Nr. 482 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 237 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250,- W., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar- und Memelgebiet sowie Oesterreich und Luxemburg 346,- M., für das übrige Ausland 515,- M. Bostbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark. Eng. land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, Tschechoflowatei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Volt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Gonn tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin. Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 8 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 50,- M. Reklamezeile 230,-. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes weitere Wort 5,- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 15,- M. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 und 2506-2507 Donnerstag, den 12. Oftober 1922 Verbot der Devisenspekulation. WIB. meldet: Das Reichsministerium befaßte sich heute Teil kein abweichendes Programm. Wie könnte er auch? Sein mit Maßnahmen zur Verhütung des weiteren Sturzes der Programm sei das der französischen Regierung. Er gehe aus dem Mart. Es wurde vor allem die Notwendigkeit des schleunigen Justizministerium hervor. Der Weg von diesem zur Reparations Erlaffes von Vorschriften, die eine Einränkung der Spefula- kommission sei durchaus als gegeben erschienen. Auf zivilem Gebiet tion in ausländischen Zahlungsmitteln bezweden, anerkannt, bestehe die Gerechtigkeit in der Anwendung der Geseze, auf interund es wurde einstimmig beschlossen, dem Reichs- nationalem in der Durchführung der Verträge. Diese Geseze präsidenten den sofortigen Erlaß einer Notverordnung und diese Berträge seien ihrem Geifte gemäß auszulegen. auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung vorzuschlagen. Nach dieser Begrüßung trat die Reparationskommission in die 3m Zusammenhang hiermit wurde die Frage der Ausgabe Erledigung der Tagesordnung ein. wertbeständiger Schazanweisungen sowie weiterer Stübungsmaßnahmen für die Reichsmart erwogen. Die Beratungen hierüber sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Bon anderer Seite wird dazu gemeldet: Ruhigere Auffassung in England. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Hauptegpedition n. InseratenAbteilung: Dönhoff 2506-2507 Berliner Finanzpolitik. Der Kampf um die Gewerbesteuer. Die Finanznot der deutschen Städte wird mit jedem Tage bedrohlicher. Auf zahllosen Konferenzen hat man sie erörtert und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung erwogen. Den rettenden Ausweg hat man trog heißem Bemühen bis heute noch nicht gefunden. Man wird ihn auch nicht finden, solange das Reich erfolglos in seinem Bemühen bleibt, seine Finanzwirtschaft auf gesündere Grundlagen zu stellen. Man hat zwar eine höhere Beteiligung an der Reichseintommensteuer sowie an der Umsatzsteuer in Aussicht gestellt. Aber ehe diese Maßnahmen sich ausgewirkt haben, werden Monate vergehen und die Teuerung wird die Gemeinden weiter überschwemmen. London, 11. Oktober. Zum Zusammenbruch der Mart Berlin, die größte deutsche Gemeinde, hat vor allen fagt ein Leitartikel der„ Times", der Schilling koste jetzt 645 statt anderen die Pflcht, zunächst sich selbst zu helfen. Als die Das Reichswirtschaftsministerium hatte in der gestrigen 1 Mart. Bei jedem neuen Marksturz erhebe sich innerhalb wie bürgerliche Mehrheit im roten Hause einzog, verfündete sie als Ausgabe ohne Kabinettssigung neue Pläne vorgelegt, die der Devisenspekula- außerhalb Deutschlands die Frage, wann der Zusammenbruch ein- ihren ersten Grundsatz: Keine tion Einhalt gebieten sollen. Es handelt sich um eine neue treten werde. In Wahrheit stehe Deutschlands bereits mitten Dedung! Dadurch sollte der sozialistischen Mißwirtschaft" Devisenordnung, die die Devisenkäufe der Kontrolle der in einer Finanztatastrophe, deren volle Auswirkungen gesteuert werden. Die notwendigite Lohnerhöhung wurde in Außenhandelsstellen unterstellt. Jeder Ankauf von noch eintreten würden. Die Inflation der Währung als eigentliche wochenlangen Beratungen hingezogen und so lange nicht beDenisen, der nicht zum Zweck der Bezahlung von eingeführten Ursache der Markentwertung fönne nur zur allgemeinen Ber willigt, als nicht Tariferhöhungen zur Deckung durchgesetzt waren. Alle Steigerungen der städtischen Tarife wurden von saren dient, wird nach dieser Verordnung verboten und unter armung und zum Bankrott führen. strenge Strafe gestellt. Um der Außenhandelsstelle in Zukunft Es müsse bezweifelt werden, ob Deutschland jetzt fähig sei, den bürgerlichen Mittelparteien, von Demokraten und Zendie Möglichkeit der Kontrolle zu geben, müssen in Zukunft von ohne fremde Unterstützung der Inflation Einhalt zu tun; sie habe trum, prompt durchgeführt, wenn es galt, für Arbeiterlöhne jedem Devisenauflaufs- Antrag Abschriften beigebracht werden. einen Bunft erreicht, an dem eine auswärtige Kontrolle in irgend- Deckung zu schaffen. Die Sozialdemokratie hat im Rathaus, Das galt bisher bekanntlich in bezug auf das Finanzamt. einer Gestalt unvermeidlich erscheine. Je eher die alliierten Haupt- da sie grundsäglich für die Selbsterhaltung der städtischen Begläubiger Deutschlands in dieser Angelegenheit einen Ent- triebe eintritt, auch immer Erhöhungen, die sich wirtschaftlich Die Entente droht mit Finanzkontrolle. schluß faßten, um so beffer werde es für Deutschland und für die aus den Bedürfnissen der Gemeindebetriebe begründen ließen, bewilligt. Wie notwendig beschleunigte Maßnahmen aus außenpoli- Welt im allgemeinen fein. Anders ist es für die bürgerlichen Parteien, wenn die tiffen Gründen sind, zeigt folgende Havas- Meldung aus Amerika und das Schuldenproblem. Deckung nicht mehr auf Kosten der breiten Massen allein, sonParis: Paris, 11. Oftober.( Havas.) Die Reparationsfom= Conton, 11. Oftober.( EP.) Nach einem Telegramm aus bern zum Teil auch auf Kosten ihrer engeren Anhängerschaft mission wird heute nachmittag eine halbamtliche Sigung ab- Washington hat die Regierung der Vereinigten Staaten die Er erfolgen muß. Die legte, vom Magistrat beantragte Erhalten, in deren Verlauf die durch den Sturz der Mark geschaffene tlärung veröffentlicht, daß infolge des gegenwärtigen Standes höhung der Gewerbesteuer ist vom Zentrum, den neue Lage erörtert wird. Man wird sich daran erinnern, daß die der europäischen Angelegenheiten keine Schuldnernation, England Demokraten und Deutschnationalen abgelehnt worden, Reparationskommission ihre Entschließung vom 31. August nur ge- ausgenommen, imftande sei, Maßnahmen zur Regelung ihrer Deutschen Bolkspartei glänzten viele Vertreter durch Abwesenvon der Wirtschaftspartei gar nicht zu sprechen. Von der faßt hat, um dadurch wenn auch nicht eine Besserung des Mart- Schulden zu treffen. Im übrigen würde die Teilnahme heit. Die bürgerlichen Parteien zeigen durch diese Haltung, turses, so doch wenigstens eine Stabilisierung zu er- Ameritas an einer internationalen Wirtschafts- Die bei einfichtigeren Kommunalpolitikern aus ihren eigenen langen. Dieses Ergebnis schien Anfang September erreicht zu sein tonferenz ins Auge gefaßt, auf der die Frage der inter- Reihen auf Wiederspruch stieß, daß von dem furzsichtigen und man hegte die Hoffnung, unter verhältnismäßig günstigen Um- alliierten Echulden zu behandeln sei. ständen sich zur Brüsseler Konferenz begeben zu können, die im November oder Dezember alle Finanzprobleme, die sich aus dem Kriege ergeben haben, erörtern sollte. Der neue Sturz der Mart, der in den letzten drei bis vier Wochen eingetreten ist, hat diese Hoffnung vernichtet. Die Reparationsfommission sieht sich daher gezwungen, die neue finanzielle Cage des Deutschen Reiches vor der Brüffeler Konferenz zu prüfen. Es ist selbstverständlich, daß die Frage der deutschen Finanskontrolle aufgeworfen werden wird und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die nächste halbamtliche Sigung insbesondere Ausarbeitungen von Maßnahmen zum Gegenfland haben wird, die geftatten, die kontrolle zu verstärken und sie wirksamer zu gestalten. Es werden aber mehrere halbamtliche Sigungen und Befprechungen zwischen den Delegierten nötig sein, bevor es zu einer lichen Sizung nicht vor Ende der nächsten Woche gefaßt werden wird. Da die für Freitag angefagte Sigung abgefagt worden ist, wird vor 5 oder 6 Tagen faum eine Lösung mög. lich sein. Todesstrafe für Techow! Die Strafanträge des Oberreichsanwalts. Leipzig, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Nach einer mehrstündigen Anklagerede beantragte der Oberreichsanwalt gegen die Angeklagten im Rathenau- Prozeß folgende Strafen: Gruppenegoismus der Mittelstandsinteressen alle schönen Theorien über den Haufen geworfen werden. Alles Gezeter über den sozialistischen Magistrat tann doch nicht verdecken, daß Berlin auch mit der beantragten Erhöhung der Gewerbesteuer hinter anderen Städten zurückbleibt. Dieselben Parteien, die heute aus furzsichtigem Gruppenegoismus der Stadt die Mittel verweigern, werden nach den Worten einzelner ihrer eigenen Vertreter morgen ganz andere Steuern für die Stadt bewilligen müssen. Kurzsichtige Verantwortungslosigkeit ist überhaupt das Gegen Ernst Werner Techow wegen Mittäterschaft im Berliner Rathaus. Dieselben Leute, die bewegliche KlaKennzeichen der bürgerlichen Finanz- und Wirtschaftspolitik. die Todesstrafe und die dauernde Aberkennung der bürger- gen darüber anstimmten, daß durch den allerdings mitunter lichen Ehrenrechte. recht unwürdigen kommunistischen ,, Radau" in der StadtGegen den 17jährigen Hans Gerd Techow in An- verordnetenversammlung der Kredit Berlins geschädigt würde, betracht seiner Jugendlichkeit wegen Beihilfe vier Jahre Ge- scheuen sich nicht, in großen Berliner Organen vor dem ganzen fängnis, wegen Begünstigung sechs Monate Gefängnis, zu- In- und Ausland durch eine maßlose, bewußt parteiische Kritik fammenzuziehen auf eine Gesamtstrafe von vier Jahren den Kredit der Stadt aufs empfindlichste zu schädigen. Der systematische Angriff der bürgerlichen Parteien gilt drei Monaten Gefängnis. den Berliner städtischen Werken. Das Kapital will Gegen Günther mit Rücksicht auf seine ganze Perfön- fie um jeden Preis in die Hand bekommen. Hundertmal wilichkeit wegen Beihilfe sechs Jahre 3uchthaus, wegen derlegte Unmahrheiten werden immer wieder in der Berliner Die Sihung der Reparationskommiſſion. Paris, 11. Oktober.( EE.) Ueber die Sigung der Reparations. Begünstigung neun Monate Gefängnis, zusammen sechs Jahre bürgerlichen Bresse an den Mann gebracht. Die Craßenbahn tommiffion wurde folgende offizielle Mitteilung ausgegeben: drei Monate Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust. Gegen v. Salomon wegen Beihilfe fünf Jahre ZuchtDie Delegierten und Delegiertenstellvertreter der ReparationsPommission traten heute zusammen, um unter dem Vorsitz von haus, fünf Jahre Ehrverlust. Louis Barthou die Finanzlage Deutschlands zu er örtern. Die Sigung dauerte von 3 bis 6 Uhr. Die Beratung wird in einer offiziellen Sizung am Freitag fortgesetzt werden. Barthous Antrittsrede. Paris, 11. Oftober.( WTB.) In der geftrigen Sigung der Reparationskommission begrüßte Sir John Bradbury den neuen franzöfifchen Delegierten Barthou mit einer Ansprache, in der er u. a. erklärte, Barthou sei mehreren Mitgliedern der Kommiffion bereits persönlich bekannt. Die große Aufgabe, die er auf der Konferenz von Genua durchgeführt habe, sei im Gedächtnis der Mitglieder noch gegenwärtig und beweise, daß er berufen sei, die Beratungen dieses Organs zu leiten, das vielleicht die wich tigste durch den Versailler Bertrag geschaffene Körperschaft, gewiß aber diejenige fei, die die schwierigste Aufgabe habe. = Gegen Warnede wegen Beihilfe fünf Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust. Gegen Niedrig wegen Beihilfe fünf Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust. soll unter städtischer Verwaltung hoffnungslos perfommen sein und der Stadt ungezählte Millionen kosten. In den Ausschüssen müssen diefelben Herrschaften, die das behaupten, anerkennen, daß die Straßenbahn, die die Stadt in heruntergewirtschaftetem Zustande übernommen hat, sich wesentlich gebessert und daß sie bis heute der Stadt feinen Pfennig ge= kostet hat, trotzdem sie dem Reiche noch über 70 Millionen Steuern abzuführen hatte. Gegen 31semann wegen Beihilfe vier Jahre Zuchthaus, Die Werke sollen am Defizit der Stadt schuld sein. Tatwegen Begünstigung neun Monate Gefängnis, wegen uner- fache ist, daß fie mindestens folgende Erträge abwerfen: Güter laubten Waffenbefizes fechs Monate Gefängnis, zusammen- 100 Millionen, Elektrizitätswerke 250 Millionen, Gaswerke zuziehen in eine Gesamtstrafe von vier Jahren neun 70 Millionen, Wasserwerke 30 Millionen, Gas und ElektriziMonaten 3uchthaus und fünf Jahren Ehrveriust. tät außerdem für die Notstandsaktion 210 Millionen, also zuGegen Steinbed wegen Beihilfe drei Jahre sammen 670 Millionen. Jeder Kenner der Verhältnisse weiß Man aber, daß dieser Ueberschuß noch überschritten wird. 3uchthaus, fünf Jahre Ehrverlust. fann ihn vielleicht zu niedrig finden, aber um immer wieder Gegen Schütt und Diestel wegen Beihilfe Frei- zu behaupten, 670 Millionen feien ein Defizit, dazu muß mct fprechung, wegen Begünstigung je sechs Monate Gefängnis. fchon sehr geduldiges Druckpapier und sehr gläubige Leser Gegen Tillefsen wegen Bergehens nach§ 139 drei haben. Gewiß fönnten die Werke noch höhere Erträge abBarthou fagte in seiner Erwiderung: Sir John Bradbury Jahre Gefängnis. werfen. Dann sollten aber die bürgerlichen Barteien ire Behabe in seinem Dank an Dubois auf seinen Eifer, seine UnparteiGegen plaas wegen desselben Bergehens ebenfalls drei amtenmacherei aufgeben, dann sollten gewisse Herren, die die lichkeit, seine Formen, seine Mäßigung und vor allem auf seine Jahre Gefängnis. Leitung der Werke in der Hand haben, endlich ihren Widergroße Gewissenhaftigkeit hingewiesen. Er, Barthou, möchte dieses stand gegen die Durchführung einer faufmännischen OrganiGegen Vos Freisprechung. Beispiel befolgen, er sei gewillt, sich von ihm leiten zu lassen. Diese Bersicherung gebe er den Mitgliedern der Reparationstommiffion. Ferner beantragt der Oberreichsanwalt, die Maschinen- fation aufgeben. Manche treiben es eben in der GemeindeBradbury habe die Aufrechterhaltung der Einigkeit unter den pistole, mit der die Tat verübt worden ist, einzuziehen. Das politik ähnlich wie in der Reichspolitik. Im Reiche schimpfen fie auf die Erfüllungspolitik und auf den Marksturz, obwohl Lillierten und die unparteiliche Beurteilung der Forderungen zur Tat benutte Auto einzuziehen, sei er nicht in der Lage zu jeder weiß, daß sie am meisten davon profitieren und un und der Lage derjenigen, die im Krieg die Feinde der Berbün- beantragen, da die Beteiligung Küchenmeisters noch nicht er- feinen Preis an eine Stabilisierung der Mark heran wollen, beten waren, für notwendig erklärt. Er, Barthou, habe für sein wiesen ist. Demagogische Agitation fann man ja trotzdem treiben. Die Deutschn ationalen und idre Nachläufer in �llen bürgerlichen Rathausfraktionen können geg'N die„M'ß- Wirtschaft" in der Gemeinde den Mund nicht voll genug neh- men. Niemand, der die Dinge kennt, mr.itut ihre Redensarten ernst, aber immer wieder lassen sich die Mittclp.irteien von ihnen ins Sästepptau nehmen. Die Ablehnung der Ge- werbesteuer hat das zur Genüge gezeigt. Sie ist in wirklich- keit eine Niederlage der Demokraten und des Z-ntrums. die morgen oder übermorgen doch für diese Steuer eintreten müssen. Es gibt für sie nur zwei Möglichkeiten: entweder sie beziehen die bequeme Position der Deutlchnationalen>>nd leh- nen mit dem üblichen demagogischen Tamtam jede Vewilli- gung von Mitteln für die Gemeinde ab, weil ihnen die Lei- tung der Gemeinde nicht paßt. Dann kommen sie schließlich auf das nicht sehr erhebende Niveau der Wirtschaftspartei, deren Sprecher den weitsichtigen Grundsasj vertrat„U n- seretwegen kann die ganze Stadt zugrunde g e'h e n l" Oder aber sie anerkennen die Notwendigkeit, die Deckung von Ausgaben für die Gemeinde auch dann zu be- villigen, wenn die Lasten zu einem Teil auch auf die Schul- ern des Bürgertums gelegt werden. � Auf die Dauer werden ie jedenfalls mit der Politik kein Glück haben, die Deckung nur dann zu bewilligen, wenn sie sofort auf die Schultern der Minderbemittelten und der Lohnempfänger gelegt wird. Tin Zurück zu den alten bequemen Zeiten der Vorkriegszeit, wo man in westlichen Vorortgemeinücn sich überlegte, wie man am besten die Steuern auf die Besitzenden niedrig halten 'önnte, gibt es nicht Mehr. Der Kämmerer Dr. K a r d i n g hat das im„8-Uhr-Abendblatt" so überzeugend nachgewiesen, daß sich dem auch die Vertreter der bürgerlichen Parteien nicht mehr werden entziehen können. Mit Demagogie mag man eine Zeitlang Augenblicks- erfolge erringen. Auf die Dauer kann man damit keine Po- litik treiben. Grotztöncnde Parolen von sparsamer Wirtschaft, von vorsichtiger Finanzpolitik, von der Nichtbewilligung von Ausgaben ohne Deckung usw., mögen eine Zeitlang auf schlecht unterrichtete chörer ihre Wirkung haben. Wenn man sie aber selber nicht befolgt, dann kommt der Moment, wo sie gegen einen selbst ausschlagen. Das sollten sich Demo- kraten und Zentrum im Berliner Rathaus einmal gründlich überlegen.___ §o?t mit öer Dolchstoßlegende! Die Schrift des Reichsministers Genossen K ö e r „Konnten wir im Jahre 1918 weiterkämpfen?� ist in einer zweiten stark erweiterten Auflage erschienen.