Nr. 489 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 238 Bezugspreis: Für den Monat Ottober 250,-, voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Defterreich und Luremburg 346,- M, für das übrige Ausland 515,- M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart Eng land, Estland, Finnland, Frankreich), Holland, Lettland, Luremburg, Defter reich, Schweden, Schweiz. Tschecho slowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntags. beilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage„ Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Abend- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 4 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile toftet 60,- M. Reklamezeise 300,- 9. „ Aleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 14, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jebes weitere Wort 12, M. Stellengesuche und Schlaf Stellenanzeigen das erste Wort 8.- M... jedes weitere Wort 6,- M. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwe Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten geile 20.- M. Anzeigen für die nächste Mummer müssen bis 42 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden Straße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Douboff 292-295 und 2506-2507 Montag, den 16. Oftober 1922 Die Wahl des Reichspräsidenten. Die heutige Besprechung der Parteivertreter beim Reichs denten mit siebenjähriger Amtsdauer durch den Reichstag fanzler über die Frage der Reichspräsidentenwahl gibt es keinen Mittelweg. Welche von beiden gewählt ist nach furzer Dauer ohne Ergebnis afgebrochen worden. Sie wird, wird von den Beschlüssen der Fraktionen abhängen, die fell am Mittwoch vormittag fortgesetzt werden, nachdem die im Laufe des morgigen Tages gefaßt werden. Fraktionen Gelegenheit gehabt haben werden, ihren Vertretern genauere Instruktionen zu erteilen. In der Konferenz, an der u. a. die Abgg. Marg und Petersen und die Genossen Hermann Müller und Dittmann teilnahmen, legte Abg. Stresemann aber mals die Bedenken der Volkspartei gegen die Vornahme der Wahl am 3. Dezember ausführlich dar und erzielte damit auf die Vertreter des Zentrums und der Demokraten sichtbaren Eindruck. Bon sozialdemokratischer Seite wurde jedoch gegen den Gedanken, das Präsidentschafts- Provisorium bis zu einem unbestimmten Termin zu verlängern, entschiedener Widerstand geleistet. Eine weitere Mitteilung besagt: Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Fernsprecher: Verlag, Haupregpedition u. Inseraten. Abteilung: Dönhoff 2506-2507 Die Krisis in England. Von Rudolf Breitscheid. London, 12. Oktober. Der Hauptzwed meiner Reise nach England war, an Ort und Stelle einen Einblick in die Stimmung des englischen Volkes gegenüber dem deutschen Volt zu gewinnen. Aber ich glaube nicht, daß sich diese Absicht in dem wünschenswerten Ausmaß verwirklichen läßt. Man hat hier zurzeit andere Sorgen, und das Interesse an Deutschland und seinem Geschick, das übrigens nie besonders lebhaft war, ist in diesen Tagen vollständig in den Hintergrund getreten. Heute vormittag fanden in der Reichstanzlei Besprechungen zwischen den Führern der Koalitionsparteien und der Deutschen Volfspartei und der Bayerischen Volkspartei statt. An der Be- Was die Gemüter jetzt so gut wie ausschließlich beschäftigt, sprechung nahmen teil: Die Genossen Hermann Müller, Ditt ist die innerpolitische Situation. Werden Neumann, Reichstagspräsident Löbe, die Minister Röster und wahlen noch vor dem Zusammentritt des Parlaments im NoBauer. Von der Deutschen Bolfspartei waren anwesend die vember oder unmittelbar nachher stattfinden? Wird die liberal Herren Stresemann, Raumer und Kemples. Bom Zen- fonservative Koalition auf dem für den 15. November angesetztrum nahmen an den Beratungen teil die Abgeordneten Spahn, ten tonservativen Parteitongreß oder möglicherweise schon Mart, Guérard und Beder- Arnsberg Die Demokraten vorher zusammenbrechen? Wird Lloyd George schon vor der Marg, Guérard und Beder- Arnsberg. Die Demokraten Auflösung des Unterhauses zurücktreten und ein konservatives Es ergibt sich somit die seltsame Situation, daß Sozial. Bayerische Volkspartei war Abgeordneter Leicht erschienen. Kabinett die Wahlen machen lassen? Wohin wird er sich wenbemotraten und Deutschnationale für die VorDer Vertreter der Deutschen Volkspartei, Abg. Stresemann, nahme der Wahl am 3. Dezember sind, während Boltspartei, macht in längeren Ausführungen die Bedenken geltend, die feine den, wenn das gegenwärtige Regierungssystem aufgehört hat Zentrum, Demokraten und Bayerische Volkspartei Neigung Partei gegen die Vornahme der Präsidentenwahl zu dem in Aus- u existieren? Das sind die Fragen, die in allen politischen zeigen, für die Verschiebung zu stimmen. Da die Verschiebung sicht genommenen Termin hat. Die Vertreter der übrigen bürger- Kreisen eifrig und leidenschaftlich diskutiert werden. nur durch verfassungänderndes Gesetz möglich ist, das Zwei- lichen Parteien schloffen sich diesen Bedenken an, die zurückzustellen Berwidelungen im näheren Osten gegeben. Es Den unmittelbaren Anstoß zu dieser Krisis haben die brittelmehrheit zur Annahme erfordert, sind die Sozialdemo- fie sich nur bereiterklären können, wenn die Verschiebung der Wahl bestanden im Kabinett zweifellos Meinungsverschiedenheiten fraten auch allein imftande, sie parlamentarisch zu verhindern. aus verfassungsmäßigen Gründen unmöglich scheint. Der Bertreter über das den Türken gegenüber einzuschlagende Verfahren. Im Laufe der heutigen Debatte ist nun die Idee aufge- der Sozialdemokratischen Partei lehnte eine Verschiebung der Wahl Es war eine Partei vorhanden, die die rücksichtslosesten Maßtaucht, die strittige Angelegenheit so zu ordnen, daß dem am und Aufrechterhaltung der provisorischen Stellung des Reichspräsi11. Februar 1919 von der Nationalversammlung gewählten denten ab. Die Sozialdemokratie ist nach wie vor für die Bor- regeln vorschlug, und eine andere, die alle Mittel der BerhandReichspräsidenten eine fiebenjährige Amtszeit, wie nahme der Wahl am 3. Dezember. Nur ein verfassungs. lung erschöpfen wollte, um einen Krieg zu vermeiden. Das sie in der Verfassung für jeden Reichspräsidenten vorgesehen änderndes Gefeß, das die provisorische Stellung des Reichspräsidenten and geriet in eine Aufregung, die durch den alarmierenden ist, zuerkannt wird, so daß die erste Bolkswahl des Reichs in ein Definitivum umwandelt, könne die Lage ändern. Db Appell des Premierministers an die Kolonien und die Erkenntpräsidenten erst im Januar oder Februar 1926 erfolgen würde. die Sozialdemokratische Fraktion dem allerdings zustimmen würde, nis des scharfen Gegensages, in den man zu Frankreich ge raten war, erhöht wurde. Der konservative Führer Bonar Bis dahin wäre also dann Ebert definitiv Reichsprä sei dahingestellt. sident. Aber auch diese Lösung ist nicht ohne verfassungsam schrieb einen außerordentlich bedeutsamen Brief an die ondernden Zweidrittelmehrheitsbeschluß des Reichstags dentLimes", in dem er Poincaré vor dem völligen Bruch mit dar, der in diesem Fall eine große Vertrauenstundgebung der England warnte; die Gewerkschaftsführer hatten eine UnterBeltsvertretung für den gegenwärtigen Reichspräsidenten be redung mit Lloyd George( der genaue Bericht ist soeben vom Generalrat der Gewerkschaften veröffentlicht worden), in deren Verlauf sie auseinandersetzten, daß die arbeitende Bevölke rung feinen bewaffneten Konflikt wolle, und allenthalben murde das Verhalten der Regierung Gegenstand lebhaftefter Auseinandersetzungen. deuten würde. Zwischen diesen beiden Lösungen- Volkswahl am 3. Des zember oder Bestätigung Eberts als definitiven ReichsprästDer Kampf beim Zirkus Busch. Ein kommunistisches Abenteuer. Der Reichskanzler erklärte zusammenfassend, daß eine neue Situation insofern eingetreten sei, als alle bürgerlichen Bar telen den Bersuch machten, die Wahl in furzer Zeit zu vermeiden. Durch den Vorschlag der Sozialdemokratie sei der der Botspartei hinfällig geworden. Die Parteien erklärten, sie würden über die Lösung der Situation durch ein verfassungänderndes Gesß mit ihren Fraktionen Rücksprache nehmen. reaktionäre Presse schon die Absetzung des Genossen Richter, weil die Polizei die verfassungsmäßige Versammlungsfreiheit und das Leben friedlicher Bürger nicht ausreichend geschützt habe. " Aber Kleinasien, die Meerengen, Konstantinopel und Thrazien allein erklären die gegenwärtige Unruhe nicht. Durch das Abkommen von Mudania ist über den näheren Often ein Der Bund für Freiheit und Ordnung" hatte für Sonnvorläufiges Einvernehmen unter den Beteiligten hergestellt, Erreicht ist nichts als eine Stärtung der Reaktion. Die und die innerpolitische Krisis ist nicht nur nicht beendet, sontag zu einer Versammlung im Zirkus Busch eingeladen und ähnliche Organisationen wie der„ Deutschvölkische Geselligkeits- Tatsache, daß der volksparteiliche Abgeordnete Geisler an dern gerade erst in diesem Augenblick in ein atutes Stadium der Hindenburg- Versammlung im Zirkus Busch rednerisch getreten. Sie hat tiefere Gründe, die furz dahin zufammenverein" hatten zur Beteiligung aufgefordert. Es war zweifel mitgewirkt hat, wird angesichts der blutigen Vorfälle, die dieses zufassen sind, daß die Versprechungen, die Llond los eine sehr üble Gesellschaft, die sich da ein Stelldichein ge politische Ereignis umrahmen, wenig bemerkt werden. Der George während des Krieges und nach dem Kriege gemacht geben hatte. Und so lag es im Interesse der Arbeiterschaft, Erfolg, auf den die kommunistische Tattit offensichtlich hin- hat, in allen Beziehungen unerfüllt geblieben sind, und die Aktion dieser Ordmungshelden, die, wie sich später heraus zielt, ist die Berschlagung der Arbeiterbewegung und die Herr daß sich im Gegenteil innen- und außenpolitisch immer mehr stellte, in der Proflamierung der Kandidatur Hindenschaft des Fascismus auch in Deutschland. burgs zur Reichspräsidentschaft gipfeln sollte, möglichst schaft des Fascismus auch in Deutschland. Schwierigkeiten erhoben haben. Dazu macht sich auch aus perAufgabe der Sozialdemokratie wird es sein, die unheil- fönlichen Gründen eine ständig wachsende Abneigung gegen mirfungslos verpuffen zu laffen. Wenn heute der zweifelhafte„ Bund für Freiheit und Ord- pollen Folgen der verbrecherischen kommunistischen Taktik nach den leitenden Staatsmann geltend. Sein diftatorisches Vornung" im Mittelpunkt des Interesses steht und Berichte über Kräften abzuwehren, sie erwartet dabei die Unterſtügung aller gehen, dem noch dazu die Gradlinigkeit fehlt, erregt Mißtrauen seine Bersammlung um die ganze Erbe zirkulieren, ver- besonnenen politisch denkenden Arbeiter. Es iſt wünschens- und Unzufriedenheit; das demokratische Bewußtsein des Bolkes bankt er diese Reklame einer Funktionärversamm wert, daß über die Entstehung des unglücklichen Vorfalls am regt sich, und außerdem der Wunsch, durch die Wiederher verwert, lung der Kommunisten, die am letzten Freitag den gestrigen Sonntag volle Aufklärung geschaffen, daß insbeson- ftellung klarer Parteiverhältnisse aus einem aller englischen dere über die Vorgänge in der letzten Funktionärversammlung Tradition widersprechenden System herauszukommen. aberwizigen Beschluß faßte, die Versammlung gewaltsam zu der KPD. volles Licht verbreitet wird. Ist es richtig, daß stören. Infolge dieses Beschlusses haben sich gestern in der Die Konservativen, die im Barlament über die weitaus Umgebung des Birfus Busch blutige Kampfe abgespielt, bei ohne gründliche Ueberlegung, gegen den Widerstand be in den Händen eines Mannes sehen, den sie trotz allem für verhängnisvolle Beschluß durch leberrumpelung, stärkste Fraktion verfügen, möchten die Führung nicht länger benen ein Toter und zahlreiche Verwundete auf dem Straßen- sonnener Elemente gefaßt wurde? Auf diese Frage muß eine einen Liberalen halten und der wohl auch wirklich ein Libe pflaster liegen blieben. flare Antwort gegeben werden, um zu verhindern, daß das raler geblieben ist, zum Teil vielleicht, weil ihn die Tories Ist dieses Resultat vom menschlichen Standpunkt aus auf Schicksal der deutschen Arbeiterbewegung von ein paar per nicht in ihren Reihen haben wollten. Das mindeste, was fie has tieffte zu bedauern, so ist das politische Ergebnis brecherischen Abenteurern in der unheilvollsten Weise beein- fordern, wäre ein fonfervativer Barteiminifter, ihr eigentliches nicht minder beklagenswert. Wenn man auch vom Morali- flußt wird. fchen, dem leichtfertigen Spiel mit Menschenleben absehen M der will, so war das Verhalten der kommunistischen Drahtzieher Einzelheiten über die blutigen Vorgänge finden unsere fo idiotisch, daß jeder Versuch, es zu entschuldigen, vergeb- Leser auf der dritten Seite dieses Blattes. Trotz Devisenordnung: Dollar 3000! Nachträglicher Sturz! Biel aber ist ein rein tonservatives Rabinett. Die Unabhängigen Liberalen unter Asquith und Grey be fämpfen die sogenannten Koalitionsliberalen. Sie erstreben mit der Masse der Liberalen im Lande die Rekonstruktion einer einheitlichen und selbständigen Partei, und die Labou Party fordert im Bewußtsein ihres Tag für Tag im Land zunehmenden Einflusses Neuwahlen, von denen sie sich mit Recht ein gewaltiges Anwachsen ihrer Mandate verspricht Freunde der Aufrechterhaltung der jetzigen Koalition fint eigentlich nur die liberalen Koalitionsminister, die ihre Herr lichkeit entschwinden sehen, und ein paar der fonservativen Regierungsmitglieder, wie vor allem Austen Chamberlain die von dem Appell an das Bolt teinen Erfolg für ihre Part voraussehen. lich bleiben muß. Mit plumper Feste- druff- Tattik hatte die " Rote Fahne" den organisierten lleberfall auf die BirkusBusch- Bersammlung angekündigt. Durch ein lächerlich großes, pomphaft aufgezogenes Aufgebot von Sanitätern hatten die die Organisationen ihre Kampfabficht betont. Sie legten offen- Der Berliner Devisenmarkt zeigte bei Beginn der neuen Woche bar das allergrößte Gewicht darauf, vor der Deffentlichkeit als eine feste Tendenz. Die Umfäge waren allerdings verhältnismäßig die Angreifer zu paradieren, die eine gegnerische Versamm- gering. Der Dollar wurde gegen mittag mit 2975 gehanlung mit Gewalt sprengen wollten. Sie haben mit ihrem delt, was ungefähr der Parität des New Yorker Markturfes vom ganzen Aufgebot von blöder Soldatenspielerei, mit dem Ver- legten Sonnabend entspricht. luft von Toten und Verwundeten nicht einmal dieses Ziel er- Im weiteren Berlauf der Börse verlautete, daß die Regierung reicht. Die Versammlung hat stattgefunden, und daß sie unter beabsichtige, die Bestimmungen der Devifenverordnung durch Versolchen Umständen trotz alledem ftattfinden fonnte, bedeutet schärfungen zu ergänzen. Daraufhin sette ein Angebot am für ihre reaktionären Veranstalter einen förmlichen Triumph. Devisenmarkt ein, das den Dollar sehr rasch bis auf 2875 Die Behörden werden auf diese Weise gezwungen, mit drückte. Gegen Schluß der Börse war das Geschäft am Dollar den reaktionären Ordnungsbrüdern sozusagen in einer Front martt nur noch minimal. Man fürchtet vor allem eine Ein- lain und Balfour Blaß machen würde. Nur herrscht Unklarhei zu kämpfen. Wahrscheinlich war der Wunsch, dieses Ergebnis sichtnahme in die Währungstonten der Banken. über den Aufmarsch der Partien und über den Ausgang der zu erzielen, der einzige politische Gedanke", der in den Hirnen Am Effektenmarkt entwidelte sich eine stürmische Hausse Schlacht, der Umstand, daß Lloyd George seine große Rede Der Beranstalter dieser Prügelei gedämmert hat. Heute abend in inländischen Industriepapieren, da man annimmt, daß das Bubli- über die Bolitik des Kabinetts am Sonnabend in Manchester wird die" Rote Fahne" freischen:„ Der sozialdemokratische fum feine flüssigen Gelder in verstärktem Maße dem Effektenmarkte halten will( sie ist inzwischen gehalten worden. Siehe SonnBolizeipräsident fügt Hakenkreuzler!" Inzwischen fordert die zuführen wird. tagsausgabe des Borwärts. D. Red.), wird als Zeichen Die überwiegende Meinung geht dahin, daß die Wah Ten im Dezember stattfinden werden, und zwar ohne da Lloyd George zuvor zurücktreten und Bonar Law, Chamber 11 ür seinen Entschluß gedeutet, die Kampagne als Liberaler| Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, diese spezifischen eng-| tifern Reden gehalten oder angekündigt. Hierüber meldet losgelöst von der Koalition zu führen, denn in Manchester lischen Folgen von Versailles weiter ihren verhängnisvollen Europa Preß": stehen die beiden liberalen Gruppen in verhältnismäßig guten Lauf. Dazu tam noch, um dem Faß den Boden auszuschlagen, London, 16. Oftober.( Eẞ.) Henderson, der Sekretär der Beziehungen zueinander, aber die Frage bleibt noch offen, ob der völlige Fehlschlag der Lloyd Georgefchen Orientpoli- Arbeiterpartei, hielt gestern in London eine Rede, in der er erklärte, er an einen Liberalismus im alten Sinne denkt, oder ob er tit. Das alles sind Tatsachen, die ein politisch geschultes Bolk daß die Arbeiterpartei auf die Wahlen vorbereitet set. Die Koadie Schaffung einer Zentrumspartei plant, die auch, einen sich nicht wegreden läßt, und sei es durch eine noch so geist- fifion sei tot, fie müsse nur noch begraben werden. Die ArbeiterTeil der heutigen Konservativen umfassend, eine Art von Ab- reiche und pathetische Rhetorik. partei müsse sich vorbereiten, um der politischen Lage der Zukunft, mehrorganisation gegen die Arbeiterbewegung darstellen die von der gegenwärtigen vollkommen verschieden sein würde. wird, gerecht werden zu fönnen. Das Ergebnis des Ringens ist jedenfalls gänzlich unüber fehbar. Einstweilen hoffen die Konservativen die stärkste Graftion zu werden, aber die absolute Mehrheit über 300 Size scheint ihnen selbst unerreichbar. Die Aussichten der Liberalen find wenig günstig; die Arbeiterpartei, die heute über 70 Mandate verfügt, wird, wie gesagt, sehr gut cbschneiden, die Schähungen bewegen sich zwischen 150 und 200 Sigen, ja es könnte sogar dahin kommen, daß sie bei der tiefgehenden Enttäuschung, die auch die nichtproletarischen Schichten beherrscht, die Konservativen überflügeln. Theoretisch denkbar wäre also sowohl eine rein fonservative wie eine reine Arbeiterregierung. Aber die eine wie die andere würde auf äußerst schwachen Füßen stehen, und insbefondere die Arbeiterregierung würde aus den verschiedenſten Gründen mit den denkbar größten Schwierigkeiten zu tämpfen haben. Bei dieser Lage der Dinge ist die Bildung einer neuen Koalition wahrscheinlich. Wieder sins zwei Gruppierungen möglich. Zunächst Liberale und Arbeiter. Aber die Labour Party lehnt eine Koalition im eigentlichen Sinne ab und würde höchstens bereit sein, einige Sige im Kabinett zuverlässigen linksstehenden Bürgerlichen zu überlassen. Dafür wäre eben Voraussetzung, daß sie start genug würde, um ihre Bedingungen biftieren zu können. Da bas nicht zu erwarten ist, würde also aufs neue eine bürgerliche Koalition in Frage kommen. Das aber wäre eine unpolllommene und unbefriedigende Lösung des Problems. Der Koalitionsgedante hat zuviel Boden verloren, und außer dem würde eine große und gut geführte Arbeiterpartei ihn immer aufs neue erschüttern fönnen. Man darf daher annehmen, daß die politische Krisis in England mit den bevorstehenden Wahlen nicht abgefchloffen Jein wird. Sie wird länger andauern, und zweifellos wird in ihrem Verlauf der Moment eintreten, in dem die Arbeiter partei so oder so einen maßgebenden Einfluß auf die Regiepartei so oder so einen maßgebenden Einfluß auf die Regie rung des Landes auszuüben beginnt. Das wird das Gesicht Englands ändern und auf die Gestaltung der europäischen Berhältnisse seine groß Wirkung ausüben. Nur müssen wir ams auch in diesem Falle vor der Illusion hüten, als ob die foziale Revolution und der Sozialismus in England vor der Tür ständen. Nach der Rede von Manchester. Der stürmische Beifall, der Lloyd George von einem gewählten Bublikum, nämlich von den Bankettgästen im Reform Klub zu Manchester, gezollt wurde, kann darüber ebensowenig hinwegtäuschen, wie die von Reuter gemeldeten Dvationen bei feiner Wiederanfunft in London. Biel bezeichnender für die wahre Beurteilung der Situation sind jedenfalls nachstehende englische Blätterstimmen: London, 16. Oktober.( WTB.)