Nr.492 39.Jahrgang Ausgabe Afr. 242 Bezugspreis: Für den Monat Oktober 250,- 902 Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Defterreich und Lugemburg 346,- M, für das übrige Ausland 515,- M. Poftbeſtellungen nehmen an Belgien, Dänemark. Eng. land, Estland. Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Luxemburg, Dester reich, Schweden, Schweiz, Tschecho slowakei und Ungarn. Der„ Borwärts" mit der Sonntagsbeilage Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage Heimwelt" und der Beilage Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonn tags und Montags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle foftet 60,- M. Reflamezeile 300,-. „ Kleine Anzeigen" das jettgedruckte Wort 14, M.( zulässig zwei feftgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 8.-W., jedes weitere Wort 6.- M. 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Hand in Hand damit eine Konsoli- sei gänzlich aussichtslos, dem Münchener Volksgericht", das Goldpapiers wird, wie der Sozialdemokratische Parlaments- dierung der Finanzen des Reichs und eine Konsolidierung am Freitag fein Urteil gegen Fechenbach, Gargas und dienst schreibt, wahrscheinlich schon in den allernächsten Tagen der Wirtschaft durch Hebung der Produktion. Diese Bedingun- Lembke fällen wird, ins Gewissen zu reden. Der Publizistik beendet werden, so daß mit einer Herausgabe der Goldschaz- gen bleiben auch weiter die Boraussetzung für jede wirkliche bleibt dennoch die Pflicht, die Deffentlichkeit aufzurütteln und anweisungen jedenfalls für Mitte November zu rechnen ist. dauernde Gesundung der Mark. ihr zuzurufen, daß es etwas ganz Ungeheuerliches, in DeutschEine Herausgabe schon in den allernächsten Tagen kann nicht Die Kommiffion gibt dann noch ihrer Auffassung dahin Aus. land noch nicht Erlebtes ist, was sich im Namen des Rechts in in Frage kommen, da der Druck der Goldjajazanweisungen drud, daß es möglich ist, den Gefahren zu begegnen, die sich München vollziehen soll. Wird dort am Freitag ein Schuldig und die Vorbereitungen hierzu auch Zeit in Anspruch nehmen. aus der fortschreitenden Entwertung der Mark ergeben müssen. gesprochen, so wird der deutschen Justiz ein Schandfleck angeheftet, wie ihn auch die Justiz des kaiserlichen Deutschland Vielleicht wären die Bestrebungen des Reichswirtschaftsmini Hierzu sei zweierlei notwendig: steriums fchon längst weiter gediehen, wenn nicht das Reichs- Zum ersten der Wirtschaft die Devisenbeträge zur Verfügung nicht aufweist. finanzministerium der Herausgabe von Goldschazan zu stellen, die sie für den unmittelbaren realen Bedarf nötig hat. weisungen bis in den letzten Tagen entschiedenen zum zweiten der vermeidbaren Nachfrage nach De= Widerstand geleistet hätte. Auch Gargas und Lembke zu beschäftigen. Es ist ohne weiteres Es ist nicht unsere Aufgabe, uns mit den Charakteren von 8uzugeben, daß mindestens der zweite von diesen beiden nicht zu den Zierden des Journalistenstandes gehört. dieser Stand hat unter der Berwilderung des Krieges und unter der Not, die ihm folgte, schwer gelitten aber diese hier handelt ist dies: ob Journalisten ihrer Freiheit und ihrer Frage gehört auf ein ganz anderes Blatt. Um was es sich Ehre verlustig erklärt werden können, weil die Art ihrer BeEhre verlustig erklärt werden können, weil die Art ihrer Be= der subjektiven Auffassung eines im Politischen unzuständigen richterstattung an ausländische Blätter nach Gerichtshofes den nationalen Interessen schädlich war, ins= werden fönnen, weil sie Nachrichten über Geheimbünde Gerichtshofes den nationalen Interessen schädlich war, insbesondere ob Journalisten wegen Landesverrats verurteilt und Waffenschiebungen an das Ausland weitergegeben haben. Difen entgegenzutreten, die sich heute aus dem WertsicherungsbeDie Goldschazanweisungen sollen als wertbeständiges in- dürfnis ergibt. Die Devisenverordnung des Reichs ländisches Papier zu Zahlungs- und Sicherungszwecken gelten. präsidenten fönne nur von Erfolg sein, wenn eine wertbestänUeber ihre Laufzeit wird erst der Reichstag endgültig beschlie: bige Anlagemöglichkeit geschaffen wird. Aber auch der Ben. Die Stüdelung ist so gedacht, daß vorläufig die kleinste wirkliche Erfolge einer solchen Attion sei nur zu erwarten, wenn Goldfchezanweifung einem Werte von 25 Dollar ent die oben erwähnte erste Forderung erfüllt werde. Dazu sei die spricht, während die höchsten Anweisungen nach und nach den Rugbarmachung des Goldbestandes der Reichsbank das Bedürfnissen von Industrie und Handel angepakt werden einzige Mittel. Die unmittelbare Herausgabe des Goldschazes sei sollen.( Bielleicht wäre es noch angebracht, fleinere nicht erforderlich. Es würde genügen, durch seine bankmäßige Beallem den Sparbedürfniffen des Mittelstandes und der Fest Reistant einen starten Einfluß auf die Regulierung des De Goldschazanweisungen in den Berkehr zu bringen, die vor handlung Devisenbestände in einem Maße zu erlangen, die der besoldeten entsprechen!) Für die Deckung der Goldschazan visenturses ermöglichen würde. Erst im Zusammenhang mit weisungen sind verschiedene Vorschläge dem Kabinett über einer solchen Stabilisierung würden die Maßnahmen zur vollen geben worden. Der Gefeßentwurf der Reichsregierung wirkung gelangen, die auf die Bilanzierung der Handelsbilanz und fieht als Deckung die aus der Erhöhung der Aus des Etais hinwirken und allein die Stüßungsaktion auf die Dauer Verkehr von Deutschen mit dem Ausland viel gesündigt wird, Es ist ohne weiteres zuzugeben, daß im journalistischen fuhrabgaben eingehenden refernierten Beträge vor. Es ist jedoch nicht ausgefchloffen, daß sich das Kabinett noch dazu fie sei sich zwar des Risitos bewußt, das mit den vorgeschlagenen in München ein Sozialdemokrat und durch und durch ehrenfichern würden. Die Gozialisierungsfommission betont zum Schluß, gefündigt wird vielleicht auf beiden Seiten. Aber da jetzt entschließt, die Reichsbant als Garanten der Goldanwei Währungsmaßnahmen verbunden ist, aber dieses letzte Mittel hafter, idealistisch veranlagter Mann, Fechenbach, unter fungen zu gewinnen. müsse versucht werden, um Deutschland vor der Katastrophe zu be- Landesverratsanklage mit dem Zuchthaus bedroht wird, weil wahren, über die auch der Goldschap der Reichsbank schwerlich hin- er für ausländische Blätter Artikel lieferte, die den bayerischen wegkommen werde. Monarchisten nicht gefallen, so darf daran erinnert werden, Ersparungsmaßnahmen. daß auch ein gewisser Ludendorff, München, Heilmannstraße 5, gegen Pfunde und Schillinge für ein Deutschland feindliches Blatt Artikel geliefert hat, die nach dem Urteil eines sehr großen Teils des deutschen Volkes eine schmere Schädigung deutscher Interessen darstellen. Wird vielleicht auch gegen ihn Anklage erhoben? Ach nein! Er hat ja nur die Deutsche Republik vor dem Ausland, heruntergerissen, während Fechenbach in das dunkle Treiben der bayerischen Reaftion hineingeleuchtet hat! Die Sozialisterungsfommission, die bekanntlich über die Frage der Baluiaftabilisierung bereits im Früh. jahr d. J. eingehende Beratungen pflegte, hat sich jetzt erneut mit WIB. meldet: Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Teude dieser Frage beschäftigt und der Reichsregierung eine längere Ent- finden zurzeit im Reichs post ministerium mit den Bräsidenschließung vorgelegt Als Boraussetzung für eine endgültige ten der Oberpostdirektionen Beratungen statt, die wichtige PersonalStabilisierung der Mark werden bezeichnet: 1. eine Lösung des und Betriebsfragen betreffen, namentlich solche wegen Durchführung Reparationsproblems, die der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Vereinfachungsprogramms der Postverwaltung. Der Streit um die Reichspräsidentenwahl. Bolksparteiliche Winkelzüge. anfchießen könnten, und auch die Zentrumsvertreter gaben einer ähnlichen Auffassung Ausdruck. Trotzdem aber versuchte Herr Stresemann noch eine Verständigungsbasis zu finden. an verhandelte, jedoch ohne zu einem Abschluß zu fomment. Die Sigung mußte deshalb abgebrochen werden. Man kann zur Verteidigung Ludendorffs anführen, er habe geglaubt, den deutschen Intereffen zu dienen. Aber dasfelbe gilt mit viel größerer Bestimmtheit auch für Fechenbach. Eine zweckmäßige Berichterstattung für das Ausland kann von großem Nugen sein. Welche Art der Berichterstattung aber Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion be schäftigte sich am gestrigen Dienstag mit der Reichspräsidentenwahl. Man fam zu dem Ergebnis, daß fein Grund vorliegt, von der bisher vertretenen Auffassung abzugehen, daß Proteft gegen die Rheinlandkommiffion. zweckmäßig ist, darüber steht einem Gerichtshof von gelehrten die Wahl zum nächstmöglichen Termin, also am 3. Dezember vorzunehmen sei. Sollte von anderen Parteien des Reichs- Die Rheinlandfommiffion in Koblenz hat befannt- Richtern und behördlich ernannten Beisigern tein Urteil tages ein Antrag auf 2 bänderung der Reichsver lich durch einen unerhörten Eingriff in die deutsche Recht- zu. Maßt sich ein Gerichtshof das Recht an, darüber zu entist fein faffung gestellt werden, ohne den eine Verschiebung der sprechung die acht Monate Gefängnis, die dem Hochverräter scheiden, und gegen Methoden, die ihm mißfallen, mit dem Wahl unmöglich ist, so behält sich die Fraktion vor, zu Smeets in Köln wegen grober Beleidigung deutscher Beamter Landesverratsparagraphen vorzugehen, dann Journalist mehr in Bayern seiner Ehre und ihm noch besonders Stellung zu nehmen. Ein solcher Antrag in mehreren Fällen zudiffiert worden waren, aufgehoben. Freiheit sicher! Es hat dem Ankläger und wie aus der höchst parteiisch) liegt bisher nicht vor, und die Fraktion sieht feinen Anlas Das Vorgehen der Rheinlandfommiffion ist besonders verfür sich gegeben, nach dieser Richtung die Initiative zu er legend, weil sich unter den Beleidigten auch der Reichs- geführten Berhandlungsleitung hervorgeht auch dem Vorpräsident befindet. Wie der„ S03. Parlamentsdienst" ergreifen. Die bürgerlichen Parteien befaßten sich am Diens- fährt, steht ein außergewöhnlicher diplomati- izenden besonders mißfallen, daß die Angeklagten über tag ebenfalls mit der Reichspräsidentenwahl. Während die her Schrift der diplomatischen Vertreter Deutschlands das Treiben von Geheimbünden und über Waffenschiebungen Deutfcnationalen für die Wahl am 3. Dezember eintreten bei den Ministerpräsidenten derjenigen Staaten bevor, die in berichtet haben. Besonders wegen dieser Berichte sollen sie des Landesverrats schuldig sein. Nun find Geheimbünde und und eifrig auf eine Volkskandidatur" hinarbeiten, haben der Rheinlandtommiffion vertreten find. Die sozialdemokratische Fraktion des Preußischen Land- Waffenschiebungen durch die allgemeinen Gesetze und neuerZentrum und Demokraten einen endgültigen Beschluß über ihre Stellungnahme noch nicht gefaßt; fie scheinen sich den tags hat eine Große Anfrage über die wirtschaftliche dings verschärft durch die Geseze zum Schutz der Weg für alle Möglichkeiten offen halten zu wollen. Das Anfrage verlangt von dem Staatsministerium, bei der Reichs- völkerrechtliche Verpflichtung übernommen, Gesegesverlegungen Notlage im befeßten Rheinland eingebracht. Die Republik verboten, die deutsche Regierung hat außerdem auf Grund des Friedensvertrages die besondere Zentrum will zunächst die Stellungnahme der übrigen Fraktionen abworten. Die Demokraten erklärten, eine Hinaus regierung dahin zu wirken, daß die Schadenersätze rasch zur schiebung der Wahl zu bedauern, wollen sich aber im Auszahlung gelangen, und daß über die bewilligten Reichs- solcher Art nicht zu dulden. Die Münchener Anklage stellt sich tauten für die Befagungstruppen hinaus größere demgegenüber auf den entgegengesetzten Standpunkt, daß Eventualfall der Verlängerung der Präsidentschaft Eberts bis Gelbmittel für Bauzwede zur Verfügung gestellt und auch derjenige strafbar ist, der von solchen Gefeßesverlegungen Mit1926 nicht verschließen, wenn auch die Deutsche Volkspartei start belegte länbliche Gemeinben mit Bauten bedacht teilung macht. Tatsächlich und juristisch fann es feinen Unterund die Regierungsparteien fich dahin einigen würden. Nach Beendigung der Fraktionssihungen des Zentrums werden. Für den Regierungsbezirk Aachen wird die Verbesse- schied ausmachen, ob die Berichterstattung in inländischen ia und der Demokraten trat die Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft rung der Milchwirtschaft verlangt, da das Milch- oder in ausländischen Blättern erfolgt, denn schließlich werden zusammen, um einen Gedankenaustausch über das Ergebnis produktionsgebiet für den Bezirk an Belgien verloren ging. ja auch deutsche Blätter von Ausländern gelesen. Dann zusammen, um einen Gedankenaustausch über das Ergebnis den äußerst rechts stehenden abgesehen LandesverDer Einzelberatungen vorzunehmen. Schon in diefer Sigung Schließlich verlangt die Große Anfrage, daß mit allen Mitteln wären die Redakteure fast aller deutscher Zeitungen- von räter und zuchthausreif. zeigte sich, wie schwer es ist, mehrere Parteien mit verschieden- dem Auskauf durch die Ausländer Einhalt geboten werde. artigen Ansichten unter einen Sut zu bringen. Die Deutsche Die Rheinlandia mmiffion hat die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" Volkspartei ließ bindend erklären, daß sie die Wahl des vom 21. Ditober auf drei Monate im befesten Gebiet verboten, Reichspräsidenten am 1. Januar 1925 vorzunehmen da ein Artikel in der Nummer vom 12. September geeignet sei, die wünscht und daß bis dahin die Amtszeit des jezigen Reichs würde der Besagungstruppen zu verlegen. präsidenten durch verfaffungsänderndes Gesetz verlängert wersoll. ben fo man will alſo ein Definitivum ſchaffen, scheut sich Die neueste Lesart über Lloyd George. auswärtiger Berwicklungen und fügt der deutschen Rechtsjedoch, dem jetzigen Reichspräsidenten, der sein Amt nach der volksparteilichen Breffe ausgezeichnet geführt hat, die in der Keine Demiffion, sondern Parlamentsanflösung. Berfassung vorgesehene Amtszeit von sieben Jahren zuzu- Paris, 17. Oftober.