Nr.479 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 233 Bezugspreis: Für den Monat Oktober 250,- t noraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet sowie Defterreich und Luremburg 346,- W., für das übrige Ausland 515,- M. Boftbeſtellungen nehmen an Belgien, Dänemart. Eng. land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Dester reich, Schweden, Echweiz. Tschechoflowakei und Ungarn. Der Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin. Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle toftet 50,-. Reklamezeile 230,-. ,, Aleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 12, M.( zulässig zwei fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 7,-92., jedes weitere Wort 5,- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Beile 15,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4½ 2hr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet non 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 292–295 und 2506-2507 Dienstag, den 10. Oftober 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., GW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Berlag, Handrexpedition n. Inferaten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Stubenrauch und der Geist Potsdams Wilhelm, der Wahlrechtsfreund. Dann wurde der Chauffeur Rathenaus, Prozeller, Leipzig, 10. Oftober. Eigener Drahtbericht.) Die heutige werden fonnte? 3eugin: Jawohl. Beisiger Fehrenbach: Bernehmung des Zeugen Heinz Stubenrauch ist eine Fuhr das zweite Auto beim Borbeifahren etwas langfamer? Bestätigung unserer gestrigen Ausführungen über den Natio- 3eugin: Jawohl. nalen Jugendbund. Sie machte geradezu den Eindruck einer Illustration zu den Erzählungen des Studienrates Retsch, des Borfizenden des Nationalen Jugendbundes. Stubenrauch, vernommer, der an dem fraglichen Lage den von der AEG. für 18jähriger Unterprimaner des Stegliger Real- den Minister gestellten Wagen gesteuert hatte. Brozeller fagt aus, gymnasiums, gehört zwar nicht dem Nationalen Jugendbund Gerade als er mit 35 bis 40 Kilometer Geschwindigkeit an der Ede an, aber dem Bund der Aufrechten, dessen Ziel es der Erdener Straße die Kurve der Königsallee nehmen wollte, ist,„ den alten deutschen Geist hochzuhalten". Genau so hieß habe er mehrere einzeine Schüsse, und zwar etwa drei bis vier ges gestern auch der Zweck des Nationalen Jugendbundes. Es hört. Er stoppte den Wagen ab und vernahm im nächsten Moment find viele Namen für ein und dieselbe Sache und die ange- in schneller Folge gebenen Zwecke, wie„ alter deutscher Geist, Geist von Potsdam" usw., find so allgemein formuliert, daß jedes morblustige Mitglied sich darunter denken kann, was es will. Heinz Stubenrauch ist der Typus eines jugendlichen Mit der gliedes einer nationalen Mörderbande. Seine Eltern Bater ist General, der von der Republik Geld bezieht- gehören ebenfalls dem„ Bund der Aufrechten" an. Heinz Stubenrauch war 15 Jahre alt, als er in jenen Bund eintrat. Heute, nachdem seine Rolle in der Rathenau- Mord Angelegenheit aufgeflärt ist, bleibt er immer noch Schüler des Steglitzer Realgymnasiums. Der Sohn eines Arbeiters, der einen Festzug am 1. Mai mitmachte, wäre längst aus der Schule gejagt. Kritik In der Nr. 474 des ,, Borwärts" vom 7. d. M. ist bereits nachgewiesen, daß die Erzählungen Wilhelm.s über die Berschleppung der preußischen Wahlreform durch Bethmann Hollweg jeder tatsächlichen Unterlage entbehren, und daß an der Berschleppung Wilhelm felbft die Hauptschuld trägt. Zur Ergänzung sei es gestattet, daran zu erinnern, daß der ehemalige Kaiser noch im Juli 1917 im Grunde seines Herzens ein entschiedener Gegner des, gleichen Wahlrechts gewesen ist, und daß er sich, wenn er schließlich dem Drängen Bethmanns nachgegeben hat, nicht von dem Gefühl leiten ließ, daß der Mann, der mit dem Eisernen Kreuz heimkehre, nicht mehr klassifiziert werden dürfe, wie er sich in seinen Phantasien so geschmackvoll aus= drückt, sondern daß ausschlaggebend für ihn einzig und allein sein eigenes persönliches Interesse gewesen ist. acht bis neun Schüffe wie aus einem Maschinengewehr. Dann gab es eine Explosion und, als der Chauffeur sich umdrehte, fah er in einem zweiten Auto, das mit großer Schnelligkeit in die Ballotstraße einfuhr, einen nach rückwärts über die Lehne In der Deffentlichkeit ist es bisher wenig bekannt, daß gebeugten Herr mit der Pistole in der Hand, der sich dann auf sich am 9. Juli 1917 ein Kronrat unter Wilhelms Borsiz richtete, nach vorn unièrehte und wieder Plaz nahm. Borf: mit der politischen Lage und insbesondere mit der preußischen Die letzten Schüsse tamen also mehr von vorn? 3euge: Jawohl. Wahlrechtsfrage befaßt hat. Während Bethmann HollDie ersten Schüsse wurden von hinten, halbrechts ab- weg in seinem einleitenden Referat den Standpunkt vertrat, weiterzufahren, weil ich wußte, daß die Ballotstraße wieder in die Staatswesens heraufzubeschwören, nur das gleiche Wahlgegeben, die zweiten dann von vorn. Mein erster Gedanke war, daß wir nach dem Kriege, ohne schwere Erschütterungen des Königsallee einmündet und ich die Täter einholen wollte. Als ich aber merkte, daß der Minister noch Lebenszeichen von sich gab, recht einführen könnten, und in dieser Beurteilung der polifuhr ich mit dem Fräulein Kaiser schleunigst nach seiner Wohnung tischen Lage von einigen Ministern unterstützt wurde, bezurück. Unterwegs rief mir denn die Dame zu: Der Minister ist fämpfte Herr v. Loebell, der damals noch an der Spitze gestorben. Auf weiteres Befragen erklärte der Zeuge, daß sein des Innenministeriums stand, den Bethmannschen Vorschlag Heinz Stubenrauch schrieb an die Organisation C., ob jie agen schon etwas in die Kurve hineingegangen war, als sich die auf das entschiedenste. Ihm traten u. a. Frhr. v. S chorihm bei seinem Vorhaben behilflich sein könnte. Er wird bestimmter Zeit verlassen. An jenem Tage sei es etwas später geruhte, 8 weimal in die Debatte einzugreifen, er fonnte Tat ereignete. Der Minister habe seine Wohnung nicht immer zu lemer und Dr. Lenze zur Seite. Wilhelm selbst natürlich nicht zugeben, daß sein Vorhaben die Ermordung als gewöhnlich gewerben. Er habe den Wagen für 11 Uhr be fich aber zu einer bestimmten Stellungnahme nicht entschließen, Mathenaus gewesen ist. Jetzt will er sich nur deshalb an die stellt, sei aber erst um 10.50 Uhr Minuten abgefahren, während ja er hat offenbar die ganze Situation nicht be Organisation gewandt haben, weil er einen Revolver er sonst um 10 Uhr die Wohnung verließ. Beisiger Müller; griffen. Nicht die wirtschaftlichen Nöte des Volkes, nicht haben wollte. Es ist durchaus möglich, daß in einem Stand Ihr Wagen auf der Straße oder auf dem Hof der Billa? die Fragen des Bolfsrechts waren es, die ihn bewegten. sonminderjährigen Mitglied des Bundes der Aufrechten der 3euge: Ich habe stets auf der Straße gehalten. Beifizer dern einzig und allein sein und seines Hauses Geschick. Man Bunsch nach einer Pistole genau so fraus ist, wie der nach Müller: höre, wie sich in seinem Hirn die Dinge widerspiegelten: einem Mord. Die erwachsenen Mitglieder haben bereits ihre Pistole. Konnte also 3hr Auto beobachtet werden, cb es noch vor der Billa stand? 3euge: Jawohl. So wie dieser Stubenrauch sieht die nationalistische Jugend aus. So sehen die Söhnchen unserer nationalen Nach dem Chauffeur Rathenaus wird der Primaner Generäle und Universitätslehrer aus. Die Lektüre des Testa Stubenrauch vernommen, der als einer der Urheber des ments Friedrichs des Großen genügt ihm angeblich, um Mordgedankens gilt. Rathenau zu verfolgen. Sein Auftreten ist forsch, seine Stimme hell, feine Nase teď, sein Gesichtsausdruck ohne Inhalt und seine Feigheit so riefengroß, daß damit zehn nationale Vereine ausreichen könnten. Siebenter Berhandlungstag. BS. Leipzig, den 10. Oftober 1922. Die nach dem Genuß von Konfeft erkrankten Angeklagten scheinen am heutigen siebenten Verhandlungstag wieder völlig hergestellt zu sein, bis auf Warnecke, der immer noch blaß und elend aussieht. Ueber des Ergebnis der chemischen Untersuchung der anscheinend vergifteten Schokolade verlautet noch nichts Endgültiges. Zur heutigen Verhandlung ist auch der Koffer zur Stelle, den Kern und Fischer in Schwerin zurüdgelassen hatten, über dessen Verbleib der Angeflagte Ilsemann bekanntlich jede Aus: funft verweigerte. Wie erinnerlich, hatte der Oberreichsanwalt bei der Vernehmung Asemanns darauf hingewiesen, daß man den Koffer gefunden habe und ihn noch im Laufe der Berhandlung nach Leipzig bringen werde.. Nach Eröffnung der Verhandlung wurde in der Beweisaufnahme fortgefahren und zunächst die Krankenschwester Fräulein Helene Kaiser aus Charlottenburg vernommen, die seiner Zeit dem tödlich verletzten Minister die erste Hilfe leistete. Die Zeugin befundet, daß sie am Vormittag des 24. Juni an der Ecke der Königsallee und Erdener Straße auf einer Bank gesessen habe, da fie auf die Straßenbahnlinie 176 wartete, um nach der Stadt zu fahren. Plöhlich sei von Hundebehle her ein Auto auf