Nr.475 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 231 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Defterreich und Luxemburg 346,- M, für das übrige Ausland 515,-M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart. England, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, Tschechoflowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 50,- M. Reklamezeile 230,- M. Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10,- M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes weitere Wort 5,- M. 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Nach der Strafprozeßordnung müsse die Verhandlung in ununterbrochenem Zusammenhang und in Anwesenheit sämtlicher Angeklagten geführt werden. Also gebe es kein Mittel, die Verhandlung etwa in Abwesenheit von Günther und Warnecke fortzusetzen. Wie es heißt, haben Günther und Warnecke von vergifteten Pralinés gegessen, die ihnen gestern zugeschickt worden sind. Das Gift in Pralinés. Ueber den Eindruck, den das Giftattentat auf das Gericht und die sonstigen Beteiligten machte, erhalten wir aus Leipzig noch folgende Darstellung: B. S. Leipzig, den 7. Oktober 1922. Die heutige Verhandlung des Rathenau- Mordprozesses begann mit einer Sensation. Der Beginn der Verhandlung verzögerte fich im Gegensatz zu den vorherigen Tagen ungebührlich lange. Der Borsizende, Senatspräsident Dr. Hagens, hatte die Mitglieder des Gerichtshofes zu einer Sigung vor Beginn der Verhandlung versammelt, und auch der Oberreichsanwalt Ebermayer fonferierte eifrig mit den Verteidigern und dem Gefängnisarzt der Untersuchungsanstalt I in der Beethovenstraße, in der die Angeflagten untergebracht sind. Sehr bald sicherte das Gerücht durch, daß die Weiterführung des Prozesses in Frage gestellt fei, da in der letzten Nacht Senatspräsident Dr. Hagens von den Vorfällen in der Nacht mit-| zahlreich, daß sie endlich einmal ganz gestopft werden müssen. feilung. Oberreichsanwalt Ebermayer verfügte infolgedessen die so- Sonst steht der Republik trotz des Schutzgesetzes der schlimmste fortige Beschlagrahme der noch vorhandenen Reste Schaden bevor! des konfekts, die dem Gerichtschemiter zur Prüfung übergeben wurden. Das Resultat der Untersuchung liegt noch nicht vor. Wie wir von anderer Seite erfahren, besteht der Verdacht, daß die konfettfüllung Typhusbazillen enthielt, da die Krankheitserfcheinungen größtenteils Typhussymptome bilden. Eine genaue Untersuchung dürfte jedoch erst am Sonnabend abend möglich sein. * Gift in Bonbons. Nach der Erkrankung der Angeklagten, die von den vergifteten Bonbens gegessen haben, ist die Hypothese aufgetaucht, daß die Bonbons mit Typhusbazillen infiziert worden seien. Auf unsere Anfrage, ob eine derartige Vergiftung möglich sei, teilt uns Genoffe Dr. med. Alfred Bener folgendes mit: Bon einer Absendung eines Liebesgabenpakets an die Ange- Eine absichtliche Vergiftung durch lebende Bezillen ist an sich flagten ist der Firma Sarotti, wie wir foeben erfahren, möglich. Es ist auch möglich, Nahrungsmittel mit derartigen Kranknichts bekannt. Die Direktion hat sofort alle denkbaren Schritte heitserregern zu durchfezen, falls sie in faltem Zustande herin die Wege geleitet, die zur Klarstellung der ganzen Angelegenheit gestellt werden, während bei einem bestimmten Wärmegrad die zweddienlich sein tönnen. Eine Umfrage bei sämtlichen Fi- Krankheitserreger absterben würden. Ferner kann der Täter auch lialen, ob und wann eine Bestellung aufgegeben wurde, daß ein die zu vergiftenden Nahrungsmittel nach der Herstellung äußer. Päckchen Konfekt an den Angeklagten Günther zur Absendung ge lich mit Krankheitserregern bestreichen. Hierzu würde sich z. B. 5 Angeklagte an Vergiftungserscheinungen erkrankt langen follte, verlief ergebnislos. Die Direktion hat angeord- das Burstgift( Botulinus) eignen, das bekanntlich auf einen lebennet, daß in den Ladengeschäften der Firma Sarotti alle Verkäufe- den Bazillus zurückzuführen ist. Man kann statt der Bazillen selber feien. Wie erinnerlich, hatte schon die gestrige Nachmittagsfißung rinnen in dieser Angelegenheit nochmals eingehend vernommen auch die giftigen Ausscheidungen von Krankheitserregern benutzen. zweimal unterbrochen werden müssen, weil der Angeklagte Günther werden sollen. Die Untersuchung des dem Angeklagten Günther sich außerstande fühlte, der Berhandlung folgen zu können. Heute übersandten Ronfetts steht noch aus. morgen meldeten sich auch Ernst Werner Techow, Warnede, Steinbed, Plaas und Tillessen frant. Die genannten Angeklagten sahen in der Tat bleich aus und hielten sich nur mit Mühe auf Zureden der Verteidiger aufrecht. Gegen 10 Uhr erschien dann der Gerichtshof im Saal und Senatspräsident Dr. Hagens verkündete: „ Nach den Mitteilungen, die mir gemacht worden sind, ist es den beiden Angeklagten Barnecke und Günther infolge eines Unfalles nicht möglich, der Verhandlung zu folgen. In der Tat ist nach Auskunft des Gefängnisarztes Warnede so schwer er franft, daß er verhandlungsunfähig ist. Aber auch Günther ist nach der Bekundung des Arztes sehr leidend. Da nach der Strafprozeßordnung es unmöglich ist, ohne die beiden Angeklagten weiterzuverhandeln, und da eine Abtrennung ihrer Sache von der Hauptanklage nicht möglich ist, so vertage ich die Verhandlung bis Montag früh 9 Uhr. Nach Ansicht des Arztes ist es fast sicher, daß die beiden Angeklagten bis dahin wiederhergestellt sind." Hierauf wurde die Berhandlung geschlossen. Einzelheiten: „ Verräter gehen um die Ecke!" Wahrscheinlich sind derartige Vergiftungsmethoden jedoch nicht, weil die organische Chemie Gifte genug fennt, die weder mit dem Geruch noch mit dem Geichmad wahrzunehmen sind und vor den Bazillen den Vorteil für den Täter haben, daß sie haltbar sind und ihre giftige Wirkung daher auch bei späterem Genuß der Nahrungsmittel eintritt. Zu diesen Giften gehören z. B. die Cyansalze, so das häufig zu Giftzweden verwendete Cyankali. Welches Gift im vorliegenden Falle verwendet worden ist, kann natürlich nur die genaue Untersuchung des giftigen Konfefts und der Vergifeten ergeben. Die eigentlichen Angeklagten. Deutschvölkische Mordpolitit. Selbit Diese Vergiftungsaffäre wirkt wie eine ungeheure Sensation. Jedermann wirft die Frage auf, woher die vergifteten Pralinés gekommen sein können. Wer hat ein Interesse daran, dem Angeklagten Günther Gift in die Belle zu senden? Und warum gerade dem Günther, der doch von den deutschnationalen Verteidigern als ein pathologischer Renommist hingestellt wird? Allerdings hat Günther in feiner fomödiantenhaften Art mehr ausgeplaudert, als den Drahtziehern lieb sein konnte. Vielleicht hätte er noch mehr geprochen, wenn er in schärferes Kreuzperhör genommen worden Rathenau- Prozeß, daß hinter den 13 auf der Anklagebant Wir sagten schon in unserem ersten Bericht über den wäre. Und da Berräter bei uns um die Ecke" gehen, wie der Mörder Kern dem Garagenbefizer Schütt er- Angeklagte ständen. Diese Angeklagten sind die miliSigenden stärkere und eigentliche, aber unsichtbare flärte, und da die Feme gegen Verräter eine der gefährlichsten tärischen Organisatoren der deutsch völlischen Waffen der Organisation C ist wie schon im Erz- Geheimbünde und die reichen Förderer der berger- Mordprozeß festgestellt wurde so find Vermutungen deutschvölkischen Mordpropaganda. nach dieser Richtung durchaus naheliegend. die Aussagen der Hauptangeklagten weisen auf die eigentWeber die Erkrankung der Angeklagten, Indessen wollen wir nicht voreilig Behauptungen auf- lichen Drahtzieher der deutschvölkischen Bewegung: auf die die zu lebhaften kommentaren Anlaß gab, erfahren wir folgende linés zur Untersuchung überwiesen sind, wird prüfen, ob und anderen Helfershelfer des Hochverräters Kapp hin. Diese stellen. Der Gerichtschemiker, dem die übrig gebliebenen Pra- Umsturzagenten der Ehrhardt- Division und auf die Am Donnerstag hatte der Angeklagte Günther im Reichsgericht die den Herren Mordverschworen en ins Untersuchungs- nationaler, großagrarischer und schwerindustrieller Kreise gewelche Art von Gift der füßen Speise beigemengt worden ist, Agenten sind aber aus den geschwollenen Geldbeuteln deutschein patet mit Schokolade erhalten. Als Abfender war die gefängnis geliefert wurde. Es wird aber auch notwendig speist worden, aus diesen Geldbeute! n, die nebenher die riesi Firma Sarotti in Berlin angegeben. Der postalische Auf- fein, zu prüfen, wieso und warum es möglich war, daß diese gen Kosten für die deutschvölkische Mordpropaganda aufgabestempel ließ erkennen, daß das Pädchen in Moabit auf gegeben worden ist. Dem patet war ein Brief beigefügt, der können. Sie haben zwar als Untersuchungsgefangene das Hochflut der deutschvölkischen Flugschriften, von Werf" und Art von Angeklagten Näschereien in die Zelle bekommen brachten. Wer