ihre Rentengutsverträge vor dem nung Ausdrud, daß nach Abschluß der Versammlung in wenigen 11. November 1918 abgefchloffen hatten, als Dollberechtigte Daß dabei die Bolkswirtschaft der besiegten Länder vor allem internationalen Welttapitalismus. Tagen die Frage vollständig erledigt sein werde. In öffentlicher Eigentümer auf ihren Ansiedlungen bleiben müßten. 2. Die Um das Objekt dieser kapitalistischen Verbrüderung ist, liegt auf Sigung würde dann der Bölkerbundrat die Ergebnisse seiner Arbeit, wandlung der Bachtverträge dieser Rentengutsverträge nach dem der Hand. Unter der Oberfläche ist in dieser Richtung bereits das Abkommen sowie das gesamte Aftenmaterial bekanntgeben. 11. November 1918 braucht von Bolen nicht anerkannt zu werden, seit Jahren vorgearbeitet worden. Balfour bezeichnete den Tag, an dem der Völkerbund seinem Mitgliebe Defterreich die Möglichkeit der Wiederaufrichtung und des dagegen müßten diese Ansiedler ihren Besiz so lange behalten, bis nationalen Weiterlebens biete, als einen großen Tag im Leben des ihre vor dem November 1918 abgefchloffenen Bachtverträge aberfilzung zwischen dem Ententerapital und dem deutVölkerbundes, da die Regelung der ganzen Welt zum Heile ges als Rechtsnachfolger Preußens mit allen Rechten und schen Kapital ist schon sehr weit vorgeschritten. Französisches, Dann sprach für Defterreich Herr Mensdorff: Die Schwierig Pflichten, so daß auch das Biederkaufsrecht an Polen übergeht, feiten jelen noch nicht alle überwunden. Desterreich habe woraus allerdings teine Baffe gegen die Minderhei gehofft, daß heute das Abkommen unterzeichnet werden könne ten werden darf. Was endlich den Artikel 4 des Minderheitsschutzund damit unter Wahrung der österreichischen Unabhängigkeit vertrages über den Erwerb der polnischen Staatsangehörig vor aller Welt bekanntgegeben werde, daß das Wert der finanziellen feit burch Geburt in einem polnischen Gebietsteile betrifft, entHilfe abgeschlossen sei. Leider sei das nicht möglich gewesen. Mensdorff schloß mit der Bersicherung, daß, sobald das Abkommen abge scheidet die Kommiffion im Sinne des Deutschtumbundes. Der Beschlossen sei, Desterreich sich mit voller Kraft seinem Wiederaufbau richt Dagamas fordert schleunigste Zustellung an die polnische Rezuwenden und alle übernommenen Verpflichtungen erfüllen werde. gierung, damit weitere Maßnahmen gegen die deutschen Ansiedler Lord Robert Cecil sprach den Wunsch aus, daß die Aften auch unterbleiben. reichen werde. Der Brennpunkt Tschanak. Russische Diplomatenrevision. Aufstand in Georgien? Der Prozeß der wirtschaftlichen Verflechtung und belgisches, englisches und amerikanisches Kapital steckt heute bereits in hohen Beträgen in den großindustriellen Unternehmungen im Saargebiet, im besetzten Rheinland, im Ruhrgebiet und in den großen Werft- und Schiffahrtsunternehmunen unserer Hafenpläke. Der Freistaat Danzig und das Memelland find Einfallstore des Ententetapitals nach dem deutschen Often, nach Polen und Oberschlesien. Der deutsche ausländische Hände über. Das in Deutschland investierte KapiHaus- und Grundbesig geht in immer stärferem Grabe in tal verliert von Monat zu Monat immer mehr seinen spezifisch. nationaldeutschen Charakter, wird international. Rund ein Drittel des deutschen Aktienkapitals befindet sich heute bereits in ausländischem Besiz. Die Tschanatfrage ist ihrer Lösung nicht näher. Mostau, 30. September.( DE.) Die Sowjetregierung hat be= Ziehen die Engländer ab, so will Kemal auch zurückgehen schlossen, einen Sonderausschuß ins Ausland zu entsenden, um eine Der Kapitalismus der Siegerländer nistet sich immer aber natürlich spielt da das Prestige eine Rolle. Man Revision sämtlicher im Auslande bestehender Organe der Sowjet- mehr in das deutsche Wirtschaftsleben ein, überwindet in sollte aber meinen, daß gerade das England nach dem Welt- regierung durchzuführen und die Mißstände in ihrer Organi- steigendem Maße die nationalen Grenzen und Schranken der frieg, der sein Weltfieg ist, weniger als je Prestigegründen zu fation und Tätigkeit zu beseitigen. Dem Ausschuß sollen als Vor- besiegten Länder und assimiliert sich seine Konkurrenten, die er folgen brauchte. Schon was bisher an Rüstungen, Schiffs- fizzender der stellvertretende Belkskommissar für Staatskontrolle im Weltkriege entmachtet hat. Auf weltwirtschaftbewegungen usw. aufgewendet wurde, soll 20 Millionen 2wanessow und als Mitglieder Medwedjew und Jaroslawski, einlicher Stufenleiter wiederholt sich jetzt derselbe Bors Pfund gekostet haben und die City bangt vor den Folgen. leitendes Mitglied des Zentralfomitees der RAP., angehören. Die gang, der sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts im Lloyd Georges Gegner rechts fordern die Einberufung des Maßnahme wird damit begründet, daß die Auslandsvertretungen, fleineren Rahmen des Deutschen Reiches abgespielt hat. Dem Barlaments. Kemal hat das britische Räumungsverlangen namentlich die verschiedenen technischen und wissenschaftlichen aufstrebenden Kapitalismus war das Gewirr der gegeneinnoch nicht offiziell beantwortet, läßt aber die Forderung nach Bureaus, zumeist planlos entstanden sind und das Streben ver- ander abgesperrten deutschen Einzelstaaten ein Hindernis, das Thrazien fräftig betonen und scheint das Kompromiß schiedener Wirtschaftsorgane nach diretten Beziehungen zu aus er teils durch Verständigung, teils durch Gewalt beseitigte. Er anzubieten, daß die Dardanellen unbefestigt bleiben sollen, ländischen Geschäftstreifen einen Parallelismus in der Tätig- fchuf etappenweise den 3ellverein, den Norddeutschen Bund, ber Bosporus aber nicht was also doch die Sperrung der feit der Auslandsorgane zur Folge hat. das Deutsche Reich, um seinem Ausbeutungs- und AusdehDurchfahrt ins Schwarze Meer ermöglichen würde. nungsdrang Luft und Raum zu gewähren. Dabei bediente Nach einer anscheinend offiziösen Londoner Meldung ist er sich als gewaltsamen Hebels zur Ueberroindung der stärk feinerlei Ultimatum in militärischem Sinne an Kemal sten Widerstände des Krieges. Damals vollzog sich dieser Zengesandt worden. Er sei nur gewarnt worden, daß, wenn Genf, 30. September.( DA.) Der georgische Vertreter beim tralisationsprozeß unter preußischer Führung. Jezt hat der feine Truppen in der neutralen Zone verblieben, die Bölkerbund erhielt ein Telegramm, das den Ausbruch eines allge. Weltkrieg der Entwidlung zum WeltkapitaBedingungen für eine Konferenz sich schwierig gestalten meinen Aufstandes in den Berggegenden Ostgeorgiens meldet. Iismus Bahn gebrochen, dessen Kern der angelsäch würden. Vorläufig komme eine 3eitfri ft für die Zurück- Längs der Heerstraße haben sich antibolschewistische Abteilungen ge- fische Kapitalismis iſt. ziehung der türkischen Truppen nicht in Frage, so daß die führen. Es gefang ihnen, einige Einheiten der Roten Armee zu mus führt eine totale Beränderung der wirtschaftlichen und bildet, die einen verzweifelten Kampf gegen die russischen Truppen Diese Entwicklung zum internationalen Riesenkapitalis Gefahr eines bewaffneten Zusammenstoßes nicht so un- entwaffnen und die Berbindungen mit der Hauptstadt zu unter- politischen Zustände herbei. Innenpolitisch baut sich in mittelbar sei. Franklin Bouillon telegraphierte aus Angora, ständischen halten eine befestigte Frontlinie zwischen nichtung der kleinen und mittleren Unterbrechen, ebenso auf der Strecke Tiflis- Wladikawkas. Die Auf Deutschland der internationale Kapitalsblock auf einer Berobwohl die Lage schwierig fei, halte er es nicht für unmöglich, Duschethi und Ananuri. Die Nationalflagge Georgiens weht auf nehmungen und damit einer rapiden Ausschaltung des eine Zusammenfunft in Mudania zwischen den alliierten Generalen und dem türkischen Nationalistenführer zustande zu die ruffischen Truppen. ihren Stellungen. Sie fordern völlige Räumung Georgiens durch Mittelstandes aus dem Produktionsprozeß, auf pol bringen. Ein amtliches Telegramm der Angoraregierung und Phantasiepreisen und einer unerhörten Ausmeldet die Besetzung Aidiliks durch die Türken. beutung der gesamten werftätigen Bevölkerung auf. Immer ohnmächtiger wird diesem übermächtigen Kapitalspolypen gegenüber die Staatsgewalt; alle ihre Maßnahmen zum Schuße der Bevölkerung werden von den Großkapitalisten und ihren Helfershelfern sabotiert und durchkreuzt. Dabei ist aus der Zeit des Obrigkeitsstaates her die Volkspinche in Deutschland noch völlig eingestellt auf die Hilfe durch den Staat und seine Vertretung, die Regierung. Sie wird des halb verantwortlich gemacht für all die Not und die Ausbeutung, die der internationale Großfapitalismus über die breiten Massen heraufbeschwört. Standrecht in Ostgalizien. Lloyd George hat die übliche Wochenendreise auf das Land angetreten, aber der friegsdrohende Lärm verstummt Warschau, 30. September.( OE.) Angesichts der terroriffinicht. Die Griechen melden einen türkischen Einfall in schen Ausschreitungen in Oftgalizien hat die polnische Regierung in ein thrazisches Dorf; doch kann das nur ein Bandenstreich der Lemberger Wojewodschaft mit Rüdwirtung ab 10. September gewesen sein. Bulgarien meldet durch die offiziöse De- Standgerichte für Mord, Raub, Brandstiftungen, vorsätzliche peschenagentur seine Ansprüche auf einen Zugang zum Meer Beschädigung fremden Eigentums und Hochverrat eingeführt. und Bildung eines autonomen Thraziens an. In Athen ist ein Kabinett Baimis gebildet worden. Reuter erfährt, daß der König Konstantin mit Frau und zwei Söhnen auf einem griechischen Kauffahrteischiff nach Palermo abgefahren ist. Die Hauptwahlkommission in Warschau hat die Bezeichnung der für die Sejmwahlen eingereichten fommunistischen Wahlliste Berband des städtischen und ländlichen Proletariats" be anftandet, da sie zu allgemein sei und die Wähler irreführen tönnte.| Es ist hohe Zeit, den verarmenden Mittelschichten und " den proletarischen Massen viel es bisher geschehen, vor Augen zu führen, daß der ganze Jammer unserer Zeit die Folge des kapitalisti- schen Weltversklavungssystems ist und alle Ab- chilfemaßnahmen der heutigen Staatsgewalt nur Palliativ- mittel sein können, daß einzig und allein der von der gewalti- gen Lolksmehrheit gewollte und planmäßig geförderte Uebergang zur sozialistischen Wirtschafts- weise endgültig Rettung und Erlösung bringen kamv Dieie Erkenntnis allen unter den gegenwärtigen Zuständen Leiden- den zum Bewußtsein zu bringen und sie einzureihen in das Heer der Kämpfer für den Sozialismus, das muß die Haupt- aufgäbe der neuerstandenen �Vereinigten Sozial- demokratischen Partei Deutschlands sein. Wie der Kapitalismus immer mehr zu einer einheitlichen Weltwirtschaftsmacht zusammenwächst und das ganze Wirt- schaftsleben der Völker bestimmt, so myß auch das Proletariat sich zur internationalen Gegenwehr und schließ- lichen Ueberwindung des Kapitalismus zu- summenschließsn. Die sich herausbildende einheitliche kapitali- stifche Weltwirtschaft schafft ein einheitliches festes Fundament für die internationale Klassenkampforganrfation des Proleta- riats. Die Zusammenfassung der proletarischen Kräfte in internationalem Rahmen wird zur gebieterischen Notwendig- keit. Die Leiden und Nöte des Proletariats in England, in Frankreich, in Deutschland und den übrigen Ländern der Welt, sie alle haben eine und dieselbe Grundursache: den Welt- kapitalismusl Daher liegt es im ureigensten Interesse der Proletarier aller Länder, schleunigst das Beispiel der deutschen sozialistischen Proletarier auf die Internationale zu übeo tragen und zu schaffen die sozial! st ische nationale der Tat zur Ueberwindung des talismus. eindringlicher, a l s 1 Die Worte des ermordeten Nathsnau sind keine Entschuldigung, sondern eine Anklage gegen die Deutschnationolen, und es zeugt ihrer skrupellosen Unverfrorenheit, wenn diese ihr Opfer jetzt noch als Schutzschild mißbrauchen wollen. von gar Inter Weltkapi- verteiülgung öe? LNöröer. Der Prvzeß gegen die Rathenau-Mörder soll in wenigen Tagen beginnen, und schon öffnet die deutschnationale Presse ihre Spalten zu langen Berteidigungsarttkeln für die Attentäter. Namentlich ist die„Deutsche Zeitung" bereits mit einem Schutzartitel für die ASrdergesellschaft bei der Hund. Mit dieser Inschutznahme der Angeklagten beweist man ja am besten, daß man mit der Mörderci„nichts zu tun" hat, daß man davon „abrückt". Der tote Nathenau selber wird dazu mißbraucht, seine Mörder zu entschuldigen. Nach der Ermordung Erzbergers schrieb ein deutschnationales Blatt:„Nicht der Mörder, der Ermordet« hat schuld" Diese Methode überträgt die„Deutsche Zeitung" auf den Fall Nathenau. Rathenau hatte nach der Ermordung Erzbergers «inen Artik»l für«in holländssches Blatt geschrieben, der die p s y ch o- logischen Ursochen des rechtsradikalen cherostratentums dar- stellte. Rathen«» schilderte, wie der Rechtsradikalismus sich in Kreisen entwickelt, die ihre frühere glänzend« Stellung eingebüßt haben und setzt zum erstenmal die Sorgen und Nöte der Armut kennenlernen. Früher konnte man sich alle» erlauben, jetzt muß Mama selbst die Letten machen, Papa sich selbst die Schuhe putzen. Rathenau wies auch besonders auf den Einfluß der Ttudentenkoizs hin. die die jungen Leute zu extrem konservativen Anschauungen er- haben, so daß sie sich In die neue Zeit nicht hineinfinden' können._ Keine Antwort auf klare ßragen. Ter«eue kommunistische Unfug. Aus Stuttgart wird uns geschrieben: Eine Generalversammlung der Betriebsräte des Stutt- garter Industriegebietes befaßte sich in ihrer Versammlung, zu der die kommunistische Gruppe vollzählig erschienen war, mit der Lage der deutschen Wirtschaft. Der Referent, Genosse Dr. E i n- st e i n, richtete an die Befürworter des kommunistischen Betriebs- rätskongresses folgende Fragen:/ Was kann der Reichsbetriebsrätekongreß tun, 1. um die Währung zu stabilisieren, 2. um die Mark zu heben, 3. um die Papiergeldwirtschaft zu bekämpfen? 4. Kann der Reichsbetriebsrätekongreß die passive Handelsbilanz beseitigen, S. die Ermäßigung der Reparationsvcrpflichtungen erreichen, 6. die De- oisenerträgnisse für das Deutsche Reich steigern, die sich aus den Verkäufen nach dem Ausland ergeben? 7. Wird der Reichsbetriebsrätekongreß die Teuerung ausschalten auch bei Steigung des Kurses der fremden Zahlungsmittel? 8. Wie will der Reichs- betriebsrätekongreß die auch organisatorisch große Frage der Kon- trolle der Produktion lösen in Beachtung der Tatsach« der vor- handenen großindustricllen Ricsenorganisationen(Trusts). E Und wenn die Kontrolle dem Industriekapital gegenüber durch Maßnahmen des Reichsbctriebsrätekongresscs durchgeführt worden sollte, wie soll dann die Kontrolle des Finanzkapitals er- folgen, in dem das Herz der deutschen Wirtschaft schlägt? 10. Wie will der Reichsbetriebsrätekongreß die Warenbefchlagnahme durch- führen ohne die Produktion stillzulegen? In der anschließenden Debatte konnte man von dem kommu- nistischen Diskussionsredner Tittel hören, daß er sachlich mit den Ausführungen überein st imme. Die Kommunisten seien sich darüber klar, daß innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft wirksam den gegenwärtigen Zuständen nicht begegnet werden könne. Der Reichsbetriebsrätekongreß wird, wie Tittel wörtlich sagte, nicht einberufen, um irgendwelche Gegenwartsforderungan durch- zusetzen, sondern um Aktionen einzuleiten und den Kampf aufzu- nehmen. Genosse M ö s s i n g e r stellte daraufhin fest, daß der kommu- nistische Redner unterlassen habe, einen Ausweg aus der gegen- wörtigen Not zu zeige». Auch der württembergische Ernährungsminister, Genosse Keil, äußerte sich zu diesem Thema: Wenngleich eine Besserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Rußland wünschcns- wert ist, so würden sich doch bei der ausschließlichen Orientierung nach dem Osten große Schwierigkeiten ergeben. In Rußland zeige sich, daß selbst eine Arbeitcrregierung mit der Tatsache rechnen muß, daß sie mehrere Jahre nicht In der Lag« sei, landwirtschaft- lich« Erzeugnisse nach Deutschland zu liefern. Und wenn in Deutsch- lond eine Arbeiterregierung auf diktatorischem Wege gebildet würde, könne auch diese nicht die außerordentlichen wirtschaftlichen und außenpolitischen Bedrängnisse beseitigen, unter denen wir gegen- wärtig zu leiden haben. Nach dem Schlußwort des Referenten gelangte mit 13S gegen III Stimmen eine Entschließung zur Annahme, in der es heißt: „Der von kommunistischer Seite empfohlene Reichsbetriebs. rätekongreß kann die Aufgabe, die Teuerung aus- i zuschalten, niemals erfüllen. Diese neue Porole ist aber A WD_____________ �_____ W Das alles ist. fcho�fehr bft und nicht rmQkow�VMenau ffk�paußepdem auf das schärfste zu bekämpfen, weil sie zu einer Loche. logische Erklärung ist noch Mitling der gewerkschaftlich�-�Mocht führt> fcy?s?ben eine psychologische lange kein« Entschuldigung� om allerwenigsten aber ein« Entschuldigung der Leute, die solche Derzweiflungsstimmungen politisch ausnutze« und die Träger dieser Stimmung z u Gewalttä-tigkeiten aufstacheln. Nichts ist irriger als die Behauptung der„Deutschen Zeitung", daß diese psychologische Erklärung die Deutschnationalen von ihrer Verantwortung und Mit- schuld an der Mordtat befreie, nachdem die Deutschnationolen es gerade gewesen sind, die durch systematische Beschimpfung und Ver- leumdung der Republik und ihrer Träger dem rechtsradikalen Ber- brechertum das Ziel gewiesen haben. die Situation und deshalb Dorbedingimg jedes kraftvollen Eingreifens in der gegenwärtigen uation raubt.— Wie die kommunistische Presse„große Siege" fabriziert, das be- leuchtet eine Zuschrift aus Frankfurt a. M., der wir folgendes entnehmen: In der jüngsten Dollversammlung der Betriebsräte behandelte Genosse Professor N ö l t i n g das Thema:„Die Wirtschaftslage und die Maßnahmen gegen die Teuerun g". � Die Diskussion über den sehr beifällig aufgenommenen Vortrag bewegte sich an- fänglich durchaus ruhig und sachlich, ging dann aber auf die Frage der Bildung von Kontrollausschüssen über, die von kommunistischer Seite aufgeworfen wurde. Ein großer Teil der Versammelten enl- fernte sich inzwischen wegen der vorgerückten Zeit, so daß sich schließ- lich eine schwache Mehrheit für einen Antrag fand, wonach die Ein- berufung eines Reichsbetriebsrätekongressss begrüßt und von allen gewerkschaftlichen und polirischen Organisationen der Arbeiter. klasse, insbesondere vom Gewerkschaftskartell die weitgehendste Unterstützung des Kampfes der Betriebsräte gegen die Teue- rung verlangt wird. In der„Roten Fahne" In Berlin wurde daraus ein „großer Sieg" der Frankfurter Betriebsräte über die gewerk- schaftliche Bureaukratiel Die Kommunisten machen sich Sieg« noch leichter wie—- Luden- dorfs!