Nr. 514 39.Jahrgang Ausgabe A nr. 253 Bezugspreis: Für den Monat Oftober 250, Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar. und Memelgebiet fowie Desterreich und Luremburg 346,-M., für das übrige Ausland 515,-M. Poftbestellungen nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frank. reich, Holland, Lettland, Luremburg, Desterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Boll und Zeit", der Unterhaltungsbeilage ,, Seimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erfcheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin". Morgen- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Mark Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezeile Loftet 60,-M. Reklamezeile 300,-. Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Mort 14, M.( aulässig zwei fettgedruckte Borie), jebes veitere Work 12, M. Stellengesuche und Solat Stellenanzeigen das erfle Weit 8,- M., jedes weitere Wort 6.- 902. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Familien- Anzeigen für Abonnenten Seile 20. M. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4% Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW.68, Lindenftraße 3, abgegeben werben. Geöffnet Don 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Tönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Dienstag, den 31. Oftober 1922 Beginn der Reparationskonferenz. Die Vorbereitungen für die Besprechungen mit der Reparationstommission sind von den Ressorts der Reichsregierung am Montag abgeschlossen worden. Am Montag nachmittag beschäftigte sich eine Kabinettssigung nochmals mit dem gesamten Fragenkomplex. Die Parteiführer follen von der Regierung über den Gang der Berhandlungen fortlaufend unterrichtet werden. leber das Programm, mit dem die Reparationstommission nach Berlin tommt, werden verschiedene Angaben verbreitet. Wir glauben aber nicht fehlzugehen, wenn wir als seine Grundlagen folgendes annehmen: Ankunft der Reparationskommission. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Pofticheckkonto: Berlin 375 36 Banffonto; Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depositentasse Lindenstraße 3 Zum Münchener Prozeß. Bon Friedrich Thimme. 11. Der„ Gargas- Komplex". Die Reparationstommission ist am Montag Brennpunkt der Verhandlungen stehen. Die Frage liegt nahe, Auch bei der Berichterstattung Fechenbachs für das abend in Berlin eingetroffen. Am Dienstag mittag wie die auch von uns dringend befürworteten Maßnahmen zur Bureau Gargas scheint mir das Gericht die strafmildern12 Uhr wird der erste Empfang der führenden Kommissions Stabilisierung der Mark den erwünschten durchschlagenden den Momente nicht umfassend genug gewürdigt zu haben. Ich mitglieder durch den Reichskanzler stattfinden. Die Berhand- Erfolg haben sollen, wenn das Damoklesschwert des habe ausdrücklich vor Gericht hervorgehoben, daß, wenn habe ausdrücklich vor Gericht hervorgehoben, daß, wenn lungen sollen jeweils von einzelnen Bertretern der Repa- Moratoriumablaufs und der dann fällig werdenden Fechenbach, wie ich anzunehmen geneigt bin, im Laufe seiner rationsfommiffion mit den einzelnen Ressorts der deutschen unausführbaren Verpflichtungen über Deutschland hängen Regierung geführt werden. Das schließt natürlich Gesamt- bleibt. Nicht minder fraglich bleibt, wie eine Kontrolle ein- Berichterstattung erkannt hat, daß das Bureau Gargas und fizungen nicht aus. Die Leitung der Besprechungen hat der zurichten ist, wenn sie mit dem Selbstbestimmungsrecht des das hinter ihm stehende Rotterdamer Bureau nicht ein Kor respondenzbureau für deutschfreundliche Auslandszeitungen, Reichskanzler übernommen. deutschen Volkes, das angeblich nicht angetastet werden foll, fondern ein politisches Informationsbureau für eine fremde vereinbar ist. Bemerkt muß werden, daß das Programm der Repara- Regierung sei, er sich doch dessen getrösten durfte, daß dieje tionsfommiffion fein Diktat, sondern eine Verhandlungs. Regierung schon aus eigenem Intereffe deutsch freundgrundlage darstellen soll. Was aus ihr wird, das wird in ich sei und seine, Fechenbachs, Berichte nicht anders als in deutschfreundlichem Sinne verwerten werde. Zugegeben, daß hohemi Grade von dem Geschick der deutschen Unterhändler ab- einzelne der vielen von Fechenbach erstatteten Berichte die hängen. Wirkung haben fonnten, einen Druck der Alliierten auf die Reichsregierung in der Richtung der Durchführung der Versailler Vertragsbestimmungen auf militärischem Gebiete, also. in pazifistischem Sinne auszuüben, so hat Fechenbach doch nach meiner Ueberzeugung, wie ich ebenfalls vor Die Ankunft der 34föpfigen Reisegesellschaft vollzog sich in aller Gericht erklärt habe, der Reichsregierung nicht in Im Vordergrund steht das Problem der Stabilisie. Stille und fast unbemerkt vom Bublifum. Man hatte, um unnötige den Rüden fallen, sondern ihr den Rüden rung der Mart. Es foll vorgeschlagen werden, durch Auf Anfammlungen zu vermeiden, von allen Absperrungen abgefehen stärten wollen. Im ganzen ist jedenfalls die legung einer inneren Anleihe und durch Heranziehung der ver- und lediglich einen lleberwachungsdienst durch Kriminalbeamte ein- Berichterstattung Fechenbachs für Gargas fügbaren Goldreserven seine Lösung herbeizuführen. Ein gerichtet, um gegen alle Zwischenfälle gerüstet zu sein. Die Regierung dem Reichswohl eher förderlich als schädlich Moratorium über das bereits zugestandene hinaus foll hatte bon einem offiziellen Empfang abgefehen, und so fanden sich gewesen, und das gilt gerade von den beson nicht gewährt werden, es sei denn, daß dafür besondere auf dem Bahnsteig nur die Vertreter der französischen Bot- ders intriminierten Berichten über die Pfänder geboten würden. Beabsichtigt ist ferner eine mehr oder schaft ein, darunter der erste Botschaftsrat Graf St. Quentin und illo galen bayerischen Organisationen. Es iſt minder weitgehende Kontrolle der Reichs- und General Rollet. Mit einiger Berspätung fuhr der Expreß ein. angesichts des vom Münchener Boltsgericht auferlegten Landesfinanzen, insbesondere der Steuererhebung. Die Rommission, besonders Barthou und Nollet, wurden auf Schweigegebots nicht möglich, auf diese Dinge näher einzuAußerdem soll eine Unterbindung der Devisenspekulation ge- dem Wege zum Ausgang von zahlreichen französischen, englischen und gehen. Wieso das Gericht den Einwand Fechenbachs zu entfordert werden. amerikanischen Photographen und Zeichnern im Bilde festgehalten, fräften vermocht hat, er habe durch seine Berichte der deutschen Wenn dies wirklich das Programm der Reparations so daß es geraume 3eit bauerte, bis fie die Autos erreichten, die sie Republik nügen wollen, vermag ich aus den vorliegenden fommission ist, so werden Moratorium und Kontrolle im in die Hotels brachten. Berichten über die Urteilsbegründung nicht zu entnehmen. Mir ist dieser Einwand aus der politischen Gesamteinstellung Fechenbachs heraus durchaus einleuchtend gewesen. Sozialdemokratie und Produktionshebung. Am geftrigen Montag nachmittag, furz vor 6 Uhr, sind die Mitglieder der Reparationsfommission mit dem Paris- WarschauExpreß auf dem Bahnhof Friedrichstraße eingetroffen. Wilhelm der Notleidende. Die Sigung des Fraktionsvorstandes. Ein Hochzeitsgeschenk für 800 Millionen.. Der Sozialdemokratische Parlamentsdienst" meldet: Während monarchistische Blätter immer noch von Zeit zu Zeit Der Borstand der Sozialdemokratischen Reihs. an die Tränendrüsen ihrer Leserschaft rühren, indem sie weinerliche tagsfrattion trat am Montagvormittag zu einer Sigung zu Schilderungen von der Not" der erkaiserlichen Familie entwerfen, fammen. Er nahm zunächst den Bericht der Unterhändler über die fcheint Wilhelm selber über seine finanzielle Lage durchaus günstig bisherigen Verhandlungen in der Reichskanzlei wegen der sozial zu urteilen. demokratischen Forderungen zur Martstabilisierung entJedenfalls hat er für seine bevorstehende Hochzeit ein Braut gegen. Das Berhalten der Unterhändler wurde einmütig gebilligt; gefchent in Auftrag gegeben, das durchaus der Pracht- und Verinsbesondere fand das Borgehen des Reichswirtschaftsministers Gefchwendungssucht seiner, Regierungszeit entspricht. Es handelt sich noffen Robert Schmidt in seinem Kampfe um die Erhaltung um einen überaus tostbaren Schmud, mit dessen Herstelder Mark einstimmige Zustimmung. fchloffen. Unter allen Umständen halte ich meine Feststellung vor Gericht, daß die Berichterstattung Fechenbachs, im ganzen betrachtet, und bei Zugrundelegung der tatsächlichen Machtftellung Deutschlands, die uns fortdauernd auf das von genauester Kenntnis der deutschen Verhältnisse getragene Wohlwollen der fraglichen Auslandsregierung hinweist, das Reichswohl nichtgeschädigt hat, aufrecht. Diese Feststellung, die aus einer sehr viel größeren Kenntnis der Dinge. heraus erfolgte, als fie dem Gericht eigen sein konnte, hätte nach meinem Empfinden unbedingt strafmildernd mehr in die Bagichale fallen müssen, als es geschehen ist. Ein Gleiches trifft hinsichtlich der Persönlichkeit des Dr. Gargas zu. Es lung zurzeit mehrere Berliner Juwelierfirmen beschäftigt find. In unterliegt feinem Zweifel, daß dessen umfängliche eigene BeIn Anbetracht der bevorstehenden Verhandlungen der Reichs- Auftrag gegeben ist das Gefchent bei einer großen Firma in der richterstattung durchweg eine deutsch freundliche geregierung mit der Reparationstommiffion, die zwar zu raschen sach. Friedrichstraße, die Anfertigung haben ein Goldschmiedemeister in wesen ist. Mag Dr. Gargas immerhin in einzelnen Fällen von dem Rotterdamer Bureau und dessen Hintermännern lichen Entschlüssen drängen, aber noch eine gewisse Zeit in Anspruch der Zimmerstraße sowie andere Spezialarbeiter übernommen. nehmen werden, wurde davon Abstand genommen, die ReichstagsDas Hauptstüd des Schmuckes bildet ein Brillantdiadem, das wirkliche Spionageaufträge entgegengenommen haben, so darf fraktion noch in diefer Woche zusammenberufen. Um aber anderer aus nicht weniger als 700 Brillanffteinen zusammengesetzt ist. Bon doch bei einer Gesamtwürdigung der belastenden und entlastenden Momente der deutschfreundliche Charakter des feits eine Stellungnahme der Reichstagsfraktion zur politischen diesen wiegen die kleinsten ein halbes karat, die Hauptsteine sind Bureaus Gargas nicht so völlig außer acht gelassen werden, Gesamtlage vor dem Beginn der Reichstagsverhandlungen her von erlesenster Bracht und Größe. Ober- und Unterteil des Diadems wie es seitens des Gerichts geschehen zu sein scheint. Daß hier beizuführen und zu den Verhandlungen mit der Reparationskommif- find auf Platin, dem teuersten Metall, bas zurzeit den vielfachen lediglich der ehrlofe Beweggrund des bequemen Gelberwerbs sion Stellung zu nehmen, wurde die Einberufung der Wert des Goldes hat, gearbeitet. Außerdem gehören zu bem durch Spionage" die Triebfeder sei, mie das Gericht mit Reichstagsfraktion zu Dienstag vormittag be- Schmuck ein Anhänger und ein Paar Ohrringe, diese auf Feinfilber apodiktischer Sicherheit feststellt, halte ich nicht für erwiesen. gearbeitet, aber gleichfalls mit foftbaren Diamanten befeßt. Der In Summamußich erklären, daß fich in mir In sachlicher Beziehung bestand volle Einmütigkeit darüber, daß ert des Diadems allein wird von Fachleuten auf 800 Millionen alles, meine Objektivität als Historiker, die Bariei auf ihren Vorschlägen zur Währungs- und Wirtschafts- Mart geschäzt. meine Einsicht als Politiferund mein elemenpolitif unbedingt bestehen muß, besonders da fie die einzigen postWährend das deutsche Boit bitterste Not leidet, ist der Mann, tares Menschlichkeitsgefühl gegen die Härte tiven Vorschläge sind, die zur Wirtschaftsgesundung gemacht worden der es in diese Not hineingeriffen und dann das Weite gesucht hat, des von dem Münchener Boltsgericht gefäll find. Auch bestand volle Uebereinstimmung darin, daß die Sozial- imftande, seiner Braut ein Hochzeitsgeschenk im Werte von glemten urteils aufbäumt und empört. Bor allem, demokratie eine Ant aftung des Achtstundentages, wie lich einer Milliarde zu machen. Millicnen Kriegsbeschädigte, was den Angeklagten Fechenbach betrifft. Es ist nicht an dem, sie jetzt von einflußreichen Kapitalistengruppen und auch von vielen Kriegswitwen, Kriegswaisen usw. können kaum das Brot erschwin. daß ich für ihn wegen seiner politischen Einstellung als ein bürgerlichen Bolitikern im Zusammenhang mit der Berabschiedung gen, Wilhelm aber behängt feine Braut mit Brillanten, deren Wert ursprünglich radikaler Sozialist und als Gesinnungsgenosse Eisdes Arbeitzeitgesetzes beabsichtigt ist, auf teinen Fall zulaffen ausreichen würde, um hunderttausend Familien über die Not diefes ners in der Schuldfrage eine Vorliebe empfände; das wird. Die auch von der Sozialdemokratie als dringend notwendig Binters hinwegzuhelfen. Ein neuer Charakterzug zum Bild des Gegenteil ist her Fall; ich fühle mich sogar schlechthin als anerkannte Produktionsförderung darf nicht auf Kosten der Arbeiter Mannes, dem angeblich das Wohl feines" Volkes über alles geht. politischen Antipoden Eisners und Fechenbachs. Aber ich herbeigeführt werden. Die wirksamite Borausfegung für die Pro- und es gibt noch immer Leute, die sich für diesen Menschen be- ehre jede politische Ueberzeugungstreue, wo sie sich auch finde. duktionssteigerung ist die Stabilisierung der Mart. Eine Regierung, geistern! Diefe Ueberzeugungstreue aber liegt bei Fechenbach, das ist, die sich trotz der dringenden Borstellungen der Sozialdemokratie Aber die Sache hat auch ihre politischen Seiten. Einmal zeigt wie ich nochmals betone, mein sicherer Eindruck, durchaus vor. nicht zu positiven Maßnahmen zur Stabilisierung der Mart bereit fie den bürgerlichen Parteien, die in der Abfindungsfrage Leuchtend hebt sich sein Bild von dem des Angeklagten findet, dafür aber den Achtstundentag beseitigen wollte, fönnte teine immer noch für Wilhelms Rechte" an tatsächlichem Staatsper. Rembie ab, der durch die Verhandlung als ein absoluter intertabung durch die Sozialdemokratische mögen fämpfen, zu welchen Konsequenzen ihr Standpunkt führt. Gesinnungslump entlarot wurde, und für den ich, bei allem Partei, sondern nur eine entschiedene Bekämpfung erfahren. Behen ihnen wirklich Wilhelms Brillantenjorgen näher als die Drange, jedem gerecht zu werden, nicht ein Wort der EntDer Fraktionsvorstand beschäftigte sich ferner, veranlaßt durch Tränen der Millionen Notleidenden? Wird man im Ausland an schuldigung zu finden vermocht habe. Weil ich mich von eine Aeußerung des Abg. Dr. Heim auf der Landesversammlung der Deutschlands 3 ahlungsunfähigkeit glauben, wenn dieses Fechenbach eines anderen überzeugt hatte, bin ich auch nach Bayerischen Bolkspartei, mit der durch den Rüdtritt Berchen Deutschland weiter feinen gestürzten Monarchen in die Lage versetzt, der Beendigung des Prozesses an ihn herangetreten und habe felds geschaffenen Zuspigung der gesamtpolitischen Berhältnisse zügellofen Milliardärslauren zu frönen? ihm wörtlich gesagt: und richtete den bringenden Appell an die bayerischen Arbeiter, ben gegenrevolutionären bayerischen Bestrebungen gegenüber auf der Hut Bu fein. Und ein zweites: Die Braut geht nach Holland, der Milliardenschmuck mit ihr. Ist ein dereriiger Export von Kostbarkeiten vereinbar mit dem Gefeß zur Berhinderung der Kapitalsflucht? 