( EP.) Der„ Temps" erfährt von seinem gestehen. Diese Infonfequenz erregte ber den Bertretern der Korrespondenten aus London, daß Lloyd George entschlossen sei, Demokraten starten Unwillen, der sich auch bei den Zen- nicht zurüdzutreten. Er werde aber das Parlament frumsvertretern bemerkbar machte. Ganz offen erklärten die auflösen und diesen Beschluß am nächsten Samstag in Newcastle Demokraten, daß fie sich der Auffassung der Volkspartei nicht bekanntgeben. Geht das Münchener Boltsgericht in seiner Parteilichkeit und Verblendung wirklich so weit, die Uebertretung des Ge setzes unter seinen ausnahmerechtlichen Schutz zu stellen, dann begeht es selbst einen flagranten Bruch des nationalen wie des internationalen Rechts. Es schafft dadurch die Möglichkeit pflege vor der ganzen Welt unauslöschliche Schande zu. Es wird sich dann bald herausstellen, daß der Schaden, den die Angeklagten durch ihre Berichterstattung verursacht haben sollen, nur in der Phantasie politisch unwiffender Richter bestand, während der Schaden, den diese selbst den deutschen Interessen zufügen, bittere Wirklichkeit sein wird. Aus all diesen Gründen sollte man glauben, daß sich das Münchener Boltsgericht schließlich doch besser zeigen würde| Tage auf die Straße geflogen. Merkwürdig, als bei einer| fie follten nur für die Mark eintreten, wo sich gerade mit de m als sein Ruf, und daß es vor einem offenkundigen früheren Gelegenheit einmal wirklich geschossen wurde, da Dollar das bessere Geschäft machen läßt. Justizmord zurückschrecken würde. Leider berechtigt die war das nach der gleichen Quelle ein Zeichen für die Fast alle Proteste laufen dagegen Sturm, daß nicht rechtArt, wie die Verhandlung geführt wurde, in feiner Weise zu schlechte Disziplin der Schutzpolizei: Denn unter dem zeitig Sachverständige gehört worden seien, ehe die Notfolchem Optimismus. Darum müssen jetzt schon die Kräfte alten System habe die Polizei es immer verstanden, ohne verordnung zur Bekämpfung der Spekulation erlassen worden mobil gemacht werden, die dazu berufen sind, den Kampf Schießen fertig zu werden! Bald so, bald so. ist. Das ist bei einzelnen ein Irrtum, bei vielen eine begegen das Unrecht zu führen, bis es wieder gut gemacht ist. Jetzt sollen nach dem Lag" eine große Menge be- wußte Un wahrheit, denn die Währungsfrage wird nicht Gegen das Urteil eines sogenannten Volksgerichts, d. h. fähigte Offiziere" ihren Abschied genommen haben, weil sie seit heute und gestern, sondern gerade von den Sachvereines auf Grund des Artikels 48 eingesetzten Ausnahmegerichts, am Sonntag nicht schießen durften. Mit der Befähigung ständigen zusammen mit der Regierung seit mehr als zwei gibt es formalrechtlich keine Berufung. Wenn sich hinter dieser Offiziere fann es wirklich nicht weit her sein. Denn Jahren beraten. Alle Sachverständigen waren sich seit langent Fechenbach und seinen Mitangeklagten die Zuchthaustore wie wir von zuständiger Seite erfahren, ist vor dem Zirkus darüber einig, daß die Mark unter den gegenwärtigen Verfchließen, dann fann nur die Begnadigung sie ihnen Busch fein einziger Polizeibeamter ernstlich hältnissen und unter dem Druck des Versailler Diftates wieder öffnen. Auf eine solche Begnadigung, die nur von der verlegt worden. Unseres Wissens soll die Polizei nur in fallen müsse. Ja vor einem Jahre, als man den Entbayerischen Regierung ausgehen fann, ist angesichts der poli- äußerster Notlage von der Schußwaffe Gebrauch machen. Die wurf Hachenburg zur Aufnahme einer Goldanleihe durch Betischen Machtverhältnisse in Bayern vorläufig nicht zu rechnen. Fähigkeiten" der Offiziere, die ihren Abhied nehmen, weil lastung der Sachwerte im Reichswirtschaftsrat annahm, war man Desto notwendiger wird es sein, an den Gewissen zu sie nicht schießen lassen durften, liegen also feinesfalls auf sich darüber einig, daß man im Notfalle auch eine großzügige rütteln, die, wenn sie einmal erwacht sind, die Kraft haben, polizeilichem Gebiete! Stügungsaktion zur Rettung der Mark machen müsse. auch die schwersten Kerfertore zu sprengen. Auch darüber ist ein Jahr vergangen, und die Mark auf den Der Geschäftsführer des Bundes für Freiheit und Ordnung" zehnten Teil des damaligen Wertes gesunken. Alle Versuche wurde am Dienstag im Bolizeipräsidium vernommen. Er wurde der Regierung, einzugreifen, stießen jedoch in der Deffentlichkeit besonders darüber befragt, ob Gesandter Dr. Pfeiffer und Herr auf schärfste Ablehnung der Banken und der Industrie also Rektor Kopsch noch Borstandsämter in dem Bund bekleiden. der jetzt so protestlustigen Kreise, die bisher ja und auch Mach Meldung der BS.- Korrespondenz bejahte der Geschäftsführer noch später im Reichswirtschaftsrat Gelegenheit hatten, die diese Frage. In auffälligem Gegensatz hierzu steht ein Schreiben, Fülle ihrer Sachkenntnis dem deutschen Volfe vorzusehen. Was aber ist gefájehen?- Noch heute redet man. Und das Herr Rettor Ropsch an uns richtet und das fagt: jeder Schritt, der in Vorschlag gebracht wird, ist nur dazu da, um durch endlose Sachverständigenberatungen verschleppt zu werden, während sich die Mart weiter verschlechtert. Kommt das Volksgericht zu dem allgemein befürchteten Spruch, dann vollzieht die bayerische Reaktion- eben in dem Moment, wo sie sich durch die Einterferung unbequemer Anfläger verhüllen will einen Att der Selbstent hüllung, der in der neueren Geschichte kaum seines gleichen hat. Dieser Akt wird nicht ohne politische Folgen bleiben, Folgen, von denen man sich bisher in München noch eine ungen, von denen man sich bisher in München noch eine unzureichende Vorstellung gemacht zu haben scheint. Noch lebt, glücklicherweise, in den breiten Massen unseres Bolfes ein startes natürliches Rechtsgefühl, und noch sind wir, trot alles Treibens der bayerischen Bartitularisten, nicht so weit, Bayern als Ausland zu empfinden. Ein Justizmord im Fechenbach- Prozeß wäre eine allgemein deutsche An= gelegenheit, und wir vertrauen, daß sich alle rechtlich denkenden Männer und Frauen in Deutschland ihrer mit Leidenschaft annehmen würden. Für sie müßte es dann heißen:„ Ein Reich, ein Recht! Und fort mit der partitularistischen Schand justiz!" Sturm auf das Polizeipräsidium. Schwindel für Freiheit und Ordnung. In der Morgenausgabe des Borwärts" vom 17. Ottober werde ich als Borstandsmitglied des Bundes für Freiheit und Ordnung bezeichnet. Diese Behauptung ist unrichtig, ich bin weder Borstandsmitglied noch überhaupt Mitglied des Bundes. Banken und Industrie mit ihrer fruchtlosen Kritik und Als vor ungefähr Jahresfrist der Bund gegründet wurde, suchten ihrem Mangel an jeglicher Entschlußkraft, für die Stügung mich politisch neutrale Herren auf und baten mich, in der Gründer Währung einzutreten und die notwendigen Maßnahmen dungsversammlung eine Ansprache zu halten. Sie erflärten dabei, daß der Bund in feiner Weise Parteipolitik treibe; er umfaffe für den Fall katastrophaler Bewegungen am Devisenmarit Angehörige aller Parteien. Auch die mir vorgelegten Gagungen rechtzeitig vorzubereiten, sind es, die die Regierung gewaren in diesem Sinne gehalten. In der Gründungsversamm- zwungen haben, auf dem Wege der Verordnung vorzugehen. lung erfolgten dann von völlischer Geite bei meinen Ausführungen Es wäre ein Verbrechen gegen das Volk gewesen, hätte man ungehörige Zwischenrufe, die der Vorstand aufs lebhafteste be- die Frage noch weiterer Verschleppung ausgesezt. dauerte. Auch in einem Berichte des Vorstandes wurde diesem Bedauern Ausdruck gegeben. Von der letzten Versammlung im Zirkus Busch habe ich erst am Montag durch die Zeitungen Kennt nis erhalten. Und es wäre ebenfalls ein Verbrechen gegen das Volk, wenn man jetzt, nachdem die ersten tastenden Schritte getan sind, abwarten wollte, ob sich vielleicht ein Streis von Sach berständigen findet, der innerhalb weniger Tage die nötigen Vorbereitungen trifft. Die Not ist so groß, die Gefahr eines neuen Sturzes der Mark so nahe, daß man nicht mehr zögern darf, sondern daß weitere Maßnahmen sofort getroffen werden müssen. Die beiden Parteien, die sich am Sonntag vor dem Zirtus Busch gegenseitig die Köpfe blutig schlugen, sind jetzt zu Herr Kopsch bestreitet also in der entschiedensten Form, Boreiner Einheitsfront zusammengetreten: In einer Phalang standsmitglied des Bundes zu sein. Der Geschäftsführer des Bundes unternehmen Nationalisten und Kommunisten den Sturm aber bejaht einer Behörde gegenüber ausdrücklich die Frage, ob auf das Berliner Polizeipräsidium. Schulter an Schulter Herr Ropsch noch Borstandsmitglied sei. Dieses Verhalten wirft ein führen ,, Tag" und" Rote Fahne" den Kampf gegen den Poli- neues sehr bezeichnendes Licht auf die Gesellschaft, die sich da unter Das Spiel mit der Valuta, an dem sich ja gerade diezeipräsidenten Genossen Richter. Es ist schwer festzustellen, dem Deckmantel der Freiheit und Ordnung" zusammengetan hat. nach wessen Darstellung die Polizei sich am Sonntag schwerer Die sozialdemokratische Landtagsfraktion hat jenigen Streise so bereichert haben, die jetzt das Bedürfnis nach verfündigt haben soll. Ueber das Riefenmaß ihrer Schuld im Hinblid auf den eigentümlichen Charakter der Versammlung Protesten empfinden, ist ein Spiel mit der Lebens. find sich die beiden Bundesgenossen einig, nur nicht über ihren des" Bundes für Freiheit und Ordnung" folgende Anfrage ein- baltung des Voltes, ein Spiel mit der Produktionstraft. Das Volt kann nicht abwarten, bis es den Unternehmern tatsächlichen Charakter: nach kommunistischer Ansicht hat die gebracht: Polizei ein Bogrom unter den Kommunisten veranstaltet, nach Ist die Regierung bereit, im Sinne des Reichsvereinsgefeges von Industrie und Handel vielleicht einmal gefällt, auf die nationalistischer Ansicht sich völlig paffiv verhalten. Einig dafür zu sorgen, daß öffentliche Versammlungen nur von In- Steigerung der Mart zu spekulieren. Darauf hat es bis jetzt drei sind sich beide Teile aber darin, daß Richter gehen müsse, und bewaffneten abgehalten werden? Ist die Regierung bereit, Jahre vergeblich gewartet. Und wenn diese Stimmung einmal da eine geschäftige Korrespondenz verbreitet die in solchen Fällen jeder Art von fogenanntem Selbstschutz und terroristischer Selbst- fein sollte, dann bedarf es keiner Stügungsaktionen für die Mark üblichen Gerüchtnachrichten: Die Stellung Richters gelte als hilfe mit durchgreifenden Mitteln entgegenzutreten? Ist die Re- mehr. Wenn aber die Regierung jezt nicht entschieden zugreift schwer erschüttert". In Regierungsfreisen" sei man der gierung bereit, den Bund für Freiheit und Ordnung und ähnliche und zu der Devisennotverordnung die bereits im Kabinett Ueberzeugung, daß das Polizeipräsidium völlig versagt habe. Ersatzorganisationen verbotener staatsfeindlicher Verbände eben- beschlossene Ausgabe von Goldschagwechseln, sowie eine Bereitfalls zu verbieten und ihre Zusammenfünfte zu verstellung von Mitteln zur Stabilisierung der Valuta hinzuAuch innerhalb der Sozialdemokratie hielte man" ès für beffer, wenn Richter sein Amt niederlegte. Auch Namen für Richters Nachfolger werden bereits angegeben. hindern? Diese Anfrage wird im Zusammenhang mit der ganzen An- fügt, so trifft sie die Verantwortung und feine Berufung auf Sachverständige, die nicht arbeiten wollten, als gelegenheit am Donnerstag zur Verhandlung kommen. man sie dazu einlud, wird sie davon rein waschen. Man braucht nun gewiß nicht das Berhalten der Polizei am Sonntag in allen Einzelheiten zu billigen, man fann die Taftit ihres Borgehens fritisieren, aber eine solche Kritik wird Unternehmer und Währungspolitik. Lage und Hehe. In den Schlußfaz unseres Berichts über das fich in den Grenzen des Bernünftigen zu halten haben. Es Referat des Genossen Hilferding vor der Berliner Funktionären Die von der Sozialdemokratie und von den Gewerkschaften hat sich ein scheimischer Druckfehler eingeschlichen. Hilferding schloß geht nicht an, die Dinge so maßlos zu übertreiben, wie das in der Rechtspresse geschieht. Schon tauchen im Tag"| geforderten, jetzt von der Reichsregierung teilweise eingeleiteten nämlich mit der Erklärung, daß die Sozialdemokratie die Berantwieder die verdächtigen Artikel ,, aus Kreisen der Schutzpolizei" Währungsmaßnahmen stoßen in allen Streifen des wortung nicht würde weiter fragen fönnen, wenn man unferen auf, die im Grabeston die Disziplin innerhalb der Polizei als Unternehmertums auf mehr oder minder scharfen Protest. Forderungen nicht dermaßen Rechnung trage, daß die innen- und gänzlich vernichtet hinstellen. Diese Artikel fennen wir feit Das war vorauszusehen, da man wußte, daß für Großhandel außenpolitische Lage für uns halbwegs erträglich werde. Der Drudfehlerteufel hatte aus der Lage" eine„ Heße" gemacht. Daß langem, sie gehen von einer ganz bestimmten Rich- und Industrie längst die Mark als Wertmesser aufgehört hat die oft unerträgliche Hehe gegen die Sozialdemokratie jemals auftung aus. Diesmal erzählt der anonyme Polizeioffizier: zu existieren und daß sie nur noch Zahlungsmittel ist. Sie hören dürfte, glauben wir faum. Daß fie aber erheblich nachlaffess die Führer hätten am Sonntag nicht wagen dürfen, auf die haben sich innerlich mit dem Dollar schon so weit anwird, sobald unsere Lage erträglich wird, läßt sich mit einiges Mengefchießenzulaffen, oder sie wären am nächsten| gefreundet, daß man von ihnen nicht erwarten kann, Sicherheit voraussagen. Der Psychotechnische Kongreß. Bom 10. bis zum 14. Oftober fand in Berlin eine Tagung der Gesellschaft für angewandte Psychologie statt, verbunden mit Befichtigungen. Die Zusammenkunft mit auswärtigen und ausländischen Berufspsychologen führte zum Gedanken- und Meinungsaustausch und gab einen Ueberblick über den jezigen Stand und die nächsten Bestrebungen der experimentellen Psychologie. die ihnen zugrunde liegen, und der Bau der Apparate zu deren zeichen zu versehen. Heller als ein Stern erster Größe wäre zu Feststellung. Zweitens die Systematisierung: das Zunächst einer mit der Helligkeit Null, bann folgt-1,-2 usw. Die fammenfassen der Einzelleistungen und Einzelfeststellungen zum Bezeichnung ist gewiß eigentümlich, aber man muß sich daran gePersönlichkeitsbild, das Fällen eines Gesamturteils auf Grund der wöhnen. Die Venus würde in ihrer Sonnennähe sogar noch viel heller ärztlich- klinischen, pädagogischen und fymptomatischen Begutachtung, fein, wenn wir ihr ins Gesicht sehen könnten, aber wir schauen nur und dann erst die Aufstellung der Tests für die Begabung. Beide eine Sichel, die im Fernrohr einen hübschen Anblick bietet. Die Wege führen zu dem Ziel, die Psychologie für die Praxis auszu- Phase nimmt allmählich ab und entspricht im Aussehen dem zubauen und beide werden eifrig verfolgt werden. Sie werden aber nehmenden Monde; die konvere Seite ist natürlich der Sonne zuLeider können wir auf der Erte während der unteren nur für die Allgemeinheit gelten, denn wo der Beruf zur Berufung gefehrt. wird, wird die Individualität sich in dieser einen Richtung durch Konjunktur von der Benus gar nichts sehen, da dieser zwischen der M. Charol Erde und der Sonne wandelnde Planet uns dann die gänzlich fetzen oder zugrunde gehen. unbeleuchtete Seite zukehrt. Aber wenn wir selbst die Venus in diefer Lage beobachten tönnten, hätten wir doch keinen Borteil davon. Die Venus ist ganz von Dämpfen eingehüllt, ein dichter Moltenhimmel umgibt sie ständig, durch den wir nicht hindurchfehen tönnen. So fommt es, daß wir von der Oberfläche unseres inneren Brudergeftirns überhaupt noch nichts wissen, während der fast wolkenlose Mars uns doch schon einiges von seiner Beschaffenheit verraten hat. mei • In der Praxis und für die Praxis am besten bewährt hat sich die Psychotechnik als Konkurrenz auslese, wenn aus einer großen Anzahl von Berfonen eine fleinere Gruppe der Bestbegabten für den Beruf ausgelesen werden soll. Denn die Feststellungen an den psychotechnischen Apparaten ergeben viel weniger die psychi- Billige Totenladen.