_ Hetriebsräte in Rußlanü. Sie haben nichts zu sagen. Nach den Feststellungen des Herrn Krassin und der„Roter Fahne", die wir in den letzten Nummern des„Vorwärts" verüffent licht haben, bildet der Staatskapitalismus die einzig' Säule, auf der das bolschewistische System alle seine Hoffnungei baut. Der Staatskapitalismus der Sowjetregierung ist gegenwärti der Ausdruck des unverfälschten„Kommunismus". Es if daher sehr lehrreich, zu erfahren, wie der b o l s ch e w i st i s ch Staatskapitalismus seine Arbeiter behandelt. In der Sitzung des Obersten Voltswirtschaftsrates am 4 September wurde eine Instruktion für den Abschluß von Tarifverträgen mit den Arbeitern bestätigt. Diese Instruktion gill für alle staatlichen Betriebe, d. h. faktisch für die ganze so oder so arbeitende Großindustrie Sowjetrußlands. In der Instruktion wird der Frage der Einstellung und Entlassung von Arbeitern besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei wird von dem Obersten Volkswirtschaftsrat mit allem Nachdruck hervor- gehoben, daß die Klausel:„Einstellung und Entlassung von Ar- beitern darf nur mit Wissen des Arbeiterrates geschehen" keines- falls so gedeutet werden darf, daß darunter das Einoer st änd- n i s des Arbeiterrates notwendig sei. Diese Klausel darf nach der Anordnung des Obersten Volkswirtschaftsrates in der Instruktion vom 4 September keine andere Bedeutung haben, als daß der Ar- beiterrat über die Einstellung und Entlassung nur in Kenntnis zu setzen sei. Besonders interessant ist semer die Bestimmung, daß w den abzuschließenden Tarifverträgen vereinbart werden muh, daß die Verantwortung für die Führung und Leitung des Unter- nehmens die von dem Volkswirtschaftsrat eingesetzte Leitung allein trägt, und daß die Arbeiterräte kein Recht haben, sicheinzumischen. Aber das Pikanteste dieser Instruktion ist wohl der Umstand, daß sie, wie die„Ekonomitscheskaja Shisn" ausdrücklich hervorhebt, mit dem Zentralrat der sogenannten Gewerk- schaften vereinbart worden ist. Vielleicht gibt die„Rote Fahne" zu dieser Instruktion eine ihrer so stichhaltigen und wortreichen Begründungen? Keine GetreiSeausfuhr aus Preußen. Die Berliner Redaktion eine? Provln�-Itrmyen oer-, breitet nach einer Berliner Quelle die Mcßmng, daß„der p r e u- hischeMIni st errat infolge der außerordentlich gün tigcn Ernte- aussichten die Ausfuhr von Getreide und Feldsrüchten ins Ausland gestattet habe. Man rechne mit einer Ausfuhrmäglichkeit von 5110(10 Waggon Getreide und 30000yWaggonKor. toffeln, außerdem auf eine erhebliche Zuckerausfuhr". Der amtliche Preußische Pressedienst stellt zu dieser Meldung, die einen bedauerlichen. Grad von Unkenntnis unserer tatsächlichen Verhältnisse verrät, fest, daß dos preußische Ministerium niemal» einensolchenBeschluß gefaßt hat. Damit erledigen sich auch die von den betreffenden Blättern gegen die Berliner Meldung gebrachten redaktionellen polemischen Kommentare von selbst. Das p-Serum. Ban Tobias Pemberlein. Mein Freund Georg Rapp in Rangsdorf hat eine Kuh. Schön schwarz und weiß gefleckt. Sie frißt Heu und gibt Milch, wie das so Kühe zu tun pflegen. Eines schönen Sonntags fahre ich zu ihm hinaus. Er ist im Stall beim Melken.„Georg," sage ich,„habe wieder einen Artikel geschrieben, der ist sein dos!" Georg nickt, melkt weiter und sa»t:„Leg ihn dort auf das Gesims, ich lese ihn dann." Inzwische« erscheint seine Frau, und ich gehe mit ihr durch den Garten. Plötzlich kommt Georg gerannt:„Die Kuh hat ihn gefressen!" —„Wen?"—„Deinen Artikel..." Wir gehen in den SMU— da steht die Kuh und feixt. Lacht und wedelt mit dem Euter»üe eine Jungfrau mit den Hüften. Uns bleibt nichts übrig, als die Köpfe verwundert zu schütteln. Dann trinken wir Kaffee. Nach zwei Stunden lacht die Kuh immer noch. Georg ist bekümmert„Wenn sie lacht, kann sie die Milch nicht holten.. Und holt dm Viehdoktor. Der Mann ist schwerhörig.„Sie hat den„Vorwärts" gefressen'!" brüllt Georg. „Was— Stroh hat sie gefress«?"—„Nein, den„vorwärts"!!" —„Ach so— hm..." Der Bieharzt geht an die Arbeit— na, kurz und gut, am Abend ist die Kuh tot. Sie starb an viehischem Gelächter. „Weißt Du was, Georg," sage ich nachdenklich,„die Sache ist nicht blaß kamisch.. „Nei», ist sie auch nicht, verdammt«ochmal, die schöne Sahnen- kuh!" „Laß mich ausreden! Mir ist wie Kolumbus, als er das Pulver erfand. Komm mal mit!" W'r tappen in den Stall, ich ritze der Kuh die Haut auf, tupfe dm Finger in den herausquellenden Soft und bestreiche Georg d-e Innenseite feines rechten Handtellers damit. Georg sieht mich kapfs.chüttelvd an.„Es ist weiter nichts," mein« ich gleichgültig...warten mir ab." Der klbend verläuft zuerst sehr gedrückt, als wir jedoch gemein. f«m zur Bahn gehen wallen, fängt Georg an zu lachen.„Mensch," üchreit er und hält sich den Bauch,„ist die Welt eine komische Sache! Mein« Kuh— hahohoha— meine Kuh— hat Pemberleinltis— bnha— meine Kuh kann keinen Spaß vertragen— haha— ein -llkiger Hund, mein« Kühl" „So ist es richtig!" denke ich.und sage laut:„Was willst Du kür die Kuh haben?" Georg muß ins Bett gebracht werden und lacht ie Malratz« zu Klump. Ich habe inzwi'chcn zwölf Reichsmonopcl- iiaschen mit Kuhsaft gefüllt und fahre' heim. Zweifellos— ich hatte eine epochemachende Erfindung ge- chmissm. Das Pmiberlein-Serum war zur weltgeschichtlichen Tat- ache geworden. Am nächsten Morgen ruft mich Erich Käse an. Er will wieder einmal Selbstmord verüben...Meine Braut hat mich verlassen..." —„Mensch, sei froh!"— War ich ja auch, aber sie ist wieder- gekommen...!—„Das ist freilich sehr schlimm, aber komme mal zu mir, Ich kann Dir bclfen."—„Dann will ich aber gleich kommen, habe nämlich gegen Mittag was vor."—„Gut. komm gleich!" Nach einer Weile ist er da. Ganz in Schwarz. Sehr unglück- i-ch. Begreiflichermaßen. Ich Hab« mir bereits die rechte Hand- fläche mit P-Snum bestrichen und schüttle Erich kräftig die Hand. „Was wolltest Du mir sagen?"—„Nicht viel— Du sollst Dich nicht sekbstmördern, es ist eine schlechte Angewohnheit und wird übel ver- merkt."—„Ist das alles? Dann auf Wiedersehen!"—„Warum denn so eilig?"—„Ich muß zum Begräbnis von meiner Tante, unbedingt, sie ist so übelnehmerisch..."—„Halt! Warte mal.. —„Kann nich— Wiedersehen!" Weg ist er. Eine peinliche Angelegenheit. Das kann gut werden. Ich warte in Bedrängnis. Endlich klingelt das Telephon, ich nehme den Hörer ab. Eine Kösesche Lachsalve schmettert durch den Draht.„Was ist denn los?" „Mensch, Pemberlein! Nimm eine Droschke und komme raus. Hier wälzt sich der aanze Friedhof vor Lachen. Der Nastor läuft auf den Händen, die Kapelle spielt Jimmy..."—„Was weiß ich? Mir kam es auf einmal lo an, als ich allen die Hand gegeben hatte... die anderen fingen auch an, einer lacht über den anderen... komm raus'" Da hotte ich etwas Schönes angerichtet. Mein Serum ist also überiragbar— das kann ja den allgemeinen Lachbolschewismus geben! Ich gehe ins Kaffee, tief bekümmert. Jedesmal, wenn ich wo lachen höre, gibt es mir einen Stich. Als ich gegen Abend in die Uniergnrndbabn einsteigen will, steht hin Beamter da und wiehert:„Gleisdreieck— baha— nach Warschauer Brücke— haha — umsteigen— mehr in den Miitelgang— uijeb— hohohohohol" Das war der Salat. Die verdammt« Kuh! Im Leben will ich nichts melw entdecken. In der Rocht schließe Ich kein Auge. Halb irrsinnig stiere ich ins Morgenblatt. Richtig: Lach- Seuche in Vsrssn! Aus unbekonnten Gründen brach gestern nachmittag in einer Vorstadt von Berlin ein Gelächter aus, das sich wie Lauffeuer bald über die ganze Stadt verbreitete. Da bereits unsere Setzersäle sowie die Redaktion In Mitleidenschast gezogen sind, kann unsere heutige Ausgabe nur ln beschränktem Umfange er- scheinen. Ferner machen wir daraus aufmerksam, daß unsere Leit- artikek usw., solange die merkwürdige Erscheinung nicht behoben ist. nicht ernst genommen werden dürfen, wa» unsere Leser schon bemerkt haben dürsten. Haliahahal Ich breche sofort auk, um mich der Polizei zu stellen. Unterwegs treffe ich einen bekannten Ioirrnolisten. der lachend auf mich zu- kommt:„Toller Zustand, was' Aus Varis kommt die Melduno. Potncarä habe erklärt, der Friedensvertrao soi bloß Spaß. Di« türkische, Front beginnt sich zu verfemen. Pallcnbcrg bat sich eine Kugel durch den Kopf geschossen. Laatlch und Bammel sind ins Mi- nistcriom eingetreten, allgemein wird die neue Nationalhymne„Heut versaufen wir der Omoma ihr Liäuschen.. gesungen. Dalldorf hat Schwarzweißrot geflaggt, der Kaiser beiratet alles in Grund und Boden... bahado!" Er schwirrt weiter. Verzweifelt klettere ich aus einen Lichtmast und halte folgenden Monolog: Die Welt hat den Verstand verloren. Die Kuh hat ihn gefressen. Wenn die Kuh Ihn nicht gefressen hätte, märe er noch da. Das tut mir unsäglich leid.' Ich habe es nicht gewollt! Nach Beendigung dieses Selbstgesprächs springe ich vom Mast und bin sofort tot. Gewissermaßen amtlich. Beileidsbesuche dankend verbeten! Die neuen Abonnenten de»„Vorwärts" finden tn der dritten Beilage dieser Nummer eine kurze Inhaltsangabe de» bisher erfchie- neuen Teils unseres Romans„Sachawachiak der Eskimo". Die früheren Abonnenten der„Freiheit", die sich als.vorwSrt»'-Abon. nenten ausweisen, erhalten den Schluß des Roman»»Der Entgleiste" nachgeliefert. Nähere Mitteilungen folgen. Vollenberg als Kriminalist. Der„Wauwau" ist«in Wim« mergreis, der vom alten Diener in» Bett gebracht werden muß. Aber der Verstand ist helle. Auch die Stimme ist hell. Er blafft seine ganze Umgebung wirklich wie ein wütender Köter an. Im Grunde sitzt ihm aber dos goldene Herz auf dem rechten sf eck. und er macht fein Enkelfräulein und den Herrn Resten zum glückluchsten Paar. Inzwischen entlarvt er, hellsichtiger � als der gerieben sc« Sherlock Holmes, einen Diamantendieb. Das ist die Geschichte vom Wauwau, die die Londoner Hodgez und Percyvai in ner nicht gerade kurzweilige Akte zerschnitten haben. Es ist auch wog. lich, daß die britischen Herren nicht immer beim Hyde Purk wohnen, sondern eher an der Proterbrücke oder Elisabethbrücke in Budapest. Denn das Stück ermuntert zu allerhand Verdacht und historischer Betrachtung.— Pallenberg kommt als richtiger Wauwau- mensch auf die Bühne des Theaters am Kursursten- dämm. Er hat stets ein saures und bissi(>ez Gesicht. Die weißen Haare sträuben sich über der gescheiten Stirn wie eine Halskrau.e. Er klappert in den Kniekehlen, er zeigt den Tatterich, er fchloddert im Lehnsessel, er frübstückt stundenlang wie eine elektrisierte Mumie. Und doch soll jeder Nerv, soll jedes Witzlein der Bewegung und des Wortes aus ihm schwitzen. Das tut er natürlich alles virtuos. Dos unterhält aber nur eine Stunde lang. Dann erlahmt die Teil- nahm«. Man fragt sich: Kann denn der prächtig« Hanswurst, dem auch die tragischen Töne nicht fehlen, gar keine andere Stütze für sein Talent'finden als diesen internationalen Kabarett- und Kol- porbage-Unstnn? W. H. „Unsere Museen werden Schaubuden für die Fremden!" Im „Kunstwandercr" berichtet Wilhelm Bode über ältere und neuer« Berliner Privatsammlungen und schließt sein« ehr interessanten und sachkundigen Ausführungen mit einer Klage über das Zusammenschmelzen des Privatbesiües an alter Kunst. „Die reckte Rückenstärkung für unsere Museen— sagt er—„d l e recht« Freude an ihren Schätzen, geht mit dem Ber- schwinden der Kun st werke im Privatbesitz zum guten Teil verloren: unsere Museen werden Schaubuden für die Fremden!"— Diese Worte kenn- zeichnen den kunstpalitischen Standpunkt des noch immer allmächtigen früheren Generaldirektors unserer staatlichen Museen. Die Kreise, oie ihn vor allen interessieren, sind die der Eroßfinanz. die Kunst- werke kaufen und Kunstwerke verschenken kann. Daß es auch ein« große kunst hungrige Masse gibt, die die in Vrivatsomm- lungen versteckten Meisterwerke nie zu Gesicht bekommt und die ihr Bedürfnis nach Kunstgenuß nur in den öffentlichen Museen befriedi. gen kann, wird ignoriert. Daß die Tendenz der Zeit aus eine«soz>a. lisierung auch des Kun.stbesitzcs. auf«ine'.leberhihrung der prwc.tcn in öffentliche Sammlungen drängt, und daß diese Tendenz ein mächtiger Hebel zur Derdrelterüng und Berlieiung der allgemeinen künstlerischen Kultur ist, vermaa der alte Herr nicht einzusehen. Diese« Standpunkt erklärt de» rückständigen, unvolkstümlichen Ge>st der Ueberschichtenkohle für Gemeinwirtschaft. Weitere Beschlüsse des ADGB. Der feit Donnerstag in Berlin tagende Bundesausschuß des All. gemeinen Deutschen Gewirtschaftsbundes hat bezüglich ber Ueber. schichten im Bergbau und der Lage im Baugewerbe die folgenden Entschließungen gefaßt: a) Ueberschichten im Bergbau. Wirth über die Schuld am Weltkrieg. Das lückenhafte russische Orangebuch. In der nächsten Woche wird im Verlag der Bereinigung aus gemerat ift, mit Genugtuung feft, daß Paris jeder Gedanke wissenschaftlicher Verleger, Berlin, eine Schrift des Gesandten an eine Einwirtung auf Petersburg durchaus fern liege. Ganz im Der Bundesausschuß stimmt dem Ueberschichtenabtommen im D. Romberg erscheinen: Die Fälschungen des russischen Gegenteil gab man Petersburg immer wieder die Versicherung unKohlenbergbau zu und spricht den Bergarbeitern nerfennung Orangebuchs. Der wahre Telegrammwechsel Paris- Peters begrenzter Unterstügung. So meldet z. B. Jswolffy in einem Tele burg bei Kriegsausbruch". Aus dem Inhalt dieser Schrift gramm vom 29. Juli, daß der französische Ministerpräsident Bihat der Reichskanzler in einem Gespräch mit ausländis viani sich sofort nach seiner Rückkehr aus Rußland zu ihm in schen Journalisten bemerkenswerte Angaben gemacht. Ueber diesem Sinne geäußert habe. Selbst als die Nachricht von der allgemeinen Mobilmachung in Rußland einlief, wurde die bedingungsdas Gesamtproblem führte er zunächst u. a. aus: lose Busage erneuert. Denn in diesem Augenblick meldet ein Telegramm des ruffischen Botschafters: Die franzöfifche Regierung ist bereit, alle Bündnispflichten zu erfüllen." und Dont aus für das Opfer, das sie mit ihrer Mehrleistung dem deutschen Bolle und damit auch der gesamten Arbeiterschaft darbringen. Der Bundesausschuß erklärt, daß durch die Ueberschichten der gefegliche Siebenstunden tag im Bergbau feinesfalls in Gefahr gebracht werden darf. Die eberarbett barf nur so. Lange fortdauern, als die allgemeine vollswirtschaftliche Not. wendigkeit es erfordert. Jeder ernstliche Versuch, den Arbeitstag dauernd zu verlängern, müßte mit der ganzen Macht der Gewertschaften abgeschlagen werden. Sie wissen selbst, daß sich in vielen Ländern die Stimmen mehren, die das ganze Problem, wie es zu der furchtbaren Rata ftrophe des Weltkrieges fommen fonnte, für noch lange nicht gelöst erklären, die versuchen, diesem Problem auf den Grund zu gehen, Sie fehen aus diesen wenigen Proben, daß auch das weil sie sich nicht bei der Ansicht bescheiden fönnen, daß ein so maß neue Attenwert bedeutende Beiträge zur weiteren Klärung Der Bundesausschuß hätte gewünscht, daß das Ueberschichtab- lofes Unglück, das faft sämtliche zivilisierte Völker in seinen Strudel der Frage nach der Geschichte des Kriegsausbruchs bringt. femmen benutzt werden wäre zu ei.ter Menderung der feitherigen hineinzog, nur durch die Schuld eines der zahlreichen Betroffenen Soweit der Reichskanzler. Klugerweise hat er es unterArt der Kohlenverteilung. Mit der Verfügung über bie heraufbeschworen sein fann. Sie haben selbst gesehen, wie sich das laffen, die völlige Unschuld der deutschen Machthaber von 1914 Kohle fönnen in erheblichem Maße weitere Preissteigerungen ver- deutsche Ehrgefühl gegen eine solche Behauptung sträuben muß, und und die Bollständigkeit ihrer Veröffentlichungen zu behauphindert und Preissenfungen herbeigeführt werden. Es wäre Auf gabe der Regierung gewesen, mindestens die Ueber.wir miffen auch, daß die Folgen jenes Urteilsspruches, der ledig ten. So ist z. B. im deutschen Weißbuch über den Kriegsaushichten Rohle diesem Zwede zuzuführen. lich vom Anfläger gefällt wurde, unser Bolt in immer tiefere bruch das bekannte Zarentelegramm an Wilhelm II., das die Leiden stürzen. Aber außerdem handelt es sich hier um eine An- Anrufung des Haager Schiedsgerichts fordert, weggelegenheit von allgemeiner Bedeutung für die gesamte Menschheit. gelassen worden. Die Regierungen der Deutschen Republik Nur wenn die Wurzeln der Ratastrophe von 1914 restlos aufgedeckt haben aber dann ihr gesamtes Material offen auf den Tisch werden, läßt sich ihre wiederholung für alle Zeiten gelegt, während man in Paris viel zurückhaltender geblieben verhindern. Das ist die hohe ethische Seite des Problems, ist. Im übrigen ist die These von der deutschen Allein. deren Ernst sich niemand, dem die Zukunft unserer Kulturwelt am schuld längst als ein wissenschaftlich nicht ernst zu nehmendes Herzen liegt, verschließen darf. diplomatisches Mittel der Entente erkannt. Daß mit dem Sturz des deutschen Kaiserreichs die Kriegsgefahren nicht ausgerottet worden sind, lehrt ein Blick auf die gegenwärtigen Weltzustände. Der Bundesausschus beschließt, diese Forderung noch jetzt 8 erheben und verweist insbesondere auf die Möglichkeit, eine starte Berbilligung des Wohnungsbaues und damit zugleich die dringend nötige Binderung der Wohnungsnot burd) entsprechende Verwendung der Ueberschichtentohle herbeizuführen. Die jetzigen Monopole der Baustofferzeuger müssen durch brochen werden. Es ist ein unerträglicher Zustand, daß den Syndikaten in der 3ements, Kalf- und Ziegelindustrie die Rohlenverteilung für ihre Produktion noch immer selbst in die Hand gegeben ist. Die Folgen sind die unerhörten Syn. bitatspreise aller Baustoffe. Es würde noch unerträglicher sein, wenn aus den jezigen Ueberschichten der Bergarbeiter nur die Syndikate der Unternehmer wieder den Nugen zögen. Der Bundesvorstand wird deshalb beauftragt, in Gemeinschaft mit dem Bergarbeiterverband und den anderen beteiligten Ber. bänden seine Bemühungen, daß die in den Ueberschichten erzeugten Rohlenmengen für eine verbilligte Herstellung von Baustoffen zum inländischen Wohnungsbau verwendet werden, mit allem Nachdrud fortzusetzen. b) Die Lage im Baugewerbe. Die ungeheure Preissteigerung auf dem Baumarkt hat der. artig tatastrophale Folgen gezeitigt, daß eine völlige Stillegung der Bautätigkeit befürchtet werden muß.. Schon in der legten Zeir find in verschiedenen Orten Wohnungsneubauten eingestellt worden. Zu allem Ueberfluß hat der letzte Städtetag die Gemein ben noch aufgefordert, das Weiterbauen zu unterlassen. Der Reichskanzler kam dann auf die schon erwähnte Schrift zu sprechen, er sagte über fie: Das Buch enthält den vollständigen Telegrammwechsel zwischen der russischen Botschaft in Paris und dem russischen Auswärtigen Aus den uns inzwischen zugegangenen Aushängebogen Amt in Petersburg, während der sogenannten schwarzen Boche" Ende Juli 1914. Hält man neben diese Sammlung von der Rombergschen Schrift entnehmen wir unter anderem folDepeschen das offizielle russische„ Orangebuch", das zu Kriegsanfang gendes im Orangebuch unterdrücktes Telegramm Iswol. aus dem gleichen Eiftenmaterial zusammengestellt wurde, um die spys an Sasanow: Haltung Rußlands bei Kriegsausbruch zu rechtfertigen, so erkennt man sofort, daß im„ Orangebuch"" vieles weggelassen und entstellt wurde, um vor der Welt einen falschen Eindruck zu erwecken. Der Botschafter in Frankreich an den Minister des Aeußern. Baris, den 18./31. Juli 1914. Telegramm Nr. 216. Bom Militärattaché an den Kriegsminister. 