3weds Stellungnahme zu den dringenden schwebenden Steuerfragen wurde die. Einberufung eine Ronferenz mit Bertretern der Fraktionen der einzelnen Länder für den 22. November vielerorts bei den fächsischen Wahlen erfolgen. Die besondere Aus Trennung der Stimmabgabe nach Geschlechtern soll jetzt euch in Aussicht genommen. zählung soll durch verschiedenfarbige Stimmzettel erfolgen " Herr Fechenbach, ich habe das Bedürfnis, jetzt nach dem Abschluß des Prozesses Ihnen ein persönliches Wort zu sagen. Sie werden durchgefühlt haben, daß ich Sie morolisch foriel als möglich herauszuhauen versucht habe. Ich habe das ja nicht in vollem Umselbst betonen müssen. Aber ich habe in dem Prozeß doch fange tun können, habe vielmehr manche Flecken in Ihrem Charakter bie Ueberzeugung gewonnen, daß die vornehmste Triebfeder Ihres Handelns Ihre Ueberzeugungs- 1beseitigt werden könnten! Das soll fein Angriff nöten; vermutlich blieb er, weil er hoffte, dem Wahnwitz der treue, Ihre Treue für Eisner und Ihre Treue für auf die bayerischen Volksgerichte sein, sondern nur die ruhige bayerischen Partitularisten gerade dadurch die Spitze abzuden Sozialismus ist, und weil mir das feststeht, und verantwortungsbewußte Feststellung einer Erkenntnis, brechen, daß er diesem Wahnwiz anscheinend nachgab, in will ich Ihnen meine Sympathie und meine Ach die sich mir als einem unbefangenen und sorgsam prüfenden Wirklichkeit ihn aber der allergefährlichsten Durchschlagskraft Beobachter in und seit München aufgedrängt hat. tung nicht versagen." beraubte. Freilich wurde Lerchenfeld durchschaut. Die Borzeichen seines nahenden Sturzes häuften sich. Er mußte umso mehr beseitigt werden, als die Bayerische Volkspartei de m Reiche den Waffenstillstand zu kündigen ges Reichsgericht und Fechenbach- Prozeß. Zu diesen Worten und zu dem darauf folgenden Händedruck bekenne ich mich auch jetzt noch, nach erfolgtem Urteil, vor aller Welt. Das Gericht hat dem Angeklagten Fechenbach die Ehre abgesprochen, hat behauptet, daß er durch München, 30. Oftober.( Mtb.) Der„ Bayerische Kurier" hat denkt, der in den verflossenen Augusttagen notgedrungen gedie Hergabe des Ritter- Telegramms sein Vaterland ehrlos fich, wie er im Rahmen eines Artikels über Pressefreiheit und schlossen worden war. Der Angriff auf die Weimarer Berverraten habe. Ich halte das, wie gesagt, und gerade auch in Landesverrat im Anschluß an die Urteile der außerbayerischen Bresse fassung soll in vollem Umfang beginnen; die Stärkung der bezug auf das Ritter- Telegramm für ein Fehlurteil, und zum Fechenbach- Prozeß mitteilt, auf Grund dieser Auslaffung an bayerischen Staatspersönlichkeit soll erzwungen, die Verich glaube, daß die Geschichte, als deren Bertreter ich mich fühlen die Münchener Staatsanwaltschaft mit der Bitte ge- mehrung feiner Hoheitsrechte soll ertrogt werden. Im bayedarf, ein anderes Urteil fällen wird, das der inneren Ueber- wandt, mitteilen zu wollen, ob ein Gegensatz zwischen den rechtlichen rischen Staatspräsidenten foll der reaktionäre Widerpart des zeugungstreue Fechenbachs und in der inneren Ueberzeu Anschauungen des Münchener Boltsgerichts und denen des Ober- Reichspräsidenten erstehen. Die bayerische Volkspartei weiß, gungstreue eines jeden Menschen liegt doch seine höchste Ehre, reichsanwalts in bezug auf die Auffassung des Gerichts, ob daß für solch reichszerstörerischen Kampf Graf Lerchenfeld die ihm fein Gericht absprechen fann- mehr gerecht werden ein Landesverrat vorliegt, besteht. Die Staatsanwaltschaft habe nicht der geeignete Führer ist. wird als das Münchener Boltsgericht. Die Partei hat für solchen 3wed brauchbarere Männer. daraufhin mitgeteilt, daß die Rechtsauffassung, die die Anflagebehörde Es erübrigt noch, auch vom politischen Standpunkt und das Gericht in der strittigen Frage des Landesverratsprozesses Boraussichtlich wird sie dem Staatsrat Dr. Meyer die ein Wort zum Münchener Landesverratsprozeß zu sprechen. vertreten habe, im vollsten Einklange mit der Auf- Ministerpräsidentschaft antragen und mit ihm wird sie auf Ich sagte schon vorhin, daß sich auch meine politische Einsicht fassung des Oberreichsanwalts Ebermeyer stehe. ihre Rechnung kommen. Dr. Meyer ist Protestant; an Kahr gegen das gefällte Urteil empöre. Ich denke dabei nicht so Das Blatt bemerkt hierzu:„ Die zurzeit von der Lintspresse gegen hat er beobachtet, daß Gottes sichtbarer Segen auf dem Haupte sehr daran, daß durch ein solches Urteil, das jede das Münchener Volksgericht erhobenen Vorwürfe richten sich also jener Protestanten ruht, die sich der Bayerischen Volkspartei Berichterstattung an das Ausland über gegen den Oberreichsanwalt selbst, der von eben dieser anschließen. Er ist der Mann, der die politischen Stanillegale Organisationen und dergleichen Breffe als einer der besten Kriminalisten Deutschlands bezeichnet dalprozesse vor dem Münchener Volksgericht inszenirt unter das Damoklesschmert der Zuchthaus werde." hat; ebenso ist er der Urheber der verfassungswidrigen Notstrafe stellt, während die illegalen Organis Das„ Boltsgericht" hat sich bekanntlich auch auf die Autorität verordnung der bayerischen Regierung vom August 1922 fationen selbst in Bayern bisher ungestraft des Herrn Dr. Thimme berufen, mit welchem Recht, wissen die gewesen. geblieben sind, das Rechtsempfinden des deutschen Leser des„ Vorwärts". Boltes tief verwundet werden muß. Ich denke vielmehr daran, daß durch dieses Urteil die geistige Mainlinie zwischen Nord und Süd und nicht minder zwischen den einzelnen Volksschichten vertieft werden muß. wirken muß. Rücktritt Lerchenfelds. Mit großen Besorgnissen sehen wir dem bevorstehenden Winter entgegen. Der Verlauf des gegenwärtigen Parteitages der Bayerischen Volkspartei, der Sturz Lerchenfelds und die Ministerpräsidentschaft Dr. Meyers lassen uns das Schlimmste für die Reichseinheit befürchten. Arbeitsgemeinschaft und Sozialdemokratie. Eine Rede Stresemanns. Auf dem Landesparteitag der Deutschen Volkspartei in Braunschweig sprach der Abg. Dr. Stresemann u. a. auch über das Verhältnis der Arbeitsgemeinschaft zur Sozialdemokratie. Er sagte darüber: sei, habe nicht den Zweck, die Sozialisten auszuschalten, sondern sie Die Arbeitsgemeinschaft, die jetzt im Reichstage gebildet worden zur Mitarbeit heranzuziehen. Aber nur unter der Beding gung, wenn sie ihre vermeintlichen Borrechte auf eine Borherrschaft in Deutschland aufgeben. München, 30. Oktober.( WTB.) Wie wir erfahren, ist Der Vorsitzende des Gerichts hat scharfe Worte gegen die der Rücktritt des Kabinetts Lerchenfeld nunBerhegung zwischen Nord und Süd gefunden. Ich halte mich mehr vollendete Tatsache. Der Landtag wird alsauch überzeugt, daß der Vorsitzende kein höheres Ziel kennt bald zusammenberufen werden, um den neuen Ministerpräsials die Erhaltung der deutschen Reichseinheit; er ist ja der- denten zu wählen. Als aussichtsreichter Randidat gilt nach selbe bayerische Volksrichter, der das Verbrechen des Hoch- wie vor der bisherige Staatsrat Meyer. Der Rücktritt verräters Freiherrn von Leoprechting mit drakonischer Strafe Lerchenfelds( bemerkt WTB. weiter), der aus der innerpoli geahndet hat. Aber das eigentlich Bolitische liegt diesem Ge- tischen Entwicklung in Bayern heraus zu erklären ist, wird richt offenbar ganz fern, sonst hätte es sich sagen müssen, daß sicherlich auch außerhalb des Landes ein gewisses Bedauern auslösen, da sich seine ausgleichende Art wiederholt, besonders ein Urteil von solcher Schärfe, um nicht zu sagen: Un menfch bei den verschiedenen Streitfragen zwischen Bayern und dem lichkeit, die nicht notwendig und selbst nach dem flaren Reich, für beide Teile vorteilhaft bewährt hat. Wortlaut des Landesverratsparagraphen nicht berech tigt erscheint denn die Milderungsgründe dieses Paragraphen sind m. E. nicht hinreichend gewürdigt!-förmlich Aus München wird uns geschrieben: wie Gift auf den inneren Frieden des deutschen Es ist bekannt, daß Graf Lerchenfeld ursprünglich Herr Stresemann als Führer einer außerhalb der NeVolkes und auf den Zusammenhalt zwischen Reich und Bayern die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schuße der Regierungsfoalition stehenden Partei vermißt sich also, der publit, die nach Rathenaus Ermordung ergangen war, ge- Sozialdemokratie die Bedingungen vorzuschreiben, unter Es ist ja selbstverständlich, daß das bayerische Volksgericht billigt hatte. Erst nachträglich mußte er sie auf Geheiß der denen sie gnädigst zur Mitarbeit herangezogen werden soll. sich bei seiner Urteilsfindung nicht von politischen Beweg- Bayerischen Bolkspartei ablehnen. In den späte Das komplizierte Berhältnis zwischen Regierungskoalition und gründen leiten laffen durfte. Das aber ist eben die Frage, ob ren Verhandlungen mit dem Reich beanstandete seine Partei, Arbeitsgemeinschaft wird ohnehin demnächst einer grundsätzbei der Findung dieses Urteils nicht etwa jene bayerische daß er zu versöhnlich aufgetreten sei. Die Bayerische Volks- lichen Prüfung unterzogen werden müssen, wir möchten aber Mentalität unbewußt mitgespielt hat, die in jedem Anhänger partei fam zu der Ueberzeugung, daß sich mit Lerchenfeld die jetzt schon sagen, daß die Sozialdemokratie auf" Bedingungen", Eisners, jedem Revolutionär a priori einen Totengräber des partitularistische Politik gegen das Reich nicht machen lasse, zu die Herr Stresemann stellt, nicht eingehen wird. ruhmvollen Deutschen Reiches und einen Feind der inneren der man sich dort für den kommenden Winter entschlossen hat. Ordnung sieht. Ich muß gestehen, daß ich als ein kühler und Als die Demokraten aus der Koalition austraten und objektiver Beobachter, während der Vorsitzende in der Ge- durch die Mittelpartei ersetzt wurden, war Lerchenfelds richtsverhandlung mit so tiefschürfender Energie in die Psyche Schicksal bereits entschieden Man hat im Reich wohl nicht der Angeklagten einzubringen suchte, oft die Empfindung hatte, scharf genug erfaßt, was es bedeutete, daß dieser Konflikt mit daß sich hier vielmehr die Psyche der bayerischen der Besfegung des bayerischen Justizministerpostens durch einen Boltsgerichte offenbare. Mag dieser Eindruck Deutschnationalen abschloß. Das war eine Kampfansage an richtig sein oder nicht, das eine wird jedenfalls nach diesem das Reich und seine Republitschuggefege; vor aller Welt Prozeß, gerade Dom Standpunkt eines durch und brachte Bayern zum Ausdruck, daß es gar nicht den Willen durch national empfindenden Deutschen, der mit hei- habe, die Republit zu schützen; indem ein ausgesprochener| Berantwortung andern überlassen. Bester Liebe nach dem inneren Frieden des deutschen Volkes Monarchist an die Spitze des bayerischen Justizwesens gestellt und nach der Ausgleichung der Gegensätze zwischen Nord und wurde, war Bürgschaft dafür geschaffen, daß die Absichten der( 63,4 Bros. Wahlbeteiligung) verloren alle Barteien gegen den NoKreiswahlen in Sangerhausen. Bei geringer Wahlbeteiligung Süd strebt, gesagt werden müssen: Es wäre gut, wenn republikanischen Reichstagsmehrheit an den bayerischen vember 1921. Es gingen zurüd die Sozialdemokraten von 6500 die bayerischen Boltsgerichte, diejeztein ge- Grenzen zu Schanden wurden. auf 5000 an Stimmen, die bürgerlichen von 17 000 auf 10 000( das fährlicher 3antapfel zwischen den Klassen Bielleicht fielen auf Lerchenfelds Charakter manche schiefe für 1200 Stimmen auf eine Bauernliste), die Kommunisten von und zwischen den Stämmen des deutschen Lichter, als er nicht schon in jenen Konfliktstagen fein Amt 11 500 auf 5500. Der Rüdgang der Kommunisten ist am stärksten Volkes zu werden drohen, so rasch wie möglich niederlegte. Zweifellos befand er sich in großen Gewissens- und auffallendsten. in die Zukunft. Arbeitsgemeinschaften. Bon Walter Spengler. Die Sozialdemokratie steht bekanntlich auf dem Boden der Demokratie, fie strebt die Vorherrschaft dadurch an, daz. fie die Mehrheit des Volkes auf ihre Seite zu bringen versucht. Solange sie dieses Ziel nicht erreicht hat, ist sie bereit, mit anderen Barteien zusammen positive Arbeit zu leisten, die nach) ihrer Ueberzeugung den breiten Massen der arbeitenden Bevölkerung nüßlich ist; sie beansprucht dabei die Stellung, die ihr ihrer Stärke und innerer Bedeutung