„ Daily Egpreß" schreibt, die Rede Lloyd Georges sei von internationalem Gesichtspunkte aus gesehen äußerst unglücklich. Lloyd George leite die Aera des Wohlwollens mit einem Angriff auf die Türkei und einer Kriti Frankreis ein, die Poincaré zu einer öffentlichen Antwort zwingen werde. Lloyd George laffe durchblicken, daß die franzöfifchen Soldaten die Engländer im Stiche ließen und daß die franzöfifchen Politiker die Engländer in der Stunde der Gefahr in Tschanat verrieten. Times" fagt, die Rede Lloyd Georges werde in weiten Kreisen zumindest Entfäuschung hervorrufen. In den nächsten Tagen oder gar Stunden tönne es sich entscheiden, ob eine Rabinettskrise oder eine sofortige Auflösung des Parlaments bevorstehe, und ob die fonservative artei in der Lage fein werde, als vereinigte Körperschaft in die Wahlen zu gehen oder ob sie sich spalten werde. Das Arbeiterblatt Daily Herald" bemerkt, niemals habe ein britischer Staatsmann nach einer ernsten Krise eine fo zynische Rede gehalten. Die Rede enthülle eine Tatsache, nämlich, daß Lloyd George sein Amt niederlegen werde. George während der letzten vier Jahre verleumdet worden sei, so „ Daily Chronicle" fchreibt dagegen, so bitter auch stond habe er doch noch immer einen großen persönlichen Einfluß auf die Massen des Volkes. Churchill wird morgen in Bristol eine politische Rebe halten. Lord Derby wird am nächsten Samstag in einer Stadt in Lancashire sprechen. Wie man sieht, herrscht in ganz Großbritannien eine politische Hochspannung wie noch nie seit Kriegs= ende. Daß Neuwahlen nunmehr unmittelbar bevorstehen, tann nicht mehr bezweifelt werden, zumal ein Mitglied des Kabinetts dies mit aller Bestimmtheit( nach einem Telegramm der„ Expreß Korresponden estätigt haben soll. Es fragt sich nur, unter welchen Parteifonstellationen diese Wahlen vorgenommen werden. Auch hierin ist die Lage der Labour Party, die als geschlossener Block auftreten kann, da es dort zum Glück der englischen Arbeiterbewegung eine fommu nistische Partei nicht gibt, sehr vorhaft, während im bürgerlichen Lager bis heute noch linklarheit dar der herr, ob man die Koalition aufrechterhalten der zu der traditio nellen Scheidung zwischen Liberalen und Konservativen zurückkehren soll. Frankreich, Deutschland und Rußland. Paris, 15. Oktober.( EB.) Der frühere Ministerpräsident Painlevé hielt gestern in Bordeaug eine Rede, worin er die fratischen Deutschland und Rußland als das einzige Bildung eines Blods der Linten vorschlug und nach außen die 3usammenarbeit zwischen Frankreich, dem demofratischen Deutschland und Rußland als das einzige Mittel forderte, um die europäische Wirtschaft wiederherzustellen und der Welt den Frieden zu sichern. " Garvin, der im„ Observer" das Koalitionssystem vermirft, Paris, 15. Oftober.( WTB.) Abg. Herriot, der heute vormittag schreibt, Lloyd George würde, wenn er unabhängig hätte handeln fönnen, eine völlige Regelung mit Rußland auf der Grundlage in Lyon eintrifft, erklärte dem Straßburger Korrespondenten des voller politischer inerfennung getroffen haben. Diese Regelung Petit Parifien": Die von England in den Meerengen befolgte Politik fei jedoch verhindert worden durch Churchill und konservative bedeute für Rußland die größte Bedrohung. Nachdem die Russen Führer. Andererseits würde ein unionistischer Premierminister an Reval und Riga verloren hätten, hätten sie nur einen Zugang zum der Spitze einer unionistischen Mehrheit sich zweifellos sowohl mit Meere, nämlich Konstantinopel. Die Freiheit der Meerengen der Türkei als auch mit Frankreich geeinigt haben. Diese Regelung sei also für Europa unerläglich. Die französischen Inter. wurde jedoch in der Hauptsache durch Lloyd George verhindert. nicht eine Stelle auf der Weltkarte sei vorhanden, wo England seine effen in dieser Angelegenheit feien diefelben wie die Außenpolitik erfolgreich nennen könne. Rußlands. Die ersten Goldschaswechsel überreicht. Der politische Berichterstatter des Observer" schreibt, es sei zu erwarten, daß das Parlament unverzüglich aufgelöſt werden wird und daß Anfang November Neuwahlen stattfinden. Berlin, 16. Oftober.( WTB.) Die für den 15. Oftober nach dem Die Ansicht fei weit verbreitet, daß Lloyd Georges Rede seinen mit Belgien geschlossenen Abkommen fälligen Goldschahwechs Rüdtritt in den nächsten Tagen andeute. Die Unionisten würden set sind heute vormittag der Reparationsfommission in Paris den Rücktritt lebhaft begrüßen. Wie man sieht, ist die englische Presse, mit Ausnahme des übergeben worden. Die Wechsel lauten unter Berücksichtigung der Lloyd George stets ergebenen„ Daily Chronicle", mit der Deutschland aus anderen Leistungen zu machenden Gutschriften auf Rede von Manchester alles andere als zufrieden. Den fran- einen Gesamtbetrag von 47 445 155 Goldmart. Eine überflüssige Anklage. Die Aufnahme der Rede Lloyd Georges in der englischen Bresse, sowie alle inzwischen eingelaufenen Meldungen über die Weiterentwicklung der englischen Krise bekräftigen das Bild, das Genoffe Breitscheid vor der Rede des Premierministers über die Lage in England entworfen hat. zofenfreundlichen Konservatinen hat er durch seine Die Rede selbst ist zweifellos eine rhetorische Meister- außerordentlich scharfen Vorwürfe gegen Poincaré( die allerfeiftung; fie dürfte dennoch nicht genügen, um die zahlreichen dings zum großen Teil berechtigt sind) neue Waffen in die Während man in Leipzig den Mordbuben von Rechts wegen zu Argumente der vielen scharfsinnigen Krititer zu widerlegen, Hände gespielt. Die Arbeiterpartei wird sich aber Leibe ging, war auch die toürttembergische Justiz nicht müßig. Sie die Lloyd George lints und rechts von seiner in die Brüche durch diese Rede nicht davon abhalten lassen, Lloyd George ftellte foeben den wahren Jakob" unter Anflage, weil gehenden Koalition zählt. Denn es ist ihm letzten Endes doch für die Verträge von Versailles und Sèvres und für deren er so dreift war, in einem Bild der Nr. 939 die legten Folgerununmöglich, die Tatsache aus der Welt zu schaffen, daß es Folgen verantwortlich zu machen, und alles deutet darauf hin, gen des Schußgefeßes der Republit für die Monarchisten feine Barolen waren, die bei den Khatiwahlen im Dezember daß ihr Feldzug von größtem Erfolg gefrönt fein wird. der Tat draftisch darzustellen. Die Polizeibehörde, der die 1918 jene Roalitionsmehrheit zustande brachten, die so fläglich Maßgebend für die unmittelbare weitere Entwicklung der Nummer feinerzeit vorschriftsmäßig vorgelegt wurde, hat an dem persagt hat. Alle feine feitherigen Versuche, die Ergebnisse rise ist aber einstweilen vor allem die Konservative Bild nichts Staatsgefährdendes gefunden. Nur die zartbefaifete feiner eigenen Kriegsdemagogie zu korrigieren und zu mil- Partei, die trotz der Rede Chamberlains entschlossen zu sein Süddeutsche Zeitung" schlug damals ihren üblichen Alarm. Und die bern, fcheiterten sowohl an dem Widerstand des jingoistischen scheint, die Koalition zu kündigen und selbständig bei den Staatsanwaltschaft Stuttgart erblickte in dem Bild einen Flügels der Koalition wie auch der französischen Regierung. Wahlen vorzugehen.„ Europa Preß" zufolge haben sich be- Berstoß gegen den bekannten§ 130 des Strafgesetzbuches( Aufreizung Das gilt insbesondere für die Konferenz von Genua, von reits 200 fonservative Unterhausabgeordnete in diesem Sinne zum Klaffenhaß usw.). In Leipzig wurden Monarchisten der Tat verurteilt, in deren Gelingen oder Scheitern das Schicksal ihres Anregers festgelegt, und den„ Times" zufolge wollen mehrere MitglieLloyd George abhängig war. Diese Konferenz ist bekanntlich der der Regierung zurücktreten, falls beschlossen werden sollte, Stuttgart schleppt man diejenigen borihin, bie por Wieder. infolge der kombinierten und systematischen Sabotage der die Koalition fortzusehen. Inzwischen werden an allen Eden holung solcher Hezereien und politischer Morde warnen Northcliffe- Presse und Poincarés gestrandet. Damit nahmen und Enden des Landes von den prominenten englischen Boli- ist der richtige Kreislauf! ben fönnte. Gotteslästerung! Bon M. Charol " hso, das mieviel unnük vergeudete Leidenschaft, wieviel Entrüftung, wieviel| daß ein jeder dem Staat, ein jeder ihm verantwortlich sei. Denn fünftige Arbeit würde die Verurteilung eines Buches zu einer ist er auch torfervativ, so ist er doch Republitaner, dem nichts an der folchen Bauchbinde, eines Gemäldes zu einem Borhang mit solcher fentimental- völkischen Ausschlachtung einer Bergangenheit liegt. Doch Aufschrift ersparen! die Losung blieb peinlich: die Republit ist unser Schicksal; Schicksal Der erste Gotteslästerungsprozeß des republikanischen Deutschnicht einmal einer Niederlage; beschlossener Wille vielmehr; aber, lands ist zu Ende. Die Verteidiger Gottes werden zufrieden sein. Große Bollsoper. Die vorjährige Fidelio"-Aufführung in feib nicht böse, Kinder, ich will sie Euch schmachaft maden( mir Seine Beleidigung in der Form des Buches wird reftios vernichtet. der Neuen Welt war ein sehr schwacher Notbehelf, die gestrige im schmeckt sie zwar auch nicht): richtet sie auf, stellt Euch nicht abseits; Eine eventuelle Beleidigung in Gedanken die einzige wahre Be- Westen- Theater eine starte Tat. Durch die Zusammenarbeit des ich, Thomas Mann, fein Goethe, bin zmar nicht Parteimann, aber leidigungsform für Gott, falls Gott als der Schöpfer des Alls ge- Epielleiters d'Arnals und des jungen Malers Strohbach Euch für die Republik zu gewinnen, stehe ich doch nicht an, mich auf dacht, von einem solchen Befen wie ein Mensch überhaupt beleidigt fam eine Aufführung zustande, wie fie nur an Nebenbühnen einmal den volksparteilichen Boden der Tatsachen, tja, zu stellen. Und ist merben fann geht ja nicht auszumerzen, denn eine Bestrafung aus dem Alltag in die Luft jo außergewöhnlich gehoben wird. Eine nicht Demokratie, ah, Humanität, ist nicht die Republik liebenswerter burch hypnotischen Schlaf und eine damit verbundene Austilgung finnreiche Inszenierung schuf mit der Möglichkeit freier Bewegung als das amüsante Gefafel des verschwundenen Herrschers? midriger Gedanken gibt es noch nicht, und so fann nur eine auch den dramatischen impuls, der Beethovenscher Mufit immer,( Cbfchon...) Die späteren Ausführungen, in denen sich Mann Suggestion von der Unangemessenheit solcher Gedanken den Denfern dem Theaterstück Treitschtes nur in feinen Höhepunkten innewohnt. mit Whitmann und Novalis auseinandersetzte, waren, obfchon viel durch Geldstrafen beigebracht werden. Aber schließlich