1 Uhr nachts. Der französische Kriegsminister( der Abg. Meffimy. Red. d.„ B.") So enthält z. B. eine Depesche des russischen Geschäftsträgers eröffnete mir in gehobenem herzlichen Tone, daß die Regierung in Paris vom 24. Juli einen Eag, der in der offiziellen Ausgabe zum Kriege fest entschloffen fei, und bat mich, die Hoffnung des weggelassen wurde, obwohl oder besser, weil er auf die Rolle Deutsch- franzöfifchen Generalstabes zu bestätigen, daß alle unsere lands ein günstiges Licht wirft. Er lautet:" Deutschland wünscht Anstrengungen gegen Deutschland gerichtet sein werden heiß die Cefalifierung des Konfliktes, da die Einmischung einer an- und Desterreich als eine quantité négligeable behandelt werden Iswolsky. Gegen biefe furzsichtige Wirtschaftspolitik erhebt der Bundes. deren Macht auf Grund der bestehenden Verträge unberechenbare wird. Diese feste Entschlossenheit" der französischen Regierung ausschuß aufs fchäffte Einspruch. Würde der Aufforde. Folgen nad) fich ziehen müßte." Hier zeigt fid) also, daß man auch rung des Städtetages Rechnung getragen, so bedeutete dies cuf der Gegnerseite genau wußte, daß Deutschland die Entfesselung zum Kriege zu einem Zeitpunkt, als weder eine deutsche auf der einen Geite eine dauernde Berflimmerung des Weltkrieges nicht wollte, sondern danach strebte, den Streit Kriegserklärung noch ein deutscher Mobilmachungsbefehl erder heute schon unerträglichen Wohnungsnot, auf der anderen Seite zwischen Desterreich- Ungarn und Serbien einzudämmen. lassen worden waren, schlägt allen Behauptungen des„ friedater die bewußte Herbeiführung einer gewaltigen Arbeits. Sehr charakteristisch ist ferner, daß die Bermittlungs liebenden, überfallenen Frankreichs" ins Gesicht, mit denen losigkeit und die völlige Berrüttung unserer Boltswirtschaft. Das Baugewerbe ist ein Schlüffelgewerbe, von dem zahlreiche perfuche, die Deutschland während der tritischen Tage in Paris Poincaré heute noch haufieren geht. Sie findet übrigens ihre Baunebengewerbe, einscht, der Baustoffindustrien, des Baustofftrans- unternahm, in der offiziellen Ausgabe entstellt, die Schritte des wiederholte Bestätigung in weiteren telegraphischen Mitports und der Bauausstattungsgewerbe abhängig sind. Würde das deutschen Botschafters vom 28. und 29. Juli fogar unterdrückt teilungen Iswolffys an seine Regierung, die gleichfalls im Baugewerbe ftillgelegt, so bedeutete das für den deutschen wurden, weil aus den Originaldepeschen Iswolftys, des bekannten Drangebuch sorgfältig unterschlagen worden sind. In mindes Arbeitsmarkt die pöllige Ratastrophe. Um dem zu entgehen russischen Botschafters in Paris, hervorgeht, daß diese Schritte an stens drei Telegrammen vom 1. August berichtet Jswolity, fordert der Bundesausschuß des ACGB, fofortige Maßnahmen zur der ablehnenden Haltung der franzöfifchen Regierung fcheiterten. daß Boincaré ihm, unter Betonung des festen Entschlusses Fortführung der Bautätigteit. Der Unterausschuß des Auf der anderen Geite fönnen wir jest an der Hand der unver Frankreichs, seine Bündnispflichten zu erfüllen, erflärt habe, Wohnungsausschusses des Reichstages hat dem Reichstags hierfür fürzten Dokumente flar erkennen, daß Rußland von vorn es wäre beffer, wenn die Kriegserklärung nicht von seiten geeignete Borschläge unterbreitet, deren schnellste Ueberführung in herein jegliche Bermittlung der Mächte ablehnte. Frankreichs, sondern von feiten Deutschlands erfolgte". gefeßliche Maßnahmen bringend erforderlich ist. Insbesondere fordert der Bundesausschuß ble( ärffte Be. Denn am 27. Juli telegraphierte der ruffifche Außenminister Safo fämpfung des Baustoffwuchers sowie Maßnahmen zur Berbilligung der Bauausführungen, now nach Paris und London: Manche französische Sozialisten, die bisher gutgläubig die Frage der Kriegsschuld durch die Tatsache der deutschen „ Wenn es sich darum handelt, irgendeinen mäßigenden Kriegserklärung für getlärt und erschöpft gehalten haben, Der Bundesausschuß beauftragt den Bundesvorstand, sofort Einfluß in Petersburg auszuüben, fo weifen wir einen werden nicht umhin fönnen, ihr Urteil einer Revision zu bet her Reichsregierung vorstellig zu werden und jede geeignete folden von vornherein zurüd, da wir von Anfang an unterziehen. Denn diese wiederholten Versicherungen Boin-. Maßnahme zu ergreifen, um den 28a u ft off wucher zu beseitigen einen Standpunkt eingenommen haben, en dem wir nichts ändern carés, daß er zwar jedenfalls mitmachen, jedoch wegen der und die Fortführung der Bautätigkeit zu gewährleisten. tönnen, weil wir bereits allen annehmbaren Forderungen Defter englischen, der italienischen und wohl nicht zulegt wegen ber wwwwwwreich- Ungarns entgegendommen." französischenöffentlichen Meinung die Berantwor Berwaltung jener Berliner Museen, in denen Bodes Einfluß noch Sogleich läßt sich becbachten, daß von französischer Seite tung für die Krienserklärung wenn irgend möglich Deutschvorherrscht und der fie in ber Tat lediglich zu Schaububen für tatsächlich auch nicht der geringste Verfuch gemacht wurde, land überlassen wolle, beweisen, daß die französische Regierung Fremde" macht. Es wäre die Aufgabe der vorgefeßten amilidhen auf Rußland im Sinne der Nachgiebigkeit einzuwirken. Iswoisty zwar gefchickter und schlauer, aber kaum friedliebender Instanzen, hier endlich Wandel zu schaffen. stellte vielmehr an einer Stelle, die im Orangebuch" gleichfalls war als die deutsche. Kartoffelpreistreiberei. Der amtliche Preußische Pressedienst schreibt: bei Leuten tun, die fahrlässig Beihilfe geleiftet hätten. Das Gericht schloß sich dieser Ansicht an und sprach den Angetlagten frei. Dieser Ausgang wird die Rote Fahne" natürlich nicht abhalten, wegen der Schaffung des Amnestiegefeges weiter die Sozialdemo fratie zu beschimpfen. Ruffische Kirchenspaltung. Die Spaltung in der russischen Kirche hat zur Bildung von drei Gruppen geführt: die alte fonservative Gruppe des ehemaligen Patriarchen Tichon, ferner die Lebendige Kirche mit dem Priester Krasnigti als Führer und schließlich die von der letteren abgespaltene Gruppe der Kirchlichen Wiedergeburt" des Metropoliten Antonin. Zwischen den beiden letzteren Gruppen sind die stärksten Reibungen im Gange. Go tam es vor Durch eine ganze Reihe von Provinzzeitungen find in den letzten furzem bei der Weihe eines neuen Bischofs nach der polemischen Tagen und Wochen ziemlich gleichlautende Notizen gegangen, in Predigt des Metropoliten Antonin zu Handgreiflichkeiten gegen die benen mitgeteilt wurde, daß 2 ufläufer die betreffende Proving Bertreter der Lebendigen Kirche. Bermutlich, um sich von den um bereiften, um für Kartoffeln einen Zentnerpreis von 1400 Mart die oberste Kirchengewalt tämpfenden Gruppen zu trennen, haben in Kaluga 33 Geistliche mit dem Bischof Geofan an der Spige eine zu bieten. Die überall sofort eingeleiteten behördlichen Ermittlungen Reichsmaßnahmen gegen die Not der Presse felbständige Kirche gebildet; auch in Tambow machen sich innerhalb auch in der„ Kartoffelzeitung", der Zeitschrift der verschiedensten beschäftigte fich mit dem Entwurf einer Berordnung zur Ausführung haben ergeben, daß an diesen Meldungen fein wahres Wort war. Der Wirtschaftspolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrates der Geistlichkeit ähnliche Bestrebungen bemerkbar. Frankreich und die Goethe- Reliqulen. Der„ Eclair" tommt auf Kartoffelgroßhändler und Händlervereinigungen, wird mit Entrüstung des Gefeßes über Maßnahmen gegen die wirtschaftliche bie in Lyon zurüdgehaltenen Reliquien aus dem festgestellt, daß es sich hier um Tendenz meldungen handelt, Notlage der Presse vom 21. Juli 1922. Frankfurter Goethe Archiv zu sprechen, die er etwas Derbie geeignet find, den legitimen Kartoffelhandel zu diskreditieren. Tegen als Pfand für im Kriege verloren gegangene französische Ge- Der 3 wed diefer anscheinend von einer dunklen Zentrale planmälde und andere Kostbarkeiten behandelt wiffen will. Immerhin mäßig verbreiteten Meldungen liegt auf der Hand. Es soll den es ist es dem Blaite peinlich, baß wertvolle Dokumente wegen der Kartoffelerzeugern vorgespiegelt werden, daß es in der Tat irgend 500 000 Franten Lagergebühr versteigert werden und etwa in die Hände reicher Sammler geraten tönnten. Sie feien por bem Kriege in liebenswürdiger Weise geliehen mor ben, und es wäre forreft gewesen, sie nach Aufhebung der Beschlagnahme einfach zurüdzu geben. Jebenfalls tann der Eclair nicht umhin, das einge fchlagene Berfahren für nicht sehr schick" zu halten, und fragt: Sind wir denn nicht mehr die forrettesten Leute von der Welt?" Urania Vorträge. Sonnt.:, Bunder des Schneeschuhs"; ont.: Einstein ilm; Dienst.: Bilder aus Rärnten"; Mittw.: Da 8 moderne Jerusalem"; Donnerst.: Die Welt. häfen bes fernen Dstens"; Freit.: Bier abre unter Rannibalen"; Connab.: Aegypten unb der Ni!". 1 N welche Kreise gäbe, die bereit wären, derart irrfinnige Preise für Sartoffeln anzulegen. Die Kartoffelerzeuger fönnen deshalb nur auf das eindringlichste davor gewarnt werden, sich durch derartige verbrecherische Machinationen zum Zurückhalten von Rartoffeln bewegen zu faffen. Die Zeitungen aber tönnen nur gebeten werden, sich nicht durch den Abdruck solcher Meldungen un bewußt für voltsfeindliche Interessen mißbrauchen zu laffen. Amnestiert! Die Erörterung wandte sich besonders dem§ 14 der Berordnung au, der die empfangsberechtigten Presseorgane bezeichnet. Es sind dort nur die beutschen politischen Zeitungen und Zeitschriften" und die religiösen„ Sonntagsblätter" genannt. Die Vertreter aller Wirtschaftstreife stimmten darin überein, daß der Kreis viel zu eng gezogen sei und gerade die wissenschaftlich, wirtfchaftlich oder fulturell wichtigen Beröffentlichungen nicht einbe greife. Einstimmig wurde folgende Fassung des§ 14 vorgeschlagen: Rüdvergütungen auf den Drudpapierpreis find an die Ber leger der deutschen Zeitungen und Zeitschriften, die politischen und wissenschaftlichen Charakter tragen, wie der deutschen religiösen Sonntagsblätter zu zahlen. Unterstüßungsberechtigt find ferner die offiziellen Organe der allgemeinen und fachlichen Berufsvertretungen, soweit sie nicht durch Anzeigen oder aus anderen Quellen ihre Selbstkosten decken. In Zweifelsfällen entscheidet der Verwaltungsrat über die Unterstübungsberechtigung endgültig." Ein Hochverratsprozeß gegen die Rote Fahne". Dieser Ausdehnung des Kreises der Empfangsberechtigten entEinen überraschenden Ausgang nahm eine wegen fahrlässigen sprechend mußte auch der Berwaltungsrat eine andere Zusammennochmals den Franceso"( Mona 2a") fingen( nicht wie ursprüng male hoper, Michael Bohnen wird ale bolette Partie am 4. Breßvergehens gegen den ehemaligen Redakteur der„ Roten fegung erfahren. Es wurde einstimmig beschloffen, daß außer den lich angekündigt den Scarpia in der Tosca"). Das letzte Gastspiel findet Fahne", Fris Sommerfeld, gestern vor der Straftammer in der Verordnung Genannten der Börsenverein des deutschen Bucham 6. in der Partie des Hans Sqchs in den„ Meistersingern" statt. des Landgerichts I stattfindende Verhandlung. Der Angeklagte, handels einen Bertreter und ferner der Reichswirtschaftsrat im EinDie Kammermusik- Vereinigung der stapelle der Staatsoper der jetzt Reisender ist, war früher Redakteur ber„ toten pernehmen mit den betreffenden Organisationen je einen Vertreter bringt am 24. Dft. in ihrem erften Stonzert in der Eingakademie außer Fahne", und während der Zeit, als er verantwortlich zeichnete, erwaltungsrat zu entfenden hat. Mit allen gegen 5 Stimmen wurde der Fachpresse und der wissenschaftlichen Zeitschriften in den Verbem Kanimertrio von Händel eine Sonate Bache für Geige und Stlavier, fehlen in dieser Zeitung ein Artikel, in dem die Anlagebehörde eine folgende Entschließung Bernhard zu§ 14 angenommen:„ Auf Rüd. ein Bläserquintett von Danzt und Schuberts Ditett. Tagung für fünftlerische Körperschulung. Bei der vom 5. bis Aufforderung zum Hochoerrat erblickte. Der fragliche Artikel trug vergütung haben nur solche Verleger Anspruch, die die Ber 7. Oftober vom Zentralinftitut für Erziehung und Unterricht veranstalteten die Ueberschrift:„ Arbeiter, auf zum Kamps! Stürzt die Bourpflichtungen aus den Lohntarifen der Arbeiter, AngeTagung für fünstlerische Körperschulung wird das System Dalcroze durch geoisie- Regierung und richtet eine revolutionäre Regierung auf!" stellten und Redakteure erfüllen." Echüler und Schülerinnen aus Hellerau und Berlin vorgeführt werden. Einzelfarten, die zum Besuch außer Veranstaltungen eines Tages berechtigen, und war zur Zeit der beginnenden Brotverteuerung erschienen. Der Zoften 60 m., die Teilnehmergebühr für die gesamte breitägige Vorführungs: Angeklagte fonnte nachweisen, daß er den Artikel vor seinem Erund Bortragsreihe 150. für Angehörige von Jugendverbändent 75 02. fcheinen nicht gesehen hatte. In der Berhandlung am Sonn- Lohnzulage für die Bergarbeiter abgelehnt. Starten find zu haben im Zentralinftitut für Erziehung und Unterricht, abend machte zu Anfang Etaatsanwaltschaftsrat Burcharby die über- machen im voraus Stimmung für die Ablehnung der weiter zu erleber Die Kunst des Chtens und die Gegenwart spricht raschende Mitteilung, daß der Fall unter das Reichs amnestie die Zulagen für eine noch zu erwartende Teuerung bestimmt feten, Dr. Ernst Cohn Biener mit Lichtbilbern am 5. Oftober, 7%, Uhr, gesez vom Juli d. 3. falle. Wenn das Gesetz schon Teilnehmern während sie in Wirklichkeit für die gegenwärtige Lend Lukowftr. 84 d, Aula. Der Eintritt ist fret. und Anstiftern Straffreiheit gewähre, so müsse es dies um so mehr rung bestimmt sind. " Botsdamer Str. 120. Der Zechenverband in Effen hat den Schiedsspruch über die Die Unternehmer Gewerkschaftsbewegung Kommunistische Logik. " Das ist eine besondere Art von Logit, wie sie die Kommunisten zum Handgebrauch für die„ Rote Fahne" betreiben. Wenn der ADGB. nicht jeden Tag eine neue Resolution gegen Teuerung und Wucher erläßt, dann ist das ein Beweis für die„ Rote Fahne" dafür, daß er nichts zu tun gewillt ist. Jezt, wo der Ausschuß des ADGB. tagt und sich ernstlich bemüht, den Dingen auf den Grund zu gehen, sind bei seinem Brüten" nur leere Worte herausgekommen. Warum folgt der ADGB. auch nicht der Roten Fahne" und beschließt alle drei Tage einen Generalstreit? Ein Bemeis dafür- nach der Roten Fahne", daß die Gewerkschaftsleitungen weder ihre Fähigkeit( die ihnen die„ Rote Fahne" ausnahmsweise nicht abspricht) einsetzen, noch überhaupt willens find, einen ernstlichen Kampf gegen die Teuerung zu führen. Das Blatt wirft zwar die Fragen auf, wie der Bucher befämpft werden soll, wie die neuen Brotpreise und die höheren Mieten aufgebracht, wie die Bevölkerung sich die Kohlen für den Winter beschaffen soll, beschuldigt den ADGB., fein Wort darüber zu sagen, sagt aber auch nicht, mie das gemacht werden soll. Dafür behauptet es schlankweg: die Gewerkschaften wollen nichts tun. Das geschieht den Gewerkschaften ganz recht, warum machen sie feine Weltrevolution? feinen Arbeitern tatsächlich bas gleiche, was in Reich und Staat| für die Arbeiter vereinbart ist, verweigert es aber merkwürdigerweise den Angestellten. Solange der Magistrats- Nachrichtendienst nicht darauf eine flare Antwort gibt, werden ihm alle Ablenkungsmanöver nicht gelingen. Es wird Aufgabe des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sein, einmal die Quellen zu untersuchen, aus denen das Nachrichtenamt der Stadt Berlin gespeist wird. Für die Angestellten in den Betrieben möchten wir die Feststellung nicht unterlassen, daß bezüglich der zur Auszahlung anzuweisenden Summen fonfrete Forderungen durch den Zentralverband der Angestellten bereits Mitte September unterbreitet waren. Betriebsräteschule. Montag, den 2. Oktober, beginnen folgende Kurse, in die noch neue Hörer aufgenommen werden können: eŋlanb ben Raffenbericht. Es bestehen jeht 18 Beitragsflaffen, von denen ab 1. Oktober die Klassen 1-3 fortfallen werden. Die Betriebstaffierung funktionierte nicht recht. Die ein. faffierten Gelder müßten stets pünktlich abgeliefert werden. In der Diskussion wurde die Tätigkeit der Ortsgruppe gebilligt. Ein Rom munist sprach für den Reichsbetriebsrätefongreß, fand damit jedoch feinen Anklang. Der Ortszuschlag von 33% Proz. wurde in der Abstimmung angenommen. Achtung! Bauarbeiter im Tiefbau! Der vom Bezirkslobnamt am 16. September gefällte Spruch wurde von den Unternehmern des Tiefbaugewerbes zunächst abgelehnt. Durch den vom Deutschen Bauarbeiterverband geführten Streit wurde erreicht, daß der Spruch von den Unternehmern vollauf anerkannt wurde. Unsere Kollegen werden aufgefordert, soweit sie die Arbeit noch nicht aufgenommen haben, sie am Montag unverzüglich wiederaufzunehmen. Zornow. " 3entrum: Sophien- Lyzeum, Weinmeiſterſtr. 