Nr.499 39.Jahrgang Ausgabe B Nr. 243 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250,-., voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet fowie Desterreich und Lugemburg 346,-M., für das übrige Ausland 515,-. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Eftland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Lugemburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Vorwärts" mit der Gonntags beilage ,, Bolt und 8eit", der Unterhaltungsbeilage ,, Heimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adreffe: Cozialdemokrat Berlin. Abend- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 5 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezetle Loftet 60,-. Reflamezeile 300,-. ,, Kleine Anzeigen" das fettgedrudie Wort 14, M.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes veitere Wort 12, M. Stellengesuche und SchlafStellenanzeigen das erste Wort 8,- M., jedes weitere Wort 6- M. Worte über 15 Buchstaben zählen file zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Zeile 20.- M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EB.68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonnabend, den 21. Oktober 1922 Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositenkasse Lindenstraße 3 Frankreichs Forderungen. Die offiziöse französische Telegraphenagentur veröffentlicht| 4. die Reichsbant unter interalliierte Kontrolle| französischen Standpunkt nicht teilen, umzustimmen. Ob dieses den Wortlaut der französischen Reparationsdent zu stellen, die damit beauftragt ist, alle von den Alliierten geforderten Biel erreicht wird, mag dahingestellt bleiben. Die Reparationsfchrift, über die wir in der Morgenausgabe bereits furz Maßnahmen, die ihr Eingreifen erfordern, zu überwachen, 5. die für geeignet erachteten Verfügungen zur Bermeidung fommission wird darüber zu entscheiden haben, ob sie durch berichtet haben. Im Gegensatz zu den Anregungen des eng der Rapitalflucht und der Anhäufung von ausländischen Annahme der franzöfifchen Vorschläge Deutschland in den Ablischen Delegierten in der Reparationskommission, Brad Devisen im Innern durch eine interalliierte Kontrolle zu verschärfen. grund stößt und damit ein wirtschaftliches und politisches Chaos bury, schlägt die Denkschrift der französischen Regierung eine 6. Sobald die Umstände es erlauben, soll mit der Ausgabe von in Europa heraufbeschwört, oder ob sie durch eine Bolitit Reihe von Maßnahmen vor, die auf die Errichtung einer Goldfchazanweisungen begonnen werden, deren Unter der Mäßigung und Vernunft der deutschen Republik Finanzkontrolle über Deutschland hinauslaufen. bringung durch fistalische Vorteile erleichtert werden könnte. Das die Möglichkeit gibt, die auch von den breitesten Schichten des Da die Erfahrungen mit den Zahlungsaufschüben negativ aus- Ergebnis dieser Schahzwechselausgabe würde, soweit dies nötig ist, deutschen Boltes geforderten wirtschafts- und finanzpolitischen gefallen seien, und man mit dem guten Willen Deutschlands zur Verstärkung des Metallbestandes der Reichsbank dienen, um den Maßnahmen durchzuführen, die die wirtschaftliche Gesundung Erfolg der Währungsreform zu sichern; der Rest würde dazu dienen, nicht rechnen fönne, feien andere Maßnahmen notwendig, um einen Teil der Reparationen, die nicht in dem Haushalt aufgeführt und damit auch die Zahlungsfähigkeit Deutschlands gewährden deutschen Haushalt auszugleichen, die weitere Inflation find, zu zahlen. zu verhüten und die Mark zu stabilisieren. Die französische Delegation schlägt daher eine strenge Kontrolle des Haushalts ländischen Devisen Beträge von mindestens 25 Prozent bes des Reichs und der einzelnen Länder vor. Dieses Aufsichtsrecht müßte auch das Recht umfassen, gewisse Ausgaben zu beschränken, zu streichen oder aufzuschieben und eine Erhöhung der Einnahmen durchzuführen. Dieses Programm muß ausführ lich festgestellt werden. Die französische Delegation schlägt dann im einzelnen vor: 1. Der Garantieausschuß tann von der deutschen Regierung gewiffe bestimmte Maßnahmen fordern oder sie verbieten. 2. Der Ausschuß wird nach Berlin verlegt und wird sofort Borkehrungen treffen, daß seine Tätigkeit wirksam wird. 3. Maßnahmen für die Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben und zur Unterbrüdung der Rapstal flucht werden unverzüglich angewandt. 4. Der Kontrollorganismus wird die Verpflichtung und das Recht haben, dauernd alle Einzelheiten der Finanzgebarung des Reiches und der Einzelstaaten zu fennen. Er wird alle Mittel der Nachforschung anwenden, um das Mindestmaß der zu erzielenden Einnahmen und den Höchstbetrag der erlaubten Ausgaben festsetzen zu können, und wird das Recht haben, unangebrachte Ausgaben zu Derbieten. Wenn die deutsche Regierung sich nicht den Weisungen der Kontrollorgane fügen follte, so wird dieser Borstoß sofort den Mächten gemeldet. 5. Anleihen des Reichs und der Länder müssen von dem Kontrollorganismus bewilligt und direkt beim Publikum untergebracht werden. Die Unterbringung von Schaganweisungen bei der Reichsban! wird streng verboten. 7. Die deutsche Regierung soll auch weiter in Gold oder aus= Wertes der Ausfuhr erheben. Das Ergebnis diefer Summen, das Erträgnis der Hölle bei der Einfuhr und das Erträgnis der Aus fuhrabgabe, foll auf ein besonderes Konto überwiesen werden, das bei der Reichsbant im Namen des Garantieausschusses eröffnet, und besonders von ihm kontrolliert wird. Die deutsche Regierung wird das Berfügungsrecht über dieses Ronto haben, solange die Reparationstommiffion der Ansicht ist, daß sie ihren Verpflichtungen nach tommt. Wenn die Kommission der Ansicht ist, daß dies nicht geschieht, wird der Garantieausschuß von den für ihn verfügbaren Summen und dem Ergebnis der späteren Abgaben Besitz ergreifen. Man darf bei der Lektüre der französischen Denkschrift feinen Augenblid außer acht laffen, daß diese Borschläge fich in striktem Widerspruch mit den Wünschen und Ansichten verschiedener Delegationen in der Reparationstommission befinden. Die Kommentare der Bariser Morgenpresse lassen er fennen, daß die französischen Forderungen mit Absicht so scharf formuliert worden sind, um die alliierten Delegationen, die den leiften. Bradbury lehnt ab. 3 Paris, 21. Ottober.( EE.) Nach einer Mitteilung des„ Excelfior" beurteilt John Bradbury das französische Projekt, das gestern der Reparationsfommission übergeben wurde, in durchaus ableh nendem Einne. Das riefe allerdings feine Ueberraschung her. por. Bradbury erklärte, es sei infolge seiner politischen und wirts schaftlichen Rückwirkungen auf Deutschland unglücklich und Außerdem widerspreche es praktisch undurchführbar. dem Artikel 234 des Bersailler Friedensvertrages. Nach Anschauung Brdburys ist die Brüsseler Konferenz unerwünscht, weil sie voll tommen nuglos ist; denn nach den Bestimmungen des Friedensver trages hat die Reparationsfommiffin allein das Recht, die Zahlungs. bedingungen Deutschlands für 1923 und 1924 festzusetzen auch die englische Regierung fich prinzipiell für die Brüsseler Kon ferenz ausgesprochen hätte, so bedeute dies noch keine formelle Zuftimmung. Infolgedessen bleibt die ganze Frage, insbesondere nach dem englischen Kabinettswechsel offen. Die Mordatmosphäre. Abrechnung mit den Deutschnationalen. " " Wenn Als gestern Genosse Greszinsti im Landtag hervorhob, daß und deutsch völlisch bezeichnen und berachten. Wollen wir doch die Gefahr von rechts stärker fei als die von lints, gab es wie ge- hier nicht um Worte streiten! Eine Frage, meine Herren von rechts: Die französische Delegation, heißt es in der Denkschrift weiter, wöhnlich bei den Naiven auf den bürgerlichen Bänken das bekannte Sind etwa die Mörder Leser der Germania", des Vorwärts" oder ist der Ansicht, daß man der Reparationsfommiffion nicht das Recht Kopfschütteln. Während der Landtag gestern noch über die Bedeu der Roten Fahne", oder sind sie Leser der Deutschen Tageszeitung" ftrittig machen fann, diese Reihe von Maßnahmen mit der deuttung der Gefahrenzentren von rechts und von links ftritt, wurde und der übrigen Rechtspresse? Sind es rechtsgerichtete oder linksfchen Regierung zu besprechen, fie festzusetzen und sie durch der Reichstag mit der Meldung über einen neuen Mordanschlag gerichtete Polititer? Wir haben nie gehört, daß Herr Günther zudrücken. Die französische Delegation bemerkt, daß die Gläubiger- gegen den Reichstanzler überrascht. Der Ausklang der Debatte mit Briefen von Scheidemann geproht hätte. Er tat das mit Staaten Beine anderen Mittel besigen, um die Zahlung der Reparatio über die Krawalle vor dem Zirkus Busch, die heute von Liebknecht nen zu erlangen. Wenn die Reform des