ist der Aus- Alles Schleppende war verwischt, durch den Einfall eines durch zu breit, flug in der Ausnügung von Zitaten und belebten den gang des Brozesses als Einzelfall für die Deffentlichkeit gleichgültig. Stufen mit dem Erdboden verbundenen Plateaus stellten sich die Vortrag und schufen eine unpolitische Atmosphäre dichterischer Nur daß sie jest wohl öfters von solchen Prozessen zu hören friegen Chöre und Gruppen frei in den Raum, spielten sich Szenen vertikal Intelligenz. wird. In dem Einzelfall foll alles richtig gewesen sein. Die Gestalt auf der Bühne ab. Die Gefangenen schlichen über die Treppe zum Sefu ist verächtlich gemacht worden, die christliche Kirche ist als eine fonnenglänzenden Anstaltsgarten und ähnlich wantten Rotto und Ein revolutionärer Gedenktag. Der heutige Tag ist ein ernster Täuschung Bauli dargestellt worden, Maria ist beschimpft, bie Gottes Leonore vom hochgelegenen Tor in die unterirdische Zelle Flore. Gedenktag in der Geschichte der großen franzöfifchen Revolution. Täfterung ist erwiesen, Einstein und der Verleger mußten bestraft ftans. Die war erschreckend düster, nur von einem bleichen Schein Marie Antoinette, die gestürzte Königin Frantreichs und werden, weil das Buch auch von unliterarischen Leuten gelesen wer- müde beleuchtet, der Lichtausschnitt sah einer endlos ragenden Gäule Witwe Ludwigs XVI., erlitt an ihm 1793 den Tod durch Henders Halt! Hier beginnt die prinzipielle Frage: Muß ähnlich, zu der quer das Lager Florestans gerichtet war. Auch im hand. Geborene Prinzessin von Desterreich, hatte sie sich noch, als jemand bestraft werden, weil durch sein Werk Andersdenkende in legten Bild war wieder durch den ganzen Raum hindurch Luft und das Königtum auf der Höhe der absoluten Macht stand, durch ihre ihren heiligsten Gefühlen verlegt werden? Platz geschaffen, oben für die Chöre, die durch die Diagonaltreppe Bergnügungssucht, die dem Lande gewaltige Summen foſtete, ihre Daß die Beleidigung fittlicher Gefühle einer Gruppe von„ An- mit den Solisten eine Einheit bilbeten. Das alles war die fluge Launen, ihr willtirliches Eingreifen in die Tagespolitik und ihre Un dersdenkenden" schwer bestraft wird, haben wir in letzter Zeit ge- Lösung eines Bühnenproblems und verhalf der Darstellung zu gerechtigkeiten bei Bevorzugung oder Zurückfegung einzelner Bernügend erfahrenes find nur weibeutigkeiten und verstedte einer bem vorwärtsgepeitschten Freiheitsbrama enisprechenden Tem fonen sehr unbeliebt gemacht. Auch hatte ihr Ruf durch die berüc Boten erlaubt jetzt fommt die Religiofität. Nach dem allgemein- peratur und Beweglichkeit. Blin dirigierte sich und die Sän- tigte Halsbandaffäre, freilich wohl ohne ihre Schuld, einen schwere gültigen Gefeß für Gleichberechtigung der Minderheit müßte aber ger in Giedehige hinein, die im Schlußhymnus überschwänglich Stoß erlitten. In den Stürmen der Revolution trat fie ganz bes genau dasselbe wie für die katholische auch für die evangelische wurde und bei der immer wieder eingeschalteten, an Tempover. fonders der freiheitlichen Bewegung entgegen und fuchte das alte Juden, für den Mohammedanismus. Kurz, unter dem Zwang des gebungen führte. In Fidelio ist Melanie Rurth, vielleicht Festigkeit, daß Mirabeau, den sie durch ihre Reize zu gewinnen suchte, Strafgefeßes müßte es genügen, daß eine Gruppe von Menschen bie eindringlichste und wärmste Leonore, die eine beutsche Bühne sie den einzigen Mann an der Seite des Königs" nannie. Daß sie fich zuſammentut und irgend etwas als ihr Sittengefeß oder als ihr bu ihrer großen mühelosen Stimme war Bogel ftroms für eine verlorene Sache fämpfte, zeigten ihr bald der Sturz des heiliges Gefühl erflärt, um es unantastbar zu machen, damit ein angestrengter Tenor ein meriwürdiger Kontrast, sehr durchdacht und Königtums und die eigenen traurigen Erfahrungen. geordnetes Zusammenleben des Boltes" bestehen bleibt. Denn es fchori morafteriflerend 2attermanns Pizzarro, würdig und Schredensregiment sich der Höhe näherte, tam auch sie als„ Bitwe fönnen weder Gott noch die Sittlichkeit beleidigt werden; fie stehen ebel Guttmanns Minister. An Gauers Rotto ist nur der Capet" am 15. Oftober vor das Revolutions tribunal. Anklagen ver über dem Denken und Lun des einzelnen. Beleidigt fühlt sich nur heifische Dialett, an Elfe Tuschtas Marcelline bas ewige fchiebener Art lagen gegen fie vor, wahre, wie die auf hochverräte Denken und Empfinden. Und weil es immer engere Menschen als werklichen Anfängen sichtlich empor. Weiter so! der andere Mensch in seinem ebenso oder noch fleinlicheren engeren Lächeln zu beanstanden. Das Orchester raffte sich aus seinen hand- rifche Koniniration mit dem Auslande, zweifelhafte, wie die auf Ber K. S. niftung des Schloffermeisters Germain, unwahre, wie die auf filb die Schaffenden geben wird, sind diese verurteilt, ihr Schaffen zu liche Bergehungen mit dem eigenen Sohne. Gegen lekten Bunkt beengen. Ihnen werden die Flügel beschnitten, der Stoff begrenzt, Thomas Mann sprach von deutscher Republit. Nun lehnte le fich mit gerechter Entrüftung auf und fand Beifall bei freieren Menschen ein Gebiet der Literatur, ein Gebiet der Kunst, weiß man, daß dieser Diater sehr fultiviert und reizvoll spricht, und Buhörern und Zuhörerinnen. Auch fonnte felbst Robespierre nicht nein, nicht ein, sondern viele Gebiete entzogen nur weil enger weil er sich diesmal an ein imaginäres Studententum wandte, be- umbin, die Gemeinheit solcher Beschuldigung zu verdammen. Mit Gerichtete sich dadurch verleht fühlen, wenn sie sich das Runstwert biente er sich als geistvoller Würze bisweilen auch sokratischer Ironie. Festigteit, wenn auch förperlich völlig erschöpft, nahm Marie Anteienschauen, das Buch lesen. Ist das nicht eine Beleidigung, eine Es geht aber nicht an, aus Dankbarkeit gegen frühere Werte fich nette bas unvermeidliche Tobesurteil bin. Schon am nächsten VorBergewaltigung aller freier Dentenden? Ist es nicht einfacher, zu pon Mann einfangen zu laffen, und wer unbeirrt diefem Vortrage mittag wurde sie zur Guillotine geführt. schreiben: Ein Buch, eine Ausstellung für frei Denfende! Damit folgte, der, Essay mehr denn Bortrag, auch demnächst gedruckt Der unermüdliche Drudfehlerkobold hat die Leser unseres mären die anderen von vornherein gemarnt, hineinzugehen, fich an werden foll, muß aussprechen, daß anfangs vor allem eine bedentdem Buch zu vergreifen, und die Menschheit würde nicht durch fie lich große Eitelfeit des Redenden verlegte. Die Art, fich als Berant- geftrigen Sonntagsblattes durch einen zeitgemäßen Scherz erfreut, ärmer gemacht werden. Würde ein Zettel: Nicht für Juden, weil wortlichen" aufzuspielen, ist uns zu unsympathisch geworden, feit- indem er aus der Juryfreien eine Juristische Kunstschau antisemitisch! Nicht für Katholifen, meil antijesuitisch! Nicht für dem das Wort in den Großmünden beschränkter Generale an Wert machte. Die Leistungen unserer Rechtspflege find in lezter Beit Bläubige, weil gottesläfterlich! Nicht für Prüde, weil erotisch! nicht verlor, weil Wort und Tatfinn einander widersprachen. Wohl ver- allerdings oft derart gewesen, daß sie die Ausstellung auf einer hie ganze anstoßnehmende Klaffe für immer vor dem betreffenden standen bleibt, daß Thomas Mann die Verantwortung anders Kunstschau verdienten. Die Veranstaltung, die jegt am Lehrter Bert warnen, so daß es nie in falsche Hände tommen fönnte? Und geistig auslegte, auch meinte, die Republit habe diefes für sich, Bahnhof stattfindet, hai aber damit nichts zu tun. hat. Als das M. Sch. Die Zusammenstöße am Zirkus Busch. waren es " 1 Sport. Schon in aller Sonntagsmorgenfrühe hatten die Kommunisten| Unter den Linden, in deren Verlauf mehrere fommunistische Ruhe-| die zuständige Dienststelle der Schußpolizei mit einem derartig eine große Anzahl außerordentlich jugendlicher Anhänger und vor störer festgenommen wurden. Der Bannkreis in der Nähe der frühze tigen Eintreten der Tumulte nicht gerech allem viele Arbeitslose vor dem Zirtusportal versammelt. Die erjie Linden wurde polizeilich besetzt, während größere Polizeiatteilungen net hatte. Die hierfür verantwortliche Dienststelle werde ich mit Heidental wurde gegenüber einem alten Zeitungshändler ver- die zahlreichen Ansammlungen in der Nähe der Charlottenstraße all em Nachdruck zur Verantwortung ziehen. Benn übt, der das Ungitid hatte, die Deutsche Zeitung" verfausen zu und der Dorotheenstraße zerstreuten. mijfen. Man eniri dem alten Mann die Zeitungen und schlug fo Meiter wird uns geschrieben: Am Sonntag vormittag hatte ich auch die frühzeitig einsehenden Tumulte und Gewalttätigkeiten feiauf ihn ein, daß er schwerverleht nach der Rettungswaghe ge- beruflich in der Nähe des Zirkus Busch zu tun. Nach Baffieren des der nicht verhindert werden konnten, so hat das Eingreifen der bracht werden mußte. Der nächste Zusammenstoß ereignete sich dann Luftgartens hemmt eine ganz ungewöhnlich starke Bostenfette der Schuhpolzei aber doch bewirkt, daß die Versammlung selbst zur furz nach 8½ 2hr. Zunächst wurde ein Mann, der zu der Berjanm- Schupo meine Schritie. Hier ist gesperrt!"- Warum?"