zählt die Millionen zusammen, mit denen die die Schokolade als eine Liebesgabenfendung erscheinen Recht auf Selbstbeköstigung; aber früher wurde doch dieses Merkblättern" bezahlt werden mußte? Daß diese„ Literalieh. Es handelte fich bei der Sendung, wie wir weiter hören, um Recht dahin beschränkt, daß die Speisen aus einer bestimmten, tur" aber direkt zu einer Mord- und Totschlagspropaganda gefülltes Konfekt. In der Freitagverhandlung aß Günther von der mit der Gefängnisverwaltung im Vertragsverhältnis stehenden ausartete, das weist das soeben im Verlag der Buchhandlung Liebesgabenfendung und bot in der Mittagspause, während derer jämtliche Angeklagte in einem besonderen Zimmer unter- Wirtschaft bezogen werden mußten. Die deutschnationalen Vorwärts erschienene Schriftchen: Arisches Kaisergebracht sind, den anderen in Haft befindlichen Angeklagten an. Fast Mordverschworenen genießen also in der Republik Bergünsti- reich oder Judenrepublik von Carlo Mierendorff alle aßen davon. Am Freitag nachmittag fühlte sich Günther, gungen, über die sie wirklich herzlich froh sein können und die an den Breßerzeugnissen deutschvölkischer Sudelfabrikanten da er am meisten gegeffen hatte, bereits start unwohl, so daß end- alten Regime faum gewährt worden sind. Gerade dieser Serie etwa sozialdemokratischen Untersuchungsgefangenen unter dem nach. lich um 3 Uhr die Berhandlung abgebrochen werden mußte. Macht ganze Arbeit mit den Juden," schreibt von Angehörigen einer zu allem entschlossenen Geheimorgani- da der deutsche Volksrat", Dr. Heinrich Budor, Leipzig fation gegenüber wäre doppelte Vorsicht am Blake ge-( Hand- und Werfzettel Nr. 3. ,, Deutscher Volksrat" wesen. Statt ihrer findet man eine faum verständliche Nach- Bestien reizt man nicht, man tötet sie". erkrankten auch die anderen Angeklagten. Besonders heftig zeigten ficht, die geeignet ist, unangenehme Ueberraschung in allen fich Vergiftungserscheinungen bei Warnede, der Magen- und Kreisen auszulösen. Herzkrämpfe befam, aber auch bei Ernst Werner Techow, Man muß erwarten, daß die Untersuchung dieses neuen Steinbed, Plaas und Tillefsen stellte fich heftiges Erbrechen und Verbrechens, das die Sühne für das alte hinauszuschieben Diarrhoe ein. Der Direktor der Gefangenenanstalt I, v. Tech- bestimmt ist, mit aller gebotenen Gründlichkeit und aller Bewih, ließ sofort durch den Gefängnisarzt fämtliche Angeklagte unter- fchleunigung geführt wird Ihr Ergebnis könnte gerade für fuchen und Beruhigungs- und Gegenmittel verabreichen. Die Weiterführung des schwebenden Prozesses vorausgeTrohdem gelang es nicht, die auffälligen Krankheitserscheinungen setzt, daß nicht durch Todesfälle die Unterbrechung erzwungen bis zum Morgen zu bekämpfen. Bereits am Sonnabend morgen wird neues Licht bringen Die Kanäle der mit Hand machte Direktor v. Techwiz dem Oberreichsanwalt Ebermayer und granaten, Blausäure und Gift arbeitenden Dunkelkreise sind so In der Nacht zum Sonnabend 11 In einem Flugblatt der Deutschen Vereinigung für Wahrheit, Voltsaufklärung und Volksgesundung( E. B.), Leipzig, E. Behrs Verlag, heißt es: Auf zur Tötung, auf zum offenen Kampf gegen die Blutsauger". Das auf einer Posttarte verbreitete Gedicht: Wie es tommt", fündet ,, allen Judasbrüdern" den nahen roten Tag" an, an dem sie wie tolle Hunde" niedergeschlagen werden sollen. Auf die deutschvölkische Tonart waren schon die Kundgebungen des Kapitäns Ehrhardt gestimmt, in denen dieser kurz vor dem Zusammenbruch des Kapp- Putsches( Rede an seine Die von den Kapp- Butschisten geplante Organifation in Bayern", die in eine rein militärische" und ,, in eine zivil- politisch- wirtschaftliche" zerfiel, sollte das ganze Bolt auf den Schlag" vorbereiten, und sie sah ebenfalls die Aufstellung von schwarzen Listen" vor. Was diese schwarzen Listen" beabsichtigten, das läßt der oben angeführte Baffus aus dem Brief eines Leutnants M.( vom 11. Februar 1920) leicht erraten. haben, um ihre nationalen Wünsche zu erfüllen. " Zoucheur über die Reparationen. ,, England ist der Schuldige!" Truppen) unter anderem erklärte: Ich war gestern schon dakteuren ist dann noch am selben Tage auf einem heftographierten engen jeden denkbaren Drud auszuüben. Die französische vor die Frage gestellt, zu bleiben oder abzurücken; aber ich Bogen die Kündigung zugegangen. Gleichzeitig wurde ihnen mit- Regierung scheint mit der Taktik ihrer Vertreter bei der Angorabin geblieben, weil ich es für das beste hielt. Das Juden geteilt, daß fie im Betriebe vorläufig nicht mehr zu erscheinen regierung nicht ganz einverstanden zu sein; es ist anzunehmen, daß tum gewinnt wieder an Anhängern, deshalb müssen wir brauchten. Ueber ihr Anstellungsverhältnis hat der Verlag sie im Curzon nicht ohne ein günstiges Resultat Paris verlassen wird und porläufig unsere Sache zurückstellen." Deutschvölkische Flug- übrigen auch weiterhin im unflaren gelassen, doch hat er mit allen daß diese Haltung auf Kemal Pascha einen heilsamen blätter gegen die Judenregierung" wurden in München in möglichen Mitteln versucht, sie von ihren rechtmäßigen Drud ausübt. London, 7. Oftober.( WTB.) Einer Exchangemeldung aus den Tagen des Kapp- Butsches unter den Augen des Polizei- Ansprüchen durch geringe Abfindungssummen präsidenten Böhner verteilt. Der Kampf gegen die Juden- abzubringen. Das ist in der Tat auch bei einem Teil der Konstantinopel zufolge ist die Konferenz von Mudania republit" follte an der Seite Kapps geführt werden. Daß Redakteure gelungen. Nachträglich stellte sich erst heraus, daß der wieder aufgenommen worden. Die Alliierten hätten es es bestimmte monarchistische Agenten der Kapp- Verschwörung neue Berlag der D. A. 3." eine gewisse Summe für die noch aus abgelehnt, den femalistischen Streitt räften vor Abnicht allein auf einen Massenmord der Juden, sondern auch stehenden Ausgaben bereitgestellt hatte, und es wird jetzt behauptet, fchluß des Friedensvertrages freien Durchzug durch Thr azien zu der Republikaner abgesehen hatten, das beweist das daß selbst an dieser Summe für die Rebatteur- gestatten. Die Lage bleibt gespannt. Schreiben des Leutnants M. an den Butschisten Berthold: gehälter der alte Verlag noch gewisse Verdienste erzielt habe. Hoffentlich vergißt der tommende Diffator nicht, die Juden für Der alte Verlag versucht, seinen Verpflichtungen gegenüber den Revogelfrei zu erklären eine Nacht genügt-, um diese Hunde aus- dakteuren vom 1. Januar 1923 ab nicht mehr nachzukommen, doch zurotten. Ich habe hier fchon eine schwarze Liste angelegt, damit wird die Angelegenheit die Arbeitsgemeinschaft noch beschäftigen. Paris, 7. Oftober.( WTB.) Nach einer Havas- Meldung aus auch die„ Richtigen" tofgeschlagen werden, denn es verdienen's auch Bezeichnend für die schifanöse Behandlung der Redakteure durch den manche Nichtjuden reichlich. alten Verlag ist die Tatsache, daß, obwohl keinerlei Arbeit für sie New York gab Loucheur dem Vertreter der„ Evening Post" eine vorhanden war, die Redakteure fich täglich im Gebäude zu melden Erflärung über die Reparationsfrage ab, in der er u. a. haben, widrigenfalls, so sagt der Verlag, sie ihrer Ansprüche gegen fagte, es gebe in der Welt nur einen bestimmten Borrat an Gold, über dem Verlag verlustig erklärt werden würden. Zum Berkauf und die Welt könne jährlich nur eine bestimmte Menge von Waren der Zeitung selbst erfährt die Dena, daß nach Ansicht von Fach- tonfumieren. Das Reparationsproblem fönne gelöst werden, wenn man diese beiden Grundsäge im Auge behalte. Man höre behaupleuten die vorhandenen Werte fast verschleudert worden sind. Unter der hinausgefeßten Redaktion war die„ Tägl. Rdsch." ten, Frankreich habe 1919 durch übertriebene Forde. ein extrem nationalistisch- scharfmacherisches Blatt. Täglich bewies rungen die Lösung dieser Frage unmöglich gemacht. Demgegenfie, daß nur die Begehrlichkeit" der Arbeiter den Wiederaufbau über fönnten die amerikanischen Delegierten auf der Friedenskonfe Uebrigens bewegte sich der Kapp- Putschift Ludendorff, hindere und daß allein das Genie eines großzügigen Unternehmer- renz und besonders die finanziellen und wirtschaftlichen Ratgeber der in einem bei dem erschlagenen Hauptmann Berthold ge- tums Deutschlands Rettung sei. Für diese Dienste hat nun der durchaus in gutem Glauben, das ziemlich bei allen Erörterungen Wilsons bezeugen, daß es Großbritannien gewesen sei, Wilsons bezeugen, daß es Großbritannien gewesen sei, fundenen Schriftstück direkt als fommender Dittator be- Rapitalismus in der ihm eigenen Manier quittiert mit dem durchaus in gutem Glauben, das ziemlich bei allen Erörterungen zeichnet wird, ganz in deutschpölkischen Ideengängen. Luden- Fußtritt, den iede überflüssig gewordene Arbeitskraft erhält. Db beiden Hauptvertreter der britischen Regierung in dem Ausschuß, tie