Haushalts und die Auf- zu Ende geführt werden sollte, gewinnt unter diesen Umständen hebung der Inflation thre Wirkung gezeigt, haben, werden die Rapi- begreiflicherweise an Ernst und Bedeutung. talien wieder zurückkehren, der Ausgleich der Zahlungen wird wiederhergestellt, und es wird dann möglich sein, zu einer Währungsreform Liebfnecht, der als Unabhängiger spricht, betont, daß die Aktion der Kommunisten, man möge über sie denken, wie man wolle, zum mindesten den Charakter des Bundes für Freiheit und Ordnung" deutlich gemacht habe. Nach den Erklärungen des Reichskanzlers zu schreiten, die fchon jetzt vorbereitet werden müßte. Die nötigen im Reichstag werde es flar, daß die Reihe der politischen Morde Goldreserven werden in erster Linie in dem gegenwärtigen Metall- noch nicht abgeschlossen ist. Es sei fein Zweifel darüber, daß der bestand der Reichsbant bestehen. Um die im Bublifum nter- Rathenau- Mord, der Mord an Erzberger, an Rosa Luxemburg und gebrachten 75 Milliarden Schahscheine zu bezahlen und die laufenden an Liebknecht und auch das neue Komplott nur Glieder einer Kreditorenfonten mit 85 Milliarden zu bezahlen, könnte die Reichs- Kette find. bank 160 Milliarden ausgeben. Sie würde gegebenenfalls Zahlun Abg. Wallraf( Dnat.; von den Kommunisten mit dem Ruf emp gen von 510 Milliarden Papiermart zu leisten haben, deren gegenwärtiger Goldwert eine Zahl darstellt, die weit unter dem gegen wärtigen Goldbestand bleibt. Zu diesem Bestand käme noch das Ergebnis einer Besteuerung des tatsächlichen deutschen Kapitals und bas Ergebnis innerer Goldanleihen, deren Unterbringung durch fisfalische Borteile, wie eine Finanzamnestie, erleichtert würde. Die franzöfifche Delegation hat nur die allgemeinen Umriffe dieses Problems vorgelegt, dessen Lösung Sache der Regierungen ift. Später, wenn die wirtschaftlichen Umstände es gestatten, wird Deutschland eine auswärtige Anleihe Briefen von Helfferich und Ludendorff. Das zeigt doch fonnentlar, welcher Partei die Morbbuben dienen wollten. Gie haben ja selbst vor Gericht erklärt, daß sie durch ihre Taten den rechtsstehenden Parteien dienen und helfen wollten. Wir erheben deshalb den schweren Vorwurf gegen die deutschnationale Presse, daß sie die unreifen Köpfe nicht zurückhält, auf sie nicht mäßigend einwirtt. Das Gegenteil tut sie. Sie träufelt den Mordgeist in die hirne. Es wäre die Pflicht der Rechtspreffe, so zu schreiben, daß sie von den unreifen Glementen nationa liftischer Kreise nicht misverstanden wird.( Ruf rechts: Wir haben mit diesen Elementen nichts zu tun!) Bis jetzt ist die Entfernung der deutschvölkischen Elemente der Deutschnationalen Partei nicht geglückt. Es ist und bleibt eine Tatsache, daß heute in dem Augenblid, wo von einem Mordplan geredet wird, für jedermann in Deutschland es flar ist, wo die mordlüfternen Elemente zu suchen sind. Warum das? Woher diese Tatsache? Ich will Ihnen, meine Herren von rechts, ein Beispiel geben: Alle drei Monate mird irgendein rechtsstehender Politiker von einem Kommunisten, vielleicht von einem Mitglied einer fommunistischen Jugendorganisation, ermordet. Nach dem Mord schreibt dann jedesmal die Rote Fahne":" Bir Kommunisten haben mit diesen Mordtaten nichts zu tun. Wir sind mißverstanden worden." Werden Sie, meine Herren von rechts, diese Ausrede Und eben deshalb bleibt gelien laffen? Sicherlich nicht. nach wie vor auf Ihnen der schwere Vorwurf sigen, daß Sie bis jetzt nichts getan haben, um die Mordatmosphäre in den nationalistischen Kreisen, in Ihrer Nachbarschaft und in Ihren eigenen Reihen zu zerstören. Die Verantwortung für die Moroatmosphäre bleibt auf Ihnen fihen. fangen: Jegt verteidigt er die Mörder!"): Der Reichstanzler hat im Borredner mit seinem Wort: Der Feind steht rechts!" einen Rampfgenossen gefunden. Ob diese Bundesgenossenschaft den Reichsfanzler entzückt, weiß ich nicht. Im Reichstag hat gestern mein Parteifreund Hergt klar und deutlich erflärt, daß der verbreche rische Bahnsinn bei uns teine Stätte findet. Wie aber reagiert ein Teil der Breffe auf diese Erklärung? Die„ Boff. 3tg." erlaubt sich den Saz, über die Frage, wo die Täter und Mitwiffer bes neuen Mordplanes zu fuchen feien, brauche man nicht lange zu streiten. Diese Frage bedürfe teiner besonderen Erwähnung. Dem gegenüber müsse betont werden, daß man doch erst Beweise in der auflegen, deren Ergebnis zur Amortifierung des Rapitals feiner Hand haben müsse, bevor man solche Verdächtigungen ausspreche. Reparationsschuld dienen wird, so daß an Steile der politischen Abg. Heilmann( Soz.): Ich habe geglaubt, daß der Abg. Wallraf Schuld die rein geschäftliche Schuld tritt. Die Befferung der finan- fich gegen die Vorwürfe verteidigen wolle, die hier im Hause geziellen Lage Deutschlands und die Lösung der Reparationsfrage hängt fallen sind. Das ist aber nicht der Fall. Der Abg. Liebknecht sprach daher mehr als je von der Loyalität und dem dauernden und felfen von dem neuen Mordplan. Die etwas gereizte Berteidigung des Willen der deutschen Regierung ab. Es liegt bei ihr, daß das Mo- Herrn Wallraf zeigt, daß die Herren fich getroffen fühlen. Die Beratorium Deutschland den Rückgriff auf 3wangsmaßnahmen mertung der Boffischen Zeitung" über die Kreise, in welchen die Abg. Wallraf( Dnatl.): Herr Heilmann fann mit all seiner Beerfpart, die im Falle eines Widerstandes eine unvermeidliche Not Anstifter und Täter für den neuen Mordplan zu suchen find, besagt wendigkeit werden. Die französische Delegation schlägt daher por: nichts anderes als eine glatte Selbstverständlichkeit. Als wir am redsamteit das eine nicht aus der Welt schaffen, daß man nicht ver1. fofort die öffentlige Finanzverwaltung Deutsch Grabe Rathenaus standen, war es für uns absolut flar, in urteilen darf, bevor der Angeklagte gehört ist. Herr Heilmann zeigt lands unter den vorstehend genannten Bedingungen unter die welchen Kreisen die Mörder Rathenaus zu suchen waren. Und was mit seinen Ausführungen, daß auch fluge Köpfe von der ParteiRontrolle der Gläubiger Deutschlands zu stellen, wir damals bereits mußten, wurde durch die Ereignisse und Unter- leidenschaft verwirft werden. Es sollten doch alle Parteien bedenken, 2. alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um den Haus.fuchungen nachher restlos festgestellt.( Großer Lärm rechts. Rufe daß die Berfolgten von heute nicht immer die Berfolgten von morgen Abg. Baeder( Dnat.): sind. Jede Partei tommt einmal in Situationen, wo sie sich ähnvon rechts: Berdrehung, Berstellung! halt ins Gleichgewicht zu bringen und dieses Gleich- Unverantwortliches Gerede!) Es liegt mir fern, irgendeine bestimmte licher Vorwürfe wie die gegen uns erhobenen es find, wehren muß. gewicht aufrechtzuerhalten, wobei man progreffio in die Ausgaben einen Teil der Reparationen einfügt, deren Zahlung nicht durch andere Barteiorganisation mit den Mordtaten in Zusammenhang Jedenfalls wenden wir uns mit der größten Entschiedenheit gegen Mittel oder Anleihen zur Amortisierung des Kapitals aufgebracht zu bringen. Aber die Mörder, das wurde doch festgestellt, sind keine die Politik des Mordes. Wir verbitten es uns, daß so schwierige Bolschewisten gewesen. Es waren auch feine gedungenen Leute der Dinge hemmungslos vom Standpunkt der Parteileidenschaft aus 3. Dem Schazamt zu verbieten, Schatwechsel irgend. Sowjeiregierung, wie das die Rechtspresse lange Zeit andeutete. betrachtet werden. Die Mörder stammten welcher Art bei der Reichsbank zu bistontieren, sowie jede Ausgabe von Schuldverschreibungen auf fürzere oder längere Dauer einer interalliierten Kontrolle zu unterstellen, werden kann. " aus den Kreisen rechtsstehender Offiziere und Stubenten, aus Rreifen, bie fich felbft als de utfonation atl Es erhält nun der Rommunist Sah das Schlußwort zu dem tommunistischen Uranirag über die Borgänge beim Zirkus Busch ( Schluß in der Morgenausgabe.) Wilhelm II. und der edle Gallier. Beinahe eine Heldengeschichte. In den zuletzt veröffentlichten Rapiteln seiner Lebenserinnerungen erzählt der ehemalige deutsche Kaiser sehr anschaulich, wie er beinahe ein Held geworden wäre. Nicht viel hätte gefehlt, und er hätte die letzte, sich nie wieder bietende Gelegenheit ergriffen, an der Spize feiner Truppen zu sterben. Nur die höchst edelmütige Erwägung, daß dabei auch andere zuschaden kommen könnten, hat ihn an der Ausführung dieses grandiosen Entschlusses verhindert. Der zweite Fall, in dem Wilhelm II. beinahe als deutsche Heldengestalt in die Weltgeschichte eingegangen wäre, ereignete sich später, als die Entente seine Auslieferung verlangte. Fast hätte er sich damals selbst gestellt: Meine persönliche Opferfähigkeit hatte