der Rönigsallee erschienen, in dem ein einzelner Herr faß und diesem Wagen folgte in schnellerer Fahrt ein zweites Auto, das dann an der Ede der Allee neben dem ersten fuhr. Blößlich stand in dem zweiten Auto ein großer Herr auf, griff zu einer Pistole mit einem langen Schaft Der Anschlag auf Voß. Die Ermittlungen der Berliner Polizei über das angeblich am Sonntag auf den Angeklagten im Leipziger Prozeß Boß verübte Attentat sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Es steht aber bereits fest, daß die von Voß gegebene Darstellung nicht in allen Teilen richtig ist. Man kann mit Bestimmtheit sagen, daß es sich nicht um einen politischen Anschlag gehandelt hat. Verhaftung von Oberländern. " Wegen Mordverschwörung. Wie der B. 3." aus München gemeldet wird, wurden dort auf Grund eines Haftbefehls des Staatsanwalts verschiedene Mit glieder der Organisation Oberland, darunter der Sauptmann Beppo Römer, Dr. Friz Bartels, der sogenannte Sauptmann Ludwig Desterreicher und der Kaufmann Friedrich Endres, wegen Berdachtes der Vorbereitung und Aufforderung zum Mord festgenommen. Die Beschuldigten sollen an die Mitglieder des Bundes Oberland Aufforderungen zur Begehung verschiedener Verbrechen und Bergehen gerichtet haben. Es soll sich nach der München- Augsburger Abendzeitung" um die geplante Ermordung politischer Persönlichkeiten handeln. " Neuregelung der Beamtengehälter. Grundsätzliche Anordnungen. Lloyd George, so führte er aus, habe in seiner lezten Rede ,, mit diabolischer Niedertracht" zum Ausdruck gebracht, daß mit dem autokratischen Deutschland kein Frieden zu schließen sei. Dodurch habe sich der Reichstag beeindrucken" lassen. Das Wort sei in die Masse hineingeworfen, und auswärtige Agitatoren sorgen dafür, daß dieser Gedanke in Deutschland propagiert werde. Es sei doher unleugbar, daß die jetzigen Beunruhigungen auf aus, wärtigen Einfluß zurückzuführen seien. Die Folge der Lloyd Georgefchen Propaganda sei, daß man sich im Reichstage billig zeige, diesem Drängen nachzugeben, damit man Frieden erhalte. Man müsse sich aber einmal die Wirkungen flar machen, die ein solches Nachgeben zeitigen würde. Selbst wenn es dazu käme, daß an Stelle des Deutschen Reiches wieder eine Staatsform. wie der alte Deutsche Bund geschaffen, und wenn in Preußen das allgemeine gleiche Wahlrecht eingeführt würde, man also alles getan hätte, was gefordert werde, so würde Lloyd George doch noch sagen: das ist noch nicht genug, die Fürsten müssen fort, das Haus Hohenzollern muß verschwinden. Den König von Griechenland habe er bereits verdrängt, der italienische König stehe auch nicht mehr fest. seinen eigenen König habe Lloyd George einstweilen noch anstandshalber leben lassen, aber die Hohenzollerndynastie, sage er, müjie gestürzt werden. Während„ Er" also den Frieden durch seine Armee erringen fönne und wolle, solle er statt dessen mit seiner gesamten Familie von der Weltbühne abtreten. Er schildere dies nur, um zu zeigen, wohin wir durch solche Verhandlungen kommen könnten, wenn wir nicht in Ruhe auf die Erfolge der Armee und der U- Boote warteten, die sicher nicht ausbleiben würden. So Wilhelm in einem Kronrat, der sich mit den Lebensfragen des deutschen und des preußischen Boltes beschäftigte. Was fümmert ihn der Hunger der Massen, was die fortschrettende Verelendung des Volkes? Einzig und allein sein eigenes Geschick liegt ihm am Herzen. Lloyd George erscheint ihm als der schwarze Mann, der nicht eher ruht, als bis die HohenIn der heutigen Kabinettsfihung wurde die vom Reichsfinanz- 30llerndynastie verschwindet, selbst wenn ihr Repräsentant fich minifterium ausgearbeitete Besoldungsvorlage beraten und gnädigst dazu versteht, seinen Widerstand gegen die Demoangenommen. 3n der Vorlage sind die bisherigen Teu e- fratifierung des Wahlrechts und der Verfassung aufzugeben. rungszulagen in die Grundgehälter und Ortszuschläge anderes zu sagen, als daß er den Ministern und StaatsfefreIm übrigen weiß Wilhelm zu der Wahlrechtsfrage nichts eingebaut. Die Ortszuschläge find mit Rücksicht auf das inzwischen tären für ihre eingehenden und tiefgründigen Vorträge seinen und zielte, als wenn er in die Gärten an der Königsallee schießen in Kraft getretene Reichsmietengejek und als Ersatz für die bisherigen Dank ausspricht und das Versprechen abgibt, daß er ,, die für wollte. Im nächsten Moment hörte man das Tad- tac- tack mehrerer widerruflichen Wirtschaftsbeihilfen entsprechend erhöht worden. Dem Breußens 3ufunft so einschneidende und bedeutungsvolle Schüffe und das zweite Auto fchoh mit Schnelligkeit in die Wallot- wiederholten Wunsche des Reichstages nach vermehrter Berücksichti- Frage noch weiter erwägen und alsdann seine Entschließung Straße ein. Borj.: Wieviel Schüsse waren es? 3eugin: Mindestens vier bis fünf. Ich sah dann das erste Auto noch ein Stückchen gung der sozialen Besoldungsbestandteile gemäß sind die kinder- faffen" werde. weiter fahren, plößlich gab es einen großen Knall und eine 3ufchläge stärker erhöht als die Grundgehälter und außerdem Und dieser Mann, der am 5. Juli 1917 noch nicht wußte, Rauchmolle, so daß ich dachte, der Wagen explodiere. Ich lief ist für die verheirateten Beamten die Gewährung eines um 3 vom was er wollte, der sich ein Jahr vor dem Zusammenbruch noch schnell hinzu und fand im Auto einen Herrn liegen, während die Hundert höheren Teuerungszuschlags von Grundgehalt und Orts- zu feinem Entschluß aufraffen konnte, sondern immer noch an Bolsterung brannte. Ich trat das Feuer aus und stügte den zuschlag in Aussicht genommen. Die Kinderzuschläge bleiben nach einen glücklichen Ausgang mit Hilfe der U- Boote rechnete, Herrn, der anscheinend schwer verletzt war und start blutete, aber wie vor für alle Beamtengruppen gleichmäßig hoch. Für die Penfio- der die geschichtlichen Zusammenhänge so wenig erkannte, daß doch noch Lebenszeichen von sich gab. Er sah mich mit großen näre sind die entsprechenden Folgerungen gezogen worden. starren Augen an, gab aber auf meine Frage, was denn passiert er sich einredete. Lloyd George schwebe fein anderes Ziel vor fei, feine Antwort, da er wohl bewußtlos war. Das gefehliche Witwengeld foll von vier Zehntel auf jechs Augen als die Absehung sämtlicher Botentaten, dieser Mann drehte den Wagen dann schleunigst um und wir fuhren zur Woh die Witwen in Zukunft nur den allgemeinen Teuerungszuschlag zu und zur Berherrlichung seiner eigenen Person seine Ratgeber Der Chauffeur Zehntel des Ruhegehalts des Mannes erhöht werden, dafür follen hat jetzt den traurigen Mut, die Weltgeschichte zu verdrehen nung des Ministers zurüd. Kurz vor Hundefehle ist er dann aber bereits im Wagen geftorben. Vori: Saß der Minister frei im ihrem Witwengeld erhallett. Die Berlage geht noch heute dem non ehemals zu verleumden. Wenn Wilhelm schon 1914/15 Wagen, als Sie das Auto zuerft fagen? 3eugin: Jawohl, er faß Reisrat zu und fell dem Reichstag bei seinem Zusammen- den Gedanken vertreten hätte, daß der Mann, der mit dem in der linken Ecke. Borf: So daß er von allen Seiten getroffen treten am 17. d. M. bereits vorliegen. Eisernen Kreuze heimkehre, bei der Wahl nicht mehr klassi fiziert werden dürfe, so wäre es überflüssig gewesen, dret| Jahre später in einem Kronrat die Frage gleiches Wahlrecht oder Pluralwahlrecht zu erörtern. Mitarbeiter des das Publikum davor. Er fordere die fofortige Einstellung dieser unLloyd George verteidigt sich. glückseligen Politik sowie den Rücktritt der Regierung, die für diese London, 10. Oktober.( EE.) Die englische Regierung veröffent Politik verantwortlich sei; denn diese Regierung jet im Nebenbei bemerkt hat Herr v. Loebell, der in seiner Dent- licht jeßt das stenographische Protokoll über die Zusammenkunft, die Auslande diskreditiert und tonne dem englischen natioschrift ein Pluralwahlrecht mit Busagstimmen für Lebensalter, loyd George cm 21. September mit 30 Mitgliedern des nalen Interesse nur schaden. Diese Regierung sei auch nicht mehr in Kinderzahl, Vermögen, Einkommen, selbständige Erwerbs- Generalrats der Gewerkschaften hatte. Das Protokoll der Lage, das Land auf einer internationalen Konferenz zu vertätigkeit und Schulbildung vorgeschlagen hatte, sich in der war bisher geheim gehalten worden, um Komplikationen zu vertreten. Der Rat fordere infolgedessen die sofortige Demiffion Kronratssigung im Gegensah zu Bethmann Hollweg mit aufs meiden. Nach dem runmehr vorliegenden ausführlichen Bericht er- des englischen Kabinetts und die Wahl eines schärffte gegen das gleiche Wahlrecht ausgesprochen, da aus flärte Lloyd George im Verlaufe dieser Begegnung, die Politik der neuen Parlaments. In diefen beiden Maßnahmen sehe er dem Kampf im Schüßengraben allein ein Anspruch auf englischen Regierung entspreche im wesentlichen der der Arbeiter das einzige mittel, Englands Stellung wieder zu heben, nicht Gleichberechtigung bei den Wahlen nicht gefolgert werden partei.