16/17. Kranten versicherung und Wohlfahrtspflege( 6 Uhr)." Der juristische und wirtschaftliche Charakter der Kapitalgesellschaften( 8 Uhr). Die Be- Internationale Vereinigung der Fabrikarbeiterverbände. triebsräte in Deutschland( 8 Uhr). Zimmernummern siehe schwarze Vor kurzer Zeit fand in Amsterdam eine VorstandsTafel am Eingang. Norden: Gemeindeschule Greifenhagener Str. 58. Schlichtung der Internationalen Vereinigung der Fabrikarbeitervertungsausschuß und Demobilmachungsbehörden( 8 Uhr, Zimmer 3). Untersuchung durchzuführen über die Zahl der chemischen Fabriten bände statt. Der Beschluß des Engeren Exekutivkomitees, eine Südosten: Leibniz- Gymnasium, Mariannenlag. Das Betriebsrätegeseb, 1. Teil( 6 Uhr, Zimmer 17). Das Betriebsräte in den verschiedenen Ländern, welche Munition und Sprengstoffe gefeß, 2. Teil( 8 Uhr, Zimmer 17). Allgemeiner Einführungskursus für Kriegszwecke produzieren können, wurde angenommen. Es wurde beschlossen, einen kongres abzuhalten vom ( 8 Uhr, Zimmer 18). Die Perle der kommunistischen Logit aber bildet die schlichte Behauptung:„ daß AfA und ADGB. ausdrücklich vor der Teilnahme an der heutigen kommunistischen Demonstration warnen, be- Der Unterricht ist nicht nur für Betriebsräte bestimmt, sondern 30. Mai bis einschließlich den 4. Juni 1923 in Wien. Auf deutet eine offene Parteinahme der Gewerkschaftsspißen für den für alle freigewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kol- diesem Kongreß werden Vorträge gehalten werden über die Ver Kapitalismus, für den Bucher, für die Schieber und gegen die legen. Hörerfarten( zum Preise von 15 M., für Arbeitslose unent- hältnisse in der Papiers, Chemischen, Margarine, Kauischuf- und Arbeiterschaft". Da wir noch nicht soweit sind, daß die Angestellten geltlich) sind im Bureau der Betriebsrätezentrale, Engelufer 24/25, 3ementindustrie. James D'Grady, Mitglied des englischen der Moskauer Filiale in Berlin den Gewerkschaften Vorschriften zu 2. Hof I, erhältlich. Außerdem können die Kollegen die Kurse Unterhauses, Vorsitzender der Internationale, wird einen Vortrag machen haben, daß die Gewerkschaften nach der Pfeife der Roten direkt aufsuchen und den Hörerbeitrag dort beim Vertrauens. balten über Die Kontrolle der Arbeiter in der Industrie" Fahne" tanzen, so bedeutet diese kindische Unterstellung lediglich| mann zahlen. und der Sekretär, Stenhuis, wird ein Referat halten über die eine Roftprobe fommunistischer Logik. prinzipiellen Grundlagen der Internationale. Professor Keynes wird ersucht werden, auf dem Kongreß einen Vortrag zit halten über„ Der Einfluß des Friedensvertrages von Versailles auf die Weltindustrie." Jeder denkende Arbeiter läßt heute die Kommunisten allein demonstrieren. Von den Maßnahmen des ADGB. gegen die Teuerung dürfen wir noch so wenig erwarten, es wird immer noch mehr sein, als durch eine kommunistische Parade erreicht wird, die weder das Brot, noch Miete und Kohlen auch nur um einen einzigen Markschein verbilligt. Das Vorgehen der Gewerkschaften wird um so mehr Erfolg haben, wenn alle Gewerkschaftsmitglieder geschlossen hinter ihnen stehen und die kommunistische Seilsarmee unter sich lassen. Magistrat und Angestellten- Gehälter. Der Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin, schreibt uns: Unter dieser Ueberschrift sind Mitteilungen des Nachrichtenamtes der Stadt Berlin veröffentlicht worden, die sich als ein niedliches Raze- und- Maus- Spiel darstellen. In zwei Veröffentlichungen des Nachrichtenamtes wird mitgeteilt, daß ein Abommen für August und September über die Löhne mit der Union der Hand- und Kopfarbeiter und den gelben Verbänden durch den Magiftrat ge troffen wurde. Die Union der Hand- und Kopfarbeiter läßt öffentlich bekanntmachen, daß sie fein Abkommen Erklärung ab, daß doch ein Abkommen getroffen ist. Der verantwortliche Dezernent des Magistrats berichtet in der offiziellen Sigung des Magistrats, die Union der Hand- und Kopfarbeiter und die Bünde seien damit einverstanden gewesen, daß die Säße des Magistratsangebots zur Auszahlung kommen sollen, ohne daß die noch weiter zu pflegenden Berhandlungen davon berührt werden, also tein Abkommen abgeschlossen ist. Nachdem diese Erflärung im Magiftrat abgegeben ist, kommen andere Stellen und laffen durch das Nachrichtenamt die Mitteilung verbreiten, daß doch ein Abkommen abgeschlossen worden ist. Diese unverantwort lichen Dienststellen scheinen also ein Interesse daran zu haben, den Magistrat Berlin in der Deffentlichkeit lächerlich zu machen. Freigewertschaftliche Betriebsräteschule. Betriebsräte! Gruppenbersammlungen der Gruppen: VI. Graphisches Gewerbe, Dienstag 5 Uhr, in Wilfes Festsälen, Sebastianstr. 39. XII. Staatliche und kommunale Behörden, XIII. Verkehr, Montag 7%, Uhr in den Zentral- Festsälen, Berlin, Alte Jakobstr. 32. Tagesordnung:„ Die Teuerung". Es ist Pflicht aller Betriebsräte, in ihren Gruppenvollversamm lungen zu erscheinen. Als Legitimation dient die Betriebsrätekarte und das Verbandsbuch. Freigewerffchaftliche Betriebsrätezentrale für den Wirtschaftsbezirk Groß- Berlin. Zentralverband der Angestellten. Eine Bitte um Anschluß an die Internationale des AIIrussischen Verbandes von Arbeitern und Angestellten in der Chemischen Industrie wurde einstimmig abgelehnt, weil dieser Russische Verband der Roten Gewerkschafts- Internationale augeichlofien ist. Ein Antrag, Vertreter des Russischen Verbandes als Gäste zum Kongreß zuzulassen, wurde gegen eine Stimme zurückgewiesen, weil die Zulassung russischer Vertreter nur dazu führen würde, daß die festgelegte Tagesordnung nicht erledigt werden könnte, weil auf dem Kongreß nur nugloie Debatten über die Frage MostauAmsterdam stattfinden würden. Das Erefutivkomitee war der Ansicht, daß in den Ländern, in denen diese Debatten nötig sind, sie stattfinden werden müssen, daß es aber gar keinen Zwed hat, auf internationalen Kongreffen Zeit zu verwenden auf die Frage Moskau- Amsterdam. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenſtr. 3 Hierzu 3 Beilagen. Eine Delegiertenversammlung der Angestellten nahm am Freitag den Geschäfts- und Kaffenbericht entgegen. Die Zahl der Tarif140 Tarifverträge geschlossen wurden, waren im ersten Quartal 1922 tämpfe wachse immer mehr an. Während im vierten Quartal 1921 159 Tarifabkommen zu verzeichnen und im zweiten Quartal 167. In einzelnen Branchen werden mitunter zwei Tarife in einem Monat beim Streit in der Zigarettenindustrie mit 250 000 m. in Anspruch genommen. Die Veranstaltungen der Ortsgruppe mehrten fich von 492 im ersten Quartal auf 622 im zweiten Quartal. Arbeitsnachweis der Ortsgruppe ist besser ausgebaut worden. Die Zahl der Angestellten in der Ortsverwaltung mußte von 200 am 1. Januar auf 140 bis Ende September verringert werden. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen dozu. Da die Aus= gaben ganz enorm anwuchsen, mußte außerdem daran gedacht o gal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. In allen Rothenburg sind die Beiträge neu geregelt worden. Trog der werden, die Einnahmen zu erhöhen. Auf der Konferenz in Apotheken erhältlich. Best. 64,3%, Acid. acet. salic., 0406% Chinin, 12,6% Lithium, ad 100 Amylum. Erhöhung der Beiträge wurden in den Monaten August und Ausführl. Broschüre gratis und franko. Fabrik Pharmacia, München 27 September 6000 neue Mitglieder Der Wir wollen uns diesen lieblichen Streit nicht länger einmischen, müssen es uns aber verbitten, daß der Versuch gemacht wird, durch derartige Veröffentlichungen von dem Kern des Streites gewonnen. Das mag wohl daran liegen, daß eine Verschlechterung abzulenten. Dieser besteht darin, daß den Angestellten des Ma- am Arbeitsmarkt zu verzeichnen ist. Die Spikenorganisationen sind gistrats für August ein Lohnabkommen zugemutet wird, das teine bemüht, die Laften der arbeitenden Bevölkerung zu erleichtern. freie Gewerkschaft zu unterzeichnen vermag, wenn sie sich nicht ihres Wenn jezt plötzlich das Wort„ Reichsbetriebsrätefon Ansehens begeben will. Wir haben in der früheren Beröffent- greß" auftaucht, so nur, um einen neuen Keil in die geeinigte Arlichung nachgewiesen, daß die Angebote des Magistrats weit hinter beiterschaft hineinzutreiben und damit die Gewerkschaften zu dem zurückbleiben, was Reich und Staat ihren Angestellten bei schädigen. Die Einigung der beiden sozialistischen Parteien hat auch gleicher Tätigkeit bezahlen. Der Magistrat Berlin bezahlt auch eine starke Kräftigung der Gewerkschaften zufolge. Darauf gab 1475M Jogal hervorragend bewährt bei: Grippe Herenschuß Nervenfchmerzen. Sicht Rheuma 3schias M.SCHULMEISTER MSchulmeister Herren 2 Maben Kleidung A.Wertheim Leipziger Str.( Versand- Abteiluna) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Blusen langgeschnittene Form Hemdbluse aus dunklem, gemust. 550M Jumper Barchent- Flanell aus gestreiftem Kunstseldentrikot in verschled. mod. 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Beilage des Vorwärts Die Landtagsdebatte. ( Schluß aus der Abendausgabe.) fratie hatte millionenmal gefordert, daß das Geld weniger für det worden. Ein nettes Bugeständnis! Die Sozialdemo= den Militarismus und mehr für die Schulen, auch für die land: wirtschaftlichen, ausgegeben werde. Frau Christmann noch einmal vorübergehend einen frischeren Zug Nach der Kommunistin Frau Arendsee brachte unsere Genoffin in die Debatte. Mit einigen wirkungsvollen Zahlen über die Zunahme der Sterblichkeit, der Unterernährung und Tuberkulose unter den Schulkindern erzwang sie sich die Aufmerksamkeit des Hauses. 80 Proz. aller Berliner Schulkinder sind unterernährt, 50 Proz. tuberkulos oder tuberkuloseverdächtig. feld anderes fagen, als daß die Erhöhung des ersten Drittels des Nach der Rede unferes Genossen Haas im Landtag nahm sich lich aus, fing bei Caprivi an und behauptete scheinbar im Ernst, daß Umlagegetreides unbedingt notwendig sei! Er holte tiefsifferrschaft auch der Zentrumsmann Sprenger ben deutschnationalen Herrn die Landwirtschaft im faiserlichen Deutschland vernachläftigt Becker vor. Ich unterstreiche", betonte der Zentrumsabgeordnete, worden sei. Beweis: Die bäuerliche Bevölkerung ist für die mo= Wort für Wort, was Kollege Haas über die demagogische dernen landwirtschaftlichen Methoden nicht genügend ausgebil Politit der Rechten gesagt hat. Die Drohungen der Entente waren zum großen Teil zurückzuführen auf die Heßereien der Deutsch nationalen, die die Autorität der Regierung untergruben." Und nach diesem Hieb wurde Herr Becker, der den Zusammenbruch der Staatsautorität bejammert hatte, von dem Zentrumsmann an ben bekannten Brief Oldenburg- Janushaus erinnert, an jenes Dokument über die Wirtschaftssabotage der Junker während ber Seriegszeit. Und auch das, was die Sozialdemokratie bei der Frage der Produktionssteigerung immer gepredigt hat, nahm der Zentrumsabgeordnete auf: Die Erfolge der Probuftionssteigerung müssen dem ganzen Wolfe zugute kommen." Produktionssteigerung ohne Sozialpolitik, ohne Verteilung der Ernte der Arbeit ist beinahe schlimmer, als Produktionsverminderung, ist eine halbe Wahrheit, und die ist bekanntlich oft gefährlicher als eine ganze Lüge. Rein tapitalistisch durchgeführte Produktionssteigerung bedeutet für unsere Zeit Beschleunigung des Zusammenbruchs. Produktionssteigerung nach fozialen Gesichtspunkten aber ist nur möglich, wenn Eingriffe in die wirtschaftliche Freiheit stattfinden. Der Zentrumsredner erkennt das an. Das Zentrum hat also anscheinend aus der Notlage etwas gelernt nicht so die Herren der Deutschen Boltspartei; diese fommen aus ihren tapitalistischen Gedankengängen nicht heraus und ihr Herr Engberding machte mit seinen Gelbstwiderlegungen und Berirrungen in tausend Sadgassen dem Hause viel Spaß. Zunächst überraschte er seine Zuhörer mit dem Bekenntnis, die Erfüllungspolitik sei nach dem Versailler Frieden Das größte Uebel, das er tenne. Auf den Zuruf: Ruhrgebiet?" mente er, Deutschland habe sein Etatrecht verloren, die Entente tontrolliere. Und dann stellte. er die Gegenfrage: Ruhrbefehung oder Finanzkontrolle?", worauf die Antwort von den Bänken unferr Genoffen fam: „ Ohne Erfüllungspolifit Kontrolle und Ruhrbesetzung!" Un Herr Engberding wußte nicht weiter. Deshalb zitierte er bann wie so ziemlich alle bürgerlichen Redner während der Teuerungsbebitte- Dr. August Müller. Sind die bürgerlichen Redner mit ihrem Latein zu Ende, so wird ein Pump bei Schippel oder August Müller aufgenommen. Auch Engberding nahm natürlich feine Zuflucht zur Berufung auf die Konsumvereine, weil aud diese mit den Wiederbeschaffungstoften rechnen müssen. Dabei bate unser Genosse Haas doch schon betont, daß auch bei der Wieberlefchaffungstoftenfrage das Sprichwort gilt: Wenn Zwei das felt fun, ist es nicht dasselbe". Herr Engberding jammert über ben Zigarettentonsum. Unser Genosse Heilmann macht den volts: pareilichen Jeremias darauf aufmerksam, daß doch die Volts partei ber Träger des Widerstandes gegen das Tabateinfukverbot ist. Allmählich verwandelte fich die Debatte in eine Litanei der Widerholungen. Unermüdlich und tapfer wurden anmer wieder bieelben Gesichtspunkte, dieselben bekannten Tatsachen, dieselben Balen vorgetragen. Was sollte der Deutschnationale Meyer- Biele3 Das hat der Berliner Oberbürgermeister festgestellt. In DüsseldorfLand find 15 bis 20 Broz.aller Schulkinder tuberkulös infiziert. In Erfurt Zunahme der Tuberkulose, und zwar in den Bolksschulen beträchtlich viel stärker als in den mittleren und höheren Schulen. Der Storbut, eine typische Hungerfrankheit, längst verschwunden aus Deutschland, ist nach Deutschland wieder zurückgekehrt, und nur die ältesten Aerzte fennen diesen unangenehmen Gast. Aber wer fann sich über die Zunahme der Ernährungsfrankheiten wundern, wo Milch, Gemüse und Obst von Tag zu Tag teurer werden? Die Aerzte empfehlen den Konsum von Obst und Gemüse für die Kinder. Wie soll das geschehen, da die Löhne den Preisen nicht nachkommen. ,, Sollen die Kinder" ruft Genoffin Christmanu, für eine Sefunde an die Herzen Aller im Hause rührend„ foll die Zukunft Deutschlands verderben, weil heute der Profit mehr gilt als der Mensch?" Nochmals die Mahnung an die Regierung, ihre Pflicht zu tun, da die Meldungen, Gemüse und Obst gingen ins Ausland, nicht verstummen. Nochmals einen Appell an die Regierung, nicht schlapp zu machen im Kampf um den Preis des Umlagegetreides. Die Umlage selbst muß hereingebracht werden, und der Preis darf nicht in die Höhe gehen. Die Landwirtschaft kann den Preis ertragen; denn aus dem freien Getreide, aus Kartoffeln, Hadfrüchten und Obst tommen ja Riesengewinne. Und zum Schluß nochmals die Forderung: Mehr Milch, bessere Milch für die Kinder! Nicht auf dem Weg, den Herr Mayer- Bielefeld empfohlen hat: erst Schlempe, dann Milch- also durch Schnapsbrenne rei zur Milchproduktion! Mancher Händedrud auf der Linden bankte der Genoffin Chrift mann für die erfrischenden, tapferen Worte, die das müde Haus noch einmal wachgerüttelt hatten. Dann sprach der Zentrumsabg. Jacoby- Raffauf, der aber mit seiner totlangweiligen Rede seinem Namen wenig Ehre machte, und der Volksparteiler Graf Stolberg. Wernigerode, der gegenüber unseren Genossen seine fachmännischen Kenntnisse in der Landwirtschaft ohne viel Bescheidenheit herausstrich. Weil unsere Genossen von der Sozialisierung ber Schlüsselindustrien gesprochen hatten, kam der Herr Graf mit dem Hinweis auf Rußland und auf die Berliner Güter. Dabei gehört nicht viel Wiz dazu, zu verstehen, daß das Zuviel in Rußland und das Zumenig in Deutschland so manches Fiasto erklärt. Die TeuerungsRudolph Hertzog Breitestr Berlin C2 Brüderstr. Sonntag, 1. Oktober 1922 bebatte hat ja festgestellt, daß auch die Konsumvereine not gedrungen mit den Wölfen heulen müssen. Nach dem Grafen kam dann der Abg. Dr. Bredt( Wirtschaftspartei) auf die Wohnungsnot zu sprechen. Er rief nach einem eisernen Besen, der die vielen Ausländer, die den Deutschen das Brot wegessen und die Wohnungen besetzen, hinausfegt. Um 5 Uhr wird die Weiterberatung auf Montag, 11 Uhr vorm., vertagt. Aus der Partei. Unabhängigen und des örtlichen fozialdemokratischen ParteivorDie Einigung. In einer gemeinsamen Gigung der bisherigen Unabhängigen und des örtlichen fozialdemokratischen Parteivorstandes sowie der Pressekommission in Bremen wurde beschlossen, Titel Bremer Volkszeitung" weiter erscheinen zu lassen. zeitung"( usp.) vom 1. Oktober ab zu vereinigen und unter dem die Zeitungen Bremer Boltsblatt"( SPD.) und Bremer ArbeiterDie Redaktion der Bremer Arbeiterzeitung" siedelt am 1. Oktober in die Räume des" Bremer Boltsblatt" über. In Halle ist ebenfalls eine Verschmelzung unseres Parteiorgans, der ,, Bolfsstimme", mit der bisher unabhängigen Bolkszeitung" vorgenommen worden. Ab 1. Oktober wird in Halle nur noch eine sozialdemokratische Zeitung unter dem Titel„ Volksblatt" erscheinen. ( Schluß des redaktionellen Teils.) haben die Kindne? dann ernähren Sie diese mit Porculf Kinder- u Krankennahrung Nach ärztlichem Ausspruch gibt es kein Erzeugnis, das zweckmäßiger und zuverlässiger für die Ernährung von Säuglingen u.größeren Kindern ist, als Forculf, die Hafer- Kraft- Kost Vind din kromk? dann nehmen Sie Portf bei Magen und Darmleiden, Blutarmut, Bleichsucht, u zur Kräftigung Jares Körpers, Der kann daß dieffüfung, Jover Bann denn es ist bei größter Ergie bigkeit viel billiger als andere Erzeugnisse. Jn den einschlägigen Geschäften erhältlich. Verlangen Sie ausdrücklich Jore! Achten Sie auf unsere Schutzmarke! Schuhwaren Neue Eingänge in schwarzen Damen- Halbschuhen u. 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Wir versichern ganz entschieden, daß wir weder irgendwelche Reklametäuschung noch rreführung der Bevölkerung beabsichtigt haben und bedauern den Vorfall außerordentlich. Die Wortverwechselung des betreffenden Angestellten ist ledigBich auf dessen Ueberarbeitung während der letzten Tage vor der Eröffnung zurückzuführen und als allei niger Grund zu betrachten. Die Geschäftsleitung. Ulster Schlüpfer Gummi- Mäntel. Damen- Konfektion MöbelEinrichtungen in 4 Etagen A. DAMITT RosenthalerStraße 46-47. 10 000 Rk. Erfinder Auftt Anreg. g BerKreuz-, Silber, Dienstm. biet. Bosch. grat. b. F. Erdmann& Co., Berlin, Königgrätzer Str. 71. Seehundjacken, Zobel Füchse zu wirklich billigen Preisen.-11 Jägermann, Prinzessinnenstr. 14, Ecke Oranienstraße, am Moritzplatz.- Telephon: Moritzplatz 157 05. Tafma Shog Aufklär. Buch m. 50 Bild. über uns Jorzüglicher Rauchtabak. System erzielt man schmerzlos, unmerklich für die Umgebung, durch die echte Vater PhilippSchälkur u. 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Körting Anmeld. usw erhalt. kostenlos Berlin and Umgegend eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Einladung zu der am Berlin- Lichtenberg für den Verwaltungsbezirk XI der Bekanntmachung StadtBerlin, Schöneberg- Friedenau Auf Grund der Verordnung über Grunt Bom 22. September 1922 an ist löhne bei den Krankenkassen vom 12. Se infolge Berordnung die für die Krankenver- tember 1922 hat der Kassenvorstand u ficherung maßgebende Berdienstgrenze Ausschuß beschlossen, den Grundlohn pr der in§ 165 Abs. 2 bis 7 der Reichsver- 90 90. auf 500 9. zu erhöhen und zw ficherungsordnung näher bezeichneten Permit Wirkung vom 2. Ottober 1922 an. Gleichzeitig machen wir darnuf aufter Donnerstag, 26. Offober 1922 fonen von 72000 W. auf 204 000 902 Jahresarbeitsverdienst erhöht worden. fam, daß dusch Verordnung vom 24. Ge abends 6 Uhr, im Lokal Neue Die Arbeitgeber haben Beschäftigte, welche tember 1922 die im§ 165 ber NVO. 8iff Welt", Hafenheide 108-114 wieder versicherungspflichtig 2 und 3 vorgesehene Versicherungsgren find, alsbald bei der Krantentasse anzu- für Betriebsbeamte, Wertmeister und äh stattfindenden melden. Für Arbeiter, Gehilfen, Gesellen liche Angestellte, sowie Handlungsgehilf und Hausangestellte besteht feine Ver- von 72 000 m. auf 204 000 m. Jahresarbeit bienftgrenze; fie unterliegen auch dann der verdienst erhöht und bereits am 22. Ge Bersicherungspflicht, wenn sie mehr als tember 1922 in Kraft getreten ist. 201 000 m. jährlich verdienen. Erfinder General- Versammlung durch Ing. Carl Fr. Reichelt. Berlin, Lindenstr. 