Zahlungsfähigkeit Deutschlands überschätzt habe, und daß die dorff preist direkt die gemeine Fälscherarbeit: Die Gebie um ihre Berträge und Abfindungen geprellten Redakteure noch der die Reparationssumme festsetzen sollte, stets erklärt hätten, heimnisse der Weisen von 3ion" an und verdäch- weiter den Kapitalismus verherrlichen werden? Deutschland könne ohne Schwierigkeiten 200 Milliarden Goldmart tigt die Juden, Deutschlands Niederlage herbeigeführt zu bezahlen. Heute versicherten die Vertreter Großbritanniens ebenso Die Geheimnisse der Weisen von Zion" stehen aber in Aus Breslau wird berichtet: Der bisherige verantwort- bestimmt, Deutschland sei unfähig, auch nur den vierten direkter Beziehung zur Ermordung Rathena u s. Der liche Redakteur des Striegauer Anzeigers", Hermann Müller, hat Teil diefer Summe zu bezahlen. Wenn das so sei, dann müßlen Mörder Kern suchte auf seinen Mitverschworenen Techom fich, nach der„ Boff. 3tg.", erschossen, weil das Blatt nach seinem alle Bestimmungen, über die sich die Alliierten geeinigt hätten, Mörder Kern suchte auf seinen Mitverschworenen Techow Verkauf entgegen der ihm ausdrücklich gegebenen revidiert werden. Loucheur wies darauf hin, daß Frankreich den dadurch einzuwirken, daß er Rathenau als einen der 300 Berlicherung in die Hände rechts gerichteter größten Teil seiner Tätigkeit dem Wiederaufbau der Gegenden wid Weisen von Zion bezeichnete, die die ganze Welt unter die reise überging, der langjährige Leiter des Blattes gekündigt men müsse, die durch die deutschen Granaten und oft auch durch die Herrschaft des Judentums bringen wollen. Kern bezeichnete und ein deutschnationaler Chefredakteur angestellt weiter dem Angeklagten Niedrig gegenüber den Bankier worden war. Müller war lange Zeit Vorstand der dortigen Demo Granaten der Alliierten zerstört seien. Jetzt lasse man Frankreich Warburg als einen der Weisen 3ions". fratischen Partei. Die„ Boff. 3tg." bezeichnet Müller als allein bei der Arbeit der Wiederherstellung und erkläre, Deutschland Opfer der Pressenot. Er ist in Wirklichkeit Opfer des Presse- sei nicht imstande, die Kosten des Wiederaufbaues zu zahlen. Gleichfapitalismus, der Zeitungen mit totem und lebendem In- zeitig verlangten Amerita und England die Rüdzahlung ventar" fauft und ihre politische Richtung ohne andere Gefühle ihrer Darlehen, und Deutschland behaupte, Frankreich verändert, als etwa der Käufer eines Hauses dieses in anderer Farbe lange zuviel und schlage feine vernünftige Regelung vor. Tatsäch= anftreichen läßt. lich habe Frankreich während der letzten drei Jahre zahlreiche Be weise seines guten Willens gegeben. Im Dezember 1921 habe es England den Plan einer allgemeinen Regelung, den sogenannten Plan von Chequers, vorgelegt. Es fei nicht Frankreichs Schuld, Die Konferenz von Mudania, die den allseitigen Waffenftillstand daß seine Alliierten und Freunde diesen Plan aus politischen und in Kleinafien herbeiführen soll, schien nach den ersten Meldungen anderen Gründen abgelehnt hätten. Was Amerika angehe, so habe einen günstigen Berlauf zu nehmen. Blöglich jedoch wurde die es noch immer nicht auf seine, Loucheurs Argumente vom Februar Ronferenz unterbrochen, die Ententebelegierten verließen den Ber- 1922 betr, die Regelung der französischen Schulden an Amerifa erhandlungsort, der englische Oberbefehlshaber alarmierte London widert. Loucheur schloß, solange die Nationen jede für sich ihren und es hieß von neuem, der Friede im Orient sei ernstlich gefährdet. egoistischen Standpunkt aufrecht erhielten, würde die Welt im Zu Die hinausgeworfenen Redakteure der ,, Tägl. Rundschau" Die Tatsache, daß sich der englische Außenminister Curzon eilig stand des Chaos bleiben. Frankreich wolle nicht seine Kriegsschulden In der Bezirksversammlung des Reichsverbandes Deutscher nach Paris begeben hat, läßt allerdings darauf schließen, daß die wieder haben- das sei eine Unmöglichkeit aber es würde nicht Breffe erregte kürzlich die scheinbar unter recht eigenartigen Um Lage wieder einmal eine unangenehme Bufpigung erfahren, fie auf das verzichten, was ihm in feierlicher Weise versprochen worden ständen erfolgte Entlassung der Redakteure der Lägt läßt vor allem darauf schließen, daß das Einvernehmen fei. Es wolle ferner Sicherheiten haben, um sich in Frieden der Rundschau" große Erregung. Die Delegiertenversammlung des zwischen Frankreich und England einen Stoß erlitten Arbeit des Wiederaufbaues und der Wiederherstellung des WeltBezirksverbandes Croß- Berlin nahm aus diesem Grunde folgende hat. Der Vertrauensmann Frankreichs bei der Angoraregierung, friedens widmen zu können. Hoffentlich werde auch Amerifa Entschließung an: Franklin Bouillon, auf den der Vertrag zwischen Frankreich und der " Die Delegiertenversammlung des Bezirksverbandes Berlin Angoraregierung zurüdzuführen ist, hat allem Anschein nach die Frankreich und England bei der Sicherung der Wohlfahrt der Welt im Reichsverbande der deutschen Presse nimmt mit Ent. Nationaltürfen veranlaßt, in Mudania Forderungen zu stellen, die zur Seite treten, bevor es zu spät sei. rüstung Kenntnis von der Behandlung der Kollegen beim Ber- über den Rahmen der Berhandlungsgrundlage hinausgehen. Sie Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterfauf der Tägl. Rundschau". Sie forbert, daß fich fofort die wollten sich mit einer Näumung Thraziens durch die Griechen, die bliebenen bittet uns mitzuteilen, daß in dem( von uns abgedruckten) Arbeitsgemeinschaft dieses Falles, der in jeder Beziehung aufs Uebernahme der Militärgewalt durch die Entente und der Zivil- Bericht der Korrespondenz Thiele über den Prozeß Kuttner- Davidschärfste dem Geist der Arbeitsgemeinschaft widerspricht, annimmt." gewalt durch nationaltürkische Behörden nicht mehr begnügen, son fohn der Vorwurf Davidjohns, während der Kopp- Tage von Herrn Wie die Dena zu der Angelegenheit selbst erfährt, sind die finan- dern noch vor der Friedenskonferenz das oftthrazische Gebiet voll Stlarz Geld empfangen zu haben, sich nicht auf die genannte Kriegsziellen Schwierigkeiten der Lägl. Rundschau" den Redakteuren ständig übernehmen. Die Forderung scheint in solcher Form ge- beschädigtenorganisation, sondern auf den Republikanischen Führers völlig unbekannt gewesen, auch über die eingeleiteten Verstellt worden zu sein. Dem glaubt England nicht zustimmen zu bund bezog. Uebrigens ist auch der Vorwurf in der letzteren faufsverhandlungen hat der Verlag die Redakteure völlig in un dürfen, da auf diese Weise die Angoraregierung die Entscheidung Form von D. nicht bewiesen worden. tenntnis gelassen. Wie verlautet, ist der Verkauf in einer kaum der Friedenskonferenz in einem wichtigen Punkte vorausnehmen 2 Stunden dauernden Berhandlung perfett geworden und den Re- würde, so daß sie in Stand gefeht wäre, in der Frage der MeerLeben des Augenblicks, aber sie tragen darüber hinaus den Zug des Ewigen. Ein intimer Stimmungshauch umschwebt fie und zugleich sind sie Symbole höherer, allgemeinerer Empfindungen und Gefühle. Nicht sonderlich tief, aber rein und flar ist alles, was er gestaltet. Diese Reinheit und Klarheit in Berbindung mit dem finnlichen Reiz feiner Materialbehandlung hat Gaul zum volts tümlichen Plaftifer gemacht. Die Produkte aus der deutschvölkischen Sudelküche haben mit ihrem Bogromgeschrei in antisemitisch- monarchistischen Kreisen die wildesten Instinkte geweckt und schließlich über die Attentate und Anschläge auf Erzberger, Gareis, Auer, Scheidemann, Sänger, Hirschfeld, Harden zur Ermordung Rathenaus geführt. In dem Prozeß ggen die Rathenau- Mörder sind daher als die ,, eigentlichen Angeklagten" die Geldgeber der deutsch= völkischen Presse und der deutschvöltischen Geheimorganisationen zu bezeichnen. Sie fühlen den Kapitalismus. Der Meister des Streichelbrunnens. Bon John Shitowsti. Heute mittag wurde in der Akademie der Künste am Pariser Plaz 4 eine Gedächtnisausstellung für August Gaul, den großen Berliner Tierplastiker, eröffnet. Nicht die Akademie selber, sondern die Kunsthandlung Cassirer hat die Auswahl und die Anordnung besorgt. In fünf Räumen gibt sie eine erschöpfende Uebersicht über das Schaffen des früh Berstorbenen, und das Arrangement, in dem sie die Werte zeigt, ist geschickter und geschmackvoller, als mir es sonst bei Akademieausstellungen gewohnt find. Jede Cinzelheit tommt zur Geltung, und jeder Raum bildet ein fein abgewogenes Ensemble. A Die Spannung im Orient. = Dollar: 2242. und auch eine fräftige Dosis gefunden, oft etwas derben Humors verband. Ganz besonders umfangreich war seine literarische Tätig feit. In zahlreichen Werten behandelte er das Leben der Tiere, namentlich der niederen Geschöpfe wie der Bienen und Eingeweidewürmer und wirkte geradezu bahnbrechend in der Lehre von ihrer Beugung. In der Frage der Trichinen, die bald wachsendes Aufsehen erregte, erwies er sich als erste Autorität und gab die Hauptbewe gung zur Begründung der Berliner Fleischschau. Bezeichnend ist, daß 1860 die Philofophische Fakultät in Berlin ihn zum Nachfolger des nach Amerifa übergesiedelten Dr. Hermann Burmeister auserfah, daß Preußische Kultusministerium aber dem allzu reformierend auftretenden Forscher fein Berständnis entgegenbrachte und statt feiner einen Mann von altem 3opfe berief. 