(?) Wenn die englische Regierung strenge Maßnahmen in nur im Orient, sondern auch gegenüber allen gegenwärtigen Prokönne und da aus ethischen und moralischen Gründen eine Aussicht nehmen müßte, so geschah dies, weil sie überzeugt war, daß blemen der inneren und äußeren Politit, deren Lösung von der engGliederung des Volkes bleiben werde und müsse. Loebell hat diese Maßnahmen geeignet wären, Konflikte zu vermeiden. Wenn lischen Regierung in Aussicht genommen werden müffe. in der Kronratssigung zwar das Verhalten der Alldeutschen England sich mit einem mündlichen Protest begnügt hätte, so wäre Die Angst vor den Neuwahlen. verurteilt, aber nicht minder scharf ist er gegen die Schreib- ein Zustand eingetreten, der den Krieg unvermeidlich gemacht hätte, London, 10. Oftober. weise des Berliner Tageblatt" und gegen die gesamte Linte und der Krieg wäre nicht auf Kleinasien beschränft geblieben, sondern Der politische zu Felde gezogen. Seine Beziehungen zu seinen bisherigen hätte auf Europa übergegriffen. Die Regierung tat alles, um den Daily Chronicle" schreibt, Lloyd George beabsichtige, schr Freunden brauchen wegen seines Berhaltens in der Wahl- Krieg zu vermeiden. Kleinasien stehe nicht unter englischer Kontrolle. bald eine Gelegenheit zu ergreifen, um eine öffentliche Rede im rechtsfrage also durchaus keine Trübung zu erfahren. Mit Unternehmungen in Kleinasien fönne England sich nicht ein- Lande zu halten, in der er den Berlauf der Ereignisse im nahen laffen, aber es müsse verhindern, daß der Brard sich auf Europa Osten darlegt und auf die Kritiker antworten werde, die seine Politik ausdehne. Die Behauptungen, England habe an Griechenland falsch ausgelegt hätten. Die Rede werde, wie man glaube, einen wichtigen Einfluß auf die politische Lage haben. Eine Möglichfecit, Geld gegeben, seien falsch. Nicht ein Sixpence- Stück fei den die sich manche vor Augen hielten, feien baldige Neuwahlen. Griechen gegeben worden Weder in Geld noch in Waren sei den Da von den Feinden der Regierung versucht worden sei, die Politik Griechen eine Unterstützung gewährt worden. Als diese nach der Regierung als friegerisch darzustellen, so werde die Herausforde Smyrna gingen, sei ihnen erklärt worden, daß sie auf ihre eigenen rung dieser Leute durch den Bremierminister möglicherweise die Rosten dorthin gingen und daß sie allein die Verantwortung dafür Gestalt von Neuwahlen annehmen.„ Daily Expreß führt aus: du übernehmen hätten. Das englische Kabinett würde es mit Ber- Wenn in der Frage des nahen Ostens und in anderen auswärtigen Fragen während der nächsten Tage alles gut gehe, sei ein 2ppell an das Land wohl möglich. Einige der Kollegen des Premierministers der Völkerbund die Meerengen befehic seien entschieden der Ansicht, daß jede Verzögerung gefährlich sei. Chamberlain hielt dafür, daß, wenn Lloyd George zurücktreten würde, eine fonservative Regierung ohne Neuwahlen nicht gebildet werden könnte. Die Reichspräsidentenwahl. Große Verlegenheit bei Eberts Gegnern. Der Tag" zeigt sich etwas aufgeregt über die Nachricht, daß beim Reichskanzler in Konstanz Besprechungen von Barteivertretern über die Wahl des 3. Dezember stattgefunden haben sollen, um eine überparteiliche Randidatur Eberts vorzubereiten. Wir haben feinen Anlaß, die Neugierde des„ Tag" zu befriedigen, meinen aber, daß folche Norbesprechungen das selbstverständlichste Ding von der Welt sind. Entweder es geht jede Partei für sich allein vor, dann mird Ebert im ersten oder im zweiten Wahlgang als Sozialdemokrat gewählt, oder aber mehrere Parteien verständigen fich untereinander auf einen gemeinsamen Kandidaten. Erfolgt Die Berständigung mit der Sozialdemokratie, so kann der Randidat nur Ebert sein, erfolgt sie ohne die Sozialdemofratie, so kommt es zur Entscheidung zwischen Ebert und einem bürgerlichen Sammelfandidaten. Ebert wird aber auf alle Fälle auch viele nichtsozialdemofratische Stimmen erhalten. So schreibt jetzt fogar die " Deutsche Allgemeine Zeitung": zu grügen sehen, wenn Mudania. Ein von der englischen Preffe etwas aufgebauschter neuer 3 wischenfall in der neutralen Bone ist. inzwischen beige.. legt worden. Dem englischen General Harrington wurde in Mu dania vom türkischen Unterhändler Ismet Pascha mitgeteilt, daß die betreffenden türkischen Abteilungen den Befehl erhalten haben, sich aus der neutralen zone zurückzuziehen. Die inzwischen beentete Unterbrechung der Konferenz von Mudania ist auf Unterschiede zurückzuführen, die zwischen den Instruktionen der französischen und der englischen Unterhändler bestanden. Nur müßte natürlich vom Völkerbund eine geeignete Truppenmacht eingesetzt werden, um darüber zu machen, daß die Meerengen neutral und frei bleiben. Sobald sich England auf die Friedensfonferenz begeben werde, wolle es feine ganze Macht zugunsten einer Politik beruzen, die vorteilhaft für jedes Volk wäre. Aber der Schlüssel zu den Meerengen müsse sich in der Tasche des Bölkerbundes befinden. Die Mzerengen müßten ebense wie alle anderen internationalen Seewege für die Schiffahrt aller Bölker frei sein. Alle Schiffe müßten in das Schwarze Meer gelangen und wieder zurückkommen können, ohne beunruhigt zu wee den. Auf das Wort der Türker allein tönne man sich Herr Ebert gewann während seiner Amtszeit in hohem Maße nicht verlassen. Aber die Kontrolle des Völkerbundes würde die Achtung des Bürgertums, namentlich aller, die sein genügen. Der Völkerbund müsse auch entscheiden, ob es notwendig erfolgreiches Wirten beurteilen tonnten. Er zeigte. wäre, die Meerer gen zu befestigen, um ihre Freiheit zu sichern. Engsich in schwerer Zeit feinen gewiß nicht leichten Aufgaben weit land sei es auch gewesen, des Griechenlar.b verhinderte, die neumehr gewachsen, als zu erwarten schien, und ist in der Erscheinun- trale zone zu betreten. Die englische Regierung wolle, daß die gen Flucht der Nachkriegszeit eine seltene Ausnahme als Persön- Türken ebenso behandelt würden wie die Griechen. Bis der Friede lichkeit, deren Ansehen und Bedeutung sich nicht minderten, unterzeichnet fein werde, folle es weder dem einen noch dem anderen sondern vermehrten. In naher Zukunft werden größere Auf gestattet sein, in die neutrale Bore, die England im Namen der Aldigt gaben an ihn herantreten. Der Ausgleich mit Frankreich, die mehr fiierten befekt halte, einzubringen. Wenn die Frage des Mindersachliche als rein politische Behandlung der Reparationsfrage, die heitenschutzes und der Grenzen von Thrazien zu ErLösung manches anderen internationalen Problems erscheinen mög örterungen Anlaß geben fönne, so gefte dasselbe nicht von der Freilich. Dies böte dem bewährten und daher gegenwärtig faum erseh- heit der Meerengen. Hier förne England nicht nach baren Staatschef Gelegenheit, sich das Bertrauen und die Dankbar geben. Bis die Konferenz nicht ein Abkommen gefchloffen haben merde, fönne England die Besetzung der Meerengen nicht gestatten. Kampfanfage der Gewerkschaften. teit aller Deutschen zu gewinnen. Wollte die Voltspartei eine eigene Kandidatur aufstellen, so wäre eine solche Anerkennung des Gegners als„ faum er= fetzbar" eine schlechte Wahlvorbereitung. Unverständlich bleibt, daß die„ D. A. 3.", statt die schleunige Wiederwahl des„ be währten Staatschefs" zu befürworten, einer neuen Hinaus Schiebung des altermins das Wort redet. Die übliche Wahlmache. Die Leipziger Neuesten Nachrichten" behaupten, der Justizminister habe den ehemaligen Kommunisten Dr. Kurt Gerer, Leipzig, als Hilfsarbeiter ins Justizminifterium geholt. Das Blatt knüpft daran eine Reihe niedriger Verdächtigungen und fordert zum Schluß auch die Arbeiter auf, am 5. November Dementsprechend zu handeln. Wie die Leipziger Bolkszeitung" er fährt, sind die Behauptungen des Leipziger Boltsparteiblattes er stunten und erlogen. Oberst Xylander, der bekannte deutschvölkische Agitator, ist in München endgültig aus der Bayerischen Mittelpartei( Deutschnationale Bollspartei) ausgeschlossen. Ein Demenff Brantings. Branting dementiert aus Stocholm formell die Nachricht, daß er Verhandlungen mit Berlin über einen Eintritt Deutschyands in den Bölterbund angefnüpft habe. Die unmoderne„ Elektrische". Der Name ist eigentlich irreführend. Elektrisch ist nur die Kraft, die„ Elektrische" felbst ist alles andere. Man denke nur an die Bremsen, Weichen, Klingeln usw., die sämtlich nicht in voller Ausnüßung des elektrischen Stromes gehandhabt werden. In unserer heutigen rafchlebigen Zeit ist die Straßenbahn längst etwas Altes geworden; man ist fast geneigt, zu sagen: etwas veraltet Anmutendes. Wer erinnert sich noch der letzten Jahrzehnte des vorigen Jahr hunderts, wo sie auftam und sich im Nu Eristenzberechtigung schuf? Die Straßenbahn ist heute so sehr Bedürfnis des Großstädters, daß er bei ihrem Versagen sich tatsächlich unglücklich fühlt.. Mit diesem Anpassen der Menschen an das technisch Neue hat die Entwicklung aber nicht Schritt gehalten. Wie umständlich ist das Bremsen mittels Hand- und Kurbelbremse! Das schwere handhaben, diese Unsicherheit! Oder das einfachste, heute noch in den meisten Städten übliche Klingelzeichen. Jedes Haus befitt elet. trische Klingelleitungen-nur nicht die elektrische Straßenbahn. Von den Städten, wo sich die elektrische( Knopf-) Klingelleitung seit Jahren bewährt hat, soll nur Dresden benannt sein. Condon, 10. Oktober.