Nr. 522+39. Jahrgang Ausgabe A Nr. 257 Bezugspreis: Für den Monat November 400,- Dr., Doraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar. und Memelgebiet fowie Oesterreich und Lugemburg 496, M., für das übrige Ausland 665,-. Postbestellungen nehmen an Belgien, Dänemart, England, Estland, Finnland, Frankzeich, Holland, Lettland, Luxemburg, Defterreich, Schweden, Schweiz. Tschechoslowatei und Ungarn. Der ,, Borwärts" mit der Sonntags. beilage ,, Bolt und Zeit", der Unter. haltungsbeilage Seimwelt" und der Beilage ,, Siedlung und Kleingarten" erfcheint mochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin* Morgen- Ansgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 14 Mark Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile Eoftet 80,-M. Reflamezeile 400,- 9. ..Kleine Anzeigen" das fettgebrudte Wort 20,- M.( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 16, M. 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Statt dessen wurde den Vertretern der alliierten Staaten ein vorläufig figierter Plan übermittelt, der bei der Ausarbeitung des endgültigen Borschlags als Grundlage dienen soll. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36 Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstraße 3 Die Not der Vertriebenen. Bon D. Nußbaum. " 0 In diesen Tagen wollen sich Vertreter der geschädigten und vertriebenen Elsaß Lothringer, Die am Donnerstag abgebrochenen Besprechungen der Welt gewohnt, einen Sachwalter der deutschen Währung zu der Ost deutschen, der Auslandsdeutschen, der Reichsregierung mit der Reparationstommission wurden am sehen, und wenn dieser nichts als Trost loses vor Rolonialdeutschen, der heimattreuen Oberschle Freitag in einer kurzen Sizung fortgesezt. Reichsfinanz- aus zusagen weiß, so tann man sich nicht wundern, sier und der Verein Wiederaufbau im Auslande" zur geminister Hermes überreichte dem Borfizenden der Repa- wenn die internationale Spekulation ihre Schlüffe daraus meinsamen Beratung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Notrationsfommission, Herrn Barthou, die Dorläufig zieht. lage versammeln und vor der breitesten Oeffentlichkeit diese figierten Vorschläge der Reichsregierung, Noch immer hört man nichts davon, daß sich die Reichs- Notlage darlegen. die sich auf die Stabilisation der Mart und die Behebung der regierung zu einer entschiedenen Abwehrattion gegen die Biel zu wenig wurde bisher in der Deffentlichkeit die schwebenden Schuld beziehen. Es wurde vereinbart, diesen vor- Rurstreiberei mit fremden Devisen entschlossen hätte. Wir ver- menschliche, soziale und wirtschaftliche Seite der Not diefer fäufigen Plan bald durch endgültige Vorschläge zu ersetzen. fennen die Schwierigkeiten nicht, die durch die eingehenden Geschädigten, zum großen Teil auch aus ihrer Heimat BerDie Delegierten der Reparationsfommission werden sich nun- Beratungen mit der Reparationsfommission in die Arbeit des triebenen, beleuchtet. Es tann anerkannt werden, daß staatmehr zunächst mit der Auffassung der Reichsregierung über Regierungsapparates hineingetragen wurden. Trotzdem durfte liche und private Fürsorge bestrebt waren, manche Sorge zu die zu unternehmenden Schritte beschäftigen und dann am man wohl erwarten, daß im Anschluß an die Beratungen der mindern und drückende Not zu lindern. Doch reichte diese Montag mit der Reichsregierung weitere Besprechungen internationalen Finanzsachverständigen irgendwelche posi- Hilfe auch nicht im entferntesten aus, um nur den bescheidenführen. tiben Maßnahmen gegen den Sturz der Mart ins sten Teil dessen zu ersetzen, was verloren ging. Obdachlos, Auge gefaßt werden würden. Bekannt ist darüber jedoch ohne Hausrat und Kleidung irrt heute noch eine große Zahl nichts, obwohl auch die Entente nach dieser Richtung flare dieser Bedauernswerten im deutschen Lande umher. Ueber Austunft gefordert hat und obwohl seit der Ermordung Rathe- dreißigtausend aus dem Osten Vertriebene oder Verdrängte naus, die den Anstoß zu der Markfatastrophe gegeben hat find in Lagern zusammengepfercht, auf den Tag wartend, der und den Wert unserer Währung bis auf ein 3wanzigstel des es ihnen ermöglicht, wieder in bescheidenster Form eine Stätte damaligen Standes herunterdrückte, über vier Monate zum Wiederaufbau ihrer zusammengebrochenen Existenz zu ins Land gegangen sind. Genug Zeit, um sich über das finden. Alle diese aus der Heimat Bertriebenen und ihrer eigene Wollen oder Nichtwollen flar zu werden! Habe Beraubten wissen wohl, daß auch ein sehr großer Teil Das Bolt, das seine Arbeitskraft bedroht, seine Bro- ihrer nichtvertriebenen und nichtverdrängten Mitbürger mittelIn dem gestern überreichten Blan wird nach den Infor- duktionskraft schwinden sieht, und als Antwort auf seinen Rot- bar durch den Friedensvertrag geschädigt wurde und in großer mationen des Sozialdemokratischen Parlamentsdienstes ein schrei den höhnischen Ruf der Unternehmer nach Mehrarbeit Notlage sich befindet. Aber diese Deutschen haben zumeist leitend barauf hingewiesen, daß eine Stabilisierung zu hören befommt, fann die maßlofe Preishausse taum mehr wenigstens noch ein Dach über dem Kopfe, bewegen fich immerder Mark gleichzeitig mit der Balancierung unertragen. Es erwartet von seinen Vertretern in Regierung hin noch zwischen ihrem manchmal zwar sehr bescheidenen, feres Etats erfolgen muß und daß ohne Stabilisierungs- und Barlament Schritte der Abwehr. Erfolgen diese nicht aber doch eigenen Hausrat. Dazu kommt, daß Kenntnis der maßnahmen eine Balancierung auf die Dauer unmöglich ist. rajch, so drohen der deutschen Wirtschaft die schwersten Ge- örtlichen und menschlichen Verhältnisse außerordentlich vorteilUnter Hinweis auf die deutsche Steuergesetzgebung und die fahren. Die Berichte der preußischen Handelskammern über haft find; Borzüge, die dem Ortsunfundigen mangeln. Die Berausgabung eines Teils des Reichsbankgoldes zu Stabili die gegenwärtige Wirtschaftslage, die wir an anderer Stelle Vorteile, die der eingeseffene Arbeiter, Gewerbetreibende usw. fierungszweden begründet die deutsche Figierung dann die im Auszug abdrucken, zeigen eindringlich, wie durch die fort- auf Grund feiner Kenntnis der Berhältnisse für seine Arbeit 3wedlosigkeit Stabilisierungsmaßnahmen im gesezte Entwertung der Mart die verarbeitende Industrie, die und Tätigkeit benützen kann, muß der ortsfremde Verdrängte Innern ohne äußere Hilfe. Eine große äußere die Hauptstüße der deutschen Produktion ist, und deren Bedeu- oder Auslandsdeutsche meistens mit doppelter Arbeit und breiAnleihe mird deshalb als Borauslegung zu einer Stabili- tung für den Erport gar nicht überschätzt werden kann, schon fachen Ausgaben büßen. Taufende von Arbeitern aus Elsaßfierung der Mark und Balancierung unseres Etats für un- iegt unter Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Betriebs- Lothringen oder aus dem Often, jahre und jahrzehntelang bedingt notwendig erachtet. Borausgesett, fapitals und der Rohstoffe leidet. Betriebseinschränkungen beschäftigt im selben Betriebe, vertraut mit jahrelang gedaß eine äußere Anleihe zustande tommt, ist die und Arbeitslosigkeit drohen vielerorts. Das Bolt wird sich wohnter Arbeit, stehen fremd in fremden Betrieben, unReichsregierung nicht abgeneigt, auch den Gold nicht damit zufriedengeben können, daß maßgebende Organe gewohnt der neuen Arbeit und des Beschäftigungsortes, wäh bestand der Reichsbant teilweise zu Stüßzungs- der deutschen Finanzwirtschaft den weiteren Sturz der Mart rend ihre Familien mit fünf, sechs oder mehr Köpfen manch zwecken für die Mart zu verwenden. hinnehmen, ohne auch nur auf die Vorschläge unferer Partei mal Hunderte von Rilometern entfernt in einem Lager fläglich. Beiter verweist der Vorschlag darauf, daß eine äußere und der Gewerkschaften einzugehen oder andere Maßnahmen untergebracht sind. Das ist das Schicksal Tausender von FaAnleihe aber nur dann möglich sein wird, wenn die durch das gegen das Valutaelend zu treffen. Es ist ein trauriger Triumph milien, zerriffen infolge der Unfähigkeit früherer Gewalthaber Londoner Diktat geforderten Verpflichtungen einer Revi- für Herrn Havenstein, daß sein Pessimismus recht behalten und durch die Herzlosigkeit der ehemaligen Gegnerstaaten. Berührt nicht die Lage eines alten Arztes schmerzlich, dem fion unterzogen werden und eine langfristige Stun hat. Das Volt aber fann ihn auf die Dauer nicht verdurch Liquidation und Ausweisung alles genommen wurde dung sowohl der finanziellen wie materiellen Verpflichtunund der infolge seines Alters und seelischer Depreffionen gen eintritt. Die Regierung bezieht sichchtei diesen Feststellun gen besonders auf den Beschluß der Parifer Bantierfonferenz, Paris, 3. november.( EE.) Der Temps" wertet den nimmermehr treppauf und treppab fteigen fann, um Batienten Die bekanntlich in Uebereinstimmung mit der Londoner City augenblidlichen Stand der Berliner Verhandlungen der Reparations- zu beluchen? Denn auf anderem Wege fann er niemals mehr der Auffaffung war, daß ohne eine Ermäßigung der deutschen fommiffion in feinem heutigen Cellariitel mit folgenden offensichtlich zu einer Braris tommen, er wird verelenden. Die Frucht jahrzehntelanger Arbeit ist zerstört, die Grundlage der ErVerpflichtungen und ohne Stundung eine Anleihe unmöglich offisios inspirierten Worten: gewährt werden kann. Eine Stundung der Sachleistungen Wenn die deutsche Regierung nicht imftande ift, einen werbstätigkeit vernichtet. Und so find alle, ob Arbeiter pher wünscht die Regierung nur für Materialien, die nicht aus annehmbaren Zahlungs- und nicht einen Anleiheplan vorzulegen, Angestellte, ob Handwerker oder Angehörige eines freien Befchlieblich für den Wiederaufbau Nordfrankreichs Berwendung dann hat die Reparationstommiffion nur eins zu tun: nämlich zu rufes noch viereinhalbjähriger Kriegszeit ihrer Heimat und finden. Die Roften für die Wiederaufbau- Lieferungen will fie verfchwinden und die Bahn für eine 2ttion der allierten Habe beraubt. nach Möglichkeit durch eine innere Anleihe aufbringen. Regierungen freizumachen. Dann würde jede der Regierungen ihren Borschläge für Maßnahmen im Innern bietet die Augenblic und Ihre Ziele zu wählen haben." Firierung der Reichsregierung nach unseren bisherigen Inzu evenantworten. Französischer Druck. Gerade das Beispiel der vertriebenen Elsaß- Lothringer ist bemerkenswert. Während der Kriegszeit, soweit fie nicht im Felde standen, durch die damaligen militärischen Befehlshaber chikaniert und drangfaliert, fortgefeht durch Beschießung und formationen fehr wenige. Nicht ein Wort der Vorschläge, die Stegerwalds Blatt gegen die„ Christlichen". feindliche Flieger um Leben und habe bedroht, famen sie nach die Sozialdemokratie dem Reichskabinett unterbreitet Das Organ Stegerwalds„ Der Deutsch e" unternimmt einen dem Zusammenbruch unter französische Herrschaft und wurden hat, machte sich die Regierung bisher zu eigen. Statt deffen verspricht fie, eine Erhöhung der Einnahmen und Berringe- wütenden Borstoß gegen den„ Borwärts", wie gegen die gesamte als Deutsche öfters unter menfchenunwürdigen Forrung der Ausgaben anguftreben. Zum Schluk wird dann Sozialdemokratie, der er vorwirfi, daß sie mit ihrer Forderung einer men ausgewiesen und ihres Eigentums durch Se noch eingehend der Beweis geführt, daß eine Finanzkontrolle attiven Bährungspolitik und ihrem Kampf gegen den queftierung und Liquidation beraubt. Der Erlös diefes ben über Deutschland nur eine Schädigung unserer Interessen und Reichsbenkpräsidenten Havenstein nur die Geschäfte der Entente be- Vertriebenen( auch den Auslanddeutschen und Kolonialdamit der Intereffen der Ententeländer herbeiführen muß. forge und„ auf das Verschwinden des Goldes unserer Reichsbant" deutschen) abgenommenen Eigentums wird gemäß dem VerBevor der endgültige Vorschlag der Reichsregierung Andersbentender ift in bem Organ tes Herrn Stegerwald fein leistende Kriegsentschädigung gutgeschrieben. Obwohl das hinarbeite. Diese Methode der Berdächtigung und Berunglimpfung failler Friedensvertrag dem Deutschen Reich auf seine zu bekannt ist, fönnen aus ihm feine Schluffolgerungen gezogen werden. Aber darauf mus mon gefast fein, daß er nach den Novum. Neu und überaus bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, Deutsche Reich sich verpflichtet hat, die so Geschädigten oder bisherigen Berlour barungen boch Anlaß daß das Organ eines Mannes, der noch immer vorgibt, die Inter- Bertriebenen zu entschädigen, ist leider noch sehr wenig auf tuellen Ronfequenzen gibt. effen der Zentrumsarbeiter zu vertreten, sich durch seinen wüsten An diesem Gebiete gefchehen. Wohl find für geraubte oder vergriff gegen die Sozialdemokratie auch in bentber( chäriften Gegensatz fchleuderte wirtschaftlich notwendige Gegenstände( dringender stellt zu den christlichen Gewerkschaften, die gemeinsam Hausrat, fowie Werkzeuge in befcheidenstem Maße) brei Der Dollar hat gestern den Refordfurs von 6500 erreicht mit den übrigen gewerkschaftlichen Spizenverbänden die Dent. Viertel des Wertes der Gegenstände vom und wurde amtlich mit 6175 fetgeftellt. So flimmen die schrift an den Reichstanzler unterzeichnet haben, in der 1. Juli 1914( 1) zum Teil mit geringen Papiermart- Buschlägen für die Wiederbeschaffung durch ein Borentschädigungsver Surfe der fremden Devilen immer höher, die Breile fchnellen eine ctive Währungspolitik verlangt wird in mabrfinnicem Tempo in die Söhe, die auffrather ta: hem Stegerwalds zur finanziellen und sonst gen Unterstützung Asführungen in der Reihstagskommiffion fich auf eine AusDie chrifili hen Gwertschaftler, die sich im Bertrauen zur Autori fahren zugebilligt worden. Das Endnerfahren zum Abschluß dieser Berdrängungs- und Gewaltschäden, das übrigens nach breiten Maffen wirh poffommen vernichtet. Inteffen erfreuen sich die Sachwertbefizer eines ungerübten Gles. des Deutschen" bereit fanden, werden mit gem fchten Gefühlen Ausführungen in der Reichstagstommiffion fich auf eine AusIn phantastischen Sprüngen streben ble Kurse der Aktien dem wahrnehmen, daß ihr Blatt sich immer mehr zu einem Spezialergan führungsdauer von fünf Jahren erftreft, fängt jetzt langsam Des Danoneilenden Dollar nach. Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes und ähn. an in Tätigkeit zu treten, obwohl die Summen, die in einem sehr umständlichen, der Reform dringend bedürftigen Berlicher Organisationen auswächst. fahren bewilligt werden, am Auszahlungstage weit unter dem werden sollen. Diese Art der Behandlung ist verfahren, und Anschaffungsinder derjenigen Gegenstände liegen, die beschafft zwar gründlich. Es muß Aufgabe der Reichsregierung und des Reichstages sein, durch außerordentliche BeschleuniSieg des Pessimismus. Innerhalb der zwei Tage, die feit der denkwürdigen Rede des Reichsbankpräsidenten Havenftein verfloffen find, hat fich die Kauftraft der Mart um ein volles Drittel des da Offiziervereins bes Inf.