nad) zukommt. Bird ihr diese Stellung verweigert, so muß sie die Wenn die jetzt bevorstehenden langen Herbst- und Winterabende| aufzufinden. Schmidt brachte ein riesiges Material von allerven dazu benützt würden, recht viele solcher Arbeitsgemeinschaften zu in allen Größen zusammen und konnte aus den Fundorten der allergründen, die überall möglich sind, so wäre damit auch ein Schritt fleinsten, eben erst ausgeschlüpften Larven und der größeren fcftim Interesse des Proletariats und des Sozialismus getan. Mit wieviel größerem Genuß fönnte z. B. eine Oper oder ein Schauspiel aufgenommen werden, das man vorher in einer literarischen Arbeits gemeinschaft gelesen und besprochen hat? ftellen, in welcher Richtung sie ihre Reisen machen und von wo sie Wissen ist Macht! Ein Wort, das trotz alledem nicht zum ihren Ausgang nehmen. Die jüngsten Formen der Larven fand er nur in einem Bezirk des westlichen Atlantischen Ozeans, Schlagwort wird. Bildung macht frei! Eine Erkenntnis, die nur der etwa gleichweit von den Bermudas und den Inseln unter dem von denen gern bestritten wird, die nicht allzuviel dieses edlen Gutes Winde entfernt ist. Bon diesem Ausgangpunft, in dem sie geboren ihr eigen nennen. werden, bewegen sich die Mallarven oftwärts und nordwärts und Die Arbeiterschaft hat sich um die Ausnahmen werden in um so größerer Entfernung angetroffen, je größer fie nicht gefümmert. Es mag sein, daß Wissen auch ohnmächtig machen fann. Es mag ja sein, daß... Die Arbeiter gingen ans Werk. Niddy Impekoven ist wieder in Berlin. Als sie vor einigen felbft sind. Zugleich mit der Lebensgeschichte unseres Aales, des Bildungsstätten entstanden, Organisationen der Geistes- und Körper- Jahren zuerst in Berlin tanzte, da wirfte das junge Dingelchen be- fog. Glasaales, klärte Schmidt auch die Wanderungen des amerikabildung. Wir haben unsere Jugendorganisationen, deren erste Auf Gegenwart damals so freigebig bot? Inzwischen ist sie 17 Jahre nahe beieinander, und die amerikanischen Aale finden ihren Weg bildung. Wir haben unsere Jugendorganisationen, deren erste Auf- reits als Offenbarung. Aber warde die Sukunft halten, was die nichen Flußaales auf, denn die Laichpläge der beiden blieben ſehr gabe die Bildungsarbeit ist, wir haben die mannigfachen Kurse auf alt geworden, hat manche Krisen der Entwicklung durchgemacht nach der nahen amerikanischen Küfte deshalb, weil sie schon im allen Gebieten, wir haben unsere eigenen gut ausgestatteten Biblio-( worüber fie in einer fleinen Schrift Werdegang" Berlag Alwin Glasaale dagegen beenden erst im vierten Lebensjahre ihren Larvenersten Lebensjahre ihr Larvenleben zum Abschluß bringen. Die theken, die Volkshochschulen, die doch schließlich eben auch ein Werk Huhle, Dresden- berichtet) und zeigt nur wieber ihr können, gezustand und sind daher während ihres Aufenthalts im westlichen der Arbeiterschaft find, wir haben die Frankfurter Arbeiterakademie reift und sicher, und ihre Persönlichkeit. Man hat das ganz un Teil der Atlantik noch viel zu jugendlich, um schon den Trieb nach als letzte bedeutende Schöpfung. beirrbare Gefühl, daß in Niddy Impekoven die Musik felber Gestalt dem Süßwasser zu besigen. Aber weil wir das alles befizen, befizen wir auch auf diesem geworden ist, daß sich in ihr die Melodie der Musit ganz von selber Die Lebensgeschichte unseres Aales, die durch Gebiete Erfahrungen, die uns Wege zeigen fönnen für das wirken in Bewegung umsetzt. Sie tanzt mit dem ganzen Körper; fein Schmidt nun vollständig aufgeklärt ist, vollzieht sich folgendermaßen: Glied, das nicht im Banne der Musit stände. Dabei ist sie höchst während der Herbstmonate verlassen die ausgewachsenen Silbercale Wenn wir uns die Bildungsarbeit früherer Jahre ins Gedächtnis pier Temperamente( nach einer von ihr angeregten Mufit von Schwärmen gelangen sie unbehelligt aus den entlegenſten Teilen ausdruckfähig bis in die Fingerspitzen! Man sehe nur, wie sie die unsere Seen und Flüsse und wandern ins Meer hinaus; in großen zurückrufen, so steht vor unserem Auge zunächst die endlose Reihe der Friedr. Holländer) verkörpert: wild bis zur Raserei als Cholerische unseres Kontinents in den Ozean, von wo sie dann füdwärts nach Borträge, die manchem sehr wesentliche Anregungen gegeben haben, und von urkomischer Wirkung als Phlegmatische. Hier gibt sie einem Gebiet nordöstlich und östlich von Westindien ziehen, ihren die aber doch an einer recht großen Zahl der Hörer spurlos vor- Neues, nie Gesehenes. Ihre Charakteristik, die ganz intuitio zu sein Laichpläßen. Frühzeitig im Frühling beginnt das Laichen und übergingen. Es fehlten eben die Grundlagen für das Begreifen der scheint, scheut vor feiner eigen Linie, vor feiner in der fon dauert bis in den Sommer hinein. Die feinen Larven von 7 bis Zusammenhänge, die die Volksschule nicht vermitteln fonnte. Bas ventionellen Aesthetit als unschön geltenden Form zurüd. Mti 15 Millimeter Länge schwimmen in Bassetschichten von etwa 200 war zu tun? Die Frage wurde fast allgemein damit beantwortet, Recht nicht! Denn fie vermag so nicht bloß die Alltagssprache des bis 300 Meter unter der Oberfläche. Die Larven wachsen schnell daß man Diskussionsabende veranstaltete. Hier war nun bereits ein auszubrüden. Der göttliche Bach wird hier einmal wirklich Tanz worauf sie in die obersten Wasserschichten steigenbe Mittel gefunden, das sich sehr fruchtbar auswirkte. Aber es waren figur, wie innig ist ihr„ Credo", wie frohlockend ihr„ Jubilate sie ihre Reise nach den Küsten Europas, gestüt burch die oftwärts doch noch recht viele Mängel vorhanden. Zunächst war der Hörer- Auch das Schwere, Lastende, Drückende der Musik wird Körper- gerichtete Bewegung des Oberflächenwassers. Während ihres ersten freis in der Regel ein viel zu großer, es fam hinzu, daß die einzelnen architektur und Gebärde bei ihr. Aber ganz leicht und losgelassen, Sommers finden sie sich im westlichen Atlantit, während des zweiten Diskussionsabende miteinander feinen Zusammenhang hatten. Baute von jedermann verstanden und allgemein beglückend sind ihre Schal Sommers, wo sie schon 50 bis 55 millimeter lang find, im mittleren man die Sache dann einmal systematisch auf, dann konnte man schon tereien und Schelmenftüde, wenn sie toboldartig daherfaust Bud, Atlantik, im dritten Sommer sind sie mit einer Länge von 75' Milli nach den ersten Abenden einen erheblichen Rückgang der Teilnehmer- der wieder erstanden ist. Sie sagt nicht zuviel, wenn sie von sich meter auf der Höhe der europäischen Küstenbänte angelangt, machen zahl feststellen. Das Thema lag ihnen einfach nicht. fagt:„ Was der Maler in feinen Bildern sucht, der Sänger in seiner nun im Laufe des Herbstes und Winters eine rückläufige BerwandEine andere Möglichkeit war die der Arbeitsgemein. Stimme, das fuche ich im Tanzen: Erlösung." Aber eine Erlösung, lung durch, bis sie ihre Aalgestalt erhalten. Nun verfolgen sie ihren Weg in den Flüssen und Wasserläufen stromaufwärts und gelangen schaften. Die Arbeitsgemeinschaften haben sich nun als das für die anderen Freude und Glauben bringen soll. Niddy Impeloven tanzt am Mittwoch nachmittag im Blüthner- felbft in Gewäffer, die wie in der Schweiz 3000 Fuß hoch liegen. Sie das positive Schaffen Brauchbarste erwiesen. Sie sind von vornherein Saal zu populären Preisen. Sie möchte gern mit der Arbeiterschaft fressen sich im Süßwasser dick und groß und verweilen hier zwischen auf eine kleine Teilnehmerzahl beschränkt. Es nehmen nur die teil, Fühlung nehmen, aber diesmal ist es zu spät, um es noch zu organi. 5 und 20 Jahren. Nur die Weibchen werden groß und lang, die die sich für das zur Behandlung stehende Thema interessieren. Der fieren. Hoffentlich kann der Bildungsausschuß nächstes Jahr hier Männchen felten über 45 Zentimeter. Wenn sie sich gehörig ausgefressen haben, treten sie ihre zweite große Lebensreise über den Stoff fann hier gründlich und gewissenhaft durchgearbeitet werden. als Mittler dienen. Ozean zurüd nach den Laichplägen an. Jeder einzelne ist irgendwie zur Mitarbeit verpflichtet, andernfalls er Die Entdeckung der Aallaichplähe. Die vielen rätfelhaften Züge im Leben des Aales find in letzter Zeit durch eine eifrige Forschung Die Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft zur Beganz outomatisch ausschaltet. Ein weiterer Vorteil, der nicht übersehen werden darf, ist, daß zum Teil aufgehellt worden. Das Wichtigste dabei hat der dänische tümpfung der Geschlechtsfrankheiten fand am Sonnabend im großen man die Arbeitsgemeinschaften nicht in Gasthäuser und unfreundliche Biologe Dr. Johs. Schmidt geleistet, der sich seit 17 Jahren mit der Festsaal des Kaiferin- Friedrich- Hauses in Berlin statt. Gie stand Räume verlegen braucht. Ein Genosse stallt seine Wohnung zur Ber- Erforschung des Walgeheimnisses beschäftigt und erst im Sommer unter dem Zeichen der Trauer um den im März d. 3. verstorbenen fügung und kann durch das ästhetische Wohlbehagen, das sich febrerpedition mit seinem Forschungsdampfer" Dana" zurückgekehrt ist. Blaschto. Zu der Trauerfeier hatten sich außer den Familien Jahres wieder von einer 10 Monate dauernden Meeres- Mitbegründer und langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft Dr. leicht schaffen läßt, auf den Arbeitscifer außerordentlich günstig ein- Bie Prof. Erdenbaum in der Umschau" mitteilt, ist es dem Ge- angehörigen Freunde und Kollegen des Verstorbenen aus nah und lehrten jetzt gelungen, die Laichplähe des Aales im Atlantischen Ozean fern in großer Zahl eingefunden. Auch die Vertreter der Regier wirten. d. Mussolinis Ministerium. Paris, 30. Oftober. Nach einer Havas- Meldung aus Rom seht sich das Ministerium Mussolini wie folgt zusammen: Präsidentschaft, Inneres und Aeußeres: Mussolini; Krieg: General Diaz; Marine: Admiral di Revel; Schah: Inaudi( Nationalist); Industrie: Theophilo Rossi( Nationalist); Finanzen: di Stefani( Fascist); Kolonien: Federzoni( Nationalist); Befreite Gebiete: Giuriati( Fascist); Juffiz: Oviglio( Fascist); Unterricht: Gentile( Demofra); Landwirtschaft: di Cafitani( Fascist); Deffentliche Arbeiten: Carna 33 a( Nationalist); Poft und Telegraphie: Colonna di Cefare( Nationalist); Wohlfahrt und Arbeit: Cava33oni( katholif). Mussolini in Rom. Rom, 30. Oftober.( EE.) Mussolini, der auf seiner Relje nach Rom überall begeistert begrüßt wurde und anfeuernde Anfprachen hielt, fraf um 10,50 Uhr hier ein. Sein Eintreffen fiel mit dem Einzuge der fascistischen Truppen in die Hauptstadt zusammen. Er wurde von einer ungeheuren Menschenmenge erwartet, die ihm zujubelte. Mussolini begab sich dann in den Quirinal, wo er vom König empfangen wurde. In der Stadt selbst herrscht vollkommene Ordnung. Der Eisenbahnverkehr wurde überall wieder aufgenommen. Nach seiner Besprechung mit dem König sprach Mussolini zu der Menge. Er fagte: Mitbürger! In einigen Stunden werdet ihr nicht ein fabinett, sondern eine Regierung haben! Es lebe Italien, es lebe der König, es lebe der Fascismus! Der„ Avanti" wieder zerstört. Mailand, 30. Oftober.( Ep.) Eine Schar von Nafionalisten drang heute früh in die Verlagsräume des„ Avanti" ein, zerstörte die Einrichtungen und beschädigte die Druckmaschinen. Die Zeitung fonnte nicht erscheinen. Vor dem Ge. bäude des„ Corriere della Sera" tam es zu einem Zusammenstoß, wobei ein Unbeteiligter schwer verletzt wurde. " Die Kommunisten verschwinden von der Bildfläche. Rom, 80. Dltober.( WTB.) Wie die Zeitung Azione" erfährt. erhielten gestern abend alle kommunisten eine Mitteilung ihrer Partei, wonach diese aufgehört habe zu beste ben und alle ihre Mitglieder von den Pflichten gegen die Partei entbinde. Man glaubt, daß daraufhin die kommunistischen Abgeordneten ihr Wandat nieberlegen werden. Clynes gegen Bonar Law. Deutsche Notgemeinschaft. Ein Hilfswerk für die Erwerbsunfähigen. Am Montag wurde im Reichsarbeitsministerium die nicht wissen, wie sie ein Dasein bestreiten sollen, das faum noch als Deutsche Notgemeinschaft zur Linderung der Notlage der Er- Leben anzusprechen ist. werbsunfähigen( Sozialrentner, Kleinrentner, Witwen und Reich, Länder und Gemeinden haben Milliarden für die NotWaisen)" gegründet. Das Reichsarbeitsministerium hatte zu leidenden in Deutschland aufgewandt und werden das auch weiterhin diesem Zweck Vertreter der großen wirtschaftlichen Organi bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Aber die Not ist zu groß, fationen zusammenberufen. Bon allen Seiten wurde betont, die öffentlichen Mittel allein reichen nicht aus. daß man bereit sei, zur Linderung der Not mit allen Kräften Hundertausende bleiben trotz allem auf wetter: Unterstützung anges einzuspringen. Die durch die Deutsche Rotgemeinschaft auf wiesen. Ihnen zu helfen, rufen wir das deutsche Volk auf! gebrachten Mittel sollen hauptsächlich denjenigen erwerbsunfähigen Personen zukommen, für die die Mittel des Reiches zur Unterstützung nicht ausreichen. Es wurde beschloffen, in einem vom Reichspräsidenten, dem Reichsarbeitsminister und allen wirtschaftlichen, fommunalen und werktätigen Spitzenverbänden unterzeichneten Aufruf zur Gründung von Ortsausschüssen zwecks Organisierung der Hilfe aufzufordern. Der Aufruf hat folgenden Wortlaut: mögen und Renten, Geld, Gehalt und Sohn verlieren unausgesetzt Ins Unermeßliche wächst die Not in deutschen Landen. Beran Wert. Ein schwerer Winter steht uns bevor. Eine Teuerungswelle von nie geahntem Ausmaß überflutet verheerend das gesamte Deutschland, und alles leidet unsäglich schwer unter der allgemeinen Not: Alle Gegenstände des täglichen Bedarfs sind sprunghaft im Preise gestiegen, Heizung und Licht sind nahezu unerschwinglich geworden, an Beschaffung von Wäsche und Kleidung fönnen viele faum noch denten. Schwer leiden darunter sogar die in Lohn und Brot Stehen den. Unvergleichlich schwerer aber lastet die Not auf Taufenden deutscher Volksgenossen: insbesondere Alten, Invaliden und Witwen, die ehedem fleißig und redlich geschafft haben, und heute, ein Opfer ihrer Arbeitsunfähigkeit, Deutsche Not soll deutschen Gemeinschaftssinn wecken, und in der Deutschen Motgemeinschaft" soll er sich wirksam bes tätigen. ren Arbeitsgenossen, der deutsche Arbeitgeber feine ehemaligen Ur. Der deutsche Arbeitnehmer wird seine erwerósunfähigen frühe beitshelfer und ihre Hinterbliebenen nicht vergessen! Mag in Arbeit. geber- und Arbeitnehmerschaft heute mancher selbst schwer unter der Not der Zeit leiden: er wird und kann nicht übersehen, daß Taufende neben ihm leben, gegenüber deren Dasein das seine noch glänzend ist. Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer mögen fich in Einmütigkeit zufammentun, um das Hilfswerk zu fördern. Große Mittel sind erforderlich, um wenigstens der dringendsten Not zu steuern. Darum gebt rasch und gebt reichlich! Jede Art der Hilfe Geld, Lebensmittel, Gegenstände des tā j lichen Bedarfs ist willkommen! Ihr, die Ihr noch schaffen und erwerben fönnt, gedentet jener, die dem Elend prcisgegeben find! Spenden für die Notgemeinschaft nehmen entgegen: Die Reichsbant, sämtliche Banken, Sparkassen, Bostanstalten sowie die Postscheckkonten der Reichsgeschäftsstelle der Deutschen Notgemeinschaft: Berlin 142 000, Frankfurt a. M. 91 400, Köl 115 300, Hamburg 42 900 und Königsberg i. Pr. 18 000. Der Rubel fintt. Am 6. Oftober stand der Goldrubel auf Vereinigte Staaten auf der Orientkonferenz 4500 000 Sowjetrubeln- er ist inzwischen bis zum 23. nach der New York, 30. Oftober.( EE.) Offiziös wird aus amtlichen Moskauer Notierung auf 8 000 000 Rubel gestiegen. Der Washington gemeldet: Die Vereinigten Staaten werden sich auf der Papierrubel hat sich also in dieser furzen Zeit auf die Hälfte ert Konferenz zu Lausanne nicht durch Bevollmächtigte vertreten laffen, wertet. Anfang Juni toftete ein Goldrubel erst 1200 000 Sowjetjedoch Beobachter entfenden, weil viele Fragen, die Amerika inter- rubel. Die außerordentliche Verschlechterung des russischen Papiereffieren, dort besprochen werden dürften, besonders die des Min- geldes kommt im Vergleich zur deutschen Mark, die inzwischen auch derheitenschuhes, die der Miffionen im Orient, die der Freiheit der gefallen ist, nicht so sehr zum Ausdruck. Troßdem stieg der Kurs Grow wird die Vereinigten Staaten vertreten oder, wenn er ver- 4300 M. Der Dollar dagegen, der am 14. Oktober 7,7 Millionen Meerengen usw. Der amerikanische Gesandte in der Schweiz der Mark in der Woche vom 14. zum 23. Oftober von 3750 auf hindert sein sollte, der Admiral Bristol. Sowjetrubel foftete, foſtet jetzt bereits 15 Millionen Sowjetrube!! Alle diese Kurse werden im freien Verkehr noch überboten. Sie wurden oben in alten Sowjetrubeln angegeben, weil diese das Sozialistische Wahlerfolge in der Schweiz. Condon, 30. Offober.( WTB.) Clynes fagle in einer Bajel, 30. Oftober.( Ep.) Die mit wenigen Ausnahmen vorRede in Sheffield, die Behauptung, daß die Arbeiterpartei nicht liegenden Ergebnisse der Nationalratswahlen lassen erkennen ,, daß geeignet sei, die Regierung zu führen, fei anmaßend. Sie die meisten Parteien ihre bisherige Bertreterstärke behalten. Die flamme von Leuten, die bewiesen hätten, daß sie nicht geeignet feien, Sozialisten werden, abgesehen von den Züricher Resultaten, die Angelegenheiten der Nation zu führen. Zu der Erklärung von drei Mandate mehr als bisher erhalten. Eines davon nehmen Bonar Law, der gesagt habe, er fönne feine endgültige Erklärung fie den Kommunisten und eines den Bürgerlichen ab, das dritte abgeben, bemerkte Clynes, wenn ein Arbeiter als Premierminiffer erhalten sie infolge der Mandalsvermehrung. bei seiner ersten öffentlichen Rede einen solchen Ausspruch getan hätte, würde sich ein allgemeiner Protest erhoben haben, und er würde ersucht worden fein, feinen Platz einem anderen einzuräumen. Wiedererscheinen der„ Roten Fahne". London, 30. Oftober.( WIB.) Dem Moskauer Berichterstatter Wie die PPN. Hören, ist das über die Berliner Rote Fahne" des Manchester Guardian" zufolge hat der englische Arbeiterführer auf die Dauer von zwei Wochen verhängte Verbot vom preußischen Clynes ein Telegramm an die Sowjetregierung Innenminifter auf 4 Tage verfürgt. worden, so daß die Mote gerichtet, in dem er erflärt, eine fofortige Ratifizierung des Fahne" am Mittwoch früh wieder erscheinen wird. Urquhart Abkommens würde die Stellung der englischen Arbeiterpartei bei den Wahlen sehr erleichtern, da Churchill, Curzon Der Staatsgerichtshof verwarf die Beschwerde des„ Boltsund ihre Anhänger auf allen Wahlversammlungen erflären würden, boten" in Sirehlen( Niederschlesien) gegen das Verbot des die Genueser und die Haager Konferenz sowie die Nichtratifizierung bundes Wittekind gegen die vom Oberpräsidenten der ProOberpräsidenten, ebenso wurde die Beschwerde des Heimdteines reinen Handelsabkommens hätten bewiesen, daß es unmöglich ving Hannover verfügte Auflösung des Bundes wegen Verfäumnis ist, mit den Bolschewisten zu verhandeln. der Beschwerdefrist als unzulässig verworfen. Wirtschaft Gegen unwirtschaftliche Spirifusgewinnung. Die Genossen Eggerstedt und Buchta haben im Reichstag folgende Anfrage eingebracht: Deutschland braucht für gewerbliche, insbesondere motorische Zwecke rund 1½ Millionen Hektoliter Spiritus. Da die KartoffelBild der tatsächlichen Entwertung deutlich spiegeln. Beabsichtigter Preisabbau in der Tschechoslowatel. Der Minister. für soziale Fürsorge, Habrmann, erklärte im Parlament, es werde. von der Regierung mit allen Mitteln ein Preisabbau für die Gegenstände des täglichen Bedarfs, eine Reform der Kohlenabgaben, eine gelegenheiten und die Erleichterung des Kredits durch eführt werden. Menderung der Steuerveranlagung, die Schaffung neuer ArbeitsFerner sollen 700 Millionen Kronen für Fürsorgezwecke aufgewandt und 100 Millionen für staatliche Investierungen zur Aufhebung der Arbeitslosigkeit ausgeworfen werden. Devisenfurje. Unferer gestrigen Rurstafel ist noch nachzutragen: 1 ungarische Krone 1,62 Geld, 1,64 Brief 100 olen mart galten im freien Verkehr etwa 31 m. Leste Nachrichten. Bergbauunglück im Ruhrgebiet. Langendreer, 30. Oktober.( WTB.) Auf der Zeche Bruchstraße entstand heute früh 6½ Uhr über Tage auf der Hängebank des Schachtes 1 eine Explosion, bei der drei Bergleute getötet und weitere ein undzwanzig mehr oder weniger schwer verlegt wurden. Die Ursache des Unglücs ist anscheinend eine Rohlen= ftauberplosion gewesen, die unter einem nicht mehr in Ge brauch befindlichen Kreiselwipper entstand. Die bergbehördlichen Untersuchungen find noch im Gange. Schwere Bedrängnis " rung, der staatlichen und städtischen Behörden, Körperschaften und Bereine erwiesen dem Toten die letzte Ehre. In der Eröffnungsansprache würdigte der stellvertretende Borfißende Präfident Dr. Kaufmann die Verdienste des Verstorbenen um die Beratungsstellen. Geheimrat Jadassohn- Breslau schilderte in seiner Gedenkrede mit herzlichen Worten das Leben, den Werdegang und das Wirken Alfred Blaschtes, und seine Bedeutung als Mensch, Arzt, Wissenschaftler und Sozialhygienifer. Es war dem Berstorbenen nicht vergönnt, fein foziales Lebenswert: den Gefeßentwurf zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten als Gesez verwirklicht zu sehen. Mit Alfred Blaschko hat die DGBG. einen schweren Berluft erlitten. Seine brennereien zur Sicherung der Boltsernährung eingeschränkt bleiben hat die Entwertung der Mart über die Arbeiterschaft gebracht. Bersönlichkeit bleibt mit der Arbeit der, DGBG. untrennbar ver- müssen und der größte Teil der Maisbrennereien trotz der Einfuhr Ebenso schlimm wie die Not des einzelnen ist die Not der fnüpft. Der Jahresversammlung ging am Bormittag eine von den Ber- von rund drei Millionen Doppelzentnern Mais in den Monaten Unternehmungen, die die Arbeiterschaft zu ihrem Schutz und tretern der Wissenschaft, des Reiches, der Länder, der Behörden usw. Juni, Juli und August aus spekulativen Gründen den Betrieb still- Schirm mit großen Opfern aufgebaut hat. Mehr denn je muz start besuchte Ausschußfizung voran. Der Generalfefretär Prof. gelegt hat, herrscht eine große Spiritustnappheit. Der fich die Solidarität bewähren, um die Arbeiterpreffe F. Binkus erstattete den Jahresbericht, aus dem die von Jahr zu Bedarf an gewerblichem Spiritus fann jetzt nur noch mit großen auch in schwerer Zeit aufrechtzuerhalten. Jahr an Umfang und Tiefe zunehmende Arbeit der Gesellschaft Schwierigkeiten gededt werden. Der Vorwärts" gehört für das Haus denkender Arbeiter, hervorging. Gute Statistiken zeigen, daß tatsächlich eine zurüd- Ist der Reichsregierung bekannt, daß noch große Mengen Angestellter oder Beamter nicht zu den entbehrlichen Gegendämmung der Geschlechtstrantheiten zu verzeichnen Sulfita blaugen der Zellulofefabriken, aus denen noch minde- ständen, sondern zu den Lebensnotwendigkeiten. ist. Diesen Erfolg darf sich wohl die Gesellschaft als ihr Verdienst ffens 300 000 Heftoliter Spiritus gewonnen werden können, unaus- und trotz der Not gibt es noch viele, die den„ Borwärts" hai zuschreiben. Bum Borfihenden der Gesellschaft wurde als Nechfolger Blaschtos genugt in die Flüffe geleitet werden? ten fönnten und ihn auch halten würden, wenn ihnen Geheimrat Jadassohn- Breslau gewählt. Mit verhältnismäßig geringen Aufwendungen fönnten schon ihre Pflicht zum Bewußtsein gebracht werden würde. Mögen Das fingende, mufizierende und lachende Grammophon wurde in der allernächsten Zeit mindestens 60 000 Settoliter darum unsere Freunde und Genoffen unermüdlich die notam Sonnabend in der„ llrania“ bei schwach besetztem Hause vor- gewerblicher Spiritus davon erfaßt werden. Diese wendige Aufklärungsarbeit leiften und dem„ Vorwärts" geführt. Man hörte Caruso fingen, und auch unsere deutschen 60 000 hektoliter würden bei dem jezigen Preise von 2600 m. pro neue Abonnenten bringen- trotz alledem! föniglichen und faiserlichen“ Hofopernfänger, Sammerfänger und Hektoliter Sulfitfpiritus 756 Millionen. Mark toften. Dieselbe Menge Gängerinnen ließen durch das Grammophon ihre Stimme erschallen. aus Mais gewonnen, würde bei dem jeht geforderten Preise von Nachtigallen schluchzten nächtliche Lieder, unsere Waldvögel jubelten, 60 000 m. pro Hektoliter Maisfpiritus das Reich drei Milliarden und zur Freude alle Familienväter flang das wehe Weinen eines Säuglings. Die Wiedergabe war im allgemeinen vollendet und frei 600 Millionen Mart, und zwar in Devisen kosten. von den störenden Geräuschen der früheren und deswegen auch be- Was gedenkt die Reichsregierung im Interesse der deutschen rüchtigten Sprechmaschinen. Daneben erfuhr man in fehr stizzen. Boltswirtschaft zu tun, um bei allen Zellulofefabriken, wo die Vorhafter Weise etwas von der Erfindung der Sprechmaschine, hörte bedingungen gegeben sind, die Ausnutzung dieser Ablaugen die fabelhafte Neuigkeit, wie Edison es vom Zeitungsjungen zum durchzuführen? Erfinder brachte und daß die Membrane, die die Schwingung des Schalles aufnimmt, die„ Seele vons Butterjeschäft" ist, und daß die Die Beftreifung der Meffekosten. Sämtliche Parteien mit Auserste in Deutschland vorgeführte Sprechmaschine zum Staunen der deutschen Zuhörer ora et labora nahme der Kommunisten haben im Reichstag einen Antrag zur ,, bete und arbeite" gesprochen habe, was, wie die Vortragende sagte, uns heute in Deutschland sehr bänderung des§ 68 der Reichsgewerbeordnung eingebracht, der den Messen freistelt, Beiträge für ihre Werbe- und Ver. not täte. Als dann gar noch ein flott gespielter Militärmarsch erflang, der von irgendeinem„ fgl. fächsischen Regiment" gespielt waltungstätigkeit von den Beteiligten einzufordern. Bisher worden war, wollte der Beifall einer kleinen Clique im Zuhörerraum hatten die Messen diese Ermächtigung nicht, sie waren also auf die tein Ende nehmen. So paßte es auch ganz in den Rahmen dieser Buschüsse des Reiches und auf freiwillige Beiträge angewiesen, sonollkommenen reklamchaften Sprechmaschinenvorführung, daß die fern sie nicht durch das Vermieten von Mehständen die Unfosten Bortragende zum Schluß auf den„ lichten Lag" hinwies,„ der der beckten. Es ist durchaus angebracht, daß auch auf diese Weise die cinft für Deutschland kommen werde". W. M. Interessenten zur Deckung der Untoften herangezogen werden, zumal das Reich noch jezt Zuschüsse leisten muß, die um so weniger verihrer pädagogischen Methode in einer Schrift Maria Montefiori bat die Grundläge und praktischen Anwendungen ständlich sind in einer Zeit, wo Handel und Industrie enorme Geniedergelegt, bas im Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart, erschienen ist. Mein Handbuch" winne verzeichnen, das Reich aber ein wachsendes Defizit hat. Ein Lehrfilmvortrag über modernes Süttenwefen. In der Die Nähgarnpreise. Eine kleine Anfrage im Reichstag verlangt Thania, Saubenstr. 49, spricht Dr. Ulrich Stapler von ber Sulturabteilung Auskunft über die Nachprüfung der Nähgarnpreise, die vom Reichsher Uja in vier Abenden( 2., 9., 16., 23. November) um 5%, Uhr zu dem wirtschaftsministerium veranlaßt worden ist, da die Preisfestsetzung foeben von ihm fertiggestellten Großfilm„ Ein modernes Büttenwert" in des Nähgarnsyndikats in der Deffentlichkeit große Erregung hervor gerufen hat. 4 Zeilen. Nachstehender Bestellzettel ist auszufüllen und an die Hauptgeschäftsstelle des„ Borwärts", Berlin SW. 68, Lindenstraße 3, einzusenden.