„ Kinder, fauft Euch Kämme, es ist' ne schen Fähigkeiten des Menschen als einfach seine praktische lauf'ge Beit" diese hoheitsvollen Worte machten auf uns stets Leistungsfähigkeit. Sobald der Prüfungsleiter mehr her- tiefen Eindruck, und wir fahen im Geiste eine Jungfrau a la Lorelei oder wieviel auslesen will, ist er auf seine Beobachtungsgabe, auf seine psycho- auf einem Biedestal fizen, fich fämmend, fich I Rämme wären heute wohl nötig, um die Zeit von allen Insekten logischen Erfahrungen, auf das Wie der Versuche angewiesen. Deshalb steckt die Psychotechnik in ihrem zweiten großen An- zu befreien?! Nach diesem Präludium fommen wir zu dem Dorfe,' das einen wendungsgebiet noch ziemlich im Anfangsstadium. Sobald sie die fo wohlwollenden, fürsorglichen Gemeinderat besißt, daß seine Anlagen eines Menschen feststellen soll, um danach den ihm best- Bauern mit Särgen bei Lebzeiten bedacht werden, da ja die fortgeeigneten Beruf zu bestimmen, stößt sie auf vielerlei Schwierig schreitende Teuerung das Schlimmste ahnen läßt. Das Dorf ließ feiten. Erstens hat sie für die Bestimmung der Anlage nicht ge- fich von allen Himmelsrichtungen Preislisten kommen, und nun sind nügend erafte Methoden. Zweitens ist die Berufsanalyse auch noch 800 Gärge eingetroffen. In Mengen bezogen billiger, reeller, wenn sehr unvollkommen. Drittens ist die psychologische Berufsberatung auch Stapelartitel. Die Bauern fönnen nun wählen: Wer dünn durch die praktischen Verhältnisse gehemmt. Was nügt die beste ist und eine dünne bessere Hälfte tefigt, falkuliert der Billigkeit Eignung, wenn der Arbeitsmarkt überfüllt ist, wenn in dem Beruf halber, ob zwei..., vorausgeseßt, daß sie zusammen sterben, diese tein Fortkommen möglich ist? Und der Ausscheller fündigt an, daß am Sonntag gegen 10 Uhr Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit des jeder seinen Sarg gegen Barzahlung im Sprizenhaus abholen kann. Psychologen mit dem Nationalökonomen, wie sie sich vorher mit Wenn aber Cholera, Peft, Influenza oder sonst eine Epidemie den Vertretern der einzelnen Berufe zu deren Analyse gezeigt hat, ausbricht..., wenn das Maffensterben beginnt.. wenn der Särge und die Berufsberatung rüdt aus einer behördlichen Nebenstelle 20 oder 30 im Leichenhaus stehen... und da ein Sarg wie der zu einer wichtigen volkswirtschaftlichen Einrichtung andere aussieht, was dann? Wird da nicht falsch begraben werden? Herrn Müllers Erben hinauf. Als ein weiterer zur psychischen Bestimmung notwendiger werden bei Schulze weinen und Schulzes Erben bei Weckwarts.. Auch das Sterben und das Begrabenwerden hat seinen Humor! Zweig, der noch stark ausbaubedürftig ist, entwickelt sich in der Dafür sorgte der Gemeinderat aus einem Thüringer Dorf. letzten Zeit die pädagogische Beobachtung in den Schulen Frau Venus im höchsten Glanze. Etwa vom 20. Oktober ab durch die Lehrer. Auch sie kann nur eine Schüler-, aber nicht eine Individualitätenbegutachtung sein. Und so bleibt dem Psychologen wir unser Nachbarplanet Venus am Abendhimmel in ganz be als die letzte Möglichkeit für tieferes Eindringen in das Mensch- unteren Sonnenfonjunktur zu, die am 25. November eintritt. Wähsonderer Helligkeit erstrahlen Ste eilt dann der sogenannten liche die diagnostische, die ärztlich klinische Beobacht rend der Konjunktur selbst ist sie natürlich für uns unsichtbar, aber ung, die immer von dem subjektiven Können des Prüfenden ab- am 31. Dezember erscheint sie wieder in hohem Glanze, diesmal hängt und in der Praxis außerdem an der notwendigen Dauer der als Morgenstern. Die Aftronomen haben berechnet, daß sie dann Beobachtung scheitert. Jedoch schon das Bedürfnis, in dem Men- 60mal so hell ist als der Stern erster Größe Arttur. Ihre Helligkeit faal ber Gemeindeschule 20, Bleibtreuftr. 43, der für die Erforschung des schen nicht bloß eine Berufsmaschine zu sehen, das Verständnis für die Notwendigkeit des Erkennens der menschlichen Qualitäten beim einzelnen, bedeutet einen großen Fortschritt auf dem Gebiete der Psychotechnik. Das Ergebnis sind nun zwei Wege des Forschens. Erstens die Spezialisierung: das fyftematische, genaue Zerlegen der Berufstätigkeiten, der Fähigkeiten manueller und psychischer Art, est. Das Mikrophon als Schaffner. Ein neuartiger Bersuch wird gegenwärtig, wie die„ Reichszentrale für Deutsche Berkehrswerbung" mitteilt, in Hamburg unternommen; die Elbestadt hat häufig unter starkem Nebel zu leiden, so daß es den Fahrgästen der örtlichen Berkehrsmittel zuweilen schwer ist, die Stationsnamen zu erkennen; das Ausrufen der Haltestellen würde eine Bermehrung des Berfonals bedingen, und deshalb will man jetzt versuchen, den Fernsprecher in den Dienst des Verkehrs zu steilen. Die Hamburger Hochbahngefellschaft hat in einem Probezug am Führerstande ein Mikrophon anbringen laffen und in jedem Wagen zwei laut sprechende FernSprecher, die durch das Mikrophon betätigt werden, ber tuber fpricht rechtzeitig vor der Einfahrt in einen Bahnhof den Namen der Station in das Mifrophon, und in jedem Wagen ist feine Stimme, bedeutend verstärkt, zu hören: der Führer weist auch auf das Umfteigen hin und fann bei Verkehrsstockungen und Unfällen besondere Maßnahmen oder Barnungen dem ganzen Zug bekanntgeben. Von dem Ergebnis der Bersuche, die dieser Lage begonnen haben, wird es abhängen, ob die Neuerung allgemein durchgeführt werden wird. Spielplanänderung. Im Deutigen Theater geht und ber Jugend" Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag in Szene.- 3n ben stammeripielen wird. Das Glas Bailer von In in flagranti" ist auf den 25. minelebt. Donnerstag ab llabendlich aufgeführt. Die Premiere von Zimotheus Das Theater in der niggräser Straße gibt Freitag die Jüdin von Toledo" und Sonnabend Stapellmeier Kreisler". Biychologische Gefelichaft. Am 19., abends 8 Uhr, wird im Schuls ftultismus gewählte Ausschuß in der Psychologischen Geſellſchaft Bericht erstatten. Gäſte baben Zutritt. Der wird auf-4,3 angegeben. Man unterscheidet bekanntlich unter usw. den Firfternen des Himmels Sterne erfter, zweiter, dritter ufm. Eine Hauptmann- Feier veranstaltet der republikanische Jugendbund Größe. Die Sterne erster Größe sind die helften, die zweiter etwas Schwarz- Rot- Gold" am 19. abends 7%, 11hr im Schwechtensaal, Lützowweniger hell, und die sechster Größe sind gerade noch mit bloßem de Flottwellstraße. Konrad Saeniich wird die Festrede halten. Auge wahrnehmbar, das Fernrohr macht noch Sterne bedeutend starten von 12-50 M. Hei Wertheim, Bote& Bod und an der Abendlasse. niederer Größe sichtbar. Da nun die hellsten Sterne mit der Eins Bruno H. Bürgel hält Donnerstag, 19. Dttober, abends 8 Uhr, in bezeichnet sind, bleibt nichts weiter übrig, als Sterne, die noch Langenbed- Birchow- Haus, Luisenstraße 58, einen Lichtbildervortrag über heller strahlen( wie in diesem Falle die Benus), mit einem Minus- Die Geheimnisse zweier Beiten". Auf dem Dummenfang. Kommunistische Schwindelmanöver. Das Blatt der Kommunisten übertrifft sich jeden Tag aufs neue in phrafenreichen Ergüssen gegen den Rapitalismus und die Wiederbeginn der Parlamente. Kapitalisten. Daneben übt es sich in Schimpfwellen gegen die Neukonstituierung der Reichstagsfraktion. Musterregistersachen( Erhebung auf das Fünfzehnfache mit Ermächt große Sozialdemokratische Partei und ihre Beauftragten. So im redaktionellen Teil. Die geschäftliche Leitung des Blattes aber wirft sich an die Kapitalisten heran, soweit fie als Inserenten in Frage kommen, und bringt sich in empfehlende Erinnerung nach Art gewisser Haufierer. Das folgende Schreiben fliegt uns auf den Redaktionstisch: Die Rote Fahne" Berlin S. 48, den 6. Oftober 1922. Friedrichstr. 225. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, hat die Tageszeitung„ Die Freiheit" ab 1, d. Mts. ihr Erscheinen eingestellt. Die bisherigen Leser dieser Zeitung, welche den Kreisen der Hand und Kopfarbeiter angehören, sind fast restlos Abon nenten der Roten Fahne" geworden. „ Die Rote Fahne" hat baburch einen gewaltigen Auf. schwung bezüglich der Höhe ihres Leserkreises erhalten; fie ist jetzt das einzige Blatt der werktätigen Bevölkerung Großwäre es vorteilhaft, wenn Sie in Zukunft die„ Rote Fahne" zu Wollen Sie in diesen Kreisen Ihr Abfahgebiet erweitern, fo Ihren geschäftlichen Ankündigungen benutzen würden. Berlins. Unsere alten Inserenten haben uns wiederholt bestätigt, daß die„ Rote Fahne" ein äußerst wirkungsvolles Insertionsorgan ift. Wir stehen gern mit näheren Details und Vertreterbefuch zur Berfügung und sind Ihres baldgefl. Bescheides gewärtig. Hochachtungsvoll Anbei 1 Karte. Die Rote Fahne" Anzeigen- Abteilung ( Unterschrift.) Der Brief ist ein Musterbeispiel fommunistischer Wahrheitsfiebe. Die„ Anzeigen- Abteilung" denkt augenscheinlich, daß sie das gleiche Recht habe, wie die die politische Leitung, im Sinne Lenins „ durch List und Verschweigung der Wahrheit" zu wirken. Nur hat sie das gute deutsche Sprichwort vergessen, daß Lügen turze Beine haben. # Sie redet den Geschäftsleuten vor, daß die Abonnenten der " Freiheit" fast restlos( 1) Leser der" Roten Fahne" geworden sind und daß daher das Kommunistenblatt einen gewalti gen Aufschwung" erfahren habe. Noch in den letzten Sep. tembertagen aber fonnte man im politischen Teil derselben ,, Roten Fahne" lesen, die„ Freiheit" hätte nur noch 7400 Abonnen. ten. Wenn die Behauptung der Anzeigen- Abteilung" also richtig märe, bedeuteten demnach rund 7000 neue Lefer einen glänzenden Aufschwung" für die Rote Fahne". Bie miferabel muß dana der bisherige Abonnentenstand des Blattes gewesen sein! In Wahrheit ist natürlich die ganze Behauptung der zeigen- Abteilung" ein ebenso dreister Schwindel, wie die falsche Behauptung der politischen Abteilung. Ob die ,, Rote Fahne" von den früheren Freiheit"-Lesern überhaupt einen neuen Abonnenter gewonnen hat, können wir nicht wissen. In dessen ist es jeden Augenblick ziffernmäßig nachzuweisen, daß von den bisherigen Freiheit"-Abonnenten mehr als 95 Broz. für D tober schon den Borwärts" bezahlt haben! Und daß die 7400, von denen die„ Rote Fahne" sprach, nur einen sehr fleinen Bruchteil der wirklichen Auflage der Freiheit" bildeten, sei lediglich der Bollständigkeit halber erwähnt, um die ganze Wahrheitsliebe der Rommunisten erneut zu fennzeichnen. Königliche Gerichtsschreiber. P Uns liegt ein größerer Briefumschlag des Landgerichts III in Berlin Charlottenburg, Tegeler Weg 17-20, vor, mit Attenzeichen 37 R. 182 20 und Boftstempel vom 4. Oktober 1922, der die handschriftliche Adresse trägt: An das Königl. Amtsgericht in Frankenstein. Nach vier Jahren Republif fönnen wir uns nicht mehr mit der üblichen amtlichen Ausrede begnügen, daß es sich dabei um ein„ bedauerliches Versehen" einer subalternen Schreibtraft handele. Ber heute noch in einer Amtsstube fist und derartige Adressen schreibt, will offenbar gegen die Republik demonstrieren. Dann foll er aber auf fein Gehalt als Staatsbeamter der Republik perzichten. Wir verlangen, daß die zuständige Justizbehörde dem Fall nachgehe und den Königlichen Gerichtsschreiber feststelle- was ihr angesichts unserer genauen Angaben nicht schwer sein dürfte, wenn fie nur will, und das neue Beamtengefeß zum Schuß der Re publik entsprechend anwendet. Erst wenn ein Erempel statuiert und öffentlich bekanntgegeben wird, wird der Standal aufhören, daß Beamte vier Jahre nach der Revolution bei größeren und fleineren Amtshandlungen die Republik straflos verhöhnen zu können glauben. gung zu weiteren Erhöhungen) angenommen. Die sozialdemokratische Reichstagsfrat- Der Gefeßentwurf über die Abgaben auf dem Kaifer- Wilhelmstion trat gestern Dienstag nachmittag zusammen. Einstim- Kanal" geht nach einer Bemerkung des Abg. Thomas( Komm.), der mig wählte die Fraktion einen Vorstand aus 15 Mitgliedern. Umnennung in Nord- Ostsee- Kanal" wünscht, an den Hauszu Fraktionsvorsitzenden wurden ebenfalls ein haltsausschuß. Mittwoch 2 Uhr: Interpellation über die Sonntagsvor ftimmig gewählt die Genossen Hermann Müller, Dittmann, gänge am Zirkus Busch und über die Not der Wissenschaft, BeBels, Scheidemann und Hente. Geschäftsführende fcldungsgesetz und Nachtragsetat, Getreideumlagegese. Vorsitzende sind die Genossen Hermann Müller und Schluß 4% Uhr. Dittmann. Ferner beschloß die Reichstagsfraktion die Bildung von 14 Fachausschüssen zur Vorbereitung der parlamentarischen Arbeiten. Das Sekretariat der Fraktion soll in Zukunft mit mei Sekretären besetzt werden. Zu Sekretären wurden gewählt die Genossen Kahmann und Dr. Hertz. Während bisher immer erst dem Parteitag ein abschlie Bender Bericht über die Tätigkeit der Reichstagsfraktion vorTeilen erscheinen, und zwar am 31. Dezember, am 31. März gelegt wurde, soll der Fraktionsbericht in Zukunft in drei und am Schluß der Sommertagung. Anfragen im Reichstag. Präsident Löbe eröffnet die 257. Sigung des Reichstags mit cinem Nachruf für die verstorbenen Abgg. Riele( Soz.) und Pintau( Soz.). Abg. Riefe war Alterspräsident des Reichstags und bereits 77 Jahre alt, als er 1920 ins Parlament gewählt wurde. Auf der Tagesordnung stehen zunächst 18 fleine Anfragen. Der größte Teil von ihnen ist bereits überholt oder während der Sommerferien schriftlich beantwortet worden. Das Reichseisenbahnminifterium erklärt, daß es nicht in der Lage sei, für Fahrten im Interesse der Jugendpflege nur ein Viertel der tarifmäßigen Fahrpreise zu er heben. Auf eine Anfrage des Abg. Unterleitner( Soz.) über monarchistische Demonftrafionen der Reichswehr bei Regimentsfeiern in Passau, München und Regensburg erflärt das Reichswehrministerium, die eingeleiteten Untersuchungen hätten ergeben, daß die Anfrage von falfchen Berausfegungen ausgehe und daß sich die geschilderten Vorgänge wesentlich anders abgespielt hätten. Zum Einschreiten liege tein Anlaß vor. Auf eine Anfrage des Abg. Moses( Sez.) teilt das Reichspoſt der Anfrage erwähnten Fall. Schmähungen der Republik tragen, minifterium mit, daß in Zukunft Briefumschläge, bie, wie in dem in nicht mehr befördert werden dürfen. Auf eine Anfrage des Abg. 3 ubeil( Sez.) teilt das Reichspoftministerium mit, daß gegen den Bostdirektor Zangenmeister in Gotha wegen des Waffenfundes in feiner Wohnung und seiner Zugehörigkeit zum Jungdeutschen Orden nicht eingeschritten worden ist. Die Waffen waren zum Teil un brauchbar, zum Teil Jagdwaffen; der Jungdeutsche Orden ist in Thüringen aufgelöst und außerdem widersprechen dessen Sazungen Auf eine demokratische Annicht den Pflichten eines Beamten. frage antwortet das Reichsjustizminifterium, daß gegen diejenigen Personen, die in der Nacht zum 30. Juni in die Wohnung des Fabrifanten Philipp Helffe rich in Neustadt eingedrungen sind, die Boruntersuchung eröffnet worden ist. Eine Anfrage der Kommuniften führt Beschwerde über die sogenannte Zopfabschneide- Kommission des Selbstschuhes in Oberschlesien und ihr Eindringen in die Druckerei der„ Roten Fahne" in Gleimig. Wegen der Gleiwitzer Fälle ist nach der Antwort des Reichsministe riums des Innern gegen fünf Beschuldigte ein Strafverfahren eingeleitet worden. Die Schuld an der Tätigkeit der ZopfabschneideRommiffion falle auf die Interalliierte Rommission.