e. 498 39.Jahrgang Ausgabe Nr. 245 Bezugspreis: Für den Monat Ottober 250,-., Doraus zahlbar. Unter Kreuzband flir Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet sowie Desterreich und Luxemburg 346,-M., für das übrige Ausland 515,- M. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank reich, Holland, Lettland, Lugemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Vorwärts" mit der Sonntagsbeilage ,, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags cinmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Loftet 60,-. Reklamezeile 300,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 14 M.( zulässig zwei fettge. bruckte Worte), jedes veitere Work 12, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 8, M., jedes weitere Wort 6.- M. 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Aus Anlaß dieser Situation, über deren Ernst sich aber fähig ist, politische Gedanken zu erfassen, der muß Nachdem der Zentrumsabgeordnete Marg den 5- Parteien- Antrag niemand täuschen wird, sei auch ein ruhiges Wort nach wissen, daß es ein Frevel ist, denen, die gegen reaktioauf Verlängerung der Amtsdauer des Reichspräsi- lints gejagt. Die meisten Kommunisten wissen bereits, daß näre Mordverschwörung einen Kampf auf Tod und Leben denten begründet hatte, wobei er der Verdienste Eberts um das die letzte Sonntagsaktion eine ungeheure Torheit war: wenn führen, in den Rücken zu fallen. Der Reichskanzler hat gestern Reich rühmend gedachte, hielt der deutschnationale Parteiführer Hergt fie glauben, trozdem die Solidarität nach außen aufrecht- fein Wort:" Der Feind steht rechts!" wiederholt eine Rede gegen den Reichspräsidenten, von dem er behauptete, er erhalten zu müssen, so ist das begreiflich. Unverzeihlich wäre und aufrechterhalten. Der Feind von rechts lebt aber von habe immer für seine Partei gesorgt" und er habe durch fein Spiel es aber, wenn den stereotypen Versuchen, die Aktion weiter der Behauptung, daß Staat und Gesellschaft von links her hinter den Kulissen die Bildung einer nationalen Einheitsfront zutreiben", nicht der entschiedenste Widerstand geleistet würde.| schweren Gewaltdrohungen ausgesetzt seien; wer ihm für diese verhindert. In einer temperamentvollen Gegenrede schütte der Bei den jugendlichen Mitläufern mag der ehrliche Glaube vor- Behauptung Beweismaterial liefert, der bekämpft ihn nicht, Reichstanzler Dr. Wirth den Reichspräsidenten gegen die persön- handen sein, fie fämpften damit gegen die Reaktion. Wer sondern er hilft ihm! lichen Angriffe. Seine durchaus würdigen Ausführungen wurden von den Deutschnationalen mit Zurufen wie Hehapostel" und Bolfsverheher" beantwortet. 12 Das veranlaßte den Reichstagspräsidenten Cöbe zu einer Mahnung, den Meinungslampf ohne persönliche Bekämpfung zu führen. Die Notwendigkeit, jede Ueberhihung der Leidenschaften zu vermeiden, begründete Löbe mit einer Mitteilung, die im ganzen Hause Der Münchener Justizmord vollendet! ungeheures Aufsehen erregie. Es feien im Hause besondere Fechenbach 11 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust- Gargas 12 Jahre ZuchtSicherheitsmaßnahmen notwendig geworden, da Beweise hans, 10 Jahre Ehrverlust- Lembke 10 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust. dafür vorhanden seien, daß ein Anschlag auf den Reichskanzler geplant sei. Erregte Rufe wurden laut. Der Reichskanzler war fichtlich überrascht, da er zwar die Tatsachen, auf die sich Löbe ftühte, fannte, eine derartige Erklärung des Reichstagspräsidenten aber nicht erwartet hatte. gen gehalten werde. Und nun soll die Veröffentlichung eines solchen Dokuments, die in der Absicht erfolgte, Deutschland zu nügen, ein zuchthauswürdiges, Ehrverlust einbringendes Verbrechen sein? München, 20. Oftober.( Mtb.) Jm Münchener Landesverrats-| Archive des Auswärtigen Amts weit geöffnet. Mit Stolz wurde prozeß wurde heute nachmittag das Urteil verkündet, wozu umständ- immer wieder erklärt, daß in Deutschland nichts verborliche Vorsichtsmaßregeln getroffen waren. Das Urteil gegen Fechenbach wegen eines vollbrachten und eines versuchten Verbrechens des Landesverrats: Gesamistrafe 11 Jahre Zuchthaus unter Unrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, gegen Gargas wegen fortgefehten Das Haus zwang sich dann wieder froß der allgemeinen Er- verfuchten Landesverrals 12 Jahre Zuchthaus unter Anrechnung regung zur Sachlichkeit, und Genoffe Hermann Müller rechnete von 2 Monaten Untersuchungshaft, gegen Lembte wegen fortgefehten in einer furzen, treffenden Rede mit der wüsten Demagogie des versuchten Landesverrats 10 Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von deutschnationalen Redners ab. Auch der Führer der Volkspartei, einem Monat Untersuchungshaft. Sämtlichen Angeklagten werden Herr Stresemann, fah sich genötigt, gegen die frühere die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren abge„ Schwesterpartei" eine scharfe Kampfstellung einzunehmen. 3m fprochen. weiteren Verlauf der Debatte tam Herr Hergt noch einmal zum Aus der Urteilsbegründung, deren Berlesung über vier Stunden Wort, um für seine Partei und Fraffion feierlich jede Gemeinschaft in Anspruch nahm, ist hervorzuheben, daß das Gericht bezüglich des mit den Urhebern früherer oder neuneplanter Attentate abzulehnen. Erzberger- Memorandums zu der Auffassung kam, daß hier keine Nun sprach der Reichskanzler Dr. Wirth zum zweitenmal, im geheime Nachricht vorliege, dagegen sei in dem Ritter- Telegramm Berlauf seiner Rede fagte er: eine geheime Urkunde zu erblicken, bei deren Veröffentlichung sich Zu den Ausführungen des Herrn Präsidenten, die meine der Angeklagte Fechenbach bewußt war, daß sie schweren Schaden Person betreffen, ist von hier aus feinerlei Veranlaffung erfolgt, für die Intereffen des Reiches auslösen mußte. Bezüglich, des aber felen Sie sich über den Ernst der Situation durchaus Rotterdamer Bureaus stellte das Gericht fest, daß es sich hierbei flar. Die Nachrichten, die wir haben und das ganz um ein ist auch bereits von einem der Verschwörer eingeftanden worden zeigen, daß wir mit neuen politischen Morden in Deutschland rechnen müssen. Aus dieser Erklärung des Reichskanzlers geht hervor, daß sich einer der Verschworenen in Haft befindet und bereits ein Geständnis abgelegt hat. Der„ Soz. Parlamentsdienst" erfährt dazu weiter: Durch Zufall ist die Polizeibehörde nicht nur auf die Spur eines ein elnen komplotts, fendern mehrerer Attentats anfchläge gegen den Reichstanzler gekommen. Eine jugendliche Perfon, über deren Herkunft aus erklärlichen Gründen nichts gejagt werden kann, war von Kreisen, die den Attentätern auf Rathenau nahestehen, zu hohem Solde gedungen worden, den Reichsfanzler zu ermorden. Gewissensbisse haben den jungen Menschen veranlaßt, von der Ausführung des Planes Abstand zu nehmen und über die Vorbereitungen der Polizei Mitteilungen zu machen. Er wurde daraufhin in Haft genommen und machte Auskünfte, die stichhaltig sind und die Polizei auf neue Fährten tenkten. politisches Informations- und Spionagebureau handle, hinter dem eine fremde Regierung ftebe. Das Bureau habe an den Angeklagten Gargas eine ganze Reihe ausgesprochener Spionageaufträge erteilt. Die Berichte Fechenbachs und Lembles für das Bureau Gargas' waren zum Teil geeignet, den Interessen des Deutschen Reiches oder eines Bundesstaates zu schaden. Das Rotterdamer Bureau habe ganz Deutschland mit einem Netz von Spizeln überzogen, um die innere und äußere politische Lage des Reiches ständig auf das genaueste zu überwachen. Da die Angeklagten fich bewußt waren, daß ihre Nachrichten Schaden für das Reich im Gefolge haben mußten und da sie die weiter gegebenen Nachrichten für wahr hielten, müssen die Schuldfragen auf versuchten Landesverrat bejaht werden. Bei Fechenbach wurde als Triebfeder feines Handelns der Haß gegen alle Nichtsozialisten angenommen. Ueber den sogenannten Garg as Rompler stellt die Urteilsbegründung objektiv der Wahrheit entgegengesezte Behauptungen auf. Wahrheit ist, daß das Rotterdamer Bureau in Berbindung mit einer auswärtigen Regierung war, die den die Reichseinheit bedrohenden Treibereien in Bayern stets ablehnend gegenüberstand. Die Berbindung zwischen diesem Bureau und Fechenbach bestand, wohlverstanden, nur in Friedenszeit. Wir wissen nicht, ob Fechenbach Kenntnis hatte von dem Verhältnis diefes Bureaus zu jener auswärtigen Regierung. Aber wir stellen die Behauptung auf: Wenn Fechenbach dieses Verhältnis tannte, dann lag für ihn der Gedanke nahe, gerade im Interesse des Reichs seine Beziehungen zu dem Bureau zu pflegen. Aber ganz abgesehen von dieser Frage, die nur von Bolitikern, nicht von Richtern entschieden werden fann mit welchem Bureau oder welcher Redaktion des Auslandes fann ein deutscher Journalist überhaupt in Berbindung treten, ohne, nach bayerischer Praris, Gefahr zu laufen, daß Beziehungen jener ausländischen Pressestelle zu einer ausländischen Regierung festgestellt werden und er selber infolgedessen ins Zuchthaus tommt? Nicht Fechenbach, das Münchener Boltsgericht" hat durch sein grauenhaftes, aller Vernunft und Gerechtigkeit hohnsprechendes Urteil die deutschen Reichsinteressen aufs schwerste geschädigt. Die Schädigung ist so groß, daß unseres Erachtens dem Auswärtigen Ausschuß des Reichstags die Pflicht erwächst, sich unverzüglich mit der Frage zu beschäftigen, was zum Schutz der Reichsinteressen gegen eine tobsüchtig gewordene Justiz getan werden kann. Doch welches Mittel immer gewählt werden mag, den Fleck auf der deutschen Ehre, den dieses Urteil darftellt, abzuwaschen, auf keinen Fall fann es Ruhe geben, solange Fechenbach im Zuchthaus fizzt. Kein gerecht denkender Mensch wird den Gedanken ertragen, daß fo etwas in Deutschland möglich gewesen ist. Bon heute ab hat Deutschland seine Dreyfus Affäre! = Bayerischer Kurs. Das Urteil gegen Fechenbach und seine Mitangeklagten ist ein Verbrechen. Daß die Richter des Münchener Bolts gerichts", dessen Namen dadurch in Deutschland auf ewig geschändet ist, selber die Ueberzeugung haben mögen, Organe einer unparteilichen Gerechtigkeit gewefen zu sein, ändert an dieser Tatsache gar nichts. Auch die Richter, die auf Grund Der Rathenau- Prozeß hat nahezu mit Gewißheit erkennen eines forgfältig nach allen Regeln des damaligen Strafprozesses laffen, daß die Kern und Fischer sowie die Verurteilten geführten Beweisverfahrens Heren wegen ihrer Buhlschaft mit München, 20. Oft.( Mtb.) Aus Anlaß des Todestages Königs dieses Brozesses nur die Werkzeuge einer Organisation waren, tem Teufel verbrennen lieken, waren brave Hausväter und Ludwig III. wurde im Dom ein feierliches Requiem zelebriert. An deren Wurzel aufzudecken den Behörden noch nicht gelungen gewissenhafte Juristen. Hinter den Greueln, die sie in gutem dem Trauergottesdienst beteiligte fich u. a. Stronprinz Rupprecht mit ift. Gab es noch einen 3weifel daran, daß die Fäden der Glauben verübten, steht die neueste Münchener Justiztat nicht den Mitgliedern des Hauses Wittelsbach, die Königin Wilhelmine Verschwörung von geheimnisvollen Händen gelenkt wurden, weit zurüd, mag auch fie in dem Glauben, einer guten Sache der Niederlande mit dem Prinzgemahl, ministerpräsident so wurde er durch den abenteuerlichen Versuch, den etwas zu nügen, begangen worden sein. Graf Lerchenfeld und mehrere Minister sowie zahlSchmaßlichtigen Günther fogar noch im Untersuchungs- An die Stelle des religiösen Aberglaubens von einst ist reiche Landtagsabgeodrnete, Staatsräte, höhere Offiziere und gefängnis durch Gift ftumm zu machen, beseitigt. Die neuesten berte der politische Fanatismus getreten. Die Fahnenabordnungen der Regimentsvereinigungen, außerbem zahlNachrichten zeigen, daß sich die Aktivität der Berschwörer nicht Münchener Richter fahen in Fechenbach einen politischen reiche Angehörige der Reichswehr. mehr auf Objekte so niedrigen Grades beschränkt, fondern daß Gegner, dem sie jede Schändlichkeit zutrauten. Barum nicht Augsburg, 19. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Entgegen den schon wieder ein Hauptschlag geplant war. anch Landesnerrat aus eigennützigen Motinen? Bir müffen Bestimmungen der bayerischen Verfassung und des bayerischen Man möchte münschen, da die Behörden in einer ges tiefe aus richterlichem Munde gegen Fechenbach erhobene Be- Gemeinde- Verfaffungsgefeßes hatte die bayerische Regierung auf wissen l'ebervorsicht die besser ist als Nachlässigkeit, diesmal schuldigung auf Grund hefferen Wiffens als eine objektive der Tagung des Bayerischen Städtebundes am verflossenen nur Gespenster gesehen hätten. Denn welche Leiden nicht Berleumdung zurückweisen, mögen auch die Richter fub- Sonntag in Rothenburg ob der Tauber einer Anzahl von Ersten etwa nur einzelnen Personen, sondern dem ganzen Bolte be- ieftin der Meinung gewesen sein, die lautere Wahrheit zu Bürgermeistern den Titel Oberbürgermeister verliehen. norstehen, wenn die politische Mordfeuche weiter graffiert, hat fprechen. Die anwesenden 43 fozialdemokratischen Vertreter ließen gegen die Entwicklung der Dinge feit Rathenaus Ermordung deutlich Was zunächst das Telegramm des Gesandten beim Bati- diefe verfassungswidrigen Titelverleihungen eine scharfe Protestgenua bewiefen Der Gedanke, daß es sich um die Selbits fan, Ritter, betrifft, durch dessen Veröffentlichung Fechenbach erklärung verlesen, in der sie der Befürchtung Ausdrud geben, daß bezichtigung eines Geisteskranten handle, liegt nahe, er muß Landesverrat begangen haben soll, so ist dazu zu bemerken, durch diese Titelverleihungen dem Strebertum der Bürgermeister aber leider zurückgewiesen werden, da sich die lleberzeugung daß die damalige barerische Regierung die Veröffentlichung Tür und Tor geöffnet werde. Der sozialdemokratische Erste Bürgerder Behörden vom Vorhandensein eines neuen Mordfom- aller diplomatischen Denkschriften freigegeben hatte. Die meister der Stadt München hatte den ihm angebotenen Oberbürger plotts feineswegs auf ein einziges Geständnis gründet. Reichsregierung ist dann ihrem Beispiel gefolgt und hat die meistertitel abgelehnt. Um die Getreideumlage. billigt werden. Die Wiederherstellung der Ordnung der deutschen Der Abgeordnete Paul Reynaud begründete sodann seine Finanzen, die Wiedergutmachung der Schäden und die Wiederfehr Interpellation über die Reparationspolitit. Er bedauerte, Weitere Erhöhung des Brotpreises um das Bierfache? gesunder Finanzverhältnisse bei den frieg führenden Staaten daß der Ministerpräsident die Frage der interalliierten Die Verhandlungen über die Preise des Umlagegetreides find Probleme, die miteinander eng verknüpft sind und auch Schulden mit der Frage der Reparationen vermengt habe. Der mit der Frage der interalliierten Schulden in Zusammenhang Abgeordnete jagte weiter, er sei ein Gegner der Sachliefe. im Volkswirtschaftlichen Ausschuß, die gestern abend nach dem fiehen. Steines dieser Probleme fann in befriedigender und end- rungspolitik. Wenn das deutsche Volf Frankreich auch nur Plenum stattfanden, haben zu einer gefährlichen Versch är gültiger Weise für sich allein gelöst werden. Die alliierten Mächte für 150 Millionen Sachlieferungen leiften molle, müsse es für fung der politischen Situation geführt. Noch deutlicher als haben deshalb der Abhaltung einer internationalen Konferenz zuge- 630 Milliarden Bapiermark drucken, und wenn Deutschland den in allen vorhergehenden Sigungen wurde in dieser die Ab- stimmt, auf der diese Fragen in ihrer Gesamtheit geprüft und, wie Verpflichtungen des Abkommens von Cannes nachkommen wolle, sicht aller bürgerlichen Parteien, über die Regierungsvorlage man hoffen darf, in solidarischer Weise geregelt werden follen. d. h. wenn es für 950 Millionen Goldmart Sachlieferungen auswesentlich hinauszugehen, und die Gefährdung der öffentlichen Die Reparationsfommission muß auf Durchführung ihrer führen falle, dann handle es sich sogar um Brotversorgung durch die Balutablockade hemmungslos auszu eigenen Beschlüsse achten und von Zeit zu Zeit die deutsche Finanz1500 bis 2000 Milliarden Paplermart. nußen zur Durchfegung ihres Kampfes gegen die Umlage lage und Einnahmequellen prüfen. Diese Prüfung ergibt eine überhaupt. Bei der Abstimmung wurde gegen die Stimmen. wierige