(Verlag fiir Politik und Wirtschaft G. m. b. H.) Das schmale Heft ist um ein knappes Borwort und um ein reichliches Nachwort ergänzt worden. Das Vorwort trägt nochmals eine Anzahl hochinter- essanter statistischer Angaben über die Blockadewirkungen nach, aus deren Fülle wir aufs Geratewohl folgende Stelle heraus- greifen: Unqehemmt wirkte sich die Blockade in den Pflegeanstaltcn für immer sieche Epileptiker usw. aus. Hier zeigte es sich, daß die auf reine Rattonen beschränkte Nahrung die Menschen einfach in den Hungertod sinken ließ. Das Gewicht sank in einigen Anstalten auf unter 30 Kilogramm. Eine Anstalt in Sachsen berichtet, daß die Leute sich täglich über Hunger b: klagten, daß sie Gras, Laub, Ab- fälle aßen und um ihre Kost sist) prügelten. Aus Nordbayern liegt ein Bericht vor, daß in einer dortigen Anstalt die Patienten zur Stillung des Hungergefühls Gras, Biälter, rohe Gemüse und faules Obst verzehrten. Aehnliches Material, das beweist, wie sehr wir 1918 am Ende jeder Kraft waren, enthält die Schrift in Fülle. Aber doch geht ihr Wert über den einer Materialsammlung hinaus. Das Bedeutendste an der Broschüre ist die wuchtige und ver- nichtcnde Abrechnung, die Genosse Köster auf den 69 Seiten des Nachwortes mit dem General Kühl als dem Wortführer der Dolchstoßlegsndisten vornimmt. Wir können ohne lieber- treibung sagen: Mit ähnlicher Vollständigkeit des Wissens und des Materials, in so sachlicher Weise, mit einer so packenden und überzeugenden Darstellung ist die Dolchstoßlegende noch Das große 6. Konzertumfchau von Kurt Singer. Bon vier Trägern des großen B ist unserer Musik Heil ge- kommen: von Doch, dem Universalgenie musikantischer Sprachen, und von den drei Sinfonikern Beethoven, Brahms, Bruckner. Wie die Welt sich in einer Zufallswoche solchen Geistern gegenüberstellt, wie sie in Monaten und Jahren Wandel an Urteil und Liebe durchmacht, das spricht ebenso für die Kultur eines Volkes, wie etwa(nach be- rühmten, Wort) der Verbrauch von Seife oder der ewige Neudruck Goethescher Werke. Bach: Man hat sich gewöhnt, eine Tokkata, die hermatische Phantasie, eine Jnvention an den Anfang der Programme zu setzen. zu? Einführung, um zu sagen: Sehet her, wir lieben die ernste Kunst. Den Bach der Messen spart man für Kar- und Weihnachts- wache, und das Land der unbekannten Werke eröffnet alle Jahre ein Bach-Fest(jetzt in Breslau). Nur die Organisten lieben ihren Bach des Sonntags wie des Werktags, ihn, der dem Wunderinstrument Orgel wirklich erst alle Lippen, Kehlen und Seelen geöffnet hat. Und es freut immer, bedeutende Verwalter dieser Kunst anzuhören. Alexander P r e u ß darf zu ihnen zählen, ein Musiker durch und durch, der in der stimmungsvollen alten Marienkirche mit letzter Fertigkeit und innerster Anteilnahme für die Armen seines Bezirks mnsizirt. Sauer meistert das I)-Moll-Konzert Bach-Stradols mit engelhaftem Ton und großem kraftvollen Ausdruck. Sein Bestes, sein ganz Eigenes an Spieleleganz, Fingerkoketterie, Musik- Verliebtheit und virtuoser Größe gibt er im romantischen, im Kinder- land, bei Hummel, Mendels.sohn, Chopin. Da streuen ihm Männer und Frauen Blumen, drücken ihm die Hand, erzwingen Zugaben. Ob das bei Bach-Spielern schon vorgekommen ist? Daß Claudio Ar ran das wohltemperierte Klavier vor Lernenden und ganz ernsten Kennern spielt, muß schon aus erzieherischen Gründen er- wähnt und belobt sein. Beethoven: Es bleibt immer noch höchster Maßstab in der Beurteilung von Dirigiergualltäten, wie einer den Sinfonien Beethovens, die jedes Orchester abgespielt hat, mit seiner Person nahekommt, wie er sie, ohne Sucht nach Apartheit, neu aufbaut, durch Temperament und Mäßigung färbt. Michael Taube gehört zu den sicheren und ordentlichen, nicht zu den überragenden Kavell- meistern. Sehr diskret begleitet er das C-Dur-Konzert, das Mary Jansen im übrigen arg'mißhandelt, ja, nicht einmal technisch be- herrscyt. Der langsame Satz verlor durch Ueberdrehung des Tempos die melodisch« Bindung mit dem Orchester, und die anderen Teile wurden ihres Glanzes beraubt. Nein, Beethoven ist nickt Plevel! Waren hier aber wenigstens ausbildbare Grundlagen für ernstes Musizieren zu entdecken, so fehlten diese bei Ottie C h e w, der ame- rikanischen Geigerin, völlig. Klein und kratzig der Ton, ungelenk der Bogen, halbsicher nur das Zusammengehen mit dem wesentlich tüchtigeren Pianisten Thilo Becker. Eine grundlegende Ver- kennung Beethovens, ein« Ueberfchötzung eigener Begabung, ein Mangel an Begnadung. Zurück zu Rode und Aiotti! Brahms: Jede Woche dreimal das Violinkonzert, an das jetzt besonders gern schwärmerische Frauen geraten(Dubiska, Geyer), und einmal die 1. oder 4. Sinfonie. Seme Hochschätzung ist ebenso- niemals widerlegt worden. Wie kümmerlich nehmen sich neben der großzügigen Darstellung des Kriegsendes, die Köster ent- wirft, die kleinlichen Mittelchen der Kühl und Genossen aus, die herausgepickten Sätzchen, die entstellten Zitätchen, wüh- rend Köster mit erbarmungsloser Schärfe die e n t s ch e i d e n- denTatsachen an ihren Platz stellt. Wenn man das von Köster zusammengetragene Tatsachenmaterial mit den Argu- menten der Dolchsiaßlegendisten vergleicht, so entsteht unwill- türlich folgendes Bild: Ein Hirsch ist von einer chundemeute zerrissen worden, während ihn gleichzeitig eine Mücke stach. In dem Sinne der Dolchstoßlegendisten wäre es nun, zu be- haupten, daß ohne den Mückenstich der Hirsch den Hunden niemals erlegen wäre. Genosse Köster will nicht anklagen. Er führt die Nieder- läge objektiv zurück auf die feindliche Ueberlegenheit an Men- schen und Material und auf die Wirkungen der vierjährigen Blockade. Aber ungewollt entsteht doch eine große Anklage gegen die Ludendorff und Genossen, die während des Krieges alle psychologischen Faktoren mißachtet haben und denen heute die Dolchstoßlegende nur dazu dient, um den Nimbus der Unfehlbarkeit zu wahren. Es ist schon so: die militärisch geschlagene OHL. Ludendorsfs will nicht zugestehen, daß sie sich hat besiegen lassen. Deshalb wird der Soldat, des- halb wird die Heimat beschimpft, sie hätten nicht genug her- gegeben. Kösters Schrift zerstört die erschwindelte Gloriole des geschlagenen Feldherrn gründlich, unwiderleglich. Das Buch ist mehr als eine Propagandaschrist.. Es wird ein wichtiger Beitrag zur Kriegsgeschichte. Wir möchten wünschen, daß die Köstersche Schrift— gerade auch wegen der leidenschaftslosen, sachlichen Form ihrer Darstellung— an allen deutschen Schulen verbreitet, jedem deutschen Schulkind in die Hände gegeben werde. Der Morüprimaner. Die erstaunliche Tatsache, daß der Generalssohn und Primaner Stubenrauch noch immer ungehindert das Realgymnasium in Steglitz besuchen darf, findet eine intime Beleuchtung durch Mitteilungen, die uns von wohlinformierter Seite gemacht werden. Der vorgesetzte Schulrat des Direktors der Steglitzer Anstalt ist der Provinzialschulrat Michaelis, der Bruder des einstigen kaiserlichen Reichs- kanzlers! Und daß dieser Herr gegen Heinz Stubenrauch nichts unternehmen würde, war ja von selbst klar. Unsere Leser kennen den Schulrat Michaelis aus der berühmten Affäre der Potsdamer Kaiserbilder, die ja zum Teil noch immer an Ort und Stelle sind, weil der Herr Minister es für unnötig erklärt, sie überstreichen zu lassen. Der Schulrat Michaelis weiß aber auck daß gerade in dsrZeitnachdemMordeRathenausder Minister Boelitz dem Regierungsrat Lands, der von der Rechts- presse wegen der Verfolgung der Kadetten in Lichterfelde so stark angegriffen worden das Referat über die Disziplinarsachen genommen hat. Direktoren und Schulräte mußten aus diesem Bersonalwechsel schließen, daß der Herr Minister Boelitz gerade in der Zeit, in der es sich darum handelt, in der höheren Schule auszuräumen, einen wirklich republikanisch gesinnten Vertreter seines Ministeriums aus alldiesen Verhandlungen ausschloß. Und deswegen wird weder dem Heinz Stuben- rauch noch seinen Gesinnungsgenossen auf der„Penne" etwas geschehen. Weil Herr Boelitz dem deutschmonarchisttschen An- stürm kraswoll auswich._ LMöe Richter. Was sich Teutschuationale leisten dürfen. Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte wurde gcstcrn die Privat- klage des Professors Nicolai, der sich zurzeit als Dozent in Argentmien befindet, gegen den Schriftsteller Thomas verhandelt, in der dem letzteren Beleidigungen>md Verleumdung des bekannten Pazifisten in einem Artikel des„Deutschen Zeitungsdienftes" zur Last gelegt werden. Gelegentlich des Prozesses Lebius war Thomas schnell vollendet gewesen wie die Unterschätzung im Augenblick. Es lieben ihn die Kammermusiker und, immer wieder, die Sänger. In der Sinfonie verdrängt ihn Bruckner. Diesem Komplizierte- sten unter den Primitiven ist schwer beizukommen. Man muß sich von seinem Rhythmus, seiner melodischen Bielfälligkeit, seiner Wiener Singefreude einfangen und treiben lassen, man darb nur dem schweren Pcndelschlag semer Thematik nachgehen, ohne ausgleichen, aufhalten, anfeuern zu wollen. Und muß doch lenken mit tastender Seele, spürsamer Phantasie, die von Bruckner stammt. Loewe kann das, Nikifch konnte es bei der 7. Sinfonie. War es die Erinnerung an ihn, der diesmal bei Furtwünglers Divition keine große Stimmung zuwege brachte? Die seligen Welsen wurden saumselig, im Himmelssturm flog Erdenstaub, nach und nach erst stand das ganze Wort und der rechte Rhythmus. Unnütz zu sagen, wieviel Schönheit nebenbei offenbar wurde. Nur: Furtwängler hatte schon bessere Bruckner-Tage. B u s o n i und die Moderne: Ob Busoni je zu den großen B's gerechnet werden wird— wer will es verraten! Es scheint mir, als sei die persönliche, faszinierende Kraft dieses Geistigen notwendig, um für sein Werk gläubige Ohren, beteiligte Herzen zu finden. Zwar, seine Technik, sein Können ist erstaunlich, und D e m e- t r i e s c u, sein begabter Jünger, weiß des Meisters Werk zu gliedern, aufzubauen und zu klären. Die letzte Delikatesse, Nervigkeit des Tons, fehlt, und jene Ueberlegenheit der Person, die auch Mittelgut zur Köstlichkeit wandelt. Näher noch steht uns, am nächsten ron allen„überlebten" Modernen, Strauß. Seinem genialen Don-Iuan- Wurf bleibt W a g h a l t e r mit einem großen, neuen Orchester nicht Straffheit und Energie, wohl aber Feinheit und Adel des Klangs schuldig. Wenn diese Herren in der Skala wirklich alle in Cafes als Spieler ihrem Erwerb nachgehen, dann hat der energische Wag- Halter schon viel erreicht. Aber ich traue den falsch einsetzenden Harfenisten schon ihren Hauptberuf zu, niemals jedoll> dem wunder- voll elegischen Klang dieser Oboe, den weichen Tönen dieser Hörner. Der Führer aller modernsten Modernen ist Schönberg, und S ch e r ch e n ist sein Prophet. Er riskiert mit dem„Picrrot lunaire" einen Skandal, der vielleicht auf die unentwegt Begeiste- rungsvollen, wahrscheinlicher auf die nationalistisch Infizierten zurück- zuführen ist. Das Werk wächst bei erneuter Prüfung kaum von einer Ohrseigenmustk zum Streichel-Geiang. Aber es wird bei aller romantischen Dekadenz, bei aller Skurillität und Laune des Hanno- Nischen Rüstzeugs, bei aller grimassiierenden Klanghäßlichkeit doch zu einem Stück geistiger, künstlerischer Potenz, zu einem an Humoren, Lüsten, Keckheiten, Willensspannungen überreichen poetischen Wurf. Eine Harlekinade wohl, aber genial und neu inspiriert. Respekt, meine Herren Schreier! Erhöhung der Hochschulgebühren. Wie die übrigen deutschen Hochschullander, so hat auch Preußen die Kolleggelder und sonstigen Gebühren an den Universitäten und Technischen Hochschulen auf etwa das Dreifache erhöht. Die Unterrichtsgelder, die einen wefent- lichen Teil der Hochschulgcbühren darstellen, sind, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, damit auf das Sechsfache der Borkriegsfätze gestiegen. Die Gebühren der ausländischen Studierenden sind auf eine der Markentwertung ent- sprechende Höhe gebracht worden. Gleichzeitig mit der Ge- als Mitherausgeber der Korrespondenz„Deutscher Zeitirngsdirnst" auf einen Arttkel des„Tag", überschrieben„Vaterlandsver, räter", aufmerksam geworden und hatte unter dem Eindrucke dieser Ausführungen über den Prozeß Lebius seinerseits einen von Ent- rüstung diktierten Artikel in die Korrespondenz gegeben. Darin hatte er behauptet, daß die Pazifisten v. Gerlach, Nicolai und Ge- ncssen von der Entente»mit mehreren Millionen Franken unter st ützt worden seien und daß sie stanzöstschen und englischen Lssizieren Material gegen die deutschen Behörden in der Entwaffnungsfrage geliefert hätten. Er hatte unter Bezugnahme auf diese Behauptungen die bettcsfendcn Pazifisten alsHalunken bezeichnet. Das Gericht erkannte für diese Beschimpfungen auf eine Geld, strafe von 1290 Mark oder 12 Tag« Haft. » Eine Beleidigungsklage gegen den Pfarrer Gauger in Elber- fcld, der Mitglied der verlasfungsgcbcnden Kirchenversammlung und Führer der Gemeinschaftsgruppe der evangelischen Kirche ist, kam gestern in der Berufungsinstanz in Moabit zur Verhandlung. Pfarrer Gauger hatte seinerzest vor den Reichstagswah Ich in dem von ihm herausgegebenen evangelischen Wo6)enblatt„Licht und Leben" einen Artikel in Form eines Briefes veröffentlicht, in dem er scharfe Kritik an den Sozialdemokraten geübt hatte, von denen er behauptete, daß ihre Führer in bedenklichen Beziehungen zu allerhand Geschäften stünden. Durch eine Stelle dieses Artikels, in der Gänger die bekannte Broschüre„Der Rattenkönig, Revo- lutionsschieber und ihre Helfer" erwähnt und z. T. zittert, fühlte sich der Kaufmann Georg Sklarz beleidigt. Er erstattete Anzeige und das gegen Pfarrer Gauger in der Dorinstauz an- gestrengte Verfahren endete mit seiner Verurteilung zu SOQll M. Geldstrafe. Hiergegen hatte sein Verteidiger Berufung eingelegt, die er damit begründete, daß der Artikel w a h l p r o p a g a n- d i st i s ch e n Interessen gedient habe, die Person des Nebenklägers S'larz weder genannt, noch gemeint worden sei, da die Angriffe sich gegen sozialdemolratisch« Führer gerichtet hätten. Auf diese Ausführungen stützte sich der Verteidiger auch in der gestrigen Ver- Handlung und bar, zum mindesten dem Angeklagten Wahrung berechtigter Interessen zu unterstellen. Das Gericht folgte wund-rbarerweis? diesen Gründen und kam zu einer Aufhebung des ersten Urteils sowie zu einem Frei- s p r u ch des Angeklagten._ Der Lieferungstermm für Umlagegetre�öe. Gegenüber einigen Angriffen, in denen bemängelt wurde, daß die Kommunalverbände mitunter die Frist für die Abliefe- rung des er sten Drittels der Getrsideumlagc vor verlegten, teilt der Amtliche preußische Pressedienst aus einem Rund» erlaß des Staatskommissars für Volksernährung nachstehende Stelle mit: „Es ist mir berichtet worden, daß in einzelnen Landesteilen die Erzeuger beschlossen haben, mit der Ablieferung des Getreides bis zum äußersten Termin zu warten. Wie aus dem Rundschreiben des Landeszetteidcomtes vom 23. August 1k>22 her- vorgeht, ist jedoch die Reichsgetreidestelle im Interesse der allge- meinen Vrotversorgung daraus angewiesen, s o schnell wie möglich in den Besitz des ersten Drittels der Umlage zu gelangen. Es wird daher in dies«» Fällen dem Kcmmunalverbande obliegen, den Zeitpunkt für die Ablieferungspflicht der Erzeuger so frühzeicig zu wählen, daß er seinerseits mit der Abführung des Getreides an die Reichsgetreidestelle bis zum 31. Oktober 1S2Z nicht in Rückstand kommt. Eine frühzeitige Ablieferung liegt auch im Interesse der Erzeuger selbst, da sie hierdurch auf schnellstem Weg« in d*n Besitz des Kaufpreises gelangen und bei etwaiger Uebcrlicferung des ersten Drittels ein geldlicher Nochteil unter allen Umständen ausgeschlossen ist, dagegen die Ablieferung in letzter Stunde die Gefahr einer Verspätung in sich birgt, die unter den gegebenen Um- ständen keinesfalls als entschuldbar angesehen werden kann." Die Beschleunigung der Ablieferung erfolgte also durchaus zu Recht und im Interesse der ablieferungspflichtigen Landwirte, die sonst in Gefahr kommen, sich strafbar zu machen. Bekanntlich ist die Menge des in diesem Jahre bisher abgelieferten Umlage- getteides erheblich geringer als das bis zum gleichen Zeitpunkt im Borjahr gelieferte Quantum, so daß eine möglichst baldige Liefe- rung der Restbestände im Interesse der Bolksernährung dringend geboten erscheint. bührenerhöhung wird die bisher an den meisten preußischen Uni- versitäten bestehende H o n o r a r st u n d u n g in den von der Oeffentlichkett, namentlich von der Studentenschaft gewünschten Gebührenerlaß umgewandelt. Nach dem neuen Gebühren. erlaßsystem wird ein wesentlicher Teil der begabten minderbemittelten Studenten ganz oder teilweise von den Hochschulgebühren befreit werden können. Todesopfer der Prohlbiiian. Infolge Genusses von Methyl- alkohol fanden in den Bereinigten Staaten im ersten Halbjahr 1322 130 Personen den Tod; 22 Personen erblindeten nach dem Genuß dieses schlimmen Ersatzmittels. Besonders viele Todesfälle erfolgten in den ersten zwölf Tagen des Jahres, als nicht weniger als 103 Personen, die mit Methylalkohol Silvester und Neujahrstag qe> feiert hatten, starben. Ihr besonderes Licht erhalten dies« Zahlen durch Vergleiche mit den Berichten aus Jahren vor Einführung dcs lkoholverbotes in den Bereinigten Staaten: so kamen z. B. im taate New Park vor dem Jahre 1919 alljährlich nur 3— 4 Methylalkoholvergiftungen vor, in den drei Jahren seit Beginn der Prohibition aber über 80 solcher Fälle mit tödlichem Ausgang. Luxusssugdienst nach Amerika. Die Einrichtung einer ständigen Fluglinie über den Atlantischen Ozean wird während der nächsten zwei Jahre geplant. Zur Durchführung dieser gegenwärtig noch schwierigen Aufgabe hat sich eine amerikanische Gesellschaft gebildet, die über große Geldmittel verfügt. Wie englische Blätter berichten, werden die.Lustdampfer"", die zur Verwendung kommen, große Schiffe sein, die 100 Passagiere mitführen und mit einer Höchst- gcschwindigkeit von etwa 160 Kilometer in der Stunde fahren. Die Luftschiffe, deren Bau geplant ist, sollen 900 Fuß Länge und 114 Fuß im Durchmesser haben und mit Maschinen von 3900 L8 ausgestattet sein. Die hocheleganten Kabinen sind so angeordnet, daß man weder durch Lärm noch Rauch oder andere Unbequemlichkeiten gestört wird. Salons und Rauchzimmer dienen den Lultpassagieren als Aufenthalt am Tage, und die Luftfahrt bei Nacht wird durch luxuriöse Schlafein- richtungen zum Vergnügön. Man hofft, daß die Reise von New sgork nach London und zurück in zwei Tagen zurückgelegt werden kann. Neues von Offcnback. Lebensvolle Erinnerungen an den be- rühmten Schöpfer der modernen Operette veröffentlicht der fron- zösische Musikkritiker Louis Schneider in der„Revue de France". „Der Hauptcharakterzug Offenbachs," so schreibt er,„war seine leidenschaftliche Zärtlichkeit für seine Frau und seine Familie. Es besteht em verblüffender Gegensatz zwischen der Leichtfertiqkcit