- Rea. 133 Dresden und ebenso bas Berbot Der Staatsgerichtshof hat die Berfügung über die Auflösung des maligen Wertes vermindert. Wohl ist nicht allein er an dem des Festes des Bereins für landwirtschaftliche Berufsausbildung Riebergang fchuld, aber in dem Reichsbantpräsidenten ist die Neuenhagen i. d. M. aufgehoben. gung des Entschädigungsverfahrens wenigstens einen Teil der Vertriebenen und Geschädigten vor voll= tommener Berelendung zu bewahren. Die unverdächtigen Hohenzollern. Ein frommer Hochzeitswunsch. Aus deutschmonarchistischem Herzen. Schuh dem Milliarden- Diadem. Auf dem Gebiete der Liquidationsentschädigung ist für Nachdem die gesamte Monarchistenpresse drei Tage lang Während die deutschnationale Presse im allgemeinen fich die Arbeiterschaft und den Mittelstand noch gar nichts ge- unsere Mitteilungen über das Diadem, Sas die Reise nach schützend vor das Milliardendiadem stellt, das der 63jährige Wilhelm fchehen. Reederei und Schwerindustrie sind mit Milliarden Doorn antreten soll oder bereits angetreten hat, totgeschwiegen aus dem Privatbesitz der verstorbenen Auguste Viktoria seiner Mart abgefunden worden. Und zwar zu einer Zeit, als die hat, sieht sie sich schon infolge der sozialdemokratischen Anfrage 36jährigen neuen Frau umarbeiten läßt, fommt gelegentlich doch der Mark als Zahlungsmittel noch Kauffraft besaß. Wie immer gezwungen, zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. Um wirkliche deutschnationale Wunsch zur Hochzeit in hat auch hier das Großkapital gezeigt, daß seine Verbindun- ihre Verlegenheit zu mastieren, die am deutlichsten in dem Doorn zum Vorschein. Eines der gehässigsten deutschmonarchistigen zu verschiedenen Ministerien sehr herzliche" find. Wenn ursprünglichen Stillschweigen zum Ausdruck fam, tobt sie ein- fchen Provinzblätter ist die„ Greifswalder Zeitung", die wegen ihrer man dagegen davon hört, daß in einem Entschädigungs- hellig gegen die Sozialdemokratie. Diese Lattik fennen bösartigen Angriffe auf die Republik und die Regierung nach dem urteil einem Arbeiter eine Summe von sage und wir schon aus der Grußer- Affäre, und an der Heftigkeit der Rathenau- Mord auf vier Wochen verboten werden mußte. Diese fchreibe vier Mart( 1) zugesprochen wird, so treibt 3orn Butausbrüche erkennen wir nun, wie peinlich für die hohen Greifswalder Zeitung" zitiert neuerdings aus dem Buche der Frau und Scham einem die Röte ins Gesicht. Tatsache ist, und es zollern und ihre Anhängerschaft die Aufdeckung der Ange- v. Bunsen:„ Vom Kaiser in Doorn" folgenden heißen Wunsch, der fann nicht laut genug betont werden, daß von den noch nicht legenheit und wie notwendig die Einbringung der sozial- in ihrem Herzen aufsteigt": Möchte Gott ihm einen gnädigen natürlichen Tod fenden! entschädigten Liquidationserlösen, durch welche ein Teil der demokratischen Anfrage war. Wir werden uns daher weder Möchte dieses Leben, auf has die Blicke der ganzen Welt ge= Kriegsschulden Deutschland's abgedeckt wird, auch ein erheb- durch die schmutzigen Anwürfe des Tages" noch durch die richtet sind, nicht noch in Phafen, gelenft werden, die ihm die licher Anteil von den verdrängten und vertriebenen Arbeitern Tintenfischpolitik der Deutschen Tageszeitung" irreführen Tragit rauben! Möchte das Große, das jetzt diesem Kaiserschicksal und dem Mittelstand aufgebracht wurde. Während Groß- lassen, die sich nach den Vermögens- und Steuerangelegennoch anhaftet, nicht vernichtet und möchte das Bild, das die Weltfapital und Großlandwirtschaft nicht nur ihre Kriegsgewinne heiten von Parvus- Helphand erfundigt. Wenn die Deutschgeschichte von ihm zu bewahren hat, nicht klein und seiner Borfahren unwürdig werden! Ein gnädiger, schneller Tod für diesen in Sicherheit bringen fonnten und heute wiederum Repa- nationalen behaupten wollen, daß bei diesen etwas nicht in Mann!" rationsgewinne in schwindelnder Höhe in ihren Taschen ver- Ordnung ist, dann fann ihre Fraktion doch jederzeit bei der schwinden lassen, kämpfen die liquidierten Minderbemittelten steht lediglich die Frage der Ausfuhr eines Vermögensobjektes Herzenserguffe die tiefsinnige Betrachtung an, daß man„ bei näherem Regierung hierüber Auskunft verlangen. Einstweilen aber Die deutschmonarchistische Greifswalder Zeitung" fügt diesem einen verzweifelten Kampf um ihre geringe Habe. Bon dem vor kurzem im Reichsrat behandelten Liqui- von nahezu einer Milliarde nach Holland zur Diskussion. Die Nachdenken" dem Wunsche der Verfasserin jenes Buches„ eine gedationsschadengesetzentwurf hört man schon allerhand. So soll volksparteiliche Beit" behauptet, wir nüßten die Gelegenheit wisie Berechtigung zugestehen" müsse. Augenscheinlich ein Arbeiter, dem seine bescheidene Hütte liquidiert, oder der zur" straflosen Beleidigung ehemaliger deutscher Fürsten" hat man in Greifswald bereits eingesehen, daß Wilhelm im Begriffe aus und bringt damit ihr Bedauern deutlich zum Ausdruck, Mittelstand, dem sein Geschäft durch Liquidation entzogen daß die Majestätsbeleidigungsparagraphen nicht mehr Anwen fei, sein Leben in Phafen zu lenken", die ihm wirklich jede Tragit wurde, mit dem Vier- bis Sechsfachen des Wertes vom rauben. Die Berliner deutschnationalen Blätter üben sich inzwischen 1. Juli 1914 in Papiermart entschädigt werden. Nur usw. genießt jeder Bürger, auch die enithronten Fürsten, und geschenk als eine Harmlosigkeit darzustellen. Tiesinnerst aber werden 1. Juli 1914 in Papiermark entschädigt werden. Nur dung finden können. Aber bitte sehr: den Schuh des§ 185 noch darin, in dieser Zeit des Hungerns das Milliardenhochzeitsein Beispiel fei gestattet, welches treffend beweist, wie hat Jahresfrist bei einer anderen aber werden die„ Entschädigung" wirkt. Ein bescheidenes Häuschen, dessen Gelegenheit davon Gebrauch gemacht. Wenn er sich durch fie denten wie jene:„ Ein schneller gnädiger Tod... Friedenspreis acht bis zehntausend Goldmark war und dessen unsere Mitteilungen und Ausführungen beleidigt fühlt, fo Biederherstellung nach amtlichen Inderzahlen heute min foll er uns doch verflagen! destens das dreihundertfache fostet, soll mit dem Vier- bis Sechsfachen des Friedensnennwertes, aber mit Papiermark im heutigen Wert abgegolten werden. Berglichen mit dem nichtgeschädigten Inlanddeutschen bedeutet das eine wegnahme des zweihundertvierundneunzig- bis zweihundertsechsundneunzigfachen Papiermarkwertes des früheren Eigentums. Gesuch um Ausfuhrgenehmigung nichts bekannt, ob- folger des Grafen Lerchenfeld in Vorschlag zu bringen. Knilling so gut den Krieg verloren wie der von Haus und Hof vertriebene Arbeiter und Mittelständler, obwohl vielleicht der Hausbesizer im Grunewald ein begeisterter Kriegsverherrlicher und Kriegsgewinnler war, während der Arbeiter an der Grenze des Landes ein Gegner imperialistischer Bestrebungen war. Hier fann es nur eine Lösung geben, und die besteht darin, daß Reichsregierung und Reichstag mit fester Hand zugreifen. Hier darf nicht mit dem frommen" Spruch entschädigt werden:„ Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd' andre an!" Die Gleichheit aller Deutschen, von der die Reichsverfaffung spricht, muß auch auf dem Gebiet der Entschädigung der vertriebenen und geschädigten Deutschen zur Wahrheit werden. Man vergesse nicht, daß zum allgemeinen Wieder aufbau des zusammengebrochenen Deutschland auch der tätige Auslanddeutsche gehört. Und ebenso darf nicht außer acht gelaffen werden, daß die Grenzlandvertriebenen als außer ordentlich wichtige, wirtschaftsaufbauende Faktoren im Inlande in Betracht kommen. Nicht zulegt ist Gerechtigkeit Pflicht aller Deutschen gegenüber den Bertriebenen und Berdrängten. 11 Der„ Tag" versichert zwischen zwei Expektorationen, Ilm so besser, vielleicht hat die sozialdemokratische Anfrage daß bei der Ausfuhr des Diadems gesetzlich vorgegangen wird. etwas dazu beigetragen, denn bis Donnerstag war, nach unsewohl die Hochzeit schon am Sonntag stattfindet. Der Tag" aber deklamiert pathetisch: ,, Ein Hohenzoller betrügt niemanden und umgeht missentlich keine gefeßlichen Bestimmungen. Auch nicht die Ausfuhrgeseze der deutschen Republik." Ach! Nur nicht so hochtrabend, denn es ist nicht lange her, daß ein gewisser Eitel- Friedrich vor Gericht wegen Verstoßes gegen die Vermögensausfuhrbestimmungen stand und verurteilt wurde.. Erfahmann für Lerchenfeld. Ende der bayerischen Ministerpräsidentenkrise? Fraktion der Bayerischen Bolkspartei einigte man sich, wie wir er München, 3. November.( Mib.) In der heutigen Sigung der fahren, dahin, den früheren Staatsminister Dr. v. Knilling als Nachgehört der Fraktion der Bayerischen Volkspartei im Landtag an und dürfte nach Ansicht der Bayerischen Volkspartei auch die Unterstützung der übrigen Koalitionsparteien finden, so daß damit die Ministerpräsidententrise ihrem Ende entgegengehen dürfte. Ueber eine Woche ist man in München auf der Suche nach einem neuen Ministerpräsidenten. Für die wenig beneidens werte Rolle eines Prügelknaben" wollte sich niemand her geben. Es ist Spezialität der bayerischen Demagogen, wie Heim und Held, im Hintergrund zu bleiben. So fann man nach Belieben und Bedarf auch ungestraft den Radikalen spielen und auch in Opposition machen. Uebrigens befinden sich Zeit" und" Lokal- Anzeiger" im Irrtum, wenn sie von einer besonderen Aufregung der Sozialdemokratie sprechen. Die Anfrage Wels- Braun ist in Ab 15. November neue Posttarife. durchaus ruhigem Tone gehalten und Aufregung verraten Die neue Erhöhung der Postgebühren war am Freitag Gegen nur die explosiven Kommentare der Monarchistenpresse. Aber wir bestreiten nicht, daß die ganze Angelegenheit stand der Beratungen des Reichstagsausschusses für Bostangelegen Grund genug zum Aufregen geben würde und Empö- heiten. Reichspoftminister Giesberts begründete die Notwendigkeit der neuen Erhöhung mit dem durch die fortschreitende Geldentwer rung in Millionen von Herzen hervorruft. Denn tung hervorgerufenen Defizit. Ein Teil des Fehlbetrages soll durch wer ist es, der in einer Zeit, in der Kriegerwitwen und Bereinfachungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Durch die Ber Krüppel, Sozialrentner und Invaliden zu Hunderttausenden fleinerung des Beamtentörpers hofft man, rund darben, die infame Geschmacklosigkeit begeht, von der Not 3 Milliarden Mark zu ersparen. Eine weitere Ersparnis will man der Hohenzollern" zu fafeln. Ronnte man nicht noch vor dadurch erreichen, daß entbehrliche Beamten aller Besoldungs wenigen Tagen Aeußerungen der Nachfolgerin Augufte Bit- gruppen an andere Berwaltungen abgegeben werden. Die Bau torias gegenüber englischen Berichterstattern lesen, wonah ausgaben sollen ebenso wie die Beförderungsgelegenheiten eindie Mahlzeiten in Doorn nicht nur bescheiden, sondern sogar dürftig seien. Leute, die aus der Fülle ihrer Juwelenschatulle ein Diadem im Werte von vielen hundert Millionen Berbotene Bersammlung. Eine vom„ Nationalverband deutscher Schöpfen fönnen, follten doch heutzutage so viel Sch am geSoldaten, E. V., Prinz Defar von Preußen" auf heute eingerufene fühl besigen, nicht von der eigenen Not" zu sprechen. BeBerfammlung in den Hohenzollernfälen, in der als Redner Ritt- fonders wenn sie selbst in so hohem Maße dazu beigetragen meister Jürgen v. Mamin vorgesehen ist, ist, wie die PPN." haben, nicht nur sich, sondern leider auch das ganze deutsche hören, berboten worden. Volf diesen herrlichen Zeiten" entgegenzuführen! Kongreß der Verdrängfen. Der Herr Reichspräsident bat zugefagt, eine Abordnung des Kongresses der Verdrängten am Mittwoch, den 8. November, vormittags 11 Uhr, zu empfangen. Das wahre Thüringen. Bon Walter Bähr. " Bierfach ist das Gesicht Thüringens: Wirklich, verflärt, geträumt und wahr. Bücher erzählen von ihm. Das wirkliche Thüringen ist das der Sommerfrischen, der Gastwirtsrechnungen, der Ansichtspoftfartenschönheiten. Seine Ueberheblichkeit hat ihm den bedeutenden Schilderer versagt. Dem verklärten Thüringen ge= hörte die Liebe des weiland Thüringer Wandersmannes August Trinius, die sich plätschernd in umfangreiche Bücher ergoß, nicht für die Dauer bestimmt. Das geträumte Thüringen ist das des emfigen Schriftstellers Gustav Schröer, einem überirdischen Stern angehörig, wo den seltenen bösen Menschen eigenhändig durch den Finger Gottes zum Guten gewinkt wird. Anders ist das wahre Thüringen. Ihm diente( mit fränkischem Einschlag) der Dichter Otto Ludwig. Ihm fuchte sich der unglückliche Albert Lindner zu nähern. Die Wege zu ihm erschließt das Werk Marthe Renate Fischers. Die rüftige Siebzigerin ist vielzulange in das Schubfach Heimatfunst" eingesperrt gewesen. Die Literaturgeschichten wissen nichts von der fünstlerischen Geschwisterschaft der in Saalfeld wahl beheimateten Märferin zu Marie von Ebner- Eschenbach, zu Enrica Don Handel- Mazetti. In der zünftigen Provinz der Dorfgeschichten literatur ist die Kennerin des Candlebens noch nicht amtlich gemeldet. Auch hier gehört ste mit hinein. " geschränkt werden. Nach kurzer Debatte genehmigte der Ausschuß die vom Reichsrat angenommenen Sätze, die bei der Briefpoft und im Fernsprechperfehr eine 100prozentige und bei der Batet post eine zirfa 50 prozentige Erhöhung vorsehen. Der neue Tarif tritt am 15. d. M. in Kraft. Auf Vorschlag der Demofraten beschloß der Ausschuß, sich in einer besonderen Sigung mit der Tarifpolitit in sozialer und verwaltungstechnischer Hinsicht, mit der Reform des Personalabbaus und mit der Frage der Kontrolle der Durchführung des Achtstundentages eingehend au beschäftigen. wunderbar reife Fahnenirägerin", ein frankes Bauernweiblein, das| unlängst in der Frankfurter Beitung" hieß, daß nämlich die Reichs. dem Tode mit tapferer Herzensheiterfeit ins hohlglimmende Auge regierung sich weigere, das Gesez vorzulegen. Ein Referentenent fieht. Die Novellensammlung Auf dem Wege zum Para- wurf, der Spruchkammern vorjah, wurde als zu fostspielig abge dies" ist unverfälschtes Thüringen. Darin lacht Die Liebesüße", lehnt. Es mußten neue Wege beschritten werden, über die zurzeit pon föstlicher, schwerelofer, sonniger Weltauffaffung erfüllt. Die Reichsjustiz- und Reichsinnenministerium beraten. legte Station", Skizzen aus dem Altersheim, wärmt wie milde Spätherbstsonne eine Schar hochbetagter alter Männer, die das Beben zerschliffen und zerbrödelt hat. Prof. Brunner wird feinen Nachfolger im Polizeipräsidium haben, da die Abteilung abgebaut wird. Der Leiter der Abteilung, Herr v. Glasenapp, ist deshalb vor kurzem auch nur noch auf Pri vatdienstvertrag für ein halbes Jahr angestellt worden. Ein farbiger Gestaltungsreichtum quillt aus den großen RoDer Männerchor Heidenröslein, Siemensstadt( Mitgl. des manen. Sie drücken das wahre Gesicht Thüringens am umfassendsten aus. Das in diesem Jahre neuaufgelegte Batentind" ist eine D. A.-S.-B.) Der Männerchor Heidenröslein, Siemensstabt. lente gütige Dichtergabe. Ein verachtetes Gemeindeziehfind ringt sich in der Hochschule für ufit eine neue, im ganzen gelungene Probe durch die gemeinen Widerstände seiner Umgebung zu befcheidenem feines unzweifelhaft über dem Durchschnitt stehenden Könnens ab Glück durch. Um die geradlinige Handlung schlingt sich ein üppiges Herr Prof. Walter Fischer erfreute an der Orgel durch blendendes Rankenwerk alter Boltssitten und wirren Aberglaubens. Mit dem Spiel in Präludium und Fuge über B A C H, durch den ersten Satz düsteren Kulturbild„ Die aus dem Drachenhaus", auf das aus dem D- Moll Konzert und Thema und Variationen in E- Dur nur spärlich und zögernd die Sonne des Humors scheint, schuf von Händel, deren gefälliger Rhythmus sich sichtlich dem Publikum Marthe Renate Fischer ein überragendes Meisterwerf. Engstirniger mitteilte. Du fernes Land" und" Das heilige Feuer" von Uthman Aberglaube hetzt ein fröhliches, arbeitsames, unverbildetes Natur spannten dem Konzert einen wirksamen Rahmen und boten dunkles find durch qualerfüllte Jahre. Ein unbarmherziges Schicksal zertritt Widerspiel zu den frischen Chören Widerspruch"( Schubert), es furz vor dem Ziel. Schön und furchtbar" nannte Marie von Jägerchor aus Euryanthe", Jäger und Mädchen". Der Traum an Ebner- Eschenbach dieses Buch der Magd, auf das die herrische der Siegfriedsquelle" hatte große, padende Momente, ftand aber Blöttner stod ter" folgte. In ihr wird der Bauernstolz einer hart an der Grenze der Leistungsmöglichkeit und beeinträchtigte die Frau gebrochen, der die Borzüge des Besizes höherwertig erscheinen Wirfung der lehten Rose", die schon erschöpfte Tenöre fand. Die als das unwägbare Gold eines lauteren Charakters. Eine ganze Baßsoli Jablonskis zeigten Slangfülle, aber schlechte Aussprache. Dorfgemeinschaft wird wach in Liebe und Haß, in Leid und Freude, Odins Meeresritt" erstickte in der Begleitung des Komponist- Diriin Arbeit und Genuß in dem zulegt erschienenen" Wir ziehen genten Herrn Joseph.