Hr. 51 S 4 ZH. Fahrgang Ausgabe A Nr. 255 Bezugspreis: Mr den Monat Noneniber iM,— R., norans zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzia, Saar- und Memclxebict sowie Oesterreich und Luxemburg tSfi,— M., für das übrige Ausland Oöü,— M. Poftbestcllungcn nehmen an Belgien, Dänemark, England, Estland. Finnland, Frank- reich, talland, Lettland, Luxemburg, Oesterreich, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. Der„Vorwärts"' mit der Sonntag» beilage„Volk und Feit", der Unter- haltungsbeilage„Hcimwelt" und der Beilage„Siedlung und Kleingarten" erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm-Adresse: u«Sozialdemokrat Berlin" J Morgen Ansgalre Derlinev Volksblatt ( 14 Hark) Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile kostet 8a,-M. Reklamezeile 4lX>,-M. «Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 20,— M.(zulässig zwei fett- gedruckte Worte), jedes weitere Wort IS,— M. 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In einer Denkschrift an den Reichskanzler, an die Reichs- Ministerien und an die Parteien schlagen die Spitzenver- bände der deutschen Gewerkschaften aller Richtungen Mittel zur Verhütung des weite- ren Zerfalls der Markwährung vor. Die Denk- schrift hat folgenden Wortlaut: Die verheerenden Wirkungen des Marksturzes haben einen Grad erreicht, der nicht mehr zu ertragen ist. Nicht nur schei- tert jeder Versuch, das Lohncinkommen der Arbeitnehmer der sprunghaft fortschreitenden Verteuerung aller Lebensnatwendig- leiten anzupassen, sondern den Gewerkschaften wird es immer mehr erschwert, überhaupt noch L o h n v e r h o n ls l u n g e n zu führen und tarifliche Vereinbarungen zu treffen. Schon nach Kriegsbeendiqung mutzten die ehedem mehrjährigen Tarifabjchlüsfe durch halbjäbrliche ersetzt werden. Später zwangen die Dalutaschwankungen der letzten Jahre, zu drei-, zwei- und ein- monatlichen Abschlüssen überzugehen. Auch diese Regel hat dem raschen Wechsel der Verhältnisse nicht standgehalten. Halbmonat- liche, ja selbst wöchentliche Lohnverhandlungen sind keine Seltenheit mehr. Die rasende Teuerung spottet selbst dieser Versuche, Schritt zu halten. Jede Neuregelung kommt verspätet, wenn die Preise im Handumdrehen in die höhe schnellen. Ein Tarifabschluß, der beim Inkrafttreten schon überholt ist, ver- liert immer mehr praktische Bedeutung. Es kann nicht ausbleiben, daß, wenn die Gewerkschaften außer- stände sind, die Lohnoerhandlungen für die Arbeiter zu führen, sich der Arbeiter eine Unrast bemächtigt. Schon lange, leidet die Erzeugung unter den fortwährenden Lohnoerhandlungen, an denen die Arbeitnehmer in den Betrieben nicht bloß seelisch, sondern vielfach tätig Anteil nehmen. Die Arbeite» der Betriebsräte häufen sich und die Arbeiter und Angestellten kommen aus den Lohn- und Gehaltserörterungen nicht mehr heraus. Hoffnungen wechseln mit Enttäuschungen, kein Ergebnis kann sie mehr befriedigen, denn schon beweisen neue Geldentwertungen und Preistreibereien seine Unzu- länglichkeit. Der berechtigte Ruf nach Produktions st eige- rung bleibt unerfüllt, solange diese Produktionshemmung fortbesteht. Unsere Dirkschaft brichi zusammen, wenn es nicht gelingt, bald wieder ruhige verhälknisie zu schasfeu, die geordnete Verhandlungen und feste Lohnvcreinbarungen er- möglichen. Die Hauptg'.ielle der Teuerung bildet die ständige Entwertung des deutschen Geldes. Alle Versuche, die einheimischen Warenpreise den Weltmarktpreisen anzupassen, müssen aussichtslos bleiben, da deutsche Verbraucher solche Waren nicht mehr kaufen können. Die Anpassung der Löhne an den Weltmarkt würde aber die Wirtschaftskatastrcphe nur beschleunigen. Aus diesem Dilemma müssen wir durch eine Slabilisiorung der deutschen Mark herauskommen. Sie herbeizuführen Ist die dringlichste Pflicht des Reichstages und der Reichsregierung. Di- Einschränkung des Deoiscnhandels durch die Verordnung vom 14. Oktober 19Z2 war nur ein erster Schritt zu diesem Ziel und würde erfolglos bleiben. wenn nicht weitere ernste Schritte getan werden. Die deutsche Mark als Zahlungsmittel und Wertmesser darf nicht preisgegeben werden, denn mit ihrer Erhaltung ist das Lebensinteresse der arbeitenden Bevölkerung und das Wohl und Wehe aller Derbraucher sowie das Schicksal des deutschen Staates ver- knüpft. Eine Stütze der deutschen Mark würde u. a. erreicht werden durch die Einführung einer werlbeständigcn inneren Anleihe, die allen Teilen der Bevölkerung zugänglich sein und für die eine sichere Deckung geschaffen werden muß. Ob diese sichere Deckung herbei- zuführen ist durch Heranziehung eines Teils der Reichsbankgold- reseroen oder durch eine den Geldwertschwankungen sich anpassende, zu reservierende Steuer oder durch eine Solidarhaft der deutschen Crwerbsstände, ist besonders zu prüfen. Kein Versuch, die Mark- Währung zu retten, darf unterbleiben, der Erfolg verspricht. Im weiteren muß eine Gesundung der Staatsfinanzen auf dem Gebiete der Steuererfassung verlangt werden, die dem weiteren Notendruck vorbeugt. Es ist für Arbeitnehmer ebenso un- verständlich wie unerträglich, daß ihnen die Steuerabzüge wöchent- sich oder monatlich vom Einkommen abgezogen werden, während die Steuereinziehung bei den Unternehmern und den besitzenden Klassen jahrelang auf sich warten läßt. Eine Abführung der Steucrsummen in kürzesten Perioden muh unter allen Umständen durchgeführt werden. Für die zu spät eingehenden Steuerbeträge müßten der Geldentwertung entsprechende Zuschläge erhoben werden. Die Devisenordnung bliebe ein Schlag ins Wasser, wenn sie nicht durch eine praktischere Ausgestaltung der Devisenkontrolle ergänzt würde. Es bleibt zu prüfen, ob nicht auch die wirtschaftlichen Verbände der Arbeiter und Angestellten zu dieser Kontrolle heran» gezogen werden könnten. Endlich erwarten wir, daß die Verhandlungen zur Erreichung einer Ausländsanleihe zwecks Skabilisierung der Mark mit erneutem Nachdruck aufgenommen und durchgeführt werden. Sie werden aber nur dann zu einem Ergebnis führen, wenn zuvor alle Anstrengungen gemacht werden, um der weiteren Entwertung der Mark eine Grenze zu ziehen. ' Die Gewerkschaften verkennen nicht, daß nach wie vor das Hauptbestreben der Regierung darauf gerichtet sein mutz, die un- erträgliche R e p a r a t i o n s l a st, als die Hauptursache des Wäh- rungszerfalls, auf ein wirtschaftlich erträgliches Maß herabzusetzen und zu einem Zwangsvergleich mit der Entente zu kommen Die Gewerkschaften verlangen außerdem von der Regieruna die Herbei- führung einer größeren Durchsichligmachuvg der KarUlle. Syndikate und Trusts, die teilweise durch eine volkswirtschaftlich schädliche Preispolitik den Zerfoll der Währung fördern. Ferner ist zu for- der», daß mit der schon so oft verlangten und angekündigten Sparsamkeit und Vereinfachung in allen öffentlichen Betrieben und Verwaltungen endlich schleunigst Ernst gemacht wird. Schließlich erwarten die Gewerkschaften �von der Reichsregierung die baldige Vorlegung eines großzügigen Pro- duktionssteigerungsplanes, der die Befriedigung der lebensnotwendigen Bedürfnisse des Volkes sichert. Die gemeinsam unterzeichneten Gewerkschaften beschwören die Parteien des Deutschen Reichstages und die Reichsregierung, nicht länger zu zögern, um der Katastrophe der völligen Markentwertung, die zum Zusammenbruch unserer Wirtschaft führen muß, Einhalt zu tun. Die D-nkschri't trägt folgende Unterschriften: Allgemeiner Deutscher Gemerkschaftsbund: gez.: Th. Leipart. Allge- meiner freier Angestelstenbünd: gez.: W. Stähr. Deutscher Gemerkschaktsbund- gez.: F. Baltrusch. Gewerkschnfts- bnnd Deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände (H.-D.): gez.: G. H a r t m a n n. Sotsckaster Zrossati zurückgetreten. Me wir bereits angedenlel haben, ist Gras Sforza nicht der einzige Vertreter Jtallvns im Auslande, der nicht Herrn Dussoliiiis Lokschafler sein will. Von der hiesigen Italienischen Voischas« geht dem MTV. folgende Meldung zu: Gleich nach der Bildung des neuen stall euitchen kobinclts hat Seine Er"llcnz der italienische Botschafter in DerNn. Senator Ära s sali, in Anbetracht der veränderten peli- ki'chen Lage f�ne Demission beim Minister des Auswärt gen in Rom eivg-rcicht. Nach?»er Hovasmeldung aus Rom hat Mussolini die Demission Traf Sforzas n-j, cin:m ifleromm beantwortet, in dem es u. a. heißt:..?ch muß Ihren Entschluß, z' rückzutrrten. bevor Sie mcin außenpol tisck>es Programm kennen oelernt haben, als eine wenig freundschaftliche und zeitgemäße Handlung ansehen. M-in Programm der Außenpol tik werde ich vor der K�mm-r aus- einandsrsctzen, und es wird auf alle Fälle nicht eine Summe von Gefühlen und Empfindlichkeiten sein, wie S'e zu Un- recht annehmen. Ich fordere S-e in aller Form auf, m Amte zu bleiben und der Regierung, die im»uoenblick den höchsten Ausdruck der nationalen Gefühle darstellt, keine Schwierigkeiten zu machen. Heldentaten. Rom. 1- November.(EP.) Nach der Parade haben Fascisten das britische und das amerikanische Generalkonsulat zur Hissung der Italienischen Flagge gezwungen. In ganz Italien wurden RachcaNe g'gon zahlreiche Sozialisten und Kommunisten verübt. Die Arbcitskammer von Rom wurde in Brand gesteckt und die kommun stischcn Klubs wurden verwüstet, wobei es drei Tot« gab. In ver'chiedenen Orten Apuliens wurden mehrere Arbeitskammcrn zerstört, wobei eine Person getötet und mehrere vorletzt wurden. Im Laufe der Rächt haben viele Fascisten Rom verlassen Bei einem Zwischenfall in B r e s c i a, wo e ne Gruppe von Fascisten mit Bomben beworfen wurde, gab es«iu-en Toten und einen Verletzten. Die Fascisten verwüsteten hierauf di? sozialistischen Vereinslokale der Stadt. kkein Parlament— aber Börse! Mailand, 1. November.(EP.) In Industrie, und Börsen- kreisen wird die Rachncht von der sofortigen Wiedereröffnung der Börse mit lebhafter Befriedigung aufgenommen. Diese Maßnahme zeige, daß de neue Regierung die Krise als überwunden betrachte. Der Slao! g richtshof oerwarf in der letzten Sitzung die Be- schwerde gegen die Auflösung der Iugendvereinigung„D i e Knappschaft" in Kassel. Das Verbot der Monatsschrift„Volk und Vaterland" in Freystadt(Ried-rschlesirn) ermäßigte er auf drei M-ma:e Alfred Eapus. der politische Leiter des„Flgaro" und sehr be- kannte Lustspieldlchier. Mitglied der Akademie seit 1914, ist im Alter von S4 Iahren nach einer Operation gestorben. Ravensteins Vorstoß. Die Veröffentlichung der Rede des Reichsbankpräsidenten Dr. H a v e n st e i n, die bereits am 28. Oktober gehalten wurde, gerade an dem Tage, an dem die Verhandlungen mit der Reparationskommission wegen der Stabilisierung der Mark in Zug gekommen, hat die innere Debatte über dieses Problem neu eröffnet. Aber nicht nur diese leiclspvorauszuseliende Wir- kung spricht für einen fast unbegreiflichen Mangel an politischem Verantwortungsgefühl bei ihren Urhebern. Denn die Veröffentlichung ist außerdem auch ge- eignet, die Verhandlungen mit den ausländischen Unterhänd- lern, die wahrscheinlich nicht leicht sein werden, wesentlich zu erschweren. Sie raubt aber auch der deutschen Oeffentlichkeit den ohnedies geringen Glauben, daß ihre Interessen in den richtigen Händen liegen. Herr Havenstein ist einer der zu Verhandlungen mit der Reparationskommission beauftragten Sachverständigen. Reben ihm wirken in gleicher Eigenschaft einige Bankiers und Na- tionalökonomen. Alle ohne Ausnahme stehen sie auf dem Standpunkt Havensteins: nur beileibe nichts tun und unter keinen Umständen den Goldschatz der Reichsbank produktiv verwenden. Alle Sachverständigen, die anderer Meinung sind, sind ausgeschaltet. Wir glauben nicht, daß dieser Zustand, der den ausländischen Unterhändlern doch nicht verborgen bleiben kann, ihr Zutrauen zu dem guten Willen Deutschlands erhöht. Und wir halten es für dringend erforderlich, daß diese bewußte Einseitigkeit in der Auswahl der Sachverständigen raschestens aufgegeben wird und auch diejenigen Männer zu Worte kommen, die, dem Willen der großen Mehrheit des deutschen Volkes en'lprechend, positive Maßnahmen zur Stützung der Mark für erforderlich halten. Nichts hat uns im In- und Auslande bisher so stark ge« schadet, wie unsere Tatenlosigkeit, verursacht durch die Res i- gnation unserer maßgebenden Wirtschast s- kreise. Nach ihrer Zluffassung ist der Sturz der Mark un- vermeidlich und das Eindringen fremder Zahlungsmittel in die deutsch« Wirtschaft ein naturgemäßer Prozeß.' Am aller- deutlichsten ist diese Auffassung ausgedrückt in einer Zuschrift aus Hamburger Handelskreilen, die das„Berliner Tageblatt" vom 1. November veröffentlicht: „Mit unwiderstehlicher Folgerichtigkeit nimmt dieser Der« drängungsprozeß der Reichsmark durch wertbeständige Valuten seinen Fortgang und wird erst beendet lein, wenn nahezu alle produzierenden und handeltreibenden Kreise ihr Betriebskapital in wertbeständiger Valuta angelegt haben." Kann man sich bei solchen Auffassungen, die ja geradezu den weiteren Sturz der Mark herbeisehnen, darüber wundern, daß in den Kreisen der hier in Berlin anwesenden n e u- tralen Sachverständigen die Auffassung entstanden ist, die Depression der Mar? sei die Folge der Depression der deutschen Wirtschaftskreise? Wir fürchten, daß diese Auffassung durch die Rede des Herrn Havenstein neue Nahrung erhält. Deshalb ist es not- wendig, darauf hinzuweisen, daß nicht nur die Vereinigte So- zialdemokratische Partei und die binter ihr stehenden Massen der Bevölkerung den Sturz der Mark für aufhaltbar anseben, sondern daß diese Meinung geteilt wird auch von den Ar- beiterschickten, die der Zentrumspariei und der Demokratischen Partei nahestehen. In einer Denkschrift der gewerk- schaftlichen Spitzenverbände