ich ja schon bewiesen, indem ich außer Landes ging und meinem und meiner Väter Thron entfagte, weil mir irrtüm lich und täuschend versichert worden war, daß ich dadurch meinem Bolte bessere Friedensbedingungen ermöglichen und den Bürger. frieg ersparen würde. Ich hätte diesen neuen Bersuch, meinem Bolte zu helfen, auf mich genommen. Wie im Falle des verhinderten Heldentods stellt sich auch hier das Aber ein. Wilhelm dachte an Bercingetorig, den edlen Gallier, der sich unter ähnlichen Umständen den siegreichen Römern gestellt hatte. Was hat es ihm genützt? Nach dem Berhalten unserer Feinde während des Krieges und der Friedensverhandlungen war nicht anzunehmen, daß die Entente sich etwa großmütiger zeigen würde als Caesar, der den edlen Gallier in Retten legen und später hin. in ter Erferntnis, daß die Gleatsgewalt, enigegen selbst dem flaren Wortlaut der Berfassung, nicht vom deutschen Volke ausgeht, sondern von einem aus eigenem Recht regierenden Frations- und Parteitlängel, der wiederum von den Drahtziehern des internationalen und jüdischen kapitalismus beherrscht wird, in der Erkenntnis, daß diefer ungeheuerliche Betrug die unfagbare wirtschaftliche Teuerung und Not und die völlische Verfklavung unweigerlich bis zum Weißbluten verschärfen muß, fordert der Deutsche Freiheitsbund das gesamte Bolt auf, mit ihm den schärfften und rüdfichtslosesten Kampf zu führen für die endgültige Befreiung aus der ihm so auferlegten Knechtschaft. Weg mit den Nebenregierungen der Gewerkschaften und Straße! Weg mit den sogenannten Schuhgesehen! usw., usw. der Statt deffen wird gefordert eine völlige Umbildung des Staatswesens in allen feinen Teilen im Geiste des deutschvölkischen( berufsständischen) Staatsgedankens unter Ueberwindung des westlerischen und undeutschen Parlamentarismus", ferner werden verlangt Ausnahmegesetze gegen die Juden. Der zweite Teil des Programms behandelt dann in ähn lichem Sinne die Befreiung vom feindlichen Sklavenjoch". Am Schlusse heißt es: " Die Forderungen des Deutschen Freiheitsbundes" müssen zur Grundlage des gemeinsamen Kampfes aller vom völkischen Geiste erfüllten Deutschen werden. Die Regierung wird gut tun, dieser Organisation mit richten ließ und dessen Volk doch nicht mit der Knechtschaft deutschvölkischem Radikalismus auch weiterhin ihre Aufmer! famkeit zuzuwenden. verschonte. Diefer Bercingetorig war doch ein richtiger Efel. Er hätte nach Neutralien übertreten und fich irgendeine tüchtige Herminone zur Frau nehmen sollen. Dann wäre er freilich nicht in die Helden. geschichte gekommen aber ist denn das die Hauptsache? Vervierfachung der Getreideumlage. Noch keine Entspannung in England. Die Notwendigkeit sofortiger Neuwahlen. Condon, 21. Oftober.( EE.) Die polifische Atmosphäre in England bleibt aufgewühlt. Die Entspannung, die man nach den dramatischen Ereigniffen am Donnerstag erhoffen fonnte, trat noch nicht ein. Die Konservative Partei hat nunmehr die Aufgabe, nachdem sie zerstörte, auch aufzubauen, und diese Aufgabe ist nicht leicht. 3am erstenmal in der Verfassungsgeschichte Englands geschieht es, daß eine Minister? risis länger als 24 Stunden daucet. Bisher war es politische Ueberlieferung, daß der Mann, der ein kabinett zum Sturze brachte, innerhalb 24 Stunden das neue bildete. Dies ist bei Bonar Law nicht der Fall. Gewiß ist er der unbestrittene Führer der Konservativen Partei, und er wird das Kabinett bilden, was er auch geffern durch seinen parlamentarischen Sekretär offiziell bekanntgab. Zunächst aber muß er zum offiziellen Führer der Konservativen erwählt werden, und das könnte erft Montag nachmittag im Hotel Cecil geschehen. Zu der Regierungsfrije gejelt sich aber unzweifelhaft auch eine Parteifrise; denn die konservativen, die Chamberlain auf der Versammlung im Carlton Club ihre Unterstüßung gegeben hatten, scheinen geneigt zu fein, ihm weiter zu folgen und als Unabhängige konservative" in den Wahlkampf zu gehen. Soviel ist aber durchaus sicher, daß Bonar Law die sofortige Ausschreibung von Neuwahlen vom König fordern wird. Denn wenn er die Wahlen bis in den Januar hinausschöbe, so ergäbe fich die Anzuträglichkeit, daß etwa 20 Nachwahlen vorgenommen werden müßten, nämlich für alle jene Wahlkreise, die von Männern besezt sind, die in das neue Kabinett einziehen werden. Einzelwahlen fönnten aber verschiedentlich zu niederlagen der Regierungsmitglieder führen; vielleicht ist nicht einmal die Wiederwahl Bonar Laws felbst in feinem Wahlkreise Glasgow gesichert. Anders stellt sich die Situation aber dar, wenn allgemeine Neuwahlen flattfinden. Es ist unzweifelhaft, daß im Augenblid ein tonjer. valiver wind durch das Land weht. Bon diesem würde die neue Regierung Vorteil ziehen. Ueber die Zusammensetzung des neuen kabineffs verlaufet, daß die aussichtsreichste Kombination folgende fei: Minifterpräfident: Bonar Law; auswärtige Angelegenheiten: Cord Curzon; Krieg( oder Kolonien): Lord Derby; Schazkanzler: Stanley Balduin; Kolonien( oder Marine): Cord Abery; für die Kolonien vielleicht auch Cord Selborne; Handel: Philipp Lloyd Greame; Cordfangler Finlay oder Lord Carson oder Lord Summer; Staatssekretariat für Indien: Lord Peel; Inneres: Oberst Leslie Wilson, der bisherige Einpeiffcher der konservaiven, oder Cord Salisbury. Bonar Caw wird zweifellos aus Sparsamkeitsgründen eine starke Verminderung der Staatssekrefariate vornehmen. Reine Zentrumspartei? In der heutigen Sigung des Boltswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstages wandte sich zunächst Reichsminister Dr. Fehr gegen die Völkischer Kampf gegen die Verfassung. beiden in der gestrigen Sigung angenommenen Anträge des ZenDas Aktionsprogramm des ,, Deutschen Freiheitsbundes". trums. Auch der Eventualantrag des Zentrums, der über die Regierungsvorlage hinausgehe, müsse noch das Kabinett beschäftigen. Im Preußischen Landtag hat der Innenminister Genosse Genosse Her wandte sich gegen die bürgerlichen Anträge. Sie Severing am Freitag warnend auf die verfassungsfeind feien bas Belenntnis, daß die bürgerlichen Barteien als gelichen Bestrebungen des neugegründeten Deutschen Freiheits- fchloffener Bürgerblod gegen die Arbeiterklasse bundes" hingewiesen. Wie berechtigt seine Ausführungen auftreten wollen. Die Annahme der Zentrumsanträge rufe eine waren, zeigt das Attionsprogramm", mit dem dieser Bund politische Krise hervor. Es sei für die Arbeiterflasse unerträglich, gegen die Freiheit soeben an die Deffentlichkeit tritt. Zunächst neben den Lasten, die jetzt bereits bestehen, auch diese neuen Lasten bekennen die Herren ihre geistige Armut, denn in einem An- 3u tragen. Die jetzige Situation erfordere vollständige Erfassung der gesamten Inlandsernte. Entscheiden wir uns jegt nicht dafür, so schreiben ist gefagt, daß das„ Aktionsprogramm" in enger liefern wir Hunderttausende dem Hungertode aus. " Anlehnung" an das Aktionsprogramm der Vereinigten Abg. Guerard( 3.) bestreitet entschieden, daß die bürgerlichen Sozialdemokratischen Partei, aber in bewußtem Gegensatz Barteien einen Bürgerbind aufrichten wollen. Burufe von den und schroffftem Widerspruch zu diesem" verfaßt ist. Die gei Sosialdemokraten: Das ist aber die Wirkung!) Er 30g sodann die stige Leistung" der Berfasser hat denn in der Tat vielfach darin beiden gestern angenommenen Anträge des Zentrums zurück, so daß bestanden, Säße des sozialdemokratischen Aktionsprogramms nur noch der Antrag des Zentrums verblieb, die Preise fürs Getreide London, 21. Oftober.