116. Tagesordnung: 1. Jahresbericht a) b) Versammlung Ortstrankenkasse der Gürtler Allgemeine Ortstrantentasse besichtsrates Lohnverhandlung. zu Berlin Bekanntmachung Berlin- Wilmersdorf 2. Entlastung des Borstandes 3. Genehmigung der Bilanz 4. Verteilung der Erübrigung 5. Bericht des Verbandsrevisors 6. a) Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern b) Wahl von Erfagpersonen 106/16 hierdurch Wegen der Neumeldung, Lohnftufe Auf Grund der Berordnung vom Grundlöhne, Beiträge und Leistungen ve 12. September 1922 wird vom 2. Offober weisen wir auf das an alle Arbeitge 17 1922 an laut Beschluß des Vorstandes versandte Rundschreiben. und des Ausschusses der Grundlohn bis auf 500 M. erhöht. Der Grundlohn der Berlin- Lichtenberg, d. 30. September 19 Stufe A und 1-12 bleibt bestehen, er be- O. Seikel trägt für die Stufe 13 100 M, Stufe 14 Borsigender 140 M., Stufe 15 180 M., Stufe 16 240 M., Stufe 17 300 M., Stufe 18 360 M., Stufe 19 440 M., Stufe 20 500. Der Vorstand G. Budde Schriftführ Spezial- Arzt Das Krankengeld beträgt die Hälfte Dr. Heisterkamp, Geschlechts-, Hau des Grundlohns. Die übrigen Barleistungen Harn-, Frauenleiden; Syphils- Kure Vorstand: A Mirus R. Schreiber erhöhen sich entsprechend den nenen Grund- Blutuntersuchg. In der Heilanst. ,, Lösc löhnen, ebenso die Beiträge. 7. Anträge W. Lamm F. Hille. Hajet Der Aufsichtsrat: JA: P. Lange aller Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben der Weißmetall Industrie, deren Inhaber nicht Auf Grund der Berordnung der ReichsMitglieder des Verbandes Ber- Mit Wirkung vom 22. Geptember 1922 ift regierung vom 12. September 1922 hat ber liner Metall Industrieller find. auf Grund der Verordnung vom 14. Geptbr Borstand und Ausschuß unserer Raffe be 1922( Reichsgefegblatt 1922 G. 737) die für fchloffen, die bestehenden 13 Lohnstufen Tagesordnung: 1. Bericht von der diestrantenversicherungspflichst maßgebende um 7 zu erweitern. Ab 1. Ottober 1922 Der Diskussion. Berdienstgrenze für die im§ 165 Abs. 1 beträgt der Grundlohn in Stufe 13 100 M. 3. Berschiedenes. Ziffer 2-5 der RBD. bezeichneten Personen Stufe 14 140 M., Stufe 15 180 M. Alle 8int, 8inn- und Bleigießer Don 72 000 st. auf 204 000 m. erhöht worden. Stufe 16 Swecks Zuteilung der Berficherten in Dir. O. Loser, Münzstr. 9, nah 240 M, Stufe 17 300 M. Der Zutritt zu dieser ordentlichen General- die für sie maßgebenden Lohnstufen werden 9-1, 4-8, Sonnt. 10-12. Damen separ follen erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch wegen der Neu- bezw. Wiederanmeldung Stufe 18 tein Zutritt. 360 M. Stufe 19 440 persammlung ist nur den eingeschriebenen die Arbeitgeber, welchen Sundschreiben diefer Personen verweisen wir auf das und Stufe 20 500 M. Mitgliedeen gegen Borzeigung der geänen zugehen. aufgefordert, für jeden BeDienstag, 3. Offober, nachm. 5 2hr, schreiben. allen Arbeitgebern zugegangene Rund- Weiter geben wir bekannt, daß It. BerWarenquittungskarte gestattet fchäftigten eine Meldung einzureichen. orbnung vom 14. September 1922 die verStadt im M.Knapp Das Versicherungsamt „ Reichenberger Hof", Auf Grund der Verordnung über sicherungspflichtige Grenze für Angestellte Reichenberger Straße 147: Grundlöhne bei den Krankenkassen vom und Betriebsbeamte auf 204000 W erhöht Berlin hat den Wert der Sachbezüge Sprechstunden 9-1, 8-6, Sonnt. 10mit Wirkung vom 1. Ottober 1922 an Lotal Bekanntmachung Versammlung 12. September 1922 hat der Kaffenvorstand worden ist. Dieſe Beſtimmung tritt am der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin mit Bitftimmung des Kassenausschusses 22. September 1922 in Kraft und müssen Berlin, den 30. September 1922. Alex.für modernen Zahnersal ftigten eine Seibung eingereiden Zahn- Atelier. Rapp vorm. Fel erhöht. Die Gäge beden fich mit den in Kottbuser Damm 70/71. Tel: Mpl. 78 aller Kolleginnen und Kollegen, beschlossen, den Grundlohn bis auf 500,-. alle Angeftellte, deren Einkommen 204 000 m. Der Kaffenvorstand hat auf Grund der Bekanntmachung des Landes- Finanzdie in den Kundenbetrieben des zu erhöhen. Druderemplare der hierdurch nicht überfeigt, sofort angemeldet werden. der Verordnung über Grundlöhne bei den amtes Groß- Berlin vom 11. September 1922 aufgeführten Beträgen. Die Arbeit Verbandes Berliner Schleifereien bedingten Gagungsänderung, aus denen Tabellen, aus denen die Grundlöhne Krantentassen vom 12. Geptember 1922 und galvanischen Anstalten be- alles weitere zu ersehen ist, find in unserem und neuen Beiträge zu ersehen sind, find( R.-G.-BI. G.724) befchloffen, mit Wirkung geber, besonders diejenigen, welche Haus schäftigt find. Raffenlotal unentgeltlich zu haben. unentgeltlich im Raffenlokal, Schalter 10, zu Dom 2. Ottober 1922 ab ben bisherigen angestellte beschäftigen, werden auf diese 171/1 Höchstgrundlohn von 90 M. auf 240 M. 3 bie maßgebenden Säge zu unterrichten. Bekanntmachung hingewiesen, um sich über haben. Tagesordnung: 1. Bericht von den Bin.- Wilmersdorf, ben 29.Septbr. 1922. erhöhen. Der Grundlohn ist demgemäß Melbevordruce und Druckstücke der Der Borstand. neu festgesezt worden: Aenderungen sind in den Raffenlokalen R. Engelhardt, Borsigender. für die XHI. Lohnstufe auf 90 M. erhältlich. Der Vorstand. Artur Schuldt, Frig Genf, Borsigender. Schriftführer. Lohnverhandlungen. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Das Erscheinen aller ist Pflicht. Mitgliebsbuch legitimiert. Achtung! Goldarbeiter. tung Mittwoch, 4. Oftober, nachm. 4 Uhr, Der Vorstand. Karl Röder, Borsigender. D. Kuntschte, Schriftführer Allgem. Ortskrankenkasse lanungskrankenkassed. Tischler- lanung XIV. 165 " " " " " XV. 240 " " " " " Die höheren Kaffenleistungen werden für Berlin- Lichterfelde Raffenlokal: Michaelfirchstraße 15. von diesem Tage unter Berücksichtigung Durch Beschluß des Ausschusses, auf 3n Berlin Auf Grund der Verordnung über der Vorschriften des§ 2 Abs. 2 der vorgenannten Verordnung gewährt. Beiträge 171/5 im Dresdener Garten, Dresdenerstr.45: Grund der Berordnung über Grundlöhne Grundlöhne bei den Krankenkassen treten find in neun Hundertstel dieser neuen nach den Beschliffen des Rassenvorstandes Allgemeine Criskrankenkasse Neukölln wird der Höchstgrundlohn auf 500 g fest 2. Ottober 1922 folgende Gagungsände. Versicherungspflicht in der Krankenver- gliedern zur Kenntnis: bei den Krankenkaffen vom 12. Geptb. 1922, und Kaffenausschusses mit Wirkung ab Grundiöhne zu zahlen. ist durch die Verordnung über Wir bringen den Arbeitgebern und Mitund gesezt. Zu den bisherigen 13 Stufen tommen 7 weitere Stufen hinzu Die Beiträge für aller Versammlung Goldarbeiterinnen -arbeiter. Tagesordnung: Bericht vom ändert. Schlichtungsausschuß. Um 6 Uhr die Bertrauenslente ber Gilberarbeiter. Achtung! Graveure u. 3iseleure. Mittwoch, 4. Ottober, nachm. 4 Uhr, im Dresdener Gesellschaftshaus", Dresdener Straße 116( am Oranienplag): Außerordentliche rungen ein: Mit Wirkung vom 2. Oktober 1922 treten ficherung vom 14. September 1922( R.- G.Die bisherigen 12 Stufen bleiben under bestehen und werden diefen angegliedert: 165 Reichsversicherungsordnung Abf2 Die bisherigen 12 Lohnftufen bleiben Bl. G. 737) die Versicherungsgrenze des folgende Aenderungen in Kraft: Kaffenmitglieder mit einem tägl. Entgelt Grund- Beitrag Stufe 13 Grundl. 100 M. Beitr. 10 M. p. Tag Stufe über 80-110 M. gehören in Stufe 13 (§ 2 lb der Raffenfagung) von, 72 000 0 lohn täglich auf 204 000 W mit Wirkung vom 22. Sep110-150 tember 1922 erhöht worden. 150-200 Stolt. Mit einem tägM lichen Entgelt 13 von 80,01-110,00 14 140 14 " " " " 15 180 18 " B1 " 〃 16 240 24 M. M. 100,00 6,00 " " " 7 " 17 300 30 14 110,01-150,00 140,00 8,40 " " 7 " " 18 860 36 15 " 150.01-200,00 180,00 10,80 " " " 17 19 440 16 200,01-260.00 240,00 14,40 " 1 19 " " " 20 500 50 17 260,01-320,00 300,00 " 18,00 " " " " Das Krankengelo beträgt nach wie vor 18 , 320,01-400,00 360,00 21,60 19 400,01-480,00 " 440,00 26,40 20 " 500,00 480,01 u. mehr 30,00 die Hälfte des Grundlohnes. Das Sterbe geld das Zwanzig- bezw Bierzigfache. Diese Feftfegung tritt mit dem 1 Oftbr. Das Krankengeld beträg 60 Proz. des Branchenversammlung 1922 in Rtaft und werden die Arbeitgeber Grundlohnes. Das Sterbegeld für Mitglieder beträgt Tagesordnung: 1. Stellungnahme ersucht, die überfandten Unmeldeformulare das Bierzigfache des Grundlohnes. zu unserer Lohnregelung. 2. Branchen- umgehend der Kasse einzureichen. angelegenheiten. 3. Berschiedenes. Ab 22. September 1922 beträgt die Ber Auf Grund der Berordnung über BerOhne Mitgliedsbuch kein Zutritt- ficherungstöchftgrenze nicht mehr 72000 m., ficherungspflicht bei den Krantenfaffen ist Bahlreiches Erscheinen wird erwartet fondern 201 000 W. Auch hier werden die die Versicherungsgrenze für VersicherungsArbeiteeber ersucht, die entsprechenden pflichtige in gehobener Stellung mit Meldungen einzureichen. 170/20 Birtuna ab 22. September auf 204 000 171/1 Blu.- Lichterfelbe, den 30. Geptbr. 1922. feſtgefegt. Der Berstand. 127/2 Die Orisverwaltung. Kohlenplaz möglichst mit Gleisanschluß, gesucht. Angebote unter Chr. C. 52 erbeten. Metallbetten Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv. Kat.30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. 6. Sillad, Vorsitzender. Saneberg, Schriftführer. Der Vorstand. Otto Gronau, W. Lindemann, Borsigender. Schriftführer. Juwelen Perlen Margraf& Co. Berlin, Kanonierstr. 9. Besondere Ankaufs- Abteilung. Zalane Don 60 Wt. in nur erstki. an Ausführ., Teilzahl. Spez. 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Er muß dann leider, weil die tann sie nuhen nach seinem Gefallen. mäßigen Einnahmen des Winters sehr weit hinter den hohen Betriebskosten zurückbleiben, für mehrere Monate seine Heute müssen alle Freunde des 300 von ihm Abschied nehmen, Pforten geschlossen halten. Daß nicht der Betrieb völlig aber das hoffen wir zuversichtlich nicht Abschied für eingestellt und dieses der Belehrung dienende Institut aufgelöst immer. Wenn der Frühling fommt, wollen wir ein fröhliches werden muß, ist der Wunsch aller Freunde des 300. Nach dem bis- Wiedersehen feiern. herigen Ergebnis der Verhandlungen mit den um Hilfe angegangenen Behörden darf man sich der Hoffnung hingeben, daß den Berlinern ihr 300 erhalten bleibt. Er ist ein Stüd Berlin, und wenn die Not der Zeit ihn uns entrisse, wäre Das ein schmerzlicher Verlust, den weite Kreise der Bevölkerung nur aufs tiefste bedauern könnten. 80 Jahre Tierpark. Mitbürger helft! in Sonntag, 1. Oktober 1922 in einem Aufwaschen hin. Hat man erst den Mietern auch noch diese Kosten aufgepackt, dann hat man es auch nicht mehr nötig, fich bei der Erhöhung der Gebühren einige Rücksichten aufzuerlegen, tann die Gebühren vielmehr unter Berufung auf die Müllkutscherlöhne nach Herzenslust in die Höhe treiben. Die Mieter mögen dann auf die Mülltutscher schimpfen, sie müssen zahlen. Mit den Existenzen der Portiers und der Mülltutscher wurde rücksichtslosester Weise Schindluder getrieben, um die hat jetzt der Aufsichtsrat der( Müllabfuhr-) WirtschaftsgenossenAbwälzung der ganzen Lasten auf die Mieter zu erzwingen. So fchaft beschlossen, von heute ab die Müllabfuhr einzustellen. Die Arbeiter sind gestern abend unter grober Verletzung der Demobilmachungsvorschriften entlassen worden. Die Wirtschaftsgenossenschaft will den Betrieb vollständig einstellen, da ihr Kapital von 2 Millionen nicht mehr ausreiche und sie neues Kapital nicht beschaffen könne. Der Berliner Magistrat soll auf diese Weise gezwungen werden, der Aufbürdung der gesam ten Müllabfuhrkosten auf die Mieter zuzustimmen. Es soll am 11. Oftober eine Attiengesellschaft ge= gründet werden für die mit einem Male Kapital zur Verfügung steht und dann die Müllabfuhr wieder aufgenommen werden. Wenn erst die Mieter die ganzen Kosten allein tragen müssen, Bei der dann wird die Müllabfuhr ein gutes Geschäft. Finanzlage der Stadt Berlin ist es leider nicht möglich, den stillgelegten Betrieb in tommunale Regie zu übernehmen, auch dann nicht, wenn die Mieter die gesamten Kosten tragen müssen. Tritt lekterer Fall aber ein, gelingt es der Wirtschaftsgenossenschaft, durch diesen Streit" ihre Absicht durchzusetzen, dann müßte die Stadt Berlin mindestens an der neuen Aktiengesellschaft be. teiligt werden, damit einmal eine gewisse Kontrolle geboten regung, der Belehrung geworden. Er läßt sich heute mit sehr viel Garten gill infolge der Großartigteif feiner Anlage und der Schön ist, um allzu rücksichtslose Gebührenforderungen zu verhindern. geringerer Mühe erreichen als damals, wo für Berlin die Gegend am heit seiner Bauten sowie des Reichtums feiner Tierfammlung jeit Entlassung der Arbeitnehmer betrifft, so wird sich der DeWas zunächst aber die Stillegung der Müllabfuhr und die Zoologischen Garten noch reichlich weit draußen" war und dem Jahrzehnten als der erste der Welt. Unerjehlich wäre der Verlust mobilmachungskommissar, der vom Deutschen TransVerkehr nur die Droschten oder die Torwagen( feit 1846 auch der für die forschende Wissenschaft, für den Schulunterricht, für die Kunst, portarbeiterverband bereits angerufen ist, mit dieser Seite der Omnibus) dienten. Aber wie dem Berliner früherer Jahrzehnte, wenn er feine Pforten nicht wieder öffnen tönnte! In Jahr- Angelegenheit noch näher befassen müssen. so ersetzt vielen Familien auch heute noch ein Besuch des Zoologischen 3 ehnten tönnte eine Tierfammlung von so hohem Im hygienischen Interesse muß die WirtschaftsgeGartens den Sonntagsausflug, für den man sich mit dem Proviant wissenschaftlichen Wert nicht wieder zusammen- nossenschaft aber energisch angehalten werden, bis zu ihrer eines vollen Tages ausrüstet. Was der 300 den Schulen bedeutet, gebragt werden, wenn sie einmal aufgelöft ist und den Weg Liquidation beziehungsweise bis zur anderweitigen Regelung weiß die Lehrerschaft und weiß jeder, der als Schulkind mit seiner uken nicht nur Berlin, fondern dem ganzen Deutschen ins Ausland genommen hat. Dieses wertvolle Kulturgut, dessen der Müllabfuhr das Müll wie bisher regelmäßig abzuKlasse dorthin geführt worden ist, um die im Zoologieunterricht zich zugute tommt, zu erhalten, find Bestrebungen im Werk. fahren. erhaltene Belehrung durch die lebendige Anschauung zu ergänzen. Ihre Wirkung erfordert jedoch längere Zeit. Infolge der allgemeinen Der Berliner Zoologe und Afrikareisende Lichtenstein hat sich beson- Finanznot und des Weilersteigens der Teuerung bleibt auch zu beders darum bemüht, daß der Gedanke, den Berlinern einen 300- fürchten, daß Zufüsse in genügender Höhe nicht beschafft werden logischen Garten zu schaffen, verwirklicht würde. Zu der Berwal- tönnen. Bei den ungeheuren Ausgaben für Kohlen, Fuffer, Löhne tungskommission des jungen Instituts gehörten neben Lichtenstein und Gehälter in einem so großen Institut und bei dem Umstand, auh Alexander v. Humboldt und Gartendirettor Cenné. Die heute daß sein gemeinnükiger Charakter niedrige Eintrittspreise verfchreibt so ansehnliche Sammlung von Tieren, die mit weit über 1000 Arten noch 250 000 m. betrugen, haben fich für diesen Oktober auf 3½ ist der Bedarf sehr groß. Die Ausgaben, die im Offeber 1919 urd rund 3000 Exemplaren zu den größten gehört, ist aus ganz millionen gefteigert. Jns gefamt find 20-25 millionen flinen Anfängen hervorgegangen. Mart notwendig, um das Unternehmen über den Winter hinweg bis zum neuen Sommer zu bringen. In den nun bald achtzig Jahren, die seit seiner Entstehung vergangen sind er wurde am 1. August 1844 eröffnet, ist er für viele Millionen Besucher eine Stätte der Unterhaltung, der AnAus kleinsten Anfängen. Den Grundstock bildete, was wenig bekannt sein dürfte, eine aus dm Besitz des damaligen Rönigs überwiesene fleine Tiersammlung, ele„ Menagerie" von Löwen, Papageien und anderen erofiljen Teren, die bis dahin auf der Pfaueninsel einquartiert waren. Sie faden ein neues Heim in dem Zoologischen Garten, der auf dem zm Tiergarten gehörenden Gelände der ehemaligen Fasanerie ein grichtet wurde und ihre Gebäude mit übernahm. Durch Neuafchaffungen wurde der Tierbestand vervollständigt, aber er muß bi der Eröffnung des Instituts noch recht bescheiden gewesen sein, inn noch Anfang 1846 umfaßte er weniger als 100 Tierarten. Auch in den folgender Jahren war, obwohl Auslandsdeutsche dem Sologischen Garten manches wertvolle Tier als Geschent überfidten, der Zuwachs an Tieren nicht beträchtlich. Ein merklicher Affchwung der gesamten Einrichtungen des Inffifufs begann 1869. Sehr noch als der damals das Amt eines Direttors übernehmer.de 3. Bodinus hat der jetzige Direktor Dr. Hec( jeit 1888 im Amt) zu fr Vervollständigung des Tierbestandes tun fönnen. Die Beraltung ist auch bemüht gewesen, den 300 durch Aufführung neuer euten, durch Schaffurg schöner Gartenanlagen und durch Erweizung des Restaurationsbetriebes zu einer Erholungsstätte größten siles auszugestalten. Für die Befriedigung auch des Magens hätte in übrigens von Anfang an da draußen sorgen müssen. Schon im eren Jahre nach Eröffnung des Gartens entstand die sogenannte Feldschenke", in der es aber damals nur unschuldige Milch und e bißchen Kuchen gab. Das ist ein besonderer Borzug des 300, de in der Versorgung mit leiblichen Genüssen auch auf fleinere 2 Sachawachiak der Eskimo. Von Ejnar Mittelsen. " Ja, und jetzt ist bloß einer da," schaltete Fips ein, aber Se, was willst du denn, zwei Weiße mit guten modernen üchsen können doch wohl mit einem Haufen Eingeborener ftig werden? Jedenfalls ist Jim nun allein, also schlimmer fran als vorher, aber paß du mal auf, er wird sich schon aus t Batsche ziehen!" Der Berliner Zoologische Garten feit Jahrzehnten der Stolz und der Lieblingsaufenthalt von Groß- Berlin und das begehrte Ziel wohl fast aller Fremden steht vor dem Zusammenbruch. Die Auswirkungen der Kriegs- und Nachkriegsjahre, der völlig verregnete Sommer, die neue Teuerungsfiurmflut haben seine Mittel fo völlig erschöpft, daß er bereits am 1. Oktober d. 3. feine Pforten Es handelt sich um ein Kulturgut von hohem Wert! schließen muß. Der In diefer Notlage wendet sich der ergebenst unterzeichnete Ausfchuß fonie die Verwaltung des Berliner Zoologischen Gartens an die weite Oeffentlichkeit mit der dringenden Bille une Hilfe! Wer je einige erhebende Stunden der Belehrung und Anschauung im 3eologischen Garten zugebracht hat, wen die hohe Kunst feiner Bauten erfreute, mer von der Verwaltung Rat und Tat in Dingen der Land- und Forstwirtschaft erhielt, wem der ungeheure Wert eines solchen Musterinstituts bewußt ist, der wird herzlichst um eine Beihilfe gebeten! Zuwendungen nimmt das Bankhaus S. Bleichröder, Berlin m. 8, Behrenstraße 63, auf Sammelfonto 3oologischer Garten jederzeit entgegen. Die entlassenen Arbeiter werden am Montag um 11 Uhr im Gewerkschaftshaus zu der Angelegenheit Stellung nehmen. Sektgewinne als Bestechungsgelder. 