( EE.) Der Generalrat der Gewerkschaften, der parlamentarischen Gruppe der Arbeiterpartei( Labour Party) und das Eretutivkomitee der Arbeiterpartei hielten gestern eine gemeinsame Gigung ab und befchloffen, gleichsam als Antwort auf das Protokoll der englischen Regierung vom 21. Geptember, ein Manifest herauszugeben, in dem es heißt: Dem„ Petit Journal" zufolge ist Mustafa Kemal Pascha Sonntag abend in Mudania eingetroffen. Reuter meldet Christenverhaftungen in den asiatischen Borstädten Konstantinopels durch die türkischen Behörden und künBorstellungen der 2lfilerten bei der Hohen Pforte an. „ New York Herald" meldet aus Konstantinopel, daß in den letzten Tagen ein starter Drud im Sinne der Unnachgiebigkeit auf die Angora- Regierung ausgeübt wird, und zwar nicht nur von der Sowjetregierung, sondern auch von Abgesandten der ägyp tischen und indischen Revolutionäre sowie der afghani= Ich en Regierung, die inzwischen in Angora eingetroffen find. Die griechische Regierung hat infolge der Aufregung der Bebölferung von Athen über die Räumung von Thrazien den Kriegszustand verhängt. Beninn der Ausgleichsverhandlungen. Berlin, 10. Oftober. Von zuständiger Stelle wird der„ TeleDie gegenwärtigen Ereignisse böfen auch nicht den geringsten grophen- Union" bestätigt, daß die Leiter des franzöfifchen und eng fischen Ausgleichsamtes, Alphand und Grey, in Berlin einAnlaß, der einen Krieg rechtfertigen fönnte, da für alle grundlegen getroffen sind. Es haben auch bereits gestern und heute Bcrden Fragen England und die Türkei geneigt seien, eine Verständi besprechungen über die Neuregelung der Zahlungen aus dem Ausgung zu erzielen oder sie durch eine Konferenz entscheiden zu laffen. gleichsverfahren begonnen. Es wird übrigens darauf hingewiesen, Die Aufmerksamkeit des Rates fei auf die Tatsache hingelenkt wor- daß außer Frankreich und England noch andere alliierte Mächte an den, daß die kriegsparteien im Schoße der englischen Re- dem Ausgleichsverfahren interessiert sind, in erster Linie Belgien. glerung ihre Tätigkeit fortjenten, namentlich durch ihre Es ist beabsichtigt, daß am 13. d. M. Verhandlungen mit den Veröffentlichungen an die Presse. Dadurch werde das Land fort- Leitern sämtlicher intereffierter Ausgleichsämter stattfinden sollen. während beunruhigt. Das zeige fich nicht nur in dem Manifest vom 16. September, fondern auch in den Kriegsdrohungen vom 1. September, Drohungen, die jeder Grundlage entbehrten. Der Rat verurteile scharf diese verbrecherische Tätigteit und warne elektrisch stellbaren Weichen sind um vieles bequemer und verfehrs- geringe Aufregung gerieten, als man ihnen die Haustore cm ficherer. Kurz vor der Weiche läuft oberhalb des Leitungsdrahtes frühen Abend sperren wollte und ihnen zumutete, auf unbeleuchteeine furze Doppelschiene. Bei eingeschaltetem Strom stellt die Führungsleiste, sobald sie die Rolle oder den Bügel der Führungs stange berührt, die Weiche. Soll die Weiche nicht gestellt werden. also steht sie richtig, wird ohne eingeschalteten Strom über die Stelle gefahren und die elektrische Weiche auf diese Weise nicht in Tätig teit gesetzt. Schlußßigung der Litauischen Konftituante. Die Konstituierende Bersammlung hielt am 7. d. M. ihre lehte Sigung ab. Am 11. d. M. finden die Neuwahlen zum ersten ordentlichen Sejm statt. ten Treppen das notwendige Waffer aus dem Erdgeschoß in das genügte denn auch, um den Hausherren ihre ganze Entschloffenheit, 4. Stockwerk zu schleppen. Die drohende Haltung der Mietermassen genügte denn auch, um den Hausherren ihre ganze Entschloffenheit, die sie so wunderschön in der Streifproklamation gezeigt hatten, zu rauben. Am zweiten Tage des Streifs waren es in ganz Wien von den vielen Tausenden Streitwilliger nur noch ein paar Duhend, die den Fanatismus ihrer Ueberzeugung praktisch betätigten. Legs Es gibt noch viele Dinge, wo die vorhandene elektrische Kraft darauf wurde der Streit aber auch offiziell abgeblasen und man angewendet werden kann. Die Signalflingeln, felbfttätige Schutz- tehrte vom Felde des Kampfes wieder an den grünen Tisch zurüf. verrichtungen usw. Eine Straßenbahn aber mit Handbremse, offener Wir waren die Klügeren, sagten die Hausbefizer, denn wir haben Plattform, längsfeitigen Bänken und Zugklingeln mutet uns bereits nachgegeben. heute als etwas Altmodisches an. Die Zeit steht nicht still. Und die Straßenbahn darf ebenfalls nicht stillstehen. Dazu ist sie viel zu beweglich. R. L. Ein Baby, das ein Pfund wiegt. Das leichteste Baby, das jemals geboren wurde, soll ein Zwilling fein, der dieser Tage in einer englischen Familie zur Welt fam. Das winzige Wesen wog bei der Geburt nur ein Pfund, wobei zu berücksichtigen ist, daß ein engDer Streit der Wiener Hausbesizer. Alles ist schon dagewesen: lisches Pfund nur 453% Gramm ist. Die Schwester des willings, Der Schulftreik und der Kellnerstreit, der Streit der Müllkutscher die 3% Pfund wog, starb bald nach der Geburt. Der zarte Eint und der Straßenbahner. Aber ein Streit der Hausbefiher mutet pfünder aber entwickelt sich gefund troß der Tatsache, daß ein Brut Durcheinanders an der Spige steht, hat auch hier den Bogel ab- einer Wolldecke außerordentlich warm gehalten und hat als ver doch als etwas Neues an. Wien, das in allen Fragen öffentlichen apparat für ihn nicht erlangt werden konnte. Das Kleine wird in geschossen. Allerdings war es ein mehr als unblutiger Streit. Ein läufige Wiege den Deckel einer Nähmaschine erhalten; es wird meg Elektrische Bremsen sind vorläufig nur versuchsweise einge- Streif, bei dem die Streifenden selbst nicht mittaten und der im mals am Tage in Del gebadet. Die Füße sind so flein, daß die führt. Londons Straßenbahnen befizen sie schon seit Jahren. Der Verlauf weniger Stunden bereits wieder sein Ende erreicht hatte. Schuhe einer fleinen Buppe ihm passen würden. Nach den Mit Borzug ist klar: Größere Suverlässigkeit, Genauigkeit und Sicherheit. Der Kampf, den die Wiener Hausbesizer um eine Erhöhung teilungen der Aerzte ist bisher nur ein Fall bekannt, in dem ein Ein Mittelding ist die Luftdruckbremse, die zurzeit noch in den meisten ihrer Einfünfte führen, hat eine lange Geschichte aufzuweisen. In Kind, das mit einem Gewicht von einem Pfund geboren murbe, Großstädten, z. B. Berlin, Leipzig, München, in Gebrauch ist. Hier der legten Zeit hatten die Eigentümer wieder den Abbau der glücklich durchkam. Etwas schwerere Kinder sind aber sehr träftig fällt die Zuverläffigkeit allerdings größtenteils fort. Bei langen Mieterschußgefeßgebung verlangt. Dabei forderten sie nebst dem herangewachsen. So wird von einem 1% ½pfündigen Kind berichtet, Strecken und vor allem bei undichter Leitung entweicht die Luft Ersatz der laufenden, für den Betrieb des Hauses erforderlichen das in seinem ersten Jahre 12 Pfund zunahm, und ein anderes Kind, während der Fahrt, und der Wagenführer ist mitunter nach Zurüd- Barausgaben als Bergütung für die Berwaltungsarbeit, Abnugung, das bei der Geburt 1% Pfund wog, ist heute ein großes fräftiges Kapitalverzinsung ein Achtel des Friedenszinses in Friedenswäh- Mädchen von 13 Jahren. Kürzlich hat man einen Knaben, der bei legung der Hälfte der Strecke genötigt, die Handbremse, die der rung, d. h. also in Goldwährung. Es ist klar, daß das Wort der Geburt 2% Pfund wog, mit Hilfe eines Brutapparates fehr Wagen immer noch führt, zu benugen. Bolbwährung" auf die Vertreter der Mieter wie ein rotes Tuch gut durchgebracht. Aber im Durchschnitt beträgt das Gericht, das Etwas älter sind die elektrischen Licht- und Warnungswirkte. Die Verhandlungen scheiterten, worauf die erbosten Haus- ein normales Kind haben soll, 6-8 Pfund. fignale. Sie find aber ebenfalls nur in wenigen Städten in Ge- befizer den sofortigen Streit proflamierten. brauch. Bei engen Großstadtstraßen mit rechtwinkliger Kreuzung Der bunte Strauß der Streifmaßnahmen enthielt unter ande- Theaterchronit. Die tolle 2ola, Sugo Sirichs erfolgreide find fie unumgängliche Forderung. Einige Meter vor der Kreuzung rem die folgenden Blüten: Einstellung der Lieferung des Wassers, Operette, gelangt von Freitag an mit Molly Weffely und Baul Heidemann läuft neben dem Leitungsbraht ein zweiter Draht, der bis wiederum mit Ausnahme eines zum Hof führenden Wasserhahns, der im als Gästen in den Hauptrollen im Walhalla Theater zur Aufführung einige Meter über die Kreuzung hinaus mitgeht und beim Vorüber- ersten Kampfstadium noch geöffnet bleiben sollte; Einstellung der Das Gabelsberaer- Museum. Das Gabelsberger Museum, das gleiten der Führungsstange das Licht rot" halt" nach den Seiten- reppenbeleuchtung und des Aufzugsbetriebes; Unterlassung jeder bisher in einer stillen Basse Münchens fein ſtilles Dalein gefristet bat, Reparatur; Unterlassung der Steuerzahlung; Kündigung bzw. Ent- ist nunmehr in