( EE.) Lloyd George hatte geffern in ihr Gegenteil zu verfehren. So beginnt ihr Aktions- nicht auf die dreifache, sondern auf die vierfache Höhe festzusehen. zahlreiche Besprechungen mit Konservativen und Koalitionsliberalen. Dr. Heim( Bayr. Bp.) nahm den Antrag des Zentrums Den Gedanken einer neuen 3entrumspartei hat er aufgeprogramm mit den Sätzen: wieder auf, über den sich dann noch eine längere Debatte entspann. geben. Bei der Wahl wird er als Ciberaler auftreten. Es Bei der Abstimmung wurde der gestern angenommene Antrag scheint, daß die Koalitionsliberalen über einen Wahlfonds von drei auf Festsetzung der Breise entsprechend den Durchschnittsmarktpreisen millionen Pfund Sterling verfügen. abgelehnt, der Antrag auf Bervierfachung der Preise gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Außerdem wurde eine Entschließung angenommen, die die ReichsHeil! So ist der Kampf zwischen Sozialismus und Rapi- regierung ermächtigt, die Umlagemenge herabzusehen. Der sozialtalismus beendet: der Sozialismus ist jüdisch- international, demokratische Antrag, der Stidstoffindustrie eine Umlage von der Kapitalismus ist jüdisch- international, also werden beide Düngemitteln zu verbilligten Breifen aufzuerlegen, wurde anturzerhand abgeschafft. Wie das geschehen und was statt genommen. Ebenso ein Antrag Dr. Heim, die Regierung zu einer dessen entstehen soll, erfährt man aus dem Aktionsprogramm Nachprüfung der Preisunterlagen der Düngemittel zu veranlassen. leider nicht. Ein paar Bhrajen vom„ deutsch- völkischen Staatsgedanken" sind alles. Reizt solche an das geistige Niveau der Techom und Genossen gemahnende Theorie" zum Lachen, so wird die Sache bedenklicher, wenn man von dem theoretifchen zum praktischen Teil des Attionsprogramms gelangt. Die geschichtliche Entwicklung hat bewiesen, daß sowohl der jüdische und internationale Sozialismus als auch der jüdische und internationale Rapitalismus dem deutschen Bolle weder Frieden, noch Freiheit, noch Brot zu geben vermögen. mir: Der erste Teil führt den bezeichnenden Titel: Befrei ung von der inneren Knechtschaft. In ihm lesen In der Erkenntnis, daß die gegenwärtige demokratische Republit in Wahrheit weder der geltenden Berfassung noch dem illen des Boltes(!) entspricht, Die Puderdose. Bon Paul Padan. Dieser Tage stand in einer Modenzeitschrift für die vornehme Belt ein Artifel, dessen Lektüre außerordentlich lehrreich war. Dieser Artikel hieß: Die Buderdoje. Indessen bei der ganz eminenten Wichtigkeit der hier behandelten Materie hätte er eigentlich: Eins ist not! überschrieben sein müssen. Es war da zunächst von den köstlichen Buderdosen die Rede, die Ludwig XIV. der Madame Pompadour geschenkt hat, die in so rührender Weise die erste franzöfifche Revolution einzuleiten geholfen hat. Runze auf freien Fuß gefeßt. Snippel- Runge, ber im Verlauf einer Bersammlung in Oppeln, bei der er auf einen Angreifer einen Schuß aus einem Armee revolver abgab, so durchgeprügelt wurde, daß er in ein Krantenhaus gebracht werden mußte, dann aber nach Anlegung eines Verbandes wegen seiner Schießerei in Haft genommen und dem zu ständigen Amtsrichter vorgeführt wurde, ist, wie die Bn. erfahren, nach seiner Bernehmung wieder auf freien Fuß gefekt worden, da ihm der vernehmende Richter Notwehr zugestand. Russische Rätewahlen. Mostau, 20. Oftober.( WTB.) Die Wahlen für die Sowjets find im allgemeinen beendet. Sie brachten, wie erwartet, ein Uebergewicht der Kommunisten. So wurden in Petersburg 141 Kommu niften und nur 10 Parteiloje gewählt. Gleiche Ergebnisse liegen aus dem europäischen Rußland und aus Sibirien vor. Die vorstehende Meldung bestätigt erneut, daß die russifchen Rätewahlen nichts weiter als eine Romödie sind. Angesichts des herrschenden Terrors und der Unterdrückung der elementarsten politischen Freiheiten fann von einer Wahl felbft nach den Grundsäßen der Sowjetverfassung keine Rede sein. Deshalb hatte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die einzige ernst zu nehmende Oppositionspartei in der Arbeiter schaft, neuerdings die Parole der Michtbeteiligung bei den Wahlen ausgegeben. der Deutschen und Holländer waren feine bloße Formalität der 20 Pfund war für 40 Pf. feil. Im Jahre 1544 foftete ein Zentner äußeren Höflichkeit, es erflang in ihnen vielmehr der echte und un Schmalz in Braunschweig und im Hannoverschen 3 Taler. Was verhüllte Ausdruck der Sympathie. Das Beste, was Holland hat, waren das für Zeiten! Im Jahre 1301 foftete eine alte Henne 2 Pf., fchict es zu uns herüber, um sympathisch die Verständigung, die ein Dugend Eier einen Biennig und acht Heringe einen Pfennig, im Freundschaft, das verfonnene Gefühl der Menschheit zu feiern. Die Jahre 1880 foftete im Bremischen, im Holsteinischen, in Schleswig, Anteilnahme war festlich gehoben, start und anhaltend. Besonders im Lüneburgischen usw. eine Kuh 3 Schillinge, ein Hammel 4 Weiß als das Lied von der Erde" verffungen war, hatte man das Gefühl, pfennige( Silberpfennige). Der Kleinpreis war dementsprechend. Sm diefes Wert zum allerersten Male gehört zu haben. Darüber und Jahre 1414 foftete ein Pfund bestes Rindfleisch 3 Bf. Ums Jahr über das zweite Konzert wird noch ausführlich zu sprechen fein. 1320 ein Samm ,, in Kuppermünze in den meisten deutschen Bändern" Heute foll nur ein einziger großer Dant zu dem gewissenhaftesten 5-6 Gulben, ein Kalb 10 Gulden. Die Preise der Fische entsprachen aller Orchesterführer, zu dem Berwalter eines hohen Vermächtnisses, wieder denen der oben genannten Nahrungsmittel. So foftete 1393 zu einer ausländischen Elitetruppe fliegen, die alles daran gefeht eine Tonne Heringe 1 Reichstaler 20 Grofden, 1415 ein Pfund hat, um uns zu feffeln, die befrängt und bejubelt von deutscher Karpfen 18 Pf., ein Pfund Hecht 27 Pf. ein Pfund Schleie 18 Pf. Freude, deutschem Berständnis, deutscher Begeisterung, einen starten 2. S. Hauch mitnehmen wird durch die ganze Welt. Dann erfuhr man ferner aus dem Feuilleton der Modenzeit schrift für die vornehme Welt, daß die Puderdose heute die große 3m Central- Theater, das sich die Aufgabe stellt, im Geist einer Mode ist. Zum Schluß dieser gerade in unserer Zeit gewiß mehr denn je Bolfsbühne einen fünstlerisch gediegenen Spielplan durchzuführen, alle Menschen interessierenden Ausführungen war mit schönem folgte der Eröffnungsvorstellung von Gortis leinbürgern" jebt Schwung der Sprache und mit dem Eifer, den alle guten Menschen a bale und Liebe". Daß sich das Spiel mit den glänzenden für eine löbliche und nügliche Sache an den Tag legen, dieses gesagt: Aufführungen des Stückes, die man auf den Reinhardt- Bühnen ge" Die leuchtenden Farben der neuen Porzellandosen geben dem sehen, nicht meffen fonnte, ist nur selbstverständlich. Aber in den Bilde des Toilettentisches jene reizvolle Belebung und charakteristische Grenzen des Gegebenen war überall Hingabe und ernftes Streben Note, die für den Eindruck eines Bimmers nicht ohne Bedeutung ist. zu verfpüren. Den Ferdinand gab Ernst Bringolf, die Luise Bielleicht ist es der Farbenreichtum und die Variation geschmad. ilde Jort. Das Elternpaar, die eltel dumme Mutter und den voller Entwürfe, die die Freude am Kauf und der Sammelluft be. rechtschaffen braven Stadtmusitus, stizzierten Jeanette Bethge einfluffen. Die neuen Porzellandosen, besonders criginell in einem und Gustav Roos, der leider mit einer momentanen stimmlichen traftvollen, gelblich- roten Ton mit Goldornamenten, sehen zwischen Indisposition zu fämpfen hatte, mit anschaulicher Charakteristik. Richard Gorter, der zugleich umsichtig die Regie leitete, ver Kristall und Silber gut aus." törperte den Bater Ferdinands, den zynisch ffrupellosen Bräsidenten, doch ohne jenen Einschlag geistiger Ueberlegenheit, durch den Baul Wegener der Figur früher so eigenartigen Meiz verlieh. A dele Förste war eine stattlich elegante Lady Milford. Eindringlich und dabei frei von jedem Bun der Uebertreibung wirfte der selbstgefällig in feine schurkischen Kombinationen eingesponnene Burm alter Frieds, dem man sogar die stumpfe Ahnungslosigkeit, mit der er nach Dittat des Briefes feine Werbung bei dem Mädchen wiederholt, wohl zutrauen fonnte. Herr Kanisch traf in der un verwüstlichen Rolle des fomisch trottelhaften Hofmarschalls von Kalb durchaus ganz den rechten Ton. Das Publikum dankte durch starten Applaus. Das müßte wahrlich ein roher Mensch fein, der für die reiz volle Belebung des Toilettentisches" und für den originell gelb roten Ton" der neuen Buderdosen feinen Sinn und fein Einsehen 3war gibt es gerade heute noch sehr viel anderes höchst Reizvolles, das Verständnis erfordert. Bum Beispiel: hätte Ein Brot foftet 52 Mark! hat Ein Pfund Kartoffeln foftet 7 Marf! Gin Bfund Margarine foftet 350 Mart! Indessen, die Modenzeitschrift für die vornehme Welt Sanz recht! Was wollen alle diese Winzigkeiten bedeuten gegenüber der reizvollen Belebung des Toilettentisches". Ber wird aber auch nur ein Wort darüber verlieren, daß ein Brot 52 Mart, ein Pfund Kartoffeln 7 Mart und ein Pfund Margarine 350 Mart tostet, wenn er weiß, daß Puderdosen in einem fraftvollen, gelblich- roten Ton mit Goldornamenten zwischen Kristall und Silber gut aussehen! dt. Lebensmittelpreise im alfen Deutschland. Alte vergilbte Berichte über Lebensmittelpreise, die im 14. bis 17. Jahrhundert gebräuchlich waren, liegen uns noch heute in großer Anzahl handschriftlich und gedruckt vor. Woht jede alte deutsche Stadt besitzt solche Dokumente in ihren Archiven. Es ist vielleicht von Interesse, zu erfahren, wieviel oder besser gesagt, wie wenig unsere Alvorderen für ihre täg. lichen Lebensbedürfnisse verwenden mußten. Beginnen wir mit den Fetten, den unentbehrlichen und jetzt testbaren, vor dem Kriege im Willem Mengelberg wurde gestern in der Philharmonie als lleberfluß vorhandenen und deshalb wenig