Ne: 483 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 235 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250,-., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Defterreich und Luremburg 346,- m, für das übrige Ausland 515,- M. Poftbeſtellungen nehmen an Belgien, Dänemark Eng. land, Estland, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defter reich, Schweden, Schweiz, Tschecho slowakei und Ungarn. Der Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonne tags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 50,- M. Reflamezeile 230, 39 Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 12, W.( zuläffig zwei fettge= bruckte Worte), jedes weitere Wort 10, M. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 7,- M., jedes weitere Wort 5,- Wt. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwel Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 15,- M. Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 4, Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden. straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: ub 2506-2507 Donhoff 292-295 Donnerstag, den 12. Oktober 1922 Notverordnung gegen Spekulanten. Die Berordnung gegen die Spefulation in ausländischen Die Nichtigkeit kann nicht zum Nachteil von Personen geltend Zahlungsmitteln vom 12. Oftober 1922 hat folgenden gemacht werden, die den die Nichtigkeit begründenden Sachverhah Wortlaut: beim Abschluß des Geschäftes nicht kannten. Auf Grund des Artikels 48 der Verfassung des Deutschen Reiches wird zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für das Reichsgebiet folgendes verordnet: § 1. Die Zahlung in ausländischen Zahlungsmitteln darf bei Inlandsgeschäften im Sinne des§ 1 Abs. 3 des Gesetzes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. Februar 1922( RGBI. S. 195) nicht gefordert, angeboten, ausbedungen, geleistet oder angenommen werden. Im Kleinhandelsverkauf ist auch die Preisstellung in inländischen Zahlungsmitteln auf der Grundlage einer ausländischen Währung verboten. Entsprechende Vorschriften für sonstige Inlandsgeschäfte bleiben vorbehalten. und Wechsel. Bahlungsmittel im Sinne dieser Berordnung sind Geldforten, Papiergeld, Banknoten u. dgl., Auszahlungen, Anweisungen, Sched's § 2. Der Erwerb ausländischer Zahlungsmittel ist nur nach vorheriger Genehmigung der Prüfungsstelle zulässig, in deren Bezirk der Auftraggeber seine gewerbliche Niederlassung, mangels solcher seinen Wohnsiz, mangels beider seinen Aufenthalt hat. Der Genehmigung bedarf es nicht, wenn der Auftrag von der Reichs88. Mit Gefängnis bis zu 3 Jahren und mit Geldstrafe in Höhe des Ein- bis Zehnfachen des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel oder mit einer dieser Strafen wird bestraft: 1. Wer vorfählich den Vorschriften des§ 1 des Gefehes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. Februar 1922 oder den Borschriften des§ 1 dieser Verordnung zuwiderhandelt; 2. Wer vorsätzlich den Vorschriften des§ 2 oder einer gemäß § 5 Abs. 2 bekanntgemachten Anordnung zuwider ausländische Zahlungsmittel ohne die vorherige Genehmigung der zuständigen Reichsbankanstalt erwirbt. In gleicher Weise werden Inhaber von BankgeschäfVorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haupregpedition n. Inseraten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Die italienische Spaltung. O. L. Rom, Mitte Oktober 1922. Die seit Jahren befürchtete Spaltung der Partei, die man mit den verschiedensten Mitteln zu verhüten versucht hat, ist nun also eingetreten: feinem unerwartet, feinem überraschend, aber allen schmerzlich. Die Stimmenzahl, die den Ausschlag gegeben hat zwischen Sieg und Niederlage, ist gering: 32 000 gegen 29 000 Stimmen; nichtsdestoweniger war und ist das Kreisen der Partei verbreitet, so daß man sich sagen muß, die Gefühl der Unvermeidlichkeit der Spaltung in allen immerhin materiell mögliche Verschiebung von 1500 Stimmen hätte uns die Einheit nicht gebracht, auch wenn sie die Spaltung dung gekommen, dem gegenüber man es als eine Erlösung verhütet hätte. Es war zu einem Zustand innerer Entfremempfindet, auseinanderzugehen, etwa, wie man am Leidenslager eines hoffnungslos Kranken den Tod als Befreiung begrüßt. Es ist heute noch zu früh, um eine Heerschau zu halten ten, deren gefehliche Vertreter, Bevollmächtigte und Angestellte über das, was der einen und der anderen Geite an Kräften bestraft, wenn sie vorfäßlich den Vorschriften des§ 2 oder einer ge- bleibt. Sit es doch vorderhand noch nicht einmal deutlich zu mäß§ 5 Abs. 1 bekanntgemachten Anordnung zuwider ausländische erkennen, an weicher Stelle die Spaltung eintritt. Denn der Zahlungsmittel ohne die vorherige Genehmigung der zuständigen Parteitag hat in dieser Beziehung deshalb keine KlarReichsbankanstalt abgeben. In den Fällen des Abfah 1 und 2 tann in leichteren Fällen eine beit geschaffen, weil die entscheidende und einzige Abstimmung des Kongresses nicht zwischen den Resolutionen der vergeringere als die zulässige Mindeststrafe erkannt werden. Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Geldstrafe bis zum schiedenen Richtungen stattfand, nicht zwischen Reformisten, Wer die Tat fahrlässig begeht, wird mit Geldstrafe bis zum den beiden Zentren und der Linken( Marimalisten und Ander Linken( Marimalisten und Antbant oder von Banten oder Banfiers im Sinne des§ 1 Abs. 1 Fünffachen des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel bestta hänger der dritten Internationale), sondern zwischen einer Bei vorsätzlicher Zuwiderhandlung sind die ausländischen . des Gesetzes über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. Februar 1922 oder von einer Person oder Personenvereini-- Zahlungsmittel, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, zugunsten Motion für die Parteieinheit auf der einen Seite, der Marigung erteilt ist, die im Handels. oder Genossenschafts. des Reiches einzuziehen, fofern fie einem Täter oder Teilnehmer malisten- Ausschlußresolution auf der anderen. Durch diesen register eingetragen ist und der die zuständige Handelskammer gehören. Erweift fich die Einziehung als nicht ausführbar, so tann Abstimmungsmodus, der zu bedauern ist, wurden zahlreiche eine Bescheinigung darüber erteilt hat, daß ihr Gewerbetrieb Ge- das Gericht( Strafprozeßordnung§ 494) nachträglich durch Beschluß Delegierte in einen Gewissenskonflikt versetzt, da sie von einer fchäfte regelmäßig mit sich bringt, zu deren Abwicklung Zahlungen die Einziehung des Wertes anordnen. Der Feststellung des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel nach dem Auslande notwendig sind. § 3. Die in§ 1 des Gesetzes über den Verkehr mit ausländischen ist der Kurswert der Berliner Börse im Zeitpunkt der verbotenen Bahlungsmitteln vom 2. Februar 1922 bezeichneten Banten und Handlung zugrunde zu legen. Bantiers dürfen Verkaufsgeschäfte über ausländische Zahlungsmittel nur abschließen, wenn sie sich über die person des Antragstellers vergewiffert haben. Ist die Person des Antragstellers nicht bekannt, so haben sich die Banten und Bantiers die Gewißheit durch Einsichtnahme in einen mit Lichtbild verfehenen behördlichen Personalausweis zu verschaffeen. § 9. Inhaber von Bantgeschäften, deren gefehliche Bertreter, Bevollmächtigte und Angestellte werden mit Geldstrafe bis zu Einhunderttausend Mark bestraft, wenn fie vorfählich oder fahrläffig den Vorschriften des§ 3 Abfah 1 dieser Verordnung zuwiderhandeln, oder die in§ 3 Abfah 3 aufgeführten Belege nicht oder unvollständig einreichen. Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln vom 2. Februar 1922 entsprechende Anwendung. § 10. In den Fällen des§ 8, Abs. 2,§ 9 finden die BorschrifDie Auftraggeber haben vor oder beim Abschluß des Geschäftes einen Beleg in 3 Stüden, Ausländer, für die nach den Vorschriften ten des§ 381 der Reichsabgabenordnung vom 13. Dezember 1919 der Reichsabgabenordnung vom 13. Dezember 1919(„ Reichsgesetz-( Reichsgefehblatt Seite 1993) und des§ 7 des Gefektes über den blatt" S. 1993) die Zuständigkeit eines Finanzamtes nicht gegeben ift, in 2 Stüden einzureichen, aus dem ihr Name, Stand, gewerbliche Niederlassung, Wohnfiz oder Aufenthaltsort, Wohnung, Finanzamt und Gegenstand des Geschäfts und, soweit es sich um Erwerb von ausländischen Zahlungsmitteln handelt, der Berwendungszweck er fichtlich ist. § 11. Wer vorfäßlich oder fahrläffig die in§ 3 Abs. 2 vorgeschriebenen Angaben unvollständig oder falsch macht, oder die gemäß§ 6 von ihm geforderten Auskünfte nicht, nicht innerhalb der gesetzten Frift oder falfa gibt, wird mit Geldstrafe bis zu einer million Mart bestraft. Die in Abs. 1 bezeichneten Banten und Bantiers haben nach Abschluß des Geschäfts 1 Stück von jedem Beleg dem für den § 12. Prüfungsstellen im Sinne dieser Berordnung sind die Auftraggeber zuständigen Finanzamt zu übersenden, es sei denn, Reichsbankstellen, fofern nicht die Reichsregierung im Eindaß der Auftraggeber ein Ausländer ist, für den nach den Bor- vernehmen mit der Reichsbank eine andere Stelle bestimmt. § 13.§§ 2, 3, 5 and 6 des Gesetzes über den Verkehr mit ausfchriften der Reichsabgabenordnung vom 13. Dezember 1919( Reichsländischen Zahlungsmitteln vom 2. Februar 1922 werden vorübergefegblatt Seite 1993) die Zuständigkeit eines Finanzamts nicht gegeben ist. 1 Stüd ist der Prüfungsstelle der gewerblichen Nieder- gehend außer Kraft gefeht. laffung, mangels solcher des Wohnsizes, mangels beider des Aufent. Ausführungsbestimmungen. Er fann im einzelnen Falle § 14. Der Reichswirtschaftsminister erläßt die erforderlichen haftsortes des Auftraggebers zu übermitteln. 