die baberliche Staatsbibliothek übergeführt worden. Bugleich straßen und grün" Frei" in Fahrtrichtung und Gegenrichtung ein- fernung aller an den Häufern für öffentliche Zwede angebrachten erfuhr es eine wesentliche Bereicherung dadurch, daß ihm das Stadtmuseum schaltet. Anlagen wie Telegraphen- und Telephonständer, Briefkästen, Be- alle Gabelsberger- Stüde überließ. Das Unpraktischste an den bisherigen Straßenbahnen waren festigungsvorrichtungen für die Oberleitung der Straßenbahn, Gas- Eine Chronik der nachrevolutionären Schulfämpfe. Wer die und sind heute noch in den meisten Städten die Weichen. Be arme für Straßenbeleuchtung usw. Auf Grund dieser gewaltigen Schulpolitit der letzten Jahre durchprüft, der stößt immer wieder auf Wagen mit geschlossener Vorderplattform muß der Schaffner nach Rüstungen sollte nun der Kampf beginnen. Aber es war nicht forderungen, Mahnungen, Aftionen der Entschiedenen Schulreformer". Dorn fommen, dem Wegenführer das Stelleisen abnehmen und die viel mehr als Elinder Lärm. die immer bewußte Pioniere der Sozialisierung des Geiftes sein wollten. Weiche stellen. In Dresden und München erfolgt bei ebenfalls ge- monatlich nicht viel mehr foftet als 100 Gramm Burst. Aber Gold- der streite Borsigende dieser Stämpfertruppe eine Schrift verfaßte, die Es mag ja richtig sein, daß derzeit in Wien eine Wohnung Drum ist es gut, daß gegenüber vielen Irrungen und Mißverständnissen nun ein Mittel zur Drientierung an der Quelle geschaffen wurde, indent geschlossener Plattform das Stellen der Weichen praktischer durch den kronen fann man schließlich nur von jemand verlangen, der nicht stlarbeit bringt: Siegfried Kawerau: Der Bund entWagenführer selbst durch das Deffnen des Schiebefensters und Be- ausschließlich Papierkronen verdient. Diese unbestreitbare Tatsache schiedener Schulreformer, werden und Wesen.( Ber nußung des vorn am Wagen angebrachten Weichenstellers. Die trug nicht gerade zur Besänftigung der Mieter bei, die in nicht lag Dldenburg, Berlin). Dollar 3000. Die Dollarhauffe dauert an. An der gestrigen New Yorter Börse wurde die Mart mit 0,03% gehandelt, was einem Dollarfurfe von 2962 entspricht. Machbörslich tritt eine weitere KursBerlin Dor Die Nord- Südbahn. Beibehaltung des Zweiflassensystems? 27 und„ Das Lied an den Abendstern" aus„ Tannhäuser", aber auch Großmütterchen" und Ave Maria". Die Aufmerksamkeit der Zuhörer blieb stets gleich rege, und die Unsumme von Arbeit und Die Mitigieder des Ausschusses zur Borbereitung des Nord- Beifall anerkannt. Bei den hörern war eitel Freude an der Leistung, bas Können, die in den Darbietungen steden, wurden durch starken fenfung der Mark ein. Dementsprechend war auch heute in Berlin Südbahnvertrages besichtigten gestern die Nordstrede der neuen bei ben Spielern ehrliche Freude über die Anerkennung. Es wurde bie Tendenz für ausländische Zahlungsmittel wieder sehr fest. Der Untergrundbahn. Noch eingehender Besichtigung des Unterwerts to demonstrativ geflatscht, baß die Gefeierten sich erst burch BieberDollar wurde gegen Mittag mit 3000 gehandelt. Die Umfäge sind ebbing und der Bahnhöfe Wedding, Leopoldplak und Seestraße holungen vom Beifallsdant fostaufen fonnten. Der Abend hinterjedoch gering. Heute fonnte man sehr häufig Umfäge von 500 Dollar begaben sich die Mitglieder des Ausschusses nach der ebenfalls im fieß einen sehr wohlgefälligen Eindrud. beobachten. An der Effektenbörse bildet sich eine etwas zwiefpaltige Bau befindlichen Betriebswertstatt in der Müllerstraße, nördlich der Tendenz für Balutapapiere und inländische Effekten heraus. Seestraße, ir der zurzeit die neuen Wagentypen untergestellt Eröffnungsfeier der Kunstgemeinde Nentölin. Bährend die ersteren im Zusammenhang mit der Devisensteigerung find, die später verwendet werden sollen. Es handelt sich um drei Im Riefensaal der neuen Welt" faß gestern eine bichtgedrängte nach wie vor sehr fest liegen, hält sich das Geschäft in deutschen verschiedene Typen. Der erste der drei Wagen, der von der Stadt Schar von Musikfreunden, die sich zu der Kunstgemeinde Neukölin Industrieattien in verhältnismäßig engeren Grenzen. Von den Ausacht Jahren für die Nord- Südbahn beschafft zufammengefchloffen haben. Dem Neuköllner Boltsbildungsamt ist landswerten sind vor allem rumänische, türkische, merikanische und wooden ist, weist nicht weniger als 6 seitliche Schiebetüren auf; da es zu danken, daß diese Vereinigung zustande gekommen ist, die in ungarische Renten sehr begehrt. Auch Rolonialpapiere stehen noch der Wagen außerdem nur Querfiße aufweist, der den Wechsel der der Bevölkerung die Freude an der Kunst und das Berständnis für im Zeichen der Hausse. Für die breitere Deffentlichkeit ist von be- Fahrgäste außerordentlich verzögert, außerdem aber auch eine rur fie pflegen will. Bei der geftrigen Eröffnungsfeier, an der sonderem Interesse die neueste Kursbewegung der Shantung- geringe Zahl von Stehplägen freiläßt, so wird dieser Entwurf nicht Attten. Bekanntlich sollen die Shantung- Aftionäre von der zur Ausführung kommen. Bon den beiden anderen Wagen ist eirer deutschen Regierung abgefunden werden. Die Vergleichsvorschläge eine Nachbildung der New Yorker Hochbahnwagen. Der Wagen sind nach neuesten Versionen sehr gut, infolgedessen hat sich der Rurs fasten ist etwas länger als der Hochbahnwagen, jebe Seitenwand über 1000 Pro3. hinaus gesteigert. Man macht den Banten den erhält drei Schiebetüren. Das Wageninnere ift mit 42 Sigplägen Vorwurf, daß sie sich solange gegen die Bergleichsvorschläge der ausgestattet, die als Lärgs- und Quersize angeordnet sind. Daneben Regierung gefträubt hätten, um selbst möglichst große Posten enthält der Wagen noch 72 Stehpläge. Ungeteilten Beifall fand der Shantung- Attien aus Händen der früheren Besitzer an sich zu ziehen. letzte Wagentyp, der mit drei weitflügeliger: Schiebetüren auf jeder Darum hat die ganze Entschädigungsfrage ihren eigentlichen Sinn Wagenfeite versehen ist, die ein leichteres Deffnen und Schließen er verloren. Es verbleibt nur noch eine ungeheuerliche Belastung des möglichen, als die großen ungeteilten Türen. Dieser Wagen enthält Reiches, die wiederum erheblich zur Vermehrung der Inflation bei- nur Längssige, und zwar 38 Sizpläge, und bietet daneben noch 81 tragen dürfte. In Kreisen der Berufsspekulation sieht man der stehenden Personen Platz. Im Betriebe der Nord- Südbahn werden weiteren Entwidlung des Effektengefchäfts mit einiger Sorge ent- 3wei Klassen(?) geführt werden; zum Unterschiede von den Wagen gegen. Die Geldfnappheit nimmt mehr und mehr zu, der Hochbahn werden die Untergrundbahnwagen der Nord- Südbahn und man muß schon für absehbare Zeit mit einem starken Rückschlag einfarbig gelb oder rot gestrichen sein. an der Börse rechnen. 100 holländische Gulden. 1argentiniich Papier- Peso 100 belgische Frank. 100 norwegische Kronen 100 dänische Kronen 100 schwedische Stronen. 100 finnische Mart 1 japanischer Jen. 100 italienische Lire 1 Biund Sterling 1 Dollar 100 franzöfifche Frank 1 brasilianischer Milreis. 100 Schweizer Frank.. 100 spanische Besetas 100 öfterr. Stronen( abgeſt.) 100 tichechische Kronen. 100 ungarische Kronen. 100 bulgarische Lewa Devisenkurse. 10. Oftober Käufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 9. Dttober Käufer. Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Aurs 115056.- 115344.- 100873.75 101126.25 1058.65 1061.85 928.80 931.20 20823.90 20876.10 18426.90 18478.10 52434.85 52565.65 45942.50 46057.50 80024.85 60175.15 52958.75 53066.25 78401 85 78598.15 6591.75 6608.25 2966.28 2973 72 2596.75 2603.25 845.44 344.56 55580 50 55669 50 44644.10 44755.90 48639.10 48760.90 9238.40 Es muß aufs höchste befremden, daß man auch auf der neueinzurichtenden Nord- Südbahn nicht mit dem Zweitlassensystem brechen will. Diese 3 weitlaffenordnung ist stets eine der schlimmsten Lächerlichkeiten im Berliner Berkehrsleben gewesen, eine Erbschaft des alten Obrigkeitsstaates, die das demokratische Gemeinwesen auf keinen Fall fortsegen darf. Man muß erwarten, daß die Akten darüber noch nicht geschlossen werden und deß sich die Stadtverordneter versammlung mit allen Mitteln zur Mehr jetzt. Die New Vorter Untergrundbahn, die man sich offenbar in vielem zum Muster nehmen will, verfügt auch nur über eine Wagentlaffe. " auch Mitglieder des Bezirksamtes Neukölln und der Bezirksversammlung sowie des Magistrats Berlin und der Stadtverordnetenversammfölln der Stadtrat Schneider in einer Begrüßungsansprache auf lung teilnahmen, wies als Vertreter des Boltsbildungsamtes Neu3wed und Ziel der Kunstgemeinde hin. Der jungen Bereinigung gab Beethoven die Weihe, womit sogleich im Beginn der Craft ihres Strebens gekennzeichnet wurde. Auf die„ Leonore"-Ouver türe III folgte als Hauptgabe dieses Abends die Neunte Sin fonie, die der Kunstgemeinde zu einem Ausdrud ihres eigenen Ringens nach edler Freude wurde. Würdig des großen Meisters Orchester, den Chor des Oratorienvereins und die Solisten Frau war die Wiedergabe des gewaltigen Werkes durch das BlüthnerEmmy Heckmann- Bettendorf, Frau Marg. Arndt- Ober, Kammerfänger Alex. Kirchner, Kammersänger Prof. Alb. Fischer. Die Eröffnungsfeier bedeutet für die junge Kunstgemeinde Neukölln einen glücverheißenden Anfang. Mitarbeit in der städtischen Wohlfahrtspflege. Die große Not der Zeit, die jeden einzelnen mit Eorgen schwer belastet, bringt auch für unsere heranwachsende Jugend immer schwerere Gefahren mit sich. Das Bezirksamt Kreuzberg hatte in Erkenntnis dieser Tatsache fürzlich eine Werbever= sammlung für ehrenamtliche Jugendhelfer veran faltet, bei der Frl. Dr. Alice Salomon von der Notwendigfeit der Wohlfahrtsarbeit in heutiger Zeit und der Verpflichtung jedes einzelnen, sich an ihr zu beteiligen, eindringlich Zeugnis ablegte. Ihre Ausführungen gipfelten darin, daß ein enges Neg nachbarlicher Hilfsbereitschaft die Stadt überziehen müsse, daß nur solche gegenseitige Hilfe uns. in biefer furatbaren Zeit aufrecht erhalten fönne. Um denen, die zu freiwilliger zu vermitteln, wird das Bezirksamt in diesem Winter einen Mitarbeit bereit sind, das hierzu unbedingt notwendige Wissen Rurfus für ehrenamtliche Helfer abhalten, der jeden Dienstag im Bezirksamtsgebäude, Berlin SW. 47, Nordstr. 