(?!) Seit dem Einrüden der deutschen Polizei habe man von der Lätig feit dieser Remmission nichts mehr gehört. Präsident Cobe gibt einem Wunsche des Acltestenrats Ausdrud, die fleinen Anfragen fünftig auf ein Mindestmaß zu beschränken. In allen drei Lesungen wird das Gefeh über die Gebühren in Beginn der Räumung Thraziens. Lärmszenen im Landtag. Als gefiern, Dienstag, der Preußische Landtag wieder zusammentrat, ftand Ray( Komm.) schon auf den Stufen zur Rednertribüne, als Bräsident Leinert furz nach) 2 Uhr die Sizung eröffnete. Sofort Geschäftsordnungsdebatte; aber die Schreie und Flüche des kommunistischen Rebners waren zu gemacht, um wirten zu können. Rab sdyreit zur Rechten hinüber, Fascisten hätten im Zirkus Busch am Sonntag den bewaffneten Kampf gegen die Republik eröffnet. Mörder in Leipzig gefeiert und den„ Massenschlächter Hindenburg" Die Rechte freut sich über den ihr angedichteten Löwenmut und Kaz lacht. Die Orgesch ruft Stag hat den Sieg der Rathenauzum Reichspräsidenten vorgeschlagen. Durch die bürgerlichen Bänke geht die oft geübte Welle der Entrüftung und Kaz erhält einen Ordnungsruf. Er bringt nun schnell den Antrag heraus, der das Staatsministerium auffordert, den Berliner Polizeipräsidenten a b= aufegen, alle verhafteten Arbeiter zu entlassen, die Beschädigten aus Staatsmitteln zu entschädigen, den Bund für Freiheit und Ordnung aufzulösen und in Preußen eine Arbeiterwehr zu schaffen. Schließlich entzieht ihm der Präsident das Wort. Die Redezeit ist abgelaufen. Schon steht Dr. Derberg( Dnat.) oben, fommt mit einem ganz anderen Thema und die Krach- Atmosphäre löst sich auf. Derberg bedauert, daß die Interpellation über das besette Gebiet noch nicht zur Verhandlung tommt. Kaum ist er fertig, eilt Scholem( Komm.) auf die Tribüne, um nochmals Stimmung zu machen. Er tobt vor allem über die Berhaftungen. Aber auch Scholem tann ous der verpfuschten Aftion nichts mehr machen. Was Gägen hinweg. Der Weltestenrat Don ihr übrig blieb, wischte Genosse Heilmann mit ein paar knappen so betonte er teilt das Be= dauern Derbergs und hat dem Ministerpräsidenten den bringenden Wunsch des Hauses ausgesprochen, daß die Rheinland- Interpellation schnellstens zur Sprache kommt. Allein es muß der Regierung überlaffen bleiben, zu beurteilen, mann den Interessen des Rheinlandes besser durch Schmeigen oder durch Reden gedient wird. schnellstens zu erörtern, teilen sämtliche Barteien. Meine ParteiAuch den Wunsch der Kommunisten, die Berliner Borgänge freunde vor allem wünschen, daß rasch festgestellt wird, wer bei diesen Borgängen eine üble Rolle gespielt hat. Am Donnerstag wird der Minister zur Beantwortung bereit sein. Benn Scholem befürchtet, daß bis dahin der ganze Apparat der KPD. lahmgelegt werde- muin, ber Spre ch apparat der Herren hier im Hause wird nicht fahmgelegt fein. Die Behauptung, daß irgendwer in unseren Reihen die Aussprache fürchtet, ist lächerlich. trag, den Sonntagsfrawall fofort zu befprechen, abgelehnt. Die Noch etwas Geschrei bei den Kommunisten, dann wird ihr AnTagesordnung wird im Flug erledigt. Die Mitteilung des Finanzministers zur Deckungsfrage der Beihilfen für Sozial- und Kleinrentner wird dem Hauptausschuß überwiesen, nachdem noch Genosse Heilmann auf den Widerspruch zwischen diefer Mitteilung und der Erklärung des Finanzministers im Hauptausschuß über den Weg zur Dedung hingewiesen hatte. Angenommen wird der Beamtenausschuß- Antrag, den mit dem Sicherheitsdienst betrauten Beamten der Bergrevierämter, einschließlich der Einfahrer, eine besondere Zulage zu gewähren. Nachdem ein weiterer Antrag der Kommunisten, die Vorgänge am Sonntag als ersten Punkt auf die nächste Tagesordnung zu sehen, abgelehnt war, vertagte sich das Haus auf Mittwoch 12 Uhr. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Erhöhung der Preise für das erste Drittel der Getreideumfage, wofür der Landtag gar nicht zuständig ist. Schluß 4% Uhr. Dänisches Regierungsprogramm. Paris, 17. Oftober.( EE.) Wie aus Konstantinopel gemeldet Kopenhagen, 17. Oftober.( TB.) Im Foltething gab wird, hat die griechische Räumung Thraziens begonnen. Die Staatsminister Meergard eine Erklärung ab, in der es heißt: alliierten Truppen haben am 15. Oktober um Mitternacht ihren Bor- Die jetzige Regierung ist wieder aus der Linken hervorgegangen marsch begonnen. Beim Ueberschreiten der Demarkationslinie es und wird nach deren Programm arbeiten, aber jedes berechtigte eigneten sich feinerlei Zwischenfälle. Am 15. Ottober reiften 52 ita- Entgegentommen gegen andere politische Richtungen, Anschauungen liensche und französische Gendarmen nach Tschorno und Tscherkakoij und Forderungen zeigen. Gegenstände von großer Bedeutung ab, um bis zum Eintreffen der türkischen Gendarmen die Ordnung harren noch der Entschebung, so die Schulreform, das Zollgesetz, ein aufrechtzuerhalten. Die englischen Truppen befekten die Ort umfassender Plan zur Förderung des Wohnungsbaues. Durch die schaften am Marmarameer. Der neue Gouverneur Thraziens, neuen Steuergesetze und verschiedene Sparsamfeitsmaßregeln ist beChatir Bei, der sich gegenwärtig in Konstantinopel befindet, trifft rechtigte Aussicht geschaffen, das Gleichgewicht des Staatshaushalts bie letzten Maßnahmen für die Räumung. Aliierte Kommissare zu erlangen. Die in der Grenzfrage getroffene Regelung muß find in Adrianopel, Rodosto und in vier anderen Ortschaften einge voll respektiert werden und eine freifinnige, nach beiden Seiten gerechte Ordnung der Sprachen und Nationalitätsverhältnisse in den fübjütischen Landesteilen muß ebenso aufzur Erhaltung der dänischen Sprache und Kultur bei den Dänen jenseits der Grenze unterstüßen werden. Es wird nichts verabsäumt werden, um auf eine gefunde Weise unserm Erwerb zu stützen und zu entwickeln. troffen. rechterhalten und gestärkt werden, wie wir stets die Bestrebungen Die Grenze des Hulfschiner Ländchens, das bekanntlich ohne Französisches Liebeswerben um Rußland. Umgehung des Grundschulgesetzes. Paris, 17. Oftober.( EP.) Anläßlich der Rückkehr Herriots Die Reichsregierung hat auf eine Anfrage der Genossen befaßt sich der„ Temps" mit der russischen Frage. Das Blatt schreibt, Löwenstein, Hellmann und anderer betr. Umgebung des es müsse als sonderbar angesehen werden, wenn man in Deutschland Grundschulgesetes u. a. folgendes geantwortet: glaube, daß eine russisch- französische Verständigung „ Das Gesetz vom 28. April 1920 betr. die Grundschulen und die deutschen Pläne in Rußland über den Haufen werfen werde. Aufhebung der Vorschulen ist in der Mehrzahl der Länder ohne Es dürfe aber gesagt werden, daß die Möglichkeit einer Berstänbi- Boltsabstimmung Deutschland weggenommen und ifchechoslowakisch besondere Schmierigkeiten durchgeführt worden. Der Reichsregie- gung rung ist es aber andererseits bekannt, daß häufig versucht wird, gung zwischen Frankreich und Rußland in dem Maße wachsen gemacht wurde, soll nun festgelegt werden natürlich die Grenze würde, als die Regierung von Moskau das nationale Inter- gegen Breußen. Im oberschlesischen Abstimmungswirrwarr hatte bas polnische Mitglied der Grenskommission diese Grenze eigens das Grundschulgefeg zu umgehen. Dies geschieht sowohl dadurch, daß die Privatschulen entgegen der Borschrift effe Rußlands verteidigen werde, denn die Rechte der ruff mächtig festgefest", die Botschafterkonferenz hat aber jetzt auf des§ 2 Abs. 2 des Gesetzes ihre Schülerzahl vergrößern, als auch fchen Nation feien von den gleichen Kombinationen bedroht, die deutschen Einspruch das ordentliche Verfahren angeordnet. durch Erteilung von Privatunterricht oder durch Einrichtung von die Rechte Frankreichs bedrohen. Jezt, da Rußland seinen Die Wahlen zum litauischen Parlament ergaben bei einer Wahlprivaten Schulzirfeln oder Familienfchulen in Fallen, die nach§ 4 Blaz in der europäischen Bolitit wieder zurüd beteiligung von zirka 80 Pro. der Wähler 44 Proz. der Stimmen res Grundſchulgesetzes nicht gerechtfertigt find. Um mißftänbe zu gewonnen habe, tönne es diefe Boliti? nicht so ansehen, als für die christlichen Demokraten, 83 Prog. für die Voltssozialisten, beseitigen, hat das Reichsministerium des Innern sich wegen aller ob sie Rußland nicht interessieren würde. Es würde z. B. feinen 10 Broz. für die Sozialdemokraten, 3 Broz. für die Fortihm amtlich zur Kenntnis gebrachten Einzelfälle mit den zuständigen Intereffen nicht dienlich sein, wenn das Meerengenabtomibrittler, 1 Broz. für die Polen, 5 Broz, für die Juden und 2 Broz. Landesregierungen in Bertindung gesetzt. Ferner hat sich ber men ohne seine Zustimmung abgeschloffen werde. Auch müffe man für Parteilofe. Reichsschulousschuß, in dem die. Unterrichtsverwaltungen aller Länder unter Vorsitz des Reichs vertreten sind, auf allen Tagungen fich fragen, ob es feinen Interessen entspräche, wenn Deutschland vor mit der Grundschulfrage befaßt und sich stets für eine gewissenhafte ihm in den Bölkerbund aufgenommen werde. Durchführung des Grundschulgesetzes ausgesprochen. Bei feiten fekten Verhandlungen im April d. 3. hat er eine Entschließung angenommen, in der die energische Befämpfung von Umgebungen des Grundschulgesetes gefordert wird. " Die polnisch- französische Allianz. Warschau, 17. Stteber.( DC.) Ueber das Ergebnis der Pariser Um die Landesregierungen erneut auf die der Grundschule in Reise des polnischen Generalstabschefs Sitorffi meldet die offieinzelnen Fällen drohenden Gefahren aufmerksam zu machen, wird zielle Boin. Telegraphen- Agentur". in den Verhandlungen Sikorskis die Reichsregierung ihnen Abschriften der Anfrage sowie der erteil mit den Leitern des franzöfifchen Militärwesens set befchloffen worten Antwort mit einem Begleitschreiben übersenden. Der preu Bifche Minister für Wissenschaft. Kunst und Boltsbildung wird den, die bisher 90 Offiziere zählende französische Militärmiffion in dabei um Stellungnahme zu den in der Anfrage erwähnten Ver. Bolen allmählich wesentlich zu vermindern. Dafür soll die Zahl der hältnissen in Berlin gebeten werben fomie darum, ge. polnilchen Offiziere. die in rantreid ausgebildet werden, er gebenenfalls gegen die Umgehung der Borschriften des Grundschul. höht werden; die Pariser Berhandlungen haben ferner sich auf das gesetzes innerhalb fetter Unterrichtsverwaltung Zusammenwirten der Generalstäbe beider Länder und auf die Dorzugehen." Fragen der technischen Hilfsmittel und der Heeresindustrie erstreckt. " „ Oberleutnant v. Bredow". Unter diefer Ueberschrift brachten wir in Nr. 458 eine der Weltbühne" entnommene Darstellung Lothar Schüdings, die von einer Spionagefompagnie in Bilna handelte. Hierzu erhalten wir aus dem Reichswehrministerium eine Mitteilung, wonach es scheint, daß Schüting dos Opfer einer Mystifitation geworden ist. Nachforschungen haben nämlich ergeben, daß sämtlichen Dienststellen, die während der fraglichen Zeit in Wilna amtierten und die von dem Vorgang unbedingt hätten Kenntnis erlangen müssen, nicht das mindeste von der ganzen Sache Bredom befannt ist Den Ursprung der seltsamen Geschichte konnten wir nicht aufffären. Möglicherweise verhält es sich mit ihr wie mit so mancher Erzählung, die während des Krieges auftauchte, fest gerlaubt un weitergetragen wurde, ohne daß ihr entsprechende Tatsachen 3 grunde lagen. Vielleicht äußert sich Lothar Schücking zu der An gelegenheit. Auf Grund des Schuhgelehes wurden vom badischen Ministerium des Innern verboten die Deutschsozialistische Partei und der Verband nationalgesinnter Soldaten. Paul Wegmann, der nach dem Tode Ernst Däumigs Reichstagsabgeordneter geworden ist und erst kurz vorher mit der KAG. Amerita fieht nicht abseits. Auf Veranlassung des USA. Bot-! Das thüringische Staatsministerium hat die in Leipzig erscheinende wieder zur USP. zurückgekehrt war, bleibt als einziges Mitgliedschafters oughton treten in Berlin- wie die Woii. 3tg."| Beitschrift Der Hammer" auf Grund des Gesches zum Schuße der ehemaligen USB- Frattion neben Ledebour außerhalb der meldet die nordamerikanischen Vertreter in den Staaten West- der Republik auf die Dauer von 6 Monaten für das Lard Thüringen Bereinigten Sozialdemokratie, jund Mitteleuropas zusammen. verboten. Gewerkschaftsbewegung der Kommunalbeamten im allgemeinen zu vertreten, nicht zu| wahren vermocht hat. Teilstreiks in der Textilindustrie. Sie hat bereits start Bresche geschlagen in dieses Organisations- Hauptsache die Wirterei- und Strickereibetriebe in der Gegend von Der Streit in der thüringischen Textilindustrie, von dem in der Die Reichsgewerkschaft deutscher Kommunalbeamter. Städten des Reiches eine beachtenswerte Mitgliedschaft um ihre immer an, ohne daß bisher eine Aussicht auf Verständigung besteht. gebilde und durch die Errichtung zahlreicher Drisgruppen in den Apolda, Weimar und Naumburg betroffen worden find, dauert noch Fahne gesammelt. Die Arbeitgeber haben zwar die in einem Schiedsspruch festgesetzten Angeschlossen ist die Reichsgewerkschaft Deutscher Kommunal- Löhne für die männlichen Arbeiter anerkannt, weigern sich beamten dem Allgemeinen Deutschen Beamtenbund, aber, die vom Schlichtungsausschuß vorgesehenen Säge für weibdem bekanntlich eine Reihe großer Beamtenverbände angehören. liche Textilarbeiter zu zahlen. Die Zahl der Streifenden beläuft Auch in Berlin ist bereits vor einigen Wochen eine Ortsgruppe fich bisher auf rund 4000. Im Textilarbeiterstreit in der Kasseler gebildet worden. Die Geschäftsführung derselben wird durch den Gegend finden zurzeit Verhandlungen statt, von denen eine baldige Kollegen Soldes, Berlin N. 65, Utrechter Str. 30/31, versehen. Beilegung des Konfliktes erhofft werden kann. Borsigender ist Kollege Fischer, Berlin- Niederschöneweide, Brückenstr. 