1 Stüd ift 3 Jahre oder für bestimmte Gruppen von Fällen Ausnahmen von den Beaufzubewahren. stimmungen diefer Verordnung zulassen. " § 4. Die Prüfungsstellen haben die ihnen übersandten Belege daraufhin zu prüfen, ob die Zahlungsmittel zur Be zahlung von Einfuhrmaren, zur Abdeckung von damit zufammenhängenden Verbindlichkeiten( Frachten, Bersicherungen, Provisionen, Spesen usw.), zur Abdeckung von Verbindlichkeiten, beren Zahlung in ausländischer Währung zu erfolgen hat, oder zu sonstigen im Interesse der deutschen Wirtschaft notmendigen 3weden erforderlich gemelen find, ob der Berwen dungszwed richtig angegeben ist und ob die Zahlungsmittel zu dem angegebenen Zwed verwendet worden sind. 3 u diefen als zu lässig erachteten 3weden gehören nicht Käufe von ausländischen Zahlungsmitteln zu 3weden der Spekulation oder der Bermögensanlage. § 15. Diese Verordnung fritt mit dem Tage nach der Verfündung in Kraft. Berlin, den 12. Offober 1922. Der Reichspräsident. Ebert. Gegengezeichnet Bauer. marimalistischen Fraktion das Mandat hatten, für die Parteieinheit zu stimmen. Es haben also gegen die mari. malistische Ausstoßungsmotion auch Marimalisten gestimmt. Die Einheitsmotion, die mit rund 29 000 Stimmen unterlag, war feine Motion der sog.„ Kon 3entration", der Reformisten, sondern hat die Stimmen der beiden Zentren und die einiger weniger Marimalisten mit denen der Reformisten vereinigt. Für die Einschätzung des Ergebnisses ist es unwesentlich, zu untersuchen, ob lauter vollwertige Stimmen abgegeben wurden. Fast alle Delegierten hatten gebundenes Mandat und die meisten hatten es schon seit Juni, da ja der Parteitag zuerst für den Sommer anberaumt war, hatten das Mandat also schon vor dem letzten Borstoß der Fascisten, vor dem Generalfireif und der nachfolgenden Gewaltaktion im ganzen Lande. Aller Wahrscheinlichkeit nach hätten viele Seftionen anders entschieden, auf Grund der jüngsten Ereigniffe Auch die Art, wie die Delegierten mit gebundenem Mandat ihren Auftrag zugunsten der Parteieinheit mit ihrem Marimalismus vereinigten, mag anfechtbar gewesen sein. Das alles ändert aber an der Tatsache nichts, daß in einer Partei, die die Fascistenplage und die wirtschaftliche Krife auf 72 000 Mitglieder zusammengeschmolzen hat, sich über 30 000 Genoffen gefunden haben, die das weitere Zusammenarbeiten für uns möglich halten. Die so dachten, mögen nicht die absolute Mehrheit der Partei darstellen; das hat aber nur eine formale, eine fühl der Unmöglichkeit des meiteren Nebeneinanderwirkens bureaukratische Bedeutung. Die Tatsache bleibt, daß das Gestart und meit verbreitet war, bei Marimalisten und auch bei den Reformisten, wenn es bei diesen letzteren auch durch die flare Einsicht der praktischen Schädlichkeit zurückgedrängt wurde. Biel bedeutungsvoller als die Abschäzung der Stimmen ist die Bewertung des Resultats als Ausdruck einer Entwidelungstendenz innerhalb der sozialistischen Bewegung in Italien. Auf dem Parteitag in Bologna( Herbst 1919) gab es nur eine einzige marimalistische Masse; man beschloß die Vorbereitung Entente und Marksturz. auf die Revolution, die Bewaffnung des Proletariats, die BilBariser Blätter wissen, daß sie sich gestern mit einem von Sir verblaßten, die Arbeitslosigkeit um sich griff, die bürgerliche Ueber die Beratung der Reparationsfommission wollen dung der Sowjets. Je mehr die russischen Illusionen John Bradbury vorgelegten BIan beschäftigt habe, der Reaktion Selbstbewußtsein erlangte und im Fascismus einen sofortige Maßnahmen radikalen Charakters enthalte, die praktischen Ausdruck, eine Organisation fand, um so mehr ersehr verschieden seien von denen, die anläßlich der letzten deut- startte die sogenannte reformistische Bewegung in der Partei. § 5. Ergibt die Prüfung, daß die ausländischen Zahlungsmittel fchen Moratoriumsforderung zur Sprache gekommen seien. Nicht weil man, wie Serrati auf dem jetzigen Parteitag bezu anderen als den im§ 4 angegebenen Zweden erworben oder Ein Delegierter( lies: Bradbury. Red.) habe die Ansicht hauptet hat, die Revolution im Stiche ließ, sobald ihre Aktien verwendet worden sind, so kann die hierfür bestimmte Stelle an- geäußert, daß das Deutsche Reich zu jeder finanziellen An- schlecht standen, sondern vielmehr weil die Reformisten, auf ordnen, daß diesen Erwerbern fünftig ausländische Zahlungsmittel trengung unfähig sei, und daß es das beste wäre, ihm Grund einer abweichenden Auffassung der geschichtlichen nur nach vorheriger Genehmigung der zuständigen Prü- 12 Monate Atempause zu gewähren, dann könne es Lage- von der dann die Erfahrung gezeigt hat, daß sie die fungsstelle abgegeben werden dürfen. endlich das Finanz- und Währungsreformprogramm, welches richtigere war die unmittelbare Borbereitung auf die ReGegen diese Anordnung steht den Betroffenen binnen einer im Juli mit dem Garantieausschuß verabredet wurde, durch- volution für weniger dringend erachten mußten, als das EinWoche die Beschwerde an den Reichswirtschaftsminister zu, der führen. Die französische Regierung habe ein Mittel vor- fehen der proletarischen Kräfte für die Erlangung endgültig entscheidet. geschlagen, um die Begrenzung des Papiergeldumlaufes und besserer Zustände, als das Gebot, aus der Zerrüttung Endgültig getroffene Anordnungen dieser Art find im Reichs. die Verwertung der fremden Devisen, die in den Händen der Bourgeoisie Vorteil zu ziehen für die Lebens- und Kampfanzeiger befanntzumachen. einiger großer deutscher Industrieller feien, zu erreichen. Auch bedingungen des Proletariats. In Reggio Emilia § 6. Personen, die ausländische Zahlungsmittel erworben habe sie auf gewisse budgetäre Formen hingewiesen, also mit( Oktober 1920) schloß fich auf einem Sonderfongreß die Rechte haben, haben der Prüfungsstelle alle von ihr zur Prüfung der Ber- einem Worte, die Gesundung der deutschen Finanzlage als zu einer besonderen Gruppe, zur fozialistischen Konzentration" wendung dieser Zahlungsmittel für erforderlich gehaltene Auskünfte notwendige Basis für jeden Versuch einer internationalen zusammen, die aber noch nicht einmal soweit zu sich selbst gezu erteilen und die nötigen Unterlagen vorzulegen. Anleihe gepredigt. Frankreich wünscht eine recht strenge Ron- fommen war, daß sie den Beitritt zur Dritten Internationale trolle, England und Italien jedoch hätten ein weniger aus- abgelehnt hätte. Auf dem Parteitag von Livorno( Januar gedehntes System im Auge. 1921) erfolgte die erste Spaltung; unter der Erprefferfauft § 7. Geschäfte, bie entgegen dem Berbot des § 1 abgeschlossen werden, sind nichtig. " —NO Mostaus traten rund 50 000 tommunisten aus der Partei Einstweilen tagen im römischen Boltshause die Sieger, herbeizuführen. Die deutsche Regierung hat den Ministerialrat im aus, weil feine Parteitagsmehrheit für den Ausschluß der in der nahegelegenen proletarischen Hochschule die Aus- Reichsminifterium des Innern, Geheimen Regierungsrat Schmid, Rechten erlangt werden fonnte. Damals standen die Magi- gestoßenen. Jeder nimmt für h den alten Namen der„ So- der lange Jahre im preußischen Staatsverwaltungsdienste gestanden malisten unter Ausschluß der Kommunisten zu den Reformisten zialistischen Partei Italiens" in Anspruch, die Magimalisten, und an den Berhandlungen in Genf über Oberschlesien besonderen wie 7: 1, auf dem nachfolgenden Parteitag von Mailand weil sie die Mehrheit sind und die anderen ausschließen Anteil genommen hatte, mit der Einrichtung des Minderheits( Oftober 1921) wie 5: 2, und heute beinahe wie 3: 2, nach fonnten; die Sozialisten vom rechten Flügel, weil sie fich für amts in Oppeln beauftragt. Abzug der Stimmen der beiden Zentren, die durch den Abstim- die Fortführer ber Barteiüberlieferung mungsmodus zu den Reformisten gestoßen waren( 2689 Stim- halten und das Weiterführen des Namens von seiten der Das Recht auf Mutterschaft.. men des linken Zentrums und 7166 des rechten Zentrums). Marimalisten unvereinbar wissen mit den Vorschriften Diese Tatsache zeigt besser als jede andere Ausführung, Mostaus. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Reichspost- und Telegraphen daß der Magrimalismus in Italien beständig Boden verliert. Aber, Name ist Schall und Rauch". Bas wichtig ist, ist beamtinnen, Bezirk Groß- Berlin, hielt am Dienstag in der Aula Hier liegt der eigentliche Grund der Spaltung. Der Geist. Und der fann lebendig sein, hüben wie drüben, des Sophien- Angeums eine gut besuchte öffentliche Versammlung ab. Eine dissidente Minderheit kann mit der Mehrheit zusammen- und sich durchringen in dem mühseligen Tasten und Streben Die Vorsitzende wies einleitend auf die bekannten Vorgänge im wirken und neben ihr sich behaupten und entfalten; wächst nach dem richtigen Wege. Bielleicht reiner und fräftiger als Reichstag, in der Presse und in der Praxis hin, die sich aus dem aber diese Minderheit so weit, daß sie fast der Mehrheit die vor der Spaltung. Der eine stand dem andern im Licht, der Antrag füff ergaben. Stange hält, der durch das schrittweise Einbüßen ihrer Allein- eine stand dem andern im Wege. Jegt versucht es jeder auf Dann sprach Frau Jlta Schüße zu dem Thema:„ Die herrschaft unduldsam und bitter gewordenen Mehrheit, dann eigene Faust, den Austrag zu finden zwischen dem praktisch Post- und Telegraphenbeamtinnen und die nafür ift es mit der Zusammenarbeit zu Ende. Hätte man den Notwendigen und Möglichen und dem idealen Ziel. Beide liche Mutterschaft". Sie führte u. a. aus, daß der Verband jetzigen Parteitag überspringen fönnen, um etwa nach zwei werden fehlen und irren, wie das Menschenlos ist. Wo aber der Boft- und Telegraphenbeamtinnen 50 Jahre alte Gefeße immer Jahren eine leidliche Mehrheit der Rechten vorzufinden ehrliches Streben ist und der tatkräftige Wille, für die Sache noch nicht für forretturbedürftig halte. Jedes normale und gefunde Weib habe aber das Recht auf Mutterschaft Gesetze, die eine an sich absurde Boraussetzung, so wäre es ohne Spal- des Sozialismus zu wirken und das ist rechts und links, dem Naturrecht entgegenstehen, sind un moralisch. Die Krone tung abgegangen; es ist das langsame Anwachsen der Rechten, wie auch