1 Million Mark für Strafaftenbeseitigung. Siegfried Kwielecki festgenommen. Bei den Nachforschungen nach Wegen versuchter Beamtenbestechung wurde der Settfabrikant dem flüchtigen Bernodat und bei den Untersuchungen über ledi ebenfalls den Versuch unternommen hat, einen Justizbeamten das Verschwinden seiner Strafatten hat sich herausgestellt, daß Kwie beim Striminalgericht in Moabit durch Bestechung zu veranlassen, fenie und seines Bruders Strafaften zu vernichten. Siegfried Kwielecki und sein Bruder Jakob betreiben in der Landhausstraße zu Halensee eine Geftfabrikation, durch die eine Reihe von Geschäftsleuten sich empfindlich geschädigt fühlt. Die beiden erst vor einiger Zeit hier eingewanderten Brüder fabrizierten Seft, den sie unter den Namen ,, Kwi- Gold", Kwie Silber, wie- Kupfer in den Handel brachten. Wegen dieses Sefts war gegen die Hersteller ein Strafverfahren wegen Betrugs und wegen Berstoßes gegen eine Reihe von Para graphen des Gefeßes über Herstellung von Seft eingeleitet worden. I Die Beschuldigungen und das gegen die beiden Brüder vorliegende Lastschriftmaterial waren so schwer, daß sich die Staatsanwaltschaft veranlaßt sah, Jakob Kwielecki in Haft zu nehmen. Die Sett fabrikation scheint den beiden Brüdern große. Gewinne abgeworfen zu haben. Sie hatten an der Uhlandstraße und am Kaiserdamm beide große, lugeriös Einstellung der Berliner Müllabfuhr. eingerichtete Wohnungen und scheinen auch noch über Benn Unternehmer die Waffe des Streifs benügen, um ihre große Barmittel zu verfügen. Jedenfalls bot der noch auf freiem Interessen zu verfechten, dann richtet sich ihr Kampf allemal gegen Fuße befindliche Siegfried Krieledi dem Justiz beamten die Allgemeinheit, sei sie nun durch deren kommunalen oder nicht weniger als 1 Million Mark für die Be. staatlichen Bertreter verkörpert. Die Wirtschaftsgenossen. feitigung der Strafaften vor Beginn der Gerichtsver fchaft zur Müllabfuhr, die mit den Grundstücksbefizern in Ber- handlung. Der Justizbeamte erhielt in seiner Privatwohnung bindung steht, will den Hausbesitzern durch die Aufbürdung der den Besuch einer Dame, die ihn bat, mit ihm zu einem auf ihn war. höheren Betriebsunkosten nicht zu nahe treten und hat sich, zweifellos tenden Herrn zu kommen. Der Beamte folgte ihr auch und traf im Einvernehmen mit deren Interessenvertretungen darauf ver- nun Siegfried Kwielecki, der ihm dieses Angebot machte, auf das der steift, daß die Mieter die vollen Kosten der Müllabfuhr tragen Beamte jedoch nicht einging. Siegfried Awielecki wurde nun ebenfollen. Es geht ja jetzt, nachdem der Damm einmal gebrochen ist, I falls festgenommen. Der Protektor: Reichspräsident Friedrich Ebert. Ein Müllgeschäft. hier bei euch lassen will? Man kann doch wohl noch ein Wort reden, ohne daß ihr gleich überschnappt. ,, Er hat recht," sagte der Dritte, ein Amerikaner, Toms Landsmann, Richard mar sein Rame. Laß doch Joe in Frieden erzählen, pflanzt euch die Pfeifen ins Gesicht, ihr beiden und seht, ob ihr so lange ruhig sein könnt, nachher tönnt ihr euch ja schlagen, wenn es nötig ist. Stellt das ganze Haus auf den Kopf, wenn ihr Lust habt, aber denkt daran, daß Joe unser Gast ist. Erzähle nun, Joe, laß uns mehr von Iglurut hören, fie fcheint auf einer Schlittentour nicht ihre besten Seiten hervorzufehren, nachdem, was du vorhin fagtest." Nein, weiß Gott, das tut sie nicht," sagte Joe mit vollster " Nun hör aber mal auf mit dem Gezänt," beschwichtigte Ueberzeugung, und dafür kann ich mich bei Sachawachiat m, du bist stets so streitsüchtig, Fips! Nun haben wir bedanken. Er hat sie niemals aus Nuwuf mit herausgeh ganzen Winter hier allein gesessen, und da kommt Joe nommen, sie sollte mit anstrengenden Schlittentouren verschont e ein reiner Segen zu uns mit einem ganzen Sack voll werden, und so hatte ich das Bergnügen, sie einzufahren. Und euigkeiten und einem schönen Mädchen im Schlepptau--das Weibsbild will nicht arbeiten, sie mill gern auf dem em viel schöneren als unfere alten Rraben," fügte er hinzu, Schlitten sizzen und den Hunden zurufen, aber sich nüglich ihrend sein Auge zärtlich über Iglur glitt, wir fönnten machen, nein, das könnte ihr nie einfallen. Ich mußte mich hl froh sein, das fönnten wir, wir hätten eine Ehrenpforte den ganzen Tag wie ein Pferd mit dem verdammten Schlitten f das Brautpaar errichten müssen, aber was tut ihr statt sen? Fangt mit dem Mann zu zanten an und macht ein quatsche, als ob es euer Mädel wäre, das er geklaut hätte, m, erzähle uns etwas von der Reise, Joe, die ist gewiß Innend gewesen, ich wünschte, sie hätte mich zum Schlittenheraden gewählt." abarbeiten, ich habe mich abgerackert, daß meine Glieder schmerzten und wie Blei waren, wenn ich nach einem ganzen Tag Schlittenfahrt das Zelt aufschlug. Und glaubt ihr, sie half mir? Nein, niemals; ich mußte die Hunde ausspannen, ich mußte das Zelt errichten, ich mußte den Schlitten abladen und alle Sachen hereintragen, und dann mußte ich sogar noch " Na, das wünschest du," antwortete Joe und lachte etwas oft das Essen machen," seufzte Joe, sie sagte, daß sie zu müde wungen, ach ja, warum nicht, aber eins tann ich dir ver- wäre!" fern, wenn du mit ihn von Nuwut bis hierher im Schlitten Fips saß und stierte Joe verblüfft an, während er erzählte, ahren wärest, dann hättest du keine Lust, noch weiter zu schielte er auch ärgerlich nach Iglurut hin, aber nun fonnte fren, sondern würdest sie unterwegs abladen, so wie fie-" er sich nicht länger halten. Ach höre, Joe," sagte er ein „ Nein, aber Gott bewahre, was sagst du da, Joe," lachte dringlich und stieß mit ihm an. Du tuft mir gewiß und n halb erschreckt, fie unterwegs abladen- nein, danke wahrhaftig leid, aber glaube mir, es ist deine eigene Schuld. fn, wenigstens nicht hier, wir haben wahrhaftig Quatscherei Du behandelst die Frauen verkehrt. Soll ich sie nicht mal von ug ohne sie, und es fönnte übrigens auch sein, daß das diesen merkwürdigen Nüden turieren, das geht ganz leicht," rückte Gespenst, der Sachawachiaf, hierher käme und uns und Fips schlug auf den Tisch, daß die Gläser und Flaschen Hölle heiß machte nein, Joe, wenn du daran dentst, so tanzten. ßt du dich auf etwas anderes besinnen, das geht nicht, nn das Mädel auch füß ist." „ Warum unterbrecht ihr mich immerzu," fuhr ihn Joe f gereizt an, erst nedt ihr mich, dann wollt ihr, daß ich erden foll, und wenn ich anfange zu erzählen, fahrt ihr auf macht Quatscherei, wer hat denn gesagt, daß ich Iglurut ,, Nein, das sollst du nicht," sagte Joe hart,„ die Geschichte werde ich schon ins Reine bringen, aber anstrengend war es, mit ihr zu fahren, und ganz besonders schlimm im Anfang. Da hatte sie eine schreckliche Angst vor Sachawachiat, und in der Nacht, wenn sie im besten Schlafe lag, fonnte sie mit einem Schrei in die Höhe fahren; sie rüttelte mich, bis ich aufwachte: Joe, Joe, laß uns weiter fahren, ich glaube, Sachawachiat tommt!" ,, Und dann trabtet ihr weiter?" fragte Tom lächelnd.„ Du bekomst es wohl auch mit der Angst und fingst an, bei Nacht und Nebel Schlitten zu fahren, nicht wahr, Joe, das tatest du?" " Zuweilen," sagte Joe still, ja zuweilen. Aber sagt mir einmal, Kameraden, hat einer von euch es jemals durchgemacht, daß der Tod hinter seinem Schlitten her war? Sat einer von euch bedacht, was es heißen will, wenn plötzlich ein Mann in euer Belt geschlichen täme, mit einem Speer in der Hand und stäche, stäche, bis sich nichts mehr im Zelte rührte? Habt ihr jemals darüber nachgedacht, oder seid ihr über das Eis gegangen so ganz alleine in der Nacht und hattet plötzlich das Gefühl, daß da was oder wer war, der euch nachschlich? Habt ihr nicht das Eis fnacken hören, so daß es wie Schritte flang, habt ihr niemals die namenlose Angst vor einer geahnten, aber unbekannten Gefahr empfunden und euch bei jedem Schritte, den ihr vorwärts tatet, umgesehen, und seid rascher und rascher gegangen, bis ihr zu laufen anfingt, und lieft, lieft, immer schneller, während ihr euch umfaht aus Furcht, daß sich irgend was hinter dem nächsten Eisblock versteckt hielte, ein Mensch, ein Bär, etwas Uebernatürliches, gleichviel, etwas, das euch was antun könnte, dem ihr zu begegnen fürchtetet?" Sie schwiegen alle drei, während sie an einsame Wanderungen dachten, wo nur die Furcht ihr Begleiter gewesen. Ja, fie fannten das Gefühl, die namenlose Angst, die einen plöglich überfällt, wenn man allein durch die Eiswüste geht. Sie fingen an, Joe zu verstehen, sie konnten sich wohl denken, daß er furchtbare Stunden durchgemacht hatte, besonders des Nachts. Aber weshalb zwangst du sie dann nicht stille zu sein, weshalb bandest du ihr nicht ein Tuch um den Mund, dann konntest du doch nicht ihre Schreie hören?" ,, Nein," antwortete Joe ,,, ich fonnte sie schon zum Schweigen bringen, äußerlich, das tat ich ein paar mal, aber das war schlimmer als ihr Geschrei, das war, als ob ich hören tönnte, wie sie inwendig schrie. Und dann lag ich und dachte darüber nach, ob sie vielleicht spöfentiekerisch wäre und jemand tommen sähe. Ihr wißt ja, daß manche Eingeborene das sind, ich dachte, sie wollte mich vielleicht warnen, ich fonnte es nicht mehr aushalten, ich mußte mit ihr reden. Nein," fagte Joe und schüttelte den Kopf, glaubt mir, es war eine schwere Tour." ( Fortsetzung folgt.) Schuhlosigkeit der Mieter. Wie leicht heute eine Familie trotz aller angeblich vorhandenen Schutzbestimmungen um ihre Wohnung kommen fann, beweist folgender Fall: Eine Frau D. versah seit etwa 234 Jahren eine Süterinstelle beim Klub junger Mädchen in Alt- Moabit 20. AIS Entgelt dafür erhielt sie von der Gräfin Reventlow ein unmö bliertes Zimmer mit Licht und Heizung. Zum 1. November 1921 erhielt Frau D. die Kündigung ihrer Stelle und sollte somit auch das Zimmer räumen. Da sie feine weitere Wohnung besigt, lehnte sie die Kündigung ab. Das Mieteinigungsamt 2 in der Invalidenstraße gab darauf die Erlaubnis zur Räumung des Zimmers ans Amtsgericht Mitte weiter. Als Vertreterin der Whutter besuchte die Tochter den Termin und lehnte zunächst das Urteil ab. Erst als der Richter meinte, fie folle das Urteil nur ruhig annehmen, denn sie werdeja doch nicht auf die Straße gejegt, nahm die Tochter das Urteil an. Anfang August erhielt grau D. plöglich einen Räumungsbefehl und zwar sollte das Bimmer bis 1. September geräumt sein. Das Wohnungsamt er klärte dazu der Frau D., fie folle am Tage der Räumung noch einmal wiederkommen. Am 22. September erschien der Gerichts. bollzieher und verlangte, daß das Zimmer bis zum 2. Oftober leer sein müsse, widrigenfalls die Möbel auf Kosten der Eigentümer zum Speicher gebracht werden. Jetzt sagt das Wohnungsamt in der Bremer Straße: Gegen Gerichtsurteile können wir nichts machen! Frau D. liegt feit fünf Wochen frank danieber. Bei ihr wohnt die Tochter mit ihrem zweijährigen Kinde. Soll es wirklich so weit kommen, daß Leute, die der Versicherung eines Richters, daß sie nicht auf die Straße gefeßt werden können, vertraut haben, dennoch auf die Straße gesetzt werden? Trotz Beschlagnahme! Lebensmittelpreise der Woche. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft rege. Fische knapp, Geschäft flott. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott. In der Woche vom 24. bis 30. September galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 100-150 M., ohne Knochen 130-150 M. Schweinefleisch 180-230 M. Kalbfleisch 100-200 M. Hammelfleisch 120-150 M. Geräucherter Schinken 310-400 M. und Speck 200-320 M, Kaninchen 85-90 M. Hühner 150-200 M. Gänse 160-220 M. Enten 170-180 M. Tauben 130-140 M. zwei Stück. Schellfisch 50-70 M. Kabeljau 65 bis 70 M. Dorsch 35-40 M. Flundern 40-55 M. Schollen 40-55 M. Rotzungen 50-70 M. In Eis: Aale 170 M. Karpfen 110 M. Schleie 100 bis 110 M. Zander 120-180 M. Lebende Aale 200 M. Barsche 90 bis 100 M. Plötzen 85-100 M Schleie 170 M. Margarine 160-220 M. Naturbutter 300-380 M. Schweineschmalz 250-270 M. das Stück. Kartoffeln 45-48 M. zehn Pfund. Weißkohl 8 M. WirsingEier 18-19 M. kohl 9 M. Blumenkohl 15-85 M. der Kopf. Kehlrabi 18-30 M. die Mandel. Kohlrüben 6 M. Spinat 12 M. Grüne Bohnen 25-30 M. Wachsbohnen 24-28 M. Grüne Gurken 15-22 M. das Pfund. Kürbis 6,50 M. pilze 30-36 M. Tafeläpfel 10-15 M. Tafelbirnen 10-18 M. Pflaumen Zwiebeln 10-12 M. Grünlinge 4-8 M. Pfefferlinge 30-36 M. Stein8-13 M. Zitronen 6-13 M. Begnadigung tiach 23 Vorftrafen. Eine Berliner Stadforuderei. Bei der Stadtverorba neten versammlung ist ein von den Fraktionen der ganzen Linten samt Zentrumspartei unterzeichneter Antrag einge gangen, der zur Herabminderung der Drudtosten für einer eigenen Druckerei fordert. die Stadtverwaltung den Erwerb und die Bewirtschaftung 350facher Friedenspreis für Milch. Der Wuchergeist der Agrarier feiert ungehemmt seine Orgien. Von Montag, den 2. Oktober 1922 beträgt der Preis für Milch einheitlich 52 m. je Liter, das bedeutet nämlich, daß die deutschen Kühe auf deutschen Weiden til dh zu amerikanischen Preisen geben. Der Preis ist für Kleinhandelsgeschäfte und Abmeltwirtschaften( Molkereien) der gleiche. Die A. und B- Milchkarten werden wie bisher mit je Dreiviertel Liter, die C- und D- Milchkarten sowie die Karten für Frischmilch täglich beliefert. merdende Mütter( E- Starten) wie bisher mit je einem halben Liter Hans und Agnes Fuhrmann veranstalten am 1. Oftober im Meistersaal, Röthener Str. 38, einen Boltsliederabend mit ernſten und heiteren Volksweisen zur Laute und Rezitationen aus ,, Des Knaben Wunderhorn". Anfang 8 Uhr. Jubiläen. 25 Jahre Parteimitglied ist am heutigen Tage der Stadt berordnete Genosse Franz Gutschmidt, Brik, Aronsweg 10. Im 7. Streis( Chai lottenburg) begeht am 2. Oftober Genosse Otto Bogel feinen 70. Geburtstag. Besonders in den Kreisen des Deutschen Holzeinen guten Klang. arbeiterverbandes in der Gruppe der Tischler hat der Name Otto Bogel Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin, Theater. Für sämits liche Vorstellungen im Monat Oftober werden 5 M. Zuschlag erhoben. Für nommen. Meldungen bei den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen die zweite Serie Festkonzerte werden noch Abonnenten aufge und im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Tr., Bimmer 8. Porträts von Liebknecht und Scheidemann( Ebert vergriffen) in fünstlerischer Ausführung pro Stüd 25 M. im Bureau des Bezirksbildungsausschusses und bei den Bildungsausschußmitgliedern der AbArbeitsperiode Ditober/ Dezember it erschienen und zu haben im Bureau teilungen. Der Lehrplan der Sozialistischen Bildungsschule" für die des BBA. und bei den Bildungsausschußmitgliedern. ( Abendunterricht) für Zeilnehmer obne Borkenntnisse werden noch AnEnglischer Sprachunterricht. Zu den Anfängerkursen in Englisch meldungen entgegengenommen am Dienstag, den 3. Ott., abends von 5 bis 8 Uhr, in der 92. Gemeindeschule, Winterfeldtstr. 16( nahe Bülowstraße und Nollendorfplatz). Sprachschule für Proletarier. fammer des Landgerichts I, vor der sich die Frau Martha Feidrich Eine ungewöhnliche Entscheidung fällte gestern die 4. Straf wegen Diebstahls zu verantworten hatte. Die Angeklagte ist, wie der Borsigende feststellt, 23 mal vorbestraft u a. wegen Dinge. Sie war seinerzeit aus einem Landstädtchen, in dem ihr Eigentumsvergehens, Ruppelei und anderer Bater wohlbestallter Bürgermeister war, nach Beriin gekommen und hatte sich hier mit einem Rennfahrer verheiratet. Dieser verschwand menige Tage nach der Hochzeit in Begleitung Eine vom Wohnungsamt Charlottenburg beschlagnahmte Boh- feiner Geliebten, nachdem er seiner damaligen jungen Frau fämt nung im Haufe Augsburger Str. 74 ist, wie wir in Nr. 423 liche Besiztümer und Werte abgenommen und die Wohnung vollmelbeten, feit November vorigen Jahres noch nicht tommen ausgeräumt hatte. In einer Verzweiflung geriet die wieder bezogen worden. Hierzu teilt uns jeßt das Wohnungs- Angeklagte in die Hände eines angeblichen Artisten, amt Charlottenburg mit, es habe Ende 1921 die Wohnung vor der sie fogar awang, auf die Straße zu gehen. schriftsmäßig vergeben, der zugewiesene Wohnungsuchende sei aber Gebrochen an Leib und Seele wurde bie&. in nicht eingezogen, sondern habe vom Wohnungsamt IIA eine andere ein Krantenhaus eingeliefert und fam nach ihrer EntWohnung erhalten. Zum Ausgleich habe das Wohnungsamt IIA laffung, da fie völlig mittellos war, auch bald mit dem Strafgesetz bem Wohnungsamt Charlottenburg einen wohnungsuchenden in Konflikt. In dem gestern zur Anklage stehenden Falle war sie General zugewiesen, der damals Mieter einer möblierten Wohnung bei einem Warenhausdiebstahl abgefaßt worden. Der Verteidiger war. Der General liege nun seit längerer Zeit mit dem Verwalter R.-A. Pincus wies auf die furchtbare Krankheit der Angeklagten des Hauses Augsburger Str. 74 in Streit wegen der Repa hin das Gesicht war durch die fehlende Mafe, die ihr frankratur, die in der Wohnung nötig sei, aber vom heitshalber abgenommen worden war, entfeßlich entstellt Berwalter abgelehnt werde. Weil die Wohnung nicht führte aus, daß die Angeklagte nur in allergrößter Not wieder auf in wohnlichem Zustande sei, habe der General fie bisher nicht be- einer derart Unglücklichen stehe mit dem Ginn und Zweck einer Be. daß man der Schließung der Stinos feine allzu schmerzliche Träne nade die Bahn des Verbrechens gekommen fei. Eine harte Bestrafung zogen. Das Wohnungsamt fönne die Reparatur nicht erzwingen. Wir finden, daß nach dieser Erklärung die Sache noch sonderbarer ftrafung in Widerspruch, und deshalb empfehle es sich, diefer Frau erscheint. Sollte es wirklich keine Möglichkeit geben, ihr ein Ende die Möglichkeit zu geben, wieber in geordnete Verhältnisse zu zu machen? Es ist unerhört, daß in einer Zeit des Wohnungs- tommen. Das Gericht entsprach diesem Antrage insofern, daß es mangels eine Wohnung von acht Bimmern wegen eines Reparatur- nur auf einen Monat Gefängnis erkannte und der Angeklagten streites zehn Monate hindurch unbenußt bleibt. Unzu- trotz ihres mehrere Seiten umfassenden Strafregisters die bedingte treffend dürfte übrigens die in dem Hause verbreitete Meinung sein, Begnadigung zubilligte. daß der nicht eingezogene Mieter für die Wohnung, die noch nicht in bewohnbarem Zustand ist, bereits die Miete bezahlt. Ingenieur Franz entflohen. Nach der aufsehenerregenden Flucht des fürzlich aus der Unterfuchungshaft entwichenen„ Direktors" Bernotat hat es nun glücklich auch der Ingenieur Franz, der sich demnächst in einem umfang. reichen Prozeffe wegen Sittlichkeitsperbrechen unter Anwendung von Betäubungsmitteln verantworten sollte, ver standen, seine Freiheit zu erlangen. Franz hatte durch richterliche Berfügung die Erlaubnis erhalten, zweds Regelung dringender geschäftlicher Angelegenheiten ausgeführt zu werden, zu welchem 3wed ihn am Freitag zwei Sriminalbeamte vom Bolizeipräsidium be gleiteten, Am Freitg abend kehrten die beiden Beamten ohne Franz zurück und erklärten, der Gefangene sei ihnen unterwegs eatmichen. Stoch am Abend des gleichen Tages hal Franz bei seinem Berteidiger, Rechtsanwalt Bahn, angeläutet und ihm mitgeteilt, daß er sich nur zu dem Zweck die Freiheit verschafft habe, um in Ruhe an seiner Berteidigungsschrift zu arbeiten, Im Gefängnis habe man ihm nämlich eine Schreibmaschine und eine Stenotypistin, der er seine umfangreichen Ausführungen diftieren wollte, verweigert. Bis zur Stunde sind die polizeilichen Ermittlungen nach dem Verbleib des Flüchtigen erfolglos geblieben. Wieder höhere Kohlenpreise. Das Roblenamt teilt mit: Infolge der ab 1. Oftober eingetretenen 100 prozentigen Erhöhung der Bahnfrachten ist eine entfprechende Herauffeßung der Kleinverlaufspreise für Brifetts und Stots erforderlich geworden. Diese betragen mit Wirkung vom 2. Oftober: Küchen und Ofenbrand: ab Lager frei eller Briketts Gastots . Für fuhrenweise Lieferung: Brifetts Gastots • Westfälischer Schmelztoks Lichtenberger Schmelz- u. Berliner Kammerofentots. Oberschlesischer Schmelztols Niederschlesischer Schmelzlots. Sächsischer Hüttentots 300,10 M. 520,55 . 