seiner Musik und der über alle Zweifel erhabenen Solidität seines Familienlebens. Seine Kunst war von seinem Charakter sehr ver- schieden. In einem Kreise aufgewachsen, in dem die gewissenhaft« Treue bis zur Spießbürgerlichteit ging, bewahrte er diese Prinzipien während seiner ganzen künstlerischen Laufbahn. Seine ausgelassene Muse war keineswegs, wie Pedanten behauptet haben, die ihnen bei jeder Offenbarung seines Genies beleidigten und verfolgten, der Ausdruck eines moralischen Mangels; nein, der Mensch Offenbach war rein, ohne Flecken. Er war der Ausdruck und das angebetete Götzenbild einer Zeit, die in das Vergnügen vernarrt war, das er ihr bot. Und es ist etwas durchaus Tragisches in dem Dasein Offen- bachs: das ist der unaushörliche, fast krankhafte Wunsch, sich über das Kunstgebiet emporzuheben, in dem er zum berühmten Meister Sowjetruffischer Imperialismus. = Wirtschaft Wöchentliche Inderziffern. Bon amtlichen und privaten Stellen Deutschlands werden seit schwili und eine außerordentliche Untersuchungskommiffion haben festgestellt, daß Eliawa„ Hunderte von Milliarden verGeorgiens Tragödie und der„ Naphtha- Kommunismus". schleudert und statt einer Roten Armee eine Bande von Von offizieller russischer Seite macht sich neuerdings mit früheren Konterrevolutionären, Offizieren, Fürsten und Adligen Räubern und Spekulanten geschaffen habe, die aus besonderer Energie das Bestreben bemerkbar, Deutschland dazu besteht, die jetzt zu Dugenden und Hunderten von Agniaschwili geraumer Zeit meist allmonatlich nach den verschiedenen Methoden zu veranlassen, den Rapallo Vertrag auch auf Georgien auszudehnen. Demgegenüber gewinnt ein Do- eingefangen und erschossen werden". fument besonderes Interesse, das von der Sozialdemokratischen bilden eine vernichtende Anklage gegen die Moskauer Sowjet- Nahrungsmittelaufwands, der Unkosten der Lebenshaltung( Ernäh Diese Feststellungen des georgischen Kommunistenführers eBziffern der Großhandels- und Kleinhandelspreise, des Partei Georgiens veröffentlicht wird. Es ist ein Geheimbericht des georgischen Kommunistenführers Philipp regierung. Auch dem Blindesten wird es offenbar, daß die rung, Bekleidung, Wohnung, Heizung usw.) berechnet. Diese Ziffern Macharadse an das russische Zentralfomitee vom 6. De- demokratische Republik Georgien mit brutaler Gewalt ver- find jedoch infolge der rasch wechselnden Preise gewöhnlich schon zember 1921, in dem dieser flipp und klar feststellt, daß die nichtet und die sozialistische Regierung beseitigt wurde, weil durch die Entwicklung überholt und veraltet, wenn sie vergeorgischen Kommunisten von dem Anmarsch der sowjetrussifchen Truppen( Anfang 1921) feine Ahnung hatten und daß die Errichtung der„ Sowjetrepublik" Ge= orgien einzig und allein das Wert der Mos= tauer Eroberer war. Macharadse weist darauf hin, daß die Legalisierung der georgischen Kommunistischen Partei, die auf Grund des russisch- georgischen Bertrages vom 8. Mai 1920 erfolgte, in Verbindung mit den einsehenden Repressalien gegen die Kommunisten die Partei so zersetzt habe, daß im Berlauf von 6 bis 7 Monaten von ihr nur Trümmer übrig blieben. Die Folge hiervon war, daß bei Beginn des Anmarsches der roten Truppen feine Parteizelle und fein Parteimitglied in Georgien über die Absichten und Ziele der Offensive informiert war und etwas von ihr wußte". Die weitere Folge war nach den Worten Macharadses die, daß der Einmarsch der Roten Armee in Georgien und die Proklamierung der Sowjetgewalt den offenfundigen Charafter einer äußeren Eroberung annahmen, da zu dieser Zeit niemand an die Organisation eines inneren Aufstandes dachte". Diese Art der Entstehung der georgischen„ Sowjetrepublik" mußte natürlich ihren Charakter in der verhängnisvollsten Weise beeinflussen. Macharadse berichtet darüber in seiner Denkschrift: Für die Ginigung des Jungproletariats Jugendgenoffen! Jugendgenoffinnen! öffentlicht werden. Es liegt deshalb unstreitig ein Bedürfnis vor, den Grad der Preisschwankungen in fürzeren Zeiträumen statistisch zu erfassen. Bon verschiedenen Seiten werden deshalb jetzt schon wöchentliche Indegziffern berechnet. Der Wirtschaftsstatistiker Richard Calwer, dessen Berechnungen des wöchentlichen Nahrungsmittelaufwands einer vierköpfigen Familie seit dem Jahre 1897 von Monat zu Monat veröffentlicht werden, stellt jetzt nach der gleichen Die Einigung der sozialdemokratischen Parteien hat sich voll- Methode auch Meßziffern von Woche zu Woche auf. Er berechnet vollzogen. Die proletarische Jugend als Teil der Arbeiterbewegung dabei drei verschiedene Rationen, nämlich eine sobegrüßt diefen Schritt auf das freudigste und erhofft damit eine genannte große", die auf der dreifachen Verpflegungsportion des wirkungsvolle Stärkung der Arbeiterbewegung. In der Erkenntnis, deutschen Marinesoldaten in der Vorkriegszeit aufgebaut ist, eine daß ein weiteres Gelrennfarbeiten der 3. und SP3. eine Schwächung„ fleine Ration", bei der von einer Roft ausgegangen wird, mit der der proletarischen Jugend bedeutet, find zwischen beiden Organi- vor 50 bis 70 Jahren die ärmsten Bolksschichten in norddeutschen fationen Einigungsverhandlungen angebahnt worden und haben zu Gegenden auskommen mußten, und eine„ mittlere Ration", die das einer Berständigung geführt. Die Einigung der arbeitenden Jugend wird eine Tatsache werden. Die Zentrale und der Reichsausschuß arithmetische Mittel aus den beiden erstgenannten darstellt. Wähder SP3. haben beschlossen, zur Entscheidung über die Einigung eine rend die große Ration noch zahlreiche Nahrungs- und Genußmittel Reichstonferenz der Sozialistischen Proletarierjugend am 28. und 29. Ottober 1922 in Leipzig, Bollshaus einzuberufen. Vorläufige Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Die Einigung des Jungproletariats. 3. Unfräge. 4. Wahlen. Im Augenblick der Proffamierumg der Sowjetgewalt in Ge. Reichszentrale der Sozialistisch. Proletarierjugend Deutschlands orgien war hier weder eine Barteizelle noch auch ein einziges umfaßt, die man heute in der Mehrzahl der deutschen Haushaltungen fast nur noch dem Namen nach fennt, fann man die kleine Ration, bei der Kartoffeln und Brot bei weitem überwiegen, faum noch als ausreichend bezeichnen. Trotzdem sind diese Inderziffern für die Fertigstellung der graduellen Berteuerung der Lebensmittel von Woche zu Woche außerordentlich wichtig. Nach Calwers Berechnungen betrugen die Kosten des Nahrungs mittelaufwands einer vierköpfigen Familie, Eltern und zwei Kinder, je Woche in Mark: Große Ration Kleine Nation Mittlere Nation 8. September 15. 22. 29. • 3309,99 4189,19 4190,43 4626,93 • 1049,60 1079,00 1092,40 1267,00 1528,60 2179,79 2609.09 2641,41 2946,96 3428,63 6. Oftober... 5327,67 Für Juni 1914 berechnete sich die große Inderziffer auf 24,73 Barteimitglied vorhanden, die eine Regierungsgewalt hätten schaffen Moskau dieses Durchgangsland zwischen dem Schwarzen Meer fönnen. Dieses Werf nahmen nun verdächtige und direft verbrecherische Elemente in die Hand. Das und den Delquellen von Baku in die Hand bekommen wollte. ist unsere erste Schuld; hier liegt der Urgrund des Uebels. Hier Die Antwort des georgischen Volkes auf diesen Gewaltakt der Moskauer Naphtha- Kommunisten" ist ununterbroche= ist die Quelle unseres Mißerfolges bei dem Aufbau der Sowjet- ner Kampf gegen das Regime der militärischen Ottupation. Mart, die fleine auf 6,89 M., und die mittlere auf 15,81: Bis gewalt in Georgien." Die Antwort der internationalen Arbeiterklasse muß sein: 3um 6. Oftober 1922 ergibt sich hiernach eine Steigerung für So berichtet der Kommunist Macharade, der Vorsitzende schärfste Berurteilung der imperialistischen bie große Ration auf das 190,17 fache, für die kleine des Revolutionskomitees in Georgien, in feiner geheimen täuberpolifit Sowjetrußlands und Unter- auf das 195,83fache und für die mittlere auf das 191,36fache Denkschrift. Aber in der offiziellen Sprache der Kommunisti- ftützung des georgischen Proletariats in seinem Kampfe um der letzten Borkriegszeit. fchen Internationale wird laut die Lüge verkündet: In Ge- Recht und Freiheit. orgien ist die Diftatur des Proletariats errichtet worden! Der Terror in Rußland. Es versteht sich von selbst, daß die auf diese Weise geschaffene Gewalt der georgischen Kommunisten sich als Fiction erwies. Die reale Gewalt ruht in den Händen des Kau Condon, 11. Offober.( WIB.) Times" meldet aus Riga, daß kasischen Bureaus des russischen Zentralfomitees und auf Befehl des obersten Sowjetgerichtshofes fämtliche Mitglieder des Militärrates der XI. Armee, die, nach den Worten Macha- des Zentralausschusses der allrussischen Gewerkschaften verhaftet radfes, alle politischen Fragen Georgiens ohne Wissen des worden find. georgischen Sentralfomitees und des Revolutionsfomitees Wir geben diese aufsehenerregende Meldung unter Georgiens entscheiden". Es herrscht also, wie von fommu- Borbehalt wieder. Unmöglich ist es nicht, daß der Terror nistischer Seite bestätigt wird, in diesem unglüdlichen Lande der Ticheta sich nun auch auf die Zentrale der Gewerkschaften ein System der brutalsten, schamiofesten Ottupation, das erstreckt, da zwischen ihr und der Leitung der Kommunistischen sich selbst über die Interessen der örtlichen Kommunisten hin- Partei seit einiger Zeit eine starte Spannung herrscht. megjeßt. In diesen Ziffern spiegelt sich die Verminderung der Rauftraft der Mark an den inländischen Lebensmittelmärkten. Es ist zu berücksichtigen, daß der Dollar furs sich am letzten Stichtage( 6. Oftober) in Berlin auf 2160 ftellte. Das bedeutet eine Senfung der Mark etwa auf den 515. Teil ihres Borfriegswertes. Da der Papiergeldumlauf am 30. September d. I. in Deutschland rund 331 Milliarden Mark betrug, und bis zum 6. bzw. 7. Oftober etwa 350. bis 355 Milliarden Mark erreicht haben dürfte, fo wäre rechnerisch die Entwertung die fich im Dollarfurs ausdrückt und die inzwischen noch bedeutende, weitere Fortschritte gemacht hat, auch nicht entfernt gerechtfertigt. Hier zeigt sich deutlich der verhängnisvolle Einflus der Notenhamsterei, und des immer weiter um sich greifenden Unfug s der Berechnung von Inlandspreisen in Dollar und anderen Edelvaluten. B. W. B. Macharadse erhebt gegen die georgische Sowjetregierung Zum Zusammentritt des Reichstags. die Anklage, daß sie eine offenfundige Russifizierungspolitif betreibe und Georgien in ein ruffisches Gouverne Der Reichstag tritt bekanntlich am 17. Oftober zu seiner Herbst- Keine Getreideeinfäufe im Ausland. In der Sigung des ment" zu verwandeln trachte. Er stellt fest, daß auch die tagung zusammen. Auf der Tagesordnung der ersten Sizung stehen wirtschaftspolitischen Ausschusses des Reichswirtschaftsrats am MittBildung der sogenannten Föderation der transfaukasischen nur Fragen von geringer Bedeutung. Der Weltestenausschuß wird woch, der sich mit der Abänderung des Gefeges über die Regelung Sowjetrepubliten" von oben her, ohne Befragung der be- fich am 18. Oftober versammeln, um über die weitere Tätigkeit des des Vertebrs mit Getreide befaßte, gab der Präsident der Reichstreffenden Länder betrieben wurde. Die georgische Rote Reichsparlaments zu beschließen. Da die beiden sozialistischen Frat. getreidestelle, Geheimrat era, folgende Grilärung ab:„ Die in den letzten Tagen auftauchenden Gerüchte, daß die Regierung AufArmee wurde willkürlich aufgelöst, ohne daß die georgischen tionen fich vereinigt haben, ist auch eine Neueinteilung der Kom- träge zum sofortigen Einkauf von Getreide im AusKommunisten dazu ihre Einwilligung gaben. Der von Moskau miffion notwendig. Es wird auch geprüft werden, ob die lande in Höhe von 100 Millionen Dollar gegeben habe, sind nicht aus bestellte Leiter der Militär- und Marinefräste Elia wa bisherige Zusammensetzung des Präsidiums beizubehalten ist. Der au treffend. Die Reichsgetreidestelle hat seit Wochen durch die habe völlig Banterott gemacht. Sein Nachfolger Agnia Reichstag wird zunächst nur etwa 8 Tage zusammenbleiben und Einfuhrgesellschaft für Getreide und Futtermittel feine Einfäufe in dieser Zeit das Gesetz über die Wahl des Reichspräsidenten ver- tätigen lassen. Die im Auslande gekauften und auf die Umlage geworden war, und die Verwirklichung dieses Traumes, die erst nach abschieden. Am 25. Oftober soll wegen des deutschnationalen Partei- abgelieferten Getreidemengen reichen aus, um die Brotversorgung bis zum Ende des Jahres 1922 sicherzustellen." feinem Tode erfolgte. Dieser sein Lebenstraum war, in der Opéra- tages in Görlig eine mehrtägige Bertagung eintreten. Comique aufgeführt zu werden. Er wollte nicht von seinen Freunden vergöttert und von der Menge des Boulevards bewundert, son- Rentenerhöhung für Kriegsbeschädigte. dern von der ernsthaften Mufittritit als vollgültiger Komponist beurteilt werden. Regierungsdarlehne für Genossenschaften. Im ständigen Ausschuß des bayerischen Landtages wurde von sämtlichen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten ein Antrag eingebracht, durch den an die Bayerische die Staatsregierung ermächtigt wird, andesgewerbebant zu mäßigem Binsfuß ein Darlehen in Höhe von 20 Millionen Mart zu gewähren mit der Bestimmung, daß den an die Landesgewerbebant angeschlossenen Genoffenfchaften die Anschaffung der zum Betriebe notwendigen Rohstoffe und Warenbestände erleichtert wird. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten schreibt den BRN.: In der Frage des Ausgleichs der Teuerung bei den Bezügen der KriegsGegen das Boren. Nach dem Maire von Reims hat sich nun beschädigten und Kriegerhinterbliebenen ist bis jetzt mit Zustimmung auch ein Pariser Stadtrat, Louquet, veranlaßt gesehen, gegen das des Reichstages immer so vorgegangen worden, daß nur die befonleberhandnehmen der Borerei aufzutreten. Er hat sich mit einem des Bedürftigen Teuerungszuschüsse durch die amtlichen FürsorgeSchreiben an den Polizeipräfeften gewandt, um ihn zu fragen, ftellen gezahlt erhielten. Der größte Teil der Kriegsbeschädigten welche Maßnahmen ihm gegen die linfitte wirksam erschienen. ist dadurch leer ausgegangen. Nunmehr sind die verschiedentlich von beiagt, daß die Staatsregierung ermächtigt wird, dem Verband Louquet führt aus, wie jetzt erst wieder der Kampf zwischen Car der Arbeitsgemeinschaft der im Reichsausschuß der Kriegs- bayerischer Konsumvereine zu mäßigem Binsfuß ein pentier und Gift erwiesen habe, brächten diefe Matches" dem Sport beschädigtenfürsorge vertretenen Berbände unternommenen Schritte Darlehen in Höhe von 20 Millionen zu gewähren mit der Befeinen Nugen und riefen nur die brutalen Infinite wach. Der von dem Erfolg begleitet gewesen, daß die Reichsregierung fich einer Stimmung, daß den dem Verband angeschlossenen Genossenschaften Briefschreiber bittet den Präfekten, wenn er sich die nötige Autorität allgemeinen Rentenerhöhung nicht mehr ablehnend gegenüberstellt. die Beschaffung von Betriebsmitteln erleichtert wird. Beide An zutraue, die Maßregeln zu ergreifen, um solche Schauspiele einzu- Die nach§ 87 des Reichsversorgungsgesetzes zustehende Teuerungs- träge wurden angenommen. Dämmen: er werde damit dem Empfinden der Bevölkerung in ihrer aulage, die feit Juni 1921 nicht mehr erhöht worden ist, soll, vor- Steuerfreiheit für Hausbrandfohle? Die füddeutschen Staaten großen Mehrheit gerecht werden. behaltlich der Zustimmung eines Ausschusses des Reichstages, von und Preußen find beim Reichsfinanzminister vorstellig geworden, für 35 auf 170 Broz. mit Wirkung vom 1. Oftober erhöht werden. Da den Hausbrand die Kohlensteuerrück zu vergüfen. Wenn eine dies einer Berdoppelung der gegenwärtig zahlbaren Bezüge ent- folche Verbilligung des Hausbrandes durchgeführt wäre, würde gespricht und die Renten für den Monat Oftober schon gezahlt find, gebenenfalls auch eine weitere Erhöhung der Kohlensteuer entweder foll bei der Novemberzahlung der dreifache Rentenbetrag gewährt aus allgemeinen Finanzgründen oder zum Zwecke der Anlegung werden. Daß diefe Erhöhung gegenüber der seit der letzten Er- neuer Schächte in Frage kommen. Die einzelnen Staaten ges höhung um das Zehnfache gestiegenen Teuerung nicht ausreicht, ist denten, ihre Anregung im Reichsrat weiter zu verfolgen. von der Arbeitsgemeinschaft in der letzten Gizung betont worden. Ein Fünffel der Weltflotte außer Dienst. Die gegenwärtige Stodung im Weltschiffahrtsverkehr wird wohl durch nichts stärker beleuchtet als durch die Tatsache, daß ein Fünftel der ganzen Welt handelsflotte außer Dienst ist. In Großbritannien beläuft sich der stilliegende Schiffsraum auf 1,7 Millionen Tonnen, während es vor drei Monaten nur 1,3 Millionen Tonnen waren. Berücksichtigt man, daß diese Zählung sich nur auf die wichtigeren Häfen bezieht, Stinnes im Ausland. Die Tätigkeit des deutschen Großfo fann der Gesamtumfang der ftilliegenden britischen Tonnage mit Die nur an die besonders Bedürftigen durch die Fürsorgestellen industriellen Stinnes, der erst fürzlich durch seinen Wiederaufbau1,9 Millionen Tonnen oder 10 Proz. der britischen Handelsflotte be- zahlbaren Zeverungszuschüsse, auf die ein im Spruchverfahren ver- vertrag mit Buberfac die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gelenit ziffert werden. Rechnet man dazu die in den Bereinigten Staaten folgbarer Rechtsanspruch nicht gegeben ist, sollen ebenfalls mit Wir- hat, scheint sich in den letzten Wochen wieder erhöht der Aufaufliegenden 4 625 000 Tonnen und die in den übrigen Schiffahrts- tung vom 1. Oktober durchgehends um zwei Drittel des gegen- fcließung des füdöstlichen Eurovas zugewendet zu haben. Beländern brachliegende Tonnage, so erscheint die Annahme von in smärtigen Betrages erhöht werden. Damit erhöhen fich auch die fannilich bat sich schon früher Stinnes durch den Erwerb der gesamt 10 millionen Tonnen nicht zu hoch gegriffen. Einkommensgrenzen, die für die Gewährung diefer Teuerungs- Alpinen Montangesellschaft in Desterreich, dem größten österreichis Berechnet man den Durchschnittswert mit 10 Pfund Sterling die zuschüsse maßgebend find. ichen Hüttenfonzern, eine überragende Ausgangsstellung für diefen Sonne, so ist ein Gesamtkapital von ungefähr 100 millionen Pfund Sterling brachgelegt. Dazu kommen die UnterhaltungsAbkehr von der Ledebour- Sette. Wie unser Geraer Bruderblatt Bed geichaffen. Jetzt hat er von da aus sich an der Gründung fosten der Schiffe, die Liegegelder, die Entwertung des Materials mitteilt, hat der Genosse Dannweil- Gera, der den Aufruf der provi- eines großen Eisenhandelsunternehmens am Balkan, der Jugo ufm., furz, es find ungeheure Berluste, die durch die im Gefolge des die Erflärung abgegeben, daß er. veranlaßt durch den Einigungs. Biemlich gleichzeitig sind Berhandlungen zwischen der Britisch. forifchen Barteileitung der Ledebour- Gruppe mit unterzeichnete, jetzt a wifden Montaniynditats A.