geschästen Nahrings Großstabmeister gefeiert, mit ihm das Konzertgebouw mitteln ersten Ranges; da finden wir, daß Butter, die Königin der Orchester, das in tiefstem Sinne fein eigenes Orchester, fein wunder- Fette, ums Jahr 1380 im Bremischen und Braunschweigischen das voll erzogenes Werkzeug ist. Es war eine Begrüßung von Land zu Pfund 2 Pfennig foftete. Eine Tonne Butter fonnte man für 4 m. Land. Die stehend gespielten, stehend angehörten Nationalhymnen erhalten. Ebenso im Holsteinischen. Eine Specfeite im Gewicht von B Amerifa, du haft es besser...! Ein übereifriger Zensor in den Bereinigten Staaten, John S. Summer, hat sich diesen Sommer dadurch blamiert, daß er gegen Berleger von angeblich unfittlichen Büchern eine Strafverfolgung einleitete. Swei von ihm bemühte Richter, Simpson und Oberwager, haben ihn mit feinen Ver. folgungen gegen Das Tagebuch eines jungen Mädchens",„ Casa novas Seimtehr"( von Arthur Schnikler) ,,, enn Frauen lieben... und die Abenteuer des Entelp"( von Petronius) abfahren laffen. Aber ein noch empfindlicherer Denfzettel ist ihm zuteil geworden: er ist zu 2500 Dollar Schadensersag an die Berlagsfirma Me Devitt und Wilsons verurteilt worden, weil er im Eifer der Verfolgung fich defpettierlich über ein von ihnen verlegtes Wert geäußert batte, und brei ähnliche Selegen gegen ihn, 8. L. um nod) größere Summen, fchweben noch. Auch daß er einer, Cesellschaft zur Unterdrückung des Casters" als Borsigender angehört, hat ihn nicht gerettet. Wie wäre es, wenn wir hier von dem wegen feiner Brüderie in Deutschland fo verfchrienen Amerita lernen wollten? Die Geistesfreiheit in der deutschen Republik fönnte dadurch nur gewinnen. Dienst. Nenes Borstheater: Grstaufferungen der Woche. Micael Stramer" Schloßvart- Th., Steglis: Daify",„ Crain. quebille". Mittw. Refidenz Th.: Der Schlafwagen Rammerspiele: Timothens in flagranti", tontrolleur. Der Teufelsichüler". Sonnab. Th. in reit. Die Tribüne: der Stomman antenstraße: Schleb mil". Wolfsbühne. Theater am Büloteplak. Die Lüge" von Wolebymbe Wynnytschente mit Helene Fehdmer als Natalja Pairlowna ist in Borbereitung. Regie: Friedrich Kayiler. Das Blüthner- Orchester veranstaltet am 29. abends 8 Uhr, im Blüthner- Saal einen Wagner Abend unter Leitung von Camillo Sildebrandt, Karten find zu haben bei Vote u. sod, A. Bertheim, Stahl und an der Abendkasse. Schomburgt in der Urania. Der bekannte Afrikaforscher Hans Schomburgt spricht am 24. und 27. in der Urania über Liberia und Frauen- Geheimbünde im Golalande" mit Lichtbildern und Film. Die Staatliche Hauptstelle für den naturwissenschaftlichen Mater richt veranstaltet auch im bevorstehenden Winter Lehrgänge für Lehrer und Lehrerinnen aller Schulgattungen. Die Lehrgänge erftreden sich hauptsächlich auf Pflanzen- und Tierkunde, Chemie, Phynt, Edlunde und Mathematit. Sie beginnen in der ersten Novemberwoche. Besuche um Bulassung find nach der Staatlichen Hauptstelle, W 35, Potsdamer Straße 120, mündlich oder schriftlich zu richten. 1 holländischer Gulden Dollar 4441. 1 argentinischer Papier- Beso 1 belgischer Frank. 1 norwegische Krone 1 dänische Krone. 1 schwedische Krone 1 finnische Mark. 1 javanischer Yen 1 italienische Lire 1 Bfund Sterling 21. Oftober Käufer Berläufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 1725.67 1737.38 1596.- 1604. 802.24 303.76 781.04 784.96 879.79 884.21 1177.05 1182.95 104.78 105.27 2144 62 2155.38 20. Ditober Kurs Kurs Der Geldbedarf der Stadt Berlin. Gewerkschaftsbewegung Einsicht und Entschlossenheit. Der Berliner Magistrat hat der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage zugehen lassen, in der er um Bewilligung von weileren Geldmitteln ersucht: Für die Fertigstellung der Caprivi Käufer Verkäufer Brücke in Höhe von 40 Millionen Mark, des Westhafens ( Geld-)( Brief-) in Höhe von 360 Millionen Mart, der Industriebahn in Die Berliner Arbeiterschaft hat sich offenbar entschlossen, dem Neukölln in Höhe von 115 Millionen Mark, der Nordsüdbahn Mißbrauch eine Ende zu machen, den die KPD. mit ihr treibt, indem 1881.58 1888.47 vom Betriebsbahnhof bis zur Gneisenaustraße, Ede Nostizstraße in fie unter allerlei Täuschungsmanövern die Arbeiter vor den von 1276.80 1283,20 Höhe von 50 Millionen Mort, der Nordsüdbahn in Neu- Mostau aus dirigierten Parteimagen zu spannen versucht. In 245.62 fölln in Höhe von 90 Millionen Mart, des Chirurgischen unferer heutigen Morgenausgabe haben wir eine Reihe dieser 629.57 und des Tuberkulose Pavillons im Krantenhause Moabit Schwindelmanöver auf ihren richtigen Wert zurückgeführt und be 708.77 in Höhe von 90 Millionen Mart, zusammen 765 Millionen Mart. sonders auf den Schwindel hingewiesen, der in der Betriebsrätevollversammlung am Donnerstag von einem angeblichen Beauftrag ten der Belegschaft der städtischen Elektrizitätswerte vollführt worden ist. 244.88 626.43 705.23 912.63 947.37 84.78 8522 1715.70 1724.30 187.03 187.97 148.62 149.38 19700.60 19799.40 15760.50 15839.50 4418.92 4441.08 B551.10 3568.90 264.38 265.67 899.- 401.644.88 543.63 546.37 1 Dollar 1 französischer Frank 329.17 1 brasilianischer Milreis 491 26 1 Sweizer Frank. 883.98 1 spanischer Peseta 678.30 330.83 493.74 808.02 681.70 100 österr. Stronen( abgest.) 5.83 5.87 1 tschechische Krone 143.14 1 ungarische Krone 143.86 1.71 1.73 29.82 29.48 118.70 1.44 24.33 1 bulgarischer Lewa W Erster Schnee. Das Jahr 1922, wenn es einmal zu Ende sein wird, wird vermutlich ganz und gar aus der Erinnerung der Deutschen gestrichen Dazu wird uns ergänzend mitgeteilt, daß diefer Bertreter" werden, und wenn man es fönnte, würde man sagen dürfen:„ Dieses der Angestellten und Arbeiter der städtischen Elektrizitätsmerte, Jahr war überhaupt fein richtiges Jahr Wir wollen es noch ein- 3or now, der ohne jeden Auftrag eine Resolution verlas, in der die mal haben." In das Bild diefes verforfften Jahres paßt es denn schärfsten Kampfmaßnahmen angekündigt wurden, infolge der allauch vollkommen hinein. das in einer Jahreszeit, in der noch eine gemeinen Entrüstung der Belegschaft sein Amt als Betriebsrat 647.62 Menge grünes Laub an Bäumen und Sträuchern hängt, eine niederlegen mußte. Das Vorgehen dieses Betriebsrats mußte 4.80% 4.84% paßt in dieses trostlose Bild der Schneefall, der heute den ganzen der Belegschaften der Unterstationen den Beschluß gefaßt hatte, Temperatur herrscht, die dem Dezember würdig ist. Nicht minder um so mehr als bewußte Täuschung bewertet werden, weil ihm bekannt war, daß eine kurz vorher stattgefundene Bollversammlung 119.30 Morgen hindurch geherrscht und der sich doch beinahe um einen ganzen Monat verfrüht hat. Vielleicht haben wir in acht Tagen ohne die Gewerkschaften an teiner Aftion teilzunehmen. Eisbahn, und wenn das dann in der richtigen Reihenfolge weiter. Wir begrüßen besonders diefen Beschluß. Die Zeiten der fort geht, grünen und sprießen um Neujahr herum die Fliederbüsche, gefeßten Geldentwertung und politischen Hochspannung sind zu ernst, und im Februar 1923 fingen die Nachtigallen. Das wäre in dieser als daß sich die Arbeiterschaft den Lurus wilder Aktionen leisten troftlosen Zeit ein Lichtblick. Geht man aber im Schneematsch durch kann, die schließlich zu einer Schwächung der Organisationen und die alten grauen Straßen Berlins und sieht die alten grauen Mens fchen dieser Stadt trübe durch den Schmuß schleichen, dann wird man von der Grausamkeit dieser Natur gepackt, die man nur durch opfernde und hingebende Liebe von der geplagten Menschheit fern Kleiderhandel im Schloß. 