„ Das Muttergrab" und die Trinklieder gaben unsere Lebensstraße", die in die Blutgreuel des Weltkrieges dem Sänger mehr Raum. Alles in allem: fleißige Arbeit und Gelingen. Wo Gelingen nicht ganz beschieden, war guter Wille einmündet. offenbar. Das Publikum störte leider an empfindlichen Stellen durch Geflüster und Programmblättern, am Schluß durch übereilte E. R. Sch. Wettläufe nach der Garderobe. " Aus ihm heraus wird ein eigenartiges Wert führen, an dem die Dichterin gegenwärtig arbeitet. Es wird den namenlosen Kämpfern aus dem Volte gewidmet fein. Der Feldgraue pricht" wird es heißen, stumme Dinge werden in ihm die Lippen öffnen. Sprachloses wird eine Zunge erhalten im bitteren Dafein eines Kriegsbeschädigten, den seine Verwundung an der Rückkehr in den früheren Wirkungskreis hindert, der in feiner Herzenseinfalt den unbeachteten Dingen brüderlich nahegerüdt ist. Das wahre Thüringen foll in ihm sprechen mit der Stimme der Berge und Wälder. Alfred Capus. Der franzöfifche Schriftsteller Alfred Capus, der foeben, furz vor Vollendung seines 64. Bebensjahres, gestorben ist, hat sich in Deutschland durch seine in früheren Jahren viel gespielten Bühnenwerke, vor allem durch La Beine", bekannt ge macht, während seine Heimat vor allem den Verfasser der wißigen politischen Satiren in Dialogform schätzte. Hier wie in seinen Buft spielen zeigte sich der unverwüstliche Optimismus des Südfranzosen, der das Leben leicht zu nehmen und die Fehler der Mitmenschen mit lächelnder Nachsicht zu beurteilen pflegte, Don seiner liebenswürdig ften Seite. Leider ließ sich der lachende Skeptiker in seinen legten Lebensjahren von der chauvinistischen Zeitströmung in das Fahrwaffer der politischen Hafjournalistik treiben. Ihre bedeutende Erzählergabe ist dem wahren Thüringen gewidmet. Dem Landleben von Jugend auf nahestehend, tennt sie den Thüringer Bauern wie feine andere. Das bunte Leben an der Saale und in den verschwiegenen Nebentälern zog sie in seinen Bann. Sie verbirgt nichts und beschönigt nicht. Fest greift sie zu, mit stählernem Griff. Dem bedrückten Häusler, dem getretenen Tageföhner, der Fabritarbeiterin, dem Scharwerter lauschte sie ihre Geheimnisse ab. Sie drang ein in die finsteren Gründe des Aberglaubens, der unter niederem Dach in dumpfen Gehirnen fpuft, der manches Glück im Reime erstict, der zur Brutstätte manches Berbrechens wird. Auf den großen Bauernhöfen weiß sie nicht minder gründlich Befcheib. Aber auch hier sucht sie nicht den Befih, sucht fie den Menschen. Ihre Aufrichtigkeit ist unerbittlich. Ihrem Wesen ist alles Gezierte fremd. Sie verachtet die Behleidigkeit. Ihre Sprache ist Das Ende der Brunnerei. Da Prof. Brunner die literarische Pernig, gerade, ohne Schminke und Aufpuz. Heille Fragen behandelt Abteilung des Berliner Polizeipräsidiums verlassen hat und binnen fie mit überlegenem Humor. Süß und herb zugleich spricht sie von furzem auch aus dem Preußischen Wohlfahrtsministerium scheiden den Beziehungen der Geschlechter untereinander. Die Tugenden wird, dürften die Dunkelmänner in Deutschland in großer Sorge Die Utraine gibt deutsche wissenschaftliche Instrumente zurüd! ihrer Menschen sind selten die des gesättigten Bürgers. fein um die Bekämpfung des Schmußes in Wort und Bild. Sie Begonnen hat Marthe Renate Fischer mit Erzählungen für die mögen fich beruhigen; denn die Antwort des Reichsinnenmini. Durch die Bermittlung des deutschen Roten Kreuzes wird eine große Jugend. Ihr Bestes schuf sie in den Novellen und Romanen, die steriums auf eine Anfrage des deutschnationalen Abgeordneten Anzahl wertvoller astronomischer Instrumente, die den Sternwarten aus thüringischem Boden wie ein grünfaftiger Baum aufwuchsen, Mumm im Reichstag zeigt, daß auch ohne Brunner etwas zur Be in Hamburg Bergedorf, Potsdam, München usw. gehören, von wurzelkräftig, starfstämmig, breitäftig. In ihnen reifte sie zu der fämpfung der Schund- und Schmuhliteratur getan wird. Für den Odessa nach Deutschland zurückgeführt. Es handelt sich um Inftrugroßen Erzählerin, die den Vergleich mit den Besten nicht zu scheuen Schuß gegen unfaubere und verrohende Boftfarten genügen die Be- mente bie mit der deutschen Sonnenfinsterniserpedition furz vor braucht. Ihre frühe große Bauerngeschichte Die Aufrichtigen" ftimmungen des Reichsstrafgesetzbuchs und der Reichsgewerbeord Ausbruch des Krieges nach der Krim entfandt wurden und in deffa weist aus der Mark nach Thüringen. Backend erzählt sie von der nung. Für den Schutz gegen unsaubere und verohende Schau- geblieben sind. Durch außerordentliches und tätiges Entgegenfumreichen Bäuerin, deren Stolz durch den Leidensweg ihrer verwach frellungen ist allgemein durch Polizeiverordnungen vorgesorgt. Auch men der ukrainischen Sowjetregierung und ihrer Bertretung in Jenen Tochter gebeugt wird. Liefer nach Thüringen hinein führen das Reichsjugendwohlfahrtsgefeh ist hier von Wirkung. Und beim Berlin wurden vor einigen Wochen die Instrumente Professor die Novellen Aus stillen Winkeln". Darunter findet sich die Gesetz gegen die Schund- und Schmuhliteratur ist es nicht so, wie es Schorr in Odessa ausgeliefert. Ernster Zwischenfall auf der Arbeitskonferenz 3ur Borfriegszeit anzustellen, um die gegenwärtige Lage tohle, 1739 373 Tonnen Rots und 330 979 Tonnen Breßtohle ge zu klären, sowie die bereits angewandten und in Aussicht genom- fördert. Die arbeitstägliche Leistung ist bei der Steinkohle um rund Feierlicher Protest Wissells. menen Mittel zu prüfen, um den Arbeitern befriedigende Existenz- 23 000 Tonnen gestiegen, hat beim Kofs nur sehr wenig zugenommen, während bei der Preskohle eine geringe Abnahme zu vers Genf, 3. November.( WIB.) Die Behandlung der Frage bedingungen zu sichern. der deutschen Sprache als dritte Amtssprache auf der bis- Alle übrigen Anträge wurden dann einschließlich des zeichnen ist. Wenn die Arbeitsleiftung nicht größer war, so trägt daran zum Teil auch die Schwierigkeit in der Grubenholzbeschaffung herigen Arbeitskonferenz fand in der heutigen Schlußfizung einen Sprachenantrags dem Verwaltungsrat überschuld, die es verhinderte, daß an einigen Orten wie gewöhnlich geziemlich aufregenden Abschluß( nachdem in der voran- wiesen. arbeitet werden konnte. Die Berkehrslage war nicht ungünstig, die gegangenen Sigung ein Antrag des deutschen Regierungsvertreters angeforderten Wagen wurden bis auf einen kleinen Rest von rund Dr. Leymann auf Einführung der deutschen Sprache oder zu- Das Revolutionsgesetz von Angora. 190 Wagen pro Tag gestellt. In Oberschlesien war die Wagengestellung weit ungünstiger, die mindest auf Abgabe einer Erklärung hierzu von der Konferenz Paris, 3. November.( WEB.) Die Agence Havas meldet Steinfohlenerzeugung stieg aber dort im Monat Oftober um 5 Proz abgelehnt worden war. Reb. d. B.). Kurz vor Beginn der Nachmittagsdebatte verlangte der deutsche Arbeitnehmervertreter aus Konstantinopel, das Osmanische Reich ist am 1. November obwohl feine Ueberschichten verfahren wurden. um 7,30 abends von der großen Nationalversammlung von Angora Jm. mitteldeutschen Brauntohlenrevier ist in der Förderung unter ftürmischem Beifall abgeschafft worden. Die Regierung gegenüber dem September feine wesentliche Aenderung eingetreten. der großen Nationalversammlung ist zum Erben des Reiches Allgemein wird hier über Arbeitermangel geklagt. proflamiert worden. Die Nationalversammlung wird einen& alifen zu wählen haben. Reichswirtschaftsrat für Währungsreform. Reichsminister a. D. Wissell das Wort zur Geschäftsordnung. Er erklärte mit ernster Stimme und nachdrücklicher Betonung " Wir werden auf der nächsten Konferenz Mittel und Bege finden, damit es den Vertretern eines Landes nicht mehr im Reiseim wesentlichen folgendes: kaDer Pariser Vertreter der Regierung von Angora hat der fieber des Auseinandergehens der Bersammlung unmöglich ge franzöfifchen Regierung mitgeteilt, daß die Regierung von Angora und Auf der gemeinsamen Tagung des Finanzpolitischen Wirtschaftspolitischen Ausschusses des macht wird, Fragen zu besprechen, die im Interesse der Sache alle Verträge, fontrafilichen Abmachungen usw., welche seit Reichswirtschaftsrates wurde folgendes von einem ge= liegen. Ich weiß nicht, ob ich im nächsten Jahre wie ber hier stehen werbe, aber das weiß ich und das muß ich dem 16. März 1920 durch die Verwaltung von Konstantinopel meinsamen Unterausschuß zur Währungsfrage ausgearbeite Gutber hier stehen werbe, aber das weiß ich und das muß ich abgeschlossen worden sind, als null und nichtig betrachtet. Das achten angenommen. Der Wirtschaftspolitische und Finanzpolitische riiären, daß ein Gefühl fieffter Erbitterung und fiefften Schmerzes die Herzen von Millionen Arbeitern erfassen wird, wenn ich gleiche gilt für die versprechungen, welche von dieser Ver- Ausschuß des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates erklären: ihnen erzählen werde, daß es ihrem Bertreter hier nicht möglich wallung Finanzunternehmen gemacht werden find. war, ihre Interessen zum Ausdruck zu bringen. Der Präsident der Konferenz hatte mir mittelbar versprochen, daß ich hier zu Worte tommen würde, und das hat die Konferenz unmöglich gemacht, aber, meine Herren, auch ein Bolt, das so fief gestürzt I. Der Zusammenbruch der Währung, wie er sich in den letzten Manifest der italienischen Sozialisten. Wochen vollzogen hat, bedroht Deutschland mit einer wirtschaftlichen, Die Leitung der italienischen sozialistischen Partei hat, wie der sozialen und politischen Ratastrophe. Schon der jeßige Tiefist wie das deutsche, das so unsäglich verarmt ist wie wir, hat das" Boffischen Zeitung" gedrahtet wird, ein Manifest an die Ar- stand der Mark wird, wenn er länger anhält und im inneren Preisbeiterklasse erlassen, in dem gesagt wird, die fascistische Re- niveau voll zur Auswirkung kommt, verheerende Wirkungen für Recht, den Kopf hoch zu tragen und den Glauben an die Zukunft polution sei nun eine vollendete Sache; mit Unterstützung der Mon- den Lebensstandard und selbst für die Existenzfähigkeit ganz großer nicht zu verlieren." archie und der bewaffneten Macht sei die neue Regierung außer Schichten hervorrufen, noch mehr, wenn die Entwertung der Mark Diese mit großer Eindringlichkeit und tiefer innerer Erregung halb des Parlaments gebildet worden. Die herrschende Klasse habe sich ungehemmt fortsetzen sollte. Dieser Katastrophe mit allen gesprochenen Worte löften einen sichtbar starten Eindrud aus Haß gegen das Proletariat allen reaktionären Ausschreitungen Mitteln entgegenzuwirken, ist darum die Pflicht der aus, und ein Teil der Bersammlung sowie der Präsident brachen und der Abschaffung des Schutzes der Arbeiter zugestimmt. Eine verantwortlichen Reichsregierung. Voraussetzungen für eine dauin Beifallsklaffchen aus. Wissell fehrte an seinen Platz zurüd, um neue bürgerliche Klasse erstehe aus der fascistischen Staatsdiftatur ernde Stabilisierung find: die französische Uebersetzung seiner Rede abzuwarten. Dann er und das fascistische Regime ist nun an der Macht mit allen feinen hob sich die gesamte deutsche Abordnung, Arbeit Instinkten und unter seiner ganzen Berantwortlichkeit. Der Fascisnehmervertreter, Arbeitgeberbertreter, Regie- mus, der nun Staatsregierung ist, hat die Berpflichtung, die Finanrungsvertreter und Beiräte und verließ gegen und die Volkswirtschaft wieder in die Höhe zu bringen. Aber schlossen den Saal. er wird nicht wegen der Mächte, die ihn begünstigt haben, versuchen dürfen, die ganze Last auf die Arbeiterschultern zu legen, indem er Ersparnisse in dem Arbeiterschutzgesetze macht, und indem er die fapitalfräftigen Kreise von ihren Steuerpflichten befreit und dafür die Konsumenten der Spekulation ausliefert." Nachdem die deutsche Abordnung den Saal verlassen hatte, ergriff Präsident Burnham das Wort und erklärte, es sei in der Lat richtig, daß er Wissell versprochen habe, ihm das Mort in der Sprachenfrage zu geben, aber die Konferenz sei nun einmal souverän in ihrer Entscheidung. Hierauf hielt Burnham seine Schlußrede, der sich die Reden des Bizepräsidenten und zahlreicher anderer Delegierter bis in den späten Nachmittag hinein anfchloffen. Die schweizerischen Regierungsvertreter hatten bereits am Mittwoch die Konferenz verlassen, weil sie, wie sie erklärten, in Bern wichtigere Arbeit zu leisten hätten. Die Lage der deutschen Arbeiterschaft. Bei Beginn der Vormittagssigung der Internationalen Arbeitsfonferenz erledigte die Arbeitstonferenz folgende Resolution: Angesichts der lebhaften Beunruhigung der Arbeiter infolge des jüngsten Niedergangs ber Lebenshaltung in gewissen Ländern und der Tatsache, daß dieser Niedergang parallel läuft in einigen Ländern, darunter Deutschland, angesichts der Tatsache, daß der Niedergang der Lebensbedingungen zu einer sehr gefährlichen Lage der Bevölkerung und da mit der Arbeiter führen kann, die fünftige Generationen gefährdet, und daß diese zahlreiche Arbeiter treffende Lage auch auf andere Länder übergreifen fann, endlich angesichts der Tatsache, daß der Teil 13 des Friedens vertrages und vor allem die Worte zu Recht bestehen, in denen 2öhne gewährleistet werden, die ausreichende Existenzbedingungen fichern, fordert die Konferenz das Internationale Arbeitsamt auf, eine missenschaftliche Untersuchung über die Lebenshaltung der Arbeiter in Deutschland und anderen Ländern mit niedriger Währung im Berhältnis Der Aufruf wirft der Regierung vor, daß sie, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, als einziges Mittel Auswanderung fenne. Er prophezeit, daß die imperialistischen und nationalistischen Tendenzen des Fascisten bald eine ungeheure Vermehrung der Ausgaben für Flotte, Armee und Luftschiffahrt mit sich bringen werden. Am Schluß gibt das Manifest den Arbeitern den Rat, sich ruhig zu verhalten und führt aus, die sozialistische Partei werde in ihrer prete ftierenden Haltung verharren in der Erwartung, daß aus dem Schiff bruch des liberalen- parlamentarischen Syſtems bald die neue Morgenröte des Sozialismus anbrechen werbe. Neuwahlen erst nach dem Winter. Die römischen Bläffer melden, daß die Neuwahlen für die Kammer in März oder April stattfinden werden. Die Regierung wird die Berlängerung der budgetlosen Verwaltung bis Ende Juni 1923 verlangen. Der neue Außenminister. Muffolini hat das Portefeuille des Auswärtigen dem Senator Contarini, dem bisherigen Generalsekretär des Auswärtigen Amtes, angeboten. Europa Breß" meldet aus Rom, daß Avezzano nicht als Nachfolger Frassatis nach Berlin, sondern als Nachfolger Riccis nach Washington gehe. Botschafter Fraffati foll einstweilen noch in Berlin bleiben. Mussolini stellt sich den Diplomaten vor. Rom, 3. November.( EE.) Ministerpräsident Mussolini stattete heute vormittag einer Reihe auswärtiger Diplomaten Besuche ab, zunächst dem englischen Botschafter, dann dem amerikanischen, brasilianischen und um 12 Uhr mittags dem deutschen Bot fchafter. Mussolini ordnete an, daß Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die telephonischen und telegraphischen Verbindungen mit dem Auslande, besonders für die Presse, unverzüglich wieder herzustellen. Protest bei Jugoslawien. 1. Eine Neuregelung der Reparationsverpflichtun gen, die Deutschland von untragbaren Lasten befreit und ihm eine mehrjährige Atempause zur inneren Kräftigung gewährt. 2. Eine Sanierung des öffentlichen Haushalts: Die Geld= entwertung hat, weil sie die Ausgaben viel schneller als die Einnahmen wachsen läßt, von neuem zu einer rapiden Vermehrung der schwebenden Schuld geführt. Es ist unbedingt geboten, schleunigst für den gesunkenen Geldwert entsprechende Mehreinnahmen, daneben für eine möglichste Ermäßigung der Ausgaben zu sorgen, ins= besondere durch Sparsamkeit und der Vereinfachung in den öffentlichen Betrieben und Verwaltungen. 3. Eine Intensivierung und Rationalisierung der Produktion: Die Geldentwertung, die jeden Spartrieb vernichtet, hat bei der Arbeiterschaft den Willen zur Arbeitsintensivität, bei den Unternehmerschaft, die fich durch Scheingewinne vielfach über den tatsächlichen Niedergang täuschen läßt, den Trieb zur höchsten Qualitätsleistung und zur forg famen Kalkulation gelähmt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen erkennen, daß hier die Rückkehr zum Verantwortungsbewußtsein der Borkriegszeit unbedingte Notwendigkeit ist. II. fegungen zu erreichenden Stabilisierung muß jeẞt eine Regulierung Als Einleitung der erst später und nur unter diesen Voraus des Martturses einsetzen, die der fünftigen Stabilisierung den Weg bahnt. Dazu ift erforderlich, daß der Wirtschaft für die nächste Zeit diejenigen Devisenbeträge zur Verfügung gestellt werden, die sie für den unmittelbaren, realen Bedarf nötig hat. Dabet ist die Mitwirkung der Reichsbant nicht zu entbehren. setzung für dieses Vorgehen ist die Zustimmung der Reparations fommiffion und die Erlangung einer auswärtigen Stabilisierungsanleihe. III. Voraus Nur im Zusammenhange mit einem solchen Regierungsversuche fönnen technische Maßnahmen einen Erfolg in Aussicht stellen, die darauf abzielen, der neben dem realen Devisenbedarf der Wirtschaft einhergehenden vermeidbaren Nachfrage nach Devisen entgegenzutreten. Die Neuorganisation des Devisentermin marites, die Regelung des Devisenverkehrs mit dem Berbot von volfswirtschaftlich nicht unbedingt notwendigen Devisentäufen und Devisenvermendungen. Der Reiz des Segelfluges.„ Der Segelflug bereitet als Sport ein fehr viel größeres Bergnügen als das Fliegen in einem Motor Flugzeug," fahreibt der Engländer Paul Bewsher, der sich diesem neuesten von Deutschen begründeten Sport mit Leidenschaft zuge ständigen Anlagepapieres, das die natürlichen Bedürf Der Ausschuß empfiehlt ferner die Ausgabe eines wertbewendet hat. Wer wie ich in den letzten 14 Tagen die Reize des Gleitfluges zum erstenmal ausgetoftet hat, wird in ihrem Breije nisse weitester Boltsschichten nach Erhaltung ihrer Vermögenssubstanz überschroänglich sein. Allgemein fagt man: ,, Da ist kein Lärm, befriedigt, sie vom Kaufen von Devisen abhält und dadurch die norfein Zittern, fein Geftant; es ist entzüdend!" In den höheren Luftströmungen zu segeln und sich mit immer wachsender GeschickRom, 3. November.