Nr. 477 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 232 Bezugspreis: Für den Monat Ottober 250,- M., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar und Memelgebiet sowie Defterreich und Luremburg 346,- M., für das übrige. Ausland 515,- M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark. England, Eftland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luremburg, Dester reich, Schweden, Schweiz. Tschechoflowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezcile toftet 50,-. Reklamezeile 230,-. Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.,( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10,- M. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jebes weitere Wort 5,- M. Werte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 15,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Montag, den 9. Oktober 1922 Ludendorff bleibt im Dunkel. Wieder ein Anschlag im Rathenau- Prozeß. Leipzig, 9. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der heutige| Am Sonnabend nachmittag ist der Angeklagte Boß, der sich beBormittag war insofern von Wichtigkeit, als wir diesmal von fanntlich auf freiem Fuß befindet, nach Berlin gefahren. Am Sonnautoritativer Seite zum erstenmal deutlich vernahmen, was abend besuchte Boß nach seiner Angabe die Liförstute von Wolff in wir immer schon gesagt hatten, die Tatsache nämlich, daß der Lutherstrafte 33, wo er mit mehreren Bekannten zusammenwir in diesem Prozeß vergeblich auf eine Auf- faß. Als Voß sich einen Augenblick aus dem Gaftzimmer entfernte, deckung der Beziehungen zwischen den Mördern und den hörte er, wie im Nebenzimmer ein Herr telephonierte und dabei Anstiftern warten werden. Wir haben es vom Präsidenten fagte:„ Boß ist hier. Es wird so gemacht, daß wir ihm eins ins Hagens selbst und wir zweifeln nicht mehr daran, daß es Gesicht geben; er haut sicherlich zurüd, dann der Prozeß gegen die Mörder in der Königsallee ist, nicht der Prozeß gegen die wirklich Schuldigen, die hinter den Jünglingen standen. Der Inhalt der Briefe, die Ludendorff an den Angeklagten Günther geschrieben hat, mag äußerlich ein mehr oder weniger harmloser sein. Die Tatsache, daß Ludendorff den psychopathischen Nationalisten und Antisemiten, dem aus eigener Machtvollkommenheit anvancierten türkischen Leutnant, dem akademischen Bürger ohne Ehrgefühl, dem Geheimbündler aus Krankheit, daß Ludendorff diesem Günther zehn bis zwölf Briefe geschrieben hat, von denen die meisten etwa zwei Seiten lang sind diese Tatsache offenbart die ganze Geistigkeit des faiserlichen Regimes der großen Zeit, deren Führer eben dieser Ludendorff ist. Nicht etwa mit der Schreibmaschine sind diese Briefe geschrieben, wie Briefe autoritärer Persönlichkeiten an fleine und distanzierte Menschen geschrieben sind, sondern mit der Hand und die Anredet lautet: Mein lieber Günther!" Wie dem auch sei: ob man bei Günther das Berbrechen hervorhebt oder die Krankheit, Herr Ludendorff ist blamiert. Reiner von uns hat je daran gezweifelt, daß die Größe der Niedertracht anders erklärt werden könnte, als durch Krantbeit. Aber in der Politik stellt man die Frage nach den Folgen und dieser Prozeß ist ein politischer Prozeß. Die Folgen sind schädlich: ob die Bündler frank sind oder nur Schurken waren, Schädlinge sind sie und Ludendorff ist unter ihnen. Die dicke Wand aus Lüge und Verdrehung, diese Wand, hinter der die nationalistischen Ursachen sich verbergen, um die unwichtigen Veranlassungen preiszugeben, wird leider nicht zerstoßen. Kaum hat der Beisiger Jädel angefangen, sich mit Ludendorff zu befassen und schon be: merkt der Präsident:„ Wir haben es hier nicht mit Ludendorff zu tun, sondern nur mit dem Angeflagten Günther." Dieser Günther ist schlimmstenfalls einer der Röpfe der nationalistischen Mörderhydra. Was nüßt es uns, wenn wir ihn treffen, da die Köpfe doppelt nachwachsen, solange Bolitiker, Journalisten und Geldgeber nicht getroffen find, die der Hydra erst das Leben gaben. In diesem Prozeß tötet der Sinn für Formalismus die wichtige Sachlichkeit. Sechster Berhandlungstag. BS. Leipzig, 9, Oftober 1922. Die Untersuchungen über die rätselhafte Erkrankung der Angeflagten am verflossenen Sonnabend sind noch nicht endgültig abgeschloffen, da die bakteriologische Untersuchung zurzeit noch im Gang ift. Immerhin gewinnt jetzt die Annahme immer mehr an Wahrscheinlichtet, daß die sechs Erkrankten vom letzten Sonnabend, Techow, Jlsemann, Warnede, Plaß, Tillessen und Günther das Opfer irgendeines find wir in der Notwehr und sind ihn los." Boß hat sich immer nach seiner Erzählung dann nach der Gaststube zurückbegeben und den Inhaber des Lofals, Wolff, gebeten sich zu ihm zu setzen, da es gleich einen Zusammen stoß geben werde. Wenige Minuten später seien dann auf Voß drei Herren zugetreten, die nach der Angabe des Inhabers der Liförstube, die Brüder v. M. gewesen sind, während der dritte als ein Herr v. H. bezeichnet wird. Der ältere der beiden Brüder habe Boß gestoßen, bis dieser sich die Anrempelung perbat. Dann hätten die drei Herren ein Gespräch mit Voß angefnüpft und ihn gefragt, ob er nicht auch der Ansicht sei, daß der Staatsgerichtshof in Leipzig zu langsam arbeite. Boß will er widert haben, daß er sich keine Kritit seiner Richter erlaube, daß er aber die Herren bitte, ihn endlich in Ruhe zu lassen. Diese hätten troß alledem antisemitische Aeußerungen getan, die sich auf die Berteidiger bezogen, und schließlich habe eine Dame, die an dem Tisch des Boß faß und von diesem über das voraufgegangene Telephongespräch aufgeflärt war, gefagt:" Bemühen Sie sich doch nicht weiter, wir wissen, wer Sie sind, Herr v. M." Darauf habe der eine Herr einen Revolver aus der Tasche gezogen und, indem er auf Boß anschlug, gejagt:„ Wir fommen aus einer Führerversammlung am Lüzowufer und dort ist beschlossen worden, daß Sie, Boß, Iljemann und Günther erledigt werden." Man habe den Sprecher dann sofort entwaffnet und die drei Fremden hinausbefördert. Boß will nun im Laufe des heutigen Tages die Angelegenheit zur Sprache bringen. Wahrscheinlich dürfte der Staatsgerichtshof jedoch erst die näheren Ermittelungen der Berliner Polizei abwarten, ehe er zu dieser Angelegenheit Stellung nimmt. Die Berliner Polizei hat erst aus Leipzig von dieser Angelegenheit erfahren und die Nachforschungen sofort eingeleitet. Angeklagten waren sämtlich zur Stelle und sind bis auf War Um 9 Uhr 20 Minuten wird die Verhandlung eröffnet. Die nede, der sich noch immer nicht ganz erholt hat, wieder auf dem Bosten. Senatspräsident Dr. Hagens eröffnete die Gigung mit folgender Erklärung: Ich stelle fest, daß sämtliche Angeklagten zur Stelle find. Das Ergebnis der Untersuchung über die Erkrankung der Angeklagten am letzten Sonnabend läßt vermuten, daß diese Angelegenheit einen ersten Hintergrund hat. Nach der bisherigen Untersuchung, deren Resultat allerdings noch nicht endgültig vorliegt, ist der Berdacht nicht ausgeschlossen, daß ein Attentat auf die Gesundheit oder sogar das Leben eines der Angeklagten vorliegt. Dieser Berdacht hat zu einer Reihe von verschärften Sicherheitsmaßnahmen Anlaß gegeben, und zwar wird erstens die Zahl der Zuhörer sehr wesentlich ein geschränkt, zweitens fann von den Zuhörern nach Ermessen der Polizei- und Gerichtsbeamten ein Ausweis mit Lichtbild über ihre Person und Einwandfreiheit verlangt werden." Rechtsanwalt Gollnid bat hierauf, als Zeugen den Landwirtschaftslehrer Joachim Duckert aus Berlin über den Charakter und das Wesen Günthers zu vernehmen. Das Gericht gab dem Antrage statt. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Sauvregpedition u. Inseraten. Abteilung: Dönhoff 25062507. Sturmzeichen am Textilmarkt. Bon H. Kräßig. Bis vor kurzem glänzte über dem deutschen Textilmarkt; der hellste Sonnenschein. Seit einigen Wochen aber ballen fich am Horizont dieses Marktes recht düstere Wolken zu=: fammen; die Folgen der wilden Preistreiberei werden bemerkbar. Der vorletzte Marksturz brachte einen so erheblichen Preissprung, daß die meisten Konsumenten nicht mehr mittonnten. Die Preissteigerung schreckte auch jene Kreise ab, die noch finanziell start genug sind. Sie lehnen Käufe zu den heutigen Preisen ab, weil sie sich schon früher reichlich eingedeckt haben. Das enorme Versagen der Rauftraft führt nun zu Wirkungen, die bei der Geldknappheit in Handel und Industrie sehr verhängnisvoll zu werden drohen. Die finanziellen Mittel aller an der Produktion und warenzirkulation der Textilindustrie beteiligten Kreise sind infolge der enormen Preissteigerung so ungeheuer angespannt, daß sozusagen der Hintermann schon auf die Mark lauert, die der Vordermann einnimmt. Stodt nun beim vordersten Vordermann, beim Detaillisten, der Warenverkauf in merkbarer Weise, so wirkt das bei der heutigen Anspannung der Finanzfraft zurück bis in die ersten Produktionsstätten. Es ist beileibe feine Uebertreibung, wenn gesagt wird, daß es selbst ganz gesichert dastehenden Betrieben schwer fällt, die für ihre 3ahlungen erforderlichen Gelder rechtzeitig heranzuschaffen. Eine Verschlimmerung wurde noch herbeigeführt durch die hohen Preisnachforderungen, die alle Liefe ranten an ihre Abnehmer gerichtet haben, Breisnachforderun gen, die in die Hunderte von Prozenten gehen. Es haben in den letzten Tagen sehr erregte Debatten zwischen Lieferungsund Abnehmerperbänden wegen der Höhe dieser Nachforderungen stattgefunden. Und die Erregung ist wohl zu verstehen, wenn man bedenkt, daß z. B. ein Detaillist, der, angenommen für eine halbe Million, Ware in Auftrag gegeben hatte, nunmehr erfährt, daß er eine undeine halbe Million dafür bezahlen soll. Also verdreifachte Zahlungsverpflichtungen und vielleicht nur ein Drittel der bisherigen Einnahme. Das reimt sich nicht mehr zufammen, und die Folge davon sind Hinausziehung der Zahlungstermine und allerhand Zahlungsstörungen. Doch das ist ohne Zweifel erst der Anfang. Hält diese Stockung an, und alle Anzeichen deuten darauf hin, dann folgen den Zahlungsstörungen die Zahlungseinstellungen, und dann bricht der Unterbau der auf so ungesunder Grundlage stehenden Textilwirtschaft zu3wischen- und Hauptbetrieben nachstürzen wird, ist