-G. maßgebend beteiligt. millen der Geraer Parteimitgliedschaft, sich gleichfalls der geeinten Ungarischen Bant mit dem Stinnes- Stonzern zum Abschluß Bartei anschließt, um nicht neue Verwirrung in die Arbeiterschaft gekommen, die einen Ausbau des ungarischen Lipta Wertes für Bau und Eisenindustrie mit deutscher Hilfe bezwecken und die Nach Rau Gleiwit der zweite! dem Stinnes Konzern in dem Aufsichtsrat der Gesellschaft die Hälfte der Sige einbringen. Das Kapital des Unternehmens wird dazu beträcht erhöht. So wächst die internationale Verflechtung der fapitalistischen Interessen, ohne daß bisher ersichtlich wäre. intie weit auch der deutichen Volkswirtschaft daraus ein unmistel barer Vorteil entsteht, die bei der gegenwärtigen Warenfnappheit für einen Erport nach den Ländern mit niedriger Valuta nur wenig Bewegungsfreiheit hat. Krieges aufgetretene Berkehrstrise verursacht werden. Im Theater in der Königgrätzer Straße gelangt in Abänderung hineinzubringen. bes Spielplans auch am lommenden Sonnabend Jüdin von Toledo zur Auffübi ung. Willem Mengelberg wird am 20. und 21. Oftober mit dem Amsterdamer Orchester des Corzeitgebouw" in der Berliner Philharmonie zwei Sinfonie- bende geben. Das Programm bringt am eriten Abend Duverture„ Oberon" von Weber, 1. Sinfonie von Beethoven und Das Lied von der Erde" von Mahler. Solisten: Frau Cabier und Racques Urlus; am zweiten Abend die 1. Sinfonie von Mahler und„ Ein Heldenleben" von Strauß. " Der Verein Deutscher Ingenieure veranstaltet eine außerordent liche Hauptversammlung am 28. Ottober in Weimar. Richard Wagner Festspiele in Mostan. Die vierzigjähige Biedertehr des Todestages Richard Wagners im Januar 1923, wird von der Mostauer Staatsoper durch eine Neueinstudierung des Lohengrin" gefeiert werden. Die ursprünglich geplante Aufführung des Nibelungsringes muß unterbleiben, da keine passende Belegung vorhanden ist. Das Arbeitslofenproblem. Der schweizerische Nationalrat bewilligte gestern einen Kredit von 50 Millionen Franten zur Befämpfung der Arbeitslosigkeit. Das englische Kabinett beschäftigte fich in seiner gestrigen Eihung ausschließlich mit inneren Angelegenheiten, besonders mit der Frage der Arbeitslosigkeit. Lloyd George teilte mit, daß er nächsten Freitag eine Abordnung der Arbeitslosen empfangen werde. Regierungsmaßnahmen gegen die Fascisten? Generalfommissar Credaro ist zur Berichterstattung in Rom eingetroffen und wird am ministerrat teilnehmen. Der italienische Innenminister hat um erstärkung der Truppen im Ueber- Etschgebiet und in einigen Städten Norditaliens ersucht. Drei Regimenter sind auf der Fahrt nach Triest, Bozen und Meran Die Gerüchte über Staatsfreichpläne der Fascisten wollen nicht verstummen. Devisenkurse. Unserer gestrigen Rurstafel find noch folgende amtlichen Devisenkurse nachzutragen: 100 österreichisthe Kronen ab. gestempelt 3,48 Geld, 3,52 Brief; 100 tschechische Kronen 8589,10 Gelb, 8710,90 Brief: 100 ungarische Kronen 104,86 Geld, 105.14 Brief; 100 bulgarische Lewa 1807,70 Gelb, 1812,30 Brief. Im weiteren Freiverkehr schwächten sich die Devisen ab, 100 Bolenmart galten etwa 25,20 Mart. Die acht Stimmenthaltungen erfolgten lediglich wegen formaler Abschlagszahlungen für Staatsangestellte. Zwischen den Ange Bedenken. Mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Beamten- stellten- Organisationen und der Reichs- und Preußischen Staatsbundes waren auch diese Vertreter einverstanden. Aus dem bis- regierung ist vereinbart worden, daß am 10. und 20. eines jeden herigen Berlauf der Hauptversammlung geht überzeugend hervor, Monats an die volljährigen Angestellten je 3000 W., an die Angestellten nach dem vollendeten 17. bis zum vollendeten 21. LebensDer Streit der Metallarbeiter von Le Havre, der zu blutigen daß alle Gerüchte über ein Auseinanderfallen der Reichsgewerkschaft jahr 1500 m. als Abschlagszahlung zu leiſten find. jeder Grundlage entbehren. Gewerkschaftsbewegung mau bife Bertreter Ein verlorener Streik. Auskünfte über den Tarifvertrag für die Angestellten bei den Reichs- und Preußischen Staatsverwaltungen erteilt der Zentral verband der Angestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin, Belle- AllianceStraße 7/10. Zusammenstößen und darauf zu einem von der französischen fommunistischen Gewerkschaftszentrale Gewerkschaftszentrale proflamierten Generalstreif Der Schiedsspruch im Einzelhandel abgelehnt. führte, ist nach einer Dauer von 110 Tagen ergebnislos abgebrochen Die im Transportarbeiterverband organisierten Handelshilfsworden An sich ist die Tatsache, daß ein Streit verloren geht, von arbeiter und arbeiterinnen haben den Arbeitgebern des EinzelGemaßregelte des Siemens- Werner- Wertes. Alle Kolleginnen feinerlei sonderlicher Bedeutung, selbst wenn es sich um eine weit handels für den Oktober neue Lohnforderungen unterbreitet. Die und Kollegen, welche ungerechtfertigt entlassen worden sind, müssen zahlreichere Arbeitergruppe als die 15 000 Metallarbeiter von Le Arbeitgeber lehnten jede Verhandlung ab mit der zwecks Aufnahme der Beschwerde an der am Donnerstag, den Havre handeln würde. Unter Umständen fann ein verlorener Streit Begründung, daß diese Forderung weder in irgendeinem Ver- 12. Oftober, vormittags 11 Uhr, stattfindenden Versammlung_im für die Sache der Arbeiter sogar eine heilsame Wirkung haben. Der hältnis zu einer Teuerung noch zu der wirtschaftlichen Lage des Einzel- Garde- Kasino, Sophienstraße, teilnehmen, um Einspruch zu erheben verlorene Streit von Le Havre verdient aber eine besondere Berück- handels steht. Beide Parteien haben daraufhin den SchlichtungsDie Ortsverwaltung des DMV. fichtigung, weil die Umstände, unter denen er geführt und verloren ausschuß zur Entscheidung angerufen. Derselbe hat am Sonn- gegen ihre Entlassung. wurde, außerordentliche waren. labend nach längerer Beratung einen Schiedsspruch gefällt, der Ein Hausfaffierer des Bauarbeiterverbandes hat in Neukölln eine Erhöhung der Löhne für die Erwachsenen von 35 Proz. und zwischen Schule Brinz- Handjery- Straße und Faltstraße, eine größere Da dieselben für für die Jugendlichen von 40 Proz. für den ganzen Oktober brachte. Anzahl Verbandsmarken verloren. Die Mitgliederversammlung am Montag hatte sich nun mit dem andere wertlos find, bitten wir den Finder, sie bei Hermann Schiedsspruch zu beschäftigen. Pollmeier vom Transportarbeiter Kopplin, Neukölln, Weisestr. 48, oder bei Sommerfeld, Steinmetzverband schilderte eingehend die Verhandlungen und wies auf den straße, Ecke Faltstraße, oder aber in Berlin, Engelufer 24/25, Der Vereinsvorstand. Ernst der Situation hin, falls der Schiedsspruch abgelehnt wird. Zimmer 55, abzugeben. Nach eingehender Diskussion beschloß die Mitgliedschaft, von einer Zentralverband der Maschinisten und Seizer. Donnerstag 5 Uhr im GeUrabsfimmung in den Betrieben abzusehen und sofort sich zu entwertschaftshaus, Engelufer 24-25, Gaal 1, Vollversammlung aller in den scheiden. Der Schiedsspruch wurde gegen wenige Stimmen Brivat- Clektrizitätswerten Groß- Berlins beschäftigten Maschinisten, Seizer und Berufsgenossen. Stellungnahme zum Schiedsspruch des fachlichen SchlichtungsEs ist Pflicht eines jeden dienstfreien Kol abgelehnt. Die Organisationsleitung wurde beauftragt, sofort ausschusses vom 9. Oktober 1922. Die Ortsverwaltung. dem Arbeitgeberverband von der Entscheidung Mitteilung zu machen legen, pünktlich zu der Versammlung zu erscheinen. Deutsa er Transportarbeiterverband. Handelshilfsarbeiter und-arbeiterinnen aus allen Betrieben der Lederwirtschaft. Freitag 7 Uhr Branchenversammund neue Verhandlungen anzubahnen. Falls die Arbeitgeber diese Verbandlungen ablehnen, soll in den nächsten Tagen der Lohnbewegung. eine Funktionär- bzw. Vollversammlung einberufen werden. Wir erinnern zunächst nochmals daran, daß es sich um einen Abwehrstreit gegen eine durchaus unberechtigte Lohnkürzung handelt, die auch nicht mit einem etwaigen schlechten Geschäftsgang begründet werden konnte. Die Metallindustriellen von Le Havre waren einfach vom Kriege her Phantasiegewinne gewohnt und benugten die Spaltung und dadurch hervorgerufene Schwäche der Arbeiter, um deren ohnehin unzureichende Löhne weiter zu fürzen. Die Streikenden besaßen denn auch von Anfang an die Sympathien der gesamten Bevölkerung, einschließlich der Abgeordneten von Le Havre, die dem„ nationalen Block" angehören, einschließlich der rechtsdemokratischen Bürgermeisters, dem die Polizeigewalt entzogen wurde, weil er sich weigerte, sie gegen die Streifenden zu mißbrauchen. Urabstimmung in der Lederwirtschaft. " lung in den Residenz- Festfälen, Landsberger Str. 31. Bericht über den Stand Zentralverband der Angestellten. Butter- Kleinhandel. Deffentliche Ver sammlung Freitag 8 Uhr in den Gophiensälen, Sophienftr. 17/18. Aus der Partei. In dieser Situation bemächtigten sich die Rommunist en AEG. Brunnenstraße. Freitag nachmittag 3½ Uhr bei Krüger, Huffitendes Streits zu Reklame zmeden und machten daraus eine Straße, Fraktionssitung der Funktionäre der USPD. Das Erscheinen jedes ein. AEG, Kabelwerk. Freitag um 24 Uhr in Kraftprobe. Sie schickten ihre Hehapostel nach Le Havre und In der Berliner Lederwirtschaft herrscht zurzeit eine äußerst zelnen ist unbedingt notwendig. Der Kottmener- Schule, im Konferenzzimmer, Sigung aller früheren SPD.- und Die in dieser USPD.- Vertrauensleute und Betriebsräte. Es ist Pflicht, dort zu erscheinen lieferten dem Präfekten den ersehnten Borwand, die bewaffnete Macht erregte Stimmung unter der Angestelltenichaft. gegen die Streifenden in Bewegung zu sehen. Es tam zu den be- Branche bestehenden Tarifgehälter befinden sich weit unter dem und das Parteibuch mitzubringen. Deutscher Wertmeisterverband. Bezirksverein Berlin 17. Freitag abend fannten tragischen Vorgängen, die kommunistische Gewerkschafts- Durchschnitt der sonst üblichen Sätze. Der Forderung des Zentral- 6 Uhr Generalversammlung im Alerandriner. Tagesordnung: Vereinsangelegenzentrale rief zu einem Generalftreit auf, der übrigens ein General- berbandes der Angestellten um eine Aufbesserung von ca. 140 Pro3. heiten, Raffenbericht, Beitragserhöhung, Bortrag. für den Monat September wurde der angerufene Schlichtungsfreit der Streifenden war, und seitdem war der Streit reitungs- ausschuß in feiner Weise gerecht, da er nur einen Aufschlag von los verloren. Denn daß die fapitalgewaltigen Metallindustriellen 65 Broz. als Schiedsspruch verkündete, was einer Verlängerung der es länger aushalten fönnen als die auf die Sammelgroschen der bisherigen Notlage der Angestellten gleichfommt. Es dürfte die Rommunisten angewiesenen Arbeiter, mar von vornherein außer Deffentlichkeit interessieren, daß durch diese 65 Broz. Aufbesserung allem Zweifel. Auch der Aufruf des französischen Gewerkschafts- bilanzlichere, abschlußausführende Buchhalter, selbständige Betriebs- nabmi den Bericht vom Einigungsparteitag entgegen und faßte eine bundes konnte daran nichts mehr ändern, nachdem die Kommunisten Teiter. Haupttaisierer und ähnliche leitende Angestellte auf den Satz aus dem Streit eine Machtprobe gemacht hatten und eine Organi- von 16750 M. kommen, so daß die Gehälter der Angestellten in den fation von Bedeutung nicht hinter den Arbeitern stand. unteren Gruppen geradezu eine unerhörte Ausbeutung der AnDurch die blödsinnige, provokatorische Tafiit der Kommunisten, gestellten bedeuten, und das in der Lederwirtschaft, deren NiesenZurzeit findet eine Urs haben die Unternehmer mehr als einen Streit gewonnen und die gewinne geradezu sprichwörtlich sind. abstimmung in den Betrieben statt. Bemerkenswert ist, daß sogar eine Die alte Fraktion erhielt zwei Franken Unterstügungsgelder aufgebracht. Der verlorene Streit die gelben Organisationen den Schiedsspruch des Schlichtung Candlags baben sich vereinigt. wurde zur Gesamtniederlage der französischen Arbeiter ausschusses abgelehnt haben. schaft, zum Triumph des, reaktionärsten Scharfmachertums. Die hohlen Bhrafen der Kommunisten, die ihre Schwäche zu verdecken suchen, indem sie Ceneralstreitparolen ausgeben, ihr absoluter Mangel an Augenmaß, ihre Unfähigteit, die taftischen Möglichkeiten und die Schwächen des Cegeners auszunuhen, haben sich bei diesem verlorenen Streit besonders deutlich offenbart. Insofern aber mur infofern ist der Streit immerhin ein Gewinn. Teuerungsaktion der Gewerkschaften. Durch die bürgerliche Presse geht eine längere Notiz, in der gesagt wird, die gewertschaftlichen Spizenorganisationen feien am Dienstag zufammengetreten, um über die sofortige Einleitung einer, neuen Teuerungsaflion zu beraten. Hierbei sei erklärt worden, daß man mit den christlichen Gewerkschaften nicht zusammengehen könne, weil diese bei den letzten Verhandlungen durch Aufstellung von Sonderforderungen die Einheitsfront gestört hätten. Endgültige Beschlüsse würden am Mittwoch gefaßt. In dieser Form trifft die Meldung nicht zu. Richtig ist, daß am Dienstag die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen die durch das Scheitern der Verhandlungen über die Neuregelung der Grund gehälter geschaffene Situation besprachen. Den auf Veranlassung des Deutschen Beamtenbundes erschienenen Vertretern der christlichen Gewerkschaften wurde bedeutet, daß die Vorstände der übrigen Spizenverbände erst zu der Frage Stellung nehmen müßten, ob ein erneutes Zusammenarbeiten mit ihnen möglich sei. Die weiteren Beratungen der Spitzenverbände führten zur Einsetzung einer kleinen Verhandlungskommission, der die Vorbereitung der erforderlichen Maßnahmen zur Anpassung der Bezüge an die gesteigerten Haushaltskosten übertragen wurde. Reichsgewerkschaft und ADBV. Zu unserem Bericht im gestrigen Abendblatt von der Hauptversammlung der Reichsgewerkschaft Deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter haben wir noch nachzutragen, daß gegen 2 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen folgende, die Haltung des Vorstandes billigende Entschließung angenommen wurde: Die am 10. und 11. Oftober 1922 in Berlin tagende Hauptversammlung der Reichsgewertschaft nimmt mit großem Interesse zustimmend von dem Geschäftsbericht des ersten Vorsitzenden der Reichsgewerkschaft Kenntnis und billigt die grundlegende Gewertschaftspolitik des Borstandes der Reichsgewerkschaft. Sie erwartet auch vom Vorstand des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes und der Reichsgewerkschaft, daß sie gemeinsam alles versuchen, um die nach gemaßregelten Eisenbahnbeamten wieder in den Dienst zu bringen. Die Gründung des Algemeinen Deutschen Beamtenbundes wird von der Hauptversammlung als eine geschichtliche Notwendig teit angesehen und der Beschluß des Erweiterten. Borstandes der Reichsgewerkschaft von Leipzig anerkannt." etall Ankauf Königstor Neue Gold G Königst.87 zahlt Tagespreise f. Messing, Kupfer, Blei, Zink etc. Bel Nieren-, Blasenund Frauenlelden, Harnsäure, Eiweiß, 1921 Zucker. 15000 Badegäste. Streit der Berliner Goldschmiede! Nicht abseits stellen! Die letzte USB- Versammlung in 8 eit Entschließung, die in dem folgenden Schluß austlingt:„ Die Einigung der beiden sozialistischen Parteien war das Sehnen ungezählter abseits stehen; jede neue Sonderbündelei bedeutet neue Proletarier. Wer es damit ehrlich meint, fann jetzt nicht Schwächung des Proletariats." Die beiden sozialdemokratischen Fraffionen des bayerischen Vorsigende, die bisherigen Unabhängigen einen. Die SPD.- Fraftion zählte 26 Abgeordnete, die USP. 15. Pa sich der bisherige Abg. Graf der USP. angeschlossen hat, wird die neue Fraktion 42 Mandate zählen. Die geduldigften Arbeiter Berlins waren wohl bisher die Goldschmiede. Trotzdem die Goldschmiedeinnung in Berlin vom Schlichtungsausschuß durch Schiedsspruch verurteilt war, ab 1. April d. J. mit der Interessenvertretung ihrer Arbeiter, dem Deutschen Metallarbeiterverband, einen Tarif abzuschließen, lehnte sie dies grundsätzlich ab. Dabei wurden in ein gen Betrieben Löhne gezahlt, welche weit unter denen ungelernter Arbeiter standen. Der Demobilmachungskommissar lehnte es ab, den Schiedsspruch für verbindlich zu erklären, da es sich nicht um lebenswichtige Betriebe tober, find im Theater 20 Mark nachzuzahlen. handelt. So sehen sich die Goldschmiede veranlaßt, durch Arbeitsniederlegung fich lebensfähige Eriftenzbedingungen zu schaffen. Der Streit richtet sich nicht gegen einzelne Firmen; viele davon, selbst fleinere, erklärten sich bereit, Tarif und Lohn zu bewilligen. Da die Innung als Organisation aber nur einen Zarif abschließen fann, müssen auch zahlungswillige Firmen bestreift werden. Mögen sie es ihren Kollegen flarmachen, daß man durch Ablehnung einer gerechtfertigten Forderung nur Unheil anrichtet. Jugendveranstaltungen. Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin.. Buz Theatervorstellung am Sonntag, den 15. Oftober, müssen die Abonnementstarten von den Abteilungsvorsißenden abgeholt werden. Achtung, Theater- Abonnenten! zur Vorstellung am Sonntag, den 15. Ot. Die Goldschmiede sind entschlossen, bis zur Bewilligung ihrer Forderungen im Kampf auszuharren und stützen sich dabei auf die Sympathie der arbeitenden Bevölkerung Berlins. Die Streifleitung. Gegen die ungerechte Gehaltsregelung. Gestern tagten die Vertrauensleute des Berliner Rangierperfonals in der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner, um Stellung zu nehmen zu den Verhandlungen betreffend Neuregelung der Gehälter und zu ihrer gesamten wirtschaftlichen Lage. Es wurde u. a. eine Entschließung gefaßt, in der es heißt: " Das Berhalten der Regierung bei den Verhandlungen zur Neufestsetzung der Grundgehälter der Beamten ist danach angetan, die berechtigte Unzufriedenheit des Personals zur Empörung zu steigern. Abgesehen davon, daß, die Spannung zwischen den Ge Heute, Donnerstag, den 12. Oftober: Lichtenrabe. Jugendheim Mizlaff, Silbertstraße 9 oder Schule Roonstraße, Vortrag: Die Arbeiterjugend und ihre Gegenorganisationen", Lantwig.y Jugendheim Gemeindeschule Schulestraße, Borttag: Der Einigungsgedanke der Reukölln- Norb. Jugendheim Münchener pin Arbeiterffaffe und der Jugend" Straße 52, Diskussionsabend: ,, Was wir wollen". Stralauer Biertel. Jugend Süden. Jugendheim Gemeindefoule Naglerftr. 