1869 folgte Leudart einem ehrenvollen Rufe nach Leipzig, um hier dauernd zu wirken, befleidete auch 1877 die Würde des Rector magnificus. Bis ins hohe Alter setzte er seine wissenschaftliche und Lehrtätigkeit fort, wurde zuleht noch durch den Tod von zweien seiner Kinder hart betroffen und starb am 6. Februar 1898 in Leipzig. M. Sch. Die große Maffe unserer Zeitgenoffen pflegt in Museen und Kunstausstellungen die Bildhauerarbeiten faum eines Blides zu würdigen. Die marmornen, gipsenen und bronzenen Figuren haben einen stofflichen Reiz, fie erzählen nichts und sprechen nicht zum Berstande. Sie wollen allein mit dem Gefühl, womöglich mit einem ästhetisch kultivierten Gefühl aufgenommen werden. Dieses Gefühl mangelt jedoch der Mehrzahl auch des für Kunft interessierten PubliGaul war einer der wert und wirkungsvollsten Führer und fums. o man aber vor ein Wert von Gaul tritt, da wird man Erzieher auf dem Wege zum plastischen Empfinden. Er war viel gefeffelt, und ohne daß der Laie sich Rechenschaft über die Ursache leicht der populärste Bildhauer unserer Zeit, und er hat namentlich geben kann, erwacht sein Interesse und Wohlgefallen. Es ist nicht in Berlin Tausenden den Sinn erschlossen für die Schönheit und nur die froppierende Naturtreue und die stets originelle Auffassung, Ausdruckstraft der reinen Form. Seine Löwen auf dem fogenannten die diese Wirkung ausübt, es ist zugleich das rein fünstlerische, Seehafenverkehr und Welffrisis. Der Verkehr in den großen Nationaldenfmal vor seinem Schloßportal, feinen fleinen Bären in plastische Empfinden, das im Beschauer lebendig wird. Die Wirkung, Seehäfen ist ein wichtiges Zeichen für den Stand der Weltfrisis, in der Vorhalle des Wertheim- Baues am Leipziger Platz und vor allem die der Streichelbrunnen auf die Berliner Kinder übt, üben alle der wir uns befinden. Deshalb sind die Verkehrszahlen der drei feinen Entenbrunnen in der Hardenbergstraße in Charlottenburg Arbeiten Gauls in höherem oder geringerem Grade. Bom Taft größten Häfen des europäischen Kontinents in den ersten sieben fennt und liebt jeber Berliner, und es ist bezeichneno, daß der gefühl, zu dem sie zunächst sprechen, von dem Bedürfnis, die glatte monaten 1922, die in Werft, Reederei, Hafen" mitgeteilt werden, Enterbrunnen im Volksmunde den Namen„ Streichelbrunnen" Haut tes Bibers, bas wollige Fell der Schafe, dert weichen Belz von Wichtigkeit. Nur in Hamburg übertraf die Zahl der einführt. Denn er spricht unwillkürlich zum Taftsinn des Beschauers des Bären mit liebfofer.dem Finger zu berühren, geht die Wirkung gelaufenen Schiffe die entsprechende von 1921. Es legten nämli und lockt die Kinder, ihre Finger über das bronzene Gefieder der weiter zum einfühlenden Genießen fanfter, auf- und abschwellender im Hamburger Hafen in diefer Beitspanne 6059 Schiffe mit 7 268 255 Tiere gleiten zu lassen. Flächen, fraftvoller Rundungen, mächtiger, schwer lastender Massen. Tonnen an, und dies find 1603 Schiffe mit einem Tonnengehalt von Die Plastik wendet sich nicht nur, wie die Malerei, an den Man vergißt, daß es nur ein riesiger Affe ist, der, aus porösem Stein 2 509 428 mehr als im Vorjahr. In Antwerpen und RotterGesichtssinn, sondern auch an den Taflfian. Dadurch unterscheidet gehauen, vor uns steht. Man hat das Gefühl überwältigender dam dagegen ging die Zahl der Schiffe zurück; doch erfuhr die sie sich von den anderen bildenden Künsten. Wenn wir vor einem Monumentalität, dasselbe Gefühl, das vor einer ägyptischen Statue Tonnage trotzdem eine Bermehrung. Es landeten in Antwerpen in vollkommenen Werk der Bildhauerkunft stehen, dann muß nicht nur unsere Seele packt und erschüttert. Und wer sich Hefer in die Werte ben ersten sieben Monaten 1922 4616 Schiffe, in Rotterdam 4770. das Auge befriedigt sein, sondern es muß uns in den Fingerspitzen versenkt, dem dämmert vielleicht die Erkenntnis, daß alle diese Aus der Zunahme der Tonnage ergibt sich, daß jetzt wieder größere zucken, wir müssen das Bedürfnis empfinden, die Hand fühlend über Flächen, Rundungen und Massen nicht nur Abbilder natürlicher Schiffseinheiten zur Berwendung fommen. Die starte Bermehrung die Formen des Bildwerks zu führen. Wer plastisch empfinden, Formen find, sondern daß sie von einem inneren Gefeß beherrscht des Hamburger Berkehrs ist auf die Verschlechterung unserer Baluta wer das eigentlich künstlerische an einem plastischen Wert genießen werden, welches fie aneinander fügt und zu einem höheren Organis zurückzuführen, da von dort der Abtransport in Markwährung erwill, in dem muß dieses Bedürfnis leben. Es lebt, glaube ich, in mus vereint: das Gefühl für rhythmische Gestaltung, für die Grund- folgt. Im allgemeinen läßt sich aus diefer Statistit jedenfalls auf den meisten Menschen auch unserer Zeit, aber es fommt nur wenigen lage und das eigentliche Wesen allen Kunstschaffens, fängt an zu feine Abnahme der Weltkrisis schließen. aum Bewußtsein. Es muß erst gemedt werden, ebenso wie das dämmern. eigentlich malerische Empfinden, der Sinn für Linie und Farbe, erft gemedt werden muß. Man besuche die schöne Ausstellung in der Akademie, man vertiefe sich in die Werke, die einen zunächst locken, man fuche ihnen ihr innerstes Geheimnis zu entringen, und man wird reichen Genuß finden und bleibenden Gewinn davontragen! " Fidelio". B im storb". Freit.: Deutsches Theater: Der Bund der Jugend". Erstaufführungen der Woche. Weititu.: Komödienhaus:„ Henne Ein solcher Erwecker war August Gaul, und deshalb fann der Lessing- Theater:" Bater und Sohn". Sount.: Große Bollsoper, Streichelbrunnen als ein Symbol für sein gesamtes Schaffen gelten. Er war feine tiefschürfende Künstlernatur. Er hat nicht, wie etwa Urania- Vorträge. Taubenstraße: Sonnt. Bier Jahre unter Renee Sintenis, das Mnstische in der Tierseele erschaut und gestaltet. Rudolf Leucart. Heute ist der 100. Geburtstag des verdienst- den Stannibalen des unerforschten Innern von Neuguinea." Mont., Seiner Arbeit haftet äußerlich stets etwas im höchsten Sinne Kunst- vollen deutschen Forschers, Rudolf Leudart. Geboren in Helmstedt Dienst. Der Einsteinfilm." Mittm. Reise von Athen nach Streta" Auf unbetretenen Wegen Deutsch Neuguineas." reit, gewerbliches an. Die Freude am Material und an der handwert am 7. Oftober 1822, befundete er schon als Schüler großen Eifer Donn Sonnab.„ Der Mensch bor 100 000 Jahren." Invalidenstraße: lichen Technik spricht aus allen seinen Schöpfungen. Er fah das Tier für Naturwissenschaften und legte eine wertvolle Käfersammlung an, Sonnt Bierwaldstättersee und Gotthard." Dienst. Bon Genua in seinen charakteristischen Formen, Bewegungen und Lebensäuße- studierte dann in Göttingen dies Fach sowie Medizin und wurde nach Florenz." Mittw. Frübling am Nedar." Donn.„ Berden und ungen, und er galt deshalb in der Zeit, wo die Naturnachahmung von dem gefeierten Physiologen Rudolf Wagner besonders hoch Bergehen." Sonnab. Das südindische Paradies." für das letzte Ziel der Kunst angesehen wurde, als Naturalist. Heute geschäßt, durfte auch zeitweise deffen Borträge und Schriften fort- Die Sowjethymne. Ein Schüler der Moskauer Philharmonie, erfennen wir, daß er mehr war. Die Tendenz zum strengen Stil, fehen. Bei Lösung einer Preisaufaabe errang er den Doktorgrad Berdowitsch, hat eine Sowjethymne fomponiert. deren Tert von Gerodezti zur Monumentalität lebte in ihm. Der Ausdruck der reinen und wirfte als Privatdozent in Göttingen, als Professor in Gießen. stammt. Die neue Hymne wird neben der Internationale jekt piel ge plastischen Form war ihm ebenso wichtig wie die treue Wieder- Seine Vorlesungen waren immer sehr besucht, zumal er mit der fungen. Berdowitsch erhielt von der Regierung 10 Milliarden Sowjetrubel gabe fennzeichnender Aeußerlichkeiten, Seine Tiere haben das gründlichen wissenschaftlichen Leistung eine lebendige Darstellung 20 Arschin Anzugftoff und ein Klavier. Ein Arbeiter- Friedenskongreß. Don Die Kinosteuer. scharfen Worten bie französische Gewaltpelttit im Saargebiet. Die menigen Rechte, die der Versailler Vertrag Der Internationale Gewerkschaftsbund Der erbitterte Rampf, den die Rinobefizer mit tauglichen und dem Saargebiet zugesteht, werden einfach vergewaltigt. Und dem 24 Landeszentralen mit einer Gesamtmitgliederzahl von mit untauglichen Mittein gegen den früheren Staffellarif der Ver- das alles im Namen des Völkerbundes. Zwar traten 20 Millionen Arbeitern angehören, wird vom gnügungssteuerordnung in den letzten Wochen geführt haben, ist auch dert Männer wie Branting, Lord Cecil und Nansen 10.