Lage. Die alliierten Regierungen und die Reparader sozialdemokratischen Fraktion, eines Mitgliedes der Demo- tionstommission find fraten und zwei Mitglieder des Zentrums folgender Antrag des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei angenommen: Der Preis für das erste Drittel der Umlage wird berechnet nach dem uin 25 v. H. ermäßigten Durchschnittsiniandmarktpreise des GeAußerdem ein Antrag des Zentrums: treides in den Monaten September, Oktober. Die Reichsregierung wird eranächtigt, die Umlagemenge entfprechend herabzusehen, wenn nach dem Ergebnis der Feststellung der Ernteerträgniffe die Aufbringung einer Umlagemenge von 2½ Millionen Zonnen nicht möglich erscheint. Gegen beide Anträge hatte der Ernährungsminister Fehr die schwersten Bedenken geltend gemacht und sie für untrag bar für die Regierung erklärt. Trotzdem entschied sich die Mehrheit der bürgerlichen Parteien für fie. Dieses Ergebnis, das den Herren felber Schrecken einflößte, ist die Folge der Unwahrhaftigkeit, mit der seit jeher der Kampf gegen die Getreideumlage geführt worden ist. Alle bürgerlichen Parteien ohne Ausnahme wissen, daß es gegenwärtig ohne die Umlage nicht geht. Sie wissen auch, daß die Breise für die Umlage niedrig festgesetzt werden müssen, wenn überhaupt die Um lage einen Sinn haben soll. Trohhem fucht jede der bürger lichen Barteien die anderen aus Konkurrenzrücksichten zu übertrumpfen. Der Antrag, die Preise nach dem Durchschnittsrnarktpreis in den Monaten September und Oktober festzusetzen, bedeutet bereits jetzt für Weizen einen Preis von 66 000 m. die Tonne, für Roggen einen solchen von 57 357 M. Dei meiterem Sturz der Mart würde sich dieser Breis noch wesentlich erhöhen und somit wahrscheinlich das Bierfache des Preises betragen, den die Reichsregierung vorgeschlagen hat. Ebenso gefährlich ist der Antrag, die Umfagemenge je nach dem Ergebnis der Ernte herabzusehen. Gr enthält den Anreiz und die Aufforderung, bei den Auskünften über den Ernteausfall noch mehr unrichtige Angaben zu machen, als das jetzt bereits geschieht. Seine sichere Folge wäre ein noch ftärferes Stocken der Ablieferung von Umlagegetreide, die Notwendigkeit zu vermehrter Einfuhr aus dem Auslande, ein gewaltiges Steigen des Brotpreises, wenn die Einfuhr möglich ist, vielleicht sogar der völlige Zusammenbruch der Brotversorgung in wenigen Wochen, wenn die fremden Zahlungsmittel dafür fehlen. Die Annahme dieser Anträge schafft eine außerordentlich ernste politische Situation. Für die Sozialdemokratie find beide Anträge untragbar. Sollten die bürgerlichen Parteien an ihnen festhalten, so entstände dadurch die Gefahr einer schweren innerpolitischen Krise. Es sei ein Abkommen Begreifen Sie denn nicht, so ruft der Redner aus, daß das un moglich ist?( Lebhafter Beifall.) Stinnes Lubersac zustande gekommen, von dem man viel gesprochen habe. Dieses Abtemmen biete aber feinen anderen Borteil, als daß Stinnes eine Provision von 6 Proz. die er wünsche. jeit dem Inkrafttrefen des Versailler Vertrages Beugen einer fortschreitenden Zerstörung des dents hen Krebits bei einer immer ftärfer betonten Zerrüttung des deutschen Haushalts und einem Mart sturz, ber in den letzten einftreiche.( Lebhafter Beifall auf der äußersten Binken.) Durh Lagen fatastrophal war. Je mehr diese Ereignisse fortschreiten, desto Unterzeichnung dieses Abkommens habe Stinnes auf Frankreich auffallender wird der Gegensatz zwischen dem Finanzunglück des und auf Deutschland Einfluß erlangen wollen. Dieses Abkommen Reichs und den Gewinnen der deutschen Industrie. Die Industrie beläßt ihre Gewinne im Auslande, ohne sich um die Ber- merde ihm gestatten, in Deutschland die innere Politik zu treiben, armung des Reichs zu fümmern, die sie nur vergrößert. Die NotenPoincaré ruft dazwischen:„ Sie selbst haben verlangt, daß inflation ist in den Augen der deutschen Regierung das einzige Heil man die großen deutschen Industriemagnaten zum mittel geworden. Der Augenblic isi nahe, in dem die deutsche Re gierung- falls nicht energische Heilmittel gefunden und angewendet falls nicht energische Heilmittel gefunden und angewendet 3ahlen amingt. Der Abgeordnete Reynaud antwortet: Ja, aber nicht durch bieses Mittel, werden- ihren unternommen, Er bemerkt, Poincaré habe es Bankroff Deutschland wieder aufzurichten(?). Poincaré ruft dazwischen: Ich habe niemals einen so großen Ehrgeiz be feffen." Reynaud fährt fort: Warum dann die große Anstrengung mit der Kontrolle der deutschen Finanzen? Ich kann nichts von der Wahrheit perbergen, daß der Zusammenbruch der Wedfelturfe eine wahre Blodade vor der Welt erffären wird, obwohl das wirkliche Kapital Deutschlands unverfehrt blieb. Die franzöfifche Regierung ist bereit, die Prüfung dieser Frage auf einer internationalen Konferenz wieder aufzunehmen. Frankreich kann nicht zugeben, daß Deutsch land mährend einer mehr oder weniger langen Beriode von der Last der Reparationszahlungen befreit wird, daß Frankreich selbst diese Last für den Wiederaufbau auf sich nimmt, und daß Deutsch der Staaten herbeigeführt habe, von der besonders England fand auch nur zeitweilig zahlungsunfähig wird. Die Erfahrungen und Deutschland betroffen feien. Die handelsbilanz mit Sahlungsaufschüben für die Reparationsfommission waren Deutschlands habe im letzten Jahr ein Defizit von etwa 1 Mil negativ. Sie bemiesen nur, daß man liarde Goldmark gehabt. auf den guten Willen Deutschlands nicht zählen tönne, um zu einer Gesundung der deutschen Finanzen zu gelangen. Vor allem ist es notwendig, das deutsche Budget ins Gleichgewicht zu bringen, dadurch, daß die Noteninflation völlig verboten wird; andererseits muß die Mart stabilisiert werden. Die französische Abordnung fordert eine ftrenge kontrolle über das deutsche Bud get, ebenso über die Budgets der deutschen Einzelstaaten. Diese Kontrolle darf sich nicht nur auf ein einfaches Einblids recht in das deutsche Budget beschränken, sondern es muß eine wirkjame Uffion in die deutschen Finanzen ausgeübt werden. Eine nicht volifommene Kontrolle bliebe unwirt fam; fie erscheine nur als eine pegatorische Maßnahme. Folgende Maßnahmen werden schließlich vorgeschlagen: Das Garantiekomitee, das seinen Sih nach Berlin verlegt, fann der deutschen Regierung die Anwendung bestimmter Maßnahmen verbieten und Maßnahmen zur Kontrolle der deutschen Einnahmen und Ausgaben sofort durchführen. Anleihen dürfen nur mit Genehmigung des Garantiefomitees aufgelegt werden. Reparationsdebatte in Paris. Die Ziffern, die man über die großen öffentlichen Arbeiten verbreitet habe, feien stark übertrieben, denn es handele sich ja nur um Bapiermart. Der Abgeordnete beweist das durch Ziffern. Boincaré ruft: Ich mache jeden Borbehalt hinsichtlich der Richtigkeit dieser Zahlen. Reynaud fragt ihn alsdann: Welche Biffern sind denn richtig? Poincaré ermibert: Das Programm der großen öffentlichen Arbeiten umfaßt die Summe von drei Milliarden Goldmart. Reynaud anwortet: Das ist nur ein Programm. Er fährt fort, indem er die wirtschaftliche Lage Deutschlands als die schwierigste bezeichnet, weil die Spekulation mit der Mark zum Ruin führe. Der ehemalige deutsche Mittel. and, nämlich die Aerzte, Rechtsanwälte usw. befände sich im Elend. Jede Aufforderung Frankreichs betrachteten fie als eine neue Beleidigung ihres Elends. Das seien die Tatsachen. Der Redner spricht weiter.( Rennaud ist zwar als Abgeordneter des nationalen Blocks gemählt, ist aber miederholt zu Studienzwecken in Deutschland gewesen. Red. d. B.".) Keine Geheimorganisation im DHB. Eine von uns um den 10. September erhaltene Berichtigung des Deutschnationalen Sandlungsgehilfenverbandes", die fich gegen eine Hamburger Mel dung waubte, wonach es innerhalb des DHV. eine Geheimorganis Paris, 20. Oftober.( WTB.) Die franzöfifche Rammer feßte fation gebe, war von uns fofort nach Empfang in den Eaß ge heute nachmittag die vor acht Tagen unterbrochene Diskussion der geben worden, jedoch lediglich infolge eines technischen Berichens Interpellationen über die allgemeine Bolitik der Regierung nicht erschienen. Nachdem wir auf diese Unterlassung aufmerksam fort. Der fommunistische Abgeordnete Ernest Lafont feßte feine gemacht worden sind, veröffentlichen wir die betreffende Berichtigung, Rede über den Streit der Metallarbeiter in Le Havre, die er aumal fie den preẞaefeßlichen Bestimmungen entspricht: Die in Nr. 417 Jhres Blattes vom 4. September 1922 auf Die französische Reparationsdenkschrift. hatte unterbrechen müssen, fort. Während seiner Rede wurden von gestellte Behauptung, daß innerhalb des Deutschnationalen Sand Paris, 20. Oftober.( EP.) Die Denkschrift der franzöfifchen der Zuhörertribüne Aufrufe einer anarchistischen Bereinigung zungsgehilfen- Verbandes zwei Geheimorganisationen beſtünden, ift gunsten der Begnadigung der Verurteilten der Schwarze unwahr. Ge gibt innerhalb des Deutschnationalen HandlungsRegierung, die als Antwort auf das Reparationsprojekt des eng meer Flotte in den Sigungsfaal geworfen und zu einer großen gehilfen- Beibandes teine Gebeimorganisation, gez.: loy." lischen Delegierten in der Reparationsfommission, John Bradbury, Rundgebung für den 29. Oftober eingeladen. Die Tribünenbesucher, heute der Reparationsfommiffion übergeben wurde, sagt in ihrem bie den Aufruf in den Signingssaal geschleudert hatten, wurden en to Unser Korrespondent hatte diese Meldung aus unserem Hamburger Hauptteil u. a.: fernt. Nach der Rede Lafonts ergriff der Minister des Innern Parteiblatt entnommen. Die französische Regierung glaubt nicht, daß für die Reparations- Manourn das Wort, um sich in eingehender Weise über die Ludendorff auf Gaftrelsen. Zum Landesgautag der Tiroler fommiffion ein Intereffe besteht, einem Ersuchen Deutschlands um Zwischenfälle während des Metallarbeiterstreifs in Le Havre auszu Heimatwehren( Orgesch) am 22. Oftober hat Ludendorff sein ErBewilligung eines Moratoriums für 1923 und 1924 zuvorzu- fprechen. Er habe den Behörden die Weisung erteilt, das Streiffcheinen zugesagt. Eine Kompagnie Oberland und eine Ab. tommen und ein folches Ersuchen zu neranlassen. Ein der recht für die Arbeiter zu wahren, aber auch die Arbeitsfrei ordnung der Gruppe Innsbrud( ollen ihn am Bahnhof mit miliartiges Moratorium fönnte nicht ohne sandleistung zugeheit und die öffentliche Ordnung sicherzustellen. tärischen Ehren empfangen. Ein Wort zur geistigen Not. 1 19 erzählt, daß er feiren färglichen Lebensunterhalt durch Nachhilfe| Titel ,, Ein Heldengedicht aus der Arttis" auf Grund der Aufzeich unterricht für eine Rinder erwerbe. Gerade die ostasiatischen nungen eines Schiffsarztes die Gefchichte der Diana" erzählt. Sie Im„ Vorwärts" est schon wiederholt über die zunehmende Not Sprachen würden eine größere Beachtung verdienen, babei ist das tam im Jahre 1866 auf dem Walfifchfang nach der Davis- Straße und der Wissenschaft, über die zunehmende Verelendung der geistigen wird nur auf dem Orientalischen Seminar in Berlin von einem aller- Mannschaft auf das Tafeleis flüchten mußte und dann 14 Monate wichtige Japanisch auf der Universität gar nicht vertreten, sondern der Baffinbai, wurde dort von Eismaffen eingeschlossen, bis die Arbeiter geschrieben worden. Sofern es sich um Wissenschaften handelt, die für die Algemeinbildung, für die Praxis oder die Staatsschaftlichen Hilfskräfte find wohl überall übel daran, wurde ihnen bes Arztes wiederholen sich, wenn auch in fchlichterem Stil, Ge Die wissen der Besagung 13 verloren hatte. In den einfachen Aufzeichnungen handelt, die für die Allgemeinbildung, für die Bragis oder die Staats- dings trefflichen Lehrer( Dr. Scharschmidt) gelehrt. Die wiffen- päter wieder ihren Hafen erreichte, nachdem sie von den 50 Mann verwaltung wichtig sind und seit altersher gepflegt werden, erscheint doch im höchsten nissenschaftlichen Institut in Berlin noch im August schichten, wie man sie bei den großen Nordpolfahrern leſen fann. ihr Weiterbestehen möglich, sei es auch in bescheidenem Umfange. Denn ohne Universitätslehrer und ohne deren wissenschaftlichen Nach ein Stundenlohn von 12( zwölf!) Mart für Schreibarbeiten bezahlt Fred Lockham, der Heizer, und Magna Gren zeigen unverkennbare Anzeichen von Storbut. Die Leute hatten Teeblätter statt Tabat muchs wären die Grundlagen unserer Kultur in Frage gestellt.( von Februar bis Mai waren es 7 Mart). Die schwierigste Frage bleibt wohl der wissenschaftliche geraucht, und der Schiffsarzt, um jeden Preis bemüht, der Be Schlimmer dagegen steht es um die Wissenschaften, die anscheinend na chwuchs. Wer sich beispielsweise die Hörer des Orientalischen mannung die ersten Angriffe des Feindes, ben der Geemann vor feine praktische Verwertung ermöglichen und unseren heutigen wirt Geminars näher ansieht, wird bemerken, daß gegenüber der Friedens bem Tabakerfag zu. Alles Holz, das man nehmen fonnte, wurde allem fürchtet, zu verheimlichen, fchrieb ihr schmerzendes Zahnfleisch schaftlichen und politischen Sorgen etwas fern liegen; ich dente da zeit immer mehr der eigentliche Student zurücktritt vor den Leuten, für die Heizung verwendet. Aber ringsum ist nichts als flingender besonders an die Völkerkunde und die orientalischen Sprachen. Gewiß: ob diese Dinge in Deutschland gelehrt werden die schon„ draußen" waren( Konsuln, Kaufleute, auch Ausländer), und Frost“.„ Wir hofen da wie Hasen, aufgeschreät und aufgeregt vom vor Beamten des Auswärtigen Amtes. Das bedeutet, daß es faum leifeften Laut, immer Gefahren fürchtend, von denen wir nichts oder nicht, der Arbeiter hat davon fein Etüd Brot mehr. Jedoch noch junge Leute gibt, die die Wissenschaft um der Wissenschaft selbst wiffen." Selbst wenn das Schiff vom Eis hätte frei gemacht mer weiter schaut und wünscht, daß Deutschtend auch auf diesen Gebieten an führender oder wenigstens beachtenswerter Stelle bleibt, pflegen för nen, um später ihrerseits als Lehrende aufzutreten. Es werben tönnen, märe es wegen der Eismaffen, die sich an allen feinen Teilen gebildet hatten, nicht manövrierfähig gewesen Es ver muß doch auch einmal ganz allgemein ausgesprochen muß bedauern, daß sich hier offenbar ein Niedergang vorbereitet. Für die gesamte Kulturgeschichte ist die Bölferkunde, für die werben, daß zum Stubieren Beit gehört, der gingen Wochen, ja Monate, während der fast täglich die Gefahr mit Werkstudent" also nur Ausnahme, nicht Regel fein Drue des Eises zerbrechen oder ohne weiteres untergehen müſſe. Als furchtbarer Gewißheit zu brohen schien, daß das Fahrzeug unter dem politische und wirtschaftliche Betätigung im nahen und fernen Often fann( so wünschenswert es ist, daß jeder Student auch einige bie Diana" endlich nach 14 Monaten die heimatlichen Shetland find die Bölkerkunde und die orientalischen Sprachen von unschätz Beit einmal als Arbeiter" tätig war). Der Lebensunterhalt und infeln erreichte, befand sie fich in einer fürchterlichen Verfassung. Das barer Wichtigkeit. Es ist doch auch im höchsten Grabe wünschens bie Studiertosten müssen also entweder von reichen Berwandten Logbuch meldet von diesem Lage der glücklichen Heimfehr":" llm Kultur und Sprache des Landes, in dem sie mirten sollen, tennen oder bei Mittellosigkeit vom Staat aufgebracht werben. Jedoch fehlt 2,30 Uhr vormittags Robert Robinson aus Shetland an Storbut ge es hier ebenso an Geld wie bei den allgemeinen Lehrmitteln. storben. Um 1 Uhr nachmittags starb Frederic Lockham aus Hull an Dreifach find die Mängel: Es fehlt an Mitteln für das Lehr- nationale Organisierung und Bereitstellung von Mitteln. In China, Gedentens wert so gut wie die, deren Namen in der Geschichte der Wie ist zu helfen? Ich glaube, auch hier nur durch eine inter Storbut und Erschöpfung, um 1,30 Uhr nachmittags Gideon Frazer aus Shetland an Storbut gestorben". Auch solche Helden sind eines personal, für die Studenten und für die Lehrmittel. Berhältnismäßig günstig gestellt sind noch diejenigen, die als Museumsdirektoren Japan, Siam ufw. durch Gesellschaften, die von dort in Diensten Entdeckungen leben. oder Direttorial- Affiftenten oder als ordentliche Hochschulprofeferen stehenden Deutschen, Eingeborenen( ehemaligen Studenten in Deutſch Die Zahl der amerikanischen Automobile. Die Statiftit des Staatsbeamte sind