natürlich sammen. Wieviel dann in den gähnenden Abgrund von den gar nicht abzusehen. Es ist ganz falsch, anzunehmen, eine weitere Entà wertung der Mark könne, wie das in früheren Entwertungsperioden der Fall war, wenn auch nur vorübergehend, Erleichterung schaffen. Nein, wir stehen heute, ge= messen an der Kaufkraft des Inlandsmarktes, auf einem Bunkte, wo jene weitere Entwertung den Auflösungsprozeß nur beschleunigt. Als die Entwertung unserer Mark noch nicht soweit vorgeschritten war und die Preise für die Waren auf dem Inlandsmarkt noch erheblich unter den Weltmarktpreisen standen, da tat uns die weitere Verschlechterung der Mart nicht so weh, zumal ihr etwas entgegengearbeitet werden konnte durch Lohnerhöhungen aus dem lohnenden Exportgeschäft. Aber auch hier wird es anders. Wir sind in der Textilwirtschaft nicht nur an den Weltmarktpreisen und damit meist an der Grenze der Konkurrenzfähigkeit angelangt, fondern wir sind teilweise schon erheblich über die Weltmarktpreise hinaus. Der Anreiz der Billigkeit, den unsere Textilindustrie die letzten zwei Jahre für Auslandsvon Woll- und Baumwollgeweben aus dem Elsaß, der fäufer bot, ist für viele Waren nicht mehr vorhanden. Muster Schweiz und Italien zeigen, daß heute jene Länder um 10 bis 30 Broz billiger liefern fönnen wie wir. und es ist wiederum falsch, wenn man annimmt, ein weiteres wieder flott machen. Nein. Heute ist auch hier die Wirkung Fallen der Mart könne unseren festgefahrenen Erporifahn eine ganz andere mie früher. Früher hatten wir nicht nur noch Rohstoffreserven, sondern wir hatten auch noch flüssige Geldmittel, um in Zeiten steigenden oder längere Zeit ftabil bleibenden Marffurses Borräte an Rohstoffen anzusammeln. Das waren sogenannte Atempausen. Bei dann später wieder fallendem Markfurs boten folche billiger erworbene Vorräte die Möglichkeit zu erheblichen Valutagewinnen. Aber bei der ungeheuren Anspannung der Finanzkraft ist die Zeit der Atempausen vorüber. Nur wenigen fapitalstarten Spinnern ist es vielleicht noch möglich, in Zeiten herabgehenden Dollarkurses Rohstoffvorräte anzuschaffen; die meisten anderen Betriebe haben ja, wie schon gesagt, große bei einem deutschnationalen Vortrag des Kapitänleutnants Müde Sorge, um nur die laufenden Zahlungen zu leisten. Die in der Bellevuestraße. Günther stand dort mit einem Herrn zu meisten Betriebe können heute nur noch sogenannte zugſammen, der erklärte, die Rerelution fei Eingeweihten durchaus nicht umzuggeschäfte machen, d. h. sich nur noch eindecken mit dem überraschend gekommen, sie sei vielmehr ein naturnotwendiges Er Rohstoff, den sie zu den übernommenen Aufträgen benötigen. eignis gewefen. Günther stimmte vollkommen bei. Ich nahm ihn dann bei Seite und sagte zu ihm: Wie kannst Du denn so etwas und auch das wird immer schwieriger, weil die Spinnersien fagen? Du redest doch sonst ganz anders." Da stimmte Günther 3 roße Borauszahlungen verlangen. Was bewirkt mir wieder bei. aber der Umstand des Zugumzuggeschäftes bei steigendem Dollarturs? Er bewirkt, daß diejenigen Betriebe, die teine Zeuge Dudert erklärt, daß Günther schon auf der Schule die noch unaufgeklärten Anschlags Sucht gehabt habe ,, sich hervorzudrängen. Lügenhaftigkeit habe man geworten find. Die bisherigen Ermittlungen der Polizeibehörde an Günther nur bemerkt, wenn es sich um seine Person handelte und haben in Berbindung mit anderen auffälligen Erscheinungen dazu er sich ins hellſte Licht zu sehen versuchte. Nach dem Kriege habe er geführt, daß der Vorsitzende Senatspräsident Dr. Hagens sich dazu Günther wieder getroffen und sei erstaunt gewesen, daß dieser, anstatt entschlossen hat, die Vorsichtsmaßnahmen im Gerichtsgebäude ganz erklärt, er könne sich noch feinem Grwerb zuwenden, da er von der zu studieren, haltlos in der Luft schwebte. Günther habe jedoch erheblich zu verstärker. Nicht nur das Untersuchungsgefängnis, in nationalen Vereinigung außerordentlich nötig gebraucht dem sich die Angeklagten befinden, hat eine stärkere polizeiliche werde. Bors: Machte Günther schon damals den Eindruck eines leberwachung erhalten, sondern im Reichsgericht selbst sind umeraltierten Menschen? 3euge: Gar nicht. eraltierten Menschen? 3euge: Gar nicht. Er äußerte damals fangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, ganz vernünftige Ansichten, sobald seine eigene Berson aus dem um befürchtete Zwischenfälle zu verhindern. Die Zahl der unifor- Spiel blieb. Vorf.: Haben Sie mit Günther auch einmal über den inierten Beamten ist an sich verstärkt worden, vor allem aber ist Erzberger Mord gesprochen? 3euge: Ja, unmittelbar nach dem Mord. Günther war darüber außerordentlich entrüstet. ein Heer von Kriminalbeamten aufgeboten, bezeichnete die Tat als furchtbar und meinte, man fönne doch nicht die das ganze Gebäude, sämtliche Ein- und Ausgänge bewachen ohne weiteres einen Menschen über den Haufen schießen. Wir die das ganze Getäude, sämtliche Ein. und Ausgänge bewacher sprachen in diesem Zusammenhang auch über Friedrich Adler, und die jeden, der in das Reichsgericht Einlaß wünscht, auf das ber den österreichischen Ministerpräsidenten Stürgh ermordet hatte, genaueste zu prüfen haben. Man hat aus Gründen der Sicherheit und Günther meinte, derartige Zustände dürften in Deutschland auch die Zahl der Zuhörer ganz wesentlich einge- um feinen Preis einreißen. Ich traf dann Günther später wieder schränkt, und jeder, der den Gerichtssaal betreten will, muß im Besitz eines mit Lichtbild versehenen Basses sein. Daneben sichern schon wieder Gerüchte durch, die von einem Anfchlag auf. den Angeklagten Boß sprechen. Wahrscheinlich dürfte diese noch dunkle Angelegenheit im Laufe des heutigen Tages vor dem Forum des Staatsgerichtshofs erörtert werden, Wie verlautet, ist folgendes geschehen: ( Fortsetzung in der Morgenausgabe.) ligen Vorräte mehr haben, vor allem fast alle reinen land werde als Mitglied des Völkerbundes viel mehr Gerech Garnverarbeiter, d. h. Betriebe, die teiner Spinnerei tigkeit finden, als menn es außerhalb bleibe. Der Eintritt angeschlossen sind, bei steigendem Dollar im Eintauf der Roh- Deutschlands würde die Universalität des Bölferbundes dartun und stoffe das vorher hinausgeben müssen, was sie so für diesen eine glückliche Entwicklung sein. In Genf sei zu den etwa an Valutagewinn hereinnehmen. Balutagewinnler sind verschiedensten Malen das Fehlen Deutschlands und Rußlands und nunmehr nur noch die kapitalfräftigsten Unternehmungen in natürlich auch der Vereinigten Staaten als ein großes Hemmnis ander Spinnerei oder in der Spinnwebereiindustrie. So hat die gesehen worden Darin sei sich die große Mehrheit der Vertreter enorme Geldentwertung die Entwicklung getrieben. einig gewesen. Branting erwähnte dabei den einstimmig angenommenen Beschluß des sozialdemokratischen Parteitages in Augsburg auf Antrag des Reichstagspräsidenten Löbe. Dieser Beschluß habe in den verschiedensten Kreisen der Mitglieder des Bölkerbundes sehr tiefen Eindruck gemacht und sei allgemein als ein gutes Zeichen angesehen worden. lebergehend zu der Frage, Smeets unter Ententeschuh. Paris, 9. Oftober.( WTB.) Die Rheinlandfommission hat nach Prüfung der Aften über die Prozesse gegen den Redakteur Smeets entschieden, daß die ausgesprochenen Urteile nicht vollstreckt werden dürfen. Diese Entscheidung wird natürlich den Eindruck hervorrufen, daß die heinlandkommission die Losreißung des Rheinlandes fördern wolle. Griechenland fügt sich. Schon jetzt die Einschränkung der Produktion ein, zunächst meist infolge Geldmangels. Aber alle Anzeichen find vorhanden, daß auch bald wegen Rückgang des Exportes die Produktion eingeschränkt werden wird. Es Athen, 8. Difober.( Havas.) Der Ministerrat hat nach ist Tatsache, daß große Aufträge für das Ausland, die bisher längeren Beratungen den Delegierten in Mudania Instruktionen erin deutscher Hand untergebracht waren, ins Ausland gegangen teilt, in der thrazischen Frage nur auf eine einstimmig von den find. Von der Unternehmerseite wird das der Ausfuhrob der Völkerbund sich auch mit der Reparationsfrage befaffen werde, mächten getroffene Entscheidung hin nachzugeben. Von Venizelos ist abgabe zur Last gelegt. Ueberhaupt wird wegen der Ausfuhrabgabe sehr viel protestiert und räfoniert, aber es wird meinte Branting, daß dies davon abhänge, ob man die Angelegen- ein längeres Telegramm eingetroffen, in dem er der griechischen Renicht das getan, was nötig ist, um den Nachweis zu heit schon in den kommenden Beratungen in Brüssel in Ordnung gierung den Rat gibt, die Haltung völliger Unnachgiebigkeit aufliefern, daß die Ausfuhrabgabe die Ausfuhr unmöglich bringen kann. Dann brauche sich natürlich der Böikerbund nicht da- 3ugeben. Dieses Telegramm hat zu der Entscheidung der Regiemacht. In der Außenhandelsstelle für Tertilindustrie hat man mit zu befassen. Man misse jedoch nicht, ob es in Brüssel besser als rung beigetragen, dem schweren Opfer der Räumung Thraztens 3 uunzähligen Brotestlern gesagt, sie sollen Unterlagen bringen, früher gelingen wird, fich zu einigen. Die Folge würde dann natür- 3ustimmen. Die Bestürzung in Athen iſt allgemein. Aus cngaus denen hervorgeht, daß die Ware nicht mehr fontfurrieren lich sein, daß diese Frage im Völkerbund diskutiert wird. Den lischer Quelle wird berichtet, Griechenland habe eine ernste Berfann, dann werde auch Abhilfe geschaffen werden. Aber noch Boden dazu hätte ja schon die von Robert Cecil eingebrachte Reso- warnung wegen der Verstärkung der griechischen Truppen in Thrazien erhalten. infeinem Falle find solche Unterlagen, z. B. Gestehungs- lution geebnet, die einstimmig angenommen wurde. toftenrechnungen, erbracht worden. Ja, in der Außenhandelsnebenstelle für Baumwolle, innerhalb deren Bereich auch so fehr gegen die Ausfuhrabgabe gewettert wird, wo am 8. Juli d. 3. die Aufhebung bzw. Herabsetzung der Ausfuhrabgabe auf der Tagesordnung stand, waren nur zwei Vertreter der Unternehmer anwesend. Wären alle Unternehmer anwesend gewesen, so hätten sie, da auch mehrere Arbeitnehmer fehlten, die Aufhebung der Ausfuhrabgabe begutachtend beschließen tönnen. Dieses geringe Interesse der Unternehmervertreter an einer Frage, die gerade von Unternehmerseite aus als äußerst dringlich angesehen wird, ist doch zum mindesten sehr auffällig. Das muß uns zu denken geben. Tatsache ist, daß dem deutschen Tertilmarenerport gefährliche ausländische Konkurrenten entstanden sind. Benn die Unternehmer in der Beweisführung ihrer Konkurrenzfähigkeit fo läffig find, so kann das Gründe haben, die letzten Endes wieder den Unternehmerinteressen dienen und die Arbeiter schädigen. Wenn man sich die Schwierigkeiten der Kapitalbeschaffung vergegen wärtigt, so läßt sich denken, daß es den Unternehmern nicht ungelegen fäme, wenn sie die Betriebe einschrän den Arbeitern sagen könnten, die Einschränkung muß erfolgen, weil uns die Ausfuhrabgabe, gegen die wir fortgefeßt protestiert haben, die Ausfuhrmöglichkeit genommen hat. M Nach seinem Eindruck von der Einigung der beiden sozialistischen Parteien in Deutschland befragt, erklärte Branting, daß feiner Ansicht nach Deutschland dadurch erst eine fest e Stellung unter den demokratischen Staaten errungen hat. Die Spaltung fei seinerzeit ein Unglü gewefen, und es sei gut, daß dieses jetzt wieder gutgemacht wurde. Die neue Kriegsschulddebatte. Erklärungen Delbrücks und Poincarés. " Paris, 8. Oftober.