3, Vortrag: Buddhismus". heim Gemeindeschule Stallschreiberfir. 54, Diskussionsabend: Die Arbeiter Reichenberger Biertel. Gemeindejugend und die demokratische Jugend". fchule Glogauer Str. 12-16, Bortvag: Die Abstammung des Menschen". Welding. Jugendheim Gemeindeschule Müller-, Ede Triftstraße, Vortrag: ,, Die Geschichte Berlins". Sport. Mennen zu Karlshorit am Mittwoch, den 11. Oktober. 1. Rennen. 1. Paloma( Kosina), 2. Minor( Schulz), 3. Meerschaum Zoto: 21: 10, Blaz: 12, 30, 15: 10. Ferner liefen: ( M. Schmidt). Orplid, Inclan, Schweizermühle, Eichwald. 2. Rennen. 1. Tasso( Storb). 2. Salvator( Olejnif), 3. Amor ( Tarras). Toto: 68:10, lat: 19, 15, 32: 10. Ferner liefen: Malchin, Immer, voran, Minenhof, Dida, Licht. Liktor, Denkstein, Morgenstern. 3. Rennen. 1. Stamille( D. Schmidt), 2. Japs( Huguenin), 3. Traum deuter( Olejnik). Toto: 57:10, Piaz: 20, 33, 23:10. Ferner liefen: Sagnot, Brandmeister, Döberis, Goldstrom, Alabaster, Armenier, Hoppy, Mausi, Minestra. 4. Rennen. 1. Sönig Midas( Olejnik), 2. Graf Ferry( D. Schmidt), Zoto: 41: 10, Blag: 19, 16: 10. Ferner hältern der Gruppen 1 bis 13 weiter auseinandergezogen werden. Betalingers, Chalzit liefen: soll, ist auch die beabsichtigte Regelung der Frauenzulage höchst un- 5. Rennen. 1. Anschlag( D. Schmidt), 2. Billiger( Raftenberger), fozial. Eine unterschiedliche Bewertung" ist unerträglich, schon 3. Sanguinifer( Senzsch). Toto: 30: 10, Blaz: 14, 19, 16: 10. Ferner vom allgemein sozialen Standpunkt aus. Die Bersammlung gibt liefen: Fuchsmajor, Llewelyn, Tscherkessin, Halma, Alpenstern. der Regierung zu bedenken, daß nicht nur die unteren Beamten, sondern auch die der höheren Gruppen den Krieg verieren und gleichermaßen daran zu tragen haben. Ein zufriedenes und damit leistungsfähiges Personal wird durch die beabsichtigte Regelung nicht geschaffen." Der 1. Mai städtischer Feiertag. Wie wir erfahren, hat der Berliner Magistrat seine Verfügung vom 26. April d. J. über die Beurlaubung zur Maifeier entsprechend der nachträglichen ander weitigen staatlichen Regelung dahin geändert, daß die damals gewährte Freizeit nicht auf den Erholungsurlaub anzurechnen ist. Demzufolge ist auch der Lohn oder die Vergütung für die Dauer der Arbeitsveriäumnis nicht zu fürzen. Silber- Brillanten Hodam Platin, alte Münzen Linkstraße 46 Uhren, Zahngchisse Ecke Potsdamer Str. Hohe Ankaufspreise und Potsdamer Platz 6. Nennen. 1. Filipov( Staudinger), 2. Reinweiß( Blume), 3. Hallurte( Einfinger). Toto: 34: 10, Blag: 13, 13, 17:10. Ferner liefen: Münze, Biise, Aterina, Jolly. Fliegerheld. 7. Rennen. 1. Drdenstifter( Ebert), 2. Leibfuchs( M. Dreißig), 3. Hallo( Staudinger). Zoto: 46:10, Blag: 19, 24, 28: 10. Ferner liesen: Königsadler, Ceres, Sultane VIII, Heribert. Wetter bis Freitag mittag. Ein wenig wärmer, überwiegend trübe und neblig, im Weiten und Süden weitverbreitete, im Norden und Diten nur vereinzelte, meist geringe Regenfälle. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Verlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Vaul Ginger u. Co.. Berlin. Lindenstr. 3 Sierzu eine Beilage und Unterhaltungsbeilage Heimwelt". Urbin 2. der gute Schuhputs TERPENTINOLWARE IN DOSEN MIT BANDEROLE Wildunger Helenenquelle Spezial- Arzt Dr. Helsterkamp, Geschlechts-, Haut-, Harn-, Frauenleiden; Syphilis- Kuren, Blutuntersuchg. In der H iianst. ,, Löser" nahe Dir. 0. Löser, Münzsir. 9, Alex- Pl. 9-1, 4-8 Sonnt. 10-12. Damen separat. Schriften und billigste Bezugsquellen durch Fürstl. Wildunger Mineralquellen A.- C.; Bad Wildungen. 29 großen Posten selbstgefertigter Lethhaus Wir bringen in dieser Woche inter BRUNNENSTR am Rosenthaler Tor. Schlüpfer, Paletots, Anzüge, Cutaways usw. Leistungssus feinstem Flausch, Grätenmuster, Homespun, blaue Kammgarne, z. 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Tillefsen: Jawohl, Den Verteidigern der Reaktion schien gestern die zweifel- das ich besaß, seinem Parteivorstand eingereicht und dieser hat es es heißt so viel wie hafte Gestalt des Spigels Brüdigam eine günstige Gelegenheit, Dr. Hahn: Ist Ihr Bruder auch Epileptiker? 3euge: Wenn Sie Bors:„ Der Ausdruck bedeutet also feineswegs eine Anspielung zweifel- Wels übergeben, der es dann in einer Rede verwendete. Justizrat um die Wahrhaftigkeit und die edle Gesinnung ihres Lieb sich dafür interessieren, so fragen Sie ihn gefälligst selbst. R.-A. lings, des Kapitänleutnants Tillefsen, öffent- uetgebrune: Sie haben den Angeklagten Lillessen Anfang lich herauszustreichen. Es kam zu einer Gegenüberstellung, bei mai zum ersten Male besucht. Wurde damals in dieser Unterredung der es sich für jeden unvoreingenommenen Zuhörer von vorn von irgendeinem Mordplan gesprochen? Zeuge: Nein, aber ich herein höchstens darum handeln fonnte, wer von beiden sprach über die Beseitigung Rathenaus fehr offen mit anderen der größere Lügner sei, nicht, wer von beiden der Deutschvölkischen. Juftizrat Dr. Hahn: Nennen Sie deren Namen. Wahrheitsliebende wäre. Der Kapitänleutnant Tillefsen trug Beuge: Die habe ich vergessen. Es erfolgte dann auf Antrag R.-A. Dr. Sads die Verlesung von Briefen, die Brüdigam, als allerdings aus dieser Konfrontation den zweifelhaften Sieg er sich im Harz aufhielt, an den Redakteur Martwald von der davon. Es ergab sich, daß der geschicktere Lügner der" Boltsstimme" geschrieben hat und in denen er Marfwald mahnt, Zeuge Brüdigam war. er möge ihm die versprochene Unterstügung jezt auszahlen, da er, Brüdigam, durch die D. C. in Not geraten " 1 Gericht beschloß, Brüdigam nicht zu vereidigen, Täter Schütt und Diestel wurde noch der frühere Leutnant und jezige Nach Vernehmung von Leumundszeugen für die Angeklagten Kaufmann Fritsche aus Dresden vernommen, der brei Tage vor dem Rathenau- Mord eine Besprechung mit dem Angeklagten Steinbed hatte, wobei diefer in geheimnisvoller Weise um die Bereit auch zu, verhielt sich aber der weiteren Forderung Steinbeck's gegenstellung einer Garage bat. Fritsche sagte ihm die Garage Der geschicktere Lügner zweifellos, aber ebenso auch der sehr gut über die Organisation C Informierte. Der sachlich über, ihm auch gelegentlich ein Auto zu besorgen, ablehnend. nicht zum Prozeß gehörende Einwand der Berteidigung, daß fei. R.- 2. Dr. Sad: Sie behaupten in diesem Brief, daß Sie Steinbed jagte: Seute oder morgen, vielleicht auch gar nicht. Er Bors. Für wann wurde denn die Garage gebraucht? 3euge: die Aufklärungen des Genossen Wels über die Organisation C durch Ihre Tätigkeit für die D. C. fich frank gearbeitet haben. War verlangte auch von mir einen Chauffeur, und zwar sagte er, einen, im Reichstag die Erzählungen Brüdigams zur Grundlage Ihr selbst. bewilligter Ferienaufenthalt im Harz auch eine Arbeit der auch mal„ Gefängnis tnade". Borf.: Sollte das heißen, hätten, ist erstens fein Beweis gegen die Gefährlichkeit der für die D. C.? 3euge: Das nicht. R.-A. Dr. Sad: Sie sind einen der Gefängnisse öffnete? 3euge: Nein, einer, der auch mal Organisation C und zweitens feiner gegen die Richtigkeit seiner seit 1918 Mitglied der USP. Haben Sie in dieser Partei Mart- fitzen sollte. R.-A. Bloch: Hat Steinbeck gesagt, es handele sich Behauptungen. Benn es heißt, daß Brüdigam ein Lügner ist, wald und Quint fennengelernt? 3euge: Das ist eine gewaltsame um eine Waffenschiebung? 3euge: Nein, ich nahm an, es handele so beweist das noch nicht, daß seine Angaben sich nicht sehr Konstruktion Threrseits. fich um eine Entente- Angelegenheit. Beuge Fritsche bittet dann oft bestätigt hätten. Der Triumph der Verteidigung ist nicht Brüdigams verhört. Er erklärte, daß niemand Brüdigam zu„ Es muß ein Chauffeur sein, der den Teufel im Leib hat und der Der Angeklagte Tillessen wurde hierauf zu den Angaben noch, feststellen zu dürfen, daß nicht er die Aeußerung getan habe: angebracht. Dieser Brüdigam eben, über dessen Berwerflich glauben vermöge, daß er lediglich aus" Interesse" zu ihm, dem An- auch mal Gefängnis fnact", sondern Steinbeck ihm gegenüber. teit die Berteidiger Beweise herbeizuschleppen sich bemühten, geklagten, gekommen sei. Ich weiß nur nicht, ob Brüdigam mir von R.- 2. Dr. Luetgebrune beantragt die Ladung des Kapitändieser Brüdigam wurde von Tillessen mit Geld beder Frankfurter Boltsfiimme" oder von den Franzosen auf den leutnants Rillinger als Zeugen für den Charakter Kerns und schenkt, für die D. C. als Spigel in Dienst genommen, mit Hals gefchickt worden ist. Für die letztere Annahme spricht der Um- für das Verhältnis Kerns zu Techow. Zur Frage der VereidiEmpfehlungen ausstaffiert. So sehen eben die stand, daß Brüdigam bei seinem ersten Besuch bei mir davon ge- qung Brüdigams führte R.-A. Bloch aus, daß er für den Hilfskräfte der nationalistischen Organisationen aus! Bei der sprochen hat, ob ich die Namen derjenigen Deutschen fenne, die im Fall, daß der Gerichtshof die Bereidigung beschließe, auf der Gegenüberstellung fam außerdem heraus, daß die D. C. eine besetzten Gebiet für die Franzosen Spizeldienste leisten. Brüdigam Bernehmung der von ihm benannten Zeugen bestehen müsse, um Abteilung für Spionagedienste unterhält. Das hat bei seiner ersten Vernehmung in meiner Gegenwart dem so mehr, als auf Grund der Aussage Brüdigams auch in der beweist nicht nur politische Beziehungen, sondern aus Kriminalinspektor Göpner gesagt:„ Ich habe als Spiel den Tillessen Scheidemann- Sache ein Haftbefehl gegen Tillefsen schwebe. reichende Geldquellen und was daraus folgt: die auszuforschen versucht." Brüdigem: Das leugne ich auch gar Der Oberreichsanwalt widerspricht einer Bereidigung Brüdigams nicht, denn ich habe meine Tätigkeit Ihnen gegenüber so aufgefaßt. und das Hinfälligkeit der deutschnationalen Behauptungen, daß dieser Tillessen: Brüdigam hat bei mir den wilden Mann geMord und die vorangegangenen Verbrechen einzig auf das spielt, und ich habe ihn nur deshalb nach München weil er der Teilnahme an der Tat verdächtig ist. Konto einer fanatisierten Jugend zu sehen seien. gefchickt, weil er sich als einen angeblich Berfolgten aufspielte. Bei Nach der Mittagspause bittet R.- 2. Greving um Feststellung, Um 1 Uhr nachmittags war die Beweisaufnahme ge- dieser Unterredung ist ja auch Blaas dabei gewefen. Borf.: Ange: ob die Maschinenpistole, mit der Rathenau erschossen wurde, die schlossen, und der Oberreichsanwalt begann sein flagter plaas, ist das richtig? Plaas: Jawohl, und ich habe dabei ob die Maschinenpistole, mit der Rathenau erschossen wurde, die auch die Worte gehört, die Tillefsen über seinen Bruder Fabrikationsziffer 1920 trage. Es wird festgestellt, daß die- MaPlädoyer. Es war ein Augenblick würdevoller Feierlich sagte:„ Das ist mein Brüderchen, der Erzberger gefilled haben soll." schinenpistole 1920 in der Fabrik Bergmann in Suhl hergestellt worfeit, als der Oberreichsanwalt mit erhobener Stimme die AnR.-A. Bloch zum Zeugen Brüdigam:„ Sie wollen mit den ist, was R.-A. Greving zu dem Hinweis veranlagt, daß der flage gegen die anwesenden Mörder und jene versteckten ab- einem Beauftragten Tillessens nach Berlin gefahren sein?" 3euge: Angeklagte Voß bereits erklärt habe, solche Maschinenpistolen seien wesenden erhob und die Hoffnung aussprach, daß es gelingen Jawohl." Tillessen:„ Das ist ein glattes Märchen. Ich im freien Handel erhältlich. Angeft. Boß: Jawohl, zum freien werde, die verworrenen Fäden zu entdecken, die zwischen den bitte, meine Birtin darüber zu vernehmen, daß Brüdigam zu der Handel sind diejenigen Waffen zugelassen, die erst na.., dem Ent J.- R waffnungsgesetz hergestellt worden sind, und die infolgedessen nicht Angeklagten und ihren Berbänden geknüpft sind. Was die von ihm angegebenen Zeit überhaupt nicht bei mir war. Gewissenhaftigkeit eines offiziell vor der Deffentlichkeit an- Dr. Hahn: Sie haben früher gesagt, daß Sie in Berlin mit der Beschlagnahme unterliegen. Nur diejenigen Waffen fallen unter flagenden Juristen als Vermutung bezeichnen mußte feinem Mitglied der D. C. zufammengetroffen sind." Der Bor- das Entwaffnungsgesetz, die den Stempel der Marine oder Milidaß nämlich die Angeklagten im Auftrag und mit Unter- sigende verliest aus den Aften diese Stelle, stellt jedoch fest, das tärperwaltung tragen. Dann wurde die Beweisaufnahme geschlossen und es folgte das Wort„ tein Mitglied" so undeutlich geschrieben ist, ftügung verborgener Kreise gehandelt haben lebt in uns daß hier ein Zweifel möglich erscheine." Oberreichsanwalt: die Anklagerede des Oberreichsanwalts. schon lange als Gewißheit. Wenn die Anklagerede von„ Angell. Tillefsen, haben Sie den Brüdigam so ernst genommen, den Angeklagten als von„ Gliedern einer Kette" spricht, von daß Sie ihm, als er sagte, der Bolschewismus drohe hereinzu- waren Kern und Fischer und Ernst Werner Techow, und zwar Es handelt sich um einen Mord nach§ 211 St.G.B. dem„ Bestreben nationalsozialistischer Kreise, hervorragende brechen, antworteten:„ Dann ist es immer nech Zeit, Rathenau zu haben diese die Tat im bewußten Zusammenwirten als Mittäter Führer zu beseitigen", von dem„ Unsinn, der einer unreifen erschießen" Tillefsen:„ Ich wollte damit nur den mir lästigen begangen. Welche Beweggründe sie zu dieser Tat geführt haben, Sugend täglich von ihrer Bresse vorgelaut wird", wenn diese Schwäger los fein." Oberreichsanwalt:„ Haben Sie auch die nicht nur ein Verbrechen gegen den Minister Dr. Rathenau selbst, 2nklagerede einen Sag des ehemaligen Deutschnationalen Dr. sonst noch Spitel angestellt? Ich habe einen darauf hinweisender sondern auch Düringer zitiert:„ Es genügt nicht, daß man sie verurteilt, Zettel hier." Angell. Tillessen:" Dieser Bettel rührt aus gegen das deutsche Bolt man muß auch den Geist ausschalten", wenn festgestellt wird, meiner Tätigkeit in Chemik her, über die ich jedoch öffentlich Diese Tätigkeit betrifft aber nicht die D. C." war, dem einer seiner besten und fähigsten Köpfe entzogen worden daß dieser Geist noch existiert und gefördert wird, so ist es die nicht reden kann. autorative Bestätigung alles dessen, was hier immer wieder- Der Borsitzende verliest den Zettel, der nur die Worte enthält: ist, das haben die Täter hier selbst angegeben. Rathenau war für fie ein Schädling. Er war Jude, internationaler Jude. Er hat auch holt wurde. Wir kennen die Schuld dieser Wiederfäuerpresse" Anscheinend gut als Spiel zu verwenden, gut empfohlen." ihrer Ansicht nach den Bolschewismus in Deutschland herbeiführen der parlamentarischen und außerporlamentarischen Verhegung, Oberreichsanwalt:„ Ich verstehe nicht, Angeklagter, daß Sie wollen und es ist ja nichts zu dumm, daß es nicht in diejen der antisemitischen Rhetorit, des Korpsbrüderradaus, des einen Menschen als Spiel gegen die Kommunisten engagieren fanatischen Köpfen Widerhall findet, zumal es ihnen von ihrer Biergeistes, den man für den„ Geist von Potsdam" ausgibt. fonnten, von dem Gie mußten, daß er von den Kommunisten ver Bresse täglich vorgekaut wird er soll sogar seine eigene Der Oberreichsanwalt bezeichnete die Angeklagten als folgt wird." Tillessen:" Das ist ein Irrtum, denn Brüdigam Schwester Radet zur Frau gegeben haben, was natürlich reiner Ungemeine Mörder. Da hört die Politik auf, wo die hat mir erklärt, er werde nicht von der Kommunistischen Bartei ver- finn ist. Mit einer Gewalttat gegen ein Mitglied der Regierung Niedertracht beginnt. Das Todesurteil, das nur gegen Techow folgt, sondern von den Arbeitern in den Betrieben wegen sollten die Linksparteien aufgeputscht werden, es sollte feiner antisemitischen Propaganda." Brüdigam hat mir bei zu einem Bürgerkrieg kommen, in dem jene Kreise mit Waffengewalt beantragt wurde, ist gegen den Geist, der dieses Unglück her seinem ersten Besuch die kommunistische Alarmbereitschaft von auftreten wollten, um sich den Sieg und damit auch die Macht zu aufbeschworen hat, längst gesprochen von dem ganzen deutschen Frankfurt bis Lörrach geschildert. Er sagte mir, daß man einen verschaffen. Ernst Werner Techow hat selbst erklärt:„ Uns ist das Bolt, das mit Entsezen die Tat erlebt und die Enthüllungen Linksputsch ganz leicht verhindern könnte, wenn man nur die von Geld ausgegangen, deshalb haben wir Rathenau ermorden dieses Prozesses vernommen hat. ihm angegebenen Führer der Linksparteien feftfeße." Brüdi. müffen. Uns", damit meinte er die rechtsstehenden Kreise. Das In der Person des Oberreichsanwalts war heute gleich- gam: Ich habe Tillessen fein Material gegeben." Bors: Herr find die Beweggründe, die von den Angeklagten selber vorgebracht fam die Republit verkörpert. Die Anklage der Republik, an Brüdigam, haben Sie Tillefsen schriftliches Material verschafft?" sind und von denen auch Techow angibt, daß es seine eigenen Beder ein Mordversuch verübt worden war zum erstenmal Brüdigam: Jawohl, aber erst nach der ersten Unterredung mit weggründe wären, Beweggründe, wie sie verwerflicher, förichter und fcheuflicher nicht gedacht werden durfte hier in jener Feierlichkeit, die das republikanische Schutz- ihm." Beisitzer Fehrenbach: Angetlagter, äußern Sie sich fönnen. gefeß dem Staatsgerichtshof verlieh, die Republik sich ver- doch einmal, was es mit den Spizeln im besegten Gebiet teidigen und anklagen. Das fühlten die Zuhörer. Die An- für eine Bewandtris hat." Titlefsen: Ich unterhielt nebenbei Sie sind ein Zeichen unbegreiflicher Geringfchätzung eines Menschenein Bureau für Splonage im befehten Gebiet. lebens, und es zeugt von unglaublicher politischer Unreife und Berflagerede des Oberreichsanwalts wird historische Bedeutung gewinnen. Sie gehört zu jenen feierlichen Momenten, deren Brüdigam fragte mich bei seinem ersten Besuch bei mir, ob ich blendung, wenn solche Gründe als hinreichend erachtet werden, um jedes Staatswesen bedarf, und die sich tief in die Erinnerung schon die Namen derjenigen Deutschen wüßte, die im befekten ein fostbares Menschenleben zu vernichten. Welches sind die psychoGebiet für die Franzosen arbeiten. Ich kannte diese Leute und logischen Gründe, aus denen die Angeklagten, die doch keine Gewohndes Volksganzen einprägen. Sie war zugleich die Quintessenz, nannte Brüdigam die Namen Hoffmann usw." Brüdigam: heitsverbrecher sind, die Tat begangen haben? Es ist geradezu der ganzen Berhandlung. Tillessen sagte, er habe von Ser Reichswehrstelle Kassel Nachricht, tragisch, daß niemand anders uns diese psychologischen Gründe vor daß ein gewiffer Hoffmann von der Organisation Oberland Augen führt als der Mann, den jene ermordet haben, nämlich für die Franzosen arbeite." Tillessen:„ Das ist unrichtig. Rathenau selbst. Ich verweise hierbei auf die Veröffentlichung Vielmehr hat Brüdigam versichert, daß er der Polizei in Frankfurt eines holländischen Schriftstellers in einem Rotterdamer Blatt, der die Namen dieser für die Franzosen arbeitenden Spizzel angegeben mitteilt, daß Rathenau ihm nach dem Erzberger- Word über die habe. Also kannte doch Brüdigem bereits die Namen der franzöfi- Pinchologie der Erzberger- Mörder u. a. gesagt hat, daß der ster= schen Spizel, bevor er zu mir fam." Borf.: Weitere Erklärun bende Mittelstand das gefährlichste Gift im Organismus unferes Etaates sei Die Beamten, Offiziere und Kleinrentner gen erscheinen mir unnötig, da das Gericht über fönnten mit ihrem Einkommen nicht mehr leben und fielen dem die Glaubwürdigkeit Brüdigams Elend anheim. Ihre Söhne aber, die konservativ erzogen worden feien, würden dann rechtsradikale Reaktionäre der Tat. Besonders die Studententorps, die bisher eine Brutstätte konservativer Erziehung gewesen seien, würden jetzt der Sammelplatz jener Deflassierten; man fönne die Stimmung dieser jungen Leute begreifen, die in solche Verhältnisse gefommen feien, und aus diesen psychologischen Gründen sei eine solche Tat zu verstehen. Aus diesen Streifen refrutieren sich Nathenaus Mörder. Er mag damals wohl nicht daran gedacht haben, daß er mit der Zeichnung der Mörder Erzbergers die Psychologie feiner eigenen Mörder gab! Berhandlungsbericht. " 4 ( Fortsetzung aus der Abendausgabe.) Oberreichsanwalt: Beuge, Sie haben in einer früheren Bernehmung gefagt, daß bei Tillefsen ein Blan zur Ermordung von Rathenau und Scheidemann gefaßt worden ist? 3e uge: Als direkten Blan fann ich es nicht bezeichnen. Es war nur eine Besprechung und die fand am 13. Juni bei Tillessen statt. R.