10, abends 7% Uhr pünftlich stattfinden wird. Die Teilnahme an diesem Kurfus ist unentgeltlich; jebermann, der zu frei williger Mitarbeit in der Jugendwohlfahrt bereit ist und im Bereich des Verwaltungsbezirkes Kreuzberg( Südwest, Süden, Südosten von Berlin) wohnt, ist eingeladen, hieran teilzunehmen. Bei dem nächsten Vortragsabend, der am Dienstag, den 10. Ottober uni 7% Uhr abends im Bezirksamtsgebäude flattfindet, werden Neuanmeldungen entgegengenommen. Zu näherer Auskunft ist das Bezirksjugendamt Kreuzberg, Dordstr. 10, 3immer 126, gern bereit. Viel Lärm um einen Dummejungenstreich. 69018.60 69186.40 Um die Wurst im bildlichen und wörtlichen Sinne ging es in 5892.60 5907.40 einer Berhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. Es 1423.20 1426.80 1258.40 1256.60 handelt sich um eine sogenannte Betrunkenengeschichte, die den Be12684.15 12665.85 11186 05 11163.93 teiligten, brei jugendlichen Angeflagten, nämlich dem Rutscher Walter 13083.60 13116.40 11460.65 11489.35 23 itt und den Arbeitern Karl und Franz Rubined, die mit hoher 22372.- 22428.- 19760.25 19799.75 Buchthausstrafe belegte Anklage megen schweren Straßen 299.62 800.38 raubes zugezogen und sie in lange Unterfuyungshaft gebracht hat. Am Bahnhof Nordring stand in einer Januarnacht friedlich ein 39350.75 39449 25 ehrfamer Wursthändler und pries seine Ware mit den Worten an: 8.351 3.391 3ur ft macht Durst, warm sind se noch! Die Angeklagten 9261.60 batten zwar über Mangel an Durst nicht zu flagen, vielmehr schon 99.87 100.12% recht erheblich über den Durst getrunken, aber fie folgten doch den 1697.85 1702.15 perlockenden Düften, und einer wollte sich ein Paar Knoblender taufen. Der geschäftstüchtige Wurst- Mage", die Situation er Neue Cinienveränderungen bei der Straßenbahn Der Kupfer= Die Markverluste Amerikas. fennend, richtete nun flugs die Preise nach dem inzwischen seiner follen demnächst zur Durchführung fomment. Meinung nach gestiegenen Dollar und machte damit das geflügelte araben, der Endpunkt der früheren Berlin- Charlottenburger Mort, daß man auf die Preissteigerung warten fönne, zur Wahrheit. tehrsamt der Stadt hat nun im Laufe des Jahres versuchsweise die Straßenbahn, ist ein verfehrstoter Winkel. Das BerUnterredungen mit deutschen Finanzleuten. Das erregte aber den Zorn des Wurfiliebhabers. Während dieser ngestellt, nach der Amerita die ungeheure Summe von 960 Millio- geflagte Witt den Wurstfeffel und lief mit dem über der Spiritus durchgeführt. Dieser Versuch ist geglückt. Die Besetzung der Wagent Die" New York World" hat vor einigen Tagen eine Berechnung mit dem Bursthändler in einen Wortwechsel geriet, ergriff der An- frühere Linie U als neue Linie 75 durch den Lindentunnel. über den Alexanderplatz nach dem Nordosten der Stadt( Kniprodeftraße) nen Dollar seit dem Kriegsausbruch in deutschem Papiergelb ange- flamme dampfenden Wurstgeschäft davon. Wurst- Mare" lief ihm hat auf der ganzen Strede vom Brandenburger Tor ab zugelegt hat, das jest nahezu wertlos fei. Die Opfer der Spefulation nach, foll jedoch von den anderen dabei aufgehalten worden sein. nommen. Daher soll dem ersten Versuch jezt eine zweite in beutscher Mart, der giganteften finanziellen Täuschung in der Inzwischen war der andere verschwunden, man fand von ihm nur inienänderung folgen, die, ähnlich wie die erste, eine der Weltgeschichte", hätten 904 Millionen Dollar auf diese Weise per noch eine Spur in der Form des heruntergefallenen Mostrichtopfes. Dom Kupfergraben nach Charlottenburg führende Linie durch die loren. Der Berliner Vertreter der New York World", Herr Witt war in ein Lotel gelaufen und hatte hier die heißen Wiener Stadt verlängert. Es wird beabsichtigt, die Linie N mit der B. J. Margreve, hat Gelegenheit genommen, einige bekannte an die freudig überraschten Gäste verteilt, dann hatte er den Kessel inie 16 zu verschmelzen, so daß aus beiden eine neue Bersönlichkeiten der deutschen Wirtschaft um ihre Stellungnahme zu einfach stehen lassen. Nachdem er feinen Rauf ausgefchlafen hatte, inie Treptow- indentunnel- Charlottenburg dieser Berechnung zu bitten. Bizepräsident der Reichsban? v. Glasenapp erklärte:„ Ich kann erfuhr er erst, was er angerichtet hatte, er helte den Wurfiteffel ab( Straßenbahnhof) entsteht, die eine Reihe neuer BerkehrsmöglichBizepräsident der Reichsbant v. Glajenapp erklärte: Ich fann und brachte ihn selbst zur Polizei. Die Verteidiger, feiten erschließt. Der Südosten und Süden erhält eine neue Beres nicht glauben, daß die Amerikaner tatsächlich fast eine Milliarde Rechtsanwälte E. 5. Treitel, Themal und Justizrat ront er, bindung nach dem Bahnhof Friedrichstraße, während andererseits Dollar an dem Fallen der Mark verloren haben. Große Auffäufe bezeichneten diese ganzen Vorgänge als eine Betrunkenen- Gebie Möglichkeit gescheffen wird, von der Charlottenburger Chaufice in Mark wurden nur getätigt, um deutsche Waren und deutsche fchichte und fanden es erstaunlich, daß deswegen Antiage vor und dem Brandenburger Tor nach dem Stadtinnern gelangen zu Industriepapiere dafür zu erwerben. Wer Mark getauft hat, um dem Schwurgericht erhoben worden sei. Die Angeklagten hätten sich fönnen, ohne dabei umzusteigen. fie in Industriepapieren anzulegen, hat in der Eat einen bedeutenden Berlust erlitten, da die Papiere nicht so schnell gestiegen sind, wie der selbst in den Wurstfessel" gebracht. Bei Studenten würde Kurs der Mark gefallen ist. Industrieaftien haben bisher ihren man es einfach als Studentenult belachen, es wäre unsinnig zu Bert nur um das Dreißig bis Fünfzigfache vermehrt. Hundert behaupten, daß die Angeklagten, da sie dem Wursthändler bekannt tausende Amerikaner, die bis zum Kriegsausbruch in Deutschland waren, einen Raub beabsichtigt hätten. Der Staatsanwalt felbft gab lebten, tamen nach Friedensschluß wieder nach Deutschland zurück zu, daß es sich nur um einen groben Unfug handele. Die Geund brachten von New York in vielen Fällen deutsche Mart mit. fchworenen sprachen denn auch die Angeflagten gemäß dem Antrage Diese legten fie in Deutschland in deutschen Sachwerten an, die sie des Antlagevertreters und der Verteidigung frei. für einen Preis erhielten, der gegenüber dem amerikanischen Preis für diese Ware unverhältnismäßig billig war. Wahr ist, daß ameritanische, englische und andere ausländische Investierungen uns beAuf dem Bahnhof Alexanderplatz der Untergrundbahn waren trächtlich geholfen haben, da wir dadurch in der Lage waren, Roh- am Montagabend in ein Abteil zweiter Klaffe eine ältere und eine material und Brotgetreide zu kaufen und einen Teil der Repa- jüngere Dame eingestiegen, die sich bald darüber aufhielten, daß fie rationsverpflichtungen zu begleichen. Hätte Amerika in den Jahren in dem Gedränge feinen bequemen Biak mehr fanden. Die ältere, 1918 und 1919 unsere Papiermart nicht getauft, fo wären wir bie erklärte, daß fie Ausländerin fei, befchimpfte fortgefeht das damals schon dorthin gekommen, wo wir heute stehen oder jedenfalls" dumme deutsche Volt" und erregte mit Recht den stärksten nicht weit davon weg. Wenn nunmehr weder Amerikaner noch andere Ausländer mehr in deutscher Mart spekulieren und das Aus- unwillen der Mitfahrenden. Auf der Station Friedrichstraße ließen land sich weigert, deutsche Mart zu laufen, so ist die Lage für empörte Mitfahrende die Damen durch Beamte feststellen und da uns äußerst ernst. Wir sehen einen Winter ohne ergab sich, das keine von beiden einen Baß bei sich Brot vor uns und ohne Mittel, um auf dem Aus- hatte. Die jüngere, die Tochter der älteren, mußte die Bässe erst landsmarkt etwas anzulaufen. Wir wissen nicht, aus einem nahegelegenen Hotel, in dem sie wohnen, herbeiholen. wie Deutschland den kommenden Winter über: stehen wird. Es ist feine Frage, daß Amerika Verluste in deutscher Mart erlitten hat, aber benten Sie daran, welche schneren Berlufte Deutschland zu tragen hat." Der zweite Borfigende des Reichsverbandes der deutschen Industrie, M. d. RWR., A. Frowein, äußerte sich wie folgt: Ausschreitungen einer Ausländerin. beginnen bie neuen Anfängerfurie der Sprachschule für Profetarier in Englischer Sprachunterricht für Kinder. On ben nähen Tagen Englisch( Nachmittagstinfe) ür Kinder von 12-14 Jabren. Der Unter richt wird von Genoffin Heß erteilt. Anmeldungen an folgenden Tagen: Mittwoch, den 11. Dft., von 5-7 Uhr nachm.. Donnerstag, den 12. Dit, von 3-5 Ubr, und Freitag, den 13. Dtt., von 3-5 Uhr nachm., bei Genoisin Heß, Berlin W 50, Spichernstr. 