15. Der mit der modernen Gewerkschaftsbewegung Vertraute hat ficher noch vor wenigen Monaten nicht daran geglaubt, daß es innerhalb der Kommunalbeamtenschaft Deutschlands zur Gründung einer den Problemen unserer Zeit angepaßten selbständigen Organisation fommen würde. Im Anschluß an den Allgemeinen Deutschen Beamtenbund wurde dieser neueste Zweig der modernen Gewerkschaftsbewegung ins Leben gerufen, und er fann was besonders hervorgehoben zu werden verdient- nach der kurzen Zeit seines Da feins bereits auf stattliche Erfolge zurückblicken. Die Zeit, in welcher die Beamtenschaft im allgemeinen und die Kommunalbeamten im besonderen in engem Standesdünket sich abzufperren vermeinten vor den sozialen und wirtschaftspolitischen Erfordernissen ist dahin. Der sozial fortgeschrittene Teil der Beamtenschaft gibt sich nicht mehr damit zufrieden, daß sich sogenannte neutrale Beamtenorganisationen im Grunde genommen jedoch verfappte Harmoniegebilde- als Sachwalter ihrer besonderen Standesinteressen bemächtigen wollen. Pflicht der Kommunalbeamten Berlins wird es nunmehr sein müssen, mit ganzer Kraft für die junge Gewerkschaft zu werben. Sie ist nicht allein berufen, eine starke Vertreterin ihrer Intereffen zu sein, sondern auch einer Entwicklung des Verwaltungslebens in modernzeitlichem Geiste die Wege ebnen zu helfen. Noch keine Verhandlung über den städtischen Lohntarif. Tarifamts wieder, daß in dieser Woche nur insoweit über den LohnDas Nachrichtenamt der Stadt Berlin gibt die Mitteilung des tarif der städtischen Arbeiter verhandelt werden wird, als einige höhung der Einkommensgrenze für Kinderbeihilfe von 4000 auf Punkte der Ergänzungsbestimmungen zum Lohntarif, z. B. die Er 12 000 m. zur Besprechung gelangen. Ueber eine Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter fann erst verhandelt werden, wenn auch die Löhne der Reichs- und Staatsarbeiter eine Erhöhung erfahren haben. Lohnbewegung in der Landwirtschaftsgärtnerei. Bei der unter diesem Titel im gestrigen Morgenblatt erschienenen Notiz ist ein Druckfehler unterlaufen. Es muß heißen: Landschaftsgärtnerei". Die Löhne für das Tapezierergewerbe in Berlin sind für die Zeit vom 16. bis 31. Oftober erhöht worden, und zwar für Gruppe I um 15,75 M, II um 22,50 M., III um 16,80 m. und für Gruppe IV um 13,50 M. pro Stunde. Die Mindestlöhne betragen nunmehr für Gehilfen bis 2 Jahre nach beendeter Lehrzeit 78,75 M., nach dem 112,50 M., für gelernte Näherinnen 84,50 und für ungeübte auf den einzelnen Stücken bestehenden Stunden einzurechnen. Die 67,50 M. Für Attordarbeiter sind diefelben Zuschläge nach den Speien nach§ 4 Abs. 1 und 2 des Tarifvertrages sollen 3 Proz. des jeweiligen Stundenlohnes betragen. tag 5½ Uhr Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee, Metabeko- Sigung; 6½ Uhr daselbst Af- Funktionärversammlung. Erscheinen unbedingt notwendig. Berichterstattung über die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium. Beitere AJA- Metabele- Mitglieder, Af- Funktionäre der Metallindustrie. Donners Einladungen ergehen nicht. Musikinstrumentenarbeiter. Donnerstag 5 Uhr in Kliems Festfälen, Hafen. heide 12-13, Mitgliederversammlung. Bortrag: Wie stellen wir uns zum Betriebsrätefongres"? Ref. Genosse E. Barth und Rorreferent. Diskussion. Stellungnahme zur Kündigung unseres Lohnabkommens und Aufstellung unferet Forderungen für November. Die Branchenleitung. Aus der Partei. Daß eine Gewerkschaft neutral sein muß, um für die eine bessere Lebenshaltung erstrebenden Berufsgenossen als Macht pofition zu gelten, ist etwas Selbstverständliches. Die politische Neufralität der Gewerkschaften hat bis zu einem gewissen Grade ihre gigantische Entwicklung bestimmt, sie war deren Lebensgesetz. Aber daß die Gewerkschaftsbewegung im allgemeinen und die Beamtengemertschaften im besonderen feftumrissener, flarer, wirtschaftspolitischer und kultureller Ziele in ihrem Programm nicht entraten fönnen, um den Erfordernissen der Gegenwart gerecht werden zu fönnen, fommt der Beamtenschaft mehr und mehr zum Bewußtsein. Letzteres tritt starf in die Erscheinung in dem scharfen TrennungsDrohender Streik in der Meierei C. Bolle. strich, den die junge Reichsgewertschaft Deutscher Kommunalbeamter gegenüber dem Romba" ob feiner Die direkten Verhandlungen über die Septembergehälter für verschwommenen Haltung in den Grundfragen einer fortgeschrittenen die kaufmännischen und technischen Angestellten der Meierei C. Bolle Gewerkschaftspolitik zieht. Allein die Tatsache, daß der Komba" führten infolge des Verhaltens des Inhabere, Herrn Assessor Werbahn, an den alten Ueberlieferungen einer übelberüchtigten Beamten- au feinem Ergebnis. Der darauf vom Schlichtungsausschuß gefällte hierarchie festhält und nichts unternimmt, um den im unteren Schiedsspruch, worin Gebälter von 15 000 bis 20 500 m. vorAusschluß aus der Partei. Der Bezirf Obere Rheinprovinz" Bolksleben wurzelnden jüngeren Kräften die Wege zum rascheren gesehen sind, wurde von der Angestelltenschaft angenommen, von hat den bisherigen sozialdemokratischen Stadtverordneten Nehls Aufstieg in den Beamtenberuf zu ebnen, hat in immer stärkerem der Firma dagegen abgelehnt, ohne jede Begründung. in Wittlich, auf Antrag des Kreisvorstandes in Trier, aus der Partei Maße die Kräfte für die neue Organisation mobil gemacht. Es ist Betrachtet man die im Auguſt gezahlten Gehaltsläge von 8500 m. ausgeschlossen. Nehls vertrat als Verleger und Hauptschriftdoch wahrlich kein rühmendes Zeugnis unserer Zeit, daß selbst bis 11 000 m.( Spizengehalt) mit denen die Angestellten den ganzen feiter in der„ ittlicher Beitung" einen sonderbündlerischen Menschen, welche durch umfangreiche Sachkenntnis und Fleiß im September über auskommen mußten, so fann man verstehen, daß Standpunkt und förderte damit die Loslösungsbestrebungen im Obwohl die Berwaltungsleben erprobt sind, erst eine geringe Aussicht zum Auf- die Geduld der Angestellten nunmehr zu Ende ist. stieg haben sollen, wenn sie sich einem langjährigen Besuch des Ver- Angestelltenschaft sich von einer Verhandlung vor dem Demobilwaltungsseminars und darauf folgenden Prüfungen unterzogen machungsfommissar nicht das Geringfte verspridit, hat sie die haben. Daß die Ableistung von Prüfungen nicht immer die Vor- Organisationen dennoch beauftragt, Antrag auf Verbindlichkeitsausfegung für einen tüchtigen Beamtennachwuchs darstellt, erhellt erklärung des Schiedsspruchs zu stellen. Sollten diese Verbandam besten durch die Tatsache, daß aus den ehemals selbständigen lungen ebenfalls scheitern, so ist mit der Arbeitsniederlegung. Au Vorortgemeinden zahlreiche Beamte hervorgegangen sind, welche sich rechnen und die Versorgung der Groß- Berliner Bevölkerung mit ihr Wissen und Können durch die Praxis erworben haben. Und Milch wäre in Frage gestellt. Die Angestellten würden hierfür felbst eine große Zahl derjenigen, welche die Verwaltungsafademien feine Verantwortung zu tragen haben, vielmehr hat der Inhaber mit Erfolg besucht haben, finden oft nur allzu lange den Weg zu durch sein Verhalten diese Situation geschaffen. Der Magistrat einer besseren Besoldung und zu rascherem Aufstieg verrammelt. Berlin dürfte sich dieser Angelegenheit ebenfalls annehmen. Für sie hat der Romba" an den entscheidenden Stellen nur wenig, ja fast nichts getan. Darüber kann nicht erstaunt sein, wer weiß, daß das ganze Organisationsgebilde des„ Romba" einen Aufbau aufweist, der allen demokratischen Regeln Hohn spricht. In einer Organisation aber, in welcher die unteren Gruppen am eigentlichen Leben und der Möglichkeit der Interessenvertretung in völlig ungenügendem Maße berücksichtigt werden, muß sich früher oder später ein Geist stärksten Unwillens bemerkbar machen. Die Reichsgewertschaft der Kommunalbeamten ist der sichtbare Ausdruck dafür, daß der„ Komba" feine angebliche Mission, die Interessen seiner Mitglieder im besonderen und die Die Kosumangestellten gegen die Kommunisten! Die Vollversammlung des Betriebes der Berliner Konsum genossenschaft nahm nach einem Referat des Genossen Barth und dem Storreferat des Kommunisten Dr. Bittel eine Resolution Die Arbeitnehmer dieses Betriebes haben in ihrer Mehrheit nun gegen die Beschickung des Betriebsrätefongresses an. auch erkannt, daß sie von den Kommunisten nur irregeführt werden und die Einberufung eines solchen Stongresses für das Proletariat feinen Vorteil bringen kann. Die Resolution der Richtung Amster dam wurde mit 207 gegen 157 Stimmen angenommen. Rheinlande. Zum Regierungsrat ist der Schriftleiter Genosse Herpich in Stuttgart unter Berufung in die Presseabteilung des Württembergischen Staatsministeriums ernannt worden. Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: h. Glode, Berlin. Berlag Vorwäris- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerci u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin. Lindenstr. 3 Sierzu 1 Betlage. 25% weniger Gas verbrauchen Sie durch Spar- Glühkörper DEGEA AUBRLICHT GESELLSCHAFTMB BERLIN O Bue Aufklärung! Im Anschluß an die bekannten Pressenotizen über Vergiftungserscheinungen erklären wir in Uebereinstimmung mit den amtlichen Feststellungen: 1. Sm Berliner Fall liegt überhaupt keine Bergiftung vor, sondern ein Unwohlsein einiger Personen, die nach ihren eigenen Angaben verschiedene Speisen( Wurst, Obst, Ronfett) durcheinander gegessen und sich den Magen verdorben hatten. Es blieb unferer aufgeregten, für Massensuggestionen besonders empfänglichen Zeit vorbehalten, aus diesem alltäglichen Fall einer Magenverstimmung, im Zusammenhang mit dem Leipziger Prozeßzwischenfall und durch Tatsachen entstellung von dritter Seite das Märchen von einer Bergiftung" zu machen und zu verbreiten. Das von jenen Personen genossene Konfekt hat mit Sarotti nicht das Geringste zu schaffen. Jm Leipziger Fall ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Es steht jedenfalls jezt schon fest, daß ein gegen die Angeklagten im Rathenau- Prozeß gerichteter Be giftungsversuch vorliegt, bei dem mit Arsenit vergiftetes Konfett verwandt wurde.( Ebensogut hätte das Gift irgendwelchen andern Nahrungs- und Genußmitteln beigemengt werden können, wie sich jedermann beim ersten Lesen der Nachricht selbst gesagt haben wird!)- Sierbei ist lediglich eine der beliebtesten und volkstümlichsten Pralinen- Packungen als Mittel zum Zweck mißbräuchlich benutzt worden: die allen Pralinenfreunden wohlbekannte Si". Packung( kurzer Name für Sarotti. Badung). 3. Seit dem Bestehen unserer Fabrit ist uns nicht ein einziger Fall einer gesundheitsschädlichen Wirkung durch den Genuß unserer Fabritate bekannt geworden. Sämt. liche in unsere Werle gelangenden Rohstoffe, so auch alle Spirituosen, werden vor ihrer Verarbeitung schon seit Jahren von einem staatlich geprüften, unserem Hause angehörigen Nahrungsmittelchemiter in unserem La oratorium untersucht, dem auch die Kontrolle über alle halbfertigen und fertigen Fabritate obliegt. Es ist somit ausgeschlossen, daß mit den vielbegehrten, Sarotti- Röstlichkeiten" jemals ein gesundheitsschädliches Erzeugnis unsere Fabrik verläßt. Jedes einzelne der vielen Millionen Sarotti- Fabritate, die in fünfeinhalb Jahrzehnten aus unseren Werken in alle Welt hinausgingen und überallhin Freude trugen, hat dem Renner und Freund guter Schokolade- und wer schäzte nicht solche als hochwertiges Mähr- und Kräftigungsmittel Sarotti eine Bürgschaft für erftflaffige Schokoladeware den Namen werden lassen. Diese hohe Wertschägung der Marke Sarotti und ihre Beliebtheit in allen Kreisen der Bevölkerung verdanken wir der allzeit hervorragenden Gülte unserer sämtlichen Erzeugnisse, die erst füngst wieder von autoritativer unparteiischer Fachseite auf Grund analytischer Untersuchungs- Ergebnisse als vorbildlich anerkannt wurden. Wir benutzen diese Gelegenheit, unsern Freunden im ganzen Reich, die uns anläßlich jener Zeitungsnachrichten wie auch sonst während der schweren Zeit des Wiederaufbaus der SarōttiFabrik mit so mannigfachen Zeichen der Treue und Anhänglichkeit erfreuten, unsern herzlichsten Dant auszusprechen. Berlin- Tempelhof, " Allen Gewalten zum Troß sich erhalten!" im Ottober 1922 ,, Garotti" Aktiengesellschaft Nr. 492 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Drohender Ausverkauf am Häufermarkt. * Mittwoch, 18. Oktober 1922 42800 Schwierigkeiten verbunden. Auch würde der zu schaffende behördliche Kontrollapparat sehr hohe Kosten erfordern, ohne daß eine Verschiebung von Hausbrandtohle immer wird verhindert werden können. Dazu kommt noch, daß nach dem FriedensDas Berliner Mietshaus für 150 Dollars.