- 2. Bloch: Ist es richtig, Herr Reuge, daß Sie Kinder hypnotisiert haben? 3euge: Das hat der Amtsrichter, der das behauptet hat, nur geträumt. Rechts im Bilde ist." Brüdigam: Offenbar bezweifelt man anwalt Bloch: Ist Ihnen bekannt, Herr Zeuge, daß die Angaben, meine Glaubwürdigkeit. Daß ich aber vor dem Attentat auf die Sie dem Reccfteur Marimold von der Frankfurter Bolts- Echeidemann und vor der Ermordung Rathenaus den Behör stimme" über die D. C. gemacht haben, von dem Abgeordneten den von einem bevorstehenden Verbrechen Kenntnis gab, sollte els am 26. Juni dieses Jahres im Reichstag als feststehende Tat- meine Glaubwürdigkeit doch bestärken." Damit ist die Verfachen vorgebracht wurden, und ist Ihnen befannt, daß die Angaben nehmung Brüdigams beendet. des Herrn Abgeordneten Wels fich auf Ihre Angaben gestützt haben? Nach einer furzen Pause richtete Beisitzer Hartmann an Zeuge Das ist mir in der Tat bekannt. Rechtsanwalt Bloch: Tillessen die Frage, wie er die Differenz zwischen seiner Auslage Wissen Sie weiter, daß die Frankfurter Bolfsstimme" heute der An- und den Bekundungen Brüdigams über seine, Tillefsens, angebliche Ist es möglich, daß die Anstiftung zur Tat den Köpfen der Anficht ist, Sie hätten das Geld, das Sie von dieser Zeitung für die Be- Aeußerung erfläre:„ Das ist mein Brüderchen, der das Schwein fpigelung der D. C. erhielten, lediglich für private Swede verwendet? Erzberger gefillet hat." Tillessen:„ Ich habe nur gesagt:" Das geklagten selbst entsprungen ist, oder standen hinter ihnen weitere Am 10. Juli ist in der genannten Zeitung ein Artikel erschienen, in ist mein Bruder, der Erzberger getötet haben soll," wobei ich, Kreise und Organisationen? Kurz nach der Ermordung Rathenaus dem diese Tatsache feftaenanelt wird? Und weiter die Behauptung wie immer, wenn die Sprache auf meinen Bruder gekommen ist, ist die Behauptung aufgetaucht, daß gewisse Bünde oder Organisatioaufgestellt wird, daß Sie ein franzöfifcher Spigel sind?( Bewegung den Ton auf das foIt" gelegt habe." Beisiger Hartmann: men hinter den Angeklagten ständen, aber bis heute ist diese Behaup im Saal.) 3euge: Davon ist mir nichts bekannt. Justizrat Dr. Sie sollen noch dem Erzberger- Mord und zwar am 30. August tung nicht volt ermiesen. Noch sind die Fäden zu verworren, Hahn: Seit wann haben Sie Beziehungen zur Frankfurter Bolts- 1921 an Ihren Bruder u. a. geschrieben haben:„ Du bist ja eine als daß man sich ein flares Bild machen könnte. Bielleicht werden Stimme"? Beuge: Schen feit dem Jahre 1914. Justizrat Dr. urbreite Art." Weiter haben Sie noch herzliche Grüße an sie eines Tages entwirrt, aber es fenn nicht Sache der AnklegeHahn: Wieviel Geld haben Sie von der„ Boltsstimme" erholten? den zweiten Erzberger- Mörder Schulz beigefügt." Tillessen: behörde sein, deren Aufgabe vollste Objektivität ist, derartige BeZeuge: Gar nichts. Borsigender: Weshalb hat Herr Ober- Das ist richtig. Diefer Brief ist schon in Offenburg zur Sprache hauptungen ohne Beweis vorzubringen. Ich habe noch nicht bürgermeister gekommen. Es handelt sich um einen Antwortbrief auf ein Glüd einmal die subjektive Ansicht, daß es so ist, wie die Gerüchte wissen Scheidemann in Kaffel Sie nicht empfangen, wunschschreiben meines Bruders, der mir zusammen mit Schult wellen. Ich halte es aber auch für meine Pflicht zu sagen, daß fich das Tagebuch der Sturmtompagnie zu meinem Geburtstag gewiffe Umstände herausgestellt haben, die erkennen lassen, daß die Täter mit gewiffen Organisationen in Verbindung als Sie ihn nach Ihrer Aussage warnen wollten? 3euge: Weil am 22. August überfandt hatte. Damals habe ich aber noch nicht rine fo prominente Persönlichkeit nicht jeden 20bend empfängt. gewußt, daß die beiden als Täter in Frage famen." Borf.: gebracht werden können und daß diefe Organisationen den Tätern Suftizrat Dr. Hahn: hat es Scheidemann nicht vielmehr abge- Was bedeutet denn diese Wendung eine urbreite Art"." Lil- den Gedanken zur Tat eingegeben haben. Ich gehe sogar noch einen lehnt, weil er Sie nicht für ganz aufrichtig hielt? Ich bitte hierzu lefsen( lächelnd):„ Das läßt sich schwer erklären; es ist ein Aus- Schritt weiter. Ich sage, daß diese Organisationen ihnen bei der Herrn Scheidemann zu laden. 8euge: Ich glaube nicht, daß mich druck, den ich ständig gebrauche." Bors: Also eine scherzhafte Tat behilflich gewesen find. Bei allen Attentaten auf Erzberger, 17 " natürlich am Kapp- Putsch teilgenommen Rathenau, Scheidemann find es immer dieselben Kreise, fie| Hier findet sich natürlich wieder Günther ein und Techow sagt ihm nur mitgeteilt haben, daß Kern und Fischer die Mörder waren, haben alle gemeinsame Beziehungen, die sich lange zurückverfolgen zu ihm ganz falt:„ Die Sache hat geflappt, Rathenau liegt." Mit und wenn er dann geantwortet hat, da und da steht der Koffer laffen. Es ist ein Unfinn zu glauben, daß alle Angeklagten nach aller Ruhe beschäftigt sich Techow noch eine Stunde mit dem Auto Kerns, dann bedeutet das eben eine Begünstigung. Ferner hat sich Berlin gekommen seien, jeder zu einem anderen Zweck. Ich bin treibt sich dann in der Stadt herum, trinkt sich einen Rausch an und Ilsemann mit unbefugtem Waffentragen auf Grund der Verordder festen Ueberzeugung, daß sie alle vorher wußten, was fährt am nächsten Tag davon. Kern und Fischer bleiben aber frechnung vom 13. Januar 1919 schuldig gemacht, wobei es gleichgültig geschehen sollte, daß sie fich planmäßig verabredeten und sich in in Berlin, sie tauchen in der Millionenstadt unter, weil sie sich dort ist, ob er die Verordnung gefannt hat oder nicht. Berlin getroffen haben. Deshalb liegt auch die Bermutung nahe, am besten geborgen glauben, und machen mit dem jüngeren Techow Auch Steinbed hat sich der Beihilfe schuldig gemacht, dadaß der Mord von den Angeklagten planmäßig organisiert eine Luftfahrt auf dem Wannsee. durch, daß er das Auto aus Freiberg beschaffte. Zweifellos war war, daß er nicht ein dem Zufall entsprungenes Verbrechen gewesen Ernst Werner Techow ist Mitglied mehrerer nationaler Ber- auch er in den Mordplan eingeweiht. ist, daß nicht Kern und Fischer allein die Urheber des Mordes waren. einigungen, er gehört der D. C. an und er ist ein brauchbares, ge= In den Kreisen der Nationalfozialen hat Rathenau feines- fügiges Werkzeug der Mörder. Der Oberreichsanwalt widerlegt wegs einen guten Namen gehabt. ebensowenig in der Organisation dann die Verantwortung Techows Punkt für Punkt und führt aus, Consul. Ernst Werner Techom hat ja selbst geäußert, daß Mitglieder daß Techow Mittäter gewesen ist. dieser Organisation gehalten waren, die Aufträge der Organisation Hans Gerd Lechom, der mit 15 Jahren Vorsitzender eines auszuführen. Und unmittelbar vor der Tat hat Kern zu Schütt deutschnationalen Bereins ist, und gefagt:„ Verräter gehen bei uns um die Ecke." Das spricht doch für die Annahme, daß, wenn felbft Kern und Fischer ihr Leben verloren, eine Organisation zu ihrer Rache bereit stand. Und dazu kommt noch Techoms Aeußerung dem Schütt gegenüber: Wir mußten handeln, denn das Geld ging uns aus." Busammenfaffend will ich sagen, die Verhandlung hat nicht den vollen Beweis erbracht, aber durch den Antisemitismus, der in allen diesen Organisationen gepflegt und getrieben wird, ist eine Atmosphäre geschaffen, die Mordpläne begünstigt. Ich möchte hier den Reichstags abgeordneten Dr. Düringer zitieren, der sagt, es genüge nicht, daß man sich bei Attentaten auf das gute Gewissen prüft, man müsse vielmehr den Geist ausschalten, aus dem heraus fie geboren merden. Und leider es ist tieftraurig.- besteht auch dieser Geift noch heute weiter. Der Oberreichsanwalt schildert dann noch einmal die Berleitungen zur Tat und erklärt: Ich bin der festen Ueberzeugung, daß zwischen Fischer und Kern und noch nicht ermittelten Dritten die Tat in allen Einzelheiten bereits verabredet war, als die beiden nach Berlin famen. Angeblich mollte man Gefangene in Mainz befreien, angeblich eine Waffenschiebung machen. Wenn aber Techow behauptet, man fei zu einer Gefangenenbefreiung zusammengetreffen, so sagt Salomon, man habe eine Waffenschiebung vornehabt. Ich behaupte beides ist erlogen. Salomon, Kern und Fischer wollten vielmehr Rathenau beseitigen. Ich habe keinen Zweifel, daß Kern und Fischer den Salomon von Anfang an in ihren Blan eingeweiht haben und dah Salomon, als er nach Hamburg und Kiel fuhr, um den Chauffeur zu besorgen, bereits wußte, daß man einen Mann suchte, der das Auto zu der Mordtat steuern sollte. Ein weiterer Beweis: 23arnecke ist von der Ankunft Salomons telegraphisch verständigt. Wieder ein unumstößlicher Beweis, wie die ganze Gesellschaft zusammenhängt, Gegen die Angeklagten Schütt und Die stel lasse ich die Anflage auf Beihilfe fallen und beantrage formell die Freisprechung. llebrig bleibt bei diesen Angeklagten die Begünstigung, die dadurch begangen wurde, daß sie am Abend des 24. Juni die Müzen ver= brannt und am 27. Juni Kriminalfommissar Seinemeyer gegenüber abgeleugnet hatten, daß das Auto seit Donnerstag die Garage verlassen habe. Beide Handlungen stellen Begünstigungshandlungen dar. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sie sie begangen haben, um hat, ein politisch so trefflich vorbereiteter Jüngling, mußte auf selbst aus der Sache herauszubleiben. Aber daneben wollten sie den Mord gehen, wie die Fliege auf den Honig. Er mag wohl auch die Täter begünstigen. Sie sind demnach der Begünstigung fräntlich gewesen sein, und er mag infolge diefer Krankheit schlecht sowohl nach§ 257 StGB. wie auch gemäß der Verordnung vom erzogen sein. Man hätte ihm, wie fein Onkel hier sehr richtig aus- 26. Juni schuldig. führte, anstatt der Bewunderung, die man ihm zollte, lieber Lillessen und Plaas find des Vergehens nach§ 139 den Rohr stod geben sollen. Er hat sich überaus interessant( nichtanzeige drohender Berbrechen) angeklagt. Es war leider nicht gefühlt, dadurch, daß er eine Rolle in dieser Mordsache spielte. Er möglich, sie weiterer Straftaten zu bezichtigen, obgleich es im hohen war miteingeweiht, wohnte den Unterhandlungen mit Stubenrauch Grade wahrscheinlich ist, daß bei, und er mußte den Eindruck haben, daß Kern und Fischer das Attentat unbedingt ausführen würden. Er besorgte das Material für die falsche Autonummer. Ich erachte ihn daher der Beihilfe für schuldig durch Herstellung der Verbindung zwischen Kern, Fischer und Stubenrauch, und der Begünstigung schuldig, da er die Autofappen mit beseitigen half. Günther ist einer der unerfreulichsten Typen auf der Anflagebant, ein Psychopath, ein Lügner, ein eitler Bursche, ein Großmaul, ein Kerl, der sich an alle irgendwie hervorragenden Personen anschmiert, ein Mensch mit heroftratischen Gebärden, der sich im Kriege umbergetrieben hat, kurz, eine der übelsten Erscheinungen, treten. wie jeder von ihnen auf das Stichwort wartet, um auf die Szene zu Der Oberreichsanwalt schildert dann weiter, wie Niedrig als Chauffeur gewonnen werden sollte, wie Kern und Fischer mit den beiden Techows in Berlin zusammenfamen und wie sie sich mit Stubenrauch in Verbindung setzten; weiter, wie Techom nach Dresden fuhr, um dort mit Brands Hilfe den Kraftwagen Küchenmeisters abzuholen. Auch Küchenmeister, so erklärt der Oberreichsanwalt, scheint zu dem Kreis der Beteiligten zu gehören. Ebenso wie Stein bed, der Techom und Brand immer zufällig" trifft. Am Mittwoch kommen dann auch Tillefsen und Blaas, natür lich wiederum zufällig" nach Berlin. Die ganze Gesellschaft trifft fich, und Tillefsen will sofort von dem Moroplan abgeredet haben. fich, und Tillefsen will sofort von dem Morbplan abgeredet haben. Inzwischen aber machen Kern und Fischer Schießübungen im Grunewald. Bewegung Tillessen, der ein Zentrum und eine Hauptstütze der ganzen 1 mar, und außerordentlich, politisch tätig ist, mehr die Hand im Spiele hatte, als nachgewiesen ist. Der Zeuge Brüdigam ist für mich durchaus tein klassischer Zeuge, und ich will auch deshalb nicht weiter die Differenzen untersuchen, die zwischen seinen und Tillessens Bekundungen stehen. Zweifellos hat aber Tillessen sich des Vergehens nach§ 139 schuldig gemacht. Er hatte Kenntnis von der geplanten Tat, ohne sie dem Minister Rathenau oder den Behörden zur Anzeige zu bringen. Wenn er sich damit verteidigt, er wäre davon überzeugt gewesen, daß Kern durch ihn bestimmt worden sei, die man fennt. Auch er ist der Beihilfe schuldig. Er hat dem von der Tat abzulassen, so hat die Verhandlung Momente ergeben, Stubenrauch nicht abgeredet seinen Mordplan aufzugeben, er daß diese Angabe nicht ganz richtig war. Mag man zugeben, daß mußte, welche Absichten Kern und Fischer hatten, er besorgte die Tillessen abgeraten und nicht ernstlich an die Ausführung des BerGarage und er wohnte den Schießübungen bei; er war natürlich, brechens geglaubt hat, so hätte er doch, wenn es ihm wirklich ernſt wie er überall dabei sein mußte, auch nach dem Attentat zur Stelle damit war, Kern die Ausführung der Tat direkt verbieten und ihm und schaffte die Koffer Kerns beiseite. Günther hat sich also der sein Ehrenwort abnehmen müssen. Bei dem Einfluß, den er auf Beihilfe und Begünstigung schuldigt gemacht. Der Sachverständige Kern hatte, mußte man eine solche Handlungsweise annehmen. hat bei Günther ben Begriff der verminderten Burechnungsfähig. Selbst wenn man annimmt, daß er tatsächlich überzeugt war, daß feit festgestellt. Günther ist feineswegs unzurechnungsfähig, fon Kern von seinem Plan Abstand genommen hatte, fo bleibt doch zum dern bei ihm findet man die moral insanity, nur deshalb, weil mindesten eine fahrlässige Handlung übrig, die ebenfalls zur BerGünther ein moralisch tiefstehendes Subjekt ist, braucht man bei der urteilung genügt. Dasselbe genügt für Blaas. Strafzumeffung ihm durchaus teine Milde zuzubilligen. Gegen den Angeklagten BoB beantrage ich die Freisprechung. Da jeht nachträglich der Brief des Boß an Oberregierungsrat Hoppe pom Berliner Polizeipräsidium gefunden worden ist, ist dieser Teil der Boßschen Aussage erwiesen, und ich bin nicht in der Lage, nachRathenau geschrieben und telephoniert habe, nicht richtig ist. zuweisen, daß der andere Teil seiner Aussage, wonach er auch an Was die Hamburger Gruppe v. Salomon, Warnede und Niedrig betrifft, habe ich bei v. Salomon die volle Ueber zeugung, daß er nicht zufällig nach Berlin gefahren ist, nicht wegen bak er, wenn auch nicht sofort, so doch sehr bald von Kern und der angeblichen Gefangenenbefreiung im befeßten Gebiet, sondern, Fischer in den Mordplan eingeweiht worden ist und dann bei seiner Der Oberreichsanwalt beantragt nun die Strafen, die wir an Fahrt nach Kiel und Hamburg ganz genau gemußt hat, zu welchem anderer Stelle mitteilen, und führt dann zur Frage der Ab. ertennung der bürgerlichen Ehrenrechte noch aus, Ber Aeußerung Niedrigs hervor, wonach v. Galomon ihm deutlich daß er im allgemeinen auf dem Standpunkt stehe, bei politischen weck den Chauffeur besorgen soll. Das geht insbesondere gefagt habe, er follte bei dem Attentat gegen Minister Rathenau Vergehen, da es sich nicht um ebriose Motive handle, von einer Abbas Auto steuern und es ist nicht einzusehen, weshalb Niedrig Haltung habe er sowohl bei Linksputfchen wie auch beim Rappzu erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte Abstand zu nehmen. Diese Jeinem eigenen Nachteil gelogen haben soll. Daß v. Salomon in Berlin sich weiter beteiligt hat, ist nicht festgestellt, aber er hat sich Butsch eingenommen. Ich würde diese Haltung," so erflärte der dadurch, daß er Niedrig engagierte, der Beihilfe schuldig gemacht. Dberreichsanwalt, auch heute einnehmen, wenn es sich um eine rein Warnede, der politisch ungemein tätig war, der an den Spreng politische Tat handeln würde. Das ist hier aber nicht der Fall, attentaten beteiligt ist und mit Ungeduld erwartete, daß bald etwas in Berlin paffierte, ist meiner Ansicht nach von v. Salomon voll fommen informiert worden, was auch aus der Tatsache hervorgeht, daß er bei den Gesprächen zwischen v. Salomon und Niedrig in unumittelbarer Nähe stand, und daß gerade ihm die Ankunft Salo mons telegraphisch angefündigt wurde. Er hat, wie alle anderen, von der Tat gewußt, denn sie alle sind nur Glieder einer Kette und wenn auch vielleicht nicht jeder alles wußte, Sie beauftragen Günther, eine Maschinenpiftole und eine Garage zu besorgen. Am Mittwoch entwickelt Kern dem Tillessen den Mordplan, und wieder will Tillessen abgeredet haben." Am folgenden Lag, dem Donnerstag, fahren Kern und Fischer mit Techow nach Schwerin, um die Maschinenpistole von 31semann zu holen, der bei Bade wohnt. Auch ein Mann, der den Kreis genau fennt und mit ihm Berbindung hält. Am Freitag abend tommt die Becherei bei dem Garagebefizer Schütt. Am Sonnabend spricht Kern die Hoff nung aus, man werde Rathenau doch noch vor die Pistole bekommen. Techom meldet, daß sein Auto fertiggestellt ist, Günther schafft die Maschinenpistole in den Wagen. Man zweifelt im letzten Augenblic fo wußten sie doch, worum es sich handelte, noch, ob Techow genügend Willenskraft besigen werde, und Techow um so mehr, als Kern aus seinem Herzen durchaus teine Mördergibt beruhigende Erklärungen. Man macht eine furze Probe grube gemacht hat. Ebenso steht es bei Niedrig. Sowohl War fahrt und hält unterwegs an, da Kern das Kommando gibt um- nede mie Niedrig haben sich der Beihilfe schuldig gemacht. fleiben". War eine Umfleidung für eine Probefahrt nötig? Man Auch bei Ilsemann, der Kern die Maschinenpistole gegeben hält in der Nähe der Rathenauschen Wohnung in einer Seitenstraße; hat, ist die Beihilfe erwiefen. Ich bin der Ueberzeugung, daß Ilfemann gewußt hat, wofür die Maschinenpistole gebraucht wurde, denn wie der Jäger am Wechsel das Wild erwartet, " lauern die drei auf ihr Opfer. Als dann Rathenau tommt, ruft Kern: Jetzt das besprochene Manöver!" und dann Schneller, wir erreichen ihn sonst nicht!" Techom steuert das Auto mit bewundernswerter Ruhe, er stoppt neben Rathenaus Wagen ab, da mit die Schüsse feiner Romplicen' nur ja recht sicher das Opfer er reichen, und fährt dann gleichgültig weiter. Man wirft die Ma schinenpistole fort und Techow bringt den Wagen in die Garage. 