und so wenigstens nor der unmittelbaren Not land) und dortigen wissenschaftlichen Instituten mit ihren Gelehrten geschützt bleiben.. Dech auch hier stellen sich schon Schwierigkeiten gebildet werden, die vor allem die infolge der Baluta unerschwing. legten Jahres hat, wie ein Bericht in Handel und Industrie" meidet, ein: für die mancherlei Kleinarbeit, die den Museumsdirektoren ob lichen Lehrmittel und dann Geldspenden für die Studierenden zur gezeigt, daß die Rahl der Automobile in den Bereinigten Staaten fiegt, und für die nicht gerade missenschaftliche Hilfsarbeiter, wohl Berfügung stellen müßten. In Indien würde sich für diefe Zwecke in der jüngsten Beit geradezu eine ungeheure Zunahme erfahren hat. Die meisten Automobile befigt natürlich New York mit der I am besten eine Bereinigung indischer Gelehrter eignen. aber etwas missenschaftlich gebildete Hilfskräfte nötig sind, fehlt es Höchitzahl von 816 000 Kraftmanen. Aber auch die ein einen Bundesstaaten zeigen sehr hohe Ziffern, Jo 3. B. Illinois, Indiana, meist an Geld oder die Besoldung ist so gering, daß sie nicht für die Michigan, New York, Ohio und Bennsylvanien, von denen jeder bescheidensten Bedürfnisse ausreicht. So schrieb mir bereits vor etwa Ein Drama im Eife. Der Forschungsreifende, der Abenteuer und einzelne Ginot mehr Automobile befigt, als das ganze europäische einem Jahr ein befenster Direktor am Bölkerkundemuseum auf meine Bemerfung, daß die Lage an den Museen sich wohl etwas gebessert Mühen in der Arktis und Antarktis bestanden hat, findet für feine Festland zusammen. Die Zahlen waren in diefen Staaten so groß. Erlebnisse ein breites Publitum Heute zumal werden sie nicht daß im Jahre 1921 auf jeden zehnten Einwohner ein Automobil fam. habe:„ Bon einer Befferung der Lage an den Museen kann vor- allein durch Zeitungen und Bücher, sondern auch durch Kamera und noch höhere Zahlen hat die Statistik in Kalifornien und Joma er läufig noch nicht die Rede sein, wenigstens sehe ich nichts von einer Film in alle Sichten getragen, und alle Welt erfährt, ehe eine geben, hier fommt n* mlich schon auf le 5,2 Cinwoner ein Straft folchen, ich muß im Gegenteil mich ständig um die Bezahlung der Expedition angetreten wird, welche Biele sie sich stedt und wie sie wagen. Aus dicfen Rahlen tann mon fchießen, zu welcher Brüte einzigen Hilfskraft herumschlagen, die ich überhaupt habe." Seitdem organisiert wird, ebenso wie nach ihrer Rückkehr alle Gef bebniffe, es die Automobilfabrikation in Amerifa gebracht hat, zumal wenn ist es nicht besser geworden. Es sei hier gleich eingeflochten, daß die fich während der Reise zugetragen haben, im einzelnen berichtet man bedenkt, daß die Lebensdauer eines viel benutten Kraftfahrauch die Stelle des Direktors der Indischen Abteilung am Völkerwerben. Nur selten aber hören wir davon, daß ganz ähnliche Aben zeuges im allgemeinen nur auf fechs Jahre geschätzt werden kann. teuer und Leiden, wie sie die großen Bolarforscher durchmachen Man hat auf Grund dieser statistischen Angaben berechnet, daß, wenn tundemuseum nach Professor Grünwedels Ausscheiden nicht neu bemüffen, auch die fleinen Unternehmungen begleiten, die in den Eis alle Länder der Erde im Berhältnis zu ihrer Größe die gleiche An fetzt ist. Schlimm steht es um die Privatdozenten, die hier meeren auf Seehunds- und Walfifchfang ausgehen und dies schon zahl von Automobilen befäßen wie die Bereinigten Staaten, es noch mehr als in arderen Wissenschaften dem Hungertode geweiht vor Generationen getan haben. Daran erinnert ein jest in London anflatt ber 12 500 000 Kraftwagen, die sich gegenwärtig auf der find. Von einem Privatdozenten für Chinesisch wurde mir kürzlich von Adam und Charles Blad herausgegebenes Buch, das unter dem Welt befinden, 170 Millionen Automobile geben müßte. lernen. Erich PageL Die neuen Beamtengehälter. B Severing über den Sonntagskrawall. Der Landtag behandelte gestern die Sirfus- Busch- Kramalle. verbliebenen starten reaktionären Kräfte Der vom Hauptausschuß eingefehte Unterausschuß zur Beratung der neuen Besoldungsordnung hat sich auf nachstehende Ziffern geeinigt. Der Hauptausschuß wird heute dazu Stellung nehmen. Das lezte Wort hat natürlich das Plenum des Reichstages zu sprechen. Grundgehälter: Im Mittelpunkt stand die Rede des Ministers Severing, deren zurückführt, unterstrich unser Genosse Grzesinsti nochmals in den Gruppe I 9700-12 800 M., Gruppe II 10 600-14 100 m., weiteren Berlauf seiner Rede sagte Beginn wir bereits in der geftrigen Abendausgabe brachten. Im wichtigsten Punkten die gestrigen Ausführungen des Genossen Ra Gruppe III 11 700-15 500 m., Gruppe IV 12 800-17 000 m., bold und fertigte dann vor allem die Angriffe gegen den Berliner Gruppe V 14 100-18 700 m., Gruppe VI 15 400-20 500 2, Minister Severing: Polizeipräsidenten, Genossen Richter, ab. Diese heftigen Angriffe betonte unser Genosse haben uns nicht davon überzeugt, daß Gruppe VII 17 300-23 000 20., Gruppe VIII 19 600-25 900 2... Ich bin nicht in der Lage, auf die Staatsanwaltschaft nur die Sorge um das Staatswohl die Angreifer zu ihren scharfen Gruppe IX 21500-29 100 M, Gruppe X 24 400-34 000 t, einzuwirken, damit sie die Verhafteten wieder frei läßt. Auch Aeußerungen veranlaßt haben. Diese Angriffe haben einen scharfen Gruppe XI 27 500-39 600 M., Gruppe XII 32 500-47 500 M., burch Preffionen auf mich ist das nicht zu erreichen. Einen politischen Beigeschmad. Es ist ja nichts Neues, daß gemissen Stellen Gruppe XIII 42 000-62 000 m. soichen Versuch macht z. B. die Rote Fahne", indem sie be- und Herren es besonders unerwünscht ist, daß an der Spitze der richtet, Gruppe I 62 000 Mt., Gruppe II 70 000 M., Gruppe III 81 400 M. Gruppe IV 85 300 m., Gruppe V 108 500 m, Gruppe VI 140 000 M., Gruppe VII 155 000 m.( monatlich). Driszuschläge: e) 1200 M. Einzelgehälter: habe ich hätte mich geweigert, eine Deputation zu empfangen. Ich Bolizei der Reichshauptstadt ein Sozialdemokrat steht. Der Sturz im Gegenteil einigen Abgeordneten und Bertretern der des Präsidenten wird von rechts und von links gefordert. Wir Betriebsräte zur Verfügung gestellt. Von diesem Versprechen mußte fragen: Wem wäre mit diefem Stung also ein Gefallen erwiesen? ich aber aus Gründen der Staatsautorität Abstand nehmen, nachdem Die Abgeordneten v. Eynern und Rippel fagen, verantwortlich sei Herr Schulz von der Tribüne erklärt hatte, daß ich den Betriebs- vor allem der Chef. Nun, man hat den Chef bereits verantwortlich räten Rechenschaft schuldig sei. Rechenschaft bin ich nicht den Be- gemacht, als noch gar fein Ergebnis der Untersuchung vorlag. Es mtriebsräten schuldig, sondern nur dem Parlament. gehört nicht viel Wig dazu, um zu verstehen, daß der Berliner BoliDer Bund für Freiheit und Ordnung ist eine Stätte, zeipräsident nicht persönlich sich um alle Einzelheiten einer Maßin der nach meiner Ueberzeugung mindestens soviel aufgeputscht wird nahme fümmern fann. Wir fönnen uns recht gut vorstellen, daß wie bei den Kommunisten. Er hat auf fein Programm geschrieben: eine richtige Maßregel, eine beizeiten getroffene Maßnahme Stärkung der Autorität der Behörden. Wie diese Stärkung aussieht, wirkungslos gemacht wird durch ein absichtliches oder unabsichtliches geht aus den Worten hervor, die ein Redner im Zirkus Busch sprach, Zögern verschiedener Elemente der Exekutive. Daß aber in der indem er behauptete, wenn die Regierung saat, durch die Erfüllungs- Berliner Polizei verschiedene Kräfte gegeneinander wirken, hat ja politif babe sie das Ruhrrevier gerettet, so ist dieses Gefafel absolut erst der Redner der Demokraten in diesem Augenblick festgestellt, falsch. Die Bekämpfung aller auf Berseßung des Boltes gerichteten Also, man darf schon etwas mehr Objektivität gegenüber der Haltung Bestrebungen steht als zweiter Punkt auf dem Programm. Das wird des Berliner Polizeipräsidenten verlangen; denn es handelt sich um so verstanden, daß vor allem die. recht komplizierte und schwierige Dinge. Bis 11 600 m: a) 2400 m., b) 1900 m., e) 1700 m., d) 1400 m., Bis 12 900 M.: a) 3000 m., b) 2400 m., c) 2100 m., d) 1800 m. e) 1500 m. Bis 15 400 M.: a) 3600 m., b) 2300 m., c) 2500 m. d) 2200 M., Bis 17 500 M.: a) 4200 m., b) 3400 m., c) 2900 m., d) 2500 m., Bis 22 600 M.: a) 4800 m., b) 3800 m., c) 3400 m., d) 2900 m., Bis 32 800 M.: a) 5400 m., b) 4300 m., e) 3800 m., d) 3200 m., e) 1800 m. e) 2100 M. e) 2400 m. e) 2700 m. leber 32 800 M.: a) 6000 m., b) 4800 m., c) 4200 M., d) 3600 M., e) 3000 m. Kinderzuschläge: Bis 6 Jahren 2000 m., von 6 bis 14 Jahren 2500 m., von 14 bis 21 Jahren 3000 m. Teuerungszuschlag zum Grundgehalt, Ortszuschlag und Kinderzuschlag: Bom 1. bis 16. Oftober 3 Broz, vom 17. bis 31. Oftober 11 Pro3. Frauenzuschlag monatlich 1000 m. Der Tageblatt- Sachverständige". Im Tageblatt" betreibt Herr Dr. Michaelis als Sachverständiger" Kommunalpolitif. Er liebt es babei, nicht nur über fein Lieb. lingsthema die Entkommunalisierung der Berliner Gemeindebetriebe ununterbrochen die gleichen, dugendmal widerlegten Unmahrheiten zu verbreiten. Er benußt auch jede Gelegenheit, wo er glaubt, den sozialistischen" Magistrat wegen angeblicher Mißwirt fchaft herunterreißen zu können. Seine sachverständigen" Aus führungen über die Neuorganisation der Arbeitsnachweise haben mir hier bereits gewürdigt. Am Donnerstag in der Stadtverordneten versammlung zog er es vor, zur Sache zu schweigen. Nach dem auch die Bertreterin des Zentrums in ihrer wirkungsvollen Darstellung die Presseangriffe gegen die Arbeit des Magistrats treffend und wirkungsvoll widerlegt hatte, war das sicher das Klügfte, was er hun fonnte. Das hindert ihn nicht, gestern erneut im„ Tageblatt" von den„ erheblichen Kosten" zu sprechen, die der Stadt erwüchsen. Diese Art Politik" ist der demokratischen Partei würdig. Sie zetert über Ausgaben ohne Deckung und lehnt die GewerbeSteuer ab. Sie verlangt faufmännischen Geist und fämpft dafür, daß bie Milliardenfachwerte der Stadt aus der Hand gegeben werden. Der Vorwurf gegen Dr. Michaelis, er vertrete die Interessen des Zeitungsfapitals, wäre wohl nicht erhoben, wenn er sich genauer informierte, ehe er durch seine unqualifizierbaren Angriffe die Arbeit und den Kredit der Stadt fhäbigte. 11 Stefan Burian, ehemals habsburgischer Außenminister, ist in Wien, 71 Jahre alt, gestorben. Ihm unterstand seinerzeit als Reichsvon seinem Borgänger am Ballplatz, dem Berchtold, verbreche finanzminister das Reichsland" Bosnien- Herzegowina, und als der risch entflammte Weltkrieg umschlug und Karls Friedensbettelei bei Clemenceau anfing, zeichnete Burian verantwortlich die Außenpolitik und erließ denn auch jene offiziellen Friedensmanifeste, die nichts mehr nutzten. 11 Befreiung vom Judenjoch und vom Versailler Vertrag nötig sei. Waffen würde man zu gegebener Zeit von einem anderen Lande erhalten. Der weitere Programmpunkt Sicherung der Verfaffung gegen Umftura" hält den Volksparteiler Geisler nicht ab, nach berufsständigen Vertretungen an Stelle von Reichstag und Landtag zu rufen. Ist das verfassungsmäßig? Der amtliche Polizeibericht über die Bersammlung meldet, daß auf die Hohenzollern und auf den Kaifer ein Hoch ausgebracht wurde, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. In einer Bersammlung dieses Bundes am 4. März 1922, in der ein Generalleutnanto. Hülsen als Redner auftrat, wurden in der anschließenden Aussprache Anfragen megen Organisation des Selbstschutzes oder der Selbsthilfe an den Vorstand gerichtet, der aber feine Antwort gab, weil sich der Gegenstand dafür nicht eignet, der aber auf die Geschäftsstelle verwies, wo man näheres er fahren könne. Dem Bunde hat sich in letzter Zeit als besondere Ab teilung eine Gruppe angeschlossen, die aus dem Berband nationalgefinnter Soldaten entstanden ist. Diese Abteilung ist so naiv gewesen, dem Polizeipräsidenten die Hilfe des Saalschuhes anzubieten.( Große Heiterfeit links.) Welche Position wird der Staatsregierung angewiesen, wenn sie ihre Organe von diefen extrem rechtsgerichteten Elementen unterstützen lassen soll! Der Herr behüte mich vor meinen Freunden!( Große Heiterkeit, Unruhe rechts.) Drei bis vier Tage nach dem Sonntag am Zirtus Busch hatten die Herren um den Grafen Bestarp den Mut, eine Versammlung mit dem Thema:" Mit Gott für Kaiser und Reich!" anzumelden. Glauben Sie, daß man eine solche Bersammlung geftatten fonnte? Die Berfassung gibt das Versammlungsrecht nur denen, die sich friedlich und ohne Waffen versammeln. Die Berliner Polizei hat insofern versagt, als die Offiziere der Gruppe Mitte sich auf die Berfammlungspfychologie nicht eingestellt haben. Wenn in den Zeitungen geftanden hat, daß eine Bartei eine angekündigte Bersammlung fpren gen will, die um 10 Uhr angesetzt ist, dann genügt es nicht, daß um 10 Uhr die Schuhmannschaft antritt, dann muß man früher aufstehen, und auch der Polizeipräsident muß früher aufstehen. Der Bolizeipräsident hat geglaubt, die Bersammlung gestatten zu müssen und hat daraus sämtliche Konsequenzen gezogen. Es ist nicht Aufgabe des Polizeipräsidenten, felbft Warnungen zu erlassen; Warnungen sollten ergehen. Sie sind aber von der Bresse nicht veröffentan der Polizei immer herumorganisiert. Daß die Polizei nicht zur licht worden. Herr Rippel( Dnat.) warf uns gestern vor, wir hätten Ruhe kommt, daran ist Ihre Richtung( nach rechts) mitschuldig. Wer immer nur das Schwert im Munde führt, wer zum Revanchefrieg aufruft und sich die Waffen dazu im Gelfte schon von anderen Völkern pumpt, der trägt auch hier die Unruhe hinein. Sie würden der Schutzpolizei den besten Dienst leiften, wenn Sie Ein Generalffreit der Raucher. Die Meldung franzöfifcher auf Ihre politischen Freunde einwirfen wollten, nicht den Mund so Blätter, daß der Finanzminister de Bastenrie mit der Absicht umgeht, recht mißbrauchen und sich in extremen politischen Parteien beBlätter, daß der Finanzminister de Bastenrie mit der Absicht umgeht, voll zu nehmen. Ganz generell erkläre ich: Ausländer, die ihr Afplden Breis gewisser Regietabafe empfindlich zu erhöhen, hat in den Kreifen der französischen Raucher ungeheure Aufregung hervor- tätigen, werden unnachfichtlich ausgewiesen. gerufen. Man scheint diesmal entschlossen, es nicht bei den üblichen nistenverfolgungen!) Fällt mir gar nicht ein! Nun die Maßnahmen für die Zukunft!( Abg. Raß: Kommu großen Worten geharnischter Proteste bewenden zu laffen, sondern will zu Taten übergehen. Die Raucherschaft Frankreichs ist seit langem schon zum großen Teil in der Liga der Raucher" organi fiert, und diese Organisation gedenkt in der Tat, die angekündigte Breiserhöhung mit der Proklamation des Generalstreifs zu beantworten. In Paris sind die Mitglieder der Liga kürzlich zu einer Machtversammlung zusammengetreten, die sich zu einem wahren Kriegsrat gestaltete. Nach ebenso langen wie erregten Debatten murde eine Resolution angenommen, die dem Borstande das Recht vorbehält, wenn die Absichten des Ministers in die Tat umgefegt werden follten, den Generalstreik zu verkünden. Es fragt sich nur, ob die Raucher der Parole auch folgen werden. Bisher haben die Raucher, wenn sie auf die entscheidende Brobe gestellt wurden, ob fie um der Sache willen eine Zeitlang auf den Rauchgenuß verzichten fönnten, noch immer versagt. Wir Sozialdemokraten verlangen, daß die Untersuchung genau und exakt geführt wird und daß die Vorkommnisse nicht sinnlos übertrieben werden. Eine fenfationelle Berichterstattung hat uns mit ihren Uebertreibungen bereits genügend geschadet. Diese Uebertreibungen vermindern nur das Vertrauen des Auslandes zu Deutschland. Wir verlangen für die Zukunft, daß der Minister des Innern vorbeugende Maßregeln gegen die Wiederholung derartiger Borgänge anordnet. Was der Minister in dieser Hinsicht erklärt hat, billigen mir. Es darf fünftig nicht mehr möglich sein, daß Versammlungen gefprengt werden. Im Interesse des Ansehens des Giantes und der Berfassung, sowie im Interesse des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter erwarten wir, daß fünftighin die Bersammlungsfreiheit gesichert wird. Die Entrüftung der Kommunisten hier im Hause schätze ich nicht hoch ein. Ihre Entrüftung ist gemacht, fie täuscht teinen Menschen über die Katzenjammerstimmung der Kommunisten hinweg. Die Herren brauchten ein Ablenkungsmanöver, weil das Betriebsrätetheater bankrott gegangen ist. Bei der Bersammlung des Bundes für Freiheit und Ordnung handelt es sich zweifellos um eine Beranstaltung zur Organisierung des Widerstandes gegen den republikanischen Staat. Wir erwarten pom Minister, daß solche Organisationen, die lediglich ein Unterschlupf find für die Mitglieder aufgelöster Verbände, mit größter Aufmerksamkeit beobachtet werden. Nach der Erklärung des Ministers muß bereits schon vor dem Krawallsonntag Material porgelegen haben, welches die Auflösung des Bundes rechtfertigt. Die Vorsicht gegenüber Organisationen vom Schlage des erwähnten Bundes ist um so nötiger, als auch der Ausgang des Rathenau- Prozesses gezeigt hat, daß die Gefahr von rechts bedrohlicher ist als die von links. Es ist Zeit, daß die Herren von der Deutschen Volkspartei etwas mehr Bertrauen zur Arbeiterschaft faffen und gegenüber ihren Nachbarn zur Rechten etwas vorsichtiger werden. Die Schlußworte des Abgeordneten Rippel 3. B. fonnten, wenn Worte einen Sinn haben, nur einen deutschpöllischen Sinn befizen.