- Die Mietenwirtschaft vor dem Abgrund. vertrag von Versailles( Anlage V§ 6) die Anrechnung der Vergütung für Reparationsfohle nach InlandsAllein im Neukölner Steuerdezernat werden tagtäglich 6 bis des Magistrats muß es sein, soviel an ihm siegt, die zulänglichkeit preisen zu erfolgen hat. Eine Senkung des Preises für Haus8 Verkäufe von Hausgrundstücken an Ausländer zur Grunderwerbs- der Mietzuschläge peinlichst zu prüfen, um nicht von interessierter brandtohle hätte demnach auch eine entsprechende Minderung der und Wertzuwachssteuer veranlagt. Nicht allen, die als Erwerber Seite mit dem Vorwurf beladen zu werden, an diesem Ausverkauf Vergütung für Reparations tohle zur Folge, was nicht verantwortet werden könnte. Auf Grund aller dieser Erwägungen müßte die erscheinen, sieht man den Ausländer an, insbesondere nicht denen, schuldig zu sein. Frage auf Senfung des Preises der Hausbranddie einen Wohnfig im Inlande angeben. Tatsächlich wird die Ver= faufsziffer größer sein und im Neuköllner Bezirk mit etwa 250 Ausländer gegenüber den Inländern verbietet; eine Genehmigungsbeamten und Volksschullehrern die Beschaffung von Bekannt ist. daß der Versailler Vertrag die Schlechterstellung der tohle zurückgestellt werden. Um den plan- und nichtplanmäßigen unmittelbaren Staats= monatlichen Verkäufen ans Ausland 5 Proz. des gesamten bebauten Grundbesizes im Bezirk ergeben, so daß in einem Jahre die Pflicht bei Hausverfäufen müßte sich also auf Inländer ebenjo Hausbrandtohle und Holz für den kommenden Winter zu erleichtern, erstrecken wie auf Ausländer, und die Genehmigung dürfte nicht ein- hat der Finanzminister inzwischen der Deutschen BeamtengenossenStadt gut zur Hälfte ausverkauft sein kann. In den fach wegen der Eigenschaft als Ausländer versagt werden. Wohl schaftsbank in Berlin einen Betrag von 30 Millionen Mark westlichen Bezirken mit ihren ungleich besseren Objekten ist die Ver- aber fönnte jedes Geschäft unterbunden werden, bei dem der Aus- zur Verfügung gestellt. aus dem auf Antrag Darlehen bis zur Höhe kaufsziffer eine noch höhere; hier sind ganze Straßenzüge schluß einer spekulativen Absicht nicht nachzuweisen ist oder das von 4000 m. bei Ofenheizungen bzw. 15 000 m. bei Zentralvom Auslandstapital aufgekauft und zum Wohnen deshalb eine hauswirtschaftliche Gefahr bedeutet, weil der Erwerber heizungen gewährt werden. wie verkehrstechnisch gleich bevorzugte Straßen wie der Raiserdamm weder geeignet ist, sich felbst um das Haus zu kümmern, noch den find bis auf Ausnahmen Ausland geworden. Die aufpreise von ihm eingefesten Verwalter genügend zu kontrollieren. schwanken erheblich, und es mag für einfache Miethäuser durchschnittlich wenigstens das Doppelte in Bapiermark der seit 1914 unverändert geführten gemeinen Berte bezahlt werden. Das Zweihunderttaufendmark Haus mit 15 000. Friedensmiete bezahlt danach bei 400 000 M. Kaufpreis der Amerikaner mit 150 Dollar, der Holländer mit 400 Gulden, der Schwede mit 600, der Norweger mit Genossinnen und Genossen! Vom Landsknecht zum Straßenräuber. Er wollte nichts mehr wissen. Der frühere Fliegerleutnant und Polizeibeamte Reinhold Poenig hatte sich wegen zahlreicher Raubüberfälle vor dem Schwurgericht des Landgerichts II zu verantworten. B. hat eine bewegte Bergangenheit hinter sich. Nachdem er sich von 900 Kronen. Oft fauft nur ein Strohmann, um nach ganz furzer Besucht die heutigen gemeinsamen Mitgliederversammlungen! der Dorfschule heraufgearbeitet hat, ist er noch schneller gesunken. Zeit für das Doppelte weiterzuverkaufen; auf jeden Fall ist ein Vermittler, oft find es auch deren zwei, im Spiel, die erhebliche Provifionen einstecken, faum jemals weniger als der Vierteljahrslohn eines Arbeiters beträgt. Weshalb kauft der Ausländer? Weil ihn die Goldreserven im deutschen Hausbesitz locken. Der fremde Käufer fagt sich, daß die Niedrighaltung der Sachwerte auf das Doppelte der alten Friedensmiete auf die Dauer nicht durchführbar ist; mit seinen Genossen will er als starter Wirtschaftsring in der Gläubigerrolle dabei sein, wenn eine Loderung der Mietenzwangswirtschaft die Goldreierven freilegt. Von hier aus zeigt sich der Abgrund, dem fich die Mietenwirtschaft nähert, wenn dem Aus: verkauf der Häuser fein Einhalt geboten wird. Es scheint, als ob fich die Mieterorganisationen der Gefahr nicht bewußt find, die im Arzuge ist. Im Gegenteil hört man, daß die Mieter keinen Anlaß zur Abwehr hätten, wenn die jetzigen Hausbesiger von fapitalfräftigen Kreifen abgelöst würden einmal würde dann endlich mit baulichen Reparaturen begonnen werden, und zum anderen würden mictengesetz der Häufererwerb nach dem 1. Januar 1920 den Andie Mieter mit Kosten dafür verschont werden, da nach dem Reichsfpruch auf Zuschläge für große Instandsehungsarbeiten erlöschen läßt. Eine solche Aussicht ist überaus furzfichtig, denn fie verkennt, daß nicht nur die heute durch die Zwangswirtschaft hintangestellten Ansprüche mit Sins und Zinfeszinsen, sondern darüber hinaus auch Unternehmergewinne geltend gemacht werden würden, wenn der Ring der ausländischen Erwerber die Zwangswirtschaft durchbrochen hat. Ja selbst wenn es zu einer organischen Rüdentwicklung aus der gebundenen in die freie Wirtschaft täme, so würde diese durch die Spefulation, die heute noch in Erwartung der Mietenhausie Opfer bringt, von vornherein auf das schwerste beloftet und nicht in der Lage sein, sich in erträglichen Formen zu entwickeln. Notwendige Abwehr. Bei Boxern und Doggen. Er ist bereits zu 6½ Jahren Zuchthaus wegen anderer Straftaten verurteilt worden. Bei der Marine hatte B. neun Jahre gedient und durch Selbstunterricht das Einjährigen- Zeugnis sich erworben. Er war dann 1910 in Frankfurt zur Polizei übergetreten. Während des Krieges brachte er es bis zum Marineflugzeugführer und erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Später diente er in der Bermondt- Armee als Fliegerleutnant, zulegt war er in Berlin bei der Polizei angestellt. Als ihm der Dienst zu schwer wurde, nahm er den Abschied und verband sich mit einem Schlächtergesellen Schulterahde zu Raubzügen. Zunächst raubten sie in Bommern Pferdehändler aus, wobei sie 20 000 bis 30 000 m. erbeuteten. Später gingen sie nach der Mark Brandenburg, wo sie ergriffen wurden. Sie erhielten wegen der dort verübten Raubüberfälle je 6½ Jahre Zuchthaus. Inzwischen ist Sch. auch wegen der übrigen Fälle bereits abgeurteilt worden und hat eine Gesamtstrafe von 10 Jahren Zuchthaus zu verbüßen. B. werden jegt fieben weitere Raubüberfälle zur Laft gelegt. Vor Gericht spielte er nunmehr den wilden Bon der Brauerei Königstadt in der Schönhauser Allee wehte weithin sichtbar die schwarzrotgoldene Fahne und viele andere Flaggen gruppierten sich um sie. Wütendes Hundegekläff illustrierte die Art der Veranstaltung und wurde ohne weiteres Wegweiser zur Sonderschau. Diese beherbergte Dobermannpinscher, Deutsche Doggen und Borer. Von den drei Rassen waren ersttlassige Bertreter entfandt und dem Hundefreund schlug das Herz höher. Die deutschen Doggen, in Riesenegemplaren vertreten, sind für ihren Herrn ohne Zweifel ein ganz hervorragender persönlicher Schutz. Im Polizei dienst sieht man sie nicht, weil man ihnen nachsagt, sie würden zu scharf, wenn sie einmal gebiffen hätten. Auf der Ausstellung waren die Doggen in ihren Ständen auch recht fest veranfert, ja, manche derartig, als ob es gälte, einen Apfelkahn auf der Spree vor'm Weg- Mann". treiben zu sichern. Das Publikum drückte sich scheu an diesen RiesenTraute. Die 103 Borer aber verförperten tatsächlich die fleisch hunden vorüber, außer den Besitzern hatte niemand so die rechte gewordene Grimmigkeit. Mit einer Schnauze, als wollten sie den ganzen Erdball verspeisen, mit todtraurigen Augen, als dächten sie andauernd über die allgemeine Pleite nach, saßen sie da und waren meistens hellfroh, wenn der Näherkommende ihnen nichts tat. meistens heilfroh, Gegen ihresgleichen sind sie oft recht unleidlich, gegen Menschen aber zuweilen sehr freundlich. Redet man diese wütenden Dickköpfe nur ein wenig an, dann gaben sie wiederholt unaufgefordert Fuß" und schmeichelten, als ob sie einem Näßchen Konkurrenz machen wollten. Biele Borer find eben tatsächlich zum Spielhund geworden. Sie find schön ob ihrer Häßlichkeit und der schönste oder der häßlichste Bor, je nachdem wie man ihn nennen will, bekam auch einen kleinen Lorbeerkranz mit der Aufschrift:„ Dem Schönheitssieger".. Die Hausbrandkohle. Eine Preissenfung nicht möglich. Er wollte von nichts mehr wissen, erflärte sogar, daß er sich seiner Personalien und der Kriegserlebnisse nicht Grund des Sachverständigengutachtens abgelehnt, da die Sachver mehr erinnere. Ein Antrag von R.-A. Dr. S. Aron, den Angeflagten in einer Jrrenanstalt beobachten zu lassen, wurde auf ständigen P. für völlig geistesgefund erklärt hatten. Das Urteil lautete gegen ihn auf 4 Jahre 3uchthaus zusätzlich zu der bereits erkannten Zuchthausstrafe von 6½ Jahren. Der Jrrtum der Geschworenen. Der äußerst seltene Fall, daß der Gerichtshof zu dem einftim migen Beschluß kommt, daß die Geschworenen sich zuungunsten eines Angeklagten geirrt haben, und daß daher ihr Spruch kaffiert wird, ereignete sich in einer Verhandlung gegen den Restaurateur Bodo Rum vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. Rum war wegen Totschlags. der in der Erregung über eine feiner Ehefrau zugefügten Beleidigung ver Der organifierte Hausbefik läßt zwar durch seine Führer Warn übt worden war, angeklagt. Am 2. August d. 3. war furz vor der rufe erschallen, im Interesse des geliebten deutschen Vaterlandes", Schlußstunde der Schriftfeher Luer mit einer Prostituierten in dem er selber ist aber attiv am Gefchäft beteiligt, wenn auch in der Regel Weinlotal des Angeklagten in der Dresdener Straße erschienen und feineswegs mit einem Gewinn, der den Verlust der Sachwerte für hatte die Nacht durch geze cht. Nachdem sich seine Begleiterin das Bolksvermögen annähernd ausgleichen könnte. Dabei ist eine Auf eine Kleine Anfrage erteilte, wie der amtliche Preußische gegen 7 Uhr morgens entfernt hatte, fn eipte Quer mit der gewisse Schadenfreude unverkennbar man verweist auf die Ueberfponnung der Mietenzwangswirtschaft und daß man nur aus Not Pressedienst schreibt, der Minister für Volkswohlfahrt zugleich im Ehefrau des Angeflagten weiter, und erlaubte fich schließlich gewisse Zudringlichkeiten, die den Ehemann derartig in rehr handele. Die Regierung darf nicht das Ende dieses Ausver- Namen des Handels- und Finanzministers folgende Antwort: faufs abwarten. Es darf für sie die Bequemlichkeit nicht ausschlagDie äußerst schwierige Lage der Mieter besonders den Harnisch brachten, daß er einen Revolver holte und einen Schuß gebend sein, der Sorge um den Berfall der Häuser enthoben zu in Wohnungen mit Zentralheizung hat Veranlassung gegeben, abgab. Dieser Schuß ging fehl. Ein zweiter Schuß traf Luer werden; ebensowenig dürfte fie sich damit rechtfertigen, daß die die Frage der Möglichkeit einer Senfung der Kosten für den Haus in die Brust, so daß er bald darauf verstar b. Der fremden Häufer einen Wall gegen die bolichemistische Gefahr" dar brand in Gemeinschaft mit den beteiligten Dienststellen zu prüfen. Verteidiger führte den Nachweis, daß Rum nur einen Schredschuß ftellen. Das alles fönnte nicht entschuldigen, die Mietenmirtschaft, Das Hausbrandtontingent des Reichsfohlenfommissars abgegeben habe, und daß Luer dann mit der Weinflasche auf ihn der Kettenspekulation preiszugeben, deren wirtschaftliches Zwangs- umfaßt nicht nur den Hausbrand im engeren Sinne, sondern dar- eingedrungen sei. Der Angeklagte erflärte, daß auch der zweite gebot sein muß, das angelegte Geld auf Kosten der Mieter heraus- über hinaus die Kohle für die Klein- und Hausindustrie und die Schuß nur ein Schreckschuß hätte sein sollen. Diese Angaben wurzuziehen. Das ausländische Kapital würde wie eine ftarre Mauer Reparationskohle. Eine Abtrennung und Sonderbehandlung den von der Ehefrau bestätigt. Obwohl der Staatsanwalt selbst nur allen fozialen Reformen des Wohnungswesens entgegenstehen. Sache der eigentlichen Hausbrandtohle ist deshalb mit erheblichen ein Schuldig wegen vorfäßlicher Tötung im Affett beantragt hatte, 38] Sachawachiat der Eskimo. Bon Ejnar Mittelsen. Sie fannte die ganze Geschichte von dem schwarzen Joe und Igluruf, sie kannte die vom Süden, wie die vom Norden; fie wußte, daß der schwarze Joe nach der Gudküste von Rozebuesund gefahren war, nach einem Orte, wo viele Weiße wohnten. Sie wußte, daß Igluruf ihn beglei'et hatte, aber fie hatte auch gehört, daß Joe immer noch von der Angst be fessen war, daß sie ihn noch weiter nach Süden getrieben hatte, fort, hinaus aus Sachawachiots Reichweite, über die großen Meere nach dem Lande der Weihen. Von Igluruf wußte fie, daß der schwarze Joe sie verlassen und sie einen anderen Mann, einen Weißen, mehrere fogar, hatte; sie wohnte in Candle, der Goldgräberstadt. Die Geschichte störte sie weiter nicht, und wenn sie im Zelt an der Seite des franken Mannes jah, verlangte es sie nach ihm, und als es mit Sachawachiat beffer wurde, und er umberzugehen begann, 30g Douglamana aus dem Belt ihrer zog Eltern in das feine. Sie sprachen über alles Gegenwärtige und Zukünftige,| Allmählich kamen sie nach Norden, aber sie warteten doch aber die Bergangenheit- nein, die wurde nicht berührt. All' damit, nach Nuwuf zu ziehen, bis der Schne geschmolzen war das, was vor Sachawachiats Erwachen in dem Schneeiglu und man nicht mehr Schlittenfahren konnte. Es ging nur auf dem Landeis in Kozebuefund lag, behielt er für sich, dus langsam vorwärts. Stürmte es, so lagen sie still, und fanden war tot und begraben. Douglamána fragte niemals, das lag sie gute Jagd unterwegs, jo lagen sie auch still, um sich satt vor ihrer Zeit, ging fie nichts an; aber wenn Sachawachiat zu essen und Kräfte für die fünftigen Schlittentage zu samdurch die mächtigen Winterſtürme an den Iglu gefesselt meln. Wozu sollten sie sich beeilen, die ganze Küste war ihr wurde, fonnte er stundenlang stumm und in sich gekehrt da- Heim, Nuwut, im Grunde genommen, doch nur ein Sammelfizen. Er starrte mit gedankenvollen Blicken vor sich hin. punft. Dachte er an Igluruf oder die Falschheit des weißen Mannes, war es die fürchterliche Reise an der Küste entlang, auf der Jagd nach den Beiden, die ihn beschäftigte, dachte er an den Too, den er gefühlt, oder war es Sehnsucht nach Nuwut? Douglamana fragte nicht, sondern fah till ihrer Hütte; in fie fah Sachawachiat an und sehnte sich danach, daß er sprechen möchte, aber nie plagte sie ihn mit unnötigen Fragen, es war am besten so, wie es war. So begegnete Sachawachiat seinen Landsleuten ohne Bitterfeit und freute sich, als er die erſten aus Icy Cape traf; jetzt konnte er Neues von Nuwuk hören, der Verkehr zwischen den beiden Wohnplägen war ziemlich lebhaft. Die Estimos aus dem Norden brachten eine Menge Neuigkeiten, aber nicht aus Nuwut, sondern aus dem näherliegenden Icy Cape, das mit seinen Bewohnern von Not und unglück heimgesucht wurde. Sie näherten sich Jcy Cape und trafen Fremde aus Norden, Einwohner des Wohnplatzes. Sie hatten Sachawachiat und ihre Härte gegen ihn, als er nach Süden fuhr, vergessen, das war eine Episode gewesen, ein Blih, und nun fort und abgetan. Und er- ja, er nährte feine Bitterfeit, keinen Haß gegen seine Landsleute, er verstand ihre Handlungsweise: abhängig und von den Lügen der Weißen aufgestachelt waren fie! Nein, am besten war es, man vergaß das Ganze und zog In Kozebuefund verbrachte Sachawachiat ein paar Jahre Nuwuf; und wurde dort bald wieder der Anführer wie in um nur die Lehre daraus: hütet euch vor den Weißen! aber er fühlte sich niemals richtig zu Hause und sehnte sich oft nach seinem