( EE.) Mussolini hatte eine Zusammen- male Spartätigkeit wieder ermöglicht und anregt, ohne die der lichkeit den Armen des Windes anzuvertrauen, bald niederzutauchen funft mit dem jugoslavischen Gesandten Antoniewitsch, dem Wiederaufbau und die Stärkung der Produktion nicht geleistet wer und fich dann wieder zu erheben, fo in einer leichten weißgeflügelten er mitteilte, welche Haltung der italienische Ministerrat Jugoslavien den kann. Es geht nicht weiter an, einem Teile des Volkes jede Luftyacht hoch über dem Boden schwebend das ist ein neuer gegenüber einzunehmen beschlossen habe. Mussolini erklärte, man Sicherung feiner Kauftraft und feiner Wirtschaftsgrundlage vorGenuß, wie ihn die Menschheit bisher noch nicht gekannt hat. Wenn wisse in Rom, daß reguläre jugoslavische Truppen in der Umgebung zuenthalten, wo die Erfahrung lehrt, daß man durch keine gesetzman den Gleitflug als Dachtfahren in der Luft" beschreibt, so ist von 3 ara methodisch tonzentriert würden. Er forderte lichen Maßnahmen den Großverkehr hindern kann, die GoldDas ganz richtig. Segler lieben das Fahren in ihrer Yacht, weil es den jugoslavischen Gesandten auf, bei feiner Regierung dahin zu weder auf Gold basiert oder es müssen solche Steuern für die berechnung für sich einzuführen. Die Schatzscheine müssen entein Freiluftsport ist, der große Geschicklichkeit erfordert, der Seele wirken, daß diefe Truppen sobald wie möglich zurüd gezogen Fundierung der Anleihe reserviert werden, deren Ertrag sich selbstund Sinne frisch und froh erhält. Der Segelflug verlangt noch größere Geschicklichkeit. Der Luftfegler muß alle Möglichkeiten, die würden, um Zwischenfälle zu vermeiden. Die italienische Regierung Fundierung der Anleihe reserviert werden, deren Ertrag sich selbstihm der Wind gibt, ausnüßen, um sich in seiner Luftyacht in der wünsche, freundschaftliche Beziehungen zu Jugoslavien aufrecht- tätig mit der Steigerung der Devisenfurfe erhöht, und zwar mögHöhe zu halten. Es ist sehr viel mehr Geschicklichkeit notwendig, zuerhalten, fordere aber, daß auch die jugoslavische Regierung Italien lichst solche Steuern, die auf Transaktionen einkommen, die mit Deviseneinnahmen von Handel und Industrie verbunden sind. Der um in einem motorlofen Flugzeug durch die Luft zu schweben, als gegenüber in demselben Geiste handle. Ausschuß hält es für ermägenswert, die Geldanleihe mit einer nötig ist, um in einem Motorflugzeug zu fliegen, gerade so wie man fursgesicherten Kreditation für Industrie, Ge mehr lebung haben muß, um mit einer Segelnacht zu fahren als mit einem Motorboot. In einem solchen Segelflugzeug über eine werbe, Handel und Landwirtschaft zu verbinden. Fläche dahinzufliegen, fich hebend und fenfend, ist vielleicht etwas schuß die Berantwortung ablehren. Für eine unfundierte Goldanleihe des Reiches würde der Auseintönig, aber es ist eine wundervolle Empfindung, die man da bei ha.t" Der umgetaufte Kurfürstendamm. Lokal an Lokal. Diele an Diele. Nepp an Nepp. Ausländer an Ausländer. Russen an Ruffen. Diese Konftellation läßt sich der Berliner Boltswiß, der in franker Zeit sich viel gesunde Röte bewahrt hat, nicht entgehen. Mit markanter Sicherheit trifft er das Bezeichnende, das all den Elementen, die dem Berliner Kurfürstendamm eigen sind, gerecht wird. Er wird der Ruffeninvasion im weftlichen Berlin ebenso gerecht wie dem Neppgetriebe am Kurfürstendamm, wenn er diefe Straße, ben Stolz des westlichen Berlins, zeitgemäß umtauft. Und so heißt im Munde des Boffswiges der Kurfürstendamm seit ein paar Lagen der„ Neppiti prospett"! Der Wiz liegt in derselben Entwicklungslinie, die uns bereits so deutlich russischen Zuständen angepast hat Tschechisch- serbisches Bündnis. Im Auswärtigen Ausschuß des tschechischen Abgeordneten hauses hielt Außenminister Dr. Benesch eine Rede, in der er u. a. die Existenz des Bündnisvertrages mit Jugostawien bestätigte, die bisher offiziell in Abrede gestellt worden war. Der Vertrag, der auf fünf Jahre abgeschlossen ist, soll auch dem Völkerbund mitgeteilt werden. Ausdehnung des Rapallo- Vertrages. Devisenkurse. Die feit geraumer Zeit schwebenden und zeitweise unterbrochenen Berhand ungen über die Ausdehnung des Rapallo- 1 holländischer Gulden Vertrages auf die Ukraine und die übrigen Republifen der Sowjet- argentinischer Papier- Peso 1 belgischer Frant föderation stehen, wie der Ost- Egvreß erfährt, unmittelbar vor ihrem Abschluß. Es ist noch eine Reffortbesprechung im Auswärtigen 1 dänische Krone. 1 norwegische Krone Amt über diesen Gegenstand angesetzt. Da indessen über den von 1 schwedische Strone Das Neue Volkstheater bereitet eine Aufführung von Bhrons Sowjetseite vorgelegten Vertragsentwurf bisher völlige Ueberein- i finnische Morf. Sardanapal" in einer auf der Stainzschen llebeiseb ma fußenden Stimmung erzielt worden ist, so darf die Unterzeichnung für die 1 japanischer Yen Fearbeitung von Wilhelm Leyhausen vor. Dieser führt auch Regie. Den nächsten Tage erwartet werden. Sardanapal wird Karl Ludwig Achaz spielen, die Myrrha Annemarie Roose. Das Theater Grand Guignol wird in den Räumen der Beft- Steigerung der Kohlenförderung. Tammerspiele, Berlin Echöneberg, Hauptstr. 144, Sonnabend mit einem Gastspiel unter der Leitung Curt v. Möllendorffs eröffnet. nicht gespieltes ühnenwert, gelangt am 17. im Central erstmalig zur Ausführung. 1 italienische Lire 1 Pfund Sterling 1 Dollar 1 franzöfifcher Frank Die Kohlenförderung im Ruhrgebiet hat gegenüber dem Monat 1 brasilianischer Milreis " Die Zeit wird kommen". Romain Rollands in Berlin noch 22 Arbeitstagen wurden rund 1100 000 Tonnen Kohle spanischer Pejeta September im Oftober eine leichte Besserung erfahren. An 1 Soweizer Frank. mehr als im Bermonat gefördert, da sich der Prozentsatz der Ueber- 100 österr. Stronen( abgeft.) schichten verfahrenden Untertagearbeiter auf etwa 76 gesteigert 1 tschechische Krone hat. Auch die Kopfzahl der Gesamtbelegschaften dürfte sich im 1 ungarische Strone Oktober um ein Geringes vermehrt haben. In der Zeit vom 1. bis 1 bulgarischer Lewa. heater Das ruffliche Ballett, daß zurzeit im Apollo- Theater auf fritt, hat aus fait allen Hauptstädten Europas und aus Amerika Aufforderungen zu Gastspielen erhalten. Es wird aber zunächst noch in Berlin bleiben. 3. November Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Surs Sturs 2. November Käufer Verkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs 401.2408.96 2421.04 1925.17 1934.83 2214.45 2225.55 899.1765.57 1774.43 319.20 320.80 1147.12 1152 88 892.76 897.24 985.08 989.97 1236.90 1243.10 1635.90 1644.10 167.08 167.92 2992 50 3007.50 261.84 262.66 1821.68 1328.32 125.68 126.32 211.96 213.04 27481.25 27568.75 21945.- 22055. 6159.56 6190.44 428.92 4925.15 4949.85 431.08 344 18 345.87 708.23 706.77 561.59 564.41 1127.17 1132.83 947.62 952.88 7.98 902.73 907.27 753.11 756.89 199: 50 8.02 200.50 6.23 6.27 157.60 158.40 2.42 2.44 2.07 2.09 42.89 43.11 33.91 34.09 26. Oftober wurden an 22 Arbeitstagen 7 144 228 Tonnen Stein 100 Bolenmark galten im freien Verkehr etwa 40 m. feine in der Sammlung von Informationen bestehende Aufgabe 1 2. für Oftober eine Erhöhung der TeuerungsGewerkschaftsbewegung fortführen wolle, und daß insbesondere eine Erhebung anzustellen zulagen vorgenommen wird, die der tatsächlichen Berteuerung 546 000 m. auf. Verbandstag der Glaser. Anschluß an den Baugewerksbund. den " Die Angestellten erwarten von der Regierung, daß sie ihnen wenigstens das Eristenzminimum gewährt. Im Anschluß daran wurde auf die Wichtigkeit und Bedeutung der bevorstehenden Wahlen hingewiesen. Aus dem III. Bezirk des DMV. fei über die Schwankungen in der Erzeugung und im Berbrauch aller Gegenstände der Lebenshaltung entspricht und sobald als der verschiedenen Arten von Gütern. Diesen zweiten Teil wünsche möglich ausgezahlt wird. Smyth fortzulassen. Wenn man so verfahre und diese Worte fortlaffe, würden die Arbeiter in der ganzen Welt denken, daß die wirts Der 15. und letzte Verbandstag der Glaser wurde am 30. und schaftlichen Grundlagen der Arbeitslosigkeit überhaupt nicht mehr in 81. Oktober im Volkshaus zu Leipzig, dem bisherigen She des Betracht gezogen werden, und daß man die Resolutionen gegen Verbandes, abgehalten Die 4110 Mitglieder waren durch 30 Dele. ſtandslos machen wolle. Die Arbeitnehmer fönnten aber der Tatglerte vertreten, der Baugewerksbund durch die Genossen Paeplow lache nicht entrinnen, daß die Ursachen der Arbeitslosigkeit in unglücklichen internationalen Wirtschaftsverhält und Odenthal Hamburg und der ADGB. durch die Genoffen niffen zu suchen seien. Die Wirtschaftsverhältnisse müßten baher Bor einiger Zeit meldete die„ Rote Fahne" einen großen Sieg Graßmann. Der Verband weist einen Vermögensbestand von studiert werden, wenn man den Ursachen der Arbeitslosigkeit auf den der Kommunisten in der Vertrauensmännerfonferenz des III. BeAus der sich an die Tätigkeitsberichte anschließenden Aus. Grund fommen wolle. Ueberall in der Welt sei die Kaufkraft zirts des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Berlin. Dieser Don Millionen Menschen vermindert worden. Dies Sieg" war auf eine Weise zustande gekommen, die die Ortsver ( prache tiang vor allem das Bedauern darüber heraus, daß ganze führe zu einer Stockung der Produktion und diefe misder bedcute waltung veranlaßte, die Wahl der Bezirksleitung und damit den Mitgliedschaften zum Solzarbeiterverbande übergetreten seien. Von einigen Kommunisten wurde getadelt, die Arbeitslosigkeit von Millionen von Arbeitern, die gerne arbeiten Sieg" zu annullieren. Am 1. November hatten die Vertrauensmöchten. Die gesamte wirtschaftliche Weltlage jei voll von Ber- leute des III. Bezirks erneut die Neuwahl der Bezirksleitung vorClaferzeitung" habe einseitig zugunsten der VSPD. Stellung ge- wirrung und Widersprüchen. In einem Erdteil würden Nahrungs- zunehmen. Die Kommunisten machten großen Lärm darüber, daß mittel zu Feuerungszweden benugt, weil man sie nicht verkaufen die Ortsverwaltung ihnen den Sieg streitig machte. Dem von dem Graßmann vom ADGB. legte in eindringlicher Rede die poli- fönne, während in einem anderen Teil der Welt Millionen ven Vertreter der Berwaltung, Kollegen naad, aufgestellten Grundsay, fische und wirtschaftliche Lage Deutschlands dar. Bis zum nächsten Menschen nicht nur hungerten, sondern buchstäblich Hungers ftürben. daß zur Gewerkschaftsarbeit alle Mitglieder zugelassen werden Gewerkschaftstongreß würde wahrscheinlich eine ganze Reihe fleiner Organisationen ihren Anschluß an große Verbände vollzogen haben. fchen, daß die Arbeiterklasse das Vertrauen verliert, so schloß Wiffell, Mehrheit fühlenden Kopedisten den Standpunkt entgegen, mit NichtOrganisationen ihren Anschluß an große Verbände vollzogen haben. Dürfe das ohne Protest weiterhin geschehen? Wenn Sie nicht rün müssen, unbeschadet ihrer Parteizugehörigkeit, setzten die sich in der De Methode, bei der Verschmelzung zu derjenigen Organisation zu wenn Sie nicht wünschen, daß die Arbeiter den Eindruck erhalten, fommunisten nicht zusammenzuarbeiten und forderten n ihrer Be gehen, die mit den höchsten Löhnen operiere, dürfe aber nicht Plaß wir hätten nur eine leere, inhaltslose Resolution beschlossen, so bitte scheidenheit die Wahl der einheitlichen Kapede- Lifte. Die Mehrheit greifen der Vertrauensleute beschloß jedoch, die Bezirksleitung nach dem Es wurde sodann einstimmig eine Resolution angenommen, in ich Sie, diese Morte in dem Antrag nicht fortzulaffen. Der Antrag Smyth wurde darauf abgelehnt. Für die Bei- Stärfeverhältnis der einzelnen Richtungen zusammenzusetzen. der ausgesprochen ist, daß der Berbandstag nach wie vor eine behaltung des ursprünglichen Textes der Resolution stimmten iämt- Die Liste der Richtung Amsterdam erhielt 60 StimRegelung des Lehrlingswesens liche Arbeitnehmervertreter und die überwiegende Mehrheit der Re- men, die Liste der KPD. 45 Stimmen, so daß sich die Bezirksgierungsvertreter. Die Minderheit setzte sich fast ausschließlich aus leitung nunmehr aus 7 Vertretern der Amsterdamer Richtung und der Arbeitgebergruppe zusammen. 5 Vertretern der KPD. zusammensetzt. Der Erfolg der Amsterdamer Richtung ist um so höher zu bewerten, weil der dritte Bezirk eine Hochburg der Kommunisten war Als Bezirksleiter wurde ber Rollege Mar Ring( Bereinigte SPD.) bestätigt. nommen. auch innerhalb des Glasergewerbes für dringend notwendig hält. Am zweiten Berhandlungstage hielt der Borsitzende des Deutfchen Bauarbeiterverbandes, Genoffe Bae plow, ein eingehendes Referat über die Verschmelzungsfrage, worin er u. a. ausführte, daß man nicht nur die Berarbeiter, sondern auch die Erzeuger Der Stoffe zufammenfassen wolle, besonders die Industrie der Steine und Erde. Die Töpfer hätten bereits ihren Anschluß an den Baugewerksbund erklärt. Man hoffe auch bald die Maler, Steinarbeiter fw. in der Einheitsorganisat on zu sehen. Ferner schilderte Paeplow das Streben, die Sozialisierung des Bauwefens durch die Sozialen Bauhütten vorzubereiten. Er besprach dann das Statut und die Stellung der Fachgruppen im Bunde. Auch die Glaser würden enen Vertreter im Hauptvorstande erhalten. Die Fachgruppen blieben zur Vertretung ihrer besonderen Berhältnisse felbständig. Spigel in der Reichsbahn. Man schreibt uns: Der Vorwärts", Abendausgabe vom 1. November d. 3., veröffentlicht einen Geheimerlaß der Reichsbahndirektion Berlin, ge zeichnet Ballbaum. Es wird nicht ohne Interesse sein, einmal festzustellen, wer denn Wallbaum ist. Es war an dem denfwürdigen Tage, als Rapp seine Herrschaft antrat. Als diefe Nachricht in der Reichsbahndirektion eintraf, da war es der Oberbaurat Wallbaum, der in Freudenrufe Wallbaum hielt jetzt ausbrach und Loblieder anstimmte. Damit war es freilich nichts. Irgendfeine Beit für gekommen. welche Nachteile sind Herrn Wallbaum nicht entstanden. Rein Wunder, wenn man weiß, welcher Couleur die nächsten Borgesetzten rat ein Abteilungsdirettor geworden. Hier ist wiederum bewiesen, daß es in allen Branchen und Bezirten möglich ist, fommunistische Mehrheiten nicht auffommen zu lassen, wenn die Anhänger der Amsterdamer Richtung gehörig auf dem Posten ist. Daß unsere Gee noffen etwas mehr als bisher sich um die Dinge fümmern, ihre Pflicht erfüllen, anstatt den Kommunisten fampflos das Feld zu überlaffen, ist für erfprießliche gewerkschaftliche Arbeit ein Gebot der Stunde. Man schreibt uns: Ein Notschrei! In der Debatte beantragte Seifert Leipzig, daß der Bau des Herrn Wallbaum angehören. Inzwischen ist aus dem Dberbau Zeitungen ohne Ausnahme sich mit der Not der deutschen Breffe ein arbeiterverband zum 1. Januar die ausgeschloffenen Kommunisten wieder mit ihren alten Rechten aufnehme. Dieser Antrag wurde mit 15 gegen 9 Stimmen angenommen( es hatten sich 10 Delegierte der Stimme enthalten). Die Stimmung der Delegierten war dafür, die örtlichen Unterstützungsfonds nicht in die Verbandstalle abzuführen. Darüber soll gegebenenfalls noch verhandelt werden. Nach Durchberatung des Statuts murde der Anschluß an den Baugewerksbund einstimmig fchmelzung erfolgt am 1. Januar 1923. Bum Obmann der Fachgruppe wurde einstimmig der Verbandsvorsitzende des Glaserverbandes, Genosse Eichhorn, gewählt. erhalten. Die Betriebsräte find diesem Kapp- Freund ein besonderer Dorn im Auge. Wie fann auch ein Betriebsrat sich erdreiften, Vorschläge zu machen, den Eisenbahnbetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. So etwas paßt dem Rgl. Hauptmann nicht. Diese und noch ähnliche Dinge sind dem Präsidenten der Reichs. bahndirektion Berlin und dem betreffenden Dezernenten im Reichs. perfehrsministerium befannt. Es ist schriftlich von den Borges fetten Wallbaums anerkannt, daß W. der Vorwurf unbesonnener beschlossen. Die Ber- Handlungsweise gemacht werden muß. Troy alledem oder vielleicht gerade deshalb fizt Wallbaum noch auf dieser verantwortlichen Stelle. Das Mindeste, was geschehen hätte missen, wäre gewesen, Wallbaum in das Eisenbahnzentralamt zu versehen. Dort tönnte er wenigstens nicht soviel Unheil anrichten und fäme dort auch nicht so leicht mit den Bediensteten und ihren Bertretern in Berührung. Doch Deutschland ist groß und der Minister Gröner ist weit. Ob Gröner die Macht hätte, wenn er wollte? Die Entscheidung im Ruhrbergbau. Sabotage des Nachtbackverbots. In den letzten Wochen und Monaten haben sämtliche deutsche gehend befaßt. Der Not eines großen Bestandteiles der deutschen Presse ist aber bisher mit feinem einzigen Wort gedacht worden: das ist die Not der Lohn- und Gehaltsempfänger bei der Telegraphen- Union, Internationaler Nachrichtendienst G m. b. 5. Hier wurden im Monat Oftober noch Gehälter gezahlt, die es den Angestellten nicht einmal ermöglichen, fich Brot und Kartoffeln für den Lebensunterhalt zu faufen. Bum Beweise führen wir die Behälter an, wie sie in den Filialen Hagen und Essen im Oktober gezahlt wurden: Es erhielten: die Filialleiter( verheiratet und ein Kind) 18 750 Mart, ein 32jähriger Redakteur( perheiratet) 13 500 m., die ersten Stenographen 13 000 bis 14 000 m., ein 26jähriger Telephonist 7560 m., 21-23jährige Telephonistinnen 6000 m. Daß mit solchen. Riesensummen" es völlig unmöglich ist, auch nur den nadien Lebensunterhalt zu fristen, wird jedem einleuchten. " Nun wird sich mancher Renner der Berhältnisse im ZeitungsDie Erklärung der Arbeiter im Ruhrbergbau darüber, ob sie mejen fragen: wie tommt es, daß die Telegraphen- Union bei ihren ben Schiedsspruch über ihre Lohnregelung ab 1. November angroßen Einnahmen aus den Geschäften mit Zeitungen und Banten nehmen oder ablehnen, muß bis zum 6. November, also bis und bei den Zuschüssen, die von interessierter Seite dem Bureau geMontag, dem Reichsarbeitsministerium abgegeben werden. GleichDer Bädermeister Brhich, Berlin, Oderberger Str. 22, währt werden, solche minimalen Gehälter zahlt. Wer die innere zeitig sollen die Barteien ihre Stellungnahme zu der Emp scheint ein geschworener Feind des Nachtbadverbots zu sein. Dieie Organisation der Tu. kennt, für den find diese Zustände jedoch kein fehlung des Schiedsspruches mitteilen, eine Rollettivprämie für etwaige Mehrproduktion des Bezirkes einzuführen. Für jedes Kilo- Feindschaft bringt er aktiv zum Ausdrud, so daß er wiederholt Geheimnis. Wenn die Ell. mit ihren Reisevertretern Verträge gramm je Arbeitnehmer und Arbeitstag durchschnittliche Mehr wegen Uebertretung des Nachtbadverbots zur Anzeige gebracht abschlieht und diesen eine fünfundzwanzigprozentige Provision von produktion des ganzen Bezirkes im November gegenüber September werden mußte. Das hält ihn nicht davon ab, dem Gefeß auch jedem Geschäftsabschluß mit einer Zeitung zugesteht, so fann er sich 1922 foll jeder Arbeitnehmer arbeitstäglich je eine Mart Bulage weiterbin ein Schnippchen zu schlagen, seinen Kollegen unlautere an den fünf Fingern abzählen, daß, wenn der Reisende schon Stonfurren zu machen und feinen Lebrling über Gebühr auszu 25 Broz. des Verdienstes vorwegnimmt und von den verbleibenden Die Annahme des Schiedsspruches bedingt nicht die Zustimmung beuten. Bei einer vor acht Tagen erfolgten Kontrolle ergab fich. 75 Broz. mindestens 40 bis 50 Bros. an allgemeinen Geschäfts. daß Meister Brhich um 5%, Uhr früb bereits in voller Tätigkeit unfosten, wie Materialverbrauch, Telephonspesen usw. draufgehen, zu dieser Empfehlung. Der Schiedsspruch fann angenommen, jene Zustimmung aber versagt werden. Zur Ablehnung des Kollet war. Der Lehrling wog den Teig in Breffen ab. so daß er famt von den reftlichen 25 bis 35 Broz. feine anständigen Gehälter getin- Prämiensystems liegt jedoch u. E. zunächst fein Grund vor. Es dem Meister schon geraume Zeit zuvor die Arbeit aufgenommen zahlt werden können. Eine solche Gehaltspolitit muß letzten Endes zum fann ein Versuch damit gemacht werden. Würde er jedoch gegen haben mußte. In der Baditube wird ein Hund gehalten, offenbar eine starke Mehrheit unternommen, müßte er von vornherein be- an dem Zweck, die Annäherung einer Kontrolle zu berbellen. physischen Zusammenbruch der unteren und mittleren Angeeinem Organisations- stellten dieser Firma führen. deutungslos bleiben, da dann die Arbeit der einen im Sinne der Meister Brhich hatte schon vordem bertreter gedroht, wenn noch einmal einer zur Stontrolle Mehrförderung von den anderen sabotiert werden würde. er ibm die Art ins Kreuz. Aus Wut Jm Baugewerbe des Saargebiets steht ein Streit bevor, da ber Wie die BS.