( Abg. Rippel: Kampf nur mit geistigen Waffen!) Die Koalitionsparteien fönnten einen großen Teil der Gefahren bannen, wenn sie sowohl hier im Hause als im Reichstag etwas weniger spröde und widerspenstig fich verhielten, wenn die Sozialdemokratie energische Hilfsaffionen zur Linderung der Not der Bevölkerung leider recht oft Situationen, die bedenklich danach aussehen, als ob die Nation in einen Bürger- und Proletarierblod zerfalle. Die fordert. Aber beim Kampf um solche Hilfsaftionen erleben wir bürgerlichen Roclitionsparteien wollen das nicht. Dann müssen fie aber auch die Mittel wollen, dies zu verhindern. Und diese Mittel liegen nur im Kampf um eine demokratische und soziale Ausge staltung der Republik.( Beifall bei den Soz.) Nach dem Genossen Grzesinski quälte sich dann der deutschnationale Abgeordnete Rüffer damit ab, die deutschnationalen AnDie Deutsche Bolkspartei schickte v. Kardorff auf die Rednergriffe, die Severing bereits erledigt hatte, noch einmal vorzutragen. tribüne. Der Deutschen Volkspartei muß die Rede Severings sehr menig gefallen haben, denn Kardorff wandte sich mit auffallender Schärfe gegen den Minister. Die Vorgänge beim Zirkus Busch erSie sollen sich selbst um jeden politischen Kredit bringen! fcheinen ihm im Gegensatz zu Severing als die Warnung vor einer furchtbaren Gefahr. Ueber den Hinweis Severings auf Versamm( Heiterkeit bei der Mehrheit.) Ich verzichte auf das Mittel, von der lungssprengungen unter dem alten Regime macht sich Herr v. KarBarlamentstribüne herab zu erklären, daß diefer oder jener Beamte dorff luftig, indem er bemerkte, feine geographischen Kenntnisse versetzt wird. Veränderungen sind notwendig. Im Zentrum Berlins reichten nicht aus, um den Ort in Westfalen, von dem Severing fönnen nur Herren ihres Amtes walten, die mit der Versammlungssprach, zu kennen. Jedenfalls fönne man dieses Dertchen nicht mit psychologie einigermaßen vertraut sind. Aber die bisherigen Beamten Berlin vergleichen. Der Bolksparteiler forderte dann zum Schluß aus der Polizei ganz zu entfernen, halte ich nicht für richtig. Bei unerbittlich politisch unbestimmten Gruppen soll in Zukunft die Bersammlungsden Kopf des Berliner Polizeipräsidente genehmigung nur erteilt werden, wenn sie die Gewähr dafür bieten, daß die Teilnehmer sich friedlich und unbewaffnet versammeln. Ich mit der Begründung, unter dem alten Regime seien verantwortliche bin Optimist genug, an den Giea der Vernunft auch noch bei Ihnen Chefs wegen geringerer Borfommnisse gegangen worden. Wenn ( zu den Kommunisten) zu glauben. Statt von der Orgesch spricht Herrn v. Jagom so etwas wie die Vorkommnisse beim Zirkus Busch Herr Kaz jetzt immer von Fascisten. Die Fascisten sind Sie( zu den passiert wäre, dann wäre er bestimmt geflogen. Kommunisten); denn es macht feinen Unterschied, ob der Terror von rechts oder von links fommt. Aber wenn Sie die Fascisten nur rechts sehen, dann gebe ich Ihnen zu bedenken, daß Ihr Versamm lungsterror mehr als alles andere geeignet ist, diese Fascisten heranzuzüchten. An die Rechte richte ich dieselbe Mahnung: Wenn es Ihnen ernst ist mit der Aufrichtung der Staatsautorität, dann verzichten Sie auf jede Selbstschuhbewegung. Ein elfjähriges Mathematit- Genie. Die mathematische Begabung geiat fich häufig bereits fehr früh, und verschiedene mathes matische Wunderkinder gehören zu den Korpphäen dieser Wissen ichaft. So hatte Pascal mit 12 Jahren schon alle Aufgaben der Cuclydischen Mathematit felbftändig gelöst, und Gauß verblüffte be. reits als Schuljunge seine Lehrer durch die Geschwindigkeit, mit ber er sich in den schwierigsten Problemen zurechtfand. Zu diesen Selbstschutz ist nur Selbstbetrug und Selbstschädigung. Raub begeht Bunderkindern der Mathematit gefellt sich nun ein neues. Es ist am eigenen Gut, wer felbst sich hilft in eigener Sache.( Lebhafter dies, wie aus Madras berichtet wird, ein elfjähriger Jader mit Beifall.) Ramen Rajanarayanan. Er wurde von seinem Vater aus Madura, Nach dem Zentrumsabgeordneten Gerig und dem Demokraten der religiösen Hauptstadt Südindiens, nach Madras gebracht, und Janssen- Solingen, der den Mangel einer einheitlichen Willensbildung fetzte hier alle fachmänner in Erstaunen durch seine fabelhaften in der Berliner Polizei auf die in ihr Kenntnisse der höheren Mathematit. Der junge Mathematiker gehört zur Brahminentaste, hat eine vorzügliche Bildung erhalten und wird jest von dem Leiter des indischen Unterrichtswesens für Veränderungen im Berliner Polizeipräsidium ein Stipendium vorgeschlagen werden, um in Europa zu studieren und seine glänzenden Fähigkeiten weiterentwickeln zu fönnen. Der preußische Innenminister Severing hat am Freitag in feiner Rede im Baudtag angekündigt, daß im Berliner Bolizei präsidium größere Beränderungen vorgenommen werden. Wie verDas erite arcke Sonntag- Wittag- Konzert im iller. Theater, bas am 22, 11% llbr, flattfindet, ist aus'chließlich obannes lautet, dürfte der bisherige Leiter der Berliner Bucherpolizei, Brahms gewidmet, beffen Todestag jegt ein Bierteljahrhundert zurüdliegt. Regierungsrat Froigheim, als Vertreter des Bolizeipräsidenten nach Köln verlegt werden. Die Leitung der Berliner Wucherpolizei sie Jahresfeier der Deutschen Hochschule für Politit wird am brite Oberregierungsrat weiß, der bisher an der Spige der Edintelplay 6( Utte obr. vormittags 11 Ubr, in beren aroßem Hörsaal, politischen Abteilung des Berliner Polizeipräsidiums stand, überBanafebemie) ftat finden. In ihrem Mi telpunkt stebt ein Vortrag von Prof. Dr. Zoeftich über„ Naturrecht und Humanität in nehmen. der Weltpolitit"! Nachdem der Kommunist Schulz- Neukölln nicht nur die Entfernung Richters aus dem Berliner Bolizeipräsidium, sondern fummarisch auch die Köpfe von Weiß, Weismann, Kaupisch ufw. gefordert hatte, vertagte sich das Haus auf Sonnabend 11 Uhr. Tagesordnung: Schluß der Debatte über die Straßentrawalle. Not der Preffe. Schluß gegen 6 Uhr. Der Aeltestenrat des Breußischen Landtages beriet am Freitag die Geschäftslage. Voraussichtlich wird die längere Bertagung am Mittwoch nächster Woche eintreten. Am Montag foll die Rheinland- Interpellation auf die Tagesordnung gesetzt und dabei der Fall Smeets besonders behandelt werden. Daran schließt sich dann eine gemeinsame Aussprache über alle Fragen des besetzten Gebietes. Verschiebung der englischen Wahlen. London, 20. Oftober.( Ep.) Jn hiesigen politischen Kreifen wird erwartet, daß Bonar Lam die Regierung eine Zeit lang führen wird, bevor er Neuwahlen ausschreiben läßt. Die Neuwahlen werden wahrscheinlich im Januar oder Februar stattfinden, während das Parlament am 14. november zu einer furzen Session zufammentreten wird mit Bonar Law als Ministerpräsidenten und Lloyd George als Führer der Opposition. Cord Curzon and Lord Derby haben sich bereit erklärt, bei der Bildung eines Minifteriums Bonar Law mifzuwirken. Frau Dr. Maria Montessori wird am Freitag, den 27. D'ober, Die Kommunistenverhaftungen. London, 20. Oktober.( WTB.) Die Gattin Lloyd Georges abends 7 Ulbr, im großen Dorfaal der Universität öffentlich über ihre Methode der Erziehung im Kleink ndesalter sprechen. Eintrittskarten zu 20 M. in der Gegen die in Sachen der Birkus- Busch- Affäre verhafteten Stom- erklärte in einer liberalen Versammlung, ihr Mann sei auf alles ſtraße 85, außerdem B Magdeburger Str. 2, und Charlottenburg, Bismard muniften, Stadtverordneter Brivatdozent Dr. Roienberg, Begirls- porbereitet, er liebe den Kampf, sein Geist belebe sich und im Landgemeindehaus, Berlin C., Sophienstr. 23. verordneter August Christ, Artur Gohlfe, Sekretär der Kommu feine Gesundheit bessere sich darin. Washington, 20. Oftober.( EP.), Die Meldung von der DeDas Teutsche Kunsthistorische Institut in Florenz, bas mit einer nistischen Bartei Brandenburgs, Student Ell und eine große Anzahl wird, wird von der italienischen Regierung bedingungslos bem Deutschen Haftbefehl erlaffen. Heinen Reich unterstützung von einer privaten Vereinigung unterballen weiterer Angefchuldigter, hat nunmehr der Untersuchungsrichter mission Lloyd Georges ist in politischen Kreisen mit Ernft aufge Die Angeschuldigten find in bas Unter- nommen worden, weil Lloyd George ein aufrichtiger Freund Reihe suridgegeben. fuchungsgefängnis übergeführt worden. Ameritas ist. Gewerkschaftsbewegung den Herrschaften nicht ankommt, ist feibstverständlich. So wird die BePlumpe Täuschungen. In der sogenannten Betriebsrätevollversammlung vom Donner& tagabend sprach auch ein Vertreter der Belegschaft der städtischen Elektrizitätswerke und verlas eine Resolution, die angeblich von den Arbeitern und Angestellten gefaßt worden ist, in der die jawersten Trohungen enthalten waren. Wie wir hierzu bon zu ständiger Seite erfahren, ist diefe Drobung nicht ernst zu nehmen. Der Vertreter der Elektrizitätsarbeiter in der Versammlung hat tein Mandat gehabt, eine Erklärung für die gesamten Betriebe abzugeben, vielmehr hat er im Auftrag kleiner Gruppen der Arbeiterinnen. Daß es dabei auf ein paar Tausend mehr oder weniger legscheftsziffer des Kabelwerfs Oberspree mit 1000 angegeben, obschon sie annähernd 6000 betragen dürfte. Von der ganzen Belegschaft waren es etwa 100 Konimunisten, die einen Vertreter der Kommunisten zur Delegation nach dem Landtag wählten. Es gehört die ganze fommunistische Bescheidenheit dazu, die gesamte Arbeiterschaft der aufgezählten 32 Betriebe in Berlin für diese kom munistische Aktion zu reflamieren. 23enn es hoch kommt, stand der 6. Teil von 55 000 dahinter, und auch dovon noch eine aanze Anzahl, die sich den Arrangeuren nicht ungefällig erweisen wollten. Zum Streik der Goldschmiede. In der Versammlung am 18. Oftober hat die Goldschmiede, Kraftwerke Oberipree und Rummelsburg den plumpen Verfuch ge- innung in Berlin es abgelehnt, mit ihren Arbeitern wieder einen macht, durch ein Täuschungsmanöver die Arbeiter und Angestellten Tarifvertrag abzuschließen. Als Antwort darauf baben die streikender städtischen Elektrizitätswerke in den Dienst der KPD. zu stellen. den Gehilfen einmütig beschlossen, den Streit mit verschärften Wie wenig die Belegschaft selbst daran denkt, sich als Vorspann Mitteln weiterzuführen. Die Jnnung will mit dem Deutschen mißbrauchen zu lassen, geht aus der Tatsache hervor, daß am selben Metallarbeiterverband absolut nichts zu tun haben. Während der Abend eine Betriebsvolveriammlung der Elektrizitätswerke statt- fleinste Innungsmeiner für sich das Recht in Anspruch nimmt, mit fand, in der von einem Proteststreit oder einer ähnlichen Aktion binden, wollen die Herren den Gehilfen das Koalitionsrecht strittig feinen Kollegen innerhalb der Arbeitgeberorganisation sich zu verüberhaupt nicht gesprochen wurde. Die Kommunisten fühlten sich machen. Die streifenden Goldschmiede sind fest entschlossen, iolange ihrer Sache so wenig sicher, daß fie es nicht einmal wagten, auch im Streit zu verharren, bis die Innung ihren reaktionären Standnur eine Anspielung auf den ganzen Rummel zu machen. punkt aufgibt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Goldschmiedebetrieben wiffen nur zu genau, daß sie zum Spielball in den Händen ihrer Arbeitgeber würden, wenn sie jest nachgeben. Sie sind sich ihres Ziels bewußt, zumal ihnen von verschiedenen Seiten, befonders von den Silberschmieden tatkräftige Hilfe zuteil wird. Die Streitleitung. Bezeichnend ist übrigens noch folgende Tatiace: Von der Refolution wie von dem ganzen Unternehmen wurden nicht einmal jämtliche tommunistischen Betriebsräte vorher verständigt bzw. um ihre Meinung gefragt. Die Zentralleitung der KPD scheint entweder iören eigenen Leuten zu mißtrauen, oder aber ohne weiteres anzunehmen, daß die Betriebsräte felbft in einer so Lebenswichtigen Frage die gehoriamen Vollstrecker auch der wahn finnigsten Anordnungen sein würden. Eine vielleicht doch etwas weitgehende Zumutung. In der Morgenausgabe der Roten Fahne" vom 18. Oktober 1922 wird mitgeteilt, daß die Belegschaft von 700 Arbeitern und Arbeiterinnen der Margarinewerte Berolina, Berlin- Lichtenberg, ihre Betriebsräte verpflichtet habe, an den Versammlungen des Fünf zehnercusschusses teilzunehmen usw. usw. Hierzu wird uns von unseren Genossen aus dem Betrieb geschrieben: " Cine Betriebsversammlung, die zum fommunistischen Reichsbetriebsrätetongreß Stellung nehmen sollte, mußte verlegt werden; weil mur ungefähr 30 Mann anwesend waren. Am 3. Oftober fand ernert eine Berjammlung statt. Sie sich mit diesem Thema beschäftigen follte. Die Belegschaftsstärke war an diesem Tage 311, also nicht 700. In der Bersammlung waren anwesend 110. Die übrigen 200 hatten es wiederum vorgezogen, nach Hause zu gehen, als sich dieses Phrasengewäsch anzuhören. Von diesen 110 stimmten etma 90 für die kommunistische Resolution, etwa 20 dagegen. So macht man Stimmung, so sehen die Erfolge der Kommunisten für ben Kongreß aus, und genau so sieht auch die Tätigkeit dieses kommunistischen Betriebsrates im Betriebe aus." Die Rote Fahne" beflagt sich darüber, daß die Bertreter der Berliner Arbeiterschaft", die zur Landtagsfizung am Donnerstag in einer Zahl von etwa 100 Mann erschienen, von dem Minister Severing und dem Präsidenten Leinert brüsfiert worden feien. Um die Bedeutung dieser kommunistischen Betriebsrätebele gation nachzun eisen, werden 32 Betriebe aufgeführt mit Angabe der hört die ganze fommunistische Bescheidenheit dezu, die gesamte Zahl der darin Beschäftigten, zusaminen etwa 55 000 2rbeiter und Eisenbahner, denkt daran! Man schreibt uns: " In der Roten Fahne" wird der Erfolg der Kommunisten in Der letzten Betriebsrätevollversammlung und deren Beschluß für den Reichsbetriebsrätefongreß hervorgehoben. Es muß einmal sachlich und furz beleuchtet werden, was diese Versammlung für Aufgaben hatte und was für einen Erfolg" sie wirklich gebracht hat. Um eine Versorgung der Eisenbahner mit Kartoffeln und Kohle für den Winter durchzuführen, wie es auch in der Privat industrie üblich ist, muß eine Genossenschaft gegründet werden, die die von der Regierung bewilligten Kredite an das Personal verteilt. Zu diesem Zwed war die Betriebsrätevollversammlung anberaumt und bewilligt worden. Sie sollte die Konstituierung der Genossenschaft vornehmen. Den Kommunisten war die Gelegenheit gut genug, eines ihrer befannten Manöver auszuführen. Das Bezirksratsmitglied Kühne( KPD.) hatte an Stelle des verhinderten Vorsitzenden, Genossen Haseküster, die Versammlung zu leiten. Gegen die bisherige Gepflogenheit, bei Anwesenheit von ganzen 94 Personen, eröffnete Kühne schon um 6% Uhr die Versammlung. Nun war der Sieg gewiß! Der Antrag, den sogenannten Reichsbetriebsrätetongreß" als ersten Bunft auf die Tagesordnung zu sehen, wurde dann auch trotz der Mahnung des Genossen Mieg, doch zuerst zu der überaus dringenden Frage der Kartoffel- und Hausbrandversorgung Stellung zu nehmen, angenommen. Die Kommunisten haben damit die Verantwortung auf sich genommen, daß eine Belieferung nicht oder zu spät und zu bedeutend höheren Preisen erfolgt Im Winter werden die Kommunisten die Not, die sie hier mit Absicht verschärften, in