81] Sachawachiat der Eskimo. Bon Ejnar Miftelsen. diefe ganze Gesellschaft hängt ja zusammen wie die Kletten und alle waren eingeweiht, someit fie gebraucht wurden. Hinsicht lich der Frage, ob Ilsemann sich der Begünstigung schuldig gemacht hat, war ich bis gestern im Zweifel. Aber die gestrige Verhandlung hat mich überzeugt, daß Ilsemann auch bei der Beseitigung des Koffers die Hand im Spiel hatte. Die unbekannte Person fann abfichtlich langsam und sparte seine Kräfte für den letzten Kampf auf, der nur gewonnen werden konnte, wenn er seine volle Stärke behielt. Die Sonne stieg höher; sie warf ihr Licht über Land und Eis, weit fonnte man sehen, und plöglich stand Sachamachiat bei einem Anblick still, der sein Herz schneller zum Schlagen Eisscholle trieb in dem offenen Küstenwasser in der Nähe des brachte: dort lag Point Hope, scharf und deutlich, und die Landeises. Der einfame, vom Tod gezeichnete Mann, der da auf der fleinen Eisscholle dahintrieb, streckte die Arme nach dem Lande aus, er hing noch am Leben und sehnte sich, bort zu fein, wo Leben möglich war. Doch die Strahlen im Westen erloschen, vom Eise, vom Lande verschwanden die Farben, alles wurde dunkler; aber noch glühte der Himmel, ein Sachamachiat fehte sich hin und sah nach der Landspize. Sonnenstrahl flog über ihn hin, wo ein feuriger Pfeil; er mit Hunden und Schlitten, ja felbft zu Fuß hätte er sie in machte es hell und alle die Wehen am blauen Himmel er ganz furzer Zeit, lange bevor die Sonne im Süden stand, er röteten tiefer und tiefer unter der legten dieofofung des Tages. reichen können. Aber er trieb mit dem Strome, das aing nicht Und der Sonnenstrahl schien stärker, er schien auf die Wolken, so schnell, er mußte feine Ungeduld zügeln, feine Ungeduld die plötzlich gebadet in den Strahlen der Sonne, zum Vorschein nach, ja, nach was?- Sachawachial wußter selber nicht, was kamen; doch dann schwand die letzte Glut, alles wurde dunkel, er fun würde, oder was geschehen konnte, wenn er näher an weiß und schwarz, die Nacht sentte sich hernieder. Aber ganz Point Hope tam, aber eine Möglichkeit blieb ihm noch, wenn südlich auf der kleinen Scholle stand Sachawachiat, still, unbe- er bloß erst so weit war. weglich; seine scharfen Augen durchforschten den Horizont, Der Hunger quälte ihn und nahm immer mehr und mehr er hoffte Point Hope zu sehen, und angestrengt starrte er auf feine Gedanken gefangen. Wohl dachte er noch an den das schwindende Tageslicht hinaus. schwarzen Joe und Iglurut und an feine Rache, aber wie er so auf dem Eise saß und feinen Haß schürte, schwanden sie aus feinen Gedanken, wurden von seinem Verlangen nach Essen und Trinken verdrängt. Es war fein Platz für etwas anderes mehr in seinem Hirn, alles andere war gleichgültig, wenn er nur zu effen bekam. es handelt sich um einen gemeinen Mord, bei dem politische Motive lediglich mitspielen." Für den Fall, daß der Gerichtshof bei v. Salomon, Warnecke oder Niedrig nicht überzeugt fet, daß fie in den Mordplan eingeweiht feien, betont der Oberreichsanwalt, daß für diese drei Angeklagten dann eine Verurteilung nach§ 139 in Frage fäme. Die Angeklagten nahmen den Antrag des Obereichsanwalts ohne sichtbare Erregung entgegen; nur die beiden Brüder Techow waren ein wenig blaffer als gewöhnlich und besprachen sich dann eifrig mit ihrem Verteidiger. Dann wurde die Verhandlung auf heute, Donnerstag, 9 Uhr früh, vertagt. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Bollschor Süd- Ost, Ober- und Rieberschöneweibe unb Johannisthal. Die Uebungsstunde findet ausnahmsweise Donnerstag, ben 12. Oktober, 8 Uhr, im Beichen faal der Gemeindeschule in Niederschöneweide, Berliner Str. 31, statt. in der Ober- Realschule, Niederwallstraße 12, Bortrag des Gen. D. Gelling: Berband Boltsgesundheit. Donnerstag, den 12. Oftober, abends 18 Uhr, Die Kvantheit der Welt und ihre Beseitigung". Gäste willkommen. Eintritt allgemeine Funktionärversammlung. Erscheinen aller Mitarbeiter unbedingt erBollsfürsorge. Freitag abend 7 Uhr in der Aula der Schule Gipsstr. 23a, forderlich. frei. Sollte gehandelt werden, mußte es gleich geschehen, obwohl die Möglichkeit, den Seehund zu treffen, sehr gering war. Der Schuß fnallte, während der Seehund sich im Wasser aufrichtete, er war getroffen, sein Kopf war gefprengt, die braunen vertrauensvollen Augen verloren ihren Glanz, er fant zusammen, tot. Sachawachiaf warf sein Gewehr fort und lote Tier faffen tonnte, aber nein, wohl trieb der Seehund auf sprang an den Rand der Cisscholle, um zu sehen, ob er das der Oberfläche des Meeres, doch so weit von Sachawachiaf, daß er ihn unmöglich erreichen konnte. Er sah das rote Blut aus der Wunde im Kopfe des Seehundes hervorsidern und das Wasser rot färben, er erblickte das rote faftige Fleisch, dort, wo die Kugel eingedrungen war, und er fegte sich so nah wie möglich an dem Seehund aufs Eis hin und betrachtete ihn mit sehnsüchtigen, gierigen Augen. Seine hände bewegten sich hin und her, als ob er den Seehund aufschnitte, und all seine Sinne, fein ganzer Körper gierten nach Nahrung, die draußen ganz in seiner Nähe und doch so unerreichbar vorbeitrieb. Wie sehnte er sich nach einem Stück saftigen Fleisches. Das würde seinen Hunger stillen, seinen Durst löschen, und er grüDoch die Landspige war nicht zu sehen, und mit einem belte angestrengt über ein Mittel nach, um den Seehund zu Seufzer wandte er sich ab. An den wechselnden Formen des sich herüberzuziehen. Da durchzuckte ihn plöglich ein Gedanke: Landes fonnte er erkennen, daß er beständig füdwärts trieb; im Nu wurde der Anorat ausgezogen, und er schnitt von seinem aber es ging langsam, so tödlich langsam, besonders, wenn er unteren Ende einige schmale Fellstreifen ab, dadurch bekam er an die zwei dachte, die nun längst eine Freistätte bei einem eine Leine, die zwar etwas steif und unhandlich war, aber der vielen Weißen, die auf Point Hope wohnten, gefunden Instinktmäßig spähte er umher und alitt lautlos auf das wenn man fie im Wasser erweichte, brauchbarer murde; er hatten. Eis nieder. Er pfiff, weiche, lockende Töne, denn draußen band sein Messer an ihrem Ende fest und warf sie nach seiner Diese Nacht schlief er auch, aber unruhig; er fror so, daß auf dem Wasser stand ganz gerade ein Seehund und fah ihn Beute aus. feine Glieder steif wurden, und viele Male im Laufe der Nacht mit großen braunen Augen an; er zudte mit den fleinen Die Leine fiel über den Seehund, aber fonnte feinen mußte er aufstehen und auf der Eisscholle auf und nieder Mafenlöchern und drehte den Kopf von einer Seite auf die Halt an dem blanten, glatten Körper finden, sie glitt ab; stampfen, damit das Blut rascher durch seinen steifgefrorenen andere, um besser zu hören, dann tauchte er unter, langfam immer wieder versuchte er es, doch ohne Erfolg. Körper liefe, und dann hungerte und durftete er. Wohl und vorsichtig und fam furz danach in der Nähe der Eisscholle befeuchtete er seine Zunge mit fleinen Eisflümpchen, die er mieder hoch, wo Sachawachiat mit der Büchse in der Hand Dann probierte er, sein Messer als Wurffpeer zu ge in feiner hohlen Hand etwas anwärmte, bevor er sie in den lag. Er pfiff und frakte auf der Scholle, dieses Kraken war brauchen; er schleuderte es nach dem Seehund, und endlich Mund steckte, aber das war so wenig und rief nur ein unstill- eine Sprache, die der Seehund verftand: ei, ei, ein Kamerab, glückte es: das Messer saß zitternd in dem Rücken des Tieres; bares Verlangen nach Wasser, nach einer riefelnden Quelle der feinen Körper in den warmen Sonnenstrahlen wälzt! Das jebt hieß es nur ziehen, langsam, vorsichtig, dann würde er hervor, an deren Rande man lag und trant, trant, bis man wedte die Luft in dem Seehund, selbst auf die sonnen- bald Nahrung bekommen. nicht mehr vermochte. beschienene Eisscholle zu kommen, er tauchte, tam aber noch Der Seehund fam näher, aber dann entglitt das Messer Als die Sonne sich im Osten erhob, fielen ihre Strahlen näher als vorher wieder hoch, ohne Böses zu ahnen; doch feinem Rücken, fuhr heraus, und als Sachamachiat behutsam auf Sachawachiak, der rastlos auf und ab ging, auf und ab dann geschah es, daß Sachawachiat ihn unversehens durch eine feine Leine einzog, um sein Meffer wieder zu schleudern und ging auf der Eisscholle, langsam, wie ein alter, abgearbeiteter nlößliche Bewegung erschreckte. Der Seehund stuzte, richtete des Tieres habhaft zu werden, sah er zu seinem Schred, daß fich im Wasser auf, um unterzutauchen, tief unterzutauchen, und der Seehund sant. Mann. So schlimm stand es indessen nicht, noch nicht, er ging I niemals mehr wiederzufommen, Fortjebung folgt.) aflor Das Sterben der Straßenbahnen. nische Leitern angreifen. Dadurch gelang es, das Feuer einzudämmen und nach längerer Löschtätigkeit auf den Dachstuhl, der vollständig erneuert werden muß, zu beschränken. Der Schaden ist ganz bedeutend, denn den Mietern sind wertvolle Gegenstände, Hausrat und Brennmaterialien verbrannt. Die Jerfahrten einer Goldkiste. Der Welt- Polizei- Kongres in New York. In Anwesenheit von 75 höheren Polizeibeamten zahlreicher Eine Berliner Korrespondens verbreitet die folgenden Aus. Städte des Landes sowie Vertretern Frankreichs! Englands, Belführungen des Berliner Verkehrsstadtrates Dr. Adler, die im giens und der nordischen Staaten, hat der Welt- Polizei- Kongreß Sinblick auf die schlechte wirtschaftliche Lage, in der sich auch die dieser Tage im Waldorff- Astoria- Hotel zu New York seine Tagungen Berliner Straßenbahn befindet, erhöhtes Interesse beanspruchen. begonen. Der New Yorker Polizeioberkommissar bedauerte in seiner Seit ihrem Bestehen haben die deutschen Straßenbahnen in Eröffnungsansprache das Fernbleiben der eingeladenen wirtschaftlicher Beziehung feine so schmere Beit mitgemacht wie deutschen Vertreter. Nach einer Festlichkeit, bei der die jetzt. Die Entwertung der Mart, die mit elementarer Gewalt Ende Vor einigen Monaten fand vor der Straffammer des Land- Handelskammer die Gastgeberin war, besichtigten sämtliche KongreßJuni einfegte, hat eine außerordentliche Steigerung der Breise der gerichts I eine Verhandlung gegen mehrere bekannte Berliner teilnehmer das Kriminalmuseum der Polizeidirektion. Besonderes Materialien und der Löhne gebracht. Der Dollar, der Mitte Juni Juweliere statt, die der Hehlerei an einer dem amerikanischen Interesse erregten hier die raffiniertesten Einbruchswerkzeuge, die in noch etwa 300 m. wert war, ist bis über 2000 m. angestiegen. Multimillionär Charles Schwab gestohlenen goldenen Zigarren harmlosen Geigen- und Mandolinenfästen untergebracht sind; ferner Die vom Ausland bezogenen Baustoffe, wie Kupfer, Gummi, tiste beschuldigt waren. Diese Kiste, die aus Feingold besteht, und auch eine Geldschranknachahmung aus schwarzem Deltuch, die mit folgen dieser Preissteigerung auf dem Fuße, während Inlands heute einen geradezu märchenhaften Wert repräsentiert, war ein einem Geldschrankschloß versehen ist, und von den Verbrechern an produkte etwas langsamer nachkommen. Immerhin ist im Durch Gefchent der Stadt Baltimore an den Stahltönig Schwab. Durch Stelle des eigentlichen Geldschrantes aufgestellt wird, während dieser schnitt eine Teuerung der für die Instandhaltung der Straßen- eine mit Sauerstoffgebläse, Thermit und allen sonstigen Errungen weggeschoben und erbrochen wird. Das Ergebnis der Arbeit des bahnen in Frage kommenden Baustoffe vom etwa 400 bis fchaften der modernen Technik arbeitende amerikanische Ber- Welt- Polizei- Kongresses liegt noch nicht vor. 450fachen des Friedenswertes eingetreten. Der mittlere brecherbande war diese wertvolle Riste entwendet worden. Nachdem Teuerungsinder bei den Straßenbahnen beträgt jegt über fie ihren Weg durch die dunkelsten Verbrecherhöhlen New Yorks Ein schweres Zugunglüd ereignete sich gestern auf dem Bahndas 250fache des Friedensvertes. Die Tarife sind weit hinter Oftende genommen hatte, gelangte sie in die Hände englischer hof in Alzey. Dort entgleiste ein Wagen eines Personene diesem Entwertungsfaktor zurückgeblieben. Sie schwanten im Matrosen, die sie auf dem Umwege über Southampton nach auges der Strede Alzey- Worms. Der Wagen wurde zertrümmert, Augenblick noch zwischen dem 100- und 150fachen des früheren Deutschland einschmuggelten, wo sie in gewiffen Schiebercafés brei Personen getötet, eine Frau und zwei Kinder schwer, Breises. So hat auch z. B. Berlin, das vor dem Kriege den eines Tages auftauchte. Die feinerfeit angeklagten Fehler hatten sechs Berfonen leicht verletzt. Ueber die Ursache des Unglücks steht 10- Pf.- Tarif hatte, heute erst den 10- M.- Tarif. Unter diesen Um- durch Rechtsanwalt Dr. Waldeck unter Beweis stellen lassen, daß noch nichts fest. ständen ist es den Straßenbahnverwaltungen faum möglich, ihren fie jenes Wertstück gutgläubig erworben hatten. Sie wurden demzuVerpflichtungen nachzukommen. Weitgehende Einschränkungen und folge auch freigesprochen. Nachträglich wandte sich der Besizer der Einstellungen von Straßenbahnbetrieben sind die natürliche Folge. goldenen Kiste an Rechtsanwalt Dr. Waldeck, um eine Herausgabe Bisher haben von den wichtigeren Betrieben folgende aufgehört zu der beschlagnahmten Kiste zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft nahm Achtung, Kaffierer! Um Fahrgelder zu sparen, werden die fahren: Osnabrück, Münster i. W., Würzburg, Schweinfurt, Zittau, aber den Standpunkt ein, daß erst festgestellt werden müsse, ob die Altona, Friedberg i. S., Landsberg a. d. M., Bernburg u. a. Rifte durch einen 3ollschmuggel nach Deutschland gelangt neuen Beitragsmarken, die bis Mittwoch, 11. Oftober, abends 7 Uhr fei und verweigerte die Herausgabe an den Befizer. nicht abgeholt find, am Donnerstag durch die Post zugestellt. Mar Pagels. Erst jetzt ist das Wertobjekt durch Vermittlung einer hiesigen Großbant, die einen besonderen Kurier mit dem Transport 3. Kreis Webbing. Freitag, den 13. Oftober, 7 Uhr, Sigung des engeren beauftragte, wieder nach Amerika zurückgebracht worden und dort 6. Streis Kreuzberg. Freitag, den 13. Oktober, 7 Uhr, Sigung der Zeitungsin die Hände ihres Besizers gelangt. Außerordentlich nachteilig hat sich auch die scharfe Rontur renz der Reichsbahnen erwiesen, die mit ihren Tarifen in der letzten Zeit noch viel langsamer als die Straßenbahnen der Entwertung gefolgt find, und dadurch manche Borort- Straßenbahn zum Unterliegen gebracht haben. In Berlin und Hamburg zeigt sich eine stärkere Abwanderung von der Straßenbahn zu den vom Reiche mit Milliardenzuschüssen betriebenen Stadt, Ring- und Borortbahnen. Das Verhältnis der Anzahl Fahrgäste auf der Stadtbahn zu der Fahrgästezahl der Straßenbahn in Berlin war als erste Bildungsstätte dienen soll, ist den Freunden der früheren Die Grundschule, die den Kindern aller Bevölkerungsschichten im Jahre 1920 41,6: 58,4 und jetzt bloß 57:43. Auch die Rohlensteuer, die den Elektrizitätswerten durch das Reich Sonder- und Standesschulen unbequem und verhaßt. Nur langsam auferlegt wurde, zwingt die Straßenbahnverwaltungen, zu über. pollzieht sich der vorgeschriebene Abbau der Borschulen- und mäßig teuren Breifen ihren Strom zu beziehen. Noch in diesem Monat findet in Berlin eine außerordentliche Sigung des Vereins Deutscher Straßenbahn- und Kleinbahnverwaltungen statt, die sich mit der fatastrophalen Notlage her Straßenbahnen befassen und mit Unterstützung der Behörden Mittel überlegen soll, um ein weiteres Erliegen dieser für die Bolkswirtfchaft so wichtigen Verkehrsunternehmen zu vermeiden. Möge es ihren Bemühungen gelingen, noch in letzter Minute die Städte und die Bevölkerung vor schwerwiegenden Nachteilen zu bewahren. Troh Grundschulgeset! 17. 