( WTB.) In seiner Rede in Vaucouleurs fagte Poincaré, wenn Frankreich sich geweigert hätte, das von den Türfen verlangte Dstthrazien der Türkei zu übertragen, um es Griechenland zu geben, dann hätte man die Sieger gegen die Besiegten aufgebracht und die Feindseligkeiten auf Kosten der Bewohner aller Raffen und aller Religionsbekenntnisse verlängert. Die neue griechische Regierung habe sich übrigens von dieser Notwendigkeit überzeugt. Frankreich werde sich in feine friegerischen Abenteuer hineinziehen lassen. Türkisch- englische Reibungen. Professor Hans Delbrüd meist im Berl. Tagebl." auf die Konftantinopel, 9. Oftober.( Havas.) Ein vom englischen HauptMöglichkeit hin, die durch die neuesten Veröffentlichungen hervortritt, quartier veröffentlichtes Rommuniqué befagt, die neutrale Zone fei daß der französische Außenminister des Juli 1914, Herr Viviani, an mehreren Punkten verlegt worden; die alliierten Generale durch den Präsidenten der Republik, Poincaré, und den Botschafter hätten Protest erhoben. General Ismet Pafcha habe den Wunsch i. Petersburg, Baleologue, hinters Licht geführt worden ist. ausgedrückt, daß die Feindseligkeiten sofort eingestellt werden. Binnen furzem werde man durch eine neue Publikation wohl dar. Nach einer Meldung der„ Chicago Tribune" sollen die Engländer über aufgeklärt werden. In Stockholm hat der italienische historiker sämtliche Waffen der Konstantinopeler Stadt- und Hafenpolizei beFerrero im Dienste der Entente Propagandavorträge über die schlagnahmt haben. Die Abbeförderung der Frauen und Kinder Kriegsschuld gehalten. Ferrero hat in feinem Stockholmer Bortrag bauere an.- Die englischen Militärbehörden haben den Eingang ( abgedruckt„ Svenska Dagbladet", 22. August) wörtlich gesagt:„ Bis Das Flüchtlingselend. fen fönnten. Wie bequem wäre es dann für sie, wenn sie zum 29. Juli ist die deutsche Regierung flug und vorsichtig 8um Bosporus vom Schwarzen Meer her geschlossen. und auf ihrer Hut. Sie spricht zurückhaltend und handelt wenig, aber sie sagt und sie tut nichts, was nicht wieder gutzumachen Athen, 9. Oktober.( ,, Chicago Tribune".) Es droht Wassers wäre." Am 29. Juli jedoch habe in dem abendlichen Kronrat in und Lebensmittelnot. Gleichzeitig wird über Fälle von Best bePotsdam sich der Kaiser, entgegen den Stimmen einiger Mitglieder, richtet. Die Zahl der in Saloniki angekommenen Flüchtlinge aus für den Krieg entschieden. Dem hält Delbrück entgegen, daß um- Kleinafien beträgt 150 000, die Zahl der im Biräus angekommenen gekehrt Moltke auf die Nachricht von der russischen Zweidrittel 25 000. Dort find Cholera und Typhus aufgetreten. 35 000 mobilmachung die deutsche Mobimachung beantragte, der Kaiser Menschen sind auf der Insel Samos von Hungersnot bedroht, aber auf den Nat Bethmann Hollwegs die Mobilmachung abgelehnt Lebensmittel sind unterwegs. und Bethmann eine Depesche über die andere nach Wien gesandt habe, die im drohendsten Tone Einlenten forderten. Der beste Kenner der Schuldfrage in England, Professor Headlam- Morley, habe zugestanden, daß Deutschland vom 28. Juli a b fich Mühe gab, den Weltfrieden zu erhalten, und Ferrero stelle jetzt fest, daß Deutsch land sich bis zum 29. Juli forrett gehalten habe. Was wolle man noch mer? Diese billige Ausrede dürfen wir nicht ermöglichen. Daher müffen wir verlangen, daß mit offenen Karten gespielt wird, d. h. wir müssen, wo sich die ersten Zeichen des heranziehenden Unwetters zeigen, ernstlich verlangen, daß die Unterlagen für die eingetretene Ronkurrenz unfähigkeit herbeigebracht werden, damit das Ventil des Erports nicht zum Verstopfen tommt. Die Ausfuhrabgabe wird dann sicher herabgefeßt, erforderlichen Falles aufgehoben werden. Denn die Ausfuhr geht natürlich vor der Ausfuhrabgabe. Branting über den Völkerbund. Der schwedische Ministerpräsident Genoffe Branting sprach bei seiner Anwesenheit in Berlin dem Vertreter von„ Europa Pres" die Meinung aus, daß die letzte Sihung des Bölferbundes die beste von allen bisher abgehaltenen gewesen fet. Man fei tiefer in die Materie der verschiedenen Dinge eingedrungen, die Gründlichkeit fei größer geworden. Der gute Wille zur Verständigung sei ganz unverkennbar zutage getreten und es fei gelungen, in einzelnen Fragen zu Ergebnissen zu kommen und für die Erörterung anderer wichtiger Fragen die nötigen Borbereitungen zu treffen. Der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund müsse unbedingt erfolgen, sowie es die Verhältnisse nur irgendwie gestatten; er fei nicht nur eine Notwendigkeit für Deutschland, sonbern auch für den Völkerbund; beide brauchten einander. Deutsch Die gefangene Menschheit. Bon P. Haupt. Soweit Delbrück, der die Beweisführung anfündigt, daß Poincaré, Baléologue, Iswolffy und Nikolaj Nikolajewitsch die wahren Urheber des Krieges gewesen feien. oincaré hielt gestern, Sonntag, in Baucouleurrs im Maasdepartement zur Einweihung eines Kriegerdenkmals eine Rede, in der er behauptete, der Friede wäre niemals gestört worden, wenn Deutschland nicht Frankreich angegriffen hätte.( Wird damit die Beschuldigung, Deutschland habe den Krieg von langer Hand vorbereitet und angestrebt, aufgegeben? Red.) Der härteste und toftspieligste Krieg feit Menschengedenken fei durch den mild eft en und liberalsten Frieden(!) abgeschlossen worden. Niemand von uns, sagte Poincaré, verlangt heute, daß die Bedingungen dieses Friedens verschärft werden. Alles, was wir wollen, ist, daß sie erfüllt werden. Fascistenzenfur über Oesterreichpresse. Rom, 8. Offober.( EP.) Da das Borgehen der Fascisten in Südtirol in der deutsch österreichischen Presse scharf veruttellt worden ist, richtete Muffolini an die Regierung eine Anfrage, ob sie infolge der italienfeindlichen Haltung der gesamten österreichifchen Presse es nicht für nötig halte, die Gewährung der zweiten Rate des italienischen Darlehus an Defterreich bis auf weiteres einzustellen. Schanzer antwortete: 3ch bedauere lebhaft die Haltung der österreichischen Presse. Ich habe bereits dem italienifchen Gesandten telegraphiert, energijo zu handeln, damit die Preffe den Ton andere. Die Entscheidung über die Einstellung der Hilfeleistung bleibe dem Schahminiſter überlaſſen. fidenten des Preußischen Oberverwaltungsgerichts Drews fand am Besprechungen über Beamtenrecht. Unter dem Borsiz des PräFreitag eine Aussprache mit den Vertretern der Beamtenorganisationen über das neu zu schaffende preußische Beamtenrecht statt. Es handelte sich um einen Meinungsaustausch über verschiedene Begriffsbestimmungen, der am Sonnabend fortgesetzt wird. hat nirgends einen Zug fleinträmerhafter, bei belanglosem Detail Körpermessungen an Schulkindern. Im Anschluß an die Ergeb fich aufhaltender Breite; er ist eine Gabe hellseherischer Einfühlung nisse der amerikanischen Schultinderspeisung veröffentlicht das Reichsins Seelische, cine Runft in allen Wendungen des Dialogs das gesundheitsamt, wie in der Klinischen Wochenschrift" mitgeteilt Wesentliche in individueller Färbung durchschimmern zu lassen und wird, Messungen an Schulkindern in Tabellenform. Unter den bis. Dollar ein Wort? Mehr: eine Macht, der die halbe Erde so ein Gefühl der inneren Notwendigkeiten zu erweden. Und mit herigen Mitteilungen find cm wichtigsten die Angaben über Länge lauscht, ein Ton, der in die niedrigste Hütte, in den pruntvollsten dieser Art von Naturalismus vereint sich eine Symbolit, die, und Gewichte von mehr als 69 000 Leipziger Boltsschülern. Es war Palast dringt Dollar ist Geschick von Millionen. crganisch aus dem Gefüge der Handlung und der Charaktere her- bei beiden Geschlechtern in der Zeit von 1918-1921 eine Zunahme Der Dollar steigthier liegen Tausende auf der Straße, ausmachsend, die gedantlichen Beziehungen beleuchtet des Längenwachstums nachweisbar, für das 7.