aller Richtun- gen an den Reichskanzler, die in diesen Tagen übergeben wurde und die wir an anderer Stelle zum Abdruck bringen, sind die sozialdemokratischen Forderungen zur Stabilisierung der Mark fast wörtlich enthalten. Herr Havenstein hat erneut die durch die Verwendung des Goldschatzes der Reichsbank zur Stützung der Mark ent- stehende Gefahr des Verlustes dieses Goldes an die Wand gemalt. Demgegenüber ist schon unzäblige Male von uns dargelegt worden, daß die Verwirklichung der sozial- demokratischen Pläne in keiner Weise die W e g g a b e des Goldes der Reichsbank bedeutet. Denn der Devisenfonds, der zur Stützung der Mark erforderlich ist, kann bereits durch die Verpfändung eines Teiles des Reichsbank- goldes, etwa in der Form, die bereits bei der Lösung des belgischen Abkommens mit Zustimmung der Reichsbank an- gewandt worden ist, gebildet werden. Die von Herrn Häven- stein geschilderten Gefahren sind also gewaltig übertrieben. Und man wird den Eindruck nicht los, daß er und das Reichs- bankdirek'orium sich vor allem aus Gründen, die mit dem Eigeninteresse der Reichsbank unmittelbar verknüpft sind und mit den volkswirtschaftlichen Interessen der Gesamt- heit nichts zu tun haben, gegen die produktive Der- wend'mg des Goldschatzes wenden. Ein solcher Standpunkt ist im gegenwärtigen Augenblick äußerst gefährlich, besonders dann, wenn er von keinerlei besseren oder auch nur anderen Vorschlägen begleitet ist. Denn mit Recht verlangt das Ausland von uns weitere Vor- schlage. Es will wissen, wie wir uns die Stabilisierung der Mark denken, es will sehen, daß wir etwas tun, um Besserung zu schaffen. Aus den Auslassungen der Reparationskom- Mission geht hervor, daß auch sie die Stabilisierung der Mark will. Es dürfte wohl keine übertriebene Hoffnung fein, daß das Ergebnis der Berliner Verhandlungen die Vertiefung der Einsicht in die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme sein wird. Denn ohne sie erfolgt der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft, eine Verschärfung der Weltwirtschafts- krise und die völlige Unmöglichkeit irgendwelcher Reparations- Zahlungen. So liegt es also auch im Interesse der En- tente, zunächst einmal für die Stabilisierung der Mark zu sorgen. Will die Reparationskommission eine wirtschaftliche und politische Entspannung herbeiführen, so wird sie diese Entwicklung nicht stören dürfen. Finanz- und Wirtschafts- kontrolle aber wäre eine solche Störung. Politische Sanktionen sind ebenso ein Hemmnis der Wirtschaftsgesckndung wie eine ökonomische U e b e r b e l a st u n g. Die deutsche Wirtschast braucht eine nahmen. Die allgemeinen währungspolitischen Er- örterungen sollen erst am Montag oder Dienstag aufgenom- men werden. « Offiziös wird durch WTB. gemeldet: Die erste Verhandlung mit der Reparationskommission verlief in durchaus sachlicher Form. Barthou erklärte, daß erstens die Balancierung des Budgets, zweitens die Frage der schwebenden Schuld und drittens die Stabi- lisierung der Mark die Hauptaufgaben seien, die jetzt behandelt werden müßten. Die Kommission beabsichtige nicht, die deutsche Souveränität anzutasten, sie hoffe aber auf loyale Zusammenarbeit und sei auf Grund der v«l Deutschland eingegangenen Berpflich- tungen genötigt, eingehende Fragen zu stellen. Darauf hielt Staatssekretär Schröder einen Bortrag über die allge- meine Gestaltung des Budgets für das laufende Jahr, soweit es sich bisher übersehen läßt. Danach stellte die Gegenseite verschiedene Fragen mit dem Zweck, hierüber näheres Material im Laufe der nächsten Sitzung zu erhalten. Es interessierten besonders die Aus A t- m p° u,- und braucht-In- Entlastung, um«m(ich 1 Ä aus Wirksames tun zu können. Beides muß ihr die Repara tionskommission ermöglichen. Neben dem Moratorium und durch es muß die Gewährung einer ausländischen Zl n l e i h e gefördert werden, damit die eigenen Taten Deutschlands'nicht wirkungslos bleiben. Auf diese Weise kann am ehesten und besten dem weiteren Verfall der Mark vor- gebeugt werden, der das wirtschaftliche und politische Chaos in Deutschland zur Folge hätte. Sie ßinanzberatungen. Die ersten Verhandlungen der Reparationskommission mit der Reichsregierung trugen ausschließlich informatorischen Charakter. Barthou wie Bradbury hatten den Wunsch, über die deutsche Wirtschafts- und Finanzlage eingehend unter- richtet zu werden. Das ist inzwischen in gebührendem Maße geschehen, so daß die Besprechungen jetzt weniger informa- torischen Charakter tragen und die Stabilisierung der Mark im VordergruiH aller Erörterungen steht. Alle Mit- glieder der Reparationskommission sollen bei diesen Besprechun- gen das Bestreben zu einer Verständigung zeigen. Zunächst handelt es sich, so schreibt der„Sozialdem. Parlamentsdienst", nicht um innerpolitische Maßnahmen der Reichsregierung zur Stabilisierung der Mark, sondern hauptsächlich um die Ge- Währung einer Auslandsanleihe, die die Repara- tionskommission für Deutschland unter bestimmten Sicherheiten ausnehmen soll. Nicht ohne Einfluß auf den Gang der Verhandlungen Außerordentlichen Haushalts. Staatssekretär Schröder tellte mit, daß das voraussichtliche Defizit des Budgets etwa 440 Zllilliarden betragen werde, das im wesentlichen zu Lasten des Friedens- Vertrages gehe. Am Nachmittag entwickelte der Reichsminister der Finanzen seine Auffassung über die Umstände, welche in Betracht gezogen werden müßten, wenn einer weiteren Verschlechterung der Mark nachhaltig und mit Erfolg entgegengetreten werden soll, und welche zugleich maßgebend sein würden, um ein richtiges Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben im Reichshaushalt herzustellen. Die Verhandlungen werden Donnerstag nachmittag fortgesetzt. Putschgerüchte in München. Rupprechts„Manneswort"� Der„Deta"(früher„Dena") wird aus München ge- schrieben: Es ist zweifellos, daß die Vorbereitungen zu einem R e ch t s p u t s ch sehr weit gediehen sind. Das Zentrum dieser Be- wegung ist die Villa des früheren bayerischen Ministerpräsidenten v. Kohr in München, der neben dem General Ludendorff an der Spitze der ganzen Bewegung steht. Auch Ehrhardt ist be- reits in der Villa des Herrn v. Kahr gewesen. Das Reichswehr- kommando München dürfte mit fliegenden Fahnen bei einem monarchistischen Putsch zu den Rechtsradikalen übergehen. Man hat bereits Etappen für den Vormarsch nach Berlin festgelegt, bekannt sind solche Etappen in München und in Ostpreußen. Das beweist also, daß die Bewegung nicht nur in Bayern, sondern auch in Ostpreußen bereits organisiert ist. Ein be- kannte? Politiker der Deutschen Dolkspartei, der unlängst vorüber mit der Reparationskmnmisnon durften die Besprechungen gehend in München weilte, hatte eine Unterredung mit dem ehe- mit den von der Reichsreglerung geladenen ausländischen maligen Kronprinzen Rupprecht von Bayern, in der auch die Finanzsachverständigen sein. Die Besprechungen Fxgge xmes Putsches zur Sprache kam. Der Politiker wies dabei dieser Sachverständigen, die heute, Donnerstag, beginnen, g�f die drohenden Anzeichen eines Putsches und auf die damit ver> ge.ten ebenfalls in der Hauptsache der Stablujierung der Mark bundenen Gefahren hin und fragte, ob Kronprinz Rupprecht sich, und damit zugleich der allgemeinen deutschen und europäischen j wie behauptet werde, an die Spitze dieser Regierung Wirtschaftslage. Die Regierung wünscht, ein sachliches� stellen, und ob er einem Ruf, sei es als König von Bayern, sei es Gutachten zu erhalten, das vielleicht auch der Reparations. � deutscher Kaiser Folge leisten werde. Der Politiker wies kommission be, ihren endgültigen Entscheidungen dienlich ist.: darauf hin. daß in diesem Falle Deutschland nicht nur in zwei, son- Zwar hat bereits einmal ein Gutachten maßgebender Bankiers dern wahrscheinlich in drei oder mehr Teile zerfallen würde. Ex. an die Reparationskommission ein F i a s t o erlitten. Seit- kronprinz Rupprecht hat darauf geantwortet, daß er der fraglichen dem aber haben sich nicht nur die Verhaltnisse, sondern auch Bewegung vollständig fernstehe, und daß er sich der Gefahr die Meinungen geändert. Man hat, wenn auch langsam und � einer solchen Aktion für das Reich völlig bcwußf sei. Der Exkrou- nach üblen Erfahrungen, jetzt doch fast allgemem eingesehen. � prinz hat dem Volksparteiler darauf sein Manneswort ge- daß die Fortsetzung der bisher betriebenen Reparations- geben, daß er einem Ruf. sowohl als König wie als Kaiser nie und Politik nicht nur den Ruin Deutschlands, sondern auch den nimmer Folge leisten werde. Ueber die Frage eines Staatspräsi- Ruin anderer europäischer Länder bedeutet. Dafür liefern die bisherigen Berliner Verhandlungen auch einen Beweis. ch Der von den Parteiführern eingesetzte p a r l a m e n- tarische Fachausschuß zur Beratung wirtschastsposi- tischer Fragen hat die am Sonntag abgebrochenen vertrau» sichen Verhandlungen am gestrigen Mittwoch fortgesetzt. Be- sprachen wurden ausschließlich steuer- und finanzpolitische Maß- denten wurde nicht gesprochen, diese Frage bleibt also offen. Zum Schluß äußerte sich Cxkronprinz Rupprecht wörtlich:.An meiner Person wird und darf die Reichseinheit nicht scheitern!" Der erste Teil des Berichts dürfte an der Wahrheit nicht i weit vorbeigehen. Daß sich in der deutschvölkischen Clique Bayerns Elemente finden, die lieber heute als morgen los- schlagen möchten, ist bekannt. Allerdings weiß man auch, daß innerhalb der bayerischen Hakenkreuzler starte Spannungen; und Gegensätzlichkeiten bestehen, die einer gemeinsinnen Aktion nicht gerade das beste Vorzeichen aeben. Inwieweit nun die Putschvorbereitungen mit der bayerischen Minister- krise zusammenhängen und bis zu welchem Grade die Putschgerüchte in der Krise ihren Ursprung haben, ist vorerst nicht klar ersichtlich. Wenn es in dem Bericht weiter heißt, Exkronvrinz Rupprecht habe Zusammenhänge mit den Verschwörern abgeleugnet, so mag das insofern richtig sein, als sich Rupprecht bisher stets vorsichtig im Hintergrund gehalten hat. Wären die Bekundungen des Volksparteilers richtig, so müßte bei Rupprecht ein erfreulicher Gesinnungs- Umschwung eingetreten sein, aber wahrscheinlich sind sie falsch. In der Mittwochausgabe der deutschnationalen„SchlefN sch e n Ztg." heißt es:„Der deutsche Bürger wird sich nach dem Vorbild der Fascisten rühren müsien, da in diesem Winter seine Wehr- hastigkeit jedensalls auf die Probe gestellt werden wird." Das soll natürlich beileibe nicht heißen, daß die Deutschnaitonalen mit den Umstürzlern, Geheimbündlern und Meuchelmördern etwas zu tun haben wollen. Sie sind alle unschuldig, wenn die Sache schief geht und beklagen sich über schlechte Behandlung, wenn man sagt:„Der Feind st e h t rechts." Das ist gut deutsch und gut national und jedenfalls sehr wehrhaft._ Deutschvölkische Gesinnungstreue. Eine Geschichte, die ganz unwahrscheinlich klingt und doch wahr ist, berichtet das„Homburger Fremdenblatt". Im Juli wurde von dem in Hamburg erscheinenden israelitischen Familien- blatt ein Buchhalter namens Brandt auf Grund vor- züglicher Zeugnisse engagiert, der bald das Vertrauen des Arbeit- gebers gewann. Nach etwa 6 Wochen verschwand Brandt unter Mitnahme der Steuerkasse des Personals. Die Nach- forfchungen ergaben, daß die vorgelegten Zeugnisse gefälscht waren. Durch das Studium des Leipziger Prozeßberichts, in dem erwähnt war, daß hinter dem flüchtigen Komplicen der Mör- der Rathenaus, Brandt, ein Steckbrief erlassen worden sei, wurde der Verleger des Hamburger Blattes auf die Namensgleichhest der beiden Gesuchten aufmerksam und wies die Polizei darauf hin. Die nunmehr erfolgte Vorlage der Photographie des steckbrieflich ge- suchten Brandt ergab die Identität des Defraudanten mit diesem. Deutschvölkisch und Defraudant, Antisemit und Buchhalter eines israelitischen Familienblattes— Graf Westarp kann stolz sein auf seinen deutschvölkischen Heerbann,'den er der Deutschnationalen Partei erhalten wisien möchte. « Die„Deutsche Zestung" erbost sich darüber, daß in der„Loffi- schen Zeitung" ein Ausländer zu Worte kommt, der die Tatsache, daß in einer Papierhandlung bei der Technischen Hochschule Liebes- gaben für den MörderNathenaus.Techow, gesammelt werden, mit einigen zutreffenden Glossen oersieht.