- 15. Dezember im großen Saal des Tiergartens( Dieren- durch den gestern gefaßten Beschluß des Steuerausschusses zu einem für uns ein, aber sie vermögen sich nicht durchzusehen. Redner tuin) im Haag, Holland, einen Weltfriedenstongreß vorläufigen Abschluß gelangt. Ob auch zu einem endgültta haften humoristischen Lokalartikels erfolgte, und streifte dann furz seine Ausweisung, die auf Grund eines spaß. veranstaltn. gen, hängt nun von den Kinobefizern ab. Der Steuerausschuß hat führte weiter aus, daß diese Gewaltpolitik alle Barteien Er hat befchloffen, diesem Kongreß den Charakter einer sich die Sache wahrlich nicht leicht gemacht. In endlosen Berhand ben Kommunisten bis zu den Hausbesißern zur gemeinsamen weltumfassenden Demonstration für den Frieden zu geben. lungen hat er die Lage des Gewerbes und die finanziellen Not Abwehr jener Politif zufammengebracht hat. Leider gibt es auch Um jämtliche Kräfte für eine wirksame Friedensaktion zu wendigkeiten der Stadt geprüft und danach seine Entscheidung ge- in verschiedenen deutschen Kreisen der dortigen Bevölkerung Leute, fonzentrieren, hat der Internationale Gewerkschaftsbund bes fällt. Sie trägt in den Sätzen des neuen Tarifs der bereits einge- die bemüht sind, die fronzösische Politit zu unterstützen. Bestechunschlossen, außer den angeschlossenen Gewerkschaften auch tretenen und der noch zu erwartenden Berteuerung im Filmgewerbe gen find an der Tagesordnung. Die Frankenpolitik der fie 3 weite Sozialistische Internationale weitgehend Rechnung. Dem Wunsche der Kinobefizer nach einer Regierungskommission findet immer mehr festen Boden, und so Zondon), die Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialisti gleichmäßigen Besteuerung billiger und teurer Rinos, billiger fönnen wir eine Spaltung der Bevölkerung auf Grund der Frankenscher Parteien( Wien), den Internationalen Genossenschafts- und teurer Plätze hat sich die Mehrheit des Ausschusses freilich nicht Das Ziel, das fich die Regierungskommission gesetzt hatte, hat sie politif verzeichnen. Hier Markempfänger und da Frankenempfänger! bund, die Russische Gewerkschaftszentrale und alle für den anschließen tönnen. Die technischen Schwierigkeiten eines Staffel erreicht. Unser Bestreben geht jegt dahin, endlich eine einheit Frieden wirkende Organisationen einzuladen, welche die vom tarifs mit feften Sägen find bekannt, in Zeiten wachsender Geld- liche Währung im Saargebiet zu schaffen. Mit dem Internationalen Gewerkschaftstongres in Rom im April 1922 entwertung erfordert ein solcher Tarif häufige Revisionen. Aber bekannten Goethewort Allen Gewalten zum Troß sich erhalten," angenommene Resolution gegen Krieg und Milita die Mehrheit des Ausschusses war der Ansicht, daß man gerade in fchloß der Redner seine lehrreichen und überzeugenden Ausführun rismus gutheißen. solchen Zeiten, die schon an und für sich unsozial wirken, nicht um gen, die von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen technischer Schwierigkeiten willen alle sozialen Momente wurden. in einer Steuerordnung beseitigen dürfe. Von diesem Gesichtspunkt aus ist die Entscheidung getroffen. Das Sekretariat des Internationalen Gewerkschaftsbundes, Bondelstraat 61, Amsterdam, ist gerne bereit, alle die Teilnahme am Kongreß betreffenden Auskünfte zu erteilen. Gewerkschaftsfragen und ADG8. Im Anschluß an den Bericht des Bundesvorstandes in der letzten Sigung des Bundesausschusses fonnte der Vorsitzende Leipart feststellen, daß gegen die Stellung des Bundesvorstandes zum Stinnes- Abtommen teine Einwendungen erhoben wurden. Lehne das Internationale Arbeitsamt es wiederum ab, die deutsche Sprache mit als Amtssprache einzuführen, dann werde dadurch das Interesse des ADGB. an den Arbeiten des Internationalen Arbeitsamts start herabgemindert. Um die Stadtdruckerei. Es werden besteuert die Eintrittskarten für Bläge zwischen 30 und 100 m. mit 33% Proz., bis 200 m. mit 38 Broz., über 200 m. Die bürgerliche Preffe in Katastrophenftimmung. mit 50 Broz. Die Säße erscheinen in der Steuerordnung als Netto- Der Antrag unserer Genossen im Rathause, durch die Einrich fäge, der Ausschuß ist aber dem Wunsche der Kinobefizer entgegen- tung einer eigenen städtischen Druderei Ersparnisse für die gefommen und hat beschlossen, die Säge in der Praxis in der Form Finanzen der Stadt Berlin zu erzielen, hat die ganze bürgerliche der Brutto steuer zur Erhebung zu bringen. Eine entsprechende Presse in eine geradezu komische Aufgeregtheit versetzt. Wir berichTabelle wird den Steuerpflichtigen zugehen. Die Steuer geht für Unterausschusses entstanden war. teten schon, daß dieser Antrag aus den Beratungen eines städtischen die wirtschaftlich schwächsten Lichtbildtheater und für die überwieDabei war von keiner Seite gegen den Vorschlag Widerspruch erhoben worden. gende Mehrzahl aller Plähe nur ganz unerheblich über den von Es wurde zugestimmt, daß man einen solchen Vorschlag konkret auf den Interessenten selbst für tragbar gehaltenen feine Durchführungsmöglichkeit prüfen und, wenn sich die Sache als Die Verbände mit Beamtenmitgliedern haben sich verständigt, Saß von 22% Proz. hinaus, denn sie beträgt auf den Bruttobetrag rentabel erweisen sollte, ihn euch durchführen müsse. Hinter der unter gewissen Voraussetzungen, die an ein vertragsmäßiges Bu- umgerechnet für alle Plätze bis zu 100 m. nur 25 Broz. Aufgeregtheit der bürgerlichen Herrschaften stedt natürlich nur ihre fammenarbeiten zu fnüpfen feien, sich dem neuen Allgemeinen Es darf daher erwartet werden, daß die Kinobefizer in Gr- rein dottrinäre Ablehnung jeder städtischen Wirt Deutschen Beamtenbunde mit ihren Beamtenmitgliedern anzu- fenntnis der Tatsache, daß die Stadt in ihrer finanziellen Notlage Ichaft überhaupt. Tatsache ist, daß eine Reihe von Bezirken über schließen. Die Verbände würden dann mit diesem Teil ihrer mit nicht an einen Abbau von Steuern denken fann, sich mit dem end- Druckereien verfügen, mit denen fie die besten Erfahrungen glieder aus dem ADGB. ausscheiden. Die Gewerkschaftliche Begültigen Beschluß des Steuerausschusses einverstanden erklären wer- gemacht haben. So läßt 3. B. Schöneberg seine Drucksachen in amtenzentrale würde damit überflüffig. Der Ausschuß ermächtigte den. Ein weiterer Kampf würde ihre Position ganz erheblich verberger Bezirksverordnetenversammlung wurde von dem beinahe eigener Regie herstellen. Bei der Etatsberatung mit der Schöneden Bundesvorstand, die Aufhebung der Gewerkschaftlichen Beamten schlechtern, ohne nach Lage der Sache auch nur die geringste Aus- ganz sozialistenreinen Bezirksamt mitgeteilt, daß die städtische zentrale auszusprechen. Wenn die von beteiligten Berbänden zu ftellenden Bedingungen für den Anschluß an den Allgemeinen Druckerei sich ausgezeichnet rentiere. Sie mirft einen Ueberschuß Deutschen Beamtenbund erfüllt find, so soll der Bundesvorstand ab, trotzdem sie bedeutend niedrigere Preise nimmt als die Privat ebenfalls ermächtigt sein, mit dem Allgemeinen Deutschen Beamtenbrudereien. So nahm die Schöneberger Druckerei im Jahre 1918 bund in Gemeinschaft mit dem Allgemeinen Freien Angestelltenbund nur einen Aufschlag von 15 Proz. gegen 170 Brez. der Privatdruckeeinen Organisationsvertrag abzuschließen, der alle drei Spitzenorga 260 Broz., 1920 auf 400 Bro3. 