-Im festgesetzten Zeit und ungestört tagen fonnte. Daß die uns durch fung wollte, mit Stöden niedergeschlagen und ebenfalls Zirkus Busch ist eine Versammlung des Bundes für Freiheit und das Verbot der Entente aufgezwungene oderung der inne. erheblich verlegt. Als dann Beamte der Schuhpolizei einschritten, Ordnung!" Was für einen Ausweis muß man zum Baffieren ren Organisation der Schußpolizei früher oder später wurden diese von der Menge angegriffen und gleichfalls übei zuge- haben?"" Eine Legitimation des Bundes für ihre üblen Folgen flar erweisen würde, haben die Vorkommnisse richtet. Ein Beamter erhielt mit einem Tofjchläger einen fo Freiheit und Ordnung!" Meine Baßtarte genügte auch. ebenfalls dargetan. wustigen Schlag auf den Hinterkopf, daß er bewußtios 3ujam- Aber was find das für Zustände, daß man zum Betreten eines menbrach. Auch er mußte nach der Rettungswache gebracht wer- Stadtbezirks, in dem noch dazu ein wichtiger Stadtbahnhof liegt, den. Gleich darauf wurde sodann eine aus vier Beamten bestehende einen Ausweis von einer nationalistischen Organisation gebraucht? Radfahrerpatrouille, die an dem Plaze vorübergefahren Leben wir nicht im vierten Jahre der Republik? fam, überfallen. Die Menge warf die Beamten von ihren Der Preis der Republif in Mariendorf. Rädern, raubte ihnen diese und bearbeitete die Beamten, die Die Versammlung des Freiheit"-Bundes. Ein Rennen von sportlicher Bedeutung, das über die englische der Menge gegenüber wehrlos waren, mit Toffchlägern, Schlagringen Meile führte und bei dem es 300 000 Mart zu gewinnen gab, und anderen Werkzeugen, und einige von ihnen flachen sogar mit Ein Augenzeuge der geftrigen Vorgänge in der Umgebung des fam in Mariendorf zum Austrag. Dieses wertvolle Rennen wurde Meifern auf die Beamten ein. Zwei son tehleren wurden lebens- Birtus Busch teilt uns mit: Ohne die Kommunistenattion irgend der Preis der Republil genannt. Eine Benennung, die gefährlich verlegt. Einer erhielt einen Stich in das wie zu befchönigen, muß doch festgestellt werden, daß die Versamm sehr sympathisch ist und die fich in ihrer Umrahmung durch die Genid, der andere in die rechte Schulfer. Die Menge war in- lung des Bundes für Freiheit und Ordnung" einen recht bedent- anderen Rennen, Sachsen- Breis, Preis von Württemberg, Breis zwifchen auf weit über 1000 Perfonen angewachsen, als Verstärkungen der Schußpolizei erschienen, um den Play zu räumen. fichen Charakter trug. Man brauchte nur die in den Zirkus ftrö- von Baden, Baterland- Preis und Bayern- Preis, sehr gut ausDacei fließen auch diese Beamten auf heftigen Widerstand. Auch sie menden Teilnehmer anzusehen, um zu erkennen, wes Geiftes Kind machte. Edeltochter, die so leicht feinen Gegner zu fürchten wurden titlich angegriffen und bei der Abführung von Angreifern der neue Bund mit dem schönen Namen ist. In der Hauptfache braucht, ging als Siegerin aus dem Rennen hervor. aus der Menge heraus mit Anüppeln, Brettern, die sie von den Studenten, ehemalige Offiziere, ver- 1. Sachsen Preis. 1. M. Heeses Fremdling( Rogomiti), 2. 3äunen abgeriffen hatten, usw. beworfen. Erst als unter Leitung bummelte Individuen, zumeist von jener Gattung, wie wir fie in des Kommandeurs der Schuhpolizei eine größere Abteilung Schuß der vorigen Woche auf der Anklagebank des Staatsgerichtshofes polizeibeamten und unter Führung des Leifers der Abteilung Ia, bewundern fonnten. Hafentreuze und ähnliche AbOberregierungsrat Weiß mehrere Kriminalbeamten erschienen, gelang zeichen waren in Maffen zu sehen. Der aus mehreren hundert es, den Play vollständig zu räumen und die Demonstranten nach dem Hadefchen Markt und in die Seitenstraßen hineinzudrängen. jungen Burschen bestehende sogenannte Saalschutz war mit Knüppeln Aber and hierbei lam es noch zu heftigen Zusammenstößen zwischen und Stöden bewaffnet, auch wurde beobachtet, daß mehrere Berden Kommunisten und der Polizei. Insgesamt wurden dabei nach fonen Schußwaffen bei sich hatten, aus denen sie auch Schüsse den bisherigen Feststellungen etwa 30 Perfonen zum Teil abgaben, wobei es dahingestellt bleiben mag, ob es sich um wirtIwer verleht. Der Unterwachtmeister With. Wynijansti liche Revolver oder nur um sogenannte Schreckschußpistolen handelte. echielt einen Sich in den Arm, dem Unterwachtmeister Hentei Für den Geist der Versammlung waren vor allem die lebhaften wurde der Schädel verlegt. Beide fanden Aufnahme im Krantenhause. Zwischenrufe fennzeichnend: Schlagt die Juden tot!", Hoch Die auf felten der Demonstranten Verwandelen fanden ihre erife Slife bei einer fliegenden Samaritertolonne, die sich in dem Hause echow!",„ Nieder mit der Judenregierung!" Go Burgstraße 28 niedergelaffen hatte. Die Zahl der Verlegten auf schwierte es ununterbrochen durch den Gaal. Sollten die Gerüchte dieser Seite täht fich deshalb nicht genau feststellen. Ein Mann, der richtig sein, die davon sprechen, daß der neue Bund ein Sammel Arbeiter Otto Pieste aus der Gartenstraße 10, ift einer Stichoer- beden für alle aufgelöften reaktionären Organi legung erlegen. Er wurde, nachdem auf der Rettungsstelle fein fationen ist? Bei den Zusammenstößen mit den Kommunisten Tod feltgestellt worden war, nach dem Schauhaufe übergeführt. Von erwiesen sich die Hakenkreuzler in den meisten Fällen als die schlagden Bersammlungsteilnehmern wurde ebenfalls eine ganze Anzahl fräftigeren, so ist es ja auch bezeichnend, daß die Mehrzahl der Bererheblich verwundet. Zwei, darunter ein Student Friese aus Grunewald, wurden ins Wajjer geworjen. Sie wurden von einem Schiffer, legten auf der Seite der Kommunisten ist. Russische Agitatoren, von der mit feinem Sahn in der Nähe leg, gerettet. Bei den Verhafteten denen ein heutiges Morgenblatt zu erzählen weiß, daß sie die Masse fand man Schlagwaffen aller Art, Stahlsföde, Gummifnüppel, aufgehegt hätten, habe ich nirgends bemerkt. Es handelte sich auf Schlagringe und bei einigen Schlagwerkzeuge, die fie fich aus zu- feiten der Kommunisten hauptsächlich um recht jugendliche Elemente, fammengebretten Matraßenfedern eigens hergestellt hatten. Diese die allerdings start erregt waren. Bewaffnungen, insbesondere aber die Einrichtung des profetariichen Gesundheitsdienstes einer fommunistischen Samariferorganisation In der Bersammlung sprachen der Reichstagsabgeordnete Geister( D. Bp.) und der deutschnationale Reichstagsabgeordnete laffen schon darauf schließen, daß es sich um averrenz über den Weg zur Rettung Deutschlands". Er wandte eine wohlorganisierte Attion handelte. Die Tragbahren sich in scharfen Worten gegen die Erfüllungspolitit, die grundfalsch und Tragfühle wurden befchlagnahmt und nach dem Polizeipräsidium und verderblich sei. Geisler betonte befonders, daß die heutige Lohnnetracht. Die abgedrängten Demonftranten hatten sich in Gruppen und Gewerkschaftspolitik unfozial sei. Das deutsche Bolt habe nicht in der Rosenthaler Straße auf der einen und Unter den Linden auf nur eine völlische Staatsgefinnung, sondern auch eine völkische Wirt ber anderen Seite vereinigt, und einige von ihnen verfuchten auch schaftsgefinnung notwendig.( Lebhafter Beifall.) Nach einer durch Reden die Menge weiter aufzuhehen. weiteren turzen Rede des Pfarrers angemann- Magdeburg wurde von der Bersammlung eine Resolution angenommen, die an Hindenburg die Bitte richtet, sich einem Rufe als Gegenkandidat zur Reichspräsidentenwahl nicht versagen zu wollen. Die Vorgänge am Zirkus. Die Zahl der Verletzten Eine Unterredung mit dem Polizeipräsidenten. Uebertriebene Meldungen. Favorite Prinz. 3. Long Nunchen. Lot: 189: 10. 31: 57, 160, 246: 10. Soffnung II, Gallus I, Slona R., Martha III, Morganat, Arworthy J., Ferner: Mac Gregor I, Bring Offory, Cyganta, Jpsilanti, Waffenschmied, Quaeder, Pontresina. 2. Preis von Württemberg. 1. Saajes Seewind( Bef.), 2. Languste, 3. Diomedes. Tot: 48:10. 1.: 22, 29, 27:10. Byrner: Allerton, Deborah B., Mädel, Finale I. Fribourg M., Griffof I, Harald I, Clara I, Tip Kuser, Hartenfels, Marschall Hindenburg. 3. Preis von Baden. 1. J. Kraters Erbschaft( Jaus), 2. Evelyne, 3. Beitgeist Tot: 40: 10. 31: 34, 37, 38:10. Ferner: Dttomar ( 1. ohne Weiten), Mars III( als 2. disqu., 80 Proz. Sieg und Platzw. zur.), Rogenluft, Besub, Ludmill I, Glüdsdirndl, Sehnsucht, Faust II, Drauf gänger II, Faltenbahn, Dünaburg, Schlips, Weddigen. 4. Preis der Republit 1922. 1. Stechen:. Beterjens Tot.: 14:10. 931. 2. Stechen: 1. Edeltochter, 2. Prachtmädel, Kula Dillon, Beter I. deltochter( Weiß), 2. Prachtmädel. 3. Gudrun II. 13, 17, 24: 10. Ferner: Stujertrud, Bistele, Jung Bergfried, Dody, Brocade, 3. Brocade. Tot.: 12:10. I: 10, 11, 12. Ferner: Stufertrud, Gudrun IL Dody, Kufa Dillon, Peter I. Ergebnis: 1. Edeltochter, 2. Brachtmädel, 3. Gudrun II, 4. Brocade, 5. Kufertrud und Kusa Dillon. 5. Baterland- Preis. 1. Stall Lindts Madensen( Ningius), 2. raber, 3. Monarchist. Tot.: 88:10. BL: 12, 14, 11:10. Ferner: Künstler, Flott, Carl Rufer, Libanon, uit. 6. Preuzen Breis. 1. Geit. Klein- Helles Blaumeise( Rauten31.: 12, 16:10. Ferner: Hochstapler, Gamein, Lady Leyburn. 7. Bayern reis. 1. Abt.: 1. Stall Majurens Filmdiva( TrentSot.: 85:10. BL: 13, 15, 19:10. Berz), 2. Heideprinz I, 3. Heiderose B. Ferner: Long Eugen, Liese G., Pollur. Verdun, Ethelbert, Grane, Edin bard, wilhelmina. 2. Abt.: 1. Stall Sleebergs Barde( Hans Schleusener), 2. Favorita 2., 3. Boby. Zot.: 149: 10. BL: 32, 37, 22:10. Ferner: Silverius, Marita, Bingen jr., Josef, Flora Bingen, Cladium, Cedrus, Biene III. berger), 2. Della, 3. Fafner J. Tot.: 15: 10. Bauer gewinnt die Meisterschaft von Berlin; Stabe das Rennen hinter Zweifikerführung. Das Kehraus der Olympia Radrennbahn brachte der Direktion noch einmal ein ausverkauftes Saus. Leiber ereigneten fich wieder viele störende 8wischenfälle, woburg der Wert der Kennen start beeinträchtigt wurde. Bewanow, der erste Anwärter auf die Meisterschait fonnte an den Rennen überhaupt nicht teilnehmen, weil sein Material zwischen Brag, wo startete, und Berlin steden blieb. Es gingen also nur Bauer, Saldow Sawall und Bittig an den Start. In der Meisterschaft bon Berlin über eine Stunde ging Wittig gleich auf und davon, überrundete Salbot und Sawall, die abwechselnd unter Motor- und Nadichäden zu leiden hatten, nach Gefallen und schlug bis zum 50. Stilometer er am Sonnabend Groß- Berliner Parteinachrichten. Auf vielfache Anfragen teilen wir mit, daß die für heute angelegten Abteilungs- und Kreisfunktionärsigungen frog der großen Funktionärversammlung in der Brauerei Friedrichshain unter allen Umständen stattfinden, da in ihnen wichtige organisatorische Dinge zu erledigen find. Der Bezictsvorstand. 14. Areis, Neukölln. Dienstag, den 17. Oftober 7 Uhr, gemeinsame Gigung der Bildungsausschüsse der SPD. und ehemaligen USPD. im Abt., Charlottenburg. Seute abend 7½ üht, in Coral Rathaus Simmer 2. 54. 90. 107. Abt., Neukölln. Dienstag, den 17. Oft, 7½ 1hr bei Schittler, Donaustr. 118, Galvaniste. 13, Abteilungsversammlung der BSPD. Thema: Die Aufgaben der Vereinigten Partei". Referent: Gen. Dr. Bechlin. gemeinsame Sigung sämtlicher Funktionäre der früheren USPD. und SPD. gut, it tiende, Faltenberg. Heute abend 8 Uhr, gemeinsame Borstandssigung der Funktionäre in Faltenberg bei Neumann, Gartenstadtstr. 