- 10. Jahr in ziem feiern die Fabriken, sprengen die unverfäuflichen Waren die Lager- Die Zuschauer folgten dem von Hans Rehfisch inszeniertem lich erheblichem Maße, von da an niedriger. Die Gewichtszunahme häuser; dort heben die Maschinen, müht sich alles, was arbeiten fann, Etüd mit reger Anteilnahme. Eine sorgsam durchgearbeitete, in der fand in viel geringerem Grade statt und von 1919-1920 stärber und stehen doch Laufende vor unerschwinglichen Preisen und schreien großen Schlußzene des letzten Aktes fich zu ungewöhnlicher Wärme als 1920/21. Dabei muß berücksichtigt werden, daß die Zehnjährigen Else des Jahres 1921 die 6-7jährigen des Jahres 1918 sind und daß nach Brot. Mißtrauen, Unluft, Haß züngelt zwischen Liebenden. Seller fand für die Umwandlung, die in Rebetta unter Rosmers Eäuglinge und Kleinfinder Krieg und Blockade unter günstigeren weil sie der steigende Dollar hindert, sich für ihr Leben zu ver adelndem Einfluß sich still vollzogen, schlichten und erschütteraden Verhältnissen durchlebt haben als Schulkinder. Nach den Tabellen binden, Mitter verzweifeln vor den hungrigen Blicken ihrer Kinder. Ausdruck. Man spürt in dem Gespräch mit Rosmer, wie die Fun- aus der Vorkriegszeit für Deutschlend, England, Amerika und Töchter lassen sich erscheuernd in die Straße, in die Goffe gleiten, fen hinüber und herüber springen, wie der Entschluß gemeinsamen Schweben, die von der amerikanischen Hilfsfommission heraus. weil der Glanz des Dollars hinweglodt aus armuttahlem Familien- Freitodes in den Liebenden, denen der Lebensbund durch Mächte gegeben wurden, find die Länsenzahlen bei den schwedischen Rindern freis, Männer werden brutal, gierig, belauern jede Schwäche des der Bergangenheit verwehrt ist, mit unausweichlicher Notwendigkeit erhoblich höher, bei den englischen und amerikanischen bis zum Nächsten, um mitzufteigen mit dem Dollar. In Schlemmen und cufsteigt. Der Rosmer Heinz Bernedes, dessen starttucchig 10. Jahr geringer und von da an höher als die deutschen für Praffen wird eine Kultur aufgebläht zu hemmungslosem Lurus, bis männliche Erscheinung zum Bilde, das man sich von dem träumeri- Leipzig 1921. Die Gewichte der ausländischen Schulkinder sind aber fast fie zerplakt an irnerer Deere. Und Politiker zergrübeln sich die schen Schwärmer macht, nicht recht zusammen fiimmt, wirkte in Ton duramveg bis auf die jüngsten Altersklassen höher, und zwar oft fehr Stirn, jagen von Sigung zu Sigung, entwerfen Gesetz um Gefet, und Klang des Organs, in dem findhafte Reinheit und arglese Güte beträchtlich. fo daß man daran erkennt, wie die Leipziger und die Stirn, jagen von Sizung zu Sigung, entwerfen Gesetz um Gesez, fich spiegelten, um so überzeugender. In den Nebenrollen sekun- deutschen Schulkinder überhaupt gegen die andern Kinder zurückzu brechen das unheimliche Geschick, das Dollar heißt! dierten Paul Haag als Rettor Kroll, Richard Gosler als phan- bleiben. Auch wenn man die Ergebnisse der Leipziger Messung mit Der Dollar steht- Tausende horchen auf, Hoffnungen, un- tastischer Ulrich Brendel und Wilhelm 23 eŋl als nüchterner Mor- den deutschen Friedenswerten vergleicht, fo zeigt sich, daß die Gefinnige, erwachen in fieberhaft überreisten Gehirnen, Spekulanten tensgard mit glücklichem Gelingen. dt wichte heute noch unter den Werten vor 1914 liegen. Die Entwic erzittern, es fnistert im Gebält Dutzender von Valutagründungen Das Außeninftitut an der Technischen Hochschule. Mit der Belung der Kinder war also auch in der Nachkriegszeit noch nicht normal. di: Welt horcht... und lauscht was wird der Dollar tun... gründung des sogenannten Außeninstituts on der Berliner Techniber Dollar-? fchen Hochschule hat die Reform der Organisation unserer Hochschulen Ein Ceuchtturm für die Cufffchiffahrt. Die Orientierung der Er fällt? Wie ein Gewitter geht es durch die Welt. Ver- jetzt eine Einrichtung geschaffen, die sich an weitere Kreife mendet. Luftschiffer zur Nachtzeit erfordert ähnliche Einrichtungen wie die zweiflung, Bufammenbruch hier, Aufctmen dort, neue Aengste, Sachlich werden im Außeninftitut Gegenstände behandelt, die nicht Schiffchrt. Ständige Einrichtungen zu diesem 3med werben un so Schreie an die Regierungen, Schuhsuchende, Bankrotteure, froh- in den unmittelbaren normalen Lehrplan der Hochschule hinein- dringlicher, je mehr die Luftfohrt sich zu einem renelmäinen Ber lockende Gervinner, bereit zu neuem gierigen Taumel. gehören. Das sind Berichte über die neuesten Forschungen und Er fehrsmittel für die eft, für Warenverkehr und Bersonenvertehr folge auf technischem Gebiet, andererseits Vorträge aus den Grenz herausbildet. Die Telephonie ohne Draht, welche in den Ikten gebieten der Techniß und schließlich solche, die allgemeineren Inhalts Jahren große Fortschritte gemacht hat, ist ein vorzürliches Mittel, sind und für den Ingenieur Interesse haben. Für diese Vorträge durch das der Führer eines Luftschiffes oder Fahrzeuges sich mit hat die Hochschule allen einschlägig Gebildeten ihre Pforten weit ge- Stationen der Erdrherfläche in Berbindung halten fann, und man öffnet; Butritt hat jedermann ohne besondere Formelitäten oder wird wohl mit der Beit zu einem ek von Stationen kommen, pon Aufnahmebedingungen. Doch sind die Vorträge für Zuhörer be- denen aus die Straßen in der Luft kontreffiert werden. Daneben stimmt, die eine gewiffe fachliche Bildung auf dem betreffenden aber erscheint des Berhandensein nen meithin fichtbaren Sandwerken Gebiete mitbringen und von den Fortschritten hören wollen. Es ebenin angebracht mie des von Leuchttürmen und Blinkfeuern an werden die Veranstaltungen des Außeninstituts nach Inhalt, Form den Meeresfüften. Auf dem Mont Afrique, etwa zwölf llomster und Zeit von einer großen Freiheit sein. Gemeinschaftlich mit der von Diion entfernt ist jeht ein folcher Leuchtturm errichtet worden Hauptstelle für Wärmewirtschaft wird vom 12. bis 14. Oftober eine heffen Sicht die ftattliche Menge von einer Millierde Kerzen erreicht. Reihe von Vorträgen veranstaltet. Näheres durch die Geschäftsstelle, Dos Beuchtfeuer befteht aus abt mächtigen Borenfempen von 120 Ampère und 65 Bolt Es ist drehber genen die Umnenend oneBerlin NW., Sommerstraße 4a. lent. feine Tragweite betränt im allgemeinen 150 Silometer, bei vollfommen fforem Wetter bis zu 500 Pilometern. Diefer Leuchtturm foll vor allem dem Reftverkehr zwischen Paris und Marseille und weiterhin nech Nordafrika dienen. Ist das nicht wahnsinn? Wann wird die Menschheit die Tyrannei abwerfen, die Dittatur des Dollars, die Diktatur der Dinge, der Waren, die zügellose Tyrannci der Dinge? Wann wird sie aufhören, zu laulchen auf das Machtwort des Dollars, wann wird die Menschheit reif sein zur Herrschaft auch über den Dollar, über die Waren, über die Dinge? Der Bezirksbildungsausschuß brachte als zweite Sonntagsnachmittagvorstellung im Neuen Theater am 300 Itsens Rosmersholm". Das Drama gehört jener mit den Stüben der Gesellschaft“ und„ Nora" einfegenden reifften Schaffensperiode des Dich ters an, in der er die Form des bürgerlichen Schauspiels mit einem völlig neuen Geist erfüllt hat. Aus matten Rührfeligtelten und Sentimentalitäten, aus der platten Farblosigkeit der geschminkten Ziererer des Dialogs, aus der engen Beschränktheit der Konflikte und Charaktere führt seine wunderbar intime Stizzierung feelischer Bufammenhänge, fine mächtige geistige Horizonterweiterung in der Behandlung der Probleme zu Höhen und Tiefen, die man vor ihm Aus der Werkstatt von Doorn. ER zu feinem Sekretär: Sagen Sie, wie tief liegt Bethmann eigentlich begraben? Der Getretär: Sechs Fuß ist Vorschrift, Majestät. ER: Ist der Sarg auch gut zugelötet? Der Getretär: Das ist ohne weiteres anzunehmen, Majestät. ER: Gut, dann schreiben Eie, daß ich die preußische Wahl in diefem Bühnengenre nicht für möglich hielt. Sein Naturalismus i reform gewollt habe und daß Bethmann sie verhindert hat. Neues Volf@ theater. In Sathros fpielt jest Herr Peter ble die Titelrolle.. As nächste Premiere wird Michael Kramer" von Gerhart Hauptmann vorbereitet. Parteitag der Deutschdemokraten. Briefraub. Gefängnis verurteilt. Den Angeklagten wird aber eine breijährige Bewährungsfrist zugebilligt, wenn sie bis zum 1. Januar 1923 an 3. eine Buße, und zwar H. von 7000 M. und 2. von 3000 M. zahlen. „ Boxermax" und der polnische Josef". " " 1 Festrede des Ministerpräsidenten Tangen. Im Laufe dieses Jahres sind außerordentlich viele AuslandsElberfeld, 9. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Der Parteitag briefe nicht an die in Groß- Berlin wohnenden Empfänger gelangt. der Demokraten nahm gestern durch einen stark besuchten Be- Andere Briefe langten verspätet und beschädigt an, waren durchgrüßungsabend in den weiten Räumen der Elberfelder Stadt- sucht und zuweilen zur Tatverdunkelung zunächst nach enifernten halle seinen Anfang. Der Saal war mit rheinischen und republi- Orten geleitet worden. Die Ursache dieser Unregelmäßigkeiten ist. Für 1 Million Mart Grammophonplatten gestohlen. tanischen Flaggen eindrucksvoll geziert. Unter den Anwesenden be- ohne weiteres tlar. Unehrliche Personen, die zur Post in engen Große Diebstähle bei einer Schallplattenfabrik sind durch die merite man den Reichswehrminister Geßler, den Ministerpräsidenten Beziehungen stehen, vermuten Valutarerte in den Auslandsbriefen Kriminalpolizei aufgedeckt worden. Als Täter wurden zwei Angevon Oldenburg Tangen, den badischen Ministerpräsidenten und haben das sicher in vielen Fällen bestätigt gefunden. Bereits stellte und ein wegen seiner Körperkräfte gefürchteter Mann ver= Hummel, Dominicus, Professor Quidde aus München, im Mai hat das Reichspoftministerium an sämtliche deutsche Post- haftet, der unter dem Namen" Borermar" bekannt ist und zuletzt Walter Schüding und andere. Der geftrige Aufiaft zeigte viel dienststellen Anweisung gegeben, welche Maßnahmen zur Berhinde wesen war. Die Berhafteten hatten, wie die Ermittelungen ergaben, Rausschmeißer in einem hiesigen Tanzlokal geAftivität. Das Jahr Erkelenz" scheint der Deutschdemokratischen rung derartiger Verbrechen zu ergreifen sind. Das hat den Erfolg für nicht weniger als eine Million Mart Platten Bartei gut bekommen zu sein. Allem Anschein nach ist der Rückgang gehabt, daß eine Anzahl ungetreuer Personen, größtenteils Aus- gestohlen und zu Geld gemacht. Bei dem Kreuzperhör tam noch eine zum Stillstand gekommen, während die Nachbarpartei rechts, die hilfskräfte, der Beraubung von Auslandsbriefen über zweite Straftat zur Kenntnis. der Polizei. Es stellte sich heraus, daß Deutsche Volkspartei, nicht unbedenkliche Risse zeigt. Am Sonntag führt und den ordentlichen Gerichten überliefert werden konnten. ciner der Angestellten ein Sched formular gestohlen hatte nachmittag fand ein rheinischer Boffstag statt. Die Demonstration, Trotzdem haben diese Beraubungen nicht aufgehört. Infolge eines und der andere es nach einem Zeugnis mit der Unterschrift des die sich durch die Hauptstraßen Elberfelds bewegte, wies ungefähr öffentlichen Aufrufes, der den Zweck verfolgt, der Postverwaltung Geschäftsinhaber versehen hatte. Beide trauten sich jedoch nicht, 7000 bis 9000 Teilnehmer auf. Besonders beteiligten sich die Orts ein möglichst großes Nachprüfungsmaterial zu beschaffen, melden das Geld zu erheben. Sie beauftragten damit den" Borermar" und gruppen der Demokratischen Partei des