3u 1000 roz., im Jahre 1921 auf reien. Im Jahre 1919 stellte sich das Verhältnis auf 70 Broz. zu zent zu 7000 Pro3. im 3. Quartal auf 2500 Proz. zu 10 300 Proz. 650 Broz. zu 1800 Proz., im Jahre 1922 im 2. Quartal auf 1000 Bro Trotz diefer ungen öhnlich niedrigen Zuschläge, die stellenweise bei nahe nur ein Drittel der Zuschläge der Privatindustrie betragen, ab, im Jahre 1921 rund 100 000 m. Ueberschuß ab. Bei dieser Be warf die Schöneberger Druckerei im Etatsjahr 1920 rund 165 000 m. rechnung sind im Etat der Druckerei, entgegen den Behauptungen, De bie bürgerliche Breffe verbreitet, alle Ausgaben für Licht, Be wie das Inventar find bis auf eine lächerlich geringe Summe voll heizung, Miete usw. in peller Sjöbe berechnet worden. Die Maschinen abgeschrieben, so daß auch in dieser Beziehung der städtische Betrieb abgeschrieben, so daß auch in dieser Bezichung der städtische Betrieb nisationen umfaßt. ficht auf Erfolg zu haben. nun einmal dem Berliner Hoteliers gegen Ausländerbesteuerung. abgehaltenen Vorstandssigung zu der vom Magistrat der Stadt Der Berein Berliner Hotelbefizer hat in einer Freitag abend In der Frage des Brotpreises stellte sich eine große Mehr nommen und ist hierbei einstimmig zu folgendem Ergebnis gelangt: Berlin beschlossenen Extrabesteuerung der Ausländer Stellung geheit des Bundesausschusses auf den Standpunkt, daß es nicht zu Die Besteuerung der Ausländer ist Sache des Reiches und der empfehlen fei, daß das Reich wieder zuschüsse Städte. Die Hotelbefizer lehnen es ab, ihre Beleistet, um den Brotpreis niedriger zu halten. Es sei von den Arbeitgebern zu fordern, daß sie die Lohnerhöhungen tragen, steuern weiter zu belasten. Staat und Kommune sind die triebe mit der Einziehung derartiger Sonder die erforderlich sind, um den vollen Preis des Brotes zahlen zu maßgebenden Instanzen, denjenigen Ausländerverkehr, der dem fönnen, um so mehr, da die organisierten Arbeiter des Auslandes Ausverkauf Deutschlands dient, anderweitig steuerlich zu erfaffen. es ebenfalls nicht billigen, daß es den deutschen Unternehmern durch Der legitime Ausländerverkehr, der in den die Zuschußwirtschaft ermöglicht werde, die Löhne niedriger Fremdenverkehr dienender. Hotels sich abspielt, darf nicht meiter zu halten als sie eigentlich sein müßten. Ein Antrag des Bundesvorstandes auf Erhöhung des steuerlich belastet werden." Es ist sehr amüsant, die Berliner HotelBundesbeitrags führte zu dem Beschluß, den Beitrag für befizer zwischen einem legitimen Ausländerverkehr" und jenem jedes Gemertschaftsmitglied auf vierteljährlich 2 M. zu er unterscheiden zu sehen, der dem Ausverkauf Deutschlands dient". Der Antrag unferer Genossen wird die Möglichkeit geben, auf höhen. Um weitere Mittel für das Haus des ADGB. zu be- Wenn die Herren Hoteliers wirklich zu dieser Unterscheidung fähig Grund dieser Erfahrungen und unter vorsichtigem Ausbau die eigene schaffen, wurde beschlossen, von den Verbänden einen Beitrag von find, dann darf man wohl von ihnen erwarten, daß sie denjenigen Regie der Stadt weiter auszugeftaiten und dadurch die städtischen 3 M. für jedes Mitglied zu erheben. Ferner sollen noch ausländerverkehr, der dem Ausverkauf Deutschlands dient, von Finanzen wirksam zu entlasten. Die Ausgaben, die die Stadt für Darlehnsscheine ausgegeben werden, die von denjenigen Ge- den Pforten ihrer Hotels fernhalten. Denn es wird der Deffentlich- Drucksachen zu leisten hat, gehen ja bekanntlich in die Dutzende von moertschaften übernommen werden fönnen, die Gelder dazu zur Ber- feit diesen Erklärungen gegenüber nicht uninteressant fein zu wiffen, Millionen. fügung haben und die zu verzinsen sind. Bom 10. bis 15. Dezember daß Bechen von 20 000, 30 000, 40 000 und mehr Mart, von Aus tagt im Haag der ländern an einem einzigen Abend in Berliner Hotels gemadyt, feine Seltenheiten sind. Alle Berliner Familien, die gezwungen find, von solchen Summen 1 bis 3 Monate zu leben, werden damit einverstanden sein, daß die, die sie ausgeben fönnen, auch zur Sonderbesteuerung herangezogen werden. Internationale Weltfriedenstongreß. Der legte Gewerkschaftsfongreß hat befchloffen, daß dieser Rongreß zu beschiden sei. Der Ausschuß empfahl den Verbänden, diesen Kongreß möglichst zahlreich zu beschicken. nommen. " jeden Bergleich aushalten kann. Zu der Aufklärung des großen Boffraubes erfahren wir, daß sich bei der Kriminalpolizei bereits viele Leute gemeldet haben, die über das Treiben der 17töpfigen Verbrecherbande und den Berbleib von Wertsachen Auskunft geben konnten. Weitere Mitteilungen werden im Zimmer 80 des Polizeipräsidiumts entgegengenommen. Der Haupttäter ist nicht, wie irrtümlich infolge Kri- Bermechselung der beiden Ramen mitgeteilt wurde, Bauf Suder, fondern Hugo Suder., Unter den verhafteten Frauen befindet sich auch nicht die Frau des Paul, sondern die des Hugo Suder. Die Frau Pau! Suber ist nicht beteiligt und auch sonst unbe scholten. Zu einer ausgedehnten Aussprache tam es bei der endgültigen Beschlußfassung über die Regeln für die Führung von Bolle Aufklärung des Frauenmordes. Lohnbewegungen und Unterstützung von Streits in ge- Der Frauenmord in der Waßmannstraße ist jetzt von der mischten Betrieben, die der Gewerkschaftstongreß bem minalpolizei vollständig aufgeklärt. Die beiden Täter Jädicke und Bundesausschuß übertragen hatte. Ganz besonders wurde die Bierbad) haben ein volles Geständnis abgelegt mit der Einschränkung, Stellung zur Technischen Nothilfe erörtert. Die dem Kongreß vor- daß fie nach wie vor die Mordabficht leugnen und nur zu gelegte Fassung erfuhr im zweiten Abschnitt 8 11 eine fleine Er- geben, den Plan gehabt zu haben, die Frau Witt zu berauben. Gegänzung und wurde in dieser Form gegen sieben Stimmen ange- raubt haben sie außer den Kleidungs- und Wäschestücken der Ermor deten 650 M. bares Geld und ein filbernes Kettchen, das bei Bierbach auch noch gefunden wurde. Noch gefährlicher war der junge Kircheneinbrecher und Räuber. Noch gefährlicher war der junge Kongreßbeschlüsse über die Organisationsfrage. Bierbach. Auch er ist ein schwerer Junge". Er war bereits an Es wurde beschlossen, eine Kommission einzusetzen, die Vor einer ganzen Reihe von schweren Einbrüchen beteiligt. Seine Speschläge zur Zusammenfassung der Gewerkschaften zu Industriever- zialität war, betrunkenen Leuten feine iffe" anzu bänden machen soll. Die Kommission setzt sich aus je einem Ber- bieten. Wurde sie angenommen, so machte er sich stets selbst bezahlt, freter von 16 Verbänden zusammen. Außerdem soll ein Bertreter indem er seinen Schüßlingen zu guter Lezt die Brieftasche, die Uhr des Bundesvorstandes der Kommission angehören und dem Af- und ihre sonstigen Wertsachen raubte. Bund es freigestellt werden, eine Vertretung zu entsenden. Zu einer langen Aussprache tam es bei dem Tagesordnungspunkt: Ausführung der Als Ergebnis der Aussprache über diesen Bunkt fonnte Leipart feststellen, daß der Beschluß des Leipziger Gewerkschaftskongresses den Vorstand und Ausschuß beauftragt, eine Vorlage über einen organischen Aufbau der Industrieperbände auszu arbeiten, daß diese Vorlage den beteiligten Berbänden zur Beratung zu unterbreiten ist und daß, wenn die Beratung unter den Berbänden über diese Borlage nicht zu einer Verständigung führt, als dann darüber auf dem nächsten Kongreß Bericht zu erstatten ist, daß also frühestens der nächste Kongreß eine endgültige Entscheidung herbeiführen fann, die dann als Kongreßbeschluß für die Gesamtheit der dem Bunde angeschlossenen Verbände gelten würde. Bis zu einer Renderung gelten felbstverständlich die jeßigen Bundessatzungen. Bis zum nächsten Kongreß, der natürlich die Eagung abändern fann, stellen die jebigen Sagungen das geltende Gewerkschaftsrecht dor, das felbstverständlich von jebem angeschlossenen Verbande zu respektieren ift. " 1 Unberechtigte Kirchenfteuerforderungen. Bibliother der Arbeiterbildungsschule. Wegen des Umzuges der Bibliothet wird gebeten, alle noch ausgeliehenen Bücher sofort in das Bureau, Breite Str. 8/9, geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, zurückzugeben. Zu der Borstellung im Großen Sdyaufpielhaus" Der Widerspenstigen Bähmung" find Karten im Bureau der Arbeiterbildungsschule, Breite Str. 8/9, zu haben. Ein armer Arbeitsburiche berlor auf dem Wege von der Brenzlauer Straße bis Alerander plak seine rotbraune Visitentasche mit 1277 M. Der Kinder wird gebeten, dieselbe abzugeben bei Mechterl, Naunynstr. 23, 3 Treppen. Wetter für morgen. gehend stärker bemölit, nachts wieder sehr fühl, in den Mittagsstunden Berlin und Umgegend. Trocken und vielfach heifer, mur borilber ziemlich mild bei mägigen nordöstlichen Winden. Groß- Berliner Parteinachrichten. 9 Uhr bei Schabe, Rosliner Str. 9. Jede Abteilung muß vertreten sein. Feh. Heerfte. 82. 