Leidenschaft und Schwäche die Flamme verdunkeln des Weibes ist die Mutterschaft und an der Erfüllung seiner vordas langfame Abgraben des marimalistischen lebergewichts, da kann die Spaltung nur ein Umweg sein zu einer nehmsten Pflicht darf tein Mensch gehindert werden. Für frante das die Spaltung unvermeidlich gemacht hat. neueren, besseren, gesünderen Einheit. Individuen, die durch ihre Fortpflanzung die Menschheit schädigen, Und dieses Zusammenschmelzen des Marimalismus, das gibt es eine gefeglichen Hindernisse. Der Verband der Post und ja übrigens allein in der russischen Enttäuschung vollständige Telegraphenbeamtinnen Bonn durch seine Rampfesweise zwar nicht Erklärung findet, folgt demselben Rhythmus, wie das ZuBefruchtung und Schwangerschaft verhüten, mohl aber die Geburt. Jammenfchmelzen der Mitgliederzahl im allgemeinen. In BoIn dem mit der Durchführung des Gesetzes über die fommunale Die wahrhaft sittliche Frau aber fämpft um die Zurüderlangung logna waren wir beinahe 250 000; heute sind von diesen nur Neuordnung im Often neugebildeten Landkreis Tilsit- Ragnit des Urredytes des Weibes. Reinem Gefeß, gelang es, bie Ginni 72 000 geblieben. Für gar manche, die vom Schüßengraben sind in diesen Tagen die Neuwahlen der Kreistagsfeit auszurotten. Wem die Sinnlichkeit fehlt, der hat nur einen zu uns famen, war die Partei nur ein Sprungbrett in den abgeordneten vorgenommen worden. Bisher wurden von finnlichen angel, aber feinen Seiligenfchein. Sittlichkeit ist ein mehr Sensationen bietenden Fascismus. Entsprechend sind die insgesamt 82 Stimmbezirken die Ergebnisse aus 52 Bezirken er relativer, wandelbarer Begriff. Die Ehe ist heute in der HauptMarimalisten von 150 000 auf 98 000 und weiter von 50 000 mittelt. Danach erhielten Wiederaufbau( Deutschnationale und fache eine materielle Basis, ein ftaatlich tongeffioniertes Berhältnis. Als zweiter Redner sprach der Reichstagsabgeordnete Er führte auf 31 000 Stimmen zurückgegangen, während die gesamte Deutsche Volkspartei) 2041, Wirtschaftlicher Mittelstand( Demokraten Oberpoft fetretär Wilhelm Hoffmann. Mitgliederzahl heute mehr als ein Biertel des damaligen Be- und Bauernbund) 1845 Stimmen, Bereinigte Sozial aus, daß das Boltswohl nicht leidet, wenn mir moralische Borurteile überwinden. Die Auffassungen von wahrer Rechtlichkeit, von wahrer stande sbeträgt. Und die Reformisten, die es in Bologna demokratie 1659, Rommunisten 1831 Stimmen. Bugleich fanden auch für den neueingeteilten Kreis Niederung| Sittlichkeit find in einen chaotischen Nebel gehüllt. Die Grundlage fiberhaupt nicht zu zählen verlohnte, waren 13 000 in Livorno, die Kreistagswahlen statt. Es haben insgesamt erhalten: Ordnungs- der Ehe ist erschüttert durch die Wirtschaftslage und durch den Krieg. blod( Deutschnationale Bolfspartei und Deutsche Boltspartei) 4600 Wenn der Mensch beginnt über sich nachzudenten, dann gilt es Aber die ausgeschlossene Rechte hat nicht nur Stimmen, gleich 8 Size, Demokraten 641 Stimmen, gleich 1 Sig, Fesseln, auch wenn sie über 1000 Jahre alt find, abzuwerfen. Die den Vorteil der aufsteigenden Entwicklungslinie, fie hat auch eine Landwirte usw. 2457 Stinimen, gleich 5 Gige, Bereinigte fozialistischen Bartelen haben sich stets für die Erweiterung der den der Einheitlichkeit. Die marimalistische Mehrheit. Sozialdemokratie 3021 Stimmen, gleich 5 Size, Rom. Grauenrechte eingefeht, sie werden auch der Frau das Recht auf die den Ausschluß 19 000 in Mailand und sind heute 29 000. Kreistagswahlen in Ostpreußen. Mutterschaft erfämpfen. muniften 2977 Stimmen, gleich 5 Size. Es fegte eine lebhafte Diskussion ein. Ein Arzt brachte erruht der Fluch, im Bannkreis Moskaus zu stehen. In Livorno muniften 2977 Stimmen, gleich 5 Size. Das Kennzeichnende bei diesen Wahlen ist das planmäßige schütternde Tatsachen vor, fo 3. B., daß ein Homosexueller mur des und Mailand hatten es die Maximalisten gewagt, der dritten Zusammengehen der Deutschnationalen mit der Deutschen haib heiratete, weil er seine Wäsche in Ordnung haben wollte. Cine Internationale den Rüden zu fehren. Heute bereut ein Teil Boltspartei, für deren Aufnahme in die Regierungstoalition Bertreterin des hier öffentlich angeklagten Werbandes verfocht die von ihnen, vor allem bereut Serrati, und bettelt noch einmal um Aufnahme in die dritte Internationale. Noch im fich gegenwärtig Zentrum und Demokraten gleicherweise begeistern. Anschauungen desselben und betrachtete alles von dem Standpunkt aus, daß die Mutterschaft der Unverheirateten der Beweis des unAugust dieses Jahres war Gerrati gegen Mostau; erst die ehelichen Geschlechtsverkehrs sei. Sie möchte von Fall zu Fall ent ersten Herbsttage haben seine Sehnsucht zur Reife gebracht. So Der Cumberländer klagt. fcheiden und ihren Verband als Richter sehen. Besonders warme birgt die durch den Ausfluß der Rechten geläuterte Partei Republikanische Richter sichern sein„ Necht". Worte fand Frau Wegscheider Ziegler. Auf uns darf nicht drei Seelen: die Anhänger der dritten Internationale( Frattion der Fluch fallen, Lebewesen getötet zu haben, wir follen froh sein, Braunschweig, 12. Oktober.( WIB.) In der Klage des fo- wenn es heute noch zwei Menschen gibt, die den Mut haben, Bater Maffi- Lazzari), die schon in Mailand beschlossen hatten, nicht genannten herzoglichen Hauses Braunschweig- Lüneburg, d. h. des und Mutter zu werden. Mit allen gegen zwei Stimmen gelangte von Moskau zu lassen und die es jetzt in Rom auf 6772 Stim von Moskau zu lassen und die es jetzt in Rom auf 6772 Stimmen brachten, gegen 3765, die sie in Mailand hatten; die erzogs v. Cumberland, Schwiegersohn Wilhelms II., gegen den folgende Resolution zur Annahme: braunschweigischen Staat wegen Nachzahlung eines Teils ,, Die Versammelten lehen in der Agitationsarbeit der BeamMaximalisten der Fraktion Serrati, die als reuige Sünder zu ber fürstlichen Länderrente für die Zeit nach der Revolution und tinnenverbände, besonders in der des Verbandes der deutschen Moskau zurückkehren, uneingedent aller Bannflüche, die ihnen Herausgabe des Mobiliars wurde nach der„ Braunschweigischen Reichspoft- und Telegraphenbeamtinnen, gegen den vom Reichstag feinerzeit Rabatscheff mitgebracht hatte, und die Marimalisten Bandeszeitung" von der ersten Zivillamuner des Landgerichts Braun- am 1. Juli 1922 zum§ 72 des Reichsbeamtengefeßes beschlossenen ber Fraktion Bella, die nichts mehr wissen wollen von dem schweig ein 3 wischen urteil verkündet, nach dem der von dem feinen Grund zur Einleitung disziplinarer Maßnahmen", eine Ent Bufag: Die Tatsache der unehelichen Mutterschaft bildet allein weiteren Scharrer vor den Toren der dritten Internationale braunschweigischen Staat erhobene Einwand der mangelnden Bartei- würdigung der Mutterschaft an sich, eine wibernatürliche Entrechtung und dem Ausgefiebtwerden mit dem Sieb der 21 Thesen. fähigkeit, der mangelnden gefeßlichen Vertretung und der Unzulässig der Frau und eine große hygienische Gefahr, sowie eine folche zur Lind dabei rechnen wir nicht einmal die etwaigen Einheits- teit des Rechtsweges verworfen wird. Ferner verkündete das steigenden Entfittlichung des Volkes. marimalisten, die gegen die Spaltung waren und sich jetzt ins Gericht einen Beschluß, daß auf Antrag des Klägers Berhandlung zur Zentrum verfrümelten, von dem aus fie notwendig nach rechts Hauptsache angeordnet wird. or links gravitieren müssen. Einen weiteren Keim der Uneinigkeit für die siegende Richtung, die Parteivorstand und Avanti" in ihren Händen behält, stellt die Forderung Mostaus dar, in jedem Lande nur eine Geftion der dritten Internationale zu dulden. In Italien gibt es bereits eine Geftion der dritten Internationale, die Kommunistische Partei Italiens. Wie fönnen die Marimalisten in den Schoß der allein seliomachenden Internationale zurückfehren, ohne mit der Kommunistischen Partei zu verschmelzen, die sich seit Livorno in der Kunst spezialisiert hat, alles, was fozialistisch ist, zu befpuden und zu besudeln? Freund Herbst. Bon Artur Zidler. Wäre ich der Cäsar Fleischlen, würde ich sagen: Den Herbst muß liebhaben, wer mein Freund sein will!" So aber bin ich es nicht und mag diefen Mann überhaupt nicht leiden; darum genügt es mir, zu sagen, daß mir im Herbst das Herz noch weiter aufgeht als im Frühling. daß der Herbst meine Jahreszeit ist, in der ich die Afforde der Natur am tiefften flingen höre, in der der Rausch des Wanderns mich am innigsten durchweht, am heftigsten beglückt. Bunter Tanz der Farben, fühl- goldenes Licht, seidenblauer Himmel, einsame Bolten, traurig fingendes Wasser, wirbelndes, haschendes o du großer Abschied! Laub Reichspoſt- und Telegraphenbeamtinnen in der Frage der unehe Der Rückschlag der Stellungnahme des Berbandes der deutschen lichen Mutterschaft trifft die gesamte Frauenwelt, deshalb hält die Versammlung die Berufsverbände, insbesondere den Verband der Das Minderheitsamt in Oppeln. Deutschen Reichspost- und Telegraphenbeamtinnen", nicht für die Berlin, 12. Oftober.