besezten Gebietes. Für sich fortgefeßt Leute, die bestimmte Angaben über den Berlust ihrer diefer löste den Sched auch ein. Als er das Geld in der Tasche hatte, diejenigen, die den oldenburgischen Ministerpräsidenten Tangen nicht Auslandspost machen. Die Oberpoftdirektion Berlin hat nunmehr noch zu:„ Macht daß ihr wegkommt, der Scheck ist angehalten lief er an den draußen wartenden Spießgefellen vorbei, rief ihnen näher fannten, war dessen Festrede gewiß eine Ueberraschung. Er eine neue, noch verschärfte Untersuchung eingeleitet. worden!" und sprang dann in ein Automobil, mit dem er davonführte aus, daß die Einheit des Reiches nur der zielsicheren Politik der Koalitionsregierung zu danten sei. Die Gefahr für die BePrivate Ausländerbesteuerung durch Postbeamte. fuhr. Obwohl die betrogenen Betrüger Verdacht schöpften, wagten fie es doch nicht, diesen Verdacht gegen Borermar" zu erheben. fehung des Ruhrgebietes sei gebannt. Von den Demokraten verEinträgliche Nebeneinnahmen wußten sich Poftbeamte zu ver- Als jetzt sein Streich ans Tageslicht fam, freute sich Borermar" lengte er überall und zu jeder Zeit ein offenes Bekenntnis. Der schaffen, die von der Kriminalpolizei gestern festgenommen wurden. noch diebisch, daß ihm dieser so gut gelungen war. Die gestohlenen Demokrat muß ein Kämpfer für den Rechtsgedanken sein. Das ist Auf dem Po stamt W. 9 am Potsdamer Plaz, das sehr starken Schallplatten sind, wie feftfteht, an einen Hehler Riebe, der unter die Lehre, die das„ Stahlbad" Krieg gegeben hat. Die Politit Zuspruch von Ausländern hat, die in den umliegenden dem Namen„ der polnische Josef" befannt ist, verkauft worden. der Gewalt, des Hasses und der Revanche tönne Hotels wohnen, waren der Bostassistent Vollmer und die Hilfs- 3weddienliche Mitteilungen werden vom Polizeibezirksamt Kreuzteine Gesundung bringen. Der die Kraft des Volkes poftfchaffner Steiner, Rohrbed und Beer überein ge- berg, Belle- Malliance- Platz 5, entgegengenommen. fördernde nationale Gedanke soll die Völker zueinander führen, aber fommen, von diesen besondere Gebühren zu erheben und diese für sich zu behalten. Wenn von den Ausländern Telegramme aufge= Dem Wohle der Jugend. nicht gegeneinander, sonst verliert der nationale Gedanke feinen geben wurden, fo berechneten die geschäftstüchtigen Bostbeamten Sinn und wird zum Europa bedrohenden Nationalismus, der die einfach den doppelten Preis, als die tatsächlichen Gebühren die der Oberbürgermeister gegründet hat, fand am geftrigen Sonntag Für die Berliner Part Spiel- Sport- Stiftung", Völker gefährdet. Zu der Notwendigkeit der Deutschdemokratischen ausmachten, so ftatt 2000. 4000 M. und steckten den Ueberschuß im Staatlichen Opernhaus das vom Jugendamt veranstaltete KonPartei führte der Redner an, daß sie die einzige bürgerliche Partei in die Tasche. Die Ausländer, die den Tarif nicht kannten, zerf statt. In dem voll besetzten Theater sahen wir unter den fei, die bedingungslos den Gedanken der Republik und der Demo- zahlten die geforderten Preise anstandslos und so Gästen den Oberbürgermeister Böß, den Bürgermeister Ritter und frafie vertrete, daß sie die Partei ist, die Fäden nach links hinüber fonnten die betrügerischen Beamten ihr Treiben eine ganze Zeitlang andere Mitglieder des Magistratskollegiums, Mitglieder der Stadtwebe, wo sich proletarische Gestalten zu einer anderen Welt bekennen fortsetzen. Endlich aber kam es doch an den Tag und jetzt beschäftigte verordnetenversammlung, der Bezirksämter und der Bezirksverfich die Kriminalpoftamtsstelle damit, die nach Beobachtungen zur fammlungen, Leiter und Mitarbeiter der Jugendpflege Berlins und und nach rechts, wo brutal der Kapitalismus vertreten wird. Festnahme der ungetreuen Beamten schritt. Aile sind geständig, der Bezirke. Staatsregierung und Reichsregierung waren durch Sehr interessant waren die Ausführungen des oldenburgischen doch wissen sie felbst nicht, in wieviel Fällen sie den doppelten Tarif Oberpräsident Dr. Maier und Staatssekretär Heinrich Schulz verMinisterpräsidenten über die freie Wirtschaft und die Zwangs- erhoben haben. Zur restlosen Aufklärung ihres Treibens ist es treten. Aus dem Konzert, das von der Kapelle des Opernwirtschaft. Der Demofrat sei Anhänger der freien Wirtschaft. Aber, erwünscht, daß sich Telegrammauflieferer, die Zweifel an der Richtig hauses unter Rapellmeister Ehrenberg mit Webers Freiso ergänzte der alte Praktiker, in den heutigen Zeiten des Ueber- feit der Gebührenberechnung haben, sich bei der Kriminalpostdienst- fchüß"-Ouvertüre eingeleitet wurde, leuchtete es wie Sonnenglanz ganges fei Plan und 3wang nicht zu entbehren. Tangen befannte stelle in der Friedrichstr. 128 melden. der Jugend. Der Ertsche Männergesangverein unter fich z. B. als Anhänger der Zuderbewirtschaftung. Zucker Chormeister Stange führte die Zuhörer vom Bolkslied bis zum sei Fleischersatz und muß in die Hütten der Aermsten gelangen, und Kunstgesang. Emmy Heckmann Bettendorf und Björn das geht, wenn wir vernünftig organisieren. Wir dürfen in der Talén von der Staatsoper wirften als Soliften erfolgreich mit. Wirtschaft nicht nur Erfolg- Anbeter sein. Die Kräfte, die die Der Reinertrag des Konzerts ist für die dem Wohl der Jugend deutsche Wirtschaft gesunden lassen können, brauchen zu ihrer EntEine merkwürdige und auffällige Duplizität der Ereignisse" ist dienende Stiftung eine erwünschte Hilfe. widlung und Entfaltung Zeit. Die Maschine muß verstanden und heute wieder einmal festzustellen. Unmittelbar nachdem in Leipzig. Auf einen Raubmord im Eisenbahnzug ist allem Anscheine nach ihre Leistungen entwidelt werden. Jeder Demokrat muß den die Angeklagten des Rathenau- Prozesses nach dem Genuß angeblich ein Leichenfund zurückzuführen, dessen Aufklärung auch die hiesige guten Sinn des Achtstundentages anerkennen, in dem von Sarotti- Konfekt an Bergiftungserscheinungen schwer erkrankten, Kriminalpolizei beschäftigt. Am Sonntag abend um 7% Uhr fand jet sein Möglichstes hergeben muß. Eine zehn oder zwölfftündige ereignete sich ein gleicher Fall auch in Berlin. Bei einer Gesell- ein Stredenläufer zwischen Landsberg a. d. M. und Zechow einen Arbeitszeit muß überall den schärfften Widerspruch aus schaft, die am Sonnabend abend in einer in der Warschauer jungen Mann neben dem Gleise tot auf dem Bahnlösen. Man soll nur den Arbeitsmann für seine Freiheit erziehen, Straße wohrenden Familie stattfand, wurde auch Konfekt ge- törper liegen. Bei dem Toten fand man Bapiere auf einen am damit er Werte für sein Bolt schaffe. Es ginge nicht an, daß man reicht, das eine Familienangehörige, die in der Sarottifabrit 11. Dezember 1901 zu Berlin geborenen Hausdiener Alfred Zimmerdie Bilanzen in Gold aufstelle und dem Staat seine Steu- tätig ist, von dort mitgebracht hatte. Nach einiger Zeit stellten sich aller Wahrscheinlichkeit nach ist der junge Mann entweder auf der mann, der am Kaiser- Franz- Grenadier- Platz gewohnt haben foll. ern in Papiermart zahle. Die Meinungsfreiheit ist zu bei allen Personen, die das Konfekt gegessen hatten, Erbrechen Fahrt von Berlin nach Landsberg oder in umgeschützen. Die Organe aber, die der Republik dienstbar sind, Reichs- und sonstige Vergiftungserscheinungen ein, so daß fehrter Richtung im Eisenbahnzuge überfallen, wehr, Gipo usw., müssen zur Licbe für den Staat erzogen werden. die von dem Unfall Betroffenen schleunigst ärztliche Hilfe in An- gefnebelt und ausgeplündert und dann aus dem Wagen hinausDie Rede schloß mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen spruch nehmen mußten. Glücklicherweise hat bisher keiner der Ver- geworfen worden. Mitteilungen zur Aufklärung nimmt das RaubHach auf die Deutsche Republit. giftungsfälle mit Tod geendet. Dezernat des Polizeipräsidiums, Kriminalfommissar Berneburg, im Die eigentlichen Verhandlungen beginnen heute um 9 Uhr. 3immer 80 entgegen. Deutsche Sachlieferungen an Jugoslawien. Zwischen dem jugoflawischen Verkehrsministerium und Delegierten des Verbandes Deutscher Industrieller ist vereinbart worden, daß Deutschland für die ganze Summe, die Jugoslawien aus dem Reparationsfonds im fommenden Jahre zusteht, normal- und schmalspurige Personen- und Frachtwagen liefern soll. Das Protokoll über diese Berständigung ist am 2. Oftober unterzeichnet worden. Dollar 2650. Vergiftetes Konfekt. Fünf Personen in Berlin erkrankt. Volksfürsorge. Eämtliche Funktionäre der Partei, Gewerkschaften, Genossenschaften und Arbeitersportvereine werden zu nachstehenden Sibungen eingeladen: 9. Oft., abends 7 Uhr, in der Aula der Knabenschule, Biclesftrage 53; 10. Dit. abends 7 Uhr, in der Comeniusschule, Frankenstr. 10. bema: Die Betämpfung des Privatkapitals durch eigene Unternehmungen der Arbeiterschaft. Referent: Gen. Gustav Beder, Hamburg. Wetter für morgen. Auf unsere Anfrage teilt uns die Direktion der Sarotti 2.-G. mit, daß eine Bergiftung durch Sarotti- Konfekt durch nichts erwiesen sei. Eine Angestellte der Firma habe vor 14 Tagen lose Pralinen gekauft, von denen sie sowohl wie ihre ganze Familie mit gutem Appetit gegessen haben, ohne irgendwelche Störungen zu erleiden. Eine Schwester der Angestellten soll nun Sarotti- Konfeft, man sagt in einer Packung, nach der Familie gebracht habent, wo das Effen stattfand. Die Garotti- 2.- G. neigt nun der Anficht zu, daß, falls überhaupt eine Bergiftung durch Schokolade und nicht durch den Genuß anderer Speisen vorgekommen ist, es sich nicht um Garctti- Konfekt, sondern nur um eine Fälschung handeln kann. Die Untersuchung ist zurzeit im vollen Gange. Ebenso find zwei Beamte aus Leipzig hier, um Untersuchungen über Groß- Berliner Parteinachrichten. die Herkunft des Konfekts anzustellen, das den im Rathenau- Brozeß Angeklagten verabfolgt wurde Hier ist man schon einer Fälschung auf die Spurgekommen, da weder Einschlag, Kontrollzettel 24. Abt. Die heutige Funktionärkonferenz findet bei Rösner, Immanuelkirch. noch Adresse von der Sarotti- A.