ihrer Parolenfabrik entsprechend verwenden. Eisenbahner! Arbeiter! Beamte! Ihr fordert Rohlen und Kartoffeln, die ihr nicht einmal für bares Geld bekommt; aber die KPD. braucht eine neue Parole, den Reichsbetriebsrätefongreß, und euer Geld. Hier charakterisiert sich bligartig das kommunistische Maulheldentum hier tritt man die Not der Arbeiterschaft eure Not mit Füßen, wenn es sich nur darum handelt, ein Parteisüppchen zu tochen. Dieses merkt euch für die Zukunft. Deshalb die Augen auf und Taschen zu!" Aussperrung bei Krupp in Essen. Die Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes in Essen gibt über die Maßregelung von 470 Arbeitern wegen einer Demonstration folgende Darstellung: Stelle zu beraten. feit einiger Zeit Differenzen bezüglich der Akkordgrundlage. Auf In der Gießerei III wie überhaupt in den Gießereien schwebten wiederholtes Befragen bei der Firma, wie weit die Sache gediehen sei, wurde den Arbeitern kaum eine Antwort zuteil. Hinzu kommt die Hinauszögerung des Lohnabschlusses in der nordwestlichen Gruppe. Um über die Lage sich zu verständigen, ersuchten die dortigen Betriebsvertreter den Betriebsleiter um Genehmigung einer Versammlung, was denselben abgeschlagen wurde. Darauf haben die Arbeiter den Betrieb verlassen, um sich an anderer Nach Informationen trifft die Darstellung der Firma auch infofern nicht zu, daß der Schmelzprozeß dort nicht ordnungsgemäß vollendet ist. Es find Schäden nicht entstanden, und zwar durch Zutun der dortigen Betriebsvertreter. das ganze Wirtschaftsleben zu stören und hoffen, daß die Wir bezeichnen das Vorgehen der Firma Krupp als geeignet, Firma den gemachten Schritt schnellstens rückgängig macht." Gestern wurde bercits verhandelt. insbesondere auch über die Lohnfrage. Ueber das Ergebnis der Verhandlungen ist noch nichts bekannt. Zur Beendigung des Thüringer Textilarbeiterstreiks. Ueber die Ursachen des Tertilarbeiterstreifs in Thüringen schreibt die„ Apoldaer Bolkszeitung" in Nr. 246: ,, Der Streif wäre nicht notwendig gewesen, wenn der Arbeitgeberverband nicht den unglaublichen Versuch gemacht hätte, auf Kosten der Lebenshaltung der Arbeiterschaft tonfurrenzfähig" zu bleiben. Die Arbeitgeber ließen es zum Streif fommen, weil sie angeblich die Löhne nicht zahlen könnten, sonst blieben sie nicht mehr fonfurrenzfähig mit den Nachbarorten. Was aber soll man zu der Konkurrenzfähigkeit" fagen? Seit mehreren Jahren wird doch in Apolda, wie fast überall in der Jrdustrie, jeder Handel abgeschlossen ohne jede Rücksicht auf eine Konkurrenz. Wer fragt denn heute nach der Konkurrenz? Die Käufer, besonders die des Auslandes, sind froh, wenn sie die Ware, und gerade Textilmare, überhaupt bekommen. Es kommt bei ihnen z. B. bei dem Kauf eines Jacketts leider auf einige hundert Mart gar nicht an. Und der Verkäufer, der Erzeuger denkt: Kauft dir jener die Ware nicht zu dem geforderten Preis ab, dann tut es eben ein anderer. Eo und nicht anders ist es. Das Märchen von der Konfurrenzfähigkeit" verbirgt nur schlecht die Absicht, durch niederhaltung der Löhne die Gewinne zu erhöhen. In Weimar wurde die Arbeit gestern wieder aufgenommen. Die Lohnfäße betragen für die erfte Oftoberhälfte für Arbeiter über 20 Jahre 85 M., für Arbeiterinnen 72,25 M., für die zweite Hälfte 102 b3m. 86,70 M., für Facharbeiter 108,80 m., im Afforddurch schnitt 115,60 m. Die Arbeit auf dem Krupp- Gruson- Wert in Magdeburg ist gestern wieder aufgenommen worden, mit Ausnahme der Eisengießerei, wo sie aus technischen Gründen erst heute wieder aufgenommen werden kann. Sämtliche Betriebs- und Bertrauensleute sowie Funktionäre der Fachgruppe Metallindustrie haben Sonnabend abend 6 Uhr in Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstraße, im Gartensaal, Versammlung. Lage in der Metallindustrie. Berantwortlich für den redakt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Lindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage. Th. Gloce, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: MARKE ER LAMANDY Die Weltmarke Salamander verbürgi: gute Rohstoffe, schönes Aussehen, ausgezeichnete Passform, beste Verarbeitung, deshalb Tragt Salamander Sliefel Nr. 498 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Sonderbesteuerung des Prozentums. Die Schlemmerftener, ein Mittel zum sozialen Ausgleich. Sonnabend, 21. Oktober 1922. sozialen Aufgaben, die bisher bei der Finanznot Berlins nur in einem ganz unvollkommenen Rahmen gelöst werden konnten.§ 7 des Entwurfs, der voraussichtlich schon in der nächsten Woche der Stadtverordnetenversammlung zugehen wird, bestimmt:„ Das Aufkommen aus dieser Steuer ist zur Notversorgung der minder bemittelten Bevölkerung zu verwenden." Schon um dieses Swedes willen müßten die Arbeiterparteien, denen wirklich an einer Milderung der gegenwärtigen Not und nicht an ihrer Verschärfung gelegen ist, geschlossen für eine solche Steuer eintreten. Die Stadt erhält so die Möglichkeit, die gerade von uns immer wieder fatastrophe in dem größtmöglichen Rahmen durchzuführen. geforderte kommunale Selbsthilfe bei der gegenwärtigen TeuerungsRichard Lohmann. Straßenbahnen in Not. „ Wenn sich die Etadt Berlin mit einer solchen fleinbürgerlichen gehungen zu erzielen sein werden, ergibt folgender Ueberschlag: Steuer lächerlich machen will wir haben nichts dagegen." So Wenn in den 2000 eigentlichen Lurusgaststätten täglich nur je ein ungefähr ereiferte sich der kommunistische Stadtverordnete Gast eine Zeche macht, die den Normalbeirag um 2000 m. übersteigt, Dr. Rosenberg in der Sitzung der Finanzbeputation über die in so ergibt das 2000 mal 1000 M. Steuern, d. h. runde 2 millionen das ist der 20. Teil des Aussicht genommene„ Steuer auf den übermäßigen Berzehr in Gast. pro Tag oder 4 Milliarden im Jahr gesamten Berliner Etats. und Schankwirtschaften", die unter dem Namen der Schlemmer biefe Summen in großen Weinlofalen wie in so mancher Diele" Es ist aber anzunehmen, daß steuer" schon heute vor ihrer Einführung die populärste aller noch erheblich überschriften werden. Rann eine Stadt in Not, wie Steuern sein dürfte. Die Gründe, die hier zur Einheitsfront zwischen Berlin, auf eine solche Einnahmemöglichkeit verzichten, selbst wenn fommunistischen Arbeitervertretern und Litörstuben- Gastwirte und Hotelbefizer über ihre" neue Belastung, über die besitzern geführt haben, liegen auf der Hand. Der Hauptwert technischen Schwierigkeiten der Durchführung in der gesamten ihnen der neuen Stetter liegt auf psychologischem, moralischem Gebiete. dienstbaren tapitalistischen Presse dagegen Sturm laufen? Rann Die Verkehrsunternehmen vor dem Zusammenbruch? Wenn irgend etwas die Erbitterung in diesen Zeiten der Not bis ein sozial Dentender es verantworten, eine solche Steuer unausgenutzt zu lassen, wenn die Steuerkraft der Lohn- und Gehalts- Wegen der andauernden Verschlechterung der Wirtschaftslage zur Empörung steigern kann. so ist es das Prozentum, das sich in empfänger bis zur alleräußersten Grenze ange aller deutschen Verkehrsunternehmungen und der immer näher rückenden modernen Lurusgaststätten, in Dielen und Bars breit macht spannt wird? den Gefahr eines völligen Zusammenbruchs besonders des Straßen. und hier für Schlemmereien das Geld zum Fenster hinauswirft, während Tausende und aber Tausende nicht wissen, wo sie das Geld Die Steuer wird den Etat der Stadt Berlin nicht unmittelbar, Straßenbahnen, Kleinbahnen. und Privateisen. bahnwesens hatte der Vorstand des Vereins Deutscher zu trockenem Brot hernehmen sollen. Die Unterbindung dieses aber mittelbar sehr start entlasten. Sie soll als ausgesprochene Treibens stößt in der jetzigen Wirtschaftsordnung auf die größten 3 wedsteuer eingeführt werden, und zwar gerade für diejenigen rufen, die gestern in Berlin stattfand. Die Leiter kommunaler und bahnen eine außerordentliche Hauptversammlung einbeWiderstände; um so leichter aber ist es, auf dem Umweg über eine fräftig zupackende Steuer große Teile des Geldes, das sonst, verschwendet wird, der Notversorgung der minderbemittelten Bevölke rung dienstbar zu machen. Und die breitesten Schichten des Volkes würden eine solche Maßnahme mit Befriedigung, mit einem Gefühl der Erleichterung begrüßen. Das ist es aber gerade, was die Steuer den Kommunisten so außerordentlich unbequem macht. Diese politische" Wirkung, wie sie der Vertreter der Kommunisten mit erfreulicher Offenherzigkeit nannte, paßt so gar nicht zu den politischen Absichten derer, die mit der wachsenden Berelendung und Erbitte. rung ihre Parteigeschäfte fördern möchten. Die Notwendigkeit der Steuer. Die Steuer wird jedoch kommen. Und sie muß fommen. Die Städte, deren Finanzfraft bis zum Brechen angespannt ist, fönnen auf eine folche neue Quelle schon aus rein finanziellen Gründen nicht verzichten. Und all die Schwierigkeiten, die zweifellos vorhanden sind, technische und menschlich- böswillige, müssen überwunden werden. Die Steuer ist bekanntlich so gedacht, daß allmonatlich ein Höchstbetrag für„ normalen" Verzehr in Gastwirtschaften festgesetzt wird, abgestuft natürlich nach dem Charakter der Wirtschaften und der Art der Getränke und Speisen. Von dem überschießenden Befrag sind dann 50 Proz.„ Schlemmersteuer" zu entrichten, für die vom Kellner sofort Steuermarken auf die pflichtmäßig einzuführende Rechnung geklebt werden. Ein sehr einfaches Verfahren, bas natürlich tausend Umgehungsmöglichkeiten bietet menn einer sparen will. Aber darauf kommt es ja am allerwenigften an, daß biejenigen erfaßt merden, die noch so weit mit ihrem Gelde rechnen, daß sie lieber die Unbequemlichkeit des Lofalwechsels in Kauf nehmen, als die hohe Steuer zu entrichten. Es bleiben doch in Berlin allabend lich noch Tausende, die sich den Teufel um das bißchen Papier" scheren und ihren gewohnten Lurus und die Ruhe ihres Schlemmer febens dadurch nicht im geringsten stören lassen. Sie können und fie follen erfaht werden. Gegen böswillige Steuerhinterziehungen wird eine häufige unauffällige kontrolle der in Betracht kommen Den Lokale in Verbindung mit der zehnfachen Steuerstrafe einigen Schuß bieten. Die meisten Gastwirtschaften werden von der Steuer überhaupt nicht betroffen werden. Wir haben in Berlin rund 20 000 Schantstätten, von denen nach oberflächlicher Schäßung neun Zehntel felten oder nie Gäste beherbergen, die meit über" normale" Berhältnisse hinaus zu schlemmen pflegen. Das steuertechnisch ein fachste Mittel wäre es ja, die Lurusgaststätten besonders zu fennzeichnen und in ihnen jeden Berzehr mit einer prozentualen Steuer zu belegen, wie dies beispielsweise in Brag mit bestem Erfolge durchgeführt ist. Leider steht diesem Wege in Deutschland das 11msatzsteuergesetz entgegen. So bleibt hier nur der oben gefennzeichnete andere, etwas schwierigere Weg übrig. Das sichere Erträgnis. Welche enormen Summen aber auch hier bei aller vor fichtigen Schäzung und bei aller Rücksicht auf die möglichen Um39] Sachawachiat der Estimo. Bon Ejnar Mittelsen. Lange saßen fie schweigend; Sachawachiat stand am Scheidewege, Haß und Freundschaft kämpften in ihm. Wäre der schwarze Soe nicht in sein Leben getreten, würde er auf gebrochen sein, ohne sich nur eine Minute zu bedenken- aber jetzt-? " Du sollst dafür bekommen, was du willst," lockte ihn James Smith, aber Sachawachiaf unterbrach ihn furz:" Tue ich es, geschieht es deinetwegen, aus Freundschaft zu dir, nicht um Bezahlung," und dann schwieg er wieder. James Smith begriff, daß er einen Fehler gemacht hatte. Dann tue es um unferer Freundschaft willen. Sachawachiat, ich und alle anderen, wir werden stets deine Freunde fein." " | Wie wird das Sonntagswetter? NW W SW N.. NO SO GU Sturm Regen und eranderlich Schön Wind Gewitter 30 30 20 20 3020 100. $ 10 10 10 ㅇㅎ 0 privater Verkehrsunternehmen beteiligten sich in großer Zahl; vertreten waren auch das Reichsverkehrsministerium, das Reichsfinanzministerium, das Reichsarbeitsministerium, das preußische Handelsministerium, verschiedene Ministerien von Baden, Hessen, Braunschweig, Oldenburg. Medlenburg. das Reichstohlenfommissariat, die Eisenbahndirektion Berlin, der Deutsche Städtetag, der Berliner Magiftrat, das Berliner Polizeipräsidium, mehrere Verbände des Verfehrsgewerbes, der Technik und der Industrie. Der Verbandsvorsitzende, Generaldireitor a. D. Dr. Wussow, betonte einleitend, diese Tagung sei feine leere Demonstration, sondern die Not habe die Teilnehmer zusammengeführt. Als Vertreter des Magistrats mies Bürgermeister Ritter darauf hin, wie sehr Berlin an den hier zu erörternden Fragen interessiert ist. In einem ersten Referat entwarf dann Dr. Wussow ein Bild der Notlage der Verkehrsunternehmen. Sie leiben noch stärker als andere Betriebe unter der Steigerung aller Ausnaben, fönnen aber weniger leicht als andere ihre Einnahme durch Mehrforderungen steigern. Gegenüber der Zeit vor dem Kriege haben fich erhöht die Ausgaben durchschnittlich um das Bierhundertfache, aber die Einnahmen durchschnittlich nur auf das Hundertundfünfzigfache. Sechzehn Straßenbahnen und drei Kleinbahnen mußten bereits ganz still gelegt werden, andere haben den Betrieb nur noch zum Teil aufrecht erhalten können, zu weiteren Einschränkungen wird es in den nächsten Wochen fommen. Borschläge zur Abhilfe Am Anfang dieser Woche drang aus dem Innern Rußlands vom nördlichen Eismeer über Lappland und Finnland ein umfangreiches Tiefdruckgebiet ein, vor dem das auf dem westeuropäischen Fest- wurden in den folgenden Referaten gemacht. Vereinsdirektor Proland befindliche Hoch nach Norden zurückwich In Deutschland feffor Helm referierte über die Preispolitik der Industrie. fanden demgemäß zunächst an der östlichen Ostseeküste in der Die Materialien für Bahnbau und Wagenerneuerung zeigen Nacht zum Montag Regenfälle statt, die sich in der Folgezeit öfter Steigerungen auf das Sechshundertfache, Achtwiederholten und langsam weiter nach Westen und Süden fort- hundertfache, Tausendfache. Die Kartelle belasten heute, pflanzten. Dazwischen aber nahm die Bewölkung meistens rasch das hob der Referent scharf hervor, die Berbraucher mit unerträgwieder ab. Bei mäßigen nördlichen Winden blieb es auch in den lichen Teuerungspreisen. Dringend sei in dieser Notzeit eine MitTagesstunden verhältnismäßig kühl. Nur im Rheingebiet dauerte die trockene Witterung ununterbrochen fort. In Frankfurt a. M. wirkung der Verbraucher bei den Preisfestlegungen zu wünschen. stieg das Thermometer am Dienstag mittag bis auf 16 Grad Celsius. In der Diskussion wurde auch über die Stromtosten geflagt, Seit Mittwoch hörten die Niederschläge in der ganzen nördlichen deren Höhe nur zum Teil durch die Kohlenpreise gerechtfertigt Hälfte Deutschlands auf. während sie in Mittel- und Süddeutsch- werde. Man sprach geradezu von Ausbeutung der Berkehrsland in geringer Stärke noch anhielten. Das nördliche Hochdruck- unternehmen durch die Elektrizitätsunternehmen. Die Stromprcise gebiet hatte an Ausdehnung und Höhe noch gewonnen, zerfiel maren früher mit 14 bis 18 Proz. an den Gesamtausgaben beteiligt, aber am Freitag in zwei Teile, von denen der eine nach Nordost- heute sind es 25 bis 30 Broz. Beschlossen wurde, mit den führenden deutschland gelangte und jetzt langsam aber unter Vorfachung Berbänden der Elektrizitätsindustrie wegen einer Strompreisermäßi südwärts weiterzuziehen scheint, während gleichzeitig ein in Nordostfrankreich entstandenes Teiltief in nördlicher Richtung fort- gung zu verhandeln. Generaldirektor Dräger wandte sich in schreiten dürfe. Bei uns hat sich demgemäß der Wind nach Süd- feinem Referat über Arbeitszeitpolitit gegen den Achtost gedreht. Das Wetter wird am Sonnabend und Sonn- stundentag, den er nicht auch im Berkehrswesen systematisch durchtag voraussichtlich trocken und noch überwiegend geführt sehen möchte. Bon den Schaffnern fagte er( wohl weil er heiter bleiben, aber etwa von Sonntag nachmittag ihre Arbeit nicht tennt), daß sie nicht ihre volle Arbeitstraft einzus ab dürfte die Bewölkung zunehmen. Dabei ist in der Nacht zu Sonntag nochmals an vielen Stellen, egen brauchen; er wies hierzu auf ihre Arbeitspausen hin. Dräger besonders in der Außenstadt und ihrer weiteren tadelte auch die Lohn- und Gehaltspolitik des Reiches. Umgebung