( WTB.) Nach dem deutsch- polnischen Ab Instanz, die in der für die Frau wesentlichsten Naturrechtsfrage der tommen über Oberschlesien ist von der deutschen Re- Mutterschaft tompetent ist. Aus diesen Gründen richtet die Bergierung im deutschen, von der polnischen Regierung im polnischen fammlung an alle Parteien des Reichstages die Bitte, bei Teil des Abstimmungsgebietes ein Minderheitsamt zu er der erneuten, durch den Einspruch des Verbandes der deutschen Reichspost und Telegraphenbeamfinnen an den Reichsrat hervor richten, um in jedem der beiden Teile des Abstimmungsgebietes eine gerufene Neuabstimmung über den Zusaz zum§ 72 des Reichseinheitliche und gerechte Behandlung der Angehörigen der fremd- bcamtengesetzes, diesen in seiner jezigen Form, die zur Ausschaltung sprachigen Minderheit über die Auslegung und Anwendung der etwaiger unittlicher Elemente genügend Spielraum bietet, zu beBestimmungen des Abkommens durch die Verwaltungsbehörden lassen." Komödienhaus:„ Henne im Korbe" von Bruno Frant. Bruno| tungsgebäude gelegt. Drei Schulen wurden für die französischen Frant, der in seinem dramatischen Erstling, den ,, Schwestern", nach Soldatentinber requiriert. Dreißig deutsche Klassen, jede 20 bis eigenen Wegen suchte, bewegt sind in dieser Komödie, ohne An- 30 Kinder start, haben überhaupt feine Schulräume. Die Kinder zeichen literarischen Ehrgeizes, auf der bequemen Bahn des Unter- müssen abwechselnd unterrichtet werden, und viele Klaffen find zuhaltungsluftspiels. Die Erwartung einer aftuellen Beitsatire, die fammengelegt. Diefe Anhäufung von Kindern in unzulänglichen in das mystisch- offultistische Treiben großer Kreise von heute hinein Räumen ist eine der schwersten Gesundheitsgefahren, die durch die leuchtet diese Erwartung, die man nach einigen Wendungen des Befehung von Mainz hervorgerufen ist. 42 Broz. aller Hotelbetten ersten Attes hegen durfte, täuschte leider. Dies Moment rückt aus sind von den Franzosen beschlagnahmt. Der Rathausfaal ist in eine dem Mittelpunkte in die Peripherie, wird zur bloßen Hintergrund- Art Rafino und Varieté für die Gornison verwandelt. Die Theater Staffage für einfache Berkleidungspoffe. Comelius, der Prophet, müffen auf Berlangen in fürzester Zeit für französische Gesellschaften der seine Berbindungen mit dem Jenseits bei der millionenschweren zur Verfügung gestellt werden. Die Kosten für alle Vergnügungen, Bitwe Gundermann in lucrativer Weise auszunuken strebt, bleibt so auch für die zahlreichen Kinos, werden von der deutschen Regiebloßer Schwant- Tartuffe ohne individuellere Färbung und Relief. rung getragen. Ein ganz neues Biertel ist auf den Höhen erbout, Er figuriert als Zubehör, statt daß die Situation aus ihm und feiner die bie Stadt überschauen. Für die franzöfifchen Offiziere und UnterWesensart entwickelt worden wäre. Auch fehlt die Resonanz eines offiziere murden 277 Billen errichtet, und 180 weitere sind noch im zum Gesellschaftsbilde fich erweiternden Milieus. Bau. Die Einrichtung. die von Deutschland gestellt werden muß, umfaßt alle mur erdenklichen Stüde von Betten und Wäsche bis zu Meffer, Gabel und Solzfäffern. Der Herbst ist ein Mann, wie er sein soll: herb, frisch, düsterfroh, hart und flingend, braun und flar. Man muß ihn sehen, wenn Indes von solchen unerfüllten Wünschen abgesehen, am Maßer die Bäume packt, nicht in den Zweigen harfend, wie der Frühling, ftabe der Unterhaltsamteit gemessen, hat das Stückchen seine Qualitäten. Vor allem, namentlich im ersten Afte, einen munter temfondern mit festem Griff in die Stämme der Eschen und Pappeln, peramentvoll bewegten Dialog und eine Behendigkeit des Ablaufs, wie er sie schüttelt, ein frafijauchzender mustelmann, barhäuptig, mit bie über das Gefühl der Leere im Moment hinwegtäuscht. Unter sausendem Haarschopf. Er ist ein zu rauher Gefährte für die ftüßt wurde das durch ein äußerst frisches Spiel. Das Bärchen: Schnedenfräuleins und Sehnsuchtsbuben, für Gänseblümchen und der junge, leichtsinnig- luftige Architekt, und dessen gleichgestimmter Stiefmütterchen, aber den Sturmkerlen, die sich erst wohl fühlen, Schaß, waren durch Georg Alegander und Elfe Eders wenn der Regen gegen die Kirnladen flatscht, den Gefellen, die weiße berg charmant verförpert. Gut auch Frau Olga Engl als die Aftern im Zeichen tragen, denen ist er der liebste Fahrtgenosse. Schwarzer Balb, grauroter Abendhimmel, fliegendes finsteres Gewölf und ein scharfer Wind von Nordost, der scharf gegen die Stirnen stößt, hell in die Ohren pfeift, dazu eine dämmernde Straße und müde, dunkle Felder das ist ein Wetter und eine Landschaft für die Wallfahrer der Jahresneige, für die Wanderwölfe, die in den inter trotten, um das Hartsein, das Tapfersein, das Frieren und Das Grufeln zu lernen. Doch der Herbst tommt auch in die Stadt. Er bläst Nebel in den bend, verhängt die Lichter, daß sie heimelnd und schummrig werden, sämpft die Loude und macht sie einsamer, damit sie näher zueinander rüden, in allen Dingen liegt ein Nach- Haufe- Wollen, eine versöhnfiche Müdigkeit:„ Es ist alles nicht so schlimm gemeint, wir wollen uns vertragen; wie lange werden wir noch leben also regen wir uns nicht auf...!" Die Menschen sind menschlicher als im Sommer und im Winter, bescheidener als im Frühling. Die Straßenlaternen egen Lichtfränze auf, in den Häusern fingen die Gasröhren das Lied von der rinnenden Stunde: " Ave! Hundert Jahre sind gestern. Avel Hundert Jahre sind heute. Ave..." Der Herbst geht durch die Stadt wie ein Verbannter, wie ein Bermummter durch das Lager der Feinde. Er hat wenig Macht egen die Mauern und Herzen von Stein, nur den Armen ohne antel, den Kindern ohne Schuhe zeigt er seinen Grimm, nur den Dichtern und den Wanderern seine Seele.... Alle anderen macht er eng und ein bißchen melancholisch. Aften an. dt. Gegen 7 Uhr morgens erflingen schon die Signalhörner, und das wiederholt sich alle pear Stunden. Die Ererzierpläke, die um die Stadt liegen, find mit farbigen Truppen gefüllt. Alle Pferde, Kraftwagen und Fahrzeuge, die deutschen Bürgern gehören, find gemustert", d. h. fie fönnen von den Franzosen sofort beschlagnahmt werden, wie dies beim Vormarsch gegen Frankfurt ebenso wie bei dem auf Duisburg und Düsseldorf gefchah. Der Rhein ist bie Militärgrenze Frankreichs geworden. Das von den franzöfifchen Truppen befehte Gebiet wird als lebungspich für Refruten benützt, Ganze Truppenteile fommen und geben. So mechfelt die Stärke der franzöfifchen Besakungsarmee beständig. Die Schäßungen schwanken mifchen 100 000 und 200 000; wahrscheinlich sind es weniger als 150 000. Die deutschen Truppen auf dem linken Ufer des Rheins beliefen sich vor dem Krieg cuf 70 000-80 000. Neue Baraden, Ererzierpläge und Flugpläge sind während der Belegung gebout morden, mie wenn diese dauernd wäre, obwohl sie nach Artikel 428 des Friedensvertrages nur 15 Jahre währen darf. Prof. Laflar- Cohn ist in Rönigsberg im Alter von 64 Jahren alte, höchst energische Dame und Ilse Muth als das eifel- dumme, unerschütterlich von ihrer Modernität überzeugte Töchterchen. Der Clou, daß das von dem jungen Manne bei dem erwarteten Besuch der Tante ins Nebenzimmer verstedte Mädchen ihr in männlichem Kostüm als Kamerad des Neffen entgegenfritt, und von ihr zu fammen mit dem Neffen schnurstracks auf ihren Landsis gebracht wird, erregte große Heiterfeit. Die weiteren Effefte wurden unter Bermeidung geistiger Unkosten aus dem Berkleidungstrid bestritten. Der hübsche Pseudo- Jüngling stiftet ganz gegen seinen Willen weitgreifende Verheerungen in weiblichen Herzen an, auch bei Comelius, der ihr Spiel durchschaut. Hans Herrmann gab den irdisch. forpulenten Wundermann in sehr markanter Maste. Die Stim neftorben. Als Forscher unbedeutend, hat er bas befte populäre Buch aur mung des Publikums hielt auch in den beiden späteren schwächeren Einführung in die Chemie verfaßt und auch die tenisch- wirtschaftliche Seite dabei gebührend berüdüchtigt. Seine beiden, auf Volkshochschulvorlesungen Die Franzosen in Mainz. Gin Sonderberichterstatter des beruhenden Bücher: Chemie im fäglichen Leben und einführung in bie Manchester Guardian" teilt seinem Blatte feine Beobach Chemie baben weite Berbreitung gefunden. Sie sollten in feiner vollstümlichen Bibliothek fehlen. nehmlichkeiten einer fremden Besetzung," so schreibt er, find in Prof. Behold fbridit über fungen über die gegenwärtige Lage in Mainz mit. ,, Alle Unan Der Deutice Monistenbund eröffnet Freitag feine intervorträge. Erfahrung als Grundlage der dieser Kleinen Stadt von 110 000 Einwohnern gesteigert. 1913 mar Grfenntnis" in der Bhilharmonie um 7%, nr. hier die deutsche Garnison 8000 Mann start. Die jeßige franzöfifche Der Meinekesche Männercher, M. d. D. A.- 5. B., beranstaltet Garnison hat eine zahlenmäßige Stärte von 15 000. Die Familien Sonntag, nachm. 4 Uhr, unter Leitung feines Thormeifters. A. Joiebh der französischen Truppen sind auch hier einquartiert. Das Wort ein Konzert im Beethovensaal. Mitwirkende: Lilli Fischer, Biolinvirtuofin, Familie umfaßt nicht nur Frau und Kinder, fondern auch Eltern, R. Gregor, Opernsänger. Schwiegereltern, Tanten, Onkel und Bettern. 9600 deutsche Fami 6 oder 8 Personen in 1 oder 2 Bimmern. Die Franzosen haben lien sind ohne eigene Wohnung. In den ärmeren Biertein haufen 355 gonze Wohnhäuser und 1944 Räume requiriert. Franzosen mit oder ohne Familie sind in 1184 deutschen Haushaltungen einquar tiert. An die 460 Einquartierungen sind in städtische und Berwal bel der telebbonifchen Nebermittlung beträchtlich migverftanden worden. Berichtigung. Unsere Belbrechung der Agnes Sorban ift fessorenbaltung. Es muß beißen: Melthetik ift Journalistenangelegenheit und unfum ist der Saz: Aesthetisch ist Journalistenangelegenheit und Bro Brofefforenunterhaltung. Frau Triesch verwandelte die Marlitt nicht in Madt, sondern in Macht. Sie sprach endlich nicht mit Halsstimme, sondern mit Halbftimme. Techows Gestäklönls in letzter Ttunde. B. 6. Leipzig, den 12. Oktober. Der letzte Tag des an Zwischensällen armen Rathenau-Prozcsscs Hai eine Ucberraschung gebracht, die vielleicht über das Schicksal des Hauptangeklagten Ernst Werner Techoto entscheiden wird. In letzter Stunde, fast unmittelbar vor dem Plädoyer seiner Verteidiger, hat T e ch o w, nicht freiwillig, sondern auf das eindringliche Einrede» des Präsidenten hin, ein Geständnis abgelegt. das mit wenigen Worten den Schleier zerriß, der vor der Organi- fation Eonful trotz aller Bemühungen des Gerichts und des Ober- reichscmörfUes bestehen blieb. Völlig zusammengebrochen, hat Techow gestanden, daß er die Tat mitmachen mußte, weil er sonst von Kern, feinem Vorgesetzten, über den Haufen geschossen worden wäre, Das Geständnis in letzter Stunde löste am Nichtertisch