„Ausländer haben in solchen Fragen in Deutschland das Maul zu hallen", schreit sie in dem bei ihr üblichen Unteroffizierston. Das ist verständlich. Die Deutschvölkischen ziehen es nun einmal vor, unter sich zu bleiben, und ein Techow oder Brandt. Buchhuller des„Israelitischen Familien- blatts", steht ihnen näher als ein ausländischer Student, der bekennt, von Deutschland seine Kultur erhalten zu haben. Reichstag erst Mitte November. Der Aeltestenrat des Reichstags wird, wie wir erfahren, am 3. November zu einer Sitzung zusammen- treten, um über die Einberufung des Reichstags zu beraten. Da die Verhandlungen mit der R e p a r a t i o n s- kommission Regierung und Abgeordnete stark in An- spruch nehmen, will man von der ursprünglich geplanten Berufung des Reichstags zum 7. November Abstand nehmen. Angesichts der weitereu Tatsache, daß der 9. November ein Feiertag ist. dürste es ratsam erscheinen, den Ein- berufungstermin auf die Mitte des Monats zu ver- legen. Neue Zreuöen, neue Schmerzen. Konzertumschau von Kurt Singer. In alten Zeiten, als es Feierstunden der Kunst in Berlin und noch gar keine Musikramscherei gab, da waren die Konzerte der Staatskapelle das Borbild, das Ideal des in sich ge- schlossenen, von der Tradition heilig gesprochenen Orchcstermusi- zierens. Reich an Können, reicher an der Sehnsucht nach Einzigkeit und Adel, Klang und Seele, Kultur und Schönheit, gab sich dieses Eliteorchester den besten aller besten Führer hin. Manchmal blieb ein Rest veralteter, auch akademischer Programme zu beklagen. Aber es wurde nie Werktag in diesen Hallen, auch wenn Weingarwers Musizieren einmal flach, Strauß' Dirigieren einmal gleichgültig schien, orurtwängler hätte, bei Sicherung von Proben und bei persönlicher gestaltetem Programm, die Aboimementskonzerte wieder zu den hocbstwertiHen Veranstaltungen Berlins gemacht. Seinem Nachfolger A b e n d r o t h wird das nie gelingen, wenn er Werke so unfertig, so unexakt, so fahrig herausbringt, wie im zweiten Konzert. Die Würde dieser großartigen Musikantenschar ist m seine Hand gegeben. Wird er sie wahren, wird er ihren Ruhm erhalten und mehren? Größte Bedenken stellm sich in den Weg. In der öffent- lichen Generalprobe scheinen noch keine letzten Berständigungen«r- zielt zu sein. Einsätze gelingen schlecht, zwischen Solist und Orchester starrt eine kalte Waich von Luft und Nebel, in dem Streben alles korrekt nach der Partituroorjchrift zu dirigieren, wird kein Eigen- leben frei, mühsam läßt sich die akademische Reserve des Führers Temperament. Stil und Mustziarsreud« von der Güte des Orchesters diktieren. Und bleibt doch kleingeistig, nüchtern. War das eine Aufführung an so illustrer Stelle oder war's eine Vorprobe vor der Probe? Die Unsitte des Hsrumreisediriyierens rächt sich donpelt wenn das Ingeniöse so hinter dem Korrekten zurücksteht, wie bei Abendroth. Es geht um mehr, als um don Posten des Furtwängler- Nachfolgers, es geht um den Glanz einer Jdealkapelle. Wetzlers „sinfonische Phantasie" leitete ein, das Werk eines Strauß-Kenners. der sich sowohl in den aparten Instrumental neigen pastoroler Art als auch im hymnischen Wurf des Hauptthemas als Epigone von Wert und Rang erweist. Die Details sind reizvoll, das Ganze ist mehr äußerlich kraftvoll konzipiert als innerlch glühend. Das Idyll des Waldlebens ist reicher, als das eigentlich Sinfonisch«, die Aus- arbeitung wertvoller, als der lebendige Inhalt. Die etwas laue Stimmung, die sich einstellte, konnte auch Frau Chop�Groene» velt nicht bannen. Sie spielte das �-Dur-Kcrnzcrt Liszts mit höchster technischer Sauberkeil, doch ohne die an ihr gewohnte Be- lebung, die gerade diese etwas trockene Phantasie erst wertvoll und interessant macht. Abendroth blieb leider gleichfalls so objektiv als möglich Der erste Satz der IV. Lrahmsschen Sinfonie war im Melodischen gar gemütlich genommen, brachte aber ein« schöne Steigerung gegen den Schluß. Hier endlich schien persönliche Jnter- essiertheit das Spiel zu beflügeln. So ble bt immer noch eine leise Hoffnung, daß unter dem neuen Dirigenten die Freude der Opern- hauskonzerte nicht zum Schmerz der Erinnerung wirdl Sch ein pflüg zieht seine alten Anhänger mit Verdis Re- guiem in einen vollen Saal. Die Borproben für ein Konglomerat von verschiedenen Chören haben wohl andere geleitet. Er selbst nimmt mit kapellmeisterlicher Tüchtigkeit in letzter Stunde die Fäden in seine Hand und holt die Wirkungen, wo er sie packen kann, mit »aßen, groben und auch mit einfühlsamen Bewegungen. Ob er die yMig glühende Macht des Wertes fühlt? Wer kniet heute noch vor der heiligen Kunst? Ein so junger Mann wie K r e n e t schämt sich nicht, mit Walzer und Foxtrott einen alten Cboral zu paraphrasieren, und E r d m a n n spielt's Welch ein neues Zeichen der Zeit! Gre- gorianijch nennt sich em Geigenkonzert von R e s p i g h i, das in uns fremden Gefühlssphären sich gar zu lange und gar zu unsinnlich breit macht, den Ehoral nur selten durch persönliches Vorwärts- treiben interesiant gestaltet und auch in seinen besieren Teilen kaum zur Wiederholung so spröder Kunst verführt. Rudolf Poll spielte das Werk mit schönem Vibrato und kleinem, welchem Ton, technisch sauber. Werner W o l f f begleitete sicher, wie stets. Mit der Faust- Musik Bufonts, die jenseits von gut u-nd böfe, alt und neu steht, aber sicher lehr langweilig ist, wenn keine Szene ihr zur Hilf« eilt. konnte Wolfs weniger Freunde werben, als mit Korngolds Schau- spiel-Ouoertüre, die doch einen kecken Wurf hat und in ihrer kolo- ristischen Mischung aus Ig. und 20. Jahrhundert(französische Oper und Strauß) gut gefiel, trotz allen Bramarbasallüren. Frau R o o s- Reuter singt mit holder Andacht und mit dem Ton emphatischer Empfindung. Eine weiche und biegsame Mezzostimme gibt leider dem Wolle» noch nicht letzte Tragkraft und bestmöglich« Resonnanz, weil die Tön» oft eng und ungleich, ja gaumig klingen und weil bei der schmalen Mundöffnung die hellen Vokale dunkel angedeutet wer- den. Das schöne Material kann durch Pflege noch viel wertvoller gemacht werden. Die Trunk- Lieder, für die sich die Sängerin besonders einsetzte, liegen ihrem Vortrag gut. Trunks Lyrik gehört in der natürlichen, allem Spekulativen abholden Art des Satzes, In der melodischen Gefälligkeit der Gesangslinte und im stimmungs- vollen Festhalten einheitlicher Motiogruppen zum besten, was die neuere Liedkunst hat. Rur kann man herzhafter auftreten, als Trunk es tat. Isidor A ch r o n, der hochbegabte Rüste, litt jüngst an einem Spielautomatismus, der fein früher bewährtes, heißblütiges Tcmpe- rament nicht wiedererkennen ließ. Erst bei Lifzt wachte er ganz auf. Und das war dann allerdings köstlich. An Sola Trau stt trotz ihrer Jugend das felne St lempfinden für alt« Musik zu rühmen. Im Bund« mit Ernst Wolff spielte sie Pergoleses„Sinfonia"(für Eello und Klavier), die sich im logischen Bau, in der Dialektik, im Kalo- r(tischen als ein geniales Stück Mulik auswies, für dos man ohne Programmkenntnis auch den Zeitgenossen Händel in Anspruch ge- nommen hätte. Die junge Künstlerin empfahl sich durch edlen, be- lebten Ton und gab unter Vermeidung oller Nureffekte dem ernsten Werk ernsten, feerlich-schönen Rackidruck. Ein Konzert G-Eur von Mozart klingt unter den Fingern Dohnanys etwas spitz-'g. weltlich, rembalistifch. Besonders wenn unmittelbar vorher Bruno Walter eine aus ähnlichen Gefilden stammende B-Dur-Sinfonie Haydns mit ebenso tänzelnder Geschmeidigkeit w'e(im langsamen Satz} durchhaltender Innigkeit gespielt hat. Dieses wirklich must. kantische Abstufen von spieler schem Dahinaleiten und fest«v Zu. packen, von singeich bewegter Linie ist wirklich einzig. Uno einzig die Gefolgschaft, die ein philharmonisches Orchester solchem meister- hafden Etab-Walter leistet. Eine immer wieder sich erneuernde Freude— haltet den Vertriebenen, bindet ihn an BerlinI Der Köjutant. Don Paul Packan. E» gibt nichts Neue» unter der Sonne, sagt der selige Den Akiba. Wir missen, daß er ein falscher Prophet ist, denn wir finden fast täglich Funkelnagelneues. Mördern werden Ruhmeskränze gewunden, Halunken für Helden gehalten, und Hosianna gesungen dem Hakenkreuz. So freuen wir uns immer wieder über etwas Neues, und es ist erhebend, in einer Zeit zusammen mit noch nie Dagewesenem leben zu dürfen. Da stand zum Beispiel in einer Zettung dieses Inserat: Hauptmann a. D. 40 I., taufm. geb., groß. Organ.-Talent, f. sofort od. später Stellung als Adjutant bei Grohtoufmann od. Direktor i. 81.- G. od. Industrie. Berlin. Ein gewöhnlicher Sterblicher steilich wird inserieren: Ich möchte eine Stellung in einem kaufmännischen Geschäft haben. Doch ein Hauptmann ist eben kein gewöhnlicher Sterblicher, und Adjutant eines Kaufmanns— darauf ist bisher noch keiner gekommen. Der Herr Hauptmann kennt die Geschichte, die ihn gelehrt hat, daß es königliche Koufleute gibt, und mit dem Scharfsinn, den man an preußischen Offizieren immer schätzen mußte, ist ihm eingefallen, daß es gilt, hier eine Lücke zu füllen. Könige kennt man nicht ohne Adjutanten, und, fo kalkuliert der schlaue Herr, königlich« Kaufleute müssen sich natürlich auch emcn Adjutanten anschaffen. Und der Herr Hauptmann ist noch mal so gut, sich dazu herzu- geben. Man denke nur: ein richtiggehender Hauptmann, der früher die besten und begründetsten Aussichten hatte, zum Adjutanten eine, Richtiggehenden Königs zu avancieren, läßt sich herab, Adjutant eines Kaufmanns zu werden. � Di« Kaufleute aber werden sich reißen um den Adjutanten, und der Herr Hauptmann wird sicher auf sein Inserat so viele und so verlockende Angebote erhalten, daß er nicht wissen wird, wem er seine geschätzte Kraft zur Verfügung stellen soll Dem Kaufmann wird es gewiß auch gar nicht darauf an- kommen, seinem Adjutanten eine ich orte und schmucke Uniform an» fertigen zu lassen. Dann sind alle Teile zufriedengestellt. Der Kaufmann, der nur Sinn für Notwendige» und Nützliches hat, der Herr Hauptmann, dessen Sehnsucht nach altem Glanz gestillt ist, und das Publikum, das endlich mal wieder eine fesche Uniform schauen kann, nachdem es sich an den farblosen Zivilisten müde und matt ge» sehen hat._ Das Deutsche Opernhaus nimmt Donnerstag die vortiellunoeu mit.Mi« n o n' wieder aus. Die Uraufführung von.Alba' findet am Sonnabend bestimmt statt. Eine gesprochene Zeitung. Zehn Pariser Journalisten haben sich »usammengeian zur.Parole Libre'. einer geivrochenen Zestung, die erst» mal» am 28. CttoBet in einer zweistündigen BorlragSfitziiiig im Saal der - Iabren, 18 Monate alte Drillinge und schließlich zwei halbjährige Zwillinge. Tai Erste Mustr. u»d BLlineniesi Berlin Sommer 1923 wird unter Führung der Slaaiiiheoter im nächsten Jahre veranstaltet werden. ta9«raphifche Kabinett A.«. Neumanu. Kursürstendamm 232, zeigt im Ncvrmber Gemälde und Zeichnungen von S u i I o Malchow. Die Gebcimhaltung drahtloser Nachrichten. Nach einer Meldung deä.Matm- soll der sronzösisch« Ingenieur Eduard Bell» einen Apparat ersunden haben, durch den die Geheimballung drabtlo« übcrmllleltcr Räch- richten gesichstzt weiden kann." D-u'sch««chanfWeler in Paris. Firmin Gemier. der Direktor des zweiten stoallichen TheatcrS Qdeon m Pari?. lieh Alexander Moilfi und Acic LertenS einladen, im„Lebenden Leichnam» auf der Bühne des OdSon in französischer Sprache mitzuwirken. menschewistischen Reformisten und die„gelben" Amsterdamer „schlimmer als die Orgesch" feien. Einige Zeit da- nach gab der gleiche Sinowjew seinen Anhängern in Europa den Befehl zur Bildung einer Einheitsfront mit den gleichen Reformisten und Gelben. Kann man es danach den italienischen Arbeitern verübeln, die sich sagten:„Sind diele Reformisten und Gelben, mit denen wir jetzt eine Einheits- front bilden sollen,„schlimmer als die Orgesch", schlimmer als die Fascisten, dann gehen wir doch lieber gleich zu den Fascisten!" Ja, wenn man schon die kommunistischen Parolen konfe- quent befolgt, dann muß man zu höchst merkwürdigen Ergeb- nissen gelangen...._ Deutschland und der Volkerbund. Bernstorff für Eintritt. In seiner Zeitschrift„Das demokratische Deutschland" veröffentlicht der frühere Botschafter in Washington, Graf Bernstorff, einen Aufsatz, der auf persönlich in Genf ge- sammelten Eindrücken beruht und zu folgendem Ergebnis kommt: Alle bisherigen Sünden des Völkerbundes zugegeben, fo ist zu bedenken, daß die Entente uns fortgesetzt durch den Obersten Rat, die Botschafterkonferenz, die Reparation?- kommission, oder wie sonst ihre schönen Institutionen» alle heißen, ebensolche Ungerechtigkeiten Hot angedeihen lasien. Trotz- dem mußten wir mit ihnen verhandeln, weil jedes andere Vorgehen Selbstmord gewesen wäre. Wir mußten unsere Interesien zu wahren und unser Recht zu erkämpfen suchen. Der Kampf ums Recht ist die Losung der deutschen Polittk. Wenn wir die Einladung nach Genua annahmen, so kann ich nicht einsehen, warum wir nicht aus denselben Gründen die Einladung Eng- lande nach Genf annehmen sollten. Wir brauchen nur zu ant- warten, daß wir willig seien, wenn England dafür sorge, daß unser Eintritt in den Völkerbund sich in würdigen Formen voll- ziehe. Nach meinen Genfer Eindrücken unterliegt es keinem Zweifel, daß unsere Aufnahme keinen ernstlichen Schwierigkeiten begegnen, und daß uns auch ein Sitz im Völterbundrate zu- erkannt werden würde. Die Schlußrede de� Borsitzenden brachte dies zum Ausdrucke, indem er mit Absicht Md Betonung sagte, es fei noch nie ein Staat abgewiesen worden, der Einlaß be- gehrt habe. Graf Bernstorff weist darauf hin, wie schwer es heute noch fei, der Stimme Deutschlands in der Welt Gehör zu schaffen, dazu sei aber der Völkerbund die richtige Tribüne. Er schließt mit dem eindringlichen Appell:„Wir wollen weder unserem Volke noch der übrigen Welt die Leiden eines neuen Kneges aufzwingen, aber wir wollen den Kampf um unser Recht führen, solange wir eine Zunge und eine Feder haben. Und dazu ist Genf der rechte Ort."_ Lenins Thronrede. Loblied auf die Sowjetgesetzgebung. Moskau. 31. Oktober.(Rufs. Telgr.-Ag.) In der allrussischen Zentralexekutive hielt Lenin eine Rede. Er begrüßte zunächst die Besetzung des fernen Ostens durch die Rote Armee als Sieg über die letzten Reste der Gegenrevolution; die Räumung des fernen Ostens fei gleichzeitig ein Sieg der russischen Diplomatie, die auf der bevorstehenden Konferenz von Lausanne hoffentlich ebenso erfolg reich die Rechte der Sowjetrepublik vertreten werde oder wenigstens den Dolksmaffen die wahren Hindernisse zur Verwirklichung der gerechten Forderungen Rußlands zeigen werde. Lenin betonte die Bedeutung des von der Tagung angenommenen Arbeitskodex, der die Unantastbarkeit des Achtstundentages und andere Grundlagen der Arbeitergesetzgebung in einem Augenblick kategorisch festlege, wo die internationale Bourgeoisie zur Offensive gegen die Arbeiterklasse übergehe. Das industriell zurückgebliebene Rußland werde in kurzer Zeit das kapitalistische Ausland technisch ein holen, und zwar in einem Tempo, das dem Auslande unbekannt fei. Durch die Annahme des Bodenkodex habe die Sowjetmacht aufs neue den Interesien der Bauernschaft Rechnung getragen und das Bündnis zwischen Bauern und Arbeitern gestärkt. Dos neu an- genommene Gesetz über das Gerichtsverfahren könne dem Auslande als Beispiel vorgehalten werden. Die Sowjetmacht werde die Grenzen zwischen den gerechten Forderungen der Bürger im Zusammenhang mit der neuen Wirtschaftspolitik scharf ziehen. Die Vervollkommnung des Verwaltungsapparates und die Bekämpfung der Bureaukratie bleibe«ine wichtige Auf- gäbe, die mit dem Aufschwung der Arbeitermassen zu einer höheren Kulturstufe gleichbedeutend sei. Die Ausführungen Lenins fanden stürmischen Beifall. Moskau und Angora. Moskau, 31. Oktober.