1.46 24.47 halten fönnte. Dr. Alfred Bernstein, der frühere sozialdemokratische Stadtverordnete und in Arbeiterfreifen bekannte Arzt, ist infolge eines Herzschlages plöglich geft or ben. Bernstein, der vor Jahren sich von der Sozialdemokratie abwandte und anscheinend der syndikalistischen Richtung zuneigte, hat in der Stadtverordnetenversammlung lange Beit hinburch sich als Vertreter unserer Bartei im Dienste des Bolts fein Rat viel, und unvergessen soll ihm besonders sein Berdienst um wohls betätigt. In Fragen des Gesundheitswesens galt Das Zustandekommen der Säuglingsfürsorgestellen sein, für die er zusammen mit unserem vor jegt zwanzig Jahren so früh verstorbenen Genossen Dr. Freudenberg eifrig geworben hat. Dr. Alfred Bernstein war in den letzten Jahren schwer leidend und hatte sich vom öffentlichen Leben völlig zurückgezogen. damit der Widerstandskraft der Arbeiterschaft führen muß. Es ist zu begrüßen, daß die klaffenbewußt und sozialistisch denkenden Arbeiter sich auf die Gefahren befinnen, die gerade der Arbeiterschaft durch die unverantwortlichen Treibereien der von Moskau aus dirigierten Rommunisten brohen. Wir begrüßen es ganz besonders, daß gerade die Arbeiter der städtischen Elektrizitätswerke, mit denen Moskau besonders gern operiert hat, die Gefahr erkennen und auch danach zu handeln sich entschlossen zeigen. Der Borstand des Zentralverbandes der Maschinisten und Seizer schreibt uns: Freitag, daß bei der Landtagssigung am Donnerstag im Abgeord Die„ Rote Fahne" behauptet in Nr. 467, Morgenausgabe vom netenhaus u. a. auch Betriebsräte afs Bertreter unserer Organisas tion anwesend waren. heit. Weder von uns als Zentrale, noch von unserer Ortsverwal Diese Behauptung der Roten Fahne" ist eine glatte unwahrtung Groß- Berfin find Betriebsräte beauftragt worden, als Ber Die städtischen Mehlschieber. Die Konsumgenossenschaft treter unferer Organisation an der fraglichen Aktion im Abgeorderfucht uns zu der gestrigen Mitteilung über die Mehlschieber in netenhause teilzunehmen Die Rote Fahne" bezweckt zweifellos städtischen Diensten mitzuteilen, daß die Konfumgenossenschaft Berlin mit dieser Mitteilung, wie in so vielen anderen Fällen, eine be und Umgegend, die von allen in Berlin vorhandenen Genossenschaften wußte Irreführung ihrer Leser. Es dürfte zweckmäßig sein, dieses allein als Konfumgenossenschaft firmiert, mit den in Betracht kom- Gebaren der Roten Fahne", das mit wahrheitsgetreuer Berichtmenden Herren nie, weder direkt noch indirekt, in geschäftlicher Ver- erstattung absolut nichts zu tun hat, entsprechend niedriger zu bindung gestanden hat. Die Konsumgenossenschaft hat mit den städti hängen. Geschäftsverkehr zwischen der Stadt und ihr auf Grund der Stellung, schen Beamten nur insoweit zu tun gehabt, als dies im regulären die die Herren befleiden, notwendig war. Ebenso hätten die Genannten auch nie versucht, mit der Konsumgenossenschaft derartige Geschäfte zu machen. Die Zentrale der Hausfrauenvereine Groß- Berlin hat im ehemaligen Schloß eine sogenannte Mittelstandshilfe ins Beben gerufen. Man will in erster Linie Frauen aus allen Kreisen Berdienste durch Heimarbeit verschaffen. Es handelt sich insbesondere um Anfertigung von Wäsche, Wollstickerei, Hohlsaumnäheret, Bollstriderei. Plattstichstickerei und Anfertigung von Kinderkonfet tion. Die Preise für die einzelnen Arbeiten werden angeblich mit den Firmen vereinbart und ohne jeden Abzug an die Arbeiterinnen ausgezahlt. Zur Deckung der Unkosten wird von den Firmen ein geringer Aufschlag erhoben. Das Arbeitsministerium gewährt kleine Buschüsse, man hofft auch auf Beihilfe von anderen Behörden. Zur zeit follen bereits 1000 Beschäftigte mit Heimarbeit versorgt werden. Außerdem ist ein Berkauf getragener Kleidungsstücke, die von Mitgliedern der Hausfrauenvereine angeboten werden, in der ehemaligen Schloßküche eingerichtet. Wer nun glaubt, dort einiger maßen preiswert irgendein Kleidungsstück zu erstehen, wird bitter enttäuscht. Für alte Kleidungsstüde werden Preise gefor dert, die größtenteils denen für neue Sachen nicht nachstehen. Ein abgetragener Maßanzug, ungereinigt, wurde mit 15 000 m. angeboten, evtl. ist der Verkäufer bereit, 1000 m. nachzulaffen. Ein alter Herrenfilzhut testet 600 m., eine getragene Maffo- Unterhose 2000 m., ein ganz alter Damenmantel( billigste Konfektion), der vielleicht einmal feine 50 m. gekostet hat, wurde mit 5000 m. angeboten. Damenkleider, die einige Jahre, vielleicht schon einige Jahrzehnte alt sind, werden mit 5000 5is 6000 m. gehandelt. An einigen Sachen ist neben dem Preis auch der Name des Verkäufers verzeichnet. So fanden wir an einem alten verschossenen Reformfleid, das mit 800 m. ausgezeichnet ist, den Namen einer befannten bürgerlichen Stadträtin. Fast noch teurer als die Klei dungsstücke ist das Schuhzeug. Für ein paar teine ausges tretene und verschossene Erstlingsschuhe werden noch 70 m. gefordert, ein paar Kinderschuhe für 7-8jährige, zum Teil mit abgetretenen Sohlen und Abfähen kosten 200, 300-400 M., ein paar Kinderfegeltuchschuhe, ziemlich start abgestoßen, follen noch 120 m. fosten. Für Lackschuhe aus längst vergangenen Beiten, die vielleicht einmal 15-20 m. getoftet haben, werden jegt 400-600 m. vers langt. Bemerft muß noch werden, daß die Kleidung fast durchweg ungereinigt dort feilgeboten wird. Im ganzen genommen, fann man ruhig feststellen, daß mit einem Drittel der Summen, die verlangt werden, faft alle Kleidungsstüce noch überbezahlt sind. Bon einer Mittelstandshilfe tann also feine Rede sein, man fann ruhig von Bucherpreisen sprechen, bei denen die Berkäufer ein glänzendes Geschäft machen. Nach einem aushängenden Blafat Sunglozialisten Friedrichshain. Der für heute angefeßte Bortrag findet nicht statt. haben die Käufer und Berkäufer 10 Broz. zur Untoftendeckung ab. zuführen. Es dürfte dringend notwendig sein, daß die Behörden, die angeblich diese Einrichtung unterstüßen, sich um die geschilderte Breisbildung fümmern. So anertennenswert es ferner ist, daß Selbsthilfeeinrichtungen für bedürftige Familien geschaffen werden, fo notwendig scheint es, darauf zu achten, daß nicht eine die ges werblichen Arbeiterinnen schädigende Ronkurrenz großgezogen wird. Das ist aber zu befürchten, wenn die Arbeitslöhne ohne Rücksicht auf bestehende Tarifverträge und ohne Mitwirfung der Gemertfchaften festgelegt werden und wenn die Einstellung von Arbeitsfräften ohne Prüfung der Bedürftigteit geschicht. Auch diesbezüglich möge das Reichsarbeitsministerium, sofern es finanzielle Zuschüsse leistet, nach dem Rechten sehen. Gen. Pfarrer Bleier hält am Sonntag, den 22. Oftober, bormittags 10 Ubr, in der Trinitatistirche, Charlottenburg( mit Untergrundbabn bis Bismardſtroke). eine religiöse Feierstunde ab. Thema:„ Ist das Wunder des Glaubens liebstes Stind?" Der Schnellzug Straßburg- Cyon verunglückt. Der Schnellzug Straßburg- Lyon stieß um Mitternacht bei Rufach mit einem Güterzug zusammen. Nach den bisherigen Feststellungen sind fieben Berfonen getötet und zehn verlegt worden. Wetter für morgen. wiegend bewöltt, mit geringen Niederschlägen und ziemlich frischen, zwischen Berlin und Umgegend. Reitweise aufflarend, fedoch fühl und überNordost und Nordwest schwankenden Winden. Groß- Berliner Parteinachrichten. Jugendveranstaltungen. Morgen abend um 7 Uhr findet in der Aula ber Schindel- Realschule, CarmenSylva- Straße 25.26, ein Elternabend ftatt. Sur iufführung gelangt bas Abendtasse zu haben. Buppenspiel Dottor Faust". Eintrittskarten zu 5 Mart sind noch an der Theater der Woche. Vom 22. bis 30. Oftober. bie Rraft, 2. Teil. 25. und 30. Die Ratten. 27. Ueber die Kraft, 1. Teil. Boltsbilhne: 22., 24. und 28. Der Berfchwender. 28., 28. und 29. Ueber Opernhaus: 22. Baltüre. 23, Dibello. 24. Cicgirieb. 25. Gigaros Dogzeit. 26. Carmen. 27. 2. Ginfonie- Ronzert. 28. Rosca. 29. Götterdämmerung. 80. Madame Butterfly. Gauspielhaus: 22. Dihello. 23. und 28. König Richard III. 24. Peer Gynt. 25., 27. und 29. Georg Dandin, der Arzt wider Willen. 26. Maria Stuart. 30. Napoleon. Deutsches Theater: 22., 24. bis 26. und 28. Der Bund der Jugend. 23. Tanzabend Siboy Impekoven. 27. und 80. Der lebende Leichnam. 29. Und das Licht scheinet in der Finsternis. meisters Bentral- Theater: 22., 24., 26., Thalia Die Massenentlassungen bei der Post. Zu diesem Thema wird uns vom Deutschen Berkehrsbund geschrieben: Durch Breffenotizen über die angebliche Unzuverlässigkeit der Pofthelfer soll anscheinend nach außen der Eindruck erweckt werden, caß die geplanten Maffenentlassungen von jahrelang im Postdienst beschäftigten, bewährten Bosthelfern und Bosthelferinnen schon aus den angeführten Gründen berechtigt sind. Der mögliche Verkehrsrüdgang aus Anlaß der neuen Gebührenerhöhung, die anbefohlene Sparsamkeit, angeblich durch die allgemeine Notlage des Reiches bedingt, follen nun im Berein mit anscheinender Unzuverlässigkeit und möglicher Unredlichkeitsveranlagung den schlagen den Beweis liefern, daß die Massenentlassungen von jahrelang bei der Post tätigen Familienvätern, Kriegsbeschä bigten und Kriegerwitmen vorgenommen werden müssen. Wie liegen nun die Dinge in Wirklichkeit? Die Gebühren. erhöhung hat nicht nur nicht einen Berfehrsrüdgang gebracht, fon dern eine nicht unerhebliche 3unahme des Berkehrs, der sich noch ganz bedeutend, wie alljährlich zu Weihnachten, steigern wird. Zudem hat der Vereinfachungsausschuß des Reichspostministeriums, gehend geprüft hat, feftstellen können, daß das vorhandene Bersonal welcher die Perfonalverhältniffe bei der Oberpostdirektion Berlin ein im unteren Dienst voll benötigt wird. Berücksichtigt man die viel zu vielen höheren Beamten im Bostdienst und wie systematisch versucht wird, das jahrelang beschäftigte Helferpersonal durch zum Teil Betriebsfremde zu verdrängen, anstatt den Verhältnissen Rechnung tragend den Dingen Zeit zu einem Ausgleich zu lassen, so tann gerade in dieser Hinsicht der Postverwaltung der Borwurf nicht erspart werden, alles andere als Sparsamteit geübt zu haben. Bezeichnend ist die Haltung einiger Beamtenorganisationen zu der Entlassungsfrage. Sie legten feinerzeit Wert darauf und wurden in diesem Sinne bei der Bostverwaltung vorstellig, junge Leute ohne Anhang, fogenannte Boftbobenanwärter, unter allen Umständen im Beschäfti gungsverhältnis zu behalten und Familienväter und Kriegermitmen, welche nicht Anwärter waren, zu entlaffen. Wiederkehr der Zuckerkarte. Hält man sich vor Augen, daß auf einzelnen Dienststellen Monatlich ein Kilogramm Zuder pro Kopf. Ramme: fpiele: 22. bis 24. Das Glas Waffer. 