16, Gartenhaus 8 Treppen. Die Anmeldung lann auch schriftlich erfolgen. Boltsbühne Weißensee. Die Anmeldungen find bereits berzeichnet. Die erste Vorstellung findet am 20. Oftober statt. Die Mitgliedsfarte t sind umgehend beim Bezirksamt, Abteilung Voltsbildungsamt im Neubau hinter dem Nealgymnasium gegen Zahlung von 33 M. abzuholen. Ges noisinnen und Genossen, welche verhindert find, während der Dienstzeit dort zu erfcheinen, können die Mitgliedstarten durch Genossen Hein!, Gäblerstr. 7, beziehen. Ein Kurfus in ber internationalen Silfssprache Esperanto beginnt am Miliwoch, den 11. Ottober, abends 6%, br, in der Volkshoch schule Charlottenburg, Rosinenstr. 14. Hörgebühr 30 m. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Stühl und überwiegend bewölkt, aber troden Die Damen wurden nach der nächsten Revierwache gebracht und fest- bei ziemlich frischen östlichen Winden. gestellt als eine angebliche Filmogentin Frau Hilbe Ray und ihre 21 Jahre alte Tochter Pauline. Es find Englände. rinnen, deren Aufenthaltserlaubnis schon am 30. September abgelaufen war. Beleidigte Mitfahrende haben bereits gegen beide Strafantrag gestellt. Ein Mundharmonikakonzert. Groß- Berliner Parteinachrichten. Achtung, Haffierer! Die leider verspätet gelieferten Belfragswarten find foeben im Bureau eingetroffen. Für die Zustellung bis Mittwoch ist es jedoch zu spät. Sie müssen deshalb bei dringenden Bedarf abgeholt werden. Alex Pagels. 116. ,, Wenngleich die von der New York World" gebrachten Zahlen mir im einzelnen zu hoch erscheinen, so bestätigen fie in ihrer Gejamtheit doch die Voraussage, die gerade feitens der deutschen Industrie bei jeder Gelegenheit über die weitere Entwickelung unserer Wer bestrebt ist, in zäher Berfolgung eines Blanes, mit einWirtschaft und der damit eng zusammenhängenden Markwährung fachen Mitteln etwas zu erreichen, findet ftets in der Gefühlswelt 13. abgegeben worden ist. Immer haben wir den Standpunkt vertreten, bes werftätigen Bolles einen Widerhall. So war auch das daß die für uns selbst genau so wie für die Weltwirtschaft not- X. Konzert des Mundharmonika- Orchesters„ Stern", 27. wendige Stabilisierung der deutschen Währung erst möglich ist, wenn das in der Aulà des Reform- Realgymnasiums in Lichtenberg ab man die Gesamtfumme der uns aus dem Bersailler Vertrage er- gehalten wurde, drangpoll gefüllt. Ueber den Reiz der Senfation 101. machfenden Zahlungsverpflichtungen in Einklang mit unserer tat- hinaus, erfreut durch die Leistungen, die weit über bloßer Unterfächlichen Leistungsfähigkeit gebracht hat. Im Jahre 1921 haben haltung stehen, nahm das Bublifum lebhaftesten Anteil. Während die Führer der deutschen Wirtschaft in einem bis heute von feiner der Baufen waren die weißgedeckten Tische auf der Bühne, auf der Seite widersprochenen Gutachten vorausgefagt, daß die übertriebenen sehr viele noch nie gefehere Instrumente lagen, Gegenstände des Forderungen, die an Geldzahlungen und Sachleistungen im Londoner Betrachtens und des Verwunderns. Das Orchester wurde 1903 von Ultimatum Deutschland auferlegt wurden, nicht nur die deutsche feinem Dirigenten Artur Marquard, selbst Buchdrucker von Beruf, Wirtschaft zugrunde richte, sondern auch den Angehörigen anderer gegründet. Man war schon zu guter: Leistungen gekommen, als der Staaten schwere Verluste bereiten werden. Wer ein weiteres her- Krieg hereinbrach und alle Hoffnungen und Pläne zuschanden werabsinken der deutschen Mart verhindern will, wird der deutschen den ließ. Im August 1920 aber nahm man die unterbrochene Arbeit Industrie zustimmen, wenn sie immer wieder auf eine definitive mit Energie und Freude wieder auf und führte Noten ein. Das Regelung der Reparationsfrage drängt. Die Krise Orchester, es fezt sich aus 25 Spielern zusammen, zählt viele Schwerin der Weltwirtschaft wird sich nur überwinden laffen, friegsbeschädigte unter sich. Ein Berufsmufiter gehört der Spieler menn auch Deutschland wieder zu einer Balanzierung feiner Schar nicht an. Jeder ist jekt so weit, daß er vom Blatt bläst. 3ahlungsbilanz tommt. Das ist für Deutschland nicht mög- Spezialinstrumente, die nötig sind, um die Fülle herauszubringen, lich, folange es neben Devisen zur Beschaffung von Rohstoffen und wurden nach Zeichnungen angefertigt. So ist der Mundharmonika Lebensmitteln noch wirtschaftlich nicht tragbare Zahlungen aus dem alles Starre genommen; der Spieler muß sich die Technit des AusFriedensvertag zu leisten hat, von denen ganz erhebliche Beträge wechselns aneignen. Die Darbietungen haben nichts Aufdringliches unproduktiv verwandt werden." an fich. Außer Märchen und Balzern hört man den Pilgerchor" Abt. 7% Uhr: Mitgliederversammlung in den Arminiushallen, Bremer Str. 78. Morgen, Mittwoch, den 11. Oftober: Thema: Das Reichsmietengefes". Referent: Genoffe Robert Winter. st. Reutdan. Achtung! Mittwoch, 11. d M, finden teine Fablabenbe, fondera eine Abteilungsveriammlung 7% Uhr im Klubhaus, Hermannstr. 166, 167, ftatt. Thema: Das Reichsmietengejeg". Referent: Genosse Ortung. st. Treptow." Der Bahlabend findet in diesem Monat ausnahmsweise nur für Genoffen der bisherigen GPD. am Donnerstag, 12. Ottober, 7% Uhr, im Bethensaal der Schule 6, Wildenbruchstraße, ftatt. Abt. Lichtenberg. Abends 7%, Uhr: Mitgliederversammlung im Zeichensaal der Schule, Marktstr, 12/18. Erscheinen Pflicht! 118. st. Lichtenberg. Abends 72 Uhr: Sahlabende in den bekannten Lokalen. 119. st. itenberg. 7, Uhr: Mitgliederversammlung im Arbeitssaal bes Romanes. Abends 7 Uhr in der Aula der Gemeindeschule IV, Scharnhorststraße: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Bericht über die Parteitage, Raffe Cacilien Engeums, Rathausstr. 6. bericht. Frühere USPD. Ghöneberg Friebenau. Heute, Dienstag, den 10. Oftober: Abends 7 Uhr: Sigung der Streisleitung und der Abteilungsführer bei Will, Martin- Luther- Straße 69. Morgen, Mittwoch, den 11. Offober: Achtenberg- Stabt, 6. Biertel. 7 Uhr: Gemeinsamer Zahlabend im Gesangsaal Ortsgruppe Rosental. Generalversammlung bei A. Frieß, Lindenallee 30. C. des Cäcilien- Lyzeums, Rathausstr. 6. fcheinen Pflicht! Gewerkschaftsbewegung September- Lohnsätze für die Zeit vom 1. bis 13. Oftober 20 Proz. Gesetzlicher Arbeiterschuh. Am Freitag beginnt in Basel im großen Ratssaal die 10. Deleertenversammlung der Internationalen Bereinigung für gefeßlichen Arbeiterschutz. Gegenstände der Tagesordnung bilden die Betriebsräte, der Schutz der Angestellten und der Hafenarbeiter, die Ratifisation der Arbeiterschutzgesetze. Unter den angemeldeten deutschen Delegierten befinden sich Barlamentarier fast aller Parteien und führende Berwaltungsmänner wie Giesberts, Rudolf Wisselt, Aufhäuser, Professor Heyde und Vertreter des deutschen Arbeitsministeriums. Außer dem erscheinen Bertreter Frankreichs, Italiens, der Niederlande, der Schweiz, Meritos, Japans, Polens, der Tschechslowakei u. a. m. Kritische Lage in der Rhein- und Kanalschiffahrt. Für die Kanalschiffahrt ist am 29. September in Dortmund ein Schiedsspruch gefällt worden, der für das Personal eine 30prozentige Lohnerhöhung brachte. Beide Organisationen haben den Schiedsspruch abgelehnt. Auch in der Rheinschiffahrt ist es trob langer Berhandlungen zu feiner Einigung gekommen. Auch ein Schiedsgericht, das 1½ Tag zusammensaß, konnte zu feinem Ergebnis kommen. Die Lage ist vollständig ungeklärt. In Arbeitnehmerfreisen ist eine starte Stimmung zu Kampfmaßnahmen. Die Organisationen werden aber versuchen, durch Fortführung der Verhandlungen zu einem ersprießlichen Abschluß zu kommen. Außerdem ist über die Bestimmungen des Manteltarifs beraten worden, bei denen besonders die Ueber-, Nacht- und Sonntagsarbeit, die Frage der Arbeitsbereitschaft und die Valutafrage eine außerordentliche Rolle spielten. Gelingt es nicht, auf dem schnellsten Wege eine Einigung zwischen den streitenden Parteien herbeizuführen, so dürfte bestimmt mit einer Lahmlegung der Kanal- und Rheinschiffahrt zu rechnen sein. Die Werkmeister zur Besoldungspolitik. Die rheinisch- westfälische Fachgruppe der Wertmeister und technischen Betriebsbeamten in Reich, Staat, Provinz und Kommune im Deutschen Wertmeisterverband protestiert gegen die bisherigen Besoldungsordnungen des Reiches, der Staaten und der Kommunen, fomeit fie fich auf die Arbeitsverhältnisse der