(Rufs. Telegr.-Ag.) Am 2S. Oktober wurde in Angora die rusiisch-türkische Handelskonferenz er- öffnet. Dabei betonte der rusiische Vertreter in Angora, Aralow, daß Rußland der erste Staat sei, der die Rechte der Türkei anerkannt habe, und daß der rusiisch-türkische Vertrag von Moskau dem Handel? vertrag zugrundegelegt werden müsse. Die Presse von Angora weist darauf hin, daß die Beziehungen der Türkei zur Entente unklar blieben, während diejenigen zu Rußland an Stärke zunähmen. Der Verzicht des Imperialismus der Well auf ein unmittelbares Eingreifen in der Türkei werde auf die Festigkell des russifch-türti sechn Bündnisies keinen Einfluß ausüben. Devisenkurse. 1 holländiicker Gulden l argentinischer Papier-Peso 1 belgischer Frank..... 1 norwegische Krone... 1 dänische Krone...... 1 schwedische Krone.... 1 sinnliche M'rk...... 1 japanischer Den..... l italienische Lire..... 1 Pfund Sterling..... 1 Dollar.......... 1 französischer Frank... 1 brasilianischer Milreit. l Schweizer Frank..... 1 spanischer Peseta.... 1 tschechische Krone.. 1 ungarische Krone.. 1 bulgarischer Lewa.. 100 Polenmark galten im freien Verkehr etwa 82 M. Eine Sefthwerdenote Nollets. In P a s s a u wurden vor einigen Tagen, wie der„Svz. Parte. mentsdienst" meldet, zwei Cntenteoffizlere nach der De- stchtigung der dortigen Reichswehrkaserne von dem nationalistischen Pöbel mit Holzscheiten und Steinen bombardiert, ohne daß die Reichswehr irgend etwas zum Schutze der Offiziere tat. Die Untersuchung über diese Angelegnheit ist— natürlich— noch nicht abgeschlossen. Inzwischen ist eine Beschwerdenote des Ge» n e r a l s Rollet bei der Rcichsregierung eingelaufen. Darin wird behauptet, daß der die Kaserne leitende Major ein Plakat anheften lieh, das die Soldaten aufforderte, sich so f l e g e l h a s t wie nur möglich gegen die Ententeosfiziere zu benehmen. Die Laufonner Konferenz. Washington, 31. Oktober.(Reuter.) Di« Vereinigten Staaten haben die Einladung der Alliierten zur aktiven Teilnahme an der Konferenz für den nahen Osten formell abgelehnt.— Die Teilnahme zur. Beobachtung ist damit nicht abgelehnt.— Eine Note der Angoraregierung protestiert gegen die Teilnahm« der Stambul-- regierung an der Konferenz. Die Angoraoertreter sind bereits unterwegs._ Englischer Wahlkampf. London, 1. November.(WTB.) Die Reibungen zwischen den Konservativen und den Lloyd-George-Liberalen nehmen zu. Es sind bereits fünf ftüheren Ministern Lloyd Geo-rges konservative Kandidaten entgegengestellt worden.— Lloyd George leidet an einer Erkältung, statt seiner wird in Bristol Lord Birkenhead sprechen. Tie groste Arbeitslosen-Kundgebung. London, 31. Oktober.(Eca.) Arbeitslose aus verschiedenen Orten Englands treffen Vorbereitungen, sich nach London zu be- geben, um dort groß« Manifestationen am 17. und 19. November zu veranstalten. Am 29. November wird ein« Deputation oerlangen, vom Premierminister empfangen zu werden. Schottische Arbeiterwünsche. London, 1. November.(EP.) Die schottische Arbeiterpartei hat ein« Ergänzung zu dem Manifest der Arbeiterpartei oerösscnt- licht, worin sie die Selb st regierung Schottlands fordert. » Aus Irland werden neue Kämpfe mit den noch rührigen Freischärlern gemeldet. Die Deutsche Notgemeinschaft. Wie aus dem Auftuf der Deutschen Notgemeinschaft zur Linderung der Not der Erwerbsunfähigen hervorgeht, sollen die Spenden grundsätzlich dem Gebiet zugute kommen, aus dem sie stammen. Für besonders bedürftige Landesteile wird bei der Leitung der Deutschen Notgemeinschaft ein Ausgleichs- f o n d s gebildet. Die Deutsche Notgemeinschaft bittet, für den Aus- gleichsfonds bestimmte Beträge aus das Reichsbank-Girokonto der Deutschen Notgemeinschaft oder mit entsprechender Bezeichnung an die Postscheckkonten der Deutschen Notgemeinschaft Berlin 142 999, Frankfurt a. M. 91 499, Köln IIS 399, Hamburg 42 999 und Königs. berg 18 999 zu überweisen. Es wird besonders darauf gerechnet, daß etwaige Beiträge der großen W i r t s ch a f ts u n t er- nehmen, deren Bedeutung über den Bereich ihres Nieder» lasiungsorts hinausreicht, dem Ausgleichsfonds zugewendet werden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß das Sonderpostscheck- konto der Deutschen Notgemeinschaft die Nummer 15399 trägt. Kommunistische �Serichtigung�. Der Redakteur Wolfgang Bartels des Kölner Kom- munistenblattes„Sozialistische Republik" erklärt in einer Zu- schrist an uns, daß er seinerzeit nicht als Verfasser, sondern als verantwortlich zeichnender Redakteur zu drei Monaten Gefängnis wegen jenes Schmähartikels gegen den Reichspräsidenten verurteilt worden sei, den Herr Smeets mit besonderem Wohlgefallen in seinem Ententeblättlein „Rheinische Republik" abdruckte und wofür letzterer jetzt den allerhöchsten Schutz der Rheinlandskommission genießt. Es war in der Arbeiterpresse bisher nicht Sitte, daß ein „Berantwortlicher" den Schutz des Preßgesetzes anruft, um zu beteuern, daß er nicht der Verfasser eines inkriminierten Ar- tikels fei. In diesem Falle wollen wir jedoch um so lieber dies« „Berichtigung" des Herrn Bartels zur Kenntnis bringen, als sie keinen anderen Schluß zuläßt, als daß er von dem wirk- lichen Berfasi« der geahndeten Verleumdungen entschieden und öffentlich abrückt. Wenn aber in dem zweiten Teil sein« Zuschrift an uns Herr Bartels weiter behauptet, daß das ihn treftende Gerichts- urteil,„die das Karten sy st em umgehende Verwen- dung damals rationierter Lebensmittel im Privathaus- halt des Rcichsvrästdenten Ebert festgestellt und nur die Form der Kritik als beleidigend bezeichnet" habe, so wird diese „Berichtigung" in unseren Spalten keine Aufnahme finden, da sie die Wahrheit auf den Kopf stellt. Denn, wie wir in- zwischen ermittelt haben, hat das Kölner Gerichtsurteil viel- mehr diese Behauptung als unwahr festgestellt und ge- ahndet._ Sklarz- Vovidsohn. Zu unserem Prozeßbericht in Nr. 811 sendet uns Herr Rechts- amvalt Dr. W« r t h a u e r als Vertreter des 5)errn Sklarz eine Zu- schritt, wonach der Bericht unrichtig ist. Er ersucht uns um folgende Richtigstellung: „Die Klage ist nicht von Herrn Sklarz zurückgenommen, fon- dem unverändert aufrechterhalten worden. Zurückgenom» wen worden ist lediglich die Berufung gegen das Urtell erster In- stanz, weil dieses bereits Davidsohn zum Höchstmaß der damals geltenden Geldstrase verurteilt hatte und well dem Kläger weniger an einer schwereren Bestrasung Davidsohns als an einer schnellen Bestätigung des Urteils erster Instanz lag. Dagegen hatte der An- geklagte Davidsohn Berusung eingelegt, weil er freigesprochen wer- den wollt«. Dies« Berusung wurde jedoch v e r w o r s e n, so daß es bei der in erst« Instanz«kannten Strafe verblieb. Es ist ferner nicht richtig, daß das Gericht au; eine Beweisaus- nahm« nicht eingegangen sei, weil der Klag« die Klage zurück- gezogen ha'be. D« Vorsitzende hat vielmehr verkündet, es käme aus eine Beweisaufnahme nicht an, weil die ircteriel!« Unrichtigkeit der Daoidsohnfchen Behauptungen bereits in erster Instanz durch amt- liche Urkunden festgestellt und die Beleidigung so schw« sei, daß die «kannte Sttafe in jedem Fall« angemessen erschein«. Es wird angenommen, daß d« entstellte Bericht üb« den Prozeß von dem Schriftsteller Sochaczewski an den„Vorwärts" geliefert worden ist, gegen den wegen gleichartiger Beleidigungm ein Strofverlahren schwebt. Gegen Herrn Sochaczewski ist wegen dies« Handlungen separat Sttasantrag gestellt. Der großrumänische Krönungsrummel in dem ehemals unga- rifchen Siebenbürgen war im ungarischen Parlament kritisiert wor- den; deswegen erhalten Ungam jetzt die rumänische Einreiscertettbnis nicht GeVmFjchQjwbewegung Novemberzulage auf Sie Seamtengehälter. 49 Proz. insgesamt, unter Vorbehalt angenommen. Gestern nachmittag begannen im Reichsf nanzministeriuni die Verhandlungen über die Neuregelung der Bezüge der Beamten. Die Organisationen hatten außer einer Nachzahlung für Oktober eine Erhöhung des Novembergchalts um 12 000 M. gefordert. Davon sollten 8000 M. als Teuerungszuschlag und 4000 M. als Kopfzuschlag gezahlt werden. Im Verlaufe der Verhandlungen erklärte die R e- g i e r u n g, sie bedauere die Forderung der Gewerkschaften, dke jede Rücksicht auf die finanzielle Lage des Reiches vermissen lasse, und lehnte sowohl die geforderte N a ch z a h l u n g für Oktober als auch den Kopfzuschlag ab. Nach längerer Debatte einigte man sich auf den Regierungsvorschlag, für den November «ine Zulage von 33 Proz. zu zahlen. Der prozentuale Teue- rungszuschlag beträgt also 43 Proz. Die Spitzenorganisationen stimmten diesem Vorschlag unter Protest und nur deswegen « zu, weil die Beamten notwendig Geld gebrauchen. Sie behielten sich vor, im Laufe des Monats neue Forderungen zu stellen, da die eben bewilligte Zulage kein Ausgleich für den Monat November sei. Die Regierungsvorlage wird nach Zustimmung des Reichs- kabinetts sofort dem Reichsrat und dem Reichstag vorgelegt werden. Internationale Arbeitskonferenz. Genf, 1. November.(MTB.) Die drei Gruppen der Internatio- nalen Arbeitskonferenz wählten am Montag die Mitglieder des Vcrwaltungsrats für die rächstsn drei Jahre. Da bisher noch dos alte Verfahren für Wahl und Zusammensetzung des Verwaltungs- rats in Kraft ist, gehören dem Derwaltungsrat ohne weiteres von der Rsgierungsgruppe S die Vertreter der acht industriell wichtig- sten Staaten, d. h. Deutschland(Leymann), England. Jtalier, Frank- reich, Kanada, Japan, Belgien und Indien an. Zur Wahl standen für die Regierungsgrupp« noch 4 Vertreter der anderen Staaten. Gewählt wurden Spanien, Chile. Finnland und Polen. Di« Ar- beitgebergruppe, die auf 6 Sitz« Anspruch hat, wählte Li%ow(Erg. land), Binod(Frankreich), Clivetti(Jtalim), Carlier(Belgien), chodacz(Tschechoslowakei) und Gemmil(Südafrika). Deutschland (Kommerzienrat Vogel) behielt einen der beigeordneten Sitze d:r Gruppe. Di« Arbeitnehmer wählten I o u h a u x(Frankreich), L e i p a rt(Deutschland), Poulton(England), Moor:(Ka- nada), Thorberg(Schweden) und O u d e g e c st(Holland). Streik der Blasinstrumentenmacher. Di« Blasinstrumentenarbeiter Berlins stehen seit Montag im Streik. In dieser kleinsten Gruppe waren bis zur Niederlegung der Arbeit Stundenlöhne üblich von 45, S0 und in einigen Aus- nahmen als Höchstlohn 00 M. Die Arbeiter sind hochqualifizierte Facharbeiter, die eine vierjährige Lehrzeit hinter sich haben. Alle bisherigen Versuche, durch ein Lohnabkommen zu besseren Ver- höltnifsen zu gelangen, scheiterten an der Hartnäckigkeit der Unter- nehmer, die nur zentral mit den vereinzelt über ganz Deutschland zerstreuten Unternehmern ein Abkommen treffen wollten, örtliche Verhandlungen aber ablehnten. Zweimal im Jahre treffen die Herren in Leipzig zur Messe zusammen. Mehrmals früher unter- nommene Versuche, zu einem Ncichstarif zu kommen, verliefen er- gebnislos. Nun endlich hat die Not die Fesseln gesprengt. Die g:- stmte Berliner Musikinstrumentenindustrie hat in einer gewaltigen Versammlung bei Kliems sich hinter ihre bisher so vernachlässigen Arbeitsbruder gestellt und beschlossen, die Streikenden weit über ihren bisherigen Vwdienst zu unterstützen, bis sie men- schcnwiirdige Löhne errungen haben. Ist diese Industrie dazu wirk. lich nicht imstande, dann mag sie aus Berlin verschwinden, für ihre paar Arbeiter ist jetzt schon gesorgt. Die Berichte der letzten Leip- ziger Messe können sich aber gar nicht genug tun in d:r Schilderung der günstigen Entwicklung der Branche und des Exports. Also, ihr Herren, treibt nicht Schmutzkonkurrenz untereinander und zahlt euren Arbeitern einen angemessenen Lohn! Wir bitten besonders di: M u s i k-e r, Vorstehendes zu beachten. Sollten bis Ende der Woche noch Firmen vorhanden sein, die nicht bewilligt haben, werden wir dieselben bekannt geben. _ Di« Branchenleitung. Lohnbewegung der chirurgischen Branche. i» besuchte Versammlung der in der chirurgischen Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag in den»Sophien-Sälen" nahm den Bericht über das Resultat der letz- ten Lohnverlhandlungen mit den Arbeitgebern entgegen, der vom Vronchenleiter E a l l i e s erstattet wurde. Wie dieser ausführte, hat die Verhandlungstommission einen Zuschlag von 75 M. auf die Stundenlöhne gefordert und darauf hingewiesen, daß dies« Forte- rung noch lang« nicht ausreichend sei, einen Ausgleich der ungeheuer- lichen Teuerung gegenüber herbeizuführen. Die Arbeitgeber weigerten sich, auf diese Forderung einzugehen, sie erklärten sich 'Alieb-lich aber bereit, die Ok-tobersätze um 110 Prozent zu erhöhen. Die Verhandlungskommisfion habe dem Vorschlage nicht zugestimmt, sondern erklärt, diesen der Kollegenschast unterbreiten zu wollen. anschließenden Diskussion brachten die Redner ihren Unwillen über das geringe Zugeständnis der Unternehmer lebhast zum Ausdruck und forderten dessen Ablehnung. Die Oraanisations- schussts anrufen�"���� Entscheidung des Schlicht ungsaus- - Meto llarbeiterver band machte hieraus die Mir- teilung, daß di« Derhandlungstommission die Schsschtungsinstanz be- ftat? �' �chnn am Freitag finden die Verhandlungen ...5� Ä rr1.