( In Orten außerhalb Groß- Berlins ist der„ Borwärts" bei der Post zu bestellen.) Ich abonniere den„ Borwärts" mit der illustrierten Sonntagsbeilage, Bolt und Zeit", der Unterhaltungsbeilage " Heimwelt" und der 14tägig erscheinenden illustrierten Bei lage Siedlung und Kleingarten" in Groß Berlin täglich zweimal frei ins Haus. Name " Wohnung: Straße Nr. Dorn Sof Quergeb.Seitenfl. Tr. lints bei rechts Gewerkschaftsbewegung Löhne und Lebenshaltungskosten in Berlin. Wir nehmen ohne weiteres an, daß diesem Antrag fofort ftatt-| Güterverkehr ist die Annahme von Eil- und Frachtgut im Bezirk gegeben wird. Besonders muß für die große Zahl der Erwerbs. der Eisenbahndirektion Ludwigshafen gesperrt. Ausgenommmen losen, die teine Unterstützung beziehen, durch Organisierung der von der Sperre find Lebensmittel. Für die Zufuhr nach der Pfalz produttiven Erwerbslosenfürsorge gesorgt werden. ist die gleiche Sperre beantragt. Achtung, Bauanfchläger! Die Berhandlung mit den Arbeitgebern Nach den Feststellungen der Gewerkschaftsfommission Berlins und Umgegend und des Ortsfartells des 2fA- Bundes betrugen die Generalversammlung der Metallarbeiter. ift gescheitert. Der Schlichtungsausschuß ist angerufen. Die Lebenshaltungskosten einer dreitöpfigen Familie in Berlin während Die am Sonntag stattgefundene Fortsetzung der Generalverfamam, Rollegen haben alle Rechnungen vom 1. November ab mit Bor. der Woche vom 16. bis 22. Oftober 6338 M., 23 Broz. mehr als lung vom 2. Oftober stand unter dem Zeichen der praktischen Gewerk. behalt der Ansprüche zu unterschreiben. während der ersten Oktoberhälfte, 64 Proz. mehr als im Durchschaftsarbeit. Zu verschiedenen Malen mußte sie sich allerdings der Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe Gemeinde". In Schnitt des Monats September. Es handelt sich dabei um ein Störungsversuche der kommunistischen Delegierten erwehren und der Funktionärversammlung am Donnerstag ist mit großer MohrGristenzminimum. Für Brot wird nur Martenbrot durch energische Stellungnahme den Weg zeigen, in den die Gewerf- heit beschlossen worden, die von der Richtung Amsterdam einger te in Rechyming geftellt. Fleisch für drei Personen werden nur schaften geleitet werden müssen. Kandidatenliste zur Delegiertenwahl der heute abend 7 Phr 625 Gramm für die ganze Woche berechnet, sonst nur 375 Gramm Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde von der KPD.- Fraktion in Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 35, gefalzene Heringe. Rein Ei, teine Wurft. Gegenüber der ein Dringlichkeitsantrag eingebracht, welcher Protest einlegen sollte stattfindenden Mitgliederversammlung zur Annahme zu Borkriegszeit sind die Lebenshaltungskosten um das 317fache ge- gegen das Verbot der Roten Fahne". Der Antrag fiel jedoch empfehlen. Die Kandidatenliste beginnt mit den Namen: Klappoth, Stiegen. Eilenberg, Schimmelpfennig, Krueger. Jeder Genoffe hat die uninfolge Widerspruchs unter den Tisch. Gegenüber dieser springflutartigen, schrankenlosen Breistreiberei, bedingte Pflicht, pünktlich zu erscheinen und für die Liste bei ber die bürgerlichen Barteien und die Kommunisten Mauer Amsterdam zu ſtimmen. stehen, indem sie alle Eindämmungsversuche der Sozialdemokraten fyftematisch fabotieren, bleiben die Einkommen der Lohn- und Gehaltsempfänger immer mehr zurüd. Heute stehen die Dinge so, daß die große Mehrzahl der Berliner Arbeiter einen Wochenverdienst hat, der nicht ausreichend für das Eristenzminimum ift. Bon den 81 Tarifabschlüssen, die der Gewerkschaftstommiffion mit einer Geltungsdauer für Ottober, teilweise bis in die erste Novemberhälfte gemeldet wurden, übersteigen 5( fünf) diefes auf des Hungers Schneide stehende Existenzminimum: Bäcker( 6825 m.), Metallarbeiter 1. Klaffe( 6778), Bimmerer( 6720) und Bauschlosser ( 6384) Nahe kommen die Metallarbeiter( VBMI.) mit 6240 M. Wochenverdienst. Alle anderen Löhne stehen mehr oder weniger tief unter diesem Existenzminimum. Wir führen hier die niedrigst stehenden Lohntlaffen an, wobei wir nur Löhne berücksichtigen, die für die zweite Oktoberhälfte Geltung haben: Schönfärber 3811 M., Zeichner der Tapisferiebranche 3796 M., Druder der Tapisseriebranche 3738 M. Stidereizeichner 3700 Chauffeure im Chemikaliengroßhandel 3950 M., Hilfsarbeiter im Chemikaliengroßhandel( Schwerarbeiter) 3765 M., Baumschulen arbeiter( 2. Späth) 3560 M., Binder in Blumengeschäften 1725 M. ( fiebzehnhundertfünfundzwanzig Mart). In diesen Zahlen, die bei weitem fein vollständiges Bild von dem Elendsdasein. der Industriearbeiter geben, es fozu fagen nur ahnen lassen, werden nur die beffergestellten Arbeiterschichten berücksichtigt, die sich durch ihre gewertschaftlichen Organisationen Mindestlohne zu sichern wußten, die periodisch revi biert werden. Wie aber steht es mit den Schichten besonders der geistigen Arbeiter und der Ungelernten und Gelegenheitsarbeiter, die nicht oder nur ganz mangelhaft organisiert sind? Wie steht es mit der wachsenden Menge der Arbeitslosen, wie mit den Sozialrentnern? Hier ist die Lage verzweifelt. Wenn nicht fehr schnell und gründlich durchgegriffen wird, dann treiben wir einer sozialen Ratastrophe entgegen. Denn nach der Entwicklung der Großhandelspreise, die den Kleinhandelspreisen vorangehen und sie bestimmen, ist mit einer Fortsetzung der Teuerungsflut bestimmt zu rechnen. Antrag auf Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung. Der Ausschuß der Gewerkschaftstommiffion Berlins und Umgegend hat an den Reichsarbeitsminister den Antrag auf fofortige Erhöhung der Erwerbslosenunterstügung und des Existenzminimums gestellt. Gleichzeitig erachtet es der Ausschuß angesichts der zunehmenden Zahl der Erwerbslofen für angezeigt, daß seitens des Reichsarbeitsministeriums wiederum auf eine loyalere Handhabung der Bestimmungen der Verordnung über Erwerbslofenfürsorge, namentlich des§ 9a, der die Bezugsberechtigung auf 26 Wochen begrenzt, hingewirkt wird. In der Eingabe wird darauf hingewiefen, daß feit der Erhöhung der Unterstützungsfäße am 1. Auguft, die schon unter den dama ligen Berhältnissen völlig unzureichend war, eine weitere ganz enorme Verteuerung der gesamten Lebenshaltung eingetreten ist. Daß davon die Arbeitslosen am empfindlichsten getroffen werden, ist bekannt und bedeutet bei der zunehmenden Gelbent wertung eine ungeheure Entbehrung, die den Arbeitslosen damit ganz besonders auferlegt wird. Zur Tagesordnung selbst übergehend, wurde ein Antrag der jugendlichen Mitglieder zur Debatte gestellt und nach ein gehender Diskuffion angenommen. Der Antrag lautet: Die Generalversammlung möge beschließen: Zur Errichtung und dauernden Unterhaltung von gewertschaftlichen Jugendheimen fowie zur Unterhaltung eines zentralen Jugendsekretariats werden der Berliner Gewerkschaftskommission besondere obligatorische Extrabeiträge bewilligt, deren Höhe für die Gewerkschaftsmitglieder einheitlich von der Plenarversammlung der Berliner Gewerkschaftstommission festzusehen sind. Siemens- Werner- Werk. Heute 4 Uhr bei Marfandt Bersammlung aller Mitglieder der BSPD. Jeder einzelne muß erscheinen. Ein anderer Antrag, welcher eine Bereinfachung der Beitragstassierung ermöglichen foll, fand einstimmige Annahme. Es wurde eine Rommission gewählt, die die Vorarbeiten zu erledigen hat. Der Beschluß lautet: Die Ortsverwaltung tritt mit dem Holzarbeiter und Transportarbeiterverband in Berhandlung über eine träge." paritätische Raffierung der in Frage kommenden Gewerkschaftsbei- mitalieder und Anhänger der VSVD. müssen erscheinen. Deutscher Transportarbeiterverband, Speditionsbranche. Mittwoch, abends 6½ Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17, Versammlung. Tagesordnung: Bericht über die Lohnverhandlungen. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Achtung, Zimmerer! Mittwoch, abends 6% Uhr, in den Brachtsälen", Blumenftr. 10, Bersammluna fämtlicher Blak- und Baudelegierten des hoch, Beton- und Liefbaugewerbes fowie fämtlicher Fabritbetriebe. Da es sich unt eine äußerst wichtige Tagesordnung. die legten Borgänge in unserem Beruf handelt, ist es unbedingt notwendig, daß jede Arbeitsstelle durch ihren Bertrauensmann vertreten ift. Berbandsbuch fowie Betriebsratsausmeis legitimieren. Des weiteren machen wir darauf aufmerksam, daß in allen Bezirken am 2., 3. und 4. November, Bezirksversammlungen stattfinden weds Stellungnahme zur Lohnrevision. Die Funktionäre und Bertrauensleute werden hierdurch ausdrücklich barauf hingewiesen, hierfür die reafte Propaganda zu entfalten. Schwarzkopff, Flohr und Dr. Baul Mener. Mittwoch 4 Uhr in der Bodbraueret, Chauffeeſtr. 64. Betriebsverfammlung für die Richtung Amster bam. Tagesordnung: Die Aufgaben der Bereinigten Sozialdemokratie. Alle " Drei Anträge, welche die Tätigkeit der Ortsverwaltung bei Urabstimmungen, Lohnbewegungen und Herausgabe von Flugblättern fritisch behandelte, wurde mit großer Mehrheit durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Ein nochmaliger Bersuch, den eingangs erwähnten Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung zu feßen, Scheiterte wieder an dem Widerspruch aus der Versammlung. Einstimmig stimmte die Generalversammlung einem Antrag zu, welcher die Delegierten zur Berliner Gewerkschaftsfommiffion ver pflichtet, in der nächsten Plenarsigung für vollständige Arbeitsruhe am 9. November zu stimmen. Tarifabschluß für den Einzelhandel. Die Bewegung der Handelshilfsarbeiter im Einzel. handel ist durch die Annahme eines erneuten Schiedsspruches, welcher bis zum 15. november d. J. Geltung hat, beendet. Der am 4. Oftober d. J. vom Schlichtungsausschuß gefällte Schieds. spruch, der eine Erhöhung von 35 Proz. auf die Septemberlöhne brachte, ist von den Arbeitnehmern abgelehnt worden. Es fanden am 23. Oftober d. 3. dann erneute Berhandlungen mit der Einzelhandelsgemeinschaft statt. Beide Parteien verständigten sich, eine vereinbarte Schiedsstelle zu bilden und von derselben einen Schieds. spruch fällen zu lassen Eine Mitgliederversammlung beschäftigte fich mit dem Schiedsspruch und stimmte der Neuregelung, daß in Butunft die Berträge vom 15. des einen bis zum 15. des anderen Monats abgeschlossen werden, zu. Pollmeier berichtete bann über die Verhandlungen vor der vereinbarten Schiedsstelle und empfahl, den Schiedsspruch anzunehmen, da dadurch in Zukunft eine Benach. teiligung gegenüber den taufmännischen Angestellten vermieden werden wird. Ein Antrag, welcher die Organisation auffordert, einen Reichs Betriebsrätefongreß einzuberufen, wurde gegen 6 Stimmen ab. gelehnt. Die Bersammlung beschloß weiter, ab 43. Woche für die männlichen Mitglieder über 22 Jahre den Beitrag auf 65 m., für die weitlichen auf 51 M. festzulegen. Die Tarifverträge fönnen im Birreau des Deutschen Trans. portarbeiter- Berbandes, Simmer 31, Gewerkschaftshaus, Engelufer Nr. 24/25, gegen Vorlegung des Mitgliedsbuches abgeholt werden. Der Eisenbahnerstreik in der Pfalz. der Teilstreit auf dem pfälzischen Eisenbahnnetz weiter ausgedehnt. Wie die Ludwigshafener Eisenbahndirektion mitteilt, hat sich Die Milchzüge vertehren noch, ebenso die Personenzüge auf den Hauptstrecken. Allerdings ist der Zugverfehr unregelmäßig. Im Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin. Verlag Vorwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin. Lindenstr. 3 Hierzu 1 Beilage, Hühneraugen und harte Haut beseitigt Dukirol Wollen Sie Ihre Hühneraugen, Ihre Hornhaut oder Thre Schwielen wirklich schnell und sicher, dabei aber absolut schmerz- und gefahrlos beseitigen, dann kaufen Sie in der nächsten besseren Drogerie oder Apotheke, das in vielen Millionen Fällen bewährte, ärztlich empfohlene Kukirol. Eine Schachtel kostet nur 50 Papiermark. Lassen Sie sich aber nichts anderes als ,, auch sehr gut aufreden, denn es gibt nichts ebenso Gutes oder Besseres. Bekommen Sie das millionenfach bewährte Kukirol in einem Geschäft nicht, dann gehen Sie in das nächste. Fußpflege, Fußpflege das ist, was neute jedem Menschen not tut. Das dauernde Gehen und Stehen nimmt die Füße furchtbar mit. Kaufen Sie sich deshalb noch heute in der nächsten Apothee oder Drogerie ein Paket Kukirol- Fußbad für 50 Papiermark. 