19. Ueber die Einzelheiten der blutigen Borfälle erfahren wir von anderer Seite das folgende: Mit Rücksicht auf die Drohungen, die Don lintsradikaler Seite schon am Freitag und Sonnabend laut geworden waren, hatte der Bund für Freiheit und Ordnung" am geftrigen Sonntag bereits in aller Frühe für einen ist nach den bisherigen Ermittlungen ziemlich umfangreich. die Bahnrefords. In der 41. Minute muß auch der mit Bittig noch 200 Mann starten Schutz des Birkusgebäudes Sorge getragen. Gegen Doch befindet sich nur ein Teil von ihnen in Berliner Kranten in gleicher Runde liegende Bauer sein Rab wechseln, was ihm einige 8 Uhr rückten von verschiedenen Seiten her Sprengtolonnen bäufern. As tot fonnte bisher nur der Arbeiter Otto Bioste, Berlustrunden einträgt. Aber mit des Geschides wächten ist fein eviger ber Kommunisten an, beren jebe mehrere 100 Mann start war und Gartenstraße 10, festgestellt worden. Erfreulicherweise hat sich die Bauer gelangt nun mit großem Vorsprung vor Wittig an die Spike Bund zu flechten: in der 45. Minute sett Bittigs Führungsmaschine aus; die mit Gewalt in den Birtus einzubringen versuchten. Als ihnen Mitteilung, daß die beiden Bolizeiunterwachtmeister Wywi- und steuert dem sicheren Siege zu. Ergebnis: 1. Bauer 75,880 Stilo ber Saalschutz entgegentrat, tam es erst zu den üblichen einleitenden sansti und Henkel schwere Berletzungen erlitten haben, nicht meter, 2. Wittig 67,770 Stilometer, 3. Sawall 63,880 Stilometer, 4. Caldow Ein voraufgegangenes 20- Silometer- Rennen um den Beschimpfungen, und plöhlich, wie auf Kommando, begann ein Sturm bestätigt. Bywisansti hat einen Dolchstich in den linken Unter- 60,270 stilometer. Friz beile Erinnerungspreis gewoann Wittig in 15 Minuten sowohl auf den Haupteingang wie auf die hinteren Eingänge an der arm, Henkel dagegen eine Schnittwunde am Kopf erlitten. Beide 84%, Set. vor Bauer 220, Cawall 870, Caldor( Motordejeft) 920 Meter Wasserseite. Die tommunistischen Angreifer waren zum Teil mit Beamten dürften voraussichtlich in furzer Zeit wiederhergestellt sein. aurid. 3m 3m eisigerrennen über 40 Stilometer lam Balter Gummifnüppeln und Schlagringen, ferner mit Stöd en Rütt durch zweimaligen Radschaden um seine Siegeschance. Stabe gewann und Zaunlatten bewaffnet, mit denen sie auf die Berteidiger das Rennen in 54 Minuten 23, Set. mit nur 8 Meter Vorsprung vor bem Amerikaner Orth; Rütt 440 Meter zurüd. und auf die 6 Schupobeamten eindrangen. Ziegelsteine wurden als Murfgeschosse verwendet und die fommunistsche Jugend war eifrig damit beschäftigt, die vordern Rampfreihen mit dieser Munition zu Der Vertreter von Wolffs Bureau im Polizeipräsidium Berlin versorgen. Auf der Gegenfeite blieb man natürlich die Antwort hatte heute vormittag Gelegenheit, den Polizeipräsidenten über die nicht schuldig, und so tam es sowohl vor dem Zirtuseingang, dessen Scheiben bald in Trümmer gingen, wie auch auf der Straße vor dem gestrigen Borgänge am 3irtus Busch zu befragen. Der Bahnhof Börse zu einem fast einstündigen zähen Ringen und Polizeipräsident hat darüber folgende Ausführungen gemacht: Kämpfen. Die 6 Beamten waren im Handumdrehen entwaffnet Die geftrigen Vorfälle am Zirkus Busch sind teilweise über und zum Teil nicht unerheblich verlegt. Einzelne Leute des Gaal triebener und unrichtigerweise in der Bresse sowohl in wurden von den Rommunisten auf die Straße geschleppt. ihren Borgängen wie in ihrem Berlauf dargestellt worden. Als mir Die Kommunisten sperrten Burgstraße und Neue Promenade die geplante Beranstaltung des Bundes für Freiheit und Drönung" und legten den gesamten Straßenverfehr in beiden Richtungen lahm. bekannt wurde, gab ich sofort der zuständigen Abteilung la den Cin ungeheurer Lärm verkündete, daß ber Rampf nur immer heftiger Auftrag, zu prüfen, ob es sich bei der Veranstaltung etwa um eine wurde. Hausbewohner hatten inzwischen die Polizei benachrichtigt, aber erst nach einer halben Stunde rüdten 30 Schupoбcamte an, die folche der von dem Minister des Innern verbotenen rechchtsradikalen jedoch die Hunderte von Rämpfern felbstverständlich nicht zu trennen Berbände handele, die in dieser Form vielleicht ihre Tätigkeit, die vermochten, die vielmehr felbft in den Rampf verwickeit wurden. zu ihrer Auflösung geführt hatte, fortfeßen wollten. Die Prüfung Um 9 Uhr, nachdem beide Parteien fast eine Stunde lang um das hat ergeben, daß es sich nicht um eine Beranstaltung handelte, die Birkusgebäude gerungen hatten, rückten dann schließlich auf mehreren nach dem Gefeß zum Schutz der Republik zu verbieten wäre. Als Lastautos starte Polizeiabteilungen heran, benen es nach einiger die Kommunistenhege und die Verdächtigungen gegen die VeranZeit gelang, die Kommunisten von der Zirkusgebäude abzudrängen ftaltungen einfeßte, beauftragte ich zunächst die zuständige Stelle, und, die Umgebung des Bahnhofs Börse zu räumen. die komunistische Partei vor einer Störung der Versammlung zu warnen und auf die Folgen aufmerksam zu machen. Nach Schluß der völlischen Bersammlung, die trog allen Blut- Trogdem ging die fommunistische Hege in verschärfter Form weiter Regen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. vergießens auf Wunsch der gänzlich verantwortungslosen Bundes und die" Rote Fahne" brachte es fogar fertig, einen Aufruf der leitung doch stattfand, bildete sich zu allem Ueberfluß auch noch eine Funktionäre der Kommunistischen Partei zu bringen, der zur Art Demonstrationszug, der sich unter" Deutschland, Deutschland planmäßigen Störung und damit zur Begehung von strafüber alles" nach dem Lustgarien und von dort nach den Linden baren Handlungen direft aufforderte. Die angebrohten Gewaltmaßund der Dorotheenstraße bewegte. Während sich in der Nähe des nahmen und die damit sicher zu erwartenden Störungen der öffentBirfusgebäudes feine Busammenstöße mehr ereigneten, tam es dann lichen Ruhe und Ordnung zu einem Verbot der Veranstaltung zu in der Umgegend der Universität zu neuen blutigen benutzen, habe ich abgelehnt, weil ich eine derartige UnterbinZwischenfälle. Stommunistische Trupps fielen in der Dorotheen- bung der Bersammlungsfreiheit unter feinen Um 100 Holländische Gulben. 111860.112140.105268.85 105531.75 straße über die Teilnehmer an der Kundgebung her und es fam zu ständen dulden kann. Ich habe dann nochchmals dringende Bar- largentinisch Bapier- Befo 1028,70 1026.30 978.75 976.25 19975.- 20025.- 19475.60 19524.40 erneuten Brügeleien, die auch Unter den Linden ihre 53433.10 53566.90 49687.80 49812 20 Forifegung fanden. Die über das Miglingen ihres Planes er nung durch die Presse verbreiten lassen, die aber jedenfalls die Rom. 100 belgische Frank. 57228.35 57871,65 54531.75 54668.25 100 dänische Kronen bitterten Rommunisten griffen hier auch ahnungslose Straßen. munisten nicht veranlaßt hat, von ihrem verbrecherischen Borhaben 100 norwegische Kronen. 76903.75 77096.25 72409.85 72590.65 paffanten an und verlegter mehrere von ihnen mehr oder minder Abstand zu nehmen. Gleichzeitig habe ich alle Maßnahmen ange100 schwedische Kronen. 6666.65 100 finnische Mark schwer. So wurde ein Raufmann aus der Helsteinischen Straße ordnet, die zum Schuß der Versammlung und zur Berhinderung von 6312.10 6327.90 gröblich mishandelt, und als er flüchtete und sich in eine Drofajte Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung nötig waren. Ich 1 japanischer Jen. 1355.80 1359.20 1308.35 1311.65 retie, von der Menge wieder herausgeholt und durch einen Lun habe die zuständige Dienststelle der Schuhpolizei mit allem 100 italienische Lire 12084 90 12065.10 11585.50 11614.50 genstich schwer verletzt. Der Ueberfallene wurde mit einem Nachdrud auf die wichtigteit der Angelegenheit hin- 1 Bfund Sterling 12759.12791.- 12009.95 12040.05 fchleunigst herbeigeholten Rettungsauto nach dem Urbantranten. bem Kommandeur gegenüber teinen 1 Dollar 2876.40 2883.60 gewiefen und 2721.59 2728.41 haus geschafft. Auch die Chargierte der studentischen Ror. 21747.75 21802.25 20574.25 20625.75 825.59 porationen, die natürlich nicht fehlen bursten, da am gestrigen weifel darüber gelassen, daß alle Schuhmaßregeln 100 französische Frank 326.41 818.60 814.40 Sonntag bie Rektoratsübergabe stattfand, wurden von den Kom- getroffen werden müßten. Bei den Vorgängen am Zirtus Busch 58133.50 53266.50 50187.15 50312.85 munisten bedroht und beschimpft, die ihnen sogar bis in den Borhof hat sich herausgestellt, daß die Kommunisten schon sehr frühzeitig 100 Schweizer Frant. 48845.10 48954,90 41828.25 41426.75 3.48 der Universität folgten, jo baß das Gittertor geschlossen werden angerückt waren und ihre Absicht, mit den Gewalttätigtei- 100 österr. Stronen( abgeft.) mußte. Schußpolizei, bie in mehreren Kraftwagen herbeieilte, ten vorzugehen, schon von vornherein erkennbar war. Die fechs 100 tichechische Kronen. 9637.90 9662.10 9238.40 sperrte dann der Plaz vor der Universität ab. Mit Hilfe weiterer zunächst zur Verfügung stehenden Beamten waren dem Ansturm 100 ungarische Kronen. 111.86 Bolizeiverstärkungen begann dann eine große Säuberungsaktion nicht gewachsen und meine Untersuchung hat festgestellt, daß 100 bulgarische Lewa. 1872.65 1877.85 1822.70 Tumult Unter den Linden. Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Kühl und überwiegend betwölft mit etwas 1 brasilianischer Milreis 100 spanische Besetas Devisenkurse. 16. Ditober Käufer Berkäufer ( Gelb-)( Brief-) Kurs Kurs 6683.35 14. Ditober Käufer. Bertänfer ( Gelb-)( Brief-) Kurs Kurs 3.52 9261.60 111.64 1827,80 Gewerkschaftsbewegung Die Beamten zur Besoldungsreform. Der Berliner Drtsausschuß des Allgemeinen Deutschen Betenbundes hatte die Beamten zu einer großen öffentlichen Ver. jammlung am Sonntag eingeladen.