eine ebenso große Bewegung aus wie bei den Verteidigern und den Zu- Hörern im Saal. Dos Geständnis Techows erhält noch eine besondere Bedeutung, da gestern dem Staatsgerichtshof das Ergebnis der chemischen Untersuchung der an Günther gesandten Pralinen mitgetellt worden ist. Nach den Feststellungen der Chemiker ist den Pralinen Arsenik beigemisch! worden. Die einzelnen Stücke der Packung enthielten verschiedene großen Dosen des Giftes und so erklärt es sich, daß die Wirkung der vergifteten Süßigkeiten eine verschiedene war. O Um 9 Uhr eröffnete Senatspräsident Dr. Hagens die Sitzung. Bevor er den Anwälten das Wort zu ihren Plädoyers erteilt, wandte sich Dr. Hägens noch einmal an den Angeklagten Günther und teilte ibm mit, daß feine Tat nach ff 2S7 Abs. 3 StGB, auch als Begünstigung aufgefaßt werden könne. Bei Ernst Werner Techow könne foroobl Mlttäterschoft al» auch Beihilfe angenommen werden. Präsident Dr. Hägens fuhr dann fort: lieber Techows Motive, die ihn zu der Tat getrieben haben, herrscht noch immer nicht volle Klarheit. Sie, Angeklagter Techow, haben erklärt Sie seien nicht davon überzeugt gewesen, daß es Kern mit der Auffassung feines Varthabens ernst gewesen ist. Sie hätten sich aber auk alle Fälle gebunden gefühlt, da Sie ihm Ihr Ehrenwort gegeben haben und Sie haben hier auch selbst erklärt, daß Sie Ihr Ehrenwort niemals brechen würden. Sagen Sie uns jetzt noch, weshalb Sie Ihr Ehrenwort gegeben baben, wenn Sie von den Gründen Kerns nicht überzeugt gewesen sind. Angekl. Ernst Werner Techow: Es ging alles so furchtbar schnell. Ich hatte an dem Freitagabend bei Schutt gar keine Zeit zu überlegen. Vors.: Techow, haben Sie vielleicht früher einmal Kern Ihr Ehrenwort gegeben, daß Sie ihn immer und unbedingt helfen würden? Techow(unsicher): Ich gab Kern nur einmal das Ehrenwort und das war an dem Abend bei Schütt. Aber als ich das getan hatte, da mußte ich mitmachen, ob ich wollte oder nicht. Kern hatte mir die Hand orsgeftreckt und ich mußte sie nehmen, ich konnte nicht mehr ander». Vors.: Techow, Sie sagen hier, Sie m u ß t e n. Hier herrscht eine Unklarheit Weshalb mußten Sie denn? Angekl. Techow(fast unverständlich): Darüber möchte ich nicht sprechen. Wenn ich das hier erzählten wollt«, würde es ein schlechtes Licht auf Kern werfen. Vors.: Techow. denken Sie jetzt an sich, denken Sie an Ihre Familie, denken Sie an Ibre Mutter! Kern ist tot und Ihnen, das überleg«, Sie sich doch, kann unendlich viel passieren. Es geht um Ihr Leben. Sprechen Sie sich aus. Weshalb gaben Sie oder mußten Sie Kern Ihr Ehrenwort geben? Techow(völlig zusammengebrochen, weinend): Herr Präsident haben diesen Punkt schon einmal gestreift. Ich habe damals eine falsche Aussag« gemacht, um das, was passiert war, zu ver- bergen. Sern hätte mich, wenn ich wich geweigert hätte, nieder- geschosien.(Der vngekloate meint, Bewegung im Saal. Auch die Vcrteidigrr können zum Teil ihre Bewegung nicht verbergen.) V n r s.(nach einer Pause): Alka das ist es! Sie fürchteten, daß Kern Sie niederschießen würde? Techow, ist das nun die reine Wahrheit? Techow(weinend): Jawohl. Vors.: Beruht« diese Furcht Ihrerseits auf Tatsachen oder auf Aeußerungen Kerns? Techow: Auf Aeußerungen Kerns. Vors.: Techow, es geht um Ihr Leben, lasien Sie letzt alle r-meintliche Nucksicht aus den Verbrecher Kern fallen. Sagen Sie mir, was Kern Ihnen gesagt, wie er Ihnen gedroht hat. Techow(mübsam sprechend): Kern sagte:.Wenn Du Dich weigerst, dann schieße ich Dich nieder."(Große Bewegung.) 'Oberreichsanwalt Ebermayer: War bei dieser Drohung Renis noch jemand zugegen? Angekl. Techow: Nur Fischer. Die VertriSkger. Hierauf erhielt Rechtsanwalt Dr. F e l d zu seinem V l S d o y er für den Angeklagten Daß, gegen den der Oberreich-anwalt selbst die Anklage hat sollen lassen, dag Wort. Er bat um die Frei» sprechuug seines Mandanten. Dann ergriff der erst« Derteidiyer der Gebrüder Techow, Justiz- »at Dr. Hahn- Berlin, das Wort, der die Tot als„scheußliche Mordtat" bezeichnet und dann vor allem nachzuweisen sucht, daß die Deutlchnotionnle Nartei an der Tot unschuldig sei. Wenn man nun die Frage auswerfe, ob e» sich um t« Tat rties einzelnen handle, r>r ob politisch»? Vordren oder Derbänd« dahinter stehen, so müff« vmachst festgestellt«erden, daß ein« Gruppe von Verbänden, von feien' man geglaubt habe, bah sie der Tat innerlich nah« ständen und d'e Täter M't Geld unterstützt hätten, völlig ausscheiden. Die Deutschnationale Partei habe kein« Gelder hergegeben rnid cucki die Anoaben Günthers über die Beziehungen zu einzelnen Persönlichkeiten seien unmöglich von der Bedeutum,. daß man gegm eine arosie' Partei weiter derartig« Vorwürfe erheben könne. Ebenso s-'xid-n der DetUlchriat' anale Iugendknmd und die anderen in der Verhandlung genannten Verbände aus. auch die Organisation C.. über die der noch'anhängige Prozeß wcltere AufNSrung bringen wurde. Es handle sich vielmehr um die T a t e i n c» e i n, e l n e n. p o l i- »»fch unreifen Fanatikers ft-rn, der ftmen G-hilfen Ernst Werner Techow bis zum letzte, Augenblick m Unkenntnis ertasten habe..._....._ Nach Dr. Hab" sprach der zweite Verteidiger der Techows, Rechtsanwalt Dr. S aek. (Schluß Im Morgenblatt.) Vom Manöatar zum Souverän. London. 12. Oktober.(WTB.) Zwischen Großbritannien (da» ein Völkerbundmandat für Mesopctairm, hat. Red.) und dem König Fessal is, ein Vertrag unterzeichnet worden, der die De- Ziehungen Mesopotamien» und Großbritannien, regelt. Dieser Der- trag ist al» Weißbuch veröffentlicht worden. Er gibt Großbritannien für 20 Jahre die Kontrolto über die auswärtigen Angelegen- Helten und die F i n a n z e n Mesopotamiens. Gleichzeitig enthält er Bestimmungen, die mit dem Mandat des Völkerbundes �zusammen- hängen- Weiter heißt es darin, wenn Mesopotamien in den Völkerbund aufgenommen sei. ende damit das britische Man- dat. Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten würden solch« wie zwischen souveränen Staaten sein, mit Ausnahme der durch den Vertrag vorgesehenen Einschränkungen. Grundstiilkschiefenge«. Ein« in der heutigen Zeit der Grundstücksoerkäufe sehr wichtige Entscheidung fällt« vor«inigen Tagen der erst« Strafsenat des Reichs- gericht, in Leipzig. Es handelt sich um folgenden Sachverhalt: Be- kanntllch besteht augenblicklich eine Hausie auf dem Gebiete de, Grund st ücksverkehrs, da viele Ausländer infolge der Markentwertung als Käufer austreten. Obwohl bei den Be- trägen, die die Angehörigen der Edelvalutaländer zahlen, der verhält- nismäßig geringe Umsatzsteuerbetrag eine kleine Roll« spielt, so werden auf diesem Gebiete in der Weise Schiebungen vorge- �Nachtstrom".] Die„Morgenpost" ist. in ihrer Nr. 240 vom 7. Oktober einem Märchenerzähler Dr. A. N. aus den Leim gegangen. Dieser phantasievolle Mann behauptet nämlich, daß in den Elektrizitätswerken des Nachts die Maschinen leer liefen.„Sie verbrauchen Kohlen und benötigen Bedienung. Es ist aber kein Absatz für das Er- zeugnis, für den Strom da. Dieser Leerlauf ist einer der Gründe für die schlechte Rentabilität und die Unterbilanz der Elektrizitäts- werke." Zu diesen unsinnigen Behauptungen schreibt uns ein Betriebs- ratsmitglied der Städtischen Elektrizitätswerke: „Ich empfehle dem Herrn Dr. A. N., mal einen Monat mit einem Heizer oder Maschinisten im Elektrizitätswerk Moabit am Südufer zu tauschen, er wird dann bei Früh-, Mitte- und Nacht- schicht f. hr bald erfahren, daß keine Maschine leer laust, baß kein Kessel unnütz geheizt wird, daß kein Per- sonal überflüssig ist. daß keine schlechte Rentabilität und Unterbilanz. sondern immer noch ein ansehnlicher Heber- schuß vorhanden ist der natürlich nicht für notleidende S ch l e m> m«r, sondern für die Allgemeinheit verwendet wird. Un- begreiflich ist es, daß kein DezenKnt, kein Direktor gegen diesen alltäglichen Schwindel Stellung nimmt, der doch nur be- zweckt, die städtischen Werke dnn Privatkapital zuzuführen. Die städtischen Arbeiter und Angestellten werden kein Mittel scheuen, dies zu verhindern." Die Ausführungen des„Dr. A. N." haben jedoch ihre letzte Ursache in dem Feldzuz der Gastwirte gegen die Besteuerung des Nachtverkehrs, die in ihrem Kampf gegen diese Steuer die Be- hauptung augestellt haben, daß der„Golpa-Strom in der Nacht leer laufe" und der sehr lukrativ verwendet werden könnte, wenn man Nachtkonzessionen für den Bekleb von Gaststätten und Tanzlokalen einführen würde. Diele Gastwirte un!d ihr Anwalt Dr. A, N. mögen sich beruhigen: der Golpa-Strom, der Berlin versorgt,.läuft während der Nacht nicht leer", sondern er läuft überhaupt nicht. Es hieße ja auch den Wahnsinn auf die Spitze treiben, wenn kost» bare Kohle verschleudert, nicht minder kostbare technische Anlagen und insbesondere die Tätigkeit der Arbeiter für eine Leistung be- cmsprucht würden, deren Effekt gleich Null ist. Daß aber gearbeitet werden solle, um vergnügungssüchtige Nachtschwärmer zu unter- stützen, wird doch wohl selbst die.Morgenpost" nicht fordern. Der liebe<3stt rehabilitiert. Der selisome und höchst zeitgemäße„Gotteslästerunzsprozeh", der die 4. Strafkammer des Landgerichts II mehrere Tage be- schäftigte, ist jetzt zu End« gegangen. Die Stellrerireler des lieben Gottes haben an dem Versatzer des Buches„Die schlimme Bot- schaft", Karl Einstein, und seinem Verleger furchtbare Roche geübt. Das Urteil lautete gegen Einstein an Stelle der„eigenclich er- wirkten" 6 Wochen Gefängnis auf 10 000 M. Geldstrafe, gegen den Verleger Rowohlt an Stell« der erwirkten 3 Wochen Gefängnis auf S 0 0 0 M. Geldstrafe. Die Kosten werden den Angeklagten zur Last gelegt, das Buch„Die schlimme Botschaft" eingezogen, die Platten und Formen des Druckes sind zu vernichten. In der Begründung des Urteils führte der Borsitzende, Landgerichtsdirektor Fuhrmann u. a. aus, daß die Erfüllung des Gotteslösterungs-Paragraphen, über besten Zeitgemäßheit