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Die Wohlfahrtspflege vor dem Zusammenbruch. is In einer Sigung der Berliner Wohlfahrtsverein gurg, die Organisationen der gesamten freien Wohlfahrtspflege Berlins umfaßt, wurde die infolge der Geldentwertung immer größer gewordene Not der Vereine und Anstalten er örtert. Gerade in dieser Zeit allgemeiner Teuerung werden höhere Ansprüche als je an die Wohlfahrtspflege privater Organisationen gestellt, aber weiter als je müffen jegt ihre Leistungen hinter dem Bedürfnis zurückbleiber. In der Aussprache über die Referate bestätigten alle Rebn und Rednerinnen, daß die freie Wohlfahrtspflege nicht länger den Bedrängten helfen tann, wenn nicht ihr selber geholfen wird. Jeder, der dazu in der Lage ist, foll seine Spende beitragen. direktors Feigelstock aus Budapest. Er hatte den Krieg als Ober- Maßnahmen erfüllt. Später habe sie sich schadlos zu halten geleutnant der Hufaren mitgemacht, nachdem er Jura studiert hatte. fucht durch Benuhung von Räumen, die ihr kontraktlich nicht zuNach dem Kriege war er Generaldirektor einer Ein- standen, z. B. habe sie soger den Treppenaufgang zur Aufbewahtaufsgesellschaft in Budapest, soll hier aber wegen rung eines Herrenfahrrades benugt" und ihren Kohlenvorrat von Millionenunterschlagungen ein schlechtes Ander ten hin- mehreren Zentnern. in dem Bortellerraum statt in ihrem geräumigen terlaffen haben. Nach dem Tode seines Vaters fiel ihm ein großes Rohlenfeller gelagert. Weiter erzählt Herr Falt, daß Frau Werner Erbe zu. Dieses Geld brachte er aber in furzer Zeit mit einer bei dem Wohnungsamt und bei der Polizei mit Beschwerden( wohl Wiener Tänzerin in Wien, Paris, Rom und anderen Städten durch. über den Streit um die Benutzung des Treppenaufganges und des Dann kam er nach Deutschland und verlegte sich auf Scheckschwinde Borkellerraumes) nicht Recht bekommen habe. Wir finden, daß alle leien. Zeitweilig war er in großer Not. Er hat, wie er angab, diefe Dinge ohne erhebliche Bedeutung für die Hauptsache sind. Aber um leben zu fönnen, sogar im vorigen Winter Arbeit als auch fie laffen erfennen, wie unerquidlich das Berhältnis zwischen Schneeschnipper geleistet. Da er auch seinen Bruder durch Hauswirt und Mieterin gewesen sein muß. Wesentlich neu ist nur große Beträge geschädigt hatte, so getraute er sich nicht, sich seiner Herrn Falls Angabe, Frau Werner haben schon lange vorher Familie zu entdecken. Das Gericht verurteilte Farango Feigelstock Lebensüberdruß geäußert und die Absicht befundet, aus dem Leben zu scheiden. Wir wundern uns, daß von einer solchen„ A b= zu zwei Jahren Gefängnis. ficht gerade den Nächststehenden, ihrem Sohn und der ihr befreundeten Dame, nichts befanntgeworden sein sollte. Will Herr Falt, daß wir Auszüge aus den hinterlassenen Briefen veröffentlichen? Eine überraschende Erklärung gibt er dafür, daß er nach Auffindung der bewußtlosen Frau Werner mit dem Revolver herbeilief. Er habe geglaubt, die um Hilfe rufende Freundin der Frau Werner sei in Lebensgefahr. Warum er än de hoch oder ich schieße!" schrie, darüber erfährt man aus dem Brief nichts; Herr Falf übergeht in seiner Darstellung des tatsächlichen Borganges" diese Drohung mit völligem Stillschweigen. Noch über einige andere Dinge schweigt er. Kein Wort sagt er zu unserer Angabe, daß er als neuer Eigentümer des Hauses beim Wohnungsamt beantragte, ihm die Wernerfche Wohnung ganz zuzusprechen, was das Wohnungsamt ablehnte. Wir haben nicht den Eindruck, daß Herrn Falts Sache durch feine Erwiberung gewonnen hat. für das Reich durch die Reichsant und Boft erfolgt in der Woche 20 Goldmart= 13 000 Papiermart. Der Ankauf von Gold vom 30. Oftober bis 5. November zum Preise von 13 000 m. für ein 20- Marfstüd, 6500 m. für ein 10- Marfstüd. Für ausländische Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. Der Ankauf von Reichsfilbermünzen durch die Reichsbant und Post erfolgt vom 30. Oftober ab bis auf weiteres zum 350fachen Betrage des Nennwerts. Frau Bronsty, die Vorsitzende der Zentrale für private Fürsorge, führte aus, daß Sein oder Nichtsein der freien Wohl fahrtspflege davon abhängt, ob den Vereinen und Anstalten in Neue Steuern für Hunde und Pferde. allernächster Zeit durch Gewährung reichlicher Mittel Der Steuerausschuß der Stadtverordnetenversammlung beschloß geholfen wird. Sie sind am Ende ihrer Kraft und können ihre in seiner Sihung mit großer Mehrheit, die erhöhte Steuer Tätigkeit keine drei Monate mehr fortsehen, wenr nicht jetzt die auf Luxushunde aufzuheben und für alle Hunde einen Allgemeinheit eingreift. Nach den Erfahrungen der einheitlichen Steuerfaß durchzuführen. Dieser wurde Wohlfahrtsorganisation der Berliner Kaufmannschaft riet Fräulein dann für den ersten Hund von 300 auf 1500 m. erhöht. Für den Greif zu einer Zentralisierung der Sammelarbeit, zweiten Hund wurde die Steuer von 450 m. auf 2500 M., für den damit durch Aufbrirgung der notwendigen Gelder der 3usam- britten Hund von 600 M. auf 4000 m. und für den vierten Hund auf 5000 m. erhöht. Für kinderlose Ehepaare über 50 Jahre mit einem menbruch verhütet wird. Sie erwähnte, daß in manchen Jahreseinkommen unter 20 000 m. sollen die Steuersäge auf ein Wohlfahrtsanstalten die Hälfte aller Ausgaben für Kohlen aufge- Fünftel ermäßigt werden. Um ferner den Verhältnissen in den wendet werden muß. Geheimrat Faß bender vom katholischen ländlichen Außenbezirken Groß- Berlins gerecht zu werden, foll für Charitasverband betonte, daß die Berliner Wohlfahrtsvereinigung die hundesteuerfreien Einzelgehöfte( ausgeschlossen sind Billen, aber fich mit aller Entschiedenheit gegen Wohltätigteitsfeste nicht Kleinsiedlungen) die bisherige Entfernungsgrenze von 300 auf erflärt. Sie legt Wert darauf, daß bei der Geldbeschaffung nicht 100 Meter ermäßigt werden. Mit diesen Aenderungen wurde die Borlage mit 8 gegen 7 Stimmen angenommen. Die neue gegen fittliche und soziale Grur dfäße verstoßen wird. Den Steuerausschuß zurückverwiesen worden, um die in erster Lesung Pferdesteuer war von der Stadtverordnetenversammlurg an beschlossene allzu große Spannung zwischen Gebrauchs und Reitpferben etwas auszugleichen. Der Ausschuß beschloß, die Steuer für alle Reitpferde einheitlich auf 10000 M. festzusehen. Sonstige Pferde, Maulesel und Maultiere Angenommen wurde eine Resolutior, die auf die Not unserer werden mit 400 m., zur privaten Personenbeförderung benutzte Zeit hinweist und dann sagt:„ Die gemeinnügigen Anstal. Pferde mit 1600 m. und Droschtenpferde mit 400 m. jährlich bedie erhöhte Hundesteuer und die neue ten und Vereine, in denen anerkanntermaßer nicht nur wirt. steuert. Beide Steuern schaftliche und soziale Werte liegen, sondern auch solche von höch- Pferdesteuer- sollen für das zweite Halbjahr in Kraft treten. fter tultureller Bedeutung, ringen sower um ihre Eri. Die Schrippenverteilung des Rektors. stenz; fie stehen vor dem Zusammenbruch und können ihre ir jebiger Belt ganz besonders dringlichen Aufgaben und Pflichten Straße) spielt feit längerer Zeit eine Affäre, die in Lehrer- wie in In der Berliner 100. Gemeindeschule( Reichenberger faum mehr erfüllen." Durch die Resolution ruft die Berliner Mohl- Elternfreifen starkes Aufsehen erregt hat. Gegen den Rettor fahrtsvereinigung( Flottwellstr. 4) den Opferwillen der ge- Raeter ist der Vorwurf erhoben worden, daß er bei der Ber famten Bevölkerung wadh. Sie bittet die zuständig teilung von Frühstück für bedürftige Rinder fi ein ausfahrender Güterzug mit einem aus der Richtung M.- Glabbad) Auf dem Bahnhof Grevenbroich stieß Montag vormittag 11 Uh Behörden, Wohltätigteitsfeste nicht mehr zu gestatten, dagegen alle Unregelmäßigteiten habe zuschulden tommen ernsten Werbeaktionen unverzüglich zu genehmigen. Die Ber- laffen. Das Provinzialschulfollegium fah die Sache so milde an, einfahrenden Berfonenzug zufammen, weil dieser das Halt liner Bevölkerung folle nach allen Kräften urd der Geld. daß es dem Rettor nur einen Verweis erteilte und ihn an der deigende Einfahrtssignal überfahren hatte. 3wölf Personen, entwertung entsprechend helfen und der freien Wohl. Schule beließ. Als eine Elternverfammlung sich gegen ihn darunter fünf Eisenbahner, erlitten leichte Berlegun tätigkeitspflege die Mittel schaffen, weiterer Berelendung vorzu- aussprach, hielt die Schuldeputation es für nötig, daß er wenigftens gen. Der Bersonenverkehr zwischen Grevenbroich und M.- Gladbach verfekt wurde. Hinterher wurde aber ein Reifeltreiben wird durch Umleitung der Züge und durch Bendelverkehr aufrechtgegen den Lehrer Splinter veranstaltet, der die erhalten, da die Hauptgleife der Strede M.- Gladbach- Grevenbroid Srippen affäre zur Kenntnis der Behörde ge- für 10 bis 12 Stunden gesperrt sind. bracht hatte. Das Ergebnis ist, daß jeßt das Provinzialschultolle gium die Verlegung Splinters verfügt hat. Mit dieser Angelegenheit wird sich eine öffentliche Elternverfamm. Aleve der für 3 Millionen Marl Schuhwaren nach Holland geIung beschäftigen, die am Mittwoch( 1. November), 7 Uhr, in fchmuggelt hatte, wurde von der Straffammer wegen ber der Schulaula Reichenberger Straße, Ede Forster Straße stattfindet. botener Ausfuhr lebenswichtiger Gegenstände des täglichen Bedarfs zu fünf Monaten Gefängnis unb 400 000?. Geldstrafe verurteilt. beugen. Ueber seine Lügen gestolpert. Bom Generaldirektor zum Schneeschipper. In ein tiefes Dunkel hatte ein Angeklagter, der sich vor der Straffammer des Landgerichts I wegen Schedfälschungen und Unter fchlagung in 20 Fällen zu verantworten hatte, verstanden, seine Persönlichkeit zu hüllen. Er wurde unter dem Namen Dstar Don Czeczi auf die Antiagebant geführt. Auch die Untersuchung war bisher unter diesem Rubrum gegangen. Die Verzweiflungstat einer Mieterin. In Nr. 463 meldeten wir, daß in Eichwalde, im Hause Wusterhausener Str. 30, eine Witme Werner durch Gasvergiftung ihrem Leben ein Ende gemacht hatte. Drangsalierungen durch den Hauswirt, einen Lehrer Falt, der das Grundstück mehrere Monate vorher als neuer Eigentümer erworben hatte, sollten ihr das Leben, wie man aus hinterlassenen Briefen schloß, perleidet haben. Als ihr Sohn und eine ihr befreundete Dame die Wohnung gewaltsam geöffnet hatten und Wiederbelebungsversuche anstellen wollten, stürmte Herr Falt mit einem Revolver dazwischen und drohte: hände hoch oder ich schieße!" Der Angeklagte hatte fich als Sohn des verstorbenen Prästdenten der ungarischen Reichsbant ausgegeben. Als die Verhandlung gegen ihn eröffnet wurde, empfing ihn der Borsigende, Landgerichtsdirektor Marschner mit den Worten:„ Sie find also Farango Feigelstod!" Der Angeklagte war zuerst so ver bugt, geradezu vor den Kopf geschlagen, daß er fleinlaut mit Ja!" antwortete. Hinterher befann er sich aber und mollte nicht verstehen, was der Borsigende mit dem Namen meine. Dieser ließ aber nicht locker und erflärte:„ Sie haben es ja nun Zu dieser Schilderung sendet uns der Rechtsbeistand des Herrn schon eingestanden. Nach den neuesten Ermittlungen aus Budapest Fall einen Brief, den er als eine„ Darstellung des tatsächlichen Bor. find Sie fein anderer als Farango Feigelstock." Schließlich in die ganges" bezeichnet. Herr Falt sagt, Frau Werner habe die von Enge getrieben, erklärte er:„ Ich habe bisher fo piel ge.ihr übernommene Berpflichtung, ihm bei seinem Einzug in die Wohlogen, daß ich mich gar nicht mehr zurecht finde. Die Beweis- nung des früheren Hauswirts noch von ihrer Wohnung ein aufnahme ergab folgendes Bild: Farango ist der Sohn eines Bank- Zimmer abzutreten, erst auf Drohung mit polizeilichen 2] Die Welt ohne Sünde. Der Roman einer minute von Bidi Baum. Der Prophet Egidius war bei der Explosion des Gasmertes wie tot hingefallen, auch er des Glaubens, der Weltuntergang fei gekommen. Ueber ihn stürzte Stein und Gebälfe der leeren Garage, in deren Winkel er haufte. Als er zu fich fam, war fein Dach mehr über ihm, sondern Dunkel heit, in die ein roter Himmel schimmerte. Er zog Arme und Beine unter schweren Lasten hervor und atmete tief. Er er fannte den Geruch von Brand und Berwefung und wußte daran, daß er noch in derselben Welt lebte. Auch den Himmel erkannte er nun wieder mit seinem entzündeten Schein und dem friechenden Geschiebe pon Wolken und Rauch. Sein Kopf schmerzte, über seine Augen rann Blut. Als er sich erhob, ein Riefe von Gestalt, wanfte er. Taumelnb schritt er zwischen Brettern, Trümmern, Unfenntlichem banon, erreichte die Straße, die in Stille ertrant, er ging in schwindligen Wolfen. Man muß helfen- dachte er bumpf, an den Mauern hin taftend. Sein Fuß verfing sich oft in Röhren und Drähten, die aus der Erde starrten. Manchmal trat er auf Gleitendes, auch dies seinem Fuß schon bekannt; dann büdte er sich, und im matten Schein, ben der Brandhimmel herabſtreute, sah er in die Gesichter von Toten oder in die verzückten Augen der Berhungernden. Sie maren glücklich. Sein Kopf schmerzte sehr, das Blut rann ungeftillt an den Schläfen herab und in seine Hände. Er fühlte sich leicht merden, eingehüllt, sein Gehirn lief davon, fuchte, grub alte Beiten hervor. Gräser und das Feilen der Grillen herein. Der Schlaf der Nacht war tief und friedvoll, der Morgen weckte mit Hahnenruf und 3weigrauschen und Bogelstimme vor dem Fenster. Duft stieg aus den Wäldern des Klosterberges, und immer sang das Mädchen irgendwo... Dann waren die Soldaten gekommen. Egidius stand und öffnete die Augen weit; die Wolfe des Schwindels entließ ihn, Dorf und Feld fant zurück. Wie der sah er den entzündeten Himmel und die sterbende Stadt, die zerriffene Straße, auf deren Grund die Menschen lagen, tote und lebendige, unfenntlich ineinandergewirrt. Er beugte den Kopf in die Hände und flüsterte: schlag an mit deiner Sichel und ernte; denn die Zeit zu ernten ist fom men, denn die Ernte der Erde ist dürre geworden. Und der auf der Wolfe faß, schlug an mit seiner Sichel die Erbe, und die Erde ward geerntet. an Schlag an mit deiner scharfen Hippe und schneide die Trauben am Weinstock der Erde; denn seine Beeren find reif. Und der Engel schlug an mit seiner Hippe an bie Erbe und schnitt die Trauben der Erde und warf sie in die große Kelter des Zorns Gottes. Und die Kelter ward außer der Stadt getreten, und das Blut ging von der Kelter bis an die Zäume der Pferde.... Dem Flüstern begegnete in der tiefen Stille ein anderer Laut, ein Stöhnen aus dem Dunkel. Eine Hand recte sich auf und tastete nach Egidius' Knien. Er fühlte sich gehemmt, blieb schwindlig stehen und suchte, von seinem stetig sidernden Blut geblendet, bis er Haupt und Körper des Stöhnenden fand. wwww Hungerst bu?" fragte er zuerst und griff gleich an seine Brust, mo er feit Wochen ein Stüd Brot bewahrte. Die Erde am Hügel war schwarz und gut; heller an der " Mein nicht hungern. Nur der Weg ist zu lang Oberfläche, buntler an der Unterseite der Schellen, die der flüfterte der Hingefuntene flanglos. Bflug nach oben wendete. Benn Egidius hügelauf schritt, fam Behin winst du?" ihm die Sonne entgegen und Wind zerrte ihn am Aermel." Heim zur Frau. Das Kind fommt, das erste Kind. Drehte er am Ende der Furche den Pflug, dann schüttete die Da lief ich zur Hebamme Christine, da geschah es; ich lief, es Sonne ihm Wärme über den Rücken, fein Schatten wanderte warf mich hin, weiß nicht, was es war; da war noch heller mit breiten Schultern neben Bflug und Gespann einher. Tag, zwei Uhr. Jezt ist Nacht. Ich muß zur Frau, ihr helfen. Irgendwo fang ein Mädchen. Feierabends schichte das Dorf Das Kind tommt ja, unferes, unser Kind. Sie ist ganz allein. Blocentlänge herauf und Rauch stieg blau aus den friedlichen Der Weg ist zu lang Schornsteinen. In den Ställen flangen Ketten, zufallende" Wo wohnst du?" Tore, stampften Tiere. Später leuchtete das Licht über der" Am Fluß; bei der Brücke, das große graue Haus; es alten Bibel, und während er bem blinden Bater die Evan- wohnen viele da, aber einer fümmert sich nicht um den anderen gelien vorlas, tam beim Fenster der Geruch der taunaffen Die Frau ist allein Die Gülfigkeit der Bezugsscheine für billiges Brennmaterial ist über den 31. Oftober hinaus bis zu Sonnabend, den 4. November, verlängert worden. Die Pläße der Berliner Brennnstoffzentrale, Linistr. 