�•chnuTOi des Angebots der Arbeitgeber �"�rstandnis. Versammlung mit dem Vor- gehen der Lohnkommisiicm ausspricht, wurde einstimmig angenommen. Aukogenschweister. Di« Autogenschweißer Groß-Berlins nahmen einen allnemein belehrenden Vortrag des gerichtlichen Sachverständigen Herrn Ober- Ingenieur E. M e n z über das autogene Metallb°arbeiwng-°7rfahren ,n einer Branchenversammlung entgegen. Das Interells de" Schweißer an ihrem Berufe und die vielen und schweren Unalück� Km F°K°?tr?g.��*abttt»»nchenl.itung Veranlassung zu Den Grundgedanken des Vortrages bildete das Motiv- Eine Gefahr bört dann auf, eine Gefahr zu fem, wenn man sie erkannt hat und ihr-u begegnen weiß." Der Referent führt: in anschauiicker Weise den Werdegang der Autog� nschwoißung der Versammlung vor Augen. Man hatte Gelegenheit, die verschiedene Entllel?unq der Gase und ihr Zusammenwirken kennenzulernen. Der Dortragende zeigte der Versammlung an Hand von Experimenten u. a. die Entstehung und Wirkung der Knallgase. Hieraus ergab sich die sinngemäße Kon- struktion der Apparate und Autogenwerkzeuge, welche der Referent an Hand aufgestellter Zeichnungen erläuterte. Ueber die sachlichen, überaus interessanten und leicht verständlichen Ausführungen des Refe- reuten war die hierfür vorgesehene Zeit von 3Ü> Stunden schon über- schritten. Leider war es nicht möglich, das viele belehrende Material (aus dem Gebiets der für den Schweißer wissenswerten Metallurgie, graphische Tabellen und Zusammenstellungen) näher zu behandeln. Die Autogenschweißer beschäftigten sich längst in früher stattge- fundenen Bronchenversammlungen mit den Gefahren ihres Beraifes und ihrer Beseitigung, und stellten nachfolgende Forderungen auf, die zurzeit Gegenstand von Beratungen im Reichsarbeitsministerium sind: 1. Errichtung von Schweißerfachschulen unter staatlicher Lei- tung. 2. Prüfung aller mit dem autogenen Metallbearbeitungsver- fahren beschäftigten Personen. Die von der Klempnerinnung Groß-Berlins bereits ins Leben gerufene Schweißerfachschul«, von deren wirksamer Tätigkeit sich die Branchenlcitunq überzeugte, hat leider den Nachteil, daß sie räumlich nicht der Reichhaltigkeit des dort gebotenen Lehrstoffes entspricht. Die Branche der Schweißer erwartet von den zuständigen Regie- rungsinstanzen eine baldige gesetzliche Regelung, um die Mißstände in diesem Berufe zu beseitigen, die eine große Gefahr für Leben und Gesundheit des Schweißers selbst sowie seiner Umgebung bedeuten. Ter Wächterstreik beendet. Infolge der Anerkennung des ScbiedSlvrucbeS de° ScklIicbtung?au»scklisseS von, 23. Oklober dnrch die Unternebmer ilt die Lobnbewegung und der Teilstieik der Wackanaestellten beendet. Die Monalsaebälter wuiden von 77CO biS 8350 M. auf 21 000 bis 22 700 M. ab November«höbt. Lohnvereinbarung im Töpfergewerbe. Ab I.November bis einschließlich 15. November wurden folgende Löhne vereinbart: Bei Zeillohnarbcilen 165 M. Siundenlobn. Bei Akkordarbeit werden 16 400 Proz. Tenerungszuilblag am den destehenden Tarif gezahlt.— Für die Provinz Brandenburg gelten diele Löhne vom 4. bis 17. November einickiließliöb, abzügliih 5 Proz. ii Staffel I, 8 Proz. in Siaffel II und 15 Proz, in Staffel III. Hillsarbetier erhalten im Alter von 14 bis 16 Jahren 25 Proz., über 16 bis 18 Jahre 33'/, Proz. und über 18 bis 21 Jahre 55 Proz. d'e�'Gescllenlohnes._ Nene Löhne für die Herrenmastbranche. Das Ergebnis der zentralen Lohnverhandl ungen zu Frankfurt am Main ist für die Herrenmaßbranche Berlins folgendes: Der Akkordstundenlohn für felbständi-'e Stück- und Aenderunas- schneider beträot in Klaffe 1 und 2 132 M., in Klaffe 3 130,50 M., in Klaffe 4 129.30 M. Der Zeitlohn beträgt in allen Tarisstufen 132 M. Der Zeitlohn für männliche Hilfskräfte beträgt 85 bzw. 66% Proz. vom Spitzenlohn. Der Lohn für weibliche Hills» kräfte, der Heimarbeiter- und Oualitätsziffchlag für Zeitlohnorb ei ter bleiben prozentual wie bisher. Das Lohnabkommen gilt für Zeitlohn- arbeiter, wenn die Lohirwcä»? Sonnabends beginnt, mit Wirkung ab 28, für Akkordarbeiter ab 23. Oktober. Für Mitglieder des Deuffcben Bekleidungscwbeiter-Verbandes ist das Lohnabkommen gegen Mitgliedsausweis im Bureau, Sebastian- straße 37— 38, von 8—1 Uhr oder Freitags von 5 bis 6% Uhr nach- mittags zu haben. Ein sterbendes Gewerbe? In verschiedenen Notizen, di; in jüngster Zeit durch die Partei. preffe gingen, wurde die wirtschaftliche Log« des F r i s e u r g e- w e r b e s geschildcrt und behauptet, dieses Gewerbe sg im Absterben. Eine Konferenz der Lokalbeamten urd Bezirkeleiter des Arbeitnehmerverbandes des Friseur- und Haargewerbes am 30. und 31. Oktober in Berlin erörterte u. a. auch die Berufslage. Sowohl der Verbandsvorsitzmde Lorenz als auch die Angestellten aus den verschiedensten Gegenden des Reiches betonten, daß von einem Ab st erben nicht geredet werden könne. Wohl ringen die Kleinbetriebe des Gewerbes sehr schwer um ihre Existenz. Der Uebergang vieler Arbeiter, Angestellten und Beamten zum Selbst- bedienen bedeutet für das Gewerbe zweifellos einen ungeheuren Ausfall. Wenn zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lag« der Ar- beiter und Angestellten auf die Frequenz der Likörstuben, der Dielen usw. hingewiesen wird, so bietet statt diesem Zerrbild der Verzicht und die Einschränkung an den Dienstleistunqer des Friseur. gewerbes ein klares Spiegelbild der tatsächlichen Derhältniffe. Es wurde ausgeführt, daß es zwar im Jntereffe der älteren Meister, die Jnhabm kleiner Geschäfte sind, menschlich bedauerlich sei, wenn! sie dem schweren Kamps: um die Ausrechterhaltung ihrer beschei- denen selbständigen Existenz unterliegen, im hygienischen und be- riilsfortschrittlichen Sinne jedoch nicht schade darum sei, wenn ein Teil der primitivsten Zwergbetriebe eingehe. Nachdem tausende Gehilfen gezwungen waren, in der Industrie ein Unt:rkommen als Ungelernte zu iuchen— ohne daß«in Hahn darum krähte—, sei es schließlich für manchen Inhaber eines Elendsbetriebes und feine Familie besser, wenn auch er diesem Beispiel folgt, anstatt seine Zeit mit dem vergeblichen Warten auf Kundschaft zuzubringen. Das Frifeurqswerbe ffiache eine Wandlung zum Luxus- g e w e r b e durch. Als solches sei es sehr wohl lcbensfähiq. Die abnehmend? Quantität an Betrieben und Hilfskräften letze sich all- mählich in größere Qualität um. Die früheren Mißstände seien nur infolge starker Uebersetzung des Gewerbes, des wirtschaftlichen Zwanges lür die Gehilfen, sichchorzeitig selb' ändig zu machen, und der schrankenlosen Schmutzkankurrenz möglich gewesen. Bedauerlich sei, daß manch: der vom Berufe abgegangenen Friseure in den Industrie- und sonstigen Betrieben, Ir denen sie nunmehr tätig sind, ihren früheren Beruf nebenbei ausübten, und durch Preis. unterbietiing die Interessen der Berufstätigen schädigen. Bezüglich der Bestrebungen auf Erfaffung der kleineren Ver- bärde durch Industrieorganisationen erklärte die Kon. ferenz. daß sie sich im Einklang mit dem Beschlüsse des Leivziqer Gewerkschaftskongrcffes befinde, sich aber gegen jede überstürzte oder unzwZckmäßne Verschmelzung wende. Es wurden vielmehr Maßnahmen zur Stärkung des Verbandes getroffen. Siemens u. tjatsle(vlockwerk). Freitag nachmittag 4'/, Uhr: Versammlung sämiliajrr Mitglieder der Bereinigten Sozialdemokratie bei Sundhcim. Nonnendammallee 38, Ecke Märkischer Steig, in Siemensstadt. Allacmelnee Deutschee?eamtenSund. Heute ak>?nd S Uhr tfunktlonsruer. sammlunz oller dem?!?B. onzeschlossenen Verbände in der Pfetfrrbrrg. Brauerei, Berlin N.. Cchönhousrr Allcr 17«. Um pvnttliche- und b-stimmtcs ErPdrinen wird gebeten.— Der Orteausschuß. Deutscher Huta'deiteruerband. Donnrrstag 5H Uhr in den Restdenz FeN. sältn Londsberoer Str. 31, Versammlung drr Damenhut- und Umpreß. b-tricb«.— Der Vorstand. WirtslHafi Die Lage der Texkilrohstoffmärkke. Uns wird berichtet: Umsätze und Preise an den Rohstoffmärkten der Textilindustrie werden, wie es eigentlich jetzt selbstverständlich ist, von der Entwick- lung der Devisenkurse bestimmt. Vor der Deoisennotverordnung waren die Preise für die Rohstoffe, welche zur Fabrikation von Textilien notwendig sind, steigend, mit dem Erlaß der Notverordnung trat ein vorübergehender Ruckschlag ein, dem aber bald eine neue Steigerung folgte. Das Geschäft an den deutschen Märkten ist fast völlig belanglos. Der Konsum bewegt sich in absteigender Richtung, eine ganz begreifliche Tatsache, da Löhne und Gehälter der im Automobiltcmpo vor sich gehenden Markcntwertung nicht zu folgen vermögen und infolgedessen zum Ankauf notwendiger Kleidungsstücke so gut wie gar nichts übrig bleibt. Wieviele können es sich heute leisten, einen Damenmantel zu kaufen, der schon im Cngros billigst 7500 M. kostet. Für Herrenanzüge mittlerer Qualität werden zur- zeit 26 000 M. verlangt und die Preise der anderen Fertigfabrikate bewegen sich auf ähnlicher Grundlage. Infolgedessen klagen alle Zentren der Textilindustrie über das Nachlassen der Be- l ch ä f t i g u n g. Aus Barmen, Krefeld, aus dem sächsischen Revier kommen Nachrichten von Betriebseinschränkungen und, wo nicht Arbeiterentlassungen vorgenommen werden, ist man genötigt, die Arbeit zu strecken. In der Färbereien und Spinnereien wird viel- fach nur vier Tage in der Woche gearbeitet. Abgesehen davon, daß nicht genügend Warenabsatz vorhanden ist, fehlt es auch an den notwendigen Betriebsmitteln. Die Banken haben ja schon erklärt, daß sie nicht in der Lage sind, den Kreditanforderungen, die die Industrie jetzt infolge der Geldentwertung und infolge der damit verbundenen Mehraufwendungen für den Einkauf der Rohstoffe ge- brauchen, in vollem Umfange zu entsprechen. Für die Aufträge, die noch laufen, ist die Industrie mit Materialien versehen. Die Fachblätter berichten übereinstimmend, daß man von einer Eindeckung mit Garnen bis Ende des Jahres sprechen kann. Ebenso liegen die Berhältnisie be> Wolle und Baumwolle: für Seide kommt der deutsche Markt so gut wie gar nicht mehr in Frage. Käufe auf lange Sicht abzuschließcn, bestedt natürlich bei der Un- sicherheit der Entwicklung keine Neigung. So kommt es, daß, obwohl die Ankünfte von Wolle und Baumwolle in Bremen, dem Haupt- Handelsplatz für diese Rohstoffe, kaum größer geworden sind, die Vorräte ständig w a cd s e n. Die Sachlage für den Einkauf der Textilrohprodukte ist um so schlimmer, als trotz des Fehlens deutscher Käufer am Weltmarkt nicht etwa ein Rach'affcn, sondern ein Steigen der Preise festzustellen ist. Das kommt Kaber. weil Amerika und England wieder in arößerem Maße als Käufer auftreten. Speziell die Terkllindustrie Amerikas zeigt ein Bild aufsteigender Entwick- lung. Die Baumwollernte wird nicht besonders gut ausfallen: da- geaen recbnet man mit einer hohen Qualität der geernteten Baum- wolle. Alles was an den Markt kommt, findet scblankweg Ausnahme. In Wolle liegen die Dinoe ähnlich. Das Geschäft war sowohl in Bradford wie in Tourcoing, den lyoupthandelsplätzen für dieses Produkt, sehr lebßaft. lind vom Lyöner Seidenmarkt wird be- richtet, daß dadurch, daß die Mär't« des fernen Ostens und Slmerikas mit starkem Kaufbegehr eingriffen, die Preisbewegung sehr nach oben ging. Die Sapikalerhöhvng de» Verbandes sozialer Baubetriebe. In der Gesellschasterversammlung des Berbcmdes sozialer Baubetriebe am 17. Oktober wurde das Stammkapitat dieses Verbandes von 7 600 000 M. auf 25 Millionen Mark erhöht. Von dem neuen Stammkapital übernahm der Deutsche Dauarbeiterver« band aus seinen Sozialisierungsbeiträgen 12 829 000 M.. der Ver- band der Bergarbeiter 1200 000 M.. der Fabrikarbei- terverband 1000 000 M., der Holzarbeiterverband 900 000 M., der Transportarbeiterverband 500 000 M., der Verband der Maler 310 000 M., der Zentraloerband der Z im m e r e r 200 000 M., der Zentrolverband der Dach- decker und der Bund der techn scheu Angestellten und Beamten je 100000 M. Der Rest wurde von den Verbänden der Maschinisten und Heizer, Sattler und Tape« zierer, Steinarbeiter, Töpfer, Steinsetzer, dem Deutschen Polierbund und einigen Bauhüttenbetriebsverbänden aufgebracht. Wei- tere Mittel im Betrag« von mehreren Millionen Mark sind be- reits jetzt auf die nächst« Stammkapitolserhöhung gezeichnet und mehrere Gewerkschaften haben die Zeichnung beträchtlicher Summen in Aussicht gestellt. Mit seinen Tochtergesellschaften verfügt der Verband Sozialer Baubetriebe gegemvärtig über ein Kapital von über 200 Millionen Mark. Jtene Eisenpreise. Der qem-inllbafil'cbe RichtpreisanSstbiiß de» Deiitichen Siablbunde? erhöhte ab 1. November den TöoinaS- stabrisengnindprei« um 37,32 Pioz.. S I a b e i s e n kostel die Tonne allo etwa das 1400 fache de? VorkrieaSprei'es.— Dagegen bat die Verkaufsstelle der Vereinigicn Eiienlabrilen in Prag eine weitere erhebliche Herabsetzung der Eisenpreil'e be'-blonen und zwar in der Voran?, etziing. daß auch die VerkebrSiarise sowie auch die Kohlen« und Koksabgaben eine durchgreifende Herabsetzung eventl. volle Aufbebung erfahren. Di- Zuckerwlrljchafk im nenen Erniesahr. Die E i n s u b r von AuslandSzucker ist vom 16 November ab nur noch auf Grnnd bebördlicher Einfuhrbewilligung zuläisig. Für Ausland»», icker. der vor dcni l. November 1322 gekault ist, weiden den einiühienden Firmen aul Aniraa Einlnhi bewiüigungen noch er» icil, weiden, wenn sie den Zucker der z n ck e r v e r a r b e i t e n den Industrie ,»r Verfügung stellen. Für Ausland? zncker. der nach diesem Zeiitzunkt gelaiili ist. wird lediglich den SpitzenverbSnden der zuckervercirbei, enden Industrie Einsubibewilligung crieil: werden. Die Sperre der E'nlubr von Anslondszuckcr kenn'e vorgenommen werden, da dnmil gerechnet werden kann daß der Mundbedarf der Bevölleiung aus der inländische» Er nie binlänglich bclricdigl werden kann. Nndererleiis erwies fi» die Sperre al» no, wendig, um zu verhindern daß dce Unzuiräglichkerten die sich im abgelaufenen Wirllchafisjahr durch dos Vorbandensein von teurem AnSIandszucker»nd billigerem Jnlandszncker gezeigt baben. in Zukunft sich wiederbolen. Tie erste Verteilung von Zucker neuer Ernie ist durch die Znckerlvirtse! afrsstell- nunmebr vor« genommen worden. Ter Zucker, deffen Unierveneming den ein« »einen Ländern obliegt, wird im Laufe des MonatS November zur Ausaabe gelangen. � Berontworili-ii ille den redatt. Seil:«>et»e«ihift, Berlin; fOt Än, eigen: S3. CloSe, Verlin. Bering Borwäris Verlag«. m. t. S Berlin. Druck: Vorn)gr!