- Korrespondenz berichtet, werden die Funktionäre fomme, schlage der Beraarbeiter am Sonntag in mehreren Reviertonferenzen zu darüber, daß man ihn jest wieder erwischt bat, warf er durch die Arbeitgeberverband die Forderung der noch in Mart entlohnten Ardem Schiedsspruch Stellung nehmen und damit zugleich zu dem Fensterscheibe feiner Backstube nach der Kontiolle, die auf dem Hofe beiter abgelehnt hat. Auch in der Industrie friselt és bedenklich, Brämiensystem. Wie die genannte Korrespondenz mitteilt, habe stand. Er kam dann heraus, doch als er merkte, daß er zwei Mann da die Teuerung jede Lohn- und Gehaltsregelung überflügelt. die linksradikale Seite eine sogenannte Reichslohntonferenz pro- bor sich hatte, lief er zurüd und schrie nach der Art. jeftiert, um gegen den Schiedsspruch Sturm zu laufen. Obschon der trolleure. die ihren 8wed erreicht hatten, gingen weiter, begleitet hoffnungslose Marksturz den Quertreibern Wasser auf die Mühle von gemeinen Beichimpfungen des rabiaten Gefegesverächters. Die leitet, ist zu erwarten, daß die große Mehrheit der Bergarbeiter Staatsanwaltschaft muß fich jetzt mit der Angelegenheit befassen. Aber auch die Kundschaft des Bädermeisters Brhich dem Schiedsspruch zustimmt. Allerdings wird sie auch zu neuen, durch die weitere Lebensmittelteuerung diffierten Forderungen fönnte dam beitragen, ibn darüber zu belehren, daß auch er fich Stellung nehmen müssen. an das Gesez. in diesem Falle das Nattbadverbot zu halten habe. Sat er soviel Arbeit, daß er sie in der dafür teftimmten Zeit nicht bewältigen fann, braubt er sich nur an den Arbeitsnabweis zu wenden. Arbeitslose Bädergehilfen gibt's aenug. Doch so oder so. Herr Brhich muß sich an Ordnung gewöhnen. Das Problem der Arbeitslosigkeit. Die Internationale Arbeitskonferenz in Genf nahm am 1. No vember den Abschnitt 5 des von der Unterfommission vorgeschlage nen Tertes des Artifels 393 des Versailler Vertrages über die Zusammensetzung des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes an. Danach beträgt die Amtsdauer der Mitglieder des Berwaltungsrates drei Jahre. Hierauf trat die Konferenz in die Besprechung der bereits mitgeteilten Rommissionsanträge zur Ar beitslosenfrage ein. Bu Buntt 2 tam es zu einer langwierigen Auseinandersetzung, da der südafrikanische Regierungsvertreter Smyth den letzten Teil des Bunftes 2 streichen wollte, in dem das Studium der Erzeugung, des Verbrauchs und seiner Schwankungen in den verschiedenen Kategorien der Güter gefordert wird. Die Ron Betriebsratswahlen in der Finanzverwaltung. Wegen der am 4. und 5. Dezember erfolgenden Bezirks- und Hauptbetriebsratswahlen für die Dienststellen der Reichsfinanzver. maltung, war am Mittwoch in den Musiker- Festfälen eine Verfammlung aller Angestellten der in Groß- Berlin zum Reichsfinanzministerium gehörenden Dienststellen. 3eiß vom Zentralverband der Angestellten berichtete zunächst über die schwierigen und schleppenden Verhandlungen über den ab 1. Oftober neu abzuschließenden Tarifvertrag für die Angestellten bei den Reichs- und preußischen Staatsverwaltungen, sowie über die für den Monat Oftober getroffene Gehaltsregelung. Reichsminister a. D..ffell nahm in längerer Rede gegen diefen Antrag Stellung und führte u. a. aus, daß diese Frage eine ber wichtigsten fei, die die Konferenz zu erörtern habe, da fie das Eine Entschließung fand einstimmige Annahme, wonach die materielle Dasein für Millionen von Arbeitern berühre. Emyth versammelten Angestellten der Finanzverwaltung erwarten, daß, habe gefagt, daß sein Zujazantrag nur redaktioneller Art jei. Dem 1. bei den schwebenden Tarifverhandlungen die sozialen Be. fönne er, Wissell, nicht zustimmen, sondern er glaube, daß der Zustimmungen hinsichtlich Mitwirkung der Betriebsräte und der faz eine wesentliche Aenderung der Resolution bedeute. Die ur- Beibehaltung des Paritätischen Ausschusses unverrückbar in den fprüngliche Resolution befage, daß das internationale Arbeitsamt Bordergrund gestellt werden; GARBATY DITTMANN YORK Berband der Kupferschmiede Deutschlands. Rollegen, bie noch keinen Stimmaettel zur Urabstimmung über die Berfchmelzung mit dem Deutschen Metallarbeiterverband haben, wollen fich biefen unter Borzeigung des Mit aliebsbuchs im Bureau abholen. Die Abstimmung wird am 11. Rovember gefchloffen. Zentralserband der Elafer, Sektion der Silfsarbeiter. Montag 7 Uhr Ber fammlung bei Lehmann. Erscheinen aller Rodegen ist Bflicht. Wetter bis Sonntag mittag. Zunächst mild und überwiegend be wollt mit Regenfällen, später langlam ausflarend und tälter. Berantwortlich für den rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin; für Anzeigen: Sh. Glode, Berlin. Berlag Borwärts- Berlag G. m. b.$.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruckerei u. Berlagsanftalt Baul Ginger u. Co.. Berlin, Lindenfit. 8 Sieran 1 Betlage. Bei Hautausschlag, Beinschäden ( Kram tadern) ist San.- Rat Dr. Strahls Haussalbe seit 100 Jahren ein mildes u. wirks. Mittel. Orig- Dose 85 a 155 M. Elefanten- Apotheke, Berlin SW Leipziger Straße 74 am Dönhoffplatz. Fernsprecher: Zentrum 7192. Erstklassige Herrenbekleidung Anzüge, Palefots, Schlüpfer, prima Stoffe Vollwertiger Ersatz für Maß:: Zivile Preise MAX FLUSS, Rosenthaler Straße 58 Stets Qualität! . Nr. 522 39. Jahrgang Beilage des Vorwärts Lache, Bajazzo Bajazzo.. I Sonnabend, 4. November 1922 auf Kosten der minderbemittelten Bevölkerung erfolgt, so daß die städtischen Berte sich nicht nur selber erhalten, fondern Hunderte von Millionen für die allgemeine Kämmereitage abwerfen. Wenn trotzdem der Finanzbedarf der Stadt ständig steigt, Ob unfreundlicher Regen som Himmel rieselt oder falter haben wir wiederholt Stellung nehmen müssen gegenüber Arbeit. Jo liegt das an der allgemeinen finanziellen und wirtschaftlichen EntHerbstwind durch die Straßen Berlins fegt, allabendlich fann man gebern, die aus Profitfucht heraus ihre Arbeiter in ganz beson- wicklung, gegen die ein sozial stischer Magistrat genau so machtlos auf einem freien Platz im Norden Berlins eine Polonaise be- derem Make auszunuzen. Wiederholt schrieben wir auch über das ist, wie ein deutschnationaler oder sonst bürgerlicher Berliner Mawundern. Das„ Anstehen", disse liebliche Errungenschaft des Krie- Elend der Bühnen und Filmtünstler. Was sich jedoch die Diret. giftrat. Wenn die bürgerlichen Parteien ihre Parole„ Keine Ausges, fönnen sich die Menschen anscheinend nicht mehr abgewöhnen. tion dieses Zirkus bei der Bezahlung der Artisten leistet, dürfte gabe ohne Dedung" nicht nur als demagogische Redens. schwerlich überboten werden. art gebrauchen, sondern sie ernst meinen, dann würden sie auch Ueberall wird noch angestanden, sogar an den Rotunden. An Eine furze Rostprobe. Wir geben nackte Zahlen, die für ihrerseits alles tun, um der Stadt die Herstellung eines finanziellen jenem Blag, auf dem früher die Refruten in die Mysterien des den Monat Oftober Geltung hatten. Die Ballettänzerinnen be- Gleichgewichts zu ermöglichen. Wie notwendig die Bewilligung der Militarismus eingeweiht wurden, stehen Menschen nicht nach Affet ziehen 3. B. eine Monatsgage von 3500 2., die Stafiftinnen erfett, Zucker oder Milch an, sondern geduldig warten sie, um eine halten pro Abend 40 M. Mit dem Auftreten allein haben sie diese von den bürgerlichen Parteien standalöserweise wieder in einem Eintrittskarte für den Zirkus löfen zu können, der dort seit Mo. horrenden Summen jedoch noch nicht verdient, benn an einigen Ausschuß begrabenen Gewerbesteuer ist, beweist die Uebersicht, die noten sein Domizil aufgeschlagen hat. So ein 3irfus ist ein recht Tagen der Woche müssen sie zur Probe erscheinen. Die Schau- das Nachrichtenamt der Stadt über den Mehrbedarf für das zweite eigentümliches Ding. Er mutet an wie ein Fossil aus einer anderen Spieler und Sänger werden mit 9000 m. monatlich abgefunden. Halbjahr des Etatsjahres 1922 gibt. Der Bisherige Clown, ein bekannter Künstler in seinem Fach, Der Mehrbedarf beträgt nur für den Kämmereihaushalt, also längst vergangenen Zeit, das sich der Zivilisation" zum Trok in erhielt in den Monaten Juli und August je 4500 m, vom 1. Sep- ohne die Werke, an Gehältern. Muhegehältern und Hinterbliebenendie schnellebige Gegenwart hinüber gerettet hat. Viele Menschen fember bis 8. Oftober erhielt er eine Monatsgage von 5500 21., bezügen 3389 millionen, an Bergütungen 1245 Millionen, an Löhnen möchten den Zirkus nicht missen. Dort erfreuen sich die Urenkel und von diesem Zeitpunkte ab eine solche in der Höhe von 6500 m. 2115 Millionen, an sächlichen Ausgaben 4250 Millionen und an neuen genau an denselben Künsten und Grotesken, an denen sich bereits Der vom Arzt frant geschriebene Clown wurde dann nach einer Aus. Wohlfahrtsausgaben 208 Millionen, das sind im ganzen 11 207 Milihre Urgroßeltern ergözt haben. Es riecht kräftig nach Pferden. einandersetzung fristlos auf die Straße gefeßt. Der fleine originelle lionen. Die Ausgaben verringern sich durch Kohlenersparnis infolge Die im Zirkus auftretenden Artisten, einen starken Schuß Zigeuner. August, der den Berlinern aus dem Zirkus Busch bekannt sein der Winterfer en in den Schulen um 60 Millionen, durch Einstellung blut in ihren Adern, sie lieben ihr Handwert und leben von ibm dürfte, erhält das fürstliche Monatsgehalt von 3000 m. Sein begonnener Bauten um 50 Millionen, durch verschiedene sonstige Bartner, ein Ciliputance erhält 1500 m. Die 3irfusarbeiter be. Minderausgaben um 20 Millionen. durch Vereinfachung des Bureauschlecht und recht... aber mehr schlecht. ziehen bei mehr als achtstündiger Arbeitszeit einen Tagelohn von wefens um 100 Millionen, zufammen um 230 Mill onen. Es ver= 200 m. Sämtliche Artisten usw. müssen natürlich zu den Proben bleibt eine Mehrausgabe von 10 977 Millionen. Hiergegen werden rscheinen, außerdem haben sie vor der Borstellung dem Publikum Mehreinnahmen erwartet: Aus dem Reich seintommen die Plätze anzuweisen. So unerhört wie die Bezahlung der Artisten steueranteil 2875 m lionen, aus der von den Stadtverordneten ist, genau so unerhört ist aber auch das Auftreten des Direktors, zunächst abgelehnten Erhöhung der Gewerbesteuer 1185 der sich durch traffe Unternehmerallüren auszeichnet. Er regiert Millionen, aus der Betriebssteuer 4 Millionen, aus der beschlossenen sein Bolt nach der Parole:„ Wer nicht pariert, fliegt." Wer mehr Grundsteuererhöhung 133 Millionen, aus der Kopfiteuer 300 MilGehalt fordert, dem wird in schroffer Weise bedeutet, daß er lionen, aus fonftioen indiretten Gemeinde steuern 504 gehen fünne, wenn ihm die Bezahlung nicht passe. Und die Künstler Millionen, aus Gebühren 250 Millionen, aus den Ueberschüssen der und die Artisten duden sich und hungern. Ein anderweitiges Gaswerte 80 Millionen, der Elektrizitätsmerke 128 Mill onen, der Unterfommen für sie ist sehr schwer und dazu kommt noch, daß sie Wasserwerke 10 Millionen, der Güter 40 Millionen, aus den Vormit ihrem Beruf fest verwachsen find. Solidarität scheint das schüssen und Zuschüssen des Reichs und des Staates für die Be Zirkusuölichen faum zu fennen. Wie blutiger Hohn muß es aber amtenbesoldung und für die Angestelltenvergütungen 2921 Mionen, wirken, daß diese Direktion, die die Artisten in so geschilderter Weise zusammen 8430 Millionen. Hiernach verbleibt zunächst ein Fehl= ausbeutet, auf der anderen Seite namhafte Beträge für die Jugend- betrag von 2547 millionen. deffen Deckung der Stadt aus pflege einem Bezirksamt gestiftet haben soll. Sozialer wäre es, eigener Kraft und bei der jeßigen Steuerverteilung nicht möglich ist. wenn die Diref ion zuerst ihre Angestellten menschenwürdig be- Bu einem großen Tel seht sich der ungeheure Mehrbedarf aus zahlen würde. Diese Art von Wohltätigteit, auf Rosten hungernder, Positionen zusammen, denen gegenüber der Magistrat vollkommen ausgebeuteter Menschen ausgeübt, nerdient schärffte Kritik und Ab- machtlos ist. Während die Zahl der Hilfskräfte in der Rämmerci lehnung. verwaltung genau wie die Zahl der Arbeiter und Angestellten in den Betrieben im laufenden Jahre um Tausende vermindert worden ist, besteht feine Möglichkeit, Beamte zu entlassen, solange das bestehende Beamtenrecht die Unfündbarkeit enthält. Da die bürgerlichen Parteien auf diesen Bunft des Beamtenrechts aber besonders großes Gewicht legen, so wäre es ihre Aufgabe, dann auch für die Kosten aufzukommen, die sich für die Gemeinden daraus ergeben. Bor neuen Straßenbahntarifen? Jn und hinter der Manege. d Bei allen seinen Borstellungen hat dieser Zirkus ein vollbe. festes Haus. Das Bublifum refrutiert sich aus in fünstlerischer Hinsicht sehr anspruchslosen Kreisen. Gewöhnlich kommt die ganze Familie angezogen, um dankbar und beifallsfreudig das Gebotene entgegenzunehmen. Jedes Plätzchen, auch die Trampelloge, ist befeßt, wenn ein schwindsüchtiges Glöcklein durch sein Bellen den Beginn der Borstellung anzeigt. Pferde flizen im Kreise herum, machen gehorsam rechts und links herum fehrt, traben zu Paaren oder zu Dreien und verabschieden sich vom Publikum durch artiges Balanzieren auf den Hinterbeinen. Ihr Wirten für die Landwirt fchaft wird durch lange Rechen gleichmäßig in den Manegensand verteilt vorbereitende Arbeit für eine fünftige Laubenkolonie. Dann kommen die Clowns und zeigen ihre grotesten Künfte. Das Bublifum lacht und lacht immer wieder, selbst wenn es diese Späße zum zehnten Male sehen sollte. Artisten vollführen am schwingen ben Trapez, vor Absturz geschüßt durch ein riesiges Fangneß, ihre halsbrecherische Arbeit. Als neugieriger Mensch wirft man während der Pause einen Blid hinter die Kuliffen. Zwischen den Wohnwagen befindet sich ein kleiner freier Platz. Bor Kält: zitternd, Jeden Abend wird der bunte Flitter bewundert, werden die in dünnen Flitterkleidern oder fantastischen Wild- West- Uniformen warten hier die Darsteller auf den Fortgang der Vorstellung. Alles Leistungen beifällig aufgenommen und die Clown päße belacht. bunt durcheinander: Neger, Mischlinge, Greise, Kinder, junge Mäd. Jeden Abend betreten die Darsteller lächelnd die Manege, aber chen, reife Frauen und Männer, die man von der Filmbör'e her hinter dem Lächeln grinst das furchtbarste Elend. Mit Hunger in fennt. Hinter der Schminke und dem Buder erkennt man unschwer den Därmen arbeiten" die Artisten und mit Hunger in den Därmen in den Gesichtern Linien, die nur das Elend, der schwere Kampf werden sie ihr elendes Nachtlager aufsuchen. Die Tragödie, die sich um das tägliche Brot mit harten Griffeln zeichnen. Frühreife hinter all tem Firlefanz verbirgt, ift größer als sich mancher der Burschen mochen zotige Bize, faum erblühte junge Mädchen er Besucher träumen läßt. Der kleine August, der einst bessere reits in der kommenden Woche mit einer abermaligen Erhöhung Zu der Meldung, daß sich die städtische Berkehrsdeputation be zählen von Wanderungen auf den Seitenpfaden der Liebe. Nach fura'r Bause geht dann die Pantomime, teils über die Bretter, die Tage gesehen haben mag, unterhält das Publikum mit seinen des Straßenbahntarifs beschäftigen wird, erfahren wir, daß die die Welt bedeuten sollen, teils über den Sand der Manege. Das Späßen, und ruht sich dann aus für die Arbeit am nächsten Tage, fortschreitende Geldentwertung und die damit Schauftüd, das als„ Schlager" gepriesen wird, ist übler Schund, nicht in einem Bett, sondern in einem Roffer, dessen Boden bundene Ausgabenfteigerung für Materialien, Strom und Löhne übernommen aus den bekannten bunten Heften, die die Jugend mit einer Handvoll Stroh bedeckt ist. Nun ja, er erhält ja monatlich die baldige Einführung des 30- Mart.Tarifes notvergiften und ihre Sinne erhitzen. Wird der Kampf gegen die 3000 m., er muß Späße machen, dafür wird er ja schließlich be- en dia machen wird, da ein selbst noch so kurzes Provisorium Schundliteratur gerade in diefen Lagen deshalb geführt, daß in zahlt. Sollte ihm auch das Herz bluten, oder er eines Tages wie Jugendvorstellungen Schund plastisch den Jugendlichen und Kindern einer seiner Kollegen vor Hunger in der Manage zusammenbrechen Da tritt zum Beispiel ein Kaiser auf, der und dem Erdenzirkus Balet sagen, bis dahin verlangen Direktion zum Tode verurteilt ist und der, da bekanntlich alle Staifer außer und Bublifum:„ Lache, o lache Bajazzo!..." ordentlich mutig sind und lieber sterben als fliehen, sich stolz„ abfillen" läßt. Genau so mutig und männlich handelt sein Adjutant der anscheinend teine blaue Brille und feine Fahrkarte nach Schweden in seinem, Besitz hatte. Das Mitwirken von Kindern beim Film wird bekanntlich streng überwacht. Ob das Mitwirken von unter ernährten Kindern bei diesem Manegeschauftüd nicht ebenso ver. terblich ist, dürfte keine Frage sein. Schlaf wäre diesen bedaueraswerten Kleinen dienlicher. gezeigt werden soll? Die Kehrseite der Medaille. In dieser Zeit der rasenden Geldentwertung, in der es der bestorganisierten Arbeiterschaft nicht gelingt, ihre Einnahmen dem Abruisch der Mari anzupassen, in dieser Seit der größten Profite 6] Die Welt ohne Sünde. Der Roman einer Minufe von Bidi Baum. ,, Aus dem Wert." ,, Daher also. Ja, Sie fennen das Wert, Sie haben es ja aufgeschrieben. Und- Linde- glauben Sie auch an das Wert fagen Sie mir das, Linde- glauben Sie an die Welt ohne Sünde?" Ich bin ja dumm sagte die Linde.