hier nicht der Ort fei zu streiten, angenommen werden müsse, denn Jesus fei durch das ganze Buch hindurch entgegen der Austastung der Kirche als schimpfend und fluchend dargestellt worden, und es ergebe sich schon daraus eine Beschimpfung der Gestalt Christi und der Gestalt Gott-Vaters im kirchlichen Sinne. Christi sei als ein unehelicher Sohn, sein Leichnam als Kadaver bezeichnet, was unbedingt als eine Verächtlichmachung angesehen werden müsse. Dazu kommen die Aussagen der Umwelt Jesu in dem Werke. Das Gericht hat sich damit auf den Standpunkt der Herren Stockpfaffen gestellt und die Ansicht der anderen, zum Teil auch geistliche» Sachverständigen, völlig ignoriert. Der liebe Gott kann mit seinen Hiinmelsfühnrichm zufrieden sein. Möröer in üer Lremöenlegien. Ein Berliner Verbrecher von Frankreich avsgelleferi. Ein Raubmord an dem Geldverleiher E n g e l m a n n, der Im Herbst 1920 In der Linienstraße verübt wurde, wird jetzt seine Sühne finden. Der 72 Jahr« alte Mann wurde eines Morgens in seiner Behausung ermordet und beraubt aufgefunden. Die Er» mittlungen der Kriminalpolizei lenkten den Verdacht auf zwei M ä n ne r, von denen einer die Treppe hinaufgegangen war, während der andere unten gestanden hotte. Aber erst die Nach- forschungen der Kommistare in einer anderen Mordsach« brachten ein Jahr später die Aufklärung. Damals wurde die Frau des Chauffeurs M e i n h a r d t in der Malplaquetstraße ermordet und beraubt. Bei diesen Ermittlungen stießen die Beamten, die ständig auch den früheren Mord im Auge behalten hatten, auf eine gol- den« Uhr, die außer barem Gelbe Engelmann geraubt worden war. Jetzt kam man auch seinen Mördern auf die Spur. Als An- stisterln wurde«ine Frau Schulz festgestellt und verhaftet, die in der Rückerstraße einen Wurstladen betrieb. Diese Frau gab einem Ehepaar Haufe den Wink, daß bei dem alten Geldver- leiher„viel z» holen" sei. Haufe und Frau gingen auch auf den Plan ein, wollten ihn aber nicht selbst ausführen, sondern ge- wannen dafür einen Stellmacher L i e s e g a n a. der bei ihnen in Schlafstelle wohnte. Lirseaang hatte Engelmann unter der Bor- spiegelung aufgelucht, von ihm eine Rechtsauskunft zu holen. Wäh- rend der alte Mann am Schreibtisch soh. halte er ihn hinterrücks geknebelt und ihn ermordet. Der schaurige Vorgang mar nicht be- merkt worden, obwohl neben dem Mordzimmer eine Schneide�tube bekleben wurde. Als Frau Schulz und das Ehepaar Haufe fest- genommen wurden, war Liesegang aus Berlin verschwunden. Die Verhafteten legten ein G e st ä n d n i s ab und wurden auch bereits abgeurteilt. Liesegang war. wi« sich inzwischen ergab, zur F r e m- d e n l e g i o n gegangen. Auf diplomatischem Wege wurde die Auslieferung des Mörders verlangt und diesem Ankaq« ist jetzt stattgegeben worden. Liesegang wurde über Marseilles nach Berlin gebrocht und jetzt in das Untersuchungsgefängnis in Moabit eingeliefert.__ Wieder ein Angriff mit dem Tintenfaß. Fu einem förmlichen Ningkampf kam«s in einer Verbandlung dar dem Schöffengericht Berlin-Mitte, wo sich der HauSverwalterSalomon Kindermann wegen Widerstand gegen die Staats» g e w a l t zu verantworten hatte. Der Angeklagte, der schon während der Derbandlung wiederholt dem Vorsitzenden den Borwurf der Parteilichkeit gemacht hatte, geriet vor der Verkündung des auf 1390 M. Geldstrafe lautenden Urteils in eine derartig« Wut, daß «r ein gefülltes Tintenfaß ergriff und es»ack» dein RiKtertifch schleuderte, wo eS den AmtSanwalt traf. Einem hinzu» springenden Justizwachtmeister gelang eS nur mit Mühe, den Er» regt«» niederzuringen. ES entspann sicherst ein förmlicher Kampf, bis der Angeklagt« überwäliigt wurde. Schimpfend und tobend verließ er dann das Gerichtsgebäude. nommen, daß in den notariellen Verträgen über den Kauf, die Ver- kaufsfumme erheblich geringer angegeben wird, um die Umsatzsteuer z u sparen. Hierin liegt nicht nur ein Steuerdelikt, wie das Reichsgericht jetzt angenommen hat, sondern auch ein Betrug. Eine Vermögensschädigung wird vom Reichsgericht darin erblickt, daß infolge der angeblichen geringen Verkaufssumme eine Schädigung des Notars und ferner ein« Schädigung des Justizfiskus einKitt Das Reichsgericht nimmt ferner den Standpunkt ein, daß durch der- artige unrichtige Angaben über den Verkaufspreis dem Reiche ein Schaden von vielen Millionen Mark entstehe, und daß sich derjenige, der den verhältnismäßig geringen Umsatzstenerbetra' sparen wolle, eines Betruges schuldig mache. Der flrzt mit öem Dolch. RoheUsakk eines ZNohlower villenbest.h-rs. Ein Vorfall von ungloublicher Roheit wird uns aus M a h t„ Kreis Teltow, gemeldet. An der Straße, die von Mahlow naa. Diedersdorf führt, liegt kurz hinter dem Bahnhof Mahlow die V i l l a „L i n a", die einem Dr. Härtung gehört, der in Neukölln eine Privatsraueirklimt betreibt. Der Garten dieser Villa ist mit einem Zaun umgeben, der so ichadhast ist, � daß man bequem in den Garte» hineingelangen kann. Kürzlich gingen einige Frauen, die in dieser Gogrnd Kartoffeln buddeln, an der Dil!« vorbei und eine von ihnen ließ sich verleiten, einig« Aepfel aus dm, leicht zugänglichen Garten an sich zu nehmen. Als sie den Garten verlassen hatte, eilte der Besitzer, Dr. Härtung, hinter der Frau, die ihren 9— lOjührigen Jungen bei sich hatte, her und stach ihr einen langen Deich in den Rücken, so daß sie schwerverletzt zusammenbrach. Ein zu- fällig des Weges kommender Polizeioberwachtmcister oersuchte die stark blutende Frau zu verbinden und ein Baihnarbeiter brachte sie mit einem Handwagen zu dem Arzt nach Mahlow. Bon dort aus wurde sie dann in ein Krankenhaus befördert. Der Täter, Dr. Hör- t u n g, wurde verhaftet und kielt es dann für angebracht, den „wilden Mann" zu spielen, so daß man ihn in Mahlow zunächst in eine Zelle sperren mußte. Dieser Borfall, der stark an das Ver- halten der Kahnes in Pötzow erinnert, hat natürlich in der dortigen Bevölkerung starke Aufregung verursacht. Rentenerhöhung auf 9000 M. jährlich. Der Reickstagsausschuß für sozial« Angelegenheiten setzte seine Beratungen über die Aenderung des Vcrsicherungsgesetzes für An- gestellte fort. In der Abstimmung wurde beschlojsen, abweichend von der Regierungsvorlage die sogenannten Rentenerhöhungen (Teuerungszulagen) auf 9000 Mark jährlich für Ruhe- g e l d und Witwengeld festzusetzen. Die Steigerungsgrundsätze werden berechnet mit einem Tausendstel vom Durchschnittsgehalt jeder Gehaltsklaste. Don allen Parteien wurde es als Pflicht der An- gestelltenversicherung anerkannt, die Rentenerhöhungen zu kogen, die von der Allgemeinen Invalidenversicherung für Renten oufzu- wenden sind, die zum Perkonenkreis« der Angestelltenversicherunq gehören. Di« beiden Versicherungsträger gelangten zu einer Ver- ständigung, so daß nunmehr der dafür erforderliche UmlagebeKo, in die neuen Beiträge der Angestelltenoersicherung einbezogen is'. Mitbürger— Heist Eurem Zoo! Das Hilfswerk für den Zoo ist nimmehr auch aus die private Sammlung in Groß-Berlin ausge- dehnt. Sammelstellen sind errichtet bei dm Bankhäusern S. Bleich- röder, Mmdelssohn u. Co.. sowie bei sämtlichen Depositmkassen folgender Bankm: Commerz- und Privatbank, Darmstädter und Nationalbank, Deutsche Dank. Disconto-Gesellschaft, Dresdner Bank, Mitteldeutsche Creditbank. Elnhnnderkzwanzigfacher Fahrpreis für elektrische Sraftdroschten. Nack einer neuen Polizeiverordnung wird auch bei den eleitriichen Kraftdroschken die vom FabrpreiSanzeiger angezeigte Summe v c r> ein h und e rt z w an z ig fa ch t. so daß jetzt bei den Benzin« droschken und den eleltrischen Kraftdroschken der Fahrpreis der gleiche ist. Bei den Pserdedroschken wird nach wie vor die angezeigte Summe derachtzigfacht. Dr. Wyneken anfs„cae verorkeNi. Di« Strafkammer in Rudol- stadt hat nach zweitägiger Verhandlung den früheren Leiter der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, Dr. Gustav W y n e k e n, wegen Vergehen» gegen Z 174, Absatz 1, des Strafgesetzbuches aberma's wie im vorigen Jahre zueinemIahreGefängnis verurteilt. Dos erste Urteil war vom Reichsgericht bekanntlich aufgehoben worden. Wetter für morgen. Berlin und Nmgegevd. Zeitweise aufklarend, am Tage etwa? wärmer aber noch überwiegend trübe oder nebelig bei größtenteils schwachen südlichen Winden. Keine wesentlichen Niederschläge. Groß-Serliner parteinachrichten. Imiasvzlallsti»,»rup?« Frlcbrlchshai». chcute abend, V/, Uhr, In der Schutc, Slraßmannftr. 6—7, Leieabend. 43.«dt. greltaa 7'/« Uhr:«ezlriasNhrersidung. Wichtige Beratung bei Btuw. Plann>r 75/76. 46. Sldt. Freitag, den 13 ONader, abend» 7 Uhr, Ligimg der Abtrilung-Ieltung und Fun!»!oiiär« der bisherigen USPD und der SPD. der Siadlbc�irke Ivk bis tvg bei Eeiwert. Schiefische StiaZe. Heckmann-ilser. Dollar 2450. An der Börse hat naturgemäß die Ankündigung scharfer Maß- nahmen gegen das Ueberwuchern der Devisenspekulation eine leb- hafte Beunruhigung hervorgerufen. Infolgedessen war heute vor- mittag im Verkehr zwischen den Danken der Dollar bereits mit 2 300 zu haben. Im offiziellen Verkehr an der Börse zeigte sich jedoch eine wesentlich ruhigere Austastung. Die Angstver- käufe der Hamsterer lassen bereits nach: man glaubt, daß die Eingriff« in dm steien Devisenverkehr wegen der dannt verbundenen technischen Schwierigkeiten nicht tiefgehend genug sein können, um die Hamsterei und Spekulation zu unierbinden. Der Dollar wurde gegen mittag bereits wieder mit 24150 gehandelt. Dcmentsprechmd zeigen sich an den Märkten der Dalutapapiere auch schon wieder Ansätze zu einer„Erholung". Des Geschäft ist natürlich stark abgeflaut. Vevisenkurfe. lOO holländiitbe Gulden. I argentinisch Papier-Peso 100 belgische Kraut.... tOO norwegische Kronen. 100 dänische Kronen... 100 schwedische Kronen.. 100 finnische Mark.... 1 japanischer Yen..... 100 italienische Lire... 1 Psund Sterling.... 1 Dollar.......... 100 französische Frank.. 