-.Bnii'drl!ckerei it. Brtlaassni'gl! Vanl Singer u.«rg. BeeNn LIndenstr.» Kiervs eine Beilage nnd Unieehalinngadeilage..Heimroern. »chiet. Näheres unier Parieinockirickircn. werten erführt man, daß die November ström preise wohl allgemein über 100 M. liegen, so daß der' für Berlin angesetzte Strompreis von 80 M. für die im November erfolgte Ablesung, d. h. für Vorlegung der Rechnung im Monat Dezember, keinesfalls als ungewöhnlich hoch bezeichnet werden kann. Liebesgaben für den Mörderkumpan. Herausfordernd haben deutsckinat ionole Kreise ihre Shmpalbien iür die Teilnehmer de? Natbenau-Mordes bekiiiidet. Was man aui jener Seite sich erdreisten zu dürfen mein«, davon gibt eine uns zugegangene Mitteilung«ine kennzeickuiende Probe: In C h a r l o t l e n b u r g ist in der Sckircibwarenbandliing von Sl. Witte(am»Knie'I, deren Kundschaft sich last nur aus Studenten der Technischen Hochschule zusammensetzt, eine Liste aufgelegr, um—.Liebesgaben für den ehemaligen Siudenten der Technischen Hochschule Ernst Werner Tech o w* zu sammeln. Als erster Zeichner ist A. Witte mit 1000 M. ein- getragen, dann folgen eine weitere Spende von 1000 M. und noch mehrere mit Ileinercn Beiträgen. Unser Gewäbismann schreibt dam:.Ein Zeichen unserer Zeit und des Geistes, der a» der Tech- »lschen Hochschule qepflegt wird! Sollte aus solche» Liebesgaben auch das Konsekt für Günther beschafft worden sein?" i] Die Welk ohne Sünde. Der Roman einer Winuke von Vicki Daum. Aus der Mitte des Flusses wuchs ein Berg empor, an dem das Wasser zerbrach: er ragte schwarz und gezackt auf, die Wellen sprangen klirrend an ihm hoch, ihre Köpfe leckten weih ins Dunkle. Näher dem Ufer staute das Wasser sich rötlich und glatt bis zur Höhe der Böschung. Drüben, wo es tobend heranzog, warf es krachend Dunkles aus sich heraus und baute eine Wehr aus Balken und Menschen. Jenseits des breiten, ra end gewordenen Flusses aber, ws das brennende Viertel stand war es sehr hell. Und in dem Schein sah Anselmus eine ebwa're unbewegliche Mauer von Menschen, die dastanden und ohne Laut in das Wasser starrten Wie müde sind ihre Herzen, dachte er; sie weinen mcht met.r Sic schreien nicht mehr. Ihre Häuser brennen, ihre Kinder sind verhungert, ihre Brücke»st abgebrochen: sie schweiaen Noch gestern haben sie gebetet und gesungen, heute L K stumm Ist das die Saat, aus der die Welt sich neu ��Egidstis�Ueß die Bahre weder und beugte sich über den, wunden Mann.„Bist du ausgewachl. Kamerad? fragte er.! „Gleich sind wir da. hatte dich tapfer, gleich siehst du dein Kind." �. Mit einemmal richtete der Mann sich hoch, er lieh die Beine von der Bahre gleiten, stand, tat hochgestreckt und steif ein paar Schritte. Mund und Augen klafften ihm weit und sein Arm bohrte sich hart und wie im Krampf zeigend in die Luft. Sie sahen hin und Egidius verhüllte mit einer sonderbaren und schwerfälligen Beweauna seine Augen. Anselmus aber starr.e überwach hin. Dies war das graue Haus. Seine Dorderwand war weggesunken. In vier Stockwerken öffneten sich die auf- gerissenen Zimmer wie kleine Bühnen zur Straße. Die arm- eligen Wände lebten im Widerschein des Feuers vom anderen lfer, ohne Menschen, ohne Heimlichkeit, zerfetzte Wände. türzende Fußboden. S:e waren armselig, häßlich bemalt. diese Wände, fleckig, feucht und voll Schimmel: Tapeten hingen in Fetzen. Ofenrohre krümmten sich. Betten standen haltlos. in die Tiefe gleitend und unwahrscheinlich; aus umgestürzten Schränken quoll jämmerlicher Hausrat. Anselmus sah qual- voll scharf jedes elende und armselige Ding, er sah die Men- scheu, die hier gelebt hatten und nun zuckend im Einsturz be- graben lagen. Ihr Leben warf sich über ihn aus diesen Löchern, da er es kannte, seine Kindheit, seinen Aufstieg, sein Ende. Er sah Häßlichkeit, Elend und dumpfe Bedrückung: dennoch glimmten Lichter dazwischen auf im zerstörten Haus. In einer Mansarde häuften sich Bücher, im ersten Geschoß hing unversehrt ein Vogelkäfig an der Wand; in einer Küche blühte es aus zerschlagenen Blumentöpfen. Und dort, wo grauenhaft zerschmetterte Balken eines Fußbodens zur Tiefe glitten, dort wehte ein kleiner weißer Vorhang über einer umgestürzten Wiege.... Egidius hörte ein einziges tiefes Seufzen. Als er sich umwandte, war der Mann schon tot. Er lag auf der Bahre hingesunken, seine Augen standen weit offen und sein Gesicht zeigte ein großes, kindliches Staunen. Egidius strich mit seiner großen Hand sachte über sein verstummtes Herz und schloß ihm die Augen. Dann horchte er spähend in die Luft. Die Blutspur, von seiner Schläfe auf die mächtige Schulter rinnend, glänzte stärker und. dunkler; fast sah auch er schon gestorben aus. Er horchte. Das ferne Rollen hatte sich gegliedert, Welle auf Melle kam vom gleichen Schritt der Marschierenden, die die Erde schlugen wie eine Pauke. Egidius lächelte sein stilles, unfaßbares Lächeln: er hielt Anselmus feine Hand hin, von der schon Kühle zu strahlen begann. „Hörst du? Sie kommen," sagte er.„Geh' heim, vollende deines." „Und du. Egidius? Komm' mit mir, du blutest sehr." Egidius schüttelte nur den Kopf und wies über das Wasser.„Man muß helfen" flüsterte er. „Wie helfen? Es ist unmöglich" sagte Anselmus leise und verzweifelt, aber da hatte sich Egidius schon abgewendet und, schritt die Böschung hinunter, schritt in die zischende und rasende Verwüstung des Flusses hinein, tauchte unter, ver- schwand, kam wieder, schritt, schritt, taumelte, fiel, sank, schwamm: schritt schon wieder, fern und unwirklich; schritt zwischen den Leichen von Menschen und Tieren und Dingen den tobenden Fluß hindurch. Anselmus sah ihn, wie man einen Traum sieht, und er dachte: wenn das Unmögliche mög- lich ist--? Dunkel schien ihm alles, alles davon abzu- hängen, ob Egidius das andere User erreichte. „Bruder" flüsterte er: und das war ein Gebet:„Bruder".. Dann streckten sich Hände, Arme drüben aus der stummen Menschanmauer. Dann sangen sie wieder. Egidius hatte das Ufer erreicht. Anselmus spürte sein Herz tief uffd gleichmäßig schlagen; er ballte die Hände und spürte unbegreifliche Kraft in ihnen rinnen: er spürte sich atmen: er lief durch die Gassen, blind, überströmt von Gedanken. Er erreichte sein Haus: es stand noch— die Mauern standen noch. Cr schaute— die Luft schlug blau an seine Augen. Er sah höher hinauf: da war der Himmel gesundet, er war dunkel geworden, blau, ohne Feuer- schein. Sterne schwangen weit in ihm. und dann blühte groß und unberührt der Mond herauf. Anselmus stand mit gefalteten Händen und lehnte den Kopf weit zurllckgebogen an die unzerstörten Mauern seines Hauses.„Jsabell— wir leben" flüsterte er. Von oben, aus den Fenstern, kam Musik. Im Zimmer war Dunkelheit, eine leise Frauenstimme und Lautenklang. Anselmus blieb in der Türe stehen, horchend; durch die leeren Fensteröffnungen rann unbestimmter Schein und warme Abendluft herein. Einen Augenblick lang war er in der Bretagne: das Meer sang dumpf in Wellen, südliche, blaue, warme Nacht, Jsabell, Musik, Sterne. Er lächelte ab- wehrend; er kannte diese süßen Bisionen des Hungers und der Erschöpfung und durchschaute sie; er war noch klar, Anselmus. noch ohne das erlösende Hungerfieber. Die Frauenstimme sang leise und einschläfernd neben dem Kinderbett, das Dunkelheit verhüllte. Es war SctMbert: Ueber allen Wipfeln ist Ruh In allen Gipfeln spürest du kaum einen Hauch— Er trat behutsam näher, fand die sitzende Gestalt am Bettrand und legte still seine Hände in ihr Haar.„Jsabell—" flüsterte er. Wie warm ihr Haar war.— Es blieb einen Augenblick still in der Dunkelheit, das Lied brach ab; dann ging ein Atem. „Nein", sagte es.„Ich bin es nur. Die Linde—" Anselmus nahm die Hände aus der weichen Wärme; er lachte leise und scheu verwundert und sagte:„Sind Sie es. Linde? Singen Sie dem Kind ein Lied? Und meine Frau?" „Die Frau ist oben— im Saal." (Fortsetzung folgt.) #£f0V hat eine Niltton gemacht". Abenkeuer eines rumänischen Saufmanns in Berlin. Einblick in das dunkelste Berlin, zu welchem auch manche Luxusbar der Friedrichstadt trotz ihrer hellen Beleuchtung zählt, gestattete eine Berhandlung, welche vorgestern das Schöffengericht Berlin-Mitte beschäftigte. Angeklagt wegen Diebstahls war die Frau Ltssy Bauermeister, während sich der Kaufmann Emil Schmidt, die Verkäuferin Kate Feilsch, der Kaufmann Bruno Sommerfeld und der Kaufmann Erich Schmidt wegen Hehlerei zu verantworten hatten. Die Angeklagte Bauermeister, welche in gewiflen Kreisen den Beinamen„Schokoloden. Lissy" trägt, lernte am Nachmittag des St. August d. I. Unter den Linden den aus Rumänien stammen» den Kaufmann Janco Meyer kennen. Beide unternahmen eine Bummelfahrt durch verschiedene Weinstuben und Bars der Fried- richstadt und landeten schließlich stark a n g e'z e ch t in einem Hotel in der Iohannesstraße. H'ex entdeckte„Liffy", daß aus der . Tasche des Rumänen ein ganzes Paket fremdländischer Banknoten und andere Schriftstücke herausragten. Sie machte nun auf ihre Weife ein Balutagefchäft, indem sie wartete, bis der valutastarke Liebhaber sanft eingenickt war, um dann mit den lockenden Scheinen unter Zurücklassung ihres Hutes und Jacketts zu verschwinden. Schon eine Viertelstunde später ging durch gewisse Luxusdielen der Friedrichstraße ein heimliches Geflüster:„Lissy hat eine Million gemacht". Tatsächlich erschien die Angeklagte bald darauf in einem Auto und fuhr mit diesem die Fried- richstraße auf und ab, um den unter dem Namen„Edi" bekannten Mitangeklagten Emil Schmidt zu suchen. Diesem händigte sie die gestohlenen Papiere, Schecks im Betrage von mehreren Millionen Mark, 3500 rumänische Lei und 600 Dollar und andere ausländische Banknoten, aus. Das Geld wurde durch Vermittlung der übrigen Angeklagten umgewechselt, während der mitgestohlenc Paß samt den Schecks von dem Angeklagten Sommerfeld in der Französischen Straß« in einen Briefkasten geworfen und auf dies« Weis« tatsächlich wieder in die Hände des Besitzers ge- langte. Die Ermittlung der Täterin und ihrer Helfershelfer qe> lang schon einige Tage später. Das Gericht kam bezüglich des An- geklagten Erich Schmidt zu einer Freisprechung und erkannte gegen die Bauermeister auf 6 Monate Gefängnis unter Zubilligung «iner Bewährungsfrist, gegen Sommerfeld auf 12 000 Mark Geldstrafe und gegen die Angeklagten Emil Schmidt und Fritsch auf j« SWX) M. Geldstrafe. Ein Attentat auf öen Staatsanwalt.' Schwere Strafe für einen Alkoholexzeß. Der auf offener Straße erfolgte tätliche Angriff auf einen Staatsanwalt, der soeben in einer Schwurgerichtssach« amtiert hatte, lag einer Anklage wegen öffentlicher tällicher Beleidigung zugrunde, welche den Möbelhändler Stiller vor das Schöffengericht Berlin- Mitte führte. Am 3<1. Juni d. I. fand vor dem Schwurgericht des Land- gerichts I. ein umfangreicher Prozeß gegen Kutschers und Genossen statt, in'welchem es sich um Niesenschwinde- leien mt gefälschten Ausfuhrscheinen handelte. Mitangeklagt war unter anderen ein Bruder des jetzigen Angeklagten. Dieser hatte wohl während der Mittagspause schon etwas sehr stark dem Alkohol zugesprochen und verübte, im Zuhörerraum sitzend, aller- lei Unfug, so daß er schließlich gewaltsam entfernt werden mußte. Die Verhandlung zog sich b i« 4 Uhr morgens hin und endete mit der Verurteilung des Angeklagten. Als der Vertreter der An- klage. Staatsamvaltschaftsrat Dr. Karl Steinhauer, in Begleitung des Landgerichtsrats Elshauser das Gerichtsgebäude verließ, trat der Angeklagte auf ihn zu und fragte ihn, ob er der Staatsanwalt sei, der soeben seinen Bruder verurteilt habe. Gleichzeitig ver- setzte er ihm«inen Fau st schlag ins Geficht und mehrere weitere Schläge in die Brustgegend. Bor Gericht versuchte der An- geklagte sein Verhalten damit zu entschuldigen, daß er stark ange- trunken gewesen sei und unter Nervenanfällen leide. Das Gericht erkannte, da richterliche Beamte oder sonstige ausübende Organe der Justiz mit aller Entschiedenheit vor der Gewalt der Straße beschützt werden müssen, trotz der bisherigen Unbescholtenheit des Angeklagten auf vier Monate Gefängnis und sprach dem Beleidigten auch ferner die Publikationsbefugnis zu. Mefenuntersthlagung eines Dänen. Auf Ersuchen der Kopenhagener Kriminalpolizei wurde in der Nacht zu Mittwoch von der hiesigen Kriminalpolizei«in Direktor G. aus Kopenhagen festgenommen. G. wird beschuldigt, nach Unter- schlagung van 300 OOl) dänischen Kronen, nach unserer Währung 270 Millionen Mark, veruntreut zu haben. Der Berfolgte wurde in einem Pensionat am Kurfürstendamm ermittelt, wo er mit einer jungen Dame abgestiegen war. Auch diese mußte den Weg zum Polizeipräsidium antreten, da ihr kostbarer Pelz- mantel, die feine Toilette und ihr wertvoller Brillantschmuck ein Geschenk ihres Begleiters war. Dieser bestreitet, das Geld unterschlagen zu haben. Er gibt an, vor acht Tagen hierher gekommen zu fein und zunächst in einem der ersten Hotels gewohnt zu haben. Weil ihm dieses Logis aber zu teuer gewesen, sei er dann nach dem Pensionat am Kurfürstendamm verzogen. Sein Geld will er in Aktien der Charlottenburger Wasser- werke angelegt und bei einer dänischen Bank deponiert haben. Opfer eines Herrenfahrer-Antomobilisten. Am Dienstag abend unternahm der 80 Jahre alte Kaufmann Hon; Borkowsti in einem neuen Auto eine Probefahrt. Dabei raste er in einem übermäßig schnellen Tempo den Kursürstendamm entlang. An der Ecke der Kurfürstensttaß? schleuderte infolge de? schlnpjrigen Pflasters der Wagen derart, daß er auf den Bürgersteig geriet und hier die 23 Jahre alte Meto Arnd aus der Wichmonnstr. 