eigenen Land zurück. Es herrschte mehr Ruhe und Frieden da oben, die Jagdgründe waren größer, die Jagd Der Herbst fam. Sachawachial war so start und gesund beffer, und im Frühling fonnte das Blut in ihm gären, wenn geworden, wie früher. Er ging auf die Jagd wie die anderen er an die rasche, spannende Jagd auf den Walfisch dachte. Estimos, tötete Seehunde und Walroffe im Meer und RennHier unten war die Jagd zu wenig ausgiebig, die Vertiere auf dem Lande; ein tüchtiger Jäger war er stets gewesen hältnisse waren zu klein, er sehnte sich, sehnte sich unbändig und meistens auch ein glücklicher, also fonnte er seine Frau nach seiner Heimat.. Er sprach mit Douglamana darüber, sie gut versorgen, überreichlich sogar, und er konnte dem alten wurden einig; und eines zeitigen Frühjahrs, dem dritten, seit Taflutsrat Felle und auch Tran als Tausch für die Tochter er nach Rogzebuefund gekommen war, belub er einen Schlitten geben. mit seinem bischen hab und Gut und zeg fort, nach Norden. Sachawachiafs Leben mit Douglamana wurde ein ganz Sie hatten nichts, dem sie nacheilen mußten, so ließen anderes als das, was er früher gelebt hatte. Damals mußte fie fich Beit für die Reise, ffe hielten an, wenn sie an Orte er außer für seine eigene Arbeit für alles innerhalb des Hauses tamen, wo die Jagd gut zu fein sajien rnd überwinterten an forgen, Igluruf, die Halbmeiße, verstand nichts. Doch Douglas der Küste, mitten zwischen Cope Lisburne und Jen Cape. mana, das ungemischte Estimoblut, hatte von Kindesbeinen Aber als das nächste Frühjahr fam, fonnte Sachamathiot an die weiblichen Arbeiten gelernt; fie fonnte Felle reinigen fein unruhiges Blut und die Sehnsucht nach Nuwuf nicht und gerben, Sachen wie feine andere nähen, und wenn Sacha- länger bezähmen, und her fleine Haushalt wurde wieder auf wachial müde von der Jagd nach Hause tam, saß er mit den Schlitten gepact. Douglamana ging voran, um den Weg Wohlbehagen in seinem Relt oder in dem Winteriglu und sah zu zeigen und die Hunde anzuspornen, Sachawachial an der auf Douglamanas geschichte Hände. N: war fiz müßig, ftets Seite des Schlittens mit einem Zugseil über der Schulter, und beschäftigt, selbst wenn sie das Effen bereitete, fand sie Zeit, so verließen sie die kleine Hütte, wo sie den Winter zugebracht fich noch mit etwas anderem abzugeben; sie war die Frau, die hatten, aber nicht mehr allein: ein kleiner Junge gudte über zu ihm, dem fleißigen, arbeitsamen Sachawachial paßte. Douglamanas Schulter aus dem warmen Anorak heraus, Die Walfischfängerflotte war auf dem Hinweg im vorigen Jahr zwischen dem Eis eingeklemmt worden. Einige von den Schiffen hatten sich durchgearbeitet und waren wieder in das offene Waffer gekommen, aber sechs Schiffe, davon vier große, waren von dem Eis gegen das Land gepreßt und dort festgefroren und hatten sich im Laufe des Winter led gerieben. Die Besatzung bestand aus ungefähr fünfhundert Mann. Ihre Lebensmittel waren aufgebraucht; die Estimos hatten eine gute Jagd gehabt, aber das verschlug trokdem nicht viel. Hungersnot. nein viel schlimmer noch, Hungertod drohte nicht allein den Weißen, sondern auch der ganzen eingeborenen Bevölkerung von Icy Cape. Und auch Krankheit herrschte da oben, eine große Anzahl war gestorben: Kummer und Not folgten wie immer den Spuren der Weißen. ( Fortsetzung folgt.) bejahten die Geschworenen das Schuldig wegen Totschlags und vers neinten, daß die Tat in der Erregung über die zugefügte Beleidi= gung verübt worden sei. Nach diesem Spruch hätte der Angeklagte eine Mindeststrafe von fünf Jahren Zuchthaus erhalten müssen. Der Gerichtshof war jedoch einstimmig der Ansicht, daß die Geschwore nen sich zuungunsten des Angeklagten geirrt hatten und verwies die Sache gemäß§ 317 StrBD. zur erneuten Verhandlung an das nächste Schwurgericht. Der Hochbahntarif. Die Hochbahngefellschaft erhöht, wie wir bereits mitteilten, von heute ab ihre Fahrpreise. Der Vollständigkeit wegen geben wir jegt fämtliche Preise wieder, wobei die eingeflammerten Breise diejenigen der zweiten Klasse sind: bis zum 5. Bahnhof 12 M. ( 16. M.), für weitere Strecken 16 M.( 20 M.), Blocks zu 10 Stück: bis zum 5. Bahnhof 114.( 152 m.). für weitere Streden 152 M. ( 190 M.), Um steigefahrscheine zur Berliner Straßenbahn 30 M.( 3ufalag 4 M.). Der bisher auf Veranlassung der Stadt auf der Wilmersdorf- Dahlemer Bahn erhobene Buschlag von 1 M. fällt vorerst fort. Alte Fahrkarten werden an den Schaltern gegen Nachzahlung umgetauscht oder zurückgenommen. Der Mörder aus Danzig. Im November v. J. wurde in Berlin der 23 Jahre alte Heizer Otto Rathfe wegen eines in der Umgebung von Danzig begangenen Raubmorbes festgenommen. Er hatte im Mai 1921 in einem Kornfelde bei Frankschin einen gewissen Josef Drodowski, der aus Amerifa zurückgekehrt war, durch zwei Schüffe getötet und ihm etma 12 000 Dollar geraubt. AußerSem hatte er sich seine sämtlichen Kleidungsstüde angeeignet, so daß der Ermordete pöllig nadt liegen blieb. Das Geld brachte der Mörder hier in Berlin in leichtsinniger Gesellschaft durch. Das Berfahren wurde befonders erschwert dadurch, daß die Sistierungsformalitäten in der an sich durchaus flaren Sache fich über ein halbes Jahr hingegen, so daß erst jetzt die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht im Danziger Auslande stattfinden kann. 13 Berliner Zeugen, von denen sich jeder außer Paß und Bisum noch ein Finanzaitest besorgen muß, um die Grenze passieren zu können, sind zu der Berhandlung geladen. Proletarische Feierstunden. 11. 14. 5. 6. 9. Groß- Berliner Parteinachrichten. Arbeitsgemeinschaft. Das Wesen des Boltsstaates". Bortragende: Genoffin Klara Bohm- Schuch und Genofin Zodenhagen( Berfaffung). Beginn nicht Donnerstag, den 19. Oktober, sondern Donnerstag, den 26. Oktober, abends 48 Uhr, in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstraße 3, 1. of parterre. Streis. Göneberg- Friedenau. Die gemeinsamen Mitgliederversammlun gen in Schöneberg- Friebenau finden erst in der nächsten Woche statt. Tag und Lokale werden an dieser Stelle noch bekanntgegeben. reis. Neukölln. Mittwoch, den 18. Oktober, 7½ Uhr, engere Vorstands. fizung im Gefretariat, Jägerfir. 66. Kreis. Friedrichshain. Elternbeiräte! Donnerstag, ben 19. Ohober, 7 Uhr, in der Schule Petersburger Str. 4, Bollversammlung aller Elternbeiräte: Thema: Die weltliche Schule". Ref. Gen. Dr. Karsen. Jede Schule muß vertreten fein. Kreis. Kreuzberg. Donnerstag, den 19. Oktober, 7½ Uhr, Bersammlung der Freien Schulgemeinde bei Rabe, Fichteftr. 29. Erscheinen aller Elternbeiräte und Kandidaten unbedingt erforderlich. Lehrer, Eltern und Freunde Kreis. Wilmersdorf, Samargendorf, Grunewald. Donnerstag, den 19. Of unferer Bestrebungen willkommen. tober, 7% Uhr, Sigung aller in der Wohlfahrtspflege Sätigen im neuen Stadthaus, Joachimsthaler Straße. 1. Bortrag über: ,, Der Wert der Ermittlung". 2. Diskussion. Bortragende: Erna Maraun. Die AbteilungsTeiter werden gebeten, neue Mitglieder dafür zu interessieren. 17. Areis. Lichtenberg. Elternbeiräte! Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft im Gesangfaal der Knaben- Mittelschule, Marktstr. 10-11, abenbs 7 Uhr. 15. Berwaltungsbezirt. Röpenid. Freitag, den 20. Oktober, 7 Uhr, in Köpe nid in der Dorotheen schule( Freiheit), 8immer 1, Sigung der Arbeits gemeinschaft sozialistischer Elternbeiräte. 1. Bortrag. 2. Geschäftliches. Unbedingtes und pünktliches Erscheinen Pflicht. 1. 7. 14. 24. 37. Gemeinschaftliche Mitgliederversammlungen am Mittwoch, den 18. Oktober: Straße 7 ftattfinden. t. 7 Uhr Schulaula Auguftstr. 68. Thema: ,, Die Macht der geeinten Sozialdemokratie". Ref. Mehrhoff, M. d. N. Abt.( Stadtbezirke 255–258, 267-275, 2. und 3. Abt. der früheren USBD.) 7½ Uhr in Röhlers Festfälen, Tiedftr. 24. Thema:„ Wirtschaftsfragen". Ref. Franz Feuerstein- Stuttgart, M. d. R. bt. 7 Uhr Schulaula Demminer Str. 27. Thema:„ Der wiffenschaftliche st. 7½ Uhr. Die Mitgliederversammlung muß in der Chriftburger Sozialismus". Ref. Gen. Stoessinger. t. 7 Uhr Schulaula Sausburgstr. 20. Thema: Die Macht der verst.( 11., 12., 13. Abt. der früheren UGD.). 6½ Uhr Schulaula Göltzer einigten Sozialdemokratie". Ref. Gen. Dr. Karsen. Straße 59. Thema:„ Die Aufgaben der geeinten Partei". Ref. Franz Künstler, M. b. N. Charlottenburg. 51. abt. 7 Uhr bei Seinze, Nehringfte. 27, Funktionär. tonferenz der Abteilung mit den Funktionären der früheren UGPD. Die Gruppenführer werden ersucht, hierau einzuladen. 52. 95. 7 Uhe Aula ber 35. Gemeindeschule, Ramminerftraße. Thema: Was bringt uns die Wiedervereinigung". Ref. Gen. Paul Hirsch. Die Funktionäre werden gebeten, hierzu besonders einzuladen. bt. Wilmersdorf. 7% Uhr bei Nohr, Raiser- Allee 51-52. Thema: Die Bedeutung der Einigung für das Poletariat". Ref. Rabold, M. d. 2. 46. Seit Januar 1920 finden in regelmäßigen Abständen die von der Arbeiterbildungsschule begründeten Proletarischen Feierstunden statt. Es sind dies Sonntagsvormittagsveranstaltungen 71. im Großen Schauspielhaus, deren Darbietungen je nach bem Gedanken, der der Feierstunde zugrunde liegt, aus Orgelspiel, Gesang von Arbeiterchören, Rezitation und Ansprache besteht. Neuerdings wirken auch große Orchester mit, und seit der SprechChor für die Broletarischen Feierstunden unter Leitung von Albert Floroth vom Staatstheater gegründet wurde, wird der Charakter der Feierstunden bestimmt von diesem neuen Instrument prole= tarischer Kunst. Alle Darbietungen sind getragen von reinster Runft, die Mitwirkenden bürgen dafür. Die Proletarischen Feierstunden sind aber auch vor allem eine proletarisch- sozialistische Kulturveranstaltung, und jede Feier wurde für viele Tausende zu einem tiefen inneren Erlebnis. M. d. L. Die am 88. bt. Lichtenrabe. 8 Uhr Aula der Gemeindeschule Roonstraße. Thema: Die Bedeutung der Einigung für das Proletariat". Ref. Abg. Mener, Reuföln. 92. Abt. 7½ Uhr gemeinsame Mitgliederversammlung für folgende Bezirke: 14, 29 und 30 bei Richter, Elfenstr. 54; 27 und 32 bei Ewald, Elbeftr. 32; 31, 44, 45 und 55 bei Lippert, Rofeggerftr. 17; 46 und 59 bei Dahfe, Richardftr. 108; 72 und 73 bei Schneider, Rofenstr. 7. Tagesord. nung in allen Bezirken: Die Einigung". Erscheinen Pflicht. 18. Oftober, nachmittags 3 Uhr, im Innkino, Stuttgarter Str. 61, von der Abteilung veranstaltete Kindervorstellung wird nochmals in empfehlende Erinnerung gebracht. Eintritt für Kinder und Erwachsene 5 M.- 98. Abt. 7 Uhr gemeinsame Abteilungsfihung der GND. im Reichenfaal der 5. Schule, Mariendorfer Weg. Thema: Jugendwohlfahrt. Ref. Gen. Stadtrat Schneider. 109. Abt. Friedrichshagen. 8 Uhr gemeinsame Vorstandssigung bei Birbel, 114. bt. Lichtenberg. 7 Uhr gemeinsame Mitgliederversammlung bei Rien äder, Rroffener Str. 14( nicht im Arbeitsamt). Thema: Die Aufgaben der geeinten Bartei". Ref. Kurt Riemann. Junefozialisten. Gruppe Friedrichshain. 7½ Uhr Gemeindefäule Strakmann. ftraße 6-7, Bortrag: Einführung in Rathenaus Leben und feine Werke". Ref. Dr. Otto Friedländer. Gäste willkommen. Rohnsdorfer Straße 15. Am Sonntag, den 22, Oftober, vormittags 11 Uhr, findet nach der Sommerpause im Großen Schauspielhaus wieder die erste Feierstunde statt. Das Orchester der Großen Boltsoper unter Beitung des Dirigenten v. Hößlein wird als Einleitung die Leo noren- Duvertüre bringen, dann spricht der Sprech- Chor Bruno Schönlants Dichtung: Erlösung ein Beihefpiel, dann folgt die Ansprache; hierauf bringt das Orchester die 7. Sinfonie von Beethoven. Den Beschluß macht Dehmels: Mahle, Mühle, mahle!, ge- 22. Abt. 7 Uhr Schulaula Lütticher Str. 47-48, Bortrag: Die Einigung und sprochen vom Sprech- Chor und eingeleitet und umrahmt durch Orchestermusit. Als Einzelsprecher wicfen mit: Lothar Nüthel, Morgen, Donnerstag, den 19. Oktober: 38. bt. 7% Uhr in Gomidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a. Thema:„ Die ihre Bedeutung für die Arbeiterklaffe". Ref. Altmaier. Macht der geeinten Sozialdemokratie". Ref. Steintopf, M. d. R. 42. Abt. 7 Uhr bei Höhlte, Bergmannstr. 69, Funktionärtonferenz. Wirtschaft Die infernationale Genossenschaftsbewegung. Wenn wir die Berichte auf den Tagungen der zentralen Ges nossenschaften der verschiedenen Länder überblicken, so bemerken wir zwei Haupttendenzen, die die Richtung der Genossenschaftsbewegung bestimmten. Die erste Tendenz ist der immer fester werdende Zusammenschluß zwischen den verschiedenen Zweigen und Richtungen der Genossenschaftsbewegung( Produktiv-, Konsum- und Einkaufsgenossenschaften). Er ist beschleunigt worden durch die Krise der Weltwirtschaft, die die Anspannung aller Kräfte im Dienste der gegenseitigen Hilfe notwendig machte. Die zweite Tendenz ist ein engeres Zusammenwirten zwischen Genossen= schafts- und Gewerkschaftsbewegung, das in einigen Ländern( Defterreich, Italien) auch einen organisatorischen Ausdruck fand. Beide Tendenzen erfuhren ihre träftigste Förderung durch den fortschreitenden finanziellen Zusammenschluß, durch die länderweise Zusammenfassung des Kreditwesens der Genossenschaftsbewegung. Die außerordentlichen Vorteile dieses finanziellen Busammens schlusses springen ins Auge, wenn man bedenkt, daß durch ihn nicht nur die überschüssigen Summen der einzelnen Genossenschaften besser erfaßt und verwertet werden können, sondern auch Gelder, die bisher nicht in den Dienst der Genossenschaften gestellt werden konnten, 3. B. Partei- und Gewerkschaftsbeiträge usw., durch die Gründung einer Arbeiterbant flüssig gemacht werden. In Italien umfaßt die Lega Nazionale delle Cooperative ( fozialistisch) 8000 Genossenschaften, von denen 3600 Konsum-, 270 Produktiv, 700 Agrar- und 1000 gemischte Genossenschaften find. Diese vertreten ungefähr zwei Millionen Mitglieder. Sie dem staatlichen Nationalen Kreditinstitut 800 Millionen Kredit. Es verfügen über 600 Millionen Lire eigenes Kapital und haben bei bestehen fünf Genossenschaftsbanken, und zwar in Mailand( Kreditlionen Lire), in Tollmazzo( 12 Millionen Lire), in Venedig( 35 Miloperationen im Betrage von 170 Millionen Lire), in Genua( 54 Millionen Lire) und in Faenza. Außer den sozialistischen gibt es noch katholische und liberale Genossenschaften. Zahlenmäßig vertreten die Genossenschaften die Hälfte der italienischen Gewertschaftsmitglieder. Aus dem Anlaß der Auflösung eines durch katholische und sozialistische Genossenschaften gebildeten gemeinsamen Importfonsortiums wurde ein Beschluß gefaßt, der eine Zufammenfassung der beiden Richtungen wünscht. Auf dem Kongreß der sozialistischen Genossenschaften wurde die Aktion, die ein Bündnis zwischen Genossenschaften und Gewerkschaften bezweckt, gebilligt. In Frankreich wurde auf dem Jahreskongreß der Genossenschaften in Marseille( 27. mai 1922) eine zentrale Genossen= fchaftsban?