1 brasilianischer Milrei». 100 Schweizer Frank... 100 spanische Peseta«.. lOOösterr. Kronen(abgest.) 100 tschechische Kronen.. 100 ungarische Kronen.. IVO bulaarische Lewa.. 12. Oktober «»»irr. (Selb.) Ann 96880.— 888.86 17378.26 43946.- 49987.50 05418.10 6792.76 1188.60 10080.60 10930.30 2466.91 18670.60 291.63 46142.25 37862.00 8430.40 «erkiuser (Brief.) Aar* 11. Oktober ASafer- (Selb-) Aar» Bertöufce (Briet-) Ane« 96120.— 891.15 17421.75 44055.— 50062.50 65681.90 5807.26 1191.60 10818.60 10968,70 2473.09 18723.40 293 87 46267.76 87947.40 8460.60 103870— 948.80 18802.05 48939.50 54531.75 70661.50 1248.40 11161.- 11785.25 2690.76 19876.10 807.61 49388.25 39950- 8.48 8689.10 104.86 1807.70 104310.— 951.20 18347.95 48460.50 54663.25 70838.50 1261.60 11189— 11814.75 3608.23 19924.00 808.89 49461.73 40050.— 8.62 8710.90 105.14 1812.30 Gewerkschaftsbewegung " Unorganisierte zu finden sind, Arbeiter, die ihrer begreiflichen und friechen die Kommunisten zu Kreuze. Das Resultat diefer revolu berechtigten Unzufriedenheit irgendwie Luft machen wollen und da- tionären" Tattit ist denn auch so, daß überall, wo die Kommunisten her allen möglichen fommunistischen Entschließungen zustimmen, was durch ihre Flunkerei die Arbeiter in größerer Zahl zu betören verja nichts weiter festet und feinem wehe tut. Kommt es aber zu un- standen, die Lohnkürzungen am stärksten sind. Während Die Tarifverträge im Deutschen Reich 1920. überlegten Maßnahmen, die mit Gegenmaßnahmen der Unternehmer in den nordböhmischen Textilzentren die von den Unternehmern Eine umfangreiche statistische Darstellung über die Ende 1920 beantwortet werden, zu schweren Schädigungen der Arbeiter, dann geforderte Lohnkürzung von 25 Proz. auf 5 bis 19 Proz. reduziert Deutschen Reiche bestehenden Tarifverträge bringt das jüngst lenten unsere Gewerkschaftsretter" die Erbitterung auf die Ge- werden konnte, ist es den Unternehmern des Reichenberger Bezirks, oom Reichsaint für Arbeitsvermittlung herausgegebene 26. Son werffchaftsbonzen" ab, deren Taftit nichts tauge, die unfähig, feige wo die Kommunisten ihren Hauptsitz haben, infolge der blödsinnigen berheft zum Reichsarbeitsblatt. In immer mer feien und überhaupt nichts taugten. Von den Betrieben aus Lattik der Kommunisten gelungen, eine Lohnfürzung von fteigendem Maße sind die Berufsverbände der Arbeitgeber und versuchen die kommunistischen Strategen den Gemerfschaften ihren 23 Prozent durchzusehen. Dabei ist aber noch eine andere höchst bemerkenswerte TatArbeiter zum Abschluß von Tarifverträgen geschritten, was zahlen- illen aufzuzwingen. Es muß daher auch in den Betrieben mehr mäßig in der vorliegenden Tarifstatistik zum Ausdrud fommt. als bisher den Hintermännern der Drahtzieher auf die Sache zu verzeichnen. Die Kommunisten schreien natürlic, immer Im Laufe des Jahres 1920 sind nicht weniger als 11 865 Tarif- Finger gesehen und, wenn es absolut nicht anders geht, auch über den„ Berrat" der Amsterdamer, die mit den Unternehmern verträge für 423 293 Betriebe und 15 527 848 Personen in Kraft einmal auf die Finger geflopft werden. Die Gewerkschaften fönnen verhandeln. Nun sollte man annehmen, daß sie selbst die Massen" getreten. Ende 1920 bestanden noch mit den in den Borjahren ab- unmöglich noch länger zusehen, wie die Moskauer Gewerkschafts- in den Kampf führen. Die Herren sind sich aber ihrer Schwäche, geschlossenen und noch gültigen Tarifverträgen und nach Aus- retter" ihnen unausgefeßt entgegenarbeiten, die Gewerkschaftstätig- Unfähigkeit und Unreife bewußt und bremsen, wenn die Arbeiter merzung der Doppelzählungen insgesamt 11624 Tarif- feit erschweren und das notwendige Bertrauen der Mitglieder zu den Kampf fordern. Gleichzeitig laufen sich die Kommunisten die perträge für 434504 Betriebe mit 9561323 be- ihren Organisationen untergraben. Zum Spielball tommunistischer Füße wund, damit die Behörden auf die Unternehmer einwirken. schäftigten Personen, wovon 1665115 weibliche Parteiagitation sind uns unsere Gewerkschaften denn doch zu schade. Und wenn die topferen Kommunisten einmal selbst vor den Unternehmern stehen, flappen sie erbärmlich zusammen. Welchen Respekt waren An der Spize der Gewerbegruppen steht, was die Zahl Den Gewerkschaftsrettern" muß die Tür gewiesen werden. die Unternehmer vor solchen Hanswürsten haben, fann man sich der tariflich gebundenen Personen anbetrifft, die Gruppe Metall= leicht vorstellen. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. perarbeitung mit 2003 219 Personen. Es folgt mit erheblichem Abstand der Bergbau mit 1 299 407 Personen. An dritter Stelle tommt jeht das Berkehrsgewerbe, das bis jezt in der Tarifbewegung nur eine bescheidene Rolle gespielt hat. Während in ihm 1919 nur 168 426 Personen unter tariflch geregelten Bes dingungen arbeiteten, waren es Ende 1920 insgesamt 1 180 235. Diese außerordentliche Steigerung ist vor allem auf den Abschluß des Reichstarifvertrages für die im Lohnverhältnis stehenden Bediensteten der Reichseisenbahn zurückzuführen. Die Gewerbegruppe Sonstiges" weist 131 Tarifverträge für 35 649 Betriebe mit 959 360 Personen auf, dacon gelten allein für Angestellte 456 Berträge für 23 545 Betriebe und 383 041 Personen. 135 000 Angestellte, davon 40 000 weibliche, entfallen auf den Reichstarif für die Angestellten bei den Reichs- und den preußischen Staatsverwaltungen. Immer aufschneiden! Unter der Ueberschrift„ Kaufmännische Angestellte für den Be- Die graphischen Hilfsarbeiter nahmen in einer Funktionärvertriebsrätefongreß- Die Firma Grünfeld beschließt die Entsendung fammlung am Mittwoch abend im Gewerkschaftshaus von dem eines Delegierten"- berichtet die„ Rote Fahne" in ihrer Sonn- Schiedsspruch für das Buchdruckgewerbe Kenntnis, worüber Gloth tagenummer von einer„ nach mehreren Hundert zählenden" Be- berichtete. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. triebsversammlung der Firma F. V. Grünfeld, die gegen 12 Stimmen die Entsendung eines Delegierten zum Reichsbetriebsrätefonores beschlossen habe. Sie weist darauf hin, daß diefer Beschluß von befonderer Wichtigkeit sei, da es sich doch um die Stellungnahme eines fast ausschließlich kaufmännischen Betriebes handle. AEG., Brunnenstraße. In der Einladung im heutigen Morgenblatt zur Funktionärsihung ist ein Versehen unterlaufen. Es handelt ich nicht um eine Sizung aller Funktionäre der USPD., sondern der SPD., bei Krüger, Huffitenstraße. Wir sind in der Lage demgegenüber festzustellen, daß von zirfa Achtung, organisierte Metallarbeiter! In den Märkischen Eisen. 570 Angestellten der Firma noch nicht ein Drittel an dieser Ver- werfen, Spandau, Schäferstraße 1a, stehen die Werkzeugmacher, fammlung teilgenommen hat. Der Hinweis der„ Noten Fahne" Schlosser, Dreher und Schmiede seit Ende September wegen Lohnauf die besondere Wichtigkeit dieses angeblich von der überwiegend differenzen in einem fanttionierten Streit. Da es der Firma gestern taufmännischen Belegschaft dieses Betriebes gefaßten Bes gelungen ist, acht Streitbrecher zu erhalten, trat die gesamte übrige fchluffes erfährt eine befondere Beleuchtung durch die Tatsache, daß Belegschaft mit Zustimmung der Organisationen der Metallarbeiter, von zirka 290 bei der Firma tätigen kaufmännischen Angestellten Transportarbeiter und Fabritarbeiter sofort in den Sympathie. nur 20 bis 30 der Versammlung beiwohnten und obendrein noch streit. Alle organisierten Arbeiter werden ersucht, den Betrieb zu gegen die Entfendung eines Delegierten zum Reichebetriebsräte- meiden. fongreß stimmten. Oktoberlöhne im Buchbindergewerbe. Im Spinnstoffgewerbe ist ebenfalls eine starte 3u nahme der tarifgebundenen Betriebe und Personen zu fonstatieren. Die Zahl der Personen ist im Berichtsjahr von 332 277 auf 735 788 gestiegen. Hiervon waren 435 868 Frauen. 26,2 Proz. aller tariflich gebundenen Frauen entfallen auf das Spinnstoffgewerbe. Das Baugewerbe stand noch 1914 an erster Stelle unter den tarifgeundenen Gewerben; es ist jetzt aber an sechster Stelle gerückt, obwohl die Zahl der Personen, die unter den Berträgen siehen, von Ende 1919 bis Ende 1920 von 437 195 auf 506 379 gestiegen ist. Im Nahrungs- und Genußmittelgewerbe unterstehen Die in den reinen Buchbindereien, Geschäftsbücher- und Brief419 875, davon 164 883 Frauen, tariflich geregelten Arbeitsbedin- umschlagfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen nahmen gungen. Allein 142 475 männliche und weibliche Arbeiterinnen ent- in einer start besuchten Versammlung am Mittwoch im Gewertfallen auf die Tabatindustrie. Das Bekleidungsschaftshaus den Bericht über die in Goßlar geführten Lohnverhandgewerbe weift 375 315 tarifgebundene Personen auf. Mehr als lungen entgegen, der von Lüdide und Klabunde gegeben die Hälfte waren davon weibliche, nämlich 221 237. Auch im wurde. Durch die Verhandlungen ist ein Lohnzuschlag erreicht Handelsgewerbe, in der Holzindustrie und in der worden, der mit Wirkung ab legten Montag für zwei Wochen gilt Lardwirtschaft ist eine weitere Ausbreitung des Tarifvertrags- und für Männer 20,50 M., für Frauen 11,50 M. beträgt. In den wesens zu verzeichnen. Beispielsweise arbeiteten in der Forst folgenden zwei Wochen soll ein weiterer Zuschlag in Höhe von wirtschaft 356 668 Personen unter Tarifverträgen. 