19 und die ISjährige Herta Arnd aus der Tieckstr. 23 überfuhr. Während Herta A. mit leichteren Wunden davonkam, hatte Meta A. so schwere innere Verletzungen erlitten, daß ihre Ueberfiihrung nach dem Krankenhause Westend erfolgen mußte.— Es ist geradezu erstaunlich, mit welcher Geduld die Bcbörden dem immer siecher werdenden Treiben derartiger Auto- mobil-Herrenmenschen zusehen. Charlottenburger Chausiee, Kur- sürstendamm und Kaiserdamm find der Tummelplatz dieser Elemente. Einschulung der ABC- Schützen. Die städtische Schuldeputation teilt mit: Durch die Aufhebung b«r Schulkommissionen ist es in der Uebergangszeit nicht ausge- schlössen, daß dieses oder jenes schulpflichtige Kind zu Michaelis 1922 noch nicht in die zuständige Bezirksschule eingeschult worden ist. In Betracht kommen jetzt sämtliche in Berlin anwesenden Kinder» die 1916 geboren sind und bis zum 30. September 1922 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Die Eltern, Pflegeeltern, ■münder und sonstige Personen, die zur Einschulung verpflichtet sind, werden aufgefordert, ihre schulpflichtig gewordenen Kinder, so- weit sie noch nicht eingeschult worden sind, bei dem Rektor der- jenigen Schule, in deren Bezirk ihre Wohnung liegt, zur Einschu- lung anzumelden. Die Unterlassung dieser Pflicht Zieht für den Säumigen wegen Schulversäumnis nicht allem Geldstrafe, sondern unter Umständen auch Haftstrafe nach ssich. Schulze- Suponsälschunge« belaufe« sich auf 120 MMone«. Die Wertsumm« der von dem verbasieten 5kuponfäls»er Schulze in Umlauf gesetzten Kupons erreicht die Höbe von ca. 120 Mil- lionen Mark, die Schulze zum Schaden von Berliner, Hamburger und Hannoverscher Banken ausgegeben hat. Sch. verkehrte hier vornehmlich in Spielerkreisen. Reue«roßkampflage gegen die Ratten. Um den vielfachen Befchwerdeo über die erheblich« Zu nähme der Ratten Der Prozeß Hermes. Den weiteren Teil der gestrigen Vormittagsfitzung des Hermes- Prozesses füllte die Vernehmung der Zeugen Dr. Diel und Mini- sterialdirektor H e u c a m p. Dr. Diel sagte im wesentlichen aus, daß die siagliche Regelung des Ministers Hermes feine V e r w u n. d e r u n g erregt habe und daß er aus dieser Verwunderung kein Hehl gemacht habe. Ministerialdirektor Heucamp stellt die Wein- lieferung so dar, daß eines Tages Zentrumsabg. Legendre ihn ge- siagt habe, ob Hermes Interesse an einem Restposten Wein habe. Er, Zeuge, habe dann den Abgeordneten an Hermes selbst ver- wissen, der auch das Angebot angenommen habe. Bei feinem Um- zug in die neue Wohnung habe ihm Hermes 2S Flaschen geschenkt, später habe er jedoch den Wein aus bestimmten Gründen zu dem angesetzten Preis von 3 M. bezahlt. Nach der Mittagspause wurde zunächst Regierungsrat Ratte vernommen, der Dr. Hermes im Reichsernährungsministerium als persönlicher Mitarbeiter zugeteilt war. Im April 1920, so erklärte er, sei im Ministerium die Meldung eingelaufen, daß auf dem An- Halter Bahnhof eine Sendung für den Minister beraubt ange- kommen sei. Im Auftrage Dr. Hermes' habe er sich dann den Schaden an Ort und Stelle besehen und habe beim Äinzerverband telegraphisch eine genaue Jnhaltsaufstellung erbeten. Am 22. Juni hat er mich beauftragt, an den Winzerverband 600 M abzufchickeiz. Im folgenden Jahr bat er mich, bei dem Winzerverband anzu- fragen, ob er noch eine Sendung Wein, wie er sie im vorigen Jahre bekommen habe, erhalten könne. Hinsichtlich der beraubten Sen- dung hatte mir der Minister nur gesagt, eine Reklamakon habe keinen Zweck, weil nur wenig Flaschen geraubt seien. Bon den 600 M. hat dann der Winzerverband den Preis der fehlenden Flaschen, also 39 M., zurückgezahlt. Ein Schreiben des Direktors Faust vom Winzer- verband war versehentlichanGeheimratJaffe adressiert und in dessen Bureau geöffnet worden. Durch Ministerialdirektor Heucamp erfuhr ich auch, daß bei dieser Gelegenheit von dem Briefe des Winzerverbandes Abschriften gemacht worden waren. Ich habe den Minister darauf aufmerksam gemacht und mich wohl auch dahin geäußert, daß die angegebenen Preise wohl etwas niedrig seien und daß andere Stellen anscheinend derselben Auffassung wären. Deshalb wäre es besser, noch einmal nachzufragen, ob die Preise richtig wären. Der Minister hat dann meines Wissens selbst deswegen an Faust geschrieben. Dr. L e v i: Welches war der erste Preis, den Sie erfahren haben? Die Rechnung über 8430 M. oder über 600 M.? Zeuge: Ueber 8430 M. Dr. Leo i: Ist es Ihnen nicht aufgefallen, daß Sie eines Tages nur 600 M. zu bezahlen hatten? Zeuge: Das glaub? ich nicht. Heute würden mir die zweierlei Preise wahrscheinlich auffallen, aber was ich damals ge- dacht habe, weiß ich nicht. Als letzter Zeuge wurde dann der Direktor des Winzerverbemdes für Mosel, Saar und Ruwer, Faust, vernommen. Er sagt aus: Durch Heucamp erfuhr ich, daß im Reichswirtschaftsministerium zu Berlin ein Fond zur Bekämpfung der Rebschädlinge bestand, und ich fuhr deshalb nach Berlin, um für uns«inen Teil der für dies« Zwecke bereitgestellten Summen zu sichern. Dabei lernte ich den damaligen Ministerialdirektor Hermes kennen, der uns sehr entgegen kam und uns SO 000 M. überließ. Irgend jemand hat damals angeregt, Minister Hermes«ine Sendung Wein zu übermitteln. Ich berief«in« Borftandssitzunq des Winzeroer- bcmdes in Trier ein und machte den Borfchlag, Herrn Hermes eine Kiste Wein zu dedizieren. Dagegen erhob sich jedoch Wider- f p r u ch und man jagte mir, man müsse für diesen Wein wenigstens die Selbstkosten berechnen. Darauf schlug ich vor, daß der Winzervcrband sich einen Borrat für ähnliche Gelegenheiten an- schaffte und die eitzzelnen Borstandsmitglieder sagten mir zu, Weine zu diesem Zweck zu schicken.— Bor s.: Eines Tages erfuhren Sie dann, daß die Sendung beraubt war?— Zeuge: Das war fatal, da ich die Weine nicht ersetzen konnte. Ich habe aus diesem Grunde auch dem Minister eine Rechnung gesandt, auf der ich statt der Original- die Handelspreise angesetzt hatte, damit er sich bei der Versicherungsgesellschaft, die die Weine versichert hatte, schadlos halten tonnte.— Vors.: Wer hat denn die weine vnd den Sekt versteuert? Zeuge: Die Herren, die den Wein gespendet haben. Für den Winzerverband war die Lieferung eine Propaganda. Für mich war Minister Hermes ein Parteifreund, dessen Anschauungen ich teilte. Es war ja auch ein neues System, das man früher nicht kannte. Man war froh, einen Mann von gleicher Farbe an leitender Stelle zu sehen und ich sagte mir: Jawoll, für den Mann mache ich, was ich kann.— Vors.: Sie haben dann an den'Minister persönlich geschrieben und ihn gefragt, ob der Preis für die gelieferten Weine mit 3 M. etwa zu hoch berechnet fei.— Zeug«: Das sollte ein Scherz sein.— Vors.: Dann haben Sie dem Minister einen Tisch- wein angeboten. Der Preis sollte S M. betragen. Wieviel kostete Sie dieser Wein denn"selbst?— Zeuge: Etwa 6,50 bis 7 M. Aber ich sagte mir, 7 M. ist eigentlich ein bißchen teuer, ich will nur S M. rechnen, damit die Kirche im Dorf bleibt.— Vors.: Auf diesem Wein lag dann noch eine Steuer. Di« hat doch der Herr Minister nicht bezahlt.— Zeuge: Das ist irrtümlich vergessen worden. Zeug« nennt weiter einige Persönlichkeiten, an die unter ähnlichen Umständen Weine geliefert wurden.— Dr. B ö n h« im: Minister Hermes war also der einzige Beamte, der Wein erhalten hat?— Zeuge: Am letzten Fuder war wohl auch Dr. Heucamp beteiligt.— Vors.: Haben Sie nun mit diesen Lieferungen auf gut Deutsch gesagt„schmieren" wollen?— Zeuge: Auf meinen Eid erkläre ich, daß ich nicht die Absicht hatte, irgend einen Beamten zu einem Unrecht zu verleiten oder zu einer Handlung zu bewegen, die an sich berechtigt war, aber un» einen Vorteil bringen sollte.— Vors.: Sie wußten doch wohl, Herr Zeuge, daß Minister Hermes wichtige Entscheidungen für den Wein« bau zu treffen hatte.— Zeuge: Sie denken offenbar an die Zucker- lieferungen, Herr Vorsitzender. Aber davon hatte nicht unser Verband einen Vorteil, sondern die einzelnen Winzer. — Vors.: Ich kann mir aber vorstellen, daß in bösen Leuten die Ansicht entstehen kann, es sei nicht gut. wenn man einem Minister, mit dem man in anderen Dingen zu tun habe, solch« Zuwendungen macht.— Zeuge: Ich habe mit Minister Hermes über die Zucker- belieferung gar nicht oerhandelt, ich glaubte vielmehr, daß Mini- sterialrat Heucamp die Lieferung vermütelt hätte.— Rechtsanwall B ö n h ei m: Diese Aeußerung ist unrichtig, denn Sie persönlich haben dem Minister telegraphisch für die Zuckerbewilligung gedankl. Das Gericht oerliest ein Danktclegramm des Zeugen an Minister Hermes.— Rechtsanwalt Dönheim: Hat sich in den Kreisen des Vorstandes des Winzerverbandes nicht seinerzeit ein Widerstand gegen die Weinsendung an den Minister bemerkbar gemacht?— Zeuge: Rein.— Rechtsanwalt B ö nh e i m: Auch das ist un- richtig. Am 23. Juni laben Sie einen Briet von Regierungsrat Ratte mit der Bitte um die zweite Weinsendung an den Minister erhalten. Auf die Rückseite dieses Brieses haben Sie, Herr Zeuge, mit eigener Hand geschrieben: Im Einverständnis und Interesse der Gesamtorganisation, gegen den Widerspruch und zum Schaden der Tochtergesellschaft.— Zeuge(nach langem Zögern): Das gehört nicht zur Sache.— Rechtsanwalt B ön heim: Die Weinsendung des Winzerverbandes an den Minister ist also ein Derlust- geschäft, gegen das Protest erhoben wurde?— Zeug«: Sie irren sich. Die Worte gehören gar nicht zu der Angelegenhell. Ich kann nachts schlecht schlafen und wenn ich dann so über allerlei nach- denke, notiere ich meine Gedanken auf dem nächstbesten Stück Pa- pier. So habe ich zufällig, als ich eines Nachts nicht schlafen konnte, den Brief von Ratte erwischt.(Große Heiterkell.)— Rechtsanwall Dr. Bönheim: Haben Sie, Herr Zeuge, nicht«ine Broschüre verfaßt, welche die Losreißung der Rheinlande von Preußen pro- paniert? Es wäre wahrhaftig ein Satyrspiel, wenn man Ihnen in Ihrem Verband dann, wie hier ausgesagt wurde, aus politischen Gründen Zucker geliefert hätte.— Zeuge: Der Zucker hat doch nichts mit Politik zu tun. Im übrigen wünscht« ich nicht die Los- reißung der Rheinlande von Preußen. Meine Bewegung heißt: Los von Berka und bezweckte die Aufteilung des Reiches in ein« Anzahl starke« Bundesstaaten. Hätten wir mehr Länder wie Bayern, so wären wir in Deutschland nicht so weit gekommen.— Vors.: Darüber haben wir hier nicht zu entscheiden.— Rechtsanwalt Alsberg: Hatten Sie bei der Weinlieferung schon einen Antrag auf Zuckerbelieferung gestellt?— Zeug«: Davon wußte ich überhaupt nichts. — Vors.: Herr Zeuge, Sie müssen Ihre Angaben eventuell mit dem Eid bekräftigen. Der Zuckerlieierungsantrag ist doch von Ihnen selbst unterzeichnet worden.— Rechtsanwall Levi: Jedenfalls wußten Sie, daß an der Spitze des Ministeriums, das über Zucker- lieferungen zu entfcheiden hatte, Ihr Parteifreund Hermes stand.— Zeuge: Das allerdings. Hierauf wurde die Vernehmung des Zeugen abgebrochen, der am heutigen Donnerstagmorgen noch einmal in Gegenwart des Ministers Hermes vernommen werden soll. Die Berhandlung selbst wurde aus Donnerstag früh 9 Uhr vertagt. abzuhelfen, hat der Polizeipräsident neue Rattenvertilgungstage für Sonnabend, den 16. Dezember, und Sonntag, den 17. Dezember, in Aussicht genommen. Das Nähere über die Ver- ttlgungstag« wird in einiger Zeit bekanntgemacht werden. Die Gebühren für Auskünfte im Einwohnermeldeamt sind auf 23 M. für jeden einzelnen Fall erhöht worden. Auch für die Aus- stellung von Führung szeugniffen wird der gleichfalls erhöhte Satz von 25 M. erhoben. Infolge der wiederholten Erhöhung der Standgelder in den Markthallen hatte sich unter den Standinhabern eine lebhafte Miß- fttmmung bemerkbar gemacht. Diese fand darin ihren Ausdruck, daß die Inhaber am Montagabend ihre Stände zeitweilig schlössen und sich in Protestzügen noch dem Rathaus begaben, woselbst sie den Vertretern der Frakttonen ihre Wünsche mitteilten. Proletarische Ijeierstunden. Tonntag, den IS. November, vormittag? 11 UKr, findet im Großen Schauspieldaui« dt« nächst« Veranstaltung statt. Der Sprcch-Cbor fvtickt zum ersten Male Schönlanls Dichtung„Großstadt". Eiuttittslarten ä 30 Mark sind an den bekannten Stellen zu haben. Arbeiter-Bildungsschule. Der am vorigen flreitag ausgefallen« KurfnS über Geldwefen findet diesen Freitag, abends 8 Uhr, tu der Sophienfchule, Wcinmeisterstr. 16/17, bestimmt statt. PezirkSbildungSauSschuh Groß-Berlin. Für fämtliche Theater- Vorstellungen im Monat November wird ein Zuichlag von IV M. Pro Karte erhoben. Die zweite Serie Festkonzerte ist ausoeriauft. Ewzelkarten für da« 1. Konzert am 5. November in der Alten Kariiisontirche, Neue Fried- richstraße(C-dur-Meffe von Beethoven) zum Preise von 30 M. pro Stück find fm Bureau des BeztrkSblldungSauSschusse». Lfndenstr. 8, 2. Hos 2 Tr. flimrner 8 und am Tage de« Konzert« an der Kasse zu haben. Verlosung von Kunstwerken, Keramiken und Büchern: Ziehung am 1. Dezember er. Lo« pro Stück LOM. Zu haben tm Bureau de« Bez>rkSbiIdung«au«schusseS und bei den Bildungsausschußmitgliedern der Abteilungen. Sprech-Cbor für die Proletarischen Fscierstunden heute. Donner«. tag, abends 7 Uhr, m der Aula der Sophiensäle, Wemmeisterstr. 