37. b. Seute Sonnabend, abends 7½ Uhr, Gigung fämtlicher Funktionäre bei 116. abt. Lichtenberg. Sonntag, den 8, vormittags 9½ Uhr, im Lokal Albrecht Neue Bahnhofstr., Ede Berhagener Str. Sigung der Borteifunktionäre mit ben Funktionären der früheren USPD. Erscheinen unbedingt notwendig. Frühere USPD. Gesangsfaal des Realgymnafiums, Buchholzer Straße, Mitaliederversammlung. Thema: Bericht über den Parteitag in Gera. Mitgliedsbuch legitimiert. Immer wieder tommt es noch vor, daß Dissidenten, die ihren Austritt aus der Landeskirche in vorgeschriebener Form beim Amtsgericht erflärt haben und nach Ablauf der gefeßlich festgefeßten Frist nicht mehr tirchensteuerpflichtig sind, mit einer Kirchensteuerforderung belästigt werden. Lehnt der nicht Steuerpflichtige die Zahlung furz ab und erhebt nicht rechtzeitig formellen Einspruch, so hat er Zwangsmaßregeln zu gewärtigen, und tatsächlich ist auch das schon da gewesen, daß eine zu un. recht geforderte Kirchensteuer durch Lohnpfän. bung eingetrieben wurde. Es wirkt wie eine ganz besondere 3. Kreis Webbing. Bildungskommission: Sigung Sonntag, den 8. Oftober, vorm. Empfehlung" der Kirche, wenn der mit der Steuereinziehung be traute Vollziehungsbeamte von dem vermeintlichen Kirchensteuerschuldner durch die üblichen Zettel die Zahlung innerhalb drei Tagen fordert und für Nichtzahlung androht, daß man die oh. nung gewaltsam öffnen werde. Einige Fälle solcher Bes Damit soll nicht gefagt sein, daß inzwischen die Entwicklung über läftigung nichtfirchensteuerpflichtiger Personen find uns in letter haupt nicht fortschreiten dürfe. Sie soll nicht zwangsweise aufge Beit wieder mitgeteilt worden, wir möchten aber hier nicht den halten werden. Freiwillige Verschmelzungen von Verbänden mit Kommentar wiedergeben, den die so noch von der Kirche heimge- 10. Berwaltungsbezirt, Niederschöneweide. Sonnabend, den 7. Ott., 7% Uhr, im einander find wünschenswert. In den Sagungen steht ausbrüdlich: fuchten Diffidenten baran fnüpfen. Im Vorwärts" ist oft ausge Der Bund steht auf dem Standpunkt, daß die gewerkschaftliche Entführt worden, daß jede Religionsgesellschaft selbstverständlich die widlung sich in der Richtung des Zusammenschlusses zu großen Pflicht hat, sich hinreichend zu vergewissern, mer noch ihr Mitglied leistungsfähigen Berbänden vollziehen muß- nicht nur vollziehen fann und der Bund will die Zusammenschließung der Gewert- und wer nicht. Jest soll die Buchführung über ihre Mitglieder fchaften unterstützen. Freiwillige Verständigungen fönnen, auch dadurch erleichtert werden, daß bei den diesjährigen Personen. fchaften unterstützen. Freiwillige Verständigungen können, auch standsaufnahmen für die Einkommensteuerver. ehe der Kongreß endgültig beschließt, durchaus vorgenommen meranlagung zum ersten Male die an die Haushaltungen verteilten den. Im übrigen gilt auch die Vorschrift der Bundesfagung weiter, daß jede Gewerkschaft Aufnahmegefuche, für die sie nicht zuständig getreten ist und bei welchem Amtsgericht man die Erklärung Fragebogen auch um Auskunft darüber ersuchen, wann man aus ist, an die zuständige Gewerkschaft zu verweifen hat. 3um 8. Bunft der Tagesordnung:„ Verschiedenes" lag eine abgegeben hat. Eine Anmerkung hebt hervor, daß durch die BeBeschwerde des Dachbederverbandes vor, weil er durch antwortung unrichtige Kirchensteuerveranlagungen verhütet werden einen Buch bruderstreif in Frankfurt a. M. geschädigi und in feiner Tätigkeit gehemmt worden sei. Nach kurzer Aussprache fam der Bundesausschuß zu folgender Stellungnahme: Der Kampf der Arbeiterklasse um die Berbesserung ihrer Lage barf nicht die Arbeiterbewegung selbst gefährden, wie es geschieht, menn trog Bewilligung der Forderungen die Herstellung der Ar beiterzeitungen und der gewerkschaftlichen Drucksachen, die Fertig stellung dringender Bauarbeiten oder Reparaturen in Gewerkschaftshäusern ufm. verweigert wird. Eine derartige Streiftattik nügt den Streifenden nichts, fie schädigt aber die Bemegung im ganzen und follte deshalb fünftighin unbedingt vermieden werden," fönnen. Franzosen, die keinen Spaß verstehen. Sport. Bagner als Erfaz für den erkrankten Spalla den Holländer Die geftrigen Bortämpfe im Sporipalast stellten dem riesigen nicht über die zweite Runde hinaus, so daß schließlich nichts anderes haus gegenüber. Es war ein zu ungleicher Kampf. Ahaus kam übrig blieb, als den Kampf wegen allzugroßer Ueberlegenheit des Duisburger abzubrechen. Gin undisziplinierter Teil des Publikums, der sich durch den raschen Abschluß enttäuscht fühlte, verlangte eine Herausforderung Breitensträter, der auch auf dem Ring erschien und erflärte, eine Herausforderung erwarten zu wollen. Im AusIm Bund Saar- Verein", Ortsgruppe Berlin, der sich scheidungstampf um die Halbschwergewichtsmeisterschaft Bruno zur Aufgabe gemacht hat, dem Saarged anten in Berlin eine Schmidt II gegen Arndt fiegt Arndt, nachdem Schmidt in der Pflegeftätte zu bereiten, sprach im Vereinshaus Deutscher Ingenieure 8. Runde als aussichtslos aufgegeben hatte. Einen guten Kampf por Anhängern und Mitgliedern des Vereins der Redakteur der lieferten Bolt mer- will, wobei will bemerkenswerte Qualifez aldemokratifchen„ Bolteftimme" in Saarbrüden, Genoffe Bern- täten zeigte, Bolfmer aber der Sieg nach Bunttwertung zugesprochen hard Rausch, der auf Anweisung der französischen Regierungs- wurde. Einen technisch recht guten Kampf zeigte der Deutsch- Amerifommiffion zusammen mit dem Genoffen Kurt Lehmann das faner Samfon, der den Bayern Bobzuhn in der zweiten Saargebiet innerhalb 24 Stunden verlassen mußte, und geißelte in Runde schlug. Bel Ankauf Fahrgeldvergüt. Danach gelten in den wichtigsten Positionen folgende Löhne fürf Der Verband der französischen Seeleute hatte beim Unterstaats Gewerkschaftsbewegung Ottober: Kommis der Kellner 3000 m. pro Woche, männ= fefretariat für die Handelsmarine die Einberufung eines paritätiEin gewagtes Stück. liches Hilfspersonal zwischen 2100 und 2850 m., weibliches schen Ausschusses beantragt, der in der Frage des Acht stundenHilfspersonal 1650 bis 1850 M., Mirer und Schanfmeister 3300 tages in der Handelsmarine einen Schiedsspruch bzw. 3500 m. Die Löhne des Küchenpersonals betragen fällen und so dem Matrosenstreit ein Ende machen sollte. Das Bor uns liegt ein Bericht aus Köln, wonach der Schlichtungs- bei freier Kost für Köche: 2750 bis 3200 M. pro Woche, für weib- Unterstaatssekretariat hat die Einberufung des Ausschusses abge= sschuß durch Schiedssprüche die Löhne und Gehälter in der Kölliches Küchenpersonal 1275 bis 1500 M. Dieses Lohnabkommen ist lehnt. ner Metall- und Zwischenindustrie für die Zeit vom als ein Provisorium zu betrachten. Die Verhandlungen über 23. September bis 7. Oftober feftfette, und beide Barteien die den Neuabschluß des von den Arbeitgebern gefündigten Tarifver Schiedssprüche angenommen haben. Damit wäre diese Nachricht er- trages werden im Laufe des Monats fortgesetzt werden. ledigt. Sie ist jedoch durch folgenden charakteristischen Zusak bemerkenswert: ,, Die Annahme des Schiedsspruches erfolgte in der Arbeitgebererfammlung nur mit fnapper Stimmenmehrheit und in der Erwartung, daß die Arbeitnehmerschaft sich der Folgen, die sich für die Industrie aus der überstarken Belastung mit Ausgaben für Löhne und Gehälter ereben, voll bewußt und bestrebt ist, die für die Lebenshaltung erforderlichen Mittel durch äußerste Einschräntung des Verbrauches und Steigerung der Produktion bei längerer Arbeitszeit zu gewinnen." Es läßt sich leider nicht feststellen, ob dieser Zusatz auf einem Beschlusse der Arbeitgeberversammlung beruht, was wahrscheinlich ift, oder aber ob er der Gesinnungstüchtigkeit des Berichterstatters in Verbindung mit Zeilenhunger zu danken ist. Angesichts des Taumels der Warenpreissteigerungen, der längst zu äußerster Einschränkung der Lebenshaltung zwingt, dürfte man denn doch die Arbeitnehmerschaft nicht durch derart unnüze Bemerkungen verhöhnen und provozieren. Die Unternehmer müssen schon einmal ernstlich versuchen, die Produktion zu steigern, ohne Berlängerung der Arbeitszeit, die bei äußerster Einschränkung des Verbrauches an Lebensmitteln noch weniger diskutabel ist, als es ohnehin der Fall ist. Wenn dieselben Arbeiter, von denen man längere Arbeitszeit fordert, aus Mangel an Arbeit arbeitslos werden, dann brauchen die Unternehmer ihren Verbrauch noch lange nicht allzu sehr einzuschränken. Lohnverhandlungen des Holzarbeiterverbandes. Die Vertreter des Deutschen Holzarbeiterverbandes( Verwaltungsstelle Berlin) haben mit den Arbeitgebern über eine Erhöhung der bestehenden Löhne für Oktober verhandelt. Wie von Böse in einer Funktionärversammlung am Freitagabend in Kliems Festfälen berichtet wurde, ist keine Ginigung erreicht worden. Nach langen Auseinandersehungen boten die Arbeitgeber schließlich eine Erhöhung der Septemberföhne für die Zeit vom 1. bis 14. Of tober um 20 Proz. und vom 15. bis 31. Oktober um weitere 10 Bro3., während von den Arbeitnehmern für die Zeit vom 2. bis 13. Of tober 35 Proz. und vom 14. bis 20. Oftober weitere 15 Pro3. auf die Septemberlöhne gefordert wurden. Die Arbeitgeber haben je doch erklärt, nochmals unter sich zu der Forderung Stellung nehmen und ihren Beschluß mitteilen zu wollen. Böse erflärte am Schlusse seiner Ausführungen, daß alles getan werden solle, um eine Berständigung herbeizuführen. Er empfahl namens der Ortsverwaltung die Annahme folgender Entschließung: " Die am 6. Oktober in Kliems Festfälen tagende Versammlung der Bertrauensmänner und Betriebsräte aller dem Reichsmantel tarif unterstehenden Betriebe des Deutschen Holzarbeiterverbandes beschließt, das Angebot der Arbeitgeber abzulehnen. Die Ortsverwaltung wird beauftragt, nochmalige Berhand. Iungen zweds weiterer Lohnzulagen einzuleiten. Die Verwaltung erhält zur Ergreifung weiterer Maßnahmen Vollmacht und hat etwaige Mitteilungen sofort an die Presse zu geben." Diese Entschließung wurde einstimmig angenommen. Der Hauptbetriebsrat bei der Reichseisenbahn. Ueber die Tätigkeit des Hauptbetriebsrats bei der Deutschen Reichsbahn liegt jetzt der Bericht für