„ Das Scheitern der Befoldungsverhandlung und die Stellung des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes" bildete den Gegenstand der Beratungen. Reichstagsabgeordneter Eteintopf berichtete über die Berhandlungen eingehend und rechtfertigte das Berhalten derjenigen Beamtenvertreter, die sich gegen eine prozentuale Staffe= lung der Frauenzulage wandten. Die ganze bürgerliche Bresse billige den Standpunkt der Regierung, der in Wirklichkeit der des Reichsburdes der höheren Beamten sei. Es werde da von einer„ Nivellierung der Einzelgehälter" geschrieben, die angeblich im Sinne sozialdemokratischer Gleichmacherei gelegen fei. Dem gegenüber zeigte Redner die bestehenden weiten Spannungen zwischen den Gehaltsgruppen ziffernmäßig auf und wies die Vorwürfe zurück, daß die Qualität der Leistungei nicht berücksichtigt sei und die Tendenz einer Nivellierung der Gehälter vorherrsche. Das Leistungsprinzip allein tönne nicht ausschlaggebend fein. Die sozialen Zulagen werden neben den Ge hältern gezahlt und dürfen nicht noch besonders gestaffelt werden. Dieser Grundsatz sei bereits bei der Einführung der Rinderzulage anerkannt worden. Die Teuerungszulagen feien heute im umgekehrten Maße gestaffelt wie vordem. Bei den fozialen Zulage 1 handle es sich um Notstandsmaßnahmen, und hier sei eine prozentuale Staffelung unzulässig, da sonst der Beamte die höchste Notstandszulage erhält, der ohne dies schon das höchste Gehalt hat. Die Qualitätsarbeit sei in den Grundgehältern genügend terüdsichtigt. Wenn dennoch höhere Beamte in den Dienst der Industrie übertreten, so fönne das durch die Besoldungsordnung nicht verhindert werden, da der Staat niemals die Gehälter zahlen tann, die die Industrie den Beamten bietet, die sie ihren In eressen dienstbar macht Der Bund der höheren Beamten habe auf die Gestaltung der Dinge den ftärksten Einfluß, den er zugunsten der höheren Beamten ausnüge. Dieser Reichsbund sei denn auch die einzige Organisation, die in dieser Frage hinter der Regierung stehe. Bei der Einführung eires Fraueraufschlags sei an eine Differenzierung nicht gedacht worden. Jetzt aber soll die Frauenzulage nicht nur nach dem Range des Mannes, sondern auch nach deffen Alter bzw. seinen Dienstjahren und nach dem Wohnort bemessen werden. Die Ungerechtigkeit einer prozentualen Frauenzulage sei so sinnfällig, daß man ihr jetzt einen anderen Namen gebe; die ver. heirateten planmäßigen Beamten follen eine„ erhöhten Teuerungszuschlag" erhalten. Alles in allem handle es sich um eine Kraftprobe zwischen den höheren und den mittleren und unteren Beamten, das heißt um eine Kraftprobe zwischen der Reaffion und der Republik. Folgende Entschließung gelangte zu einstimmiger Annahme: " Die am 15. Ottober im Saale der Brauerei Friedrichshain tagende start besuchte öffentliche Beamtenversammlung nimmt Kenntnis von dem Borschlage der Regierung, den bisher gezahlten Frauenzuschlag von 2500 m. ro Jahr in einen prozentualen Zuschlag umzuwandeln. Sie fordert: a) Erhöhung der Grundgehälter in den unteren Gruppen. b) Eine gleich hohe Teuerungs- und Frauenzulage für alle Bec) Berücksichtigung der neuesten Teuerungswelle in Form einer Erhöhung des Kopfzuschlags. amten. d) Eine generelle Besoldungsreform bis spätestens 1. April 1923. Die Einführung einer gleichmäßigen prozentualen Frauenzulage würde die gesamte Beamtenschaft der unteren und mittleren Gruppen als Provokation empfinden und nicht ruhig hinnehmen. Die Versammlung steht geschlossen hinter den Forderungen der Spikenorganisationen. Die Beamten- und Anwärter schaft gelobt zur Erfüllung ihrer gerechten Forderungen alle, auch das legte gewerkschaftliche Mittel in Anspruch zu nehmen." Die würdig verlaufene Rundgebung war damit beendet. Lohuverhandlungen in der Metallindustrie. Bon der Berliner Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes wird uns mitgeteilt: Durch die in den letzten Tagen eingetretene Entwertung der Mart und die dadurch bedingte Erhöhung der Preise sämtlicher Artitel der Lebenshaltung machte es sich notwendig, daß die Berwaltung sich mit dem Verband Berliner Metallindustri. eller in Verbindung setzte, um auf dem Wege der Verhandlung zu versuchen, eine den gegenwärtigen Berhältnissen entsprechende Geftaltung der Löhne zu erreichen. Die Vorbesprechungen sind so weit gediehen, daß im Laufe der nächsten Tage eine Verhandlung stattfindet, bei der versucht werden soll, eine für beide Teile befriedigende Lösung der Lohnverhältnisse zu finden, entweder durch allge. meine Erhöhung der Löhne während der Laufzeit der gegenwärtigen Lohnvereinbarung oder dadurch, daß der Endtermin der Tarifwirkung zurüddatiert wird. einzelnen Betriebe sich die Stellung von Anträgen ersparen können. Wir bringen dies der Mitgliedschaft zur Kenntnis, damit die Neue Löhne in der Kiftenbranche. Bom Deutschen Holzarbeiterverband sowie vom Transportarbeiterverband find der Vereinigung der Kistenfabrikanten Lobn forderungen für den Monat Ditober eingereicht, jedoch sind die Parteien bei den Verhandlungen zu feiner Verständigung gekommen. Beide Organisationen haben den Schlichtungsausschuß angerufen. In einer Verhandlung am 12. d. Wits. wurden infolge der veränderten wirtschaftlichen Verhältniffe die Forderungen erweitert, und nach längeren Verhandlungen fam folgender Vergleich zuſtande: Vom 2. bis 31. Oftober werden gezahlt: An Kistenmacher 103 M., an Maschinenarbeiter 106 m. pro Stunde. Entsprechend diesem Prozentsaz erhöhen sich die Affordtarife. Den Transport arbeitern und Stalleuten werden 25 Pros. auf ihre bisherigen 25bne als Buschlag gezahlt, und zwar betragen die Stundenlöhne in den Klassen 1 bis 5: 91, 72, 64, 59 und 57 M. Kutscher und Chauffeure erhalten unter den üblichen Bedingungen einen Wochenlohn von 4185 m. Schiedsspruch für Kellerarbeiter. Die hierauf folgende Aussprache, an der sich die Bertreter der Reichsgewerkschaft der Eisenbahner, des Justizbeamtenbundes, der Feuerwehrleute, des Gemeinde und Staatsarbeiterverbandes, der Boftbeamten, der Reichs gewerkschaft der Kommunalbeamten und der Wertmeister im öffentlichen Betrieben beteiligten, unterstrich und verstärkte noch die Ausführungen des Referenten. Alle Redner Die Holz und Transportarbeiter werden sich am waren einmütig in der Berurteilung der Besoldungspolitik und be- Dienstag, 7 11hr, in einer Versammlung bei Boeker, Weberstr. 17, fundeten die Entschlossenheit der Beamten, bei der Alternative: mit diesem Vergleich beschäftigen. Die von beiden Organisationen Hunger oder Kampf, den Kampf gegen den Hunger aufzunehmen. einberufene Versammlung muß vollzählich besucht werden. In seinem Schlußwort wies Genoffe Steintopf darauf hin, daß es sich jetzt nicht mehr um eine Diskussion darüber drehe, ob die Frauenzulage an sich berechtigt oder zweckmäßig fei oder nicht, fondern um die Art der Zulage. Er selbst sei auch Gegner der Rinderzulage; folange der§ 119 der Reichsverfaffung nicht wirksam werde, müsse man jedoch damit rechnen. Auf Grund eines Flugblattes, das zur Einladung in eine gleichzeitig tagende chriftliche Bersammlung ausgegeben wurde, schilderte Redner, wie die christliche Richtung den Regierungsvertretern die taktischen Abfichten der übrigen Gewerkschaften verraten habe. Der Kampf der Reaktion gegen die republikanischen Beamten müsse durchgefochten werden.( Großer Beifall.) Für die in den Weingroßhandlungen sowie Liförbetrieben beschäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen, Kutscher und Kraftwagenführer sind vom Deutschen Transportarbeiterverband dem Arbeitgeberverband der Getränkeindustrien und verwandter Gewerbe Ende September für den Monat Oktober neue Lohnforderungen von 60 Proz. und für die zweite Hälfte des Monats 70 Proz. auf die bestehenden Lohnfäge eingereicht worden. Den Arbeitgebern schien diese Forderung zu hoch zu sein, weshalb sie den Schlichtungsausschuß Groß- Berlin zur Entscheidung angerufen haben. Der am 9. festgesette Termin konnte nicht abgehalten werden, weil ein Deutsches Bolt, rüstet Euch mit den Waffen des Geistes! Arbeitgebervertreter fehlte und Bergleichsverhandlungen abgelehnt wurden. In dem am 11. d. M. stattgefundenen erneuten Termin vor dem Schlichtungsausschuß ist dann ein einstimmiger Schieds. spruch gefällt worden, der besagt, daß das Lohnabkommen vom September dahin abgeändert wird, daß die Spizenlöhne für den ganzen Monat Oftober auf 4750 m. pro Woche festgesetzt werden, während die Löhne für die übrigen männlichen und weiblichen Arbeiter entsprechend prezentual erhöht werden. In einer überaus start besuchten Versammlung am 13. d. M. berichtete der Organisationsvertreter Liebenom und empfahl, den Schiedsspruch anzunehmen. In der sehr regen und fachlichen Aussprache wurde bemängelt, daß die Arbeitgeber eine bestimmte Erflärung wegen der Annahme des Schiedsspruches bisher nicht ab. gegeben haben. Die Versammlung hat schließlich dem Schiedsspruch zugestimmt, jedoch gleichzeitig beschlossen, zum Mittwoch die Funt tionäre zu laden, falls die Unternehmer den Schiedsspruch, wie sie es bereits zum Teil erklärt haben, ablehnen. Weiter wurde von einzelnen Rednern darauf hingewiesen, daß in einigen Betrieben die neuen Lohnfäße bereits zur Auszahlung gelangt sind und auch weitere Arbeitgeber erflärt haben, nach Annahme des Schiedsspruches durch die Arbeitnehmer die neuen Lohnfäze ebenfalls zu zahlen. Abschriften des Schiedsspruches sind im Bureau des Deutschen Transportarbeiterverbandes, Engelufer 24/5, 3immer 38 gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Internationale Bereinigung für gefehlichen Arbeiterschuh nahm in ihrer ersten Kommission die Mitteilung eines Delegierten Meritos von einem Telegramm Samuel Gompers entgegen. Das Telegramm übermittelt dem Kongreß die freundschaftlichsten Grüße der 15 Millionen Mitglieder umfassenden panamerikanischen Ar beiterunion und ermächtigt die merikanische Delegation, dem Kongreß in Genf die Sympathie der gesamten Arbeiterschaft zum Ausdruc zu bringen. Diese Rundgebung wird in Konferenzfreisen als ein erfreuliches Zeichen dafür angesehen, daß in den Vereinigten Staaten die Strömung im Zunehmen begriffen ist. die auf eine Beteiligung Ameritas an den internationalen Bestrebungen zur Organisation und zum Schutze der Arbeit hinzielt. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b.$.. Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin, Lindenstr. 3 Gewinn Auszug ber 14. Ottober 1922 20. Preuß- Südd.