25. bis 30. Timotheus in flagranti. bendaushilfen bis zu 6 Stunden beschäftigt werden, die Leffing Sheeter: 22., 24. bis 26., 28. und 29. Vater und Sohn. 23., 27. und tagsüber in Brivatbetrieben bis 8 Stunden arbeiten, Jetzt ist die preußische Ausführungsanweisung über 50. Fauft. Theater in der Königgräger Straße: 22., 24., 25., 27. bis 29. Die fo sind eben alle Möglichkeiten bei der Post gegeben. Unbeschabet die Zuckerrersorgung im Betriebsjahre 1922/23 erschienen. Danach bin Roledo.eutiches Opernhaus berliden Gefchichten bes kapell der sicher im Winter eintretenden Arbeitslosigkeit nimmt die Ober22, Lohengrin. 23. Tristan und haben die Zuckerfabriken den Zucker an den zugelassenen Großhandel 3folde. 24. Carmen. 25. Die Boheme. 26. Mignon. 27. Figeros Hochzeit. postdirektion Berlin jetzt Maffenentlaffungen vor, so ihr Teil zur abzugeben, der ihn nur in den Bezirken in Berkehr bringen darf, 28. Rofenmontag. 28., 27. und 30. ygmalion. 25. Die Chre. 29. Alt- Heidel personal restlos entlassen, dann sind auch die Arbeitnehmer. 28. Tannhäuser. 29. Carmen. 30. Oberon. Spiller- Theater: 22., 24., 26., Lösung der sozialen Frage beitragend. Ist aber das Aushilfs. für die er bestimmt ist. Zum Handel mit Zucker werden nur der berg. Schiller- Saal: Täglich 8 Uhr: Rüdiger: Heiteres und Heiterftes. organisierte Großhandel, der organisierte Einzelhandel und die ge- 22. Die erfte Geige. 23. und 27. Der Engländer. Gainros. 24. bis 26., 28. bis langgehegter Wunsch der Postverwaltung. Die Allgemeinheit muß Großes Echauspielhaus: Der Widerspenstigen 8ähmung. Neues Volls- Theater: pertretungen befeitigt, und letztere auszuschalten, ist ein noffenschaftlich organisierte Berbraucherschaft zugelassen. Die ord- 30. Michael Kramer. Die Tribune: 22. bis 26. Tod und Teufel. Sonnenfpel das Interesse aufbringen und darauf achten, daß das langjährig nungsmäßige Durchführung des Zuderhandels soll durch Kontroll und so. Madame Cans- Gene. 26. bis 29. Liebelei. Die Lore. trum. Ab 27. Der Teufelsfd) iller. Deutsches Künstler- Theater: 22. bis 25. Romödien benötigte nichtbeamtete Bersonal im Beschäftigungsverhältnis zu stellen überwacht werden. Die Zuckerwirtschaftsstelle der deutschen haus: Senne im Rorb. Berliner Theater: Madame Pompadour. Trianon bleiben hat und nicht einem Schema zu Liebe Tausende entlassen, Suderindustrie bleibt als Zentralftelle für die Berteilung bestehen. Fächer. Ab 25. Der Schlafwagentontrolleur. Theater: Liffi, die Rototte. Resibenz- heater: 22. bis 24. Lady Windermeres der Nct und dem Glend preisgegeben werden, trotzdem sich die Zahl Aus dem ihr zugewiesenen Zuder wird monatlich ein Rilo 28. und 29. Rabale und Liebe. 28., 25. und 27. Die Kleinbürger. heater in der Post beamten von Jahr zu Jahr erhöht. gramm auf den Kopf der Bevölkerung verteilt. Apo- davon! Der Kommandantenstraße: Der Geschlagene. Komische Oper: Europa spricht Luftspielhaus: Die Schule der Rokotten. Metropol Theater: New thefen, Krantenanstalten, Gastwirtschaften und Fremdenheime er Vort- Berlin. Reues Operetten- heater: Die schwarze Rose. Montagespesen fallen nicht unter den Lohntarif. halten besondere zuweisungen. Der Einzelverfauf wird Theater: Bring Don Juan.- Theater am Rollendorfplat: Dein Mund Große Bolls- Oper( Theater des Westens): 22. und 23. Samson und Dalila. durch die Zuckerfarte geregelt, die allerdings erst am 1. De 24., 27. und 30. Der Troubadour. 25. und 28. Fidelio. 26. Die Entführung aus einer Berliner Kefielfabrit auf Nachzahlung einer Lohnzulage von Vor dem Berliner Gewerbegericht lagte der Auslandsmonteur dem Serail. 29. Tristan und Isolde. 8ember in Kraft treten soll. Sie gilt für das ganze preußische Wallner- Theater: Die kleine Günderin Aleines Theater: Agnes Jordan. Walhalla Theater: Die tolle Lola. 10 000 m., bie ihm von seiner Firma mit der Begründung vorStaatsgebiet und wird durch die bisherigen Lebensmittelfarten Theater des Oftens: Bad stelachen. Rafino Theater: Lämmelmanns Bummel. stellen der Wohnsitzgemeinden ausgegeben. Ueber die Verteilung teglig: Orobes Saus: Der große Bariton, Aleines Saus: 22. Metallarbeiterverband vereinbarte Nachzahlung durch die VerNeues Theater am Beo: Dorine und der Bufall.- Schloßpart- heater enthalten war, daß diese zwischen dem Arbeitgeber- und dem von Einmachezuder und die Sonderzuweisungen für Mütter und und 23. Der Beitlauf mit dem Schatten. Ab 24. Daisy. Crainquebille. Folies pflegungsgelber und Spefen abgegolten fei, die der Säuglinge werden noch besondere Berfügungen ergehen. Caprice: Madame Cocotte. Die Badewanne. Beethoven- Gonate. O diese Beine. In der preußischen Suderverordnung wird verboten, die Abgabe von endlich. Intimes Theater: Die Leiter. Frau Abas G. m. b. S. Seute nicht! Allein Monteur für die Auslandsmontage im Dienste der Fabrik erhalte. Theater am Kurfürstendamm: Der Bauwau. Schauspielhaus Das Gericht schloß sich der Auffassung des Klägers an, wonach Inlandzucker von dem Zulauf anderer Waren abhängig zu machen. Botsbam: 22., 25. und 27. Der fidele Bauer. 23. und 28. Gefchloffene Borstel. Verpflegungsgelder und Spesen nicht unter den Tarif fielen lung. 24., 26. und 29. Der Raufmann von Benedig. Renaissance Theater: Die Kleinhändler müssen sich ferner verpflichten, Inlandszuder nicht is Sara Sampion. und infolgedessen auch nicht an die Stelle einer tariflichen Nach. mit Auslandszucker zu vermischen. Auf Zuwiderhandlungen steht Rachmittagsvorstellungen: 22. und 29. Ueber die Kraft, ahlung treten tönnten und verurteilte bie beklagte eine Bertragsstrafe in der Höhe des doppelten Bertaufswertes des 22. Rabale und Liebe. 29. Das Glas Wasser. Denisches Theater: 25. 8% und 29. 12 Uhr: Tänze Niddy Impeloven. Firma zur Zahlung der geforderten Summe. Kammerspiele: 22. und 29. Der verbotswidrig abgegebenen Zucers, mindestens jedoch von 2000 m. Raub der Gabinerinnen. Leffing- heater: 22. Man fann nie wissen. Theater in der Königgräger Straße: 22. und 29. Die wunderlichen Geschichten Des Rapellmeisters Kreisler. Dentfches Opernhaus: 22. Die verlaufte Braut. Die neuen Gehälter im Zeifungsgewerbe. Am Freitag, den 25. Der Freischüß. 29. Der Evangelimann. Schiller- Theater: 22. Die fünf 20. Oftober 1922, tagte das zwischen den Parteien vereinbarte Großes Schauspielhaus: 22. und 29. Danton. Neues Voils. Deutsches Künstler.Theater: Schiedsgericht für die Angestellten im Groß- Berliner Zeitungs22. Wenn wir Toten erwachen. Komödienhaus: 22. und 29. Prinzeffin Olala. gewerbe. Nach mehrstündiger Beratung wurde einstimmig ein Berliner Theater: 22. und 29. Fidelio. Trianon- Theater: 22. Der Bater. Schiedsspruch gefällt, der die Gehaltssäge gegenüber dem Monat Residenz- Theater: 22. Cafanovas Schn. Rentral Theater: 22. Die Pfarrhauskomödie. Luftspielhaus: 22. Der Werwolf. Metropol- Theater: 22. Die September um 70 Pro3. erhöht. Der Spruch ist von beiden Bajadere. Theater am Rollenderjylag: 22. Peliebte Leute. Thalia Theater: 22. und 20. O schöne Beit, felige Beit. Parteien angenommen worden. Kleines Theater: 22. Totentana. Balballa. Wallner- Theater: 22., 25., 28. und 29. Die Karlsschüler. Theater fres Oftens: 22., 28. und 29. Neues Theater am 8eo: 22. Rosmersholm. Intimes Lauf doch nicht immer nact herum. fahrt. 1. Teil. Frankfurter. Der Mietszuschlag für die Müllabfuhr. Zu unserer Mitteilung in der gestrigen Abendausgabe wollen wir Theater: 22. und 29. Der Engländer. Satyros. nachtragen, daß im städtischen Ausschuß für das Wohnungswesen ein fozialdemokratischer Antrag, mit dem Zuschlag für die Müllabfuhr pro November nicht über 150 Bro3. der Friedensgrundmiete hinauszugehen, leider abgelehnt wurde. Der Ausschuß beschloß dann mit großer Mehrheit, dem Magistrat die est Die Entscheidung des Magistrats steht noch aus, fegung des Zuschlages pro November auf 200 Pro 3. zu empfehlen. Die sieben Raben. Theater: 22. und 29. Operngafifpiel. Theater: 22. Die Peitsche und Berantwortlich für den redakt. Teil: Bietor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Berlag Vorwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: Borwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin, Bindenstr. 