288,45 M. 518,75 " . • 288,45 507,10 " " 507,10 298,30 518,75 518,75 P " " R 9 514.55 554,15 577,70 627,15 526,20 " " 565,80 589,35 638,80 " Es wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Spanne zwischen den Verkaufspreisen ab Lager und frei Steller 11.65 M. je Zentner beträgt. Kleid vorzügl reinseidener Taft, Gürtel a. Brokat 6950.Autowacht in Deutschland. und Im Flugverbandshaus, Berlin, fand, vom Präsidenten des Allgemeinen Deutschen Automobil- Klubs zusammenberufen, eine Besprechung sämtlicher das Kraftfahrwefen betreffenden Verbände statt, welche die Einrichtung einer Autowacht für ganz Deutschland zum Gegenstand hatte. Diese Autowacht foll die Aufgabe verfolgen, Hand in Hand mit den Behörden die Mißstände im Straßenperfehr zu beheben, welche durch das rücsichts. lose Fahren mancher Kraftfahrer selbst und durch das perfehrswidrige Verhalten vieler Geschirrhalter, Radfahrer und Fuß gänger hervorgerufen werden, indem man auf die Allgemeinheit wie auf den einzelnen erzieherisch einwirkt. Als Teilnehmer werden die Automobilklubs usw. sowie auch der Deutsche Berkehrsbund genannt nicht aber, was fehr befremden muß, die Arbeiter. Radfahrer und Touristenverbände, deren Mitglieder unter den Ausschreitungen der Automobilisten ganz besonders sch au leiben haben, eingeladen. Nach einer eingehenden Aussprache über die Richtlinien der Autowacht, welche die Notwendigkeit einer derartigen Einrichtung und die Bereitwilligkeit zur Mitwirkung einstimmig zum Ausdruck brachte, wurde zur Bildung eines vorbereitenden Ausschusses geschritten. Die Arbeit der Herren wird nur halb bleiben, wenn sie nicht die genannten Sportverbände heranziehen um einmal deren Beschwerden zu hören. Filmschau. Die Premiere der Woche. Die erste Premiere nach dem Streit der Lichtspieltheaterbefizer war so, weinte. Dieses Riebesne it", dessen zweiter Teil in der Alhambri outtion errichtet. Ein filmficherer, theatralisch geschickter Autor, wie Hars Brennert, holte natürlich aus Stilgebauers Roman mande wirtjame Situation, die er bildmäßig auswertete. Trogdem, dieser zweie Zeit entbehrt gegenüber dem ersten der Straffung. Er ist nicht mehr da eine Verbreiterung der etwas füßlichen, recht gleichgültigen Vorgänge. Eine Bürger- und Emportömmlingsatmosphäre, die uns innerlich fühl läßt. Schöne Bauten von Rochus Gliese vernichten nicht den unangenehmin unbeholjen erscheint, daß man sie nur schmunzelnd quittierte. Und a Eindruck mancher Regieoberflächlichkeit. Da ist eine Jagdklubszene, die so tommt Margit Barnay, die in der weiblichen Hauptrolle viel guten u beseelten ausdrud zeigt, derart ungünstig geschminkt, jo jebe mit Rot übe laben, daß ihre Augen wie ein Tintentümpel wirken, Baul Wegena als Bächer der Familienebre ist mehr polternd als erschütternb. Uebe eugend nur Schünzel als Filou uno ausgezeichnet Diegelman in seiner dankbar beschaulichen Rolle. Am Ende des Films läßt man fi wieder verleiten, einen Brand im Bilde zu zeigen. Das mißlingt imme und miẞlang auch diesmal. In der Bühnenschau sieht man neben set guten artistischen Leistungen das Stord- Ballett p- s gezeigt wurde, ist auf dem Wald und. Wiesenbaum der Durchschnittspro Freiwillige Parteibeiträge. 2. Quittung. Ungenannt durch Stahl- Spanbau 10 000; Stahl- Spandau 1000; Schreyer Berlin 20 000; E. Götte- Berlin 50;. C. Röpenid 100; Mendelsohn- Eichtam 500; Goz. Verein Kl.- Ströbis 480; Wiener- Berlin 100; Berlin- Berlin 10 Prof. Cajes- Schöneberg 300; D. Stalen 1000; FL. Steglig 1000; Mett. C. S 500; Seilmann- Berlin 2000; Richter- Berlin 6000; Ewald- Tempelhof 50; Fra Lichtenberg- Stralau 20; Soz. Beamtengruppe Mengede( Dortmund) 585 C. Wiefing Neuföln 100; Wiedemann- Freienwalde 5000; Scheidemann- Rasse 1000; Israelsti- Hagen 100; B. Redegti 25; N. Böller 50; Lange- Schwerin wedt. 500; Dr. Witte- Berlin 600;. B.- Berlin 100; burch Abg. Käpple 50 000; G. Stegmann- Berlin 100; G. Aßmann- Steglit 100; E. Tollkühn- Ber lin 100;-Berlin 50 000; Gesammelt durch Pech- Treptow 180; Gertr. 8uder. Schärfere Bestimmungen im Meldepolizeiwefen. Der Polizei- Charlottenburg 300; Eb. Bernstein- Schöneberg 500; Gesammelt durch Guz präsident hat eine neue Meldepolizeiverordnung erlassen, die am Dr. G. Rosenfeld- Berlin 1000; G. C. Westend 15 000; Rob. Schmidt- Karlshoft mann- Lünen 572; Goz. Berein Gundelfingen 600; M. Rosenthal- Berlin; 15. Ottober in Kraft tritt und die wesentlich schärfere Be- 10 000; F. Sattler- Düsseldorf' 142; Münchow- Heinrichsdorf 50; A- Berlin 50 00 ftimmungen bezüglich der Anmeldung zuziehender Personen ent- Sieglav- Gelsenkirchen 1000; Jul. Steinhauer- Berlin 50; 3. Wilms- Scherpe hält als bisher. Es heißt darin u. a.: Der Hauseigentümer oder zirt Seffen 700; S03. Berein Chemnitz 15 000; Bezirk Chemniz 10 000; Go fee 200; SPD.- Mitglieder der Ortstvantentasse Weißensee durch Carl 190; der Hausverwalter hat spätestens an dem nächsten auf den Zu- oder lepp- Charlottenburg 26; 56. Abt. Berlin 302; M. Rebsch- Berlin 320; 34 Abgang folgenden Wochentage von jeder im Hause eingetretenen Czech Dzielnig 200; A. S. Berlin 50; G. Gebauer- Berlin 200; Arndt- Berl Winkelmann- Berlin 10; Maschinenseger der Firma Ulstein A.- G.- Berl Wohnungsveränderung auf vier Bordruden der vorgeschrie- 1000; B- Berlin 25 000; Angestellte der Ortstrantentasje Nürnberg 718 benen Meldezettel dem zuständigen Polizeirevier vor Schluß der Albrecht- Berlin 50; Senmann- Steglit 50; R.- Reutölln 15 000; A, K.- Berl Dienststunden( 6 Uhr abends) Anzeige zu erstatten. An Stelle 30 000; Angeftellte der Ortstvantentaffe Nürnberg 200; Angestellte der Ort Frankentasse Weißenfee 140; R. 2. Berendsohn 1000; Ungenannt 30 000; des vierten Meldezettels kann das Hausbuch benutzt werden. Summa 367 797 M. Am 10. September 1922 bereits quittiert 197 426,75 m., 81 fammen 565 223,75 902. Berlin, den 1. Oftober 1922. Für den Parteivorstand: Fr. Bartels. Beffere Schulgeldftaffelung. Ein von der vereinigten sozialdemokratischen Stadtverordnetenfrattion eingebrachter Antrag wendet sich gegen die vom Magistrat verfügte Schulgeldstaffelung, auf deren unzulänglichkeit wir fürzlich hinwiesen. Er betont die sozialen Gesichtspunkte der im Juli von der Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Kassierer de Stadtverordnetenmehrheit beschloffenen Richtlinien für die Schul- Sozialdemokratischen Partei: Landtagsabgeordneten Fr. Bartel geldstaffelung, die bei der vom Magiftrat verfügten Staffelung völlig Berlin S. 68, Lindenstr. 3, oder an das Bankkonto des Parte unzureichend berücksichtigt seien. Der Magistrat wird erfucht, seine vorstandes: Fr. Bartels, D. Heinrich, W. Pfannkuch, D. Wel Verfügung zurückzuziehen und eine Sen Stadtverord Berlin, Lindenstr. 3, bei der Diskontogesellschaft Berlin, Depofiter neten beschlüssen gerecht werdende Schulgeldst a ffaffe, Lindenstr. 3, bzw. Postscheckkonto: Berlin N. 7, Nr. 7918 felung durchzuführen. Fr. Bartels, F. Ebert, D. Braun, Berlin SW. 68. Nsrael GEGR. 1815 BERLIN C# KÖNIGSTR.* SPANDAUERSTR. * Kleiderstoffe Schottenstoffe für Kinderkleider, vorzügliche Qualität in 425.- 550.verschied.MusternMtr. Mantel- und Ulsterstoffe Reinwollene Flausch, Velours- und Noppenstoffe in großer Auswahl Reinwollene Stoffe für Kleider und Röcke, in römischen Streifen, 105 cm breit..... Mtr. 950.Unterröcke Unterrock aus Bourettestoff mit plissiertem Ansatz....... 390.Unterrock aus schwarzem Satin mit geblümtem Ansatz 975.Unterrock Reinwoll. Trikot m. Satin- Ansatz Wirkwaren Reinwoll. Damen- Strümpfe ( Kaschmir) schwarz, mit englischer Sohle. Herren- Beinkleider 495.875.Trikot mit warmem Futter... 1450.Schmuckschürze Batist m.Stickerel 190.Blusenschürze Cingham.... 475.Kleiderschürze blau- weißer Kreton.. 950.Damen- Kimono gestrickt 1875.mit Ärmeln, Reinwolle, farbig Damen- Sportjacke Neuheiten für Herbst und Winter: gestrickt, Reinwolle, farbig.. 2850.Ausstellung preiswerter Damenkleidung Bluse aus gestreiftem Fladell, halsfrei oder hochgeschlossen 675.Jumper aus Seidentrikot in verschiedenen Farben.. 2950.Rock marineblauem aus Cheviot.. 895.Rock aus vorzüglichem reinwollenen gestreiften Stoff.... 1950.Kleid aus vorzüglichem Wolltrikot, reich bestickt..7150.Mantel aus grau meliertem praktischen Winterstoff.... Montag, den 2. Oktober 1922 bleibt das Kaufhaus geschlossen Küchen- Wischtücher weiß mit farbigen Karos Größe 5252 cm........ Stück 65.Größe 56 × 56 cm........ Stück 75.Taschentücher weiß Linon mit Kordelstreifen Größe 43 cm..... ........ Stück 37.50 Kissenplatte grau oder schwarz bezeichnet für Buntstickerei, mit Rückwand Größe 42< 60 cm...... Stück 195.Kamelhaarstoff- Schuhe mit Filz- und Ledersohle Umschlagform Gr. 36-42.... 890.3750.Niedertreter Gr. 36-42.... 850.Gr. 43-46.... 950. Groß- Berliner Parteinachrichten. 1. Kreis. Mitte. Montag, den 2. Oftober, 7% Uhr, Sigung der Stadt- und Bezirksverordneten bei Dobroblow, Gwinemünder Str. 11. Dienstag, den 3. Oktober, 7% Uhr, Sigung des Kreisvorstandes mit den Abteilungs. leitungen im Bürgerheim, Alte Gaönhauser Str. 23-24. 2. Kreis. Tiergarten. Montag, den 2. Oktober, 7 Uhr, erweiterte Kreisvor standssigung bei Truimper, Flensburger Str. 3. Erscheinen sämtlicher Ge. Die Mitgliederversammlung der Freien Schulgemeinde" findet Montag, den 2. Oktober, 7 Uhr, Schulaula Waldenserstr. 20, statt. Mitgliedstarten nsib mitzubringen. nossen Pflicht. 3. Kreis. Webling. Montag, den 2. Oftober, 6 Uhr, Besprechung der Stadt, und Bezirksverordneten der geeinten Partel im Ledigenheim, Schönstedt. straße, 4. Stod, 8immer 122. 4. Kreis. Prenzlauer Berg. Montag, den 2. Oftober, 6½ Uhr, erweiterte Streisvorstandssigung mit dem Bildungsausfchuß an der bekannten Stelle. Q. Areis. Areuzberg. Montag, den 2. Oktober, 7½ Uhr, Sigung des Vor. standes der Freien Schulgemeinde mit den Obleuten der Elternbeiräte bei Blum, Planufer 75-76. 12. Kreis. Steglig. Montag, den 2. Oftober, 8 Uhr, Kreisvorstandssigung an bekannter Stelle. Wichtige Tagesordnung. 14. Kreis. Neuföln. Dienstag, den 3. Oktober, 7 Uhr, im Gekretariat, Jäger. ftraße 66, engere Vorstandssigung bei der Organisationen. 15. Kreis bzw. Distrikt. Montag, den 2. Oktober, Uhr, im Restaurant des Genoffen Echöps, Niederschöneweide, Grünauer Str. 8, Gigung des Kreisrefp. des Distriktsvorstandes und der Abteilungsvorstände der bisherigen beiden Parteien. Tagesordnung: Organisationsfragen. 17. Rveis. Lichtenberg. Montag, den 2. Oktober, 7 Uhr, im Rathaus, Möllen. dorfstraße, Zimmer 31, Gigung des Kreisvorstandes in Verbindung mit der Frattion. Sämtliche Abteilungsführer müssen unbedingt erscheinen. Heute, Sonntag, den 1. Oftober: 44. bis 47. Abt. Die Genossen und Genoffinnen beteiligen sich an der Jugendfeier der Arbeiterjugend im Leibniz- Gymnasium, ami Mariannenplag. An fang 7 Uhr. Eintritt 5 M. Schulentlassene frei. Morgen, Montag, den 2. Oftober: 46. bt. 7 Uhr Eigung der Abteilungsleitung mit den Funktionären bei Geißler, Staliger Str. 59. 86. bt. Marienborf. 7% Uhr bei Hoch, Chauffeefte. 44, Funktionärsigung. Cescheinen Pflicht. 106. Abt. Johannisihal. 7% Uhr erweiterte Vorstandssigung mit allen Funt. tionären bei Gobin, Roonstraße. Frauenveranstaltungen: " 34. t. 7% Uhr bei Burmeister, Cabiner Str. 21. Thema: Wirtschafts. fragen". Ref. Gen. Adolf Wufchid. " 1 78. Abt. Schöneberg. 8 Uhr Lotal Soppe, Hauptstr. 56, Frauenversammlung. Tagesordnung: Die Binterarbeit der Arbeitsgemeinschaft der Kinder freunde". Ref. Frau Dr. Roeder.( Arbeiterwohlfahrt, Rinderschutzkom. mission, Elternbeirat, Gewerkschaftskommission werden um Erscheinen gebeten.) 81. Abt. Friedenau. 7% Uhr Luisenschule, Coßlerstraße. Thema: Reuter Abend. Ref. Gen. Hinrichsen. Uebermorgen, Dienstag, den 3. Oftober: 9. Abt. 7% uhr wichtige Funktionärtonferenz bei Hübner, Wilsnader Str. 34, 10. Abt. 7hr bei Trimper, Flensburger Str. 3, Gigung der Funktionäre. Bezirksbücher mitbringen. 11. 6. 7 Uhr Lokal Berger, Levegowstr. 21, wichtige Ronferenz fämtlicher Funktionäre einschließlich Betriebsvertrauensleute. 13. 16t. Lübeder Str. 8. 7 Uhr Gigung der Bezirksführer und Funktionäre bei Teichert, 28. Abt. 7% Uhr Schule Schönhauser Allee 166a, Sigung der gesamten Parteifunktionäre mit den Betriebs- und Beamtenvertrauensleuten. Pünktliches Erscheinen notwendig. 79. bt. Schöneberg. 7 Uhr erweiterte Borstandssigung bei Groß, Gedan. ftraße 17. Aeußerst michtige Tagesordnung. 97. Abt. Reukölln. 7 Uhr im Lehrerzimmer der 5. Gemeindeschule, Mariendorfer Weg, Funktionärsihung. Wegen der wichtigen Tagesordnung Erscheinen der Funktionäre Pflicht. 102. bt. Baumschulenweg. 7% lhr bei saß, Baumschulenstr. 72, Schluß. figung fämtlicher SPD.- Funktionäre. Sungiszialisten. Gruppe Lichtenberg. 7½ Uhr Jugendheim, Bartaue 10, Vortrag: Die Auswirkung des Friedensvertrages von Berfalles". Ref. Gen. Täubert. 38. Abt. Mittwoch, den 4. Oktober, 7% Uhr, Gigung fämtlicher Funktionäre bei Rose, Große Frankfurter Str. 17. Die Bezirksführer müssen die Bücher mitbringen. Funktionärkonferenzen( frühere USPD.) Montag, den 2. Oktober. 4. Diftrift bei Wilmers, Bülowfir. 58, abends 7. Uhr. 5. Diftrift bei Raiser, Goprowsthstr. 34. 6. Diftritt bei Krüger, Putligstr. 10, abends 8 Uhr. 8. Distrikt abends 7 Uhr bei kelinge, Gellerstr. 14. 10. Diftritt abends 7 Uhr bei Ernst, Bellermannstr. 2. 11. Bezirt abends 7 Uhr bei Scheide, Pasteurstraße. 13. Bezirk abends 7 Uhr bei Gliefche, Kopenhagener Straße 72. Sämtliche Kommissionsmitglieder sind hierzu eingeladen. 14. Bezirk um 7 Uhr bei Büttner, Schwedter Straße 23. 15. Bezirk um 7 Uhr Vorstandssitung bei Bartusch, Friedenftr. 88. 17. Bezirk 7 Uhr bei Drelse. Sigung der Distriktsleitung mit Abteilungs. führern, Doleuten, Bezirks- und Stadtberordneten. 18. Beziet abends 7 Uhr Alte Jakobstr. 24. Sämtliche Funktionäre und Kom miffionsmitglieber müssen anwesend sein. Afe- Mitgfieder ber Metallindustrie! Dienstag 6% 1hr Brauerei„ König. stadt", Schönhauser Allee, Versammlung aller AfA- Funktionäre der Groß Berliner Metallindustrie, in welcher en eingebender Bericht über die Mantel tarifverhandlungen mit bem BMI. gegében wird. Es liegt im Interese aller Af- Mitglieder, dafür zu forgen, daß ihre Funktionäre vollzählig au diefer Versammlung erscheinen. Afa Bund, Ortstarte II Groß- Berlin. AfA- Funktionäre aller Branden! Dienstag 6% Ubr Restaurant Störige bant", Große Frankfurter Straße 117, wichtige Berfammlung. Gewert fchaften unb wirtschaftliche Unternehmungen","& inanzierung der Waren berteilung." Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 14. Verwaltungsbezirk( Renren). Dienstag 6 Uhr im Lokal von Kröffeler, Canner, Ede Nemitstraße: Gunttionärversammlung. " 20. Bezier abends 7 Uhr" Reichenberger of", Reichenberger Straße 147. Bollzähliges Erscheinen notwendig. 1. Verwaltungsbezirt( Berlin- Mitte) Situng der früheren USB.- Bezirksund Stadtverordneten und Obleute der Kommunalen Rommission 6% 11hr bei Dobrolow, Eminemünder Straße 11. Bollzähliges Erscheinen brin gend erforderlich. Wilmersdorf- Smargendorf- Grunewald abends 7% Uhr bei tulla, Lauen. burger Straße 21. Schöneberg/ Friedenau abends 8 Uhr bei Baum, Apostel- Baulus- Straße 33. Tempelhof abends 8 Uhr 2. Gemeindeschule Mariendorf, Königstraße Lichtenberg Stabt u. 2and abends 7 1hr außerordentliche Distriftskonferens Deutscher Transportarbeiterverband. Speditionsbranche. Mittwoch im Arbeitsamt, Schreiberbauer Straße( neben dem Jahn- Mealgymna 6 Uhr, Volberfammlung bei Boefer, Beberstr. 17. Bericht vom Verbands fium). Tagesordnung: Der organisatorische Aufbau der Vereinigten tag und der örtlichen Generalversammlung, Bericht über die LohnverhandSozialdemokratischen Partei." lung. Mitgliedsbach legitimiert. Dienstag, den 3. Oftober. Utredter Straße 21. Deutscher Wertmeisterverband. Berfammlung aller Werkmeister und tec nifchen Angestellten der Bigarettenindustrie Dienstag 5 Uhr im Restaurant Neue Schleufe, Am Müblenbamm. Achtung, Bimmerer! Donnerstag abend 6½ Uhr im Fürstenhof", Köve 9. Distrikt abends 7 Uhr außerordentliche Funktionärkonferens bei Kroll, soch, Beton- und Tiefbaugewerbes, forte fämtlicher Fabritbetriebe. nider Straße 137, Verfammlung fämtlicher Plaz- und Baudelegierten des Da es fich um eine äußerst wichtige Tagesordnung die letzten Vorgänge in unferem Beruf bandelt, ist es unbedingt notwendig, daß jede Arbeitsstelle burch ihren Bertrauensmann vertreten ist. Berbandsbuch sowie Betriebs ratsausweis legitimiert. Cer Borstand. Um 15. Distrikt um 7 Uhr bei Heinrich. Lange, Ede Krautstraße. 19. Diftrift 7 Uhr Vorstandssitzung bei Bieler, Dieffenbachstr. 76. 16. Diftrift bei Koblenz, Borbagener Straße 17. 8% Uhr im gleichen Lokal Diftrittsfunktionärfonferens. 12. Verwaltungsbezirk Steglit 18 Uhr bei Lensli, Lichterfelde, Hindenburgdamm 55, Boufiyung sämtlicher Funktionäre der Ortsgruppe und des Distrikts. Jeder Funktionär muß unbedingt anwesend fein. 15. Berwaltungsbezitt Treptow Funktionärversammlung Niederschöneweide, Berliner Straße bei Roß. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 1. Oktober: Schulentlassungsfeier ber Abteilungen Reichenberger und Räpenider Bier. tel. Mufit, Chorgesang, Brolog, Festansprache ,, Rezitationen und Aufführung des Jugendspieles von E. R. Müller Blühende Erde". Anjang 7 Uhr. Ein tritt 5 Mart. Jugendfeier ber Abteilung Schöneberg I in der Aula der Uhlandschule, Kolonnenstraße. Eintritt für Erwachsene 5 Mart. Sculentlassungsfeier ber Abteilung Weißensee im Jugendheim. Gefang, Musit, Feftrede, Rezitationen ernster und heiterer Art, Steigen und Gesellschafts. Spiele. Anfang 7 Uhr. Morgen, Montag, den 2. Oktober: Baumschulenweg. Jugendheim Ernststr. 