25, find angewiesen, die entsprechenden Mengen his diefem Tage auszuhändigen. Eisenbahnzusammenstoß im Rheinland. Gefängnis für einen Schuhschmuggler. Ein Kaufmann in Jugendveranstaltungen. Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin. Heute, Dienstag, den 31. Oktober: Röpente: Jugendheim Grünauer Str. 5. Lefeabend: Das Heilige Feuer". Mieberschöneweibe: Jugendheim Oberschöneweide, Laufener Str. 2. Leseabend: allensteins Lager". Prenzlauer Borstadt: Jugendheim Senefelder Str. 6/7, Mädchen abend, Bortrag: Geruelle Sngiene". Reinidendorf- West: Jugendheim Scharnweberstr. 114/115, Bortrag: Glasbrenner". Echöneberg II: Jugendheim Comeniusschule, Frankenste. 10, Bortrag: Sistorische Geheimnisfe". Gübweften: Jugendheim Lindenstr. 3, Mitgliederversammlung. Wilmers Dorf: Jugendheim Gemeindeschule, Roblenzer Sir., Borfrag: Moderner und Bollstana". Wetter bis Mittwoch mittag. Etwas milder, überwiegend bewölkt mit wiederholten Niederschlägen bei mäßigen zwischen Süd und West schwankenden Winden. „ Kannst du gehen, wenn ich dich führe?" Ja." Egidius half dem Manne hoch, der aufschrie, als er ihn hob; gleich darauf stieß er gurgelnde Laute aus, Blut brach aus feinem Mund. Nun, Kamerab, so geht es also nicht sagte Egidius und griff mit seiner großen warmen Bauernhand nach der Brust des Mannes, indes er ihn mit feinem ganzen Körper stüßte. Er fand sie eingefunken, das Herz schlug schwach an bie zerbrochenen Rippen. Nicht sterben" sagte der Mann; ich muß heim; ich muß das Kind sehen; sterben darf ich nicht, muß heim zur Frau" " Nun, tomm, Kamerad; ich trage dich, bist leicht," sagte Egidius und lächelte dem Mann in die Augen." Ich bin start, fiehst du, mir macht es nichts. So bist du bald bei deiner Frau und dem Kind. Soll es ein Bub sein?" Er hob den Mann auf, der still die Augen schloß, als er das Lächeln in Egidius Geficht gefehen hatte, und er legte thn quer über seine Schultern, wie er früher die Säde Korn und Mehl getragen hatte. Ich bin start" fagte Egidius noch mals, denn nun fühlte er den Schmerz der Kopfwunde und das wegrinnende Blut und den Schwindel, als wäre eine schwere dunkle Hand über ihm. Komm, Kamerad, wir sind bald bei deinem Kind. Wie schön ist es, daß noch immer Kinder geboren werden.... Um eine Ede stürzend, feuchend auf der Flucht, traf Anfelmus auf den Propheten mit seiner Last. Er war, von Schwäche überfallen, auf einen Balfen gesunten. Im roten Licht des Himmels sah ibn Anselmus, mie er bafaß, pornübergebeugt, ben sterbenden Mann in seinem Schoß, unbewußt in der Haltung der schmerzensreichen Mutter auf aften Bildern. Anfelmus hemmte feine Flucht und fragte:„ Egidius, was machst du? Kann ich dir helfen?" Egidius blickte auf und lächelte; eine große Stille ging aus, wenn er lächelte. Ich bin müde geworden; es ist eine Schande. Ein großer Mensch wie ich und müde. Bor einem Jahr noch fonnte ich ein Pferd heben. Ich muß ihn schnell nach Hause bringen, es ist weit zum Fluß, und nun rafte ich schon zum drittenmal. Es ist eine Schande-" ( Fortsetzung folgt.) GU 17 Arbeiter- Sport Geschäftemacher. " Etwas verspätet, aber immer noch zur rechten Zeit, fliegt uns Die Nr. 11/12 einer Fachzeitschrift Gummiwelt" vom 20. März d. I. auf den Redaktionstisch. In einem Artikel: Was muß der Gummimarenfachmann von Sportartikeln wissen?" wird zunächst gesagt, daß der Sportbetrieb in Zukunft die große ezres= fchule ersehen muß, um die Ehre Deutschlands wiederherzustellen!" Da diese Zeitung als Außenhandels= nummer" möglicherweise über Deutschlands Grenzen hinauskommt, so erhält die Behauptung des Auslandes, daß der Sport in Deutschland nur eine vertappte militärische Ausbildung ist, neue Nahrung. Dann werden allerlei Gummischutzartikel für Fußballer, Boger usw. empfohlen, die zur Herstellung der Ehre Deutschlands" benötigt werden." Beim Fußballspiel fann ein fräftiger, aber schlecht gezielter Fußtritt, der das Schienbein eines Mitspielers statt den Ball trifft, recht böse Folgen haben." Also muß man fich die Schienbeine mit Gummibandagen polstern und die Fußball Stiefel müssen mit Gummipfropfen versehen werden, offenbar damit die Herstellung der Ehre Deutschlands nicht allzu starte Spuren hinterläßt. Kurz, der Sport ist eine zweifellos nüßliche Sache auch nom Standpunkt der Gummihändler aus, und je mehr es immer feste druff" geht, um so ergiebiger ist er für die Gummimänner! Aber das Geschäft verspricht noch größere Erfolge, denn: tariat neue Rämpfer guzuführen. Die Borfämpfe des Bettstrettes finben am Freitag, den 8. November, und Freitag, den 10. November, abends 7 Uhr, die Entscheidungskämpfe in allen Klassen am Sonntag, den 12. November, nachmittags 4 Uhr. statt. Borkämpfe, sowie Endkämpfe werden an allen drei Tagen in den Hohenstaufensälen, Rottbuser Damm 79, ausgetragen. Den Berliner Arbeitern rufen wir zu: Unterstütkt eure Sportorganisationen. Freie Schwimmer, Charlottenburg. Mittwoch, den 1. November, abends Frauen: 1. Giefe 14. Abt. 6,4 Get., 2. Weiß- Südoft und Gogniza 14. Abt. Bruft- 7 Uhr, Monatssigung bei Bohne, Schloßßraße 45. Tagesordnung: Unser Die Vorstandsmitglieder treffen fich breite zurüd. 800 m auf, Männer: 1. Röhler- Oft 2 Min. 18 Set., Schwimmfest am 19. November 1922. Reigenschwimmer Dienstags Vor1 Stunde vor Beginn der Gigung ebenda. 2. Beyer- Gildoft 2 Min. 21 Get., 3. Raaz- Güldoft 2 Min. 25 Get. Jugend: 1. Liebmann- Südost 2 Min. 20 Get., 2 Riebenstahl- Oft 2 Min. 23,2 Gel., 3. Blett- bung in der Turnhalle Sophie- Charlotten- Straße, Donnerstag Schwimmhalle, Stößer 2 Min. 25 Get. 5.Runden staffel, Jugend: 1. Oft 1 min. Krummeftr. 10, von 8-10 Uhr. 41 Get., 2. Giboft 1 min. 41,2 Get.-10- Rundenftaffel, Männer: 1. Güdoft I Ruderverein ,, Collegia". Am Sonntag, den 22. Oktober, konnte der Arbeiter10X50 m endel Ruderverein ,, Collegia" eine größere Anzahl von Besuchern auf feinem in Tief3 min. 20 Set., 2. Oft und Süd 3 Min. 22 Get. werder bei Spandau gelegenen Bootsplak begrüßen. Die Freunde und Abstaffel. Frauen: 1. 14. Abt. 1 min. 19,2 Get., 2. Güdost 1 Min. 20 Get. ordnungen der Brudervereine des Freien Ruder- Bundes" waren gekommen, um ,, Collegia" zu seinem neuen Vierer beglückwünschen zu können. Der Verein ist burch diefe Neuanschaffung in der Lage, wieder Mitglieder aufzunehmen. Arbeiter, die dem Verein beitreten wollen, werden gebeten, fich schon jest im Bereinslotal Shunat, Charlottenburg, Wielandstraße 4, zu melden, da im Winter die Sportskollegen im Ruderbaffin ausgebildet werden. Das Hallenschwimmfest in Neukölln. Eine neue Reglerorganisation foll geschaffen werden, die allen Mitgliedern Rechte gewährleisten, Klub- und Bezirkswettkämpfe ohne große Soften fälen, SW., Blücherstraße 61( Nähe Hallesches Tor), willkommen. Namens der Ein Kinderwetturnen in Steglik veranstaltet der 4. Bezirk des A.- T.. und Sp.-B. am nächsten Sonntag. Anfang 1 Uhr nachmittags. Die Kampfrichterfikung beginnt um 12 Uhr. auf den 29. november verlegt worden. Die Lehrstunde für Kinderturnwarte des 1. Rreifes in Neukölln ist vom 5. Der Arbeiterschwimmverein Freie Schwimmer" Neu= fölln veranstaltete am Sonnabend und Sonntag im Stadtbad ein großzügiges Schauschwimmen. Neben den verschiedenen Berfiner Brudervereinen waren auch Schwimmer und Schwimmerinnen bieten, überhaupt den Sport im Regeln beffer ausbauen und pflegen mill. Alle aus Breslau und Altona herbeigeeilt, um ihre Kräfte mit den Ber- fportsfreudigen Regelklubs mit freiheitlichen Anschauungen find autor Blücherliner Schwimmgenossen und genoffinnen zu messen. Das Pro- versammlung am Dienstag, den 7. November, abends& Uhr, in den Blücher. gramm war an beiden Tagen ein überaus reichhaltiges und brachte einberufenden Klubs: Hermann Köhler, Berlin W. 35, Stegliger Straße 5/6. dem festgebenden Verein den erwünschten Massenbesuch. Der Sonnabend stand im Zeichen der Vorfämpfe. Im rennmäßigen Teil des ben Stafettenfämpfen, waren die" Freien schwimmer" Neukölln am erfolgreichsten; fie gewannen unter anderem das Hauptschwimmen, die Männerstafette über insgesamt 500 Meter, in blendendem Stil. Dagegen brachte im Männerfürspringen Lesch vom Schwimmmverein" Vorwärts" Berlin die Höchstleistung auf fein Konto. Aber auch die auswärtigen Gäste griffen tapfer in den Kampf mit ein und buchten durch Frl. 1. Kreis Mitte. Dienstag, den 31. Oktober, 7½ Uhr, Gigung des erweiterten Kreisvorstandes im Bürgerheim, Alte Schönhauser Str. 23/24. Quitschalle und Frl. Reinerius( Breslau) zwei schöne Siege für sich. Heute, Dienstag, abends pünktlich 7½ Uhr, im 7. Areis Charlottenburg. Rettungsübungen, die dem Publikum auch den sanitären Beichensaal des Schiller- Realgymnasiums, Schillerstr. 26, Lehrkursus der Thema„ Die Wert des Schwimmens recht anschaulich vor Augen führten, und foz. Elternbeiräte. Bortragender Genosse Dr. Deiters. das so beliebte Wasserballspiel beendeten das mit andauernd 12. Amtspflicht mitglieder fämtlicher Arbeiterwohlfahrtsausschüsse bes 12. ser des Lehrers und des Schulleiters. Echulfragen". stürmischem Beifall ausgezeichnete Programm des ersten Tages. waltungsbezirks werden gebeten, Dienstag, den 31. Oktober, pünktlich Am Sonntag vollzog sich der Aufmarsch der in stattlicher Zahl 7 Uhr, im Stegliger Rathaus, zu einer wichtigen Sigung fich einzuvertretenen Schwimmer und Schwimmerinnen. Unter den Klängen finden. Borinformationen daselbst durch Genossen Husfot. Groß- Berliner Parteinachrichten Der Schutz der Sportjünger vor Verlegungen wird in 3utunft um so notwendiger sein, als bet anatlich durch den Eintritt der Arbeitersportvereine ein offensichtlich roher Ton in den Sport hineingetragen wurde, und das von ihnen beliebte scharfe" Spiel läßt die Gefahr förperlicher Ber der Musik schritt man dann zu neuen Kämpfen. Wieder ist es der 13. Kreis. Heute, Dienstag, abends von 7 bis 9% Uhr, in der 4. Gemeindelegungen wesentlich gesteigert erscheinen. Seil euch, ihr Gummihändler, das Geschäft wächst, blüht und gedeiht!! Nur stimmt die Bemerkung über die Arbeitersportler nicht, da gerade die Arbeitersportorganisationen es find, die alle " Icharfen" Spieler aus ihren Reihen entfernen. Wissen aber die Gummileute, daß der bürgerliche Deutsche Fußballbund seine Die schule, Werderstraße in Tempelhof, 1. Abend der Vortragsreihe Entstehung der modernen Volkswirtschaft". Hörgebühr fülr 6 Borträge 9 M. Wir bitten um regelemäßige Beteiligung. Heute, Dienstag, den 31. Oftober: Berichterstattung Aula der 283. Gemeindeschule, Gothenburger Str. 2. über die Lage im Kampf um die weltliche Schule". Referent Genoffe Hennide. Meisterschaft nicht austragen fonnte, weil sich die Rivalen buchstabs aller erschienenen Freunde des Schwimmsports, daß für die Arbeiter. 79., Abt. Schöneberg. 7½ Uhr Sigung des Bergnügungsausschusses bei Bock, lich die Knochen faput geschlagen hatten und ein Spieler( Horst Franke) vom Leben zum Tode befördert wurde? Die Gummileute dürften daher bei den bürgerlichen Sportvereinen bessere Geschäfte machen. Wettkämpfe im Sportpalast. Gedanstr. 52. Dieselbe festgebende Verein, der in hartem Ringen um den Sieg, Mann gegen Mann, im Bordertreffen steht. Und auch im Springen ist wieder Lesch, vom Verein„ Borwärts" Berlin, der Held des Tages. Ein Damen- Blumenreigen, geschwommen von der Damenabteilung der Freien Schwimmer" Reufölln, wird durch eine 19. st. 7 Uhr Bersammlung der Anhänger der weltlichen Schule in der eratte und elegante Ausführung start applaudiert, und das flotte, fichere Schwimmen der Knaben und Mädchen bezeugte zur Freude schwimmer der Nachwuchs zu den besten Hoffnungen berechtigt. bert, Hannemannstr. 1 Arbeitsgemeinschaft Kulturlehre. A 100 m: 1. Cuitfchalle- Breslau 1:44, 2. Lutter- Reukölln 1: 51%, 3. Gerifch Sonnabend- Ergebnisse: Männerftafette, 6X50 m beliebige Jungszialisten. Arbeitsausschuß Grupe Briz: 7 Uhr beim Genossen D. Schu tönn 3:27, 2. Vorwärts- Berlin 3: 32%.- Damenridenfchwimmen, mind jeden Dienstag 7 Uhr fortgefeht. Vorwärts 1:55. Rnaben ftafette, 4X50 m: 1. Vorwärts- Berlin 3: 27%, 2. Reukölln 3:34. Männerfchwimmen, AI. A 100 m: 1. Gorzelniat Neutölin 1:12, 2. Sinze- Union 1: 17%, 3. Götke- Neukölln 1: 17%. Mädchenbrustschwimmen, ST. A 100 m: 1. Scharper- Neukölln 1:51, 2. Gommer- Neufölin 1: 57%, 3. Christ- Neukölln 2: 09. mimmen, R. A 100 m: 1. Montagemetön in 23% füfpringen, 5 Sprünge, ie einen aus Grad 4, 5, 6, 7, 8: 1. Leſot Sannenberg- Faltenhagen 1: 28%, 3. Gramer- Neukölln, 1: 29%. wärts 36, 2. Jänisch- Lichtenbera 95%, 3. Röhler- Reufölln 34, 4. Brata- Altona 33 Bunfte. Männlice Sugenblageftafette, 4x50 m: 1. Belle, I. Mannich. 2: 45%, 2. Reutsun 2:57, 3. Belle, II. Mannsch. 2:59. Damenbrustschwimmen, R. B 100 m: 1. Reinerius- Breslau 1:51, 2. Rubo Charlottenburg 1:56, 3. Sübner- Reutöln 2: 00%. Männer ruft ita fette, 6X50 m: 1. Borwärts 4: 24%, 2. Neukölln 4:28, 3. Fallen2. tona 2: 24%, 3. Bofeidon Breslau 2:41. hagen 4:31. Damenlagenitafette, 3X50 m: 1. Neukölln 2: 34%, Männliches Jugend brustschwimmen, 100 m: 1. Fuhrmann- Neukölln 1:39, 2. Chriftian- Belle beliebig: i. Reuiölln, 2. Vorwärts, 3. Union. Damenjugend. Brut. 3. Bietsch- Welle 1: 41%. Männer stafette, 50, 100, 150, 20 m fdhwimmen, 100 m: 1. Boer- Neukölln 1: 46%, 2. Geisler- Norden 1: 52%, 2. 