- G. stammen. Prügelnde Polizeibeamte. Mißhandlung eines Schwerfriegsbeschädigten. por überwiegend beiter, nachts sehr fühl, um mittag ziemlich mild bei mäßigen Berlin und 11mgegend. Zeitweise etwas neblig, fonit trocken und östlichen Winden. Straße 25 statt. Sport. Wallenstein Sieger im Gladiatoren- Rennen. Wallenstein, der schon im Vorjahre das GladiatorenRennen heimbrachte, ging auch gestern im Grunewald wieder als Be Sieger hervor. Freilich ist der Preis jetzt auf 450 000 Mark erhöht 1. Rennen. 1. Young Star( Mesa), 2. Gebalind( Breege), 3. Thusnelda( Franzke). Zoto: 18: 10, Play: 11, 14, 18: 10. Ferner liesen: Simplicite( 4.), Dagobert, Tarantella, Lametta. 2. Rennen. 1. Abenteurer( Kaiser), 2. Pelide( D. Schmidt). Toto: 18:10. 3. Rennen. 1. Aralinda( Rastenberger), 2. Esther( Huguenin), 3. Baldung( D. Schmidt). Toto: 44: 10, Blaz: 15, 28, 13:10. ener liefen: Arachne( 4.), Sonnenfönig, Sanguiniter, Gistreiben, Vummel Peter, Pali, Prinz, Jrmsch, Ananas, Alpenstern, Säume nicht. 4. Mennen. 1. Wallenstein( Tarras), 2. Träumer( Korb), 3. Lentulus ( D. Schmidt). Toto: 24: 10, Plat: 17, 47, 20: 10. Ferner liefen: Immergiün( 4.), Agenstein, Offian, Wolfram III, Raffelbinder, Aberglaube, Perifles, Gyere velem. Bei Beginn der neuen Woche setzte die Dollarhause mit erstaunlicher Heftigkeit ein. Der Kurs stellte sich anfangs auf 2500 und stieg nach wenigen Minuten auf 2650. Gegen Mittag wurde der Dollar mit 2600 gehandelt. Ueber die Ursache diefer auffallenden Bewegung gehen die Meinungen an der Börse weit auseinander. Es ist klar, daß die aufs äußerste gesteigerte Motenproduktion der Reichsbant in weiten Kreisen das Mißtrauen gegen die Mark verstärkt und zur Balutenhamsterei angeregt hat. Außerdem liegt zurzeit ein sehr großer tatsächlicher De auf der Polizeimache, wie sie oft von Angeklagten Als bemerkenswertes Kapitel zu dem Thema: Mißhandlungen visenbedarf der deutschen Wirtschaft vor. Einen gewiffen Einfluß richt vorgebracht werden, bot eine Verhandlung vor dem Schöffen worden. Der Stall Oppenheim ließ noch am Sonnabend Wallenschreibt man auch der in den letzten Wochen an der Börse einge gericht Berlin- Mitte. Der Vorgang, der zu einer Anklage wegen stein als Nichtstarter gelten. Doch holte am Sonntag der Darttretenen Monopolisierung des Devisen handels durch Mißhandlung und Mißbrauch der Amtsgewalt gegen die Polizei- Ronald- Sohn fich in leichteſter Manier, faſt verhaltend, das reiche einen kleinen Kreis von Firmen zu. Bekanntlich sollte diese Maß- oberwachtmeister Habermann und Ligte führte, war um so über 2800 Meter führende Rennen in der Zeit von 3: 4,2 Minuten nahme eine Berringerung der Devisenspekulation bewirken. unerquidlicher, als in dem Mittelpunkt ein Schwerkriegs- gegen 10 Konkurrenten. Es zeigt sich aber, daß die Spekulation nach wie vor sehr lebhaft beschädigter, der Bureauschreiber Kurt Zetsche, der auch ist und daß die Begrenzung des Geschäfts auf eine geringe Anzahl als Nebenfläger auftrat, stand. von Firmen lediglich die Elastizität des Marktes verringert hat. In der Nacht zum 2. Juli d. J. war von den angeklagten BeBei verhältnismäßig fleiner Nachfrage ergeben sich infolge Mangels amten ein Fuhrwerk am Strausberger Blah angehalten worden Am und der Kutscher zur Feststellung nach der Frankfurter Wache von rechtzeitiger Gegendispositionen Ledeutende Kurssprünge. Effettenmartte rief die Dollarhausse eine stürmische Auf dem Angeflanten Ligte gebracht worden. Inzwischen hatte sich wärtsbewegung aller Balutapapiere hervor. Einen besonders großen eine große Menge angefammelt, in der sich auch 3. befand. Er Umfang erreichte das Geschäft on Kolonialwerten. Am Markte der wurde später sistiert und zur Polizeiwache gebracht, da er dem Mitfahrer des fiftierten Rutschers Papier und Bleistift geliehen, um einheimischen Industriepapiere hielten sich jedoch die Umsätze heute Zeugen des Vorfalles festzustellen. Schon auf dem Wege zur Wache in bescheidenen Grenzen. Hier spielt bereit die wieder zunehmende wurde er grob behandelt. Auf der Wache selbst aber gab ihm der Geldknappheit eine bedeutsame Rolle. Beamte Habermann einen Stoß ins Genic, so daß er mitten ins Bimmer flog und zu Boden stürzte. Der Beamte rief noch: " Dir werden wir schon zeigen, so freigebig mit Papier und Bleistift zu fein." Bei dem Stoß war sein künstliches Bein im Gelent gebrochen. Habermann schlug nun auf ihn ein und er betam 30 Schläge von seiner Faust auf Kopf und Geficht, das Ohrläppchen wurde gespalten, die Lippe war aufgebrochen, auf dem Kopf hatte er mehrere Beulen und blutete aus Mund, Nase 100 Holländische Gulden.. 100873.75 101126.25 86591.60 86808.40 und Ohren. Dabei hieß es noch:" Solche Lumpen müßte 928.80 931.20 796.50 798.50 man von Rechts wegen gleich erschlagen!" Der Ausfehr in Treptow. Durch schönstes Wetter begünstigt, war die 18426.90 18473.10 15880.15 15869.85 Hund Habermanns hat ihn fortgefeßt gebiffen, chne ab- Treptower Rennbahn gestern bis auf den letzten Platz gefüllt. Da die 45942.50 46057.50 39250.85 39349.15 gerufen zu werden, er wurde im Gegenteil noch gehetzt. Der Wacht- Rennen redt spannend verliesen, famen die Zuschauer auf ihre vollen 52953.75 53066.25 45193.40 45306.60 habende hat während der Zeit geschlafen. 3. wurde dann in eine Stoften. So wurde die diesjährige Saison auf die glücklichte Weise ab69013.60 69186.40 58776.40 58923.60 3elle gesperrt, wo er ohne Nahrung bis zum Mittag ver- geschlossen. In dem in drei Läufen über 10, 20 und 30 Kilometer aus6892.6C 5907.40 5043.65 5056.35 bleiben mußte. Trotz des zerbrochenen fünstlichen Beines wurden getragenen Dauerrennen, dem sog.„ Kebraus", siegte Lewanom über1253.40 1256.60 9588.- 9612. ihm Handschellen angelegt, als er transportiert werden sollte, legen. Am besten bielt sich Caldon ihm gegenüber, der im ersten und 11136.05 11163.95 9822.70 9847.30 ipäter wurden sie ihm wieder abgenommen. Er wurde erst 7 1hr dritten Laufe mit dem Sieger in gleicher Runde blieb und nur im zweiten Laufe 600 Meter einbüßte. Sawall erlitt im ersten Lauf Motorichaden, im 11460.65 11489.35 16978.75 17021.25 abends vernommen und mußte enilaffen werden, weil gegen ihn zweiten fonnte er nicht so recht mit, so daß er beidemal letter wurde. 2242.19 2247.81 nichts vorlag. Der Polizeipräsident hat dem 3 inzwischen das Strupfat hatte anscheinend einen schlechten Gifatmann als Schrittmacher 19750 25 19799.75 41947.50 42052.50 fünstliche Bein reparieren lassen. Dem Beugen ist dann auf dem und konnte nicht, wie er wollte. In den Fliegerrennen, Meisterschaft von .299.62 300.38 83957.50 34042.50 Polizeipräsidium gesagt worden, er solle sich beschweren, das hat Treptow, war ah n unbestritten überlegener Sieger. 48639.10 48760.90 1073 65 1078.35 er getan und Strafanzeige erstattet. Bei der Strafbemessung Resultate: 10 Silometer. 1. Lewanom 8:30; 2. Galdom 39350.75 39449.25 Devisenkurse. 1 argentinifdfer Papier- Befo 100 belgische Fraut. 100 norwegische Kronen 100 schwedische Kronen. 100 dänische Kronen 100 finnische Mark 1 japanischer Yen. 100 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar. . 100 französische Frant. 1 brasilianischer Milreis. 100 Schweizer Frank. 100 spanische Besetas 100 österr. Stronen( abgest.) 100 tichechische Kronen. 100 ungarische Stronen. 100 bulgarische Lewa • 9. Ditober Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 2596.75 2603.25 7. Ditober Käufer. Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 5. Rennen. 1. Schwarze Kutte( Tarras), 2. Palette( D. Schmidt), 3. Leuchtfeuer( Olejnit). Toto: 22: 10, Plat: 10, 10, 12: 10. Ferner liefen: Hohe Pforte( 4.). Hiltrud, Wisba, Lebenswonne. 6. Rennen. 1. Connenrose( H. Schmidt), 2. Tannkönig( Bachmeier), 3. Dlala( Jentsch). Toto: 45: 10, Play: 17, 29, 24:10. Ferner liesen: wibit, Hallunke, Halloh, Schweizermüble. 7. Rennen. 1. Larve( D. Schmidt), 2. Velveteen( M. Schmidt), 3. Kasbed( Stofina). Toto: 26: 10, Blat: 16, 44, 51:10. Ferner liefen: Dtavi, Luftschlop, Marone, selling, Idealist( 4.), Samelie, Gidmete, Williger, Fata Morgan, Revanche. 257 17 257.83 war in Betracht zu ziehen, daß Klagen über die Mißhandlung 300, 3. Strupfat 580, 4. Eawall 960 Meter zurüd. 3. Strupfat 1050, 4. Enwall 2.951 2 จ 20 Kilometer. 2.991 Berhafteter sich fortgefeßt mehren, zugunsten 12ewanow 17:36; 2. Saldow 600, 1140 Meter zurück. 30 ilometer. 1. Lewanow 27: 31; 2. Caldom 7515.55 7534.45 der Angeklagten fam in Betracht, daß sie eine ungenügende 210, 3. Sawall 280, 4. Sublat 3190 Meter zurüid. Meisterschait 89.33 89.62 Vorbildung als Beamte gehabt hätten. Das Gericht hat bon reptom: 1. Hahn, 2. Häusler 3 g., 3. Echrefeldt, 4. Behiend. 1423.20 1426.805abermann zu 5 Monaten und Lizte zu 3 Monaten- Prämienfahren: 1. Häusler, 2. Schrefeldt, 3. Heusch. Gewerkschaftsbewegung Die tariffeindliche Anwaltschaft. geben, in denen die Hyperneutralität zum größten Nachteil für diej Beamten ausschlagen müßte. Eine solche Neutralität ist teine Empfehlung für eine Organisation. Auf diese Betonung fann es also nicht ankommen, sondern lediglich darauf, in welcher Organisation die unteren und mittleren Beamten ihre wirtsamste Der Zentralverband der Angestellten hielt am 5. Oftober in Interessenvertretung finden. Die Antwort ist: im Allben„ Blüchersälen" cine öffentliche Versammlung ab. Als erster gemeinen Deutschen Beamtenbund. Redner sprad) Kollege Brenke über das Thema„ Die Anwälte auf der Antlagebant". Der Referent ging von der Tatm Die neuen Löhne im Buchdruckgewerbe. Zur Aussperrung im fächsischen Holzgewerbe wird berichtet, daß zurzeit rund 6000 Arbeiter im Streit stehen, und weitere 10 000 ausgesperrt sind. Am 13. Oktober sollen weitere Kündigungen wirksam werden. Heute finden in Dresden Einigungsverhandlungen im gesamten sächsischen Holzgewerbe statt. In der Thüringer Holz- und Möbelindustrie ist es zu einer Einigung gekommen. Der Schiedsspruch wurde von beiden Parteien angenommen. Die Arbeitsaufnahme ist bereits am Sonnabend zum größten Teil wieder erfolgt. Die Metallarbeiter in Le Havre haben beschlossen, mit einem zehnprozentigen Lohnabzug die Arbeit heute wieder aufzunehmen. Deutscher Transportarbeiterverband. Donnerstag 7 Uhr im Saal 4 des Gewerkschaftshauses allgemeine Funktionärversammlung aller Betriebsvertrauensleute, Obleute, Branchenleitungen, Agitations- und Betriebsratsmitglieder sowie Generalversammlungsdelegierte. Berichterstattung vom 11. Verbandstag. Aussprache über die Arbeitsruhe am 9. November. Es ist Pflicht, daß alle Funktionäre erscheinen. Mitgliedsbuch und Funktionskarte bienen als Ausweis und sind am Sacleingang vorzuzeigen. Ohne Ausweis tein Zutritt. Handelsarbeiter aus allen Betrieben der Hut, Mügen- und Pelzbranche: Diens. bag 6 Uhr Gruppenversammlung bei Witte, Poſtſtr. 