20. Groß- Berliner Parteinachrichten. Kreisvorstandes bei Schade, Rösliner Str. 9. fommission in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3. Jede Abteilung hat mehrere Bertreter zu entsenden. Freitag, den 13. d. M., 7% Uhr Sigung des Borstandes der Freien Schulgemeinde mit den Obleuten allen Echulen bei Blum, Blanufer 75/6. Jeder Obmann muß vertreten fein, da wichtiges Material abzuholen ist. 14. Rreis. Neukölln. Freitag, ben 13. Dtober, abends 7% Uhr in ber Schakala bes Realgymnasiums, Kaiser- Friedrich- Straße 210, öffent liche Frauenversammlung. Vortrag: Unsere Rot und ihre Ursachen". Kronprinzenstraße, Kreisvorstandsfihung mit den Stadt und Land der früheren USP. Kreis, Sichtenberg. Freitag, abends 7 Uhr, bei Seipke, Scharnweber. Ede Distriktsvorsitzenden Rreis Reinickendorf. Freitag, den 13. 6. M., 7 Uhr, in der 1. Gemeinde schule, Lindauer Straße in Reinickendorf- Oft, erfte Gigung des Kreisporstandes und der Abteilungsleitungen mit der frilheren USPD. Jede Abteilung muß vertreten fein. weißensee. Elternbeiräte sämtlicher Schulen bes 18. Berwaltungsbezirks: Freitag, den 13. d. M., 7% Uhr, im Gesangsfaal des Realgymnasiums, gemeinsame Sigung mit Bortrag der Lehrerin Riedger. Erscheinen sämt licher Elternbeiräte und Ersahleute unbedingt nötig. Ref. Fran Bohm- Schuch, M. d. R. üppiger als je gedeihen die sogenannten Familienfchulen, den find. Gegen die Gefahr, daß auf diese Weise das Grund. die leider durch das Grundschulgeseß nicht ganz ausgeschlossen worfulgefeg umgangen und durchbrochen wird, richtet ich eine im Reichstag von unseren Genossen Dr. Löwenstein, Hellmann, Frau Schuch, Frau Pfülf, Kunert und Crispien gestellte leine Anfrage. Mit Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde bestehen, so führt die Begründung aus, allein in Berlin 60 Familienschulen. Sie unterrichten auch viele grundschulpflichtige Kinder, obwohl von der Grundschulpflicht nur in ganz Der Magistrat hat die Stadtverordnetenversammlung ersucht zu besonderen Fällen befreit werden kann. Außerdem gibt es eine befchließen: 1. Der Preis für eine Einzelfahrt auf der Straßen große Menge von nichtoffiziellen Familienschulen. Auch die pri bahn wird auf 20 mart erhöht. 2. Der Preis für eine Einzel- paten höheren Schulen, die nur in Ausnahmefällen den fahrt beträgt für Kinder, Lehrlinge, Schüler und Kriegsbeschädigte Abbau der Borschultlassen bis 1929 hinausschieben tönnen, 10 M. 3. Die Preise der Umsteigefahrscheine werden wie haben in der Regel noch nicht mit bem Abbau be= folgt festgesetzt: a) auf den Straßenbahnen auch im Wechselverkehr gonnen. Vielfach haben sie durch Bermehrung von Klassen oder mit der Hochbahn, der Omnibuslinie Mariendorf- Lichtenrade bei durch ungebührliche Erhöhung der Klassenfrequenzen den Eltern dreistündiger Gültigkeitsdauer 30 m., b) im Binnenverfehr der Bor. die Möglichkeit gegeben, ihre Kinder der Grundschulpflicht zu entortbahnen( vormals Spandauer, Köpenicker und Teltower Kreis ziehen. Als die Stadt Berlin die Unterstüßung der Privatlygeen bahnen mit Grunewaldbahn) 20 Mart.. 4. Monatsfarten und Privat- Mädchenmittelschulen von dem Abbau der Vorschulen a) Stammbahnen: eine Linie 1250 M., zwei Linien 1660 m., brei abhängig machen wollte, setzte die preußische Regierung dieser BeLinien 2000 m., alle Linien 3300 m., b) Borortbahnen: eine Linie dingung unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen. Kurz vor den 300 m., alle Linien einer Borortbahn 1000 m. 5. Schüler. Einschulungsterminen erscheinen in Beitungen Angebote zur Auffarten 380. 6. Arbeitermochentarten: a) Stamm- nahme in private Borschulen in einem solchen Umfange, daß von bahnen: sechs Wochenfahrten 110 M., zwölf Wochenfahrten 210 m., einer ernsten Gefährdung der Durchführung des Die 150 m. Heute, Donnerstag, den 12. Oftober: 94. st. Reufölla. 7% Uhr gemeinschaftliche Funktionärsizung bei Taubel, Jungsosialisten: Gruppe Friedrichshain. 7% Uhr, Gemeindeschule Straßmann Beisestr. 23. Erscheinen ist Pflicht. ftraße 6/7. Vortrag: Einführung in Rathenaus Leben und feine Werte". Referent: Gen. Friedländer. Gruppe Treptow. 7% Uhr im Jugendheim, Elsenstr. 3. Ref.: Dr. Otto Friedländer über: Romantische Ge fellschaftslehre". Die Genoffen, welche am Sonnabend und Sonntag an der Spreewaldfahrt teilnehmen wollen, sollen ebenfalls Donnerstag abend erscheinen. Abfahrt Sonnabend 2,35 Uhr ab Görliger Bahnhof nach Lübbenau. Gruppe Reukölln. 7% Uhr im Jugendheim, Nogatstr. 53. Bortrag des Gen. Lamm über: Arbeitsrecht". Gruppe TempelhofMariendorf. 7% Uhr, Lokal Loggow, Tempelhof, Raiser- Wilhelm- Str. 21, Ede Friedrich- Franz- Straße, Bortragsabend. Gruppe Güden. 7½ Uhr Juristische Sprechstunde, Lindenstr. 3, Dr. Hermberg über: Wirtschafts geographie". Morgen, Freitag, den 13. Oftober: 48 Wochenfahrten 840 m., b) Borortbahnen: 12 Wochenfahrten fügungen des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Bolts. 8. st.( 4. Diftritt). Gemeinsame Funktionärigung 7% Uhr bei Biemers, Meisterdiebe im Westen. Billowstr. 58. bildung und die geschilderten Zustände legen die Befürchtung 11. abt. 7 Uhr beim Genossen Ranser, Gozkowskyftr. 34, Sigung der gemein nahe, daß das Grundschulgefeß nicht mit genügender Sorgfalt und famen Abteilungsleitungen der VSPD. Energie durchgefürht wird. Die Anfrage wünscht Auskunft dar- 20. über, ob der Reichsregierung diese Zustände bekannt sind und was 21. sie zu tun gedenkt, um die Bandesregierungen aur In dem Pflichtgemäßen Durchführung des Grundschulgefeges zu veranlassen. Die verschwundene Bureaueinrichtung. Mit einer Frechheit, die selbst in Berlin nicht ganz gewöhnlich ift, ging eine Diebesbande am Kurfürstendamm vor. Hause 260 hat der Direktor Gies von einer Wohnung im Erdgeschoß Bureauräume abgemietet. Während der Direktor in seiner Wohnung in der Bismarckstraße frant lag, flingelte es bei der Wohnungsinhaberin am Kurfürstendamm vormittags an. Der Anrufer gab sich für den Inhaber eines Transportgeschäftes aus und fragte die Frau, ob der Herr Direktor wegen der Abholung seiner Bureaueinrichtung schon mit ihr gesprochen habe. Die Frau erwiderte, daß sie von nichts wisse, und der Anfrager meinte darauf, das habe auch nichts auf sich, es sei alles besprochen und geregelt. Bald darauf fuhren drei Ziehleute mit einem zweifpännigen offenen Blattenwagen vor, berichteten der Hausfrau, fie fämen von der Transportfirma, die bereits mit ihr gesprochen habe, um die Einrichtung des Direttors abzuholen. Der Direktor selbst sei noch auf der Börse, werde aber bald wohl anrufen. Gleich darauf machten sich, zwischen 11 und 12 Uhr mittags, die Zieh Teute über die Bureauräume her und räumten alles aus was darin stand, Tische, Stühle, Klubfeffel, Schreibtische usw., auch die Schriftstücke, sogar die Briefbogen und Kuverts der Firma luden fie auf und nahmen sie mit. Als der Direktor, von seiner Krankheit genesen, am nächsten Tage feine Arbeit wieder aufnehmen wollte, fand er das Bureau leer. Auch seine ganze Korrespondenz war verschwunden. In den Behältnissen befanden sich u. a. auch Ships für Spielklubs im Werte von 1% Millionen Mart. Die Wohnungsinhaberin hatte zwar vergeblich einen Anruf ihres Mieters erwartet, aber doch geglaubt, daß alles in Ordnung sei. Die dreisten Stehleute sind noch nicht ermittelt. Auch von dem Berbleib der Sachen ist noch teine Spur gefunden. Nachrichten über ihr Auftauchen nimmt die Kriminalpolizei im Zimmer 75 des Bolizeipräsidiums, Sausanruf 510, entgegen. Für die Aufklärung und die Wiederbeschaffung ist eine hohe Belohnung ausgefeßt Der Plattenwagen soll den Namen Otto getragen haben. Großfener in Charlottenburg. Die Charlottenburger Feuerwehr hatte am Mittwoch abend einen großen Brand in der Marchstraße 24 an der Ede ber Gueridestraße zu löschen. Dort stand in der sechsten Abendstunde der Dachstuhl in ganzer Ausdehnung in Flammen. Als die Charlottenburger Wehr an der Brandstelle anlam, schlugen die hellen Flammen schon an mehreren Stellen so mächtig empor, baß man sie am Sinie" fehen konnte. Branddirektor Bahrdt ließ fofort von allen Seiten mit mehreren Schlauchleitungen von Motorspritzen über die bereits verqualmten Treppen und dann über mechaBesles Selten pulver Dixin erleichtert Wes Ohne Chlor 22. Abt. und 2. Abt. der fr. USPD. 7½ Uhr bei Fritsch, Drontheimer Str. 4 Gigung sämtlicher Funktionäre. 6t. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Sauer, Hennigsdorfer Str. 35, gemein fam mit der Brüsseler Str. 43. t. 7 hr Sigung fämtlicher Parteifunktionäre der BSPD. bet Rabzay, 33. Abt. Unsere Funktionärin Genoffin Aurich, Lasterstr. 4, ift plöglich verstorben. Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 3 Uhr, in Baumfchulenweg, Kiefholzstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht der Borstand. 44. Abt. 7 Uhr beim Gen. Ewald, Staliger Str. 126, Gigung aller Funktionäre ber GPD. und fr. USPD. bt. Wannsee. 8 Uhr gemeinsame Mitgliederversammlung mit der fr. USPD. im Reichsadler, Rönigstr. 26. Thema: Die Parteitage". Refe rent: Genosse Robert Breuer, 75. Mihgfüdfer Raubüberfall. Gestern abend gegen 7%, Uhr wurde der Gastwirt Julius 2öbel im Stadtpark in Spandau, etwa 150 Meter von seinem Zotal entfernt, von zwei ihm unbekannten Männern überfallen. Einer der Burschen packte ihn von hinten, hielt ihm die Augen zu und würgte ihn am Halse. Zu 115. Abt. Lichtenberg. 7% Uhr Gitung der Funktionäre der 115. b. mb ber einer Beraubung fam es jedoch nicht, weil in diesem Augenblick eine Frau des Weges fam, die laut um Hilfe rief. Die beiden Straßenräuber aogen es nun vor, so schnell wie möglich zu verschwinden. 2. ist mit ratwunden und Würgemalen babongekommen. Die fr. USPD. 2. Biertel bei Seilfe, Kronprinzenstr. 48, Ede Scharnweberftvaße. Tagesordnung: 1. Einteilung der Gruppen. 2. Besetzung der Abteilungsleitung. Jungsozialisten! Kreis Schöneberg. 7% Uhr bef Groß, Gedanfte, 17, Bor trag des Gen. Stolle: Die Bewegung der Rinderfreunde". * 82, 83 und 84. Abt. Die Bortragsreihe des Gen. Sepère über Außenpolitik beginnt am Freitag, den 20... 7 Uhr, in Steglig im Gymnasium, Anmel ( Nähe Wannseebahnhof). Seesestraße, Eingang Güdendstraße. bungen von Zeilnehmern werden noch entgegengenommen. Einsendung ber Anmeldelisten an den Genossen Bremer, Steglis, Aniephofstr. 9. Frauenveranstaltungen: Kreis Neutonn. 7 Uhr in der Schulaula Kaiser- Friedrich- Str. 210, Themat Die politische Lage und die Teuerung". Referentin: Fran Klara Bohm Schuch, M. b. R. Frühere USPD. Breffetommiffion der Freiheit". Wichtige Sigung Freitag, den Oftober, abends 7 Uhr, Gewerkschaftshaus, Saal 2. Bezirksbildungsausschuh Groß- Berlin. Heute nachmittag 5%, Uhr Sibung des fleinen Bildungsausschusses im Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. of 2 Tr., Bimmer 8. Anwesenbelt aller ist unbedingt erforderlich, Für sämtliche Borstellungen im Monat Dftober wird ein Zuschlag von 10 M. bro Karte erhoben. Für 14. bie zweite Serie Feftkonzerte werden noch Abonnenten aufgenommen. Meldungen bei den Bezirksbildungsausschußmitgliedern der Abteilungen und im Bureau des Bezirksbildungsausschusses. Die Konzerte finden an folgenden Engen ftatt: 1. Sonntag, den 5. November 1922, nachmittags 3, Uhr in der Alten Garnisonfirche, Beethoven, Lifzt; 2. Mittwoch( Buktag), den 22. November 1922, nachmittags 3, Uhr im Stonzertsaal Friedrichshain, 13. Stammermufit; 3. Montag, den 25. Dezember 1922( 1. Weihnachtsfeiertag), in der Alten Garnisonkirche, Weihnachtliche Mufit; 4. Sonntag, den 7. Januar 1928, nad mittags 3. Ubr in der Philharmonie, Russische Mufit: Sonntag, den 1. April 1923( 1. Osterfeiertag), nachmittags 3%, Uhr in der Philharmonie, Seitere Musik aus dem alten Desterreich. Porträts von Liebknecht und Scheidemann in fünstlerischer Ausführung bro Stud 30 M. im Bureau des Bezirksbildungsausschusses und bei den Bildungsausschußmitgliedern 5. Berwaltungsbezir! Elternbeiräte. 7 Uhr Sigung der Obleute aller Schulen der Abteilungen. Die Sozialistische Bildungsschule" beginnt ihre Arbeiten für das Semester Oftober/ Dezember am Dienstag, den 17. d. Mts. Lehrpläne find zu haben im Bureau und bei den Bildungs- 20. ausschußmitgliedern der Abteilungen. Volkshochschule Groß- Berlin, Arbeitsstätte Bankow. Cine Eröffnungsfeier veranstaltet das Bollsbildungsamt des Bezirks Bankow am Freitag, den 13. Oftober d. 3., abends 7%, Uhr, in der Aula des Lyzeums Bankow, Görichstr. 42/44. Der Männerchor iederfreunde or hen Mitglied des Arbeiterfängerbundes, sowie das Drefter der Reformschule für Mujit, Bantow, werden an der Feier mitwirken. Der jugendliche Biolinenkünstler Sans Boll wird Zigeuner weisen" von Sarafate und Hefre Kati" von Jeno Qubeh zum Vortrag bringen. Herr Friedrich Röder ist als Rezitator genannt; Dr. Falten feld wird leber die logische Schulung des Geistes" und Dr. Geiger über„ Die Kulturaufgabe der Boltshochschule" sprechen. Zum Eintritt bes rechtigen Programme, die zum Breise von 8 M.( zur Deckung der Unkosten) im Volksbildungsamt Bantow, Neue Schönholzer Straße 35 I und in der Buchhandlung„ Norden", Pantow, Breite Straße 23, zu haben sind. Dixin Henkel Hankel's Seitenpulver Dixin wirkt desintisierend. 250 ist sparsom, argiabig u, bequem! 2508 Aus bastem Rohstorten Heute, Donnerstag, den 12. Oftober: Berwaltungsbezirk 11., 12, 13.,. 14. Difirit. Gemeinsame Borstände Bonferens bet Klug, Danziger Str. 71, abends 7 Uhr. Morgen, Freitag, den 13. Oftober: bet Wittschuß, Petersburger Str. 5. Jebe Schule muß vertreten sein. Materialausgabe. Berwaltungsbezirk( Reinickendorf, Tegel, Hermsdorf, Wittenau). 7 Uhr im Zeichenfal der 1. Gemeindeschule, Reinickendorf- Oft, Lindauer Straße, gemeinsame Borstandssitung mit den Genossen der früheren SPD. Außer ben engeren Vorstandsmitgliedern nehmen von jeder USP.- Abteilung brei Genossen an der Konferenz teil. 7 Uhr Borstandsfitung bei Geipfe, Diftritt Lichtenberg Statt und Land. Scharnweber. Ede Kronprinzenstraße. Erscheinen aller Diftriktsvorstände unbedingt erforderlich. Gettion Bost and Telegraphie. Funktionärversammlung, 8% Uhr, bei Boweleit, Joftyftr. 7. Sämtliches Abrechnungsmaterial ist mitzubringen. Sonntag, den 15. Oktober: Diftritte Königswusterhausen- Beeskow- Storlow. Ronferenz, vorm. 10 Uhr, in Königswusterhausen, Lokal Giegeskrans, Stortower Straße. Tagesord nung: 1. Bericht von den Parteitagen. Referent: La Grange, Nowawes. Arbeitsgemeinschaft Oranienburg. In Sachsenhausen am Bahnhof, im Bobal 2. Organisationsfragen. 3. Einigung. Rohmig, nachmittags 4 Uhr, Ronferenz der Arbeitsgemeinschaft Oranienburg. Bericht von Gera und Nürnberg. das dankbare Seifenpulver Ist sparsam im Gebrauch und billig. ALLEINIGE HERSTELLER, HENKEL& Cis., DUSSELDORF Theater, Lichtspiele usw. Opernhaus 72 Unr: Volksbühne 7 Uhr: Oberon Weber die Krajft Schauspielhaus 72 Uhr: ( II. Teil) Central- Theater Deutsch. Theat. 71/2: Die Kleinbürger mit Hermann Vallentin a. G. 1651-1750 Deutsch Opernhaus 7. Abonnem.- Vorst 72 U.: Schwätzerin 8 U.: Simson oder von Saragossa Scham u. Eifersucht Freit. 7 U. z. 1. Male Der Bund der Cavalleria rusticana Große Volksoper im Theat.d. Westens 72 Uhr Samson Kammerspiele 8: und Dalila Jugend Intimes Theater 8 Uhr: Gastspiele d. Russ. Theaters ,, Kikimora" Peer Gynt Lessing- Th. Die Peitsche und? Residenz- Th. Heute geschlossen Frtg. 7 U. z. 1. Male: Vater u. Sohn Lauf doch nicht Ftg. 8: Gastspiele immer nackt herum Lustspielhaus Uhr: Schule der Kokotten Der große Erfolg Sonnab.bis Mtg. 7 m. Leop. Konstantin Täglich 8 Uhr Lady Vater und Sohn St, 31: Werwolf Metropol- Theater d. Russ. Theaters ,, Kikimora" Gr.Schauspielh. ( Karlstraße) Der Widerspenstigen Zähmung Windermeres Deut. Künstler- Th. New York- Berlin Kloeffer, Bergner, Fächer Allabendl. 72 Uhr: U. Arnstädt, Sandrock Käthe Dorsch in: Stg. 3 U. Bajadere Ftg. 7: D. WiderToelle. Falkenstein Neues Operett.- Th. spenstigen Zähmung Madame Sans- Gêne Die schwarze Kloefer, Bergner, Trianon- Th. Täglich 8/48 Uhr: Erika Glässner in Bissi die Kokotte Rose Graetz Neues Th. am Zoo Sonntag, d. 15. Okt., Dorine 7 Uhr: 21 Uhr: Danton und der Zufall Operette v. Gilbert Neues Volkstheater Theater 1. d. 7U. Die 1. Geige Königgrätz. Str. Renaissance- Th. 8. Wund. Geschicht. Albers, Klubertanzss.- Rom. Theater Hardenbergstr. 6d Kapelim. Kreisler Kleines Th. Fridridistr. 218( Apollo- In.) Mittw. 18. Okt. 7 Uhr Fr.: Jüdin v. Teledo Uraufführung Miß Sara Sampson Sbd.: Jüdin v. Toledo Höflich, Kanitz, Lees Täg ich 8 Uhr: am 14. Oktober 1922 Agnes Jordan abends 71, Uhr: Schiller- Th. Charl. Maienkönirin. Les v. Georg Hirschfeld Millions d'Arlequin. 8 Uhr: Pygmalion Irene Triesch Gudals Fes gelage. Eugen Burg, Olga Bojarenhochzeit Limburg, los Klein, Schneider- Nissen Theater des Ostens ( Rose- Theater) Komödienhans Circus Allabendl. 73% Uhr Komische Oper Busch ( 72) Dir.: James Klein Die große internationale Revue in 25 Bildern: Europa spricht davon!! ( 712) Uebertrifft Paris und London an Pracht und Ausstattung und ist das Fabelhafteste, was auf einer Bühne gezeigt worden ist 6 Prachi- Ballefie!! 200 Mitwirkende!! Mister Jackson v. Alhambra Theater in London mit seinen englischen Girls Hauptdarsteller: Margit Suchy, Rosa Felsegg, Baizer- Lichtenstein, Max Landa, Albert Kutzner, Bruno Kastner, Arnold Rieck, Mizi Metelka, Else Reval, Walters, Spira, Bartels usw. Vorverkauf ununterbrochen. Der BlaueVogel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Das neue an allen Theaterkassen und an der Kasse rite Programm. Vorverkau Thalia- Theater Henne i. 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Oftober, abends 6 Uhr, bei Döhling, Brunnenste. 79: Versammlung aller in der Fachgruppe ber Auto- Kaol Wickeleien Beschäftigten. Metall- Oel- Politur Tagesordnung: 1. Bericht von den Lohnverhandlungen. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kolleginnen und Kollegen ist Pflicht.-Mitgliedsbud 100 sparsamer als Putzwasser Chem Werke Lubszynski& CoA- G- Bln Lichtenbg legitimiert. 127/14 Die Ortsverwaltung. Ohne alle Kosten Die Abtreibung für den Gold& Erfinder Silber Platin Brillanten nur gegen Gewinnanteil werden auf gute Erfindungen Patente erwirkt und verwertet durch der Leibesfrucht von Universitäts- Professoren A. Grotjahn und G. Radbruch Wichtig für Eheleute, Aerzte und Hebammen Preis 8,- Mk. !!! Buchhandlung Vorwärts Blauer Laden J. 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