1 tön 3: 3( 1: 2). 2. Der Turn- und Sportverein Fichte" hatte am Sonntag ein volles Haus und bot ein außerordentlich vielseitiges und gut zu fammengestelltes Programm. In der Arena, die sonst den Schauplaz Don Radrennen und Borfämpfen bildet, fam der von den Turne rinnen betriebene Voltssport in feiner Vielseitigkeit zur Darstellung und fesselte das vieltausendköpfige Publikum bis zum Schluß. Den Anfang bildete ein Musterriegenturnen mit Wertung. Die Männer stellten 14 Riegen, was noch leidlich genügen könnte, dagegen find 7 Riegen bei den Turnerinnen und 9 Riegen bei den Jugendlichen( 1 Oberstufe, 8 Mittelstufe) ein Beweis, daß das Turnen fich durch den Sport jehr zurückdrär gen läßt. 19 Riegen turnten am Barren, 4 am Pferd, 3 am Rec, 4 Freiübungen. Um 3 Uhr begann das Hauptprogramm mit dem Einmarsch von 220 Turnerinnen und 300 Männern und Jugendlichen und wirfte imposant, jedoch hätte die Beteiligung entsprechend der Größe des Vereins wesentlich Stärfer fein fönnen. Es folgen Stabübungen von 100 Männern und Jugendlichen und Freiübungen von 150 Knaben, Gruppenfreiübungen von Jugndlichen und ein neuartiges interefiantes Schleuderballschwingen mit Antlang an bas Reulenschwingen. Einige Vereinsriegen zeigten gute Leistun gen am Reck, Barren, Pferd und Tischspringen als Sonderporführungen. Die Mädchen führten in zwei Kreisen Boltstänge mit Gefang vor. Die Turnerinnen zeigten Keulenübungen und nachdem Ausdrucksübungen, beides verbunden mit rhythmischer Gymnast it, ein Erfolg der Bundesschule. Lebhaftes Interesse fand das Handballspiel der Turnerinnen, das gleich interessant ist wie ruft it a fette das Fußballspiel, dabei aber feiner in der Durchführung und ohne die mit der Fußtätigteit verbundenen Grobheiten. Beachtenswert ift, daß die Turner bei einigen Darbietungen mit nadtem Oberförper und ohne Strümpfe und Schuhe übten, auch die Turnerinnen zeigten fich modern mit Sweater und furzen Hosen, aber ohne Strümpfe und vielfach ohne Schuhe, so daß die Körper und Muskeltätigkeit gut zur Darstellung fam. Zwischendurch kamen die Sportler und Sportlerinnen mit einer ganzen Reihe von Bettläufen zur Geltung, 50- Meter- Läufe, Rundenstaffeln und 800- Meter- Lauf boten fortwährende Abwechselung. Als Sonderdarbietung verdient der. Mannschaftshochsprung der Sportler und Sportlerinnen Erwähnung. Den Abschluß des Festes bildeten Massenpyra miden der Männer, Turnerinnen, Jugendlichen und Kinder, die den ganzen Innenraum ausfüllten und ein beifallsfreudiges Publifum fanden. Sefultete. Betturnen der Musterriegen: Männer, Oberftufe: 9. Abt. Barren 218 B., 2. Abt. Barren 208 B., 10. bt. Barren 197% B., 7. Abt. Red 197 B., 4. Abt. Bferð 193½ B., 2. Abt. Red 181% B., 1. Abt. Barren 169% B. Mittelstufe: 4. Abt. Batren 208% B., 20. Abt. Barren 198 B., 2. Abt. Bfert feit 196., 19. Abt. Pferd lang 190 B., 5. Abt. Barren 183 B. Freiübungen: 16. Abt. 106 B., 2. Abt. 103% B. Turnerinnen: Oberstufe: 4. Abt. Barren 210% B., 1. Abt. Pferd 194% B. Mittelstufe: 1 1 Männerfeite 927 Männer3 Morgen, Mittwoch, den 1. November: 11. Areis. Beitungskommission. 7% Uhr Sigung beim Genoffen Schoppe, Schöneberg, Meininger Str. 5. Die Abteilungsleiter find eingeladen. 12. Abt. 7% Uhr Sigung sämtlicher Funktionäre bei Schmidt, Wicleffstr. 17. Opig- Straße; Schmidt, Kolberger Str. 24; Stein, Pantstr. 80; Paul Brandt, Schulzendorfer Str. 2; Erdmann, Schönwalder Str. 25; Hochheim, Panl Straße 82. 18. t. 7 1hr Bahlabend in folgenden Lokalen: Müller, Ufer. Ede Martin. 32. Abt. 7 Uhr Fortbildungsschule Lange Str. 31, Zimmer 55, Sof pte., Sigung sämtlicher Funktionäre der Bereinigten Sozialdemokratie. Bollzähliges Er fcheinen notwendig. 40. bt. 7% Uhr Abteilungsversammlung in der Anhaltischen Refsource", Mödernstr. 114. Thema: Wie stellt sich die Vereinigte Sozialdemokratie zur Währungsfrage und zum Umlageverfahren?" Ref.: Robert Breuer. 5t. Steglig. 7% Uhr Gigung des erweiterten Borstandes im ReichenDie Karten zum Boltstunstfaal der Gemeindeschule 1, Ringstraße. abend müssen dabei abgerechnet werden. 82. 83. Abt. Lichterfelde. 8 Uhr bei Quandt, Moltkestr. 31, gemeinsame Funktio närtonferenz. t. Lanfmig. 8 Uhr Mitgliederversammlung im Beichenfaal bee 2. Ge meindeschule, Gendligstraße. Thema: Die Aufgaben der Partei zur Teuerung. 92. bt. Neukölln. 7% Uhr bei Wolff, Raiser- Friedrich- Str. 173, Ede Rofeggerstraße, Sigung sämtlicher Funktionäre einschließlich Betriebs Dertrauensleute und Betriebsräte. Wichtige Tagesordnung. außerordentliche Generalversammlung.. 3. Gubisch- Neuton 1:54. WafferbalIfpiele, 1. Spiel, Poseidon 84. Breslau Borwärts- Berlin: 7: 1 für Vorwärts( 0: 4), 2. Spiel, Altona- NeuSonntag Ergebniffe: Männer stafette, 4X100 m: 1. Reutön 5: 36%, Union Berlint 6:26. Damenjugend Rüdenfchwimmen, 100 m: 1. Geisler- Norden 1:49, 2. Mafur- Neuton, 3. Boer- Neukölln. annlides Jugendfchwimmen, 100 m: 1. Frant- Neukölln 1: 32%, 104. bt. Niederschöneweide. 7½ Uhr in der Anabenschule, Rudower Straße, 2. Telaff- Neuföln 1: 33%, 3. Roffutta- Borwärts 1: 43. Mädchen- Brustftafette, 4 × 50 m: 1. Reutölln I 3:37, 2. Borwärts 3:43. Männer- 109. Abt. Friedrichshagen. 7% Uhr bei Scholz, Friedrichstr. 81, Abteilungs. ienfchwimmen, 100 m: 1. Anforge- Breslau 1: 26, 2. Dahle- Neukölln versammlung. 1. Bortrag ,, Unser Rampf gegen das Valutaelend, 2. Wahl 1: 29%. 2agen stafette, Männer über 35 Jahre 4X50 m: 1. Neukölln des Vorstandes. Referent Genosse Arthur Saternus. 2:57. Männliche Jugendstafette, 4X50 m: 1. Neukölln 2:43, 141. Abt. Rosenthal. 7% Uhr Funktionärsigung in der Schule Schillerstraße. 2. Unis 49%, 3. Borwärts 3: 06%. Männerfpringen: 1. Lesch Nowawes. Erste gemeinsame Mitgliederverfamlung 7% Uhr in der Aula ber Gemeindeschule in der Echarnhorst- Straße. Tagesordnung: Referat ber Borwärts 43%, 2. Nachtigall- Vorwärts 43, 4. Röhler 40% Bunkte.- Damenjugend Bruststafette, 4X50m: 1. Reukölln 13:27, 2. Neukölln II ,, Die Bedeutung des Tages", Beitungsfrage, 9. November. 3:49, 3. Borwärts 3:50. Männer Brustschwimmen, 100 m: 1. Lehmann- Vorwärts 1:30, 2. Moebus- Reukölln 1: 30%, 3. RannenbergFrauenveranstaltungen am Mittwoch, den 1. November: 3:45, 2. Borwärts 4: 01%, 3. Union 4:16. Falfenhagen 1:32. Männerftafette, 3X100 m beliebig: 1. Neukölln Männliche Jugend- 4. Kreis. Prenzlauer Berg. 7% Uhr Sigung sämtlicher Funktionärinen bet Gehr wichtige Tagesordnung. 4X50 m: 1. Neukölln 3: 7%, 2. Charlottenburg 3:14, W. Burg, Prenzlauer Allee 189. 3. Borwärts 3: 14%. Knabenlagen stafette, 4 × 50 m: 1. Vorwärts 68. Abt. Salenfee. 7 Uhr bei Göß, Kurfürstendamm 92, 3 Trp. Thema: Referent Frau Dr. Else Hildebrandt. 3: 16%, 2. Reutölln 3:30. Damen Jugendftafette, 4X50 m beErziehung zur Gelbständigkeit". liebig: 1. Reutölln 3:14, 2. Altona 3:20. Getiefomimmen, 100 m: 1. Balbe- 9eutömies sugenb- 79. 1: 39%, 3. Gallwig- Union 1:45. Damen- Bruststafette, 4 × 50 m: 1. Breslau 3:27, 2. Charlottenburg 3: 48%. SX200 m: 1. Neuton 9:05, 2. Bormärts 9: 05%. Damen Brust. fdw immen, 100 m: 1. Cuitfchalle- Breslau 1:45, 2. Lutter- Neukölln 1: 48, 3. Schukalle- Borwärts 1:54. Wasserballspiele, 1. Spiel, Altona Borwärts- Berlin: 5: 2 für Borwärts( 2: 1), 2. Spiel, Boféidon- Breskau Neu13n: 6: 2 für Reutölln( 1: 3). Sonntags- Hofen- Refultate. Männerftafette, Roland 1- Moabit 14: 0; Roland 2- Charlottenburg 2 1: 0; Lichtenbera 11- Echönhola 1: 4; Wilmersdorf 1- Lichtenberg II 1 10: 0. Die Fußballrefultate des Sonntags waren bei Schluk des Blattes noch nicht eingetroffen. Eine Delegiertenversammlung aller Groß- Berliner Bereine und des 1. Kreises vom Arbeiter- Turn- und Sportbund findet am Donnerstag, den 2. November, abends 7 Uhr, im Sophien- Lyzeum, Berlin, Weinmeisterstr. 16/17, statt. Tagesordnung: Erdrosselung der Arbeiter Turn- und Sportbewegung durch den Berliner Magistrat. Referent: M. Reichert, Kreisvorsitzender. Sein oder Nichtsein der 18. Abt. Barren 228 B., 14. Abt. Barren 185 B., 10. abt. Barren 158 B., Wochenschrift, Arbeiter- Sport". Sämtliche Turn, Sport, Schwimm-, 6. Abt. Freiübungen 64% P., 2. Abt. Freibungen 59 B. Jugendliche Fußball- und Hockeyvereine müssen Delegierte entsenden! Der Oberstufe: 4b- Abt. Barren 189 B., Mittelstufe: 21. Abt. Barren 190% B., Berliner Magistrat ist eingeladen! 8. Abt. Barren 182% B., 7. Abt. Barren 178 B., 4a- Abt. Barren 175% B., 2. Abt. Barren 159 B., 14. Abt. Barren 156 B., 1. Abt. Barren 149 B., 11. Abt. Red 148% P. Bettläufe. 50 m Lauf, Männer: 1. Baute Güdcft 6,1 Get., 2. Marr- Süd und Bfigner- Süd handbreit zurüd. Jugend: 1. Eide- Oft 6 Set., 2. Sprenger- Südoft und Spidermann- Südost 6,1 Get. übt. Schöneberg. 1½ Uhr bei Groß, Gedanstr. 17, Bortrag. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Deutscher Werkmeisterverband, Bea. 15, Fachgruppe Bapter". Bereins verfammlung Freitag, 8. Nov., 5 Uhr, im Clubhaus, Ohmftt. 8. Das altbewährte Kräftigungsmittel für Körper und Nerven Sanatogen ift in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. marca Stoffe Der Sportklub ,, Zurich 02"( M. b. Arb. Atl. B.) veranstaltet, wie alljährlich, im November seinen lub wett ftreit im Ringen, Heben und Boren. Der Wettftreit soll der proletarischen Jugend sowohl wie der gesamten Arbeiterschaft zeigen, daß nur die Arbeitersportorganisationen in der Lage find, dem Brole für Herren- u.Damen- Bekleidung beste Fabrikate, große Auswahl, Varkauf meterweise Koch& Seeland 6. H Gertraudtenstraße 20-21. G. m. b. H. OSRAM Die billige Lichtquelle für Reklamebeleuchtung Notbeleuchtung Signalzwecke D OSRAM GLIMM- LAMPEN Landeshuter Leinenund Gebildweberei F. V. Grünfeld Berlin W8 Leipziger Str. 20-22 Handtücher Gesichtshandtuch HalbGrünfeld Bade- Handtücher Weiß Kräuselstoff, Größe 42X100 cm, Stück 280.leinen Drell; weißgang: 285.- Größe 45x100 cm.. Stück 360.Größe 48X100 cm, Stück Gesichtshandtuch Halbleinen Jacquard, weißgar. 320.Größe 48X110 cm. 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G. 8 U.: Rosenmontag Roberts, Wirl, Haskel Thalia- Theater 71 Theater des Ostens Prinz Don Juan ( Rose- Theater) Th. a. Nellendorfpl. TU. Badistelzchen U.Dein Mond... Stg. 3: Verl. Leute Residenz- Th. Theater in d. Kommandant. Str. Schlemihl Gastspiel Wallner- Theater 7 Uhr. Uhr: Richard Alexander& U.: Die kleine als Schlafwagenkontrolleur Bansi Arastädt, Adele Sandrock Hermann Böttcher Trianon- Th. Täglich 48 Uhr: Erika Grässner in Lissi Sunderin Russ.- Rom. Theater Russisch. Ballett Regie: Bor. Romanoff die Kokotte Ballettm. des ehem. Albers, Kettner kaiserl. Theaters in BTC Petersburg. ElenaSmirnova, Primaballerina, Antolji Obouchoff, 1. SoloPotsdamer Str.38 tänzer v. ehem. kais. Alexand.- Pl.- Pass. russ. Theater, Elsa Wildnis Krüger, Claudia Turmstr. 12 Das Diadem der Zarin Friedenau, Rheinst.14 Graf von Essex Pawlowa und das Corps de Ballett Friedrichstr. 218( Apollo- Th.) Antang 72 Uhr Ende 10% Uhr Vorvkf v. 11 Uhr ab, außerdem b. 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Den neuen Gaspreis werben wir demnächst bekanntgeben. Berlin, den 29. Ditober 1922. Gasbetriebsgesellschaft, Uttiengesellschaft. Der Vorstand: E. Körfing. Franck Neukölln, Böhmische Str. 47 1 Minute vom Richardplag Deutscher Metallarbeiterverband Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Kollege, der Klempner Marienburger Franz Gloth, traße 33 am 27. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Freitag, ben 3. November, abends 6 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Rege Beteiligung erwartet 129/2 Die Ortsverwaltung. Flüchtling fucht beliebiges Geschäft oder Grundstild mit taufchlofer Wohnung. Angebote unter F. 43 an die Saupterped. des Vorwärts. * Konfum- Genossenschaft Berlin und Umgegend Bermögen Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Kontor und Zentrallager: Berlin- Lichtenberg, Riffergutstraße 16/26 1. 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Sparfonds I. 52 282 972 28 169 095,84 742 288,66 027 068.80 • 9800 217,76 27 167,40 68 774 520,04 49 343 402,58 37 219 419,51 1 598 545, 1597 896 1 486 983, 3 721 559, 1, 1, 3. Bestände an Waren und Materialien 711 Barenbestände.. 78 695 063,22 Faftagen 475 452,65 4. 8insbar angelegte Gelber umb Außenstände Sypothefen | Banleinlage GEG. Bankguthaben. Sinterlegte Rautionen Darlehn Boitschedguthaben 189 000, 13 149 565,33 18 647 256,38 816 849,31 2 675 000, 61 258,61 5. Beteiligung an genoffenschaftlichen Unternehmungen.. 6. Raffenbestanb. Sparmarfen. Ref. SvareinlagenII. Geschäftsanteilmarken 8 404 486,-7 200 452,57 Sparfonds III Notgeld 4. Betriebsschulden Warenschulden 79 170 515,87 25 178 497,31 Sparfonds!!( Rabatt) 10 992 659,98 84 988 929,63 24 732 356,41 • 1779 563,64 1050 997,75 108 532.06 29 846 94 132 703 707 39 66 449 146,67 Mitgliederbewegung. Mitglteberbestand am 30. Juni 1921 Neu eingetreten Ausgeschieden burch Uebertragung Tod Ründigung Ausschluß Beftand am 30. Juni 1922 Geschäftsanteile ausgeschiedener Mitgl 166 364,25 48 378 443,74 9 912 496,93 5. Moch zu zahlende ginsen und Untoften Hausanteilzinfen 5 894,46 Richt abgehob. Rabatt 22 667,44 6. Grübrigung. 28 061,90 827 061,64 13 756,67 24 458,27 132 703 707,89 66 449 146 67 125 622 Mitglieder 26 478 152 100 Mitglieber Die Summe der Gefchäftsguthaben erhöhte ich Im Laufe des Jahres um. 4 905 015,95 2. 208 Mitglieder 459 2717 9354 Die Haftfumme betrug am 30. Juni 1921 18 843 800,-w 2 061 000, 12 738 Mitglieber fie vermehrte fich um 139 362 Mitglieder fie betrug am 30. Juni 1922 20 904 300, Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Der Aufsichtsrat 106/17 Baul Lange Kleine Anzeigen 975. Kaufgesuche Der Vorstand A. Mirus 3. Hille. Anzeigen Nummer müssen für die nächste bis 4/2 Uhr nachm. in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, abgegeben werden. 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