29. Bund der technischen Angestellten und Beamten. Dienstag 72 Uhr im Berliner Klubhaus, Ohmjir. 2: Mitgliederversammlung der Fachgruppe Holzinduſtrie. Wirtschaft Weitere Klärung im Reichsverband der Postbeamten. fache aus, daß die Anwaltsangestellten zu den am schlechtesten be- Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst meldet: Nachdem zahlten Berufsgruppen gehören und beleuchtete dann näher die am 1. Oktober der Berliner Bezirk des gesamten Verbandes Gründe. Ein Hauptgrund für das Elend der Anwaltsargestellten am mit 25 000 Mitgliedern seinen Anschluß an den Allgemei= liege in der sozialfeindlichen und rückständigen Mentalität der An- nen Deutschen Beamtenbund vollzogen hat, folgt jetzt waltschaft. Redner wies das an einer Fülle von Einzelfällen nach, unmittelbar der Ortsverein Hamburg mit 8000 Mitgliedie manjem Außenstehenden aus dem Reich der Fabel entnommen bern. In einer am 6. Oftober abgehaltenen öffentlichen Beamtenscheinen mußten. Der Redner legte dar, wie sich die Rechtsanwälte dem 2 b= persammlung im Gewerkschaftshaus zu Hamburg erklärte der Vorfigende Spanner, daß der einstimmige Beschluß des schluß von Tarifverträgen mit allen Ränken und Schi- Ortsvorstandes, der Funktionäre und einer Mitgliederversammlung fanen entgegenseßten, wie sie eben nur bei spißfindigen Ad- des Reichsverbandes der Postbeamten für den Anschluß an den vokaten möglich sind. Die Tarifverhandlungen werden regelmäßig ADBB. vorliege. Es soll nur noch einige Tage auf eine VerständiDon vornherein abgelehnt, da die Anwälte fein Interesse gung mit dem Borstand gewartet werden. Erfolgt diese nicht, dann Abschluß von Tarifverträgen" haben oder„ den Abschluß wird der Anschluß an die neue Spitzenorganisation vom Ortsverein grundsätzlich ablehnen". Vor den Schlichtungsausschüssen selbständig vollzogen. wenden die Rechtsanwälte ein, daß sie nicht Arbeitge geber und daß ihre Vereine nicht wirtschaftliche Vereinigungen im Sinne der Tarifgesetzgebung seien. Sie bestreiten die AktivlegiDie Lage des deutschen Arbeitsmarkts. timation der Gewerkschaftsvertreter. Sie bringen Bescheini= Der Tarifausschuß der Buchdrucker trat am Freitag in Leipzig leber die Lage und die Aussichten des Arbeitsmarttes gungen ihrer Angestellten vor, daß feine Streitigkeiten zufammen, um zu den Anträgen der Gehilfen auf Erhöhung der und über die Vorkehrungen des Reichsarbeitsministeriums in dieser mit ihnen beständen. Berweigern die Angestellten die Unterschrift, Teuerungszulagen Stellung zu nehmen. Zu einer Einigung kam Beziehung sind in letzter Beit manche doch mißverständliche Nachso ist die Entlassung die Folge. Für Lehrlinge wird die es unter den Parteien zunächst nicht. Es wurde daher das Reichs- richten aufgetreten. Tatsächlich ist, nach Mitteilungen von zuZuständigkeit des Schlichtungsausschusses überhaupt bestritten. arbeitsministerium angerufen. Sonnabend mittag trat bort ein ständiger Stelle, die 3 ahl der unterstützten Erwerbslosen Die Satzungen der Anwaltsvereine werden dahin geändert, daß der Schiedsgericht zusammen, das zu folgendem Schiedsspruch ge- auch jetzt noch sehr gering. Sie hat zu Ende August mit rund Borstand nicht berechtigt ist, Tarifverträge abzuschließen. langte: 120 000 unterstützten Erwerbslosen den niedrigsten Stand Bersagen alle Mittel, so lösen die Anwälte ihre Vereine auf. Alle Gehilfen der Lohnklasse C erhalten ab 8. Oktober eine Er- seit Kriegsende erreicht und nach den bisher vorliegenden Ergehen trotzdem Schiedssprüche, sc werden sie regelmäßig höhung der Wochenlöhne um 800-1000 m. und ab 22. Oktober um Nachrichten auch im September nur eine sehr mäßige Zunahme erabgelehnt. Den Demobilmachungskommissaren wird das gleiche Re- weitere 325-400 m. Für die Lohnklasse B beträgt die Zulage fahren. Wenn auch bestimmungsgemäß nicht alle Erwerbslosen gifter aller erdenklichen Einwände vorgelegt. Erklärt trotzdem ein 760-960 m. und 305-380 M., für Lohntlasse A 680-880 m. und unterstützung erhalten, und die Statistik daher unvollständig ist, jo Demobilmachungskommissar einen Schiedsspruch für verbind. 275-350 M., für Neuausgelernte 550-750 m. und 225-300 m. fann als sicher gelten, daß die Erwerbslosenziffer in Deutschland lich, so wird er gewöhnlich nicht erfüllt oder er wird durch Fest- Ledige erhalten 40 resp. 15 M. weniger als die genannten Säße. zurzeit niedriger liegt als selbst in den Jahren vor dem Kriege. stellungsflagen bekämpft, die bis zu den obersten Instanzen Für Berlin gilt immer die höchste Summe. Das Reichsarbeitsministerium hat allerdings stets getrieben werden. Hilfsarbeiter erhalten die tariflich festgelegten Prozent- darauf hingewiesen, daß diese niedrige Erwerbslosenzahl keineswegs fäße. Das Lohnabkommen gilt bis 4. November. Neue Verhand- ein Beichen wirtschaftlicher Blüte ist, daß sie vielmehr als Folge lungen finden am 2. November statt. des Valutaniederganges angesehen werden muß. Der Tarifausschuß hat dem Schiedsspruch zugestimmt. reiche Arbeitskräfte müssen zur Gewinnung von Rohstoffen und Erzeugnissen verwandt werden, die früher wirtschaftlicher im Ausland getauft wurden( versteckte Arbeitslosigkeit). Auch begünstigt die Valuta die Ausfuhr nach dem Auslande. Der günstige Arbeitsmarkt steht also auf schwachen Füßen und die Gegenwirkungen der ungünstigen Valuta bleiben nicht aus. Hierauf berichtete Redner über den Verlauf der Verhandlungen ver dem Preußischen Handelsministerium. Die Regierung hatte auf die zahllosen Beschwerden der Anwaltsangestellten eingegriffen. Aud) fie gab unumwunden zu, daß das Verhal fen der Anwaltschaft nicht zu billigen sei. Sie verurteilte insbesondere die Haltung des Deutschen AnwaltsDereins, der unter formalen Vorwänden sein Erscheinen_abge= lehnt hatte. Diese Verhandlungen hatten zum Ergebnis, daß eine Reihe kleinerer verwaltungsmäßiger Mittel zur Milderung der Notlage der Anwaltsangestellten erwogen wurde. Im übrigen wurden die Beteiligten auf den Weg der Selbsthilfe verwiesen. Als weiteren Grund für die Berelendung der Anwaltsangestellten kennzeichnete der Redner die Zersplitterung innerhalb ihrer eigenen Reihen. Trogdem die gesamte Wirtschaftsentwidlung zu großen Zusammenschlüssen drängt, leisten sich die Anwaltsangestellten immer noch den Lurus des fleinen, ohnmächtigen und rückständigen Fachverbandes. Die Anwaltsangestellten fönnten nur dann auf eine durchgreifende Besserung ihres Loses hoffen, wenn sie sich geschlossen hinter eine starke Gewerk schaft stellten. Der Vortrag wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Als zweiter Redner gab Kollege Schmolinsky einen Bericht über den Gang der letzten Tarifverhandlungen. Das Ergebnis war ein Schiedsspruch, der für September einen Zuschlag von 80 Proz. auf die Augustgehälter festsegt. Dieser Schiedsspruch wurde mit großer Mehrheit angenommen. Eine lebhaft geführte Diskussion befaßte fich mit beiden Referaten. In seinem Schlußwort führte der Hauptredner allen Anwesenden noch einmal die Notwendigkeit des Anschlusses aller Außenstehenden an eine starte Spigenorganisation vor Augen. Ein Ring im Ring. Der Hirsch- Dunckersche Gewerkschaftsring, der bisher bereits in seinem Titel außer Arbeiter- auch Angestellten- und Beamtenverbände, den GdA. und einen Allgemeinen Eisenbahnerverband umfaßt, hat jetzt aus seinem Ring einen Extraring für Beamtenverbände hergestellt, der alle Beamtenorganisationen umfassen soll, die gleich dem Allgemeinen Deutschen Beamtenbund freigemerffchaftlicher Richtung auf dem Boden parteipolitischer und religiöser Neutralität stehen. ZahlUnterstützung der im Flugzeugbau Entlaffenen. Der Reichsverkehrsminister gibt im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister bekannt, daß die bisher für 6 Wochen Arbeitslosigkeit gezahlte Entschädigung für die infolge des FlugzeugbauDie Kaufkraft gegenüber industriellen Erzeugnissen im Inland verbotes entlassenen Arbeitnehmer jetzt für eine Gesamtdauer läßt nach und es fehlt manchen Betrieben an den erforderlichen von 12 Wochen bewilligt worden ist. Soweit die zur Entlassung Mitteln, um unentbehrliche ausländische Rohstoffe und Hilfsstoffe gekommenen Arbeitnehmer noch nicht im Besize einer Arbeitslosen- faufen zu können. Infolge der Reparationslieferungen fehlt es bescheinigung find, haben sie sich eine solche zu besorgen und diese vielfach an Kohle. Die mit der Balutaentwicklung im Zusammenbei ihrem damaligen Arbeitgeber vorzulegen. hang stehende allgemeine Geldknappheit wirkt ebenfalls einschränkend auf die Betriebe. Demnach ist eine schrittweise Verschlech terung des Arbeitsmarktes in den nächsten Monaten wahrscheinlich, zumal die der Jahreszeit entsprechende Verminderung des Arbeitsbedarfs der Landwirtschaft, Gärtnerei, Binnenschiffahri, des Bauwesens usw. in der gleichen Richtung wirkt. Nicht wahrscheinlich ist der plöhliche Eintritt einer Massenerwerbs. losigkeit, wie sie etwa zu Kriegsbeginn oder nach Kriegsende zu verzeichnen war. Schiedsspruch für die Goldschmiede. Die Goldschmiede mußten den Schlichtungsausschuß anrufen, weil die Arbeitgeber sich weigerten, über eine Lohnerhöhung zu verhandeln, da sie auf ein tarifliches Verhältnis überhaupt nicht eingehen wollen. Die Arbeitgeber erschienen deshalb aber auch vor dem Schlichtungsausschuß nicht. Dieser feite einen neuen Termin an und drohte den Arbeitgebern eine Geldstrafe für den Fall des NichtDas Reichsarbeitsministerium hat aber für alle Fälle seine or erscheinens an. Nun zogen die Arbeitgeber es doch vor, fich ver- bereitungen getroffen. Das Infrafttreten des Arbeitsnachweis. treten zu lassen, und zwar durch die Innungsmeister Rost und Krebs. gesetzes am 1. Oktober 1922 hat dem Ministerium die rechtliche Ueber den Verlauf der Verhandlung am Sonnabend wurde in Unterlage zur planmäßigen Gestaltung des Arbeitsnachweiswesens einer Versammlung der Goldarbeiter am Sonntag vom Branchen- gegeben und erleichtert