16/17; Uebungsstunde.■_ Todesurteil gegen einen Mädchenwörder. In dem Mordprozeß vor dem Leipziger Schwurgericht gegen den 19iShrig«n Dienstknecht Bruno Alfred Hommel aus Mutzschen, der seine Geliebte, die Dienst- magd Martha Roedia aus Rerchau erdrosselt hat und von einem Eisenbahnzuqe zermalmen ließ, sprachen die Geschworenen den Angeklagten des Mordes schuldig. Hommel wurde zum Tode verurteilt. Sugendhcim Gemeindeschul« Manieuffelstr. 7.— Z>elche»beeg«e Viertel: Iugenp- beim Gemeinbeschtile Glegouer Etr. 12—16.— ffledttug: Jugendheim Gemeinde» schul« Miiller-, Ecke Triststraße. Aus viele» Mitgliederversammlungen»Nitz z» der Ge»eral»ersammlung uuv rn den Vorschlägen ja de»«rsatmahlc» bei Bezirkavarstanpe, Stellung ge. »omme» werden. Die ssartseßung ver«eneralaersammlnng findet am Sonnabend, den <. November, abend- VI Uhr, In der Aula des Gophien-Lnzeams. Wein- meifterstc. 16(17 statt.«Mfsortnan«: Ersatzwahlen jum Bezirksvorstand. ScciGt vom Relchsauoschlch. Antrage. Verschiedene». Die Delegierten mSsscn da. Manbnt nnd da» ans de, Gcaeraloersamwlnng a« 21 vkt-ber ab- gesdemp-lte Mitgl:ed«bach-arzelgen. Gäste erhalten it»r g-tritt. wenn [iL"""d t-, abgestempelt. Mitgltedsdach»der nur da»-ige. stempelte»Utgnecülnich vorzeeg«». �ugenüveranftaltungen. verein flrbetterjugenS Hroß-öerlkn. Lu&erordentliche Mtgliederverfammlungea am Donnerstag. den 2. November: ?riedenn»! Jugendheim Offenbacher Str. S».—«raUIa I: Jugendheim Mttnchener Str. dg.— Stralane« viertel: Jugendheim Gemeindeschule Rogler- ftratze S.—»osenthaler voestodt: Jugendheim»eineindetchule Gipzftr. 28a.— Süden: Jugendheu» Gemchndeschul« Smlllchraiberstr. IL- ttotnUu Vierteil frühere Sozialistische proletarlersugenö. Ä.�. b'ute abend pünktlich, Uhr i» Jngea». sche?ne» Mitglieder der Zentrale müssen anbedingt er- Cine Sitzung de, Zentraloarstande, findet Hente ndend»Snltlich 7 Uhr im un�nrt'rrlcheiaea �"e Mitglieder des Zentralvorstande» mllsse» Sport. Rennen zu Mariendorf an» Mittwoch- den ll.»tovemder. 1. R e n n e n. 1. Bomb« fKozal). 2. Pontrefin»(lstchtenleld). S. Soff. nung II sH. Mill»), Solo■ 27; 10«106:14.12,19:10. Ferner liefen: Nordfon. Pollux. Erich 1. Waffenschmied. Dividende, Normane I. 2. Rennen. 1. Plwz Aödet(M. Ringtu«), 2. Florentiner(Herm. Schleusener), 3. Karonnu Solo; tg,; ig. Pia»; 28. 15, 59: 10. Ferner liesen: Erlaucht, Walfisch, Heidcmann, HUda. WUHelmina, Respekt, Manfred.___ Wetter 61« Freitag mittag. Ansang« etwa» wärmer, überwiegend trübe mit wiederholten, besonders im Norden vielfach ergiebigen Nieder« schlagen bei starken südwestlichen Winden, Ivöter aosttarend«tt Abtühiung und stischen nordwestliche« bis nördlichen Winden. Groß-Serliner parteinachrkchten der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei. Dezirksvorstand. Nächste Sitzung S-nmibcnd, den 4. November, im Zugeudheim, ttndcnstr. Z, 2. hos 3 Treppen. Beginn pünktlich S Uhr. » Lezirkssekrelariat. » vezirks-nisKol! für Arbciterwohlsahrt. Fveiwg, den g. November, nachntittags 4 Uhr, Sitzung un Eltzungszinuller der ,�Zorwärt»"-ReI»ktio», Lindenstr. L, 4. Hof, 4 Sir. >rbei!sgemeinschaft der jiinderfreuude. Im Bezirkssekretariat wird für die Arbeitsgemeinschaft eine Eeschiiitsiiell« eingerichtet. Die Anschrift lautet: „Arbeitsgemeinschaft Kinderfreund«", per Adr. Bezirksverband der VEPD., Berlin SW. 68, Lindenstr. 3, 2. Hos, 2 Tr. Wöchentlich zweimal, und zwar an iedein Dienstag und Freitag von 10—12 Uhr, hält die Genossin Roeder im Diskuticrzimmer des Arbelterjugendheims, Lindenstr. 3, 2. Hof, Z Tr., eine Sprechstunde ab zur Raterteilung in allen Angelegenheiten der Kinder» ........... �...----- Stellen, an denen Kinder nachmittags zusammenkommen» umgehend anzu» »lieder siimtluher Kommissionen sind einacloben.) 20. Krci». Donnerstag, den 2� November, Uhr, Sitzung a?!er Elternbeiräte im Lehrerzimmer der 4. Gemeindeschule, Relnickendorf-Ost, Hausotterplatz. (Nähe Bahnhof Schönholz.) t. Krci, Mitte. Der 2. Abend der Vortragsreihe„Die Sntwilklungsgaschlcht« des Sozialismus" findet Freitag, den I. November, IVt Uhr, in dar Sophien-Schule, Weinmeisterftr. 16/17, statt. 2. Krei, Ziergarten. Freitag, den 3. November, VA. Uhr, bei Drkimper, Flen«- burger Str. 3, Sitzung der alten sicitungskommission und der evtl. neu in den Abteilungen benannten Keitungstominisnonsmitglieder. Das Gr- scheinen des Obmanns de» Kreisbildungsausfchusscs ist erwünscht. scheu Sprechstunde, Lindenstr. 3, Sitzung. !. Kreis Sharivttenbnrg. Ortsausschuß für Arbeitrrwohlfahrt: Freitag, den ». November, 6 Uhr, im Rathau», Kimmer 2, Sitzung aller in der Bohl» fahrtsvfioae tittigen Senosien und Genossinnen. 22- Krci, Echoueberg. Di« zum Freitag abend Uhr angesetzte Kreievorstand«- fitzung findet nicht bei Gütlich, sondern beim Gen. Lahn, Rubenssir. 4», statt. »rieitogemeinschast de, Kinderseeund« Kcinersdors, Bnchholz, Buch. Freit, Freitag, den 3. .______.. H November', 7�'uh?��.' ammentunst oller Helfer und Helferinnen im Panlower Säuglingsheim, " Iii»« Str. 14, Eingang Florastrasic. Diese Zusammenkunft findet vor. läufig jeden Freitag dort statt. Erscheinen der Helfer unbedingt Pflicht. heute, Donnerstag, den 2. November: 23. Abt. 7 Uhr in d« Schul« Hohenlohestrab« im Konferenzziimn« gemeinsame Borstandositzung. 34. Abt. 323. Bezirk: 7ih Uhr gemeinsam« gohlabcnd bei Langhans, Memeler S trabe 78. 27. Abt. IV, Uhr bei Beetz, H»«str. 32, Sitzung sämtlicher Funktionär« und unkfionärinnen. Di« Bezirksführ« müssen die Mitgliederlisten mitbringen. bt. Zehlendorf. Di« Mitglieder des Ausschusses für die Feier am 3. Ro» vember kommen heut«(Donnerstag) abend 8 Uhr in der Wohnung des Genossen Trojan, Karlstr. 13, zusammen. Ausgab» der Eintriuolarton zur Revolutivnsfei«. «bt. Alt-Glienieke. 74. Revnlutionsfeier. -Glieui/ke. tVi Uhr außerordentlich« Mitgliederversammlung bei Maier, Straße am Falkenberg. Da Borstondswahl, Erscheinen Pflicht. bzta/isten." Gruppe Tempel � st findet heut« 7)4 Uhr bei Maricndors: Di« nächste Hansen, Tempelhos, Ardeilsgcmein- Borussia-, Ecke Reue Gemeindeschule Wassertorstr. 31. Dr. Hermberg über..Bevölkerung»» fragen'.— Gruppe F-iedrichshai«: 7)4 Uhr in d« Gemeindeschule Straß» mannstp. t, Diskussionsabend. morgen, Freitag, den 3. November: ______.. Uhr gemeinsam« Sitzung all« Bezirks- Betriebsvertrauensleut« und Elternbeiräte sowie all« Funktionär« 3. Abt. Stadtbezirke 12» bis 144: 7)4 führ«, im Saal 3 de» Gewertschoftshanses, Enxcluf« 25. 6. Abt. 7)4 Uhr Sitzung aller Funktionäre bei Dobrohiaw, Swinemünder Str. 11. 28.«bt. 7)4 Uhr Versammlung sämtlicher Funktionär« und Betriedsver. 7)4 Uhr Berfammlun« sämtlicher trauensleut« mit den Mitgliedern der Wohlfahrtokommisfion bei Wichmauu, Wcißenburg« Str. 1. a. Abt. 7)4 Uhr Sitzung d stratze 2». Schulen sind Realschule. ,* 77.«bt. Schöneb«». Pünktlich «eitert« Vorstandsntzunz. «.«bt. Neukölln. 7 Uhr' straßc 11. 222. Abi. Saumschuleuwes. 7 Uhr ffunktionärsitzung bei Gerhard, Baumschule»- 22».«b�Kmlsdors. 7)4 Ahr im Zugradheim Ad-lfstr. sammlun». 121. Abt.«einickenbars-vst. 7)4 Uhr Funkfionärsitzung i» d« Iugenbhalle See- bad, Rcsidenzstr. 4g. « brc Elternbeiräte und Kandidaten bei Reim, Urban- 22., L3„ 144., 163.. 176.. 184., 132. und dt« Borsig. 7)4 Uhr in d« Schule Fvankenstr. 13/11, er- Porstand»- und Funkfionlrsitzung bei Stahl, Sand«-. Funktion llrver- lrebsnsinZttekpi'eise«Zes laxes. ?usuhe: ssieiscir nnsrsiofisnck. Leookükt flsn Fische knapp, Geschäft ziemlich, rege. Obst nnd Gemüse ausreichend. Geschürt flott, e Am Mittwoch galten in der ZentralmerkthaUe folgende Klein- Handelspreise: Rindfleisch 190— 280 M., ohne Knochen 250--300 M. Schweinefleisch 400— 680 M. Kalbfleisch 200—820 M. Hammelfleisch 200—840 M. RUckenfett 750—800 M Rindertalg 640—680 M. Schellfisch 130—185 M. Kabeljau 160—175 M. Reizungen 180 M. Grüne Heringe 95— 102 M. In Eis: Hechle 120—145 M. Schleie 135-150 M. Zander 120—175 M. Lebende Schleie 165—185 M. Hechte 130—165 M. El« 41—42 M. das Stück. Naturbutier 800—825 M. Margarine 550—700 M. Schweineschmalz 780—800 M. Kartoffeln 75—81 M. 10 Pfund. Kohlrüben 12 M. Weißkohl 11—14 M. Wirsingkohl 16—21 M. Rote Rüben 12 M. Tomaten 38—56 M. Sriefkaften der Redaktion. w Licht. Pon 2-6 Uhr, Sonnabends 3—6 Uhr. Pank Geno nossinnen sind g«sfratze, fta! > eingeladen. 6?enihans 7'/, Uhr DerfliqcaOoIMsr Schasspielhans VI, Uhr: Peer Gynt Eesidenz-Th. 7 Uhr Castgipiel M SIMM als Schlafwagen- Kontrolleur lau: ImnMt. Aikh Suäred Huxol Mttdar Kleines Id. TSg Ich 8 Uhr: I' Jrene Triesch Eugen Burg Qlg« Limburg Volksbühne VI, Uhr: Verschmendcr lessing-Tb. vi, Uhr: Vater D.Sohn Frenag 7 U. z 1. M. Der Biberpelz Sonnab. b. Moni. IV» Der Biberpelz Oeot. RSnsller-Tli, Allabendi. TVf Unr Kfittae Dorsch in: üeiieiei. DieLoie Irinnen Id. Täglich».8 Uhr: Erlüg CIJssnsr Sissi die Kokotte Albets, Kettner Theater I. d. Kötiiggrälz.Sir. MiaiToleöo (Onta. Dnhdi. Kim. Pthl Stieli, Lima, Null Flg.; Wart Codi. Kreisltr Komödieahans Ole Ervaebsenen Lustsp. von Sling (Ch. Schultz, Stahl Machbaur, Herrmann, Delschaft, Behmer. FUcner, Branden, Marba. Lehndorif Berliner Id. 7.15: Madame Pompadonr Fritzi Masssry a.U Robens, Virl, Niüil sc Am Tägt S Uhi Snlernat. Variete Sentsch. Theat. I Uhr: Der lebende Leichnam (Alexander Molssl) Ftp. 8 U.- Tanzabend Niddy Impekoven Kantmerspiele 8 Uhr; Timotbena In fleizrantl Flg. 8; Timotheus In flagranti Qr.Schauspielh. (KarlstraSe) /«/,U.: Der Widerspenstig. Zähmung Kloeffer, Bergner, Qraetz Ftg Vi,: Der Wlder- spensilgenZähmung Kloeiier, Bergner, Qraetz Sonnt, 6. N ov., PI, U. Orpheus In der Unterwelt Theater loius Caprice Tägl.V.S Uhr; Eine Lieliesnadit Die Hyäne mit Siegjr. Berisch Walhalla■ Theat. � Die 10118 Ula Wusikvon H.Hirsch Molly Wcssely Paul Heidemann Tlisater des isteos (Rose.Theater) Tch.U, DerTod der Lady Pcmbroke Bebrcnstr. 84 ■PI, Uhr Marlens Horak Beim Stroow Radhjab Martin Kettner Severo 4 Brenneis Irene Fiedler 2 Burghoflt Yamaio-Truppe 5 Harrisons Erich Wolf Sloan Karl Wagner URANIA Taubenstr. 8 Uhr Die muslz., sing. u. lachend.Sprecn- maschine Hörsaal 5V. Uhr Ein med.»litten werk. 8 U- Singvögel invalidenstr-* 8 Uhr Das ind. Paradies. I.Teil Romische Qper EntfChrun� j aus dem Serail Casino-Theater Hör mi kh 2. Nnt. 8 Uhr Lfiramelaianns Bummelfahrt circus Busch 7tU,l>,St|S. nd lUir Wc�n des ntotD gevaltlg» Daiikje- SdÜDstadu Anfang bereits ?-/« Uhr _10Ciitn-$iiisalitnkn Bfdl. l>irtti.«.Cimi1.g) MU5I KI N5TRUMENTE MU3 I KP L A T T Er N crmögUchQrv dta Thiede ab a m n. Tflustk,, GesarLfc und Jfirctche tn höchsta r Ko tlondun�� •.»yvfWi? ---MNkA>W> V O X- H A U 3 am Potsdam platz B E Et L I N• Wo• POT6 DA M ER„ 3TIL-4 FERN3 PR. 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Allabendl. 7'/, Uhr Somii; itdm.lD, halbe Preise STETTIHER Sing. DOllboff- Brtit'i «ct7'/ D. rfolg bueii I nfGrats üb Vorwärts Ansbacher Str. I, Eie Sortäntentrslle SlTlÖiMSäH zu kaufen gesucht. Osserten mit Preis Marlin Friedman», K-ts..«ilH«Im.SIrA4 Wlllll.VMil!! Skssiii 5W, Linilsnrtr.I Mageeiis SisBitälttst in in Batn Von Kurt drottewitz Mit einem Vorwort von Wilhelm BDIsehe brtOMngeb.l60M. Für die nliltn Beweise Herzitcher Teilnahme beim Tode unseres einzige» und oulen Sohne» und Bruder» sagen wir allen Be- kekliglcn unfern herz- lichsten Dank. FiaUleUmtLaeteiD m zahlt Tagespreise f. Messing, Rnpier, Blei, zink ete. Verkaufen Sie keine Briilanten I besonders grclleObiekte, ohne l unsere— unüberbietbaren— SHa sehr hohen Auslands- An» kanfsprelse zu hören. Wir__ ! kauten nnd Sachen drin* LM I send groBe Steine, Perlen, Perlschnüre, Smaragde, toid. . Uhren, Ketten, Ringe, Platin,__ Gold- and Silbergegenttände.']> J i Brlllantb.SOOOOeM. pro Karat Bus Gold. Uhr. b. 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Pfand 340°° Möhren......... r/and S Harzerkäse..Pfand 275'Bauernmetiw.vtd.46000 Zwiebeln......... vfuna l.j Stangenkäse Pfand 2Q5 Leberwurst„Pfand 4S00 EssäpjelCtldpamian. Vfdi2 StelnbUSCheV Pfand ö60 Jagdwurst...Pfund 405° Kochäpfel........ Pfund 7°° CamembertsdiaMt t2 Fleischwurst Pfand 630 Fettbücklinge................... p/und 180°° Gänse............... Pfund 35000 n* 650°°� Sprotten.......................... Pfund 180°° Lebende Karpfen............. Pf*** töS™ Hasen.............................. p/und 265°° Kaffes-Ers.-Mischung 200 � Hirschfleisch.............. Pfand mm 190 � Marmelade z«*« g«««�...... rv™* 68° Die neue Wintermode SdsEOpfCT uM Raglans in moderner Verarbeitung, aus guten Stoffen, in allen möglichen Mustern...... M. 18000, 15000, Sdiaapser, Raglans, visier Ersatz für Maß, aus Flausch, Homespur, Oratenstoffen bester Qualiflt..... M. 30000, 27000, 24000, ein- und zweireihig, aus marengo und schwarzem Cheviot und Eskimo w. M. 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Dir.: Lßser senior soU�,2 Rosenlha).TStr.69(ü.njitPI.Damenz.separ fCis werden gesucht 4 Brüder Trantov " und zwar Richard, Leopold, Gustav, Heinrich, geb. in Zliomlr-Ukrajina.— Gest. Mitteilungen unter p. S3 an die Hauplexpedition des.Vorwärts" erdeten neiüliaft öct Miller, faffleret. MreMusiv. Areltag.z. Zlovember. abends r Uhr. tn den.Prachtsälen Alt-Berlin�, O, Blumenftr. 10: MIIM-BellMi»lI!IIB Tagesordnung: 1. Beschtuhfatiung übet die Beitiaa«. erhähung. 2. Bericht von der. Tagung des Verbandsdetraies. Mitgliedsbuch legitimiert.— Der Wich- ligkeit der Tagesoednuna wegen erwartet vuUzähtige« und piiuüliches Ei M 132.6 krscheinen Die Vrtsverwaitnag. Spezisiarzt vr. Esule I>elzi»ii!el5!k.45. Zpiildi.: s1->.4-i. 5iiiti>tezl!-1 Haut-, Harn- Frauenleiden, S.phiiis, Mannesschwäche, Blut- u.Unnuntersuch, Gänsefedern liilliert.. a. unger. a»est. 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