( Banque coopérative de France) gegründet. Am Ende 1921 waren 385 Genossenschaften dem Nationalverbande angeschlossen, mit einem Kapital von 16 Millionen Frant. Die Saldis Der durch die Bantabteilungen der Großeinkaufsgenossenschaften eröffneten Konti betrugen Ende 1920 25 Millionen Frant, Ende 1921 44 Millionen Frant, im April 1922 61 millionen Frant. Im Jahre 1921 wurden Kreditoperationen im Betrage von einer Milliarde Frant abgewickelt. In Deutschland umfaßte der Zentralverband Deutscher Konsumvereine 1921 1337 Genossenschaften mit 2 834 043 Mitgliedern. Sein Umfag betrug 5 182 748 988 m., feine Produktion 737 131 449 Mart. Die Großeinkaufsgesellschaft umfaßte 1026 Genossenschaften, ihr Umfaß war 2 416 982 699 M. Eine Resolution fordert angesichts der finanziellen Krise vom Staate die Anwendung aller Mittel, um die freie Entwicklung der Genossenschaften zu unterstützen. In England ist auch das Zusammenwirten zwischen GemertHeinrich Witte vom Staatstheater, Elifabeth Witte und Loni Leh 86. Abt. Marienborf. 7 Uhr Aula der 4. Gemeindeschule, Kurfürftenftr. 53. hafts- und Genossenschaftsbewegung bemerkbar. Die Mitgliedermann. Die Ansprache hält der Genosse Crifpien. Eintrittskarten a 25 M. find zu haben im Bureau der Arbeiterbildungsschule, Breite Str. 8-9; Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 2; Buchhandlung Freiheit, Urbanstr. 7; Norden: Wöhlertstraße 7, Restaurant Friese; Burgsdorf, Ede Wildenowstraße, Restaurant Barleben; Utrechter Str. 21, Restaurant Kroll; Lychener Straße 8, Restaurant Hoffmann; Often: Petersburger Str. 5, Restaurant Wittschuß; Romintener Cir. 46, Bigarrengeschäft Dietrich; Südosten: Naunynstr. 9, Restaurant Lier; NW.: Gozlowskystraße 34, Restaurant Kaiser, und bei den Funktionären. 92. Thema: Wirtschaftszufammenbruch oder Währungsreform". Ref. Genoffe zahl der Genossenschaften beläuft sich auf girta 4½ Millionen. 1920 Eduard Bernstein, Mt. b. R. Abt. Reukölln. Bezirke 28/33. 7 Uhr bei Wegener, Elbe., Ede Schan. dauer Straße, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Die Einigung". Die Genoffen der bisherigen USPD., die eine Einladung nicht erhalten. haben, werden gebeten, die Versammlungen zu besuchen, die ihrer Woh= nung am nächsten liegen. sigtenberg. 116. bt. 7 Uhr im Saal des Arbeitsamts, Schreiberhauer Straße, Eingang Marktstraße. Thema: Die vereinigte Sozialdemokratie und ihre Rulunftsaufgaben". Ref. Gen. Dr. 8echlin. 118. Abt., 5. Diste. 7 Uhr Schulaula Siegfriedstraße. Thema: Die Einigung und unsere nächsten Aufgaben". Ref. Gen. Kurt Riegmann. 119. bt. 7% Uhr im Cäcilien- Engeum, Rathausstraße. Thema: Der Nürnberger Parteitag und die Aufgaben der geeinten Partei". Ref. Gen. Karl Little: Frauenveranstaltung am Donnerstag, den 19. Oktober: Kreis. Berlin- Mitte. 7½ Uhr Lokal Reichs- Kafino, Neue Königstr. 26, Bunter Abend mit künstlerischen Vorträgen. Eine Trauerfandgebung zum Gedächtnis des verstorbenen Genoffen Ilja Rubanovitch findet heute um 4% Uhr, im AugustaHoipital, Scarnborststr. 3, statt. Die Feier wird von der Ausland- 1. delegation der Sozialrevolutionären Partei Rußlands veranstaltet. Sür Stimm und Sprachkrante, Ertanbte und Schwerhörige beginnen in der 1. Universitäts- Hals-, Nafen- und Dhrenklinik der Charité neue Heilkurse der Stimme und Sprache und im Sprechsehen( Ablejen des Gesprochenen). Meldungen daselbst, Luisenstr. 11, Eingang 3, bei Profeffor Dr. Flatáu, wochentags( außer Mittwoch und Sonnabend) um 12 Uhr. Berliner Sängerchor( M. d. DASB.). Die Hauptprobe zum ersten Herbstkonzert findet am Mittwoch, den 18. Oftober, nachm. 4%, Uhr, in der Philharmonie, Bernburger Str. 22 a, statt. Ansere Vorwärtsspedition Süden ist von Baerwaldstr. 42 nach Baerwaldstr. 47 berlegt. Jugendveranstaltungen.. Heute, Mittwoch, den 18. Oftober: Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin. Friebrichshagen. Jugendheim Scharnweberstr. 105, Diskussionsabend: Wie färte ich unsere Bewegung". Mahlsdorf. Jugendheim Gemeindeschule Walberfeestraße, Vortrag: Zweck und Ziele des Vereins Arbeiterjugend". # Frühere USPD. Achtung, Funktionäre der ehemaligen USPD. Nach einem Beschluß der Geschäftsleitung muß alles noch in den Distrikten und Ortsvereinen befindliche Material, Beitrags, Mai, Preffefonds- und Barteitagsmarten, Gammelliften usw. bis zum 25. d. M. an unser Bureau, Breite Straße 8-9, abgerechnet fein. Die Bezirks- und AbteilungsBaffierer find angewiesen, alles in ihrem Besiz befindliche Material an den Distriktstaffierer abzurechnen. Der Kassierer: Herbst. * 17. Berwaltungsbezirk. Lichtenberg. Elternbeiräte! Donnerstag, den 19. Dr. tober, 7 Uhr, Bollversammlung der Arbeitsgemeinschaft im Gesangsfaal der Knaben- Mittelschule, Marktstr. 10-11. 18. Diftritt. Kreuzberg. 1. und 3. Abt.( iegt 48. Abt.). Mittwoch 7 Uhr Mitgliederversammlung. Erscheinen Pflicht. Lichtenberg. Landagitationskommission. Donnerstag, den 19. Oktober, 7 Uhr, Sigung bei R. Siewert. Erscheinen aller Genossen bringend geboten. Agita. tionsmarken find abzurechnen. Straßenbahner! Freitag, den 20. Oftober, 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Gaal 2. Raffierer Material mitbringen. Mariendorf., Jugendheim Schulbarade Königstraße, Distuſſionsabend: Unsere Vorträge, Vereine und Versammlungen. Winterarbeit". Prenzlauer Vorstadt. Jugendheim Gemeindeschule Danziger Straße 23, Bortrag: Alkohol und Nikotin". Tempelhof. Jugendheim Germaniaftr. 6-7, Kinderhortzimmer, Bortvag: Das Sozialistengeset". Sozialistische Proletarierjugend Groß- Berlin. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, teilnehmer und Kriegerhinterbliebenen, Bezirk Sentrum I. Donnerstag, abends 8 Uhr, große Versammlung im Lokal Weise. Neue Friedrichstr. 48. Das Wohltätigkeitsfest zum Besten der Weihnachtsbefcherung des ReichsBezirk Bentrum I, findet am Sonnabend, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, in bundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Ariegerhinterbliebenen, ben Sälen Hackescher Hof, Rosenthaler Str. 40-41, ftatt. Seute abend 28 Uhr findet in der Weinmeisterstr. 16-17, eine Sigung des Zentralvorstandes statt. Tagesordnung: Bericht von der Reichsausschus fizung. Alle Mitglieder des Zentralvorstandes müssen unbedingt erscheinen. Genofen, die am 28. und 29. Oktober an der Reichskonferenz teilnehmen wollen, müssen sich spätestens bis zum 20. Oktober in der Zentrale anmelden. Wetter bis Donnerstag mittag. Anfangs noch ziemlich trube, und Nordosten. Jugendheim Chriftburger Str. 14, Bortrag: Das Lehrlings- an vielen Orten, besonders im Diten, leichte Regenfälle; später im Westen wesen in der Gegenwart". zeitweise ausflarend, aber überall fühl bei mäßigen nördlichen Winden. hatten sie einen Umfag von 404 Millionen Pfund, hiervon 140 MilHühneraugen und harte Haut beseitigt Dukirol T Wollen Sie Ihre Hühneraugen, Ihre Hornhaut oder Ihre Schwielen wirklich schnell und sicher, dabei aber absolut schmerz- und gefahrlos beseitigen, dann kaufen Sie in der nächsten besseren Drogerie oder Apotheke, das in vielen MilHonen Fällen bewährte, ärztlich empfohlene Kukirol. Eine Schachtel kostet nur 50 Papiermark. Lassen Sie sich aber nichts anderes als ,, auch sehr gut aufreden, denn es gibt nichts ebenso Gutes oder Besseres. Bekommen Sie das millionenfach bewährte Kukirol in einem Geschäft nicht, dann gehen Sie in das nächste. Fußpflege, Fußpflege das ist, was heute jedem Menschen not tut. 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MANNHEIM RHEINAU lionen die Produktiv- und 264 Millionen die Konsumgenossenschaften. Sie hatten 200 000 Angestellte. In den Bereinigten Staaten hatten die Agrargenossen schaften 1919 einen Umsatz von 721 983 639 Dollar( Berkauf) und 84 615 669( Einkauf). In der Tschechoslowakei umfaßte 1921 der Zentralver band der Agrargenossenschaften 2232 Genossenschaften. Ihr Kapital betrug 6176 Millionen Kronen, ihr Reservefonds 9833 Millionen Kronen. Die Depots wuchsen um 60 Broz. gegenüber dem Vor jahre. Sie betrugen 753 Millionen. Der Geldumfaß der Zentralfassen wuchs von 8 auf 12,9 Milliarden Kronen. Der Warenumfah bezifferte fich auf eine Milliarde Kronen. Die verschiedenen nationalen Genossenschaftsverbände wurden 1921 zu einem Zentralverbande der tschechoslowakischen Agrargenossenschaften vereinigt. In Bulgarien übernahm die Banque agricole de Bulgarie die Geschäfte der in Konkurs geratenen zentralen Cenpfsenschaftsbant. Sie gewährte an 814 Genossenschaften mit 92 000 Mitgliedern Borschüsse im Betrage von 83 Millionen Levas. Am meisten verbreitet sind in Bulgarien die Krebit- und Spargenossenschaften( 1077 Don 1862). Die Genossenschaften der Schweiz haben schwer unter der Wirtschaftsfrise gelitten. Ihre Warenbestände erfuhren eine Wert. verminderung von 6 Millionen Frant( von 18 auf 12 Millionen Frank). Ihr Kapital betrug 5 375 500 Frant, die Zahl der ange fchloffenen Genossenschaften 505( gegenüber 486 im Vorjahr), die Mitgliederzahl 362 284. Ihr Warenumsatz ist von 172 Millionen Frant 1920 auf 144 419 696 Frant 1921 gefallen. Der Genossenschaftsverband Japans beschloß auf einer Tagung Mitte 1922 die Gründung einer zentralen Genossenschaftstasse. Der Verband umfaßt 13 700 Genossenschaften mit 2 850 000 Mitgliedern. Der Südafrikanische Genossenschaftsverband( 26 Genossenschaften) hatte einen Umfaß von 8 000 000 Pfund Sterling. Weinbrand Der Umfaß der neuseeländischen und australischen Genossenschaften erhöhte sich vun 18 auf 25 Millionen Pfund Sterling im Jahre 1921. Die drei Genossenschaftsverbände errichteten in Die drei Genossenschaftsverbände errichteten in London eine gemeinsame Direktion. Der Genossenschaftsverband Lithvaniens( Litauens) umfaßte 1920 198 von den 407 Genossenschaften Lithvaniens. Sie machten einen Umfaz von 50 Millionen lithuanischen Mart. Neue Eisenpreise. Entsprechend dent Beschluß des gemeinschaft lichen Richtpreisausschusses des Deutschen Stahlbundes wurden die Eisenpreise neu geregelt. Stabeisen fostet 81 200 M. Dr. Brandt, erstes geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Industrie- und Handelstags, ist in den Vorläufigen Reichswirtschaftsrat berufen, worden. Eine internationale Eisenbahnverkehrskonferenz hat in Paris begonnen. Devisenkurse. Unferer gestrigen Kurstafel find noch folgende amtliche Notierungen nachzutragen: 100 österr. Kronen 3,99 Geld, 4,02 Brief; 100 ungarische Stronen 109,86 Geld, 110,14 Brief; 100 bulgarische Lewa 1872,65 Geld, 1877,35 Brief; 100. polnische Mark galten im Freiverfehr 27,20 M. Sport. Rennen zu Karlshorit am Dienstag, den 17. Oftober. 1. Rennent. 1. Glöre II( Freytag), 2. Lämmergeier( Hanste), 3. Connenrose( Franzke). Toto: 194: 10, Blab: 48, 40, 40: 10. Ferner liefen: Chalzit, Palme, Hanswurst, Efau, Walpurgis, 2. Rennen. 1. Malchin( Kuhnte), 2. Ananas( D. Schmidt), 3. Brangane( Rosina). Toto: 42: 10, Plaz: 17, 16, 84: 10. Ferner liefen: Sultan, Cicero II. Drlaira, Gigerl, Betel, Elcorte, Candia, Biene, Waschbär, Pino, Laerte, Minenhof. 3. Rennen. 1. Habanera( Dlejnin), 2. Trumpf( Senfpein), 3. Henriette( Staudinger). Toto: 40:10, Biab: 15, 15, 19:10. Ferner liefen: allunke, widerhall, Fliegerheld, Rosmunda, Hastig, Aterina. 4. Rennen. 1. Llewelyn( D. Schmidt), 2. Lagune( Kaiser), 3, Amor ( Tarras). Toto: 27: 10, Plat: 14, 27, 17: 10. Ferner liejen: Oper, Bußta, Barbarossa, Hiltrud, Salvator, Truk, Feirefis, Sham Dich, Berbene, Lugor, Balt, Melinit, Adolphus. 5. Nenne n. 1. Bestalin( Q. Schmidt), 2. Willana( Raftenberger), 3. Königsadler( D. Schmidt). Toto: 33: 10, Blag: 19, 16, 16:10. Ferner liefen: Claudius, Jlberstedt, Lindenblüthe, sis II, Lenz, Heinrich geb. 6. Rennen. 1. Anschlag( Sanel), 2. Aralinde( Raftenberger), 3. Bes largante( D. Schmidt). Toto: 79: 10, Plas: 22, 20, 25: 10. Ferner liefen: Mainberg, Streuzbombe, Ces, Lehnsgraf, Fliegender Holländer, 3dealist, Cosima. 7. Stennen. 1. Alabaster( Storb), 2. Jabs( Suguenin), 3. oberik ( Ludwig). Toto: 220: 10, Blat: 48, 17, 26:10. mer liefen: Roderich, Lady Stip, Ulan II, Nib, Douschka, Wasserschlange, Pan Robert, Chaputchin, Correggio, Tigris, Prüfung. Bei Powerf Kinder- und Krankennahrung Für den Bögling ärztlich empfohlen Korpulenz- Fettleibigkeit sind Dr. Hoffbauer's ges. gesch. 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Intimes Theater ( Karlstraße) 8: Die Peitsche und? 72: Der Widerspenstigen Zähmung Lauf doch nicht immer nackt herum Kloefter, Bergner, Morgen Premiere Graetz Do. 72: Der WiderLustspielhaus spenstig. Zähmung 8 Uhr: Schule der Kloeffer, Bergner, Kokotten Graetz Metropol- Theater Sonntag, d. 22. Okt., 71 2 Uhr: Danton Theater i. d. New York- Berlin Neues Operett.- Th. 1/2 Die schwarze Königgrätz. Str. Rose Neues Th. am Zoo und der Zufall 7.30: Judin v.Toledo 7% Uhr: Dorine ( Orska, Deutsch, Kinz. Pehl. Stieda, Lieven) Do.: Jüdin v. Toledo Fig. Jüdin v. Toledo Sbd.: Wund. Gesch. Kreisler Komödienhaus 8: Operette v. Gilbert Neues Volkstheater 7. Die 1. Geige Schiller- Th. Charl. 3 U.: Götz von Berlichingen Uhr: Die Ehre Henne im Korb Thalla- Theater E. Eckersberg, G. Alexande/ Prinz Don Juan Berliner Th. 7.15: Madame Uhr: Th. a. Nollendorfpl. U.Dein Mund 800 ( 7%) Dir.: James Klein( 7%) Die große internationale Revue in 25 Bildern: Europa spricht davon!! 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Geschäftszeit vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Hunt Rorben 883, 834, 835, 836. Mergen, Donnerstag, 19. Offcber, nachm. 5 Uhr, in Boelers Jestfälen, Weberite. 17: Vollversammlung aller in den Wagen- u. Karoffertes fabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Tagesordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. Das Erscheinen aller ist ẞflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! Achtung! Saustaflerer n. Mitglieder. Durch Beschluß der Generalversammlung unserer Berwaltungsstelle vom 15. Oktober 1922 treten ab 29. Oftober 1922 ( 44. Woche) folgende LokalPATENTE 300 zahlen wir Gola beiträge in Kraft: wenn nicht sofort Dr. Bogdahn, Geschäfts! 1öhe( Brut), Cäuse, Wengen vernichtet. d. Treuh.- Verein barat. Schwaben, Solzwurm, Ratten, Mäuse Ing. SW 61, Gitschin. Str. 3. But baben in allen Apotheken u. Drogerten. Kriegsanleihe wird zu 84% nur gegen Legitimation in Zahlung genommen. Preise steigen! Bilt sehr! Neue Eingänge bis 50 Prozent teurer! Noch billig!! 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