für die Zukunft den zwischenbezirklichen Ausleiter Heipt und den Mitgliedern der Branchenfommission, Frl. gleich wesentlich. Der im Gesetz vorgesehene organische Umbau ist Gladosch und Nagel berichtet. Der Schlichtungsausschus tam zum wesentlichen Teil schon eingeleitet worden. Bereits vor Mozu folgendem Spruch: " naten ist ferner bei den Ländern dahin gewirkt worden, daß NotDie Arbeitgeber sind verpflichtet, auf ein tarifliches Berhältnis ftandsarbeiten der produktiven Erwerbslofen einzugehen. Die Löhne werden für den Monat Oktober um durch fürsorge für die Zeit größerer Arbeitslosigkeit vorbereitet und schnittlich 50 Proz. erhöht, so daß in der Auswirkung die Stunden- zurückgestellt werden. Daß hierin ein wirksames Mittel zur Belöhne ab 1. bis 31. Oktober für Juwelenmonteure 95 M., für Repara- fämpfung der Arbeitslosigkeit liegt, ergibt sich daraus, daß in den teure und Goldschmiede 90 M., für Jungausgelernte im ersten Jahre früheren Perioden ungünstigen Arbeitsmartts über 60 Mii67 und im zweiten Jahre 81 M. betragen. Ferner für Boliererinnen lionen Arbeiterfagewerke in der produttiven Erwerbsüber 18 Jahre 68 M., jugendliche männliche und weibliche Arbeits- lofenfürsorge abgeleistet worden sind. Auch um die bessere Ausfräfte von 16 bis 17 Jahren 50 M. und von 17 bis. 18 Jahren wertung der öffentlichen Arbeiten zur Bekämpfung der Erwerbs54 M. Lohnvorsprünge follen bestehen bleiben. losigkeit bleibt das Ministerium bemüht. Soweit trotzdem größere An den Bericht schloß sich eine rege Aussprache, in der von den Arbeitslosigkeit eintritt, wird eine Erhöhung der Erwerbs Arbeitgebern eine schnelle Erklärung darüber gefordert wurde, ob losen unterstühung bisher zurüdgestellt, weil die Es ist natürlich das gute Recht jeder Organisationsgruppe, so- sie sich dem Spruch fügen wollen. Die Geduld der Goldarbeiter fei günstige Lage des Arbeitsmarkts nirgends langfristige Arbeitslofig viel Ringe zu bilden, wie sie will, und Propaganda zu machen, um jetzt am Ende. Auf deinen Fall fönne gewartet werden, bis zur feit auffommen ließ eingreifen, und auch in dieser Richtung find ihre Ringe auszufüllen. Ob den Beamten durch die Zersplitterung Innungsversammlung am 18. Oktober. die vorbereitenden Schritte erfolgt. Für die Zukunft dürfte das in allerlei Richtungen gedient ist, ist jedoch eine andere Frage, die Der Schiedsspruch wurde von der Versammlung angenom zurzeit dem Reichswirtschaftsrat vorliegende Arbeitslosenversiche. entschieden verneint werden muß. Der Eifer, mit dem sich Christ- men. Weiter aber auch ein Antrag, heute( Montag) allen Arbeit- rungsgesetz unter weitgehender mitverwaltung und Mitverant liche und Hirsch- Dunckersche der Beamtenschaft als parteipolitisch gebern den Spruch zu unterbreiten und von ihnen eine Erklärung wortung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Vorsorge für den und religiös neutral anbieten, ist recht verdächtig. Grundfäßlich über Annahme oder Ablehnung zu verlangen. Ueber das Ergebnis Arbeitsmarkt sicherstellen. ist diese Neutralität auch in den freigewerkschaftlichen Organisationen soll heute in einer Versammlung berichtet werden. Wenn die Arbeitdes ADGB., des AfA- Bundes und des Allgemeinen Deutgeber den Schiedsspruch nicht anerkennen, soll am Dienstag schen Beamtenbundes festgelegt. Es kann jedoch Situationen( morgen) die Arbeit in allen Betrieben eingestellt werden. Der BlaueVogel Botenfrauen Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich 2 Uhr: Das neue dritte Programm. Vorverkauf an allen Theaterkassen und an der Kasse und Männer stellt sofort ein d. Theaters v. 11-2 u. ab 6 Uhr abends. Melle, Petersburger Platz 4 Dölz, Immanuelfirchstr. 24 Lindenstr. 3, Laden, Dirndlstoffe/ bw Mouffeline/ Bolle Vorwärts, Hauptexpedition. in apart. Steuheiten/ Ba Covercoats u. Gabardine/ Macro- Hosen u. Einsag hemden/ Strümpfe/ Schürzen/ Taschencher/ Stidereien ufw/ Große Auswab H.& P. Uder, S016, Engelufer11 in Damen- u.Kinderhüten Ella Dehmel, Neukölln Niemegstr. 9. Nähe Richardplay. Zigaretten, Kau-, Rauch- und Schnupftabake G. A. Henewacker, Goldfarb, Landfrieden, Eicken, Raulino 31denkott. Geöffnet 8-2, 3-5 Uhr. Moritzpl. 3014, 13720 Wasserdicht Gold Silber dauerhaft, weich und glänzend wird Ihr Schuh mit Nigrin Schwarz, braun, gelb und weiß. Generalvertretung und Lager: Adolf Relmschüssel, Berlin S 42, Luisenufer 40. Platin Brillanten #Bruch kauft reell zu höchsten Tageskursen C. Käferle SCHUHPUT Servus Terpentinware Servus, merke sich ein jeder, putzt die Schuh, erhält das Leder, Chem Werke Lubszynski& Co, A- G., Berlin- Lichtenberg Uhrmacher- Juwelier Kapitän- Kautabak Frankfurter 278 ift im Gefchmad unübertroffen; in Zigarrenhandlungen erhältlich. Verkäufe = Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 hade, Berlin, Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b.§.. Berlin. Drud: Kreuzfüchse 1000.-. 3obelfüchse. Sil- Fahrradankauf, Linienstraße 19.[ 1499* berfüchse. Blauwölfe. Täglicher Rie- Afte Schallplatten in großen Menfenverkauf zu Sensations- Sommerprei Anzüge, Gummimäntel, Wintermän- fen.( Reine Versagware.) Pfandicih. gen. Rilo 300 M., kauft Ringewald, tel spottbillig Leihhaus, Reinickendorfer- haus Schönhauser Allee 115( Ringbahn- Schreinerstr. 57, Sof parterre; John, Großbeerenstr. 9, Laden. straße 105( Nettelbedplat). Reine Lom- hof- Hochbahnhof). Metallabfälle, Edelmetallbruch, Qued. bardware. Getragene Friedensanzüge, große AusSibirischer Kreuzfuchs, felten schön, wahl, zum Teil auf Geide, fehr illig, ber, 8ahngebiffe, Münzen höchstzah lend. Christionat, Röpeniderstraße 39 prachtvoller Blaufuchs, Silberfuchs, iede Figur passend, auf Lager. Frad,( fchrägüber Adalbertstraße). Bobelfuchs, außerdem elegante Ragen- Smotinganzüge. Sanurmacher, Stalizer Klaviere, Flügel, Perferteppiche fucht jace, Sportpela, billig verkäuflich. Straße 108. Laben. Sochbahn Oranienftr. Goldmann, Alegandrinenftr. 44 II, Ede Teppiche, herrliche Bersermuster, Di- dringend Serer, Pallasstr. 9( Anruf: Rommandantenstraße. vandecken, Brüden, billige Gelegenheit. Rurfürst, 9104). Neukölln, Raiser- Friedrich- Korbflaschen und Steinfruten tauft Kreuzfüchse, Alastafüchse, sämtliche Reschke, 181/17 Germania- Bersandhaus, Große Frant Belzarten, fpottbillige Sommerpreise. Straße 5 III. furter Straße 63. Rönigftadt 6334. Reine Lombardware. Leihhaus Rosen- Krenzfüchse, Belzwaren fpottbillig. thalertor, Linienstraße 203/204, Ede Leihhaus, Reinidendorferstraße 105( Net- Sade tauft Bener, Gollnom str. 9. Rofenthalerstraße. telbeckplay). Feldstecher, Photoapparate tauft WertAnzüge, Winterpaletots, Winter- Kotoski, Goldschmied, kauft zu gün zentrale, Oranienstraße 138, 1. Etage. auch schadhafte. schlüpfer, Cutaways, Rähmaschinentauf, Gehrodanzige, ftigen Breifen: Platin., Gold, SilberGummimäntel, Hosen enorm bil. bruch, Brillanten, unmodernen Schmuck, Bubow. Morigplatz 10 174. lige Preise. Friedensstoffe. Retne Bahngebisse, Brennstifte. Eigene BerSpulenbrähte, Rabel, Lizen, Motore, Lombardware. Leihhaus Rosenthaler- wertung. Goldwaren- Fabrik, Brunnen- fämtliches Installationsmaterial fauft tor, Linienstr. 203/204, Ede Rofenthaler- ftraße 168. Sina, Elfaffer Str. 76a. Nord 4688. straße. bardware. * Möbel Geschäftsankäufe Leihhaus Spiegel, Chauffeestraße 7, verkauft spottbillig, erstklassige Anzüge, Chaiselongues 1800.-, Metallbetten Schlüpfer, Kazenjaden, Sportpelze. 2000.- Patentmatraßen, Bolsterauf. Flüchtlinge fuchen dringend ExistenzGehpelze, Füchse aller Art. Keine Lom lagen, Rinderdrahtbett. Weide, August geschäfte, Grundstücke. Degen, Chauffee. Straße 32a, Quergebäude. ftraße 116, Potsdamerstraße 68. AnNirgends beffer taufen Gie erstklassige Patentmateagen. Auflagematratzen. rufen: Norden 62, Kurfürst 3686. Anzüge, Baletots, Schlüpfer, Cutawans, Chaiselongues, Umbausofas. Balter, Covercoats, Streifhosen usw. in unüber- Stargarderstr. achtzehn. Musikinstrumente trefflicher Auswahl, fonkurrenzlos billig. Sämtliche Waren sind Ersaß für Maßverarbeitung. Große Pelzwaren- Gelegenheitskäufe. Reine Lombardware. Pianos preiswert. Klaviermacher Ceihhaus Brunnenstraße 5, dirett Rosen- Lint, Brunnenstraße 35. thalertor. Kaufgesuche Anzüge. Geldverkehr Gelb sofort. Ratenrüdzahlung. Rrampig. Linienste. 88( Rosenthalerpl.). Sofort Geld, Ratenrüdzahlung. Mi ton. Mogstraße, 12. Sofort Geld, Ratenrüdzahlung. Büg Leihhaus Friedrichstraße 2( Sallesches ner, Große Frankfurterstr. 141. Tor) verkauft ipottbillig Schlüpfer, Baletots. Belzwaren- Ge Geld für jede Wertsache. Höchste AnTegenheitstäufe: Sportpelze, Gehpelze, Berser und deutsche Teppiche tauft faufspreise für Pfandscheine, Brillanten, Razenjacken, Füchse aller Art. Wolff, Reine höchstzahlend Reschke, Neukölln, Kaifer- Goldgegenstände. Friedrich Friedrich- Straße 5. Tel. Neukölln 9123. ftraße 41 III, Geschäftsstelle: W.15, Uhlandstr. 42. pr.: Uhland C. Rocker, Berlin, Lichtenberger Str.22( st. 3861 Combardware. Allgemeiner Feuerbestattungs- Verein zu Berlin E. V. Fermer United 2178, Podbeckkonto 117 970Monatsbeitrag von 6-55 Jahren 1,50 M. Nach 20 Jahren beitragsfrei Aufnahmegebühr: bis 45 jahre 3 M, im 46 Jahre 12 M., im 47. Jahre 24 M., im 48. Jahre 36 M., im 49. Jahre 48 M., im 50 Jahre 60 M., im 51. Jahre 80 M., im 52. Jahre 100 M, im 53. Jahre 120 M., im 54. Jahre 140 M, im 55. Jahre 160 M. Ueber 55 Jahre Aufnahmegebühr 33 M. Beitrag einmalig von 55-60 Jahren 2000 M, bis 65 Jahre 4000 M., bis 70 Jahre 6000 M., bis 75 Jahre 8000 M. Ueber 75 Jahre jeweilige Bestattungskosten. Nach einjähriger Mitgliedschaft kostenfreie Bestattung. Geöffnet von 10-4 Uhr, Freitag 9-7 Uhr. Darunter versteht unser Verein: Vorschriftsmäßiger Holzsarg mit Dekoration und Innenausstattung. Elnzelüberführung nach dem Krematorium mit eigenem Spezial- Glasleichenwagen nebst Begleitern, die amisärztlichen Atteste, Orgelspiel in der Halle sowie Ausschmückung derselben. Für Mitwirkung eines beamteten Geistlichen werden die Kosten bis 50 M vergütet, die Einäscherung, Aschenkapsel, Beisetzung derselben und die Stelle. Für Mitglieder, welche beim Ableben dem Verein noch kein Jahr angehören, übernimmt der Verein die Vermittlung; die anderen Selbstkosten tragen die Hinterbliebenen Der Vorstand.