Werkmeister und technischen Betriebsbeamten beziehen. Sie erhebt Einspruch gegen die Zurücksetzung der Werkmeister gegenüber den Verwaltungsbeamten und die Mißachtung des Werkmeisterberufes, wie er durch die höhe ren und verantwortlichen Verwaltungsstellen zum Ausdruck komme. Der Deutsche Werfmeisterverband fordert eine der Tätigkeit und Berantwortung entsprechende Berücksichtigung der Werkmeister in den Besoldungsordnungen und macht es seinen Mitgliedern zur Pflicht, neue Stellen, die keine ausreichende Bezahlung bieten, nicht anzu nehmen. Der Kampf um die Besserstellung muß auf der ganzen Linie einsehen und mit allen gewerkschaftlichen Mitteln geführt werden." Einigung in der Berliner Holzindustrie. gebot etwas zu erhöhen. Sie sind bereit, auf sämtliche tariflichen die beiden Fraktionen in der Berliner Verbandsfiliale fich zusammenschließen, um fruchtbringende Arbeit zum Wohle der Mitund vom 14. bis 28. Oktober weitere 20 Proz. Zuschlag zu zahlen. glieder in der Gewerkschaft zu leisten. Die Fraktionsvorstände Damit erhalten: Facharbeiter über 22 Jahre ab 1. bis 14. Ot- waren bereits am 25. September zu einer gemeinsamen Beratung tober 99,90 m. und vom 14. bis 28. Oftober 116,55 M. Stunden- zusammengekommen, um aus beiden Fraktionen die Richtung lohn. Hilfsarbeiter 83,85 bzw. 97,85 m. Facharbeiterinnen 69,80 Amsterdam zu bilden. Als deren Vorsitzende wurden Geßner und bzw. 81,45 M. Hilfsarbeiterinnen 57,55 bzw. 67,15 M. Die Mon- Schäfer, als Schriftführer Gras und Schwanebed, als Kassierer tagefäße betragen 4,25 und 4,95 M.; bei Montage außerhalb er- Riel und Reinsdorf und als Gesamtvertreter Greul und Schaumburg höhen sich diese Säße auf 243,60 bzw. 284,20 m. für den Tag, auch gewählt. Der Vorstand wurde von den Funktionären anerkannt. für den Sonntag. Die Akkordsäge, regeln sich nach den bisherigen Ueber die Einigung der sozialistischen Parteien und deren BeGrundsägen im Lohnabkommen. deutung für die Staats- und Gemeindearbeiter referierte Genosse Crispien, der zunächst den Werdegang der Einigung schilderte und die Zusammenarbeit in und mit den Gewerkschaften im Interesse der Gesamtheit befürwortete. Nach Aufstellung der Kandidaten zum Verbandsbeirat wies Schwanebeck auf die Wahl zum Gesamtbetriebsrat in den städtischen Gebieten hin. Die Diskussion ergab in allen Angelegenheiten vollständige Uebereinstimmung. In der Aussprache forderten mehrere Redner zur Ablehnung des Angebots auf, das jedoch gegen eine starke Minderheit an genommen wurde. Die Holzarbeiter in der Metallindustrie. Die Holzarbeiter in der Metallindustrie führen einen harten, zähen Kampf um die Beibehaltung ihrer alten Arbeitszeit. Auch die Entlohnung der Holzarbeiter in der Metallindustrie ist nicht geeignet, die Arbeiterschaft in der jegigen Zeit lebensfähig zu erhalten. Trotzdem die Verhältnisse so schwierig sind, hat ein großer Teil der Arbeiter bei verschiedenen Firmen die Arbeit eingestellt und sind noch weitere Konflikte in nächster Zeit zu befürchten. Eine Bollversammlung aller in der Metallindustrie beschäftig ten Holzarbeiter nimmt morgen, Mittwoch, 5% Uhr in Kliems Festfälen, Hasenheide 14/15, erneut zu der Frage Stellung. Die Ortsverwaltung. Streik der Goldarbeiter. In einer start besuchten Versammlung aller in der Goldwarenindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag im Dresdner Garten wurde einstimmig beschlossen, sofort in den Streit zu treten, weil der Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses( siehe Nr. 477 des Vorw.") von den Arbeitgebern noch nicht anerkannt worden ist. Lohnbewegung der Silberarbeiter. Die in der Silberwarenindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen waren am Montagabend sehr zahlreich im„ Dresdner Garten" versammelt, um den Bericht über die Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern entgegenzunehmen. Der Bericht wurde vom Branchenleiter eipt gegeben. Nach dreieinhalbstündiger Berhandlung wurde von den Arbeitgebern folgendes Zugestärdnis gemacht: Männliche Bollarbeiter sollen für die Zeit vom 8. bis 31. Of tober einen Zuschlag auf die Stundenlöhne von 20 m., Frauen 14 M., Jungausgelernte 12 M., anzulernende Poliererinnen 7 M. und jugendliche Arbeitskräfte 6 M. erhalten. Die Verhandlungskommission hat diesen Sägen nicht zuge stimmt. Nach kurzer Diskussion lehnte auch die Versammlung das Angebot ab. Dagegen wurde ein Vorschlag einstimmig angenommen, daß die Tariffommission unverzüglich mit den Arbeitgebern weiter verhandeln und eine höhere Zulage fordern foll. Bei ablehnender Haltung der Arbeitgeber soll die Entscheidung des Schlichtungsausschusses nachgesucht werden. 1 Angestelltentarif der chemischen Industrie. Man schreibt uns: Wie verlautet, haben die Hirsch- Dunderschen und christlichnationalen Gewerkschaftsbünde in einer Abstimmung innerhalb ihrer Gewerkschaft eine statutengemäße Mehrheit für den Streit in der chemischen Industrie bekommen. Die Leitungen dieser Berbände haben jedoch in einem Ueberschwang an Mut beschlossen, igre Zustimmung zu diesem Streit zu verweigern. Dies den kaufmännischen, technischen Angestellten und Werkmeistern zur Kenntnis. Kommentar überflüssig. Buchdrucker! Bei der Nachwahl von zwei Beisigern zum Ber= bandsvorstand wurden 8790 Stimmzettel abgegeben. Davon waren 8358 gültig und 432 ungültig. Gewählt wurden Wilh. Riese bed mit 5359 und Otto Brünner mit 4529 Stimmen. Vertreter der Handsetzer im Verbandsvorstand sind nunmehr für die laufende Geschäftsperiode: Richard Barth, Otto Brünner, Otto Fiedler und Wilhelm Riesebed. Der Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Caféangestellten, Zweigverein Groß- Berlin, teilt mit, daß die zwischen ihm und dem Inhaber des Restaurants Königsbant", Gr. Frankfurter Str. 117, bestandenen Differenzen beigelegt sind. Die Schlichtungsverhandlungen im Bankgewerbe, die vom Allgemei nen Verband der deutschen Bankangestellten beantragt find, finden zwischen den Tarifvertragsparteien des Reichstarifs für das deutsche Bankgewerbe am Donnerstag im Reichsarbeitsministerium statt. Der Bergarbeiterffreif in Mährisch- Ostrau ist von mehr als 400 Betriebsräten und Gruppenvorsitzenden auf einer Revierfonferenz in Lazy einstimig beschlossen worden. Der Streit ist allgemein. Notstandsarbeiten werden ausgeführt. Die Polizeibehörde hat u. a. den Verkauf von geistigen Getränken verboten und die Sperrstunde für alle öffentlichen Lotale auf eine frühere Zeit verlegt. Da die Lokalbahnen in Schlesien Etrom aus dem Ostrauer Revier beziehen, ist auch mit der Stillegung ihres Betriebes zu rechnen. Falls der Streit nicht innerhalb einer Woche beendet ist, wird in der ganzen tschechoslowakischen Republik für den 16. Oftober der allgemeine Bergarbeiterstreit proflamiert werden. In Warschau ist heute morgen ein Streit der Telephonbeamtinnen und-beamten sowie Elektrotechniker des gesamten Telephonamts ausgebrochen. Es werden nur Verbindungen für die öffentHierauf wurde über die Differenzen mit den SilberNach dem Beschluß der Betriebsräte- und Bertrauensmänner- brüdern diskutiert. Heipt erklärte, daß die Arbeitgeber bereit verfammlung aller dem Reichsmanteltarif für die Holzindustrie unter- find, mit der Organisation über die Drückerfrage zu verhandeln. stehenden Betriebe, die am vorigen Freitag in Kliems Festsälen ge- Beschlossen wurde, vor der neuen Verhandlung mit den Arbeittagt hat, sollte die Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiterver- gebern, mit den Drückern Rücksprache zu nehmen, um ihre Fordc= bandes nochmals mit den Arbeitgebern verhandeln. Angeboten rungen evtl. bei den Arbeitgebern mitvertreten zu können. waren für die Zeit vom 1. bis 14. Oftober 20 und vom 15. bis Staats- und Gemeindearbeiter( Nichtung Amsterdam). In der erneuten Versammlung am Montagabend berichtete Die Berliner Gemeindearbeiter unserer Richtung waren fürzBöse über den Erfolg der neuen Verhandlungen mit den Arbeitlich in der Königsbank versammelt. Genosse Geßner erklärte, daß gebern. Die Arbeitgeber haben sich nunmehr bereit erklärt, ihr An- nach der Vereinigung der beiden sozialdemokratischen Parteien auch Borwärts- Buchdruckerei ut Berlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 31. Oftober weitere 10 Proz. Zuschlag zu den Septemberlöhnen. Kleide Dich billig! KDB Kleide Dich billig! Gold-, SilberPlatil- Bruch Gegenstände aller Art Zahngebisse faufen stets zu un überbietbar. Preisen Gebr. Fuhrmann, Nollendorfstraße 39. Restehandly. Haarpuder a.d.GruneGoltzstr. 2 waldstrale Herren- u.Damenstoffe, Seiden, Samt, sämtliche Futterartikel bedeutend unter Preis Gold-, Silber-, PlatinZahngebisse, Uhren, Ketten, Ringe tauft zu hohen Tagespreif. Hahn& Co.. Juwelier und Goldschmied, Neukölln, Innftr. 28| Kleider- Versorgung 123. Kleide Dich Gold Silber b.. Solide Kleidung zu billigen Preisen: Herren- Anzüge beitung von Herren- Paletots u. Raglans von 1850.3115. halb u. ganz 650. Herren- Joppen gefüttert von Damen- Mäntelgroße Ausvon wahl... 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