( 246. Preuß.) Klassen- Lotterie 5. Stiasse 5. Biehungstag Auf jede gezogene Nummer jind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und li Chne Gewähr. Nachorud verboten. In der Abteilung 1 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 1000000 M 258764 2 zu 10000 M 261425 16 zu 5000 M 37070 49977 85122 132221 160335 198823 255129 299529 82 zu 3000 M 1030 8307 10192 17530 19033 19126 30408 88388 46228 51422 58 51 84831 86776 88039 93547 95 04 109074 132100 139265 149947 158919 176936 183685 186132 2.0834 226043 233924 262433 267283 272857 282608 285425 306078 312742 317611 324180 327574 331975 332526 345174 372903 Zu der Abteilung 2 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 200000 M 46934 2 zu 500 0 13: 032 6 za 10000 M 171125 199208 245801 22 zu 6000 M 20371 30990 85675 94322 104316 108274 123809 181526 189149 229457 69550 118 zu 2000 M 9 6016 25043 26618 26684 30694 31174 32464 32775 33C94 43991 50462 62121 63899 67115 88012 88376 95267 97558 103305 108506 109516 1098 9 120423 124561 133423 146229 146351 152315 153637 167794 180898 187040 89796 194708 198: 65 208817 2094 1 216413 220490 230939 240611 243351 253882 357840 267664 85 89 291375 299214 301565 313030 325831 328352 336986 337181 344491 351835 371177 372627 Zu der Abteilung 8 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 10000 M 261925 14 zu 6000 M 112697 117999 139955 172531 211230 387052 853892 110 zu 3000 M 1546 1629 2230 8:27 15163 16693 24152 24948 29483 32637 85871 50876 53566 6: 084 68927 64523 79040 81044 95388 108887 113710 142980 153677 154714 164568 166443 170542 180902 182178 195787 205488 215536 229651 241848 247369 248074 266437 267153 274417 2758: 0 279383 285342 290324 291087 291350 292445 298895 309871 31: 950 323563 840650 343206 359390 365 54 367343 den staatlichen Botterie Die in dem vorstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigerer Gewinne find aus den Liften zu erjeben, die bei Einnehmern zur unentgeltlichen Einsicht ausliegen. Auf zur Tat! Wer seine Weiterbildung betreibt und ihr gewiffenhaft obliegt, übernimmt ein ernstes Wert. Wenn man aber sieht, wie die Menschen immer mehr nach Reichtum als nach Kenntnissen streben, fo tönnte man zu ber Ansicht tommen, daß der Reichtum den Kenntnissen vorzuziehen fei Sente ift Wiffen Macht." Und mit dem Wiffen- die Waffen des Geiftes erwerben wir Reichtum, Glüd und Macht Rein Feind, fein Haß und Neid kann uns diesen Reichtum- unser Biffen- rauben. Cin Universal- Bildungswert ersten Ranges, für Kriegsbeschädigte, Raufleute, Beamte und für die ganzen handwerklichen Berufsarten Ift nur Die Hand Bibliothek des allgemeinen u. praktischen Wiffens von Em. Müller- Baden. 2 große Prachtbände à Mart 1500 nur 600 Mk. mit Zahlungserleichterung von monatlich Die Lieferung des Werkes erfolgt ohne Anzahlung, siehe Bestellschein Russisches Romantisches Theater Oper, Balett, Pantomime Regie: Boris Romanoff Täglich abends 7 Uhr Friedrichstraße 218 ( Apollo- Theater) -Bruch Gold Silber Platin Brillanten kauft reell zu höchsten Tageskursen Hochglanz im Moment gibt Schuhputz Nigrin. Inhalt: Ueber 2700 Tegtfeiten, über 700 Abbildungen mit zahlreichen Uebungsvorlagen und bunten Tafeln, einem franzofichen u. englischen Sprachtur us- Anor anische Chemie Maschinenanlage und Maschinenbau über Dampi, Berbrennungs-, Wasserkraft, Wind- und Arbeitsmaschinen Phyfit( die Lehre von der Wärme, Optit, Magnetis mus, Elektrizität und Elettrotechnik) Lackschrift Schönschreiben und Rundschrift Deutsche Sprache( Richtig Deutsch sprechen und schreiben) Stenographie( Syftem Gabelsberger und Stolze- Schren). Buchführung( einfach, doppelt und amerikanisch) Rechnen( mit Bech elrechnen und Algebra) Lohn- und Affordrechnung-Erd- und Böllerkunde mit farbigen Abbildungen über alle Boltstypen der Erde, über Mineralien. Pilze, Nadel- und Laubbäume, Getreidearten, Obstbäume, Räfer, Schmetterlinge sowie die wichtigsten Tiere der ganzen Erde Kultur- und Literaturgeschichte Simmelstunde, Geographie und Ethnographie Geologie( mit einem Grundriß der Gesteinfunde oder Mineralogie) Geometrie: Planimetrie, Trigonometrie und Stereometrie Briefsteller Musterformulare zu Schriftstücken aller Art im Verkehr mit Gerichten und Behörden usw. Die Hand- Bibliothek bringt Aufklärung auf allen den Gebieten, in denen heutzutage jeder bewandert sein Buchhandlung A. M. Feller, Hermsdorf bei Berlin. Postsched- Konto Nr 28524 Berlin NW 7. Verkäufe Krenzfüchse, Pelzwaren fpottbillig. Leihhaus, Heinidendorferstraße 105( Stet telbedplay). Musikinstrumente a. d. In off. Brief: Bestellschein Borwärts umschl.f.100 Bf. An die Buchhandlung A.M. Feller, Hermsdorfb.Berlin Bestelle hiermit die Hand- Bibliothet, 2 gr. rung v. mtl. nur 600 M. Erfüllungsort Berlin. Brachtbände à 1500 M. mit Bahlungserleichte Name: Magnete, Stand: Ort: Bergaser, muß. Rugellager, Zündkerzen tauft Pilz, ReinickendorferNähmaschinentant, auch schadhafte, Budow, Morigplag 10 174. Bianos preiswert. Alaviermacher fraße 93, Hof parterre links. Leibhaus Spiegel, Chauffeeftraße 7, Kreuzfüchse, Alastafilchse, sämtliche Lint, Brunnenstraße 35. pertauft( pottbillig, erfitlaffige Anzüge, Belzarten, fpottbillige Sommerpreise. Schlüpfer, Razenjaden, Sportpelze, Reine Lombardware. Leihhaus RosenGehpelze, Füchse aller Art. Reine Lom- thalertor, Linienstraße 203/204, bardware. Hofenthalerstraße. Rirgends beffer taufen Sie erstklassige Anzüge, Anzüge, Baletots, Schlüpfer, Cutawans, fchlüpfer, Reine enorm Ede Kaufgesuche Geldverkehr Geschäftsankäufe Winterpaletots, WinterFlüchtlinge fuchen dringend ExistenzCutaways, Gehrodtanzüge, Alte Schallplatten in großen Men gefchäfte, Grundfiüde. Degen, Chauffee. An Covercoats, Streifhosen usw. in unüber- Gummimäntel, Sosen bil. gen. Rilo 300 M., tauft Ringewald, ftraße 116, Potsdamerstraße 68. trefflicher Auswahl, fonkurrenzlos billig. lige Preise. Friedensstoffe. Retne Schreinerstr. 57, of parterre; John, rufen: Norden 62, Kurfürst 3686. Sämtliche Baren find Erfaz für Maß- Lombardware. Leihhaus Rofenthaler. Großbeerenstr. 9, Laden. verarbeitung. Große Pelzwaren- Gele- tor, Linienſtr. 203/204. Ede Rofenthaler Metallabfälle, Edelmetallbruch, Qued genheitstäufe. Lombardware. Straße. filber, Zahngebiffe, Münzen höchstzah Leihhaus Brunnenstraße 5, dirett Rosen Chriftionat, Köpeniderstraße 39 Gelb sofort. Ratenrüdzahlung. RramAnzüge, Gummimäntel, Wintermän- lenb. thalertor. pih, Linienſtr. 88( Rofenthalerpl.). tel( pottbillig Leihhaus, Reinidendorfer.( schrägüber Adalbertstraße). Leibhaus Friedrichstraße 2( Sallefches traße 105( Nettelbedplay). Keine Lom Fahrrabankauf, Linienstraße 19.[ 149* Cofort Geld, Ratenrüdzahlung. Miverkauft pottbillig Anzüge, bardware. Klaviere, Flügel, Verferteppiche fucht ton. Mogstraße 12. Schlüpfer, Baletots. Belzwaren- Ge Streuzfächfe, Robelfüchse, Silberfüchse, dringend Serer, Ballasstr. 9( Anruf: Sofort Geld, Ratenrüdzahlung. PügGeneralvertretung und Lager: Adolf Reimschüssel, legenheitstäufe: Sportpelae, Gehpelse, Blauwölfe. Täglicher Riefenverkauf zu Kurfürst 9104). ner, Große Frankfurterstr. 141. Razenjaden, Füchse aller Art. Reine Genfations- Sommerpreisen.( Reine Ver fagware.) Pfandlethhaus Schönhauser Rorbflaschen und Steinfruten_tauft Germania Berfandhaus, Große Frank Teppiche, herrliche Perfermuster, Di- Allee 115( Ringbahnhof Hochbahn furter Straße 63. Königstadt 6334. vandeden, Brilden, billige Gelegenheit. hof). Reschte, Neukölln, Raiser- FriedrichSade tauft Bener, Gollnowftr. 9. ftraße 5 III. Schallplatten, Std bis 150.-, Kilo 300.- Plattentausch, zwei alte eine gute, grundreell. Wefeloh, Friebrich ftraße 9. Berlin S. 42, Luisenufer 40. Der BlaueVogel Perser- Teppiche Klaviere, Flügel Goltzstraße 9 Nollendorf 1613 Allabendlich/ Uhr: Das neue dritte Programm. Vorverkauf an allen Theaterkassen und an der Kasse d. Theaters v. 11-2 u. ab 6 Uhr abends. höchfte Tagespr.zahlt izrer, Pallasstr. 9. Rarf. 910 Pelz Hans Lombardware. . Botenfrauen und Männer stellt sofort ein Fertige Betten, Oberbett, Unterbett, 181/17 Repftiffen taufen Sie enorm billig. Reine Getragene Friebensanzüge, große aus- Lombardware. Leihhaus. Morigplak 58a. wahl, zum Teil auf Geide, fehr illig, iebe Figur paffend, auf Lager. Frad, Möbel Smolinganallge. Schnurmacher, Staliger Straße 108. Laben. Sochbahn Oranienftr. Berfer und deutsche Teppiche tauft Melle, Petersburger Platz 4 Chaiselongues 1800.-, Metallbetten Patentmatraßen, Bolfterauf höchſtzahlend Reſchte, steuteur. Dölz, Sibirischer Kreuzfachs, felten Schmidt, Bärwaldstr. 42. Bobelfuchs, außerdem elegante Ragen- ftraße 32a, Quergebäude. Sportpela, billig verkäuflich. Cheifelongues, taufi Lindenstr. 3, Laden, Mt. C. Käferle 300 sablen wir Golda abuco per cats, feiberfado, lagen, Rinberorabtbett. Acide. Auquit: Friedrich- Straße 5. Tel. Reutöln 9128, 2013, Immanuelkirchfir. 24 Uhrmacher- Juwelier Frankfurter Allee 278 wenn nicht fofort prachtvoller Blaufuchs, Gilberfuchs, öhe( Brut), Läufe, Wanzen bernichtet Leipziger Str. 58fade, Schwaben, Solzwurm Ratten, Mänse Gofas, Brillanten, Golbuhren, Silberuhren, Bruch Auflage Schmudfachen, Gebisse, 1. Etage. Goldmann, Alegandrinenfte. 44 II, Ede matragen, Batentmatratzen 2600. Bal- Wertzentrale, Oranienstraße 138, nur Hauptexpedition Vorwärts. Bu baben in allen Apotheken u. Drogerien Zahlungserleichterung Rommandantenstraße. Iter, Stargarderstraße achtzehn. Geschäftsstelle: W.15, Uhlandstr. 42. Fern pr.: Uhland 2173. Postscheckkonto 117 970. Geöffnet von 10-4 Uhr, Freitag von 9-7 Uhr. Allgemeiner Feuerbestattungs- Verein zu Berlin E. V. for the stay tune thy ge Monatsbeitrag von 6-55 Jahren 1,50 M. Nach 20 Jahren beitragsfrel Aufnahmegebühr: bis 45 Jahre 3 M, im 46 Jahre 12 M.. im 47. Jahre 24 M., im 48. Jahre 36 M., Im 49. Jahre 48 M., im 50 Jahre 60 M., im 51. Jahre 80 M., im 52. Jahre 100 M, im 53. Jahre 120 M., im 54. Jahre 140 M., im 55. Jahre 160 M. Ueber 55 Jahre Aufnahmegebühr 33 M. Beitrag einmalig von 55-60 Jahren 2060 M., bis 65 Jahre 4000 M., bis 70 Jahre 6000 M., bis 75 Jahre 8000 M. Ueber 75 Jahre eweilige Bestattungskosten. Nach einjähriger Mitgliedschaft kostenfreie Bestattung. Darunter versteht unser Verein: Vorschriftsmäßiger Holzsarg mit Dekoration und Innenausstattung. Einzelüberführung nach dem Krematorium mit eigenem Spezial- Glasleichenwagen nebst Begleitern, die amis ärztlichen Atteste, Orgeispiel in der Halle sowie Ausschmückung derselben. Für Mitwirkung eines beamteten Geistlichen werden die Kosten ois 50 M vergütet, die Einäscherung, Aschenkapsel, Beisetzung derselben und die Stelle Für Mitglieder, welche beim Ableben dem Verein noch kein Jahr angehören, übernimmt der Verein die Vermittlung; die anderen Selbstkosten tragen die Hinterbliebenen. Der Vorstand.