„ Ich verstehe wenig davon. Weil Sie es fagen, glaube ich daran" ihre Finger zudten ein wenig dabei, denn dies war nun ein Geftändnis, aber er hörte es nicht. Ja. Ich glaube daran," sagte sie fester. Bürgerliche Steuermoral. Dugend und aber dugendmal hat die bürgerliche Bresse und. haben die Wortführer der bürgerlichen Parteien im Wahlkampf und nach ihrem fiegreichen Einzug in das Rote Haus kategorisch verlangt, daß mit der städtischen Finanzwirtschaft rücksichtslos gebrochen wer den müsse. Reine Ausgabe ohne Dedung", unter dieser Parole follten die Finanzen der Stadt gefunden. Tatsächlich find auch alle Tar ferhöhungen bei den städtischen Werten jederzeit prompt ,, Sie haben ein Fest," sagte die Linde noch leiser und fentte den Kopf auf den Lautenhals. ,, Ein Fest!" schrie Anselmus.„ Ein Fest! In dieser Nacht? Heute ein Fest! Isabell! Isabell!" Er warf die Arme hoch, riß sich empor und taumelte über die Treppe. Das Kind erwachte, es drehte seine weißen Augapfe! im Krampf nach der Seite, der fleine Mund begann zu zucken. Die Linde nahm seine Hände und löste still und mit Kraft die vertrampften Finger und dann legte sie sich mit ihrer ganzen Wärme über das kleine magere Körperchen, ihre Lippen an feine, ihre Brust an feine, ihr Herz an feines. Das Grammo phon spielte einen Marsch... ber= eines 25- Mart- Tarifes den gegenwärtigen Verhältnissen nicht entgrößern würde. Nur vom rechnerischen Standpunkt aus betrachtet, sprechen und die finanzielle Notlage der Straßenbahn nur noch vermürde die augenblickliche Morfentwertung bereits einen 50- Mart Tarif rechtfertigen, da die mittlere Teuerung gegenüber den Friedenspreisen bei der Straßenbahn bereits das Fünfhundertfache überschritten hat. Hochbahn und Omnibusgesellschaft dürften dem Borgehen der Straßenbahn ebenfalls mit weiteren Tarijerhöhungen Folge leisten. Der Stellvertreter im Gefängnis. Das Schwurgericht des Landgerichts III hatte sich mit einer Anklage zu beschäftigen, die eines komischen Beigeschmacks nicht entbehrte. Es handelte sich um einen Borfali, der schon häufig Komödierstoff abgegeben hat. Der Schneidermeister Gien at war vom Schöffengericht wegen Unterschlagung zu einem Monat Cefängnis verurteilt Isabell war schön. Sie war Frau zwischen diesen Berwischten, in einem Maß, das den Atem benahm. Sie hatte lodiges Haar und ihre fein und glatt gerundeten Nasenflüge zudten in einer ganz besonderen Lebendigkeit. Sie hatte nackte Schultern, außerordentlich nackte und zarte Schultern, jeder Finger an ihrer Hand sah nackt aus; fie trug nicht die Einheitskleidung, sie hatte ein brennend blaues Stüd Samt, irgend einen Borhang oder etwas ähnliches unter den Armen durchgezogen und mit einem Zipfel über die Schulter gesteckt.. nach Art der spanischen Tänzerinnen. Sogar Schmuck trug sie, irgendein unerklärliches und glitzerndes Ding aus Glas und Blech, das den Vorhang zusammenbielt. Sie hatte eine Rette aus meinen Bohnen um den Hals und im Haar ein blumenhaftes Ding aus blauem Dütenpapier. Sie lachte, aber sie schien nicht berauscht. Dies war Isabell. Was Anselmus fah, wie eine unglaubwürdige Bision ,, Rönnen Sie im Dunkeln schreiben, Linde? Wir müssen des Hungerfiebers fah, als er die Tür des fleinen Saales auf- ,, Guten Abend, Anselm!" rief fie mit ihrer klingenden es heute fertig schreiben. Wenn wir zugrunde gehen, dann riß, war dies: Stimme über den Lärm weg; ,, du bist eingeladen! Wir haben muß das Wert bleiben. Oder ist es möglich, daß es nicht so Der Saal war erleuchtet. Die ganze Stadt starb, ertrant es herrlich!" Sie hatte wunderbar geschwungene Mundwinkel lange lebt wie das Gedicht? Ist das möglich, Linde? Rönnte in Finsternis, aber der Saal war hell erleuchtet. Es brannten und ihre Lippen waren rot; sie war die einzige, die noch Blut bas ganze Wert, alle Gedanken und Gesetze umkommen und in vielen leeren Flaschen Azetylenflammen, Licht von einer in den Lippen hatte. Anselmus starrte sie an, er spürte Raserei diese sechs Zeilen von den Wipfeln und der Ruhe übrig blei- blauen und schneidenden Schärfe, in die unwahrscheinlich und Schwäche zugleich in sich und wieder begann seine Stehle ben? Dente es aus: Sie erschießen mich und die Freunde, schwarze Schatten geriffen waren. Die Köpfe, Gefichter, dies leere und frampfhafte Schlucken. verbrennen das Werk, vernichten den Bedanken. Aber das Rind lassen sie leben, fie werden ja feine Kinder töten, Linde, das werden sie nicht. Und einmal, wenn er groß ist, mein Junge und durch die Wälder geht, die es dann wieder geben wird, da fällt es ihm ein, das Lied, das ihm jemand sang, an den er sich nicht erinnern fann, in einer Nacht, die er vergeffen hat: und dann lebt es wieder. Ging es noch einmal. Linde, das von der Ruhe." Menschen waren ganz aus diesem schneidenden Blauweiß und unwahrscheinlichem Schwarz geschnitzt. Sie lagerten um einen Tisch, der mit weißem Bapier bedeckt war. Auf dem Bapier standen Flaschen, Gläser, Schüsseln, Teller. Die Schüffeln und Teller waren gefüllt. Die Schüffeln und Teller waren gefüllt. Was ist hier los?" fragte er mit einem Laut, der in der Mitte entzweibrach. Bernwarb hob ein Glas und rief: Dein Wohl, Bäterchen, allerherzlichst dein Wohl. Du siehst hier die Armee der Besitzenden, sozusagen und gewissermaßen zwar nur, aber immerhin! Du fiehst hier eine folenne Abend unterhaltung mit Musik und Tanz im Stil von achtzehnBigarren?- auf einer Stifte tobte das Grammophon. Die die Tracht dieser Zeiten gewiffermaken. Men bead te Details In der Luft schwamm Zigarrenrauch gab es denn zwanzig. Man betrachte mein durchaus stilechtes Kostüm, Er legte sich wieder hin auf die kleine Kinderhand und Menschen um den Tisch hatten Totengelichter, wie alle in der wie meine Strümpfe! Men bemerke die Königin des Festes schloß die Augen; er war unfäglich, unfäglich müde und hatte in ihren forblofen Ritteln, Hofen, Stiefeln; fie waren alle und tre sonstiges in diefer Nacht des Heils! Mit einem Bort: Stadt, Männer und Frauen maren fhmer zu unterscheiden in ihrer unvergleiblichen Robe! Man freffe, faufe, rauche noch Grokes vor. Die Linde nahm wieder die Laute; aber im berauscht fie fchrien, lachten, tobten wie das Grammophon. Man lehe hoch!" gleichen Augenblit geschah etwas, das fonderbar und er Sie hatten negelsen. Die Fenster waren mit fonderbaren Er ftürate das Olas um, daß lüffigkeit in feine aufge schreckend war. Es fem ein Laut durch die Decke vom Saal riden und Deden verhängt. Am Ende des Tishes fa ein riffene Manhöhle flok, ein oder Staffee. Anselmus Rehle herunter, ein langgezogener Laut non fhneidender, gewöhn Mensch unbetimmbaren 21ers und fachte gens hoch, wie ge- fingerte. Sabell mar fton neben ihm mit ihrer haut un liter und fast grauenvoller Luftigkeit; ein narren. irren, fiheft. Es war nicht eigentlich ein Menich, wie all die andern ihrer märme und hielt ihm elmas en den Mund. Er tron Freischen. Singen unbegreiflich in der Stille der Stund. mimmeinden und unbeftimmbaren Mefen; es war ein Ferr. Hast du Hunger?" fragte fie vergnügt. Er trug teinen Kittel, fondern einen Anzug aus hellem Stoff, Dar lächelte er nur; fie ftopfte ihm etwas Sonderbares einen Anzug, nach der Mode irgendeines Jahres gefchnitten. in den Mund, etwas, das füß war und schmolz und nach er trug nagelneue braune Lederschuhe, er trug Seidenstrümpfe. Rindheit schmedte. Er runzelte die Brauen. Schokolade Das Azetylenlicht riß alle Einzelheiten ins Helle. Dieser Herr, dachte er. Mit einemmel wurde er ganz hart und straff. diefe ganz und gar fieberhafte Erscheinung war Bernward, Bo habt Ihr das alles her?" fragte er heißer. Anfelmus Freund und Widersacher. Hinter ihm stand Isabell. ( Fortlegung folgt.) Das Rind adte auf. Was ist das?" fragte Anfelmus. „ Sie haben ein Grammophon cben," flüsterte die Linde. Sie? Wer?" rief Anselmus und prekte die Hand an die Schläfen, so gespenstisch quälte ihn dieser Laut einer( Sngst zerfallenen Welt. worden. Als er mitten in der besten Konjunktur war, erhielt er die feine erfolgreichen Bemühungen um die Aufnahme deutscher Kinder Aufforderung zum Strafantritt. Der fluge Schneidermeister wußte in Dänemark sich den Ehrennamen eines Vaters der Kinder" erfich jedoch zu helfen. Er schickte statt seiner seinen 20jährigen worben hat und vielen Berliner Kindern auch aus der für sie von Gesellen Bernid, der bereit war, die Strafe für seinen Meister den dänischen Genossen veranstalteten Weihnachtsbescherung schon abzufizen, nachdem er einen Anzug gratis bekommen hatte. bekannt ist. Von Häußler und seine fünf Frauen. Der Prozeß verlagt. Weitere Brifettfreigabe. Das Koblenamt teilt mit: Mit Wirfung vom 1. d. M. werden auf Koblenbezugsscheine aller Art in Brifetts weitere 20 Proz., in Steinfohlen. 10 bis 20 Proz. freigegeben. " Die weltliche Schule. Von Mar Franz. Sie heißt auch Freie Schule", behördlich nennt man fie Der Gefelle begab sich in Begleitung der Ehefrau seines Meisters An der Durchführung in Berlin sind das Rote Kreuz" und die Sammeltlassen der vom Religionsunterricht befreiten Schulins Gefängnis, wo er von seiner angeblichen Frau unter Tränen zuständigen Bezirksjugendämter beteiligt. Zur Unterbringung der finder". Neuerdings, nachdem die Behörden sich der Berührenden Abschied nahm. Im Gefängnis legitimierte er sich mit Rataoverteilungsstellen hat man Räume benutzen müssen, die sich den Papieren feines Meifters. Bernid hat tatsächlich die Strafe für gerade boten, im Bezirk Wedding" einen Saal des Gemeindehauses wegung nicht mehr so fest entgegenstemmen, heißt sie:„ Pädadiesen abgesessen, der ihm sein Los dadurch zu erleichtern suchte, daß der Versöhnungskirche" in der Bernauer Straße, im Bezirk gogische Versuchsanstalten im Sinne Pausens nach Hamburger er ihm reiche Lebensmittelpakete schickte. Der Schwindel wäre auch Friedrichshain" den Versammlungsraum eines„ Christlichen Ver- Muster". Also auch hier ist man sich über den Begriff„ weltgeglüdt, wenn nicht der böse Zufall dem Schneider einen Strich eins junger Männer" in der Fruchtstraße, im Bezirk Kreuzberg" liche Schule" noch nicht klar, was ja bei der augenblicklichen, durch die Rechnung gemacht hätte. Gerade als nämlich der Gefelle das Kinderhortzimmer der Gemeindeschule in der Skalizer Straße. dem Fortschritt fast gar nicht geneigten Besetzung aller in aus dem Gefängnis entlaffen werden sollte und sich in Begleitung Gestern wurden die dänischen Kataostuben" mit einer kleinen Frage kommenden Stellen, von der Schuldeputation bis zum des Wachtmeisters zum Sefretariat begab, um feine Papiere in Feier eröffnet. An ihr beteiligten sich unsere zurzeit in Berlin Ministerium hinauf, nicht anders möglich ist. Empfang zu nehmen, begegnete ihm ein Bekannter, der ihn mit seinem weilenden dänischen Freunde mit dem Abgeordneten Genossen Wenn auch schon oft über weltliche Schulen geschrieben richtigen Namen ansprach. Das machte den Wachtmeister stugig. Nielsen der Kopenhagener Bürgermeister Christensen, GeNunmehr hatten fich Bernid und Gienat wegen schwerer Urfunden- noffe Svendsen vom Vorstand der Generalfommiffion der und geredet worden ist, so herrscht nicht nur in Arbeiterkreisen fälschung, begangen durch Herbeiführung falscher Eintragungen in dänischen Gewerffchaften, Redakteur Genoffe Jörgensen von noch eine ziemliche Unflarheit über die Frage: Was will denn öffentlichen Registern, zu verantworten. Die Geschworenen ver- unserem Kopenhagener Parteiblatt und andere, ferner Bertreter der die weltliche Schule? Diese Frage wird selbst aufgeworfen von neinten die Schuldfrage nach Urfundenfälschung und sprachen die genannten Bezirksämter und Bezirksjugendämter, des Roten denen, die im öffentlichen Leben stehen, angeblich die Sache Angeklagten lediglich der Begünstigung schuldig. Das Urteil lautete Kreuzes", des Wohlfahrtsministeriums. Auch die Gattin des Reichs im Auge behalten" und infolgedeffen doch wenigstens die gegen B. auf 5 Monate Gefängnis, die durch die Haft für präsidenten Ebert und vom Vorstand der Vereinigten Sozialdemo- Grundzüge der weltlichen Schule kennen müßten. Diese Frage verbüßt erachtet wurden, und gegen G. auf 9 Monate Ge- fratischen Partei Genoffin Juch a cz waren unter den Gästen. Den in ein paar Sägen zu beantworten, wird selbst Autoritäten fängnis. Die Angelegenheit wird noch ein gerichtliches Nachspiel versammelten Kindern, die durch die Schulen ausgesucht werden, jah nicht möglich sein, dazu ist das gesamte neue Erziehungsgegen die beteiligten Gefängnisbeamten haben, die beschuldigt wer- man es an, wie sehr die Unzulänglichkeit der Ernährung ihre förperliche Entwicklung beeinträchtigt hat. In der Bernauer Straße problem ein zu großes. Wir Schulreformer wollen in der den, von der Täuschung gewußt zu haben. begrüßte der Brandenburgische Landesdirektor v. Winterfeldt Neuen Schule" so nennen wir die weltliche Schule- ein als Borfigender vom Roten Kreuz" die Kinder und die Gäfte mit neues Geschlecht heranbilden. Die weitere Frage lautet natureiner Ansprache, die auf das Liebeswerf der Dänen hinwies. In gemäß: Wie wollt Ihr das machen? Da haben wir erstens der Fruchtstraße, wo die Räume mit den dänischen Landesfarben die gemeinsame Erziehung von Knaben und Mädchen im Vor dem Schwurgericht des Landgerichts I hatte sich der geschmückt waren, fand eine Schlußfeier statt, bei der auch Genosse Unterricht. Dem Wilden, Unbändigen der Knaben soll das Nielsen das Wort nahm. Bezirksstadtrat Kloth dankte unseren 3arte, Sanfte der Mädchen entgegengestellt werden. Und Bureauvorsteher v. Häußler wegen seiner Namensbeiraten, von dänischen Freunden, deren Hilfsbereitschaft die Bölker ver- warum sollen die beiden Geschlechter nicht im Unterricht beibenen wir bereits berichteten, zu verantworten. Unter den Zeus föhnt und verbindet. Die Antwort Nielsens betonte, ginnen befanden sich nicht weniger als fünf Frauen des daß die Dänen durch diese Kinderhilfe zum Wiederaufbau sammen sein, wenn sie in der Familie zusammen leben, eng Angeklagten, die sämtlich den Namen v. äußler tragen. Deutschlands beitragen wollen. Kinder dankten ihnen in Ge- beieinander wohnen! Sweitens ist an der„ Neuen Schule" die Daneben führen noch eine Reihe von Frauen die Namen einer dichten, die sie vortrugen. In ein von der Bezirksstadträtin Prügelstrafe abgeschafft. Wer heute noch für deren BeibehalGräfin von Einsiedel, von Waldenburg, zwei Frauen Demmning ausgebrachtes Hoch auf die dänischen Freunde tung eintritt, beweist damit feine Unfähigkeit als Lehrer und tragen den Namen Baronin von Ahiften, andere wieder den stimmten die Kinder jubelnd ein. Erzieher. Der Lehrer darf dem Kinde nicht vorschweben als einer Gräfin von Strachwig, Gräfin von Harden- Dieses Liebeswert soll auch auf einige mitteldeutsche Städte ein Mann mit dem schwingenden Bakel. Er soll der Freund berg, von Seydlig und andere. Der Angeflate v. äuß ausgedehnt werden. Es ist ein Teil einer größeren unter sein, der Vertraute, ein Vater, die Lehrerin eine Mutter, bei Ier hat die Schließung von Namensehen geradezu gewerbs tügungsaktion, die von Dänemark aus geplant wird. denen das Kind mit allen feinen Möten und Freuden Verständ mäßig betrieben. In der kurzen Zeit von einem