leichterer Frost zu befürchten, während die mit ihren rückwärts wirkenden Festsetzungen ruinös für die die Mittagstemperatur an beiden Tagen etwas höher Privatbetriebe sei. In der Diskussion wurden die Ausführungen des als in letzter Zeit emporsteigen dürfte. Referenten von mehreren Rednern unterstützt. Vereinsdirektor Brosammen. Wohl dachten sie an ihre erste Begegnung, damals,| Männer, die nicht wollten, daß die Anstrengungen des Eskials sie, von dem schwarzen Joe aufgefordert, auf ihn schossen, mos zuschanden wurden; sie antworteten zurück:„ Der Zollund die Weißen schämten sich; aber Sachawachiat fchwieg. dampfer Corwin" geht von Unalasta ab, und wenn es das Warum das wieder aufwühlen, was vergessen sein sollte? Er Eis gestattet, läuft er St. Michaels um Nahrungsmittel und hatte sich entschlossen, zu helfen, wo Hilfe nötig war, ob die Medizin an. Von dort dringt er so weit, wie es wegen des Bedürftigen nun Weiße oder Eingeborene waren. Eises möglich ist, vor, und wenn ein Vorwärtskommen zu Schiff unmöglich wird, geht es in Booten nach Norden. Bittet den Eskimo, daß er wartet, Kapitän Hobson will ihn als Lotfen gebrauchen." ge= Er übergab seine Briefe, und zwei Tage später gingen zehn Schlitten mit Medizin, Gemüse und so viel Nahrungsmittel, wie nur möglich, nach Norden ab, als vorläufige Hilfe; aber am selben Tage fuhr Sachawachiat mit dem Schlitten 3wei und einen halben Monat später sah die Besazung über den Kotzebuesund, während Douglamana und das Kind auf der Walfischfängerflotte eine Reihe Boote, die sich im be: ihrer Familie zurückblieben, denn nun mußte scharf und Landwasser nach Norden vorwärts arbeitete. Am Bug des schnell gereist werden. wenn die Botschaft zur Zeit in das ersten, einer Dampfbartasse, stand ein Eskimo, er nichte nach Land der Weißen tommen sollte. vorn und hielt die Beine leicht gespreizt, um fester zu stehen, Mit sechs Schlitten im Gefolge, fuhr er ins Weite, vom menn die Dampfbartasse gegen das Eis stieß, aber ständig Lande fort und verschwand. Aber drei Tage später bot sich nichte er vorwärts! fchneller noch! und mit äußerster den Estimos an der Südlüfte des Rogzebuefund ein feltener Straft schnitt das kleine Fahrzeug am Landeis entlang, in " Die Versprechen der Weißen sind nicht gut," antwortete Anblick: ein Schlittenzug, der vom Norden zu ihnen über das das offene Waffer zwischen dem Treibeis. Jezt hob er die Sachawachiaf kurz, dich kenne ich und viele von den anderen, Eis fam. Es war ein halsbrecherisches Unternehmen, eine Hand hoch, die Maschine hielt an: So, Hobson, besorge ich glaube, ihr werdet halten, was ihr versprecht; aber auf tollkühne Tat, aber man hatte einen Umweg vermieden und du das lebrige, wir find angelangt!" Weiße verlasse ich mich sonst nicht mehr, ich habe gelernt, was Beit gespart. Sachawachiak hatte den Versuch gewagt, und er Jekt tam die Hilfe, von Sachawachiat herbeigeholt. An ihre Versprechen wert sind." war gelungen. die fünfzig Mann waren in der Zwischenzeit gestorben, aber Die Weizen fentten die Köpfe: das war nur allzu richtig, Die besten Hunde por drei der Schlitten gespannt, steuerte der größte Teil der Befagung fonnte gerettet werden und der„ Manflower"-Rapitän liekt verzweifelt den Kopf er landeinwärts auf Bort Clarence 3. Da traf er mehrere rettet von Sachawachial, dem Weißenhasser. auf seine Arme finten und ftöhnte laut:" Ach Gott, ach Gott, weiße Männer, die die Briefe von den Brüdern aus dem Von Lohn wollte er nichts hören, nicht einmal von Dank. wir müssen alle sterben." Aber diefer verzweifelte Ausbruch Norden lafen und verwundert auf den hohen, schlanken Er drückte James Smith, der jeht auch an Storbut ertranft trieb Sachawachiak zum Entschluß. Er schlug auf den Tisch: Eskimo saben, der allem getroßt, der das Unmögliche möglich war, die Hand, als er ihn an Bord der Narwhale" traf. Sprecht nicht von eurem Gott, ich habe einmal an ihn ge- gemacht, Botschaft und Briefe so tief im Süden, zehn Tage, Du halfit mir damals, als ich in der Klemme faß, nun habe glaubt, aber habe entdeckt, daß er der Schlimmste von allen nachdem er sie in Icn Cape bekommen hatte, abzuliefern. ich dir wiedergeholfen. Du gehst nach Süden, ich nach Norden, Weißen ist nun wohl, ich will tun, was ihr wollt, wenn Aber er bar noch nicht am 3iel; nachdem er sich eine aber triffst du den schwarzen Joe, so fage ihm, wenn er hierher cuer Gott euch nicht helfen kann, will ich es!" Nacht ausgeruht und Aufenthalt in dem Hause des weißen ins Land fäme, schlüge ich ihn tot!" Den nächsten Tag fuhr er fort, nach Süden, den Weg, Mannes genommen, wo er wie ein Freund betragtet wurde, Das Jahr darauf fam Sachawachiat nach Stuwuf und den er jüngst gekommen war, von Douglamana, ihrem Kinde fauste er, von den besten Wünschen begleitet, über Land nach ließ sich dort nieder, aber er blieb nicht lange. Er sehnte fich und einem jungen Estimo gefolgt. Süden weiter und fam nach der großen Norton- Bucht. nach dem freien, ungebundenen Leben, das die Estimos früher Er hatte die besten Hunde, die man in Jen Cape auf- Wieder ging es über das Eis in jagender, faufender geführt hatten, bevor die Weißen tamen es ging ihm gut, treiben konnte, und den besten Schlitten; etwas Fleisch hatte Fahrt, und zwanzig Tage, nachdem Sachawachiat James aber er konnte doch nicht recht gedeihen, wo Meike wohnen. er auch mit, aber nur für den Bedarf einiger Tage, den Rest Smith Hilfe in die hand gelobt hatte, ftand er im Haufe des Bon Religion wollte er nicht mehr spre hen hören. Er fon ließ er zurück. Leicht mußte er reisen, schnell mußte der Sheriffs von St. Michael, vierhundert Meilen von Icy Cape derte sich mehr und mehr ab, und in einem Sommer als die Schlitten fahren, wenn die Hilfe zur Zeit fommen follte. entfernt, und erzählte von der Not da oben. Walfifchfängerflotte in Numut vor Anter ging, und James " " Essen bekam er schon noch unterwegs, man fonnte überall Der Telegraph besorgte das übrige; er tidte eine Botschaft Smith fich beeilte, an Land zu fommen, um seinen Freund jagen. Und von den innigsten Wünschen der Weißen begleitet, nach Süden, nach St. Francisco:„ Ein Eskimo ist aus Icy zu begrüßen, fand er den Jalu leer. Sachawachiat und Dou 30g er fort, um denen Hilfe zu bringen, die er am meisten Cape nach einer wahnsinnig raschen Reise angefommen; er alamana waren fort, nach Often gereift, an Orte, wo sie in haßte. Fringt die Nachricht, daß die Walfischfängerflotte im Eife fest- Frieden leben und ihre Jungen zu tüchtigen Fängern erziehen Er erreichte Point Hope nach einer übertrieben schnellen figt. Fünfhundert Mann hungern und sind von Storbut an- fonnten, ohne die Entfittlichung zu fürchten, die den Spuren Reise und fam nun mit den dort wohnenden Weißen, als gegriffen, sie werden sterben, wenn feine Hilfe kommt." der Weißen zu folgen pflegt. Freund und Erretter der fünfhundert Mann in Icy Cape, zu Am anderen Ende des Drahtes saßen entschlossene ( Fortsetzung folgt.)* feffor Helm sprach über Steuergeseßgebung und verlangte Befreiung der Berkehrsunternehmen von der Kohlensteuer. Die Versammelten stimmten zu. Direktor Stein Hamburg erörterte die Tarifpolitik der Reichsbahnen und flagte über schädigende Konkurrenz. Die Tarife der Reichsbahnen müßten der tatsächlichen Geldentwertung völlig angepaßt werden, was noch lange nicht erreicht sei. Auch diese Forderung fand den Beifall der Bersammlung. 112. Abt. Rahnsdorf. 8 Uhr in Wilhelmshagen, Moltke, Ede Vittoriaſtraße ( Reft. Möhl), Mitgliederversammlung der vereinigten Partei. Wichtige Tagesordnung. Jungfozialisten. Gruppe Friedrichshain: 7 Uhr in der Schule Straßmannftraße 6, Bortrag des Genossen Dr. Witte: Der Aufbau des Schulwesens". Gäste willkommen. Morgen, Sonntag, den 22. Oktober: Drbner der Proletarischen Feierstunden. Die Droner treffen fich früh 8 Uhr an der bekannten Stelle. Erscheinen allez notwendig. . ( Mühlhofer- Abend) am 4. November, Preis 10 M., find von der Raffiererin Genoffin Jerman, Brandenburgische Str. 5, 3 Treppen, bis spätestens Freitag, den 27. Oktober, abzuholen. Nach allen Referaten wurde in der Aussprache immer wieder betont, daß infolge des Mißverhältnisses zwischen Ein- 82. t. Steglig. Bildungsausschuß. Die Karten für den Bolkskunstabend nahmen und Ausgaben die Straßenbahnbetriebe eingeschränkt und Angestellte entlassen werden müssen. Die Stillegung von Straßenbahnbetrieben müsse für die Bevölkerung der Groß- und Industriestädte schließlich zu einer Katastrophe werden. Der Mord im Kuhstall aufgeklärt. Der Täler aber noch nicht verhaftet. Zu dem Kapitalverbrechen, dem in Hoppegarten bei tüncheberg 72 Die Generalversammlung des Vereins Arbeiter- Jugend Groß- Berfin findet morgen, Sonntag, den 22. Oktober, vormittags 9 Uhr, in der Aula des Sophien304., Gemeinde- u. Staatsarbeiter- Berb. Wirtschafts Eine Lücke in der Devisenregelung. Die gestrige heftige Steigerung der Devisenkurse wird selbstverständlich auch wieder von einzelnen Blättern ausgenügt, um gegen die Devisenverordnung zu polemisieren. Wir haben schon seinerzeit darauf hingewiesen, daß die Verordnung lediglich ein Teil von Maßnahmen ist, die gegen den Sturz der Mart getroffen werden müssen. Bis jetzt aber hat sich die Regierung nur dazu bereit finden fönnen, die Herausgabe von Goldschatzwechseln anzukündigen, und man hört noch immer nichts von weiteren Schritten, die unabweisbar notwendig werden. Es ist höchste Zeit, daß hier mehr ge= schieht. Insbesondere muß die Stübungsaktion für die Mart mit größter Beschleunigung eingeleitet werden. Erst dann fann man erwarten, daß die Kurstreiberei einigermaßen eingeschränkt wird. Uebrigens eine des Opfer fiel, wird gemeldet, bag es ber striminalpolizet jegt gelungen AEG., AG. usw., Oberschöneweide! Desenhandels betämpfen, lehon deshalb teinen Anlaß, die neue ist, die Person des Täters festzustellen. ſtatt: Versammlungen Für die Mitglieder und Anhänger der Vereinigten Sozialdemo- Martfatastrophe für sich auszunuben, weil sie zugeben müssen, daß fratischen Bartei in den genannten Organisationen und Betrieben die Kurssteigerung des Dollars auf 3600 in erster Linie durch die Notierungen der Mart im Auslande herbeigeführt worden finden folgende ist. Ein anderes wichtiges Moment wird aber geltend gemacht, daß der Regierung zu denken geben sollte. Es wird nämlich festgestellt, daß fast gar keine Devisen angeboten werden. Wer fremde Zahlungsmittel früher gehamstert hat, hält sie jetzt erst recht fest, anstatt fie der Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen. Es ermeist sich also als ein schwerer Fehler, daß die Devisenverordnung fein Recht der Beschlagnahme folcher Devisenbestände durch das Reich enthält, die lediglich zu Zweden der Werterhaltung oder der Hamsterei erworben worden sind. Das Devisengesetz, das jetzt bald herauskommen muß, wird diese Lücke ausfüllen müssen. Sonst besteht keine Aussicht, in Zeiten der Anspannung des Devisenmarktes gerade Unternehmungen, vornehmlich der Exportindustrien, die über größere Devisenbestände verfügen müssen, zu Die Bermutung, daß man es mit Ausländern zu tun habe, hat sich bestätigt. Der Mörder und seine Begleiter find Ungarn. Sie find von Köln a. Rh. hierher gekommen. Dort trafen sie sich, als fie fich für die französische Fremden legion anwerben ließen. Der Mörder gab sich den beiden anderen jungen Männern namens 3inna und Müller für einen 22jährigen aus Arad Gemeinde- und Staatsarbeiter. Montag, den 23. Oktober, gebürtigen Bela Berbeln aus. Sie wurden bei der Untersuchung 7 Uhr, in Boeters Festsälen, Weberstraße. Referent Dr. Herz, in Köln für tauglich befunden und für die Fremdenlegion angenom Benor es jedoch zur Abreise fam, befannen sie sich eines anderen. Die Behandlung war ihnen schon in Köln zu streng und so entschlossen sie sich auf Beranlassung Berbelns, auf Wanderschaft zu gehen. Am 7. Oftober famen sie nach Düsseldorf und von bort aus teils mit der Eisenbahn, teils zu Fuß am 10. Oftober nach Berlin. Unterwegs erfuhren Zinna und Müller, daß der angebliche Berbeln ein Landsmann namens Ferenen Meiner ist. Diefer diente in Ungarn bei der Roten Armee, fand dann aber nach der men. Umwälzung Eingang in die Weiße Garde. Ais hier ruchbar wurde, daß er der Roten Armee angehört hatte, sollte er verhaftet werden. Um sich seiner Festnahme zu entziehen, stahl er ein Motorrad und fuhr darauf nach Holland. Dort verkaufte er das Rad und kam über die Grenze zurück nach Deutschland. Meiner benutte feine Stellung in Hoppegarten dazu, feinen Arbeitgeber im Ruhstall zu crmorden und zu berauben. Der Raubmörder, der sich vermutlich noch in Berlin aufhält oder hierher zurüdfehren wird, ist 1,82 oder 1,84 Meter groß und schlank, hat dunkle Hautfarbe, auffallend idywarze Augen und schwarzes Haar und gute Zähne und spricht nur gebrochen Deutsch. Angaben, die zu feiner Ermittlung dienen fönnen, nimmt Kriminalkommissar Dr. Riemann im Berliner Bolizeipräsidium entgegen. Stadtrat. 382. Dienstag, den 24. Oftober, 71 Uhr, in den Kammerfälen( gr. Saal), Teltower Str. 1. Referenten: Karl Giebel, M. d. R., Dr. Paul Herh, M. d. R. AEG., NAG. usw. Dienstag, den 24. Oktober, 3 Uhr, Schulaula Fritschestraße. Referent: Nikolaus Offerroth, M. d. L. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die wirtschaftliche Lage und die Aufgaben veranlassen, ihrerseits bei der Stügung der Mart mitzuwirken. der Vereinigten Sozialdemokratie Eintritt gegen Borzeigen des Mitgliedsbuches der USPD. und Anhänger der vereinigten Partei find willkommen und können durch Kollegen eingeführt werden. Bezirksverband der Vereinigten Sozialdemokratie. J. A. Reinknecht, Holz. SPD. Gymnasiums, Beinmeisterftr. 16/17, ftatt. Alle erwachsenen Mitarbeiter werden gebeten, die Mandate von der zuständigen Parteiabteilung unterstempeln zu faffen. Ohne Ausweis fein Zutritt. Tagesordnung: 1. Der Stand unferer Bewegung. 2. Neuregelung der Beiträge. 3. Die Arbeiterjugendbewegung und die feguelle Frage. 4. Rinofchund und Schundliteratur und die Arbeiterjugend. bewegung. 5. Anträge. 6. Verschiedenes. Jugendveranstaltungen. Ein mildes Urteil für Kartoffelwucher. Warum die Kartoffeln so teuer sind, zeigte wieder einmal eine Gerichtsverhandlung. Der Kaufmann Haate betätigte sich als Kartoffelaufläufer und hatte angeblich, weil die Bauern feine Speisefartoffeln abgeben wollten, 2500 3entner Saattartoffeln Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin. au getauft, die er an Großhändler weitergab. Er nahm nun aber statt des zulässigen Aufschlags von 5-6 Broz. einen folchen von Wilhelm- Gir. 69, bas 3. Stiftungsfest statt. Brogramm bestehend aus MännerNiederschönhausen. Seute abend findet in der Aula bes Lygeums, Ralfer 16 Proz. Bei einem seiner Abnehmer, dem Kaufmann Krug, be- ot, Jeftantprage, Resitationen u. d. I. Infoſtenbeitrag 6 M. Anfang 7 Uhr. schwerte sich ein Kunde über die Höhe des Preises und erstattete Anzeige. Daraufhin erhielten Haafe und Krug Strafbefehle über je Die Generalversammlung findet am Sonntag, den 22. Ottober, vormittags 10 000 Mart wegen Preistreiberei, wogegen sie Einspruch erhoben, 9 Uhr, in der Aula des Sophien- Gymnasiums, Beinmeisterftr. 16/17, statt. so daß jetzt das Buchergericht des Landgerichts III sich mit der Tagesordnung: 1. Der Stand unserer Bewegung. 2. Neuregelung der Beiträge. Sache zu befaffen hotte. Während Krug freigesprochen wurde, erlitt Die Arbeiterjugendbewegung und die feruelle Frage. 4. Rinofchund und Schundliteratur und die Arbeiterjugend. 5. Anträge. 6. Verschiedentes. der Aufläufer Ha a te einen bösen Reinfall. Es stellte sich nämlich Achtung, Delegiertel Die Mandate müssen von der Abteilung abgeheraus, daß er schon dreimal megen Preiswuchers stempelt werden. Ohne Stempel fein 8utritt. norbestraft ist. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Wochen Gefängnis und 30 000 Mart Geldstrafe. Auch wurde auf Einziehung des llebergewinnes erfannt, der bei den 2500 Zentnern nicht unerheblich ist. Krug wurde freigesprochen, weil nicht nachgewiesen werden konnte, daß er Saatfartoffeln zu einem höheren Preise verfauft habe, als wenn er sie als Speisefartoffeln verlauft hätte. Die bedrängte Bevölkerung wird nicht finden tönnen, daß das Wuchergericht des Landgerichts III mit 14 Tagen Gefängnis fonderlich scharf gegen den zum drittenmal rüdfällig gewordenen Täter vor. gegangen ist. In Süddeutschland geht man mit Bucherern ganz anders um. Auch sollte einem solchen Mann die Handelserlaubnis entzogen werden. Der Prozeß Wilhelm Herzogs gegen Siegfried Jacobsohn, der jest vor dem Schöffengericht Charlottenburg stattfinden sollte, ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Klage liegen Ans griffe Jacobsohns gegen den Kläger augrunde, insbesondere aber der Vorwurf, Herzog habe Arbeitergelder unterschlagen, eine Behauptung, die Jacobsohn auch aufrecht erhalten hatte, nachdem ein Untersuchungsausschuß des Bezirks Wasserkante" der früheren USBD. nach eingebender Prüfung des Materials bereits am 25 September 1920 die altlosigkeit dieses Vorwurfs festgestellt batte. Daraufhin strengte Herzog die Beleidis gungsflage an, die von Jacobsohn nunmehr mit einer Widerklage beantwortet wurde. Die unsichere Landstraße. In der vorbergangenen Nacht gegen 4 Uhr wurde der Landwirt Max Lindsted aus Marwig auf der Landstraße zwischen Schulzendorf und Tegel von vier Männern überfallen, als er mit seinem mit Gemüse beladenen Wagen nach Berlin fahren wollte. Sie banden ihm die Hände auf den Rücken und die Beine und warfen ihn in den Straßengraben. Dann bestiegen sie den Wagen und fuhren davon. Eine Streife der Schußpolizei, die gleich danach Lindsted auffand, befreite ben Mann von seinen Feffeln und nahm die Verfolgung der Straßenräuber auf. Als diese ihre Verfolgung bemerkten, ließen sie Pierde und Wagen im Stich und verschwanden im Walde. Milchpreise. Von Montag, den 23. Oftober 1922, beträgt der Preis für Bollmilch 70 m. je Liter, für Magermilch 26 m. je Liter. Der Preis ist für Kleinhandelsgeschäfte und Abmelkwirt. schaften( Molkereien) der gleiche. Die A und B- Karten werden mie bisher mit je% Liter, die C und D- Milchkarten sowie Starten für werdende Mütter( E- Karten) wie bisher mit je% Liter Bollmilch täglich beliefert. Groß- Berliner Parteinachrichten. Bezirksvorstand der BSPD. Heute abend 6 Uhr: Erste gemeinsame Sigung des Bezirksvorftandes im Jugendheim, Lindenstr. 3, 2. Hof, 3 Treppen. Die beiderseitigen Kreisvertreter sind zu der Sigung besonders eingeladen. Bezirkssekretariat. 1. Kreis Berlin- Mitte. 8um Lichtbildervortrag am Sonntag, den 22. Oftober, in der Urania, Toubenstr. 48/49, find noch Eintrittstarten an der Staffe zu haben. 10. Kreis Bankow. Sonntag, den 22. Oftober, vormittags 10% Uhr, Befichtt. gung Alt- Berlins, unter Führung des Genossen Dr. Schütte. Treffpunkt 10 Uhr am Roland, Märkisches Museum. Heute, Sonnabend, den 21. Oktober: Vorträge, Vereine und Versammlungen. Ronfum- Guoffenschaft Berlin und Umgegend, e. G. m. b. S. Am Donners tag, den 26. Oktober, abends 6% Uhr, in der Neuen Welt, Berlin, Safen beide 108/114, Generalversammlung. Eintritt nur für Mitglieder gegen Borzeigung der grünen Warenquittungstarte. Mieterverband Röpenid. Sonntag, den 22. Oftober, vormittags 9 Uhr, im Stadttheater, fleiner Gaal, 1. Mieterratsversammlung. Besprechung über das Umlageverfahren nach der Berliner Bekanntmachung zum Reichsmietengeſet. Cämtliche bisher gewählten Mieterräte und die neuen Mieterbeifizer sind hierzu eingeladen. Ohne Mietervollmat fein Zutritt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vorm. 11 Uhr im Rathaus, Rönigstraße, Bortrag des Herrn P. Rogal: Seimverlangen". Harmonium: Berceuse ( Godard). Gäste willkommen. dortselbst. Arbeitersport. Im übrigen ist es auch bezeichnend, daß nach der neuerlichen Steigerung der Devisenturse von der so oft beklagten Geldknapp heit nichts zu spüren ist, sondern daß zur Spefulation am Effektenmarkt riesige Mittel bereit stehen, die jetzt in die Sachwerte flüchten und die Kurse der Aktien in die Höhe treiben. Aus dieser Tatsache sollte die Steuergesetzgebung eine Lehre ziehen, indem sie auf eine verschärfte Heranziehung des Sachkapitals zu Steuerzweden hinarbeitet. Was aber vor allem not tut, das ist eine beschleunigte Aftion, um wirklich in den Devisenmarkt eingreifen zu können, und solche Rurssteigerungen wie die des geftrigen Tages aufzuhalten. Je länger die Regierung zögert, desto mehr macht sie sich mitschuldig, wenn die Balutaentwertung mit ihren fatastrophalen Folgen auf dem Warenmarkt und der rafend zunehmenden Berteuerung der wichtigsten Lebensmittel und Bedarfswaren fortschreitet. Ein Dollarkurs von 3600 muß der Regierung ein Sturmzeichen sein. Er muß ihr fagen, daß die bisherigen Maßnahmen noch nicht ausreichen. Denn daß sie auf dem richtigen Wege ist, geht schon daraus hervor, daß die deutsche Spekulation in Devisen zweifellos zurückgegangen ist. Run fommt es darauf an, der Kurstreiberei am Auslandsmarkt Widerstand entgegenzusehen, indem man wenigstens versucht zu verhindern, daß die deutschen Devisenkurse den ausländischen voraus eilen. Zeifungsinferate im Tegfgewande, das ihren bezahlten Charafter dem unfundigen Leser verhüllt, sind z. B. in der Wiener Breffe feit langem und jetzt besonders Mode. Infolge Brandmartung durch die Arbeiter Beitung" und dank dem neuen Breßgefeß, das dem deutschösterreichischen Journalistengefez ebenbürtig ist und das Kenntlichmachung bezahlter Reklamen vorschreibt, find jetzt die Herausgeber der betreffenden Blätter zu vielen Millionen Geldstrafe verurteilt wurden. 1 Dollar Devisenkurse. Berliner Taubstummen- Wanberverein. Am Sonntag, ben 22. Oktober, hof Alleganderplay früh 8 Uhr. Führerin Genoffin Frieda Done. Wanderung Wilhelmshagen- Krumme Lante- Rahnsdorf. Treffpunkt am Bahn: 1 holländischer Gulden Abt. Freie Taubstummen- Schwimmer. Jeden Dienstag, Uebungsabend in der Städt. Babe 1 argentinischer Papier- Beso. anstalt an der Schillingsbrüde. Beginn 7½ Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder 1 belgischer Frant 1 norwegische Krone Bezirkskartell, Kreis Tiergarten. Rartellsigung am Montag, ben 23. Oktober, abends 7% Uhr, bei Görig, Levegomstr. 19b. Erscheinen aller Delegierten un 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone bedingte Bflicht. Athletil- Sport- Club, e. B. Leichtathletik, Soden, Rubern. Männer, Frauen1 finnische Mart. und Jugendabteilung. Trainingstage: Manner Donnerstag abend 8-10, Frauen Dienstag abend 8-10, Jugendabteilung Dienstag abend 7-8% Uhr| 1 japanischer Yen in der Turnhalle Mühlenstr. 50. Waldlauftraining Sonntag vormittag. Ab 1 italienische Lire lauf 10 Uhr vom Fichte- Sportplag in Treptow. Geschäftsstelle E. Heinah, Neu- 1 Pfund Sterling töfn, Weifeftr. 9. Buschriften für die Hotenabteilung an A. Behrends, N. 87, Binzendorfer Str. 7. Wintersport- Erodenturfus. Am Montag, den 23., und Montag, ben 1 französischer Frant 80. Oftober, 8-10 Uhr, prattische Uebungen in der Turnhalle, Albrechtstr. 26. 1 brasilianischer Milreis ( Schneeschuhe mitbringen.) Fußballabteilung Fichte- Dft. Am fommenden Sonntag, nachmittag 3 Uhr, 1 Schweizer Frank. fhehen sich auf dem Sportplay Sohenschönhausen, Sommerstraße( Blaß von 1910), 1 spanischer Beseta Seutonia 10 I und Fichte- Oft I gegenüber. Borher 1.15 Uhr Teutonia 10 IIFichte- Oft II. Da beibe Mannschaften über gutes Spielermaterial verfügen, fo 100 österr. Stronen( abgeft.). wird der Arbeiterschaft der Besuch empfohlen. Fahrgelegenheiten 164 und 164a 1 tschechische Krone 1 ungarische Krone Artistenwettstrelt. Am Sonntag, den 22. Oftober, eröffnet der Arbeiter Athleten Bund feine Binterfaifon mit einem Bettstreit feiner Artiften- 1 bulgarischer Lewa. mitglieder. Bet den zahlreichen vorliegenden Meldungen wird das Kampfgericht, das in den Händen von Mitgliedern der Internationalen. Artiſtenloge liegt, eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen haben. Dieser Bettstreit soll der Prüfstein für den kommenden Winter fein, wo sich die Bundesgenossen allen proletarischen Organisationen zu ihren Beranstaltungen zur Verfügung stellen werden; deshalb ist es erwünscht, fich beizeiten mit den in Frage kommenden Organisationsleitungen in Berbindung zu fehen, bamit jeder Organisation Rechnung getragen werden kann. Der Wettstreit beginnt pünktlich 4 Uhr in Kliems Festfälen, Hasenheide. ab Aleganderplag. Lebensmittelpreise des Tages. Zufuhr: Fleisch ausreichend, Geschäft flan. Fische etwas stärker, Geschäft ziemlich rege. Obst und Gemüse reichlich, Geschäft flott Am Freitag galten in der Zentralmarkthalle folgende Kleinhandelspreise: Rindfleisch 160-190 M., ohne Knochen 200-220 M. Schweinefleisch 825-395 M. Kalbfleisch 160-240 M. Hammelfleisch 155-238 M. Schellfisch 48-75 M. Rindertalg 400-430 M. Rückenfett 500-535 M. Kabeljau 50-75 M. Seelachs 70 M. Grüne Heringe 50-60 M. in Eis: Aale 220 M Schiele 120-165 M. Zander 118--165 M. Plötzen 50 bis 75 M. Lebende Aale 255-278 M. Hechte 150 M. Karpfen 135-150 M. Eler 85-36 M. das Stück. Naturbutter 550-590 M. Margarine 320 bis 400 M. Schweineschmalz 500-550 M. Weißkohl 10-12 M. Wirsingkohl 10-14 M. Rotkohl 14 M. Blumenkohl 15-40 M. der Kopf. Mohrrüben Kürbis 5-6 M. Pfefferlinge 40-48 M. Zwiebeln 15 M. EBäpfel 13-22 M. Eẞbirnen 20-22 M. 1. bt. Die Einäscherung des Genossen Anton Kryzanowsky findet heute 1 Uhr 10-14 M. im Krematorium Gerichtstraße statt. Urbin 2. der gute Schuhputs TERPENTINOLWARE IN DOSEN MIT BANDEROLE Niedergelassen als 2535b LL. Manicistoffe 20. Oftober Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 19. Oftober Räufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 1381.58 1388.47 1246.85 1253.15 1276.80 1288.20 1147.10 1152.90 244.38 245.62 219.45 220.55 626.43 629.57 575.55 578.45 705.23 708.77 644 35 647.65 942.63 947.87 852.85 857.15 84.78 85.22 75.18 75.561/ 2 1715.70 1724.30 148.62 149.38 1531.16 1538.84 184.16 184.84 15760.50 15839.50 14264.25 14835.75 8551.10 8568.90 3192.- 3208.264.83 265.67 899.- 401.644.38 647.62 548.63 546.37 236.40 237.60 855.11 356.89 583.53 586.47 492.76 495.24 4.80% 4.84% 4.48 4.47 118.70 119.30 104.98 105.52 1.44 24.88 1.46 24.47 1.29 21.44 21.56 1.31 Dollars und englische Pfund mußten augeteilt werden, weil die Nachfrage das Angebot weit überstieg. 100 Bolenmart galten im freien Verkehr bis 32 m. 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Es folgte die erste Beratung des Antrages aller Parteien, mir uns auf den Antrag Marg geeinigt haben, so deshalb, weil nung bei uns finden werden. mit Ausnahme der Komm. und Dnat., Artifel 180 der Reichsver große Barteien dieses Hauses es für notwendig hielten, daß sich eine fassung so zu ändern:„ Der von der Nationalversammlung ge- größtmögliche Mehrheit des Hauses auf einen gemeinsamen Antrag stellt fest, daß er feine Beschuldigung gegen irgendeine Partei erwählte Reichspräsident führt sein Amt bis zum 30. Juni 1925. Die einige. Seit der Reit, da alle Parteien dieses Hauses der Auffassung hoben hat; er habe es aber für notwendig gehalten, darauf hinzuDeutschnationalen beantragen, die Wahl am 3. Dezember d. J. vor waren, daß die Wahl bald vorgenommen werden muß, hat sich weisen, daß die Debatte so geführt werden muß, daß sie nicht neu? einiges in der Situation geändert, und die Rüdwirkung, die Abg. Mary( 3.) begründet den Antrag: Cine Berfassungsände- das auf die Stimmung der Bevölkerung gehabt hat, hat auch Erbigung im Bolte erzeugt. rung soll nur ausnahmsweise und aus zwingenden Gründen vor einige Beränderungen mit sich gebracht.( Sehr richtig! in der Mitte.) genommen werden. Wenn aber das Allgemeinwohl eine Aenderung Herrn Hergt find diefe Dinge offenbar gleichgültig, uns aber perlangt, darf man vor ihr nicht zurückschrecken. Die schweren wirt nicht.( Sehr gut! b. d. 5oz.) Hergt ist der lehte, der dem obersten Die Ausführungen des Herrn Präsidenten, die meine Person schaftlichen Berhältnisse sind dazu angetan, eine große Wahlerregung Bertreter des Reiches Borwürfe machen fann wegen der Mißerfolge, betreffen, sind nicht von der Reichsregierung veranlaßt, aber seien hervorzurufen. Der Wahlkampf um Personen fönnte Formen an- die fich in seiner Regierungsperiode ereignet haben.( Lebh. Beifall Sie sich über den Ernst der Situation durchaus flar. Die Nachnehmen, die dem Ansehen Deutschlands nicht dienlich wären. Der in der Mitte.) Ich weiß nicht, ob die Periode, in der Herr Hergt ridhten, die wir haben und das hat auch bereits einer der Berbisherige Reichspräsident hat es verstanden, in der Ausübung feines Minister war, eine Periode der Erfolge für das Deutsche Reich schwörer eingestanden zeigen, daß wir mit neuen politi2mtes fich vollkommen zu lösen von den durch seine politischen An- gewesen ist.( Sehr gutt b. d. Mehrheit.) Nicht einmal aus den Er- fchen Morden in Deutschland rechnen müssen.( Hört! hört! und schauungen gezogenen Grenzen, und das ganze Bolt zu vertreten. innerungen Wilhelms II. habe ich entnommen, daß das etwas ErDie Sympathien, die ihm diese Geschäftsführung eingetragen hat, folgreiches gewesen wäre. Hergt hat Männer an der Spike des große Bewegung im ganzen Haufe.) Ich stelle das lediglich fest. fönnen nicht geleugnet werden. Die von gewiffen Kreisen über ihn Reiches gewünscht, die nichts verfprechen, was sie nicht halten fönnen. Herr Hergt hat recht, man sollte es nicht glauben, daß dieser mit Absicht verbreiteten gemeinen und niederträchtigen Berleum Bielleicht blättert erat einmal nach, was von feinen Ber Bahnsinn des Gedankens in Deutschland nach dem Rathenau- Produngen sind im Laufe der Zeit verschwunden, ein Beweis für feine fprechungen alles in Erfüllung gegangen ist. Sie haben dem deut zeß noch einen Boden finden kann. Ich habe keinen Anlaß, hinter einwandfreie Amtsführung. Wir bürgerlichen Parteien legen Bert fchen Bolt versprochen, es werde fiegreich aus dem Kriege her dem Berge zu halten. Man meine Person betrifft, so steht sie Darauf, festzustellen, daß wir die Verlängerung der Amtszeit wün- vorgehen, weil die Amerikaner nicht schwimmen und fliegen tönnten. hier nicht zur Debatte. Die Herren rechts können glauben, daß es schen, weil wir unserer Bolitik den Charakter der Stetigkeit, Ge- Und mich schmerzt, in einer Debatte, die rein sachlich geführt werden fchloffenheit und Feftigteit geben wollen. Das ist die große, nationale Helfferich prophezeite, fann, den Reichspräsidenten, dem wir alle zu Dant verpflichtet Bedeutung unseres 2ntrages. Ich spreche die Zuversicht und die daß die Gegner die Kriegsfoften wie Retten hinter fich her schleppen find( Beifall), von Herrn Hergt in den Vordergrund gestellt zu Hoffnung aus, daß wir am Ende der Amtszeit des Präsidenten werden. Politiker, die folche Prophezeiungen auf dem Gewissen unfer Vaterland in einer befferen Lage erblicken werden als heute, haben, sollten nicht über die Zuverlässigkeit anderer reden. Herr fehen. Herr Hergt hat gesagt, der Reichspräsident habe die Einheitsund ich glaube, daß, wenn wir heute mit solcher Zuversicht in die Hergt hat weiter behauptet, in der Regierungszeit des Reichspräfi- front des deutschen Boltes verhindert. Das ist geeignet, Zukunft blicken, wir das immerhin der Amtsführung des Reichs denten fei Festigkeit nur im Nachgeben dagewesen. Ich glaube, werwiegende Befürchtungen zu erweden.( Sehr präsidenten in erster Linie mit zu verdanken haben. Dafür in dieser Zeit ist doch das, was uns überhaupt retten fann, gerettet richtig! in der Mitte.) Wir haben in nächster Zeit alles zu tun, darf ich namens meiner pofitischen Freunde und weiter Kreife des worden, nämlich die Einheit des Reiches.( Sehr richtig! b. d. um die persönliche Seite hinter die sachlichen Probleme zurücktreten deutschen Rolfes Soz.) Wenn es nach Ihnen( zu den Dnat.) gegangen wäre, wäre zu laffen. Ich habe die Politif, und gerade die Außenpolitik, ohne dem Reichspräsidenten den herzlichen Dank auch noch dieses Letzte dem deutschen Bolte genommen worden. Rücksicht auf die Parteien geführt. Ich war deshalb überrascht, ausdrücken.( Lebh. Beifall i. d. Mitte.) Herat hat auch von den Vorgängen in England gefprochen. Für daß heute die verschärfte Note angeschlagen worden ist, was auch Abg. Hergt( Dnat.): Wenn die Sozialdemokraten ihrer Sache Mitteleuropa fann die kommende Entwicklung in England nur dann Herr Stresemann bestätigt hat.( Ruf rechts: Der Feind steht ficher gewesen wären, hätten sie mit uns den 3. Dezember durch günstig fein, wenn die ganze Welt den Eindruck hat, daß fehen sollen. Es wäre ihnen dann möglich gemefen, mit uns zu die Deutschnationalen in Deutschland eine isolierte Kleine Minderheit rechts!) Wenn Sie wissen wollen, wie dieses Wort damals gelautet stimmen.