das Geschäftsjahr 1921-22 vor. Einleitend wendet sich der Bericht gegen die höhere und niedcre Bureaukratie, die sich zu einem großen Teil für den Ausbau des zusammengebrochenen Eisenbahnwesens als unfähig erwiesen hat. Anerkannt wird aber, daß es in allen Schichten der Beamten einige gibt, die die Mitarbeit der Betriebsräte begrüßen und gemeinsam mit ihnen Neuerungen durchführen. In der technischen Betriebs- und Verkehrsabteilung wird eine Fühlungnahme mit den Betriebsräten immer mehr angestrebt. In dem Bemühen, das Mitbestimmungsrecht zu sichern, ging der Hauptbetriebsrat an die Lösung seiner Aufgaben. Als die Frage der Abtretung der Reichsbahnen an das Großkapital auftauchte, und die Reichsverfehrsverwaltung Bundesgenossen zur Abwehr dieser Bestrebungen brauchte, betonte der Sprecher des Hauptbetriebsrats in dieser Verhandlung, daß dieser ein unbedingter Anhänger des Staatsbetriebes sei und forderte mehr Spielraum für die Mitwir fung der Betriebsvertretungen bei der Ausgestaltung und Verbesserung der Verwaltungs- und Betriebsformen. Nur unter dieser Voraussetzung fönne der Reichsverkehrsminister mit einem entschiedenen Einfluß der Arbeiterschaft für die Erhaltung der Staatsbetriebe in jeder Eituation rechnen. Lebhafte Kämpfe wurden über die Regelung der Ar. beitszeit, die man durch die Einschaltung längerer Bausen teilen wollte, geführt. Man fam schließlich überein, daß überall da, wo in drei Wechselschichten gearbeitet wird, auch ohne Rücksicht auf die Belegschaftsstärke der einzelnen Schichten, die Pause zur Arbeitszeit gerechnet werden muß. Der wesentlich höhere Verdienst der Arbeiter in den Hauptwerkstätten und die weit günstigere Entlohnung in der Privatindustrie ließen die ungenügende Ent lohnung in den Betriebswerkstätten start fühlbar werden, so daß besonders in den Industrieorten die Betriebswerkstätten einen erheblichen Abgang an Personal zu verzeichnen hatten. Der Hauptbetriebsrat hat dem Reichsverkehrsministerium Mitteilung gemacht. Das Reichsverkehrsministerium ist jetzt selbst von der Notwendigkeit einer Lohnregulierung der Bediensteten der Betriebswerkstätten überzeugt. Bisher scheiterten aber alle geplanten Maßnahmen in dieser Hinsicht an dem zentralen Aufbau des Lohr systems. Bon den Belegschaften zweier Werkstätten war bereits var eineinhalb Jahren die Einführung des Gedinges durchgeführt worden. Auf Grund der hierbei gemachten Erfahrungen ist jetzt mit den Gewerkschaften und dem Hauptbetriebsrat ein Gedingeverfahren für die Betriebswerkstätten ausgearbeitet worden, das den Bediensteten einen entsprechenden Mehrverdienst sichert. Die Verwaltung will die Einführung des Gedinges nicht lediglich wegen des Mehrverdienstes vornehmen, sondern ihre Hoffnung geht dahin, eine Mehrleistung zu erzielen, die dann den in vielen Betriebswerfstätten vorhandenen Bersonalmangel ausgleichen soll. Der 51 Seiten starke Bericht zeigt in allen feinen Teilen, daß der Hauptbetriebsrat der Reichsbahnen es verstanden hat, die Aufgaben, die ihm zufallen, im Einklang mit seinen Pflichten gegen die Allgemeinheit zu erfüllen. Neues Lohnabkommen im Gastwirtsgewerbe. Achtung, Zimmerer! Das letzte Lohnabkommen, das für die Bier start besuchte Versammlungen der gastwirtschaftlichen An- Zeit vom 1. bis 14. Oftober eine Erhöhung von 10 M. pro Stunde gestellten, die am Mittwoch dieser Woche tagten, beschäftigten sich vorsieht, ist von allen Parteien angenommen. Die Auszahlung resp. mit dem Angebot der Arbeitgeber für Oftober. Nach er- Na ch zahlung des erhöhten Lohnes muß bis zum 13. Oftober ergiebiger Aussprache wurde dem Lohnabkommen zugestimmt. I ledigt sein. Der Vorstand. Seit 70 Jahren ist San.-R. Haussalbe bei HautDr.Strahls ausschl., Flechten, Bein- und Krampfadergeschwüren, Frostschäden, Hämorrhoiden ein bestbewährtes und schnellheilendes Mittel. OriginalDose 57,- und 105.- M.. 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Der Verschwender. 10. und 14. Ueber die kraft, 1. Teil. 12. und 16. Ueber die Kraft, 2. Teil. 13. Die Ratten.- Opernhaus: 8. und 12. Oberon. 9. Cavalleria rusticana. 10. Boheme. 11. Galome. haus: 8. und 13. Napoleon. 9., 12., 14. und 16. Peer Gynt. 11. Hochzeit des 13. Sinfoniekonzert. 14. Rigoletto. 15. Lohengrin. 16. Bioletta. Schauspiel Adrian Brouwer. 15. Maria Stuart. Deutsches Theater: 8., 9., 11., 12., 14. und 16. Simfon oder Scham und Eifersucht. 10. Cyrano von Bergerac. 13. und 15. Der Bund der Zugend. Rammerspiele: Gastspiele des Russischen Theaters: Kitimora. Leffing- Theater: 8. Nachtafyl. 9. 8ar Feodor Joanno mitsch. 10. Drei Schwestern. 11. Fauft. 12. Gefchloffen. 13. bis 16. Bater und Sohn. Theater in der Königgräger Straße: 11., 12. und 14. Die wunder lichen Geschichten des Kapelimeiſters Kreisler. 8. bis 10., 13., 15. und 16. Die Jüdin von Toledo. Deutsches Opernhaus: 8. und 13. Carmen. 9. Der Troubabour. 10. Oberon. 11. Die Fledermaus. 12. Die Schwägerin von Saragossa. Cavalleria rufticana. 14. Rigoletto. 15. Tannhäuser. 16. Die Jüdin. Schiller- Theater: 8., 9., 12., 14. und 16. Bygmalion. 10. und 13. Die Ehre. 11. Alt- Heidelberg. 15. Die fünf Frankfurter. Großes Schauspielhaus: Der Widerspenstigen Zähmung." Neues Volks- Theater: 8., 10. und 11. Der Engländer. Satyros. 9. und 13. Heuchler. 12., 15. und 16. Die erste Geige. Deutsches Künstler. die Tribüne: Sonnenspektrum. Tod und Teufel. Theater: Madame Gans- Gene. Komödienhaus: 8. Karussell. 9. und 10. Gefchloffen. Ab 11. Henne im Korb. Berliner Theater: Madame Pompadour. Trianon Theater: Lissi, die Rototte. Residenz- Theater: Lady Windermeres Fächer. Bentral- Theater: Die Kleinbürger. Theater in der Kommandanten. fraße: Die Sprache der Bögel. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Wie Luftfeßle ich meinen Mann? Komische Oper: Europa spricht davon! Metropel- Theater: New York- Berlin. fpielhans: Die Schule der Rofotten. Neues Operetten- Sheater: Die schwarze Rose. Thalia- Theater: Prinz Don Juan. Theater am Rollendorfplag: Dein Mund.. Große Bollsoper in Theater des Westens: 8. Tristan und 3folde. 9. und 14. Der Troubadour. 10. und 12. Samson und Dalila. 11. Lohengrin. 13. Die Entführung aus dem Gerail. 15. Fidelio. 16. Der Freischüß. Wallner- Theater: Die feine Sünderin. Walhalla- Theater: 9. bis 12. Die Kinokönigin. 13. bis 16. Die tolle Cola. Theater des Ostens( Rose- Theater): Badhitelachen. Alcines Theater: Totentanz. Neues Rafino- Theater: Lämmelmanns Bummelfahrt. Theater am 800: Dorine und der Zufall. Schlofpart Theater Steglig: Großes 5 aus: Der große Bariton. Aleines Haus: Der Wettlauf mit dem Gdjatien. Theater Folies Caprice: Bier Parisiana- Cinatter. Intimes Theater: Die Peitsche und am Kurfürstendamm: Der Wauwau. Die babende Nymphe. Lauf doch nicht immer nact herum. Guſtave, es blizt. Renaissance- Theater: Miß Sarah Sampson. Schauspielhaus Potsdam: 8. und 10. Drei alte Schachteln. 9. Rabale und Liebe. 11. Wenn wir Toten erwachen. 12. und 15. Der fidele Bauer. 13. Die verlorene Tochter. 14. Der zerbrochene Krug. Die Geschwister. Rachmittagsvorstellungen: Boltsbühne: 8. und 15. Ueber bie Kraft, 1. Teil. Schauspielhaus: 8. Lumpazi- Vagabundus. Deutsches Kammer Theater: 8. Rabale und Liebe. 15. Die Bitchfe der Bandora. Leffing- Theater: 8. und 15. Man lana piele: Der Raub der Sabinerinnen. nie wissen. Theater in der Königgräger Straße: 8. und 15. Die wunder lichen Geschichten des Kapellmeisters Kreisler. Deutsches Opernhaus: 8. 11 Uhr: 1. Sinfoniekonzert. 2½ Uhr: Mignon. 14. 2½ Uhr: Der Evangelimann. 15. 11 Uhr: Kammermusik- Matinee. 2½ the Mignon. Schiller Theater: 15. Die fünf Frankfurter.- Großes Schauspielhaus: 8. und 15. Danton. Neues Bolts- Theater: 8. Die erste Geige. 15. Hauchler. Deutsches Rünstler- Theater: 8. und 15. Wenn wir Toten erwachen. Komödienhaus: 8. und 15. Prinzessin Olala. Berliner Theater: 8. und 15. Fidelio. Metropol- Theater: 8. Die Bajadere. Thalia- Theater: 8. und 15. O schöne Zeit, o felige Beit. Walhalla- Theater: 15. Rigoletto. Theater des Opens: 14. und 15. Die sieben Raben. Reues Theater am 800: Rosmersholm. Berantwortlich für den redatt. Teil: Bietor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Ungere Stärke 5900 Gder Preiswürdigkeit Eleganter WinterMantel mit modernem, weitem Passenschnitt aus ge mustertem molligen Stoff 3950: 2450. Fescher Wollenes Backfisch Mantel Trikotaus glatifar- Kleid bigem, war mem Flausch mit moderner stoff m. Leder garnierung Stepperei in vielen Farben warm. Jumper Trikot 117500 stoff m. lang. Aerm. Strick Jack, retne in all. mod. Farben, 3475, 297500 Kostümröck. a.reinw.Cheviots, marinebl. u. schw., 1675, Kleiderserg. i.all. Farb., 110 cm br. Meter Kammgarn1275°° 935° Cheviot, Kostfimwar, 115000 130 cm breit, Meter Mod.Blusenu. Rockstreif. Mir. Dam. 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