Jahre hat er fünf Ehen geschlossen und sich gleich wieder scheiden lassen. Die nis findet. Der Stock als Erziehungsmittel erzeugt Furcht und schnelle Trennung bewirkte er dadurch, daß er sich durch gefälschte bösen Willen und ertötet alles selbständige Denken und HanPapier: als Kriegsteilnehmer ausgab und so die Kriegstrauung bedeln. Aus Furcht vor Strafe sitzen dann die Kinderartig und wirkte. Außerdem hat er aber noch eine Reihe von Helfershelfern brav" und warien, bis sie gefragt werden. Grundfalsch ist es gehabt. Mit Hilfe des geistestranten Apotheters Wolf schloß er ebenfalls mehrere Heiraten, und zwar benutte er dazu den Namen Nationalistische Schriftenheze in Potsdam. Der Chefarat des auch, wenn die Eltern schon vor der Schulzeit ihren Kindern seines vor 5 Jahren verstorbenen Bruders. Die Frauen, die den städtischen Krantenhauses in Botsdam, Stadtverordn. Dr. Schmidt, mit der Schule drohen. Wenige von uns sind ja deswegen Adelsnamen erwarben, waren eine Bardame, ein Sittenmädchen brachte gestern in der Potsdamer Stadtverordneteniizung gerne und freudig zur Schule gegangen. Gewiß gibt es Kinder, und andere Frauen aus ähnlichem Milieu. Die Entschädigun- die Anfrage ein, ob dem Magistrat bekannt sei, daß im städtischen die sehr schwer ohne Strafe zu erziehen sind, und denen nach gen, die ihm gezahlt wurden, bewegten sich zwischen 3000 Werner- Alfred Bad seit Wochen Flugblätter auslägen, deren gegnerischer Ansicht die Weisheit eingebläut werden muß. Ein bis 5000 m. Mit Hilfe eines geiftestranten Kaufmanns Riege Inhalt schwere Schmähungen der Regierung und einzelner Volts. Lehrer der Neuen Schule" wird sich dieses Kindes besonders wurden drei hen zu gleicher Beit geschlossen. Bei den schichten enthalten. Die Blätter seien vom Deutschvölkischen Schuß- und mit Liebe annehmen, denn wie oft sind nur seelische Leiden Fälschungen und Eheschließungen war dem Angeklagten von H. und Trutzbund( der doch angeblich aufgelöst ist. D. Red.) aus- des Kindes die Ursache. Machen sich aber doch geistige Defekte die Malerin Anni von Hohendorff geb. Bugar und der dritte gegeben worden. Bürgermeister Reicher versprach, sofort dahin zu bemerkbar, so gehört das bedauernswerte Kind eben in eine Angeklagte Mar Danziger behilflich. Bor Eintritt in die Ber- wirken, daß alle Flugblätter, gleich welcher Richtung, aus der Anstalt und wird nicht als dumm, faul und verstockt angesehen, handlung stellten die Gerichtsärzte Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Badeanstalt verschwinden. womöglich noch geschlagen. Oft bedarf es nur ein wenig Liebe Straßmann und Medizinalrat Dr. Etörmer fest, daß die Die Bezirksverordnetenverfammlung des Bezirksamt 7( Char- und Freundlichkeit, um einen ganz anderen Menschen wachsen Angeklagte v. Ho hendorff nicht verhandlungsfähig fei. Die An- lottenburg) wählte in ihrer legten Sigung einen befoldeten Stadt zu laffen. Drittens ist und das führet die Gegner meistens getlagte ist auch in Leipzig wegen der gleichen Bergehen der Dop- rat an Stelle des ausicheidenden Herrn Glud, der nach Stiel über ander Religionsunterricht im fonfesionellen Sinne ab pelehe, der fchweren Urkundenfälschung und des Betrugs zu drei fiebelt. Als Kandidaten famen in Betracht Genosse Albert Sorlis geschafft. Man verwechsle hier nicht Religion mit Ronfession, Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Unter der Bucht dieses und Magistatsrat 8immermann. Die Demokraten hatten abUrteils iſt fie vollkommen zusammengebrochen. Sie hat eine Reihe gelehnt, für unseren Kandidaten einzutreten und wählten gemein zwei grundverschiedene Begriffe. Wie war und wie ist es denn von Selbstmordversuchen unternommen. Der Sachver- fam mit den Rechtsparteien Zimmermann. Auf diese heute noch in der alten Schule? Konfeffioneller Religions ständige stellte den Antraa, die Angeflagten v. 5ohendorff und Weise erhielt unser Kandidat 18 Stimmen, während der Kandidat unterricht wird erteilt, diese gelehrte Religion als alleinfelig Danziger auf ihren Geist es zu ft and in einer Srrenanstalt der Rechten 38 Stimmen erhielt. Hätten sich die Demokraten dazu machend hingestellt, und wehe dem, der dagegen opponiert. Leobachten zu laffen. Das Gericht befchloß daraufhin, die beiden entfchließen fönnen, für unseren Kandidaten einzutreten, so wäre Wie ist es denn aber in Wirklichkeit? Der bisherige Religions Angeklagten in die Irrenabteilung der Charité überführen zu lassen dieser mit 3 Stimmen Mehrheit gewählt worden. unterricht hat nicht vermocht, die Menschen zu dem zu machen, und vertagte die Verhandlung auf unbestimmte Zeit. was Chriftus mit seiner Religion gewollt. Tagtäglich wird über die Verwahrlosung der Jugend und über die Schlechtig feit der Menschen gezetert von denjenigen, die diesen Men Eine Delegiertenveresammlung des 1. Kreises vom Arbeiter fchen acht Jahre lang Religion beigebracht haben, selbst mit Turn und Sportbund beschäftigte sich am Donnerstag mit dem Stock. Bon jeher haben Kirche und Schule die Menschen den Verhältnissen, die in der Turnbewegung Platz gegriffen haben. im Abhängigkeits- und Untertanengeist erzogen, die„ göttliche Der Kreisvorsitzende Reichert sprach zum Thema:„ Erdrosselung ber Arbeiter- TurnGutscheinausgabe für Brennstoffabgabe. Die Ausgabe der Weltordnung" als unwandelbar vorgemalt, das Gottesgnaden und Sportbewegung durch den Berliner Magistrat". In letzter Zeit, so führte der Redner aus, haben sich auf Gutscheine des Zentralwohlfahrtsamtes der Stadt Berlin von tum der Kaiser und Könige gefördert und gefestigt, und nur in der Sportbewegung Verhältnisse von fatastrophaler Wirkung ein- den Lagerpläßen der Berliner Brennstoffzentrale zu berabfolgenden den Trost auf das beffere Jenseits gehabt. Die größte Schmach geschlichen. Die Turnhallen miete ist ab 1. november be- Brennstoffe wird bis zum 7. November einschließlich verlängert. haben aber die Verfechter der sogenannten christlichen Religion trächtlich erhöht worden. Für eine Doppelstunde müssen wir Die Eltern der weltlichen Schulen von Neinickendorf werden auf sich geladen, indem sie mit allen Mitteln für den Krieg jekt 950 m. bezahlen. In Magistratstreifen besteht die irrige An- zu einer Bersammlung eingeladen, die am Montag, den 6. November, in gearbeitet haben. Hat doch ein sehr bekannter Pfarrer gesagt, ficht, daß unsere Mitglieder durch Erhöhung der Beiträge diese der Aula der 6a. Schule in der Holländer Straße stattfindet. Tagesordnung: er danke Gott auf den Knien, daß er diesen Krieg geschickt hat. Summe aufbringen können, wenn aber noch heute Stundenlöhne und eine Einführung als Unterricht an den 4a. und 6a: Schule. Ferner: Diese Art Religion muß dem Volte nicht erhalten bleiben. Vortrag des Herrn Lehrers Waldowski über Esperanto als Belthilfssprache pon 35 M. den Arbeitern und somit einem Teil unserer Mitglied- allgemeine Schulfragen wie Kälteserien, Lernmittelfragen und fünftige Wir wollen, daß unsere Kinder Religion handeln lernen. schaft gezahlt werden, so dürfte diese Ansicht wohl hinfällig sein. Stellungnahme zum Gemeinschaftsunterricht. Religion täglich und stündlich, aber im Sinne der MenschenUnsere Eingaben an den Magistrat find bis jetzt noch nicht beantliebe, der Gemeinschaft, der Achtung vor dem Mitmenschen wortet worden. Die Staatsbeihilfe, die wir in der Höhe ( nicht Untertänigkeit), das sollen unsere Kinder lernen, das ist Don 800 bis 1200 m. erhalten, muß als Bagatelle bezeichnet werden, um so mehr, als die Christlichen viel höhere Beträge eroberstes Gesetz der Neuen Schule". halten. Weiter wandte sich der Redner gegen die Belegung der Spielpläge durch Zirkusunternehmen. Bom Magistrat müssen wir verlangen, daß wir die Turnhallen weiter zu den alten Bedingungen erhalten. In der Diskussion betonte Dehl schläger, daß man die Arbeitervertreter im Magiftrat für die Arbeiterturnbewegung intereffieren müsse. Stühm empfahl im Hauptausschuß rege mitzuarbeiten. Angenommen wurde schließlich ein Antrag, der den Magistrat ersucht, seine Forderungen zu revidieren, weiter gelangte ein Antrag zur Annahme, der die Zahlungseinstellung der Turnhallen miete perlangt Morgen, Sonntag, den 5. november: folange, bis der Magiftrat bie Berhandlungsfommission empfangen( Bannfeebahnhof). Wahlsdorf: Wanderung Botsdam- Ferd Friebengu: Wanderung nach bem Wildpark. Treffpunkt 7 Uhr Friebenau Treffpunkt 6 Uhr Bahnhof. Moabit: Wanderung Bernau- Liepnisfee. Treffpunttuhr Strom, Ede Turmstraße. Neukölln: Kreisfunktionärturfus im Jugendheim Nogatstr. 53. Vortrag: Gemeinsame Erziehung der Geschlechter". Gralauer Biertel: Wanderung Oranienburg- Friedrichstal. Treffpunkt 6 Uhr Stralau Rummelsburg. Rofenthaler Viertel: Wanderung. Treffpunkt 7 Uhr Rosen thaler Play( Normaluhr). Stegliß: Führung durch Alt- Berlin. Treffpunkt Unsere dänischen Freunde und Genoffen, deren warmherzige 8 Uhr Bahnhof Steglig. Weißensee: Wanderung. Treffpunkt 7 Uhr AntonFürsorge für notleidende deutsche Kinder bei uns in dankbarer Er- plag. Westen: Besuch der Sternwarte. Treffpunkt 3 Uhr Bülow, Ede innerung ist, haben in Berlin ein neues Liebeswert geschaffen. Sie Mansteinstraße.- 17. Sreis: Besuch des Muſeums für Bölkerkunde. Treffpunkt haben hier, ataostuben" eingerichtet, durch die in zunächst drei Stadtteilen, in den Verwaltungsbezirken Wedding"," Friedhabe. Arbeiterturner gegen den Magistrat. Dänische Hilfe für deutsche Kinder. Eine Kakaofpende. Jubiläum. Der Plattenmacher Robert BabImann begeht am 5. November bei der Firma C. Bebling fein 50jähriges Jubiläum im Kreise vieler gleichalteriger Arbeitsgenossen. Genoffe Pfarrer Bleier spricht am Sonntag, den 5. November, abends 6 Uhr, in der Trinitatiskirche Charlottenburg( mit Untergrundbahn bis Bismardstraße) über: Mein Bekenntnis". Jugendveranstaltungen. Verein Arbeiterjugend Groß- Berlin. Heute, Sonnabend, den 4. November: Fortfehung der Generalversammlung heute abend 7 Uhr in der Aula des Sophien- ngeums, Weinmeisterstr. 16/17. Tagesordnung: 1. Erfahwahlen zum Bezirksvorstand. 2. Bericht von der Reichsausschußßigung. 3. Anträge. 4. Bertarte und des auf ber Generalversammlung am 22. abgestempelten Mitglieds schiedenes. Gäste haben nur 8utritt unter gleichzeitiger Vorlegung der Gastbuches ober nur des Mitgliedsbuches. 8 Uhr Bahnhof Stralan- Rummelsburg. richshain“ und„ Kreuzberg", zuſammen etwa 1000 schwächliche Vorträge, Vereine und Versammlungen. und bedürftige Schulfinder täglich ½ Liter warmes Salacgetränt unentgeltlich erhalten. Die Mittel sind wieder durch die dänischen Gewerkschaften gesammelt und hergegeben worden, auch hat die dänische Regierung einen Beitrag gewährt. Zustande gebracht hat diese neue Kinderhilfe mit gewohntem Für forgeeifer der dänische Abgeordnete Genosse Nielsen, der durch KON LINON ber, Besichtigung des Reichstagsgebäudes. Treffpunkt pünktlich 11 Uhr vor Touristenverein„ Die Naturfreunde", Abt. Webbing. Sonntag, 5. NovemBortal 5. Berband Reichsdeutscher Flüchtlinge. Montag, 6. November, 7 Uhr, Berfammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25, Gaal 1. In Anbetracht der dingt erforderlich. Tagung des Berdrängtentongresses ist das Erscheinen aller Mitglieder unbeFritzi Maffary eine Zigarette von Kung Der grundsätzliche Unterschied zwischen der alten und der neuen Schule ist der: 1. gemeinsamer Unterricht von Knaben und Mädchen, 2. fein fonfessioneller Religionsunterricht, 3. feine Strafe in irgendwelcher Form. Was die anderen Unterrichtsfächer anbelangt, so wird von der Neuen Schule" ebenfalls Rechnen, Schreiben, Lesen usw. gelehrt. Und wenn man sagt, daß an diesen Schulen der Lehrer nichts zu sagen hat und die Kinder bestimmen, was sie machen wollen, so sind das Albernheiten, die selbst von Sozialisten" nachgeplappert werden, die damit aber nur beweisen, daß sie von Sozialismus ebenso weit entfernt sind, wie die Sonne von der Erde. Das trifft auch diejenigen, die jetzt schon nach Erfolgen" der„ Neuen Schule" suchen. Während des Aufbaues der Neuen Schule" fann von einem Erfolg noch nicht gesprochen werden aber doch, ausnahmslos tommen alle Kinder gern und freudig zur Schule, während es doch früher anders war. 17 " Als Wichtigstes an der Neuen Schule" ist aber die Mit arbeit der Eltern anzusehen. Nicht daß diese nun in der Klasse und Lehrer unterhalten sich in gemeinsamen Zusammenfünften mit unterrichten, was auch schon angenommen wurde. Eltern über den äußern und innern Aufbau der Schule, über das Leben der Kinder in Schule und Haus. Voraussetzung alles dessen ist, daß die Eltern auch zu Hause ihre Kinder in dem felben Sinne erziehen, die Grundsätze der neuen Erziehung Kalipreiserhöhung. Der Reichstalirat lehnte den Antrag Die Holzpreise haben eine derartige Höhe erreicht, daß die 117-19 d foftete, beträgt heute 39-42 d. Der Weltmartt. auch in der Familie zur Anwendung bringen. Gelingt uns bolzverarbeitenden Industrien und Handwerfsbetriebe preis hat sich demnach mehr als verdoppelt. Berücksichtigt das und der bisherige Werdegang läßt uns das erhoffen nicht in der Lage sind, das erforderliche Geld aufzubringen, und daß man diefe Verdoppelung des Friedensweltmartpreises und zieht dann sind wir auf dem besten Wege, andere Menschen heran- ebenso die Sägeindustrie nicht das Kapital zum Einkaufen des man weiter die Devisenentwicklung in Deutschland in Betracht, so zubilden, ein neues Geschlecht zu erziehen im Sinne der Ge- Holzes hat, während die Banken mit der Kreditgabe sehr zurück wird die außerordentliche Höhe der Nähfadenpreise gegenüber dem Ein schlechter Trost! haltend find. Eine Anzahl von Sägewerten haben daher bereits normalen Teuerungsindex erklärlich. meinschaft. Und Gemeinschaft heißt Sozialismus, und Sozialist ihre Betriebe ganz oder teilweise still a elegt( Berlin, Allenstein). fein, heißt( das soll unser August Bebel selber sagen):„ feinesAuch auf dem Bapiermarkte traten infolge der Preissteigewegs bloß den Triumph einer bestimmten Partei vorbereiten, rungen Abfagftodungen ein, so daß die Papierfabriken Lagerbeeinen bestimmten Teil des Volkes einfach zur Macht zu stände angesammelt haben. bringen. Rein, es heißt arbeiten für eine Gesellschaftsordnung, in der alle aktiven Kräfte harmonisch verbunden werden und zu aller Rugen zusammen wirfen sollen. Das gilt für die Kinder eines Landes sowohl als auch für die verschiedenen Nationen. Friede soll an Stelle des Krieges treten, gegen feitige Dienste und Sympathie an die Stelle streitenden Eigenwillens, und die Solidarität der Interessen an die Stelle der Zügellosigkeit, der Selbstfucht". Wirtschaft Der drohende Konjunkfurrüdgang. Die Berichte, welche die preußischen Handelstammern über den Geschäftsgang von Handel und Industrie im Oktober dem Handelsminister erstattet haben, ergeben trotz des neuerlichen Kurssturzes ein gegenüber dem Vormonat wenig verändertes Bild. Der Rüdgang der Mark hat die Geld- und Kreditnot vermehrt. Er hat zu faum noch auslegenden Lohnbewegungen geführt und bewirft, daß die Warenpreise in immer fürzeren Zwischenräumen festgesetzt werden. Wenn der Auftragseingang der Industrie fich fast allgemein verlangsamt, die Belieferung der Beiterverarbeiter mit Rohstoffen sich verbessert, der Arbeitermangel sich vermindert hat und Lier und da einem geringen Ueberangebot gewichen ist, so deutet das darauf hin, daß sich ein konjunkturumschwung anzubahnen scheint. Aber gegenwärtig haben sich nur in vereinzelten Wirtschaftszweigen bereits Abfagftodungen gezeigt, so daß auf Lager gearbeitet oder die Arbeitszeit verkürzt werden mußte, jedenfalls ist der vielfach gefürchtete Konjunktur st urz weder eingetreten noch in unmittelbarer Aussicht. Andererseits hat der Marksturz auch nicht in dem Grade wie früher öfters die Ausfuhr belebt, da viele Länder die deutsche Einfuhr nach Möglichkeit erschweren, da ferner insbesondere Frankreich und Belgien der deutschen Industrie auf Dem Weltmarkt mit Hilfe der in Deutschland bitter fehlenden deutschen Kohle schärffte Konkurrenz bereiten, und da schließlich in manchen Industriezweigen die deutschen Gestehungstoften ( trotz der lächerlich niedrigen Löhne! D. R.) über den Welt marktpreisen liegen, nach den Klagen der Fertigindustrien zum großen Teil infolge der Breispolitit der Rohstoffindustrien. Nach der amtlichen englischen Statistit wurden im September 1 600 550 Tonnen Kohle allein nach Deutschland ausgeführt gegenüber 834 000 Tonnen im September 1913. Dies tommt, zuzüglich der in englischer Währung zu zahlenden Seefracht, einer Belastung der deutschen Zahlungsbilanz von 8749 MilL Bapiermart gleich, wenn man den Kurs von 6501,73 Papier mark für das Pfund Sterling zugrunde legt. Für den Oktober wird man mit einer Einfuhr von etwa 1000 000 Tonnen, also mit einer weiteren Berringerung unseres Bolfsvermögens um nahezu das Doppelte des Vormonats rechnen müssen. Einem weiteren Borbringen der englischen Stohle fann rur Einhalt geboten werden durch Steigerung der Arbeitsleistung und durch Verminderung der Zwangsfohlenlieferungen, die neuerdings wieder auf nahezu 2 Mill. Tonnen Monatssoll erhöht worden sind. Das Verfahren der Ueberschichten hat sich im Ruhrbezirk im Berichtsmonat erheblich besser