( Lachen b. d. Soz.) Als das Gerücht auftauchte, in den find. Der Reichspräsident hat seit Jahr und Tag die Wahl ge- hat, dann lefen Sie das Stenogramm nach. Ich habe mich damals burg fei unser Kandidat, da fiel man um.( Lachen b. d. Soz.) Die wünscht, aber gerade ein Reichspräsident, wie Sie ihn verlangen, ausdrücklich gegen die Atmosphäre des Mordens gewandt und Berlängerung ist keineswegs fo bedeutungslos; denn die Neuwahl hat auch einige Rücksicht zu nehmen auf die Mehrheit des Boltes die rhetorische Frage aufgeworfen: Wo steht der Feind? und habe des Präsidenten findet erst statt, nachdem der neue Reichstag zu und fann nicht etwa aus irgendwelchen persönlichen Gründen eine tann gesagt: Da steht der Feind, der fein Gift in die Wunden des fammengetreten ist. Was da die Tätigkeit des Präsidenten bedeutet, ahl erzwingen. Der Redner geht dann auf die Behauptung eigenen Bolles träufeln läßt. Wo dieser Feind steht, darüber ist Hergts, die Sozialdemokratie habe Angst um die Wahl, ein und fein Zweifel. Dieser Feind steht rechts! Darf ich Sie( zu den sehen wir ja aus der Bergangenheit, wo sich die weist an der Hand deutschnationaler Aeußerungen nach, daß die Sarge um den Ausgang der Wahl auf der anderen Geite liege. Deutschnationalen) daran erinnern, daß in Ihrer Breffe geschrieben Herr Hergt hat viel von dem Mann der Tat gesprochen, der das worden ist, Rathenau sei deshalb zur Strecke gebracht worden, off führen muß, und es scheint fast fo, als meinte er damit weil er den Vertrag von Rapallo abgefchloffen hat? Hat es indenburg. Der Mann, der bei seinem 75. Geburtstag gefagt einen Wert, daß wir heute neuen persönlichen Kampf zu Beginn hat, daß es von 1806 bis 1812 nur fechs Jahre gedauert diefes Winters eröffnen, ber für das ganze deutsche Bolt furcht. hat, der wäre gerade der richtige, um Deutschland herrlichen Zeiten bar: Aussichten bietet? Beteiligen Sie( zu den Deutschnationalen) entgegenzuführen! Wir haben niemals Angst davor gehabt, daß in fich lieber an der fachlichen, ruhigen Erwägung dieser Borlage und Deutschland das Experiment des Marschalls Mac Mahon gemacht stehen Sie hinter uns, wenn es sich darum handelt, je de Gewaltmürde. Eine folche Beriode märe aber ficher fehr viel fürzer, als die des französischen Mac Mahon. Hergt hat sich auch als hüter tat in Deutschland abzuwehren. Vom ersten Tage meiner Amtsder Demokratie ausgegeben. Jemand, der bis zulegt das Drei führung an war ich von dem Haß der Ihnen naheftehenden Kreise laffenwahlsystem verteidigt hat, ift der lehte, uns Ber- verfolgt.( Sehr wahrl links und im Zentrum.) Hergt hat auch noch gesagt, daß über dem Staatsgerichtshof sich ein uns fallen, find riesenhaft. Ich habe auf dem Industrie- und lefungen über Demokratie zu halten.( Sehr richtig! in der Mitte.) Baterlandes ist übergroß. Die Schatten, die von außen auf Boltsgericht bemertbar machen wird. Ich möchte ihn bitten, etwas Handelstag die Parole ausgegeben: Das ganze Bolt soll es sein, vorsichtiger zu fein. Schon einmal ist ein Voltsgericht über wenn es sich darum handelt, den Kampf gegen Hunger und Elend feine Bartei niedergegangen, das ihn und seine Freunde nicht auf dem Plage gefunden hat. Und wenn wieder ein aufzunehmen. Und nun ist diese meine Einladung von Herrn Beltsgericht kommen sollte, dann wäre er wieder nicht da, aber ergt mit dieser gehäffigen Rede beantwortet worden!( Lebhafte das Bolt würde dann die Zeit hoffentlich anders und beffer Suftimmung links und in der Mitte. Zischen rechts.) ausnuten, als es das letzte Mal der Fall gewesen ist.( Beifall Präsident Löbe: Die Debatte ist durch das Eingreifen vom Res bei den S03.) gierungstisch wieder eröffnet. Tätigkeit Eberfs hinter den Kulissen abgespielt hat. Das deutfche Bolt will nicht wieder einen Bräs denten, der immer nur für feine Partei forgt( Entrüftungsrufe links und in der Mitte), es will einen Schrittmacher zur Einigung des deutschen Bolkes in chriftlichem und nationalem Geiste.( Unruhe und Gelächter fints.) Der Reichstag darf sich hier tein Recht anmaßen, das dem Wolfe gehört. Mir rechnen darauf, bah der Reichspräsident durch Amtsnieberlegung die Neuwahl erzwingt. Die geplante Berfassungsverlekung darf nicht ohne einen Bolfsentscheid geschehen. Für den Fall, daß der Antrag Marg angenommen wird, beantragen wir, die Berfündung dieses Ges fetes um zwei Monate auszufeten. Unter Lärm und Gelächter der Linken schließt Herat mit der Behauptung, die Deutschnationalen seien die wahren Demokraten. Auf ihrer Seite stehe das Boltsrecht. Reichskanzler Dr. Wirth: Die Not des Der Abg. Hergt hat bedauerlicherweise den Reichspräsidenten persönlich in die Debatte hineingezogen und behauptet, er habe stets nur für seine Bartei gesorgt. Die Richtigkeit dieser Behauptung bezweifle ich nicht nur, ich bestreite fie. Herr Herat hat damit den persönlichen Kampf wieder aufgenommen. Die Sozialdemotrafie hat zuerst und bis zuletzt auf die Neuwahl des Reichs präsidenten am 3. Dezember gedrungen. Ich begreife nicht, wie man in diesem Zusammenhang fagen fann, der Reichspräsident habe nur für feine Bartei gesorgt. Bahl aber begreife ich Shren( nachung, weil er dem Kanzler während seiner Rede wiederholte- fprochen, daß er meine persönlichen Angriffe bedauere.( Große Unrechts) Schmerz, wieder auf dem 3folierfemel au figen. Ihr Sprecher hat betont, mir wollen feine Koalition haben". Sehr richtig! Sie find aus diesen Kreifen ausgeschaltet, die etwas anderes fehen als ihre Partei intereffen. Bielleicht kommt der Tag, wo ich Ihnen in Ruhe sagen kann: Präsident Löbe ruft. den Abg. Koch- Düsseldorf( Dnat.) zur Ordapostel!" zugerufen hat. Dabei teilt der Präsident mit, daß im Reichstag besondere Schuhmaßnahmen für das Leben des Reichskanzlers getroffen werden mußten, weil man neuen Attentatsplänen gegen ihn auf die Spur gefommen sei. Das sei für die Parteien ein ernftes Mahnwort, fich größter Sachlichkeit zu befleißigen und persönliche Angriffe zu vermeiden.( Große Bewegung im ganzen Hause.) Abg. Dr. Stresemann( D. Bp.) weift gleichfalls die Behauptung Hergis, die Sozialdemokratie habe die Hinausschiebung der Wahl angeregt, zurück und fragt Hergt, ob er nichts von der fatastropha len wirtschaftlichen Entwicklung wiffe, die uns zur Zusammenfassung aller. Kräfte zwingt, um die Eristenz des Deutschen Reichs zu sichern. Diese Zeit ist nicht angetan zu einem leidenschaftlich erregten Wahl fampf. Durch den Präsidentenwahlkampf würde Abg. Hergt( Dnatl.): Der Neichskanzler hat wiederholt ausge ruhe auf der äußersten Linken. Präsident Löbe ersucht wiederholt, die parlamentarische Ordnung innezuhalten.) Ich bin mir bewußt, vollkommen fachlich gewefen zu fein. Ich habe nur einen unpar teiischen Reichspräsidenten gefordert und nachzuweisen versucht, daß der gegenwärtige Bräsident an die Sozialdemokratische Bartei ge= feifelt ist und nur als Barteimann handeln kann. Hätte der Kanzler recht, dann wäre hier überhaupt keine fachliche Kritik möglich. Deshalb ftelle ich fest, daß der Sinn der Ausführungen des Kanzlers darauf hinausläuft, parlamentarische Rechte einzu fchränken. ich die Deutschnationale Partei pom Mordverdacht ausgeschloffen. Abg. Fehrenbach( 3): Ich habe im Leipziger Prozeß ausdrüc Gie follte aber auf die ihr naheftehenden und im Parlament nicht vertretenen Streife einwirten. Die Fragestellung war meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, und dafür bin ich in der deutfch nationalen Bresse angegriffen und lächerlich gemacht worden. Daß Mordverbindungen bestanden, ist durch den Prozeß tatsächlich aufgedekt worden. In der Deutschen Lageszeitung" ist ein Artikel Bos Brüdigam Fehrenbach erschienen. Das war eine Lausbubenarbeit, Ohne die Täfigkeit des Reichspräsidenten und seiner Freunde häffen Sie feine Gelegenheit, hier zu fizen. ( Widerspruch rechts, Zustimmung lints.) War es nicht die Haupt aufgabe der Männer, die nach der Katastrophe ihr Leben und ihre Gesundheit einsekten, das Brinzip der Demokratie zu wahren? Herr Hergt sieht in dem jeßigen Reichspräsidenten nicht den Repräfentanten des deutschen Boltes, da andere, religiöse Traditionen im Bolte herrschen, in die der Reichspräsident nicht hineinpaffe. er fo tut, wie Herr Hergt, der müßte gegenüber den heidnisch geradezu bösartigen Bestrebungen deutschvolfischer Kreise einen scharfen Strich ziehen. Herr Hergt meint, für unruhige Zeiten die Reichseinheit in Gefahr brauche das deutsche Bolt einen unparteiischen Präsidenten. An un ruhigen Zeiten hat es uns in den lekten Jahren und Monaten nicht fomnien. Wir brauchen einen Helfer und Retter in der Not. Wenn gefehlt, und Millionen deutscher Bürger sind dem Reichspräfi- einer da wäre, ob rechts oder links, wir würden ihm zujubeln. Aber denten dankbar dafür, daß er immer dann auf seinem Boften es war von vornherein klar, daß es feinen gemeinsamen Kandiwar, wenn fich Unruhen zeigten.( Lebh. Beifall.) Gerade in den daten gab und daß uns diefer Wahlkampf den etter nicht be- meinen Namen mit dem Boß in Verbindung zu bringen, der bald schweren Augenblicken der legten Monate war der Reichpräsident schert hätte. Wenn Herr Hergt die Einigkeit will, dann hätte er als Lints, bald als Rechtsbolfchemist hingestellt wird. In Schülerin seiner besonnenen Ruhe tatsächlich der Helfer aus der Not. Ich das anders einleiten müssen als durch die heutige Rede.( Zustim freisen ist die Ermordung Rathenaus ausgiebig besprochen worden. würde meine Pflicht verlegen, wenn ich nicht gerade auf diefe Aus- mung.) Im Wahlkampf hätten wir gegen den jezigen Reichs- Schüler und Lehrer mußten gemußt haben, von welcher Qualität Aber nach seiner bisherigen Amis der Brimaner Stubenrauch war, und es wäre Pflicht gewesen, führungen des Abg. Hergt einige Worte erwidert hätte. Mir find präsidenten auftreten müssen. nicht dazu da, daß wir hier nur Gefeße machen und den Mann führung haben wir doch in ihm nicht nur den Sozialisten gesehen. gegen ihn vorzugehen. Wenn ich Stubenrauch fragte, ob er noch im Stiche faffen, ber, nicht hinter den Kulissen, für das Wohl des Er hat immer den Mut gehabt, au Imponderabilien Stellung zu Schüler des Gymnasiums sei, so war das wirklich eine Frage aus Boltes bemüht gewesen ist. Wenn gefagt worden ist, in den lehten nehmen, bei denen es fahr zweifelhaft war, ob er den Beifall der Not der Zeit heraus.( Sehr richtig!) Wenn ich bemerkt habe: Monaten seien wichtige, fachliche Momente unter den Tisch gefallen, feiner Barteigenossen finden würde. Wir sind überzeugt, daß der das sind ja troftlose und gemeingefährliche Zustände!", so war das so frage ich Herrn Hergt, ob gerade in der Führung der Außen Weg, den wir beschritten haben, der richtige war.( Lebh. Beifall.) ein Gedanke, der jedem ehrlichen Batrioten kommen mußte. politit folche Dinge unter den Tisch fielen. Sie hätten in diesem Busammenhang ben Reichspräsidenten überhaupt nicht in die De- und bezichtigt die Sozialdemokratte des Boltsverrats, weil sie nicht( nach rechts). Wenn festgestellt ist, daß Buben von 18 Jahren und an der Bolkswahl festhalte. Ebert fei nicht die ausgleichende Ge- noch dazu gemeinsam mit Water und Mutter sich in batte ziehen sollen. Gerade rechtigkeit, sondern der Träger der tapitalistischen Stinnes- Bolitit. diefer Beife politisch" betätigen, dann ist damit gleichzeitig feft er hat immer auf die Wahl gedrängt; ihm war der Zustand unerträglich, daß nur ein gewiffes Pro- Wiederholt hat er den Belagerungszustand verhängt und Ausnahme- gestellt, daß es sehr schlimm im deutschen Bolte aussieht. Der Onfel gerichte eingefeßt. Techoms hat an Hand von Briefen gezeigt, wie groß die moralische visorium herrscht. Die große Mehrheit hat den Weg gewählt, aus Abg. Wegmann( wilder Sog.): Bon einem Manne, der das Berlotterung in gewissen Kreifen ist. Speziell in Ihrer Presse dem Provisorium heraus zu einem gewissen Definitivum zu Lied Deutschland, Deutschland über alles" zur Nationalhymne ge-( nach rechts) ift diefer Sag unterdrückt worden.( ört, hört!) tommen. Betreten Sie ihn rasch und endgültig, damit die vermacht hat, hat die Arbeiterschaft nichts zu erwarten. Die Präsiden- Wenn Sie es wirklich ernst meinen, dann müssen Sie ernster vorhehende Agitation ein Ende nimmt.( Lebh. Beifall links tenwahl muß den Arbeiterinteressen Rechnung tragen. Den Roa- geben als jetzt.( Beifall in der Mitte.) und in der Mitte, Widerspruch rechts.) fitionsantrag lehnen wir ab, weil er einen weiteren Schritt zur Abg. Müller- Franken( Soz.): großen Koalition bedeutet. Damit schließt die Erörterung. Persönlich bemerkt Abg. Hergi( Dnatl.) zu der Erklärung Löbes: Ich stelle namens Herr Hergt hat an uns appelliert, mit ihm zufammen für die baldige Neuwahl einzutreten. Wir sind immer dafür gewesen, daß Eilen Sie In An Init und kaufen Nigrin, wenn Sie das Schuhzeug erhalten wollen. Generalvertretung and Lager: Adolf Reimschüssel, Berlin S 42, Luiseanfer 40. Anneux heißt es besonders sparfam Ein Mittel zum Sporen Zeit wirtschaften. Süßfloff. Gia vorzügliches Süßgewürz. 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Oftober, vorm. 10 Uhr in Bökers Festfälen, Weberstr. 17 Lagesordnung: Berichterstattung von den Lohnverhandlungen für Oktober Jutrift nur gegen Borzeigung des Funffionärauswelfes des Cohntactells und des Mitgliedansweises gestattet Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter Deutscher Transportarbeiter- Berband Deutscher Metallarbeiter- Berband Budow. Morigpics 10 174. Abefinerpumpen, Erfagieile, Kochma Berleihe Gefellfchafts- Anzüge Aschheim, Stahlmatratz, Kinderbetten dir. an Priv. fchine sehr billig. Bumpenfabrit Kat.30A fiel. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür. Gartenstr. 78. 184/9 55,9 Rene Schönhauserstr. 12. Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter Zentralverband der Angestellten Allgemeiner Deutscher Bankbeamfen- Verban SCHUHPUTE Servus Terpentinware Servus, merke sich ein jeder, putzt die Schuh, erhält das Leder. Them. 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Telephon: Amt Norden 833, 834,835, 836. Morgen, Sonntag, 22. Oftober. vormittags 92 Uhr, im Sophien- Realgymnasium, Steinnr. 5/6: Gruppenversammlung 1. Das neue der Werkzeugschleifer. Tagesordnung: Tuberkulosengefez. Referent Rollege Hennig. 2. Gruppenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Achtung! Knopfinduftrie Achtung! Montag, 23. Oftober, nachm. 5 Uhr. in der Schulaula, Weinmeisterstr. 16/17: Versammlung aller Kolleginnen und Kollegen, die in den Betrieben des Vera bandes ton der Fabrikanten Metallknöpfen, Korsettitangen und berwandt. Artikel beschäftigt find. Tagesordnung: Bericht über die Berhandlungen beim Schlichtungs ausschuß Groß- Berlin. Montag, 23. Oftober, abends 6 Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstr. 16,17: neue Branchenversammlung der Werkzeugmacher, Werkzeug schleifer und Härter. Tagesordnung: 1. Die Schlichtungsordnung und das Arbeits zeitgefeg. Referent Kollege Janke. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegen heiten. Das Erscheinen aller Rollegen ist Pflicht. Mitgliedsbuch legitimiert. Die nächste ordentliche Generale versammlung für das 3. Quartal findet am Sonntag, 3. Dezember, vormittags 9%, Uhr, statt. Anträge zu dieser General versammlung müssen bis zum Sonntag, den 5. November, in unieren Händen sein. Die Wahlkörper- Versamm lungen finden vom 15. bis 22. November einschließlich statt. Neue General VersammlungsTelegierte müssen bis spätestens 23. November angemeldet sein. 128/6 Die Orisverwaltung. Unterricht Kreuzfüchse, Robelfüchse, Silberfüchse. Chaiselongues 1800.-, Metalbetten Schallplatten, Stüd bis 150.-, Stilo Verkäufe Blauwölfe. Täglicher Riesenverkauf zu 2000.-. Patentmatragen, Polsterauf 300.- zahlt grundreell Weseloh, Fried. Sensations- Gommerpreisen.( Reine Ver.) Zeilzahlung. Einzelne Möbel, ganze lagen, Kinderdrahtbett. Meide. Auguft- richstraße 9. Leihhaus Friedrichstraße 2( Hallesches fagware.) Pfandlethhaus Schönhauser Einrichtungen, farbige Rüden in fel- traße 32a, Quergebäude. 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