16, Mitgliederversammlung. Vorträge, Vereine und Verfammlungen. 11 Zentralverband der Schuhmacher. Montag 7 Uhr Bezirksversammlungen Gantte, Schillerstr. 34. der Maß- und Reparaturschuhmacher in folgenden Lolalen: Charlottenburg: Steglip: Behnke, Heesestr. 1. Westen; Wiemers, straße 84. Ost- Lichtenberg: Hoffmann, Gubener Straße 5. Bülowftr. 58. Neukölln: Ahlburg, Bietenstr. 58. Südost: Görlich, Adalbert Norden: Lokal, Usedomftr. 12. Moabit: Marr, Oldenburger Straße 10.( Ausgabe der lung der Schäftemacher. neuen Tarife.) Dienstag 6 Uhr Köpenider Straße 127a Branchenversamm Strobbut- und Umpreßbetriebe bei Bilfe, Sebaftianftr. 39, Deutscher Hutareciterverband. Montag 5 Uhr Bersammlung der Damen-, Richtung Amsterdam im Gemeinde- und Staatsarbeiterverband. Montag 6 Uhr im Lokal önigebant", Große Brankfurter Straße 117, Bersammlung aller Funktionäre der nichtung Amsterdam. Tagesordnung wire in ber Ber fammlung bekanntgegeben. Mitgliebsbuch der USB. und SPD. legitimiert. Jeber einzelne muß erscheinen. Schwanebed- Scheumberg. Bund der Kriegsverlegten, Witwen und Waisen der Tschechoslowakischen Republik, Ortsgruppe Groß- Berlin. Nächste Monatsversammlung Dienstag, ben 3. Oftober, pünktlich 8 Uhr abends, im Gesellschaftshaus, Dresdener Straße 116. Berliner Arbeiter- Schachklub. Einführung in die braktische Schachbartie. Vortrag von Schachfreund Wilhelm Schweißer Dienstag, den 3. Oktober, abands 7% Uhr, im Letal von Gütig. Neuföln, Donauffe. 105. Sonntag, ben 22. Oktober: Beginn eines& ft e turniers um die Mei ft efaft bon euroIIn und eines Lebrturfes für Anfänger. Anmel dungen jeden Dienstag abend und Sonntags bormittags im selben Lokal. Bereinigte Berbände heimattreuer Oberschlefier, Drtsgruppe Berlin- Wil mersdorf. Monatsversammlung am Dienstag, den 3. Oftober, abends 8 Uhr, im Bittoria- Garten, Wilhelmsque 114/15, Lichtbildervortrag:" Unser schönes Oberschlesien." Misterverbend Schöneberg. Dienstag 7% Uhr in der Sobenzollernschule, Eintrittskarten Belziger Straße 48, Filmborführung: Die weiße Seuche, 88. in der Geschäftsstelle Albertstr. 15( nachmittags von 4-6 Uhr und beim Genoffen Dr. Glafer, Sauptstr. 10, 9-12, 3-5 Uhr). Berliner Schwimalus„ Bellas". Außerordentliche Monatsversammlung Mittwoch, ben 4. Oftober, 8% Uhr, im Klubheim Reft. Brüdenkopf, Rott bufer Straße 12. Arbeiter- Samariter- Buns, Rol. Beinidendorf. Donnerstag 7½ Uhr Kursusbeginn in Tegel, Tresdenstr., Gemeindeschule. Geschäftliche Mitteilungen. Der Herbst- Winter- Ratalog ber Firma Heinrich Jordan, Berlin S. 68, Marigrafenftr. 84/88, ift erschienen und wird auf Wunsch postfrei zugeschickt. Derfelbe dürfte ein wiltommener Berater bei Anschaffungen sein. Die neue Hauptpreisliste der Firma Rudolph Gergag für Herbst und Winter ist erschienen. Sie enthält neben ben Reubeiten in Eeide und Kleiderstoffen die neuesten Schöpfungen der Mode für Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, sowohl fertige leider und Mäntel, wie auch Hüte und Schuhwaren, Aber auch Wäsche, Gardinen, Borhänge, Teppiche und Möbel firb in reicher Auswahl zusammengestellt. Die Preisliste wird auf Wunsch kostenles augesandt. Achtung! Montag abend 6% Uhr in ben eminhalen, Rommandanten. Wetter bis Montag mittag. Nach vorübergebender Aufheiterung ftraße 58-59, Sigung ber Detsvereine der Gewerkschaften, ber Gewerbe- wieder überwiegend trübe mit wiederholten Regenfällen und geringer Er gerichts, Naufmannsgerichts, Junungsschiedsgerichts- u. Schlichtungsausschwärmung bei auffrischenden südwestlichen bis westlichen Binden. Beifizer. Bortrag des Herrn Dr. Botthoff. AfA- Bund, Ortskartell Groß Berlin. Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend. Dienstag abend 6% Uhr im Neftaurant Königsbant", Große Frankfurter Straße 117, Bersammlung aller freigewerkschaftlichen Funktionäre, Tagesozb nung: 1. Gewerkschaften und wirtschaftliche Unternehmungen. 2. Finanzie rung ber Warenverteilung. Wir bitten um bestimmtes unb pünktliches Ce fcheinen. Gewertschaftskommission Berlins und Umgegend. AfA- Bund, Ortstartell Groß- Berlin. Achtung, MetaKarbeiter der Südenbezirke 8-10, Amfterdamer Richtung! Dienstag nachmittag 4% Uhr wichtige Besprechung fämtlicher Funktionäre der unbedingt vertreten sein. Erstklassige Herrenbekleidung Anzüge, Paletots, Schlüpfer, prima Stoffe Vollwertiger Ersatz für Maß:: Zivile Preise Amsterdamer Richtung im Gewerkschaftshaus, Saal I. Beber Betrieb mus MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 In Betrieben, wo fein Gewerkschaftsfunktionär unferer Richtung ist, wird erfucht, einen Kollegen von der Belegschaft zu entfenben. Berbandsbuch und Barteiausweis legitimiert. Der Fraktionsvorstand. Sozialdemokratische Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre bes SG.. Konzerns. Dienstag 7 Uhr in der Aula des Gymnasiums Weinmeisterstr. 16 Wahl des Fraktionsvorstandes. Geschäftliche Mitteilungen. Mitgliedsbuch der SPD. und der USPD. legitimiert. Rood. B. Krüger. 12. Bezirk abends 7 Uhr bei Hoffmann, Lychener Straße 8. Erscheinen aller Bersammlung. Funktionäre bringend notwendig. Stoffe für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Verkauf meterweise Koch& Seeland F Gertraudtenstraße 20-21. b. H. 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Beilage des Vorwärts Die Soziale Bauwirtschaft", das Organ des Verbandes fozialer Baubetriebe, das auf einer Gigung am 22. Geptember in Köln das bekannte Abkommen mit franzöfischen Geschädigten über Wiederaufbaulieferungen auf gemeinwirtschaftlicher Grundlage ausgearbeitet bat, veröffentlicht über die Verhandlungen Einzelheiten, denen wir das Folgende entnehmen: Sonntag, 1. Oktober 1922 Sachawachiak der Eskimo. ( Inhalt der bisher erschienenen Kapitel unseres Romans.) effe des Deutschen Reiches liegt. Das Attionskomitee der zerstörten Gebiete hat sich darum an uns mit der Bitte gewandt, die Baustofffieferungen nach Frankreich auf gemeinwirtschaftlicher Grundlage zu betreiben. Wir haben diesem Wunsche grundfählich zugestimmt, jedoch im Interesse des Deutschen Reiches die Bedingung gestellt, daß wir die Baustoffe den Geschädigten nur zu bem französischen Inlandspreise zur Verfügung stellen ein Estimowohnplay. Mehr als fünfhundert Männer mit Frauen Auf der nördlichen Spize von Alaska liegt, von Eis umschlossen, fönnen. Einig waren wir auch darin, daß die französische Ver- ein Estimowohnplay. Mehr als fünfhundert Männer mit Frauen tragspartei als Treuhänder für die französischen Geschädigten und und Kindern haben dort ihr Heim. Die Eskimos nennen ihren die deutsche Vertragspartei als Treuhänder für die Interessen Wohnplay Nuwuf, die Weißen nennen ihn Point Barrow. Der tonangebende Mann und Häuptling des Blazes ist Sacha des Deutschen Reiches tätig zu sein haben. wachiat, dessen Frau Igluruk als die schönste an der ganzen Ueber den Abschluß eines Leistungs- und Lieferungsvertrages Rüfte gilt. Ihr Vater war ein Weißer, daher wird sie von Sachawurde grundsägliche Uebereinstimmung herbeigeführt. machiat als eine Art höheren Wesens verehrt und behandelt. Er Die Vertreter des französischen Aktionskomitees teilten uns mit, Beide Parteien vereinbarten, Anfang Oftober erneut in Berlin zu befreit fie von den schweren Arbeiten der Frauen und erfüllt ihr alle daß die französische Regierung dem Abschluß eines Abkommens zwischen dem Aktionskomitee und dem Verband sozialer Baubetriebe sammenzukommen, um den Vertragsabschluß formal zu vollziehen, Wünsche. Eines Tages trifft, wie alljährlich zu bestimmter Zeit, nicht mehr ungünstig gegenüberstehen könne, nachdem Stinnes und wenn das Aktionskomitee der zerstörten Gebiete die grundsägliche eine Walfischfängerflotte von weißen Männern am Estimoſtrande Zustimmung der französischen Regierung insbesondere für die Be- ein, um Tauschhandel zu treiben. Nun geht es lebhaft zu im einMarquis de Lubersac, der Präsident der Allgemeinen Genossenschaft reitstellung von Reparationsfohle zur Erzeugung von Baustoffen in samen Nuwuf, die Seeleute scherzen mit den Eskimomädchen und für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete, einen Lieferungsver- Deutschland herbeigeführt hat. bringen den Männern das Wunderwasser der Weißen", den Spiritus. Orgien werden in der hellen Bolarnacht gefeiert. Man zankt trag bereits abgeschlossen haben. Es wurde mitgeteilt, daß Luber Die Gefahren des Stinnes- Abkommens find für das Deutsche und prügelt sich, Eingeborene und Weiße durcheinander. Als es sac den Vertrag mit Stinnes nicht im Auftrage seiner Organisation, sondern als Person abgeschlossen habe, Dies Reich und für die Hand- und Kopfarbeiter Deutschlands so groß, Herbst wird, verläßt die Flotte den Fangplatz und geht wieder füdsei dadurch möglich, daß der Generalsekretär einer Geschädigten- daß das werftätige Bolt alle Veranlassung hat, sich hinter unsere wärts. Ein Schiff, der Walfischfänger Bowhead", wird vom Eis organisation zugleich das Recht habe, als Mandatare( Beauftragter) Bemühungen zu stellen und den Abschluß eines Konkurrenzvertrages zerquetscht und seine Besatzung auf die anderen Schiffe verteilt. für die Beschädigten aufzutreten. Nicht richtig sei es auch, so wurde gegen Stinnes- Luberfac nicht nur moralisch, sondern auch mit Zurüd im öden Numut bleiben die Esfimos. Der Winter hat angefangen und das Zusammenleben mit den Weißen hat Krankheiten uns versichert, daß hinter der Organisation Luberfac 70 und mehr allen zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen für Männer und Frauen gebracht, Krankheiten, die die Eingebore= Prozent der Geschädigten stehen, richtig sei vielmehr, daß ein Kräften zu stüßen. großer Teil der Geschädigten überhaupt nicht or ganisiert sei, und daß das Aktionskomitee, das sich an uns gewandt hat, einen nicht unerheblichen Teil der Geschädigten Nordfrankreichs in sich vereinigt. erhalten sollen. Zur Lage des Arbeitsmarktes. nen zwar von früheren Besuchen her tennen, gegen die ste aber fein Heilmittel befizen. Außerdem: man war nicht mehr allein wie vorher. Drei weiße Männer hatten sich am Wohnsiz niedergelaffen. find Seeleute, der dritte ist ein Missionär namens Edward Zwei von ihnen, Jim Hadlett und der schwarze Joe", Hastings. Aus„ Bowheads" Wrack hatten Hacklett und Joe sich ein Haus gebaut, und fern von ihnen wohnte Haftings in SachaDie Estimos wollten, altem Brauche gemäß, den im Brad des „ Bowhead" in großen Massen vorhandenen Proviant für fich in Anspruch nehmen, aber Jim und Joe belehrten sie, daß die Weißen ihr eigenes Gesez hätten: Was einmal Eigentum eines weißen Mannes gewesen ist, bleibt Eigentum der Weißen, solange ein weißer zur Stelle ist, um das Erbe anzutreten. Die beiden fremden Seeleute schalteten nun als Herren unter den Eskimos, sie konnten fich für ihren Spiritus faufen ,, was sie begehrten- auch Frauen. Hütte sißt der weise Ujarat, erzählt alte Sagen und warnt die Eine Zeit des Unfriedens brach über Nuwuf herein. In der größten die Sonne wieder, und Sachawachial beschließt, auf die Renntierjagd auszuziehen, um für Igluruf frisches Fleisch zu schaffen. Der schwarze Joe verspricht ihm die Ausrüstung der Expedition, die drei Wochen dauern foll. Auch werde er für 3giuruf forgen, solange der Gatte abwesend sei. In Sachamachiat fämpft es. Er fonnte durch die Reiſe viel gewinnen, aber durfte er Igluruf zurücklassen? Er entschließt sich, zu reisen, und am Tage nach seinem Aufbruch zieht Iglurut zu den Weißen, als die Frau des schwarzen Joe. Ihr Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen im Reich hatte zu Ende August 1922 mit 11 960, darunter 8191 männlichen und Die Geschädigten Nordfrankreichs haben die Gefahren des 3769 weiblichen, ihren Tiefpunkt erreicht. Dasselbe gilt von der Stinnes Bertrages für fie flar erkannt. Insbesondere sind Bahl der Zuschlagsempfänger( unterstüßungsberechtigten Familien wachials Hütte. Bald entstand Zwietracht wegen des Strandgutes. fie zum großen Teil darüber empört, daß sowohl Stinnes auf angehörigen der Bollerwerbslosen), die zu Ende August 14 367 beDeutscher Seite wie auch die Mandatare, das sind staatlich fant- trug. Gegenüber den ebenfalls schon sehr niedrigen Ziffern der vor tionierten Baustoffhändler, 6 Prozent der deutschen sowohl wie angehenden Monate konnte der Rückgang natürlich nur noch gering der französischen Baustoffpreise als Vermittlungsgebühr fein. Bu beachten bleibt, daß nur ein Teil der Erwerbslosen in Deutschland Unterstüßung empfängt, daß also die wirkliche Zahl Die Mandatare sind seinerzeit von der französischen Regie- der Erwerbslosen nicht unwesentlich höher angenommen werden rung gefchaffen worden, damit die Vermittler unter ihrer muß. Kontrolle die Geschädigten nach bestimmten Anweisungen in dem Die seit einiger Zeit erwartete Verschlechterung des Arschädigten, die sich der Mandatare bedienen, müssen Teile ihrer Berichten der Landesarbeitsämter ist in den meisten Teilen des Wiederaufbau ihrer Heimstätten unterstüben sollen. Die Ge- beitsmarktes iſt im September tatsächlich engetreten. Nach den daraufhin durch die Hand der Präfektur einen Kredit für die Be- Allerdings kommt sie in den mäßig wachsenden Erwerbslosenziffern schaffung von Baustoffen. Dieser Kredit ist nicht größer als die nicht voll zum Ausdruck, da bekanntlich vor Entlassungen im Regel Gumme der Ansprüche, die die Gschädigten an die Mandatare ab- fall Arbeitsstreckung Blaz greift und außerdem die Erwerbslosen Der Wiederaufbauminister hat den Mandataren unterstützung erst nach Ablauf einer einwöchigen Wartezeit gewährt Das wird. Die ungünstigere Entwicklung des Arbeitsmarktes wird durch feste Tarife für ihre Vermittlungsgebühren festgesetzt. Höchstmaß der Vermittlungsgebühren ist provisorisch auf 6 Prozent die Jahreszeit nur zum Teil begründet. Stärker ist der Einfluß der des Preises festgesetzt, den der Mandatar an die deutschen Baustoff- wirtschaftlichen Störungen zu bewerten, die infolge der schwanlieferanten zu zahlen hat. Die Mandatare verhandeln mit den tenden Baluta und der Kohlenlieferungen aus dem Friedensdeutschen Baustofflieferanten, schließen Verträge ab und haben den vertrage zu verzeichnen find. Empfang der Waren zu überwachen. Dieses ganze Geschäft geht auf Kosten und auf Rechnung der Geschädigten. Die zu Genos fenschaften zusammengeschlossenen Geschädigten haben durch eine Verfügung der französischen Regierung das Recht erhalten, die Vermittlung der Baustoffe selbst in die Hand zu nehmen. Den Genossenschaften kann durch den Präfeften für Naturallieferungen ein Kredit eingeräumt werden, der 50 Prozent der Bausumme des für das laufende Jahr aufgestellten Wiederaufbauprogramms nicht überschreiten darf. Diese Summe 100 holländische Gulden. wird jedoch als zurückzahlbarer Borschuß nur denjenigen Genossenschaften zugeführt, die Baustofflieferungsverträge mit deutschen 1 argentinischer Papier- Befo Firmen abgefchloffen haben. Der Stredit bleibt nach wie vor auf 100 belgische Frank. 25 Prozent beschränkt, sofern die Baustoffe nur dem französischen 100 norwegische Kronen. 100 dänische Kronen Inlandsmarkt entnommen werden. 1 Dollar Die Lubersac- Genossenschaft hat mit den französischen Bau- 100 schwedische Kronen. 100 finnische Mart unternehmer- und Architektenorganisationen ein Uebereinkommen geschlossen, nach dem zentrale und dezentrale Baubeschaffungsausschüsse 1 japanischer Den.. die Einfuhr und Verteilung der Baustoffe, die aus Deutschland 100 italienische Lire fommen, überwachen sollen. Eine ähnliche Organisation 1 Pfund Sterling plant auch das Attionsfomitee für die zerstörten Gebiete für die Geschädigten, die ihm angeschlossen sind. Nachdem das Bemelmans- Abkommen und das Gillet- Abkommen die von Rathenau und Loucheur geplanten Leistungs- und Liefe rungsverbände ausgeschaltet hat und den direkten Berkehr zwischen französischen Besteller und deutschen Erzeugern zuläßt, wird in den Kreisen der französischen Geschädigten die Befürchtung wach, daß dieser direkte Verkehr zu einer Steigerung der Baustoffpreise führen fann, die weder im Interesse der Geschädigten, noch im Interesse des französischen Staates, noch im Inter Devisenkurse. • 100 franzöfifche Frank 1 brasilianischer Milreis. 100 Schweizer Frant. 100 fpanische Besetas 100 österr. Stronen( abgeft.) 100 tschechische Kronen... 100 ungarische Kronen. 100 bulgarische Lewa. • 30. September Käufer- Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 29. September Käufer. Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs Mann war wieder der erste Mann in Nuwuf, und diesmal sogar ein Weißer! Die Estimos lachten: Dummer, leichtgläubiger Sachawachiat, wie durfte er sich einbilden, es mit den Weißen aufnehmen zu können! Gein Ansehen ist dahin. Der betrogene Gatte erhält Runde von dem, mas daheim geschehen ist, und in rasender Eile bricht er nach Hause auf. Als Joe von seiner Rückkehr hört, ergreift er mit Iglurut die Flucht. Sachawachiat wird bei seiner Anfunft von Jim Hacklett frech verhöhnt. Es kommt zum 3meikampf und der Eskimo trägt eine schwere Verwundung am rechten Arm 63670.30 63829.70 63670.30 63829.70 davon, die ihn für einige Tage auf das Krantenlager wirst. Dann 579.75 581.25 mill er die Verfolgung der Entflohenen aufnehmen. Aber er tann 579.27% 580.721, 11685.35 11714.65 11635.40 11664.60 nirgends Hunde für seinen Schlitten bekommen. Jim, der all28024.90 28095.10 27989.95 28060.05 mächtige, gefürchtete Weiße, hat den Estimos verboten, ihm melche 33483.05 33566.95 33587.95 33672.05 zur Verfügung zu stellen. Da bricht Sachamachiat zu Fuß auf. 43245.85 43354.15 42946.25 43053.75 Er weiß, wo das Paar zu finden ist, und wird furchtbare Rache 3604.50 3625.45 3634.55 nehmen. Joe und Iglurut haben inzwischen Icy Cape erreicht, 783.- wo sie im Hause weißer Männer fizzen und von ihrer schwierigen 6898.65 Reise erzählen. Einer der Weißen, Fips nennt man ihn, nedt 7220.95 7239.05 Joe mit seiner Furcht vor Sachawachiat und rät ihm, wieder nach 1627.96 1632.04 3595.50 794.- 796.6976.25 6993.75 7191.- 7209.1647.93 1652.07 12543.30 12565.70 190.76 191.24 30961.25 31038.75 24968.75 25031.25 2.2012 5068.65 2.241/ 2 5081.35 65.91 66.09 983.75 986.25 100 Bolenmart gelten etwa 19,25 m. 781.6881.35 12359.50 12390.50 187.76 188.24 30486.80 30563.20 24569.25 24630.75 2.13 2.17 5003.70 5016.30 63.92 64.08 988.75 991.25 umut zurückzukehren. Kaufe Deinen Trauring direkt in der Fabrik H. SCHNEIDER& SOHN jetzt Französische Straße 15, vorn II. 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