eingespielt, so daß in 22 Arbeitstagen rund 1 100 000 Tonnen Kohlen mehr als im Vormonat gefördert wurden, da sich der Prozentsaz der Ueberschichten ver: fahrenden Untertagearbeiter auf etwa 76 vom Hundert gesteigert hat. Die Kopfzahl der Gesamtbelegschaften dürfte im Oktober wieder um 1 vom Hundert zugenommen haben. Mit großer Besorgnis fieht Der Bergbau der Grubenholzbeschaffung entgegen. Schon jezt fonnte an einigen Betriebsorten nicht mehr wie gewöhnlich gearbeitet werden. Der außerordentliche Mangel hat ein außerorbentliches Anziehen der Preise zur Folge gehabt. Die Steinfohlenförderung des Ruhrbezirks betrug vom 1. bis 26. Oftober an 22 Arbeitstagen 7 144 228 Tonnen Kohle, 1 789 373 Tonnen Kots und 330 979 Tonnen Preßtohle. Das ist arbeitstäglich 324738 Tonnen Rohle, 68 822 Tonnen Rofs und 15 045 Tonnen Breßtohle gegenüber arbeitstäglich 301308 Tonnen Kohle, 68 984 Tonnen Rots und 14 939 Tonnen Preßtohle in der Zeit vom 1. bis 23. September. Die Großeisenindustrie flagte wiederum über mangelhafte Rohlenbelieferung. Die Versorgung mit ausländischen Erzen erfolgte ohne Störung. Der noch immer regen Beschäftigung der Schwereisenindustrie steht ein Auftragsrüdgang bei den Eisenverbrauchern gegenüber. Das Auslandsgeschäft läßt bei allen Werfen zu wünschen übrig. Die Berliner Maschinenindustrie war ausreichend beschäftigt, berichtet aber über einen Rückgang der Aufträge für Landmaschinen und flagt über Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Betriebskapitals. Der Markt der Elektroindustrie hat sich mit dem neuen Marksturz erheblich verschlechtert. Starter Rückgang der Aufträge und selbst des Absages wird aus der Textilindustrie berichtet. Die Kaufkraft der Bevölferung fommt hier mit den Preisen nicht mehr mit. Die chemische Industrie flagt über Schwierigkeiten in der Rohstoffbeschaffung infolge des schwankenden Markturses. Bon den Produktenmärkten. des deutschen Salifyrditats auf eine Preiserhöhung von 112,5 Proz ab und beschloß eine Preiserhöhung von 92 Pro 3. mit Wirkung vom 3. November 1922 ab. Entsprechend wurden zu den in der Bekanntmachung vom 10. Oftober 1922 festgesetzten Inlandshöchstpreisen Preiszuschläge festgesetzt. Der zeitweilige Stillstand in der Entwertung der Mark war nicht von langer Daner. Der Spekulation ift es glücklich gelungen, Die Rohstoffteuerung. Der Roheisenausschuß des Eisenwirt die Mart fast gänzlich zu entwerten. Gerade die legten Tage haben schaftsbundes erhöhte die höchstpreise für Lieferungen ab ja in dieser Beziehung Borgänge gezeitigt, wie fie felbft in der an 1. november, und zwar für Hämatit um 35 132 M. auf 83 994 m., Ereignissen gewiß nicht armen Geschichte der Börjen pekulation zu Gießereiroheisen I um 33 486. auf 73 662 M., Gießereirohben Geltenheiten gehört. Mit dem Sturz der Mark und mit dem eisen III um 33 486 auf 73.592 m. je Tonne. Die Preiſe find Hinaufgehen der Kursturve der ausländifyen Devisen war zu- alfo faft verdoppelt! gleich ein Steigen der Preise aller Baren verbunden, unbefümmert Lifauische Exportfrife. Der Uebergang zur eigenen Lit- Wähdarum, ob die fraglichen Waren irgendwelchen Zufaramenhang mit rung hat zu einer starfen Erhöhung aller Preise auf dem dem Dollarftand hatten oder nicht. Unter der Einwirkung der Mark- litauischen Markte geführt, vort der auch so wichtige litauische Grport. entwertung und der Warenverteuerung frumpfte das Geschäft artikel, wie Kartoffeln, betroffert sind. Dadurch ist ein vollständiger fehr zufammen. Die Warenbefizer behalten das, was sie haben, Stillstand in der Ausfuhr nach Deutschland und Lettland eingein der Hand. Sie erwarten ständig Preissteigerungen und vertreten, die zu den stärksten Abnehmern litauischer Exportware ge faufen nur das, was sie zur Aufrechterhaltung ihres Betriebes un hörten. Wenn auch die Ausfuhr nach England, Holland, Skandibedingt verkaufen müssen. Auf der anderen Seite müssen sich auch navien und anderen hochvalutarischen Ländern bisher nicht mertdie Ware Begehrenden Schranken auferlegen. Die Summen, die bar gelitten hat, so ist doch im allgemeinten im Laufe des legten bei dem jezigen Preisstand für den Ankauf von Borenmengen Monats ein starkes ansteigen der Einfuhr zu beobachten, erforderlich find, gehen gleich in die Millionen. Moch vor kurzem die zum Teil die Ausfuhr bereits überwiegt. Allgemein werden wurde der Ankaufspreis eines Waggons Weizen in der General starke Erschütterungen des Wirtschaftslebens in Litauen befürchtet. persammlung der Humboldt- Mühle auf 3 Millionen Mark bemessen, heute ist das Doppelte für den Ankauf erforderlich. Es ist infolge. bessen begreiflich, daß viele Warenkäufer auf Geschäfte verzichten müssen, weil sie nicht über die genügenden tittel verfügen und weil Strebite ihnen nicht zur Berfügung stehen. Die Tendenz bes Schwimmer. Sonntag, den 5. November, abends 5 hr, ordentliche Mis Marktes ift, mie tas bei der eben geschilderten Lage der Berhältnisse gliederversammlung in Eulers Gesellschaftshaus, Berlin, Köpenider Str. 62. felbstverständlich ist, fest, zumal auch noch andere Momente hinzu- Badeabend: Jeden Dienstag im Städt. Hallenbad An der Schillingsbrücke. Antommen, welche im Sinne der Aufwärtsbewegung der Breise wirken, fang 7 Uhr. Dort auch Aufnahme neuer Mitglieder. Sportlartell, 2. Bezirk( Tiergarten). Gigung Montag, 6. November, so besonders die Tatsache, daß die Wagengestellung für Getreide 7 Uhr, bei Görig, Levezowftr. 19b. Gehr wichtige Tagesordnung. Jeder unzulänglich war. Alles, was an Waggons irgendwie entbehrt Berein, Gruppe oder Abteilung hat zwei Delegierte zu entfenden, am besten Borsigenden und Schriftführer. Bestandslisten sind mitzubringen. werden konnte, wurde für den Transport für Kartoffeln verwendet. Fichte 19 gehört hierzu. Für Weizen lag beträchtliche Nachfrage nach Bare vor, die nicht befriedigt werden konnte. Inlandware ist so gut wie gar nicht vorhanden, Auslandware ist bei dem heutigen Devisenstande zu teuer. In Roggen ist es trog ber starten Kurssteigerungen der fremden Devisen vor der legten Devisenhauffe zu einigen Antäufen im Auslande gekommen. Die Reichsgetreidestelle fah sich zu diesen Auslandsfäufen veranlaßt, weil das Material in Süddeutschland Enapp geworden ist. Auch der Gerstenmaift steht noch wie vor im Zeichen der Barentnappheit. Soweit es die Martilage gestattet, tam aus den öftlichen Produktionsgebieten, aus der Tschechoslowakei und aus Bolen Ware herein. In der legten Zeit haben uns die russischen Randstaaten mit Braugerste versorgt. In Hafer find wir ganz auf die Zufuhr aus dem Dften angewiesen. Die Donauftaaten Ungarn, Rumänien und Jugoslawien treten hier ebenfalls als Lieferanten auf. Nachdem die Brenner fich reichlich mit Mais versorgt haben, und zwar zu Breisen, die erheblich unter den jezigen liegen, nachdem sie infolgedessen nicht mehr als Räufer am Markte auftreten, ruht das Geschäft in Mais fo gut wie ganz. Trogdem die Brenner billigen Mais für die Herstellung des Sprits haben, haben fie mit der Lieferung von Spiritus nicht die geringste Eile. Sie tönnen ja varauf bringen, daß vom Monopolamt der Spirituspreis nicht etwa auf Basis des Maispreises, zu bem sie den Mais er: worben haben, festgesetzt wird, sondern auf Grund des jeweilig geltenden Tagespreises für Mais. Ihre Bemühungen nach dieser Richtung versprechen um so mehr Erfolg, als ja das Monopolamt bei der letzten Preisfestlegung schon zugesagt hat, von Monat zu Monat eine Revision der Maisspritpreise vorzunehmen auf Grund der jeweils geltenden Maispreise. Die Brenner aber machen sich diese Sachlage zunuze. Sie brennen nicht, sondern warten mit der Produktion, bis sie entfprechende Preise für den Sprit bekommen. Dadurch ist beim Monopolami zurzeit fein Sprit zu haben. 7 Arbeitersport. Berliner Zaubstummen- Wanderverein und Abt. Freie Taubstummen. Auch 6. Bezirk( Hallesches Tor). Gigung Montag, 6. November, 7½ Uhr, bet Bittner, Forster Str. 17. Erscheinen aller Bereinsvertreter ift Pflicht. 15. Bezirk. Nächste Delegiertenversammlung Montag, 6. November, Uhr, in der Schule, Niederschöneweide, Hasselwerder, Ecke Berliner Straße, Aeußerst wichtige Tagesordnung. Sämtliche Bereine müssen vertreten fein. Fußballspiele am Sonntag. Bezirk Norden. 1. Mannschaften. 2% Uhr. Abt. A.: Alemannia- Adler 12, Adler 08 Bittoria. Abt. B.: Tegel- Arminia. Abt. C.: Germania- B. C. Moabit. Abt. D.: Siemensstadt- Bankow 08. Bezirk Often. 1. Mannschaften. 2% Uhr. Abt. A.: Woltersborf- Mehlsdorf, Fichtenau- Fürstenwalde, ErtnerNeuenhagen, Retschendorf- Berolina, Trept. B. C.- Tasdorf. Abt. B.: NiederTehme Beuthen, Frisch- Frei- Dtsch. Wusterhausen, Alt- Glienicke Luftig Fibel, Adlershof Concordia, Senzig- Grünau. Abt. C.: Gloft- Brandenburg, Lichten berg II- Oberfpree, Friedrichshagen- Lichtenberg III, Askania- 3. B. C., NeuTölln spielfrei. Abt. D.: Teutonia- Lichtenberg I, Tasmania- Britannia, Sparta- Rütig- Borwärts, Stralau- Reichsvereinigung, Fichte- Dft spielfrei. Bezirk Südwest. 1. Mannschaften. 2% Uhr. Gruppe A.: Nowawes- Branden burg, Schöneberg- Steglit, Potsdam- Hertha, Hertha II- Nowawes II( 12.45) * Protestspiele auf dem Play in Teltom, Auguftstraße. Spielfeld bauen, Bälle und Spielformulare stellen Potsdam I und Hertha II. Gruppe B.: Lucen walbe I- Bittoria, Froh- Frei- M. 6. C., Fichte Sild- Stern. Gruppe C Bannfee- antwig, Woltersdorf- Teltow, Trebbin- Zudenwalde III( 1 Uhr). Hockey. Wilmersdorf I- Moabit I in Wilmersdorf, Württembergische, Ede Zähringer Straße, 2-4 Uhr; Charlottenburg-. S. C. I in Westend, Städtischer Spielplag am Krankenhaus, 9-10% Uhr; Fichte- Oft I- Fichte 11, Crersierplas Schnaufer Allee, 10-12 Uhr; Fichte 3 1- Fichte 301, Egerzierplag Schönhaufer Allee, 2-4 Uhr; Fichte- Ost-Fichte 1 II, Eperzierplaz Schönhauses allee, 9-10%: Fichte 3 11- ite 12 III, Eperzierplag Schönhauser Allee, 1 bis 2% Uhr; A. G. C. II- Steaten I in Wefteno, Städtischer Spielplag am Krankenhaus, 10% 12 Uhr: Fichte 12 II- Lichtenberg 2 I in Lichtenberg, Hirschberger Straße, 10% 12 Uhr; Lichtenberg 1 II- Fichte 10( kombiniert) in Lichtenberg, Sirschberger Straße( Gesellschaftsspiel), 9-10% hr. Groß- Berliner Partei- Nachrichten der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei. Bezirksvorstand. Heute abend 6 Uhr Sihung im Jugendheim, Lindenstr. 3, 2. Hof, 3 Treppen. Die Preisbewegung am Broduftenmarkt gestaltete fich wie folgt: 28. Juni 2. Auguft 2. Oftober 3. Movember Achtung, Kajjierer! Bon den neuen Frauenmarien à 3 M. ist 840-875 1500-1525 3450-3500 11800-12100 Joeben ein Posten im Bureau eingetroffen. Die bereits bestellten 602-606 1240-1275 3100-3150 10500-10800 Marfen werden sofort durch die Boft übermittelt. 50 kg Weizen, mar fifth. 50 kg Roggen, märkisch. 50 kg Sommergerſte 50 kg Mais ab Hambg. 100 kg Weizenmebl 100 kg Roggenmehl 720-750 1475--1525 3150-3150 10500-11000 1285 592-596 8500-3550 11500-11800 2075-2200 8875-4050 9550-10200 82000-31000 1520-1560 2800-3000 8000-8600 27000-30000 Dreifache und darüber gestiegen. Gegen Anfang des vorigen Monats sind die Preise auf das Am Mehlmarkt war das Geschäft zeitweise flott. Hier traten besonders die Industriebezirke als Räufer auf. Aler Pagels. Charlottenburg- Spandau. Jeden Sonnabend von 5-6 Uhr im Jugendheim, Charlottenburg, Rosinenstr. 4, juristische Sprechstunde. Heute, Sonnabend, den 4. November: 33. Abt. Die Bezirksführer müssen noch heute nach 5 Uhr bzw. Sonntag vor mittag mit dem Raffierer, Genossen Ben, Beymestr. 25, in seiner Wohnung abrechnen. Außerdem ist wichtiges Material abzuholen; evtl. Vertreter schicken. 54. Abt. Charlottenburg. 5. Gruppe:: Die Parteigenossen treffen sich heute abend um 8 Uhr im Lotal Bühnemann, Helmholtstr. 39, zur Flugblatt verbreitung. 71. Abt. Bilmersdorf. 7 Uhr Bannerweihe im Lokal Jonas, Bruchsaler, Ede Junglozialisten. Arbeitsausschnß: Heute nachmittag 4% hr im Landtag, Bimmer 51. Wichtige Tagesordnung. Durlacher Straße. Erscheinen aller Genossen erwünscht. Die Nähgarnpreise. Die vielfachen Klagen aus Verbraucher freijen über die Preisgestaltung der Räbgarne haben zu einer Nachprüfung der Gestehungskosten bei den für die deutsche Nähgarnerzeugung hauptsächlich in Betracht kommenden Firmen geführt. Es ergab fich, laut Mitteilung von zuständiger Seite, daß für den Preis des Nähgarnes der Rohmaterialpreis aus schlaggebend ist. Bur Herstellung von Nähgarn wird ein BaumMorgen, Sonntag, den 5. November: wollgarn von besonderer Qualität aus ägyptischer Baumwolle be- 73. Abt. Schmargendorf. Sonntag vormittag 9½ Uhr im Heim erweiterte Bos nötigt, welches zum größten Teil aus England bezogen werden Sungsozialisten. Gruppe Friedrichshain: Gruppenwanderung nach dem Nuthe standssigung des paritätischen Borstandes. muß. Der Preis dieies Rohmaterials, welches 1914 in England tal. Treffpunkt 47 Uhr Schles. Bahnhof. STEIGERWALD LIKORE HOCHWERTIG Vertretung und Lager für Groß- Berlin: M. Schlewinsky, Berlin- Wilmersdorf, Babelsberger Str. 48. Telephon: Amt Pfalzburg 9942, 9943 Deutscher Metallarbelterverband Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Mechaniker Hugo Koßmann Neukölln, Giegfriedstraße 13 am 1. November gestorben ift. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 4. d. M., nachm. 122 Uhr, von der Beichenhalle bes Gemeindefriedhofes in Reutölln, Mariendorfer Beg, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verwaltungsstelle Berlin N 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit vorm.9 Uhr bis nachm. 4Uhr. Telephon: Amt Norden 833, 834, 835, 836. Heute, Sonnebend, den 4. November. nachmittags 3 Uhr, im Dresdener Gesellschaftshans, Dresdener Str. 116: Versammlung aller Goldarbeiter u.-arbeiterinnen. Tagesordnung: Bericht ber StreitZommission. Das Erscheinen aller ist Pflicht Verein Berliner Buchachtung! Chirurgische Branche. Süßstoffpreise im November 1 H- Packung Süßtraft von reicht. 1 Pfund Sucker Tabletten haben die Süßkraft von je 11, Würfel Zucker. 9. 20, Borzüglich zum Kochen, Backen usw. Kann mitgefocht werden. Schachteln mit 100 56, 9. 30, zum Süßen von Kaffee, Tee usw. 200 500 130, Erhältlich in Kolonialwaren-, Drogenhandlungen und Apotheken. Bekanntmachung Die 12. Satzungsänderung ift som drucker u. Schriftgießer montag, 6. november, nachmittags Oberversicherungsamt genehmigt worden. Dienstag, 7. Rovbr., nachm. 5% hr: 4 Uhr, in den Sophiensälen( großer Danach wird der fagungsmäßige Betrag, Gaal), Sophienftr. 17/18: Verband d. Kupferschmiede Deutschlands Ortsverwaltung Berlin Das Material zur Urabflimmung ben die Kaffe für Heilmittel bewilligen über die Verschmelzung mit dem darf, auf 750 erhöht, für Generalversammlung Branchenversammlung mittel gegen Berufſtaltung und Ber- Deutſchen Metallarbeiter- Berband ( Saal 4) im Gewerkschaftshaus, Engeluser 25 Tagesordnung: Berichterstattung über Berordnung nom 22. September 1922 au Betriebe zugesandt worden. Kollegen, bie Prippelung auf 1500 Mart. Die nach der ift den Bertrauenstenten der einzelnen Zagesordnung: 1. Freie Aussprache bie Lohnverhandlungen. gewährende Bochenhilfe ift entsprechend noch einen Stimmzettel erhalten haben. über den Induftrieverband. 2. Bericht- und Kollegen, pünktlich zu erscheinen, ba Es ist Pflicht aller Rolleginnen in die Gagung aufgenommen. 172/7 werben gebeten, sich diesen unter Bor erstattung über die Tarifausschuß Druckstücke der Sakungsänderung fizung. 3. Aussprache über die Feier wir den Gaal um 17 Uhr räumen milffen ab 10. November im Staffenloful, Riofter- eigung des Mitgliedsbuches im Bureau Die Octoverwaltung. ftrage 71 72, fostenlos zu haben. Gänsefedern des 9. November, Ru dieser Bersammlung find außer ben Delegierten die Bertrauensleute und Drudereitaffierer eingeladen. Ohne Legiti25/19 mation tein Zutritt. Der Bauvorstand. Berlin, den 4 Rovember 1922. abzuholen Die Abstimmung wird am 11. Robember geschlossen. Wir erwarten, daß in Anbetracht der Wichtigkeit biefer Urbin der gute Schuhputs 2. Altmetalle zahlt hohe Breise. Oberberger Str. 1. nferate im Vorwärts fichern Erfolg! Spez Beh Ischias nur für 15 Tag.beseit.Invaliden tr.106, 9-11, 4-6. 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Theat.NewYork- Berlin Molly Wessely Stieda, Lieven, Noack) Stg. nachm. 3 Uhr: 7, Uhr. Gespenster Wund. Ges. Kreisler( Alexander Moissi 8 U.: Jüdin v. Toledo So.2% Die Büchse Komödienhaus der Pandora 7 Uhr: Der lebende Stg. 3 U.. Bajadere Neues Operett.- Th Die schwarze Rose Neues Th. am Zoo Leichnam 7 Uhr: Dorine 7 Uhr zum 1. Male:( Alexander Moissi) Die Erwachsenen Kammerspiele und der Zufall Operette v. Gilbert Neues Volkstheater Lustsp. von Sling 8 Uhr Das Glas 7 Uhr: Der Eng( Ch. Schultz. Stahl- Wasser Nachbaur, mann, Behmer. Herr Stg. 22: Raub der Sabinerinnen Delschaft, Paul Heidemann Theater Folies Caprice Täel. 3/8 Uhr: Eine Liebesnacht Die Hyäne mit in die Experimen Invalidenstr.: 8 Uhr talphysik I. Teil Die musiz., sing. u. lachend.Sprechmaschine ander. Satyros Siegfr. Berisch Theat.a.Rottbus.Tor Renaissance- Th. Hardenbergstr. 6 Fischer, 8 Unr: Timotheus Geschloss. Dienst. SCALA Branden, Marba in flagranti 7 Uhr: Das Band Lehndorff Erste Warnung Gr.Schauspielh. 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