8 günstigste Kautmöglichkeit 5 Hemdblusen aus gut. Spor flanell, helle u. dunkle Streifen. 695 aus gutem Jumper Rippenvelvet mit Kurbelstickerei in mehreren Farben Strick Jacken, 59500 167500 reine Wol e, in besonders 295000 guier Ausführung Reinw. Cheviots, doppe.tbreit, schwarz, rot, braun.. Mtr. marinebles, 52500 Popeline, moderne mi. Seideneffekt, Strei en, Mtr. 475 prima Gabardine, Qual tät: 130 cm breit, schwars und in allen Farben, Mr. Sternzwin 39800 245000 . Stck. 390 Maschinengarn, 3850 200 Meter. Rolle Stopftwist, schwarz, grau... reil Knäuel Druckknöpte Dts. Baumwollband, sch arz und weiß... Mir. mit Armblatier Gummiplatte. Paar grau.schwart, 100 12.50 3.90 323 2950 Wolle, Gra 1950 5750 Elegantes aus guKostüm ten ge mustert. Stoffen, offen u. geschloss. zu tragen, ganz auf Fut.er. Bln Schöneberg Gold- SilberPlatin- BruchGegenstände, Quecksilber kauft zum höchsten Tageskurs Heinrich Trapp Beuthstr.10, Spittelmarkt. Lage indemann& AKTIENGESELLSCHAFT Gewinn- Auszug ber 20. Preuß- Südb.( 246. Preuß.) Klassen- Lotterie 5. Riaffe 10. Ziehungstag 20. Oftober 1922 uur jede gezogene Nummer jino givei gleich hohe Geivinne gejalien, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beider Abtellungen I und II Ohne Gewähr. Nachdrud verboten. 2050: Tuch- FouleeKleid, offen und geschlossen sz tragen, in verrch edenen Farben, mit modernem Handstich. In der Abteilung 1 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 6 zu 0000 M 44780 197621 217747 18 zu 5000 M 27925 65768 180368 222852 257800 264577 350654 359064 36555 168 zu 3000 M 28854 41719 41988 46316 49031 50936 52352 52661 60805 63662 67624 74351 74670 83306 847.7 908 4 979 6 93774 104760 142470 108836 114098 121003 124551 126 84 126249 127865 128 38 1343 1458 1 146.81 14786 148374 148418 52349 165119 1578.2 160354 16 69 162184 163.07 1696 9 180620 185692 194848 196836 207357 213147 216736 223884 234: 27 243276 245470 245-85 47900 249509 252668 256 07 267498 262737 264333 277472 282042 284051 284478 288400 85812 286572 300329 312388 316395 319026 322992 324039 334942 336717 340602 342272 47429 848062 350403 352 8 355232 362851 Ja ber Abteilung 2 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 zu 40000 M 297081 2 zu 3000 M 242464 2 zu 10000 M 331795 18 2 500 M 39293 158305 183043 249024 308189 8: 6392 322341 847-34 36 558 24 89 25071 28814 86204 87193 9 061 38041 15844 174319 122 zu 3000 M 168 10054 16484 21262 22588 52011 64294 85428 69416 7: 940 74878 75983 78249 99 47 10 594 111530 113969 11685 131684 138-54 176349 181805 185774 19: 970 197248 2007 4 1049.8 2: 4211 218913 284823 S7108 241454 247.74 255043 265788 263008 285456 289121 298670 0.440 30.699 312939 314802 316706 3185 1 322421 330266 331291 388043 341155 365247 866090 In der Abteilung 3 wurden Gewinne über 1500 Mark gezogen: 2 zu 15000 186227 4 zu 0000 M 17600 139284 26 zu 5000 a 19: 5 18830 89400 160585 198203 211389 238888 269562 286696 289044 325091 327831 331128 110 zu 3000 25 9 4536 5.91 7565 8037 26983 80794 43970 48711 49195 6 8 6 818 75553 83392 83338 128411 134231 147668 156818 157 62 183587 171498 182962 1849.4 85993 19 589 1992 8 2 9923 226167 233544 238 8+ 239-0 240613 240901 2601 5 261355 273975 28.285 290918 2980.6 300480 303640 303702 306 6 3 848 326649 328712 343076 344720 846262 354090 69222 369 95 370101 8714.0 Die in dem vorstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den giften zu erschen, die bei den ftaatlichen Botteris Einnehmern zur unentgeltlichen Einsicht ausliegen. Wo laß ich meinen Anzug machen? Wer garantiert für guten Sitz u.Verarbeitung? Mar Motel. Schneidermstr. Neutöln, Ringbahnstr. 33 Tel.909. Lieferung für höchfte Staatsbeamten Biele Anerkennungen u. Dantschreiben Zahngebiffe sowie Gold-, Silber-, Platin- Bruch zerbroch. Gegenstände genau denselben Wert kauft und zahlt höchste Tagespreise Barheine Edelmetallverwertung Invalidenstr.2.v.lrechts, kein Laden Eingang Elisabethkirchstraße Kopenhagener Str. 9( Laden) 2 Min. v. Bahnh. Schönhauser Allee 4050: Flotter Mantel aus gemus.ortem moligen Winterstoff, moderne Schlüpferform Hauptstr. 149 Metzner Kinderwagen Welthaus Metall- Bettstelien, Kinderu. Korbmbbal, Korbwaren, Runestable, Puppenwagen, Alle Kinder- Fahrzeuge usw. Größte Auswahl Berlins. Andreasstr. 23, Andreasplatz Brunnenstr. 95, Beusselstr. 67 Leipziger Str. 64. Neukölln, Bergstr. 133 Spandau, Char ottenstr. 24a. Hosen! Hosen! Strickjacken Arbeitshosen, feldgraue Hosen. Breeches, schwarze u. gestreifte Hosen, Turner- und Fußballhosen kauft man gut u. vorteilhaft in großer Auswahl in der Munchen- Gladbacher Hosen- Zentrale NW.87, Beusselstr. 39 Blauer Laden. Bauchhosen für beleibte Herren. Fahrgeldvergütung! nferate im Perser- Teppiche J'Vorwärts Klaviere, Flügel Brücken höchste Tagesor. Herer, Pallasstr. 9. Kurf. 9104 Mantelstoffe ichern Erfolg! te establ marine Cheviot, schwere Anzugware, sehr preisw.! Trikotag. tür Damen Herren u. Kinder. Neuheiten in Damen Putz! Ella Dehmel, Neukölln, Niemetzstr. 9, Nähe Richardplatz. Telephon: Amt Neukölln 469 Achtung! Hosen! Arbeitshosen Gestr. Hosen " 1350 Mk. an 1965 Ers. f. Maß 2400 Briedges- Hosen ManchesterEngl. LederFeldgraue } Hosen 99 " 950 " äußerst billig München- Gladbacher Hosen- Zentrale Berlin, Bügener Str. 25 ( blauer Lad), nane Bahnh. Gesundbr Fahrlinien. 5,8 35, 36, 37, 40 41, 42,99 III, 27. 14 Fahrgeldvergütung! Kapitän- Kautabak ift im Geschmack unübertroffen; in Bigarrenhandlungen erhältlich. C. Rocker, Berlin, Lichtenberger Str.22( Kst. 3861 Schneiden Sle unser Inserat aus! Gold- Silber- Platin Ringe, Ketten, Löffel. Bestecks etc. Brillanten, Zahngebisse kauft höchstzahlend Erich Fuhrmann Gotzkowskystr. 13 Kerbmöbel f.Gärten, Balkone, Wohnz i mod. u. dau erhafter Aust. Korbsessel Gr. Auswahl Besicht.erbet Heinr. Kaese Kerb- a. Rohrmöhelf. Neuk., Berl.Str.89 Querg. pt.( Rein Lad.) a er Art für Damen, Herren, Kinder. Sportgarnituren, Schals u. Mützen Nur Einzelverkauf bester Qualitä sware Billigste Bezugsquelle! Bruno Richter Berlin- Pankow Mendelstraße 36: Fabrik- Niederlage Thüringer Wollwaren Straßenbahn: 46, 47, 49, 51, 57. 151, 116. Fernruf: Amt Pankow 3723. Die große Jubiläumsausgabe: FLATOW Kommentar ZUM Betriebsräfcgcfciz Auflage 95 bis 125000 Vollkommen neugestaltet unter Benutzung aller Literatur zum modernen Arbeitsrecht und Anführung der ergangenen Entfcheidungen. Auch das Betriebsbilanzgefetz und das Auffichtsratsgeletz nebft Wahlordnung find für den Gebrauch in der Praxis forgfältig erläutert. PREIS GEB, 440 MK. Potsdamer Str. 118 Buchhandlung VORWÄRTS Berlin SW 68, Lindenftraße 3 Große Juwelen Ankaufstage! Infolge großer Nachfrage im Auslande kaufen wir und suchen dringend: Dosen, Wir zahlen ab heute besonders Brillanten bis 500 000 Mark pro Karat und darüber Ringe, Kolliers, Ohrgehänge, alten Familienschmuck mit kleinen und sehr proßen Brillanten, Perlen. Perlschnüre, Smaragde, überhaupt jeden Schmuck, ferner goldene H.- Uhren, bis 100 000 M. pro Stück, goldene Ketten, Ringe, Münzensammlungen, Platin-, Goldund Silberbruch und Fassongegenstände, wie Bestecke, Schalen, Leuchter. antike Sachen zum denkbar höchsten Auslandskurs hohe Preise, so daß jeder Kunde unbedingt zufrieden sein wird. Unsere Firma ist in Groß- Berlin als höchstzahlende Stelle bekannt, und fast jedem Kunden zahlten wir bis 30% mehr. Deshalb raten wir Ihnen dringend, kommen Sie vertrauensvoll zu uns. Kostenlose, reelle Taxen. Diskrete Einzelbedienung. Christliches Unternehmen. Sofortige Barauszahlung ohne Luxussteuerabzug. eingetragene Firma Berliner Juwelen- Verwertungs- Haus Handelsgerichtlich räume parterre Potsdamer Straße 118 direkt neben Moderne Laden Durchgehend geöifnet von morgens 8 Uhr bis abends 7 Uhr d. Lützowstr. Verlust nicht hören! nur, wenn Sie uns haben Sie Sei Ankaut Fabryeidvergüt. 3 Schlager! Wir sind noch in der Lage, die unten verzeichneten Schuhwaren erstklassiger Fabrikate zu äußerst billigen Preisen anzubieten. Nur solange Vorrat! echt R.- Box, beste Herren- Schnürstiefel Leder ausführung gute Paßform • Herren- Schnürstiefel echt Chevreaux, M. 2700.mit Lackkappe, M. 2700.Derbyschnitt, elegante Straßenstiefel. Damen- Schnürstiefel echt Chevreaux, schöne Form, halbhoher Absatz, äußerst preiswert . Kein Postversand! M. 2400.Große Auswahl in Kamelhaar- u. Filzschuhen sowie in Pantoffeln zu äußerst billigen Preisen. Deutsche Schuh- Centrale Kottbuser Damm 13, Ecke Schönleinstr.