10,50 m. bzw. 5,50 m. gezahlt werden. Der bestehende Lohn für Während vor dem Kriege nur in wenigen Tarifverträgen Be- Männer erhöht sich hiernach auf 91 m. bzw. 101,30 m., der Lohn ftimmungen über Urlaub enthalten waren, sind heute Tarifvers für Frauen auf 55,50 b3m. 61,01 M. träge ohne Urlaubsregelung zur Ausnahme geworden.. Von den am 31. Dezember 1920 in Kraft stehenden Berträgen war in 7640 für 336 945 Betrieben und 7883 672 Personen der Urlaub tariflich geregelt. In der anschließenden Aussprache fam der Unwille über die unzureichenden Lohnzulagen start zum Ausdrud, insbesondere über die den Frauen gewährten Säße. Beschloffen wurde, die Organi fationsleitung zu beauftragen, von den zuständigen Stellen Maßnahmen gegen die steigende Berelendung der Arbeiterschaft zu verlangen. Die Leitung der Versammlung wird diesen Beschluß den zuständigen Stellen übermitteln. Verbindlich erklärte Tarifverträge. Nach der Verordnung über Tarifverträge, Arbeiter und Angeftelltenausschüsse und Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten, vom 23. Dezember 1918, fann das Reichsarbeitsministerium( seit 15. Juni 1922 das Reichsamt für Arbeitsvermittlung) Tarifverträge, die für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen des Berufstreifes in dem Tarifgebiete überwiegende Bedeutung haben, für allgemein Derbindlich erklären. Ende 1919 waren 638, Ende 1920 Durch Verordnung des Reichsarbeitsministeriums find nach1464 und Ende 1921 1818 Tarifverträge für allgemein verbindlich stehende Tarife für allgemein verbindlich erklärt worden: erklärt. Geschäftszeichen VI/ 800/ 40 das am 8. Mai 1922 abgefchloffene Alles in allem gibt die amtliche Darstellung des Tarifvertrags- 11. Nachtragsablommen zum Tarifvertrage für die Angestellten im mefens ein lebendiges Bild von dessen Aufwärtsentwicklung. Mit Kurz, Galanterie- und Spielwaren gewerbe mit der Ausbreitung der Tarifverträge hat die innere Ausgestal- Wirkung vom 1. März 1922. Geltungsbereich Stadtgemeinde Berlin. tung Schritt gehalten, was ein beredtes Beugnis ist von dem steigenden Einfluß der Gewerkschafter auf die Regelung der Arbeitsverhältnisse. Natürlich muß hinter den vereinbarten Tarifverträgen eine allzeit schlagfertige Gewerkschaft stehen, die auch imftande ist, gegenüber den Unternehmern die Durchführung und Einhaltung der getroffenen Bereinbarungen zu gewährleisten. ,, Gewerkschaftsretter." Geschäftszeichen 1181/59 das am 24. Mai 1922 abgeschlossene Nachtragsablommen zum Tarifvertrage für die faufmännischen Angeftellten im Tapisseriegewerbe mit Wirkung ab 1. Mai 1922. Geltungsbereich Stadtgemeinde Berlin. Geschäftszeichen VI 545/53 die am 6. April bzw. 1. Juni 1922 abgeschlossenen 10. und 11. Nachtragsabfommen zum Tarifvertrage für die Damenwäsches und Schürzenbranche mit Wirkung vom 1. März bzw. 1. Mai 1922. Geschäftszeichen VI 2784/41 die am 26. Mai und am 20. Juni Den Gewerkschaften war es leider noch nicht möglich, den großen 1922 abgefchloffenen 3. und 4. Nachtragsabkommen zum Tarifver Buftrom neuer Mitglieder gehörig zu schulen und einzugliedern. Es gibt daher vielfach noch einzelne kleine Gruppen von Gewerkschafts- trage für die kaufmännischen Angestellten im Huthandel und mitgliedern, bei denen die fortgesetzte Berdächtigung der Gewerk- in der Hutindustrie mit Wirkung vom 1. Mai bzw. 1. Juni 1922. Geltungsbereich Stadtgemeinde Berlin. schaftsleitungen durch tommunistische Zellenbauer, nach den Weisungen der kommunistischen Agitationszentrale, Antlang findet. Die Zeiten find jedoch vorbei, wo die Gewerkschaften dem immer, sagen wir, ungenierteren Treiben der Moskauer in den Gewerkschaftsversamm fungen ruhig zusahen. Wo es gar zu bunt getrieben wird, müssen die Zentralverstände wohl oder übel eingreifen, selbst auf die Gefahr hin, von der kommunistischen Gegenfeite als Gewerkschaftsspalter" hingestellt zu werden. Die edlen Kommunisten, die sich jeht in der„ Union" eine ihren Zwecken dienliche gewerkschaftliche Gegenorganisation geschaffen haben, haben uns Gewerkschaftsspaltern gegenüber die Mission unternommen, als„ Gewertschaftsretter" auf den Plan zu treten. Das wird ihnen wenig helfen. Infolge der Wiedervereinigung der Partei haben sich nun auch die SBD.- und USP.- Fraktionen auf ihre Gemeinschaft als Amsterdamer Richtung besonnen und wer den mit vereinter Kraft dem Moskauer Treiben innerhalb der Gewerffchaften gehörig zu steuern wissen. Unsere Gewerkschaftsretter" werden dadurch gezwungen, die Maste fallen zu lassen und Farbe zu bekennen. Um so mehr verlegen fie ihr Treiben in die Betriebe, wo immer noch neben vielen Neulingen in der Gewerkschaftsbewegung manche Gold- SilberPlatin- BruchGegenstände, Quecksilber kauft zum höchsten Tageskurs Heinrich Trapp Beuthstr.10, Spittelmarkt. Silberschmelze Chriftionat Köpenider Straße 20( gegenüber der Manteuffelstraße) Stauft höchftzahlend D Wo laß ich meinen Anzug machen? Wer garantiert für guten Sitz u.Verarbeiturg? Mar Motel, Schneidermstr. Neufölin, Ringbahnstr. 33. Tel.909. Lieferung für höchste Staatsbeamten Viele Anerkennungen u. Dantschreiben Korbmöbel f.Gärten.Balkone, Wohnz i mod. u. dau erhafter Aust. Korbsessel Gr. Auswahl Besicht.erbet Heinr.Kaese Korb- u. Rohrmähelf. Neuk., Berl.Str.89 Querg. pt.( Kein Lad.) Gold, Silber, Platinbruch, famt- Damen- u. Herren- Stoffe liche Metalle, Quedfilber, Glühftrumpfaiche. Blesdorf- Mahlsdorf Parzellen mit hervorrag Gartenboden. Verkaufsstelien a. Bahnh. Nieschalke& Nitsche Berlin, Neue Königstraße 16 Alex. 3396 und 3623. aller Art in großer Auswahl Aleider u. Futter- Seiden schwarz und farbig. Gelegenheitskäufe in mod. Mäntelu, kostümen, Die gedruckten Tarifverträge sind in den Verbandsbureaus des Zentralverbandes der Angestellten Belle- Alliance- Str. 7/10 und Kommandantenstr. 63/64 erhältlich. Die Kommunisten der Tschechoslowakei. In der Tschechoslowakei herrscht eine riesige Arbeitslosigkeit als eine Folge des schnellen Steigens der tschechischen Krone und des gichzeitigen Eintens der Währungen der Länder, di hi ten schechischen Außenhandel hauptsächlich in Frage kommen. Die Unternehmer fuchen die Zwangslage auszunuzen, schließen die Betriebe und wollen überall Lohntürzungen vornehmen. Durch den Ver rat der Mostowiter ist die Arbeiterschaft überdies gespalten, so daß ihre Lage noch viel schwieriger geworden ist, als sie es durch die Wirtschaftskrise schon war. In der tschechischen Metallindustrie droht ebenfalls ein Streit, da der Arbeitgeberverband in Prag den Metallarbeiterorganisationen eine 30 prozentige Lohntürzung angekündigt hat. Da diese abermalige Lohntürzung binnen 6 Monaten eine Berringerung der Löhne um 40 Proz. bedeutet, will die Arbeiterschaft darauf nicht eingehen. Es fommen 54 Betriebe mit 32 000 Arbeitern in Frage. In den Bergarbeiterstreit sucht das Arbeitsministerium vermittelnd einzugreifen. Kommunale Betriebsräte. Freitag 5 Uhr, Bollversammlung, Stadthalle Klosterstraße. Reichsbetriebsrätetongreß. Pünktliches Erscheinen wird erwartet. Der geschäftsführende Ausschuß Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: h. Glade, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 ähne 60 u. 80 M. mit Friedenskautschuk Schriftliche Garantie. Zahnziehen mit Betäubung bei Bestellung von Gebissen gratis. Kronen von 100 Mark an Spez.: Zähne ohne Gaumen. Keine Luxuspreise. ahn- Praxis Hatvani, Danziger Straße 1. Gewinn- Auszug ber 20. Preuß- Südb.( 246. Preuß.) Klassen- Lofferte 5. Raffe 2. Ziehungstag 11. Oftober 1922 Auf jede gezogene Summer jind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beider Abteilungen I und II Ohne Gewähr. Nachbruc verboten, In der Abteilung 1 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 4 zu 10000 M 30033 366492 24 zu 6000 M 111734 14496 145154 164871 166814 183989 189581 193782 206728 2 5288 224276 339745 116 zu 3000 M 58 1116 8650 4259 8118 15781 15497 18118 18448 18684 41005 550 3 58284 58518 66480 92332 93139 9447 94336 116992 130251 130833 146726 148448 1570 0 172445 174119 178087 194439 195363 196579 202565 225119 233046 247660 255285 255287 265576 273241 274423 274842 276169 280895 296461 296776 300404 311864 312115 313.33 318634 821627 329320 330651 232719 336906 341055 349034 373278 In der Abteilung 2 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 50 000 M 39181 28 zu 6000 M 18638 4 860 93697 104605 107794 134003 162160 181810 188873 00347 21 572 287974 33 409 3484 3 128 zu 300 M 1931 2086 5495 6814 7679 14020 22898 30092 30208 36873 50282 66742 66133 87555 87730 93596 99825 102583 107015 110792 124975 124998 13732 139545 108252 169920 170474 181928 187451 189180 195982 19800 224100 227432 233452 234844 239006 2422 7 248971 250125 250680 256708 259885 262947 284563 270173 278827 279871 274745 93076 94421 305168 308799 311769 314696 322518 327038 383851 342377 348334 359560 360997 367487 37: 010 In der Abteilung 8 wurben Gewinne über 1500 Marf gezogen: zu 40000 M 158084 zu 0000 M 5 26 109224 251891 22 zu 5000 M 10E52 72198 83616 142877 149013 218009 235720 243465 257052 3 12 9 233154 116 zu 3000 M 117 968 3317 17926 20841 23040 37391 40959 41196 42088 49610 64228 57837 62507 64873 68241 70345 802 4 82730 83611 88287 115 88 181159 131489 134998 145715 48737 149758 152299 164242 165242 191083 198635 199540 206740 207297 213692 2.8073 218424 219760 4 033 2471 3 262014 267039 268507 277054 290117 294191 297946 301365 303865 314726 31 060 20918 3 2711 337817 340 79 356493 359182 Die Gewerkschaften der Amsterdamer Richtung suchen nun zu retten, was noch zu retten ist. Daß ihnen dabei die Kommunisten systematisch in den Rücken fallen, bedarf fast taum noch der Erwähnung. Diese drapieren sich zunächst mit scheinrevolutionärer Unversöhnlichkeit, lehnen Verhandlungen mit den Unternehmern ab, und wenn diese dann ganz einfach Lohnfürzungen vornehmen, Einnehmern zur unentgeltlichen Einsicht außliegen. Drum prüfe, wer sich ewig bindet! ges. geschützt 0. Als Selbsthersteller liefere ich in Qualität und Preisen einzig dastehende Trauringe 1 Ring, Dukalengold, von 1800,- an an 1 Ring, 585 gestempelt, von 1300, Ring, 333 gestempelt, vo: 1000,- an Garantieschein für gesetzlichen Goldinhalt. Ausführlicher Katalog nach auswärts geg. Rückporto. H. Wiese, Juwelier Artilleriestraße 30 und Passauer Straße 12 5 Min. v. Bahnh. Friedrichstr. Telephon: Norden 1030. 1 Min. v. Wittenb.- Pl. Nähe Zoo Telephon: Steinplatz 11803. Handelsgerichtlich eingetragene Firma. 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